„Körperliche Belastung in Hypoxie als adjuvante

„Körperliche Belastung in Hypoxie als adjuvante
Hermann Buhl Institut Bad Aibling
PD Dr. Netzer
Sektion Sportmedizin und Rehabilitation
Medizinische Klinik 2
Universitätsklinik Ulm
„Körperliche Belastung
in Hypoxie als adjuvante Therapie
beim Metabolischen Syndrom“
Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Humanbiologie der
medizinischen Fakultät der Universität Ulm
Verfassername:
Sven Haacke
Geburtsort:
Bad Bergzabern
Jahr der Vorlage im
Promotionssekretariat:
2013
Amtierender Dekan: Prof. Dr. Thomas Wirth
1. Berichterstatter: PD Dr. Nikolaus Netzer
2. Berichterstatter: Prof. Dr. Josef Högel
Tag der Promotion: 05.07.2013
Inhaltsverzeichnis:
Abkürzungsverzeichnis: ....................................................................................... V
1 Einleitung ............................................................................................................ 1
2 Methoden und Inhalte ...................................................................................... 11
2.1 Studienprotokoll ........................................................................................ 11
2.1.1 Studienaufbau .................................................................................... 11
2.1.2 Einschlusskriterien ............................................................................ 13
2.3.1 Ausschlusskriterien ........................................................................... 13
2.1.4 Ethik .................................................................................................... 14
2.1.5 Das metabolische Syndrom – die Studienparameter ...................... 15
2.1.5.1 Gewicht ......................................................................................... 15
2.1.5.2 Der Body Mass Index (BMI)......................................................... 16
2.1.5.3 Der Körperfettanteil in Prozent ................................................... 17
2.1.5.4 Die Muskelmasse ......................................................................... 18
2.1.5.5 Das viszerale Fett ........................................................................ 18
2.1.5.6 Die Waist to Hip Ratio ................................................................. 19
2.1.5.7 Der Blutdruck ............................................................................... 20
2.1.5.8 Cholesterin ................................................................................... 21
2.1.5.8 HDL/LDL ....................................................................................... 22
2.1.5.9 Triglyceride .................................................................................. 23
2.1.5.10 Blutzucker .................................................................................. 24
2.1.5.11 HbA1c ......................................................................................... 24
2.1.6 Randomisation ................................................................................... 25
2.2 Darstellung der Gruppen........................................................................... 26
2.2.1 Aquise der Probanden ....................................................................... 26
2.2.2 Darstellung der Probanden-Gruppen ............................................... 27
2.3 Eingangsuntersuchungen......................................................................... 34
2.3.1 Ergospirometrie.................................................................................. 34
2.3.2 Höhenverträglichkeitstest ................................................................. 36
2.3.3 Die Fettzellenbiopsie.......................................................................... 42
2.4 Training im Rahmen der Studie ................................................................ 46
2.4.1 Durchführung der Trainingseinheiten .............................................. 46
2.4.2 Geräteausstattung des Trainings ..................................................... 47
2.5 Hypothesenaufstellung ............................................................................. 50
III
3 Darstellung der Ergebnisse ............................................................................. 54
3.1 Auswertung der Endergebnisse ............................................................... 54
3.1.1 Deskriptive Statistiken ....................................................................... 54
3.1.2 Beschreibung der verschiedenen Messzeitpunkten ....................... 54
3.1.3 Die Entwicklung des Gewichtes........................................................ 55
3.1.4 Der Body Mass Index (BMI) ............................................................... 57
3.1.5 Das Körperfett .................................................................................... 59
3.1.6 Die Muskelmasse ............................................................................... 61
3.1.7 Das viszerale Fett ............................................................................... 63
3.1.8 Das Waist to Hip Ratio ....................................................................... 65
3.1.9 Der Blutdruck...................................................................................... 69
3.1.10 Cholesterin-Werte ............................................................................ 71
3.1.10.1 Gesamtcholesterin .................................................................... 71
3.1.10.2 Die HDL-C-Werte ........................................................................ 72
3.1.10.3 Die Triglyceride .......................................................................... 73
3.1.10.4 Der Blutzucker ........................................................................... 74
3.1.11 Der HbA 1c Wert ............................................................................... 75
3.2 Statistische Auswertung zur Mitte des Studienverlaufes ...................... 77
3.2.1 Gründe für die Zwischenauswertung ............................................... 77
3.2.2 Das Gewicht ........................................................................................ 77
3.2.3 Der Body Mass Index ......................................................................... 78
3.2.4 Das Körperfett .................................................................................... 79
3.2.5 Die Muskelmasse ............................................................................... 79
3.2.6 Das viszerale Fett ............................................................................... 80
3.2.7 Das Waist to Hip Ratio ....................................................................... 81
3.3.10 Der Blutdruck.................................................................................... 83
3.3.11 Cholesterin-Werte ............................................................................ 83
3.3.11.1 Gesamtcholesterin .................................................................... 83
3.3.11.2 Die HDL-C Werte ........................................................................ 84
3.3.11.3 Die Triglyceride .......................................................................... 85
3.3.11.4 Der Blutzucker ........................................................................... 86
4 Diskussion ........................................................................................................ 87
5 Zusammenfassung .......................................................................................... 93
6 Literaturverzeichnis ........................................................................................ 95
Abbildungsverzeichnis: .................................................................................... 102
Anhang ............................................................................................................... 106
Danksagung ....................................................................................................... 122
Lebenslauf ......................................................................................................... 123
IV
Abkürzungsverzeichnis:
AMAS
= Austrian Moderate Altitude Study
AMS
= Acute Mountain Sickness
BMI
= Body Mass Index
CRF
= Case Report Form
GCP
= Good Clinical Practice
HDL
= High Density Lipoprotein
IG
= Interventionsgruppe
LDL
= Low Density Lipoprotein
KG
= Kontrollgruppe
WHO
= World Health Organisation
Z.n.
= Zustand nach
V
1 Einleitung
Die Thematik Übergewicht und Adipositas entwickelt sich in der Bundesrepublik
Deutschland zu einem ernstzunehmenden Problem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt 2006 in ihrer „Europäische Charta zur
Bekämpfung der Adipositas“ [69] unter 1.1 „Die Adipositasepidemie ist eine der
schwersten Herausforderungen für die Gesundheitspolitik in der Europäischen
Region der WHO.“ Es ist auffällig, dass im Zusammenhang mit Adipositas in
Fachbeiträgen [26,27, 69] sehr häufig das Wort „Epidemie“ gewählt wird, was
augenfällig unterstreicht, zu welcher Brisanz sich diese Thematik gesteigert hat.
Übergewicht ist allerdings nicht nur ein deutsches bzw. europäisches Problem,
viele Staaten weltweit kämpfen mit einer zu hohen Quote an übergewichtigen
Menschen [20,www.iaso.org], mittlerweile bestehen sogar Gewichtsprobleme in
den sog. Entwicklungsländern [44], was eine besonders absurde Situation ergibt,
da nach wie vor in großen Teilen dieser Länder große Probleme mit der
Ernährung der Bevölkerung herrscht.
Auf der Homepage „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ lassen sich mit
dem Stichwort „Adipositas“ Tabellen nach bestimmten Kriterien erstellen. Bei
einem Vergleich des Body Mass Index der Jahre 1999 und 2009 stellt man fest,
dass in der BRD in allen Altersgruppen der über Achtzehnjährigen der prozentuale
Anteil der adipösen Menschen in der BRD zugenommen hat1.
Erstaunlicherweise ist bei der Gruppe der Menschen mit einem Body Mass Index
zwischen 25 und 30 in den älteren Altersgruppen ein Rückgang zu verzeichnen.
Bedingt durch diese Zunahme an übergewichtigen Menschen folgt auch eine
Zunahme der Folgeerkrankungen, die sich auf das erhöhte Gewicht beziehen
lassen. DIETERLE u. LANDGRAF beschreiben in ihrem Artikel eine Vielzahl von
„Folgeerkrankungen und Komplikationen der Adipositas“, von denen nur einige
wenige genannt werden sollen: Diabetes mellitus Typ II, Kardiovaskuläre
Erkrankungen wie die Koronare Herzerkrankung oder Schlaganfälle, sowie
pulmonale Komplikationen oder auch orthopädische Probleme, wie Arthrose und
1
Alle Tabellen mit den entsprechenden Screenprints werden in den Anhängen 1-4 (Seiten 107 bis 110)
dargestellt.
1
daraus resultierend TEP-Operationen die sich auf das erhöhte Gewicht beziehen
lassen [16]. Im Prinzip kann gesagt werden, dass beinahe alle Organsysteme
durch das zu hohe Gewicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Dennoch ist das Übergewicht kein „modernes“ Problem, Stolberg schreibt in
seinem Artikel zu “Adipositas in der vormodernen Medizin“: Entgegen landläufiger
Annahmen diskutierte die ärztliche Literatur bereits seit dem ausgehenden
Mittelalter – und teilweise im Rückgriff auf antike Autoren – intensiv die Gefahren
der Fettsucht. Stark Beleibten wurde insbesondere eine Neigung zu tödlichen
Schlaganfällen, Asthma und Faulfiebern zugeschrieben, aber auch ihr geistiges
Vermögen und ihre Fortpflanzungsfähigkeit galten als eingeschränkt.“ [57].
Die ökonomischen Dimensionen von Übergewicht sollten ebenfalls nicht aus den
Augen verloren werden. Knoll und Hauner beschreiben: „Für Adipositas und elf als
wesentlich identifizierte assoziierte Krankheiten wurden bei einem Diskontsatz von
4 % Gesamtkosten in Höhe von 13,007 Mrd. Euro und bei einem Diskontsatz von
6 % Kosten in Höhe von 12,754 Mrd. Euro ermittelt. 86,87 % (bzw. 88,98 %) der
Gesamtkosten entfielen auf die direkten und 12,68 % (bzw. 11,01 %) auf die
indirekten Kosten“ [34]. In den Vereinigten Staaten von Amerika lagen die
medizinischen Kosten 2008, die durch Übergewicht entstanden sind bei 147
Milliarden Dollar, für übergewichtige Kinder liegen diese bei 14,3 Milliarden Dollar.
Hinzu kommen noch mal 66 Milliarden Dollar für die Volkswirtschaftlichen
Folgekosten. [24]
Allerdings werden sich die wenigsten Menschen mit vermehrtem Gewicht für die
volkswirtschaftlichen Dimensionen interessieren. Was den Einzelnen eher bewegt,
sind die Fragen des alltäglichen Lebens wie z.B. wo behindert das Übergewicht
oder schließt einen gar aus den alltäglichen Möglichkeiten aus? Als Beispiel sei hier die
Achterbahn „Expedition G-Force“ im Holiday Park in Haßloch genannt. Von dieser
Fahrattraktion sind Personen aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen, wenn der
Bauchdurchmesser über ein festgelegtes Maß hinausgeht.
Zentral ist für viele Übergewichtige auch die Frage, wie sie ihr Gewicht reduzieren
können. Daraus schlagen wiederum Zeitschriften Kapital, deren Hauptintension
darin besteht, Woche für Woche neuartige Diäten anzupreisen.
2
Seit einigen Jahren wird auch die Möglichkeit propagiert, über den Aufenthalt in
den Bergen oder in so genannten Höhentrainingsräumen schnell und effektiv
Gewicht zu reduzieren.
Erstaunlich daran ist, dass sich nicht nur Fachorgane wie z.B. „Bergsteiger“ in den
Artikeln „Höhentraining im Wohnzimmer“ [45] und „In ungewohnten Höhen“ [46]
mit Trainings- bzw. Akklimatisationsmöglichkeiten im heimischen Umfeld mit
Hypoxie-Systemen beschäftigen, sondern auch Lifestyle-Magazine wie „Fit for
Fun“ in „Dünne Luft für alle“ [6]. Ganz aktuell berichtet das Magazin „SPA inside“,
„Höhentraining – macht schlank und schön“ [54] über die Möglichkeiten, durch
Training in Höhenkammern Gewicht zu reduzieren.
Im Bereich des Hochleistungssports schwören viele Sportler auf die positive
Wirkung von Höhentrainingslagern, was sich anhand physiologischer Prozesse im
Körper auch sehr gut nachvollziehen lässt. Für einen Bergsteiger, der z.B. im
Himalaja einen Berg besteigen oder eine Höhentrekkingroute gehen möchte, ist es
sinnvoll, sich auf die bevorstehende Höhe vorzubereiten, um die
Akklimatisationsprozesse im Körper schon im Vorfeld so gut wie möglich
anzustoßen. Diese positiven Wirkungen des Höhentrainings sind gut dokumentiert
und werden an dieser Stelle nicht näher berücksichtigt. [10,63]
Doch welche Gefahren bestehen beim Training in der Höhe? Was passiert mit
dem Körper in solchen Höhen? Burtscher beschreibt in „Auswirkungen akuter
Höhenexposition: Welche Höhe ist gesundheitlich verträglich?“ die
physiologischen und pathologischen Auswirkungen einer Höhenexposition, die in
extremen Fällen sogar letal enden könnten [11]. Die leichteste Ausprägung von
Höhenerkrankungen bildet die AMS (Acute Mountain Sickness). Wenn
Komplikationen in einer Höhenkammer zu erwarten sind, so ist die AMS zugleich
auch die wahrscheinlichste Erkrankung während dem Training zur
Gewichtsreduktion. Eins der allerersten Merkmale einer AMS und zugleich auch
„Leitsymptom der akuten Bergkrankheit ist der Kopfschmerz. Daneben kommen
unspezifische Symptome wie Krankheitsgefühl, Schwindel, Inappetenz, Übelkeit
und Schlafstörung vor.“ [58] Dass dies durchaus der Fall sein kann, zeigen die
Ausführungen von BERGHOLD und SCHAFFERT: „Die Häufigkeit von AMS liegt
weltweit im Durchschnitt wahrscheinlich bei rund 30 bis 50 %. In den Alpen wurde
eine Inzidenz von 9 % auf 2850 m, 13 % auf 3050 m und 34 % auf 3650 m
3
festgestellt. Insgesamt liegt die AMS-Inzidenz bis zu 3500 m bei etwa 25 % und
oberhalb von 4000 m bei über 40.“ ([8] S. 124)
Aber kann Höhentraining nun auch dabei helfen, Übergewicht schneller bzw.
einfacher zu verlieren, wie es derzeit in vielen dieser Artikel propagiert wird?
[6,45,46] In einer Zeit, in der das Übergewicht zu einem immer dringlicheren
Problem wird, müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, mit denen
übergewichtige Menschen gegen ihr Gewicht vorgehen können.
Die oben erwähnten Ergebnisse werden mittlerweile von einigen Studien, die dem
Phänomen des Gewichtsverlustes in der Höhe auf den Grund gehen wollen,
gestützt. Allerdings gibt es auch sehr viele Faktoren, die das Ergebnis des
Gewichtsverlustes in der Höhe beeinflussen. [35,40,42,49,59,68]
Zu Beginn der Forschung auf dem Gebiet des Gewichtsverlustes in der Höhe
standen Studien an erster Stelle, bei denen die Probanden wirklich in den Bergen
waren. Später kamen dann die Studien in so genannten Höhenkammern hinzu, in
denen die Bedingungen, die in der Höhe herrschen, simuliert werden.
Schon 1984 untersuchten Boyer und Blume, wie sich das Gewicht in
verschiedenen Höhen verhält und wie sich die Körperzusammensetzung verändert
[9]. Sie stellten fest: „In Caucasians, loss of body fat accounted for 70.5% of the
mean 1.9 kg weight loss during the approach march at moderate altitude but for
only 27.2% of the mean 4.0-kg weight loss during residence above 5,400 m [9].
Demnach scheint Bewegung in moderaten Höhen die Fettverbrennung zu
begünstigen.
Doch was sind die Faktoren, die einen Gewichtsverlust in der Höhe bedingen? Der
erste entscheidende Faktor wird wohl in der Höhe selbst liegen und damit direkt
zusammenhängend ist die Dauer der Höhenexposition. KAYSER schreibt: „ Altitude
exposure may leads to considerable weight loss. Most reports, showing weight
losses of 3% in 8 days at 4300m an up to 15% after 3 month at 5300 to 800m,
appear to indicate that weight loss is a function of both absolute altitude and the
duration of exposure” [32].
KAYSER wirft sogar die Frage in den Raum, ob der Gewichtsverlust nicht sogar
ein ungewünschter Nebeneffekt ist, weil er letztendlich aufgrund einer Unter- und/
4
oder Fehlversorgung mit Nahrungsmitteln erfolgt ist bzw. aus den Folgen davon
resultiert.
Er beschreibt folgende fünf Möglichkeiten für den Gewichtsverlust:
“1) a primary decrease of food intake due to loss of appetite caused, directly or
indirectly, by hypoxia, changes of menus, comfort and habits,
2) a discrepancy between energy intake and energy expenditure due to an
increased basal metabolic rate and/or high levels of activity which ar not matches
by an increased food intake,
3) a loss of body water due to increased insensible loss though increased
ventilation in the mountain environment, decreased liquid, and/or changes in water
metabolism,
4) an impaired absorption of nutrients from the gastrointestinal tract, and
5) a loss of muscle mass due to lack of physical exercise and/or direct effects of
hypoxia on protein synthesis”. [31]
BUTTERFIELD et al. versuchten den Energiehaushalt durch eine erhöhte
Energiezufuhr auszugleichen und hatten damit auch Erfolg. Immerhin schafften
fünf Personen ihr Gewicht in einer Höhe von 4300 m über 21 Tage zu halten,
anzumerken ist allerdings, dass die Probandengröße mit sieben Personen sehr
klein war [12].
WESTERTERP et al. die auch schon 1994 nach den Gründen für die
Gewichtsreduktion forschten, sahen, ähnlich wie KAYSER [31,32], in der negativen
Energiebilanz die Gründe für die Gewichtsreduktion. [64]
Neben Höhe und Verweildauer hat sicher auch die Tätigkeit in der Höhe einen
Einfluss auf den Energieumsatz. Dabei drängen sich folgende Fragstellungen auf:
1) Genügt es bereits, sich lediglich in der Höhe aufzuhalten, oder muss sich das
Individuum auch in einem bestimmten Intensitätsbereich bewegen? KAYSER [31]
beschreibt dazu in Punkt zwei eine Abnahme des Gewichtes aufgrund einer
höheren körperlichen Belastung, in Punkt fünf verweist er auf eine Reduzierung
der Muskelmasse und somit des Gewichtes durch fehlende Bewegung.
2) Ist die Appetitlosigkeit und die damit verminderte Nahrungsaufnahme die
Ursache für den Gewichtsverlust, wie KAYSER in Punkt eins beschreibt?
5
Rose et al. beschreiben in „Operation Everest II: Nutrition and body composition“,
dass die Teilnehmer, obwohl genügend Nahrung zur Verfügung stand,
kontinuierlich ihre Kalorienaufnahme verringert haben. Bei dieser Studie war die
Hypoxie die einzige Veränderung in den Umweltbedingungen. Trotz keiner
größeren körperlichen Beanspruchung haben die Probanden 7,4 kg verloren [47].
Einen vergleichbaren Versuchausbau hatten W ESTERTERP-PLANTNEGA et al [67].
Hier wurden die Probanden in einer Hypoxiekammer bis auf eine Höhe von 8848
m (Mt. Everest) gebracht. Da die Teilnehmer keiner körperlichen Betätigung
nachgingen, war auch hier die Höhe das einzige Kriterium, worauf die
Gewichtsreduktion zu beziehen war. „We conclude that the main reason was
being exposed to hypobaric hypoxia, which was isolated from other factors that
usually are part of the rigors of climbing high mountains, such as cold, stress, or
overexertion. During the 4-day recovery period, body mass increased immediately
again, to an average final weight that was 2 kg less than that at the start of the
experiment. Body mass was reduced by an average of 5.0 ± 2.0 kg; this was
caused by a negative energy balance, which was mainly due to a reduced energy
intake” [67] Auffallend ist hier, dass die Probanden unter normalen Bedingungen
wieder schnell an Gewicht zulegten, was die Nachhaltigkeit von Höhentraining in
Bezug auf Gewichtsreduktion in Frage stellt.
ARMELLINI et al, die die Stoffwechselrate von zwölf Freiwilligen beim Trekking und
Klettern in großer Höhe beobachteten, berichten auch von einer Veränderung der
Energieaufnahme. Allerdings war die körperliche Beanspruchung durch das
Klettern und Wandern deutlich höher, so dass die Gewichtsreduktion sich nicht
ausschließlich auf die Höhe zurückführen lässt. Auch hier war eine Reduktion der
Energieaufnahme um 29% festzustellen, wobei die Probanden eher mehr
Fettmasse (2/3) im Gegensatz zur fettfreien Masse (1/3) verloren[1]. ROSE et al.
berichten dahingegen: „Rthe most of the weight loss was derived from fat-free
weight” [47].
WESTERTERP et al. [64] konkretisieren ihre Ausssagen von 1994 und schreiben:
„Humans do not seem to be able to maintain energy balance at high altitude. The
critical altitude can not be defined exactly but starts between 5,000 and 6,000 m.
Imbalance between energy intake and energy expenditure seems to be mainly due
to a reduction in energy intake. The reduction in energy intake is caused by a
6
change in the appetite profile and in the attitude toward eating.” [65] Dies würde
bedeuten, dass die Probanden von BUTTERFIELD et al. [12] bei ihrem Aufenthalten
in der Höhe den „Schwellenwert, den W ESTERTERP et al. zwischen 5000 und
6000m verorten, nicht erreicht haben und es deswegen möglich war, das Gewicht
zu halten.
Diesen Aussagen widerspricht MACDONALD et al. [36] in seinem Artikel: „Body
composition at high altitude: a randomized placebo-controlled trial of dietary
carbohydrate supplementation.” Es wird berichtet: „These losses were not abated
by increasing energy intake or an initially high fat mass. Factors other than
negative energy balance must contribute to body-composition changes with
chronic hypoxia” [36].
LIPPL et al. [35] brachten ihre Probanden auf eine Höhe von 2650m. Dort in der
Umweltforschungsstation „Schneefernerhaus“, ein kleines Stück unterhalb der
Zugspitze, sollten die Studienteilnehmer nicht mehr körperlicher Betätigung
nachgehen, als an „normalen Tagen“ zu Hause. Hierfür wurde vor der Studie die
tägliche Schrittzahl gemessen, die die Probanden an einem gewöhnlichen Tag zu
Hause machten. Während der Tage im Schneefernerhaus wurde wiederum die
tägliche Bewegung anhand von Schrittzählern genau gemessen und weiterhin
wurde darauf geachtet, dass die Probanden in etwa so viele Schritte absolvierten
wie zu Hause. Zusätzlich wurde die Nahrungsaufnahme dokumentiert. Auch hier
zeigte sich eine Verringerung der Nahrungsaufnahme, obwohl ausreichend
Nahrungsmittel zur Verfügung standen. Infolge dessen kam es zu einer
Gewichtsreduktion von im Schnitt 1,7 kg im Zeitraum der Studie. Ebenso wie bei
WESTERTERP-PLANTNEGA et al. [67], wurden die Untersuchungsparameter nach
vier Wochen ein weiteres Mal erhoben und es zeigte sich auch hier wieder ein
Anstieg des Gewichtes um 0,5 kg.
SCHOBERSBERGER et al. [49] belegen in der „Austrian Moderate Altitude Study
(AMAS) 2000“ schon bei einer Höhe von 1700m positive Effekte auf die
Gewichtsentwicklung. Die Teilnehmer der AMAS 2000 befanden sich für drei
Wochen auf einer Höhe von 1700m. Während dieser Zeit wurden mehrere
geführte Wanderungen durchgeführt. Somit summierten sich in der AMAS 2000
Studie die Faktoren Höhe, Dauer der Höhenexposition und die Bewegung. Dass
7
Höhe und Zeit ein wichtiger Faktor sind, wurde bereits beschrieben. Bei der Frage,
wie stark die Bewegung die Ergebnisse verändert, lässt sich nur spekulieren.
SCHOBERSBERGER et al. [49] untersuchten verstärkt den Bereich des HerzKreislauf-Systems und konnten z.B. einen verbesserten Blutdruck nachweisen.
Allerdings zeigte sich auch, dass sechs Wochen nach Beendigung der Studie die
Blutdruck-Werte der Probanden wieder das Anfangsniveau erreicht hatten und
somit keine dauerhafte Verbesserung herbeigeführt werden konnte. Ebenso
beschreiben GUNGA et al. [21], STRAUSS-BLASCHE et al. [56] und nochmals
SCHOBERSBERGER et al. [50] die überaus positiven Ergebnisse der „Austrian
Moderate Altitude Study (AMAS) 2000“ und haben somit erstmals in einer
moderaten Höhe von „nur“ 1700m alle positiven Wirkungen der Höhenexposition,
die in vielen Untersuchungen erst für viel höhere Aufenthalte nachgewiesen
wurden, belegt.
