Komplettes Magazin als E-Paper

Komplettes Magazin als E-Paper
www.flotte.de • G 59522 • 9. Jahrgang
Okt./November 2010
EUR 4,–
DAS FACHMAGAZIN für innovatives
Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement
Angriff:
Leasing:
Citroën mit junger Modellpalette
Steuervorteile?
Kostenvergleich:
Kleinstwagen
Tankkarten:
Große Übersicht
Ausblick:
Specifaeln:
Aktueller Stand E-Mobilität
Rei
Recht:
Winterreifenpflicht?
KRAFTSTOFF SOGAR DA ANTREFFEN,
WO MAN NIEMANDEN SONST ANTRIFFT.
Einer der führenden Tankkartenanbieter mit flächendeckendem Akzeptanznetz.
Über 20.000 Akzeptanzen in 36 Ländern bedeuten: mit einer Tankkarte von euroShell hat man so gut wie überall Gelegenheit zum Auftanken. Nur ist dies dank der Shell FuelSave Krafstoffe, exklusiv an Shell Stationen, gar nicht so oft erforderlich.
Denn damit sinkt der Verbrauch bis zu 1 Liter pro Tank* und die Motoreffizienz steigt – bei jedem Fahrzeug im Fuhrpark.
Ohne Aufwand, ohne extra Kosten, ohne Sucherei. www.euroshell.de
*Shell FuelSave Super: Auf Basis einer 50-Liter-Tankfüllung. Vergleich zwischen einem Kraftstoff mit den gleichen Eigenschaften wie das bisherige Shell Super Benzin und demselben Kraftstoff mit unserer neuen Formel
für sofortige Kraftstoffeinsparung. Tatsächliche Einsparung kann je nach Fahrzeug, Fahrbedingungen und Fahrstil variieren. Shell FuelSave Diesel: Auf Basis einer 50-Liter-Tankfüllung. Aufgrund neuer Testergebnisse für
Stadtfahrten im Vergleich zwischen einem Kraftstoff mit den gleichen Eigenschaften wie herkömmlich additivierter Diesel und demselben Kraftstoff mit unserer Formel für sofortige Kraftstoffeinsparung. Tatsächliche Einsparung kann je nach Fahrzeug, Fahrbedingungen und Fahrstil variieren.
200 Stationen
998 Spezialisten
1996 Hände
365 Tage im Jahr
24 h am Tag
Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
und immer
100% für Sie da!
Alles öko – oder was?
Die Grünen haben also doch noch gewonnen, so scheint es. Nicht so, wie sie es sich
gedacht haben, also ganz ohne die Verteufelung der individuellen Mobilität und
dem damit einhergehenden Verbrauch an
Ressourcen und der Erzeugung schädlicher
(Ab-)gase. Im Gegenteil: Die Automobilindustrie, die Fuhrparkleiter, die Manager der
Unternehmen, sie alle haben entdeckt, dass
Umweltbewusstsein gut ist. Vor allem auch
für den Geldbeutel, und da wird es dann
spätestens spannend. Die Fuhrparkleiter
schonen nämlich gern die Umwelt, aber
überwiegend doch bitte nur dann, wenn
es nichts oder zumindest fast nichts mehr
kostet. Denn ein höheres Budget wegen der
Umwelt – das gestatten nur wenige Unternehmen.
plötzlich Downsizing und Downgrading
nichts mit Degradierung innerhalb der Firma zu tun haben? Das ist sicher nur vermittelbar, wenn alle mitmachen, damit die Hierarchie in der Relation zueinander gleich
bleibt.
Da kommt es gerade recht, dass die modernen kraftstoffreduzierten Fahrzeuge nicht
nur gut für die Umwelt sind, sondern sich
auch betriebswirtschaftlich gut rechnen
lassen. Damit treibt der Handlungsdruck
der EU, nämlich die durchschnittlichen CO2 Emissionen auch in Flotten immer weiter
zu reduzieren, die Fuhrparks nicht nur zum
Kraftstoff sparen, sondern auch zum Kosten
sparen.
Zu überlegen bleibt auch, ob als Zusatzmotivation für das Kraftstoffsparen und die
Umwelt ein Teil der eingesparten Kosten in
Form von Mehrausstattung an den Dienstwagennutzer zurückfließt. Das könnte dann
hervorragend mit einem anderen wichtigen
Thema kombiniert werden: Der Sicherheit.
Mitlenkendes Kurvenlicht und automatische Reifendruckkontrolle sind nur zwei
gute Beispiele hierfür.
Also alles super? Es kommt darauf an, die
betroffenen Mitarbeiter richtig einzubinden. Begeisterung wecken für Sprit sparen
– nicht (nur) wegen des Geldes, sondern aus
Überzeugung, für die Umwelt. Denn es ist
noch nicht lange her, da definierte sich der
Angestellte in der Firmenhierarchie über
Marke, Modell und Hubraum. Und nun soll
Auch Fahrertrainings und Spritsparwettbewerbe motivieren die Dienstwagennutzer
zusätzlich, denn es kann auch cool sein,
den niedrigsten Durchschnittsverbrauch
einzufahren. Das hat ja auch etwas mit Können zu tun, und Wissen, denn auch richtig
kraftstoffsparend fahren will gelernt sein
– vor allem wenn es so sein soll, dass der
Fahrspass nicht auf der Strecke bleibt und
weiterhin die gleiche Anzahl von Terminen
bewältigt werden kann.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
freecall
0800 586 48 33
W i d d e r s d o r f e r S t r. 2 0 5 I 5 0 8 2 5 K ö l n
w w w. j u n i t e d . d e I i n f o @ j u n i t e d . d e
Eine Marke der Daimler AG
Effizienter erreichen Sie
Ihre Kunden nur per E-Mail.
%JF'JSNFOXBHFOWPO.FSDFEFT#FO[#FTPOEFSTWFSCSBVDITPQUJNJFSUEBOL#MVF&''*$*&/$:
www.mercedes-benz.de/grosskunden
6
Inhalt
12
Matthias Hanauer (HDIGerling Sicherheitstechnik, li.) und Helmut
Knewitz (Dreidoppel
GmbH) erläuterten im
Fachgespräch die Risk
Management-Maßnahmen im DreidoppelFuhrpark
28
Citroën-Offensive:
Interview mit Stephan
Lützenkirchen, Saban
Tekedereli und JeanFrançois Bloch (von li.)
in Köln zu den Ambitionen mit der neuen
DS-Reihe sowie den
Aktivitäten im Transportergeschäft
Beim BME-Symposium
„Nachhaltiges Fuhrparkmanagement“ gab es
interessante Vorträge
zur Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens im
Fuhrparkgeschäft mit
Ausblick auf zukünftige
Managementstrategien
Verwaltung kompakt: Auf
8 mal 5 Zentimetern steckt
eine ganze Menge – Tankkarten ermöglichen ein
bequemes Handling und
minimieren den Verwaltungsaufwand im Fuhrparkgeschäft. Übersicht
42
Im Interview bezog
sich Dr. Heidrun
Zirfas, Geschäftsführerin der Volkswagen
Leasing GmbH, auf
die Einführung einer
neuen Tankkarte für
Gastankstellen in
Kooperation mit DKV
Euro Service
54
46
Praxis
12 Präventiv entgegen gewirkt
Dreidoppel GmbH/ HDI-Gerling
Sicherheitstechnik
Leasing
16 Vorteil ja, aber....
Die Steuervorteile beim Leasing ergeben sich
nur bedingt
22 Die grüne Flotte 2010
Der Umwelt-Award von Volkswagen Leasing
Management
24 Freie Auswahl
Eurotax Schwacke: Kostenvergleich alternative/ herkömmliche Antriebe
28 Different Spirit
Schwerpunkt-Interview mit Saban Tekedereli,
Stephan Lützenkirchen und Jean-François
Bloch bei Citroën Deutschland GmbH in Köln
32 Wohin die Reise geht
eRoadshow ASL Fleet Services
34 Agenda 2020
Trends im Fuhrparkmanagement
40 Einfache Lösungen entwickeln
Interview mit Holger Rost, fleet innovation
GmbH, Düsseldorf
42 Einmal Volltanken bitte!
Übersicht Tankkartenangebot für Flottenkunden
46 Trendsetter Ökologischer Fuhrpark
BME-Thementag „Nachhaltiges Fuhrparkmanagement“
Flottenmanagement 5/2010
50 Sicherheit geht vor
eSafety Challenge 2010
54 „Versorgungslücke geschlossen“
Interview mit Dr. Heidrun Zirfas, Geschäftsführerin der Volkswagen Leasing GmbH
Recht
56 Recht
Ist die „Winterreifenpflicht“ verfassungswidrig?
Extra
59 And the winner is...?
Kostenvergleich Kleinstwagen
Special Reifen
68 Einleitung
70 Reifen Nachrichten
72 Oktober bis Ostern
Übersicht Reifenmanagement-Dienstleister
74 Läuft alles rund?
Entscheidungshilfen für Reifenmanagement
77 Markenfetisch?
Es muss nicht immer eine Marke sein
78 Sicherer, sparsamer und stiller
Übersicht rollwiderstands-optimierte Reifen
80 Jetzt wird‘s Zeit!
Übersicht zu den aktuellen Winterreifen
Interview mit Manfred Koller, Leiter Flottenservice bei A.T.U
85 Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
Interview mit Dietmar Olbrich, Direktor
Vertrieb & Marketing der Hankook Reifen
Deutschland GmbH
86 „Stets sicher unterwegs sein“
Interview mit Thomas Krüger, Geschäftsführer
TÜV Card Services
Innovation
88 Es geht, es geht nicht...
Kostenvergleich Öko- und Dieseltransporter
91 Elektrisches Gefühl
Flottenmanagement fuhr erstmals ein Elektroauto – den Citroën C-Zero
92 Generation Zero
Aktueller Stand Elektromobilität
Marktübersicht
98 Volvo ja, aber welche?
Flottenrelevante Fahrzeuge von Volvo
Test
100 Raumvorstellung
Mazda 6 Kombi-Limousine 2.2 Liter MZR-CD
Transporter
103 Nachrichten
82 Kosmetische Operationen
Wie Felgenreparatur möglich ist
104 Buntes Farbenspiel
Vergleich Mercedes Sprinter 210 CDI, 313 CDI
und 316 CDI
84 „Auf Winterreifen bis Oktober umsatteln“
Fahrtelegramme
Welche Aspekte rund
um das Reifenmanagement im Fuhrpark eine
Rolle spielen, beleuchten wir ausführlich in
unserem Special Reifen
Intelligente Mobilität
Inhalt –
Fahrzeugeinrichtungen
von Sortimo
68
In einem größeren
Kostenvergleich
haben wir alternativ angetriebene Transporter
ihren Pendants
mit Dieselmotoren
gegenüber gestellt
88
100
Der Mazda 6 ist
stärker überarbeitet
worden. Flottenmanagement testete
den Kombi 2,2 Liter
MZR-CD, der nicht
nur durch sein sportliches Design und
die effiziente Motorisierung glänzt
Ihr kompetenter Partner für
106 Mercedes Vito E-Cell / Volvo V60
112 Ford S-Max / Citroën C4
Fahrberichte
107 Mercedes GLK
109 VW Caravelle
111 Audi A6
113 BMW 530d
Kommunikation
114 Hand(y) am Steuer
Aktuelle Optionen für eine punktefreie Fahrt
im Dienstwagen
Rubriken
3
Editorial
8
Nachrichten
20 Leasing Nachrichten
81 PraxisTipp
96 Salon
116 Kolumne
118 Gastkommentar / Impressum
www.flotte.de
110 BMW X 1 / Peugeot iOn
Key Account Management
Aktuelle Infos auch im Internet unter:
108 Ford Mondeo / Renault
& Beratung
Als kompetenter Dienstleister sind wir
in der Lage, die komplette Logistik
rund um das Thema Flottenfahrzeug als
One-Stop-Solution anzubieten.
Projektmanagement
& Logistik
Sie benötigen Unterstützung im
Flottenmanagement? Wir helfen Ihnen
bei Beratung, Entwicklung, Konzeption
und Durchführung der Projekte.
Sortimo International GmbH
Dreilindenstr. 5 · 86441 Zusmarshausen
Kostenlose Beratung 0800 7678466
[email protected].de · www.sortimo.de
Flottenmanagement 3/2005
8
Nachrichten
+++ in Kürze +++
+++ Lease-(L)iOn +++
Nicht zu kaufen, dafür aber zu leasen
gibt es den Peugeot iOn ab Dezember
für eine Rate von 499 Euro monatlich.
Nach einer Laufzeit von drei Jahren
werde das Fahrzeug von Peugeot zurückgenommen. Der Handel kann diesen dann für weitere zwei Jahre verleasen. Für 2011 plant Peugeot einen
Absatz von 1.100 Autos, 2012 sollen
sogar 1.800 Fahrzeuge als E-Mobile
unterwegs sein.
+++ Auffrischung +++
Seit Mitte September schickt BMW
den überarbeiteten Kleinwagen Mini
zu Preisen ab 15.500 Euro netto zu
den Händlern. Neben neuen DesignApplikationen steckt auch ein neuer
Diesel-Motor mit 1,6 Litern Hubraum
im Kleinwagen, der laut Hersteller
mehr Durchzugskraft, Effizienz und
Laufkultur bieten soll. Beim Mini hat
man zusätzlich an die Integration des
iPhones ins neue Navigations- und Unterhaltungssystem gedacht.
+++ Diesel-Typen +++
Markante Merkmale wie ein modernisiertes Frontdesign und neue Ausstattungsvarianten stecken im Renault
Laguna bei Limousine und Kombi
Grandtour. Ab November ist der Franzose auf dem Markt und kombiniert die
dynamische Allradlenkung 4CONTROL
mit den Motoren dCi 130 und dCi 150.
Effekt laut Hersteller: Die mitlenkende
Hinterachse erhöht die Kurvenstabilität und wirkt effizient bei plötzlichen
Kurvenmanövern. Neuheit ist der dCi
110, der nur noch 120 Gramm Co2/ Km
ausstoßen soll.
+++ Prima-Star +++
Der Nissan Primastar ist als Transporter-, Kombi- und Avantour-Variante bis
drei Tonnen zulässiges Gesamtgewicht
mit leicht modifizierter Ausstattung
erhältlich. Steel Grey als neue optionale Lackierung ist laut Hersteller ein
äußeres Kennzeichen der Modellpflege. Die CD-Radios verfügen ab sofort
über eine Freisprecheinrichtung mit
Bluetooth-Schnittstelle. Für den Avantour gibt es eine Ultraschall-Einparkhilfe am Heck und wird im TechnikPaket von Nissan angeboten.
+++ Energienetz +++
Die Automobilhersteller Audi, BMW,
Daimler, Porsche und Volkswagen unterstützen gemeinsam ein modulares
Stecksystem zum Laden von Elektrofahrzeugen. Ein global einheitlicher
Standard soll sicherstellen, dass die
Kunden unabhängig von Marke und
Stromanbieter immer direkten und
einfachen Zugang zum Energienetz
haben. Man hat sich seitens der Entwicklungsleiter aller genannten Hersteller für ein zweiteiliges modulares
Stecksystem entschieden. Der Kern des
Stecksystems ist unter der Bezeichnung IEC 62196-2 Typ 2 zur Normierung für ein- bis dreiphasiges Laden
mit Wechselspannung eingereicht.
Eine Erweiterung für Gleichstrom wird
derzeit entwickelt.
Flottenmanagement 5/2010
Einblick
Am 26. August lud das Unternehmen BURY GmbH & Co.
KG zum Distributionsforum 2010 nach Hamburg ein. Flottenmanagement war als Gast dabei und nutzte die Gelegenheit, interessante und innovative Produkte in punkto
Freisprecheinrichtungen, OEM- sowie Telematik-Lösungen
kennenzulernen. Insbesondere wurde die Produktpalette
um die neue kompakte Bluetooth® Freisprecheinrichtung
BURY Motion erweitert, welche speziell für Nutzer des Apple iPhones 4/ 3G/ 3GS konzipiert wurde. Die Freisprecheinrichtung BURY Motion ist seit September auf dem Markt.
Interessante Gespräche über Neuheiten aus dem Hause BURY
mit Henryk Bury, Geschäftsführer Bury GmbH & Co KG.
(Mitte), Bernd Franke (re. FM) und Patrizia Kaluza (li. FM)
Wachstum
Raumgestaltung
Unter dem Motto „Think Sortimo“ präsentierte Sortimo International GmbH
während der IAA Nutzfahrzeuge sechs praxisorientierte sowie auf Sicherheit
und Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Themenwelten für
den mobilen Einsatz in Handwerk und Service. Zu den
wichtigsten Neuerungen der
nächsten Globelyst Generation gehören unter anderem ein
integriertes Verzurrsystem in
den Pfosten und in der optional verfügbaren Bodenschiene
für die neuen ProSafe Verzurrgurte. Ebenso zu sehen war
die in die Sortimo Globelyst
Fahrzeugeinrichtung integrierbare L-BOXX Familie, sowie CarMo als kleinste Fahrzeugeinrichtung. Diese
steht für „Car Mobility“ und ist in Verbindung mit den neuen Sortimo L-BOXXen
eine speziell für den Außendienst konzipierte Lösung.
Prozessoptimierung
Derzeit entwickelt der Verband markenunabhängiger
Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) ein elektronisches Werkstatt-Abwicklungssystem, das eine
schnellere Umsetzung ermöglichen sowie eine verzögerte Auftragsvergabe vermeiden soll. Hintergrund ist
Nach Angaben von DATAFORCE, Marktforschungsund Beratungsinstitut
für den deutschen Flottenmarkt, verzeichnete
das Marktsegment Flottenmarkt im August den
stärksten Wachstum im
Vergleich zum Vorjahresmonat. Gegenüber August
2009 nahm die Zahl der
Neuzulassungen im Segment Flotte um 21,3 Prozent zu. Im Vergleich zu
den eher schwachen Zulassungszahlen der Augustmonate der vergangenen Jahre erreichte
der Flottenmarkt in diesem Jahr passable 39.533
Neuzulassungen.
eine hohe Quote beanstandeter Werkstattrechnungen,
welche bei über zehn Prozent liegt. Der Verband sieht
in diesem elektronischen Werkstatt-Abwicklungssystem ein Einsparpotenzial für Fuhrparkmanager. Noch
in diesem Jahr soll eine Pilotversion an den Start gehen.
Nachhaltigkeit
Zum ersten Oktober schaltete der Mineralölkonzern
TOTAL seine neue Webseite www.weniger-kraftstoffverbrauch.de online. Der Kunde kann mit der Tankkarte von TOTAL seinen Kraftstoffverbrauch und
CO2 -Ausstoß kontrollieren und auf der neuen Internetseite durch dort zur Verfügung gestellte Hilfsmittel erfahren, wie er diesen Verbrauch langfristig
und effektiv senken kann. Unter anderem findet er
Hinweise über Excellium Diesel, einen Kraftstoff,
der für eine bessere Reinigung des Motors sorgen
soll und somit geringen Kraftstoffverbrauch sowie
Schadstoffausstoß bewirken soll. Die Homepage
verbirgt noch weitere Features wie Hilfsmittel zur
internen Sensibilisierung der Mitarbeiter, darunter E-Learining-Module sowie Infomaterial zur Durchführung einer Challenge
im Unternehmen. Auf diese Weise könne
der Kunde seine Mitarbeiter zu mehr Umweltbewusstsein und aktivem Nachhaltigkeitsdenken bewegen. Kontrollinstrument ist das Kartenverwaltungsprogramm
TOTAL Cards Online für die Durchführung
verschiedener Reportings, Verbrauchsanalysen und CO2 -Reports. Fuhrparkmanager
sollen damit jeden einzelnen Fahrer gezielt mit einem grünen Daumen ansprechen und motivieren können.
DER A.T.U-RUNDUM-SERVICE
FÜR ALLE FUHRPARKS
Jetzt neu: Reifenpauschale für Kauf- und Leasingfahrzeuge
Riesiges Sortiment an Reifen
und Felgen in der A.T.U- Filiale
Kompetente Beratung rund um
das Thema Reifen und Felgen
Schnelles Umstecken der
Räder - ohne lange Wartezeiten
Professionelle Reifenmontage
in jeder A.T.U-Filiale
Reifeneinlagerung in jeder
A.T.U-Filiale vor Ort
In allen 600 A.T.U-Meisterwerkstätten bieten wir eine große Anzahl
an Reifen und Felgen führender Hersteller. Wir bereifen Ihren
PKW oder LLKW Fuhrpark effizient und preiswert.
Für weitere Informationen schreiben Sie uns ([email protected]) oder
rufen Sie uns an (0180 - 5 33 44 00*)
Natürlich akzeptieren wir auch die euroShell Card als Zahlungsmittel.
Spezielle Angebote für euroShell Card Inhaber finden Sie
auf unserer Homepage unter www.atu.de/b2b.
(*0,14 Euro/Min.
, aus dt. Festnetz, Mobil max. 42 Ct./Min. )
10
Nachrichten
Personalien
Klaus Zellmer wurde vom Vorstand der Dr. Ing. h.c. F. Porsche
AG Stuttgart zum Vorsitzenden
der Geschäftsführung der Porsche
Deutschland GmbH, BietigheimBissingen, ernannt. Seit 1997 bei
Porsche tätig, war er zuletzt Marketing-Leiter und folgt nun Bernhard
Maier, der seit April Vorstand für
Vertrieb und Marketing für sportliche Premium-Fahrzeuge ist.
Gerd Wächter ist seit 16. August
neuer Geschäftsführer bei der Reifenfachhandelskooperation
Top
Service Team KG. Wächter war in
den letzten fünf Jahren bei der
Continental AG für den Bereich
Controlling/Logistik/Reifen verantwortlich und zuvor acht Jahre lang
als Mitglied der Geschäftsführung
bei der Vergölst GmbH maßgeblich
für die Sanierung der ContinentalTochtergesellschaft tätig.
Achim Bartelheimer ist neuer Vertriebsdirektor bei BURY GmbH & Co.
KG und verantwortet zugleich als
Vertriebsleiter den Bereich OEM.
Seit 2008 im Unternehmen, ist er
als Vertriebsdirektor für den Aufbau und die Leitung eines Kundenvertriebsteams für die nationale
und internationale Automobilindustrie, für die Kundenbetreuung im
Aftermarket und für die Einführung
neuer Produkte verantwortlich.
Neben Werner von Hebel sind Ferdinand Moers und Kai Müller seit
September zusätzliche Geschäftsführer der AUTOonline GmbH Informationssysteme. Ferdinand Moers
wird die Prozessautomatisierung
mittels VALUEpilot betreuen und
Synergieeffekte für Kunden schaffen und darüber hinaus den Ausbau
der Flottenvermarktung weiter vorantreiben. Kai Müller wird sich der
Entwicklung einer neuen Generation von AUTOonline- Anwendungen
und -Diensten für alle Kundensegmente widmen.
Helmut Rohr, Geschäftsführer der
CBM Car Broker & Management KG
in Heilbronn, wird künftig als freiberuflicher Mitarbeiter den Vertrieb
der Hüsges Gruppe unterstützen
und sich speziell dem GroßkundenSegment widmen. Er verfügt über
langjährige Erfahrungen in der Automobilbranche auf Hersteller- und
Dienstleister-Ebene. Zudem ist er
versiert im Sachverständigenwesen
aufgrund seiner früheren Vertriebstätigkeit.
Matthias Rolinski
ist neuer Vertriebschef und Mitglied
der Geschäftsführung bei Carglass.
Als neuer Sales Director soll der
44-jährige den Wachstumskurs des
Autoglasspezialisten weiter mit
vorantreiben. Im Zentrum seiner
Tätigkeit werden dabei die enge
Zusammenarbeit mit den Partnern
der Versicherungsbranche, dem
Flotten- und Leasinggeschäft sowie
der Ausbau des Service-Angebotes
stehen. Der diplomierte Betriebswirt war zuletzt Vertriebsexperte
beim Münchner Konzern TIP TOP
Stahlgruber und Bereichsleiter Automotive und Geschäftsführer der
PREMA GmbH.
Flottenmanagement 5/2010
Opel-Mania
Die neuen Opel Business-Pakete sind laut Hersteller auf Dienstwagennutzer zugeschnitten
und in Kombination mit den Flottenfahrzeugen Astra, Insignia und Zafira zu attraktiven
Preisvorteilen bis zu 44 Prozent erhältlich. Für
den Astra, und ab November auch für den Astra Sports Tourer, gibt es das neu zusammengestellte Business-Paket „Funktion“ inklusive
Ergonomiesitze für Fahrer und Beifahrer, Geschwindigkeitsregler, Infotainment-System CD
400 mit Radiofernbedienung am Lenkrad, Mobiltelefon-Vorbereitung sowie Parkpiloten ab
Vorreiter
A.T.U bietet ab sofort zusammen mit der
mk-group Holding GmbH Service- und Wartungsdienstleistungen für den CARe 500
an, die Elektrovariante des populären Fiat
500. Das Service-Paket beinhaltet unter
anderem eine 24-h-Hotline und reguläre
Werkstattleistungen. Spezial-Techniker des
Autoherstellers unterstützen die A.T.U-Filialen bei komplexen Problemen. Mit dieser
Rundum-Betreuung ergänzt A.T.U sein Angebot für Flottenkunden. Durch die Rahmenvereinbarung wird das neue E-Auto in
allen rund 650 Filialen von A.T.U gewartet.
Übernahme
C Track Benelux hat am 17. August alle Aktivitäten von Minorplanet Systems übernommen.
Software-Lizenzen, Verkauf und technischer
Support von Minorplanet Systems liegen nun in
den Händen von C-Track Benelux BV. Die DigiCore
Deutschland GmbH betreut ab sofort deutsche
Minorplanet-Kunden. Minorplanet Systems ist
ursprünglich ein britisches Unternehmen, das
auf dem Gebiet des Flottenmanagements durch
1.000 Euro netto. Die „Premium“-Variante bietet
darüber hinaus ein adaptives Bi Xenon-Sicherheitslichtsystem AFL+ mit neun automatischen
Funktionen, Multifunktions-Lederlenkrad, elektrische Parkbremse und Berganfahr-Assistent,
Infotainment-System CD 500 mit DeutschlandNavi, Bordcomputer, Front-Park-Pilot und ZweiZonen-Klimatisierungsautomatik, beginnend ab
1.504,20 Euro netto. Für den Insignia und den
Insignia Sports Tourer beginnt die „Premium“Aufwertung bei 2.512,61 Euro netto. Zudem
beinhalten diese Business-Pakete für den 2.0
CDTI mit 96 kW/ 130 PS und 118 kW/ 160 PS die
ecoFlex-Ausstattung ohne Aufpreis. Der Opel Zafira kann ab 334,45 Euro netto mit den Paketen
„Funktion“, „Navi“ oder „AFL“ den spezifischen
Fuhrparkanforderungen angepasst werden.
Umwelt-Bewusstsein
Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat zur
Studie „Flottenkunden 2010“ 230 Fuhrparkentscheider zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit im
Fuhrpark befragt. Dabei haben mittlerweile mehr
als die Hälfte der Unternehmen den Umweltgedanken stärker in den Fuhrparkrichtlinien verankert.
Ziel ist es, den Mitarbeitern Anreize zur Nutzung
umweltfreundlicher Fahrzeuge zu bieten und
Fahrzeughersteller sowie Leasinggesellschaften
mit dem Thema Umwelt zu konfrontieren, damit
sie das sukzessive in ihr Produkt- und Leistungsangebot involvieren. Aktuell werden alternative
Antriebslösungen im deutschen Fuhrparkgeschäft
noch selten eingesetzt. Man erwartet allerdings
seitens der befragten Unternehmen, dass sich dieser Anteil in den kommenden drei Jahren merkbar
erhöhen wird.
„tracking & tracing“, der Ortung von Fahrzeugen
auf Echtzeit mit Protokollierung der Positionsdaten, tätig ist. Nachdem Minorplanet kürzlich seine
Insolvenz bekannt gab, hat die C-Track Benelux
alle geschäftlichen Aktivitäten von Minorplanet
Systems übernommen. Hardware-Einheiten in den
Fahrzeugen sowie Software bleiben damit für Minorplanet-Kunden voll funktionsfähig und können als
Fuhrparkmanagement-Systeme weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.
Mittelstandsoffensive
Noch bis zum 9. Oktober bietet Ford für Gewerbetreibende im Zeichen der Mittelstandsoffensive
„Ford Power für den Mittelstand“ flexible, attraktive Mobilitätsangebote im Rahmen der Ford Flaterate Full-Service für Flottenkunden. Kernbestandteile sind attraktive Leasingkonditionen und
auf Wunsch ein „Full-Service“-Technikpaket. Dieses beinhaltet alle Wartungs- und Inspektionsarbeiten gemäß Herstellervorgaben sowie alle Reparaturarbeiten, inklusive Verbrauchsmaterialien, Übernahme der Abschleppkosten bei Verschleiß
bis zur nächsten Vertragswerkstatt und die Kostenübernahme
für die fällige Haupt- und Abgasuntersuchung. Neue Nutzfahrzeuge können beispielsweise zu einem effektiven Jahreszins
von 4,99 Prozent finanziert werden.
Faszination. Freiraum.
Leidenschaft – für Ihren Fuhrpark.
Der neue Audi A5 Sportback.
Entdecken Sie ein beinahe konkurrenzloses Fahrzeug für Ihren Fuhrpark – der neue Audi A5 Sportback*
vereint ausdrucksstarkes Design, hohe Funktionalität und beeindruckende Effizienz auf noch nie da
gewesene Art und Weise. Sein innovatives Heckklappenkonzept, das Innenraumgefühl einer großzügigen Limousine und eine exklusive Serienausstattung machen ihn zu einem idealen Fuhrparkfahrzeug.
Auch in puncto Effizienz: Die leistungsstarken TDI- und FSI- sowie TFSI-Aggregate überzeugen durch
reduzierten Verbrauch bei höherer Kraftentfaltung und niedrigen Emissonen. Und erfüllen alle die
Euro 5-Norm. Entdecken Sie die Kraft klaren Designs für Ihren Fuhrpark – mit dem neuen Audi A5 Sportback.
Am besten bei Ihrem Audi Partner.
* Kraftstoff verbrauch in l/100 km: kombiniert 5,2–9,3; CO2-Emission in g/km: kombiniert 137–216
12
Praxis
Präventiv
Die Dreidoppel GmbH
baute mit Unterstützung
der HDI-Gerling Sicherheitstechnik ein Risk
Management auf
entgegen gewirkt
Die Dreidoppel GmbH mit Sitz in Langenfeld ist
ein Produzent von Aromen und Zutaten für feine
Backwaren, Süßwaren und Speiseeis, der auch
eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung betreibt. Darüber hinaus kreiert das Unternehmen im hauseigenen Backstudio Rezeptvorschläge für Bäckereien und Konditoreien.
Im Gelatop Forum werden neue Eiskreationen
getestet und den Kunden vorgestellt. Ständige
Weiterentwicklung und Innovationen gehören
zu den wesentlichen Unternehmenszielen. Das
langjährige Familienunternehmen wurde 1899
von Peter Dreidoppel mit der Gründung einer
Agentur für Bäckereigrundstoffe in Düsseldorf
ins Leben gerufen und blieb bis 1990 im Familienbesitz. Seit 2004 gehört das Unternehmen
zur familieneigenen IREKS Firmengruppe in
Kulmbach.
Flottenmanagement 5/2010
Dreidoppel betreibt einen bundesweit operierenden Außendienst-Fuhrpark, der gegenwärtig
aus rund 50 Pkw-Kombis aus dem VolkswagenKonzern besteht. Den Außendienstlern steht
ein Golf Variant, Gebietsverkaufsleitern ein
Passat Variant zur Verfügung, Abteilungsleiter
sind im Audi A6 Avant mobil. Die durchschnittliche Laufzeit der Fahrzeuge im Unternehmen
liegt bei etwa drei Jahren, die durchschnittliche jährliche Laufleistung beträgt etwa 50.000
Kilometer.
„Früher wurden die Fahrzeuge traditionell gekauft, dann gab es für einige Jahre eine Phase
des Leasing”, gibt Helmut Knewitz als Leiter der
Verwaltung der Dreidoppel GmbH einen ersten
Einblick in die Entwicklungsgeschichte des
Fuhrparks. „Vom Grundsatz her kaufen wir heu-
te wieder unsere Fahrzeuge, nutzen aber auch
Leasing-Angebote, wenn sie denn sehr gut sind.
Der Kauf bietet nach unseren Erfahrungen insgesamt ein einfacheres Handling. Das erspart
uns insbesondere bei längeren Lieferfristen
doch etliche Diskussionen mit den Beteiligten.”
Für eine lange Zeit hatte Dreidoppel einmal
Fahrzeuge einer anderen Marke im Einsatz,
aber nach einigen Verhandlungen mit rund einem Dutzend Dienstleistern Ende der neunziger
Jahre seien unter dem Strich die Produkte des
Volkswagen-Konzerns für geeigneter erachtet
worden. „Selbst als es vor einigen Jahren einmal zum VW Golf V für eine Weile keinen Variant
gab”, ergänzt Helmut Knewitz, „haben wir hier
sogar noch einige Golf Variant IV auf Vorrat gekauft. Wir brauchen einfach wegen unserer Be-
„Lange Kontinuität in der Kundenbeziehung”: Matthias Hanauer (HDI-GerlingSicherheitstechnik, li.) und Helmut
Knewitz (Dreidoppel GmbH) neben einem Audi A6 Avant aus dem DreidoppelFuhrpark (li.)
‘Gott sei Dank, ich bin jetzt nur hier
weggeschleudert, wenn das aber
Glatteis gewesen wäre...’: Durch das
Öko-Fahrtraining der HDI-Gerling Sicherheitstechnik wird insbesondere auch
die vorausschauende Fahrweise gelehrt,
die das Bewusstsein für Energie sparen
ebenso schärft wie sie kritische Situationen vermeiden hilft (re.)
Die flotte Lösung.
Reifenversicherung
für Ihren ganzen
Fuhrpark.
ters”, beschreibt Helmut Knewitz, „der aber aufgrund der Schadenquote den Vertrag bereits nach
einer kurzen Laufzeit wieder kündigte.”
Seit 2004 ist die Dreidoppel GmbH wieder HDIGerling-Kunde. „Wir schauen seitdem also erneut
auf eine lange Kontinuität in der Kundenbeziehung zurück,” bestätigt Matthias Hanauer, der
seitens der HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH
in Hannover das Unternehmen Dreidoppel berät,
„so dass wir hier gemeinsam mit dem Kunden ein
Risk Management aufbauen konnten.”
Die HDI-Gerling Sicherheitstechnik ist als Tochter der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG
international tätig und beschäftigt über 100 Mitarbeiter. Sie bietet für Entscheider von Fahrzeugflotten im Rahmen des so genannten FuhrparkService Professional umfassende Beratungs- und
Dienstleistungen an, die im einzelnen aus den
folgenden drei Bausteinen bestehen:
Matthias Hanauer, HDI-Gerling Sicherheitstechnik: „Wir erfassen erst einmal das spezielle Schadenbild des Kunden und analysieren die Ursachen.
Dann denken wir gemeinsam mit dem Kunden über
Möglichkeiten nach, wie er einer solchen Entwicklung
präventiv entgegen wirken kann.”
teiligungen an regionalen Messen zum Laden der
etwas größeren Messestände Kombi-Versionen,
da hätte uns der seinerzeit angebotene Golf Plus
nichts genutzt.”
Im Hinblick auf die CO2 -Optimierung im Fuhrpark
setzt Dreidoppel seit der Markteinführung durch
den Volkswagenkonzern auf Blue Motion- und
“e”-Versionen. „Wir haben das Thema Erdgasfahrzeuge und alternative Treibstoffe einmal geprüft,
aber dann abschlägig beschieden. Es kann einem
Außendienstler einfach nicht zugemutet werden,
dass er entsprechende Tankstellen suchen muss
und plötzlich über eine Strecke von über 100 Kilometer keine findet.”
Auch die Geschäftsbeziehung zwischen Dreidoppel und HDI-Gerling entbehrt nicht einer gewissen Tradition. Schon in den Zeiten, als die Unternehmensregie noch in den Händen der Familie
Dreidoppel lag, stellten die Hannoveraner dem
Langenfelder-Unternehmen Versicherungsschutz
zur Verfügung. „Dann nutzten wir vorübergehend
ein Super-Sonderangebot eines anderen Anbie-
- das FlottenConsulting mit unabhängiger Beratung und auf den Kunden zugeschnittene Individuallösungen
- das RiskManagement für Pkw und Nutzfahrzeug
Flotten mit ganzheitlicher Risikobewertung, um
die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Fuhrpark durch Schadenverhütung zu erhöhen und
h
t auc h
Je t z
lic
b
r
e
ew
f ü r g u t z te
gen
e
ze ug
Fa h r
Mit der neuen Reifenversicherung
von TÜV Rheinland haben Sie
jetzt auch die Möglichkeit, Neureifen von gewerblich genutzten
Pkw und Transportern in Ihrer
Flotte abzusichern. Schadenfälle durch Beschädigung oder
Vandalismus werden von der
24h-Reifen-Hotline schnell und
unkompliziert abgewickelt. Neu
und einzigartig für Logistiker und
Speditionen ist die Versicherung
für Lkw. Umfassende Leistungen,
preiswerte Prämien und eine Redu-
- den FlottenSchadenService mit der fachlichen
und logistischen Organisation von Unfallinstandsetzungen für Pkw und Lieferwagen in einem eigenen, flächendeckenden Werkstattnetzwerk
zierung der Kosten/km sollten Sie
überzeugen.
Sprechen Sie uns an.
TÜV Rheinland Mobilität
Am Grauen Stein · 51105 Köln
Beim Risk Management besteht der wesentliche
Ansatz der Risk Manager des Versicherers darin,
jede typische Situation genau zu untersuchen.
„Wir erfassen erst einmal das spezielle Schadenbild des Kunden, welche Schäden treten im einzelnen auf, und analysieren die Ursachen”, beschreibt Matthias Hanauer die Vorgehensweise.
„Dann denken wir über die Möglichkeiten nach,
wie der Kunde einer solchen Entwicklung präventiv entgegen wirken kann.”
Im Falle Dreidoppel zeigte sich ein Schadenbild,
das, so Hanauer, „ganz typisch für Pkw-Fuhrparks ist”. Dazu gehörten Auffahrunfälle, Glasschäden, zumeist wegen Steinschlags, was in
gewisser Weise auch wieder den Rückschluss auf
Tel. 0800 101 5044
[email protected]
www.tuv.com
14
Praxis
Zu Besuch in Langenfeld: Helmut Knewitz (Dreidoppel GmbH), Matthias Hanauer (HDI-Gerling Sicherheitstechnik) und Erich Kahnt (FM, v.re.) (o.)
cherheitsrates e.V. (DVR) umsetzen und speziell
auf die Schadenproblematik des Unternehmens
eingehen.”
Diese individuell auf die Kunden zugeschnittenen Trainings würden auch von den meisten Berufsgenossenschaften gefördert. „Durch
das Öko-Fahrtraining wird insbesondere auch
die vorausschauende Fahrweise gelehrt, die ja
nicht nur das Bewusstsein für das Energie sparen schärft, sondern auch kritische Situationen
vermeiden hilft. Im Grunde schlägt diese Konzeption zwei Fliegen mit einer Klappe.”
Helmut Knewitz, Leiter Verwaltung bei der Dreidoppel GmbH: „Ich persönlich würde sogar so weit
gehen, dass ich sage, jeder, der den Führerschein
erwirbt, sollte zwei Jahre später zur Teilnahme an
einem solchen Fahrtraining verpflichtet sein. Alle
12 Monate erhalten unsere Firmenwagenfahrer
eine Erinnerungs-Email mit den auf dem Fahrtraining vermittelten Kenntnissen.”
zu dichtes Auffahren zuließe, sowie Kollisionen
mit anderen Fahrzeugen und Parkschäden.
„Ungefähr ein Drittel aller Schäden”, bilanziert
Hanauer, „ließ sich auf zu wenig Sicherheitsabstand zurückführen.”
In einer solchen Situation bedürfe es in erster
Linie einer Sensibilisierung der Fahrer für die
Schaden-Thematik. „Wir bieten gerade auch
für Pkw-Flotten ein eintägiges, kombiniertes
Fahrsicherheits- und Öko-Training mit ausgebildeten Trainern an, wobei wir hier die Sicherheitsprogramme des Deutschen VerkehrssiFlottenmanagement 5/2010
Helmut Knewitz ist längst überzeugt von der
Notwendigkeit solcher Veranstaltungen. „Zum
ersten Fahrsicherheitstraining vor über 15
Jahren haben wir die Fahrer gemeldet, die negativ aufgefallen sind. Als einen ersten Erfolg
konnten wir schon einmal verzeichnen, dass
im betroffenen Personenkreis das Bewusstsein
für die Problematik gewachsen war, dass über
kritische Situationen diskutiert wurde. Dabei
spielte auch das Aha-Erlebnis eine Rolle, ‘Gott
sei dank, ich bin jetzt nur hier weggeschleudert, wenn das aber Glatteis gewesen wäre...’
Ich persönlich würde sogar so weit gehen, dass
ich sage, jeder, der den Führerschein erwirbt,
sollte zwei Jahre später zur Teilnahme an einem
solchen Training verpflichtet sein. Viele wissen
beispielsweise gar nicht, was ABS ist, und wie
es wirkt.”
Viele Fahrer würden erst bei den Trainings
bewusst erleben, was bereits bei geringen Geschwindigkeiten passieren könne. „Was bei 42
km/h so gerade noch geht, klappt dann bei 45
km/h nicht mehr. So lässt sich als Quintessenz
dem Fahrer vermitteln: Bleibe bei der Fahrweise
Richtgeschwindigkeit 130 km/h, wer oft in die
Bremsen muss, hat bereits dadurch verloren,
dass er Energie verschwendet hat. ABS und ESP
im Auto sorgen dann dafür, dass sich das Risiko
noch einmal vermindert. Im übrigen besitzt jeder nur die Fähigkeit, die er übt.”
Darüber hinaus lässt Helmut Knewitz es in seinem Unternehmen nicht bei der einen Übung.
„Vor vier Jahren haben wir das erste Seminar
für alle Firmenwagenfahrer veranstaltet, seither gibt es monatliche Verbrauchsauswertungen und entsprechende Rennlisten. Für die
sparsamsten Fahrer gibt es auf der Jahrestagung eine Flasche Sekt zur Belohnung. Alle 12
Monate erhalten die Firmenwagennutzer eine
Erinnerungs-Email mit den auf dem Fahrertraining vermittelten Kenntnissen. Wir wollen
so einfach das Bewusstsein wachhalten. Davon
abgesehen, wenn ich etwas messen kann, kann
ich es managen.”
„Man kann schon Fahrer, die sich problematisch
verhalten, herausfiltern”, bestätigt Matthias
Hanauer für die HDI-Gerling Sicherheitstechnik. „Im übrigen haben wir bereits feststellen
können, dass das Schadengeschehen und die
Schadenhäufigkeit bei Dreidoppel deutlich zurückgegangen sind.” Im Rahmen der Beratung
beim Kunden werden über das Fahrsicherheitstraining hinaus auch weitere Maßnahmen, wie
beispielsweise Fahrer-Assistenzssysteme, angesprochen.
„Man muss das alles aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen”, ergänzt Helmut
Knewitz. „Für die Amortisation von FahrerAssistenzsystemen gibt es keine Garantie. Und
dann ist es auch so, dass man diese Systeme abschalten kann. Dann setze ich doch lieber auf
die Sensibilisierung der Fahrer über die Fahrsicherheits- und Öko-Trainings der HDI-Gerling
Sicherheitstechnik.”
›HmYdallÜ`]avlÜ^1jÜmfk–ÜÜ
@`f]fÜYmkÜ<j^Y`jmf_ÜÜ
Z]kl]fÜJ]jna[]ÜrmÜZa]l]f‘š
Ngd^_Yf_ÜJ[`mll–ÜC]al]jÜBmf\]fJ]jna[]
;Yaed]jÜ=d]]lÜDYfY_]e]fl
NajÜf]`e]fÜHmYdallÜh]jk+fda[`‘Ü?mf\]jl]ÜJh]raYdakl]f–ÜngeÜAmjakl]fÜZakÜrmeÜB^r¥D]akl]j–ÜZ]lj]m]fÜ@`j]Ü=dgll]ÜÜ
aeÜEYe]fÜngfÜ;Yaed]j‘Ü@f\ana\m]dd–Ücgeh]l]flÜmf\Ün]jYflogjlmf_kngddܧÜaeÜ=mddÜJ]jna[]ÜngfÜ\]jÜ8Zoa[cdmf_ÜZakÜ
rmjÜÜNYjlmf_‘Ü9]aÜYdd]jÜJgj_^YdlÜaeÜ;]lYadÜZ]`Ydl]fÜoajÜkl]lkÜ\YkÜNa[`la_kl]ÜaeÜ8m_]’Ü@`j]ÜQm^ja]\]f`]al‘ÜJgÜZ]cgeelÜ
ÜHmYdallÜ]afÜ>]ka[`l‘
NajÜkaf\Ü^1jÜJa]Ü\Y’܇„~~Ü‚„¥„~€
ooo‘\Yaed]j¥y]]leYfY_]e]fl‘\]
Management /Leasing
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
16
Teamwork
Umweltflotte
Die Deutsche Leasing Finance – Autobank der Sparkassen – hat mit
dem Auktionshaus Manheim einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ziel dieser Kooperation ist die Unterstützung der Kfz-Händler
beim Zukauf von Gebrauchtwagen. „Unseren gemeinsamen Kunden,
die ihre Händlereinkaufsfinanzierung bereits über die Deutsche Leasing Finance abwickeln, können wir jetzt eine unkomplizierte, liquiditätsschonende Abwicklung des Zukaufs direkt durch die Deutsche
Leasing Finance bieten“, erklärt Hans-Joachim Rutenberg, Business
Developement Manager von Manheim Deutschland.
ASL Fleet Services, ein Geschäftsbereich von GE Capital,
hat als zweites großes Leasingunternehmen in Deutschland den „Cleaner Car Contract“ beim Verkehrsclub
Deutschland e.V. (VCD) unterzeichnet. Dabei hat sich
ASL Fleet Services in einer Absichtserklärung verpflichtet, den durchschnittlichen CO2 -Ausstoß seiner gesamten
Neuwagenflotte bis 2012 auf 120 Gramm CO2 pro Kilometer zu begrenzen. Ludger Reffgen, Geschäftsführer und
Vertriebsleiter von ASL Fleet Services: „Vorausschauende
Unternehmen und Fuhrparkmanager müssen jetzt aktiv
werden, um eine grüne Flottenpolitik für heute und für
die Zukunft zu entwickeln. Wir unterstützen unsere Flottenkunden bei der Entwicklung einer ‚grünen’ Car Policy,
beraten sie bei der Auswahl schadstoffarmer Fahrzeuge
und zeigen ihnen, wie sie den Verbrauch und damit den
Schadstoffausstoß noch weiter senken können.“ Laut
VCD haben sich inzwischen europaweit 12 Leasingfirmen
und sieben größere Flottenbetreiber an „Cleaner Car Contracts“ beteiligt. Gemeinsames Ziel ist es, bis 2012 über
100.000 effiziente Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch sowie CO2 -Ausstoß auf die Straßen zubringen.
Wachstum
Verlängerung
Im 2. Quartal wird nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher
Leasing-Unternehmen (BDL) das Wachstum insbesondere vom Fahrzeugleasing getragen. Das Segment PKW und Kombi wuchs um 6,4
Prozent (nach Anschaffungswert). Ebenso steigerte sich das Leasing
von Nutzfahrzeugen um 2,7 Prozent. Beim Mobil-Leasing machen
beide Bereiche zwei Drittel des gesamten Neugeschäfts aus. „Der erfreuliche Zuwachs beim PKW-Leasing ist vor allem auf Nachholeffekte zurückzuführen“, erläutert Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer
des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL). Durch
die Wirtschaftskrise hätten viele Unternehmen ihre Leasing-Verträge verlängert und sich bei der Investition in Neuwagen zurückgehalten. Dennoch ist der BDL-Hauptgeschäftsführer zuversichtlich:
„Deutschland hat eine extrem niedrige Nettoinvestitionsquote. Bedarf ist also vorhanden, und wenn die Investitionsbereitschaft wieder anzieht, werden es maßgeblich die Leasing-Gesellschaften sein,
die Investitionen ermöglichen.“
Ford verlängert das Anfang 2010 eingeführte Programm
für freie Leasinggesellschaften zur Halbierung der Wartungs- und Verschleiß-Leasingraten bis zum Jahresende.
Im Rahmen dieses Programms wird bei Abschluss eines
Neuvertrages für die Modelle Mondeo, S-MAX und Galaxy
ein Betrag von 1.500 Euro gewährt. Diese Prämienzahlung
dient der Reduzierung der Wartungs- und Verschleißraten
und wird von den Leasinggesellschaften ohne Abzug an die
Leasingnehmer weitergegeben. Flottenkunden profitieren
von diesem Angebot, wenn sie mit einem Ford-Rahmenvertrag bei einer der teilnehmenden Leasinggesellschaften
eines der drei Ford-Modelle ordern. Inzwischen nehmen 17
freie Leasinggesellschaften an dieser Ford-Initiative teil.
Kooperation
Die Volvo Auto Bank Deutschland GmbH und die HDI Direkt Versicherung AG starteten zum 01. Oktober 2010 mit der Volvo Auto Versicherung eine neue Partnerschaft für das Kfz-Versicherungsgeschäft.
Die neue Volvo Autoversicherung wird über die autorisierten Volvo
Vertragspartner mit umfassendem Versicherungsschutz zu fairen
Preisen für den Volvo Kunden angeboten. Dabei steht der traditionelle Sicherheitsgedanke seitens Volvo im Vordergrund. Dazu sagte Christoph Retterath, Leiter Versicherungen der Volvo Auto Bank
Deutschland GmbH: „Wir freuen uns auf die Kooperation mit einem
der erfolgreichsten Direktversicherer, der HDI
Direkt Versicherung AG.
Als besonderes Highlight
werden wir den Start der
Kooperation mit einer besonderen Aktion zur Einführung des neuen Volvo
S60 verbinden.“ Helmut
Niesen, Mitglied des Vorstands bei der HDI Direkt
Versicherung AG, fügte hinzu: „Mit unseren Service-orientierten
Versicherungslösungen kann Volvo ein umfassendes Mobilitätskonzept anbieten, das Fahrvergnügen mit einem Höchstmaß an Sicherheit verknüpft.“
Flottenmanagement 5/2010
Restwerte
Der dramatische Preisverfall bei Gebrauchtwagenfahrzeugen
scheint nach Angaben des VMF vorerst gestoppt. Laut VMFRestwert-Indikator wurde die 35-Prozent-Marke bis Juni
2010 leicht überschritten. „Das ist erfreulich, doch unsere
Langzeitstudie zeigt, dass der Wert der Gebrauchtfahrzeuge
immer noch rund sieben Prozentpunkte hinter dem aus Oktober 2008 zurückliegt. Betriebswirtschaftlich saubere Kalkulationen gehören zum Fuhrparkmanagement. Wer anders
handelt, ignoriert zukünftige Entwicklungen und lockt mit
verführerischen niedrigen Leasingraten, die eine unerwartet
hohe Unterdeckung am Vertragsende verursachen können“,
sagt Michael Velte, Vorsitzender des VMF. Eine realistische
Restwert-Kalkulation schützt demnach vor bösen Überraschungen. Und nachdem 2010 das Jahr der Neuwagen war,
geht man beim VMF-Verband davon aus, dass die Nachfrage
nach Gebrauchtwagen nun wieder etwas ansteigt und die
Preise sich entspannen.
www.volkswagen.de/grosskunden
7KLQN%OXH
'DVJHI¦OOWGHU8PZHOW8QGGHP)LQDQ]YRUVWDQG
-HW]WELV]Xɒȧȧɪ3U¦PLHVLFKHUQ
Ab sofort können Sie als Großkunde gleich doppelt von den BlueMotionTechnologies Modellen
profitieren. Denn dank vieler spritsparender Maßnahmen kann der Flottenverbrauch deutlich
reduziert werden. Zusätzlich erhalten Sie eine Prämie von bis zu 400 Euro* für jedes der folgenden
Fahrzeuge mit BlueMotionTechnologies: Golf, Golf Plus, Golf Variant, Eos, Scirocco, Touran,
Passat, Passat Variant und Passat CC. Mehr Informationen unter www.volkswagen.de/grosskunden
*Gilt nur für Volkswagen Großkunden mit bestehendem Großkundenvertrag und für aktuelle Modelle der Volkswagen AG bei Bestellung
bis zum 31.12.2010. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis. Stand Juni 2010.
18
Leasing
Vorteil ja,
aber...
Nach der Unternehmenssteuerreform 2008 ist offenbar
weiter verbreitet der Eindruck entstanden, als hätten
sich die ehemals vorhandenen Steuervorteile des Leasing
„erledigt“. Das stimmt so aber nicht. Vielmehr ergeben
sie sich gegenwärtig nach wie vor, wenn allerdings auch
nicht in demselben Maße dank veränderter Bedingungen.
Die verbliebenen Vorteile begründen sich wesentlich im
Modell Leasing als einer ganz bestimmten Finanzierungsform.
chen Unternehmen nunmehr 20 Prozent der gezahlten Leasingraten im
Falle von Mobilien (für Immobilien gelten 75 Prozent) als sogenannte
Hinzurechnung der Gewerbesteuer unterwerfen. Das bedeutet am Rande
nun aber auch, dass sie selbst dann noch Gewerbesteuer entrichten müssen, wenn sie gar keinen Gewinn erwirtschaftet haben. Im einzelnen ist
seit 2008 auch Gewerbesteuer zu entrichten für:
Über lange Zeit konnten auch die Autoleasing-Gesellschaften in ihren
Werbe-Broschüren, Workshops und auf anderen Events insbesondere gegenüber Firmenkunden mit den speziellen Steuervorteilen des Leasing
werben. Die Leasingraten könnten als gewinnmindernde Betriebsausgaben sofort und insbesondere im Gegensatz zu Kreditbelastungen in voller
Höhe abgesetzt werden. Sie wirkten sich somit also im Hinblick auf die zu
entrichtende Körperschaftssteuer deutlich steuermindernd aus. Im übrigen verhalte sich Leasing bilanzneutral, da die Fahrzeuge während der
Laufzeit beim Firmenkunden im wirtschaftlichen Eigentum des Leasinggebers verbleiben würden.
Art der Finanzierung
gewerbesteuerpflichtig
Dann mussten mit der Wirksamkeit der Unternehmenssteuerreform 2008
die Uhren etwas anders gestellt werden. Mit dieser Reform wollte der Gesetzgeber unter anderem die Ungleichbehandlung der Finanzierungsinstrumente Leasing und Kredit beseitigen. Deshalb müssen alle gewerbli-
Bis dahin gab es eine sogenannte Hinzurechnung lediglich für 50 Prozent
aller Dauerschuldzinsen, also für jene Zinsen, die für Firmenkredite mit
einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten gezahlt wurden. Im Rahmen der
Unternehmenssteuerreform sind jetzt alle Finanzierungsraten mit ihrem
Flottenmanagement 5/2010
Kreditzinsen
Aufwendungen für die zeitlich befristete
Überlassung von Rechten
Miet- und Pachtzahlungen
Leasingraten für bewegliche Wirtschaftsgüter
(z.B. Autos, Maschinen etc.)
Leasingraten für Immobilien
25%
25%
20%
20%
75%
20
Leasing
Wer zum Beispiel für ein geleastes Fahrzeug eine monatliche Rate von 700 Euro zahlt, muss künftig 35 Euro (25
Prozent von 20 Prozent der Leasingrate) der Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer hinzurechnen. Auf die
Bemessungsgrundlage wird dann die Gewerbesteuer hebesatzabhängig errechnet. Bei einem Hebesatz von 400
Prozent und der reduzierten Gewerbesteuermesszahl von
3,5 Prozent bedeutet dies beim oben genannten Beispiel,
dass nun 4,90 Euro Gewerbesteuer anfallen. Dies entspricht 0,7 Prozent der Leasing-Rate, aufs Jahr bezogen
sind dies 58,80 Euro.
Für Service-Komponenten hingegen müssen keine Finanzierungsanteile berechnet werden, da diese naturgemäß
auch keinen Finanzierungsanteil enthalten. Steuertechnisch ist es daher empfehlenswert, den Service-Anteil des
Leasing-Vertrages gesondert auszuweisen. Für eine konkrete Wirkungsrechnung sind letztlich aber auch die konkreten Kundendaten entscheidend. Daher bleibt es notwendig, dass sich der Leasingnehmer für eine firmenspezifische Berechnung an seinen Steuerberater wendet.
Die VR-Networld GmbH, ein Nachrichtendienst der Volksbanken Raiffeisenbanken für Mittelständler, verweist
darauf, dass insbesondere Kleinunternehmen durch die
Neuregelungen der Unternehmenssteuerreform 2008
profitieren würden. Insgesamt ergebe sich nun ein einheitlicher Hinzurechnungssatz von 25 Prozent für alle Finanzierungsanteile, wobei Mieten, Pachten, Leasingraten
und Lizenzentgelte pauschal gewertet würden. Profitieren
dürften die Unternehmen auch von einem zunehmenden
Wettbewerb auf dem Finanzierungsmarkt. Auch könne
damit gerechnet werden, dass die Leasingunternehmen
den Bedürfnissen ihrer Kunden mit einer flexibleren Vertragsgestaltung entgegen kommen würden.
Es kommt hinzu, dass die meisten Gewerbebetriebe deshalb durch das neue Gesetz entlastet werden, weil seit
2008 auch Dauerschuldzinsen unter den 100.000 EuroFreibetrag fallen. Das erspart einem Betrieb beispielsweise mit einem jährlichen Zinsaufwand in Höhe von 100.000
Euro bei einem Hebesatz von 450% immerhin über 1.600
Euro Gewerbesteuer, die selbst dann fällig geworden wäre,
wenn der Betrieb keinen Gewinn erwirtschaftet hätte.
jeweiligen Finanzierungsanteil gewerbesteuerpflichtig. Vor diesem Hintergrund wurde in der Folge wiederholt die Frage gestellt, ob Leasing nun
noch einen Sinn machen würde.
In der Praxis wirkt sich diese Gesetzesänderung jedoch bei weitem nicht
überall, und wenn doch, dann nicht überall so stark aus. Das wiederum
liegt daran, dass der Gesetzgeber im Rahmen der Reform auch einen Hinzurechnungsfreibetrag von immerhin 100.000 Euro pro Jahr eingeführt
hat. Es bedeutet konkret im Beispielfall: Erst wenn ein gewerbliches Unternehmen mehr als 100.000 Euro pro Jahr für Miete und Pacht, Rechte,
Zinsen und Leasing ausgibt, muss es für die über den Freibetrag hinausgehenden Kosten Gewerbesteuer entrichten.
Tatsächlich führt die geforderte Hinzurechnung des Finanzierungsanteils der Leasing-Raten zur Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer
lediglich zu einer steuerlichen Zusatzbelastung von konkret weniger
als ein Prozent der Leasingrate, soweit der Freibetrag von 100.000 Euro
im Jahr überschritten wird. Unterhalb dieses Freibetrags ändert sich ja
nichts. Diese Änderungen wirken sich in der Regel nur auf Kapitalgesellschaften aus. Bei Personengesellschaften wird die Gewerbesteuer bei der
Einkommenssteuer angerechnet, so dass sie keine wirtschaftliche Belastung darstellen.
Flottenmanagement 5/2010
Damit bleibt Leasing für Gewerbebetriebe trotz der Gesetzesänderung ein attraktives Finanzierungsinstrument. Das gilt selbst
dann, wenn der Hinzurechnungsfreibetrag überschritten wird. Denn
immerhin kommen Leasingraten bei der Gewerbesteuerberechnung 20
Prozent günstiger weg als Kreditzinsen. Zudem kann die Gewerbesteuer
teilweise auf die Einkommenssteuer angerechnet werden.
Zwar sind in den ersten zwei bis drei Jahren die Steuervorteile für einen
Kreditkauf und Leasing nahezu gleich groß. Da der Zinsanteil mit fortschreitender Vertragslaufzeit bei einem Kredit jedoch sinkt, kann beim
Kreditkauf innerhalb der Vertragslaufzeit immer weniger abgesetzt werden. Die Leasingraten aber bleiben stets gleich hoch. Das bedeutet: Über
die gesamte Laufzeit eines Vertrages gesehen, fallen die Steuervorteile
bei Leasing in aller Regel nach wie vor höher aus als bei einem Kreditkauf.
Abgesehen davon bleiben die grundsätzlichen Vorteile des Leasing, die
in der Konstruktion dieser Finanzierungsform begründet liegen. Sie
bestehen wesentlich in der Liquiditätsschonung, Bilanzneutralität, der
flexiblen Aufwandssteuerung und der klaren Kostenzurechnung. Leasing
ermöglicht betriebswirtschaftliche Planungssicherheit, die Schonung
von Eigenkapitalrelationen und gewährt in Bezug auf die eingesetzten
Fahrzeuge ein vergleichsweise hohes Maß an Flexibilität, um stets mit
neuester Technik unterwegs sein zu können.
SIE TUN
FÜR IHRE KUNDEN.
WIR ALLES
ALLES
FÜR SIE.
PEUGEOT PROFESSIONAL. EINFACH MEHR SERVICE.
1
20
10
2
WIRTSCHAFTLICHKEIT
Niedrige Betriebsund Unterhaltskosten
NACH MASS
Expertenwissen und
Angebote nach Maß
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 6,9; außerorts 4,7; kombiniert 5,5.
CO2-Emission in g/km: 145 gemäß RL 80/1268/EWG.
KUNDENNÄHE
Flächendeckendes Netz
MOBILITÄT
Mobilitätslösungen
für alle Situationen
NACHHALTIGKEIT
Zum Schutz von
Fahrer und Umwelt3
www.peugeot-professional.de
PEUGEOT PROFESSIONAL steht für mehr Kundennähe, maßgeschneiderte
Finanzierungs- und Service-Angebote sowie sparsame, umweltfreundliche
Fahrzeuge. So gibt es den PEUGEOT 5008 Tendance HDi FAP 110 mit
Professional Leasing bereits ab € 260,– im Monat 4. Oder Sie entscheiden
sich gleich für das Easy Professional Leasing mit integriertem Wartungsvertrag.
Nähere Informationen erhalten Sie unter www.peugeot-professional.de.
