Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und

Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
GBG
Arbeitssicherheit im Garten-,
Landschafts- und Sportplatzbau
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau
Arbeits- und
Gesundheitsschutz
Seite 1
Was Sie
wissen sollten….
Seite 2
Verantwortung und
Pflichten
Seite 4
Körperschutz
Seite 6
Baustellensicherung
Seite 7
Baustelleneinrichtung
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Fahrzeuge
Seite
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Elektrischer Strom auf der Baustelle
Baugruben und Gräben
Verdichtungsgeräte
Steinbearbeitung
Bodenbearbeitung
Holzbearbeitung
Gärtnerische Arbeiten an und auf Bauwerken
Schlussbemerkung
Rechtliche Grundlagen
Betriebsanweisungen
Was Sie wissen sollten….
Kaum eine Sparte im Gartenbau ist derartig vielfältig wie der Garten-,
Landschafts- und Sportplatzbau. Dies setzt bei den Verantwortlichen
und Mitarbeitern ein hohes Maß an Fertigkeiten und Kenntnissen voraus. Bei allen Beteiligten wird daher ein umsichtiges Handeln vorausgesetzt, denn gerade im GaLaBau gibt es ein erhöhtes Risiko, Unfälle
oder arbeitsbedingte Erkrankungen zu erleiden.
Der Grund hierfür liegt im Wechselspiel zwischen
• sich ständig ändernden Umgebungseinflüssen
• dem Wechsel der Baustellen
• der Witterung
• dem täglichen Baufortschritt
• den unterschiedlichen Arbeitsverfahren und
• dem Umgang mit verschiedenen Maschinen und Materialien.
Nur ein gutes Zusammenspiel zwischen Planung, Organisation und
Ausführung bringt den gewünschten Erfolg. Daher findet ein reger
Austausch zwischen den Unternehmern, den Beschäftigten und Ihrer
Gartenbau-Berufsgenossenschaft statt. Und trotzdem: mehr als ¾ aller
Arbeitsunfälle sind auf das Fehlverhalten Einzelner zurückzuführen.
Gründe sind z. B.:
• fehlende Fachkunde
• mangelnde Erfahrung
• falsche Risikoeinschätzung
Für Arbeiten im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gelten nicht
nur die Unfallverhütungsvorschriften der Gartenbau-Berufsgenossenschaft, sondern auch Unfallverhütungsvorschriften der gewerblichen
Berufsgenossenschaften und Vorgaben aus dem staatlichen Recht
sind zu beachten (siehe Seite 34).
Unfallverhütung lautet das Ziel, das wir nur gemeinsam erreichen
können.
1
Ihre Gartenbau-Berufsgenossenschaft Kassel
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Verantwortung
Pflichten
und
Der Unternehmer muss die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen sicheren Arbeitsablauf schaffen.
Dazu gehören:
• Geeignete Arbeitsverfahren auswählen
• Gefährdungen beurteilen
• Betriebsanweisungen erstellen
• Mitarbeiter unterweisen
• Erste-Hilfe-Maßnahmen gewährleisten und
Ersthelfer ausbilden
• Aufsichtsführende auf Baustellen benennen
• Sichere Maschinen einsetzen
• Erforderliche Körperschutzmittel bereitstellen
Aus diesem Grund legt der Verantwortliche bereits in der
Planungsphase Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum
Gesundheitsschutz fest.
I erkennen
Gefahren
Diese Maßnahmen gilt es dann in der Ausführungsphase
umzusetzen, zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen.
I beurteilen
2
GartenbauBerufsgenossenschaft
I beheben
Handlungshilfe zur
Gefährdungsbeurteilung
im Gartenbau
Unterweisungsbuch
Bereich:
Führungskraft:
Funktion:
Angefangen:
Abgeschlossen:
GartenbauBerufsgenossenschaft
Der Unternehmer wird dabei von seinen Führungskräften wie Bauleiter und
Vorarbeiter unterstützt.
Als aufsichtsführende und
weisungsbefugte Personen tragen sie auf den
Baustellen besondere
Verantwortung.
Auch die Mitarbeiter tragen zum sicheren Arbeitsablauf bei:
• Sie folgen den Weisungen zur Arbeitssicherheit
und zum Gesundheitsschutz.
• Sie verwenden die Maschinen und Geräte immer
bestimmungsgemäß.
• Sicherheitsmängel werden sofort gemeldet.
• Die persönliche Schutzausrüstung wird verwendet.
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Körperschutz
Im Garten- und Landschaftsbau hat der Unternehmer je
nach Art der Tätigkeit geeignete persönliche Körperschutzmittel unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Hinweise dazu
finden Sie bei Herstellern von Maschinen und Bauchemikalien.
Dazu gehören:
Sicherheitsschuhe
Bei allen Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau. Sie verhindern Fußverletzungen und gewährleisten die erforderliche Trittsicherheit. Dabei haben sich auf Baustellen Sicherheitsschuhe
mit durchtrittsicherer Sohle (Ausführung S3) bewährt.
Schutzhandschuhe
Als Schutz vor Verletzungen, z. B. bei Steinarbeiten, Maschineneinsatz, Umgang mit dornigen Pflanzen oder zur Vermeidung von Hauterkrankungen durch den Kontakt mit Zement,
Substraten und Gefahrstoffen. Hautschutzmaßnahmen (Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflegemittel, UV-Schutz) helfen
Hauterkrankungen vorzubeugen
Gartenbau-Berufsgenossenschaft · Technische Abteilung
Frankfurter Straße 126 · 34121 Kassel · Telefon (05 61) 9 28-0 · Fax (05 61) 9 28-23 04
Hautschutzplan
(Bitte Produktnamen in den Hautschutzplan eintragen [wasserfester Schreibstift] und diese Seite aushängen)
Feuchtarbeit:
4
Floristik
Reinigungsarbeiten
Arbeiten im
Hydrobetrieb
Arbeiten im
Garten- und
Landschaftsbau
Arbeiten im
Zierpflanzenbau
Arbeiten in der
Baumschule
u.a.
Hautschutzmittel
Schutzhandschuhe
(vor der Arbeit und nach
dem Händewaschen)
(während der Arbeit)
wasserunlöslich
stark fettend
Typ, Hersteller
Hautreinigungsmittel
Hautpflegemittel
(nach der Arbeit)
rückfettend
ohne Lösemittel
ohne Reibemittel
regenerierend
mittelstark fettend
Gehörschutz
Beim Arbeiten mit lärmintensiven Maschinen wie Rüttelplatte, Abbruchhammer, Trennschleifer, Nassschneidetisch usw.
Atemschutz
z. B. beim Umgang mit Gefahrstoffen oder beim Auftreten gesundheitsschädlicher Stäube, z. B. beim Schneiden von Steinen im Trockenschnitt-Verfahren.
Gesichts- und Augenschutz
Bei der Steinbearbeitung,
z. B. mit Nassschneidetisch,
Trennschleifer.
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
Haltegurte oder Auffanggurte in Verbindung mit Falldämpfern,
Seilkürzern und Seilen kommen immer dann zum Einsatz,
wenn durch technische Maßnahmen eine Absturzgefahr nicht
verhindert werden kann.
Warn- und Wetterschutzkleidung
z. B. bei Arbeiten im öffentlichen Verkehrsbereich, Arbeiten bei Regen und Kälte.
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Baustellensicherung
Jeder, der im öffentlichen Verkehrsraum (z. B. Straßen,
Rad- und Gehwege, Grün- und Parkanlagen sowie Friedhöfe) Arbeiten durchführt, ist zu Verkehrssicherungsmaßnahmen im Baustellenbereich verpflichtet. Die Grundlage
für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen ist die
Straßenverkehrsordnung (StVO).