Allen aufgeführten Studien ist gemein, dass die Probanden sich über eine längere
Zeit entweder in den Bergen oder in Hypoxiekammern aufgehalten haben. Da
dauerhafte Aufenthalte in den Bergen zwar immer mit Gewichtsverlusten
einhergingen, aber in der Nachhaltigkeit Schwächen aufwiesen, wurde in weiteren
Studien der Frage nachgegangen, ob und wie sich relativ kurze Aufenthalte in der
Höhe über Monate hinweg auswirken würden. Hierfür kamen allerdings nur die
Hypoxieräume in Frage, da das Training in der Höhe in den Alltag integriert
werden sollte. Nachteilig bei diesen Studien wirkte sich aus, dass die die
Probanden nicht als Gruppe zusammen waren und es somit nicht möglich war, die
Nahrungsgewohn-heiten oder auch das Freizeitverhalten zu kontrollieren.
NETZER [40,42] versuchte erstmals mit übergewichtigen Probanden eine neuartige
Art des Höhentrainings. „Mild physical exercise three times per week for 90 min in
normobaric hypoxia for 8 weeks...” [40]. Die Trainingshöhe entsprach hier 15
vol.% O2, was in etwa einer Höhe von 2500m gleichkommt. Die Studie zeigte im
Bezug auf „ Weight loss: The hypoxia group lost 1.14 kg in mean; the sham
hypoxia group lost no bodyweight at all” [40]. NETZER schreibt weiter: “The here
presented study of fat metabolism and weight loss in mild to moderate hypoxia is,
to our knowledge, the first one with a sham hypoxia control group” [39]. Mit den
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technischen Möglichkeiten der neuen Höhenräume sind wieder ganz neue
Forschungsansätze möglich.
WIESNER et al. [68] arbeiteten ebenfalls in einer normobaren Höhenkammer
ebenfalls mit einem Sauerstoffgehalt von 15% in der Atemluft. Dort trainierten die
Teilnehmer über einen Zeitraum von vier Wochen dreimal pro Woche eine Stunde
in der Hypoxie. W IESNER et al. erreichen folgende Ergebnisse: „In both training
groups, classical cardiovaskular risk factors, such as blood pressure or lowdensity-lipoprotein-cholesterol did not change significantly. I Body weight was
only slightly reduces in our study with similar responses in the normoxia and in the
hypoxia group” [68].
Waren hier die Parameter der Höhenexposition nicht ausreichend?
Mit der Entdeckung des Leptin 1994 [74] kam ein weiterer Faktor zu den
Überlegungen der Möglichkeiten der Gewichtsreduktion hinzu. Es dauerte weitere
vier Jahre, bis Leptin in Bezug auf Höhentraining an Bedeutung gewann. Leptin
wurde eine entscheidende Rolle für die Appetitlosigkeit zugeordnet, die in großen
Höhen ein wesentlicher Faktor für die Gewichtsreduktion zu sein scheint. [59]
TSCHÖP et al schreiben: “In summary, in two independent studies, elevated leptin
levels at high altitude were demonstrated, and found to be associated with loss of
appetite.” [60]. Ab 2002 beginnen dann immer mehr Wissenschaftler damit, die
Auswirkung der Höhen-Exposition auf den Leptin-Spiegel mit in
Untersuchungsparameter mit auf zu nehmen. Allerdings kommen bei weitem nicht
alle Studien auf die gleichen Ergebnisse wie TSCHÖP et al. [59,60]. SHUKLA et al.
(2005) [52] bestätigen die Annahme von TSCHÖP, genauso wie LIPPL et al. [35].
Bei einigen Studien blieb der Leptin-Spiegel, trotz Gewichtsverlust [7,49,71] oder
einer verminderten Körperfettmasse [3], konstant.
Daneben stehen aber auch einige Studien, bei denen die Teilnehmer Gewicht
verloren haben, der Leptin-Spiegel aber gesungen ist [2,13,62,73].
Besonders hervorzuheben ist, dass lediglich SCHOBERSBERGER et al. und LIPPL et
al. ihre Studien mit übergewichtigen Probanden durchgeführt haben, auffällig ist,
dass beide Studien nicht die gleiche Leptin Tendenz aufzeigen. Da es bei der
Studie von SCHOBERSBERGER et al. [49] aber zu einem stagnierenden LeptinSpiegel gekommen ist und es sich bei der AMAS 2000-Studie um eine Studie in
9
moderater Höhe gehandelt hat, wäre zu hinterfragen, ob die Teilnehmer der
AMAS 2000 nicht hoch genug waren, so dass sich der Leptin-Spiegel noch gar
nicht verändern konnte.
Wie ehrgeizig die Diskussion um den Leptin-Spiegel in den entsprechenden
wissenschaftlichen Kreisen geführt wird, zeigt, dass eine Stellungname von
SIERRA-JOHNSON et al. [53] zu der Arbeit von CABRERA DE LEON et al [13] im
Journal „Obesity Research“, zu einer „sofortigen“ Erwiderung von CABRERA DE
LEON et al. in der gleichen Ausgabe des Journals führte.
Auch später beschäftigt sich SIERRA-JOHNSON et al. [54] ausführlich mit der Frage,
wie sich der Leptin-Spiegel in verschiedenen Studien
(Anmerkung: Der Leptin-Spiegel wird im Rahmen der beschriebenen Studie zwar
erhoben, er wird aber erst in einer der folgenden Arbeiten genauer ausgewertet
werden.)
Zusammenfassend sei hier noch auf eine wesentliche Aussage hingewiesen, die
sich in mehreren Studien wieder findet: Alle Teilnehmer reagierten sehr gut auf
das Training in der Höhe. Aufgrund der Beanspruchung in der Höhe können
adipöse Menschen mit kleinerer Belastung in der Höhe trainieren und damit die
Beanspruchung sowohl auf das Herz-Kreislauf-System als auch auf die Strukturen
des Stütz- und Bewegungsapparates vermindern. Doch welche Höhe und welche
Verweildauer in dieser Höhe sind letzten Endes notwendig, um einen positiven
Effekt auf den Metabolismus und damit auf das Gewicht zu erreichen? Nicht
zuletzt von diesen Ergebnissen wird es wohl maßgeblich abhängen, ob ein
Training in Höhenräumen für Übergewichtige sinnvoll ist und ob das Training unter
Höhenbedingungen in der Zukunft eine Chance bekommt, auch als
Rehabilitations-bzw. Therapiemaßnahme oder auch als präventive Maßnahme
durchgeführt zu werden.
Die hier beschriebene Studie, die es in einem solchem Umfang bisher weltweit
noch nicht gegeben hat, wird sich folgender zentraler Fragestellung widmen:
Gelingt es mit einem sehr gering belastenden Training unter Höhe, Gewicht
schneller zu reduzieren als bei gleich belastendem Training unter
Normalbedingungen?
10
2 Methoden und Inhalte
2.1 Studienprotokoll
2.1.1 Studienaufbau
2.1.1.1 Durchführende Einrichtungen
Die Studie wurde als Multi-Center Studie geplant. Erster Standort war das
Hermann Buhl-Institut für Hypoxie und Schlafmedizinforschung der Paracelsus
Medizinischen Privatuniversität Salzburg in Bad Aibling, Ghersburgstr. 9.
Geschäftsführer dieses Institutes ist Herr PD Dr. med. Nikolaus Netzer, der
gleichzeitig auch Studienleiter war. Unterstützt wurde er bei der Durchführung von
Frau Sophie Keller und Herr Daniel Dupre.
Der zweite Standort war die REHAmed Gesundheitspark GmbH, Zentrum für
ambulante orthopädische und neurologische Rehabilitation in Herxheim/Pfalz,
Am Gäxwald 1.
Dieses Zentrum wird von Herrn Diplom-Ingenieur Johannes Eisinger geführt.
Verantwortlich für die Durchführung der Studie in Herxheim war
Herr Diplom- Sportlehrer Sven Haacke.
In beiden Einrichtungen wurde die Studie nach den gleichen Vorgaben und
Methoden durchgeführt, da nach Abschluss der Trainingsphase beide Gruppen
zum Zweck der statistischen Auswertung zu einer Gesamtgruppe
zusammengelegt wurden.
2.1.1.2 GCP
Für die Studie sollten wie bei einer pharmakologischen Studie, obwohl kein
Medikament und Placebo eingesetzt sondern auf die Zusammensetzung der
Einatemluft Einfluss genommen wurde GCP (Good Clinical Practice) Standards
mit einem externen Monitoring während der Studie zur Anwendung kommen.
Für jeden Teilnehmer wurde ein CRF (Case Report Form) Heft angelegt, vom
Studienleiter des jeweiligen Zentrums geführt und die einzelnen Schritte
11
(Aufklärung, Teilnahmeerklärung, Ein- / Ausschluss nach Voruntersuchung,
Zwischenuntersuchung nach 26 Trainingseinheiten, Abschlussuntersuchung nach
52 Trainingseinheiten) signiert. Das Monitoring durch die externen Monitoren,
einen mit der Durchführung pharmakologischer Multicenter Studien vertrauter
ehemaliger wissenschaftlicher Leiter der klinischen Forschung bei Sanofi-Aventis
und einem mit Hypoxie- und Höhenmedizin beschäftigten aktiven
Lehrstuhlinhaber, erfolgte dann bei einem Zwischentermin in Innsbruck und zum
Abschluss der Studie mit allen Studienleitern in Bad Aibling anhand dieser CRF’s.
2.1.1.3 Studienablauf
Die aktive Phase der Studie wurde für jeden Probanden auf ein halbes Jahr
festgelegt, was 52 Trainingseinheiten entspricht, zwei Trainingseinheiten pro
Woche vorausgesetzt. Jede Trainingseinheit baute sich aus zwei Teilen auf:
Während der ersten 90min sollten sich die Teilnehmer in einem vorgegebenen
Pulsbereich bewegen, an die sich weitere 90min anschlossen. Dieser zweite Teil
war gekennzeichnet durch den passiven Aufenthalt in der Höhe bzw. der
Shamhypoxie.
Das Training in Hypoxie erfolgte für die Interventionsgruppe auf einer simulierten
Höhe von 3500m mit einem durch die Ergospirometrie festgelegten Zielpuls im
Fettverbrennungsbereich, GLA 1 Bereich, entsprechend ca. 50%-70% der
maximalen Herzfrequenz, und der passive Aufenthalt auf einer simulierten Höhe
von 4500m. Der Zielpuls wurde auf Grund des Trainingseffektes nach 26
Einheiten durch eine erneute Ergospirometrie angepasst. Die Teilnehmer konnten
wählen zwischen dem Laufband, dem Fahrradergometer oder dem Crosstrainer
bzw. zwischen einem Wechsel der Trainingsgeräte während des Trainings. Für die
Kontrollgruppe fanden Training und Aufenthalt auf einer simulierten Höhe von
500m (keines der Studienzentren liegt über dieser Höhe) statt.
Bei der Studie handelt es sich um eine Einfachblindstudie. Eine Doppeltblindstudie
war aus technischen Gründen nicht möglich.
Um einer Beeinflussung durch eine veränderte Nahrungsaufnahme vorzubeugen,
wurden alle Teilnehmer explizit darauf hingewiesen, dass sie an ihren
momentanen Ernährungsgewohnheiten nichts verändern sollten. Es wurde
12
allerdings darauf verzichtet, dass die Studienteilnehmer ein Ernährungsprotokoll
führen sollten. Gleiches gilt für den Bereich der sportlichen Aktivitäten außerhalb
der Studie, auch hier sollten alle Probanden auf Veränderungen während der
Studienzeit verzichten.
Der experimentelle Teil der Studie wurde mit 18 -24 Monaten, Auswertung und
schriftliche Arbeiten mit 6 Monaten veranschlagt. Geplante Studiendauer: 1.1.2011
bis 31.12.2012.
2.1.2 Einschlusskriterien
Folgende Kriterien mussten vorliegen, damit die Interessenten in die engere
Auswahl der Studienteilnehmer kamen:
•
Alter: 18- 75 Jahre
•
Body Mass Index: > 30 und/oder
•
Vorliegen eines manifesten oder latenten Diabetes Mellitus Typ II
(Diagnosestellung durch einen behandelnden Hausarzt bzw. HbaC1 > 5).
Dieses Einschlusskriterium wurde allerdings drei Monate nach
Studienbeginn am 01.02.2011 gestrichen und die Ethikkommission über die
Änderung in einem Änderungsprotokoll im Juni 2012 informiert. Um das
Risiko für das metabolische Syndrom der Teilnehmer zu erfassen wurde
aber die Messung des Hba1C weiter behalten.
•
Kognitive Fähigkeit, eine Bewegungstherapie über einen Zeitraum von
mindestens 6 Monaten zu absolvieren und das Studienziel sowie die
Teilnahmeerklärung in den Grundzügen zu verstehen.
•
Körperliche Leistungsfähigkeit, eine Bewegungstherapie über einen
Zeitraum von mindestens 6 Monaten zu absolvieren
•
Schriftliche Zustimmung zur Studienteilnahme
2.3.1 Ausschlusskriterien
Sollte eines der folgenden Ausschlusskriterien bei einem Interessenten vorliegen,
war eine Teilnahme an der Studie nicht möglich:
•
Herzinsuffizienz ab NYHA 3
13
•
Zustand nach Apoplex oder Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate
•
Maligne Hypertonie und weitere schwere Erkrankungen der Inneren Organe
(instabile Angina Pectoris, dialysepflichtige Niereninsuffizienz,
Lungenemphysem, die eine körperliche Belastung bis wenigstens 50% der
maximalen Belastungsherzfrequenz unmöglich machen. COPD, chronische
Niereninsuffizienz, Adipositashypoventilation, KHK, stabile Erkrankungen
des Magen-Darmtraktes und Karzinomerkrankungen im Ruhezustand sind
per se keine Ausschlusskriterien, da sie häufige Komorbiditäten bei dem
Patienten- bzw. Probandenklientel sind und oft in Zusammenhang mit dem
metabolischen Syndrom stehen.
•
Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten bzw. Demenz, die ein
grundsätzliches Verstehen des Studienziels und der Teilnahmekriterien
unmöglich machen.
•
Erkrankungen des Bewegungsapparates, die eine körperliche Belastung bis
50% der maximalen Belastungsherzfrequenz unmöglich machen (eine
körperliche Behinderung mit Rollstuhlpflichtigkeit, bzw. der Zustand nach
Amputation ist kein Ausschlusskriterium, wenn eine körperliche Belastung
mit Hilfsmitteln möglich ist).
•
Schwangerschaft
•
Abfall der arteriellen Sauerstoffsättigung beim Höhenverträglichkeitstest
unter 70%.
2.1.4 Ethik
Das Studienprotokoll und die Teilnehmerinformationen sowie das Formblatt für die
schriftliche Zustimmung zur Studienteilnahme wurden der Ethikkommission des
Landes und der Universität Salzburg zur Prüfung vorgelegt und diese genehmigte
das Studienprotokoll in der ursprünglichen Fassung am 23.08.2007. Ein
Änderungsprotokoll mit dem Verzicht auf ein Einschlusskriterium (Latentes
Diabetes) und auf einige ursprünglich vorgesehene Untersuchungen
(Muskelbiopsie) wurde der Ethikkommission im Juni 2012 vorgelegt un dvon der
Kommission im August 2012 genehmigt.
14
Vor Teilnahmebeginn wurden die Teilnehmer durch eine Teilnehmerinformation in
Form einer Informationsveranstaltung und im Anschluss durch ein Einzelgespräch
mit dem Studienleiter vor Ort (Arzt, Diplom-Sportlehrer) über die Art der Studie vor
dem Unterzeichnen der Zustimmung zur Teilnahme und dem möglichen
Einschluss in die Studie ausführlich informiert. Bei den Teilnehmern, die daraufhin
ihre schriftliche Zustimmung zur Teilnahme an der Aktion und der Bereitschaft zu
den ärztlichen (Vor-) Untersuchungen sowie der anonymen Datenverarbeitung
erklärt hatten erfolgte die Untersuchungen zur Erfassung der Ein- und
Ausschlusskriterien (Inhalt und Umfang siehe unter Kapitel 2.3,
Eingangsuntersuchungen).
Alle schriftlichen Einverständniserklärungen mussten vorliegen bevor mit den
ersten Untersuchungen begonnen wurde.
Da keine minderjährigen Teilnehmer eingeschlossen wurden, entfiel die
notwendige Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
2.1.5 Das metabolische Syndrom – die Studienparameter
Unter dem metabolischen Syndrom versteht man die Kombination von Adipositas,
Hypertonie, Dyslipidämie und Insulinresistenz.
Im Folgenden werden Parameter dargestellt, die sich auf die genannten einzelnen
Symptome bzw. Erkrankungen des metabolischen Syndroms beziehen.
2.1.5.1 Gewicht
Das Körpergewicht in kg wurde als Einzelparameter zur Berechnung des Body
Mass Index als Einschlusskriterium erhoben.
Alle Studien mit dem Thema „Gewicht und Höhe“ zeigen auf, dass unter
Höhenbedingungen Testpersonen effektiver Gewicht verlieren. Der hauptsächlich
Unterschied besteht in der Höhe und der Dauer der Höhenexposition, allerdings
können nicht alle Studien einen signifikanten Zusammenhang zwischen der
Gewichtreduktion und der Höhe nachweisen [21,25,35,40,50,68]
15
2.1.5.2 Der Body Mass Index (BMI)
„Der BMI ist definiert als Quotient aus dem Körpergewicht (in kg) und dem
Quadrat der Körpergröße (in m) (i.e. BMI in kg/m2). Das Konzept des BMI geht
zurück auf den Pionier der Anthropometrie und Statistik, dem belgischen
Anthronomen Adolphe Quetelet, der im Jahre 1869 erkannte, dass das Gewicht
eine Funktion des Quadrats der Größe ist“ [39].
Der Begriff: Body Mass Index wurde zum ersten Mal 1972 von Ancel Keys in
seinem Artikel: „Indices of relative weight and obesity“ [15] erwähnt. Er schreibt:
„The ratio of weight to height squared, here termed the body mass indexR“. Er
definierte somit einen neuen Begriff, der in der Zukunft eine große Rolle in der
Gewichtsbeurteilung spielen sollte, obwohl dies gar nicht im Sinne von Keys war.
Er wollte vielmehr ein Instrument zur Bestimmung von Bevölkerungsgruppen. „The
body mass index seems preferable over other indicies of relative weight on these
grounds as well on the simplicity of the calculation and, in contrast to percentage
of average weight, the applicabillity to all populations at all time”[33]. Die
Behauptung, dass ein
US-amerikanischer Lebensversicherer den Body Mass Index heranzog, um das
Gewicht seiner Versicherten zu beurteilen, wie sie in einigen nicht
wissenschaftlichen Publikationen auftaucht, konnte an dieser Stelle nicht verifiziert
werden. Auch die WHO ging dann Anfang der 1980er Jahre dazu über, den Body
Mass Index als Kriterium zur Beurteilung des Körpergewichtes zu benutzen.
Leider hat der BMI auch einige Schwachstellen. Müller et al. schreiben: „Die
Beziehung zwischen BMI und Fettmasse ist fragwürdig bei sehr kleinen
(Körpergröße < 150cm) und sehr muskulösen Menschen“ [39]. Sportler mit einem
hohen Anteil an Muskelmasse haben einen BMI, der ihnen Übergewicht
bescheinigt. Aus diesem Grund fließen in die Ergebnisse der Studie neben dem
BMI auch der Körperfettanteil, die Muskelmasse und das viszerale Fett mit ein.
Da das Gewicht in den BMI mit einfließt, ist bei allen Studien, die eine
Gewichtsreduktion (siehe Kapitel: 2.1.5.1) nachweisen konnten, automatisch eine
Verbesserung des BMI’s zu verzeichnen.
16
2.1.5.3 Der Körperfettanteil in Prozent
Mittels der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) wird festgestellt, wie groß der
prozentuale Anteil am Körpergewicht durch Fettmasse ist. Die Bioelektrische
Impedanzanalyse wird in Kapital 2.4.2.1 auf der Seite 43 näher erläutert. Wie groß
die verschiedenen Anteile sind, die zwischen Männern und Frauen variieren und
auch vom Alter abhängig sind, zeigt die Tabelle 1.
Tabelle 1: Interpretation der Ergebnisse für den Körperfettanteil (in %)
(aus: [43] – Gebrauchsanweisung S.47)
Geschlecht
Weiblich
Männlich
Alter
- (Niedrig)
18-39
< 21,0%
40-59
< 23,0%
60-80
< 24,0%
18-39
< 8,0%
40-59
< 11,0%
60-80
< 13,0%
0 Normal
+ (Hoch)
21,0 –
33,0 –
32,9%
38,9%
23,0 -
34,0 –
33,9%
39,9%
24,0 –
36,0 –
35,9%
41,9%
8,0 – 19,9%
20,0 –
24,9%
11,0 -
22,0 –
21,9%
27,9%
13,0 – 24,9
25,0 –
29,9%
++ Sehr
hoch
≥ 39,0 %
≥ 40,0%
≥ 42,0%
≥ 25,0%
≥ 28,0%
≥ 30,0%
Der Autor der Tabelle schreibt, dass die Tabelle auf den Forschungsergebnissen von
Gallagher et al 2000 basiert, „Healthy percentage body fat ranges: an approach for
developing guidelines based on body mass index. American Journal of Clinical Nutrition,
72:694-701“ und von Omron Healthcare in vier Stufen eingeteilt wurde.
Alle Studien, die das Körperfett mit in ihr Untersuchungsprofil mit aufgenommen
hatten, konnten eine Reduzierung des Körperfetts zeigen. Auch hier unterteilen
17
sich die Studien mit einer signifikanten Reduzierung [21,25,50], von denen mit
einer nicht-signifikanten Reduzierung des Körperfettes [35].
2.1.5.4 Die Muskelmasse
Der prozentuale Anteil der Skelettmuskulatur wird ebenfalls durch die
Bioelektrische Impedanzanalyse errechnet. Diese Werte werden in Tabelle 2
dargestellt.
Tabelle 2: Interpretation der Ergebnisse für den Skelettmuskelanteil (bei
Erwachsenen) (aus: [43] – Gebrauchsanweisung S.48), Angaben basieren auf den Werten
von Omron Healthcare
Geschlecht
Weiblich
Männlich
Alter
- (Niedrig)
18-39
< 24,3%
40-59
< 24,1%
60-80
< 23,9%
18-39
< 33,3%
40-59
< 33,1%
60-80
< 32,9%
0 Normal
+ (Hoch)
24,3 –
30,4 –
30,3%
35,3%
24,1 –
30,2 –
30,1%
35,1%
23,9 –
30,0 –
29,9%
34,9%
33,3 –
39,4 –
39,3%
44,0%
33,1 –
39,2 –
39,1%
43,8%
32,9 – 38,9
39,0 –
43,6%
++ Sehr
hoch
≥ 35,4 %
≥ 35,2%
≥ 35,0%
≥ 44,1%
≥ 43,9%
≥ 43,7%
Speziell auf den Muskelanteil eingegangen ist nur LIPPL et al. [35] und sie konnten
eine nicht-signifikante Steigerung der Muskelmasse aufzeigen.
2.1.5.5 Das viszerale Fett
„Die Fettpolster im menschlichen Körper werden eingeteilt in subkutan (unter der
Haut) und viszeral oder intra-abdominal, das bedeutet im Bauch, um die inneren
18
Organe herum.
Dabei gilt das viszerale Fett als besonderer Risikofaktor und als einer der
"Bestandteile" des metabolischen Syndroms.
Die Fettpolster um die inneren Organe herum sind deswegen so gefährlich, weil
sie Hormone produzieren, die Entzündungsvorgänge fördern und so den ganzen
Organismus ungünstig beeinflussen.
Je mehr Fett im Bauch vorhanden ist, desto mehr dieser Botenstoffe werden
produziert. Die Entzündungen wiederum lösen höchstwahrscheinlich Krankheiten
wie Diabetes, Herzinfarkte oder gar Alzheimer aus.“
Zitiert von: www.med.de/lexikon/viszerales-fett.htlm (Screenprint siehe Anhang 5
auf Seite: 111)
Auch für das viszerale Fett gibt es eine Tabelle mit Normwerten.
Tabelle 3: Interpretation der Ergebnisse für den viszeralen Fettanteil.
(aus: [43] – Gebrauchsanweisung S.47) Angaben basieren auf den Werten von Omron
Healthcare
Viszeraler Fettanteil
Klassifikation des Anteils
1-9
0 (Normal)
10-14
+ (Hoch)
15-30
++ (Sehr hoch)
Das viszerale Fett wurde in keiner der bekannten Studien ermittelt.