1
Gewinner des Flotten-Awards 2010 in der Importwertung Kompaktvans. 2 Gewinner in der Importwertung Maxivans. 3 Mehr erfahren Sie auf www.peugeot-professional.de. 4 0,– € Anzahlung, Fahrleistung
30.000 km/Jahr, Laufzeit ab 36 Monate. Ein unverbindliches Leasingangebot der PEUGEOT BANK zzgl. 19 % MwSt., Überführung und Zulassung. Das Angebot gilt für gewerbliche Kunden bei Vertragsabschluss
bis 31.12.2010. Abbildung enthält Sonderausstattung.
22
Management
Das sind die Gewinner (von links nach rechts): Volker Schurr
(Marketingleiter der Firma Schlecker), Olaf Tschimpke (Präsident des NABU als Mitinitiator des Preises), Claudia Kleinert
(Moderatorin), Klaus Junior (Fleetmanager vodafone), Andreas Briefi (Head of Indirect Procurement, Hilti Deutschland
GmbH), Dr. Jens Schulte (Leiter Finanzen, Hilti Deutschland
GmbH), Christian Maily (Leiter Logistik der ZEG-Gruppe (Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG)) mit Lars-Henner Santelmann (Vertriebsvorstand der VW FS AG und Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Leasing GmbH)
Foto unten: 18 Euro pro im Rahmen des Wettbewerbs eingesparter Tonne CO2 spendet Volkswagen Leasing an den NaBu.
Je mehr Fuhrparks sich beteiligen, desto satter fällt die Umweltförderung aus. Dieses Jahr hat Volkswagen Leasing sogar
satt aufgerundet.
2010
Die grüne Flotte
Der neue Umwelt-Award „Die grüne Flotte“ von Volkswagen Leasing prämiert die Einsparung von CO2 – und mithin von Kraftstoff – in deutschen Fuhrparks. Dabei helfen
die Fuhrparkleiter der Umwelt doppelt: Denn für jedes eingesparte Gramm CO2 spendet Volkswagen Leasing Geld an
den Naturschutzbund.
Generell hält Lars-Henner Santelmann, Vertriebsvorstand der VW FS AG
und Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Leasing GmbH, es
für besonders sinnvoll, wenn das Kraftstoff- und CO2 -sparen im Fuhrpark
beginnt: Denn unter Berücksichtiung der Fahrleistung hat ein Flottenfahrzeug einen fast zehnfachen Hebel auf den Klimaeffekt gegenüber einem Privatwagen. Außerdem: In den Fuhrparks werden die Fahrzeuge im
Schnitt alle drei Jahre neu gekauft, so dass die sparsamen Flottenfahrzeuge dann auch schnell im Privatmarkt für CO2 -Reduktion sorgen können.
Volkswagen Leasing als mit gut 600.000 aktuellen Leasingverträgen im
Bestand wohl größter Player im Markt, verzeichnet ohnehin eine stark
steigende Nachfrage nach CO2 -optimierten Fahrzeugen: Allein in den ersten 9 Monaten 2010 hat sich die Anzahl der BlueMotion, Greenline, Ecomotive oder „e“-Modelle der Volkswagen-Gruppe auf rund 25.000 Verträge
mehr als verdoppelt und liegt damit bereits bei knapp fünf Prozent im Gesamtbestand.
Und so funktioniert das Umwelt-Programm von Volkswagen Leasing: Der
Fuhrparkleiter least emissionsreduzierte Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns über die Volkswagen Leasing GmbH. Hieraus leistet die Volkswagen
Leasing GmbH einen Projektbeitrag an den Naturschutzbund NABU, der das
eingenommene Geld in die Renaturierung deutscher Moorlandschaften investiert. Denn Moore sind für den Klimaschutz von besonderer Bedeutung:
Sie binden doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt zusammen.
Nebenbei wirken sie durch die großen Wasserflächen auch noch positiv
gegen die Erwärmung der Erde. Der durch den Award „Die grüne Flotte“
errechnete Projektbeitrag an die NABU kommt übrigens noch obendrauf –
je mehr Fuhrparks sich also beim nächsten Award beteiligen, desto mehr
Geld für die Umwelt stellt Volkswagen Leasing bereit. Dabei wird es nach
oben keine Einschränkungen geben, wie Lars-Henner Santelmann auf der
Veranstaltung versichert hat: Das Engagement für Umwelt und Kraftstoffersparnis ist seitens Volkswagen Leasing wirklich ernst gemeint.
Flottenmanagement 5/2010
Beim Kauf von CO2 -reduzierten Fahrzeugen erhält der Käufer neben der
Reduzierung der Betriebskosten des Fuhrparks also quasi kostenlos on
top einen nachhaltigen Imagegewinn durch ein dokumentiertes Engagement für die Umwelt.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs können sich übrigens nicht nur sehen
lassen, sie rechnen sich auch für den Fuhrparkleiter: Durch die den Einsatz von CO2 -reduzierten Fahrzeugen in Kombination mit flankierenden
Maßnahmen in den Fuhrparks wie Spritspartraining und CO2 -Reporting
über Tankkarten und FleetCARS haben die 53 teilnehmenden Unternehmen ihren Kraftstoffverbrauch im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum
Vorjahr um durchschnittlich einen ganzen Liter auf 6 Liter reduziert,
das sind satte 16,67 Prozent Ersparnis an Kraftstoffkosten und CO2!
Prämiert wurden: Die größte prozentuale Kraftstoffersparnis (hier
gewann Vodafone mit stattlichen -6,3 Prozent), der geringste Durchschnittsverbrauch in der Flotte (der Preis ging an Schlecker, mit einem
Schnitt von 5,8 Litern) sowie der größte Anteil verbrauchs- und emissionsreduzierter Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns (dieser Preis wurde
gesplittet in Flotten mit mehr als 100 Fahrzeugen (hier gewann Hilti mit
54,7 Prozent) und Flotten mit weniger als 100 Fahrzeugen (dieser Preis
ging mit 54,2 Prozent an die ZEG).
Neben der eingesetzten „Hardware“ im Fuhrpark, nämlich CO2 -reduzierte Fahrzeuge, ist natürlich die „Software“ ganz entscheidend: Der Fahrer. Olaf Tschimpke, Präsident des NABU sieht hier nur ein Problem: „In
Deutschland kann man den Menschen vieles sagen, aber nicht, dass sie
nicht Auto fahren können!“ Hier hilft also oft nur das angeleitete selber
erleben bei Spritspartrainings. Hat aber erst einmal ein „Aha-Erlebnis“
bei dem Fahrer stattgefunden, wandeln sich oft
einstige Spritverschwender zu wahren Sparfüchsen, weil man natürlich
immer noch ein bisschen besser werden will.
Auch als die Kollegen:
Spr it spa r wet t be werbe
motivieren zusätzlich,
und wichtiger als der
erste Preis ist die für alle
sichtbare Platzierung am
schwarzen Brett.
'å&?å1å0?
åå å-_'2åå)å.?
0åå
å"Aååå å-_'2åå)
.?å-åå*-_å
ååÅåå-±åååÅå
0?åååå'åååååå
å-åååå/,)å9åÅåå
?åå-ååAå??dŠå
!-_'2
??dŠ
Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach RL 80/1268/EWG oder VO (EC) 715/2007): 14,7–7,2 (innerorts), 8,6–4,9 (außerorts), 10,9 – 5,7 (kombiniert).
CO2-Emissionen: 191–152 g/km (kombiniert). Ford S-MAX 2.0 TDCi – gewählt zum Firmenauto des Jahres 2010 in der Kategorie Maxivans.
24
Management
Freie Ausw
0RQDWHNP
Hersteller Modellreihe Typ
Alternative Antriebe stehen bei Fuhrparkleitern völlig zu Recht im Focus. Neben den
jetzt erstmals und auch nur in geringer
Stückzahl verfügbaren Elektroautos mit –
noch – eingeschränktem Nutzwert, gibt es
schon länger Erdgas (CNG) und Flüssiggas
(LPG) als Alternativen zum herkömmlichen
Diesel oder Benziner. Dabei stellt jeder Anbieter „seiner“ Kraftstoffart die Vorteile
heraus, beispielsweise bei CNG die günstigen Verbrauchskosten oder bei Diesel die
hohen Restwerte. Gesamtbetrachtungen
finden sich eher selten. Vor allem nicht
solche, die auf die TCO abzielen, also möglichst alle Kosten berücksichtigen.
In Zusammenarbeit mit EurotaxSchwacke
haben wir daher jene drei PKW-Modelle
in den Gesamtkosten verglichen, die es
mit den vier Kraftstoffarten Benzin, Diesel, CNG und LPG ab Werk zu kaufen gibt:
Ford Focus, Ford C-Max und Opel Zafira.
Alle drei Fahrzeuge sind in Flotten recht
beliebt. Ebenfalls verglichen wurden die
vier Kraftstoffarten beim Ford Transit; hier
fehlten uns allerdings leider die Echtwerte der Wartungskosten, daher sind diese
nicht in den Gesamtkosten berücksichtigt. Verschiebungen im Ergebnis dürften
jedoch nur marginal sein. Aufgegliedert
ist die Übersicht in unterschiedliche Laufleistungen mit 20.000, 30.000 und 50.000
Kilometer pro Jahr, bei dreijähriger Nutzungsdauer.
Welche Antriebsart ist nun günstiger? Hier
gilt ein klares: Es kommt darauf an. Und
zwar auf die Kilometerleistung und das
Modell und die regionale Förderung. Beim
Opel Zafira gewinnt den Kostenvergleich
ganz klar der Zafira in der CNG-Version, auf
Platz zwei landet immer der LPG-getriebene Wagen. Beim Ford C-Max gewinnt der
traditionelle Diesel, nur bei einer Laufleistung von 50.000 Kilometern pro Jahr hat
der CNG-Antrieb in den Kosten die Nase
vorn. Bei Focus und Transit wiederum ist
das preisgünstigste Fahrzeug über alle Kilometerleistungen hinweg der Diesel. Da
nutzen die sensationell niedrigen Kraftstoffkosten bei Erdgas nichts, wenn vorn
beim Kaufpreis und hinten bei dem Restwert draufgezahlt wird. Anders kann die
Kalkulation natürlich aussehen, wenn die
allerdings regional sehr unterschiedliche
Förderung beim Kauf von Gas-Fahrzeugen
Flottenmanagement 5/2010
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
OPEL
OPEL
OPEL
OPEL
C-MAX
C-MAX
C-MAX
C-MAX
FOCUS
FOCUS
FOCUS
FOCUS
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
C-MAX 2.0 Style+
C-MAX 2.0 TDCi DPF Style+
C-MAX 2.0 CNG Style+
C-MAX 2.0 LPG Style+
Focus 2.0 16V Titanium
Focus 1.6 TDCi DPF Titanium
Focus 2.0 16V CNG Titanium
Focus 2.0 16V LPG Titanium
Zafira 1.8 Sport
Zafira 1.9 CDTI Sport
Zafira 1.6 CNG Turbo Sport
Zafira 1.8 LPG Sport
Aufbau
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
Anz. Hubraum kW PS Kraftstoff- Anz.
Türen in ccm
art
Gänge
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1997
100 136
Diesel
6
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1560
80 109
Diesel
5
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1796
103 140
Benzin
5
5
1910
110 150
Diesel
6
5
1598
110 150
CNG
6
5
1796
103 140
LPG
5
Listenpreis
23.025 €
25.025 €
26.435 €
25.625 €
22.550 €
22.800 €
25.920 €
25.150 €
27.470 €
30.750 €
29.970 €
29.670 €
Anz. Hubraum kW PS Kraftstoff- Anz.
Türen in ccm
art
Gänge
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1997
100 136
Diesel
6
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1560
80 109
Diesel
5
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1796
103 140
Benzin
5
5
1910
110 150
Diesel
6
5
1598
110 150
CNG
6
5
1796
103 140
LPG
5
Listenpreis
23.025 €
25.025 €
26.435 €
25.625 €
22.550 €
22.800 €
25.920 €
25.150 €
27.470 €
30.750 €
29.970 €
29.670 €
Anz. Hubraum kW PS Kraftstoff- Anz.
Türen in ccm
art
Gänge
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1997
100 136
Diesel
6
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1999
107 145
Benzin
5
5
1560
80 109
Diesel
5
5
1999
107 145
CNG
5
5
1999
107 145
LPG
5
5
1796
103 140
Benzin
5
5
1910
110 150
Diesel
6
5
1598
110 150
CNG
6
5
1796
103 140
LPG
5
Listenpreis
23.025 €
25.025 €
26.435 €
25.625 €
22.550 €
22.800 €
25.920 €
25.150 €
27.470 €
30.750 €
29.970 €
29.670 €
Anz. Hubraum kW PS Kraftstoff- Anz.
Türen in ccm
art
Gänge
4
2261
107 145
Benzin
5
4
2198
103 140
Diesel
6
4
2261
107 145
CNG
5
4
2261
107 145
LPG
5
Listenpreis
33.082 €
35.998 €
37.783 €
36.557 €
0RQDWHNP
Hersteller Modellreihe Typ
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
OPEL
OPEL
OPEL
OPEL
C-MAX
C-MAX
C-MAX
C-MAX
FOCUS
FOCUS
FOCUS
FOCUS
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
C-MAX 2.0 Style+
C-MAX 2.0 TDCi DPF Style+
C-MAX 2.0 CNG Style+
C-MAX 2.0 LPG Style+
Focus 2.0 16V Titanium
Focus 1.6 TDCi DPF Titanium
Focus 2.0 16V CNG Titanium
Focus 2.0 16V LPG Titanium
Zafira 1.8 Sport
Zafira 1.9 CDTI Sport
Zafira 1.6 CNG Turbo Sport
Zafira 1.8 LPG Sport
Aufbau
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
0RQDWHNP
Hersteller Modellreihe Typ
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
FORD
OPEL
OPEL
OPEL
OPEL
C-MAX
C-MAX
C-MAX
C-MAX
FOCUS
FOCUS
FOCUS
FOCUS
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
ZAFIRA
C-MAX 2.0 Style+
C-MAX 2.0 TDCi DPF Style+
C-MAX 2.0 CNG Style+
C-MAX 2.0 LPG Style+
Focus 2.0 16V Titanium
Focus 1.6 TDCi DPF Titanium
Focus 2.0 16V CNG Titanium
Focus 2.0 16V LPG Titanium
Zafira 1.8 Sport
Zafira 1.9 CDTI Sport
Zafira 1.6 CNG Turbo Sport
Zafira 1.8 LPG Sport
Aufbau
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
LIMOUSINE
KOMBI
KOMBI
KOMBI
KOMBI
0RQDWHNP
Hersteller Modellreihe Typ
Aufbau
FORD
FORD
FORD
FORD
KASTEN
KASTEN
KASTEN
KASTEN
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
FT 350 L Lkw Basis
FT 350 L TDCi Lkw DPF Basis
FT 350 L Lkw CNG Basis
FT 350 L Lkw LPG Basis
0RQDWHNP
FORD
FORD
FORD
FORD
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
FT 350 L Lkw Basis
FT 350 L TDCi Lkw DPF Basis
FT 350 L Lkw CNG Basis
FT 350 L Lkw LPG Basis
KASTEN
KASTEN
KASTEN
KASTEN
4
4
4
4
2261
2198
2261
2261
107
103
107
107
145
140
145
145
Benzin
Diesel
CNG
LPG
5
6
5
5
33.082 €
35.998 €
37.783 €
36.557 €
KASTEN
KASTEN
KASTEN
KASTEN
4
4
4
4
2261
2198
2261
2261
107
103
107
107
145
140
145
145
Benzin
Diesel
CNG
LPG
5
6
5
5
33.082 €
35.998 €
37.783 €
36.557 €
0RQDWHNP
FORD
FORD
FORD
FORD
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
TRANSIT
FT 350 L Lkw Basis
FT 350 L TDCi Lkw DPF Basis
FT 350 L Lkw CNG Basis
FT 350 L Lkw LPG Basis
wahl
Abschrei- Wartung
bung
13.974 €
2.262 €
14.875 €
2.178 €
16.135 €
2.310 €
15.625 €
2.298 €
14.300 €
2.256 €
14.350 €
1.841 €
16.970 €
2.302 €
16.500 €
2.292 €
18.220 €
2.279 €
20.850 €
2.439 €
20.670 €
2.465 €
19.820 €
2.309 €
Reifen
Abschrei- Wartung
bung
14.925 €
3.322 €
15.625 €
3.198 €
16.785 €
3.391 €
16.325 €
3.375 €
15.350 €
3.313 €
15.250 €
2.703 €
18.170 €
3.381 €
17.600 €
3.365 €
18.920 €
3.346 €
21.400 €
3.582 €
21.520 €
3.620 €
20.620 €
3.390 €
Reifen
Abschrei- Wartung
bung
16.474 €
5.460 €
17.225 €
5.255 €
18.435 €
5.574 €
17.925 €
5.547 €
16.850 €
5.444 €
16.800 €
4.443 €
19.770 €
5.557 €
19.200 €
5.531 €
20.220 €
5.499 €
22.650 €
5.887 €
22.970 €
5.949 €
22.120 €
5.572 €
Reifen
Abschrei- Wartung
bung
23.932 €
-€
23.398 €
-€
25.233 €
-€
24.157 €
-€
Reifen
1.253 €
1.164 €
1.253 €
1.253 €
1.253 €
1.164 €
1.253 €
1.253 €
1.674 €
1.674 €
1.674 €
1.674 €
1.509 €
1.400 €
1.509 €
1.509 €
1.509 €
1.400 €
1.509 €
1.509 €
2.028 €
2.028 €
2.028 €
2.028 €
2.332 €
2.159 €
2.332 €
2.332 €
2.332 €
2.159 €
2.332 €
2.332 €
3.160 €
3.160 €
3.160 €
3.160 €
1.301 €
1.301 €
1.301 €
1.301 €
Flexibel finanzieren,
Service erfahren
mit eingerechnet wird. Dann dürfte, in Regionen mit üppigerer Förderung, CNG klar vorn liegen. Denn beispielsweise
beim Ford C-Max, mit 20.000 Kilometern jährlich, liegt die
monatliche Ersparnis des Diesels bei nur 12,93 Euro – das
sind gerade mal 465,48 Euro über die Gesamtlaufzeit. In
vielen Regionen ist die Förderung der Gasversorger üppiger. Auch stellt sich die Frage, ob mit zunehmendem Kraftstoffpreis der Restwert der Gasfahrzeuge nicht deutlich
höher ausfallen könnte.
Quelle: EurotaxSchwacke
Ø Ver- VerbrauchsKfzbrauch
kosten
Steuer
7,2
6.048 €
426 €
5,7
4.104 €
744 €
6,1
3.404 €
426 €
10,5
4.032 €
426 €
7,1
5.964 €
414 €
4,5
3.240 €
456 €
5,9
3.292 €
414 €
9,3
3.571 €
414 €
7,2
6.048 €
396 €
6,1
4.392 €
840 €
5,1
2.846 €
96 €
9,9
3.802 €
450 €
Gesamt- Gesamtkosten Gesamtkosten Gesamtkosten
kosten
pro Monat
pro km
pro 100 km
23.962,99 €
665,64 €
0,399 €
39,94 €
23.064,96 €
640,69 €
0,384 €
38,44 €
23.526,85 €
653,52 €
0,392 €
39,21 €
23.633,87 €
656,50 €
0,394 €
39,39 €
24.186,43 €
671,85 €
0,403 €
40,31 €
21.051,23 €
584,76 €
0,351 €
35,09 €
24.231,14 €
673,09 €
0,404 €
40,39 €
24.029,52 €
667,49 €
0,400 €
40,05 €
28.616,44 €
794,90 €
0,477 €
47,69 €
30.195,17 €
838,75 €
0,503 €
50,33 €
27.750,78 €
770,86 €
0,463 €
46,25 €
28.054,40 €
779,29 €
0,468 €
46,76 €
Ø Ver- VerbrauchsKfzbrauch
kosten
Steuer
7,2
9.072 €
426 €
5,7
6.156 €
744 €
6,1
5.106 €
426 €
10,5
6.048 €
426 €
7,1
8.946 €
414 €
4,5
4.860 €
456 €
5,9
4.938 €
414 €
9,3
5.357 €
414 €
7,2
9.072 €
396 €
6,1
6.588 €
840 €
5,1
4.269 €
96 €
9,9
5.702 €
450 €
Gesamt- Gesamtkosten Gesamtkosten Gesamtkosten
kosten
pro Monat
pro km
pro 100 km
29.254,16 €
812,62 €
0,325 €
32,50 €
27.122,88 €
753,41 €
0,301 €
30,14 €
27.216,96 €
756,03 €
0,302 €
30,24 €
27.682,85 €
768,97 €
0,308 €
30,76 €
29.531,53 €
820,32 €
0,328 €
32,81 €
24.669,44 €
685,26 €
0,274 €
27,41 €
28.412,12 €
789,23 €
0,316 €
31,57 €
28.245,02 €
784,58 €
0,314 €
31,38 €
33.762,13 €
937,84 €
0,375 €
37,51 €
34.438,14 €
956,62 €
0,383 €
38,26 €
31.532,74 €
875,91 €
0,350 €
35,04 €
32.191,11 €
894,20 €
0,358 €
35,77 €
Ø Ver- VerbrauchsKfzbrauch
kosten
Steuer
7,2
15.120 €
426 €
5,7
10.260 €
744 €
6,1
8.510 €
426 €
10,5
10.080 €
426 €
7,1
14.910 €
414 €
4,5
8.100 €
456 €
5,9
8.231 €
414 €
9,3
8.928 €
414 €
7,2
15.120 €
396 €
6,1
10.980 €
840 €
5,1
7.115 €
96 €
9,9
9.504 €
450 €
Gesamt- Gesamtkosten Gesamtkosten Gesamtkosten
kosten
pro Monat
pro km
pro 100 km
39.811,98 €
1.105,89 €
0,265 €
26,54 €
35.642,91 €
990,08 €
0,238 €
23,76 €
35.276,05 €
979,89 €
0,235 €
23,52 €
36.309,57 €
1.008,60 €
0,242 €
24,21 €
39.950,16 €
1.109,73 €
0,266 €
26,63 €
31.957,28 €
887,70 €
0,213 €
21,30 €
36.302,89 €
1.008,41 €
0,242 €
24,20 €
36.404,75 €
1.011,24 €
0,243 €
24,27 €
44.394,81 €
1.233,19 €
0,296 €
29,60 €
43.516,70 €
1.208,80 €
0,290 €
29,01 €
39.289,49 €
1.091,37 €
0,262 €
26,19 €
40.806,08 €
1.133,50 €
0,272 €
27,20 €
Ø Ver- VerbrauchsKfzbrauch
kosten
Steuer
12,4
10.416 €
1.164 €
7,6
5.472 €
1.107 €
10,7
5.982 €
1.176 €
16,4
6.298 €
1.176 €
Gesamt- Gesamtkosten Gesamtkosten Gesamtkosten
kosten
pro Monat
pro km
pro 100 km
36.813,26 €
1.022,59 €
0,614 €
61,36 €
31.277,76 €
868,83 €
0,521 €
52,13 €
33.691,52 €
935,88 €
0,562 €
56,15 €
32.931,66 €
914,77 €
0,549 €
54,89 €
24.232 €
23.698 €
25.633 €
24.507 €
-€
-€
-€
-€
1.569 €
1.569 €
1.569 €
1.569 €
12,4
7,6
10,7
16,4
15.624 €
8.208 €
8.973 €
9.446 €
1.164 €
1.107 €
1.176 €
1.176 €
42.589,10 €
34.581,60 €
37.350,24 €
36.698,30 €
1.183,03 €
960,60 €
1.037,51 €
1.019,40 €
0,473 €
0,384 €
0,415 €
0,408 €
47,32 €
38,42 €
41,50 €
40,78 €
25.632 €
25.298 €
27.483 €
26.307 €
-€
-€
-€
-€
2.428 €
2.428 €
2.428 €
2.428 €
12,4
7,6
10,7
16,4
26.040 €
13.680 €
14.954 €
15.744 €
1.164 €
1.107 €
1.176 €
1.176 €
55.263,70 €
42.512,20 €
46.040,60 €
45.654,50 €
1.535,10 €
1.180,89 €
1.278,91 €
1.268,18 €
0,368 €
0,283 €
0,307 €
0,304 €
36,84 €
28,34 €
30,69 €
30,44 €
Finanzierungen nach Maß für
Maschinen, Fahrzeuge, IT und
mehr. Mit uns als Partner.
Die Grüne Flotte 2010
Der große Gewinner: Die Umwelt.
Danke an alle Teilnehmer!
Die Teilnehmer des Awards „DIE GRÜNE FLOTTE 2010“ sind eine starke
Gemeinschaft für die Umwelt. So wurden in nur sechs Monaten 1.720 Tonnen CO2
und 650.000 Liter Kraftstoff eingespart. Werden Sie Teil dieser Gemeinschaft und
beteiligen Sie sich an der Verleihung 2011 für ökologisches Fuhrparkmanagement.
Es zahlt sich aus. Mehr Infos unter: www.diegrueneflotte.de
ÖKOGLOBE Preisträger 2010
www.diegrueneflotte.de
28
Management
Von links: Stephan Lützenkirchen, Saban Tekedereli
und Jean-François Bloch zwischen den beiden
Flottenfahrzeugen Citroën DS3 (li.) und Jumper (re.).
Citroën C5 Tourer
Citroën DS3
„Different Spirit“
Citroën Berlingo Kastenwagen
Interview mit Saban Tekedereli (Direktor Firmenkunden/Gebrauchtwagen, Prokurist),
Stephan Lützenkirchen (Abteilungsleiter Firmen- und Flottenservice) und Jean-François
Bloch (Abteilungsleiter Nutz-/Sonderfahrzeuge) bei Citroën Deutschland GmbH in Köln.
Flottenmanagement: Das wohl schlimmste Jahr
in der Geschichte der deutschen Wirtschaft
liegt hinter uns. Wie haben Sie bei Citroën die
letzten 18 Monate im Flottengeschäft erlebt,
was haben Sie gelernt?
Citroën Jumper Kombi Club
Tekedereli: Neben den Kunden, die bereits
Citroën-Kunden sind, suchen wir natürlich
verstärkt Kooperationspartner, die wiederum
ihren Kunden unsere Produkte anbieten. Außerdem haben wir in den letzten 18 Monaten
neue Produkte wie die DS-Reihe auf den Markt
gebracht. Sowohl im PKW-, als auch im Nutzfahrzeugbereich konnten wir unsere Volumen
steigern.
Flottenmanagement: Auch Citroën konnte seine
Verkaufszahlen im Flottengeschäft im Halbjahr
2010 gegenüber 2009 steigen. Können Sie damit
Ihre für 2010 gesetzten Ziele verfolgen, welche
Erwartungen haben Sie aktuell an den Auslauf
des Geschäftsjahres 2010?
Flottenmanagement 5/2010
Stephan
Lützenkirchen:
„Wir halten
eine sehr junge
Fahrzeugpalette
vor, die permanent erneuert
wird, um den sehr
differenzierten
Ansprüchen entgegenzukommen.“
Tekedereli: Wir schauen eigentlich schon auf
2011. Für das kommende Jahr erwarte ich zunächst einmal im Nutzfahrzeugmarkt eine Einheit von etwa 220.000. Auch beim Flottenmarkt
gehe ich von einem Marktvolumen von etwa
650.000 Einheiten aus, das ist leicht über dem
Niveau von 2010. So werden wir mit zirka fünf
bis sechs Prozent Wachstum unseren Anteil im
Gesamtmarkt steigern.
Management
Citroën C4
Flottenmanagement: Citroën ist traditionell
im deutschen Flottengeschäft insbesondere
im Transportersegment stark vertreten. Worauf
führen Sie diese Erfolge wesentlich zurück?
Bloch: Zunächst einmal hat es sich in der Vergangenheit so ergeben, dass Citroën im Transporterbereich sehr stark vertreten ist, weil wir
primär die Handwerker angesprochen haben
und insbesondere den mittelständischen Firmen sehr attraktive Konditionen angeboten
haben. Zehn Prozent aller in Europa verkauften
Fahrzeuge sind Transporter, aber eines von acht
verkauften leichten Nutzfahrzeugen ist ein Citroën.
Flottenmanagement: Wenn Sie im PKW-Flottengeschäft zum Zuge kommen, übernimmt dann
hauptsächlich ihr erfolgreiches Transportergeschäft eine Schlüsselfunktion, oder gibt es auch Branchen oder Wirtschaftszweige, in denen Citroën-PKW-Modelle von vorn herein unabhängig davon punkten?
29
Citroën C6
Flottenmanagement: Aktuell beträgt der Anteil der deutschen Fahrzeughersteller im hiesigen Flottengeschäft klar nicht mehr 80 Prozent, die Importmarken halten jetzt sogar 23 Prozent. Wankt hier Ihrer Meinung nach
eine traditionelle Bastion der deutschen Fahrzeughersteller, ist das Gespräch mit den deutschen Firmenkunden nun keine so hohe Hürde mehr?
Lützenkirchen: Ich glaube, man kann die Situation der Importeure nicht
verallgemeinern, man muss da schon klar differenzieren. Wir halten Citroën für bestens gerüstet, was die hohen Hürden und Ansprüche der
deutschen Fuhrparkmanager angeht. Wir halten eine sehr junge Fahrzeugpalette vor, die permanent erneuert wird, um den sehr differenzierten Ansprüchen entgegenzukommen.
Tekedereli: Was die deutsche Bastion anbetrifft, so mag sie auch aufgrund
der Multinationalität vieler Unternehmen in Deutschland wanken. Wir
haben in Paris eine Division gegründet, die Citroën Business International. Damit gewinnen wir Kunden von internationalem Rang. Wir begleiten damit auch das internationale Citroën-Geschäft und bieten unseren
Tekedereli: Wir sind im Transportersegment europäischer Marktanteilführer. Im PKW-Segment werden wir mit der speziellen DS-Reihe neue Kunden gewinnen. Wir stellen auch fest, dass wir mit unserem C5, unserem
Flaggschiff, noch vor dem C6, bei den Kunden gut ankommen. Vor allem
ist das Preis-Leistungsverhältnis der Citroën-Fahrzeuge gegenüber den
deutschen Produkten sehr gut, und das findet natürlich auch immer mehr
Anklang. Zudem haben insbesondere unsere Vertragspartner die Kunden
bereits für Citroën begeistert, aber auch diejenigen die einen Citroën bisher noch nicht kannten, kommen nach einer Probefahrt als Neukunden
zurück.
Flottenmanagement: Auf welche aktuellen Zugpferde der gesamten Palette können Sie sich im Flottengeschäft besonders gut stützen, welche
Stärken der Zugpferde gewinnen die Firmenkunden?
Lützenkirchen: Im PKW-Bereich ist der Citroën C5 unser Flaggschiff, auf
das wir auch weiterhin setzen. Weitere Zugpferde sind im Nutzfahrzeugbereich Citroën Jumper und Citroën Berlingo. Mit dem neuen Citroën C4
rechnen wir uns ebenfalls sehr gute Chancen im Firmenkundenbereich
aus, weil er mit dem e-HDI aktuelle Trends setzt, interessante Umweltkonzepte bedient und zugleich durch eine luxuriöse Ausstattung im
Kleinwagensegment individuell erscheint.
Das überzeugt mich!
Individuell im Angebot. Kompetent im Service.
Als herstellerunabhängiges Leasing-Unternehmen setzen wir auf
maximale Wirtschaftlichkeit, Fairness und Kostentransparenz.
Wir kennen keine Standardlösungen, sondern zeigen Ihnen Optimierungspotentiale. Die Nutzung Ihrer Fahrzeugflotte gestalten
wir so flexibel, wie Sie es wollen – selbstverständlich frei von
Flottenmanagement: Das heißt, dass Sie im Umweltsegment künftig auch
stärker vertreten sein werden?
Lützenkirchen: Citroën ist auf diesem Feld ein Pionier. Beispielhaft ist
unsere derzeitige Zusammenarbeit mit der HAYMOZ Fleet Performance,
einer unabhängigen Beratungs-, Management- und Servicegesellschaft
aus der Schweiz. Wir haben hier einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der unseren großen Flottenkunden kostenlos die Möglichkeit bietet,
ihren Fuhrpark neutral auf CO2 -Emissionen hin analysieren zu lassen. Daraus können mögliche Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Herstellerinteressen. Fragen Sie uns!
www.hla.de oder rufen Sie uns an +49 (0)89 324 901 0
30
Management
Jean-François
Bloch:
„10 Prozent aller
in Europa verkauften Fahrzeuge sind
Transporter, aber
eines von acht verkauften, leichten
Nutzfahrzeugen ist
ein Citroën.“
Kunden neben unseren Kooperationspartnern
auch die Möglichkeit, europaweit einen Ansprechpartner zu finden.
Flottenmanagement: Im User Chooser-Bereich
wird immer wieder gerne auch über den Begriff
‚Premiumfabrikat’ diskutiert. Halten Sie eine
solche Differenzierung des Angebots für sinnvoll, mit welchen Fahrzeugen gewinnt Citroën
die Individualisten unter den User Choosern?
Lützenkirchen: Aufgrund moderner Produkte,
einer engagierten, leistungsfähigen Handelsorganisation, großer Niederlassungen, die wir gerade in Ballungsräumen betreiben und weitere
Top-Maßnahmen im Backoffice ist Citroën eine
echte Alternative, das spiegelt sich auch in unserer Kundenzufriedenheit wider. Entscheidend
ist, was unsere Kunden, die Fuhrparkbetreiber,
aber noch mehr die User Chooser denken. Es ist
keine Frage, dass das Thema Premium eine Inszenierung und eine Kulisse der deutschen Automobilhersteller ist. Wir haben eine klare Botschaft mit unserer neuen Politik der zwei Baureihen, der C-Reihe, die breite Käuferschichten
wollen, sowie der DS-Reihe, für Käufer mit dem
besonderen Geschmack, die sich differenzieren
wollen. Wir verstecken uns nicht vor der Diskussion, ob wir Premium-gerechtfertigt sind oder
nicht. Wir beantworten die Frage damit, dass
wir eine Alternative zu den Premiumfahrzeugen
anbieten, unsere „Different Spirit“-Modelle.
sich sogar auf dem iPhone konfigurieren können, Akzente gesetzt. Dieser technische Fortschritt ist heute ein wichtiges Instrument, mit
dem wir die Kunden erreichen.
Flottenmanagement: Unabhängig von einer
sehr flottenrelevanten Citroën-Modellpalette,
ist der Erfolg im Flottengeschäft stets von Rahv
menbedingungen wie Garantien, Services, Finanzierungskonzepten oder Kundenbetreuung
abhängig. Was kann Citroën von Haus aus anbieten, wie gestalten Sie das Verhältnis zu den
freien Leasinggesellschaften?
Lützenkirchen: Wir beobachten sehr genau, wie
sich die Trends im Flottenmarkt verändern und
dort auch Akzente für den Privatkunden-Markt
gesetzt werden. Vielleicht auch deshalb, weil der
User Chooser wiederum sein Auto nicht selbst
bezahlen muss und schnell auch andere Ansprüche hat. Auf der Vertriebsseite unterstützen wir
die Kundenbetreuung mit unseren nationalen
und internationalen Key-Account-Managern
und Spezialisten wie etwa für Autovermietungen, Ausschreibungen oder speziell Leasinggesellschaften. Im Service-Bereich leisten wir
erhebliche Investitionen in Millionenhöhe,
um die Zufriedenheit der Kunden auf vielfältige Art und Weise abzusichern. Wir bieten eine
Premium-Assistance im Sinne einer optimalen,
Tekedereli: Wir gehen natürlich mit der Technik am Markt bisher noch nicht vorgekommenen,
und haben insbesondere mit dem DS3, den sie anspruchsvollen Kundenbetreuung. So gewinnen wir zunehmendes Vertrauen in die Marke Citroën. Sie
Citroën-Flottengeschäft 2010
brauchen heute maßgeschnei40.823 Stück
Verkaufte Einheiten Jan.-Juni 2010
derte Lösungen, um auf die
k. A.
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
Ansprüche der Firmenkunden
Verteilung des Flottengeschäfts
punktgenau eingehen zu könca. 25 %
Minis / Kleinwagen
nen. Wir propagieren das auch
ca. 33 %
Kompaktwagen
gegenüber unseren Partnern
ca. 22 %
Mittelklasse
und bei den Leasinggesellca. 2 %
Obere Mittelklasse
schaften, weil diese darauf
ca. 3 %
SUV
allergrößten Wert legen und
ca.
15
%
Transporter (inkl. Nemo, Jumpy, Jumper)
für die Kundenzufriedenheit
1. C5; 2. Berlingo (Pkw+Kastenwagen);
Topseller im Flottengeschäft
mitverantwortlich sind. Ein
3. Jumper
ganz wichtiger Aspekt dabei
C-Zero und Berlingo Electric, C4, DS4,
Produkt-Neuheiten der nächsten 12 Monate
ist, dass das Budget der Leae-HDi für diverse Modelle
singgesellschaften durch den
ca. 70-75%
Anteile Leasing / Kauf
primären Rückgriff auf Citroën
Garantiebedingungen / Inspektionsintervalle 2 J. Neuwagen+Nutzfahrz., 3 J. Pkw Lack; 5 J. Nutznicht belastet wird.
fahrz.; 2 J. Citroën Assistance / modellabhängig
Kooperationspartner/Leasingges./Banken
Harald Mondt, Tel. 02203/44-476,
[email protected]
Ansprechpartner Großkundengeschäft
zentrale Hotline 0800-555 0505
Internetseite für Flottenkunden
www.citroen-business.de
Flottenmanagement 5/2010
Flottenmanagement: In den
nächsten Tagen steht mit der
Nutzfahrzeug IAA auch für Sie
wieder ein wichtiges Event ins
(von re.) Saban Tekedereli, Stephan Lützenkirchen und
Jean-François Bloch (alle Citroën Deutschland GmbH) in
großer Gesprächsrunde mit Patrizia Kaluza und Bernd
Franke (beide FM) in Köln.
Saban Tekedereli:
„Vor allem ist das
Preis-LeistungsVerhältnis der
Citroën-Fahrzeuge
gegenüber den
deutschen Produkten sehr gut, und
das findet natürlich
auch immer mehr
Anklang.“
Haus. Welche Impulse erhoffen Sie sich, welchen Schwung wollen Sie noch bis zum Jahresende mitnehmen?
Bloch: Citroën wird sich mit seinen Produkten
auf der Nutzfahrzeug-IAA breit aufstellen und
auf dem Citroën-Stand, in der Messehalle 13,
insgesamt 22 Fahrzeuge präsentieren. Damit
werden wir beweisen, dass wir in diesem Bereich sehr viele neue Produkte, wie zum Beispiel Sonderlösungen und unsere Euro-5-Motoren, zum Jahresende anbieten können. Die Produktpalette reicht insgesamt vom Nemo bis zum
Jumper und steht für Modernität und Vielfalt.
Wir zeigen beispielsweise auch das neue Berlingo Plattformfahrgestell mit Tiefkühlaufbau und
bieten in Zusammenarbeit mit der Firma Sortimo einen VIP-Shuttle mit flexibler Sitzkonfiguration. Damit wollen wir unsere Zielstückzahlen
in diesem Jahr realisieren.
Lützenkirchen: Und ganz nebenbei haben wir
einen Grund zum Feiern. Wir ergreifen auf der
Nutzfahrzeug-IAA die Gelegenheit, um unsere
10-jährige Kooperation mit dem Bundesverband
des deutschen Schornsteinfegerhandwerkes
noch einmal in den Mittelpunkt des Interesses
zu stellen. Es ist uns nämlich gelungen, in den
letzten zehn Jahren über 5.000 Citroën Berlingo und Nemo als Schornsteinfegerbetriebsfahrzeuge auf den deutschen Markt zu bringen.
Mittlerweile greifen die allermeisten Betriebe
dieses Handwerks auf unser Angebot zurück,
weil unsere exklusive Kooperation mit dem Verband Zeichen setzt und Citroën sich dort sehr
stark engagiert.
Kurze Bremswege,
wenn es drauf ankommt.
www.contifleetcontact.de
Zeit für den Wechsel.
Zeit für Winterreifen von Continental.
32
Management
“Wohin die Reis
Volles Haus in Neuss am
8. September: Das Interesse der Flottenbetreiber
an der E-Mobilität wächst
zunehmend (o.)
Ludger Reffgen,
Geschäftsleitung ASL Fleet
Services: „Der Drang zu
neuen Antrieben, unter
denen der Elektromotor
jetzt entscheidend im
Fokus steht, hat unwiderruflich begonnen.“ (re.)
Veranstaltungsreihe eRoadshow
von ASL Fleet Services
„Der Drang zu neuen Antrieben, unter denen der
Elektromotor jetzt entscheidend im Fokus steht,
hat unwiderruflich begonnen.“ So begrüßte
Ludger Reffgen, Geschäftsführer der GE Auto
Service Leasing GmbH in Oberhaching, am 8.
September die geladenen Fuhrparkmanager zur
eRoadshow in Neuss. Mittels fundierter Vorträge
und Fahr-Möglichkeiten in entsprechenden Citroën-Modellen führte die herstellerunabhängige Leasinggesellschaft den Entwicklungsstand
der E-Mobilität vor Augen. „Weltweit befindet
sich GE mit der Verwaltung von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen an der Spitze der herstellerunabhängigen Gesellschaften, unterhält auch ein
überdachtes Energiemanagement und ist zudem
in der Batterie-Forschung sehr aktiv. Mit dieser
Veranstaltungsreihe wollen wir aufzeigen, wohin die Reise künftig geht.”
In seinem Vortrag „Politische Rahmenbedingungen für Elektromobilität” skizzierte KarlUwe Bütof, Ministerialdirigent im Ministerium
für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des
Landes Nordrhein Westfalen, anschließend noch
einmal die Ausgangslage: „Wesentlich stellt
sich die Frage, ob wir es uns bei einem weltweit
stetig wachsenden Fahrzeug-Bedarf weiter leisten können, noch mehr CO2 in die Atmosphäre
Flottenmanagement 5/2010
zu pusten. Schon jetzt erleben wir verstärkt
schmelzende Pole, Waldbrände und Flutkatastrophen. Wenn wir bedenken, dass die Chinesen
und Inder allein 37 Prozent der Weltbevölkerung
ausmachen und wir ihnen das Auto, das auch
bei uns Kennzeichen des Wohlstandes geworden
ist, nicht verwehren können, erhöht das den
Handlungsdruck.”
Kurz nachdem die Bundesregierung die NEPPlattform ins Leben gerufen hätte, sei auch
Nordrhein-Westfalen gestartet, sich deutlich für
die E-Mobilität zu engagieren. „Als traditionelles Land von Hochtechnologie, Maschinenbau
und Wissenschaft sehen wir uns hier besonders
gefordert. Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht
vor, die E-Mobilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette und infrastruktureller Erfordernisse zu unterstützen, und schnellstmöglich
Elektrofahrzeuge zur Markteinführung zu bringen. Der Anteil der NRW-Zulieferer am gesamtdeutschen Markt auf dem Weg zum elektrischen
Motor soll deutlich ausgebaut werden. Im Hinblick auf Batterien, Fahrzeuge und Stromversorgung werden spezielle Kompetenz-Zentren
eingerichtet. Der Masterplan E-Mobilität NRW
sieht ein Fördervolumen von 22,3 Millionen Euro
und den Aufbau von rund 480 Ladestationen
vor. 2020 sollen in NRW 250.000 Elektrofahrzeuge zugelassen sein. Dabei setzen wir besonders
auch auf die Flottenbetreiber.“
„Das Elektroauto ist längerfristig ohne Alternativen”, fing Dr. Gregor Matthies für Bain & Com-
pany den Ball auf. „Zur Erreichung der Klimaziele muss der CO2 -Ausstoß des Individualverkehrs
um mehr als 80 Prozent gesenkt werden, um
die maximale, weitere Erderwärmung auf zwei
Grad Celsius zu beschränken. Außerdem wird
die Verknappung der Mineralölreserven zu einer Verteuerung herkömmlicher Treibstoffe bei
gleichzeitig steigender Nachfrage nach individueller Mobilität führen. Alle Fahrzeughersteller müssen bereits bis 2015 ihren CO2 -Ausstoß
massiv reduzieren, was bis dahin noch mit Optimierungen herkömmlicher Technologie erreicht
werden kann, dann aber stößt diese an ihre physikalischen Grenzen. Ab 2020 wird eine weitere
CO2 -Reduzierung ohne E-Mobilität unmöglich
sein.” Bis 2040 sei auch eine zunehmende Urbanisierung der Weltbevölkerung auf mehr als
75 Prozent in großen Städten zu erwarten, das
fördere ein verändertes Mobilitätsverhalten.
„Ich sehe zukünftig ein Portfolio verschiedener
Antriebstechnologien, auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren werden noch etwa 30 Jahre
für Überlandfahrten notwendig sein.”
„Nach jüngsten Statistiken fährt jeder in
Deutschland im Durchschnitt lediglich 38 Kilometer pro Tag, ein solcher Mobilitätsbedarf lässt
sich durchaus mit Elektofahrzeugen abdecken”,
leitete Stephan Lützenkirchen, Abteilungsleiter Firmen- und Flottenservice bei der Citroën
Deutschland GmbH, das Referat „Die Citroën
Green-Car Strategie” ein. Citroën stellte für die
Management
e geht”
komplette Veranstaltungsreihe mit dem C-Zero
und dem Berlingo First Electric zwei ElektroFahrzeuge zur Verfügung, die vor Ort gefahren
werden konnten. „Mobiltelefon, Internet und
Video-Konferenzen”, so Lützenkirchen weiter,”
werden auch künftig den Mobilitätsbedarf eher
begrenzt halten. Seit wir den C-Zero präsentierten, wurden wir von einer Nachfrage überrascht,
die die momentane Produktionsmenge deutlich
übersteigt. Wir sehen gegenwärtig ein Marktpotenzial für Elektrofahrzeuge in Europa von
1,5 Prozent, mögliche erste Kundenkreise sind
beispielsweise Flughäfen, Reparatur-Unternehmen von Rolltreppen oder auch Pizza-Dienste.
Wir möchten aber auch darauf verweisen, dass
Elektrofahrzeuge für einen Hersteller von den
Entwicklungskosten her ohne politischen Willen
nicht durchhaltbar sind. Im Ausland werden sie
mit Beträgen zwischen 3.000 und 5.000 Euro gefördert.”
Seitens der Adam Opel GmbH erklärte Dr. LarsPeter Thiesen, dass die Rüsselsheimer einen
grundsätzlich anderen Ansatz verfolgen würden. Hier werden Batterie-elektrische Fahrzeuge nicht als Endlösung, sondern als Zwischen-
schritt in der Entwicklungskette Optimierung
von Verbrennungsmotoren und Getrieben, Hybrid-elektrische Fahrzeuge bis hin zu letztlich
Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen
gesehen. Ende 2011 bringt Opel mit dem Ampera (E-REV) sein erstes Batterie-elektrisches
Fahrzeug mit verlängerter Reichweite auf den
Markt. Rein Batterie-elektrisch betrieben läge
seine Reichweite bei 60 Kilometer, allerdings
fungiere ein eingebauter 1,4 Liter-VierzylinderOttomotor als Generator für den Elektromotor,
was die Reichweite auf mehr als 500 Kilometer
verlängere. „Das Auto ist unabhängig von spezifischen Infrastrukturlösungen,” verdeutlichte
Dr. Thiesen.” Damit überwinden wir die Nachteile reiner Batteriefahrzeuge, die niedrigen und
unzuverlässigen Reichweiten im Alltagsbetrieb,
lange Batterie-Ladezeiten, großer Platzbedarf
der Batterien und hohe Batteriekosten. Die Kosten eines E-Fahrzeugs eskalieren nämlich mit
der Größe der Batterie, deren Speicherdichte
auch künftig begrenzt sein wird, um den Faktor
2. Langfristig setzen wir auf BrennstoffzellenFahrzeuge wie unseren HydroGen4, der weltweit
bereits im Markttest mit mehr als 100 Fahrzeugen läuft. Sie gewährleisten eine hohe Reichweite ohne Einschränkungen bei Fahrzeuggröße
und Funktionalität, verwirklichen jederzeit null
Emissionen und können – entkoppelt vom Parken – schnell in drei Minuten betankt werden.”
Für die Vattenfall Innovation Europe GmbH
beschrieb Dr. Oliver Weinmann „CO2 freies Autofahren aus erneuerbaren Quellen & das Lade-
3DVVW]X,KQHQ²
XQG,KUHP*HVFKlIW
8QVHUH.I]9HUVLFKHUXQJ
ZZZKGLJHUOLQJGH
33
konzept”. Vattenfall verfolge das so genannte
gesteuerte Laden bestehend aus der „Windintegration” (dem Laden der Fahrzeugbatterien zu Zeiten mit hohem Windaufkommen und
gleichzeitig geringer Netzlast), dem „Lokalen
Last Management” (Prioritätsregeln an Ballungspunkten mit Nachfrageüberschuss), und
der „Lastspitzenglättung” (Rückeinspeisung
des in den Fahrzeugbatterien gespeicherten
Stroms zu Zeiten hoher Netzlast und geringem
Windaufkommen). Den Elektofahrzeugen soll
die Funktion von Stromspeichern in dem Sinne
zukommen, dass die Fahrzeuge die Energie in
Hochlastzeiten zurück speisen, bevorzugt bei
Verfügbarkeit von Windenergie beziehunsgweise in Schwachlastzeiten laden unter Nutzung
von zertifiziertem Ökostrom aus erneuerbaren
Energiequellen. Für GE Energy Services rundete
Dr. Uwe Braun mit seinem Vortarg „Smart Charging, Smart Metering, Smart grids” das Event
ab. Darin beschrieb er die Verbindung der elektischen Infrastruktur mit der Informations- und
Kommunikationstechnik zum Ziele eines Informations- und Leistungsflusses in beide Richtungen über die Verfügbarkeit des Netzzustandes (Verbrauch/Erzeugung) auf allen Ebenen.
Dabei geht es um die Einbindung vieler dezentraler Erzeuger, erneuerbarer Energieträger von
Elektrofahrzeugen und Smart Homes, so dass
letztlich ein Ausgleich von Last und Erzeugung
auf lokaler Ebene möglich sei. Bisher werde die
Stromerzeugung dem Verbrauch angepasst, in
Zukunft müsse sich der Verbrauch der verfügbaren Erzeugung anpassen.
34
Management
Aktuelle Trends
und kommende
Herausforderungen im
Fuhrparkmanagement
Agenda2020
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass die CO2Reduzierung in den Fuhrparks das dominierende Thema für die Flottenbetreiber im kommenden Jahrzehnt werden wird. Und es kann
wohl davon ausgegangen werden, dass sich
hier noch eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Je mehr Unternehmen die Umsetzung
engagiert betreiben werden, um so mehr werden sich diesem Thema nicht entziehen können. Wer in diese Richtung nichts unternimmt,
wird auf Dauer vielleicht mit Image-Problemen
zu kämpfen haben, die dann irgendwann unter dem Strich auch noch an anderer Stelle Geld
kosten können. Es ist jetzt schon so, dass beispielsweise Kapitalgesellschaften seit 2005 in
ihren Geschäftsberichten auch ihre Umweltbilanz offen legen müssen.
Gesteigerte Sensibilität
für CO2-Reduzierung ist vorhanden
Die EU in Brüssel leistet vor diesem Hintergrund betrachtet insofern „Flankenschutz“,
als sie die Grenzwerte für den CO2-Ausstoss
Flottenmanagement 5/2010
europaweit für die Neuwagenflotten der Fahrzeughersteller bis 2015 schrittweise auf durchschnittlich 120 Gramm CO2 pro Kilometer herunter schraubt. Das langfristige Ziel liegt für
2020 bei durchschnittlich 95 Gramm pro Kilometer. Um diese Tendenz noch zu fördern,
werden in Deutschland Pkw bereits seit dem 1.
Juli 2009 nicht mehr nur nach Hubraumgröße,
sondern auch nach CO2-Ausstoß besteuert. Ein
weiterer Vorschlag der EU-Komission sieht vor,
dass neue Transporter schrittweise ab 2014 im
Schnitt maximal 175 Gramm CO2 pro Kilometer
ausstoßen dürfen. Ab 2016 soll der Grenzwert
für die gesamte Flotte gelten und ab 2020 auf
135 Gramm sinken.
Damit liegt für die Flottenbetreiber als künftige Anforderung konsequenterweise die Entwicklung einer zunehmend CO2-orientierten
Car Policy auf dem Tisch. Eine jüngste Studie
von Mc Bain & Company sieht im Hinblick auf
deutlichere CO2-Reduzierungen bis etwa 2015
noch ausreichende Entwicklungspotenziale in
herkömmlichen Motoren, darüber hinaus würde die Erreichung der Ziele ohne den zumindest inklusiven Einsatz alternativer Antriebe
nicht mehr möglich sein.
Der TÜV Rheinland beispielsweise hat die
Dienstleistung Bluefleet für Flottenbetreiber
entwickelt, bei der auf Basis der individuellen Daten wie Fahrzeughersteller, Modelltyp
bis 2,8 Tonnen und Antriebsart (Diesel, Benzin, Gas) der durchschnittliche CO2-Wert des
Fuhrparks anhand realer Verbrauchswerte
und tatsächlicher Kilometerleistungen ermittelt wird. Anschließend vergleichen die TÜV
Rheinland-Experten den errechneten Ist-Wert
mit dem speziellen Standard des Dienstleisters
und können so die Flotte schon einmal als „CO2kontrolliert“ oder „CO2-reduziert“ einstufen
lassen.
Dabei lehnt sich der TÜV-Standard an die EUEmissionsziele für Fahrzeughersteller an.
Nach dem Check erhält der Flotten-Kunde
www.vw-leasing-fleet.de
ReifenClever
Reifen-Dienstleistungen
zu Top-Konditionen.
Sicherheit und Effizienz für Ihren Fuhrpark.
Der saison- und verschleißbedingte Reifenwechsel ist ein wesentlicher Faktor für
die Sicherheit Ihrer Fahrer sowie Ihres Fuhrparks. Setzen Sie mit unseren
ReifenClever-Angeboten auf maximale Mobilität zu jeder Jahreszeit und nutzen
Sie unsere Reifen-Dienstleistungen für einen effizienten Fuhrpark. Mit bis zu
40 % Nachlass gegenüber unseren bisherigen Reifen-Dienstleistungen! Bei allen
teilnehmenden Partnern. Mehr Informationen unter www.vw-leasing-fleet.de
36
Management
Zielwertvorschläge für den vereinbarten Vertragszeitraum von mindestens drei Jahren.
Auch Ratgeber, wie der VCD Leitfaden „Effizienter Fuhrpark – kostengünstig, umweltschonend, zukunftssicher“ des Verkehrsclubs
von Deutschland kann kleinen und mittleren
Fuhrparkbetreibern zur theoretischen Aufklärung dienen. Darüber hinaus beraten auch
Leasinggesellschaften bei der praktischen
Umsetzung. Welches Fahrzeug das umweltfreundlichere ist, lässt sich hier mit Hilfe von
CO2 -Kalkulatoren ausrechnen.
Einfache Direktmaßnahme:
Downsizing und Downgrading
Hier ist auch eine gesteigerte Sensibilität für
das Thema vorhanden. Denn bisher haben sich
im Rahmen der Kampagne „Cleaner Car Contracts“ europaweit bereits zwölf große Leasinggesellschaften mit weit über 100.000 Fahrzeugen dazu verpflichtet, den durchschnittlichen
CO2-Ausstoß ihrer Pkw-Neuwagenflotten bis
2012 auf 120 beziehungsweise 130 Gramm CO2
pro Kilometer zu senken. Mit dieser Selbstverpflichtung liegen sie sogar noch deutlich ambitionierter als die EU-Vorgaben. „Die große
Resonanz in der Leasingbranche zeigt zudem,“
unterstreicht Werner Korn, Mitglied des VCDBundesvorstandes, „dass die Nachfrage nach
sparsamen und CO2-armen Autos vorhanden
ist. Damit aber noch mehr Firmen ihre Fuhrparks auf geringer motorisierte Fahrzeuge mit
einem niedrigeren Verbrauch umstellen, sind
aber wohl besondere Anreize notwendig – zum
Beispiel eine Dienstwagenbesteuerung, die
sich am CO2-Ausstoß orientiert.“
Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der
gegenwärtigen Restwert-Situation mit beson-
ders hohen prozentualen und absoluten Verlusten in den höheren Fahrzeugklassen liegt
eine potenzielle Handlungs-Maxime auf der
Hand: Es ist opportuner denn je, über Downgrading (eine Klasse tiefer fahren) oder zumindest doch Downsizing (kleinere, sparsamere
Motoren) nachzudenken. Das ist im Hinblick
auf CO2-Reduktion, Verbrauchseinsparungen,
Senkung der Anschaffungskosten oder Leasingraten eine vom Handling her erste, einfache,
aber recht wirkungsvolle Maßnahme.
Neben der Modell- und Motorenwahl, beeinflussen auch die Reifen und ihr Druck den
Treibstoffverbrauch. Neue, so genannte Hochleistungsreifen, sind durch geringere Rollgeräusche und Rollwiderstand nicht nur umweltfreundlich, sondern werden zudem mit
ökologischen Materialien und in eben solchen
Produktionsprozssen hergestellt. Und, um die
Fahrer der Dienstwagen zu motivieren, ihren
Umweltschutzbeitrag zu leisten, können Fahrertrainings oder Wettbewerbe ausgelobt werden, die eine ökologische Fahrweise vermitteln oder belohnen.
„Für die Einkäufer aus dem Automotive-Sektor
und für die Fuhrparkverantwortlichen gibt es
zur Zeit kein wichtigeres Thema als ökonomisches und ökologisches Flottenmanagement“,
findet auch Peter Stamm, Leiter Flottenmanagement und Personentransfer bei Boehringer
Ingelheim Pharma GmbH & Co.. „Es geht dabei
vorrangig um das möglichst frühzeitige Entwickeln passgenauer Strategien. Als chemischpharmazeutisches Unternehmen beschäftigen
wir uns grundsätzlich auch mit Umwelt-Themen. Deshalb freuen wir uns über jedes technologische Angebot, das die Automobilindus-
Optimierung der Versicherungskosten durch Schaden-Prävention:
Sensibilisierung der Dienstwagennutzer beispielsweise durch Öko-Fahrtraining
trie den Unternehmen anbietet. Dabei stehen
für uns folgende Fragen im Mittelpunkt: Was
haben wir von der neuen Technik? Können wir
sie problemlos im Unternehmen einsetzen?
Sind bereits Testfahrzeuge am Markt verfügbar?“
Richtungsweisende Car Policies entwerfen
Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang
immer auch die Frage, ob bei der konsequenten
Umsetzung unterwegs nicht die Motivation der
Dienstwagenfahrer auf der Strecke bleibt. Einerseits zeigt aber gerade eine aktuelle Untersuchung von Harris Interactive, dass bei den
Autofahrern momentan Technologien aus den
Bereichen Sicherheit und Ökologie die größte
Relevanz gepaart mit der größten Zahlungsbereitschaft hätten. So könne unter anderem
aufgezeigt werden, dass die Nachfrage nach
Technologien wie etwa Text to Speech - Speech
to Text, adaptive Scheinwerfer und FahrzeugInternetverbindung stärker zurückgehe, und
stattdessen Technologien wie BremsenergieRückgewinnung und Start/Stop-System stärker nachgefragt würden.
Andererseits wirft das wiederum die Frage
nach einer richtig konzipierten Dienstwagenrichtlinie auf, die nicht nur dem Unternehmen,
sondern auch dem Mitarbeiter Vorteile bringt:
Sie könnte dann in dieser Beziehung beispielsweise durch Selbstbeteiligungsmodelle die Motivation des Dienstwagennutzers erhöhen.
Auf Basis der jüngsten Studie „CVO-Barometer 2010 – Trends im Fuhrparkmanagement“
rät beispielsweise die Arval Deutschland
GmbH grundsätzlich beim Aufsetzen einer
Dienstwagenrichtlinie folgende drei Punkte
zu beachten:
• die Einbindung aller Abteilungen im Unternehmen, die an Regelungs- und Genehmigungsprozessen beteiligt sind
• Gemeinsames Aufsetzen der Fahrzeugrichtlinie zur Auswahl des Dienstfahrzeugs sowie des
Dienstwagenüberlassungsvertrags zur Festlegung dienstlicher und privater Nutzungsumfänge durch Leasingnehmer und Dienstwagennutzer
• Anwendung eines Referenzmodells
„Werden alle verantwortlichen Entscheider aus
der Personal-, Finanz- oder Einkaufsabteilung
sowie die Mitglieder des Betriebsrates frühzeitig in die Erstellung der Dienstwagenrichtlinie
eingebunden, vermeidet man teure Fehlinvestitionen im Fuhrpark“, betont hierzu Reinhard
Happel, Vertriebsleiter bei der Arval Deutschland GmbH. „Basis für die gemeinsame Abstimmung sollte stets der Vollkostenersatz sein, der
zu einer Balance zwischen Fahrermotivation
und direkten Fuhrparkkosten führen kann.“
Flottenmanagement 5/2010
38
Management
Arbeitsmittel oder Motivationsinstrument –
das Referenzmodell kann beides
Wichtig sei festzuhalten, wie das Fahrzeug
bereitgestellt, wie es finanziert und in welchem Prozess es verwaltet und zurückgegeben
würde. Ebenso sollte auf Kostenseite beachtet
werden, welche Kosten anteilig vom Fahrer zu
entrichten seien. Darüber hinaus empfehle
sich, dass die Fahrzeugrichtlinie als Teil der
Dienstwagenrichtlinie Informationen über die
dienstliche und private Nutzung des Firmenwagens sowie über die Mindest- und Höchstausstattung enthält.
Dient das Fahrzeug als Arbeitsmittel oder Motivationsinstrument? Das Referenzmodell könne
beides: Es ermögliche dem Fahrer, gegen Zuzahlung in eine höhere Fahrzeugklasse aufzusteigen oder die Fahrzeugausstattung beliebig
aufzustocken. „Eine solche Dienstwagenrichtlinie wird allen Parteien im Unternehmen gerecht“, ergänzt Happel. „Der Fahrer ist motiviert, da er einen Teil der Kaufentscheidung
selbst trifft und das Fahrzeug auch im Hinblick auf seine privaten Ansprüche ausstatten
kann. Und das Unternehmen kann die Kosten
des Fuhrparks auf kostenoptimiertem Niveau
linear gestalten.
