Komplettes Magazin als E-Paper

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DAS FACHMAGAZIN FÜR INNOVATIVES FUHRPARK- UND MOBILITÄTSMANAGEMENT
G 59522 • 13. Jahrgang • EUR 4,–
www.flotte.de
2/2014
APRIL/MAI
Special:
Kauffuhrpark:
Logistik und Rückgabe
EXKLUSIV-TEST:
Porsche Macan
KOSTENVERGLEICH:
Obere Mittelklasse
FLOTTEN-STRATEGIEN:
Hyundai, Maserati
RUNDERNEUERUNG:
Transit-Baureihe
www.volkswagen.de/grosskunden
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Was alle Mitarbeiter wollen, schafft der Golf Variant 1 spielend: die perfekte Kombination aus Leistung und Entspannung. Schließlich trifft bei
ihm großer Komfort – u. a. dank ergoActive Sitzen 2 und Dynaudio Soundsystem 2 – auf effiziente TSI- und TDI-Motoren mit BlueMotion Technology
und einen geräumigen Kofferraum mit 100 Litern mehr als sein Vorgänger.
1 Kraftstoffverbrauch
in l/100 km: kombiniert 5,3 – 3,3, CO2-Emissionen in
g/km: kombiniert 124 – 87. 2 Optionale Ausstattung. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
EDITORIAL
Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
Alternativlos?
Seit vielen Jahren berichten Medien aller Art
mehr oder weniger begeistert von den Alternativen zu klassischen Verbrennungsmotoren. Selbst
die Bundeskanzlerin ließ sich mitreißen und proklamierte ganz gegen ihre sonst stoisch-abwartende Art für 2020 eine Million Elektrofahrzeuge
auf deutschen Straßen. Das ist inzwischen eher
kein Thema mehr. Dennoch verdoppelte sich der
Absatz der Stromer letztes Jahr auf rund 6.000
Einheiten, gleichzeitig sinken die Preise.
Da die flottenrelevanten deutschen Hersteller
ihre Elektropalette immer weiter komplettieren
so wie jüngst Volkswagen mit dem e-up und dem
e-Golf (Seite 57) oder gleich ganz neue Fahrzeuge
entwickeln wie BMW mit dem i3 oder i8, ist langsam die Zeit im Fuhrpark gekommen, verstärkt
die Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen zu prüfen. Auch wenn die „Elektros“ bedingt
durch Reichweite und Ladezeiten nur begrenzt
eine Alternative darstellen. Für Elektro-Fahrspaß
(volles Drehmoment ab 0 Umdrehungen!) ohne
Reichweitenbeschränkung gibt es Plug-in-Hybri-
de, welche übrigens ähnlich große Steigerungsraten in den Zulassungsstatistiken verzeichnen.
Bei all den Elektroautos sind Erdgas und Autogas etwas in Vergessenheit geraten. Daher hier
noch mal der Hinweis: Dies sind funktionierende
alternative Kraftstoffe, die für eine Reduktion
des Flotten-CO2-Ausstoßes sorgen können und
darüber hinaus ähnlich schnell vollgetankt sind
wie Diesel und Benziner. Die Reichweitenproblematik entfällt also, und Tankstellen gibt es
zwischenzeitlich auch genügend. Einziger Wermutstropfen: Der Fahrer muss noch immer eine
entsprechende Tankstelle gezielt anfahren und
den alternativen Kraftstoff damit auch wollen.
Der Fuhrparkleiter an sich ist jedoch, so zumindest der Trend unserer aktuellen Online-Umfrage
(Seite 36), ein zutiefst konservatives Wesen. Dies
gekoppelt mit den immer kraftstoffsparenderen
modernen Dieselmotoren und neuerdings auch
Benzinern sowie der Tatsache, dass der Kilometerpreis beim Dieselfahrzeug einfach unschlag-
bar ist, wird dafür sorgen, dass in deutschen
Fuhrparks noch lange überwiegend der klassische
Diesel fährt. Auch, wenn er eigentlich nicht wirklich alternativlos ist.
Das erinnert mich ein bisschen an die Prognosen
nach dem – auch medialen – Boom des Carsharings. Flugs war überall zu lesen, speziell junge
Leute wollten sogar gar kein eigenes Auto mehr,
in den Innenstädten schon gleich gar nicht. Auch
diese Prognosen verwirklichen sich offenbar
nicht oder zumindest in ganz anderen Zeiträumen
als angedacht. Der zumeist einzige Grund, warum
junge Leute kein eigenes Auto haben (wollen),
ist das fehlende Geld hierfür. Auch deshalb ist der
Dienstwagen ja ein so großes Motivationsmittel,
um junges qualifiziertes Personal anzulocken.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
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INHALT
14
Panopa Fleet
Management und
Re:Sources zeigen,
wie Outsourcing
im Fuhrparkalltag
funktionieren kann
114
Gerade erst auf dem Markt – bei uns schon im Test:
der neue Kompakt-SUV aus Zuffenhausen
18
Hartmut
Friebertshäuser
berichtet über den
Einsatz der Fuhrparkservices von
Alphabet in der
Flotte von Hettich
Praxis
14
Ordnung schaffen – Re:Sources Germany verlässt sich bei der Fuhrparkverwaltung auf den Service von Panopa Fleet Management
18
Kompetente Unterstützung – Bei allen Fragen des Fuhrparkleasings profitiert Hettich vom Fachwissen und Know-how von Alphabet
Leasing
26
Keinen Spielraum lassen
Vorgehensweise bei der Ausschreibung im Leasing
Management
28
Neue Möglichkeiten aufzeigen – Flottenmanagement im Gespräch
mit Steffen Dittmar (Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen
bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH)
32
Präsenz zeigen, Vertrauen schaffen
28
Flottenmanagement
sprach mit Steffen
Dittmar (Leiter Vertrieb Großkunden
und Gebrauchtwagen) über die
Eckpfeiler der
Flottenstrategie
bei Hyundai
Knut Krösche und Volker Varol stellen im Gespräch mit
Flottenmanagement neue Ansätze im Fuhrparkmanagement vor
34
Gemeinsame Sache
Exklusives Interview zur Kooperation zwischen AUTOonline und Audatex
36
Trends in der Car Policy
Online-Umfrage zum Thema Dienstwagenordnung
40
Dauerbrenner UVV
Was es nach den Unfallverhütungsvorschriften zu beachten gilt
32
Exklusives Interview
mit Knut Krösche
und Volker Varol
bei der carmobility
GmbH
42
Bella macchina mit Dreizack – Interview mit Bruno Hilgers (Leiter
Vertrieb Flotten- und Sonderkunden bei Maserati Deutschland GmbH)
46
Immer aktuell – Flottenmanagement berichtet exklusiv vom A.T.U
Fuhrpark-Treff in Grevenbroich
48
Neue EU-Auflagen für die Autoindustrie
Was sich durch die neuen Beschlüsse aus Brüssel ändert
50
Die etwas andere Mobilität
Das Dienstrad als ergänzende Mobilitätslösung im Fuhrpark
52
Hätten Sie‘s gewusst? – Flottenmanagement sorgt für den
Durchblick im deutschen Verkehrsrecht-Wirrwarr
Wissen
54
42
Luxuriös in die
Flotte? Bruno Hilgers
(Leiter Vertrieb
Flotten- und Sonderkunden) über die
Marktstrategie
von Maserati
Weg mit dem Dreck – Wege der Schadstoffminimierung bis 2020
Innovation
57
Elektrisch by nature – Volkswagen e-Golf
Recht
58
Fahrtenbuchauflage im Fuhrpark
Aktuelle Rechtsprechung
Special Kauffuhrpark: Logistik und Rückgabe
65
Prozess-Kette – Einleitung
66
Fuhrparkkostenoptimierung
Aspekte der Dienstwagenbesteuerung
6
Flottenmanagement 2/2014
www.flotte.de
69
Fahrzeugwechsel – Marktübersicht der FuhrparkmanagementDienstleister für die Fahrzeugein- und aussteuerung
72
Wertschätzung – Das Leistungsportfolio der SachverständigenOrganisationen im Überblick
75
Freie Wahl – Übersicht markenunabhängiger Werkstattketten
78
Hol- und Bringservice – Logistikdienstleistungen für Fuhrparkbetreiber
80
Unter dem Hammer! – Durch gezielte Wiedervermarktung den
passenden Absatzmarkt für ausgesteuerte Fahrzeuge finden
86
Kommunikation
84
Auftrag per Smartphone
Serviceleistungen der Leasingunternehmen per App nutzen
Gastbeitrag
88
Umstellungs-Chaos – Andreas Nickel über die Schwierigkeiten mit
dem neuen SEPA-Mandat für die Zulassung von Firmenfahrzeugen
Transporter
90
Eine Idee weiter – Vorstellung der komplett neu entwickelten
Transit-Produktfamilie in Barcelona
Dienstreise
104
105
106
107
108
109
Mercedes-Benz C 220 BlueTEC/Volkswagen Golf GTD
Ford EcoSport 1.5 TDCi/Kia cee’d Sportswagon 1.6 GDI
Fiat 500L 1.6 Multijet 16V/Mitsubishi ASX 1.8 DI-D
Peugeot 2008 HDi 92
BMW ActiveHybrid 7/Toyota Auris Touring Sports 1.4 D-4D
Seat Leon Cupra 280/Opel Meriva 1.6 CDTI
Fahrbericht
110
112
113
Für alle Fälle – Audi A6 allroad quattro 3.0 TDI
Neue Größe – Hyundai Grand Santa Fe 2.2 CRDi
Oh Lord! – Land Rover Range Rover Sport SDV6
Test
114
116
118
Voll im Trend – Porsche Macan S Diesel
Genialer Stromer – Volvo V60 D6 Plug-in-Hybrid
S elektrisiert – Mercedes-Benz S 400 Hybrid
Rubriken
3
Editorial
8
Nachrichten
22
Nachrichten Management/Leasing
56
Nachrichten Innovation
86
Nachrichten Kommunikation
And the winner is ...?
87
Nachrichten Reifen
Kostenvergleich der Obere-Mittelklasse-Limousinen mit Automatik
89
Nachrichten Transporter
Marktübersicht
92
Salon
102
120
Kolumne
122
Gastkommentar/Impressum
93
Nachrichten
94
Qual der Wahl
Die Zielkonflikte bei der Wahl des günstigsten Transportmittels
Extra
96
Zuffenhausener Pferdeflüsterer
Marktübersicht flottenrelevanter Fahrzeuge von Porsche
Carglass® und das Logo sind registrierte Marken der Belron S.A. und ihrer Konzerngesellschaften.
Fahrtelegramme
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NACHRICHTEN
Personalien
Seit dem 26. Februar 2014
ist Thomas Rennebaum Teil
der Geschäftsführung der
Volkswagen Leasing GmbH.
Der 46-jährige Betriebswirt
ist seit 2003 bei der Volkswagen Financial Services AG
tätig und war bislang für die
Bereiche Marketing und Kundenservice der Direktbank
verantwortlich.
Mit Wirkung zum 1. Mai wird
Sven Wißmann neuer KeyAccount-Manager Flottenvermarktung bei AUTOonline
und betreut dort das Geschäft mit Leasinggesellschaften, Autobanken und
Flottenkunden. Seit 14 Jahren ist der staatlich geprüfte
Betriebswirt im Bereich Flotte tätig, wo er unter anderem die Großkundenbetreuung für die Wollnikom GmbH
und das SEAT Autohaus Römer übernahm.
Thomas von Blumenthal
wechselte zum 1. April zur
SIGNAL Reklame GmbH. Der
56-Jährige übernimmt dort
die Funktion des SeniorAccount-Managers und wird
vor allem die Kundenakquise
im Bereich Flottenbeschriftung ausbauen. Zuvor war
er fünf Jahre bei AUTOonline
im Vertrieb tätig.
Der Nachrüstspezialist Wollnikom baut sein Vertriebsteam weiter aus. Nachdem
Benjamin Hemmelrath seit
Februar das Vertriebsteam
der Wollnikom GmbH verstärkt, sind mit Katja Illies
und Christoph Naues zwei
weitere neue Sales-Mitarbeiter in Korschenbroich tätig.
Katja Illies übernimmt dabei Vertrieb und Marketing.
Christoph Naues wird als
Key-Account-Manager vor allem den Vertrieb Großkunden
betreuen.
Der Datenanbieter JATO Dynamics möchte den Vertrieb
weiter ausbauen. Daher verstärkt ab sofort Hans Peter
Becker das Team des Unternehmens aus Limburg. Vor
seiner Tätigkeit bei JATO war
Becker in diversen Managementpositionen bei General
Electric, EurotaxSchwacke sowie HPI Fleet & Mobility tätig.
8
Flottenmanagement 2/2014
Implementiert
Das Softwareunternehmen InNuce® Solutions hat innerhalb kürzester Zeit die Implementierung
und Integration von FleetScape® und QuotationScape® in die Systemlandschaft der Volkswagen Financial Services vollumfänglich abgeschlossen. Als Tochtergesellschaft der Volkswagen
Leasing stellt CarMobility hohe Ansprüche an die Software und schätzt vor allem die Mehrländerfähigkeit des webbasierten, individualisierbaren Systems. Insbesondere die einfache Umsetzung für mehrere Länder inklusive spezifischer Sprachen, Währungen und Steuern passt zu der
Internationalisierungsstrategie der Volkswagen Financial Services. „Mit FleetScape® und QuotationScape® haben wir zwei Werkzeuge gefunden, welche systemseitig unsere Dienstleistungsprodukte ideal abbilden. Auch die Anforderungen bezüglich einer internationalen Ausweitung
unseres Geschäftsfeldes sind berücksichtigt. So können wir auf die individuellen Gegebenheiten
unterschiedlichster Märkte und deren Kunden reagieren“, so Christian Schultz, Leiter Fleetmanagement der CarMobility.
Exklusive Einblicke
Rund 30 Fuhrparkverantwortliche folgten der Einladung zum „Mazda Fleet Day 2014“ und trafen sich
im europäischen Entwicklungs- und Designzentrum
in Oberursel. René Bock, Leiter Fleet & Remarketing
Mazda Motors (Deutschland) GmbH, begrüßte neben den Gästen auch Spezialisten des Autobauers
und führte durch einen informativen und erlebnisreichen Tag mit Einblicken in die Mazda-Welt der Gegenwart und der Zukunft. Am Vormittag erfuhren die Besucher Details über das Flottengeschäft
des Importeurs sowie über technologische Entwicklungen der nahen Zukunft. Nach einem thematischen Ausflug in das Mazda-Design erhielten die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die
Designstudios einen Eindruck von der facettenreichen Arbeit der Designer – das Vorgehen sowohl
beim Exterieur- als auch beim Interieur-Design wurde erläutert. Nach dem Lunch referierte Helmuth C. Pätz, Flottenexperte von Insight – Gesellschaft für Training, Coaching und Consulting, auf
praxisnahe und charmante Weise über die Themen „Halterhaftung und die daraus resultierenden
Verpflichtungen“ sowie über „Unfallverhütungsvorschriften im Fuhrpark“. Im Rahmen von Testfahrten mit der aktuellen Modellpalette mit SKYACTIV Technologie erlebten die Fuhrparkverantwortlichen abschließend Fahrspaß und Effizienz pur. Auf einer abwechslungsreichen Strecke rund
um den Feldberg konnten die Modelle ausführlich getestet werden. „Ich freue mich schon jetzt auf
den nächsten ‚Mazda Fleet Day‘“, resümierte ein Teilnehmer und zog, stellvertretend für die Gäste,
ein positives Fazit der Veranstaltung. René Bock freute sich über zahlreiche und gute Gespräche
mit den Teilnehmern und sieht den kommunikativen Ansatz seines „Mazda Fleet Day“ bestätigt.
Fuhrparkevent
Bereits zum achten Mal veranstalten Eurogarant AutoService AG, die New Projects Insurance &
Finance Broker GmbH & Co. KG und AUTOonline GmbH die Fuhrpark-Lounge in Mühlheim-Lämmerspiel bei Frankfurt am Main. Das am 15. und 16. Mai stattfindende Event rund um das Thema
Fuhrpark bietet neben dem regen Austausch zwischen Fuhrparkmanagern auch ein umfangreiches Vortragsprogramm zu verschiedenen Themen im Bereich Flottenmanagement. Von der Fuhrparkmanagement-Software und den Zukunftstechnologien im Auto über Smart Repair bis hin zur
Stressbewältigung im Flottenbereich werden in den zwei Tagen vielfältige Themen des Flottenalltags angesprochen und diskutiert. Dabei werden unter anderem Verkehrsexperte Prof. Dr. Michael
Schreckenberg, Diplom-Psychologe Dr. Michael Schwarz und Rechtsanwalt Joachim Otting Vorträge zu interessanten Themenbereichen halten.
Erfahrungsaustausch
Am 4. Juli findet der 4. Management-Kongress „FUBO 2014“ in Bad Waldsee statt. Im dortigen Erwin
Hymer Museum treffen sich Flottenmanager aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich zum
gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Organisiert wird die FUBO vom 2009 gegründeten Arbeitskreis
Fuhrparkmanagement Bodensee e.V., dem mittlerweile mehr als 50 Unternehmen angehören. Das
Netzwerk versteht sich als Plattform für einen Wissenstransfer rund um das Thema Fuhrpark. Im
Zentrum des Treffens steht demnach auch der regelmäßige internationale Informationsaustausch
zwischen Flottenmanagern. Dabei geht es unter anderem um aktuelle ökonomische und ökologische Herausforderungen in Flotten.
Conception : Chaïkana - Crédits photos : Thinkstock
37 COUNTRIES
1 GLOBAL COMMITMENT
1 MILLION THANKS!
WIR DANKEN UNSEREN KUNDEN FÜR 1 MILLION FAHRZEUGE IN 37 LÄNDERN.
Die ALD Automotive ist einer der führenden Anbieter von herstellerübergreifendem Fahrzeugleasing und
Fuhrparkmanagement. Auch in Deutschland vertrauen mehr als 5.000 Firmenkunden mit über 125.000 Fahrzeugen
auf unsere Serviceleistungen. Unsere Kunden profitieren dabei von der Stärke und Professionalität eines international
agierenden Partners mit kundenorientierten Produkten und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Sehr guter Service, professionelle Beratung, transparente Kosten, persönliche Ansprechpartner sowie innovative
IT-Lösungen zeichnen die ALD Automotive aus.
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NACHRICHTEN
Personalien
Der Geschäftsführer der Christoph Kroschke GmbH und der
Deutscher Auto Dienst GmbH,
Matthias Gauglitz, leitet seit
dem 1. März auch den Zulassungsdienst der Kroschke-Gruppe. Somit wird eine einheitliche
Führung für die beiden vertriebsorientierten, im direkten
Kundenkontakt stehenden Einheiten geschaffen.
Der Reifenhersteller Good-year
Dunlop erweitert die Geschäftsführung in Deutschland. Neben
der Funktion als Director Manufacturing Consumer Products
wird Alexander Bleider als
technischer Direktor innerhalb
der Unternehmensleitung Führungsaufgaben übernehmen.
Der 55-Jährige ist seit 1996 im
Unternehmen tätig.
Jürgen Schmidt übernimmt
ab sofort den Vorstandsvorsitz der Innovation Group AG
in Deutschland. Seit 1997 ist
Schmidt im Unternehmen tätig, 2011 übernahm er die Verantwortung für das deutsche
Kfz-Geschäft des unabhängigen Schadensteuerers.
Neuer Direktor Marketing und
Verkauf bei Ford in Deutschland ist Wolfgang Kopplin.
Der 46-Jährige bekleidete in
den letzten Jahren verschiedene Management-Positionen für
Ford in Deutschland und Europa. Seit September 2013 hatte
er bereits die operative Verantwortung im Bereich Marketing
und Verkauf.
Zum 1. Juni übernimmt Carsten Schopf die Leitung Vertrieb
Businesskunden und Gebrauchtwagen der Peugeot Deutschland
GmbH. Der studierte Betriebswirt ist seit über 13 Jahren in der
Automobilbranche tätig. Zuletzt
war er Manager Residual Value,
Used Car and Remarketing bei
der Toyota Deutschland GmbH.
Im März übernahm Jens Schulz
die Leitung Vertrieb bei der MMD
Automobile GmbH. Bei dem
deutschen Importeur von Mitsubishi-Fahrzeugen ist der 41-Jährige für den gesamten Vertrieb
einschließlich Händler-Incentives, Händlernetzentwicklung,
Gewerbekundengeschäft und
Elektromobilität zuständig.
10
Flottenmanagement 2/2014
Sparpaket
Für den seit März erhältlichen Lexus CT 200h
gibt es jetzt auch ein spezielles BusinessPaket für Flottenkunden. Das Paket kann
sowohl bei der Basisversion als auch in der
Ausstattungsvariante „Executive Line“ für
einen Aufpreis von 2.009 Euro (netto) dazugebucht werden. Die Business-Ausstattung
für den sparsamen Hybriden umfasst eine
Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie
eine Rückfahrkamera und das schlüsselllose Zugangs- und Startsystem Smart Key. Hinzu kommen
eine Geschwindigkeitsregelanlage, ein DAB-Tuner für den Empfang digitaler Radiosender sowie ein
automatisch abblendender Innenspiegel. Die Basisversion wird zusätzlich ergänzt um das Lexus-Navigationssystem mit sieben Zoll großem Display sowie der Mirror-Link-Funktion.
Kostenbewusst
Vernetzt
Das Leasingunternehmen Athlon Car Lease
bietet ab sofort seinen Flottenkunden die Novofleet-Tankkarte an. Damit können die Fuhrparkbetreiber ohne höhere Verwaltungskosten
von den niedrigen Kraftstoffpreisen der freien
Tankstellen profitieren. Insgesamt sind bundesweit mehr als 3.000 Stationen an das NovofleetTankstellennetz angeschlossen, unter anderem
auch Tankstellen von JET oder Bft. Neben der
Ersparnis an der Zapfsäule lohnt sich die Novofleet-Karte auch wegen den fahrer- und fahrzeugbezogenen Auswertungsmöglichkeiten und
einer einheitlichen Rechnungsverwaltung. Dabei erhält der Flottenverantwortliche nur noch
eine übersichtliche Rechnung, die alle Transaktionen der Tankkarten beinhaltet. Damit entfällt
der Verwaltungsaufwand einzelner Tankbelege
für den Fuhrparkmanager.
Der DAD Deutscher Auto Dienst GmbH realisiert unternehmensübergreifend die 200. Fremdschnittstelle zwischen einem eigenen zentralen SAP- und einem
fremden IT-System. Für Großkunden wie Leasinggesellschaften, Autovermieter, Hersteller und Autohäuser mit großen Auftragsmengen ist ein direkter
Datenaustausch wichtig. Denn die Qualität von Daten, die Sicherheit und die Prozessgeschwindigkeit
rund um Zulassung, Abmeldung und Überführung
von Fahrzeugen können durch direkte Schnittstellenanbindungen gesteigert werden. Die Verwaltung
von Ein- und Aussteuerung großer Fahrzeugbestände mithilfe eines IT-gestützten Prozess- und Dokumentenmanagements ist eine Kernkompetenz des
DAD, nicht zuletzt weil der Spezialist über Direktverbindungen zu Zulassungsstellen, Kraftfahrtbundesamt oder auch zu Online–Vermarktungsplattformen
verfügt.
Konferenz
Die 9. BME-Konferenz findet in diesem Jahr unter dem Motto „Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement:
Zwischen kostenoptimaler Verwaltung und neuen Mobilitätskonzepten“ statt. Neben der Erhöhung
der Wirtschaftlichkeit und sinnvollen Tools zur Verwaltung der Flotte beschäftigt viele Unternehmen
aktuell die Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte. Daher befasst sich die Tagung des Bundesverbands
Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik mit Themen rund um die Flottentauglichkeit von Carsharing
und eMobility. Neben der Frage nach den Grenzen der Umsetzbarkeit solcher Mobilitätslösungen,
bietet die Veranstaltung am 30. Juni in Wiesbaden-Niedernhausen auch die Möglichkeit, sich zu den
Themen Kostenoptimierung und aktuelle Trends im Fuhrparkmanagement zu informieren. Weitere
Informationen und Anmeldung unter www.bme.de/fuhrpark.
Parkassistent
Das Problem kennt vermutlich jeder: rückwärts
ausparken aus einer Parklücke, rechtwinklig zum
Gehsteig und auf einer Seite ein größerer Pkw,
der die Sicht auf den Verkehr verdeckt. Sollte jetzt
beispielsweise ein Radfahrer vom Ausparkenden
übersehen werden, so trägt der Autofahrer die alleinige Schuld, wie in einem aktuellen Urteil des
Landgerichts Kiel bestätigt wurde. Damit man auch
in solchen Situationen nicht die Übersicht verliert,
ist im Jeep Cherokee eine sogenannte Rear Path Detection eingebaut. Diese hintere Querbewegungserkennung warnt den Fahrer mit einem Signalton, sollte sich beim Ausparken ein Objekt seitlich dem
Fahrzeug nähern. Im Zusammenspiel mit der Rückfahrkamera kann der Fahrer so den unübersichtlichen Bereich hinter dem Fahrzeug sehr gut im Blick behalten und Ärger und Kosten vermeiden.
Saubere Sache
Die meine-waschstrasse GmbH aus Kaiserslautern bietet BusinessKunden ab einer Flottengröße von drei Fahrzeugen spezielle Angebote
für Fahrzeugwäschen an. Damit können die Fahrzeuge zu günstigeren
Konditionen gewaschen werden und der Fuhrparkmanager hat durch
Sammelrechnungen eine deutlich verbesserte Kostenübersicht. Der
Tarif EasyControl25 ermöglicht es beispielsweise, ein individuell auf
die Bedürfnisse festgelegtes Waschbudget pro Kunde, Auto oder Fahrer zu nutzen. Dazu wird vor der Autowäsche ein QR-Code vorgezeigt,
der vom Waschstraßen-Personal mit einem Lesegerät gescannt wird.
Bei einer Personenbindung wird schließlich noch die PIN auf dem Lesegerät der Waschanlage eingegeben oder bei Fahrzeugbindung das
Kennzeichen dem Personal zur Kontrolleingabe genannt. Mit einer
sogenannten wash-app, die kostenlos für iPhone und Android verfügbar ist, finden die Kunden darüber hinaus schnell alle teilnehmenden
Waschanlagen in ihrer Umgebung.
Harte Schale, softer Kern.
Neuauflage
Der Anspruch des im Sommer erscheinenden neuen Opel Vivaro ist,
die Funktionalität eines Nutzfahrzeugs mit dem Komfort eines Pkw zu
kombinieren. Die komplett überarbeitete zweite Generation des OpelBestsellers möchte optische Akzente setzen, ohne den Nutzen einzuschränken. Der neue Rüsselsheimer wird in zwei unterschiedlichen
Karosserievarianten und zwei Höhen als Kastenwagen, Kombi, Doppelkabine und Bus auf den Markt kommen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Transporter in beiden Längen um 22 Zentimeter gewachsen.
Angetrieben wird der Vivaro von zwei Turbodieselaggregaten: einem
1.6 CDTI sowie einem 1.6 BiTurbo CDTI mit sequenzieller Aufladung und
Twin-Cooler-System. Der Kraftstoffverbrauch sinkt mit den neuen Turbodieselaggregaten im kombinierten Zyklus um mehr als einen Liter,
mit dem BiTurbo sogar auf unter 6,0 Liter pro 100 Kilometer.
Auktionstag
Schon zum fünften Mal veranstaltete die Marke der Auktion & Markt
AG, Autobid.de, eine Live-Auktion für die Audi AG. Die zweitägige Veranstaltung fand im Audi Forum in Neckarsulm statt. Diesmal waren die
Gebrauchtwagen:plusPartner des Ingolstädter Autobauers sowie Händler und Importeure aus den europäischen Nachbarländern eingeladen.
Etwa 250 Vertragspartner der Premiummarke nahmen unter dem Motto
„Das ist der Hammer 5.0“ an der Auktion teil. Neben der Versteigerung
von Fahrzeugen war auch die Abendveranstaltung am ersten Auktionstag
für die Teilnehmer interessant. Diese stellte für viele eine willkommene
Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege dar. Der
Autovermarkter zieht dabei eine positive Bilanz: Demnach zeige die sehr
gute Versteigerungsquote bei dieser Live-Auktion, dass Zukaufsquellen
mit Auktionscharakter immer beliebter werden.
Kurzmeldungen
+++ Stadiontour +++
Am 5. Juni findet, nach dem erfolgreichen Auftakt in München, das zweite Treffen der
e-flotte® Stadiontour statt. Diesmal treffen sich die Fuhrparkexperten und Flottenmanager in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Im Zentrum der diesjährigen Stadiontour
stehen die Themen Schadenmanagement, UVV für Fahrzeug und Mitarbeiter, Full-Service-Leistungen, Einsparpotenziale und aktuelle Rechtsthemen.
Frohe
Ostern!
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genießen können.
+++ Kraftstoffkosten +++
Bereits seit letztem Jahr bietet Europcar seinen Kunden eine verbindliche Dieselbuchbarkeit an bestimmten Standorten in Deutschland an. Jetzt ist dieser Service deutschlandweit nutzbar. Ab sofort können Dieselfahrzeuge jeder Kategorie, mit Ausnahme
der Mini- und Economy-Klasse, verbindlich gebucht werden. Pro Tag wird dafür segmentübergreifend eine Pauschale von fünf Euro fällig.
+++ Modellvielfalt +++
In 270 verschiedenen Varianten soll der neue Renault Trafic ab Werk verfügbar sein.
Die mittlerweile dritte Modellgeneration des vielseitigen Nutzfahrzeugs wird unter
anderem als Kastenwagen, Doppelkabine, Plattformfahrgestell und als Minibus auf
den Markt kommen. Der im französischen Werk in Sandouville produzierte Trafic wird
zudem in zwei verschiedenen Längen und Höhen verfügbar sein.
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Jan Megow (re.) und Michael
Hohn (2. v. re. beide Panopa) unterstützen Ines Nelke und Michael
Laube (Re:Sources, li.) bei der
Verwaltung des Fuhrparks
Ordnung schaffen
„Vive la Différence!“ ist das Motto der Publicis Groupe, einem weltweit agierenden Media- und Werbeagenturnetzwerk mit Stammsitz in Paris. Die Re:Sources
Germany GmbH ist das Shared Service Center der Publicis Groupe. Hier werden
alle Strukturen und Rahmenverträge geschaffen, auf die das Agenturnetzwerk zugreift. Dabei werden unter anderem Backoffice-Aufgaben in den Bereichen Rechnungs-, Bank- und Personalwesen, Recht, IT, Einkauf sowie Steuern abgewickelt. Im Einkauf erfolgt die strategische Vertragsverhandlung für
alle in Deutschland und Österreich befindlichen Agenturen. Außerdem laufen
dort die Fäden der Fuhrparkverwaltung der unterschiedlichen Agenturen zusammen. Ein Blick auf den Fuhrpark zeigt: Auch beim Thema Flotte wird das
Firmenmotto „Es lebe der Unterschied“ deutlich.
Die Anzahl der Fahrzeuge in der Flotte von Publicis Groupe ist schwankend, da immer wieder
Agenturen in das Netzwerk integriert werden.
Derzeit umfasst der Fuhrpark 250 Pkw, wovon die
einzelnen Agenturen wiederum jeweils zwischen
einem und 85 Fahrzeuge bewegen. Insgesamt
sind etwa 30 Werbeagenturen der Publicis Groupe
in Deutschland angeschlossen, die zum Teil sehr
unterschiedliche Pkw fahren. „Unser Unternehmen ist sehr stark in der Werbung mit Renault
vertreten, aber auch mit Toyota/Lexus und der
Fiat Gruppe. Das sind dann auch die primären
Marken, die gefahren werden. Wenn eine unserer
Agenturen Werbung für Audi, Volkswagen oder
Daimler macht, dann werden die entsprechenden
Marken auch in den betreuenden Unternehmen
gefahren. Daher haben wir eine sehr bunt gemischte Flotte“, erklärt der Procurement Manager und Flottenverantwortliche von Re:Sources,
Michael Laube. Auch was die Segmente angeht,
sind der Kreativität der Agenturmitarbeiter nur
14
Flottenmanagement 2/2014
wenige Grenzen gesetzt. Vom Kleinstwagen bis
zum großen SUV findet sich alles im User-Chooser-Fuhrpark der Publicis Groupe.
Bis 2013 verwaltete jede der 30 Agenturen ihren
Fuhrpark eigenständig. Allerdings waren die Kapazitäten dafür meist relativ begrenzt: „Teilweise
war es so, dass der Fuhrpark von einer Dame in
der Zentrale verwaltet wurde oder jemand zusätzlich zu seinen eigentlichen Aufgaben noch die
Flottenverwaltung übernehmen musste“, weiß
Michael Laube zu berichten. 2011 kam es dann
zum ersten Kontakt zwischen Re:Sources und
Panopa Fleet Management. Angestoßen wurde
die Zusammenarbeit durch eine Nachfrage des Finanzchefs der Publicis Worldwide GmbH, welcher
Re:Sources um Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Fuhrparkverwaltung bat. Nachdem verschiedene Angebote geprüft wurden, habe man
sich schließlich für die Dienste von Panopa Fleet
Management entschieden, insbesondere weil der
Flottendienstleister unabhängig von Leasinggesellschaften ist und ein stimmiges Gesamtpaket
bieten konnte. Zunächst wurden nur die 85 Fahrzeuge der Publicis Worldwide GmbH durch Panopa
Fleet Management verwaltet. Aufgrund der guten
Zusammenarbeit entschied sich Re:Sources 2013
verpflichtend für alle Agenturen, das Flottenmanagement in die Hände von Panopa zu legen. Dieser Schritt sollte eine bessere Strukturierung der
gesamten Fuhrparkverwaltung sowie eine effiziente und kostengünstige Gestaltung der Prozesse
rund um das Thema Flotte ermöglichen.
Von Anfang bis Ende
Als Fuhrparkspezialist begleitet Panopa Fleet
Management den gesamten Bereich von der Einsteuerung über die Wartung bis hin zur Aussteuerung der Flottenfahrzeuge. Dabei beginnen die
Aufgaben für den Fleet-Management-Dienstleister meist mit dem Car-Konfigurator. Dort stellt
der Dienstwagenberechtigte sein Fahrzeug nach
den unternehmensinternen Richtlinien und den
eigenen Wünschen zusammen. Panopa Fleet
Management sucht im Anschluss die passenden
Leasinganbieter heraus und verhandelt die optimale Leasingrate für den Kunden. Im Falle der
Re:Sources Germany GmbH werden die Fahrzeuge
im Full Service bei drei verschiedenen Leasinggesellschaften geleast. Die Laufzeit beträgt dabei
normalerweise 36 Monate, in Ausnahmefällen
werden die Fahrzeuge über 48 Monate gehalten.
Da die Dienstwagen allein für den Weg zur Arbeit oder zu Kunden benötigt werden und keine
Außendienstler im klassischen Sinne damit unterwegs sind, liegt die Referenzrate bei 20.000
Kilometer pro Jahr.
PRAXIS
Michael Laube:
„Unser Unternehmen ist sehr stark
in der Werbung
mit verschiedenen
Automobilherstellern vertreten.
Daher haben wir
eine sehr bunt
gemischte
Flotte.“
Die Vorgehensweise bei der Suche nach den richtigen Servicemodulen verläuft ähnlich wie die
nach dem richtigen Leasinganbieter. „Das Zauberwort ist hier Multi-Bidding. Ein Unternehmen
hat nicht mehr nur einen Lieferanten oder einen
Leasinganbieter, sondern hat mindestens zwei,
drei oder vier verschiedene Anbieter“, erläutert
Jan Megow, Abteilungsleiter Panopa Fleet Management, in diesem Zusammenhang. Ein externer Dienstleister könne durch Multi-Bidding,
also dem unabhängigen Vergleich verschiedener
Angebote, sei dies im Leasing oder bei anderen
flottenrelevanten Bausteinen, das beste PreisLeistungs-Verhältnis herausfiltern.
So hat man sich beispielsweise entschieden, den
Bereich Tankkarten aus den Full-Service-Leasingverträgen herauszunehmen. Zuvor waren
die Tankkarten in manchen Leasingverträgen mit
einkalkuliert. „Wir haben das Tankkartenmana-
gement wieder rausgenommen und letztendlich
diesen Baustein bei uns angesiedelt“, erläutert
Michael Hohn, Key Account Manager bei Panopa
Fleet Management. Das heißt, Re:Sources hat
eigene Rahmenverträge mit dem jeweiligen Anbieter und Panopa Fleet Management übernimmt
die anfallenden administrativen Aufgaben. „Dies
war letztendlich auch nötig. Denn ohne die entsprechenden Daten von den Tankkarten haben
wir auch keine Möglichkeit, die jeweiligen Leasingvertragsanpassungen vorzunehmen. Das ist
die Basis der Auswertung dafür“, ergänzt Jan Megow. Für eine solche Auswertung prüft der Flottendienstleister aus Duisburg zweimal im Jahr
die Kilometerstände der Fahrzeuge aller betreffenden Agenturen. Im Falle einer Abweichung
von der Leasingvereinbarung werden dann Vorschläge für eine Vertragsanpassung gemacht.
Nach Ablauf des Leasingzeitraumes leitet Panopa Fleet Management die Rückführung der Fahrzeuge inklusive Begutachtung, Reparatur und
Logistik in die Wege.
Auch während der Laufzeit begleitet Panopa
Fleet Management die Werbeagenturen mit einem Rundum-Service. Alle Rechnungen und Kosten wie Leasingrate, Reparaturen, Kraftstoffe et
cetera laufen bei dem Dienstleister zusammen.
Diese werden dann geprüft und in einer einzigen
Rechnung dem Kunden zugesandt. Im digitalen Zeitalter ist dies mittlerweile auch in elektronischer Form möglich. Der Datensatz kann
dann von der Buchhaltung in das eigene System
integriert werden. Diese übersichtliche Form
der monatlichen Rechnung schafft Transparenz
Re:Sources Germany GmbH
Die Re:Sources Germany GmbH in Düsseldorf ist
Teil des weltweit drittgrößten Werbe- und MediaAgenturnetzwerkes Publicis Groupe mit Sitz in
Paris. Die Publicis Groupe betreut namhafte internationale und nationale Kunden und Etats
und ist mit circa 58.000 Mitarbeitern in 108
Ländern vertreten, so auch an diversen Standorten in Deutschland. Als zentrales Shared Service
Center ist Re:Sources Germany für alle administrativen Funktionen (Accounting/Reporting,
Financial Operations, Treasury, HR/Payroll, Tax,
Procurement, IT und Legal) der deutschen, österreichischen und schweizerischen Agenturen
verantwortlich.
über die einzelnen Kostenpunkte und reduziert
gleichzeitig den Verwaltungsaufwand für die jeweiligen Agenturen.
Schnittstelle im Unternehmen
Wenngleich der eigene Verwaltungsaufwand durch
die Abgabe von Kompetenzen an einen externen
Dienstleister verringert werden kann – ganz ohne
eine unternehmensinterne Schnittstelle – kann
ein Fuhrpark dann doch nicht verwaltet werden.
„Früher gab es in jeder Agentur einen Mitarbeiter, der den Fuhrpark neben der eigentlichen
Tätigkeit mitverwaltet hat. Diesen Mitarbeitern
haben wir versucht, Freiraum zu geben, indem
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PRAXIS
Michael Laube (Procurement Manager Re:Sources, li.), Ines Nelke (Procurement Specialist
Re:Sources, 2. v. li.), Michael Hohn (Key Account Manager Panopa Fleet Management, Mitte) und
Jan Megow (Abteilungsleiter Panopa Fleet Management, 2. v. re.) erläutern Sebastian Heuft (Flottenmanagement, re.) die Umsetzung der Flottenstrategie von Re:Sources Germany GmbH
Jan Megow:
„Ein Unternehmen
hat nicht mehr nur
einen Firmensupplier oder einen
Leasinganbieter
sondern hat immer
zwei, drei oder vier
verschiedene Anbieter, wo man am
Ende den Überblick
behalten muss.“
ment von Panopa darstellen“, erklärt Ines Nelke,
die als Procurement Specialist von Re:Sources mit
dem Outsourcing beauftragt wurde.
Die Hauptaufgabe dieser Unternehmensschnittstellen ist vor allem die Einholung von Unterschriften bei der Fahrzeugbestellung. Darüber
hinaus gibt Re:Sources die strategischen Vorgaben an den Dienstleister weiter. Alles Weitere übernimmt Panopa Fleet Management. Der
Dienstleister ist auch für die Mitarbeiter der
Agenturen der erste Ansprechpartner. Dank einer 24-Stunden-Hotline kann der Fahrer eines
Dienstfahrzeugs beispielsweise im Falle eines
Schadens jederzeit Hilfe anfordern. Auch bei allen anderen Nachfragen bezüglich des Dienstwagens hilft der Flottendienstleister den Agenturmitarbeitern weiter. Dadurch konnten die Fuhrparkverantwortlichen der Agenturen immens
Panopa Fleet Management
Im Jahr 2000 als interne Fuhrparkabteilung der
zu Imperial Logistics International gehörenden
Panopa-Gruppe gegründet, hat sich Panopa Fleet
Management in nur wenigen Jahren zu einem leistungsstarken Anbieter für die professionelle Betreuung und Verwaltung von Dienstwagenflotten entwickelt. Derzeit managt Panopa Fleet Management
die Fahrzeugflotten von mehr als 50 Unternehmen –
vom Pkw über Mietfahrzeuge bis hin zu Lkw-Einheiten. Mit einem leistungsstarken Spezialisten-Team
werden die Dienstwagenflotten der Kunden auf dem
wirtschaftlichsten Stand gehalten.
entlastet werden, denn meist besteht in Unternehmen in Sachen Fuhrpark ein großer Nachfragebedarf auch außerhalb eines Schadenfalls. „Es
ist angenehm, die Probleme abgeben zu können
und dem Mitarbeiter zu sagen: Wenn irgendwas
ist, dann ruf Panopa Fleet Management an, die
kümmern sich darum. Man kann sich der eigentlichen Kernkompetenz widmen“, weiß Michael
Laube zu berichten.
Reporting und Nachhaltigkeit
Die Entscheidung, das Fuhrparkmanagement an
einen Dienstleister abzugeben, ist eine Grundsatzentscheidung des Unternehmens und daher
nicht immer leicht zu treffen. Die Tendenz hin
zum Outsourcing sei allerdings steigend, immer
mehr Firmen seien bereit, die Verwaltung von
Dienstfahrzeugen abzugeben, berichtet Jan
Megow. Nicht zuletzt wird diese Entscheidung
aufgrund der besseren Kostenübersicht und den
vielfachen Reporting-Möglichkeiten gefällt.
Neben der Kostenkontrolle spielt für umweltbewusste Unternehmen beim Reporting auch der
Nachhaltigkeitsaspekt eine große Rolle. Um CO2
zielgerichtet einsparen zu können, helfen die
genauen Analysen eines Fuhrparkdienstleisters,
beispielsweise um die Fahrzeugauswahl des Mitarbeiters zu hinterfragen. Im Falle von Publicis
lautet das vom französischen Mutterkonzern
ausgegebene interne Ziel, den CO2-Ausstoß auf
weniger als 130 Gramm pro Kilometer zu senken.
Dennoch sollen alle Mitarbeiter in irgendeiner
Form mobil sein und möglichst effizient fahren
können. Bei der Realisierung dieser Ansprüche
spielen verschiedene Maßnahmen eine Rolle.
Zum Beispiel werden Hybrid- und Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller als Poolfahrzeuge in die Flotte integriert. „So haben wir
beispielsweise in einigen Agenturen den Toyota
Prius als Poolfahrzeug. Eine unserer neuesten
Agenturen, die Pixelpark AG, plant jetzt, in Köln
und Hamburg jeweils einen Renault ZOE als Poolfahrzeug einzusetzen und auch entsprechend in
eine Ladestation an den Gebäuden zu investieren“, berichtet Michael Laube.
Ausblick
Seit Beginn der Zusammenarbeit von Re:Sources
Michael Hohn:
„Wir haben das
Tankkartenmanagement wieder
rausgenommen
und letztendlich
diesen Baustein
bei uns angesiedelt“
und Panopa Fleet Management wurde eine
schrittweise Vereinheitlichung des kompletten
Fuhrparkmanagements aller Agenturen betrieben. Diesen Prozess möchten die Verantwortlichen auch in weiteren Bereichen ausweiten.
Dazu erläutert Ines Nelke: „Wir sind momentan
dabei, zusammen mit Panopa Fleet Management
die elektronische Führerscheinkotrolle für die
Agenturen einzuführen.“ Darüber hinaus wird
auch das Schadenmanagement vereinheitlicht.
Die Angleichung der FuhrparkmanagementBereiche aller Agenturen ist angesichts der auf
Wachstum ausgerichteten Unternehmensphilosophie eine konsequente Entscheidung. Allein
in den letzten drei Jahren sind vier Agenturen
mit etwa 800 Mitarbeitern zu dem Agenturnetzwerk neu dazu gekommen, und die Tendenz
weist auch in Zukunft in Richtung Wachstum.
Durch das einheitliche Fuhrparkmanagement
gelang der Integrationsprozess im Bereich Flotte sehr viel leichter. Um die Integration neuer
Agenturen zu beschleunigen, hat das Werbeagenturnetzwerk gemeinsam mit Panopa Fleet
Management eine einheitliche Vorlage angefertigt, nach der die neuen Flotten besser in die
bestehende Fuhrparkstruktur eingefügt werden
können. Auch hier zeigt sich, dass ein externes
Fuhrparkmanagement Ordnung schaffen kann,
gerade wenn komplexe Problemstellungen vorliegen. Insgesamt konnte das angestrebte Ziel,
die Fuhrparkverwaltung des Agenturnetzwerks
einheitlicher und effizienter zu gestalten, erreicht werden.
Flottenmanagement 2/2014
17
PRAXIS
Kompetente Unterstützung
Hartmut Friebertshäuser (Geschäftsführer Hettich Logistik Service GmbH &
Co. KG, rechts) und Florian Jacke (Area Manager Fleet bei der Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH, links) zeigen, dass Kunden wie die Hettich Unternehmensgruppe auch nach jahrelanger Zusammenarbeit noch vom Fachwissen
und dem gesamten Know-how von Alphabet bei allen Fragen des Fuhrparkleasings profitieren können.
Beschlagslösungen, die man – eingebaut im Möbelstück – oft nicht mehr sieht, aber deren Funktion dennoch spürbar ist, sind das Kerngeschäft
der Hettich Unternehmensgruppe. Seit über 125
Jahren entwickelt und produziert die Unternehmensgruppe mit Sitz in Kirchlengern Produkte,
die in allen Wohnräumen, sei es in der Küche, dem
Bad, im Wohn- und Schlafzimmer oder im Büro,
aber auch in Geräten der Weißen Ware zu finden
sind. Dabei sollen die Beschlagslösungen Möbel
selbst nach jahrelangem Gebrauch beweglich,
sicher und komfortabel machen. Mehr als 6.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit stellen sich daher Tag für Tag der Herausforderung,
intelligente Technik für Möbel zu entwickeln. Damit zählt Hettich zu den größten Herstellern von
Möbelbeschlägen.
Auf nationaler Ebene stehen Außendienst- und
dienstwagenberechtigten Innendienstmitarbeitern etwa 250 Pkw verschiedener Marken zur Erledigung ihrer Aufgaben zur Verfügung. Dabei
ist das Fuhrparkmanagement traditionell in der
Hettich Logistik Service GmbH & Co. KG angesiedelt, die durch Hartmut Friebertshäuser als Geschäftsführer geleitet wird. Daneben erfolgt die
Steuerung, sprich die Tagesverwaltung und das
administrative Geschäft, innerhalb der einzelnen
Tochterunternehmen über dezentral aufgestellte
Fuhrpark-Leasingkoordinatoren. Abhängig von
der Laufleistung werden die geleasten Fahrzeuge
zwischen 24 und 48 Monaten, teilweise auch etwas darüber hinaus, in den einzelnen Unternehmen gefahren: „Die Laufzeit richtet sich zum einen nach dem Angebot des Leasinggebers, sprich
18
Flottenmanagement 2/2014
was ist für uns die günstigste Leasingkombination, die wir erzielen können, zum anderen nach
den Erfordernissen des Fahrers beziehungsweise
der Funktion“, erläutert Hartmut Friebertshäuser. Am Ende der Laufzeit weist der Tachostand
je nach Einsatzgebiet und Zweck dabei zwischen
120.000 und 175.000 Kilometer aus.
Mehrjährige Zusammenarbeit
Bereits bei der Auswahl der infrage kommenden
Fahrzeuge sowie der passenden Leasingkombinationen kann sich Hettich schon seit mehreren
Jahren auf das Know-how von Alphabet verlassen. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit mit
der einzigen All-Brand-Captive war die Umstellung des Kauffuhrparks in einen Leasingfuhrpark
zu Beginn der 90er-Jahre. Zu dieser Zeit schlossen
die Experten für Beschlagslösungen einen Finanzierungsvertrag über die Unternehmensflotte mit
dem damals noch unter der Marke LHS Leasing fungierenden Leasingunternehmen. „Dabei stand vor
allem die Möglichkeit, mehrere Marken im Fuhrpark zu haben und diese durch den Leasinggeber
abzudecken, im Vordergrund“, weiß Hartmut Friebertshäuser zu berichten. Der erste Kontakt mit
Alphabet, die zunächst als Captive-Leasinggeber
von BMW auftrat, kam zwischen 2005 und 2006
auf, als Hettich sich entschloss, die günstigen
Konditionen für BMW-Fahrzeuge für den eigenen
Fuhrpark in Anspruch zu nehmen. Gerade als das
Unternehmen aus Kirchlengern die ersten Fahrzeuge des bayrischen Automobilherstellers in die
Flotte integrierte, fusionierten LHS Leasing und
Alphabet unter der Marke Alphabet und konnten
Hettich damit Angebote aus einer Hand bieten.
„Die Zusammenarbeit mit Alphabet bot uns zusätzliche Vorteile: Zum einen waren wir bereits
mit einer guten Organisation seitens LHS Leasing
betreut und zum anderen kamen über Alphabet
neben neuen Fahrzeugen auch neue Aspekte hinzu. Zudem betreuten uns nach der Integration
von LHS Leasing die gleichen Personen, denen
unsere Strukturen bereits bekannt waren. Somit
konnten die bewährten organisatorischen Abläufe beibehalten und laufend verbessert werden“,
fügt Hartmut Friebertshäuser hinzu.
Dies waren auch Aspekte, die Alphabet mit der Integration der LHS Leasing forcieren wollte: „Das
Thema persönliche Betreuung vor Ort, ist für uns
ein wichtiges Gut. Der Kunde möchte keine Callcenter-Nummer haben, wo er sich jedes Mal neu
erklären muss, um am Ende doch nur weiterverbunden zu werden. Ein wichtiger Aspekt unserer
Zusammenarbeit sind feste Ansprechpartner sowohl im Außen- wie auch im Innendienst, die die
Strukturen kennen und wissen, worauf Hettich im
Tagesgeschäft Wert legt“, erklärt Florian Jacke,
Area Manager Fleet bei der Alphabet Fuhrpark-
Hettich
Unternehmensgruppe
Hettich – Technik für Möbel ist weltweit zum Begriff
geworden. Unter der Marke Hettich entstand einer
der größten Hersteller von Möbelbeschlägen mit
mehr als 6.000 Mitarbeitern auf der ganzen Welt,
davon 3.000 in Deutschland. Die Unternehmensgruppe aus Kirchlengern betreibt Produktionsstandorte in Amerika, Asien und Europa und ist mit
38 Tochtergesellschaften weltweit nahe am Kunden. Hettich entwickelt, produziert und vertreibt
unter anderem Scharniere, Schubkästen und Führungssysteme, Organisationssysteme, Schiebe- und
Falttürsysteme sowie Verbindungsbeschläge aller
Art. Weitere Informationen unter www.hettich.de.
PRAXIS
management GmbH. Heute betreut der Münchener Leasing- und Fuhrparkspezialist seine Kunden bundesweit über sieben Geschäftsstellen.
Dabei möchte das Tochterunternehmen der BMW
Group die große Nähe zum Automobil, die hohen
Service-Standards und das Finanz-Know-how
nutzen, um die optimale Mobilität seiner Kunden
zu sichern.
Beratung und Betreuung
Unerlässlich für eine gute Betreuung ist der regelmäßige Kontakt zueinander. Die dezentrale
Struktur von Hettich bringt es mit sich, dass das
Unternehmen aus Kirchlengern und Alphabet
über die Geschäftsstelle in Hannover im permanenten Austausch via Telefon sowie E-Mail miteinander stehen. „Der laufende Kontakt zwischen
unseren dezentral aufgestellten Leasingkoordinatoren und der Alphabet-Geschäftsstelle in
Hannover ist eine Verbindung, die wir sehr stark
schätzen. Durch die persönliche Betreuung können Probleme im direkten Kontakt gelöst werden und das Tagesgeschäft kann sich schnell an
Änderungen anpassen. Darüber hinaus finden
quartalsweise Treffen statt, an denen alle Leasingkoordinatoren und auch die Repräsentanten
von Alphabet teilnehmen. Dort werden nicht nur
unbedingt tagesaktuelle Probleme besprochen,
sondern im Gros strukturelle Probleme, organisatorische Themen, Neuerungen und Optimierungen. Diese Treffen benötigen dann schon einmal
einen Tag und haben eher den Charakter eines
Workshops“, erläutert Hartmut Friebertshäuser.
Auch bei Alphabet kommt diesem Erfahrungsaus-
tausch ein hoher Stellenwert zu: „In unseren regelmäßigen Treffen analysieren wir stets die IstSituation, überprüfen die aktuellen Verträge und
stimmen auch notwendige Änderungen einzelner
Verträge ab“, fügt Florian Jacke hinzu.
Schon früh hat man bei Hettich erkannt, dass
Fahrzeuge nicht nur reine Arbeitsmittel sind,
sondern für den Mitarbeiter eine bedeutende
Sache darstellen. Daher entschloss sich das Unternehmen aus Kirchlengern zwar die Auswahl
der Fahrzeuge hinsichtlich Fahrzeugsegment und
Sicherheitsaspekt, welcher bei Hettich traditionell hoch angesiedelt ist, vorzugeben, jedoch
dem Dienstwagenberechtigten möglichst viel
Freiraum bei der Auswahl der Ausstattung einzuräumen, um den Motivationsgedanken nicht aus
den Augen zu verlieren. Nicht zuletzt hat auch der
ökologische Aspekt einen hohen Stellenwert. So
werden die Fahrzeuge, die in den verschiedenen
Referenzklassen zur Auswahl stehen, hinsichtlich
ihrer ökologischen Grundstruktur ausgesucht:
„Hettich steht für ökologische Grundsätze, was
sich auch in der EMAS-Zertifizierung und dem
unternehmenseigenen Umweltreferat zeigt, und
diesen versuchen wir auch innerhalb des Unternehmensfuhrparks gerecht zu werden. Geringe
Emissionen und die daraus resultierende Schonung der Umwelt sind ein hohes Gut“, erklärt
der Geschäftsführer der Hettich Logistik Service
GmbH & Co. KG.
Hierbei kann Alphabet seine Stärken als Anbieter
für Full-Service-Leasing und Fuhrparkmanage-
Florian Jacke:
„Ein wichtiger
Aspekt unserer
Zusammenarbeit
sind feste Ansprechpartner,
die die Strukturen
kennen und wissen, worauf Hettich im Tagesgeschäft Wert legt“
ment ausspielen: „Neben dem Finance-Leasing
sind die typischen Full-Service-Dienstleistungen
Wartung/Verschleiß, Reifenservice, Schadenmanagement sowie die Themen Kfz-Steuer und
Rundfunkbeitrag bei Hettich eingeschlossen.
Zusätzlich bieten wir unseren Kunden selbstverständlich auch Angebote aus dem Bereich des
klassischen Fuhrparkmanagements durch umfangreiche Reportings und Auswertungen an.
So haben unsere Kunden ihren Fuhrpark immer
wirtschaftlich im Blick und etwaige Anpassungsbedürfnisse werden schnell ermittelt und kompetent umgesetzt. Insbesondere beim Thema
Ökologie zeigt sich, dass ein Austausch zwischen
Leasinggeber und Leasingnehmer enorm wichtig
ist. Denn die ständig steigende Zahl neuer Technologien und Modelle gilt es, im Blick zu behalten
und zu analysieren, um dann gemeinsam festzulegen, welche Modelle für Hettich sinnvoll sind.
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PRAXIS
Aktuell haben wir gemeinsam mit Hettich beispielsweise das Thema Elektromobilität auf der
Agenda. Natürlich heißt das nicht automatisch,
dass alle Ideen auch gleich immer 1:1 übernommen werden“, fasst der Area Manager Fleet von
Alphabet zusammen.
Neue Herausforderungen
Das Kerngeschäft der Zusammenarbeit zwischen
Hettich und Alphabet liegt heute im Fahrzeugleasing. Erst im vergangenen Jahr hatte der
Beschlagexperte aus Kirchlengern eine umfangreiche Leasingausschreibung durchgeführt, an
der mehrere Leasinggesellschaften mit unterschiedlichen Konzepten teilnahmen. „Dass sich
Alphabet hier am Ende durchsetzen konnte, war
nicht von Anfang an klar, denn eine jahrelange
Zusammenarbeit hat zwei Seiten: Auf der einen
Seite sind Prozesse bereits eingeschliffen und
man weiß wie die Zusammenarbeit funktioniert,
auf der anderen Seite besteht jedoch die Gefahr
des Stillstandes, da keine neuen Aspekte eingebracht werden. Die Bestätigung unserer Zusammenarbeit bedeutet für uns, dass wir neben den
finanziellen und organisatorischen Aspekten
eine gute Grundlage auch für zukünftige gemeinsame Aufgaben und Projekte geschaffen haben“,
erklärt Hartmut Friebertshäuser.
Eines dieser Zukunftsprojekte könnten differenzierte Mobilitätsservices sein, denn nicht immer
Hartmut
Friebertshäuser:
„Die Bestätigung unserer
Zusammenarbeit
bedeutet für uns,
dass wir eine gute
Grundlage auch für
zukünftige gemeinsame Aufgaben und Projekte
geschaffen haben“
20
Flottenmanagement 2/2014
ist ein fest zugeordneter Firmenwagen die einzige Möglichkeit, die Mitarbeiter mobil zu halten: „Über AlphaCity bieten wir beispielsweise
ein innovatives Corporate-Carsharing-Produkt
an, welches nicht nur eine optimale Lösung für
Poolfahrzeuge darstellt, sondern eine effiziente Alternative zu Taxi, Mietwagen oder dem
öffentlichen Nahverkehr bietet. Ganz gleich,
ob für den Weg zum Flughafen, abends oder am
Wochenende. Die Fahrzeuge stehen ähnlich wie
herkömmliche Poolfahrzeuge allen Mitarbeitern
geschäftlich wie privat zur Verfügung. Somit
können über AlphaCity nicht nur die Motivation
gesteigert, sondern im Vergleich zu einem klassischen Fahrzeugpool auch die Kosten gesenkt
werden. Denn durch die hohe Auslastung und den
geringen administrativen Aufwand ergibt sich ein
deutliches Einsparpotenzial bei den Total Cost
of Ownership“, erläutert Florian Jacke. Bei Hettich setzt man sich zwar seit einiger Zeit mit der
Thematik Carsharing auseinander und sieht auch
Anwendungsfälle, da über 2.000 Mitarbeiter in
der Region beschäftigt sind. Jedoch ist bis heute
diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen
worden.
Der Stellenwert, dem die Thematik Ökologie in
der Fahrzeugauswahl des Unternehmens aus
Kirchlengern zukommt, zeigte nur einen Bruchteil des eigentlichen Wertes. So hat man bereits
vor zwei Jahren damit angefangen, sich mit der
Elektromobilität auseinanderzusetzen. Jedoch
war das Angebot an Elektrofahrzeugen zu dieser
Zeit noch überschaubar und es war bekannt, dass
auch die großen deutschen Marken in absehbarer
Zeit mit ihren Fahrzeugen auf den Markt kommen
würden. Dadurch, dass das Angebot heute viel
umfangreicher ist, räumt Hettich der Thematik
Elektromobilität einen breiten Raum ein. Zumal
die unterschiedlichen Unternehmensstandorte im ostwestfälischen Raum lediglich zwischen
20 und 30 Kilometer voneinander entfernt sind
und sich somit ein Pendelverkehr mit Elektrofahrzeugen zwischen den Standorten realisieren
lassen würde. Ein Weg, um dem Thema eMobility
zu begegnen, ist auch das Produkt AlphaElectric:
Hartmut Friebertshäuser (Geschäftsführer Hettich Logistik, re.) und Florian Jacke (Area Manager Fleet Alphabet,
2. v. re.) erläutern Steven Bohg (2. v. li.) und Bernd Franke
(beide Flottenmanagement, li.) wie sich die Zusammenarbeit des Möbelbeschlagherstellers und des Leasinggebers
darstellt
„Mit unserem Produkt unterstützen wir die Elektrifizierung des Fuhrparks. Von der Auswahl des
geeigneten Fahrzeuges über die passende Ladeinfrastruktur bis hin zu individuell wählbaren
Serviceleistungen. Damit unterstützen wir unsere Kunden mit einem umfassenden Beratungsansatz sowie einem flexiblen Full-Service-Angebot
vom ersten Tag an in allen Bereichen der Elektromobilität“, fasst Florian Jacke das ganzheitliche
Konzept um AlphaElectric zusammen.
Fazit
Damit zeigt sich, dass selbst nach Jahren der
Zusammenarbeit keineswegs ein Stillstand eintreten muss. Vielmehr kommt es darauf an, dass
Kunden wie die Hettich Gruppe zunehmend vom
Fachwissen sowie dem gesamten Know-how des
Leasinggebers bei allen Fragen des Fuhrparkleasings profitieren können. Dabei muss neben den
finanziellen Herausforderungen der organisatorische und administrative Aufwand auf Seiten des
Leasingnehmers so weit wie möglich reduziert
werden und die Prozesse schlank in die Organisation des Kunden überführt werden.
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Fuhrparkmanagement GmbH
Alphabet ist einer der führenden deutschen Leasingund Full-Service-Anbieter mit innovativen BusinessMobility-Lösungen für Fahrzeuge aller Marken. Als
einzige All-Brand-Captive entwickelt Alphabet herstellerunabhängig ganzheitliche Produkte und Services für die Unternehmensmobilität. Neben individueller Beratung und Finanzierung bietet der Dienstleister innovative Full-Service-Lösungen wie AlphaCity, das erste Corporate Carsharing auf Leasingbasis.
In sieben Geschäftsstellen steht die Tochter der BMW
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Taxen und Mietfahrzeuge gelten modellabh䟒ngige Sonderregelungen.
Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachricchten •
MANAGEMENT/LEASING
22
Erfolgsmodell
Seit gut einem Jahr bietet LeasePlan Deutschland eine kostenfreie Verkehrsrechtsberatung
für Dienstwagenfahrer an. In Kooperation
mit einer auf Verkehrsrecht spezialisierten
Rechtsanwaltskanzlei können Fahrer seitdem
eine kostenfreie telefonische Erstberatung in
Anspruch nehmen. In vielen Fällen geht es um
Anliegen zu Geschwindigkeitsübertretungen
und Abstandsmessungen. Nach dem ersten
Jahr ist man mit dem Feedback, das man von
den Dienstwagennutzern und von den Fuhrparkleitern erhält, durchweg zufrieden: „Das
letzte Jahr hat gezeigt, dass es aufseiten der
Dienstwagennutzer einen Bedarf für unseren
Service gibt. Darüber hinaus sind Fuhrparkleiter unabhängig von Bußgeldbescheiden froh,
wenn Fahrer rechtskundige Unterstützung
erhalten“, so Dieter Jacobs, Geschäftsleitung
Fuhrparkmanagement bei LeasePlan Deutschland. Im Ernstfall kann eine fachkundige
Auskunft den Arbeitsplatz sichern, vor allem
dann, wenn es um einen drohenden Führerscheinentzug geht.
Elektrifiziert
Passend zu der Markteinführung des Audi A3 Sportback e-tron bietet der Premiumhersteller seinen
Kunden in Deutschland Ökostrom an. Gemeinsam
mit dem Hamburger Energieversorger LichtBlick
SE kann der umweltbewusste Fahrer des Plug-inHybrids aus Ingolstadt auch Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie tanken und verbessert
somit die Ökobilanz des kompakten Fünftürers um
einen weiteren wichtigen Aspekt. Im elektrischen
Fahrbetrieb ist der A3 komplett emissionsfrei unterwegs, im kombinierten Modus werden lediglich
35 Gramm pro Kilometer emittiert. Durch die Audi
Energie wird zudem auch das gesamte Haus mit
umweltfreundlicher Energie versorgt. Die Herkunft
und Qualität des grünen Stroms für die Heimsteckdose sind vom TÜV Nord zertifiziert und zudem mit
„ok-power“ Gütesiegel ausgezeichnet worden.
Umstellung
Seit dem 1. Februar wird der Euro-Zahlungsverkehr
auf das SEPA-Verfahren umgestellt. Dies hat auch
Auswirkungen auf die Fahrzeugzulassung. Hier
müssen seit der SEPA-Einführung für den Einzug der
Kfz-Steuer nicht nur IBAN und BIC des Fahrzeugbesitzers angegeben werden, sondern auch IBAN und
BIC der jeweiligen Finanzbehörde. Dies ist eine
wachsende Herausforderung, zumal die Umstellung
in den jeweiligen Bundesländern zu unterschiedlichen Terminen stattfindet und jeweils eigene Formulare benötigt werden. Über 100 Formulare sind
bereits im Umlauf, und es werden täglich mehr. Wie
soll der Mitarbeiter im Autohaus oder einer Zulassungsstelle da noch durchblicken? Abhilfe schafft
die webbasierte Software Die Zulasser®, die für jeden Auftrag die jeweils richtige EZM und Vollmacht
je Zulassungskreis automatisch erstellt und in Klarschrift zum Ausdruck zur Verfügung stellt. Damit
können An-, Ab- und Ummeldungen auch bundesweit einfach, sicher und korrekt abgewickelt werden.
Flottenmanagement 2/2014
Service-App
Der Fahrzeugleasing- und FuhrparkmanagementSpezialist ALD Automotive stellt mit ALD mobile
seinen Kunden eine App zur Verfügung, die unter anderem nützliche Telefonnummern und eine
Service-Partnersuche verbindet. „Wir möchten
unseren Kunden jederzeit einen umfangreichen
Service bieten. Mit unserer neuen App ALD mobile erhalten Fahrzeugnutzer sofort unterwegs
alle wichtigen Auskünfte“, sagt Karsten Rösel,
Geschäftsführer der ALD AutoLeasing D GmbH.
In der App werden die drei wichtigen ServiceBausteine Hotlines, Service-Partnersuche und
Verhalten im Schadenfall miteinander verbunden. So sind nicht nur alle Service- Rufnummern
der ALD Automotive hinterlegt, es können auch
durch eine Suchfunktion alle Service-Partner in
der Umgebung angezeigt werden. Die Software
navigiert bei Bedarf direkt zum Ziel. Zusätzlich
gibt die App hilfreiche Tipps für das richtige
Verhalten im Schadenfall und erklärt Schritt für
Schritt, was bei einem Unfall zu tun ist.
Umstrukturierung
Die EurotaxSchwacke GmbH hat die eigene Vertriebsstruktur optimiert. Ziel der
Änderungen ist es, Kompetenzen zu bündeln und kürzere Prozessabläufe zu erreichen. Daher umfasst die neue Struktur drei Vertriebskanäle, die wiederum an den
einzelnen Kundengruppen orientiert sind. Dabei soll auch eine neue personelle
Dreierspitze mit Karl Heinz Wrede, Matthias Gajewski und Thorsten Barg einen
kundenorientierten Service bieten können. So wird Karl Heinz Wrede als Director
D&W/C den Vertrieb der Händler und Werkstätten leiten. Matthias Gajewski wird
den Key-Account-Vertrieb an Versicherungen, Unternehmen des Ersatzteilmarktes und Sachverständigenorganisationen verantworten und der Sales-Bereich für
Automobilhersteller, Banken, Leasinggesellschaften sowie Flottenbetreiber wird
durch Thorsten Barg, Director CM&I, F&F, geleitet.
Fleet-Angebot
Ford hat die individuellen Dienstleistungen für Gewerbetreibende und den Bereich
Leasing unter dem neuen Produktnamen Ford Lease zusammengefasst. Der Kölner
Automobilhersteller bietet daher noch bis zum 30. Juni Businesskunden besondere Einführungsangebote an. Diese beziehen sich speziell
auf den Ford Focus
Turnier 1.6 TDCi SYNC
(monatliche Leasingrate: 189 Euro) und
auf den Ford Mondeo
Turnier 2.0 TDCi ECOnetic Business Edition (monatliche Leasingrate: 299 Euro).
Kernbestandteile der
Fleet-Angebote sind
die guten Leasingkonditionen sowie ein
Technik-Paket. In diesem Paket sind Wartungs- und Inspektionsarbeiten gemäß
Herstellervorgaben sowie Reparaturarbeiten (ausgenommen Unfall- und Versicherungsreparaturen), Verschleißreparaturen inklusive Verbrauchsmaterialien,
die Übernahme der Abschleppkosten bis zur nächsten Vertragswerkstatt sowie die
Kostenübernahme für die fällige Haupt- und Abgasuntersuchung enthalten. Die
Angebote lassen sich auf Wunsch noch um weitere Bausteine, wie zum Beispiel einen Reifenservice, ergänzen.
