Sinterofen Multimat2Sinter

Sinterofen Multimat2Sinter
Gebrauchsanweisung
Sinterofen
Multimat2Sinter
Bei der Zusammenstellung von Texten und Abbildungen dieser Gebrauchsanweisung wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen.
Dennoch können Schreibfehler oder sonstige irrtümlichen Angaben vorkommen. Bitte beachten Sie, dass die DeguDent GmbH hierfür
keine Haftung übernehmen kann.
Seite 1
Inhalt
1
2
Allgemeines .................................................................................................................................................... 4
1.1 Angaben zur Gebrauchsanweisung ............................................................................................................ 4
1.2
Symbolerklärung ......................................................................................................................................... 4
1.3
Urheber und Schutzrechte .......................................................................................................................... 5
1.4
Haftungsbeschränkung ............................................................................................................................... 5
1.5
Ersatzteile ................................................................................................................................................... 6
1.6
Garantiebestimmungen............................................................................................................................... 6
1.7
Kundendienst .............................................................................................................................................. 6
Sicherheit ........................................................................................................................................................ 7
2.1 Verantwortung des Betreibers .................................................................................................................... 7
2.2
Personalanforderungen .............................................................................................................................. 7
2.2.1
3
4
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung ............................................................................................................ 8
2.4
Persönliche Schutzausrüstung ................................................................................................................... 8
2.5
Besondere Gefahren................................................................................................................................... 8
2.6
Verhalten im Gefahrenfall und bei Unfällen .............................................................................................. 10
2.7
Beschilderung ........................................................................................................................................... 10
Technische Daten ......................................................................................................................................... 11
3.1 Allgemeine Angaben ................................................................................................................................. 11
3.2
Anschlusswerte ......................................................................................................................................... 11
3.3
Betriebsbedingungen ................................................................................................................................ 11
3.4
Typenschild ............................................................................................................................................... 12
Aufbau und Funktion ................................................................................................................................... 12
4.1 Übersicht ................................................................................................................................................... 12
4.2
Baugruppenbeschreibung ......................................................................................................................... 13
4.3
Anschlüsse ................................................................................................................................................ 13
4.4
Gefahrenbereiche ..................................................................................................................................... 14
4.5
Bedienelemente ........................................................................................................................................ 14
4.5.1
Regler, Elektronik ............................................................................................................................. 14
4.5.2
Schalter- und Tastenfunktionen ....................................................................................................... 15
4.5.3
Anzeigefunktionen ........................................................................................................................... 15
4.6
5
Qualifikationen ................................................................................................................................... 7
Lieferumfang ............................................................................................................................................. 15
Transport, Verpackung und Lagerung ....................................................................................................... 16
5.1 Sicherheitshinweise für den Transport ..................................................................................................... 16
5.2
Symbole auf der Verpackung ................................................................................................................... 16
5.3
Transportinspektion .................................................................................................................................. 17
5.4
Verpackung ............................................................................................................................................... 17
5.5
Transport ................................................................................................................................................... 18
Seite 2
6
Installation und Erstinbetriebnahme .......................................................................................................... 18
6.1 Sicherheit .................................................................................................................................................. 18
6.2
7
Installation ................................................................................................................................................. 19
6.2.1
Hochtemperaturofen aufstellen ........................................................................................................ 19
6.2.2
Anschließen der Argonversorgung .................................................................................................. 20
6.3
Anschließen an die Energieversorgung .................................................................................................... 21
6.4
Erstinbetriebnahme ................................................................................................................................... 21
6.4.1
Transportsicherung entfernen .......................................................................................................... 21
6.4.2
Öffnen/Schließen der Ofentür .......................................................................................................... 21
6.4.3
Ofenparameter einstellen ................................................................................................................. 22
Bedienung ..................................................................................................................................................... 23
7.1 Sicherheit .................................................................................................................................................. 23
7.2
Ofen einschalten ....................................................................................................................................... 24
7.3
Sintern von Crypton .................................................................................................................................. 25
7.4
Wechseln der Ofentür ............................................................................................................................... 26
7.5
Hinweis zum Wechsel der Türen .............................................................................................................. 27
7.6
Sintern von Cercon ................................................................................................................................... 28
7.7
Programmieren ......................................................................................................................................... 29
7.8
Heizprogramm speichern .......................................................................................................................... 31
7.9
Heizprogramm starten und anhalten ........................................................................................................ 32
7.10 Heizprogramm automatisch starten .......................................................................................................... 33
7.11 Ofenkammer schließen / öffnen ................................................................................................................ 34
7.12 Ofen ausschalten ...................................................................................................................................... 34
8
9
Zusatzfunktionen .......................................................................................................................................... 35
8.1 Speed-Sintern mit Cercon Materialen ....................................................................................................... 35
8.2
Speed Sinterprogramme erstellen ............................................................................................................ 36
8.3
Sinterprogramme mit optimierter Abkühlphase ....................................................................................... 37
Störungen ...................................................................................................................................................... 37
9.1 Sicherheit .................................................................................................................................................. 37
9.2
Störungsanzeigen ..................................................................................................................................... 38
9.3
Störungstabelle ......................................................................................................................................... 39
9.4
Systeminformationen zur Fehlerdiagnose ................................................................................................ 40
10 Wartung und Reinigung ............................................................................................................................... 41
10.1 Sicherheit .................................................................................................................................................. 41
10.2 Wartungsplan ............................................................................................................................................ 41
10.3 Wartungsarbeiten...................................................................................................................................... 41
10.3.1
Heizkammer und Liftteller reinigen .................................................................................................. 41
10.4 Reinigung .................................................................................................................................................. 41
11 Demontage und Entsorgung ....................................................................................................................... 42
11.1 Sicherheit .................................................................................................................................................. 42
11.2 Demontage ............................................................................................................................................... 42
11.3 Entsorgung ................................................................................................................................................ 42
12 EG-Konformitätserklärung .......................................................................................................................... 43
Seite 3
1
Allgemeines
1.1
Angaben zur Gebrauchsanweisung
Diese Anleitung ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang mit dem Gerät.
Die Anleitung ist Bestandteil des Geräts und muss in unmittelbarer Nähe des Geräts für das Personal
jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Das Personal muss diese Anleitung vor Beginn aller Arbeiten
sorgfältig durchgelesen und verstanden haben. Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten ist die Einhaltung
aller angegebenen Sicherheitshinweise und Handlungsanweisungen in dieser Anleitung.
Darüber hinaus gelten die örtlichen Unfallverhütungsvorschriften und allgemeinen Sicherheitsbestimmungen
für den Einsatzbereich des Geräts.
Abbildungen in dieser Anleitung dienen dem grundsätzlichen Verständnis und können von der tatsächlichen
Ausführung des Geräts abweichen.
Neben dieser Anleitung gelten die im Anhang befindlichen Anleitungen der verbauten Komponenten.
Das Befolgen der Anweisungen in dieser Betriebsanleitung hilft Gefahren zu vermeiden und die
Zuverlässigkeit und die Lebensdauer des Geräts zu erhöhen.
Für Schäden, die aufgrund des unsachgemäßen Betriebes des Gerätes und/oder der Missachtung der
Bestimmungen dieser Gebrauchsanweisung entstehen, übernimmt die DeguDent GmbH keine Haftung.
Hinweis: Wir sind stets bemüht, die Gebrauchsanweisung für Sie zu aktualisieren. Die aktuellste Version
können Sie jederzeit im Download-Bereich unserer Internetseite einsehen unter www.degudent.de.
Falls Sie Fragen haben, die Ihnen diese Betriebsanleitung nicht beantwortet, wenden Sie sich an:
DeguDent GmbH
Rodenbacher Chaussee 4
D-63457 Hanau
1.2
Symbolerklärung
Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise sind in dieser Anleitung durch Symbole gekennzeichnet. Die Sicherheitshinweise
werden durch Signalworte eingeleitet, die das Ausmaß der Gefährdung zum Ausdruck bringen.
Sicherheitshinweise unbedingt einhalten und umsichtig handeln, um Unfälle, Personen- und Sachschäden
zu vermeiden.
GEFAHR!
… weist auf eine unmittelbar gefährliche Situation hin, die zum Tod oder zu schweren
Verletzungen führt, wenn sie nicht gemieden wird.
WARNUNG!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche Situation hin, die zum Tod oder zu schweren
Verletzungen führen kann, wenn sie nicht gemieden wird.
VORSICHT!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche Situation hin, die zu geringfügigen oder
leichten Verletzungen führen kann, wenn sie nicht gemieden wird.
VORSICHT!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche Situation hin, die zu Sachschäden führen
kann, wenn sie nicht gemieden wird.
Tipps und Empfehlungen
HINWEIS!
… hebt nützliche Tipps und Empfehlungen sowie Informationen für einen effizienten und
störungsfreien Betrieb hervor.
Besondere
Sicherheitshinweise
Um auf besondere Gefahren aufmerksam zu machen, werden in Sicherheitshinweisen
folgende Symbole eingesetzt:
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
… kennzeichnet lebensgefährliche Situationen durch elektrischen Strom. Bei
Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise besteht die Gefahr schwerer Verletzungen oder
des Todes.
1.3
Urheber und Schutzrechte
© 2014, DeguDent GmbH
Alle Rechte an dieser Gebrauchsanweisung, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung
sowie der Übersetzung, bleiben der DeguDent GmbH vorbehalten. Insbesondere darf diese Gebrauchsanweisung nicht in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne
vorherige schriftliche Zustimmung der DeguDent GmbH ganz oder teilweise reproduziert und/oder unter
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Zuwiderhandlungen sind strafbar und verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte zur Ausübung von
gewerblichen Schutzrechten sind der DeguDent GmbH vorbehalten.
1.4
Haftungsbeschränkung
Alle Angaben und Hinweise in dieser Anleitung wurden unter Berücksichtigung der geltenden Normen und
Vorschriften, des Stands der Technik sowie unserer langjährigen Erkenntnisse und Erfahrungen
zusammengestellt.
Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Schäden aufgrund:

Nichtbeachtung der Anleitung

Nichtbestimmungsgemäßer Verwendung

Einsatz von nicht ausgebildetem Personal

Eigenmächtiger Umbauten

Technischer Veränderungen

Verwendung nicht zugelassener Ersatzteile
Der tatsächliche Lieferumfang kann bei Sonderausführungen, der Inanspruchnahme zusätzlicher
Bestelloptionen oder aufgrund neuester technischer Änderungen von den hier beschriebenen Erläuterungen
und Darstellungen abweichen.
Es gelten die im Liefervertrag vereinbarten Verpflichtungen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie
die Lieferbedingungen des Herstellers und die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen gesetzlichen
Regelungen.
Technische Änderungen im Rahmen der Verbesserung der Gebrauchseigenschaften und der
Weiterentwicklung behalten wir uns vor.
Seite 5
1.5
Ersatzteile
WARNUNG!
Sicherheitsrisiko durch falsche Ersatzteile!
Falsche oder fehlerhafte Ersatzteile können die Sicherheit beeinträchtigen sowie zu
Beschädigungen, Fehlfunktionen oder Totalausfall führen.
Deshalb:
 Nur Originalersatzteile des Herstellers verwenden.
Ersatzteile über Vertragshändler oder direkt beim Hersteller beziehen (Adresse Seite 4).
1.6
Garantiebestimmungen
Die Garantiebestimmungen und AGB sind im Internet einsehbar und können von dort heruntergeladen
werden (Adresse  Seite 4).
1.7
Kundendienst
Für technische Auskünfte steht unser Kundendienst zur Verfügung (Adresse  Seite 4).
Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter ständig an neuen Informationen und Erfahrungen interessiert, die
sich aus der Anwendung ergeben und für die Verbesserung unserer Produkte wertvoll sein können.
Seite 6
2
Sicherheit
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über alle wichtigen Sicherheitsaspekte für einen optimalen Schutz des
Personals sowie für den sicheren und störungsfreien Betrieb.
Die Nichtbeachtung der in dieser Anleitung aufgeführten Handlungsanweisungen und Sicherheitshinweise
kann zu erheblichen Gefährdungen führen!
2.1
Verantwortung des Betreibers
Das Gerät wird im gewerblichen Bereich eingesetzt. Der Betreiber des Geräts unterliegt daher den
gesetzlichen Pflichten zur Arbeitssicherheit.
Neben den Arbeitssicherheitshinweisen in dieser Betriebsanleitung müssen die für den Einsatzbereich des
Gerätes gültigen Sicherheits-, Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften eingehalten werden. Dabei
gilt insbesondere:

Der Betreiber muss sich über die geltenden Arbeitsschutzbestimmungen informieren und in einer
Gefährdungsbeurteilung zusätzlich Gefahren ermitteln, die sich durch die speziellen
Arbeitsbedingungen am Einsatzort des Gerätes ergeben. Diese muss er in Form von Betriebsanweisungen für den Betrieb des Gerätes umsetzen.

Der Betreiber muss die Zuständigkeiten für Installation, Bedienung, Wartung und Reinigung eindeutig
regeln und festlegen.

Der Betreiber muss dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter, die mit dem Gerät umgehen, die
Betriebsanleitung gelesen und verstanden haben.
Darüber hinaus muss er das Personal in regelmäßigen Abständen schulen und über die Gefahren
informieren.

Der Betreiber muss dem Personal die erforderliche Schutzausrüstung bereitstellen.

Weiterhin ist der Betreiber dafür verantwortlich, dass das Gerät stets in technisch einwandfreiem
Zustand ist, daher gilt Folgendes:

Der Betreiber muss dafür sorgen, dass die in dieser Betriebsanleitung beschriebenen
Wartungsintervalle eingehalten werden.
 Der Betreiber muss alle Sicherheitseinrichtungen regelmäßig auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit
überprüfen lassen
2.2
Personalanforderungen
2.2.1 Qualifikationen
WARNUNG!
Verletzungsgefahr bei unzureichender Qualifikation!
Unsachgemäßer Umgang kann zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen.
Deshalb:

Personal
Alle Tätigkeiten nur durch dafür qualifiziertes Personal durchführen lassen.

Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
ist aufgrund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis
der einschlägigen Bestimmungen in der Lage, die übertragenen Arbeiten
auszuführen und mögliche Gefahren selbstständig zu erkennen und zu vermeiden.

Elektrofachkraft

ist aufgrund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis
der einschlägigen Normen und Bestimmungen in der Lage, Arbeiten an elektrischen
Anlagen auszuführen und mögliche Gefahren selbstständig zu erkennen und zu
vermeiden.
Seite 7
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist ausschließlich für den hier beschriebenen Verwendungszweck konzipiert und konstruiert:
Der Hochtemperaturofen dient zum Sintern von zahntechnischen Zirkonoxidkeramiken und Kronen und
Brücken aus sinterfähigen Kobalt-Chrom-Legierungen mit einer Temperatur von bis zu 1600 °C.
WARNUNG!
Gefahr durch nicht bestimmungsgemäße Verwendung!
Jede über die bestimmungsgemäße Verwendung hinausgehende und/oder andersartige
Benutzung des Gerätes kann zu gefährlichen Situationen führen.
Deshalb:
– Das Gerät nur bestimmungsgemäß verwenden.
– Alle Angaben in dieser Betriebsanleitung strikt einhalten.
Ansprüche jeglicher Art wegen Schäden aus nicht bestimmungsgemäßer Verwendung sind ausgeschlossen.
Für alle Schäden bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung haftet allein der Betreiber.
2.4
Persönliche Schutzausrüstung
Bei der Arbeit ist das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung erforderlich, um die Gesundheitsgefahren
zu minimieren.

Die für die jeweilige Arbeit notwendige Schutzausrüstung während der Arbeit stets tragen.

Im Arbeitsbereich angebrachte Hinweise zur persönlichen Schutzausrüstung befolgen.
2.5
Besondere Gefahren
Die hier aufgeführten Sicherheitshinweise und die Warnhinweise in den weiteren Kapiteln dieser Anleitung
beachten, um Gesundheitsgefahren zu reduzieren und gefährliche Situationen zu vermeiden.
Elektrischer
Strom
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Berührung mit spannungsführenden Teilen besteht unmittelbare
Lebensgefahr. Beschädigung der Isolation oder einzelner Bauteile
kann lebensgefährlich sein.
Deshalb:

Bei Beschädigungen der Isolation Spannungsversorgung sofort
abschalten und Reparatur veranlassen.

Arbeiten an der elektrischen Anlage nur von Elektrofachkräften
ausführen lassen.

Bei allen Arbeiten an der elektrischen Anlage diese
spannungslos schalten und Spannungsfreiheit prüfen.

Vor Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten
Spannungsversorgung abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.

Keine Sicherungen überbrücken oder außer Betrieb setzen.
Beim Auswechseln von Sicherungen die korrekte Ampere-Zahl
einhalten.

Feuchtigkeit von spannungsführenden Teilen fernhalten. Diese
kann zum Kurzschluss führen.
Seite 8
Heiße
Oberflächen
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen!
Kontakt mit heißen Bauteilen kann Verbrennungen verursachen.
Deshalb:
Heiße Werkstücke

Bei allen Arbeiten in der Nähe von heißen Bauteilen
grundsätzlich Arbeitsschutzkleidung und Schutzhandschuhe
tragen.

Vor allen Arbeiten sicherstellen, dass alle Bauteile auf
Umgebungstemperatur abgekühlt sind.
WARNUNG!
Verbrennungsgefahr durch heiße Werkstücke!
Werkstücke erreichen im Betrieb hohe Temperaturen und können
bei Kontakt Verbrennungen hervorrufen.
Deshalb:
Mineralische
Fasern

Vor dem Umgang mit Werkstücken prüfen, ob diese heiß sind.
Falls erforderlich, abkühlen lassen.

Heiße Werkstücke ausschließlich mit Beschickungszangen
handhaben.
Die Wärmeisolierung der Brennkammer und des Brennsockels enthalten
Keramikfasern, welche als krebserzeugend eingestuft sind.
Messungen an einem im Betrieb befindlichen Ofen haben gezeigt, dass das
Akzeptanzrisiko für diese Fasern beim bestimmungsgemäßen Betrieb deutlich
unterschritten wird.
Schäden an dem Ofen dürfen nur von einem Fachmann (z. B. Geräteservice der
DeguDent GmbH) behoben werden.
Sichtbare Faserablagerungen an den offen zugänglichen Teilen des Ofens
müssen durch zugelassene Reinigungsmethoden (z. B. feucht aufwischen oder
absaugen über zugelassene Filter) beseitigt werden.
Abblasen mit Druckluft oder kehren mit Besen oder Pinseln im trockenen
Zustand sind nicht erlaubt.
Sollte es vermehrt zu sichtbaren Faserablagerungen im bestimmungsgemäßen
Betrieb kommen, schalten Sie bitte die bereits vor genannten Servicetechniker ein.
Schadhafte Zubehörteile, welche Keramikfasern enthalten, dürfen nicht weiter
verwendet werden.
Seite 9
2.6
Verhalten im Gefahrenfall und bei Unfällen
Vorbeugende
Maßnahmen
Maßnahmen
bei Unfällen
2.7

Stets auf Unfälle oder Feuer vorbereitet sein!

Erste-Hilfe-Einrichtungen (Verbandkasten, Decken usw.) und Feuerlöscher
griffbereit aufbewahren.

Personal mit Unfallmelde-, Erste-Hilfe- und Rettungseinrichtungen vertraut
machen.

Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei halten.

Not-Aus sofort auslösen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

Personen aus der Gefahrenzone bergen.

Verantwortlichen am Einsatzort informieren.

Rettungsdienst alarmieren.

Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei machen.
Beschilderung
Die folgenden Symbole und Hinweisschilder sind außen am Ofengehäuse bzw. dem Zusatzlüfter
angebracht.
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch unleserliche Symbole!
Im Laufe der Zeit können Aufkleber und Schilder verschmutzen oder auf andere Weise
unkenntlich werden.
Deshalb:

Alle Sicherheits-, Warn- und Bedienungshinweise in stets gut lesbarem Zustand halten.

Beschädigte Schilder oder Aufkleber sofort erneuern.
Warnhinweis "Heiße Oberfläche" (an der Ofenverblendung)
Heiße Oberflächen sind nicht immer wahrnehmbar.
Vor Handhabung abkühlen lassen, ggf. Schutzhandschuhe benutzen.
Warnhinweis "Betriebsanleitung beachten!"
(an der Netzanschlussbuchse)
Abb. 1: Netzanschluss
Seite 10
3 Technische Daten
3.1
Allgemeine Angaben
Angabe
Wert
Außenmaße (B x H x T)
Einheit
385 x 780 x 500 mm
2 Speed-Sinterschalen 100 mm
Brennraumvolumen
Max. Temperatur
1650 °C
Aufheizgeschwindigkeit
wählbar: 1 – 99 °C/min
Gewicht
3.2
58 kg
Anschlusswerte
Elektrisch
Angabe
Wert
Nennspannung
200-240
Frequenz
3.3
Einheit
V AC
50/60
Hz
Zulässige Abweichung
von der Nennspannung
± 10
%
Max. Leistungsaufnahme
2000
W
Überspannungskategorie
II (gemäß IEC 60364-4-443)
Absicherung gegen
Überspannungen
Geeignete Filter gegen Überspannungen vorsehen.
Geräteabsicherung
(bauseitig)
Anschluss an einen separaten Stromkreis mit Sicherung
T10 AH, 250V
Betriebsbedingungen
Umgebung
Angabe
Wert
Einheit
Temperaturbereich
5-40
°C
bis 31 °C: 80
%
bis 40 °C: 50
%
Relative Luftfeuchte,
maximal
keine Kondensation
Aufstellung
in trockenen Innenräumen
Höhe
Verschmutzungsgrad
max. 2000
m
Geprüft nach Verschmutzungsgrad II
Seite 11
3.4
Typenschild
Das Typenschild befindet sich an der linken Gehäuseseite und beinhaltet folgende Angaben:

Hersteller, Herstelleranschrift

Typenbezeichnung (Type)

Seriennummer (S/N)

Netzspannung und -frequenz

Leistungsaufnahme

Entsorgungshinweis

CE-Kennzeichnung

Herstellungsjahr und –land
4 Aufbau und Funktion
4.1
Übersicht
Abb. 2: Übersicht
1
2
Bedienteil
Liftteller
3
4
Seite 12
Brenngutschale
Heizkammer (im Gehäuse)
4.2
Baugruppenbeschreibung
Heizkammer
Die Heizkammer besteht aus einer hochwertigen Keramik, die mit
4 MoSi2-Heizelementen gleichmäßig rundum beheizt wird.
Wärmeisolierung
Die Heizkammer ist allseitig von einer keramischen Isolierschicht
umgeben.
Lift
Das Brenngut wird von einem elektromotorischen Antrieb vollautomatisch in die Heizkammer hinein- und herausgefahren.
Regler
Der Regler stellt sicher, dass die gewünschte Solltemperatur in
kürzester Zeit erreicht wird. Die Solltemperatur wird mit einer
Genauigkeit von ± 3 °C gehalten. Ein Fühler mit einem PtRh-PtThermoelement im Inneren der Heizkammer erfasst die Kammertemperatur in Nähe des Brenngutes. Eine Thermoelement-Bruchsicherung stellt sicher, dass der Ofen bei einem Fühlerdefekt nicht
überhitzt.
Betriebsparameter und Heizprogramme werden in einem nichtflüchtigen Speicher abgelegt und bleiben auch bei einem Ausfall
der Stromversorgung erhalten.
Das Ofengehäuse besteht aus Stahlblech. Das Bedienteil und die
Gehäuseverblendung sind zusätzlich innen und außen
kunststoffbeschichtet.
Ofengehäuse
4.3
Anschlüsse
4.
3.
1. Netzanschluss
2. 2 x Sicherung T10 AH, 250V
2.
3. RS232 Schnittstelle zur Übertragung der
Temperaturmesswerte auf einen PC
4. Argon Anschluss
1.
Abb. 3: Anschlüsse
Seite 13
4.4
Gefahrenbereiche
Gefahrenbereich Ofengehäuse

Verbrennungsgefahr an Außenflächen
Abb. 4: Heiße Oberfläche Ofengehäuse
Gefahrenbereich Lift

Klemmgefahr (Pos. 1) zwischen Liftteller und Heizkammereinlass (der Heizkammereinlass ist verdeckt dargestellt)
1
Abb. 5: Klemmbereich Lift
4.5
Bedienelemente
4.5.1
Regler, Elektronik
Abb. 6: Übersicht Bedienfläche
1
2
3
4
5
Anzeige
Stufen-Tasten S1 – S4
Phasen-LEDs
Zifferntastenblock
Netzschalter
6
7
8
9
10
Taste Start/Stop
Taste F
Taste Timer
Taste Speichern
Taste Laden
Seite 14
4.5.2
Schalter- und Tastenfunktionen
Netzschalter leuchtet in eingeschaltetem Zustand
(bei Schalterstellung unten)
Abb. 7: Netzschalter, eingeschaltet
Tasten
4.5.3
Taste
Funktion
Zifferntasten 0 – 9
Ziffern eingeben
Taste F
Parameter Dialog öffnen
Taste Start/Stop
Heizprogramm starten/anhalten
Taste Laden
Heizprogramm aus Speicher laden
Taste Speichern
Heizprogramm in Speicher speichern
Taste Timer
Schaltuhr aktivieren/deaktivieren
Stufen-Tasten S1-S4

Bei Bereitschaftsanzeige:
Heizparameter auswählen

In Dialogen:
dialogabhängige Auswahl
Anzeigefunktionen
Der Aufbau und die Funktionsweise der Anzeige sind
ausführlich im Kapitel 7, Bedienung, Seite 23 beschrieben.
4.6
Lieferumfang
Version Crypton
®
Ofen
Kabel
Argon Tür
®
Crypton Glocke, Set, komplett
Zirkonoxidperlen, Ø 1,25 mm (200 g) für Crypton
Schalenzange
Version Cercon
®
Ofen
Kabel
®
Cercon Tür
Speed Sinterschale, Ø 100 mm, komplett
Aluoxidperlen, Ø 1-2 mm (200 g) für Zirkon
Schalenzange
Seite 15
5 Transport, Verpackung und Lagerung
5.1
Sicherheitshinweise für den Transport
Unsachgemäßer Transport
VORSICHT!
Beschädigungen durch unsachgemäßen
Transport!
Bei unsachgemäßem Transport können Sachschäden
in erheblicher Höhe entstehen.
Deshalb:
Eigengewicht Ofen

Beim Abladen der Packstücke, bei der Anlieferung sowie beim innerbetrieblichem Transport
vorsichtig vorgehen und die Symbole und
Hinweise auf der Verpackung beachten.

Verpackungen erst kurz vor der Installation entfernen.
VORSICHT!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäßes
Anheben des Ofens!
Unsachgemäßes Anheben des Ofens kann aufgrund
dessen hohen Eigengewichts zu Rückenbeschwerden
und Verletzungen führen.
Deshalb:

5.2
Gegebenenfalls zum Anheben des Ofens eine
weitere Person hinzuziehen.
Symbole auf der Verpackung
Oben
Die Pfeilspitzen des Zeichens kennzeichnen die Oberseite des Packstückes. Sie müssen
immer nach oben weisen, sonst könnte der Inhalt beschädigt werden.
Zerbrechlich
Kennzeichnet Packstücke mit zerbrechlichem oder empfindlichem Inhalt.
Das Packstück mit Vorsicht behandeln, nicht fallen lassen und keinen Stößen aussetzen.
Seite 16
5.3
Transportinspektion
Die Lieferung bei Erhalt unverzüglich auf Vollständigkeit und Transportschäden prüfen.
Bei äußerlich erkennbarem Transportschaden wie folgt vorgehen:

Lieferung nicht oder nur unter Vorbehalt entgegennehmen.

Schadensumfang auf den Transportunterlagen oder auf dem Lieferschein des Transporteurs
vermerken.

Reklamation einleiten.
HINWEIS!
Jeden Mangel reklamieren, sobald er erkannt ist. Schadenersatzansprüche können nur
innerhalb der geltenden Reklamationsfristen geltend gemacht werden.
5.4
Verpackung
Zur Verpackung
Die einzelnen Packstücke sind entsprechend den zu
erwartenden Transportbedingungen verpackt. Für die
Verpackung wurden ausschließlich umweltfreundliche
Materialien verwendet.
Die Verpackung soll die einzelnen Bauteile bis zur Montage vor
Transportschäden, Korrosion und anderen Beschädigungen
schützen. Daher die Verpackung nicht zerstören und erst kurz
vor der Montage entfernen.
Umgang mit Verpackungsmaterialien
Verpackungsmaterial nach den jeweils gültigen gesetzlichen
Bestimmungen und örtlichen Vorschriften entsorgen.
VORSICHT!
Umweltschäden durch falsche Entsorgung!
Verpackungsmaterialien sind wertvolle
Rohstoffe und können in vielen Fällen weiter
genutzt oder sinnvoll aufbereitet und
wiederverwertet werden.
Deshalb:

Verpackungsmaterialien umweltgerecht
entsorgen.

Die örtlich geltenden
Entsorgungsvorschriften beachten.
Gegebenenfalls einen Fachbetrieb mit der
Entsorgung beauftragen.
Seite 17
5.5
Transport
Transport von Paletten mit dem
Gabelstapler
Packstücke, die auf Paletten befestigt sind, können mit einem
Gabelstapler unter folgenden Bedingungen transportiert
werden:

Der Gabelstapler muss entsprechend dem Gewicht der
Transporteinheiten ausgelegt sein.

Der Fahrer muss zum Fahren des Gabelstaplers
berechtigt sein.
Anschlagen:
Abb. 8: Positionen Gabeln
Lagerung der Packstücke
1.
Den Gabelstapler mit den Gabeln zwischen oder unter die
Holme der Palette fahren.
2.
Die Gabeln so weit einfahren, dass sie auf der Gegenseite
herausragen.
3.
Sicherstellen, dass die Palette bei außermittigem
Schwerpunkt nicht kippen kann.
4.
Das Packstück anheben und den Transport beginnen.
Packstücke unter folgenden Bedingungen lagern:

Nicht im Freien aufbewahren.

Trocken und staubfrei lagern.

Keinen aggressiven Medien aussetzen.

Vor Sonneneinstrahlung schützen.

Mechanische Erschütterungen vermeiden.
6 Installation und Erstinbetriebnahme
6.1
Sicherheit
Personal
 Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
 Elektrofachkraft
Allgemeines
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäße Installation und
Erstinbetriebnahme!
Unsachgemäße Installation und Erstinbetriebnahme kann zu
schweren Personen- oder Sachschäden führen.
Deshalb:
 Vor Beginn der Arbeiten für ausreichende Montagefreiheit
sorgen.
 Mit offenen scharfkantigen Bauteilen vorsichtig umgehen.
 Auf Ordnung und Sauberkeit am Montageplatz achten!
Lose aufeinander- oder umherliegende Bauteile und
Werkzeuge sind Unfallquellen.
 Bauteile fachgerecht montieren.
 Bauteile sichern, damit sie nicht herabfallen oder
umstürzen.
Seite 18
Elektrische Anlage
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Kontakt mit spannungsführenden Bauteilen besteht
Lebensgefahr.
Deshalb:
 Vor Beginn der Arbeiten elektrische Versorgung
abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
Eigengewicht Ofen
VORSICHT!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäßes Anheben des
Ofens!
Unsachgemäßes Anheben des Ofens kann aufgrund dessen
hohen Eigengewichts zu Rückenbeschwerden und
Verletzungen führen.
Deshalb:
 Ofens ausschließlich wie in Kapitel 4, Aufbau und
Funktion, Seite 12 beschrieben anheben.
 Ggf. zum Anheben des Ofens eine weitere Person
hinzuziehen.
6.2
6.2.1
Installation
Hochtemperaturofen aufstellen
Den Hochtemperaturofen auf einer waagerechten Fläche aufstellen.
Sicherstellen, dass die Aufstellfläche des Ofens eine für das Eigengewicht ausreichende Tragfähigkeit aufweist.
Betriebsbedingungen beachten ( Kapitel 3,Technische Daten,
Seite 11).
VORSICHT!
Zündgefahr für Gegenstände in der Umgebung
aufgrund hoher Gerätetemperatur!
Auch bei ordnungsgemäßem Betrieb weisen Bauteile des Keramikofens hohe Temperaturen auf.
Brennbare, leichtentzündliche und explosive Materialien in der Umgebung können entzündet werden.
Deshalb:
 Sicherstellen, dass Mobiliar und Einrichtungsgegenstände nicht aus brennbaren, leichtentzündlichen oder explosiven Materialien bestehen.
 Im Aufstellungsraum des Keramikofens keine
leichtentzündlichen oder brennbaren Gase oder
Flüssigkeiten lagern.
Seite 19
6.2.2
Anschließen der Argonversorgung
VORSICHT!
 Zur Nutzung von Argon im Labor beachten Sie
bitte die nationalen Sicherheitsvorschriften
(Deutschland: TRGS526, insbesondere 5.2.11
Druckgasflaschen und Armaturen)
 Beim Wechsel der Ofentür von Crypton auf
Cercon ist unbedingt die Argonzuführung zu
trennen.
Das Sintern von Crypton erfordert eine sauerstoffreduzierte
Atmosphäre. Diese wird mit Hilfe von Argon erzielt.
Abb. 9: Argon Anschluss
Bei Argon handelt es sich um ein Edelgas in einer Druckgasflasche. Versehen Sie Ihre Flasche mit einem Manometer sowie
einem Druckminderer.
Die Reinheit des Argons sollte mindestens
4.6= 99,996 Vol.-% betragen.
Schließen Sie die Argonleitung an die an der Ofenrückseite
befindliche Argonkupplung an.
Um eine Überbeanspruchung installierter Komponenten auf dem
Ofen möglichst zu vermeiden, sollte der Ausgangsdruck der
Armatur der Gasflasche auf max. 10 bar ausgelegt sein.
Der Ausgangsdruck der Flaschen ist auf 7 bar einzustellen.
Um ein unkontrolliertes Austreten von Argon zu vermeiden,
müssen nach der Installation die Gasleitungen und verbundenen
Kupplungen auf Leckagen und sicheren Sitz überprüft werden.
Das Volumen einer Argon-Flasche reicht aus, im Falle einer
Fehlfunktion einen ganzen Raum zu fluten. Für eine ausreichende
Be- und Entlüftung am Aufstellungsort ist zu achten, da sonst
Erstickungsgefahr besteht. Eine entsprechende Lüftung im
Bodenbereich wird empfohlen, da das Gas schwerer als Luft ist.
Zusätzlich sind Kanäle und Schächte gegen das Eindringen von
Gas zu schützen.
WARNUNG!

Keine Vorratsflaschen im Arbeitsraum lagern.

Ventile gefüllter und leerer Flaschen bei
Wechsel auf Dichtigkeit prüfen.

Flaschen gegen Umfallen sichern.

Regelmäßige Dichtheitskontrollen erforderlich!
Die entsprechenden Sicherheitsvorschriften bezüglich des
Umgangs mit Druckgasen sind einzuhalten.
Seite 20
Während eines Crypton Sinterzyklus beträgt der Argon-Durchfluss
1,2 l/min.
Ermitteln des Füllstands der Druckgasflasche:
Der Füllstand der Druckgasflasche kann am Manometer ermittelt
werden. Eine neue Argon Druckgasflasche ist mit 200 bar gefüllt.
Beträgt der angezeigte Druck nur noch die Hälfte des Drucks, also
100bar, ist die Flasche zur Hälfte leer.
Beispiel:
Eine 50 Liter Druckgasflasche Argon mit einem Fülldruck von 200
bar enthält ca. 10.000 Liter Argon, davon sind ca. 9500 Liter
nutzbar.
Bei einem Durchfluss von 1,2 l/min beträgt der Verbrauch pro
Crypton Sinterzyklus ca. 320 Liter.
Mit einer 50 Liter Druckgasflasche Argon sind demnach ca.
30 Crypton Sinterzyklen möglich.
6.3
Anschließen an die Energieversorgung

Anforderungen an elektrischen Anschluss beachten
( Anschlusswerte in Kapitel 3, Technische Daten, Seite 11).
Abb. 10: Netzanschluss
6.4
6.4.1
6.4.2
Den Hochtemperaturofen an eine 230 V-SchutzkontaktSteckdose anschließen.
Hierbei auf eine sichere Schutzleiterverbindung achten! Die
Schutzkontakte an der Schutzkontakt-Steckdose dürfen nicht
verschmutzt sein.
Der Stromanschluss muss bauseitig mit den erforderlichen
Sicherungen (Überlast) ausgestattet sein.
Erstinbetriebnahme
Transportsicherung entfernen
1.
Ofen mit Netzschaltereinschalten.
2.
Start/Stop Taste betätigen, damit der Ofen öffnet.
2.
Transportsicherung (Pappteil) vollständig entnehmen.
Öffnen/Schließen der Ofentür
Der Sinterofen verfügt nicht über eine ausgewiesene Lifttaste.
Die Funktion der Lifttaste wurde der 0 aus der alphanumerischen Tastatur zugeordnet.
Nach dem Einschalten des geschlossenen Ofens fährt die Ofentür maximal auf.
Mit einmaligem Drücken der Taste 0 schließt sich die Ofentür. Der komplette Verfahrweg der Tür kann durch
erneutes Drücken der Taste 0 unterbrochen werden - die Position der Tür wird ’eingefroren‘.
Durch nochmaliges Drücken der Taste 0 lässt sich die Tür wieder absenken.
Seite 21
Daraus ergibt sich folgender Bewegungsablauf:
Drücken der Taste 0 im geöffneten Zustand -> Tür schließt
Erneutes Drücken der Taste 0 -> Türbewegung stoppt
Erneutes Drücken der Taste 0 -> Tür öffnet
Erneutes Drücken der Taste 0 -> Türbewegung stoppt
Erneutes Drücken der Taste 0 -> Tür schließt
Diese Funktionseingaben können beliebig oft wiederholt werden.
Hinweis: Die Funktion ist nicht mehr abrufbar, sobald ein Programm gestartet wurde.
6.4.3
Ofenparameter einstellen
Der Hochtemperaturofen wird werkseitig

mit gestellter Uhrzeit

mit Standard-Parametern
ausgeliefert.
Bei der erstmaligen Inbetriebnahme gegebenenfalls die Uhrzeit
und weitere Ofenparameter auf eigene Erfordernisse anpassen.
HINWEIS!
Der Regler nimmt keine automatische
Sommer-/Winterzeitumstellung vor.
Parameter-Modus anwählen und
verlassen
1.
Bereitschaftsbildschirm aktivieren (Kapitel 7, Bedienung,
Seite 23).
2. Taste F drücken.
In der Anzeige erscheint der Parameter-Dialog.
Taste Funktion
S4
Anzeigesprache ändern (D, F, GB, I, E, DK, CZ, NL)
S3
Tonsignal ein- und ausschalten
S2
Wochentag, Uhrzeit anpassen (Tag, hh:mm)
S1
Zweite Dialogseite anwählen
Abb. 11: Parameter-Dialog, erste Seite
Abb. 12: Parameter-Dialog, zweite Seite
3.
Parameter mit Taste S1 – S4 anwählen und ändern.
4.
Ggf. Zahlenwerte über Ziffernblock eingeben.
5.
Parameter-Dialog nach Anpassung der Parameter durch
Drücken der Taste S1 verlassen.
Seite 22
7
Bedienung
Personal
7.1
 Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
Sicherheit
Grundlegendes
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäße
Bedienung!
Unsachgemäße Bedienung kann zu schweren
Personen- oder Sachschäden führen.
Deshalb:
 Alle Bedienschritte gemäß den Angaben dieser
Betriebsanleitung durchführen.
 Vor Beginn der Arbeiten sicherstellen, dass alle
Abdeckungen und Sicherheitseinrichtungen
installiert sind und ordnungsgemäß
funktionieren.
 Niemals Sicherheitseinrichtungen während des
Betriebes außer Kraft setzen.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen
in der Heizkammer!
Auch ein ausgeschalteter Ofen kann von einem
vorangegangenen Heizvorgang eine hohe Restwärme aufweisen. Kontakt mit heißen Oberflächen
kann Verbrennungen verursachen.
Deshalb:
 Zum Einstellen und Entnehmen von Brenngut
grundsätzlich ausreichend lange Beschickungszangen verwenden.
 Ausreichend wärmeisolierte Schutzhandschuhe
verwenden.
VORSICHT!
Beschädigungsgefahr für Heizkammerwände
und Brenngut durch Verkantung oder Klemmung bei Aufwärtsbewegung des Lifts!
Wenn das Brenngut den Rand des Tellerlifts überragt, kann es bei der Liftbewegung zwischen Teller
und Ofengehäuse verkanten oder eingeklemmt
werden. Dies kann zu Beschädigungen an den
Heizkammerwänden und am Brenngut führen.
Deshalb:
 Sicherstellen, dass das Brenngut nicht über
den Liftteller hinausragt.
Seite 23
VORSICHT!
Beschädigungsgefahr für Reglerelektronik
durch Funkenüberschlag!
Im Heizbetrieb besteht die Gefahr, dass bei zu geringem Abstand zwischen metallischen Gegenständen und den Heizkammerwänden Potentialentladungen stattfinden. Diese können die Reglerelektronik des Ofens irreparabel schädigen.
Deshalb:
 Sicherstellen, dass metallische Gegenstände
die Kammerwände nicht berühren.
7.2
Ofen einschalten

Hauptschalter betätigen.
Die Netzkontrollleuchte im Hauptschalter leuchtet auf.
Nach wenigen Sekunden stellt die Anzeige im Bereitschaftsbildschirm das vor dem letzten Ausschalten ausgewählte Heizprogramm dar.
Bei erstmaliger Inbetriebnahme ist dies Programm 01.
Die Anzeige ist folgendermaßen aufgebaut:
Abb. 13: Bereitschaftsbildschirm
Heizparameter Stufe 4
Status (BEREIT), Programm-Nr. (01)
Heizparameter Stufe 3
Ofentemperatur (aktuell)
Heizparameter Stufe 2
Wochentag, Uhrzeit (aktuell)
Heizparameter Stufe 1
Voraussichtl. Fertigstellungszeitpunkt
Seite 24
7.3
Sintern von Crypton
(Je nach Serienausstattung nicht im Lieferumfang enthalten, siehe Kapitel 4.6, Lieferumfang, Seite 15)
Das Set zum Sintern von Crypton besteht aus folgenden
Komponenten:
1.
1. Wechseltür für Crypton
2. Bodenplatte aus Hochleistungskeramik
3. Sinterschale aus Hochleistungskeramik
4.
4. Sinterglocke aus Hochleistungskeramik
5.
5. Deckel für Sinterschale aus Hochleistungskeramik
6. Zirkonoxidperlen Ø=1,25mm
2.
3.
Abb. 14: Crypton Komponenten
1.
Keramikschale mit Zirkonoxidperlen befüllen. Die Füllhöhe
sollte zwischen 1,5 und 2 cm betragen. Verwenden Sie dazu
ausschließlich die Zirkonoxidperlen für Crypton
(REF5355670112).
2.
Zu sinternde Teile in Keramikschale legen und bis zur
Präparationslinie in die Zirkonoxidperlen eindrücken.
HINWEIS!
Die ZrO2 -Perlen sind im Neuzustand weiß und
verfärben sich während des Crypton-Sinterzyklus
dunkel.
Abb. 15: Platzierung der Sinterobjekte
Vor dem ersten Crypton-Sinterzyklus mit Sintergut
müssen die Bodenplatte, die Schale, der Deckel,
die Glocke und die ZrO2 –Perlen einen CryptonSinterzyklus ohne Sintergut durchlaufen.
3.
Keramikschale mittig auf die Bodenplatte stellen.
4.
Keramikschale mit Deckel und der Sinterglocke verschließen.
5.
Heizprogramm laden (Kapitel 7.7, Programmieren, Seite 29)
und mit Taste Start/Stop das Heizprogramm starten.
Der Lift fährt hoch und verschließt die Heizkammer.
Das Heizprogramm läuft vollautomatisch ab.
Abb. 16: Zusammenbau der Sinterschale
mit Sinterglocke
Seite 25
7.4
Wechseln der Ofentür
Zum Sintern von Cercon ist ein Wechsel der Ofentür notwendig. Zudem muss auch der Schlauch für die
Argonzuführung der Crypton Tür abgezogen werden.
Zum Wechseln der Ofentür gehen Sie wie folgt vor:
1. Zum Entriegeln der Kupplung des Schlauchs für die
Argonzuführung der Crypton Tür, schieben Sie den
Überwurfring der Argon-Kupplung in Richtung des
Ofengehäuses.
Abb.17:Entriegeln der Kupplung
2. Ziehen Sie den Schlauch der Argonzuführung der
Crypton Tür aus der Kupplung heraus.
HINWEIS!
Abb.18:Entfernen der Argonzuführung
Verbleibt der Schlauch beim Sintern von Cercon
Materialien in der Kupplung, entweicht während
des Sinterprozesses Argon aus der Bodenplatte
der Crypton Tür.
3. An der Unterseite der Ofentür befindet sich ein
Führungsstift zur Verriegelung der Tür mit der Halterung
des Ofens.
Abb.19:Entriegelung der Tür
4. Zum Entriegeln des Führungsstifts, ziehen Sie diesen nach
unten und drehen den Stift nach links.
Der Stift ist jetzt entriegelt und arretiert. Die Ofentür kann
nun nach vorne aus der Halterung gezogen werden.
Abb.20: Entriegelung der Tür.
Seite 26
5. Achten Sie beim Einsetzen der Wechseltür für Cercon
darauf, dass der Führungsstift der Tür in die dafür
vorgesehene Aufnahme einrastet.
Abb. 21: Verriegelung der Tür
6. Schieben Sie die Wechseltür für Cercon bis zum Anschlag
auf die Halterung des Ofens. Entriegeln Sie den
Führungsstift wieder durch Drehen nach links. Ziehen Sie
nun die Tür vorsichtig nach vorne, bis der Führungsstift in
der dazugehörigen Aufnahme in der Halterung des Ofens
einrastet.
HINWEIS!
Abb. 22: Einbau der Tür
7.5
Rastet der Führungsstift nicht richtig in die
Aufnahme der Halterung des Ofens ein, schließt
die Tür nach dem Start eines Sinterprogramms
nicht korrekt. Das Sinterprogramm wird nicht
gestartet.
Hinweis zum Wechsel der Türen
Wechselt man von einem Crypton-Programm zu einem Zirkon-Programm, erscheint um die Sinterglocke vor
einer Programmfehlbedienung zu schützen im Display:
!Achtung!
Keramiktür eingebaut?
Diese Meldung kann, falls die richtige Tür eingesetzt wurde, mit S2 bestätigt werden.
Mit S1 kommt man wieder in die vorherige Maske und kann dann die richtige Tür einsetzen.
Bei erneutem Programmaufruf erscheint dann wieder die Abfrage.
Seite 27
7.6
Sintern von Cercon
(Je nach Serienausstattung nicht im Lieferumfang enthalten; siehe Kapitel 4.6, Lieferumfang, Seite 15)
1.
Das Set zum Sintern von Cercon besteht aus folgenden
Komponenten:
1. Wechseltür für Cercon
2. Deckel Speed-Sinterschale
2.
3. Ring Speed-Sinterschale
4. Boden Speed-Sinterschale
5. Aluminiumoxidperlen Ø=1,2mm
3.
6. Adapterplatte für große Brücken > 8 Glieder
4.
Abb. 23: Cercon Komponenten.
1.
Setzen Sie den Ring der Speed-Sinterschale auf den Boden
befüllen die Schale mit Aluminiumoxidperlen. Die Füllhöhe
sollte zwischen 1 und 1,5 cm betragen. Verwenden Sie dazu
ausschließlich die Aluminiumoxidperlen für Cercon
(REF 53 5557 0153).
2.
Zu sinternde Teile auf die Aluminiumoxidperlen legen und
leicht eindrücken, so dass alle Teile einer Brücke
gleichermaßen mit Aluminiumoxidperlen unterstützt sind.
3.
Platzieren Sie die Speed-Sinterschale mit Deckel auf den
Abstandsstiften der Wechseltür für Cercon.
Abb. 24: Platzierung der Sinterobjekte
HINWEIS!
Bewegen Sie die Speed-Sinterschale nur durch
Anfassen der Bodenplatte, da Boden, Ring und
Deckel der Speed-Sinterschale nicht mechanische
mit einander fixiert sind.
Abb. 25: Platzierung der SpeedSinterschale.
Andernfalls fällt die Schale auseinander und die
Objekte könnten beim Herunterfallen von der
Bodenplatte Schaden nehmen.
Seite 28
Brücken mit einer Größe von mehr als 8 Gliedern werden mit
Hilfe einer speziellen Sintervorrichtung für große Brücken auf
dem Brenntisch platziert.
Es können maximal 2 große Brücken in einem
Sinterdurchgang gesintert werden.
Abb. 26: Platzierung Brücken mit
Sinterbalken >8 Gliedern.
7.7
Programmieren
Folgende Sinterprogramme für die Materialien Crypton, Cercon base und Cercon ht sind im Ofen
vorprogrammiert:
Programmnr.:
Material
Dauer
Endtemperatur
1 Crypton 1
Crypton
ca. 4,5h
1280°C
frei
frei
frei
Cercon base,
colored, light,
medium
ca. 2,5h
1490°C
Cercon base,
colored, light,
medium
ca. 5h
1470°C
Cercon base,
colored, light,
medium
ca. 14h
1470°C
Cercon ht
white, light,
medium
ca. 3h
1520°C
Cercon ht
white, light,
medium
ca. 5,5
1520°C
Cercon ht
white, light,
medium
ca. 14h
1520°C
frei
frei
frei
frei
Servicebrand
ca. 14,5h
1540°C
Reinigung der Ofenkammer und Wiederaufbau
der Siliziumoxidschicht der Heizelemente
frei
frei
frei
frei
2- - 3 Cercon
base speed
≤ 6 Units
4 Cercon
base
5 Cercon
base
≥ 9 Units
6 Cercon ht
speed
≤ 6 Units
7 Cercon ht
8 Cercon ht
≥ 9 Units
9--10 Servicebrand
11-30
Seite 29
Verwendung
Sintern von Kronen und Brücken aus Crypton
mit Sinterglocke.
frei
Speed-Sinterschale mit Abdeckung bis
6-gliedrige Brücken
Speed-Sinterschale mit Abdeckung bis
8-gliedrige Brücken
Großspannige Brücken > 8 Gliedern mit
Adapterplatte. Maximal 2 großspannige
Brücken.
Speed-Sinterschale mit Abdeckung bis
6-gliedrige Brücken
Speed-Sinterschale mit Abdeckung bis
8-gliedrige Brücken
Großspannige Brücken > 8 Gliedern mit
Adapterplatte. Maximal 2 großspannige
Brücken.
Heizprogramm laden
Der Bereitschaftsbildschirm stellt immer die Stufen und Heizparameter des aktuell geladenen Programms dar.
Um die Stufen und Parameter eines bestehenden Heizprogramms
anzuzeigen und einzustellen, muss es zuvor aus dem Speicher
geladen werden.
HINWEIS!
Um ein neues Heizprogramm anzulegen und
später zu speichern, immer zuerst eine freie
Programmnummer laden.
1.
Taste Laden drücken. Die Anzeige springt zum Laden-Dialog
um.
2.
Programmnummer über Zifferntastenblock eingeben.
3.
Zum Laden Taste S2 drücken oder
4.
Zum Abbrechen Taste S1 drücken.
Abb. 27: Laden-Dialog
Nach Bestätigung oder Abbruch des Ladevorgangs springt die
Anzeige vom Laden-Dialog zurück zum Bereitschaftsbildschirm.
Heizprogramm erstellen
Der Regler bietet die Möglichkeit ab dem Programmplatz 11, das
Aufheizen des Sinterofens in 1 – 4 Heizstufen als Heizprogramm
festzulegen.
Um ein freies Programm zu bearbeiten, wie folgt vorgehen:
Erste Heizstufe:
1.
Taste S1 drücken. Der Cursor blinkt in der Spalte " /min".
Heizparameter einstellen
2.
Aufheizgeschwindigkeit über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Es ist die Eingabe eines Wertes von 1 – 30 °C/min
zulässig.
Abb. 28: Aufheizgeschwindigkeit eingeben
Nach der Eingabe springt der Cursor automatisch in die Spalte " "
und blinkt dort.
HINWEIS!
Wird innerhalb von ca. einer Minute keine Eingabe
vorgenommen, springt die Anzeige automatisch
zurück zur Bereitschaftsanzeige.
In diesem Fall Eingabe erneut beginnen.
3.
Temperatur über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Abb. 29: Temperatur eingeben
Maximale Temperatur: 1650 °C.
Eingabe höherer Temperaturen beendet die
Eingabe. In diesem Fall die gesamte Eingabe
wiederholen.
Nach Eingabe einer vierstelligen Temperatur springt der Cursor
automatisch in die Spalte "min" und blinkt dort. Sind weniger
Stellen eingegeben worden, Taste S1 einmal kurz drücken.
Seite 30
4.
Haltezeit über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Maximale Haltezeit: 240 Minuten.
Abb.30: Haltezeit eingeben
Weitere Heizstufen
Mit Eingabe aller drei Heizparameter ist eine Heizstufe festgelegt.
Mit den Tasten S2 bis S4 können bis zu drei weitere Heizstufen
festgelegt werden. Dazu Handlungsschritte 1 – 4 entsprechend für
weitere Stufen ausführen.
HINWEIS!
Bei nicht benötigten Stufen sicherstellen, dass alle
Heizparameter auf "0" gesetzt sind.
Wird Stufe 4 (S4) als letzte Heizstufe eingesetzt,
so muss für diese eine gültige Temperatur
eingegeben werden.
Individuell angelegte Programme auf freien Programmplätzen können nicht gelöscht, sondern nur mit neuen
Parametern überschrieben werden.
7.8
Heizprogramm speichern
Der Regler kann bis zu 30 unterschiedliche Heizprogramme
speichern.
HINWEIS!
Ein Programm wird vom Regler immer unter der
Programmnummer abgespeichert, unter der es
vorher geladen worden ist.
Gespeicherte Heizprogramme bleiben auch nach
dem Ausschalten des Laborofens erhalten.
Abb. 31: Speichern-Dialog
Kommentar eingeben
1.
Taste Speichern drücken.
Die Anzeige springt zum Speichern-Dialog um.
2.
Zum Speichern Taste S2 drücken oder
3.
Zum Abbrechen Taste S1 drücken.
Nach Bestätigung oder Abbruch des Speichervorgangs springt die
Anzeige vom Speichern-Dialog zurück zum Bereitschaftsbildschirm.
Um Programme eindeutig zu kennzeichnen, kann jedem Heizprogramm ein Kommentar zugewiesen werden, der aus bis zu 4
Zeilen zu je 11 Zeichen besteht. Dies erleichtert das Auffinden
eines gewünschten Heizprogramms, wenn eine größere Anzahl
von Heizprogrammen im Speicher des Reglers abgelegt ist.
Seite 31
1. Taste Speichern drücken.
Die Anzeige springt zum Speichern-Dialog um.
2. Taste F mehrmals drücken.
An der Cursormarke erscheinen nacheinander die
Buchstaben "A", "B" usw. Nach Erreichen des Buchstabens "Z" beginnt die Buchstabenauswahl erneut bei "A".
Zifferntaste drücken, um eine Ziffer einzugeben.
Abb. 32: Kommentareingabe
3. Gewünschten Buchstaben mit Taste S4 auswählen. Der
Cursor springt automatisch eine Stelle weiter.
4. Buchstaben- und Ziffernauswahl wiederholen, bis der
gewünschte Kommentar fertig erstellt ist
(hier beispielhaft: "CERCON BASE SPEED 1450C").
5. Ein Zeilenumbruch wird mit Taste S3 durchgeführt.
6. Heizprogramm speichern wie oben beschrieben.
7.9
Heizprogramm starten und anhalten
Um ein geladenes Programm zu starten, folgendermaßen
vorgehen:
1.
Zum Starten des Heizprogramms Taste Start/Stop drücken.
Die Status-Anzeige wechselt von "BEREIT" auf "ABLAUF".
Abb. 33: Anzeige Ablauf
Die blinkenden und leuchtenden LED in der Stufenanzeige stellen
den Prozessablauf des Heizprogramms zusätzlich visuell dar:

LED blinkt:

LED leuchtet: Heizstufe ist erreicht
2.
Zum Anhalten des Heizprogramms Taste Start/Stop erneut
drücken. Die Status-Anzeige wechselt von "ABLAUF" auf
"BEREIT".
Erneutes Drücken der Taste Start/Stop startet das Heizprogramm neu.
Ofen heizt
Abb. 34: Stufen-Anzeige
Seite 32
7.10 Heizprogramm automatisch starten
Der Ofen kann über eine integrierte Zeitschaltuhr automatisch so
eingeschaltet werden, dass das aktuell geladene Heizprogramm
zu einem vorgegebenen Fertigstellungszeitpunkt beendet ist.
Mit der Zeitschaltuhr wird der Fertigstellungszeitpunkt durch
Wochentag und Uhrzeit festgelegt.
1.
Programm auswählen
( Abschnitt Programm laden).
2.
Zeitschaltuhr mit Taste Timer aktivieren. Die Anzeige springt
vom Bereitschaftsbildschirm in den Autostart-Dialog um.
HINWEIS!
Der Laborofen befindet sich bei aktivierter
Zeitschaltuhr (Autostart-Dialog geöffnet) in einem
Wartezustand, bis
 die Zeitschaltuhr mit Taste Timer deaktiviert wird
oder
 die Zeitschaltuhr das Heizprogramm startet.
Aufbau der Anzeige:
Status (AUTOST), Programm-Nr. (P01)
Ofentemperatur (aktuell)
Wochentag, Uhrzeit (aktuell)
Abb. 35: Autostart-Dialog
Einschaltzeitpunkt
(von Regler errechnet)
Wochentag, Uhrzeit
(gewählter Fertigstellungszeitpunkt)
3.
Taste S1 drücken. Der Cursor springt in das Feld zur
Festlegung des Fertigstellungszeitpunktes.
4.
Wochentag (Mo = 1, Di = 2, …) über Zifferntastenblock
eingeben (hier beispielhaft: Donnerstag, 08:30 Uhr).
5.
Uhrzeit (hh:mm) über Zifferntastenblock eingeben.
Abb. 36: Wochentag, Uhrzeit festlegen
Die Zeitschaltuhr des Hochtemperaturofens ist hiermit aktiviert
und programmiert. Die Zeitschaltuhr beginnt das Heizprogramm
automatisch am errechneten Einschaltzeitpunkt
(in Abb. beispielhaft: Mittwoch 15:18 Uhr).
Seite 33
7.11 Ofenkammer schließen / öffnen
Der Sinterofen verfügt nicht über eine ausgewiesene Lifttaste.
Die Funktion der Lifttaste wurde der 0 aus der alphanumerischen Tastatur zugeordnet.
Nach dem Einschalten des geschlossenen Ofens fährt die Ofentür maximal auf.
Mit einmaligem Drücken der Taste 0 schließt sich die Ofentür. Der komplette Verfahrweg der Tür kann durch
erneutes Drücken der Taste 0 unterbrochen werden - die Position der Tür wird ’eingefroren‘.
Durch nochmaliges Drücken der Taste 0 lässt sich die Tür wieder absenken. (s. auch Punkt 6.4.2).
7.12 Ofen ausschalten

Zum Ausschalten des Ofens Netzschalter betätigen.
Die Netzkontrollleuchte im Netzschalter erlischt.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des
Hochtemperaturofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die
Heizkammer eine beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an den Heizkammerwänden, an den Ofenaußenseiten und am
Ofenlift.
Deshalb:
Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser
ausreichend abgekühlt ist.
HINWEIS!
Nach dem Ausschalten des Ofens läuft das Kühlgebläse weiter, bis im Ofeninneren eine ausreichend niedrige Temperatur erreicht ist.
Netzstecker nicht ziehen, solange das Kühlgebläse
läuft.
Seite 34
8 Zusatzfunktionen
8.1
Speed-Sintern mit Cercon Materialen
Mit dieser Option lassen sich Sinterprozesse in 90 min fahren. Hierbei sind Aufheiz- und Abkühlraten von
70°C/min möglich.
HINWEIS!
Speed-Sinterprogramme 3 und 6 für Cercon base und ht sind lediglich für eine
Brückenspanne von bis zu 6 Gliedern geeignet.
Bei Speed-Sinterprogrammen für Cercon Materialien, müssen ausschließlich die
mitgelieferten Speed-Sinterschalen verwendet werden. Standardschalen sind für
Aufheizraten > 30°C/min nicht geeignet.
Zum Speed-Sintern von Cercon Materialien sind die
Sinterprogramme 3 oder 6 vorprogrammiert.
Die Speed-Sinterprogramme eignen sich für Einzelkronen und
Brücken bis zu 6 Glieder.
Abb. 37: Speed Programm
HINWEIS!
Sobald der Ofen im heißen Zustand die Ofentür
öffnet, blinkt das Display zur Warnung vor einer zu
heißen Schale.
Die Warnung erlischt, wenn die Ofentemperatur
unter 280 °C gesunken ist. Bei dieser Temperatur
ist gewährleistet, dass die Sinterschalen eine
maximale Temperatur von 105 °C haben.
Seite 35
8.2
Speed Sinterprogramme erstellen
Mit dieser Option lassen sich Sinterprozesse in 90 min fahren. Hierbei sind Aufheiz- und Abkühlraten von
70°C/min möglich.
HINWEIS!
Bei Speed-Sinterprogrammen müssen ausschließlich die mitgelieferten SpeedSinterschalen verwendet werden. Standardschalen sind für Aufheizraten > 30°C/min
nicht geeignet.
Funktion der Programmstufen
S1 Aufheizen bis zu einer Zwischentemperatur mit Haltezeit.
S2 Aufheizen bis zur Sintertemperatur mit Haltezeit.
S3 Abkühlen mit sukzessivem Öffnen der Tür (hier beispielhaft ab
1100°C bis 750°C).
Abb. 38 Speed Programm erstellen
Einstellbarer Maximalwert: 1100°C.
S4 Türöffnungstemperatur (hier beispielhaft 750°C).
Einstellbarer Maximalwert: 750°C.
Die Programmierung erfolgt wie in Abschnitt 7.4 beschrieben.
HINWEIS!
Sobald der Ofen im heißen Zustand die Ofentür
öffnet, blinkt das Display zur Warnung vor einer zu
heißen Schale.
Die Warnung erlischt, wenn die Ofentemperatur
unter 280 °C gesunken ist. Bei dieser Temperatur
ist gewährleistet, dass die Sinterschalen eine
maximale Temperatur von 105 °C haben.
Der Ofen erkennt durch die Eingabe des Gradienten
der Stufe „S4“ zwischen 31°C/min. und 70°C/min,
dass es sich um ein Schnell-Sinterprogramm
handelt. In der Stufe „S3“ wird hierbei der Startpunkt
für die langsame Türöffnung programmiert. Die
maximale Temperatur beträgt hierbei 1100 °C.
In der Stufe „S4“ wird die Tür langsam bis auf einen
Maximalwert von 10 cm geöffnet. Bei einer
maximalen Temperatur von 750 °C lässt sich die
Tür dann komplett öffnen.
Die maximal programmierbare Temperatur des Ofens
beträgt 1650 °C.
Seite 36
8.3
Sinterprogramme mit optimierter Abkühlphase
Als Sinterprogramme für Einzelkronen und Brücken bis zu 8
Gliedern aus Cercon base und ht sind die Sinterprogramme 4 und
7 vorprogrammiert.
Die Sinterprogramme für Cercon base und ht besitzen eine
optimierte Abkühlphase.
Abb. 39: Speed Programm
Dadurch ist es möglich den Sinterprozess für Einzelkronen und
Brücken bis zu 8 Gliedern auf ca. 5 Stunden zu reduzieren.
HINWEIS!
Sobald der Ofen im heißen Zustand die Ofentür
öffnet, blinkt das Display zur Warnung vor einer zu
heißen Schale.
Die Warnung erlischt, wenn die Ofentemperatur
unter 280 °C gesunken ist. Bei dieser Temperatur
ist gewährleistet, dass die Sinterschalen eine
maximale Temperatur von 105 °C haben.
9 Störungen
Im folgenden Kapitel sind mögliche Ursachen für Störungen und die Arbeiten zur ihrer Beseitigung
beschrieben.
Bei Störungen, die durch die nachfolgenden Hinweise nicht zu beheben sind, den Hersteller kontaktieren
(Service-Adresse, S. 4).
9.1
Sicherheit
Personal

Die hier beschriebenen Arbeiten zur Störungsbeseitigung können, soweit nicht
anders gekennzeichnet, durch den Bediener ausgeführt werden.

Einige Arbeiten dürfen nur von speziell ausgebildetem Fachpersonal oder
ausschließlich durch den Hersteller ausgeführt werden, darauf wird bei der
Beschreibung der einzelnen Störungen gesondert hingewiesen.

Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen grundsätzlich nur von
Elektrofachkräften ausgeführt werden.
Persönliche
Schutzausrüstung
HINWEIS!
Elektrische Anlage
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Auf Schutzausrüstung, die bei bestimmten Arbeiten zu tragen ist,
wird in den Warnhinweisen dieses Kapitels gesondert hingewiesen.
Bei Kontakt mit spannungsführenden Baugruppen besteht
Lebensgefahr.
Deshalb:
 Vor Beginn aller Arbeiten elektrische Versorgung abschalten und
den Netzstecker ziehen.
Seite 37
Restwärme
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des Ofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die Heizkammer eine
beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr
an den Heizkammerwänden und am Lift.
Deshalb:
 Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser ausreichend
abgekühlt ist. Der Ofen benötigt mindestens 12 Stunden, um von
Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
9.2
Störungsanzeigen
Anzeige
Die Anzeige stellt bei Störungen der Elektronik Fehlermeldungen im Klartext dar.
Diese sind in der Störungstabelle aufgelistet.
Seite 38
9.3
Störungstabelle
Störung
Ursache
Fehlerbehebung
Behebung
durch
Falsche Uhrzeit
Uhrzeit im Regler falsch
gespeichert
Uhrzeit korrekt einstellen
( Kapitel
Erstinbetriebnahme).
Bediener
Ofen startet nicht
automatisch
Stromausfall/Unterbrechung
der Stromzufuhr
Netzanschluss auf Unterbrechungsfreiheit überprüfen.
Ggf. Elektrofachkraft
verständigen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet,
beim Einschalten leuchten die Stufen-LED nicht
auf
defekte Schutzsicherung
Ofen ausschalten, 10 Sek.
warten, erneut einschalten.
Bei wiederholter Fehlfunktion
Service verständigen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet nicht
keine Netzspannung
vorhanden
Bauseitige Sicherungen
überprüfen, Anschlussleitung
überprüfen.
Ggf. Elektrofachkraft
verständigen.
Anzeige: "Sicherheitsabschaltung"
Ofentemperatur beträgt
über 1650 °C
Ofen ausschalten und
abkühlen lassen.
Bei wiederholtem Auftreten der
Störung Service verständigen.
Stücke aus Türfüllung
ausgebrochen, sonstige
Beschädigung der
Türfüllung
Unsachgemäße Behandlung der Türfüllung
Türfüllung auswechseln.
Anzeige:
"Sensor + <-> -"
Ofeninnenraum ist deutlich
kälter als Raumtemperatur
Ofentür öffnen, um Kammerinnenraum Raumtemperatur
annehmen zu lassen.
Thermoelement falsch
angeschlossen/verpolt
Thermoelement-Anschlüsse
wechseln.
defektes Thermoelement
Thermoelement austauschen.
lockere ThermoelementAnschlüsse
Thermoelement-Anschlüsse
nachschrauben.
Heizprogramme und
Uhrzeit werden nicht
dauerhaft gespeichert
defekter Regler
Regler austauschen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet,
beim Einschalten leuchten die Stufen-LED kurz
auf
defekte Anzeige
Regler austauschen.
Anzeige: "Sensor defekt"
Seite 39
Bediener
Elektrofachkraft,
Service
Störung
Ursache
Fehlerbehebung
Stufen-LED blinkt, Ofen
heizt jedoch nicht
defekte Heizung
Heizung auf Durchgang
prüfen.
Heizkammer austauschen.
Ofen löst bauseitigen FISchalter aus
defekte Heizung
Heizung auf Durchgang
prüfen.
Heizkammer austauschen.
zu empfindlicher FI-Schalter
FI 30 mA einbauen
Türendschalter klemmt oder
ist defekt
Sichtprüfung am Türschalter.
Service verständigen.
Anzeige: "Tür auf",
obwohl Ofentür
geschlossen ist
(Lift oben)
9.4
Systeminformationen zur Fehlerdiagnose

Ausführung durch Bediener
Behebung
durch
Service
Bei Störungen der Reglerelektronik und Unregelmäßigkeiten in der
Reglersoftware ist die Verständigung des Service erforderlich
( Störungstabelle, Seite 39).
Der Service benötigt zur näheren Fehlerdiagnose genaue Systeminformationen und wird diese beim Anwender abfragen:

Seriennummer

Hardware-Version

Software-Version
Systeminformationen wie folgt abrufen:
1.
Ofen mit Netzschalter einschalten.
Es erscheinen für ca. 3 Sekunden Zahlenwerte und/oder
Texte in der Anzeige.
2.
Diese Angaben notieren und dem Service mitteilen.
Seite 40
10 Wartung und Reinigung
10.1 Sicherheit
Personal

Die hier beschriebenen Wartungsarbeiten können durch den Bediener ausgeführt
werden.
Restwärme
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des Ofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die Heizkammer eine
beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr
an den Heizkammerwänden und der Ofentür.
Deshalb:

Elektrische
Anlage
Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser ausreichend
abgekühlt ist. Der Ofen benötigt mindestens 12 Stunden, um von
Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Kontakt mit spannungsführenden Baugruppen besteht
Lebensgefahr.
Deshalb:

Vor Beginn aller Arbeiten elektrische Versorgung abschalten und
den Netzstecker ziehen.
10.2 Wartungsplan
In den nachstehenden Abschnitten sind die Wartungsarbeiten beschrieben, die für einen optimalen und
störungsfreien Betrieb erforderlich sind.
Bei Fragen zu Wartungsarbeiten und -intervallen den Hersteller kontaktieren ( Service-Adresse, Seite 4).
Intervall
Wartungsarbeit
Auszuführen durch
täglich, bei Bedarf
Heizkammer und Liftteller reinigen
Bediener
10.3 Wartungsarbeiten
10.3.1 Heizkammer und Liftteller reinigen

Heizkammer und Liftteller immer sauber halten. Aschereste und sonstige Fremdkörper regelmäßig mit
einer weichen Bürste entfernen.
10.4
Reinigung
Die Oberfläche des Gerätes kann mit einem feuchten, aber nicht nassen Tuch gereinigt werden.
Die Isoliersteine der Tür sowie die NEM Glocke können vorsichtig mit einem Pinsel von Schmutz befreit
werden.
Seite 41
11 Demontage und Entsorgung
Nach dem Gebrauchsende das Gerät demontieren und einer umweltgerechten Entsorgung zuführen.
11.1 Sicherheit
Personal
Restwärme

Die hier beschriebenen Demontagearbeiten können durch den Bediener
ausgeführt werden.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des Hochtemperaturofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die Heizkammer eine
beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an
den Heizkammerwänden und am Lift.
Deshalb:

Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser ausreichend
abgekühlt ist. Der Ofen benötigt mindestens 12 Stunden, um von
Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur abzukühlen.
11.2 Demontage
Zur Demontage des Hochtemperaturofens:

Hochtemperaturofen ausschalten und vom Netz trennen.
11.3 Entsorgung
Das Gerät ist ein Elektrogerät nach dem „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die
umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten" (ElektroG). Es wurde gesetzeskonform
gekennzeichnet und mit dem folgenden Symbol versehen:
Das Gerät ist nicht für den privaten Gebrauch vorgesehen. Es wird für den gewerblichen Bereich hergestellt
und geliefert und ist von dem Endnutzer nach den Bestimmungen des ElektroG ordnungsgemäß zu
entsorgen.
Seite 42
12
EG-Konformitätserklärung
DeguDent GmbH
Rodenbacher Chaussee 4
63457 Hanau
Deutschland
Hiermit erklären wir die Konformität des Sinterofens
Multimat2Sinter
mit den grundlegenden Anforderungen der folgenden EG-Richtlinien:
1. Richtlinie 2011/65/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in
Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS)
2. Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE)
3. Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
4. Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG
5. EMV-Richtlinie 2004/108/EWG
Folgende harmonisierte Normen wurden angewandt:
DIN EN 61010-1: 2002-08
DIN EN 61010-2-010: 2004-06
DIN EN 61326-1: 2006-10
Hanau, 27.02.2013
Hanau, 27.02.2013
Dr. Udo Schusser
Dr.Bernhard Kraus
Leiter Forschung und Entwicklung
Leiter Qualitätsmanagement
Seite 43
REV 2014-03
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* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

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