Zusätzlich sollte die Dienstwagenrichtlinie
klare Haftungsregelungen für Nutzungs- und
Unfallschäden festlegen. Um beide Parteien
vor einem „bösen Erwachen“ zu schützen, sei
es in jedem Fall ratsam, für den Dienstwagen
eine Vollkaskoversicherung abzuschließen
und ihn gleichzeitig immer technisch einwandfrei auszustatten.
Leasing bleibt voll im Trend
Ein anderes zentrales Ergebnis dieser Studie
ist, dass im Hinblick auf die Finanzierung
Leasing weiter voll im Trend liegt. So liege der
Anteil der Unternehmen, die ihre Dienstwagen
über Leasing finanzierten erstmals mit 44 Prozent leicht über dem Kaufanteil mit 43 Prozent.
Nach einer weiteren Marktstudie „Leasing in
Deutschland“ des Marktforschungsinstitutes
TNS Infratest Finanzforschung nannten 59
Prozent der befragten Unternehmer auf die
Frage nach den Motiven für den Abschluss eines Leasing-Vertrages die gleichmäßigen und
genau kalkulierbaren Kosten.
Dass der Fuhrpark stets auf neuestem Stand
bleibe, war für 52 Prozent der Befragten ein
wichtiges Argument. Die Hälfte der Unternehmer lobte die Geschwindigkeit bei Angebotserstellung und Vertragsabwicklung, die
Beratungskompetenz und die individuellen
Lösungen seitens der Leasinggesellschaften.
Inzwischen würden auch schon 41 Prozent der
Mittelständler zuerst an Leasing und nicht an
eine Kreditaufnahme denken. Nur bei kleinen,
inhabergeführten Firmen mit bis zu 20 Mitarbeitern habe oft noch der Eigentumsgedanke
das größte Gewicht.
Optimierung der Versicherungskosten durch
Schaden-Prävention
Der Fokus muss aber auch verstärkt auf der
Kostenminimierung durch bedarfsgerechte
Versicherungskonzepte liegen. Dass energiesparendes, vorausschauendes Fahren letztlich
auch Versicherungskosten sparen kann, ist auf
Seiten der Assekuranz ein gerade gesuchter
und willkommener Nebeneffekt. Die großen
Versicherer haben Programme zur Schadenprävention in Flotten entwickelt.
Dabei werden gewöhnlich die Schadenverläufe
der letzten zwei, drei Jahre in der jeweiligen
Flotte nach Arten und Zeiten von Unfällen untersucht. Über die Ergebnisse werden der Flottenbetreiber und schließlich auch die Dienstwagennutzer informiert. Letztere können
dann an Schulungen teilnehmen, wo sie für die
Gefahren sensibilisiert werden. Wenn die Programme seitens der Unternehmen und Fahrer
ernst genommen würden, könne nach gegenwärtigem Stand der Erkenntnisse die Zahl der
Schäden bis zur Hälfte gesenkt werden, propagieren die Risk Manager der Versicherer.
Mobilität aus einer Hand
Ansonsten zeichnet sich hier und da ab, dass
Fuhrparkmanagement und Travelmanagement organisatorisch näher zusammenrücken, wenn sie denn nicht schon in leitender
Funktion in Personalunion betrieben werden.
Da sich die Prozesse sowie der Einkauf ähneln
und die Nutzer nahezu identisch sind, bekundet der VMF-Verband herstellerunabhängiger
Fuhrparkmanagement-Dienstleister, werden
zunehmend Firmen die Mobilität in eine Hand
legen, so wie es heute schon beispielsweise bei
Sharp Electronics oder der Lufthansa praktiziert würde. Wer einen Dienstwagen fahre,
sei meistens auch auf Dienstreisen und müsse
übernachten.
Car Policy und Reiserichtlinien könnten somit
aufeinander abgestimmt werden, wodurch das
Mobilitätsmanagement nicht nur einfacher,
sondern auch kosteneffizienter zu gestalten
sei. Mit Implants, das heißt Mitarbeitern der
Leasinggeber, Autovermietern und ReiseAgenturen, die im Kundenunternehmen die
wichtigsten Planungs-, Organisations- und
Koordinationsaufgaben übernähmen, würden
Mitarbeiterkosten gespart, Spitzen ausgeglichen und gleichzeitig externes Expertenwissen ins Unternehmen geholt.
Vorausschauendes, kraftstoffsparendes
Fahren minimiert ganz nebenbei auch die
Versicherungskosten, da weniger Unfälle entstehen
Flottenmanagement 5/2010
DAS HERZ SAGT: JA.
DER KOPF SAGT: STIMMT GENAU.
DER RENAULT MÉGANE GR ANDTOUR
ALS FIRMENWAGEN.
MÉGANE GRANDTOUR EXPRESSION DCI 90 FAP ECO2 66 KW (90 PS)
Leasingsonderzahlung: 0,– `
Monatl. Rate: 235,– `*
Laufzeit: 36 Monate
Gesamtlaufleistung: 60.000 km
OHNE ANZAHLUNG:
235,– %/Monat*
www.renault.de
ZEIT FÜR VER ÄNDERUNG.
Autoflotte 5/2010
Der Renault Mégane Grandtour, die schönste Verbindung von Vernunft und Vergnügen. Auf
den ersten Blick ein aufregend attraktiver Kombi mit bis zu 1.595 Litern Stauraum. Auf den zweiten ein sparsamer und wirtschaftlicher
Reisewagen mit dynamischem Euro-5-Motor dCi 90 FAP eco², niedrigem CO ²-Ausstoß und langen Wartungsintervallen. Für ein jederzeit
angenehmes Geschäftsreiseklima sorgt die serienmäßige Klimaanlage und das integrierte Navigationssystem Carminat TomTom lässt Sie
stets gut ankommen**. Der Renault Mégane Grandtour – mit Renault Fleet Services jetzt schon ab 235,– % * monatlich, inkl. Technik-Service.
Auf Wunsch weitere Servicemodule (z. B. Reifen-, Tank-Service) möglich.
Renault
empfiehlt
Gesamtverbrauch (l/100 km) innerorts/außerorts/kombiniert: 5,3/4,0/4,4; CO²-Emissionen: 115 g/km (Werte nach EU-Norm-Messverfahren).
* Preise sind Nettoangaben zzgl. gesetzlicher USt. Technik-Service beinhaltet Mobilitätsgarantie sowie alle Wartungskosten und Verschleißreparaturen für die Vertragslaufzeit. Ein Angebot für Gewerbekunden von Renault Fleet Services in Kooperation mit ALD AutoLeasing D GmbH,
Nedderfeld 95, 22529 Hamburg. Bei allen teilnehmenden Renault Partnern. ** Serienmäßig oder optional. Abbildung zeigt Mégane GT. Renault Mégane – Sieger bei der Importwertung in der Kompaktklasse beim Flottenaward 2010.
40
Management
“Einfache Lösung
Interview mit
Holger Rost,
Gesellschafter der
fleet innovation GmbH
Flottenmanagement: Herr Rost, der Fuhrparkmanager hat heute ein diffiziles Leben, Fuhrparkmanagement ist ein halbe Wissenschaft
geworden. Längere, kürzere Leasinglaufzeiten,
mehr Outsourcing oder mehr Eigenregie mit Unterstützung spezialisierter Dienstleister, Downgrading oder Mitarbeiter-Motivation, grüne Car
Policy, Experimente mit Elektroantrieben, Haftungsfragen, Risk-Management – wie soll er da
im Hinblick auf Optimierungen die Prioritäten
setzen, wie würden Sie ihn beim Sortieren an die
Hand nehmen, welche Zielrichtungen würden
Sie aktuell nach vorn stellen?
Rost: Es ist aus meiner Sicht – wie Ihre Fragestellung schon zeigt – enorm viel Bewegung in
diesen Markt gekommen, schon allein auch dadurch, dass jetzt die Hersteller und HerstellerLeasinggesellschaften viele Dinge in ihr ServicePortfolio übernehmen, die bisher eine klassische
Domäne der herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften waren. Ich möchte hier als Beispiel
nur die Module ‘Wartung und Reparatur’, ‘Reifenersatz’ oder ‘Versicherungen’ nennen. Hinzu
kommt ein immer stärker werdender Marktauftritt der Fleetmanagement-Gesellschaften, die
keine eigenen Service-Leistungen erbringen,
sondern für den Kunden die einzelnen am Markt
erhältlichen Komponenten kostengünstig zu einem Paket zusammenstellen. Damit sind aber
die etablierten Full Service-Leasinggesellschaften in eine Wettbewerbssituation geraten, die
sie vor zwei, drei Jahren in dieser Form noch gar
nicht kannten. Das erleben wir derzeit interessanterweise nur in Deutschland, wo die Hersteller mit ihren Captives traditionell eine starke
Stellung einnehmen, in anderen europäischen
Ländern ist das längst nicht so ein Thema. Nach
einer letzten Studie des VMF-Verbandes stehen
aber dennoch bei größeren Fuhrparks mit mehreren Fabrikaten die herstellerunabhängigen
Flottenmanagement 5/2010
Leasinggesellschaften weiter höher im Kurs. Bei
den kleineren Fuhrparks dominieren aber heute schon die herstellereigenen Gesellschaften
durch die Vielzahl ihrer Fabrikatshändler, die
hier viel näher am Kunden sind.
Außerdem lastet ein enormer Kostendruck auf
den Fuhrparkmanagern, die weitere Kosteneinsparungen in ihren Fuhrparks vornehmen müssen – ohne, dass darunter Ziele wie Mitarbeitermotivation, Umweltverträglichkeit oder die
Qualität der Dienstleistung leiden dürfen. Diese
aktuellen Entwicklungen in ihrer Gesamtheit
beeinflussen den Fuhrparkmarkt und einzelne
Leasinggeschäfte derart stark, dass eine Vorhersage, wohin die Reise letztlich geht, zur Zeit
nicht einfach ist. Ich denke, dass momentan das
das Hauptproblem der Fuhrparkmanager ist, in
welche Richtung sie sich orientieren sollen.
Flottenmanagement: Welche Chancen sehen Sie
auf Dauer für die herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften?
Rost: Ich denke, dass die Zeiten für herstellerunabhängige Anbieter schon härter werden.
Sie müssen sich über höhere Beratungsqualität,
einen besseren Service und noch mehr Kundennähe differenzieren. Das kann ich mir aber nicht
mehr vorstellen im Segment der Kleinflotten mit
10, 15 oder 20 Fahrzeugen, da hier – wie schon
gesagt – verstärkt der Fabrikatshändler vor Ort
mit den zum Teil stark subventionierten Angeboten seiner Herstellergesellschaft zum Zuge
kommt. Ich stelle inzwischen auch eine Transparenz in diesem Markt fest, die es früher einfach
nicht gab. Die ganzen Kalkulations-, Angebotsund Bestellvorgänge sind vielfach automatisiert
worden, die Fahrzeuge werden inzwischen auf
Online-Plattformen ausgeschrieben, hernach
geht es nahezu nur noch um die Konditionen. Es
Besuch beim Flottenmanagement-Verlag in Niederkassel: Holger Rost, Gesellschafter der fleet innovation
GmbH (Mitte), im Gespräch mit Bernd Franke (li.) und
Erich Kahnt (beide FM)
findet schon der Kampf um das einzelne Fahrzeug statt. Auch zeigen sich die Fuhrparkmanager heute viel aufgeklärter, sie nehmen nicht
mehr alles einfach klaglos hin. Ich gewinne
zunehmend den Eindruck, dass sich bei großen
Unternehmen – in Teilbereichen – wieder ein
Trend zu inhouse-Lösungen entwickelt, den ich
so nicht erwartet hätte. Vielleicht spielt hier der
Kostendruck eine Rolle, der die Denkweise fördert, in Eigenregie könne noch kostengünstiger
gefahren werden.
Flottenmanagement: Die fleet innovation GmbH
hat mit fleet iD auch bereits ein bedeutenderes
Dienstleistungs-Modul, in diesem Fall zur Führerscheinkontrolle, erfolgreich gestartet. Warum
haben Sie sich zunächst mit diesem in der Tat
neuralgischen Schwachpunkt in der FuhrparkWirklichkeit auseinandergesetzt, wie motivieren
Sie die Entstehungsgeschichte?
Rost: Noch in meiner Zeit als Geschäftsführer
der Athlon Car Lease kam 2006 das Thema Führerscheinkontrolle langsam im Markt auf. Ich
habe mir schon seinerzeit Gedanken darüber gemacht, warum die Prüfung eines Stück Papiers
beziehungsweise einer Plastik-Karte ein so komplexer Vorgang über eine neu entwickelte und
relativ teure Technik sein musste. Ich bin ein
Mensch, der immer versucht, einfache Lösungen
zu entwickeln. So betrachtet, war die Führerscheinprüfung in ihren Anfängen geradezu ein
Luxus-Artikel. Meine Überlegung war, wie kann
sie mit einer simplen, bereits auf dem Markt vorhandenen Technik durchgeführt werden. Ein
Besuch beim PS-Team, wo Kfz-Kennzeichen und
Management
en entwickeln”
Briefe mittels Barcodes erfasst werden, förderte
die Initialzündung. Die halbe Welt wird heute
an den Kassen über Scanner erfasst, also warum
nicht auch die Führerscheinkontrolle?
Ich fand in meinem Gesellschafterkollegen, Dr.
Martin Nowack, einen kongenialen, technisch
sehr versierten Partner, und überlegte, wie wir
das umsetzen können. Schließlich entwickelte
die Bertelsmann-Tochter topac GmbH für uns
nicht kopierfähige Hologramm-Barcodes in einer für Führerscheine praktikablen Größe. Über
das Bundesverkehrsministerum holte ich dann
eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ein. Auf
der Suche nach einem geeigneten Partner für
die Abwicklung der Führerscheinkontrolle stießen wir auf große Aufgeschlossenheit seitens
der Aral AG. Sie passte ihre Systeme insoweit an,
dass der Barcode an jeder Aral-Tankstelle eingelesen werden kann, die Daten in den Zentral-Server bei Aral und von dort auf unser System überspielt werden können. Wir übermitteln sie dann
direkt dem jeweiligen Fuhrparkbetreiber zur
Feststellung, wer seinen Führerschein hat auslesen lassen. Der Prozess ist kurz und so einfach
gestaltet, dass er jederzeit preisgünstig bleibt,
ohne dass der Sicherheitsaspekt darunter leidet.
Flottenmanagement: Abgesehen einmal von der
Erreichbarkeit der Dienstwagennutzer für den
Fuhrparkmanager in einem bundesweit operierenden Fuhrpark – warum ist nach Ihren Erfahrungen die Führerscheinkontrolle so ein großes
Thema geworden, woran hängt es denn noch in
Einzelfällen, wie einfach wird für den Fuhrparkmanager die Abwicklung über fleet iD?
Rost: Ich denke, hier spielt mit hinein, dass in
diesem Land einfach alles gesetzlich geregelt
sein muss – ob es nun Sinn macht oder nicht.
Das Thema Halterhaftung hat dadurch einfach,
mit den verbundenen Konsequenzen – auch unabhängig von der Führerscheinkontrolle -, mehr
und mehr an Gewicht gewonnen. Unser Markteintritt hat natürlich auch noch zu einer deutlichen Aktualisierung des Themas beigetragen.
Parallel dazu hat Aral eine große Werbekampagne gestartet. Aral stellt unser System seinen
Kunden im Rahmen der Aral CardPlus kostenfrei
zur Verfügung.
Flottenmanagement: Wie haben Sie in dieses
System eingebaut, dass nachher tatsächlich jeder im Fuhrpark den Führerschein vorgelegt hat,
welche Signale bekommt der Fuhrparkmanager?
Da stimmt die Bilanz.
Sparen Sie mit einer Dieselflotte.
Je mehr Dieselfahrzeuge Sie in Ihrer Unternehmensbilanz haben, desto mehr sparen Sie ein. Dank
neuester Technologien und Entwicklungen von Bosch erreicht eine Dieselflotte einen niedrigeren
Verbrauch und spart im Vergleich zu Benzinern rund 30 % Kraftstoff. So sparen Sie Geld und reduzieren gleichzeitig den CO2-Ausstoß um bis zu 25 %.
Für weitere Informationen: www.bosch-diesel.de
41
Rost: Jeder Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens ist im System, beispielsweise mit einer Personal- oder Leasingvertrags-Nummer, hinterlegt.
Wir benötigen – außer seiner e-Mail Anschrift
– keine persönlichen Daten des FirmenwagenFahrers. Der Fuhrparkleiter wiederum kann festlegen, in welchem Rhytmus geprüft wird, das
findet in der Regel zweimal im Jahr statt, geht
aber auch in wesentlich kürzeren Intervallen.
Eine erfolgreiche Prüfung ist im System hinterlegt. Vom Tag der angesetzten Führerscheinprüfung an, der dem Fahrer per E-Mail oder SMS mitgeteilt wird, laufen die Fristen zu den nächsten
Terminen, die das Unternehmen oder der Fuhrparkleiter festgelegt haben. Lässt der Fahrer den
Prüfungstermin ungenutzt verstreichen, erhält
er eine Erinnerung. Fruchtet diese auch nichts,
erhalten der Vorgesetzte oder der Fuhrparkleiter
ein entsprechende Information, um dann selbst
einzuschreiten. Das sind quasi die Eskalationsstufen, die verhindern, dass der eine oder andere Firmenwagenfahrer ungeprüft bleibt. Dieses
Dienstleistungsmodul kann jedes Unternehmen
in Deutschland von uns erhalten. Eine Aral-Tankkarte ist dazu nicht notwendig. Zwar sind unsere
wesentlichen Vertriebspartner die Leasing- oder
Fuhrparkmanagement-Gesellschaften, es wird
auch zunehmend von den Verwendern der Aral
CardPlus genutzt, aber hauptsächlich kommen
die Fuhrparkbetreiber selbst direkt auf uns zu,
denn die Halterhaftung betrifft sie ja in erster
Linie. Die Unternehmen warten größtenteils gar
nicht darauf, dass sie beispielsweise eine Leasinggesellschaft anspricht.
42
Management
Einmal Volltanken bitte!
Tankkarten sind im
Fuhrparkgeschäft unabdingbar.
Um den Überblick des
vielfältigen Angebots nicht
zu verlieren, haben wir
für den Fuhrparkmanager
quasi die Zapfsäulen von
15 Mineralölgesellschaften
angefahren.
Tankkarten erleichtern den Verwaltungsaufwand im Fuhrparkgeschäft ungemein. Durch
das bequeme Handling über die Tankkarte ist
das Zeitalter der Sortierung von Tankbelegen
und aufwändigen Kontrollverfahren passé. Im
Vordergrund des Aufgabenbereichs der Fuhrparkmanager steht schließlich die Optimierung des Fuhrparks und nicht dessen Bürokratie.
Der Service der Tankkartenanbieter beinhaltet
heute längst nicht nur das bargeldlose Bezahlen. Auf Basis jahrelanger Erfahrungen haben
die Tankkartenbetreiber insbesondere für das
Fuhrparkgeschäft die Produktpalette und das
Flottenmanagement 5/2010
Serviceangebot an die modernen Business-Bedingungen angepasst.
Die meisten Tankkarten der Mineralölgesellschaften bieten insbesondere für Fuhrparkbetreiber ein umfassendes Angebot. Die Kundenkonten werden den Abläufen im Fuhrparkunternehmen angepasst und sind variabel in der
Zubuchung beziehungsweise Änderung von
Serviceleistungen. Auf zirka 8,6 x 5,4 Zentimetern vereinen sich somit Dienstleistungen wie
kundenfreundliche Öffnungszeiten, 24h-Services, Nutzungsoptionen von Waschstraßen,
der Zugriff auf Partner-Stationen – auch europaweit –, nachhaltige Verbrauchskontrollmöglichkeiten oder Flotten-Supports mit Pannenhilfe sowie schnellem Abschleppservice. Mit
der Option permanenter Verbrauchsanalysen,
einer detaillierten Rentabilitätsstatistik und
übersichtlichen Rechnungsverfahren trifft
der ideale Tankkartenanbieter den Nerv der
Zeit: Sein Produkt erspart dem Fuhrparkleiter
schlicht Zeit und Geld.
Und noch eine Dienstleistung ist längst zum
beliebtesten Standard geworden: Der OnlineService gilt für den vielbeschäftigten Fuhrparkleiter als das Nonplusultra schlechthin.
Die Verwaltung der Tankkarten ist kontinuierlich über Online-Portale zugänglich, welche
eine schnelle Meldung bei Kartenverlust und
die Sperrung des Kontos anbieten. Aber auch
Änderungen im Service, eine Verwaltung al-
ler Nutzerprofile, Rechnungsdokumente und
ein umfassendes, aber vor allen Dingen übersichtliches Reporting-System sind im OnlineService meist kostenlos mit inbegriffen. Sogar
an aktivem Umweltbewusstsein der Kartenanbieter mangelt es nicht. Immer mehr Mineralölgesellschaften bieten mit ihren Karten auch
die Möglichkeit, alternative Kraftstoffe wie
Auto- oder Erdgas zu tanken und stocken ihren Bestand der Gastankstellen auf. Vor allem
ist Autogas ein beliebter Alternativkraftstoff
geworden. Erfreulich sind für den Fuhrparkmanager nicht zuletzt die stabil gebliebenen
Kartengebühren.
Fakt ist, dass der Fuhrparkleiter stets Herr der
Lage sein muss und bei Kartenmissbrauch oder
ähnlichen Vorfällen schnell und gezielt eingreifen kann. Während er sich nun hauptsächlich der Optimierung seines Fuhrparkgeschäftes widmet, tüfteln die Tankkartenanbieter
weiterhin an neuen Komfortleistungen und
verbessern stetig ihren ohnedies schon ausgebauten Service.
Somit bietet die Tankkarte das, was in heutiger
Zeit ganz oben steht und auch in Zukunft in
unserer Dienstleistungsgesellschaft Vorrang
haben wird: Guten, flexiblen und schnellen
Service. Für den Fuhrparkmanager und seinen
Flottenbetrieb bedeutet das: „Vorfahren, wegfahren, glücklich sein“.
DER NISSAN QASHQAI.
URBAN PROOF. MASTERED.
LIEGT GUT AUF DER STRASSE, NICHT AUF IHRER TASCHE.
Enge Parklücken, dichter Verkehr, lästige Baustellen: Die Stadt hält viele Hindernisse bereit. Genau
das Richtige für einen kraftvollen Crossover wie den NISSAN QASHQAI. Der leistungsstarke Benziner
meistert spielend alle Widrigkeiten, die sich ihm in den Weg stellen. Sie haben viel zu transportieren?
Dann steigen Sie in den QASHQAI+2 ein. Lernen Sie den QASHQAI und QASHQAI+2 bei einer Probefahrt unverbindlich kennen und sichern Sie sich attraktive Sonderkonditionen für Gewerbetreibende.
Weitere Infos unter www.nissan.de oder 0 18 02/11 00 11 (0,06 €/Anruf aus dem Festnetz,
Mobilfunkpreise max. 0,42 €/Min.)
QASHQAI VISIA
1.6 l Benziner, 86 kW (117 PS)
AB
€ 16.378,15*
=7,(36445$5560*47$3,$05(0
=7,(31513(0
=$.491'(3ALL MODE 4x4
=,3%$*4
=13'&1/265(3
= !!
=(4&+8,0',*-(,543(*(.$0.$*(
mit Speed Limiter
= .6(5115+®-Schnittstelle mit
Freisprecheinrichtung
QASHQAI+2
JETZT PROBE FAHREN
Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts 8,3, außerorts 5,6, kombiniert 6,6; CO2-Emissionen: kombiniert 154,0 g/km (Messverfahren gem. EU-Norm)
Abb. zeigen Sonderausstattungen. * Der Preis versteht sich netto zzgl. MwSt. auf der Basis der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers NISSAN CENTER EUROPE GMBH.
44
Management
Tankkarten-Angeb
Name der Tankkarte
Aral
CardPlus
Aral Aktiengesellschaft,
Wittener Straße 45,
44789 Bochum,
Tel.: 0180 1116263
Herr Grabbe
Eni
Multicard
Eni Deutschland GmbH,
Sonnenstraße 23,
80331 München,
Tel.: 089 5907470
Herr Kißner
AVIA
R-Card
Deutsche AVIA MineralölGmbH, Einsteinstraße 169,
81677 München,
Tel.: 089 4550450
Herr Grünberger
DKV
Card
DKV Euro Service GmbH +
Co. KG, Vogelsanger Weg
49, 40470 Düsseldorf, Tel.:
0211 6392192
Cardservice
euroShell
card
euroShell Deutschland
GmbH, Suhrkamp 71-77,
22335 Hamburg,
Tel.: 01805 694092
Customer Service Center
OMV
Business Card
OMV Deutschland GmbH,
Liebigstraße 3, 84030
Landshut, Tel.: 0871
7693333
OMV Card Services
www.aral-cardplus.de,
www.einfach-mehr-drin.de,
[email protected]
1989
www.enideutschland.de
[email protected]
www.avia.de
[email protected]
www.dlv-euroservice.com
[email protected]
1993
1996
1966
www.euroshell.de
[email protected]
shell.com
1970
www.omv.de
[email protected]
com
1993
Mindestflottengröße
ab 5 Fahrzeuge, mindestens
700 Litern/ Monat
mindestens 500 Liter/
Monat
gesicherte Bonität
keine Angaben
ab 5 Fahrzeuge,
gesicherte Bonität
Kraftstoffverbrauch minimum
10.000 Liter p.a.
Akzeptanzstellen Deutschland
4.000
4.000
19.000
4.200
keine genauen Angaben
Akzeptanzstellen Europa
20.000 im Rahmen des
ROUTEX-Verbundes
24 Monate
20.000
800 AVIA Tankstellen, ca.
1.000 Total-Stationen
250 AVIA Stationen (NL)
45.000
20.000 in 36 Ländern
keine Angaben
48 Monate
60 Monate
36 Monate
i. d. R. 24 Monate
Leistungen
6 Leistungsstufen. Online
Aral-Karten-Kontrolle
6 Warenberechtigungsgruppen. Maut-Service. Bezug
von Shopartikeln individuell
festlegbar
Bezug von Autowäsche,
Zubehör, Shopartikeln. Sperrungen/ Einschränkungen
mittels Restriktionscodes
möglich
Alternative Kraftstoffe und
Kraftstoffbeschränkung
Firmenkundenbonusprogramme
Inhalte/ Leistungen/ Fristen/
Versteuerung geldwerter
Vorteil, pauschal
Kraftstoffbeschränkung
möglich
PAYBACK
Kraftstoffbeschränkung
möglich
kein Firmenkundenbonusprogramm
keine
Autogas, Erdgas, AdBlue
Maut-Servie. Kombiverkehr. Reparatur-Service.
Abschleppdienste. Reifenwechsel. Parkplatz-Service.
MwST.-Rückerstattung über
die DKV-Rechnung für 27
EU-Länder im Rahmen der
Normalerstattung
Erd-/ Autogas, Bioethanol,
Biodiesel, Pflanzenöl
kein Firmenkundenbonusprogramm
keine
Kosten der Tankkarte
Monat/ Jahr
2,50 Euro pro Karte/ Monat
Abrechnungsverfahren
Tankkartenanbieter
Ansprechpartner
Firmenkunden
Internet- und E-Mailadresse
Tankkartenanbieter seit
Zeitlimit der Kartengültigkeit
ab sechs Monate bis 60
Monate
OMV Business Card im euShell Tankwart-Service.
ropaweiten Tankstellennetz.
Fuel Save Kraftstoffe.
Bezug von Shopartikeln.
euroShell Flottenmagazin.
E-Invoicing. Stationskarte für Maut-Service. Parkgebühren
Flottenkunden. Elektronische bei APCOA-Garagen
Führerscheinkontrolle mit
Lap ID
Kraftstoffbeschränkung möglich. 4 Bezugskategorien
kein FirmenkundenbonusShell CLUBSMART
programm
Flotte / PKW
keine
Prämienprogramm inkl.
Übernahme der vom
Gesetzgeber vorgeschrieb.
Lohnversteuerung von
Sachprämien, vorausgesetzt
wird das Einverständnis des
Arbeitgebers. Punkte sind 36
Monate gültig
einmalige Erstellungskosten keine Aufnahmegebühr, kein ab 2 Euro/ Monat, unterder Tankkarte/n. Weitere
Jahresbeitrag; mögliche
schiedliche Systemgebühren
Informationen auf Anfrage
Aufschläge unter Vorbehalt
Bezug ist in Berechtigungsstufen unterteilt
OMV-Kundenbonusprogramm
Übereinstimmung mit
nationaler StG-Gebung
14-tägig, Rechnung per Post 14-tägig
oder als Download
14-tägig
14-tägig mit Länderrechnungen
14-tägig / monatlich/
Sammelrechnung via Post,
E-Mail oder als Download
Einmal bzw. zweimal monatlich, Bankeinzug
24h-Service
ja
nein
ja
ja
ja
Reportingzyklus bzw.
Reportingmöglichkeiten
individuell anpassbare Ana- Fuhrparkanalyse. Auf Anfralysen. Einschränkungen nach ge über die Zentrale
Produkt, Dienstleistung, Zeit,
Ort, Kraftstoffmenge, Benachrichtigung bei Verstoß
per SMS oder E-Mail. Drei
Standard-Reports, sechs
Ausreißer-Analysen
keiner – derzeit in Arbeit
Online-Service „Aral
Card Kundencenter“:
Karten-Verwaltung,
-Kontrolle. -Analyse.
Elekronische Führerscheinkontrolle
auf Anfrage. Kostenbezogene Standardreport oder
Rechnungsaufstellung
Individualreport. Analyse der
Mautstrecken. Meldung bei
Ausreißern/ Unregelmäßigkeiten. Analyse Verbrauch,
Kilometerkosten. Darstellung
des CO2-Ausstoßes des
Fuhrparks
keine Angaben
siehe Reportingmöglichkeiten
ja. KraftstoffmanagementSystem zur individ.
Datenabfrage. Detaillierte
Auswertungen für alle Fahrzeuge, Verbrauchsanalysen.
Meldung bei Ausreißern.
Weiteres siehe Onlinedienste
OMV Fleet Services:
Schnellzugriff auf alle Daten
und Belege. Bereitstellung
von Analysen. Hinweis-Service auf Einsparmöglichkeiten. Hinweis bei Ausreißern
tagesaktueller Zugriff auf die
Transaktionsdaten. E-MailAlarm bei Abweichungen
der Tankkartennutzung.
Kartenverwaltung. Kontomanagement. E-Invoicing
Fleet Online Services: Modul1 Kartendienste. Modul2
Transaktionsinformationen.
Modul3 Fuhrparkmanagement. OMV Fuel Navigator
PIN-Code in 3 Varianten:
1.Zufalls-PIN (empfohlen),
2.Firmen-PIN, 3.WunschPIN. Kartenkontrolle,
AralCard Security-Team
PIN-Code-System, SofortSperrung
systemgenerierter PIN.
24h-Hotline zur sofortigen
Kartensperrung. Mit Eingang
der schriftl./ mündl. Sperrung endet die Haftung
PIN-Code und individuelle
Berechtigungsstufen. Kartensperre auch über OMV Fleet
Online Service möglich
Online-Service
Sicherheitsmaßnahmen bei
Kartenverlust
Flottenmanagement 5/2010
Punkte sammeln bei
allen PAYBACK-Partnern,
Bezahlen mit Punkten, Verfall
nach Ablauf des 30.09 jedes
Jahr, keine Versteuerung des
geldwerten Vorteils
2 Euro pro Karte/ Monat
nein
PIN-Code. Schriftliche
Sperrung bei Verlust an die
Zentrale
DKV Card mit frei wählbarem
PIN-Code; mit Eingang der
Verlustmeldung endet die
Haftung des Karteninhabers
1,30 Euro je Karte/ Monat
Management
ot für Flottkunden
star
Flottenkarte
ORLEN Deutschland GmbH,
Ramskamp 71-75,
25337 Elmshorn,
Tel.: 0180 347500010
Card Service
Total
Profi Card Deutschland
Total Deutschland GmbH,
Schützenstraße 25,
10117 Berlin,
Tel.: 030 2027 8236
Tankkarten Telesales:
Tel.: 030 278722
www.startankstellen.de
www.totalcards.de
fl[email protected] [email protected]
land.de
keine Angaben
seit mehr als 20 Jahren
Total
Eurotrafic Card
Total Deutschland GmbH,
Schützenstraße 25,
10117 Berlin,
Tel.: 030 2027 8236
Tankkarten Telesales:
Tel. 030 278722
www.totalcards.de
[email protected]
Total
DirectCard Deutschland
Total Deutschland GmbH,
Schützenstraße 25,
10117 Berlin,
Tel.: 030 2027 8236
Tankkarten Telesales:
Tel.: 030 278722
www.totalcards.de
[email protected]
ReD PAN
European Card
ReD Fuel Cards (Europe),
Europaallee 2,
36251 Bad Hersfeld,
Tel.: 06621 7994-300
Frau Blum
UTA
Full Service Card
Union TANK Eckstein GmbH
& Co. KG, Mainparkstraße 2,
63801 Kleinostheim,
Tel.: 06027 509131
UTA Service Card Center
Westfalen
Service Card
Westfalen AG,
Industrieweg 43,
48155 Münster,
Tel.: 0251 69504
Frau Franszczak
www.redfuelcards.com
[email protected]
www.uta.de
[email protected]
seit mehr als 20 Jahren
seit mehr als 20 Jahren
1992
1963
www.westfalen-service-card.
de, [email protected]
1992
für internationalen Fuhrpark
keine Voraussetzungen
gesicherte Bonität
ein Fahrzeug, Nutzfahrzeugflotten, gesicherte Bonität
ab 3 Fahrzeuge. 500 Liter/
Monat, gesicherte Bonität
2.000
ca. 14.000
5.000
1.800
ca. 30.000
keine Angaben
36 Monate
24 Monate
36 Monate
Einsatz in 38 Ländern
Europas. Mautservice.
Umsatzsteuer-Service.
Führerscheinkontrolle mit
fleet iD. Datenmanagement
für Digitale Tachographen
bei Continental. UTA Diesel
Service. UTA Plus Service
Bezug von Erdgas, Autogas,
Biodiesel, AdBlue
kein Firmenkundenbonusprogramm
keine
Kraft- und Schmierstoffe.
Autowäschen. Shopartikeln
in drei Warenberechtigungsstufen. Sonderleistung:
Software für FuhrparkInformationssysteme
500 Liter/ Monat, gesicherte für nationalen Fuhrpark keine
Bonität, deutsche Bankver- Voraussetzungen
bindung
520
2.000 (inkl.AVIA und Westfalen AG als Partner)
keine Angaben
keine Angaben
13.000
für nationalen Fuhrpark 4
Fahrzeuge oder Gesamtbedarf unter 1.500 Euro
2.000 (inkl. AVIA und Westfalen AG als Partner)
keine Angaben
36 Monate
36 Monate
36 Monate
36 Monate
6 Leistungsstufen. Alle
Kraft- und Schmierstoffe.
Shopartikel. Erfassung
Kilometerstand
Tanken. Waschen. Alle
Schmierstoffe. Shopartikel.
Parkhausgebühren
Tanken. Waschen. Alle
Schmierstoffe. Shopartikel.
Parkhausgebühren. MwStRückerstattung. MautService
Tanken. Waschen. Alle
6 Restriktionsstufen
Schmierstoffe. Shopartikel.
Parkhausgebühren. Für
Selbstständige/ Privatpersonen geeignet
Bezug von Auto- und Erdgas
zusätzlich möglich
kein Firmenkundenbonusprogramm
keine
Bezug von AdBlue, Erdgas
und Flüssiggas
keine Angaben
Bezug von AdBlue, Erdgas
und Flüssiggas
keine Angaben
Bezug von AdBlue, Erdgas
und Flüssiggas
keine Angaben
keine
keine
keine
Umsatzabhängige Konditionen
keine
2 Euro/ Monat. Ab zehn
Karten ein Euro/ Monat
2-3 Euro pro Karte/ Monat
je nach gewähltem Paket.
Mögliche monatliche
Systempauschale
einmal im Monat mit 15
Tagen Zahlungsziel via
Abbuchungsauftrag
2,50 Euro pro Karte/ Monat
0,5 Prozent Service-Gebühr
Monatlich, 14-tägig,
wöchentlich. Per Post, als
Download
2-3 Euro pro Karte/ Monat
je nach gewähltem Paket.
Mögliche monatliche
Systempauschale
einmal im Monat mit 15
Tagen Zahlungsziel via
Abbuchungsauftrag
monatlich. 10 Tage Zahlungsziel mit Einzugsermächtigung
zweimal im Monat, 14-tägig
nein
ja
ja
ja
ja
keine
Online-Service unter www. Extranet TOTAL Cards online Extranet TOTAL Cards online Extranet TOTAL Cards online
flottenkartedirekt.de: Zugriff
auf alle Stamm-/ Kartendaten. Neuanlegung/ Sperrung
von Karten.
siehe Reportingmöglichkeiten
Extranet TOTAL Cards
online: Online-Kartenverwaltung, Verbrauchskontrolle,
Alarmfunktion
Extranet TOTAL Cards
online: Online-Kartenverwaltung, Verbrauchskontrolle,
Alarmfunktion
keine Angaben
MwSt.-Rückerstattung. 24hPannenservice. Fährbuchungen. E-Commerce (comming
soon)
Extranet TOTAL Cards
E-Commerce-Portal
online: Online-Kartenverwaltung, Verbrauchskontrolle,
Alarmfunktion
PIN-Code-System mit vier
24h-Sperr-Hotline Tel.: 0180 24h-Sperr-Hotline Tel.: 0180 24h-Sperr-Hotline Tel.: 0180 PIN-Code
unterschiedlichen Varianten. 3111109 oder auch Online 3111109 oder auch Online 3111109 oder auch Online
Haftung erfolgt bis zum
möglich
möglich
möglich
Eintreffen einer schriftlichen
Verlustmeldung
Bezug von Auto- und Erdgas
kein Firmenkundenbonusprogramm
keine
keine Aufnahme- oder Kartengebühr. Unter Vorbehalt
erfolgt ein Serviceaufschlag
Stationskarte: 2,50 Euro/
Rechnung. Netzkarte: 5 Euro/
Rechnung. Verbundkarte:
1-3 Euro.
14-tägige Sammelrechnung 14-tägig, monatlich.
mit detailiertem Verbrauchs- Rechnung via DFÜ, E-Mail
nachweis
oder Download. Detaillierte
Darstellung
24h-Pannen-Notruf-Service nein
Einzelpostennachweis,
Auswertungen mit der
Fuhrpark-ControllingSoftware UTA Fahr & Spar®
Pro. Darstellung kraftstoffbezogener Verbräuche und
Leistungen des Fuhrparks.
Kostenreports
Kunden-Online-Exklusivbereich: Einsicht aller
Transaktionen, Sonderauswertungen zur Aufdeckung
von Missbrauchsfällen. UTA
Stationsfinder. Download
Abrechnungsdaten. Bestellung und Sperrung von
Servicekarten
PIN-Code, Kundenhaftung bis zum Eingang der
schriftlichen Verlustmeldung
bei UTA
automatische Berechnung
des Kraftstoffverbrauchs
WSC-Online für Kunden.
Übersicht der aktiven Karten.
Kartenbestellungen und
-Sperrungen. Rechnungsund Lieferscheinübersicht.
Tankstellenverzeichnis
PIN-Code, Wunsch-PIN
obligatorisch. Einheits-PIN,
d.h. ein PIN für den gesamten Fuhrpark
Flottenmanagement 5/2010
45
46
Management
Trendsetter
Ökologischer Fuhrpark
‚Flottenmanagement’ begleitete als
Medienpartner den BME-Thementag
„Nachhaltiges Fuhrparkmanagement“ und berichtet über das Symposium in Frankfurt.
Am 30. August 2010 lud der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. zum
BME-Thementag „Nachhaltiges Fuhrparkmanagement“ nach Sulzbach im Taunus ein. Dabei
ging es nicht nur um Informationen zu dieser
Thematik an sich, auch die Diskussion unter
den teilnehmenden Fachkollegen stand im Vordergrund. Nach der jüngsten Wirtschafts- und
Finanzkrise steuert das Fuhrparkgeschäft tendenziell in die Richtung Ökologie und Ökonomie.
Die Umstellung auf eine umweltfreundliche,
sparsame und dennoch effiziente Flotte ist eine
wichtige Herausforderung für die Fuhrparkverantwortlichen, denn nachhaltiges Denken beschränkt sich nicht nur auf umweltfreundliche
Automobile. In gleicher Bedeutsamkeit stehen
die geeigneten Rahmenbedingungen für den
kostenoptimierten Fuhrpark, gut aufgestellte
Partnerschaften mit den Leasingunternehmen,
ein optimierter interner Prozess sowie eine anschließende Optimierung des Controllings zur
Vermeidung von Kosten, die nicht von vornherein in die Planung involviert sind. Peter Stamm
(Leiter Flottenmanagement und Personentransfer bei Boehringer Ingelheim Pharma GmbH &
Co. KG, Mitglied des BME-Expertenkreises Fuhrparkmanagement und Redaktionsbeirat Flottenmanagement) moderierte die Veranstaltung.
Als chemisch-pharmazeutisches Unternehmen
beschäftigt man sich bei Boehringer Ingelheim
prinzipiell mit Umwelt-Themen und setzt selbst
neue ökologische Trends beziehungsweise umwelteffiziente Innovationen im eigenen Fuhrpark um.
Pasquale Forte, Produktmanagement des ADAC
Technikzentrums Landsberg, erläuterte zu Beginn den ADAC Eco-Test als neutrales Bewertungsverfahren und Siegel. Im Kriterienkatalog
für einen ökologischen Fuhrpark vereint der
ADAC Eco-Test gutes Abschneiden der Fahrzeuge in Bezug auf CO2 - und Schadstoffemissionen,
die Prüfung der Effizienz von Klimaanlagen sowie die Sauberkeit eines Fahrzeugs außerhalb
der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzyklen.
Der ADAC bietet in diesem Zusammenhang eine
professionelle Beratung für Flottenbetreiber an
und betont dabei, dass eine erfolgreiche Reduktion des Kraftstoffverbrauchs eine nicht
unbeachtliche Kostensenkung mit sich führt,
Flottenmanagement 5/2010
was ohnehin Grundaspekt einer Green Car Policy sein sollte. Der ADAC Eco-Test darf dabei
als Beschaffungsinstrument für den umweltfreundlichen Dienstwagen betrachtet werden,
denn er eignet sich für jede Form der Antriebstechnik und zielt auf Fahrzeugklassen aller Art
ab. Folglich unterstrich Gerhard Blumberger,
Leiter Fuhrpark der RWE Service GmbH in Essen, neben der Reduzierung von Schadstoffen
und CO2 -Emissionen die Bedeutung der Integration von alternativen Kraftstoffen und die
Wahl bedarfsgerechter Fuhrparkfahrzeuge. Mittels Eco-Test des ADAC erfuhr der nachhaltige
Umweltgedanke innerhalb des RWE-Konzerns
breite Akzeptanz. Die Partnerschaft beim Management des RWE-Fuhrparks – der übrigens
eine Größe von rund 10.000 Fahrzeugen mit
einer breiten Palette von Kleinwagen bis zur Limousine verzeichnet - mit dem ADAC zeigt, dass
die Umstellung auf Vier-Sterne-Fahrzeuge (fünf
Sterne sind das Maximum beim ADAC Eco-Test)
als wichtiger Beitrag zum Umweltschutz seitens
großer Konzerne möglich ist. Die Kooperation
beider unterstreicht letztendlich auch eine Signalwirkung nach außen. Dabei wies Herr Forte
darauf hin, dass fünf bis zehn Prozent der Fahrzeuge mit einer beliebigen Eco-Bezeichnung,
wie sie die Fahrzeughersteller verwenden, oftmals keine umweltfreundlichen Fahrzeuge sind
und deshalb beim ADAC Eco-Test den Status eines 4-Sterne-PKWs nicht erreichen können.
Die Pausen wurden für anregende Gespräche im Forum
genutzt. Von links: Ralf Holtkamp, Carano Software
Solutions GmbH, und Patrizia Kaluza (FM)
OMV Business Card
Spart Zeit. Spart Geld.
www.omv.de
Minimaler Verwaltungsaufwand bei maximaler Übersicht.
Mit der OMV Business Card profitieren Sie von führender
Kraftstoffqualität und bester Netzabdeckung in Europa mit
annähernd 20.000 Tankstellen im Routex Verbund. Neben bargeldloser Bezahlung bieten wir Ihnen die OMV Fleet Online
Services. Abrufen, kontrollieren und auswerten, einfach und
schnell von Ihrem PC, rund um die Uhr.
Servicetelefon: +49 (871) 769-3333
Mehr bewegen.
48
Management
Ralf Holtkamp, Geschäftsführer der Firma Carano GmbH in Berlin, referierte zum Thema
„Prozesseffizienz bei der Fuhrparkbeschaffung
durch IT-Lösungen“ sowie eine „CO2 -effiziente
Steuerung der Flotte mit Hilfe entsprechend
definierter Car Policies“. Durch ein effizientes
IT-System könne eine flexible Car Policy mit
einer Green Fleet-Strategie entwickelt werden.
EASY+, als Beispiel in der Präsentation, ermögliche eine individuelle Fahrzeugkonfiguration
und biete Service im Hinblick auf ein optimiertes Einkaufsbudget durch Cherry Picking.
Damit seien individuell angepasste Car Policies
mit CO2 -Steuerung umsetzbar.
Ins Gespräch rückte auch der Flottenmanager als Zentralfigur, denn er steuert Einkauf,
Management-Anbindungen, das Controlling
selbst und muss mit einer betriebswirtschaftlichen Qualifizierung den Verwaltungsaufwand
in seinem Fuhrpark service-orientiert, mit
technischem Verständnis und Motivation leiten. Wilfried Hauffen, Manager Purchasing and
Supplier Management Germany and EMEA Real
Estate Management bei Baxter Deutschland
GmbH in Unterschleißheim, sprach dabei die
Bedeutung des organisierten Fuhrparkmanagers und die Rolle des Fleet-Service-Providers
als strategischer, externer Einkäufer an. Gutes
Fuhrparkmanagement zeichne sich demnach
durch pro-aktive Steuerung, Eigen-Marketing
und die Einbindung aller sinnvollen Ressourcen
aus. Die Aufgaben eines externen FuhrparkDienstleisters oder Service-Providers sollten
klar definiert sein. Der Fuhrparkverantwortliche sollte in allererster Instanz die wesentliche Kontrollfunktion beibehalten, denn wenn
beispielsweise wichtige Daten nicht bei ihm im
Backup platziert seien und möglicherweise Differenzen zwischen ihm und dem Service-Provider entstünden, könne dies zum Kontrollverlust und damit zu verheerenden Folgen führen.
Erfahrungsgemäß sollte der Fuhrparkmanager
stets Herr der eigenen Lage bleiben, um nie den
Überblick im eigenen Fuhrpark zu verlieren.
Der BME-Thementag endete mit dem Vortrag zur
kostenoptimierten Organisation bei der Rückgabe von Leasingfahrzeugen von Axel Birken,
Leiter Flottenmanagement, Eismann TiefkühlHeimservice GmbH in Mettmann. Um einen guten Restwert der Fahrzeuge zu erzielen, stünFlottenmanagement 5/2010
Wilfried Hauffen, Manager Purchaising and Supplier Management Germany and EMEA Real Estate Management,
Baxter Deutschland GmbH, sprach über optimierte und
strategische Fuhrparkverantwortung (o.li.)
Interessante Gespräche mit neuen Gesichtern über innovative Geschäftsprozesse für Fuhrparks. Von rechts: Veronika Prantl, Geschäftsführerin von expert automotive
GmbH, Patrizia Kaluza (FM) (o.re.)
de die Fahrzeugrückgabe unter drei Aspekten:
a). die kostenoptimierte Fahrzeugrückgabe an
sich, b). eine Kostenbeteiligung der verantwortlichen Fahrzeugführer und c). Smart Repair als qualifizierte, hochwertige Reparatur
bei entsprechendem Fahrzeugzustand. Kostenträger sei prinzipiell immer der Leasingnehmer.
Da Schäden am Leasingfahrzeug in der Regel
durch ein Gutachten taxiert werden, sollte ein
Fuhrparkbetreiber mögliche Einsparpotentiale
vorzeitig erkennen und umsetzen. Herr Birken
kommunizierte insbesondere die Vorzüge des
Smart Repairs mit dem Hinweis auf bedachte Auswahl eines fachmännischen Betriebes.
Smart Repair könne damit als kostengünstiges
Handwerk zur dauerhaften Instandsetzung betrachtet werden. Entscheidend seien dabei die
Reparaturqualität sowie die Relationen von
Fahrzeugalter und Laufleistungen. Schäden,
die über das Ausbeulen ohne Lackierung, kleinere Steinschlagreparaturen bei Frontscheiben
sowie minimale Lackschäden und Kratzer hinausgingen, seien allerdings nicht mit Smart Repair zu beseitigen. Der Fuhrparkmanager müsse
selbst abwägen, wie groß die Mängel eines zwei
bis vier Jahre alten Leasingfahrzeugs seien. Er
sollte in der Lage sein, zwischen Kostensenker
und Kostentreiber bei der Aufbereitung der abzugebenden Fahrzeuge zu entscheiden.
Es wurde eine Vielfalt an Informationen und Erfahrungen ausgetauscht, und die Diskussionen
in den Pausen zeigten, dass nachhaltiges, umweltfreundliches und ökologie-effizientes Denken im Flottengeschäft mittlerweile unerlässlich sind. Durch einen ökonomischen Betrieb
sowie eine ökonomische Fahrweise kann der
Kraftstoffverbrauch zusätzlich gesenkt werden. Denn: ein sinkender Kraftstoffverbrauch
bedeutet auch die Senkung von Kraftstoff- und
Betriebskosten, wodurch auch der Verschleiß
der Fahrzeuge positiv beeinflusst wird. Im Fazit verdeutlichte der BME-Thementag die Be-
Peter Stamm führte den fachlichen Vorsitz und moderierte den BME-Thementag im Dorint Hotel, Main Taunus
Zentrum in Sulzbach bei Frankfurt (o.)
Gerhard Blumberger, Leiter Fuhrpark der RWE Service
GmbH, referierte über die Kooperation zwischen RWE
und ADAC, sowie seine Erfahrungen bei der Umsetzung
des Konzepts „Grüne Flotte“ (u.)
deutung folgender Punkte, die letztendlich
zum Vorteil der Unternehmen zu forcieren sind:
konkret geltende Umweltschutzmaßnahmen im
Fuhrpark sowie frühzeitiges und strategisches
Denken / Handeln seitens der Fuhrparkverantwortlichen als kostensenkende Mittel.
9LHO)DKUVSD‰ZHQLJ9HUEUDXFK
'LH2SHO,QVLJQLDHFR)/(;6SULWVSDUPRGHOOH
HFR)/(;0RGHOOH
RKQH$XISUHLV
)U*UR‰NXQGHQ
PLW/LHIHUDENRPPHQ
:lKUHQGGDV'HVLJQGHU0RGHOOH,QVLJQLDXQG,QVLJQLD6SRUWV7RXUHUDOOHQ
$XWRIDKUHUQ+HU]NORSIHQEHVFKHUWMXEHOQEHLP%OLFNXQWHUGLH0RWRUKDXEH
DXFKGLH8QWHUQHKPHU'RUWQlPOLFKDUEHLWHWHLQ&'7,HFR)/(;0RWRU
GHVVHQ/HLVWXQJQXUQRFKYRQVHLQHU:LUWVFKDIWOLFKNHLWEHUWURIIHQZLUG'LH
(XUR$EJDVQRUPJLEW¶VDE:HUNXQG*UR‰NXQGHQPLW/LHIHUDENRPPHQ
HUKDOWHQGLHHFR)/(;0RGHOOHVRJDURKQH$XISUHLV1RFKPHKUHUIUHXOLFKH
,QIRUPDWLRQHQEHNRPPHQ6LHEHL,KUHP2SHO3DUWQHU
ZZZIORWWHQORHVXQJHQGH
.UDIWVWRIIYHUEUDXFKLQQHURUWV±ONPDX‰HURUWV±ONPNRPELQLHUW±ONP
&2(PLVVLRQNRPELQLHUW±JNPJHPl‰(*
50
Management
eSafetyChallenge
Sicherheit geht doch vor
Im Mittelpunkt der eSafetyChallenge
2010 steht das Kriterium Sicherheitsassistenzsysteme im europäischen
Fuhrpark. Flottenmanagement hat
die Studie einmal genauer unter die
Lupe genommen und festgestellt,
dass Sicherheit nicht immer vorgeht.
Das Institut für angewandte Marketing und
Kommunikationsforschung GmbH (IMK) hat im
Juni 2010 die Studie eSafetyChallenge – Fleet
Manager Survey zum Thema Fahrsicherheitsassistenzsysteme und deren Verankerung im
Kapitel ‚Sicherheit’ in Car Policies herausgebracht. Im Mittelpunkt der Studie steht der europäische Furhparkmanager, der eine wichtige
Rolle beim Entscheidungsprozess über neue
Flottenfahrzeuge spielt. Insgesamt wurden innerhalb des Zielpersonenkreises 1000 Männer
und Frauen aus zehn europäischen Ländern
mittels Online-Umfrage nach bestimmten Auswahlkriterien beim Kauf von Neufahrzeugen für
die Flotte und nach der Installationsquote von
Sicherheitssystemen in diesen Neufahrzeugen
sowie im gesamten Fuhrparkbestand befragt.
Im Fokus der Sicherheit standen sechs Fahrassistenzsysteme.
In punkto Car Policy, Neuwagenanschaffung
und Flottenbestand wurden der TreibstoffverFlottenmanagement 5/2010
brauch eines Fahrzeugs mit 52 Prozent und Antriebstypen mit 51 Prozent als wichtigste Kriterien genannt. Der Sicherheitsaspekt steht im
europäischen Gesamtvergleich an fünfter Stelle
(41 Prozent) und ist für deutsche Fuhrparkentscheider am wichtigsten. Mehr als ein Drittel
der europäischen Fuhrparkentscheider bewerten Sicherheitsassistenzsysteme als bedeutsame Features im Fahrzeug. Knapp die Hälfte der
Befragten bestätigt, dass solche Systeme die
Zahl der Unfälle in ihrer Flotte nachweislich
senken konnten. Dabei wird ESP als primäres
Sicherheitssystem im PKW genannt.
ESP – serienausstattungsverdächtig?
Europäische Flottenfahrzeuge sind bis zu 47
Prozent mit dem Assistenzsicherheitssystem
ESP ausgestattet. Interessant ist, dass ESP bei
bis zu 54 Prozent der Befragten als Kriterium
fest in der Car Policy verankert ist. Demnach
gaben 41 Prozent der Fuhrparkentscheider ohne
ESP-ausgerüstete Flotte an, dass dieses System
bei der Neuwagenauswahl nicht angeboten wurde. 30 Prozent nannten den zu hohen Preis als
Grund. Beachtliche 18 Prozent interessierten
sich nicht für das Sicherheitssystem ESP, welches eigentlich das bekannteste von allen ist.
In Deutschland sind laut Studie 72 Prozent der
Dienstwagen mit ESP ausgestattet.
Bremsen leicht gemacht
Notbremsassistenten kommen lediglich mit nur
16 Prozent in den europäischen Flotten vor.
Als Hauptgrund für das Fehlen des Assistenten
wird dessen Nichtverfügbarkeit beim Fahrzeugangebot seitens der Hersteller mit 44 Prozent
genannt sowie zu hohe Kosten mit 32 Prozent.
Das Bremsen sollte der Fahrer, der ein Flottenfahrzeug bedient, demnach selbst im Griff haben.
Mangelhafte Auswahl?
Beim so genannten Totwinkelassistenten liegt
Deutschland mit lediglich neun Prozent der
ausgestatteten Fuhrparks im hinteren Feld.
Hier ist es ähnlich wie beim Notbremssystem:
Das System steht bei 38 Prozent der Befragten
nicht zur Auswahl, 26 Prozent gaben ihr Desinteresse als Grund an. Im Gesamtvergleich teilen
sich Deutschland und Österreich den vorletzten
Platz in der Studie. Dabei handelt es sich doch
Der Hersteller Mercedes Benz beim Test von
Sicherheitsassistenzsystemen
www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de/grosskunden
'DVEHVWH)DKU]HXJI¾UGHQ6WUD¡HQEDXLVWHLQHV
GDVNHLQH6WUD¡HEUDXFKW
'HUQHXH$PDURNPLW]XVFKDOWEDUHPɒ027,21$OOUDGDQWULHE
Wer in Gegenden arbeitet, wo noch keiner war, ist auf ein besonderes Fahrzeug angewiesen. Der neue Amarok mit
optionalem, wahlweise permanentem oder zuschaltbarem 4MOTION Allradantrieb bewältigt Steigungen von
bis zu 100 % – sogar mit voller Zuladung. Und mit den serienmäßigen Sicherheitssystemen wie Offroad-ABS, ESP,
Bergan- und Bergabfahrassistent bringt er Sie selbst in unwegsamem Gelände sicher ans Ziel. Ihr Arbeitsgerät
übrigens auch: Bis zu 1 t* Zuladung sind auf der extra breiten Ladefläche, die sogar einer Europalette quer Platz
bietet, bestens aufgehoben. 'DPLWLVWGHUQHXH$PDURNDXFKI¾U,KUHQ)ORWWHQHLQVDW]EHVWHQVJHU¾VWHW
*Nur in Verbindung mit der Heavy-Duty-Federung. Variiert je nach Ausstattung und Motorisierung. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
52
Management
um ein sehr effizientes Hilfssystem. Vor einer
drohenden Kollision mit einem anderen Fahrzeug erfolgt beim beabsichtigten Spurwechsel
mittels Radarsensoren, die das Hindernis erfassen, ein akustisches Warngeräusch oder eine
haptische Warnung durch Vibrationen, beispielsweise im Lenkrad oder Fahrersitz.
Auch Tempowarnsysteme zählen nicht zu den
favorisierten Sicherheitsassistenten im europäischen Fuhrpark. Nur 19 Prozent der Studienteilnehmer verfügen über ein solches System.
Deutschland ist auch hier mit nur zehn Prozent
abermals an vorletzter Stelle im Studienergebnis vertreten. 51 Prozent fahren ohne diesen
Assistenten, 26 Prozent bestätigen, dass einzelne Fahrzeuge damit ausgestattet sind. Auch
hier wurde wiederum das Nichtvorhandensein
bei der Fahrzeugwahl als Grund genannt, und
33 Prozent der befragten Fuhrparkmanager interessierten sich nicht dafür. 21 Prozent nannten die hohen Kosten als Grund.
Schlechter Spurwechsel
Am schlechtesten schnitt das Sicherheitssystem Spurassistent mit weniger als neun Prozent
Verfügbarkeit im europäischen Fuhrpark ab. 66
Prozent sind in der Gesamtheit ohne Spurassistenten unterwegs. 39 Prozent aller Befragten
bestätigten den Mangel des Spurenassistenten
bei der Fahrzeugauswahl, 28 Prozent interessierten sich nicht dafür und 23 Prozent ist ein
solches System schlicht und ergreifend zu teuer. Deutschland fährt mit nur zehn Prozent erneut hinterher. Eigenverantwortliches Handeln
seitens der Fahrer ist gefragt. Nicht zu vergessen: der klassische Schulterblick!
Der letzte Assistent im Bunde der elektronischen Sicherheitsfeatures ist der adaptive
Frontscheinwerfer, ein so genanntes „Aktives
Licht“, welches sich mit variabler Lichtverteilung den Verkehrs- und Umgebungsverhältnissen anpasst. Die Zahl der nicht ausgestatteten
Flottenfahrzeuge im europäischen Feld liegt bei
38 Prozent. Maximal 18 Prozent der Fahrzeuge
Der europäische Vergleich zeigt, wer das Fuhrparkgeschäft selbst in die Hand nimmt und wer dieses einem
Provider überlässt. Die Grafik zeigt auch, wie der Bestand PKW / Van in Europa verteilt ist
Flottenmanagement 5/2010
sind damit ausgestattet. Die deutschen Fuhrparkmanager bestätigen dieses Sicherheitsfeature immerhin mit 20 Prozent, was in etwa dem
Mittelwert beim europäischen Gesamtvergleich
entspricht. Auch hier wird der Auswahlmangel
beklagt (40 Prozent), und 36 Prozent der Befragten ist diese Form von Sicherheit schlicht
zu teuer.
Die Sicherheit rollt hinterher
Fazit der Studie: ESP ist die einzige Sicherheitstechnologie, die in mehr als 50 Prozent der europäischen Fuhrparks serienmäßig vorhanden
ist.
Die Nichtverfügbarkeit der sechs untersuchten
Sicherheitstechnologien bei der Fahrzeugkonfiguration ist scheinbar auch der Hauptgrund für
eine mangelhafte Sicherheitsausstattung der
Fahrzeuge in den europäischen Fuhrparks. Danach folgt die Unkenntnis der Flottenbetreiber
über solche Features. Teure Preise der Technologien spielen ebenfalls eine Rolle. Der europäische Fuhrparkmanager informiert sich vor dem
Ausbau seiner Fahrzeugflotte hauptsächlich
bei den Händlern (56 Prozent), beim Hersteller
direkt (40 Prozent), oder er nutzt die OnlineNetzwerke (41 Prozent). Sogar 36 Prozent der
Auszug aus der Studie: Eine Übersicht, wie die einzelnen
System im Gesamtvergleich abgeschnitten haben.
befragten Fuhrparkmanager erkundigen sich
bei Leasinggesellschaften.
Nachsicht und Vorsicht
Sicherheitssysteme im europäischen Fuhrpark
haben scheinbar eine noch untergeordnete Rolle. Maßgeblich sollte doch die Car Policy regeln,
was und welches System als Sicherheitselement
in jedem einzelnen Fahrzeug zu finden sein
sollte. eSafety-Experten rechnen jedoch in den
kommenden Jahren mit zunehmender Beliebtheit von Fahrassistenztechnologien in Europa,
da die Sicherheit nicht nur für den Fuhrparkmanager, sondern insbesondere auch für die meisten User Chooser ein wichtiges Kriterium darstellt (Flottenmanagement berichtete). Es ist
vermutlich künftig die Aufgabe der Hersteller,
Dienstwagen für das Flottengeschäft serienmäßig mit Sicherheitsassistenten auszustatten
oder diese generell bei der Dienstwagenkonfiguration zur Verfügung zu stellen. Seitens der
Fuhrparkmanager kann zunehmendes Interesse für die Sicherheit der Fahrer nicht schaden.