Regelplan C II / 1
Arbeitsstelle von kürzerer Dauer mit Beschilderung auf
Straßen mit geringer Verkehrsstärke (nur bei Tageslicht)
R
E
T
Absperrung durch Leitkegel
[Höhe min. 0,5 m]
in der Längsabsperrung Abstand max. 5 m
in der Querabsperrung Abstand längs 1–2 m
quer 0,6–1 m
M
US
1) In Ausnahmefällen zusätzlich Warnposten
oder Vorwarneinrichtung
2) Bei Vermessungsarbeiten auch mehrere gleichartige
Sperrungen hintereinander auf maximal 1000 m
Maße in Metern
Folgende Vorgehensweise ist zu beachten:
1. Die Dauer der Bauarbeiten und die Art der Maßnahme
wird festgelegt.
2. Der Beschilderungsplan wird erstellt. Bei der Erstellung
der Beschilderungspläne können Musterpläne herangezogen werden oder der Unternehmer erstellt einen eigenen,
auf die Situation vor Ort abgestimmten Beschilderungsplan.
3. Ein Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung wird bei
der zuständigen Behörde mit dem Beschilderungsplan
(z. B. Regelplan) eingereicht.
4. Nach Erteilung der Genehmigung wird die Baustelle vor
Beginn der Arbeiten nach dem Verkehrszeichenplan gesichert.
5. Die Mitarbeiter werden vor Ort eingewiesen.
6. Die Baustellenabsicherung wird regelmäßig kontrolliert.
6
Baustelleneinrichtung
Die Baustellenfläche sollte nach Möglichkeit in Arbeitsfläche,
Lagerfläche und Verkehrswege getrennt werden. Verkehrswege
und Zugänge zu Arbeitsplätzen, Unterkünften und Lagerflächen müssen bei jeder Witterung und zu jeder Tageszeit sicher
erreichbar und ausreichend beleuchtet sein. Dabei wird der
Baustellenverkehr berücksichtigt. Wege im Gelände werden
befestigt und eingeebnet.
Sollen auf einer Baustelle mehr als vier Arbeitnehmer länger
als eine Woche beschäftigt werden, so sind geeignete Tagesunterkünfte in Form von Bauwagen oder Containern aufzustellen. In der Winterzeit werden die Unterkünfte mit einer Heizung
ausgestattet, um eine Raumtemperatur von 21 °C zu gewährleisten. Mit Gas betriebene Heizungen werden spätestens nach
2 Jahren wiederkehrend sicherheitstechnisch überprüft.
Wenn bei kurzzeitigen Baustellen das Betriebsfahrzeug als
Pausenraum genutzt wird, empfiehlt sich, aus Gründen des
Gesundheitsschutzes, der Einbau von Standheizungen.
Es muss gewährleistet sein, dass Sanitäreinrichtungen von
Beschäftigten genutzt werden können.
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Der Unternehmer sorgt auf jeder Baustelle für eine wirksame
Erste Hilfe. Dazu gehört ein ausreichend bemessener Verbandkasten. Bis 10 Mitarbeiter reicht ein Verbandkasten C
(klein) nach DIN 13157 oder ein Kfz-Verbandkasten nach DIN
13164 aus. Bei mehr als 10 Beschäftigten steht ein großer
Verbandkasten E nach DIN 13169 zur Verfügung. Ein großer
Erste-Hilfe-Kasten kann durch 2 kleine ersetzt werden. Bagatellunfälle werden mit Angaben zur Art der Verletzung und der
durchgeführten Hilfeleistung in einem Verbandbuch dokumentiert. Praktischerweise wird das Verbandbuch beim Erste-HilfeKasten aufbewahrt. In der Tagesunterkunft findet der Aushang
„Anleitung zur Ersten Hilfe“ mit den wichtigsten Angaben, wie
Name des Ersthelfers und Notrufnummern, Platz.
Verbandkasten nach
DIN 13 157, transparent,
im Notfall abnehmbar
und mobil
Erste Hilfe
Erste Hilfe
muss immer wieder
trainiert werden!
Auffinden einer Person
Grundsätze
WO geschah es?
GWAS geschah?
GWIE viele Verletzte?
GWELCHE Art von Verletzungen?
GWARTEN auf Rückfragen!
G
Person ggf. aus dem
Gefahrbereich retten
nicht
vorhanden
Bewusstsein prüfen
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
Notruf
RUHE bewahren
GUNFALLSTELLE sichern
GEIGENE SICHERHEIT beachten
G
um
Hilfe
rufen
Atmung prüfen
Atemwege freimachen,
Kopf nackenwärts beugen,
Kinn anheben,
sehen / hören / fühlen
+
30x Herzdruckmassage im Wechsel mit 2x Beatmung
Notruf
Hände in Brustmitte
Drucktiefe 4 – 5 cm
Arbeitstempo 100/min
1sec lang Luft
in Mund oder
Nase einblasen
normale
Atmung
vorhanden
laut ansprechen,
anfassen, rütteln
keine normale
Atmung
Rettungsleitstelle ( Notruf )
Ersthelfer
Betriebssanitäter
Erste - Hilfe - Material bei
Sanitätsraum
Ärzte für Erste Hilfe
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Situationsgerecht
helfen
Stabile
Seitenlage
z.B. Wunde versorgen
Berufsgenossenschaftliche
Durchgangsärzte
Berufsgenossenschaftlich
zugelassene Krankenhäuser
Notruf
Lerne helfen – werde Ersthelfer
Meldung zur Ausbildung bei
Bewusstsein und Atmung überwachen
Gartenbau-Berufsgenossenschaft, Frankfurter Straße 126, 34121 Kassel, Telefon 0561 928-0
Plakat Erste Hilfe, BGI 510-2 (DIN A3), herausgegeben vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Berufsgenossenschaftliche Zentrale für Sicherheit und Gesundheit – Fachausschuss „Erste Hilfe“, 53754 Sankt Augustin, Ausgabe 08/2006
Verbandbuch
Fahrzeuge
Für den Transport von Maschinen und Material auf den Baustellen werden Fahrzeuge mit geeignetem Aufbau ausgewählt.
Die Ladung wird so gesichert, dass sie während der Fahrt
nicht:
• verrutschen
• umfallen
• verrollen
• oder unnötigen Lärm verursachen kann.
Der Unternehmer stellt die erforderlichen Zurrmittel zur
Ladungssicherung (z. B.: Gurte, Ketten, Netze und Antirutschmatten) zur Verfügung. Der Fahrer ist in erster Linie
für die ordnungsgemäße Durchführung der Ladungssicherung verantwortlich.
Nähere Informationen zur Ladungssicherung können Sie
dem Merkblatt GBG 28 „Ladungssicherung im Gartenbau“
und Merkblatt GBG 17.2 „Gefahrgut sicher transportieren“
entnehmen.
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Verladen von Maschinen
und Geräten
Mit Verladeschienen ist ein schnelles und sicheres Beund Entladen von Maschinen auf der Baustelle möglich.
Achten Sie darauf, dass eine Steigung von max. 30 % (17°)
nicht überschritten wird. Sichern Sie die Ladeschienen vor dem
Befahren so, dass diese nicht abrutschen können. Dazu stehen
Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung (siehe Abb.).
Die Sicherungslasche wird zwischen
Bordwand und Pritschenboden gesteckt.
Ständig dabei – fest angebaute Auffahrschienen mit Gasdruckfedern zur leichteren Bedienung
Beachten Sie beim Be- und Entladen sowie dem Transport
folgende Sicherheitshinweise:
• Beim Zurückfahren darf sich niemand im rückwärtigen
Gefahrenbereich aufhalten.
