Weishaupt Ölbrenner WL5/1-B, Ausführung H-2LN

Weishaupt Ölbrenner WL5/1-B, Ausführung H-2LN
manual
Montage- und Betriebsanleitung
Weishaupt Ölbrenner WL5/1-B, Ausführung H-2LN (LowNOx)
83058401 - 1/2003
Konformitätserklärung
nach ISO/IEC Guide 22
Anbieter:
Max Weishaupt GmbH
Anschrift:
Max Weishaupt Straße
D-88475 Schwendi
Produkt:
Typ:
Ölbrenner mit Gebläse
WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Die oben beschriebene Produkte sind konform mit
Dokument-Nr.:
EN 267
EN 292
EN 50 081-1
EN 50 082-1
EN 60 335
Gemäß den Bestimmungen der Richtlinien
MD
PED
LVD
EED
EMC
98/37/EG
97/23/EG
73/23/EWG
92/42/EWG
89/336/EWG
Maschinenrichtlinie
Druckgeräterichtlinie
Niederspannungsrichtlinie
Wirkungsgradrichtlinie
Elektromagnetische
Verträglichkeit
werden diese Produkte wie folgt gekennzeichnet
CE-0036 0280/99
Schwendi
ppa.
Dr. Lück
12.03.2003
ppa.
Denkinger
Die Brenner wurden einer Baumusterprüfung bei einer
unabhängigen Prüfstelle (TÜV Bau und Betriebstechnik
Süddeutschland) unterzogen und durch DIN CERTCO
zertifiziert.
Registrier-Nr. :
5G 936/99
Eine umfassende Qualitätssicherung ist gewährleistet
durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem
nach ISO 9001.
2
Inhalt
1
Grundlegende Hinweise
4
2
Sicherheitshinweise
5
3
Technische Beschreibung
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
3.2 Funktion
6
6
7
4
Montage
4.1 Sicherheitshinweise zur Montage
4.2 Auslieferung, Transport, Lagerung
4.3 Vorbereitungen zur Montage
4.4 Ölversorgung
4.5 Brennermontage
4.6 Elektroanschluss
4.7 Düsenauswahl
9
9
9
9
9
11
12
12
5
Inbetriebnahme und Betrieb
5.1 Sicherheitshinweise zur Erstinbetriebnahme
5.2 Maßnahmen vor der Erstinbetriebnahme
5.3 Erstinbetriebnahme und Einregulierung
5.4 Außerbetriebnahme
5.5 Funktionsablauf und Schaltplan
5.6 Bedienung W-FM 05
13
13
13
14
16
16
18
6
Ursachen und Beseitigung von Störungen
19
7
Wartung
7.1 Sicherheitshinweise zur Wartung
7.2 Wartungsplan
7.3 Düse aus- und einbauen
7.4 Zündelektroden austauschen und einstellen
7.5 Mischeinrichtung einstellen
7.6 Düsenstock aus- und einbauen
7.7 Heizelement und Freigabethermostat aus- und einbauen
7.8 Gehäusedeckel aus- und einbauen und Serviceposition
7.9 Ölpumpe, Motor und Gebläserad aus- und einbauen
7.10 Luftregelgehäuse und Luftklappe reinigen
7.11 Ölpumpenfilter aus- und einbauen
7.12 Interne Sicherung austauschen (W-FM 05)
22
22
22
23
24
25
26
26
27
28
28
29
29
8
Technische Daten
8.1 Brennerausstattung
8.2 Arbeitsfeld
8.3 Zulässige Brennstoffe
8.4 Elektrische Daten
8.5 Zulässige Umgebungsbedingungen
8.6 Abmessungen
8.7 Gewicht
30
30
30
30
30
30
31
31
A
Anhang
Verbrennungskontrolle
Notizen
Stichwortverzeichnis
32
33
34
3
1 Grundlegende Hinweise
Diese Montage- und Betriebsanleitung
• ist fester Bestandteil des Gerätes und muss ständig
am Einsatzort aufbewahrt werden.
•
wendet sich ausschließlich an qualifiziertes
Fachpersonal.
•
enthält die wichtigsten Hinweise für eine sicherheitsgerechte Montage, Inbetriebnahme und Wartung des
Gerätes.
•
ist von allen Personen zu beachten, die am Gerät
arbeiten.
Symbol- und Hinweiserklärung
Dieses Symbol kennzeichnet Hinweise deren
Nichtbeachtung schwere gesundheitsschädliche Auswirkungen, bis hin zu lebensgefährlichen Verletzungen zur Folge haben
GEFAHR kann.
Dieses Symbol kennzeichnet Hinweise deren
Nichtbeachtung zu lebensgefährlichen
Stromschlägen führen kann.
GEFAHR
ACHTUNG
Übergabe und Bedienungsanweisung
Der Lieferant der Feuerungsanlage übergibt dem Betreiber der Anlage spätestens mit Abschluss der Montagearbeiten die Bedienungsanweisung mit dem Hinweis,
diese im Aufstellungsraum des Wärmeerzeugers aufzubewahren. Auf der Bedienungsanweisung ist die Anschrift
und die Rufnummer der nächsten Kundendienststelle einzutragen. Der Betreiber muss darauf hingewiesen werden,
dass die Anlage mindestens -einmal im Jahr- durch einen
Beauftragten der Erstellerfirma oder durch einen anderen
Fachkundigen überprüft werden soll. Um eine regelmäßige
Überprüfung sicherzustellen, empfiehlt -weishaupt- einen
Wartungsvertrag.
Der Lieferant soll den Betreiber spätestens anlässlich der
Übergabe mit der Bedienung der Anlage vertraut machen
und ihn darüber unterrichten, wenn und gegebenenfalls
welche weiteren Abnahmen vor dem Betrieb der Anlage
noch erforderlich sind.
Gewährleistung und Haftung
Gewährleistungs- und Haftungsansprüche bei Personenund Sachschäden sind ausgeschlossen, wenn sie auf eine
oder mehrere der folgenden Ursachen zurückzuführen
sind:
•
•
Dieses Symbol kennzeichnet Hinweise deren
Nichtbeachtung eine Beschädigung oder Zerstörung des Gerätes oder Umweltschäden zur
Folge haben kann.
•
•
•
•
☞
Dieses Symbol kennzeichnet Handlungen,
die Sie durchführen sollen.
1.
2.
3.
Eine Handlungsabfolge mit mehreren
Schritten ist durchnummeriert.
❑
Dieses Symbol fordert Sie zu einer Prüfung
auf.
•
•
•
•
Dieses Symbol kennzeichnet Aufzählungen.
Abkürzungen
Tab.
Tabelle
Kap.
Kapitel
4
•
•
•
•
•
•
Nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Gerätes
Unsachgemäßes Montieren, Inbetriebnehmen,
Bedienen und Warten des Gerätes
Betreiben des Gerätes bei defekten Sicherheits-Einrichtungen oder nicht ordnungsgemäß angebrachten
oder nicht funktionsfähigen Sicherheits- und Schutzvorrichtungen
Nichtbeachten der Hinweise in der Montage- und
Betriebsanleitung
Eigenmächtige bauliche Veränderungen am Gerät
Einbau von Zusatzkomponenten, die nicht gemeinsam
mit dem Gerät geprüft worden sind
Eigenmächtiges Verändern des Gerätes (z.B. Antriebsverhältnisse: Leistung und Drehzahl)
Veränderung des Brennraums durch Brennraumeinsätze, die die konstruktiv festgelegte Ausbildung
der Flamme verhindern
Mangelhafte Überwachung von Geräteteilen, die einem
Verschleiß unterliegen
Unsachgemäß durchgeführte Reparaturen
Höhere Gewalt
Schäden, die durch Weiterbenutzung trotz Auftreten
eines Mangels entstanden sind
Nicht geeignete Brennstoffe
Mängel in den Versorgungsleitungen
Keine Verwendung von -weishaupt- Orginalteilen
2 Sicherheitshinweise
Gefahren im Umgang mit dem Gerät
Weishaupt Produkte sind entsprechend den gültigen
Normen und Richtlinien und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und Leben des
Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen am Gerät
oder an anderen Sachwerten entstehen.
Um Gefahren zu vermeiden darf das Gerät nur benutzt
werden
• für die bestimmungsgemäße Verwendung
• in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
• unter Beachtung aller Hinweise in der Montage- und
Betriebsanleitung
• unter Einhaltung der Inspektions- und Wartungsarbeiten.
Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen können, sind
umgehend zu beseitigen.
Ausbildung des Personals
Nur qualifiziertes Personal darf am Gerät arbeiten.
Qualifiziertes Personal sind Personen, die mit Aufstellung,
Montage, Einregulierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung des Produktes vertraut sind und die zu ihrer Tätigkeit
benötigten Qualifikationen besitzen, wie z.B.:
• Ausbildung, Unterweisung bzw. Berechtigung, Stromkreise und elektrische Geräte gemäß den Normen der
Sicherheitstechnik ein- und auszuschalten, zu erden
und zu kennzeichnen.
Organisatorische Maßnahmen
• Die erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen
sind von jedem zu tragen, der am Gerät arbeitet.