Premiumservice
Der Premiumhersteller Mercedes-Benz wird künftig alle Dienstleistungsangebote unter der Dachmarke Mercedes me zusammenfassen. Dabei
gliedert sich die Marke in
die fünf Bereiche move me,
connect me, assist me, finance me und inspire me und
berücksichtigt Themen wie
Fahrzeugkauf, Finanzierung
und Wartung ebenso wie die
internationalen Mobilitätsservices von Daimler. Damit
ermöglicht Mercedes me die
nahtlose Integration aller
Service- und Mobilitätsbereiche. „Mercedes-Benz ist auf Wachstumskurs, und diesen Kurs setzen wir fort. Dazu gehen wir jetzt mit Mercedes
me den nächsten Schritt: Unter dieser Marke bündeln wir eine Vielzahl
von Dienstleistungen rund um unsere faszinierenden Fahrzeuge. Dabei
geht es nicht nur um eine neue Website, sondern um ein neues Niveau
der individuellen Kundenbetreuung“, erklärt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.
Wachstum
„Die Volkswagen Finanzdienstleistungen
sind 2013 in drei Dimensionen gewachsen:
mit den Marken des Konzerns, in neuen und
bestehenden Märkten sowie durch das Ausrollen unserer Kernprodukte in noch mehr
internationalen Märkten. Auf unserem Weg,
der weltweit führende automobile Finanzdienstleister zu werden, sind wir erneut ein gutes Stück vorangekommen“, sagte Frank Witter, Vorstandsvorsitzender
der Volkswagen Financial Services AG auf deren Pressekonferenz zur Jahresbilanz. Auch für das kommende Geschäftsjahr
erwartet der Vorstand weiteres Wachstum. Die Volkswagen Finanzdienstleistungen konnten den Gesamtvertragsbestand
im Geschäftsjahr 2013 erneut um 11,3 % auf 10,7 Millionen
Verträge steigern. Auch das Leasinggeschäft wuchs um 9,7 %
auf fast 2 Millionen. Im Bereich Versicherungen und Dienstleistungen konnte die positive Entwicklung der letzten Jahre
ebenfalls fortgesetzt werden. Der Vertragsbestand erhöhte
sich im Geschäftsjahr 2013 um 15,7 % auf rund 3,8 Millionen
Verträge.
• Nachrichten • Nachrichten •
MANAGEMENT/LEASING
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* Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG erbringen unter der gemeinsamen Geschäftsbezeichnung „Volkswagen Financial Services“ Bankleistungen (durch Volkswagen Bank
GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung AG) und Mobilitätsleistungen (u. a. durch
Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.
LEASING
Keinen Spielraum lassen
Nach der ersten Auswertung kommt
das persönliche Gespräch
Der Fuhrpark steht zur Erneuerung
an oder ein Großauftrag zwingt dazu,
die Flotte aufzurüsten. Wer nicht das
erstbeste Angebot nehmen will, sollte den Auftrag ausschreiben und klar
definieren, was er erwartet. Vorgefertigte, aber individuell anpassbare
Vorlagen sparen viel Zeit.
Geht es der Konjunktur gut, freut sich die Leasingbranche. Denn läuft das Geschäft, investieren die
Unternehmen – und setzen dabei verstärkt auf
Leasing. Im vergangenen Jahr erfreute sich die
Branche an neuen Leasingverträgen in Höhe von
48,6 Milliarden Euro, hatte der Bundesverband
Deutscher Leasing-Unternehmen, kurz BDL, ermittelt und lag damit exakt auf Vorjahresniveau.
2014 soll es besser laufen. Die Ökonomen erwarten ein Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen
von sieben Prozent. „Wenn diese Prognose eintritt, dann ziehen wir in gleicher Höhe mit“, hofft
BDL-Präsident Martin Mudersbach.
Dumm nur, dass gleich 70 Prozent des Leasingmarktes das Geschäft mit Pkw und Nutzfahrzeugen ausmacht. Das hatte 2013 mit dem schwachen
Automarkt ein Wachstum verhindert: Während
alle Leasingbereiche um vier Prozent wuchsen,
26
Flottenmanagement 2/2014
schrumpfte das Geschäft mit Fahrzeugen um zwei
Prozent – und drückte das gesamte Wachstum auf
Null. 2014 soll es auch bei den Fahrzeugen wieder
besser laufen. Und das mit einem neuen Trend.
So erwartet der Verband der Automobilindustrie
(VDA), dass in diesem Jahr Elektroautos besser
und verstärkt im Flottengeschäft auftauchen. Der
Grund: Gleich 16 Serienmodelle gibt es allein bei
den deutschen Herstellern und der VDA spricht
daher vom „Startschuss für E-Auto-Flotten“. „Gerade für gewerbliche Flotten kann sich der Einsatz von Elektroautos schon heute rechnen“, sagt
VDA-Präsident Matthias Wissmann.
Genau hier fängt die Arbeit des Fuhrparkverantwortlichen an: Er muss genau analysieren, welche
Modelle er für welchen Zweck braucht, welches
Profil die Fahrzeuge haben müssen und welche
Ausstattung ein absolutes Muss ist, ohne einen
bestimmten Kostenrahmen zu sprengen. Steht
das Fahrzeugprofil, muss der zweite Blick dem
Markt gelten: Sind die Modelle auch tatsächlich
wie gewünscht im Markt verfügbar? Ist das schon
mal weitgehend deckungsgleich, kann der Fuhrparkchef im Vorfeld viel Nacharbeit vermeiden.
Er muss nur dafür sorgen, dass er exakt die Anforderungen definiert, ohne einen Interpretationsspielraum zu lassen. Das engt die Bandbreite
an möglichen Antworten ein und macht die Angebote nicht nur vergleichbar, sondern verhin-
Diese Fakten gehören in die Ausschreibung
Harte Faktoren
• Anlass der Ausschreibung
• Bestehender Fuhrpark
• Größe, Standorte sowie Referenzen der
Leasinggesellschaft
• Exakte Beschreibung der Modellkategorie,
Ausstattung, Motorisierung, Farbe
• Preis und Nachlässe
• Dienstleistungsumfang des Leasingpartners
• Laufzeit
• Laufleistung
• Regelung bei Über- und Unterschreitung der
Laufleistung
• Abrechnungs- beziehungsweise Vertragsart
• Ersatzfahrzeuge
Weiche Faktoren
• Lieferprozess inklusive Überbrückungszeiten
• Schadenabwicklung
• Rückgabe-Prozess
• Zahlungsziele
• Rechnungsstellung
• Rahmenvereinbarungen
• Persönliche Betreuung beziehungsweise
Callcenter
• Persönliche Beratungen im Tagesgeschäft
Hinweis: Oft lassen sich diese Non-Standards als offene Frage formulieren – und schon die Art und Ausführlichkeit der Antwort gibt erste Hinweise auf die
Qualität des Leasinganbieters.
Mit Erhalt
der Herstellergarantie*
dert auch, dass der Fuhrparkleiter – überspitzt formuliert – nach Äpfeln
fragt, aber nur Birnen angeboten bekommt.
*Nach EU-Kfz-GVO
461/2010
Im Klartext: Er darf sich also keine „Business-Edition“ wünschen, sondern muss Punkt für Punkt auflisten, was für seinen Fuhrpark in dieses
Business-Paket hinein soll. Denn nahezu jeder Anbieter hat bereits eine
Business-Edition in der Preisliste stehen, packt aber unterschiedliche
Dinge hinein.
Außerdem spielen für den Fuhrpark nicht nur harte Fakten eine wichtige
Rolle. Ganz entscheidend sind die sogenannten weichen Faktoren – oder
Non-Standards, wie die Branche sie nennt. Darunter fallen zum Beispiel
die Nähe des Leasingunternehmens zu den Standorten des ausschreibenden Unternehmens, aber auch die Flexibilität und die Serviceorientierung des Leasingunternehmens. Und wenn es schnell gehen soll,
weil zum Beispiel das Unternehmen mit den neuen Fahrzeugen sofort
ein Großprojekt bedienen muss, sind die kurzen Lieferfristen von entscheidender Bedeutung beziehungsweise die Frage, wie sich die Zeit bis
zur Auslieferung der Fahrzeuge überbrücken lässt. Dann gehören Fragen
wie die nach den Konditionen für Mietfahrzeuge ebenfalls in die Ausschreibung.
Senken Sie Ihre Kosten,
nicht Ihre Ansprüche.
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für Ihre Fahrzeugflotte
Weil sich solche Fakten nicht immer als Multiple Choice per Kästchen
abhaken lassen, sollten Ausschreibungen längere, aber immer noch genaue Antworten zulassen. Diese Non-Standards lassen sich über offene
Fragen klären, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Wichtig ist auch hier: Immer die Fragen klar formulieren, damit die Antworten möglichst eindeutig ausfallen und schneller vergleichbar sind. Zum
Schluss darf die Kontrolle nicht fehlen, ob die Ausschreibung tatsächlich alle Vorgaben enthält, die die Leasingfahrzeuge und der Leasinggeber erfüllen müssen. Vergessene Punkte bedeuten für das ausschreibende Unternehmen immer zusätzliche Arbeit und damit unnötige Kosten.
Das Rad muss kein Fuhrparkleiter neu erfinden. Wer sich zum ersten Mal
mit dem Thema Ausschreibung auseinandersetzt, findet schnell externe Hilfe. Zum einen gibt es Dienstleister, die die Ausschreibung für den
Fuhrparkmanager oder dessen Unternehmen übernehmen. Wer diese
Arbeiten nicht kostenpflichtig auslagern will, kann zum anderen auf
standardisierte Formulare im Internet zurückgreifen, die dem ausschreibenden Unternehmen viel Arbeit und Zeit sparen. Eines dieser Formulare
kommt vom Verband markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF), der im Oktober 2011 erstmals eine vorgefertigte Ausschreibung ins Internet stellte und so nach eigenem Bekunden einen
Standard setzte. „Wir haben damit die normierte Fuhrparkausschreibung geschaffen“, erklärt VMF-Vorstand Michael Velte. „Wir wollten mit
der Standardausschreibung für alle Beteiligten den Prozess erleichtern
und Fuhrparkmanagern die umständliche Entwicklung eines eigenen
Tools ersparen.“ Herunterladbar als Excel-Sheet (http://www.vmf-fuhrparkmanagement.de/fuhrparkausschreibung.html), enthält das Formular bereits die wichtigsten Items und muss nur noch auf die individuelle
Ausschreibung angepasst werden.
Vorlagen wie diese bieten gleich zwei Vorteile. Sie stellen erstens sicher,
dass keine wirklich relevanten Kriterien in der Ausschreibung vergessen werden. Und zum Zweiten sparen die Vorlagen viel Zeit in der Ausschreibungs- wie auch in der Auswertungsphase. Gut ein Fünftel der
Zeit sparen die Blaupausen bei der Auswertung, weil die Kriterien sofort
vergleichbar sind und nicht mehr aufwendig angepasst werden müssen.
In der Ausschreibungsphase selbst können so bis zu 30 Prozent der Zeit
eingespart werden.
Ohnehin sollten sich die Fuhrparkverantwortlichen gerade in der Startphase einer Ausschreibung viel Zeit nehmen und den Bedarf genau
analysieren. Rund ein Monat vor dem eigentlichen Starttermin sollte
die Planungsphase und die Festlegung der Termine erfolgen. Und man
sollte es nicht mit der Zahl der angesprochenen Leasinggesellschaften
übertreiben: Maximal sechs Unternehmen sollten es sein, hat der VMF
in seinen „Goldenen Regeln“ für die Ausschreibung formuliert. Und zwar
nur die, die gewünschte Kriterien wie ein Standort in Unternehmensnähe oder eine gewisse Größe erfüllen. Der einfache Grund: „Alles andere
wäre zu viel und aufwendig zu analysieren.“
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MANAGEMENT
Neue Möglichkeiten aufzeigen
Interview mit Steffen Dittmar (Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen
bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH) in Offenbach
Steffen Dittmar (Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen) vor
dem Hyundai i40 Kombi
Flottenmanagement: Herr Dittmar, Sie sind nun
seit gut einem halben Jahr im Amt. Welche Erfahrungen, welches Know-how haben Sie aus Ihren
vorherigen Jobs mitgebracht und inwiefern profitiert Hyundai Motor Deutschland davon? Welche
Ziele haben Sie bei Amtsantritt angestrebt, inwiefern konnten diese bisher umgesetzt werden?
Steffen Dittmar: In meiner neuen Funktion bei
Hyundai Motor Deutschland kann ich auf einige
Jahre Erfahrung im Bereich des Großkundengeschäfts bei anderen Automobilherstellern zurückblicken. Hinzu kommen etwa fünf Jahre, in
denen ich im Vertrieb und der Kundenbetreuung
bei einem großen internationalen Fuhrparkmanagement- und Leasingunternehmen tätig war.
Grundsätzlich wollen wir bei Hyundai die qualitative Basis stärken. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums unseres Unternehmens in den
letzten Jahren müssen wir garantieren können,
dass die Qualität dem Wachstum auch standhalten kann. Diese Qualität möchten wir gemeinsam mit unseren Fleet Business-Centern sicherstellen und weiter ausbauen. Dazu ist auch eine
Optimierung der internen Prozesse erforderlich.
Kundenzufriedenheit ist unser oberstes Ziel. Die
Qualitätssteigerung soll mittelfristig zu einer
deutlichen Volumensteigerung führen.
Ein erstes Aufgabenfeld ist deshalb die Umsetzung eines neuen Großkundenprogramms bei
Hyundai: Insgesamt ist das Programm kundenorientierter aufgestellt, um damit die Kundengrößen sowie Nutzergruppen besser erreichen
28
Flottenmanagement 2/2014
zu können. Durch die Neuordnung erhoffen wir
uns nun, mit den verschiedenen Kundengruppen
spezifischer arbeiten zu können. Unsere Stärke
sehen wir dabei vor allem in kleineren und mittleren Fuhrparks, welche ungefähr 64 Prozent
des Marktes ausmachen und um die wir uns mit
unseren rund 70 Fleet Business-Centern, sprich
Händlern, die sich für den Großkundenbereich
besonders qualifiziert haben, intensiv kümmern.
Flottenmanagement: Unter dem Unternehmensmotto „New Thinking. New Possibilities“ möchte
Hyundai dem Kunden eine neue Denkweise in Bezug auf Fahrzeug und Fahrer näherbringen, die
ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Wie spiegelt
sich diese Einstellung in Ihren Modellen wider?
Auf welchen Säulen in Bezug auf bestimmte Fahrzeugmodelle baut das Flottengeschäft auf, und
auf welche Neuheiten können sich insbesondere
Flottenkunden in den nächsten zwölf Monaten
freuen?
Steffen Dittmar: Mit diesem Leitsatz, den es bereits seit über zwei Jahren gibt, möchten wir auf
die neuen Möglichkeiten, die sich auf allen Ebenen durch kontinuierliche Weiterentwicklung ergeben, hinweisen: Neue Denkweisen geben auch
neuer Kreativität Raum. Ein aktuelles Beispiel
hierfür ist der neue i10, der das typische Image
eines Kleinwagens durch sein frisches Design und
die gewachsenen Maße bereits abgelegt hat. Er
bietet Eigenschaften, die der Kunde eigentlich
erst ein Segment höher erwartet und ist damit nicht nur mehr als Zweitwagen interessant.
Diese Stärken wird er nicht nur bei den Endkun-
den ausspielen, sondern auch in das Flottengeschäft, beispielsweise in Pflegedienstflotten
oder im Bereich des B-Segments, übertragen.
Topseller im Flottengeschäft ist die Kompaktklasse i30, die als Limousine, Kombi und Coupé verfügbar ist. Dann natürlich der i40 Kombi, der in
der Mittelklasse sehr erfolgreich unterwegs ist,
wo wir sehr stark mit dem Design und Raumangebot arbeiten können. Darüber hinaus können
wir mit dem ix35 im SUV-Bereich, der ja in den
kleineren und mittelgroßen Flotten nicht so restriktiv behandelt wird, wie es in den Großflotten
zum Teil gang und gäbe ist, punkten. Nicht zu
vergessen sind der Santa Fe und der Grand Santa Fe, die nicht nur Imageträger, sondern auch
Türöffner sind und besonders mit ihrem Design
sowie der umfangreichen Ausstattung glänzen
können. Hinzu kommt ein gutes Preis-LeistungsVerhältnis, was uns in Summe natürlich auch die
Möglichkeit bietet, uns bei leitenden Angestellten und Inhabern zu positionieren.
Mit der Genesis Sportlimousine, die wir auf dem
Genfer Autosalon vorgestellt haben und mit der
wir ein neues Fahrzeugsegment beschreiten werden, sowie einem neuen Kleinwagen, der Ende
des Jahres erscheinen wird, stehen zudem zwei
weitere sehr interessante Modelle in den Startlöchern.
Flottenmanagement: Inwiefern profitiert Hyundai als südkoreanische Importmarke davon, dass
die Modelle für den deutschen Markt in Europa
entwickelt und produziert werden? Welche Vor-
MANAGEMENT
Grand Santa Fe
teile kommen der Marke hierdurch zugute, inwiefern kann sie sich so von anderen Importmarken
abheben?
Steffen Dittmar: Die räumliche Nähe zur Europazentrale, die wir durch den Umzug in das neue
Gebäude neben Hyundai Motor Europe geschaffen haben, macht sich natürlich in kurzen Wegen
in der Abstimmung, in besseren und schnelleren
Informationen, insgesamt optimaleren Entscheidungsgrundlagen bemerkbar. Zudem ist Deutschland der wichtigste Markt für Hyundai in Europa.
Daher werden wir auch gezielt in bestimmte Themenkomplexe eingebunden, wo uns die räumliche Nähe einige Vorteile bringt. Ein weiterer
wichtiger Punkt ist das Entwicklungszentrum in
Rüsselsheim, wo die Modelle für Europa designt
und geplant werden. In diesem Zusammenhang
ist auch zu erwähnen, dass sich hier ebenso das
Dieselkompetenzzentrum befindet, in dem alle
Dieselmotoren für den weltweiten Markt entwickelt werden. Nicht zuletzt transportieren auch
das Testzentrum am Nürburgring, welches im letzten Jahr eröffnet wurde, sowie das Rallye-Engagement unseren Technologieanspruch. Insgesamt
zeigt sich, dass Deutschland ein sehr wichtiger
Standort für Hyundai ist und dies nicht nur, was
den Absatz angeht, sondern auch im Bereich Forschung und Entwicklung.
Flottenmanagement: Fünf Jahre nach der Markteinführung des i10 erschien im November vergangenen Jahres die Neuauflage des Kleinstwagens.
Welche Zielgruppen möchten Sie mit diesem
Stadtflitzer ansprechen, und wie positioniert er
sich in Ihrer Flottenstrategie? Wie hebt er sich gegenüber der Konkurrenz ab?
Steffen Dittmar: Die aktuellen Siege bei den Vergleichstests zeigen, dass die neue Fahrzeugphi-
ix35 FCEV
i10
losophie, die wir mit dem i10 verkörpern wollen,
nicht nur beim Kunden sehr gut ankommt. Das
Fahrzeug ist in seinen Ausmaßen gewachsen und
damit kein klassischer Vertreter der Kleinstwagen
mehr, sondern sortiert sich zwischen dem A- und
B-Segment ein. Dadurch ist es natürlich auch für
Kunden, die das Raumangebot eines Kleinwagens
schätzen, eine sehr interessante Alternative.
Zudem wollen wir mit den Individualisierungsmöglichkeiten auch bei der eher designorientieren Klientel punkten. So kann das Fahrzeug
beispielsweise mit den verschiedenen Farben im
Innenraum ausgestattet werden. Die Möglichkeiten, sei es in der Ausstattung, wie beispielsweise
einem beheizbaren Lenkrad oder beim Antrieb
über eine LPG-Flüssiggas-Lösung, wodurch sich
die Betriebskosten im Fuhrpark senken lassen,
sind sicherlich ein Novum in diesem Segment, und
damit möchten wir uns auch bewusst von der Konkurrenz abheben.
i30 Kombi
darstellen, sondern können bequem auch von
Erwachsenen genutzt werden. Diese Flexibilität
lässt sich sowohl in den privaten wie auch in den
Geschäftsbereich übertragen. Nicht zuletzt ist der
Grand Santa Fe im Ausstattungsvergleich sehr attraktiv positioniert, das heißt, dass er mit einer
Komplettausstattung preislich deutlich unterhalb
eines vergleichbar ausgestatteten Modells eingeordnet ist, was ihm wiederum im Bereich der
Dienstwagenbesteuerung zugutekommt.
Steffen Dittmar:
„Gemeinsam mit
unseren Fleet
Business-Centern
möchten wir die
qualitative Basis
sicherstellen und
weiter ausbauen“
Flottenmanagement: Mit dem neuen Grand Santa
Fe haben Sie Ihre SUV-Modellpalette nach oben
ausgebaut. Welchen Erfolg versprechen Sie sich?
Was macht den XL-SUV insbesondere für Flottenkunden interessant?
Steffen Dittmar: Für den Flottenkunden ist das
Fahrzeug insbesondere im User-Chooser-Bereich
beziehungsweise für leitende Angestellte und
Geschäftsführer interessant. Durch das attraktive Design, die umfangreiche Ausstattung und die
schiere Größe fördert er das Markenimage von Hyundai sehr und ist dementsprechend auch unser
Top-of-the-Range-Modell. Darüber hinaus bietet
er auch eine hohe Flexibilität. So ist er beispielsweise sowohl als 6- wie auch als 7-Sitzer bestellbar und bietet in beiden Varianten noch genügend Stauraum für Gepäck. Die zusätzlichen Sitze
in der dritten Reihe sollen dabei keine Notlösung
i40 Kombi
Flottenmanagement: Welche nützlichen Ausstattungspakete bietet Hyundai für die Flotte – gibt
es spezielle Business-Pakete? Welche weiteren
Extras gibt es jetzt oder zukünftig von Hyundai für
den Fuhrpark?
Steffen Dittmar: Wir sind momentan im Begriff
die für Kombimodelle i30 und i40 bestehenden
Business-Pakete anzupassen. Für den im Flottenbereich stark nachgefragten ix35 entwickeln wir
gerade ebenfalls ein Business-Paket. Die neu angebotenen Business-Modelle werden hinsichtlich
der Total Cost of Ownership optimiert sein. Be-
i20
Flottenmanagement 2/2014
29
MANAGEMENT
reits heute verfügen wir über Ausstattungsoptionen, die für den Flottenbereich sehr interessant
sind und das sind, beispielsweise für den Außendienstler wichtige Optionen wie ein belüfteter
Fahrersitz, eine Rückfahrkamera in Verbindung
mit einem Navigationssystem oder eine elektrisch
zu öffnende Heckklappe beim i40.
Im Großen wie im Kleinen erläuterte Steffen Dittmar (li.) im Gespräch mit Bernd
Franke (Mitte) und Steven Bohg (re.)
die strategische Ausrichtung der Modelle
sowie des Flottengeschäfts von Hyundai
Flottenmanagement: Welche Dienstleistungen
bieten Sie Ihren Flottenkunden, womit gehen Sie
auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, die innerhalb dieser Zielgruppe variieren, ein? Wie ist Ihr
Vertriebsnetz aufgebaut? Mit welchen Services
stellen Sie die Betreuung über die Laufzeit, die
Abwicklung anfallender Reparaturen/Inspektionen oder auch die Finanzierungsmöglichkeiten
der Fahrzeuge sicher?
Steffen Dittmar: Innerhalb unseres Service- und
Vertriebsnetzes haben sich 70 Fleet BusinessCenter qualifiziert, die sich ganz speziell auf die
Bedürfnisse der Flottenkunden eingestellt haben.
Dies spiegelt sich unter anderem bei den generellen Öffnungszeiten, spezialisierten Verkäufern für
Flottenkunden und einer anderen Ausstattung an
Vorführ- und Lagerfahrzeugen wider, aber auch
im Aftersales-Bereich, wo spezielle Kenntnisse in
der Zusammenarbeit mit Leasinggesellschaften
oder die Mobilitätssicherstellung des Kunden gefragt sind.
Zusätzlich bieten wir zusammen mit Hyundai Leasing dem Kunden ein Full-Service-Paket an. Dieses besteht aus dem Finanzierungsleasing sowie
dem Bereich Technik/Service und kann zudem
durch die Leistungen Reifen, Versicherung, Rundfunkbeitrag und Tankkarte ausgeweitet werden.
In Verbindung mit einer fünfjährigen Vollgarantie ohne Kilometerbegrenzung, die zudem auch
bei Wiederverkauf bestehen bleibt, hat der Flottenkunde ein Rundum-Sorglos-Paket, wo er mit
fest kalkulierbaren Größen arbeiten kann. Darüber hinaus arbeiten wir natürlich auch mit allen
herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften
zusammen. Nicht zuletzt trägt auch die positive
Wahrnehmung ein Stück weit dazu bei, dass sich
die Nachfrage nach unseren Produkten kontinuierlich steigert, was natürlich auch in den Gesprächen mit Leasinggesellschaften zu spüren ist.
Gerade durch Engagements wie beim FIFA World
Cup, im Rallyesport oder dem 24-Stunden-Rennen
am Nürburgring möchten wir auch über unsere
Produkte hinaus positiv wahrgenommen werden.
Zudem sind wir uns der Verantwortung als sozialer
Partner bewusst und arbeiten intensiv in Projekten der Corporate Social Responsibility (CSR), wo
wir zum einen bereits seit zehn Jahren mit dem
Caritasverband zusammenarbeiten und zum anderen im Rahmen von Schulprojekten berufliche
Möglichkeiten in der Automobilindustrie aufzeigen.
Flottenmanagement: Umweltschutz wird in immer mehr Fuhrparks zu einem wichtigen Entscheidungskriterium. Welche Modelle und Technologien unterstützen Gewerbekunden dabei, Verbräuche und CO2-Emissionen zu reduzieren? Ist das ein
relativ deutsches Thema oder ist dies auch europaweit beziehungsweise weltweit spürbar?
Steffen Dittmar:
Steffen Dittmar: Global betrachtet, gewinnt der
Umweltschutz zunehmend an Relevanz, wobei
die Thematik vielerorts noch nicht in dem Maße
verfolgt wird, wie es eigentlich sein müsste. Mit
unseren blue-Modellen versuchen wir, einen wichtigen Beitrag für die Senkung der Emissionen zu
leisten. So emittiert beispielsweise der i20 lediglich 84 Gramm CO2 je Kilometer,
ein Spitzenwert in diesem SegHyundai-Flottengeschäft 2013/14
ment.
30
Verkaufte Einheiten Jan. 2013 bis Feb. 2014
10.406 Einheiten
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
auf Vorjahresniveau
Verteilung des Flottengeschäfts in %
Kleinstwagen: 24%; Kompaktwagen: 33%;
SUV: 39%; Transporter: 4%
Topseller im Flottengeschäft
1. ix35; 2. i30; 3. i10
Flottenrelevante Produktneuheiten in
den nächsten 12 Monaten
i10 LPG; i20
Anteil Leasing/Kauf in %
40% Leasing/Finanzierung
Garantiebedingungen
5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung außer
Taxis und Mietwagen
Inspektionsintervalle
modellabhängig, alle 15.000-30.000 km oder
jährlich
Kooperationspartner/Banken
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Ansprechpartner
Key-Account-Geschäft
Hyundai Fleet Center
[email protected]
Internetseite für Flottenkunden
www.hyundai.de/Gewerbekunden
Flottenmanagement 2/2014
was ausgestoßen wird, ist Wasser. Von der Technik her handelt es sich beim ix35 FCEV um ein
Brennstoffzellenfahrzeug, welches mit Wasserstoff angetrieben wird. Im Vergleich zu anderen
Varianten, die es bisher am Markt gab, wird hierbei kein Wasserstoff in den Verbrennungsmotor
eingespritzt, sondern die in den Brennstoffzellen
erzeugte Energie wird als Antriebsenergie an einen Elektromotor abgegeben. Zusätzlich verfügt
der ix35 FCEV noch über eine Batterie, die als
Zwischenspeicher für die in den Brennstoffzellen
erzeugte Energie fungiert. Somit lassen sich mit
nur einer Tankfüllung bis zu 594 Kilometer zurücklegen, was uns von den zurzeit verfügbaren
Elektrofahrzeugen unterscheidet. Damit haben
wir das Reichweitenproblem gelöst und der Tankvorgang dauert mit zwei bis drei Minuten auch
nicht länger als bei einem Auto.
Flottenmanagement: Alternative Antriebstechnologien
stehen immer öfter im Fokus.
Wie sehen Sie den konkreten
Bedarf in den Fuhrparks, was
wird wirklich nachgefragt, und
was bietet Hyundai hier, auch
mittelfristig, an?
Steffen Dittmar: Wir sind beim
Thema Brennstoffzellenfahrzeug Vorreiter: Hyundai ist der
erste Automobilhersteller, der
ein Fahrzeug mit dieser Technologie in Serie herstellt. Der
Clou bei dieser Technologie
ist, dass keinerlei Emissionen
erzeugt werden – das Einzige,
„Der Santa Fe und
der Grand Santa
Fe sind nicht nur
Imageträger,
sondern auch
Türöffner und
können besonders
mit Design sowie
der umfangreichen Ausstattung
glänzen“
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie sich
mittel- und langfristig gesetzt; was wollen Sie mit
und für Hyundai noch erreichen?
Steffen Dittmar: Grundsätzlich wollen wir natürlich im Flottenmarkt wachsen, aber dies in einem
gesunden Maß, das heißt, das gute Qualitätsniveau weiter ausbauen und die Strukturen optimieren. Daher haben wir uns zwar ambitionierte,
aber nicht unrealistische Ziele gesetzt. So gehen
wir von einem Wachstum von fünf Prozent für dieses Jahr aus, was einer Steigerung auf etwa 9.500
Einheiten entspricht. Ziel ist es dabei, den in 2013
erreichten Marktanteil in Höhe von knapp vier
Prozent zu halten, was natürlich abhängig von der
Entwicklung am Flottenmarkt ist.
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MANAGEMENT
Flottenmanagement exklusiv im Gespräch mit Knut Krösche (Geschäftsführer der carmobility GmbH) und
Volker Varol (Vertriebsleiter Nord)
über neue Ansätze im Fuhrparkmanagement.
Neuigkeiten aus Braunschweig: Volker Varol (2.v.li.) und
Knut Krösche (2.v.re.) erläutern Steven Bohg (li.) und
Bernd Franke (re.) das Konzept von CarMobility
Flottenmanagement: Herr Krösche, Herr Varol,
mit welchem Hintergrund, aber auch mit welchen
Erwartungen sind Sie bei CarMobility eingestiegen? Wie sind Ihre ersten Erfahrungen?
Knut Krösche: Bereits vor drei Jahren haben wir
bei der Volkswagen Financial Services AG zunächst damit angefangen, die Internationalisierung des Leasingbereiches vorzunehmen. Dabei
kamen mir meine Erfahrungen aus dem Vertrieb
sowie im Bereich Flottenmanagement auf nationaler wie internationaler Ebene zugute. Mit
CarMobility verfolgen wir nun zunächst auf nationaler Ebene einen anderen Ansatz des Fuhrparkmanagements, welcher später auch auf das
Präsenz zeigen,
Vertrauen schaffen
internationale Geschäft übertragen werden soll.
Diesen Ansatz finde ich spannend und folgerichtig, weswegen ich mich auch dazu bereit erklärt
habe, mich als Geschäftsführer für den Bereich
Vertrieb bei CarMobility einzubringen.
Volker Varol: Für mich ist es eine Herausforderung, aber auch eine Chance, mit CarMobility
etwas Neues mitaufzubauen. Und ich freue mich,
dass Knut Krösche mir hier das Vertrauen entgegengebracht hat, CarMobility in Deutschland ein
Gesicht zu verleihen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unseren Kunden langfristig einen echten Mehrwert bieten können und uns als
neuer Anbieter fest am Markt etablieren werden.
Dazu müssen wir allerdings erst einmal Präsenz
zeigen und das Vertrauen der Kunden gewinnen.
Und genau dafür bin ich hier.
Flottenmanagement: Wurden in der Vergangenheit noch viele Aufgaben des Fuhrparkmanagements im eigenen Unternehmen erledigt, ist dies
heute ab einer gewissen Fahrzeuganzahl kaum
mehr möglich. Wie kann CarMobility den Aufwand
für den Fuhrparkverantwortlichen minimieren?
Volker Varol: Gerade im Umfeld der Flottenadministration gibt es für den Fuhrparkleiter eine
hohe Anzahl von sogenannten Zeitdieben, sprich
von Aufgaben, die viel Nachbearbeitungszeit beanspruchen und die wir dem Kunden abnehmen
können. Zu nennen sind hier beispielsweise die
Rechnungskonsolidierung, bei der wir alle Rechnungen, die innerhalb eines gewissen Turnus
entstehen, in einer Gesamtrechnung bündeln
32
Flottenmanagement 2/2014
Knut Krösche:
„Man muss heute
das Geschäft
langfristig und
partnerschaftlich
sehen, das ist der
Ansatz, den wir
mit CarMobility
verfolgen“
und diese dem Kunden in übersichtlicher Form
bereitstellen. Somit hat der Kunde hier ein einheitliches Reporting und kann sich auf seine
Kernaufgaben besser konzentrieren. Außerdem
bieten wir einen Fahrzeugkonfigurator, der über
das Modellportfolio des Volkswagen Konzerns
hinaus auch alle Modelle der deutschen Hersteller sowie der Importeure – inklusive der jeweiligen Businesspakete – beinhaltet. Denn unser
primäres Ziel ist es, den kompletten Fuhrpark,
auch unabhängig von der Finanzierungsform, als
Kunden zu gewinnen.
Knut Krösche: Ergänzend ist hier zu nennen, dass
der Konfigurator nicht nur markenübergreifend,
sondern auch Leasinggesellschaften-übergreifend funktioniert. Damit bieten wir ein echtes
und unabhängiges Fuhrparkmanagement – und
das, obwohl wir eine 100-prozentige Tochter
der Volkswagen Leasing GmbH sind. Gleichwohl
gibt unsere Zugehörigkeit zur Volkswagen Leasing GmbH dem Fuhrparkverantwortlichen aber
auch die nötige Planungssicherheit. Er kann sich
sicher sein, dass er sich mit uns einen Partner
aussucht, der gesund aufgestellt ist und mit dem
man auch über lange Zeit zusammen ein Konzept
entwickeln und umsetzen kann. Dabei ist es für
uns unerheblich, über welche Flottengröße unser Kunde verfügt. Sobald unser Know-how gefragt ist, stehen wir dem Fuhrparkbetreiber mit
Rat und Tat zur Seite. Allerdings gehen wir erst
ab einer Fuhrparkgröße von 50 Fahrzeugen proaktiv auf den Flottenverantwortlichen zu.
Flottenmanagement: In welchen Teilaspekten
des Fuhrparkmanagements sehen Sie den größten Optimierungsbedarf? Welche Leistungen
bietet CarMobility hier an?
Knut Krösche: In der noch jungen Geschichte
von CarMobility haben wir festgestellt, dass
insbesondere das Thema Rechnungskonsolidierung immer wieder nachgefragt wird: Bereits
in kleinen Fuhrparks entsteht durch eine Vielzahl unterschiedlichster Lieferanten eine hohe
Komplexität. Im Gegensatz dazu beschränken
sich mittelgroße Fuhrparks, die über bis zu 250
Dienstwagen verfügen, oft auf das Full-ServiceAngebot einiger weniger Leasinggeber. Wiederum ist dieses Angebot für große Fuhrparks
häufig nicht ausreichend, und es werden weitere
Leistungen durch zusätzliche Lieferanten hinzugebucht, wodurch das Thema Bündelung und
damit Rechnungskonsolidierung wieder mehr an
Bedeutung gewinnt. Und genau hier können wir
MANAGEMENT
dem Fuhrparkverantwortlichen einen Mehrwert
bieten, da er am Ende nicht alle Einzelsachverhalte überprüfen muss, sondern wir ihm alle
wichtigen Punkte übersichtlich aufbereitet zur
Entscheidungsfindung vorlegen.
Darüber hinaus sehen wir bei Themen wie Payroll
Files, sprich der Versteuerung innerhalb von Gehaltsabrechnungen, der Konfiguration der Fahrzeuge im Sinne einer Fahrerdirektkommunikation und der noch immer unterschätzten Thematik
der Unfallverhütungsvorschriften Ansatzpunkte
für die Entlastung des Fuhrparkverantwortlichen.
Volker Varol: Besonders interessant ist dabei,
dass in erster Linie die Minderung des administrativen Aufwandes sowie die saubere Strukturierung der Fuhrparkmanagement-Tätigkeiten im
Fokus des Flottenverantwortlichen stehen. Erst
im zweiten Schritt wird das Thema Kostenoptimierung unter TCO-Gesichtspunkten relevant.
Ganz wichtig ist dabei, dass wir keineswegs den
Fuhrparkleiter ersetzen wollen, sondern ihm nur
Arbeiten abnehmen können, die ihn von seiner
eigentlichen Kernkompetenz, nämlich dem tatsächlichen Management der Flotte, abhalten.
Zudem ist er auch gerade als Schnittstelle zum
Fuhrpark, sei es für externe Dienstleister oder
die dienstwagenberechtigten Mitarbeiter, für
uns unersetzbar. Somit möchten wir durch gezieltes und kundenspezifisches Outsourcing den
Spagat vom reinen Verwalten hin zum Managen
in gemeinsamer Zusammenarbeit schaffen.
Flottenmanagement: Die Zahl der Fuhrparkmanagementdienstleister ist steigend. Mit welchen
Dienstleistungen kann CarMobility hier gegenüber der Konkurrenz punkten?
Volker Varol: Heute wird im Umfeld der Fuhrparkmanagement-Dienstleister nahezu jede Leistung
von jedem Marktteilnehmer abgedeckt. Es ist da
schon eher außergewöhnlich, wenn man sich
auf gewisse Aspekte des Fleetmanagements beschränkt und diese dann wirklich gut abdeckt.
Mit CarMobility haben wir natürlich ein reichhaltiges Dienstleistungsportfolio, das wir anbieten können. Unser Ziel ist es aber, unseren
Kunden nicht sofort mit all unseren Leistungen
zu konfrontieren. Vielmehr analysieren wir im
ersten Schritt, welche Dienstleistungen von uns
Volker Varol:
„Unser primäres Ziel ist es,
den kompletten
Fuhrpark, auch
unabhängig von
der Finanzierungsform, als Kunden
zu gewinnen“
erwartet werden und welche Services zu einer
Optimierung beim Kunden führen. Somit stimmen wir das Portfolio ganz speziell auf die Kundenbedürfnisse ab, was die Flexibilität unseres
Fuhrparkmanagements auch hergibt. Hier ist es
für uns unerheblich, ob wir nur einen Aspekt des
Fleetmanagements abbilden oder gleich die gesamte Vielfalt.
Knut Krösche: Man muss heute das Geschäft
langfristig und partnerschaftlich sehen, das ist
der Ansatz, den wir mit CarMobility verfolgen.
Das heißt zunächst einmal zuhören. Daneben
ist der Faktor Mensch, und damit meinen wir
verlässliche Ansprechpartner, unerlässlich. Der
Kunde möchte nicht nur beraten werden, sondern auch bei Problemen eine Kontaktperson
haben, mit der er zusammen langfristig an einer
Lösung arbeiten kann.
Zudem spielt neben diesem Beratungsansatz natürlich auch die Umsetzung eine wichtige Rolle
und dafür bieten wir die nötigen Systeme, um
dies auch in einer hohen Qualität durchzuführen.
Dabei ist gegenüber unseren Marktbegleitern
sicherlich ein großer Vorteil, dass wir uns eine
eigene Implementierungsabteilung leisten, welche die Umsetzung bis ins Detail betreut. Denn
am Ende entscheidet nicht nur die Qualität des
Konzepts, sondern die der konkreten Implementierung beim Kunden über die weitere Zusammenarbeit. Man scheitert nicht an der Gesamtgeschichte, sondern immer im Detail.
Flottenmanagement: Durch das Zwischenschalten der CarMobility erhöht sich die Flexibilität
des Lieferantenmanagements. Was meinen Sie
damit?
Volker Varol: Mit der Erhöhung der Flexibilität
im Lieferantenmanagement ist gemeint, dass
durch das Zwischenschalten von CarMobility
auch der meist schwierige Anbieterwechsel
abgenommen wird. Wir können bei Lieferanten häufig bessere Konditionen erzielen, die
wir natürlich an unsere Kunden weiterleiten.
Aber oftmals besteht die Schwierigkeit beim
Fuhrparkleiter darin, einem langjährigen Partner zu erklären, dass er zu teuer ist oder die
Leistungen nicht mehr dem heutigen Standard
entsprechen. Genau dieses schwierige Handling können wir dem Fuhrparkverantwortlichen
abnehmen. Zudem beraten wir unsere Kunden
mithilfe von Trendanalysen und Benchmarking
hinsichtlich der sich abzeichnenden Entwicklungen, sodass sein Fuhrpark möglichst auf dem
neuesten Stand ist und auch in der Koordination mit Lieferanten möglichst das Optimum erzielt wird.
Flottenmanagement: Welche Entwicklungen
sehen Sie in den kommenden zwölf Monaten
im Bereich des Fuhrparkmanagements? Welche
nächsten Schritte am Markt können wir von
CarMobility erwarten?
Knut Krösche: Für dieses Jahr heißt es zunächst
einmal für uns, Flagge zu zeigen, damit CarMobility auf dem Markt ein Gesicht bekommt.
Dabei wird dieses Gesicht im Norden durch Volker Varol und im Süden durch Oliver Schmelzer
verkörpert, die in Deutschland für den Vertrieb
zuständig und damit auch Ansprechpartner
für unsere Kunden sind. Ein weiterer wichtiger
Schritt war die Fertigstellung der Systeme, sei
es Reporting, Contract Management oder der
Car Configurator. Damit haben wir jetzt die
Grundsteine gelegt, um auf dem Markt Präsenz
zu zeigen, Kundengespräche zu führen und natürlich auch Kunden für uns zu gewinnen.
Mittel- bis langfristig werden wir das internationale Flottenmanagement vorantreiben. Dazu
werden in diesem Jahr erste BrainstormingGespräche mit den Landesgesellschaften der
Volkswagen Financial Services AG geführt, um
die Weichen für die Internationalisierung zu
stellen. Denn für global agierende Unternehmen, die mittlerweile nicht mehr die Ausnahme,
sondern die Regel sind, ist eine grenzübergreifende Lösung unabdingbar. Kein Wunder also,
dass wir hier einen großen Bedarf ausmachen.
Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen
Den Job lieben. Die Praxis kennen. In Lösungen denken. Gezielt handeln.
Nachhaltig entscheiden. Verantwortung übernehmen. Vertrauen schaffen.
Werte schätzen. Erfolge erleben.
bott. Effizient arbeiten.
MANAGEMENT
Interview mit Ferdinand Moers
(Geschäftsführer Audatex und
AUTOonline) und Florian F. Stumm
(Leiter Vertrieb, Mitglied der Geschäftsleitung AUTOonline) in Neuss
Flottenmanagement: Herr Moers, seit 2011 sind
Sie Geschäftsführer von Audatex und AUTOonline.
Seitdem versuchen Sie, die Zusammenarbeit beider
Unternehmen zu intensivieren. Welche Synergieeffekte konnten bislang erzielt werden? Gibt es neben der Geschäftsführung weitere Überschneidungen beispielsweise im IT-Bereich?
Ferdinand Moers: Zunächst muss man festhalten,
dass der Kauf von AUTOonline durch die Solera
Group sicherlich in erster Linie daran orientiert
war, dass sich die Angebote von Audatex und AUTOonline sehr ergänzen und dennoch keine Überschneidungen bestehen. Auf der einen Seite ist das
Thema Kalkulation für die 80 Prozent der Fahrzeuge, die repariert werden, und auf der anderen Seite die Restwertvermarktung für die 20 Prozent der
Autos beispielsweise mit Totalschaden. Das fasst
sich demnach zu genau 100 Prozent zusammen.
Für unsere Flottenkunden ergeben sich aus dieser
Kooperation Vorteile, zum Beispiel im Bereich ITEntwicklung: Wir haben sowohl bei Audatex als auch
bei AUTOonline ein starkes Entwicklungsteam, die
beide auf agile Software-Entwicklungsmethoden
ausgerichtet sind. Scrum, die flexible Annäherung
an ein bestimmtes Softwareproblem, ist da das
Stichwort. Diese Arbeitsphilosophie baut darauf,
dass kleine leistungsstarke Teams zusammengestellt werden und diese Teams dann dort eingesetzt werden können, wo gerade größerer Bedarf
besteht. Das ermöglicht auch bei einem geringen
Zeitfenster, Fachkräfte auf die Entwicklung eines
bestimmten Produktes flexibel anzusetzen. Daneben konnten auch Synergien bei der Vereinheitlichung der Entwicklungsumgebung geschaffen werden. Diese ermöglichen eine nahtlose Integration
von Services beider Firmen.
Neben dem Thema IT ist für uns der Bereich Vertrieb ein ganz wichtiger Punkt bei der Kooperation
beider Unternehmen. Wir haben immer in beiden
Firmen die Maxime gehabt: One Customer One
Face. Jetzt ist es so, dass wir bei AUTOonline das
Thema Flotte sehr stark mit Herrn Stumm besetzt
haben. Aber man muss sicherlich auch das Gesamtspektrum sehen: Nehmen wir beispielsweise
den Bereich Sachverständige. Diese sind in beiden
Unternehmen wichtig: auf der einen Seite die Zustandsbewertung für Flottenkunden und auf der
anderen Seite die Schadenskalkulation für die Versicherungen. Hier gab es einen eigenen Vertrieb in
beiden Unternehmen. Damit wir unseren Kunden
Services aus einer Hand anbieten können, legen
wir beide Vertriebsabteilungen zusammen.
Flottenmanagement: Welche Vorteile haben sich
bereits für Kunden durch diese Kooperation ergeben? Wie kann der IT-Dienstleister und Datenlieferant Audatex beim Remarketing von Flottenfahrzeugen helfen? Welche Rolle spielen dabei Softwarelösungen wie beispielsweise der VALUEpilot?
Ferdinand Moers: Audatex wird häufig als Datenlieferant gesehen, beispielsweise bei einer Fahr-
34
Flottenmanagement 2/2014
Geschäftsführer von AUTOonline und Audatex Ferdinand Moers erklärt gemeinsam
mit Florian F. Stumm (Leiter Vertrieb AUTOonline) Bernd Franke und Sebastian Heuft
(beide Flottenmanagement) die Vorteile der Kooperation beider Unternehmen
Gemeinsame Sache
zeugkalkulation, um die erforderlichen Informationen über Teile, Preise und Arbeitswerte zu erhalten. Doch wir sehen uns neben diesen klassischen
Betätigungsfeldern mehr im Bereich Prozessvernetzung rund um das Automobil. Das konnten wir
beispielsweise sehr gut bei unseren Versicherungskunden deutlich machen, aber auch bei den Sachverständigenorganisationen, wo wir weit über das
Thema Datenlieferant hinaus den Komplettprozess
auf eigenen Plattformen darstellen. Diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen wir auch im Flottenbereich. Hier wollen wir die Prozesse durch bestehende Produkte vereinfachen. Dabei muss man wissen,
dass unsere Unternehmensstrategie auf zwei Säulen fußt. Die eine ist Service Maintenance Repair
(SMR), die Bereitstellung von Wartungsdaten, welche wir gerade in unsere Systeme einbauen. Damit
können wir Wartungsinformationen gebündelt
Werkstätten, die markenfremde Fabrikate reparieren, und Flottenverantwortlichen zur Verfügung
stellen. Darauf aufbauend kann man verschiedene
Dienstleistungen anbieten, beispielsweise eine
Checkliste für die verschiedenen Inspektionen. Die
zweite große Säule, die wir auch in Zukunft stärker ausbauen werden, ist Automotive Technology.
Hier haben wir verschiedene Ideen zu der Frage:
Wo können wir uns in diesem Prozess mit unserem
Informationsschatz einbringen?
So weit die Strategie. Um konkreter zu werden, lässt
sich an dieser Stelle der VALUEpilot nennen. Dieser
liefert dem Kunden den Wiederbeschaffungswert
des entsprechenden Fahrzeugs. Zuvor musste
sich der Kunde dafür bei AUTOonline durch einen
Ferdinand Moers:
„Wir sehen uns
neben diesen
klassischen
Betätigungsfeldern mehr im
Bereich Prozessvernetzung
rund um das
Automobil“
Suchbaum durchhangeln, um den gewünschten
Fahrzeugtyp einzugeben. Jetzt braucht der Kunde,
durch die Kooperation mit Audatex, nur noch die
17-stellige Fahrzeugidentifizierungsnummer und
den Kilometerstand eingeben und gelangt dann zu
einem konkreten Ergebnis. An dieser kleinen Veränderung kann man sehr schön den direkten Nutzen der Kooperation für den Kunden ablesen.
Ein weiteres Beispiel ist die Integration von AudaLis in die Sachverständigen-Anwendung AudaFusion. Gemeinsam mit großen Kunden, welche
viele Fahrzeugrückgaben abwickeln, haben wir so
ein Produkt entwickelt, das den Sachverständigen
in die Lage versetzt, in ganz Deutschland, beauftragt durch einen Fuhrparkmanager, eine Fahrzeugrücknahme durchzuführen – mit dem klaren
Unterscheidungsmerkmal zu anderen Produkten
am Markt, dass reale Audatex- beziehungsweise
exakte Herstellerinformationen dahinter liegen.
Damit kann der Kfz-Sachverständige den genauen Zeitaufwand für die Montagearbeiten und für
den Ersatzteilpreis inklusive der Bestellnummer
ermitteln. Wir rüsten zurzeit unsere Sachverständigenkunden mit diesen Werkzeugen aus. Auch für
den Flottenmanager ist es von Vorteil, wenn der
Sachverständige mit unserem präzisen Tool arbeiten kann. Mit diesen Informationen bietet sich
auch die Möglichkeit, den bestmöglichen Wert zu
ermitteln und anschließend die Fahrzeuge direkt
auf AUTOonline zu vermarkten. Auch hier zeigt sich
unser Alleinstellungsmerkmal, dass beide Lösungen aus einer Hand kommen. Wir haben AudaLis für
die Kurzrücknahme über ein intelligentes Schnittstellenmanagement an das Remarketing angegliedert. Häufig ist es so, dass man dafür zwei externe
Dienstleister zusammenführen muss. Wir bieten
das durch unsere Kooperation alles aus einer Hand.
Flottenmanagement: Herr Stumm, wie wichtig ist
es, alles aus einer Hand anbieten zu können? Wie
können Sie die Aussteuerung für den Flottenkunden vereinfachen und welche Rolle übernehmen
mobile Softwarelösungen dabei?
Florian F. Stumm: Im Bereich der mobilen Softwarelösungen sehen wir großes Potenzial, weil
damit eine gewisse Flexibilität gegeben ist. Man
Florian F. Stumm:
„Im Bereich
der mobilen
Softwarelösungen
sehen wir großes
Potenzial, weil
damit eine
gewisse
Flexibilität
gegeben ist“
kann bequem um das Fahrzeug herum gehen und
mit dem Tablet die Schadenbewertung vornehmen.
Dafür kann sich der Kfz-Sachverständige unsere
App AudaMobile herunterladen, beispielsweise
auch im Auftrag des Fuhrparkbetreibers. Die komplette Audatex-Logik ist bei der App hinterlegt,
ebenso die Integration der FIN-Abfrage, sodass die
Serien-und Sonderausstattung direkt identifiziert
ist. Hieran lassen sich die Vorteile der Kooperation zwischen Audatex und AUTOonline aufzeigen.
Wenn der Kfz-Sachverständige als objektive Instanz eine Fahrzeugbewertung durchführt, kann er
wie eben geschildert per Knopfdruck das Fahrzeug
auf unserem Flottenportal einstellen. Der Vorteil
für den Verkäufer und den potenziellen Aufkäufer
liegt dabei auf der Hand: Wir haben eine sehr genaue Fahrzeugbeschreibung, die aufgrund einer
ordentlichen Fahrzeugdokumentation und der
professionellen Fotos von einem Sachverständigen eine sehr hohe Qualität aufweist. Der Aufkäufer kann sich so, obwohl er nicht vor Ort ist,
ein genaues Bild von dem Fahrzeug machen. Was
letztlich dem Flottenbetreiber zugutekommt, weil
dieser bessere Restwerte realisieren kann. Je besser die Fahrzeugbeschreibung, desto besser der
anschließende Restwert. Das ist ein klassisches
Beispiel, wo wir aus einer Hand gemeinschaftlich
für den Kunden neue Vorteile generieren. Unsere
mobilen Lösungen schaffen auch Kosten- und Zeitersparnisse.
Wir haben allgemein die klare Philosophie, dass
wir zur Unterstützung unserer Zentralsysteme
mehr und mehr mobile Apps zum Einsatz bringen
wollen. Allerdings nicht nach dem Motto: Wir bringen jetzt unser gesamtes Produktportfolio auch als
App raus, sondern wir realisieren nur das auf dem
iPad, was dort anwendbar ist. Durch die hohe Vernetzung der Tablets und Smartphones durch immer
schnellere Datenverbindungen wie zum Beispiel
LTE ist es möglich, die Informationen in einer Cloud
zu sammeln und dann wieder gezielt zu verteilen.
Dafür ist AudaMobile ein hervorragendes Beispiel.
Man kann dort eine komplette Schadenkalkulation mit allen Features, die benötigt werden, ganz
einfach auf dem Tablet erstellen. Gleichzeitig sind
diese Informationen auch in der Cloud vorhanden,
von der ich sie jederzeit abrufen und an die entsprechenden Stellen verteilen kann. Ein anderes
Anwendungsbeispiel für Apps sind Auswertungen.
An jedem Ort der Welt ist mit dem Smartphone oder
Tablet zu sehen: Was ist vermarktet worden? Wo
liegen die aktuellen Preise? Oder wie ist der Wert
eines Fahrzeugs?
Flottenmanagement: Was wird sich durch die
neuerliche Vertiefung der Kooperation zwischen
Audatex und AUTOonline für den Flottenkunden
ändern? Sind neue Produkte im Bereich Wiedervermarktung oder Restwertgutachten geplant und
welcher Nutzen entsteht dabei für den Kunden?
Florian F. Stumm: Ein Kernanliegen für 2014 ist,
dass wir beide Namen in dieser Kooperation ausrollen möchten, um stärker gemeinschaftlich als
Dienstleister wahrgenommen zu werden. Gemeinsam wollen wir vor allem auf die Zielgruppe
„Flotte“ zugehen, weil wir hier ganz klar Mehrwerte generieren können. Dafür werden wir beide Unternehmen immer weiter verzahnen. Wenn
wir das Thema Flotte betrachten, wollen wir uns
gemeinsam breiter aufstellen. Das heißt, den Remarketingprozess weiter optimieren und uns in
Richtung der Auslieferung des Fahrzeugs weiter
entlanghangeln, sodass wir uns vom Remarketing
anhand unserer SMR-Daten immer weiter in Richtung der Bestellung und der Betriebsphase (Nutzung) des Fahrzeugs aufstellen können. Wir haben
das unter dem Topic der elektronischen Fahrzeugakte zusammengefasst. Nehmen wir beispielsweise den VALUEpilot. Fuhrparkbetreiber müssen im
Kauffuhrpark, aber auch im Leasingbereich wissen, was ihre Flotte aktuell wert ist. Daher wollen
wir den VALUEpilot dahingehend weiter optimieren, dass Kunden die Anwendung noch besser für
Portfolioanalysen nutzen können. Zukünftig wird
der Flottenbetreiber diese Portfolioanalysen für
den Gesamtfuhrpark oder für einzelne Fahrzeuge
abrufen können.
Flottenmanagement: Wo sehen Sie mittel- und
langfristig Anknüpfungspunkte für eine weiterführende Zusammenarbeit?
Wir sorgen für Transparenz
und effiziente Prozesse
in Ihrem Fuhrpark
• Fuhrparkanalyse
• Kostenoptimierung
• Prozessoptimierung
• Ausschreibungen
• Mobilitätsanalyse
• Fuhrparksoftware
FLEET+ / EASY+
Florian F. Stumm: Allgemein gesprochen ist die
Digitalisierung des kompletten Fahrzeuglebenszyklus der Weg, den wir gemeinsam eingeschlagen
haben. Die Vorteile dieser Digitalisierung in den
Punkten Transparenz, Zeit- und Kostenersparnis
sowie geringe Manipulationsmöglichkeiten liegen
dabei auf der Hand. Darüber hinaus ist ein kurzbis mittelfristiger Punkt sicherlich die weitere
Integration in die etablierten Fuhrparkmanagement-Systeme, sodass Fahrzeugdaten aus den
Fuhrparks in unsere Portale reingespielt werden
können und somit Flottenbetreiber per Mausklick
die Fahrzeuge über unsere Lösungen vermarkten
können. Zudem wollen wir das AudaNet als Kommunikationsplattform im Flottenbereich ausbauen. Bislang gibt es darin ein Know-how-Transfer
zwischen Versicherer, Kfz-Sachverständigem und
Abwickler. Das können wir uns auch für Leasinggesellschaften oder andere Fuhrparkbeteiligte
vorstellen. Damit könnten wir über eine allumfassende IT-Plattform alle Prozesspartner vernetzen.
Ferdinand Moers: AUTOonline hat mit dem Thema
Remarketing einen klaren Fokus, was auch so bleiben soll. Aber wenn wir mit Werkzeugen und Services von Audatex dazu beitragen können, dass wir
eine höhere Transparenz bekommen, ob das jetzt
Transportschäden sind oder ob das Thema Wartung
und Reparatur ist – wo auch immer wir entlang der
Wertschöpfungskette Zusatzinformationen liefern
können, da liefern wir auf der einen Seite einen
Nutzen für den Fuhrparkbetreiber, münden aber
auf der anderen Seite in eine professionellere Darstellung bei der Wiedervermarktung.
carmacon GmbH
www.carmacon.de
MANAGEMENT
Sparsame Dieselmotoren liegen
in deutschen Fuhrparks noch
immer deutlich im Trend
Trends in der Car Policy
Angesichts ständig neuer Modellvarianten der Hersteller sowie des
verstärkten Angebots alternativer
Antriebe gehört die Car Policy heutzutage häufiger auf den Prüfstand
als noch vor wenigen Jahren. Auch
die – oft praktischen und mitunter lebensrettenden – stets neuen FahrerAssistenzsysteme müssen vom Fuhrparkleiter regelmäßig begutachtet
und gegebenenfalls in die Car Policy
aufgenommen oder ausgeschlossen
werden. Daher wollten wir von Ihnen wissen: Welche Trends gibt es
derzeit in der Car Policy? Rund 350
Fuhrparkleiter haben sich an unserer
Umfrage beteiligt.
Die Entspanntheit der Fuhrparkleiter haben wir
in unserer Umfrage unterschätzt: Denn über die
Hälfte aller Fuhrparkverantwortlichen passt ihre
Car Policy seltener als einmal pro Jahr an (siehe
Grafik 1). Das hatten wir nicht erwartet; sonst
hätten wir noch nach einem zwei- oder fünfjährigen Rhythmus gefragt. 36 Prozent der Befragten nehmen jedenfalls jährlich eine Überprüfung
und Anpassung vor, acht Prozent zweimal pro
Ab sofort veröffentlicht
Flottenmanagement regelmäßig eigene
Studien zu aktuellen Themen rund um
den Fuhrpark. Die Teilnehmer sind Sie,
unsere Leser, die sich an den Aufrufen
im Magazin und im Internet beteiligen;
abgestimmt wird online.
36
Flottenmanagement 2/2014
Jahr und immerhin ein Prozent noch häufiger.
Die teils langen Überarbeitungszeiträume liegen
vielleicht auch daran, dass der Schwerpunkt der
Antworten bei vielen Fragen ohnehin auf „bleibt
eher gleich“ liegt. Die Dynamik des Marktes bei
den Modellen, Marken und Assistenzsystemen
wird in deutschen Fuhrparks zumindest in der
Car Policy nicht immer widergespiegelt.
Wenig Veränderung
Allerdings nimmt die anteilige Zahl der Dienstwagenberechtigten in den befragten Unternehmen tendenziell eher zu (Grafik 2): Zwar bleibt
laut 64 Prozent der Befragten dieser Anteil im
Wesentlichen gleich, doch immerhin 27 Prozent
der Fuhrparkleiter gaben an, dass die Zahl der im
Unternehmen anteilig DienstwagenberechtigGrafik 1
Grafik 2
Grafik 3
ten eher ansteigt – während nur neun Prozent
einen Rückgang meldeten.
Anders sieht es bei der Markenauswahl für diese
Zielgruppe der Firmenwagen-Nutzer aus (Grafik
3): Zwar votierte auch hier mit 57 Prozent die
Mehrheit für Stabilität, wollte also die Anzahl
der zulässigen Marken tendenziell gleich lassen.
Von denjenigen, die überhaupt etwas verändern
wollten, planten mit 32 Prozent aber etwa dreimal so viele Befragte, die Markenauswahl eher
einzuschränken als zu erweitern (11 Prozent).
Dies dann sicher, um Einkaufsvolumen zu bündeln und weitere Mengenrabatte herauszuholen,
und vielleicht auch, um den Verhandlungs- und
Verwaltungsaufwand insgesamt zu minimieren.
(Fortsetzung auf S. 38)
Š
ƒ
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MANAGEMENT
Grafik 4
An der Umfrage „Trends in der Car Policy“
beteiligten sich rund 350 Fuhrparkleiter.
Etwa 42 Prozent der Teilnehmer haben
bis zu zehn Fahrzeuge im Bestand, 33
Prozent zwischen elf und 50 Fahrzeuge, 25 Prozent haben über 50 Fahrzeuge, fünf Prozent davon sogar über 500
Fahrzeuge. 79 Prozent der Fahrzeuge
unserer Studienteilnehmer sind Pkw, 19
Prozent Kleintransporter und Transporter, zwei Prozent entfallen auf Sonstige
Fahrzeuge.
Die nächste FlottenmanagementUmfrage finden Sie auf
www.flotte.de/umfrage
Grafik 5
Grafik 6
Das Thema dieses Mal lautet:
Fuhrparksoftware in der Praxis
Bei der Frage nach der Modellauswahl innerhalb
der zulässigen Marken hatten wir eine klassische
Gleichverteilung (Grafik 4): Die Hälfte der Befragten wollte die Auswahl an Fahrzeugmodellen
gleich lassen, die andere Hälfte der Befragten
teilte sich wiederum hälftig in tendenzielle Einschränkung beziehungsweise Erweiterung der
zulässigen Modelle auf.
Grafik 7
Auch bei der Frage nach der Akzeptanz von neueren Fahrzeugkonzepten wie Vans, SUV oder anderen Crossover-Modellen zeigte sich eine Mehrheit
von zwei Dritteln der Fuhrparkleiter konservativ
und sprach sich gegen die Erweiterung der Car
Policy in diese Richtung aus. Etwa ein Drittel der
Befragten immerhin war neuen Fahrzeugkonzepten gegenüber jedoch aufgeschlossen (Grafik 5).
Die Automobilindustrie erfindet immer mehr Assistenzsysteme, die im schlechtesten Falle etwas
nervig, in aller Regel praktisch und oft sogar lebensrettend sind. Vor allem auf der Langstrecke
erleichtern intelligente Lichtsysteme, Radar-Tempomaten und Totwinkel-Warner die Fahrt und helfen dem Fahrer, weniger schnell zu ermüden. Und
wenn nicht, zeigen sie ihm zumindest an, dass er
müde ist und dringend eine Pause braucht. Notbremsassistenten sind echte Lebensretter, nicht
nur für den Fahrer, sondern je nach System auch
für potenzielle Unfallgegner oder unachtsame
Fußgänger. Dennoch gaben auch bei dieser Frage
(Grafik 6) deutlich über die Hälfte der Fuhrparkleiter an, die Vorgaben bezüglich Ausstattung
und Sicherheitssystemen tendenziell eher gleich
zu lassen. Immerhin noch 23 Prozent der Befragten weiten die Vorgaben über Mindestausstattungen aus, während 15 Prozent der Fuhrparkleiter
sogar über eine „Deregulierung“ nachdenken,
also Pflichtvorgaben zurücknehmen möchten.
Alternative Kraftstoffe
Das Thema „Alternative Antriebe“ dominiert in
Politik und Presse oft die Diskussion, der der Praxis zeigt sich jedoch wieder einmal, wie konservativ die Unternehmen sind (Grafik 7): Immer mehr
Gas-, Elektro- und Hybridfahrzeugkonzepten zum
Trotz gaben mit 72 Prozent fast drei Viertel aller
Fuhrparkleiter an, sogar verstärkt auf sparsame
Dieselmotoren zu setzen. Weitere fünf Prozent
38
Flottenmanagement 2/2014
Grafik 8
der Befragten setzen für Fahrzeuge mit geringer
Laufleistung eher auf sparsame Benziner. Nur 15
Prozent der Fuhrparkleiter sehen für sich bereits
eine Zunahme der alternativen Antriebsformen
mit Gas, Elektroantrieb oder Hybrid. Und das kumuliert. Immerhin: Nicht ein Fuhrparkleiter sah
diesen Trend zu alternativen Antrieben schon
wieder abflauen. In acht Prozent der Fuhrparks
entscheidet der Dienstwagenberechtigte frei
darüber, mit welchem Antrieb er unterwegs sein
möchte – natürlich im Rahmen der zulässigen Gesamtkosten.
Von den Befragten, bei denen die alternativen
Antriebe schon im Trend liegen, wollten wir wissen, auf welche davon sie sich denn konzentrieren. Deutlich vorn lag hier der Hybridantrieb mit
55 Prozent der Nennungen, auch der Plug-in-
Hybrid kam auf 21 Prozent. Mit 32 Prozent der
Nennungen überraschend auf Platz 2 lagen Elektrofahrzeuge, weitere 19 Prozent der Nennungen
entfielen auf Elektrofahrzeuge mit Range-Extender. Aber auch Erdgas (15 Prozent) und vor allem
Flüssiggas (26 Prozent) liegen bei den Alternativen noch klar im Trend.
Fazit
Der Fuhrparkleiter an sich scheint überwiegend
sehr konservativ zu sein. Neues muss sich erst
einmal beweisen – da ist es egal, ob es sich um
Modellvarianten, alternative Kraftstoffe oder Assistenzsysteme handelt: Die Marktdurchdringung
geschieht langsam, und das trotz oder gerade
wegen des hohen Fahrzeugdurchsatzes, den die
Unternehmen dank der in der Regel nur dreijährigen Nutzungsdauer haben.
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Verschleißreparaturen in vereinbartem Umfang und die Kosten für HU/AU. Die HU wird von einer staatl. anerkannten Prüfstelle durchgeführt. Details und Ausschlüsse
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Angebot der ALD AutoLeasing D GmbH, Nedderfeld 95, 22529 Hamburg, für Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie
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MANAGEMENT
Dauerbrenner UVV
Unfallverhütungsvorschriften, kurz UVV, sollen Mitarbeiter
im Unternehmen schützen. Das gilt aber auch, wenn sie mit
firmen-eigenen Fahrzeugen unterwegs sind. Speziell für
den Fuhrpark gibt es von den Berufsgenossenschaften die
BGV D29. Noch immer zu wenig bekannt, schreibt sie aber
jährliche Prüfungen für den Fuhrpark vor.
Für Medizintechniker Claus aus Koblenz hatte die Post Mitte Januar eine Überraschung im
Briefkasten. Sein Volkswagen Partner bot ihm
an, für seinen gewerblich genutzten T5 die
UVV durchzuführen. „Was geht die mein Auto
an?“, postete der gestandene Prüfingenieur in
seinem T5-Forum. Dabei zeigte sich der für die
Berufsgenossenschaft tätige Koblenzer überrascht, nachdem er in schneller Recherche herausgefunden hatte, wofür das Kürzel UVV steht:
„Obwohl ich selber bei dem Verein bin, war mir
diese Vorschrift bislang unbekannt.“
So wie dem Koblenzer ergeht es regelmäßig
Haltern von gewerblichen Fahrzeugen, Fuhrparkverantwortliche inklusive. Dass es seitens
der Berufsgenossenschaften (BG) sogenannte
Unfallverhütungsvorschriften, kurz UVV, gibt,
ist den meisten bekannt. Dass es aber auch
eine eigene Vorschrift für die Fahrzeuge des
Unternehmens gibt, hat sich weniger herumgesprochen. Tatsache ist: Unter den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV), wie die
BGen seit 2000 ihre UVV nennen, gibt es mit
Prüfung nur mit Qualifikation
Die Berufsgenossenschaften schreiben vor, dass
der Prüfer in der Lage sein muss, die Betriebssicherheit eines Fahrzeugs zu beurteilen. Die Prüfung können Unternehmen selber durchführen
oder aber an externe Dienstleister herausgeben.
Diese Möglichkeiten gibt es:
Eigenprüfung: Voraussetzung ist qualifiziertes
Personal. Das kann ein Kfz-Geselle oder KfzMeister sein oder alternativ entsprechend geschultes Personal. Die Berufsgenossenschaften
bieten eine Qualifizierung zum Sachkundigen an.
Kfz-Werkstätten: Jede autorisierte Kfz-Werkstatt kann eine UVV-Prüfung durchführen. Sie
kann auch im Rahmen einer Inspektion erfolgen.
Wichtig: Die Rechnung sollte explizit auf die
UVV-Prüfung hinweisen.
Technische Überwachungsvereine: Die klassischen Überwachungsvereine wie TÜV oder Dekra
bieten die UVV-Prüfung als Dienstleistung an.
