Digistart D2 – Betriebsanleitung

Digistart D2 – Betriebsanleitung
Betriebsanleitung
DIGISTART D2
Referenz: 4258 de - 2015.06 /e
Allgemeine Informationen
Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die sich aus einer unsachgemäßen, nicht fachgerecht
ausgeführten oder fehlerhaften Installation oder Einstellung der Betriebsparameter des Geräts oder
aus einer unzulässigen Kombination von Gerät und Motor ergeben.
Die Angaben in dieser Anleitung gelten für den Zeitpunkt der Drucklegung als verbindlich. Im
Interesse einer beständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte behält sich der
Hersteller das Recht vor, die Technischen Daten des Produkts, die Angaben zum Betriebsverhalten
des Produkts und den Inhalt dieser Anleitung ohne Ankündigung zu ändern.
Alle Rechte vorbehalten. Diese Anleitung oder Teile davon dürfen ohne schriftliche Genehmigung des
Herausgebers in keiner Form auf elektronische oder mechanische Weise, einschließlich Fotokopieren,
Aufzeichnen oder anhand eines Systems für Speicherung und Abfrage von Daten, vervielfältigt oder
sonst wie weitergegeben werden.
Software-Version
Dieses Produkt wird mit der neuesten Version der Software für Benutzeroberfläche und
Maschinensteuerung geliefert. Wenn dieses Produkt für die Nutzung in einem neuen oder bereits
vorhandenen System vorgesehen ist, in dem auch andere Starter verwendet werden, bestehen
möglicherweise Abweichungen zwischen der Software dieser anderen Starter und der Software in
diesem Produkt. Aufgrund dieser Abweichungen kann es zu Abweichungen im Betriebsverhalten des
Produkts kommen. Dies gilt möglicherweise auch für Starter, die vom LEROY-SOMER Service Centre
zurückgesandt wurden.
Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an LEROY-SOMER oder Ihren Händler.
Erklärung zum Umweltschutz
LEROY-SOMER ist verpflichtet, die Auswirkungen seiner Fertigungsprozesse auf die Umwelt so
gering wie möglich zu halten. Zu diesem Zweck unterhalten wir ein EMS (Environmental Management
System, Umwelt-Management-System), das nach der Internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert
wurde.
Unsere Produkte können nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer auf einfache Weise in ihre
Hauptbestandteile zerlegt und dadurch wirtschaftlich recycelt werden. Viele Bauteile sind durch
Schnappverbindungen montiert und können ohne Werkzeuge getrennt werden, einige Bauteile sind
anhand herkömmlicher Schrauben miteinander verbunden.
Die Verpackung des Produkts ist von hoher Qualität und kann wiederverwendet werden. Produkte mit
größeren Abmessungen werden in Holzkisten geliefert, Produkte kleinerer Abmessungen werden in
stabilen Kartons geliefert, die selbst einen hohen Anteil an recycelten Fasern aufweisen. Bei
Nichtwiederverwendung können diese Behältnisse recycelt werden. Das für Schutzfolien und
Schutzverpackungsmaterial verwendete Polyäthylen ist ebenfalls problemlos recyclebar.
Beachten Sie bitte vor dem Recyceln oder Entsorgen von Produkten und Verpackungsmaterialien die
örtlich geltenden Bestimmungen und vorgeschriebenen Verfahrensweisen.
REACH-Verordnung
Die EU-Verordnung 1907/2006 „REACH“ (Registration, Evaluation, Authorisation and restriction of
Chemicals, Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) verlangt, dass
der Lieferant eines Erzeugnisses den Empfänger des Erzeugnisses darüber informiert, ob das
Erzeugnis mehr als eine festgelegte Menge einer Substanz erhält, die von der ECHA (European
Chemicals Agency, Europäische Agentur für chemische Stoffe) als SVHC (Substances of Very High
Concern, besonders besorgniserregende Substanz) eingestuft wurde und daher zu den
genehmigungspflichtigen Substanzen zählt.
Wenn Sie aktuellere Informationen wünschen, ob und in welchem Maße dies für bestimmte Produkte
von LEROY-SOMER zutrifft, wenden Sie sich bitte zuerst an Ihren gewohnten Ansprechpartner.
Die aktuellen Handbücher und die aktuelle Software finden Sie auf unserer Website.
Copyright © Juni 2015 LEROY-SOMER
Ausgabe: E
Inhalt
1.
Sicherheitshinweise ................................................................... 4
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
Warnungen, Achtungshinweise und Hinweise ......................................... 4
Arbeitsschutz bei elektrischen Geräten - Allgemeine Warnung ................ 4
Systemaufbau und Arbeitsschutz ............................................................ 4
Umgebungsbedingungen......................................................................... 5
Einhaltung von Bestimmungen ................................................................ 5
Motor ....................................................................................................... 5
Einstellen von Parametern....................................................................... 5
Elektrische Installation ............................................................................. 5
2.
Angabe von Nennwerten ........................................................... 7
2.1
2.2
Modellcode .............................................................................................. 7
Nennstrom............................................................................................... 7
3.
Mechanische Installation ........................................................... 9
3.1
3.2
Abmessungen und Gewicht ..................................................................... 9
Physische Installation ............................................................................ 10
4.
Elektrische Installation ............................................................ 11
4.1
4.2
Anordnung der Klemmen ....................................................................... 11
Prinzipschaltbilder ................................................................................. 15
5.
6.
Programmierbare Parameter ................................................... 16
Diagnose ................................................................................... 19
6.1
6.2
6.3
6.4
LEDs ..................................................................................................... 19
Abschaltungscodes ............................................................................... 19
Reset..................................................................................................... 20
Schutzmaßnahmen ............................................................................... 20
7.
8.
Technische Daten .................................................................... 22
Optionen ................................................................................... 24
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
3
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
1.
Sicherheitshinweise
1.1
Warnungen, Achtungshinweise und Hinweise
In einer WARNUNG werden wichtige Hinweise zum Vermeiden einer Gefahr
gegeben.
WARNUNG
Unter ACHTUNG finden Sie wichtige Hinweise zum Vermeiden von Schäden
am Produkt oder an anderen Anlagen und Geräten.
VORSICHT
HINWEIS
1.2
Ein HINWEIS enthält Informationen, die Sie beim korrekten Betrieb des
Produkts unterstützen.