• Kann der Fahrer den Gefahrenbereich nicht einsehen, ist
ein Einweiser erforderlich.
Der
Einweiser • Treten Sie beim Ankuppeln nicht zwischen Fahrzeug und
Anhänger.
hält sich
immer im • Wird Material, z. B. mit einem Bagger verladen und dabei
über die Fahrzeugkabine geschwenkt, muss der Fahrer die
SichtbeKabine verlassen. Ausnahme: Spezielles Schutzdach gegen
reich des
herabfallende Gegenstände ist vorhanden.
Fahrers
10 auf !
• Beim Abkippen der Ladung hält sich niemand im Fallbereich
des Ladegutes oder im Kippbereich der Ladebrücke auf.
Lkw-Ladekrane
Lkw-Ladekrane bieten den Vorteil, dass unabhängig von anderen Hilfsmitteln, wie Bagger oder Radlader, be- und entladen
werden kann.
Der Kranführer wird zuvor durch Kranfachpersonal, z. B. vom
Hersteller, eingewiesen. Der Kranführer wird vom Unternehmer beauftragt und ist seinerseits verpflichtet, den Ladekran
bestimmungsgemäß, d.h. nach Angaben des Herstellers, zu
bedienen.
Lkw-Ladekran mit
Funkfernsteuerung
Dazu gehören Kenntnisse über den sicheren Umgang mit Lastaufnahmemitteln (Greifer, Ladegabel usw.) und Anschlagmitteln
(Ketten, Seile, Bänder).
Ladekrane müssen jährlich durch einen Sachkundigen geprüft
werden. Die Ergebnisse der Prüfung sowie die Mängelabstellung werden in einem Prüfbuch dokumentiert. Eine Kopie
des letzten Berichtes ist immer an der Einsatzstelle mit11
zuführen.
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Elektrischer Strom
der Baustelle
auf
Auf den Baustellen des Garten- und Landschaftsbaus
werden elektrische Geräte wie Bohrmaschinen, Trennschleifer oder Nassschneidetische eingesetzt. Feuchtigkeit
und Nässe sowie die rauen Baustellenbedingungen sind
für diese Geräte besondere Belastungen.
Elektrische Betriebsmittel auf Baustellen dürfen nur über Baustromverteiler oder steckbare Personenschutzschalter (PRCD-S)
mit Strom versorgt werden !
Spritzwassergeschützter
Leitungsroller
mit selbstschließenden Klappen
und Personenschutzschalter
IP Klasse angeben
(z. B.: IP 54)
Bei Fehlern im angeschlossenen Elektrogerät bzw. in der
Zuleitung schalten diese Geräte allpolig ab. Der Bemessungsdifferenzstrom des Fehlerstromschutzschalters darf 0,03 A nicht
überschreiten.
Eine Alternative können Stromaggregate mit Schutztrennung
sein.
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Folgende grundsätzliche Anforderungen sind zu beachten:
• Verwenden Sie niemals beschädigte Geräte, sondern lassen
Sie diese sofort von einer Elektrofachkraft reparieren.
• Setzen Sie auf Baustellen nur Gummischlauchleitungen
mit der Bezeichnung H07RNF oder gleichwertige Ausführungen ein.
• Schützen Sie Leitungen vor Beschädigungen durch Hochlegen oder Abdecken.
• Rollen Sie Kabeltrommeln möglichst vollständig ab, so
werden Temperaturschäden durch Überhitzung vermieden.
• Leitungsroller für die Baustelle sind mit einem isolierten Handgriff, Thermoschutz, Gummischlauchleitung und
Schutzabdeckungen auf den Steckdosen ausgestattet.
• Prüfen Sie vor Beginn der Arbeiten Ihre elektrischen
Betriebsmittel.
• Lassen Sie alle elektrischen Betriebsmittel regelmäßig
durch eine Elektrofachkraft überprüfen.
Bei Arbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen dürfen
folgende Sicherheitsabstände nicht unterschritten werden!
Netzspannung
(Volt)
über
über
über
oder
bis 1000 V
1 kV bis 110 kV
110 kV bis 220 kV
220 kV bis 380 kV
bei unbekannter Netzspannung
Sicherheitsabstand
(Meter)
1,0 m
3,0 m
4,0 m
5,0 m
5,0 m
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Erdleitungen
Die Beschädigung von Erdleitungen kann zu schweren
Personen- und Sachschäden führen.
• Holen Sie Information über die Lage von erdverlegten
Leitungen (Strom, Gas, Wasser usw.) bei den Leitungseigentümern ein.
• Der Leitungsverlauf wird dann eingemessen und gekennzeichnet.
• Die Mitarbeiter werden informiert.
• Ggf. müssen Suchschlitze von Hand gegraben werden.
• Werden Schutzabdeckungen oder Warnbänder freigelegt,
darf nur noch mit Handschachtung gearbeitet werden.
• Leitungsbruch oder Setzungen werden bei Ausschachtungsarbeiten durch Abstützung vermieden.
Ortungsgeräte erleichtern das Auffinden von Erdkabeln.
Abweichungen der erdverlegten Leitungen von angegebenen
Leitungsverläufen sind immer möglich.
14
Baugruben und
Gräben
Durch Erd- oder Böschungsarbeiten werden die im Boden
vorhandenen Gleichgewichtszustände gestört. Als Folge unzureichender oder fehlender Sicherung können die Erdwände,
Bauwerkteile oder unterhöhlte Fundamente einstürzen und
Personen verschütten. Dabei wird häufig die Verletzungsgefahr
bei Arbeiten in geringen Grabentiefen unterschätzt. Durch einbrechende Seitenwände kommt es immer wieder zu schweren
Unfällen.
Das Betreten ungesicherter Baugruben und Gräben ist lebensgefährlich ! Die Standsicherheit muss in allen Bauzuständen
gewährleistet sein!
Die Standsicherheit von Gräben und Gruben ist von folgenden
Faktoren abhängig:
• Bodenart (Sand, Lehm, Fels)
• Bodenstruktur (Schichtung, Aufschüttung)
• Grundwasserbewegung und Wasserzuflüsse
• Witterungseinflüsse (Frost, Austrocknen, Regen)
• Gewichtsbelastungen an der Graben- bzw. Grubenkante
durch Fahrzeuge, Aushubmaterial usw.
Die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen legt der Verantwortliche vor Beginn der Arbeiten fest. Welche Maßnahmen zum
Einsatz kommen, hängt dabei wesentlich ab von:
• der Tiefe der Ausschachtung
• der Standfestigkeit des Erdreiches
• dem seitlichen Erddruck
• der Belastung durch Baufahrzeuge, Erdaushub, Baumaterial
und Straßenverkehr
15
• den Versorgungsleitungen
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Böschungen
Als geböscht werden alle Baugruben- und Grabenwände
bezeichnet, die weder ganz noch teilweise verbaut sind.
Ohne rechnerischen Nachweis der Standsicherheit dürfen
folgende Böschungswinkel nicht überschritten werden:
Böschungswinkel 45°
Nichtbindiger oder weicher
bindiger Boden
Böschungswinkel 0
°6
Böschungswinkel 8
°
0
Steifer oder halbfester bindiger Boden
Leichter Fels (noch ohne
Sprengarbeit lösbar)
Kies und Sand sind typisch nichtbindige Böden, Ton ist ein
typisch bindiger Boden. Der Fachmann kann die Konsistenz
bindiger Böden durch einen Handversuch (DIN EN ISO 14688-1)
beurteilen. So gilt demnach, dass
• ein Boden weich ist, der sich leicht kneten lässt.