Externe Dienstleister: Anbieter wie Reifenhändler, Fuhrparkmanagement-Gesellschaften
oder freie Werkstätten dürfen auch bei entsprechender Qualifikation die Prüfung durchführen
und bieten sie als Dienstleistung an.
40
Flottenmanagement 2/2014
der „D29“ eine eigene,
speziell für gewerblich
genutzte Fahrzeuge.
Nicht selten unterliegen
Unternehmensleiter und Fuhrparkverantwortliche dann
dem Irrtum, dass diese
Vorgaben nur für Nutzfahrzeuge gelten. Eine
krasse
Fehleinschätzung. Denn die BGV D29
meint tatsächlich jedes
gewerblich zugelassene
Fahrzeug, also auch die
Dienstwagen der Außendienstler, die Poolfahrzeuge oder die Flotte der Servicetechniker.
Ausgenommen von der
Regelung sind nur Privatfahrzeuge, wenn sie
zu dienstlichen oder
geschäftlichen Zwecken
eingesetzt werden, der
Mitarbeiter zum Beispiel mit seinem eigenen Fahrzeug zu einem Termin fährt. Für alle
Modelle gilt: „Unternehmer müssen mindestens einmal pro Jahr durch einen Sachkundigen
alle Fahrzeuge auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen lassen“, erklärt Sabine Kudzielka,
Hauptgeschäftsführerin der Berufsgenossenschaft Transport und Verkehrswirtschaft (BG
Verkehr) mit Hauptsitz in Hamburg.
Hintergrund dieser Regelungswut: Auch der Sitz
hinter dem Steuer ist ein Arbeitsplatz – und der
muss sicher sein. Damit ist die Aufgabe der BGV
D29 klar: Wie bei der klassischen, zweijährigen
TÜV-Prüfung nach § 29 StVO geht es zunächst
darum, dass das mobile Gut verkehrssicher ist
und für den Nutzer keine Risiken bestehen. Der
kleine, aber entscheidende Unterschied zur
TÜV-Prüfung: Während die Prüfung nur die Technik anschaut, wirft die UVV hingegen auch einen Blick auf die Arbeitssicherheit. Sämtliches
Equipment, das den Fahrersitz sicher macht,
muss an Bord sein ebenso wie das Material, das
im Falle einer Panne oder eines Unfalls hilft, die
Sicherheit des Fahrers zu unterstützen. Im Klartext heißt das: Bei der Prüfung muss zum Beispiel der Verbandskasten oder auch die Warn-
weste gecheckt werden – ob sie dabei sind und
das in einem ordnungsgemäßen Zustand.
Diese vorgeschriebene, jährliche Prüfung muss
ein Sachkundiger erledigen. Der kann aus dem
eigenen Betrieb kommen, eine Werkstatt oder
ein Dienstleister sein (siehe Kasten links).
Bei einer externen Vergabe ist beispielsweise
kein eigener Termin notwendig, es reicht auch
eine Inspektion. Das bestätigt die BGV D29: Es
reicht, „wenn über eine vom Hersteller vorgeschriebene und ordnungsgemäß durchgeführte
Inspektion ein mängelfreies Ergebnis einer autorisierten Fachwerkstatt vorliegt“. Auch wenn
das Fahrzeug gerade die reguläre TÜV-Prüfung
hinter sich gebracht hat, hat es – mängelfreies
Ergebnis natürlich vorausgesetzt – die berufsgenossenschaftlichen Vorgaben erfüllt. Allerdings darf die Prüfung nicht nur gedanklich abgehakt werden, sondern sie muss etwa bei einer
Inspektion explizit auf der Rechnung vermerkt
sein. Schließlich gehört es zu den Vorgaben,
das Prüfergebnis zu dokumentieren und bis zur
nächsten UVV aufzubewahren.
Etwas komplizierter wird die vorgeschriebene
Untersuchung, wenn im Bestand leichte Nutz-
MANAGEMENT
Wirklich arbeitssicher? Das kommt auf den Prüfstand!
Neben einer Basis-Prüfliste für Arbeitssicherheit gibt es für die Sachkundigen-Prüfung noch elf Ergänzungslisten, die speziell für einzelne Modelle
wie Kühlfahrzeuge oder Busse entwickelt wurden. Hinzu kommt noch eine sogenannte Basis-Prüfliste V für die Prüfung der Verkehrssicherheit.
Diese Prüfungen verlangt die Basis-Prüfliste A für Arbeitssicherheit:
%
Arbeitsplätze auf dem Fahrzeug
Ein- und Ausstiege, Aufstiege
Betätigungseinrichtungen, etwa Türgriffe, Bordwand- oder Rungenverschlüsse
Auspuffleitungen
Abnehmbare An- und Aufbauteile wie
Bordwände oder Rampen
Bewegliche An- und Aufbauteile wie
Motorhauben oder Türen
Kipp- oder anhebbare Aufbauten
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
Hydraulisch oder pneumatisch
betätigte Einrichtungen inkl. Hub- und
Kippeinrichtungen
Gefahrstellen und Gefahrquellen allgemein
Stützeinrichtungen; darunter fällt auch
der Wagenheber
Räder inklusive Ersatzrad und dessen
Unterbringung
Ladungssicherung, etwa Zurrgurte,
eine Ladewanne oder ein Trennnetz,
aber auch Zurrpunkte
Führerhaus, Liegeplätze, Dachschlafkabinen
Sicherung gegen unbefugte Nutzung
%
%
%
%
%
%
%
%
Mitfahrer als Stehplätze
Knicklenkung sowie Zusatzlenkung bei
Anhängefahrzeug oder Nachläufer
Einachsiger Nachläufer
Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen, darunter die Anhängerkupplung
Elektrische Anlage
Warnkleidung
Fahrzeug zum Transport
gefährlicher Güter
Betriebsanleitung und
Betriebsanweisungen
fahrzeuge mit entsprechendem Equipment
etwa für Servicetechniker vorhanden sind.
Dann muss der prüfende Blick zusätzlich der
Ladungssicherung dienen. Ein- und Aufbauten sollten sicher verankert sein. Und wer
regelmäßig Waren transportiert, muss ein
entsprechendes Ladungssicherungspaket an
Bord haben, was übrigens weitere BG-Vorgaben fixieren.
Was gerne übersehen wird: Eine Ladungssicherungsvorgabe gibt es nicht nur für Nutzfahrzeuge. Unternehmer sind grundsätzlich bei gewerblichen Transporten unabhängig vom Fahrzeug verpflichtet, für eine Ladungssicherung
zu sorgen und das passende Equipment zur
Verfügung zu stellen. Außerdem müssen sie
den Fahrer in die Handhabung einweisen. Der
Chef beziehungsweise Fuhrparkverantwortliche muss also auch bei seinem Außendienstler
für eine Ladungssicherung sorgen, wenn er mit
einem klassischen Kombi unterwegs ist – selbst
wenn der Mitarbeiter nur Produktproben oder
Prospektordner geladen hat: Unternehmer, die
sich nicht an die berufsgenossenschaftlichen
Vorgaben halten, gehen ein teures Risiko ein.
Die Logik der BG: Wer gegen ihre Vorschriften
verstößt, handelt in der Regel grob fahrlässig.
Und die BG geht gnadenlos gegen Verantwortliche vor. Kommt es beispielsweise zu Personenschäden, schaut die BG genau hin und prüft
etwa, ob alle Vorschriften eingehalten wurden.
Stellt sich heraus, für das Unfallfahrzeug liegt
gar keine aktuelle UVV vor und die eigentliche
Unfallursache hätte bei der Prüfung auffallen
müssen, haftet der Unternehmer. Sämtliche
Zahlungen an den Geschädigten holt sich die
BG anschließend vom Unternehmer zurück
oder aber sie geht, wenn der Betreffende
nachweist, dass die Verantwortung dafür beim
Fuhrparkleiter liegt, auf den Fuhrparkverantwortlichen zu.
Generell ist die BG nicht gerade zimperlich,
wenn es um Geldbußen bei Nichteinhaltung
ihrer Vorschriften geht. Formal als Ordnungswidrigkeit etikettiert, kann die Geldstrafe bis
zu 10.000 Euro betragen.
Zapfen-Streich.
Dem Fiskus ein Schnippchen schlagen: Autogas fahren.
Wie finden Sie eigentlich die Mineralölsteuer? – Genau,
wir auch. Deshalb tun wir was dagegen. Mit WestfalenAutogas. Das ist steuerbegünstigt und kostet deshalb
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MANAGEMENT
Bella macchina mit Dreizack
Interview mit Bruno Hilgers (Leiter Vertrieb Flotten- und Sonderkunden bei Maserati Deutschland GmbH) in Wiesbaden
42
Flottenmanagement: Herr Hilgers, seit April
letzten Jahres leiten Sie den Vertrieb Flottenund Sonderkunden bei Maserati in Deutschland.
Mit welchen Zielen haben Sie diese Position angetreten und auf welche Erfolge können Sie seit
Amtsantritt zurückblicken? Wie hat sich Ihr Bereich seitdem entwickelt?
sowie der dreijährigen Werksgarantie besteht.
Zu guter Letzt haben wir ausnahmslos mit allen
Non-Captive-Leasinggesellschaften Verträge
geschlossen, was sich bereits bei großen KeyCustomern in Deutschland und europäischen
Kunden rentierte, die mit uns eigene Flottenverträge abgeschlossen haben.
Bruno Hilgers: Eines der großen Ziele ist, das
Luxusimage, welches viele Menschen mit der
Marke Maserati verbinden, sozial verträglich zu
gestalten. In Worten ist dies zwar schnell ausgedrückt, es bedarf aber in der Umsetzung vieler
Schritte. Für den Fuhrparkbereich bedeutete
dies zunächst einmal, die vertraglichen Grundlagen für Flottenkunden zu definieren und die
Aufgaben in Vertrieb, PR und Marketing sukzessive an die neuen Gegebenheiten anzupassen. In
einem zweiten Schritt haben wir im vergangenen
Jahr auf der IAA in Frankfurt unsere Modelle mit
einem halb offenen Messestand äußerst volksnah präsentiert, was sehr positiv aufgenommen
wurde. Zudem erfuhren unsere Modelle im Hintergrund durch die Car-to-Market-Studie von
EurotaxSchwacke eine sehr gute Einstufung im
Restwert. Unerlässlich für den Flottenbereich
war die Entwicklung eines Rundum-sorglos-Paketes, welches bei Maserati neben einem FullService-Paket aus einem Versicherungspaket
Flottenmanagement: Eines der spannenden
Themen für Maserati in diesem Jahr sind sicherlich die Feierlichkeiten um den 100. Geburtstag
der Marke. Könnten Sie bitte einen kurzen Abriss
geben, wie sich die Anforderungen der Kunden
wie auch Ihre eigenen Maßstäbe und Qualitätsansprüche in dieser Zeit verändert haben?
Flottenmanagement 2/2014
Bruno Hilgers: Wir haben im letzten Jahr etwas
erlebt, was es vorher in der fast 100-jährigen Geschichte von Maserati nie gab: ein Modellfeuerwerk in zwei Segmenten – in unserem Stammsegment mit dem Quattroporte, der nicht nur über
eine komplett neue Architektur verfügt, sondern
sich auch vom Manufaktur-Prozess hin zur industriellen Fertigung hinein in Grugliasco entwickelt
hat. Zum anderen haben wir mit dem Ghibli ein
Modell eingeführt, das auf der gleichen Architektur aufbaut und damit so etwas wie der kleine Bruder des neuen Quattroporte ist – in vielen
Bereichen, insbesondere bei den Dimensionen,
jedoch ein Stück mehr dem Konzept des Vorgängers des aktuellen Quattroporte entspricht.
Ein bisschen haftet uns noch immer das Image
eines teuren italienischen Luxusherstellers an,
welches wir unbedingt modifizieren müssen. Ein
erster Schritt hierfür war die Veränderung in der
Produktion von der Manufaktur zu einer industriellen Fertigung im modernsten Automobilwerk
Europas, das für 1,4 Milliarden Euro in Grugliasco
entstand und in dem sowohl der Ghibli wie auch
der Quattroporte gefertigt werden. Damit steht
nun vor allem die serienmäßige Qualität im Fokus. Das ist ein Leistungsversprechen, welches
eben nicht nur niedergeschrieben, sondern auch
gelebt wird. Und genau das machen wir mit unseren neuen Produkten. Untermauert wird dieses
Leistungsversprechen durch unsere dreijährige
Garantie, die wir als einziger Premiumhersteller
gewähren.
Flottenmanagement: Exklusivität und Sportlichkeit sind Synonyme für die Marke Maserati.
Was qualifiziert einen Maserati dennoch als Flottenfahrzeug, wenn es zum einen um Motivation
und Repräsentation geht, zum anderen aber
auch um Kostenaspekte? Wie spiegelt sich dies
bei der Total Cost of Ownership sowie den Restwerten wider?
MANAGEMENT
Ghibli
Quattroporte
GranCabrio
GranTurismo
Concept Car Kubang, der als Levante in abgeänderter
Form ab Mitte 2015 auf die Straßen kommen wird
Bruno Hilgers: Mit der Neuausrichtung auf das
Flottengeschäft verfolgen wir eine Wachstumsstrategie, die sich zum einen wie in der Vergangenheit am privaten Käufer orientiert, und die
uns zum anderen mit unseren Modellen Ghibli
und Quattroporte einen für uns komplett neuen Bereich eröffnet. Die Kundenklientel, die wir
damit ansprechen, setzt sich in der Hauptsache
aus Menschen zusammen, die sich mit diesen
Fahrzeugen ein Stück weit definieren und anders sein möchten.
Mit dem Ghibli haben wir ein Fahrzeug geschaffen, welches den höchsten Qualitätsansprüchen
Rechnung trägt. Mit seinem 600 Newtonmeter
und 275 PS starken V6-Diesel, der lediglich
5,9 Liter auf 100 Kilometer im Normverbrauch
benötigt – das sind nur 158 Gramm CO2 pro Kilometer –, bewegt er sich auf Augenhöhe mit
seinen Kernmitbewerbern. Dies sind Grundvoraussetzungen, heute ein Fahrzeug überhaupt
im deutschen Flottensegment anbieten zu können. Hinzu kommt ein Brutto-Einstiegspreis
von 64.500 Euro für den Ghibli inklusive hochwertiger Serienausstattung. Preisbereinigt ergibt sich dadurch eine Differenz von etwa 8.000
Euro gegenüber unseren Mitbewerbern. Damit
werden wir zwar nie Mainstream werden, aber
das wollen wir auch nicht – eher die Provokanten in der Nische.
Flottenmanagement: Von einem Premiumhersteller erwarten Kunden auch Premiumservice.
Welche Dienstleistungen bieten Sie hier für den
Fuhrparkleiter, wie sieht die flottenspezifische
Aufstellung in Ihren Niederlassungen und Vertriebsstandorten aus? Womit kann Maserati besonders punkten? Welchen Stellenwert nehmen
dabei die Leasinglösungen der Maserati Customer Services ein, aber auch die anderer, herstellerunabhängiger Leasinggesellschaften?
Bruno Hilgers: Zum Ende des Jahres werden wir
ein Händlernetz mit 30 Standorten in Deutschland aufgebaut haben. Dies entspricht unserem
Anspruch, dem Kunden alle 80 Kilometer einen
Servicepunkt zu bieten. Heute bereits sind wir
in allen Metropolen vertreten, und auch in den
Zwischenräumen stellen wir uns mit speziellen
Servicebetrieben, den sogenannten Subdealern, schlagkräftig auf. Zudem bieten wir zwei
Full-Service-Pakete an, um eben auch die TCO
genau berechnen zu können: zum einen ein
einfaches Full-Service-Paket und zum anderen
ein sogenanntes Plus/Premium-Full-ServicePaket, in dem praktisch alle Kosten über die
Laufzeit abgedeckt sind. Ein kleines Beispiel:
Für einen Ghibli bei 36 Monaten Laufzeit und
20.000 Kilometern jährlich kostet ein Servicepaket 69 Euro brutto. Damit sind Wartung und
Inspektion bereits abgegolten. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden ein Versicherungspaket
an für umgerechnet etwa 115 Euro monatlich
brutto. Insgesamt sind damit für einen monatlichen Betrag von etwas über 185 Euro alle
Service- und Versicherungskosten abgegolten.
Zusammen mit der dreijährigen Werksgarantie
hat der Flottenkunde keinerlei Risiken.
Flottenmanagement: Auf welchen Säulen in
Bezug auf bestimmte Fahrzeugmodelle baut
das Flottengeschäft auf, welche Maserati-Modelle spielen eine besondere Rolle im Flottengeschäft? Auf welche Neuheiten können sich
insbesondere Flottenkunden in den nächsten
zwölf Monaten freuen?
Bruno Hilgers: In unseren Flottenverträgen sehen wir zwei Modelle vor: den Ghibli und den
Quattroporte. Dabei wird der Ghibli etwa 90
Prozent der Volumina für sich beanspruchen.
Durch die Einführung des intelligenten Allradsystems Q4 und des V6-Diesels versprechen wir
uns aber auch im Quattroporte-Segment eine
Volumensteigerung in Deutschland.
Zudem ergänzen wir Ende 2015 unsere Modellpalette mit einem SUV, der Levante heißen
wird. Dieser wird zugleich auch der erste SUV
aus dem Bereich der Luxusmarken sein – also
wie Bentley, Ferrari oder Rolls-Royce – und sich
preislich im Bereich des Porsche Cayenne positionieren. Trotz dieser attraktiven Konditionen
wird er unseren Kunden aber auch das Besondere bieten.
Bruno Hilgers:
„In unseren Flottenverträgen sehen
wir zwei Modelle
vor: den Ghibli und
den Quattroporte.
Dabei wird der
Ghibli etwa 90
Prozent der Volumina für sich beanspruchen“
Flottenmanagement: Mit der viertürigen
Premium-Businesslimousine Ghibli führen Sie
eine fast 50-jährige Geschichte fort. Welcher
Stellenwert kommt der Bezeichnung Ghibli
heute im Produktportfolio von Maserati zu? Mit
welchen Neuerungen möchte er insbesondere
Flottenkunden ansprechen? Welche flottenrelevanten Pakete bieten Sie dabei an?
Bruno Hilgers: Mit dem Ghibli haben wir ein
komplett neues Segment betreten, das vor allem von den deutschen Herstellern beherrscht
wird. Auf dieser Spielwiese, wo sich Fahrzeuge
wie der Audi A5/A6, die 5er- und 6er-Modelle
von BMW sowie die Mercedes-Benz E-Klasse
tummeln, positionieren wir mit dem Ghibli ein Modell aus dem Luxussegment, das den
Ansprüchen einer gehobenen Klientel gerecht
wird, aber dabei zu attraktiven Konditionen
erhältlich ist. Zusätzlich bieten wir für dieses
Fahrzeug zwei Business-Pakete an: zum einen
das Business-Pack bestehend aus der Park Distance Control für vorn und hinten sowie einem
Navigationssystem, und zum anderen darauf
aufbauend das Business-Paket Plus, das die
Ausstattung um Sitzheizungen für Fahrer und
Beifahrer erweitert. Diese Ausstattungspakete stehen Flotten- wie Privatkunden übrigens
gleichermaßen zur Verfügung.
Flottenmanagement 2/2014
43
MANAGEMENT
Bruno Hilgers (Mitte) im Gespräch mit Bernd Franke (li.) und Steven Bohg (re.) über die
Neuausrichtung des Flottengeschäfts von Maserati
Flottenmanagement: Die nunmehr sechste
Generation des Quattroporte soll die 50-jährige Tradition der Marke im Segment der Sportlimousine fortführen, aber gleichzeitig neue
Pfade beschreiten. Wie können ein intelligentes Allradsystem Q4 und ein Dieseltriebwerk
dabei helfen?
Flottenmanagement: Umweltschutz wird in
immer mehr Fuhrparks zu einem wichtigen Entscheidungskriterium. Wie verträgt sich diese
Einstellung mit dem Image eines Sportwagenherstellers? Mit welchen Modellen und Technologien unterstützen Sie Gewerbekunden, Verbräuche und CO2-Emissionen zu reduzieren?
Bruno Hilgers: Rund 80 Prozent der Fahrzeuge
im Flottensegment fahren mit Dieselaggregaten, das sehen wir auch bei unseren Mitbewerbern. Mit dem Quattroporte Diesel, den wir
preislich unter 95.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer positionieren, möchten wir ein
deutliches Statement für den deutschen wie
auch den europäischen Markt abgeben: Denn
Maserati und Diesel ist ja schon etwas Neues,
aber den Quattroporte als Flaggschiff der Marke nun mit Allrad und Diesel anzubieten, ist ein
klares Bekenntnis zum europäischen Markt.
Bruno Hilgers: Historisch betrachtet, hätte
niemand vor Jahren daran gedacht, dass Maserati einen Diesel herausbringt, dazu noch
ein Aggregat mit 5,9 Liter auf 100 Kilometer im
Normverbrauch. Auch ein Fahrzeug, welches lediglich 158 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt,
aber gleichzeitig 600 Newtonmeter bietet, war
zu dieser Zeit noch fern der Realität. Wir stellen
uns mit den neuen Modellen allen Herausforderungen, die es am Markt zu erfüllen gilt, um erfolgreich zu sein. Die Dieselvarianten des Ghibli
und des Quattroporte zeigen nicht nur, dass wir
den Ansprüchen der Flottenkunden gerecht werden könMaserati-Flottengeschäft 2013/2014
nen, sondern auch, dass wir
Verkaufte Einheiten letzte 12 Monate bereits 50% des gesteckten Zieles für 2014 in A/D/CH
uns gegenüber den Wettbeerreicht (Marktstart Ghibli nach IAA 2013)
werbern mit CO2-Emissionen
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr k.A.
von 158 Gramm beim Ghibli
beziehungsweise 164 Gramm
Verteilung des Flottengeschäfts in % Ghibli: 90% (davon 90% Diesel); Quattroporte: 10%
beim Quattroporte im vordeTopseller im Flottengeschäft
1. Ghibli Diesel/2. Ghibli Benzin/
ren Bereich platzieren. Tech3. Quattroporte Diesel
nologisch sind wir mit dem
Flottenrelevante Produktneuheiten in SUV namens Levante (2015)
Diesel sicherlich noch nicht
den nächsten 12 Monaten
am Ende der Fahnenstange
Anteil Leasing/Kauf in %
nahezu 100% geleast
angelangt; so ist es auch vorstellbar, die Palette künftig
Garantiebedingungen
3 Jahre volle Werksgarantie
um einen Plug-in-Hybriden zu
Inspektionsintervalle
25.000 km
erweitern.
44
Kooperationspartner/Banken
alle großen namhaften Non-CaptiveLeasinggesellschaften
Ansprechpartner
Key-Account-Geschäft
erfolgt über Händlernetz
Internetseite für Flottenkunden
www.maserati.de
Flottenmanagement 2/2014
Flottenmanagement: Welche
Ziele haben Sie sich mittelund langfristig gesetzt; was
wollen Sie mit und für Maserati noch erreichen?
Bruno Hilgers: Durch die Positionierung im
Flottengeschäft ist der künftige Weg der Marke
Maserati jetzt erst einmal definiert. Dabei spielt
der strategische Auf- und Ausbau eine entscheidende Rolle. Wir werden dem Handel in unserer
eigenen Maserati-Akademie in Wiesbaden spezielle Verkäuferschulungen zum Thema Flotte
anbieten. Darüber hinaus werden im Handel
spezielle Key-Account-Manager eingesetzt, die
sich ausschließlich mit dem Flottengeschäft
befassen.
Bruno Hilgers:
„Mit dem Ghibli
positionieren wir
ein Modell aus dem
Luxussegment, das
den Ansprüchen
einer gehobenen
Klientel gerecht
wird, aber dabei zu
attraktiven Konditionen erhältlich ist“
Grundsätzlich soll Maserati ein Produkt zum
Anfassen werden, so wie wir es bereits im vergangenen Jahr auf der IAA gezeigt haben. Daneben soll die Marke auch im Straßenbild wahrnehmbar werden, was bisher aufgrund der Volumina nur selten geschah. Vor allem aber soll die
Neupositionierung, die wir uns in den letzten
Monaten erarbeitet haben, nicht nur von kurzer
Dauer sein, sondern nachhaltig, denn wir haben
ein Erbe übernommen: Maserati wird im Dezember 100 Jahre alt und wir sind angetreten, diese
Tradition fortzusetzen.
„HÄTTE NIE GEGLAUBT,
DASS DIE MAL
VORREITER WERDEN.“
OPEL MOKKA
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MANAGEMENT
Guido Grewe (A.T.U
Großkundenbetreuung)
eröffnet den ersten A.T.U
Fuhrpark-Treff in
diesem Jahr
Immer aktuell
Im Rahmen des nun schon zum 13. Mal stattfindenden A.T.U Fuhrpark-Treffs trafen
sich Fuhrparkentscheider und Flottenexperten im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in
Grevenbroich, um sich über aktuelle Themen im Fuhrparkmanagement zu informieren und auszutauschen. Auch diesmal waren spannende Themen wie die anstehende
Bußgeldreform dabei, und die Markenpräsentation von Bentley mit einem fahraktiven
Teil ließ den Puls des einen oder anderen Flottenchefs höher schlagen. Flottenmanagement war exklusiv vor Ort und konnte spannende Eindrücke des Fuhrpark-Treffs
gewinnen.
Im Vorfeld der Veranstaltung konnten sich die
Teilnehmer des Fuhrpark-Treffs auch für ein Fahrsicherheitstraining anmelden und so drehten auf
der kleinen Teststrecke in Grevenbroich seit dem
frühen Morgen manche der Fuhrparkleiter einige Runden und Pirouetten, um die Grenzen der
eigenen Reaktionsfähigkeit und des Fahrzeugs
kennenzulernen. Grenzerfahrungen wie Aquaplaning oder Blitzeis unter strahlendem Sonnenschein machen zu können und dabei genügend
Ausrollfläche zu haben, ist eine spannende und
im Ernstfall eventuell lebensrettende Maßnahme. Fahrsicherheitstrainings sind daher vor allem auch für Vielfahrer und Flotten interessant.
Es scheint somit fast nahe liegend, dass ein
Vortrag des Branchentreffs die Vorteile von
Fahrsicherheitstrainings für den Fuhrpark in
den Blick nahm. Dabei schilderte Frank Santen,
Firmenkunden Vertrieb der A*B*S Fahrsicherheitszentrum GmbH, die Bedeutung dieser Trainingsmöglichkeiten für die Unfallvermeidung.
Interessanterweise wird der größte Schadenposten im Fuhrpark nicht etwa durch Highspeed-Unfälle mit Totalschaden verursacht, sondern in der
Summe sind es vor allem Parkschäden, welche
die meisten Kosten nach sich ziehen. Es lohne
sich in Flotten daher immer, eine genaue Schadenanalyse zu betreiben, um daraus abgeleitet
Präventivmaßnahmen zu ergreifen. So werden
neben den klassischen Fahrsicherheitstrainings
auch Parktrainings angeboten. Besonders interessant dürfte auch die Förderung solcher Fahrseminare durch die Berufsgenossenschaften
sein. Neben der Unfall- und Schadenvermeidung
46
Flottenmanagement 2/2014
kann ein Fahrtraining natürlich einfach auch
Spaß machen und die firmeninterne Teammotivation steigern.
Ein ganz anderes Thema nahm der Fachanwalt
für Verkehrsrecht, Christian Fuhrmann, unter
die Lupe. Unter der Überschrift „Bußgeldreform
2014, was passiert wirklich?“ durchleuchtete der
Rechtsanwalt die Änderungen des ab dem 1. Mai
in Kraft tretenden neuen Acht-Punkte-Systems.
Dabei deckte er erstaunliche Widersprüche
und Lücken auf: So gibt es beispielsweise eine
Empfehlung zu einem Fahreignungsseminar ab
einem Punktestand von vier Punkten. Dadurch
kann das Punktekonto um einen Zähler reduziert werden, sofern der Fahrer nicht mehr als
fünf Punkte besitzt. Faktisch wird sich jedoch
niemand, der mehr als fünf Punkte hat, dazu bereit erklären, ein kostenpflichtiges Seminar zu
besuchen, wenn er dadurch nicht wie zuvor seinen Punktestand reduzieren kann. Zumal eine
Reduzierung auch nur ein Mal in fünf Jahren
möglich ist. Darüber hinaus, resümiert Christian Fuhrmann, wird die Fahrerlaubnis nach dem
neuen System sehr viel schneller entzogen werden, als dies bislang der Fall gewesen ist. Ein
einfaches Beispiel ist das Fahren mit dem Handy
am Ohr. Das Vergehen wird weiterhin mit einem
Punkt und einer Geldstrafe geahndet, obwohl
die Punkteskala insgesamt auf acht Punkte reduziert worden ist. Das heißt, theoretisch darf
ich nur noch sieben Mal mit dem Handy am Steuer erwischt werden.
Grau ist alle Theorie – das dachten sich wohl
auch die Veranstalter des A.T.U Fuhrpark-Treffs
und rundeten die beiden theoretischen Vorträge mit einer rasanten Taxifahrt in einem Bentley
Flying Spur ab. Auch wenn dieser mit 625 PS und
einem Drehmoment von 800 Nm nicht unbedingt
zur Alltagserfahrung der Fuhrparkmanager gehört. Insgesamt war der 13. A.T.U Fuhrpark-Treff
ein gelungener Auftakt der drei Mal im Jahr
stattfindenden Veranstaltung. Das nächste Treffen wird im Borussia-Park in Mönchengladbach
stattfinden und sich unter anderem mit dem
Thema Reifendruckkontrollsysteme befassen.
Am Vormittag gab es auf der Teststrecke genügend Möglichkeiten,
die Grenzen des eigenen Fahrzeugs zu testen
Kurzinterview mit Guido Grewe
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Guido Grewe (A.T.U Großkundenbetreuung, li.) und
Sebastian Heuft (Flottenmanagement, re.) im Gespräch über den A.T.U Fuhrpark-Treff
Flottenmanagement: Seit 2010 gibt es den
A.T.U Fuhrpark-Treff. Welche Entwicklung hat
das Branchentreffen seitdem genommen?
Guido Grewe: Ich hatte im Vorfeld zur ersten
Veranstaltung mein Vorhaben einmal mit guten Kunden diskutiert und sie gefragt: Wenn
ich solch eine Veranstaltung ins Leben rufe,
wäre das interessant für Sie? Daraufhin antworteten etwa neun von zehn mit Begeisterung und Zustimmung. Mit diesem positiven
Feedback habe ich das Treffen dann im März
2010 ins Leben gerufen. Bei der ersten Veranstaltung im Kölner Fußballstadion hatten wir
etwas mehr als 20 Teilnehmer. Über die Jahre
hat sich das Event stetig weiterentwickelt,
sodass wir in den letzten Jahren zwischen
50 und 60 Teilnehmer hatten. Darunter sind
knapp 50 Fuhrparkleiter mit insgesamt etwa
80.000 bis 100.000 Fahrzeugen. Das heißt,
es kommt schon ein repräsentativer Querschnitt zur deutschen Fuhrparklandschaft
zusammen. Unter den Anmeldungen gibt es
viele, die bereits öfter da waren und immer
wieder kommen. Ein Fuhrparkleiter hat sogar
alle Treffen mitgemacht und ist nun schon
zum 13. Mal dabei. Auf der anderen Seite sind
heute auch insgesamt 15 neue Teilnehmer angemeldet.
Flottenmanagement: Jede Veranstaltung
findet in einem anderen Umfeld statt. Welche
Bedeutung haben die wechselnden Rahmenbedingungen für die Flotten-Plattform?
Guido Grewe: Ein wichtiger Bestandteil des
Konzeptes sind die wechselnden Locations.
Ein Großteil der anderen Veranstaltungen
findet in Hotels in einem großen Saal statt,
wo dann eine Tagesordnungsliste an Themen
abgearbeitet wird. Mit dem A.T.U FuhrparkTreff wollten wir jedoch einen anderen Weg
gehen. Die wechselnden Locations bilden
immer einen neuen Rahmen und machen die
Veranstaltung abwechslungsreich. Eine Umfrage unter allen Teilnehmern hat ergeben,
dass unter anderem die Kombination aus den
ausgewählten Themen und den Locations
gleichermaßen für die Teilnehmer interessant
ist. Dennoch muss man sich immer etwas Neues einfallen lassen. Zum Beispiel wird es bei
der Veranstaltung im Sommer im BorussiaPark im Anschluss an den Fuhrpark-Treff die
Möglichkeit geben, das WM-Spiel Italien gegen Uruguay gemeinsam im Stadion über die
Anzeigentafel anzuschauen. So können wir in
entspannter Atmosphäre den Fuhrpark-Treff
ausklingen lassen.
Flottenmanagement: Das erste Treffen in
diesem Jahr behandelt unter anderem das
Thema der Bußgeldreform 2014. Nach welchen Kriterien werden die Treffen inhaltlich
gestaltet?
Guido Grewe: Wir versuchen, so weit möglich, aktuelle Themen aus dem Bereich Fuhrpark aufzugreifen. Dass wir hier und heute
über die neue Bußgeldreform sprechen, die
ab dem 1. Mai greifen soll, ist da ein gutes
Beispiel. Für den Sommer ist das Thema Reifendruckkontrollsystem in Zusammenarbeit
mit Continental geplant. Auch hier steht die
Aktualität bei der Themenauswahl im Vordergrund. Denn ab dem 1. November dieses
Jahres sind diese Systeme bei Neufahrzeugen
verpflichtend. Wir versuchen darüber hinaus
auch im engen Dialog mit den Kunden, immer
neue Themenfelder zu erschließen. Es ist uns
wichtig, den A.T.U Fuhrpark-Treff nicht als
Verkaufsveranstaltung auszulegen, sondern
als Plattform mit Informationscharakter und
der Möglichkeit, das Netzwerk in der Branche
auszubauen. Dies wird bei der Auswahl der
Themen immer berücksichtigt.
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Flottenmanagement: Welchen Mehrwert bietet die Veranstaltung neben den Vorträgen
für Fuhrparkentscheider? Wie wichtig ist Ihnen der informelle Austausch untereinander?
Guido Grewe: Es hat sich herauskristallisiert,
dass bei Fuhrparkleitern ein Bedarf für einen
Austausch auf einer gemeinsamen Plattform
besteht. Denn die Grundproblematiken eines
Fuhrparks sind immer dieselben. Egal, ob ich
50, 500 oder 5.000 Fahrzeuge habe. Jeder
versucht, in seinem Bereich die bestmögliche
Entscheidung zu treffen, aber wenn man die
Möglichkeit hat, über dieses und jenes auch
mit anderen Entscheidern zu diskutieren oder
einfach nur einmal Erfahrungen auszutauschen, dann kann dies oft helfen. Daher versuchen wir, auch die Veranstaltung möglichst
locker ablaufen zu lassen, damit eben genau
diese Gespräche zustande kommen.
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MANAGEMENT
Neue EU-Auflagen für die Autoindustrie
Ende Februar fielen im Europäischen
Parlament gleich zwei wichtige Entscheidungen, die den Fuhrpark betreffen. Die Abgeordneten machten
mit ihren Beschlüssen den Weg für
den eCall und für neue Abgaswerte
frei. Während Letzteres ab 2020 den
Fuhrpark automatisch grüner macht,
sollten sich Verantwortliche mit der
Einführung des eCalls zumindest Gedanken über den Datenschutz machen und einen Aufpreis von mindestens 100 Euro einkalkulieren.
Brüssel ist immer für eine Nachricht gut – und
zwar auch für News, die deutsche Autofahrer
erschrecken. So würde die EU angeblich prüfen,
künftig Neufahrzeuge mit einem automatischen
Geschwindigkeitsbegrenzer auszustatten, der
sie nicht schneller als 115 km/h fahren lässt.
Der Grund seien die Zahl von 30.000 Verkehrstoten in der EU, hieß es in der von Russia Today
und den Deutschen Wirtschafts Nachrichten
Anfang Dezember 2013 lancierten Meldung.
Während einschlägige Foren die Unverschämtheit Brüssels heftig und vor allem wütend kommentierten, fand sich allerdings kein offizielles
Dokument oder offizielles Statement seitens des
Parlaments, der Kommission oder der Abgeordneten dazu.
Auch wenn diese Meldung daher getrost als Unsinn abgetan werden kann, unbestritten ist:
„Das Thema Tempolimit kocht immer wieder mal
hoch, besonders im Transportausschuss“, sagt
der EU-Abgeordnete Dr. Thomas Ulmer (CDU),
Berichterstatter des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er versichert aber auch: „Vor
der Europawahl wird dieses Thema, zumindest
von unserer Seite, nicht mehr behandelt.“ Als
Berichterstatter für Umweltfragen war Ulmer
hingegen in ein anderes Thema ganz tief eingebunden, das ebenfalls die Autofahrer betrifft
– und zu dem das EU-Parlament Ende Februar
harte Fakten schuf: Ab 2020 gelten für Neuwagen schärfere Vorgaben bei den CO2-Emissionen.
Gleichzeitig machte die EU den Weg dafür frei,
dass ab Oktober 2015 Neuwagen mit einem Notrufsystem ausgestattet sein sollen, das im Falle
eines Unfalls automatisch einen Rettungsdienst
benachrichtigt.
Wie so oft in Brüssel war der Weg zu den Fakten ein langer. So dauerte es zwei Jahre, bis die
neuen Klimaschutzauflagen feststanden und in
einem Kompromiss endeten, der der Industrie
etwas mehr Zeit beschert. Ab 2020 gilt nun ein
CO2-Grenzwert von 95 g/km für Neuwagen. Aber:
„Wir haben uns dazu nach Langem entschlossen,
2020 zunächst nur 95 Prozent der Pkw-Flotte
dazuzurechnen“, so Ulmer in der Plenarsitzung.
Und: „Weiterhin haben wir Supercredits von 7,5
Prozent auf drei Jahre verteilt zugebilligt.“
48
Flottenmanagement 2/2014
Dank eCall ist der Krankenwagen bei
schweren Unfällen schneller vor Ort
Übersetzt heißt das: Die Grenze von 95 g/km
CO2-Ausstoß ist erst ab 2021 tatsächlich für
alle Fahrzeuge bindend (das betrifft die durchschnittlichen Emissionen der Flotte der Hersteller, nicht direkt den Fuhrpark). Auch die Supercredits sind ein Angebot an die Autoindustrie. Die Idee dahinter: Besonders abgasarme
Fahrzeuge darf ein Hersteller mehrfach abrechnen – und zwar in den Jahren 2020, 2021 und
2022. So kann ein Konzern mehr abgasstarke
Fahrzeuge bauen, wenn er zum Beispiel Elektroautos in seiner Modellpalette hat. Gleichzeitig ist geplant, dass sich der Testzyklus ändern
soll. „Der neue Testzyklus soll im Labor das
reelle Fahren auf der Straße abbilden“, erklärt
Ulmer. „Derzeit gibt es eine große Diskrepanz
zwischen den Laborwerten, die auch als Grundlage für die Bemessung des Schadstoffausstoßes dienen, und den echten Verbrauchswerten.
Diese Lücke soll ab 2017 geschlossen werden.“
Für die Autoindustrie ist die beschlossene Regelung erst einmal ein Gewinn. Nichtgrüne
Abgeordnete hatten moniert, dass man der
Industrie zu scharfe Auflagen in zu kurzer Zeit
mache. So sorgte sich der Bonner EU-Abgeordnete Holger Krahmer (FDP) um die Arbeitsplätze in der Autoindustrie und führte an, dass „es
eben doch offensichtlich für einige Hersteller
wirtschaftlich nicht machbar war, bis 2020 die
Ziele zu erreichen“. Selbst Bundeskanzlerin
Angela Merkel hatte vor einem halben Jahr die
eigentlich faktisch schon feststehende Regelung wieder aufgeweicht. Die Supercredits wie
auch das zusätzliche Jahr waren ihrer Intervention zu verdanken. Für den Fuhrpark hat diese
Regelung zumindest den Vorteil, dass neue
Modelle spätestens ab 2020 noch grüner und
verbrauchsärmer wirken. Inwieweit die Indus-
trie die dafür erforderliche Forschung und Entwicklung über höhere Kaufpreise refinanziert,
wird sich noch zeigen müssen.
Eine Tendenz, was nach 2020 beziehungsweise 2021 kommen soll, gibt es auch schon: Für
2025 bewegen sich die Werte bei der weiteren
Reduzierung der CO2-Werte in einer Spannbreite von 68 bis 78 g/km, was in etwa einer jährlichen Reduktion von vier bis sechs Prozent
gemessen am Jahr 2020 bedeuten würde. Diese
Ziele, so die zuständige EU-Kommissarin für
Klimaschutz Connie Hedegaard aus Dänemark,
„müssten generell auf die langfristigen Klimaziele der EU abgestimmt sein“.
Nicht ganz so dramatisch ging es bei der Festlegung für das geplante Notrufsystem ab 2015
zu. Fest steht, dass das neue System Leben retten kann. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas
etwa schätzt, dass sich allein mit dem System
jährlich rund 2.500 Leben europaweit retten
lassen, weil Retter schneller vor Ort sind. Allerdings sehen Datenschützer auch Gefahren in
dem eCall. Fakt ist: Ab Oktober 2015 muss jeder Neuwagen über ein Notrufsystem verfügen.
Das sendet automatisch im Falle eines Unfalls
Daten an einen Rettungsdienst, vornehmlich
die Ortsdaten. Das soll über den Notruf 112 erfolgen. „Neben dem 112-eCall-Dienst können
den Nutzern für unterschiedliche Zwecke zusätzliche oder mit einem Zusatznutzen einhergehende eCall-Dienste angeboten werden“, so
Axel Voss (CDU) vom Ausschuss für bürgerliche
Freiheiten, Justiz und Inneres in der Stellungnahme.
Doch genau daran entzündet sich der Streit:
Welche Daten vor allem wann übermittelt wer-
EU auf einen Blick – was sich ändert
Verringerung der CO2-Emissionen neuer Pkw für 2020, Verordnung (EG) Nr.
443/2009: 95 Prozent der Neuwagen dürfen ab 2020 nur noch 95 g/km
CO2 ausstoßen, ab 2021 gilt das für sämtliche Neufahrzeuge. Supercredits:
Ab 2020 zählt jeder Wagen mit weniger als 50 g/km CO2-Ausstoß für zwei,
2021 für 1,67 und 2022 für 1,33 Pkw bei einer jährlichen Obergrenze von
7,5 g/km CO2.
Einführung des bordeigenen eCall-Systems in Fahrzeuge, Richtlinie
2007/46/EG: Ab Oktober 2015 müssen Neufahrzeuge das Notrufsystem
eCall an Bord haben.
den dürfen. Denn der eCall soll permanent laufen und für den Fahrer nicht abschaltbar sein. Das wiederum eröffnet theoretisch die
Chance, Bewegungsprofile von Nutzern zu erstellen. Und zwar „auch
ohne Zustimmung des Fahrers“, wie Alexander Graf Lambsdorff (FDP)
aus dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres
moniert. Die Wahlmöglichkeit hatte das Parlament letztlich gestrichen. Die Begründung: Wenn der Fahrer wechselt und der vorherige
seinem Nachfolger nicht mitteilt, dass er den eCall ausgeschaltet
hat, sei der nachfolgende Fahrer ohne Notrufsystem unterwegs und
im Falle eines Unfalls nicht geschützt.
Die Forderungen aus Sicht des Datenschutzes liegen damit auf der
Hand: „Das eCall-System darf nur im Notfall Positionsdaten senden
und übermittelte Daten dürfen ausschließlich für den Rettungsfall
erhoben werden“, sagt Kirsten Lühmann (SPD), Sprecherin der Arbeitsgruppe Verkehr und digitale Infrastruktur. „Der eCall darf keine weitere Überwachungsmöglichkeit sein, sondern nur ein Notrufsystem, das Leben retten kann.“ Außerdem sollte es dem Autobesitzer überlassen sein, ob er weitere Dienste wie etwa die Übertragung
von Daten zur Blutgruppe oder spezielle Krankheitsinformationen
in Anspruch nimmt.
Schon heute bieten einige Hersteller Modelle mit einem Notrufsystem an. Dazu zählt etwa Mercedes, wo man seit Juni 2012 einen
eCall über den optionalen Dienst Comand Online ordern kann. Das
System steht zum Beispiel bei der neuen C-Klasse mit einem Aufpreis von netto 2.950 Euro in der Preisliste. Auch BMW, Citroën und
Peugeot bieten eigene Systeme an. Fest steht nur, dass sich der Preis
für ein Neufahrzeug mit eCall erhöhen wird. Experten schätzen den
Aufpreis für einen reinen eCall derzeit auf 100 Euro. Fuhrparkmanager müssen daher nicht nur künftig den eCall in ihrer Kalkulation
berücksichtigen. Sie müssen sich auch Gedanken machen, welche
Daten sie im Falle eines Unfalls übermittelt haben wollen – und ob
sie den Verwaltungsaufwand und die Kosten für individuelle Zusatzdienste für jeden einzelnen Fahrer auf sich nehmen wollen.
Die Grenzwerte für den zulässigen CO2-Ausstoß sinken europaweit
MANAGEMENT
Quälend langsam drücken sich
die Fahrzeuge durch die vom
Berufsverkehr verstopften Straßen der Innenstadt. Nur noch
zehn Minuten bis zum Dienstbeginn, doch das Büro ist noch
nicht in Sicht – erst mal muss ein
Parkplatz gefunden werden. Für
viele gehört dieses Szenarium
zur allmorgendlichen Prozedur
auf dem Weg zur Arbeit. Dass es
auch entspannter gehen kann,
behaupten viele Fahrradenthusiasten, die anstelle des Autos
mit dem Rad ins Büro fahren.
Doch wie interessant sind Fahrräder oder auch E-Bikes im Flottenalltag wirklich? Welche Vorteile bringt diese Art der Mobilität dem Mitarbeiter und warum
lohnt es sich auch für Unternehmen, hier zu investieren?
Die etwas andere Mobilität
Vorteile Mitarbeiter
Die durchschnittliche Geschwindigkeit eines Pkw
im Stadtverkehr einer Großstadt wie Berlin oder
Düsseldorf beträgt etwa 23 Kilometer in der Stunde. Ein Tempo, das sich zumindest auf kurzer
Wegstrecke auch mit einem Fahrrad erreichen ließe, zumal wenn der Pedaleur durch einen elektrischen Antrieb unterstützt wird. Doch wer möchte
schon nass geschwitzt zur Arbeit kommen? Der
wahre Vorteil des Radfahrens gegenüber dem
Pkw offenbart sich erst im Berufsverkehr. Dann
nämlich kann der Radfahrer einfach an dem Stau
vorbeiradeln und ist meist schneller im Büro als
mit seinem Dienstwagen. Der tägliche Arbeitsweg
eines Angestellten in Deutschland liegt zudem
bei nur etwa 15 Kilometern, eine Distanz, die
gerade mit einem E-Bike ohne größere Schweißausbrüche zu bewältigen ist. Außerdem entfällt
mit dem Rad eine nervige Parkplatzsuche in der
Innenstadt. So gelangt der Mitarbeiter deutlich
stressfreier zu seinem Arbeitsplatz und tut ganz
nebenbei auch noch was für seine Gesundheit.
Ein weiterer Aspekt macht das Dienstfahrrad für
den Mitarbeiter interessant: Neben der Zeitersparnis und den gesundheitlichen Faktoren sind
auch klare finanzielle Vorteile für den Nutzer drin.
Die regelmäßige Nutzung des Fahrrads reduziert
beispielsweise die anfallenden Kraftstoffkosten.
Seit Ende 2012 werden zudem Fahrräder von den
Finanzämtern wie Dienstwagen nach § 8 Absatz 2
des Einkommensteuergesetzes (EStG) behandelt,
dies bedeutet, dass auch bei den Diensträdern die
sogenannte „Ein-Prozent-Regel“ greift. Demnach
bezahlt der Nutzer monatlich ein Prozent des
Bruttolistenpreises und kann dafür das Rad auch
privat nutzen. Im Gegensatz zu den vierrädrigen
50
Flottenmanagement 2/2014
Fortbewegungsmitteln muss dabei allerdings der
Weg zur Arbeit nicht noch zusätzlich versteuert
werden.
Darüber hinaus spart der Mitarbeiter bis zu 40
Prozent des Anschaffungspreises, wenn er das
Rad über seinen Arbeitgeber leasen kann. Bei Rädern von mehreren Tausend Euro ist dies ein nicht
unerheblicher Vorteil, der gerade für fahrradaffine Angestellte von Interesse sein dürfte. Je nach
Leasingvereinbarung kann das Fahrrad nach drei
Jahren in den Besitz des Mitarbeiters übergehen.
Meist sind Radleasingverträge mit einem Andienungsrecht ausgestattet, das heißt, der Leasingnehmer hat am Ende der Laufzeit die Möglichkeit, das Fahrrad oder E-Bike zum vereinbarten
Restwert zu kaufen. Diese Kaufoption überträgt
der Arbeitgeber im Überlassungsvertrag auf den
Angestellten. So bietet beispielsweise der Marktpionier LeaseRad mit seinem Firmenradkonzept
„JobRad“ in den jeweiligen Leasingverträgen an,
das Rad nach den 36 Monaten zu einem Restwert
von zehn Prozent des Kaufpreises an den Leasingnehmer abzugeben.
Vorteile Unternehmen
Bei näherer Betrachtung der positiven Faktoren
des Fahrradleasings für den Mitarbeiter kann
man auch für die Unternehmen von einer WinWin-Situation sprechen. So beispielsweise im
Bereich des Gesundheitsmanagements: Denn
einfach ausgedrückt ist ein entspannter und gesunder Angestellter auch ein produktiverer Mitarbeiter. Darüber hinaus ergeben sich noch weitere
lohnende Effekte für Unternehmen, vor allem im
Bereich Mitarbeitermotivation und Green Fleet.
Entscheidet sich ein Unternehmen, seinen Mitar-
beitern Dienstfahrräder zur Verfügung zu stellen,
kann dies erheblich zur Steigerung eines grünen
und vor allem innovativen Images in der Außenwahrnehmung beitragen. Außerdem verbessert
sich automatisch die CO2-Bilanz der Flotte. Ähnliche Gründe sprechen bekanntlich auch für ein
Elektroauto, wobei dies in der Anschaffung und
Unterhaltung deutlich teurer ist. Hinzu kommt,
dass für die Nutzung eines Elektrofahrzeugs
meist nur ein kleinerer Kreis von Mitarbeitern in
Frage kommt.
Das Image eines Unternehmens ist auch bei der
Suche nach geeigneten Bewerbern ein maßgeblicher Faktor. Dabei stehen Unternehmen in
einer sich ändernden Gesellschaft vor der Herausforderung, immer neue Anreize schaffen zu
müssen, um kluge Köpfe an sich binden zu können. In manchen Branchen können durch Mobilitätskonzepte, welche Fahrräder und E-Bikes mit
einschließen, alternative und junge Nachwuchskräfte angesprochen werden. Das Prinzip scheint
zu funktionieren, so berichtet der Geschäftsführer und Gründer von LeaseRad, Ulrich Prediger:
„Das Feedback aus den Unternehmen zeigt: Das
JobRad wirkt. Die Mitarbeiter steigen tatsächlich
um vom Auto aufs Rad und viele Bewerber sagen
im Gespräch: Ihr seid doch die mit dem JobRad!“
Neben der positiven Außenwirkung können auch
bereits im Unternehmen angestellte Mitarbeiter davon profitieren. Denn aufgrund der sehr
viel geringeren Kosten könnten auch Mitarbeiter ohne Dienstwagenanspruch Zugriff auf ein
Dienstfahrrad erhalten. Damit ist eine flächendeckendere Mobilität möglich sowie eine bessere
Mitarbeitermotivation in allen Gehaltsstufen des
Unternehmens gewährleistet.
Umsetzbarkeit
In anderen Ländern, wie in Großbritannien und den Niederlanden, sind
Dienstfahrradkonzepte bereits seit Langem Flottenalltag. Seit 1999 gibt
es beispielsweise in Großbritannien sogenannte Cycle-to-Work-Programme und inzwischen machen britische Leasingunternehmen mit Fahrrädern
mehrere Millionen Euro Umsatz im Jahr. Doch auch in Deutschland wächst
mit dem verstärkten Aufkommen der E-Bikes und der steuerlichen Gleichstellung von Fahrrädern mit dem Dienstwagen ein Markt für ein gewerbliches Radleasing. Mittlerweile gibt es neben dem bereits erwähnten LeaseRad weitere Leasinganbieter wie beispielsweise Eurorad, Leasing eBike
oder e-motion Technologies.
In allen Fällen ist ein Full-Service-Leasing möglich, vergleichbar mit dem
der großen Leasinganbieter in der Automobilbranche. Die monatliche Leasingrate deckt nicht nur die Kosten für das Rad ab, sondern umfasst auch
Leistungen wie die Beschaffung, Wartung und Reparatur sowie eine Zweirad-Versicherung. Zudem schließen sich immer mehr Vertragshändler den
Leasinganbietern an und gewährleisten somit ein flächendeckendes Netz
an Servicepunkten. Doch dieses Rund-um-sorglos-Paket, wie es bereits aus
dem Firmenwagenleasing bekannt ist, bietet einen entscheidenden Unterschied: Bei der Frage nach der Art des Zweirades sind dem Fahrer keine
Grenzen gesetzt. Die Vielfalt in Sachen Modell und Ausstattung ist anders
als beim Dienstwagen meist nicht durch eine Car Policy eingeschränkt. Vom
sportlichen Rennrad über ein praktisches Tourenrad bis hin zum E-Bike
bietet sich dem Mitarbeiter ein breites Spektrum von möglichen Diensträdern. Voll im Trend liegen dabei vor allem E-Bikes.
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Fazit
Ein Dienstrad ersetzt nicht den Firmenwagen, aber in vielen Fällen ist es
eine sinnvolle Ergänzung. Die Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen
durch die geringen Unterhaltskosten, die gute Mitarbeitermotivation und
den Aufbau eines grünen Images scheinen dabei auf der Hand zu liegen.
Für die Unternehmen stellt sich lediglich die Frage nach der Umsetzung
und dem richtigen Leasingkonzept: Sollen die Verträge individuell, mit
Berücksichtigung der Vorlieben und Ansprüche des Mitarbeiters, abgeschlossen werden? Soll dieser dann die gesamte Leasingrate oder nur den
geldwerten Vorteil ausgleichen? Oder ist gleich ein ganzer Radfuhrpark mit
einheitlichen Firmenrädern sinnvoll?
Pauschal lassen sich diese Fragen natürlich nicht beantworten. Kleinere und mittlere Unternehmen werden wohl nicht wie Großunternehmen
ganze Fahrradflotten anschaffen, sondern eher auf individuelle Lösungen
setzen, zumal sich dann das Rad auch privat nutzen lässt. Das schließt natürlich nicht aus, auch bei Großunternehmen im Rahmen der Mitarbeitermotivation spezielle Einzelverträge abzuschließen. Ob Fahrradflotte oder
personalisierte Räder hängt letztlich von der Unternehmensstrategie ab:
Stehen das grüne Image und die Außenwirkung im Fokus, können einheitliche Fahrradflotten sehr viel werbewirksamer sein. Ist dem Unternehmen
die Mitarbeitermotivation wichtiger, ist ein Einzelleasing empfehlenswert.
Zudem sollte sich der Arbeitgeber überlegen, ob er sich für eine Beteiligung des Mitarbeiters an der Leasingrate des Wunschdienstrades entscheidet. Dies bietet nicht nur den Vorteil der Kostenersparnis, sondern
entschärft auch den reinen Mitnahmeeffekt. Der Mitarbeiter entscheidet
sich so bewusst für den Umstieg auf den Fahrradsattel und nicht nur, weil
er vertraglich einen Anspruch darauf hat.
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MANAGEMENT
Hätten Sie’s gewusst?
Eigentlich kennen wir uns alle gut aus im Straßenverkehr. 90 Prozent der Autofahrer geben in Umfragen regelmäßig an, dass sie sich selbst zu den 10 Prozent der besten Fahrzeuglenker zählen. Aber Verkehrsregeln
ändern sich, die theoretische Prüfung ist oft lange her, und es gibt viele kleine Gemeinheiten im Verkehrsrecht – diese beleuchten wir in unserer neuen Rubrik. Was bedeutet beispielsweise das Rechtsfahrgebot
wirklich, und darf man vielleicht in Ausnahmefällen auch rechts überholen oder zum Überholen die Lichthupe
benutzen? Dies und mehr gibt es ab jetzt in jeder Ausgabe des Flottenmanagement.
Was bedeutet eigentlich das Rechtsfahrgebot?
Das Rechtsfahrgebot ist eines der undurchsichtigsten und damit am weitesten ausgelegten
„Gebote“. Die Straßenverkehrsordnung lässt da
auch viel Spielraum für Interpretationen. In §2
Absatz 2 heißt es: „Es ist möglichst weit rechts
zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim
Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei
Unübersichtlichkeit.“
Mit dem Gegenverkehr macht das schon Sinn.
In der Praxis ergeben sich aber viele unklare
Anwendungsfälle. So ist das Rechtsfahrgebot
in den letzten Jahren „aufgeweicht“ worden,
indem auf Autobahnen nicht mehr nach jedem
Überholvorgang nach rechts eingeschert werden
muss. Auf dreispurigen Autobahnen dürfen Autofahrer die mittlere Spur „durchgängig befahren“, wenn nur „hin und wieder“ rechts davon
ein Auto fährt. So ungenau die Formulierung, so
ungenau die Handhabung. Da ist dann immer von
20 Sekunden die Rede, für was auch immer.
Es gibt aber auch extreme Anwendungsfälle. Sie
kennen alle die neuen Kreisverkehre, in der Mitte abgeflacht und eigentlich, wenn der Verkehr
es erlaubt, geradewegs zu durchfahren. Aber ist
das erlaubt? Mitnichten! Ein klarer Verstoß ge-
gen das Rechtsfahrgebot. Also schön außen die
Spur benutzen. Zu den extremen Anwendungsfällen gehören auf jeden Fall auch Geschwindigkeitskontrollen wie auf dem Elzer Berg auf der A3
Richtung Süd. Da obsiegt das Rechtsfahrgebot
sogar gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Bei drei Spuren haben die beiden linken eine
Begrenzung von 100 km/h, lediglich die rechte
von 60 km/h (vor 2009 sogar 40 km/h). Alleine
auf weiter Flur im Pkw unterwegs, überlegt man
natürlich, ob die rechte Spur mit 60 km/h zu befahren ist, da ja Rechtsfahrgebot gilt.
Die Lösung, wie an anderen Orten gleicher Art
auch, ist, das Rechtsfahrgebot über die Geschwindigkeitsbegrenzung zu stellen. Wer
rechts geblitzt wird (als Pkw bis 100 km/h),
braucht sich keine Gedanken zu machen, die
Bilder werden vernichtet. Doch wie so häufig im
Leben, hat es kaum einer mitbekommen, obwohl
der Elzer Berg ja mittlerweile eine Institution
ist. Wer dort entlangfährt, sieht direkt, dass die
rechte Spur ehrfurchtsvoll Pkw-frei bleibt. Doch
vonseiten der Polizei möchte man keine Diskussion über das Rechtsfahrgebot entfachen.
So entsteht zumindest eine Art „rechts-freier“
Raum.
Darf man zum Überholen Lichthupe und/oder Blinker benutzen?
Überraschenderweise ist da einiges erlaubt.
In §5 Absatz 5 heißt es: „Außerhalb geschlossener Ortschaften darf das Überholen durch
kurze Schall- oder Leuchtzeichen angekündigt
werden.“ Bei Benutzung des Fernlichtes ist nur
darauf zu achten, dass der Gegenverkehr nicht
geblendet wird. Die Anwendung der Zeichen,
wie auch immer geartet, soll zudem „maßvoll“
52
Flottenmanagement 2/2014
erfolgen. Das kann jetzt jeder für sich selbst
auslegen. Denn die Praxis sieht ja ganz anders
aus: Die „Leuchtzeichen“ werden leider normalerweise bei deutlicher Unterschreitung des
Sicherheitsabstandes gegeben. Hart auffahren
und dann Lichthupe und/oder Blinker setzen,
ist Nötigung! Das hat der Gesetzgeber mit seiner
Regelung aber bestimmt nicht gemeint.
MANAGEMENT
Wann gilt eigentlich das Rechtsüberholverbot?
In der Kürze liegt die Würze. Eine der wohl
knappsten Aussagen der StVO steht in §5 Absatz
1: „Es ist links zu überholen.“ Fünf Worte und
alles ist klar. Leider nicht ganz, denn auch das
Überholen auf der rechten Seite ist, natürlich
nur unter bestimmten Umständen, erlaubt. Man
sollte hier auch vorsichtig mit dem Wort „Überholen“ umgehen. Denn der Überholvorgang endet
eigentlich mit dem Einscheren auf die Fahrbahn,
von der aus man gestartet ist. Es liegt also normalerweise eher ein „Rechts-Vorbeifahren“ vor.
Das Verkehrszeichen 276 „Überholverbot“ bezieht sich übrigens auf beide Seiten, also links
und rechts. Das ist dann beides verboten. Erlaubt ist lediglich, inner- wie außerorts, linke
Fahrzeugschlangen rechts auf einem freien Fahrstreifen zu überholen. Die Aussage, dass die linke Fahrzeugschlange „steht oder langsam fährt“
heißt im Klartext, dass sie nicht schneller als
60 km/h fährt. Jenseits dieser Geschwindigkeit
darf rechts auf keinen Fall überholt werden!
Eine Besonderheit beim Überholen ist, dass die
beteiligten Fahrzeuge dieselbe Fahrbahn benutzen müssen. Fahrräder auf einem abgetrennten
Radweg dürfen daher durchaus rechts überholen.
Selbiges gilt gleichermaßen für baulich abgetrennte Parallelfahrbahnen oder Einfädelungsstreifen. Interessant ist in dem Zusammenhang
auch das Rechts-Vorbeifahren auf dem Seitenstreifen, denn das gilt nicht als unzulässiges
(Rechts-)Überholen, sondern in dem Fall liegt
eine Verletzung der „Fahrbahnbenutzungspflicht“ vor. Dazu sagt die StVO in §2 Absatz 1:
„Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen,
von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen
sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.“
Ist bestimmtes Schuhwerk beim Autofahren verboten?
Eine spannende Frage, gerade angesichts der
beginnenden Sommersaison. Hier hat der Gesetzgeber weitestgehend Freiheit gelassen.
Ob Flip-Flops oder Wanderstiefel, alles ist erlaubt. Auch barfuß geht prinzipiell. Man muss
nur dann bei den Versicherungen aufpassen,
die schauen bei einem Unfall schon mal genauer hin und da ist dann schnell von grober
Fahrlässigkeit die Rede. Man muss eben selbst
einschätzen können, ob man das Fahrzeug, mit
welchem Schuhzeug auch immer, voll im Griff
hat.
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WISSEN
Weg mit dem Dreck
Verbrennungsmotoren stoßen immer
weniger Schadstoffe aus. Um das zu
erreichen, setzen die Ingenieure auf
Edelmetall, Elektronik und Chemie.
Vor allem der Diesel mit seiner großen Partikelmenge bereitet den Verantwortlichen Sorgen, wenn es um
die Einhaltung der Euro-6-Norm geht.
Eine aufwendige Abgasnachbehandlung treibt den Anschaffungspreis in
die Höhe. Wird sich der Selbstzünder
künftig nur noch bei hochpreisigen
Fahrzeugen rentieren? Doch auch
Benzin-Direkteinspritzer haben mit
Rußpartikeln zu kämpfen.
Wer einmal einen Oldtimer bewegt und bei laufendem Motor etwas aus dem Kofferraum geholt
hat, weiß, was saubere Abgase sind. Oder was
sie nicht sind: Wenn die Kleidung noch tagelang
nach verbranntem Benzin riecht, war sicherlich
kein Katalysator im Spiel. Heute ist kaum mehr
vorstellbar, wie die Luft in den Innenstädten
bis in die Achtzigerjahre gerochen haben muss.
Die Abgase moderner Fahrzeuge dagegen sind
nahezu geruchlos; und Hose wie Jacke bleiben
es auch nach einem Aufenthalt hinter dem Auspuff, ob der Motor nun läuft oder nicht. Klar,
moderne Triebwerke produzieren dank immer
ausgefeilterer Verbrennung bereits recht saubere Rohemissionen – da ist es verhältnismäßig
einfach für den Katalysator, die Restschadstoffe in unschädliche Abfallprodukte wie CO2, Wasser und Stickstoff umzuwandeln. Rußpartikel
sind beim Benziner mit Saugrohreinspritzung
kein Thema, direkteinspritzende Ottomotoren
jedoch verbrennen den Kraftstoff bei Volllast
nicht vollständig und signalisieren dies in Form
schwarzer Auspuff-endrohre.
Denn die Einspritzung erfolgt hier direkt in
den Brennraum; bevor aber die Gemischbildung
samt anschließender Verbrennung stattfindet,
muss der Kraftstoff verdampfen. Vor allem im
oberen Drehzahlbereich kommt es dazu, dass
nachströmende Benzintröpfchen nur an der
Oberfläche verbrennen und Partikel hinterlassen. Ab der Euro-5-Norm werden erstmals Partikelgrenzen für Benziner ausgesprochen. Diese liegen bei 4,5 Milligramm je Kilometer – eine
Grenze, welche die Techniker gut im Griff haben. Mit der für Neuwagen ab 2015 geltenden
Euro-6-Norm wird sich die Vorschrift in puncto
Partikel zwar noch nicht verändern, doch für
die Zukunft ist das freilich denkbar. Überhaupt
kommt der Benziner noch ungeschoren davon
– für ihn wird es bis auf eine vorgeschriebene
Partikelanzahl (im Unterschied zur Ausstoßmenge) keinen Unterschied zur jetzt gültigen
Norm geben. Ganz anders sieht es beim Diesel
aus. Den Selbstzündern gehen die Behörden
an den Kragen. Zwar bleibt es bei den Partikelgrenzwerten, doch setzen ihm die Stickoxide
zu.
So wird der Grenzwert von derzeit 180 mg NOx
je Kilometer auf magere 80 heruntergesetzt;
ironischerweise hängen einfach umzusetzende
Quelle: Bosch
Verbrauchsersparnis versus höhere Systemkosten
54
Flottenmanagement 2/2014
Wie lange wird
der genügsamere
Diesel sich noch
rentieren?
Maßnahmen zur NOx-Reduktion wiederum von
einer anderen Stellschraube ab, bei der ebenfalls Reduktion Not tut: Die Rede ist vom Kraftstoffverbrauch. Je magerer (und somit auch
besser) die Dieselverbrennung abläuft, desto
mehr Stickoxid entsteht. Bei weniger Luftüberschuss, also wenn das Gemisch fetter und
die Verbrennungstemperatur geringer ist, wird
der Stickoxidausstoß eingedämmt, doch dann
steigt die ebenfalls unerwünschte CO2 -Emission. Wenn der Selbstzünder also gleichzeitig
effizient wie ungiftig bleiben muss, sind aufwendigere Maßnahmen erforderlich, die jedoch
seinen Anschaffungspreis in die Höhe treiben
und ihn demnach an anderer Stelle wieder unrentabel machen. SCR-Katalysatoren sind das
Zauberwort. Mittels Harnstofflösung können
die Stickoxide zu ungiftigem Stickstoff reduziert werden, was den Spagat zwischen magerer und gleichzeitig sauberer Verbrennung
möglich macht.
Doch dieser Vorgang erfordert sowohl einige
Bauteile als auch Wartung. Schließlich muss
der Harnstoff in einem kleinen Tank gelagert
und von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden. Es
wird ferner eine Regelelektronik nötig – dazu
zählen zum Beispiel NOx- und Temperatursensoren. Speicherkatalysatoren sind eine weitere Möglichkeit, dem NOx-Problem Herr zu
werden. Dabei werden die Stickoxide in einem
entsprechenden Kat aus Platin und Barium
zwischengespeichert, um sie dann in regelmäßigen Zyklen zu Stickstoff zu reduzieren.
Dazu wird das Gemisch kurzzeitig angefettet,
was sich wiederum nachteilig auf den Konsum
auswirkt. So düster, wie viele Fachleute das
Euro-6-Diesel-Szenario in den letzten Monaten
gezeichnet haben, scheint es aber nicht zu sein
angesichts der vielen bereits in den Preislisten
auftauchenden Modelle – getreu dem Motto:
Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht. Dass
die Fahrzeuge im Schnitt 1.000 bis 2.000 Euro
teurer werden könnten, vermuten Fachleute allerdings schon.
WISSEN
Quelle: Bosch
CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw
Die EU möchte nicht nur die Schadstoffe minimieren – auch CO2 -Reduktion
ist ein großes Thema
Ob sich Diesel-Kleinwagen dann noch rentieren, müsste im Einzelfall geprüft werden. Oft
jedoch entscheiden sich die Kunden gar nicht
wegen der Kosten für einen Selbstzünder, sondern wegen des bulligen Drehmoments. Gerade
im Leistungsbereich um 100 PS glänzt er mit
satter Zugkraft, während Benziner in der Größenordnung eher zäh sind. Addiert man noch
die höheren Versicherungsprämien, ergeben
sich ordentliche Mehrkosten für den Diesel, die
erst im Falle von hohen Jahresfahrleistungen
wieder aufgefangen werden. Anders bei großen
Fahrzeugen wie Vertreter der oberen Mittel-
klasse; in diesem Segment
sind Ottotriebwerke ganz
schöne Spritschlucker – da
hat der Diesel leichtes Spiel.
Dank verschiedener Möglichkeiten der Aufladung erzielt man bei ihm inzwischen
auch locker Literleistungen
von über 100 PS, allerdings
sind diese neuen Generationen mit Sicherheit nicht
mehr so haltbar wie alte
Kammerdiesel. Damals waren Kilometerleistungen von
über einer Million kein Problem, die spezifische Leistung galt aber schon als gut,
wenn sie 30 PS überstieg.
