Nutzung des Freigeländes Merkblatt Nutzung

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Nutzung des Freigeländes
INHALTSVERZEICHNIS
1
Allgemeine Vorschriften für Bau und Betrieb
2
Verkehrsordnung
3
Übergangsgebäude, Durchfahrten, Hydranten
4
Auf- und Abbauzeiten
5
Schutzabstände zu den Gebäuden der Messe Düsseldorf
6
Eingriffe in die Bausubstanz
7
Schäden
8
Bauten im Freigelände
9
Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
10
Werbemittel/Präsentationen
11
Elektro- Wasser- und Abwasserinstallation
12
Kräne, Stapler, Leergut
13
Aufbau, Abbau, Wiederherstellung und Rückgabe des Geländes
14
Maschinengeräusche und dynamische Maschinenlasten
15
Podeste, Treppen, Rolltreppen, Tribünen, Sonderkonstruktionen
16
Ausgangstüren, Standzugänge
17
Sicherheitsbeleuchtung und Notfallräumung
18
Unwetterwarnungen
19
Schneelasten
20
Schneeräumung/Rutschgefahren
21
Fahrzeugbahnen, Parcours, Teststrecken
22
Lagerung von brennbaren Materialien
23
Wassergefährdende Stoffe/brennbare Flüssigkeiten
24
Heißarbeit/Grillen und arbeiten mit offener Flamme
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Nutzung des Freigeländes
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1 Allgemeine Vorschriften für Bau und Betrieb
Die Nutzung aller Flächen im Freigelände ist ohne vorherige Erlaubnis durch
die Messe Düsseldorf GmbH nicht gestattet. Das Übernachten und Campieren
ist im Freigelände und in den Messehallen verboten! Die Freigeländeflächen
sind uneben. Der Untergrund ist nicht verdichtet. Setzungen sind möglich.
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im Rahmen der jeweils gültigen
arbeits- und gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden. Unter
Berücksichtigung von § 16 Absatz 2 SGB VII (Sozialgesetzbuch VII) sind die
Unfallverhütungsvorschriften sowie alle sonstigen einschlägigen gesetzlichen
Regelungen auch von Unternehmen und Beschäftigten ausländischer Unternehmen verbindlich zu beachten.
Die Verordnung über den Bau und Betrieb von Sonderbauten für das Land
Nordrhein-Westfalen verpflichtet den Aussteller, bei bestimmten baulichen
Einrichtungen oder bei einer bestimmten Nutzungsform eine qualifizierte
Person anwesend zu haben.
Hierbei kann es sich um eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik und/oder um
einen Meister für Veranstaltungstechnik handeln. Bei der Aufstellung von fliegenden Bauten im Sinne des § 79 Abs. 1 der Landesbauordnung ist auch die
Verwaltungsvorschrift für fliegende Bauten und deren Gebrauchsabnahme zu
beachten. Bauten, die nicht genehmigt sind oder den Technischen Richtlinien
nicht entsprechen, sind nicht zugelassen und müssen zu Lasten des Ausstellers
gegebenenfalls beseitigt oder geändert werden.
+
2 Verkehrsordnung
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und Abbauzeit und
der Veranstaltungsdauer Gewähr leisten zu können, sind die ausgewiesenen
Rettungswege, Verkehrswege und Logistikflächen jederzeit freizuhalten.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, Auflieger, Container, Behälter und Güter
jeder Art werden von einem autorisierten Dienstleister im Auftrag der Messe
Düsseldorf zu Lasten des Verursachers entfernt. Den Anweisungen des zur
Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingeteilten Personals der Messe
Düsseldorf ist unbedingt Folge zu leisten.
+
3 Übergangsgebäude, Durchfahrten, Hydranten
In den Durchfahrten zwischen den Hallen und Gebäuden herrscht absolutes
Halteverbot. In diesen Bereichen dürfen auch keine Materialien abgestellt
oder gelagert werden. Werbekörper werden in diesen Bereichen ausschließlich
durch die Messe Düsseldorf installiert und müssen der Baustoffklasse A (nicht
brennbar) gemäß DIN4102/EN1305 entsprechen. Die maximale Durchfahrthöhe
durch Tunnel, Brücken oder Gebäude beträgt 4,0 m.