• ein Boden steif ist, der sich schwer kneten lässt, aber
in der Hand zu ca. 3 mm dicken Walzen ausrollen lässt
ohne zu reißen oder zu zerbröckeln.
Bei Gräben bis 1,25 m Tiefe
können die Wände senkrecht
angelegt werden, wenn der
Boden standfest ist.
≤ 1,25 m
≥ 0,60 m
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Böschungen und Gräben mit senkrechten Wänden ohne
Verbau bis 1,25 m Tiefe sind nur zulässig, wenn keine schädigenden Einflüsse vorliegen, die die Standsicherheit gefährden.
Schädigende Einflüsse sind z.B.:
• Störungen des Bodengefüges
• nicht oder nur wenig verdichtete Verfüllungen oder
Aufschüttungen
• erhebliche Bestandteile an organischen Bestandteilen bei
weichen bindigen Böden
• Grundwasserabsenkung durch offene Wasserhaltung
• Zufluss von Schichtenwasser
• nicht entwässerte Fließsandböden
• Austrocknung von nicht bindigen Böden
• fehlender lastfreier Schutzstreifen bei Baugruben und
Gräben mit mehr als 0,80 m Tiefe
• Starke Erschütterungen aus Verkehr und Verdichtungsarbeiten
Praktische Ausbildung
zum Grabenverbau
(Leichtverbau)
17
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Verbau
18
”P
”P
•FP
Bei mind. steifen bindigen Böden hat für den Gärtner die Sonderlösung „Teilweise verbauter Graben“ Bedeutung. Dies ist bis zu
einer Grabentiefe von 1,75 m zulässig. Dabei müssen allseitig
mindestens zwei übereinander liegende Bohlen (mind. 50 cm hoch)
spätestens bei einer Grabentiefe ab 1,25 m eingebaut werden. Erst
danach darf tiefer ausgeschachtet werden.
Verbaubohlen müssen eine Mindeststärke von 5 cm aufweisen und
der Sortierklasse S 10 (DIN 4074) entsprechen. Bei Unterschreitung der Sortierklasse S 10 und Verringerung der Mindeststärke ist
statisch nachzuweisen, dass die Bodenkräfte vom Verbaumaterial
aufgenommen werden können.
Verbaubohlen müssen mit ihrer ganzen Fläche am
•P
Erdreich anliegen, Hohlräume sind zu verfüllen und
Stoßfugen zu vermeiden. Betreten Sie Gräben nur
über ausreichend lange Leitern, die den Grabenrand
um mind. 1 m überragen !
Liegen eine oder mehrere schädigende Einflüsse vor
(vgl. Aufzählung S. 17), dann ist allseitig (Längs- und
Stirnseiten) und bis zur Grabensohle zu verbauen.
Die DIN 4124 – „Baugruben und Gräben“ beschreibt
auch den waagerechten Normverbau. Wird hiervon
Teilweise verbauter Graben
abgewichen, ist in jedem Fall ein statischer Festigkeitsnachweis erforderlich.
Eine unkomplizierte Verbaumaßnahme stellt die Verwendung statisch
geprüfter Grabenverbaugeräte (DIN EN 13331-Grabenverbaugeräte)
dar, weil sie aus vorgefertigten Bauteilen bestehen. Im Garten- und
Landschaftsbau haben sich Schnell- und Leichtverbausysteme bewährt. Die Aufbau- und Verwendungsanleitung des jeweiligen Herstellers gibt Hinweise zur Verwendung (z. B. Einstell- oder Absenkverfahren), Montage und zulässigen Grabentiefe und liegt auf Baustellen
vor.
Verwenden Sie nur geprüfte Grabenverbaugeräte, vorrangig mit
GS-Zeichen.
Verdichtungsgeräte
Zu den Verdichtungsgeräten, die im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden, gehören Rüttelplatten, Grabenstampfer
und Walzen.
Beachten Sie beim Umgang mit diesen Maschinen folgende
Sicherheitshinweise:
• Benutzen Sie zum Starten eine Sicherheitskurbel, die einen
Kurbelrückschlag verhindert.
• Vermeiden Sie Gesundheitsgefährdungen durch Vibrationen
(sog. Hand-Armschwingungen) durch Begrenzung der Einsatzzeiten.
• Tragen Sie Gehörschutz! Damit vermeiden Sie eine Lärmschwerhörigkeit.
Starten der Rüttelplatte mit Sicherheitskurbel;
Alternative: Maschinen mit Batteriestart
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Steinbearbeitung
Bei der Be- und Verarbeitung von Natur- und Betonsteinen
kommen oft Hammer und Meißel zum Einsatz. Schlechtes
oder beschädigtes Handwerkzeug führt oft zu Verletzungen.
Die häufigsten Unfallursachen sind:
• daneben schlagen
• angebrochene oder gesplitterte Stiele
• die mangelhafte Verkeilung des Hammerkopfes
• Grate am Meißel- und Hammerkopf (Splittergefahr!)
• fehlender Handschutz am Meißel
Meißel mit
Handschutz
Beschädigte Werkzeuge werden sofort repariert oder ausgetauscht. Tragen Sie auch beim Einsatz dieser Handwerkzeuge
Handschuhe und Schutzbrille.
Verwenden Sie nur qualitativ hochwertige und geprüfte
Werkzeuge mit GS-Zeichen !
Natur- und Betonsteine aller Art werden entweder mit Trennschleifmaschinen oder am Nassschneidetisch geschnitten.
Durch den Einsatz
von rückschlagarmen Hämmern
verringert sich die
Belastung im Handund Armbereich.
20
Unfälle entstehen durch:
• Weggeschleuderte Steinteile
• Bersten der Trennscheibe
• Verkanten und Abrutschen
Zusätzliche Gesundheitsgefahren treten durch Lärm
und mineralischen Staub auf.
Der Fachmann achtet deshalb auf folgende Punkte:
• Die Maschinen werden nach Angaben des Herstellers nur
bestimmungsgemäß verwendet und die Bedienungsanleitung beachtet.
• Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Schutzhauben sind vorhanden, sicher befestigt und korrekt eingestellt.
• Vermeiden Sie ein Verkanten, Einklemmen oder seitlichen
Druck auf die Trennscheibe.
• Wählen Sie die Trennscheiben passend zum Arbeitsverfahren und Werkstoff aus.
• Verwenden Sie möglichst geräuschreduzierte Trennscheiben
Staubbelastung
beim Trockenschneiden
• Beachten Sie die zulässige Umfangsgeschwindigkeit, vorgegebene Drehrichtung und den zulässigen Scheibendurchmesser.
• Kontrollieren Sie Trennscheiben vor der Benutzung auf Schäden. Beschädigte Trennscheiben dürfen nicht mehr eingesetzt werden.
• Durch Nassschnitt können Sie die Staubbelastung
21
wirksam reduzieren.
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
• Geeignete Körperschutzmittel, wie Schutzbrille,
Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und Schutzhandschuhe
werden konsequent benutzt.
• Quarzhaltige Feinstäube, wie sie beim Schneiden von
beispielsweise Granit, Sandstein oder Betonmaterialien
auftreten, können zu Staublungenerkrankungen führen.
Tragen Sie daher beim Trockenschnitt immer eine Staubschutzmaske (mind. Partikelfilterklasse FFP2).
• Fixieren Sie das Werkstück, um ein Verkanten zu vermeiden
und so die Unfallgefahr zu reduzieren.
Gehrungsschnitt mit
Winkelanschlag
Motortrennschleifer
mit Wasseranschluss
reduziert die Staubbelastung
22
Einsatz von Knieschonern verringern
die Kniebelastung
Pflasterarbeiten, insbesondere
das Verlegen von Natursteinpflaster, finden hauptsächlich im
Knien statt. Dabei kann es zu
extremen Belastungen im Kniebereich kommen. Der Einsatz
von geeigneten Knieschonern
und Kniehockern sowie Wechseln der Arbeitsposition kann
diese Druckbelastung deutlich
reduzieren.
Viele Baumaterialien, wie z. B. Blockstufen, Palisaden, Bordsteine und Steinplatten, weisen ein sehr hohes Lastgewicht
auf. Wo immer es möglich ist, sollten Lasten zu zweit getragen
und die Lastgewichte reduziert werden. Wenn möglich, sollten
für das Heben und Transportieren Hilfsmittel wie Schubkarren,
Sackkarren, Erdbaumaschinen, Setzzangen, Pflasterverlegemaschinen oder Vakuumhebegeräte eingesetzt werden.
Vakuumhebegeräte
können die Belastung
der Wirbelsäule wirksam reduzieren
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Bodenbearbeitung
Die maschinelle Bodenbearbeitung erfolgt mit Bodenfräsen und Motorhacken. Eine große Gefahr geht von
handgeführten Maschinen aus (Bein- und Fußverletzungen).
Hierzu zählen Einachsschlepper mit angebautem Fräskasten
und Triebradhacken.
Neben einer ausreichenden Schutzhaube für die Fräswerkzeuge
muss das Gerät mit einer zwangsläufig wirkenden Schaltsperre
ausgerüstet sein. Diese schaltet beim Einlegen des Rückwärtsganges das Fräswerkzeug aus (Zapfwellensperre) bzw. verhindert das Einlegen des Rückwärtsganges bei laufendem Fräswerkzeug. Beim Wenden und beim Transport wird der Antrieb
der Arbeitswerkzeuge ausgerückt.
Triebradlose
Motorhacke
Besondere Gefahr geht von triebradlosen Motorhacken aus. Diese bewegen sich bauartbedingt
ausschließlich auf ihren Hackwerkzeugen. Bei
Rückwärtsfahrt besteht die Gefahr von Bein- und
Fußverletzungen.
24
Einachsschlepper
mit angebauter
Bodenfräse
An Böschungen wird immer quer zum Hang gearbeitet. Bei
steileren Böschungen sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen
wie z.B. Zwillingsbereifung oder Seilsicherung erforderlich.
Bei Gefahr wird die Maschine durch Betätigen des Notausschalters bzw. Loslassen des Totmannschalters stillgesetzt !
Traktoren mit Anbaufräse haben den Vorteil, dass sich die
Bedienungsperson nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich der
Arbeitswerkzeuge aufhalten muss. Weitere Vorzüge sind die
bessere Ergonomie und größere Flächenleistung. Achten Sie
darauf, dass Anbaugeräte, die über Zapfwelle betrieben werden, mit einem vollständigen Gelenkwellenschutz ausgestattet
sind.
Zweiachsschlepper
mit Anbaufräse
Die Gelenkwelle
richtig geschützt
Geräteschutzkopf
Schutztrichter
mit Stützring
Schutzrohr
(innen, außen)
Schutztrichter
mit Stützring
SchlepperSchutzschild
Haltekette
(die das Mitdrehen des Gelenkwellenschutzes verhindert)
Die Gelenkwelle sowie die Anschlüsse müssen
einwandfrei abgedeckt und durch eine Verdrehsicherung
(Kette) gesichert sein !
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Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Holzbearbeitung
Holz erfreut sich im Garten- und Landschaftsbau als nachwachsender Rohstoff und natürlicher Baustoff zunehmender Beliebtheit. Holz ist vielseitig verwendbar, sei es als
Material für Zäune, Beeteinfassungen oder Terrassen; der Verwendung sind kaum Grenzen gesetzt. Dabei kommen verschiedene Holzbearbeitungsmaschinen zum Einsatz. Fehlende oder
mangelhafte Schutzeinrichtungen und unsachgemäße Handhabung führen zu schweren Unfällen, oft in Form von Schnittverletzungen und Fingeramputationen.
Baustellenkreissäge
Beim Zuführen schmaler Holzteile Schiebestock benutzen !
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Der Fachmann achtet auf folgende Punkte:
• Der Spaltkeil wird nach Größe und Dicke des Kreissägeblattes ausgewählt.
• Der Abstand des Spaltkeils vom Sägeblatt beträgt nicht
mehr als 8 mm.
• Die Schutzhaube ist richtig angebracht und eingestellt.
• Die jeweils erforderlichen Hilfseinrichtungen, wie Parallelanschlag, Winkelanschlag, Keilschneideinrichtung und
Schiebestock werden benutzt.
• Die leicht zerspanbare Tischeinlage wird ausgewechselt,
wenn beiderseits der Schnittfuge ein Spalt von über 5 mm
vorhanden ist.
• Es werden keine beschädigten Sägeblätter verwendet.
• Vor dem Werkzeugwechsel oder vor Wartungs- und Reparaturarbeiten wird der Netzstecker gezogen.
• Der Standplatz beim Arbeiten befindet sich stets seitlich
vom Gefahrenbereich.
• Vor dem Verlassen der Maschine wird diese ausgeschaltet.
• Gehörschutz wird verwendet, lärmarme Sägeblätter können
die Lärmbelastung deutlich reduzieren.
• Es wird nur enganliegende Kleidung getragen.
• Keine Handschuhe tragen!
• Rundhölzer dürfen nur mit speziellen Zuführeinrichtungen
oder mit einer Brennholzkreissäge geschnitten werden.
27
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Zusätzliche Hinweise für Handkreissägen
• Der Spaltkeilabstand vom Sägeblatt darf max. 5 mm
betragen.
• Die Schnitttiefe wird richtig eingestellt, sie sollte höchstens
10 mm mehr als die Werkstückdicke betragen.
• An der Handmaschine muss der gesamte Zahnkranz über
der Auflage mit einer festen Verkleidung versehen sein.
• Die Handkreissäge wird nie mit laufendem Sägeblatt
abgelegt.
Handkreissäge
mit beiden
Händen führen
28
Gärtnerische Arbeiten
an und auf Bauwerken
Gärtnerische Arbeiten an und auf Bauwerken, wie z. B.
• Dach- und Wandbegrünung
• Hangsicherung
• Errichten/Begrünen von Gabionenbauwerken
haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Schwere Absturzunfälle mit zum Teil tödlichem Ausgang zeigen Handlungsbedarf. Notwendige Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz werden bereits in der Planungsphase berücksichtigt. Dabei
spielen die objektbezogene Gefährdungsbeurteilung und die baustellenbezogene Unterweisung aller beteiligten Mitarbeiter eine wichtige
Rolle. Werden mehrere Firmen gleichzeitig auf der Baustelle tätig, erstellt der Bauherr nach Baustellen-Verordnung einen Sicherheits- und
Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) und bestellt gegebenenfalls einen
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo). Erforderliche Schutzmaßnahmen werden festgelegt und in der eigentlichen
Bauphase umgesetzt. Berücksichtigt werden:
• Auswahl geeigneter Personen
• sichere Zugangsmöglichkeit
• Trag- und Standfestigkeit beim Begehen von Anlagen
• ausreichende Flucht- und Rettungsmöglichkeit
• Maßnahmen zur Absturzsicherung
Technische Maßnahmen verhindern z. B. einen Absturz von
Personen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist zu überprüfen
und gegebenenfalls den Erfordernissen anzupassen. Kollektive
technische Maßnahmen (z. B. Einsatz von Schutzgeländern, Gerüsten) haben stets Vorrang vor organisatorischen Schutzmaßnahmen. Nach Arbeitsschutzgesetz sind individuelle Schutzmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) nachrangig
zu allen anderen Maßnahmen durchzuführen.
29
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Wirksame Einrichtungen gegen Absturz sind:
• dauerhaft ortsfest mit dem Bauwerk verbundene Absturzsicherungen wie z. B.
– Mauern,
– Geländer,
• zeitlich begrenzt für den Fortgang der Arbeiten wie z. B.
– Schutzgeländer, für die die Brauchbarkeit nachgewiesen wurde,
– Gerüste, die nach einer Regelausführung errichtet wurden,
– mobile Arbeitsbühnen, die bestimmungsgemäß verwendet werden,
– Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz für kurzweilige Einsätze
Führen Sie eine objektbezogene Gefährdungsbeurteilung durch!
Technische Maßnahmen haben Vorrang vor Einsatz von Persönlicher
Schutzausrüstung gegen Absturz!
Maßnahmen gegen Absturz sind z. B. ab
folgenden Absturzhöhen zu treffen:
• > 1,00 Meter an Verkehrswegen
• > 2,00 Meter auf Bauwerken
• > 3,00 Meter bei Dacharbeiten
Mauern
sind dauerhafte und ortsfeste Absturzsicherungen. Bei einer Mindesthöhe von
100 cm sind keine weiteren Maßnahmen
gegen Absturz erforderlich.
30
Geländer
sind ebenfalls ortsfest und dauerhaft
angebracht und bestehen aus Brustwehr,
Knie- und Fußleiste. Bei ausreichend
großem Abstand zur Absturzkante kann
auf eine Fußleiste verzichtet werden.
Dauerhaft vorhandene Geländer schützen
z. B. oberhalb von einem Gabionenbauwerk.
Mauer als ortsfeste Absturzsicherung
Schutzgeländer
sind vorübergehend angebracht und mindestens 1 m hoch, sie
• bestehen aus Brustwehr, Knie- u. Fußleiste,
• müssen über eine ausreichende Festigkeit verfügen!
Eine ausreichende Festigkeit ist gegeben, wenn die Anforderungen der BGI 807 „Sicherheit von Seitenschutz, Randsicherungen
und Dachschutzwänden als Absturzsicherung bei Bauarbeiten“
erfüllt sind, z. B. Horizontalbelastbarkeit für Geländer- und Seitenschutzpfosten 0,3 kN (> 30 kg). Statischer Nachweis ist erforderlich.
Dreiteiliger Seitenschutz auf einem Gabionenbauwerk
bei Absturzhöhe > 2 m
Gerüste sind
• Arbeitsgerüste (Mindestbreite 0,6 m),
• Fanggerüste (Mindestbreite 0,9 m bei 0-2 m Absturzhöhe),
• mit dreiteiligem Seitenschutz, bestehend
aus Brustwehr, Knie- und Fußleiste ausgestattet
• nach Aufbau- u. Verwendungsanleitung des Herstellers
von befähigten, unterwiesenen Personen aufzustellen!
Betragen Abstände zu Bauwerken mehr als 0,30 m, dann sind
auch Geländer an der Innenseite zu verwenden, da Personen
ansonsten auch dort abstürzen können! Achten Sie auf ausreichende Tragfähigkeit (Lastklassen)! Weitere Informationen siehe
BGI / GUV-I 663.
Dreiteiliger Seitenschutz in Arbeitsfeldern des Gerüstes!
Sicherer Aufstieg mit Hilfe von Leitergang bis 5 m Höhe.
Sicherer Materialtransport
auf Dachfläche. Öffnung im
Gerüstfeld wurde neben
dem Aufzug konstruktiv
durch Schutzgeländer von
dem Gerüst-Ersteller
wieder geschlossen.
31
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz (PSAgA)
• dürfen nur von unterwiesenen Personen verwendet und mit zugelassenen Verbindungsmitteln an vorgesehenen Punkten angeschlagen
werden!
• Einsatz von PSAgA auf Arbeitsgerüst vor
Gabionenwand bei geöffnetem, dreiteiligem
Seitenschutz. Als zugelassener Anschlagpunkt
kann der Gerüstrahmen verwendet werden
(siehe Aufbau- und Verwendungsanleitung des
Gerüstherstellers).
Anforderung an PSAgA
auf Gerüsten:
scharfkantengetestet
(siehe Warnhinweis!)
Arbeiten auf Flachdächern
32
Für gärtnerische Arbeiten müssen Zugangsmöglichkeiten vorhanden sein,
die ein sicheres Erreichen und Verlassen der Arbeitsplätze gewährleisten.
Beim Materialtransport dürfen für die Mitarbeiter keine zusätzlichen Gefahren entstehen. Betreten Sie keine Dachflächen, wenn Ihnen der Aufbau
und damit die Belastbarkeit nicht bekannt ist. Bruchanfällige Materialien
(z. B. Abdeckungen aus Faserzementplatten, Lichtkuppeln, Glasdächer
usw.) dürfen nicht ohne zusätzliche Sicherungen in Form von lastverteilenden Auflagen (z. B. ausreichend breite Bohlen) betreten werden.
Verkehrswege müssen zu nicht gesicherten Dachöffnungen oder Lichtkuppeln mindestens 2 m Sicherheitsabstand einhalten und Absperrungen
vorhanden sein. Spätere Inspektions-, Pflanz- und Pflegearbeiten müssen
sicher ausgeführt werden können. Technische Lösungen mit kollektiver
Schutzwirkung (z. B. Geländer) haben Vorrang vor organisatorischen oder
persönlichen Schutzmaßnahmen.
Bei Neubauvorhaben ist es sinnvoll, bereits bestehende Gerüste anderer
am Bau Beteiligter in Anspruch zu nehmen. Vor der Benutzung führt der
Aufsichtsführende eine Sichtprüfung durch. Entsprechende Prüfprotokolle
können BGI 663 „Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und
Schutzgerüsten“ entnommen werden.
Schlussbemerkung
Mit dem vorliegenden Merkheft „Arbeitssicherheit im Garten-,
Landschafts- und Sportplatzbau“ sollen dem Leser wichtige
Tipps und Hinweise zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gegeben werden. Der Auswahl und Qualifikation geeigneter Mitarbeiter, der regelmäßigen Unterweisung durch den Vorgesetzten und der Gefährdungsbeurteilung durch den Unternehmer
kommt eine besondere Bedeutung zu. Dieses Merkheft kann
eine fundierte Ausbildung und regelmäßige Unterweisung der
Beschäftigten nicht ersetzen.
In Fragen der Arbeitssicherheit wenden Sie sich an den Unternehmer, Ihre Vorgesetzten, Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit,
Ihren Sicherheitsbeauftragten oder an die Mitarbeiter der
Gartenbau-Berufsgenossenschaft (Tel.: 0561-928 2509).
GBG 21.1
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
Bau und
Montage von
Fertigteilen im
Gartenbau
Mai 2012
www.gartenbau.lsv.de
Weiteres Informationsmaterial erhalten Sie unter folgender
Adresse:
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
Dezernat Prävention
34111 Kassel
Fax (0561) 928-2304
e-mail: [email protected]
33
www.gartenbau.lsv.de
Arbeitssicherheit im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Rechtliche Grundlagen
VSG 1.1
„Allgemeine Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz“
VSG 1.4
„Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“
UVV 2.7
„Bauarbeiten“
VSG 3.1
„Technische Arbeitsmittel“
VSG 4.2
„Gartenbau, Obstbau und Parkanlagen“
BGV C 22
„Bauarbeiten“
BGR 500
„Betreiben von Arbeitsmitteln“
BGI 649
„Ladungssicherung auf Fahrzeugen“
BGI/GUV-I 663
„Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgrüsten“
GBG 5
„Erdbaumaschinen im Gartenbau“
GBG 8
„Körperschutz im Gartenbau“
GBG 28
„Ladungssicherung im Gartenbau“
BGI 759
„Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel und Rohrleitungen“
BGI 665
„Abbrucharbeiten“
Arbeitsschutzgesetz
Betriebssicherheitsverordnung
DIN EN ISO 14688 Teil 1 „Geotechnische Erkundung und Untersuchung Teil 1“
Straßenverkehrsordnung
Arbeitsstättenverordnung
BGR 203
„Dacharbeiten“
DIN 4124
„Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten“
RSA
„Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“
TRBS 2121
„Technische Regeln für Betriebssicherheit – Gefahren durch Absturz“
GBG 17.2
„Gefahrgut sicher transportieren“
BGI 807
„Sicherheit von Seitenschutz, Randsicherungen und Dachschutzwänden als
Absturzsicherung bei Bauarbeiten“
DIN EN 795
„Persönliche Absturzschutzeinrichtung – Anschlageinrichtungen“
Weitere Quellen:
FBB Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. ,
Leitfaden zur Absturzsicherung, FBB-SchlagLicht5, www.fbb.de
FLL Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V., www.fll.de
34
Betriebsanweisung
nach § 14 Gefahrstoffverordnung
Unfallverhütungsvorschriften
VSG 4.5
Betrieb/ Betriebsteil:
Tätigkeit: Be- und Verarbeitung von Stein
Quarzstaub
Quarzstaub bezeichnet lungengängigen Staub, der kristallines Siliziumoxid (Quarz, Cristobalit, Tridymit) enthält. Quarzstaub
(silikogene Stäube) kann Krebs verursachen.
Gefahren für Mensch und Umwelt
– Insbesondere beim Trockenschnitt von Natursteinen (Sandstein, Quarzit, Grauwacke,
Kieselschiefer, Granit, Porphyr, Bimsstein u. a.), aber auch Betonfertigteilen oder
Pflastersteinen können Quarzstäube entstehen.
– Einatmen kann zu Gesundheitsschäden führen.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Staubentwicklung bei allen Be- und Verarbeitungsvorgängen vermeiden oder minimieren.
Werkstücke während der Bearbeitung nass halten.
Alternative Bearbeitungsverfahren (Nassschneidetisch) einsetzen.
Arbeitsplätze und Maschinen müssen regelmäßig von Staubablagerungen gereinigt werden
(nicht mit Druckluft abblasen).
Trockenbearbeitung nur bei Verwendung wirksamer Absaugungen.
Aufenthalt in staubbelasteten Bereichen auf das Notwendigste beschränken.
Vor Pausen und bei Arbeitsende mit Staub verunreinigte Körperpartien waschen.
Nach Arbeitsende verstaubte Arbeitskleidung gegen Straßenkleidung wechseln.
Verstaubte Arbeitskleidung regelmäßig waschen oder austauschen.
Augenschutz: Geschlossene Schutzbrille tragen.
Körperschutz: Geschlossene Arbeitskleidung tragen.
Atemschutz: Bei Staubentwicklung Atemschutz mit Partikelfilter (mind. P 2) oder FFP 2 tragen.
Verhalten im Gefahrfall
– Störungen an Filteranlagen sind nur unter Benutzung von Atemschutz zu beheben!
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr / Frau
Notruf: 112
– Nach Augenkontakt mit reichlich Wasser ausspülen.
Bei anhaltender Augenreizung Augenarzt aufsuchen.
Sachgerechte Entsorgung
– Staubende Produktions-/Bearbeitungsabfälle und -reste nicht am Arbeitsplatz lagern.
Reinigungsarbeiten möglichst staubfrei durchführen.
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.
Stand 09/07
Betriebsanweisung
nach Arbeitsschutzgesetz und
Unfallverhütungsvorschrift
VSG 1.1 , UVV 2.7Arbeiten mit Buschholzhackern
Betrieb/ Betriebsteil:
Verbau von Gruben und Gräben
Gefahren für Mensch und Umwelt
– Einstürzende Grabwände.
– Quetschungen oder Verletzungen durch Ein- und Ausbau der Verbauelemente.
– Absturz.
– Erdverlegte Leitungen.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
– Vor Beginn der Ausschachtungsarbeiten Erkundigungen über evtl. verlegte Leitungen einholen
und Bodenart ermitteln.
– Abhängig von den Bodenverhältnissen geeignetes Verbaumaterial in ausreichender Menge auf
der Baustelle bereithalten und einsetzen.
– Statischer Nachweis des Verbaus erforderlich (Ausnahme waagerechter und senkrechter
Normverbau nach DIN 4124).
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
– Geeignete Körperschutzmittel benutzen (Sicherheitsschuhe, Helm, Handschuhe,
ggf. Gehörschutz und Warnweste).
– Gruben- und Grabenwände abböschen oder sachgerecht verbauen unter Leitung eines fachlich
geeigneten Aufsichtführenden.
– Lastfreien Schutzstreifen von mind. 60 cm freihalten.
– Gräben mit ungesicherten Wänden nicht betreten oder sich dort aufhalten.
– Verbaumaterial mit Saumbohlen und allen Bauzuständen sichern, lückenlos, vollflächig am
Erdreich anliegend und einwandfrei hinterfüllen.
– Freigelegte Leitungen sind zu sichern.
– Rückbau nur im Wechsel mit der Verfüllung.
– Für das sichere Ein- und Aussteigen aus Gruben und Gräben ist eine geeignete Leiter
bereitzustellen, mit einem Überstand von mindestens 1 Meter.
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
– Im Gefahrfall ist der Graben bzw. die Grube sofort zu verlassen.
– Betreten des eingestürzten Bereiches nur bei zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, da Gefahr für Retter besteht.
– Nach Möglichkeit Personen aus dem Gefahrenbereich evakuieren.
– Absperren der Unfallstelle.
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr / Frau
Notruf: 112
- Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.
- Rettungswagen / Arzt rufen.
- Vorgesetzte bzw. Bauleitung informieren.
Instandhaltung
– Regelmäßig die Funktion und Vollständigkeit der Verbaumaterialien überprüfen.
– Reparaturen nur von Sachkundigen (befähigter Person) durchführen lassen.
– Zur Wartung und Instandhaltung die Betriebsanleitung des Herstellers beachten.
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.
Stand 09/07
Betriebsanweisung
nach Arbeitsschutzgesetz und
Unfallverhütungsvorschrift
VSG 3.1Arbeiten mit Buschholzhackern
Betrieb/ Betriebsteil:
Nassschneidetisch
Gefahren für Mensch und Umwelt
– Staub/Aerosole.
– Lärm.
– Stromschlag.
– Weggeschleuderte Teile.
– Schnittverletzungen durch schneidende Werkzeuge.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
– Bei der Verwendung Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
– Körperschutz tragen (Augenschutz, Atemschutz, Gehörschutz, Handschutz,
wasserdichte Schürze).
– Nassschneidetisch gerade und standsicher aufstellen.
– Trennscheiben nur für die vorgesehenen Materialien verwenden.
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
– Trennscheiben vor jeder Benutzung prüfen (Klangprobe).
– Bei Auswahl der Trennscheiben Durchmesser und max. Umdrehungsgeschwindigkeit beachten.
– Beschädigte Trennscheiben aussondern und der Weiterbenutzung entziehen.
– Geräte nur mit allen Sicherheitsbauteilen verwenden (Schutzhauben, Spritzschutz).
– Wasservorrat regelmäßig austauschen und auffüllen.
Zu schneidendes Material gegen Wegrutschen sichern (Anschlag am Zuführtisch).
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
– Zur Beseitigung von Störungen Gerät abstellen und Netzstecker ziehen.
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr / Frau
Notruf: 112
– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.
– Rettungswagen/Arzt rufen.
– Unternehmer/Vorgesetzten informieren.
Instandhaltung
– Wartung und Instandhaltungsarbeiten nur bei stillgesetztem Motor und gezogenem Netzstecker nach
Betriebsanleitung durchführen.
– Reparaturen nur von befähigten Personen durchführen lassen.
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.
Stand 09/07
Betriebsanweisung
nach Arbeitsschutzgesetz und
Unfallverhütungsvorschriften
VSG 3.1, VSG 4.2
Betrieb/Betriebsteil:
Trennschleifer (Steinbearbeitung)
Gefahren für Mensch und Umwelt
-
Staub.
Lärm.
Quetschungen.
Rückschlag der Werkzeuge.
Weggeschleuderte Teile.
Schnitt-/Stichverletzungen durch scharfe oder schneidende Werkzeuge.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
-
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
-
Bei der Verwendung von Maschinen Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Bei der Bearbeitung von Steinen Körperschutz tragen (Augenschutz, Atemschutz,
Gehörschutz, Handschutz, Fußschutz).
Um Gefährdungen durch mineralische Stäube zu reduzieren sollten Nassschneidetische
oder Steinknacker verwendet werden.
Trennscheiben nur für die vorgesehenen Materialien verwenden.
Bei Auswahl der Trennscheiben Durchmesser und max. Umdrehungsgeschwindigkeit
beachten.
Beschädigte Trennscheiben aussondern und der Weiterbenutzung entziehen.
Geräte nur mit allen Sicherheitsbauteilen verwenden (Schutzhauben, Griffe).
Gegen Verkanten (Flex) wenn möglich Verkantschutzvorrichtung verwenden.
Zu schneidendes Material gegen Wegrutschen oder Umkippen sichern (nicht
mit dem Fuß halten!).
Geräte mit beiden Händen führen.
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
-
Zur Beseitigung von Störungen an Maschinen, Motor abstellen und Netzstecker ziehen.
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr/Frau
-
Notruf: 112
Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.
Rettungswagen/Arzt rufen.
Unternehmer/Vorgesetzten informieren.
Instandhaltung
-
Wartung und Instandhaltungsarbeiten nach Betriebsanleitung durchführen.
Reparaturen nur von befähigten Personen durchführen lassen.
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung
übereinstimmen.
Stand 09/07
Betriebsanweisung
nach Arbeitsschutzgesetz und
Unfallverhütungsvorschrift
VSG 1.1, VSG 3.1
Betrieb/Betriebsteil:
Triebradhacke/Einachsschlepper mit Anbaufräse
-
Gefahren für Mensch und Umwelt
Verletzungen durch Wegschleudern erfasster Fremdkörper.
Mineralische und organische Stäube.
Rückstoß.
Bein- und Fußverletzungen durch Überfahren oder Ausrutschen beim Rückwärtsfahren.
Maschine kann verspringen (Fremdkörper, feste Bodenschichten).
Umlaufende Hackwerkzeuge.
Verbrennungsgefahr beim Berühren heißer Motorteile.
Abgase, Vibrationen, Lärm, Treibstoffe.
Austretende Kraftstoffe können die Umwelt gefährden.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
-
-
Maschinen dürfen nur von unterwiesenen Personen, die mindestens 15 Jahre alt sind bedient
werden.
Die Betriebsanleitung des Herstellers ist zu beachten.
Sicherheitsschuhe (S 2) und ggf. Gehörschutz tragen.
Zum Starten muss der Antrieb ausgekuppelt und der Werkzeugantrieb ausgeschaltet sein.
Zum Betanken einen Sicherheitseinfüllstutzen verwenden.
Beim Betanken nicht rauchen.
Führungsholme auf die Bedienerbedürfnisse einstellen. Gerät stets mit beiden Händen führen.
Bei Rückwärtsfahrt auf Hindernisse achten.
Bei Arbeiten in geschlossenen Bereichen (Gewächshäuser, Folientunnel) für ausreichende
Belüftung sorgen.
Funktion des Gefahrschalters und der Fräswerkzeugverriegelung für die Rückwärtsfahrt überprüfen.
An Böschungen quer zum Hang fahren. Bei Abrutschgefahr der Maschine muss diese von
einer oberhalb des Gerätes befindlichen 2. Person mit Hilfe einer Stange oder eines Seils
gehalten werden.
Ausreichenden Abstand zu festen Fremdkörpern/Materialien (z. B. Pflasterflächen) einhalten.
Bei Transport, Wechsel des Einsatzortes und beim Wenden ist der Werkzeugantrieb aus zu schalten.
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
-
Bei Gefahr sofort Gefahrschalter betätigen.
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr/Frau ..........................
-
Notruf: 112
Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.
Rettungswagen/Arzt rufen.
Unternehmer/Vorgesetzten informieren.
Instandhaltung
-
Reparaturen nur von Sachkundigen (befähigte Person) durchführen lassen.
Zur Wartung und Instandhaltung die Betriebsanleitung des Herstellers beachten.
Vor jeder Inbetriebnahme Sicht- und Funktionsprüfung durchführen sowie auf Funktion und Vollständigkeit der
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen überprüfen.
Wartungs- und Reinigungsarbeiten nur bei stillgesetztem Motor und ausgeschaltetem Werkzeugantrieb
durchführen.
___________________
_____________________________
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung
übereinstimmen.
Stand 09/07
Betriebsanweisung
nach Arbeitsschutzgesetz und
Unfallverhütungsvorschriften
VSG 3.1, VSG 4.2
Betrieb/Betriebsteil:
Steinarbeiten
Gefahren für Mensch und Umwelt
-
Mineralischer Staub.
Lärm.
Quetschungen.
Rückschlag der Werkzeuge.
Weggeschleuderte Teile.
Schnitt-/Stichverletzungen durch scharfe oder schneidende Werkzeuge.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
-
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
-
Bei der Bearbeitung von Steinen Körperschutz tragen (Augenschutz, Handschutz,
Fußschutz, ggf. Atemschutz, Gehörschutz).
Bei der Verwendung von Maschinen und Geräten sind die entsprechenden
Betriebsanweisungen sowie die Bedienungsanleitungen der Hersteller zu beachten.
Die Atemluft am Arbeitsplatz ist von gesundheitsgefährdendem mineralischem Staub
Freizuhalten (ggf. ist Atemschutz zu tragen).
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
-
Zur Beseitigung von Störungen an Maschinen, Motor abstellen oder Netzstecker ziehen.
Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
Ersthelfer: Herr/Frau
-
Notruf: 112
Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.
Rettungswagen/Arzt rufen.
Unternehmer/Vorgesetzten informieren.
Instandhaltung
-
Wartung und Instandhaltungsarbeiten von Maschinen nach Betriebsanleitung durchführen.
Reparaturen von Maschinen nur von befähigten Personen durchführen lassen.
Handwerkzeuge regelmäßig auf Verschleiß prüfen. Hammer- und Meißelbärte entfernen.
Datum
Unterschrift des Unternehmers
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung
übereinstimmen.
Stand 09/07
Für Ihre
Notizen…
11. überarbeitete Ausgabe, Dezember 2012
Herausgeber:
Gartenbau-Berufsgenossenschaft
Dezernat Prävention
Frankfurter Straße 126
D-34121 Kassel
Telefon (0561) 928-0
Fax (0561) 928-2304
http://www.gartenbau.lsv.de
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