Technische Richtlinien - START

Technische Richtlinien - START
Messe Nürnberg, 06.-07. Mai 2011
Servicehandbuch
für Aussteller
Hier finden Sie:
Übersichtsplan Messezentrum Nürnberg
Wichtige Informationen zur Veranstaltung
Informationen von A-Z
Technische Richtlinien
Genehmigungen
Service-Bestellvordrucke
Bitte beachten Sie die Rücksendetermine!
Inhaltsverzeichnis Servicehandbuch
Vordruck
Termin
erl.
Vordruck
Termin
erl.
1 Wichtige Informationen, Genehmigungen, Ausweise und Bestellung Standbegrenzungswände
Info 1 Wichtige Informationen zur Messe
Info 2 Allgemeine Vertragsbedingungen
zum Servicehandbuch für Aussteller (AVB)
Info 3 Informationen von A-Z
Info 4 Technische Richtlinien
i4.1 Merkblatt „Technische Daten Hallen“
i4.2 Merkblatt „Einbau sprinklertauglicher Deckenstoffe“
i4.3 – i4.11 Weitere Merkblätter
Info 5 Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen (ADSp)
Info 6 Ihre Partner im Messezentrum Nürnberg
P2
P5
Genehmigung bei Abweichung
von den Brandschutzrichtlinien
Genehmigung/Anmeldung für den Betrieb von
kundeneigenem WLAN
sofort
sofort
Geländeübersichtsplan (umseitig)
2 Service-Bestellvordrucke
Standgestaltung
Florale Standdekoration
S1.80 Florale Standdekoration
01.04.2011 Technik
Elektro, Abhängungen, Druckluft, Wasser- und Abwasseranschluss,
Telekommunikation, Feuerlöscher
S2.10 Elektroversorgung, Skizze
01.04.2011 S2.11 Skizze
01.04.2011 S2.15 Abhängungen von der Hallendecke
01.04.2011 S2.16 Skizze, Abhängungsmaterial – Beschreibung
S2.17 Zubehör für Abhängungen + Lichttechnik, Skizze 01.04.2011 S2.20 Druckluft, Skizze
01.04.2011 S2.30 – S2.31 Wasser- und Abwasseranschluss
01.04.2011 S2.40 Communication – Internet
01.04.2011 S2.41– S2.42 Communication – Telefon
01.04.2011 S2.43 Communication – PC-Equipment
01.04.2011 S2.44 Communication – Skizze
01.04.2011 S2.45 Communication – WLAN
01.04.2011 S2.46 Communication – WLAN Standvernetzung
01.04.2011 S2.70 Feuerlöscher
sofort
Logistik
Catering, Standreinigung, Abfallentsorgung, Spedition, Leergutlagerung,
Transportwagenvermietung, Arbeitsbühnen/Arbeitsgeräte, Vermietung
von Leitern, Standbewachung, Park- und Fahrausweise
S3.10 – S3.11 Catering, Standbewirtung (Lehrieder)
01.04.2011
S3.13 – S3.14 Catering, Standbewirtung (Lilly)
01.04.2011
S3.20 Standreinigung
01.04.2011
S3.21 Abfallentsorgung
01.04.2011
S3.30 Spedition, Leergutlagerung
01.04.2011
S3.31 Transportwagenvermietung
01.04.2011
S3.32 Arbeitsbühnen/Arbeitsgeräte
01.04.2011
S3.35 NEU! Vermietung von Leitern
01.04.2011
S3.40 Standbewachung
01.04.2011
S3.50 Dauer-Parkausweise für PKW,
Fahrausweise Öffentlicher Nahverkehr
01.04.2011
Zusatzleistungen
Hostessen und MesseEvents, Standpersonal und Dolmetscher, Foto,
Versicherung, Mehrwertsteuer-Rückerstattung
S4.30 Hostessen und MesseEvents
sofort
S4.40 Standpersonal und Dolmetscher
01.04.2011
S4.60 Foto
01.04.2011
S4.70 Versicherung
01.04.2011
S4.80 Mehrwertsteuer-Rückerstattung
01.04.2011
Bitte sorgen Sie für eine fristgemäße Einsendung der Vordrucke.
Bei verspätetem Eingang kann keine Gewähr für eine ordnungsgemäße
Bearbeitung übernommen werden. Beachten Sie bitte auch die Preiszuschläge für zu spät eingegangene Aufträge!
Preisänderungen und Preisirrtum vorbehalten.
Messezentrum Nürnberg
Exhibition Center Nuremberg
Hamburg
Bremen
Münster/
Osnabrück
Amsterdam
Dortmund
London
Düsseldorf
Köln/Bonn
Frankfurt
Bruxelles
Helsinki
København
Berlin
Hannover
Moscow
Paderborn
Nürnberg
Paris
Budapest
Wien
München
Zürich
Milano
Roma
Istanbul
Thessaloniki
Wichtige Informationen zur
START Messe 2011
Info 1
Die nachfolgenden Informationen und Richtlinien, die dem
Anmeldevordruck beigefügten „Besonderen Teilnahmebedingungen
der START Messe 2011“ und „Allgemeinen Teilnahmebedingungen
für Messen und Ausstellungen“ sowie die Hausordnung der
NürnbergMesse (nachfolgend als „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ der NürnbergMesse bezeichnet) sind Vertragsgrundlagen der
Beteiligung an der START Messe 2011.
Die Fußböden der Stände sind mit einem passenden Belag (z.B. Teppich,
Parkett, PVC) von den Ausstellern auszulegen. Am Stand sind für die
gesamte Dauer der Veranstaltung in einer für jedermann erkennbaren
Weise Name und Anschrift des Standinhabers anzubringen.
Der Aussteller verpflichtet sich, eine 2,50 m hohe eigene Standwand an allen geschlossenen Seiten der Standfläche anzubringen.
Wird keine eigene Standbegrenzung oder kein Mietstand verwendet,
sind Standbegrenzungswände bei den ServicePartnern zu bestellen.
Dabei können folienbeschichtete oder nicht tapezierte Standbegrenzungswände gemietet werden. An den Hallenwänden sind seitens der
NürnbergMesse Spanplatten (ca. 2,50 m Höhe) fest montiert. Diese
Platten sind vortapeziert und weiß lackiert (Achtung: im Falle des
Übertapezierens Spezialkleister verwenden), können jedoch Gebrauchsspuren aufweisen. Daher zählen diese als nicht tapezierte Stellwand und sind entsprechend kostenpflichtig (siehe Vordruck
S1). Die nicht tapezierten Wände müssen tapeziert und gestrichen
werden. Nach der Veranstaltung sind die Tapeten vom Aussteller wieder zu entfernen oder die Wände werden auf Kosten des Ausstellers
gereinigt. Tapezieren, Streichen und Abtapezieren kann mit Vordruck
S1.64 bestellt werden.
Wird kein Miet-Ausstellungsstand eingesetzt, wird die Anbringung
einer Frontblende (0,30 m hoch) an allen offenen Seiten der Standfläche zur Auflage gemacht. Die Frontblende kann entfallen,
wenn die erforderliche Standqualität auf andere Weise gewährleistet
wird.
Standbegrenzungswände, Fußböden, Hallenwände, Säulen, Installations- und Feuerschutzeinrichtungen sowie sonstige feste Halleneinbauten dürfen weder beklebt, benagelt, gestrichen oder anderweitig
beschädigt werden.
Schäden gehen zu Lasten des Ausstellers und werden in Rechnung
gestellt. Eventuell im Standbereich befindliche Säulen sowie Installations- und Feuerschutzeinrichtungen sind Bestandteile der zugeteilten
Standfläche und müssen jederzeit zugänglich sein.
Bodenbeläge in den Ausstellungsständen dürfen nur mit
Doppelklebeband (ausschließlich mit lösemittelfreien Klebebändern: tesafix Nr. 4964) befestigt werden.
Sofern durch andere Klebebänder nach Abbauende Rückstände auf
dem Hallenboden entfernt werden müssen, werden die Reinigungskosten dem Aussteller in Rechnung gestellt. Das Gleiche gilt für Teppichreste o.ä.
Der Aussteller verpflichtet sich, diese Auflagen zu erfüllen. Bei
Zuwiderhandlung entstehen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche des Veranstalters bzw. der betroffenen Nachbaraussteller.
Bitte beachten Sie auch Info 3: „Informationen von A-Z“
1.
Aufbau
Mittwoch,
04.05.2011
8 – 24 Uhr
Donnerstag,
05.05.2011
8 – 18 Uhr
Ausstellungsstände, mit deren Aufbau bis Donnerstag, 05.05.2011,
15 Uhr, nicht begonnen wurde, werden vom Veranstalter gestaltet,
sofern nicht anderweitig darüber verfügt wird. Hieraus entstehende
Kosten gehen zu Lasten des Ausstellers.
2.
Öffnungszeiten
Freitag,
06.05.2011
9 – 17 Uhr
Samstag,
07.05.2011
10 – 17 Uhr
Aussteller haben während der Veranstaltung täglich 1 Stunde vor
Öffnung Zutritt zur START Messe 2011. Die Ausstellungsstände sind
bis spätestens 15 Minuten vor Öffnung zu besetzen. Aussteller müssen
die Ausstellungshallen aus Sicherheitsgründen spätestens 30 Minuten
nach Ende der Öffnungszeit verlassen haben.
Fremde Ausstellungsstände dürfen außerhalb der täglichen Öffnungszeiten ohne Erlaubnis des Standinhabers nicht betreten werden.
3.
Abbau
Samstag,
07.05.2011
17 – 24 Uhr
Sonntag,
08.05.2011
8 – 18 Uhr
Kein Stand darf vor Beendigung der Veranstaltung ganz oder teilweise
geräumt werden. Zuwiderhandelnde Aussteller müssen eine Vertragsstrafe in Höhe der halben Standmiete zahlen. Nach dem Abbau ist der
ursprüngliche Zustand der Ausstellungsfläche wieder herzustellen. Für
Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung entstehen, haftet der
Aussteller.
Der Veranstalter ist berechtigt, Standausstattung und Exponate auf
Kosten des Ausstellers abzubauen und einzulagern, wenn die Standfläche zum offiziellen Abbauende nicht geräumt ist.
Die Einfahrt in die Ladehöfe ist ausschließlich gegen Zahlung einer
Kaution in Höhe von EUR 100 möglich. Die Kaution wird bei rechtzeitiger Ausfahrt aus den Ladehöfen innerhalb der in Info 3, Punkt 42.
genannten Fristen zurückerstattet.
4.
Ausstellerausweise
Jeder Aussteller erhält entsprechend der Größe seines Ausstellungsstandes für das erforderliche Stand- und Bedienungspersonal kostenlose Ausstellerausweise. Gemeinschaftsstände erhalten je Mitaussteller
einen zusätzlichen Ausweis.
Darüber hinaus benötigte Ausstellerausweise können für Berechtigte
erworben werden.
Ausstellerausweise dürfen nur an die auf dem Stand tätigen Mitarbeiter
des Ausstellers vergeben werden.
5.
Auf- und Abbauausweise
Auf- und Abbauausweise werden nicht benötigt.
6.
Dauer-Parkausweise
Siehe Info 3 und Vordruck S3.50.
7.
Standgestaltung
Der Aussteller ist für die Standausstattung und -gestaltung selbst
verantwortlich.
Die Aussteller sind zu einer sorgfältigen und geschmackvollen Gestaltung ihrer Stände verpflichtet. Stände, deren unzureichende Gestaltung das Gesamtbild der Messe bzw. der Halle beeinträchtigen, werden vom Veranstalter nicht abgenommen und erhalten entsprechende
Auflagen. Das gleiche gilt für unzulässige Werbeaussagen.
Oberster Grundsatz der Gestaltung aller Ausstellungsstände ist
die Transparenz. Alle offenen Seiten müssen frei zugänglich sein.
Dies bedeutet, dass mindestens 50% der jeweiligen Gangseite nicht
mit Aufbauten verstellt werden dürfen.
Die Mindesthöhe beträgt 2,50 m.
Die Standbegrenzungen, die unmittelbar an andere Aussteller
anschließen, dürfen ohne Genehmigung bei allen Standarten eine
Höhe von 3,50 m nicht überschreiten.
Die Rückseiten der Standbegrenzungen, Werbeträger oder anderer
Gestaltungselemente zum Nachbarstand über 2,50 m Höhe müssen
neutral gestaltet und gereinigt sein und dürfen keine Texte oder
Grafiken enthalten.
Ausstellungsstände, die die Höhe von 3,50 m überschreiten,
bedürfen einer Genehmigung des Veranstalters.
Die maximale Bauhöhe beträgt 5,50 m.
8.
WLAN (Wireless Local Area Network)
Die Einrichtung eines WLAN (Wireless Local Area Network) ist
Ausstellern nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung
durch den MesseService gestattet (siehe Vordruck P5).
Ein WLAN kann zu technischen Schwierigkeiten führen. Es ist daher
genehmigungspflichtig. Der Aussteller haftet für Schäden, welche
durch den Betrieb eines nicht genehmigten WLAN entstehen. Die
Abteilung MesseService ist gerne bei der Einrichtung und Genehmigung behilflich.
Siemens Enterprise Communications ist auf dem Gelände der
NürnbergMesse alleiniger Anbieter einer WLAN Infrastruktur mit kommerzieller Nutzung. Die NürnbergMesse räumt Siemens Enterprise
Communications für den flächendeckenden WLAN Service auf dem
Gelände der NürnbergMesse eine exklusive Frequenzhoheit über die
Kanäle 2 bis 13 für WLAN im 2,4 GHz Band ein.
Für alle anderen Anwendungen/WLAN-Netze, sowohl für den Betrieb
durch ServicePartner der NürnbergMesse (Siemens Enterprise Communications), als auch für den Betrieb von durch Aussteller selbst
erstellten Funknetzen/WLAN-Netzen, steht auf dem Gelände der
NürnbergMesse ausschließlich der Kanal 1 im 2,4 GHz Band (2412
MHz) zur Nutzung zur Verfügung.
Die NürnbergMesse behält sich das Recht vor, in Abhängigkeit der
Anzahl und räumlichen Zuordnung pro Halle, Genehmigungen/
Anmeldungen für ausstellereigene WLAN-Netze zu verweigern bzw.
nicht zu genehmigen.
Im Rahmen der Qualitätssicherung werden sowohl nicht angemeldete
und genehmigte WLAN-Netze, als auch WLAN-Netze mit zu starker
Sendeleistung identifiziert und die Betreiber verständigt. Diese Netze
können evtl. nach Prüfung noch genehmigt werden oder sind auf
Verlangen der NürnbergMesse zu deaktivieren– ein Rechtsanspruch
auf eine Genehmigung besteht nicht.
Ist keine einvernehmliche Lösung möglich, werden für den Fall des
widerrechtlichen Betriebes dieser WLAN-Netze, technische Maßnahmen gegen deren Betrieb eingesetzt.
Allgemeine Vertragsbedingungen zum Servicehandbuch
für Aussteller (AVB)
Info 2
1.
Die nachfolgenden AVB gelten im Verhältnis Aussteller/
NürnbergMesse GmbH (im folgenden NürnbergMesse).
2.
Entgegenstehende Vertragsbedingungen des Ausstellers werden nicht
anerkannt. Nebenabreden werden nur durch schriftliche Bestätigung
der NürnbergMesse wirksam.
3.
Der Vertrag kommt zwischen dem Aussteller und der NürnbergMesse
zustande. Der im Vordruck genannte ServicePartner (oder Subunternehmer), der als Stellvertreter der NürnbergMesse handelt, ist für den
Kunden Ansprechpartner in allen Belangen, die dieses Vertragsverhältnis
betreffen. Die Vordrucke sind bei allen Bestellungen zu verwenden.
Gezeigte Bilder sind Beispieldarstellungen. Die NürnbergMesse ist
berechtigt, die bestellte Leistung gegebenenfalls von einem anderen
ServicePartner erbringen zu lassen. In diesem Fall wird dem Kunden
rechtzeitig ein anderer ServicePartner genannt.
4.
Werden ServicePartner als Subunternehmer für die NürnbergMesse
tätig, gelten auch die „Besonderen Servicebedingungen“ des ServicePartners. Die „Besonderen Servicebedingungen“ gelten neben den
vorrangigen AVB.
5.
Die Gültigkeit der „Allgemeinen Teilnahmebedingungen für Messen
und Ausstellungen“ sowie der „Besonderen Teilnahmebedingungen“
der NürnbergMesse werden durch die AVB nicht berührt. Bei Widersprüchen zu den AVB sind die „Allgemeinen Teilnahmebedingungen
für Messen und Ausstellungen“ und die „Besonderen Teilnahmebedingungen“ vorrangig.
6.
Die NürnbergMesse ist nicht verpflichtet, die vom Aussteller gemachten Angaben auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen. Zweifel gehen zu Lasten des Ausstellers.
7.
Werden Services der NürnbergMesse durch ServicePartner erbracht,
erfolgt die Abrechnung unmittelbar durch den ServicePartner im
Namen und auf Rechnung der NürnbergMesse. Inkasso während der
Messe am Stand ist zulässig. Folgende Kreditkarten werden angenommen: MasterCard, American Express, VISA, Diners Club.
8.
Soweit nichts anderes angegeben ist, sind alle Preise Nettopreise und
verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Zahlungen sind
nach Rechnungserhalt sofort und ohne Abzug fällig. Die Rechnungsstellung erfolgt in EUR.
9.
Gerät der Aussteller mit seinen Zahlungen in Verzug, sind 8% Verzugszinsen über dem jeweils aktuellen Basiszinssatz der Deutschen
Bundesbank, oder dem durch die Europäische Zentralbank bestimmten
Nachfolgeinstrument zu zahlen.
10. Wird die vertraglich vereinbarte Leistung durch den ServicePartner
mangelhaft oder unvollständig erbracht, so sind Ansprüche ausschließlich gegenüber dem ServicePartner geltend zu machen.
11. Der Aussteller ist verpflichtet, die für ihn erbrachten Leistungen unverzüglich auf Mängel und Vollständigkeit zu überprüfen. Offensichtliche
Mängel oder Unvollständigkeiten hat er zur Vermeidung des Verlustes
sämtlicher Ansprüche unverzüglich nach Feststellung schriftlich gegenüber dem ServicePartner zu rügen.
12. Die NürnbergMesse haftet nicht für Personen- oder Sachschäden
irgendwelcher Art, es sei denn, die NürnbergMesse oder ihre Erfüllungsgehilfen haben den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt. Diese Beschränkung gilt nicht für eine Verletzung vertragswesentlicher Pflichten.
13. Erfüllungsort ist Nürnberg. Es findet ausschließlich deutsches Recht
Anwendung.
14. Der Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten ist Nürnberg, wenn die
Vertragsparteien Kaufleute sind oder der Aussteller keinen allgemeinen Gerichtsstand in der Bundesrepublik Deutschland hat.
15. Sollte eine Bestimmung dieser AVB unwirksam sein oder werden, so
wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht
berührt.
16. Nach der Zulassung hat der Aussteller die volle Miete auch dann zu
zahlen, wenn er absagt oder nicht teilnimmt. Der Veranstalter behält
sich darüber hinaus vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen.
Storniert der Aussteller die Bestellung von Miet-Ausstellungsständen
und/oder weiteren Dienstleistungen bis 2 Wochen vor Beginn der
jeweiligen Veranstaltung, so ist der Veranstalter berechtigt, 25% des
bestellten Wertes als Kostenbeteiligung zu berechnen. Bei einer kurzfristigeren Stornierung werden 80% des bestellten Wertes in Rechnung gestellt. Dem Aussteller bleibt der Nachweis vorbehalten, dass
die von ihm verlangte Kostenbeteiligung zu hoch sei.
Informationen von A–Z
Info 3
1.
Abfallentsorgung
Vordruck S3.21
Friedrich Hofmann Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG
Siehe Info 4, Punkt 6.1 – „Abfallwirtschaft“
16. Florale Standdekoration
Vordruck S1.80
Die ServicePartner befinden sich bis Veranstaltungsbeginn in den
Servicebereichen der jeweiligen Ausstellungshallen.
2.
Ärztliche Versorgung
Siehe Punkt 32 „Sanitätsdienst“
Not- und Rettungsdienst
Tel +49 (0) 9 11. 1 92 22
3.
Anlieferung von Waren
Siehe Punkt 42 „Verkehrs- und Parkregelung“
4.
NEU! Arbeitsbühnen
Vordruck S3.32
Sicherheits- und Haftungsgründe erfordern, dass Arbeitsbühnen usw.
ausschließlich über unseren ServicePartner SAG angefordert werden.
17. Foto
Vordruck S4.60
Das gewerbsmäßige Fotografieren der jeweiligen Veranstaltung ist
ausschließlich dem ServicePartner gestattet. Aufnahmen für den
eigenen Stand können individuell erfolgen. Sollte ein anderer Fotograf
als der Messefotograf, Foto Bischof & Broel, zu gewerblichen Fotoaufnahmen beauftragt werden, so ist zwingend eine kostenpflichtige
Sondergenehmigung bis spätestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn beim MesseService einzuholen. Bitte kontaktieren Sie hierzu:
MesseService, Tel +49 (0) 9 11. 86 06-84 49.
5.
NEU! Arbeitsgeräte – siehe Arbeitsbühnen
6.
Auftragsbestätigung
Eine Auftragsbestätigung nach Einsendung der Service-Bestellvordrucke
erfolgt nicht in jedem Fall. Schriftverkehr wird jedoch geführt, wenn
einzelne Punkte einer Rückfrage bedürfen.
7.
Ausstellerküche
Aussteller, die kaltes oder warmes Wasser benötigen, können während der Veranstaltungstage elf hierfür eingerichtete Küchen nutzen:
Service 1 UG, Halle 3, Service 4 UG, Service 4/5 UG, Service 7 UG,
Halle 4A, Halle 7A, Service 8/9 UG, Service 9 UG, Halle 10, Service
12.0 Nord.
8.
9.
AusstellerShop vor Ort
Service 5/6, OG
Im AusstellerShop vor Ort bieten das Team vom MesseService und die
ServicePartner der NürnbergMesse Dienstleistungen konzentriert an
einem Ort und minimieren den Informationsaufwand für Aussteller.
Die jeweiligen Präsenzzeiten sind der Last-Minute-lnformation zu
entnehmen.
Entfällt
10. Bewachung, Standbewachung
Vordruck S3.40
Engelhardt & Co. Sicherheit GmbH
Die Ausstellungshallen werden während des offiziellen Auf- und
Abbaus sowie der Dauer der Veranstaltung bewacht. Eine Haftung des
Veranstalters kann hieraus nicht abgeleitet werden. Eigene Standwachen sind zu empfehlen und können ausschließlich über den
ServicePartner beauftragt werden.
11. Campingplatz
Das Abstellen von Wohnwagen und Wohnmobilen im Messezentrum
Nürnberg ist nicht gestattet. Bitte nutzen Sie den nur wenige Fahrminuten entfernten Campingplatz. 160 Stellplätze, Öffnungszeiten:
ganzjährig, Preise: pro Person EUR 6,70, pro Stellplatz EUR 12,50
zuzüglich Strom EUR 2,60 und Müllgebühr EUR 1,50, Ausstattung:
Sanitäreinrichtungen, Bistro, Kinderspielplatz, Tischtennis, Tennisplatz.
Einige Tage vor der Anreise kann die Belegsituation erfragt werden.
Knaus Campingpark Nürnberg
Hans-Kalb-Straße 56, 90471 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 9 81 27 17, Fax +49 (0) 9 11. 9 81 27 18
12. Communication/Telekommunikation
Vordrucke S2.40 – S2.44
13. Druckluft
Vordruck S2.20
SAG GmbH
14. Elektroversorgung
Vordruck S2.10
SAG GmbH
Anschlüsse an das bestehende Versorgungsnetz dürfen nur vom
zuständigen ServicePartner vorgenommen werden. Es empfiehlt sich,
auch für Arbeiten innerhalb der Stände den ServicePartner zu beauftragen.
15. Feuerwehr
Vordruck P2
Messezentrum Nürnberg, Feuerwache 5
Während der Aufbauzeit führt die Feuerwehr Abnahmerundgänge
durch. Dabei wird die Einhaltung der Richtlinien für den Brandschutz
überprüft. Die genaue Vorplanung des Standes und die damit verbundene Einhaltung der Richtlinien ermöglichen einen reibungslosen und
ungestörten Aufbau.
Bitte beachten Sie die Richtlinien für den Brandschutz und
senden Sie bei Bedarf Vordruck P2 zurück.
18. Gastronomie
Vordrucke S3.10 und S3.11
Lehrieder Catering-Party-Service GmbH & Co. KG
Messerestaurants, Standbewirtung, gastronomische Arrangements für
Empfänge, Konferenzen und Besprechungen.
Vordrucke S3.13 und S3.14
Gaststättenbetriebe Kurt Lilly GmbH & Co. KG
Messerestaurants, Standbewirtung, gastronomische Arrangements für
Empfänge, Konferenzen und Besprechungen.
19. Geldautomaten
CCN Mitte und CCN Ost
Geldausgabe gegen ec-Karte oder Kreditkarte.
20. getit! – MesseService express
Für alle Dinge, die Sie vergessen haben und auf dem Gelände nicht
direkt erhalten können. Schnell und zuverlässig!
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-80 90
21. NEU! Hebebühnen – siehe Arbeitsbühnen
22. Konferenz- und Besprechungsräume
Im Messezentrum Nürnberg stehen Konferenz- und Besprechungsräume in jeder Größenordnung zur Verfügung. Bitte teilen Sie Ihre
Wünsche mit und geben Termin und Personenzahl bekannt.
Termine stimmen Sie bitte mit asfc Gmbh ab.
23. Lautsprecherdurchsagen in den Hallen
Such- und Werbedurchsagen werden im Interesse der Aussteller und
Besucher nicht durchgeführt.
24. Leergut
Vordruck S3.30
In den Ständen, in den Messehallen und in den Ladehöfen darf während Aufbau, Messelaufzeit und Abbau kein Leergut gelagert werden.
Abtransport und Einlagerung durch den jeweiligen Messespediteur.
25. Malerbecken
Das Auswaschen von Farbeimern, Bürsten, Pinseln etc. ist in den
Toiletten und Waschräumen nicht gestattet. Es stehen dafür eingerichtete Räume mit Malerbecken in den Services 1 UG, 4 UG, 4/5 UG,
7 UG, 8/9 UG und 9 UG sowie in den Hallen 3, 4A, 7A und 10–12 zur
Verfügung.
26. Entfällt
27. Messebau
mesomondo GmbH
Holtmann GmbH+Co.KG
Messebau Wörnlein GmbH
28. Entfällt
29. Parkplätze für Aussteller
Vordruck S3.50
29.1 Parkplätze für PKW
Als Parkplätze für PKW stehen die jeweils ausgewiesenen Parkflächen
zur Verfügung. Die Bewirtschaftung erfolgt an den Veranstaltungstagen von 7 bis 19 Uhr bzw. bis zum jeweiligen täglichen Veranstaltungsende.
Die Dauer-Parkausweise haben nur für PKW Gültigkeit.
Informationen von A–Z
Info 3
(Fortsetzung)
29.2 Parkplätze für LKW, Anhänger, Transporter usw.
Das Abstellen von LKW, Anhängern, Kleintransportern, Wechselbrücken, Wohnwagen und Wohnmobilen ist während der Laufzeit der
Messe auf den ausgewiesenen Parkplätzen sowie in den Ladehöfen
des Messezentrums Nürnberg (hier ausgenommen die auf maximal
30 Minuten begrenzte Anlieferung) und auf der „Großen Straße“
untersagt. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die den Anschein von LKW,
Anhängern, Kleintransportern, Wechselbrücken, Wohnwagen und
Wohnmobilen erwecken.
Die Fahrzeuge können während der Laufzeit der Messe kostenlos auf
den vom Veranstalter hierfür ausgewiesenen Parkflächen abgestellt
werden. Die Zufahrt zu diesen nur wenige Fahrminuten vom Messezentrum Nürnberg entfernten Parkflächen ist beschildert und kann
den an den Ladehofeinfahrten verteilten Anfahrtskizzen entnommen
werden.
Der Veranstalter ist berechtigt, Fahrzeuge, die in der Nacht
zum ersten Veranstaltungstag um 2 Uhr früh auf den Parkplätzen oder in den Ladehöfen abgestellt sind, auf Kosten des Fahrzeughalters bzw. Nutzers abschleppen zu lassen.
Der Aussteller verpflichtet sich, dass auch von ihm beauftragte Dritte
(z.B. Messedienstleister, Spediteure) diese Bestimmungen einhalten.
Bitte beachten Sie auch Punkt 42.
Das Anbringen von Werbeflächen, Firmenschildern und Durchführen
sonstiger Werbemaßnahmen ist auf Aussteller- und Besucherparkplätzen nicht gestattet.
30. Reinigung
30.1 Allgemeine Reinigung
Die Reinigung von Gelände, Hallen und Gängen wird vom Veranstalter
veranlasst. Am letzten Aufbautag wird ab 20 Uhr durch das Reinigungsunternehmen mit der Endreinigung begonnen. Kartons, Latten,
Bretter, Kisten usw., die sich ab diesem Zeitpunkt noch in den Gängen
befinden, werden als Abfall betrachtet und entfernt (siehe Info 4,
Punkt 6.1 – „Abfallwirtschaft“).
30.2 Standreinigung
Vordruck S3.20
Kiefer Messe-Service GmbH
(Hallen 1–7/7A)
dias Gebäudemanagement GmbH (Hallen 8–12)
Die Standreinigung, die der Aussteller selbst vornimmt, muss 30 Minuten nach Ende der Öffnungszeit beendet sein.
42. Verkehrs- und Parkregelung
Das Parken von Fahrzeugen aller Art in unmittelbarer Nähe der Hallen,
vor allem in den Ladehöfen und vor den Ausgängen, ist während der
Dauer der Messe unzulässig. Während der Auf- und Abbautage dürfen
Fahrzeuge nur zum Be- bzw. Entladen an den vorgenannten Stellen
halten. Die Einfahrt in den Innenhof ist zu keinem Zeitpunkt
möglich. Nach Beendigung dieser Arbeiten sind die Fahrzeuge, um
gegebenenfalls die Feuerwehr nicht zu behindern, sofort zu entfernen
und können auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.
Die Einfahrt in die Ladehöfe ist ausschließlich gegen Zahlung einer
Kaution in Höhe von EUR 100 möglich. Die Kaution wird bei rechtzeitiger Ausfahrt aus den Ladehöfen innerhalb der nachfolgend
genannten Fristen zurückerstattet.
Für den Aufbau gilt:
1 Stunde Aufenthalt zur Be- und Entladung
für Pkw und Fahrzeuge bis 2,8 t
2 Stunden Aufenthalt zur Be- und Entladung
für Fahrzeuge mit mehr als 2,8 t
Für den Abbau gilt:
Am letzten Veranstaltungstag ist die Einfahrt von Fahrzeugen in die
Ladehöfe von 13 Uhr bis ca. 1 Stunde nach Messeende wegen der
Leergutzustellung durch die Messespediteure nicht möglich. Danach
ist freie Einfahrt.
43. Versandanschrift
Veranstaltung, Halle, Standnummer, Aussteller
Messezentrum, 90471 Nürnberg
44. Versicherung
Vordruck S4.70
Die Versicherung der Ausstellungsgüter und der Standausstattung
wird empfohlen. Der Veranstalter vermittelt eine Ausstellungsversicherung (Deckung von Transport- und Aufenthaltsrisiken) sowie eine Aussteller-Haftpflichtversicherung.
45. Wasser- und Abwasseranschluss
Vordruck S2.30
August & Jean HILPERT GmbH
Brochier Gebäudemanagement GmbH
(Hallen 1–8)
(Hallen 9–12)
46. Wireless LAN
Vordrucke S2.45, S2.46
Neu auf dem ganzen Messegelände verfügbar.
31. Entfällt
32. Sanitätsdienst
Messezentrum Nürnberg, Funktions-Center
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-61 56
33. Schankanlagen
Für den Betrieb von Schankanlagen ist eine Gefährdungsbeurteilung
für die Anlage vom Hersteller bzw. Vermieter mitzuführen und auf
Verlangen vorzuzeigen.
34. NEU! Scherenbühnen – siehe Arbeitsbühnen
35. Schilder und Schriften
Vordrucke S1.70, S1.71 und S1.72
36. Spedition
Vordruck S3.30
Schenker Deutschland AG
(Hallen 1–7/7A)
Kühne + Nagel (AG & Co.) KG (Hallen 8–12)
Sicherheits- und Haftungsgründe erfordern, dass Hebegeräte wie
Gabelstapler, Autokrane usw. ausschließlich über den jeweiligen
Messespediteur angefordert werden.
Bitte beachten Sie, dass für den Einsatz von Personal und Gerät
mindestens 1,0 Stunden berechnet werden.
37. Entfällt
38. Standpersonal und Dolmetscher
Vordrucke S4.30, S4.40
39. Taxi
Haltepunkte im Messezentrum Nürnberg an den Eingängen.
Tel +49 (0) 9 11. 1 94 10
40. Telekommunikation/Communication
Vordrucke S2.40 – S2.44
41. Toiletten
Die Benutzung der Toiletten ist kostenlos.
47. Zoll
Das Messe-Zollamt ist zu internationalen Großmessen direkt auf dem
Messegelände besetzt (ServicePartnerCenter, 1. Stock). Präsenzzeiten
entnehmen Sie bitte dem Last-Minute-Schreiben. Bei Zollfragen
können Sie sich auch an unsere Speditionen wenden (siehe Punkt 36
„Spedition“).