Hydranten im Freigelände dürfen nicht verbaut, unkenntlich oder unzugänglich
gemacht werden. Markierungspfosten dürfen nur in Absprache mit der Messe
Düsseldorf entfernt werden.
Sicherheitskennzeichen/Schilder müssen im Falle einer Verdeckung durch
Exponate durch eine gleichwertige Kennzeichnung ersetzt werden.
Die Entnahme von Wasser aus den Hydranten ist der Feuerwehr und der Messe
Düsseldorf vorbehalten und ansonsten verboten.
+
4 Auf- und Abbauzeiten
+
5 Schutzabstände zu den Gebäuden der Messe Düsseldorf
+
6 Eingriffe in die Bausubstanz
+
7 Schäden
Während der allgemeinen Auf- und Abbauzeiten kann in den Hallen und im
Freigelände in der Zeit von 7:30 bis 20:00 Uhr (am letzten Aufbautag bis
22:00 Uhr) gearbeitet werden, soweit nicht messespezifisch andere Zeiten mit
Rundschreiben bekannt gegeben werden. Aus Gründen der allgemeinen
Sicherheit im Messegelände bleiben die Hallen und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser Zeiten verschlossen.
Zu den Gebäuden im Messegelände muss ein Schutzabstand von mindestens
5,0 m eingehalten werden, wenn
+ auf der angemieteten Fläche brennbare Materialien/Stoffe aufgestellt
werden sollen
+ auf der angemieteten Fläche Gefahrstoffe oder Druckgas - und
Flüssiggasflaschen/-tanks aufgestellt werden sollen
+ die Außenhülle und/oder die Bedachung von Containern, Pavillons,
Zelten u.a. nicht mindestens der Baustoffklasse A (nicht brennbar)
entspricht
+ z.B. (Büro-/Catering-) Container oder aufgestellt werden sollen,
die eine Fensteröffnung oder Türöffnung besitzen
+ Heißarbeiten ausgeführt werden sollen (die Vorgaben für Schutzabstände
der Heißarbeitserlaubnis sind verbindlich einzuhalten)
Die vor den Fassaden der Messehallen befindlichen Schrammbords und Gitterroste dürfen nicht befahren oder anderweitig genutzt werden. Die Gitterroste
dürfen zusätzlich auch nicht abgedeckt werden.
Hier vorhandene Notausstiegsöffnungen müssen immer frei gehalten werden.
Gebäudeteile und technische Einrichtungen und andere Flächen dürfen nicht
beschädigt, verschmutzt oder auf andere Art verändert werden.
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen weder durch Bauten noch
durch Exponate belastet werden.
Fundamente, Gruben und Schächte sind nicht überall möglich. Diese können
gegebenenfalls nach vorheriger Zustimmung der Messe Düsseldorf realisiert
werden. Die Ausführung erfolgt ausschließlich durch autorisierte Partner der
Messe Düsseldorf.
Die Verwendung von Erd-/Zeltnägeln, Erdhülsen (Bodenankern) und anderen
Einbringungen in den Boden ist nicht gestattet.
Jede durch Aussteller oder deren Beauftragte verursachte Beschädigung im
Messegelände, seinen Gebäuden oder Einrichtungen sowie zurückgelassener
Abfall werden nach Beendigung der Veranstaltung auf Kosten des Ausstellers
durch die Messe Düsseldorf beseitigt. Alle Beschädigungen, Verunreinigungen
der Böden und verbleibende Abfälle sind der Messegesellschaft anzuzeigen.
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Nutzung des Freigeländes
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8 Bauten im Freigelände
Die Anmeldung von allen Bauten im Freigelände erfolgt über das Formblatt
„Abfrage für Bauten im Freigelände“. Alle Bauten im Freigelände sind genehmigungspflichtig, siehe auch 4.2.1. Grundsätzlich sind alle Baukörper im
Freigelände gemäß Eurocode 1: DIN EN 1991:2010-12 Teil 1-1 bis 1-4 zu
bemessen. Eine horizontale Windlastabminderung gemäß NA Eurocode 1:
Teil 1-4, Tabelle NA.B.5 ist für die Konstruktionen im Freigelände der
Messe Düsseldorf nicht zulässig. Hier sind ebenfalls die Lastansätze aus
der DIN EN 13782: 2005 Fliegende Bauten – Zelte – Sicherheit
(Punkt 6.4.4.2, Tabelle 1), zu berücksichtigen.