Arbeitsschutz bei elektrischen Geräten - Allgemeine
Warnung
Die im Starter genutzten elektrischen Spannungen können zu schweren oder gar
tödlichen Stromschlägen und Verbrennungen führen. Bei Arbeiten mit dem Starter oder
im Umfeld des Starters ist daher äußerste Achtsamkeit geboten.
Konkrete Warnhinweise finden Sie an den entsprechenden Stellen in dieser Anleitung.
1.3
Systemaufbau und Arbeitsschutz
Der Starter ist als Komponente für den Einbau durch Fachkräfte in eine Anlage oder ein
System vorgesehen. Bei unsachgemäßer Installation kann der Starter ein
Sicherheitsrisiko darstellen.
Der Starter verwendet hohe elektrische Spannungen und Ströme, enthält gespeicherte
elektrische Energie und wird für das Steuern und Regeln von Maschinen und Anlagen
genutzt, die aufgrund ihrer Bauart Verletzungen verursachen können.
Systementwurf und Installation müssen mit äußerster Sorgfalt und fachgerecht
ausgeführt werden, damit es im Normalbetrieb und im Fall von Störungen zu keinen
gefährlichen Situationen kommt. Systementwurf, Installation, Inbetriebnahme und
Wartung dürfen ausschließlich von Personen vorgenommen werden, die über die
entsprechende Ausbildung und Erfahrung verfügen. Dieser Personenkreis ist verpflichtet,
diese Sicherheitshinweise und diese Anleitung sorgfältig zu lesen.
Keine der Funktionen des Starters darf zur Absicherung von Personen genutzt
werden, d. h. der Starter darf nicht für sicherheitsrelevante Funktionen genutzt
werden.
Funktionen des Starters, die entweder aufgrund ihres vorgesehenen Verhaltens oder
aufgrund einer durch eine Störung verursachten Fehlfunktion zu Gefahren führen
können, ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In jedem Anwendungsfall, bei dem
eine Fehlfunktion des Starters oder des Steuer- und Regelsystems des Starters
Sachschäden, sonstige Schäden oder Verletzungen verursachen bzw. begünstigen
könnte, ist eine Risikoanalyse vorzunehmen und gegebenenfalls sind weitere
Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren zu ergreifen.
4
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Es liegt in der Verantwortung der Person, die das System entwirft, sicherzustellen, dass
das Gesamtsystem gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften und -bestimmungen
sicher und ordnungsgemäß ausgelegt wurde.
1.4
Umgebungsbedingungen
Die Anweisungen für Transport, Lagerung, Installation und Nutzung des Starters sind
unbedingt einzuhalten; dies gilt auch für die Grenzwerte der Umgebungsbedingungen.
Starter dürfen keinen zu hohen physischen Kräften ausgesetzt werden.
1.5
Einhaltung von Bestimmungen
Die Einhaltung sämtlicher geltenden Bestimmung wie z. B. die örtlich geltenden
Bestimmungen zum Aufspüren von Elektroinstallationen, Bestimmungen zur
Unfallverhütung und Bestimmungen zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) liegt
in der Verantwortung des Installateurs. Besondere Aufmerksamkeit muss den
Querschnitten von elektrischen Leitern, der Auswahl von Sicherungen und anderen
Schutzeinrichtungen und der Ausführung von Schutzleitern gewidmet werden.
In der Europäischen Union müssen alle Geräte, Anlagen und Maschinen, in denen dieses
Produkt zur Anwendung kommt, den folgenden Richtlinien genügen:
2006/42/EG: Sicherheit von Maschinen
2004/108/EG: Elektromagnetische Verträglichkeit
1.6
Motor
Stellen Sie sicher, dass der Motor entsprechend den Empfehlungen des Herstellers
installiert wurde. Stellen Sie sicher, dass die Welle des Motors abgedeckt ist.
1.7
Einstellen von Parametern
Einige Parameter bestimmen das grundsätzliche Betriebsverhalten des Starters. Diese
Parameter dürfen nur nach sorgfältiger Abwägung des Einflusses auf das zu regelnde
System geändert werden. Es sind Maßnahmen zu ergreifen, die ungewollte Änderungen
aufgrund von Fehlbedienungen oder unberechtigtem Zugriff verhindern.
1.8
Elektrische Installation
1.8.1
Gefahr eines Stromschlags
Die an den folgenden Stellen vorhandenen elektrischen Spannungen können einen
schweren oder gar tödlichen Stromschlag verursachen:
•
•
•
Kabel und Anschlüsse der Wechselstromversorgung
Kabel und Anschlüsse am Ausgang
Vielzahl der internen Bauteile des Starters und externe Zusatzgeräte
Vor dem Entfernen von Abdeckungen und vor dem Ausführen von Servicearbeiten am
Starter muss der Starter durch ein für diesen Zweck zugelassenes Gerät galvanisch von
der Wechselstromversorgung getrennt werden.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
5
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
1.8.2
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Verfahren zum Einschalten des Starters
Vor (oder mit) der Netzspannung muss unbedingt die Ansteuerspannung
anliegen.
WARNUNG
Bei grobem Umgang oder durch mechanische Stöße während eines Transports besteht
die Möglichkeit, dass der Bypass-Schütz in der Stellung EIN eingerastet ist. Um zu
verhindern, dass der Motor sofort anläuft, ist bei einer Inbetriebnahme oder bei einem
Betrieb nach einem Transport unbedingt sicherzustellen, dass zuerst die
Steuerspannungen angelegt werden, bevor die Hochspannung für den Motor angelegt
wird, damit sich der Schütz in einem definierten Anfangszustand befindet.
1.8.3
STOP-Funktion
Die Funktion STOP des Starters trennt den Starter, den Motor oder sonstiges externes
Zubehör NICHT von gefährlichen elektrischen Spannungen.
1.8.4
Über Steckanschlüsse versorgte Bauteile
Die Steuerspannungsanschlüsse des Starters sind über Gleichrichterdioden an die
Kondensatoren im Inneren des Starters angeschlossen, diese Gleichrichterdioden sorgen
nicht für eine sichere galvanische Trennung der Anschlüsse. Wenn bei abgezogenem
Gegenstück ein Berühren der Steckanschlüsse möglich ist, muss ein Mittel zur
automatischen galvanischen Trennung der Steckanschlüsse verwendet werden (z. B. ein
Haftrelais).