Denn Sicherheit geht doch schließlich vor.
%JFOFVFO#.8FS
XXXCNX
HSPTTLVOEFOEF
3*$)56/(48&*4&/%
*/+&%&3'03.
0C-JNPVTJOFPEFS5PVSJOHCFJEFCFTUFDIFOEVSDIIFSBVTSBHFOEFT%FTJHOIPDIXFSUJHF*OUFSJFVSTVOENPEFSOTUF
5FDIOJL*OOPWBUJWFMFJTUVOHTTUBSLF.PUPSFOVOEBVTHF[FJDIOFUF5FDIOPMPHJFOTUFIFOG¼SFJO)¶DITUNBŸBO'SFVEF
BN'BISFO%JF&OUTDIFJEVOHMJFHUOVOCFJ*IOFO.FIS¼CFSEJFOFVFO#.8FSVOEEJFFYLMVTJWFO"VTTUBUUVOHTQBLFUF
G¼S(SPŸLVOEFOFSGBISFO4JFCFJJISFN#.8(SPŸLVOEFO4U¼U[QVOLUEFS4JFHFSOFCFS¤U
0EFSVOUFSXXXCNXHSPTTLVOEFOEF
&63QSP"OSVG.JOBVTEFNEFVUTDIFO'FTUOFU[I¶DITUFOT&63.JOBVTEFVUTDIFO.PCJMGVOLOFU[FO
%*&4$)–/45&'03.70/%:/".*,
%&3/&6&#.8FS"-45063*/(6/%-*.064*/&
'SFVEFBN'BISFO
54
Management
Interview mit
Dr. Heidrun Zirfas,
Geschäftsführerin
der Volkswagen
Leasing GmbH, zur
neuen Tankkarte für
Erd- und Autogas in
Kooperation mit der
DKV Euro Service
„Versorgungslücke
geschlossen“
Flottenmanagement: Frau Dr. Zirfas, abgesehen
einmal vom lange kolportierten Vorurteil, es
gäbe nicht genügend Erdgastankstellen – derzeit sind es bundesweit immerhin rund 879 –,
hatte der seitens manchen Flottenbetreibers geäußerte Vorbehalt gegen Erdgasfahrzeuge, der
Kraftstoff könne längst nicht überall über die
im Fuhrpark genutzte Tankkarte abgerechnet
werden, Hand und Fuss. Worin bestanden Ihrer
Meinung nach bisher die Hauptprobleme, eine
einheitlich gültige Tankkarte für Erdgastankstellen zu initiieren?
Zirfas: Die Fahrer von erdgasbetriebenen Fahrzeugen sind bis heute zumeist auf lokale beziehungsweise regionale Anbieter angewiesen,
deren Gas-Zapfsäulen nur vereinzelt an die
Abrechnungssysteme der bekannten Flottenkarten angeschlossen sind. Darüber hinaus
gab und gibt es seitens der Gemeinden regional
unterschiedlich hohe Förderbeträge für den Betrieb von Ergasfahrzeugen. Das Hauptproblem
bestand zweifelsfrei darin, eine überregionale
Tankkarte zu entwickeln, die den Kunden die
erforderliche Flächendeckung mit einem vereinheitlichten Abrechnungssystem bietet. Und das
ohne jeglichen Mehraufwand für den Flottenbetreiber. Dies ist uns mit dem DKV Euro Service
gelungen, der im Zuge der Kooperation eigens
eine Schnittstelle zu unserem Control und Reporting Tool FleetCARS programmiert hat. Somit kann der Flottenkunde nun auch sämtliche
Betankungen, die an einer Tankstelle aus dem
DKV-Verbund vorgenommen wurden, in der gewohnt hohen Qualität reporten und weiter verarbeiten.
Flottenmanagement 5/2010
Flottenmanagement: Nun hat die Volkswagen
Leasing GmbH in Kooperation mit DKV Euro Service auf diesem Gebiet einen großen Schritt in
die richtige Richtung getan, Sie präsentieren
die „Europa Tank & Service Karte ECO“, die an
rund 500 Erdgas-Stationen des DKV in Deutschland akzeptiert wird. Wie begründen Sie die
Einführung der Tankkarte selbst, was hat die
Volkswagen Leasing GmbH zur Zusammenarbeit
mit DKV Euro Service im einzelnen veranlasst?
Zirfas: Wie gesagt schließen wir mit unserer
Tankkarte die bestehende Versorgungslücke
und machen den Einsatz von ergasbetriebenen
Fahrzeugen für unsere Kunden deutlich attraktiver. Um ein derartiges Produkt auf den Markt
zu bringen, bedurfte es der Zusammenarbeit mit
einem starken Partner. Und den haben wir mit
der DKV Euro Service, dem europäischen Marktführer für Tank- und Servicekarten, gefunden.
Flottenmanagement: Rechnet man noch die Erdgastankstellen des einen oder anderen Mineralölkonzerns hinzu, die bereits mit im Fuhrpark
vorhandenen Tankkarten angefahren werden
können, mag das Netz für die bargeldlose Abwicklung von Erdgasbetankungen für den einen
oder anderen Flottenbetreiber in Summe gar auf
600 oder mehr Stationen steigen. Welche Impulse erhofft sich die Volkswagen Leasing GmbH
von der „Eisbrecher“-Funktion der „Europa Tank
& Service Karte ECO“?
Zirfas: Die berechtigte Forderung unserer Kunden bestand darin, nicht mehrere Tankkarten
unterschiedlicher Mineralölkonzerne nutzen zu
Dr. Heidrung Zirfas, Geschäftsführerin Volkswagen Leasing
GmbH, und DKV-Geschäftsführer Alexander Trautmann (2.
V. li.) haben mit der Einführung einer neuen Gas-Tankkarte
eine Versorgungslücke geschlossen
müssen, um eine adäquate Flächendeckung zu
erreichen und den Einsatz von Erdgasfahrzeugen im Flottenbetrieb interessant zu machen.
Ich denke, dass wir mit der Einführung unserer Tankkarte bereits den wichtigsten Impuls
gegeben haben. Wir bieten umfassende und flächendeckende Mobilität auch für Fahrzeuge mit
alternativen Antriebskonzepten – und das aus
einer Hand. Dies bestätigt auch die stetig wachsende Nachfrage seitens unserer Kunden.
Flottenmanagment: Gelegentlich wurden seitens der Flottenbetreiber auch die teils beschränkten Öffnungszeiten von Gastankstellen
diskutiert. Wie ist in dieser Beziehung das Stationsnetz des DKV Euro Service aufgestellt?
Zirfas: Sehr gut. Zumal die DKV markenübergreifend agiert und nicht an einen bestimmten Mineralölkonzern beziehungsweise dessen Tankstellennetz gebunden ist.
Flottenmanagement: Dass Erdgas- und Autogasfahrzeuge nunmehr über diese speziellen
Tankkarten mit relativ hohem Akzeptanznetz
abgerechnet werden können, erleichtert nicht
zuletzt statistische Auswertungen zu solchen
Fuhrparkfahrzeugen. Welche weiteren Instrumente können Sie seitens der Volkswagen Leasing GmbH dem Flottenbetreiber hierfür zur
Verfügung stellen?
Zirfas: Mit unserer Reporting-Software „FleetCARS“ kann der Fuhrparkleiter sämtliche durch
seine erdgasbetriebenen Fahrzeuge generierten
Tankdaten verarbeiten, die Fahrzeuge optimal
steuern, Einsparungen nachvollziehen und er
hat die Kosten jederzeit im Blick. Darüber hinaus können mit unserer Tankkarte auch sämtliche im Leasingvertrag eingeschlossenen Dienstleistungen, wie etwa Wartung & Verschleiß, bargeldlos in Anspruch genommen werden.
Es gibt mehr im Leben als einen Volvo. Es
gibt Bausparverträge und Tagesgeld, Anteilscheine und Immobilienfonds, Firmenbeteiligungen und Renditeobjekte. Und es gibt
Investitionen, die sich bereits an der nächsten Ampel auszahlen. Deshalb fahren Sie
den Volvo mit Anti-Brav-System.
Der neue Volvo S60
JC6C<:E6HHI:H9:H><C!JC<:6=CI:HEDGIA>[email protected]:>IJC9:>CG69>@6A:HH>8=:G=:>[email protected]:EI/9:GC:J:KDAKDH+%
7G>8=IB>IK>:A:[email protected]:CI>DC:C#:GA:7:CH>:H:A7HI!L6H>=CKDC<:Ly=CA>8=:CA>BDJH>C:CJCI:GH8=:>9:I!
JC9B68=:CH>:H>8=7:G:>I!>=G:6CI>"7G6K:H:>I:OJ:CI9:[email protected]:C#Ct=:G:>C;DHJCI:G%''&$.(.("'%%JC9"'%&#
AB 18. SEPTEMBER BEI IHREM VOLVO PARTNER.
www.volvocars.de/grosskunden
56
Recht
Ist die „Winterreifenpflicht“
verfassungswidrig
Eine aktuelle Entscheidung
des
Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg
vom 9. Juli 2010 füllte das jährliche
Sommer(schlag)loch und klang ganz
nach einem verfrühten Wintermärchen. Rund drei Monate vor Beginn
der üblichen Winterreifensaison hat
sich das OLG Oldenburg in einem
Bußgeldverfahren zur Verfassungsmäßigkeit der „Winterreifenpflicht“
geäußert. Ist die Winterreifenpflicht
also noch „in guter Verfassung“?
Mit seinem bundesweit beachteten – um nicht
zu sagen durchaus spektakulären – Beschluss
vom 9.7.2010 (Az. 2 SsRs 220/09, VD 2010, 232;
DAR 2010, 477-480; VRR 2010, 316) hat das OLG
Oldenburg festgestellt, dass der Bußgeldtatbestand der §§ 49 Abs. 1 Nr. 2, 2 Abs. 3a S. 1,
2 StVO wegen Verstoßes gegen das Bestimmtheitsgebot verfassungswidrig ist, soweit er einen Verstoß gegen das Gebot, ein Kraftfahrzeug
mit einer an die Wetterverhältnisse angepassten, geeigneten Bereifung auszurüsten, ahndet. Die Entscheidung wurde nicht nur in JurisFlottenmanagement 5/2010
?
Ein Blick auf den Sachverhalt – ein nahezu wintertypischer Unfall
Doch zuerst ein Blick auf den Auslöser des Ganzen. Das OLG hatte in einem Bußgeldverfahren
über einen Unfall zu entscheiden, bei dem ein
Autofahrer Ende November 2008 mit seinem
Pkw auf einer Straße eine Eisfläche überfuhr
und dann in das Schaufenster eines gegenüberliegenden Geschäfts schlitterte. Zum Zeitpunkt
des Unfalls waren auf dem Fahrzeug neue Sommerreifen aufgezogen.
Zur Begründung führte das Amtsgericht unter
anderem aus, dass allein der Umstand, dass
sich eine Eisfläche auf der Straße befand, hinreichend sicher darauf schließen ließe, dass
mit Glatteis zu rechnen war und dass die Temperaturen unter null Grad Celsius lagen. Unerheblich sei hingegen, ob sich der Unfall auch
mit Winterreifen ereignet hätte. Nach Ansicht
des Amtsgerichts waren vielmehr Winterreifen
die für den Winter geeignete Bereifung, welche
eben geeigneter seien als Sommerreifen. Entscheidend seien auch nicht die Verhältnisse der
konkret befahrenen Straße, sondern die Wetterverhältnisse. Juristische Schlussfolgerung:
der Unfall hatte sich nach Ansicht des Amtsgerichts mit einer nicht angemessenen Ausrüstung ereignet.
Der Autofahrer kassierte dafür eine Geldbuße
von 85,00 Euro. Weil er hiermit nicht einverstanden war, legte er Einspruch ein. Das Amtsgericht Osnabrück verurteilte ihn dennoch wegen Fahrens mit nicht angepasster Geschwindigkeit in Tateinheit mit Benutzung einer nicht
an die Wetterverhältnisse angepassten und damit ungeeigneten Bereifung zu einer Geldbuße
in Höhe von 85,00 Euro.
Hiergegen legte der Betroffene Rechtsbeschwerde ein. Er vertrat dabei die Auffassung,
dass auch gut profilierte Sommerreifen bei winterlicher Witterung eine geeignete Bereifung
darstellen. Zudem gebe es gerade keinen Erfahrungssatz, dass Winterreifen auch bei winterlichen Straßenverhältnissen stets die bessere
Wahl seien. Ferner seien Situationen denkbar,
bei denen sich der Unfall auch mit Winterreifen
tenkreisen besonders beachtet, weil es sich im
Prinzip um die allererste Entscheidung zu der
Frage handelt, was denn eigentlich unter einer
den Wetterverhältnissen angepassten Bereifung zu verstehen ist.
Recht
ereignet hätte. Das Amtsgericht hätte deshalb
nicht ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens zum Beweis der Tatsache, dass es
auch mit Winterreifen zum Unfall gekommen
wäre, zu einer Verurteilung kommen dürfen.
Wegen der praktischen Bedeutung wurde die
Rechtsbeschwerde zur Fortbildung des Rechts
vom OLG Oldenburg gem. § 80 Abs.1 Nr.1, Abs. 2
Nr. 1 OWiG zugelassen.
Der Brennpunkt der Entscheidung
Die Entscheidung befasst sich – soweit ersichtlich erstmals – mit der Problematik, wann ein
Reifen überhaupt für bestimmte Wetterverhältnisse geeignet beziehungsweise ungeeignet ist.
Wann ein solcher Verstoß vorliegt, was also eine
nicht geeignete Bereifung in diesem Sinn ist,
ergibt sich aber nicht aus dem Gesetz. Anhand
des reinen Wortlauts des § 2 Abs. 3a S.1 und 2
StVO kann der Fahrer eines Kraftwagens nicht
erkennen, was von ihm verlangt wird. Das Tatbestandsmerkmal „der an die Wetterverhältnisse angepassten, geeigneten Bereifung“ nennt
nämlich keine konkrete Bereifung für jeweils
genau bezeichnete Wetterverhältnisse. Es stellt
deshalb einen unbestimmten, wertausfüllungsbedürftigen Begriff dar. Wie dieser Begriff auszufüllen ist, war Gegenstand der Entscheidung
des OLG Oldenburg. Weder gesetzliche noch
technische Vorschriften regeln, welche Eigenschaften Reifen für bestimmte Wetterverhältnisse haben müssen. Dies gilt auch für Winterreifen. Für den Bürger als Normadressat von §
2 Abs. 3 a StVO ist daher nicht erkennbar, ob
und gegebenenfalls welche Reifen bei welchen
Wetterverhältnissen als ungeeignet anzusehen
sind.
Abs. 1 Ziff. 2 StVO verfassungswidrig und damit ungültig ist, soweit er den Verstoß gegen
die Pflicht, eine den Wetterverhältnissen angepasste, geeignete Bereifung vorzunehmen,
sanktioniert.
In vielen Fällen wird bei der Verfassungswidrigkeit von Normen das Bundesverfassungsgericht
angerufen. Warum nicht auch hier? Das OLG Oldenburg konnte vorliegend selbst entscheiden,
weil das Bundesverfassungsgericht für Rechtsverordnungen kein Verwerfungsmonopol hat.
Eine Vorlage nach Karlsruhe wäre deshalb sogar
unzulässig gewesen.
Das Grundgesetz bot die entscheidende Grundlage für das Urteil des OLG Oldenburg. Das Zauberwort heißt „Bestimmtheitsgrundsatz“: Nach
Art. 103 Abs. 2 GG kann eine Tat nämlich nur
dann bestraft werden, wenn die Strafbarkeit
gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde. Diese Regelung verpflichtet den Gesetzgeber, die Voraussetzungen der Strafbarkeit
so genau und konkret zu umschreiben, dass der
Anwendungsbereich der Straftatbestände zu
erkennen ist und sich durch Auslegung ermitteln lässt. Der Einzelne soll auf diese Weise von
vornherein wissen, was verboten ist, damit er
in der Lage ist, sein Verhalten darauf einzurichten. Auch Bußgeldtatbestände sind an diesem
hohen Verfassungs-Maßstab zu messen.
In § 2 Abs. 3 a S. 1 StVO wird die Pflicht des
Kraftfahrers normiert, die Ausrüstung seines
Fahrzeuges an die Wetterverhältnisse anzupassen. Dazu gehört gemäß § 2 Abs. 3 a S. 2
StVO insbesondere eine geeignete Bereifung.
Ordnungswidrig handelt gem. § 49 Abs. 1 Ziff. 2
StVO, wer gegen diese Pflicht verstößt.
Folge: das „Aus“ für die Winterreifenpflicht?
Ist das also das „Aus“ für die Winterreifenpflicht? Zunächst ist einmal festzuhalten, dass
die Vorschrift des § 2 Abs. 3a S. 1 u. 2 StVO
schon nach ihrem Wortlaut gar keine „Winterreifenpflicht“ begründet. Die Regelung gilt
vielmehr für alle Wetterverhältnisse. Dennoch
besteht unter Verkehrsjuristen nur dahingehend Einigkeit, dass die Regelung ersichtlich
auf den Winter abzielt. Es handelt sich also
nicht um eine „Winterreifenpflicht“, sondern
um ein „Sommerreifenverbot“ bei nennenswertem Schneefall.
Wann aber ein solcher Verstoß vorliegt, was also
eine nicht geeignete Bereifung in diesem Sinn
ist, ergibt sich aus der Norm selbst nicht. Anhand des reinen Wortlauts des § 2 Abs. 3 a S. 1
und 2 StVO kann der Fahrer eines Kraftwagens
nicht erkennen, was von ihm verlangt wird.
Das Tatbestandsmerkmal „der an die Wetterverhältnisse angepassten, geeigneten Bereifung“
nennt keine konkrete Bereifung für im einzelnen genau bezeichnete Wetterverhältnisse.
Dieser Rechtsbegriff ist vielmehr unbestimmt
und damit wertausfüllungsbedürftig.
So haben Tests ergeben, dass Sommerreifen
jedenfalls bei Schnee in der Regel eine „ungeeignete Bereifung“ darstellen, weshalb mit
Sommerreifen bei drohendem Schneefall und
erst recht bei und nach Schneefall nicht mehr
gefahren werden darf. Daher wird in Juristenkreisen vertreten, dass Gleiches auch für winterliche Wetterverhältnisse gelten dürfte, bei
denen mit Glatteisbildung auf den Straßen zu
rechnen ist. Erfahrungswerte sprechen dafür,
dass ein reiner Sommerreifen mangels groben
Profils und Lamellen mit Schnee und Eis nicht
hinreichend zurechtkommt.
Vorliegend kann diese Wertausfüllung nicht aus
anderen Normen abgeleitet werden. Denn weder
gesetzliche noch technische Vorschriften regeln, welche Eigenschaften Reifen für bestimmte Wetterverhältnisse überhaupt haben müssen.
Und das gilt insbesondere auch für Winterreifen. Zwar sind diese in der StraßenverkehrsZulassungsverordnung (StVZO) erwähnt. Dort
werden sie in § 36 Abs. 1 S. 3 StVZO mit „M+S
Reifen“ gleich gesetzt. Auch § 18 BOKraft erwähnt die Winterreifen. Sonstige Vorschriften,
aus denen sich nähere Eigenschaften eines Winterreifens ableiten lassen, bestehen aber nicht.
Das hat das OLG Oldenburg gesagt: Aus den Entscheidungsgründen
Das OLG Oldenburg hat angenommen, dass der
Bußgeldtatbestand der §§ 2 Abs. 3 a S. 1, 2, 49
Was man unter einem „M+S Reifen“ zu verstehen hat, ist ebenfalls weder gesetzlich normiert
noch in technischen Vorschriften geregelt. M+ S
steht für „Matsch und Schnee“ (mud and snow)
57
+++ Rechtsprechung +++
Zur Zulässigkeit einer Fahrtenbuchauflage
Rechtsgrundlage für die angeordnete Fahrtenbuchauflage ist § 6 Abs. 1 Nr. 3 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) in Verbindung mit § 31 a
Abs. 1 Satz 1 der Straßenverkehrs-ZulassungsOrdnung (StVZO). Danach kann die Verwaltungsbehörde gegenüber einem Fahrzeughalter
für ein oder mehrere auf ihn zugelassene oder
künftig zuzulassende Fahrzeuge die Führung
eines Fahrtenbuches anordnen, wenn die
Feststellung eines Fahrzeugführers nach einer
Zuwiderhandlung gegen Verkehrsvorschriften
nicht möglich war.
Die Anordnung der Fahrtenbuchauflage ist zulässig, wenn der betroffene Fahrzeughalter nur
um Akteneinsicht und um die Übersendung eines erkennbaren Abzugs des vorliegenden Fotos
bittet, ohne alles mögliche und zumutbare für
die Ermittlung des Fahrers zu tun. Nach ständiger obergerichtlicher Rechtsprechung ist es Sache des Fahrzeughalters, zur Aufklärung eines
mit seinem Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoßes soweit mitzuwirken, wie es ihm möglich
und zumutbar ist. Dazu gehört insbesondere,
dass er den bekannten oder auf einem Radarfoto erkannten Fahrer benennt oder zumindest
den möglichen Täterkreis eingrenzt und die Täterfeststellung durch Nachfragen im Kreis der
Nutzungsberechtigten fördert. Es ist grundsätzlich Sache des Halters aufgrund der im Anhörungs- oder spätestens im Erinnerungsschreiben enthaltenen Angaben zu Tattag, -zeit und
-ort Angaben zum Fahrzeugführer zu machen.
Das Vorliegen eines Fotos erleichtert nur in vielen Fällen die Ermittlungstätigkeit der Behörde.
VG Aachen, Urt. v. 13.07.2010 - 2 K 265/10
Fahrtenbuchauflage wegen unzureichender
Angaben zum Fahrer
Ein Fahrzeughalter genügt seiner Mitwirkungspflicht bei der Aufklärung eines Geschwindigkeitsverstoßes nicht, wenn er lediglich den
Namen des Fahrers und eine Stadt im Ausland
(hier: Rumänien) als dessen Wohnort angibt.
Von ihm kann deshalb nach einem Urteil der 6.
Kammer des Verwaltungsgerichts Neustadt das
Führen eines Fahrtenbuchs verlangt werden.
Nach einer mit dem Pkw des Klägers begangenen Geschwindigkeitsübertretung von 37 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften nannte
der Kläger im Bußgeldverfahren nur den Namen
des Fahrers, dies sei ein Freund aus Bukarest,
nicht aber dessen Anschrift. Erst nach Eintritt
der Verfolgungsverjährung teilte er die vollständige Adresse des Fahrers mit. Daraufhin
gab ihm die Kreisverwaltung das Führen eines
Fahrtenbuchs auf, weil die Ermittlung des für
den Geschwindigkeitsverstoß verantwortlichen
Fahrers wegen der unzureichenden Mitwirkung
des Klägers nicht möglich gewesen sei.
Dagegen brachte der Kläger vor, dass der Fahrer allein anhand des Namens und seines Herkunftsortes hätte ermittelt werden können.
Außerdem sei es unerheblich, ob er den Namen
und die Anschrift des Fahrers rechtzeitig mitgeteilt habe oder nicht, weil die Bußgeldstelle das
Bußgeld gegen den in Rumänien ansässigen
Fahrer ohnehin nicht hätte beitreiben können.
Fortsetzung S. 58
Flottenmanagement 5/2010
58
Recht
+++ Rechtsprechung +++
Die Richter haben die Rechtmäßigkeit der Fahrtenbuchauflage bestätigt: Ein Fahrzeughalter,
der sein Fahrzeug an Dritte weitergebe, müsse
sich um konkrete und überprüfbare Angaben
zur Identität und Anschrift desjenigen bemühen, dem er sein Fahrzeug überlasse. Die Mitteilung des Namens und die Angabe einer Stadt
im Ausland als Wohnort allein seien keine hinreichend konkreten und verlässlichen Angaben,
denen die Behörde im Rahmen ihrer Ermittlungen nachgehen müsse. Ob die Behörde gegenüber dem im Ausland ansässigen Fahrer ihren
Bußgeldbescheid tatsächlich hätte vollstrecken
können, sei für die Rechtmäßigkeit der Fahrtenbuchauflage ohne Bedeutung.
Gegen das Urteil kann innerhalb eines Monats
nach Zustellung die Zulassung der Berufung
durch das Oberverwaltungsgericht RheinlandPfalz beantragt werden.
VG
Neustadt/Weinstraße,
Urteil
vom
15.06.2010, Az. 6 K 291/10.NW
Kfz-Schein im Handschuhfach des Fahrzeugs
keine erhebliche Gefahrerhöhung
Leitsatz: Die dauernde Aufbewahrung des KfzScheins im Handschuhfach des Fahrzeugs stellt
keine erhebliche Gefahrerhöhung dar.
Eine Gefahrerhöhung wäre gegeben bei einer
nachträglichen Änderung der bei Vertragsschluss tatsächlich gefahrerheblichen Umstände, die den Eintritt des Versicherungsfalls oder
eine Vergrößerung des Schadens wahrscheinlicher macht. Die Gefahrerhöhung muss weiter gemäß § 29 S. 1 VVG a.F. erheblich sein.
Fortsetzung auf Seite 66
Flottenmanagement 5/2010
und soll – vereinfacht – die besondere Wintertauglichkeit eines Reifens kennzeichnen. Die
M+S Kennzeichnung soll erkennbar machen,
dass es sich gemäß der Richtlinie des Rates
über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage vom
31.03.1992 (92/23/EWG) um Reifen handelt,
„bei denen das Profil der Lauffläche und die
Struktur so konzipiert sind, dass sie vor allem
in Matsch und frischem oder schmelzendem
Schnee bessere Fahreigenschaften gewährleisten als normale Reifen. Das Profil der Lauffläche
der M+S Reifen ist im Allgemeinen durch größere Profilrillen und/oder Stollen gekennzeichnet,
die voneinander durch größere Zwischenräume
getrennt sind, als dies bei normalen Reifen der
Fall ist“. Die Verwendung des M+S Symbols unterliegt jedoch keiner Prüfung und Kontrolle
und genießt daher keinerlei Schutz. Auch eine
M+S Kennzeichnung ermöglicht deshalb keine
gesicherte Aussage zur tatsächlichen Wintertauglichkeit.
Eine gefestigte Rechtsprechung zu der Frage
der „geeigneten Bereifung“ i.S.v. § 2 Abs. 3 a
S. 1 und 2 StVO (in Kraft seit dem 01.05.2006)
hat sich nicht einmal ansatzweise gebildet.
Entscheidungen, in denen auf die Frage, welche
Reifen wann geeignet oder ungeeignet sind,
eingegangen wird, sind – soweit ersichtlich –
bislang nicht veröffentlicht worden. Auch das
OLG Oldenburg sah sich nicht zu dieser notwendigen Konkretisierung in der Lage.
Auch in juristischen Fachkreisen hat sich keine
konkretere, übereinstimmende Auslegung des §
2 Abs. 3 a S. 1 und 2 StVO herausgebildet. Zwar
wird die Frage, was eine „an die Wetterverhältnisse angepasste, geeignete Bereifung“ ist, in
der Literatur diskutiert – jedoch ohne klärendes
Ergebnis. Einigkeit besteht nur dahingehend,
dass § 2 Abs. 3 a S. 1 und 2 StVO keine generelle Winterreifenpflicht in den Wintermonaten
normiert. Dies lässt sich daraus ableiten, dass
die Norm eine an die Wetterverhältnisse angepasste, geeignete Bereifung verlangt und somit
auf möglicherweise kurzzeitige konkrete und
aktuelle Wetterlagen abstellt. Andererseits wird
der Begriff des Winterreifens nicht verwendet,
obwohl er als Rechtsbegriff in § 36 Abs. 1 S. 3
StVZO definiert ist. Es kann deshalb allenfalls
von einer situationsbezogenen Winterreifenpflicht gesprochen werden.
Alles Weitere ist in Fachkreisen aber streitig.
Teilweise wird die Regelung als praktikables
Sommerreifenverbot bei winterlichen Straßenverhältnissen verstanden. Danach wären bei
winterlicher Witterung nur Winterreifen geeignete Reifen, also Reifen mit weicherer Gummimischung und einem größeren Profil, die an der
Bezeichnung „M+S“ oder „Winter“ erkennbar
seien. Die damit verbundene Implikation, alle
nicht als „M+S“ oder „Winterreifen“ gekennzeichneten Reifen seien für winterliche Witterungsverhältnisse ungeeignet, ist jedoch nicht
haltbar.
Zwar wird man davon ausgehen können, dass
mit „M+S“ oder mit dem Schneeflockensymbol
gekennzeichnete Reifen i. S. des § 2 Abs. 3 a
S. 1 und 2 StVO geeignet sind. Bei den jährlich
angelegten Reifentests, die vom ADAC durchgeführt werden und bei denen Maßstab für
die Wintertauglichkeit das Fahrverhalten auf
Schnee und Eis ist, war jedenfalls bis Ende 2005
kein „M+S“-Reifen oder Ganzjahresreifen bekannt geworden, der mit mangelhaft bewertet
wurde. Allerdings ist auch hier keine scharfe
Fortsetzung auf Seite 64
Extra
59
And
EFSPeugeot 107 Filou JOEFS
'PMHFEFSHSP‡FO'MPUUFONBOBHFNFOU
7FSHMFJDITTFSJF,MFJOTUXBHFONJU#FO
[JONPUPS%FS,PTUFOWFSHMFJDICBTJFSU
XFTFOUMJDIBVGEFO'VMM4FSWJDF
-FBTJOHSBUFOVOEEFO5SFJCTUPGGLPTUFO
the winner is...
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
… "JSCBH
… ,MJNBBOMBHF
… /FCFMTDIFJOXFSGFS
… 3BEJP$%.1GjIJH
… 5FMFGPOWPSCFSFJUVOHNJU
'SFJTQSFDIBOMBHF
Die Kleinstwagen oder „Minis“, wie das KBA in Flensburg sie getauft hat, sind jetzt nicht gerade die FlottenKlasse an sich. Dennoch stand letztens bei einem großen
Toyota-Händler in Bitburg beispielsweise ein Aygo mit
der Aufschrift „Sozialstation Waldrach“. Es ist klar, dass
gerade auch karitative Organisationen und Pflegedienste
Einsatzbereiche und Anforderungsprofile vorhalten können, die mit so wenig Auto wie nötig abgedeckt werden
sollen. So sind im Sinne des viel diskutierten Downgradings in diesem Kundenkreis gerade auch die „Minis“
verstärkt in den Fokus gerückt.
Zudem mag es vorkommen, dass eine treue Sekretärin mit
einem gut ausgestatteten Firmenwagen aus dieser Klasse
für ihre Loyalität belohnt wird. Nicht selten sind es auch
Sonderwertung
monatl. Betriebskosten* in Euro
5PZPUB"ZHP$PPM
'JBU1PQ
1FVHFPU'JMPV
$JUSPqO$4UZMF
/JTTBO1JYPBDFOUB
'JBU1BOEB%ZOBNJD
3FOBVMU5XJOHPBVUIFOUJRVF
'PSE,B5SFOE
TNBSUGPSUXPDPVQFQVSFNJDSPIZCSJE
'JBU1PQ
78'PY
)ZVOEBJJDMBTTJD
-BODJB:W
LNQB
die Fahrzeuge des Unternehmens, die in entsprechender
Bemalung zu Werbeauftritten genutzt werden. Schließlich ist denkbar, dass ein solcher in Anschaffung und
Unterhalt kostengünstiger Stadtflitzer am Fuhrparkrand
generell „zur besonderen Verwendung“ zur Verfügung
steht. Kurzum, eine gewisse Flottenrelevanz kann also
auch dieser Kategorie nicht abgesprochen werden.
Mit flottenrelevanten Angeboten ist hier ein Dutzend
Fahrzeughersteller vertreten, wobei das Thema „Auto so
klein wie möglich und groß wie nötig“ von den Konzepten her schon ganz unterschiedlich interpretiert wird.
Die Bandbreite reicht vom zweisitzigen smart bis hin zu
teils deutlich größeren Fahrzeugen, die schon von Haus
aus nur als Fünftürer geliefert werden, wie der Fiat Panda
Sonderwertung
Durchschnittsverbrauch in L/100 km
Sonderwertung
Restwerte in Prozent*
TNBSUGPSUXPDPVQFQVSFNJDSPIZCSJE
78'PY
'PSE,B5SFOE
5PZPUB"ZHP$PPM
$JUSPqO$4UZMF
'JBU1BOEB%ZOBNJD
1FVHFPU'JMPV
3FOBVMU5XJOHPBVUIFOUJRVF
)ZVOEBJJDMBTTJD
/JTTBO1JYPBDFOUB
-BODJB:W
TNBSUGPSUXPDPVQFQVSFNJDSPIZCSJE
/JTTBO1JYPBDFOUB
$JUSPqO$4UZMF
1FVHFPU'JMPV
5PZPUB"ZHP$PPM
'JBU1BOEB%ZOBNJD
)ZVOEBJJDMBTTJD
'JBU1PQ
'PSE,B5SFOE
-BODJB:W
3FOBVMU5XJOHPBVUIFOUJRVF
78'PY
LNQB
Flottenmanagement 5/2010
60
Kostenvergleich
Extra
Ein Service von
Kosten Netto in Euro
CFJFJOFS-BV¿FJTUVOHWPO
.POBUFOPIOF"O[BIMVOH
Peugeot 107
'JMPV5SFS
(BOH
Toyota
"ZHP$PPM5SFS
(BOH
Citroën C1
4UZMF5SFS
(BOH
Nissan
1JYPBDFOUB
5SFS(BOH
Renault Twingo
"VUIFOUJRVF
5SFS(BOH
VW Fox
5SFS(BOH
196,93
213,26
237,01
192,19
207,60
229,27
210,06
225,23
247,23
216,93
231,93
253,42
199,08
214,41
236,41
228,39
243,89
265,31
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
238,16
295,78
360,76
233,42
290,12
353,02
251,29
307,75
370,98
257,25
312,61
374,42
250,39
317,10
390,41
282,45
352,08
427,56
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
41,23
82,52
123,75
41,23
82,52
123,75
41,23
82,52
123,75
40,32
80,68
121,00
51,31
102,69
154,00
54,06
108,19
162,25
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
3.430/1.630/1.470
50
13,7
157
4,5
778
751
315
106
814
3.415/1.615/1.465
50
14,2
157
4,5
778
782
285
106
606
3.435/1.630/1.470
50
13,7
157
4,5
778
712
305
106
732
3.565/1.600/1.470
50
14,0
155
4,4
796
774
320
103
390
3.602/1.655/1.470
43
15,0
150
5,6
714
230
345
132
1.331
3.828/1.660/1.544
40
17,5
148
5,9
848
1.016
431
139
2.500
2
3
12
30.000 km /
2 Jahre
3
3
12
30.000 km /
2 Jahre
2
3
12
30.000 km /
2 Jahre
3
3
12
20.000 km /
1 Jahr
2
3
12
20.000 km /
1 Jahr
2
3
12
30.000 km /
2 Jahre
Betriebskosten mtl.
JOLM5SFJCTUPGGLPTUFO
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Full Service-Leasingrate mtl.
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Treibstoffkosten mtl.
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Technische Daten*
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in L/100 km
Reichweite km
Max. Kofferraumvolumen in Liter
Zuladung kg
CO2-Ausstoß g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
'BIS[FVH
-BDL
3PTU
Inspektionsintervalle
Ausstattungsplus/Serie
Restwert
.POLNQB
Listenpreis
(netto; ohne Ausstattung)
Flottenmanagement 5/2010
= Plätze
Nebelscheinw. nicht be- Nebelscheinw. nicht be- Nebelscheinw. nicht bestellbar, Ausstattungs- stellbar, Ausstattungs- stellbar, Ausstattungslinie Filou, da erst hier linie Cool, da erst hier linie Style, da erst hier
Klimaanlage möglich
Klimaanlage möglich
Klimaanlage möglich
Ausstattungslinie
Acenta, da erst hier
Klimaanlage möglich
42,5 %
43,25 %
42,5 %
39,5 %
41,75 %
46,25 %
8.781,51
9.180,67
8.781,51
7.806,72
8.310,92
8.109,24
1 bis 3 / bzw. alles lieferbar
= Plätze 10 bis 12 / bzw. nicht alles lieferbar
(* Herstellerangaben)
Kleinstwagen
Extra
61
Ein Service von
Fiat Panda
%ZOBNJD5SFS
(BOH
Ford Ka
5SFOE5SFS
(BOH
Fiat 500
1PQ5SFS
(BOH
Smart fortwo coupe
QVSFNJDSPIZCSJE
5SFS(BOH
Hyundai i10
$MBTTJD5SFS
(BOH
Lancia Y
W5SFS
(BOH
Kosten Netto in Euro
CFJFJOFS-BV¿FJTUVOHWPO
.POBUFOPIOF"O[BIMVOH
Betriebskosten mtl.
JOLM5SFJCTUPGGLPTUFO
206,63
221,72
243,23
214,69
229,86
251,45
229,50
246,52
270,94
242,64
260,92
286,25
252,90
268,66
291,06
304,27
321,38
345,72
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Fullservice-Leasingrate mtl.
252,45
313,41
380,73
261,42
323,38
391,70
276,23
340,04
411,19
281,12
337,94
401,75
298,72
360,35
428,56
354,67
422,23
496,97
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
45,82
91,69
137,50
46,73
93,52
140,25
46,73
93,52
140,25
38,48
77,02
115,50
45,82
91,69
137,50
50,40
100,85
151,25
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Treibstoffkosten mtl.
Schaltgetriebe 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Automatik 10.000 km
20.000 km
30.000 km
Technische Daten*
3.588/1.589/1.540
44
14,0
157
5,0
700
860
370
119
828
3.620/1.639/1.413
51
13,1
159
5,1
784
710
303
119
1.926
3.546/1.627/1.488
51
12,9
160
5,1
686
610
365
119
828
2.695/1.559/1.565
45
16,8
145
4,2
786
340
270
97
314
3.565/1.595/1.540
49
15,6
151
5,0
700
910
364
119
–
3.810/1.704/1.530
44
16,8
153
5,5
855
290
440
129
828
2
3
8
30.000 km
2
2
12
20.000 km /
1 Jahr
2
3
8
30.000 km
2
–
12
40.000 km /
2 Jahre
3
2
12
35.000 km
2
3
8
20.000 km
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in L/100 km
Reichweite km
Kofferraumvolumen/Liter
Zuladung kg
CO2-Ausstoß g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
'BIS[FVH
-BDL
3PTU
Inspektionsintervalle
Ausstattungsplus/Serie
Nebelscheinwerfer
nicht bestellbar
42,5 %
44,75 %
47,0 %
47,0 %
41,00 %
35,75 %
9.050,42
8.865,55
9.495,80
8.394,96
8.394,96
9.235,29
Restwert
.POLNQB
Listenpreis
(netto; ohne Ausstattung)
Flottenmanagement 5/2010
62
Extra
oder der Nissan Pixo. Selbst unter den Viersitzern schwanken die Außenlängen noch zwischen rund 3,44 Meter und 3,83 Meter.
Nach Angaben des Marktforschungs-Institutes
Dataforce fahren die Firmenkunden diese Autos derzeit zu 90 Prozent mit Benzin-Motoren,
da sich in aller Regel die durchschnittlichen
jährlichen Laufleistungen in einem Bereich bewegen, der den Einsatz von Diesel-Fahrzeugen
rein wirtschaftlich betrachtet nicht rechtfertigt. Der Mehrpreis in der Anschaffung und die
höhere Kfz-Steuer würden sich dann über die
günstigeren Treibstoffkosten nicht amortisieren. Daher haben wir für diesen Vergleich Benziner-Versionen ausgewählt und im Gegensatz
zur üblichen Laufleistungsstruktur in der Tabelle die Kosten diesmal alternativ für 10.000,
20.000 und 30.000 Kilometer pro Jahr kalkulieren lassen.
Abgesehen von den bereits äußerlich erkennbaren Unterschieden im Aufbau der Fahrzeuge, offenbarten auch die Sonderwertungen ganz unterschiedliche Stärken der einzelnen Konzepte.
Punktete in den monatlichen Gesamt-Betriebskosten vornweg die entwicklungstechnische
Gemeinschaftsproduktion Citroën C1/Peugeot
107/Toyota Aygo, waren bei den Restwerten
Fiat 500, smart fortwo und VW Fox an der Spitze. smart und Nissan Pixo bestachen beim Verbrauch, VW Fox und Fiat Panda dafür bei den
Ladedaten. Auffällig war aber schon hier, dass
die entwicklungstechnische Gemeinschaftsproduktion mit Ausnahme der Zuladung immer in
der oberen Hälfte des Klassements rangierte.
Unter Berücksichtigung aller, sinnvoll wertba-
Sonderwertung
.BY-BEFWPMVNFOJO-JUFS
78'PY
)ZVOEBJJ$MBTTJD
'JBU1BOEB%ZOBNJD
5PZPUB"ZHP$PPM
/JTTBO1JYPBDFOUB
1FVHFPU'JMPV
$JUSPqO$4UZMF
'PSE,B5SFOE
'JBU1PQ
TNBSUGPSUXPDPVQFQVSFNJDSPIZCSJE
-BODJB:W
3FOBVMU5XJOHPBVUIFOUJRVF
rer Vergleichskriterien setzte sich schließlich
knapp als Sieger der Peugeot 107 Filou gegen
das japanische Pendant, den Toyota Aygo Cool,
durch. Der Franzose überzeugte eindeutig in
allen Kosten-Kriterien, darüber hinaus wartete er noch mit einem großzügiger bemessenen
Inspektionsintervall und einem noch ordentlichen Restwert jenseits von 40 Prozent auf (nach
36 Monaten und 20.000 Kilometer jählicher
And the winner is...
...Peugeot 107 Filou
Sonderwertung
Zuladung in kg
-BODJB:W
78'PY
'JBU1BOEB%ZOBNJD
'JBU1PQ
)ZVOEBJJ$MBTTJD
3FOBVMU5XJOHPBVUIFOUJRVF
/JTTBO1JYPBDFOUB
1FVHFPU'JMPV
$JUSPqO$4UZMF
'PSE,B5SFOE
5PZPUB"ZHP$PPM
TNBSUGPSUXPDPVQFQVSFNJDSPIZCSJE
Laufleistung). Der Toyota befand sich im Grunde „auf Augenhöhe“, schwächelte aber gegenüber dem Peugeot mit einer um 30 Kilogramm
geringeren Zuladung und einem der drei teuersten Anschaffungspreise. Er bietet aber auch
gegenüber dem Franzosen eine um ein Jahr längere Garantie.
Für den Citroën C1 1.0 Style wiederum als Dritten im Bunde meldete LeasePan bei den Full
Service-Leasingraten doch merklich höhere
Werte als bei den anderen beiden. Einen klaren vierten Platz belegte der Nissan Pixo 1.0
acenta, der Pluspunkte bei den Treibstoffkosten, der Reichweite und den vergleichsweise
großzügigen Garantiebedingungen sammelte.
Im übrigen lag er als einziger mit einem NettoListenpreis von unter 8.000 Euro hier deutlich
am günstigsten.
LeasePlan Full-Service-Leasing
%JF-FBTF1MBO%FVUTDIMBOE(NC)NJU4JU[JO/FVTTCJFUFUEFN
,VOEFOFJOVNGBTTFOEFTCFUSJFCMJDIFT'VISQBSLNBOBHFNFOU
BVDIGSEJFJOUFSOBUJPOBMF'MPUUF*OEFSPGGFOFO,BMLVMBUJPO
CFSOJNNU-FBTF1MBO EBT3JTJLPGS*OTUBOEIBMUVOH*OTUBOE
TFU[VOH4PNNFSSFJGFOVOE3FTUXFSUVOETDIUUFUfCFSTDITTF
BVT EJFTFO #FSFJDIFO WPMMTUjOEJH BO EFO ,VOEFO BVT %JF
HFOBOOUFO 'VMM 4FSWJDF3BUFO CFJOIBMUFO GPMHFOEFO %JFOTU
MFJTUVOHTVNGBOHJOEFS0GGFOFO,BMLVMBUJPOVOEXFSEFOPIOF
.FISXFSUTUFVFSBVTHFXJFTFO
…*OTUBOEIBMUVOH*OTUBOETFU[VOH
…4PNNFSSFJGFOVOMJNJUJFSU
…FJO4BU[8JOUFSSFJGFO
…,G[4UFVFS
…(&;(FCIS
…(FCISFOGS[XFJ5BOLLBSUFOKFEPDIPIOF,SBGUTUPGGLPTUFO
"V‡FSEFNJTUEFS)BGUVOHTUSBOTGFSNJUFJOFSEVSDITDIOJUUMJDIFO
4UDL[BIMQSjNJF FOUIBMUFO %BCFJ IBOEFMU FT TJDI VN FJOF
"MUFSOBUJWF[VS,BTLPWFSTJDIFSVOHEJFJNWPMMFO6NGBOHEJF
7FSTJDIFSVOHTTUFVFSTQBSU%JF/VU[VOHEFS0OMJOF,PO¾HV
SBUPSFOVOE,BMLVMBUPSFOTPXJFEFT0OMJOF,PTUFOSFQPSUJOHT
JTU LPTUFOGSFJ FOUIBMUFO FCFOTP #FSBUVOHTMFJTUVOHFO VOE
&OUXJDLMVOHEFS$BS1PMJDZ%JF,SBGUTUPGGLPTUFOXFSEFONJU
JISFN CFS ESFJ +BISF LBMLVMJFSUFO /FUUPXFSU BMTP PIOF
.FISXFSUTUFVFSBOHFTFU[U
LeasePlan Deutschland GmbH
)FMMFSTCFSHTUSC…/FVTT
5FM…'BY
NBSLFUJOH!MFBTFQMBOEF…XXXMFBTFQMBOEF
Flottenmanagement 5/2010
s ea t .d e
EINE WAHRE GRÖSSE IM FUHRPARK.
DER NEUE SEAT ALHAMBRA 2.0 TDI ECOMOTIVE.
.*
FÜR NUR 288 ¤ MONATLICH
Mit seinem enormen Raumangebot und seinen fortschrittlichen Technologien bringt der neue SEAT Alhambra wahre Größe in Ihren Fuhrpark. Und das schon ab 288 ¤
monatlich. Inklusive sieben Sitzen und Business-Paket Reference mit Bluetooth-Schnittstelle, Multifunktionslenkrad, Dachreling, Gepäckraum-Paket, Geschwindigkeitsregelanlage (GRA), Ultraschall-Einparkhilfe vorne und hinten und vielem mehr. Testen Sie ihn. Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Hotline
01805-73284636**, im Internet unter www.seat.de oder direkt bei Ihrem SEAT Partner.
TDI-CR-Motoren, Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 6,8–6,7, außerorts 5,4–4,8, kombiniert 5,9–5,5; CO2-Emissionswerte (g/km): kombiniert 154–143. Benzinmotor, Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 9,2, außerorts 6,1, kombiniert 7,2; CO2-Emissionswerte (g/km): kombiniert 167.
*Z. B. der SEAT Alhambra 2.0 TDI CR Ecomotive Reference, 103 kW (140 PS), auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung von 24.747,90 ¤ zzgl. MwSt.: 288,00 ¤ monatl. Leasingrate bei 36 Monaten Laufzeit und jährlicher
Laufleistung von 30.000 km. Ein Angebot der SEAT Bank für gewerbliche Kunden mit Großkundenvertrag, zzgl. Überführungskosten, gültig bis zum 31.12.2010. Das abgebildete Fahrzeug enthält Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
**14 Cent/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG, maximal 42 Cent/Min. aus den Mobilfunknetzen.
EINE MARKE DER VOLKSWAGEN GRUPPE
64
Recht
Abgrenzung möglich, da die Kriterien, nach denen die Tests erfolgen, ihrerseits nicht normiert
sind und von der – privaten – Testinstitution
vorgegeben werden. In Anbetracht des in der
Praxis bestehenden Konsenses dürfte dies allerdings insoweit unschädlich sein, als bei Verwendung eines Winterreifens in gutem Zustand
kein Verstoß gegen § 2 Abs. 3 a StVO anzunehmen ist.
Ungeklärt durch Tests ist aber, ob auch Sommerreifen i. S. d. § 2 Abs. 3 a S. 1 und 2 StVO
geeignet sein können. Bisher existieren keine
gesicherten Erkenntnisse darüber, dass alle
Reifen ohne „M+S“ Kennzeichnung winteruntauglich und damit im Sinne von § 2 Abs. 3 a
S. 1 und 2 StVO nicht als für winterliche Wetterverhältnisse geeignete Bereifung angesehen werden könnten. Sogenannte Sommerreifen werden nämlich von vornherein kaum auf
Schnee- und Glättetauglichkeit geprüft. Bei
einem großen Winterreifentest 2005 wurden
lediglich zwei Sommerreifen getestet. Diese
waren auf Eis noch im Bereich der „geeigneten
Bereifung“, auf Schnee erwiesen sie sich jedoch
mit der Note „mangelhaft“ als ungeeignete Bereifung. Auch in den folgenden Jahren hat sich
an der Struktur der Reifentests nichts geändert;
Sommerreifen werden weiterhin kaum auf Wintertauglichkeit untersucht (vgl. dazu beispielsweise die Einteilung der Reifentests in Sommerreifen- und Winterreifentest auf der Homepage
des ADAC). Statistisch aussagekräftige Daten
zur Eignung oder Nichteignung von Sommer-
reifen liegen deshalb nicht vor. Es gibt damit
weder einen naturwissenschaftlichen noch einen vergleichbaren Erfahrungssatz, nach dem
Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen grundsätzlich ungeeignet sind.
Da die Eigenschaften von Winterreifen nicht gesetzlich oder technisch normiert sind, und bereits die Kriterien entsprechender Reifentests
nicht verallgemeinert sind, sondern von den –
privaten – Testern selbst festgelegt werden, ist
es auch nicht möglich, die fehlende Eignung bei
Eis und Schnee durch Abweichung von Mindestanforderungen an Winterreifen zu definieren.
Es bestehen somit weder Material- oder Formvorgaben, noch bestimmte Mindestqualitäten
(bestimmte Bremswege bei definierten Standardsituationen), bei deren Nichterfüllung ein
Verstoß gegen § 2 Abs. 3 a StVO vorläge. In dem
zur Entscheidung stehenden Fall war daher die
Einholung eines Sachverständigengutachtens
wegen Fehlens eines Vergleichsmaßstabes nicht
möglich.
Dementsprechend hat sich im Adressatenkreis
der Kraftfahrer kein eindeutiges Verständnis
des Wortlauts der Norm gebildet; die gegenwärtige Regelung wird teilweise ausdrücklich als
unklar oder schwammig bezeichnet.
Aber auch dem Gesichtspunkt der Auslegung
lässt sich der Norminhalt des Bußgeldtatbestandes der §§ 24 StVG, 2 Abs. 3 a S. 1, 2, 49 Abs.
1 Ziff. 2 StVO nicht hinreichend bestimmen.
Die inhaltliche Neuregelung der Sätze 1 und 2
geht auf einen Beschluss der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren (IMK)
vom 20./21.11.2003 in Jena zurück, wonach
die IMK beschlossen hatte, „den BMI zu bitten,
an den BMVBW heranzutreten, und diesen zu
bitten, im Zuge der geplanten Neufassung der
StVO (Projekt: „Bürgernahe und verständliche
StVO“) eine deutlichere Hervorhebung der bestehenden - und durch Auslegung der geltenden
Vorschriften ermittelten - Verhaltenspflichten
der Fahrzeugführer bei winterlichen Straßenverhältnissen zu prüfen“.
Dementsprechend heißt es in der amtlichen
Begründung der Neuregelung lediglich: „Insbesondere soll dem bei extremen winterlichen
Straßenverhältnissen auftretenden Missstand
begegnet werden, dass Kraftfahrzeuge und be-
5 Zuverlässig 5 Wirtschaftlich 5 CO2-arm
Der neue Hyundai ix35.
4x2 oder 4x4 = ix35.
Der Hyundai i30cw.
Der vielfältige Kompakt-Kombi.
www.hyundai-fleet.de
* 5 Jahre
Fahrzeuggarantie
ohne Kilometerbegrenzung, 5 Jahre Euro-Service mit kostenlosem Pannen- und Abschleppdienst und 5 Wartungen in bis zu 5 Jahren nach Hyundai Wartungs-Gutscheinheft (gemäß deren
Flottenmanagement
5/2010
Bedingungen). Ein Angebot bei allen teilnehmenden Händlern für den neuen ix35 sowie ab Erstzulassung 01.04.2010 für den i30 und i30cw.
Recht
sonders auch LKW mangels geeigneter Winterbereifung liegen bleiben und damit erhebliche
Verkehrsbehinderungen verursachen. Damit
solle auch die Pflicht klar gestellt werden, bei
plötzlich auftretenden winterlichen Wetterverhältnissen und unzureichender Winterausrüstung auf die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zu verzichten (BR-Drs. 813/05, S.
12).
Weder der IMK-Beschluss noch die Verordnungsbegründung geben aber trotz der ursprünglichen Forderung nach einer Winterreifenpflicht
eine konkrete Festlegung auf Winterreifen oder
sonst näher beschriebene Reifen. Also könnte
man annehmen, dass keine allgemeine Winterreifenpflicht für die Wintermonate begründet
werden sollte. Dies kann nicht darin begründet
sein, dass der Verordnungsgeber eine Konkreti-
65
sierung vermeiden wollte, weil die Eigenschaften eines Winterreifens nicht gesetzlich oder
international präzisiert sind. Denn der Begriff
des Winterreifens ist immerhin in § 36 StVZO
definiert; die Verwendung von Winterreifen
wird in § 18 BOKraft ausdrücklich für Fahrzeuge im Personenverkehr vorgeschrieben, wobei
ein Verstoß gegen die Pflicht, Winterreifen mitzuführen, gem. § 45 BOKraft ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Der Normgeber hatte
also in anderen Bereichen keine Bedenken, die
Benutzung von Winterreifen vorzuschreiben.
terreifen aufzuziehen, um bei Eis und Schnee
etwas schneller fahren zu können und dadurch
die Beeinträchtigungen anderer durch langsames Fahren zu vermeiden. Straßenverkehrsrechtlich war es also grundsätzlich nicht verboten, auch unter winterlichen Wetterbedingungen beispielsweise mit sogenannten Sommerreifen zu fahren, solange dabei die Grundregeln
nach § 1 StVO eingehalten wurden, solange also
wegen der längeren Bremswege und geringeren
Spurtreue entsprechend langsamer und vorsichtiger gefahren wurde.
Nimmt man hinzu, dass mit der Vorschrift eigentlich eine bürgernahe Regelung getroffen
werden sollte, so ist nicht nachvollziehbar,
warum der Begriff des Winterreifens nicht verwendet wurde, sei es in der Form einer Verwendungspflicht bei winterlichen Wetterverhältnissen, sei es in Form eines Verbots, bei winterlichen Wetterverhältnissen ohne Winterreifen
zu fahren.
Die Verordnungsbegründung wirft im Übrigen
weitere Zweifel hinsichtlich ihrer Reichweite
auf. Aus dem Wortlaut der Norm und dem Normzusammenhang des § 2 Abs. 3 a S. 1 und 2 StVO
ergibt sich keinerlei Einschränkung dahingehend, dass nur besondere winterliche Wetterverhältnisse zu berücksichtigen seien. Eine
einschränkende Auslegung ist insoweit nicht
möglich. Bei warmen Temperaturen könnte - im
Hinblick auf die unterschiedliche Gummimischung und Profilierung von Sommer- und Winterreifen – ein Reifen ohne „M+S“ Kennzeichnung der geeignetere sein, so dass derjenige,
der im warmen Frühjahr oder Herbst noch oder
schon mit Winterreifen fährt, eine Ordnungswidrigkeit begehen könnte. Erst recht unklar ist
die Situation bei niedrigen Temperaturen über
dem Gefrierpunkt: ADAC-Tests haben gezeigt,
dass die Bremswege von Sommer- und Winterreifen auf trockener und nasser Fahrbahn kein
einheitliches Bild ergeben. Einzelne Winterrei-
Selbst vor der Neuregelung der StVO ließ sich
keine entsprechende Pflicht zur Anpassung der
Ausrüstung aus anderen Vorschriften ableiten.
So gab es weder nach der StVO, noch nach anderen Rechtsquellen eine Pflicht, bei winterlichen
Verhältnissen speziell dafür geeignete Reifen
zu benutzen und ansonsten auf die Teilnahme
am Straßenverkehr zu verzichten. Soweit ersichtlich, verstand bis zum Inkrafttreten des
§ 2 Abs. 3 a StVO n.F. unter dem allgemeinen
Belästigungsverbot niemand die Pflicht, Win-
– die Hyundai Flottenmodelle.
Der Hyundai H-1 Cargo 6-Sitzer.
Der zuverlässige Transporter.
So unterschiedlich die Herausforderungen auch sein mögen, mit den Hyundai Flottenmodellen sind Sie immer bestens aufgestellt.
Ob sechssitziger Transporter, effizienter Cityroader oder vielseitiger Kompakt-Kombi – hier finden Sie immer hochwertige Qualität vereint
mit geringen Betriebskosten und optimaler Ausstattung. Mehr Informationen zu unseren Flottenmodellen auf www.hyundai-fleet.de
Flottenmanagement 5/2010
66
Recht
+++ Rechtsprechung +++
Eine derartige Gefahrerhöhung liegt weder im
dauerhaften Belassen des Fahrzeugscheins im
Handschuhfach, noch in den nicht erfolgten
weiteren Sicherungsmaßnamen. Auch die Kombination beider Umstände führt nicht zur Annahme einer erheblichen Gefahrerhöhung. Soweit der Kläger den Fahrzeugschein dauerhaft
in einer Mappe im Handschuhfach belassen hat,
handelt es sich lediglich um eine unerhebliche
Gefahrerhöhung, die die Wahrscheinlichkeit des
Eintritts des Versicherungsfalls oder der Vergrößerung des Schadens - wenn überhaupt - nur
unwesentlich gesteigert hat.
Dies liegt hinsichtlich des Eintritts des Versicherungsfalles auf der Hand. Der Entschluss,
ein Fahrzeug zu entwenden, wird in aller Regel
vorab gefasst, inklusive der Überlegungen zur
anschließenden Verwertung. Ob sich vielleicht
ein von außen nicht sichtbarer Fahrzeugschein
irgendwo im Wagen befindet, spielt dabei keine
Rolle. Etwas anderes könnte allenfalls für einen
offen sichtbaren Fahrzeugschein gelten, der
potenzielle Täter zum Diebstahl verleiten könnte. Auch unter dem Gesichtspunkt einer erleichterten Verwertbarkeit liegt keine erhebliche
Gefahrerhöhung vor. Der entgegenstehenden
Auffassung des OLG Celle (VersR 2008, 204),
wonach bei dauernder Aufbewahrung des KfzScheins im Fahrzeug infolge der Erleichterung
der Grenzüberschreitung und des Vorteils, nur
noch den Kfz-Brief fälschen zu müssen, von
einem Überschreiten der Erheblichkeitsgrenze
des § 29 VVG a.F. auszugehen sei, vermag sich
der Senat nicht anzuschließen.
OLG Oldenburg, Urteil vom 23.06.2010, Az. 5
U 153/09
Regress der Versicherung bei Unfallflucht
des Versicherungsnehmers
Rechtlich nicht zu beanstanden ist, dass eine
Kfz-Haftpflichtversicherung ihren Versicherungsnehmer für einen von diesem herbeigeführten Unfallschaden in Regress nimmt,
wenn sich der Versicherungsnehmer nach dem
Verkehrsunfall unerlaubt von der Unfallstelle
entfernt hat.
Unstreitig hatte der beklagte Versicherungsnehmer die ihm durch Nr. E.1.3. AKB 2008
aufgegebene Pflicht im Schadensfall verletzt,
den Unfallort nicht zu verlassen. Hierin ist eine
Obliegenheitsverletzung gemäß § 28 II VVG zu
sehen. Der Beklagte handelte dabei vorsätzlich,
denn das Gebot, nach einem Verkehrsunfall die
Unfallaufnahme durch die Polizei an Ort und
Stelle abzuwarten, stellt auch bei eindeutiger
Haftungslage eine „elementare, allgemeine
und jedem Versicherungsnehmer und Kraftfahrer bekannte Pflicht“ dar. Das Verlassen der
Unfallstelle schränkt die Möglichkeit des Versicherers ein, Feststellungen zu treffen, die zur
Aufklärung des Sachverhaltes oder zur Minderung des Schadens dienlich sein könnten, und
stellt deshalb selbst bei eindeutiger Haftungslage ein vertragswidriges Verhalten des Versicherungsnehmers dar.
LG Düsseldorf, Urt. v. 18.06.2010 - 20 S 7/10
Flottenmanagement 5/2010
fen verursachen dann sogar längere Bremswege
als Sommerreifen.
Für den Bürger als Normadressat von § 2 Abs. 3
a StVO ist deshalb nicht erkennbar, ob und gegebenenfalls welche Reifen bei welchen Wetterverhältnissen als ungeeignet anzusehen sind.
Diese Unklarheit wäre auch vermeidbar gewesen. Denn der Verordnungsgeber hätte die mit
der Neuregelung des § 2 Abs. 3 a S. 1 und 2 StVO
verfolgten Ziele auch durch eine eindeutige
Norm erreichen können. Ziel der Neuregelung
war es, die Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs auch bei „extremen“ winterlichen
Wetterverhältnissen zu gewährleisten und für
den Bürger verständliche Verhaltensanweisungen zu geben. Immerhin wäre hier die Verwendung konkreter Begriffe möglich gewesen. Die
„Wetterverhältnisse“ hätten auf beispielsweise
auf „Wetterverhältnisse, bei denen Eis und/oder
Schnee möglich sind“ beschränkt werden können. Für diese Wetterverhältnisse hätte dann
wie in § 18 BOKraft vorgeschrieben werden können, dass nur mit – in der Praxis allgemein für
geeignet gehaltenen, siehe dazu oben - Winterreifen gefahren werden dürfe.
sondere bei Eisglätte auf den Straßen mit den
Straßen- und Wetterverhältnissen angepasster
Geschwindigkeit zu fahren, zur Last zu legen
sei (vgl. §§ 3 Abs. 1 S. 1, S. 2, 49 Abs. 1 Nr. 3
StVO, Bußgeldkatalog Ziff. 8.1.). Über die für
diesen Verstoß festzusetzende Geldbuße konnte der Senat gemäß § 79 Abs. 6 OWiG selbst entscheiden. So wurde die Regelbuße von 50,00
Euro (Bußgeldkatalog i.d.F. bis zum 31.1.2009)
festgesetzt.