48. Entfällt
Technische Richtlinien
Bitte beachten Sie folgende Änderungen der Technischen Richtlinien:
– Info 4 1.1.6
Vorbemerkungen
– Info 4 2.2.1
Flächen für die Feuerwehr, Hydranten
– Info 4 2.6
Notfallräumung
– Info 4 3.1
Hallendaten
– Info 4 3.1.4
Sprinkleranlagen
– Info 4 4.4.1.1
Brandschutz/Zuständigkeiten
– Info 4 4.4.1.2
Standbau- und Dekorationsmaterialien
– Info 4 4.4.1.4
Anzeige- und Abnahmepflichtige Anlagen und Einrichtungen
– Info 4 4.4.1.5
Explosionsgefährliche Stoffe
– Info 4 4.4.1.6
Pyrotechnik
– Info 4 4.4.1.8
Nebelgeräte
– Info 4 4.4.1.11
Spritzpistolen, Nitrolacke
– Info 4 4.4.1.14
Feuerlöscher
– Info 4 4.4.2
Standüberdachung
– Info 4 4.4.3
Glas und Acrylbau
– Info 4 4.7.5
Abhängungen von der Hallendecke
– Info 4 5.2
Einsatz von Arbeitsmitteln
– Info 4 5.10.2
Röntgenanlagen und Stöhrstrahler
– i4.4
Merkblatt „Brandschutz – Europäische Baustoffklassen”
– i4.5
Merkblatt „Pyrotechnik/feuergefährliche Handlungen”
– i4.6
Merkblatt „Verwendung von Nebelgeräten”
– i4.7
Merkblatt „Feuerlöscher”
– i4.8
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
– i4.9
Merkblatt „Abhängungen, Traversen, Hebezeuge”
– i4.10
Merkblatt „Laseranlagen”
– i4.11
NEU! Merkblatt „Röntgenstrahlen”
Info 4
Technische Richtlinien
Info 4
Inhaltsverzeichnis
4.9
entfällt
1.
1.1
Vorbemerkungen
Hausordnung/Auszug aus der Hausordnung
5.
1.2
1.2.1
1.2.2
Öffnungszeiten
Auf- und Abbauzeiten
Veranstaltungslaufzeit
5.1
5.1.1
Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften, Technische Versorgung
Allgemeine Vorschriften
Schäden
5.2
Einsatz von Arbeitsmitteln
5.3
5.3.1
5.3.2
5.3.3
5.3.4
5.3.5
Elektroinstallation
Anschlüsse
Standinstallation
Montage- und Betriebsvorschriften
Sicherheitsmaßnahmen
Sicherheitsbeleuchtung
5.4
Wasser- und Abwasserinstallation
5.5
5.5.1
5.5.1.1
5.5.1.2
5.5.1.3
5.5.1.4
5.5.1.5
Druckluft und Technische Gase
Anschlüsse
Standinstallation
Montage- und Betriebsvorschriften
Druckluftbehälter
Kompressoren
Technische Gase
5.6
5.6.1
5.6.2
5.6.2.1
5.6.2.2
5.6.2.3
5.6.3
5.6.3.1
5.6.3.2
5.6.3.3
5.6.3.4
5.6.4
5.6.5
Maschinen, Druckbehälter, Abgasanlagen
Maschinengeräusche
Geräte- und Produktsicherheit
Schutzvorrichtungen
Prüfverfahren
Betriebsverbot
Druckbehälter
Abnahmebescheinigungen
Prüfung
Mietgeräte
Überwachung
Abgase und Dämpfe
Abgasanlagen
5.7
5.7.1
5.7.1.1
5.7.1.2
5.7.1.3
5.7.2
5.7.2.1
5.7.2.2
5.7.2.3
5.7.2.4
5.7.2.5
5.7.2.6
5.7.2.7
Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und
brennbaren Flüssigkeiten
Druck-, und Flüssiggasanlagen
Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen
Verwendung von Flüssiggas
Einrichtung und Unterhaltung
Brennbare Flüssigkeiten
Lagerung und Verwendung
Bedarfslagerung
Vorratsbehälter
Lagerort
Auflagen zum Betrieb
Einfüllen von Flüssigkeiten
Leere Behälter
5.8
Asbest und andere Gefahrenstoffe
5.9
Szenenflächen
5.10
5.10.1
5.10.2
5.10.3
Strahlenschutz
Radioaktive Stoffe
Röntgenanlagen und Störstrahler
Laseranlagen
2.
2.1
Verkehr im Messegelände, Rettungswege,
Sicherheitseinrichtungen
Verkehrsordnung
2.2
2.2.1
2.2.2
Rettungswege
Flächen für die Feuerwehr, Hydranten
Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
2.3
Sicherheitseinrichtungen
2.4
Standnummerierung
2.5
Bewachung
2.6
Notfallräumung
3.
3.1
3.1.1
3.1.2
3.1.3
3.1.4
3.1.5
3.1.6
Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des
Freigeländes
Hallendaten
Allgemeinbeleuchtung, Stromart, Spannung
Druckluft-, Elektro-, und Wasserversorgung
Kommunikationseinrichtungen
Sprinkleranlagen
Heizung, Lüftung
Störungen
3.2
Freigelände
4.
4.1
Standsicherheit, Baugenehmigung, Bauhöhen
Standsicherheit
4.2
4.2.1
4.2.2
4.2.3
4.2.4
Standbaugenehmigung
Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
Fahrzeuge und Container
Änderung nicht vorschriftsmäßiger Bauteile
Haftungsumfang
4.3
Bauhöhen
4.4
4.4.1
4.4.1.1
4.4.1.2
4.4.1.3
4.4.1.4
4.4.1.5
4.4.1.6
4.4.1.7
4.4.1.8
4.4.1.9
4.4.1.10
4.4.1.11
4.4.1.12
4.4.1.13
4.4.2
4.4.3
4.4.4
Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Brandschutz/Zuständigkeiten
Standbau- und Dekorationsmaterialien
Ausstellung von Kraftfahrzeugen
Explosionsgefährliche Stoffe
Pyrotechnik
Luftballons und Flugobjekte
Nebelmaschinen
Aschebehälter, Aschenbecher
Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
Spritzpistolen, Nitrolacke
Trennschleifarbeiten und alle Arbeiten mit offener Flamme
Leergut
Feuerlöscher
Anzeige- und Abnahmepflichtige Anlagen und Einrichtungen
Standüberdachung
Glas und Acrylglas
Aufenthaltsräume und Zuschauerräume
5.11
4.5
4.5.1
4.5.2
Ausgänge, Rettungswege, Türen
Ausgänge und Rettungswege
Türen
Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische
Verträglichkeit und Oberschwingungen
5.12
Krane, Stapler, Leergut
5.13
Musikalische Wiedergaben
4.6
Podeste, Leitern, Aufstiege, Treppen, Stege
5.14
Getränkeschankanlagen
4.7
4.7.1
4.7.2
4.7.3
4.7.4
4.7.5
4.7.5.1
4.7.5.2
4.7.5.3
4.7.5.4
4.7.6
4.7.7
4.7.8
Standgestaltung
Barrierefreies Bauen
Prüfung der Mietfläche
Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenböden
Abhängungen von der Hallendecke
Bereitstellung von Abhängepunkten
Anbringung von Gegenständen an den Abhängepunkten
Verwendung von Traversensystemen
Verwendung von Hebezeugen
Standbegrenzungswände
Werbemittel/Präsentationen
Erscheinungsbild
5.15
Lebensmittelüberwachung
6.
6.1
6.1.1
6.1.2
6.1.3
Umweltschutz
Abfallwirtschaft
Abfallentsorgung
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
Mitgebrachte Abfälle
6.2
6.2.1
6.2.2
Wasser, Abwasser, Bodenschutz
Öl-/Fettabscheider
Reinigung/Reinigungsmittel
6.3
Umweltschäden
4.8
Freigelände
Technische Richtlinien
1.
Info 4
(Fortsetzung)
Vorbemerkungen
Die NürnbergMesse GmbH, nachfolgend NürnbergMesse genannt, hat
für die stattfindenden Veranstaltungen Richtlinien erlassen mit dem
Ziel, allen Ausstellern/Veranstaltern optimale Gelegenheit zu geben,
ihre Exponate darzustellen und ihre Besucher und Interessenten
anzusprechen. Sie sind bindend für alle Aussteller und Veranstalter.
Gleichzeitig enthalten diese Richtlinien Sicherheitsbestimmungen, die
im Interesse der Aussteller und Besucher ein Höchstmaß an Sicherheit
bei der technischen und gestalterischen Ausrüstung der Veranstaltung
bieten sollen. Mit den zuständigen Ämtern der Stadt Nürnberg sind
die Bauordnungs-, Brandschutz- und sonstigen Sicherheitsbestimmungen abgestimmt. Die NürnbergMesse behält sich vor, die Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen. Außerdem sind die gesetzlichen Bestimmungen in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.
Die Durchführung einer Veranstaltung/die Inbetriebnahme eines
Ausstellungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer
untersagt werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der
Veranstaltung nicht beseitigt worden sind. Weitere Forderungen zur
Sicherheit und zum Standbau, die sich darüber hinaus ergeben sollten,
bleiben vorbehalten. Die Auftragsformulare für Leistungen werden in
der Regel mit der Zulassung versandt, diese sind auszufüllen und
termingerecht zurückzusenden, da bei verspäteter Einsendung die
NürnbergMesse keine Gewähr für eine ordnungs- und fristgemäße
Erledigung übernehmen kann.
Außerdem behält sich die NürnbergMesse vor, bei verspätet eingesandten Bestellungen einen Preisaufschlag entsprechend der
Angaben im Serviceheft auf die Entgelte zu erheben. Zur Information
gehen den Ausstellern gegebenenfalls weitere Rundschreiben über
Einzelheiten der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung
zu. Diese Technischen Richtlinien sind mit den Messegesellschaften:
1.2
1.2.2 Veranstaltungslaufzeit
Während der Veranstaltungslaufzeit werden die Hallen eine Stunde
vor Messebeginn geöffnet und eine Stunde nach Messeschluss verschlossen, soweit nicht messespezifisch (Info 1) andere Zeiten bekannt
gegeben werden. Aussteller, die in begründeten Einzelfällen über
diesen Zeitpunkt hinaus auf ihrem Stand tätig sein müssen, bedürfen
einer besonderen schriftlichen Erlaubnis der NürnbergMesse.
2.
Verkehr im Messegelände, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
2.1
Verkehrsordnung
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und
Abbauzeit und der Veranstaltungsdauer gewährleisten zu können,
sind verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln einschließlich
der Anweisungen des Ordnungspersonals unbedingt zu beachten.
Im gesamten Messegelände und auf messeeigenen Parkplätzen
gelten die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung. Die im
Messegelände zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.
Die Services zwischen den Hallen sind unterkellert und dürfen nicht
befahren werden.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, Auflieger, Container, Behälter
und Leergut jeder Art können auf Kosten und Gefahr des Besitzers
entfernt werden. Den Anweisungen des zur Verkehrslenkung und
Verkehrsordnung eingeteilten Personals der NürnbergMesse ist
unbedingt Folge zu leisten und die entsprechenden Informationen
sind zu beachten.
Verkehrs- und Parkregelung: Das Parken von Fahrzeugen aller Art in
unmittelbarer Nähe der Hallen, vor allem in den Ladehöfen und vor
den Ausgängen, ist während der Dauer der Messe unzulässig.
Während der Auf- und Abbautage dürfen Fahrzeuge nur zum
Be- bzw. Entladen an ausgewiesenen Stellen halten. Die Einfahrt in
den Innenhof ist zu keinem Zeitpunkt möglich. Nach Beendigung
dieser Arbeiten sind die Fahrzeuge, um gegebenenfalls die Feuerwehr nicht zu behindern, sofort zu entfernen und können auf den
ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Einfahrt in die
Ladehöfe ist während des Auf- und Abbaus ausschließlich gegen
Zahlung einer Kaution in Höhe von EUR 100 (Ausnahme: LKW ab
7,5 t beim Abbau) möglich. Die Kaution wird bei rechtzeitiger
Ausfahrt aus den Ladehöfen innerhalb der nachfolgend genannten
Fristen zurückerstattet. Für den Aufbau gilt: 1 Stunde Aufenthalt zur
Be- und Entladung für Pkw und Fahrzeuge bis 2,8 t. 2 Stunden
Aufenthalt zur Be- und Entladung für Fahrzeuge mit mehr als 2,8 t.
Für den Abbau gilt: Am letzten Veranstaltungstag ist die Einfahrt von
Fahrzeugen in die Ladehöfe von 13 Uhr bis ca. 1 Stunde nach
Messeende wegen der Leergutzustellung durch die Messespediteure
nicht möglich. Eingefahren werden kann: Ab 1 Stunde nach
Messeende für Pkw und Fahrzeuge bis 2,8 t. Ab 2 Stunden nach
Messeende für Fahrzeuge von 2,8 t bis 7,5 t. Ab 3 Stunden nach
Messeende für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 t. Die Aufenthaltsdauer:
1 Stunde Aufenthalt zur Be- und Entladung für Pkw und Fahrzeuge
bis 2,8 t. 2 Stunden Aufenthalt zur Be- und Entladung für Fahrzeuge
von 2,8 t bis 7,5 t. 3 Stunden Aufenthalt (Verlängerung möglich) zur
Be- und Entladung für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 t. Die genauen
Einfahrtzeiten können abweichen und werden an den Einfahrttoren
bekannt gegeben.
2.2
Rettungswege
Deutsche Messe AG Hannover
Koelnmesse GmbH
Leipziger Messe GmbH
Messe Berlin GmbH
Messe Düsseldorf GmbH
Messe Frankfurt GmbH
Messe München GmbH
NürnbergMesse GmbH
abgestimmt und in ein einheitliches Gliederungsschema gefasst.
Baurecht ist Landesrecht. Dadurch und aufgrund unterschiedlicher
baulicher Gegebenheiten der einzelnen Messeplätze unterscheiden
sich die jeweiligen Ausführungsbestimmungen. Im Übrigen behält
sich die NürnbergMesse Änderungen vor. Der deutsche Text ist
verbindlich.
1.1
Hausordnung/Auszug aus der Hausordnung
Der NürnbergMesse steht für die Mietsache und das Gelände das
alleinige Hausrecht zu, soweit es nicht kraft Gesetz dem Mieter
zusteht. Bei der Ausübung des Hausrechts sind die berechtigten
Belange des Mieters zu berücksichtigen.
1.1.1 Das Hausrecht gegenüber dem Mieter und allen Dritten wird von
dem durch die NürnbergMesse beauftragten Personal ausgeübt,
dessen Anordnungen unbedingt Folge zu leisten ist und dem ein
jederzeitiges Zutrittsrecht zur Mietsache zu gewähren ist.
1.1.2 Die NürnbergMesse hat das Recht, bei Verstößen gegen die Hausordnung oder bei störendem Verhalten die betreffenden Personen
vom Messegelände zu verweisen und ihre Eintrittsausweise entschädigungslos einzuziehen sowie Kfz auf Kosten und Gefahr der Eigentümer abschleppen zu lassen.
1.1.3 Die NürnbergMesse hat das Recht, Laderäume von Kraftfahrzeugen
und von Personen mitgeführte Behältnisse im Bedarfsfall zu kontrollieren.
1.1.4 Bei Diebstahl von Ausstellungsgegenständen wird die jeweilige
Person vom Gelände verwiesen. Es ergeht eine polizeiliche Anzeige.
Die NürnbergMesse behält sich jedoch vor, von ihrem Recht
Gebrauch zu machen, die jeweilige Person bis zur Feststellung der
Personalien durch die Polizei auf dem Messegelände festzuhalten.
1.1.5 Die Veranstaltungsbesucher haben mit Ende der täglichen Veranstaltungszeiten das Messegelände zu verlassen.
1.1.6 Den Anordnungen des von der NürnbergMesse bestellten Veranstaltungsleiters, des Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik und des
Ordnungsdienstleiters ist in jedem Fall Folge zu leisten. Gleiches gilt
für die Anordnung der Sicherheitsbehörden wie Feuerwehr und
Ordnungsamt.
Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
Während der allgemeinen Auf- und Abbauzeiten kann in der Zeit
von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr gearbeitet werden, soweit nicht messespezifisch (Info 1) andere Zeiten bekannt gegeben werden. Aus
Gründen der allgemeinen Sicherheit im Messegelände bleiben die
Hallen und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser Zeiten
verschlossen. Während des Auf- und Abbaus ist die Einfahrt in die
Hallen je nach Möglichkeit gestattet. Am letzten Aufbautag dürfen
keine Sattelzüge oder LKW über 7,5 t in die Hallen einfahren.
2.2.1 Flächen für die Feuerwehr, Hydranten
Die notwendigen und die durch Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und Bewegungszonen für die Feuerwehr
müssen ständig freigehalten werden. Fahrzeuge und Gegenstände,
die auf den Rettungswegen und den Sicherheitsflächen abgestellt
sind, können auf Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt werden.
Gekennzeichnete Feuerlöscheinrichtungen in den Hallen und im Freigelände dürfen nicht verbaut, unkenntlich oder unzugänglich
gemacht werden. Die Druckschläuche der Wandhydranten dürfen
nicht für Auffüllzwecke (z.B. Behalter, Becken) verwendet werden.
Technische Richtlinien
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
Die Rettungswege sind jederzeit freizuhalten (siehe 2.6). Die Türen
im Zuge von Rettungswegen müssen von innen leicht in voller Breite
geöffnet werden können. Die Ausgangstüren und Notausstiege und
deren Kennzeichnung dürfen nicht verbaut, überbaut, versperrt,
verhängt oder unkenntlich gemacht werden.
Die Gänge in den Hallen dürfen nicht durch abgestellte oder in den
Gang hineinragende Gegenstände eingeengt werden. Sie dienen im
Notfall als Rettungswege!
2.3
Info 4
(Fortsetzung)
Sicherheitseinrichtungen
Sprinkleranlagen, Feuermelder, Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder, Schließvorrichtungen der Hallentore und andere Sicherheitseinrichtungen, deren Hinweiszeichen und die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit zugänglich und sichtbar sein; sie
dürfen nicht zugestellt oder zugebaut werden. Ausnahmen sind bei
der zuständigen Behörde genehmigungspflichtig und mindestens
6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei der NürnbergMesse
einzureichen.
2.4
Standnummerierung
Alle Stände werden vom Veranstalter, soweit technisch möglich, mit
Standnummern gekennzeichnet.
2.5
Bewachung
Die allgemeine Überwachung der Messehallen und des Freigeländes
während der Laufzeit der Messe erfolgt durch die NürnbergMesse.
Während der Auf- und Abbauzeiten besteht eine allgemeine
Aufsicht. Die NürnbergMesse ist berechtigt, die zur Kontrolle und
Bewachung erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.
Eine Bewachung des Standes muss im Bedarfsfall der Aussteller über
das Servicehandbuch selbst beauftragen. Standwachen dürfen
ausschließlich nur durch die von der NürnbergMesse beauftragte
Bewachungsgesellschaft gestellt werden.
Informationen zum Thema Diebstahl:
Diebstähle sind im Messezentrum Nürnberg vergleichsweise selten.
Um den guten Ruf des Messeplatzes Nürnberg zu erhalten, sind
ständige Anstrengungen zur Diebstahlverhütung erforderlich. Die
NürnbergMesse trägt dem durch Kontrollen und Bewachung
Rechnung. Diese Bewachung bezieht sich jedoch nicht auf die
einzelnen Stände. Der Zutritt zu den Hallen während des Auf- und
Abbaus ist zudem nur mit gesonderten Ausweisen möglich. Bitte
unterstützen Sie diese Bemühungen durch die Beachtung folgender
Hinweise:
1. Aufbau: Sobald nach dem Standaufbau Exponate angeliefert
worden sind, sollten Sie Ihren Stand nicht unbeaufsichtigt lassen.
Nach dem Ende des Aufbaus sind die Hallen zwar verschlossen und
bewacht, generell ist jedoch eine zusätzliche Standwache, auch für
die Nächte während der Veranstaltung, zu empfehlen. Auf jeden Fall
sollten Sie wertvolle Güter nachts verschließen. Die ServicePartner
bieten Ihnen verschließbare Mietschränke und Vitrinen an. Auch die
Kabine des Mietstandes kann mit einer verschließbaren Tür ausgerüstet werden (auf den jeweiligen Vordrucken zu bestellen).
2.6
Notfallräumung
Aus Sicherheitsgründen kann die Schließung von Räumen oder
Gebäuden und deren Räumung von der NürnbergMesse oder den
zuständigen Behörden angeordnet werden. Die Personen, die sich in
diesen Räumen oder Gebäuden aufhalten, haben dieser Aufforderung
unbedingt Folge zu leisten und sich über die ausgeschilderten Notausgänge ins Freie zu begeben. Aussteller haben Ihre Mitarbeiter über
dieses Verfahren zu informieren oder gegebenenfalls eigene Räumungspläne zu erstellen und diese mit Aushang auf Ihrem Stand bekannt
zu machen.
3.
Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des
Freigeländes
3.1
Hallendaten
siehe Merkblatt „Technische Daten Hallen“, i4.1 sowie die zulässigen
Punktbelastungen.
3.1.1 Allgemeinbeleuchtung, Stromart, Spannung
Die Allgemeinbeleuchtung in den Hallen hat 350 – 400 Lux gemessen
1 m über dem Hallenfußboden, Stromanschluss 230 V – 400 V bis
125 A. Auf Anfrage sind höhere Anschlüsse und Sondervarianten
möglich.
Die Anschlüsse werden durch RCD-Schutzeinrichtungen geschützt.
Toleranzwerte nach DIN EN 50160.
3.1.2 Druckluft-, Elektro-, und Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in
den Hallen 1 – 12, 4A und 7A.
3.1.3 Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-, Telefax-, Daten- und
Antennenanschlüssen erfolgt in allen Hallen gegen Auftrag an den
zuständigen ServicePartner (weitere Richtlinien und Bedingungen –
siehe Servicehandbuch unter Punkt Communication). Die Einrichtung
eines WLAN (Wireless Local Area Network) ist Ausstellern nur nach
ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch den MesseService
gestattet (weitere Richtlinien und Bedingungen – siehe Servicehandbuch unter Punkt Communication).
3.1.4 Sprinkleranlagen
Die Hallen 1 – 12 sind, mit Ausnahme von Halle 4A und 7A, mit
Sprinkleranlagen ausgestattet. Diese müssen aus brandschutz- und
versicherungstechnischen Gründen einen Sicherheitsabstand von
> 1,00 m zu der Standobergrenze haben. In geschlossenen Räumen
(z.B. Konferenzräume) gilt mindestens ein Sicherheitsabstand von
0,70 m. Kleinere Abstände müssen vom Brandschutzbeauftragten
der NürnbergMesse oder der Feuerwehr Nürnberg genehmigt
werden.
3.1.5 Heizung, Lüftung
Heizung und Lüftung sind in allen Hallen vorhanden.
3.1.6 Störungen
Bei Störungen der technischen Versorgung ist unverzüglich die
Messeleitung zu informieren. Für Verluste und Schäden, die durch
diese Störungen entstehen, haftet die NürnbergMesse nicht.
2. Abbau: Verlassen Sie Ihren Stand erst, nachdem wertvolle
Exponate verladen oder dem Spediteur übergeben worden sind.
Sollte dies aus besonderen Gründen nicht möglich sein, bestellen Sie
bitte eine Standwache vom Veranstaltungsende bis zum Beginn
Ihres Standabbaus. Der Veranstalter prüft stichprobenartig die
Berechtigung der beim Abbau tätigen Personen. Geben Sie deshalb
dem für den Abbau Ihres Standes Verantwortlichen eine Bescheinigung mit, aus der hervorgeht, welchen Stand das Team abbauen
soll.
3.2
Freigelände
Aussteller, die im Freigelände Grabungen (auch für Fahnenmasten) vornehmen wollen, haben vorher die Genehmigung
der NürnbergMesse einzuholen.
Sie haften für alle Schäden und Folgen bei Beschädigungen
von Rohrleitungen und Kabeln. Im Freigelände aufgebrachtes
Material muss restlos entfernt, und der ursprüngliche Zustand
wiederhergestellt werden.
4.
Standsicherheit, Baugenehmigung, Bauhöhen
3. Öffnungszeiten: Diebstähle ereignen sich meist während der
Laufzeit. Lassen Sie Ihren Stand deshalb niemals unbesetzt, auch
nicht während der Mittagszeit. Ihre persönlichen Dinge sollten Sie
wegschließen. Diebstahlgefährdete Exponate sollten speziell
gesichert werden, z.B. mit dünnen Ketten, Perlonfäden oder in
verschlossenen Glasvitrinen präsentiert. Die Projektleitung und das
Team vom MesseService beraten Sie gerne. Die NürnbergMesse
behält sich vor, einzelnen Ausstellern besondere Auflagen zur
Diebstahlverhütung zu machen. Bitte prüfen Sie auch Ihre Diebstahlversicherung. Der Abschluss einer Ausstellungsversicherung wird
empfohlen. Die NürnbergMesse dankt für Ihre Mithilfe.
4.1
Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich Einrichtungen und Exponate sowie
Werbeträger sind so standsicher zu errichten, dass die öffentliche
Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht
gefährdet werden.
Für die statische Sicherheit ist der Aussteller verantwortlich und
gegebenenfalls nachweispflichtig. Standaufbauten mit einer Höhe
von über 4,00 m müssen eine Standsicherheit für einen Staudruck
von 0,125 kN/m2 haben (= Hallenwind), siehe 4.9.3.
14
Technische Richtlinien
4.2
4.2.1
Standbaugenehmigung
Ausgehend davon, dass die Technischen Richtlinien der jeweiligen
Veranstaltung (siehe Info 1) bei der Gestaltung und Ausführung
des Standes eingehalten werden, ist es auch bei eingeschossigen
Standbauten in den Hallen erforderlich, Zeichnungen zur Genehmigung einzureichen. Auf Wunsch bietet die NürnbergMesse dem
Aussteller an, die eingereichten Standbaupläne zu prüfen.
Darüber hinaus sind alle anderen Standbauten, mobile Stände,
Sonderbauten und -konstruktionen genehmigungspflichtig, siehe
4.2.3.
Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
Vermaßte Standpläne, mindestens im Maßstab 1:50, mit
Grundrissen, Ansichten ggf. Bestuhlungspläne müssen spätestens
6 Wochen vor dem genannten Termin der NürnbergMesse zur
Genehmigung vorgelegt werden. Erst mit dem Genehmigungsvermerk ist der Standbau freigegeben.
Für die Genehmigung von:
- zweigeschossigen Standbauten
- Bauten im Freigelände (Fliegende Bauten)
- Sonderkonstruktionen
- Kino- oder Zuschauerräumen mit mehr als 100 m2
werden folgende Unterlagen (in zweifacher Ausfertigung) bis
spätestens 6 Wochen vor Aufbaubeginn in deutscher Sprache
benötigt:
a) Statische Berechnung nach deutschen Normen
b) Baubeschreibung
c) Bei Vorlage eines Prüfbuchs/einer Typenprüfung entfallen die
Punkte a), b)
d) Bestuhlungspläne, ggf. Flucht- und Rettungswegplan
(Kino- und Zuschauerräume)
Die Kosten des Genehmigungsverfahrens werden dem Aussteller/
Standbauer in Rechnung gestellt.
4.2.2
Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind als Ausstellungsstände in den
Hallen sowie im ganzen Messegelände inklusive der Parkplätze
genehmigungspflichtig.
4.2.3
Änderung nicht vorschriftsgemäßer Bauteile
Standbauten, die nicht genehmigt sind und/oder den Technischen
Richtlinien oder den Gesetzen nicht entsprechen, müssen gegebenenfalls geändert oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung ist die NürnbergMesse berechtigt, auf Kosten des Ausstellers selbst Änderungen vorzunehmen.
4.2.4
Haftungsumfang
Jegliche Schadenersatzansprüche wegen Abhandenkommens,
Beschädigung oder Beeinträchtigungen der eingesandten Entwürfe,
Modelle oder sonstiger Unterlagen gegen die NürnbergMesse,
gleich auf welchem Rechtsgrund sie beruhen könnten, sind
ausgeschlossen.
4.3
Bauhöhen
Die veranstaltungsspezifischen Bauhöhen entnehmen Sie bitte den
Anmeldeunterlagen sowie der Info 1.
4.4
Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1
Zuständigkeiten
Die Feuerwehr der Stadt Nürnberg gibt unter Hinweis auf die
jeweils aktuelle Verordnung über die Verhütung von Bränden
sowie der sonstigen einschlägigen Feuersicherheitsbestimmungen
auszugsweise, die für die Aussteller wichtigsten Brandverhütungsmaßnahmen bekannt.
Zuständigkeiten
Die Brandverhütung im Messezentrum Nürnberg obliegt der
Feuerwehr der Stadt Nürnberg.
Den Ausstellern wird empfohlen, sich in allen feuerschutztechnischen
Zweifelsfällen dorthin zu wenden:
Stadt Nürnberg
Feuerwache 5
Karl-Schönleben-Straße 80
90471 Nürnberg
Tel +49 (0) 911.2 31-65 00
Fax +49 (0) 911.2 31-65 05
Info 4
(Fortsetzung)
Gewerbeaufsichts- und Ordnungsbehörden, Polizei und Feuerwehr
sowie Brandschutzbeauftragte der NürnbergMesse und Beauftragte
des Veranstalters sind berechtigt, Weisungen im Rahmen der
Sicherheitsbestimmungen zu geben. Ihren Vertretern ist jederzeit
Zutritt zu den Sicherheitsvorrichtungen und technischen Einrichtungen zu gewähren.
4.4.1.1 Standbau- und Dekorationsmaterialien
Leichtentflammbare, brennend abtropfende (siehe Merkblatt i4.4
„Baustoffklassen“) oder toxische Gase bildende Materialien wie
Polystyrol-Hartschaum (Styropor) oder ähnliche, dürfen nicht
verwendet werden. An tragende Konstruktionsteile können im
Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen
gestellt werden (z.B. nichtbrennbar). Dekorationsmaterialien
müssen entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entspr. DIN
EN 13501-1 mindestens Klasse C s3,d0, d.h. schwer entflammbar
sein. In Teilbereichen dürfen normalentflammbare Dekorationsmaterialien verwendet werden, wenn diese durch den Einbau
ausreichend gegen Entflammen geschützt sind. Im Deckenbereich
ist ein sprinklertaugliches Dekorationsmaterial zugelassen, welches
über ausreichende Maschenweite verfügt, mind. jedoch 2 x 4 mm
oder 3 x 3 mm. Ein VdS-Prüfzeugnis über die Sprinklertauglichkeit
sowie die Baustoffklasse des eingesetzten Materials kann gefordert werden (siehe Merkblatt zum Einbau sprinklertauglicher
Deckenstoffe). Abgeschnittene Bäume und Pflanzen dürfen nur in
grünem Zustand zu Dekorationszwecken verwendet werden.
Wenn während der Dauer der Veranstaltung festgestellt wird,
dass Bäume und Pflanzen austrocknen und dadurch leicht
entflammbar werden (DIN 4102 B3), so sind Sie zu entfernen.
Bäume müssen bis etwa 0,50 m über dem Boden astfrei sein.
Laub- und Nadelgehölze dürfen nur mit feuchtem Wurzelballen
verwendet werden. Bambus, Reet, Heu, Stroh, Rindenmulch, Holzschnitzel oder ähnliche Materialien genügen in der Regel nicht
den vorgenannten Anforderungen und sind nicht zugelassen.
Die Eigenschaft „schwer entflammbar“ kann nachträglich nur bei
einem Teil dieser Stoffe durch Behandlung mit einem zugelassenen Flammschutzmittel erreicht werden. Die Bestätigung über
die Schwerentflammbarkeit bzw. über die vorschriftsmäßig durchgeführte Imprägnierung ist zur jederzeitigen Einsichtnahme an den
Ständen bereitzuhalten.
Flammschutzimprägnierung:
Messebau Wörnlein GmbH
Messezentrum 1
90471 Nürnberg
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Fax +49 (0) 9 11. 81 74 49-25
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Haftung kann für die Imprägnierung nur übernommen werden,
wenn es sich bei dem zu imprägnierenden Material um eine
Naturfaser handelt. Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur
Befestigung statisch beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
4.4.1.2 Ausstellung von Kraftfahrzeugen
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dürfen in den Hallen nur
mit weitgehend leerem Tank (max. 5 Liter) ausgestellt werden.
Die Batterie ist abzuklemmen und der Treibstofftank muss
abgeschlossen sein.
Bei Fahrzeugen mit gasbetriebenen Motoren siehe Punkt 5.7
wegen des Druckbehälters.
4.4.1.3 Explosionsgefährliche Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen dem Sprengstoffgesetz
und dürfen auf Messen und Ausstellungen nicht ausgestellt
werden.
4.4.1.4 Pyrotechnik
Pyrotechnische Vorführungen sind genehmigungspflichtig und mit
der NürnbergMesse abzustimmen. Bei einem Einsatz von pyrotechnischen Effekten auf dem Gelände der NürnbergMesse ist
durch den Aussteller/Veranstalter bis max. 4 Wochen vor dem
tatsächlichen Veranstaltungstag eine Genehmigung des zuständigen Ordnungsamtes, des Gewerbeaufsichtsamtes und der
Feuerwehr Nürnberg einzuholen. Der genehmigte Antrag ist der
NürnbergMesse bis spätestens 2 Wochen vor Beginn der Veranstaltung in Kopie vorzulegen. Die Zulassung der Artikel kann der
jeweiligen Verpackungseinheit entnommen werden. Darüber
hinaus müssen auf der Verpackung Verwendungshinweise in
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Technische Richtlinien
Info 4
(Fortsetzung)
deutscher Sprache aufgedruckt sein. Pyrotechnische Gegenstände
ohne Zulassung oder pyrotechnische Gegenstände der Klasse II, III
oder IV sind nicht zugelassen. Es sind der NürnbergMesse Nachweise über den Inhaber des Erlaubnisscheins und des Befähigungsscheins vorzulegen (siehe Merkblatt i4.5 „Pyrotechnik/
feuergefährliche Handlung“).
4.4.1.5 Luftballons und Flugobjekte
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas gefüllten Luftballons und
ferngesteuerten Flugobjekten in den Hallen und im Freigelände
muss von der NürnbergMesse genehmigt werden.
4.4.1.6 Nebelgeräte
Der Einsatz von Nebelmaschinen, Hazern ist mit der NürnbergMesse
abzustimmen. Kosten für Ersatzmaßnahmen bei Außerbetriebsetzen
von Brandschutzeinrichtungen werden durch die NürnbergMesse
an den Veranstalter ebenso wie Kosten für einen Feuerwehreinsatz bei Auslösung der Brandmeldeanlage ohne vorherige Abstimmung mit der NürnbergMesse an den Veranstalter bzw. Verursacher weiterverrechnet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte
dem Merkblatt i4.6„Verwendung von Nebelgeräten“.
4.4.1.7 Aschebehälter, Aschenbecher
Sofern für den Stand oder Standteile kein ausdrückliches Rauchverbot angeordnet ist, muss für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Aschenbechern oder Aschebehältern aus nichtbrennbarem Material und für deren regelmäßige Entleerung Sorge
getragen werden.
4.4.1.13 Anzeige- und Abnahmepflichtige Anlagen und Einrichtungen
Vorführungen, die mit offenem Feuer und starker Erwärmung
verbunden sind, sind bei der Feuerwehr Nürnberg genehmigungspflichtig. Darunter fallen u.a. das Anzünden von Kerzen sowie
Vorführungen von nicht elektrisch betriebenen Koch-, Grill-, Backund Heizgeräten. Flüssiggas darf für solche Vorführungen nur in
tagesüblichen Mengen (siehe 5.5.1.5) verwendet werden. Das
gleiche gilt für nicht elektrisch betriebene Geräte, die der Standeigenversorgung dienen.
Für Ölfeuerungen, Ölbrenner gelten die entsprechenden Verordnungen für brennbare Flüssigkeiten. Rauchgase, Abgase und
Dämpfe müssen grundsätzlich aus der Halle geleitet werden. Dies
darf nur vom entsprechenden ServicePartner der NürnbergMesse
vorgenommen werden. Petroleum, Benzin o.ä. dürfen zu Koch-,
Heiz- oder Betriebszwecken wegen der Leichtentzündlichkeit nicht
verwendet oder gelagert werden. Verwenden Sie bitte zur Anmeldung solcher Vorführungen oder Brennstoffe den Vordruck P2.
Nichtanzeige bedeutet zusätzlichen Aufwand, der in Rechnung
gestellt werden muss.
4.4.2
Standüberdachung
Um den Sprinklerschutz nicht zu beeinträchtigen, müssen in
gesprinklerten sowie in rauchüberwachten Hallen, Stände nach
oben hin grundsätzlich offen sein. Decken sind als offen zu
betrachten, wenn nicht mehr als 50% der Fläche bezogen auf den
einzelnen m2 geschlossen ist. Dies gilt auch für Besprechungs-,
Bewirtungs- und Aufenthaltsräume.
Es dürfen 30 m² geschlossene Fläche in ebenen Ständen nicht
überschritten werden. Ab 30 m² müssen Sprinkler, in rauchüberwachten Hallen, Rauchmelder in geeigneter Anzahl durch den
zuständigen ServicePartner installiert werden (Servicehandbuch).
Zwischen mehreren geschlossenen Deckenflächen ist ein Mindestabstand von 3 m einzuhalten. Dies gilt auch zwingend zwischen
benachbarten Ständen mit geschlossener Deckenfläche.
Die Deckenflächen müssen aus Baustoffen bestehen, die mindestens den Baustoffklassen DIN 4102 (B1) oder DIN EN 13501 A1-C
entsprechen und nicht brennend abtropfen oder Bauteilen, die
mindestens feuerhemmend ausgeführt sind (siehe Merkblatt
„Baustoffklassen“, i4.4).
Küchen und Lager müssen grundsätzlich nach oben geöffnet sein.
In Ausnahmefällen müssen VDS zertifizierte Rauchmelder durch
den zuständigen SericePartner installiert werden.
Sprinklertaugliche Decken mit einer Maschenweite von mindestens
2 x 4 mm bzw. 3 x 3 mm sind bis 30 m² Feldgröße zugelassen.
Einzelne Felder sind addierbar. Mehrere Felder à 30 m² müssen
einen Mindestabstand von 0,50 m aufweisen.
Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich 1-lagig zu
verspannen. Ein Durchhängen der Gewebeplane ist zu vermeiden
(für zweigeschossige Bauweise siehe auch Punkt 4.9.2 und
dem Merkblatt „Einbau sprinklertauglicher Deckenstoffe“,
i4.2).
4.4.3
Glas und Acrylglas
Es darf nur für den Einsatzzweck geeignetes Sicherheitsglas verwendet werden. Kanten von Glasscheiben müssen so bearbeitet
oder geschützt sein, dass eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen
ist. Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu markieren. Acrylglas
muss mindestens die Anforderungen nach DIN 4102, B1 oder DIN
EN 13501, B1 erfüllen und darf nicht brennend abtropfen (siehe
Merkblatt „Glas und Acrylbau“, i4.8).
4.4.4
Aufenthaltsräume und Zuschauerräume
Alle Aufenthalts- und Zuschauerräume, die allseits umschlossen
sind (geschlossene Räume) und keine optische und akustische
Verbindung zur Halle haben, sind mit einer optischen und akustischen Warnanlage auszurüsten, um eine jederzeitige Alarmierung
auf dem Stand zu gewährleisten.
Kabinen, Besprechungsräume und dergleichen, die als „geschlossener“ Raum ausgeführt sind, müssen eine Sichtverbindung in den
Ausstellungsstand haben. Wenn die Sicht über den Stand in die
Halle nicht möglich ist (Sichtbehinderung durch Einbauten, etc.),
muss eine Sichtverbindung in die Halle vorhanden sein.
4.4.1.8 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Wertstoff- und Reststoffbehälter aus
brennbaren Materialien aufgestellt werden. Diese Behälter in den
Ständen sind regelmäßig, spätestens jeden Abend nach Messeschluss zu entleeren. Fallen größere Mengen brennbarer Abfälle
an, sind diese mehrmals am Tage zu entsorgen. Für die Entsorgung können Sie über das Servicehandbuch die ServicePartner der
NürnbergMesse gegen Entgelt beauftragen.
4.4.1.9 Spritzpistolen, Nitrolacke
Der Gebrauch von Spritzpistolen sowie die Verwendung von
lösungsmittelhaltiger Stoffe und Farben sind in allen Hallen
verboten.
4.4.1.10 Trennschleifarbeiten und alle Arbeiten mit offener Flamme
Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten müssen
vor Arbeitsbeginn angezeigt und schriftlich bei der NürnbergMesse
beantragt werden. Die Genehmigung der Arbeiten erteilt die
NürnbergMesse mit der Arbeitsgenehmigung für Arbeiten mit
Staub- oder Rauchentwicklung, Schweiß- und Heißarbeiten. Bei
den Arbeiten ist die Umgebung gegen Gefahren ausreichend
abzuschirmen. Geeignete Feuerlöscher und Branddecken sind in
unmittelbarer Nähe einsatzbereit zu halten.
4.4.1.11 Leergut
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art (z.B. Verpackungen und Packmittel) innerhalb und außerhalb des Standes, in der Halle und in den
Ladehöfen ist während Aufbau, Messelaufzeit und Abbau verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich zu entfernen. Für den Abtransport und die Einlagerung können Sie über das Servicehandbuch die
ServicePartner der NürnbergMesse gegen Entgelt beauftragen.
4.4.1.12 Feuerlöscher
Für jeden Messestand empfehlen wir einen Feuerlöscher nach
Din EN 3 (siehe Merkblatt i4.7 Feuerlöscher) vorzuhalten. Es
dürfen ausschließlich Wasser oder Schaumlöscher mit aktuellem
Prüfsiegel verwendet werden. Pulverlöscher sind lediglich bei
Vorführungen mit brennbaren Gasen, CO²-Löscher für Elektroverteilungen zugelassen. Die Größe ist auf max. 12 kg beschränkt.
Sollten auf Messeständen Küchen vorhanden sein, sind entsprechend geeignete Feuerlöscher (Klasse F) vorzuhalten. Es besteht
die Möglichkeit, geeignete und geprüfte Feuerlöscher über
unseren ServicePartner Fa. Wörnlein anzumieten (siehe 4.4.1.1).
Die NürnbergMesse behält sich vor, benutzte oder beschädigte
Feuerlöscher in Rechnung zu stellen.
Technische Richtlinien
Info 4
(Fortsetzung)
Aufenthalts- und Zuschauerräume mit mehr als 100 m2 Grundfläche müssen mindestens zwei Ausgänge unmittelbar zu den
Gängen der Hallen haben. Diese Ausgänge sind möglichst entgegengesetzt voneinander entfernt anzuordnen.
Zuschauerräume bedürfen einer besonderen Genehmigung, wenn
sie mehr als 100 m2 Grundfläche haben. Bestuhlungen sind
gemäß §10 VStättV zu stellen und gemäß §32 in einem Fluchtund Rettungswegplan einzuzeichnen.
4.5
Ausgänge, Rettungswege, Türen
4.5.1
Ausgänge und Rettungswege
Die Entfernung von jeder Stelle auf einer Ausstellungsfläche bis
zu einem Hallengang darf nicht mehr als 20 m, in der Lauflinie
gemessen, betragen (§7 VStättV). Dies gilt auch für eine doppelgeschossige Bauweise.
Aufenthaltsräume mit mehr als 100 m2 Grundfläche müssen jeweils
mindestens zwei möglichst weit auseinander und entgegengesetzt
liegende Ausgänge zu Rettungswegen haben.
Die Türen dieser Ausgänge müssen während der Veranstaltung von
innen in Fluchtrichtung jederzeit geöffnet werden können und
dürfen nicht in den Hallengang hineinragen. Es ist in jedem Fall
eine entsprechende Nische vorzusehen.
Ausgänge und Rettungswege müssen durch Sicherheitszeichen
dauerhaft und gut sichtbar gekennzeichnet sein (BGV A8).
Die Rettungswegbreite ist nach der größtmöglichen Personenzahl
(§1 VStättV) zu bemessen. Die lichte Breite eines jeden Teils von
Rettungswegen muss für die darauf angewiesenen Personen
mindestens 1,20 m Lichte Breite je 200 Personen betragen.
Staffelungen sind nur in Schritten von 0,60 m zulässig. Versammlungsräume und sonstige Aufenthaltsräume mit nicht mehr als
100 m2 Grundfläche und nicht mehr als 200 Besuchern genügt ein
Ausgang mit einer lichten Breite von 0,90 m.
Rettungswege (Ausgänge, Treppen, Flure) sind wie folgt zu
bemessen: siehe 4.9.4.
4.5.2
Türen
Die Verwendung von Pendeltüren, Drehtüren, Codiertüren,
Schiebetüren sowie sonstigen Zugangssperren in Rettungswegen
ist nicht zulässig.
Fluchttüren aus Ständen nach außen dürfen Fluchtwege nicht
beeinträchtigen oder verengen. Es ist eine Nische vorzusehen.
4.6
Podeste, Leitern, Aufstiege, Treppen, Stege
Allgemein begehbare Flächen, die unmittelbar an mehr als 0,20 m
tiefer liegende Flächen angrenzen, sind mit Brüstungen zu umwehren. Diese müssen mindestens 1,10 m hoch sein. Es müssen
mindestens ein Obergurt, ein Mittelgurt und ein Untergurt
vorhanden sein.
Für ein Podest ist auf Verlangen der NürnbergMesse ein statischer
Nachweis zu erbringen. Die Bodenbelastung muss je nach Nutzung
gemäß DIN 1055 Blatt 3, Tabelle 1, mindestens für 2,0 kN/m2
ausgelegt sein. Einstufig begehbare Podeste dürfen höchstens
0,20 m hoch sein.
Leitern, Treppen und Stege müssen den Unfallverhütungsvorschriften nach BGV D36 entsprechen.
4.7
Standgestaltung
4.7.1
Barierrefreies Bauen
Beim Bau der Stände sollte auf Barrierefreiheit geachtet werden.
Stände und deren Einrichtungen sollten auch für Behinderte
Menschen ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein.
4.7.2
Prüfung der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der NürnbergMesse gekennzeichnet.
Jeder Aussteller ist verpflichtet, sich vor Ort über Lage, Maße und
etwaige Einbauten zu informieren. Die Standgrenzen sind unbedingt einzuhalten. Der Aussteller muss mit geringfügigen Abweichungen in der Standabmessung rechnen. Diese ergeben sich aus
der Stärke der Standbegrenzungswände und können in Front und
Tiefe bis zu 5 cm betragen. Eckpunkte sind markiert. Eine Gewähr
für die Richtigkeit der Maße kann nicht übernommen werden. Die
Versorgungspunkte innerhalb der Standfläche müssen zugänglich
bleiben. Pfeiler, Wandvorsprünge, Standbegrenzungswände und
Feuerlöscheinrichtungen sind Bestandteile der zugeteilten Standfläche.
Den zugesandten Hallenplänen ist das Versorgungsraster für
Strom, Druckluft, Wasser und Telekommunikation zu entnehmen.
Die Versorgungsschächte dürfen vom Aussteller nicht geöffnet
oder durch Standaufbauten verstellt werden.
4.7.3
Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen nicht beschädigt,
verschmutzt oder auf andere Art verändert werden (z.B. Bohren,
Nageln, Schrauben). Auch das Streichen, Tapezieren und Bekleben
ist nicht gestattet.
Bodenbeläge in den Ausstellungsständen dürfen nur mit Doppelklebeband (ausschließlich mit lösemittelfreien Klebebändern: tesafix
Nr. 4964) befestigt werden. Folgekosten bei Nichtbeachtung
gehen zu Lasten des Ausstellers.
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen weder durch
Standaufbauten noch durch Exponate belastet werden.
Hallensäulen/Hallenstützen können aber innerhalb der Standfläche
ohne Beschädigung derselben im Rahmen der zulässigen Bauhöhe
umbaut werden.
4.7.4
Hallenböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind unfallsicher zu verlegen
und dürfen nicht über die Standgrenzen hinausragen.
Alle eingesetzten Materialien müssen rückstandslos entfernt
werden. Substanzen wie Öl, Fette, Farben und ähnliches müssen
sofort vom Fußboden entfernt werden. Der Hallenfußboden darf
weder gestrichen noch beklebt werden.
Verankerungen und Befestigungen sind verboten. Eine Ausnahmegenehmigung kann nur von der Messeleitung erteilt werden.
Die NürnbergMesse behält sich vor, die Beseitigung von Beschädigungen und Verschmutzungen des Hallenbodens an den Verursacher weiter zu verrechnen.
4.7.5
Abhängungen von der Hallendecke
Verwendung von Traversensystemen
Verwendung von Hebezeugen
Abhängungen sind an den dafür vorgesehenen technischen Einrichtungen möglich und nach BGV C1 auszuführen (siehe Merkblatt
„Abhängungen, Traversen, Hebezeuge“, i4.9).
4.7.5.1 Bereitstellung von Abhängepunkten
Die Bereitstellung von Abhängepunkten sowie die Änderung von
Abhängekonstruktionen der Halle werden ausschließlich von der
NürnbergMesse ausgeführt. Die NürnbergMesse wird hierzu
ServicePartner heranziehen. Dem Aussteller werden, sofern es die
baulichen Voraussetzungen zulassen, die Abhängepunkte an der
gewünschten Position in dem Luftraum oberhalb der Standfläche
zur Verfügung gestellt.
Die Anzahl der möglichen Abhängepunkte in den Hallen ist
abhängig von der Standgröße und dem Raster der Hallendecke.
Vorgeschriebene Bau- und Werbehöhen sind zu beachten. Tiefster
Punkt einer Abhängung ist 2,50 m über dem Hallenboden. Die
NürnbergMesse prüft anhand der eingereichten Unterlagen die
Realisierbarkeit der gewünschten Abhängepunkte und behält sich
vor, die eingebrachten Lasten sowie die verwendete Konstruktion
durch einen Statiker prüfen zu lassen. Die Prüfung ist kostenpflichtig und wird dem Aussteller bzw. dem Besteller der
Abhängepunkte in Rechnung gestellt.
Jeder Abhängepunkt der Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 12
kann mit maximal 25 kg (0,25 KN) lotrecht, rein statisch belastet
werden. In den Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 12 darf der
Abstand zwischen Abhängepunkten 1,00 m nicht unterschreiten.
In den Hallen 4A, 7A und 11 können die vorhandenen Abhängepunkte mit 250 kg (2,5 KN) lotrecht, rein statisch belastet werden.
Höhere Lasten in den Hallen 4A, 7A und 11 sind nur auf Anfrage
möglich und bedürfen einer schriftlichen Genehmigung durch die
NürnbergMesse.
Liegt der bestellte Abhängepunkt in den Hallen 4A, 7A und 11
nicht unterhalb eines vorhandenen Abhängepunktes, wird der
Abhängepunkt durch den Einbau eines Pre-Riggs gewährleistet.
Ende jedes Abhängepunktes (Übergabepunkt) ist ein O-Ring.
Schrägzüge, so genannte „Bridle“, an Abhängepunkten der Halle
sind auf dem Gelände der NürnbergMesse unzulässig.
4.7.5.2 Anbringung von Gegenständen an den Abhängepunkten
Die abzuhängenden Gegenstände (Beleuchtungsträger, Scheinwerfer, Beamer, Lautsprecher, etc.) dürfen nur von ausstellereigenen Fachkräften, von zugelassenen Fachfirmen oder dem
ServicePartner unter Beachtung der in Deutschland bzw. der EU
geltenden Vorschriften nach dem Stand der Technik angebracht
werden.
Weitere Informationen über zugelassene und nicht zugelassene
Anschlag-, Trag-, Lastaufnahme- und Verbindungsmittel sowie
Seilendverbindungen und Hebezeugen entnehmen Sie bitte dem
Merkblatt „Abhängungen, Traversen, Hebezeuge“, i4.9.
Technische Richtlinien
Info 4
(Fortsetzung)
Aus Sicherheitsgründen sind darüber hinaus folgende Bestimmungen zu beachten.
4.7.8
Erscheinungsbild
Für die Gestaltung des Standes ist der Aussteller zuständig. Hierbei
sind die typischen Ausstellungskriterien der Veranstaltung zu
berücksichtigen. Wände, die an Besuchergänge grenzen, sollen
durch den Einbau von Vitrinen, Nischen, Displays u.ä. aufgelockert
werden. Standrückseiten über 2,50 m Höhe, die an Nachbarstände grenzen, sind einfarbig neutral hell zu halten, um den
Nachbarstand in dessen Gestaltung nicht zu beeinträchtigen. Die
Standgestaltung ist so vorzunehmen, dass keine schwer kontrollierbaren Winkel entstehen. Räume, die nur über einen anderen
von den allgemein zugänglichen Ausstellungsräumen baulich
abgetrennten Raum oder Flur zugänglich sind und keinen
weiteren Ausgang oder Notausgang besitzen sind unzulässig
(„gefangene Räume“).
4.8
Freigelände
Siehe 3.2
4.9
entfällt
5.
Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften, Technische Versorgung
5.1
Allgemeine Vorschriften
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im Rahmen der arbeitsund gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.1.1
Schäden
Nach dem Abbau ist der ursprüngliche Zustand der Ausstellungsflächen wieder herzustellen. Für Beschädigungen der Hallendecken,
Wände, des Fußbodens und der lnstallationseinrichtungen haftet
der Aussteller. Nicht abgebaute Stände oder nicht abtransportierte
Ausstellungsgüter können nach dem Ende des offiziellen Abbaus
auf Kosten und Gefahr des Ausstellers entfernt und beim Messespediteur eingelagert werden. Beschädigungen der Hallen, deren
Einrichtungen sowie der Außenanlagen durch Aussteller oder
deren Beauftragte müssen in jedem Fall dem Veranstalter gemeldet
werden. Jede durch Aussteller oder deren Beauftragte verursachte
Beschädigung im Messegelände, seinen Gebäuden oder Einrichtungen wird nach Beendigung der Veranstaltung auf Kosten des
Ausstellers durch NürnbergMesse beseitigt.
5.2
Einsatz von Arbeitsmitteln
Der Gebrauch von Bolzen-Schussgeräten ist verboten. Der Einsatz
von Holzbearbeitungsmaschinen ohne Späneabsaugung ist nicht
zulässig. Späneabsaugungen oder Spänesilos sind mit selbsttätigen
Löschanlagen oder trockenen Steigleitungen zu versehen. Zusätzlich ist ein geeigneter Feuerlöscher PG12 DIN EN 3 vorzuhalten.
Der Einsatz von Kranen und Gabelstaplern ist den Vertragsspediteuren der NürnbergMesse vorbehalten.
5.3
Elektroinstallation
5.3.1
Anschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer Energie versorgt werden soll,
erhält einen oder mehrere Anschlüsse mit dem erforderlichen
Übergabepunkt. Die Installation dieser Anschlüsse darf nur von
dem zuständigen ServicePartner der NürnbergMesse durchgeführt
werden. Den Bestellungen mit Formblatt ist die Grundrissskizze
beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse
ersichtlich ist. Der Stromverbrauch wird bei Anschlüssen bis 20 kW
pauschal und über 20 kW durch Messung ermittelt und
verrechnet.
Die Stromversorgung steht ab Aufbaubeginn bis Abbauende zur
Verfügung. Nach Absprache mit dem zuständigen ServicePartner
können Zu- und Abschaltzeiten vereinbart werden. Der Aussteller
ist verpflichtet, seinen Anschlusspunkt gegen Beschädigung und
Unfall zu schützen.
5.3.2
Standinstallation
Elektroinstallationen innerhalb der Stände können nach Bestellung
vom zuständigen ServicePartner der NürnbergMesse ausgeführt
werden.
Ab dem Übergabepunkt der Stände können Installationen von
ausstellereigenen Elektrofachkräften oder von zugelassenen Fachfirmen entsprechend VDE-Vorschriften und in Europa geltenden
Vorschriften sowie dem Stand der Technik entsprechend ausgeführt werden.
Grundsätzlich nicht zulässig sind:
- Absicherungen von Standbauteilen oder Exponaten (Standbauteile bzw. Exponate müssen selbständig sicher stehen)
- abgehängte Konstruktionen mit einer starren bzw. kraftschlüssigen Verbindung zum Hallenboden
- Schrägzug bei Abhängungen
Ausnahmen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der
NürnbergMesse.
4.7.5.3 Verwendung von Traversensystemen
Bei der Verwendung von Traversen, Konstruktionen aus Traversen
und Traversensystemen sind die Anforderungen und Durchführungsanweisungen der BGV C1/GUV C1, der BGI 810-3 (2007) und des
Branchenstandards SR1.0 anzuwenden. Dies ist unabhängig von
der Art der Verwendung der Traversen, Konstruktionen aus
Traversen, oder Traversensystemen. Dies kann eine abgehangene,
bzw. eine geflogene, oder auch eine geständerte Traverse bzw.
Traversenkonstruktion sein.
Bei der Verwendung von Traversen, Konstruktionen aus Traversen
und Traversensystemen im Freien kommen die Festlegungen für
„Fliegende Bauten“ (FlBauR) zur Anwendung (siehe auch DIN
4112 – Fliegende Bauten, Richtlinie für die Bemessung und
Ausführung/DIN EN 13814 – Fliegende Bauten und Anlagen für
Veranstaltungsplätze und Vergnügungsparks-Sicherheit).
Für Traversenkonstruktionen, welche nicht den Lastfall eines
Einfeldträgers (Träger/Traverse auf zwei Stützen oder an zwei
Hängepunkten) erfüllen, kann ein statischer Nachweis zu Lasten
des Ausstellers angefordert werden.
Die Datenblätter der verwendeten Traversen sind mitzuführen.
Bei der Verwendung von Fliegenden Bauten ist das Prüfbuch
mitzuführen.
4.7.5.4 Verwendung von Hebezeugen
Die Verwendung von Hebezeugen (Elektrokettenzüge, Handkettenzüge, etc.) ist nur in den Hallen 4A, 7A ,11 und mit vorheriger
Genehmigung durch die NürnbergMesse möglich.
Die Verwendung von Hebezeugen (Elektrokettenzüge,
Handkettenzüge, etc.) in den Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9,
10 und 12 ist strikt untersagt!
Bei der Verwendung von Hebezeugen sind die Anforderungen
und Durchführungsanweisungen der BGV C1/GUV 6.15 BGI 810-3
(2007) und des Branchenstandards SR2.0 anzuwenden.
4.7.6
4.7.7
Standbegrenzungswände
Die Standbegrenzungswände sind je nach Veranstaltung Hartfaserwände oder kunststoffbeschichtete Wände. Zur Anbringung von
schweren Gegenständen sind diese nicht geeignet; sie haben keinerlei Stützfunktion während des Auf- und Abbaus. Gegebenenfalls
ist der zusätzliche Aufbau von kostenpflichtigen Stützwänden
erforderlich. Das Entfernen dieser Stützwände kann nur durch den
Veranstalter angeordnet werden.
Werbemittel/Präsentationen
Stand- und Exponatbeschriftung, Firmen- und Markenzeichen
dürfen die vorgeschriebene Bauhöhe nicht überschreiten. Sie
sollen ein ansprechendes Bild ergeben.
Präsentationen, optische, sich langsam bewegende und akustische
Werbemittel sowie musikalische Wiedergaben sind erlaubt, sofern
sie den Nachbarn nicht belästigen, nicht zu Stauungen auf den
Gängen führen und die messeeigenen Ausrufanlagen in den
Hallen nicht übertönen. Die Lautstärke darf 70 dB(A) an der
Standgrenze nicht überschreiten.
Die Verteilung von Drucksachen und der Einsatz von Werbemitteln
sind nur auf der eigenen Standfläche zulässig. Werbevorrichtungen
innerhalb der Ausstellungsstände dürfen nicht in die Gänge
hineinragen oder außerhalb der genehmigten Höhe angebracht
werden. Werbung, die gegen die gesetzlichen Vorschriften oder
die guten Sitten verstößt, ist nicht gestattet. Werbeverpackungen
oder Werbematerial von Unternehmen, die nicht zur Veranstaltung gemeldet sind, dürfen nicht aufgestellt werden. Exponate
dürfen außerhalb der Standgrenze nicht aufgestellt werden.
Mögliche Werbeangebote finden Sie im Servicehandbuch unter
Punkt Marketingleistungen.
Technische Richtlinien
5.3.3
5.3.4
Info 4
(Fortsetzung)
Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist nach den neuesten Sicherheitsvorschriften des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE)
auszuführen. Für alle Stromkreise ist grundsätzlich die Schutzmaßnahme FI-Schutzschaltung vorgeschrieben.
Für Steckdosen und Lichtstromkreise ist mind. ein RCD 30 mA
vorgeschrieben. Bei Sondermaschinen und Geräten (Frequenzumrichter) kann eine andere geeignete Schutzmaßnahme angewandt
werden. Verantwortlich hierfür ist der Aussteller.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen darf die in VDE 0160 und VDE 0838 (EN 50 006
und EN 61000-2-4) angegebenen Werte nicht überschreiten.
Leitungen mit einem Querschnitt < 1,5 mm2 sind nicht zulässig.
Kabel und Leitungen mit massiven Leitern müssen fest verlegt und
fest angeschlossen, flexible Leitungen müssen zugentlastet sein.
Während des Auf- und Abbaus müssen alle genutzten Leitungen
mind. H07RNF oder mindestens gleichwertig sein. Leitungen wie
H05.... oder ähnlich dürfen nur in Bereichen mit geringster
mechanischer Beanspruchung Verwendung finden. Leitfähige
Bauteile sind in die Maßnahmen zum Schutz bei indirektem
Berühren mit einzubeziehen (Standerdung).
Niedervoltanlagen dürfen nur mit Sicherheitstransformatoren nach
VDE 0551/EN 60742 oder 61046/61047 oder gleichwertig
betrieben werden. Die Transformatoren müssen für die Montage
auf brennbaren Unterlagen geeignet sein und primär und
sekundär mit Thermoschutz und Kurzschluss-/Überlastschutz
versehen sein.
In Niedervoltbeleuchtungsanlagen sind blanke elektrische Leiter
unzulässig. Die Sekundärleitungen sind gegen Kurzschluss und
Überlast zu schützen. Flexible Leitungen (auch Flachleitungen)
dürfen nicht ungeschützt gegen mechanische Belastungen unter
Bodenbelägen verlegt werden.
Die im Ausstellungsstand vorhandene Elektroinstallation darf für
die Veranstaltung erst in Betrieb genommen werden, wenn Sie
durch eine befähigte Person abgenommen und freigegeben ist.
Ein Abnahmeprotokoll muss am Stand vorgehalten werden.
Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind alle Wärme erzeugenden und
Wärme entwickelnden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer,
Kaffeemaschinen usw.) auf nichtbrennbaren, wärmebeständigen,
asbestfreien Unterlagen zu montieren.
Entsprechend der Wärmeentwicklung ist ein ausreichend großer
Abstand zu brennbaren Materialien sicherzustellen.
Beleuchtungskörper dürfen ausschliesslich an nichtbrennbaren
Dekorationen o.ä. angebracht werden. Strahler, Scheinwerfer und
deren Versorgungskonstruktionen wie Stromschienen, Switchboxen oder o.ä. sind einzeln mit Sicherungsseilen nach aktueller
Norm zu sichern.
5.3.5
Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die Besonderheit ihrer Bauweise die
vorhandene allgemeine Sicherheitsbeleuchtung nicht wirksam ist,
bedürfen einer zusätzlichen eigenen Sicherheitsbeleuchtung in
Anlehnung an VDE 0108.
Sie ist so anzulegen, dass ein sicheres Zurechtfinden bis zu den
allgemeinen Rettungswegen gewährleistet ist.
5.4
Wasser- und Abwasserinstallation
Jeder Stand, der mit Wasser/Abwasser versorgt werden soll, erhält
einen oder mehrere Anschlüsse in aktueller Norm.
Die Installation dieser Anschlüsse kann ausschließlich durch den
zuständigen ServicePartner der NürnbergMesse durchgeführt
werden. Den Bestellungen mit Formblatt ist eine Grundrissskizze
beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse
ersichtlich ist.
Die Wasserversorgung wird am letzten Lauftag aus Sicherheitsgründen – in der Regel eine Stunde nach Messeschluss! – eingestellt.
Weitere Informationen, Richtlinien und Bedingungen – siehe
Servicehandbuch unter Punkt Wasser- und Abwasseranschluss.
5.5
Druckluft und Technische Gase
5.5.1
Anschlüsse
Jeder Stand der mit Druckluft versorgt werden soll, erhält einen
oder mehrere Anschlüsse in der benötigten Größe. Der Übergabepunkt besteht immer aus Kugelhahn oder Schnellversorgungskupplung.
Die Installation dieser Anschlüsse darf nur von dem zuständigen
ServicePartner der NürnbergMesse durchgeführt werden.
Den Bestellungen mit Formblatt ist die Grundrissskizze mit den
gewünschten Anschlusspunkten beizugeben.
Die bezogene Druckluftmenge ist mit den Bereitstellungsgebühren
abgegolten.
Die Druckluft steht während des offiziellen Auf- und Abbaus zur
Verfügung. Während der Veranstaltung wird Druckluft täglich von
8 Uhr bis Ende der Veranstaltung bereitgestellt. Aus Sicherheitsgründen wird die Druckluftversorgung in den übrigen Zeiten abgeschaltet.
Außerhalb der genannten Zeiten kann die Druckluft nach
Absprache gegen Aufwand zur Verfügung gestellt werden.
5.5.1.1 Standinstallation
Die Installation der Druckluftleitungen ab Hauptanschluss und
Anschlüsse an die Exponate innerhalb der Stände können nach
Bestellung vom zuständigen ServicePartner der NürnbergMesse
oder von externen Fachkräften ausgeführt werden.
5.5.1.2 Montage- und Betriebsvorschriften
Die verwendeten Schläuche und Armaturen müssen für einen
Betriebsdruck von mind. 10 bar ausgelegt sein und vor mechanischen Belastungen geschützt werden.
Die Schläuche müssen so verlegt und befestigt werden, dass sie
– insbesondere an den Verbindungsstellen – im Havariefall
geringst mögliche Bewegungsfreiheit haben.
5.5.1.3 Druckluftbehälter
Druckluftkessel/Behälter sind zum Betrieb der Exponate auf Grund
des großvolumigen Versorgungsnetzes in der Regel nicht erforderlich. In zu genehmigenden Ausnahmefällen eingesetzte Druckluftbehälter müssen diese für einen Betriebsdruck von mind. 10 bar
ausgelegt und mit TÜV geprüften Armaturen versehen sein.
Das Prüfbuch über die vorgeschriebene Erstprüfung bzw. 5 oder
10 jährige wiederkehrende Prüfungen sind im Stand vorzuhalten.
Vor der Inbetriebnahme des Luftsammelbehälters ist die Abnahme
durch eine befähigte Person zu protokollieren und der Beleg im
Stand vorzuhalten.
5.5.1.4 Kompressoren
Die NürnbergMesse hält ein gut ausgebautes, engmaschiges
Druckluftnetz vor. Kompressoren für das Betreiben von Exponaten
dürfen in den Ständen nur nach Rücksprache mit der Messeleitung eingesetzt werden.
Kompressoren, die in den Hallen als Exponate betrieben werden
sollen, müssen den deutschen oder gleichartigen ausländischen
Sicherheitsvorschriften entsprechen und so schallgedämmt sein,
dass der Geräuschpegel, an der Standgrenze gemessen 50 dB(A)
nicht überschreitet. Eine EG-Konformitätserklärung des Herstellers
ist im Stand vorzuhalten.
Für die fachgerechte Entsorgung von ölhaltigem Kondensat,
Altöl und ölhaltigen Feststoffen ist der Aussteller verantwortlich.
Nachweise hierüber sind im Stand vorzuhalten.
5.5.1.5 Technische Gase
Bei der Nutzung von technischen Gasen ist die Bevorratung im
Stand auf die geringste mögliche Menge zu beschränken und
gegebenenfalls ist der Behälter auch mehrmals täglich zu
erneuern.
Gasflaschen müssen über zugelassene Sicherheitsventile verfügen
und bei Betriebsschluss verschlossen werden. In den Hallen darf
nur eine einzelne Flasche brennbarer technischer Gase bis zum
Füllgewicht von max. 5 kg verwendet werden. Nichtbrennbare
technische Gase sind auf max. 14 kg beschränkt. Es darf sich nur
die angeschlossene Gebrauchsflasche am Stand befinden.
Ist zum Betreiben eines Exponates eine größere Menge technischen
Gases erforderlich, wird die NürnbergMesse gemeinsam mit dem
Aussteller, den zuständigen Aufsichtsbehörden und den ServicePartnern eine Möglichkeit zur Lagerung außerhalb der Halle
Technische Richtlinien
Info 4
(Fortsetzung)
finden und die Flaschen mit einem nicht brennbaren Schutz gegen
Wärmestrahlung umgeben. Die Schutzvorrichtung ist mit einer
Belüftung zu versehen.
Die Leitung zu Betriebsgerät und der Zuführungsleitung sind in
festen Rohrleitungen bzw. flexiblen metallarmierten Schläuchen zu
verlegen.
Das Betriebsgerät ist mit ausreichend Abstand zu Wärmequellen
(siehe Punkt 5.7.1.1) auf einer großen, nichtbrennbaren Unterlage aufzustellen.
Eine Abnahmebescheinigung ist vom ServicePartner der
NürnbergMesse anzufertigen und dem Veranstalter vorzulegen.
Das vorgeschriebene Merkblatt über die Bedienung der
Anlage muss an gut sichtbarer Stelle aufgehängt werden.
Für die Bevorratung und den Transport wird auf die Punkte 5.6.3
Druckbehälter und 5.7 Gase und brennende Flüssigkeiten
verwiesen.
5.6.2.3 Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die NürnbergMesse berechtigt, jederzeit den
Betrieb von Maschinen, Apparaten und Geräten zu untersagen,
wenn nach ihrer Ansicht durch den Betrieb Gefahren für Personen
und Sachen zu befürchten sind.
5.6
Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
5.6.1
Maschinengeräusche
Der Betrieb von Lärm verursachenden Maschinen und Geräte soll
im Interesse aller Aussteller und Besucher möglichst eingeschränkt
bleiben. Die Geräusche an der Standgrenze dürfen 70 dB(A) nicht
überschreiten.
5.6.2
Geräte- und Produktsicherheit
Alle ausgestellten technischen Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte müssen die Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) erfüllen. Technische Arbeitsmittel und
Verbraucherprodukte, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, müssen ein gut sichtbares Schild tragen, das darauf
hinweist, dass sie nicht den Anforderungen des o.g. Gesetzes
entsprechen und erst erworben werden können, wenn die
Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen hergestellt
worden ist.
Für technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte, die das
CE-Zeichen führen, muss die entsprechende Konformitätserklärung
des Herstellers am Stand vorliegen.
Bei Vorführungen sind die erforderlichen Vorkehrungen zum
Schutz von Personen durch das Standpersonal zu treffen. Wir
verweisen zudem auf das Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG).
5.6.3.2 Prüfung
Die Bescheinigung über die Bau- und Wasserdruckprüfung reicht
nicht aus. Diese Forderung gilt auch für ausländische oder
geliehene Behälter. Bei Anmeldung bis vier Wochen vor Messebeginn können prüfpflichtige Druckbehälter bis einen Tag vor
Messeeröffnung unter Vorlage der Bau- und Wasserdruckprüfungsbescheinigung und der Gestellung eines Monteurs auf dem
Messestand der Abnahmeprüfung durch den zuständigen ServicePartner der NürnbergMesse unterzogen werden. Anfragen beantwortet der zuständige ServicePartner der NürnbergMesse.
5.6.2.1 Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen nur mit allen Schutzvorrichtungen in Betrieb genommen werden. Die normalen
Schutzvorrichtungen können durch eine sichere Abdeckung aus
organischem Glas oder einem ähnlichen transparenten Material
ersetzt werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden, um dem Besucher die
Bauart und Ausführung der abgedeckten Teile erkennbar zu
machen. Die Schutzvorrichtungen müssen dann neben der
Maschine sichtbar aufgestellt bleiben.
5.6.2.2 Prüfverfahren
Die ausgestellten technischen Arbeitsmittel werden hinsichtlich
ihrer unfallschutz- und sicherheitstechnischen Ausführung von der
zuständigen Aufsichtsbehörde gegebenenfalls gemeinsam mit den
zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen besichtigt und auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen hin überprüft.
Zur Überprüfung der CE-Kennzeichnung durch das Amt ist es
geboten, die EG-Konformitätserklärung auf dem Messestand zur
Einsichtnahme bereitzuhalten. In Zweifelsfällen sollen sich
Aussteller frühzeitig vor Messebeginn mit dem zuständigen Amt in
Verbindung setzen.
5.6.3
Druckbehälter
5.6.3.1 Abnahmebescheinigungen
Druckbehälter dürfen auf dem Stand nur betrieben werden, wenn
die gemäß §§9-11 Druckbehälterverordnung vom 21.04.89
(BGBI. I, S. 843) geforderten Prüfungen durchgeführt wurden.
Die darüber ausgestellten Prüfnachweise sind am Ausstellungsort
beim Druckbehälter aufzubewahren und auf Verlangen der
zuständigen Aufsichtsbehörde vorzulegen. Auskünfte zu den
entsprechenden Vorschriften erteilt der zuständige ServicePartner
der NürnbergMesse.
5.6.3.3 Mietgeräte
Da die Beurteilung von Druckbehältern, die nicht in Deutschland
hergestellt werden, während der relativ kurzen Messeaufbauzeit
nicht durchgeführt werden kann, ist der Benutzung von geprüften
Mietbehältern der Vorzug zu geben.
5.6.3.4 Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der
Veranstaltung für das Gewerbeaufsichtsamt bereitzuhalten.
Auskünfte erteilt die zuständige Aufsichtsbehörde.
5.6.4
Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene brennbare, gesundheitsschädliche oder die Allgemeinheit belästigende Dämpfe und Gase
dürfen nicht in die Hallen eingeleitet werden.
Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen nach Vorgaben des
Bundesimmissionsschutzgesetzes ins Freie abgeführt werden.
5.6.5
Abgasanlagen
Abgasanlagen sind von der NürnbergMesse schriftlich zu genehmigen.
5.7
Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren
Flüssigkeiten
5.7.1
Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung von Druck- und Flüssiggas in den
Messehallen und im Gelände ist ohne schriftliche Genehmigung
der NürnbergMesse verboten.
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen
Bei Verwendung von Flüssiggas oder anderer brennbarer Gase in
Druckgasflaschen für die Präsentationen von Exponaten muss die
Genehmigung gemäß NürnbergMesse Vordruck P2 schriftlich und
rechtzeitig eingeholt werden. Entsprechend den einschlägigen
Unfallverhütungsvorschriften sind Druckgasflaschen gegen Stoß,
Umfallen, Zugriff Unbefugter sowie vor Erwärmung zu schützen.
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
Siehe 5.5.1.5
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung von Flüssiggasanlagen
sind die „Technischen Regeln Flüssiggas“ TRF 88 (Herausgeber:
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. und
DVFG Deutscher Verband Flüssiggase e.V.) sowie die „Richtlinien
für die Verwendung von Flüssiggas“ ZH 1/455 (Herausgeber:
Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu
beachten.
Technische Richtlinien
5.7.2
Info 4
(Fortsetzung)
Brennbare Flüssigkeiten
5.10.2
Röntgenanlagen und Störstrahler
Der Betrieb von Röntgenanlagen und Störstrahlern ist genehmigungspflichtig und mit der NürnbergMesse abzustimmen. Die
Verordnung für den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen
(RÖV, BGB, I) ist zu beachten. Der Betrieb von Röntgenanlagen
und Störstrahlern ist genehmigungs- oder anzeigepflichtig nach
§§3, 4, 5, 8 RÖV. Die zuständige Behörde für den Ausstellungsort
ist das Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg. Der Antrag ist mindestens
4 Wochen vor der Veranstaltung dort schriftlich einzureichen
(siehe Merkblatt i4.11).
5.10.3
Laseranlagen
Der Betrieb von Laseranlagen ist genehmigungspflichtig und
mit der NürnbergMesse abzustimmen (siehe Merkblatt i4.10
„Genehmigung von Lasern“). Der Betrieb von Laseranlagen ist
gem. §6 Unfallverhütungsvorschrift „Laserstrahlung“ BGV B2 bei
der zuständigen Behörde anzuzeigen. Der Anzeige ist die schriftliche Bestellung eines Laserschutzbeauftragten für den Betrieb der
Lasereinrichtung beizufügen. Die für den Arbeitsschutz zuständige
Behörde ist das Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg (siehe Merkblatt
i4.10).
5.11
Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische
Verträglichkeit und Oberschwingungen
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist durch
die Bundesnetzagentur zu genehmigen. Der Betrieb ist der
NürnbergMesse mitzuteilen und nur durch diese zu genehmigen,
um eine gleichmäßige Verteilung von Frequenzen zu erreichen
und gegenseitige Beeinflussungen nach Möglichkeit auszuschließen.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist nur
dann gestattet, wenn sie den Bestimmungen des Gesetzes über
Fernmeldeanlagen BGBI I sowie des Gesetzes über elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG) entsprechen.
Werden Exponate ausgestellt oder Standdekorationen benutzt, bei
denen elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder
zur Anwendung kommen, so sind die Festlegungen der 26.
Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes einzuhalten.
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
Die Lagerung und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten (siehe
BetrSichV) in den Messehallen und im Gelände ist ohne schriftliche
Genehmigung verboten. Die Genehmigung zur Lagerung und
Verwendung brennbarer Flüssigkeiten können nur für den Betrieb
oder die Vorführung von Exponaten erteilt werden.
Ein entsprechender Antrag/Formblatt ist bei der NürnbergMesse
mit Sicherheitsdatenblatt einzureichen. Zur Anmeldung solcher
Flüssigkeiten ist der Vordruck P2 zu verwenden.
5.7.2.2 Bedarfslagerung
Zum Betrieb und zur Vorführung darf jeweils nur der Tagesbedarf
an brennbarer Flüssigkeit am Stand vorgehalten werden. Die Höhe
dieses Bedarfs ist im Antrag zu benennen.
5.7.2.3 Vorratsbehälter
Der Tagesbedarf ist in geschlossenen, bruchsicheren Behältern
übersichtlich zu lagern. Er muss dem Zugriff Unbefugter entzogen
sein. Die Vorratsbehälter sind in nichtbrennbaren Auffangbehältern zu verwahren.
5.7.2.4 Lagerort
Am Lagerort hat absolutes Rauchverbot zu herrschen. Für entsprechende Beschilderung ist zu sorgen. Es müssen geeignete Handfeuerlöscher bereitstehen.
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
Anlagen, die mit brennbaren Flüssigkeiten betrieben oder vorgeführt werden, sind an den Einfüllstutzen sowie an den Stellen, an
denen Flüssigkeiten austreten können, mit nicht brennbaren
Auffangbehältern zu versehen.
Ausgelaufene brennbare Flüssigkeiten sind wegen der möglichen
Brand- oder Explosionsgefahr sofort aus den Behältern zu
entfernen und gefahrlos zu beseitigen.
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
Da beim Einfüllen der Flüssigkeiten ein besonderer Gefahrenmoment eintritt, ist hier mit größter Sorgfalt und Vorsicht zu
verfahren.
5.7.2.7 Leere Behälter
Leere Behälter, in denen brennbare Flüssigkeiten enthalten waren,
dürfen nicht am Stand und in der Halle aufbewahrt oder gelagert
werden.
5.8
5.9
Die Elektroinstallationen der Exponate und der Ausstellungsstände
sind so auszuführen, dass unzulässig hohe Netzrückwirkungen
durch Strom-Oberschwingungen in das Messe-Versorgungsnetz
vermieden werden (siehe auch Punkt 5.3.3).
Asbest und andere Gefahrenstoffe
Der Einsatz und die Verwendung asbesthaltiger Baustoffe oder
asbesthaltiger Erzeugnisse sowie anderer Gefahrenstoffe ist
verboten. Grundlage hierfür ist das Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Chem. Gesetz), BGBl 1, Teil 1, Seite 1703, in
Verbindung mit der Chemikalien-Verbotsverordnung
(Chem.Verbots V) sowie der Gefahrstoffverordnung (GefStoff V).
Szenenflächen
Szenenflächen sind Flächen für künstlerische und andere Darbietungen; für Darbietungen bestimmte Flächen unter 20 m2 gelten
nicht als Szenenflächen.
Für Szenenflächen mit mehr als 50 m2 sind „Verantwortliche für
Veranstaltungstechnik“ gemäß BayStättV §39 zu bestellen.
5.10
Strahlenschutz
Informationen zum Strahlenschutz können bei den Berufsgenossenschaften, den Gemeindeunfallversicherern und dem
zuständigen Gewerbeaufsichtsamt eingeholt werden.
5.10.1
Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen ist genehmigungspflichtig
und mit der NürnbergMesse abzustimmen. Die Genehmigung ist
nach der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) beim Landesamt für
Umweltschutz zu beantragen und mindestens sechs Wochen vor
Messebeginn der NürnbergMesse vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung vorhanden ist, ist nachzuweisen,
dass der beabsichtigte Umgang mit radioaktiven Stoffen auf dem
Messegelände rechtlich abgedeckt ist.
Bundesnetzagentur
Außenstelle Nürnberg
Breslauer Straße 396
90471 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 9 80-40
Fax +49 (0) 9 11. 9 80-41 80
[email protected]
www.bnetza.de
5.12
Krane, Stapler, Leergut
Der Betrieb von eigenen Kränen und Staplern im Messegelände ist
nicht gestattet. Es dürfen nur Geräte der im Gelände verpflichteten
ServicePartner betrieben werden.
Die zuständigen ServicePartner üben im Messegelände das alleinige
Speditionsrecht aus, d.h. Verbringen von Exponaten, Standaufbauten usw. in den Stand inkl. Gestellung eventueller Hilfsgeräte
sowie Zollabfertigung zur temporären bzw. definitiven Einfuhr. Für
die erteilten Aufträge gelten die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) neueste Fassung und der Speditionstarif für
Messen und Ausstellungen der NürnbergMesse.
Eine Haftung der NürnbergMesse für alle Risiken, die sich aus der
Tätigkeit der Speditionsfirmen ergeben können, ist ausgeschlossen.
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art auf den Ständen und Gängen
oder nicht genehmigten Freiflächen ist verboten. Anfallendes
Leergut ist unverzüglich durch die im Messegelände zugelassenen
Spediteure an die vorgesehene Lagerstelle für Leergut zu
verbringen.
Es ist grundsätzlich verboten, Feuerwehrzufahrten, Wandhydranten,
Brandschutztore und Fluchtwege mit Leergut oder Abfall zu
verstellen (siehe 2.). Die Messegesellschaft behält sich das Recht
vor, unbefugt abgestelltes Leergut von zugelassenen Spediteuren
auf Rechnung des Ausstellers abtransportieren zu lassen.
Technische Richtlinien
5.13
Info 4
(Fortsetzung)
Musikalische Wiedergaben
Für musikalische Wiedergaben aller Art ist nach den gesetzlichen
Bestimmungen (Urheberrechtsgesetz) die Erlaubnis der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) erforderlich. Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA zur
Folge haben (§97 Urheberrechtgesetz). Anmeldungen und
Anfragen sind zu richten an:
6.1.1
Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind unnötige
Abfälle während des Aufbaus, der Laufzeit und des Abbaus auf
Messeplätzen in erster Linie zu vermeiden. Aussteller und deren
Vertragspartner sind verpflichtet, in jeder Phase der Veranstaltung
wirkungsvoll hierzu beizutragen. Dieses Ziel muss bereits bei der
Planung und in Koordination aller Beteiligten verfolgt werden.
Dies betrifft insbesondere Verpackungsmaterial, Werbemittel,
Teppichböden, Einwegstandausstattung, Leergutbehälter, Paletten
und Einweggeschirr.
Generell sind für Standbau und -betrieb wieder verwendbare und
die Umwelt möglichst wenig belastende Materialien einzusetzen.
Für die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung von unvermeidbar anfallendem Müll ist jeder Aussteller
selbst verantwortlich. Zur Abfallentsorgung stehen dem Aussteller
folgende Möglichkeiten zur Verfügung: 1. Die Abfälle werden in
eigener Regie und auf eigene Kosten außerhalb des Messegeländes entsorgt. 2. Über das Servicehandbuch kann der offizielle
ServicePartner der NürnbergMesse beauftragt werden, die sachgerechte Abfallentsorgung gegen Gebühr vorzunehmen.
Eine Entsorgung in Müllcontainer oder in sonstige Einrichtungen
des Messegeländes Nürnberg ist ausdrücklich untersagt. Die
Aussteller sind verpflichtet, ihre Standflächen nach Beendigung
der Veranstaltung gereinigt zu übergeben. Dies gilt insbesondere
für Rückstände auf dem Hallenboden (z.B. Klebebandreste o.ä.).
Siehe hierzu auch Punkt 4.7.3. Sofern bis zum Rücksendetermin
kein ausgefüllter und unterschriebener Bestellvordruck vorliegt,
geht die NürnbergMesse von einer Abfallentsorgung in Eigenregie
aus. Mit der Entsorgung von Abfällen, die in diesem Fall nicht oder
nicht vollständig beseitigt werden, beauftragt die NürnbergMesse
den offiziellen ServicePartner auf Kosten des jeweiligen Ausstellers. Abfälle, die in den Hallen verbleiben, werden nach m3
geschätzt und gemäß dem erhöhten offiziellen Preisspiegel an den
Aussteller verrechnet. Die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen
Entsorgung aller Abfälle ist auch den vom Aussteller beauftragten
Subunternehmern, den Messebauern und sonstigen am Stand
beteiligten Partnern aufzuerlegen. Arbeiten Sie mit uns
zusammen! Denken Sie an die Umwelt!
6.1.2
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
Der Aussteller ist verpflichtet, der NürnbergMesse Abfälle, die
nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße
gesundheits-, luft-, oder wassergefährdend, explosiv oder
brennbar sind (z.B. Batterien, Lacke, Lösungsmittel, Schmierstoffe,
Farben etc.), zu melden und ihre ordnungsgemäße Entsorgung
durch den zuständigen ServicePartner zu veranlassen.
6.1.3
Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht im Zusammenhang mit Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau entstehen, dürfen nicht auf das
Gelände gebracht werden.
6.2
Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1
Öl-/Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen.
Sollen öl-/fetthaltige Abwässer eingeleitet werden, welche diese
Mengen überschreiten, ist der Einsatz von Öl-/Fettabscheidern
notwendig.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie ist darauf zu achten, dass Fette
und Öle gesondert aufgefangen und einer getrennten Entsorgung
zugeführt werden.
6.2.2
Reinigung/Reinigungsmittel
Der Aussteller ist verpflichtet, seine Standfläche nach Beendigung
der Veranstaltung gereinigt zu übergeben. Dies gilt besonders für
Rückstände auf dem Hallenboden.
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit biologisch abbaubaren
Produkten durchzuführen. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Lösungsmittel enthalten, sind den Vorschriften entsprechend nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3
Umweltschäden
Umweltschäden/Verunreinigungen (z.B. durch Benzin, Öl,
Lösungsmittel, Farbe) sind unverzüglich der NürnbergMesse zu
melden.
GEMA-Bezirksdirektion Nürnberg
Johannisstraße 1
90419 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 9 33 59-2 91
Fax +49 (0) 9 11. 9 33 59-2 52
[email protected]
www.gema.de
Akustische und optische Vorführungen bedürfen auch der Genehmigung der NürnbergMesse. Die Genehmigung wird unter der
Voraussetzung erteilt, dass beim Betrieb der Anlage die höchstzulässige Lautstärke von 70 Dezibel an der Standgrenze nicht überschritten und die Arbeit in den Nachbarständen nicht gestört wird.
Bei wiederholter Nichtbeachtung dieser Vorschriften kann die
Stromzufuhr zum Stand des Ausstellers ohne Rücksicht auf den
damit verbundenen Ausfall der Standversorgung unterbrochen
werden. Ein Anspruch des Ausstellers auf Ersatz des durch die
Unterbrechung der Stromzufuhr entstehenden mittel- oder
unmittelbaren Schadens besteht nicht. Die Beweislast für die
Einhaltung der Vorschriften liegt beim Aussteller. Die Medientechnik ist so weit von den Standgrenzen entfernt anzuordnen,
dass Interessenten die Standfläche betreten müssen und den
Besucherverkehr in den Gängen nicht behindern.
5.14
Getränkeschankanlagen
Für die Errichtung und den Betrieb von Getränkeschankanlagen
auf dem Stand ist die Verordnung über Getränkeschankanlagen,
BetrSichV zu beachten. Bei kostenpflichtiger Abgabe ist aufgrund
der Getränkeschankanlagenverordnung für die Inbetriebnahme
von Getränkeschankanlagen eine Anzeige beim zuständigen
Ordnungsamt (siehe Punkt 5.15) erforderlich.
5.15
Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben zum Verzehr an Ort und Stelle
und dem Verkauf von Speisen und Getränken an Ort und Stelle
sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, insbesondere
die Lebensmittelhygieneverordnung.
Für Rückfragen steht die
Stadt Nürnberg – Ordnungsamt Lebensmittelüberwachung
Innerer Laufer Platz 3
90403 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 2 31-25 24
Fax +49 (0) 9 11. 2 31-30 70
[email protected]
www.ordnungsamt.nuernberg.de
zur Verfügung.
6.
Umweltschutz
Die NürnbergMesse hat sich grundsätzlich dem vorsorgenden
Schutz der Umwelt verpflichtet. Als Vertragspartner der
NürnbergMesse ist der Aussteller verpflichtet, dafür zu sorgen,
dass sämtliche den Umweltschutz betreffenden Bestimmungen
und Vorgaben auch von seinen Auftragnehmern verbindlich
eingehalten werden.
6.1
Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen sind die Vorgaben des
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG), die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen und Verordnungen sowie die
„Ländergesetze“ und „kommunalen Satzungen“.
Die Stadt Nürnberg hat eine für Aussteller und Veranstalter
verbindliche Abfallwirtschaftssatzung erlassen, die Abfallvermeidung und Mülltrennung regelt.
Der Aussteller ist verantwortlich für die ordnungsgemäße und
umweltverträgliche Entsorgung der Abfälle, die bei Aufbau, Laufzeit und Abbau seines Standes anfallen.
Die technische Abwicklung der Entsorgung zur Verwertung und
Beseitigung obliegt allein der NürnbergMesse bzw. dem von ihr
benannten ServicePartner.
4.680
13.370
11.690
7.200
7.840
7.840
16.410
8.850
4.680
10.800
6.720
6.870
5.340
4.780
13.730
2
3
4
4A
5
6
7
7A
8
9
10.0
10.1
11.0
11.1
12.0
50
50
50
50
50
50
50
5x
5,00 x 4,95
3x
4,05 x 4,90
3x
4,05 x 4,90
Tor 1 + 6
4,50 x 4,80
5x
4,65 x 4,80
2x
4,05 x 4,90
4x
4,05 x 4,90
2x
5,05 x 3,95
5
3
3
6
5
2
4
2
4
2x
50
2,4 x 2,45 x 4,95 m
6.375 kg
10
West:
2,40 x 2,45 x 3,7 m
50
3.200 kg
Ost:
2,25 x 2,45 x 3,7 m
5
3.200 kg
möglich / vorhanden
4x
5,00 x 4,40
2x
5,26 x 4,15
50
Tor 1 + 3
4,50 x 4,80
3
2
50
4x
4,10 x 3,80
4
2x
20
2,45 x 2,45 x 4,5 m
3.500 kg
10
50
2x
4,05 x 4,90
2
Max. Bodenbelastung
in kN/m2 (1 kN = 100 kg)
50
Aufzüge
B x H x T Nutzlast
4x
4,05 x 4,90
Größtes Hallentor
Breite x Höhe in m
4
bedingt möglich / vorhanden
12.2
13.330
Feststandbereich
10.800
1
Hallenfläche Hallentore
Halle/Geschoss in m2
Merkblatt „Technische Daten Hallen”
6,40
3,60
12,00
3,90
5,30
5,80
5,80
15,00
5,80
5,80
5,80
15,00
5,80
5,80
5,80
5,80 / 9,80
Lichte Nutzhöhe
UK Lichtband in m
Deckenabhängungen
Strom
Wasser Druckluft Telefon
Standversorgung
LinearSprinkler melder Heizung Lüftung Kälte
Halleneinrichtung
i4.1
24
24
Merkblatt „Einbau sprinklertauglicher
Deckenstoffe”
i4.2
Standabdeckungen – allgemeine Informationen
Bezugsquellen für sprinklertaugliche Stoffe
Standabdeckungen in den Hallen 1-12 und 4A und 7A sind generell
mindestens schwer entflammbar (nach der DIN 4102r B1 oder nach der
EN 13501-1, B) auszuführen und ab einer zusammenhängend überdeckten
Fläche von max. 30 m2 mit einer Sprinkleranlage zu versehen.
Ellermann GmbH
Bokelerstraße 100
33397 Rietberg, Deutschland
Tel +49 (0) 52 44. 9 03 80
Fax +49 (0) 52 44. 90 38 28
[email protected]
www.ellermann-konzepte.de
Auf eine Sprinkleranlage kann nur dann verzichtet werden,
- wenn es sich um eine Metall-Rasterdecke mit einem Öffnungsmaß von
mindestens 1 x 1 cm handelt und unter Berücksichtigung von Beleuchtungskörpern und ähnlicher Einbauten, die horizontale Offnungsfläche
mindestens 50% beträgt oder
- wenn es sich um Textilien handelt, die von der VdS Schadenverhütung
GmbH Köln zum Einsatz innerhalb von gesprinklerten Risiken zugelassen
sind, Bezugsquellen finden Sie rechts auf dieser Seite.
Wichtig:
Standabdeckungen > 25 m² sind in jedem Fall (unabhängig von ihrer Größe
und der Art der Ausführung) über den Vordruck P2 des Servicehandbuches
anzumelden und benötigen immer die schriftliche Zustimmung der
NürnbergMesse GmbH, Abteilung 401/Brandschutz und der Feuerwehr
Nürnberg. Für die Halle 4A und 7A gelten abweichende Regelungen. Bitte
wenden Sie sich für nähere Informationen an den Brandschutzbeauftragten
der NürnbergMesse.
Jürgen Gollwitzer
Veranstaltungstechnik/Brandschutz
technical services/Fire Prevention
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-80 76
Fax +49 (0) 9 11. 86 06-86 56
[email protected]
www.nuernbergmesse.de
Grundsätzliche Anforderungen an Gitternetzgewebe
und Stoffe mit Schmelzsicherung (Smoke Out)
Oben genannte Materialien können bei eingeschossigen Standbauten zur
Abdeckung von Flächen über 30 m2 verwendet werden, sofern sie als
schwerentflammbar nach der DIN 4102 (B1) oder nach der EN 13501-1 (B)
zertifiziert und gleichzeitig von der VdS Schadenverhütung GmbH Köln zum
Einsatz innerhalb von gesprinklerten Räumen ohne Risiken zugelassen sind.
Beim Einbau von Gitternetzen und Smoke Out am Messestand ist zu beachten:
- Ein Durchhängen der Gewebeplane ist durch starkes Verspannen zu vermeiden.
- Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich einlagig zu verspannen.
- Einbauhinweise des Herstellers zur Sicherstellung der Sprinklertauglichkeit
der Stoffe sind unbedingt zu beachten.
- Hallengänge dürfen nicht überspannt werden.
Beim Einbau von Gitternetzen ist außerdem zu beachten:
- Die maximal zulässige, frei (d.h. ohne Verstrebungen) überspannte Fläche
beträgt 30 m2.
- Die maximal zulässige, zusammenhängende Abdeckung in den Messehallen ist mit dem Brandschutzbeauftragten Tel +49 (0) 9 11. 86 06-80 76
abzuklären.
- Der vertikale Abstand zwischen Sprinkler und Gewebeplane darf an keiner
Stelle 0,5 m unterschreiten.
Beim Einbau von Smoke Out ist außerdem zu beachten:
- Die maximal zulässige, frei (d.h. ohne Verstrebungen) überspannte Fläche
betragt 30 m2.
- Die maximal zulässige, zusammenhängende Abdeckung beträgt ebenfalls
30 m2. Größere Flächen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung der
NürnbergMesse.
- Die Abdeckung muss im unteren Drittel des Gesamtabstandes Sprinkler
zum Boden angebracht werden, in den Hallen der NürnbergMesse im
Regelfall max. 5 m über dem Hallenboden.
GVW Interieur GmbH
Kart-Carstens-Straße 17
52146 Würselen, Deutschland
Tel +49 (0) 24 05. 60 16-18
Fax +49 (0) 24 05. 60 16-17
www.flex-plain.de
Plaspack Netze GmbH
Dr.-Grobben-Straße 1
4690 Schwanenstadt, Osterreich
Tel +43 (0) 76 73. 2 47 80
Fax +43 (0) 76 73. 2 47 82 66
[email protected]
www.plaspack.at
Rudolf Stamm GmbH
Sigmund-Riefler-Bogen 16
81829 München, Deutschland
Tel +49 (0) 89. 9 45 48 33
Fax +49 (0) 89. 9 45 48 30
[email protected]
www.rs-stamm.de
Dieter Cronenberg GmbH & Co. KG
Worringer Straße 17
40211 Düsseldorf, Deutschland
Tel +49 (0) 2 11. 1 77 50-12
Fax +49 (0) 2 11. 1 77 50-50
[email protected]
www.cronenberg-buehnenbedarf.de
MediaSol GmbH & Co. KG
Eusterbrockstraße 44
33378 Rheda-Wiedenbrück, Deutschland
Tel +49 (0) 52 42. 37 74 44
Fax +49 (0) 52 42. 37 78 44
[email protected]
www.mediasol.de
Procedes Chenel – Deutschland Beilken
Digital Printing Werbegesellschaft mbH
Flughafenstraße 4
27809 Lemwerder, Deutschland
Tel +49 (0) 4 21. 69 35 20
Fax +49 (0) 4 21. 6 93 52 14
[email protected]
www.procedes.de
Sattler AG
Sattlerstraße 45
8041 Graz-Thondorf, Österreich
Tel +43 (0) 3 16. 41 04-0
Fax +43 (0) 3 16. 41 04-3 51
[email protected]
www.sattler-ag.com
25
Merkblatt „Sonderregelung
Sonntagsfahrverbot für LKW”
Alle LKW über 7,5 t und LKW mit Anhänger benötigen an Sonntagen und
gesetzlichen Feiertagen (§ 30 Abs. 4 StVO) für beabsichtigte Fahrten
zwischen 0 und 22 Uhr eine Ausnahmegenehmigung gem. § 46 Abs. 1
Nr. 7 i.V.m. § 30 Abs. 3 Straßenverkehrsordnung (StVO).
Für Fahrten zwischen den offiziell ausgewiesenen LKW-Parkplätzen der
Messe Nürnberg und dem Messegelände können Erlaubnisse der Straßenverkehrsbehörde direkt an den ausgewiesenen LKW-Parkplätzen über die
Firma Engelhardt & Co. eingeholt werden.
Die Erlaubnisse erstrecken sich dann ausschließlich auf die in Anlage 1 der
Erlaubnis farblich gekennzeichneten Streckenabschnitte einschließlich
Große Straße zwischen der NürnbergMesse GmbH und den ausgewiesenen
Parkflächen.
i4.3
Unabhängig von der räumlich eingeschränkten Erlaubnis zwischen den
LKW-Parkplätzen der Messe Nürnberg und dem Messegelände, deren
Gebühren von der NürnbergMesse GmbH getragen werden, können auch
unbeschränkte Ausnahmegenehmigungen direkt durch den Spediteur bzw.
Fahrer bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Nürnberg im Servicebetrieb Öffentlicher Raum SÖR/3-S, Bauhof 2, 90402 Nürnberg,
Tel +49(0)911. 231-4591 oder -4581, Fax +49(0)911. 231-3655, gestellt
werden.
Anträge und Informationen dazu finden Sie auch im Internet unter:
www.soer.nuernberg.de -> Formulare und Anwendungen.
Alle Gebühren für diese Genehmigungen werden hierbei von der
NürnbergMesse GmbH übernommen, so dass für die Unternehmen keine
Kosten anfallen.
Für welche Feiertage Erlaubnisse einzuholen sind richtet sich nach § 30
Abs. 4 StVO.
In der Regel sind dies folgende Feiertage:
– Neujahr
– Maifeiertag
– Tag der Deutschen Einheit
– Heilige 3 Könige
– Christi Himmelfahrt
– Reformationstag
– Karfreitag
– Pfingstsonntag/Pfingstmontag
– (Nur in den Neuen Bundesländern)
– Ostersonntag/Ostermontag
– Fronleichnam
– 1. Weihnachtsfeiertag
– 2. Weihnachtsfeiertag
C - s1,d2
C - s1,d1
B - s1,d2
B - s1,d1
A2 - s1,d2
A2 - s1,d1
C - s3,d0
C - s2,d0
B - s3,d0
B - s2,d0
A2 - s3,d0
A2 - s2,d0
C - s1,d0
B - s1,d0
A2 - s1,d0
A1
DIN EN
13501
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B2
B1
B1
B1
DIN 4102
ja
ja
ja
ja
kein brennendes
Abfallen/Abtropfen
D,E = normal entflammbar
F
B1 = schwer entflammbar
B2 = normal entflammbar
B3 = leicht entflammbar
sollte vermieden werden (s3)
d2 = starkes Abtropfen
d1 = begrenztes Abtropfen
d0 = kein Abtropfen
s3 = unbeschränkte Rauchentwicklung
s2 = begrenzte Rauchentwicklung
s1 = keine/kaum Rauchentwicklung
= leicht entflammbar
B,C = schwer entflammbar
A2 = nicht brennbar
A1 = nicht brennbar
Legende Baustoffklassen: nach DIN EN 13501
kein Rauch
nicht zugelassen
F
E - d2
D - s3,d2
D - s2,d2
D - s1,d2
D - s3,d1
D - s2,d1
D - s1,d1
E
D - s3,d0
D - s2,d0
D - s1,d0
C - s3,d2
B - s3,d2
A2 - s3,d2
DIN EN
13501
A2 = nicht brennbar
Legende Baustoffklassen: nach DIN 4102
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
normal entflammbar
schwer entflammbar
schwer entflammbar
schwer entflammbar
Bauaufsichtliche
Benennungen
A1 = nicht brennbar
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
kein brennendes
Abfallen/Abtropfen
Zusatzanforderungen
bis 2,50 m Wandbau/über Kopf nicht zugelassen
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
kein Rauch
Zusatzanforderungen
uneingeschränkt zugelassen
In der NürnbergMesse gelten folgende Bedingungen:
B1
B1
schwer entflammbar
B1
B1
schwer entflammbar
schwer entflammbar
B1
schwer entflammbar
schwer entflammbar
B1
schwer entflammbar
B1
B1
schwer entflammbar
B1
B1
schwer entflammbar
schwer entflammbar
B1
schwer entflammbar
schwer entflammbar
B1
B1
schwer entflammbar
B1
A2
nicht brennbar
schwer entflammbar
A1
nicht brennbar
schwer entflammbar
DIN 4102
Bauaufsichtliche
Benennungen
Europäische Baustoffklassen
Merkblatt
„Brandschutz – Europäische Baustoffklassen”
i4.4
27
Merkblatt „Pyrotechnik/feuergefährliche
Handlungen”
i4.5
Anzeige und Antrag Bühnenpyrotechnik
Antrag nach § 23 (4) der 1. SprengV auf Genehmigung zur Erprobung von Bühnenpyrotechnik
(zuständige Behörde: Feuerwehr Nürnberg)
Anzeige nach § 23 (4), (5) der 1. SprengV für das Abbrennen von Bühnenpyrotechnik
(zuständige Behörde: Gewerbeaufsichtsamt)
Antrag auf Genehmigung für die Vorführung von Bühnenpyrotechnik vor Besuchern und Mitwirkenden
(zuständige Behörde: Ordnungsamt)
Antrag auf Ausnahme von der Anzeigefrist (kostenpflichtig)
zurückzusenden an:
Stadt Nürnberg
Feuerwehr
Feuerwache 5
Karl-Schönleben-Straße 80, 90471 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11.2 31-65 00
Fax +49 (0) 9 11.2 31-65 05
Regierung von Mittelfranken
Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg
Dezernat 2
Roonstraße 20, 90429 Nürnberg
[email protected]
Tel +49 (0) 9 11.9 28-0
Fax +49 (0) 9 11.9 28-29 99
Stadt Nürnberg
Ordnungsamt
Waffenrecht
Innerer Laufer Platz 3, 90403 Nürnberg
[email protected]
Tel +49 (0) 9 11.2 31-23 50
Fax +49 (0) 9 11.2 31-40 06
Vorname
Firma
1. Erlaubnisinhaber nach §7 SprengG
Familienname
Bezeichnung und Sitz der ausstellenden Behörde
Ausstellungsdatum
Verfügt der Erlaubnisinhaber über die notwendige Fachkunde?
Fachkundenachweis in Kopie beilegen, falls Wohnort außerhalb Mittelfrankens liegt!
Ja
Nr. der Erlaubnis
Nein
2. Fachkunde der für das Abbrennen verantwortlichen Person
Angabe zu Befähigungsschein oder Erlaubnis
Bezeichnung und Sitz der ausstellenden Behörde (ggf. wie zu 1.)
Ausstellungsdatum
Familienname
Firma
Vorname
Straße, Hausnummer
Telefon
PLZ
Fax
Nr. der Befähigung/Erlaubnis
Ort
E-Mail (falls vorhanden)
3. Veranstaltungsleiter, Projektleiter (NM), Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik (NM)
Veranstaltungsleiter nach § 38 der Bayr. VStättV
Familienname
Vorname
Straße, Hausnummer
Telefon
Firma
PLZ
Fax
Ort
E-Mail (falls vorhanden)
Bei Gastveranstaltungen mit Fremdveranstaltern:
Ist der Projektleiter der NürnbergMesse GmbH über das Abbrennen von pyrotechnischen
Gegenständen informiert?
Ja
Nein
Ist der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik der NürnbergMesse GmbH nach § 39
der Bayr. VStättV über das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen informiert?
Ja
Nein
4. Angaben zum Abbrand pyrotechnischer Effekte
Ort (Halle/Gebäude, Saal, Bereich, Ebene)
Abbrenndatum
Veranstaltung
Auftraggeber
Erstattung der Anzeige mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Abbrand der pyrotechnischen Effekte.
Abbrennzeit (von – bis)
28
Merkblatt „Pyrotechnik/feuergefährliche
Handlungen” (Fortsetzung)
i4.5
5. Art und Umfang der vorgesehenen bühnenpyrotechnischen Effekte
Klasse (BAM-Nr.:)
Handelsbezeichnung
Steighöhe
Sicherheitsabstand
(im Umkreis und nach oben)
Zeitpunkt
Ort (Halle/Gebäude, Saal, Bereich, Ebene)
Brenndauer
6. Termin der Erprobung:
Datum
7. Vorgesehene Sicherheitsmaßnahmen:
Bei der Vorbereitung
Beim Abbrennen
Allgemein
8. Sonstiges/Bemerkungen (z.B. besondere Gefährdungen oder auch Sicherheit erhöhende Maßnahmen)
9. Anlagen:
– Kopie: Erlaubnis/Befähigung
10. Kostenträger der Genehmigung
Familienname
Vorname
Straße, Hausnummer
Telefon
Firma
PLZ
Fax
Ort
E-Mail (falls vorhanden)
Hiermit bestätige ich die Richtigkeit und Vollständigkeit der oben gemachten Angaben.
Ort und Datum
Firmenstempel und rechtsverbindliche Unterschrift
Anzahl
Merkblatt
„Verwendung von Nebelgeräten 1”
Nebelgeräte dürfen nur nach vorheriger und rechtzeitiger Absprache
mit der NürnbergMesse (Veranstaltungstechnik) verwendet werden.
Der NürnbergMesse ist mitzuteilen welche Art der Nebelerzeugung
und welches Model Anwendung findet. Das Datenblatt sowie die
Betriebsanleitung des Nebelgerätes und das Sicherheitsdatenblatt
des Nebelfluides sind vorzulegen. Wiederkehrende Prüfungen sind
ggf. nachzuweisen.
Kosten für Ersatzmaßnahmen bei Außerbetriebsetzen von Brandschutzeinrichtungen werden durch die NürnbergMesse an den
Veranstalter ebenso wie Kosten für einen Feuerwehreinsatz bei
Auslösung der Brandmeldeanlage ohne vorherige Abstimmung mit
der NürnbergMesse an den Veranstalter, bzw. Verursacher weiterverrechnet.
Es dürfen nur Nebelgeräte bereitgestellt und verwendet werden, die den
grundsätzlichen Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz
(GPSG) entsprechen.
Bei der Verwendung von Nebelgeräten zur Verdampfung dürfen nur
Geräte bereitgestellt und verwendet werden, bei denen in der Konformitätserklärung die Übereinstimmung mit DIN VDE 0700-245 bestätigt wird.
Bei der Auswahl der Nebelgräte sind die Art der betrieblichen Nutzung und
die spezifischen Einsatzbedingungen zu berücksichtigen. Dem Anwender
der Nebelgeräte müssen die dazugehörenden Bedienungsanleitungen zur
Verfügung stehen.
Allgemeine Gefährdungen bei der Verwendung von
Nebelgeräten
Aus den szenischen Vorgaben und einer Gefährdungsbeurteilung ergeben
sich Bedingungen für den Einsatz von Nebeleffekten.
Die Nebelmenge ist auf das notwendige Maß zu beschränken und mit allen
Beteiligten abzustimmen. Es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um
eine Vernebelung der Bereiche, in denen dies szenisch nicht erforderlich ist,
möglichst gering zu halten.
Die bei der Beurteilung für alle Arten der Nebelerzeugung zu bewertenden Gefährdungen sind:
Sichtbehinderungen
Stolperstellen, Stellen mit Absturz- oder Verletzungsgefahr wie Treppen,
Versenkungen, Abgänge, scharfe Kannten etc., sind ebenso wie
Fluchtwege und Notausgänge bei Nebeleinsätzen besonders deutlich
zu kennzeichnen.
Wenn bei Einsatz von dichtem Nebel Hindernisse, Gefahrenstellen beziehungsweise deren Kennzeichnung nicht erkennbar sind, ist besondere
Sorgfalt zur Vermeidung dieser Gefährdung erforderlich.
Nebel darf Warn- und Sicherheitseinrichtung, insbesondere Fluchtwegkennzeichnung nicht unkenntlich machen.
Rutschgefahr
Nebel aus kurzer Entfernung auf eine kalte und glatte Oberfläche
gerichtet, kann dort Feuchtigkeitsniederschläge erzeugen. Bereits dünne
Feuchtigkeitsschichten können zu Rutschgefahr führen und insbesondere
Tänzer, Artisten sowie alle anderen Akteure im Wirkungsbereich der
Nebelgeräte gefährden.
Im Bereich von ein bis zwei Metern ist sicherzustellen, dass keine
Feuchtigkeitsniederschläge und damit Rutschgefahren auftreten.
Niederschläge auf der Szenenfläche sowie verschüttete Flüssigkeitsreste müssen schnellstmöglich entfernt werden.
Reaktion der Atemwege
Da Nebel in höherer Konzentration bei entsprechend anfälligen Personen
zu Reaktionen (z.B. Trockenheit der Atemwege durch hygroskopische
Eigenschaft des Nebels) führen kann, ist vorher rechtzeitig über einen
Nebeleinsatz zu informieren. Höhere Konzentrationen können insbesondere auf der Szenenfläche auftreten.
Entstehung von Gefahrstoffen durch nicht bestimmungsgemäße
Verwendung
Es werden nur Nebelfluide und Zusatzstoffe, wie Duft- und Hilfsstoffe
in Nebelgeräten eingesetzt, die laut Herstellererklärung für das Nebelgerät geeignet sind. Grundsätzlich gilt die Gebrauchsanweisung.
Eine beliebige Vermengung von Nebelfluiden mit Duftstoffen und
anderen Zusätzen ist nicht erlaubt.
Die Mischung unterschiedlicher Nebelfluide sowie die Zubereitung
eigener Nebelfluide darf nicht erfolgen.
i4.6
Brand- und Explosionsgefahren
Für die Verwendung in Innenräumen sind keine Nebelfluide einzusetzen,
die entzündliche, leicht entzündliche oder hoch entzündliche Stoffe im
Sinne des §4 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) sind.
Der erzeugte Nebel darf im Austrittsbereich keine Flamme erzeugen
und im Abstand von einem halben Meter nicht entflammbar sein. Zusätzlich dürfen sich in der Nähe der Austrittsöffnung keine Zündquellen
befinden. Es ist ein Sicherheitsabstand von mindesten einem Meter
einzuhalten. Nebelfluide dürfen nur in Orginalgebinden des Herstellers
gelagert werden.
Wird Nebel in Räumen eingesetzt, die durch automatische Brandmelder
überwacht werden, muss die Brandmeldeanlage im Wirkungsbereich
des Nebels außer Betrieb gesetzt werden. In diesem Fall sind gleichwertige Ersatzmaßnahmen zu treffen – zum Beispiel eine Brandsicherheitswache.
Zur Vermeidung einer Brandgefährdung durch Überhitzung nach einer
Fehlfunktion werden nicht im Gebrauch befindliche Nebelgeräte
spannungsfrei geschaltet.
Gefährdung durch Fehlfunktion der Nebelgeräte
Es werden nur ordnungsgemäß gewartete Nebelgeräte eingesetzt, die
nach einer Sicht- und Funktionsprüfung keine Mängel aufweisen. Üble
Gerüche, nicht einwandfrei arbeitende Geräte oder das Ausstoßen von
unverdampfter Flüssigkeit sind Anzeichen für eine mangelhafte
Funktion. Diese Geräte sind zu warten bzw. instand zu setzen.
Die technische Wartung erfolgt in regelmäßigen Intervallen durch den
Hersteller oder nach Herstellerangaben.
Arten der Nebelerzeugung:
Nebel durch Kälte
typisch:
Nebel durch Erhitzen
möglich: Wolken, Raumnebel, Dunst,
auch Bodennebel – z.B.
Verdampfer
Nebel durch mech. Methoden typisch:
bei Bodennebel, durch z.B.
Trockeneis, Flüssigstickstoff
Dunst, z.B. Zerstäuber-Methode („Cracker“)
Nebel durch Kälte: Beispiel „TROCKENEIS“
Bodennebel erzeugt man meist durch die Verdampfung von Trockeneis.
Trockeneis ist gefrorenes Kohlendioxid. Die Verteilung des Nebels erfolgt
passiv oder mit Unterstützung durch schwache Lüfter.
Trockeneis-Nebelmaschinen verfügen über einen Wassertank. Elektrische Heizelemente im Tank erwärmen das Wasser je nach System auf Temperaturen
nahe dem Siedepunkt. Abhängig von der Temperatur des Wasserbades sind
gegebenenfalls Schutzmaßnahmen gegen Verbrühen nötig.
Gasförmiges Kohlendioxid ist schwerer als Luft. Es kann sich in tief gelegenen Räumen ansammeln und dort die Luft verdrängen. Bei szenischen
Darstellungen im Bodenbereich – zum Beispiel liegende Personen im
Trockeneisnebel – besteht Lebensgefahr.
Wenn keine ausreichende Verdünnung der Kohlendioxidkonzentration
erreicht wird, besteht Vergiftungs- bzw. Erstickungsgefahr. Zum Schutz
vor diesen Gefahren muss verhindert werden, dass sich Kohlendioxid in
Vertiefungen und tief gelegenen Räumen ansammelt. Dazu ist gegebenenfalls das (unsichtbare, geruchlose) Kohlendioxid aus Vertiefungen abzusaugen
und ins Freie zu leiten.
Trockeneis ist sehr kalt (minus 80° C) und kann bei direktem Kontakt
Erfrierungen hervorrufen. Trockeneis und eventuelle Reste sind so zu
lagern, dass Unbefugte keinen Zugriff darauf haben.
Der Umgang mit Trockeneis erfordert das Benutzen persönlicher Schutzausrüstung: Schutzhandschuhe, Kälteschutzhandschuhe und gegebenenfalls Schutzbrille.
Bei der Verwendung von Stickstoff zur Nebelproduktion unterscheiden
sich die Gefährdungen und Schutzmaßnahmen nur unwesentlich
von denen beim Umgang mit Trockeneis.
Merkblatt
„Verwendung von Nebelgeräten 1”
(Fortsetzung)
Nebel durch Erhitzen: Beispiel „VERDAMPFER“
Die meisten Nebel für die szenische Gestaltung werden mit VerdampferNebel-Geräten erzeugt.
Bei diesen Geräten wird das Nebelfluid aus einem Tank oder Behälter
angesaugt, erhitzt und durch eine Düse gepresst. Das Fluid besteht aus
einem Gemisch von Alkoholen und Wasser. Die verwendeten Alkohole sind
hygroskopisch. Das gebundene Wasser bildet nach dem Durchlauf durch
die Düse und dem Abkühlvorgang nach Expansion den Nebel. Die Eigenschaften des erzeugten Nebels lassen sich durch die Auswahl der Nebelfluide
und die Geräteeinstellungen beeinflussen.
Auch Bodennebel lässt sich mit Hilfe von Zusatzgeräten erzeugen. Dabei
wird der Nebel aus einem Verdampfer-Nebelgerät so weit abgekühlt, dass
er deutlich schwerer als Luft ist und entsprechend schnell absinkt.
Zur Information über die Inhaltsstoffe der Nebelfluide oder Duftzusätzen
müssen Herstellerinformationen und ein Sicherheitsdatenblatt angefordert
und bei den Veranstaltungen mitgeführt werden. Bei der Beschaffung
der Nebelfluide ist die Verdampfungstemperatur des Nebelfluid auf die
Temperatur des Verdampfers abzustimmen.
Risiken können entstehen, wenn minderwertige Fluide verwendet werden,
deren Bestandteile reizende oder gesundheitsschädliche Eigenschaften
aufweisen.
Die Zugabe von Duftzusätzen zum Fluid und die Überschreitung der
angegebenen optimalen Vernebelungstemperatur des Fluid muss vorsorglich vermieden werden, um mögliche Gefährdungen durch unbekannte
Reaktionen auszuschließen.
An der heißen Oberfläche der Austrittsöffnung besteht Gefahr, sich zu
verbrennen. Zusätzlich kann es erforderlich sein, Abkühlzeiten zu beachten,
bevor Schutzabdeckungen entfernt werden.
Nebel durch mechanische Methoden: Beispiel
„Zerstäuber-Methode“ („Cracker“)
Oil-„Cracker“ zerstäuben auf mechanischem Wege Öl, ohne dieses zu
erhitzen. Der erzeugte Öldunst ist sehr stabil und vermischt sich nicht mit
der umgebenden Luft.
Wasser/Glykol-„Cracker“ zerstäuben die Nebelfluide ebenso wie die Oil„Cracker“ auf mechanische Weise. Das Nebelfluid besteht dabei aus Wasser
und mehrwertigen Alkoholen.
Problematisch ist der Niederschlag, den der Nebel auf Einrichtungen – zum
Beispiel Szenenflächen, Dekorationen, Traversen und Geräten – hinterlässt.
Es besteht Rutschgefahr.
Ölnebel bzw. Wasser/Glykol-Nebel werden vorzugsweise nur in Bereichen
verwendet, die von Mitwirkenden nicht begangen werden müssen.
Die Niederschläge müssen schnellstmöglich entfernt werden.
Es ist außerdem auf die Besonderheiten des Betriebes von Kompressoren
und Zubehör zu achten. Vor dem Wechsel von Armaturen, Schlauchverbindungen und Zusatzelementen ist das System drucklos zu machen.
1
Merkblatt erstellt in Anlehnung an: BG-Information „Besondere
szenische Effekte und Vorgänge“ (BGI 810-5), VBG, Hamburg, 2007
i4.6
Merkblatt „Feuerlöscher”
i4.7
Eignung der Feuerlöscher:
Erklärung der amtlichen Bezeichnung der
Feuerlöscher:
Pulver
PG 6 DIN EN 3
Schaum
Wasser
Brände fester Stoffe, hauptsächlich
organischer Natur, die normalerweise
unter Glutbildung verbrennen
Pulverlöscher
Wasser- und
mit ABC-Pulver Schaumlöscher
aktuelle europäische Norm
Gewicht/Füllung in kg
Kennbuchstabe: Im vorliegenden Fall ABC-Pulver
Pulver
Schaum
CO2
Brände von flüssigen oder flüssig
werdenden Stoffen
Tabelle:
Benennung
Pulverlöscher
mit BC- und
ABC-Pulver
Schaumlöscher
Co2löscher
Wasser und wässrige Lösungen
W
Schaumlöscher
Schaum
S
Pulverlöscher
ABC-Pulver
PG
BC-Pulver
P
Kohlendioxidlöscher
Pulverlöscher
mit BC- und
ABC-Pulver
Kennbuchstabe
Wasserlöscher
Pulver
Brände von Gasen
(z.B. Propan, Butan, etc.)
Löschmittel
D-Pulver
PM
Kohlendioxid (CO²)
K
Beispiel für ein vorgeschriebenes Schriftfeld
nach DIN EN 3:
Pulver
Brände von Metallen
(z.B. Magnesium, Aluminiumspäne)
Pulverlöscher
mit D-Pulver
Schaum
Brände von Fetten, Ölen, Löscher
mit Orangefarbener Kennzeichnung
Nach DIN EN 3 werden folgende Größen vorgesehen: 1 kg, 2 kg, 3 kg, 4 kg,
6 kg, 9 kg, 12 kg
Die Brandklassen der Feuerlöscher haben nichts mit den Baustoffklassen nach
DIN 4102 und DIN EN 13501 gemeinsam.
Die Brandklassen regeln die Eignung der Feuerlöscher für Brände diverser
Materialien, Flüssigkeiten oder Dämpfe, die Feuer gefangen haben.
In der NürnbergMesse wird empfohlen, soweit möglich einen Wasser- oder Schaumlöscher zu verwenden. Wenn Sie einen Feuerlöscher mit Pulver verwenden,
besteht die Gefahr, dass bei einem Gefahrenfall alle benachbarten Stände im Nachgang gereinigt werden müssen, da der austretende Pulverstrahl nicht gesteuert
werden kann.
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
Dieses Merkblatt ist zwischen
i4.8
INHALTSVERZEICHNIS
den Messegesellschaften
1.
GELTUNGSBEREICH
Deutsche Messe AG Hannover
2.
DEFINITIONEN UND ERLÄUTERUNGEN
KölnMesse GmbH
2.1
Lagerungsarten
2.2
Glasarten
2.3
Materialkennwerte von Glasprodukten und Acrylglas
Messe Frankfurt GmbH
3.
BAUKONSTRUKTIONEN
Messe München GmbH
3.1
Nicht absturzsichernde Vertikalverglasung
NürnbergMesse GmbH
3.1.1
Vertikalverglasung mit einer Höhe h ≤ 4 m über Hallenboden
3.1.2
Vertikalverglasung mit einer Höhe h > 4 m über Hallenboden
3.2
Absturzsichernde Vertikalverglasung
3.2.1
Kategorie A – Vertikale Glaswand
3.2.2
Kategorie B – eingespannte Glasbrüstung mit
Leipziger Messe GmbH
Messe Berlin GmbH
Messe Düsseldorf GmbH
abgestimmt.
Stand: 1.7.2005
durchgehendem Handlauf
3.2.3
Kategorie C – Geländerausfachung und Glaswand mit
vorgesetztem lastabtragenden Holm
3.2.4
Ersatzmaßnahmen/Splitterschutz
3.3
Horizontalverglasung
3.3.1
Überkopfverglasung
3.3.2
Begehbare Verglasung
4.
ZULASSUNGSVERFAHREN
5.
HINWEISE ZU KONSTRUKTION UND BERECHNUNG
6.
BEISPIELE FÜR ABSTURZSICHERNDE KONSTRUKTIONEN
7.
TECHNISCHE BAUBESTIMMUNGEN UND ALLGEMEIN
ANERKANNTE REGELN DER TECHNIK
8.
LITERATUR
9.
ÜBERSICHTSTABELLEN FÜR STANDBAUER
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
(Fortsetzung)
- Verbund-Sicherheitsglas (VSG):
VSG besteht aus mindestens zwei SPG-, ESG- oder TVG-Scheiben,
deren Dicke maximal um den Faktor 1,5 voneinander abweicht. Die
Scheiben sind durch Zwischenschichten (PVB-Folie) miteinander
verbunden. Durch die Folie werden im Fall eines Scheibenbruches die
Bruchstücke zusammengehalten, eine gewisse Resttragfähigkeit
erreicht und das Risiko von Schnittverletzungen verringert.
- Teilvorgespanntes Glas (TVG):
TVG ist ein thermisch nur teilweise vorgespanntes Glas. Es besitzt
gegenüber ESG eine geringere Biegezugfestigkeit. TVG zeigt bei
Zerstörung ein gröberes Bruchbild als ESG. VSG-Scheiben aus TVG
besitzen deshalb eine höhere Resttragfähigkeit als VSG-Scheiben aus
ESG. TVG ist derzeit noch nicht in der Bauregelliste A aufgeführt. Bei
seinem Einsatz – auch in VSG Scheiben – ist eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) oder ein
entsprechendes Verfahren nach Punkt 4 erforderlich.
1. Geltungsbereich
Vorliegendes Merkblatt behandelt Regelungen, die für die Anwendung
von Glas und Acrylglas bei Standbauten in Messehallen gelten. Standbauten außerhalb von Messehallen werden nicht behandelt.
Glaskonstruktionen mit gültiger allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
(einschließlich europäischer technischer Zulassungen ETA) dürfen in
Messehallen immer gemäß Zulassungstext verwendet werden. Sie
werden in ihrer Anwendbarkeit durch dieses Merkblatt nicht eingeschränkt.
2. Definitionen und Erläuterungen
2.1 Lagerungsarten
- Linienförmig gelagerte Verglasungen:
Diese sind an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten durchgehend linienförmig gelagert.
- Punktförmig gelagerte Verglasungen:
Die Lagerung erfolgt über Bohrverankerungen oder Klemmankersysteme.
Bauaufsichtlich nicht zugelassen:
- Acrylglas:
Bei Acrylglas handelt es sich um einen transparenten thermoplastischen Kunststoff der z.B. unter den Markennamen Plexiglas® oder
Perspex® vertrieben wird. Derzeit liegen für Acrylglas keine anerkannten technischen Regeln vor.
- Polycarbonat:
z.B. Makrolon
2.2 Glasarten und Acrylglas
Bauaufsichtlich zugelassene Glasarten der Bauregelliste A:
- Spiegelglas (SPG) nach DIN 1249, ENV 9575:
Wird auch Floatglas oder Flachglas genannt. Besitzt eine relativ
geringe Biegezugfestigkeit und zeigt ein grobes Bruchbild mit scharfkantigen Scherben. Der Einsatz als Einscheibenglas ist im Messebau
nicht zulässig.
- Drahtglas aus Gussglas nach DIN 1249:
Gussgläser werden durch Walzen erzeugt und weisen eine entsprechende Strukturierung der Oberfläche auf.
- Einscheibensicherheitsglas (ESG) nach DIN 1249:
ESG ist ein thermisch voll vorgespanntes Glas. Es verfügt über einen
Eigenspannungszustand: Im Kernbereich Zug und an den Oberflächen
Druck. Es besitzt eine hohe Biegezugfestigkeit und zeigt bei Zerstörung
ein krümeliges Bruchbild.
Acrylglas und Polycarbonat dürfen nur für nichttragende, ausfachende
oder dekorative Bauteile verwendet werden.
2.3 Materialkennwerte von Glasprodukten
Glasprodukte besitzen eine Rohdichte von 25 kN/m³, einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von 8,4·10-6/K und einen Elastizitätsmodul von
70.000 N/mm². Bei der Bemessung sind die in Tabelle 1 angegebenen
Biegezugspannungen zulässig.
Tabelle 1: Zulässige Biegezugspannungen für verschiedene Glasarten in N/mm² (für den statischen Nachweis nach dem Konzept der zulässigen Spannungen)
ESG aus Spiegelglas
emailliertes Glas
ESG
TVG
TVG
VSG aus Spiegelglas
Spiegelglas
Überkopfverglasung
50
30
18
29
15
12
8
Vertikalverglasung
50
30
18
29
22,5
18
10
Zwischenfolien von VSG sind aus PVB und müssen eine Reißfestigkeit
von mindestens 20 N/mm² aufweisen.
3.
Baukonstruktionen
3.1
Nicht absturzsichernde Vertikalverglasung
3.1.1 Vertikalverglasung mit einer Höhe h ≤ 4 m über Hallenboden
Es sind weder statische Nachweise entsprechend den Technischen
Regeln für die Verwendung von linienförmigen Verglasungen (TRLV)
zu führen noch experimentelle Nachweise notwendig. Der Aussteller
ist in diesem Fall allein dafür verantwortlich, dass die Konstruktion
verkehrssicher ist und dem Stand der Technik entspricht. Eine Übersicht über mögliche Konstruktionen gibt Tabelle A.
- Es ist ESG oder VSG zu verwenden.
- Die Lagerung der Scheiben kann punkt- oder linienförmig erfolgen.
- Glaswände, deren Neigung mehr als 10° gegen die Vertikale
beträgt, sind als Überkopfverglasungen zu betrachten und nach
Punkt 3.3.1 zu behandeln.
- Zum Schutz angrenzender Verkehrsflächen oder zur Aufnahme der
Last aus dem Anlehnen bzw. dem Anprall von Personen können
weitergehende Maßnahmen erforderlich werden.
3.1.2 Vertikalverglasung mit einer Höhe h > 4 m über Hallenboden
Vertikalverglasungen, deren Oberkanten höher als 4 m über Hallenboden liegen und die keine absturzsichernde Funktion übernehmen,
benötigen keine Einbaugenehmigung im Einzelfall, wenn Typ und
Lagerung der Scheiben den Vorgaben der TRLV entsprechen.
- Es sind eine geprüfte statische Berechnung und zugehörige Ausführungspläne vorzulegen.
Drahtglas
- Als Lasten sind neben dem Eigengewicht eine reduzierte Windlast
mit einem Staudruck von mindestens 0,125 kN/m2 anzusetzen. Die
Durchbiegung ist auf 1/100 der freien Kantenlänge zu begrenzen.
Bei vierseitiger linienförmiger Lagerung und einem Glaseinstand
von über 5 mm unter Last kann auf die Durchbiegungsbegrenzung
verzichtet werden (siehe Punkt 5).
- Bei besonderen Stoßrisiken – z.B. abschüssige Rampe vor der
Verglasung – sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
- Der statische Nachweis kann entfallen, wenn die Scheiben eine
Fläche kleiner 1,6 m2, eine Dicke von mindestens 4 mm ESG und
eine vierseitige linienförmige Lagerung aufweisen.
Punktförmig gelagerte Verglasungen dürfen ohne weitere Nachweise ausgeführt werden, wenn
- Für die Glas-Punkthalter-Kombination eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung existiert oder
- Die konstruktiven Vorgaben und Glasdicken der TRAV (6.3.3) bzw.
Tabelle B eingehalten werden.
Der Verweis auf TRAV 6.3.3 bzw. Tabelle B erfolgt, weil die dort
aufgeführten absturzsichernden Verglasungen selbstverständlich
auch für nicht absturzsichernde Glaswände geeignet sind.
Alle anderen Konstruktionen benötigen eine Einbaugenehmigung im
Einzelfall.
Für ESG ist eine Bescheinigung über die Heißlagerung (HeatsoakTest) vorzulegen.
Eine Übersicht über mögliche Konstruktionen und erforderliche
Nachweise gibt Tabelle A.
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
(Fortsetzung)
3.2
Absturzsichernde Vertikalverglasung
Bei allen drei folgenden Kategorien, A, B und C sind folgende zwei
Nachweise der Brüstungskonstruktionen erforderlich:
- Ein statischer Nachweis des Glases und der Unterkonstruktion.
Dabei sind als Lasten die Holmlast und der Staudruck (0,125
kN/m2, aus reduzierter Windlast) anzusetzen. Die Durchbiegung ist
auf 1/100 der freien Kantenlänge zu begrenzen. Bei vierseitiger
linienförmiger Lagerung und einem Glaseinstand von über 5 mm
unter Last kann auf die Durchbiegungsbegrenzung verzichtet
werden (siehe Punkt 5).
- Ein Nachweis der Tragfähigkeit unter stoßartigen Einwirkungen.
Dieser Nachweis kann durch einen Pendelschlagversuch nach prEN
12600 oder durch die Einhaltung der konstruktiven Vorgaben,
Glasabmessungen und Glasdicken gemäß TRAV bzw. gemäß
Tabelle B dieses Merkblattes geführt werden.
C1: An mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten
linienförmig und/oder punktförmig gelagerte Geländerausfachung.
C2: Unterhalb eines in Holmhöhe angeordneten, lastabtragenden Querriegels befindliche und an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten linienförmig
gelagerte Vertikalverglasung.
C3: Verglasungen der Kategorie A mit vorgesetzem lastabtragenden Holm.
- Verglasungen der Kategorie C1 und C2 dürfen bei allseitig linienförmiger Lagerung in ESG ausgeführt werden. Bei allen anderen
Lagerungsformen und bei der Kategorie C3 ist grundsätzlich VSG
zu verwenden, wenn keine bauaufsichtliche Zulassung vorliegt.
- Eine Übersicht über mögliche Konstruktionen und erforderliche
Nachweise gibt Tabelle B.
- Der Pendelschlagversuch ist nicht erforderlich, wenn die zutreffenden konstruktiven Vorgaben, Glasabmessungen und Glasdicken
der Tabelle B bzw. der TRAV (6.3. und Tabellen 2 und 3) eingehalten werden.
Eine Übersicht über mögliche Konstruktionen und erforderliche
Nachweise gibt Tabelle B.
Pendelschlagversuche sind durch die in Punkt 4 genannten
Prüfstellen langfristig vor Messebeginn und außerhalb der
Messehallen durchzuführen.
3.2.1 Kategorie A – Vertikale Glaswand
Definition: Linienförmig gelagerte Vertikalverglasungen, die keinen
lastabtragenden Riegel in Holmhöhe besitzen, nicht durch
einen vorgesetzten Holm geschützt sind und damit zur
unmittelbaren Aufnahme von Holmlasten dienen, z.B.
raumhohe Verglasungen.
Wenn eine Absturzhöhe von mehr als 1 m abzusichern ist, sind die
Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden
Verglasungen (TRAV) anzuwenden.
- Es ist grundsätzlich VSG zu verwenden.
- Geprüfte 1 Statische Nachweise und ein Pendelschlagversuch
(Versuch gemäß prEN 12 600) sind erforderlich.
- Der Pendelschlagversuch ist bei allseitig linienförmig gelagerten
Gläsern nicht erforderlich, wenn die zutreffenden Glasabmessungen und Glasdicken der Tabelle B (bzw. TRAV 6.3. und Tabelle
2) eingehalten werden.
- Die Kanten der Verglasung müssen durch die Stützkonstruktion
sicher geschützt werden.
Abhängig von der Vorgehensweise der jeweiligen Messegesellschaft können die Nachweise auch in ungeprüfter Form eingereicht
werden. Dann veranlasst die jeweilige Messegesellschaft die Prüfung
durch ihre Vertrags-Prüfingenieure zu Lasten des Antragstellers.
1
3.2.2 Kategorie B – eingespannte Glasbrüstung mit durchgehendem
Handlauf
Definition: An ihrem Fußpunkt mittels einer Klemmkonstruktion
linienförmig gelagerte, tragende Glasbrüstungen, deren
einzelne Verglasungselemente mittels eines aufgesteckten, durchgehenden, tragenden Handlaufs
verbunden sind (siehe Beispiel in Punkt 6.1).
- Es ist grundsätzlich VSG zu verwenden.
- Geprüfte 1 Statische Nachweise und ein Pendelschlagversuch
(Versuch gemäß prEN 12 600) sind erforderlich.
- Bei Einsatz von VSG aus 2 x 10 mm ESG (oder 2 x 10 mm TVG)
kann auf einen Pendelschlagversuch verzichtet werden, solange die
Abmessungen gemäß Tabelle B eingehalten sind (konstruktive
Details gemäß TRAV Anhang B).
- Die PVB-Folie muss eine Stärke von 1,52 mm besitzen.
- Die Einspannhöhe muss mindestens 100 mm betragen.
Bei evtl. Zerstörung einer Scheibe erfolgt der rechnerische Nachweis
des Lastabtrages über den Holm auf die Nachbarelemente. Die dann
auftretenden Spannungen in den Nachbarscheiben dürfen um 50%
über den zulässigen Werten liegen. Die zerstörte Scheibe ist
unmittelbar auszutauschen.
3.2.3 Kategorie C – Geländerausfachung und Glaswand mit
vorgesetztem lastabtragenden Holm
Definition: Absturzsichernde Verglasung, die nicht zur Abtragung
von Holmlasten dient und einer der folgenden Gruppen
entspricht:
3.2.4 Ersatzmaßnahmen/Splitterschutz
Wenn bei absturzsichernder Verglasung keine Einbaugenehmigung
im Einzelfall eingeholt wird, so kann die Absturzsicherheit dadurch
erreicht werden, dass unter dem Geländerholm ausreichend Kniestäbe oder Stahlseile von mindestens 5 mm Durchmesser im Höhenabstand von ca. 30 cm mit ausreichendem Abstand vor den
Scheiben angeordnet werden.
Grundsätzlich ist entlang und über Verkehrsflächen ein Splitterschutz
anzuordnen bzw. VSG einzusetzen.
3.3
Horizontalverglasung
3.3.1 Überkopfverglasung
Als Überkopfverglasungen gelten alle Verglasungen, die mehrals 10°
gegen die Vertikale geneigt sind. Eine Übersicht über mögliche
Konstruktionen und erforderliche Nachweise gibt Tabelle C.
Nur folgende Glaserzeugnisse dürfen verwendet werden:
- VSG aus Spiegelglas
- VSG aus TVG
- Drahtglas
Neben den Tragfähigkeitsnachweisen ist ein Resttragfähigkeitsnachweis durch Versuche zu erbringen oder eine Netzunterspannung
vorzusehen. Werden die konstruktiven Anforderungen der TRLV
erfüllt, so ist ein Resttragfähigkeitsnachweis entbehrlich.
Als Bemessungslasten sind Eigengewicht und ein Staudruck von
mind. q = 0,125 kN/m2 anzusetzen. Die Scheiben sind ausreichend
gegen Verrutschen und abhebende Lasten zu sichern.
Punktgelagerte Scheiben und Scheiben aus TVG erfordern eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder Einbaugenehmigung im
Einzelfall.
Können Überkopfverglasungen zeitweise zu Reinigungszwecken
betreten werden, so sind zusätzliche Lastfälle zu berücksichtigen,
und ein experimenteller Resttragfähigkeitsnachweis zu führen [7].
Die Einbaugenehmigung im Einzelfall ist hier grundsätzlich erforderlich.
- VSG-Scheiben mit einer Stützweite größer 1,20 m sind allseitig zu
lagern. Dabei darf das Seitenverhältnis nicht größer als 3 : 1 sein.
Die Gesamtdicke der PVB-Folien muss mindestens 0,76 mm
betragen. Eine Dicke von 0,38 mm ist zulässig bei allseitiger Lagerung mit einem Seitenverhältnis nicht größer als 3 : 1 und einer
Stützweite in Haupttragwirkung bis zu 0,8 m.
- Drahtglas ist nur bis zu einer Stützweite von 0,7 m zulässig. Der
Glaseinstand muss mindestens 15 mm betragen.
- Bohrungen und Ausschnitte in den Scheiben sind nicht zulässig.
- Die maximale Durchbiegung darf 1/100 der Stützweite in der
kürzeren Spannrichtung nicht überschreiten.
3.3.2 Begehbare Verglasung
Begehbare Verglasungen werden planmäßig durch Personenverkehr
belastet. Beispiele hierfür sind Treppen, Podeste oder Laufstege. Es
ist immer eine Einbaugenehmigung im Einzelfall erforderlich.
Die Stoßsicherheit und die Resttragfähigkeit der Verglasung sind
durch Bauteilversuche experimentell nachzuweisen. Anforderungen
werden in [7] genannt.
36
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
(Fortsetzung)
Begehbares Glas darf linien- oder punktförmig gelagert werden. Es
muss aus VSG mit mindestens 3 Lagen, die aus ESG und/oder TVG
bestehen aufgebaut sein. Dabei darf die oberste Schicht nicht zum
Spannungsnachweis herangezogen werden, da sie als Verschleißschicht dienen soll. Aus Gründen der Schlagfestigkeit ist zu
empfehlen, als Deckschicht ESG zu verwenden. Eine ausreichende
Rutschsicherheit nach DIN 51097 muss gewährleistet werden.
Die Verglasung, deren Halterung und die Unterkonstruktion sind für
die planmäßige Belastung aus Eigengewicht und Verkehr entsprechend DIN 1055 zu bemessen. Als Verkehrslast sind in Abhängigkeit
von der Nutzung p=3,5 kN/m2 oder 5 kN/m2 anzusetzen. Bei der
Verglasung ist zusätzlich eine Einzellast von 1,5 kN, bei p=3,5 kN/m2
oder 2,0 kN bei p=5 kN/m2 mit einer Aufstandsfläche von 100 x 100
mm in ungünstigster Laststellung zu berücksichtigen. Für den Nachweis von Treppen sind grundsätzlich 5 kN/m2 bzw. eine Einzellast
von 2,0 kN anzusetzen.
Bei Treppen muss durch die Art der Konstruktion eine ausreichende
Lastverteilung gewährleistet werden. Die Durchbiegung der Verglasung darf unter Ansatz der Bemessungslasten 1/200 der maßgeblichen Stützweite nicht überschreiten. Der Nachweis der Verglasung
muss zusätzlich für den Fall geführt werden, dass die oberste Schicht
der VSG-Scheibe zerstört wurde. Für diesen Fall darf die maximale
Durchbiegung 1/100 der Stützweite betragen.
4.
Zulassungsverfahren
4.1
Grundlagen
Entsprechen ein Glasbauteil und dessen Glasprodukte den unter
Punkt 7 aufgeführten technischen Baubestimmungen und Regeln der
Technik, so genügt die Einreichung der geprüften statischen Berechnung und der geprüften Pläne. Daraufhin erfolgt die Bauerlaubnis.
Zusätzlich erfolgt eine Bauabnahme.
Werden zusätzliche Komponenten eingebaut, für die eine allgemeine
bauaufsichtliche Zulassung, ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder
eine Typengenehmigung erforderlich sind, so sind diese Bescheide
den statischen Berechnungen beizufügen.
Entsprechen ein Glasbauteil oder dessen Komponenten weder den,
unter Punkt 7 aufgeführten technischen Baubestimmungen und
Regeln der Technik, noch kann eine allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung oder ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis vorgelegt werden,
so ist eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erforderlich. Diese kann
jedoch beim Einsatz von Glas im Rahmen dieses Merkblattes durch
eine Einbaugenehmigung im Einzelfall ersetzt werden.
4.2
Einbaugenehmigung im Einzelfall
Dieses Genehmigungsverfahren ist angelehnt an die Vorgehensweise
zum Erlangen einer Zustimmung im Einzelfall (ZiE). Eine einmal erteilte
Einbaugenehmigung im Einzelfall wird bei identischem Aufbau und
gleicher Nutzung von den beteiligten Messegesellschaften anerkannt.
Ein Antrag auf Bauerlaubnis und Bauabnahme ist jedes Mal erneut
zu stellen. Dabei sind der Prüfbericht, alle Zertifikate und Zulassungen,
detaillierte Angaben über die Konstruktion, die Glasabmessungen
und die Glasdicken einzureichen.
In den Tabellen A, B, C sind zustimmungspflichtige Glasbauteile
durch die erforderliche Nachweisart 3 in Spalte 14 gekennzeichnet.
Einbaugenehmigungen im Einzelfall können nicht kurzfristig erteilt
werden, sondern erfordern einen längeren Bearbeitungszeitraum. Sie
müssen deshalb mindestens 6 Wochen vor Aufbaubeginn beantragt
werden.
Es wird empfohlen, rechtzeitig vor der Durchführung von Bauteilversuchen die Vorgehensweise und die vorgesehenen Prüfungen mit
der Messegesellschaft abzusprechen. Bei Bauteilversuchen wird in
der Regel gefordert, Teile der Originalunterkonstruktion des Glasbauteils mit zu verwenden, so dass realistische Beanspruchungen
entstehen.
Das Verfahren zum Erlangen einer von der Messegesellschaft
erteilten
Einbaugenehmigung im Einzelfall
läuft folgendermaßen ab:
- Die Prüfung der statischen Berechnungen einschließlich der einzureichenden Übereinstimmungsnachweise (Werksbescheinigungen
der Glashersteller und Glasverarbeitungsbetriebe) sind durch einen
anerkannten Prüfingenieur für Baustatik (Bautechnik) vorzunehmen.
- Die Verwendung der Konstruktion auf Unbedenklichkeit ist durch
ihn zu bestätigen. Über zusätzlich erforderliche Materialversuche,
die Stoßsicherheit und den Nachweis der Resttragfähigkeit betreffend, entscheidet der Prüfingenieur. Der Prüfbericht ist mit den
übrigen Antragsunterlagen zur Erteilung der Aufbaugenehmigung
und der Standabnahme bei der Messegesellschaft einzureichen.
- Die abschließende Zustimmung erfolgt vor Ort nach Kontrolle der
Übereinstimmung der Konstruktion mit den geprüften Unterlagen.
Der abnehmende Ingenieur handelt im Auftrag der Messegesellschaft.
Anerkannte Institute zur Durchführung von Bauteilversuchen
an Glaskonstruktionen:
MFPA Leipzig
Richard-Lehmann-Straße 19, D-04275 Leipzig
Institut für Massivbau
Prof. Lierse, TU Hannover
Nienburger Straße 3, D-30167 Hannover
MPA Nordrhein-Westfalen
Marsbruchstraße 186, D-44287 Dortmund
TU Darmstadt
Institut für Statik, Prof. Dr.-Ing. Wörner
Alexanderstraße 7, D-64283 Darmstadt
Friedmann & Kirchner
Gesellschaft für Material- und Bauteilprüfung
Große Ahlmühle 7, D-76865 Rohrbach
Institut für Fenstertechnik e.V.
Theodor-Grietl-Straße 7-9, D-83025 Rosenheim
Materialprüfungsamt des Landes Brandenburg
Muggelseedamm 109, D-12587 Berlin
Materialprüfanstalt für das Bauwesen Hannover
Nienburger Straße 3, D-30167 Hannover
RWTH Aachen
Lehrstuhl für Stahlbau, Prof. Dr.-Ing. Sedlack
Mies-van-der-Rohe-Straße 1, D-52074 Aachen
FMPA Baden-Württemberg
Abteilung 2, Dr.-Ing. Völkel
Pfaffenwaldring 4, D-70569 Stuttgart
FH München
FB 02 – Bauingenieurwesen und Stahlbau, Prof. Dr.-Ing. Bucak
Karlstraße 6, D-80333 München
Institut für Baukonstruktionen
Prof.Dr.-Ing. Weller, Technische Universität Dresden, Beyer-Bau
George-Bähr-Straße 1, D-01069 Dresden
TU Hamburg – Harburg
Stahlbau und Holzbau, Prof. Dr.-Ing. Maier
Denickestraße 7, D-21073 Hamburg
LMPA Sachsen-Anhalt
Große Steinernetischstraße 4, D-39104 Magdeburg
MPA Darmstadt
Grafenstraße 2, D-64283 Darmstadt
Universität Karlsruhe
Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine, Prof. Dr.-Ing. Saal
Kaiserstraße12, D-76131 Karlsruhe
TU München
Lehrstuhl für Stahlbau
Arcisstraße 21, D-80333 München
5.
Hinweise zu Konstruktion und Berechnung
- Glas ist ein spröder Werkstoff, der spontan und ohne
Vorankündigung versagt.
- Glas ist empfindlich gegen Schläge mit harten, spitzen Gegenständen.
Aus diesen Eigenschaften lassen sich folgende Hinweise ableiten:
- Nachweise der Tragfähigkeit tragender Gläser umfassen neben der
Betrachtung der ungebrochenen Gläser stets auch zusätzlich die
Untersuchung der gebrochenen bzw. teilweise gebrochenen Gläser
(Reststandsicherheitsnachweis).
37
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
(Fortsetzung)
- Scheibe:
f ≤ lScheibe/100 (l = Länge der Haupttragrichtung)
6.2.2 2-seitig horizontal gehaltene Geländerausfachung
18 mm Glaseinstand
Hinweis: Bei Verwendung von VSG aus 5 mm ESG + 0,76 mm PVB
+ 5 mm ESG oder 8 mm SPG +1,52 mm PVB + 8 mm SPG oder
8 mm TVG + 1,52 mm PVB + 8 mm TVG in den Abmessungen
gemäß Tabelle B ist nur ein statischer Nachweis erforderlich.
6.2.3 4-seitig gehaltene Geländerausfachung
Hinweis: Bei Verwendung von VSG aus 5 mm SPG + 0,76 mm PVB
+ 5 mm SPG oder 5mm TVG + 0,76 mm PVB + 5 mm TVG in den
Abmessungen gemäß Tabelle B ist nur ein statischer Nachweis
erforderlich.
6.2.4 Punktgelagert mit gebohrter Verankerung
(Konstruktive Vorgaben nach TRAV, Tabelle 3 und Punkt 6.3)
Kategorie B
80 mm ≤ Randabstand ≤ 250 mm
Holm
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
Hinweis: Bei Verwendung von VSG aus 10 mm ESG + 1,52 mm PVB
10 mm ESG VSG aus 10 mm TVG + 1,52 mm PVB +10 mm TVG in
den Abmessungen gemäß Tabelle B ist nur ein statischer Nachweis
erforderlich. Dies gilt gemäß Anhang D der TRAV 2003 auch fur
parallelogrammförmige Brüstungen:
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
6.1
Beispiele für absturzsichernde Konstruktionen
Alle möglichen Abmessungen, Glasarten, Glasdicken und dazu erforderlichen Nachweise sind in Tabelle B zusammengefasst.
Hinweis: Bei Verwendung der folgenden VSG-Gläser und Abmessungen gemäß Tabelle B ist nur ein statischer Nachweis erforderlich:
L < 1200 mm: 6 mm ESG + 1,52 mm PVB + 6 mm ESG bei Tellerdurchmesser ≥ 50 mm
L < 1600 mm: 8 mm ESG + 1152 mm PVB + 8 mm ESG bei Tellerdurchmesser ≥ 70 mm oder
L < 1600 mm: 10 mm TVG + 1,52 mm PVB + 10 mm TVG bei Tellerdurchmesser ≥ 70 mm
Die Regeln für die Kategorien C1 und C2 gelten gemäß Anhang D
der TRAV 2003 auch für parallelogrammförmige Brüstungen:
Höhe
6.
Hinweis: Bei Verwendung von VSG aus 6 mm ESG + 0,76 mm PVB
+ 6 mm ESG oder 8 mm SPG +1,52 mm PVB + 8 mm SPG oder
8 mm TVG + 1,52 mm PVB + 8 mm TVG in den Abmessungen
gemäß Tabelle B ist nur ein statischer Nachweis erforderlich.
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
Bis zum Vorliegen einer bauaufsichtlich eingeführten Glasbemessungsnorm dürfen statische Nachweise für das ungebrochene Glas
nach folgenden Grundregeln geführt werden:
- Einwirkungen werden ohne Teilsicherheitsbeiwerte verwendet, der
Nachweis der Tragfähigkeit erfolgt als Nachweis der größten
Hauptzugspannung gegen die zulässigen Spannungen gemäß
Tabelle 1
- Bei VSG wird bei statischer Einwirkung kein Verbund berücksichtigt. Jede Einzelscheibe wird für ihren Anteil an den Einwirkungen
für sich allein bemessen
- Bei begehbaren Gläsern wird die oberste Scheibe als Verschleißschicht angesehen und beim Nachweis nicht berücksichtigt
- Nachweiskonzepte für punktförmig gehaltene Gläser sind an Materialversuchen zu belegen
- Für dynamische Nachweise sind die Hinweise und Literaturangaben
der TRAV Anhang E zu beachten (siehe 9. Literatur, [9] [10])
- Nachweisbeispiele siehe [11]
Kategorie C1
6.2.1 2-seitig vertikal gehaltene Geländerausfachung
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
- Es sind die Mindestauflagertiefen ("Glaseinstand") der Glasscheiben
auf den Auflagerprofilen einzuhalten.
- Die Kennzeichnung der Glasscheiben (ESG, TVG) muss im eingebauten Zustand dauerhaft lesbar sein. Ein Randbereich bei VSGVerglasung ist zu Kontrollzwecken (Scheibenanzahl, Scheibendicke,
Folien) bis zur Abnahme sichtbar zu lassen. Gegebenenfalls ist ein
Werkzeugnis der Glasscheiben mitzuliefern.
- Kanten von Glasscheiben müssen so bearbeitet oder geschützt
werden, dass eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist.
- Bei ESG, TVG bzw. VSG-Verglasung aus ESG oder TVG-Scheiben ist
eine nachträgliche Bearbeitung wie Schneiden, Bohren u. a. nicht
mehr möglich.
- Begehbare Scheiben sind dauerhaft rutschfest auszubilden.
6.2
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
- Die Auflagerung der Glasscheiben sind zwängungsfrei auszubilden.
- Der direkte Kontakt zwischen Glas und Glas sowie zwischen Glas
und anderen harten Werkstoffen (z.B. Metall) ist unter Berücksichtigung von Last- und Temperatureinwirkung dauerhaft zu verhindern.
- Die Auflagerprofile für Glasscheiben müssen ausreichend steif
dimensioniert sein. Die zulässigen Verformungen betragen:
Profil:
f ≤ lProfil/200
f ≤ 15 mm
Höhe
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
(Fortsetzung)
6.3
Brüstung mit Knieholmen (Absturzsicherung allein durch
ausreichend tragfähigen Handlauf und Knieholme)
Höhe
Kategorie C1
Höhe
Die Glasart wird gemäß Übersichtstabelle A für nicht absturzsichernde
Verglasung unter Beachtung von Punkt 3.2.4 gewählt. Der lichte
Abstand zwischen den Horizontalstäben darf nicht größer als ca.
30 cm sein. Weitere Vorgaben siehe Punkt 3.2.4.
7.
Technische Baubestimmungen und allgemein anerkannte
Regeln der Technik
Bauaufsichtlich zugelassene Glasarten der Bauregelliste
- Bezugsquelle: Mitteilungen des DIBt, ERNST & SOHN Verlag
GmbH
- Info: http://www.dibt.de
gelagerte Kante
gelagerte Kante
Kategorie C2
gelagerte Kante
Eingeführte Regeln der Technik:
- Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV, DIBT 6/1998), Download:
http://www.lgabw.de/lfb/
- Technische Regeln für die Verwendung von absturzsichernden
Verglasungen (TRAV, Fassung Januar 2003), Download:
http://www.glaserhandwerk.de/seite129.htm, Download:
http://www.lgabw.de/lfb/
6.2.5 Punkthalterung mit seitlichen Klemmankern und Abrutschsicherung
- Bauarten mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung sind gemäß
den Angaben der Zulassung zu verwenden
- Für alle Bauarten ohne allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist
der Pendelschlagversuch erforderlich, es ist mindestens ein VSG aus
6 mm ESG + 1,52 mm PVB + 6 mm ESG oder 6mm TVG + 1,52
mm PVB + 6 mm TVG zu verwenden.
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
6.2.6 Punkthalterung mit Klemmankern oben und unten
- Bauarten mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung gemäß den
Angaben der Zulassung
- Für alle Bauarten ohne allgemeiner bauaufsichtliche Zulassung ist
der Pendelschlagversuch erforderlich, es ist mindestens ein VSG aus
6 mm ESG + 1,52 mm PVB + 6 mm ESG oder 6 mm TVG + 1,52
mm PVB + 6 mm TVG zu verwenden.
Merkblätter einzelner Landesbaubehörden, z.B:
- Baden-Württemberg: Merkblätter G1 – G5, Download:
http://www.lgabw.de/lfb/:
- Bayern: Merkblätter zum Erlangen einer Zustimmung im Einzelfall, Download:
http://www.stmi.bayern.de/infothek/bauen/baurecht
Checkliste des VPI: http://www.bvpi.de
8.
Literatur
[1] Wörner J.-D., Schneider J., Fink A.: Glasbau: Grundlagen, Berechnung, Konstruktion, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg; 2001
[2] Kuhlmann U.: Stahlbau Kalender. Ernst & Sohn Verlag für
Architektur und technische Wissenschaften GmbH, Berlin, 1999
[3] Sedlacek S., Blank K., Laufs W., Gusgen J.: Glas im Konstruktiven
Ingenieurbau. (1. Aufl.) Ernst & Sohn Verlag für Architektur und
technische Wissenschaften GmbH, Berlin, 1999
[4] Siebert G.: Entwurf und Bemessung von tragenden Bauteilen
aus Glas. Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische
Wissenschaften GmbH, Berlin, 2001
[5] Bayerisches Staatsministerium des Inneren: Allgemeines
Ministerialblatt Nr.6/2000, Anlage 6, Technische Regeln für die
Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV)
(Fassung September 1998), München
[6] DIBT-Mitteilungen 2/2003: Technische Regeln für die Verwendung
von absturzsichernden Verglasungen (TRAV) (Januar 2003)
Geländerhöhe gemäß
Technische Richtlinien
beachten
[7] Landesgewerbeamt Baden-Württemberg, Landesstelle für
Bautechnik, Merkblatt G2, Zusammenfassung der wesentlichen
Anforderungen an zustimmungspflichtige Vertikalverglasungen
(Fassung 28.7.1999)
[8] Mitteilungen des DIBt Nr. 2/2001: Anforderungen an begehbare
Verglasungen; Empfehlungen für das Zustimmungsverfahren
– Fassung März 2000 –, Berlin
[9] Wörner, J.-D; Schneider J.: Abschlußbericht zur experimentellen
und rechnerischen Bestimmung der dynamischen Belastung
von Verglasungen durch weichen Stoß, Fraunhofer IRB Verlag
Stuttgart 2000, Heft T 2935
[10] Völkel, G.E. ; Ruck R. : Untersuchung von vierseitig linienförmig
gelagerten Scheiben bei Stoßbelastung, Fraunhofer IRB Verlag
Stuttgart 2000, Heft T 2915
[11] Hess, R., Weller, B: Glasbau-Praxis in Beispielen, Konstruktion
und Berechnung, Bauwerk-Verlag 2005
2
B: TRAV
C: LfB Baden Württemberg Merkblätter G1 - G5
3: Einbaugenehmigung i. E.
1)
Nachweis 2 (geprüfte statische Berechnung) entfällt für Scheibenfläche A 1,6 m2 und ≥ d 4 mm
7: Stoßsicherheitsversuch
6: Resttragfähigkeitsvers.
5: Heißlagerungstest
4: Pendelschlagversuch
A: TRLV
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
2-seitige
Linienlagerung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
zulässig
ja/nein
6
2: gepr. Stat. Berechnung
Geländerausfachung mit Holm
und absturzsichernden
Knieholmen
(Glas selbst ist ohne
absturzsichernde
Funktion)
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Acryglas
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Acryglas
Glasart
5
1: ohne Nachweis
Vertikalverglasung
Glaswand
> 4,0 m
über
Oberkante
Fußboden
2-seitige
Linienlagerung
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
2-seitige
Linienlagerung
Lager
4
Regeln der Bautechnik:
nicht
absturzsichernd
Glaswand
≤ 4,0 m
über
Oberkante
Fußboden
Konstruktion
3
Nachweisart:
Typ
Art
Baukonstruktion
1
Tabelle A, Vertikalverglasung, nicht absturzsichernd
(Fortsetzung)
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
Glasstärke
in mm
7
min.
Breite in mm
9
Stand: 1.7.2005
PVB-Foliendickte
8
max.
10
min.
Höhe in mm
11
max.
12
14
1
1,5
1
1
1
1
1
1
1
1,5
1
1
2,5
2
2
1
21)
21)
21)
1
2, 3, 5
2, 3
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
min. Glasein- erforderl.
stand in mm Nachweis
13
C
A
A
A
A
A
A
C
C
A
A
A
A
A
A
Regeln der
Bautechnik
15
i4.8
39
2
nein
ja
nein 2)
ja
ESG
VSG 2-lagig
ESG
VSG 2-lagig
4-seitige
Linienlagerung
Linienlagerung
links u. rechts
C: LfB Baden Württemberg Merkblätter G1 - G5
3: Einbaugenehmigung i. E.
2 x 5 SPG
2 x 6 ESG
2 x 8 ESG
2 x 10 TVG
2 x 5 SPG
2 x 6 SPG
2 x 6 ESG
2 x 8 SPG
2 x 6 SPG
2 x 5 ESG
2 x 8 SPG
2 x 10 ESG
2 x 10 TVG
2 x 6 SPG
2 x 8 SPG
2 x 10 SPG
2 x 6 SPG
2 x 8 SPG
2 x 10 SPG
2 x 6 SPG
Glasstärke
in mm
7
500
500
500
1000
800
800
500
500
500
500
1200
500
500
1000
300
min.
Breite in mm
9
Stand: 1.7.2005
0,76
1,52
1,52
1,52
0,76
0,76
0,76
1,52
0,76
0,76
1,52
1,52
1,52
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
PVB-Foliendickte
8
1500
1200
1600
1600
2000
800
1000
1000
bel.
2000
2000
1200
1500
2100
2000
2500
3000
500
max.
10
1000
500
1000
800
800
500
900
900
1000
1000
1000
1000
1000
1200
500
min.
Höhe in mm
11
3000
1000
1000
1000
1000
1100
800
1000
1000
1100
1100
2000
2500
3000
1200
1500
2100
3000
max.
12
14
12
18
10
10
12
12
18
18
2, 3, 4
2
2,4
2
2
2
2,4
2
2
2
2
2
2, 3, 4
2
2
2
2
12
12
12
12
100
100
2
2,4
12
18
min. Glasein- erforderl.
stand in mm Nachweis
13
C
A, B
A, B
B
B
A, B
A, B
A, B
A, B
A, B
C
A, B
A, B
A, B
A, B
A, B
A, B
Regeln der
Bautechnik
15
Bei Systemen mit gültiger allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung darf ESG gemäß Zulassungstext verwendet werden
Acrylglas und Drahtglas sind bei absturzsichernder Vertikalverglasung nicht zulässig. Bei liniengelagerten Scheiben darf anstelle von VSG aus Spiegelglas auch VSG aus TVG der gleichen Dicke verwendet werden.
2)
Wenn in Spalte 14 kein Pendelschlagversuch „4“ gefordert wird, dann setzt diese Erleichterung die Einhaltung der Grenzwerte der Spalten 7 bis 13 voraus. Hier nicht aufgeführte Konstruktionen erfordern eine Einbaugenehmigung im Einzelfall.
7: Stoßsicherheitsversuch
6: Resttragfähigkeitsvers.
5: Heißlagerungstest
4: Pendelschlagversuch
B: TRAV
nein 2)
ja
nein 2)
ja
nein 2)
ja
A: TRLV
ESG
VSG 2-lagig
ESG
VSG 2-lagig
ESG
VSG 2-lagig
ja
VSG 2-lagig
2: gepr. Stat. Berechnung
Punktlagerung
2-seitige
Linienlagerung
4-seitige
Linienlagerung
ja
ja
nein 2)
ESG
VSG 2-lagig
ESG
1: ohne Nachweis
Glaswand mit vorgesetztem lastabtragenden Handlauf
(Kat. C3 nach TRAV)
Geländerausfachung (nur Kat. Punktlagerung
C1 nach TRAV)
Geländerausfachung
(Kat. C1 und C2
nach TRAV)
Linienlagerung
oben u. unten
Regeln der Bautechnik:
absturzsichernd
(Dh > 1 m)
Vertikalverglasung
nein 2)
ja
nein
ja
ESG
VSG 2-lagig
ESG
VSG 2-lagig
Punktlagerung
2)
ja
VSG 2-lagig
4-seitige
Linienlagerung
nein 2)
ja
nein 2)
ESG
VSG 2-lagig
ESG
2-seitige
Linienlagerung
zulässig
ja/nein
6
Glasart
5
Lager
4
am Fuß eingespannte 1-seitige linienförBrüstung mit Handlauf
mige Einspannung
(Kat. B nach TRAV)
Glaswand
(Kat. A nach TRAV)
Konstruktion
3
Nachweisart:
Typ
Art
Baukonstruktion
1
Tabelle B, Vertikalverglasung, absturzsichernd
(Fortsetzung)
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
40
2
C: LfB Baden Württemberg Merkblätter G1 - G5
min.
Höhe in mm
11
max.
12
14
30
30
30
30
15
15
2, 3, 6, 7
2, 3, 6, 7
2, 3, 6, 7
2 5)
2 5)
2 5)
2, 3, 6 6)
2 5)
2
2 5)
2
min. Glasein- erforderl.
stand in mm Nachweis
13
C
A, C
A, C
C
A
A
A
A
Regeln der
Bautechnik
15
erforderlich
6) Bei Verwendung von Glas-Halter-Systemen mit bauaufsichtlicher Zulassung ist keine Einbaugenehmigung im Einzelfall
fall erforderlich.
5) Bei Verwendung von TVG ohne allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist zusätzlich eine Einbaugenehmigung im Einzel-
4) Angabe bezieht sich auf die kleinere Stützweite (Tragrichtung)
3) Für Reinigungszwecke betretbare Überkopfverglasung muss ein besonderes Genehmigungsverfahren durchlaufen
700 4)
1200 4)
700 4)
max.
10
Acrylglas ist bei Horizontalverglasungen nicht zulässig. Ausnahmen sind aber möglich, wenn seitens der Messegesellschaft bezüglich Brandschutz und Statik keine Bedenken bestehen.
7: Stoßsicherheitsversuch
6: Resttragfähigkeitsvers.
5: Heißlagerungstest
4: Pendelschlagversuch
B: TRAV
3: Einbaugenehmigung i. E.
nein
nein
ja
nein
nein
nein
ja
nein
nein
nein
ja
nein
nein
nein
ja
nein
nein
nein
ja
nein
nein
nein
ja
nein
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
ESG
VSG 2-lagig
VSG 3-lagig
Drahtglas
2: gepr. Stat. Berechnung
1,52
nein
ja
nein
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
min.
Breite in mm
9
Stand: 1.7.2005
0,76
nein
ja
ja
0,76
PVB-Foliendickte
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Glasstärke
in mm
8
nein
ja
ja
zulässig
ja/nein
7
ESG
VSG 2-lagig
Drahtglas
Glasart
6
A: TRLV
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
2-seitige
Linienlagerung
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
2-seitige
Linienlagerung
Punktlagerung
4-seitige
Linienlagerung
2-seitige
Linienlagerung
Lager
5
1: ohne Nachweis
Einbauhöhe
> 20 cm
Einbauhöhe
< 20 cm
Konstruktion
4
Regeln der Bautechnik:
begehbare
Verglasung
Überkopfverglasung
(Neigung
gegen die
Vertikale
> 10°) 3)
Typ
3
Nachweisart:
Horizontalverglasung
Art
Baukonstruktion
1
Tabelle C, Horizontalverglasung
(Fortsetzung)
Merkblatt „Glas und Acrylbau”
i4.8
41
Merkblatt
„Abhängungen, Traversen, Hebezeuge“
Abhängungen von der Hallendecke, die Bereitstellung von Abhängepunkten
und die Änderung von Abhängekonstruktionen werden ausschließlich von
der NürnbergMesse ausgeführt. Die NürnbergMesse wird hierzu ServicePartner heranziehen. Die Bestellung von Abhängungen muss schriftlich mit
dem Vordruck S2.15 bei der NürnbergMesse, MesseService erfolgen. Die
abzuhängende Konstruktion darf sich nur innerhalb der Standgrenzen
befinden. Jeder vorgesehene Abhängepunkt an der Deckenkonstruktion der
Hallen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 12 kann maximal mit 25 kg lotrecht,
rein statisch belastet werden. In den Hallen 4A, 7A und 11 können die
vorgesehenen Abhängepunkte mit 250 kg lotrecht, rein statisch belastet
werden. Höhere Lasten in den Hallen 4A, 7A und 11 nur auf Anfrage und
über Abteilung Veranstaltungstechnik.
Abbildung 1
Abbildung 2
i4.9
Folgende Ausführungen von Abhängungen sind aus
Sicherheitsgründen nicht zulässig:
Abgehängte Konstruktionen mit einer starren bzw. kraftschlüssigen
Verbindung zum Hallenboden (siehe Abbildung 1 und 2)
Absicherung von Standbauteilen oder Exponaten
(Standbauteile oder Exponate müssen selbständig sicher stehen, siehe
Abbildung 3 und 4)
Abhängungen an Exponaten (siehe Abbildung 5 und 6)
Schrägzug von Abhängepunkten, so genannte „Bridle“ sind auf dem
Gelände der NürnbergMesse nicht zulässig (siehe Abbildung 7)
Abbildung 3
Abbildung 4
Unzulässig
Zulässig
Unzulässig
Zulässig
Abbildung 5
Abbildung 6
Abbildung 7
Abbildung 8
Bridle
Exponat
Unzulässig
Exponat
Zulässig
Die Verwendung von Hebezeugen (Elektrokettenzüge, Handkettenzüge,
Bandzüge) ist ausschließlich in den Hallen 4A, 7A, 11 und dem CCN Ost
möglich und unbedingt mit der NürnbergMesse/Veranstaltungstechnik
abzustimmen.
Hinsichtlich der Bereitstellung und Verwendung von Anschlagmitteln,
Lastaufnahmemitteln, Hebezeugen, Tragmitteln, Verbindungsmitteln,
Seilendverbindungen, Sekundärsicherungen und dem Potentialausgleich
sind die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen sowie die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Insbesondere sind zu beachten:
BGV A1 – Allgemeine Vorschriften,
BGV C1 – Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung,
BGV D8 – Winden, Hub- und Zuggeräte,
BGI 810 Branchenleitfaden „Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen“,
BGI 810-1 Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen – für die Praxis
BGI 810-3 Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen – Lasten über
Personen
BGI 810-4 Scheinwerfer
BGI 810-5 Besondere szenische Effekte und Vorgänge
VPLT SR1.0 „Bereitstellung und Benutzung von Traversensystemen“
VPLT SR2.0 „Bereitstellung und Benutzung von Elektrokettenzügen“,
VPLT SR3.0 „Sachkundiger für Veranstaltungsrigging: Qualifikation“,
VPLT SR4.0 „Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik“
Versammlungsstättenverordnung (Bay. VStättV)
Die folgenden Angaben zu Anschlagmitteln, Lastaufnahmemitteln,
Hebezeugen, Verbindungsmitteln, Seilendverbindungen und Sekundärsicherungen (Safety – zweite unabhängigen Sicherung) dienen
als Überblick und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Unzulässig
Zulässig
Anschlagmittel:
Seile und Bänder als Anschlagmittel dürfen höchstens mit einem
Zehntel der Mindestbruchkraft beansprucht werden. Sonstige
Anschlagmittel dürfen nur mit dem 0,5-fachen Wert der vom Hersteller angegebenen Nenntragfähigkeit (WLL) beansprucht werden.
Dynamisch auftretende Kräfte sind besonders zu berücksichtigen
(Dynamikfaktor).
Beim Anschlagen von Lasten muss der Kantenradius größer als der
Nenndurchmesser des Anschlagmittels (Seil, Hebeband und Rundschlinge) sein. Ab einem Kantenradius gleich dem dreifachen Nenndurchmesser des Anschlagmittels, muss keine Lastreduktion mehr
vorgenommen werden.
Anschlagmittel sind unterschiedlich hitzebeständig. Hebebänder und
Rundschlingen aus Chemiefasern (PA, PES) sowie Drahtseile mit
Fasereinlage (Pressklemme und Kausche) sind nur bis 100°C zu
verwenden und für die Verwendung in direkter Nähe von Scheinwerfern nicht geeignet. Hebebänder und Rundschlingen aus
Polipropylen – PP sind nur für einen Einsatzbereich bis 80°C
bestimmt und damit noch ungeeigneter.
Drahtseile mit Stahleinlage (Pressklemme und Kausche) sind hingegen
bis zu einer Einsatztemperatur von 150°C geeignet.
Merkblatt
„Abhängungen, Traversen, Hebezeuge“
i4.9
(Fortsetzung)
Zulässige Anschlagmittel:
Anschlagseile aus Stahldraht mit Faser- oder Stahleinlage, mit Pressklemmen und Kausche als Seilendverbindung, mit der Seilfestigkeitsklasse 1960 (dies entspricht einer Mindestnennzugfestigkeit der Drähte
von 1770 N/mm²) nach DIN EN 12385-4:2003-03+A1:2008, Tabelle 7
(Seilklasse 6 x 19 für Seile ≥ 6 mm), Tabelle 12 (Seilklasse 6 x 19 M für
Seile von 3 mm bis 5 mm), DIN EN 13414-1:2003 Tabelle 3 und 4
(Seile ≥ 8 mm), oder nach ehemaliger DIN 3060 (Rundlitzenseil 6 x 19
Standard), Seilendverbindungen müssen nach DIN EN 13411-1 (Kauschen),
DIN EN 13411-3 (Pressklemmen) ausgebildet sein.
Kurzgliedrige Anschlagketten der Güteklasse 5 (DIN 5688-1), der Güteklasse 8 (DIN 5688-3), oder höher, mit einer Bruchdehnung ≥ 20%
Hebebänder und Rundschlingen aus Chemiefasern nach DIN EN 1492
Teil 1 und 2 mit Kennzeichnung, und Nutzung einer Sekundärsicherung
(Safety) bestehend aus einem Stahldrahtseil mit Kausche und Pressklemme sowie einem Verbindungsmittel (nach E DIN 56927)
Drahtseilrundschlinge mit Schlauchmantel aus Chemiefasern („Steelflex“)
Aluminium-, Stahlschellen und Trussadapter die für die jeweiligen
Traversen (Zubehör) zugelassen sind, mit Kennzeichnung (unter Angabe
der Tragfähigkeit und des Sicherheitskoeffizienten)
Unzulässige Anschlagmittel:
Hebebänder und Rundschlingen aus Chemiefasern ohne Kennzeichnung und Angabe der Tragfähigkeit
Hebebänder und Rundschlingen aus Chemiefasern nach DIN EN 1492
Teil 1 und 2 mit Kennzeichnung und Angabe der Tragfähigkeit, ABER
ohne Nutzung einer Sekundärsicherung (Safety), bestehend aus einem
Stahldrahtseil mit Kausche und Pressklemme sowie einem Verbindungsmittel (E DIN 56927)
Beschädigte Anschlagmittel (z.B. geknickte Seile, Lastschlaufen mit beschädigter Ummantelung, Lastschlaufen ohne erkennbare Kennzeichnung)
Zulässige Lastaufnahmemittel:
Aluminiumtraversen nach DIN 4113, GUV-I 8634/VPLT SR1.0 „Bereitstellung und Benutzung von Traversensystemen“ unter Beachtung der
Montageanleitung
Stahltraversen nach DIN 18800, GUV-I 8634/VPLT SR1.0 „Bereitstellung
und Benutzung von Traversensystemen“ unter Beachtung der max.
möglichen Belastung
Unzulässige Lastaufnahmemittel:
Traversen, welche die Anforderungen der GUV-I 8634, des VPLT SR1.0,
Bereitstellung und Benutzung von Traversensystemen, bzw. der
DIN 4113, DIN 18800 nicht erfüllen
Drahtseile, welche die nicht den o.g. Anforderungen entsprechen
Ummantelte Drahtseile (Ummantelung > 1/3 Seillänge)
Traversen ohne Nachweis einer geprüften Typenstatik
Langgliedrige Anschlagketten (Innere Länge des Kettengliedes > 3-facher
Nenndurchmesser des Kettenmaterials)
Traversen ohne Kennzeichnung
Traversen, welche die Bedingungen einer Ablegereife erfüllen
Nicht geprüfte kurzgliedrige Anschlag-Ketten, oder kurzgliedrige Hebezeugeketten (diese dürfen nicht als Anschlagkette verwendet werden,
da sie nur eine Bruchdehnung von 5 bis 15% aufweisen)
Traversen ohne Endstreben, bei Nichtbeachtung des Fachwerkverlaufes
Traversen, welche nicht bestimmungsgemäß verwendet werden z.B.: an
Messebauwände geschraubt, auf Messebauwände, -zargen aufgelegt,
Traversentower mit zu kleinen Bodenplatten und/oder zu geringer
Ballstierung
Kabelbinder ohne Benutzung einer Sekundärsicherung (Safety) bestehend
aus einem Stahldrahtseil mit Kausche und Pressklemme sowie einem
Verbindungsmittel (E DIN 56927)
Zulässige und Unzulässige Einbaulagen von Traversen ohne zusätzlich erbrachten Statischen Nachweis:
Zulässig
Unzulässig
Zulässig
Zulässig
Potentialausgleich an Traversensystemen1
Traversensysteme, die im Fehlerfall gefährliche Berührungsspannungen
annehmen können, sind in einen gemeinsamen Potentialausgleich einzubeziehen.
Dies gilt für alle Elemente aus elektrisch leitendem Material, auf denen
elektrische Geräte aufgestellt oder angebracht werden oder über die
Leitungen und Kabel geführt werden, die bei Beschädigungen Kontakt mit
Metallteilen annehmen können. Der Anschluss und die Verbindung kann
mittels Bandschellen, Rohrschellen, Schraubverbindungen oder mit ein-
Unzulässig
Zulässig
Unzulässig
poligen verriegelten Sondersteckverbindern hergestellt werden. Der
gemeinsame Potentialausgleich ist mit dem Schutzleiter des speisenden
Netzes zu verbinden. Als Richtwerte für angemessene Leiterquerschnitte
gelten bei Leiterlängen von bis zu 50 Metern 16mm² Cu und bei Leiterlängen bis zu 100 Metern 25 mm² Cu.
1
VPLT Standard SR1.0/GUV-I 8634 Bereitstellung und Benutzung von
Traversensystemen, 4.3 Montage von Traversensystemen, Potentialausgleich von Traversensystemen
Merkblatt
„Abhängungen, Traversen, Hebezeuge“
i4.9
(Fortsetzung)
Zulässige Hebezeuge:
C 1-Zug
(Punktzug nach BGV C1, VPLT SR2.0)
Nennbelastung laut Herstellerangaben
Schäkel nach DIN 82101 (haben lediglich einen Betriebskoeffizienten
von 3)
D 8-Zug
(Elektrokettenzug nach BGV D8 mit einer Sekundärsicherung zur Überbrückung des Elektrokettenzuges –
Sekundärsicherung für eine Last von 425 kg entspricht einem Seil nach DIN 12385-4, Tabelle 7 mit
einem Seildurchmesser von 20 mm)
Kettenverkürzer ohne Sicherungselement gegen ungewolltes Aushängen z.B. Sicherungsbolzen
Weitere Verbindungsmittel ohne Kennzeichnung/Angabe der Tragfähigkeit/Datenblatt des Herstellers
Zulässige Seilendverbindungen:
DARF NICHT ÜBER PERSONEN VERFAHREN ODER
UNGESICHERT ÜBER PERSONEN VERWENDET
WERDEN!
Kausche nach DIN EN 13411-1 und Pressklemmen, nach DIN EN 13411-3
Seilschlösser (gerade) nach DIN 15315, bei dynamischen Lasten
(z.B. Abhängung von Lautsprechern) nur mit Seilklemme (Frosch)
nach DIN 1142
Nennbelastung laut Herstellerangaben
D 8 Plus-Zug
(Elektrokettenzug mit Sekundärsicherung/zweiter
Bremse, nach BGV D8 mit besonderen Merkmal,
Lasten im Ruhezustand ohne Sekundärsicherung über
Personen halten zu können – VPLT SR2.0)
DARF NICHT ÜBER PERSONEN VERFAHREN
WERDEN!
Nennbelastung laut Herstellerangaben
Unzulässige Hebezeuge:
Elektrokettenzüge nach BGV D8, ohne Sekundärsicherung
Elektrokettenzüge nach BGV D8 mit zu gering dimensionierter Sekundärsicherung (siehe zulässige Sekundärsicherungen)
Nicht geprüfte Elektrokettenzüge, oder Elektrokettenzüge ohne
Prüfungsnachweise (jährlich Sachkundigenprüfung, für C1 Züge:
zusätzlich alle 4 Jahre Sachverständigenprüfung)
Elektrokettenzüge, welche offensichtliche Beschädigungen aufweisen
Elektrokettenzüge welche nicht bestimmungsgemäß verwendet werden
(siehe VPLT SR2.0 z.B.: szenisches Verfahren mit einem Elektrokettenzug
nach BGV D8)
Unzulässige Seilendverbindungen:
Seilklemmen (Frösche) nach DIN 1141
Seilklemmen (Frösche) nach DIN 741
Sekundärsicherungen, Safeties:
Eine Sekundärsicherung besteht im Allgemeinen aus einem Drahtseil, einer
Seilendverbindung und einem Verbindungsmittel nach DIN 56927: 2009-03.
Der Fallweg soll gegen Null gehen.
Dies ist am ehesten zu erreichen mit einem Sicherungsseil in Verbindung
mit einem Kettenverkürzer, Güteklasse 8, welcher ein Sicherungselement
gegen ungewolltes Aushängen hat (Fallweg ≤ eine Kettengliedlänge).
Als Verbindungsmittel einer Sekundärsicherung kommen nur Schnellverbindungsglieder nach DIN 56927: 2009-03, hochfeste Schäkel GKl. 8, nach
DIN EN 1677-1 und eingeschränkt Kettbiner nach DIN 56927: 2009-03 in
Frage.
Falls Sekundärsicherungen mit einem größeren Fallweg als einer Kettengliedlänge eingesetzt werden, kann ein statischer Nachweis für die Impulsbeanspruchung aller Komponenten der Sekundärsicherung, der Anschlag- ,
Trag-, Verbindungs- und Lastaufnahmemittel verlangt werden.
Zulässige Verbindungsmittel:
Nennbelastung mit dem 0,5-fachen Wert der vom Hersteller angegebenen Tragfähigkeit, höchstens mit einem Zehntel der Mindestbruchkraft.
Zulässige Sekundärsicherungen/Safeties:
Drahtseil aus Stahldraht mit Fasereinlage, verpresster Schlaufe und
Kausche als Seilendverbindung, Seilfestigkeitsklasse 1960, nach
DIN EN 12385-4:2003-03+A1:2008, Tabelle 7 (Seilklasse 6 x 19 für
Seile ≥ 6 mm), Tabelle 12 (Seilklasse 6 x 19 M für Seile von 3 mm bis
5 mm), DIN EN 13414-1:2003 Tabelle 3, oder nach ehemaliger DIN
3060 (Rundlitzenseil 6 x 19 Standard),
Schäkel, gerade und geschweift, Güteklasse 6, nach EN DIN 13889 mit
Kennzeichnung, bei dynamischen Lasten (z.B. Abhängung von Lautsprechern) Gewindbolzen Typ X (Schraubbolzen mit Sechskanntkopf,
Sechskanntmutter mit Splint)
Hochfeste Schäkel Güteklasse 8, nach DIN EN
Schnellverbindungsglied für Hebezeugbetrieb, nicht genormt (Sicherheitsfaktor 5) mit Tragfähigkeitsangabe
Seilendverbindungen müssen nach DIN EN 13411-1 (Kauschen),
DIN EN 13411-3 (Pressklemmen) ausgebildet sein.
Verbindungsmittel, welche o.g. Normen entsprechen
Schnellverbindungsglied für die Veranstaltungstechnik (Sicherheitsfaktor 10) nach DIN 56926 (E DIN 56927) mit Kennzeichnung
Spannschlösser mit geschlossenen Augen nach DIN 1480, mit Tragfähigkeitsangabe, bei dynamischen Lasten (z.B. Abhängung von Lautsprechern) nur mit Sicherungssplint und Sicherungsmutter
O-Ring geschlossen, mit Tragfähigkeitsangabe, oder Datenblatt des
Herstellers
Kettenverkürzer mit Sicherungselement gegen ungewolltes Aushängen
z.B. Sicherungsbolzen
Unzulässige Verbindungsmittel:
Karabinerhaken verschraubt/unverschraubt
Offene Haken
Spannschlösser offene Form nach DIN 1480
Schnellverbindungsglied mit Überwurfmutter ohne Tragfähigkeitsangabe
Spann-Sets als Verbindung zwischen zwei Traversenteilen
Unzulässige Sekundärsicherungen/Safeties:
Drahtseile, welche nicht o.g. Anforderungen entsprechen
Nicht ausreichend dimensionierte Drahtseile (siehe DIN 56927:2009-3,
BGI 810-3)
Verbindungsmittel, welche nicht o.g. Anforderungen entsprechen
Nicht ausreichend dimensionierte Verbindungsmittel (siehe DIN
56927:2009-3)
Seilendverbindung welche nicht den o.g. Anforderungen entsprechen
(wie Seilschlösser)
46
Merkblatt „Laseranlagen”
Lasergeräte erzeugen eine äußerst intensive Strahlung, die durch optische
Systeme zu einer hohen Energiedichte gebündelt wird. Die Abnahme der
Energiedichte ist auch in großer Entfernung nur sehr gering. Trifft Laserstrahlung auf das menschliche Auge, so kann die Netzhaut unwiederbringlich geschädigt werden.
Für die Aufstellung der Lasergeräte bei Messen, Ausstellungen und Showveranstaltungen ist deshalb folgendes zu beachten:
1.
2.
Es dürfen nur Laser verwendet werden, die sichtbares Licht (Wellenlänge 400 bis 700 nm) aussenden. Die Ausgangsleistung ist auf das
für den Verwendungszweck unbedingt erforderliches Maß zu
beschränken.
Lasergeräte müssen einer Klasse (1-4) nach DIN EN 60825-1 zugeordnet und entsprechend gekennzeichnet sein.
Klasse 1
Ungefährlich für das menschliche Auge. Max. Ausgangsleistung: 0,39 – 69 W je nach Wellenlänge der Strahlung
Klasse 2
Ungefährlich für das menschliche Auge bei kurzzeitiger
Bestrahlungsdauer bis max. 0,25 s (Lidschluss).
Max. Ausgangsleistung 1mW
Klasse 3A Ungefährlich für das menschliche Auge bei kurzzeitiger
Bestrahlungsdauer bis max. 0,25 s (Lidschluss).
Gefährlich bei Verwendung von optischen Instrumenten,
die den Strahl bündeln.
Max. Ausgangsleistung 5mW, Lichtleistungsdichte
25W/m²
Klasse 3B Gefährlich für das menschliche Auge, in besonderen Fällen
für die Haut.
Max. Ausgangsleistung 0,5W
Klasse 4
Sehr gefährlich für das menschliche Auge und gefährlich für
die Haut. Außerdem besteht Brandgefahr! (Siehe Vordruck
P2 – Servicehandbuch)
Max. Ausgangsleistung über 0,5 W
3.
Lasereinrichtungen müssen den Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Insbesondere sind dies die berufsgenossenschaftliche Vorschrift
BGV B2. sowie die DIN Normen DIN EN 60825-1 und DIN EN
56912 1999-04 Sicherheitsanforderungen und Prüfung. Der Hersteller
kann die Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen durch
eine Prüfung bei einer zugelassenen Stelle nachweisen.
4.
Werden Laser mit Klasse 3A bis 4 verwendet, muss der Strahl durch
optische Einrichtungen so aufgeweitet sein, dass er in allen Bereichen,
in denen sich Personen aufhalten, auf eine ungefährliche Leistungsdichte herabgesetzt wird. Oder er muss mindestens in einer Höhe
von 2,7 m über dem Fußboden verlaufen. Außerdem muss sich ein
Laserschutzbeauftragter ständig vor Ort aufhalten.
5.
Können diese Forderungen im Einzelnen nicht eingehalten werden,
sind folgende Schutzmaßnahmen anzuwenden.
Der Laserstrahl ist durch feste Einrichtungen so zu führen, dass Personen nicht in den Strahlbereich gelangen können.
Auch gewollt oder ungewollt reflektierte Strahlen an spiegelnden
Oberflächen (Spiegel, metallische Oberflächen, Gläser, Flaschen)
dürfen nicht auf den Aufenthaltsbereich von Personen gerichtet sein.
Ist dies nicht auszuschließen oder wird bei Vorführungen in Kauf
genommen, müssen diese Personen mit geeigneten und geprüften
Schutzbrillen ausgestattet werden.
Im Lichteffektbetrieb bei Showveranstaltungen dürfen sich keine
Personen im Projektionsbereich des Lasers aufhalten können. Dies gilt
auch in Bereichen, durch die der Strahl von Reflexionseinrichtungen
abgelenkt wird.
Im Laserbereich dürfen keine fokussierenden Einrichtungen vorhanden
sein.
Ein unbeabsichtigtes Auswandern, Ablenken des Strahls ist durch
nichtbrennbare Barrieren zu verhindern.
6.
Lasereinrichtungen müssen so abgeschirmt sein, dass nur der Nutzstrahl austreten kann.
7.
Lasergeräte müssen standsicher aufgestellt werden und gegen Verrutschen gesichert sein.
i4.10
8.
Optische Geräte, Ablenkvorrichtungen, Scanner etc. müssen gegen
herabfallen oder unbeabsichtigte Bewegungen gesichert sein. Hier
sind die einschlägigen Vorschriften der Veranstaltungstechnik zu
beachten.
9.
Optische Geräte, die als Vorsatz für Laser bestimmt sind, müssen
sofern sie nicht direkt am Gerät angebracht sind, mit Angaben versehen sein, anhand derer die Änderungen der Strahldaten beurteilt
werden können.
10. Vor jeder Vorführung ist die Justierung der Lasereinrichtung zu testen.
Wird eine Dejustierung festgestellt, ist die Anlage sofort außer Betrieb
zu nehmen und durch eine fachkundige Person instand zu setzen.
11. Die Lasereinrichtungen sowie die Bedienpulte und andere Steuereinrichtungen dürfen Unbefugten nicht zugänglich sein oder von diesen
unwissentlich in Gang gesetzt werden können (Notaus Pilztaster mit
Schlüssel).
12. Das Bedienpersonal muss den gesamten Aktionsbereich des Lasers
einsehen können.
13. Falls durch die Laserstrahlung eine unbeabsichtigte Brandgefahr
herbeigeführt werden kann, ist dies der NürnbergMesse mit dem
Vordruck P2 aus dem Servicehandbuch anzuzeigen.
Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an:
Harald Braun
Veranstaltungstechnik/CCN Ost
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-82 19
Fax +49 (0) 9 11. 86 06-89 19
[email protected]
www.nuernbergmesse.de
Karl-Heinz Probst
Veranstaltungstechnik
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-88 69
Fax +49 (0) 9 11. 86 06-88 15
[email protected]
www.nuernbergmesse.de
Merkblatt „Laseranlagen”
i4.10
(Fortsetzung)
Genehmigungsverfahren
der NürnbergMesse
In allen Fragen des Arbeitsschutzes sowie der Sicherheitstechnik
und der Unfallverhütung beraten Sie in Bayern:
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Der Unternehmer hat den Betrieb einer Lasereinrichtung der Klasse 3B und
4 dem Gewerbeaufsichtsamt und der Berufsgenossenschaft schriftlich anzuzeigen.
Pfarrstraße 3
80538 München
Tel +49 (0) 89.21 84-0
Fax +49 (0) 89.21 84-2 97
www.lgl.bayern.de
Die genannte Anzeige ist den genannten Stellen und der NürnbergMesse
mindestens 2 Wochen vor der Inbetriebnahme zu erstatten.
sowie die zuständigen Gewerbeaufsichtsämter:
Vorwort
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die zuständige Behörde eine Prüfung
durch einen kostenpflichtigen Sachverständigen hinzuziehen kann. Das
gleiche gilt auch für die NürnbergMesse.
Die Anzeige muss folgende Daten enthalten:
Hersteller der Lasereinrichtung
Laserklasse (ohne Gehäuse)
Laserklasse (mit Gehäuse)
Strahlungsleistung des Lasergerätes
Strahlungsenergie
Wellenlänge
Zusätzliche Angaben für die NürnbergMesse:
Veranstaltung
Ansprechpartner
Name des Laserschutzbeauftragten (ab Klasse 3A)
Halle
Standnummer
Der Unternehmer/Aussteller hat für den Betrieb einer Lasereinrichtung der
Klassen 3B und 4 sachkundige Personen als Laserschutzbeauftragte schriftlich zu bestellen und der NürnbergMesse die Personendaten mitzuteilen.
Die Laserschutzbeauftragten haben für den sicheren Betrieb und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu sorgen. Für jede Veranstaltung ist
mindestens ein Beauftragter als persönlich Verantwortlicher zu benennen.
Dieser muss während der gesamten Laufzeit der Veranstaltung den Betrieb
des Lasergerätes beaufsichtigen.
Personen, die im Laserbereich tätig werden (bei Ausschluss von Klasse 1)
sind vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit und mindestens jährlich über die
gefährliche Wirkung von Laserstrahlen und über die notwendigen Schutzmaßnahmen zu belehren. Über die Belehrung sind Aufzeichnungen zu
führen.
Auf Anordnung des Gewerbeaufsichtsamtes oder der Berufsgenossenschaft
hat der Unternehmerr/AAussteller die Lasereinrichtung vor der Inbetriebnahme
von einem Sachverständigen auf ihre Unbedenklichkeit hin überprüfen zu
lassen.
Mängel, die der Sachverständige festgestellt hat, müssen vor der Inbetriebnahme behoben werden.
Laser-Sachverständige
TÜV Süddeutschland
Bau und Betrieb GmbH
Westendstraße 199
80686 München
Tel +49 (0) 89. 57 91-0
Landesgewerbeanstalt Bayern
Tillystraße 2
90431 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 66 64 96
Regierungsbezirk Mittelfranken
Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg
Roonstraße 20
90429 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11.9 28-0
Fax +49 (0) 9 11.9 28-29 99
www.gaa-n.bayern.de
48
Merkblatt „Röntgenstrahlen”
i4.11
Nach der Röntgenverordnung RöV in der Fassung vom 30.4.2003 sind
Röntgeneinrichtungen beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt zur Genehmigung einzureichen. Das gleiche gilt sowohl für den Betrieb, als auch für
die Stilllegung. Die jeweiligen Genehmigungen sind der NürnbergMesse
mindestens 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn vorzulegen.
Bei Neuzulassungen nach §3 RöV sind folgende Unterlagen beim
zuständigen GAA vorzulegen.
Röntgeneinrichtungen sind grundsätzlich nur Bauart zugelassen zu betreiben.
Andere Nutzungen sind zu Veranstaltungen der NürnbergMesse strengstens
untersagt. Die NürnbergMesse behält sich vor, derartige Geräte abbauen zu
lassen.
– Erläuternde Beschreibungen
Folgende Einrichtungen müssen nach § 4 der Röntgenverordnung
zur Genehmigung eingereicht werden.
1.
Röntgeneinrichtungen mit Konformitätserklärung nach dem Medizinproduktgesetz oder dem aktuellen Produkthaftungsgesetz, die in den
Verkehr gebracht werden oder sollen.
2.
Bauartzugelassene Röntgeneinrichtungen mit Bauartzulassungsnummer, Stückprüfung mit Fabriknummer, Stempel und Unterschrift des
Herstellers.
3.
Hoch- und Vollschutzgeräte
4.
Schulröntgeneinrichtungen
Der Vordruck zur Genehmigung ist dem Gewerbeaufsichtsamt (GAA)
Nürnberg spätestens 2 Wochen vor Aufnahme des Betriebes der
Röntgeneinrichtung vorzulegen.
Original und Kopie des Zulassungsscheins müssen beim Gerät verbleiben
und der NürnbergMesse in Kopie 2 Wochen vor Beginn der Veranstaltung
zur Verfügung gestellt werden.
Nachweis der Fachkunde im Strahlenschutz
Der Nachweis der Prüfung zum Strahlenschutzbeauftragten nach RöV ist
der NürnbergMesse grundsätzlich spätestens 2 Wochen vor Beginn der
Veranstaltung vorzulegen.
Die Fachkunde im Strahlenschutz muss nach der Richtlinie „Fachkunde und
Kenntnisse im Strahlenschutz“ alle 5 Jahre aktualisiert werden.
Sachverständigenbescheinigung und Prüfbericht
Die Überprüfung ist vom Betreiber selbst bei einer der nachfolgenden Stellen
in Auftrag zu geben.
LGA Bautechnik GmbH
Tillystraße 2
90431 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 6 55-54 92
Fax +49 (0) 9 11. 6 55-56 18
oder
TÜV SÜD Industrie Service GmbH
Edisonstraße 15
90431 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 65 57-3 71
Fax +49 (0) 9 11. 65 57-3 30
Prüfbericht und Bescheinigung werden dem Betreiber oder dem GAA
unmittelbar zugesandt.
– Vordruck zur Genehmigung
– Erläuternde Pläne, Zeichnungen
– ggf. Nachweise über die Beteiligung eines Medizin-Physik Experten oder
zum Personaleinsatz bzw. technischen Ausrüstung
Gewerbeaufsichtsamt Mittelfranken
Roonstraße 20
90429 Nürnberg
Tel +49 (0) 9 11. 9 28-0
Fax +49 (0) 9 11. 9 28-29 99
Allgemeine Deutsche
Spediteurbedingungen (ADSp)
Präambel
Diese Bedingungen werden zur Anwendung ab dem 1. Januar 2003
empfohlen vom Bundesverband der Deutschen Industrie, Bundesverband
des Deutschen Groß- und Außenhandels, Bundesverband Spedition und
Logistik, Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Hauptverband des
Deutschen Einzelhandels. Diese Empfehlung ist unverbindlich. Es bleibt den
Vertragsparteien unbenommen, vom Inhalt dieser Empfehlung abweichende
Vereinbarungen zu treffen.
1. Interessenwahrungs- und Sorgfaltspflicht
Der Spediteur hat das Interesse des Auftraggebers wahrzunehmen und
seine Tätigkeiten mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes
auszuführen.
2. Anwendungsbereich
2.1 Die ADSp gelten für Verkehrsverträge über alle Arten von Tätigkeiten,
gleichgültig ob sie Speditions-, Fracht-, Lager- oder sonstige üblicherweise zum Speditionsgewerbe gehörende Geschäfte betreffen. Hierzu
zählen auch speditionsübliche logistische Leistungen, wenn diese mit
der Beförderung oder Lagerung von Gütern in Zusammenhang stehen.
2.2 Bei speditionsvertraglichen Tätigkeiten im Sinne der §§ 453 bis 466
HGB schuldet der Spediteur nur den Abschluss der zur Erbringung
dieser Leistungen erforderlichen Verträge, soweit zwingende oder
AGB-feste Rechtsvorschriften nichts anderes bestimmen.
2.3 Die ADSp gelten nicht für Geschäfte, die ausschließlich zum Gegenstand
haben
– Verpackungsarbeiten,
– die Beförderung von Umzugsgut oder dessen Lagerung,
– Kran- oder Montagearbeiten sowie Schwer- oder Großraumtransporte
mit Ausnahme der Umschlagstätigkeit des Spediteurs,
– die Beförderung und Lagerung von abzuschleppenden oder zu
bergenden Gütern.
2.4 Die ADSp finden keine Anwendung auf Verkehrsverträge mit Verbrauchern. Verbraucher ist eine natürliche Person, die den Vertrag zu einem
Zweck abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen
beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann.
2.5 Weichen Handelsbräuche oder gesetzliche Bestimmungen von den
ADSp ab, so gehen die ADSp vor, es sei denn, dass die gesetzlichen
Bestimmungen zwingend oder AGB-fest sind.
Bei Verkehrsverträgen über Luft-, See-, Binnenschiffs- oder multimodale
Transporte können abweichende Vereinbarungen nach den dafür etwa
aufgestellten besonderen Beförderungsbedingungen getroffen werden.
2.6 Der Spediteur ist zur Vereinbarung der üblichen Geschäftsbedingungen
Dritter befugt.
2.7 Im Verhältnis zwischen Erst- und Zwischenspediteur gelten die ADSp
als Allgemeine Geschäftsbedingungen des Zwischenspediteurs.
3. Auftrag, Übermittlungsfehler, Inhalt, besondere Güterarten
3.1 Aufträge, Weisungen, Erklärungen und Mitteilungen sind formlos
gültig. Nachträgliche Änderungen sind als solche deutlich kenntlich zu
machen.
Die Beweislast für den Inhalt sowie die richtige und vollständige Übermittlung trägt, wer sich darauf beruft.
3.2 Soweit für Erklärungen die Schriftform verlangt wird, steht ihr die
Datenfernübertragung und jede sonst lesbare Form gleich, sofern sie
den Aussteller erkennbar macht.
3.3 Der Auftraggeber hat dem Spediteur bei Auftragserteilung mitzuteilen,
dass Gegenstand des Verkehrsvertrages sind:
– Gefährliche Güter
– Lebende Tiere und Pflanzen
– Leicht verderbliche Güter
– Besonders wertvolle und diebstahlsgefährdete Güter
3.4 Der Auftraggeber hat im Auftrag Adressen, Zeichen, Nummern, Anzahl,
Art und Inhalt der Packstücke, Eigenschaften des Gutes im Sinne von
Ziffer 3.3, den Warenwert für eine Versicherung des Gutes und alle
sonstigen erkennbar für die ordnungsgemäße Ausführung des Auftrags
erheblichen Umstände anzugeben.
3.5 Bei gefährlichem Gut hat der Auftraggeber bei Auftragserteilung dem
Spediteur schriftlich die genaue Art der Gefahr und – soweit erforderlich
– die zu ergreifenden Vorsichtsmaßnahmen mitzuteilen. Handelt es sich
um Gefahrgut im Sinne des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher
Güter oder um sonstige Güter, für deren Beförderung oder Lagerung
besondere gefahrgut-, umgangs- oder abfallrechtliche Vorschriften
bestehen, so hat der Auftraggeber alle für die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrags erforderlichen Angaben, insbesondere die Klassifizierung nach dem einschlägigen Gefahrgutrecht, mitzuteilen.
Info 5
3.6
3.7
3.8
3.9
Der Auftraggeber hat den Spediteur bei besonders wertvollen oder
diebstahlsgefährdeten Gütern (z.B. Geld, Edelmetalle, Schmuck,
Uhren, Edelsteine, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Scheck-, Kreditkarten, gültige Telefonkarten oder andere Zahlungsmittel, Wertpapiere, Valoren, Dokumente, Spirituosen, Tabakwaren, Unterhaltungselektronik, Telekommunikationsgeräte, EDV-Geräte und Zubehör)
sowie bei Gütern mit einem tatsächlichen Wert von EUR 50/kg und
mehr so rechtzeitig vor Übernahme durch den Spediteur schriftlich zu
informieren, dass der Spediteur die Möglichkeit hat, über die
Annahme des Gutes zu entscheiden und Maßnahmen für eine
sichere und schadenfreie Abwicklung des Auftrags zu treffen.
Entspricht ein dem Spediteur erteilter Auftrag nicht den in Ziffern
3.3 – 3.6 genannten Bedingungen, so steht es dem Spediteur frei,
– die Annahme des Gutes zu verweigern,
– bereits übernommenes Gut zurückzugeben bzw. zur Abholung
bereitzuhalten,
– dieses ohne Benachrichtigung des Auftraggebers zu versenden, zu
befördern oder einzulagern und eine zusätzliche, angemessene
Vergütung zu verlangen, wenn eine sichere und schadenfreie
Ausführung des Auftrags mit erhöhten Kosten verbunden ist.
Der Spediteur ist nicht verpflichtet, die nach Ziffern 3.3 bis 3.6
gemachten Angaben nachzuprüfen oder zu ergänzen.
Der Spediteur ist nicht verpflichtet, die Echtheit der Unterschriften
auf irgendwelchen das Gut betreffenden Mitteilungen oder sonstigen
Schriftstücken oder die Befugnis der Unterzeichner zu prüfen, es sei
denn, dass an der Echtheit oder der Befugnis begründete Zweifel
bestehen.
4.
Verpackung, Gestellung von Ladehilfs- und Packmitteln,
Verwiegung und Untersuchung des Gutes
4.1 Der dem Spediteur erteilte Auftrag umfasst mangels Vereinbarung
nicht
4.1.1 die Verpackung des Gutes,
4.1.2 die Verwiegung, Untersuchung, Maßnahmen zur Erhaltung oder
Besserung des Gutes und seiner Verpackung, es sei denn, dies ist
geschäftsüblich,
4.1.3 die Gestellung und den Tausch von Paletten oder sonstigen Ladehilfs- und Packmitteln.
Werden diese nicht Zug-um-Zug getauscht, erfolgt eine Abholung
nur, wenn ein neuer Auftrag erteilt wird. Dies gilt nicht, wenn der
Tausch auf Veranlassung des Spediteurs unterbleibt.
4.2 Die Tätigkeiten nach Ziffer 4.1 sind gesondert zu vergüten.
5.
5.1
5.2
5.3
6.
6.1
6.2
6.2.1
6.2.2
6.2.3
6.2.4
Zollamtliche Abwicklung
Der Auftrag zur Versendung nach einem Bestimmungsort im Ausland
schließt den Auftrag zur zollamtlichen Abfertigung ein, wenn ohne
sie die Beförderung bis zum Bestimmungsort nicht ausführbar ist.
Für die zollamtliche Abfertigung kann der Spediteur neben den
tatsächlich auflaufenden Kosten eine besondere Vergütung
berechnen.
Der Auftrag, unter Zollverschluss eingehende Sendungen zuzuführen
oder frei Haus zu liefern, schließt die Ermächtigung für den Spediteur
ein, über die Erledigung der erforderlichen Zollförmlichkeiten und die
Auslegung der zollamtlich festgesetzten Abgaben zu entscheiden.
Verpackungs- und Kennzeichnungspflichten des Auftraggebers
Die Packstücke sind vom Auftraggeber deutlich und haltbar mit den
für ihre auftragsgemäße Behandlung erforderlichen Kennzeichen zu
versehen, wie Adressen, Zeichen, Nummern, Symbolen für Handhabung und Eigenschaften; alte Kennzeichen müssen entfernt oder
unkenntlich gemacht sein.
Darüber hinaus ist der Auftraggeber verpflichtet,
zu einer Sendung gehörende Packstücke als zusammengehörig leicht
erkennbar zu kennzeichnen;
Packstücke so herzurichten, dass ein Zugriff auf den Inhalt ohne
Hinterlassen äußerlich sichtbarer Spuren nicht möglich ist (Klebeband, Umreifungen oder ähnliches sind nur ausreichend, wenn sie
individuell gestaltet oder sonst schwer nachahmbar sind; eine Umwickelung mit Folie nur, wenn diese verschweißt ist);
bei einer im Spediteursammelgutverkehr abzufertigenden Sendung,
die aus mehreren Stücken oder Einheiten mit einem Gurtmaß
(größter Umfang zuzüglich längste Kante) von weniger als 1 m
besteht, diese zu größeren Packstücken zusammenzufassen;
bei einer im Hängeversand abzufertigenden Sendung, die aus
mehreren Stücken besteht, diese zu Griffeinheiten in geschlossenen
Hüllen zusammenzufassen;
Allgemeine Deutsche
Spediteurbedingungen (ADSp)
Info 5
(Fortsetzung)
6.2.5 auf Packstücken von mindestens 1.000 kg Rohgewicht die durch das
Gesetz über die Gewichtsbezeichnung an schweren auf Schiffen
beförderten Frachtstücken vorgeschriebene Gewichtsbezeichnung
anzubringen.
6.3 Packstücke sind Einzelstücke oder vom Auftraggeber zur Abwicklung
des Auftrags gebildete Einheiten, z.B. Kisten, Gitterboxen, Paletten,
Griffeinheiten, geschlossene Ladegefäße, wie gedeckt gebaute oder
mit Planen versehene Waggons, Auflieger oder Wechselbrücken,
Container, Iglus.
6.4 Entsprechen die Packstücke nicht den in Ziffern 6.1 und 6.2 genannten
Bedingungen, findet Ziffer 3.7 entsprechende Anwendung.
7.
Kontrollpflichten des Spediteurs
7.1 Der Spediteur ist verpflichtet, an Schnittstellen
7.1.1 die Packstücke auf Vollzähligkeit und Identität sowie äußerlich erkennbare Schäden und Unversehrtheit von Plomben und Verschlüssen zu
überprüfen und
7.1.2 Unregelmäßigkeiten zu dokumentieren (z.B. in den Begleitpapieren
oder durch besondere Benachrichtigung).
7.2 Schnittstelle ist jeder Übergang der Packstücke von einer Rechtsperson auf eine andere sowie die Ablieferung am Ende jeder Beförderungsstrecke.
8.
8.1
8.2
9.
9.1
9.2
9.3
Quittung
Auf Verlangen des Auftraggebers erteilt der Spediteur eine Empfangsbescheinigung.
In der Empfangsbescheinigung bestätigt der Spediteur nur die Anzahl
und Art der Packstücke, nicht jedoch deren Inhalt, Wert oder
Gewicht. Bei Massengütern, Wagenladungen und dergleichen
enthält die Empfangsbescheinigung im Zweifel keine Bestätigung des
Rohgewichts oder der anders angegebenen Menge des Gutes.
Als Ablieferungsnachweis hat der Spediteur vom Empfänger eine
Empfangsbescheinigung über die im Auftrag oder in sonstigen
Begleitpapieren genannten Packstücke zu verlangen. Weigert sich
der Empfänger, die Empfangsbescheinigung zu erteilen, so hat der
Spediteur Weisung einzuholen. Ist das Gut beim Empfänger bereits
ausgeladen, so ist der Spediteur berechtigt, es wieder an sich zu
nehmen.
Weisungen
Eine über das Gut erteilte Weisung bleibt für den Spediteur bis zu
einem Widerruf des Auftraggebers maßgebend.
Mangels ausreichender oder ausführbarer Weisung darf der Spediteur
nach seinem pflichtgemäßen Ermessen handeln.
Ein Auftrag, das Gut zur Verfügung eines Dritten zu halten, kann
nicht mehr widerrufen werden, sobald die Verfügung des Dritten
beim Spediteur eingegangen ist.
10. Frachtüberweisung, Nachnahme
10.1 Die Mitteilung des Auftraggebers, der Auftrag sei unfrei abzufertigen
oder der Auftrag sei für Rechnung des Empfängers oder eines Dritten
auszuführen, berührt nicht die Verpflichtung des Auftraggebers
gegenüber dem Spediteur, die Vergütung sowie die sonstigen
Aufwendungen zu tragen.
10.2 Die Mitteilung nach Ziffer 10.1 enthält keine Nachnahmeweisung.
11. Fristen
11.1 Mangels Vereinbarung werden Verlade- und Lieferfristen nicht
gewährleistet, ebensowenig eine bestimmte Reihenfolge in der
Abfertigung von Gütern gleicher Beförderungsart.
11.2 Unberührt bleibt die gesetzliche Haftung des Spediteurs für eine
Überschreitung der Lieferfrist.
12. Hindernisse
12.1 Leistungshindernisse, die nicht dem Risikobereich des Spediteurs
zuzurechnen sind, befreien ihn für die Zeit ihrer Dauer von den
Verpflichtungen, deren Erfüllung unmöglich geworden ist.
Im Falle der Befreiung nach Satz 1 sind der Spediteur und der
Auftraggeber berechtigt, vom Vertrage zurückzutreten, auch wenn
der Auftrag schon teilweise ausgeführt worden ist.
Tritt der Spediteur oder Auftraggeber zurück, so sind dem Spediteur
die Kosten zu erstatten, die er für erforderlich halten durfte oder die
für den Auftraggeber von Interesse sind.
12.2 Der Spediteur hat nur im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht zu prüfen
und den Auftraggeber darauf hinzuweisen, ob gesetzliche oder
behördliche Hindernisse für die Versendung (z.B. Ein- und Ausfuhrbeschränkungen) vorliegen. Soweit der Spediteur jedoch durch
öffentliche Bekanntmachungen oder in den Vertragsverhandlungen
den Eindruck erweckt hat, über besondere Kenntnisse für bestimmte
Arten von Geschäften zu verfügen, hat er vorstehende Prüfungs- und
Hinweispflichten entsprechend zu erfüllen.
12.3 Vom Spediteur nicht zu vertretende öffentlich-rechtliche Akte
berühren die Rechte des Spediteurs gegenüber dem Auftraggeber
nicht; der Auftraggeber haftet dem Spediteur für alle aus solchen
Ereignissen entstehenden Folgen. Etwaige Ansprüche des Spediteurs
gegenüber dem Staat oder einem sonstigen Dritten werden hierdurch
nicht berührt.
13.
Ablieferung
Die Ablieferung erfolgt mit befreiender Wirkung an jede im Geschäft
oder Haushalt des Empfängers anwesende Person, es sei denn, es
bestehen begründete Zweifel an deren Empfangsberechtigung.
14. Auskunfts- und Herausgabepflicht des Spediteurs
14.1 Der Spediteur ist verpflichtet, dem Auftraggeber die erforderlichen
Nachrichten zu geben, auf Verlangen über den Stand des Geschäftes
Auskunft zu geben und nach dessen Ausführung Rechenschaft abzulegen; zur Offenlegung der Kosten ist er jedoch nur verpflichtet,
wenn er für Rechnung des Auftraggebers tätig wird.
14.2 Der Spediteur ist verpflichtet, dem Auftraggeber alles, was er zur
Ausführung des Geschäfts erhält und was er aus der Geschäftsführung
erlangt, herauszugeben.
15. Lagerung
15.1 Die Lagerung erfolgt nach Wahl des Spediteurs in dessen eigenen
oder fremden Lagerräumen. Lagert der Spediteur bei einem fremden
Lagerhalter ein, so hat er dessen Namen und den Lagerort dem
Auftraggeber unverzüglich schriftlich bekanntzugeben oder, falls ein
Lagerschein ausgestellt ist, auf diesem zu vermerken.
15.2 Dem Auftraggeber steht es frei, die Lagerräume zu besichtigen oder
besichtigen zu lassen. Einwände oder Beanstandungen gegen die
Unterbringung des Gutes oder gegen die Wahl des Lagerraumes
muss er unverzüglich vorbringen. Macht er von dem Besichtigungsrecht keinen Gebrauch, so begibt er sich aller Einwände gegen die
Art und Weise der Unterbringung, soweit die Wahl des Lagerraumes
und die Unterbringung unter Wahrung der Sorgfalt eines ordentlichen
Spediteurs erfolgt ist.
15.3 Das Betreten des Lagers ist dem Auftraggeber nur in Begleitung des
Spediteurs zu dessen Geschäftsstunden erlaubt.
15.4 Nimmt der Auftraggeber Handlungen mit dem Gut vor (z.B. Probeentnahme), so kann der Spediteur verlangen, dass Anzahl, Gewicht
und Beschaffenheit des Gutes gemeinsam mit dem Auftraggeber
festgestellt wird. Kommt der Auftraggeber diesem Verlangen nicht
nach, ist die Haftung des Spediteurs für später festgestellte Schäden
ausgeschlossen, es sei denn, der Schaden ist nicht auf die vorgenommenen Handlungen mit dem Gut zurückzuführen.
15.5 Der Auftraggeber haftet für alle Schäden, die er, seine Angestellten
oder Beauftragten beim Betreten des Lagers oder beim Betreten oder
Befahren des Lagergrundstückes dem Spediteur, anderen Einlagerern
oder sonstigen Dritten zufügen, es sei denn, dass den Auftraggeber,
seine Angestellten oder Beauftragten kein Verschulden trifft.
15.6 Bei Inventurdifferenzen kann der Spediteur bei gleichzeitigen Fehlund Mehrbeständen desselben Auftraggebers eine wertmäßige
Saldierung des Lagerbestandes vornehmen.
15.7 Entstehen dem Spediteur begründete Zweifel, ob seine Ansprüche
durch den Wert des Gutes sichergestellt sind, so ist er berechtigt,
dem Auftraggeber eine angemessene Frist zu setzen, in der dieser
entweder für Sicherstellung der Ansprüche des Spediteurs oder für
anderweitige Unterbringung des Gutes Sorge tragen kann. Kommt
der Auftraggeber diesem Verlangen nicht nach, so ist der Spediteur
zur Kündigung ohne Kündigungsfrist berechtigt.
51
Allgemeine Deutsche
Spediteurbedingungen (ADSp)
Info 5
(Fortsetzung)
16. Angebote und Vergütung
16.1 Angebote des Spediteurs und Vereinbarungen mit ihm über Preise
und Leistungen beziehen sich stets nur auf die namentlich aufgeführten eigenen Leistungen oder Leistungen Dritter und nur auf Gut
normalen Umfangs, normalen Gewichts und normaler Beschaffenheit; sie setzen normale unveränderte Beförderungsverhältnisse,
ungehinderte Verbindungswege, Möglichkeit unmittelbarer sofortiger
Weiterversendung sowie Weitergeltung der bisherigen Frachten,
Valutaverhältnisse und Tarife, welche der Vereinbarung zugrunde
lagen, voraus, es sei denn, die Veränderungen sind unter Berücksichtigung der Umstände vorhersehbar gewesen. Ein Vermerk, wie etwa
“zuzüglich der üblichen Nebenspesen”, berechtigt den Spediteur,
Sondergebühren und Sonderauslagen zusätzlich zu berechnen.
16.2 Alle Angebote des Spediteurs gelten nur bei unverzüglicher Annahme
zur sofortigen Ausführung des betreffenden Auftrages, sofern sich
nichts Gegenteiliges aus dem Angebot ergibt, und nur, wenn bei
Erteilung des Auftrages auf das Angebot Bezug genommen wird.
16.3 Wird ein Auftrag gekündigt oder entzogen, so stehen dem Spediteur
die Ansprüche nach §§ 415, 417 HGB zu.
16.4 Wird ein Nachnahme- oder sonstiger Einziehungsauftrag nachträglich
zurückgezogen, oder geht der Betrag nicht ein, kann der Spediteur
dennoch Provision erheben.
16.5 Lehnt der Empfänger die Annahme einer ihm zugerollten Sendung
ab, oder ist die Ablieferung aus Gründen, die der Spediteur nicht zu
vertreten hat, nicht möglich, so steht dem Spediteur für die Rückbeförderung Rollgeld in gleicher Höhe wie für die Hinbeförderung zu.
17. Aufwendungen des Spediteurs, Freistellungsanspruch
17.1 Der Spediteur hat Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen, die er
den Umständen nach für erforderlich halten durfte.
17.2 Der Auftrag, ankommendes Gut in Empfang zu nehmen, ermächtigt
den Spediteur, verpflichtet ihn aber nicht, auf dem Gut ruhende
Frachten, Wertnachnahmen, Zölle, Steuern und sonstige Abgaben
sowie Spesen auszulegen.
17.3 Von Frachtforderungen, Havarieeinschüssen oder -beiträgen, Zöllen,
Steuern und sonstigen Abgaben, die an den Spediteur, insbesondere
als Verfügungsberechtigten oder als Besitzer fremden Gutes gestellt
werden, hat der Auftraggeber den Spediteur auf Aufforderung sofort
zu befreien, wenn sie der Spediteur nicht zu vertreten hat. Der Spediteur ist berechtigt, nach pflichtgemäßem Ermessen die zu seiner
Sicherung oder Befreiung geeigneten Maßnahmen zu ergreifen.
Sofern nicht die Notwendigkeit sofortigen Handelns geboten ist, hat
der Spediteur Weisung einzuholen.
17.4 Der Auftraggeber hat den Spediteur in geschäftsüblicher Weise
rechtzeitig auf alle öffentlich-rechtlichen, z.B. zollrechtlichen oder
Dritten gegenüber bestehenden, z.B. markenrechtlichen Verpflichtungen aufmerksam zu machen, die mit dem Besitz des Gutes
verbunden sind, soweit nicht aufgrund des Angebots des Spediteurs
davon auszugehen ist, dass diese Verpflichtungen ihm bekannt sind.
18. Rechnungen, fremde Währungen
18.1 Rechnungen des Spediteurs sind sofort zu begleichen.
18.2 Der Spediteur ist berechtigt, von ausländischen Auftraggebern oder
Empfängern nach seiner Wahl Zahlung in ihrer Landeswährung oder
in deutscher Währung zu verlangen.
18.3 Schuldet der Spediteur fremde Währung oder legt er fremde Währung
aus, so ist er berechtigt, entweder Zahlung in der fremden oder in
deutscher Währung zu verlangen. Verlangt er deutsche Währung, so
erfolgt die Umrechnung zu dem am Tage der Zahlung amtlich festgesetzten Kurs, es sei denn, dass nachweisbar ein anderer Kurs zu
zahlen oder gezahlt worden ist.
19.
Aufrechnung, Zurückbehaltung
Gegenüber Ansprüchen aus dem Verkehrsvertrag und damit zusammenhängenden außervertraglichen Ansprüchen ist eine Aufrechnung
oder Zurückbehaltung nur mit fälligen Gegenansprüchen zulässig,
denen ein Einwand nicht entgegen steht.
20. Pfand- und Zurückbehaltungsrecht
20.1 Der Spediteur hat wegen aller fälligen und nicht fälligen Forderungen,
die ihm aus den in Ziffer 2.1 genannten Tätigkeiten an den Auftraggeber zustehen, ein Pfandrecht und ein Zurückbehaltungsrecht an
den in seiner Verfügungsgewalt befindlichen Gütern oder sonstigen
Werten. Das Pfand- und Zurückbehaltungsrecht geht nicht über das
gesetzliche Pfand- und Zurückbehaltungsrecht hinaus.
20.2 Der Spediteur darf ein Pfand- oder Zurückbehaltungsrecht wegen
Forderungen aus anderen mit dem Auftraggeber abgeschlossenen
Verkehrsverträgen nur ausüben, soweit sie unbestritten sind oder
wenn die Vermögenslage des Schuldners die Forderung des Spediteurs gefährdet.
20.3 An die Stelle der in § 1234 BGB bestimmten Frist von einem Monat
tritt in allen Fällen eine solche von zwei Wochen.
20.4 Ist der Auftraggeber im Verzug, so kann der Spediteur nach erfolgter
Verkaufsandrohung von den in seinem Besitz befindlichen Gütern
und Werten eine solche Menge, wie nach seinem pflichtgemäßen
Ermessen zur Befriedigung erforderlich ist, freihändig verkaufen.
20.5 Für den Pfand- oder Selbsthilfeverkauf kann der Spediteur in allen
Fällen eine Verkaufsprovision vom Nettoerlös in Höhe von ortsüblichen Sätzen berechnen.
21. Versicherung des Gutes
21.1 Der Spediteur besorgt die Versicherung des Gutes (z.B. Transportoder Lagerversicherung) bei einem Versicherer seiner Wahl, wenn der
Auftraggeber ihn vor Übergabe der Güter beauftragt.
Kann der Spediteur wegen der Art der zu versichernden Güter oder
aus einem anderen Grund keinen Versicherungsschutz eindecken, hat
der Spediteur dies dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen.
21.2 Der Spediteur ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Versicherung
des Gutes zu besorgen, wenn dies im Interesse des Auftraggebers
liegt. Der Spediteur darf vermuten, dass die Eindeckung einer Versicherung im Interesse des Auftraggebers liegt, insbesondere wenn
– der Spediteur bei einem früheren Verkehrsvertrag eine Versicherung
besorgt hat,
– der Auftraggeber im Auftrag einen Warenwert (Ziffer 3.4) angegeben hat.
Die Vermutung des Interesses an der Eindeckung einer Versicherung
besteht insbesondere nicht, wenn
– der Auftraggeber die Eindeckung schriftlich untersagt,
– der Auftraggeber ein Spediteur, Frachtführer oder Lagerhalter ist.
21.3 Der Spediteur hat nach pflichtgemäßem Ermessen über Art und
Umfang der Versicherung zu entscheiden und sie zu marktüblichen
Bedingungen abzuschließen, es sei denn, der Auftraggeber erteilt
dem Spediteur unter Angabe der Versicherungssumme und der zu
deckenden Gefahren schriftlich eine andere Weisung.
21.4 Ist der Spediteur Versicherungsnehmer und hat er für Rechnung des
Auftraggebers gehandelt, ist der Spediteur verpflichtet, auf Verlangen
gemäß Ziffer 14.1 Rechnung zu legen. In diesem Fall hat der Spediteur die Prämie für jeden einzelnen Verkehrsvertrag auftragsbezogen
zu erheben, zu dokumentieren und in voller Höhe ausschließlich für
diese Versicherungsdeckung an den Versicherer abzuführen.
21.5 Für die Versicherungsbesorgung, Einziehung des Entschädigungsbetrages und sonstige Tätigkeiten bei Abwicklung von Versicherungsfällen und Havarien steht dem Spediteur eine besondere Vergütung
neben dem Ersatz seiner Auslagen zu.
22. Haftung des Spediteurs, Abtretung von Ersatzansprüchen
22.1 Der Spediteur haftet bei all seinen Tätigkeiten (Ziffer 2.1) nach den
gesetzlichen Vorschriften. Es gelten jedoch die folgenden Regelungen,
soweit zwingende oder AGB-feste Rechtsvorschriften nichts anderes
bestimmen.
22.2 Soweit der Spediteur nur den Abschluss der zur Erbringung der
vertraglichen Leistungen erforderlichen Verträge schuldet, haftet er
nur für die sorgfältige Auswahl der von ihm beauftragten Dritten.
22.3 In allen Fällen, in denen der Spediteur für Verlust oder Beschädigung
des Gutes zu haften hat, hat er Wert- und Kostenersatz entsprechend
§§ 429, 430 HGB zu leisten.
22.4 Soweit die §§ 425 ff und 461 Abs. 1 HGB nicht gelten, haftet der
Spediteur für Schäden, die entstanden sind aus
22.4.1– ungenügender Verpackung oder Kennzeichnung des Gutes durch
den Auftraggeber oder Dritte;
22.4.2– vereinbarter oder der Übung entsprechender Aufbewahrung im
Freien;
22.4.3– schwerem Diebstahl oder Raub (§§ 243, 244, 249 StGB);
22.4.4– höherer Gewalt, Witterungseinflüssen, Schadhaftwerden von
Geräten oder Leitungen, Einwirkung anderer Güter, Beschädigung
durch Tiere, natürlicher Veränderung Gutes
nur nur insoweit, als ihm eine schuldhafte Verursachung des Schadens
nachgewiesen wird. Konnte ein Schaden aus einem der vorstehend
aufgeführten Umständen entstehen, so wird vermutet, dass er aus
diesem entstanden ist.
52
Allgemeine Deutsche
Spediteurbedingungen (ADSp)
Info 5
(Fortsetzung)
22.5
Hat der Spediteur aus einem Schadenfall Ansprüche gegen einen
Dritten, für den er nicht haftet, oder hat der Spediteur gegen einen
Dritten seine eigene Haftung übersteigende Ersatzansprüche, so
hat er diese Ansprüche dem Auftraggeber auf dessen Verlangen
abzutreten, es sei denn, dass der Spediteur aufgrund besonderer
Abmachung die Verfolgung der Ansprüche für Rechnung und
Gefahr des Auftraggebers übernimmt.
Der Auftraggeber kann auch verlangen, dass der Spediteur ihm die
gesamten Ansprüche gegen den Dritten erfüllungshalber abtritt.
§ 437 HGB bleibt unberührt.
Soweit die Ansprüche des Auftraggebers vom Spediteur oder aus
der Speditionsversicherung befriedigt worden sind, erstreckt sich
der Abtretungsanspruch nur auf den die Leistung des Spediteurs
bzw. der Versicherung übersteigenden Teil des Anspruchs gegen
den Dritten.
23.
23.1
Haftungsbegrenzungen
Die Haftung des Spediteurs bei Verlust oder Beschädigung
des Gutes (Güterschaden) ist mit Ausnahme der verfügten
Lagerung der Höhe nach begrenzt
auf EUR 5 für jedes Kilogramm des Rohgewichts der Sendung;
bei einem Schaden, der an dem Gut während des Transports
mit einem Beförderungsmittel eingetreten ist, abweichend
von Ziffer 23.1.1 auf den für diese Beförderung gesetzlich
festgelegten Haftungshöchstbetrag;
bei einem Verkehrsvertrag über eine Beförderung mit verschiedenartigen Beförderungsmitteln unter Einschluss einer
Seebeförderung, abweichend von Ziffer 23.1.1. auf 2 SZR
für jedes Kilogramm.
in jedem Schadenfall höchstens auf einen Betrag von EUR 1
Mio. oder 2 SZR für jedes Kilogramm, je nachdem, welcher
Betrag höher ist.
Sind nur einzelne Packstücke oder Teile der Sendung verloren oder
beschädigt worden, berechnet sich die Haftungshöchstsumme
nach dem Rohgewicht
– der gesamten Sendung, wenn die gesamte Sendung entwertet
ist,
– des entwerteten Teils der Sendung, wenn nur ein Teil der
Sendung entwertet ist.
Die Haftung des Spediteurs für andere als Güterschäden mit
Ausnahme von Personenschäden und Sachschäden an
Drittgut ist der Höhe nach begrenzt auf das Dreifache des
Betrages, der bei Verlust des Gutes zu zahlen wäre, höchstens auf einen Betrag von EUR 100.000 je Schadenfall. Die
§§ 431 Abs. 3, 433 HGB bleiben unberührt.
Die Haftung des Spediteurs ist in jedem Fall, unabhängig
davon, wie viele Ansprüche aus einem Schadenereignis
erhoben werden, begrenzt auf EUR 2 Mio. je Schadenereignis oder 2 SZR für jedes Kilogramm der verlorenen und
beschädigten Güter, je nachdem, welcher Betrag höher ist,
bei mehreren Geschädigten haftet der Spediteur anteilig im
Verhältnis ihrer Ansprüche.
Für die Berechnung des SZR gilt § 431 Abs. 4 HGB.
23.1.1
23.1.2
23.1.3
23.1.4
23.2
23.3
23.4
23.5
24.
24.1
Haftungsbegrenzungen bei verfügter Lagerung
Die Haftung des Spediteurs bei Verlust oder Beschädigung des
Gutes (Güterschaden) ist bei einer verfügten Lagerung begrenzt
24.1.1 auf EUR 5 für jedes Kilogramm des Rohgewichts der Sendung,
24.1.2 höchstens EUR 5.000 je Schadenfall; besteht der Schaden eines
Auftraggebers in einer Differenz zwischen Soll- und Ist-Bestand
des Lagerbestandes (Ziffer 15.6), so ist die Haftungshöhe auf
EUR 25.000 begrenzt, unabhängig von der Zahl der für die Inventurdifferenz ursächlichen Schadenfälle. In beiden Fällen bleibt Ziffer
24.1.1 unberührt.
24.2
Ziffer 23.2 gilt entsprechend.
24.3
Die Haftung des Spediteurs für andere als Güterschäden mit
Ausnahme von Personenschäden und Sachschäden an Drittgut ist
bei einer verfügten Lagerung begrenzt auf EUR 5.000 je Schadenfall.
24.4
Die Haftung des Spediteurs ist in jedem Fall, unabhängig davon,
wie viele Ansprüche aus einem Schadenereignis erhoben werden,
auf EUR 2 Mio. je Schadenereignis begrenzt; bei mehreren Geschädigten haftet der Spediteur anteilig im Verhältnis ihrer Ansprüche.
25. Beweislast
25.1 Der Auftraggeber hat im Schadenfall zu beweisen, dass dem Spediteur
ein Gut bestimmter Menge und Beschaffenheit ohne äußerlich erkennbare Schäden (§ 438 HGB) übergeben worden ist. Der Spediteur
hat zu beweisen, dass er das Gut, wie er es erhalten hat, abgeliefert
hat.
25.2 Der Beweis dafür, dass ein Güterschaden während des Transports
mit einem Beförderungsmittel (Ziffer 23.1.2) eingetreten ist, obliegt
demjenigen, der dies behauptet. Bei unbekanntem Schadenort hat
der Spediteur auf Verlangen des Auftraggebers oder Empfängers den
Ablauf der Beförderung anhand einer Schnittstellendokumentation
(Ziffer 7) darzulegen. Es wird vermutet, dass der Schaden auf derjenigen Beförderungsstrecke eingetreten ist, für die der Spediteur eine
vorbehaltslose Quittung nicht vorlegt.
25.3 Der Spediteur ist verpflichtet, durch Einholung von Auskünften und
Beweismitteln für die Feststellung zu sorgen, wo der geltend
gemachte Schaden eingetreten ist.
26.
Außervertragliche Ansprüche
Die vorstehenden Haftungsbefreiungen und -beschränkungen gelten
entsprechend §§ 434, 436 HGB auch für außervertragliche Ansprüche.
27.
Qualifiziertes Verschulden
Die vorstehenden Haftungsbefreiungen und -begrenzungen gelten
nicht, wenn der Schaden verursacht worden ist
27.1 durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Spediteurs oder seiner
leitenden Angestellten oder durch Verletzung vertragswesentlicher
Pflichten, wobei Ersatzansprüche in letzterem Fall begrenzt sind auf
den vorhersehbaren, typischen Schaden;
27.2 in den Fällen der §§ 425 ff, 461 Abs. 1 HGB durch den Spediteur
oder die in §§ 428, 462 HGB genannten Personen vorsätzlich oder
leichtfertig und in dem Bewusstsein, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde.
28.
Schadenanzeige
Für die Anzeige eines Schadens findet § 438 HGB Anwendung.
29. Haftungsversicherung des Spediteurs
29.1 Der Spediteur ist verpflichtet, bei einem Versicherer seiner Wahl eine
Haftungsversicherung zu marktüblichen Bedingungen abzuschließen
und aufrecht zu erhalten, die seine verkehrsvertragliche Haftung
nach den ADSp und nach dem Gesetz im Umfang der Regelhaftungssummen abdeckt.
29.2 Die Vereinbarung einer Höchstersatzleistung je Schadenfall, Schadenereignis und Jahr ist zulässig; ebenso die Vereinbarung einer Schadenbeteiligung des Spediteurs.
29.3 Der Spediteur darf sich gegenüber dem Auftraggeber auf die ADSp
nur berufen, wenn er bei Auftragserteilung einen ausreichenden
Haftungsversicherungsschutz vorhält.
29.4 Auf Verlangen des Auftraggebers hat der Spediteur diesen Haftungsversicherungsschutz durch eine Bestätigung des Versicherers nachzuweisen.
30. Erfüllungsort, Gerichtsstand, anzuwendendes Recht
30.1 Der Erfüllungsort ist für alle Beteiligten der Ort derjenigen Niederlassung des Spediteurs, an die der Auftrag gerichtet ist.
30.2 Der Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten, die aus dem Auftragsverhältnis oder im Zusammenhang damit entstehen, ist für alle Beteiligten, soweit sie Kaufleute sind, der Ort derjenigen Niederlassung
des Spediteurs, an die der Auftrag gerichtet ist; für Ansprüche gegen
den Spediteur ist dieser Gerichtsstand ausschließlich.
30.3 Für die Rechtsbeziehungen des Spediteurs zum Auftraggeber oder zu
seinen Rechtsnachfolgern gilt deutsches Recht.
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