• Alle vorhandenen Sicherheits-Einrichtungen sind regelmäßig zu überprüfen.
Informelle Sicherheits-Maßnahmen
• Zusätzlich zur Montage- und Betriebsanleitung sind die
länderspezifisch geltenden Regeln und Vorschriften zur
Unfallverhütung zu beachten. Insbesondere sind die
einschlägigen Errichtungs- und Sicherheitsvorschriften
(z.B. DIN, VDE) zu beachten.
• Alle Sicherheits- und Gefahrenhinweise am Gerät sind
in lesbarem Zustand zu halten.
Sicherheits-Maßnahmen im Normalbetrieb
• Gerät nur betreiben, wenn alle Schutzeinrichtungen voll
funktionsfähig sind.
• Mindestens einmal pro Jahr das Gerät auf äußerlich
erkennbare Schäden und Funktionsfähigkeit der
Sicherheitseinrichtungen prüfen.
• Je nach Anlagenbedingungen kann auch eine häufigere
Prüfung notwendig sein.
2
Gefahren durch elektrische Energie
• Arbeiten an der elektrischen Versorgung von einer
Elektro-Fachkraft ausführen lassen.
• Die elektrische Ausrüstung des Gerätes im Rahmen
der Wartung prüfen. Lose Verbindungen und defekte
Kabel sofort beseitigen.
• Sind Arbeiten an spannungsführenden Teilen notwendig, ist eine zweite Person hinzuzuziehen, die notfalls
den Hauptschalter ausschaltet.
Wartung und Störungsbeseitigung
• Vorgeschriebene Einstell-, Wartungs- und Inspektionsarbeiten fristgemäß durchführen.
• Betreiber vor Beginn der Wartungsarbeiten informieren.
• Bei allen Wartungs- Inspektions- und Reparaturarbeiten Gerät spannungsfrei schalten und Hauptschalter
gegen unerwartetes Wiedereinschalten sichern,
Brennstoffzufuhr unterbrechen.
• Werden bei Wartungs- und Kontrollarbeiten
Dichtungsverschraubungen geöffnet, sind bei der
Wiedermontage die Dichtflächen gründlich zu säubern
und auf einwandfreie Verbindungen zu achten.
Beschädigte Dichtungen austauschen.
Dichtheitsprüfung durchführen!
• Flammenüberwachungs-Einrichtungen, BegrenzungsEinrichtungen, Stellglieder sowie andere SicherheitsEinrichtungen dürfen nur vom Hersteller oder dessen
Beauftragten instandgesetzt werden.
• Gelöste Schraubverbindungen nach dem Wiederverbinden auf festen Sitz kontrollieren.
• Nach Beendigung der Wartungsarbeiten SicherheitsEinrichtungen auf Funktion prüfen.
Bauliche Veränderungen am Gerät
• Ohne Genehmigung des Herstellers keine Veränderungen, An- oder Umbauten am Gerät vornehmen.
Alle Umbau-Maßnahmen bedürfen einer schriftlichen
Bestätigung der Max Weishaupt GmbH.
• Geräteteile in nicht einwandfreiem Zustand sofort
austauschen.
• Es dürfen keine Zusatzkomponenten eingebaut
werden, die nicht mit dem Gerät zusammen geprüft
worden sind.
• Nur Original -weishaupt- Ersatz- und Verschleißteile
verwenden.
Bei fremdbezogenen Teilen ist nicht gewährleistet,
dass sie beanspruchungs- und sicherheitsgerecht
konstruiert und gefertigt sind.
Veränderung des Brennraumes
• Der Einbau von Brennraumeinsätzen, die nicht zusammen mit dem Gerät geprüft wurden, kann die Sicherheit
und Funktion negativ beeinflussen.
Für daraus entstandene Schäden wird keine Gewährleistung und Haftung übernommen
Reinigen des Gerätes und Entsorgung
• Verwendete Stoffe und Materialien sach- und umweltgerecht handhaben und entsorgen.
5
3 Technische Beschreibung
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Weishaupt Ölbrenner WL5 ist geeignet:
• für den Anbau an Wärmeerzeuger nach EN 226 und
EN303-2 bzw. DIN4702-1
• für Warmwasseranlagen bei intermittierenden Betrieb
und Dauerbetrieb (Feuerungsmanager schaltet einmal
innerhalb 24h ab)
Eine darüber hinausgehende Verwendung ist nur mit
schriftlicher Zustimmung der Max Weishaupt GmbH
zulässig.
• Der Brenner darf nur mit Heizöl DIN 51603-1, Heizöl
EL nach ÖNORM-C1109 oder Standard-Heizöl, EuroQualität nach SN 181 160-2 bzw. vorzugsweise ÖkoHeizöl, CH-Qualität nach SN 181 1602 betrieben
werden.
• Zulässige Umgebungsbedingungen siehe Kap. 8.5
• Der Brenner darf nicht im Freien betrieben werden.
Er ist nur für den Betrieb in geschlossenen Räumen
geeignet.
• Der Brenner darf nicht außerhalb des Arbeitsfeldes
betrieben werden (Arbeitsfeld siehe Kap. 8.2).
• Für eine emissionsarme Verbrennung empfiehlt sich ein
Wärmeerzeuger mit Abgasführung nach dem Dreizugprinzip sowie Feuerraumabmessungen nach EN 267.
6
Typenschlüssel:
Typ
W L 5 /1 -B, Ausf. H-2LN
H = Düsenstock beheizt
2LN = Low Nox
Konstruktionsstand
Leistungsgröße
Baugröße
L = Heizöl EL
Weishaupt Brenner Typenreihe W
Hinweis
Der Brenner ist in der freien Kombination nicht
voreingestellt.
3
3.2 Funktion
Brennerart
• Vollautomatischer Ölzerstäubungs-Brenner mit Gebläse.
• Einstufige Betriebsweise
Programmablauf
Wärmeanforderung durch den Kesselregler:
• Gebläseanlauf - Vorbelüftung des Feuerraumes,
Zündung
• Brennstofffreigabe – Magnetventil öffnet
• Flammenbildung
Digitaler Feuerungsmanager
Merkmale:
• Schutz durch interne Gerätesicherung
• steuert und überwacht alle Brennerfunktionen
• Sicherheit durch 2 Mikroprozessoren
(gegenseitige Überwachung)
• Daten BUS-Anschluss (eBUS)
• Signallampe zur Anzeige der Betriebszustände
(vgl. auch Kap. 6):
grün
Brennerbetrieb
grün blinkend
Brennerbetrieb mit schwacher
Belichtung
orange
Brennerstart, interne Geräteprüfung
orange blinkend
Zündphase
rot
Brennerstörung
orange/rot blinkend
Unterspannung oder interne
Sicherung defekt
grün/rot blinkend
Fremdlicht (nach ca. 24 sek.
erfolgt eine Störabschaltung)
2x rot/orange blinkend Überspannung
dann kurze Pause
rot blinkend
Kontakt im Stellantrieb nicht
geschlossen
rot flimmernd
optische Datenübertragung
(nicht genutzt)
Regelabschaltung:
• Magnetventil schließt.
• Nachbelüftung des Feuerraumes
• Brenner schaltet ab
Funktionsschema
1
2
3
1 Magnetventil, stromlos geschlossen
2 Düsenkopf mit Schnellschlussventil und einer Düse
3 Ölpumpe mit einem angebautem Magnetventil
Luftregelung, Elektromotorischer Stellantrieb
• Bei Brennerstillstand schließt die Luftklappe automatisch um die Auskühlung des Wärmeerzeugers zu
reduzieren.
• Über eine Einstellschraube stellen Sie die erforderliche
Luftklappenposition ein.
Düsenstock
• Der gesamte Öldurchsatz erfolgt über eine Düse.
• Über eine Einstellschraube stellen Sie die erforderliche
Stauscheibenposition ein.
• Ölvorwärmung und Schnellschlussventil der Düse
Düsenstock mit Ölvorwärmung
Freigabethermostat
Wärmetauscher
Ventilsitzbuchse
Düse
Filter
Vorlaufleitung
Rücklaufleitung
Ventilkolben
(Schnellschlussventil)
7
3
Ölpumpe AL30C
• Pumpe für Heizöl EL
• eingebautes Druckregelventil
• ein Magnetventil 5; stromlos geschlossen
• Umleitstopfen zur Umstellung von
Zweistrang- auf Einstrangsystem
Ölpumpe AL30C
5
Technische Daten:
Druckbereich der Pumpe ___________________8…15 bar
Förderleistung _______________________________40 l/h
Werkseinstellung ____________________________10 bar
4
6
Entlüftung
Die Pumpen entlüften im Zweistrangsystem selbsttätig.
Im Einstrangsystem ist ein selbstständiges Entlüften nur in
Verbindung mit einem automatischen Entlüfter möglich.
7
Ölschläuche
Technische Daten:
Druckklasse A
DIN 4798-1
DN ____________________________________________ 4
Länge ______________________________________ 1200
Anschluss* Pumpenseite _____________________ G 1/8”
Anschlussnippel Installationsseite ______________ G 3/8”
Nenndruck _____________________________ PN = 10 bar
Prüfdruck ______________________________ PP = 15 bar
Betriebstemperatur _______________________ TB = 70°C
8
* Rohrstutzen 6x1 mit Überwurfmutter M10x1
Einstrangbetrieb
Für den Betrieb des Brenners an Einstrangsystemen, ist
vor der Pumpe ein automatischer Entlüfter zu installieren.
Bei der Montage auf korrekten Anschluss der Vor- und
Rücklaufleitung achten.
Vor- und Rücklaufanschluss nicht vertauschen,
da dies zu Schäden an der Pumpe bzw. am
automatischen Entlüfter führen kann.
ACHTUNG
8
3
8
2
1
2
3
4
5
6
7
8
Rücklaufanschluss
Ansauganschluss
Düsenzulauf
Anschluss-Manometer G 1/8”
Magnetventil (stromlos geschlossen)
Druckregulierschraube
Anschluss-Vakuum-meter G 1/8”
Leckölleitung
Einstrangbetrieb
4 Montage
4
4.1 Sicherheitshinweise zur Montage
Anlage spannungslos schalten
Vor Beginn der Montagearbeiten
Haupt- und Gefahrenschalter ausschalten.
GEFAHR
Die Nichtbeachtung kann zu Stromschlägen
führen. Schwere Verletzungen oder Tod
können die Folge sein.
4.2 Auslieferung, Transport, Lagerung
Lieferung prüfen
Prüfen Sie die Lieferung auf Transportschäden. Ist die
Lieferung beschädigt, melden Sie dies dem Lieferant.
Lagerung
Beachten Sie die zulässige Umgebungstemperatur bei
Lagerung (siehe Kap. 8.5)
Transport
Transportgewichte siehe Kap. 8.7.
4.3 Vorbereitungen zur Montage
Typenschild prüfen
❏ Die Leistung des Brenners muss im Leistungsbereich
des Wärmeerzeugers liegen, hierbei ist der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers zu beachten.
Die Leistungsangaben auf dem Typenschild beziehen
sich auf die minimal und maximal mögliche Feuerungswärmeleistung des Brenners; siehe Arbeitsfeld
Kap. 8.2.
Platzbedarf
Brennerabmessungen siehe Kap. 8.6.
4.4 Ölversorgung
Die Betriebssicherheit der Ölfeuerungsanlage ist nur gewährleistet, wenn die Installation der Ölversorgung sorgfältig ausgeführt wurde. Die Errichtung und Ausführung
der Anlage hat nach länderspezifischen sowie nach örtlichen Vorschriften zu erfolgen.
Beachten Sie:
• Kein Kathodenschutzsystem bei Stahltanks einsetzen.
• Richtigen Rohrleitungsquerschnitt auswählen.
• Rohrleitungen mit möglichst wenigen Verschraubungen verlegen.
• Verschraubungen müssen dicht sein.
• Scharfe Biegungen vermeiden.
• Einfluss der Saugleitungslänge beachten.
• Druckverluste des Filters und anderer Einbauten.
• Höhenunterschied (H) zwischen niedrigstem Ölstand
im Öllagerbehälter und der Ölpumpe max. 3,5 m.
• Öllagerbehälter und Rohrleitungen im Freien und frostgefährdeten Zonen vermeiden.
Bei Öltemperaturen < 0°C können durch Paraffinausscheidungen Leitungen, Ölfilter und Düsen verstopfen.
•
•
•
Max. Zulaufdruck am Ölfilter: < 1,5 bar
Max. Zulaufdruck am automatischen Entlüfter
(nur bei Einstrangsystemen): < 0,7 bar
Max. Ansaugvakuum an der Pumpe: < 0,4 bar
Bei Ansaugvakuum > 0,4 bar kann die Pumpe
beschädigt werden.
ACHTUNG
•
•
•
Ölleitungen soweit an den Brenner heranführen, dass
die Ölschläuche zugentlastet angeschlossen werden
können.
Ölfilter vor der Pumpe einbauen
(Empfehlung Maschenweite: ≤70µ).
Nach der Montage der Ölleitungen, Druckprüfung der
Leitung durchführen.
Der Brenner darf bei der Prüfung nicht angeschlossen
werden!
9
4
Prinzipdarstellung der Ölversorgung (nicht vollständig)
Beachten Sie bei höherliegendem Ölspiegel gegenüber dem Brenner:
Je nach örtlicher Vorschrift ist der zusätzliche Einbau einer
Antiheber-Einrichtung in der Zulaufleitung erforderlich.
Bei Verwendung von Antiheberventilen ist der Druckverlust über das Ventil nach Herstellerangaben zu
berücksichtigen.
➁
➀
+H
max. 3,5 m
max. 3,5 m
-weishaupt- empfiehlt den Einbau eines Magnetventils 2
in der Zulaufleitung. Das Magnetventil muss verzögert
schließen und eine Druckentlastung in Richtung Öllagerbehälter aufweisen.
Ansteuerung des Magnetventils siehe Kap. 5.5.
max. 20 m
max. 4,6 m
max. 8 m
max. 4,6 m
➁
–H
–H
➂
➂
Ringleitungsbetrieb
Bei mehreren Brennern oder größeren Entfernungen
empfiehlt -weishaupt- die Ölversorgung als Ringleitung
auszuführen. Installations- und Funktionsschema für
Ringleitungsbetrieb siehe Technische Arbeitsblätter.
Einstrangsystem
Ölförderpumpe
Wird das zulässige Ansaugvakuum der Ölpumpe überschritten muss eine Ölförderpumpe eingesetzt werden.
Beachten Sie:
• Maximaler Zulaufdruck von 1,5 bar am Ölfilter des
Brenners. Im Einstrangbetrieb max 0,7 bar am automatischen Entlüfter.
• Ansteuerung der Ölförderpumpe in der Regel mit der
Wärmeanforderung des Brenners.
➀
+H
Zweistrangsystem
➀ Ölpumpe am Brenner
➁ Magnetventil (verzögernd schließend)
bzw. Antiheberventil
➂ Öllagerbehälter
Rohrleitungslänge abhängig von:
• Höhenunterschied (H) zwischen Ölpumpe und Tank
• Öldurchsatz bzw. Pumpentyp
• Rohrleitungsdurchmesser (DN)
Bei der folgenden Auswahltabelle des Rohrleitungsdurchmessers sind die Druckverluste der zusätzlichen Einbauten
nicht berücksichtigt.
Einstrangsystem
Öldurchsatz
[kg/h]
DN
H [m]
[mm] 4,0
bis 2,5
4
6
8
2,5 bis 6,3
4
6
8
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
0
-0,5
-1,0
-1,5
-2,0
-2,5
- 3,0
-3,5
93
100
100
90
100
100
87
100
100
83
100
100
77
100
100
72
100
100
66
100
100
60
100
100
55
100
100
49
100
100
43
100
100
38
100
100
32
100
100
26
100
100
21
94
100
14
85
100
44
100
100
41
100
100
39
100
100
36
100
100
34
100
100
31
100
100
29
100
100
26
100
100
24
100
100
21
100
100
19
93
100
16
84
100
13
71
100
11
59
100
8
33
100
6
20
100
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
0
-0,5
-1,0
-1,5
-2,0
-2,5
-3,0
-3 ,5
24
77
100
23
73
100
22
68
100
20
64
100
19
60
100
18
55
100
16
51
100
15
47
100
13
42
100
12
38
93
11
32
82
9
27
67
8
21
53
6
15
38
5
9
24
Zweistrangsystem
Pumpe
AL30C
10
DN
H [m]
[mm] 4,0
6
8
10
26
88
100
4
4.5 Brennermontage
Wärmeerzeuger vorbereiten
Das Bild zeigt ein Ausmauerungsbeispiel für Wärmeerzeuger ohne gekühlte Vorderwand. Die Stärke der Ausmauerung darf die Flammkopfvorderkante nicht überragen.
Die Ausmauerung darf jedoch konisch (≥60°) verlaufen.
Bei Wärmeerzeugern mit wassergekühlter Vorderwand
kann die Ausmauerung entfallen, sofern der Kesselhersteller keine anderen Angaben macht.
Maße in mm
d1 d2 d3
80
d4
d5
d6
I1
I6
Ausmauerung und Bohrbild
Ausmauerung
d4
d2
Flanschdichtung
Luftspalt mit nicht
brennbarem elastischem Isolationsmaterial ausfüllen
(nicht ausmauern)
d1 d6 d5
d3
I1
I6
M8 130…150 110 120 100 135 206…231
Montageschritte 1 bis 7
4
1
2
5
3
6
7
Beim Einbau der Düse und Stauscheibe beachten:
• Düsenauswahl siehe Kap. 4.7
• Abstand Düse – Stauscheibe siehe Kap. 7.5
• Einstellung Zündelektroden siehe Kap 7.4
Hinweis
Düsenwechsel gemäß Kap. 7.3 durchführen.
ACHTUNG
Ölschläuche montieren
Durch falsch angeschlossene Ölschläuche
kann die Ölpumpe trockenlaufen und dabei
beschädigt werden.
Beachten Sie beim Anschließen die Pfeilmarkierungen für Vor- und Rücklauf an der
Ölpumpe und am Ölfilter.
Ölschläuche so verlegen, dass sie nicht
geknickt werden und zugentlastet sind.
GEFAHR
Verbrennungsgefahr
Bestimmte Bauteile des Brenners (z.B.
Flammrohr, Brennerflansch, etc.) erwärmen
sich bei Betrieb. Vor Berührung und bei
Servicearbeiten auskühlen lassen.
Brennermontage 180° gedreht
Der Brenner kann auch um 180° gedreht montiert werden.
Dazu muss jedoch die Ölleitung ausgetauscht werden.
(Ölleitungen als Zubehör erhältlich)
☞ Stehbolzen im Brennerflansch in die
jeweils nebenliegende Gewindebohrung umsetzen
☞ Ölpumpe um 180° drehen und neue
Ölleitungen (Zubehör) einsetzen.
☞ Stauscheibe so drehen, dass Zündelektroden oben
angeordnet sind.
11
4
4.6 Elektroanschluss
☞ Polung des Anschlusssteckers prüfen.
Schaltplan siehe Kap. 5.5.
Elektroanschluss
☞ Anschluss an die Spannungsversorgung nach dem für
den Gerätetyp gültigen Schaltplan vornehmen.
Hinweis für Österreich
Vor dem Brenner müssen Einrichtungen zur Trennung eingesetzt werden. Mindestens 3 mm Kontaktabstand;
allpolig wirkend.
Möglich sind:
• Schalter (ohne Mikrokontakte);
mit Trennungseigenschaft
• Leistungsschutzschalter
• Schütze
• Schraubsicherungen bei eindeutig erkennbarer
Zuordnung.
4.7 Düsenauswahl
WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Düsenauswahltabelle
Düsenfabrikat
Charakteristik
Düsengröße
(USgph)**
9 bar
kW kg/h
10 bar
kW kg/h
11 bar
kW kg/h
Fluidics
Fluidics
Danfoss
45° HF 1
60° HF 2
60° LH
0,4
0,45
0,50
0,55
–
–
16,7 1,4
19,0 1,6
21,4 1,8
–
–
17,9 1,5
20,2 1,7
22,6 1,9
16,7
19,0
21,4
23,2
1,4
1,6
1,8
2,0
0,6
0,65
0,75
0,85
22,6
24,9
28,6
32,1
23,2
26,2
29,8
34,5
24,9
27,4
30,9
37,03
2,1
2,3
2,6
3,13
1 Empfehlung: bis Düsengröße 0,60
2 Empfehlung: ab Düsengröße 0,65
Hinweis
Abhängig von der Feuerraumgeometrie, kann
der Einsatz einer 60° HF Fluidics-Düse die
Flammenstabilität verbessern.
Umrechnung von der Feuerungswärmeleistung in [kW]
auf den Öldurchsatz in [kg/h]:
Öldurchsatz [kg/h] = Feuerungswärmeleistung [kW] /11,9
Zerstäubungsdruck
Empfohlener Pumpendruck :
Werkseinstellung :
9…10…11 bar
10 bar
Beispiel einer Düsenauswahl
Geforderte Feuerungswärmeleistung QF = 26 kW
ergibt einen Gesamtöldurchsatz :
26 / 11,9 ≈ 2,2 kg/h
Die Düsenauswahl ergibt unter Berücksichtigung des
empfohlenen Pumpendrucks:
10 bar / 2,2 kg/h (26,2 kW)
12
Düsengröße 0,65 gph
1,9
2,1
2,4
2,7
2,0
2,2
2,5
2,9
** bezogen auf 7 bar
Die Tabelle basiert auf Angaben der Düsenhersteller.
Sprühcharakteristik und Sprühwinkel ändern sich in
Abhängigkeit vom Zerstäubungsdruck.
3 Auf Grund der Düsen-Durchsatztoleranz und Leitungsverlusten kann ein Pumpendruck von 11,5 bar erforderlich sein.
5 Inbetriebnahme und Betrieb
5
5.1 Sicherheitshinweise zur Erstinbetriebnahme
Die Erstinbetriebnahme der Feuerungsanlage darf nur
vom Ersteller, Hersteller oder einem anderen von diesen
benannten Fachkundigen durchgeführt werden. Dabei
sind alle Regel-, Steuer- und Sicherheitseinrichtungen auf
ihre Funktion und – soweit Verstellung möglich – auf ihre
richtigen Einstellung zu prüfen.
Außerdem müssen die ordnungsgemäße Absicherung der
Stromkreise und die Maßnahmen für Berührungsschutz
von elektrischen Einrichtungen und der gesamten Verdrahtung geprüft werden.
5.2 Maßnahmen vor der Erstinbetriebnahme
Saugleitung entlüften
Vor der Erstinbetriebnahme muss die Saugleitung vollständig mit Öl gefüllt und entlüftet
sein.
Es kann sonst durch Trockenlauf zum
ACHTUNG Blockieren der Pumpe kommen.
☞ Entlüftung von Hand mittels Saugpumpe
durchführen.
Druckmessgerät (Gebläsedruck vor Mischeinrichtung)
Druckmessgerät 1 anschließen
Zur Messung des Gebläsedruckes vor der Mischeinrichtung während der Einregulierung.
Amperemeter 2 anschließen
Zur Messung des Überwachungstromes während der
Einregulierung (Prüfadapter Nr. 13 verwenden;
Bestell-Nr. 240 050 12 04/2).
Ansprechgrenze für Fremdlicht: ________________ <15µA
Ansprechgrenze für Betrieb:___________________ >30µA
empfohlener Überwachungsstrombereich: ____ 50 - 100µA
max. erreichbarer Fühlerstrom: ______________ ca. 120µA
Druckmessgeräte an der Ölpumpe anschließen
1. Manometer anschließen (siehe Kap. 3.2).
2. Vakuummeter anschließen (siehe Kap. 3.2).
Checkliste zur Erstinbetriebnahme
❏ Wärmeerzeuger muss betriebsbereit montiert sein.
❏ Betriebsvorschriften des Wärmeerzeugers müssen
beachtet werden.
❏ Elektrische Anschlüsse müssen korrekt ausgeführt
sein.
❏ Wärmeerzeuger und Heizsystem müssen ausreichend
mit Medium gefüllt sein.
❏ Abgaswege müssen frei sein.
❏ Frischluftzufuhr muss ausreichend vorhanden sein.
❏ Normgerechte Messstelle zur Abgasmessung muss
vorhanden sein.
❏ Darauf achten, dass der Wärmeerzeuger und die
Abgasstrecke bis zur Messöffnung dicht sind, so dass
keine Fremdluft die Messergebnisse verfälscht.
❏ Wassermangelsicherung muss richtig eingestellt sein.
2
1
Druckmessgerät an der Ölpumpe (zur Inbetriebnahme)
❏ Temperaturregler, Druckregler und SicherheitsBegrenzungs-Einrichtungen müssen in Betriebsstellung geschlossen sein.
❏ Wärmeabnahme muss sichergestellt sein.
❏ Brennstoffführende Leitungen müssen entlüftet sein
(Luftfreiheit).
❑ Richtige Düse muss eingesetzt sein und auf festen
Sitz kontrolliert werden (siehe Kap. 4.7).
❑ Abstand Stauscheibe – Düse muss korrekt eingestellt
sein (siehe Kap. 7.5).
❑ Zündelektroden müssen korrekt eingestellt sein
(siehe Kap. 7.4).
Hinweis
Weitere anlagenbedingte Prüfungen können
notwendig sein. Beachten Sie hierzu die
Betriebsvorschriften der einzelnen Anlagenkomponenten.
13
5
5.3 Erstinbetriebnahme und Einregulierung
Grundeinstellwerte Stauscheibe und Luftklappe
Mit den Skalenwerten für die Einstellung der Stauscheibe
und der Luftklappe kann der Brenner für die Erstinbetriebnahme voreingestellt werden. Die Einstellwerte basieren
auf dem maximalen Feuerraumwiderstand nach EN 303
und müssen zur Verbrennungsoptimierung dem jeweiligen
Feuerraumwiderstand angepasst werden.
Im Allgemeinen sind mit der Voreinstellung CO2-Werte
zwischen 12,0% und 13,0% erreichbar. Die Voreinstellung ersetzt nicht die notwendige Abgasmessung bzw.
die Verbrennungsoptimierung!
Stauscheibe einstellen
Grundeinstellwerte Stauscheibe WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Einstellschraube
Stauscheibenstellung X [mm]
Anzeigebolzen
Hinweis
kW
Feuerungswärmeleistung ist abhängig von der
eingesetzten Düse (siehe Kap. 4.7)!
9
8
7
6
5
4
3
2
16
kg/h
18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40
1,4 1,6
1,8
2
2,2 2,4 2,6 2,8
3
3,2
Feuerungswärmeleistung
Stauscheibe einstellen
Einstellschraube drehen bis Skala am Anzeigebolzen den
Voreinstellwert anzeigt.
Beispiel Stauscheibeneinstellung
Feuerungswärmeleistung QF
bei 10 bar Pupendruck:
26,2 kW
Hinweis
Daraus ergibt sich eine
Stauscheibenstellung von ca.:
5,5 mm
Stauscheibeneinstellungen kleiner 2mm sind
zu vermeiden.
Luftklappe einstellen am Stellantrieb
Grundeinstellwerte Luftklappe WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Luftklappenstellung
9
kW
kg/h
8
7
6
5
4
3
2
16
18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40
1,4 1,6
1,8
2
2,2 2,4 2,6 2,8
3
3,2
Feuerungswärmeleistung
Beispiel Luftklappeneinstellung
Feuerungswärmeleistung QF
bei 10 bar Pupendruck:
Daraus ergibt sich eine
Luftklappenstellung von ca.:
14
26,2 kW
5,2
5
Richtwerte Druck vor der Mischeinrichtung
Druck [mbar]
Richtwerte für Gebläsedruck vor der Mischeinrichtung
Ist der Brenner für die Erstinbetriebnahme nach den in
den Diagrammen angegebenen Einstellwerten eingestellt,
ergeben sich je nach Feuerraumdruckverhältnissen des
Wärmeerzeugers die im Diagramm angegebenen Richtwerte für den Druck vor der Mischeinrichtung.
4,4
4,2
4,0
3,8
3,6
3,4
3,2
3,0
kW 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40
kg/h
Inbetriebnahme
❏ Richtige Öldüse muss eingesetzt und angezogen sein.
❏ Stellantrieb und Stauscheibe müssen entsprechend
der gewünschten Feuerungswärmeleistung voreingestellt sein.
❏ Wärmeanforderung durch den Kesselregler muss vorhanden sein.
GEFAHR
GEFAHR
Verpuffungsgefahr!
CO-Bildung durch falsche Brennereinstellung.
CO-Emission prüfen und Rußmessung durchführen.
Bei CO- bzw. Rußbildung Verbrennungswerte
optimieren. CO-Anteil sollte 50 ppm nicht
überschreiten. Rußzahl <1.
1,4 1,6
1,8
2 2,2 2,4 2,6 2,8
Feuerungswärmeleistung
3
3,2
Verbrennungsoptimierung
• Pressung und Mischgeschwindigkeit erhöhen:
☞ Einstellschraube der Stauscheibe nach links (-)
drehen.
Stauscheibenabstand wird verringert.
☞ Um den dadurch verringerten Luftüberschuss zu
korrigieren, Luftklappenöffnungswinkel vergrößern.
• Bei Dreizugkessel oder bei Flammenunterkühlung bzw.
zu hohen CO-Werten:
☞ Flammkopfaufsatz zurückschieben.
Flammkopfaufsatz einstellen
Schrauben lösen
Einstellung durch Drehen verändern
Verbrennungsgefahr!
Bestimmte Bauteile des Brenners (z.B.
Flammrohr, Brennerflansch, etc.) erwärmen
sich bei Betrieb. Vor Berührung und bei
Servicearbeiten auskühlen lassen.
☞ Spannungsversorgung zum Brenner herstellen.
Haupt- und Gefahrenschalter EIN.
Brenner startet entsprechend Funktionsablauf (siehe
Kap. 5.5).
☞ Pumpendruck einstellen.
☞ Luftvoreinstellung anhand der Verbrennungswerte
optimieren.
☞ Luftüberschuss unter Beachtung des Druckes vor
der Mischeinrichtung einstellen (siehe Diagramm).
• Druckseitig über Stauscheibenposition
• Saugseitig über Öffnungswinkel der Luftklappe
☞ Verbrennungskontrolle durchführen (siehe Anhang).
Möglichkeiten der Stabilitätsverbesserung
• Mischgeschwindigkeit an der Stauscheibe reduzieren:
☞ Einstellschraube der Stauscheibe nach rechts (+)
drehen. Stauscheibenabstand wird vergrößert.
☞ Um den dadurch vergrößerten Luftüberschuss zu
korrigieren, Luftklappenöffnungswinkel verkleinern.
• Nächst kleinere Düse einsetzen und Pumpendruck
erhöhen.
• Düsenfabrikat wechseln.
Hinweis
Nach jedem Eingriff Verbrennungswerte
kontrollieren und ggf. Einstellung korrigieren
(siehe Anhang Verbrennungskontrolle).
Abschließende Arbeiten
Druckmessgeräte wie Manometer und
Vakuummeter können bei Dauerbelastung
beschädigt werden. Dadurch kann Öl
unkontrolliert austreten.
GEFAHR Nach der Einregulierung Druckmessgeräte
entfernen. Anschlussstellen verschließen.
☞ Überwachungsstrom messen und protokollieren
☞ Messergebnisse der Abgasmessung in der
Inspektionskarte eintragen.
☞ Sichtprüfung der Anlage und Ölleitungen auf Dichtheit.
☞ Brennerhaube am Brenner montieren
☞ Betreiber über die Bedienung der Anlage informieren.
15
5
5.4 Außerbetriebnahme
Bei kurzen Betriebsunterbrechungen
(z.B Schornsteinreinigung usw.):
☞ Haupt- und Gefahrenschalter für Brenner ausschalten.
Bei längeren Betriebsunterbrechungen:
☞ Haupt- und Gefahrenschalter für Brenner ausschalten.
☞ Brennstoff-Absperrorgane schließen.
5.5 Funktionsablauf und Schaltplan
Funktionsablauf-Diagramm WL5/1-B, Ausf. H-2LN
A1
Signallampe
W-FM05
L N
T1 T2
11
12
ϑP
ϑP
ϑ
F2
F3
S22
2
3
4
5
6
13
S3 B4
B1
S1
F1
16 A
M
M
E1
S2
1
M1
L N
230V 1,N 50Hz
Start mit Flammenbildung
EIN
TI
TH
T1
Y1
Y4
H1 H2
Legende
A1 Feuerungsmanager W-FM05
B1 Flammenfühler
E1 Heizelement
F1 Sicherung
F2 Temperatur-/Druckbegrenzer
F3 Temperatur-/Druckregler
H1 Kontrolllampe Störung
H2 Kontrolllampe Betrieb
M1 Brennermotor
S1 Hauptschalter
S2 Stellantrieb
S22 Temperaturschalter
T1 Zündgerät
Y1 Magnetventil
Y4 Magnetventil zusätzlich
(Option)
TV
Betrieb
AUS
TS
TN
Start ohne Flammenbildung
EIN
TI
TH
Symbole
Spannung liegt an
Flammensignal vorhanden
Stromrichtungspfeil
TV
Störung
TS
Flammensignal bei Brennerstart
EIN
Störung
TI
TH
TV
Signallampe
Start = orange
Zündphase = orange blinkend
Brennerbetrieb = grün
Störung = rot
Flammenausfall bei Betrieb
EIN
TI
TH
TV
Betrieb
Flammenausfall
Wiederanlauf
Betrieb
TS
TV
TS
Schaltzeiten
Initialisierungszeit TI:
1 Sek.
18 Sek.
Vorbelüftungszeit TV:
Sicherheitszeit TS:
4 Sek.
4 Sek.
Nachbelüftungszeit TN:
Heizzeit TH je nach Ausgangstemperatur
des Heizöles
16
N
h
H2 P1
B4
Y6
I
Schutzerdung oder
Nullung nach örtlichen
Vorschriften
230V 1,N,PE 50/60Hz
B1
C1
E1
F1
F2
F3
F7
H1
H2
M1
ϑ
S22
Feuerungsmanager
sind Sicherheitsgeräte
Nicht öffnen!
C1
M
~
X3:12
Feuerungsmanager W-FM05
mit Steckeranschluss
Flammenfühler
Motorkondensator
Heizelement
externe Sicherung (max.16A träge)
Temperatur- oder Druckbegrenzer
Temperatur- oder Druckregler
interne Sicherung (max. 6,3A träge)
Kontrolllampe Störung
Kontrolllampe Betrieb
Brennermotor
M
~
X3:3
M1
K2
E1
K3
X3:4
P1
P11
S1
S2
S22
T1
X3
X5
X6
Y1
Y4
Y6
Y1
h P11
X3:6
X3:13
Vom Schaltplan abweichende
Installationen sind nicht zulässig
B1
X3:5
Betriebsstundenzähler (Option)
Betriebsstundenzähler (Option)
Betriebsschalter
Fernentriegelung
Temperaturschalter am Heizelement
Zündgerät
Stecker-Konsole
Leiterplatten-Direktstecker
Anschlussstecker Brenner
Magnetventil
Antiheberventil/Tankventil (Option)
Stellantrieb Luftklappe
GEFAHR
T1
K2
X6
Y4
5
4
6
3
2
12
11
13
X3:
X5:1
S2
BusSchnittstelle
Max.
16A
A1
H1
S3
F1
T2
K1
GEFAHR
T1
K3
X3:2
S1
P
ϑ
P
F3
L PE N
L
ϑ
X6
F2
F7
A1
W-FM05
F7
5
Schaltplan WL5/1-B, Ausf. H-2LN
W-FM05
17
X3:11
5
5.6 Bedienung W-FM 05
Funktion
Die im W-FM 05 integrierte Entstörtaste mit Signallampe
erfüllt folgende Funktionen:
• Entriegelung bei Brennerstörung.
• Übermittlung eines optischen Diagnosecodes
(siehe Kap. 6).
• optische Datenübertragung (nicht genutzt).
Abhängig von der Ausgangssituation (Brennerbetrieb oder
Brennerstörung) muss der Leuchttaster 1 Sekunde bzw.
5 Sekunden lang betätigt werden um die gewünschte
Funktion zu starten.
Brennerbetrieb ➱ Abschaltung
grün
orange
Versehentliches Betätigen des Tasters unter 1 Sekunde:
Meldung erlischt, Manager bleibt in Verriegelung.
ACHTUNG
Entstörtaste nur bis zum Überwinden des
spürbarem Schaltpunktes leicht drücken.
Durch gewaltsames Drücken kann der
Feuerungsmanager beschädigt werden.
Brennerstörung ➱ Entriegelung
grün
rot
~ 1 sec.
Ein
~ 1 sec.
Ein
Aus
Brennerstörung ➱ Diagnosecode EIN
rot
orange
Aus
18
Zuordnung Diagnosecode siehe Kap. 6
Ein
Brennerstörung ➱ Diagnosecode AUS
rot blinkend *
rot blinkend *
orange grün
~ 1 sec.
~ 5 sec.
*
orange grün
Aus
Ein
6 Ursachen und Beseitigung von Störungen
Der Brenner wird entweder außer Betrieb in Störstellung
verriegelt vorgefunden (Signallampe leuchtet rot) oder der
Brennerbetrieb wird verhindert (Signallampe blinkt
orange/rot bzw. grün/rot).
ACHTUNG
Bei Störungen müssen zuerst die grundsätzlichen
Voraussetzungen zum ordnungsgemäßen Betrieb
kontrolliert werden.
❏ Ist Spannung vorhanden?
❏ Ist Heizöl im Tank?
❏ Sind alle Regelgeräte für Raum- und Kesseltemperatur, Wassermangelschalter, Endschalter usw.
richtig eingestellt?
Wird festgestellt, dass die Störungsursache nicht an den
o.g. Voraussetzungen liegt, so müssen die mit dem Brenner zusammenhängenden Funktionen geprüft werden.
GEFAHR
6
Um Schäden an der Anlage zu vermeiden,
nicht mehr als 2 Entstörungen hintereinander
durchführen.
Geht der Brenner ein 3. Mal auf Störung:
Störungsursache beseitigen.
Die Beseitigung der Störung darf nur von
qualifiziertem Personal mit den
entsprechenden Fachkenntnissen
durchgeführt werden.
Entstören: mit Diagnosecodeausgabe (vgl. Kap. 5.6):
Ab Eintritt einer Störung Fehler-Analysezeit
von ca. 5 Sek. abwarten, dann Entstörtaste
solange gedrückt halten, bis die Signallampe
auf orange umschaltet (ca. 5 Sek.), Blinkcode
erfassen, anschließend Taste zur Entstörung
ca. 1 Sekunde lang drücken.
ohne Diagnosecodeausgabe:
Entstörtaste solange leicht gedrückt halten
(ca. 1 Sekunde), bis rote Lampe erlischt.
Beobachtung
Feuerungsmanager W-FM05
Signallampe
aus
rot
Ursache
keine Wärmeanforderung oder keine
Stromversorgung
Störung
Diagnosecode zum Eingrenzen des
Störgrundes: (Entstörtaste ca. 5 Sek.
lang betätigen)
2 x blinken
4 x blinken
7 x blinken
10 x blinken
10 min. orange dann rot
Beseitigung
8 x blinken
keine Flamme Ende Sicherheitszeit
Flammenvortäuschung/Fremdlicht
4 x Flammenausfall innerhalb
einer Betriebsphase
keine eindeutige Fehlerzuordnung
Ölvorwärmer-Rückmeldung schließt
nicht
mit Entriegeln (ca. 1 Sek.) wird die Blinkcodeinformation im internen Speicher
gelöscht
rot/grün blinkend
(nach ca. 24 sek. Störabschaltung)
Fremdlicht vor Wärmeanforderung
Fremdlichtquelle suchen und beseitigen
rot/orange blinkend 2 mal
dann kurze Pause
Spannungsversorgung hat
Überspannung > 260 V
externe Spannungseinspeisung
prüfen
orange/rot blinkend
Spannungsversorgung hat
Unterspannung < 170
externe Spannungseinspeisung
prüfen
interne Sicherung F7 hat ausgelöst
(Kap. 7.12)
Sicherung austauschen (6,3A träge)
Brennerbauteile prüfen und ggf.
schadhafte Bauteile austauschen
interner Fehler
Feuerungsmanager austauschen
rot blinkend
Kontakt im Stellantrieb
nicht geschlossen
Kontakt im Stellantrieb prüfen
rot flimmernd
optische Datenübertragung aktiviert
(wird nicht genutzt)
Entstörtaste > 5 Sek. drücken,
Feuerungsmanager wechselt
wieder in den Diagnosecode oder
Betriebsmodus
19
6
Beobachtung
Ursache
Beseitigung
Brennerbetrieb mit geringem Überwachungsstrom des Flammenfühlers
Brennereinstellung hinsichtlich
instabiler und pulsierender Flamme
prüfen
Flammenfühler verschmutzt
Flammenfühler reinigen
Grenzwerte:
Kurzschlusserkennung im Fühlerkreis:
Ansprechgrenze für Fremdlicht:
Ansprechgrenze für Betrieb:
empfohlener Überwachungsstrombereich:
max. erreichbarer Fühlerstrom:
<2 kΩ entspricht >110µA
<15µA
>30µA
50 bis 100µA
ca. 120µA
Flammenfühler
spricht nicht auf Flamme an
Flammenfühler defekt
Flammenfühler austauschen
Motor
läuft nicht
Kondensator defekt
Kondensator austauschen
Fortsetzung Signallampe
grün blinkend
Freigabethermostat im Düsenkopf defekt Freigabethermostat austauschen
Zündung
keine Zündung
Ölpumpe
fördert kein Öl
starke mechanische Geräusche
Ölaustritt sofort bei Anlauf
des Brennermotors
20
Ölvorwärmer defekt
Ölvorwärmer austauschen
Ölpumpe blockiert
Ölpumpe austauschen
Motor defekt
Motor austauschen
Stellantrieb schaltet nicht durch
Stellantrieb austauschen
Zündelektroden kurzgeschlossen
oder zu weit auseinander
Zündelektroden einstellen
Zündelektroden verschmutzt
und feucht
Zündelektroden reinigen
Isolierkörper gesprungen
Zündelektroden austauschen
Zündkabel defekt
Zündkabel austauschen,
Ursache suchen und beseitigen
Zündgerät defekt
Zündgerät austauschen
Absperrventil geschlossen
Absperrventil öffnen
Saugventil undicht
Saugventil reinigen/austauschen
Ölleitung undicht
Verschraubungen anziehen
Vorfilter durch Schmutz geschlossen
Vorfilter reinigen
Antiheberventil öffnet nicht
Ventil prüfen, ggf. austauschen
Ölpumpenfilter verschmutzt
Schmutzfänger reinigen (Kap. 7.11)
Filter undicht
Filter austauschen
Ölpumpe defekt
Ölpumpe austauschen
Ölpumpe saugt Luft
Verschraubungen anziehen
zu hohes Vakuum in der Ölleitung
Filter reinigen, Absperrhahn vor dem
Brenner (Filterkombination) ganz
öffnen
Magnetventil der Ölpumpe
undicht
Ölpumpe austauschen
6
Beobachtung
Ursache
Beseitigung
Magnetventil
Magnetventil öffnet nicht
Spule defekt
Spule austauschen
Signallampe rot/grün blinkend
Fremdlicht
Fremdlichtquelle suchen und
beseitigen
Magnetventil schließt nicht dicht
Schmutzkörper in den Dichtflächen
bzw. im Magnetventil-Schutzsieb
Ölpumpe austauschen
Bohrung teilweise verstopft
Düse austauschen
Düsenfilter stark verschmutzt
Düse austauschen
durch zu langen Gebrauch abgenutzt
Düse austauschen
kein Öldurchgang
Düse verstopft
Düse austauschen
Ölaustritt sofort bei Anlauf
des Brennermotors
Magnetventil der Ölpumpe
Ölpumpe austauschen
defekte Düse
Düse austauschen
falsche Einstellung
Einstellmaße korrigieren
veränderte Verbrennungsluftmenge
Brenner neu einregulieren
Heizraum nicht
ausreichend belüftet
Ausreichende Heizraumbelüftung
gemäß den örtlichen Vorschriften
sicherstellen
Spannungsversorgung fehlt
Spannungsversorgung prüfen
Feuerungsmanager defekt
Feuerungsmanager austauschen
falsche Einstellung
der Zündelektrode
Einstellung korrigieren
(siehe Kap. 7.4)
Abstand der Stauscheibe
zu Flammrohrvorderkante zu klein
Einstellung prüfen
evtl. Maß S1 vergrößern
(siehe Kap. 7.5)
falsche Einstellung der
Mischeinrichtung, Abstand
Stauscheibe zu Flammrohrvorderkante zu klein
Einstellung der Mischeinrichtung
kontrollieren, Maß S1 evtl. vergrößern
(siehe Kap. 7.5)
falsche Düse
Wenn möglich eine Düse mit nächstkleinerem Durchsatz wählen und
gleichzeitig den Pumpendruck
erhöhen. Evtl. Wechsel des Düsenfabrikats.
Flammenfühler verschmutzt
Flammenfühler reinigen
Flammenfühler defekt
Flammenfühler austauschen
Düse
ungleichmäßige Zerstäubung
Flammkopf
starker Koksansatz
Spannungsversorgung
Signallampe bleibt nach Wärmeanforderung durch Kesselregler aus
Allgemeine Betriebsprobleme
Startprobleme, Brenner startet
nicht, trotz Zündung und Ölförderung
keine Flammenbildung
Brenner bzw. Verbrennung
stark pulsierend oder dröhnend
Flammenabbruch nach
Sicherheitszeit TS
Hinweis
Nach Korrekturen an der Brennereinstellung
stets eine Verbrennungskontrolle durchführen.
21
7
Wartung
7.1 Sicherheitshinweise zur Wartung
GEFAHR
GEFAHR
Unsachgemäß durchgeführte Wartungs- und
Instandsetzungsarbeiten können schwere
Unfälle zur Folge haben. Personen können
dabei schwer verletzt oder getötet werden.
Beachten Sie unbedingt nachfolgende
Sicherheitshinweise.
Verbrennungsgefahr!
Bestimmte Bauteile des Brenners (z.B.
Flammrohr, Brennerflansch, etc.) erwärmen
sich bei Betrieb, Berührung mit der Haut kann
zu Verbrennungen führen.
Vor Servicearbeiten abkühlen lassen.
Personalqualifikation
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten dürfen nur von
qualifiziertem Personal mit den entsprechenden Fachkenntnissen durchgeführt werden.
Vor allen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten:
1. Haupt- und Gefahrenschalter der Anlage aus.
2. Brennstoff-Absperrorgane schließen.
3. 7-poliger Anschlussstecker der Kesselsteuerung ausstecken.
Nach allen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten:
1. Funktionsprüfung.
2. Überprüfung der Abgasverluste sowie der
CO2-/O2-/ CO-Werte, Rußzahl.
3. Messprotokoll erstellen.
Gefährdung der Betriebssicherheit
Instandsetzungsarbeiten an folgenden Bauteilen dürfen
nur von dem jeweiligen Hersteller oder dessen Beauftragten an der Einzeleinrichtung durchgeführt werden:
• Flammenfühler
• Feuerungsmanager
• Magnetventil
• Stellantrieb
7.2 Wartungsplan
Wartungsintervall
Der Betreiber soll die Feuerungsanlage mindestens
– einmal im Jahr –
durch einen Beauftragten der Erstellerfirma oder anderen
Fachkundigen prüfen oder warten lassen.
Prüfung und Reinigung
• Gebläserad und Luftführung (siehe Kap. 7.8 und 7.9)
• Zündeinrichtung (siehe Kap. 7.4 und 7.5)
• Flammkopf und Stauscheibe (siehe Kap. 7.5)
• Ölpumpenfilter (siehe Kap. 7.11)
• Schmutzfänger
• Luftklappe (siehe Kap. 7.10)
• Flammenfühler
• Düsenfilter bzw. Düse (siehe Kap. 7.3)
• Ölschläuche
22
Funktionsprüfung
• Inbetriebgehen des Brenners mit Funktionsablauf
(siehe Kap. 5.5)
• Zündeinrichtung
• Öldruckwächter (falls vorhanden)
• Flammenüberwachung
• Pumpendruck und Ansaugvakuum der Pumpe
• Dichtheitsprüfung der ölführenden Bauteile
7
7.3 Düse aus- und einbauen
Beachten Sie :
Beim Lösen der Düse Düsenstock gegenhalten.
Schlüsselweite Düsenstock
Schlüsselweite Düse
Düsenwechsel
SW19
SW16
Bei Verschmutzung der Düse:
• Düse nicht reinigen.
• Stets neue Düse verwenden.
Richtige Düse muss eingesetzt sein und auf festen Sitz
kontrolliert werden.
Abstand Düse – Stauscheibe beachten (siehe Kap. 7.5).
Einstellung der Zündelektroden beachten.(siehe Kap. 7.4).
Hinweis
Um eine optimale Entlüftung des Düsenstocks
zu erreichen, Düsenstock vor Montage der
Düse mit Heizöl füllen.
23
7
7.4 Zündelektroden austauschen und einstellen
Ausbau
1. Brenner ausbauen und in Serviceposition einhängen
(siehe Kap. 4.5)
Zündelektrode austauschen
3
2. Zündkabel 1 abziehen
4
1
3. Schraube 2 lösen und Stauscheibe abnehmen
4. Schraube 3 lösen und Mittenluftdeckel enfernen
5. Schraube 4 lösen und Zündelektrode austauschen
Einbau
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Beachten Sie:
• Einstellmaße Düse – Zündelektrode
• Abstand Düse – Stauscheibe (siehe Kap. 7.5)
Hinweis
2
Die Zündelektroden dürfen vom
Zerstäubungskegel der Düse nicht
berührt werden!
Einstellmaße Zündelektrode
1,0…2,0
1,5
…
2,0
2,0…2,5
24
7
7.5 Mischeinrichtung einstellen
Haben der Flammkopf und die Stauscheibe starken Koksansatz oder sind sie innen stark verölt, muss die Einstellung der Mischeinrichtung geprüft werden. Das Maß
S1 (Abstand Stauscheibe zu Flammkopfvorderkante) lässt
sich nur prüfen, wenn der Brenner komplett ausgebaut
wird oder der Brenner an einer ausschwenkbaren Kesseltür montiert ist.
Mischeinrichtung einstellen
S3
Fehleinstellung der Mischeinrichtung kann zu
Ruß- bzw. CO-Bildung führen.
ACHTUNG
Grundeinstellung
1. Anzeigebolzen 1 durch Drehen der Einstellschraube
2 auf Skalenstellung 0 (Maß X = 0) stellen.
Dabei muss der Anzeigebolzen 1 bündig mit dem
Verschlussdeckel sein.
2. Maß S1 prüfen.
Bei Abweichungen:
1. Maß S1 durch Drehen der Einstellschraube 2
einstellen.
2. Kappe vom Anzeigebolzen 1 entfernen.
3. Anzeigebolzen mit Inbusschlüssel (SW5) drehen, dass
Anzeigebolzen bündig mit Verschlussdeckel 3 ist.
4. Kappe wieder einsetzen.
Hinweis
a
S1
1
2
X
Führen Sie die leistungsabhängige Einstellung
der Stauscheibe stets mit der Einstellschraube
durch. Nicht am Anzeigebolzen drehen!
Grundeinstellung WL5/1-B, Ausf. H-2LN
X
mm
S1
mm
S3
mm
a
mm
0
1,5
0
2…3
Zur Einstellung des Maßes a wird vorzugsweise die Einstellehre für die Stauscheibe eingesetzt. Hinweise auf der
Einstelllehre beachten. Schraube 4 lösen, Einstelllehre an
Stauscheibe anlegen und Düse an die Einstelllehre führen.
4
3
Schraube
lösen um Maß a
einzustellen
Einstellehre Stauscheibe
25
7
7.6 Düsenstock aus- und einbauen
7.7 Heizelement und Freigabethermostat aus- und einbauen
Heizelement nur mit geeignetem
Werkzeug entfernen (z.B.: Zange) .
Nicht an der Leitung ziehen.
2
5
Heizelement
3
4
26
Freigabethermostat
1
7
7.8 Gehäusedeckel aus- und einbauen und Serviceposition
27
7
7.9 Ölpumpe, Gebläsemotor und Gebläserad aus- und einbauen
5
T6,3H250V
3
Schraube über Bohrung
im Laufrad zugänglich.
Bei Montage muss die
Schraube auf der Aussparung der Motorwelle
sitzen.
7.10 Luftregelgehäuse und Luftklappe reinigen
28
7
7.11 Ölpumpenfilter aus- und einbauen
T6,3H250V
7.12 Interne Sicherung austauschen (W-FM05)
29
8 Technische Daten
8.1 Brennerausstattung
Brenner
Typ
Feuerungs- Motor
manager
WL5/1-B, W-FM05
Ausf. H-2LN
Stellantrieb
ECK 02/F-2 W-St 02/1
230V, 50Hz
2750 min-1
0,09kW, 0,72A
Kond. 3 µF
Gebläse- Zündrad
gerät
Flammenwächter
Ölpumpe
Ölvorwärmer
120x43
QRB1C
verlängert
AL30C
vorhanden
W-ZG01
8.2 Arbeitsfeld
Brennertyp
WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Flammkopf
Feuerungswärmeleistung
W5/1B2LN
16,5…37 kW
1,4…3,1 kg/h
Arbeitsfeld nach EN267
Die Leistungsangaben sind bezogen auf eine Ansauglufttemperatur von 20°C und Aufstellungshöhe von 500m
Feuerraumdruck [mbar]
0,6
* Zulassung für die Schweiz mit
eingeschränktem Leistungsbereich
0,5
0,4
*
0,3
0,2
0,1
0
-0,1
-0,2
-0,3
16
18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 [kW]
1,4 1,6
1,8
2
2,2
2,4 2,6
2,8
3
3,2
[kg/h]
Feuerungswärmeleistung
8.3 Zulässige Brennstoffe
Heizöl DIN 51603-1
Österreich: Heizöl EL nach ÖNORM-C1109
Schweiz: Standard-Heizöl, Euro-Qualität oder vorzugsweise Öko-Heizöl, CH-Qualität (SN 181 160-2)
8.4 Elektrische Daten
Netzspannung ______________________________ 230 V
Netzfrequenz ________________________________ 50 Hz
Leistungsaufnahme Start ____________________ 320 VA
Betrieb __________________ 140 VA
Stromaufnahme ______________________________ 1,5 A
Externe Gerätesicherung __________________16 A träge
Interne Gerätesicherung W-FM05 ___________6,3A träge
8.5 Zulässige Umgebungsbedingungen
Temperatur
Im Betrieb:
-15°C*…+40°C
Transport/Lagerung:
-20…+70°C
Luftfeuchtigkeit
max. 80% rel. Feuchte
keine Betauung
Anforderungen bzgl.
EMV
Richtlinie 89/336/EWG
EN 50081-1
EN 50082-1
*Bei entsprechend geeignetem Heizöl und/oder entsprechender Ausführung der Ölhydraulik
30
Niederspannungsrichtlinie
Richtlinie 73/23/EWG
EN 60335
8
8.6 Abmessungen
130 -150
110
292
154
216
100
–weishaupt–
45
°
286
206…231
308
8
M
Anschlussmaße
nach EN 226
427
355
143
Serviceposition
30
49
8.7 Gewicht
WL5/1-B, Ausf. H-2LN
Brenner ________________________________ca. 11,2 kg
31
A Anhang
Inhalt
• Verbrennungskontrolle
• Notizen
• Stichwortverzeichnis
Verbrennungskontrolle
Damit die Anlage umweltfreundlich, wirtschaftlich und
störungsfrei arbeitet, sind bei der Einregulierung Abgasmessungen notwendig.
Beispiel einer vereinfachten Berechnung für den
einzustellenden CO2-Wert
Gegeben: CO2 max. = 15,4 %
Bei Ruß-Grenze (Rußzahl ≈1) gemessen:
Die Abgasverluste werden bei Messungen des Sauerstoffgehaltes nach der Beziehung
CO2 gem. = 14,9 %
ergibt die Luftzahl: λ ≈
CO2 max.
=
CO2 gem.
15,4
= 1,03
Einzustellender CO2-Wert bei Luftzahl λ = 1,18 und
15,4 % CO2 max. :
CO2 ≈
λ
=
15,4
qA = (tA - tL) • (
14,9
Um einen sicheren Luftüberschuss zu gewährleisten,
Luftzahl um 15% erhöhen: 1,03 + 0,15 = 1,18
CO2 max.
Abgasverluste bestimmen
Den Sauerstoffgehalt des Abgases sowie die Differenz
zwischen Abgas- und Verbrennungslufttemperatur ermitteln. Dabei Sauerstoffgehalt und Abgastemperatur zeitgleich in einem Punkt messen.
Anstelle des Sauerstoffgehaltes kann auch der Kohlendioxidgehalt des Abgases gemessen werden.
Die Temperatur der Verbrennungsluft wird in der Nähe der
Ansaugöffnung gemessen.
+B)
21 – O2
berechnet. Wird anstelle des Sauerstoffgehalts der
Kohlendioxidgehalt gemessen, erfolgt die Berechnung
nach der Beziehung
qA = (tA - tL) • (
A1
+B)
CO2
= 13,0 %
1,18
Der CO-Gehalt darf dabei nicht größer als 50 ppm sein.
Abgastemperatur beachten
Die Abgastemperatur für die Nennlast ergibt sich aus
der Brenner-Einstellung auf die für den Wärmeerzeuger
maximal möglichen Feuerungswärmeleistung.
Die Abgasanlage muss so ausgeführt sein, dass Schäden
durch Kondensation in den Abgaswegen vermieden werden (außer säurefeste Kaminanlagen).
Es bedeuten:
qA
= Abgasverlust in %
tA
= Abgastemperatur in °C
tL
= Verbrennungslufttemperatur in °C
CO2 = Volumengehalt an Kohlendioxid
im trockenen Abgas in %
O2
= Volumengehalt an Sauerstoff
im trockenen Abgas %
Heizöl EL
A1 = 0,50
A2 = 0,68
B = 0,007
32
A2
Notizen
A
33
A Stichwortverzeichnis
A
Abgastemperatur
Abgasverlust
Abmessungen
Ansaugvakuum
Anschlussmaße
Anschlussstecker
Antiheberventil
Arbeitsfeld
Ausmauerung
B
Betriebsprobleme
Betriebssicherheit
Betriebsunterbrechung
Bohrbild
Brennerart
Brennermontage
Brennerstörung
Brennraum
C
Checkliste
CO2
D
Diagnosecode
Druckbereich
Druckmessgerät
Druckregelventil
Druckregulierschraube
Düse
Düsenauswahltabelle
Düsenstock
Düsenwechsel
32
32
31
9
31
12
10, 17, 20
30
11
21
22
16
11
7
11
18, 19, 20, 21
5
13
32
18, 19
8
13
8
8
12, 21, 23
12
7, 23
23
F
Feuerraumdruck
Feuerungsmanager
Feuerungswärmeleistung
Flammenausfall
Flammenfühler
Flammenstabilität
Flammkopf
Flammkopfaufsatz
Flimmern
Förderleistung
Freigabethermostat
Fremdlicht
Funktionsablaufdiagramm
Funktionsprüfung
Funktionsschema
G
Gebläsedruck
Gebläsemotor
Gebläserad
Gehäusedeckel
Gewährleistung
Gewicht
Grundeinstellwerte
Luftklappe
Mischeinrichtung
Stauscheibe
H
Haftung
Heizelement
Heizöl
Höhenunterschied
I
Inbetriebnahme
E
eBus
Einstelllehre
Einstellmaße
Mischeinrichtung
Zündelektrode
Einstrang
Elektroanschluss
Elektrode
Entlüftung
Saugleitung
Ölpumpe
Düsenstock
Entstörtaste
34
7
25
25
24
8, 10
12
24
8
13
8
23
18, 19
30
7, 16, 17, 18, 29, 30
14, 30
16, 21
20, 30
12, 15
21, 25
15
19
8
7, 17, 26
13, 19
16
22
7
13, 15
20, 28, 30
28, 30
27
4
31
14
25
14
4
17, 26
6, 30
9, 10
15
K
Kondensation
Kontakt Stellantrieb
Kontrolllampe
32
7, 19
16, 17
L
Leistungsaufnahme
Luftfeuchtigkeit
Luftklappe
Luftregelgehäuse
Luftregelung
Luftüberschuss
Luftzahl
30
30
14, 28
28
7
15, 32
32
Stichwortverzeichnis
M
Magnetventil
Manometer
Maße
Mischeinrichtung
Montageschritte
Motor
A
7, 8, 10, 17, 20, 21
8
31
25
11
20, 28, 30
N
Nachbelüftung
Netzfrequenz
Netzspannung
7, 16
30
30
O
O2
Ölfilter
Ölförderpumpe
Ölleitung
Ölpumpe
Ölschläuche
Ölversorgung
32
9, 29
10
10
7, 8, 20, 28, 29, 30
8, 9, 11
9
P
Programmablauf
Prüfung
Pulsieren
Pumpe
Pumpendruck
Pumpenfilter
7
22
21
29, 30
8, 12
29
R
Regelabschaltung
Reinigung
Ringleitungsbetrieb
Rohrleitungslänge
Ruß
7
5, 22
10
10
15, 32
S
Saugleitung
Schaltzeiten
Schnellschlussventil
Serviceposition
Sicherheitshinweise
Inbetriebnahme
Montage
Wartung
Sicherheitsmaßnahmen
Sicherung
Signallampe
Spannungsversorgung
Stabilitätsverbesserung
Stauscheibe
Stellantrieb
T
Tankventil
Typenschild
Typenschlüssel
U
Überwachungsstrom
Umgebungstemperatur
Umleitstopfen
10, 17, 20
9
6
13, 20
30
8
V
Vakuummeter
Verbrennungskontrolle
Verbrennungsoptimierung
Verwendung
Vorbelüftung
8
32
15
6
16
W
Wärmeerzeuger
Wärmetauscher
Wartung
Wartungsintervall
Werkseinstellung Pumpe
11
7
22
22
8
Z
Zerstäubungsdruck
Zulaufdruck
Zündelektrode
Zündgerät
Zündung
Zweistrang
12
9
20, 24
17, 20, 30
20
8, 10
13
16
7
27
13
9
22
4
17, 19, 29, 30
7, 18, 19, 20
17, 19, 21, 30
12, 15
14, 25
7, 14, 17, 19, 30
35
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