Für Fliegende Bauten (z.B. Zelte, Bühnen, usw.) sind die Lastansätze aus der
DIN EN 13782: 2005 Fliegende Bauten - Zelte - Sicherheit (Punkt 6.4.4.2,
Tabelle 1), zu berücksichtigen.
Die Standsicherheit für alle Bauten im Freigelände muss bis zu Windstärke 10
(BEAUFORT) bzw. einer Windgeschwindigkeit von 28,4 m/s oder einem
Staudruck q = 0,50kN/m² gewährleistet sein.
Von der geforderten Standsicherheit bis zu einer Windstärke von 10 Bft kann
bei mobilen Einrichtungen (z.B. kleine Exponate, Möbel, Sonnenschirme,
kleine Werbeaufsteller etc.) abgewichen werden, wenn diese aufgrund entsprechender Wetterprognosen jederzeit kurzfristig zurückgebaut werden können
und sichere Einlagerungsmöglichkeiten vorhanden sind. Die Sicherung windgefährdeter Objekte muss nach Ankündigung der Wetterlage innerhalb von
max. 30 min. durch den Betreiber/Eigentümer vollständig abgeschlossen
werden können. Die im Freigelände maximal zulässige Bauhöhe beträgt 8,00 m.
Ausnahmen hiervon sind in Teilbereichen des Geländes nur nach vorheriger
Prüfung durch die Messe Düsseldorf möglich. Das Aufstellen von Traglufthallen
ist verboten.
Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen/Wohnmobilen oder anderen Einrichtungen zum Übernachten oder Campieren ist nicht gestattet.
+
9 Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
Der Aussteller muss der Messe Düsseldorf einen Ansprechpartner benennen,
der für den ordnungsgemäßen Ablauf der Bautätigkeiten zuständig ist.
Für die Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten sind vermasste
Standpläne (metrische Maße), mindestens im Maßstab 1:100 mit Grundrissen
und Ansichten bei der Messe Düsseldorf einzureichen. Spätestens sechs Wochen
vor Beginn der Aufbauzeit der Messegesellschaft sind diese Unterlagen in
zweifacher Ausfertigung in deutscher Sprache zur Genehmigung vorzulegen.
Die Unterlagen sind als Originale einzureichen, Telefaxe und E-Mail können
nicht bearbeitet werden. Ein Exemplar der Standpläne geht nach Überprüfung
mit dem Genehmigungsvermerk und ggfs. auch Auflagen für den Betrieb an
den Aussteller/Standbauer zurück.
Erst mit dem Genehmigungsvermerk sind Bauten oder Anlagen
freigegeben.
Diese Vorgaben gelten für alle Bauten, Anlagen und Objekte, die nicht unter
die Verwaltungsvorschrift für Fliegende Bauten (FlBau NRW) fallen, wie z.B.:
+
+
+
+
+
+
+
Zelte und Anlagen bis zu einer Grundfläche von ≤75 m² oder einer
Höhe <5,0 m, die nicht dazu bestimmt sind von Besuchern betreten
zu werden
Anlagen bis 5 m Höhe, die nicht dazu bestimmt sind, von Besuchern
betreten zu werden
Fahrgeschäfte bis 5 m Höhe, die mit einer Geschwindigkeit von
höchsten 1 m/s betrieben werden
Bühnen einschließlich Überdachungen und sonstigen Aufbauten bis
5 m Höhe mit einer Grundfläche bis 100 m² und einer Fußbodenhöhe
bis 1,5 m
Zweigeschossigen Bauten wie z.B. Bürocontainer
Gerüstbau, Werbeanlagen/Monitorwänden
Podeste und Stege ab einer Höhe von 0,20 m über Geländeniveau
Für diese o.a. Bauten, Anlagen und Objekte werden außerdem folgende
Unterlagen in zweifacher Ausfertigung in deutscher Sprache bis sechs Wochen
vor Beginn der Aufbauzeit benötigt:
a.) prüffähige statische Berechnung nach deutschen Normen
b.) Baubeschreibung
c.) Standbauzeichnungen im Maßstab 1:100, Grundrisse, Ansichten,
Schnitte, Rettungswegplan mit Nachweis der Rettungsweglänge,
Konstruktionsdetails in größerem Maßstab
d.) Bei Vorlage des Nachweises einer Typenprüfung oder eines Prüfbuches
entfallen die Unterlagen nach den Buchstaben a)
Für Fliegende Bauten müssen grundsätzlich Ausführungsgenehmigungen
und Prüfbücher (Baubücher) vor Ort vorliegen. Diese müssen zur Gebrauchsabnahme dem Bauaufsichtsamt der Stadt Düsseldorf vorgelegt werden.
Zu diesen Bauten gehören:
+ mehrgeschossige Zelte
+ alle Zelte mit einer Grundfläche von mehr als 75 m²
+ alle Zelte und Anlagen (auch Fahrgeschäfte) mit einer Höhe > 5,0 m
+ mobile Versammlungsräume von mehr als 75 m² Grundfläche
+ Fahrgeschäfte die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1 m/s
betrieben werden
+ Bühnen, Tribünen einschließlich Überdachungen und sonstigen Aufbauten
ab 5 m Höhe oder einer Grundfläche ab 100 m² oder einer Fußbodenhöhe
ab 1,5 m
+ Sonstige Fliegende Bauten mit mehr als 5 m Höhe, die dazu bestimmt
sind, von Besuchern betreten (benutzt) zu werden.
Die Messegesellschaft übernimmt es, im Auftrag und für Rechnung des Ausstellers
die Anträge an das Bauaufsichtsamt und/oder den Prüfingenieur weiterzuleiten. Die Kosten des Genehmigungsverfahrens werden dem Aussteller/Standbauer in Rechnung gestellt. Für verspätet eingehende Anträge wird ein
Zuschlag erhoben.
Die Aufbauzeiten und Fertigstellungstermine müssen der Messe Düsseldorf im
Vorfeld rechtzeitig jedoch spätestens vier Wochen vor dem Abnahmetermin
bekannt gegeben werden.
Alle Genehmigungen gelten nur für die jeweilige Veranstaltung.
+
10 Werbemittel/Präsentationen
Wand- und Exponatenbeschriftung, Firmen- und Markenzeichen dürfen Standund Exponatenbeschriftung, Firmen- und Markenzeichen dürfen nur innerhalb
der angemieteten Flächen verwendet werden und die vorgeschriebene Bauhöhe
nicht überschreiten. Sie sollen ein ansprechendes Bild ergeben.
Präsentationen, optische, sich langsam bewegende und akustische Werbemittel
sowie musikalische oder audiovisuelle Wiedergaben sind erlaubt, sofern sie
den Nachbarn nicht belästigen und nicht zu Stauungen auf den Verkehrswegen
führen. Die Lautstärke darf 70 dB(A) an der Standgrenze nicht überschreiten.
Präsentationsflächen, Bühnen und alle anderen Zonen auf einem Messestand,
die dazu dienen, durch Showeinlagen, musikalische Darbietungen, etc. das
Publikum aufmerksam zu machen, sind genehmigungspflichtig. Diese Bereiche
sind so in den Standbau zu integrieren, dass sie nach innen in den Messestand
hinein angeordnet sind. Flächen für das Publikum sind im Inneren auf der
Standfläche vorzusehen. Die umliegenden Verkehrsflächen können dabei
nicht als Publikumsflächen genutzt werden. Die Messe Düsseldorf kann bei
Verstößen gegen diese Regelung einschreiten und ggf. Stilllegung verlangen.
Die Verteilung von Drucksachen und der Einsatz von Werbemitteln sind nur
auf der eigenen Standfläche zulässig. Die maximal zulässige Lagermenge für
Prospekt- und Werbematerial am Messestand ist der Tagesbedarf. Sie richtet
sich aber nach der Gefährdungsart und kann im Einzelfall auch geringer ausfallen. Die Verwendung von Luftballons, die mit brennbarem Gas gefüllt sind, ist
in den Hallen und im Freigelände verboten. Mit Sicherheitsgas gefüllte Ballons,
die statisch fest verankert sind, können auf Antrag von der Messegesellschaft
genehmigt werden. Das Verteilen gasbefüllter Luftballons ist nicht gestattet.
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Nutzung des Freigeländes
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11 Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallation
Im Freigelände ist die Versorgung der angemieteten Flächen mit Elektro- und
Wasseranschlüssen nicht überall möglich. Jeder Stand erhält je nach Anforderung
und Möglichkeit, einen oder mehrere Anschlüsse. Die Installation dieser Anschlüsse kann nur von der Messegesellschaft durchgeführt werden. Den Bestellungen mit Formblatt “Elektro/Sanitärinstallation-Freigelände” ist eine GrundrissSkizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse ersichtlich ist.
Für die ordnungsgemäße Errichtung und Unterhaltung von Trinkwasseranlagen
auf der angemieteten Fläche ist der jeweilige Aussteller zuständig und verantwortlich, auf die DIN 1988 Teil 4 wird verwiesen. Für druckführende flexible
Leitungen zwischen Wasseranschluss und Verbraucher dürfen nur stahlummantelte Gummischläuche mit beiderseitigen Verschraubungen verwendet werden.
Die Trinkwasser führenden Anlagenteile des Ausstellers müssen vor ihrer Verbindung mit dem Wasseranschluss der Messe Düsseldorf in hygienisch einwandfreiem Zustand sein.
Die Messe Düsseldorf behält sich stichprobenartige Kontrollen vor. Diese sind
von dem Aussteller positiv zu begleiten.
Während einer Frostperiode muss der Aussteller dafür Sorge tragen, dass ausreichende Schutzmaßnahmen vor dem Einfrieren von Leitungen und Anlagen
ergriffen werden.
Eine Entnahme von Wasser aus den Unterflurhydranten ist nicht gestattet.
+
12 Kräne, Stapler, Leergut
+
13 Aufbau, Abbau, Wiederherstellung und Rückgabe des Geländes
Der Betrieb von eigenen Kränen, sonstigen Flurförderzeugen mit Fahrerstand/
Fahrersitz und Staplern im Messegelände ist nicht gestattet.
Es dürfen nur Geräte der im Gelände verpflichteten Spediteure betrieben werden. Sonstige Flurförderzeuge mit Fahrerstand/Fahrersitz fallen ebenfalls unter
das Verwendungsverbot für Aussteller und Standbauer.
Die Spediteure üben im Messegelände das alleinige Speditionsrecht aus.
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art auf den angemieteten Flächen ist
verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich durch die im Messegelände zugelassenen
Spediteure an die vorgesehene Lagerstelle für Leergut zu bringen.
Die Sperrung von Verkehrsflächen für Auf- und Abbauarbeiten muss frühzeitig
mit der Messe Düsseldorf abgestimmt werden. Baustellenabsicherungen und
ggfs. auch die Aufstellung eines Anfahr- und Anprallschutzes müssen durch
den Aussteller aufgestellt werden.
Nach Veranstaltungsende sind im Zeitraum der Abbauphase die Ausstellungsflächen in sauberem und ursprünglichem Zustand der Messe Düsseldorf GmbH
zu übergeben. Einbringungen in die Geländeoberfläche oder Aussteller eigene
Bodenmarkierungen müssen rückstandsfrei entfernt werden.
Der Austeller/Betreiber ist bis zur endgültigen Wiederherstellung der Ausstellungsfläche für die notwendige Sicherheit vor Ort verantwortlich.
+
14 Maschinengeräusche und dynamische Maschinenlasten
Die Vorführung lärmverursachender Maschinen soll im Interesse anderer Aussteller, Besucher und der ggfs. angrenzenden Wohnbebauung möglichst eingeschränkt bleiben. Die Geräusche an der Standgrenze dürfen 70 dB (A) nicht
übersteigen.
Das Betreiben von Maschinen und Anlagen mit Schwungmassekräften ist nur
dann zulässig, wenn keine Übertragung auf Gebäudeteile stattfindet. Auf die
DIN 1055 Teil 3, Absatz 8 und DIN 4024 sei verwiesen.
Auf die Lärm und Vibrationsschutzverordnung vom 06. März 2007 (BGBL I S.
261) in der Fassung vom 18.12.2008 (BGBL. 2768) wird verwiesen.
+
15 Podeste, Treppen, Rolltreppen, Tribünen,
Sonderkonstruktionen
Die Podeste, Treppen, Tribünen und Sonderkonstruktionen müssen neben
den Vorgaben durch die Technischen Richtlinien den Witterungsbedingungen
angepasst und rutschsicher ausgeführt werden.
Notwendige Treppen, die direkt an einem Verkehrsweg angrenzen, müssen
zusätzlich mit einem Anfahrschutz ausgestattet werden.
+
16 Ausgangstüren, Standzugänge
+
17 Sicherheitsbeleuchtung und Notfallräumung
+
18 Unwetterwarnungen
Zwischen Ausgangstüren und Stufen müssen Absätze von einer der Türflügelbreite entsprechenden Tiefe liegen. Vor Verkehrswegen ist ein Mindestabstand
von 1,0 m zwischen der Verkehrsfläche und den aufgeschlagenen Türblättern
der Ausgänge zu berücksichtigen. Die Absätze und Stufen müssen auf der
angemieteten Fläche liegen und dürfen benachbarte Flächen nicht beeinträchtigen. Derartige Stufen und Absätze müssen zum Verkehrsweg hin unter
Berücksichtigung der Lichtverhältnisse gekennzeichnet werden.
Bauten, in denen durch die Besonderheit ihrer Bauweise kein Tageslicht einfällt oder die auch bei Einbruch der Dunkelheit betrieben werden, bedürfen
einer zusätzlichen eigenen Sicherheitsbeleuchtung. Sie ist so anzulegen, dass
ein sicheres Zurechtfinden bis ins Freie gewährleistet ist.
Bei Zelten mit mehr als 200 m² ist eine Sicherheitsbeleuchtung (nach VDE
100-718: 2005-10 und VDE 108-100: 2005-01) erforderlich.
Die Rettungswege sind bis zur öffentlichen Verkehrsfläche zu beleuchten.
Aus Sicherheitsgründen kann die Schließung von angemieteten Flächen oder
Gebäuden und deren Räumung von der Messegesellschaft angeordnet werden.
Die Personen, die sich dort aufhalten, haben den Aufforderungen zu folgen
und sollen sich zu den jeweiligen Sammelplätzen (siehe Anlage) im Freien
begeben oder zugewiesene Hallen aufsuchen. Aussteller haben ihre Mitarbeiter
über dieses Verfahren zu informieren, eigene Räumungspläne zu erstellen und
bekannt zu machen. Sie tragen dafür Sorge, dass ihre angemietete Fläche
geräumt wird.
Bei Unwetterwarnungen sind darüber hinaus Bauten gem. den Auflagen der
Ausführungsgenehmigung (Prüf- bzw. Baubuch) zu sichern.
Bei anhaltend hohen Windgeschwindigkeiten und/oder aufsetzenden stärkeren
Böen sind die Winddrücke für alle Bauten und Anlagen im Freigelände risikoreich. Bei entsprechenden Unwetterereignissen und Unwettervorhersagen des
Deutschen Wetterdienstes (ab markantem Wetter, Warnstufe orange) ergeht
eine generelle Information an alle Aussteller und Besucher im Freigelände.
Aussteller sind in Abhängigkeit der Wetterlage angewiesen:
+ Frühzeitig Windlast reduzierende Maßnahmen zu ergreifen
+ Sicherung der Standbauanlagen und Exponate, gem. Auflagen der
Ausführungsgenehmigung (Prüfbuch) bzw. der Betriebsanleitung durchzuführen.
+ Lose Gegenstände in sichere Bereiche zu verbringen
+ Den Betrieb auf den Ständen im Freigelände einzustellen
+ Die angemieteten Flächen von Messebesuchern, Standgästen und
Standpersonal zu räumen und sich in die Messehallen zu begeben.
Den Anweisungen der Beauftragten und Mitarbeitern der Messe Düsseldorf
GmbH ist in jedem Fall und unverzüglich Folge zu leisten.
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Nutzung des Freigeländes
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19 Schneelasten
+
20 Schneeräumung/Rutschgefahren
+
21 Fahrzeugbahnen, Parcours, Teststrecken
+
22 Lagerung von brennbaren Materialien
+
23 Wassergefährdende Stoffe/brennbare Flüssigkeiten
In dem schneefreien Zeitraum von Mitte Mai bis Ende September
(15.05. bis 30. 09.) müssen keine Schneelasten berücksichtigt werden.
In den Monaten Oktober bis Mitte Mai (1.10. bis 14.05) sind die regulären
Schneelasten nach DIN EN 1991-1-4/NA (12/2010) für alle tragenden
Überdachungen nachweislich zu berücksichtigen:
+ Düsseldorf: Geländehöhe 34 m über NN
+ Schneelastzone I
+ Regelschneelast: s0 = 0,65 kN/m²
+
24 Heißarbeit/Grillen und arbeiten mit offener Flamme
Alle Heißarbeiten (Schweißen, Löten, Trennschleifen u.a.) sowie das
Arbeiten mit offener Flamme und Grillen sind ohne die Zustimmung der
Messe Düsseldorf verboten.
Eine Freigabe dieser Arbeiten kann bei der Messefeuerwehr, Durchwahl -118
beantragt werden.
Eine Haftung der Messe Düsseldorf für alle Risiken, die sich aus diesen
Tätigkeiten ergeben können, ist ausgeschlossen.
Für die Schneeräumung und die Beseitigung von Rutschgefahren auf der
angemieteten Standfläche ist der Aussteller verantwortlich. Für Schadenersatzansprüche übernimmt die Messe Düsseldorf GmbH keine Haftung.
Fahrzeugbahnen, Parcours und Teststrecken dürfen nur nach vorheriger
Genehmigung durch die Messe Düsseldorf betrieben werden. Sie müssen
so beschaffen sein, dass durch ausreichende Absperrungen und Einfriedungen
keine Gefahr für Besucher, Zuschauer und Akteure besteht. Darüber hinaus ist
darauf zu achten, dass die Benutzung von Fahrzeugen nur von eingewiesenen
Personen durchgeführt werden darf. Die Akteure müssen vor Fahrtbeginn über
die Risiken und Gefahren, die im Umgang mit dem Fahrzeug entstehen können
aufgeklärt werden und ggf. eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Für Schäden
an Personen oder Sachen haftet der Aussteller/Betreiber der Anlage.
Die Aufstellung und Lagerung von brennbaren Materialien darf nur unter
Einhaltung folgender Schutzmaßnahmen durchgeführt werden:
Die Materialien und deren Lagerstätten müssen einen Mindestabstand von
5,0 m zu Gebäuden einhalten. Die tragenden Teile der Lagerstätten müssen
aus nichtbrennbarem Material bestehen. Die Außenwände dürfen aus mindestens schwerentflammbarem Material bestehen. Die Baustoffklassen müssen
durch ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis gem. DIN 4102 oder DIN EN 13501
nachgewiesen werden. Bei der Aufstellung der Materialien müssen
Angriffsflächen für die Feuerwehr berücksichtigt werden, und ausreichende
Mengen an Feuerlöschmittel vorgehalten werden. (siehe auch
Feuerlöscher/Feuerlöschmittel)
Da beim Einfüllen brennbarer Flüssigkeiten und wassergefährdender Stoffe
ein besonderes Gefahrenmoment eintritt, ist hier mit größter Sorgfalt und
Vorsicht zu verfahren. Das Messegelände befindet sich teilweise in einer Gewässerschutzzone, innerhalb dieser Grundwasserschutzzone dürfen grundsätzlich
keine wassergefährdenden Stoffe (z.B. Erdölprodukte, organische Lösungsund Verdünnungsmittel) gelagert, verwendet oder entsorgt werden.
Verschüttete Flüssigkeiten oder Verunreinigungen durch Behälterleckagen
müssen unverzüglich aufgenommen und in geeigneten Behältern entsorgt
werden. Hierzu müssen die geeigneten Mittel (Auffangbehälter die den gesamten Nutzinhalt fassen können oder Streumittel) ständig vorgehalten werden.
Darüber hinaus müssen verschüttete wassergefährdende Stoffe sofort bei der
Sicherheitsleitzentrale, Rufnummer 0211-4560- 1 1 1 angezeigt werden.
Für jeden Stoff müssen an der angemieteten Fläche ein Sicherheitsdatenblatt
und eine Betriebsanweisung vorliegen.
Das Standpersonal muss den Anweisungen der Sicherheitsdatenblätter
und der Betriebsanweisung Folge leisten.
Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten im Schutzbereich der Hallen
(5 m Abstand zum Bauwerk) ist unzulässig.
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