2.1.5.6 Die Waist to Hip Ratio
Die Waist to Hip Ratio setzt sich im Grunde genommen aus zwei Werten
zusammen, die, jeder Wert für sich genommen, schon eine gewisse Aussagekraft
haben. Anhand des Taillenumfangs (Waist) kann schon ein metabolisches Risiko
abgeleitet werden. Müller et al. schreiben: Ein Taillenumfang <79 (Frauen) bzw.
<93 (Männer) bedeutet ein niedriges metabolisches Risiko. Ein erhöhtes Risiko
besteht bei Werten zwischen 80-88 (Frauen) bzw. 94-102 (Männer). Bei einem
Taillenumfang >88 (Frauen) bzw. >102 (Männer) ist das Risiko deutlich erhöht
[39].
19
„Ein hoher Hüftumfang (= periphere Fettverteilung) erscheint im Vergleich zum
Taillenumfang protektiv gegenüber Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen,
bei Werten > 100cm ist dieser protektive Effekt nicht mehr nachweisbar“[39].
Der Taillenumfang wurde von zwei Studien [35,68] publiziert, in beiden Fällen kam
es zu einer nicht-signifikanten Reduzierung des Umfangs.
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) publiziert
folgende Tabelle als Normwerttabelle für die Waist-to-Hip-Ratio:
Tabelle 4: Normwerte für den Waist to Hip Ratio
(aus: [15] Seite: 26)
Normalgewicht
Übergewicht
Adipositas
Frauen
< 0,8
0,8-0,84
> 0,85
Männer
< 0,9
0,9-0,99
>1,0
Weder die Waist to Hip Ratio, noch der Hüftumfang wurde in den bekannten
Studien eruiert.
2.1.5.7 Der Blutdruck
Für den Blutdruck beschreibt die DGSP folgende Kriterien: Normalwerte: ≤ 140/90
mmHg. Abklärung bei erhöhten Werten gemäß Leitlinien der Hochdruckliga [15].
In dieser Dissertation wird allerdings lediglich auf die Veränderungen des
Blutdruckes eingegangen, ohne die genauen Parameter der
Leistungsergospirometrie oder des Herz-Kreislaufsystems zu untersuchen.
Alle Studien [25,35,50] die den Blutdruck als eigenständiges
Untersuchungsmerkmal hatten zeigten Verbesserungen, sowohl beim
Diastolischen, wie auch beim systolischen Blutdruck, die einzige Ausnahme sind
WIESNER et al. [68], die beim systolischen Blutdruck keine Veränderung feststellen
konnte.
20
2.1.5.8 Cholesterin
Das Gesamtcholesterin, als ernährungsbedingter Risikofaktor, muss zusammen
mit dem HDL-Cholesterin beachtet werden, um möglichst viele Faktoren in diese
Studie einfliesen zu lassen und zu ergründen, wie die verschiedenen Parameter
auf die Höhe reagieren.
„Cholesterin ist ein essenzieller Nahrungsbestandteil, zählt als fettähnliche
Substanz zur Klasse der Sterine; zuerst in der Galle gefunden. Es ist ein
unentbehrlicher Strukturbestandteil aller tierischen Zellmembranen, bildet den
Ausgangsstoff für die Herstellung von Gallensäure, Vitamin D, die Steroidhormone
der Nebenniere und von SexualhormonenI. Im Blut liegt das Cholesterin
überwiegend in seinen mit Fettsäuren veresterten Formen vor, den durch ihre
physikalischen Eigenschaften unterscheidbaren Lipoproteinen mit geringerer
(LDL; Low Density Lipoproteins) und höherer (HDL; High Densitiy Lipoproteins)
Dichte.“ „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ (www.gdb.de) abgerufen am
11.12.12
„Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut (Hypercholesterinämie) zählt zu den
ernährungsbedingten Risikofaktoren. Als Richtwerte gelten: Warnbereich 200-250
mg/dl, behandlungsbedürftiges Risiko ab 250 mg/dl Serum
Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut gilt als wesentlicher Risikofaktor für die
Entstehung von Arteriosklerose, da sich Cholesterin und seine Verbindungen
(bes. LDL) in den Gefäßwänden ablagern und anschließend verkalken
können. Statistisch lässt sich bei Hypercholesterinämie und bestimmten Faktoren
der Hyperlipoproteinämie ein gehäuftes Auftreten von Artiosklerose, Herzinfarkt
und Schlaganfall nachweisen, wodurch die Lebenserwartung verkürzt wird“ [61].
Tendenziell scheint eine Höhenexposition eher geringe Effekte auf den
Gesamtcholesterinspiegel zu haben; SCHOBERSBERGER et al.[49] beschreiben
keine signifikanten Unterschied, sagen allerdings nicht in welche Richtung sich die
Werte verändert haben. Alle anderen Untersuchungen, die den Cholesterinwert
aufführen, beschrieben alle eine leichte, nicht signifikante, Reduzierung des
Gesamtcholesterinspiegels [25,35,39].
21
2.1.5.8 HDL/LDL
Die Bestimmung des High Density Lipoprotein (HDL) während dieser Studie ist in
dessen Wirkung auf die Gesundheit des Herzkreislaufsystems begründet. „Das
HDL-Cholesterin ist bei Hypercholesterinämie Indikator für das Ausmaß der nicht(oder anti-) atherogenen Wirkung des Cholesterins“ [39]. Es wird deshalb
volkstümlich auch als das „gute“ Cholesterin bezeichnet. Weitere positive
Wirkungen stellt BARTER in seinem Artikel „Is high-density lipoprotein the protector
of the cardiovascular system?“ [4] dar. Hier schreibt er „Findings in
epidemiological studies indicate that each 1% increase in HDL-C equates with an
approximately 1% decrease in CHD risk.” [4]. MÜLLER et al beschreiben weiter: “R
körperliches Training erhöht die HDL-Konzentration im Serum“ [39]. Ein hoher
HDL-Spiegel ist also ein Ziel, das mit den Mitteln dieser Studie erreichbar ist.
Aus den verschiedenen Studien zeigen sich für das HDL-C folgende Ergebnisse:
LIPPL et al. [35] zeigte eine Reduzierung des HDL-C-Levels, SCHOBERSBERGER [49]
eine signifikante, NETZER et al. [40] eine signifikante Steigerung im Verhältnis zu
LDL und HAUFE [25] lediglich eine leichte Steigerung der HDL-C-Werte.
Das LDL hingegen ist das Gegenteil zum HDL. Es wird deswegen auch gerne als
„böses“ Cholesterin bezeichnet. „Das LDL-Cholesterin im Serum ist bei
Hypercholsterinämie ein Indikator der Atherogenität“ [39]. Es besteht also generell
das Ziel darin, die LDL-Werte so klein wie möglich zu halten: „dass außer einer
Diät auch Sport dafür sorgen kann, das LDL-Profil positiv zu beeinflussen,R“ und
„dass mit sportlicher Betätigung der Anteil der verschieden großen LDL-Partikel
positiv von klein nach groß verändert werden kann“ beschreibt HALLE in seinem
Artikel: „Atherogenität einfach wegtrainieren“ [22]. Er zeigt sogar auf, dass
„untrainierte Schlanke und trainierte Dicke ein ähnliches LDL-Profil und damit ein
vergleichbares kardiovaskuläres Risiko haben“ [22].
Das Einschätzen der HDL- und LDL-Werte basiert nicht nur auf dem Abgleichen
mit den Referenzwerten, vielmehr müssen auch andere Risikofaktoren, wie z.B.
das Rauchen, in die Überlegungen mit einbezogen werden, um die Werte richtig
zu deuten.
Zu den LDL-Werten schreiben MÜLLER et al: „Wünschenswert gemäß European
Task Force sind Werte unter 3,0 mmol/l, 3,0 – 4,9 mmol/l zeigen ein mäßiges
22
Risiko, Werte > 4,9 mmol/l ein hohes Risiko an“ [39]. „Die wünschenswerten
Bereiche für die HDL-Konzentration im Serum sind für Frauen >1,7 mmol/l und für
Männer >1,5 mmol/l“ [39].
Die LDL-Werte wurden allerdings im Rahmen dieser Studie nicht erhoben.
2.1.5.9 Triglyceride
Bei den Triglyceriden handelt es sich um natürlich vorkommende Fette, die die
Menschen über die Nahrung aufnehmen. Triglyceride bestehen aus „einem
Glycerinmolekül und drei Fettsäuren“ [48]. Sie schwimmen im Blut zu
verschiedenen Depots und werden dort im Gewebe gespeichert und geben
unserem Körper bei Bedarf Energie ab. Das eigentliche Problem der Triglyceride
besteht darin, dass „Triglyceride sich mittlerweile als unabhängiger Risikofaktor für
Arterioskerlose und die damit verbundene erhöhte Sterblichkeit erwiesen haben.
Eine über 24 Jahre dauernde Studie in China ergab eine Verdoppelung des
Sterberisikos bei einem Anstieg der Triglyceride um 82 mg/dl“ [48].
„Meist geht ein erhöhter Triglyceridspiegel im Blut mit einem niedrigen HDLCholesterin einher. Und: Niedriges HDL-Cholesterin ist ein weiterer Risikofaktor
für Gefäßerkrankungen“ [48].
Eine Tabelle zur Einschätzung der Triglycerid-Werte findet sich bei MARTINEZ [37].
Tabelle 5 Normwerte für Triglyceride, aus: Martinez [37]
Unter 150 mg/dl
Normal
150 – 199 mg/dl
Grenzwertig erhöht
200 – 499 mg/dl
Erhöht
Über 499 mg/dl
Stark erhöht
SCHOBERSBERGER et al.[49] fanden während der AMAS 2000 keinen signifikanten
Unterschied für die Triglyceride. HAUFE et al. [25] hingegen zeigten eine
signifikante Reduzierung der Triglyceride, ebenso LIPPL et al.[35], allerdings
steigen hier die Werte nach der Höhenintervention sogar über den Ursprungswert
hinaus, wieder an. NETZER et al.[40] erreichten bei ihrer Studie eine Reduzierung
des Triglycerid-Levels, diese war allerdings nicht signifikant.
23
2.1.5.10 Blutzucker
Der Blutzuckers, also die Glukose im Blut, ist für den Körper vor allem aber für das
Gehirn ein wichtiger Energielieferant. Doch die Glukose braucht Insulin, um
überhaupt seine Funktion als Energielieferant erfüllen zu können. Ist diese
Insulinproduktion gestört führt dies zu der Diagnose Diabetes, die sich bei
Übergewichtigen oftmals als ein Teil des metabolischen Syndroms manifestiert.
„Dieser Glukosespiegel ist relativ einfach messbar, und Diabetes ist ist darum eine
der wenigen Erkrankungen, die sich eindeutig über standartisierte Messwerte
erfassen lassen. Dies geschieht leider oft zu spät, da der erhöhte
Blutzuckerspiegel keine subjektiven Symptome oder gar Schmerzen verursacht.
Mittel- und langfristig führt der erhöhte Blutzuckerspiegel aber zur Zerstörung von
Blutgefäßen und Nerven und der durch diese versorgten Organe“ [29].
Um solchen Ereignissen vorzubeugen, ist es notwendig den Blutzuckerspiegel, bei
entsprechenden Verdachtsmomenten, zu messen. HUBER schreibt hierzu: „Dieser
(der Blutzuckerspiegel) beträgt normalerweise nüchtern 60 – 110 mg/dl.
Als Kriterien zur Diagnose eines Blutzuckers gelten:
Nüchternglukose von mehr als 126 mg/dl (Plasma venös)
Nüchternglukose von mehr als 110 mg/dl (Vollblut kapillär)“
Auch im Bereich des Blutzuckers, ist es von Interesse, wie sich das Training unter
Höhenbedingungen auf die Werte auswirkt.
SCHOBERSBERGER et al. [49] (signifikant) und LIPPL et al. [35] zeigten auch in
diesem Bereich die positiven Auswirkungen der Höhe auf den Organismus
2.1.5.11 HbA1c
„Die Messung des glykosiylierten Hämoglobins dient der Beurteilung der
Stoffwechseleinstellung von Patienten mit Diabetes mellitus. I Der Normalbereich
für das glykosiylierte Hämoglobin HbA1c beträgt 4,4 – 6,1% am Gesamt-Hb. I
Die Werte HbA1-und HbA1c- Werte werden sowohl im Hinblick auf die
Blutzuckereinstellung der Patienten als auch für die Prognose bezüglich des
Auftretens von Komplikationen bewertet. Aufgrund seiner höheren Spezifität wird
heute der HbA1c-Wert allgemein als Einstellungskriterium von Diabetikern
24
bevorzugt. Für die Diagnose von Diabetes wird HbA1 und HbA1c nicht empfohlen“
[39].
2.1.6 Randomisation
Die Randomisation der Studienteilnehmer fand nach den
Eingangsuntersuchungen statt, nachdem klar war, wie viele Teilnehmer auch
wirklich an der Studie teilnehmen konnten.
Die Randomisation wurde als geblockte Randomisation in Anlehnung an den
Vorgaben von SCHUMACHER/SCHULGEN ([13] 197) durchgeführt. Um gleich große
Gruppen nach der Randomisation zu erhalten, wurden vier Gruppen gebildet. Die
erste Gruppe umfasste zehn Studienteilnehmer, alle weiteren acht Probanden. Es
wurde vor der Zulosung der Gruppen festgelegt, dass immer die fünf bzw. vier
kleineren Werte je Block der Interventionsgruppe und die fünf bzw. vier größeren
Werte der Kontrollgruppe zugeordnet werden. Die Zuordnung zu den
verschiedenen Blöcken wurde aufgrund der während der
Eingangsuntersuchungen zugeordneten Probanden-Nummern durchgeführt. Block
eins waren die Teilnehmer H-1-001 bis H-1-010, Block zwei waren die Teilnehmer
H-1-011 bis H-1-019. In diesem Block kam es zu einer Verschiebung der
Probanden-Nummern, da der Proband H-1-012 bedingt durch einen Autounfall
nach den Eingangsuntersuchungen ausschied. Die Blöcke drei und vier wurden
entsprechend des Schemas weitergeführt.
Die genutzte Zufallszahlentabelle stammt aus FRIEDRICH/PIETSCHMANN ([19] 505).
Als Anfangszahl der Randomisation wurde willkürlich die Zahl 16542 aus der
ersten Zeile und der vierten Spalte genutzt, dann wurde allen Studienteilnehmern
in der Abfolge der Zufallszahlentabelle ein Wert zugeordnet. Anschließend wurden
innerhalb der vier Blöcke jeweils die Zahlen aufsteigend sortiert und somit, wie
oben dargestellt, die Studienteilnehmer der Interventions- und Kontrollgruppe
zugeordnet.
25
2.2 Darstellung der Gruppen
2.2.1 Aquise der Probanden
Einige Monate vor Beginn der Studie wurde ein Aushang (siehe Anhang Seite:
112) im Reha-Zentrum Herxheim an verschiedenen Stellen angebracht. Der
größte Teil der Probanden meldete sich aufgrund dieses Aushanges zu einem
ersten Gespräch beim Studienleiter in Herxheim an. Weitere Probanden kamen
aufgrund persönlicher Empfehlungen anderer Interessenten. Auch die Patienten,
die in Herxheim eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme durchführten,
interessierten sich dafür, an der Studie teilzunehmen. Hier musste allerdings in
erster Linie geklärt werden, ob die Erkrankung der Patienten überhaupt eine
Teilnahme zuließ. Der letzte Teil der Interessenten kam aus dem im RehaZentrum Herxheim angebotenen Gewichtsreduktionskurs „Schwere-Los“. Alle
Probanden erhielten ein erstes Informationsschreiben über den Ablauf der Studie
(siehe Anhang Seite: 113).
Mit allen Interessenten wurde ein persönliches Gespräch über die
Zugangskriterien bzw. die Ausschlusskriterien zur Studie geführt. Des Weiteren
wurde der zeitliche Aufwand für jeden Teilnehmer und auch die verschiedenen
Untersuchungen erklärt. Bestand seitens des jeweiligen Interessenten nach
diesem Gespräch noch der Wunsch an der Studie teilzunehmen, wurden seine
persönlichen Daten aufgenommen. Gleichzeitig wurde ihm ein Fragebogen (siehe
Anhang Seite: 115) ausgehändigt, der auszufüllen war und in letzter Instanz über
eine Teilnahme an der Studie entschied.
Kurz vor Beginn der Praxisphase der Studie gab es einen letzten
Informationsabend, bei dem alle Bedingungen der Studie noch einmal
durchgesprochen und zugleich die Trainingszeiten dargestellt wurden. Ein weiterer
positiver Effekt des Abends war ein erstes Kennen lernen der Studienteilnehmer
untereinander.
26
In Bad Aibling erfolgte die Probandenaquise via Bekanntmachung der Studie in
der lokalen Tageszeitung (OVB) und einer Einladung zu einem ersten
Informationsabend, anschließend erfolgte die weitere Aquise wie in Herxheim.
2.2.2 Darstellung der Probanden-Gruppen
2.2.2.1 Verlauf bis zur endgültigen Gruppenfindung
Alle Probanden waren zu Beginn der Studie übergewichtige Menschen mit einem
Body Maß Index von 30 und mehr. Der jüngste Teilnehmer war 20 Jahre alt, der
älteste 66 Jahre.
Die Gruppe der Probanden setzte sich zusammen aus den Teilnehmern aus Bad
Aibling und den Teilnehmern aus Herxheim /Pfalz.
In Bad Aibling waren nach den Erstuntersuchungen 30 Personen (21 Frauen / 9
Männer) geeignet und bereit, an der Studie teilzunehmen. Bei allen wurde die
Eingangsbiopsie durchgeführt.
In Herxheim/Pfalz waren 35 Personen (19 Frauen / 16 Männer) geeignet. Alle 35
ließen die Erstbiopsie vornehmen.
Im Folgenden wurde mit einer Gesamtgruppe von 65 Probanden weiter geplant.
Von diesen 65 Personen wurden 31 Probanden der Interventionsgruppe (IG) und
34 Personen der Kontrollgruppe (KG) nach einem randomisierten Verfahren
zugelost. Zu der leichten Verschiebung der Gruppengröße in der Kontrollgruppe
kam es durch eine um zwei Personen größere Kontrollgruppe in Bad Aibling.
In Tabelle 5 sind die wichtigsten Daten der Eingangsanalyse dargestellt.
27
Tabelle 6: Eingangsdaten zum Zeitpunkt Baseline „0“
Gesamtgruppe
Interventionsgruppe
Kontrollgruppe
N=
65
31
34
Sex
w = 40
m = 25
w = 19
m = 12
w = 21
m = 13
49,3
50
48
(23-67)
(23-67)
(25–67)
106,5
106,3
106,6
(74-169,5)
(74-169,5)
(80,5-146,9)
37,1
37,3
36,9
(30,0–62)
(30–56,8)
(30,3-49,1)
43,7
43,4
43,9
(20,6-60,7)
(20,6-60,7)
(31,1-57,7)
25,2
25,3
25,2
(17,9 - 36,1)
(17,9-36,1)
(18,9-31,6)
13,7
13,2
1,0
(7 – 29)
(7 – 29)
(0,8-1,2)
Alter
Gewicht
(Range)
BMI
(Range)
Fettanteil
in %
(Range)
Muskelanteil
in %
(Range)
Viszerales Fett
(Range)
Waist to Hip
Ratio
(Range)
0,94
14
0,9
(0,75-1,24)
(8 – 25)
(0,8-1,1)
Cholesterin
(Range)
200,05
(104 – 309)
201,57
(109 – 285)
199,87
(104 – 309)
48,97
(12,5 – 84,4)
44,62
(23,30 – 71,40)
53,01
(12,50 – 84,40)
198,66
(41 – 694)
235,25
(41 – 694)
167,63
(64 – 361)
117,03
(66 – 324)
123,39
(76 – 324)
111,17
(66 – 244)
HDL-C
(Range)
Triglyceride
(Range)
Blutzucker
(Range)
28
Bedingt durch berufliche und gesundheitliche Gründe sowie einen Autounfall
mussten leider einige der Probanden (Bad Aibling: fünf, Herxheim: neun
Personen) nach kurzer Zeit das Training beenden bzw. konnten dieses erst gar
nicht aufnehmen.
Eine einzige Probandin (H-1-034) brach während der ersten Trainingseinheit die
Teilnahme an der Studie ab, da sie vermutete, in der Kontrollgruppe zu sein und
sie deshalb nicht bereit war, den hohen zeitlichen Aufwand in Kauf zu nehmen, da
sie nicht mehr an einen Erfolg bzw. eine Gewichtsreduktion glaubte.
Nach Rücksprache mit Prof. Dr. Dr. Martin Burtscher, Universität Innsbruck (einem
der zwei offiziellen Monitore der Studie), wurden alle Teilnehmer, die bis zur 10.
Einheit nicht mehr an der Studie teilgenommen haben, aus der Studie heraus
genommen und die offizielle Probandenzahl um die Anzahl der „Aussteiger“
reduziert.
Bedingt durch die Ausfälle ergab sich eine neue Zusammensetzung der
Studienteilnehmer bzw. der beiden Gruppen. In Bad Aibling verblieben 25
Probanden (19 Frauen und 6 Männer) und in der Herxheimer Studiengruppe 26
Probanden (16 Frauen und 10 Männer). Die Altersstruktur veränderte sich
dadurch nur unwesentlich. Durch das schon durchgeführte
Randomisierungsverfahren umfasste die Interventionsgruppe nun 25 Teilnehmer
und die Kontrollgruppe 26.
Bis zur letzten Messung brachen weitere 19 Probanden die Studie ab. Auch hier
ist nur ein Fall bekannt, bei dem das Abbrechen direkt mit der Studie zu tun hatte:
Die Probandin H-1-008 hatte Angst vor der zweiten und dritten Biopsie und wollte
aus diesem Grund nicht länger an der Studie teilnehmen. 32 Personen beendeten
die Studie mit der Durchführung der letzten Biopsie.
Die Drop-Out Quote für die gesamte Studie betrug damit 37,25%. Bezogen auf die
beiden Gruppen, haben in der Interventionsgruppe neun Teilnehmer (Drop-Out =
36,0%) die Studie nicht zu Ende geführt. Ebenso neun Teilnehmer haben in der
Kontrollgruppe nicht bis zum Ende durchgehalten (Drop-Out = 34,62%). Durch
den langen Studienzeitraum von 26 Wochen wurde in den Vorgesprächen mit
29
einer Drop-Out-Quote von über 50% kalkuliert, weshalb die Quote von 37,25 %
sehr zufrieden stellend ist.
Zur besseren Veranschaulichung werden alle relevanten Werte der Gruppen in
einer neuen Tabelle dargestellt. Hier wird auch zum letzten Mal zwischen den
Gruppen der beiden an der Studie teilnehmenden Einrichtungen unterschieden. In
allen folgenden Kapiteln wird dann nur noch von der Interventions- und der
Kontrollgruppe die Rede sein.
2.2.2.2 Die Interventionsgruppe
In der Interventionsgruppe befanden sich 12 Frauen und 4 Männer im Alter
zwischen 24 und 67 Jahren.
Zwei wichtige Parameter seien hier noch kurz erwähnt: Die Spanne des
Gewichtes der Interventionsgruppe lag bei 74,0 bis 141,5 kg, dadurch bedingt
wurde eine BMI-Spanne von 30,0 bis 56,8 erreicht.
In Tab. 7 lassen sich alle relevanten Daten ablesen. Zum besseren Vergleich mit
der Gesamtgruppe ist diese in der Tabelle mit abgebildet.
30
Tabelle 7: Darstellung der Gesamt-Interventionsgruppen und beider
Standorte zum Zeitpunkt: Baseline „0“
Gesamtgruppe
Gesamt –
InterventionsGruppe
Bad Aibling
InterventionsGruppe
Herxheim
InterventionsGruppe
N=
32
16
6
10
Sex
w = 22
m = 10
w = 12
m=4
w=5
m=1
w=7
m=3
Alter
(Range)
52,1
(24 - 67)
51,0
(24 - 67)
52,9
(39 - 67)
47,0
(24 - 57)
Größe
(Range)
1,69
(1,48 – 1,85)
1,67
(1,54 – 1,80)
1,67
(1,57 – 1,80)
1,67
(1,54 – 1,76)
Gewicht
(Range)
104,3
(74,0–141,5)
105,5
(74,0–141,5)
90,8
(74,0–108,8)
114,3
(86,4–141,5)
BMI
(Range)
37,1
(30,0 - 56,8)
37,9
(30,0 - 56,8)
32,6
(30,0 - 40,4)
41,2
(31,3 - 56,8)
43,6
44,9
42,1
46,6
(30,1 - 60,7)
(30,1 - 60,7)
(30,1 - 51,7)
(32,3 - 60,7)
Muskelanteil
in %
(Range)
Viszerales
Fett
(Range)
Waist to Hip
Ratio
(Range)
25,1
(17,9 – 31,3)
24,4
(17,9 – 30,8)
25,4
(21,7 - 30,3)
23,8
(17,9 - 30,8)
14,3
(7,0 – 29,0)
13,6
(7,0 - 29,0)
11,7
(9,0 – 16,0)
14,8
(7,0 - 29,0)
0,9
(0,8 - 1,2)
0,9
(0,8 - 1,2)
0,9
(0,8 - 1,1)
1,0
(0,9 - 1,2)
Cholesterin
(Range)
204,75
(120 – 231)
206,92
(140 – 244)
224,40
(205 – 244)
194,43
(140 – 231)
50,07
(12,50 – 84,40)
49,37
(23,30 – 71,40)
58,36
(47,40 – 71,40)
42,94
(23,30 – 67,00)
197,43
(83 – 392)
210,50
(99 – 392)
162,20
(108 – 213)
245,00
(99 – 392)
177,89
(66 – 244)
123,00
(76 – 213)
150,40
(94 – 213)
103,43
(76 – 147)
Fettanteil
in %
(Range)
HDL-C
(Range)
Triglyceride
(Range)
Blutzucker
(Range)
31
2.2.2.3 Die Kontrollgruppe
Auch die Kontrollgruppe soll in ihrer Merkmalsausprägung dargestellt werden. Wie
in der Interventionsgruppe befanden sich auch hier insgesamt 16 Teilnehmer,
zehn Frauen und sechs Männer.
Die Altersspanne lag bei 22 Jahren (45 bis 67 Jahren). Das minimale Gewicht lag
bei 80,5 kg, das maximale bei 130,5 kg. Der BMI erreichte folgende Werte:
minimal 30,3, maximal 46,5.
Alle entsprechenden Werte finden sich in Tabelle 8, wiederum mit den Werten der
Gesamtgruppe, wodurch die große Homogenität der Kontrollgruppe mit der
Gesamtgruppe und auch der Interventionsgruppe zu sehen ist.
32
Tabelle 8: Darstellung der Gesamt-Kontrollgruppen und beider Standorte
zum Zeitpunkt: Baseline „0“
Gesamtgruppe
Gesamt KontrollGruppe
Bad Aibling
KontrollGruppe
Herxheim
KontrollGruppe
n=
32
16
8
8
Sex
w = 22
m = 10
w = 10
m=6
w=6
m=2
w=4
m=4
Alter
(Range)
52,1
(24 - 67)
53,3
(45 - 67)
54,5
(45 - 67)
50,0
(46 - 67)
Größe
(Range)
1,69
(1,48 – 1,85)
1,69
(1,48 -1,85)
1,69
(1,51 – 1,85)
1,68
(1,48 – 1,80)
Gewicht
(Range)
104,3
(74,0–141,5)
103,2
(80,5–130,5)
104,6
(80,5–130,5)
101,7
(82,6–117,1)
BMI
(Range)
37,1
(30,0 - 56,8)
36,3
(30,3 – 46,5)
36,3
(30,4 – 41,2)
36,3
(30,3 - 46,5)
Fettanteil
in %
(Range)
43,6
(30,1 - 60,7)
42,4
(31,1 - 57,7)
44,3
(33,9 – 50,7)
40,5
(31,1 - 57,7)
Muskelanteil
in %
(Range)
Vizerales
Fett
(Range)
25,1
(17,9 – 31,3)
25,7
(18,9 - 31,3)
24,7
(21,8 - 28,7)
26,7
(18,9 – 31,3)
14,3
(7,0 – 29,0)
14,9
(8,0 - 25,0)
14,6
(9,0 - 25,0)
15,3
(8,0 - 23,0)
Waist-to-Hip
Ratio
(Range)
0,9
(0,8 - 1,2)
0,9
(0,8 - 1,1)
0,9
(0,8 - 1,1)
0,9
(0,8 – 1,1)
Cholesterin
(Range)
204,75
(120 – 231)
203,13
(120 – 309)
209,50
(176 – 309)
196,75
(120 – 263)
HDL-C
(Range)
50,07
(12,50 – 84,40)
50,60
(12,50 – 84,40)
53,75
(35,00 – 73,40)
47,45
(12,50 – 84,40)
Triglyceride
(Range)
197,43
(83 – 392)
187,63
(83 – 361)
171,75
(83 – 324)
203,50
(117 – 361)
Blutzucker
177,89
(66 – 244)
114,06
(66 – 244)
124,63
(88 – 244)
103,50
(66 – 120)
(Range)
33
2.3 Eingangsuntersuchungen
2.3.1 Ergospirometrie
2.3.1.1 Leistungsergospirometrie
Der erste nicht-invasive Test war eine Ergospirometrie, durch die der Pulsbereich
des späteren Trainings festgelegt werden sollte.
Es handelte es hierbei um eine Leistungsergospirometrie. Die Teilnehmer
begannen mit zwei Minuten Einfahren bei 5 Watt, danach wurde die Belastung
langsam in Form einer Rampe erhöht. Diese begann bei 10 Watt und war so
angelegt, dass die Belastung nach jeweils zwölf Sekunden um fünf Watt gesteigert
wurde2.
Ermittelt wurden durch die Ergospirometrie folgende Werte: VO2-Max, VO2-Max
ml/Min Maximalpuls, maximale Wattbelastung zur Berechung der Watt pro
Kilogramm Körpergewicht.
Die Trainingsherzfrequenz wurde aus folgenden drei Werten ermittelt:
1. Aus dem vom Computer vorgeschlagenen Trainingsbereich, der
Grundlagenausdauer I, hier wurde der mittlere Wert des Bereiches gewählt;
2. dem während der Leistungsergospirometrie gemessenen maximalen Puls;
3. dem errechneten maximalen Puls nach der Formel 220-Lebensalter.
Die zwei Werte der maximalen Herzfrequenz wurden mit dem Faktor 0.6
multipliziert, um den rechnerischen Wert für das Grundlagentraining zu
bekommen.
Alle drei Werte wurden summiert und durch drei dividiert. Dadurch wurde ein Wert
bestimmt, der sowohl die statistischen Berechnungen als auch die gemessenen
Werte berücksichtigte.
Der berechnete Wert plus/minus fünf Schläge ergab den Trainingspulsbereich für
das Fahrradergometer. Auf dem Laufband oder dem Crosstrainer wurde der
Trainingsbereich um zehn Pulsschläge pro Minute erhöht.
2
Die Rahmenbedingungen der Leistungsspirometrie wurden vom Studienleiter PD Dr. Netzer vorgegeben.
34
2.3.1.2 Geräteausstattung Ergospirometrie
2.3.1.2.1 Das Cortex-System
Die Ergospirometrie wurde mit dem Gerät „MetaVital“ der Firma Cortex
(Deutschland/Leipzig) durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein ErgospirometrieSystem, dass mit dem „Breath-by-Breath-System“ arbeitet und damit „Atemzug für
Atemzug genaue Messwerte“ (Infoblatt der Firma Cortex zum MetaVital-System3)
ermittelt. Das MetaVital-System verfügt über einen O2-Sensor und einen CO2Sensor, womit eine „genaueste Bestimmung der Anaeroben Schwelle“ (Infoblatt
der Firma Cortex zum MetaVital-System) möglich ist.
Abbildung 1: Ergospirometrie mit einer Mitarbeiterin der Rehamed GmbH
2.3.1.2.2 ErgoFit-Testfahrradergometer
Alle Ergospirometrien wurden auf einem Fahrradergometer der Firma Ergo-Fit
(Deutschland/Pirmasens) durchgeführt. Das Ergometer der Serie „3000S Med“ ist
mit einer seriellen Schnittstelle RS 232 ausgestattet. Somit ist es möglich, das
Ergometer mit der Software der Firma Cortex zu steuern und die festgelegten
Profile der Ergospirometrien mit dem Ergometer durchzuführen. Die genauen
3
Die genauen Technischen Daten des Cortex – MetaVital-System befinden sich im Anhang Seite 118.
35
technischen Daten des Fahrradergometers sind im Anhang auf Seite 119
nachzulesen.
2.3.1.2.3 Das Blutdruckmessgerät
Zur Messung des Blutdruckes während der verschiedenen Untersuchungen wurde
das Blutdruckmessgerät „Egotest“ der Firma Boso (Bosch und Sohn GmbH) aus
Jungingen/Deutschland benutzt. Hierbei handelt es sich um ein manuelles
Blutdruckmessgerät. Das Gerät hat einen Messbereich von 0-300 mm/Hg, mit
einer Genauigkeit der Druckanzeige von: ± 3 mmHg (Gebrauchsanweisung:
Blutdruckmessgerät Egotest, Firma Boso, Seite. 13). Hier wurde kein spezielles
Gerät ausgewählt, wie es bei dem Körperanalysen-Monitor der Fall war. Es
handelte sich hier vielmehr um das Gerät, dass bei den Aufnahmeuntersuchungen
der Patienten und bei Notfällen im Reha-Zentrum verwendet wurde.
2.3.2 Höhenverträglichkeitstest
2.3.2.1 Durchführung des Höhenverträglichkeitstestes
Bevor die Teilnehmer der Studie in den Höhenräumen trainieren konnten, mussten
diese einen Höhenverträglichkeitstest durchlaufen. Im Laufe dieses Testes fuhren
alle Teilnehmer zuerst in einer Höhe von 3500 m für 90 Minuten auf einem
Ergometer. Dabei wurde der Pulsbereich so gewählt, dass er mit der Pulsvorgabe
während der eigentlichen aktiven Phase der Studie identisch war.
Danach verblieben die Teilnehmer für weitere 90 Minuten im passiven
Höhenraum, der für den zweiten Teil des Tests auf eine Höhe von 4500m
eingestellt war.
In beiden Phasen wurden die Teilnehmer alle 15 Minuten überprüft. Bei den
Kontrollen wurden sowohl der Pulswert als auch die Sauerstoffsättigung des
Blutes, der sog. Pulsoximeterwert, überprüft. Die Herzfrequenz sollte, vor allem
36
während der aktiven Phase des Höhenverträglichkeitstestes, den Trainingswert
nicht wesentlich überschreiten. Die Sauerstoffsättigung des Blutes durfte in beiden
Phasen nicht unter einen Wert von 70% fallen, da dies ein Ausschlusskriterium für
die Teilnahme an der Studie gewesen wäre.
Während der Kontrollmessungen wurden Uhrzeit, Herzfrequenz,
Sauerstoffsättigung und die aktuelle Höhe des Raumes dokumentiert. Die Vorlage
zur Datensicherung ist im Anhang auf Seite 117 dargestellt.
2.3.2.2 Geräteausstattung Höhenverträglichkeitstest
2.3.2.3.1 Höhentrainingsräume
Im Rehabilitations-Zentrum Herxheim befinden sich drei Höhentrainingsräume,
zwei größere mit 14 m2 und 16 m2 zum aktiven Training und ein kleinerer mit 8 m2
zur passiven Anwendung der Höhenluft.
Abbildung 2: Höhentrainingsräume für die aktiven Einheiten
37
Abbildung 3: Höhentrainingsraum für die passiven Einheiten
In den aktiven Räumen befinden sich vier Ergometer 3000 und ein Crosstrainer
3000 der Firma ErgoFit (Pirmasens, Deutschland) sowie ein Laufband der Firma
Woodway (Weil am Rhein, Deutschland). Alle Geräte verfügen über ein sog.
Cardioprogramm, das den Probanden erlaubt, in einem vorgegeben Pulsbereich
zu trainieren. Die gewünschten Werte werden vor Trainingsbeginn eingegeben,
das Ausdauergerät kontrolliert die momentane Herzfrequenz über die Pulssender
(Marke: Polar, Büttelborn, Deutschland), die alle Probanden tragen und steuert
den Widerstand so, dass der Proband immer im vorgegebenen Pulsbereich
trainiert.
38
Abbildung 4: Höhengenerator der Firma bCat
Die Höhenluft wird mit dem Generator S330 der holländischen Firma bCat
erzeugt. Es handelt sich hierbei um eine normobare Höhensimulation, bei der
nicht der Druck (hypobare Simulation) in den Trainingsräumen verändert wird,
sondern die Zusammensetzung der Atemluft. „Für das Trennen von Luft wird eine
speziell bearbeitete Aktivkohle benutzt. Die Aktivkohle wird mit CMS-F (Carbon
Molecular Sieve Typ F) angedeutet. Das CMS-F verfügt über eine besondere
Porenstruktur, wodurch es sich eignet als für Sieb für Sauerstoff eignet. Da das
O2–Molekül kleiner ist als das N2-Molekül, dringt das O2-Molekül schneller in die
Poren des CMS-F ein.“ Handleitung S. 330, dt. Version S.8 (Betriebsanleitung der
Firma bCat für den Höhengenerator4) . „ Mit Hilfe einer Luftpumpe(Synonym: ein
Niederdruckkompressor oder roots blower) wird Luft angesaugt und danach durch
einen Behälter (gefüllt mit
CMS-F) geblasen. Beim Durchströmen des Behälters wird der Sauerstoff an der
CMS-F-Kohle gebunden und das Stickstoffgas verlässt den Behälter. Der O2-%,
4
Die Anleitung ist zwar in Deutsch geschrieben, entspricht allerdings nicht ganz der deutschen Grammatik, der Verfasser hat aus
Gründen der besseren Lesbarkeit die Fehler im Zitat korrigiert.
39
die Geschwindigkeit und der Druck mit dem die Luft durch den Behälter strömt
beeinflussen den Rest O2.“ Anleitung S. 330, dt. Version S.9.
Entsprechend der gewünschten Höhe wird der Atemluft Sauerstoff entzogen bzw.
Stickstoff zugeführt, bis der entsprechende Prozentsatz der simulierten Höhe an
Sauerstoff in der Atemluft ist. In einer Höhe von 3500m, die für das aktive Training
vorgesehen wurde, herrscht noch ein Sauerstoffgehalt von ~13,5%. Der passive
Aufenthalt nach dem Training findet in 4500m statt, hier herrscht noch ein
Sauerstoffgehalt von ~12%.
Die Steuerung des Höhengenerators funktioniert über je ein Touch-Screen-Panel
in den Trainingsräumen. Auf diesem Panel wird normalerweise die aktuelle Höhe
in den Trainingsräumen angezeigt. Um den Einfach-Blind-Modus der Studie zu
erhalten, wurden alle Panels so eingestellt, dass sie die Uhrzeit anzeigen und
zusätzlich wurde ein Stück Karton über den Anzeigen befestigt, damit keiner der
Probanden an dem Touch-Screen etwas verändern konnte.
Abbildung 5: Touch-Screen-Panel, im nicht abgedeckten Zustand
40
2.3.2.2.2 Pulsoximeter „Check Mate“
Zur Kontrolle der Sauerstoffsättigung des Blutes kamen die Geräte „Check Mate“
und „Check Mate II“ der Firma Spo Medical (Sylmar, Kalifornien, USA) zum
Einsatz. Die kleinen, aber leistungsstarken Geräte erlauben eine unkomplizierte
Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes. Zusätzlich wird der momentane Puls
angezeigt, so dass alle wichtigen Daten vom Untersucher auf einen Blick erfasst
werden können.
Abbildung 6: Pulsoximeter „CheckMate“ der Firma Spo Medical (Sylmar,
Kalifornien, USA)
2.3.2.2.3 Ergometer „Cycle 3000“
Wie auch die Leistungsspirometrie wurde der Höhenverträglichkeitstest auf
Fahrradergometern „Cycle 3000“ der Firma ErgoFit (Pirmasens/Deutschland)
durchgeführt. Diese Ergometer zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und
eine genaue Ansteuerbarkeit aus. Die technischen Daten entsprechen denen des
„Cycle 3000 Med S“, nur dass diese keinen seriellen Anschluss für einen PC
besitzen.
41
2.3.3 Die Fettzellenbiopsie
2.3.3.1 Durchführung der Fettzellenbiopsie
Die aufwändigste Untersuchung im Vorfeld der Studie war die Entnahme der
Fettzellen aus dem Bauchfettgewebe vor Beginn, nach der Hälfte und am Ende
der Praxisphase. Alle Biopsien wurden durchgeführt von Herrn PD Dr. med.
Nikolaus Netzer und einer bzw. einem Assistenten. Bei der Erstuntersuchung
assistierte Frau Sophie Keller, bei der Zwischen- und Endbiopsie Herr Daniel
Dupré.
Alle Biopsien wurden in einem speziell zu diesem Zweck hygienisch aseptischen
vorbereitetem Raum durchgeführt.
Abbildung 7: Raum zur Durchführung der Biopsie
Die Biopsie wurde wie folgt durchgeführt:
Zu Beginn wurde Blut entnommen, das sofort zentrifugiert und anschließend so
präpariert wurde, dass im Labor der HbA 1c Wert bestimmt werden konnte.
42
Abbildung 8: Blutentnahme durch PD Dr. Netzer
Anschließend wurde eine Stelle am Unterbauch („Bikinischnitt“) vorbereitet, so
dass eine evtl. entstehende Narbe später nicht zu sehen ist.
Der Entnahmebereich wurde mit 5 ml 2%igen Scandicain betäubt.
Abbildung 9: Betäubung der Entnahmestelle mit Scandicain
Danach wurde mit einem Einmal-Skalpell ein etwa 3 cm langer Schnitt
durchgeführt, der die Haut komplett durchtrennte und bis in das
Unterbauchfettgewebe führte.
43
Abbildung 10: Durchführen des Schnittes
Der Haut wurde etwas auseinander gezogen, so dass eine gute Entnahme der
Fettzellen möglich war.
Abbildung 11: Entnahme der Fettzellen
Die Fettzellen kamen sofort in einen Cryovial, der in flüssigem Stickstoff
eingefroren wurde, um später an der Universität Innsbruck analysiert zu werden.
Nach Entnahme der Fettzellen wurde der Schnitt vernäht, gesäubert und mit
einem Pflaster abgeklebt. Alle Probanden bekamen ein Ersatzpflaster mit und
sollten sich die nächsten Tage etwas schonen. Die Fäden wurden nach etwa 8
Tagen von den Arzthelferinnen des Reha-Zentrums Herxheim gezogen.
44
Abbildung 12: Die Naht der Wunde
45
2.4 Training im Rahmen der Studie
2.4.1 Durchführung der Trainingseinheiten
Vor Beginn der Trainingsphase wurden mit den Probanden feste Termine
vereinbart, um eine Überfüllung der Höhentrainingsräume zu verhindern. Deshalb
erstreckten sich die einzelnen Einheiten über den ganzen Tag.
Aus organisatorischen Gründen trainierten die Probanden beider Gruppen zum
größten Teil an verschiedenen Tagen.
Tabelle 9: Die Trainingszeiten der beiden Gruppen
Gruppe
Uhrzeiten
Montag
Interventionsgruppe
8:00 – 21:00
Dienstag
Kontrollgruppe
8:00 – 21:00
Interventionsgruppe
8:00-19:30
Kontrollgruppe
18:00 – 21:00
Donnerstag
Interventionsgruppe
8:00 – 21:00
Freitag
Kontrollgruppe
8:00 – 21:00
Interventionsgruppe
9:00-13:00
Kontrollgruppe
11:00 – 14:00
Mittwoch
Samstag
Zu den überlappenden Zeiten am Mittwoch und Samstag kam es dadurch, dass
sich die Probanden der Interventionsgruppe schon eine halbe Stunde in der
passiven Höhe befanden, als die Probanden der Kontrollgruppe im aktiven
Höhenraum ihr Training aufnahmen.
Die nach den Ergospirometrien ermittelten Werte wurden den Probanden jeweils
mitgeteilt. Damit die Probanden ihr Training im individuell ermittelten Pulsbereich
einhalten konnten, wurde ihnen bei der ersten Trainingseinheit erklärt, wie sie die
Ausdauergeräte einstellen mussten, damit das sog. Cardioprogramm das Training
im gewünschten Pulsbereich steuerte.
46
Um den unterschiedlichen Anforderungsprofilen der Trainingsgeräte gerecht zu
werden, wurden die ermittelten Trainingswerte für das Training auf dem Laufband
und dem Crosser um zehn Schläge pro Minute erhöht.
Während der ersten 4 Wochen wurden die Probanden alle 15 Minuten kontrolliert,
um deren Reaktion auf das Training in der Höhe bzw. bei der Kontrollgruppe das
allgemeine Befinden zu erfassen. Während der Kontrolle wurden die Probanden
nach ihrem Befinden gefragt. Mittels eines Pulsoximeters wurden sowohl der Puls
als auch die Sauerstoffsättigung im Blut ermittelt.
Diese Werte wurden den Probanden nicht mitgeteilt, da ihnen sonst ein
Rückschluss auf ihre Studiengruppe möglich gewesen wäre. Alle erhobenen
Werte wurden im Trainingsprotokoll der einzelnen Probanden erfasst.
Immer beim ersten Training in der Woche und zusätzlich immer bei der jeweils
zehnten Trainingseinheit wurden die Probanden gewogen und die ermittelten
Werte notiert.
2.4.2 Geräteausstattung des Trainings
2.4.2.1 Körperanalyse-Monitor
Sowohl in Herxheim als auch in Bad Aibling kam zur Ermittlung des Gewichtes
und der Daten zur Körperzusammensetzung der Körperanalyse-Monitor BF 511
der Firma Omron Healthcare Co., Kyoto, Japan zum Einsatz. Neben dem reinen
Körpergewicht ermittelt das Gerät den Körperfettanteil (in %), den viszeralen
Fettanteil, den Body Mass Index (BMI) und den Skelettmuskelanteil (in %).
Die Arbeitsweise des Körperanalyse-Monitors ist folgende: „Das BF 511 ermittelt
den Körperfettanteil mithilfe der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA). Muskeln,
Blutgefäße und Knochen sind Körpergewebe mit hohem Wassergehalt, die Strom
gut leiten. Körperfett ist ein Gewebe mit einer geringen elektrischen Leitfähigkeit.
Das BF511 sendet einen sehr schwachen elektrischen Strom von 50kHz und
weniger als 500µA durch ihren Körper, um den Anteil des Fettgewebes zu
47
bestimmen. I Die Waage bestimmt die Körperzusammensetzung über den
elektrischen Widerstand, zusammen mit der Größe, Gewicht, Alter und
Geschlecht. Die Daten werden basierend auf den Daten von OMRON zur
Körperzusammensetzung ermittelt“ (BF511 Body Composition Monitor –
Gebrauchsanweisung S.39).
2.4.2.2 ErgoFit-Geräte
Wie im Kapitel 2.1.1.2 bereits erwähnt, konnten die Studienteilnehmer
verschiedene Ausdauergeräte für die aktive Trainingszeit wählen. Neben den in
den Kapiteln 2.3.2 und 2.3.1.1 beschriebenen Fahrradergometern „Cycle 3000S“
und Cycle 3000S MED“ kamen von der Firma ErgoFit (Pirmasens/Deutschland)
zusätzlich noch ein Crosstrainier „Crosser 3000“ zum Einsatz. Auch der
Crosstrainer verfügte über das sog. Cardioprogramm, mit dem eine genaue
Steuerung des Pulses möglich ist. Die genauen technischen Daten befinden sich
wiederum im Anhang auf Seite 120.
Abbildung 13: Die Ausdauergeräte „Cycle 3000 MED“ und „Crosser 3000“
der Firma ErgoFit (Pirmasens/Deutschland)
48
2.4.2.3 Laufband „WOODWAY PPS55“
Das Laufband, auf dem das Training durchgeführt wurde, stammt von der Firma
WOODWAY (Weil am Rhein, Deutschland). Ein großer Vorteil dieser
Laufbandserie besteht in der Lamellentechnik der Lauffläche. Diese
Gummilamellen fangen einen Großteil der Bewegungsenergie ab, so dass die
Gelenke der übergewichtigen Probanden nicht über Gebühr belastet wurden.
Natürlich verfügt auch das Laufband über ein „Cardio-Programm“, so dass auch
auf dem Laufband ein Training im optimalen Pulsbereich gewährleistet war. Die
technischen Daten des Laufbandes WOODWAY PPS 55 finden sich im Anhang
auf Seite 121.
2.4.2.4 Pulskontrollen mittels eines Polargurtes
Die Kontrolle des Pulses fand mittels des „Herzfrequenz-Sensors T31 coded“ der
Firma Polar (Büttelborn, Deutschland) statt. Dieser Pulsgurt arbeitet „EKG-genau
und ist durch seine Codierung vor Störungen durch andere Herzfrequenz
Messgeräte geschützt“. (Beschreibung der Firma Polar Deutschland auf ihrer
Homepage).
49
2.5 Hypothesenaufstellung
Aufgrund der verschiedenen Studien, die zum Thema Höhentraining und
metabolisches Syndrom durchgeführt wurden und des aktuellen
Forschungsstands, werden für diese Studie folgende Hypothesen formuliert:
H1:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich das Gewicht von übergewichtigen Personen mit einem
BMI von 30 und mehr signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H01: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich das Gewicht von übergewichtigen Personen mit einem
BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H2:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich der Body Mass Index von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H02: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich der Body Mass Index von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
50
H3:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich der Körperfettanteil von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H03: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich der Körperfettanteil von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H4:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich der Muskelmasseanteil von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker erhöht als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H04: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich der Muskelmasseanteil von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker erhöht als bei
der Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H5:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich das viszerale Fett von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H05: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich das viszerale Fett von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
51
H6:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich das Waist to Hip Ratio von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker dem Idealwert von
0,9 bei Männern und 0,8 bei Frauen angenähert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H06: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich der Waist to Hip Ratio von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker dem Idealwert von
0,9 bei Männern und 0,8 bei Frauen angenähert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H7:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes
in Hypoxie hat sich der Blutdruck von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H07: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie hat sich der Blutdruck von übergewichtigen Personen mit einem
BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker reduziert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H8:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Cholsterin Werte von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker verbessert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H08: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Cholesterin Werte von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker verbessert als
bei der Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
52
H9:
Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die HDL-C Werte von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker verbessert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H09: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die HDL-C Werte von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker verbessert als bei
der Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H10: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Triglyceride von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker verbessert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H010: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Triglyceride von übergewichtigen Personen mit
einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker verbessert als bei
der Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H11: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Blutzuckerwerte von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr signifikant stärker verbessert als bei der
Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
H011: Aufgrund eines 26 wöchigen aktiven Trainings und passiven Aufenthaltes in
Hypoxie haben sich die Blutzuckerwerte von übergewichtigen Personen
mit einem BMI von 30 und mehr nicht signifikant stärker verbessert als
bei der Kontrollgruppe bei gleichwertigem Training in Shamhypoxie.
53
3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Auswertung der Endergebnisse
3.1.1 Deskriptive Statistiken
Die Datenbearbeitung für alle Tabellen und alle Abbildungen wurde mit Microsoft
Excel© bearbeitet und erstellt.
Die Überprüfung der Daten auf Signifikanz wurde von Herrn Prof. Dr. Josef Högel,
vom Institut für Humangenetik an der Universität Ulm mit dem Wilcoxon-2Stichprobentest durchgeführt.
Sämtliche Blutuntersuchungen wurden im Stoffwechsellabor der Inneren Medizin
an der Medizinischen Universität Innsbruck von Prof. Andreas Ebenbichler
durchgeführt.
3.1.2 Beschreibung der verschiedenen Messzeitpunkten
Im Folgenden sollen nun alle erhoben Daten dargestellt und verglichen werden.
Die Daten unterscheiden sich maßgeblich durch die Häufigkeit der Erhebung.
Gewicht, BMI, Körperfett, Muskelmasse und viszerales Fett wurden wöchentlich
und zu jeder zehnten Trainingseinheit ermittelt, dadurch ergeben sich für diese
Werte folgende sieben Messzeitpunkte (T0, 10, 20, 30, 40, 50, T2).
Das Hba1c, der Trainingspuls, der Blutdruck, der maximale Herzschlag, den
VO2-max, die maximale Belastung in Watt, die Wattbelastung pro
Kilogramm/Körpergewicht, der Hüftumfang, der Taillenumfang und der Waist-toHip-Ratio wurde nur zu den Ergospirometrie-Terminen ermittelt, deswegen
ergeben sich für die vorgenannten Faktoren folgende Messzeitpunkte (T0 – T1 –
T2).
Blut wurde immer während den Biopsien genommen, somit sind die Werte des
Cholesterin, des HDL-C, der Triglyceride und des Blutzuckers ebenfalls zu den
Messzeitpunkten T0, T1 und T2 ermittelt.
Alle dargestellten Ergebnisse basieren auf der Zahl der Studienteilnehmer, die den
gesamten Studienzeitraum durchgeführt haben. Dies bedeutet, dass die Daten der
54
Interventionsgruppe und der Kontrollgruppe auf den Ergebnissen von jeweils 16
Teilnehmern basieren.
3.1.3 Die Entwicklung des Gewichtes
Dem Gewicht, als einem der Hauptmerkmale der Studie, ist besondere
Aufmerksamkeit zu widmen.
Anhand der Daten in Tabelle 10 und in der Abbildung 14 ist deutlich zu sehen,
dass die Teilnehmer beider Gruppen Gewicht verloren haben. Anfänglich kam es
zu einem verstärkten Gewichtsverlust bei beiden Gruppen (bis etwa zur 30.
Trainingseinheit). Das Gewicht der Interventionsgruppe schwankt nach der 30.
Einheit leicht um 0,57 kg nach oben (bis zur 50. Einheit), reduziert sich aber
wieder um 0,1 kg zur letzten Messung bei 52 Einheiten.
Auch in der Kontrollgruppe kommt es nach der 30. Einheit zu einer Abflachung
der Kurve. Während es in der Kontrollgruppe zwischen dem Messzeitpunkt T0
und 30. Einheit zu einer Reduktion des Körpergewichtes um 2,51 gekommen ist,
reduziert es sich zwischen den Einheiten 30 und T2 nur noch um 0,28 kg.
Bei den Range-Werten beider Gruppen (Tabelle 10) ist auffällig, dass sich zwar
das minimale Gewicht bei beiden Gruppen reduziert hat, das maximale Gewicht
aber hat sich gegen den allgemeinen Trend in der Interventionsgruppe sogar
erhöht und in der Kontrollgruppe nur unwesentlich (-0,3 kg) erniedrigt.
Tabelle 10: Entwicklung des Gewichtes in kg beider Gruppen im Verlauf von
T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
10
20
30
40
50
T2
IG
105,48
103,48
102,18
101,71
101,79
102,28
102,18
IG-Min
74
73,4
71,4
65,5
68,6
70
70
IG-Max
141,5
142,5
141,9
143,6
144
147,9
145,9
KG
103,15
102,24
101,53
100,61
100,54
100,4
100,33
KG-Min
80,5
78,4
77,3
76,6
76,9
77
76,1
KG-Max
130,5
130,8
126,4
123
125,9
129,8
130,2
55
Veränderung des Gewichtes über alle
Messzeitpunkte
Killogramm
106
105
104
IG
103
KG
102
101
100
T0
10
20
30
40
50
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 14: Darstellung der Gewichtsentwicklung
Die Teilnehmer der Interventionsgruppe verlieren im Schnitt im Laufe der Studie
3,30 kg, die Teilnehmer der Kontrollgruppe 2,82kg. Die Unterschiede sind nicht
signifikant (p = 0,76) zueinander.
Unterschied der Gewichtsreduktion bei T2
10
Kilogramm
5
0
IG
KG
-5
-10
-15
Abbildung 15: Differenz des Gewichtes beider Gruppen zwischen T0 und T2
56
3.1.4 Der Body Mass Index (BMI)
Da der BMI das Körpergewicht als maßgeblichen Faktor beinhaltet, muss sich der
BMI bei einer Veränderung des Körpergewichtes auch mit der entsprechenden
Tendenz verändern.
In Tabelle 11 und Abbildung 16 ist dieser gleiche Trend zu erkennen.
In Tabelle 11 ist sowohl bei der Interventionsgruppe als auch bei der
Kontrollgruppe die Reduzierung des BMI im Mittelwert zu sehen. Für die
Interventionsgruppe ist eine Reduzierung von 1,34 Punkten zu verzeichnen, für
die Kontrollgruppe eine von 1,01.
Auch hier liegt kein signifikanter Unterschied (p = 0,65) zwischen den Werten vor.
Bei den Range-Werten ist zu beachten, dass diese nicht die gleiche Tendenz wie
die Mittelwerte aufweisen. Bei den IG-Min-Werten ist lediglich eine Reduzierung
von 0,2, bei den IG-Max-Werten von 1,2 zu sehen, was in einem kleinen
Widerspruch zu den Mittelwerten zu sein scheint.
Die Kontrollgruppe kann zwar bei den Min-Werten eine Verbesserung von 2,3
aufweisen, hat aber auf der anderen Seite, den Max-Werten, eine
Verschlechterung von 0,4.
Tabelle 11: Entwicklung des Body Mass Index beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
10
20
30
40
50
T2
IG
37,9
37,15
36,69
36,46
36,51
36,63
36,56
IG-Min
27,6
27,60
26,90
26,20
26,90
27,00
27,40
IG-Max
55,7
55,70
54,90
55,20
54,90
54,80
54,50
KG
36,29
36,06
35,75
35,49
35,39
35,39
35,28
KG-Min
30,30
28,80
28,40
28,10
28,20
28,30
28,00
KG-Max
46,50
46,60
47,00
46,00
45,60
46,40
46,90
Wie zu erwarten zeigt die Abbildung der Entwicklung des BMI über den gesamten
Zeitraum beinahe den gleichen Verlauf, wie der Graph des Gewichtes.
57
Entwicklung des BMI über den Verlauf von
T0 zu T2
38,5
Body Mass Index
38
37,5
37
IG
KG
36,5
36
35,5
35
T0
10
20
30
40
50
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 16: Entwicklung der BMI-Mittelwerte beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2
In Abbildung 17 wird deutlich, dass der Unterschied zwischen T0 und T2, wie zu
erwarten, die gleiche Tendenz wie in Abbildung 15 (Unterschied der
Gewichtsreduktion), zeigt.
Abbildung 17: Differenz des BMI beider Gruppen zwischen T0 und T2
58
3.1.5 Das Körperfett
In Tabelle 12 ist zu erkennen, dass es nur zu einer kleinen Reduktion des
prozentualen Anteils des Körperfettes gekommen ist. Es lässt sich zwar bei beiden
Gruppen eine Tendenz (Abb. 18) erkennen, die sich aber angesichts der
absoluten Werte, die die Probanden an Körperfett aufweisen, fast schon im
Bereich „nicht erwähnenswert“ einzustufen ist. In beiden Gruppen ist an den
Range-Werten jedoch zu sehen, dass eine deutliche Tendenz hin zu einer
Abnahme des Körperfettes besteht. Bei der Interventionsgruppe ist, im Vergleich
zu der Kontrollgruppe, die Abnahme der Minimal-Werte etwas geringer
ausgefallen. Von 30,1% bei T0 zu 28,7% bei T2, was einer Reduktion von 2,4%
entspricht. Die Probanden der Kontrollgruppe schaffen hier eine Reduktion von
4,8% von 31,1% (T0) zu 25,3% (T2). Bei den maximalen Werten nehmen die
Werte der Interventionsgruppe um 3,4%, die der Kontrollgruppe um 3,6% ab
(genaue Werte siehe Tabelle 12). Dennoch drückt sich diese doch deutliche
Entwicklung nicht in den Mittelwerten aus.
Tabelle 12: Entwicklung des Körperfettes in Prozent beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
10
20
30
40
50
T2
IG
44,88
45,09
44,53
44,41
44,68
44,15
44,11
IG-Min
30,1
28,6
27,1
28,7
28,8
26,6
28,7
IG-Max
60,7
59,9
58,9
58,9
59,0
59,5
57,3
KG
42,39
42,5
41,97
40,88
41,88
41,81
41,61
KG-Min
31,1
29,3
27,3
23,5
26,5
25,7
25,3
KG-Max
57,7
55,9
55,3
56,1
56,7
54,5
54,1
59
Entwicklung des Körperfettes
46,00
Körperfett in %
45,00
44,00
IG
43,00
KG
42,00
41,00
40,00
T1
10
20
30
40
50
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 18: Entwicklung des Körperfettes in Prozent beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2
Die Abnahme der Interventionsgruppe liegt bei 0,79%, die der Kontrollgruppe bei
0,78%. Bedingt durch den äußerst geringen Unterschied liegt auch bei dem
prozentualen Körperfett kein signifikanter Unterschied (p = 0,62) vor.
Abbildung 19: Differenz des Körperfettes in Prozent beider Gruppen
zwischen T0 und T2
60
3.1.6 Die Muskelmasse
Die Ergebnisse der Muskelmasse (in Prozent) stellen sich ähnlich dar wie die des
Körperfettes. Im Verlauf der Mittelwerte kommt es in beiden Gruppen zu einem
leichten Anstieg des Muskelanteils: bei der Interventionsgruppe von 24,41% bei
T0 zu 24,80% bei T2 (+0,39%), bei der Kontrollgruppe von 25,73% bei T0 zu
26,09% bei T2 (+0,36%).
Die Range-Werte würden auch hier einen größeren Anstieg vermuten lassen,
(Interventionsgruppe Min-Werte = +1,10%, Max-Werte = +1,80%; Kontrollgruppe
Min-Werte = +2,10%, Max-Werte = +3,50%), der sich aber nicht im Mittelwert
niederschlägt. Siehe hierzu Tabelle 13 und Abbildung 20.
Tabelle 13: Entwicklung der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen im Verlauf von T0
zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
10
20
30
40
50
T2
IG
24,41
24,30
24,54
24,54
24,56
24,68
24,80
IG-Min
17,90
17,80
18,10
18,00
17,70
17,20
19,00
IG-Max
30,80
31,30
32,80
32,70
32,70
33,70
32,60
KG
25,73
25,67
25,94
26,43
25,93
25,97
26,09
KG-Min
18,90
20,00
20,30
19,90
19,50
20,80
21,00
KG-Max
31,30
32,60
33,70
35,80
34,10
34,60
34,80
61
Entwicklung der Muskelmasse von T0 zu T2
Muskelmasse in %
27,00
26,50
26,00
25,50
IG
25,00
KG
24,50
24,00
23,50
23,00
T0
10
20
30
40
50
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 20: Entwicklung der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2
Der absolute Unterschied der Muskelmasse in Prozent ist in Abbildung 21 zu
sehen, er beträgt für die Interventionsgruppe 0,39% und für die Kontrollgruppe
0,36%. Er ist somit nicht signifikant zueinander (p = 0,50).
Unterschied der Muskelmasse von T0 zu T2
4
3
Prozent
2
1
IG
0
KG
-1
-2
-3
Abbildung 21: Differenz der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen
zwischen T0 und T2
62
3.1.7 Das viszerale Fett
Wie in Tabelle 14 zu sehen ist, verändert sich das viszerale Fett nur sehr langsam,
selbst über den Zeitraum von 26 Wochen haben sich die Werte des
Durchschnittwertes „nur“ um 0,13 in der Interventionsgruppe verbessert. Bei den
Range-Werten, die immer in ganzen Zahlen angegeben sind, kam es bei den
Minimalwerten zu keiner Veränderung, bei den Maximal-Werten sogar zu einer
Verschlechterung um 1.
Die Kontrollgruppe hat hier in den Mittelwerten eine Verbesserung von 0,44, aber
die Minimalwerte sind konstant bei 8 geblieben. Speziell bei den Maximalwerten
kam es zu einer großen Verbesserung von 25 auf 22, wobei diese Messwerte
allesamt von einem einzigen Probanden sind.
Tabelle 14: Entwicklung des viszeralen Fett beider Gruppen im Verlauf von
T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
10
20
30
40
50
T2
IG
13,63
13,44
13,44
13,44
13,44
13,50
13,50
IG-Min
7,00
7,00
7,00
7,00
7,00
7,00
7,00
IG-Max
29,00
29,00
29,00
30,00
30,00
30,00
30,00
KG
14,94
14,94
14,88
14,63
14,50
14,56
14,50
KG-Min
8,00
8,00
8,00
8,00
8,00
8,00
8,00
KG-Max
25,00
24,00
24,00
23,00
23,00
23,00
22,00
63
Entwicklung des viszeralen Fetts von T0 zu T2
15,50
Viszerales Fett
15,00
14,50
IG
14,00
KG
13,50
13,00
12,50
T0
10
20
30
40
50
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 22: Entwicklung des viszeralen Fett beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2
Die Abbildung 22 stellt den Verlauf der Mittelwerte des viszeralen Fettes über die
Studiendauer hinweg dar. Man kann deutlich erfassen, dass die Kurve der
Kontrollgruppe eine größere Abnahme durchläuft im Vergleich zu der
Interventionsgruppe.
Abbildung 23: Differenz des viszeralen Fettes beider Gruppen zwischen T0
und T2
64
In Abbildung 23 ist die Abnahme des viszeralen Fettes in einem großen Maßstab
dargestellt. Daraus wird ersichtlich, dass die Kontrollgruppe eine größere
Reduktion des viszeralen Fettes aufweisen kann als die Interventionsgruppe. Die
Werte befinden sich in keiner wissenschaftlich signifikanten Beziehung zueinander
(p = 0,28).
3.1.8 Das Waist to Hip Ratio
Der Taillenumfang hat sich sowohl bei der Interventionsgruppe als auch bei der
Kontrollgruppe reduziert, dabei reduzierte sich bei den Teilnehmern der
Kontrollgruppe der Taillenumfang um einen Zentimeter mehr als bei der
Interventionsgruppe (siehe Tabelle 15 und Abbildung 24).
Tabelle 15: Entwicklung des Taillenumfanges in Zentimetern beider
Gruppen von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
Waist
T0
T2
IG
114,3
111,2
IG-Min
94,0
89,5
IG-Max
146,0
144,0
KG
112,7
108,6
KG-Min
89,0
81,0
KG-Max
134,0
124,5
In der Tabelle 15 lässt sich wiederum sehr gut erkennen, dass die Range-Werte
diese Tendenz zugunsten der Kontrollgruppe noch deutlicher abbildet. Sowohl bei
den minimalen Werten als auch bei den maximalen Werten sind die Ergebnisse
der Kontrollgruppe besser.
65
cm
Veränderung des Taillenumfangs von T0 zu T2
115
114
113
112
111
110
109
108
107
106
105
IG
KG
T0
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 24: Entwicklung des Taillenumfangs beider Gruppen von T0 zu T2
Tabelle 16: Entwicklung des Hüftumfanges in Zentimeter beider Gruppen
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
HIP
T0
T2
IG
122,4
119,1
IG-Min
103,0
102,2
IG-Max
150,0
151,0
KG
120,1
117,0
KG-Min
107,0
103,0
KG-Max
138,0
140,0
Bei den Ergebnissen des Hüftumfanges zeigt sich das umgekehrte Bild, hier
haben die Teilnehmer der Interventionsgruppe eine geringfügig größere Abnahme
des Umfanges erreicht (IG: von 122,4 cm zu 119,1 cm = -3,3 cm, KG: von 120,1
cm zu 117,0 cm = -3,1cm). Diese Unterschiede bewegen sich im nicht
signifikanten Bereich (p = 0,79).
Die Minimalwerte zeigen allerdings eine größere Reduktion für die Kontrollgruppe,
die Maximalwerte haben in beiden Gruppen die Besonderheit, dass es zu einem
Anstieg der Werte kam.
66
cm
Veränderung des Hüftumfangs von T0 zu T2
123
122
121
120
119
118
117
116
115
114
IG
KG
T0
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 25: Entwicklung des Hüftumfangs beider Gruppen von T0 zu T2
Tabelle 17: Entwicklung des Waist to Hip Ratios beider Gruppen von T0 zu
T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
WHR
T0
T2
IG
0,9
0,9
IG-Min
0,8
0,8
IG-Max
1,2
1,3
KG
0,9
0,9
KG-Min
0,8
0,8
KG-Max
1,1
1,1
Wie in Kapitel 2.1.5.6 beschrieben, handelt es bei dem Waist to Hip Ratio um
einen Wert, der sowohl größer als auch kleiner als eins sein kann. Somit heben
sich evtl. Verbesserungen der Werte gegenseitig auf. Zusätzlich gibt es für Frauen
und Männer verschiedene Idealwerte. Das Ziel wäre also, bei den Mittelwerten je
nach Geschlecht entweder kleiner 0,9 für die Männer und kleiner 0,8 für die
Frauen zu erreichen. In dem speziellen Fall des Waist to Hip Ratio sollte jeder
Proband einzeln angeschaut werden und die Veränderungen hin zum Idealwert,
unter Berücksichtigung des Geschlechts, herausgestellt werden, wie dies in
Tabelle 17 zu sehen ist. Um dennoch eine Vergleichbarkeit der Gruppen zu
67
erreichen, wurden die Differenzwerte aus Tab. 17 miteinander summiert. Ein
positiver Wert der Summe bedeutet eine Entfernung der Gruppe vom Idealwert, im
umgekehrten Fall eine Annäherung an den Idealwert.
Im Vergleich: IG (+) 0,01 – sie hat sich hiermit ganz leicht von den Idealwerten
entfernt. Die KG hingegen hat eine Summe von – 0,09 und sich den Idealwerten
somit leicht angenähert.
Tabelle 18: Veränderungen des WHR bei jedem einzelnen Probanden
zwischen T0 und T2 (Differenz: positive Zahlen = Verschlechterung, negative Zahlen =
Verbesserung)
Probanden
IG
Sex
WHR
T0
WHR
T2
Differenz
Probanden
KG
Sex
A-1-002
W
0,97
A-1-004
W
0,82
A-1-017
M
A-1-018
A-1-023
A-1-029
0,96
-0,01
A-1-001
W
0,85
0,85
0,00
0,88
+0,05
A-1-007
M
1,10
1,06
-0,04
1,07
1,05
-0,02
A-1-009
W
0,91
0,90
-0,01
W
0,91
0,96
+0,05
A-1-011
W
0,97
0,96
-0,01
W
0,79
0,78
+0,01
A-1-020
W
0,75
0,84
+0,09
W
0,93
0,93
0,00
A-1-022
M
1,02
1,02
0,00
H-1-004
M
0,98
0,98
0,00
A-1-025
W
0,89
0,88
-0,01
H-1-006
W
0,87
0,83
-0,04
A-1-030
W
0,95
0,91
-0,04
H-1-007
W
0,87
0,82
-0,05
H-1-002
W
0,83
0,77
-0,06
H-1-009
W
1,17
1,32
+0,15
H-1-014
W
0,93
0,94
+0,01
H-1-016
M
1,05
0,96
-0,09
H-1-017
M
0,94
0,98
+0,04
H-1-020
M
0,97
0,93
-0,04
H-1-019
M
1,13
1,07
-0,06
H-1-021
W
0,87
0,88
+0,01
H-1-023
W
0,81
0,79
-0,02
H-1-030
W
0,88
0,94
+0,06
H-1-025
M
1,00
0,96
-0,04
H-1-034
W
0,92
0,92
0,00
H-1-026
M
1,09
1,08
-0,01
H-1-035
W
0,91
0,86
-0,05
H-1-031
W
0,90
0,90
0,00
Summe:
-0,09
Summe:
+ 0,01
68
WHR
T0
WHR
T2
Differenz
3.1.9 Der Blutdruck
In den Mittelwerten des systolischen Blutdruckes sieht man eine klare Tendenz
zur Reduktion der Werte, wobei sich die Gruppen nicht unterscheiden. In beiden
Gruppen hat sich der Blutdruck zwischen T0 und T2 um vier Schläge reduziert. (IG
von 131 zu 127, KG von 125 zu 121).
Tabelle 19: Entwicklung des systolischen Blutdrucks beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
Systolisch
T0
T1
T2
IG
131
130
127
IG-Min
108
110
109
IG-Max
150
155
150
KG
125
123
121
KG-Min
99
96
98
KG-Max
154
175
135
Tabelle 20: Entwicklung des diastolischen Blutdrucks beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
Diastolisch
T0
T1
T2
IG
89
89
88
IG-Min
66
76
70
IG-Max
100
100
101
KG
86
85
84
KG-Min
70
68
70
KG-Max
108
112
99
Beim diastolischen Blutdruck zeigt sich das gleiche Bild. Beide Gruppen haben
einen reduzierten diastolischen Blutdruck: 1 mm/HG (IG) und 2 mm/HG (KG).
Somit sind diese Werte ebenfalls nicht signifikant zueinander
(Systolisch p = 0,61 / Diastolisch p = 0,61).
Ebenso wie beim systolischen Blutdruck folgen die Range-Werte beim
diastolischen Blutdruck keiner Tendenz.
69
mmHG
Veränderung des systolischen Blutdruckes im
Verlauf von T0 zu T2
132
130
128
126
124
122
120
118
116
IG
KG
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 26: Entwicklung des systolischen Blutdruckes beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2
mmHG
Veränderung des diastolischen Blutdruckes im
Verlauf von T0 zu T2
90
89
88
87
86
85
84
83
82
81
IG
KG
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 27: Entwicklung des diastolischen Blutdrucks beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2
70
3.1.10 Cholesterin-Werte
3.1.10.1 Gesamtcholesterin
Sowohl in Tabelle 21, als auch in der Abbildung 28 lässt sich ein leichtes
Ansteigen der Werte für die Interventionsgruppe erkennen. Die Kontrollgruppe hat
einen etwas unsteten Verlauf der Werte, erste steigen die Werte an, um dann bei
T2 wieder abzufallen, allerdings mit einem Endpunkt, der über dem Anfangspunkt
liegt. Die Werte stiegen von 203,13 mg/dl auf 204,75 mg/dl (+ 1,62 mg/dl) im
Vergleich zur Interventionsgruppe (206,92 mg/dl bei T0 zu 213,75 mg/dl bei T2 = +
683 mg/dl).
Tabelle 21: Entwicklung des Gesamtcholesterin in mg/dl Blut beider
Gruppen im Verlauf von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)
T0
T1
T2
IG
206,92
208,25
213,75
IG-Min
140,00
138,25
153,00
IG-Max
244,00
241,00
258,00
KG
203,13
211,25
204,75
KG-Min
120,00
156,00
150,00
KG-Max
309,00
340,00
311,00
Entwicklung des Cholesterin beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2
216
214
212
mg / dl
210
208
IG
206
KG
204
202
200
198
196
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 28: Entwicklung des Cholesterin beider Gruppen im Verlauf von
T0 zu T2
71
Der Unterschied beider Gruppen zueinander ist nicht signifikant (p = 0,074).
3.1.10.2 Die HDL-C-Werte
Die Werte des HDL-C sind bei beiden Gruppen leicht angestiegen. Bei der
Interventionsgruppe von 49,37 auf 50,40 mg/dl Blut, dies entspricht einem Plus
von
1,03 mg/dl. Die Kontrollgruppe von 50,60 mg/dl auf 51,74 und erreicht hiermit ein
Plus von 1,14 mg/dl Blut
Tabelle 22: Entwicklung des HDL-C beider Gruppen im Verlauf von T0 zu T2
(Mittelwerte und Range-Werte)
T0
T1
T2
IG
49,37
50,25
50,40
IG-Min
23,30
25,50
24,80
IG-Max
71,40
94,50
72,40
KG
50,60
51,30
51,74
KG-Min
12,50
33,90
35,00
KG-Max
84,40
79,20
81,10
In der Abbildung 29 ist das parallele Ansteigen beider Kurven deutlich sichtbar,
welches sich bei der Interventionsgruppe zu Messzeitpunkt T2 hin allerdings
abflacht.
Es besteht kein signifikanter Zusammenhang der Werte zueinander (p = 0,91).
72
mg / dl
Entwicklung des HDL-C beider
Gruppen von T0 zu T2
52
51,5
51
50,5
50
49,5
49
48,5
48
IG
KG
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 29: Entwicklung des HDL-C beider Gruppen im Verlauf von T0 zu
T2
3.1.10.3 Die Triglyceride
Die Entwicklung der Triglyceride verläuft in beiden Gruppen von T0 zu T1 nahezu
identisch. Danach kommt es allerdings zu einer entgegen gesetzter
Weiterentwicklung. Während sich die Werte der Kontrollgruppe deutlich dem
Normwert von 150 mg/dl annähern, erreichen die Werte der Interventionsgruppe
einen deutlich höheren Wert im Vergleich zum Ausgangswert bei T0.
Die Kontrollgruppe erreicht somit eine Verbesserung von 28,82 mg/dl (bei einem
Wert von 187,63 bei T0 und 158,81 bei T2), während sich die Werte der
Interventionsgruppe um 13,75 verschlechtern, da sie sich weiter von dem
Normwert von 150 mg/dl entfernen.
Tabelle 23: Entwicklung der Triglyceride beider Gruppen von T0 zu T2
(Mittelwerte und Rangewerte)
T0
T1
T2
IG
210,50
205,42
224,25
IG-Min
99,00
73,00
68,00
IG-Max
392,00
487,00
419,00
KG
187,63
181,31
158,81
KG-Min
83,00
76,00
66,00
KG-Max
361,00
341,00
267,00
73
Aufgrund der Verschlechterung der Werte der Interventionsgruppe ist eine
Signifikanzprüfung zu Gunsten der Interventionsgruppe nicht nötig. Dennoch
wurde die Prüfung durchgeführt und Erwartungsgemäß besteht keine Signifikanz.
(p = 0,23)
Entwicklung der Triglyceride beider
Gruppen von T0 zu T2
240
220
mg / dl
200
180
IG
160
KG
140
120
100
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 30: Entwicklung der Triglyceride beider Gruppen im Verlauf von
T0 zu T2.
3.1.10.4 Der Blutzucker
Wenn man sich die Mittel- und Rangewerte des Blutzuckers in Tabelle 24
anschaut, dann fällt auf, dass alle Werte sehr starken Schwankungen unterliegen.
Obwohl eine Tendenz von T0 zu T2 zu beobachten ist, fällt der Wert der
Interventionsgruppe bei T1 völlig aus der Tendenz heraus. Beide Gruppen haben
sich leicht verbessert, aber wiederum etwa im gleichen Ausmaß (Intervention 2,92, Kontrollgruppe -3,25). Dies bedeutet, dass es auch hier nicht zu einem
signifikanten Vorteil (p =0,63) der Interventionsgruppe gereicht hat.
74
Tabelle 24: Entwicklung des Blutzuckers beider Gruppen von T0 zu T2
(Mittelwerte und Rangewerte)
T0
T1
T2
IG
123,00
111,08
120,08
IG-Min
76,00
85,00
84,00
IG-Max
213,00
150,00
210,00
KG
114,06
114,50
110,81
KG-Min
66,00
75,00
89,00
KG-Max
224,00
252,00
143,00
Entwicklung des Blutzuckers beider
Gruppen im Verlauf von T0 zu T2
125
mg / dl
120
115
IG
110
KG
105
100
T0
T1
T2
Messzeitpunkte
Abbildung 31: Entwicklung des Blutzuckers beider Gruppen
3.1.11 Der HbA 1c Wert
Die Bestimmung der HbA 1c-Werte wurde in zwei verschiedenen Labors
durchgeführt. Leider hat das MVZ Laborzentrum Ettlingen GmbH (zuständig für
die Auswertung der Herxheimer Proben) zwischen den Testzeitpunkten T1 und T2
die Methode zur Bestimmung des HbA 1c verändert, ohne dem Reha-Zentrum
Herxheim eine spezielle Nachricht über diese Veränderungen zukommen zu
lassen. Damit kam es zu einer systematischen Abweichung der Ergebnisse, die
auch nicht über spezielle Rechenverfahren zu beheben war.
75
Aufgrund dieser Problematik hat der Studienleiter PD Dr. Netzer entschieden,
dass der HbA1c-Wert komplett aus der Studie ausgeschlossen werden muss.
Dennoch soll hier der Wert der Messungen dargestellt werden. In Tabelle 20 wird
deutlich, dass sich die Werte von T0 zu T1 deutlich verbessert haben. Diese
Tendenz setzt sich auch bei der weiteren Messung von T1 zu T2 bei den
Probanden aus Bad Aibling fort. Nochmals sei darauf hingewiesen, dass bei den
Probanden aus Herxheim der Vergleich von T1 und T2 nicht möglich ist!
Tabelle 25: Verlauf der HbA1c-Werte von T0 zu T2 unterteilt nach Orten und
Gruppen
T0
T1
T2
IG
Bad Aibling
6,3
6,1
6,1
IG
Herxheim
5,6
5,1
5,9
KG
Bad Aibling
6,3
6,4
5,9
KG
Herxheim
5,5
5,2
5,6
76
3.2 Statistische Auswertung zur Mitte des Studienverlaufes
3.2.1 Gründe für die Zwischenauswertung
Um die Tendenzen im Verlauf der Studie besser einschätzen zu können und
speziell um eine eventuelle Anpassung an die Höhe besser zu verdeutlichen,
wurde eine komplette statistische Auswertung zur Mitte der Studie durchgeführt.
In der Diskussion wird deutlich, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die
Probanden eine gewisse Höhenanpassung durchlaufen haben und es deshalb
sehr interessant ist, sich die Testparameter zur Mitte der Studie genau
anzuschauen.
Alle Parameter der klinischen Untersuchungen entsprechen dem Testzeitpunkt T1,
der exakt in der Mitte der 26 Wochen dauernden Studie liegt.
Für alle biometrischen Daten wurden die Werte der 30. Trainingseinheit genutzt,
da nicht bei jeder einzelnen Trainingseinheit alle Werte erfasst wurden.
Auch diese Daten wurden von Herrn Prof. Dr. Josef Högel mit dem
Wilcoxon-2-Stichprobentest überprüft. Da die Verläufe aller Testparameter bereits
im Kapitel 3.1 genau aufgezeigt wurden, wird in diesem Kapitel nur auf die
Unterschiede der einzelnen Parameter Bezug genommen.
3.2.2 Das Gewicht
Zur Halbzeit der Studie haben die Teilnehmer der IG im Schnitt 3,77 kg
abgenommen (zum Ende der Studie waren es nur noch 3,3 kg, d.h. die
Teilnehmer der IG haben wieder etwas zugenommen). Die Probanden der KG
hatten zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 2,54kg abgenommen (T2 = -2,82 kg). Die
Gewichtsreduktion der KG hat sich während der zweiten Studienhälfte zwar
verlangsamt, dennoch haben diese Teilnehmer beständig abgenommen.
Obwohl der Unterschied zwischen der IG zur KG zur Studienmitte deutlich größer
war, hat auch dieser Wert nicht zu einem signifikanten Zusammenhang geführt
(p = 0,53).
77
Unterschied der Gewichtsreduktion bei der
30. Trainingseinheit
10
Kilogramm
5
0
IG
KG
-5
-10
-15
Abbildung 32: Unterschied der Gewichtsreduktion bei der 30. Einheit
3.2.3 Der Body Mass Index
Durch den direkten Zusammenhang des BMI mit dem Gewicht kommt es beim
BMI wie auch beim Gewicht zu einem größeren Unterschied der beiden Gruppen
zur Hälfte der Studie.
Die IG hat im Schnitt eine Reduzierung des BMI von 1,44 erreicht. Im Vergleich
dazu erreichte die KG im Schnitt eine Reduzierung von 0,80 (siehe hierzu die
Abbildung 33). Der Unterschied der beiden Gruppen fällt zur Mitte der Studie mit
0,64 deutlich größer aus als zum Ende der Studie (0,33), dennoch besteht auch
hier kein signifikanter Zusammenhang (p = 0,33).
Differenz des BMI zwischen T0 und
der 30. Einheit
5,00
3,00
1,00
IG
-1,00
KG
-3,00
-5,00
Abbildung 33: Differenz des BMI zwischen T0 und der 30. Einheit
78
3.2.4 Das Körperfett
Wie am Verlauf der Gesamtkurve (Kap. 3.1.5) zu sehen ist, gab es genau zur
30. Trainingseinheit eine sehr deutliche Verschiebung des prozentualen
Körperfettes der KG um über einen Prozentpunkt. Da die mittlere Messung sich
nun genau auf diese Einheit bezieht, kommt es zu einem deutlichen Vorteil der KG
gegenüber der IG, der sich im weiteren Verlauf der Studie allerdings wieder
ausgleicht und zu dem bekannten Ergebnis führt, bei dem beide Gruppen beinahe
den gleichen prozentualen Körperfettverlust aufweisen.
Zum Messpunkt 30. Einheit haben die Teilnehmer der KG eine Reduzierung von
1,51% und die Teilnehmer der IG eine Reduzierung von 0,47% erreicht.
Es besteht kein signifikanter Zusammenhang (p = 0,53)
Differenz des Körperfettes in Prozent
zwischen T0 und der 30. Einheit
6,00
4,00
Prozent
2,00
0,00
IG
-2,00
KG
-4,00
-6,00
-8,00
-10,00
Abbildung 34: Differenz des Körperfettes in Prozent zwischen T0 und der 30.
Einheit
3.2.5 Die Muskelmasse
Das gleiche „Problem“ wie bei der Messung des Körperfettes bestand bei der 30.
Einheit auch für die Muskelmasse. Da die Waage, bedingt durch den Widerstand
der elektrischen Ströme, die Körperzusammensetzung errechnet, ist dies nicht
verwunderlich. Eine gute Muskelquote wird immer auch eine gute, nämlich tiefe
79
Körperfettquote nach sich ziehen. Somit ist auch dieses Ergebnis nur mit aller
Vorsicht zu interpretieren.
Unterschied der Muskelmasse von
T0 zu der 30. Einheit
5,00
4,00
Prozent
3,00
2,00
IG
1,00
KG
0,00
-1,00
-2,00
-3,00
Abbildung 35: Unterschied der Muskelmasse zwischen T0 und der 30.
Einheit
Die Kontrollgruppe erreicht eine mittlere Verbesserung der prozentualen
Muskelmasse von 0,71%, wohingegen die IG lediglich eine Verbesserung von
0,14% erreicht. Zum Ende der Studie hat die IG mit 0,39% einen hauchdünnen
Vorteil von 0,03% gegenüber der KG mit 0,36%.
Es besteht selbstredend keine Signifikanz (p = 0,47)
3.2.6 Das viszerale Fett
Beim viszeralen Fett erreicht die IG zur Halbzeit der Studie eine Verbesserung von
-0,13, die KG dahingegen schafft eine Reduzierung von -0,31. (siehe Abbildung
36.)
Die IG bleibt in der zweiten Hälfte der Studie im Bezug auf das viszerale Fett
praktisch stehen, da auch am Ende der Studie eine Reduzierung von -0,13 zu
Buche steht. Die KG schafft eine weitere Verbesserung und erreicht am Ende eine
Reduzierung von -0,56.
80
Differenz des viszeralen Fettes
von T0 zu der 30. Einheit
2,00
1,00
0,00
IG
KG
-1,00
-2,00
-3,00
Abbildung 36: Differenz des viszeralen Fettes von T0 zu der 30. Einheit
3.2.7 Das Waist to Hip Ratio
Wie schon bei der statistischen Auswertung beschrieben, legt die KG beim
Taillenumfang in der ersten Studienhälfte ein großes Reduktionstempo vor, was
aber in der zweiten Studienhälfte so gut wie zum Erliegen kommt. Die
Veränderungen der KG sind von T0 zu T1: – 4cm, von T1 zu T2 allerdings nur
noch: -0,1 cm. Bei der IG reduziert sich der Taillenumfang kontinuierlich von T0 zu
T1 um 1,3 cm und von T1 zu T2 um 1,7cm.
81
Unterschied des Taillen- und Hüftumfangs im
Vergleich T0 zu T1
15,00
10,00
Taille IG
cm
5,00
Taille KG
0,00
Taille KG
1
-5,00
Hüfte IG
Hüfte KG
-10,00
-15,00
Abbildung 37: Unterschied des Taillen- und Hüftumfanges im Vergleich T0
zu T1
Beim Hüftumfang ist in Abbildung 37 noch ein kleiner Vorteil zu Gunsten der KG
zu sehen, dieser wird sich allerdings bis zum Ende der Studie noch verändern, wie
in Kapitel 3.1.8 schon berichtet.
Auch hier besteht kein statistisch nachweisbarer Zusammenhang bzgl. den
Veränderungen. Taille: p = 0,15; Hüfte: p =0,60.
Das Waist to Hip Ratio wird in der gleichen Weise behandelt wie es auch unter
Kapitel 3.1.8 durchgeführt wurde. Jeder einzelne Proband wird angeschaut und
dessen individuelle Abweichung vom Idealwert bewertet.
Tabelle 26: Veränderungen des WHR bei jedem einzelnen Probanden
zwischen T0 und T2
(Differenz: positive Zahlen = Verschlechterung, negative Zahlen = Verbesserung)
Probanden
IG
Sex
WHR
T0
WHR
T1
Differenz
Probanden
KG
Sex
A-1-002
W
0,97
A-1-004
W
0,82
A-1-017
M
A-1-018
A-1-023
A-1-029
0,94
-0,03
A-1-001
W
0,85
0,87
0,02
0,91
+0,09
A-1-007
M
1,10
1,07
-0,03
1,07
1,05
-0,02
A-1-009
W
0,91
0,89
-0,02
W
0,91
0,96
+0,05
A-1-011
W
0,97
0,97
0,00
W
0,79
0,76
-0,03
A-1-020
W
0,75
0,79
+0,04
W
0,93
0,98
+0,05
A-1-022
M
1,02
1,00
-0,02
H-1-004
M
0,98
0,98
0,00
A-1-025
W
0,89
0,87
-0,02
H-1-006
W
0,87
0,87
0,00
A-1-030
W
0,95
0,96
0,01
H-1-007
W
0,87
0,88
0,01
H-1-002
W
0,83
0,81
-0,03
H-1-009
W
1,17
1,10
-0,07
H-1-014
W
0,93
0,83
-0,10
H-1-016
M
1,05
1,04
-0,01
H-1-017
M
0,94
0,99
+0,05
H-1-020
M
0,97
0,99
0,02
H-1-019
M
1,13
1,05
-0,08
H-1-021
W
0,87
0,88
+0,01
H-1-023
W
0,81
0,75
-0,06
H-1-030
W
0,88
0,92
+0,04
H-1-025
M
1,00
0,96
-0,04
H-1-034
W
0,92
0,90
-0,02
H-1-026
M
1,09
1,14
0,05
H-1-035
W
0,91
0,88
-0,03
H-1-031
W
0,90
0,89
-0,01
Summe:
0,01
Summe:
-0,02
82
WHR
T0
WHR
T1
Differenz
Auch bei der Zwischenuntersuchung ist zu sehen, dass nur sehr kleine
Unterschiede zu finden sind. Die IG hat eine Verschlechterung von 0,01, die
Kontrollgruppe eine Verbesserung von 0,02 erreicht. Beide Werte sind wegen der
Messungenauigkeit, die beim Messen des Taillen- und Hüftumfangs auftreten
kann, zu vernachlässigen.
3.3.10 Der Blutdruck
Der Blutdruck hat sich bis zur Zwischenuntersuchung nur sehr gering verändert.
Systolisch verringerte sich der Blutdruck um einen (IG von 131 auf 130) bzw. zwei
Schläge (KG von 125 auf 123) im Vergleich zur Eingangsuntersuchung.
Der diastolische Blutdruck veränderte sich bei der Interventionsgruppe von T0 zu
T1 überhaupt nicht; bei der Kontrollgruppe um einen Schlag von 86 auf 85.
Die p-Werte lagen hier systolisch bei p = 0,68 und diastolisch bei p = 0,84.
3.3.11 Cholesterin-Werte
3.3.11.1 Gesamtcholesterin
Wie bereits beschrieben verschoben sich die Gesamtcholesterin-Werte der
Kontrollgruppe zur zweiten Untersuchung (T1) extrem nach oben. Anhand der
Abbildung 38 zeigt sich, dass das Mittel der Werte zwar angestiegen ist, dass aber
die individuellen Werte speziell der KG, einen extrem großen Range aufweisen
(von einer Verschlechterung um 138mg/dl bis zu einer Verbesserung um 43
mg/dl), was zu dem hohen Anstieg im Mittelwert beiträgt. Die Werte der IG streuen
zwar auch, allerdings nicht so extrem wie die der KG. Im Mittel verzeichnet die KG
einen Anstieg um 8,13 mg/dl, die IG um 1,33 mg/dl. Mit p = 0,95 liegt auch beim
Gesamtcholesterin keine Signifikanz vor.
83
Veränderung des Cholesterin von T0 zu T1
145,00
125,00
105,00
85,00
mg/dl
65,00
IG
45,00
KG
25,00
5,00
-15,00
-35,00
-55,00
Abbildung 38: Veränderung des Cholesterin von T0 zu T1
3.3.11.2 Die HDL-C Werte
Bei den HDL-C Werten ist sowohl bei der IG (+0,88 mg/dl) als auch bei der
KG (+0,70 mg/dl) eine geringe Verbesserung ersichtlich. Die Veränderungen im
Bezug auf den T0-Wert sind sehr ähnlich, wie in Abbildung 39 deutlich wird.
Veränderung des HDL-C von T0 zu T1
30
20
mg/dl
10
IG
0
1
-10
-20
-30
Abbildung 39: Veränderung des HDL-C von T0 zu T1
84
KG
Auch hier reichen die Ergebnisse nicht für einen signifikanten Zusammenhang aus
(p = 0,91).
3.3.11.3 Die Triglyceride
Bei den Triglyceriden findet bis zur T1 der gewünschte Effekt statt, bei beiden
Gruppen erniedrigt sich der Triglycerid-Spiegel: bei der IG um -5,08 mg/dl, bei der
KG um -6,31 mg/dl. Dies sind allerdings wieder relativ geringe Werte im Vergleich
zu der enorm großen Spannbreite der Veränderungswerte, die in den beiden
Gruppen vorgekommen sind. Abbildung 39 und die Tabelle 27 zeigen die Werte
nochmals im Detail.
Eine Signifikanz besteht nicht (p = 0,87).
Tabelle 27: Triglycerid-Werte und maximale Verbesserung, bzw.
Verschlechterung ausgehend vom T0-Wert
IG
KG
Mittlere
Verbesserung
-5,08
-6,31
Extrem-Werte
Verbesserung
-85,00
-124,00
Extrem-Werte
Verschlechterung
95,00
164,00
Veränderung der Triglyceride von T0 zu T1
200,00
150,00
mg/dl
100,00
50,00
IG
KG
0,00
-50,00
-100,00
-150,00
Abbildung 40: Veränderung der Triglyceride von T0 zu T1
85
3.3.11.4 Der Blutzucker
Der Blutzucker der Kontrollgruppe hat sich im Verlauf von T0 zu T1 nur in sehr
geringem Umfang verschlechtert: von 114,06 mg/dl auf 114,50 mg/dl. Die Werte
der Interventionsgruppe haben sich um 11,92 mg/dl von 123,00 mg/dl auf
111,08 mg/dl verbessert. Bei den individuellen Werten gab es zum Teil wieder
sehr große Sprünge, so belief sich die beste Verbesserung der IG auf 72 mg/dl,
wiederum ausgehend vom persönlichen Ausgangswert bei T0. Mit 35 mg/dl (IG)
und 27mg/dl (KG) gab es auch bei dieser Messung einige TN, deren Werte sich
verschlechtert haben. Die Extrem-Werte sind in Abbildung 41 ersichtlich. Für das
Test-Item Glucose besteht keine Signifikanz (p = 0,41).
Veränderung der Glucose von T0 zu T1
60
40
mg/dl
20
0
IG
KG
-20
-40
-60
-80
Abbildung 41: Veränderung der Glucose von T0 zu T1
86
4 Diskussion
Die vorliegende Langzeituntersuchung zum Zusatzeffekt von Hypoxie (künstlicher
Höhe) in der Präventionsmedizin mit leichter körperlicher Belastung mehrmals pro
Woche über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr ist einzigartig
innerhalb dieses Gebiets künstliche Höhe und Adipositas bzw. Risiko für
metabolisches Syndrom. Es ist zu diesem Thema die einzige Single Blind,
randomisierte, Placebo (Sham) kontrollierte Studie nach GCP Richtlinien weltweit.
Bisherige Untersuchungen [40,68] hatten keine für eine statistische Signifikanz
notwendige Studiengruppenmindestgröße, waren deutlich kürzer, zeigten also
keinen nachhaltigen Langzeiteffekt und waren nicht nach GCP Richtlinien erfolgt.
Andere Informationen über einen positiven Effekt von Aufenthalt und körperlicher
Belastung in Hypoxie/Künstlicher Höhe auf Adipositas, die in
populärwissenschaftliche Artikel, Buchartikel und auch Editorials und Reviews mit
höherem wissenschaftlichen Anspruch in peer review Journals mit Impactfaktor
gefunden haben, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als
Einzelfallbeschreibungen oder Teildarstellungen aus wissenschaftlichen Vorträgen
von offenen Versuchen, die aber nie als wirklich als Originalarbeit peer reviewed
publiziert wurden.
Dies gilt für die Methodik der vorliegenden Untersuchungen nicht, deshalb
widerspricht das negative Ergebnis in Bezug auf die Erwartungshypothesen
wahrscheinlich erwartungsfrohen Hoffnungen aus bisherigen
Kurzzeitbeobachtungen und Einzelfallbetrachtungen.
Natürlich führt das vorliegende Studiendesign zu einer Hauptlimitation, die die
Vergleichbarkeit zu bestimmten anderen Studien, die in einer kontrollierten
Umgebung durchgeführt wurden[35], einschränkt.
Aufgrund der langen Dauer von 26 Wochen konnten die Studienteilnehmer nicht
als Gruppe zusammen „leben“, wie es bei den Studien bei SCHOBERSBERGER et al.
[49] oder LIPPL et al. [35] der Fall war. Dort verbrachten die Teilnehmer die Zeit
zusammen, quasi wie in einem „Urlaub“, was bei diesem langen Zeitraum
schlichtweg nicht realisierbar war. Deshalb gab es bei dieser Studie ein „Leben
neben der Studie“. Dieser Bereich ließ sich nicht steuern bzw. kontrollieren. Allen
87
Teilnehmern war bewusst, dass sie an ihrem Ernährungs- und Freizeitverhalten
nichts verändern sollten. Aber ist dies überhaupt möglich? Die menschliche
Psyche lässt sich nicht steuern, so dass davon auszugehen ist, dass unbewusst,
aber auch bewusst immer wieder Gewohnheiten geändert werden. Viele der
Teilnehmer kämpfen schon seit Jahren mit ihrem Gewicht. Wie groß ist die
Versuchung, dem Erfolg nachzuhelfen bzw. das Ziel schneller zu erreichen, in
dem das Essverhalten verändert wird? Auch der gegenteilige Effekt ist denkbar:
„Ich bewege mich jetzt viel mehr, da macht das eine Bier mehr doch bestimmt
nichts aus!“ Ebenso kann die Lust auf Bewegung geweckt worden sein, was
dann in den privaten Bereich hinein spielen könnte, in dem z.B. mehr Wege zu
Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden. Ohne sich dessen bewusst zu sein,
wäre es hier zu einer Verhaltensänderung gekommen.
Als Studiendurchführender muss man solche Effekte in Betracht ziehen und sie
bei den Auswertungen im Blick haben. Generell lassen sich Änderungen der
Lebensgewohnheiten nicht ausschließen, was vermutlich in gleichem Maße beide
Gruppen betrifft und somit wiederum eine Ausgewogenheit herstellen könnte.
Mit der Anzahl der Probanden, die die Studie zu Ende geführt haben, sind alle
Verantwortlichen sehr zufrieden, da bei einem solch langen Zeitraum, dem
erheblichen wöchentlichen Zeitaufwand und auch der besonderen Belastung
durch die Biopsien, die in Herxheim ja sogar einen Probanden zum Abbruch
bewogen haben, eine Drop-Out-Quote von nur 37,25% nicht zu erwarten war.
Die Ergebnisse der Kennzahlgrößenberechnung, die schon 2008 auf der Basis
des Erstentwurfes der Studie vorgenommen wurden, zeigen, dass eine
Gruppengröße von 20 Teilnehmern ausreichend, 33 ideal wären. Mit 18
Teilnehmern pro Gruppe sind wir dieser Kennzahl sehr nahe gekommen und
durch das Design der Studie, die sich explizit auf das Training in einem
Höhenraum bezieht, wäre es jederzeit möglich, weitere Durchläufe der Studie zu
starten, um dadurch weitere Ergebnisse und damit auch Erkenntnisse zu erhalten.
Überprüfung der Hypothesen:
Beim Gewicht als einem Hauptfaktor ist in Abbildung 14 klar zu ersehen, dass
beide Gruppen deutlich an Gewicht verloren haben. Ein leichter Vorteil liegt auf
Seiten der Interventionsgruppe, deren Probanden trotz eines leichten Anstiegs
88
zum Ende hin mehr Gewicht verloren haben als die der Kontrollgruppe. Dies
entspricht den Erwartungen, da ja verschiedene vorher durchgeführte Studien zu
ähnlichen Ergebnissen gekommen sind. Dennoch war der Unterschied zwischen
den Gruppen nicht so groß, um einen signifikanten Unterschied zu erreichen.
Die Hypothese H01 konnte bestätigt werden.
Gleiches gilt für den zweiten Parameter, den Body Mass Index. Dieser hängt direkt
vom Gewicht als variablen Faktor ab und verändert sich im gleichen Ausmaß wie
das Gewicht. Daraus geht ebenfalls eine Bestätigung der Hypothese H02 hervor.
Eine Sache, die sich speziell in den graphischen Darstellungen des Verlaufs des
Gewichtes und auch im Verlauf des BMI (bedingt durch die Abhängigkeit des BMI
vom Gewicht) feststellen lässt, ist, dass es in etwa in der Mitte der Studienzeit zu
einer Abflachung im Verlauf der Kurve kommt. Aus diesem Grund wurden
nachträglich nochmals statistische Auswertungen durchgeführt, die die T0-Werte
mit den T1-Werten verglichen. Diese zeigen auf, dass die erreichten Ergebnisse in
der Studienmitte für die Interventionsgruppe deutliche Vorteile brachten, da zur
Hälfte der Studie die Teilnehmer der Interventionsgruppe den absolut größten
Gewichtsverlust aufweisen konnten. Eine größere Stichprobe mit gleich guten
Ergebnissen sollte durchaus einen signifikanten Unterschied erreichen können,
was dann auch die Ergebnisse von NETZER, WIESNER, LIPPL [35,40,68] und
anderen Studien bestätigen würde.
Warum läuft der bis zur Studienmitte positive Trend nicht weiter? Ist vielleicht
gerade die lange Dauer der Studie ein Grund, der zu den Ergebnissen geführt hat,
die nicht erwartet wurden? Es wäre doch durchaus möglich, dass der Körper nach
einer bestimmten Zeit der Höhenexposition, sich an die Höhe adaptiert hat und
deswegen die positiven Effekte der Höhe im Bezug auf das Abnehmen nicht mehr
zum Tragen kommen? In diesem Fall wären die insgesamt positiven Ergebnisse
der Studien mit kürzerer Laufzeit [35,40,68] zu erklären. Hieraus wäre für den
zukünftigen Einsatz von Höhentraining in präventiven Maßnahmen abzuleiten,
dass nur in der Initialphase der Gewichtsreduktion der Einsatz der Höhe seinen
vollen Nutzen entfalten kann, danach ist ein Wechsel zu Training unter
Normalbedingungen zu empfehlen. Durch weitere Studien sollte erforscht werden,
wie die optimalen Intervalle zwischen Höhentraining und Training unter
Normalbedingungen zu wählen sind, um den bestmöglichen Benefit aus dem
Höhentraining zu erreichen.
89
Weiterhin ist es auch möglich, dass der Metabolismus des Körpers besser auf
eine höhere Belastung besser anspricht, die grundsätzliche Fragestellung dieser
Studie lautete schließlich, wie reagiert der menschliche Metabolismus auf die
Höhe und auf sehr gering dosiertes Training. Würden die Kombination aus
Höhenexposition und ein stärker dosiertes Training den Metabolismus besser
voranbringen?
Der prozentuale Anteil an Körperfett und Muskelmasse veränderten sich bei
beiden Gruppen nur unwesentlich, jeweils in der zweiten Nachkommastelle. Da
auch diese Veränderungen in einem nicht-signifikanten Bereich stattgefunden
haben, müssen die Hypothesen H03 und H04 als richtig anerkannt werden.
Für den Parameter Muskelkraft hat wohl die sehr geringe Belastung während des
Trainings dazu geführt, dass sich die Werte nicht in andere Bereiche ausgedehnt
haben. Fahrrad fahren, was eher den Ausdauersportarten zuzurechnen ist, hat nur
bei einer höheren Belastung, die einem Berg hochfahren vergleichbar ist, eine
muskelaufbauende Wirkung. Deswegen war der geringe prozentuale
Muskelaufbau nicht anders zu erwarten. Für den Abbau von Körperfett sollte die
Belastung ausreichen, da zur Reduktion von Körperfett eher ein moderates
Training notwendig ist. An den etwas höheren Werten, im Vergleich zum
Muskelaufbau, hat sich diese Annahme ja auch durchaus bestätigt. Eventuell
muss auch hier über eine etwas höhere Belastung nachgedacht werden, um den
positiven Effekt der Höhe voll auszunutzen.
Das viszerale Fett hat sich in der Kontrollgruppe deutlich reduziert, was aber
ebenfalls der Signifikanzprüfung nicht standgehalten hat. Bestätigt hat sich auch
hier die Hypothese H05. Um im Bereich des viszeralen Fettes etwas zu erreichen,
muss wohl in wesentlich längeren Zeiträumen gedacht werden. Hier haben sich
über das halbe Jahr nur sehr geringe Entwicklungen abgebildet. An dieser Stelle
wäre genauer zu untersuchen, wie lange und bei welcher Belastung das viszerale
Fett am besten abgebaut werden kann.
Bei der Waist to Hip Ratio haben sich Taillen- und Hüftwerte in beiden Gruppen
jeweils zwar zugunsten einer Gruppe verschoben, aber auch hier hat dies nicht zu
90
einer wissenschaftlichen Nachweisbarkeit genügt. Die Hypothese H06, die sich
speziell auf das Verhältnis von Hüfte zu Bauch bezieht, ist ebenfalls korrekt.
Mit den beiden vorgenannten Parametern hängt das Waist to Hip Ratio
maßgeblich zusammen. Nur durch das Reduzieren der Fettmasse können auch
die Umfänge reduziert werden, so dass hier entsprechend der Reduktion von
Körperfett und viszeralen Fett nicht mehr zu erwarten war.
Die Verbesserungen beim Blutdruck waren für beide Gruppen identisch, somit ist
auch hier die Hypothese H07 korrekt.
Dass ein moderates Training im Ausdauerbereich den Blutdruck positiv beeinflusst
ist hinreichend bekannt. Die Höhenluft hat für das Herz-Kreislauf-System an sich
auch nur die Auswirkung, dass es bei einer kleineren Belastung eine höhere oder
gleich hohe Beanspruchung hervorruft wie das Training unter normalen
Bedingungen. Somit kann mit kleineren Wattzahlen eine identische
Beanspruchung erreicht und damit das Kreislauf-System sowie der Stützapparat
entlastet werden.
Ebenso verhält es sich bei allen Werten, die das Cholesterin im Blut betreffen.
Hier müssen die Hypothese H08, H09, H010 und H011 als korrekt anerkannt
werden.
Der Verlauf des Gesamtcholesterins ist nur sehr schwer zu interpretieren, da er
komplett gegen die Ergebnisse der vorherigen Studien [25,35,40] verläuft. Wenn
auch nicht signifikant, so haben sich doch bei den oben genannten Studien die
Werte des Gesamtcholesterins gesenkt. Zusätzlich weißen die Kurven einen nicht
zu erklärenden Verlauf auf, so dass diese Werte einer intensiven, nachträglichen
Diskussion bedürfen.
Die Reaktion des HDL-C auf Höhenexposition scheint nicht gefestigt zu sein, die
Literatur [25,35,40,49] zeigt verschiedene Tendenzen. Das Ziel den HDL-CSpiegel zu steigern, ist uns zwar gelungen, allerdings sowohl in der IG als auch in
der KG in der gleichen Größenordnung. Lag dies es nun eher an der Bewegung?
Wo wäre der größte positive Effekt zwischen Höhe und Bewegung zu erwarten?
Für die Triglyceride wären Folgestudien von großer Bedeutung, den auch ist zu
sehen, dass es in etwa zur Hälfte der Studienzeit bei der IG zu einer Trendwende
gekommen ist. Bestehen auch hier zu große Anpassungsprozesse im Körper, so
91
dass der anfängliche Trend zur Reduzierung der Triglyceride umgekehrt wird? Die
Probanden der Kontrollgruppe ziehen ihren Benefit aus dem regelmäßigen
Training und verbessern ihre Triglycerid-Werte kontinuierlich. Entstehen die
positiven Effekte der anderen Studien [35,40] durch kürzere Zeit in der Höhe?
Der Blutzucker hat sich, wie zu erwarten, auch reduziert, doch auch hier ist der
Verlauf der Werte der IG zu diskutieren, da es für erst starke Absenkung, mit
späterem Wiederanstieg, keine direkte Erklärung gibt.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass, wenn auch nicht signifikant, eine etwas
schnellere Gewichtsreduktion in Höhenluft erreicht werden kann. Somit können
adipöse Menschen in der Höhe effektiver ihr Körpergewicht reduzieren. Hinzu
kommt der Effekt, dass bei geringerer Belastung eine gleich hohe oder höhere
Belastung erreicht wird, was bedeutet, dass adipöse Menschen weniger Watt
treten müssen, um die gleichen Effekte zu erreichen wie unter Normalbedingungen. Dies entlastet das Herz-Kreislauf-System, dass bedingt durch das
Übergewicht bei vielen adipösen Menschen zusätzlich durch Hypertonie belastet
wird. Auch der Bewegungs- und Stützapparat ist oftmals stark in Mitleidenschaft
gezogen und wird durch die geringere notwendige Belastung ebenfalls geschont.
Die Ergebnisse dieser Studie, lassen in Kombination mit bereits publizierten
Studien [35, 40,49,68] vermuten, dass eine Höhenexposition zur
Gewichtsreduktion nur in einer Initialphase Sinn macht. Danach sollte das Training
unter Normoxie stattfinden, um einer Höhenadaptation entgegen zu wirken und
den größtmöglichen Benefit aus dem Training ziehen zu können.
Alle Probanden der Interventionsgruppe konnten ohne gesundheitliche Probleme
ihr Training in der Hypoxie durchführen. Alle Teilnehmer der Studie fühlten sich
am Ende der Trainingszeit fitter und beweglicher.
Somit lässt sich die eigentliche Fragestellung dieser Studie, ob körperliche
Belastung unter Hypoxie als adjuvante Therapie bei metabolischem Syndrom
einsetzbar ist, ganz klar mit einem JA beantworten.
92
5 Zusammenfassung
Zielstellung: Ziel der Studie war es, nachzuweisen, das übergewichtige
Menschen, die in Höhenluft trainieren, langfristig mehr Gewicht verlieren und eine
positive Entwicklung der Lipidratio haben als Menschen, die unter
Normalbedingung trainieren. Hierfür wurden Probanden gesucht, die einen Body
Mass Index von mind. 30 aufweisen konnten. Die Probanden waren zwischen 18
und 75 und soweit gesund, dass sie ein Training von 90 Minuten in einem sehr
gemäßigten Pulsbereich durch halten würden. Eingangsuntersuchungen: Als
Eingangsuntersuchung wurde eine Leistungsergospirometrie durchgeführt,
wodurch der Trainingspulsbereich festgelegt wurde; weiterhin mussten die
Probanden einen Höhenverträglichkeitstest durchführen, um eine Eignung für das
Training in der Höhe zu gewährleisten. Hierbei fuhren die Probanden auf einem
Ergometer für 90 Min. in einer Höhe von 3500m; um sich dann anschließend noch
mal für 90 Min. in einer Höhe von 4500 m passiv aufzuhalten. Während der
ganzen Zeit durften die Blutsauerstoffwerte nicht unter 72 sinken. Als letzter
Schritt wurde eine Fettzellenbiospie durchgeführt, bei der aus dem
Bauchfettgewebe eine Probe entnommen wurde. Diese Biopsien wurden
durchgeführt von Herrn Dr. Nikolaus Netzer unter der Assistenz von Frau Sophie
Keller (1. Biopsie) und Herr Daniel Dupré (2. und 3. Biospie). Nur wenn alle Tests
erfolgreich bestanden waren und auch die Bereitschaft vorhanden war die
Biopsien durchführen zu lassen, wurden die Probanden endgültig zur Studie
zugelassen. Gruppendarstellung: Nach den Eingangsuntersuchungen blieben 51
Probanden, hiervon waren 35 Frauen und 16 Männer in einem Alter von 23 bis 67
Jahren. Zu Ende geführt haben die Studie 32 Probanden, jeweils 16 in der
Interventionsgruppe (IG) und der Kontrollgruppe (KG). Die Drop-Out-Quote die
sich hieraus ergibt ist: 37,25%. Studiendesign: Alle Probanden wurden mittels
eines randomisierten Verfahrens in zwei Gruppen geteilt, die Interventionsgruppe
(IG) und die Kontrollgruppe (KG). Da es sich bei der Studie um eine Einfach-BlindStudie handelte, wussten die Studienteilnehmer nicht, in welcher Gruppe sie
trainierten. In der Trainingsperiode der Studie trainierten alle Teilnehmer über
einen Zeitraum von 26 Wochen, zweimal pro Woche für drei Stunden, jeweils 90
Min. aktives Training in einer Höhe von 3500 m und 90 Min. passiver Aufenthalt in
4500m. In der Hälfte und nach dem Ende der Trainingszeit wurden die
93
Leistungsergospirometrie und die Biospie wiederholt: In der Hälfte, um den
Trainingsbereich der aktuellen Leistungsfähigkeit anzupassen und die
Veränderung der Fettzellenzusammensetzung zu erfassen, am Ende, um die
Veränderungen während der zweiten Hälfte der Trainingszeit zu dokumentieren.
Erfasst wurden folgende Parameter: Gewicht, Body Mass Index, Körperfettanteil in
%, Muskelmasse in % viszerales Fett (jeweils wöchentlich), Blutdruck, Waist-HipRatio (Zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Studie). Höhentraining: Beim
ersten Training der Woche wurden die Probanden gewogen und alle relevanten
Daten dokumentiert. Während der Aufenthaltszeit in der Höhe wurden die
Studienteilnehmer alle 30 Min. nach ihrem Befinden befragt sowie Puls und
Blutsauerstoffwerte kontrolliert. Ergebnis: Das Gewicht hat sich bei allen
Teilnehmern reduziert, die IG hatte einen im Mittel um 0,48 kg größere
Gewichtsreduktion als die KG. Dies war allerdings nicht signifikant. Der Body
Mass Index der IG verringerte sich um 0,33 mehr als der der KG, auch dies ist
nicht signifikant. Beide Gruppen reduzierten ihr prozentuales Körperfett um 0,79%
(Interventionsgruppe)bzw. 0,78% (Kontrollgruppe) (keine Signifikanz). Bei der
Muskelmasse hat die IG einen Vorteil von 0,03%, was ebenfalls nicht signifikant
ist. Beim viszeralen Fett hat sich die KG um 0,44 Punkte verbessert, die IG „nur“
um 0,13. Auch hier besteht keine Signifikanz der Werte zueinander. Bei den
Werten der Waist to Hip Ratio zeigt sich, dass die KG eine größere Abnahme der
„Taillenwerte“ erreichte, die „Hüftwerte“ allerdings haben bei der IG abgenommen.
Beim Blutdruck waren die Verbesserungen nahezu identisch, so dass auch hier
keine Signifikanz vorhanden ist. Bei den Werten für das Cholesterin, das HDL-C,
die Triglyceride und den Blutzucker, waren die Veränderungen in etwa gleich, es
ergab sich keine Signifikanz und somit keinen statistischen Vorteil für Interventionsgruppe. Schlussfolgerung: Der erwartete statistische Beweis, dass die
Probanden der IG in den Studienparametern besser abschneiden, konnte nicht
erbracht werden, es zeigten sich lediglich bei einigen Parametern leichte
Tendenzen zugunsten der IG. Die Studie zeigt, dass es Sinn zu machen scheint,
nur in der Initialphase der Gewichtsreduktion in der Höhe zu trainieren und später
auf Training unter Normoxie umzustellen. Eine weitere wichtige Erkenntnis liegt
darin, dass alle Teilnehmer der Studie ohne gesundheitliche Probleme in der Höhe
trainieren konnten, womit sich das Höhentraining für Übergewichtige trotz allem
anbieten würde.
94
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www.polar-deutschland.de
www.iaso.org
International Association for the Study of Obesity
www.who.org
World Health Organisation
101
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Ergospirometrie mit einer Mitarbeiterin der Rehamed GmbH .......... 35
Abbildung 2: Höhentrainingsräume für die aktiven Einheiten.................................. 37
Abbildung 3: Höhentrainingsraum für die passiven Einheiten................................. 38
Abbildung 4: Höhengenerator der Firma bCat ........................................................... 39
Abbildung 5: Touch-Screen-Panel, im nicht abgedeckten Zustand ....................... 40
Abbildung 6: Pulsoximeter „CheckMate“ der Firma Spo Medical 41
Abbildung 7: Raum zur Durchführung der Biopsie .................................................... 42
Abbildung 8: Blutentnahme durch PD Dr. Netzer ...................................................... 43
Abbildung 9: Betäubung der Entnahmestelle mit Scandicain.................................. 43
Abbildung 10: Durchführen des Schnittes .................................................................. 44
Abbildung 11: Entnahme der Fettzellen ...................................................................... 44
Abbildung 12: Die Naht der Wunde ............................................................................. 45
Abbildung 13: Die Ausdauergeräte „Cycle 3000 MED“ und „Crosser 3000“ der
Firma ErgoFit (Pirmasens/Deutschland) ....................................................................... 48
Abbildung 14: Darstellung der Gewichtsentwicklung ................................................ 56
Abbildung 15: Differenz des Gewichtes beider Gruppen zwischen T0 und T2 .... 56
Abbildung 16: Entwicklung der BMI-Mittelwerte beider Gruppen im Verlauf von T0
zu T2 ................................................................................................................................... 58
Abbildung 17: Differenz des BMI beider Gruppen zwischen T0 und T2 ................ 58
Abbildung 18: Entwicklung des Körperfettes in Prozent beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 ........................................................................................................ 60
Abbildung 19: Differenz des Körperfettes in Prozent beider Gruppen zwischen T0
und T2 ................................................................................................................................. 60
Abbildung 20: Entwicklung der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 ........................................................................................................ 62
Abbildung 21: Differenz der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen zwischen
T0 und T2 ........................................................................................................................... 62
Abbildung 22: Entwicklung des viszeralen Fett beider Gruppen im Verlauf von T0
zu T2 ................................................................................................................................... 64
Abbildung 23: Differenz des viszeralen Fettes beider Gruppen zwischen T0 ...... 64
Abbildung 24: Entwicklung des Taillenumfangs beider Gruppen von T0 zu T2 ... 66
102
Abbildung 25: Entwicklung des Hüftumfangs beider Gruppen von T0 zu T2 ....... 67
Abbildung 26: Entwicklung des systolischen Blutdruckes beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 ........................................................................................................ 70
Abbildung 27: Entwicklung des diastolischen Blutdrucks beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 ........................................................................................................ 70
Abbildung 28: Entwicklung des Cholesterin beider Gruppen im Verlauf von........ 71
Abbildung 29: Entwicklung des HDL-C beider Gruppen im Verlauf von T0 zu T2
............................................................................................................................................. 73
Abbildung 30: Entwicklung der Triglyceride beider Gruppen im Verlauf von T0 zu
T2. ....................................................................................................................................... 74
Abbildung 31: Entwicklung des Blutzuckers beider Gruppen .................................. 75
Abbildung 32: Unterschied der Gewichtsreduktion bei der 30. Einheit .................. 78
Abbildung 33: Differenz des BMI zwischen T0 und der 30. Einheit........................ 78
Abbildung 34: Differenz des Körperfettes in Prozent zwischen T0 und der 30.
Einheit ................................................................................................................................. 79
Abbildung 35: Unterschied der Muskelmasse zwischen T0 und der 30. Einheit.. 80
Abbildung 36: Differenz des viszeralen Fettes von T0 zu der 30. Einheit ............. 81
Abbildung 37: Unterschied des Taillen- und Hüftumfanges im Vergleich T0 zu T1
............................................................................................................................................. 82
Abbildung 38: Veränderung des Cholesterin von T0 zu T1 ..................................... 84
Abbildung 39: Veränderung des HDL-C von T0 zu T1 ............................................. 84
Abbildung 40: Veränderung der Triglyceride von T0 zu T1 ..................................... 85
Abbildung 41: Veränderung der Glucose von T0 zu T1 ........................................... 86
103
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Interpretation der Ergebnisse für den Körperfettanteil (in %) .............. 17
Tabelle 2: Interpretation der Ergebnisse für den Skelettmuskelanteil (bei
Erwachsenen) ...................................................................................................... 18
Tabelle 3: Interpretation der Ergebnisse für den viszeralen Fettanteil. ................ 19
Tabelle 4: Normwerte für den Waist to Hip Ratio................................................. 20
Tabelle 5 Normwerte für Triglyceride, aus: Martinez [37] .................................... 23
Tabelle 6: Eingangsdaten zum Zeitpunkt Baseline „0“ ........................................ 28
Tabelle 7: Darstellung der Gesamt-Interventionsgruppen und beider Standorte
zum Zeitpunkt: Baseline „0“ .................................................................................. 31
Tabelle 8: Darstellung der Gesamt-Kontrollgruppen und beider Standorte zum
Zeitpunkt: Baseline „0“ ......................................................................................... 33
Tabelle 9: Die Trainingszeiten der beiden Gruppen ............................................ 46
Tabelle 10: Entwicklung des Gewichtes in kg beider Gruppen im Verlauf von T0
zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte) .................................................................. 55
Tabelle 11: Entwicklung des Body Mass Index beider Gruppen im Verlauf von T0
zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte) .................................................................. 57
Tabelle 12: Entwicklung des Körperfettes in Prozent beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)....................................................... 59
Tabelle 13: Entwicklung der Muskelmasse in Prozent beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)....................................................... 61
Tabelle 14: Entwicklung des viszeralen Fett beider Gruppen im Verlauf von T0 zu
T2 (Mittelwerte und Range-Werte) ....................................................................... 63
Tabelle 15: Entwicklung des Taillenumfanges in Zentimetern beider Gruppen von
T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte) ............................................................. 65
Tabelle 16: Entwicklung des Hüftumfanges in Zentimeter beider Gruppen von T0
zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte) .................................................................. 66
Tabelle 17: Entwicklung des Waist to Hip Ratios beider Gruppen von T0 zu T2
(Mittelwerte und Range-Werte) ............................................................................ 67
Tabelle 18: Veränderungen des WHR bei jedem einzelnen Probanden zwischen
T0 und T2 (Differenz: positive Zahlen = Verschlechterung, negative Zahlen =
Verbesserung) ...................................................................................................... 68
Tabelle 19: Entwicklung des systolischen Blutdrucks beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)....................................................... 69
104
Tabelle 20: Entwicklung des diastolischen Blutdrucks beider Gruppen im Verlauf
von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte)....................................................... 69
Tabelle 21: Entwicklung des Gesamtcholesterin in mg/dl Blut beider Gruppen im
Verlauf von T0 zu T2 (Mittelwerte und Range-Werte) .......................................... 71
Tabelle 22: Entwicklung des HDL-C beider Gruppen im Verlauf von T0 zu T2
(Mittelwerte und Range-Werte) ............................................................................ 72
Tabelle 23: Entwicklung der Triglyceride beider Gruppen von T0 zu T2
(Mittelwerte und Rangewerte) .............................................................................. 73
Tabelle 24: Entwicklung des Blutzuckers beider Gruppen von T0 zu T2
(Mittelwerte und Rangewerte) .............................................................................. 75
Tabelle 25: Verlauf der HbA1c-Werte von T0 zu T2 unterteilt nach Orten und
Gruppen ............................................................................................................... 76
Tabelle 26: Veränderungen des WHR bei jedem einzelnen Probanden zwischen
T0 und T2 ............................................................................................................. 82
Tabelle 27: Triglycerid-Werte und maximale Verbesserung, bzw.
Verschlechterung ausgehend vom T0-Wert ......................................................... 85
105
Anhang
Verzeichnis der Anhänge:
Anhang 1: Verteilung der Bevölkerung auf Body-Mass-Index-Gruppen in Prozent.
2009 ........................................................................................................................ 107
Anhang 2: Screenprint von der Internetseite: www.gbe-bund.de ........................... 108
Anhang 3: Verteilung der Bevölkerung auf Body-Mass-Index-Gruppen in Prozent.
1999 ........................................................................................................................ 109
Anhang 4: Screenprint von der Internetseite: www.gbe-bund.de ........................... 110
Anhang 5: Screenprint der Internetseite: www.med.de/lexikon/viszerales-fett.htlm111
Anhang 6: Aushang im Reha-Zentrum Herxheim ................................................... 112
Anhang 7: Informationsschreiben an Interessenten ............................................... 113
Anhang 8: Teilnahmeerklärung der Studienteilnehmer .......................................... 115
Anhang 9: Höhenverträglichkeitstest ...................................................................... 117
Anhang 10: Datenblatt Cortex – Meta Vital ............................................................ 118
Anhang 11: Datenblatt: ErgoFit Cycle 3000 S Med ................................................ 119
Anhang 12: Datenblatt: ErgoFit Cross 3000 ........................................................... 120
Anhang 13: Technische Daten Laufband „WOODWAY PPS 55“ ........................... 121
106
Anhang 1: Verteilung der Bevölkerung auf Body Mass Index-Gruppen in Prozent.
2009 Gliederungsmerkmale: Jahre, Deutschland, Alter, Geschlecht, Body Mass
Index,
Die Tabelle bezieht sich auf: Jahr: 2009, Geschlecht: Beide Geschlechter
Body Mass Index
Alter
18,5 bis 25 bis
unter
30 kg/m²
unter 25 unter 30
18,5 kg/m²
und mehr
kg/m²
kg/m²
2,1
46,5
36,7
14,7
18 bis unter 20 Jahre
8,4
73,9
14,4
3,3
20 bis unter 25 Jahre
5,8
70,7
18,6
4,9
25 bis unter 30 Jahre
3,7
64,6
24,4
7,3
30 bis unter 35 Jahre
2,6
57,3
30,2
9,8
35 bis unter 40 Jahre
2,0
52,6
33,7
11,7
40 bis unter 45 Jahre
1,6
50,5
35,3
12,6
45 bis unter 50 Jahre
1,4
45,9
38,0
14,7
50 bis unter 55 Jahre
1,2
41,9
39,8
17,1
55 bis unter 60 Jahre
1,2
36,5
42,0
20,4
60 bis unter 65 Jahre
0,9
34,1
44,2
20,8
65 bis unter 70 Jahre
1,0
33,9
44,7
20,4
70 bis unter 75 Jahre
0,9
31,2
46,6
21,3
75 Jahre und älter
2,0
39,1
42,7
16,2
18 Jahre und älter
Die Tabelle wurde am 03.06.2012 08:17 Uhr unter www.gbe-bund.de erstellt
107
Anhang 2: Screenprint der Internetseite: www.gbe-bund.de
Verteilung der Bevölkerung auf Body Mass Index-Gruppen in Prozent.
Gliederungsmerkmale: Jahre, Deutschland, Alter, Geschlecht Body Mass Index
Jahr:2009
108
Anhang 3: Verteilung der Bevölkerung auf Body Mass Index-Gruppen in Prozent.
1999 Gliederungsmerkmale: Jahre, Deutschland, Alter, Geschlecht, Body Mass Index
Die Tabelle bezieht sich auf: Jahr: 1999 (April), Geschlecht: Beide Geschlechter
Body Mass Index
Alter
18,5 bis 25 bis
unter
30 kg/m²
unter 25 unter 30
Durchschnitt
18,5 kg/m²
und mehr
kg/m²
kg/m²
25,2
2,4
49,8
36,2
11,5
18 bis unter 20 Jahre
22,0
10,6
76,1
11,1
2,3
20 bis unter 25 Jahre
22,8
6,7
73,8
16,0
3,4
25 bis unter 30 Jahre
23,8
3,9
66,2
24,1
5,8
30 bis unter 35 Jahre
24,3
3,0
60,8
29,0
7,2
35 bis unter 40 Jahre
24,8
2,1
56,3
32,8
8,8
40 bis unter 45 Jahre
25,3
1,9
51,4
35,2
11,6
45 bis unter 50 Jahre
25,8
1,2
45,2
39,9
13,6
50 bis unter 55 Jahre
26,2
1,1
41,0
42,6
15,4
55 bis unter 60 Jahre
26,3
1,1
39,0
44,2
15,6
60 bis unter 65 Jahre
26,7
0,8
34,3
47,4
17,6
65 bis unter 70 Jahre
26,8
0,8
32,7
47,5
18,9
70 bis unter 75 Jahre
26,3
1,4
36,9
46,3
15,4
75 Jahre und älter
25,1
3,2
49,0
38,3
9,5
18 Jahre und älter
Die Tabelle wurde am 03.06.2012 09:17 Uhr unter www.gbe-bund.de erstellt.
109
Anhang 4: Screenprint der Internetseite: www.gbe-bund.de
Verteilung der Bevölkerung auf Body Mass Index-Gruppen in Prozent.
Gliederungsmerkmale: Jahre, Deutschland, Alter, Geschlecht Body Mass Index
Jahr: 1999
110
Anhang 5: Screenprint der Internetseite: www.med.de/lexikon/viszerales-fett.htlm
111
Anhang 6: Aushang im Reha-Zentrum Herxheim
Sie haben Übergewicht und
möchten abnehmen?
Das Reha-Zentrum Herxheim sucht freiwillige Teilnehmer für eine Studie mit dem
Thema: Abnehmen in der Höhenkammer.
In einer groß angelegten Studie wird die Frage untersucht, ob man in der Höhe schneller abnimmt
als unter =ormalbedingungen.
Um an der Studie teilnehmen zu können, müssen Sie einen BMI von mind. 30 haben und 26 Wochen
regelmäßig bei uns im Reha-Zentrum ein Ausdauertraining in der Höhenkammer absolvieren.
Sind Sie neugierig geworden?
Genauere Informationen bekommen Sie bei unseren Sporttherapeuten!
Ich würde mich freuen, Sie bei unserer Studie als Teilnehmer begrüßen zu dürfen.
Ihr
Sven Haacke
Leitender Sporttherapeut
112
Anhang 7: Informationsschreiben an Interessenten
Studie zum Thema:
„Abnehmen und/oder Diabetes in der Höhe“
im REHAmed Herxheim
Das RehaMed Herxheim und das Hermann Buhl-Institut Bad Aibling führen in Kooperation
eine Studie zum Thema: „Abnehmen und Diabetes in der Höhe“
durch, für die Sie als Proband in Frage kommen würden.
Alle Informationen, die Sie benötigen, um über eine generelle Studienteilnahme
zu entscheiden, finden Sie im Anschluss.
Studienzeitraum: 01.01.2011 – 31.12.12
Einschlusskriterien:
Grundvoraussetzung ist nach wie vor, dass jeder, der an der Studie teilnehmen möchte
übergewichtig (BMI mehr als 30) sein muss, und/oder an
Diabetes Mell. Typ II erkrankt ist.
Ansonsten sollte jeder zwischen 18 und 75 Jahren alt sein und sich vorstellen können
einen längeren Zeitraum (mind. 20 Wochen) am Stück zu trainieren.
Ausschlusskriterien:
Natürlich gibt es auch Gründe, die eine Teilnahme an der Studie verhindern.
Diese möchte ich nur kurz, ohne Erläuterung, auflisten:
Schwangerschaft, Herzinsuffizienz ab NYHA 3, COPD, Bluthochdruck, Schlaganfall oder
Herzinfarkt (während der letzten 6 Monate).
Bei speziellen Fragen zu diesem Thema bitte ich Sie, mich persönlich anzusprechen.
Kosten: Für Sie als Studienteilnehmer entstehen keine Kosten.
Zum Ablauf der Studie oder „Was kommt da auf mich zu?“
Jeder Studienteilnehmer soll sich im Zeitraum von 20 – 26 Wochen, zwei- bis dreimal pro
Woche für 2-3 Stunden in der Höhe (3500m bis 4500m) aufhalten.
Dies verteilt sich wie folgt:
Zweimal für drei Stunden (1,5 Stunden aktiv + 1,5 Stunden passiv) oder,
Dreimal für zwei Stunden (1 Stunde aktiv + 1 Stunde passiv)
Es wird vorher festgelegt, wer zu welcher Uhrzeit in der Höhe trainiert, da im Höhenraum
nur eine begrenzte Anzahl von Studienteilnehmern gleichzeitig trainieren kann.
Vor Studienbeginn wird eine Belastungsmessung durchgeführt, um den optimalen
Fettverbrennungsbereich zu ermitteln. Diese wie auch alle anderen Untersuchungen
werden zu vorher festgelegten Zeitpunkten wiederholt.
Nicht verschweigen möchte ich an dieser Stelle, dass auch drei Biopsien von Fettzellen
durchgeführt werden müssen.
Leider ist es bei einer wissenschaftlichen Studie notwendig, dass es eine Kontrollgruppe
gibt. Dies bedeutet, dass keiner der Teilnehmer weiß, ob er wirklich in der Höhe trainiert
113
oder ob er sich in der Kontrollgruppe befindet, was ein Training in einer geringen Höhe
(500 m) bedeutet.
Alle, die eventuell an der Studie teilnehmen möchten, werde ich zu einem Info-Abend
einladen, um den Ablauf der Studie im Detail zu besprechen und um alle Fragen, die noch
bestehen, zu klären.
Bitte füllen Sie bei Interesse den unten abgedruckten Abschnitt aus und geben Sie ihn in
der Sporttherapie-Abteilung ab.
Bei Fragen zu Kontraindikationen oder auch bei allgemeinen Fragen wenden Sie sich
bitte jederzeit an mich, entweder per Telefon (07276/929200) oder per Email:
[email protected]
Ich würde mich über eine Teilnahme von Ihnen sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Sven Haacke,
Leitender Sporttherapeut
Ich möchte an der Studie teilnehmen:
Name, Vorname: _______________________________________
Straße:
______________________________________
Ort:
______________________________________
Tel.:
______________________________________
Email:
_______________________________________
114
Anhang 8: Teilnahmeerklärung der Studienteilnehmer
Name ___________________________ Vorname _________________________
Straße _______________________________________________ Nr. _________
PLZ ________________Ort ___________________________________________
Alter
____ Jahre
Geschlecht: w
Größe
□
Geburtsdatum ______ . ______ .19_______
m
□
___ , ______ m
(Vom Studienmitarbeiter auszufüllen
Blutdruck _______ / _______
mmHg
Gewicht
______ , ___ kg
BMI
______, ____ kg/m2)
Bitte beantworten Sie folgende Fragen wahrheitsgemäß.
Ja Nein
1. Ist bei Ihnen eine Schwäche des Herzens bekannt?
2. Hatten Sie innerhalb der letzten 6 Monate einen Schlaganfall
oder Herzinfarkt?
3. Liegt oder liegen bei Ihnen folgende Erkrankung(en) vor?
- schwankend hoher Bluthochdruck RRRRRRRRRR
- Beklemmungsgefühle und Schmerzen in Brust und Armen ...
- dialysepflichtige Niereninsuffizienz R..RRRRRRRR..
- Lungenerkrankung mit Einschränkung der Lungenfunktion ...
4. Werden Sie betreut wegen Einschränkung Ihrer Merkfähigkeit?
5. Können Sie 1 Kilometer in zügigem Gehtempo in 15 Minuten
zurücklegen?
6. Sind Sie schwanger?
7. Sind Sie Raucher?
Wenn ja: Wie viele Zigaretten am Tag? ___________
8. Nehmen Sie Drogen?
9. Trinken Sie mehr als 1 Liter Bier oder 0,5 Liter Wein oder 2
Schnäpse am Tag?
115
□ □
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10. Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?
Platz für Kommentare (Bitte die Nummer der Frage angeben)
Ich bin ausführlich vom Verantwortlichen des Studienzentrums über Inhalt und
mögliche unerwünschte Wirkungen einer Teilnahme an der Hypothesys-Studie
aufgeklärt worden. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt Fragen in ausreichendem
Umfang stellen. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass ich zu jedem Zeitpunkt ohne
Angabe von Gründen von der Teilnahme zurücktreten kann.
Ich erkläre mich bereit, an der Studie teilzunehmen.
_____________________
Ort, Datum
____________________________________
Unterschrift
Ich erlaube, dass im Rahmen der Studie die über mich erhobenen Daten
anonymisiert weitergegeben und verarbeitet werden dürfen.
_____________________
Ort, Datum
____________________________________
Unterschrift
Vom Studienmitarbeiter auszufüllen
Zuteilung der Pat-ID ___ ___ ___
116
Anhang 9: Höhenverträglichkeitstest
Höhenverträglichkeitstest Pat-ID __ __ __
Ziel-HF
Messzeitpunkte
Belastung
Ruhewerte
Datum __ __ . __ __ . __ __ __ __
HF
SaO2
Startzp.
Uhrzeit
HF Sa02
Höhe
Steigung
km/h - Watt
ZpB 1
ZpB 2
ZpB 3
ZpB 4
ZpB 5
ZpB 6
ZpB 7
ZpB 8
ZpB 9
ZpB 10
Ruhe
HYPOTHESYS - Studie
Studienzentrum
_________________
Uhrzeit
HF Sa02
Höhe
Anmerkungen, Besonderheiten
ZpR 1
ZpR 2
ZpR 3
ZpR 4
ZpR 5
ZpR 6
ZpR 7
ZpR 8
ZpR 9
ZpR 10
117
Anhang 10: Datenblatt Cortex – Meta Vital
Quelle: Datenblatt der Firma Cortex zum Meta Vital
Stationäres Ergospirometrie – System
Messmethode / Sensorik
Messmethode
Breath-by-Breath
Flow-Sensor
Typ
Messbereich
Auflösung
Genauigkeit
Triple V
0,05-20l/s
7 ml
±2%
O2-Sensor
Typ
Messbereich
t90-Zeit
Genauigkeit
Elektrochemische Zelle
0 – 60 Vol%
100 ms
0,1 Vol%
CO2- Sensor
Typ
Messbereich
t90-Zeit
Genauigkeit
Infrarot
0 – 13 Vol%
100 ms
0,1 Vol%
Herzfrequenz
Polar® Gurt
Druck-Sensor
Typ
Silikon
Messbereich 500 – 1050 mbar
Genauigkeit 1,8 %
Temperatur-Sensor
Typ
NTC-Thermistor
Messbereich -55 - + 155 °C
Genauigkeit 1 °C
118
Anhang 11: Datenblatt: ErgoFit Cycle 3000 S Med
Quelle: Bedinungsanweisung – CardioLine 3000 S/S MED/MED.
ErgoFit GmbH & Co. KG, 2009
Bezeichnung
Versorgungsspannung
Stromaufnahme
Sicherung
Sicherheitsnorm
Gerätenorm
Schutzklasse
Geprüft für
Anwendungsbereiche
Genauigkeit
Bremssystem
Trägheitsmoment
Abmessung in cm
Gewicht
Drehzahlbereich
Leistungsbereich
Abstufung
Trainingsprogramme
POLAR Pulsmessung
Pulsabhängige
Belastungssteuerung
CYCLE
48 - 60 Hz
220 - 240 V ~
0,3 A
T1A
DIN EN 60335-1 (3000/3100, 3000/3100 S)
DIN EN 60601-1 (3000/3100 MED,
3000/3100 S MED)
EN 957 SA
DIN VDE 0750-238 (3000/3100 MED,
3000/3100 S MED)
I, IP21
Studiobereich (3000/3100, 3000/3100 S)
Medizinbereich (3000/3100 MED,
3000/3100 S MED)
10% (3000/3100, 3000/3100 S)
5% bis 400 W, ab 400 W 10% (3000/3100
MED, 3000/3100 S MED)
Wirbelstrombremse
11 +/- 2 kg . m²
(L/B/H) 120/57/139
ca. 70 kg
20 - 120 U/min
15 - 600 W
5W
MANUELL, CARDIO, PROFILE (4 feste)
zusätzlich ein variables Profil bei
3000/3100 S, 3000/3100 S MED
1-Kanal, EKG-genau
mit POLAR Sender
Ansteuerung
drehzahlunabhängig
Max. Gewichtsbelastung
Schnittstelle
150 kg
RS 232 optional
119
Anhang 12: Datenblatt: ErgoFit Cross 3000
Quelle: Bedinungsanweisung – CardioLine 3000 S/S MED/MED.
ErgoFit GmbH & Co. KG, 2009
Bezeichnung
Versorgungsspannung
Stromaufnahme
Sicherung
Sicherheitsnorm
Gerätenorm
Schutzklasse
Geprüft für Anwendungsbereiche
Cross
-
Genauigkeit
Bremssystem
Trägheitsmoment
Abmessung in cm
Gewicht
Drehzahlbereich
Leistungsbereich
Abstufung
Trainingsprogramme
POLAR Pulsmessung
Pulsabhängige Belastungssteuerung
Ansteuerung
Max. Gewichtsbelastung
Schnittstelle
Wirbelstrombremse
(L/B/H) 205/67/170
ca. 160 kg
25 - 200 Schritte/min
15 - 200 Belastungsstufen
in 5er-Schritten
MANUELL, CARDIO, PROFILE (4 feste)
1-Kanal, EKG-genau
mit POLAR Sender
150 kg
RS 232 optional
DIN EN 60335-1
EN 957 SA
II, IP21
Studiobereich
120
Anhang 13: Technische Daten Laufband „WOODWAY PPS 55“
Quelle: Bedienungsanleitung: Lamellenlaufbänder der medizinischen PPS-Serie“
(WOODWAY USA, Inc. - MAY 31, 2012)
Gerätebezeichnung
Lauffläche (L x B):
Nutzbare Lauffläche:
Lauffläche / Technologie:
Härte der Lauffläche / Laterales Spiel:
Abmessungen PPS Rahmen (LxBxH):
Gesamtabmessun (L x B x H):
Gerätegewicht*:
Max. Läufergewicht (bei max. 5 km/h):
Lauffläche über Boden:
Umgebungsbedingungen für Lagerung
und Transport
Umgebungsbedingungen für den
Betrieb:
RS-232-Schnittstelle:
Schnittstellenkabel
Pulsmessung:
PC-Software
Sturzsicherung mit Not-Aus**:
Modifikation für Gruben/Podesteinbau:
Netzanschluss:
PPS 55
172 x 55 cm
157 x 55 cm
60 Lamellen (Auswechselbar) / Gummi auf Aluminium TProfil
35 – 40 Shore A / +/- 2 mm
172 x 106 x 31 cm
184 x 106 x 150 cm
230 kg
225 kg (350 kg)
32 cm
Temperatur: -10°C bis +70 °C
Relative Feuchte: 15-85% (nicht kondensiert)
Luftdruck: 400-1060hPa
Temperatur: -10°C bis +40 °C
Relative Feuchte: 15-85% (nicht kondensiert)
Luftdruck: 700-1060hPa
Ja, Standard
Geschirmtes Nullmodem-Kabel, max. Länge 5m
1-Kanal, EKG-genau, Brustgurt Polar T34 im Lieferumfang
enthalten
WOODWAY Laufbandsteuersoftware Vers.3.0 im
Lieferumfang enthalten
Optional
auf Anfrage
Neigungsmotor:
Leistungsaufnahme:
Geschwindigkeit ****:
Präzision / Auflösung:
Toleranz:
Steigung ****:
Schutzkontaktstecker nacj CEE 7/7 („Schucko-Stecker“ Typ
E+F) mit
Erdung (PE-Leiter), Bemessungsspannung 230 V AC,
Bemessungsstrom 16 A, 50/60 Hz, Kabellänge: 2 m
Netz: 16A Typ C („träge“), Gerät: 10A, 250V~ ,20 x 5 mm,
Typ C („träge“)
Gerät der Schutzklasse I, Anwendungsteil des Typs B
Grad des Schutzes gegen Eindringen von Wasser: IP2X
Das Gerät ist auf Dauerbetrieb ausgelegt.
Bürstenloser Gleichstrommotor, Leistung 1500 W (max.
4000 W)
Gleichstrommotor, Leistung 150 W
1.1kVA
-10 .. +25 km/h
+/- 0,1 km/h
Kleiner +/- 1%
0 .. 25 %
Präzision / Auflösung:
+/- 0,1 %
Absicherung:
Klassifizierung***:
Betriebart:
Antriebsmotor:
* Bitte beachten Sie, dass sich das Gesamtgerätegewicht durch zusätzliche Optionen (z.B. Sturzsicherung,
Geländervariante je nach Modell etc.) vergrößern kann. ** Bei Leistungstests oder intensivem Intervall- oder
Sprinttraining ist für zusätzliche Sicherheit des Läufers zu sorgen.WOODWAY empfiehlt in diesem Fall
dringend die Option der Sturzsicherung mit Brustgurt und Not-Stopp-Funktion einzusetzen, um das
Verletzungsrisiko zu minimieren. *** Klassifikation nach EN 60601-1. **** Modellabhängig bis 20km/h
und 20% verfügbar. Technische Änderungen vorbehalten.
121
Danksagung
An erster Stelle bedanke ich mich bei meinen Probanden. Ohne sie wäre diese Studie nicht
denkbar gewesen. Ich weiß welches Engagement notwendig ist, sich über ein halbes Jahr
hinweg Woche für Woche zu überwinden, ins Training zu gehen. Gerade auch dann, wenn
man vermutet, „nur“ in der Kontrollgruppe zu sein. Ganz zu schweigen von den
Biopsien…vielen, vielen Dank!
Des Weiteren möchte ich mich sehr bei Herrn PD Dr. Netzer bedanken. Hätte er unsere
Ideen nicht so offenherzig unterstützt, wäre es erst gar nicht zu dieser Studie gekommen.
Auch wenn es drei anstrengende Jahre waren, bin ich doch froh, dass wir diesen Weg
zusammen gehen konnten und alle Hindernisse aus dem Weg geräumt haben!
Ebenso zu großem Dank bin ich Herrn Johannes Eisinger verpflichtet. Er hat mich in
seiner Funktion als Geschäftsführer der RehaMed Gesundheitspark GmbH immer
unterstützt, nicht nur in finanziellen Angelegenheiten (die ganzen Kosten und auch die
personellen Voraussetzungen für solch eine Studie sind nicht zu unterschätzen, sondern
auch aus moralischer Sicht. Sanfter Druck zur rechten Zeit bewirkt manchmal Wunder!
All meinen Kolleginnen und Kollegen der Sporttherapie, die mich sicherlich das eine oder
andere Mal verflucht haben, sei gesagt: Ich danke euch aus ganzem Herzen, denn ohne
eure Unterstützung hätte ich das alles nicht geschafft.
Und last, but not least …
Eine dicke Umarmung für meine Frau und meine Kinder. Ihr wisst schon, wofür!
122
Lebenslauf
- Aus Gründen des Datenschutzes wird in dieser Version auf den Lebenslauf
verzichtet –
123
- Aus Gründen des Datenschutzes wird in dieser Version auf den Lebenslauf
verzichtet -
124
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

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