Ach ja, findige Techniker
haben übrigens auch eine
Methode entwickelt, den Diesel ganz ohne
aufwendige Abgasnachbearbeitung über die
Euro-6-Schwelle zu hieven. Es gibt bereits
Varianten, die eine ähnlich niedrige Verdichtung aufweisen wie Benziner, um ihren Verbrennungsprozess zu optimieren. Niedrigere
Temperaturen halten den Stickoxid-Anteil im
Zaum. Und außerdem können Werkstoffe wie
Aluminium ohne Probleme eingesetzt werden,
was das Gewicht wiederum reduziert. Doch auf
dem Weg zum lokal emissionsfreien Fahren per
Elektroantrieb werden die Anforderungen weiter hochgeschraubt. Wenn Neuwagen im Jahr
2020 im Schnitt maximal 95 g CO2/km ausstoßen, dann werden deren Abgase gleichzeitig
auch noch sauberer sein müssen, davon ist
jedenfalls auszugehen. Und da die Rußpartikelfrage auch beim Ottomotor gestellt werden
wird (was komplexere Abgasnachbearbeitung
zur Folge haben wird), bestehen gute Chancen, dass der Diesel für Vielfahrer weiterhin
wirtschaftlicher bleibt. Vorausgesetzt, die
Kraftstoffpreise ändern sich nicht. Vielleicht
wird es ja die eine oder andere Überraschung
geben.
Harnstofflösung im Kampf gegen die Stickoxide ist eine
gute Sache
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INNOVATION
56
Forschung
Das mit Bundesmitteln geförderte Forschungsprojekt Shared E-Fleet zur gemeinsamen Nutzung von Elektrofahrzeugflotten steht vor der Praxisphase. So laufen die
Vorbereitungen der Modellversuche in München, Stuttgart und Magdeburg auf Hochtouren. Norman Natzke, Leiter der Produktion beim Konsortialführer, der Carano
Software Solutions GmbH, fasst zusammen: „Wir verfolgen bei der Entwicklung von
Shared E-Fleet einen stark nutzerorientierten Ansatz. Für Unternehmen entstehen
gerade durch das betriebsübergreifende Carsharing Einsparpotenziale, welche die
Integration von Elektrofahrzeugen in herkömmliche Fuhrparks ermöglichen.“ In der
letzten Ausbaustufe wird die
Softwarelösung zudem Roaming-Konzepte für PartnerFahrzeuge und Ladeinfrastrukturen mit einbeziehen.
Das „Business Carsharing
der Zukunft“ verbindet somit
Fuhrparkmanagement-, mobile Buchungs- und Abrechnungsprozesse mit Betriebsund Energiedaten über eine
sichere Cloud-Plattform.
Ladezeit
Passend zu der Markteinführung des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander geht der
deutsche Importeuer der japanischen Marke, MMD Automobile GmbH (Geschäftsführer Werner H. Frey, li.), eine Kooperation mit dem Ladespezialisten The New
Motion (Geschäftsführer Ritsaart van Montfrans, re.) ein. Das niederländische
Unternehmen wird Ladelösungen für Mitsubishi Händler und Kunden bereitstellen. Mit einem sogenannten One Stop Service bietet das Unternehmen alles aus
einer Hand – vom Steckdosen-Check, über die Beratung, die Installation von Ladeboxen beziehungsweise Ladesäulen bis hin zur Wartung und der Abrechnung.
Dabei ist vorgesehen, bei allen
Mitsubishi Händlern für die
Markteinführung der Plug-in
Hybrid Outlander jeweils ein
Ladepunkt mit zwei Parkplätzen an ihrem jeweiligen Standort zu installieren. Mit dieser
Ladeinfrastruktur möchte der
Autohersteller einen Beitrag
zur Vergrößerung des bundesweiten Ladenetzes leisten und
somit auch die Elektromobilität in Deutschland fördern.
Neue Variante
Der Hyundai i10 wird ab sofort auch als LPG-Variante bestellbar sein. Damit verfolgt der südkoreanische Autohersteller seine Modellstrategie konsequent weiter:
Jedes neue Modell wird auch mit der, neben Benzin und Diesel, dritten umweltfreundlicheren Kraftstoffvariante zu kaufen sein. Denn Liquified Petroleum Gas
oder LPG, wie Autogas im Fachjargon genannt wird, erzeugt bei der Verbrennung
weniger Schadstoffe. Um etwa 50 Prozent nehmen im Vergleich zu Benzin die
Kohlenwasserstoff-Emissionen ab – die Partikelemissionen können noch stärker reduziert werden. Der Kohlendioxidausstoß sinkt im direkten Vergleich zum
herkömmlich betriebenen 1,0-Liter-Dreizylinder im Hyundai i10 von 106 auf 104
Gramm pro Kilometer. Auch wirtschaftlich macht sich das Fahren mit Autogas sehr
schnell bezahlt. Denn wenn der Kleinstwagen alle 450 Kilometer etwa an die Zapfsäule muss, bezahlt der Fahrer, dank steuerlicher Vergünstigung, etwa die Hälfte
des Super-Benzinpreises. Einziger Wermutstropfen ist ein geringer Leistungsverlust des Motors von 51 kW (69 PS) auf 49 kW (67 PS).
Flottenmanagement 2/2014
Luftfilter
Seit einem Jahr kooperiert Audi mit dem Technologie-Unternehmen Climeworks. Das Schweizer
Unternehmen hat mit der sogenannten WhiteBox ein Verfahren entwickelt, um Kohlendioxid
aus der Luft zu filtern. Mit dieser Methode kann
zum einen die Umwelt entlastet werden und zum
anderen könnte der gewonnene Rohstoff anschließend zur Herstellung von synthetischem
Kraftstoff eingesetzt werden. Daher planen die
Ingolstädter, die Kooperation weiter zu intensivieren, um beispielsweise das aus der Luft gefilterte CO2 bei ihrer e-gas-Gewinnung in Werlte
einsetzen zu können. Dass für die Methanisierung von Ökostrom notwendige Kohlendioxid
bezieht Audi derzeit aus einer benachbarten Biogasanlage. Pro Kilogramm e-gas benötigt Audi
nach eigenen Angaben rund 2,7 Kilogramm CO2.
Mit einer entsprechend großen White-Box-Anlage könnte der Kohlendioxid-Bedarf komplett
durch die Filterung der Umgebungsluft gedeckt
werden.
Elektromobilität
Renault und die Deutsche Post DHL haben einen
weltweiten Rahmenvertrag zur Elektromobilität
unterzeichnet. Das Abkommen enthält Optionen
zum Kauf weiterer rein elektrisch betriebener
Stadtlieferwagen Kangoo Z.E. durch den Transport- und Logistikspezialisten. Mit einer Ladekapazität von vier Kubikmetern ist der französische
Kleintransporter ein idealer Wagen für einen emissionsfreien innerstädtischen Lieferverkehr. „Der
Renault Kangoo Z.E. ist ein Fahrzeug, das wir derzeit erfolgreich in mehreren europäischen Ländern
einsetzen“, sagt Manoella Wilbaut, Head of Global
Commercial Developments für den DHL-Automotive-Sektor. Zurzeit stellt die Deutsche Post DHL im
Zuge eines Umweltprojekts in Bonn den gesamten
Paketzustellbetrieb in der Innenstadt und den umliegenden Gebieten auf Elektrofahrzeuge um. Bis
2016 sollen dabei mehr als 140 E-Fahrzeuge zum
Einsatz kommen.
Elektro-Partner
Mit dem Partner Electric bringt Peugeot seinen
vielseitigen Stadtlieferwagen auch mit einem rein
elektrischen Antrieb auf den Markt. Der Einstiegspreis liegt bei 20.800 Euro netto. Für gewerbliche
Kunden ist besonders interessant, dass neben
einer Finanzierung oder einem Leasing auch ein
sogenanntes Splitted-Offer-Angebot besteht, bei
dem die Batterie über eine Laufzeit von 96 Monaten gemietet werden kann. Der Elektromotor des
Partner Electric leistet 49 kW (67 PS) und erreicht
eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Der
französische Automobilhersteller offeriert den
Partner Electric in zwei Karosserievarianten: Die
Ausführung L1 bietet ein Ladevolumen von 3.300,
im 25 Zentimeter längeren L2 sind es sogar 3.700
Liter bei einer Zuladung von 695 Kilogramm. Optionen wie hintere Schiebetüren, Leiterklappe sowie diverse Konfigurationsmöglichkeiten von Seitenfenstern, Hecktüren und Trennwänden stehen
für eine hohe Variabilität und Alltagstauglichkeit.
INNOVATION
Elektrisch by nature
Nun ist es so weit: Volkswagen bietet mit dem e-Golf den ersten reinen
Elektrowagen in der Großserie an. Flottenmanagement war mit der lautlosen
Kompaktklasse bereits unterwegs.
Auch hart gesottene Benzinfreaks müssen ja
zugeben: Ein drehmomentstarker Elektrowagen
fühlt sich nicht schlecht an. Das gilt auch für
den taufrischen e-Golf mit seinen 115 PS und
270 Nm Drehmoment, das sogar schon ab der
ersten Umdrehung anliegt. Ein 105-PS-TDI hat
weniger. Einsteigen und losfahren – wunderbar.
Der Fronttriebler zieht kräftig an und tut den
Ohren gut, denn er gibt kaum wahrnehmbare
Laute von sich. Es gibt kein Getriebe, also entfallen auch die Schaltrucke. Man kann einstellen, wie stark er beim Gaslupfen rekuperieren
und die Batterie damit aus der BremsenergieRückgewinnung nachladen soll, alles wirklich
kinderleicht. Okay, ein bisschen zu bedienen
gibt es doch: Der Bordrechner enthält so einige
Features. Lademanagement und Effizienzoptimierung sind eine komplizierte Materie.
Und damit ist das Kernproblem ausgemacht: Für
lange Reisen ist der elektrisch betriebene Golf
nicht geeignet, obwohl er so schön komfortabel
ist. Denn die Energiedichte selbst einer modernen Lithium-Ionen-Batterie ist in keiner Wei-
se mit jener eines prall
gefüllten Benzintanks
vergleichbar. So ist eine
Ladung gut für 130 Kilometer, sofern keine
Wetterextreme vorherrschen, denn Temperierung kostet wertvollen
Strom. Wenigstens kann
man den Akku mittels
Schnelllade-Station binnen 30 Minuten zu 80
Prozent aufladen, doch diese müssen erst noch in
hinreichender Zahl installiert werden. Der e-Golf
ist ein gutes Auto und fährt hervorragend – aber
der Käufer sollte sich vorher genau überlegen,
wie er sein späteres Fahrzeug einsetzt. Garagenbesitzer mit Steckdose sind klar im Vorteil, die
können nämlich über Nacht „tanken“. Ab 29.327
Euro (netto) ist der Stromer zu haben und bietet
Der umfangreiche Bordcomputer zeigt, wie viel Strom
wann verbraucht wird
immerhin Klimaautomatik, LED-Vollscheinwerfer, Navigationssystem und Radio frei Haus.
Das ist eine faire Sache.
Volkswagen e-Golf
Motor/Hubraum in ccm:
permanenterregte
Synchronmaschine
kW (PS) bei U/min:
85 (115)
Drehmoment bei U/min:
270 Nm bei 1–3.000
Getriebe:
–
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: –/0 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,4/140
Verbrauch auf 100 km/Reichweite: 12,7 kWh/130–190 km
Zuladung kg/Ladevolumen l:
450/341–1.231
Typklasse HP/VK/TK:
17/21/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
29.327 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
RECHT
Fahrtenbuchauflage
im Fuhrpark
Aktuelle Rechtsprechung
In den letzten Jahren haben die außergerichtlichen und auch die gerichtlichen
Streitigkeiten um die Rechtmäßigkeit der Verhängung von Fahrtenbuchauflagen deutlich zugenommen. Da Fahrtenbuchauflagen im Fuhrpark weitreichende Folgen haben können, die zumindest einen nicht unerheblichen organisatorischen Mehraufwand nach sich ziehen können, sind Fuhrparkmanager
gut beraten, sich frühzeitig über den rechtlichen Hintergrund der Fahrtenbuchauflage im Fuhrpark sowie über Reaktionsmöglichkeiten zu informieren.
Wann wird eine Fahrtenbuchauflage verhängt?
Fahrtenbuchauflagen drohen nach einer Zuwiderhandlung gegen Verkehrsvorschriften, bei denen es nicht möglich war, den verantwortlichen
Fahrzeugführer festzustellen. Die Verwaltungsbehörde kann in diesen Fällen nach § 31a der
Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
gegenüber einem Fahrzeughalter die Führung
eines Fahrtenbuches für ein oder mehrere auf
diesen zugelassene (oder künftig zuzulassende)
Fahrzeuge verhängen. Dabei ist die Zielrichtung
der Fahrtenbuchauflage vollkommen klar: Durch
die Anordnung einer Fahrtenbuchauflage soll in
der Zukunft gewährleistet werden, dass Täter von
Verkehrsordnungswidrigkeiten, bei denen Leben,
Gesundheit und Eigentum anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, künftig rechtzeitig ermittelt werden können. Die Anordnung zum Führen eines Fahrtenbuches ist eine verwaltungsrechtliche Maßnahme zur Gefahrenabwehr. Ob es
nämlich möglich ist, den Fahrer zu identifizieren,
hängt sehr häufig von den Angaben des Fahrzeughalters ab – umso mehr dann, wenn in Fahr-
58
Flottenmanagement 2/2014
zeugpools mehrere Fahrer Zugriff auf die Poolfahrzeuge haben. Zweck der Fahrtenbuchauflage
ist daher die Sicherstellung der Beachtung der
Aufsichtspflicht, die dem Kfz-Halter über die von
ihm in Verkehr gebrachten Fahrzeuge obliegt.
So lautet das Gesetz:
§ 31a Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung
(StVZO) in der Fassung vom 26.04.2012, gültig
seit 05.05.2012
(1) Die nach Landesrecht zuständige Behörde
kann gegenüber einem Fahrzeughalter für ein
oder mehrere auf ihn zugelassene oder künftig
zuzulassende Fahrzeuge die Führung eines Fahrtenbuchs anordnen, wenn die Feststellung eines
Fahrzeugführers nach einer Zuwiderhandlung
gegen Verkehrsvorschriften nicht möglich war.
Die Verwaltungsbehörde kann ein oder mehrere
Ersatzfahrzeuge bestimmen.
(2) Der Fahrzeughalter oder sein Beauftragter hat
in dem Fahrtenbuch für ein bestimmtes Fahrzeug
und für jede einzelne Fahrt 1. vor deren Beginn
a) Name, Vorname und Anschrift des Fahrzeugführers,
b) amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs,
c) Datum und Uhrzeit des Beginns der Fahrt und
2. nach deren Beendigung unverzüglich Datum
und Uhrzeit mit Unterschrift einzutragen.
(3) Der Fahrzeughalter hat
a) der das Fahrtenbuch anordnenden oder der
von ihr bestimmten Stelle oder
b) sonst zuständigen Personen das Fahrtenbuch
auf Verlangen jederzeit an dem von der anordnenden Stelle festgelegten Ort zur Prüfung auszuhändigen und es sechs Monate nach Ablauf der
Zeit, für die es geführt werden muss, aufzubewahren.
Fahrtenbuchauflage – immer (nur) gegen den
Halter
Eine Fahrtenbuchauflage kann sich nur gegen
den Halter eines Kraftfahrzeugs richten. Dabei
ist der Halterbegriff im Straßenverkehrsrecht –
wie in § 7 StVG – einheitlich zu bestimmen. In
der Regel ist der Zulassungsinhaber und Versicherungsnehmer eines Fahrzeugs auch dessen
Halter.
Halter des Fahrzeugs im Sinne des § 31a Abs. 1
Satz 1 StVZO ist grundsätzlich unabhängig von
der Eigentümerstellung derjenige, der den Pkw
für eigene Rechnung in Gebrauch hat (also die
Nutzungen aus der Verwendung zieht und die
RECHT
Kosten für Unterhaltung und laufenden Betrieb
trägt) und die tatsächliche Verfügungsgewalt
innehat, die ein solcher Gebrauch voraussetzt
(also Anlass, Zeit, Dauer und Ziel der Fahrten
selbst bestimmen kann). Bei dieser wirtschaftlichen Betrachtungsweise kommt es weniger auf
die rechtlichen Bezüge des Fahrzeugs, sondern
vielmehr auf die Intensität der tatsächlichen Beziehungen zum Pkw an. Dies schließt allerdings
nicht aus, dass im Einzelfall von ausschlaggebender Bedeutung sein kann, auf wen das Fahrzeug zugelassen ist.
Weil das Straßenverkehrsrecht im weitesten Sinne nahezu alle aus der Zulassung und dem Betrieb folgenden Pflichten dem Halter auferlegt,
liegt die Annahme nahe, dass der Fahrzeughalter
regelmäßig mit dem Zulassungsinhaber identisch ist. Da gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 FZV im
Zulassungsverfahren der Name des Halters bei
der Zulassung anzugeben und bei einer Änderung der Angaben zum Halter diese unverzüglich
der Zulassungsstelle mitzuteilen ist, der Verstoß
gegen diese Bestimmung gar eine zu ahndende
Ordnungswidrigkeit darstellt, dürfte – rechtstreues Verhalten unterstellt – in aller Regel derjenige, auf den der Pkw (als Halter) zugelassen
ist, auch tatsächlich der Halter sein. Ist der Betroffene zudem Versicherungsnehmer, kann dies
als (weiteres) Indiz für seine Haltereigenschaft
gewertet werden.
nenswertem Umfang verletzt worden sind.
Ein Fahrtenbuch darf deshalb nur angeordnet
werden, wenn der objektive Verstoß gegen die
Verkehrsvorschrift in tatsächlicher Hinsicht
feststeht. Als vorgelagerte Frage ist also stets
zu klären, ob überhaupt ein Verkehrsverstoß
mit dem Halterfahrzeug begangen wurde. Auf
die Art der Verkehrsordnungswidrigkeit kommt
es ebenfalls nicht entscheidend an, denn eine
Fahrtenbuchauflage kann grundsätzlich bei Verkehrsverstößen jeder Art angeordnet werden,
also sowohl bei Rotlichtverstößen als auch bei
Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Nach seinem Sinn und Zweck soll und kann das
Fahrtenbuch nicht die Aufklärung des „Ob“ eines
Verkehrsverstoßes erleichtern, sondern nur die
Frage des „Wer“ eines feststehenden Verkehrsverstoßes. Ohne Verkehrsverstoß fehlt es an
der Gefahr, deren Abwehr die Fahrtenbuchauf-
lage allein dient. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts soll mit
der Fahrtenbuchauflage „in Ergänzung zur Kennzeichnungspflicht dafür Sorge getragen werden, dass anders als in dem Fall, der Anlass zur
Auferlegung eines Fahrtenbuches gegeben hat,
künftig die Feststellung eines Fahrzeugführers
nach einer Zuwiderhandlung gegen Verkehrsvorschriften ohne Schwierigkeiten möglich ist“.
Eine einmalige und unwesentliche Verkehrsordnungswidrigkeit wird eine Fahrtenbuchauflage dann nicht auslösen, wenn sie im Einzelfall
nicht geeignet ist, Zweifel an der charakterlichen Zuverlässigkeit des Halters zu haben. Als
unwesentlich sind in der Regel solche Verstöße
anzusehen, wenn sie mit einem Verwarnungsgeld abgegolten werden können oder wenn sie
im ruhenden Verkehr (beispielsweise ein Parkverstoß) begangen worden sind. Allerdings kann
(Fortsetzung auf S. 60)
Allerdings gibt es keine Regel ohne Ausnahme.
Die sich aus den vorgenannten Indizien ergebende Vermutung der Haltereigenschaft kann durchaus in vereinzelten Fällen widerlegt werden.
Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die
tatsächliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug ausschließlich bei einer anderen Person
liegt, die auch für die Kosten für Benzin, Steuern
und Versicherung aufkommt und deshalb selbst
als Halter des Fahrzeugs anzusehen ist (OVG Lüneburg, Beschluss vom 30.01.2014, Az. 12 ME
243/13). Allerdings bleibt auch in solchen Fällen
eine Hintertüre für die Verwaltung: In diesen
Fällen müssen nämlich jegliche Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass jemand zumindest
(Mit-)Halter des Fahrzeugs ist, fehlen.
Manche Fuhrparks sind so strukturiert, dass
der Halter eines Fahrzeugs seinen Sitz im Ausland hat. Dies kann Auswirkungen auf die Verpflichtung der Behörde zur Ermittlung gegen
den Halter haben. Gibt der Halter eine Person
mit Wohnsitz im Ausland als Fahrer an, ist die
Bußgeldbehörde nicht verpflichtet, alle weiteren Ermittlungsmaßnahmen unmittelbar gegen
diese Person zu richten. Vielmehr kann sie sich
insbesondere aufgrund der Schwierigkeiten, die
mit Ermittlungen im Ausland verbunden sind,
zur Plausibilisierung der Angaben des Halters
zunächst an diesen oder an andere Personen
wenden oder, sofern sie einen nicht offensichtlich unbegründeten Verdacht gegen eine andere
Person hegt, erst diesem nachgehen (OVG Münster, Beschluss vom 11.11.2013, Az. 8 B 1129/13).
Verkehrsverstoß als Voraussetzung der Anordnung
Eine Fahrtenbuchauflage kommt nur dann in
Betracht, wenn Verkehrsvorschriften in nen-
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RECHT
Rechtsprechung
Hinweispflicht bei Verhängung eines Fahrverbots (Verschlechterung Bußgeldbescheid)
Mit der Verfahrensrüge beanstandet der Betroffene
zu Recht, dass das Amtsgericht gegen ihn ein Fahrverbot nach § 25 StVO ausgesprochen hat, obwohl
der von ihm angefochtene Bußgeldbescheid eine
solche Maßnahme nicht vorgesehen und das Amtsgericht ihn oder seinen Verteidiger weder in noch
vor der Hauptverhandlung auf die Möglichkeit der
Verhängung einer solchen Maßnahme hingewiesen
hat.
Ist im Bußgeldbescheid ein Fahrverbot nach § 25
StVG nicht angeordnet worden, so darf das Gericht
im Einspruchsverfahren nur dann auf diese Nebenfolge erkennen, wenn es in entsprechender Anwendung des § 265 Abs. 2 StPO den Betroffenen zuvor
auf diese Möglichkeit hingewiesen hat. Da in der
Hauptverhandlung weder der von der Verpflichtung
zum persönlichen Erscheinen entbundene Betroffene noch sein Verteidiger erschienen ist, hätte das
Gericht die Hauptverhandlung unterbrechen müssen, um dem Betroffenen über seinen Verteidiger
Gelegenheit zur Äußerung innerhalb angemessener
Frist einzuräumen. Dies ist im vorliegenden Fall jedoch nicht geschehen.
Die Verletzung der Hinweispflicht führt nicht nur zur
Aufhebung des Rechtsfolgenausspruchs, sondern
zieht die Aufhebung des gesamten Urteils nach
sich. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass der Betroffene bei entsprechendem Hinweis grundsätzlich
die Möglichkeit gehabt hätte, die Verhängung des
Fahrverbots durch Rücknahme seines Einspruchs zu
vermeiden. OLG Köln, Beschluss vom 03.09.2013,
Az. III-1 RBs 255/13, 1 RBs 255/13
auch in solchen Fällen das Führen eines Fahrtenbuches angedroht werden.
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass die
Anordnung der Führung eines Fahrtenbuches
in der Regel zulässig ist nach Begehung eines
erstmaligen Verstoßes, der zu einem Punkt im
Verkehrszentralregister führt. Eine konkrete Verkehrsgefährdung ist dabei nicht Voraussetzung.
Es reicht vielmehr aus, dass der Verkehrsverstoß
in objektiver Hinsicht generell gefährlich ist.
Deshalb kommt es auch nicht auf ein Verschulden
oder eine konkrete Wiederholungsgefahr an.
Dem Halter hilft es deshalb in der Regel nicht,
wenn er einwendet, dass die dem Verkehrsverstoß zugrunde liegende Geschwindigkeitsmessung fehlerhaft sei. Dies führt in der Regel nicht
zum Erfolg, denn im Bußgeldverfahren werden
standardisierte Geschwindigkeitsmessverfahren
nur dann auf Fehler überprüft, wenn im Einzelfall
dazu konkrete Veranlassung besteht und ganz
deutlich vorgetragen wird, welcher Umstand zur
Fehlerhaftigkeit der Geschwindigkeitsmessung
geführt haben soll. Das ist allerdings ohne ein
Sachverständigengutachten in der Regel nicht
möglich.
Nichtfeststellbarkeit des Fahrers als weitere
Voraussetzung
Eine Fahrtenbuchauflage setzt voraus, dass der
Fahrer, der für die Begehung einer objektiv festgestellten Verkehrsordnungswidrigkeit nicht als
verantwortlicher Kraftfahrzeugführer ermittelt
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werden kann. Zu den erforderlichen Ermittlungen
der Bußgeldbehörde zur Feststellung des Fahrers
gehört grundsätzlich die Benachrichtigung des
Halters von dem mit seinem Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoß.
Grundsätzlich ist es Sache des Halters, zur Aufklärung eines mit seinem Kraftfahrzeug begangenen Verkehrsverstoßes so weit mitzuwirken,
wie es ihm möglich und zumutbar ist. Im Regelfall soll der Kfz-Halter innerhalb von zwei Wochen
nach der Zuwiderhandlung durch einen Anhörungsbogen der Behörde vom Verkehrsverstoß in
Kenntnis gesetzt werden, damit er die Frage, wer
zur Tatzeit sein Fahrzeug geführt hat, noch zuverlässig beantworten und gegebenenfalls Entlastungsgründe vorbringen kann.
Die Zwei-Wochen-Frist gilt aber nach der Rechtsprechung nicht bei Verkehrsverstößen, die mit
einem Firmenfahrzeug eines Kaufmanns im geschäftlichen Zusammenhang begangen worden
sind. Denn bei Firmenfahrzeugen fällt es in die
Sphäre der Geschäftsleitung, organisatorische
Vorkehrungen dafür zu treffen, dass im Falle einer Verkehrszuwiderhandlung ohne Rücksicht
auf die Erinnerung Einzelner festgestellt werden
kann, welche Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Geschäftsfahrzeug benutzt
hat. Die Geschäftsleitung kann deshalb ihrer Verpflichtung als Fahrzeughalterin, bei der Feststellung des Fahrzeugführers im Ordnungswidrigkeiten- beziehungsweise Verwaltungsverfahren mitzuwirken, regelmäßig nicht mit der Behauptung
RECHT
genügen, es sei nicht möglich, den Fahrzeugführer ausfindig zu machen.
Die erforderliche Benachrichtigung des Halters
muss nicht zwingend in der Gestalt eines Anhörungsschreibens durchgeführt werden. Auch
eine mündliche Befragung durch einen (Außendienst-)Mitarbeiter der Ermittlungsbehörde – sei
es im Rahmen einer persönlichen Vorsprache
oder mittels telefonischer Anfragen – kann ausreichend sein. Die Befragung von Mitarbeitern
in einer Firma – insbesondere die Befragung
einer Sekretärin – zu dem in Rede stehenden
Verkehrsverstoß stellt regelmäßig eine ausreichende Ermittlungsmaßnahme dar; es fällt in
den Verantwortungsbereich der Gesellschaft,
innerbetrieblich dafür Sorge zu tragen, dass die
Geschäftsführung beziehungsweise die Mitarbeiter, die zuverlässig Auskunft über den Einsatz der
Firmenwagen geben können, informiert werden.
Erfolgen daraufhin keine weiteren Angaben seitens des Halters zu der Person, die im fraglichen
Zeitpunkt das Firmenfahrzeug geführt hat, ist es
der Behörde regelmäßig nicht mehr zuzumuten,
noch weitere zeitraubende Ermittlungen zu betreiben (OVG Münster, Beschluss vom 13.11.2013,
Az. 8 A 632/13).
„Knackpunkt“ in der Rechtsprechung ist in diesem Zusammenhang immer wieder das Verhältnis
zwischen dem Umfang der Nachforschungsbemühungen der Behörde einerseits und den Mitwirkungspflichten des Halters im Hinblick auf das
Tätigen von Angaben zum Fahrer andererseits.
Dabei ist bei den Mitwirkungspflichten des Halters eine deutliche Verschärfung der Rechtsprechung festzustellen. Bei der Unmöglichkeit der
Fahrerfeststellung geht es um die Beantwortung
der Frage, ob die Ermittlungsbehörde alle zumutbaren und angemessenen Maßnahmen ergriffen
hat, um den Fahrer zu ermitteln. In diesem Rahmen spielt die Mitwirkung des Halters eine entscheidende Rolle, weil er durch seine Angaben
zum verantwortlichen Fahrzeugführer maßgeblich dazu beitragen kann, die von seinem Kraftfahrzeug ausgehende Gefahr zu bekämpfen.
Ungeachtet der Reichweite der aus §§ 238 I, 257
HGB resultierenden Buchführungs- und Aufbewahrungspflichten entspricht es nach der Rechtsprechung dem sachgerechten kaufmännischen
Verhalten, wenn Geschäftsfahrten längerfristig
dokumentiert werden. Für einen kaufmännischen
Wirtschaftsbetrieb könne deshalb – so die Rechtsprechung – unterstellt werden, dass dieser ohne
Rücksicht auf die Erinnerung einzelner Personen
grundsätzlich dazu in der Lage ist, Geschäftsfahrten anhand schriftlicher Unterlagen zu rekonstruieren und den jeweiligen Fahrzeugführer
im Einzelfall festzustellen. Damit wird Unternehmen mit einem eigenen Fuhrpark wie auch
Fuhrparkmanagement-Unternehmen zugemutet,
dass diese ständig schriftliche Aufzeichnungen
über die einzelnen Fahrten der Geschäftswagen
aufbewahren, sodass anhand dieser Unterlagen
jederzeit über den Fahrzeugführer Auskunft gegeben werden kann.
(Fortsetzung auf S. 62)
Rechtsprechung
Halterhaftung aus Betriebsgefahr bei Brandschaden durch Nachbarfahrzeug
Für die Zurechnung der Betriebsgefahr kommt es
maßgeblich darauf an, dass der Unfall in einem
nahen örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit
einem bestimmten Betriebsvorgang oder einer bestimmten Betriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs
steht. Steht der Brand eines geparkten Kraftfahrzeugs in einem ursächlichen Zusammenhang mit
dessen Betriebseinrichtungen, ist der dadurch verursachte Schaden an Rechtsgütern Dritter im Sinne
des § 7 Abs. 1 StVG regelmäßig der Betriebsgefahr
zuzurechnen.
Der Schaden am beschädigten Fahrzeug stand in
einem nahen örtlichen und zeitlichen Kausalzusammenhang mit dem Brand des benachbarten
Kraftfahrzeugs, der durch den technischen Defekt
einer Betriebseinrichtung dieses Fahrzeugs verursacht worden ist. Dass Dritte durch den Defekt
einer Betriebseinrichtung eines Kraftfahrzeugs an
ihren Rechtsgütern einen Schaden erleiden, gehört
zu den spezifischen Auswirkungen derjenigen Gefahren, für die die Haftungsvorschrift des § 7 StVG
den Verkehr schadlos halten will. Dabei macht es
rechtlich keinen Unterschied, ob der Brand – etwa
durch einen Kurzschluss der Batterie – unabhängig vom Fahrbetrieb selbst vor, während oder nach
einer Fahrt eintritt. Es reicht aus, dass der Brand
oder dessen Übergreifen in einem ursächlichen
Zusammenhang mit einer Betriebseinrichtung des
Kraftfahrzeugs steht. Diese Voraussetzungen sind
im Streitfall erfüllt. BGH, Urteil vom 21.01.2014,
Az. VI ZR 253/13
(Fortsetzung auf S. 62)
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RECHT
Rechtsprechung
Handyverstoß auch bei bloßer Aufnahme wegen
Blendung beim Fahren
Ein Verstoß gegen § 23 Abs. 1a StVO liegt auch vor,
wenn der Betroffene ein auf der Ablage vor seiner
Windschutzscheibe liegendes Handy, welches aufblendet und hierdurch anzeigt, dass der Akku aufgeladen werden muss, wegen der Blendung beim
Fahren in die Hand nimmt, darauf schaut und es
dann zur Seite legt, um eine weitere Blendung zu
vermeiden.
Der Betroffene wäre jedoch auch nach seiner eigenen Einlassung wegen Verstoßes gegen das Verbot
des § 23 Abs. 1a StVO zu verurteilen, da er geltend
gemacht hat, er habe das Handy auf der Ablage vor
seiner Windschutzscheibe liegen gehabt. Das Handy
habe aufgeblendet und hierdurch angezeigt, dass
der Akku aufgeladen werden müsse. Der Betroffene
führte aus, er sei durch das aufleuchtende Handy
geblendet gewesen. Er habe das Handy deshalb in
die Hand genommen, darauf geschaut und es dann
zur Seite gelegt, damit es ihn nicht blende. Auch dies
würde ein Benutzen im Sinne des § 23 Abs. 1a StVO
darstellen.
Der Betroffene wurde daher wegen vorsätzlicher
verbotswidriger Benutzung eines Mobiltelefons
als Kraftfahrzeugführer zu einer Geldbuße von
50,00 Euro verurteilt. AG Lüdinghausen, Urteil vom
17.02.2014, Az. 19 OWi – 89 Js 86/14 – 14/14, 19 OWi
14/14
Nichtberechtigung zum Gebrauch einer polnischen Fahrerlaubnis im Inland
Aus einer im verwaltungsgerichtlichen Verfahren vom
Ausstellermitgliedstaat eingeholten Meldebescheinigung können sich unbestreitbare Informationen
darüber ergeben, dass der Inhaber einer EU-Fahrerlaubnis dort zum Zeitpunkt der Erteilung nicht
seinen ordentlichen Wohnsitz hatte.
Nach § 28 Abs. 1 Satz 1 FeV dürfen Inhaber einer
gültigen EU- oder EWR-Fahrerlaubnis, die ihren ordentlichen Wohnsitz im Sinne des § 7 Abs. 1 oder 2
in der Bundesrepublik Deutschland haben, grundsätzlich im Umfang ihrer Berechtigung Kraftfahrzeuge im Inland führen. Gemäß § 28 Abs. 4 Satz 1
Nr. 2 FeV gilt dies aber nicht für solche Inhaber einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis, die ausweislich des
Führerscheins oder vom Ausstellungsmitgliedstaat
herrührender unbestreitbarer Informationen zum
Zeitpunkt der Erteilung ihren ordentlichen Wohnsitz
im Inland hatten, es sei denn, dass sie – was vorliegend nicht zutrifft – als Studierende oder Schüler
im Sinne des § 7 Abs. 2 die Fahrerlaubnis während
eines mindestens sechsmonatigen Aufenthalts erworben haben. In den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 und
3 kann die Behörde nach § 28 Abs. 4 Satz 2 FeV einen feststellenden Verwaltungsakt über die fehlende
Berechtigung erlassen. Der Erlass des feststellenden
Verwaltungsakts liegt im Ermessen der Behörde, das
allerdings intendiert ist, wenn ein Feststellungsinteresse gegeben ist, weil – wie hier – Zweifel am Vorliegen der Tatbestandsmerkmale des § 28 Abs. 4 Satz
1 Nr. 2 und/oder 3 FeV bestehen. Insoweit bedarf
ein feststellender Verwaltungsakt keiner Ermessensbegründung. Zudem kann die Begründung für das
Fehlen einer Fahrberechtigung in Deutschland ausgewechselt werden.
Vorliegend bleibt der polnischen Fahrerlaubnis die
Anerkennung in der Bundesrepublik Deutschland
nach § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 FeV versagt. Im Hinblick
auf die vom Senat eingeholte Auskunft der Gemein-
62
Flottenmanagement 2/2014
de liegen vom Ausstellermitgliedstaat herrührende
unbestreitbare Informationen vor, die die Nichteinhaltung des Wohnsitzerfordernisses zum Zeitpunkt
der Erteilung der Fahrerlaubnis am 27. August 2009
belegen. Aus dieser Mitteilung folgt, dass der Fahrerlaubnisinhaber jedenfalls 2009, dem Jahr der
Fahrerlaubniserteilung, seinen ordentlichen Wohnsitz entgegen der im Führerschein vorgenommenen
Eintragung nicht in Polen, sondern in Deutschland
hatte. Allein die theoretische Möglichkeit eines weiteren, trotz bestehender Meldepflicht nicht angemeldeten Aufenthalts in Polen genügt nicht, um die von
der Meldebescheinigung ausgehende Beweiswirkung
in Bezug auf die Aufenthaltsdauer in Zweifel zu ziehen. Denn es muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass der betreffende Fahrerlaubnisinhaber seinen melderechtlichen Verpflichtungen, so
weit solche – wie hier – im Ausstellermitgliedstaat
bestehen, nachkommt und dass insofern eine von
den Behörden des Ausstellermitgliedstaates auf dieser Grundlage erteilte Meldebescheinigung seinen
Aufenthaltsstatus zutreffend wiedergibt. OVG Münster, Urteil vom 17.01.2014, Az. 16 A 1292/10
Kein Mietwagenkostenersatz bei
erkennbar möglicher Notreparatur
Entstehen im Falle der Schadensberechnung auf wirtschaftlicher Totalschadensbasis und der Anschaffung
eines Ersatzfahrzeugs (hier: Rettungswagen) unverhältnismäßig hohe Mietwagenkosten, ist der Geschädigte auf die – technisch mögliche – Reparatur zu verweisen, wenn dabei für den Geschädigten erkennbar
die Ausfallzeit erheblich geringer ist, insbesondere
wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert nach dem Schadensgutachten nur knapp übersteigen (hier: Mietwagenkosten bei der Anschaffung
eines Neufahrzeugs von über 100.000 Euro bei einem
Wiederbeschaffungswert von 9.500 Euro brutto und
Reparaturkosten von 9.802,57 Euro).
Ist das verunfallte Fahrzeug mit einem geringen
Kosten- und Zeitaufwand in einen verkehrssicheren
Zustand zu versetzen, aufgrund dessen es in dem zu
überbrückenden Zeitraum bis zur Auslieferung des
Neufahrzeugs ohne Bedenken als Rettungswagen
von der Klägerin eingesetzt werden kann, besteht der
zu ersetzende Schaden in dem Wiederbeschaffungswert und den Kosten der „Notreparatur“. OLG Karlsruhe, Urteil vom 10.02.2014, Az. 13 U 213/11
Haftungsverteilung bei Spurwechsel vor Auffahrunfall – Anscheinsbeweis
Fährt ein Fahrzeug unstreitig auf das Fahrzeug eines anderen auf, so spricht der Anschein für einen
schuldhaften Verstoß des Auffahrenden gegen § 4
Abs. 1 S. 1 StVO.
Wird dieser Anschein jedoch vom Auffahrenden dadurch erschüttert, dass er angibt, von dem anderen
Fahrzeug unmittelbar vorher überholt worden zu
sein, dass das Fahrzeug dann auf seiner Spur eingeschert sei und der Fahrer plötzlich ohne ersichtlichen
Grund abgebremst habe, und wird dies vom Sachverständigen ernsthaft in Betracht gezogen, so handelt
es sich um einen ungeklärten Verkehrsunfall, der zu
einer hälftigen Haftungsverteilung führt. OLG München, Urteil vom 13.12.2013, Az. 10 U 2372/13
Abtretung von Ansprüchen wegen Verschmutzung
einer Bundesstraße
Zivilrechtliche Schadensersatzansprüche nach den
§§ 7ff. StVG, die der Bundesrepublik Deutschland
aus der Verschmutzung einer Bundesstraße zuste(Fortsetzung auf S.64)
Unterlässt der Halter die Fahrerauskunft oder
kommt er seiner diesbezüglichen Auskunftsobliegenheit nur unvollständig nach, ist regelmäßig die Täterermittlung im Sinne des §31a
StVZO nicht möglich und kann die Führung eines
Fahrtenbuches angeordnet werden. Daher ist zu
empfehlen, den Zeugenfragebogen in diesem
Sinne unter Angabe des in Betracht kommenden Fahrers oder Fahrerkreises möglichst rasch
zu beantworten. Allerdings bedeutet das nicht
automatisch, dass in den Fällen, in denen der
Halter an der Aufklärung mitwirkt, keine Fahrtenbuchauflage verhängt werden darf. Die Auferlegung eines Fahrtenbuches nach § 31a Abs. 1 Satz
1 StVZO setzt nicht voraus, dass der Fahrzeughalter die Unmöglichkeit der Feststellung des Fahrzeugführers nach einer Zuwiderhandlung gegen
Verkehrsvorschriften zu vertreten hat. Die Führung eines Fahrtenbuchs kann daher auch dann
angeordnet werden, wenn der Fahrzeughalter an
der Feststellung mitgewirkt hat, die gebotenen
Ermittlungsbemühungen der Behörde jedoch
gleichwohl erfolglos geblieben sind (OVG Münster, Beschluss vom 11.11.2013, Az. 8 B 1129/13).
Mit anderen Worten ist es der Bußgeldbehörde
regelmäßig nicht mehr zuzumuten, noch weitere
Ermittlungen zu betreiben, wenn der Fahrzeughalter vor Auferlegung einer Fahrtenbuchauflage
im Rahmen der Anhörung zu einem mit seinem
Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoß keine Angaben macht.
Vereinzelt wurde versucht, sich im Hinblick auf
die Mitwirkungspflichten und Auskunftserteilung
zum Fahrer auf Aussageverweigerungsrechte
zu berufen. Dieser Schuss kann jedoch „nach
hinten losgehen“. Wenn sich der Halter auf ein
berufsbezogenes Aussage- beziehungsweise
Zeugnisverweigerungsrecht beruft, kann der
Halter eines Fahrzeugs nicht verlangen, von einer Fahrtenbuchauflage verschont zu bleiben.
Ein „doppeltes Recht“, nach einem Verkehrsverstoß einerseits im Ordnungswidrigkeitsverfahren
die Aussage zu verweigern und zugleich trotz fehlender Mitwirkung bei der Feststellung des Fahrzeugführers auch von einer Fahrtenbuchauflage
verschont zu bleiben, besteht nach gefestigter
Rechtsprechung nicht. Ein solches „Recht“ widerspräche dem Zweck des § 31a StVZO, nämlich
der Sicherheit und Ordnung des Straßenverkehrs
zu dienen. Die vorstehenden Grundsätze gelten
dabei nicht nur für solche Aussage- und Zeugnisverweigerungsrechte, die ihren Grund in einem
besonderen persönlichen Näheverhältnis des
Mitwirkungspflichtigen zum Fahrzeugführer haben, sondern auch für berufsbezogene Aussagebeziehungsweise Zeugnisverweigerungsrechte
(OVG Münster, Beschluss vom 14.11.2013, Az. 8 A
1668/13).
Falls der Halter im Hinblick auf die Angaben zum
Fahrer insoweit seine Aussage verweigert, darf
daraus in zulässiger Weise die Prognose abgeleitet werden, dass er auch bei künftigen Verstößen – seien sie von ihm, seien sie von anderen
begangen – von seinem Recht zu schweigen oder
zu leugnen Gebrauch machen und damit die Verkehrssicherheit gefährden werde. Dieser Gefahr
kann durch ein Fahrtenbuch begegnet werden
(VG Düsseldorf, Urteil vom 11.11.2013, Az. 6 K
6579/12). Damit ist – unter dem Strich – eine
RECHT
gewisse Verschärfung bei den Mitwirkungspflichten der Halter im Hinblick auf die Auskunftspflichten zum Fahrer festzustellen.
Was beinhaltet die Fahrtenbuchauflage?
Wird eine Verpflichtung zur Führung eines Fahrtenbuches behördlich
angeordnet, kann sich diese auf eine oder mehrere bereits zugelassene
oder künftig zuzulassende Fahrzeuge beziehen. Ersatzfahrzeuge werden in Fahrtenbuchauflagen, die sich auf bestimmte Kraftfahrzeuge
beziehen, jedoch nur dann eingeschlossen, wenn ein entsprechender
Zusatz in die Fahrtenbuchauflage ausdrücklich als (gesonderte) Anordnung mit aufgenommen wurde. Ist der Betroffene Halter mehrerer
Kraftfahrzeuge – wie dies in professionellen Fuhrparks der Regelfall
sein dürfte –, so dürfen diese Kraftfahrzeuge nur dann einbezogen
werden, wenn auch dort einschlägig Zuwiderhandlungen mit einem
nicht ermittelbaren Fahrer zu befürchten sind.
QUALITÄT
MIT BRIEF
UND SIEGEL.
Für den Fuhrparkbereich sind insoweit stets mehrere Fallgestaltungen denkbar, nämlich die Verhängung einer Fahrtenbuchauflage für
ein einzelnes konkretes Fahrzeug, für mehrere Fahrzeuge im Fuhrpark
oder sogar für alle Fahrzeuge im Fuhrpark.
Fahrtenbuchauflage für mehrere Fuhrparkfahrzeuge
Dokumentiert ein Unternehmen die Nutzung seines Fuhrparks nicht,
kann die Behörde das Führen eines Fahrtenbuches auch für mehrere
Fahrzeuge anordnen. Sie hat dazu die maßgeblichen Tatsachen zu erheben und muss ihr Ermessen sachgerecht hinsichtlich der Auswahl
dieser Fahrzeuge bestätigen. Dabei darf sie sich von früher festgestellten Verstößen leiten lassen.
Soweit es den Geschäftsbetrieb des Unternehmens anbelangt und dieses selbst angibt, nicht zu wissen, wer wann mit welchem Fahrzeug
welche Fahrten unternimmt, dürfte offenbar aber ihr Fuhrparkleiter
eine solche Kenntnis besitzen. Dies ist dem Unternehmen zuzurechnen. Das Unternehmen hätte dann dementsprechende Erkundigungen
bei dem Fuhrparkleiter einholen müssen, soweit dieser überhaupt entsprechende Dokumentationen führt. Dies gilt auch, soweit nunmehr
von der hier verfügten Anordnung zum Führen eines Fahrtenbuches
zwei Kraftfahrzeuge aus dem Fuhrpark des Unternehmens betroffen
sind: §31a Abs. 1 StVZO ermöglicht nicht nur eine Fahrtenbuchauflage
bezüglich des Fahrzeugs, mit dem ein Verkehrsverstoß begangen wurde, sondern er umfasst ausdrücklich auch mehrere, auf den Fahrzeughalter zugelassene Fahrzeuge.
Ist der Adressat einer Fahrtenbuchauflage gleichzeitig Halter mehrerer Fahrzeuge – wie hier das Unternehmens –, so dürfen diese im
Rahmen der ordnungsgemäßen Ermessensausübung der Behörde mit
in die Fahrtenbuchauflage einbezogen werden, wenn, etwa aufgrund
der Nutzungsgepflogenheiten des Halters, auch mit anderen Fahrzeugen einschlägig Zuwiderhandlungen naheliegen und zu erwarten
sind. Genauso liegt der Fall hier; die insoweit anzustellende Prognose
ist deshalb naheliegend, weil es bereits in der Vergangenheit zu Verkehrsverstößen mit den beiden Fahrzeugen gekommen ist, auf die sich
nunmehr die verfügte Fahrtenbuchauflage bezieht (VG Oldenburg, Beschluss vom 25.11.2013, Az. 7 B 6607/13).
Erstreckung der Fahrtenbuchauflage auf alle Fahrzeuge des Halters
Die Erstreckung der Fahrtenbuchauflage auf alle Fahrzeuge des Halters kommt im Rahmen einer pflichtgemäßen Ermessensausübung
und ausreichenden Sachverhaltsaufklärung auch dann in Betracht,
wenn nur eine gewichtige Verkehrsstraftat vorliegt, aber aufgrund
des Verhaltens des Halters und seiner Nutzungsgepflogenheiten auch
mit anderen Fahrzeugen künftig unaufklärbare einschlägige Zuwiderhandlungen zu erwarten sind (VGH Baden-Württemberg, Beschluss
vom 14.01.2014, Az. 10 S 2438/13).
Will die Behörde für den gesamten Fuhrpark eine Fahrtenbuchauflage
verhängen, liegt die Messlatte für die Rechtmäßigkeit allerdings höher. Ist nur ein Einzelverstoß begangen worden, will die Behörde aber
gleichwohl die Fahrtenbuchauflage auf mehrere oder alle Fahrzeuge
eines Fahrzeughalters erstrecken, obwohl nicht mit allen Fahrzeugen
(Fortsetzung auf S. 64)
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RECHT
Rechtsprechung
hen, können von Landesbehörden im eigenen Namen kraft unmittelbaren Verfassungsrechts geltend
gemacht und auch an (private) Dritte abgetreten
werden. Wegen § 19 2. AVVFStr kann ein solcher Schadensersatzanspruch – auch im Falle einer Abtretung
–nur ohne Umsatzsteuer geltend gemacht werden.
Ein Schaden ist auch dann „beim Betrieb eines Kfz“
i. S. v. § 7 Abs. 1 StVG entstanden, wenn der Schaden
durch den Inhalt des auf die Straße abgestellten
Transportgutes verursacht wurde. OLG Dresden, Urteil
vom 29.01.2014, Az. 7 U 792/13, 7 U 0792/13
Haftung der Straßenverkehrsbehörde für Beschädigungen am Pkw durch Abschleppen
Beauftragt die Straßenverkehrsbehörde zur Vollstreckung des in einem Verkehrszeichen enthaltenen
Wegfahrgebots im Wege der Ersatzvornahme einen
privaten Unternehmer mit dem Abschleppen eines
verbotswidrig geparkten Fahrzeugs, so wird der Unternehmer bei der Durchführung des Abschleppauftrages hoheitlich tätig. Durch das Abschleppen eines
verbotswidrig geparkten Fahrzeugs im Wege der Ersatzvornahme wird ein öffentlich-rechtliches Verwahrungsverhältnis begründet, auf das die §§ 276, 278,
280 ff. BGB entsprechend anzuwenden sind. Der Eigentümer des verbotswidrig geparkten Fahrzeugs ist
in einer solchen Fallkonstellation nicht in den Schutzbereich des zwischen dem Verwaltungsträger und
dem privaten Unternehmer geschlossenen Vertrages
über das Abschleppen seines Fahrzeugs einbezogen.
Dem Geschädigten steht gegen den Verwaltungsträger neben seinem Amtshaftungsanspruch ein Schadensersatzanspruch aus einem durch den Abschleppvorgang begründeten öffentlich-rechtlichen Verwahrungsverhältnis zu, durch den sein Ersatzinteresse
vollumfänglich abgedeckt wird. Auf das öffentlichrechtliche Verwahrungsverhältnis sind die bürgerlichrechtlichen Verwahrungsvorschriften der §§ 688 ff.
BGB sowie die für Leistungsstörungen bestehenden
Bestimmungen entsprechend anzuwenden. Bei einer
Beschädigung der Sache gelten insbesondere die §§
276, 278 sowie die §§ 280 ff. BGB analog. Der Verwaltungsträger hat daher für schuldhafte Pflichtverletzungen – auch seines Erfüllungsgehilfen – einzustehen und Schadensersatz zu leisten, wobei ihm im
Gegensatz zur Amtshaftung die Beweislast für fehlendes Verschulden obliegt. BGH, Urteil vom 18.02.2014,
Az. VI ZR 383/12
Voraussetzungen für Anscheinsbeweis bei Kettenauffahrunfall
Bei einem Kettenauffahrunfall kommt ein Anscheinsbeweis für eine schuldhafte Verursachung des Heckaufpralls durch den letzten in der Kette auffahrenden Verkehrsteilnehmer nur dann in Betracht, wenn
feststeht, dass das ihm vorausfahrende Fahrzeug des
Geschädigten rechtzeitig hinter seinem Vordermann
zum Stehen gekommen ist und nicht durch einen Aufprall auf das vorausfahrende Fahrzeug den Bremsweg
des ihm folgenden Fahrzeugs verkürzt hat.
Führen bei einem Kettenauffahrunfall die Schäden im
Front- und Heckbereich des geschädigten Kraftfahrzeugs zu einem wirtschaftlichen Totalschaden und
ist nicht feststellbar, ob der Frontschaden durch das
Auffahren des nachfolgenden Fahrzeugs verursacht
wurde, kann der gegen den Auffahrenden begründete
Schadensersatzanspruch betreffend den Heckanstoß
nach §287 ZPO durch die quotenmäßige Aufteilung
des Gesamtschadens, gemessen am Verhältnis der
jeweiligen Reparaturkosten, ermittelt werden. Dies
gilt jedenfalls dann, wenn die Verursachung auch des
Frontschadens durch den Auffahrenden nicht weniger
wahrscheinlich ist als die Entstehung des Frontschadens unabhängig vom Heckaufprall. OLG Hamm, Urteil vom 06.02.2014, Az. I-6 U 101/13, 6 U 101/13
64
Flottenmanagement 2/2014
Verstöße begangen wurden, muss die Behörde
prüfen, ob es zutrifft, dass bei zukünftigen Verstößen auch bei den übrigen Fahrzeugen des
Halters die Fahrer nicht ermittelt werden können.
Bei ihrer Entscheidung hat die Behörde deshalb
zu berücksichtigen, ob der Fahrzeughalter sich
durch eine Erklärung dazu bereit erklärt, eine
interne Kontrolle über die Nutzung der Fahrzeuge offenzulegen. Die Anordnung einer Fahrtenbuchauflage auf alle Fahrzeuge eines Halters
erfordert deshalb eine behördliche Auseinandersetzung insbesondere mit dem Erfolg bisheriger
Fahrzeugführerermittlungen und dem Angebot
zur Offenlegung von internen Zuordnungslisten (so schon VG Stuttgart, Beschluss vom
08.01.2004, Az. 3 K 5347/03; VG Cottbus, Urteil
vom 11.09.2007, Az. 2 K 1526/04).
Eine Fahrtenbuchauflage kann auf unbestimmte
Zeit verhängt werden; dies wird aber unter dem
Gesichtspunkt des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit wohl eher die Ausnahme in der Praxis
sein. Unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten werden Fahrtenbuchauflagen regelmäßig befristet, wobei in der Rechtsprechung Zeiträume
von 6, 15 und 24 Monaten durchaus für zulässig
angesehen wurden, jeweils im Verhältnis zu dem
zugrunde liegenden Verkehrsverstoß. Als angemessen angesehen wurden die Befristung der
Fahrtenbuchauflage auf 15 Monate bei einer Geschwindigkeitsübertretung, die mit 3 bis 5 Punkten im Verkehrszentralregister einzutragen war,
sowie eine 24-monatige Fahrtenbuchauflage bei
einem groben Rotlichtverstoß.
Fahrtenbuchauflage – kann ich mich wehren?
In der Regel wird die Behörde den betroffenen
Halter vor Erlass einer Fahrtenbuchauflage notwendigerweise anhören. Dabei ist es allerdings
nicht zwingend geboten, dass die Behörde auf
die Möglichkeit der Anordnung einer Fahrtenbuchauflage konkret hinweist. Erlässt die Behörde nach erfolgter Anhörung eine Fahrtenbuchauflage, kann diese als Verwaltungsakt mit
Widerspruch und Klage vor dem Verwaltungsgericht angefochten werden. In den meisten Fällen
wird die Behörde gleichzeitig den Sofortvollzug der Fahrtenbuchauflage anordnen, weshalb
Rechtsmittel hiergegen keinerlei aufschiebende
Wirkung entfalten und die Auflage deshalb sofort
gültig ist. Hiergegen hilft nur ein Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, der
jedoch nicht immer von Erfolg beschieden ist.
Fahrtenbuch – Inhalt und Benutzung nach Auflage
Mit der Unanfechtbarkeit des Bescheides, mit
dem die Fahrtenbuchauflage angeordnet wurde,
wird diese wirksam. Der konkrete Inhalt des Fahrtenbuches ergibt sich aus dem Gesetz, aus § 31a
Abs. 2 StVZO. Der Halter oder sein Beauftragter
hat dann im Fahrtenbuch für ein bestimmtes
Fahrzeug und für jede einzelne Fahrt vor deren
Beginn Name, Vorname und Anschrift des Fahrzeugführers, amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs, Datum und Uhrzeit des Beginns der Fahrt
und nach deren Beendigung unverzüglich Datum
und Uhrzeit mit Unterschrift einzutragen.
Das Fahrtenbuch muss allerdings nur dann mitgeführt werden, wenn es entweder auf der Hinfahrt
Autor
Rechtsanwalt Lutz
D. Fischer aus Lohmar berät und vertritt
mittelständische Unternehmen, Unternehmerpersönlichkeiten
sowie Privatpersonen
im Wirtschafts-, Zivil-,
Arbeits- und Verkehrsrecht und ist bundesweit als juristischer
Dienstleister tätig. Ein besonderer Kompetenzbereich liegt im Bereich des Dienstwagen- und
Fuhrparkrechts. Rechtsanwalt Fischer ist Mitglied
der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im
Deutschen Anwaltverein) und Autor zahlreicher
Publikationen zum Dienstwagen- und Verkehrsrecht, unter anderem in der Fachzeitschrift „Flottenmanagement“, „Der Kfz-Sachverständige“
und „autorechtaktuell.de“. Als freiberuflicher
Dozent ist er für das Goethe-Institut in Bonn tätig
und hält bundesweit Seminare zu „Dienstwagenüberlassung und Arbeitsrecht“ sowie zu „Professionelles Schadensmanagement im Fuhrpark“
für das Weiterbildungsinstitut CompendiumPlus
aus Osnabrück.
oder der Rückfahrt zu einem Fahrerwechsel
kommt. Ansonsten genügt in der Regel, dass das
Fahrtenbuch beim Halter verbleibt. Die Fahrtenbuchauflage wird im Übrigen auch nicht in den
Fahrzeugschein eingetragen, weil es dafür an
einer entsprechenden behördlichen Ermächtigungsgrundlage fehlt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass das Fahrtenbuch nach Ablauf der
Zeit, für die es geführt werden muss, noch für
einen Zeitraum von einem weiteren halben Jahr
aufzubewahren und der zuständigen Behörde
auf Verlangen vorzulegen ist. Deswegen ist es
geboten, derartige Fahrtenbücher auch nach
Ablauf der Befristung einer Auflage sicher aufzubewahren.
Dennoch ist auch beim Umgang mit dem „lästigen“ Fahrtenbuch durchaus Vorsicht geboten:
Wird die Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO
nicht erfüllt, begeht der Betroffene nämlich
wiederum eine neue Ordnungswidrigkeit, die
nach dem Bußgeldkatalog ihrerseits empfindlich mit einem Bußgeld geahndet werden kann.
Nach § 69a Abs. 5. Nr. 4 StVZO handelt ordnungswidrig im Sinne des § 24 StVG, wer vorsätzlich
oder fahrlässig entgegen § 31a Abs. 2 StVZO als
Halter oder dessen Beauftragter im Fahrtenbuch nicht vor Beginn der betreffenden Fahrt
die erforderlichen Angaben einträgt oder nicht
unverzüglich nach Beendigung der betreffenden Fahrt Datum und Uhrzeit der Beendigung
mit seiner Unterschrift einträgt, und nach § 69a
Abs. 5. Nr. 4a StVZO entgegen § 31a Abs. 3 StVZO
ein Fahrtenbuch nicht aushändigt oder nicht
aufbewahrt.
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer, Lohmar
Kontakt: [email protected]
Internet: www.fischer-lohmar.de
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
Prozess-
Kette
Eigentlich ist Full-Service-Leasing ja schon
praktisch: Man zahlt eine feste Rate und kümmert sich um fast nichts, wenn man fleißig alle
Module gebucht hat. Dennoch gibt es zahlreiche
Gründe, den eigenen Fuhrpark lieber kaufen zu
wollen – angefangen bei genügend liquiden
Mitteln in der Kasse sowie gesparten Finanzierungs- und Servicegebühren bis hin zur höheren
Flexibilität. Aber auch dann muss der Fuhrparkleiter beileibe nicht alles selbst machen.
Von Zulassung und Dokumentenmanagement,
Überführung, Reifenservice, Wartung, Versicherung bis hin zur Fahrzeugbewertung bei der
Aussteuerung und der Wiedervermarktung: Für
alles gibt es spezialisierte Dienstleister, die ihre
Services auch dem Kauffuhrpark zur Verfügung
stellen. Ob das dann letztlich so komfortabel
ist wie ein Full-Service-Leasing und am Ende
auch wirklich günstiger, ist eine Frage der Organisation und der Preisverhandlung. Auf jeden
Fall ist es zunächst etwas aufwendiger, weil der
Fuhrparkleiter ja mit mehreren Dienstleistern
verhandeln muss und nicht nur mit einem Komplettanbieter. Dafür spart er sich – bei gleicher
Verhandlungsqualität – die Handlingprovision.
Zwei Faktoren sprechen jedenfalls klar für den
Kauffuhrpark: Die höhere Flexibilität bei Laufzeiten und Laufleistungen sowie die Tatsache, auch
bei einer Wirtschaftsflaute nicht an hohe monatliche Zahlungen und Fuhrparkersatztermine ge-
bunden zu sein – zumindest, solange der Kauf aus
eigenen Mitteln geschieht.
In unserem Special beschreiben wir all die nervigen Kleinigkeiten, die professionelle Dienstleister
dem Fuhrparkleiter abnehmen können, und wer
dies anbietet – wie gewohnt übersichtlich mit vergleichenden Tabellen. Da es auch in diesem Segment inzwischen sehr viele Anbieter gibt, können
wir jedoch nur eine Auswahl darstellen.
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SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
Betriebswirtschaftliche Argumente schlagen
oft die rein steuerlichen
Fuhrparkkostenoptimierung
Kaufen, leasen … oder was?
Lang ist es her, dass bei der Frage, ob Firmenfahrzeuge erworben oder geleast werden sollen, in
erster Linie rein steuerliche Aspekte die Entscheidungsgrundlage zur Beantwortung dieser Frage
bildeten. Gerade zur Reduzierung der Gewerbesteuer war Leasing klar im Vorteil, da die Leasingraten vollständig als Betriebsausgabe abziehbar
waren und somit die Hinzurechnung sogenannter
Dauerschuldzinsen im Falle der Fremdfinanzierung des Fuhrparks bei der Gewerbesteuer und
die damit verbundene Mehrbelastung auf legalem
Wege umgangen werden konnten. Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 wurde dies seitens
des Steuergesetzgebers abgeschafft, sodass
nunmehr auch die in Leasingraten enthaltenen
Finanzierungsanteile typisiert zu ermitteln sind
und die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer erhöhen. Andererseits sprachen relativ
kurze Abschreibungsdauern von Pkw (vier Jahre)
eher für die Kaufvariante, da hierdurch die steuerpflichtigen Gewinne zunächst einmal kräftig
gedrückt werden konnten, hingegen bei Leasingraten nur die Abschreibungen auf den erwarteten Restwert im Zeitpunkt der Fahrzeugrückgabe
über die Leasingdauer steuerwirksam wurden.
Der über die Abschreibungen generierte (höhere) Cashflow konnte somit wiederum für Investitionen eingesetzt werden. Aber auch hier mussten
die Unternehmen in den letzten Jahren Federn
lassen, da die Abschreibungsdauern durch die
amtlichen Abschreibungstabellen für Pkw auf
nunmehr sechs Jahre angehoben wurden.
Aus der betrieblichen Praxis lässt sich jedoch
ein Trend ablesen, der von der Art des Fuhrparks
einerseits und von dessen Umfang andererseits
abhängt: Steuerliche Aspekte treten je nach Art
und Umfang des Fuhrparks hinter betriebswirtschaftlichen Aspekten zurück.
Kauffuhrpark versus Leasingfuhrpark
Die wichtigsten Vorteile eines Kauffuhrparks lassen sich qualitativ wie folgt definieren:
•
•
•
•
Regelmäßig uneingeschränktes Eigentum
Laufzeitunabhängige Nutzungsmöglichkeit
Freie Verwertbarkeit
Flexible Abschreibungsmöglichkeit nach
Grad des Fahrzeugeinsatzes
Als wesentliche Nachteile lassen sich nennen:
• Eingeschränkte Flexibilität bei Bedarfsund Kapazitätsschwankungen
• Hoher Finanzbedarf beziehungsweise
Liquiditätsbindung
• Negative Auswirkung auf finanzwirtschaftliche, ratingrelevante Kennzahlen, wie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad bei hohem
Fremdfinanzierungsanteil
• Vermarktungsrisiken infolge stark sinkender
Marktwerte
• Gewährleistungsrisiken bei Eigenvermarktung
Zwar erhöht das echte Fahrzeugleasing als Kreditsubstitut wegen regelmäßig mehrjähriger
Vertragslaufzeiten nicht die Fähigkeit eines Unternehmens, auf Bedarfs- und Beschäftigungsschwankungen zu reagieren, dennoch lassen sich
folgende Vorteile für das Leasing hervorheben:
• Niedriger Eigen- und Fremdkapitalbedarf eröffnet Spielräume für andere Finanzierungen
• Verbesserte finanzwirtschaftliche,
ratingrelevante Kennzahlen
• Keine Restwertrisiken
• Keine Vermarktungs- und Gewährleistungsrisiken
• Niedrigere Leasingraten durch (verdeckte)
Herstellersubventionen („Business-Pakete“,
Restwertstützprogramme) und somit Preisvorteil gegenüber echtem Kauf
• Nutzung von Zusatzdienstleistungen der
Leasinggesellschaften zur Optimierung von
Fuhrparkkosten (Full-Service-Leasing, Fuhrparkmanagement, Tankkartenservice mit Abrechnung etc.)
Auf der Hand liegt, dass als Nachteile gegenüber
einem Kauffuhrpark zu nennen sind:
•
•
•
•
Kein Eigentum
Laufzeitabhängige Nutzungsmöglichkeit
Erhöhter Pflege- und Instandsetzungsbedarf
Regelmäßig keine Teilhabe an stillen Reserven
bei positiver Restwertentwicklung
Art des Fuhrparks
Kernfuhrpark
Bildet der Fuhrpark den Geschäftskern eines Un(Fortzsetzung auf S. 68)
66
Flottenmanagement 2/2014
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SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
ternehmens, wie beispielsweise bei einer Spedition, einem Taxiunternehmen oder einem Fahrzeugvermieter, so kommt diesem hinsichtlich der
Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens unmittelbare Bedeutung zu. Der Fuhrpark ist wesentlicher Kostentreiber und beeinflusst die Preisstellung am Markt und den wirtschaftlichen Erfolg.
Neben den fixen Kosten, wie den Abschreibungsund Leasingraten, den variablen Kosten, wie
Kraftstoffe, Wartungs- und Verschleißkosten,
verursacht der Fuhrpark mithin auch Fuhrparkmanagementkosten. Letztere beinhalten Personalkosten für Disposition, Planung, Beschaffung
und Verwertung der Fahrzeuge.
Gerade durch das in den letzten Jahren erweiterte Dienstleistungsangebot rund um das Leasing vieler Fahrzeughersteller eröffnet sich für
solche Fuhrparkbetreiber eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit, Kostensenkungspotenziale zu heben. Neben schon fast klassischen
Reparatur- und Wartungsverträgen bietet es
sich gerade beim Full-Service-Leasing an, administrative Aufwendungen oftmals ohne höhere
Kosten auszulagern. Ein Kostenvorteil, der sich
nicht unmittelbar in einem Vergleich von Leasingrate gegenüber Abschreibung und Finanzierung
ablesen lässt.
Zudem bieten diese Full-Service-Leasingverträge die Basis für stabile Kostenplanung, sodass der Unternehmer vor Überraschungen in
den laufleistungsabhängigen Betriebskosten
wie Wartung und Reparatur oder auch Versicherungsbeiträge und Steuern relativ gut geschützt
ist.
Aufgrund des enormen technischen Fortschritts
bei der Fahrzeugentwicklung, nicht zuletzt getrieben durch die Umweltgesetzgebung, ist am
Markt beobachtbar, dass sich die Restwerte von
Fahrzeugen überproportional nach unten bewegen können. Gerade bei großen Fuhrparks kann
daher im Falle des Kaufs die Rechnung im Nachhinein nicht aufgehen, wenn es zu einem Restwertverfall kommt.
Nicht zuletzt wird auch die Bilanz des Unternehmens im Falle des Leasings stark entlastet, was
einen positiven Effekt auf die Bonitätskriterien
hat.
Die gewerbesteuerlichen Nachteile aus der Hinzurechnung von Finanzierungsanteilen aus Leasingraten, zu denen auch nach Auffassung der
Finanzverwaltung und Rechtsprechung die vom
Leasingnehmer getragenen Aufwendungen für
Instandhaltung und Reparatur zählen, werden
die zuvor skizzierten Vorteile des Leasings gegenüber dem Kauf nicht aufwiegen.
Nebenfunktionsfuhrpark
Besteht das Kerngeschäft des Unternehmens
nicht in dem Betrieb eines Fuhrparks, handelt
es sich um einen Nebenfunktionsfuhrpark, wenn
dieser für die Durchführung der eigentlichen Erbringung von Lieferungen und Leistungen erforderlich ist. Man denke hier beispielsweise an die
Flotten der Kommunen, den Werksverkehr oder
soziale Dienstleister.
68
Flottenmanagement 2/2014
Da der Fokus dieser Unternehmen oder Einrichtungen mithin auf das eigentliche Produkt- beziehungsweise Dienstleistungsportfolio ausgerichtet ist, werden die Kosten des Fuhrparks
und dessen Verwaltung oftmals als gegeben
hingenommen. Gerade bei öffentlichen Einrichtungen, welche mitunter über eine nicht unerhebliche Zahl an Fahrzeugen verfügen, ist zu
beobachten, dass es sich hier um Kauffuhrparks
handelt und bei Beschaffungen nur der reine
Fahrzeugpreis im Vordergrund steht.
Grundsätzlich gilt aber auch hier das zu dem
Kernfuhrpark Gesagte. Kostenoptimierung und
Finanzierungsfragen sind auch für Unternehmer
mit einem Nebenfunktionsfuhrpark ebenso einschlägig, sodass sich die Vorteile des Leasings
von Fahrzeugen mit der Anzahl der benötigten
Fahrzeuge und der Intensität der Nutzung, gemessen an der Laufleistung, geradezu aufdrängen.
Dienstwagenfuhrpark
Als dritte Kategorie, aber nicht minder relevant,
sind die klassischen Dienstfahrzeuge für Außendienst- und Vertriebsmitarbeiter zu nennen oder
solche für Angestellte mit leitender Funktion
oder Geschäftsführung. Oftmals werden diese
seitens der Unternehmen auch im Rahmen eines
Gesamtpakets neben der monetären Vergütung
zur Verfügung gestellt. Letzteres gewinnt seit
Jahren auch im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung.
Diese Entwicklung und auch das Erfordernis steigender Mobilität und Flexibilität haben in vielen
Betrieben, auch kleineren mittelständischen,
die Anzahl der Dienstfahrzeuge wachsen lassen.
Damit einhergehend gewachsen sind sowohl der
Finanzbedarf als auch die mit der Administration
der wachsenden Fuhrparks verbundenen Kosten.
Nicht selten trifft man in der Praxis den Fall an,
dass die „Kaufentscheidung“ vom Inhaber – ohne
Rücksicht auf Opportunitätskosten und Kostensenkungspotenziale, welche mittlerweile durch
das erweiterte Dienstleistungsangebot der Fahrzeugfinanzierer angeboten werden – getroffen
wird. Mithin ist hier die größte Gruppe derer anzutreffen, die sich gegen Leasing und für einen
echten Kauf der Fahrzeuge entscheiden.
Wie eingangs erwähnt, dürfen steuerliche
Überlegungen bei der Entscheidung zwischen
Kauf oder Leasing respektive der anderen, die
tatsächlichen Kosten beeinflussenden Faktoren, wie Marktwertentwicklungen, technischer
Fortschritt, Kostenstabilität im Falle des FullService-Leasings oder aber auch die Kosten der
Fuhrparkverwaltung sowie Bilanzstrukturmanagement, keine „hard facts“ mehr darstellen.
Fahrzeugmiete und Carsharing als Alternative
zum eigenen Fuhrpark
Sowohl der Kauf als auch das Leasing mit mehrjährigen Vertragslaufzeiten führen zum Aufbau
von zunächst fixen Fahrzeugkapazitäten und Fixkostenpotenzialen.
Kurzzeitmiete ist sicher die flexibelste Form und
geeignet, kurzfristige Bedarfsspitzen abzude-
Autor
Wolfgang Küster ist
geschäftsführender
Gesellschafter bei der
DORNBACH GmbH in
Koblenz. Neben der
Wirtschaftsprüfung
stellt die steuerrechtliche und betriebswirt schaftliche
Beratung der mittelständischen Klientel
einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit dar. Unternehmen der Automobilbranche sowie Produktions- und
Großhandelsunter nehmen gehören zu den von
Wolfgang Küster betreuten Mandanten. Dornbach
ist derzeit mit 17 Standorten in Deutschland vertreten (www.dornbach.de).
cken. Langzeitmiete mit Laufzeiten deutlich
unterhalb der Dauer von Leasingverträgen ist
ein Instrument, nicht nur kurzfristige Bedarfsund Kapazitätsschwankungen auszugleichen.
Es liegt auf der Hand, dass in Fällen absehbarer
Bedarfsspitzen solche Instrumente betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, da sie die ansonsten fixen Kosten variabilisieren.
Corporate Carsharing steckt sicher noch in den
Kinderschuhen, wird wohl aber gerade im Hinblick auf die Reduzierung von Poolfahrzeugen
eine interessante Alternative darstellen, da im
Vergleich zur Kurz- oder Langzeitmiete nur die
tatsächliche Nutzung zu einer Kostenbelastung
für das Unternehmen führt und zudem die Anbieter auch kostenstellenbezogen Rechnung
legen.
Fazit
Wenngleich bei Überlassung eines Dienstwagens durch den Arbeitgeber die steuerlichen
Fragen zur Minimierung der damit verbundenen
Steuerbelastung für den Arbeitnehmer und auch
den Arbeitgeber oftmals Mittelpunkt der Entscheidungsfindung sind, gilt dies mithin für die
Frage Kauf oder Leasing nicht (mehr).
Das Steuerrecht hat durch die Gleichstellung von
Leasing und Finanzierung bei der Gewerbesteuer die Vorteile des Leasings beseitigt und durch
die Verlängerung der Abschreibungsdauern bei
Fahrzeugen den Unternehmen Steuersenkungspotenziale genommen.
Andere Faktoren wie Finanzierungsbedarf, interne Fuhrparkmanagementkosten, Kostenstabilität und Vermarktungs- und Restwertrisiken
sind entscheidungskritisch.
Durch das in jüngsten Jahren angebotene
Dienstleistungsportfolio rund ums Leasing sowie die Gefahr des Restwertverfalls scheint Leasing die bessere Alternative zu sein.
Aber auch neue Formen wie Fahrzeugmiete oder
Corporate Carsharing eröffnen Unternehmen
Einsparpotenziale, die nicht ungeprüft bleiben
sollten.
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
Fahrzeugwechsel
Die To-do-Liste bei der Fahrzeugein- und -aussteuerung im
Kauffuhrpark ist lang. Zwischen
der Fahrzeugkonfiguration des
neuen Dienstwagens bei der Einsteuerung und dem Restwertgutachten bei der Wiedervermarktung liegen im Lebenszyklus eines Flottenfahrzeugs jede
Menge Zwischenschritte und
Verwaltungsaufgaben. Gerade
Fuhrparkmanagement-Dienstleister können hier dem Flottenverantwortlichen helfen, die Herausforderungen im Flottenalltag
zu meistern.
Einsteuerung
Die Einsteuerung beginnt meist mit der Lieblingsaufgabe vieler Außendienstleister: der Neufahrzeugkonfiguration. Unter Umständen ist
dies nicht einmal das einfachste Thema bei der
Beschaffung neuer Firmenwagen. Längere Gespräche mit den Mitarbeitern über Änderungen
in der Car Policy oder bei Fragen zu verschiedenen
Konfigurationsoptionen können sehr zeitraubend
sein. Daher bieten die Fuhrparkmanagement-Unternehmen an, während der Fahrzeugkonfiguration und auch darüber hinaus die Kommunikation
mit den Mitarbeitern zu übernehmen. Bei offenen
Fragen kann der Fuhrparkleiter einfach an den
Management-Dienstleister verweisen. Dies entspannt oftmals das Betriebsklima und entlastet
den Flottenverantwortlichen. Auch in anderen
Bereichen stehen Flottendienstleister den Unternehmen beratend zur Seite, zum Beispiel wenn es
um die Abstimmung von Laufzeiten der Fahrzeuge
geht. Unter dem Motto „one face to the customer“
(Fortsetzung auf S.70)
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SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
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auch von Logistikern abgedeckt werden, manche
bieten gar ein komplettes Fuhrparkmanagement
an. So schildert Eric Wirtz, Director Sales und Operation beim PS-Team: „Sämtliche Randprozesse
wie etwa die Koordination von Fahrzeugtransporten inklusive Auftragsvergabe, Terminierung und
Zulassung sowie die Zuführung in den definierten
Remarketingkanal wickeln wir ab. Das wirkt sich
für unsere Kunden ressourcenschonend, bezogen
auf Mensch und Kosten, aus.“ Auch Daniel Haufe, Geschäftsführer von der SNC Logistic-GmbH,
weiß Ähnliches zu berichten: „Unser Full-ServiceFuhrparkmanagement erstreckt sich von der Fahrzeugbeschaffung über die Versicherung bis hin
zum Schadenmanagement und zu den Rückläufen.
Zudem können wir für unsere Kunden günstigere
Konditionen in vielen Bereichen aushandeln.“
bietet Panopa Fleet Management beispielsweise
eine umfassende Fahrerbetreuung an, die von der
Neukonfiguration bis hin zu Details aus dem Schadenmanagement alle Belange abdeckt.Nachdem
der neue Firmenwagen konfiguriert ist, muss die
Auslieferung koordiniert werden. Dabei stellt sich
zunächst die Frage: Wann soll oder kann der Wagen
ausgeliefert werden? Kommt es beispielsweise zu
Verzögerungen im Prozessablauf, muss unter Umständen für ein Interimsfahrzeug gesorgt werden.
Außerdem muss die Zulassung beantragt und das
Kennzeichen reserviert werden. In manchen Fällen
soll der Dienstwagen auch direkt zum Mitarbeiter
geliefert werden, oder der Wagen muss entsprechend vorbereitet werden (Einbauten, Beklebung,
Reifen) – hier ist dann eine gute Terminabsprache
gefragt. An diesem Punkt der Einsteuerung lassen sich große Überschneidungen zwischen den
klassischen Fuhrparkmanagement-Dienstleistern
und den Logistikspezialisten erkennen. Viele der
genannten Leistungen wie Zulassungen können
Checkliste Fahrzeugeinsteuerung
Neufahrzeugkonfiguration
Abstimmung Laufzeiten Alt- und Neufahrzeug
Eventuell Interimsfahrzeug organisieren
Koordinierung der Auslieferung:
- über Autohaus
- über Leasinggesellschaft
- über Zustelldienst – Werksabholung
Vorbereitung des Fahrzeugs mit Einbauten,
Beklebung, Reifen
Terminierung der Auslieferung
Kennzeichenreservierung
Zulassung
Auslieferung an welche Adresse
Übergabe des Fahrzeugs und Einweisung
des Fahrers
Übergabeprotokoll
Dokumentenverteilung
Dokumentenverwaltung
An diesen Beispielen wird auch ein zentraler Vorteil der externen Flottenverwaltung deutlich:
Dienstleister können, sofern sie den Service nicht
Übersicht ausgewählter Fuhrparkmanagement-Dienstleister
Car fleet
management
GmbH
ARI Fleet
Germany GmbH
www.arifleet.com
70
www.car-fleet.de
(im Aufbau)
CARAT
Fuhrparkmakler
carmobility
GmbH
www.
fuhrparkmakler.de
www.
car-mobility.com
CPM
www.
carprofessional.de
CORALIX Fleet
Solutions GmbH
www.coralix.de
e-flotte
TCS-Technology
Content
Services GmbH
expert
automotive
GmbH
FAC Concept
www.
fac-concept.de
www.expertautomotive.com
www.e-flotte.de
Vertragsbestand
100.000 in Europa
k.A.
1.500 Verträge
k.A.
53.100 Fahrzeuge
10.500
250 Flotten
57.000
k.A.
Mindestflottengröße
100 Fahrzeuge
50 Fahrzeuge
5 Fahrzeuge
50 Fahrzeuge
50 Fahrzeuge
keine
keine
100 Fahrzeuge
10 Fahrzeuge
Internationaler
Service
ja
ja, Fahrzeugtransport
nein
nein
ja, in 37 Ländern
weltweit
ja, alle Managementmodule
ja, alle Managementmodule
nein
nein
Fahrzeugbeschaffung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Rechnungsprüfung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Tankkartenmanagement
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
Schadenabwicklung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Reporting
ja
ja
ja
ja, Online-Reporting
ja, online abrufbar
ja, online abrufbar
ja
ja
ja
Schnittstellen
Buchhaltung, Mineralölgesellschaften,
Leasinggeber,
Betriebstankstellen
Buchhaltung
u.a. Buchhaltung,
Personalabteilung
Buchhaltung, Lohnbuchhaltung
Buchhaltung
individuelle
Anbindung an jedes
interne und externe
System
individuelle
Anbindung an
jedes internes- und
externes System
u.a. Buchhaltungen,
ERP-Systeme, Dokumentenmanagementsysteme
k.A.
Ausschreibung
Reifen, Leasing
u.a. Reifen, Reparaturen, Autoglas
u.a. Reifen, Schaden, Versicherung,
Leasing, Führerschein, Vermarktung
Neufahrzeuge
(Kauffuhrparks),
Multi-BiddingKonfigurator
(Leasingfuhrparks),
Fahrzeugversicherungen
u.a. Reifen, Leasing
u.a. Reifen, Leasing
ja
ja, je nach Kundenwunsch
Reparaturen,
Fahrzeugbeschaffung, Versicherung, Reifen
Sonstige
Leistungen
u.a. Wartung,
Reifenservices,
Tankkartenservices,
Schadenmanagement, Versicherungsservices,
Kfz-Steuerabwicklung, Führerscheinkontrolle, elektr.
Fahrzeugakte
u.a. Führerscheinkontrolle, Fahrzeugakte, UVV
u.a. Führerscheinkontrolle, Sale u.
Leaseback, elektr.
Fahrzeugakte,
Fahrerdirektkommunikation, UVV,
Sicherheitstraining
u.a. Führerscheinkontrolle, UVV,
Rundfunkgebühren,
Online-Fahrerportal
u.a. Fahrerbetreuung, elektr. Rechnungsarchiv, Langund Kurzzeitmiete,
Versicherungsservice, präventives
Risk Management,
elektr. Führerscheinkontrolle
u.a. Online-Führerscheinkontrolle,
UVV-Prüfung, Fuhrpark Quick Check,
Return Check,
Schadenmanagement, geschlossene
Service- und Reifenraten, Erstellung
CO2-Policys
Führerscheinkontrolle, UVV, UVVMitarbeiterbefähigungsnachweis,
Beratung im Risk
Management
digitale Fahrzeugakte, Führerscheinkontrolle,
Betreuung von gemischten Fuhrparks,
Fahrzeugverwertung, TCO-Analysen,
regelmäßige
Reviewmeetings
Werterhalt durch
vielfältige SmartRepair-Angebote
Kontakt für den
Fuhrparkleiter
Tel.: 0711/66760
E-Mail:
[email protected]
Tel.: 02441/77 94 32
E-Mail: [email protected]
car-fleet.de
André Düfer
Tel.: 8363/2104060
E-Mail: [email protected]
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Volker Varol (Region
Nord)
Tel.: 0172/2430413
E-Mail: volker.varol
@car-mobility.com
Oliver Schmelzer
(Region Süd)
Tel.:0172/4961333
E-Mail: oliver.
[email protected]
car-mobility.com
Tel.: 040/53105-0
E-Mail: [email protected]
carprofessional.de
Thomas Mitsch
Tel.: 0160/3333222
E-Mail:
[email protected]
Niels Krüger
Tel.: 0911/23053222
E-Mail: n.krueger
@e-flotte.de
Benno Aul
Tel.: 06051/97117-700
E-Mail:
[email protected]
Dirk Winter
Tel.:
03722/6003450
E-Mail: [email protected]
fac-concept.de
Flottenmanagement 2/2014
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
selbst erbringen, aufgrund ihres großen Vertragsbestandes gute Kooperationen mit spezialisierten
Unternehmen eingehen. Im Falle der Einsteuerung
wären dies zum Beispiel Logistiker oder Lackierereien und Firmen für Fahrzeugbeklebungen. Darüber hinaus werden manche Dienstleistungen auch
ganz unabhängig ausgeschrieben und an Dritte
vergeben. Solche Ausschreibungen finden häufig
in den Bereichen Reparatur, Tankkarten oder auch
Reifen statt. Abgeschlossen wird der Einsteuerungsprozess mit der eigentlichen Übergabe des
Fahrzeugs. Zu beachten gilt dabei, dass der Fahrer
eine korrekte Einweisung am Fahrzeug erhält und
dass das Übergabeprotokoll vollständig ausgefüllt
wird.
Aussteuerung
Die Vorgänge am Ende der Laufzeit eines Dienstwagens ähneln denen der Einsteuerung. Auch hier
sollten Termine mit einem Transportunternehmen
vereinbart werden und die Behördengänge zur
Abmeldung des Fahrzeugs müssen auch unternommen werden. Wer ein professionelles Fuhrparkmanagementsystem besitzt kann diese Ar-
fleet.art
Fuhrparkmanagement
fleet
academy UG
www.
fleetacademy.de
www.fleetart.de
beitsschritte digital per Mausklick erledigen. Bevor jedoch der Autotransporter auf dem Firmenhof anrückt gilt es noch einige andere Dinge zu
klären, zum Beispiel ob Zubehör wie Winterräder
vorhanden ist oder Sondereinbauten vorgenommen wurden. Eventuell können Smart-RepairMaßnahmen zur Aufbereitung im Vorfeld der Begutachtung in Erwägung gezogen werden. Wie
schon bei der Einsteuerung stehen auch hierbei
Fuhrparkmanagement-Dienstleister mit Rat und
Tat zur Seite. So schildert der Geschäftsführer von
FAC Concept, Dirk Winter: „Ausgehend vom klassischen Fuhrparkmanagement komplettieren wir
unser Angebot um ergänzende Services wie Smart
Repair, sanfte Dellen-Entfernung und Kfz-Sachverständigen-Dienstleistungen wie unabhängige
Gutachten oder die Fahrzeug-Bewertung. Daher
können wir durch ein breit gefächertes Netzwerk
an Partnerunternehmen vorteilhafte Synergieeffekte vor allem für unsere Kunden erzielen.“
Fazit
Gerade bei der Ein- und Aussteuerung können
Flottendienstleister den Prozess enorm verein-
FleetCompany
GmbH
fleet in
motion GmbH
www.fleetcompany.com
www.fleetlogistics.com
www.
fleet-in-motion.de
Fleetcar + Service
Community
GmbH & Co.KG
www.fscfleetmanagement.de
Fuhrpark
Consulting
www.fuhrparkconsulting.de
Groom
Fuhrparkmanagement GmbH
www.groom-fm.de
fachen. Durch Kooperationen kann zumeist alles
aus einer Hand angeboten werden und oft auch zu
günstigeren Konditionen. Dies gilt auch für alle
anderen Bereiche des Fuhrparkmanagements,
sodass Outsourcing bei den immer komplexer
werdenden Abläufen im Flottenalltag und dem
steigenden Kostendruck durchaus eine Alternative darstellt. Full-Service gibt es eben nicht nur im
Leasingbereich.
Checkliste Fahrzeugaussteuerung
•
•
•
•
•
•
•
•
Terminierung Abholung
- über Autohaus
- über Leasinggesellschaft
- über Transportdienst
Dokumentensammlung
Zubehör wie Winterräder
Eventuell Smart Repair/Aufbereitung im Vorfeld
Begutachtung
Rücknahmeprotokoll
Abmeldung
Remarketing
HLA Fleet
Services GmbH
PANOPA Fleet
Management
Sixt Mobility
Consulting GmbH
www.
hla-fleetservices.de
www.panopa-fleetmanagement.de
www.mobilityconsulting.com
k.A.
k.A.
44.500 Fahrzeuge in
Deutschland
k.A.
ca. 90.000
800
k.A.
5.000 Verträge
> 3.000
36.000 Fahrzeuge
5 Fahrzeuge
keine
50 Fahrzeuge
5 Fahrzeuge
10 Fahrzeuge
20 Fahrzeuge
10 Fahrzeuge
40 Fahrzeuge
10 Fahrzeuge
80 Fahrzeuge
ja, alle Managementmodule
nein
ja, alle Managementmodule in 28
Ländern weltweit
ja, alle Managementmodule
nein
nein
ja, nach Absprache
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
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ja
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ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, online abrufbar
ja
ja
ja, online abrufbar
ja
ja
ja
zu allen gängigen
Systemen;
HR, Fibu, Tankmanagement
u.a. Buchhaltung,
Rechnungen,
Lieferanten
u.a. Abrechnungsschnittstelle in das
Buchhaltungssystem des Kunden, HR
möglich
Buchhaltung
nach Kundenwunsch
Buchhaltung
alle gängigen
Schnittstellenformate zu Kunden und
Lieferanten
Buchhaltung (SAP,
DATEV etc.)
u.a. Rechnungsschnittstellen (EDI,
Webservice, CSV),
Bestellschnittstellen (OCI)
Fahrzeugbeschaffung,
Reifen-, Tank-,
Versicherungs-,
Fuhrparkmanagement
u.a. Reifen, Versicherung, Leasing,
Logistik
u.a. Leasing,
Händler, Hersteller,
Reifen, Mineralölgesellschaften
Automobilhersteller,
Reifenlieferanten,
Reparaturen
nein
Ausschreibungsbetreuung und
Beratung
Erstellung von
Beschaffungskonzepten mit
Ausschreibung,
gesamtwirtschaftliche Betrachtung
u.a. Kaufkonditionen, Leasingangebote, Tankarten,
Versicherung,
Werkstatt
u.a. Leasing, Werkstatt, Reifen, Treibstoff, Versicherung,
Fahrzeugeinkauf
u.a. Hersteller,
Händler, Versicherung, Reifenpartner,
Werkstätten
u.a. Drivers Check,
Schulungen,
UVV-Prüfungen,
Terminüberwachung, Prozessoptimierung,
Bußgeldhandling,
Poolfahrzeugverwaltung,
Berechnung GWV,
Fahrzeugakten
u.a. Vertragsanpassung,
Mietfahrzeuge,
Reifenmanagement,
Rücknahmemanagement, Logistik, Führerscheinkontrolle,
Fahrzeugakte,
Terminüberwachung
u.a. FleetOnlineConfigurator®,
GreenFleet®,
Führerscheinkontrolle, elektr. Fahrzeugakte, elektr.
Belegarchivierung,
Terminüberprüfung,
Logistikkoordination, nachträgl.
Einbauten
Führerscheinkontrolle, UVV-Unterweisung,
elektr. Fahrzeugakte
elektr. Führerscheinkontrolle,
elektr. Fahrzeugakte, UVV, Langzeitmiete
elektr. Führerscheinprüfung,
UVV-Überwachung,
Fahrerkommunikation
u.a. Führerscheinkontrolle online,
Fahrzeugakte, UVV,
Erstellung von
Dienstwagenrichtlinien, Kfz-Steuerbuchung nach neuer
Verfahrensweise
Multi-SupplierKonfigurator,
Nutzerbetreuung,
Bestellabwicklung,
Vertragskontrolle/
-anpassungen,
Poolfahrzeugmanagement,
revisionssichere
Fahrzeugvermarktung, Führerscheinkontrolle
u.a. Wartung und
Reparatur, Schadenmanagement,
Tankkarten, KfzSteuerabwicklung,
Fahrzeuglogistik,
Fahrerbetreuung,
Führerscheinkontrolle, Remarketing,
Reporting, elektr.
Fahrzeugakte, Car
Configurator
u.a. Fuhrparkberatung, OnlineReporting, Fleet
Scenario Analyser,
Online Car Configurator, Werkstattsteuerung, Zahlungsmanagement,
Ordnungswidrigkeiten, Führerscheinkontrolle, digitale
Fahrzeugakte, UVV
Andreas oder
Svenja Nickel
Tel.:
02137/9272757
E-Mail: [email protected]
fleetacademy.de
Michael Schmidt
Tel.: 089/15984-132
E-Mail:
[email protected]
Sebastian Siemssen
Tel.: 089/638982-427
Fax.: 089/6389829427
E-Mail:
[email protected]
fleetcompany.com
Ralph Schmidt-Mixner
Tel.: 0711/722569-0
E-Mail: [email protected]
fleet-in-motion.de
Manfred Sensburg
Tel.: 089/75902-264
E-Mail: manfred.
[email protected]
Thomas Fürth
Tel.: 02161/83909-0
E-Mail: [email protected]
fuhrparkconsulting.de
Philipp Christian
Kühne,
Tel.: 040/605626270
E-Mail:
[email protected]
Ina Hansen
Tel.: 0172/908 2912
E-Mail:
[email protected]
Michael Hohn
Tel.: 0203/8005238
E-Mail:
[email protected]
Anke Tauchert
Tel.: 089/74444-5086
E-Mail: anke.
[email protected]
Flottenmanagement 2/2014
71
SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
Wertschätzung
Sachverständiger
prüft den Unterboden und das
Fahrwerk eines
Fahrzeugs
Egal, ob nach vier Jahren oder einer Laufleistung von 200.000 Kilometern,
irgendwann hat auch im Kauffuhrpark die Stunde der Aussteuerung geschlagen. Dann heißt es für den Fuhrparkleiter: In welchem Zustand ist das Fahrzeug und wie viel ist der alte Wagen noch wert? Die Restwertbegutachtung
ist, neben dem Schadengutachten von Unfall- oder Parkschäden, ein zentrales
Aufgabenfeld von Sachverständigen-Organisationen. Hierbei gilt, je genauer
das Gutachten ist, desto besser sind die Wiedervermarktungschancen.
Häufig sind die Laufleistungen eines Fahrzeugs
im Kauffuhrpark deutlich höher als in einer
Leasingflotte. Doch deswegen sind die alten
Dienstwagen noch längst nicht wertlos, vielfach lassen sich dafür noch gute Wiederverkaufspreise erzielen. Wie viel man noch für ein
altes Fahrzeug verlangen kann, klärt das Restwertgutachten eines Sachverständigen. Dies
ist überdies nicht nur für eine Preisermittlung
wertvoll, sondern schützt auch rechtlich gegen
Regressansprüche des zukünftigen Käufers.
Denn das Gutachten dokumentiert den genauen
Zustand des Fahrzeugs beim Verlassen des Firmenhofs. Schon im Vorfeld der Begutachtung
sollte der Fuhrparkmanager abhängig vom Fahrzeug prüfen, ob sich Smart-Repair-Maßnahmen
lohnen oder eine Rückrüstung nötig ist, um so
den bestmöglichen Restwert zu erzielen.
Rückrüstung
Bevor jedoch vorschnell zum Schraubenschlüssel gegriffen wird, um den Spezialeinbau wieder auszumontieren, sollte geprüft werden,
inwieweit eine Rückrüstung überhaupt nötig
ist. In manchen Fällen kann ein qualitativ hoch-
wertiger Umbau sogar wertsteigernd sein. Dies
gilt beispielsweise bei einer Umrüstung auf einen Gasantrieb oder bei einem hochwertigen
Sondereinbau im Transporter. „Im Bereich der
Ein- und Umbauten ist jedoch grundsätzlich
darauf zu achten, dass das Fahrzeug dadurch
keine ersichtlichen Nachteile erfährt, indem
später zum Beispiel die Lackierung beschädigt
ist“, weiß Arndt Hüsges, Geschäftsführer der
Hüsges Gruppe.
Eine Folierung hingegen muss in der Regel wieder vom Fahrzeug entfernt werden, insbesondere, wenn darauf das Firmenlogo zu erkennen ist.
Ein beklebtes Auto schürt immer den Verdacht
auf verdeckte Lackschäden, außerdem wird sich
nur schwer ein Nachkäufer finden, der Werbung
für eine andere Firma machen möchte. Eine professionelle Beklebung ist allerdings nicht unbedingt gleich wertmindernd, denn meist schützt
diese vor eventuellen Lackschäden. Der Zustand
des Fahrzeuglacks ist nach einer professionellen
Entfernung der Folie meist sehr viel besser als
bei Fahrzeugen ohne Beklebung. Eher kritisch
betrachten die Sachverständigen Umlackierun-
gen. Zum einen, weil sich eine solche Lackierung in den Farben des Unternehmens nur mit
großem Aufwand wieder entfernen lässt. Zum
anderen stellt sich die Frage nach dem Grund für
die Umlackierung. In den allermeisten Fällen
steigert der Originallack den Restwert. So weiß
Klaus Mönikes, Geschäftsführer der Mönikes
GmbH: „Im Gegenteil zur Folierung eines Fahrzeugs lässt sich eine Nachlackierung oder Designlackierung nicht ohne Weiteres rückgängig
machen. Die Vermarktung solcher Fahrzeuge ist
in der Regel schwieriger. Das Käuferverhalten
hat sich seit dem Internet-Zeitalter stark verändert und Fahrzeuge ohne Nachlackierungen
werden grundsätzlich bevorzugt.“
Meist beeinflussen Umbauten wie Folierungen
oder Einbauregalsysteme den Restwert nur im
geringen Ausmaß, vor allem, wenn das Fahrzeug schon älter ist. Daher sollte immer genau
geprüft werden, ob die Investitionen in den
Rückbau nicht die monetäre Restwertsteigerung verschlingen.
Wertsteigerung durch Smart Repair?
Schon während der Laufzeit und erst recht bei
der Aussteuerung im Leasingfuhrpark spielt
Smart Repair eine immer wichtigere Rolle. Aufgrund des technologischen Fortschritts und
des dadurch erzielten geringeren zeitlichen
und finanziellen Aufwands kann der Zustand
mit diesen kleinen Reparaturen erheblich verbessert werden. Für den Kauffuhrpark hängt der
Stellenwert von Smart Repair beim Restwertgutachten allerdings vom Gesamtzustand des
Fahrzeugs ab. Da die Autos häufig lange Lauf(Fortsetzung auf S. 74)
72
Flottenmanagement 2/2014
Bremsen ist das
Gegenteil von Fahren:
je kürzer, desto besser.
Der Eagle F1 Asymmetric 2 wurde mit „A“ für Grip bei Nässe bewertet*—
die beste Note, die ein Reifen laut EU-Bestimmung haben kann.
-HW]WPHKUHUIDKUHQDXIgoodyear.de
*
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Goodyear Eagle F1
Asymmetric 2
M A D E T O F E E L G O O D.
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9 @
9 @
* Die Mehrzahl der Größen erreicht eine Rang C-Bewertung für Kraftstoffeffizienz, eine Rang A-Bewertung für Nasshaftung und )) Wellen, 70 db für externes Rollgeräusch
unter Regulation (EC) Nr. 1222/2009, jedoch kann diese Klassierung bei bestimmten Größen variieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.goodyear.de
SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
zeiten haben und entsprechend einen höheren
Verschleiß aufweisen, rechnen sich solche Reparaturen häufig einfach nicht. Denn bei vielen
Kauffuhrparks lässt „der betriebswirtschaftliche Vergleich zwischen den Gesamtkosten für
die Smart-Repair-Maßnahmen und dem gegebenenfalls zu erzielenden höheren Verkaufspreis unserer Erfahrung nach keine signifikante
Effizienz erkennen“, weiß Marius Klosa, Leiter
Vertrieb der GKK, zu berichten. Das heißt aber
nicht, dass diese Reparaturmaßnahmen keine
Bedeutung bei der Aussteuerung im Kauffuhrpark haben. Gerade bei weniger gefahrenen
Fahrzeugen mit kleineren Lackschäden, Steinschlägen oder kleinen Dellen ist Smart Repair
empfehlenswert. Denn die Minimalschäden
mindern nicht nur den Wert des Wagens bei der
Restwertbetrachtung, sondern liefern dem Aufkäufer auch die Möglichkeit, den Preis bei den
Verhandlungen weiter zu drücken.
Mehr als nur Gutachten?
Viele der großen Gutachter-Organisationen sehen sich vielmehr als umfassender Dienstleister
im Fuhrparkbereich. Das heißt, ihre Leistungen
sind nicht alleine auf die Erstellung von Gutachten beschränkt. Alle Gutachter-Organisationen
bieten daher gutachtenfremde Dienstleistungen wie UVV-Prüfungen oder die Führerschein-
kontrolle an. Manche Sachverständige übernehmen mithilfe von Kooperationspartnern zudem
den gesamten Remarketing-Prozess, inklusive
Transport, Aufbereitung und Abmeldung.
Darüber hinaus sind im digitalen Zeitalter
Online-Tools auch bei Sachverständigen eine
immer wichtiger werdende Dienstleistung.
„Insbesondere durch die Nutzung von digitalen
Fahrzeugakten gewinnen die Online-Dienste zunehmend an Bedeutung. Für die Erstellung des
Gutachtens stehen die Online-Beauftragung
und die anschließende Online-Bereitstellung
des Gutachtens im Vordergrund“, schildert Andreas Blecker, Geschäftsführer der TÜV-Rheinland Schaden- und Wertgutachten GmbH, die
Situation. Durch die Möglichkeit, die Prozesse
online zu steuern und zu überwachen, erhält
der Fuhrparkleiter eine größere Flexibilität. So
ist er bei der Beauftragung nicht darauf angewiesen, einen Sachverständigen telefonisch zu
erreichen, und kann somit Aufträge rund um die
Uhr einstellen. Gleichzeitig schaffen OnlineTools eine größere Transparenz durch das Auftragstracking, wodurch der Flottenverantwortliche somit jederzeit einen Überblick über seine
erteilten Aufträge hat. Die Prozesse verschlanken sich dadurch immens und zeitaufwendige
Nachfragen entfallen.
Wichtig für das Thema Aussteuerung ist vor allem die Schnittstelle zur Vermarktung von Gebrauchtfahrzeugen. GKK, Hüsges und die Dekra
bieten solche Schnittstellen für eine direkte
Vermarktung an. Damit lassen sich die begutachteten Fahrzeuge direkt online vermarkten.
Gerade an den immer stärker zunehmenden
Online-Auktionen wird der finanzielle Vorteil
einer Begutachtung sichtbar. Denn oft finden
sich Interessenten, die das Auto nicht direkt
vor Ort besichtigen können. Je genauer nun der
Zustand des Fahrzeugs ermittelt ist, desto eher
lässt sich dieser zum Kauf überzeugen.
Fazit
Die Sachverständigen-Organisationen können
heute mehr als nur Gutachten erstellen. Gerade
bei der Aussteuerung und Wiedervermarktung
von Kauffuhrparkfahrzeugen bieten sie zahlreiche Dienstleistungen an und ermöglichen
den Flottenverantwortlichen einen effizienten Prozessablauf. Um den besten Restwert
zu erhalten, sind Smart-Repair-Maßnahmen in
Erwägung zu ziehen. Doch ähnlich wie bei der
Rückrüstung dürfen die Kosten dafür nicht den
Restwertgewinn aufbrauchen. Online-Tools wie
beispielsweise GKK Go helfen, den Prozess der
Begutachtung und letztendlich die Aussteuerung besser zu verwalten und zu steuern.
Übersicht ausgewählter Gutachter
Dekra Automobil GmbH
www.dekra.com
74
GKK Gutachtenzentrale GmbH
www.gkk.eu
Hüsges Gruppe
www.huesges-gruppe.de
TÜV Rheinland Schaden- und
Wertgutachten GmbH
www.tuv.com
TÜV SÜD AG
www.tuev-sued.de
Wie viele Gutachter
sind angeschlossen?
2.600 Sachverständige
150 Sachverständige
500 Sachverständige,
davon 200 eigene
600 Sachverständige, inkl.
Partnerorganisation FSP
ca. 500 Sachverständige
Welche
Dienstleistungen
rund um die
Gutachtenerstellung
bieten Sie
Fuhrparkleitern während der Laufzeit im
Kauffuhrpark an?
u.a. Schadenmanagement,
digitale Fahrzeugakte, Zustandsberichte zur Ermittlung
von Fahrzeugschäden
u. Wertermittlung,
Reparaturkostenkalkulation,
Wertminderung, analytische
Gutachten zur Feststellung
und Beweissicherung von
Unfallschadenereignissen u.
-ursachen
u.a. Schadengutachten
(Haftpflicht-/Kasko-/
Eigenschaden), Online-Kleinschadenkalkulation, Reparaturbestätigung, Aufbereitungsbestätigung, Rechnungsprüfung,
technische Gutachten
(Motor-Aggregatschäden),
Zustandsberichte, Wertgutachten
Flottenmanagement,
Schadenmanagement – über
unseren Kooperationspartner
Innovation Group, Zwischenbewertung der Fahrzeuge,
FS-Prüfung, Schadengutachten,
Reparatursteuerung,
Abrechnungsservice,
Prüfgeschäft HU/AU
u.a. Schadengutachten, Zustandsberichte, Wertgutachten,
Begutachtung bei Falschbetankung, Reparaturkostenkalkulationen, Fahrzeugzustandsberichte mit GebrauchtwagenZertifikat, Prüfungen von
Kostenvoranschlägen und
Reparaturrechnungen, Gegenüberstellungen (Plausibilitäts- und
Kompatibilitätsprüfungen)
Schadengutachten (Haftpflicht-/
Kasko-/Eigenschaden),
Begutachtung bei
Falschbetankung,
technische Gutachten
(Motor-Aggregat-schäden),
Prüfung der Verkehrs- und
Betriebssicherheit von
Fahrzeugen
Welche
Dienstleistungen
rund um die
Gutachtenerstellung
bieten Sie
Fuhrparkleitern bei
der Aussteuerung von
Fahrzeugen an?
Gutachtenerstellung vor
Ort, Hol- u. Bringservice,
Überführungsfahrten,
Datenschnittstellen zu
Online-Vermarktungs- u.
Auktionsplattformen
u.a. Verkaufsgutachten
auf Grundlage von
Zustandsberichten
oder Wertgutachten,
Aufbereitungsbestätigung
Rücknahmeprotokolle,
Bewertung der Fahrzeuge,
Lagerung, Aufbereitung,
Reparatur, Vermarktung
u.a. Zustandsberichte
zur Unterstützung der
Verwendungsentscheidung
(z.B. bei der Produkthaftung,
für Kulanzentscheidungen,
zur Angebotseinholung,
Beweissicherung des Zustandes
vor Aufbereitung)
Rücknahmegutachten wie
Zustandsberichte,
Wertgutachten,
Gebrauchtwagen-Zertifikat
Welche nichtgutachtenverwandte
Leistungen bieten Sie
Fuhrparkbetreibern
an?
u.a. Fuhrparkberatung
bei Anschaffung, TCOVollkostenrechnung, HU, AU, UVVPrüfungen, Führerscheinprüfung,
Schulungen, Ecotraining
u.a. UVV, Führerscheinprüfung,
Einsteuerung von Fahrzeugen
(Kooperationspartner),
Remarketing, Begleitung von
Leasingrückgaben
UVV-Prüfung,
Führerscheinprüfung,
Transportlogistik, Abrechnungsservice, SpeedoCheck24-Prüfung,
Tachomanipulation
u.a. Zulassung und Abmeldung von
Fahrzeugen, Erteilung von
Feinstaubplaketten, Führerscheinkontrollen, UVV-Prüfungen,
Fahrzeugüberführungen und -auslieferungen
Hauptuntersuchungen, Fahrzeugzulassung (An-, Ab- und
Ummeldung), Feinstaubplaketten,
Dokumentenmanagement,
Fahrzeugaufbereitung,
Fuhrparkberatung und -management
Gibt es online verfügbare Servicedienstleistungen?
Dekra DSP
(Gutachtenmanagementplattform)
GKK GO (Online Beauftragungsund Trackingtool)
CarCockpit24 (OnlineBeauftragungs- und Trackingtool),
CarTax24 (Online-Wertermittlung),
CarCheck24 (OnlineKommunikationstool)
Online-Beauftragung, elektronische Erinnerung an wiederkehrende Prüfungen (HU, UVV,
Führerschein etc.), Online-Service
Gutachten und Prüfdokumente
k.A.
Kontakt für den
Fuhparkleiter
Rainer Schwer
Tel.: 0711/7861-2921
Mobil: 0175/5855521
E-Mail: [email protected]
Marius Klosa
Tel.: 0211/687806-30
E-Mail: [email protected]
Arndt Hüsges
Tel.: 02154/4812526
E-Mail: [email protected]
TÜV Rheinland Schadenund Wertgutachten GmbH
Tel.: 0221/806-4100
E-Mail: [email protected]
Andreas Lahne
Mobil: 0151/58431499
E-Mail: Andreas.Lahne
@tuev-sued.de
Flottenmanagement 2/2014
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
Nicht nur für einen
Ölwechsel lohnt es
sich, freie Werkstätten
in Anspruch zu nehmen
Die oft lange Laufzeit eines Pkw in
einem Kauffuhrpark macht den einen
oder anderen Werkstattbesuch, auch
außerhalb von Reifenwechsel oder
amtlichen Untersuchungen, notwendig. Immer häufiger fällt dabei die
Wahl auf freie Werkstattketten. Aus
diesem Grund haben wir vom Flottenmanagement uns einmal angeschaut,
welches Leistungsspektrum diese
Serviceketten abdecken und welche
Vorteile eine solche markenunabhängige Werkstatt bietet.
Markttrend
Nur noch maximal ein Viertel aller Fahrzeugteile
wird vom Autohersteller selbst produziert, zumeist sind das Karosserie und Motor. Die Hauptaufgabe des Fahrzeugherstellers ist daher, neben
Freie Wahl
Konstruktion und Design des Autos, vor allem das
Zusammensetzen der einzelnen Teile, die wiederum von anderen Firmen hergestellt werden. Ein
Großteil des fertigen Automobils stammt somit
von Zulieferern. So werden beispielsweise die
Originalscheinwerfer vieler Fahrzeuge von Hella
produziert und sind auch als solche gekennzeichnet. Ist es notwendig, einen solchen Scheinwerfer
auszutauschen, kostet dieser im Zubehörhandel
rund 230 Euro, während in der Vertragswerkstatt
280 Euro bezahlt werden müssen. Es stellt sich
somit die Frage, weshalb der Kunde bei baugleich
hergestelltem Zubehör zum teureren Teil greifen
sollte.
Dieser Logik scheint auch der Markt für Pkw-Reparaturen schon seit mehreren Jahren zu folgen.
Laut einer im Auftrag führender Zulieferbetriebe
erstellten Studie liegt der Marktanteil der freien
Werkstätten im Segment der Pkw-Reparaturen
mittlerweile bei weit mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig ist allerdings auch das Durchschnittsalter
der Pkw gestiegen. Es gibt somit mehr Fahrzeuge außerhalb der Herstellergarantie und da sind
dann freie Werkstätten einfach günstiger. Doch
nicht allein der Preis spricht für freie Werkstätten,
auch die Servicequalität hat sich in den letzten
Jahren stetig verbessert. So unterzieht sich A.T.U
regelmäßig einer freiwilligen Selbstkontrolle in
(Fortsetzung auf S. 76)
SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
den Punkten Servicequalität und Beratung durch
den TÜV SÜD.
Großes Leistungsspektrum
Das Leistungsangebot der meisten Ketten umspannt Inspektionen und Wartung nach Herstellervorgaben, die Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung sowie einen Reifenservice und
Smart-Repair-Lösungen. Auch Firmen wie IDENTICA sind längst nicht mehr nur auf Karosserie- und
Lackschäden spezialisiert, sondern bieten dazu
noch weitere Leistungen rund um den Autoservice
an. Manche Anbieter wie Global Automotive Service nehmen auch Umrüstungen, beispielsweise
auf Autogas, vor. Darüber hinaus erstreckt sich
ein breites Netz an Werkstätten über das gesamte
Bundesgebiet hinweg. So ist die Global Automotive Service GmbH an insgesamt 1.300 Standorten in Deutschland mit Partnern vertreten. Diese
hohe Servicedichte wird in manchen Fällen durch
den Zusammenschluss verschiedener freier Werkstätten erreicht. Beispielsweise sind bei AC AUTO
CHECK, autoPARTNER sowie den MeisterhaftWerkstätten diese Partner selbstständige Unternehmer. Daher kann deren Leistungsangebot im
Einzelfall variieren.
Dennoch kann der Flottenkunde von diesem System der freien Werkstattketten profitieren, da er
hier für einen geringen Preis eine mit Vertragswerkstätten vergleichbare Qualität und Leistung
geboten bekommt. Dass die freien Werkstattketten dies leisten können, liegt vor allem wohl an
der Möglichkeit einer preisgünstigeren Kalkulation. Investitionen in Maschinenpark, Testgeräte
und Spezialwerkzeug fallen bei ihnen weniger
umfangreich aus. Zudem sind die Auflagen für
ein äußerlich identisches Erscheinungsbild der
Übersicht ausgewählter Werkstattketten
einzelnen Vertragswerkstätten deutlich größer als bei manch freier Werkstatt. Auch dieser
Punkt spiegelt sich letztlich im Preis wider. Hinzu
kommt, dass einige der freien Ketten einen angeschlossenen Fachhandel mit Ersatzteilen betreiben, wie beispielsweise autoPARTNER oder A.T.U,
und dadurch in der Lage sind, besonders preiswert
qualitative Ersatzteile beschaffen zu können.
Clever kombiniert
Neben den klassischen Reparaturen werden auch
Dienstleistungen wie ein Hol- und Bringservice,
ein Werkstattersatzwagen oder eine OnlineTerminverwaltung von den Werkstattketten angeboten. Ein Rundum-Service ist demnach nicht
an die markenabhängigen Reparaturservice-Anbieter gebunden. Dies ist vor allem nach Ablauf
der Herstellergarantie interessant und somit im
verstärkten Maße für Unternehmen mit einem
Kauffuhrpark, bei dem der Dienstwagen auch mal
sechs Jahre lang bewegt wird. Besonders interessant sind auch kombinierte Dienstleistungen,
www.ac-autocheck.de
A.T.U
Auto-Teile-Unger
GmbH & Co. KG
Anzahl der
Standorte
590
600
107
107
ca. 1.100
ca. 2.300 Systempartner aus
unterschiedlichen
Werkstatt- und
Handelssystemen
1.532
280
830 (Deutschland/
Österreich: 350 für
Inspektionen, 480
Schadensteuerung
und Schadenmanagement/Spot Repair)
Leistungsangebot
u.a. Inspektion,
Elektrik/Elektronik,
Motordiagnose,
Auspuff, Bremsen,
Klimaservice,
Autoglas-Reparatur,
Unfallinstandsetzung
u.a. Inspektion
und Wartung nach
Herstellervorgaben,
Autoglas-Service,
Reporting, elektr.
Rechnungsstellung,
Fuhrparkanalyse,
Hol- u. Bringservice,
Ersatzwagen, Führerscheinkontrolle,
UVV-Prüfung
Kfz-Wartung und
Reparaturen aller
Marken, Abrechnung
von Leasingkunden
u.a. Inspektion,
Elektrik/Elektronik,
Motordiagnose,
Auspuff, Bremsen,
Klimaservice,
Autoglas-Reparatur,
Unfallinstandsetzung
Mehrmarkenservice
inkl. Inspektion
nach Herstellervorgaben, Reparatur,
Glasservice,
E-Fahrzeuge
u.a. Inspektion
und Wartung nach
Herstellervorgaben,
Mehrmarkenservice, europaweite
Mobilitätsgarantie,
Finanzierungsservice,
Fahrzeugreinigung
und -aufbereitung,
Hol- u. Bringservice,
UVV-Prüfung
Inspektion, Klimaservice, Ölservice,
Verschleißreparaturen
Inspektion,
Reparaturen, UVV,
Ersatzteilbeschaffung, autom. Reparaturfreigabe über
VMF-PostMaster,
Ölwechsel
u.a. Inspektion, Führerscheinkontrolle,
UVV Pkw, Fahrzeugsachzustandsbericht,
Schadensteuerung
und komplettes
Schadenmanagement, kostenloser
Ersatzwagen
Reifenservice
ja
ja
ja
ja (Werkstatt)*
ja
ja
ja
ja
ja, optional mit Reifenversicherung
HU&AU
ja
ja
ja
ja (Werkstatt)
ja
ja
ja
ja
ja
Smart Repair
ja, Leistungen
abhängig von Partnerwerkstatt
Steinschlag, Lackschäden etc.
Steinschlag, Lackschäden etc.
ja, Leistungen
abhängig von Partnerwerkstatt
ja
ja, Leistungen
abhängig von Partnerwerkstatt
ja, Leistungen
abhängig von
Partnerwerkstatt
Steinschlag, Lackschäden etc.
Steinschlag, Lackschäden etc.
Werkstattersatzwagen
ja
ja
ja
ja (Werkstatt)
ja
ja
ja
ja
ja (auch E-Bike)
mobiler
Service
ja, Leistungen
abhängig von Partnerwerkstatt
Vor-Ort-Service
(Glasbereich)
Vor-Ort-Service
nach Absprache
ja, Leistungen
abhängig von Partnerwerkstatt
Hol- und Bringservice
Hol- und Bringservice
ja, Pannenhilfe
ja, u. a. Hol- und
Bringservice
optional europaweiter
Notfallservice/Schadenmanagement
Terminverwaltung
individuell
einrichtbar
Online-Terminvereinbarung
individuell
einrichtbar
individuell
einrichtbar
flexible Vereinbarungsmöglichkeiten
inkl. Online-Terminvereinbarung
Erinnerungsfunktion
an Serviceereignisse
wie z. B. UVV-Check,
HU/AU
ja, per Mail
Terminverwaltung
für HU, UVV, Inspektion, Reifenwechsel,
Fahrerhotline zur
Terminkoordination
alle denkbaren
Termine rund um das
Fahrzeug und/oder
den Fahrer
Betreibergesellschaft
ATR SERVICE GmbH
keine
AUTOMEISTER
ATR SERVICE GmbH
Robert Bosch GmbH
CARAT Systementwicklungs- und
Marketing GmbH &
Co. KG
CENTRO GmbH &
Co. KG
Easy Auto Service
GmbH
e-flotte/TCS Technology Content Services
GmbH
Kontakt
für den
Fuhrparkleiter
Sabine Gans
Tel.: 0711/91897969
E-Mail:
acautocheck
@atr.de
Manfred Koller
Tel.: 0961/3065745
Fax: 0961/3065038
E-Mail: manfred.
[email protected]
Wolfgang Weigand
Tel.: 06071/6041209
E-Mail: wolfgang.
[email protected]
servicequadrat.de
Sabine Gans
Tel.: 0711/91897940
E-Mail:
[email protected]
Sven Kopplin
Tel.: 0721/9421814
E-Mail:
[email protected]
de.bosch.com
Jan Mill
Tel.: 0621/86080221
E-Mail: [email protected]
carat-gruppe.de
Klaus Zick
Tel.: 0721/47042655
E-Mail: [email protected]
uptoyou.de
Jan Knoll
Tel.: 0221/5400240
E-Mail: [email protected]
easyautoservice.de
Niels Krüger
Tel.: 0911/23053222
E-Mail: [email protected]
e-flotte.de
AC AUTO CHECK
www.atu.de
AUTOMEISTER
GmbH
www.automeister.de
autoPARTNER
www.
autopartner-atr.de
Bosch Car Service
(Robert Bosch
GmbH)
Carat
Unternehmensgruppe
www.bosch-service.de
www.carat-gruppe.de
* autoPARTNER gibt es in zwei Varianten: Autoteile + Zubehör (Fachhandel) und Autoteile + Meisterwerkstatt (Fachhandel und Werkstattservice)
76
Flottenmanagement 2/2014
CENTRO GmbH &
Co. KG
www.centro-handel.de
Easy
Auto Service
www.
easyautoservice.de
e-flotte/TCS Technology Content
Services GmbH
www.e-flotte.de
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
wie sie beispielsweise bei EUROMASTER angeboten werden. Fährt man zum Reifenwechsel in eine
der mehr als 300 Servicecenter, kann man dort
auch gleich seinen Führerschein mithilfe eines
elektronischen Verfahrens kontrollieren lassen.
Gerade die Kombination mit dem jährlich zweimal
stattfindenden Reifenwechsel eignet sich hervorragend für diese Kontrolle, da die Fahrerlaubnis
vom Fuhrparkverantwortlichen auch mindestens
zweimal im Jahr überprüft werden muss. Darüber
hinaus wird von vielen Anbietern eine UVV-Prüfung angeboten. Diese Überprüfung der Betriebssicherheit der Flottenfahrzeuge gehört zu den
lästigen Halterpflichten im Fuhrparkalltag, daher
wird die Verwaltung und Organisation dieser Termine sehr gerne abgegeben.
Einen ebenfalls interessanten Nebenservice hat
die Bosch Tochterfirma Drivelog mit ihrem OnlinePortal entwickelt. Hier kann der Autofahrer alle
Informationen und Betriebskosten bezüglich
seines Fahrzeugs online einsehen. Seit Neuestem
EUROMASTER
GmbH
www.euromaster.de
First Stop
FleetPartner
www.firststop.de
www.fleetpartner.de
lassen sich dort auch, über eine Kooperation mit
TÜV Rheinland, die häufigsten Fehler des eigenen
Fahrzeugtyps abrufen oder ein Termin für eine
Hauptuntersuchung abschließen.
Vertragswerkstatt oder freie Wahl?
Die Vorzüge einer freien Werkstatt sind wie zuvor beschrieben zahlreich, auch wenn dies nicht
heißt, dass damit Vertragswerkstätten im Flottenalltag unwichtig würden. Die Vorteile einer
solchen Vertragswerkstatt bleiben nach wie vor
bei komplizierteren Problemen offensichtlich.
Meist sind die Mechatroniker der Markenwerkstatt besser mit fahrzeugspezifischen Problemen
vertraut, da sie spezielle Schulungen auf die entsprechenden Fahrzeuge durchlaufen haben. Des
Weiteren besitzen diese Werkstätten alle nötigen
Diagnosegeräte und eine umfangreiche Fehlerdatenbank zur Problemfindung und Reparatur. Dies
erscheint vor dem Hintergrund der immer komplexer werdenden Autos ein durchaus relevanter
Faktor zu sein.
Global Automotive Service
GmbH
www.globalautomotive-service.com
IDENTICA
Meisterhaft
MOTOO
www.identica.de
www.meisterhaft.de
www.motoo.de
Allerdings ist der Reparaturservice-Unterschied
nicht mehr so groß, wie er vielleicht vor Jahren
noch war. Beispielsweise hat Bosch kürzlich eine
mobile Softwarelösung für den Werkstattalltag entwickelt. Mit der App How2Fix können die
Werkstattmitarbeiter auf die mit 60.000 Reparaturlösungen weltweit umfangreichste Wissensdatenbank von Bosch zurückgreifen. Diese schnelle
mobile Lösung lässt den vermeintlichen Wissensvorsprung der Markenwerkstätten zunehmend
schmelzen und zeigt, dass vor allem digitale Prozesse auch einen verbesserten Wissenstransfer
möglich machen. Gerade im Kauffuhrpark bieten
freie Werkstattketten dem Flottenkunden aufgrund der günstigeren Preise mit einer vergleichbaren Qualität eine interessante Alternative zu
den markenabhängigen Werkstätten. Dies gilt
vor allem für die Zeit nach der Sachmängelhaftung. Zudem können viele Zusatzservices wie
eine elektronische Führerscheinkontrolle oder ein
UVV-Check einen Routinebesuch doppelt lohnend
machen.
pitstop.de
GmbH
www.pitstop.de
Servicequadrat
GmbH & Co. KG
4Fleet Group
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www.
servicequadrat.de
www.4fleet.de
332
200
ca. 800 (Deutschland), ca. 3.000
(Europa)
1.300 WerkstattPartner bundesweit
121
1.169
183
330
ca. 800 (600 mit
Autoservice, 200 mit
Smart Repair)
1.000 (Deutschland), 4.000
(Europa)
Führerscheincheck,
UVV-Prüfung,
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Herstellervorgaben
inkl. Mobilitätsgarantie, Service, Klimaservice, Achsvermessung,Räderreinigung, Hol- und
Bringservice
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Achsvermessung,
Ölwechsel, Stoßdämpfer, Bremsen,
Auspuff, Klimaanlage, Ölwechsel,
Autobatterie,
Einlagerung
Werkstattservice,
Pannenservice,
Autoglas-Service,
Inspektion, Wartung
und Verschleißarbeiten, Nutzfahrzeuge,
Hol- u. Bringservice,
Vor-Ort-Service,
Reifenkostenanalyse, Fuhrparkanalyse,
UVV-Prüfung
Inspektionen, Reparaturen aller Art,
Instandsetzungen,
Umrüstungen (z. B.
Autogas), Unfallschadenabwicklung,
Ersatzteilbeschaffung
Unfallreparaturen,
Karosseriearbeiten,
Lackierungen, Mechanik, Inspektion,
Ölwechsel, professionelle Fahrzeugaufbereitung
u.a. Inspektion,
Elektrik/Elektronik,
Motordiagnose,
Auspuff, Bremsen,
Klimaservice,
Autoglas-Reparatur,
Unfallinstandsetzung
Wartung und Reparatur aller Marken
nach Herstellervorgaben und unter
Verwendung von
Ersatzteilen in Erstausrüsterqualität
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Herstellervorgaben,
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Klima, Elektrik,
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Marken, Abrechnung
von Leasingkunden
Autoservice,
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Inspektionen,
Reifenreparatur
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Steinschlagreparatur Glas
Steinschlag, Lackschäden
ja
ja
Steinschlag, Lackschäden etc.
ja, Leistungen
abhängig von
Partnerwerkstatt
ja
nein
Steinschlag, Lackschäden etc.
ja
ja (auch E-Bike)
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, nach Absprache
Mobile Fitting nach
Absprache
ja
nach Absprache
ja
ja, Leistungen
abhängig von
Partnerwerkstatt
Hol- und Bringservice möglich
Vor-Ort-Service
(Berlin und Frankfurt am Main)
Vor-Ort-Service
nach Absprache
ja,
Mobile Fitting
Online-Terminplaner mit
Erinnerungsfunktion, telefonische
Terminvergabe, per
E-Mail
telefonisch, per
E-Mail, OnlineTerminvereinbarung
möglich
Terminvereinbarung
via E-Mail, Telefon,
Online, SMS möglich
ja
24-h-Erreichbarkeit,
Erinnerungsfunktion,
Vereinbarungsmöglichkeiten
individuell
einrichtbar
klassische
Terminverwaltung
vor Ort, online,
Telefon
individuell
einrichtbar
telefonisch,
per E-Mail, über
Online-Terminplaner möglich
EUROMASTER
GmbH
First Stop
Vergölst GmbH
keine
IDENTICA – das FullService-System der
Spies Hecker GmbH
ATR SERVICE GmbH
MOTOO Systemzentrale, c/o Hans Hess
Autoteile GmbH
keine
Zusammenschluss der
point S Deutschland GmbH und der
team Reifen-Union
GmbH+Co.Top Service
Team KG
4Fleet Group GmbH
Carsten Fischer
Tel.: 0171/7575067
E-Mail:
[email protected]
euromaster.com
Arnd Metzler
Tel.: 06172/408119
E-Mail:
[email protected]
bridgestone.eu
Nord: JhonnyAlberto Mertineit,
0151/42100275, [email protected]
vergoelst.de
Mitte: Günter Straube,
0160/90407755, guenter.
[email protected]
Süd: Thomas Weckerle,
0171/7531153, thomas.
[email protected]
Nico Kuhnke
Tel.: 0160/90697514
E-Mail:
[email protected]
global-automotiveservice.com
Ulrich Bathke
Tel.: 0171/5624064
E-Mail: [email protected]
identica.de
Sabine Gans
Tel.: 0711/91897950
E-Mail:
[email protected]
Mitja Bartsch
Tel.: 0211/5400218
E-Mail: [email protected]
motoo.de
Lutz Bromba
Tel.: 0151/46159464
E-Mail: [email protected]
pitstop.de
Wolfgang Weigand
Tel.: 06071/6041209
E-Mail: wolfgang.
[email protected]
servicequadrat.de
Christian Fischer
Tel.: 0221/97666300
E-Mail:
[email protected]et.de
Flottenmanagement 2/2014
77
SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
Von der Fahrzeugkonfiguration bis zum ersten
Schlüsselumdrehen – auf
dem Weg zu einem neuen
Dienstwagen laufen viele
verschiedene Prozesse ab,
von denen der Fahrer im
Idealfall nur wenig mitbekommt. Eine entscheidende
Aufgabe fällt den Logistikunternehmen zu: Sie sorgen dafür, dass das neue
Firmenauto pünktlich und
ohne Schäden auf dem Hof
des Unternehmens steht
und den Parkplatz des alten
Fahrzeugs möglichst ohne
Überschneidungen einnehmen kann.
Hol- und Bringservice
Eigentlich klingt die Aufgabe, ein Fahrzeug von
einem Fleck zum anderen zu bewegen, relativ
einfach. Doch weit gefehlt! Mehrere 1.000 Fahrzeuge im Jahr von A nach B zu bringen, ist eine
organisatorische Höchstleistung, zumal, wenn
es mit dem Transport allein oft nicht getan ist.
Auch die Logistikansprüche von Flottenkunden
in den Bereichen Flexibilität und Geschwindigkeit haben sich in den letzten Jahren geändert.
Hierbei stellt auch Matthias Gauglitz, Geschäftsführer der Deutschen Auto Dienst GmbH (DAD),
fest, dass sich die Prozessgeschwindigkeit verändert hat: „Konnte sich ein Logistikdienstleister vor wenigen Jahren noch bis zu zehn Tage für
eine Fahrzeugüberführung Zeit lassen, so sind
heute drei Tage Standard. Beim DAD versuchen
wir, selbst diese drei Tage noch zu unterbieten
und unseren Kunden den Service in nur ein bis
zwei Tagen zu bieten.“ Doch die Anforderungen
steigen nicht nur bei der Prozessgeschwindigkeit, oft ist auch eine enorme Flexibilität vom
Logistikunternehmen gefragt; vor allem dann,
wenn der Auftrag noch mal geändert werden
muss oder ein Zwischenstopp beim Reifenservice
während der Überführung zum Unternehmen gewünscht ist.
Die wachsenden Anforderungen beeinflussen
zudem maßgeblich die Wahl der Überführungsart. Wenn der neue Wagen auf der eigenen Achse
zum Unternehmen geliefert werden soll, ist dies
sicherlich schneller möglich als bei einem Sammeltransport. Darüber hinaus können hierdurch
alle Zielpunkte unmittelbar angefahren werden
und eine Lieferung direkt zum künftigen Nutzer, mit anschließender Einweisung am neuen
Dienstwagen, ist ohne Probleme möglich. Doch
gerade, wenn mehrere Fahrzeuge bewegt werden
müssen, gestaltet sich der Eigentransport auch
deutlich teurer als eine Überführung auf fremder
Achse.
78
Flottenmanagement 2/2014
Dienstleistungsportfolio
Wie in vielen anderen Bereichen des Flottenalltags gibt es auch bei den Logistikunternehmen
Full-Service-Pakete. Je nach Bedarf des Kunden
werden aber auch nur einzelne Optionen innerhalb der Prozesskette abgebildet. Im Bereich Logistik sind das beispielsweise Services wie Auslieferungen, Rückholungen und Zwischentransporte
von Fahrzeugen auf eigener und fremder Achse.
Standardmäßig übernehmen die Logistikdienstleister auch die An- und Abmeldung der zu transportierenden Pkw und Nutzfahrzeuge.
Neben diesen klassischen Logistikaufgaben bieten viele Transportspezialisten, oft mit der Hilfe
von Kooperationspartnern, auch Leistungen in
anderen Bereichen der Ein- und Aussteuerung
von Flottenfahrzeugen an. Dazu gehören zum
Beispiel Services wie Reifenwechsel, Fahrzeugreinigung und -aufbereitung, Unterstützung im
Remarketingprozess sowie die Organisation der
Gutachtenerstellung. Patrick Hess von der Hess
Fahrzeuglogistik GmbH berichtet daher: „Wir können durch unsere Werkstatt jegliche Dienstleistungen den Flotten anbieten. Dazu gehört auch
Fahrzeugbeschriftung, Reifenwechsel oder der
Einbau von Sonderausstattung.“ Wichtig ist bei
allem, einen Service aus einer Hand anzubieten.
So kann Die Zulasser Service GmbH beispielsweise
über den Transport und die An- und Abmeldung
von Fahrzeugen hinaus auch ein ganzheitliches
Schaden- und Fuhrparkmanagement anbieten.
Daneben gibt es natürlich auch Unternehmen wie
beispielsweise die Tönjes Holding AG, die sich insbesondere auf die An- und Abmeldung von Fahrzeugen spezialisiert haben, darüber hinaus aber
mithilfe von Kooperationspartnern auch Logistikprozesse abbilden können.
Der Trend zum allumfassenden Dienstleister
lässt sich auch hier erkennen. Möglich wird das
unter anderem durch digitale Prozesse, die das
Arbeitsleben in allen Bereichen erleichtern
sollen. Für die Logistik bedeutet dies die Möglichkeit, unabhängig vom Standort Zulassungen
und Abmeldungen am gleichen Tag durchzuführen oder beispielsweise eine umfassende elektronische Akte für alle Dokumente rund um das
Fahrzeug zu erstellen. Eine Lieferterminüberwachung, ein elektronisches Rücknahmeprotokoll und eine Online-Prozessdokumentation gehören dabei zum Standardrepertoire der Dienstleister. Vieles davon ist online und manches
auch bereits als App auf dem Smartphone oder
Tablet jederzeit abrufbar. Doch gerade bei mobilen Softwarelösungen sollte immer auch auf Datensicherheit geachtet werden, so erklärt Thomas Krüger, Geschäftsführer von Die Zulasser
Service GmbH: „Apps stellen wir für dezidierte
Anwendungen bereit; aufgrund der Unsicherheiten gerade im App-Bereich greifen wir aber
auf abgesicherte Prozesswege via VPN und SSLVerschlüsselung zurück, um auch Datensicherheit zu garantieren.“
International aufgestellt
Viele Unternehmen sind international aufgestellt, wodurch die Landesgrenzen im Firmenalltag zunehmend an Bedeutung verlieren.
Diese Entwicklungen werfen gerade auch beim
Thema Logistik Fragen im Flottenmanagement
auf: Wie funktioniert beispielsweise die Zulassungsprozedur in Großbritannien? Wie wird ein
ins Ausland exportierter Wagen richtig verzollt,
und was muss ich bei der Abmeldung beachten?
Es gibt viele Besonderheiten und Regelungen,
die bei einer internationalen Fahrzeugüberführung zu beachten sind. Beispielsweise bleiben
bei unseren französischen Nachbarn die Kennzeichen fahrzeugbezogen am Auto, bis dieses
verschrottet wird. In Belgien hingegen wird
das Kennzeichen dem Halter zugewiesen. Allein
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
Übersicht ausgewählter Logistikdienstleister
C.U.N.O. GmbH
www.cuno-transfer.
de
DAD Deutscher
Auto Dienst
GmbH
www.dad.de
Die Zulasser
Services GmbH
Hartmann Fleet
Professionals
Hess Fahrzeuglogistik GmbH
Logistik Line
GmbH
www.die-zulasser.
com
www.
hartmann-fp.com
www.hess-fahrzeuglogistik.de
www.logistikline.de
Horst Mosolf
GmbH & Co. KG
Internationale
Spedition
www.mosolf.de
PS-Team
Deutschland
GmbH & Co. KG
www.ps-team.de
SNC Logistic
GmbH
www.snc-logistic.
de
Anzahl der
Stützpunkte in
Deutschland
Berlin
(Verwaltung)
Bundesweite
Logistikpartner
Ahrensburg
(Verwaltung)
500
15
4
3
1
13
Walluf
(Hauptsitz)
Kooperationspartner
(bundesweit)
1
Überführungen
in 2013
ca. 18.000
ca. 40.000
500
160.000
25.000
120.000
k.A.
ca. 240.000
ca. 3.500
Überführung eigene
Achse/fremde Achse
nur eigene Achse
ja
ja
ja
nur fremde Achse
5.000 eigene
Achse, 115.000
fremde Achse
ja
ja
80% eigene
Achse, 20%
fremde Achse
Zulassung
ja, Kooperationspartner
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
Stilllegung und
Abmeldung
ja, Kooperationspartner
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
Lieferterminüberwachung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Dokumentenverwaltung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Elektronisches
RücknahmeProtokoll
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
Online Prozessdokumentation
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, auf Wunsch
Fahrzeugreinigung/
Aufbereitung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, Kooperationspartner
ja
RemarketingProzessunterstützung
ja, Kooperationspartner
ja
ja
ja
ja, Kooperationspartner
ja
ja
ja
ja
Kontakt für den
Fuhrparkleiter
Fabian v. Waleczek
Tel.:
030/208980430
E-Mail: [email protected]
cuno-transfer.de
Tel.:
04102/804400
E-Mail: vertrieb
@dad.de
Thomas Krüger
Tel.: 0911/23053111
E-Mail:
[email protected]
die-zulasser.com
Sina-Isabell
Hartmann
Tel.: 06625/9209110
E-Mail: [email protected]
hartmann-fp.com
Patrick Hess
Tel.: 06625/9248132
E-Mail: p.hess
@hess-service.de
Jannah El Aridi
k.A.
Tel.: 04281/9593710
E-Mail: [email protected]
logistik-line.com
Eric Wirtz
Tel.: 06123/9999
994, E-Mail:
[email protected]
Tel.:
0700/00765765
E-Mail: [email protected]
snc-logistic.de
diese Beispiele zeigen, dass trotz Europäischer
Union die Vorschriften und Regeln vielfältig sind.
Doch auch hier sind die meisten Logistik-anbieter
gut aufgestellt und managen auch Überführungen
über die Grenzen Deutschlands hinweg. Ähnlich
wie bei den Services im Inland bieten die Dienstleister auch hier mehr als nur den Transport. So
berichtet Matthias Gauglitz: „Mit der Kroschke Lo-
gistic Systems verfügt der DAD über eine eigene
Tochtergesellschaft in Österreich, mit der wir bei
der Zulassung oder der Abmeldung von Fahrzeugen dort im Land sehr eng zusammenarbeiten.“
Fazit
Die Logistik ist einer der zentralen Bausteine bei
der Ein- und Aussteuerung im Kauffuhrpark. Der
Trend zeichnet sich, wie auch in anderen Bereichen des Flottenmanagements, stark in Richtung
Prozessdienstleister ab. So können die meisten
Unternehmen neben dem Transport auch weitere Services abbilden. Für den Fuhrparkleiter erleichtern vor allem die Online-Dienste der Transportspezialisten die Auftragsverwaltung und -abwicklung sowie die Kommunikation.
Wir transportieren
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SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
Unter dem
Hammer!