Da der Bußgeldtatbestand gemäß §§ 24 StGB,
2 Abs. 3 a S. 1, 2 , 49 Abs. 1 Ziff. 2 StVO seinem Wortlaut nach unbestimmt ist, durch andere Gesetze oder technische Vorschriften nicht
konkretisiert wird, kein klares Verständnis seines Inhalts in Rechtsprechung und im Adressatenkreis besteht und da das Ziel der Regelung
auch durch bestimmte Rechtsbegriffe hätte erreicht werden können, ist er wegen Verstoßes
gegen Art. 103 GG ungültig.
Fazit
Winterreifenpflicht oder Sommerreifenverbot? Nichts genaues weiß man nicht. Die Entscheidung des OLG Oldenburg ist deshalb ausdrücklich zu begrüßen. Ein Verstoß gegen das
Bestimmtheitsgebot lag angesichts der oben
genannten Unklarheiten des Wortlauts und
fehlender eindeutiger juristischer Auslegungsergebnisse nahe. Der Gesetzgeber hätte sein
Handwerk von vornherein besser machen müssen. Das Ziel der bürgerfreundlichen und leicht
verständlichen StVO-Novelle ist seinerzeit
gründlich misslungen. Der Gesetz- und Verordnungsgeber ist deshalb aufgerufen, sich nunmehr Gedanken über eine konkrete Neuregelung in Bezug auf die „Bereifungsfrage“ und die
„Wetterverhältnisse“ zu machen. Dabei muss er
aber ganz eindeutig und vor allem praxistauglich regeln, welche sanktionsbewehrten Pflichten für Autofahrer begründet werden sollen. Es
dürfte aber auch davon auszugehen sein, dass
die Bußgeldstellen angesichts der fehlenden
Möglichkeiten der Gerichte, den Wortlaut der
„Winterreifenpflicht“ mit Sinn zu füllen, mit
mehr Bedacht an die Verhängung von Bußgeldern gehen werden. Bis es eine Neuregelung
gibt, wird man aber nicht umhin kommen, jeweils im Einzelfall zu prüfen, ob ein Einspruch
gegen einen Bußgeldbescheid einzulegen ist,
wenn sich ein solcher auf eine nicht den Wetterverhältnissen angepasste Bereifung bezieht.
Das OLG Oldenburg kam daher zu dem Schluss,
dass dem betroffenen Autofahrer allein ein
fahrlässiger Verstoß gegen das Gebot, insbe-
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer, Lohmar
Kontakt: [email protected]fischer-lohmar.de
Internet: www.fischer-lohmar.de
Wenn auf diese Weise also die Verwendung konkret bestimmter Begriffe möglich war, so ist
die Verwendung eines unbestimmten Rechtsbegriffs unzulässig.
Flottenvermarktung?
Ein Kinderspiel!
C41 – C52. Treffer. Verkauft.
Auch wenn AUTOonline jetzt nicht mehr in Rot, sondern in Orange daherkommt – für zügige Flottenvermarktung
geben wir auch unter dem Dach unseres neuen Partners Solera grünes Licht. Über unsere Plattform finden sich
an 365 Tagen im Jahr ganz unkompliziert potenzielle Käufer auf neuen, internationalen Absatzmärkten. Ohne
Zwischenhändler, ohne Zeitverluste und ohne Steuerrisiko. Dafür aber mit automatisierten und standardisierten
Prozessen sowie variablen Schnittstellen. Just-in-time-Verkauf? Via Online-Auktion ist auch das kein Problem.
Also schnell raus mit Ihren Gebrauchten! www.autoonline.com ∙ Telefon: +49 (0) 21 31 71 80 261
68
Special Reifen
Reifen
Das Reifenmanagement
wird in deutschen Fuhrparks
noch etwas vernachlässigt: Oft ist für den
Fuhrparkleiter mit dem Modul
„Reifenmanagement“ im
Leasingvertrag die Sache erledigt. Jedoch: Es gibt auch hier
Optimierungsmöglichkeiten.
Das Optimieren fängt dabei schon bei der
Auswahl des Reifentyps an: Soll es ein „normaler“ Pneu sein, oder doch lieber ein rollwiderstandsoptimierter Reifen – etwas teurer,
aber eben auch günstiger im Spritverbrauch?
Liegt der Focus auf reiner Kostenersparnis,
oder gönnt man den Fahrern – gerade auch
bei Kundenverkehr und auf der Langstrecke
– doch lieber die optimierten und laufruhigeren Markenreifen? Ist das letzte Stückchen
Fahrkomfort wichtig, oder doch lieber, dass man
auch bei einem defekten Reifen noch bis zum
Termin oder zumindest bis zur Werkstatt kommt
– mit einem Runflat-Reifen? Soll vielleicht generell schon ein Reifendruckkontrollsystem
– soweit verfügbar – für alle Fahrzeuge vorgeFlottenmanagement 5/2010
optimieren
schrieben werden, wie es ja ohnehin ab 2012
sinnvoller Weise in der EU Pflicht wird?
Wenn dann der richtige Reifen gefunden ist,
gehen die Entscheidungsprozesse weiter: Auf
welche Felge soll oder darf der gewählte Reifen
aufgezogen werden? Alu- oder Stahlfelgen
sind weniger eine Frage von Fahrkomfort und
Praktikabilität, als vielmehr eine Frage von
Außenauftritt und Mitarbeitermotivation.
Heute ist der Anschaffungspreis zwischen
diesen Felgenarten aber gar nicht mehr so
unterschiedlich, jedoch sind die Alufelgen
empfindlicher, und Beschädigungen können
den gewünschten Restwertvorteil schnell
wieder aufheben. Dafür bieten inzwischen
Reifendienstleister gute und preisgünstige
SmartRepair-Verfahren auch für Alufelgen an.
Ebenfalls zu entscheiden ist, ob sich der
Fuhrparkleiter der inzwischen überwältigenden Mehrheit derer anschließt, die im saisonalen Wechsel Sommer- und Winterreifen fahren
lassen anstelle von Ganzjahresreifen oder gar
nur Sommerreifen (hier ist die Quote erfreu-
licherweise auf rund fünf Prozent zurückgegangen). Diese Frage sollte nicht nur unter
Kostengesichtspunkten, sondern auch unter
dem Gesichtspunkt der Fahrersicherheit entschieden werden. Nicht zuletzt gibt es ja auch
noch eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers –
auf keinen Fall sollte ein Dienstwagen im Winter
mit Sommerreifen gefahren werden.
Aber auch die Frage, ob der Fuhrparkleiter einen
Reifenservice im Leasingvertrag abschließt,
oder eben doch einen externen Dienstleister
wählt, birgt Optimierungspotential. Denn
es gibt inzwischen mehrere professionelle
Dienstleister, die den Reifenservice oft günstiger und individueller anbieten können. Bei
einem Kauffuhrpark stellt sich die Frage nach
dem Outsourcing-Partner allemal, denn das
Reifenmanagement frisst, wenn man nicht jeden Tag damit beschäftigt ist und es nur für den
eigenen Fuhrpark machen muss, unnötig Zeit
und mithin Geld.
Auf den folgenden Seiten in unserem
Reifenspecial haben wir einige Aspekte des
Reifenmanagement zusammengetragen.
Ihnen reibungslose
TOP SERVICE TEAM bietet
Fuhrparkbetreuung.
n und individuelle Vore Crew hat eigene Spielregel
Jed
.
ers
and
ist
rieb
Bet
er
Jed
st verlieren Sie Zeit und
gilt: Es muss rundlaufen, son
aussetzungen. Aber immer
ggesellschaften sind
er fast aller namhafter Leasin
Geld. Als Kooperationspartn
d bieten Ihnen Reifen,
Un
he.
en immer in Ihrer Nä
ung
lass
der
Nie
380
r
übe
wir mit
Serviceleistungen. Vom
Unternehmen abgestimmte
Felgen sowie perfekt auf Ihr
hat, bis zum europartiment für alles, was Räder
herstellerunabhängigen Vollso
Nutzfahrzeuge.
weiten 24h-Pannenservice für
Qualität.
MImmer in TOP SERVICE TEA
op-service-team.de
Weitere Infos hier: www.t
jeder Filiale.
Persönliche Beratung in
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
70
Special Reifen
Cleverness
Volkswagen Leasing erweitert ihr Reifen-Clever-Paket um Pneus des
koreanischen Herstellers Hankook. Im Angebot enthalten sind der Ersatz von
Sommer- und Winterreifen inklusive ein Satz Stahlfelgen für Winterreifen einschließlich Wucht- und Montagekosten - die Übernahme der Kosten für
den saisonbedingten Reifenwechsel und ein bargeldloser Bezug der Reifen
bei sämtlichen deutschen Volkswagen und Audi Partnern. Kunden würden
bei der Inanspruchnahme des Paketes mit einem Preisvorteil von 40 Prozent
im Vergleich zur freien Reifenherstellerwahl profitieren. In limitierter
Ausprägung beträgt der Vorteil 30 Prozent. Das Angebot ist auf Großkunden
zugeschnitten und steht für alle Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge zur
Verfügung. Bei einer Laufleistung von 30.000 Kilometern im Jahr wären das
zum Beispiel für den Volkswagen Passat Variant 2,0 TDI mit 103 kW mit einer
205/ 55R16-Bereifung 28,29 Euro netto/ Monat, für den Volkswagen Caddy
1,9 TDI 55 kW mit einer 195/ 65R15-Bereifung 19,19 Euro netto.
Vorbeugung
Kaufanreiz
In diesem Herbst lohnt sich der Wechsel auf Winterreifen für Kunden von
Pirelli. Der Hersteller belohnt Kunden bis zum 30. Oktober mit einer Prämie
bis zu 40 Euro anlässlich seiner Pirelli Sicherheitskampagne „Sicherheit
zahlt sich aus!“, wenn diese sich für einen Satz neuer Pirelli Winterreifen
entscheiden. Wer bei einem an
der Kampagne teilnehmenden
Reifenhändler einen Satz
neuer Pirelli Winter- oder
Ganzjahresreifen bis 16 Zoll
kauft, erhält 20 Euro, ab 17
Zoll Durchmesser wird er mit
einem Cashback von 40 Euro
belohnt. Zum Erhalt der Prämie
müsse der Reifenkäufer eine
Teilnahmekarte ausfüllen und
diese samt Rechnungskopie
an
Pirelli
Deutschland
schicken. Nach Prüfung der Unterlagen sendet der Hersteller dem Käufer
einen Verrechnungsscheck mit entsprechendem Erstattungsbetrag zu. Auf
der Homepage von Pirelli findet man die Liste der teilnehmenden Händler.
Service
Die GDHS Goodyear Dunlop Handelssysteme
GmbH, baut das Mobile Marketing weiter aus.
Neben der im September gelaunchten Reifen
App gibt es auch eine Kfz-Service App mit
allen GDHS-Partnern mit Kfz-Service. Die
GDHS will damit jeden potentiellen iPhoneKunden erreichen. Zu den App Vorteilen zählt
die GDHS unter anderem eine geo-codinierte
Suche mit integriertem Routenplaner,
Kfz-Meisterbetriebe mit Full Service für
Kfz-Technik,
Reifen-Service,
günstige
Reifen- und Felgenangebote namhafter
Hersteller, Inspektionsservice, ScheibenService, Smart-Repair. Wer unterwegs eine
Panne hat und im App Store Kfz-Service
sucht, bekomme als erstes die neue App
der Goodyear Dunlop Handelssysteme
angezeigt. Dem Kunden soll damit ein
schneller Service angeboten werden, wenn
das Fahrzeug gar nicht mehr fährt und im
Zweifelsfall der nächste Partner der GDHS
somit schnell zur Stelle sein kann. Der GDHS
verzeichnet im gesamten Bundesgebiet
über 880 Partnerbetriebe, die sich um alle
Belange rund um das Fahrzeug kümmern.
Flottenmanagement 5/2010
Mit den ersten kühlen Herbsttagen wird die
Winterreifensaison eingeläutet. Autofahrer, die viel
unterwegs sind, sollten spätestens jetzt in Sachen
Winterbereifung reagieren. Wer jetzt handelt,
bleibt vor möglichen Lieferengpässen seitens der
Reifenhersteller verschont. A.T.U rechnet mit einer
Winterreifenknappheit auf dem Markt. Hintergrund:
Durch den langen, vergangenen Winter und die hohe
Nachfrage aufgrund der zwei Millionen, durch die
Abwrackprämie zugelassenen Neufahrzeuge, bestünden
in der Branche Verfügbarkeitsschwierigkeiten. Durch
die Abwrackprämie wurden bis ins Frühjahr 2010
erhöhte Abverkäufe von Winterreifen notiert. Dadurch
mussten die Hersteller die Sommerreifenproduktion
2010 nachziehen. Demzufolge verzögere sich nun auch
die Winterreifenproduktion 2010/2011, nicht zuletzt
auch aufgrund vieler Reifenwerksschließungen im Zuge
der jüngsten Wirtschaftskrise. Pünktliche A.T.U-Kunden
profitieren zum Saisonbeginn von Sachprämien und
Preisnachlässen verschiedener Hersteller. Zudem erhält
der Kunde noch bis zum 12. Oktober einen 25-EuroGutschein für Service und Montage.
Intelligenz
Continental
bringt
demnächst
ein
Reifendruckkontrollsystem auf den Markt,
das in Kombination mit dem Smartphone
bedienbar sein soll. Die neue Anwendung
soll eine Daten-Übermittlung des korrekten
Reifendrucks direkt an das Smartphone
ermöglichen. Der Hersteller zielt damit
auf sichereres und wirtschaftlicheres
Autofahren in Zukunft ab. Via Funk soll die
Fahrzeugelektronik mit dem Smartphone
des Fahrers verbunden sein. Somit sei ein
schneller Datenaustausch möglich. Der so
genannte Continental Filling Assistant der
Division Interior gibt den exakten Druck
jedes Reifens am Smartphone an. So könne
beim Nachfüllen von Luft auch bei ungenau
messenden Luftdruckstationen der optimale
Reifendruck erreicht werden. Bei korrekter
Reifenfüllung ertöne optional ein kurzes
Hup- und Blinksignal zur Bestätigung für den Fahrer. Ein Reifendruckinformationssystem
mit entsprechender Sensorik im Reifen, und eine ab Werk im Fahrzeug integrierte
Elektronik mit Funkschnittstelle seien dafür notwendige technische Voraussetzungen.
Continental rechnet nach eigenen Angaben ab 2013 mit dem Serienstart der ersten
entsprechenden Reifen.
Special Reifen
71
Diese Karte
hält Ihre Flotte
in Bewegung…
Jetzt an über 2.000 Tankstellen
Den Winter erfährt man
am sichersten mit Winterreifen...
Oktober bis Ostern
Es wird wieder Zeit für den alljährlichen Wechsel von Sommer- auf
Winterreifen. Die Reifenhandelsunternehmen mit ihrem Flottenservice
bieten sich aus vielen Gründen dafür
an. Flottenmanagement liefert eine
aktuelle Übersicht.
Wir befinden uns im Jahre eins nach dem
Winter, der allen gezeigt hat, dass es in ganz
Deutschland noch echte Winter gibt. Wenn
es in letzter Zeit auch im flachsten Flachland
und in der Großstadt die Notwendigkeit für
Winterreifen gab, dann in den Wintermonaten
2009/2010. Wer ohne Winterreifen womöglich
auf der Straße in eine brenzlige Lage geraten
ist, wird nun bestimmt einen Satz dieser speziellen Pneus besitzen. Einen entsprechenden
Ansturm erlebten die Reifenhändler, die neben
den Neuwagen aus der Umweltprämien-Aktion
des Staates auch die bisherigen Winterreifenmuffel versorgen mussten.
Auf Nachfrage bei den in der Tabelle auf Seiten 72/73 angegebenen Flottendienstleistern
erfuhren wir, dass sich beispielsweise bei Euromaster die Terminanfragen aller Kunden auf
einen kleinen Zeitraum konzentrierten, was
durch verlängerte Öffnungszeiten gut kom-
pensiert werden konnte. Der hohe Bedarf an
Winterreifen und auch Felgen führte bei vielen
Reifenhandelsunternehmen zu knappen Lagerbeständen, weil sich auch bei den Herstellern Lieferengpässe einstellten. Unternehmen
mit einer großen Mengenbevorratung wie zum
Beispiel A.T.U brachte dies einen starken Zulauf von Kunden ein. Als Konsequenz aus dem
Ausnahme-Winter wenden sich die Flottenverantwortlichen abermals an die Fuhrparkleiter
und empfehlen eine rechtzeitige Umbereifung.
Steht der Austausch von Reifen an, sollte der
Dienstwagennutzer ebenfalls an eine zeitnahe
Reservierung der richtigen Pneus denken. Damit kann er sicherstellen, die passenden Reifen vor Wintereinbruch am Fahrzeug zu haben.
„Der letzte Winter hat in Deutschland wieder
dazu geführt, Klimaveränderung zum Trotz,
dass die richtige Bereifung – Winterreifen –
wieder an Bedeutung gewonnen hat“, so Arndt
Metzler von der First Stop Reifen Auto Service
GmbH.
Wenn Sie als Unternehmung
einen Fuhrpark unterhalten,
dann sind Sie bei uns richtig
und können das Potential der
Karte voll ausschöpfen.
Die AVIA R-Card unterstützt
Sie in der Steuerung Ihres
Fuhrparks und entlastet Ihre
Buchhaltung.
www.avia.de
Neben den Vertragsautohäusern händeln vor
allem namhafte Reifendienstleister den Service rund um den Reifen beim Dienstwagen.
Gut angekommen in der Branche sind nach
eigener Aussage die Neufusionen Servicequadrat (point S und Top Service Team) sowie
Fleet Partner (Pneuhage, Reiff und Vergölst).
Wolfgang Weigand von Servicequadrat: „Die
wichtigsten Synergien liegen sicherlich in der
Vereinheitlichung der Abwicklungen sowohl
zu unseren Reifen-Service-Leistern als auch
Flottenmanagement 5/2010
72
Special Reifen
zu unseren Kunden hin. So entsteht natürlich ein erheblicher
Kosteneffekt, wenn wir beispielsweise heute nur eine Schnittstelle zur Verfügung stellen müssen.
Alle zentralen Flottenkunden
der point S und Top Service Team
konnten in unser neues Unternehmen überführt werden. Wenn
wir beachten, dass Servicequadrat direkt auf dem Höhepunkt der
Krise zum Laufen kam, können
wir besonders Stolz darauf sein,
dass so viele Kunden uns ihr Vertrauen geschenkt haben.“
Bei Fleet Partner profitieren die
drei beteiligten Unternehmen
vom Netzwerk sowie von der zentrale Abwicklungsplattform. „Die
Entwicklung und Akzeptanz bei
Bestands- und Neukunden sehen wir sehr positiv“, so Thorsten
Schuckenböhmer, Leiter Großverbrauchergeschäft bei der Vergölst
GmbH.
Kooperation mit den Leasinggesellschaften, bundesweite Verbreitung der Niederlassungen,
elektronische
Rechnungsstellung, umfassende Reportings und
Reifeneinlagerung sind hauptsächliche Gründe dafür, dass
Fuhrparkfahrzeuge bei den Reifenhandelsunternehmen Halt machen. Auf die Frage, was den Flottenkunden bei EFR wichtig ist,
antwortet Key Account Manager
Andreas Kuhl: „Ein breites Angebot an Reifen und Felgen mit der
optimalen Beratung als Wohlfühlfaktor sowie optimale Erreichbarkeit für die Terminabstimmung.
Bei uns werden die Nutzer frühzeitig durch Anschreiben informiert, nach der Abstimmung erfolgt die Vorbereitung der Ware
für eine schnelle Umsetzung. Zusätzliche „Flottenbühnen“ unterstützen die zeitnahe Montage.“
Modernste technische Ausstattung gehört mit zu den wesentlichen Merkmalen der auf Reifenservice spezialisierten Werkstätten. Christian Fischer, Leiter
4Fleet Group: „Hinzu kommt eine
gute Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter in den Betrieben. Die Anforderungen bei der
Reifenmontage steigen kontinuierlich. Ebenfalls wichtig ist eine
ausgeprägte Serviceorientierung.
Dienstwagenfahrer haben oft
wenig Zeit, da ist eine schnelle
und zuverlässige Abwicklung der
Schlüssel zum Erfolg.“
Bernd Thorwart, Leiter Fleet Solution bei der Driver HandelssysteFlottenmanagement 5/2010
me GmbH, Geschäftsbereich Fleet:
„Die Kunden bevorzugen heute
eine vollintegrierte Lösung. Dies
bedeutet einen elektronischen
Freigabeprozess, Reporting sowie
individuelle Betreuung und Beratung. Ein zunehmend wichtiges
Instrument ist die Online-Terminvergabe, damit der Fahrer zeitunabhängig seinen Reifenwechsel
planen kann.“
Weitere Trends, die die Reifendienstleister beobachten, sind die
Nachfrage nach „grünen Reifen“
wie bei Driver Fleet und Euromaster sowie die Annahme des Angebots von Reifenpauschalen bei
A.T.U. „Vor allem Kunden, die früher Full Service Leasing Verträge
abgeschlossen hatten, entscheiden sich für Reifenpauschalen,
nicht zuletzt aufgrund von Einsparungen, die bei gleicher Leistung und voller Transparenz realisiert werden. Bei Fleet Partner
erfährt der Autoservice besonders
im Fast Fit Bereich einen Anstieg,
wie Thorsten Schuckenböhmer,
Leiter Verbrauchergeschäft der
Vergölst GmbH, mitteilt.
So hat der Fuhrparkleiter genug
Instrumente und Argumente an
der Hand, seine Fahrer zum saisonalen Reifenwechsel zu bewegen.
Rechtzeitig darum gekümmert,
kostet dies kaum Zeit, denn mindestens eine Station befindet sich
garantiert in der Nähe – und wenn
alles nicht hilft, bieten einige Unternehmen ja noch den Wechsel
beim Kunden vor Ort an.
Schließlich geht es im Falle eines
Fahrzeug-Unfalls oder -Ausfalls
um Geld, wenn der Angestellte temporär nicht seiner Arbeit
nachgehen kann. Das sollte sich
eigentlich jeder Fahrer vor Augen
führen. Auch wenn das OLG Oldenburg den Bußgeldtatbestand,
der sich mit der ungeeigneten
Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen befasst, als
verfassungswidrig beurteilt (OLG
Oldenburg, Az. 2 SsRs 220/09, siehe auch die Rubrik Recht ab Seite 56 in dieser Ausgabe), ist das
kein Freibrief für das ganzjährige
Fahren mit Sommerreifen. Dem
Dienstwagenfahrer sollte das eigene Wohlergehen und das seiner
Mitmenschen auf der Straße so
viel Wert sein, um in Winterbereifung zu investieren. Zweifelsohne
kann das das Risiko eines Unfalls bei winterlicher Witterung
vermindern und spart die ganzen Scherereien, die ein Unfall
zwangsläufig mit sich bringt.
Reifenhandelsun
Anbieter mit Adresse
A.T.U Auto-Teile-Unger
GmbH & Co. KG
Dr.-Kilian-Str. 11
92637 Weiden
Stationen BRD/Europa
650
Driver Handelssysteme
GmbH
Geschäftsbereich Fleet
Management
Höchster Strasse 48 - 60
64747 Breuberg
Deutschland: 450
Mindestanzahl Hebebühnen je
Station
5
2
Zusätzliches Personal in
Spitzenzeiten
Längere Öffnungszeiten in
Umrüstphasen
Welche Reifenmarken im
Angebot?
ja
ja
ja
ja
Reifeneinlagerung?
Reifenreparatur?
Reifen für Transporter?
Autoservice, wenn ja welcher?
ja, bundesweit
ja
ja
sämtliche Wartungs- und
Instandhaltungsarbeiten,
Inspektionen nach
Herstellervorgabe
ja
ja
ja
ja, je nach Partner
Besondere Konditionen, wenn
ja, ab welcher Fuhrparkgröße?
2
k. A.
Servicekarte, wenn ja, was
beinhaltet sie?
sämtliche mit dem Kunden vereinbarten Leistungen
ja, kundenindividuell
Direktkommunikation mit
Fahrern?
ja
ja, falls gewünscht
Frühwarnsystem
Winterreifenwechsel?
nein
ja
Hol-/Bringservice?
Mobile Fitting?
EU-weite Reifen- &
Mobilitätsgarantie?
Reporting, wie ausgestaltet?
ja
nein
ja
ja
ja
gemäß Hersteller
mit dem Kunden abgestimmtes
Reporting
ja, kundenindividuell
Fuhrparkanalysen?
Besondere Dienstleistungen
für Flottenbetreiber, wenn ja,
welche?
ja
Wartungspauschalen,
Reifenpauschalen, Full Service
Leasing, euroShell CARD als
Zahlungsmittel
ja
elektronischer Freigabeprozess
Ansprechpartner für
Flottenkunden mit
Kontaktdaten
Manfred Koller
Tel. 0961/3065745
Mobil 0162/2705241
fl[email protected]
Bernd Thorwart
[email protected]fleetsolution.de
Continental, Michelin,
alle namhaften
Bridgestone, Firestone, Uniroyal,
Semperit, Goodyear, Barum etc.
Special Reifen
73
nternehmen im Flottengeschäft
EFR Einkaufsgesellschaft
Freier Reifenfachhändler
mbH & Co. KG
Duseltalstr. 15
34131 Kassel
Euromaster GmbH
Mainzer Straße 81
67657 Kaiserlsautern
First Stop Reifen Auto
Service GmbH
Justus-von-Liebig-Straße 1
61352 Bad Homburg
4Fleet Group GmbH
Xantener Str. 105
50733 Köln
Servicequadrat GmbH &
Co. KG,
Lagerstraße 13
64807 Dieburg
Vergölst GmbH
Geschäftsbereich Fleet
Partner
Büttnerstr. 25
30165 Hannover
311 / 352
über 300 / über 1.600
230 / über 2.000
900 / 3.000
über 700 / über 2.000
mind. 2
3 (in der Regel)
1
grundsätzlich ja, aber abhängig
von Gesellschafter
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, nach Kundenanforderung
alle namhaften Reifenhersteller,
außer BRI
alle gängigen Marken
individuell unterschiedlich,
mindestens drei Hebebühnen pro
Station vorhanden
ja, in der Umrüstzeit zusätzliches
Personal vorhanden
ja, regionale Unterschiede, daher
individuelle Regelungen
alle gängigen Reifenmarken
ca. 1.000 Stationen bundesweit,
ca. 2.000 Stationen europaweit
unterschiedlich, mind. 2 je nach
Größe der Station
alle gängigen Reifenmarken
alle Marken
ja
ja
ja
abhängig vom
Einzelgesellschafter. Keine einheitliche Regelung in ländlichen
Gebieten.
ja
ja
ja
Inspektionen,
Hauptuntersuchung in
Kooperation mit den drei TÜVOrganisationen, Ölwechsel,
Autoglas, Reparaturen (z. B.
Auspuff, Bremsen, Batterie und
Stoßdämpfer), Klimaservice
ja, ab 5
alle relevanten Marken-Reifen
sowie Eigenmarken (point
S Sommer- und Winterstar,
Truckstar sowie Teamstar)
ja
ja
ja
ja, Bremsen, Stoßdämpfer,
Auspuff, Inspektionen, Glas,
AU/HU
ja
ja
ja
ja
Inspektionen, Bremsenservice,
Auspuff, Stoßdämpfer,
Ölwechsel, Achsvermessung,
HU/AU, Gasumbau
ja
ja
ja
Dienstleistungsangebot,
Inspektion, Autoglas,
Autoservice, Smartrepair
Sonderkonditionen unabhängig
von der Fuhrparkgröße
individuell
ja, individuell ab 100 Fahrzeugen ja, Fuhrparkgröße nicht festgelegt
ja, diverse
Autoserviceleistungen, u.a. HU/
AU, Inspektionen, kostenloser
Sicherheitscheck
Direktansprache durch die
Stationen, über Email, Telefon,
Direct Mailing
Direktansprache durch die
Stationen, über Email, Telefon,
Direct Mailing
abhängig vom Kundenwunsch
ja, Kaufberechtigung bei über
1.000 Servicestationen in unserer Organisation
ja, dient zur Kundenidentifikation
nein
ja, direkt durch unsere
Servicepartner vor Ort
ja, über Betriebe und CallCenter
nein
ja
ja
ja
in Absprache
ja
ja, auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Umsatz / Absatz von Reifen und
Dienstleistungen sowie Share of
Account der Reifenmarken
nach Kundenwunsch
ja / kundenindividuell
ja, individuell nach
Kundenwunsch
Sämtliche Standardreportings
ja
Alufelgenprogramm/konfigurator, Räder, Reifenund Autoservice, mobile
Reifenmontage, persönliche
Ansprechpartner im Außen- und
Innendienst, systemseitige
Fixierung und Umsetzung der
Kundenvorgaben, bundesweit
gültige Rahmenvereinbarungen
für Reifen und Dienstleistungen,
zentrale Hotline zur
Service-Partner-Ortung,
Adressverzeichnis aller
Partner, einfache, bargeldlose
Abwicklung vor Ort, bundesweite
Zentralfakturierung, OnlineAbrechnungssystem
Christian Fischer
Tel. 0221/97 666-700
Fax 0221/97666-515
offi[email protected]fleet.de
www.4fleet.de
ja
ja, unterschiedlich auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen
Flotte zugeschnitten
ja
Onlineterminvergabe,
Kundenhotline, UVV-Prüfung
Smart Repair, Ersatzwagen,
Plattformmanagement, fahzeugspezfische Freigaben
Wolfgang Weigand,
Mobil 0162/2663946
[email protected]
servicequadrat.de
Vergölst GmbH
Thorsten Schuckenböhmer,
Volker Eitel, Bernd Weishaupt
Tel. 0511/938-20555
Fax 0511/938-20544
hotlinefl[email protected]
www.fleetpartner.de
grundsätzlich werden
Flottenbetreiber umfassend
betreut. Die konditionelle
Gestaltung ist nur ein Teil des
gängigen Gesamtangebots.
bei IFS Kunden alle relevanten
ja, Nachweis für vereinbarte
Fahrzeugdaten zur einwandfreien Konditionen/ZahlungsmoLegitimation
dalitäten
www.efr-online.de
ja, in Absprache mit Kunden /
Fuhrparkmanagern
durch unsere Gesellschafter vor
Ort wird der Flottenkunde frühzeitig informiert, und es werden
spezielle Angebote gemacht
je nach Region ja
einzelne Gesellschafter ja
nur über Reifenindustrie
teilweise (in Abstimmung mit
Kunden / Fuhrparkmanagern)
durch unser Reifenmanagement
im Rahmen der IFS
ja, mit Wunschdaten,
wie Restprofiltiefen,
Einlagerungsdaten usw.
nur regional vor Ort
momentan alle elektronischen
Abrechnungstools. In Kürze
neue.
Andreas Kuhl
Mobil 0160/90760409
[email protected]
2
ja
ja
z.B. UVV-Prüfung, elektronischer Einlagerungsreporting, individuFührerscheincheck, KM-Verträge elle Kundenbetreuung
für kleine und mittlere Fuhrparks
Michael Bogateck
Mobil 0172/9711855
Tel. 06039/937537177
michael.bogateck
@euromaster.com
Arnd Metzler
Tel. 06172 / 408 119
Fax 06172 / 408 125
[email protected]
ja
ja
ja
Auspuff, Bremsen, Stoßdämpfer,
Klima, Inspektionen, Scheibe etc.
Flottenmanagement 5/2010
74
Special Reifen
Läuft alles ru
Beim Reifenmanagement im Fuhrpark sollte sich der Fuhrparkleiter regelmäßig mit der Notwendigkeit bestimmter Aspekte rund um die Räder befassen.
Wir geben Entscheidungshilfen.
Reifen sind nicht nur schnödes Gummi, das
dürfte jedem Autofahrer bewusst sein. Für den
Fuhrparkmanager bedeuten sie eine Menge Arbeit und Entscheidungen. Dabei kann man die
Management-Aspekte einmal Fuhrpark-übergeordnet und dann noch einmal Dienstwagenbezogen betrachten.
Im Leasing oder nicht?
Generell muss entschieden werden, ob das Reifenmanagement in das Full Service-Leasing
integriert wird. Die Vorteile bestehen beispielsweise darin, dass das Unternehmen von den
Großmengenrabatten der Leasinggesellschaften profitieren kann, dass die Aufwendungen
bargeldlos über die Servicecard abgerechnet
werden, dass die Reifenwechsel idealerweise
über die bundesweit verbreiteten Reifenhandelsgesellschaften organisiert und abgewickelt
Flottenmanagement 5/2010
werden und keine zusätzlichen Rechnungen
anfallen.
Offene oder geschlossene Rate?
Wenn der Reifenservice also in der Leasingrate
eingeschlossen ist, besteht die Wahl zwischen
einer offenen oder einer geschlossenen Abrechnung. Bei der offenen Abrechnung zahlt
der Leasingnehmer die Differenz zwischen den
tatsächlichen Kosten und den gemäß Laufleistung und Laufzeit vereinbarten Abschlagszahlungen. Das heißt, verbraucht der Fahrer mehr
Reifen als angenommen oder wählt er teurere
Varianten, dann gehen die Mehrkosten zu Lasten des Leasingnehmers. Fallen jedoch geringere Kosten an, winkt eine Rückzahlung. Bei der
geschlossenen Rate trägt der Leasinggeber das
Risiko von Mehrkosten, aber auch die Chance,
Geld einzusparen.
Reifenrate
In der Reifenrate wird festgelegt, wie viele Sätze
Ganzjahres- oder Sommerreifen und wahlweise
Winterreifen inklusive Wechsel und Wuchten
während der Laufzeit anfallen. Ebenso können
Vorgaben wie eine Auswahl von drei Premiumfabrikaten gemacht werden. Es ist sehr ratsam,
einen finanziellen Rahmen zu fixieren, in dem
sich der Dienstwagennutzer bewegen darf, wenn
er neue Reifen benötigt. Bei vielen Reifenhandelsunternehmen lassen sich diese Einschränkungen, die auch für Reifengrößen gelten können, hinterlegen. Apropos Größen: Bereits in der
Dienstwagenordnung sollte bestimmt werden,
welche Reifen und Felgen für welche Dienstwagengruppen erlaubt sind, beziehungsweise welche nicht. Schließlich ist der Dienstwagen so
etwas wie die Visitenkarte des Unternehmens,
der zumindest neutral sein oder einen positiven
Eindruck hinterlassen sollte. Alufelgen werden
übrigens oftmals in günstigen Kompletträderpaketen angeboten, so dass sie kaum teurer
sind, als Reifen mit Stahlfelgen und Radkappen
(plus Ersatzradkappen im Laufe der Zeit). Zudem
erhöhen Alufelgen den Restwert.
Special Reifen
75
nd?
Reifenservice muss
sein, das macht der
Dienstwagennutzer in
der Regel nicht selbst
(li.)
Bargeldloser Service
mit vertraglich festgelegtem Reifenersatz
(re.)
Des Weiteren kann über die Reifenrate eine Einlagerung der Pneus, Reifenwäsche, Befüllung
mit Reifengas oder andere Dienstleistungen
vereinbart werden.
In- oder Outsourcing?
Fällt die Entscheidung gegen das Full ServiceLeasing beziehungsweise handelt es sich um
einen Kauffuhrpark, muss der Fuhrparkleiter
überlegen, ob es komplett inhouse erledigt
wird, beziehungsweise mit dem örtlichen Rei-
Driver Fleet Solution ist Ihr
professioneller Partner für das
Reifenmanagement von Flotten:
fenhändler, der Vertragswerkstatt oder ob eine
der deutschlandweit operierenden Reifenhandelsunternehmen ein komfortables Management aus einer Hand liefern darf. Hier spielt es
natürlich eine Rolle, wie groß der Fuhrpark ist,
wo sein Einsatzgebiet liegt, welchen Reifenbedarf die Flotte hat und ob auch Autoservice
durchgeführt werden soll. Einer der Flottenmanagement-Redaktionsbeiräte gab folgende
Gründe für den Wechsel weg vom Reifenmanagement im Full Service-Leasing zu einem
Reifendienstleister an: Einsparungen, bessere
organisatorische Abwicklung und kostengünstige Winterkompletträder, mehr Transparenz,
Einschränkungen bei der Reifenbeschaffung
inklusive Freigabeprozedere über Partner möglich.
Reifenpauschalen
Auch ohne Leasingunternehmen im Rücken
kann der Fuhrparkmanager mittlerweile auf
Reifenraten zurückgreifen. A.T.U. bietet eine
• Bundesweit flächendeckendes Netz professioneller Reifenhändler
• Webbasierte Auftragsabwicklung mit Online-Autorisierung
und -Abrechnung
• Kostenreduzierung und -transparenz durch konsequente
Umsetzung der fuhrparkspezifischen Markenund Produktvorgaben
• Elektronische Zentralfakturierung und individuelles Reporting
• Auf Wunsch bevorzugte Ausrüstung mit Umweltreifen zur
Senkung der Fuhrparkkosten und Erfüllung der Umweltrichtlinien der Fuhrparks
www.driver-fleet-solution.de
Sprechen Sie mit uns über eine neue Effizienz im Reifenservice und entdecken Sie, was wir für Sie tun können:
Telefon 01802/337546 ( 6 Cent/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend ) oder www.driver-fleet-solution.de.
76
Special Reifen
Checkliste:
Entscheidungen im Reifenmanagement
9 Reifenmanagement im Full Service Leasing?
9 Reifenmanagement inhouse oder
outgesourct mit Reifenhandelskette?
9 Offene Servicerate? Geschlossene Servicerate?
9 Welche Reportings?
9 Sommer-/Winterreifen?
9 Ganzjahresreifen?
9 Run Flat-Reifen?
9 Vorgabe eines Preisrahmens bei der ReifenAlu oder Stahl –
eine Kosten- oder Imagefrage?
monatliche Reifen- und Räderpauschale an, die
je Fahrzeug definiert wird. Zum Vertragsende
werden Einnahmen und Ausgaben in Relation gesetzt und entsprechend verrechnet. Der
Fuhrparkleiter kann gezielt Einfluss auf die
Kosten nehmen, indem er die Reifenwahl einschränkt, Geschwindigkeitsindizes sowie Auflagen zu den Dienstleistungen bestimmt. Zusätzlich erhält er die volle Kostentransparenz,
wie Manfred Koller, Bereichsleiter Fleet bei
A.T.U., versichert. Im oben genannten Fuhrpark
des erwähnten Beiratsmitglieds überlegt man
übrigens mittlerweile, nach anfänglicher ISTKostenabrechnung mit den damit verbundenen
Kostenschwankungen, zur besseren Planung
eine Flatrate einzuführen, welche aber nicht
identisch mit der Leasingpauschale ist.
Weitere Entscheidungen, die von uns befragte
Fuhrparkentscheider im Reifenmanagement
inhouse zu treffen haben: ab welcher Mindestprofiltiefe sollten Reifen ersetzt werden? Funktioniert es, nur eine Reifenmarke vorzugeben?
Saisonaler Wechsel?
Dass der saisonale Wechsel von Sommer- auf
Winterreifen und umgekehrt oder zumindest
die Wahl von Ganzjahresreifen mit dem Schneeflockensymbol für Dienstwagenfahrer unerlässlich sein sollte, haben wir oft genug erwähnt.
Letztlich hat der letzte Winter auch die Notwendigkeit aufgezeigt. Aber ebenfalls die Statistik zeigt: Die Umrüstquote steigt, wie eine
Umfrage der Goodyear Dunlop Tires Germany
bestätigt. Hatten im Winter 2008/2009 noch
83 Prozent der Fahrer auf Winterreifen umgerüstet (8 Prozent fuhren mit Ganzjahresreifen,
9 Prozent mit Sommerreifen), so lag die Quote
im vergangenen Winter bei 87 Prozent (stabile
8 Prozent für Ganzjahresreifen, nur noch 5 Prozent für Sommerreifen). Die Dienstwagenfahrer
gehören sowieso nicht zu den Wechselmuffeln,
wie uns Walter Krause von der EFR verriet. „Das
Schneechaos im Februar 2010 hat in der Masse
die Privatkunden erwischt.“ Wenn schon nicht
gewechselt wird, weil Ganzjahresreifen zum
Zuge kommen, dann aus dem Grund, dass die
Witterungseinschränkungen im Einsatzgebiet
nicht so drastisch ausfallen und dass somit der
Flottenmanagement 5/2010
Wechselaufwand auf ein Minimum reduziert
wird.
Dienstwagenspezifische Tipps
Steht für den Dienstwagennutzer ein neues Fahrzeug an, sollte die Organisation rund
um die Räder schon anfangen. Bereits bei der
Fahrzeugbestellung lässt sich festlegen, ob
das Fahrzeug, wenn es im Herbst ausgeliefert
wird, auf Winterreifen kommt. Die Nutzer selber
sollten sensibilisiert werden, Spritsparreifen
einzusetzen. Wie der Selbsttest in Flottenmanagement 5/2009 (S. 56) gezeigt hat, ergibt sich
tatsächlich eine nicht zu vernachlässigende
Ersparnis von 0,33 Liter auf 100 km, vor allem
auf die Jahreslaufleistung gerechnet. Werden
die Reifen selbst gekauft, können die übrigen
Saisonreifensätze beim Fahrzeugwechsel weitergenutzt werden, wenn sie noch nicht so viele
Kilometer im Einsatz waren. Übrigens: Steht die
Fahrzeugrückgabe oder der Verkauf an und verunstalten Kratzer und Dellen die sonst schmucken Alufelgen, gibt es auch seriöse Anbieter
von SmartRepair für Felgen.
Letztlich kann der Fuhrparkmanager nur mittels eigener Ausschreibungen und Verhandlungen mit Reifendienstleistern und Leasinggesellschaften Aufschluss erhalten, wessen Angebot für ihn das preiswerteste ist. Nicht nur
die Transparenz über die Reifenpreise, auch der
wahl?
9 Vorgabe von Spritsparreifen?
9 Vorgabe der erlaubten Reifengrößen?
9 Stahlfelgen (mit Radkapppen) oder Alufelgen?
Welche Dienstleistungen soll der Händler
erfüllen können:
9 Bundesweite Niederlassungen?
9 24-Stunden-Dienst? Pannendienst?
9 Mobile Fitting?
9 Hol-/Bringdienst?
9 Reifeneinlagerung beim/ über den Händler?
9 Fahrzeugcheck/ Autoservice?
9 Online-Terminierung?
9 Saisonale Reifenwechselorganisation?
9 Erweiterte Öffnungszeiten?
Verwaltungsaufwand sollte bedacht werden.
Alle Verträge lassen sich schließlich ändern
oder beenden, Erfahrungen werden gesammelt,
und die gegebenen Umstände machen sowieso
öfter neue Handlungsweisen erforderlich.
Reifenrate im Full Service Leasing (u.)
Special Reifen
77
Markenfetisch?
Natürlich spielen Kosten im Fuhrpark eine wichtige Rolle.
Insbesondere beim Reifen stellt sich die Frage, ob man sich für ein
Markenprodukt oder für B- beziehungsweise C-Brands entscheidet.
Meist hemmt der Oktober und der damit eingeläutete Herbstbeginn nicht nur die Laune der
Menschen. Auch der Kostendruck aufgrund des
bevorstehenden Reifenwechsels im Fuhrpark
trübt das heitere Geschäftsbefinden eines jeden
Fuhrparkverantwortlichen, der jetzt abwägen
muss.
Premiumreifen sind nicht nur qualitativ, sie
zeichnen sich auch durch ihre Preise aus.
Entgegengesetzt einem Gebrauchtwagen haben Reifen auch keinen Restwert und sind ab
40.000 Kilometern Laufleistung nicht nur gebraucht, sondern auch verbraucht. Zudem sind
Premiumfabrikate in den bekannten Reifentests
unschlagbar und zeichnen sich vehement durch
ihre Qualität und das hochwertige Material
aus. Im Gesamtergebnis schneiden sie in
punkto Geräuschentwicklung, Rollwiderstand,
Laufleistung, Bremsweg (speziell bei Nässe
und Winterverhältnissen), Kurvenhaftung etc.
besser ab. Abzuwägen ist auch, dass nicht jeder Dienstwagennutzer, insbesondere derjenige
der überwiegend im Stadtverkehr unterwegs
ist, die nonplusultra Reifen schlechthin haben
muss.
Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit
im Fuhrpark ist vor allem die Laufleistung
eines Reifens und genau diese ist bei
Premiummodellen häufig höher als bei den
‚No-Name-Produkten’. Dieser Aspekt begründet nicht zuletzt auch den Preisaufschlag. Mehr
Grip bei sportlichen Reifen bedeutet zugleich
einen höheren Grip und damit mehr Abrieb, weil
der Reifen eben weicher ist. Spürbar ist dies bei
den sportlichen Premiumvarianten ebenfalls im
Preis. Ist ein Fuhrpark mit Premiumfahrzeugen
ausgestattet, sind diese automatisch auch
auf Premiumreifen unterwegs. Sparsamkeit
am Reifen bei Premiumfahrzeugen ist ein
Widerspruch in sich selbst und macht hier demnach keinen Sinn. Bei Servicefahrzeugen sieht
es etwas anders aus: Im Mittelpunkt steht hier
die wirtschaftliche Lösung in den Gesamtkosten
und der Fuhrparkbetreiber muss entsprechend abwägen. Eine mögliche Alternative
wären durchaus No-Name-Varianten. Sicher
ist hier das zu beachtende Hauptkriterium die
Laufleistung.
Der Grund für die höheren Preise bei
Markenherstellern ist deren finanziell aufwendige Investition in die Entwicklung
neuer Produkte, von welcher aber zweifelsohne der Kunde profitiert. Ungewiss ist bei
No-Name-Fabrikaten
insbesondere
deren
Sicherheitsgarantie auf Extrem-Bedingungen
wie Schnee und Eis. Schaut man sich ver-
gangene Tests vom ADAC und anderen an,
scheitern Billigvarianten insbesondere an
extremen Wetterbedingungen. Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist die
Materialzusammensetzung der Reifen: Enthält
ein Reifen neben Schwefel und Kohlenstoff
auch Silica ist er fester und haftet besser auf
der Fahrbahn. Wer in der Materialmischung
spart, verliert meistens wichtige Punkte bei der
Sicherheitsgarantie seines Reifens.
Bei Nutzfahrzeugen sollten keine Kompromisse
gemacht werden. Denn hier hat ein geplatzter,
qualitativ schlechter Reifen fatalere Folgen,
als sie beim PKW zu erwarten sind. Hohes
Tempo, hohes Ladegewicht und auch fehlende
Sicherheitseinrichtungen bringen den Fahrer
und unbeteiligte Dritte in unnötige Gefahr. Am
Reifen sollte man hier jedenfalls nicht sparen.
Man geht in der Regel nicht davon aus, dass
Dienstwagenfahrer von der Unvernunft geprägt sind und die Straße absichtlich mit einer Rennstrecke verwechseln. Fahrzeuge und
Reifen werden demnach selten an ihre Grenzen
gebracht. Beim Reifenkauf ist es eine hohe
Kunst zwischen Nutzen und Kosten abzuwägen, und je nach Fahrzeugflottenstruktur kann
der Fuhrparkverantwortliche entsprechend
handeln und zwischen der richtigen, günstigen oder alternativen Reifenwahl entscheiden. Wichtig ist, dass er seinen Fuhrpark, sein
Budget und im besten Fall seine Fahrer gut einschätzen kann. No-Name-Reifenmarken sind
eine Alternative, wenn diese zum entsprechenden und individuellen Nutzen im Fuhrpark angemessen passen.
Flottenmanagement 5/2010
78
Special Reifen
Die neueste Generation rollwiderstandsoptimierter Reifen bietet einen
guten Kompromiss, der im Trend liegt
Reifen sind für bis zu 20 Prozent des Spritverbrauchs verantwortlich. Bei ihrer Produktion
werden circa 30 Prozent an sogenannten Verstärkerfüllstoffen in die Lauffläche eingearbeitet. Erst ihr Zusammenspiel definiert wichtige
Eigenschaften wie Abriebfestigkeit, Haftung
und Reißfestigkeit. Gegenwärtig versuchen die
Reifenhersteller zunehmend, mit neuen Gummimischungen und optimierten Profilen auch
den Rollwiderstand zu verringern. Je weniger
sich ein Reifen verformt, desto geringer sind
die Energieverluste. Grundsätzlich tragen eine
steifere Karkasse und eine spezielle Laufflächenmischung dazu bei, dass ein Reifen „runder“ läuft, er verformt sich dann weniger. Und
in aller Regel verursachen stabile, härtere Reifen geringere Spritverbräuche und CO2 -Emissionen.
Sicher, sparsamer, stiller
D hi
k Physik.
Ph ik Der
D Rollwiderstand
R ll id
d ist
i
Dahinter
steckt
das Ergebnis der Verformungsarbeit des elastischen Reifens, der nur einen Teil der Verformungsenergie zurückfedert, der Rest wird in
Wärme umgesetzt. Diese sogenannten Hysteres-Verluste sind einerseits unerwünscht, weil
Energie nutzlos an die Umgebung abgegeben
wird. Andererseits aber ist die Fähigkeit, Energie aufzunehmen, unverzichtbar, um beim Auftreten von Längs- und Querkräften die Haftung
auf der Fahrbahnoberfläche zu sichern. Es gilt
also, ähnlich wie beim Luftdruck, einen Kompromiss zu finden, wobei der Konstruktion der
Lauffläche eine ähnlich große Bedeutung zukommt wie der Wahl der optimalen Gummimischung.
Die Kenngröße des Rollwiderstandes ist als abstrakter Wert der sogennante CR-Wert, leicht
abrollende Reifen kommen danach etwa auf 0,9,
weniger gute auf etwa 1,1. Das verdeutlicht einerseits zwar das bestehende Entwicklungspotenzial, ändert aber andererseits nichts daran,
dass ein gewisser Zielkonflikt auch bleibt. So
verweist beispielsweise Dr. Burkhard Wies, Leiter der Pkw-Reifenentwicklung bei der Continenal AG, darauf, dass niedriger Rollwiderstand
zunächst einmal optimaler Haftung bei Nässe
diametral gegenüber stehe. Kürzeste Bremswege bei Nässe erzielten nach wie vor Reifen,
die nicht speziell auf niedrigen Rollwiderstand
gezüchtet seien. Auch der ADAC betont als
Quintessenz etlicher Tests, die Entwicklung
müsse wesentlich die Balance zwischen Rollwiderstand und Nass-Grip verfolgen, einen Reifen
nur bezüglich des Rollwiderstands zu optimieren, sei nachteilig. Die aktuelle Generation von
Marken-Leichtlaufreifen erfülle diese Anforderung aber weitestgehend, der Käufer müsse sich
nicht mehr zwischen den Eigenschaften SparFlottenmanagement 5/2010
Das Angebot von Hankook für leistungs- Der Kraftstoffsparer von Continental für
starke und schnelle Fahrzeuge:
die Kompaktklasse: ContiEcoContact 3
Hankook Ventus S1 evo
samkeit oder Sicherheit entscheiden. Bei Billigprodukten hingegen könne sich der Bremsweg
bei schlechten Wetterbedingungen aber durchaus fast verdoppeln.
Die Angaben seitens der Reifen-Experten zur
Spritersparnis durch rollwiderstandsarme Reifen schwanken gegenwärtig zwischen etwa
fünf und acht Prozent. Wo deutlicher spezifiziert wird, wird die Ersparnis im Stadtverkehr
bei gleichbleibender und mäßiger Geschwindigkeit zwischen vier bis acht Prozent und für Autobahnfahrten zwischen drei und fünf Prozent
angesiedelt. Die gegenwärtige Faustformel lautet: Pro zehn Prozent, die der Rollwiderstandsbeiwert gesenkt werden kann – und möglich
sind schon bis zu 30 Prozent –, sinkt der Kaftstoffverbrauch um 1,6 Prozent.
Wie auch immer, fest steht, dass beispielsweise die Entwicklung des 3 Liter-Autos, die
Verbrauchs-Optimierungen bei den „e“-Versi-
Ein Jahr nach seiner Markteinführung auf
bereits 18 Modellen in der Erstausrüstung
montiert: Goodyear Efficient Grip
onen von Audi, den Blue Motion-Modellen von
Volkswagen oder den BMW-Baureihen 1er und
5er ohne Leichtlaufreifen nicht in dem Maße
möglich gewesen wären. Und unabhängig von
der Treibstoff-Ersparnis sorgt ein geringerer
Rollwiderstand auch noch für eine geringere
Geräuschentwicklung, was sich vor allem bei
schnellen Autobahn-Fahrten bemerkbar macht,
wo ansonsten die Geräusche von Motor und
Fahrtwind sehr bald von den Laufgeräuschen
der Reifen übertönt werden.
Nach dem Willen der EU-Komission sollen ab
2012 sukzessive feste Grenzwerte für Nassgriff,
Geräuschentwicklung und Rollwiderstand eingeführt werden. Zudem wird eine automatische
Luftdruckkontrolle vorgeschrieben werden.
Pkw-Reifen dürften nach dem Komissions-Vorschlag ab 2014 nur noch einen Rollwiderstandsbeiwert von höchstens 12 Kilogramm pro Tonne
aufweisen, ab 2016 von 10,5 kg/t. Die meisten
aktuellen Sommerreifen liegen aber schon heute in diesem Bereich.
Special Reifen
Beispiele rollwiderstandsoptimierter Reifen
Fabrikat/Typ
Dimensionen
ContiPremiumContact 2
Serie 50: 195/50 R 15; Serie 55: 185/55 R 14 – 235/55 R 18; Serie 60: 175/60 R 14 –
235/60 R 17; Serie 65: 165/65 R 14 – 215/65 R 16; Serie 70: 155/70 R 14 + 175/70 R 14
ContiEcoContact 3
Serie 55: 175/55 R 15; Serie 60: 165/60 R 14 – 175/60 R 15; Serie 65: 165/65 R 13 –
195/65 R 15; Serie 70: 145/70 R 13 – 185/70 R 14; Serie 80: 145/80 R 13 – 175/80 R 14
ContiSportContact 3
Serie 35: 215/35 R 17 – 255/35 ZR 21; Serie 40: 195/40 R 17 – 265/40 R 20; Serie 45:
195/45 R 16 – 255/45 ZR 19; Serie 50: 205/50 R 17 – 245/50 R 18; Serie 55: 205/55 ZR
17 – 255/55 R 18
Goodyear Efficient Grip
185/65 R 15 – 255/35 R 18
Hankook Ventus S1 evo
45 Serie: 205/45 R 16 – 275/45 R 19; 40 Serie: 195/40 R 16 – 275/40 R 18; 35 Serie:
215/35 R 16 – 285/35 R 19; 30 Serie: 225/30 R 20 – 285/30 R 20; 25 Serie: 265/25 R
20 – 305/25 R 20
Hankook Optimo 4 S
145/80 R 13 – 235/45 R 17
Pirelli Cinturato P6
145/65 R 15 – 195/50 R 15
Pirelli Cinturato P7
205/60 R 16 – 245/40 R 18
Vredestein HI-TRAC
165/60 R 14 – 205/60 R 16
Vredestein Ultrac Cento
205/55 R 16 – 225/50 R 17
IHR EXPERTE FÜR LKW-
UND PKW-FLOTTEN
Mehr Leistung im flächendeckenden Servicenetz von Europas Nr. 1
EUROMASTER ist immer in Ihrer Nähe – und das nicht nur räumlich:
Als Experte für Reifen, Räder und Autoservice sind wir es auch beim
Leistungsangebot. Mit erstklassigen Markenreifen, individuellen Analysen
und Empfehlungen sowie hoch spezialisierten Flotten-Serviceleistungen
unterstützen wir Unternehmen jeder Größenordung. Setzen Sie auf die
Erfahrung der Experten – es lohnt sich!
Über 300 Servicecenter in Deutschland
Über 1.600 Servicecenter in 15 Ländern Europas
Exakt auf Ihre Flotte zugeschnittene Services
Deutschlandweite Flottenkunden-Betreuung durch
unser professionelles Service-Team
Der erste Doppelgewinner der begehrten
Auszeichnungen:
„Die besten Marken 2010““
Kategorie Reifen-Dienste
„Autoflotte
A fl
A
Award
d 2010“
Kategorie Reifenservice
,
D
N
I
S
E
SI NÄHE!
O
W
L
A
EG IND IN IHRER
WIR S
Tel: 0180 1 734336 - 810 • E-Mail: [email protected]
0,039 € / Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.
79
80
Special Reifen
Jetzt
wird´s Zeit!
Continental Winter Contact TS 830 P
Pirelli SnowControl Serie II
Flottenmanagement 5/2010
Alle Winter wieder überraschen spätestens ab November glatte Straßen und
plötzlicher Schneefall die Mehrheit der Autofahrer. Wer im Winter mit einer sicheren Flotte unterwegs sein will, sollte diese deshalb frühzeitig mit
Winterreifen aufrüsten.
Um möglichst unfallfrei durch die kalte
Jahreszeit zu kommen, sollte man im Fuhrpark
zum einen nicht auf Winterreifen verzichten
und zum anderen mit der Montage der Reifen
nicht zu lange warten. Zwar gibt es hierzulande (noch) keine Winterreifenpflicht, aber
dennoch besteht seit dem 1. Mai 2006 laut der
StVO eine so genannte Pflicht zur geeigneten
Bereifung. Kraftfahrzeuge müssen demnach in
ihrer Ausrüstung an die Wetterverhältnisse angepasst sein. Verursacht man mit Sommerreifen
eine Verkehrsbehinderung bei Eis und
Schnee, muss man mit einem Bußgeld und einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Als Unfallverursacher muss man sogar
mit grober Fahrlässigkeit als Vorwurf rechnen – die Folge: Konsequenzen beim KaskoVersicherungsschutz.
Damit es im Fuhrparkgeschäft nicht dazu
kommt, stellen wir an dieser Stelle aktuelle Winterreifenmodelle der Hersteller vor.
Ein angepasster Reifen im Winter gewährt
durch seine spezielle Gummimischung
bei niedrigen Temperaturen und winterlichen Straßenverhältnissen eine ausreichende Elastizität, um eine notwendige
Kraftübertragung und Verzahnung durch zusätzliche Lamellen zum Untergrund zu erreichen. Die Kennzeichnung von Winterreifen M+S
(englisch: Mud and Snow; deutsch: Matsch und
Schnee) sowie das Schneeflockensymbol sind
allerdings auch auf Ganzjahresreifen, wie beispielsweise dem Modell Optimo 4S von Hankook
oder dem Vector 4Seasons von Goodyear, zu
finden. Diese so genannten Allwetterreifen ersparen die Kosten des Reifenwechsels für bis
zu zwei Jahre. Allerdings sind Ganzjahresreifen
nur in bestimmten Regionen – meist in schneearmen Gebieten – sinnvoll. Ganzjahresreifen
sind demnach Kompromissreifen, die lediglich in den Eigenschaften Bremsweg und
Kurvenhaftung gegenüber den Winterreifen
leichte Nachteile haben aber dennoch als angepasste Bereifung vom Gesetzgeber akzeptiert
sind.
Der neue WinterContact TS 830P von Continental
für die Geschwindigkeitsindizien H/V/W mit einem Felgendurchmesser von 16 bis 18 Zoll und
einer Reifenbreite 205 bis 245 ist ein Reifen
der Premiumklasse. Er wurde speziell für eine
Zusammenarbeit mit Fahrassistenzsystemen
wie ESP konzipiert. Durch eine hohe Anzahl
von Blöcken und Lamellen hat der Reifen
eine hohe Griffkante und erzielt damit nach
Herstellerangaben eine bessere Fräswirkung
im Schnee. Zur Direktübertragung der
Fahrwerkeingriffe des ESP wurde der Reifen
mit einer Null-Grad-Sinuslamellierung ausgelegt. Dadurch sollen sogar Querkräfte weitergegeben werden können, so dass selbst bei
Fahrzeugen ohne ESP Lenk- und Bremsmanöver
direkt umgesetzt werden. Sein asymmetrisches
Reifenprofil soll für besseres Handling auf nasser und trockener Fahrbahn sowie bei typischen
Winterfahrbahnverhältnissen sorgen.
Praxis-Tipps
ASSEKURANZMAKLER GMBH
Der Dunlop SP Winter
Sport 3D mit drei unterschiedlichen Lamellen,
ist für gutes Handling
bei Nässe oder auf winterlicher Fahrbahn konzipiert. Auf Eis und
Schnee öffnen sich die so
genannten 3D-Lamellen.
Selbstabstützend
ermöglichen
sie
nach
Herstellerangaben festen Grip bei typischen
herbst- und winterlichen
Fahrbahneigenschaften.
Auf trockener Fahrbahn
schließen sie sich wiederum zum Zweck von
mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.
Durch sein laufrichtungsgebundenes Profildesign
ermöglicht der SP Winter
Sport 3D bei Nässe eine schnelle und wirbelfreie Wasserableitung.
Durch den geringeren Anteil aromatischer Öle im Material, ohne
dass Leistung und Grip negativ beeinflusst werden, soll er umweltfreundlicher sein. Er ist in den Geschwindigkeitsklassen
H/T/V und den Reifengrößen 16 bis 19 Zoll erhältlich.
Dunlop Sp Winter Sport 3D
für Fuhrparkverantwortliche
Exklusiv im Flottenmanagement:
Sammelbare PraxisTipps für Fuhrparkverantwortliche
Jahresausschreibung zu KFZ-Flottenversicherungen
Langsam nähern wir uns wieder dem Jahresende. Da auf diesen Zeitpunkt auch
meist die Hauptfälligkeit von KFZ-Flottenversicherungsverträgen fällt, bedeutet
dies, dass auch die Verhandlungen zu einer Verlängerung dieser Verträge erneut
anstehen. Aufgrund der seit einigen Jahren für die Versicherungsgesellschaften
defizitär verlaufenden Bestände der KFZ-Flottenversicherung und dem daraus
resultierenden Ertragsdruck, werden die Sanierungsanliegen der Versicherer in
diesem Jahr höher und konsequenter ausfallen, als in den Jahren zuvor. Einige
Gesellschaften überdenken sogar einen weitestgehenden Rückzug aus diesem
Versicherungssegment.
Umso wichtiger ist es gerade in diesem Jahr, einen umfassenden Marktüberblick
zu haben. Hierzu sollte ein qualifizierter Dienstleister die Versicherungskonditionen einer Flottenversicherung bei einer Vielzahl (zumindest 20) von Versicherungsgesellschaften abfragen. Kunden eines Versicherungsmaklers sollten dabei
davon ausgehen können, dass ihre Konditionen jährlich auf Marktkonformität
überprüft werden. Zuvor ist es wichtig, die Versicherer sorgsam auszuwählen, die
zur befriedigenden Abwicklung einer KFZ-Flottenpolice auch in der Lage sind.
Hier spielen Faktoren wie Policierungszeiten und -qualität, Verarbeitung von Bestandsänderungen und Schadenbearbeitung eine wichtige Rolle.
Zur Durchführung der Ausschreibung sollten dann alle nötigen Informationen
für zumindest drei zurückliegende Jahre lückenlos aufbereitet werden. Für diese
Zeit sollte die Schadenquote insbesondere auf Richtigkeit der Beitragsbuchungen
und noch vorhandene Rückstellungen überprüft werden.
Je nach Größe der Flotte ist es weiterhin wichtig, das geeignete Prämienkonzept zu finden. Die
Bandbreite zwischen Tarifmodellen, Gewerbekonzepten, bis hin zu Stückprämien ist dabei sehr
groß. Es muss auch überlegt werden, ob man an bestehenden Selbstbehaltsvarianten festhält
oder ob aufgrund des Schadenbildes eine Veränderung sinnvoll sein könnte.
Neben dem Beitragsfaktor ist die Wahl des richtigen Deckungskonzeptes enorm wichtig. Auf
welche Deckungsklauseln es dabei ankommt, wurde an dieser Stelle in den vergangenen Ausgaben schon häufiger hingewiesen. Dies sollte aber auch durch Analyse der bisher eingetretenen
Schäden, individuell für die auszuschreibende Flotte festgelegt werden, so dass auch nur der
Versicherungsschutz eingepreist wird, der auch tatsächlich benötigt wird. Auch die Art der
Fahrzeugbeschaffung (Kauf, Finanzierung, Leasing etc.) spielt dabei eine gewichtige Rolle.
Eine anspruchsvolle Aufgabe ist die anschließende Auswertung der eingegangenen Offerten.
Neben Überprüfung von Preis und Deckung kann es entscheidend sein zu überprüfen, ob der
Versicherer bestimmte Voraussetzungen an das Angebot geknüpft hat. Dies könnten Bonus-/
Malus-Regelungen, aber auch Zwänge bei der Schadenabwicklung sein.
Der UltraGrip Performance
2 von Goodyear ist mit
einer Adaptive SipeGripTechnologie
ausgestattet
und bietet damit zwei verschiedene Zig-Zag-Lamellen
im
Mittenbereich
der
Lauffläche des Reifens. Auch
hier sollen 3D-Lamellen
im Schulterbereich mehr
Stabilität auf nasser oder
vereister Fahrbahn bewirken. Laut Hersteller hat der
UltraGrip Performance 2
die gleiche Funktionsweise
wie die Gummikette einer
Schneeraupe. Zudem ist das
Profil laufrichtungsgebunden. Das Material besteht unter anderem aus einer Silikaund Polymermischung für
eine gute Bodenhaftung
während der kalten, unberechenbaren Wintermonate. Der
UltraGrip Performance ist in den Reifengrößen 16-18 Zoll bis zur
Geschwindigkeitsklasse H erhältlich.
Goodyear Ultra Grip Performance 2
PraxisTipp 4/2010
Aus dem Hause Pirelli kommt der SnowControl II, der speziell
für die Anforderungen des europäischen Marktes konzipiert
wurde und für Fahrzeugtypen vom reinen Stadtauto bis hin zum
sportlichen Mittelklassewagen geeignet sein soll. Laut Hersteller
garantiert der Reifen eine hohe Sicherheitsstufe und bietet auf
nasser sowie glatter Fahrbahn hohen Fahrkomfort. Durch die
Gummimischung des Snow Control II – in der TDC-Technologie
hergestellt – verringert sich das Risiko der Verhärtung bei
sehr niedrigen Temperaturen ganz im Sinne einer gesteigerten Fahrsicherheit. Die Kennzeichnung Ecoimpact soll den
Pirelli Snow Control II als umweltfreundlichen Reifen auszeichnen, der verringerte Rollwiderstand soll Kraftstoffverbrauch
und CO2 -Emissionen reduzieren. Zusätzlich ist er mit einem
Abriebindikator ausgestattet und in den Reifengrößen 14-16 Zoll
in der Geschwindigkeitsklasse T erhältlich. Außerdem steht die
Größe 195/65 R 15 zur Verfügung.
Neu • Neu • Neu • Neu • Neu • Neu • Neu •
P R Ä S E N T I E R T
An dieser Stelle kann lediglich ein kleiner Überblick über die aufwendige und qualitativ hochwertige Arbeit zur Überprüfung von Kraftfahrzeugversicherungen einer Flotte zum Jahresende
gegeben werden. In jedem Fall sollte dies durch einen qualifizierten und unabhängigen Spezialisten durchgeführt werden.
IFFOXX - ASSEKURANZPARTNER FÜR FUHRPARKVERANTWORTLICHE
Internationaler Versicherungsmakler
Spezialversicherungsmakler für den Bereich
Fahrzeugflotten
Betreuung von über 250 Fahrzeugflotten
Internationales Versicherungsmakler-Netzwerk
nahezu weltweit
Zugang zu allen namhaften Versicherern
Universal-Straf-Rechtsschutz für
Fuhrparkverantwortliche
Kfz-SchadenService
Das IFFOXX Rundum-Sorglos-Paket
PLUS
Mit Kfz-SchadenService PLUS bieten wir Ihnen
optional ein Rundum-Sorglos-Paket, das Sie und
Ihre Mitarbeiter weitestgehend entlastet, schadenbedingte Fehlzeiten im Unternehmen vermindert
und Ihre Reparaturkosten im Rahmen der
Selbstbeteiligung spürbar reduziert.
Nähere Informationen:
IFFOXX Assekuranzmakler GmbH
Kunstmühlstraße 12a . D-83026 Rosenheim . Tel. (0 80 31) 35 66-0
Fax (0 80 31) 35 66-66 . E-Mail: [email protected] . www.iffoxx.de
82
Special Reifen
Kosmetische
Wie Felgen-Reparatur möglich ist
Operatione
Das Malheur werden viele kennen: Beim Einparken signalisierte ein unangenehmes Geräusch,
dass die teure Aluminium-Felge die Bordsteinkante gestreift hatte. Der Lack ist beschädigt,
die Felge weist unansehnliche Kratzspuren oder
gar tiefe Schrammen auf, die selbst mit einem
Lackstift nicht mehr zu retuschieren sind.
In der Tat haben Alufelgen einige natürliche
Feinde. Anders als bei Stahlfelgen machen
Streusalz, Steinschlag und Fahrbahnkanten
dem leichten Material irgendwann so schwer zu
schaffen, dass zumindest die Optik auf der Strecke bleibt, wenn denn nicht auch die Sicherheit, weil die Felge durch den Aufprall oder ein
Schlagloch deformiert wurde. In solchen Fällen
ist mit den Schäden schon gar nicht zu spaßen,
denn die Felge ist neben dem Reifen das wichtigste Bindeglied zur Strasse. Aber selbst dann
muss das nicht gleich bedeuten, dass beschädigte Alufelgen zum Schrott gehören.
Nun sind schon lediglich abgeschürfte Alu-Felgen nicht nur unschön und ärgerlich, sondern
sie können gleich noch einmal teuer werden –
dann nämlich, wenn ein Fahrzeug mit beschädigten Felgen verkauft werden soll. Diese lassen
auf häufigere innige Kontakte mit Randsteinen
schließen und machen schon deshalb Kaufinteressenten skeptisch. Die Folge: Es droht ein
deutlicherer Preisabschlag. Wer beispielsweise
einmal bei einem Leasingfahrzeug entsprechende Abzüge beim Restwert hat hinnehmen
müssen, weiss das auch. Vor diesem Hintergrund haben professionelle Autoaufbereiter
längst auch die Felgenreparatur in ihr Dienstleistungsprogramm aufgenommen, dort vielfach als Spezialgebiet des so genannten smart
repair.
Eine gängige Vorgehensweise: Zuerst wird die
Felge im Eingangstest auf technische Mängel
wie Verformungen überprüft. Ist der Rundlauf
in Ordnung, wird bei kleineren Kratzern oder
Korrosion die beschädigte Stelle einfach ausgeschliffen. Bei tiefen Kratzern aber reicht
das Polieren des Felgenhorns nicht mehr aus.
Hier muss zunächst das fehlende Material aufgeschweißt werden. Dabei ist es wichtig, dass
Felge und Schweißdraht aus der gleichen Legierung sind.
Flottenmanagement 5/2010
Im nächsten Arbeitsgang wird das überstehende Material bündig abgeschliffen, so dass
die Dicke des Kantenbereichs gleich ist. Das
empfindliche Aluminium muss dann zur Oberflächenbehandlung. Mehrere Schichten Speziallack geben der Felge die identische Farbe
zurück. Lackierungen, ob Teil- oder Sichtflächenlackierungen, zählen zu den am häufigsten durchgeführten Instandsetzungsarbeiten.
So können auch Oberflächenkratzer beseitigt
werden.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, können
die Fahrzeugaufbereiter dabei auf die Originalfarbtöne der jeweiligen Felgenhersteller zurückgreifen. Dadurch ist es in der Regel
möglich, jeweils auch nur eine einzige Felge zu
lackieren. Brillantfarbtonlackierungen, wie sie
beispielsweise von Audi oder BMW verwendet
werden, setzen allerdings spezielle Lackiertechniken und Vorbehandlungen der jeweiligen
Felge voraus.
Abschließend kommt die Felge zum Tocknen in
den Ofen. Nach einer halben Stunde ist der Lack
ausgehärtet, die Reparatur ist abgeschlossen.
Die Kosten dafür variieren je nach Schadensumfang und Felgengröße. Für die Behebung
von kleineren Kratzern und Korrosionsschäden
müssen mit mindestens 40 bis 50 Euro gerechnet werden. Aufwendigere Reparaturen können
mit 150 Euro und mehr zu Buche schlagen. Eine
solche Instandsetzung lohnt sich aber dennoch
bei teureren Alurädern zu Preisen von 300 Euro
und mehr.
Ein anderer Fall sind die so genannten Oxydationsschäden. Dabei sehen die Felgen in der Regel so aus, als sei darauf ein Kaugummi verteilt
Special Reifen
83
Eine kosmetische Instandsetzung lohnt sich durchaus bei
teureren Alurädern zu Preisen von 300 Euro und mehr
n
Um aber nach der Instandsetzung eine alltagstaugliche und sichere Felge
zu übergeben, muss jede Felge ausgiebig auf Risse geprüft werden. Risse
dürfen nicht geschweißt werden. Zwar ist es mittels ausgeklügelter Technik heute schon möglich, Höhen- und Seitenschläge an Felgen instandzusetzen. Alu-Werkstätten halten dafür eine spezielle Maschine vor. Hierbei wird die Felge zunächst erwärmt und dann durch einen patentierten
Walzvorgang zurückverformt.
worden, oder aber es haben sich kleine weiße Risse in der Beschichtung
gebildet. Diese Schäden treten hautpsächlich bei ab Werk polierten/glänzenden Felgen auf. Bei solchen Schäden muss bei der Bearbeitung Material innerhalb der Werkstoleranzen abgenommen werden, um für den
weiteren Arbeitsablauf wieder „gesundes“ Material zu erhalten. Danach
ergibt sich ein dem Original entsprechendes Bild, das mit speziellem Klarlack für Leichtmetallfelgen wieder versiegelt werden kann.
Kosmetische Reparaturen ganz im Sinne von smart repair werden beispielsweise auch von Wheel Wizard ausgeführt, einer Spezialabteilung
des Fahrzeugaufbereiters Dent Wizard mit Firmensitz in Rellingen bei
Hamburg, der als Marke unter dem Dach von Manheim DeFleet Services
operiert. Hier werden die Leistungen unterteilt in Oberflächliche Beschädigungen, Kratzer an Streben und Bordsteinkratzer. Die Repraraturen erfolgen durch Anschliff, Anlackieren in Originalfarbe mit anschließender
Versiegelung. Wheel Wizard gibt an, dass dafür die Reifen nicht von der
Felge montiert werden müssen.
Problematischer wird es schon bei den so genannten Rundlaufschäden,
bei denen die Felge beispielsweise durch Dellen oder Beulen verformt ist.
Manche Fahrzeugaufbereiter erstellen dann auf Kundenwunsch ein Rundlauf-Protokoll. Es gibt aber auch Dienstleister, die ausdrücklich darauf
verweisen, dass Sicherheit vorgehe. Durch Materialbeschädigungen, die
über die Oberfläche hinaus gingen, entstehe ein erhöhtes Bruchrisiko für
die Felge, aus diesem Grund würden keine Risse, Verformungen, Bruchstellen oder Kerben repariert. Auch Felgenhersteller lehnen die Reparatur
einteiliger Felgen ab. Durch das Weichmachen während der Reparartur
würde sich das Gefüge ändern. Das könne dazu führen, dass die Felge
breche oder reiße und Unfälle zur Folge haben.
Auch beim Institut für Fahrzeugtechnik des TÜV Nord steht man der Reparatur von Alufelgen grundsätzlich kritisch gegenüber. Durch Verformungen könnten gefährliche Risse im Aluminium entstehen. Jede Verformung des Rades könne zu Anrissen in der Materialstruktur führen, die
derjenige, der das Rad reparieren wolle, von außen her nicht erkennen
könne. Er seinerseits würde beim Reparieren die Stelle warm machen,
durch die Erwärmung nähme er jedoch die Festigkeitseigenschaften aus
dem Rad, so dass es hinterher nicht mehr geeignet sei für die Lasten am
Fahrzeug.
+6#/+0'(Ü4*4'0
7*42#4-^
4670)55;56'/'/$©0*#.6'464TF©IMNKG#//©xHMjNkFGLEgGNKNLN©
xHMjNkFGLEgGNKNLHI©+0(1u(.''66'%T&'©999T(.''66'%T&'
84
Special Reifen
ter“ Fahrweise, oder warum können AllwetterPneus dennoch die schlechtere Wahl sein?
Koller: Ein Ganzjahresreifen ist immer ein Kompromiss, aber auch sicherlich etwas entfernt
von der Ideallösung. Im Hochsommer hat er
nicht die gleichen Fahreigenschaften wie ein
Sommerreifen, bei Schnee und Kälte kann er
bei der Griffigkeit und Bremsverhalten nicht
mit einem Winterreifen konkurrieren. Jeder
Fuhrparkmanager muss die Entscheidung selbst
treffen. Wir raten zu Winterreifen im Winter und
Sommerreifen im Sommer.
„Auf Winterreifen bis
Mitte Oktober umsatteln“
Interview mit Manfred Koller, Bereichsleiter Fleet bei A.T.U
Flottenmanagement: Ebenso scheint der rollwiderstandsoptimierte Reifen im Hinblick auf
weitere Spritersparnis im Kommen, der inzwischen hier und da auch als Winterreifen angeboten wird. Können Sie seitens A.T.U eine
verstärkte Nachfrage der Flottenbetreiber nach
solchen Reifen feststellen, seit die Hersteller
von Marken-Reifen ihren entsprechenden Produkten einen voll akzeptablen „Nassgriff“ bescheinigen?
Koller: Nein. Eine verstärkte Nachfrage der
Fuhrparkmanager nach rollwiderstandsoptimierten Reifen haben wir bisher nicht registriert. Wichtig sind für die meisten unserer
Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
und die Reifenmarke.
Flottenmanagement: Herr Koller, in den Fuhrparks steht wieder der saisonale Reifenwechsel
an – auf Winterreifen. Die rasche, lückenlose Organisation des Wechsels bis zum letzten Dienstwagenfahrer stellt für den Fuhrparkmanager regelmäßig eine besondere Herausforderung dar,
in welchen Punkten sind Sie hier als Ratgeber
seitens A.T.U gerade besonders gefragt, mit welchen speziellen Lösungen für Flottenbetreiber
warten Sie aktuell auf?
Flottenmanagement: Wo die einzelnen Module
eines Full Service-Leasing wieder auf den Prüfstand gestellt werden, gliedern die Fuhrparkmanager am ehesten die Dienstleistung „Reifenersatz“ wieder aus und übernehmen hier das
Management mit Unterstützung spezialisierter
Dienstleister in Eigenregie. Worin sehen Sie die
wesentlichen Ursachen hierfür, wie argumentieren Sie gegebenenfalls seitens A.T.U für eine
solche Entscheidung?
Koller: Wir raten unseren Flottenkunden zu einer frühzeitigen Umrüstung auf Wintereifen.
Warum? Erstens könnten die Winterreifen im
Markt aufgrund der reduzierten Kapazitäten der
Reifenhersteller in diesem Jahr knapp werden.
Zweitens sind bei einer frühen Umbereifung die
Wartezeiten deutlich geringer. Daher die klare
Empfehlung: am besten bis spätestens 15. Oktober umzurüsten. Unterstützung geben wir den
Fuhrparkmanagern durch unseren ausgefeilten
Online-Terminplaner und unsere telefonische
Flotten-Hotline.
Koller: Diese Entwicklung können wir aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Ursachen liegen
in der mangelden Transparenz der Full ServiceAngebote der Leasinggesellschaften. Hinzu
kommt, dass der Kunde für Leistungen bezahlt,
die er gar nicht in Anspruch nimmt. Denn diese „All inclusive“-Pakete eignen sich sehr gut
dafür, diverse Aufschläge bei Wartung und
Versicherung unterzubringen. Zahlreiche Flottenverantwortliche haben das Gefühl, bei den
im Leasing-Vertrag beinhalteten Wartungspauschalen zu viel zu bezahlen. Deshalb gibt es einen ganz klaren Trend – und der geht zum Auftrennen der Komponenten in Einzelleistungen.
Bei einer ausgegliederten Dienstleistung, zum
Beispiel ‚Reifenersatz’, hat der Kunde viele
Vorteile. Bei A.T.U sind in der Reifenpauschale zum Beispiel weder versteckte Management
Fees enthalten, noch werden Kick Backs abgezogen. In der Kalkulation werden für den Kunden sämtliche Komponenten aufgezeigt, die in
die Berechnung einfließen. Dadurch entstehen
mehr Effizienz, mehr Preiswürdigkeit und mehr
Transparenz. Der Fuhrparkverantwortliche hat
eine höhere Kontrolle über seine Ausgaben und
fährt damit in den meisten Fällen deutlich besser und kostengünstiger als mit Full ServiceLeasing der Hersteller.
Flottenmanagement: Was kann es nach Ihren
Erfahrungen bei einem bundesweit operierenden Fuhrpark dem Fuhrparkmanager in Einzelfällen nach wie vor erschweren, dafür Sorge zu
tragen, dass auch der letzte Dienstwagenfahrer
rechtzeitig garantiert auf die vom Gesetzgeber
vorgeschriebene „angepasste Bereifung“ umgerüstet hat? Welche Maßnahmen empfehlen Sie
dann?
Koller: In der Regel ist jeder Einzelne gefragt
– und gefordert. Denn in Bezug auf Sicherheit
sollte es im Eigeninteresse des Fahrzeugnutzers
liegen, rechtzeitig auf wintertaugliche Bereifung umzurüsten. Ein zeitnah an alle betroffeFlottenmanagement 5/2010
nen Mitarbeiter verschickter Hinweis des Fuhrparkverantwortlichen sollte ausreichen.
Flottenmanagement: Winter- oder Allwetterreifen ist in unseren Breiten eine stetig wiederkehrende Diskussion, das Angebot an Ganzjahresreifen ist gewachsen, es werden schon
Transporter ab Werk mit Ganzjahresreifen ausgeliefert. Mit „M+S-Kennung“ oder „Schneeflockensymbol“ gelten auch Allwetterreifen im
Winter als „angepasste“ Besohlung. Sie umgibt
der Charme, die Anzahl der Reifenwechsel reduzieren zu können, sie sollen aber in punkto Haftung und Bremswege nicht ganz auf Winterreifen-Niveau liegen. Stellt sich aber in der kalten
Jahreszeit nicht generell die Frage „angepass-
Special Reifen
85
Excellentes
Preis-Leistungs-Verhältnis
Chefredakteur
Ralph Wuttke im
Interview mit
Dietmar Olbrich,
Direktor Vertrieb
& Marketing,
Hankook Reifen
Deutschland GmbH
Interview mit Dietmar Olbrich,
Direktor Vertrieb & Marketing der
Hankook Reifen Deutschland GmbH
Flottenmanagement: Herr Olbrich, Hankook ist
in Deutschland auf einem guten Weg, und auch
zunehmend als Erstausrüster unterwegs. Wie
entwickelt sich das Geschäft in Deutschland für
Hankook in deutschen Fuhrparks?
Olbrich: In der Tat ist Hankook Tire als Erstausrüster von unter anderem Volkswagen,
Ford, Opel und Audi bereits gut aufgestellt.
Dadurch erhalten wir natürlich auch viele Anfragen aus Fuhrparks, denn die Fahrer und Fuhrparkleiter sehen ja, welche
Reifen bei der Auslieferung auf ihrem Fahrzeug
sind. Auch die durchweg guten Testergebnisse
unserer Reifen helfen uns im operativen Geschäft, auch und gerade im Fuhrparkbereich.
Wir stehen derzeit mit einer der größten Flotten
Europas in sehr vielversprechenden Verhandlungen und hoffen, hier bald zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. Unser Wachstum
ist derzeit einzig durch Kapazitätsprobleme limitiert. Aber 2011 wird die zweite Ausbaustufe unseres Werkes in Ungarn fertiggestellt und
unsere dortige Produktionskapazität auf über
10 Millionen Reifen verdoppelt sein. Das Werk
ist übrigens von Volkswagen mit „A“ zertifiziert
worden – der Höchstnote, die bei der strengen
Auditierung durch den Volkswagen Konzern
vergeben wird.
Flottenmanagement: Warum würden Sie einem
Fuhrparkleiter empfehlen, sich für HankookReifen zu entscheiden?
Olbrich: Ein gravierendes Argument ist, dass wir
– nachlesbar in vielen Tests – Premiumqualität
zu einem fairen Preis bieten. Hankook Produkte sind ehrliche Produkte. Schwächen der Vergangenheit bei Verfügbarkeit und Distribution,
haben wir inzwischen behoben und sind bei
den großen Reifenhandelsketten wie PointS oder der Team-Union Reifen / Top Service
Team gelistet. Da diese Reifenhandelsketten
in ganz Europa arbeiten, sind auch unsere Produkte sowie der Service europaweit verfügbar.
Derzeit liefern wir weltweit bereits in über 180
Länder. Hankook Tire ist ein technikverliebtes
Unternehmen. Anders als unsere Wettbewerber
investieren wir derzeit jährlich fünf Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
Seitens der EU kommen auf die Hersteller noch
eine Menge Anforderungen zu, Stichwort Labeling beispielsweise. Dafür sind wir längst gerüstet. Ein Teil unserer Forschung und Entwicklung
sitzt übrigens in Deutschland, und das hat seinen guten Grund: Wir entwickeln nämlich unsere Produkte in den Märkten für die Märkte. Und
das wirkt sich positiv auf die Produktqualität
und auf die Erfüllung der regionalen Anforderungen aus.
auch bei den Fuhrparkleitern herum. Letztlich
entscheidet die Produktqualität – natürlich in
Verbindung mit einem fairen Preis.
Flottenmanagement: Für welche Fahrzeugkategorien werden Ihrer Erfahrung nach in Fuhrparks vor allem Hankook-Reifen eingesetzt,
welche Vorteile bietet Hankook dem Fuhrparkleiter?
Flottenmanagement: Welche Produktneuheiten gibt es aus dem Hause Hankook aktuell zu
melden? Was gibt es neues für PKW und leichte
Nutzfahrzeuge?
Olbrich: Wir decken im Flottengeschäft alle
Teilbereiche ab. Hankook-Reifen werden mit
allen Fahrzeugen gefahren, mit PKW, Transportern und auch mit LKW. Unser Vorteil ist unsere
Qualität und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Fuhrpark geht es nun einmal ganz
deutlich um Kosten-effizienz. Dabei muss die
Qualität natürlich auch stimmen, denn ein kaputter Reifen bedeutet auch Kosten: Wir haben
exzellente Testberichte vorzuweisen, und unsere Marktanteile steigen. Bei Allwetterreifen
etwa liegen wir in Deutschland schon jetzt auf
Platz zwei. Das ist ein Wachstumssegment. Wir
empfehlen zwar grundsätzlich den Wechsel von
Sommer- und Winterreifen. Aber der Markt fragt
nach Allwetterreifen, wir haben hier erstklassige Produkte und gerade die Fuhrparks schätzen
diese Reifenart wegen der Kostenersparnis.
Olbrich: Wir präsentieren hier auf der IAA mit
dem Hankook Concept Blue gerade einen innovativen und umweltfreundlichen Konzeptreifen
für VANs: Das ist eine neue Konstruktion mit
niedrigem Rollwiderstand und geringem CWWert bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit.
Mit der neuen Reifendimension 195/45 R20 nehmen wir bereits künftige Trends vorweg, denn
dieser Reifen ist ideal für Elektro- und Hybridfahrzeuge geeignet – er verbraucht schlicht
weniger Energie. Sicherheit steht für Hankook
dabei an erster Stelle: Die Kombination von großem Durchmesser und einer besonders griffigen
Laufflächenmischung sorgt trotz des geringen
Energieverbrauchs dafür, dass hinsichtlich der
Reifen-Performance keine Abstriche gemacht
werden müssen.
Der Hankook Concept Blue ist nicht nur sparsam, sondern mit
der zweifarbigen Gestaltung auch ein absoluter Hingucker.
Flottenmanagement: Über welche Vertriebswege sprechen Sie Fuhrparks derzeit an?
Olbrich: Wie erwähnt sind wir seit zwei Jahren
bei den großen Handelsgruppen gelistet. Übrigens nicht nur bei den unabhängigen, sondern
auch bei den an Hersteller gebundenen Reifenhandelsgruppen, auch hier bekommen Sie
also Hankook-Reifen. Was uns sicherlich hilft,
ist der stetig steigende Bekanntheitsgrad von
Hankook. Wie im ADAC-Reifenmonitor nachzulesen ist, sind wir mittlerweile in der Nähe der
bekannten Top-5-Marken und das spricht sich
Flottenmanagement 5/2010
86
Special Reifen
„Stets sicher unterwegs sein“
Interview mit Thomas Krüger,
Geschäftsführer TÜV Card Services GmbH,
über die neue Reifenversicherung
Flottenmanagement: Herr Krüger, der TÜV
Rheinland hat in den letzten 10, 15 Jahren auch
ein Dienstleistungsprogramm für Flottenbetreiber sukzessive ausgebaut. Wie begründen
Sie dieses stetig zunehmende Engagement, welche Kompetenz bringt der TÜV Rheinland hier
ein?
Krüger: Die TÜVs in Deutschland sind alle vor
über 130 Jahren entstanden und waren beispielsweise schon im Jahr 1902 maßgeblich
an der Gestaltung des FührerscheinerlaubnisRechts und ersten Prüfungen damaliger Fahrzeuge beteiligt. Heute leben wir aber längst
eine andere Kultur in unseren Dienstleistungsumfängen. Der TÜV Rheinland präsentiert weltweit über 1.000 Dienstleistungen und hält innerhalb der TÜV Rheinland Mobilität über 300
Angebote allein in Deutschland bereit. Daher
tritt heute auch ein Flottenbetreiber schon mit
einer hohen Erwartungshaltung an uns heran.
Und diese gilt es zu befriedigen. Deshalb bieten
wir ein hohes Maß an Flexibilität und ständig
neue innovative Lösungen für unsere Kunden.
Wir sind uns dabei sehr bewusst über unsere
Kompetenz und Marktstärke, schließlich liegt
unser Bekanntheitsgrad bei 100 Prozent. Ihre
weitergehende Frage war, welche Lösungen wir
der Zielgruppe Flottenkunden anbieten? Wir
haben heute in Deutschland im Pkw-Bereich
round about 45.000 Dienstwagen-Flotten mit
im Durchschnitt etwa fünf Fahrzeugen. Daher
möchten wir als TÜV Rheinland in unserem
Markt rund um die Prüfstellen nicht nur nach
den großen Flotten mit 10.000 oder 20.000
Flottenmanagement 5/2010
Dienstwagen schauen, sondern wollen kompetenter Dienstleister für alle Flottenbetreiber
sein, auch für die mit fünf Fahrzeugen.
Ortstermin in Köln: Thomas Krüger, Geschäftsführer TÜV
Card Services Gmbh, im Gespräch mit Bernd Franke (li.)
und Erich Kahnt (re., beide FM)
Flottenmanagement: Welche einzelnen ServiceBausteine des TÜV-Programms würden Sie aus
welchen Gründen für besonders wichtig erachten?
genau darauf achten, bei wem er einen solchen
Service einkauft. Der TÜV gewährleistet seit
über 130 Jahren Kontinuität und bietet auch
heute qualitativ hochwertige Prozessicherheit
und Dienstleistungen für seine Kunden an. Ergänzt werden die beiden genannten Angebote
mit unserem Fahrzeugsachzustandsbericht und
dem TÜV Rücknahme-Protokoll über den technischen Zustand eines Autos sowie ergänzende
Services aus einer Hand, wie smart repair, die
mit Investitionen von 700 bis 800 Euro statt
2.000 Euro Reparaturkosten einer Flotte eine
nachvollziehbare und echte Kostenersparnis
bringen!
Krüger: Eine elementare Frage jedes Flottenbetreibers ist: Wer verwaltet meinen Fuhrpark
oder einzelne Leistungen? Die Betreiber kleinerer Fuhrparks verwalten sich überwiegend
selbst, weil ihnen bislang kein Outsourcing
richtig schmackhaft angeboten wurde. Deshalb wenden wir uns einerseits im regionalen
Umfeld unserer Prüfstellen an die kleineren
Flotten und im bundesweiten Verbund mit unserem Partner EUROMASTER vornehmlich an
Flotten, deren Dienstwagen bundesweit verteilt im Markt laufen; es geht also um die 50
oder 100 Fahrzeuge, die nicht regelmäßig auf
dem Hof der Firma erscheinen. Hier bietet die
TÜV Card Services GmbH, ein Tochterunternehmen des TÜV Rheinland, unter der Dachmarke
e-flotte® Themen zur Halterhaftung wie den
elektronischen Führerschein-Check an, um die
Unternehmen umfassend zu unterstützen und
vor Regressen zu schützen. Beispiel: Wird die
gesetzlich vorgeschriebene Führerscheinkontrolle nicht fristgerecht und ordnungsgemäß
mit entsprechender Dokumentation abgewickelt, drohen dem Halter hohe Geld- oder sogar
Gefängnisstrafen.
Ich möchte ebenso auf die UVV-Prüfung (BGV
D29-Prüfung/Unfallverhütung) verweisen, die
wir strukturiert in einem sauberen Prozess mit
absoluter Datenkontrolle entsprechend den aktuellen Bundesdatenschutzgesetz-Vorgaben gewährleisten. Ein Flottenbetreiber sollte deshalb
Wir bieten aber auch so interessante Themen
wie Online-Learning als theoretische Unterweisung in ökonomischer Fahrweise an, die durch
intensive Schulung die Verhaltensänderung eines Fahrers positiv beeinflusst, eine ökonomische Fahrweise gewährleistet und damit Kosten
reduziert. Gern auch ergänzt durch bundesweite Trainings oder in Form eines IncentivePaketes über unser Fahrsicherheitszentrum am
Nürburgring. Das heißt, wir möchten stärker als
bisher kompetenter Dienstleister einer Flotte
oder eines Fuhrparkbetreibers sein, da wir aus
dem Technik-Umfeld kommend naturgemäß
schnell eine konkrete und kompetente Problemund Dienstleistungslösung bieten können.
Flottenmanagement: Neuerdings bietet die TÜV
Card Services GmbH auch eine Reifen-Versicherung an, wobei hier die Idee an sich schon
aufhorchen lässt. Gibt es in Ihrem Hause Statistiken darüber, wie sich die Lebensdauer eines
Special Reifen
Stück kosten. Bereits ab einer Schadenquote ab
0,8 Prozent lohnt sich die Reifenversicherung
immer, da diese kostengünstiger gegenüber einem selbst bezahlten Reifentausch ist.
Thomas Krüger: „Der Reifenversicherungspreis ist dabei
einmalig günstig, weil wir jeden Reifen unabhängig vom
Kaufpreis je nach Laufzeit bis zu zwei Jahre und mit
Mobilität bereits für unter drei Euro versichern.“
Reifens je nach Laufleistung entwickeln kann,
oder wie begründen Sie diesen Vorstoß?
Krüger: In Deutschland gibt es derzeit jährlich
ein Verkaufsvolumen von rund 40 Millionen
Reifen. Viele Flottenbetreiber haben zwar Kaskoversicherungen abgeschlossen, die aber nicht
das generelle Reifen-Risiko abdecken. Erst bei
einer Reifen-Schädigung durch Unfall kommt es
hier zu einer Erstattung. Wenn er aber aufgeschlitzt oder ein Nagel eingefahren wird, ist er
nicht versichert. Bei drei Jahren Leasingdauer
muss ein Fuhrparkbetreiber für einen Pkw etwa
drei Reifensätze einkalkulieren, das ist eine
Investition in Höhe von mindestens rund 1.500
Euro. Im mittleren Management werden schon
Reifen gefahren, die 250 oder 300 Euro pro
Das Wertvollste auch im Fuhrpark ist aber sicher der Mensch. Also haben wir überlegt, wie
können wir den Firmenwagenfahrer schützen,
wenn er sich beispielsweise einen Nagel in den
Reifen gefahren hat oder beim Überfahren einer Bordsteinkante der Reifen eine Verletzung
davongetragen hat. Dann könnte der Fuhrparkleiter auf die bestehende Reifen-Versicherung
verweisen und den Austausch anordnen. Wir ersetzen beschädigte Reifen nach der Rest-Profiltiefe. Je nach Abnutzung bis zu 90 Prozent und
maximal 500 Euro je Reifen. Der Reifenversicherungspreis ist dabei einmalig günstig, weil
wir jeden Reifen unabhängig vom Kaufpreis je
nach Laufzeit bis zu 2 Jahre und mit Mobilität
bereits für unter 3 Euro versichern. Das ist bei
einem Reifenpreis von beispielsweise 350 Euro
ein niedriges Investment in die Sicherheit einer
Fahrzeugflotte.
Flottenmanagement: Ist sie in irgendeiner Form
abhängig von der jährlichen Laufleistung, wenn
nicht, warum spielt das in diesem Zusammenhang keine Rolle?
Krüger: Nein, es gibt Dienstwagenfahrer, die
fahren nicht 60.000 Kilometer im Jahr, sondern
vielleicht nur 20.000. Deshalb setzen wir einen
prozentualen Wert an. Wir messen die Ausgangsprofiltiefe und den Verschleiß, so dass für
87
alle Beteiligten keine Zeitachse, sondern ein
ökonomischer Ansatz verwirklicht wird.
Flottenmanagement: 500 Firmenwagen laufen
je drei Jahre mit je zwei Sätzen Sommerreifen
und einem Satz Winterreifen. Damit würde die
Reifen-Versicherung pro Fahrzeug etwa 30 Euro
kosten oder 15.000 Euro insgesamt für den
Fuhrpark. Für dieses Geld bekäme der Flottenbetreiber aber auch so 60 neue Reifen. Würden
Sie 60 Reifenschäden in einem 500 WagenFuhrpark in drei Jahren für möglich halten?
Krüger: Wer viel fährt, hat auf jeden Fall eher
damit zu rechnen. 60 Reifenschäden bei 6.000
verbrauchten Reifen in drei Jahren in dem skizzierten Fuhrpark mit 500 Fahrzeugen entsprechen einer Schadensquote von 1 Prozent im Sinn
der Aufwandsrechnung. Die tatsächliche Schadensquote ist sicherlich in Abhängigkeit zur
Fahrzeugnutzung differenziert zu betrachten,
dürfte aber nach Ansicht vieler Fachleute deutlich über 1 Prozent liegen. Gerade eben hat eine
große Autoreparatur-Kette mit mehreren hundert Filialen gemeldet, dass an erster Stelle für
einen Werkstattaufenthalt Reifenschäden stehen. Ähnliches berichtet unser Partner EUROMASTER. Wenn der Fuhrparkleiter von vornherein wüsste, dass er mit weniger Reifenschäden
rechnen könnte, könnte er vielleicht ein Wagnis
eingehen. Das möchte im Grunde aber niemand
in Betracht ziehen. Die Fahrzeuge müssen stets
sicher unterwegs sein. Natürlich kann lange
Zeit nichts passieren, aber dann kommen plötzlich 10, 20 Reifenschäden auf einen Schlag.
88
Innovation
Es geht, es geht nicht...
Kostenvergleich
„Öko“-/Diesel-Transporter
Laufzeit 60 Monate
Wenn man heute mit Fuhrparkmanagern über
die Chancen eines Einsatzes von Transportern
mit alternativen Antrieben spricht, kommt zumeist die Antwort „Grundsätzlich ja, aber...“.
Will sagen, grundsätzlich ist die Bereitschaft
dazu in den Unternehmen in den letzten Jahren deutlicher gewachsen, aber die Forderung,
dass solche Einsätze für den Fuhrparkbetreiber
zumindest kostenneutral verlaufen müssten,
wird auch noch jedesmal betont. Nun steht
zwar momentan auch in diesem Segment der
Elektroantrieb sehr stark im Fokus – bei Ford
und Mercedes beispielsweise laufen auch schon
auf Basis des Transit und des Vito erste, nahezu
Netto-Listenpreis
in Euro
minus Förderung
Gasversorger
Einstiegspreis
in Euro
Wertverlust
40.000 km p.a.
Kfz-Steuer jährl.
in Euro
12.700 (12.150)
- 550 ( - 0,00)
12.150 (12.150)
2.273 (2.084)
28 (123)
17.350 (15.550)
- 550 ( - 0,00)
16.800 (15.550)
3.392 (2.737)
28 (184)
31.600 (28.500)
- 550 ( - 0,00)
31.050 (28.500)
6.178 (5.315)
238 (529)
29.850 (28.050)
- 550 ( - 0,00)
29.300 (28.050)
5.513 (4.958)
258 (369)
36.305 (34.185)
- 550 ( - 0,00)
35.755 (34.185)
6.706 (6.042)
132 (436)
36.310 (33.050)
- 550 ( - 0,00)
35.760 (33.050)
6.118 (5.569)
249 (403)
13.180 (10.970)
- 550 ( - 0,00)
12.630 (10.970)
2.438 (2.013)
26 (151)
16.035 (16.705)
- 550 ( - 0,00)
15.485 (16.705)
2.962 (2.952)
72 (176)
28.820 (28.050)
–
28.820 (28.050)
5.764 (4.958)
338 (369)
14.880 (14.230)
–
14.880 (14.230)
2.976 (2.483)
132 (196)
25.580 (25.580)
–
25.580 (25.580)
4.310 (4.310)
347 (367)
Werte in Klammern für Diesel-Versionen
Erdgas-Transporter
Fiat Fiorino 1.4 8V Natural Power
Fiat Doblo Cargo 263.115.0 Natural Power
Fiat Ducato L2H1 250.ALM.0
Ford Transit FT 330 K CNG
Iveco Daily Ecodaily CNG 3.0
Mercedes 316 NGT Sprinter 906.633
Opel Combo 1.6 CNG ecoFlex Business
VW Caddy 2.0 EcoFuel Economy
Flüssiggas-Transporter
Ford Transit LPG
Renault Kangoo Rapid 1.6 16V LPG Extra
„Blue“-Transporter
Mercedes Vito BlueEFFICIENCY
Mercedes Sprinter BlueEFFICIENCY
VW T5 2.0 TDI Blue Motion
VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion
VW Crafter 30 Kasten Blue TDI
(ist nur als BlueEFFICIENCY-Version bestellbar)
23.210 (22.825)
–
23.210 (22.825)
3.911 (3.846)
308 (338)
17.245 (16.705)
–
17.245 (16.705)
2.983 (2.890)
176 (208)
28.350 (27.350)
–
28.350 (27.350)
4.905 (4.732)
501 (531)
Fiat Fiorino
Fiat Doblo Cargo
Fiat Ducato
Opel Combo
VW T5
Renault Kangoo Rapid
Flottenmanagement 5/2010
Innovation
marktreife Pilotprojekte mit Kunden –, jedoch
beschränken die gegenwärtig bekannten Eckdaten im Hinblick auf die Reichweiten und den
Ausbau der Versorgungs-Infrastruktur die Relevanz solcher Fahrzeuge für Flottenbetreiber
auf räumlich sehr begrenzte Einsatzfelder. Im
übrigen waren hier bei Redaktionsschluss im
Hinblick auf Preise oder Leasing-Konditionen
noch keine konkreten Angebote formuliert.
Immerhin trägt die gegenwärtige Fokussierung
der Medien auf „den letzten Schrei“ bei den
„Alternativen“ dazu bei, dass die bereits teils
seit Jahren voll markttauglichen Konzepte im
Erdgas-, Autogas-Bereich oder auf dem Feld der
sogenannten „Blue“-Varianten einstweilen in
den Hintergrund gedrängt sind. Dabei lässt sich
auch anhand dieser Angebote schon die wenigstens kostenneutrale Umsetzung eines „grünen“ Fuhrparks, und sei es in Teilbereichen, in
Einzelfällen durchaus lohnenswert prüfen. Erste Schritte sind hier also längst möglich. Und
die eine oder andere zeitige Erfahrung mit dem
Einsatz von alternativen Antrieben mag sich
hernach, wenn es dann um Elektro-Transporter
geht, auch noch einmal bezahlt machen.
Das Angebot ab Werk an Transportern mit alternativen Antrieben betrachtet, ist es auch 2010
immer noch so, dass der Erdgasantrieb ganz
vorn rangiert. Hier sind derzeit sechs Fahrzeughersteller mit Modellvarianten querbeet über
alle Gewichtsklassen vertreten, insgesamt sind
es acht verschiedene Fahrzeuge (drei Modelle
stammen von Fiat).
Das ist insofern erklärbar, als einmal der Erdgasantrieb ein seit zweieinhalb Jahrzehnten erprobtes Verfahren ist, Kinderkrankheiten sind
schon lange ausgemerzt. Die Anordnung der
Feste Kosten
40.000 km p.a.
Feste Kosten
mtl. in Euro
Treibstoffkosten
40.000 km p.a.
Treibstoffkosten
mtl. in Euro
Gesamtkosten
40.000 km p.a.
Gesamtkosten
mtl. in Euro
2.301 (2.207)
191,75 (183,92)
1.774 (2.142)
147,83 (178,50)
4.075 (4.349)
339,58 (362,42)
3.420 (2.921)
285,00 (243,42)
1.882 (2.475)
156,83 (206,25)
5.302 (5.396)
441,83 (449,67)
6.416 (5.844)
534,67 (487,00)
3.610 (4.355)
300,83 (362,92)
10.026 (10.199)
835,50 (849,92)
5.771 (5.216)
480,92 (434,67)
3.341 (3.618)
278,42 (301,50)
9.112 (8.834)
759,33 (736,17)
6.838 (6.478)
569,83 (539,83)
3.590 (4.094)
299,17 (341,17)
10.428 (10.572)
869,00 (881,00)
6.367 (5.972)
530,58 (497,67)
3.629 (3.903)
302,42 (325,25)
9.996 (9.875)
833,00 (822,92)
2.464 (2.164)
205,33 (180,33)
1.862 (2.428)
155,17 (202,33)
4.326 (4.592)
360,50 (382,67)
3.034 (3.128)
252,83 (260,67)
2.189 (2.713)
182,42 (226,08)
5.223 (5.841)
435,25 (486,75)
6.102 (5.327)
508,50 (443,92)
4.198 (3.618)
349,83 (301,50)
10.300 (8.945)
858,33 (745,42)
3.108 (2.679)
259,00 (223,25)
2.637 (2.618)
219,75 (218,17)
5.745 (5.297)
478,75 (441,42)
4.657 (4.677)
388,08 (389,75)
3.403 (3.594)
283,58 (299,50)
8.060 (8.271)
671,67 (689,25)
4.219 (4.184)
351,58 (348,67)
3.237 (3.499)
269,75 (291,58)
7.456 (7.683)
621,33 (640,25)
3.159 (3.098)
263,25 (258,17)
2.380 (2.475)
198,33 (206,25)
5.539 (5.573)
461,58 (464,62)
5.406 (5.263)
450,50 (438,58)
4.570 (4.808)
380,83 (400,67)
9.976 (10.071)
831,33 (839,25)
Ford Transit
Iveco Daily
89
Mercedes 316
VW Crafter
Flottenmanagement 5/2010
90
Innovation
Gastanks in Unterflurtechnik hat dafür gesorgt,
dass der Nutzwert der Basisfahrzeuge in vollem
Umfang erhalten bleibt. Zudem ist er nach wie
vor der einzige alternative Antrieb, dessen Mehrpreis in der Anschaffung durch Zuschüsse regionaler Gasversorger in Form von Geldleistungen,
Tankguthaben etc. de facto reduziert werden
kann. Auch fallen die Treibstoffkosten bei Erdgasfahrzeugen mit Abstand am niedrigsten aus.
Bei einem bundesweiten Netz von rund 860 Erdgastankstellen und Reichweiten von mindestens
300 Kilometer im reinen Erdgasbetrieb gibt es
heute in den allermeisten Regionen des Landes
auch keine Versorgungsprobleme im Hinblick auf
den alternativen Kraftstoff mehr. Kurzum: Die
Erdgasfahrzeuge stellen eine sehr praktikable
Umsetzung des „grünen“ Fuhrparks dar – und
die meisten davon funktionieren kostenneutral über die Laufzeit, wenn sie denn nicht sogar
kostengünstiger als adäquate Diesel-Versionen
laufen.
Im Vergleich dazu ist das aktuelle Angebot
an Autogas-Transportern ab Hersteller recht
klein, obwohl hier die Versorgungs-Situation in
Deutschland mit rund 5.500 Autogas-Stationen
geradezu komfortabel ausgestaltet ist. Auch Citroën hat zwischenzeitlich eine noch 2008 präsentierte, entsprechende Variante des Berlingo
wieder zurückgezogen – und widmet sich in Beziehung auf alternative Antriebe voll dem Elektroantrieb.
Hier spielt einerseits mit hinein, dass Fahrzeughersteller selten in derselben Modell-Range
parallel in mehrere, käufliche alternative Antriebe investieren. Die derzeitigen Ausnahmen
betreffen Ford mit dem Transit, Mercedes mit
dem Sprinter und VW mit dem Caddy. Fiat und
Iveco hingegen sind bereits traditionell im Erdgas-Bereich engagiert. Andererseits liegt zwar
der Literpreis für Flüssiggas mit durchnittlich
rund 0,64 Euro ausgesprochen niedrig im Vergleich zu allen anderen Kraftstoffen, allerdings
ist die Energie-Effizienz, der Wirkungs-Grad von
Flüssiggas auch niedriger, weshalb hier mit Verbräuchen zu rechnen ist, die zwischen 25 und
30 Prozent über Benzin-Verbräuchen liegen, von
Diesel-Werten ganz zu schweigen.
Erdgas-Einfüllstutzen beim Iveco Daily
Ecodaily 3.0 CNG
Flottenmanagement 5/2010
Unterfluranordnung der Erdgastanks beim Fiat Doblo
Cargo Natural Power
Da es hier auch keine Förderungs-Konzepte seitens der Gasversorger für die allerdings niedrigeren Umrüstkosten gibt (im Vergleich zu Erdgasantrieben) und die Höhe der Kfz-Steuer im
Vergleich zu Diesel- und Benziner-Fahrzeugen
lediglich durch die geringeren CO2 -Werte des
Flüssiggases begünstigt wird (während im Falle
von Erdgas die ersten 120 g/km sogar steuerfrei
sind), muss in jedem Fall die Berechnung im Hinblick auf die Kostenneutralität sehr aufmerksam
durchgeführt werden.
Weniger alternative Antriebe als vielmehr Alternativen im Hinblick auf die Umweltfreundlichkeit stellen die BlueEFFICIENCY- und BlueMotion-Konzepte von Mercedes-Benz und Volkswagen in Form von optimierten Diesel-Versionen
dar. Sie liegen von den Anschaffungspreisen
her geringerfügig über den herkömmlichen Pendants (in etwa auf dem Niveau der Umrüstkosten bei Flüssiggas) und in den Verbräuchen um
rund einen halben Liter darunter, weswegen sie
bei höheren, jährlichen Laufleistungen auf jeden
Fall mindestens kostenneutral fahren.
Was den Vergleich der alternativ angetriebenen
Transporter mit ihren adäquaten SelbstzünderVarianten interessant machte – und in gewisser Weise die einzelnen Kalkulationen bis zum
Autogas-Einfüllstutzen beim Renault Kangoo
Rapid LPG
Schluss spannend hielt –, war die Tatsache, dass
im Gegensatz zu den Positionen der Finanzierer
noch vor einigen Jahren, inzwischen die Restwerte der Gas-Fahrzeuge doch nach unten korrigiert wurden. Hierin mag sich auch schon ausdrücken, dass im Vergleich zum wohl kommenden Elektroantrieb die CNG- und LPG-Konzepte
im 20. Jahrhundert als die Lösung angesehen
wurden – dann als die Übergangslösung. Die sie
jetzt, 2010, sind.
Auf der vorausgehenden Doppelseite hat Flottenmanagement das gegenwärtig käufliche Angebot
an alternativ angetriebenen Transportern im
Hinblick auf die Kostenneutralität im Vergleich
zu den passenden Diesel-Varianten kalkuliert.
Hinweis auf die Verbrauchsoptimierung des
Dieselmotors beim VW Crafter (o.)
Innovation
Elektrisches
91
Demnächst dürfen auch die frankophilen
Avantgardisten unter den Verkehrsteilnehmern grüne Automobilität erfahren. Mit dem
Citroen C-Zero startet die exzentrische PSAMarke ebenso wie ihre traditionsgeladene
Schwester Peugeot mit dem bereits bekannten kleinen Stromer, der hier C-Zero heißt.
Gefühl
So ein bisschen japanisches Flair kann sich der
Wahlfranzose nicht verkneifen
CO2 -Ausstoß ist beim C-Zero, der Name sagt es
bereits, kein Thema. Jedenfalls gilt das für lokale Emissionen. Das in Kooperation mit Mitsubishi gebaute Vehikel haben die Franzosen
kräftig aufgehübscht und innen mit ansehnlichen Materialien versehen, so dass auch europäische Geschmäcker bedient werden können.
Und ob das der Fall ist, wird man bald sehen,
schließlich kann der kleine Citroën ab sofort
bestellt werden. Erste kurze Proberunden waren bereits möglich; währenddessen überzeugte
der City-Stromer durch ordentliche Beschleunigung. Dabei erreicht der unter 3,50 Längenmeter messende Floh auch locker Tempi, die in der
Stadt den Führerschein gefährdeten. Demnach
sind 130 Stundenkilometer kein Problem, den
Standardsprint auf 100 km/h absolviert der 64
PS-Wagen innerhalb 15 Sekunden. Auf der anderen Seite erfreut das Gefährt mit seinem ultrakleinen Wendekreis (9 Meter).
Die Servolenkung geht leicht, also genau richtig für die urbane Käuferschicht. Freilich dürf-
Spaciger Tachometer mit einer klaren Ansage
te diese zunächst aus Firmenkunden bestehen
– 90 Prozent stehen im Raum. Und sonst? Als
Stromspeicher dient ein moderner LithiumIonen-Akku, der über die gewöhnliche Haushaltssteckdose geladen werden kann. Wenn es
schnell gehen soll, lässt sich 80 Prozent der
Batteriekapazität binnen 30 Minuten wiederherstellen – allerdings ist in diesem Fall eine
spezielle Ladevorrichtung erforderlich. Abgesehen von der unkonventionellen „Betankung”
handelt man sich mit dem Citroën ein alltagsfreundliches Fahrzeug ein, das auch in Sachen
Sicherheit keineswegs Not durchblicken lässt:
Antiblockiersystem, die volle Airbagausrüstung
sowie elektronisches Stabilitätsprogramm sind
stets an Bord. Die Komfortansprüche werden
mit elektrischen Fensterhebern und Klimaanlage abgehandelt.
Übrigens gehen auch die Raumverhältnisse völlig in Ordnung angesichts des Segments. Der
Fond beherbergt zwei Personen angemessen
großzügig, und für mitreisendes Gepäck bleiben
immerhin 166 Liter. Jetzt liegt es bei den Technikern, in nächster Zeit an der ReichweitenSchraube zu drehen, um die Allroundfähigkeit
zu verbessern. Die angegebenen 130 Kilometer
sind schonmal ein guter Anfang.
Citroën C-Zero
Motor / Hubraum in ccm:
Elektro
kW (PS) bei U/min:
47 (64) bei 3.000-6000
Drehmoment bei U/min:
180 Nm bei 0 bis 2.000
Getriebe:
–
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: –
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: 15 / 130
EU-Verbrauch /Reichweite km:
– / 130
Ladevolumen:
bis zu 1,1 Kubikmeter
Typklasse HP / VK / TK:
–/–/–
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k. A.
Dieselanteil:
–
Basispreis (netto):
–
Betriebskosten pro Monat / km**: –
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Die neue bott vario Fahrzeugeinrichtung
Und was machen Sie morgen?
Gut, dass Sie sich jetzt auf Ihre Aufgaben von morgen konzentrieren können.
Mit bott vario werden Gedanken an Sicherheit, Gewichtsreduzierung,
Ladungssicherung oder Suchzeitenreduzierung zu Themen von gestern.
Entdecken Sie die neue Basis Ihrer Effizienz.
Bott GmbH & Co. KG, Bahnstraße 17, D-74405 Gaildorf, Telefon: +49 (0) 79 71 / 251-210, Telefax: +49 (0) 79 71 / 251-205, www.bott.de
Innovation
Generation
Das lässt sich der Bundesverkehrsminister nicht nehmen:
Dr. Peter Ramsauer fährt den
Audi A1 e-tron
Immer mehr Hersteller kündigen den baldigen Marktstart ihrer bereits im Flottenversuch erprobten Elektro-Modelle an. Wir bieten einen aktuellen Überblick über
die rein elektrischen Konzepte sowie die nötige Tank-Infrastruktur in Deutschland.
Das Marketing ist bereits angelaufen, die ersten
serienreifen Fahrzeuge gehen an ihre neuen Besitzer. Zu den ersten, die die Elektrofahrzeuge
in ihren Fuhrpark übernehmen und der breiten
Öffentlichkeit zugänglich machen, gehören die
DB Fuhrpark sowie der Autovermieter Sixt. Hier
stehen an ausgewählten Standorten der Karabag 500 E und der Micro-Vett Fiorino E, die
auf dem Fiat 500 basieren, im DB CarSharing
Programm Flinkster kann der Citroën C-Zero
gemietet werden. Somit kann ein jeder einfach
einmal ein Elektrofahrzeug testen.
Wie die Tabelle (serienreife Modelle der Hersteller, rein elektrisch betrieben beziehungsweise
mit Motor zur Akkuladung) zeigt, setzen die
Hersteller in erster Linie auf Fahrzeugmodelle
der Mini- oder Kompaktklasse für vier bis fünf
Personen mit Stauraum oder Nutzfahrzeugvarianten vornehmlich für den urbanen Einsatzbereich. In Testflotten sind bisher schon einige
hundert Elektrofahrzeuge deutschlandweit unterwegs. Die Reichweiten bewegen sich derzeit
hauptsächlich zwischen 130 und 160 km, eine
Distanz, die sich für tägliche Touren im regionalen Bereich ergibt. Dort sind die Höchstgeschwindigkeiten der E-Fahrzeuge von meistens
um 130 km/h völlig ausreichend. In StadtgeFlottenmanagement 5/2010
bieten vornehmlich der acht Test-Modellregionen tummeln sich demnach auch die meisten
öffentlich zugänglichen Ladestellen. Daneben
können etliche Fahrzeugmodelle auch an der
heimischen Steckdose oder am Arbeitsort (hoffentlich mit Erlaubnis des Arbeitgebers) aufgeladen werden.
Rund um die Aufladung drehen sich viele interessante Details in den verschiedenen Fahrzeugen. Dabei soll es dem Nutzer sehr einfach gemacht werden, sich an das neue Tankkonzept zu
gewöhnen. Im Nissan LEAF lässt sich der Akkuladestand per Handy abrufen, auch die Klimaanlage kann per Telefon aktiviert werden, das
Quelle: Dataforce
92
Fuhrparkentscheider stehen Elektrofahrzeugen aufgeschlossen gegenüber
Innovation
Zero
93
Der Citroën Berlingo First Electric kommt
auch als Nutzfahrzeugvariante
ist sinnvoll, wenn das Fahrzeug noch an der Ladestation steht, denn so wird kein Akku-Strom
verbraucht. Die Schwester-Modelle Peugeot iOn,
der Mitsubishi i-MiEV und der Citroën C-Zero
lassen sich in 30 Minuten auf 80 Prozent aufladen, für eine volle Ladung werden dann sechs
Stunden nötig.
Akku-Ladung ist ein zentrales Thema, denn
hier unterscheidet sich das Fahrzeug von den
herkömmlichen Modellen enorm. Wichtig bei
der Planung der Stromtankstellen erscheint vor
allem, was RWE verdeutlicht: Es sollen keine
Insellösungen entstehen, die einer schnellen
Entwicklung der Elektromobilität schaden. Notwendig sind vernetzte Lade- und Mobilitätskonzepte. Daher sind die von RWE entwickelten Ladestationen Roaming-fähig. Das heißt, sie können mit anderen Systemen „kommunizieren“,
vergleichbar mit dem Mobilfunk. Das RWE-Ziel
ist es, den elektrischen Ladevorgang so einfach
wie möglich zu gestalten und eine komfortable
Abrechnung wie beim Mobiltelefon anzubieten.
Wo sich in Deutschland öffentlich zugängliche
Stromtankstellen befinden, wer der Betreiber
beziehungsweise Anbieter ist, wie abgerechnet
wird, welche Steckdosen verwendet werden,
Öffnungszeiten und weitere wichtige Informationen zum Tanken können über die Internetseite www.lemnet.org abgerufen werden.
Derzeit liegen die Kosten für ein Elektrofahrzeug etwa doppelt so hoch wie für ein entsprechendes Dieselmodell, wie Isfried Hennen von
Ford erklärt. Mitverantwortlich dafür sind die
hohen Akku-Kosten, die aktuell mit etwa 600
Euro pro Kilowattstunde beziffert werden können (die Batterie des Citroën C-Zero verfügt beispielsweise über 16 kWh). Um den Interessenten
nicht von der Nutzung der Zukunftsantriebsform abzuschrecken, haben die Hersteller der
ersten marktreifen Fahrzeuge Finanzierungskonzepte erstellt. Peugeot zum Beispiel bietet
den iOn für weniger als 500 Euro Leasingkosten
im Monat inklusive Wartung an, bei einer Laufzeit von fixen fünf Jahren. Renault plant, den
Kunden das Fahrzeug kaufen zu lassen, die Batterie hingegen zu vermieten bei gleichzeitigem
Abschluss eines Vertrages mit einem Energieversorger. Die mk-group Holding- Unternehmen
Care Energy und Care Mobility stellten jüngst
den CARe 500, ein von EV-Adapt umgebautes
Elektrofahrzeug auf Basis des Fiat 500, vor, der
für 44.900 Euro netto gekauft beziehungsweise geleast werden kann. Im Paket enthalten ist
die kostenlose Wartung in einer der 600 A.T.U.
Werkstätten, eine 2-jährige Mitgliedschaft im
ADAC, ein Fahrsicherheitstraining sowie 5 Jahre kostenloser Strombezug. Aber auch die Leasinggesellschaften werden sich mit dem Thema
befassen (müssen) und Lösungen anbieten. Bei-
spielsweise informierte die GE Capital in Zuge
einer Roadshow über ihr Elektrofahrzeugprogramm (s. Seite 32).
Die Marketingstrategien werden sicherlich in
unterschiedliche Richtungen gehen, eines jedoch scheint klar zu sein: die Betriebskosten
der Elektrofahrzeuge sind nach heutigem Stand
überzeugend: Peugeot geht von etwa 1,50 pro
100 Kilometer aus, wenn Stromkosten überhaupt anfallen. Bei einigen Energieversorgern
oder Unternehmen wie dem ADAC ist zur Zeit
der Strom für Elektrofahrzeuge sogar kostenlos.
Laut einer Studie der Agentur für erneuerbare
Energien e.V. entscheiden die Batterie- und die
Energiekosten über die Ent wicklung der sogenannten Differenzkosten zwischen Elektroautos und Fahr zeugen mit Verbrennungsmotor. Je
stärker die Batteriekosten sinken und je schneller gleichzeitig die Preise für Erdöl steigen, desto geringer fallen die Mehrkosten für Elektrofahrzeuge aus. Sinkt der Batteriepreis bis zum
Jahr 2020 auf 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität und steigt die Erdöl notierung
gleichzeitig auf 200 US-Dollar je Barrel Rohöl,
Stromtankstellen
rentieren sich alle elektrischen Fahrzeugklassen. Die Aufwendungen für die Batterie werden
selbst bei steigenden Strompreisen durch Einsparungen an der Zapfsäule ausgeglichen.
Bleibt zu hoffen, dass der Auto-Strom nicht mit
weiteren Steuern belastet wird und dass die
Menge der regenerativ gewonnenen Energie zunimmt. Denn nur dann kann der Nutzer mit gutem Gewissen sagen, dass sein Fahrzeug wenig
bis kein CO2 mittelbar produziert.
Auch wenn die Strom-Fahrzeuge derzeit noch
nicht die Einsatzzwecke der meisten Dienstwagenfahrer erfüllen und sicherlich oft preislich
nicht in den Rahmen der kostenbewussten Entscheider passen, zeigen sich doch viele Fuhrparkleiter bereit, Elektrofahrzeuge in Zukunft
einzusetzen, wie eine Umfrage von DATAFORCE
ergab (s. Grafik).
Nicht nur die Fahrzeughersteller entwickeln in
Richtung Zukunft. Auch bei Fahrzeugumbauern, -veredlern und -Nischenunternehmen wie
Ruf, Think Global und anderen wird getüftelt,
was das Zeug hält. Neben den rein elektrisch
funktionierenden Fahrzeugen gruppieren sich
verschiedene weitere serienreife oder bereits
markterprobte Konzepte, die für den Übergang
von der fossilen Antriebsenergie zu einer CO2 -
Energieversorger
Zahl der öffentlichen Strom-Tankstellen Verbreitungsgebiet
EnBW
20 (Zahl der öffentli.)