1.8.5
Kurzschluss
Der Digistart D2 ist nicht kurzschlussfest. Nach einer erheblichen Überlastung oder nach
einem Kurzschluss muss der Digistart D2 von einem autorisierten Servicetechniker
gründlich überprüft werden.
6
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
2.
Angabe von Nennwerten
2.1
Modellcode
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Abbildung 2-1 Erläuterung Typencode
D2
1
4
0 8
5
Nennstrom bei 400 Vac
≤ 060 A: AC53b 4-6-354
≥ 085 A: AC53b 4-6-594
Netzspannung
14 = 200 bis 440 Vac
16 = 200 bis 575 Vac
2.2
Nennstrom
Die Nennwerte für Betriebsbedingungen, die nicht in dieser Nennwertaufstellung
aufgeführt sind, erfahren Sie von Ihrem Lieferanten.
2.2.1
Betriebsvorschrift AC53b
In der Betriebsvorschrift AC53b sind die Nennströme und die
Standard-Betriebsbedingungen für einen Softstarter mit Bypass (interner Bypass oder
Installation mit einem externen Bypass-Schütz) festgelegt.
Der Nennstrom des Softstarters legt die maximale Größe des Motors fest, für den der
Softstarter genutzt werden kann. Die Nennwerte des Softstarters sind von der Anzahl der
Starts je Stunde und der Dauer des Startvorgangs sowie den Stromstärken beim
Startvorgang abhängig.
Die Angaben zum Nennstrom des Softstarters gelten nur dann, wenn der Softstarter
unter den in der Betriebsvorschrift angegebenen Bedingungen betrieben wird. Unter von
der Betriebsvorschrift abweichenden Bedingungen gelten für den Nennstrom des
Softstarters möglicherweise andere Werte.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
7
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Abbildung 2-2 Betriebsvorschrift AC53b
60 A : AC-53b
4 -
6 : 354
Aus-Zeit (Sekunden)
Startzeit (Sekunden)
Anlaufstrom (ein Mehrfaches des
Motor-Nennstroms)
Starter-Nennstrom (Ampere)
Nennstrom des Starters: der Nennstrom des Starters unter den in den weiteren
Abschnitten der Betriebsvorschrift aufgeführten Parametern und Bedingungen.
Anlaufstrom: der maximal verfügbare Anlaufstrom.
Startzeit: die maximal zulässige Zeit für den Startvorgang.
Aus-Zeit: die Mindestzeit zwischen dem Ende eines Startvorgangs und dem Beginn des
nächsten Startvorgangs.
2.2.2
Nennstrom
Tabelle 2-1 Nennstrom
Modell
D2-1x-018
D2-1x-042
D2-1x-060
Modell
D2-1x-085
D2-1x-100
D2-1x-140
D2-1x-170
D2-1x-200
8
AC53b 4-6:354
< 1.000 m
40 °C
50 °C
AC53b 4-20:340
< 1.000 m
40 °C
50 °C
18 A
17 A
42 A
40 A
60 A
55 A
AC53b 4-6:594
< 1.000 m
40 °C
50 °C
17 A
15 A
36 A
33 A
49 A
45 A
AC53b 4-20:580
< 1.000 m
40 °C
50 °C
85 A
100 A
140 A
170 A
200 A
73 A
96 A
120 A
142 A
165 A
78 A
100 A
133 A
157 A
186 A
67 A
87 A
110 A
130 A
152 A
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
3.
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Mechanische Installation
WARNUNG
Die Modelle D2-1x-140 bis D2-1x-200 sind für den Einbau in ein Gehäuse
vorgesehen, das den Zugang durch Unbefugte und das Eindringen von
Verschmutzungen verhindert. Die gesamte Baureihe ist für
Umgebungsbedingungen gemäß „Verschmutzungsgrad 3“ gemäß Norm
IEC60664-1 ausgelegt. Dies bedeutet, dass elektrisch leitfähige
Verschmutzungen und elektrisch nicht leitfähige Verschmutzungen, die aufgrund
von Feuchte leitfähig werden, in gewissem Maße zulässig sind.
Es liegt in der Verantwortung des Installateurs sicherzustellen, dass sämtliche
Gehäuse und Abdeckungen, die den Zugang zu den Modellen D2-1x-140 bis
D2-1x-200 gestatten, bei einem unter Spannung stehenden Produkt Schutz vor
Berührung bieten und den Anforderungen der IP20 genügen.
Die Modelle D2-1x-140 bis D2-1x-200 können mit
Berührungsschutzabdeckungen (Zubehör) ausgestattet werden und müssen in
diesem Fall nicht zwingend in ein Gehäuse eingebaut werden.
3.1
Abmessungen und Gewicht
Abbildung 3-1 Abmessungen der Geräte
A
E
B
H
H
F
G
D
08543.A
C
Modell
D2-1x-018
D2-1x-042
D2-1x-060
D2-1x-085
D2-1x-100
D2-1x-140
D2-1x-170
D2-1x-200
Breite
mm (Zoll)
Höhe
mm (Zoll)
Größe
A
B
C
D
Tiefe
mm
(Zoll)
E
G1
98
(3.85)
145
(5.70)
82
(3.22)
124
(4.88)
201
(7.91)
215
(8.46)
188
(7.40)
196
(7.71)
200
(7.87)
160
(6.30)
240
(9.44)
216
(8.50)
G2
G3
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Gewicht
kg
(lb)
mm
(Zoll)
F
mm
(Zoll)
G
mm
(Zoll)
H
165
(6.49)
193
(7.59)
55
(2.16)
-
90.5
(3.6)
110.5
(4.4)
23
(0.9)
37
(1.5)
2.2
(4.85)
4.0
(8.81)
214
(8.43)
-
114.5
(4.5)
51
(2.0)
6.5
(14.33)
9
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
3.2
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Physische Installation
Abbildung 3-2 Montagefreiraum
1
2
4
08322.A
3
D2-1x-018 bis D2-1x-100: 100 mm (3.9 Zoll) zwischen Softstartern belassen.
D2-1x-140 bis D2-1x-200: 200 mm (7.9 Zoll) zwischen Softstartern belassen.
D2-1x-018 bis D2-1x-100: 50 mm (2.0 Zoll) zwischen Softstarter und festen
Oberflächen belassen.
D2-1x-140 bis D2-1x-200: 200 mm (7.9 Zoll) zwischen Softstarter und festen
Oberflächen belassen.
Softstarter können ohne Zwischenraum aneinander montiert werden (d. h. bei
Montage ohne Kommunikationsmodule).
Der Softstarter kann seitlich montiert werden. Belasten Sie den Softstarter mit
einem Strom von 15 % unter dem Nennstrom.
10
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
4.
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Elektrische Installation
Vor (oder mit) der Netzspannung muss unbedingt die Ansteuerspannung
anliegen.
WARNUNG
Halten Sie bei allen Schraubverbindungen an Hochspannungs- und
Erdungsanschlüssen unbedingt die vorgeschriebenen Anzugsmomente ein.
VORSICHT
Alle Starter Digistart D2 verfügen über ein internes Bypass-Relais, über das die SCRs
während des Betriebs umgangen werden. Dadurch kann der Digistart D2 auch ohne
externen Bypass-Schütz in ein nicht belüftetes Gehäuse eingebaut werden.
4.1
Anordnung der Klemmen
Detaillierte Angaben und Technische Daten finden Sie unter Technische Daten.
4.1.1
Leistungsanschlüsse
Abbildung 4-1 Kabelgrößen und maximale Festziehmomente
Torx (T20)
3 Nm
2.2 ft-lb
7 mm
3 Nm
2.2 ft-lb
4.1.2
mm (Zoll)
nicht
zutreffend
nicht
zutreffend
CSH, CSL, CSR,
DI1, DI2, TH1, TH2,
COM1, RLO1,
COM2, RLO2
018 - 200
0.14 1.5
(26 - 16)
mm2
(AWG)
6
(0.24)
mm
(Zoll)
nicht zutreffend
10428.A
11
(0.43)
26 Ø 8.5
(1.02) (0.33)
10429.A
140 - 200
10428.A
085 - 100
25 - 50
(4 1/10)
mm2
(AWG) 14
(0.55)
mm
(Zoll)
Torx (T20)
4 Nm
2.9 ft-lb
7 mm
4 Nm
2.9 ft-lb
nicht zutreffend
018 - 060
10 - 35
(8 - 2)
mm2
(AWG)
14 (0.55)
mm
(Zoll)
10428.A
10427.A
1/L1, 3/L2, 5/L3, 2/T1, 4/T2, 6/T3
3.5 mm
0.5 Nm max.
4.4 in-lb max.
Erdungsklemme
Alle Softstarter Digistart D2 verfügen über 1 Erdungsklemme an der Unterseite des
Starters.
Tabelle 4-1 Maximales Anzugsmoment für Erdungsanschluss:
Modell
Klemmengröße
Maximales Drehmoment
D2-1x-018 bis D2-1x-060
D2-1x-085 bis D2-1x-200
4 mm
6 mm
2 Nm
3 Nm
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
11
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
4.1.3
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Ansteuerungsspannung
Schließen Sie die Steuerspannungen an die richtigen Klemmen an::
VORSICHT
WARNUNG
•
•
110 bis 240 Vac: CSL-CSR oder
380 bis 440 Vac: CSH-CSR
Der Installateur muss sicherstellen, dass die externen Steuerstromkreise durch
mindestens eine Schicht an Isoliermaterial (zusätzliche Isolierung), das für die
entsprechende Wechselspannung zugelassen ist, geschützt sind.
Abbildung 4-2 Optionen für Ansteuerschaltung
Zweileiter
Dreileiter
CSH
CSH
4
4
CSL
CSL
110-240 Vac
110-240 Vac
CSR
CSR
2
DI1
DI1
3
DI2
DI2
E
E
CSH
CSH
4
380-440 Vac
CSL
4
CSL
380-440 Vac
CSR
CSR
1
2
3
DI1
DI2
DI2
E
E
Start/Stopp. Zum Zurücksetzen
einer Abschaltung öffnen und
schließen Sie anschließend DI2.
Start.
DI1
08329.A
1
Stopp. Zum Zurücksetzen einer
Abschaltung öffnen und schließen
Sie anschließend DI2.
Sicherung (optional).
Zur Bemessung der Sicherung für die Steuerung siehe Technische Daten.
Die maximale Kabellänge ist vom Typ des verwendeten Kabels abhängig, wobei der
Widerstand des Kabels maximal 100 Ohm betragen darf. Das Kabel muss ein
Twisted-Pair-Kabel mit Abschirmung sein. Die Abschirmung muss geerdet sein, wobei
12
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
die Erdung nur an einem Ende, am Softstarter-Ende, erfolgen darf. Zur Vermeidung von
EMV-Problemen mit den Hochspannungskabeln des Motors muss das Thermistorkabel
mit einem Mindestabstand von 300 mm parallel zu den Hochspannungskabeln des
Motors verlegt werden.
4.1.4
Motor-Thermistor
Motor-Thermistoren können direkt an die Digistart D2-Klemmen TH1, TH2
angeschlossen werden. Falls keine Motor-Thermistoren verwendet werden, müssen die
Klemmen TH1, TH2 verbunden werden (Digistart D2 wird mit dieser Brücke geliefert).
TH1
TH1
TH1
TH2
TH2
TH2
OK
OK
08330.A
Abbildung 4-3 Anschluss Motor-Thermistor
4.1.5
Ausgänge
Hauptschützausgang
Der Relaisausgang (Klemmen COM2, RLO2) ist von Beginn des Sanftanlaufs bis zum
Ende des Sanftauslaufs (bei Softstop) bzw. bis der Motor ein Stopp-Signal zum Auslauf
ohne Softstopp bekommt, geschlossen. Der Relaisausgang öffnet auch, wenn der
Softstarter abschaltet.
Mit diesem Kontakt kann direkt ein Hauptschütz angesteuert werden.
Programmierbarer Ausgang
Das programmierbare Ausgangsrelais (Klemmen COM1, RLO1) kann zum Signalisieren
des RUN-Zustandes oder eines fehlerhaften Zustandes verwendet werden. Dieses Relais
ist ein Schließer.
Abschaltung:
Das Relais schließt, wenn der Digistart D2 abschaltet. Dieses Relais kann für die
Ansteuerung eines dem Softstarter vorgelagerten Leistungsschalters bzw. als
Melderelais für übergeordnete Steuerungen verwendet werden. Das Relais öffnet, wenn
die Abschaltung zurückgesetzt wird.
Betrieb:
Das Relais schaltet, wenn der Softstart abgeschlossen ist, die Überbrückungsrelais
geschlossen sind und die volle Spannung am Motor anliegt. Das Relais kann zum
Ansteuern des Schaltschützes für die Kondensatoren zur Blindleistungskompensation
oder zum Signalisieren des Softstarter-Betriebsstatus an eine übergeordnete Steuerung
verwendet werden.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
13
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
4.1.6
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Halbleitersicherungen
Halbleitersicherungen können bei Einsatz mit Softstartern Digistart D2 das Risiko einer
Beschädigung von Thyristoren durch Überlastung durch kurze Stromspitzen verhindern
und für eine Koordination 2 verwendet werden. Tests mit den Softstartern Digistart D2
haben ergeben, dass mit Halbleitersicherungen eine Koordination 2 erreicht wird.
Nachfolgend finden Sie geeignete Bussmann- und Ferraz/Mersen-Halbleitersicherungen
aufgeführt.
Tabelle 4-2 Halbleitersicherungen
Modell
Thyristor
I2t (A2s)
018
1150
042
10500
060
18000
085
80000
100
97000
140
168000
170
245000
200
320000
Ferraz/Mersen-Sicherung
Europa/IEC-Modell
(Nordamerika)
6.6URD30xxxA0063
(A070URD30xxx0063)
6.6URD30xxxA0160
(A070URD30xxx0160)
6.6URD30xxxA0160
(A070URD30xxx0160)
6.6URD30xxxA0315
(A070URD30xxx0315)
6.6URD30xxxA0315
(A070URD30xxx0315)
6.6URD31xxxA0450
(A070URD31xxx0450)
6.6URD31xxxA0450
(A070URD31xxx0450)
6.6URD31xxxA0450
(A070URD31xxx0450)
BussmannBussmannSicherung
Sicherung
Rechteckiger Großbritannien
Aufbau (170M)
(BS88)
170M-1314
63 FE
170M-1318
160 FEE
170M-1319
180 FM
170M-1321
250 FM
170M-1321
250 FM
170M-1322
500 FMM
170M-3022
500 FMM
170M-3022
500 FMM
xxx = Flügelmodell. Für weitere Optionen wenden Sie sich bitte an Ferraz/Mersen.
14
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
4.2
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Prinzipschaltbilder
Abbildung 4-4 Softstarter mit Schutzschalter für das System, ergänzt mit einem
Trennschalter mit Fremdauslösung
Abbildung 4-5 Softstarter mit Schutzschalter für das System und mit Hauptschütz
K1
1/L1
2/T1
3/L2
4/T2
5/L3
M
6/T3
08332.B
COM2
RLO2
K1
M
K1
COM2, RLO2
COM1, RLO1
Motor (dreiphasig)
Hauptschütz
Hauptschützausgang
Programmierbarer Ausgang (auf „Abschaltung“ eingestellt)
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
15
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
5.
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Programmierbare Parameter
WARNUNG
Die Parametereinstellungen für die Motordaten sind für die ordnungsgemäße
Funktion des Thermomodells des Softstarters und für den Überlastungsschutz
des Motors äußerst wichtig. Immer Schalter einstellen 3 und 4 entsprechend
den technischen Daten des Motors.
Abbildung 5-1 Einstellschalter
Stromrampe
Stromgrenze
Motor-Schutzklasse
Motornennstrom
Sanftstoppzeit
Überstartzeit
Hilfsrelaisfunktion
Phasenfolgeschutz
Wählen Sie den Anlaufstrom (A) und
die Rampenzeit (B) aus.
Beim Startverfahren „Stromrampe“ wird
die Zeit verlängert, die der Softstarter
zum Erreichen der Stromgrenze
benötigt, dieses Verfahren ist für die
Versorgung von Generatoren, Lasten,
die eine verlängerte Startzeit
benötigen, und Anwendungen mit
extremer Lastveränderung zwischen
den Starts geeignet.
Die Rampenzeit ist nicht die Zeit, die
der Motor bis zum Erreichen der
vollständigen Drehzahl benötigt.
Strom
Stromrampe
Zeit
Wählen Sie die Stromgrenze (C) aus.
Die „Stromgrenze“ ist die maximale
Stromstärke, die der Softstarter
während des Sanftanlaufs an den
Motor abgibt.
16
Strom
Stromgrenze
Zeit
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Motor-Schutzklasse
Wählen Sie die Schutzklasse für den
Motor.
Die Schutzklasse gibt die maximale
Zeitdauer (in Sekunden) an, die der
Motor mit statischem Rotorstrom
betrieben werden kann. Die Einstellung
„Motorschutzklasse“ geht von einem
statischen Rotorstrom von 600 % aus.
Die Einstellung der Motorschutzklasse
auf "Off", deaktiviert den
Motorüberlastschutz.
Motornennstrom
Motor FLC
Soft starter FLC
INPUT RATING:
OUTPUT FLC:
AUXILIARY CONTACTS:
WITHSTAND CURRENT:
POWER CONTACTS:
AUXILIARY CONTACTS:
200-440VAC, 50/60Hz, 3PH
xxA AC53b 4-6:354, 30 kW @ 400V
5A @ 250VAC/360VA, 5A @30VDC Resistive
5000A RMS, 600 VAC max.
#10 - #2 AWG, 6 - 35 mm2 (3-5 Nm, 2.2-3.7 lb-ft)
20 - 16 AWG, 0.75 - 1.5 mm2 (0.5 Nm, 4.5 lb-in)
08239.A
Konfigurieren Sie den Softstarter auf
den Motor-Volllaststrom (FLC).
Nehmen Sie die Konfiguration
entsprechend der auf dem Typenschild
des Motors angegebenen Stromstärke
vor. Dividieren Sie den Nennstrom des
Motors durch den Nennstrom des
Softstarters (auf dem Typenschild des
Softstarters angegeben).
Wählen Sie die Sanftstopp-Rampenzeit
(D) aus.
In der Sanftauslaufzeit reduziert der
Softstarter die Spannung vom
Nennwert auf Null.
Die Rampenzeit stellt nicht die Zeit dar,
die der Motor bis zum vollständigen
Stopp benötigt.
Spannung
Sanftstoppzeit
Zeit
Konfigurieren Sie die "Max. zulässige
Hochlaufzeit" des Softstarters.
Wählen Sie eine Zeit aus, die etwas
länger ist als die Zeit, die der Motor für
einen völlig normalen Start benötigt.
Der Softstarter schaltet ab, wenn der
Start nicht innerhalb der ausgewählten
Zeit abgeschlossen wird (siehe E).
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Strom
Überstartzeit
Zeit
17
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Hilfsrelaisfunktion
Wählen Sie die Funktion des
programmierbaren Ausgangs des
Softstarters (Klemmen COM1, RLO1).
Bei der Einstellung auf "RUN" schließt
der Relaiskontakt, wenn der
Sanftanlauf abgeschlossen ist. Bei der
Einstellung auf "TRIP" schließt der
Relaiskontakt, wenn der Softstarter
wegen einem Fehler abschaltet.
Phasenfolgeschutz
HINWEIS
AV/FWD
L1
L2
L3
soft
starter
L1
L2
L3
soft
starter
n.a.
04982.B
Konfigurieren Sie die Phasenfolge des
Softstarters.
Wählen Sie die zulässigen
Phasenfolgen aus. Bei der Einstellung
„AV/FWD“ wird ausschließlich ein
Rechts-Drehfeld zugelassen, bei der
Einstellung „n.a.“ wird der
Phasensequenzschutz deaktiviert.
Zeit
Hilfsrelaisfunktion und Phasenfolge werden anhand eines gemeinsamen
Schalters konfiguriert. Stellen Sie die Hilfsrelaisfunktion wie gefordert ein;
stellen Sie anschließend den Phasenfolgeschutz ein.
Abbildung 5-2 Digistart D2 Beispiele für Hilfsrelais und Phasenfolgeschutz
COM1, RLO1
Run
n.a.
AV/
AV/
FWD
FWD
Ordre des phases/
Phase sequence
09153.A
Trip
n.a.
COM1, RLO1
Run
n.a.
AV/
AV/
FWD
FWD
Ordre des phases/
Phase sequence
18
09154.A
Trip
n.a.
Aktion des Relais: Nach einem Startbefehl schaltet das Relais nach
Beendigung des Softstarts.
Der Zustand des Relais entspricht dem Zustand der LED „Run“.
Das Relais öffnet, wenn der Starter aufgrund eines Fehlers
abschaltet.
Phasensequenzschutz: Der Softstarter lässt nur ein
Rechts-Drehfeld (Uhrzeigersinn) zu. Wenn der Softstarter ein
Links-Drehfeld erkennt (entgegen Uhrzeigersinn), nimmt der Starter
eine Abschaltung vor und die LED „Ready“ blinkt 7-mal. Trennen
Sie die Stromversorgung, kehren Sie die Phasen an den
Anschlüssen um und setzen Sie dann den Starter zurück.
Aktion des Relais: Das Relais schließt, wenn der Softstarter eine
Abschaltung auslöst. Setzen Sie die Abschaltung zurück und
nehmen Sie den Betrieb wieder auf.
Phasensequenzschutz: Der Softstarter lässt jede Phasensequenz
zu.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
6.
Diagnose
6.1
LEDs
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Abbildung 6-1 Feedback-LEDs
LED
Zustand
Aus
Ein
Keine Steuerspannung
Bereit
Starter hat wegen
Störung abgeschaltet
Run (Lauf)
Motor aus
Motor läuft mit voller
Drehzahl
Motor startet oder
stoppt
08554.A
Blinkend
Ready (Bereit)
6.2
Abschaltungscodes
Die LED „Ready“ blinkt in unterschiedlicher Anzahl und zeigt so die Ursache für die
Abschaltung an.
Tabelle 6-1 Meldungen bei Abschaltungen
LED Ready
x1
x2
x3
x4
x5
x6
Beschreibung
Hochspannungskreis: Überprüfen Sie Netzstromversorgung (L1, L2, L3),
Motorstromkreis (T1, T2, T3), Softstarter-Thyristoren und Bypass-Relais.
Wenn Sie Unterstützung bei diesen Tests wünschen, wenden Sie sich an
Ihren Händler.
Max. zulässige Hochlaufzeit: Prüfen Sie die Last, erhöhen Sie die
"Stromgrenze" oder passen Sie die Einstellung "Max. zulässige
Hochlaufzeit" an.
Motorüberlastung: Lassen Sie den Motor abkühlen, setzen Sie den
Softstarter zurück und starten Sie den Motor erneut.
Der Softstarter kann erst zurückgesetzt werden, wenn der Motor abgekühlt
ist.
Motor-Thermistor: Prüfen Sie die Motorbelüftung und den
Thermistoranschluss TH1, TH2. Lassen Sie den Motor abkühlen.
Stromunsymmetrie: Prüfen Sie die Stromversorgung aus dem Netz bzw.
die Anschlussleitungen (L1, L2, L3) auf Stromunsymmetrie.
Netzfrequenz: Prüfen Sie, ob die Netzspannung verfügbar ist und sich die
Netzfrequenz innerhalb des zulässigen Bereichs befindet.
Phasensequenz: Überprüfen Sie auf korrekte Phasensequenz.
x7
x8
x9
x 10
Ausfall der Netzwerkkommunikation (zwischen Modul und Netzwerk):
Prüfen Sie Anschlüsse, Einstellungen und Konfiguration des Netzwerks.
Ausfall der Starterkommunikation (zwischen Starter und Modul): Bauen
Sie das Zubehör Modul aus wieder ein.
Bypass-Überlastung: Der Softstarter ist möglicherweise für die
Anwendung zu klein dimensioniert.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
19
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
6.3
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Reset
Die Abschaltung kann durch Drücken der Reset-Taste am Softstarter, durch Senden
eines Reset-Befehls über das serielle Kommunikationsnetzwerk oder durch Schalten der
Ansteuerungseingänge zurückgesetzt werden.
Zum Zurücksetzen einer Abschaltung über die Steuereingänge benötigt der Softstarter
eine Umschaltung "Geschlossen-Geöffnet" am Stoppeingang (DI2).
•
•
•
Bei einer Dreileiter-Steuerung wird der Stoppeingang kurzzeitig mit Hilfe der
externen Stopptaste geöffnet (Öffnen von CSL-DI2).
Wird bei einer Zweileiter-Steuerung der Softstarter bei anliegendem Startsignal
ausgelöst, schalten Sie das Startsignal ab (durch Öffnen von CSL an DI1, DI2).
Wird bei einer Zweileiter-Steuerung am Digistart D2 ein Fehler gemeldet (z. B.
Auslösen von Digistart D2-Motor-Thermistor), ohne dass der Motor läuft (Es liegt
kein Startsignal an!), dann erfolgt ein RESET (durch Schließen und Öffnen von
CSL an DI1, DI2).
Die Reset-Taste befindet sich an der Vorderseite des Geräts über den
Einstellungsschaltern.
Der Softstarter schaltet sofort erneut ab, wenn die Ursache für die Abschaltung nicht
behoben wurde.
6.4
Schutzmaßnahmen
Die Digistart D2 schützen den Motor und den Softstarter auf zweierlei Weise:
6.4.1
Schutz „Überstartzeit“
Erreicht der Motor innerhalb der eingestellten maximalen Hochlaufzeit nicht die
Nenndrehzahl, dann meldet der Digistart D2 den Fehler "Max. zulässige Hochlaufzeit".
Dies deutet auf eine Motorüberlastung hin.
Falls der Softstarter häufig wegen "Max. zulässige Hochlaufzeit" abschaltet:
•
•
•
Prüfen Sie, ob die Einstellung "Stromgrenze" für die Anwendung groß genug
eingestellt wurde.
Prüfen Sie, ob die Einstellung "Max. zulässige Hochlaufzeit" für die Anwendung
lang genug eingestellt wurde.
Prüfen Sie, ob der Motor nach der Installation des Softstarters mit einer höheren
oder zu hohen Last beaufschlagt wurde.
6.4.2
Motorüberlastschutz
Der Digistart D2 schaltet bei einer Motorüberlastung ab, wenn der Motor über einen
längeren Zeitraum als in der Einstellung "Motor-Schutzklasse" eingestellt, betrieben
wurde. Die Motor-Schutzklasse sollte entsprechend der Kennlinie eingestellt werden.
Falls diese Angabe nicht im Datenblatt des Motors enthalten ist, verwenden Sie die
Standardeinstellung (Motor-Schutzklasse = 10). Bei Verwendung einer höheren
Einstellung kann der Motor beschädigt werden.
HINWEIS
20
Der Motorüberlastschutz schützt weder den Softstarter noch den Motor vor
einem Kurzschluss.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
6.4.3
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Schutz gegen Phasenunsymmetrie
Der Digistart D2 meldet bei einer Phasenunsymmetrie einen Fehler, wenn die höchsten
und niedrigsten Ströme in den drei Phasen für mehr als 3 Sekunden um durchschnittlich
30 % variieren. Der Schutz gegen Phasenunsymmetrie ist nicht einstellbar und nur aktiv,
wenn der Mittelwert der Motorstromstärke 50 % und mehr als der programmierte
Motornennstrom beträgt.
Falls der Softstarter häufig wegen Phasenunsymmetrie abschaltet:
•
•
•
6.4.4
Prüfen Sie, ob eine Phasenunsymmetrie der Netzspannung vorliegt (an der
Eingangsseite des Softstarters).
Isolationstest des Motors
Verlegen Sie alle Eingangskabel um eine Position (Verlegen von Kabel L1 auf L2,
Kabel L2 auf L3 und Kabel L3 auf L1), um einen Fehler in der Verkabelung
auszuschließen.
Netzfrequenzschutz
Der Softstarter schaltet aufgrund der Netzfrequenz ab, wenn die Netzfrequenz während
des Betriebs des Softstarters für mehr als fünf Sekunden über 72 Hz ansteigt oder unter
40 Hz sinkt. Diese Abschaltungspunkte können nicht eingestellt werden.
Vor dem Start sowie während des Startens und Stoppens gelten die Ober- und
Untergrenzen für die Netzfrequenz ohne Zeitverzögerung.
Außerdem erfolgt eine Abschaltung mit Netzfrequenz-Fehler in den folgenden Fällen:
•
•
•
6.4.5
während des Betriebs des Softstarters gehen alle drei Eingangsphasen verloren
während des Betriebs des Softstarters fallen alle drei Eingangsphasen unter
120 Vac
während des Betriebs öffnet das Hauptschütz
Bypass-Überlastschutz
Der Bypass-Überlastschutz schützt den Softstarter vor Überlastungen während des
Betriebs. Der Schutz ist nicht einstellbar und verfügt über zwei Komponenten:
•
•
Der Softstarter löst aus, wenn ein Überstrom von 600 % des programmierten
Motornennstromes erkannt wird.
Der Softstarter überwacht die Temperatur des internen Bypass-Relais und
schaltet ab, wenn die Temperatur den Grenzwert für einen sicheren Betrieb
überschreitet.
Wenn die Abschaltung häufig auftritt, zeigt dies, dass der Softstarter für die Anwendung
nicht geeignet ist.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
21
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
7.
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Technische Daten
Netzversorgung
Netzspannung (L1, L2, L3)
D2-14-xxx ................................................. 3 x 200 Vac bis 440 Vac (+ 10% / - 15%)
D2-16-xxx ................................................. 3 x 200 Vac bis 575 Vac (+ 10% / - 15%)
Netzfrequenz (beim Start) ...................................................................... 45 Hz bis 66 Hz
Isolationsspannung ............................................................................................ 600 Vac
Benennung der Bauform ............................. Halbleiter-Motorstarter mit Bypass – Form 1
Steuerspannung
Ansteuerungsspannung (CSL, CSR, CSH) .................... 110 bis 240 Vac (+ 10% / - 15%)
....................................................................... oder 380 bis 440 Vac (+ 10% / - 15%)
Empfohlene Sicherung ......... 1 A Dauerstrom (Stromspitzen: max. 10 A; 0,01 Sekunden)
Stromverbrauch (bei Lauf) ................................................................................ < 100 mA
Stromverbrauch (Hochlauf) ...................................................................................... 10 A
Eingänge
Start (Klemme DI1) ................................... Normal offen, 150 kΩ zu erhalten bei 300 Vac
Stopp (Klemme DI2) .............................. Normal geschl., 150 kΩ zu erhalten bei 300 Vac
Motorthermistor ............................................................ Abschaltung >3,6 kΩ zu erhalten
Ausgänge
Relais Hauptschütz (Klemmen COM2, RLO2) ............................................. Normal offen
.......................................................................... 6 A, 30 Vdc / 6 A, 250 Vac, ohmsch
Programmierbares Relais (Klemmen COM1, RLO1) ................................... Normal offen
.......................................................................... 6 A, 30 Vdc / 6 A, 250 Vac, ohmsch
Umgebung
Schutzgrad D2-1x-018 bis D2-1x-100 ....................................................................... IP20
Schutzgrad D2-1x-140 bis D2-1x-200 ....................................................................... IP00
Betriebstemperatur ........................................................................... - 10 °C bis + 60 °C
Lagertemperatur .............................. -25 °C bis + 60 °C (bis +70 °C für max. 24 Stunden)
Feuchte ............................................................................. 5 % bis 95 % relative Feuchte
Verschmutzungsgrad .................................................................. Verschmutzungsgrad 3
Schwingungstest .......................................................... nach IEC 60068 - Fc sinusförmig
......................................................................... 4 Hz bis 13,2 Hz: ± 1 mm Amplitude
....................................................................................... 13,2 Hz bis 200 Hz: ± 0,7 g
EMV-Emission
Funkentstörgrad (EMV) ..................................................................................... Klasse B
Leitungsgeführte Emission von Hochfrequenzen ...............................................................
.................................................................... 0,15 MHz bis 0,5 MHz: < 56-46 dB (µV)
.............................................................................. 0,5 MHz bis 5 MHz: < 46 dB (µV)
............................................................................... 5 MHz bis 30 MHz: < 50 dB (µV)
Emission von Hochfrequenzen durch Abstrahlung .............................................................
....................................................................... 30 MHz bis 230 MHz: < 30 dB (µV/m)
................................................................... 230 MHz bis 1000 MHz: < 37 dB (µV/m)
22
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
EMV-Sicherheit
Elektrostatische Entladung ............................ 4 kV Kontaktentladung, 8 kV Luftentladung
Elektromagnetisches Hochfrequenzfeld ................. 0,15 MHz bis 1000 MHz: 140 dB (µV)
Nenn-Stoßspannungsfestigkeit (schnelle Einschaltstöße 5/50 ns)
............................................................... 2 kV Phase zu Erde, 1 kV Phase zu Phase
Spannungseinbruch und Kurzzeitunterbrechung ........ 100 ms (bei 40 % Nennspannung)
Oberschwingungen und Verzerrung ............... IEC61000-2-4 (Klasse 3), EN/IEC61800-3
Kurzschluss
Nenn-Kurzschlussstrom D2-1x-018 bis D2-1x-042 ................................................. 5 kA 1
Nenn-Kurzschlussstrom D2-1x-060 bis D2-1x-200 ............................................... 10 kA 1
1
Diese Kurzschluss-Nennströme gelten bei Verwendung der in der Tabelle unter
Halbleitersicherungen auf Seite 14 angegebenen Sicherungen.
Wärmeabgabe
Während des Starts .............................................................................. 3 Watt / Ampere
Während des Betriebs ........................................................................... 10 Watt (typisch)
Genehmigungen
UL / C-UL ............................................................................................................. UL 508
CE .......................................................................................................... IEC 60947-4-2
Genügt RoHS entsprechend .................................................... EU-Richtlinie 2002/95/EC
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
23
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Optionen
Bezeichnung
der Option
Funktion
Abbildung
Digistart DeviceNet-Modul Module für Fieldbus-Kommunikation.
Digistart - Ethernet
IP-Modul
HINWEIS
Ethernet-Kommunikationsmodule
Digistart sind nicht zur Verwendung mit
Modbus-Modul
Startern Digistart D2 mit einer
Digistart - Modbus
Steuerspannung von
TCP-Modul
380/440 VAC geeignet.
Digistart Profibus-Modul
Digistart Profinet-Modul
Digistart USB-Modul
Digistart-Soft
Digistart-Soft kann mit
LEROY-SOMER-Softstartern verwendet
werden, um die folgenden Funktionen für
Netzwerke aus bis zu 99 Softstartern zu
realisieren:
08317.B
8.
Mechanische
Installation
•
Betriebssteuerung (Start, Stopp,
Reset, Schnellstopp)
•
Zustandsüberwachung des Starters
(Bereit, Starten, Motor ein, Stoppen,
Abgeschaltet)
•
Überwachung des
Betriebsverhaltens (Motorstrom,
Motortemperatur)
Für die Verwendung von Digistart-Soft mit
Digistart D2 muss der Softstarter mit einer
USB-, einem Modbus-Modul oder einer
Fernbedienung ausgestattet sein.
24
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Digistart D2 Fernbedienung
Digistart D2,
Berührungsschutz
-Bausatz
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Funktion
Der Bausatz für Fernbedienung und Modul
beinhaltet ein Fernbedienungs-Modul sowie
die Anzeige und das Bedienfeld für die
Fernbedienung.
Mit der Fernbedienung kann der Softstarter
gesteuert und überwacht werden. Zu den
Funktionen gehören:
•
Betriebssteuerung (Start, Stopp, Reset,
Schnellstopp)
•
Zustandsüberwachung des Starters
(Bereit, Starten, Motor ein, Stoppen,
Abgeschaltet)
•
Überwachung des Betriebsverhaltens
(Motorstrom, Motortemperatur)
•
Anzeige des Abschaltungscodes
•
Analogausgang 4 bis 20 mA
(Motorstrom)
Aus Sicherheitsgründen kann ein
Berührungsschutz vorgeschrieben sein. Der
Berührungsschutz kann über den
Softstarter-Klemmen angebracht werden,
um eine ungewollte Berührung von
stromführenden Klemmen zu verhindern.
Bei Verwendung mit Kabeln mit einem
Durchmesser von mindestens 22 mm
erreicht der Berührungsschutz die
Schutzklasse IP20.
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Abbildung
08318.A
Bezeichnung
der Option
Mechanische
Installation
08318.A
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
25
Sicherheitshinweise Angabe von
Nennwerten
26
Mechanische
Installation
Elektrische
Installation
Programmierbare Diagnose Technische Optionen
Parameter
Daten
Digistart D2 – Betriebsanleitung
Ausgabe: E
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement