Montage- und Betriebsanleitung

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AquaGen®
PT-H
PT-V
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AquaGen®
Satz, Gestaltung, Druck: Koerdt Promo4you GmbH, 59929 Brilon
© 2013
HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG
Postfach 1140
D–59914 Brilon
Alle Rechte, auch für den Fall von Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen, vorbehalten.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Dokumentation und Verwertung oder Mitteilung ihres Inhalts sind
nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich in schriftlicher Form von HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.
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Vorwort
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
vielen Dank, dass Sie sich für ein Produkt aus unserem Hause entschieden haben.
Bevor Sie Tätigkeiten im Zusammenhang mit den AquaGen® Systemen ausführen, bitten wir Sie, diese Dokumentation aufmerksam und in Ruhe zu lesen. Sie enthält wichtige Informationen zum sicheren und fachgerechten Lagern, Installieren, Inbetriebsetzen, Betreiben und Warten von AquaGen® Systemen.
Inhaltliche Änderungen dieser Dokumentation behalten wir uns vor. HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG haftet nicht für etwaige Fehler in dieser Dokumentation. Unsere Produkte werden ständig weiterentwickelt. Daher
können Abweichungen zwischen den Darstellungen in dieser Dokumentation und dem von Ihnen gekauften
Produkt bestehen.
Bitte bewahren Sie diese Dokumentation so auf, dass sie für alle Personen, die Tätigkeiten im Zusammenhang
mit den Batterien ausführen müssen, sofort zur Verfügung steht.
Postanschrift:
HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG
Postfach 11 40
D-59914 Brilon
Anschrift Zentrale:
HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG
Bontkirchener Straße 1
D-59929 Brilon-Hoppecke
Service-Telefon +49(0)800 2467732
Fax
+49(0)2963 61-449
Internet
www.hoppecke.com
Email
[email protected]
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0 Verwendete Symbole und Sicherheitshinweise
Nachfolgende Sicherheitshinweise sind zu berücksichtigen. Die aufgeführten Sicherheitssymbole werden in
dieser Dokumentation bei sicherheitsrelevanten Hinweisen teilweise mehrfach verwendet:
Es besteht Gefahr für die Gesundheit von Personen, für die Batterie(n) oder die Umwelt.
Nichtbeachtung dieser Gefahrenhinweise kann schwere oder sogar tödliche Verletzungen zur
Folge haben.
Gefahr!
Es besteht Gefahr für die Batterie(n), für Gegenstände oder die Umwelt. Mit Gefahren für
Personen ist nicht zu rechnen. Nichtbeachtung kann zu Störungen und Beschädigungen der
Batterie(n) führen. Weiterhin können Sachbeschädigungen und Umweltschäden entstehen.
Achtung!
Gefahr durch Explosion, Druckwellen, herumfliegende heiße oder geschmolzene Substanzen.
Explosions- und Brandgefahr, Kurzschlüsse vermeiden!
Elektrostatische Auf- bzw. Entladungen/Funken sind zu vermeiden!
Nichtbeachtung dieser Gefahrenhinweise kann schwere oder sogar tödliche Verletzungen zur
Folge haben.
Verätzungsgefahr durch austretenden Elektrolyt.
Elektrolyt ist stark ätzend!
Gefahr durch elektrische Spannungen für das Leben und die Gesundheit von Personen.
Achtung! Metallteile der Batteriezellen/-blöcke stehen immer unter Spannung. Deshalb keine
fremden Gegenstände oder Werkzeuge auf der Batterie ablegen.
Nichtbeachtung solcher Gefahrenhinweise kann schwere oder sogar tödliche Verletzungen zur
Folge haben.
Warnung vor Gefahren durch Batterien.
Rauchen verboten!
Keine offene Flamme, Glut oder Funken in der Nähe der Batterie, da Explosions- und Brandgefahr!
Allgemeines Verbot.
Gebrauchsanweisungen beachten und im Batterieraum sichtbar anbringen! Arbeiten an Batterien
nur nach Unterweisung durch Fachpersonal.
Bei Arbeiten an Batterien Schutzbrille und Schutzkleidung tragen!
Die Unfallverhütungsvorschriften sowie DIN EN 50272-2 und DIN EN 50110-1 beachten!
Leitfähiges Schuhwerk tragen.
Allgemeines Gebot.
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Säurespritzer im Auge oder auf der Haut mit viel klarem Wasser aus- bzw. abspülen. Danach
unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Mit Säure verunreinigte Kleidung mit Wasser auswaschen.
Recycling/Wiederverwertung.
Bleisäurebatterien, die nicht dem Recyclingprozess zugeführt werden, sind unter Beachtung aller
Vorschriften als Sondermüll zu entsorgen.
Pb
Allgemeiner Hinweis oder Hinweis für das bessere Verständnis und die optimale Nutzung der
Batterie(n).
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0.1 Allgemeine Sicherheitshinweise
Gefahr!
Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch der hier beschriebenen Produkte kann zu Personen- und
Sachschäden führen.
Bei nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch übernimmt HOPPECKE weder Verantwortung noch
Haftung für direkte oder indirekte Personen- und Sachschäden, die aus dem Umgang der hier
beschriebenen Produkte entstehen.
Explosions- und Brandgefahr, Kurzschlüsse vermeiden!
Achtung! Metallteile der Batterie(n) stehen immer unter Spannung, deshalb keine Gegenstände
oder Werkzeug auf der/(den) Batterie(n) ablegen!
Elektrolyt ist stark ätzend! Im normalen Betrieb ist das Berühren mit dem Elektrolyt ausgeschlossen. Bei der Zerstörung des Gehäuses ist der freiwerdende gebundene Elektrolyt genauso ätzend
wie flüssiger.
Austretender Elektrolyt ist gesundheitsschädlich für Augen und Haut!
Ohne ordnungsgemäße und regelmäßige Wartung der Batterien durch HOPPECKE Fachpersonal
(oder von HOPPECKE autorisiertem Personal) ist die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Notfall eventuell nicht gewährleistet.
Achtung!
Arbeiten an Batterien, insbesondere deren Installation und Wartung, darf nur durch geschultes
HOPPECKE Fachpersonal (oder durch HOPPECKE autorisiertes Personal) durchgeführt werden,
das sich im Umgang mit Batterien auskennt und die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen kennt.
Gefahr!
Batterien niemals mit Staubwedel oder trockenen Tüchern aus Kunstfaser reinigen. Gefahr von
elektrostatischer Aufladung und Knallgasexplosion! Wir empfehlen für die Reinigung mit Wasser
befeuchtete Baumwoll- oder Papiertücher (ohne Kunststoffanteile).
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0.2 Sicherheitshinweise zum Arbeiten mit Blei-Säure-Batterien
Es besteht u.U. die Gefahr durch elektrische Batteriespannung. Im Falle eines Kurzschlusses
können extrem hohe Ströme fließen.
Es besteht Explosions- und Brandgefahr durch Knallgas.
Gefüllte Blei-Säure-Batterien beinhalten explosives Knallgas (Wasserstoff/Luft-Gemisch). Niemals
in unmittelbarer Nähe von Batterien rauchen, mit offenen Flammen hantieren oder Funken erzeugen. Vermeiden Sie unbedingt elektrostatische Entladungen, tragen Sie daher Baumwollkleidung
und erden Sie sich gegebenenfalls.
Legen Sie Uhren, Ringe, Ketten, Schmuck und sonstige Metallgegenstände beim Arbeiten mit
Batterien ab.
Gefahr!
Benutzen Sie ausschließlich isoliertes Werkzeug.
Tragen Sie geeignete Schutzhandschuhe und Sicherheitsschuhe (siehe auch Kap. 1.3).
Legen Sie niemals Werkzeuge oder Metallteile auf Batterien!
Gefahr!
Setzen Sie unbedingt eine Schutzbrille auf, wenn Sie mit Batterien arbeiten! Tragen Sie bei
Arbeiten an Batterien die vorgesehene persönliche Schutzkleidung!
Batterien niemals mit Staubwedel oder trockenen Tüchern aus Kunstfaser reinigen. Gefahr von
elektrostatischer Aufladung und Knallgasexplosion! Wir empfehlen für die Reinigung mit Wasser
angefeuchtete Baumwoll- oder Papiertücher (ohne Kunststoffanteile).
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Inhaltsverzeichnis
0 Verwendete Symbole und Sicherheitshinweise....................................................................................... 4
0.1
Allgemeine Sicherheitshinweise ................................................................................................. 6
0.2
Sicherheitshinweise zum Arbeiten mit Blei-Säure-Batterien ........................................................... 7
1 Allgemeine Informationen ..................................................................................................................... 9
1.1
Service ..................................................................................................................................... 9
1.2
Entsorgung/Recycling ................................................................................................................ 9
1.3
Persönliche Schutzausrüstung, Sicherheitskleidung, Ausstattung ................................................. 9
1.4
Sicherheitsvorkehrungen.......................................................................................................... 10
1.4.1 Schwefelsäure ........................................................................................................................ 10
1.4.2 Explosive Gase ....................................................................................................................... 10
1.4.3 Elektrostatische Entladungen ................................................................................................... 11
2 Funktionsweise des AquaGen® premium.top........................................................................................ 12
3 Montage des AquaGen® premium.top.................................................................................................. 12
3.1
Entfernen des Labyrinth-Einsatzes mit Hilfe des Demontagewerkzeuges ..................................... 12
3.2
Einsetzen des AquaGen® premium.top ..................................................................................... 13
4 Entfernen des AquaGen® premium.top................................................................................................. 14
4.1
Wartung ................................................................................................................................. 14
4.2
Entsorgung ............................................................................................................................. 15
5 Belastbarkeit und Lebensdauer ........................................................................................................... 16
Anhang – Abbildungsverzeichnis............................................................................................................. 16
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1 Allgemeine Informationen
1.1 Service
HOPPECKE hat ein weltweites Servicenetz, das Sie nutzen sollten. Der HOPPECKE Service steht Ihnen zur
Verfügung, wenn Sie bei der Installation des Batterie-Systems Unterstützung wünschen, wenn Sie Teile bzw.
Zubehör benötigen oder wenn Wartungsarbeiten an dem System auszuführen sind. Sprechen Sie uns oder Ihren
örtlichen HOPPECKE-Vertragspartner darauf an.
Die HOPPECKE Rufnummer ist:
Telefon +49(0)800 2467732
Telefax +49(0)2963 61-481
Email [email protected]
1.2 Entsorgung/Recycling
HOPPECKE bietet seinen Kunden ein eigenes Rücknahmesystem für Bleibatterien an. Unter
Beachtung
- des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes,
- der Batterieverordnung,
- der Transportgenehmigungsverordnung
- sowie nach den Grundsätzen des allgemeinen Umweltschutzes und unseren Unternehmensleitlinien führen wir sämtliche Bleibatterien der Sekundärbleihütte am Standort Hoppecke zu.
Zur Entsorgung von AquaGen® Rekombinationssystemen setzen Sie sich bitte mit Ihrem örtlichen
HOPPECKE Vertreter in Verbindung.
AquaGen® Rekombinationssysteme dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden.
Achtung!
1.3 Persönliche Schutzausrüstung, Sicherheitskleidung, Ausstattung
Beim Umgang mit Blei-Säure-Batterien muss zumindest folgende Ausrüstung zur Verfügung stehen, wobei die Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
- Spannungsisoliertes Werkzeug
- Geeignete Schutzhandschuhe
- Schutzbrille
- Sicherheitsschuhe
- Feuerlöscher
- Notfall-Augendusche (empfohlen)
Gefahr!
Gefahr!
Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladung beim Umgang mit Batterien müssen Textilien, Sicherheitsschuhe und Handschuhe einen Oberflächenwiderstand <108 Ohm und einen Isolationswiderstand >105 Ohm besitzen (siehe hierzu DIN EN 50272-2 und DIN EN ISO 20345:2011 Persönliche
Schutzausrüstung - Sicherheitsschuhe). Wenn möglich sog. ESD-Schuhe tragen.
Legen Sie Uhren, Ringe, Ketten, Schmuck und sonstige Metallgegenstände beim Arbeiten mit
Batterien ab.
Niemals in unmittelbarer Nähe von Batterien rauchen, mit offenen Flammen hantieren oder
Funken erzeugen.
Legen Sie niemals Werkzeuge oder Metallteile auf Batterien!
Der Gebrauch von ordnungsgemäßem Werkzeug und von korrekter Schutzausrüstung kann im Falle eines Unfalls
Verletzungen verhindern oder Verletzungsfolgen mildern.
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1.4 Sicherheitsvorkehrungen
1.4.1 Schwefelsäure
Schwefelsäure kann schwere Verätzungen und ernste Verletzungen verursachen.
Erste Hilfemaßnahmen
Elektrolyt auf der Haut:
Säure mit Baumwoll- oder Papiertuch abtupfen, nicht abreiben. Betroffene Stellen längere Zeit
unter fließendem Wasser abspülen. Durchtränkte Kleidungsstücke vorher entfernen. Dabei
Kontakt mit nicht betroffenen Körperteilen möglichst vermeiden. Nach dem Spülen mit Seife
gründlich nachwaschen.
Elektrolyt im Auge:
Auge mit Augenwaschflasche ausspülen oder unter fließendem Wasser auswaschen; zu hoher
Wasserdruck ist zu vermeiden. Sofort Augenarzt aufsuchen.
Elektrolyt im Körper:
Sofort Arzt hinzuziehen oder Krankenhaus aufsuchen. Bis zum Eintreffen des Arztes: Je nach Grad
und Lage der Verätzung mit Magnesiumoxyd-Aufschlämmung spülen bzw. trinken. Wenn vorhanden, auch Wasser mit gelöstem Bikarbonat (kohlensaures Natron) verwenden.
Siehe auch ZVEI-Merkblatt „Sicherheitsdatenblatt für Batteriesäure (verdünnte Schwefelsäure)“
im Anhang.
1.4.2 Explosive Gase
Aus Blei-Säure-Batterien kann explosives Wasserstoff/Sauerstoff-Gemisch austreten. Im Fall einer
Explosion des Gemisches können schwere Personenschäden auftreten.
- Tragen Sie immer die vorgeschriebene Schutzkleidung (Schutzbrille, Geeignete Schutzhandschuhe
und Sicherheitsschuhe siehe Kap. 1.3).
- Benutzen Sie ausschließlich ordnungsgemäße Werkzeuge (nicht „funkenschlagend“, mit spannungsisolierten Griffen etc.).
- Unterbinden Sie jegliche Zündquelle, wie Funken, Flammen, Lichtbögen.
- Verhindern Sie elektrostatische Entladungen, Tragen Sie Baumwollkleidung und erden Sie sich
gegebenenfalls, wenn Sie direkt an den Batterien arbeiten.
Im Brandfall ausschließlich mit Wasser oder CO2 löschen!
Schalten Sie zuerst die Batterieladespannung ab!
Gefahr!
Benutzen Sie bei den Löscharbeiten Atemgerät mit autarker Atemluftversorgung.
Den Feuerlöscher nicht direkt auf die zu löschende(n) Batterie(n) richten. Es besteht die Gefahr,
dass das Batteriegehäuse infolge thermischer Spannungen reißt. Des Weiteren besteht
Explosionsgefahr durch mögliche statische Aufladungen auf der Batterieoberfläche.
Zur Minimierung elektrostatischer Aufladung der Batterieoberfläche in kurzen Intervallen löschen.
Es besteht Explosionsgefahr durch mögliche statische Aufladungen auf der Batterieoberfläche.
Beim Verbrennen von Kunststoffmaterial kann es zur Entstehung giftiger Dämpfe kommen.
Verlassen Sie in diesem Fall möglichst schnell die Brandstelle, sofern sie kein Atemgerät tragen.
Bei Einsatz von Löschwasser/Schaum besteht Kurzschlussgefahr.
Bei Einsatz von Löschwasser besteht die Gefahr, dass es zu Reaktionen mit dem Elektrolyt und in
der Folge zu heftigem Spritzen kommt. Tragen Sie daher säurefeste Schutzkleidung.
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1.4.3 Elektrostatische Entladungen
Alle Blei-Säure-Batterien entwickeln beim Betrieb, vor allem aber beim Laden, Wasserstoff- und Sauerstoffgas,
bekannt auch als Knallgas. Diese Gase entweichen aus den Batterien in die Umgebung der Batterie.
Bei der immer vorzusehenden natürlichen oder technisch unterstützten Lüftung muss man davon ausgehen,
dass nur im Nahbereich der Batteriezellenöffnungen ein zündfähiges Wasserstoff-Sauerstoff-Gasgemisch vorhanden ist.
Im Inneren des Batteriegehäuses selbst befindet sich immer ein zündfähiges Wasserstoff-Sauerstoff-Gasgemisch. Dies gilt unabhängig von der Batterietechnologie, Design oder Hersteller und ist für alle Blei-SäureBatterien typisch.
Die für eine Zündung von Knallgas notwendige Energie ist sehr gering und kann beispielhaft folgendermaßen
freigesetzt oder zugeführt werden:
Offene Flammen oder Feuer, glimmende Funken oder Funkenflug bei Schleifarbeiten, elektrische Funken durch
Schalter oder Sicherungen, heiße Oberflächen > 300 °C und – eine häufig unterschätzte Ursache – elektrostatische Entladungen.
Maßnahmen zur Vermeidung von Knallgaszündungen durch elektrostatische Entladungen
Die Entstehung elektrostatischer Entladungen auf der Batterie oder auf ihrem Körper oder ihrer Kleidung kann
vermieden werden, wenn Folgendes beachtet wird:
Batterie nicht mit einem trockenen Lappen, insbesondere nicht mit einem Lappen aus synthetischem Material abreiben! Reiben auf Kunststoffoberflächen (Batteriegehäuse sind üblicherweise
aus Kunststoff) erzeugt elektrostatische Ladungen.
Reinigen Sie Batterieoberflächen nur mit Wasser befeuchteten Baumwolllappen. Beim Wischen
mit befeuchteten Baumwolllappen werden keine Ladungen aufgebaut.
Vermeiden sie bei Arbeiten an Batterien unbedingt, dass Ihre Kleidung (z.B. aus Wolle) an der
Batterie reibt, dadurch können auf dem Batteriegehäuse oder auf Ihrem Körper oder Ihrer Kleidung
elektrostatische Ladungen aufgebaut werden.
Tragen Sie geeignete Schuhe und Kleidung, die auf Grund Ihres speziellen Oberflächenwiderstandes
die Entstehung elektrostatischer Ladungen verhindert, dadurch kann der Aufbau elektrostatischer
Ladungen auf ihrem Körper oder ihrer Kleidung vermieden werden.
Entfernen Sie keine auf der Batterie klebende Etiketten ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen. Das Abziehen oder Abreißen von Kunststoffetiketten von Kunststoffoberflächen kann elektrostatische Ladungen aufbauen, die bei Entladung Knallgas zünden kann.
Wischen Sie die Batterie vor Abziehen des Etiketts feucht ab.
Gemäß EN50272-2 gelten ferner folgende Anforderungen an den Batterieraum:
Der Fußbodenbereich, in dem sich eine Person in Armreichweite zur Batterie befindet, muss so leitfähig sein,
dass elektrostatische Aufladung vermieden wird. Der Ableitwiderstand zu einem geerdeten Punkt gemessen
nach IEC 61340-4-1 muss geringer als 10 MOhm sein. Andererseits muss der Boden zur Sicherheit von
Personen ausreichend isoliert sein. Deshalb muss der Ableitwiderstand des Fußbodens gegen einen geerdeten
Punkt gemessen nach IEC 61340-4-1 betragen:
Bei Batterienennspannungen ) 500 V: 50 kOhm ) R ) 10 MOhm;
Bei Batterienennspannungen 500 V: 100 kOhm ) R ) 10 MOhm.
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2 Funktionsweise des AquaGen® premium.top
Beim Einsatz des AquaGen® premium.top-Rekombinationssystems, wird das während der Wasserzersetzung
in der Batterie entstehende Knallgasgemisch in den AquaGen® premium.top-Rekombinator geleitet. Mittels
eines integrierten Katalysators wird dieses Gas rekombiniert, wobei Wasserdampf entsteht. Der Wasserdampf
kondensiert an den Wänden des AquaGen® premium.top-Rekombinators. Die sich bildenden Wassertropfen
fließen nach unten, und werden der Batterie wieder zugeführt. Je nach Bedingung beträgt der Wirkungsgrad
dieser Rekombination bis zu 99%. Dadurch wird der Aufwand für das Nachfüllen von Wasser wirksam reduziert.
Wir empfehlen eine Sichtkontrolle des Elektrolytstands von min. 2x pro Jahr.
Aufgrund der Rekombination der entstehenden Gase kann die Lüftungsanforderung entsprechend EN 50272-2
deutlich reduziert werden.
Für Batteriezellen/-blöcke mit einer Kapazität von max. 340 Ah C10 bzw. bei NiCd-Batteriezellen
bei max. Kapazität von 300 Ah C5, kann wahlweise auch die Variante AquaGen® premium.top PT-H
eingesetzt werden.
AquaGen® premium.top Rekombinatoren dürfen nur auf HOPPECKE Batterien (geschlossener
Bauart/VLA) betrieben werden.
Achtung!
3 Montage des AquaGen® premium.top
Vor dem Beginn der Arbeiten im Batterieraum ist zu prüfen, ob die Be- und Entlüftung funktionstüchtig ist. Bei technischer Be- und Entlüftung muss diese während der Arbeiten an den Batterien
eingeschaltet sein.
Gefahr!
Beachten Sie alle o.g. Sicherheitshinweise und Sicherheits-vorkehrungen insbesondere bzgl.
der Ableitwiderstände von Handschuhen und Sicherheitsschuhen (siehe Kap. 1.3) sowie des
Fußbodenbereichs im Batterieraum (siehe Kap. 1.4.3).
Gefahr!
Gefahr!
Vor dem Aufsetzen des AquaGen® premium.top-Rekombinators und wenn der Elektrolytstand
während des Betriebes der Batterieanlage bis zur min.-Markierung abgesunken ist, ist durch
Nachfüllen mit gereinigtem/entsalzenem Wasser (DIN 43530 Teil 4/IEC 60993-1) der
Elektrolytstand wieder einzustellen. Ein Überfüllen jenseits der max.-Markierung ist unbedingt zu
vermeiden.
3.1 Entfernen des Labyrinth-Einsatzes mit Hilfe eines Schraubendrehers
Zum Lösen des Labyrinth-Einsatzes aus dem Bajonettstopfen, wird ein Schraubendreher zwischen LabyrinthEinsatz und Bajonettstopfen eingeführt und mit Druck auf den unteren Rand vorsichtig nach oben gedrückt. Ist
der Labyrinth-Einsatz vom Bajonettstopf gelöst, kann dieser per Hand abgenommen werden.
Achtung, an dem Labyrinth-Einsatz können sich Elektrolytreste befinden. Die Labyrinth-Einsätze
sollten in ein geeignetes Gefäß abgelegt und anschließend gelagert werden.
Achtung!
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3.2 Einsetzen des AquaGen® premium.top
Wenn AquaGen® premium.top auf älteren Batterien montiert werden, ist es erforderlich, die alten
Batteriestopfen durch einen Bajonettstopfen zu ersetzen.
AquaGen® premium.top mit erkennbaren Beschädigungen durch Fall, Stoß oder dergleichen dürfen nicht aufgesetzt werden.
Achtung!
Der AquaGen® premium.top wird in den entsprechend vorbereiteten Bajonettstopfen senkrecht eingesetzt
(Abbildung 1), und unter leichten Drehbewegungen bis zum Anschlag in den Bajonettstopfen eingedrückt
(Abbildung 2).
Der AquaGen® premium.top ist fertig montiert (Abbildung 3).
Abbildung 1: Einsetzen des AquaGen® I
Abbildung 2: Einsetzen des AquaGen® II
Abbildung 3: Montierter AquaGen® premium.top
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4 Entfernen des AquaGen® premium.top
Sollte z.B. für die Entsorgung der AquaGen® premium.top entfernt werden müssen, so ist nach
den Anweisungen in diesem Kapitel zu verfahren.
Soll die Batterieanlage länger als für Wartungszwecke notwendig ohne AquaGen® premium.top
Rekombinationssystemen betrieben werden, ist die Belüftung vom ggf. reduzierten Luftvolumenstrom auf den nach EN 50272-2 notwendigen Luftvolumenstrom umzustellen.
Gefahr!
Gefahr!
Bei Starkladungen mit hohen Strömen kann sich die Oberfläche des AquaGen® premium.top
Rekombinationssystems stark erwärmen. Berühren des AquaGen® premium.top Rekombinationssystems in dieser Betriebsphase vermeiden – Verletzungsgefahr! Weiterhin können sich bei
Starkladungen dunkle Ablagerungen an den Wänden bilden. Diese Ablagerungen beeinträchtigen
nicht die Funktionsweise des AquaGen® premium.top Rekombinationssystems.
4.1 Wartung
Im Normalfall muss das AquaGen® premium.top Rekombinationssystems auch für Wartungszwecke nicht von den Batteriezellen entfernt werden. Alle aktuellen HOPPECKE Blei-Säure
Batteriezellen geschlossener Bauart verfügen über eine sog. Service-Öffnung über die Temperatur
und Säuredichte gemessen, sowie ggf. Wasser nachgefüllt werden kann. Setzen Sie sich mit
Ihrem örtlichen HOPPECKE Vertreter in Verbindung, wenn Sie weitere Informationen zu Zubehörartikeln benötigen.
Vor der Demontage wird durch leichtes Klopfen am AquaGen® premium.top Gehäuse sichergestellt, dass die
im Rekombinator gesammelte Flüssigkeit nach unten abfließt.
Um den AquaGen® premium.top von der Batterie zu entfernen, wird der AquaGen® premium.top – zusammen
mit seinem Bajonettstopfen – durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn gelöst und von der Zelle abgehoben.
Abbildung 4: AquaGen® herauslösen
Abbildung 5: AquaGen® abheben
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Der AquaGen® premium.top muss nach dem Herauslösen von der Batterieöffnung entfernt werden.
Gefahr!
Setzen Sie den AquaGen® premium.top zusammen mit seinem Bajonettstopfen in einem geeigneten Gefäß ab,
damit Elektrolytreste aufgefangen werden können.
Achtung!
Der AquaGen® premium.top muss senkrecht stehend gelagert werden, damit Restflüssigkeit
ungehindernd auslaufen kann und das Aktivmaterial im AquaGen trocken bleibt.
Bei Wartungsarbeiten darf der AquaGen® premium.top unter keinen Umständen lose in der
(Batterie-)Zellöffnung abgesetzt werden!
Gefahr!
Reinigungsarbeiten vor oder nach der Auswechslung grundsätzlich nur mit Wasser angefeuchteten
Baumwoll- oder Papiertüchern (ohne Kunststoffanteile) durchführen.
Gefahr!
Für die anschließende Montage verfahren Sie bitte nach Kap. 3.2 „Einsetzen des AquaGen® premium.top“
4.2 Entsorgung
Entfernen Sie die AquaGen® premim.top gemäß Kapitel 4.1. Legen Sie die AquaGen® premium.top zunächst
in einen oben offenen Pappkarton ab. Den Karton nicht verschließen! Da sich in den AquaGen® premium.top
Säurereste befinden können, sind die jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen zur Entsorgung im
Bestimmungsland einzuhalten. Bitte beachten Sie auch die Entsorgungs- und Behandlungsvorschläge im
Sicherheitsdatenblatt zur Schwefelsäure. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrem örtlichen HOPPECKE Vertreter auf,
wenn Sie die AquaGen® premium.top Rekombinator durch HOPPECKE entsorgen lassen wollen.
Plastiksäcke und -tüten generell nicht in der Nähe der Batterie verwenden.
Gefahr!
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5 Belastbarkeit und Lebensdauer
AquaGen® Rekombinatoren sind überlastsicher, d. h. es besteht keine Gefahr, dass durch Überhitzung bei Spannungen bis 2,7 V/Zelle (Stark- oder Ausgleichsladungen mit I const) die Kunststoffmaterialen des AquaGen® Rekombinators oder die Batterie beschädigt werden. Allerdings
kann das Betreiben des AquaGen® Rekombinators in diesem Bereich zu späteren Funktionseinschränkungen führen. Aus diesem Grund wurde der Arbeitsbereich des AquaGen® Rekombinators
für Ladespannungen bis max. 2,4 V/Zelle festgelegt. In diesem Bereich wird die max. Lebensdauer und die größte Effizienz erreicht.
Bei zyklischen Anwendungen empfehlen wir daher den Einsatz der HOPPECKE Elektrolytumwälzpumpe sun.air anstelle des AquaGen® premium.top Rekombinators. Bei Einsatz o.g. Pumpe kann
der Wasserverbrauch ebenfalls signifikant reduziert werden.
Erläuterung:
Starkladung (Boost-Ladung) und Ausgleichsladungen: Ladung mit I/U Kennlinie; Spannungsbegrenzung bei max. 2,4 V/Zelle in der Konstant-Spannungsphase.
Eine Inbetriebsetzungsladung ist ebenfalls eine Starkladung. Sie wird mit einer I/U-Kennlinie mit
einer max. Spannung von 2,4 V/Zele durchgeführt. Alternativ kann auch mit einer I-(KonstantStrom) oder W-(Konstant-Leistung) Kennlinie geladen werden. Dabei werden Ladespannungen bis
zu 2,6 V/Zelle erreicht.
Vor der Ladung mit Spannungen > 2,4 V/Zelle empfehlen wir die AquaGen® Rekombinatoren
zu entfernen. Um Verunreinigungen auf den Deckeln der Batteriezellen/-Blöcke zu vermeiden,
müssen vor Ladebeginn die Bajonettstopfen mit den Labyrintheinsätzen in die Zellöffnungen
eingesetzt werden.
Achtung!
Bei Ladungen über einen entsprechenden Zeitraum mit höheren Strömen kann Kondensation von
Wasserdampf außerhalb des AquaGen® premium.top-Rekombinators auftreten. Die sich dann
bildenden Wassertropfen sind kein Zeichen für eine Störung bzw. eine Undichtigkeit des Systems.
Werden AquaGen® premium.top-Rekombinatoren, aus welchen Gründen auch immer, von den
Zellen/Blöcken entfernt, so sind die AquaGen® premium.top-Rekombinatoren zwingend analog
Gebrauchsposition stehend abzulegen (Rekombinatoren nicht auf die Seite legen). Eine entsprechende Ablage „AquaGen® Stand“ gehört zum Lieferumfang.
Achtung!
Anhang – Abbildungsverzeichnis
Abbildung
Abbildung
Abbildung
Abbildung
Abbildung
1:
2:
3:
4:
5:
Einsetzen des AquaGen® I................................................................................................... 13
Einsetzen des AquaGen® II .................................................................................................. 13
Montierter AquaGen® premium.top....................................................................................... 13
AquaGen® herauslösen ....................................................................................................... 14
AquaGen® abheben ............................................................................................................ 14
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Notizen:
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Notizen:
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Alle Angaben dieses Prospekts beruhen auf dem derzeitigen Stand der Technik. Unsere Produkte unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung, deshalb behalten wir uns Änderungen vor.
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