Nähern sich die Verweilzeiten von Flottenfahrzeugen,
die in einem Kauffuhrpark unterwegs sind, dem Ende,
sollte sich der Fuhrparkmanager über die Zukunft der
Fahrzeuge Gedanken machen. Dabei bedeutet das Aus
in der Unternehmensflotte nicht gleich die Wertlosigkeit dieser Dienstwagen, denn ein Großteil findet den
Weg zu Händlern, in andere Fuhrparks oder zu Endverbrauchern im In- und Ausland. Flottenmanagement
zeigt, wie Fuhrparkverantwortliche bei der Wiedervermarktung unterstützt werden können.
Am Ende der Laufzeit von Dienstwagen kommen
dem Fuhrparkbetreiber mehrere organisatorische Aufgaben zu, denn schließlich hat er es im
Falle eines Kauffuhrparks mit Eigentum zu tun,
welches beim Wiederverkauf noch möglichst gute
Restwerte erzielen sollte. Schon lange, bevor ein
Fahrzeug aus dem Fuhrpark ausgesteuert werden
soll – genau genommen schon beim Kauf –, kann
der Fuhrparkverantwortliche mit seinem Fahrzeughändler eine Rückkaufvereinbarung treffen,
diese sollte in jedem Fall mit einem realistischen,
garantierten Restwert einhergehen und juristisch so formuliert sein, dass der Flottenbetreiber kein Nachsehen hat. Dies setzt jedoch voraus,
dass sich das Fahrzeug bei Rückgabe in dem vorher vereinbarten Zustand befindet. Ist dies nicht
der Fall, sind Verhandlungen mit dem Händler
unausweichlich, um den realistischen Restwert,
also den Betrag, der nun für das Fahrzeug auf
dem Markt erzielt werden kann, festzulegen. Damit mutiert die Fahrzeugrückgabe zu einem zeitaufwendigen und zudem kostenträchtigen Übel,
das in einem kleinen Fuhrpark mit zehn oder weniger Fahrzeugen noch zu handhaben ist, aber in
größeren Flotten zu nicht effizienten Prozessen
führt.
Um diesen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen und die Fahrzeugwiedervermarktung möglichst effizient durchführen zu können, wird ein
Großteil der Dienstwagen erst im Zuge der Aussteuerung durch Sachverständige begutachtet
und damit ein dem Zustand entsprechender Restwert ermittelt. In einem weiteren Schritt können
die Fahrzeuge dann selbstständig mithilfe einer
Softwarelösung für den kompletten Remarketing-Workflow oder über professionelle Remarketingunternehmen wiederverkauft werden. Im
Falle der selbstständigen Wiedervermarktung
80
Flottenmanagement 2/2014
können Applikationen wie beispielsweise d-fleet
Enterprise der netcar24 GmbH den kompletten
Prozess von der Aussteuerung bis zum Abtransport lückenlos abbilden, überwachen und steuern. Dabei kommen unter anderem leistungsfähige Fahrzeug-Management-Tools zur Verarbeitung
und Verwaltung großer Fahrzeugbestände inklusive aller Zusatzinformationen und Dokumente,
ein integriertes Multi-Channel-ManagementSystem, welches die individuelle Zuweisung von
Einzelfahrzeugen, Fahrzeugpaketen oder ganzen
Flotten an jeden beliebigen Online-Vertriebskanal erlaubt, sowie das After-Sales-Management,
womit sich die nach dem Verkaufszuschlag anfallenden Aufgaben direkt aus dem System heraus
steuern und überwachen lassen, zum Tragen.
Möchte man hingegen den unternehmensinternen Aufwand möglichst auf ein Minimum reduzieren, empfiehlt es sich, den Remarketingprozess an professionelle Wiedervermarkter zu
übergeben. So haben sich mittlerweile einige
Unternehmen in Deutschland – die meist auch
europa- oder weltweit tätig sind – auf die Flottenvermarktung spezialisiert. Dabei kann der Flottenbetreiber vom nationalen und internationalen
Netzwerk der Anbieter sowie von deren strukturellen, organisatorischen und logistischen Möglichkeiten im Hinblick auf eine professionelle, schnelle, reibungslose und erfolgreiche Abwicklung der
Vermarktung von Kauffahrzeugen profitieren. Einen immer wichtigeren Stellenwert nimmt dabei
die Online-Auktion ein. „Bei Autobid.de werden
mittlerweile 88 Prozent aller Fahrzeuge online
versteigert. Reine Live-Auktionen gibt es nahezu
nicht mehr. Klassische Auktionen werden heute
als Netlive-Auktionen durchgeführt. Hier können sich Online-Bieter in Echtzeit an einer LiveAuktion beteiligen, ohne physisch vor Ort sein
zu müssen. Somit werden beispielsweise auch
Sprachbarrieren genommen, da sich online alles
in 22 Sprachen abspielt. Bei der Vermarktung von
Kauffuhrparks sollte man nicht auf Internationalität verzichten. Gerade Langläufer brauchen Käufer aus dem Ausland. Hier steht oftmals das Prestige eines Fahrzeugs über der (nicht sichtbaren)
Laufleistung“, erläutert Dipl.-Betriebswirt Marc
Berger, Vorstand der Auktion & Markt AG.
Jederzeit und allerorts versteigern Die Zunahme der Online-Versteigerungen liegt
dabei nicht nur in der Internationalität begründet. So kann der Fuhrparkbetreiber mittlerweile
auf den Service diverser Anbieter zurückgreifen,
um seinen Fuhrpark beziehungsweise den Teil davon, der zur Wiedervermarktung vorgesehen ist,
ganz gleich wann oder wo auf den jeweiligen Internet-Plattformen anzubieten. Dabei fallen auch
Standkosten, der Aufwand, den eine physische
Auktion mit sich bringt, die oftmals anfallenden
Nachverhandlungen sowie die zeitintensive und
damit kostspielige Administration weg. „Schon
seit 1996, als Autorola gegründet wurde, gab es
für uns nur ein Ziel: eine globale Online-Plattform
zu entwickeln, die Käufer und Verkäufer effizient
verbindet. Eine globale Plattform ist flexibel und
skalierbar, bietet eine hohe Performance sowie
Erreichbarkeit und ist auf die gesamte Wertschöpfungskette in der Wiedervermarktung ausgerichtet. Dabei sind die Vorteile der Online-Auktionen
für die Kauffuhrparks ein steigender Nachfragemarkt gemäß den Verkaufskaskaden, reduzierte
Prozesslaufzeiten sowie hohe Preise im B2C-Bereich. Auch ältere Fahrzeuge mit hoher Laufleistung sowie unterschiedlicher Ausstattung können
einem breiten Markt angeboten werden und durch
(Fortsetzung auf S.82)
www.aral-cardplus.de
André Hoffmann
Fuhrparkmanager
„Unsere Firma braucht viel, in
der Aral CardPlus steckt alles.“
Das Komplettpaket, das mehr kann.
Mit der Aral CardPlus bekommen Sie mehr: zuverlässige
Kontrolle und Sicherheit, übersichtliche Analysen, europaweite Flexibilität, elektronische Führerscheinkontrolle sowie
das größte Tankstellennetz Deutschlands. Ganz ohne Extrakosten. Aral CardPlus: Einfach mehr drin.
SPECIAL KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE
die gebrandete Webseite besteht die Möglichkeit
der Wiedervermarktung exklusiver Fahrzeuge zu
fairen Preisen“, fasst Marcus Nissen, stellvertretender Geschäftsführer der Autorola GmbH, die
Vorteile von Online-Auktionen zusammen.
Ähnlich äußert man sich auch bei AUTOonline
über das Potenzial der webbasierten Versteigerungen: „Im Bereich der Kauffuhrparks sind
meistens Volumenfahrzeuge mit einer höheren
Laufleistung und entsprechendem Alter anzutreffen. Diese Fahrzeuge werden von Händlern bevorzugt online zugekauft, da man sich bei diesen
Einkaufspreisen lange Wege zu Auktionszentren
ersparen kann. Zeit ist für die Händler bares Geld.
Mit genauen Zustandsbeschreibungen werden
über unsere Online-Kanäle Toppreise erreicht und
mühselige Logistik- und Zeitaufwendung für die
Einlieferung zu physischen Auktionen entfällt“,
erklärt Florian F. Stumm, Leiter Vertrieb der AUTOonline GmbH.
Damit spart der Einsatz der Just-in-time-Vermarktung nicht nur Zeit und Geld, sondern auch
lange Standzeiten sowie Logistikaufwände. Dem
Kunden werden revisionssichere transparente
Prozesse dargestellt und selbst nach einer Gebotsrunde hat dieser eine letzte Entscheidungsfreiheit.
Maßgeschneiderte Strategien
Um die Gebrauchtwagen optimal zu vermarkten,
ist es sinnvoll, wenn Fuhrparkbetreiber mehrere,
verschiedene Verkaufskanäle im Blick behalten.
„Alle BCA-Auktionen sind gleichzeitig OnlineAuktionen, weil auch eine physische Versteigerung online übertragen wird, das heißt, jeder
Interessent kann via Internet von jedem Standort der Welt die Auktion in Echtzeit verfolgen und
mitbieten. Unabhängig hiervon bieten wir die
vielfältigsten Vermarktungskanäle wie Telesales,
Festpreisverkauf, Paketverkäufe auch über verschiedene Online-Plattformen an“, führt Sebas-
Übersicht ausgewählter Remarketingdienstleister
ARI
Fleet Germany GmbH
www.ari-remarketing.de
82
Auktion & Markt AG/Autobid.de
www.autobid.de
tian Lins, Director Sales & Marketing bei der BCA
Autoauktionen GmbH, an.
Doch schon im Vorfeld der Fahrzeugbegutachtung, die als Grundlage für die Preisfindung vorgenommen wird, sind Gedanken zur Aufbereitung
beziehungsweise Reparatur kleinerer Bagatellschäden sicherlich nicht fehl am Platz. Ob es die
Laufleistung, spezielle Sonderausstattungen,
die Reifenqualität, vergangene Reparaturen,
fehlende Teile einer Serienausstattung oder die
Marktlage des Fahrzeugs ist: All diese Punkte
üben einen großen Einfluss auf den tatsächlichen
Restwert aus. Fuhrparks mit einem Bonus-MalusSystem im Hinblick auf die pflegliche Behandlung
des Fahrzeugs haben längst erkannt, dass dieses
zu mehr Sensibilisierung der Dienstwagenfahrer
geführt hat – der Flottenbetreiber kann hier von
besseren Restwerten profitieren.
Leistungsplus
Das Serviceangebot der Auktionsexperten beschränkt sich dabei nicht auf die Versteigerung.
AutoOnline GmbH
www.autoonline.de
BCA
Autoauktionen GmbH
www.bca-europe.com
Autorola GmbH
www.autorola.de
Anzahl der Standorte
in Deutschland/
International
2 Standorte in Deutschland
14 Standorte in Deutschland/
7 Auslandsvertretungen und
Lizenzpartner
1 Standort in Deutschland/
28 Standorte international
1 Standort in Deutschland/
16 Standorte international
8 Standorte in Deutschland/
48 Standorte in Europa/
1 Standort in Brasilien
Anzahl der vermarkteten Fahrzeuge pro Jahr
in D (B2B in 2013)
6.000
über 90.000
ca. 220.000 Fahrzeuge
72.000 in der
Autorola Gruppe
130.000
Vermarktungsschwerpunkte
Flottenrückläufer, Jungfahrzeuge, Pkw, Transporter
Pkw, Transporter,
Lkw, Unfallfahrzeuge,
Baumaschinen, Motorräder
Pkw, Lkw, Sonder- und Spezialfahrzeuge, Zweiräder, Anhänger
Pkw, Transporter, Lkw,
Baumaschinen
Pkw, leichte und schwere Lkw,
Freizeitmobile, Krafträder,
Anhänger
Services und
Programme für
Flottenkunden
Full-Service-Remarketing,
Infleeting- und DefleetingService, Quality Check,
Channel Management,
Logistikmanagement,
Dokumentenmanagement, Inkasso,
Endabrechnung, Reporting,
Preisberatung, 100 %
Revisionssicherheit
Rücknahme, Auslagerung,
Aufbereitung, Transport,
Inkasso- und Exportabwicklung,
Abmeldung, Preisberatung/VorOrt-Betreuung
Inkasso- und Exportabwicklung, Preisberatung/Vor-OrtBetreuung, professionelle
Service Hotline, Ergebnisoptimierung durch Sofortkauf-Option, aktiver Nachhandel, AudaLis
(digitale Zustandsbewertung),
VALUEpilot (Ermittlung von
Wiederbeschaffungswerten)
Flottenmanagement, Logistik,
Dokumentenmanagement,
Standortmanagement, Zustandsbeschreibung, Supervision
Aufbereitung, Remarketing mit
maßgeschneiderten Verkaufskanälen, administrative Unterstützung, Rechnungsstellung
und Zahlungshandling, Exportabwicklung, Reporting, Reklamationsmanagement
kompletter Prozess
von der Einsteuerung
bis zur Aussteuerung,
Lagerung, Aufbereitung,
Transport, Inkasso- und
Exportabwicklung,
Abmeldung,
Preisberatung/Vor-OrtBetreuung
klassische Auktionen
nein
ja
nein
nein
ja
Vor-Ort-Auktionen
nein
ja
nein
ja, Live eAuktionen
ja
Fahrzeugbegutachtung
ja
ja
ja, in Zusammenarbeit mit mehr
als 4.500 Kfz-Sachverständigen
ja
ja
Fahrzeugaufbereitung
ja
ja
ja, über Kooperationspartner
ja, Supervision
ja
Transport und Logistik
ja
ja
ja, über Kooperationspartner
ja
ja
Welche Reportings/
Analysen bieten Sie an?
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und Verkaufsberichte,
Benchmark und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und Verkaufsberichte,
Benchmark und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen (Ergebnis- und Verkaufsberichte,
Benchmark und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); diverse
Managementreports (Ausreißerlisten, monatl. Verkaufsstatistiken etc.); weitere Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und Verkaufsberichte,
Benchmark und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und Verkaufsberichte, Benchmark
und Gebotsstatistik, Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf
Anfrage
Kontakt für den
Fuhrparkleiter
Sönke Schubarth
Tel.: 06196/78599-25
E-Mail: [email protected]
fleet4sale.com
Marc Berger
Tel.: 0611/20516-0
E-Mail: mberger
@auktion-markt.de
Florian F. Stumm
Tel.: 02131/7180 261
E-Mail:
[email protected]
Marcus Nissen
Tel.: 040/180370-80
E-Mail: [email protected]
Ansgar Blömer
Tel.: 02131/3100-265
Mobil: 151/27658895
E-Mail: [email protected]
bca-europe.de
Flottenmanagement 2/2014
KAUFFUHRPARK: LOGISTIK UND RÜCKGABE SPECIAL
Aufgrund der Kombination aus physischer und OnlineAuktion sind Netlive-Versteigerungen, wie sie beispielsweise Auktion & Markt anbietet, eine exzellente Möglichkeit, um einen breiten Interessentenpool anzusprechen
So wird in den meisten Fällen ein Großteil der
Vor- und Nachbereitungen nach Kundenwunsch
erfüllt. Beispielsweise bietet die Jomada GmbH
dem Fuhrparkbetreiber mit Carsale24 ein „Rundum-sorglos-Paket“ an, was die unkomplizierte
Abmeldung ganzer Flotten, die kostenfreie Abholung von Fahrzeugen vor Ort sowie einen optional
buchbaren, unabhängig erstellten Zustandsbericht beinhaltet.
CarsOnTheWeb
Deutschland GmbH
www.CarsOnTheWeb.com/de
Jomada GmbH
www.carsale24.de
Fuhrpark24.com
www.fuhrpark24.com
WOM WreckOnlineMarket GmbH
www.wreckonlinemarket.com
Hauptsitz in Belgien/
5 Standorte in Deutschland/
Weitere Niederlassungen
in Frankreich, Italien, den
Niederlanden und Spanien
1 Standort in Deutschland
1 Standort in Deutschland
1 Standort in Deutschland
ca. 6.500 über Cotw
Deutschland
k.A.
3.000
ca. 300.000
Pkw und Transporter bis 3,5
Tonnen; zwischen 30 und 72
Monate alt/über 125.000 km
Pkw, Transporter, Lkw,
Baumaschinen
Gebrauchtwagen aus privater
Hand, Fuhrparkfahrzeuge
Pkw, Lkw, Transporter, Busse,
Flottenfahrzeuge und weitere
Begutachtung
der Fahrzeuge,
Inkassoleistungen (Zahlung
spätestens nach fünf Tagen),
Auslagerung der Fahrzeuge
Vor-Ort-Erstellung eines
Verkaufsangebotes, technische
Dokumentation, Inserieren der
Fahrzeuge, Fotos erstellen
Rundum-Vermittlungsservice mit optionalen
Zusatzleistungen wie Abholund Abmeldeservice; Nutzung
des Kfz bis zum Auktionsende
gegeben
Dateneingabeservice, nationale
und internationale Vermarktung, Treuhandservice, Inkassound Exportabwicklung, Kaufabwicklungsservice, Transport
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
ja, über GKK oder regional
über eigene Mitarbeiter
ja
ja, optional
nein
nein
nein
nein
nein
ja, möglich
ja
ja, über DAD
ja, über angeschlossene Transportfirmen oder Aufkäufer
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und Verkaufsberichte, Benchmark und
Gebotsstatistik, Performance-Berichte über längere
Zeiträume); weitere Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und
Verkaufsberichte, Benchmark
und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen
(Ergebnis- und
Verkaufsberichte, Benchmark
und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
statistische Auswertungen (Ergebnis- und Verkaufsberichte,
Benchmark und Gebotsstatistik,
Performance-Berichte über
längere Zeiträume); weitere
Reportinganalysen auf Anfrage
Patrick Schröder
Tel.: 0176/10353974
E-Mail: [email protected]
carsontheweb.de
Michael Edelberg
Tel.: 03385/617415
E-Mail: [email protected]
Martina Johne
Tel.: 02234/91108-29
E-Mail: [email protected]
Dietmar Schädlich (Leiter Service und Vermarktung);
Jonas Geiger (Service und
Vermarktung)
Tel.: 07248/93131-30
E-Mail: [email protected]
Flottenkunden ein Full-Service-Paket anzubieten, welches bei der Aussteuerung der Fahrzeuge
beginnt und sich je nachdem bis hin zur Logistiksteuerung sowie Exportabwicklung erstreckt,
ist heute nahezu bei jedem professionellen Wiedervermarkter Bestandteil des Produktportfolios. Dies verdeutlicht auch Patrick Schröder,
Geschäftsführer der CarsOnTheWeb Deutschland
GmbH: „Die Fahrzeugaufnahme erfolgt entweder durch Mitarbeiter vor Ort oder durch unseren
Partner GKK Gutachtenzentrale deutschlandweit
innerhalb von 48 Stunden. Im Anschluss daran
stellen wir das Fahrzeug für unsere Kunden auf
unsere Plattform in 14 Sprachen online. Zeitgleich erfolgen durch unser Operations Team
eine Marktpreisanalyse sowie die Festlegung des
Startpreises. Nach der Auktion erhält der Kunde per E-Mail einen Auktionsreport. Beim Verkauf übernimmt CarsOnTheWeb das Inkasso, das
heißt, CarsOnTheWeb zahlt das Fahrzeug innerhalb von fünf Arbeitstagen. Sollte ein Käufer abspringen, tragen wir den eventuell entstandenen
Verlust. Selbstverständlich können Fahrzeuge
auch auf unseren Stellplätzen gelagert werden.“
Damit kann der gesamte Vermarktungsprozess,
angefangen bei der Aussteuerung des Fahrzeugs
aus der Flotte über die Bereiche Logistik, Lagerung der Fahrzeuge, Begutachtung durch einen
unabhängigen Sachverständigen, Rückrüstung,
Preisberatung, Data Quality Check und dezidierte Verkaufsprozesse inklusive Preisberatung sowie Verkaufskanal-/Dokumenten-Management
bis hin zur Auslieferung der verkauften Fahrzeuge, wobei die Überwachung der Zahlungseingänge inbegriffen ist, über das Produktportfolio der
Remarketingexperten abgebildet werden.
Fazit
Das Ende eines Fahrzeugs in der Flotte ist in
vielen Fällen nicht mit der Verschrottung des
Dienstwagens gleichzusetzen. Für viele der ehemaligen Flottenfahrzeuge beginnt mit der Aussteuerung aus dem Unternehmen ein neuer Lebensabschnitt. Fuhrparkmanager, die dabei der
Rückkaufvereinbarung mit ihrem Autohändler
aus dem Weg gehen wollen, finden bei den zahlreichen Auktionsplattformen Experten, die sich
auf das Geschäft mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen vollends spezialisiert haben. Egal ob als
Dienstwagen in einem anderen Unternehmen, als
Gebrauchtfahrzeug für den privaten Markt oder
für den Export bestimmt – professionelle Wiedervermarkter stehen dem Fuhrparkverantwortlichen mit ihrem Know-how zur Seite und finden
den passenden Absatzmarkt für die ausgesteuerten Fahrzeuge.
Flottenmanagement 2/2014
83
KOMMUNIKATION
Leasingunternehmen erweitern immer häufiger die Serviceleistungen
ihrer Apps für Dienstwagennutzer.
Wer das Potenzial ausnutzen will,
sollte derzeit noch auf iPhones setzen.
Nur selten hat eine technische Entwicklung in
die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eingegriffen wie die Digitalisierung.
Vergleichbar mit der industriellen Revolution,
ermöglichen Digitalisierung und das Internet
völlig neue Geschäftsmodelle und völlig neue
Abläufe, wie sie gleichermaßen alte förmlich
pulverisieren. Das Beste daran: Diese Revolution
hat jeder in seiner Tasche; das Smartphone hat
sich dank immer besserer Programme und Anwendungsmöglichkeiten aus der digitalen Welt
zum Allrounder entwickelt, den auch der Fuhrparkmanager und dessen Fahrer perfekt einsetzen können.
Möglich machen das die Apps, die Kurzform des
englischen Worts „applications“, was so viel wie
Auftrag per Smartphone
„Anwendungen“ bedeutet. Wer sich damit noch
gar nicht auseinandergesetzt hat: Sie sehen aus
wie kleine Kacheln, der Nutzer tippt kurz darauf
und schon startet die dahinter gelegte Anwendung. Die Programme können – ähnlich wie auf
dem PC – nur auf dem Smartphone laufen oder
sie holen sich Daten und all das, was sie benötigen, über eine Online-Verbindung vom Server.
Die Programme selbst laden sich die Smartphone-Benutzer über das Internet per Download auf
das Handy. Die Quelle hängt vom Betriebssystem
ab: Apple-Nutzer können mit ihren iPhones aus
über 900.000 Apps im Apple Store auswählen.
Smartphones mit Android-Betriebssystem gehen über Google Play und haben dort sogar ein
Angebot von mehr als einer Million Apps. Mager
nehmen sich dagegen die Wettbewerber Windows (160.000 Apps) und Blackberry (120.000
Apps) mit ihren Stores aus, so das Statistische
Bundesamt.
Dank Stichwortsuche kann jeder Nutzer schnell
zu einer passenden App finden. Das gilt natürlich
auch für den Bereich Leasing. Im Apple Store
beispielsweise tauchen nach Eingabe des Stichworts „Leasing“ exakt 253 Ergebnisse (Stand:
Mitte März 2014) auf. Doch Vorsicht: Neben allgemeinen Leasingrechnern versammeln sich
Apps ausländischer Anbieter sowie artfremde
Programme. Der sicherste Weg ist die Suche über
die Eingabe des Firmennamens. In der Regel
tauchen die Apps – sofern der Anbieter eine hat
– sofort auf. Nicht mal 30 Sekunden dauert der
Download dieser Anwendungen, dann kann der
Smartphone-Nutzer sie sofort einsetzen, ergab
der aktuelle Test sämtlicher aufgelisteter Apps
mit dem iPhone 5. Die Apps sind in der Regel kostenlos.
84
Flottenmanagement 2/2014
Angefangen mit den Leasing-Apps hat übrigens
Autovermieter Sixt, wenn auch eher für den
Mietwagennutzer. Schon im Juli 2010 legten die
Pullacher eine App vor, über die Nutzer ein Leasingangebot anfordern konnten. „Damit wollen
wir es Autofahrern noch leichter machen, die
Vorteile des Leasings gegenüber dem Fahrzeugkauf auszuschöpfen“, machte damals Mark Thielenhaus, Vorstandsmitglied Sixt Leasing AG, Werbung für den neuen Weg. Die Hannover Leasing
GmbH kündigte drei Monate später ihre App an,
die zum Beispiel Tipps und die Hotlines im Falle
eines Unfalls bereithält. Seitdem ist aber nicht
mehr viel passiert: Die damals schon angedachten Bußgeld- und Punkterechner oder die Tempobegrenzungsanzeige sind bis heute noch nicht
gekommen. Auch sollte man sich nicht durch die
angezeigten Bilder bei der Suche irritieren lassen. Arval beispielsweise scheint als Tochtergesellschaft der französischen Bank BNP nur französisch zu sprechen, aber nach der Installation
ist sofort die deutsche Oberfläche arbeitsbereit.
Überhaupt unterscheiden sich die Apps erheblich in ihrem Leistungsumfang. Während die
einen gerade mal einen Tankstellenfinder, Verhaltenstipps und den einfachen Anruf bei der
Service-Hotline auf einen Klick hin bieten, finden
sich bei anderen gleich Stauwarner, komplette
Schadenabwicklung oder eine Übersicht über
den CO2-Ausstoß. Das hängt mit der Zielgruppe
zusammen. Die simplen Schnellhilfe-Apps nur
mit Servicetipps und Hotline-Verbindung sind
ausschließlich für den Dienstwagennutzer gedacht. Für Fuhrparkmanager sind vor allem die
Apps interessant, die darüber hinaus Services
bieten. „Eine App soll den Alltag vereinfachen
und Fahrern sowie Fuhrparkleitern einen echten
Mehrwert bieten“, sagt Philipp Berg, Leiter Sales
und Marketing bei Daimler Fleet Management.
„Unsere App bietet Unterstützung genau dann,
wenn sie benötigt wird: Im Falle einer Panne oder
eines Unfalls nehmen wir die Fahrer virtuell ‚an
die Hand‘.“
Wie viel Potenzial hier generell noch liegt, zeigt
zum einen die Tatsache, dass noch immer nicht
alle Leasinganbieter speziell für den Fuhrparkmanager oder die Dienstwagennutzer eine App entwickelt haben. Das zeigt alleine schon die Übersicht über die Plattformen, für die die Unternehmen ihre Apps bereitstellen (Stand: Mitte März
2014). Noch immer ist die Apple-Anwendung,
also das iPhone, das Maß aller Dinge. Android
findet derzeit nur in Ausnahmefällen statt – und
das, obwohl die Android-basierten Anwendungen
Apple im letzten Jahr zumindest mengenmäßig
überholt haben. Und für die einst so beliebten
Blackberries ebenso wie für Windows-basierte
Smartphones ist das Leasing-App-Angebot gleich
null. Heißt im Klartext: Wer seine Fahrer mithilfe
einer Leasing-App auf die Straße schicken will,
sollte daher zumindest aktuell auf Apple setzen.
Dies sollte das Unternehmen bei der kommunikationstechnischen Ausrüstung der Mitarbeiter mit
Blick auf die Vor- und Nachteile – iPhones sind
beispielsweise wesentlich teurer als Android-Geräte –berücksichtigen.
Fest steht aber auch: Die Anbieter stehen unter
Innovationsdruck. Welches Potenzial sich noch
erschließen lässt, zeigt zum Beispiel die jüngste
App der Volkswagen Leasing GmbH „Volkswagen
Connected Work“. Was einst als Karte mit Tankstellenfinder und Preisangaben sowie Navigation
gestartet war, hat der Konzern jetzt mit einem
KOMMUNIKATION
Apps der Leasing-Gesellschaften (Auswahl)
Alphabet
Fuhrparkmanagement
ALD AutoLeasing
D GmbH
Arval Deutschland
GmbH
Daimler Fleet
Management
GmbH
car concept
Leasing GmbH
Deutsche Leasing
Fleet GmbH
Hannover Leasing
Automotive GmbH
LeasePlan
Deutschland
GmbH
Volkswagen
Financial Services
App
ALD mobile
AlphaGuide
Arval Mobile 2.0
car concept
Daimler Fleet
DL Fleet
HLA Help
LeasePlan Mobil
Volkswagen
Connected Work
Kosten
kostenlos
kostenlos
kostenlos
kostenlos
kostenlos
kostenlos
kostenlos
kostenlos
9,99 Euro jährlich
Apple Store
ja, 5,0 MB
ja, 8,1 MB
ja, 4,4 MB
ja, 12,2 MB
ja, 11,9 MB
ja, 0,4 MB
ja, 4 MB
ja, 14,4 MB
ja, 5,2 MB
Google Play
(Android)
nein
ja
ja
ja
nein
nein
nein
ja
nein
Blackberry
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Windows
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
letzte Aktualisierung (Apple)
13.12.2013
16.08.2013
17.05.2013
10.03.2014
23.01.2014
16.12.2011
13.05.2013
27.06.2013
17.02.2014
ServiceRufnummern
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Tankstellensuche
ja
ja
ja
nein
nein
nein
ja
ja
ja
Werkstattsuche
(inkl. Reifen/Glas)
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Suchfunktionen mit ja
Routenplaner
ja
nein
nein
ja
nein
ja
ja
ja
Checkliste für
Schadenfall
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
nein
ja
Fahrzeugkauf
ja
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
ja
Checkliste für
Fahrzeugrückgabe
nein
nein
nein
nein
ja
nein
nein
ja
ja
Navigation
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
ja
Extras
keine
keine
keine
keine
keine
keine
keine
Parkplatzsuche,
Spiel, CO2-Rechner
Auftragsmanagement, Tourenplaner,
Mobile Banking
Stauwarner;
Hinweis: App mit
Internetportal,
Funktionen teilweise
nur nach Anmeldung
für
Fuhrparkmanager
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
für Dienstwagennutzer
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Infos/Download
App Store
App Store,
Google Play
App Store,
Google Play
App Store,
Google Play
App Store
App Store
App Store
App Store,
Google Play
App Store
Webportal speziell für Gewerbetreibende verknüpft. Die Idee dahinter: Disponenten könnten
über die Portal-App-Kombination direkt Aufträge planen und steuern. „So gewährleistet etwa
das Webportal deutlich kürzere Reaktionszeiten
durch eine effiziente Erfassung und Zuweisung
von Aufträgen sowie eine schnelle Kommunikation mit allen Mitarbeitern“, hieß es bei Volkswagen zum Start der neuen App im letzten Herbst.
Und die ursprünglichen Funktionen wie Tankstellenfinder finden sich selbstverständlich ebenfalls
in der App.
Allerdings lassen sich die Braunschweiger diese
Dienstleistung bezahlen – und im Gegensatz zu
den kostenlosen Apps der Wettbewerber müssen
sich die Nutzer registrieren, um den vollen Umfang ausschöpfen zu können. 9,99 Euro pro Jahr
und iPhone kostet dieser „Connected Service“.
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managen wir Dienstwagenflotten jeder Größe
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KOMMUNIKATION
86
Unterhaltungssystem
Die IntelliLink-Technologie von Opel ermöglicht durch die Integration des Smartphones ein individuelles Infotainmentsystem im Fahrzeug. Ab sofort wird das System
auch im Opel Zafira Tourer zu haben sein. Das Unterhaltungssystem im Opel Zafira
Tourer verfügt über ein CDLaufwerk, einen Doppeltuner, AUX- und USB-Eingänge
sowie eine iPod-, MP3- und
Smartphone-Steuerung per
Lenkradtasten. Darüber hinaus reagieren die Navigation
und das Smartphone auch
auf Sprachbefehle. Kommt
eine SMS auf dem Handy
des Fahrers an, können die
beiden Systeme Radio CD
600 IntelliLink und Navi 950
Europa IntelliLink diese vorlesen. Per USB-Verbindung
lassen sich zudem Bilder anzeigen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich das Auto in der Parkposition
befindet. Der sieben Zoll große, hochauflösende Farbbildschirm garantiert mit seiner
grunderneuerten Oberfläche eine gute Ablesbarkeit.
Überprüft
Der Fuhrparkbetreiber ist verpflichtet die Fahrerlaubnis seiner Dienstwagennutzer mindestens zweimal jährlich zu prüfen. Mittlerweile
gibt es für diese Prüfung verschiedene Wege der
Umsetzung. Eine innovative Lösung stammt aus
Korschenbroich: Die Wollnikom GmbH setzt bei
Ihrem Drivers Check auf ein QR-Code-System.
Dabei wird ein solcher Code auf der Rückseite
des Führerscheins geklebt. Die Fahrerlaubnis kann nun von einem Kollegen oder Vorgesetzten jederzeit und ortsunabhängig geprüft
werden. Dazu muss der QR-Code nur mit einer
Smartphone- oder Tabletkamera gescant werden. Die Drivers Check App trägt die Prüfung
dann in eine Datenbank ein. Diese mobile und
flexible Lösung stellt eine erhebliche Zeit- und
Geldersparnis im Vergleich zu einer ortsgebundenen Überprüfung dar. Mit Drivers Check Pro
wird sogar eine automatische Behördenabfrage gestartet, sollte eine Führerscheinkontrolle
einmal nicht erbracht worden sein.
Spritsparen
Erweiterung
Seit Oktober letzten Jahres ist die Plattform Masternaut Connect verfügbar. Jetzt
kommt mit dem Fahrtenbuch die erste der angekündigten Erweiterungen auf den
Markt. Eine automatische Speicherung der Fahrdaten erleichtert unter anderem den
Nachweis gegenüber den Finanzämtern. Das Modul erstellt aus den generierten Daten automatisch das elektronische Fahrtenbuch und unterscheidet dabei je nach Authentifizierung zwischen Geschäfts- und Privatfahrten. So sorgt die automatisierte
Fahrtenbuchschreibung für schnellere und effizientere Prozesse. Das elektronische
Fahrtenbuch läuft über ein integriertes Web-Interface und ist ab sofort für alle Masternaut-Connect-Kunden verfügbar. Das Modul kann sofort ohne lange Implementierungszeit eingesetzt werden und ist damit eine Kernfunktion der neuen Plattform.
Im Rahmen dieser Erweiterung wurde auch der Schutz der Privatsphäre erhöht. Die
Nutzer können wählen, ob sie kartenbasierte Routen einsehen oder lediglich die Daten
zur Fahrleistung und zum Fahrverhalten nutzen wollen.
Reisebegleiter
Ford bietet ab sofort seinen Kunden eine kostenlose Service-App für iOS und Android an. Gerade auf Reisen kann diese App für Nutzer hilfreich sein, so beinhaltet das
Programm neben Reisechecklisten auch
Informationen über internationale Verkehrsregeln und Schilder. Durch GPS-basierte Dienste hilft die App dem Autofahrer auch bei der Tankstellensuche oder ist
in der Lage, einen Parkplatz zu speichern,
den der Nutzer dann wiederum mithilfe
der App wiederfinden kann. Gerade diese
Dienste sind im Ausland sehr vorteilhaft.
Außerdem umfasst die Applikation auch
Erläuterungen zu den Kontroll- und Warnleuchten im Informationsdisplay. Sollte
der Fahrer einmal eine Reifenpanne oder
einen Auffahrunfall haben, kann er auf
Wunsch eine direkte Verbindung zum FordPannenservice herstellen. Darüber hinaus
hilft die Software bei der Erstellung eines
umfangreichen Unfall- und Schadenreports inklusive Fotos und Skizzen.
Flottenmanagement 2/2014
Durch eine effiziente Fahrweise lassen sich große Mengen an Treibstoff und CO2 einsparen. Für
Unternehmen mit einem großen Fuhrpark kann
sich so eine vorausschauende und treibstoffsparende Fahrweise der Mitarbeiter schnell zu einem
echten Wettbewerbsvorteil entwickeln. Das Bremer Unternehmen seideltec solutions GmbH hat
daher den Speedsensor entwickelt. Dieser kleine
elektronische Beifahrer mahnt mithilfe von akustischen Signalen zu einer gemäßigten Fahrweise.
So ertönt das Signal beispielsweise bei zu starker
Beschleunigung, zu heftigem Bremsen und zu rasanten Kurvenfahrten und gewöhnt den Fahrer so
daran, kraftstoffsparend und materialschonend
zu fahren. Dadurch lassen sich nicht nur Treibstoff
und CO2 einsparen, sondern das kleine schwarze
Kästchen vermindert auch das Unfallrisiko und
senkt die Verschleißkosten. Seideltec bietet das
Gerät exklusiv in Deutschland an.
Anwendung
Bislang musste sich der Fuhrparkverantwortliche
entscheiden, ob er eine interne Führerscheinkontrolle durchführt oder sich einem externen öffentlichen Prüfnetz anschließt. Mit einer neuen App
für Apple und Android von fleet innovation kann
der Flottenmanager jetzt das bestehende öffentliche Prüfnetz der über 2.500 Aral-Tankstellen mit
einer internen Kontrolle via Smartphone ergänzen. Dazu muss das Unternehmen nur autorisierte
Prüfer delegieren, die dann entsprechend einen
Login für die App erhalten und mit der Kamera des
Smartphones den Hologramm-Barcode auf dem
Führerschein der Mitarbeiter abscannen. Die Daten werden dann im fleet iD Managementsystem
erfasst, ohne dass der Mitarbeiter an eine öffentliche Prüfstelle kommen muss. „Der Markt teilte sich
strikt in Anbieter für interne und externe Provider
für die Führerscheinkontrolle und damit in pro und
kontra“, sagt René Roeder, geschäftsführender
Gesellschafter der fleet innovation GmbH. „Unsere
Kunden wollen aber kein Wenn und Aber, sondern
verbindliche Lösungen für ihre Anforderungen.“
Reifenmarkt
Sommerreifen
Die Komplexität des Reifenmarktes wächst
aufgrund immer größerer Modellvielfalt im
Pkw-Bereich und dementsprechender Anforderungen von Verbrauchern, Autoherstellern
und Behörden. Gerade bei Premiummarken und
im Flottenbereich hat die Verminderung des
Kraftstoffverbrauchs durch rollwiderstandsoptimierte Reifen Priorität, gleichzeitig sollten
die Fahreigenschaften der Reifen nicht unter
dem Optimierungsdruck leiden. Dennoch ist
das Gesamtleistungsniveau der Reifen deutlich
gestiegen. Karlheinz Evertz, Leiter Pkw-ReifenErstausrüstung bei Continental, begründet dies
mit einer guten Forschungs- und Entwicklungsleistung: „Dadurch liegen die Performance-Unterschiede zwischen zwei Produktgenerationen
heute zum Beispiel beim Rollwiderstand häufig im zweistelligen Prozentbereich – das wäre
noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen.“
Mit dem Dunlop Street Response 2 bringt der Reifenhersteller dieses Jahr einen neuen Sommerreifen speziell für kleinere Fahrzeuge heraus. Der Pneu wird in 25 Größen von 13 bis 15 Zoll erhältlich sein. Im Vergleich zu dem Vorgängermodell konnte
Dunlop die Leistungen des Reifens in vielen Bereichen verbessern. So erreichte der
Sommerpneu in allen Dimensionen bei der Nasshaftung die EU-Labeleinstufung „B“.
Auf trockener Straße sorgen die solide Zentralrippe sowie zahlreiche Lamellen und
Rillen für einen verbesserten
Grip und mehr Kontrolle bei
Richtungswechseln und Kurvenfahrten. Auch in Sachen
Rollwiderstand kann sich der
Street Response 2 sehen lassen: 24 der 25 erhältlichen
Dimensionen erhielten die
Einstufung „C“ oder „B“. Darüber hinaus konnte die Gesamtlaufleistung gegenüber
dem Vorgänger um zehn Prozent gesteigert werden.
Kooperation
Die Business Unit Performance Butadiene Rubbers von Lanxess und Hankook Tire gehen eine
strategisch-technische Partnerschaft ein. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue
Synthesekautschuktypen und Technologien für die Herstellung von Hochleistungsreifen entwickeln. High-Performance-Reifen sind auch international immer stärker gefragt, denn neben den
EU-Ländern haben auch viele andere Staaten
ein verbindliches Reifenlabel eingeführt.
Dr. Joachim Grub, Leiter der Business-Unit
Performance Butadiene Rubbers, sagte: „Im
Rahmen der neuen technischen Partnerschaft
werden wir Hankook Tire dabei unterstützen,
eine Schlüsselposition als weltweiter Reifenhersteller für qualitativ hochwertige Produkte auf der Basis modernster Technologien
zu erreichen.“ Schon seit 2008 besteht eine
Partnerschaft zur Lieferung von Kautschuken
für die Herstellung von Hochleistungsreifen
zwischen dem Spezialchemie-Konzern und
dem südkoreanischen Reifenunternehmen.
Reifenmesse
Seit 1982 findet alle zwei Jahre die Reifenmesse in Essen statt. 2012 waren
mehr als 18.000 Besucher auf dem Event
– so viele wie noch nie zuvor. Ende Mai
ist es wieder so weit: Vom 27. bis 30. Mai
stellen mehr als 600 Unternehmen aus
40 Nationen auf der 28. Internationalen Fachmesse Reifen ihre Produkte und
Dienstleistungen zum Thema Reifen vor.
Damit ist die Veranstaltung die weltweit
größte Messe und ein wichtiger Branchentreffpunkt. Neben den Ausstellungen an den Ständen und Länderpavillions werden auch zahlreiche Fachtagungen und Seminare angeboten. Gerade
in diesem Jahr dürfte der Besuch der
Reifenmesse vor den anstehenden Änderungen durch die verpflichtend eingeführten Reifendruckkontrollsysteme
lohnend sein.
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GASTBEITRAG
Umstellungs-Chaos
Mein Leben als Fuhrparkleiter mit
dem neuen SEPA-Mandat für die Zulassung von Firmenfahrzeugen.
Die Kraftfahrzeugsteuer ist eine Verkehrssteuer,
deren Ertrags- und Verwaltungshoheit gemäß
den Artikeln 106 und 108 des Grundgesetzes
dem Bund obliegt. Mit einem jährlichen Steueraufkommen von etwa 8,6 Milliarden Euro stellt
sie die viertgrößte Einnahmequelle der Zollverwaltung dar. Die Kraftfahrzeugsteuer wurde bislang von den Ländern erhoben und verwaltet.
Zum 1. Juli 2009 wurde die Ertrags- und Verwaltungshoheit der Kraftfahrzeugsteuer von den
Ländern auf den Bund übertragen.
Bis längstens zum 30. Juni 2014 üben die Landesfinanzbehörden die Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer aus. Danach ist die Zollverwaltung für
die Festsetzung, Erhebung und Vollstreckung der
Kraftfahrzeugsteuer zuständig. Ansprechpartner
beim Thema „Kraftfahrzeugsteuer“ sind künftig
die Hauptzollämter. Aufgrund des großen Umfangs der Daten von etwa 58 Millionen Fahrzeugen wird die Aufgabenüberleitung schrittweise
ab dem ersten Quartal 2014 erfolgen:
Februar: Bremen, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen
März:
Berlin, Brandenburg, Hamburg,
Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
April: Baden-Württemberg, Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland
Mai:
Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Thüringen
Das Steueraufkommen der Kraftfahrzeugsteuer belief sich im Jahr 2012 auf 8,45 Milliarden Euro; im Jahr 2013 waren mehr als 58 Millionen Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger
zum Verkehr auf deutschen Straßen zugelassen.
Die Kraftfahrzeugsteuer ist eine ökologisch ausgerichtete Steuerart, die beispielsweise durch
Steuerbefreiungen für Schlüssel- und Zukunftstechnologien, also etwa Elektrofahrzeuge, die
Nutzung von alternativen Energien im Bereich
des Personen- und Gütertransports fördern soll.
Hybridfahrzeuge sind von einer solchen Befreiung ausgenommen.
88
trag beim zuständigen Hauptzollamt können
Halterinnen beziehungsweise Halter mit einer
Vielzahl von Zulassungen (Großkunden), die
ein SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der
Kfz-Steuer beim Hauptzollamt hinterlegt haben, von der Vorlagepflicht bei der Zulassungsbehörde befreit werden. Anstatt des Mandates
reicht die Vorlage der vom Hauptzollamt erstellten Bescheinigung bei jedem Zulassungsantrag.
Was passiert aber, wenn der „Großkunde“ mit
verschiedenen Leasingpartnern, welche die KfzSteuerabwicklung übernommen haben, zusammenarbeitet? Gemäß Auskunft des HZA Münster
kann immer nur eine Bankverbindung im Großkundenstatus hinterlegt werden. Eine Lösung
hierfür konnte mir aber seitens des HZA derzeit
nicht genannt werden. Somit bleibt es vorerst
dabei: pro Anmeldung eines Neufahrzeugs ein
SEPA-Kombimandat.
Anhand dieser Problematik sollte man dann wiederum darüber nachdenken (die Fuhrparkmanagement-Anbieter mögen es mir verzeihen), ob
die Kfz-Steuerabwicklung nicht direkt über das jeweilige Unternehmen erfolgen soll. Somit könnte
man dadurch wieder die Türe des „Großkunden“
aufstoßen und mit der Hinterlegung der Unterlagen arbeiten. Ansonsten muss der jeweilige Geschäftsführer wieder fleißig unterschreiben.
Fakt ist jedoch: Das SEPA-Lastschriftmandat im
Original zum Einzug der Kfz-Steuer ist ab 30.
Januar 2014 notwendig. Fahrzeughalter und –
falls dieser nicht Inhaber des Kontos ist, von dem
die Kfz-Steuern abgebucht werden sollen – der
abweichende Kontoinhaber müssen beide das
Mandat unterschreiben. Vollmacht zur Zulassung
und Lastschriftmandat sind auf zwei gesonderten
Blättern (Vordrucken) vorzulegen. Eine Befreiung von der Vorlagepflicht ist beim Hauptzollamt
schriftlich einzuholen und mit dem Zulassungsantrag vorzulegen.
Soweit die gesetzlichen Vorgaben. Aber was bedeutet die Veränderung in der Abwicklung der
Kfz-Steuer für die jeweiligen Unternehmen? Nun
ja, scheinbar wissen die Verwaltungsbehörden
das selber noch nicht so genau. Denn von den
jeweiligen Hauptzollämtern bekommt man nur
schleppende Informationen oder nur unvollständige Aussagen. Keiner kann oder will detaillierte
Aussagen treffen. Somit treten schon die ersten
Probleme mit der Zulassung auf.
Je größer das Unternehmen und je mehr Zulassungen im Jahr erfolgen, umso mehr Unterschriften muss die jeweilige Geschäftsführung leisten.
Schwierig wird es, wenn die Geschäftsführer
häufig auf Reisen sind. Wer unterschreibt dann?
Ist das Unternehmen auch noch über das ganze
Bundesgebiet verteilt und werden die Fahrzeuge
in verschiedenen Bezirken zugelassen, kommt das
nächste Bonbon auf einen zu, welches beachtet
werden muss: Es gibt keine einheitlichen SEPAKombimandate. Jedes Bundesland hat eigene
Vorgaben und eigene Formulare. Und was nicht zu
vergessen ist: Ein Fahrzeug kann nicht verkehrsrechtlich zugelassen werden, wenn Rückstände
bei der Kfz-Steuerschuld bestehen. Zum Abschluss
stellt man sich dann noch die Frage, welches HZA
ist denn für mich überhaupt zuständig?
Als Unternehmen mit einem größeren Fuhrpark
hat man die Möglichkeit, einen entsprechenden
Status als „Großkunde“ zu erlangen. Auf An-
Alleine in NRW gibt es sechs verschiedene Hauptzollämter. Somit muss ich erst mal in Erfahrung
bringen, wer mein aktueller Ansprechpartner
Flottenmanagement 2/2014
ist. Ist es das HZA Dortmund, Bielefeld, Münster,
Duisburg, Krefeld oder Köln?
Anhand der zahlreichen Problematiken ist zu
überlegen, ob sich die Regierung wirkliche Gedanken über den Prozess gemacht hat. Ich denke,
dass hier nicht von Prozessoptimierung gesprochen werden kann. Vielmehr wird der „Bürokratismus“ in Deutschland gefördert.
Zusammenfassend kann man sagen, wer mit mehreren Anbietern zusammenarbeitet, muss leider
mehr an Unterlagen beibringen. Die Geschäftsführer müssen mehr Unterschriften leisten. Es ist
ratsam, genügend „Originale“ auf Halde zu legen,
damit alle Zulassungen durchgeführt werden können. Seien wir optimistisch, dass hier noch ein
bisschen nachgebessert wird und der Prozess zur
Zulassung von Fahrzeugen mit dem entsprechenden SEPA-Kombimandat vereinfacht wird.
Autor
Seit 2009 ist Andreas Nickel
Leiter/Manager Fleet eines
großen international tätigen
Telekommunikationsunternehmens in Düsseldorf. Hier
ist er verantwortlich für den
gesamten Fuhrpark mit über
1.100 Einheiten. Der gelernte
Einzelhandels- und Speditionskaufmann bildete sich
2001 zum Betriebswirt (VWA)
weiter und ließ sich 2003 von
der bfp-Akademie zum Fuhrparkmanager zertifizieren. Als
Sachbearbeiter im Bereich Allgemeine Verwaltung eines japanischen Konzerns erhielt er erste Einblicke, ehe er die Leitung
der Abteilung 1998 übernahm. Im Jahr 2001 wechselte er
als Account Manager zu einer Captive-Leasinggesellschaft.
Daran angeschlossen arbeitete er noch als Ansprechpartner
für Großkunden und Behörden bei einigen Automobilhandelspartnern. Auch im Bereich Fuhrparkmanagementberatung/
Consulting konnte er einige Erfahrungen sammeln. So war er
unter anderem verantwortlich für den Aufbau des Bereichs
Fleetconsulting bei der TÜV Rheinland GmbH, Köln. Heute arbeitet er zusätzlich als Referent bei diversen Veranstaltungen
und ist Trainer der TÜV Rheinland Akademie im Bereich Ausund Weiterbildung von Fuhrparkbeauftragten und -managern.
Koffer packen
Mit dem HD-Koffer hat die Sortimo International GmbH einen Klassiker im Sortiment
des Einbauspezialisten neu aufgelegt. Der
HD-Koffer besteht anders als seine blauen
Vorgänger nicht mehr aus Metall, sondern
aus einem hoch belastbaren Kunststoffmix
(Temperaturbeständigkeit von -20 °C bis
+80 °C). An den vielseitigen Verstaumöglichkeiten für Werkzeug oder Kleinteile hat
sich natürlich nichts geändert. Außerdem
erweitert Sortimo seine L-BOXXen-Familie
um die L-BOXX Mini und die LT-BOXX. Die
Mini ist geeignet als Ordnungs-, Unterteilungs- und Transportsystem für Kleinteile.
Wie alle L-BOXXen ist sie stapelbar, untereinander verklickbar und besitzt einen Tragegriff. Für den Transport von größeren und
schwereren Hilfsmitteln eignet sich die LTBOXX. Ein weit ausschwenkender Tragegriff
erleichtert das Beladen und Entnehmen
selbst schwerer Kisten.
Transportlösung
Im Mai findet die offizielle Markteinführung des
Ford Transit in Deutschland statt. Aluca hat schon
vorab eine passende Fahrzeugeinrichtung für
den Transporter entwickelt. Rutschfeste Grundlage dieser Sicherheitseinrichtung ist eine robuste
Bodenplatte. In die Fahrzeugeinrichtung können
je nach Bedarf bekannte Aluca-Klassiker wie diverse Regalwannen, Fachböden mit S-BOXXen als
auch Schubladen und Aluminiumkoffer integriert
werden. Auch ein optionaler Gasflaschenschrank
sowie eine ausziehbare Werkbank sind einbaubar.
Neu im Transit verfügbar ist ein seitlicher ALUCA
Schwerlast-Bodenauszug. Montiert auf der tragfähigen Deckplatte dimension2 lässt sich dieses
bis zu 200 Kilogramm belastbare Auszugssystem
anwenderfreundlich bis zu 2/3 herausziehen und
ermöglicht so rückenschonendes Be- und Entladen schwerer niedergezurrter Gegenstände oder
das einfache Bedienen von Stromerzeugern oder
Kompressoren.
Großraumlimousine
Mit der neuen V-Klasse von Mercedes-Benz möchte der Premiumhersteller vor allem
größere Familien, freizeitaktive Menschen mit einem umfangreichen Outdoor-Equipment und natürlich Business-Shuttle-Unternehmen und Hotels als Kundengruppe
ansprechen. Dementsprechend großzügig und komfortabel sind das Raumangebot
und die Innenausstattung. So bietet die V-Klasse Platz für acht Personen und verfügt
unter anderem bereits in der Serienausstattung über das Infotainmentsystem Audio 20 USB mit frei
stehendem 7-Zoll-Zentraldisplay,
Zierelemente in Klavierlackoptik,
3-Speichen-Multifunktionslenkrad
mit zwölf Tasten, eine in Neigung
und Höhe verstellbare Lenksäule,
Komfortsitze für Fahrer und Beifahrer mit Thorax-Pelvis-Sidebag, eine
elektrische Feststellbremse und
aktive Feststeller der Fondschiebetür. Ab sofort ist die V-Klasse im
Mercedes-Benz-Handel bestellbar – die Markteinführung erfolgt ab Ende Mai 2014. In
Deutschland wird die Großraumlimousine schon ab 36.050 Euro (netto) erhältlich sein.
Sparsam
Volkswagen hat die sparsamen
Blue-Motion-Varianten des Transporters und Multivans überarbeitet. In der 114 PS starken 2,0-LiterDiesel-Variante des Transporters
soll der Verbrauch bei nur noch
5,8 Liter liegen. Für die KleinbusVersion gibt Volkswagen einen
Verbrauch von sechs Liter auf 100
Kilometer als Durchschnittswert
an. Das ist eine Reduzierung der
Verbrauchswerte um jeweils 0,6
Liter. Möglich werden die Einsparungen durch die bereits bei anderen BlueMotion-Modellen zum Einsatz kommende Kombination aus Start-Stopp-System, Rekuperation, besonders rollwiderstandsarmen Reifen,
geändertem Motormanagement und Getriebe sowie aerodynamischen Maßnahmen. Der
Einstiegspreis für den Transporter Blue-Motion beträgt 26.560 Euro (netto). Den Multivan
Blue-Motion bekommt man ab 31.250 Euro (netto).
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TRANSPORTER
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Produktoffensive von Ford mit dem Transit Courier, Transit
Connect, Transit Custom und dem neuen Transit (v. li. n. re.)
TRANSPORTER
Eine Idee weiter
Mit dem „FK 1000“ aus Köln-Niehl begann 1953
die Erfolgsgeschichte des Ford Transit. Heute,
über 60 Jahre später, ist aus dem einstigen Kleintransporter eine komplette Nutzfahrzeugfamilie
geworden, die sich bereits über sieben Millionen
Mal verkauft hat und in über 118 Ländern auf
sechs Kontinenten verfügbar ist. Vereint unter
der Bezeichnung „Transit“ bietet Ford ab sofort
vier Nutzfahrzeugmodelle an: Angefangen beim
Transit Courier, einem Nutzfahrzeug des Kleinwagensegments, und beim Transit Connect, der
die Plattform des C-MAX nutzt, über den Transit
Custom, der über eine Nutzlast von bis zu einer
Tonne verfügt, bis zum neuen Transit, der allein
in vier Karosserieversionen erhältlich sein wird,
sollen diese Modelle nahezu alle Bedürfnisse
der Kunden zufriedenstellen. Im Unterschied zu
den Personentransportern mit der Bezeichnung
„Tourneo“ verfügen die Transit-Baureihen über
eine Lkw-Zulassung.
Der Startschuss für die Produktoffensive fiel in
der zweiten Jahreshälfte 2012 mit der Einführung des Transit Custom. Dieser hat ausschließlich Frontantrieb, der mit einem serienmäßigen
Unter dem Motto „Transit Go Further 2014“ stellte Ford in Barcelona die komplett neu entwickelte Transit-Produktfamilie vor. Highlights der Veranstaltung
waren der neue Transit, die siebte Generation der mittlerweile legendären Nutzfahrzeugbaureihe, die ab Mai bei den Händlern steht, sowie der kleine Stadtlieferwagen Transit Courier, der ab Juni die Produktfamilie nach unten abrundet.
Flottenmanagement berichtet exklusiv vom Event in Barcelona.
Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wird. Als
Motor kommt ein 2,2-Liter-TDCi-Dieselmotor mit
Common-Rail-Einspritzung mit 74 kW, 92 kW oder
114 kW zum Einsatz, welcher serienmäßig über
ein Start-Stopp-System verfügt. Damit erreicht
der Transporter laut Unternehmensangaben klassenbeste Verbrauchswerte von bis zu 6,0 Liter auf
100 Kilometer und emittiert dabei lediglich 159
Gramm Kohlendioxid je Kilometer.
Auch bei der Sicherheit versucht der Custom zu
überzeugen, so erzielte er fünf Sterne beim EuroNCAP-Sicherheitsrating und erhielt zudem die
Euro NCAP Advanced Awards für den Fahrspur-Assistent mit Müdigkeitswarner sowie für Ford SYNC
mit Notruf-Assistent. „Bei der Neuausrichtung
unserer Nutzfahrzeugpalette war es uns wichtig,
Bewährtes weiter zu verbessern und dabei zugleich aber auch neue Akzente in dieses Segment
einzubringen. Hierzu zählen beispielsweise ein
Pkw-ähnlicher Komfort in der Fahrgastzelle sowie
das Multimedia-Konnektivitätssystem Ford SYNC
mit Notruf-Assistent und Sprachsteuerung.
Aber auch bei der Nutzbarkeit gehen wir in den
Segmenten neue Wege. So finden beispielsweise
im Transit-Custom-Kastenwagen bereits mit kurzem Radstand drei Europaletten Platz. Darüber
hinaus können hier dank der innovativen Trennwand mit Durchlademöglichkeit selbst Gegenstände von drei Meter Länge verstaut werden,
also zum Beispiel Rohre. Im Kastenwagen mit langem Radstand misst die Laderaumlänge aufgrund
Bernhard Schmitz (Leiter Nutzfahrzeuge der FordWerke GmbH, li.) erläuterte Steven Bohg (Flottenmanagement, re.) die Neuerungen beim neuen Transit
90
Flottenmanagement 2/2014
der Durchlademöglichkeit sogar 3,4 Meter“, erläutert Wolfgang Booms, Executive Director Fleet
& Remarketing Operations bei Ford of Europe.
Innerhalb von zwei Jahren wurde sukzessive die
komplette Nutzfahrzeugpalette überarbeitet:
„Eine der ersten Herausforderungen, die bei der
Erneuerung des kompletten Nutzfahrzeug-Portfolios in so kurzer Zeit entsteht, sind die Kapazitäten. Dabei dürfen keinerlei Fehler passieren,
das heißt, dass ein neues Produkt von Anfang an
ein hohes Qualitätsniveau erreichen muss, denn
hinterher bekommt man Fehler hier nur schwer
korrigiert. Zum anderen müssen sich am Ende die
Investitionen tatsächlich über die Volumina rechnen und hier sind wir einer der wenigen Hersteller, vielleicht auch der einzige Hersteller, der die
Volumenberechnung nicht nur europaweit, sondern weltweit vornimmt. Aus diesem Grund rechnen sich diese Investitionen auch ohne Kooperationen für uns. Diese zwei Hauptherausforderungen gilt es zunächst zu lösen, um eigenständig
eine komplette Nutzfahrzeugpalette, angefangen
beim kleinen Stadtlieferwagen bis zum 4,7-Tonner, neu auf den Markt bringen zu können“, fasst
Bernhard Schmitz, Leiter Nutzfahrzeuge der FordWerke GmbH, die Schwierigkeiten zusammen.
Bei der Produktoffensive, die Ford mit dem Transit Custom startete, lag der Fokus jedoch nicht
nur auf der Modernisierung des Nutzfahrzeugprogramms in Europa, sondern auch auf der Erweiterung des Angebots. So handelt es sich beim
„Custom“ nicht um die nächste Generation einer
bereits bestehenden, sondern um eine komplett
neu entwickelte Baureihe. Ford schließt mit dem
kompakten, auf der Architektur des Fiesta basie-
TRANSPORTER
renden Stadtlieferwagens Transit Courier, der ab
Juni 2014 verfügbar sein wird, die Modernisierung und Erweiterung seiner Nutzfahrzeugpalette mit dann vier eigenständigen Baureihen ab
(Courier, Connect, Custom, Transit).
Der neue Transit Courier siedelt sich in der Produkthierarchie unterhalb des Transit Connect an,
ohne dabei wirklich viel kleiner zu sein: „Lediglich
20 Zentimeter fehlen ihm zum Transit Connect mit
kurzem Radstand. Damit ist er prädestiniert für
Kunden, die weniger Laderaum brauchen und vor
allem im urbanen Umfeld unterwegs sind, denn
hier kann er aufgrund der Wendigkeit und der
kurzen Abmessungen besonders punkten. Jedoch
bietet er auch einen hohen Nutzfaktor. So verfügt
er über die höchste Zuladung in seinem Segment
und ist damit auch ein zuverlässiger Partner für
den Transport schwerer Güter“, erläutert Bernhard Schmitz. Mit dem wendigen Stadtlieferwagen werden somit in erster Linie Kunden aus dem
Servicebereich, wie beispielsweise Hausmeister
oder Lieferdienste, angesprochen, die im städtischen Bereich ein Fahrzeug brauchen, welches
die Vorzüge eines Pkw-ähnlichen Fahrkomforts
mit dem Nutzungsspektrum eines kleinen Lieferwagens kombiniert.
Am oberen Ende der Nutzfahrzeugpalette von
Ford befindet sich der Transit, der ab Mai 2014 in
den Markt eingeführt wird. Dieser soll vor allem
mit mehr Ladevolumen, geringerem Verbrauch
sowie niedrigeren Unterhaltskosten punkten. Zudem wird der neue Ford Transit wieder in vier Karosserieversionen verfügbar sein: Kastenwagen,
Kombi, Bus, Fahrgestell. Bis zu elf Prozent
mehr Ladekapazität, innovative Detaillösungen und ein noch praktischerer Zugang zum
Stauraum sollen ihn als Kastenwagen noch
individueller an den Kundenbedürfnissen
ausrichten.
Als Kastenwagen ist der neue Ford Transit
mit Front-, Heck- oder Allradantrieb, in drei
Radständen, vier Karosserielängen und zwei
Dachhöhen sowie einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,7 Tonnen erhältlich.
Besonders praktisch sind dabei die steil emporragenden Seitenwände und weit öffnenden Türen, die das Beladen erleichtern sollen.
Hinzu kommen seitliche Schiebetüren, die dank
einer Breite von 1.300 Millimetern es nun auch
Gabelstaplern einfacher machen, den Laderaum
zu erreichen.
„Wir haben gegenüber der Vorgängergeneration
noch einmal die Qualität und die Steifigkeit erhöht. Zudem haben wir auch die Funktionalität
des neuen Transit weiter verbessert: So hat die
Ladekapazität noch einmal um bis zu elf Prozent
zugelegt und der Transit wartet daneben mit einer zulässigen Anhängelast – unabhängig vom
Radstand – von 3,5 Tonnen für alle 350-HD-Modelle auf. Nicht zuletzt bieten wir hier auch den
Komfort eines Pkw in der Fahrerkabine – zum
einen, was die Laufruhe angeht, und zum anderen, was die Ausstattung betrifft: Zahlreiche
Ablagefächer, ein in Höhe und Tiefe anpassbares
Lenkrad, eine Vielzahl fortschrittlicher FahrerAssistenzsysteme sowie Ford SYNC mit AppLink
Anschaulich zeigte Wolfgang Booms (Executive Director
Fleet & Remarketing Operations bei Ford of Europe) die
Vielseitigkeit des Transit-Custom-Laderaums
und Notruf-Assistent setzen nicht nur neue Akzente in diesem Segment, sondern verleihen dem
Transit ein völlig neues und Pkw-ähnliches Fahrgefühl“, fasst Schmitz zusammen.
Insgesamt betrachtet, hat Ford in einer beispiellosen Produktoffensive nicht nur kleine
Veränderungen am kompletten Nutzfahrzeugprogramm vorgenommen, sondern – aufbauend auf
den vorhergehenden Generationen sowie dem
Kundenfeedbacks – die komplette Produktfamilie modernisiert und zugleich erweitert. In der
Juni-Ausgabe des Flottenmanagement-Magazins
berichten wir ausführlich über die Präsentation
„Transit Go Further“ in Barcelona und fangen die
ersten Kundenmeinungen zu den neuen Modellen
ein.
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SALON
Wieder Heckantrieb
Nach sechs Jahren erneuert Renault seinen Kleinstwagen Twingo und sorgt mit
einem Heckmotor-Konzept für Aufsehen. Der taufrische Franzose wird stets
als Fünftürer geliefert und ist fit für die City dank zehn Zentimeter kürzerer
Außenlänge im Vergleich zum Vorgänger. Damit selbst groß gewachsene Personen im Fond keine Not leiden müssen, trumpft die völlig neu entwickelte
Konstruktion mit einem um 13 Zentimeter verlängerten Radstand auf. Für Vortrieb sorgen ganz im Sinne der CO2-Reduktion aufgeladene Dreizylinder mit
0,9 (70 PS) respektive einem Liter Hubraum (90 PS). Eine Vielzahl von Ablagen
sorgt für ein hohes Maß an Praxistauglichkeit, und verschiedene bunte Farben
für die Innenraumelemente sowie Außenspiegel im Kontrastton zur Fahrzeuglackierung garantieren den potenziellen Kunden reichlich Individualität.
Evolution und Revolution
Audi installiert einen neuen TT und hat das sportive Coupé im evolutionären Stil
weiterentwickelt. Allerdings haben die Designer den Ingolstädter in der dritten
Generation konturierter gestaltet und ihm sichtlich schneidige Linien verpasst.
Revolutionär dagegen mutet das Infotainment-System an: Statt mechanischer
Anzeigenadeln gibt es eine durchgängige TFT-Scheibe – so konnten die Techniker
Bordrechner, Navigation und Tacho in ästhetischer und zugleich gut ablesbarer
Art und Weise vereinen. Unter der Haube stecken zum Start die bekannten Konzernmotoren mit zwei Liter Hubraum sowie Aufladung. Je nach Version zerren
184 (Diesel), 230 (Basisbenziner) oder 310 PS (TTS) an der Vorder- oder beiden
Achsen. Letzterer schafft den Standardsprint auf 100 km/h in weniger als fünf
Sekunden und avanciert damit zum reinrassigen Sportler.
Geschlossen fast schöner
Nach dem F-Type Roadster fackelt Jaguar nicht lange und liefert das Coupé
gleich nach. In dem knackigen Hochleistungs-Hecktriebler bleibt zwar der
Wind aus, aber dafür macht er auf dem Laufsteg eine fast noch bessere Figur.
Der rassige Zweitürer betört geradezu mit seinem sanft abfallenden Dach
und der lang gezogenen, großzügig verglasten Heckklappe. Der Antrieb
schafft Emotionen – sämtliche Triebwerke werden mittels Kompressor beatmet und holen von 340 bis 550 PS aus drei (V6) oder fünf (V8) Liter Hubraum.
Mit einem Grundpreis von 56.302 Euro (netto) ist der Brite allerdings kein
günstiges Vergnügen. Immerhin sind Achtgang-Automatik, Lederpolster,
Radio, elektrisch verstellbare Sitze und Xenonlicht serienmäßig an Bord.
Für die Bluetooth-Freisprechanlage werden netto 462 Euro fällig, während
das Festplatten-Navi mit 2.487 Euro (netto) extra zu Buche schlägt.
Hauptsache anders
Der neue Citroën C4 Cactus ist endlich wieder ein Markenvertreter, wie ihn die Fans
sich vorstellen: frech, anders und sympathisch. Mit den sogenannten Airbumps
schufen die Kreativen ein auffälliges Designmerkmal, das obendrein auch noch
nützlich ist. Bei einem leichten Crash schützten sie die Außenhaut des Franzosen
mit den integrierten Luftkapseln. Dank eines Leergewichts von unter einer Tonne
soll der Cactus Maßstäbe bei der Effizienz setzen. Klar, dass die Ingenieure sparsame Dreizylinder der PureTech-Generation sowie genügsame Diesel für den Antrieb einsetzen. An Alltagskomfort soll es indes nicht mangeln – der Cactus verfügt
wunschgemäß über Navigationssystem mit großem Bildschirm, ein großes Panorama-Glasdach und Rückfahrkamera. Wer unsicher ist beim Einparken des 4,16 Meter langen Allzweckvehikels, bekommt einen vollautomatischen Parkassistenten.
92
Flottenmanagement 2/2014
DIENSTREISE
+
Smart Meetings
Die Hotelkette Park Inn by Radisson führt in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Tagungs- und Veranstaltungskonzept
„Smart Meetings and Events“ ein. Damit will die Hotelmarke, die
auf lange Erfahrung und breite Sachkenntnis in diesem Bereich
zurückgreifen kann, Tagungs- und Seminarplaner aktiv unterstützen. Eingeführt wird das Konzept an 26 wirtschaftlich wichtigen
Standorten und in 29 Häusern. Das umfasst eine Auswahl von insgesamt 215 flexiblen Tagungsräumen mit Flächen von 15 bis 1.400
Quadratmetern. Damit steht für jeden individuellen geschäftlichen, gesellschaftlichen oder privaten Anlass eine Vielzahl an Locations zur Verfügung.
W
Neue Konzepte
Das Mitfahrnetzwerk flinc und die Deutsche Bahn arbeiten gemeinsam an neuen Konzepten, um die Mobilität an Bahnhöfen zu verbessern. Gerade an regionalen Bahnhöfen
könnten so interessante neue Dienstleistungen entstehen. Flinc ist eine Mitfahrerplattform für kurze und mittlere Strecken, bei der Nutzer angeben können, wohin sie wollen.
Daraufhin schlägt die Plattform dem Nutzer die passenden Mitfahrgelegenheiten automatisch, adressgenau und in Echtzeit vor. Bereits mehr als 650.000 Fahrten und Mitfahrten laufen jeden Monat über die Plattform. Auch viele Firmen nutzen diesen Service für
eine effizientere innerbetriebliche Mobilität. Seit letztem Jahr kooperiert der Navigationsspezialist Garmin mit dem Mitfahrnetzwerk. Somit können einmal im Navi angelegte
Strecken als Fahrangebot festgelegt werden. Im BMW i3 ist die App bereits serienmäßig
vorhanden.
Einschränkung
4
Die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten planen, die Rechte von Fluggästen bei Verspätungen und Annullierungen massiv einzuschränken. Demnach würden Entschädigungen
bei Verspätungen – je nach Flugentfernung – erst nach mehr als fünf, neun oder zwölf
Stunden fällig. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordern die Bundesregierung auf, sich von den Plänen abzugrenzen und das Votum des Europäischen Parlaments, welches eine Entschädigung bereits
nach drei Stunden vorsieht, zu unterstützen. In diesem Zusammenhang weist der VDR
darauf hin, dass Verspätungen für die Wirtschaft zu ökonomischen Belastungen führen.
VDR-Präsident Dirk Gerdom erklärt dazu: „Flugannullierungen oder Verspätungen führen
zu teuren Arbeitszeitausfällen – und die Folgekosten für die Wirtschaft durch geplatzte
Geschäftsabschlüsse und nachgeholte Termine lassen sich erst gar nicht beziffern.“
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Neuerungen
Der Carsharing-Anbieter Hertz 24/7 führt verschiedene Neuerungen ein. Unter anderem
geht Hertz eine Kooperation mit PayPal ein. Damit ist es Kunden ab sofort möglich, auch
ohne Kreditkarte mit PayPal als alternative Zahlungsmethode zu bezahlen. Darüber hinaus
wird die Carsharing-Flotte um den Ford Fiesta erweitert. Der Cityflitzer ist neben dem Opel
Astra und Insignia als praktischer Kleinwagen für die Stadt gedacht. Ebenfalls grunderneuert ist die Tarifstruktur des Carsharing-Systems. Neben den bekannten Stunden- und
Tagesraten gibt es günstige Tarife für Nachtschwärmer.
Der Overnight-Tarif gilt täglich zwischen 18.00 und
8.00 Uhr. Für Dienstreisende ist vor allem das internationale stationsbasierte Carsharing interessant. Etwa
1.800 Stationen stehen den Hertz-Geschäftskunden
international in Ländern wie Großbritannien, Spanien,
den Niederlanden oder auch der USA zu Verfügung.
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DIENSTREISE
Qual der
Wahl
Bei der Wahl des günstigsten
Transportmittels gibt es viele
Variablen
Eine Dienstreise kostet Zeit und Geld, das ist von vorneherein klar. Hier gilt
es, diese beiden Faktoren in eine sinnvolle Relation zu bringen, da auch die
Zeit des Mitarbeiters zunächst einmal in Geld umrechenbar ist. Seit einiger
Zeit kommen dann noch weitere Faktoren hinzu wie die Betrachtung der
Dienstreise unter dem Umweltfaktor, hier insbesondere dem CO2-Ausstoß –
und das oft schon für die gesamte Reise, also nicht nur die Transportwege,
sondern sogar für die Hotelübernachtung. Dabei kann es erhebliche Zielkonflikte geben.
Faktor Geld
Natürlich wird das Unternehmen zunächst die reinen Geld-Kosten der
Dienstreise betrachten: welches ist das preisgünstigste Transportmittel
(Dienstfahrzeug, Flugzeug, Bahn, Mietwagen oder eine Kombination aus
Teilen davon) und welches ist in der Zielstadt das preisgünstigste Hotel
mit den gewünschten Standards. Das ist relativ einfach, hierfür gibt es Vergleichsportale, aber das bildet die komplexe Problemstellung nicht ab.
Der Grund für den Fokus auf die reinen Geld-Kosten ist indes klar: Der Mitarbeiter ist ja „sowieso“ da und bezahlt, so zumindest eine häufig anzutreffende Grundeinstellung. An diesen Kosten kann zumindest der Travel Manager
auch nichts ändern. Also hält er sich an die Zusatzkosten, die projektbedingt
zusätzlich anfallen – und verliert dabei den Zeitaspekt mitunter etwas aus
den Augen.
Dienstreisen und vor allem die zugehörigen Kosten stehen regelmäßig auf
dem internen Prüfstand. Dabei stellt sich
nicht nur die Frage, welche Dienstreisen
grundsätzlich notwendig und sinnvoll
sind, sondern auch, ob eine preisgünstigere Telefonkonferenz diese ersetzen
kann. Auch die eindeutig notwendige
Dienstreise selbst wird nach verschiedensten Kriterien hinterfragt.
Faktor Zeit
Hier ist die Beurteilung auch schon viel komplizierter, zumal es noch immer
Unternehmen und Behörden mit dem Credo „Reisezeit ist keine Arbeitszeit“ gibt. Aber das ist natürlich in der Praxis Quatsch: Zum einen reist der
Mitarbeiter ja nicht zum Spaß, sondern betrieblich veranlasst. Und zum
anderen soll der Mitarbeiter ausgeruht und konzentriert bei dem Termin
vor Ort sein – sonst könnte man sich die gesamte Aktion unter Umständen
gleich sparen. Aber Reisezeit ist eben schwierig in Geld umzurechnen: Unter Umständen kann der Mitarbeiter ja unterwegs mobil arbeiten, vielleicht
ist er allerdings auch nicht komplett ausgelastet und wäre in der verwendeten Reisezeit ohnehin nicht allzu produktiv. Diese Beurteilungen sind
kompliziert.
Den Faktor Zeit gilt es dabei gleich doppelt zu beachten: denn das betrifft
zum einen die Art der Reise, und zwar von der Haustür bis zum Termin, inklusive der notwendigen Stopps. Der Klassiker bei den Fortbewegungsmitteln ist – zumindest im Inland – der eigene Dienstwagen. Denn nur dieser
bietet den Punkt-zu-Punkt-Transport ohne lästiges Umsteigen. Bei längeren Wegen hat der eigene Pkw indes den Nachteil, dass eine mehrstündige Autofahrt den Mitarbeiter schon stark ermüden kann, außerdem steigt
mit jedem Kilometer die Gefahr, in einen zeitfressenden Stau zu kommen.
Hinzu kommt noch, dass der Mitarbeiter beispielsweise nicht am Notebook
arbeiten kann, solange er mit Autofahren beschäftigt ist.
Besonders unter diesem letzten Gesichtspunkt lohnen sich andere Verkehrsmittel wie Bahn oder Flugzeug. Denn hier kann – zumindest theoretisch – während der Fahrt/des Fluges gearbeitet werden, was es auch
sinnvoller macht, die Reisezeit als Arbeitszeit anzurechnen. Allerdings ist
der Mitarbeiter hier auf Flug- und Abfahrtspläne angewiesen, ist also weit
weniger flexibel bei der Terminplanung. Dazu kommt dann noch, dass der
Weg von/zu dem Flughafen oder Bahnhof auch sinnvoll und kostengünstig
bewältigt werden muss. Und: Effektives Arbeiten unterwegs ist nicht eines
jeden Mitarbeiters Sache und hängt zudem von der Art der Tätigkeit des
Mitarbeiters ab.
Nachhaltig und mit dem Green Key zertifiziert:
„Urban“-Suite von Radisson Blu Hamburg Airport
94
Flottenmanagement 2/2014
Der Faktor Zeit gilt natürlich auch für das Hotel: Was nutzen ein paar gesparte Euros, wenn der Mitarbeiter dafür eine Stunde bis zu seinem Termin
quer durch die Stadt fahren muss, entweder genervt und unproduktiv im eigenen Auto oder teuer im Taxi? Auch hier gilt also, ein sinnvolles Verhältnis
zwischen Hotelpreis und Weg für den Mitarbeiter bis zum Termin zu finden.
Denn auch hier ist Zeit natürlich Geld.
DIENSTREISE
Faktor Umwelt
In Zeiten zunehmender Umwelt-Orientierung
treffen auch den Dienstreisenden immer mehr
grüne Anforderungen, die es bei der Reiseplanung zu berücksichtigen gilt. Es gibt bereits
CO2-Rechner, die den umweltfreundlichsten
Weg vom Start- bis zum Zielort ausrechnen.
Das Ergebnis ist dann eine Empfehlung, mit
welchem Verkehrsmittel – oder mit welcher
Kombination daraus – der Termin wahrgenommen werden sollte. Auch die jeweilige
Reisezeit ist in der Regel ausgewiesen, denn
auch hier gilt: Grün allein ist noch nicht alles.
Auch bei der Hotelauswahl ist „Green Travel“
immer häufiger ein echtes Entscheidungskriterium: Bei gleichem oder ähnlichem
Preis und Lage entscheiden sich immer mehr
Dienstreisende und Travel Manager für das
Hotel, welches am nachhaltigsten wirtschaftet – und das idealerweise auch mittels Zertifikaten nachweisen kann.
Weiche Faktoren
Zu alledem gibt es noch weitere Faktoren, die
– je nachdem, als wie wichtig diese in dem
Unternehmen angesehen werden – ebenfalls
zu berücksichtigen sind. Die Dienstreisenden
– oder auch das Unternehmen selbst – sind
vielleicht Mitglied bei einem Bonus-System.
Bei Fluggesellschaften lohnt sich die „richtige“ Linie speziell für den Mitarbeiter besonders: Denn hier gibt es recht schnell Freiflüge, Upgrades und Zugänge zu höherwertigen
Lounges mit kostenlosem Essen und Trinken.
Aber auch wer „seiner“ Hotelgruppe länger
treu bleibt, kann eine Sonderbehandlung erwarten: mit kostenlosen Upgrades auf eine
höhere Zimmerkategorie, kostenlosem Internet oder auch Gratis-Wochenenden.
Entsprechend der Regeln der firmeninternen
Travel Policy darf dann der Mitarbeiter die
Vergünstigungen entweder privat nutzen –
die Pauschalversteuerung wird in der Regel
von dem Bonus-System-Anbieter übernommen – oder er muss sie dem Unternehmen zur
Verfügung stellen, welches dadurch Kosten
sparen kann. Wobei dem Unternehmen einige
der Vergünstigungen ohnehin zugutekommen, beispielsweise durch kostenloses Frühstück, Internet oder der Möglichkeit, dank
Inklusiv-Upgrade eine günstigere Zimmerkategorie buchen zu können. Natürlich kann es
sein, dass auch andere persönliche Vorlieben
des Mitarbeiters diesen beeinflussen, möglichst in seinem Wunsch-Hotel eingebucht zu
werden – wenn er beispielsweise ein Freund
von Wellnessanlagen ist und diese eben in
manchen Hotels deutlich schöner sind als in
anderen.
Alternativen
Die meisten Kundentermine müssen sein, da
gibt es in Unternehmen in aller Regel keine
Diskussion. Im Gegenteil: Bei guten Kunden
werden oftmals Vorgaben erstellt, wie häufig diese regelmäßig besucht werden müssen
– ob nun gerade eine wichtige Verhandlung
ansteht oder auch nicht; dann wird eben nur
Interesse vor Ort gezeigt.
Aber es gibt auch Dienstreisen, die vielleicht
nicht unbedingt sein müssten. Kürzere Besprechungen in verstreuten Teams beispielsweise können unter Umständen auch durch
Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt werden. Die kosten je nach eingesetztem System
fast überhaupt nichts – und CO2 fällt hier gar
nicht erst an.
Ab jetzt steht bei jedem
Meeting Klimaschutz auf
der Tagesordnung.
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Zielkonflikte
Die Aufgabe des Travel Managers oder – wenn
die Mitarbeiter ihre Reisen im Rahmen von
Vorgaben selbst buchen – die der ausgefeilten Travel Policy ist es dann, möglichst alle
Anforderungen optimal unter einen Hut zu
bekommen. Insbesondere die Werte von
Zeit gegen Kosten und Kosten gegen Umweltaspekte müssen unternehmensintern
klar besprochen, definiert und beschlossen
werden. Daran führt kein Weg vorbei, wenn
die Entscheidungen einheitlich und auf
Grundlage von für alle nachvollziehbaren
Kriterien gefällt werden sollen. Denn die
Wahrscheinlichkeit, dass der schnellste Weg
auch der preisgünstigste und/oder der umweltfreundlichste ist und dass das preiswerteste Hotelzimmer auch das „grünste“ und
gleich in der Nähe von dem zu besuchenden
Kunden ist, ist leider nicht allzu hoch. Hier
müssen Grundsatzentscheidungen her. Das
gilt auch für die Frage, zu welchem Anlass
eine Dienstreise gemacht werden soll oder
darf – und wann eben nicht.
parkinn.de/tagungen
Nicht jeder Mitarbeiter nutzt
Wartezeiten bei Dienstreisen
effektiv zum Arbeiten
Flottenmanagement 1/2014
95
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And the winner is ...
… der Volvo S80 D4 „Kinetic“
bei den Obere-MittelklasseLimousinen mit Automatikgetriebe
in der 70. Folge der großen
FlottenmanagementVergleichsserie.
Der Kostenvergleich basiert
wesentlich auf den FullService-Leasingraten und den
Treibstoffkosten.
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
• Airbags rundum
• Freisprecheinrichtung
• Klimaautomatik
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
• Parksensoren vorn und hinten
• Radio mit CD
96
Flottenmanagement 2/2014
Mit rund 8.900 Neuzulassungen im Februar laut
KBA-Angaben zählt die Obere Mittelklasse nicht
zu den volumenstärksten Segmenten auf dem
deutschen Gesamtmarkt. Dies schmälert jedoch
nicht die Bedeutung für das Firmenkundengeschäft. So findet der Großteil des Volumens den
Weg als User-Chooser-Fahrzeug in die Flotte,
sprich als Modell, welches der Dienstwagennutzer innerhalb der durch die Car Policy erlaubten
Fahrzeuge selbst bestimmen kann. Seit sich immer mehr Unternehmen eine konsequente Umsetzung der CO2-Reduzierung im Fuhrpark auf
die Fahnen geschrieben haben, steht die Obere
Mittelklasse insbesondere auch im Vergleich zur
Oberklasse verstärkt im Fokus, bietet sie doch
kaum weniger Komfort, das aber bei klar niedrigeren Verbräuchen und CO2-Werten sowie deutlich günstigeren Gesamtbetriebskosten.
Offensichtlich wollen derzeit in den Unternehmen auch immer mehr Vorstände und Geschäftsführer mit gutem Beispiel vorangehen und beschränken ihre Ansprüche an ein Fahrzeug auf
das, was heute die Obere Mittelklasse schon bietet. Dieselmotorisierung präferiert, zeigt sich
das Feld der hier vertretenen Fahrzeughersteller
überschaubar, aber keineswegs einseitig. Neben
Modellen der unterschiedlichen Premiummarken
finden auch Hersteller wie Škoda und zukünftig
auch Hyundai mit dem Genesis den Weg in dieses
Segment und bieten hier Fahrzeuge, die preislich in etwa auf dem Niveau eines MittelklasseAutos liegen.
Doch mag man in diesem gehobenen Segment
keineswegs auf Komfort verzichten, was vielleicht auch ein Grund ist, warum in dieser Klasse
das Gros nur über ein Automatikgetriebe verfügt. Aus den ehemaligen Nachteilen der automatisierten Schaltung, wie die schlechteren
Fahrleistungen und höheren Verbräuche, sind
längst Vorteile geworden. Viele Automatikfahrzeuge konsumieren heute weniger als ihre gleich
starken Pendants mit Schaltgetriebe und spurten schneller auf Landstraßentempo. Der Grund
liegt nicht zuletzt in der stetig wachsenden Anzahl an Übersetzungen: Waren bis in die Achtzigerjahre noch drei Gänge an der Tagesordnung,
so sind es heute bereits neun. Neben Land Rover
bietet nun auch Mercedes-Benz für das Modelljahr 2014 Fahrzeuge mit der neuen NeungangAutomatik.
Den Anfang macht dabei der Mercedes-Benz
E 350 BlueTEC, der mit der innovativen Kraftübertragung zu einem der verbrauchsgünstigsten Sechszylinder-Dieselmodelle seiner Klasse
werden soll. Durch den hohen Wirkungsgrad
EXTRA
des patentierten Getriebekonzepts reduziert sich laut Unternehmensaussagen in der E-Klasse der NEFZ-Kraftstoffverbrauch auf 5,3
Liter Diesel je 100 Kilometer. Dabei sollen markentypisch der ausgezeichnete Antriebskomfort und die kaum wahrnehmbaren Schaltvorgänge überzeugen. Dass Effizienz mit Komfort bereits schon im
7-Stufen-Automatikgetriebe einhergehen, zeigen nicht zuletzt die
Spritsparmodelle ultra von Audi sowie BlueTEC BlueEFFICIENCY Edition von Mercedes-Benz, die mit jeweils 4,4 Liter auf 100 Kilometer
Bestwerte in diesen Modellreihen erzielen.
In unserem Kostenvergleich der Obere-Mittelklasse-Limousinen mit
Automatikgetriebe stehen sich acht Kandidaten gegenüber. Dabei
ist jedoch anzumerken, dass vor allem die deutschen Premiumhersteller mit mehr als einem Modell in diesem Segment vertreten sind,
welche sich aber aufgrund der höheren Motorisierung sowie der
Auslegung als viertüriges Coupé nicht für unseren Kostenvergleich
geeignet haben. Zudem konnten der Maserati Ghibli und der Infiniti
M, die ebenso Vertreter dieser Klasse sind, nicht kalkuliert werden.
Als Basismotorisierung für die Vergleichskandidaten haben wir ein
135 kW (183 PS) starkes Dieselaggregat gewählt, welches mit einer
Abweichung von 15 Kilowatt nach oben beziehungsweise unten jedes Modell in der Motorenpalette zu bieten hatte. Die einzige Ausnahme bildet der Lexus GS 300h, welcher als Benzin-Hybrid mit
164 kW (223 PS) ins Rennen gestartet ist. Eine solch motorisierte
Limousine eignet sich nicht nur als typisches User-Chooser-Modell,
sondern wird in diesem Segment oftmals auch für die besonders
verbrauchsarmen Varianten der Motorenpalette genutzt. So bieten
Audi und Mercedes-Benz mit der ultra-Version beziehungsweise BlueTEC BlueEFFICIENCY Edition hier ihre effizientesten Modelle an.
Insgesamt zeigen sich bei den Leistungsdaten kleinere Unterschiede zwischen den Vergleichskandidaten: Für den Sprint von null auf
hundert brauchen die Limousinen zwischen 7,9 (BMW 520d) und 10,1
(Lancia Thema) Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit muss sich
der BMW 520d hingegen dem Audi A6 2.0 TDI ultra sowie dem Lancia
Thema 3.0 24v CRD mit jeweils 232 Kilometer pro Stunde geschlagen
geben, am unteren Ende bietet der Lexus GS 300h ein maximales
Reisetempo von 190 Stundenkilometern. Jedoch werden diese beiden Werte keine Entscheidungskriterien für den Flotteneinsatz sein.
Positiv zu vermerken ist die Einstufung in die Energieeffizienzklasse, denn fast alle verglichenen Fahrzeuge sind in den Klassen A+, A
oder B eingestuft. Einzig das 2.768 cm³ fassende V6-Dieselaggregat
des Lancia Thema erreicht mit 185 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer nur die Energieeffizienzklasse C.
Der Einstiegspreis für eine Obere-Mittelklasse-Limousine beträgt
rund 27.555 Euro netto beim Škoda Superb in der Ausstattungslinie
„Ambition“. Damit liegt der Tscheche fast 9.000 Euro unter dem Netto-Listenpreisdurchschnitt der Vergleichskandidaten. Das hintere
Ende bildet der Lexus GS 300h in der „Executive Line“-Ausstattung
und einem Listenpreis von 42.689 Euro, wobei in dieser Ausstattungsvariante bereits alle Vorgaben bis auf das Navigationssystem
erfüllt sind und das Fahrzeug zudem ein verbrauchsarmer BenzinVollhybrid ist. Etwa 4,96 Liter auf 100 Kilometer verbraucht eine
so motorisierte Obere-Mittelklasse-Limousine. Wer hingegen ohne
Benzin-Vollhybrid besonders spritsparend unterwegs sein will, sollte den Volvo S80 D4 in seine Betrachtung miteinbeziehen. Dieser
begnügt sich laut Herstellerangaben mit 4,3 Liter auf 100 Kilometer
– eine Ersparnis von fast 14 Prozent im Vergleich zum Mittelwert der
Vergleichskandidaten. Angesichts der Tatsache, dass die Kraftstoffkosten den zweitgrößten Kostenblock im Fuhrpark darstellen, ist
das doch schon ein bedeutender Wert.
Aufgrund des niedrigen Verbrauchs von 4,4 Liter je 100 Kilometer
und eines 73 Liter fassenden Tanks übernimmt der Audi A6 2.0 TDI
(Fortsetzung auf S. 98)
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Flottenmanagement 2/2014
97
EXTRA
Kostenvergleich Obere-Mittelklasse
Ein Service von
9ROYR
S80 D4
6WXIHQ$XWRPDWLN
*HDUWURQLF
$XGL
$7',XOWUD
6WXIHQ$XWRPDWLN
6WURQLF
%0:
G
6WXIHQ$XWRPDWLN
6WHSWURQLF
âNRGD6XSHUE7',
*UHHQWHF
6WXIHQ$XWRPDWLN'6*
Schaltgetriebe 20.000 km
622,80
–
691,73
534,60
30.000 km
723,89
–
799,93
634,07
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
50.000 km
896,42
–
984,22
808,74
20.000 km
656,85
693,87
689,03
573,85
30.000 km
765,34
804,29
801,47
683,55
50.000 km
950,87
992,54
992,47
876,92
Schaltgetriebe 20.000 km
546,11
–
605,45
446,40
30.000 km
608,85
–
670,51
501,77
50.000 km
704,68
–
768,52
588,24
20.000 km
574,40
609,51
602,75
474,15
30.000 km
641,67
677,74
672,05
534,00
50.000 km
744,75
781,63
776,77
627,66
Schaltgetriebe 20.000 km
76,69
–
86,28
88,20
30.000 km
115,04
–
129,42
132,30
50.000 km
191,74
–
215,70
220,50
Automatik
Full-Service-Leasingrate mtl.*
Automatik
Treibstoffkosten mtl.
Automatik
20.000 km
82,45
84,36
86,28
99,70
30.000 km
123,67
126,55
129,42
149,55
50.000 km
206,12
210,91
215,70
249,26
4.854 x 1.861 x 1.493
4.915 x 1.874 x 1.455
4.907 x 1.860 x 1.464
4.833 x 1.817 x 1.482
Technische Daten**
Außenmaße (L x B x H) in mm
Motorleistung kW (PS)
133/181
140/190
135/184
125/170
Beschleunigung 0–100 km/h
8,4
8,2
7,9
8,6
Höchstgeschwindigkeit in km/h
225
232
231
222
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
4,3
4,4
4,5
5,2
1.628
1.659
1.556
1.154
Kofferraumvolumen in l
480
530
520
595
Zuladung in kg
436
505
535
563
CO2-Ausstoß in g/km
113
114
119
138
Energieeffizienzklasse
A+
A+
A+
B
Dichte Servicenetz
361
1.448
614
902
Fahrzeug
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
Lack
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
Reichweite in km
Garantiebedingungen
Rost
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
1 Jahr/30.000 km
3 Jahre/30.000 km
nach Serviceanzeige
2 Jahre/30.000 km
Ausstattungslinie „AmbitiAusstattungslinie „Kinetic“ Grundausstattung mit Business- Grundausstattung mit NaPaket (u. a. mit Einparkhilfe
vigationssystem Business,
on“ mit Navigationssystem
mit Business-Paket sowie
Plus, autom. abblendendem Nebelscheinwerfer sowie Park AMUNDSEN+, Parksensoren
Einparkhilfe vorn und hinten
Innenspiegel, MMI Navigation,
Distance Control vorn und
vorn sowie TelefonfreisprechSitzheizung vorn, Freisprecheinhinten
einrichtung Premium
richtung, Xenon Plus)
34.453,78
35.420,17
= Plätze 1 bis 3 bzw. alles lieferbar
98
Flottenmanagement 2/2014
37.521,01
27.554,62
= Plätze 6 bis 8 bzw. nicht alles lieferbar
EXTRA
-Limousinen mit Automatikgetriebe
0HUFHGHV%HQ]
(
6WXIHQ$XWRPDWLN
*7URQLF
/H[XV
*6K
VWXIHQORVH$XWRPDWLN
(&97
-DJXDU
;)'LHVHO
6WXIHQ$XWRPDWLN-DJXDU
6HTXHQWLDO6KLIW
/DQFLD
7KHPDY&5'
6WXIHQ$XWRPDWLN
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
704,37
864,88
799,79
795,98
50.000 km
823,12
990,43
928,75
935,18
30.000 km
1.025,11
1.203,75
1.150,06
1.181,26
50.000 km
Automatik
20.000 km
Full-Service-Leasingrate mtl.*
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
50.000 km
620,01
767,33
702,00
659,85
696,57
844,10
782,07
730,98
Automatik
20.000 km
30.000 km
814,20
959,86
905,60
840,93
50.000 km
Treibstoffkosten mtl.
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
50.000 km
84,36
97,55
97,79
136,13
126,55
146,33
146,68
204,20
Automatik
20.000 km
30.000 km
210,91
243,89
244,46
340,33
50.000 km
Technische Daten**
4.879 x 1.854 x 1.474
4.850 x 1.840 x 1.455
4.961 x 1.939 x 1.460
5.066 x 1.902 x 1.488
Außenmaße (L x B x H) in mm
125/170
164/223
147/200
140/190
8,4
9,2
8,5
10,1
Beschleunigung 0–100 km/h
227
190
225
232
Höchstgeschwindigkeit in km/h
4,4
4,7
5,1
7,1
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
1.341
1.404
1.373
1.014
490
468
540
462
Kofferraumvolumen in l
475
505
510
434
Zuladung in kg
114
109
135
185
CO2-Ausstoß in g/km
A+
A+
A
C
1.500
600
148
449
Motorleistung kW (PS)
Reichweite in km
Energieeffizienzklasse
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
2 Jahre
3 Jahre/100.000 km
3 Jahre
4 Jahre
Fahrzeug
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
Lack
Rost
30 Jahre
12 Jahre
6 Jahre
8 Jahre
1 Jahr/25.000 km
2 Jahre/30.000 km
1 Jahr/26.000 km
1 Jahr/20.000 km
Grundausstattung mit aktivem Ausstattungslinie „Executive
Park-Assistent und Becker Map Line“ mit Lexus-PremiumPilot
Navigation
39.225,00
42.689,08
Grundausstattung mit
Ausstattungslinie „Platinum“
Bluetooth-Konnektivität, Navigationssystem mit DVD-Player
sowie Park Distance Control
vorn und hinten
38.571,43
36.890,76
* Kalkulation erfolgte über den ALD Automotive CarConfigurator bei einer Laufzeit von 36 Monaten ohne Anzahlung
** Herstellerangaben
*** bei dem Modell handelt es sich um die BlueTEC BlueEFFICIENCY Edition
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
Flottenmanagement 2/2014
99
EXTRA
Sonderwertung Kraftstoffverbrauch pro 100 km in Liter
1. Volvo S80
2. Audi A6
Mercedes-Benz E-Klasse
4. BMW 520d
5. Lexus GS
6. Jaguar XF
7. Škoda Superb
8. Lancia Thema
4,3
4,4
4,4
4,5
4,7
5,1
5,2
7,1
ultra noch vor dem Schweden in der Sonderwertung „Reichweite“ die Führungsposition. Mit
über 1.600 Kilometer Reichweite ist eine Fahrt
von Hamburg nach München und wieder zurück
mit nur einer Tankfüllung rechnerisch möglich.
Im Durchschnitt reicht eine Tankfüllung bei den
Obere-Mittelklasse-Limousinen für eine Strecke
von etwa 1.400 Kilometern – was immer noch
ausreichend ist für einen Abstecher von Bonn
nach Rom. So viel Reichweite ist auf jeden Fall
ausreichend und birgt fast die Gefahr von zu wenig Pausen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der maximalen Zuladung: Während der Škoda Superb mit
satten 563 Kilogramm den Bestwert markiert,
bleiben dem Fahrer des Lancia Thema lediglich
434 Kilogramm für zusätzliches Gewicht über –
Sonderwertung
Reichweite in km
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Audi A6
Volvo S80
BMW 520d
Lexus GS
Jaguar XF
Mercedes-Benz E-Klasse
Škoda Superb
Lancia Thema
Sonderwertung maximales
Ladevolumen in Liter
1.659
1.628
1.556
1.404
1.373
1.341
1.154
1.014
damit fehlt dem Italiener knapp ein Viertel der
Zuladung im Vergleich zu seinem tschechischen
Mitbewerber. Über das gesamte Vergleichsfeld
betrachtet, bietet eine Obere-Mittelklasse-Limousine heute rund 495 Kilogramm an Zuladung.
Wer hingegen Wert auf maximales Ladevolumen
legt, wird sicher eher zum Kombi greifen. Dennoch soll nicht unerwähnt bleiben, dass es auch
beim Kofferraumvolumen deutliche Unterschiede bei den Kandidaten gibt. Die Werte reichen
hier von lediglich 462 Litern für den Lancia
Thema bis zu dem rund 1,3-fachen Wert von 595
Litern beim Škoda Superb. Im Durchschnitt verfügt ein Obere-Mittelklasse-Fahrzeug über etwa
510 Liter Stauraum unter der Kofferraumklappe.
In vielen Fällen lässt sich dieser jedoch durch
Umklappen der Rückenlehnen im Fond um fast
200 Prozent erweitern.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Škoda Superb
Jaguar XF
Audi A6
BMW 520d
Mercedes-Benz E-Klasse
Volvo S80
Lexus GS
Lancia Thema
595
540
530
520
490
480
468
462
Insbesondere im Dienstwagenbereich sollte jedoch der Fokus auf den zu erwartenden Kosten
liegen. Hier zeigen sich bei den Vergleichskandidaten teilweise erhebliche Unterschiede. So ist
der Škoda Superb 2.0 TDI Green tec in der Ausstattungslinie „Ambition“ mit Automatikgetriebe bei einer jährlichen Laufleistung von 20.000
Kilometern und einer Laufzeit von 36 Monaten
mit 474,15 Euro in der Full-Service-Leasingrate
die günstigste Variante. Addiert man hierzu die
monatlichen Treibstoffkosten – um die Betriebskosten zu erhalten –, ergibt sich beim Tschechen
ein Wert von 573,85 Euro, welcher noch 85 Euro
unter dem des hier zweitplatzierten Volvo S80 D4
in der Ausstattungslinie „Kinetic“ liegt. Über das
gesamte Feld der Vergleichskandidaten hinweg
kristallisiert sich der Škoda Superb als Spitzenreiter bei den Betriebskosten. Zwar müssen sich
And the winner is ...
Volvo S80 D4 „Kinetic“
100
Flottenmanagement 2/2014
EXTRA
die Fahrer der
tschechischen
Obere-Mittelklasse-LimouSonderwertung
sine bei den
maximale Zuladung in kg
Treibstoffkosten mit dem
1. Škoda Superb
563
z w e i t hö c hs 2. BMW 520d
535
ten Wert im
3. Jaguar XF
510
Vergleichsfeld
4. Audi A6
505
begnügen,
sie
können
Lexus GS
505
aber
aufgrund
6. Mercedes-Benz E-Klasse
475
der niedrigen
7. Volvo S80
436
Full-Ser v ice8. Lancia Thema
434
Leasingraten
diesen Makel
relativ schnell
ausgleichen.
Um den zweiten Platz liefern sich der BMW 520d und der Volvo S80
D4 bei den Betriebskosten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches gerade bei hohen Laufleistungen der Schwede für sich entscheiden kann.
Am anderen Ende des Kostenvergleiches in dieser Kategorie befindet
sich der Lexus GS 300h, der aufgrund der hohen Kosten bei der monatlichen Full-Service-Leasingrate rund 300 Euro – bei einer Laufleistung von 30.000 Kilometern – teurer ist als sein tschechischer
Konkurrent.
In der Gesamtwertung überzeugte der Volvo S80 D4 „Kinetic“: das
sparsamste Dieselaggregat im Vergleich und daraus resultierend
Spitzenwerte in den Kategorien Treibstoffkosten, Reichweite und
CO2-Emissionen. Die niedrige monatliche Full-Service-Leasingrate
und der daraus resultierende zweite Platz bei den Betriebskosten
brachten ihm trotz Abstrichen bei den Ladungsdaten sowie bei der
Dichte des Servicenetzes den Sieg in der 70. Folge der großen Flottenmanagement-Vergleichsserie.
Den zweiten Platz sicherte sich der Audi A6 2.0 TDI ultra mit Business-Paket. Vor allem die Reichweite und die überdurchschnittlichen Leistungen bei allen Bewertungskriterien bescherten dem
Ingolstädter noch vor seinem Münchener Konkurrenten den zweiten
Platz. Das Führungstrio wird komplettiert durch den BMW 520d: Der
Bayer punktet im Vergleich besonders durch günstige Full-ServiceLeasingraten und Spitzenpositionen in den Kategorien „Reichweite“ sowie „Zuladung“.
So haben wir gewertet
Der Fokus der Bewertung liegt auf den Leasing-, Betriebs- und Treibstoffkosten. Die jeweils drei günstigsten Fahrzeuge erhalten eine grüne, die
jeweils drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls in die Grün-RotBewertung fließen neben den Ladungsdaten wie Zuladung und dem Kofferraumvolumen der Durchschnittsverbrauch, der CO2-Ausstoß sowie die
Reichweite mit ein, da auch dies wichtige Kriterien für die Nutzung in der
Flotte sind. Gleiches gilt für die Dichte des Servicenetzes, denn das entscheidet, wie lange das Fahrzeug im Falle einer Panne oder des normalen
Services nicht zur Verfügung steht. Signifikante Abweichungen bei der
Garantiezeit oder dem Inspektionsintervall haben wir ebenso bewertet
wie das Nichterfüllen der Mindestausstattung. Auch der Listenpreis ist ein
Kriterium, entscheidet dieser doch über die steuerliche Belastung bei der
Ein-Prozent-Regelung. Alle anderen angegebenen Werte dienen nur der
Information.
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Produktverbesserung. Unsere Evolution findet sich in dynamischem Fahrverhalten, Zuverlässigkeit, Qualität und umweltfreundlichen Technologien. Wir erfinden das Rad neu — Tag für Tag.
EINS MIT DER STRASSE
101
Flottenmanagement
2/2014
hankookreifen.de
MARKTÜBERSICHT
Der neue Porsche Macan
Kurzinterview
Reinhold Knott
Leiter Key Account
Management bei der
Porsche Deutschland
GmbH
Tel.: 0711/911-12320
Fax: 0711/911-12402
E-Mail: reinhold.
[email protected]
Flottenmanagement: Welche Position nimmt
der Bereich Flotte bei Ihnen im Gesamtabsatz
in Deutschland ein (prozentual; ohne Händlerzulassungen und Vermietgeschäft)?
Reinhold Knott: Nach Auswertung des KBAs
werden aktuell rund 30 Prozent der PorscheFahrzeuge im Flottenbereich zugelassen.
Zuffenhausener
Pferdeflüsterer
Marktübersicht flottenrelevanter Fahrzeuge von Porsche
Mit rund 20.800 Neuzulassungen im Zeitraum
von Januar bis Dezember 2013 gemäß KBA-Angaben knackte Porsche erneut die 20.000er-Marke
in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr stieg die
Zahl der Neuzulassungen um 1,4 Prozent, trotz
eines Rückganges auf dem deutschen Gesamtmarkt. Dieses Ergebnis stimmt den Zuffenhausener Automobilhersteller optimistisch, und man
freut sich hier, mit dem Macan und dem 911 Targa
neue Impulse für die kommenden Monate setzen
zu können.
Getreu der Ableitung aus der indonesischen
Bezeichnung für Tiger, soll der Macan auch in
seinem neuen Terrain zwei Seiten zeigen: Zum
einen kräftig und agil und zum anderen leichtfüßig und ausdauernd im Gelände. Die Grundlage
dafür bildet das Porsche Traction Management
(PTM), eines der leistungsfähigsten Allradantriebssysteme der Welt. Damit soll er als erster
Porsche im Segment der kompakten SUV neue
Maßstäbe für Fahrdynamik und Fahrspaß setzen, sowohl auf befestigten Straßen als auch im
Flottenrelevante Fakten
Händleranzahl: 85 Porsche-Zentren in Deutschland
Bedingungen für den Großkunden: Key-Account-Kunden
sind Firmen und Unternehmen, die jährlich, mindestens
aber im Durchschnitt von 3 Jahren, 5 Porsche Neufahrzeuge abnehmen und diese Fahrzeuge selbst nutzen
Verkaufte Einheiten in den letzten 6 Monaten: k. A.
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr: k. A.
Garantiebedingungen: 2 Jahre
Inspektionsintervalle: 30.000 km bzw. alle 2 Jahre
Kontakt Großkundenbetreuung:
Reinhold Knott, Telefon: 0711/911-12320
E-Mail: [email protected]
Internet: www.porsche.de
102
Flottenmanagement 2/2014
Gelände. Im Macan vereinen sich die typischen
Fahreigenschaften, die einen Porsche seit jeher
ausmachen: Spitzenwerte beim Beschleunigen
und Bremsen, enorme Durchzugskraft, extreme
Agilität und höchste Lenkpräzision, all das verbunden mit einem hohen Niveau an Komfort und
Alltagstauglichkeit. Seit Anfang April steht der
kompakte SUV in drei Varianten beim Händler:
zwei V6-Biturbo-Motoren mit 360 Pferdestärken
(250 Kilowatt) beziehungsweise 400 PS (294 kW)
und ein 3,0-Liter-V6-Turbodiesel mit 258 PS (190
kW). Der Macan S Diesel soll als sparsamer Dauerläufer lediglich 6,3 bis 6,1 Liter auf 100 Kilometer
verbrauchen, was einem CO2-Wert von 164 bis 159
g/km entspricht. Trotz dieses vergleichsweise
geringen Verbrauchs beschleunigt er in nur 6,3
Sekunden von 0 auf 100 km/h (6,1 Sekunden mit
Sport Chrono Paket) und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h.
Diese Symbiose aus Sportlichkeit und geringem
Verbrauch trieb Porsche im vergangenen Jahr mit
dem weltweit ersten Plug-in-Hybrid in der Luxusklasse auf die Spitze. Trotz einer Systemleistung
von 416 Pferdestärken (306 Kilowatt) verbraucht
der Panamera S E-Hybrid lediglich 3,1 Liter auf
100 Kilometer, was einer CO2-Emission von 71 g/
km entspricht. Ein besonderer Clou ist sicherlich
die elektrische Reichweite von 36 Kilometern,
die allein durch die effiziente Kombination eines 95 PS starken Elektromotors mit einer 9,6
kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie realisiert
wird. Angesichts wachsender Anforderungen an
die Umweltverträglichkeit des Fuhrparks ist der
Panamera S E-Hybrid mit Sicherheit ein Schritt in
die richtige Richtung. Abgerundet wird das Angebot durch ein integriertes E-Mobility-Konzept,
welches alle Bereiche des elektrischen Fahrens,
vom Ladezubehör über die Installation der Infrastruktur bis hin zur Bedienung per Smartphone,
umfasst.
Flottenmanagement: Für welche Modelle
bieten Sie Business-Pakete an, und was beinhalten diese?
Reinhold Knott: Ein Porsche lebt von seiner
Individualität. Dies unterstreichen wir mit sehr
vielen verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten. Zusätzlich gibt es Porsche Exclusive,
um nahezu jeden Kundenwunsch zu erfüllen.
Daher passt ein Business-Paket weniger zu
Porsche.
Flottenmanagement: Welche „grünen“ Modelle mit spezieller Spritspartechnik bieten
Sie an?
Reinhold Knott: Jeder Porsche ist von Haus
aus auf optimale Kraftstoffeffizienz ausgerichtet. Unsere Ingenieure haben schon immer aus
jedem Tropfen Sprit mehr an Leistung herausgeholt. Wir nennen es Porsche Intelligent Performance. Besonders „grüne Modelle“ sind der
Panamera S E-Hybrid, der mit 3,1 Litern und 71
Gramm CO2-Ausstoß sowohl rein elektrisch als
auch mit Kraftstoff fahren kann. Auch der 918
Spyder verfügt über Elektromotoren und ist der
schnellste Hybrid-Supersportwagen der Welt.
Am längsten ist der Cayenne S Hybrid auf dem
Markt. Effiziente Antriebe haben bei Porsche
einfach Tradition.
Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?
Reinhold Knott: Zusammen mit der Porsche
Financial Services bieten wir neben den Servicepaketen auch andere Dienstleistungen
rund um das Flottengeschäft an. Dabei gehen
wir ganz individuell auf die Wünsche unserer
Kunden ein.
Flottenmanagement: Welche wichtigen Neuerungen kann der Fuhrparkleiter in den nächsten zwölf Monaten erwarten?
Reinhold Knott: Aktuell ist natürlich der neue
Porsche Macan ein absolutes Highlight. Aber
auch andere Derivate unserer Sportwagen
werden kommen. Lassen Sie sich überraschen.
Flottenmanagement: Welche großen Trends
sehen Sie derzeit im deutschen Flottenmarkt?
Reinhold Knott: CO2- und Kraftstoffreduzierung werden auch über längere Sicht noch
Thema bleiben. Zusätzlich sehen wir aber
auch, dass die Modellpalette für die Dienstwagennutzer erweitert wird.
MARKTÜBERSICHT
Flottenfahrzeuge Porsche (Auswahl)
Boxster
Motorleistung kW/PS: 195/265
Zuladung in kg: 260
max. Kofferraumvolumen in l: insg. 280
Durchschnittsverbr. je 100 km: 8,4 l Super
Energieeffizienzklasse: G (CO2: 195 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 41.980,67 €
Restwert in Prozent*: 53,2
Cayman
Motorleistung kW/PS: 202/275
Zuladung in kg: 270
max. Kofferraumvolumen in l: insg. 425
Durchschnittsverbr. je 100 km: 8,4 l Super
Energieeffizienzklasse: G (CO2: 195 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 43.180,67 €
Restwert in Prozent*: 54,0
911 Carrera
Motorleistung kW/PS: 257/350
Zuladung in kg: 340
max. Kofferraumvolumen in l: 135
Durchschnittsverbr. je 100 km: 9,0 l Super
Energieeffizienzklasse: G (CO2: 211 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 75.980,67 €
Restwert in Prozent*: 57,3
Panamera Diesel
Motorleistung kW/PS: 221/300
Zuladung in kg: 525
max. Kofferraumvolumen in l: 1.263
Durchschnittsverbr. je 100 km: 6,4 l Diesel
Energieeffizienzklasse: B (CO2: 169 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise):
Panamera S E-Hybrid (92.780,67 €)
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 71.680,67 €
Restwert in Prozent*: 53,1
Macan S Diesel
Motorleistung kW/PS: 190/258
Zuladung in kg: 620
max. Kofferraumvolumen in l: 1.500
Durchschnittsverbr. je 100 km: 6,1 l Diesel
Energieeffizienzklasse: B (CO2: 159 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 48.680,67 €
Restwert in Prozent*: 60,5
Cayenne Diesel
Motorleistung kW/PS: 180/245
Zuladung in kg: 665
max. Kofferraumvolumen in l: 1.780
Durchschnittsverbr. je 100 km: 7,2 l Diesel
Energieeffizienzklasse: C (CO2: 189 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise):
Cayenne S Hybrid (69.780,67 €)
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 52.880,67 €
Restwert in Prozent*: 61,8
* Forecast bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 km Laufleistung p.a., Händler-EK inkl. MwSt. bezogen auf Basislistenpreis (Stand: 3/2014), Quelle: EurotaxSchwacke
Flottenmanagement 2/2014
103
FAHRTELEGRAMM
Hohes C
Mit der neuen C-Klasse setzt Mercedes ein Statement und lehnt
sie optisch so dicht wie noch nie an die S-Klasse an. Doch
auch unter dem Blech steckt viel der geballten Technik aus
dem automobilen
Oberhaus. Flottenmanagement fuhr
den schicken Mittelklässler bereits.
Da, eine neue S-Klasse! Ach nein, das war ja eine
C-Klasse! Ein solches Erlebnis könnten Passanten in den nächsten Tagen häufiger haben, denn
der taufrische Mittelklässler sieht seinem Bruder aus dem automobilen Oberhaus in der Tat
ziemlich ähnlich. Und die Ähnlichkeit ist nicht
nur optischer Natur, denn analog zur S-Klasse
haben die Techniker den kleineren Benz ordentlich vollgestopft mit Komfort- und Sicherheitstechnik. Einparkautomatik, Head-up-Display,
Internetzugang, LED-Vollscheinwerfer, Luftfederung, Lenk- und Kreuzungsassistent – alle
diese Features machen den traditionellen Hecktriebler zum wahren Hightech-Auto. Eines, das
übrigens ganz schön edel wirkt innen: Der Monitor thront (etwas an ein iPad erinnernd) über
den schicken Lüftungsdüsen, und weite Teile der
Mittelkonsole sind mit nobel anmutendem Holz
getäfelt. Auf zur ersten Probefahrt: Für Flotten-
kunden macht der 170 PS starke C 220 BlueTEC
Sinn. Er bildet einen hervorragenden Kompromiss zwischen angemessenen Fahrleistungen
und guter Wirtschaftlichkeit. Der Vierzylinder
glänzt mit einem CO2 -Ausstoß von nur knapp
über 100 g/km, was kombiniert gerade einmal
vier Liter Sprit je 100 Kilometer entspricht.
Mit der 2.100 Euro (netto) teuren SiebengangWandlerautomatik wird der 220er zum komfortablen Tourer; Gaspedalbefehle setzt er trotz
maximaler Genügsamkeit in konsequenten Vortrieb um – hier gibt es keine Klagen. Immerhin
nennt das Werk weniger als acht Sekunden für
den Standardsprint auf 100 km/h, das war vor
wenigen Jahren noch ein veritabler Sportwagen-Wert. Ab netto 32.500 Euro steht der C
220 BlueTEC in der Liste und bietet BluetoothFreisprechanlage, Radio und Klimaautomatik
serienmäßig.
Das Interieur der neuen C-Klasse mutet modisch und elegant an
Mercedes-Benz C 220 BlueTEC
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.143
kW (PS) bei U/min:
125 (170) bei 3.000–4.200
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.400–2.800
Getriebe:
7-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/103 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,7/234
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,0 l/1.025 km (41 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
565/480
Typklasse HP/VK/TK:
18/20/16
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
50%
Basispreis (netto):
32.500 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 700,22/0,28 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Ein bisschen GTI
Der Golf GTD ist der GTI für Langstrecken-Nutzer mit Blick auf
die Tankkarte. Aber der feurige Diesel ist gar kein schlechter
Ersatz für die Legende
mit Benzinmotor. Flottenmanagement drehte so manche Runde
mit dem Klassiker aus
Wolfsburg.
Das Golf-Modellprogramm wäre nicht komplett
ohne einen GTI – und ebenso wenig ohne GTD.
Also war klar, dass auch die siebente Generation einen Diesel mit der Portion mehr Punch
bekommen würde. Seit einiger Zeit ist er da,
und Flottenmanagement hat den traditionellen Wolfsburger auf den Prüfstand gestellt. Mit
184 PS gibt es für den Zweiliter-TDI keine Extrawurst, der Wert entspricht den üblichen Volkswagen-Gepflogenheiten und orientiert sich an
den Performance-Selbstzündern aus dem Markenverbund. Obwohl die psychologische Hürde
von 200 PS unterschritten wird, bekommen die
Interessenten alles andere als Magerkost. Der
herrlich raubeinige Vierzylinder giftet hurtig los
und stürmt mit Druck der 100-km/h-Marke entgegen. Nach siebeneinhalb Sekunden sieht der
Hersteller ihn dort angekommen. Der Testwagen
rollte mit mechanischem Sechsgang-Getriebe an
104
Flottenmanagement 2/2014
den Start, warum auch nicht – es gibt noch Kunden, die gerne selbst Hand anlegen. Das macht
hier auch durchaus Spaß, denn die gut abgestuften Übersetzungen rasten knackig ein. Ein straffes, aber nicht unkomfortables Fahrwerk sorgt
für eine ausgewogene Balance zwischen guter
Absorption von Bodenwellen sowie beachtlichen
Fähigkeiten auf kurvigem Terrain. Im Übrigen
liegt der GTD 15 Millimeter tiefer, was ihm gut zu
Gesicht steht. Die sportiven Sitze in historisch
bedeutsamer Karo-Polsterung erfreuen das Auge
und bescheren ordentliche Langstrecken-Qualität. Ab 24.957 Euro netto steht der Golf GTD in
der Liste und verwöhnt den Fahrer serienmäßig
mit Klima, Radio und Xenonlicht. Empfehlenswert
ist das 1.436 Euro (netto) kostende Fahrerassistenzpaket mit blendfreiem Dauerfernlicht, Notbremsfunktion und Radartempomat. Navigationssysteme kosten ab 424 Euro netto.
Die sportiven Polster in kariertem Stoff sind Tradition
bei den Golf-Versionen im GT-Trim
Volkswagen Golf GTD
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
135 (184) bei 3.500–4.000
Drehmoment bei U/min:
380 Nm bei 1.750–3.250
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/109 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,5/230
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.190 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
548/380–1.270
Typklasse HP/VK/TK:
19/25/24
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
24.957 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 655,86/0,26 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Ein Hauch von SUV
Mit dem EcoSport besetzt Ford ein gefragtes Segment, um
die Verkäufe zu befeuern. Das kleine SUV muss allerdings
ohne Allrad auskommen. Flottenmanagement fuhr
die 90 PS starke
Dieselversion bereits.
Das große Reserverad auf dem Heckdeckel fällt
ins Auge und könnte glatt als Stilmittel durchgehen. Überdies macht es auch Sinn, das Package
angesichts einer Länge von 4,27 Metern möglichst pfiffig zu gestalten. Erfreulich, dass der
Ford überhaupt ein fünftes Rad mit sich trägt,
da die meisten Autos heute doch mit einem
Tirefit-Kit auskommen müssen. Okay, ein richtiger Abenteurer ist der Fronttriebler natürlich
nicht, aber er dürfte den derzeitigen Massengeschmack treffen mit seiner typischen SUV-Erscheinungsform. Dank einer Fahrzeughöhe von
1,64 Metern und entsprechender Sitzposition
thront man schön über dem Verkehrsgeschehen,
was der Fahrzeuggattung selbst auf dem Asphalt
einen gewissen Sinn verleiht. Auch Ein- und Ausstieg vollziehen sich kommod.
Für Flottenkunden könnte der recht neue Dieselmotor mit 1,5 Liter Hubraum und 90 PS in-
teressant sein. Das Triebwerk soll durch zurückhaltende Trinksitten glänzen – nur 4,6 Liter gemittelt verspricht das Werk. Erste Proberunden
bescheinigen dem Vierzylinder einen ruhigen
Lauf; dass angesichts des Outputs keine überragenden Fahrleistungen vorherrschen können,
müsste klar sein. Immerhin reicht es nach etwas
Anlauf für 160 Sachen. Die Serienausstattung
ist mit Klimaanlage, Radio und schlüssellosem Schließsystem recht ordentlich bei einem
Grundpreis von 17.815 Euro netto. Als empfehlenswert erweist sich das 294 Euro (netto) teure
Komfortpaket mit automatisch abblendbarem
Innenspiegel, Regensensor und Tempomat. Auch
eine Bluetooth-Freisprechanlage ist für 336 Euro
netto zu haben. Dann gibt es die Funktion AppLink gleich mit dazu, mit deren Hilfe man die
Oberflächen diverser Smartphone-Anwendungen auf dem integrierten Bildschirm darstellen
kann.
Die seitlich öffnende Tür verströmt ein wenig Unkonventionalität (o.)
Ford EcoSport 1.5 TDCi
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.498
kW (PS) bei U/min:
66 (90) bei 3.750
Drehmoment bei U/min:
205 Nm bei 1.750–3.000
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/120 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
14,0/160
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,6 l/1.130 km (52 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
387/310–1.238
Typklasse HP/VK/TK:
16/22/18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
17.815 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 533,80/0,21 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Schöner Kombi
Der Kia cee’d SW zeichnet sich durch schickes Design, einen geräumigen Innenraum und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis
aus. Flottenmanagement war mit dem Koreaner unterwegs,
der europäische Gene trägt. Es geht im Folgenden um den 1,6
Liter großen Direkteinspritzer-Benziner mit 135 PS.
Nun wird zur Abwechslung mal Benziner gefahren. Dank moderner Technik wie Direkteinspritzung und den inzwischen längst eingebürgerten
Technologien wie elektrifizierte Komponenten à
la Servolenkung und Co. müssen auch Otto-Triebwerke nicht mehr gefräßig sein. Demnach geht
ein kombinierter Kraftstoffverbrauch von sechs
Litern in Ordnung; je nach Ausrüstung verfügt
der Kompakte über ein Start-Stopp-System. Die
motorlose Zeit wird gemessen und auf einem Display angezeigt, um den Passagieren ein gutes Gewissen zu bereiten. Das Triebwerk selbst benimmt
sich unauffällig und sorgt für passable Fahrleistungen. Mit 135 PS ist der für sein Segment recht
ausladende cee’d SW ordentlich motorisiert – da
kommen keine Klagen auf. Die leichtgängige Servolenkung verhilft in urbanen Gegenden zu guter
Rangierfähigkeit, und das Sechsgang-Getriebe
ist leicht schaltbar.
Dank bequemer Sitze und milde abgestimmter
Dämpfung macht der Koreaner, der übrigens in
Europa entwickelt wurde und auch hier vom Band
läuft, ebenso auf der Langstrecke eine gute Figur. Mit einem maximalen Gepäckraumvolumen
von 1.642 Litern
muss er sich nicht
verstecken und ist
ein guter Partner
beim Einkauf im
Baumarkt. Ab 16.512 Euro netto Grundpreis gibt
es den cee’d SW als Edition 7 – serienmäßig sind
Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaanlage und
Radio. Die Start-Stopp-Anlage indes gibt es erst
ab höheren Ausstattungslinien, was auch auf das
Navigationssystem zutrifft. Wer ein wirklich luxuriöses Gefährt möchte, muss zur Platinum-Va-
Den cee‘d-Fahrer erwartet ein hochwertig verarbeitetes
Cockpit
riante (23.268 Euro netto) greifen mit Navigationssystem, Panorama-Glasdach, schlüssellosem
Schließsystem, Tempomat und Xenonlicht. Mehr
(Brot-und-Butter-)Auto geht nicht.
Kia cee‘d SW 1.6 GDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/1.591
kW (PS) bei U/min:
99 (135) bei 6.300
Drehmoment bei U/min:
165 Nm bei 4.850
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/134 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,2/192
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,0 l/883 km (53 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
504/528–1.642
Typklasse HP/VK/TK:
16/19/18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
16.512 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 518,41/0,21 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 2/2014
105
FAHRTELEGRAMM
Der starke 500L
Fiat erweitert das Motorenprogramm beim Alleskönner 500L
unter anderen um einen stärkeren Diesel mit 120 PS. Flottenmanagement fuhr den Italiener, der mit diesem Selbstzünder
durchaus proper unterwegs ist.
Da hatte Fiat eine geniale Idee:
einfach auf den gut laufenden 500
aufsetzen, um die Modellfamilie
zu erweitern, und an das Design
anlehnen. So können Menschen
mit hohem Platzbedarf auch einen
Hauch Tradition einatmen mit dem
500L. Beim Motorenprogramm
standen die Zeichen bisher auf
Sachlichkeit – der Wunsch nach
deutlich mehr als 100 PS blieb
unerfüllt. Jetzt gibt es immerhin 120 PS – damit
ist der 1,5-Tonner gut unterwegs und kann endlich auch am Berg ordentlich überholen. So sind
10,7 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h zwar
kein sportlicher, aber doch solider Wert – völlig
lahm ist anders. Mit dem kultiviert laufenden
1,6-Liter-Common-Rail unterstreicht der Konzern seine Diesel-Kompetenz; darüber hinaus ist
der Italiener mit einem angenehm bedienbaren
Sechsgang-Getriebe ausgerüstet, welches ihn
mittels guter Abstufung unterstützt.
Und sonst? Es gibt viel Platz innen und vor allem
reichlich praktische Ablage- und Staufläche, zu
der Klapptische im Fond ebenso gehören wie ein
Handschuhfach mit
mehreren Ebenen.
Außerdem ist die Fondsitzbank verschiebbar –
ein pfiffiges Detail. Und damit zur Funktionalität auch Emotionalität kommt, bietet das Werk
zahllose Lackierungen (auch zweifarbig) sowie
Armaturenbrett-Farben an. Ab netto 17.689 Euro
geht der 500L mit 120 PS über die Ladentheke;
serienmäßig sind Bluetooth-Freisprechanlage,
Klima, Radio und Tempomat. Ein integriertes Navigationssystem samt Europakarte ist für faire
462 Euro (netto) bestellbar. Das teuerste Extra
(1.008 Euro netto) ist ein großes, elektrisch betriebenes Panorama-Glasdach; zum Wohlbefinden trägt auch die Sitzheizung (210 Euro netto)
bei. Keinesfalls fehlen sollte der 252 Euro (netto) teure Parksensor.
Übersichtliche Instrumente und ein Zentraldisplay
erfreuen den Fahrer (li.)
Fiat 500L 1.6 Multijet 16V
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
88 (120) bei 3.750
Drehmoment:
320 Nm bei 1.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/120 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,7/189
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,6 l/1.087 km (52 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
475/412–1.375
Typklasse HP/VK/TK:
noch nicht bekannt
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
40%
Basispreis (netto):
17.689 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 496,56/0,19 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Universalgenie
Der kompakte Mitsubishi ASX ist Nutztier wie Tourer zugleich und bietet seine Dienste zum fairen Tarif. Mit dem innovativen, 150 PS starken Selbstzünder wird
das kompakte SUV zur interessanten Alternative.
ze können sich aber dennoch
sehen lassen für das Segment.
Als der Mitsubishi ASX vorgestellt wurde, brachte er eine kleine Sensation mit: Sein innovativer 1,8-Liter-Diesel erreicht ohne aufwendige
Abgas-Nachbehandlung strengste Schadstoffnormen. Möglich wurde dies in der Hauptsache
durch eine extrem niedrige Verdichtung von nur
14,9:1 sowie dank variabler Auslassventile. Geringere Verbrennungstemperaturen halten den
Stickoxid-Level im Zaum, was teure KatalysatorTechnik überflüssig macht. Mit 150 PS ist der
1,8-Liter gut unterwegs und sorgt für angemessene Fahrleistungen. Mit einem gut schaltbaren Sechsgang-Getriebe bereitet der kompakte
Alleskönner seinem Fahrer durchaus Freude,
wenngleich er von Natur aus kein Dynamiker ist.
Knapp unter zehn Sekunden für den Standardsprint auf 100 km/h und 200 Sachen in der Spit-
106
Flottenmanagement 2/2014
Das Cockpit ist sachlich gehalten und äußerst übersichtlich; klassische Rundskalen erlauben eine
hervorragende Ablesbarkeit von Drehzahl und
Geschwindigkeit. Eine Mischung aus reduzierter
Tastenlandschaft und – je nach Ausstattung –
intuitiver Menüführung machen die Bedienung
angenehm. Ab 20.747 Euro netto gibt es den ASX
als 1.8 DI-D. Immer serienmäßig sind neben der
vollen Sicherheitsausrüstung Klimaautomatik,
Radio und Tempomat. Wer 6.051 Euro (netto)
mehr ausgibt, bekommt ein nahezu voll ausgestattetes Fahrzeug mit Bluetooth-Freisprechanlage, Bildschirm-Navi, Panorama-Glasdach,
Rückfahrkamera, elektrisch verstell- und beheizbaren Sitzen, schlüssellosem Schließsystem,
Soundsystem mit neun Lautsprecher-Boxen und
Xenonlicht. Als einziges Extra steht die MetallicLackierung in der Liste für 428 Euro netto.
Die große Box im Kofferraum sorgt für Musikgenuss
Mitsubishi ASX 1.8 DI-D
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.798
kW (PS) bei U/min:
110 (150) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
300 Nm bei 2.000–3.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/141 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,7/200
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,4 l/1.166 km (63 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
565/419–1.219
Typklasse HP/VK/TK:
19/25/24
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
52,5%
Basispreis (netto):
20.747 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Ganz im Trend
Peugeot will den Trend der Klein-SUV nutzen und mit dem durchaus gelungenen
2008 ein Stück vom Kuchen abhaben. Flottenmanagement war mit dem Dieseleinsteiger unterwegs.
Es muss nicht immer die hochmotorisierte Limousine sein, ein kleines SUV tut es auch, um ein
Ziel kommod zu erreichen. An dieser Stelle sei
mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass SUV immer
gefräßig sein müssen. Zumindest für kleine Varianten mit ebenfalls kleinem Selbstzünder gilt
das wohl kaum: Nur vier Liter verbraucht der 2008
als HDI92 und ist damit gut zu Portemonnaie und
Umwelt. Angesichts 92 PS stellt sich die Frage
des Vorankommens. Eine Rennsemmel ist der etwas höher liegende Kleinwagen, den es übrigens
SUV haben immer auch einen hohen Nutzwert-Anspruch – nach
Umlegen der Rücksitzbank passt eine Menge in den 2008
weder für Geld noch
gute Worte mit Allrad
gibt, nicht – aber man
kommt gut durch jede
Form von Straßenverkehr. Ordentliche Sitze
fördern den Komfort,
und hinreichend leise
Fahrgeräusche lassen
den Franzosen, dessen
Materialverarbeitung
sich sehen lassen kann, zum angenehmen Tourer
avancieren. Relativ großzügige Platzverhältnisse
runden das Kapitel ab.
Ab 16.092 Euro netto ist der Basisdiesel lieferbar und lässt nur wenige Wünsche offen.
Bluetooth-Freisprechanlage, Klima, Radio und
sogar ein Tempomat sind immer an Bord. Für ein
Bildschirm-Navigationssystem mit den Straßendaten ganz Europas werden lediglich moderate
411 Euro (netto) Aufpreis fällig. Die Bedienung
erfolgt über ein intuitiv aufgebautes Menü auf
dem Touchscreen. Wer übrigens gerne zwei angetriebene Achsen hätte, bekommt stattdessen als
Trostpreis lediglich das sogenannte Grip-ControlSystem; fünf verschiedene Modi helfen dabei,
möglichst viel Stabilität auf verschieden beschaffenen Untergründen zu erhalten – die Anlage ist
eine rein softwaregesteuerte Lösung und arbeitet
mit dem ohnehin vorhandenen ESP zusammen.
Sie kostet 168 Euro (netto) Aufpreis und ist nur
in Verbindung mit der höchsten Ausstattungslinie
erhältlich. Im Zweifel kann man aber auch mit den
Grundfunktionen der Antischleuder-Hilfe leben.
Peugeot 2008 HDI92
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.560
kW (PS) bei U/min:
68 (92) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
230 Nm bei 1.750
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/103 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,5/181
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,0 l/1.250 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
374/360–1.194
Typklasse HP/VK/TK:
17/21/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
16.092 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
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FAHRTELEGRAMM
Auf Wolke sieben
Oberklasse sparsam fahren und Diesel verschmähen geht mit einem Hybriden. BMW bietet den Siebener mit drei Liter großem Sechszylinder plus
E-Maschine an. Flottenmanagement war mit dem
durchaus
dynamischen
und äußerst komfortablen
Spritsparer unterwegs.
Oberklasse und Diesel ist in Europa heute so
selbstverständlich wie Brötchen zum Frühstück.
Anfangs wurde diese Kombination noch belächelt, heute wird man fragend angeschaut als
Benziner-Fahrer. Doch so fortgeschritten moderne Selbstzünder auch sind, das Otto-Triebwerk läuft eben doch eine Nummer sanfter und
geschmeidiger. Und wer das auskosten möchte,
ohne an der Tankstelle sein halbes Vermögen zu
verlieren, muss auf elektromotorische Unterstützung setzen. Und die fällt beim 7er ActiveHybrid durchaus üppig aus mit 40 kW (55 PS) und
210 Nm Drehmoment. Damit ist das kleine, im
Achtgang-Automatikgetriebe untergebrachte
elektrische Triebwerk nahezu halb so zugkräftig
wie der immerhin 320 PS starke Benziner.
Das Zusammenspiel zwischen den beiden Maschinen funktioniert in der Praxis tadellos, vom
Management unter dem Blech bekommt der
Fahrer wenig mit. Außer, dass der Stromer die
schwere Limousine lautlos anrollen lässt beim
Lösen der Bremse. Schwer und komfortabel sind
gute Stichwörter, der Siebener ist ein exzellenter Gleiter mit unglaublich leisen Innengeräuschen und recht flink im Verarbeiten langer
Autobahnkurven. Ab 75.546 Euro netto ist die
große Limousine bestellbar und bietet eine ganze Reihe Komfort- und Luxusfeatures, darunter
auch exotische Dinge wie elektrische Lenkradverstellung. Die flottenrelevanten Optionen à
la Bluetooth-Freisprechanlage, Tempomat und
Xenonlicht sind selbstredend frei Haus. Sogar
das große Navigationssystem ist stets an Bord.
Empfehlenswert ist das Innovationspaket für
3.865 Euro netto – es beinhaltet unter anderem
das berühmte Head-UP-Display sowie adaptive
Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht.
Der Toyota Auris Touring Sports ist der Gegenentwurf zum emotionalen Auto, aber dennoch kein
schlechtes Angebot – ganz im Gegenteil. Flottenmanagement war mit der 90-PS-Basisversion unterwegs. Und die passt perfekt zu dieser Modellreihe.
Wer das Auto wirklich nur zum Erreichen seiner
Ziele nutzt und wenig Wert auf Emotionalität
legt, braucht weder überbordende Leistung noch
einen großartig klingenden Markennamen für
sein automobiles Glück. Warum nicht mal beim
Toyota-Händler vorbeischauen und nach einem
Auris Kombi (Touring Sports) fragen? Dass die
Marketing-Verantwortlichen die Bezeichnung
„Sports“ in den Modellnamen aufnahmen, regt
zumindest zum Grübeln an. Auf die Triebwerke ist
dieser Umstand zumindest kaum zurückzuführen,
vielleicht eher auf die Optik – ein tristes Fahrzeug
ist der nützliche Kompakte schließlich nicht und
macht mit futuristisch anmutender Front auf sich
aufmerksam. Mit 90 PS ist das Diesel-Grundmo-
Die intelligente Gepäckraum-Abdeckung wird mit dem
Öffnen und Schließen der Klappe entsprechend bewegt
108
Flottenmanagement 2/2014
Ausladende Platzverhältnisse und himmlisch weiche Sitze
machen den 7er zur Komfortoase
BMW ActiveHybrid 7
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.979
kW (PS) bei U/min:
235 (320) bei 5.800
Drehmoment bei U/min:
450 Nm bei 1.300–4.500
E-Motor
kW (PS):
40 (55)
Drehmoment:
210 Nm
Systemleistung
kW (PS):
260 (354)
8-Stufen-Automatik
Getriebe:
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/158 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
5,7/250
6,8 l/1.176 km (80 l)
EU-Verbrauch/Reichweite:
Zuladung kg/Ladevolumen l:
590/360
Typklasse HP/VK/TK:
23/29/28
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
84,5%
Basispreis (netto):
75.546 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Hauptsache sachlich
dell eher beschaulich motorisiert, aber kein Verkehrshindernis. Außerdem überzeugt
der Selbstzünder durch seinen
kultivierten Lauf und macht
demnach zufrieden. Vor allem
an der Tankstelle erfreut der
Fronttriebler mit nur 4,2 Liter
Sprit je 100 Kilometer.
Das gut ablesbare Instrumentarium sowie bequeme Sitze
vereinen Nutzen und Langstreckenfähigkeit. Hinzu kommt ein
sanft abgestimmtes Fahrwerk, der Basis-Auris gehört noch zu den wenigen Vertretern, die federn
können, was natürlich auch an den serienmäßigen
Pneus liegt. Die sind weit entfernt davon, einen
Niederquerschnitt aufzuweisen. Ab 16.050 Euro
netto gibt es den Auris Kombi mit 90-PS-Diesel.
Serienmäßig sind die volle Sicherheitsausrüstung
inklusive sieben Airbags und ESP sowie elektrische
Fensterheber vorn. Die 1.680 Euro (netto) teurere
„Cool“-Version bietet darüber hinaus Klimaanlage und Radio. Erst mit weiteren 1.512 Euro netto
wandern auch Bluetooth-Freisprechanlage und
Navigationssystem an Bord des Touring Sports.
Zudem gibt es dann die Rückfahrkamera frei Haus.
Toyota Auris TS 1.4 D-4D
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.364
kW (PS) bei U/min:
66 (90)
Drehmoment bei U/min:
205 Nm bei 1.800–2.800
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/110 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
13,0/175
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.190 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
550/530–1.658
Typklasse HP/VK/TK:
18/20/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 35%
Dieselanteil:
14%
Basispreis (netto):
16.050 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 427,34/0,17 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Cupra-Klasse
Mit dem neuen Leon Cupra hat Seat sein bisher schnellstes Serienfahrzeug auf den Markt gebracht. Der spanische Heißsporn begeistert aber nicht nur auf der Rennstrecke, wie Flottenmanagement herausfand. Außerdem
besticht er durch einen fairen Preis.
Wenn es Modelle der spanischen
Volkswagen-Tochter Seat gibt, bei denen man irgendwie an den Kampfstier
denken muss, sind es ganz sicher die
Cupra-Ausgaben. Dabei handelt es
sich nämlich um die schnellsten und
stärksten Autos im Programm. Und
die Verantwortlichen haben sich Mühe
gegeben, den Vorgänger-Leon-Cupra
mit dem Neuling zu toppen, sowohl in PS-Zahl
als auch Gesamtperformance – das ist ihnen
gelungen. Mit bis zu 280 Pferdchen macht der
Spanier bereits eine Ansage, doch 7:58 Minuten für die Umrundung der Nordschleife sind ein
Rekord – zumindest für Fronttriebler. Auf dem
Track können sich die Fans so richtig austoben,
das Stabilitätsprogramm ist in zwei Abstufungen
abschaltbar, um dem aufgeladenen Vierzylinder
ungestörten Lauf zu lassen.
Dabei kann er sich im Alltag ebenso lammfromm
benehmen und bereitet auch ungeübten Fahrern
kein Kopfzerbrechen. Wer es dennoch krachen
lässt, produziert trotz
serienmäßiger Differenzialsperre Schlupf an
der Vorderachse – das
lässt sich angesichts
der Power wohl kaum
vermeiden. Und obwohl der rassige Südländer in
der kräftigsten Version auf potenten 19-Zöllern
mit 35er-Querschnitt steht, pariert er kurze Bodenwellen verhältnismäßig sanft, was ihm die
Insassen danken. Vielleicht tragen die adaptiven
Dämpfer (Serie) ja zum Wohlbefinden bei. Nur
5,7 Sekunden (DSG) benötigt der Power-Leon bis
Landstraßen-Tempo, und ab 250 Sachen wird eingeregelt – genug ist genug. Ab netto 27.403 Euro
gibt es den Cupra 280 als Fünftürer. Unbedingt
an Bord sollte das Navigationssystem für moderate 369 Euro (netto) Aufpreis. Immer vorhanden
sind dagegen Bluetooth-Freisprechanlage, LEDScheinwerfer sowie Tempomat. Und natürlich eine
etwas schärfere, aber immer noch dezente Optik
inklusive zwei ovalen Endrohren.
Rote Nähte und Streifen sollen auf das vorbereiten, was
den Fahrer im Cupra erwartet: rasante Fahrleistungen (li.)
Seat Leon Cupra 280
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/1.984
kW (PS) bei U/min:
206 (280) bei 5.700–6.200
Drehmoment bei U/min:
350 Nm bei 1.750–5.600
Getriebe:
6-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/149 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
5,7/250
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,4 l/781 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
522/380–1.210
Typklasse HP/VK/TK:
18/23/25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
27.403 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 759,30/0,30 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Leise-Begleiter
Mit leichten optischen Retuschen geht der Opel
Meriva in seine zweite Lebenshälfte. Das interessanteste Merkmal des aufgefrischten Vans steckt
unter der Motorhaube. Flottenmanagement war
mit der neuen Diesel-Version 1.6 CDTI unterwegs.
Mit glänzenden Augen referieren die Opel-Ingenieure über ihren völlig neu konstruierten Selbstzünder. Der Vollalu-Diesel, der nicht weniger als
der leiseste Motor seiner Klasse sein soll, macht
in der Tat neugierig. Also los zur ersten Probefahrt mit dem 136 PS starken Vierzylinder. Und
es stimmt, man muss schon genau hinhorchen,
um das Verbrennungsverfahren des Triebwerks
zu identifizieren. Sogar bei ausgestelltem Radio
und ohne Lüftung erkennt man höchstens ein
leichtes Schnarren – vorausgesetzt natürlich, der
Motor ist warm. Abgesehen vom angenehmen Geräuschpegel performt der Euro-6-Kandidat auch
recht gut für seine Kategorie; eine Anfahrschwäche bleibt aus, und der Durchzug kann sich sehen
lassen, obwohl die 320 Nm Drehmoment erst ab
2.000 Touren zur Verfügung stehen. Für die Beschleunigung auf 100 km/h benötigt der Opel 9,9
Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt
bei 197 Sachen.
stufung unterstützt das
flüsterleise Aggregat gekonnt bei der Arbeit. Sehr
angenehm – und typisch für die Marke – fällt die
Federung auf mit ihrem betont komfortablen Einschlag. Selbst hart gesottene Bodenwellen bügelt
das Fahrwerk wirkungsvoll aus. Der neue Selbstzünder steht ab 19.621 Euro netto in der Liste
und bietet serienmäßig bereits die wichtigsten
Features wie Klimaanlage, Radio und Tempomat.
Darüber hinaus ist eine verschiebbare Mittelkon-
Ein zwar nicht sportlich, aber doch leichtgängig
schaltbares Sechsgang-Getriebe mit guter Ab-
Das Multifunktionsdisplay im Meriva ist gut für Straßenkarte und Ausgabe der Rückfahrkamera
sole mit mehreren Etagen und Fächern frei Haus
durchaus praktisch. Ein großes Navigationssystem inklusive TFT-Bildschirm kostet netto 731
Euro. Auch die Bluetooth-Freisprechanlage ist in
diesem Paket enthalten.
Opel Meriva 1.6 CDTI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
100 (136) bei 3.500–4.000
Drehmoment bei U/min:
320 Nm bei 2.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/116 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,9/197
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,4 l/1.227 km (54 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
522/400–1.500
Typklasse HP/VK/TK:
18/20/16
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
10%
Basispreis (netto):
19.621 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 510,36/0,20 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 2/2014
109
FAHRBERICHT
Für alle Fälle
Mit dem A6 allroad bietet Audi einen Hauch Geländewagen-Feeling bei
den Abmessungen einer konventionellen Businessklasse. Flottenmanagement war mit dem Topdiesel unterwegs. Der Audi A6 allroad ist
eher ein Dynamiker denn Kraxler.
Was tun, wenn man Geländewagen-Fan ist, aber
eigentlich doch keinen gebrauchen kann? Sei es,
weil man häufig in Parkhäusern mit tiefen Decken unterwegs ist oder ein waschechter Kraxler
einfach zu unhandlich wäre. Audi könnte da weiterhelfen mit der Allroad-Version des Businessklässlers A6. Der bietet ohne Frage einen permanenten Allradantrieb sowie die richtige Optik. Mit
dem massiv anmutenden Unterfahrschutz und
den Kotflügel-Verkleidungen wirkt der Oberbayer
nach Trekking, ohne sich so anzufühlen. Schon
auf den ersten Metern fährt der Audi wie eine
konventionelle Obere Mittelklasse, mit der man
trotz 4x4-Zügen auch mal eine windungsreiche
Landstraße rasant durchlaufen kann. Stellt man
das obligatorische Luftfahrwerk auf „dynamic“,
wieselt der Zweitonner leichtfüßig durch Kehren
und ist dabei nicht im Ansatz angestrengt. Dennoch parieren die Federelemente grobe Schnitzer
sauber, wenngleich eine straffe Note nicht verleugnet werden kann. Wer die verschmäht, muss
eben in den Komfort-Modus schalten.
Dann bügelt der Kombi Bodenwellen sämtlicher Couleur gekonnt glatt bei einer sportlichen
Grundausrichtung. Für lange Strecken ist der
vornehme Audi mit permanentem Allrad bestens
geeignet; viel Platz vorn und natürlich auch in
der zweiten Reihe verstehen sich bei einer Außenlänge von fast fünf Metern von selbst. Das Innenleben überzeugt mit der typischen Audi-Ver-
110
Flottenmanagement 2/2014
arbeitung – ein Hauch von Perfektion fährt also
stets mit. Viele verschiedene lieferbare Dekors
garantieren Individualität. Das im Testwagen verbaute Mattholz hinterlässt einen noblen Eindruck
und erfreut das Designer-Herz. Die Pragmatiker
dagegen schätzen die gute Ablesbarkeit der Instrumente sowie eine gelungene Balance aus
Tastenmenge und Bedienbarkeit des bekannten
MMI-Menüsystems. Anschmiegsame Fauteuils
machen auch nach ein paar Hundert Kilometern
noch Spaß und unterstreichen die Fernreisefähigkeit dieses ausladenden A6.
Vor allem mit dem 313 PS starken Spitzen-Diesel
avanciert der Edellaster zum überlegenen Tourer,
ohne das Portemonnaie an der Tankstelle über
Gebühr zu belasten. Die Fahrleistungen fallen
eindrucksvoll aus – sobald die beiden Turbolader maximalen Druck aufgebaut haben, reißt der
kultiviert laufende V6 den Ingolstädter mit einer
bemerkenswerten Vehemenz in die Vertikale.
Die Papierdaten bestätigen das: 5,6 Sekunden
für den Standardsprint bis 100 km/h sind reine
Sportwagen-Werte. Die Höchstgeschwindigkeit
liegt bei abgeregelten 250 Kilometer in der Stunde. Freilich ist der Allroad in dieser Version kein
günstiges Unterfangen – ab netto 52.899 Euro
ist er zu haben, und ein paar in diesem Segment
sinnvolle Extras können den Preis schnell um einen ebenfalls fünfstelligen Wert erhöhen. So kostet ein Karten-Navigationssystem ab 2.000 Euro
(netto), während der aktive Tempomat mit 1.226
Euro netto zu Buche schlägt. Oder gleich zum
großen Assistenzpaket (2.319 Euro netto) greifen, dann wandern auch aktives Bremssystem,
Einparkautomatik sowie Spurhalte-Alarm und
Totwinkel-Warner an Bord. LED-Vollscheinwerfer
kosten netto 2.030 Euro.
Edles Mattholz bereichert den gut verarbeiteten Innenraum (li. o.)
Der massiv wirkende Unterfahrschutz kennzeichnet den
Allroad (li. Mitte)
Das große Multifunktionsdisplay zwischen den Tachoskalen ist hervorragend ablesbar (li.u.)
Audi allroad quattro 3.0 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.967
kW (PS) bei U/min:
230 (313) bei 3.900–4.500
Drehmoment bei U/min:
650 Nm bei 1.450–2.800
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/176 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
5,6/250
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,7 l/1.119 km (75 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
575/565–1.842
Typklasse HP/VK/TK:
20/27/29
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
52.899 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 1.213,21/0,48 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
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FAHRBERICHT
Hyundai bietet den Santa Fe neuerdings auch als Langversion an und
kompensiert so den Wegfall des
mächtigen ix55. Statt V6 trägt der
Koreaner ausschließlich den ebenso
kräftigen wie genügsamen 2,2 Liter
großen Vierzylinder-Diesel unter seiner Haube. Flottenmanagement war
bereits mit ihm unterwegs.
Entwarnung an diejenigen, denen der Blick in
das Hyundai-Modellprogramm einen Schrecken
eingejagt hat: Richtig, der kommode Siebensitzer ix55 ist gestrichen. Aber dafür gibt es
ja jetzt den Grand Santa Fe, der das verflossene Modell in der Länge gar um rund acht Zentimeter überragt. Platzprobleme muss man
hier nicht fürchten, der optionale Siebensitzer
macht – das kann nach ausgiebigen Fahrten
bestätigt werden – in jeder Hinsicht einen luftigen Eindruck und lässt seinen Passagieren
demnach viele Freiräume. Der Interessent darf
(ohne Mehrpreis) aussuchen, ob in der mittleren
Reihe zwei Einzelsitze oder eine durchgehende
Sitzbank verbaut sein soll. Erstere spenden
freilich einen Tick mehr Komfort; wer häufig mit
sieben Personen unterwegs ist, freut sich über
den fairen Kurs. Ab 38.319 Euro netto gibt es
den Grand Santa Fe – erfreulicherweise mit nur
einer Motor- und Getriebeart, was dem Käufer
die Qual der Wahl erspart.
Demnach werden für das Segment beschauliche 197 PS an sämtliche Räder geleitet; somit
wird klar, dass die Verantwortlichen den Blick in
erster Linie auf Ökonomie und Ökologie legten,
statt maximale Performance in den Vordergrund
zu stellen. Der Output kommt aus 2,2 Liter
Hubraum – es handelt sich um den inzwischen
weitgehend bekannten Vierzylinder-Diesel. Das
Werk verspricht einen kombinierten Verbrauch
von deutlich unter acht Liter je 100 Kilometer,
was 199 g CO2/km entspricht und angesichts
der Fahrzeugklasse in Ordnung geht. Dank guter Dämmung aber wirkt das kräftige Triebwerk
mitnichten ungehobelt, sondern wird von den
Passagieren als kultivierte Maschine wahrgenommen, die weder mit Vibrationen noch mit
lauten Geräuschen nervt. Zusammen mit der
geschmeidig schaltenden Sechsgang-Wandlerautomatik wird aus der Antriebseinheit eine
runde Sache. Hinzu kommen mild abgestimmte
Dämpfer, sodass der Alleskönner selbst grobe
Unebenheiten in eine gefühlt glatte Fahrbahn
verwandelt.
112
Flottenmanagement 2/2014
Neue Größe
Eine umfangreiche Sicherheitsausstattung sowie viele Komfortfeatures lassen das annähernd
fünf Meter lange Schiff zu einem modernen Gefährt avancieren. Das Interieur präsentiert sich
gut verarbeitet und trotz einer reichhaltigen
Tastenlandschaft intuitiv bedienbar; ein Teil
der Funktionalitäten wird über den ausladenden
Touchscreen abgehandelt, ein anderer Teil wiederum – und das ist erfreulich – kann ohne aufwendiges Menüsystem einfach per Schalter angesteuert werden, wozu auch die Klimatisierung
gehört. Mit dem netto 1.126 Euro teuren Technikpaket gibt es neben adaptivem Fahrlicht und
belüfteten Sitzen auch eine Einpark-Automatik,
die angesichts der Wagenlänge empfehlenswert
erscheint und auch sehr zuverlässig arbeitet.
Das Navigationssystem mit großer Farbkarte
ist bei der „Premium“-Version serienmäßig und
wird von Hyundai fünf Jahre lang kostenlos
mit neuen Straßendaten gefüttert. Sämtliche
Santa-Fe-Ausgaben verfügen übrigens über
Bluetooth-Freisprechanlage, beheiztes Lenkrad
und Tempomat. Fünf Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung steuert Hyundai als kleines
Bonbon dazu.
Intuitive Bedienung trotz vieler Knöpfchen im
Hyundai Grand Santa Fe (ganz o.li.)
Die hinteren Stühle lassen sich ganz simpel umklappen und hinterlassen eine ebene Ladefläche (li.)
Auch ohne Maßband ist erkennbar, dass der Grand
Santa Fe zu den ganz Großen auf der Straße gehört
(re.)
Hyundai Grand Santa Fe 2.2 CRDi
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.199
kW (PS) bei U/min:
145 (197) bei 3.800
Drehmoment bei U/min:
436 Nm bei 1.800–2.500
Getriebe:
6-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/199 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,3/200
EU-Verbrauch/Reichweite:
7,6 l/921 km (70 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
639/634–1.842
Typklasse HP/VK/TK:
22/23/22
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
100%
Basispreis (netto):
38.319 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 1.008,79/0,40 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRBERICHT
Feine Materialien und viele Knöpfchen erfreuen die Insassen
und vor allem Technik-Fans (o.)
Der Range Rover Sport sieht seinem kleinen Bruder Evoque
zum Verwechseln ähnlich (u.)
Oh Lord!
Mit dem Range Rover Sport hat der
britische Luxusgeländewagen-Hersteller Land Rover einen Volltreffer
gelandet. Das Design folgt ganz dem
Stile des kleineren Bruders Evoque,
der für die Händlerschaft in puncto
Kapazität bereits eine Herausforderung darstellt. Flottenmanagement
fuhr den dynamisch daherkommenden Luxusliner als SDV6.
Range Rover Sport, das klingt nach Widerspruch.
Denn: Wie kann ein Geländewagen sportlich sein?
Okay, sei es drum – aber sportiv aussehen kann er
schon. Dieser neue Range Rover, der designmäßig
übrigens ganz in die Fußstapfen des Evoque
tritt, ist ein wahrer Hingucker. Und schon beim
kleineren Bruder laufen die Kunden den Händlern
im wahren Sinne des Wortes die Türen ein – noch
nie haben die Markenvertretungen so viele
Fahrzeuge abgesetzt. Wäre doch gelacht, wenn
dieser Erfolg nicht auch mit dem Range zu schaffen
wäre. Natürlich werden die absoluten Stückzahlen
geringer ausfallen, denn der noble Allradler tritt
in einem ambitionierten Preissegment an. Unter
50.084 Euro netto geht nichts bei diesem Edel4x4. Der etwas schärfere Diesel-V6 mit satten 292
PS startet sogar rund 8.000 Euro (teurer) und
bringt ein paar Features mehr mit. Dazu gehören
beispielsweise Navigationssystem mit großer
Farbkarte, Lederpolster und mindestens 21 Zoll
große Leichtmetallräder.
Stattdessen verzichtet der Hersteller bei den
Basismodellen auf das zweistufige VerteilerGetriebe; damit ist klar: Die angesprochene
Zielgruppe erwägt keine schweren GeländeEinsätze. Aber komfortabel muss der Range
schon sein – Sport hin oder her. Wie in Watte
gebettet fließt der massive Sechszylinder über
Straßen jeglichen Zerstörungsgrades. Dabei ist
es gar nicht Watte, auf welcher der trotz massiver
Gewichtsreduktion noch immer locker 2,1 Tonnen
wiegende Luxusliner ruht, sondern Luft. Deshalb
kann nicht nur die Dämpfercharakteristik
rasch verändert werden, sondern auch das
Fahrzeugniveau. Ein kurzer Knopfdruck, und das
Chassis senkt sich ab, so dass die Beladung leicht
fällt. Fast 900 kg dürfen übrigens eingepackt
werden, womit sich der Brite zu einem veritablen
Praktiker mausert. Einer, der aber auch für die
Passagiere derart viel Raum zur Verfügung stellt,
dass Range Rover Sport-Eigner locker auf einen
Zweitwagen verzichten könnten. Weite Reisen sind
nämlich eine wahre Spezialität des Dickschiffes.
Die 600 Nm Drehmoment des Dreiliters werden
obligatorisch über eine von ZF gelieferte
Achtstufen-Automatik permanent an alle vier
Räder geleitet. Traktionsprobleme? Nicht einmal
auf Geröll. Bei griffigen Fahrbahnverhältnissen
wird der schwere Alleskönner binnen 7,2 Sekunden
auf Tempo 100 gewuchtet und rennt bis zu 222
Sachen in der Spitze. Dabei bleibt es innen stets
flüsterleise, sogar wenn der Selbstzünder seinem
Drehzahlende entgegenstürmt. Doch es braucht
keine hohe Tourenzahl, um hier glücklich zu
werden. Die maximale Zugkraft liegt schließlich
schon ab 1.500 Kurbelwellenrotationen an.
Land Rover Range Rover Sport SDV6
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.993
kW (PS) bei U/min:
215 (292) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
600 Nm bei 2.000
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/199 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,2/222
EU-Verbrauch/Reichweite:
7,5 l/1.067 km (80 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
885/784–1.761
Typklasse HP/VK/TK:
25/29/28
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 39%
Dieselanteil:
94%
Basispreis (netto):
ab 58.403 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
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NORD
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Flottenmanagement 2/2014
113
TEST
1
2
3
Voll im Trend
Porsche nutzt den SUV-Trend und installiert ein kleineres Einstiegsmodell
unterhalb des Cayenne. Flottenmanagement unterzog den Macan S Diesel
bereits einem umfangreichen Test. Wie schlägt sich der Alleskönner mit dem
drei Liter großen Diesel?
4
I
rgendwann war bei Porsche Umdenken angesagt. Erst haben die Verantwortlichen das
Modellprogramm des traditionellen Sportwagenherstellers mit einem mächtigen SUV erweitert – ein Riesenerfolg. Dann wurde ein zweites
Tabu gebrochen: nämlich die Einführung des
Selbstzünders. Endlich wurde die Marke Porsche
auch für jene Vielfahrer interessant, die trotz automobiler Leidenschaft und gehobener Ansprüche mit einem Auge auf das Spritbudget schielen
müssen. Nun ist mit dem Macan ein zweites, kompakteres SUV in die Angebotspalette eingezogen,
das ohne Frage auch als kräftiges Dieselmodell
zu haben ist. Der taufrische Allradler ist etwa
16 Zentimeter kürzer als der Cayenne und somit
eine willkommene Alternative, insbesondere für
den urbanen Einsatz. Aber nicht nur: Exzellenter
Fahrkomfort macht den Macan ebenso auf der
weiten Reise zu einem patenten Partner.
Trotz citytauglichen Formats – der Macan misst
nur 4,68 m in der Länge – bietet er ausladende
Platzverhältnisse vorn und hinten. Dank 2,81 m
Radstand genießen auch die Passagiere in der
zweiten Reihe beste Raumfreiheit, vor allem langbeinige Personen dürften keinerlei Probleme bekommen beim Sortieren der unteren Extremitä-
114
Flottenmanagement 2/2014
ten. Die Stühle selbst glänzen durch ausgeprägte
Konturierung; zwar gibt es hinten – naturgemäß –
weniger Seitenhalt als vorn, dafür wird Langstreckentauglichkeit ganz großgeschrieben, und zwar
im Fond ebenso wie vorn. Die Fauteuils der ersten
Reihe weisen auf den sportlichen Einschlag des
Macan hin mit üppigen Seitenwangen (Sportsitze 1.500 Euro netto). Somit sind sie für mehr
Querbeschleunigung gewappnet, als die meisten
der verkauften Diesel-Exemplare jemals erleben
werden. Praxistauglichkeit spielt schon eher eine
Rolle. So sorgen die klassischen Ablagen wie das
Fach in der verschiebbaren Armauflage inklusive
vier Cupholder für ein aufgeräumtes Interieur.
Der Transport sperriger Gegenstände erfordert
das Umklappen der Rückbank – mit einem einfachen Handgriff machbar. In diesem Fall schluckt
der Macan bis zu 1.500 Liter Gepäck.
Hinweise darauf, dass der Macan trotz Komponenten aus dem Gesamtkonzern ein waschechter
Porsche ist, finden sich eine ganze Reihe. Das
Zündschloss sitzt links, und statt Tacho lacht den
Fahrer der große, mittige Drehzahlmesser an. Die
Geschwindigkeit lässt sich ohnehin besser digital
ablesen – das entsprechende Feld dafür hockt unter dem Tourenzähler. Das Board in der Mitte, das
unter anderem die Tasten für die Klimatisierung
beherbergt, ist inzwischen ebenso ein typisches
Marken-Merkmal – selbst der Elfer besitzt es. Darüber sitzt der längst nicht mehr wegzudenkende
TFT-Bildschirm; eine saubere Verarbeitung und
edle Materialien unterstreichen die Exklusivität
dieses Modells. Individuelle Dekors geben dem
Macan eine persönliche Note. Wem die schwarzen
Hochglanz-Oberflächen (wie im Testwagen) nicht
gefallen, bekommt freilich auch nobel anmutende Holzfurniere. Sportiv angehauchte Naturen
dürfen gerne auf Alu- oder Carbon-Optik zurückgreifen. Verschiedene Lederarten sowie ein auf
Wunsch in Alcantara gehaltener Dachhimmel verleihen dem Allrounder aus Zuffenhausen einen
luxuriösen Touch.
Dazu gehören natürlich auch sechs Zylinder, und
mit denen kann das derzeitige Selbstzünder-Basismodell auftrumpfen. Drei Liter Volumen und
258 PS genügen, um drahtig unterwegs zu sein.
Satte 580 Nm Drehmoment zerren auf Wunsch
kräftig an den vier Rädern und sorgen für Druck
im Kreuz. Zwecks Kraftverteilung installierten die
Ingenieure eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung. Das Hang-on-Allradsystem stammt
in den Grundzügen aus dem größeren Bruder
Cayenne und ist selbstredend auf sportive Tugenden ausgelegt. Wer öfter ambitioniert windungsreiche Landstraßen durchläuft, bekommt gegen
1.250 Euro netto ein variables Hinterachs-Sperr-
TEST
differenzial. Doch unabhängig davon macht der
Stuttgarter auf kurvigem Terrain eine gute Figur
und fühlt sich hier auch als SUV wohl: Leichtfüßig
und ohne nennenswerte Seitenneigung tänzelt er
um die Ecke, lässt sich präzise führen mit seiner
elektromechanischen Servolenkung. Mit einem
Standardsprint von 6,3 Sekunden bis 100 km/h
beweist er zudem ordentliche Spurt-Qualitäten,
und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 230 Sachen. Im Gegenzug ist er genügsam und lässt den
Bordrechner häufig eine Sechs vor dem Komma
anzeigen. Die variable Kühlerjalousie zur Optimierung des Luftwiderstands, Segel-Funktion
und Start-Stop-Funktion tragen zur Effizienz bei.
Für wilde Gesellen gibt es das Sport Chrono Paket;
dann reagiert der Schwabe bissiger auf Gaspedalbefehle und sorgt im Rahmen einer Launch Control für einen optimal einsetzenden Kraftschluss
sowie bestmögliche Traktion. Ach ja, der Macan
kann übrigens auch komfortabel. Vor allem lange Autobahnwellen bügelt er gekonnt aus und
schwingt gediegen nach. Und kurze Patzer lässt
er ebenfalls nur stark gefiltert in die Fahrgastzelle. Der Käufer hat die Wahl zwischen Stahlfedern
mit oder ohne Dämpferregulierung, sie kostet
970 Euro (netto) extra; gegen 2.210 Euro (netto) Aufpreis wandert gar eine Luftfederung an
Bord, die neben der veränderbaren Dämpferhärte
außerdem die Fahrzeughöhe variieren kann. Zusammen mit den leisen Fahrgeräusche avanciert
das SUV zum kommoden Tourer, der gerne viele
Kilometer am Stück abspult. Wer genau hinhört,
identifiziert die Arbeitsweise des Dreiliters anhand der Klangfarbe – was aber nicht weiter stört
angesichts zurückhaltender Lautäußerung. Bei
Autobahntempi tritt das Aggregat akustisch ohnehin in den Hintergrund.
Ab 48.680 Euro netto ist der Macan S Diesel zu
haben. Das ist fraglos eine hübsche Stange Geld,
doch ein zu erwartender niedriger Wertverlust
tröstet darüber hinweg. Immer an Bord sind Automatikgetriebe (Doppelkupplung), Klimaautomatik, elektrische Kofferraumklappe, Radio und
elektrisch verstellbare Sitze – mit diesem Rüstzeug unterstreicht der Macan seinen Anspruch als
Luxus-SUV. Zahlreiche Assistenzsysteme machen
den 4x4 bequemer und sicherer, dazu gehören
das stufenlos variable Fernlicht (405 Euro netto),
Rückfahrkamera inklusive Parksensoren (1.100
Euro netto), Spurwechsel-Warnung (490 Euro netto) und natürlich der aktive Tempomat für netto
1.140 Euro. Damit werden große Entfernungen
noch komfortabler: Vor allem Staus oder anderweitige Stop-and-go-Situationen können auf diese Weise entspannt überbrückt werden; die Elektronik regelt den Abstand zum Vordermann und
bremst bis zum Stillstand herunter. Nur das Anfahren muss aus gesetzlichen Gründen noch manuell
initiiert werden. Doch das macht gar nichts, der
Macan ist schließlich ein Auto zum Selbststeuern.
1. Der Macan bietet auch in der zweiten Reihe reichlich
Kniefreiheit für seine Insassen
2. Macan-Innenraum mit markentypisch gestalteter
Mittelkonsole
3. Designer-Öffner: Der Knopf zur Öffnung der Heckklappe wurde unauffällig für das Auge im Bereich des
Wischers platziert
4. Stylische Rückleuchten sowie potente Endrohre machen das kompakte Porsche-SUV zum Hingucker
5. Großer Kofferraum: Wenn man die Lehnen umklappt,
passen sogar bis zu 1.500 Liter in das Gepäckabteil
6. Typisch Porsche – der Drehzahlmesser sitzt prominent
in der Mitte
7. Der Macan fällt mit knapp über 4,60 Metern recht
kompakt aus
Porsche Macan S Diesel
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Sechszylinder-Diesel
2.967
190 (258) bei 4.000–4.250
580 bei 1.750–2.500
Euro 6
7-Gang-Doppelkupplung
230
6,3
6,1 l auf 100 km
984 km
7,7 l auf 100 km
159 g/km
B
60 l
695 kg
500–1.500 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
383 Euro
21/28/27
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
12 Jahre
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
Sperrdifferenzial für
Hinterachse
Rückfahrkamera
aktiver Tempomat
schlüsselloses
Schließsystem
High-End-Soundsystem
Digital-TV
Standheizung
Panorama-Schiebedach
Adaptives Luft-Fahrwerk
Verkehrszeichen-Erkennung
Xenonlicht-Scheinwerfer
Serie
1.250 Euro
1.100 Euro
1.140 Euro
590 Euro
3.990 Euro
920 Euro
1.350 Euro
1.350 Euro
2.210 Euro
300 Euro
1.310 Euro
(inkl. Kurvenlicht)
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage 335 Euro
Bildschirm-Navigation
2.480 Euro
Basispreis netto
Porsche Macan
S Diesel
5
6
48.680 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 1.056,07/1.211,33/1.488,56
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 914,32/1.005,46/1.145,44
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k.A.
über 75% (geschätzt)
Bewertung
+
• eines der sportlichsten SUV am Markt
• sparsamer Diesel
• gute Langstreckentauglichkeit
• hohe Preise auch für Optionen
7
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2014
115
TEST
Genialer Stromer
Mit dem V60 D6 ist Volvo ein genialer
Schachzug gelungen. Die noble Mittelklasse vereint satte Fahrleistungen mit enormer Wirtschaftlichkeit
und hoher Alltagspraxis. Flottenmanagement hat den keinesfalls billigen
Premiumkombi mit Plug-in-Hybrid penibel unter die Lupe genommen.
1
L
osgelöst betrachtet, also unabhängig von
den Kosten, ist der Plug-in-Hybrid die nützlichste Form des gemischten Antriebes mit
E- und Verbrennungsmotor. Denn nur hier kann
elektrische Energie von außen zugeführt und somit über größere Distanzen auch rein elektrisch
gefahren werden, um den hohen Wirkungsgrad
des Stromers in vollem Maße auszunutzen. Die
bisherigen Systeme ohne externe Auflademöglichkeit „fangen“ schließlich lediglich die Bremsenergie auf, die sonst als Wärme abgeführt würde; ein zweiter Vorteil jedes Hybriden ist, die
betriebsungünstigen Phasen des Verbrenners
weitgehend kappen zu können. Nimmt man die
Kosten jedoch als Entscheidungsfaktor hinzu,
winken Rechner mit dem spitzen Bleistift ab:
Nur wenige Eigner holen die Mehrkosten bei vergleichbaren Modellen mit den Kraftstoffkosten
wieder herein. Doch so darf man den Volvo V60
D6 schlichtweg nicht betrachten. Denn er ist
das Diesel-Topmodell der Marke, das zwar teurer
ist als der D5 ohne elektromotorische Hilfe, das
aber eben auch darüber angesiedelt wurde und
wesentlich stärker ausfällt.
Mit einer (System-)Leistung von 283 PS rangiert der Mittelklässler in einer exklusiven Liga
und darf getrost zu den Performance-Offerten
im Segment gezählt werden. Da erscheint der
Grundpreis von netto 49.924 Euro fair, zumal der
Schwede geballte Technik und viele Annehmlichkeiten serienmäßig bietet, die in den unteren
Ausstattungslinien mit Aufpreisen belegt sind.
So sind neben dem höheren Output beispielsweise auch die Außenspiegel automatisch abblendbar; zudem gibt es ein beheizbares Lenkrad, Standheizung und Xenon-Scheinwerfer frei
Haus. Immer an Bord ist auch die volle Sicherheitsausrüstung, zu der bei Volvo längst ein automatischer Notbremsassistent gehört, sodass
ein Frontalaufprall bis zu einer Geschwindigkeit
116
Flottenmanagement 2/2014
von 15 km/h vermieden respektive seine Folgenschwere (so er denn doch eintritt) bis 50 km/h
erheblich reduziert werden kann. Mit dem 1.596
Euro netto kostenden großen Assistenzpaket
wird das Sicherheitskonzept durch eine Fußgänger-Erkennung (mit verknüpfter Notbremsung)
sowie eine Warnung im Falle sich schnell nähernder Fahrzeuge ergänzt.
Und der V60 D6 ist nicht nur sicher, sondern auch
äußerst komfortabel; üppige Leder-Fauteuils
verwahren die menschliche Fracht auch auf langen Strecken so, dass sie kaum ermüdet und frei
von Rückenschmerzen bleibt. Viel Bewegungsfreiheit – auch im Fond – macht den Kombi zu
einem angenehmen Aufenthaltsort. Vorn gibt
es die berühmte Ablage hinter der schwebenden
Mittelkonsole, ohne die der Skandinavier irgendwie kein echter Markenvertreter wäre. Ein intelligentes Menüsystem, das allerdings Eingewöhnung erfordert, hält die Armaturen aufgeräumt,
indem eine Knöpfchenflut verhindert wird. Die
wichtigsten Funktionen indes lassen sich per
direkter Tastenwahl steuern, was unter anderem
für die Klimaautomatik zutrifft. Auch für sämtliche Hybrid-Fahrmodi gilt das – und damit steht
auch schon das zentrale Thema des D6 auf der
Tagesordnung.
Der teilelektrische Antrieb dieses V60 verlangt
durchaus nach ein paar Überlegungen. Wer (und
das geht nur bei gefüllter Batterie) alleine mit
dem lautlosen Synchronmotor fahren möchte,
muss in den „Pure”-Modus schalten. Dann lassen
sich bis zu 50 Kilometer ohne Verbrenner zurücklegen – allerdings nur mit behutsamem Gasfuß.
Das rechte Pedal zu weit niederdrücken ruft den
2
3
4
5
TEST
1. Typisch Volvo – die schwebende Mittelkonsole gehört
einfach dazu
2. Das Plug-in-Hybrid-Badge hilft auch Unwissenden auf
die Sprünge
3. Reichlich Beinfreiheit in der zweiten Reihe macht den
Mittelklässler zum feinen Tourer
6
4. Der Lithium-Ionen-Akku lässt sich ganz simpel an der
Haushaltssteckdose laden
5. Der nach dem Facelift dezenter gewordene Kühlergrill
gefällt
6. Potent aussehende Rohre versprechen nicht zu viel –
binnen 6,1 Sekunden erreicht der D6 100 km/h
7. Der V60 D6 schluckt weniger Gepäck als seine Brüder
8. Die abfallende Dachlinie verleiht dem Skandinavier
Eleganz
7
Fünfzylinder-Diesel prompt auf den Plan, um
die Beschleunigungsanforderung umzusetzen.
Schließlich muss man im E-Betrieb mit 68 PS
auskommen, damit ist der Zweitonner schon etwas phlegmatischer unterwegs als gemeinsam
mit dem Diesel. Für die Stadt reicht der Punch
aber locker, und selbst auf Überlandfahrten ist
der D6 auch im Elektrobetrieb kein Verkehrshindernis mit bis zu 125 Sachen. Klar ist natürlich:
Nur wer zu Hause laden kann – sei es in der Garage oder per nahe gelegener Säule –, ist in der
Position, den Vorteil des Plug-in-Hybriden auszukosten. Und wer in puncto Fahrprofil zu den
Kurz- bis Mittelstrecken-Nutzern zählt, spart
sogar ordentlich Kraftstoff. Kunden, auf die das
nicht zutrifft, erlangen mit dem D6 immerhin einen ausgeprägten Dynamiker.
Mit einem Standardsprint von 6,1 Sekunden bis
100 km/h vollzieht er diese Disziplin laut Werk
nur eine Zehntelsekunde langsamer als die rasanten T6-Benziner-Varianten mit über 300
PS. In der Tat avanciert der Elektrodiesel in der
„Power”-Stellung zum raubeinigen Gesellen mit
Hummeln im Hinterteil. Dann wird schon leichtes Antippen des Fahrpedals mit gierigem Vortrieb quittiert – eine „Kickdown“-Einlage presst
die Insassen nachdrücklich in die feinen Sessel.
Und Traktionsprobleme sind dem D6, der die
Vorderräder über eine konventionelle Sechsstufen-Wandlerautomatik antreibt, fremd, weil der
Stromer die Hinterachse mit Moment versorgt,
wodurch er zum 4x4 avanciert. Bis 150 km/h ist
die Hinterachse aktiv, danach wird der 200-NmBrocken von der Achse abgekoppelt, weil die
Drehzahl sonst zu hoch würde. Per Rekuperation
wird der kompakte Lithium-Ionen-Speicher für
den konventionellen Hybridantrieb gespeist,
falls gerade keine Haushaltssteckdose oder Ladesäule verfügbar ist. Und wer mit voller Ladung
losfährt und die 50 Kilometer Elektroreichweite
für einen späteren Zeitpunkt reservieren möchte, drücke einfach die „Safe“-Taste – dann rührt
das System den Saft für den „Pure“-Modus nicht
an.
Schön am V60 D6: Er ist mehr als ein konventioneller Hybrid und auch für jene Gegner des Elektroautos interessant, die in diesen die Verödung
der emotionalen Komponente sehen. Wenn der
energisch klingende Fünfender einsetzt und mit
steigender Drehzahl auch die musikalische Tonleiter hinaufspielt, bekommt der Fan klassischen
Automobilbaus leuchtende Augen. Und die Praxistauglichkeit ist freilich unschlagbar, der D6
tappt niemals in die Reichweitenfalle. In der
Stadt elektrisch und weite Reisen mit vereinten
Kräften – so lautet das Motto dieses Volvos. Und
federn kann das schick gezeichnete Nordlicht
obendrein, um das Komfortkapitel abzurunden.
Ach ja, zum gehobenen Autofahrerleben braucht
es ohne Frage entsprechende EntertainmentFeatures. Alles machbar vom Digitalradio über
das leistungsfähige Soundsystem sowie den TVTuner bis hin zum integrierten Internet-Hotspot.
Volvo V60 D6 Plug-in-Hybrid
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
E-Motor kW (PS)
max. Drehmoment
Systemleistung kw (PS)
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Fünfzylinder-Diesel
2.400
158 (215) bei 4.000
440 bei 1.500–3.000
50 (68)
200 Nm
208 (283)
Euro 5
6-Gang-Automatik
230
6,1
1,8 l auf 100 km
900 km
6,6 l auf 100 km
48 g/km
A+
45 l
550 kg
305–1.126 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
228 Euro
17/21/23
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
12 Jahre
Sicherheit/Komfort
Front-, Kopf-, Seiten-Airbags
Parksensoren
Sitzheizung
aktiver Tempomat
schlüsselloses
Schließsystem
elektr. verstellbare Sitze
TV-Tuner (digital)
Rückfahrkamera
Glas-Schiebedach, elektr.
Standheizung
Fußgänger-Erkennung
Xenonlicht-Scheinwerfer
Serie
Serie
Serie
1.596 Euro (Paket)
630 Euro
563 Euro
831 Euro
403 Euro
882 Euro
Serie
1.596 (Paket)
Serie
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage 966 Euro
Bildschirm-Navigation
Serie
Basispreis netto
Volvo V60 D6
Plug-in-Hybrid
49.924 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 832,36/934,59/1.097,32
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 791,86/873,84/996,07
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
40-45%
80%
Bewertung
+
• üppige Serienausstattung
• exzellente Verarbeitungsqualität
• performante Fahrleistungen
• hoher Anschaffungspreis
8
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2014
117
TEST
1
2
3
S elektrisiert
Mercedes erhebt den Anspruch, mit
der S-Klasse nichts Geringeres als
das beste Auto der Welt zu bauen.
Der kürzlich auf die Straße gebrachte W222 führt die Oberklasse aus
Stuttgart in die sechste Generation.
Flottenmanagement prüfte einen
S 400 Hybrid auf Herz und Nieren.
D
118
ie S-Klasse, das beste Auto der Welt? Das
kann ja jeder behaupten, aber aus dem
Sprachrohr des Automobil-Erfinders haben diese Worte natürlich gleich ein ganz anderes Gewicht. Und tatsächlich: Auch wenn der
Wettbewerb vor allem in den letzten 20 Jahren
mächtig aufgeholt hat, so ist das Luxussegment
in Stuttgart immer auffällig innovationsträchtig. Da macht die sechste Generation, die Baureihe W222 keine Ausnahme – wenngleich ein
S-Klasse-Debüt im Gegensatz zu früher heute
keine Sensation mehr darstellt. Doch halten wir
fest: Dinge wie LED-Scheinwerfer in Verbindung
mit blendfreiem Fernlicht, ein denkbar umfassendes Arsenal an Assistenzsystemen, zu dem
auch die Beobachtung des Querverkehrs gehört,
sowie ein Fahrwerk mit vorausschauender Oberflächen-Erkennung machen den Oberklässler
zumindest in der Anfangszeit zu einer zugkräftigen Alternative. Hinzu kommen Fahrgefühl und
Komforteindruck – hier freilich spielen subjektive Empfindungen eine Rolle, doch die S-Klasse
gehört fraglos zur Speerspitze des Autobaus.
elektrische Verstellung plus Speicher schon fast
wie ein zu belächelndes Gimmick, über das man
in dieser Kategorie erst gar nicht mehr spricht.
Der W222 ist eine mächtige Wohlfühloase, in der
man sich abgeschottet von der Außenwelt bewegt. Gleichwohl wirkt der Benz federleicht und
dynamisch – auch optisch weniger wuchtig als
der Vorgänger. In Sachen Dämmung haben die
Techniker nachgelegt und konnten das Fahrgeräusch bei hohen Tempi reduzieren.
Um das zu erkennen, muss man wahrlich kein
promovierter Maschinenbauer sein. Bereits der
Einstieg in den König von Mercedes genügt, um
zu erahnen, was die Insassen auf den nächsten
Kilometern erwartet. Man fällt in flauschigweiche Ledersessel – aber die Fauteuils sind
andererseits nicht so nachgiebig, als dass man
schnell ermüden würde. Die Konstrukteure haben exakt die richtige Balance zwischen kommoder, gleichzeitig aber auch rückenfreundlicher
Anmutung gefunden. Auf Wunsch avancieren
die Stühle zu Hightech-Geräten inklusive Klimatisierung und Massagefunktion. Da wirkt die
Der Testwagen verströmt mit seinen silber lackierten Holzintarsien einen Hauch von Exklusivität; das riesige TFT-Board bekundet moderne
Zeiten, und Ambientelicht aus jeder Ecke schafft
abends beste Lounge-Stimmung. Spätestens
wenn das Haupt Kontakt mit den weichen Kopfstützen aufnimmt, wird dieser fahrbare Untersatz zum entspannenden Ruhepol nach einem
anstrengenden Arbeitstag. Das können die Mitfahrer natürlich noch besser genießen als die
Person vorne links, doch dafür hat der dortige
Platz ganz andere Qualitäten. Denn die S-Klasse
ist trotz ihrer traditionell stattlichen Größe ein
Flottenmanagement 2/2014
4
überaus fahraktives Auto. Man merkt der Limousine weder ihre über fünf Meter betragende
Außenlänge noch 1,9 Tonnen Leergewicht an –
Letzteres ist übrigens ein ausgezeichneter Wert
angesichts der Fahrzeugklasse. Allerdings handelt es sich um den (leichteren) Basisbenziner S
400 Hybrid, der – an der Bezeichnung schon erkennbar – neben einem 3,5 Liter großen Sechszylinder auch über ein wenig E-Power zwecks
Verbrauchsreduktion verfügt und die Dieselversionen in der Masse unterbietet.
So gesellen sich zu den 306 PS noch weitere 27
Pferdchen und – noch wichtiger – zu den 370 Nm
Basisdrehmoment zusätzliche 250 Nm. Das ist
immerhin die Zugkraft eines mittleren Dieselmotors mit einer Leistung von mehr als 100 PS.
Demnach wird bei gefüllter Lithium-Ionen-Batterie rein elektrisch angefahren; der kultiviert
laufende und gegen Drehzahlende kernig brüllende Verbrenner schaltet sich aber rasch dazu,
woraus deutlich wird, dass der kompakte, in die
Getriebeeinheit integrierte Scheibenmotor vor
TEST
Mercedes-Benz S 400 Hybrid
5
1. Ausgefallene Holz-Applikationen verleihen der Limousine einen Schuss Individualität
2. Der Fünf-Meter-Liner bietet auch als Kurzversion reichlich Platz im Fond
3. Rückleuchten mit markantem Lichtdesign machen die
S-Klasse unverwechselbar
4. Hybrid ist bei der aktuellen Oberklasse-Generation eher
Regel als Ausnahme
5. Satter Auftritt: Die S-Klasse wirkt trotz imposanter
Größe dynamisch
6
7. Der ausladende Kühlergrill im klassischen MercedesDesign kündigt die S-Klasse eindrucksvoll an
Apropos Scheinwerfer: Nicht nur zur Straßenbeleuchtung müssen LED herhalten, auch im In-
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
144 Euro
noch nicht bekannt
Sicherheit/Komfort
Front-, Kopf-, Seiten-Airbags
Luftfederung
Sitzheizung
aktiver Tempomat
8. Die eigenwillige Leuchtgrafik kommt vor allem nachts
zur Geltung
Und das bügelt harte Fahrbahnpatzer virtuos aus
wie kaum ein anderes Vehikel; zum einen verfügt
der S über in der Grundabstimmung kommod gehaltene Luftbälge mit adaptiver Dämpferhärte,
zum anderen kommen die Pneus mit zwar breiter
Lauffläche, aber keinem extremen Niederquerschnitt (55er-Serie) daher, was übertriebener
Härte entgegenwirkt. Und so lässt es sich fein
aushalten in dem Hecktriebler, der auf Fahrpedalbefehle durchaus giftig reagiert. Binnen 6,8
Sekunden hat der Schwabe 100 Sachen drauf und
marschiert beflissen gegen die 250-km/h-Grenze. Ein Verbrauch von weniger als neun Litern ist
in der Praxis leicht realisierbar, was auf zahlreiche Effizienzmaßnahmen zurückgeht. Immerhin
ist der große Mercedes das strömungsgünstigste Auto im Segment. Um diese Auszeichnung zu
erreichen, griffen die Techniker in die Trickkiste
und verpassten dem Luxusliner beispielsweise
eine gesteuerte Kühler-Jalousie. Außerdem optimierten sie die Außenspiegel und betrieben
Feintuning an der Front – mit der Konsequenz
einer verbesserten Abdichtung im Bereich der
Scheinwerfer.
Sechszylinder-Benziner
3.498
225 (306) bei 6.600
370 bei 3.500–5.250
20 (27)
250 Nm
245 (333)
Euro 6
7-Gang-Automatik
250
6,8
6,3 l auf 100 km
1.111 km
8,1 l auf 100 km
147 g/km
A
70 l
670 kg
510 l
Garantie
Fahrzeug
2 Jahre
Lack
k.A.
Rost
30 Jahre
(Voraussetzung: regelmäßiger Service bei Mercedes)
6. Die riesige TFT-Fläche als Tacho und Multifunktionsanzeige ist bisher einmalig
allem zum Boost respektive zur Unterstützung
im Falle von betriebsungünstigen Phasen dient.
Im Fahralltag merkt man von der Bündelung
der beiden Kraftmaschinen nicht viel – sie fügen sich harmonisch in den Antriebsstrang ein.
Übertragen wird das Moment von einer klassischen Wandlerautomatik mit sieben Fahrstufen;
der Automat wechselt die Übersetzungen ebenso
spontan wie geschmeidig – damit wird er dem
Komfortanspruch dieses Fahrzeugs gerecht.
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
E-Motor kW (PS)
max. Drehmoment
Systemleistung kW (PS)
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
7
Serie
Serie
410 Euro
2.250 Euro (mit erweitertem Assistenzumfang)
schlüssell. Schließsystem 1.495 Euro
elektr. verstellbare Sitze
Serie
TV-Tuner (digital)
1.080 Euro
Rückfahrkamera
1.130 Euro
(mit Einparkautomatik)
Verkehrszeichen-Erkennung Serie
Head-up-Display
1.170 Euro
Blendfreies Dauerfernlicht 1.490 Euro
LED-Scheinwerfer
Serie
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
Serie
8
nenraum gibt es keine einzige Glühbirne mehr,
was den Stromverbrauch reduzieren soll. Das
innen und außen stattliche Umweltauto hat natürlich seinen Preis, wenn es die Passagiere in
luftiger und wattiger Manier an jegliches (Fern-)
Ziel befördern soll. Ab 72.550 Euro netto rollt
der Vierhunderter an den Start, bringt dafür
aber bereits alles mit, was den Flottenkunden interessiert. Wer nicht auf Ledersitze besteht (die
sollten in diesem Segment dennoch sein, 2.200
Euro netto), muss eigentlich keine Sonderausstattungen mehr wählen. Bluetooth-Freisprechanlage, Internet-Hotspot, eine umfangreiche
Klimaautomatik, Navigationssystem inklusive
drei Jahre kostenloser Nutzung von Live Traffic, eine elektrisch verstellbare Lenksäule sowie
Sitze und Tempomat sind immer an Bord – mehr
Auto muss nicht sein. Kann aber. Eine ellenlange
Aufpreisliste erhöht den Preis auf Wunsch noch
einmal – und zwar locker um den Wert eines neuen Kompaktwagens.
Basispreis netto
Mercedes-Benz
S 400 Hybrid
72.550 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 1.519,29/1.720,44/2.060,53
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 1.377,54/1.507,82/1.706,16
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k.A.
50%
Bewertung
+
• ordentliche Serienausstattung
• überragende Verarbeitungsqualität
• außergewöhnlich guter Gesamtkomfort
• Road-Surface-Erkennung nur für die
Topversionen
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2014
119
KOLUMNE
Die Sache mit der (Höchst-)Geschwindigkeit
Eine der größten Ärgerlichkeiten für den gemeinen Autofahrer sind
Geschwindigkeitsbegrenzungen oder genauer „zulässige Höchstgeschwindigkeiten“. Wie in §3 („Geschwindigkeit“) der StVO dargestellt
wird, darf man grundsätzlich „das Fahrzeug nur so schnell fahren, dass
es ständig beherrscht wird“. Diese lapidar daherkommende Aussage,
die leicht überlesen wird, ist jedoch von grundlegender Tragweite.
Denn auch schon 1910 wurde in der „Verordnung
über den Verkehr von Kraftfahrzeugen“ unter der
Überschrift „Pflichten des (Fahrzeug-) Führers“
in §18 festgehalten, dass die „Fahrgeschwindigkeit jederzeit so einzurichten ist, dass Unfälle
und Verkehrsstörungen vermieden werden …“.
Heute bleibt davon immerhin noch übrig, dass
man den „Verkehrsfluss nicht behindern soll“.
Dieser letzte Zusatz bekommt besondere Bedeutung, wenn wir an die bevorstehende FußballWM denken. Bei der kann es nach grandiosen Siegen durchaus noch zu dem einen oder anderen
Autokorso auf unseren Straßen kommen. Dabei
wird dann höchstwahrscheinlich die Grenze zur
Verkehrsstörung erreicht (mal abgesehen von
der Überschreitung der höchstzulässigen Zahl an
Passagieren in dem jeweiligen Fahrzeug, ein interessantes Thema für einen späteren Beitrag).
Üblicherweise lässt die Polizei in den meisten
Fällen aber, falls nicht akute Gefahr besteht,
einiges mehr zu als offiziell erlaubt. Man will ja
auch abseits des Spielfeldes kein Spielverderber
sein, zumal diese Methode des (harmlosen) Berauschens eher Südländern zugeschrieben wird.
Das Thema „Mindestgeschwindigkeit“ hat auch
noch einen anderen, oft fehlinterpretierten Aspekt. So muss man auf Autobahnen selbst dann
nicht, wenn der Verkehr es zulässt, mindestens
60 km/h fahren. Das Gefährt der Benutzer derselben muss lediglich durch die „Bauart bestimmt“ mehr als 60 km/h schaffen können. Wegen schlechter Sicht oder viel Ladung kann man
ruhig langsamer fahren, nicht aber um andere zu
behindern. Das ist manchmal schwer voneinander zu trennen …
Würden die zitierten Paragrafen also akkurat
befolgt, wären im Prinzip eigentlich keine Geschwindigkeitsbegrenzungen vonnöten. Man
muss sich aber vor Augen halten, dass trotzdem
1910 gezielt eine Höchstgeschwindigkeit von
15 km/h innerhalb „geschlossener Ortsteile“
vorgeschrieben wurde, wie auch immer kontrolliert. Der ADAC schrieb 1914 in seinem Jahrbuch
zum Thema „Fahranstand“, „dass unbeherrschte
Fahrer nur ihre klägliche Unbildung und Kulturwidrigkeit bewiesen“, ja man forderte sogar,
dass diese von „uns Autlern unbarmherzig ausgemerzt werden“. Man vermutete allerdings nur
ein Dutzend dieser Art in ganz Deutschland, die
der guten Sache „unermesslichen Schaden“ antun (na ja, wer den Schaden hat …). Man dachte
damals jedenfalls in anderen Dimensionen.
Die verschlungene Geschichte der Höchstgeschwindigkeit innerorts (außerorts, inklusive
120
Flottenmanagement 2/2014
Autobahnen) spiegelt anschaulich
das Auf und Ab der Begrenzungswerte wider. 1939 wurde erst auf 60
km/h (100 km/h) erhöht und dann
im gleichen Jahr auf 40 km/h (80
km/h) gesenkt (bedingt durch den
Kriegsbeginn). Erst 1952 wurde dann
allerdings die komplette Aufhebung
aller
Geschwindigkeitsbeschränkungen für Personenkraftfahrzeuge
beschlossen („Entregelung“)! Die
Begründung liest sich recht zynisch,
denn es gelte „im Interesse der Flüssigkeit des Verkehrs als auch wegen
seiner Sicherheit (!) von Höchstbegrenzungen … abzusehen“. Festgeschrieben steht dies im „Gesetz zur
Sicherung des Straßenverkehrs“.
Man verwies mehr oder weniger auf
die oben beschriebene ständige Beherrschung des Fahrzeugs.
Die ganze Geschichte endete natürlich in einem
Desaster in Form von tödlichen Verkehrsunfällen. So starben 1956 über 7.600 Personen innerorts, wo man dann folgerichtig 1957 Tempo 50
einführte. Erstaunlicherweise blieb der Außerortsverkehr davon unberührt. Durch die technische Entwicklung mit immer höheren Geschwindigkeiten begünstigt, entwickelten sich dort die
Zustände dramatisch. 1970 näherte man sich
ganz allmählich der als Schallmauer empfundenen Zahl von 20.000 Verkehrstoten, aus heutiger
Sicht (2013 waren es 3.340) fast unvorstellbar.
So gab es dann unter Verkehrsminister Georg Leber einen neuen Vorstoß, 1972 führte er (testweise) Tempo 100 auf Landstraßen ein, danach
wurde wie nie zuvor oder danach um die Autobahnen, das heißt deren Tempolimit, gerungen.
Genug der zwar interessanten, aber für den
alltäglichen Gebrauch untauglichen Historie.
Heute sehen wir das alles ganz gelassen, ärgern
uns allenfalls über noch immer anscheinend unnötige Einschränkungen. Wie diese aber genau
aussehen, ist vielen Verkehrsteilnehmern selbst
nach langjähriger Praxis nicht ganz klar. Die Verkehrszeichen kennt man, na klar, aber was bedeuten sie genau? So werden viele Tempolimits
erlassen, aber wann gelten sie als aufgehoben?
Früher gab es mal eine Art „Zwei-Kilometer-Regel“. Was nach zwei Kilometern nicht wiederholt
wurde, konnte der Fahrer vergessen (haben).
Davon ist man aber vor einiger Zeit abgegangen.
Man sieht das noch am Abstand der Schilderbrücken, der fast immer knapp unter zwei Kilometer
bemessen ist.
Viele der Begrenzungen sind an Sondersituationen wie Baustellen, Lärmschutz oder Nässe gekoppelt, nicht selten wird dies dann in der Folge
nicht aufgehoben. Ab wo kann man dann wieder
Gas geben, ohne den roten Blitz des „Ertapptworden-Seins“ einschlagen zu sehen? Besonders
kritisch ist dies bei Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die ja im Prinzip variabel geschaltet werden
können.
Zuerst muss aber geklärt werden, warum man
überhaupt zu schnell fahren sollte. Die Erläuterungen der StVO sehen als einzigen Grund die
Zeitersparnis, nicht aber die „emotional bestimmte Freude“, von der man sich leicht verleiten lässt,
bewusst von dem (vermeintlich) Vorgeschriebenen abzuweichen.
Der wesentliche Grundsatz ist, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen so lange gelten, bis sie wieder
aufgehoben werden. Oder aber ein Zusatzzeichen
schränkt die Reichweite ein, also beispielsweise
eine Längenangabe wie „300 Meter“. Dann ist die
Sache klar. Wird erkennbar wegen einer Baustelle
abgesenkt und nicht aufgehoben, gilt das Ende
der Baustelle auch als Ende der Begrenzung ohne
besonderen Hinweis.
Kreuzungen und Autobahnanschlussstellen gelten nicht automatisch als Aufhebung. Auch wenn
die Hinzufahrenden nicht von der Begrenzung
wissen können. Klingt komisch, aber ist so. So
bedeuten ausgeschaltete Schilderbrücken keine
Aufhebung, auch nicht nach Auffahrten.
Anlass zu Diskussionen gibt in jedem Fall die Einschränkung bei Nässe. Muss ich dann aussteigen
KOLUMNE
Autor
Professor Dr. Michael
Schreckenberg, geboren 1956 in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der
Universität zu Köln,
an der er 1985 in Statistischer Physik promovierte. 1994 wechselte er zur Universität
Duisburg-Essen, wo er
1997 die erste deutsche Professur für Physik von Transport und
Verkehr erhielt. Seit
mehr als 15 Jahren
arbeitet er an der Modellierung, Simulation
und Optimierung von Transportsystemen in großen Netzwerken, besonders im
Straßenverkehr, und dem Einfluss von menschlichem Verhalten darauf.
Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Online-Verkehrsprognosen für das Autobahnnetzwerk von Nordrhein-Westfalen, die Reaktion von Autofahrern auf Verkehrsinformationen und die Analyse von Menschenmengen bei Evakuierungen.
und den Wasserstand messen? Muss es regnen? Beide Male: Nein! Die Straße muss „durchgängig benetzt sein“. Das erkennt man am Aufspritzen von
Gischt (keine Krankheit!) bei den Vorausfahrenden. Regnen muss es dabei
nicht.
Die Schrittgeschwindigkeit, vorgeschrieben beispielsweise für verkehrsberuhigte Bereiche, ist ein ganz heikler Punkt. Auf jeden Fall
heißt das „deutlich weniger als 20 km/h“ nach Gerichtsentscheid.
Ob das nun 7 oder 4 bis 10 km/h bedeutet, bleibt Auslegungssache. Das gilt übrigens auch, wenn ein Tachometer diese niedrigen
Geschwindigkeiten gar nicht anzeigen kann. Das gleiche Problem
haben Fahrradfahrer natürlich auch.
Letztendlich ist das mit den Tempolimits aber so eine Sache. Denn
fast 15-mal mehr Unfälle mit allen Folgen passieren unterhalb der
erlaubten Höchstgeschwindigkeit als darüber. Angesichts dieser
Tatsache ist der Wirkungsbereich eines „Blitzmarathons“ als eher
eingeschränkt zu sehen.
zocke“ jedenfalls vom Tisch. Ja, man würde aus rein humanitären Gründen
heraus gerne mal ein bisschen schneller fahren und geblitzt werden, halt für
einen guten Zweck. Das eröffnet dem Spenden ganz neue Dimensionen. Wer
nicht zu schnell fährt, ist demzufolge ein sozialer Geizkragen.
Bis es so weit kommt, ist wahrscheinlich aber noch ein wenig Zeit. Wir schauen weiterhin gebannt auf den Tachometer und versuchen, zumindest im Großen und Ganzen innerhalb der gesteckten Grenzen zu bleiben. Das Gefühl
für Geschwindigkeiten hat der Mensch aus der Evolution heraus nicht mitbekommen, und in 125 Jahren Automobilität konnte man das nicht nachholen.
So versucht man nun mit unkonventionellen Methoden, dem Geschwindigkeitswahn auf die Spur zu kommen. In einem bahnbrechenden Projekt im
Märkischen Kreis (Kennzeichen MK) holen studentische Polizisten nicht
die Schnellfahrer aus dem Verkehr, sondern diejenigen, die nicht zu schnell
gefahren sind. Diese, ganz verunsichert durch die Maßnahme, werden mit
der peinlichen Frage konfrontiert, warum sie denn nicht schneller gefahren
sind als erlaubt. Zumindest haben einige zugegeben, vom Gegenverkehr per
Lichthupe gewarnt worden zu sein …
Zudem gibt es heute, nicht nur zur Warnung vor Radaranlagen, viele kleine Helferlein an Bord, „Fahrerassistenzsysteme“ genannt. Diese halten Geschwindigkeiten und Abstände ein, kontrollieren bisweilen den Zustand der
Augen, oder melden verdächtige Objekte im toten Winkel. Doch wer hat all
diese Zaubergeister gerufen? Wie bei Goethes „Faust“ wird man sie nun nicht
mehr los. Der eine frohlockt, der andere flucht. Am Ende werden auch noch
Fahrprofile aufgenommen und damit Versicherungsprämien festgelegt.
Die Geschwindigkeit legt jeder Autofahrer zu jeder Zeit selbst fest. Die Orientierung an den Vorgaben kann höchst trügerisch sein, man selbst muss
den Überblick behalten. Und man sollte niemals die Beherrschung verlieren,
weder über das Fahrzeug noch über sich selbst!
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Auf dem diesjährigen Verkehrsgerichtstag in Goslar hatte ich die
Ehre, mit dem Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, in dem Format „Nachschlag“ am letzten Tag
über Sinn und Unsinn von Blitzmarathons zu diskutieren. Sehr
schnell ist dann vonseiten des Publikums von Abzocke und Geldschneiderei die Rede. Die berüchtigte Blitzanlage an der A2 am Bielefelder Berg gilt als Synonym für „erfolgreiche“ Geschwindigkeitsüberwachung. In fast fünf Jahren wurden dort über 35 Millionen
Euro „eingeblitzt“. Es mussten sogar eigens neue Mitarbeiter zur
Bewältigung der Knollenflut eingestellt werden.
So kam beim „Nachschlag“ in Goslar auch der Vorschlag auf den
Tisch, die Einnahmen aus Geschwindigkeitsüberschreitungen karitativen Zwecken zukommen zu lassen. Damit wäre das Thema „Ab-
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Wie hartnäckig an den Einnahmen durch Blitzgewitter gehangen
wird, sieht man derzeit auf der viel gescholtenen Autobahnbrücke
der A1 bei Leverkusen über den Rhein. Wer aufmerksam den Baustellenbereich passiert, wird unschwer die Häufung der Blitzanlagen bemerken. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Städte Köln
und Leverkusen die Einnahmen teilen: In Richtung Westen kassiert
Leverkusen, in Richtung Osten Köln. Ein interessanter Wettstreit um
die höheren Einnahmen beginnt. Es geht ja um einen guten Zweck,
denn die Vibrationen durch den Verkehr gefährden die Sanierungsmaßnahmen unterhalb der Fahrbahn.
GASTKOMMENTAR
Ladungssicherung
als effizientes Mittel zur Kostenregulierung
Erst im März dieses Jahres hat die EU erneut verkündet, dass Ladungssicherung bei Kontrollen
von Kleintransportern in Zukunft stärker im Fokus stehen soll. Für ein Unternehmen wie Sortimo eine auf den ersten Blick sehr wertvolle Entscheidung, die ich dennoch skeptisch betrachte.
Wird sich die teilweise gleichgültige Einstellung
zum Thema Ladungssicherung durch die Androhung von verstärkten Kontrollen verändern? Man
muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass
seit einigen Jahren die Ladungssicherung im europäischen Straßenverkehr in Missklang geraten
ist. Ungleiche Regelungen in der EU führen zu unterschiedlichen Anforderungen an die Sicherung
der Güter, die wiederrum zu Missverhältnissen im
Ländervergleich führen. Sinnvolle Regelungen
und Sicherheitsvorkehrungen aus den deutschen
Bestimmungen sind von der EU nicht übernommen worden. Die daraus resultierende Ungleichheit der Normen, Gesetze, Leitfäden und Regeln
führen zu Unmut und letztlich zu Unordnung im
Transporter. Die deutschen Regelungen würden
durchaus auf EU-Ebene Sinn machen.
Dennoch bin ich der Meinung, dass Judikative und
Exekutive allein kein Umdenken erzwingen können. Darum stellt sich für uns als Hersteller von
Fahrzeugeinrichtungen und Ladungssicherungselementen die Frage, wie wir dem Unverständnis
zur Ladungssicherung begegnen können. Uns
bieten sich zwei wertvolle Wege, über die wir die
Ausstattung der Fahrzeuge mit Ladungssicherungselementen und die Sicherung des Transportgutes zum festen Bestandteil des Arbeitsalltages
etablieren möchten: die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte und die Aufklärung über
die Steigerung der Wirtschaftlichkeit im Unternehmen durch ein professionelles Ladungssicherungssystem.
Dabei fragen wir uns nicht nur, was eine Ladungssicherung mindestens imstande zu leisten sein
muss, sondern wie wir eine maximal sichere und
reale Umsetzung für alle Beteiligten so alltagstauglich wie möglich machen können. Wir denken
an alle haftenden Personen, den Flottenmanager,
den Verlader und den Fahrer des Fahrzeuges.
Der Arbeitskreislauf wird durch ein durchdachtes, aber einfach zu handhabendes Ladungssicherungssystem in vielerlei Hinsicht flüssiger.
Einfache Anwendungsmöglichkeiten durch integrierte Sicherung in Fahrzeugeinrichtungen sowie
Boden- und Wandverkleidungen nehmen erstens
das Haftungsrisiko, sparen zweitens kostbare Zeit
und schonen drittens nicht nur Leben, sondern
auch die Transportgüter. Unsere Lösung ist daher
die Optimierung der Arbeitsabläufe durch eine
Einfachheit in der Anwendung unserer Produkte,
die aber eine Komplexität an Möglichkeiten zur
122
Flottenmanagement 2/2014
IMPRESSUM
Herausgeber, Verlag und Redaktion:
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Redaktionsbeirat: Wolfgang Bock, Stephan Faut,
Egon Fortnagel, Claus-Peter Gotta, Burkhardt
Langen, Andreas Nickel, Dieter Prohaska, Christian
Scholz, Sven Schulze, Peter Stamm, Thomas Wagner,
Bernd Wickel
Redaktion:
Julia Rose, Steven Bohg, Sebastian Heuft,
Patrick Broich, Christian Löffler
E-Mail: [email protected]
Sicherung darstellen. Sehr positive Erfahrungen
haben wir mit unseren Fahrzeugeinrichtungen
gemacht, die mit einem integrierten Ladungssicherungssystem ausgestattet sind, sowie mit
einem Ladungssicherungsboden, der es ermöglicht, an sämtlichen Stellen im Fahrzeug unter
Beachtung der Achslastverteilung Verzurrmittel
anzubringen. Scheinbar simple Systeme, die dem
Unternehmen aber gleich mehrere positive ökonomische Effekte auf einmal bescheren.
Diese Lösungen sparen dem Verlader etwa 20 Prozent der Zeit, die er vorher allein mit der komplizierten Sicherung der Güter verbracht hat. Das
können am Tag bis zu 1,5 Stunden sein. Hinzu
kommt die dadurch schonende Beförderung der
Ladung, die Transportschäden minimiert. Dem
Fahrer wird ein sicheres Gefühl gegeben und man
beugt Strafen bei Kontrollen vor, viel wichtiger
aber: Die Unfallquote sinkt. Der Kreislauf setzt
sich in der Minimierung der Versicherungsbeiträge und Senkung von unfallbedingten Ausfällen
fort. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein effizientes Ladungssicherungssystem senkt Arbeitsstunden, Betriebsunfälle, Kosten und führt zu einer
besseren Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.
Ladungssicherung sollte daher für jedes Unternehmen als einfaches und selbstverständliches
Mittel zur Kostenregulierung betrachtet werden
und nicht allein als aufgezwungene Maßnahme
der Regierung. Vor allem können Flottenmanager durch verantwortungsbewusstes Handeln ein
durchgängiges Umdenken bei allen Beteiligten
ermöglichen und die Straßen nachhaltig sicherer
machen.
Reinhold Braun,
Geschäftsführer der Sortimo
International GmbH
Layout:
Lisa Görner, E-Mail: [email protected]
Schlusskorrektur:
Dorit Aurich, Susanne Kassung
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Stefan Buhren, Natalia Ermakova, Lutz Fischer,
Prof. Dr. Michael Schreckenberg
Fotos: Patrick Broich, Steven Bohg, Lizzy Geble,
Sebastian Heuft; 3ddock, aerogondo, Anton
Petukhov, arekmalang, B. Wylezich, benjaminnolte,
Bobo, Coloures-Pic, Gerhard Seybert, interklicks,
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Druckauflage: 31.700 Exemplare
Erscheinungsweise:
Flottenmanagement erscheint 6 x jährlich
Bezugspreise 2014: Einzelheft 4,– Euro
Inland jährlich 20,– Euro (inkl. MwSt.)
Auslandspreise auf Anfrage
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