Raum Stuttgart
Ziel bis 2011 700
Baden Württemberg
E.ON
14
München
RWE
insgesamt 335 Ladepunkte in D davon
Deutschlandweit
30
Hamburg mit Orlen
20
NRW mit Orlen
40
NRW mit der Westfalen AG
geplant insges. 1.000
bis Anfang 2011
Deutschlandweit
Vattenfall
50
Berlin
insgesamt
708, Stand 12.09.2010
Quelle: www.lemnet.org,
deutschlandweit
Flottenmanagement 5/2010
94
Innovation
freien, zukunftsträchtigen Fahrweise gedacht
sind. Auch in der Tabelle erwähnt sind der Audi
A1 e-tron, der Chevrolet Volt und der Opel Ampera, die sich eines Range Extenders bedienen,
eine Art Hilfsmotor zum Aufladen, wenn der
Akku leer ist. Fahrzeuge mit Brennstoffzelle
wie der Mercedes BlueZero oder Opel HydroGen 4 fahren mit Wasserstoff. Unterschiedliche
Hybrid-Systeme (Honda, Lexus, Mazda, Mercedes, Nissan, Toyota, zukünftig Porsche und VW)
nutzen einen Elektromotor, der den Verbrennungsmotor unterstützt.
Seriennahe und serienreife Elektrofahrzeuge
Hersteller / Modell
Leistung/Reichweite/ V-Max
Schon 2020 sollen in Deutschland 1 Million
Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs
sein. Das ist in zehn Jahren. War nicht noch vor
zehn Jahren der smart ein Fahrzeugkonzept,
über das so mancher den Kopf geschüttelt hat?
Heute erlebt die kleinste Fahrzeugklasse einen
wahren Boom. Es sind vielleicht nicht 1 Million,
aber doch eine solch beachtliche Zahl, dass die
Autos zum gewohnten Straßenbild gehören.
Flottentests in D
Marktstart in D
230 kW (313 PS) / 250 km / 200 km/h
./.
Kleinserie Ende 2012;
ca. 150.000 Euro
Audi A1 E-tron
75 kW (102 PS) / 50 km
(mit Range Extender 250 km / 130 km/h
20 in München
n.n.
Chevrolet Volt
110 kW (150 PS) / 60 km
(mit Range Extender 500 km) / 161 km/h
./.
2011
Citroën C-ZERO
47 kW (64 PS) / 130 km / 130 km/h
./.
Ende 2010;
reservierbar
Citroën Berlingo First Electric
42 kW (57 PS) / 100 km / 100 km/h
./.
n.n.
15 kW (20 PS) / bis zu 80 km / 75 km/h
./.
bereits erhältlich
ab 25.000 Euro netto
Ford Transit BEV
90 kW (122 PS) / 160 km / 80 km/h
10 in Köln
2010
Ford Tourneo Connect BEV
50 kW (68 PS) / 160 km / 113 km/h
2011 in Köln
2011
100 kW (136 PS) / 120 km / 136km/h
2011 in Köln
2012
30 kW (41 PS) u. 60 kW (82 PS) / 130 km / 70 km/h
./.
n.n.
27 kW (38 PS) / 200 km / 90-120 km/h
./.
bereits erhältlich
ab 33.529 Euro netto
Luis free
8 kW (11 PS) / 210 km / 80 km/h
./.
bereits erhältlich
ab 10.075 Euro netto
Mercedes Vito E-Cell
70 kW (95 PS) / 130 km /80 km/h
Berlin, Stutgart
Kleinserienfertigung angelaufen, Fertigung ab 2011
150 km (204 PS) / 152 km/h
15 in München, 50 in Berlin
2013
47 kW (64 PS) / 130 km / 130 km/h
./.
Ende 2010,
ab 27.731 Euro netto
Nissan LEAF
80 kW / 160 km / 140 km/h
110 Rhein-Ruhr
Herbst 2011
Opel Ampera
110 kW (150 PS) / 60 km (mit Range Extender
500 km / 161 km/h
./.
2011
Peugeot iOn
47 kW (64 PS) / 130 km / 130 km/h
./.
Ende 2010,
reservierbar
Renault Fluence Z.E.
70 kW (95 PS)/ 160 km / 135 km/h
insges. 40 Renault Fhzge Rhein Ruhr
ab 2011 in
Großserie, reservierbar
Renault Kangoo Rapid Z.E.
70 kW (95 PS) / 160 km / 130 km/h
s.o.
Herbst 2011,
reservierbar
smart for two electric drive
30 kW (41 PS) / 135 km / 100 km/h
Berlin, Hamburg, 25 in deutschfranzösischem Flottenversuch
ab 2012 in Großserie
Volkswagen Up blue-e-motion
40 kW (54 PS) / 135 km / 130 km/h
n.n
2013
Volkswagen Golf blue-e--motion
85 kW (115 PS) / 150 km / 140 km/h
2011
2013
Volkswagen Jetta blue-e-motion
ähnlich wie Golf blue-e-motion
n.n
2013
82 kW / 150 km / 130 km/h
mind. 50 Fhzge ab 2011
n.n.
Audi e-tron
EcoCraft Automotive Ecocarrier
Ford Focus BEV
IVECO EcoDaily Electric
Luis 4U green
MINI E.
Mitsubishi i-MiEV
Volvo C30
Flottenmanagement 5/2010
Von
0–
*
tern
Li
h
/
in 0
m
k
,0
0
5
Der neue Auris Hybrid HSD. Jetzt! Nicht irgendwann.
Kein KraftstoƩverbrauch*, keine CODŽ-Emissionen* beim rein elektrischen Fahren: Erleben Sie den ersten Vollhybrid
in der Kompaktklasse – den neuen Auris Hybrid HSD. Seine einzigartige Hybrid-Synergy-Drive®-Technologie
verbindet Benzin- und Elektromotor zu beeindruckender Wirtschaftlichkeit. Für eine gute Bilanz sorgen zudem unsere
attraktiven Finanzierungs- und Leasingkonditionen. Weitere Informationen bekommen Sie unter 0 22 34/1 02 21 10.
Oder direkt bei Ihrem Toyota Partner.
auris-hybrid.de
3,8 l
pro 100 km
CO2 pro km
89 g
136 PS
GERINGER
VERBRAUCH
GERINGE
EMISSIONEN
SYSTEMLEISTUNG
(100 kW)
ELEKTRISCHES
FAHREN
ab
22.950,– €
*Diese Werte beziehen sich auf rein elektrisches Fahren im EV-Modus von 0–50 km/h und bis max. 1,5 km. KraftstoƩ verbrauch
kombiniert 4,0–3,8 l/100 km (innerorts 4,0–3,8 l/außerorts 4,0–3,8 l) bei CODŽ-Emissionen kombiniert von 93–89 g/km nach dem
vorgeschriebenen EU-Messverfahren. Leistung 1,8-l-VVT-i-Benzinmotor 73 kW (99 PS), Leistung Elektromotor 60 kW (82 PS),
Systemleistung HSD (kombiniert) 100 kW (136 PS). Abb. zeigt Auris Hybrid mit Sonderausstattung. Eine unverbindliche Preisempfehlung der Toyota Deutschland GmbH per August 2010, zzgl. Überführungskosten für den Auris Hybrid Life.
Individuelle Händlerpreise auf Anfrage bei Ihrem Toyota Händler.
96
Salon
Multitalent
Als Fünftürer mit Coupé-Charakter vereint der Audi A7 Sportback sportliches
Fahrwerk, Dynamik und Komfort. Er ist mit vier V6-Motoren, als Benziner
und Diesel, zwischen 150 kW (204 PS) und 220 kW (300 PS) erhältlich. Neueste technische Intelligenz ist mit dem serienmäßigen Bediensystem MMI
verbaut, das den Insassen zusätzlichen Langstrecken-Komfort bieten soll.
Das Fahrwerk zeichnet sich durch eine neu entwickelte elektromechanische
Servolenkung mit hoher Effizienz sowie leistungsstarke Bremsen aus. Serienmäßig ist auch das Fahrdynamiksystem Audi drive select. Optional steht
die Luftfederung adaptive air suspension samt geregelter Dämpfung zur
Wahl. Die Netto-Grundpreise beginnen bei 43.400 Euro.
Generationswechsel
Die vierte Generation des Kleinwagens Nissan Micra knüpft an die Tradition der kleinen Baureihe an. In der Neuauflage ist der Kleinwagen mit einem großzügigeren Innenraum, neuen
Motoren, einer neu entwickelten Leichtbau-Architektur und innovativen Techniklösungen ab
November erhältlich. Als erstes Nissan-Modell ist er mit zwei neu entwickelten DreizylinderOttomotoren unterwegs. Beim Basisaggregat mit Saugrohreinspritzung, 1,2 Litern Hubraum
und 59 kW/ 80 PS Leistung soll die CO2 -Emission 115 Gramm pro Kilometer betragen. Das zweite
Effizienzmodell ist ab Frühjahr 2011 mit Kompressoraufladung und Direkteinspritzung sowie
72 kW/ 98 PS Leistung unterwegs. Zusätzlich wird dieser Motor mit Start-Stopp-System ausgerüstet und soll 95 Gramm CO2 -Ausstoß pro Kilometer haben. Beide Motorvarianten sind mit
manuellem Fünfgang-Getriebe oder stufenloser CVT-Automatik kombinierbar. Der neue Nissan
Micra ist ausschließlich als Fünftürer und in drei Ausstattungslinien – Visia, Acenta und Tekna – lieferbar. Für alle drei Varianten gibt es serienmäßig sechs Airbags, ESP, ABS und eine
elektronische Servolenkung. Für die höheren Ausstattungslinien stehen Geschwindigkeitsregelanlage, das Navigations- und Informationssystem Nissan CONNECT und ein Parkassistenzsystem zur Auswahl. Der Nissan Micra startet ab einem Listenpreis von 9.100 Euro netto.
Matador
Seit dem 02. Oktober ist der neue SEAT Alhambra als komplett neu entwickelte
Van-Baureihe mit modernster Technologie auf dem Markt. Der Spanier verfügt
über ein progressives Karosseriekonzept mit Schiebetüren und fünf oder sieben
Sitzen. Der 2.0 TDI mit 103 kW (140 PS) und Sechs-Gang-Schaltgetriebe braucht
laut Hersteller nur 5,5 Liter auf 100 Kilometer und ist deshalb mit „EcomotiveKennzeichnung“ unterwegs. Alle Motoren gibt es mit einer Start- und StoppAutomatik. Mit 4,85 Metern ist er 22 Zentimeter länger als sein Vorgänger, und
selbst in der Breite hat er um neun Zentimeter auf 1,90 Meter zugelegt. Mit dem
neuen „EasyFold“-System kann man die Sitze der zweiten und dritten Reihe mit
je einem Handgriff in den Fahrzeugboden versenken - Effekt: eine ebene Ladefläche. Der neue SEAT Alhambra startet mit Listenpreisen ab 23.100 Euro netto.
Klassenneuling
Anfang 2011 beginnt der europaweite Verkauf des brandneuen Peugeot
508 und 508 SW mit modernen Antriebstechnologien wie e-HDI und HYbrid4. Als Limousine und SW verkörpert der 508 eine neue Designsprache. Mit großem Platzangebot, geräumigem Kofferraum und weiteren
Leistungsmerkmalen bietet er Innenraumkomfort der Extraklasse. Die
508-Motorenpalette erstreckt sich beim Diesel von 82 kW (112 PS) bis
zu 150 kW (204 PS) und beim Benziner von 88 kW (120 PS) bis 115 kW
(156 PS). Zum umfangreichen Sicherheitspaket gehört auch das System
Peugeot Connect mit SOS Assistance. Für Flottenkunden rundet der kostenpflichtige Dienst Peugeot Connect Fleet (automatische Weiterleitung
wartungsrelevanter Daten) die Service-Palette zusätzlich ab.
Flottenmanagement 5/2010
Marktübersicht
Volvo V70
Volvo S60
Marktübersicht flottenrelevanter
Fahrzeuge von Volvo
Volvo C30
Volvo ja, aber welche?
Der Pkw-Flottenmarkt hat sich in den ersten
sechs Monaten zunehmend erholt. Die Halbjahresbilanz fällt nach zähen Monaten der
Wirtschaftskrise endlich wieder positiver aus.
Jedoch ist gleichzeitig auch das lange Zeit zementierte Verhältnis der Marktanteile 80 zu 20
zwischen deutschen Herstellern und Importeuren auf dem Flottenmarkt etwas aufgeweicht.
Immer häufiger scheinen Importeure nun auch
verstärkt in Car Policies berücksichtigt zu werden, wo bis dato ausschließlich „deutsch“ gefahren wurde. Hauptgrund dafür dürfte das
gewachsene Kostenbewusstsein in vielen Unternehmen sein.
Im User Chooser-Bereich, wo sich der Dienstwagenfahrer auch einmal etwas mehr Individualität gönnen kann und der Preis nicht zwangsläufig an erster Stelle steht, hat auch der Automobilhersteller Volvo gute Chancen, zum Zuge
zu kommen. Wer viel Wert auf Premium, hohe
Sicherheitsstandards und viel Serienausstattung legt, kommt innerhalb der Importeure an
den Schweden kaum vorbei.
Das Angebot bei Volvo ist durchaus vielseitig.
Das kleinste Modell ist das KompaktklasseModell C30, etwas größer sind die viertürige
Limousine S40 und der Kombi V50. In der Mittelklasse stehen der kürzlich neu auf den Markt
gekommen S60 als Limousine und der V70 als
Kombi zur Auswahl. Das Flaggschiff ist die S80
Oberklasse-Limousine, und bei den SUV bietet
Volvo die Modelle XC60 und XC90 an.
Besonders dem Trend der Zeit entsprechen die
verbrauchsoptimierten DRIVe-Modelle, die sich
durch sehr niedrige CO2-Emissionen und Verbrauchswerte auszeichnen. Die Spritsparvariante V50 DRIVe mit 80 kW (109 PS) wird beispielsweise mit einem CO2-Wert von 104 Gramm
pro Kilometer angegeben, das entspricht einem
Verbrauch von 3,9 Liter auf 100 Kilometer. Dies
wird lediglich vom C30 getoppt, der als DRIVeModell (80 kW / 109 PS) sogar mit nur 99 Gramm
CO2-Ausstoß angegeben wird. Solche Fahrzeuge
weisen zurzeit durchgehend steigende Bestellquoten auf: Bei Volvo sollen teilweise die Verkaufszahlen schon weit mehr als die Hälfte des
Gesamtvolumens ausmachen.
Eine andere Alternative, die Umwelt weniger
stark zu belasten, sind die sogenannten FlexiFuel-Modelle. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge, die sowohl mit Benzin, als auch mit dem
schadstoffarmen Bio-Ethanol (E85) betrieben
werden können. Bei diesem Antriebskonzept
sinken die CO2-Emissionen im Ethanol-Betrieb
um bis zu 80 Prozent. Zudem handelt es sich um
einen erneuerbaren Brennstoff, der sich aus jeder Art von Biomasse gewinnen lässt, wie etwa
aus Zuckerrüben, Getreide, Holz oder Sonnenblumen.
Zwar ist ein stetig wachsendes Interesse an umweltfreundlichen Autos zu beobachten, allerdings ist die Höhe der TCO auch weiterhin einer
der ausschlaggebenden Faktoren. Bei unserer
Auswahl an flottenrelevanten Volvo-Modellen
reichen die Kosten für das Full Service-Leasing von 434 Euro für den Volvo C30 DRIVe bis
940 Euro für den XC90 3.2-Liter-Benziner (bei
30.000 Kilometer / 36 Monate Laufzeit). Für
den Volvo XC60, den Verkaufsschlager im Flottengeschäft der Schweden, müssten bei gleichen Rahmenbedingungen so beispielsweise
Gesamtkosten (inklusive Treibstoff) von rund
760 Euro für die DRIVe-Variante (120 kW / 163
PS) veranschlagt werden.
Auch Downsizing kann sich lohnen: Würde die
Motorisierung beim Volvo V70 von 120 kW (163
PS) auf 80 kW (109 PS) gesenkt werden, könnte
eine monatliche Gesamtersparnis von fast 100
Euro erzielt werden. Weitere detaillierte Angaben unter anderem zu den Leasingraten, Treibstoffkosten und Restwerten finden Sie in der
Tabelle auf den zwei folgenden Seiten.
Volvo XC90
Flottenrelevante Fakten
Marktanteil im deutschen Flottenmarkt*: 1,4%
Anteil Flottengeschäft am Gesamtgeschäft: Etwas
über 40 %
Anzahl Partnerbetriebe (gesamt): 293 Verkaufsstandorte und 84 reine Servicebetriebe
Bedingungen für Großkunden: Es gibt bei allen
Fahrzeuge individuelle Konditionseinstufungen
für Firmen mit Großkunden-Rahmenverträge sowie
Flottenkonditionen für Leasinggesellschaften und
Small-Fleet.
Aktuelle Business Pakete: Auch beim Volvo S60
haben wir wieder ein interessantes Business-Paket
Pro geschnürrt. Näheres dazu finden Sie in der aktuellen S60-Preisliste. Aber auch bei allen anderen
Modellen bieten wir besondere Business- und/oder
Business Pro-Pakete an, die ganz gezielt auf die Bedürfnisse von Flottenkunden zugeschnitten sind.
Flottenmanagement 5/2010
97
98
Marktübersicht
Modelle
(Full Service-Leasingrate, Quelle ALD,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
VOLVO C30 1.6 KINETIC
VOLVO C30 D2 Kintetic
VOLVO C30 2.0 FlexiFuel Kintec
Motorart
kW/PS
Listenpreis
Euro
(netto)
Finanz
Leasingrate
20.000 km
Full
Service
20.000 km
Treibstoffkosten*
20.000 km
Gesamtkosten
20.000 km
20.000 km
Finanz
Leasingrate
30.000 km
74/100
16.722
279,01
339,97
159,83
499,80
6.480
298,05
Diesel-4Z
84/115
18.823
306,92
383,13
83,85
466,98
7.576
328,35
Otto-Alkohol-4Z
107/145
19.159
323,31
386,47
178,10
564,57
7.280
345,12
Otto-4Z
Leistung
Restwert
VOLVO C30 DRIVe Kintetic
Diesel-4Z
80/109
19.323
315,08
391,29
74,10
465,39
7.777
337,07
VOLVO C 30 D3 Kintetic
Diesel-5Z
110/150
20.966
345,84
427,55
99,45
527,00
8.281
369,71
VOLVO S40 1.6
Otto-4Z
74/100
18.394
301,35
362,31
162,12
524,43
7.128
322,29
VOLVO S40 DPF D2
Diesel-4Z
84/115
20.331
344,65
420,86
83,85
504,71
7.421
367,79
VOLVO S40 2.0
Otto-4Z
107/145
20.689
342,85
406,01
173,53
579,54
7.861
366,41
VOLVO S40 DPF DRIVe
Diesel-4Z
80/109
20.831
353,13
429,34
76,05
505,39
7.603
376,84
VOLVO S40 DPF D3 kw 46
Diesel-5Z
110/150
22.521
390,30
472,01
99,45
571,46
7.882
415,94
345,01
VOLVO V50 1.6
Otto-4Z
74/100
19.907
322,35
383,31
162,12
545,43
7.863
VOLVO V50 DPF D2
Diesel-4Z
84/115
21.844
349,57
425,78
83,85
509,63
8.792
374,44
VOLVO V50 2.0
Otto-4Z
107/145
22.201
363,71
426,87
173,53
600,40
8.603
388,98
VOLVO V50 DPF DRIVe
Diesel-4Z
80/109
22.344
357,57
433,78
76,05
509,83
8.993
383,01
VOLVO V50 DPF D3
Diesel-5Z
110/150
24.033
384,6
466,31
99,45
565,76
9.673
411,96
VOLVO S60 T3 kew 46
Otto-4Z
110/150
22.689
401,83
462,79
0,00
462,79
7.600
427,65
VOLVO S60 D3
Diesel-5Z
120/163
25.596
450,85
532,56
101,40
633,96
9.707
481,12
VOLVO S60 T4 Kintec kw 46
Otto-4Z
132/180
26.218
489,2
550,16
0,00
550,16
7.800
519,05
VOLVO S60 D5
Diesel-5Z
151/205
28.529
505,26
592,47
103,35
695,82
9.557
537,73
VOLVO V70 2.0 Kintic
Otto-4Z
107/145
26.453
448,42
511,58
196,37
707,95
9.655
478,54
Otto-Alkohol-4Z
107/145
26.831
454,83
519,34
196,37
715,71
9.793
485,38
Diesel-4Z
80/109
27.352
463,67
539,88
87,75
627,63
9.983
494,80
VOLVO V70 2.0T Kintic
Otto-4Z
149/203
30.731
532,59
595,75
184,95
780,70
10.755
567,57
VOLVO V70 D3 Kinetic
Diesel-5Z
120/163
31.050
514,56
596,27
107,25
703,52
11.799
549,91
VOLVO V70 2.5T Kintec
Otto-5Z
170/231
32.563
582,87
649,33
200,93
850,26
10.664
619,94
VOLVO V70 2.0 Flexi Fuel DRIVe Kinetic
VOLVO V70 DRIVe Kinetic
VOLVO V70 2.5T Flexi Fuel DRIVe Kinetic Otto-Alkohol-5Z
170/231
32.941
564,64
632,45
200,93
833,38
11.776
602,14
VOLVO V70 D5 Kinetic
Diesel-5Z
151/205
34.277
574,54
661,75
105,30
767,05
12.768
613,56
VOLVO XC 70 DRIVe Kinetic
Diesel-5Z
120/163
33.235
557,07
641,48
115,05
756,53
12.380
594,90
VOLVO XC 70 D5 AWD Kinetic
Diesel-5Z
151/205
37.546
615,08
704,99
134,55
839,54
14.549
657,82
VOLVO XC 70 T6 AWD Aut. Kinetic
Otto-6Z
224/304
41.772
833,9
908,41
242,03
1150,44
10.222
881,39
VOLVO S80 DRIVe Kinetic
Diesel-4Z
80/109
28.025
501,65
577,86
87,75
665,61
9.178
533,55
VOLVO S80 2.0T Kinetic
Otto-4Z
149/203
29.554
557,06
623,37
188,28
811,65
8.570
590,70
VOLVO S80 D3 Kinetic
Diesel-5Z
120/163
29.873
534,74
616,45
103,35
719,80
9.783
568,74
VOLVO S80 2.5T Kinetic
Otto-5Z
170/231
31.386
615,4
685,01
204,97
889,98
8.160
651,13
VOLVO S80 2.5TFlexiFuel Kinetic
Flottenmanagement 5/2010
Flottenfahr
Otto-Alkohol-5Z
170/231
31.764
622,82
692,43
196,37
888,80
8.258
658,98
VOLVO S80 D5 Kinetic
Diesel-5Z
151/205
32.974
621,52
708,73
103,35
812,08
9.562
659,06
VOLVO S80 3.2 AWD Aut. Kinetic
Otto-6Z
179/243
36.554
744,48
818,49
224,03
1042,52
8.407
786,09
VOLVO S80 D5 AWD Aut. Kinetic
Diesel-5Z
151/205
36.890
695,33
782,54
136,50
919,04
10.698
737,32
VOLVO XC60 DRIVe Kinetic
Diesel-5Z
120/163
28.899
446,01
530,42
115,05
645,47
12.282
478,91
VOLVO XC60 2.0T DSG Kinetic
Otto-4Z
149/203
30.177
527,67
594,88
194,08
788,96
10.315
561,95
VOLVO XC60 D5 AWD Kinetic
Diesel-5Z
151/205
32.680
529,18
619,09
128,70
747,79
12.908
566,38
VOLVO XC60 3.2 AWD Kinetic
Otto-6Z
179/243
35.075
634,5
709,41
226,05
935,46
11.224
674,43
VOLVO XC 90 D3 Aut. Kinetic
Diesel-5Z
120/163
33.605
582,40
679,06
165,75
844,81
11.761
620,65
VOLVO XC 90 D5 Kinetic
Diesel-5Z
136/185
36.966
647,66
744,32
161,85
906,17
12.660
689,74
VOLVO XC 90 3.2 Aut. Kinetic
Otto-6Z
179/243
40.008
784,45
867,91
274,08
1141,99
10.402
830,00
VOLVO C70 D3 Kinetic
Diesel-5Z
110/150
31.176
508,34
590,05
115,05
705,10
12.548
543,83
VOLVO C70 D4 Kinetic
Diesel-5Z
130/177
32.689
533,01
614,72
115,05
729,77
13.157
570,22
VOLVO C70 T5 Aut. Kinetic
Otto-5Z
169/230
35.285
615,51
681,97
224,03
906,00
12.614
655,68
Zu diesen Preisen wurden die Kraftstoffkosten errechnet (Brutto-Preise):
Diesel = 1,17 €, Super = 1,37 €, Super Plus = 1,43 €. (Stand: August 2010)
Marktübersicht
zeuge Volvo
Full
Service
30.000 km
Treibstoffkosten*
30.000 km
Gesamtkosten
30.000 km
377,49
239,75
425
426,76
Restwert
Full
Service
50.000 km
Treibstoffkosten*
50.000 km
Gesamtkosten
50.000 km
Restwert
Reichweite
Co2-Ausstoß
30.000 km
Finanz
Leasingrate
50.000 km
Ladevolumen
max. Liter
Zuladung
g / km
Höchstgeschw.
km/h
50.000 km
km
617,24
5.727
323,43
437,19
399,58
836,77
4.724
786
167
185
894
346
125,78
550,78
6.729
356,92
491,53
209,63
701,16
5.600
267,15
693,91
6.418
374,2
490,16
445,25
935,41
5.268
1.279
114
195
894
350
705
185
210
894
354
433,72
111,15
544,87
6.908
366,40
501,01
185,25
686,26
5.748
471,86
149,18
621,04
7.338
401,53
541,64
248,63
790,27
6.080
1.447
99
190
894
341
1.176
134
210
894
439
99
kg
401,73
243,18
644,91
6.300
350,20
463,96
405,29
869,25
5.196
775
169
185
883
405
464,44
125,78
590,22
6.506
398,65
533,26
209,63
742,89
5.286
1.279
114
195
883
428
448,05
260,30
708,35
6.930
397,81
513,77
433,83
947,60
5.689
724
176
210
883
416
473,49
114,08
587,57
6.666
408,46
543,07
190,13
733,20
5.416
1.410
104
190
883
406
518,09
149,18
667,27
6.868
450,12
590,23
248,63
838,86
5.517
1.176
134
210
883
448
424,45
243,18
667,63
6.967
375,23
488,99
405,29
894,28
5.773
775
169
185
1.307
438
471,09
125,78
596,87
7.809
407,59
542,2
209,63
751,83
6.498
1.279
114
195
1.307
423
470,62
260,30
730,92
7.604
422,68
538,64
433,83
972,47
6.271
724
176
210
1.307
431
479,66
114,08
593,74
7.988
416,92
551,53
190,13
741,66
6.647
1.410
104
190
1.307
393
514,11
149,18
663,29
8.592
448,43
588,54
248,63
837,17
7.150
1.176
134
205
1.307
428
507,09
0,00
507,09
6.579
462,09
575,85
0,00
575,85
5.218
1.055
149
210
min 380
k. A.
583,27
152,10
735,37
8.510
521,49
661,6
253,50
915,10
6.915
1.298
137
220
min 380
402
598,49
0,00
598,49
6.620
558,84
672,6
0,00
672,60
5.047
1.055
149
225
min 380
k. A.
645,39
155,03
800,42
8.273
581,03
726,64
258,38
985,02
6.561
1.274
139
235
min 380
402
560,18
294,55
854,73
8.465
518,69
634,65
490,92
1125,57
6.877
814
206
200
1.600
472
569,21
294,55
863,76
8.586
526,1
645,81
490,92
1136,73
6.976
814
206
190
1.600
475
591,45
131,63
723,08
8.752
536,32
670,93
219,38
890,31
7.111
1.556
119
190
1.600
491
450
649,21
277,43
926,64
9.372
614,21
730,17
462,38
1192,55
7.529
864
189
230
1.600
652,06
160,88
812,94
10.401
597,03
737,14
268,13
1005,27
8.538
1.273
144
210
1.600
478
704,88
301,40
1006,28
9.199
669,36
788,62
502,33
1290,95
7.245
795
209
235
1.600
459
689,27
301,40
990,67
10.294
652,13
775,14
502,33
1277,47
8.317
795
209
235
1.600
462
721,21
157,95
879,16
11.225
665,58
811,19
263,25
1074,44
9.169
1.296
144
225
1.600
478
701,43
172,58
874,01
10.884
645,35
792,96
287,63
1080,59
8.890
1.186
154
205
1.600
466
769,85
201,83
971,68
12.859
714,81
867,92
336,38
1204,30
10.606
1.014
182
215
1.600
458
978,02
363,05
1341,07
8.344
944,71
1082,42
605,08
1687,50
5.841
660
248
230
1.600
433
630,2
131,63
761,83
7.917
576,08
710,69
219,38
930,07
6.235
1.556
119
190
480
461
677,45
282,43
959,88
7.240
635,55
760,26
470,71
1230,97
5.467
886
184
235
480
431
670,89
155,03
825,92
8.439
614,08
754,19
258,38
1012,57
6.646
1.321
139
215
480
467
741,18
307,45
1048,63
6.748
698,77
826,78
512,42
1339,20
4.864
814
206
240
480
449
749,03
658,98
749,03
6.829
707,19
835,2
490,92
1326,12
4.923
814
206
240
480
453
766,71
155,03
921,74
8.078
709,1
854,74
258,38
1113,12
6.100
1.321
139
230
480
467
880,54
336,05
1216,59
6.762
841,57
973,98
560,08
1534,06
4.569
745
219
235
480
443
844,97
204,75
1049,72
9.038
793,31
938,92
341,25
1280,17
6.824
1.000
184
225
480
442
585,44
172,58
758,02
10981,00
522,77
670,38
287,63
958,01
9.247
1.186
154
200
1.455
660
650,16
291,13
941,29
8.960
607,67
734,88
485,21
1220,09
7.152
824
198
205
1.455
437
678,41
193,05
871,46
11.438
615,98
769,09
321,75
1090,84
9.477
1.061
174
210
1.455
584
770,34
339,08
1109,42
9.645
727,66
862,57
565,13
1427,70
7.541
707
229
210
1455
489
743,63
248,63
992,26
10.249
671,65
843,51
414,38
1257,89
8.233
800
224
190
1.837
567
812,72
242,78
1055,50
10.997
745,85
917,71
404,63
1322,34
8.779
819
219
195
1.837
564
939,78
411,13
1350,91
8.601
890,72
1049,38
685,21
1734,59
6.201
696
269
210
1.837
558
645,98
172,58
818,56
11.145
591,15
731,26
287,63
1018,89
9.275
1.017
154
210
404
327
672,37
172,58
844,95
11.686
619,83
759,94
287,63
1047,57
9.725
1.017
154
220
404
327
740,62
336,05
1076,67
11.026
709,23
828,49
560,08
1388,57
8.909
660
219
235
404
317
Flottenmanagement 5/2010
100
Test
1
2
Raum
Vorstellung
Mit dem Mazda 6 Kombi gibt es genau die richtige Mischung aus praktischem
Nutzen, kommoder Fortbewegung wie attraktiver Gestaltung auf den Weg.
Das Diesel-Einsteiger-Angebot – 2,2 Liter Hubraum und 129 PS – kommt Sparfüchsen entgegen, während die Leistung im Alltag kaum Wünsche offen lässt.
Außerdem setzt das Ladevolumen Maßstäbe in der Mittelklasse.
D
as Thema mit der Gleichheit wird bei den
Mazda 6-Dieselmodellen wirklich beherzigt – sämtliche Ausführungen schöpfen
ihre Kraft nämlich aus einheitlichen 2,2 Litern
Hubraum. Über Parameter wie Ladedruck und
Verdichtung steuern die Ingenieure den Output. So reicht die Bandbreite von 129 bis 180
Pferdchen, alles Werte, die den Nachbarn vor
wenigen Jahren noch neidisch gemacht hätten. Beim nutzwertorientierten Allrounder
kommt es dagegen nicht auf maximale Power
an, also dient die 129 PS-Variante in diesem
Fall als Gegenstand der Abhandlung. Damit ist
der Vierzylinder für heutige Verhältnisse eher
gering belastet, was Reminiszenzen an die ursoliden Kammerdiesel anklingen lässt – an eine
Zeit demnach, da Turbos noch Prestige-Gefühle
auslösten. Die Frage, ob man mit dem Mazda
6-Basis-Selbstzünder klarkommen kann, lässt
sich ausschließlich in der Praxis beantworten.
Also rein in das Multifunktionsvehikel und Motor starten.
Da ertönen dezente Diesel-Laute, klarer Fall.
Nach Erwärmung des Öls allerdings bestimmt
hauptsächlich leichtes Schnarren die Maschinen-Akustik. Kultiviert und laufruhig präsen-
Flottenmanagement 5/2010
tiert sich das Aggregat übrigens ebenso, das
man keineswegs hoch drehen muss, um Vortrieb
herzustellen. Schon ab 1.500 Umdrehungen beginnt spürbares Drehmoment zu wüten, wenngleich das 340 Nm-Plateau erst ab 1.800 Touren
aufgebaut ist und jenseits der 2.600 Rotationen
wieder abflacht. Damit ist abgesteckt, wann
am besten zu schalten ist. Sechs Übersetzungen stehen obligatorischerweise bereit; und die
Box lässt sich durchaus leichtgängig bedienen
– dass sportliche Gangart in diesem Umfeld jedoch als unpassend empfunden werden könnte, wird freilich offenbar. Exakt gewählte Anschlussübersetzungen lassen auf eine saubere
Abstimmung schließen, die den Einstiegsdiesel in seiner Dynamik unterstützt. Tatsächlich
lässt er sich flott bewegen.
Allein Serpentinen-Auffahrten zeigen, dass
man nicht in der stärksten Version sitzt. Sonst
gibt sich der 95 KW-Brocken antrittsstark wie
souverän. Für die vom Werk angegebenen 193
km/h ist natürlich ein etwas längerer Anlauf
nötig, dafür zeigt der Tacho dann aber auch 210
Sachen. Und sparsam ist dieser Sechser obendrein: Lediglich 5,9 Liter konsumierte er auf
der speziellen Flottenmanagement-Verbrauchs-
3
4
Test
101
1. Aufgeräumter Innenraum mit so manchen Tasten
2. Unauffälliger Abschluss – der Mazda 6 Kombi mutet
von hinten eher schlicht an
3. Mit 1.751 Litern Schluckvermögen definiert dieser
Mazda den Bestwert in seiner Klasse
4. Viel Platz auch hinten sorgt für frohe Gesichter
5. Auf dem zweiten Blick wird klar: Die HeckleuchtenGrafik geht sehr wohl als ausgefallen durch
6. Einfach bedienbare Drehregler für die
Klimaautomatik
7. Markante Scheinwerfer lassen den Mazda 6 im Gedächtnis verweilen
8. Viele Tasten auf kleinem Raum: Das Lenkrad ist
Schaltzentrale
5
runde – immerhin ist die Rede von einem satten 1,5-Tonnen-Kombi. Ach ja, dieser darf als
Benchmark für Ladevolumen durchgehen: Denn
mit einem maximalen Schluckvermögen von
1.751 Litern übertrifft er sogar den Ford Mondeo (allerdings nur um ein paar Literchen), mit
dem er sich die Plattform teilt. In puncto Praktikabilität ist er also bestens aufgestellt, zumal
die Rückbank beim Umlegen auch ohne weitere
Handgriffe eine ebene Fläche bereitstellt. Und
wie fühlt sich die menschliche Fracht aufgehoben?
Straffe Stühle bekämpfen schonmal potenzielle
Müdigkeit; aber damit allein ist es sicher nicht
getan, also bewiesen die Entwickler, dass eine
gewisse Drahtigkeit kein Hindernis für kommode Anflüge sein müssen. Lange Strecken sind
kein Thema für den Mittelklässler. Außerdem
bietet der angenehme Reisebegleiter viel Platz
in allen Dimensionen, so können selbst großgewachsene Hinterbänkler gut mal ein paar hundert Kilometer mit bestens gelaunten Mienen
im Auto verbringen, ohne dabei heucheln zu
müssen. Dabei schauen sie auf einen typischen
Mazda-Innenraum, in dem niemals TastenMangel aufkommt. Diesmal aber strukturiert
und nicht verstreut, wie man es von japanischen Fahrzeugen eigentlich erwartet hätte.
Dafür kann die Betriebsanleitung getrost im
Handschuhfach verweilen, schließlich lassen
sich alle Funktionen intuitiv erfassen. Für die
Klimatisierung gibt es drei große Drehregler –
übersehen oder fehlbedienen keine Chance.
Nur das Multifunktionslenkrad beherbergt
zur Freude mancher Technikverliebten viele
Schalter auf engem Raum – dennoch lassen die
sich ohne Probleme beherrschen. Klassische
Rundinstrumente besorgen den Tribut an die
Übersichtlichkeit, und es gibt auch eine Anzeige für die Wassertemperatur, deren Weglassen bei manchen Herstellern ja schwer in Mode
gekommen ist. Unmodisch ist der Kombi aber
mitnichten, baggert er vorn mit schneidig gezeichneten Klarglasscheinwerfern und markant ausgeprägten Kotflügeln. Die Sicke in der
Flanke lässt den Japaner konturiert-muskulös
auftreten, während das Heck eher unauffällig
bleibt – ausgefallener Rückleuchtengrafik zum
Trotz. Als ausgefallen darf man auch die Aufpreispolitik bezeichnen; so lässt sich beispielsweise ein Navigationssystem nur in Verbindung
mit der teuren „Sports-Line” ordern, die wiederum ausschließlich in Kombination mit starken
Motoren erhältlich ist.
Dafür bietet die 21.756 Euro netto teure BasisVersion („Prime-Line”) den feinen Luxus, keine
Sonderausstattungen ordern zu können – von
der 437 Euro kostenden Metalliclackierung
mal abgesehen. Schließlich sollen viele Wahlmöglichkeiten ja unglücklich machen. Und mit
Klimaanlage, Radio, der vollen Sicherheitsausrüstung inklusive ABS, sechs Airbags und
elektronischem Stabilitätsprogramm sowie
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
befindet sich alles an Bord, was das Leben im
Mazda angenehmer macht. Nur ein Automatikgetriebe vermisst man – wer den Selbstzünder
wählt, muss die Gänge selbst wechseln. Viele
Assistenzsysteme machen dieses Defizit wieder wett, vor allem überzeugt die unauffällige,
aber trotzdem effektive Arbeitsweise des RVMSystems, das im Falle herannahender Fahrzeuge vor dem Spurwechsel zur Vorsicht mahnt und
den toten Winkel so entschärft. Eine kleine,
gelbe Kontroll-Leuchte schafft es, den Fahrer
zu warnen und nicht zu erschrecken.
6
7
8
Flottenmanagement 5/2010
102
Test
Mazda 6 Kombi MZR-CD
Motor
Hubraum in ccm
kW bei U/min
Max. Drehmoment bei U/min
Abgasnorm
Partikelfilter
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
Test-Reichweite
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen (VDA)
Anhängel. geb./ungeb.
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
Wartungsintervalle
Motorenpalette Mazda 6 Sport Kombi
2.2 MZR-CD
2.2 MZR-CD
2.0 MZR DISI
(Automatik)
Motor/Hubraum in ccm
4-Zyl. Diesel/2.184
4-Zyl. Otto/2.184
4-Zyl. Otto/1.999
Leistung kW (PS) bei U/min
95/129 bei 3.500
120/163 bei 3.500
114/155 bei 6.200
Drehmoment (Nm) bei U/min
340 bei 1.800-2.600
360 bei 1.800-3.000
193 bei 4.500
Verbrauch auf 100 km (EU)
5,2
5,4
7,0 (7,7)
Höchstgeschwindigkeit
193
211
211 (202)
0 auf 100 km/h
10,9
9,2
10,4 (11,3)
519-1.751
519-1.751
519-1.751
645
645
610 (625)
17 / 22 / 24
17 / 23 / 24
14 / 19 / 20
Schadstoffklasse
EU 5
EU 5
EU 5
CO2 - Ausstoß in g/km
139
143
161 (178)
Preis in Euro (netto)
21.756
23.605
22.008 (24.957)
472,–
567,–
739,–
500,–
600,–
777,–
518,–
639,–
862,–
–
–
–
–
–
–
579,–
711,–
955,–
Laderaum in Liter (VDA)
Nutzlast in kg
Typklassen HP/VK/TK
Betriebskosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
371,–
415,–
485,–
395,–
442,–
514,–
358,–
399,–
462,–
–
–
–
–
–
–
403,–
447,–
515,–
101,–
152,–
254,–
105,–
158,–
263,–
160,–
240,–
400,–
–
–
–
–
–
–
176,–
264,–
440,–
Treibstoffkosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Flottenmanagement 5/2010
Sicherheit / Komfort
Front-/Seiten-Airbag
Kopfairbag vorn/hinten
ESP
Assistent „toter Winkel“
Regensensor
Klimaautomatik
Tempomat
Elektr. Sitzverstellung
Metallic-Lack
Einparkhilfe
Bordcomputer
Kurvenlicht
Xenonlicht
Kommunikation
Radioanlage mit CD
Bildschirm-Navigation
Freisprech-Einrichtung
Fullservice Leasingrate
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
Vierzylinder-Diesel
2.184
95 (129) bei 3.500
340 Nm bei 1.800-2.600
EURO 5
Serie
6-Gang Schaltgetriebe
193
10,9
5,2 l auf 100 km
1.231 km
5,9 l auf 100 km
1.085 km
139 g/km
64 Liter
645 kg
519-1.751 Liter
k. A.
247 Euro
17 / 22 / 24
alle 20.000 km oder
alle 12 Monate
3 Jahre / 100.000 km
3 Jahre
12 Jahre
Serie
Serie
Serie
Serie (Sondermodell
Active)
Serie (ab Exclusive-Line)
Serie (ab Center-Line)
(ab Center-Line)
1.672 Euro
(nur Sports-Line)
437 Euro
Serie (ab Sports-Line)
Serie (ab Center-Line)
Serie (ab Sports-Line)
Serie (ab Sports-Line)
Serie
1.933 Euro
(nur Sports-Line)
Serie
(Sondermodell Active)
Basispreis netto
Mazda 6 Kombi
MZR-CD
21.756 Euro
(alle Preise netto)
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
80 %
70 %
Bewertung
+
• Ordentlicher Fahrkomfort
• Ordentliches Raumangebot
• Angenehme Sitze
• Kein Automatikgetriebe lieferbar beim Diesel
• Navigationssystem nur für stärkere
Motorvariante lieferbar
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Umweltsterne
Variantenreich
Der neue Mercedes-Benz Vito ist nun auch als Vito E-Cell mit batterie-elektrischem Antrieb erhältlich. Dieses Jahr beginnt Mercedes
mit der Auslieferung einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen an Flottenbetreiber in den Ballungsräumen Stuttgart und Berlin. Weitere
2.000 Einheiten sind für 2011 geplant. Der Vito E-Cell ist laut Hersteller mit einer Reichweite von 130 Kilometern für abgasbelastete
Zonen, lärmgeschützte
und
umweltsensible
Bereiche vorgesehen.
Mercedes-Benz
komplettiert das breit aufgestellte Angebot des
Transporters mit Diesel-, Gas- und Batterieelektrischem Antrieb.
Die Stromversorgung beim batterie-elektrischen Antrieb erfolgt über
Ladestationen örtlicher Energieversorger. Ein weiteres Highlight aus
dem Hause Mercedes-Benz ist der Mercedes Sprinter 316, jetzt auch
als LPG-Version, der auf der Nutzfahrzeug IAA seine Premiere hatte.
Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2010 präsentierte Opel den
neuen Movano auch als Heck- und Dreiwege-Kipper mit
Kofferaufbauten sowie zulässigen Gesamtgewichten von
3,5 Tonnen (Frontantrieb) bis zu 4,5
Tonnen
(Heckantrieb) ab 22.990
Euro netto. Er steht
nun als Kastenwagen, Kombiversion,
mit Fahrgestellvarianten, Einzel- oder Doppelkabine als
Plattform-Fahrgestell zur Wahl. Für adäquate Fahrleistungen sowie niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte
sorgt laut Hersteller eine neue 2.3 CDTI VierzylinderCommon-Rail-Dieselgeneration mit Partikelfilter in den
Leistungsstufen 74 kW/ 100 PS bis 107 kW/ 146 PS, mit
EURO 4- oder EURO 5-Abgasnorm. In Verbindung mit
dem optionalen 105-Liter-Kraftstofftank sollen Reichweiten von fast 1.400 Kilometern erreicht werden.
Kangoo-Sprünge
Sparfuchs
Der Kangoo Rapid von Renault wird um drei neue Motorisierungen aktualisiert: dCi 75 FAP eco2 (55 kW/ 75 PS), dCi 110 FAP (80 kW/ 110 PS)
und dCi 90 FAP (66 kW/ 90
PS). Alle drei Varianten
verfügen ab Werk über den
Rußpartikelfilter FAP und
erfüllen die Schadstoffnorm EURO5. Neben dem
günstigen Kraftstoffverbrauch sollen auch verlängerte Wartungsintervalle,
nutzungsabhängig 30.000
Kilometer / zwei Jahre,
zur guten Kostenbilanz
beitragen.
Pünktlich zur Nutzfahrzeug IAA präsentierte auch Volkswagen eine besonders
sparsame Variante
des VW Transporters
mit BlueMotion Technology, der ab Frühjahr 2011 erhältlich
ist. Laut Hersteller benötigt er im Vergleich zum aktuellen Serienmodell 6,8 Liter pro 100 Kilometer mit einem
CO2 -Ausstoß von 179 Gramm. Das sind entsprechend
0,5 Liter weniger Dieselkraftstoff als bisher. Realisiert
wurde diese Technologie mittels Common-Rail-Vierzylindermotor in Verbindung mit einem Start-Stopp-System,
rollwiderstandsarmen Reifen und speziellen aerodynamischen Maßnahmen. Das BlueMotion Technologie Paket kostet 385 Euro netto.
„Man muss nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen.
Aber man kann jeden Elefanten zur Mücke machen.”
Manche Probleme sind so groß und alt wie ein ausgewachsener
Elefant. Fehlende technische Informationen, umständliche Abrechnungsprozesse und unzureichende Auswertungsmöglichkeiten
sind die alltäglichen Hindernisse, mit denen sich viele Entscheider
in der Kfz-Branche herumschlagen müssen. Warum eigentlich? Mit
unserem Systemlösungen zeigen wir Ihnen gerne auf, wie wir jeden
Elefanten zur Mücke machen.
www.audacon.com
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
Transporter
103
104
Transporter
Transporter sind heute keine triste
Angelegenheit mehr – das gilt auch
für den Mercedes Sprinter. Verzicht
war früher, stattdessen bieten die
modernen schwäbischen Lastesel
viel Komfort wie Technik und nicht
zuletzt ein Höchstmaß an Flexibilität
sowie Individualität. Entsprechend
bunt treten drei Exemplare – 210
CDI, 313 CDI und 316 CDI – an, um
sich einem Vergleich zu stellen.
Buntes
Länge läuft – unterschiedliche Abmessungen
für unterschiedliche Bedürfnisse
Farbenspiel
Wer heute einen Sprinter bestellen möchte, erlebt so ein bisschen Mercedes der guten, alten
Zeit ohne Paket-Wirrwarr bei den Sonderausstattungen. Jedes Exemplar kann individuell
zusammengestellt werden – das betrifft nicht
nur den Aufbau, sondern gilt ebenso für sämtliche Komfort- und Technikmerkmale. So sind
Dinge wie Bildschirmnavigationssystem, Sitzheizung, elektrische Schiebetüren und Xenonlicht für den Sprinter keinesfalls Fremdwörter.
Wer jeden Tag weite Strecken zurücklegt, soll
das ja auch kommod tun können. Ach ja, natürlich achtet man bei den Nutzeseln unseres Jahrtausends auch auf Effizienz und Ökologie. Daher gibt es gegen 211 Euro Aufpreis eine StartStop-Anlage – zumindest für die SelbstzünderVarianten. Und um die geht es hier schließlich.
Den Anfang bildet der 210 CDI mit einem zulässigen Gesamtgewicht von drei Tonnen – also
nicht immer auf die Modellbezeichnung hören,
nach deren Muster es lediglich zwei Tonnen sein
dürften. Bei der Leistung kommt es dagegen
hin; mit 95 PS macht der 2,2-Liter-CommonrailDiesel die 100 (steht die erste Zahl des Modellnamens für das Gesamtgewicht, so weisen die
letzten beiden auf die Motorleistung hin) zwar
nicht ganz voll, reicht aber doch nah heran.
Reicht denn die Power aus? Kurzer Radstand
und normales Dach – so tritt der nützliche
Schwabe an, um Autobahnen und städtische
Gefilde zu erobern. Letzteres macht er gern,
während die schnelle Piste nicht sein Revier ist,
in dem er aber dennoch wildern kann. Nur Steigungen zwingen den Kastenwagen in die Knie,
dann schafft der Schalthebel des Sechsganggetriebes prompt Abhilfe. Über bergige Passagen
kann das Spitzenmodell des Trios nur lachen.
Für jeden Einsatz das richtige Fahrzeug, alle jedoch
bieten eine wahrlich riesige Ladefläche
Das mannshohe Dach sorgt für mächtig Platz...
Auch der kleinste Transporter im Bunde schluckt eine
Menge weg...
Flottenmanagement 5/2010
Es hört auf 316 CDI und mobilisiert bei gleichem
Hubraum ordentliche 163 PS. Mit längerem Radstand und damit verbundener Verlängerung der
Ladefläche plus Hochdach avanciert der flinke
Sprinter zum Super-Lademeister, der seinem
Namen alle Ehre macht. Kommt her, ihr Serpentinen! Der Selbstzünder schiebt jederzeit
kräftig an, das macht nicht nur an Autobahnsteigungen Spaß, sogar hügelige Landstraßen
erklimmt man jetzt mit einem Lächeln. An der
Ampel bitte aufpassen, denn die Abschaltautomatik leitet das Anlassen der Maschine zwar
unverzüglich wieder ein – aber frühzeitiges
Transporter
105
Voll bis unters Dach: Sprinter ist nicht gleich Sprinter –
die Hochdach-Variante kann äußerst praktisch sein (li.)
Auch Transporter-Fahrer müssen nicht leiden – Klima
und Navigation dürfen auf Wunsch mit an Bord (u.li.)
Es geht nichts über die praktischen Schiebetüren – sie
öffnen auf Wunsch elektrisch... (u.Mitte)
Im Sprinter können erwachsene Menschen problemlos
herumspazieren... (u.re.)
Einkuppeln verwirrt das System, die Kolben
stehen still. Dafür hält die Vorrichtung eisern
durch und lässt den Motor auch bei kalter Witterung nicht nach wenigen Sekunden wieder
anspringen – bei vielen PKW mit Start-Stop ein
Problem.
Und sonst? Die Getriebe sämtlicher hier getesteter Varianten lassen sich leichtgängig bedienen – hier müssen nicht unbedingt hartgesottene Fahrprofis ans Steuer. Dann schnell in die
mittlere Variante 313 CDI und Steigungen ausprobieren. Geht auch ganz gut, wenngleich man
die 34 fehlenden Pferdchen durchaus spürt. Der
313 CDI braucht auf der schnellen Piste eben etwas länger, um Richtgeschwindigkeit zu errei-
chen. Lange Aufstiege quittiert er mit trägerer
Beschleunigung als der stärkere Bruder – wenn
die Budgets üppiger ausfallen, sollte also ruhig zum kräftigeren Exemplar gegriffen werden. Hinreichend laufruhig sind übrigens alle
drei Ausführungen, kein Wunder, schließlich
verpassen die Entwicklungsabteilungen ihren
nützlichen Anhängern keine B-Ware in puncto
Motorentechnologie.
Dem Thema Dämmung wird im Transporterbereich offenbar ebenso Beachtung geschenkt.
Und dem Sitzkomfort, denn die Stühle sind
keineswegs von schlechten Eltern, auch in der
Basis nicht. Gegen Aufpreis lässt sich das Wohlbefinden weiter steigern, zum Beispiel mit einer
Schwingvorrichtung. Kommt zum Komfortbedarf auch noch ein größeres Raumproblem, sei
die Version mit Super-Hochdach und Überhang
empfohlen. In diesem Fall darf man sich im Laderaum gerne die Beine vertreten nach getaner
Arbeit und leerem Abteil, an mangelnder Höhe
scheitert es jedenfalls nicht. Wie schön, dass
man genau so freizügig konfigurieren kann –
das treibt nicht nur Autofans Glanz in die Augen. Sprinter bestellen ist also der wahre Luxus
und ein Stück alter Mercedes-Geist. Er lebt also
doch noch, auch im 21. Jahrhundert.
Mercedes 313 CDI Standard (230 g/km)
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel / 2.143
kW (PS) bei U/min:
95 (129) bei 3.800
Drehmoment bei U/min:
305 Nm bei 1.200-2.400
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 230 g/km
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: - / EU-Verbrauch /Reichweite km:
8,7 l / 862 (75 l)
Zuladung kg/ Ladevolumen in m2: 1.400-1.485 / 9
Typklasse HP / VK / TK:
-/-/Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k. A.
Dieselanteil:
–
Basispreis (netto):
30.900 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 798,74 / 0,31 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 5/2010
106
Fahrtelegramm
Zellen-Lehre
Bis Elektroautos zum Massenphänomen werden,
dürften noch viele Jahre ins Land gehen. Dennoch
nimmt der aufmerksame Beobachter hier und da
bereits heute die ersten elektrisch angetriebenen
Vehikel durchaus wahr. Mercedes verpasst gar dem
Vito einen solchen Antrieb – dieses Jahr sollen zwar
lediglich 100 Exemplare auf die Straße kommen,
für 2011 peilt man aber stattliche 2.000 Einheiten
an. Flottenmanagement fuhr einen davon.
Maschinenrotation, so ist das eben bei E-Aggregaten – demnach zieht das elektrische Nutztier
bei grüner Ampel kräftig an und beschleunigt
nicht gerade rasant, aber doch mit Nachdruck
auf 80 km/h, schneller geht nicht. Immerhin,
auf die Autobahn dürfte es damit, allerdings
geht man davon aus, dass die Fahrzeuge vorwiegend in urbanen Gegenden bewegt werden.
Denkbar sind ferner kurze Überlandstrecken.
Der Mercedes Vito mit Frontantrieb? Jawohl,
das gibt es, ist allerdings äußerst exotisch. Die
E-Cell-Version mit 70 KW-Elektromotor verfügt
tatsächlich über eine angetriebene Vorderachse; Traktionsprobleme sind keine zu erwarten,
aber wirklich lahm ist der seltene Transporter,
mit dem man sich übrigens keinerlei Nachteile hinsichtlich der Ladekapazität einfängt,
freilich auch nicht. Drehmoment ab der ersten
Eine Klimaanlage suchte man in den Testwagen vergebens – wohl mit Rücksicht auf die
Akkus. Auch die Tatsache, dass der Vito schon
fortschrittliche Lithium-Ionen-Batterien in
sich trägt, soll keine Einladung zum Stromverschwenden sein, schließlich ist die Energiedichte auch hier unzureichend, jedenfalls absolut
gesehen. Für Nutzer mit einer Fahrleistung von
60 bis 80 Kilometern pro Tag – und davon soll es
viele geben – ist der E-Vito indessen genial, und
Statt Drehzahlmesser gibt es
eine Poweranzeige
das Befahren von umweltsensiblen Gefilden
muss hier keine Gewissensbisse zur Folge haben. Kaufen kann man das seltene Stück noch
nicht, Mercedes vermietet es an ausgewählte
Kunden, die den Vito nach einer Gesamtnutzung von 80.000 Kilometern (in etwa vier Jahren) wieder an das Werk zurückgeben. Und wer
weiß, welche Elektro-Lösungen die Techniker
im Jahre 2014 anbieten können.
Mercedes-Benz Vito E-Cell
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS):
Drehmoment:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Elektromotor
70 (95) bei 3.750
280 Nm
–
–
– / 80
130 km
900 / 5,7 m2
–/–/–
k. A.
–
–
–
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Mit der 60er-Reihe setzt Volvo jene neue Design-Generation fort, die der
kleine XC mit genau der gleichen Zahl in der Typenbezeichnung vor fast
zwei Jahren einläutete. Vollgepackt mit Sicherheitstechnik und stylischer
Formensprache soll der skandinavische Mittelklasse-Kombi auf Kundenfang
gehen. Und dass es ihm auch glücken wird, ist ziemlich wahrscheinlich.
Sport-Artikel
Volvo ist eine spießige Lehrermarke? Von wegen,
gelang es den Skandinaviern doch im Laufe der
Zeit, das Label zu einem wahren Lifestyle-Kind
zu formen, das im Übrigen auch sämtliche Kriterien erfüllt, um veritable Premium-Ansprüche
zu befriedigen. Die Verantwortlichen allerdings
sehen diesen Umstand noch nicht genug verankert in den Köpfen der Autofahrer. Das soll die
neue Mittelklasse-Generation ändern; der 60er
baggert mit dynamisch-extravagantem Styling
außen und fast noch ausgefallenerer Architektur
innen: Aufgeräumte Oberflächen in Verbindung
mit natürlich anmutenden Hölzern verströmen
skandinavisches Flair. Ferner demonstrieren klare Formen plus kühle Alu-Elemente in gekonnter
Weise, wie ein Charakter-Fahrzeug auszuschauen
hat.
Und weil Volvo seit jeher Wert auf anspruchsvolle Sicherheitstechnik legt, lässt sich die neue
schwedische Mitte nicht lumpen: Als feinste
Neuheit geht ohne Zweifel die Anti-FußgängerKollisionsvorrichtung durch, die Personen in
der Tat auch prompt erkennt und bei Bedarf eine
Flottenmanagement 5/2010
Achtung, Fußgänger – und der V60 legt
eine Vollbremsung hin
Vollbremsung einleitet. Ebenso wird gebremst,
wenn sich andere Hindernisse in den Weg stellen
oder der Fahrer im Gegensatz zum Vordermann
nicht langsamer wird. Bei Geschwindigkeiten bis
35 km/h verhindert das System den Unfall gar.
Auch spannend ist die Frage, wie man auf Tempo
kommt. Mit dem neuen 1,6-Liter-Turbo klappt das
richtig gut – so viel ließ sich bei einer ersten Ausfahrt mit der kleineren Ausgabe (180 PS-Version)
jener aufgeladenen Aggregatefamilie feststellen.
Außerdem überzeugt der Vierzylinder mit einer
gesunden Laufkultur. Auf der Dieselseite stehen
zwischen 115 (demnächst) und 205 PS zur Verfügung. Eine für den Flottenmarkt ausgewogene
Version stellt der 163 PS starke D3 dar.
Volvo V60 D3
Motor / Hubraum in ccm:
Fünfzyl.-Diesel / 1.984
kW (PS) bei U/min:
120 (163) bei 2.900
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.400-2.850
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 144 g/km
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: 9,4 / 220
EU-Verbrauch / Reichweite:
5,5 l / 1.227 km (67,5 l)
Zuladung kg / Ladevolumen l:
– / 1.241
Typklasse HP / VK / TK:
–/–/–
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 40-45 %
Dieselanteil:
80 %
Basispreis (netto):
27.436 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 751,12 / 0,30 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
107
GLK in Bestform: Die Seitenansicht enthüllt das
konturiert-muskulöse Design (o.)
Kantige Linien sind bei Mercedes derzeit an der Tagesordnung (u.)
Aller Anfang ist ER
Der GLK ist das erste Kompakt-SUV der noblen Schwaben und ein guter Wurf.
Schneidig im Design, agil im Fahrverhalten und äußerst komfortabel – so reist
man in diesem handlichen Allrounder, der nicht zwingend über vier angetriebene Räder verfügt. Als Energiequelle für den Testwagen mussten 2,2 Liter
Hubraum sowie 170 PS überzeugen.
Als der Mercedes GLK 2008 das Licht der Autowelt erblickt, war schon beim flüchtigen Hinsehen eine neue Designausrichtung erkennbar:
Linien in kantig-schneidiger Gestalt treffen das
Auge mit voller und scharfer Wucht. Das manifestiert sich auch in einigen Details – prägnante Außenspiegel lassen grüßen. Aber da Design
bekanntermaßen Geschmacksache ist, gilt es
nun, die inneren Werte zu erkunden. Schließlich sollen kleine SUV auch eine ordentliche
Portion automobiler Kultur kredenzen. Also
nix wie rein in den feinen Alleskönner: Sämtliche Blicke richten sich auf die Materialverarbeitung, die – wie man es von einem Mercedes
erwartet – mit tadellosen Eigenschaften glänzt.
Feine Alubeläge verströmen einen Schuss kühle
Noblesse, während Kunststoffapplikationen in
verschiedenen Farben die Sinne ansprechen.
Wie schlägt sich denn der kernige Vierzylinder?
Eines vorweg: Mit 170 Pferdchen präsentiert
sich der GLK keineswegs untermotorisiert. Zumal die Version mit reinem Heckantrieb keine
Leistung durch zusätzliche Schleppmomente
frisst, was sich letztlich auch positiv auf den
Kraftstoffkonsum auswirkt. Und auf die Performance? Nach kurzer Anfahrschwäche setzt
sich der Schwabe jedenfalls nachdrücklich in
Bewegung; die siebenstufige Wandlerautomatik
schaltet derweil butterweich und flink durch
die weit gespreizten Übersetzungen, um auf der
Übersichtlich und schnörkellos präsentiert sich das GLKCockpit (re.o.)
Das kompakte SUV hat auch eine nützliche Ader (re.u.)
schnellen Piste die Drehzahlen gering zu halten – dank langer Auslegung des größten Gangs
kein Thema. In Kurven kommt die überaus präzise wie leichtgängige Servolenkung zum Tragen – bei Bedarf zirkelt der 1,7-Tonner durchaus
behände durch Kehren.
Aber seine Spezialität freilich ist Fahrkomfort;
punktgenau dosierte Dämpfer entschärfen
selbst böse Straßenpatzer, ohne dem GLK die erfrischend straffe Note zu rauben. Dazu kommen
kommode Stühle mit satter Langstrecken-Tauglichkeit. Recht luftige Platzverhältnisse lassen
streckenweise vergessen, dass dieser Mercedes
eher zu den kleinen Vertretern gehört. Hinten
finden sich ebenfalls zwei schöne und vor allem
üppige Plätzchen zum Reisen – das gilt sogar
für großgewachsene Mitfahrer. Nur bei den Geländeeigenschaften muss diese Version passen
– es fehlt einfach der 4matic-Zusatz. Aber keine
Sorge, schließlich findet man die meisten Allradler ohnehin in der städtischen Umlaufbahn.
Und da passt der Heckantrieb-GLK mit seiner
einschlägigen Silhouette auch ohne Allradantrieb hin, denn wer braucht für Asphalt schon
vier angetriebene Räder?
Mercedes GLK 220 CDI
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel / 2.143
kW (PS) bei U/min:
125 (170) bei 3.200-4.800
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.400-2.800
Getriebe:
7-Gang-Automatik
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 164 g/km
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: 8,7 / 205
EU-Verbrauch /Reichweite km:
6,3 l / 937 (59 l)
Zuladung kg/ Ladevolumen in l: 590 / 450-1.550
Typklasse HP / VK / TK:
22 / 25 / 25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k. A.
Dieselanteil:
k. A.
Basispreis (netto):
30.900 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 669,81 / 0,33 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 5/2010
108
Fahrtelegramm
Der Ford Mondeo kam unters Messer. Nicht, dass das
bisherige Modell keinen
Blumentopf mehr gewinnen
könnte, allerdings schläft ja
auch der Wettbewerb nicht,
und nach drei Jahren sieht
der Konzern offenbar die
Zeit für Veränderungen reif.
Vor allem lässt der 2,2-LiterCommonraildiesel mit jetzt
200 PS durchaus auch Flottenkunden hellhörig werden.
Sanfter Ford-Schritt
Kleiner Hubraum und viel Leistung, das ist
gut für den CO2 -Ausstoß und dient dem Fahrspaß. Downsizing wird dieser Trend auch genannt, und Ford zeigt mit dem jüngsten Dieselaggregat eindrucksvoll, dass der Konzern
in der Lage ist, die spezifische Power seiner
Motoren zu steigern. Erst nämlich verschwand
der früher 175 PS leistende 2,2-Liter, bis er
dann – 25 Pferdchen kräftiger – wieder in der
Liste erschien. Erste Ausfahrten bescheinigen
dem aufgefrischten Mondeo enorme Zugkraft
im unteren und mittleren Drehzahlbereich.
Damit avanciert er auf der Autobahn zum
allenfalls schwer einzuholenden Brot- und
Butter-Mittelklässler, der sich die Butter eben
keineswegs vom Brot nehmen lässt. Flugs erreicht er 200 Sachen und mehr, verzögert aber
genauso souverän mit dem optimal dosierbaren Pedal.
Qualitativ bleibt alles auf hohem Niveau, da
glänzt die Wohnstube des verbesserten Mondeo mit feinen Oberflächen und robuster, wenn
auch leicht abgeänderter Architektur. Einige
Assistenzsysteme kamen hinzu – jetzt erhält
der Kunde Dinge wie Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner, Heckkamera oder Spurwechselassistent. Ebenso neu an Bord: Ein Energie-Rückgewinnungssystem, um größtmögliche Effizienz
zu gewährleisten. Nach wie vor präsentiert sich
das Fahrwerk sanft abgestimmt und lässt Fahrbahnschwachstellen nur äußerst gefiltert in den
Innenraum. Freilich lässt sich die Dämpfung gegen 1.281 Euro netto auch elektronisch beeinflussen und passt sich in diesem Fall permanent
dem Fahrbahnzustand an. Wichtig beim Turnier:
Mit nahezu 1.700 Litern Schluckvermögen bekundet der Ford auch eine äußerst praktische
Ader.
Cabrio oder doch lieber Coupé? Das muss man sich seit
Aufkommen der Metalldach-Frischluftofferten nicht mehr
wirklich fragen – hier geht schließlich beides. Renault
führte vor einiger Zeit bereits die zweite Generation seines KompaktklasseCabrios Megane ein.
Cabrios in der großen
Fahrzeugflotte?
Na
klar, was taugt besser
als zugkräftiges Motivationsfahrzeug? Das
Adjektiv „zugkräftig”
hat beim Megane CC
dCi 130 durchaus eine
gewisse Doppeldeu- Hier weht eine moderate Brise
tigkeit, schließlich
handelt es sich bei dem mittleren Commonrail-Diesel
um ein kräftiges Kerlchen, das im Gegenzug bezahlbar ist. Und 300 Nm Drehmoment sind genug, um das
1,6-Tonnen-Gefährt zu beherrschen, die aufwendige
Klappdach-Konstruktion fordert offenbar ihren Tribut.
So ein richtiger Stürmer ist dieser Renault natürlich
nicht – weder in punkto Fahrleistungen noch bezüglich
des Frischluft-Durchsatzes. So geht der Franzose als
milder Cruiser durch, die weit vorgezogene Windschutzscheibe wird ihrer Bezeichnung gerecht, und der Vierzylinder bleibt freundlich im Tonfall.
Das obligatorische Sechsganggetriebe harmoniert ausgezeichnet mit dem Selbstzünder, die Stufen rasten
nicht sonderlich sportlich, aber doch geschmeidig ein.
Genügend Raum auch geschlossen lässt den Fronttriebler zum feinen Tourer avancieren, der auch mit längeFlottenmanagement 5/2010
Das Mondeo-Interieur erfreut seine Insassen mit hoher
Qualität
Ford Mondeo 2.2 TDCI Turnier
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel / 2.179
kW (PS) bei U/min:
147 (200) bei 3.500
Drehmoment bei U/min:
450 Nm bei 1.750-3.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 159 g/km
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: 8,3 / 225
EU-Verbrauch / Reichweite:
6,0 l /1.167 km (55 l)
Zuladung kg / Ladevolumen l:
705 / 537-1.740
Typklasse HP / VK / TK:
–/–/–
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
16 %
Dieselanteil:
94,8 %
Basispreis (netto):
29.075 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 708,96 / 0,28 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Mega Spaß
Schlichter Offenfahr-Geselle, der
bei Bedarf auf Coupé macht
ren Strecken kein Problem hat. Nur
viel Gepäck könnte zu einem solchen
werden, jedenfalls trifft das zu, wenn
man sich unterwegs entscheiden sollte, die Hüllen spontan fallen zu lassen. Dann gibt es keinen Platz mehr
für das Klappdach – also erst bitte
zum Ziel, dann schnell das Auto ausräumen und die moderate Brise genießen. Ganze 206 von den insgesamt
verfügbaren 417 Litern verschlingt der
Wetterschutz – ein klassenüblicher
Wert. Ab 24.412 Euro steht der Megane
CC mit dem 130 PS-Diesel beim Händler. Ebenfalls ein hübscher Wert, im
wahren Sinne des Wortes.
Renault Megane CC dCi 130
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.870
96 (130) bei 3.750
300 Nm bei 1.750
6-Gang-Schaltung
Euro 5 / 149 g/km
10,6 / 205
5,8 l / 1.034 km (60 l)
316 / 417
17 / 20 / 23
7,70 %
14,30 %
24.412 Euro
592,10 / 0,23 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
109
Die Caravelle zieht weiter
Der Bulli hat schon viele Jahrzehnte
eine Treue Fangemeinde, und auch
der aktuelle T5 hat sich längst in die
Herzen vieler VW-Bus-Anhänger gefahren. Ein ganz preiswertes Vergnügen
ist der Alleskönner, den der Konzern
selbst in der Nutzfahrzeug-Abteilung
beheimatet wissen möchte, keineswegs. Im folgenden Fahrbericht geht
es um die Caravelle: Ein guter Kompromiss zwischen verträglichem Preis
und einer satten Portion PKW-Flair.
Länge läuft – die gestreckte Caravelle mutet durchaus
elegant an
Nach einem Multivan muss man beim Volkswagen-Händler fragen will, wenn der Bulli – der
ja eigentlich ein Transporter ist – Personenwagen-Charakter haben soll. Das freilich ist eine
kostspielige Sache; aber es gibt ja auch noch
die praktische Caravelle, innen nicht ganz so
feudal, aber nach allen Regeln des VolkswagenStandards verarbeitet, äußerst geräumig und
komfortabel. Der Laderaum präsentiert sich
mit Sitzbänken gespickt, die in zahlreichen
Konfigurationen geliefert werden können. Da
der Testwagen als Version mit langem Radstand
anrollte, standen Platzprobleme wohl kaum auf
der Tagesordnung. Stattdessen Reisefreude für
imaginäre Großfamilien, die übrigens auch locker mal in den Winterurlaub fahren können.
Denn der lange Volkswagen fuhr als 4motion
vor; diese Version strotzt vor Traktion – zur
warmen Jahreszeit wird es mit Schnee freilich
schwieriger, aber dafür kann man die Vorteile
hervorragend auf geröllhaltigen Fahrbahnen
ausprobieren oder bei Nässe.
Kein versehentliches Durchdrehen der Antriebsräder, auch wenn die Kupplung mal etwas
schneller kommt. Schnell ist ein gutes Stichwort: In der hier besprochenen 140 PS-Variante
nimmt die Caravelle zwar zügig Fahrt auf, ohne
jedoch wilde Fahrmanöver zuzulassen. Das
muss bei einem Transporter – und das ist die
Hier gibt es wahrlich viel Platz für Mensch und Gepäck
Schicke Alus und markante Scheinwerfer verleihen
dem nützlichen VW einen sportlichen Auftritt
Caravelle ja nun – auch nicht zwingend sein.
Man spürt die runden zwei Tonnen – vor allem auf der Autobahn, wenn der große Allradler gemächlich 180 Sachen erklimmt und sich
fast die Zähne ausbeißt am angreifenden Wind.
Man spürt auch Steigungen, die den Allrounder
sanft einbremsen. Dafür läuft der CommonrailDiesel vorbildlich kultiviert, was die Transporter-Nummer rasch vergessen lässt. Die Caravelle
ist Personenkraftwagen durch und durch, bietet ein kommodes Plätzchen und federt satt.
Selbst aggressive Straßenschäden teilt der
Volkswagen nur stark gefiltert an sämtliche
Passagiere mit, während er mit typischen Auto-
Aufgeräumtes Cockpit in gewohnter VolkswagenQualität
bahnwellen spielend fertig wird. Demnach hat
der Konzern aus Wolfsburg mit dem T5 ein ideales Fernreisetalent auf die Räder gestellt. Nur
ganz so parkhausfreundlich ist insbesondere
die Langversion nicht – kein Wunder, schließlich misst sie satte 5,292 Längenmeter. Hinzu
kommt, dass sie durch einen größeren Wendekreis auffällt (13,2 statt 11,9 m), was sich beim
Rangieren freilich bemerkbar macht. Daher
sollte auf den gegen Aufpreis (ab 310 Euro) lieferbaren Parkpilot keinesfalls verzichtet werden
– auf Wunsch gibt der Multifunktionsmonitor
auch die Landschaft hinter dem Wagen wieder,
eine kleine Kamera macht es möglich.
Volkswagen Caravelle 2.0 TDI 4motion
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch /Reichweite km:
Zuladung kg/ Ladevolumen in l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.968
103 (140) bei 3.500
340 Nm bei 1.750-2.500
6-Gang-Schaltung
Euro 5 / 219 g/km
15,3 / 170
8,3 l / 964 (80 l)
549-799 / 6,7
19 / 20 / 22
37,9 %
99, %
34.280 Euro
846,93 / 0,33 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 5/2010
110
Fahrtelegramm
Kleiner Bruder
Nach den erfolgreichen Modellreihen des X6, X5 und
X3 hat BMW seine Produktpalette im SUV-Bereich
mit dem X1 nach unten vervollständigt.
Das Cockpit
erstrahlt im
klassischen
BMW-Design:
Zwischen den
beiden großen Rundinstrumenten
findet sich ein
zweizeiliger
Bordcomputer.
Beim neuen BMW X1 fallen im Vergleich zu seinen größeren Brüdern vor allem die Außenmaße
insgesamt eine Nummer kleiner aus, ansonsten
ist die Familienähnlichkeit nicht zu übersehen.
Jedoch anders als die Bezeichnung X1 glauben
machen könnte, basiert die Karosserie-Plattform
nicht auf der 1er-, sondern auf der Kombiversion
der 3er-Reihe, was sich am identischen Radstand
zeigt. Mit einer Länge von 4,45 Meter ist der X1
insgesamt zwölf Zentimeter kürzer als der BMW
X3. Die Höhe liegt mit 1,55 Meter beinahe genau
zwischen Kombi und dem eine Nummer größeren
SUV.
Innen gibt sich das Fahrzeug eher wie eine Limousine denn als Geländewagen. Offroader-Haltegriffe und Knöpfe für eine Allradsperre sind
nicht vorgesehen. Die Bodenfreiheit beträgt 19
Zentimeter und ist damit kaum geringer als beim
X3. Darüber werden sich sicherlich viele Käufer
freuen, denn sie ermöglicht eine hohe Sitzpositi-
on und ein vereinfachtes Einsteigen. Der Platz im
Fond ist für ein Kompaktfahrzeug üppig. Die Stärken des BMW X1 liegen neben dem hohen Nutzwert
auch in seiner Sportlichkeit, denn das Auto fährt
sich so dynamisch wie eine Limousine. Wankbewegungen in Kurven sind trotz seiner Höhe kaum bis
gar nicht spürbar. Auch das Allradsystem xDrive
ist für sportliches Fahren ausgelegt. In der Praxis
wirkt das Auto so insgesamt sehr handlich und
wendig.
Serienmäßig besitzen alle X1-Modelle Klima, Audioanlage, Anschluss für externe Musikspeicher,
Tagfahrlicht, optional sind Bi-Xenon-Scheinwerfer, adaptives Kurvenlicht und ein Fernlichtassistent erhältlich. Bei den Motoren stehen drei Diesel
(143, 177, 204 PS) und drei Benziner (150, 218, 258
PS) zur Auswahl. Besonders die Diesel schneiden
beim Verbrauch gut ab: Die kleinste Motorisierung
wird mit 5,7 Liter auf 100 Kilometer angegeben,
Efficient Dynamics sei Dank. Der Einstiegspreis
für den BMW X1 beginnt bei 24.832 Euro netto.
Unsere getestete Version des X1 20d xDrive mit
130 kW (177 PS) gibt es ab 28.908 Euro netto.
BMW X1 xDrive 20d (Automatik)
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch /Reichweite km:
Zuladung kg/ Ladevolumen in l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.995
130 (177) bei 4.000
350 Nm bei 2.000
6-Gang-Automatik
Euro 5 / 164 g/km
8,6 / 213
6,2 l / 984 (61 l)
550 / 1.350
20 / 22 / 25
15 %
99 %
29.160 Euro
783,00 / 0,31 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Jetzt wollen es die Autohersteller wissen und
setzen ihre einstigen Ankündigungen, Elektroautos auf den Markt zu bringen, auch in die
Tat um. Peugeot steht mit dem iOn bereit, um
die grün angehauchte Klientel ja nicht zu ver-
Energie-Bündel
treiben. Flottenmanagement fuhr bereits eine
kleine Runde in diesem attraktiven City-Flitzer,
der mit seinen 64 PS ganz schön energisch
läuft.
ohnehin nur eine bestimmte Kundenschicht – zum
Beispiel Städter und Behörden – ansprechen.
Richtig, der iOn ist ein Kooperationsprodukt
und eigentlich ein japanisches K-Car – aber
das sieht man ihm so gar nicht an. Von Verzicht
zugunsten urbaner Mobilität kann keine Rede
sein, wenn man den mit schicken Alus versehenen iOn so in voller Größe auf dem Parkplatz
entdeckt (jawohl, er besitzt auch Dinge wie
Bordcomputer, elektrische Fensterheber und
Klimaanlage). Also nichts wie rein und Motor starten. Huch, das sieht hier etwas anders
aus, denn dieser kleine Peugeot, in dem man
übrigens ganz wunderbar sitzen kann, springt
nicht an, sondern ist jederzeit leistungsbereit.
Natürlich nur, wenn die Lithium-Ionen-Akkus
ordentlich Saft haben. Aber 150 Kilometer Fahrstrecke versprechen die Verantwortlichen, damit sollte man zunächst auskommen unter der
Maßgabe, dass Elektroautos in der Frühphase
Mit dem richtigen Anschluss lässt sich die Hälfte
der Batteriekapazität immerhin binnen 15 Minuten wieder herstellen. Ach ja, in punkto Preisgestaltung könnte es spannend werden, und in
Ländern ohne Unterstützung gestaltet sich das
elektrische Fahrvergnügen vorerst noch teuer.
In Frankreich jedenfalls strebt man weniger als
500 Euro monatliche Kosten an, für einen Kleinwagen viel Geld – allerdings ist die Wartung inbegriffen. Im Fahrbetrieb übrigens merkt man
dem iOn gar nicht an, dass er eigentlich absolut
außergewöhnlich ist: Kräftiger Vortrieb nach
dem Ampelstart liegt in der Natur des Konzepts,
auf die Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern kommt der kleine Franzose recht
mühelos, und wenn der Wind erstmal akustisch
präsent wird, vergisst man die fehlenden Zündungen rasch. In Sachen Sicherheit müssen sich
Flottenmanagement 5/2010
Tanken leicht gemacht, nur
es dauert ein bisschen länger
(li.)
die Interessenten ebenfalls keine Sorgen machen: ABS, Airbags und ESP sind obligatorisch.
Peugeot iOn
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Elektro
47 (64)
180 Nm
–
–
– / 130
/ 150 km
bis zu 1,1 Kubikmeter
–/–/–
k. A.
–
–
– / – Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
111
Businessklasse fahren und Kraftstoff
sparen? Na klar, das ist kein Widerspruch
– der Audi A6 2,0 TDI e zeigt, wie es geht
und bekennt sich außerdem zum KomfortAnhänger mit sanfter Dämpferabstimmung. Mit den 136 Pferdchen kann man
auskommen. Der folgende Fahrbericht
klärt, wie das funktioniert.
Reine
Sparmaschine
Obere Mittelklasse und nur 136 PS? Dann auch
noch eine längere Übersetzung als die anderen
Versionen? Das wirft zu Recht die Frage auf, wie
temperamentvoll sich eine 1,7 Tonnen schwere
Limousine unter diesen Voraussetzungen bewegt. Also nichts wie den bekannten ZweiliterCommonrail starten und den ersten Gang der
manuellen Box eingelegt. Und schon rollt der
Fronttriebler los, schiebt bei entsprechendem
Gasfuß mit dezentem Druck an; klar, ein Muskelpaket ist dieser A6 nicht, also auch kein besonderer Dynamiker. Er braucht eben etwas länger, um auf Tempo zu kommen, aber kann auf
der Autobahn auch schnell werden. Runde 220
Sachen sind auf der Geraden locker realisierbar,
und bei Richtgeschwindigkeit entwickelt der
noble Ingolstädter wahre Sparqualitäten. Der
CO2 -Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer muss
sich nicht verstecken.
Das gilt übrigens auch für den Fahrkomfort;
mild abgestimmt überrollt der Audi sanierungsbedürftige Straßen, ohne die Passagiere aufzuklären. Selbst hartnäckige Fugen dringen
allenfalls entschärft in den Innenraum. Freilich
trägt auch das Reifenformat zum Federungsvermögen bei – es muss eben nicht immer extremer
Niederquerschnitt sein. Dennoch verhält sich
der Viertürer nicht undynamisch – langgezogene Autobahnkurven meistert der Fronttriebler
dank präziser Servolenkung problemlos. Großzügige Raumverhältnisse machen das Reisen
zudem angenehmer, vor allem der Fond nimmt
gerne auch großgewachsene Mitfahrer auf, ohne
Aufgeräumtes Cockpit, sauber verarbeitete Materialien,
wohin das Auge reicht (o.li)
Schöner Rücken für den schlicht gehaltenen oberen
Mittelklässler (o.)
Strukturiertes Tastenlayout im A6 – die Betriebsanleitung kann im Handschuhfach bleiben
Ausdrucksvolles und großzügiges Design stecken im
Audi A6 2,0 TDIe (u.)
ihnen das Leben zu erschweren. Die Vordersitzlehnen vergreifen sich keineswegs an ihren
Knien, und auch die Köpfe der Insassen bleiben
weitgehend verschont – Kontakt zum Dach eher
unwahrscheinlich. Selbstredend glänzt der A6
auch mit den anderen bekannten Markentugenden wie zum Beispiel Verarbeitungsqualität.
In den sauber verarbeiteten Materialien manifestiert sich der Anspruch der Bayern, besonders solide Autos zu bauen. Typisch schlicht
gehaltene Armaturen mit einem Schuss Technik
verkörpern eine gelungene Mischung aus Übersichtlichkeit wie ausgezeichneter Bedienbarkeit, wobei das MMI-System durchaus komplex,
aber intuitiv beherrschbar ist. Mit dem auf der
Mittelkonsole angebrachten Drehregler lässt
sich in Kombination mit den vier Tasten zügig
durch die Menüs zappen. Schließlich gibt es ja
einiges zu steuern: Nicht zuletzt das Audiosystem mit umfangreichen Funktionen. Außerdem
bietet der A6 serienmäßig eine Klimaautomatik
(allerdings mit eigenem Tastenfeld). Ebenso obligatorisch sind Antiblockiersystem, acht Airbags und elektronisches Stabilitätsprogramm.
Ab 30.672 Euro ist man dabei.
Audi A6 2.0 TDI
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch /Reichweite km:
Zuladung kg/ Ladevolumen in l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.968
100 (136) bei 4.000
320 Nm bei 1.750-2.500
6-Gang-Schaltung
Euro 5 / 136 g/km
10,3 / 208
5,3 l / 1.321 (70 l)
490 / 546
18 / 20 / 26
25 %
90 %
30.672 Euro
722,83 / 0,28 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 5/2010
112
Fahrtelegramm
Maximal aufgefrischt
Es braucht nicht immer völlig neue Modelle, um
wieder mehr Kunden in die Schauräume zu locken. Der Ford S-Max beispielsweise sieht nach
der Überarbeitung wieder taufrisch aus und macht
eine richtig gute Figur. Flottenmanagement nahm
die 163 PS starke Dieselversion mit Schaltgetriebe
unter die Lupe.
Wie ist der Ford S-Max eigentlich einzuordnen, da doch schon der Galaxy die “Minivan”Kategorie besetzt? In Länge und Breite (runde
4,8 Meter) jedenfalls tun sich die beiden Lademeister mit PKW-Flair nicht viel, während
der S-Max mit einer Höhe von 1,66 Metern
wahrlich tief daherkommt. Also ist klar: Er ist
eindeutig die sportliche Van-Ausführung, was
auch das Leistungsspektrum aufzeigt. Hier
aber geht es um die recht frische ZweiliterDieselversion mit 163 Pferdchen in Kombination mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe.
Damit ist der 1,7-Tonner, der übrigens über
2.000 Liter Ladegut einpacken kann, bestens
motorisiert. Zwar verspürt man nicht unbedingt das Bedürfnis, an Ampelrennen teilzunehmen, allerdings schiebt der Fronttriebler
bei Einsetzen des Turbos mit deutlichem Nachdruck in die Vertikale.
Ferner überzeugt der Commonrail durch hervorragende Laufkultur; von Nageln oder har-
Das große Panoramadach
sorgt für ein luftiges
Gefühl (o.)
ter Verbrennung ist selbst nach dem Kaltstart
nichts zu hören. Und sonst? Die Wohnstube präsentiert sich klar und aufgeräumt, wenngleich
die Bedienung des Bordcomputers über das per
Lenkstockhebel gesteuerte Menü etwas Gewöhnung erfordert. Dafür glänzt der Kölner durch
gute Verarbeitung sämtlicher Materialien und
strahlt eine satte Portion Solidität aus. Darüber
hinaus herrschen gute Platzverhältnisse, und
die Dämpfung zeigt sich von der milden Sorte,
so dass die Insassen von Straßenunebenheiten
wenig mitbekommen. Mit einem Basispreis von
27.185 Euro netto gestaltet sich die mittlere
Dieselversion bezahlbar und mit dem Wesentlichen ausgestattet – Klimaanlage wie Radio sind
nämlich ab Werk vorhanden.
Ford S-Max
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel / 1.997
kW (PS) bei U/min:
120 (163) bei 3.750
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 2.000-3.250
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 152 g/km
0-100 in Sek. / V-max. in km/h: 9,5 / 205
EU-Verbrauch / Reichweite:
5,7 l /1.228 km (70 l)
Zuladung kg / Ladevolumen l:
815 / 285-2.100
Typklasse HP / VK / TK:
18 / 22 / 24
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
9,8 %
Dieselanteil:
92,5 %
Basispreis (netto):
27.184 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 639,84 / 0,25 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Der C3 präsentiert sich freundlich und funktional gestaltet
Alles im C3-Klang
Kleinwagen und Diesel – das ist heute keine ungewöhnliche Kombination. Sparsam, schnell und
kommod beispielsweise bringt der allroundfähige
Citroën C3 seine Passagiere an jegliche Ziele. In der
besonders genügsamen Version stößt er gar lediglich 99 g CO2 pro Kilometer aus. Ein Fahrbericht.
Der Citroën C3 geht mit 3,94 Längenmetern
wahrlich als Kleinwagen durch, im 21. Jahrhundert ist das angesichts des Automobil-Wachstums schließlich erwähnenswert. Und innen?
Keine Spur von Enge, selbst im Fond sitzen
durchschnittlich große Erwachsene durchaus
passabel. Jetzt noch den Selbstzünder geordert, dann ist der milde gefederte Franzose voll
und ganz langstreckenfest. Im Vergleich zum
quirlig dreinschauenden DS3 macht der schnörkellos-rundliche Bruder einen eher sachlichen
Eindruck, präsentiert sich innen etwas weniger
poppig und ist funktional, was der Bedienung
Flottenmanagement 5/2010
entgegenkommt. Dabei muss der Interessent
keinesfalls darben, schließlich sind heute auch
Dinge wie Klimaautomatik und Bildschirmnavigation kein Thema im Segment unterhalb der
Kompaktklasse.
Aber nun zum Commonrail-Diesel mit 1,6 Litern Hubraum. Das Triebwerk ist ja bestens bekannt und erfreut mit feiner Laufkultur ebenso
wie mit kräftigem Durchzug. Dank potenter 92
Pferde kommt im C3 selten das Verlangen nach
mehr Leistung auf. Die kleine Anfahrschwäche
macht der im Aktionsradius des Turbos elastische Vierzylinder mehr als wett. Er legt zügige
Autobahnrunden genauso souverän hin wie
ausgedehnte Überland-Touren. Die elektrische
Servolenkung geht fast eine Spur zu leichtgängig, was in der City zwar gut ankommt, den kleinen Citroën indes an dynamischen Fertigkeiten
einbüßen lässt. Ab 14.663 Euro netto gibt es
den mittleren der drei wählbaren Diesel-C3 zum
fairen Tarif, schließlich sind Dinge wie sechs
Airbags, Klimaanlage, Radio, elektronisches
Stabilitätsprogramm und Zentralverriegelung
mit Fernbedienung bereits an Bord.
Citroën C3 HDI 90
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.560
68 (92) bei 4.000
230 Nm bei 1.750
5-Gang-Schaltung
Euro 5 / 99 g/km
11,5 / 180
3,8 l / 1.184 km (45 l)
428 / 300
14 / 19 / 19
25 %
15 %
14.832 Euro
420,88 / 0,16 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
Platzprobleme gibt es in dieser Businessklasse nun wirklich keine
Das Dunkelblau unterstreicht die Eleganz des 5ers
113
Bitte einsteigen: Der Fond bietet viel Raum für die Passagiere
Bavaria Blue
Der taufrische Fünfer-BMW besitzt das
Potenzial, alte Kunden zurückzugewinnen, die mit dem progressiven Vorgänger wenig anfangen konnten und zur
Konkurrenz abwanderten. Die Neuauflage gefällt durch ruhige Linien;
das Design mutet trotz Detailreichtum
schlicht an und erzeugt eine wirklich
elegante Limousine. Im folgenden
Fahrbericht geht es um den 530d.
Das Dunkelblau des Testwagens passt wirklich
gut zur jüngsten Kreation der Motorenwerke.
Und beim Fünfer sollten Kleid und – damit
zusammenhängend – Verkaufszahlen sitzen,
schließlich gehört die Modellreihe zu einem
wichtigen Pfeiler im Konzern. Auch wenn die
Businessklasse ein vergleichsweise kleines
Segment ist, lassen sich damit weltweit doch
beachtliche Stückzahlen generieren. Aber den
Kaufinteressenten interessieren natürlich ganz
andere Zahlen. Die Außenlänge zum Beispiel –
und mit runden 4,90 m ist die obere Mittelklasse länger als einst der Siebener, so ändern sich
die Zeiten. Das verspricht zumindest viel Platz
im Innenraum, wenn es in der Garage schon eng
wird. Waren die Vertreter aus München früher
immer nach dem Maßanzug-Prinzip zu bewerten, sitzt man heute locker-luftig in den komfortablen Sesseln.
Und wie sieht es mit der Sportlichkeit aus? Immerhin eines der tragenden Prinzipien dieser
Marke. Das bestens bekannte Dreiliter-Aggregat
der hier besprochenen Version jedenfalls hat
mit der Erfüllung solcher Attribute kein Problem, so leichtfüßig dreht der fein klingende
Reihensechser hoch. Nach Erreichen der Betriebstemperatur macht er sich nur noch durch
leichtes Schnarren bemerkbar, das allerdings
lediglich bei genauem Horchen offenbar wird.
Druckvoll reißt der Commonrail die schwere Limousine aus den Startlöchern und beschleunigt
sie ohne Mühe auf Tempi jenseits der 240 km/h.
Das fühlt sich fast nach mehr als 245 Pferdchen
(Nominalwert) an. Übertragen wird die Power
wahlweise über eine manuelle Sechsgang-Box
oder Achtstufen-Automatik; das ZF-Getriebe
wechselt die Gänge im normalen Fahralltag geschmeidig und spontan, wobei die Kickdownreaktion etwas schneller erfolgen könnte.
Straffe, aber keine allzu harten Dämpfereinheiten sorgen für wohligen Langstreckenkomfort,
dafür ist der Fünfer wahrlich prädestiniert.
Unebenheiten parieren die Stahlfedern wirkungsvoll, so dass die Insassen wenig von den
wirschen Fahrbahnverhältnissen da draußen
mitbekommen. Währenddessen genießt man
innen analog zur Außengestaltung ebenfalls
den Einschlag in alte Pfade, so ist die Mittelkonsole wieder etwas dem Fahrer zugeneigt –
die Tradition lässt grüßen; trotz iDrive-Logik
bleiben natürlich viele Tasten übrig, über die
man mitunter jedoch froh sein kann. Senderstationstasten erleichtern den täglichen Umgang
mit der Radioanlage beispielsweise erheblich.
Klassische Rundinstrumente für Parameter wie
Drehzahl und Geschwindigkeit erfreuen Fans
genauso wie Pragmatiker – die Ablesbarkeit
profitiert nämlich davon.
BMW 530d
Motor / Hubraum in ccm:
kW (PS) bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in Sek. / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch /Reichweite km:
Zuladung kg/ Ladevolumen in l:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Sechszyl.-Diesel / 2.993
180 (245) bei 4.000
540 Nm bei 1.750-3.000
8-Gang-Automatik
Euro 5 / 160 g/km
6,3 / 250
6,1 l / 1.147 (70 l)
610 / 520
22 / 27 / 29
k. A.
83,3 %
41.428 Euro
825,06 / 0,41 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 5/2010
114
Kommunikation
Seit Anfang 2001 schreibt
§23. Absatz 1a der StVO in
Deutschland KFZ-Freisprecheinrichtungen beim Telefonieren im Auto spätestens dann
zwingend vor, wenn der Motor
des Fahrzeugs läuft oder dieses fortbewegt wird. Für die
Reise im Dienstwagen sind ein
mobiles Büro und die permanente Erreichbarkeit mittels
Mobilfunk unerlässlich. Optionen für eine sicherere und
punktefreie Fahrt im Dienstwagen gibt es viele.
Hand(y) am Steuer
Moderne Kommunikationsgeräte für das mobile
Telefonieren im PKW – sei es mittels eingebauter Freisprecheinrichtung oder einer ‚Plug and
Play’-Anlage, welche über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs eingesteckt wird –, gibt
es in verschiedenen Variationen. Telefonieren
sollte während der Fahrt trotzdem Nebensache
bleiben, denn die Aufmerksamkeit des Fahrers
gehört nach wie vor der Fahrt selbst.
Laut Computermagazin c’t geht der aktuelle
Trend zu Smartphones mit großem Touchscreen
und GPS-Empfänger. Hersteller von Freisprecheinrichtungen wie BURY oder Jabra bieten eine
Vielfalt an modernen Kommunikationslösungen
an.
Die einfachste Lösung für das Telefonieren
während der Fahrt ohne das Handy am Ohr sind
Stereo-Headsets. GN Netcom hat pünktlich zur
IFA 2010 erstmals schnurgebundene StereoHeadsets von Jabra auf den Markt gebracht. Sie
bestehen aus einer Bedieneinheit mit Mikrofon
und In-Ear-Kopfhörern. Die Headsets lassen
sich über einen 3,5 Milimeter Klinkenstecker
mit Handys, Computern, iPhones und MP3-Playern verbinden. Über die Bedieneinheit können
geräteabhängig Anrufe entgegengenommen
werden. Alle Headsets sind mit korrisionsfreien
Goldkontakten ausgestattet, so dass laut Jabra
eine störungsfreie Klangwiedergabe ermöglicht
wird. Im Bereich Bluetooth-Headsets sind Geräte wie das Jabra Stone oder das Jabra Cruiser
Bluetooth® mit Sonnenblendenclip gute Begleiter für eine sicherere Fahrt.
Der Hersteller BURY verfügt in Bezug auf OEMLösungen sowie Freisprecheinrichtungen über
Flottenmanagement 5/2010
Volvo bietet das Kommunikationssystem Volvo On Call
(VOC) mit eingebautem Mobiltelefon und SIM-Kartensteckplatz an. (o.)
Das Feature Media Interface im T-Modell vom MercedesBenz. (u.)
langjährige Erfahrung im Bereich Automotive und zeichnet sich durch seine erfolgreiche
Zusammenarbeit mit Automobilherstellern wie
zum Beispiel Porsche und VW aus. Das Gerät
BURY Smart, eine sprachgesteuerte Bluetooth®Freisprecheinrichtung mit Touchscreen aus dem
Hause BURY, kann mittels Sprachsteuerung
ohne Kabel bedient werden. Separate Pegelanpassung des Mikrofons und des Lautsprechers
können über das Menü der Freisprecheinrichtung bedient werden. Mit dem BURY Smart ist
eine gleichzeitige Verbindung von zwei Mobilfunktelefonen mit der Anlage im Fahrzeug möglich. Ein weiteres Modell ist das CC 9060 Music,
mit dem bis zu zehn Benutzerprofile mit insgesamt 15.000 Telefonbucheinträgen gespeichert
werden können und eine DialogPlus Sprachsteuerung laut Hersteller alle Telefonfunktionen wahlweise auch über die Stimme bedienbar
macht. Auch hier ist eine Verbindung ohne Kabel mit dem iPhone und A2DP-fähigen Handys
möglich.
Seitens der Premiumfahrzeughersteller gibt es
serienmäßige Module, aber auch Varianten in
der Sonderausstattung, die das Telefonieren
und die Kommunikation im Dienstwagen möglich machen. Wer das iPhone, das iPad, seinen
Laptop oder das Netbook als mobiles Büro nutzt,
findet beim Hersteller Audi kabellosen Zugang.
Laut Audi können bis zu acht Endgeräte wie
Laptop, Apple iPad oder Netbook vom Beifahrer und von Fondpassagieren gleichzeitig über
ein fahrzeugintegriertes WLAN-Modul mit dem
Internet verbunden werden. In das BluetoothAutotelefon-Online legt der Fahrer eine datenfähige SIM-Karte ein, um den Internet-Zugang
zu aktivieren. Als Alternative ist auch eine Ver-
Kommunikation
bindung via SIM-Access-Profile und Bluetooth
des Mobiltelefons möglich. Für den Audi A4
sind Bluetooth-Schnittstelle, Handyvorbereitung (bestehend aus Freisprecheinrichtung mit
Sprachbedienung sowie Ladeeinrichtung für
das Handy), Handyvorbereitung in der Mittelarmlehne und Bluetooth-Autotelefon als Sonderausstattungen erhältlich.
Auch Mercedes-Benz bietet für die Kommunikation im Fahrzeug Features wie das Media Interface (beispielsweise für das T-Modell der EKlasse), das je nach Wunsch zur Auswahl steht,
an. Laut Hersteller ermöglicht eine universelle
Schnittstelle die Verbindung und Bedienung
tragbarer Audiogeräte mit dem Infotainmentsystem. Über das serienmäßige Multifunktionslenkrad lassen sich zudem Telefon, Navigationssystem, Autoradio und andere Geräte steuern.
Bei Porsche bietet die Serienausstattung beim
Cayenne ein integriertes Antennensystem für
Audio, Telefon, Navigation sowie TV. Zusätzlich
stehen Telefonmodul, Sprachbedienung und
das Porsche Communication Management-System (PCM) mit Touchscreen zur Auswahl. Das
optionale GSM-Telefonmodul bietet laut Porsche
hohen Bedienkomfort und optimierte Sprachqualität. Der Fahrer legt seine SIM-Karte direkt
in den im PCM integrierten SIM-Kartenleser ein
und kann mittels Freisprecheinrichtung oder
des, auf Wunsch erhältlichen, schnurlosen Bedienhörers telefonieren. Außerdem kann er mit
der Bluetooth®-Verbindung seines Mobiltelefons über das SIM-Access Profile (SAP) Telefonate führen. Je nach Mobiltelefon hat der Nutzer laut Hersteller dabei nicht nur Zugriff auf
die Nummern der SIM-Karte, sondern auch auf
den internen Speicher im Mobilfunkgerät. Die
Bedienung erfolgt komplett über das PCM. Das
Mobiltelefon kann dabei in der Jackentasche
bleiben.
über eine Freisprecheinrichtung und bedient
diese mittels iDrive Controller, Multifunktionslenkrad oder Sprachsteuerung. Auch das System BMWConnectedDrive bietet umfangreiche
Office-Funktionen, die über das Telefonieren
hinausgehen.
Volvo stellt für alle Modelle ebenfalls eine
Bluetooth-Freisprecheinrichtung für gängige
Mobiltelefone mit Bluetooth-Schnittstelle zur
Verfügung. Schon beim Einstieg ins Fahrzeug
wird ein Telefonat vom Handy auf die PKW-Einrichtung ohne Unterbrechung umgeschaltet.
Die Gesprächspartner unterhalten sich via Volvo
Audioanlage. Das Mikrofon befindet sich an der
Deckenkonsole über dem Innenspiegel. Mit dem
Kommunikationssystem Volvo On Call (VOC)
steht dem Fahrer eine umfangreiche Unterstützung im Falle eines Unfalls beziehungsweise
einer Panne zur Verfügung. Laut Hersteller reagiert das System bei einem schweren Unfall
automatisch und informiert bereits beim Auslösen eines Airbags die VOC-Zentrale. Dabei wird
der aktuelle Standort des Fahrzeugs übermittelt. Erfolgt bei Anruf des VOC-Operators keine
Reaktion seitens des Fahrers, benachrichtigt
das System Polizei und Rettungskräfte. VOC
beinhaltet ein eingebautes Mobiltelefon mit einer SIM-Karte speziell für solche Notfall- oder
Service-Anrufe. Mit einem zusätzlichen SIMKarten-Steckplatz ist eine reguläre Telefonnutzung möglich.
Dank der verschiedenen Module der Fahrzeughersteller und Anbieter von Kommunikations-
Neben einer Basis-Freisprecheinrichtung bietet BMW
auch das System BMWConnectedDrive an (o.li.)
Bei Porsche steht dem Vieltelefonierer das Porsche Communication Management System (PCM) zur Verfügung
(o.re.)
lösungen für Automobile, ist das Telefonieren
während der Autofahrt eine legale Angelegenheit. Somit schont der Fahrer sein Punktekonto
in Flensburg und erspart sich den vermeidlichen Konflikt mit dem Gesetzgeber. Die Kommunikationsmöglichkeiten mögen die Sicherheit insofern erhöhen, als dass der Fahrer beide
Hände am Lenkrad hat. Es bleibt dennoch die
Ablenkung durch das Telefonat per se, die letztendlich das eigentliche Risiko darstellt.
Das weiße Jabra Stone mit Ohrbügel und integriertem
Lautsprecher als formgebundene Einheit (o.)
Multiflexible iPhone-Nutzung beim Hersteller Audi (u.)
BMW bietet für alle Modelle das BMW Bluetooth
Headset mit Plug-In Ohrhörer in drei Größen
für einen universellen Einsatz an. Telefonfunktionen wie Gesprächsaufnahme, Auflegen oder Lautstärkeneinstellung erfolgen per
Knopfdruck am Headset. Neben einer BasisFreisprecheinrichtung (zum Beispiel für das
Modell 3er Touring), die für gängige Mobiltelefone sowie für RIM und BlackBerry® geeignet
ist, bietet der Münchner Auto-Hersteller auch
einen Snap-In-Adapter mit USB-Schnittstelle
für bluetooth-fähige Geräte sowie Apple iPhone® an. Bei diesem Modul telefoniert der Fahrer
Flottenmanagement 5/2010
115
116
Kolumne
Gib mir ein Zeichen
In der letzten Kolumne habe ich mich mit der schönen Vision des friedlichen Miteinanders auf der Straße ohne Ampeln und Schilder, gerne auch als „Shared Space“ bezeichnet, befasst. So verlockend die Aussichten auch sind, die Realität spricht eine
ganz andere (Zeichen-)Sprache. Mit einem umfangreichen Regelwerk wird versucht,
die sich bewegen wollenden Autoflotten im Zaum zu halten. An oberster Stelle steht
dabei natürlich die Sicherheit, aber so mancher andere Aspekt hat dort im Laufe der
Zeit auch noch Eingang gefunden.
Das erste Kraftfahrlehrbuch „Schule des Automobilfahrers“ wurde schon 1902 verlegt, bevor 1904 in Aschaffenburg die „erste deutsche
Autolenkerschule“ zur Ausbildung „verständiger Autolenker“ eingerichtet wurde. Man
halte sich vor Augen, dass bis dahin allenfalls
der Autohändler eine technische Einweisung
vornahm. Eine Führerscheinprüfung mit einem mündlichen und praktischen Teil durch
die „Dampfkesselüberwachungs-Vereine“ wurde schließlich 1910 eingeführt. Aus diesen
Dampfkessel-Vereinen wurde übrigens später
der TÜV. Im gleichen Jahr wurde das erste deutsche Rahmen-Gesetz über den Kraftfahrverkehr
verabschiedet.
Die so viel diskutierte Kraftfahrzeugsteuer
existiert schon seit 1922, ebenso wie die erste
„massive“ Tankstelle („Tankhaus“) in HannoFlottenmanagement 5/2010
ver. Interessant ist, dass erst 1968 die Entkriminalisierung von Verkehrsverstößen stattfand,
indem ein Ordnungswidrigkeitengesetz eingeführt wurde, mit der Folge der heute so gerne
entgegen genommenen „Bußgeldbescheide“.
Das für Deutschland so richtungsweisende 68’er
Jahr hatte noch einen anderen Höhepunkt: die
Verabschiedung des Wiener Abkommens über
die standardisierten Verkehrszeichen. Damit
sollte dem Wildwuchs nationaler Einzelentwicklungen Einhalt geboten werden. Ein Zusatzabkommen aus dem Jahre 1993 war nötig, um eine
zeitgemäße Anpassung zu gewährleisten. Der
daraus entstandene Schilderwald erfreut sich
trotzdem weltweiter Individualität, wie jeder
Autofahrer aus Reisen in anderen Ländern zu
berichten weiß.
Was den Linksverkehr angeht, so könnte man
die einfache Regel anwenden, dass alle Verkehrszeichen einfach gespiegelt werden, also
links und rechts zu vertauschen sind. Das
macht tatsächlich auch meistens Sinn, manchmal eben gar nicht und es gibt auch nicht offensichtliche Abweichungen von der Regel. Die
Grenzen dieser „Spiegelungsregel“ erkennt man
am einfachsten an dem weltweit gültigen Prinzip „Rechts-vor-Links“, egal ob Rechts- oder
Linksverkehr. Es gibt auch andere Auslegungen
wie in den USA, wo der zuerst Ankommende das
Vorfahrtsrecht genießt (falls keine andere Regelung greift).
Klarerweise kommen Gefahren, die bei uns von
rechts zu befürchten sind, bei Linksverkehr von
links, also Kühe, Pferde, Wild oder auch Fußgänger. Allerdings kommt bei uns das Wild auf
Autobahnen (meistens) aus beiden Richtungen,
um Autofahrer davor zu bewahren, nur die rechte Fahrbahnseite im Auge zu behalten.
Ein drohender Stau wird bei uns vom Fahrer aus
nach links gesehen, wie in dem entsprechenden
Verkehrszeichen, in England nach rechts (man
schaut in dieser Weise an den stauenden Fahrzeugen vorbei). Andererseits ist klar, dass eine
Links-/Rechtskurve eine Links-/Rechtskurve
bleibt, egal auf welcher Straßenseite man fährt.
Dies gilt in gleicher Weise für Steinschlag, der
aus einer bestimmten Richtung kommt.
Kolumne
Dagegen ist nicht ganz klar, wieso man die Verkehrszeichen für Steigung und Gefälle nicht gespiegelt hat, wahrscheinlich, weil wir von links
nach rechts zu lesen gewohnt sind. Aber auch
da kann man unterschiedlicher Ansicht sein.
Soweit ist das alles nur Theorie. Kann der Autofahrer überhaupt auf alle Verkehrszeichen in
vernünftiger Art reagieren? Schließlich hat ja
die Missachtung derselben häufig genug Folgen, teilweise schwerwiegend. Der Schilderwald, dem wir uns ausgesetzt sehen, insbesondere bei schlechter Beleuchtung und behindert
durch Pflanzenwuchs, erfordert höchste Aufmerksamkeit. Und eigentlich, so steht geschrieben nach einem BGH Urteil von 1970, sind die
Verkehrszeichen so anzubringen, dass sie schon
„mit einem raschen und beiläufigen Blick“ zu
erfassen sind, wobei der beiläufige Blick als das
„nicht suchende Auge“ interpretiert wird. Ist
doch irgendwie klar, oder? Der ganze Prozess
soll dann so um die 1,2 Sekunden in Anspruch
nehmen. Jeder kann das ja mal bei sich selbst
testen. Abweichungen nach oben sind durchaus
möglich!
Aber auch das bewusste Wahrnehmen der Verkehrszeichen veranlasst nicht unbedingt zur
Befolgung derselben. Es gibt da einen bestimmten Qualitätsunterschied zwischen den „Blechschildern“, denen man wenig Intelligenz unterstellt, im Gegensatz zu den variablen Verkehrszeichen auf Schilderbrücken oder den neueren
„dWiSta’s“ (dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen), die aktuell auf das
Verkehrsgeschehen reagieren (oder besser: reagieren sollen!). Im Zuge der WM 2006 sind diese im Umfeld der relevanten Stadien aufwändig
installiert worden. Leider hält sich der Informationsgehalt jedoch bis heute in überschaubaren
Grenzen.
Am häufigsten ist natürlich die Geschwindigkeitsbeschränkung ein Thema. Sie hält ja den
Autofahrer von der freien Entfaltung seiner Fähigkeiten ab. Untersuchungen haben ergeben,
dass die variablen Beschränkungen nicht ganz
ernst genommen werden. Entweder kann man
nicht schneller fahren als angezeigt wird aufgrund von Stau, oder es ist Stau angezeigt, aber
man kann zügig fahren. Beides fördert nicht
das Vertrauen in diese Systeme.
Hin und wieder versucht ein Verkehrsminister,
den Schilderwald ein wenig zu lichten und dies
als bedeutende Verkehrspolitik zu verkaufen.
Das eine oder andere Verkehrszeichen wird als
überflüssig erkannt und auf den Index gesetzt.
Heftige Diskussionen sind jeweils die Folge, im
Ergebnis ändert sich dann eigentlich Nichts.
Klar ist jedenfalls, dass das Gefühl, wir hätten
zu viele Schilder an den Straßen („Verkehrsschildbürgerstreich“) keineswegs trügerisch
ist. Viele Untersuchungen sind dazu angestellt
worden und es werden Zahlen von 30% an Überfluss gehandelt. In NRW wurde sogar ein „Kopfgeld“ von immerhin 10 Euro pro gemeldetem
und wirklich obsoletem Verkehrszeichen ausgesetzt, allerdings galt das Angebot nur für die
Bediensteten des Landesbetriebs.
Professor Michael Schreckenberg,
geboren 1956 in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der
Universität zu Köln, an der er 1985
in Statistischer Physik promovierte.
1994 wechselte er zur Universität
Duisburg-Essen, wo er 1997 die erste deutsche Professur für Physik von
Transport und Verkehr erhielt. Seit
mehr als 15 Jahren arbeitet er an
der Modellierung, Simulation und
Optimierung von Transportsystemen
in großen Netzwerken, besonders
im Straßenverkehr, und dem Einfluss von menschlichem Verhalten
darauf.
Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Online-Verkehrsprognosen für das Autobahnnetzwerk von Nordrhein-Westfalen, die Reaktion von Autofahrern auf Verkehrsinformationen und die Analyse von Menschenmengen bei Evakuierungen.
Mit den Schildern lässt sich auch ordentlich
Geld verdienen. Das scheint ein Anbieter auf
Mallorca auch geahnt zu haben. Ich erinnere
mich an diverse Urlaube dort mit Überlandfahrten im Mietfahrzeug. Vor jedem noch so kleinen
Anstieg mit direkt anschließendem geringen
Gefälle stand das Verkehrszeichen 276: Überholverbot, in maximal 50 Meter Entfernung gefolgt von der Aufhebung desselben (Verkehrszeichen 280). Es muss hunderte Paare dieser Art
auf Mallorca geben.
Die größten Veränderungen haben sich in
Deutschland aber im Bereich der Kreisverkehre
ergeben. Irgendwie hat dieser in Deutschland
keine Tradition. Böse Zungen behaupten, das
hätte etwas mit den lukrativen Verdienstmöglichkeiten durch Lichtsignalanlagen zu tun, die
dann ja auch noch gewartet werden müssen…
Während beispielsweise in Frankreich und
England der Kreisverkehr zum Alltagsbild gehört, hielt er bei uns eher durch die Hintertüre
wieder Einzug, allerdings nur mit einer Spur.
Man wollte die Autofahrer nicht überfordern.
Tatsächlich ist eine Umrundung des Arc de
Triomphe in Paris mit etwa acht Spuren (weiß
man nicht so genau) schon eine Herausforderung auch für geübte „Kreiselfahrer“, mal ganz
abgesehen von dem schon mal von mir thematisierten „Magic Roundabout“ in England bei
Linksverkehr (ein Kreisverkehr mit fünf Unterkreisverkehren). Der Grund für das vermehrte
Auftreten von Kreisverkehren bei uns ist der
Sicherheitsaspekt: man muss beim Einfahren
auf ca. 30 km/h abbremsen, bei Kreuzungen
mit Ampeln kann man mit 70 km/h durchrauschen, mit entsprechenden Folgen bei Unfällen
mit dem Querverkehr.
Allerdings hat das Konzept seine deutlichen
Grenzen. Hat man eine dominante Vorzugsrichtung, hat man kaum eine Chance „dazwischen
zu kommen“. Das hat etwas von „Dauerrot“.
Häufig musste dann mit einer weiteren Spur
nachgebessert werden.
Der erste Kreisverkehr weltweit wurde übrigens
1904 in New York (wo sonst!) am Columbus Cir-
cle (Central Park) eingerichtet. Schon damals
war nicht ganz klar, wer denn nun eigentlich
Vorfahrt hat: die Fahrzeuge im Kreisel oder die
Einfahrenden. Diese Unsicherheit hat sich bis
heute erhalten. Seit 2001 gibt es daher eine
neue Regelung mit entsprechendem Verkehrszeichen: Vorfahrt gewähren (VZ 205) plus Kreisverkehr als runder blauer Kreisel (VZ 215). Der
Kreisel hat dort Vorfahrt und erst beim Ausfahren muss man den Blinker („Fahrtrichtungsanzeiger“) betätigen, beim Einfahren ist dies sogar unzulässig. Bei Abständen von wenigen Metern zwischen den Ausfahrten ein schwieriges,
teilweise kaum realisierbares Unterfangen. Man
darf die abgeböschte Insel zum beschleunigten Durchfahren übrigens nicht mitbenutzen
(Rechtsfahrgebot!) und schon gar nicht halten.
Allerdings gibt es jede Menge Kreisverkehre mit
nur einem der beiden Verkehrszeichen 205 oder
215 oder keinem von beiden. Hier ist Fantasie
gefragt, in jedem Falle aber Vorsicht. Leider
sind selbst moderne Navigationssysteme der
„Kreisverkehrhysterie“ nicht gewachsen. Überall sprießen sie wie Pilze aus dem Boden. Dies
habe ich gerade noch bei meinem diesjährigen
Urlaub an der Nordseeküste eindrucksvoll erfahren können.
Dass man Verkehrszeichen stets beachten sollte, zeigt ein aktuelles Gerichtsurteil zu einem
Einspruch gegen die Entziehung einer Fahrerlaubnis. Dabei wurde einem Verkehrsteilnehmer
der Führerschein bei 18 Punkten in Flensburg
wegen Falschparkens entzogen. Den Punkten,
so das Gericht, sei schließlich egal, woher sie
kämen und ab 40 Euro gibt es halt einen Punkt.
Punkte kann man sich aber auch leicht durch
einfache Gesten einhandeln. Sollten die Hände
eigentlich zur Verständigung in unklaren Situationen eingesetzt werden (um fehlende oder
unklare Verkehrszeichen zu ersetzen), werden
sie aber auch zu, ich sage mal, Meinungsäußerungen missbraucht. Der bekannte „Effe“Stinkefinger kostet dann schon mal 4.000 Euro,
auch wenn man damit keine unklare Situation
geklärt hat, ganz im Gegenteil!
Flottenmanagement 5/2010
117
118
Gastkommentar
G A S T K O M M E N T A R
„Einen Schritt“
weiter gehen
Das Flottengeschäft hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Im August war der Flottenmarkt
laut den Marktforschern von Dataforce mit einem Plus von über 20 Prozent das Marktsegment mit dem stärksten Wachstum. Das ist für
die Fuhrparkbranche eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die derzeit gute Geschäftsentwicklung sollte aber nicht dazu führen, die Lehren
aus dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009
zu vergessen. Denn einige der Trends, die das
Flottengeschäft in den kommenden Monaten
oder gar Jahren prägen werden, haben ihre
Wurzeln im Jahr 2009.
So haben viele Flottenkunden erfahren, wie
wichtig zuverlässige und starke Fuhrpark-Partner sind, die auch über turbulente Zeiten hinweg konstant höchste Qualität und Flexibilität
bieten können. Seitdem achten Kunden bei der
Auswahl des Flottenanbieters noch stärker auf
Seriosität, Verlässlichkeit und Sicherheit. Das
alles sind Attribute, die gerade Captives mit
ihren großen und starken Mutterkonzernen im
Hintergrund bieten.
Zur Zuverlässigkeit und absoluten Kundenorientierung der Captives trägt außerdem bei,
dass herstellerverbundene Flottenanbieter ein
besonders großes Augenmerk darauf legen, dass
Kunden mit den Fahrzeugen aus dem eigenen
Konzern absolut zufrieden sind. Denn immerhin droht dem Captive beim Wechsel der Fahrzeugmarke fast zwangsläufig der Verlust des
Kunden. Deshalb werden Captives eher und öfter den „einen Schritt“ weiter gehen als andere
Anbieter, um Kunden auch langfristig zufriedenzustellen.
Ein Trend im Premium-Segment geht seit dem
vergangenen Jahr stark zur Homogenisierung
der Fuhrparks in Richtung Mono-Marken-Fuhrpark. Viele Fuhrparkbetreiber versuchen, dadurch ihre Kosten zu senken, ohne den Reiz von
Premium-Fahrzeugen als Motivationsmodell für
die Mitarbeiter zu beschneiden. Das zieht einen
Verdrängungswettbewerb für die Premium-Anbieter nach sich, in dem Daimler Fleet Management allein im vergangenen Jahr über 100 neue
Kunden gewinnen konnte.
Gerade bei Premium-Fahrzeugen zur Motivation von Mitarbeitern wird es auch in Zukunft
keine signifikanten Einschränkungen geben.
Denn die Fahrer dieser Produkte sind gesuchte
Spezialisten, für die Premium-Fahrzeuge auch
Flottenmanagement 5/2010
IMPRESSUM
Herausgeber, Verlag und Redaktion:
Flottenmanagement-Verlag GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 14, 53859 Niederkassel
Telefon: 0228 / 45 95 47-0, Fax: 02 28 / 45 95 47-9
eMail: [email protected]flotte.de
Internet: www.flotte.de
Verlagsleitung: Bernd Franke, Dipl. Kfm.
Chefredakteur: Ralph Wuttke (V.i.S.d.P)
eMail: [email protected]flotte.de
Redaktionsbeirat: Stephan Faut, Claus-Peter Gotta,
Detlef Irmscher, Burkhardt Langen, Dieter Prohaska,
Christian Scholz, Sven Schulze, Hans-Joachim Schwandt,
Peter Stamm, Bernd Wickel
Redaktion:
Erich Kahnt (Ressort Fuhrparkmanagement),
Patrizia Kaluza, Julia Rose, Zeno Alberti, Christian Löffler
eMail: [email protected]flotte.de
Layout:
Lisa Görner, eMail: [email protected]flotte.de
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Patrick Broich, Natalia Ermakova, Lutz Fischer,
Prof. Michael Schreckenberg
künftig zum Gesamtpaket ihres Arbeitsplatzes
gehören werden.
Daran wird auch die zunehmende Bedeutung
von umweltfreundlicheren Autos in Fuhrparks
nichts ändern. Denn gerade im Premium-Segment werden viele der technischen Innovationen zur besseren Umweltverträglichkeit als erstes zur Serienreife kommen. So bietet beispielsweise allein Mercedes-Benz derzeit über 80 verschiedene Modelle mit der umweltfreundlichen
BlueEfficiency-Technologie auf dem Markt an.
Im Markt ist zu spüren, dass sich das Thema
bessere Umweltverträglichkeit der Fuhrparks
nicht in einem brachialen Umbruch, sondern
Schritt für Schritt im Zusammenspiel zwischen Hersteller und Flottenkunde vollzieht.
Und auch auf diesem Weg bieten die Captives
den Kunden gezielte Lösungen. So reicht beispielsweise das Angebot an modernen umweltfreundlichen Technologien im Daimler-Konzern
von höchsteffizienten Diesel-Verbrennungsmotoren über Brennstoffzellen, Blue Efficiency
oder Hybrid-Antrieben bis hin zu gasbetriebenen Transportern und zur Entwicklung von modernsten Akku-Batterien für Elektroantriebe.
Und so gilt auch beim Thema Umwelt: Wer mit
Daimler Fleet Management zusammenarbeitet,
kann immer die Ressourcen des ganzen Konzerns nutzen.
Harald Schneefuss,
Geschäftsführer Daimler Fleet Management
Fotos: Erich Kahnt, Sven Reimers, Patrizia Kaluza,
Patrick Broich, Judith Kadach, Nicole Gerhards,
A.T.U Auto Teile Unger
sterneleben; Frederico di Campo / fotolia.com
Anzeigen:
Bernd Franke (Leitung),
Telefon: 02 28 / 45 95 47-1
eMail: [email protected]flotte.de
Sektretariat und Leserservice:
Nathalie Anhäuser
eMail: [email protected]flotte.de
Druckauflage
26.800 Exemplare
(1. Quartal 2010)
Erscheinungsweise:
Flottenmanagement erscheint 6 x jährlich
Bezugspreise 2010: Einzelheft 4,- Euro
Inland jährlich 20,- Euro (inkl. MwSt.)
Auslandspreise auf Anfrage.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine
Haftung übernommen und werden nur zurückversandt, wenn Porto
beigefügt ist. Beiträge, die mit Namen gekennzeichnet sind, stellen
nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Alle Rechte, soweit
nicht anders gekennzeichnet, liegen beim Verlag. Eine Verwertung
ist nur im Rahmen der gesetzlich zugelassenen Fälle möglich, eine
weitere Verwertung ohne Einwilligung ist strafbar.
Alle Rechte vorbehalten.
© by Flottenmanagement-Verlag GmbH, Niederkassel
Gerichtsstand ist Bonn.
Hankook. Offizieller
Partner des BVB.
Alles im Griff. Mit Hankook-Ultra-High-Performance-Reifen.
Mehr Haftung und besseres Handling sorgen für maximale
Fahrzeugkontrolle. Denn jeder Wille braucht ein Werkzeug.
&&7LPH
&&7LPH
6SUDFKJHVWHXHUWH%OXHWRRWKŠ)UHLVSUHFKHLQULFKWXQJ
PLWHOHNWURQLVFKHP)DKUWHQEXFK
*36JHVWW]WHHOHNWURQLVFKH(UIDVVXQJYRQ
)DKUWHQEXFKGDWHQLQJDQ](XURSD9HUZDOWXQJVSURJUDPP
IUGLH$XVZHUWXQJDP5HFKQHULQNOXVLYH
'DUVWHOOXQJHLQHVGLJLWDOHQ7DFKRVPLWLQGLYLGXHOO
HLQVWHOOEDUHU7HPSRNRQWUROOH
*HIDKUHQ]RQHQZDUQHU±UHFKW]HLWLJHDNXVWLVFKH
XQGYLVXHOOH:DUQXQJYRU*HIDKUHQ]RQHQGDQN6&'%
'DWHQEDQN
'LDORJ3OXV6SUDFKVWHXHUXQJ±KRFKSUl]LVHXQG
UHDNWLRQVVFKQHOOH:RUWHUNHQQXQJRKQH6WLPPWUDLQLQJ
PLWYLVXHOOHUXQGDNXVWLVFKHU1XW]HUXQWHUVWW]XQJ
=DXEHUZRUW±$NWLYLHUXQJGHU6SUDFKVWHXHUXQJ
PLWHLQHP6SUDFKEHIHKO
%HL$XVOLHIHUXQJQLFKWDNWLYLHUW)XQNWLRQNDQQYRP.XQGHQIUHLJHVFKDOWHWZHUGHQ
ZZZEXU\FRP
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement