Selbstfahrende Pflanzenschutzspritze Leeb PT 280

Selbstfahrende Pflanzenschutzspritze Leeb PT 280
04/2015
Selbstfahrende
Pflanzenschutzspritze
Leeb PT 280
Betriebsanleitung
Art.: 80910105 de
Vor Inbetriebnahme sorgfältig lesen!
Betriebsanleitung aufbewahren!
HORSCH LEEB Application Systems GmbH
Plattlinger Str. 21
D-94562 Oberpöring
Telefon +49 (0) 99 37 . 95 96 30
Telefax +49 (0) 99 37 . 95 96 366
www.horsch.com
Alle Rechte vorbehalten
© 2015 HORSCH LEEB Application Systems GmbH, Oberpöring
Nachdruck, auch auszugsweise, nur gestattet mit ausdrücklicher Genehmigung durch
die HORSCH LEEB Application Systems GmbH.
Sehr geehrter Kunde,
Sehr geehrte Kundin,
Sie haben hiermit die Betriebsanleitung für das von
Ihnen gekaufte HORSCH LEEB AS-Produkt erhalten.
Diese Betriebsanleitung enthält wichtige Informationen für
den sachgerechten Einsatz und eine sichere Bedienung
der Maschine.
Mit dem Kauf der Pflanzenschutzspritze haben Sie ein
Qualitätsprodukt aus dem Hause HORSCH LEEB AS erworben.
Wir danken für Ihr Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf
dieser Maschine entgegengebracht haben.
Um die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze optimal nutzen zu können, lesen Sie bitte diese Betriebsanleitung
sorgfältig durch, bevor Sie die Maschine einsetzen.
Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze ist eine Spritzmaschine für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln
und Flüssigdünger gemäß den gesetzlichen Vorschriften
für Bodenkulturen.
Ihr Inhalt ist so gegliedert, dass Sie ausführlich über die
jeweils erforderlichen Tätigkeiten nach dem arbeitstechnischen Ablauf informiert werden. Sie enthält umfassende
Hinweise und Informationen über die Wartung, die sichere
Verwendung der Maschine, die sicheren Arbeitsmethoden,
die besonderen Vorsichtsmaßnahmen und die erhältlichen
Zusatzausrüstungen. Die Beachtung dieser Hinweise und
Informationen sind notwendig, wichtig und nützlich für die
Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und Werterhaltung der
selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze.
Bitte beachten Sie:
Legen Sie diese Betriebsanleitung immer in die Kabine unter dem Fahrersitz ab. Die Betriebsanleitung ist Bestandteil Ihrer Maschine. Für Schäden und Betriebsstörungen,
die sich aus der Nichtbeachtung der Betriebsanleitung
ergeben, übernimmt die HORSCH LEEB Application Systems GmbH keine Haftung.
Stellen Sie bitte beim Empfang der Maschine fest, ob
Transportschäden aufgetreten sind oder Teile fehlen! Prüfen Sie die Vollständigkeit der gelieferten Maschine einschließlich der bestellten Sonderausstattungen anhand
des Lieferscheins. Nur sofortige Reklamation führt zum
Schadenersatz!
Mit der Betriebsanleitung erhalten Sie eine Empfangsbestätigung. Außendienstmitarbeiter unterweisen Sie über
Bedienung und Pflege der Maschine. Danach schicken
Sie die Empfangsbestätigung an HORSCH LEEB AS zurück. Dadurch wird die ordnungsgemäße Übernahme der
Maschine bestätigt.
Die Garantiezeit für die Maschine beginnt mit dem
Liefertermin.
Bedienen Sie die Maschine nur nach Einweisung und unter Beachtung dieser Anleitung.
Diese selbstfahrende Pflanzenschutzspritze darf ausschließlich von Personen genutzt werden, die mit dem
Gerät vertraut und über die von ihm möglicherweise
ausgehenden Gefahren informiert sind.
Beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinweise!
Beachten Sie ebenso die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie die sonstigen allgemein anerkannten sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen
und straßenverkehrsrechtlichen Regeln.
Alle Informationen, Abbildungen und technischen Angaben in dieser Betriebsanleitung entsprechen dem
neuesten Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Konstruktionsänderungen, technische und formale
Änderungen an unseren Produkten die der Verbesserung dienen oder geänderten gesetzlichen Vorschriften
Rechnung tragen, bleiben uns jederzeit und ohne Bekanntgabe von Gründen vorbehalten.
Aktuelle Daten stellen wir auf Anfrage gern zur Verfügung.
Alle Richtungsangaben in dieser Betriebsanleitung
sind immer in Fahrtrichtung gesehen.
Sachmängelbearbeitung:
Sachmängelanträge müssen über Ihren HORSCHVertriebspartner bei HORSCH LEEB Application Systems GmbH – Serviceabteilung – eingereicht werden.
Es können nur Anträge bearbeitet werden, die vollständig ausgefüllt und spätestens 4 Wochen nach Schadenseintritt eingereicht wurden.
Bitte die schadhaften Teile gereinigt und entleert, zusammen mit einem Sachmängelantrag und genauer
Fehlerbeschreibung innerhalb 4 Wochen an HORSCH
LEEB AS zurückschicken.
Teilelieferungen ohne Altteilrückforderung. Diese Teile
noch 12 Wochen zur weiteren Entscheidung aufbewahren.
Sachmängelreparaturen, die von Fremdfirmen vorgenommen werden oder die voraussichtlich mehr als
10 Arbeitsstunden umfassen, müssen vorher mit der
Serviceabteilung abgesprochen werden.
Sollte diese Betriebsanleitung ganz oder teilweise unbrauchbar geworden sein, können Sie unter Angabe
der umseitig genannten Nummer eine Ersatz-Betriebsanleitung für Ihre Maschine erhalten.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrer HORSCH
LEEB AS Maschine.
HORSCH LEEB Application Systems GmbH
Oberpöring
3
EG-Konformitätserklärung
auswechselbare Ausrüstung
(RL 2006/42/EG)
Hiermit erklärt der Hersteller HORSCH LEEB Application Systems GmbH
Plattlinger Str. 21
D-94562 Oberpöring (Germany)
dass das Produkt,
Bezeichnung der Maschine: Pflanzenschutzgerät
Maschinentyp:PT 280 ab Fahrgestellnummer:25 000 151
auf das sich diese Erklärung bezieht, den einschlägigen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EG-Richtlinie 2006/42/EG entspricht.
Zur sachgemäßen Umsetzung der in den EG-Richtlinien genannten Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen wurden insbesondere folgende Normen und technische Spezifikationen
herangezogen:
EN ISO 4254-1
: 05-2011
EN ISO 4254-6
: 10-2011
EN ISO 4413
: 04-2011
EN 15695-1
: 05-2010
EN 16119-2
: 09-2013
EN 894-4
: 11-2010
Dokumentationsbevollmächtigter:
Manfred Köbler
HORSCH Maschinen GmbH
Sitzenhof 1
D-92421 Schwandorf
Oberpöring, 30.03.2015
____________________
Theodor Leeb
Ort und Datum
(Entwicklung und Konstruktion)
4
ORIGINAL DER BETRIEBSANLEITUNG
Identifikation der Maschine
Bei der Übernahme der Maschine tragen Sie die entsprechenden Daten
in die nachfolgende Liste ein:
Seriennummer:....................................................................................
Maschinentyp: ....................................................................................
Baujahr:
....................................................................................
Ersteinsatz:....................................................................................
Zubehör:....................................................................................
....................................................................................
....................................................................................
....................................................................................
Ausgabedatum der Betriebsanleitung: 04/2015
Händler-Adresse :
Name:
....................................................................................
Straße: ....................................................................................
Ort: ....................................................................................
Tel.: ....................................................................................
E-Mail: ....................................................................................
Herstelleradresse:
HORSCH LEEB Application Systems GmbH
Plattlinger Str. 21
D-94562 Oberpöring (Germany)
Telefon: +49 (0) 99 37 - 95 96 30
Telefax: +49 (0) 99 37 - 95 96 366
E-Mail: [email protected]
Typenschild und CE-Kennzeichnung
Anordnung vom Typenschild und der CE-Kennzeichnung (1).
Auf dem Typenschild sind angegeben:
•
•
•
•
•
•
•
Hersteller
Typ
Fahrgestell-Nr.
Baujahr
zul. Gesamtgewicht kg
zul. Grundgewicht kg (Leergewicht)
Leistung kW
•
•
•
•
•
•
zul. Systemdruck bar
Nennvolumen Frischwasser l
Nennvolumen Brühe l
zul. Stützlast kg
zul. Achslast vorne kg
zul. Achslast hinten kg
1
Maschinen in Frankreich benötigen ein weiteres Typenschild.
5
Fahrzeugübergabeprotokoll
Fahrzeugvorbereitung Durchführung
durch Kundendienstwerkstatt (Datum) Ölstand prüfen, ggf. berichtigen:
Motor, Achsantriebe, Getriebe, Ausgleichsgetriebe Vorderund Hinterachse, Nabentriebe, Hydraulikölkreisläufe
Flüssigkeitsstand prüfen, ggf. berichtigen:
Kühlsystem, Bremssysteme, Klimaanlage
Fahrzeug laut Schmierplan abschmieren,
Gelenke ölen
Lenkung und Vorspur kontrollieren
Reifendruck kontrollieren
Radmuttern auf festen Sitz überprüfen
Elektrische Anlage kontrollieren
Fehlerspeicher kontrollieren
Kraftstoff / AdBlue tanken
Bremsprobe
Erklärungen bei der Fahrzeugübergabe
Auf Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung und am
Fahrzeug aufmerksam machen
Hinweis auf Einhaltung landesspezifischer Vorschriften
für Geschwindigkeit und Anhängerbremssysteme
Folgende Funktionsmerkmale ausführlich erläutern
und ihre Bedienung zeigen:
Bedienungselemente, Vielfachanzeige,
Inbetriebnahme, Starten, Abstellen,
Störungsausgabe, Codetabelle
Hinweise zu Kundendienst und Wartung
Fahrzeugzubehör übergeben
Auf erforderliche Fahrzeuguntersuchungen
aufmerksam machen:
Haupt-, Zwischen- und Bremsensonderuntersuchung
Übergabe durchgeführt:
6
Unterschrift
Bitte abtrennen und an die HORSCH LEEB Application Systems GmbH absenden oder dem entsprechenden Servicetechniker bei der Einweisung aushändigen.
Empfangsbestätigung
Ohne Rücksendung dieser Empfangsbestätigung kein Garantieanspruch!
An
HORSCH LEEB Application Systems GmbH
Plattlinger Str. 21
D-94562 Oberpöring (Germany)
Telefax: +49 (0) 99 37 - 95 96 366
Maschinentyp: ……………………………………………............................…...
Seriennummer: …………………………………………............................…..…
Auslieferungsdatum: …………………………………............................….……
Zusatzausrüstungen: ………...........................…………………………….......................................................……
………...........................…………………………….……......................................................................................
o
o
o
o
o
Vorführmaschine - Ersteinsatz
Vorführmaschine - Standortwechsel
Vorführmaschine endverkauft - Einsatz
Neumaschine endverkauft - Ersteinsatz
Kundenmaschine - Standortwechsel
Ausgabe der Betriebsanleitung: 04/2015
Ich bestätige hiermit den Empfang der Betriebsanleitung für die oben angegebene Maschine. Über die Bedienung
und die Funktionen sowie die sicherheitstechnischen Anforderungen der Maschine wurde ich durch einen Servicetechniker der Firma HORSCH LEEB AS/HORSCH oder eines autorisierten Händlers unterrichtet und eingewiesen.
………………………………………………………...………..
Name des Servicetechnikers
HändlerKunde
Name: ……………………………………………...………….
Name: ........….…………………………………………..
Straße: ………………………………………………………...
Straße: …………………….....…………...……………..
PLZ: …………………………………...……………………
PLZ: …………………………....…...……………………
Ort:………………………………...……………………….…
Ort: …………………………….......………….……….…
Tel.:………………………………...……………………….…
Tel: ……………………………...…....……….…….……
Fax:………………………………...……………………….…
Fax: ……………………………...………….....…………
E-Mail: …………………………...……………………….…..
E-Mail: …………………………...………....……………
Mir ist bekannt, dass der Garantieanspruch nur wirksam wird, wenn dieses Formblatt unmittelbar nach
Ersteinweisung vollständig ausgefüllt und unterschrieben an die Firma HORSCH LEEB Application Systems GmbH
zurückgesandt oder dem Servicetechniker ausgehändigt wird.
…………………………...……………………….............…
Ort, Datum der Ersteinweisung …………………………...………………………..............
Unterschrift des Käufers
7
8
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
1.1
1.2
1.3
1.4 1.5
1.5.1
1.5.2
1.5.3
1.5.4
1.6
1.7
1.8
Produktbeschreibung ................................................................................................
16
Übersicht..........................................................................................................................
16
Flüssigkeitskreislauf Feldspritze...................................................................................
17
Verkehrstechnische Ausrüstung....................................................................................
18
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen...........................................................................
19
Bestimmungsgemäße Verwendung .........................................................................
20
Bestimmungsgemäße Ausrüstung der selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze........
20
Folgeschäden..............................................................................................................
21
Auswirkungen bei Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel...............................
21
Gefahrenbereich und Gefahrenstellen......................................................................... 21
Technische Daten Fahrzeug .......................................................................................
22 - 23
Technische Daten Fahrzeug mit Aufbau .......................................................................
24
Reifen ..........................................................................................................................
25
2
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.7.1
2.7.2
2.7.3
2.7.4
2.7.5
2.7.6
2.7.7
2.7.8
2.7.9
2.7.10
2.7.11
2.7.12
2.7.13
2.7.14
2.7.15
2.7.16
2.7.17
2.7.18
2.7.19
2.8
2.9
2.10
2.11
2.12
2.13
2.14
2.15
2.16
2.17
2.18
2.19
2.19.1
Sicherheit.................................................................................................................26
Kennzeichnung von Hinweisen in der Betriebsanleitung.............................................
26
Darstellung von Sicherheitssymbolen .............................................................................
26
Personalqualifikation und –schulung ............................................................................
27
Arbeitsplatz des Bedieners ..........................................................................................
27
Gefahren bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise ...................................................
27
Sicherheitsbewußtes Arbeiten ......................................................................................
27
Sicherheithinweise für den Bediener ..............................................................................
28
Sicherheits- und Unfallverhütungs-Vorschriften .............................................................. 28 - 29
An- und Abkuppeln eines Anhängers ...............................................................................
29
Einsatz der Maschine .....................................................................................................
29
Ausrüstungen wechseln ..................................................................................................
30
Transportieren der Maschine ............................................................................................
30
Hydraulik-Anlage .......................................................................................................... 30 - 31
Elektrische Anlage ............................................................................................................
31
Batterie ..........................................................................................................................
31
Kühlsystem ...................................................................................................................
31
Angehängte Maschinen (Anhänger) ................................................................................
32
Bremsanlage ..................................................................................................................
32
Druckluft-Bremsanlage ...................................................................................................
32
Reifen .............................................................................................................................
32
Selbstfahrende Arbeitsmaschine ...................................................................................... 32 - 33
Automatische Lenkung ...................................................................................................
33
Arbeitsgeräte ..................................................................................................................
33
Feldspritzenbetrieb ........................................................................................................... 33 - 34
Wartung .............................................................................................................................
34
Notausstieg .......................................................................................................................
35
Ver- und Entladen...............................................................................................................
35
Eigenmächtiger Umbau und Ersatzteilherstellung.............................................................
35
Unzulässige Betriebsweisen.............................................................................................
35
Ersatz- und Verschleißteile sowie Hilfsstoffe......................................................................
35
Reinigen und Entsorgen.....................................................................................................
35
Arbeiten im Bereich von Hochspannungsleitungen............................................................
36
Telefon und Funkgeräte.....................................................................................................
36
Gefahren durch Restenergie .............................................................................................
36
Organisatorische Maßnahmen ......................................................................................
36
Sicherheitshinweise an der Maschine ..............................................................................
37
Warnbildzeichen Aufbau .................................................................................................
37
Lage der Sicherheitsaufkleber an der Maschine............................................................. 38 - 39
Bestellnr. und Erläuterungen Sicherheitsaufkleber .......................................................... 40 - 43
9
3
3.1
3.2
3.2.1
3.2.1.1
3.2.1.2
3.2.1.3
3.2.1.4
3.2.1.5
3.2.2
3.2.3
3.2.4
3.2.5
3.2.6
3.2.7
3.2.8
3.2.9
3.3
3.4
3.5
3.6
3.6.1
3.6.2
3.6.3
3.6.4
3.6.5
3.7
3.7.1
3.7.2
3.7.2.1
3.7.2.2
3.7.2.3
3.7.2.4
3.7.2.5
3.7.2.6
3.7.2.7
3.8
3.8.1
3.8.2
3.9
3.9.1
3.9.2
3.9.3
3.10
3.10.1
3.10.1.1
3.10.2
3.10.2.1
3.10.2.2
3.10.3
3.10.4
3.10.5
3.10.6
Bedienungselemente .............................................................................................
45
Übersicht........................................................................................................................
45
Schalterkonsole...........................................................................................................
45
Konsolenschalter und Kontrollleuchten ...........................................................................
46
Freigabeschalter Fahrantrieb .........................................................................................
46
Freigabeschalter Feststellbremse ..................................................................................
47
Freigabeschalter Hinterachslenkung .................................................................................
47
Freigabeschalter Gleichlauf- bzw. Allradlenkung ..............................................................
47
Freigabeschalter Hundeganglenkung ............................................................................
47
Tastenfelder Konsole ......................................................................................................
48
Kontrollleuchten .............................................................................................................
48
Elektrische Bordsteckdosen ........................................................................................
48
Zündschloss ......................................................................................................................
49
Schnellstopp-Taster ...........................................................................................................
49
Zigarettenanzünder ..........................................................................................................
49
Kontrollleuchte Motorstörung ...........................................................................................
49
Ladekontrolllleuchten ......................................................................................................
49
Multifunktionshebel........................................................................................................... 50 - 51
Dachkonsole......................................................................................................................
52
Schaltergruppe Dachkonsole............................................................................................
52
Lenksäule und Fußpedale ...............................................................................................
53
Betriebsbremse betätigen ...............................................................................................
54
Hupe................................................................................................................................
54
Blinklichtschalter ...............................................................................................................
54
Fernlicht ...........................................................................................................................
54
Lichthupe .......................................................................................................................
54
Klimatronik / Heizung......................................................................................................
55
Bedien- und Anzeigeelemente......................................................................................
55
Bedienung.....................................................................................................................
56
Anlage einschalten......................................................................................................
56
Einstellen der gewünschten Kabinentemperatur........................................................
56
Klimabetrieb Ein- / Ausschalten....................................................................................
57
REHEAT - Betrieb Ein- / Ausschalten.........................................................................
57
Manuelles Einstellen der Verdampferlüfterdrehzahl.......................................................
58
Umschalten der Temperaturanzeige in ° Fahrenheit..................................................
58
Anzeige von Störungen im Display............................................................................
59
Warneinrichtung und Monitore...................................................................................
60
Kontrollleuchte Motorstörung......................................................................................
60
Ladekontrollleuchten ....................................................................................................
60
Infoterminal ....................................................................................................................
61
Informationsbereich .......................................................................................................
62
Straßenfahrt (Tracseite) .................................................................................................
62
Feldbetrieb (Spritzseite) ..................................................................................................
62
Funktionsbereich .............................................................................................................
63
Einstellungen ...............................................................................................................
63
Einstellungen auto turn .................................................................................................
63
Einstellseite Diagnose....................................................................................................
64
Untermenü Ermittlung Radarimpulse ........................................................................
64
Untermenü zur Fehlerbehebung ................................................................................
64
Autoturn ......................................................................................................................
64
Störung Abgasnachbehandlung.................................................................................
65
Warnmeldungen........................................................................................................
65
Warnmeldungen Anzeige Terminal ............................................................................
66
4
4.1
4.2
4.3
Beleuchtung..................................................................................................................67
Blinker, Warnblinkanlage und Bremslicht ...........................................................................
67
Standlicht ......................................................................................................................
68
Abblendlicht ...................................................................................................................
68
10
4.4
4.5
4.6
4.7
Rückfahrscheinwerfer ......................................................................................................
Arbeitsscheinwerfer .......................................................................................................
Night-Light ...............................................................................................................
Rundumleuchte ...........................................................................................................
68
69
70
70
5
5.1
5.2
5.3
5.3.1
5.4
5.5
5.6
5.7
5.8
5.9
5.10
5.11
5.12
5.13
5.14
5.15
Kabine...............................................................................................................................71
Aufstiegsleiter zur Fahrerkabine........................................................................................
71
Kabinentür öffnen ..............................................................................................................
71
Luft-Komfort-Sitz ................................................................................................................
72
Rechte Armlehne ..............................................................................................................
73
Lenksäulenverstellung ......................................................................................................
74
Ablage für Bedienungsanleitung, Verbandskasten und Warndreieck ...............................
74
Einweisersitz .....................................................................................................................
75
Innenspiegel .....................................................................................................................
75
Kühlbox .............................................................................................................................
75
Sonnenblende ................................................................................................................
75
Außenspiegel ...................................................................................................................
76
Notaustieg .......................................................................................................................
76
Frontscheibenwischer ....................................................................................................
77
Scheibenwaschanlage Frontscheibe ..............................................................................
77
Verstellbare Luftdüsen ...................................................................................................
77
Radioeinbau .....................................................................................................................
77
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
6.8
Prüfung vor Inbetriebnahme ......................................................................................
Tägliche Prüfungen ...........................................................................................................
Schmutzablagerungen im Motorraum...............................................................................
Motorölstand...................................................................................................................
Kraftstoff- und AdBlue-Stand...........................................................................................
Hydraulikölstand...............................................................................................................
Motorkühlmittel – Kontrolle...............................................................................................
Reifen..............................................................................................................................
Prüfungen in der Kabine...................................................................................................
78
78
78
78
78
79
79
79
79
7
7.1
7.2
Inbetriebnahme .............................................................................................................
Eignung des Tracs prüfen .............................................................................................
Sichern des Tracs gegen unbeabsichtiges Starten und Verrollen .................................
80
80
81
8
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
8.7
8.8
8.9
8.10
8.11
Motorbetrieb .................................................................................................................
Motor einfahren .............................................................................................................
Vor dem Anlassen des Motors ........................................................................................
Voraussetzungen zum Anlassen des Motors ..................................................................
Zündung einschalten .....................................................................................................
Motor anlassen ..................................................................................................................
Kontrollleuchte Motorstörung ............................................................................................
Ladekontrollleuchten .......................................................................................................
Starten mit einer Hilfsbatterie.............................................................................................
Motor abstellen..................................................................................................................
Abwürgen des Motors......................................................................................................
Bei kaltem Wetter............................................................................................................
83
83
83
84
85
85
86
86
86
87
87
87
9
9.1
9.2
9.3
9.3.1
9.3.2
9.4
9.4.1
Fahren und Transport................................................................................................
Allgemeines zum Fahren.....................................................................................................
Motor anlassen..............................................................................................................
Bremsen.........................................................................................................................
Fußbremse (Straßenfahrt) .................................................................................................
Freigabeschalter Feststellbremse ..............................................................................
Fahren und Lenken...................................................................................................
Manuelle Vorderachslenkung.....................................................................................
88
88
88
88
88
88
89
89
11
9.4.2
9.4.3
9.4.4
9.4.5
9.4.6
9.5
9.6
9.6.1
9.6.2
9.6.3
9.7
9.8
9.9
9.10
9.11
9.12
9.13
9.13.1
9.14
Einstellung Lenkungsart Freigabe HA-Lenkung .............................................................
89
Allradlenkung über Konsolenschalter ..........................................................................
90
Hundegang....................................................................................................................
90
Allradlenkung über Fußschalter (Tippbetrieb Vorgewende).........................................
90
Differenzialsperre über Fußschalter (Tippbetrieb) ........................................................
90
Vorwärts-, Rückwärtsfahren.............................................................................................
91
Verschiedene Fahrmodi .................................................................................................
92
Einstellung Funktion Fahrmodus I - Fahrhebel / Pedal ..................................................
92
Einstellung Funktion Fahrmodus II - Pedal ....................................................................
93
Einstellung Funktion Fahrmodus III - V auto ..........................................................
93
Beschleunigungsverhalten einstellen ......................................................................
94
Tempomat .......................................................................................................................
94
Überhitzen des Hydrostatsystems vermeiden .............................................................
95
Transportfahrten / Transporthinweise ..........................................................................
96
Transportstellung Spritzgestänge ..............................................................................
97
Abschleppen ......................................................................................................
98
Notlösen der Feststellbremse ..................................................................................
98
Einstellen der Feststellbremse ................................................................................
98
Anhängevorrichtung (optional) ................................................................................
99 - 100
10
10.1
10.2
10.2.1
10.2.2
10.2.3
10.2.4
10.3
10.4
10.5
10.6
10.6
10.7
10.8
10.9
10.10
10.11
10.11.1
10.12
10.13
10.14
10.15
10.16
Aufbau und Funktion Feldspritze ............................................................................
Flüssigkeitskreislauf PT ............................................................................................
Bedieneinheit Commander-Box .................................................................................
Saugseite .................................................................................................................
Druckseite ...................................................................................................................
Befüllung ................................................................................................................
Außenreinigung ......................................................................................................
Einspülschleuse .......................................................................................................
Handwasch-Frischwasserbehälter .............................................................................
Spritzpumpe ................................................................................................................
Kolbenmembranpumpe .............................................................................................
Füllpumpe (optional)..............................................................................................
Saugfilter ....................................................................................................................
Druckfilter ..............................................................................................................
Rührwerk .............................................................................................................
Füllstandsanzeige Tank-Control .............................................................................
Filter .........................................................................................................................
Düsenfilter (optional) ...................................................................................................
Außen-Wascheinrichtung (optional) ...........................................................................
Transport-, Dokumenten- und Sicherheitsbehälter ...................................................
Tankaufbau allgemein ................................................................................................
Frischwasserbehälter ...............................................................................................
Sauganschluss zur Befüllung des Spritzbrühebehälters .............................................
101
101
102
102
102
102
102
103
104
105
105
106
106
106
106
106
107
107
108
109
109
109
110
11
11.1
11.2
11.3
11.4
11.5
11.5.1
11.5.2
11.6
11.7
11.7.1
11.8
11.9
11.9.1
Aufbau und Funktion Spritzgestänge ....................................................................
Übersicht ...............................................................................................................
Ein- und Ausklappen des Spritzgestänges ...........................................................
Gestänge-Klappvarianten .......................................................................................
Spritzhöhe einstellen .............................................................................................
Gestängesteuerung ...............................................................................................
Distance-Control ...................................................................................................
BoomControl ...........................................................................................................
Gestängeverriegelung / Hangausgleich .....................................................................
Transportsicherung ent- und verriegeln ...................................................................
Transportsicherung Gestängeauflage ........................................................................
Anfahrsicherung ...........................................................................................................
Spritzleitung .................................................................................................................
Zirkulationssystem ......................................................................................................
111
111
111
113
113
114
114
114
115
115
115
116
116
116
12
11.9.2
11.9.3
11.10
11.11
11.11.1
11.11.2
11.11.3
11.11.4
11.12
11.12.1
11.13
Reinigung Düsenrohr + Düsen .....................................................................................
Technische Daten ..................................................................................................
CCS - Kontinuierliche Innenreinigung (Continuous cleaning system) ......................
Düsenkörper .................................................................................................................
Einfachdüsenkörper mit pneumatischem Schaltventil .............................................
Mehrfachdüsenkörper manuel 3-fach ......................................................................
Mehrfachdüsenkörper pneumatisch .............................................................................
Randdüsen elektrisch ................................................................................................
Montage der Düse .......................................................................................................
Ausbau des Membranventils bei nachtropfendern Düsen ..........................................
Flüssigdüngerbetrieb ...................................................................................................
117
117
117
118
118
118
119
119
119
120
120
12
12.1
12.2
12.2.1
12.2.2
12.3
12.3.1
12.3.2
12.3.3
12.4
12.5
12.5.1
12.5.1.1
12.5.2
12.5.3
12.5.4
12.5.5
12.6
12.6.1
12.6.2
12.6.3
12.6.4
12.6.5
12.7
12.7.1
12.7.2
12.8
12.9
Einsatz der Spritze ..................................................................................................
121
Spritzbetrieb vorbereiten ........................................................................................
122
Spritzbrühe ansetzen ...............................................................................................
123
Einfüll- bzw. Nachfüllmengen berechnen ..................................................................
124
Befülltabelle für Restflächen ....................................................................................
125
Befüllen mit Wasser ................................................................................................
126
Spritzbrühe-Behälter befüllen über der Einfüllöffnung ...........................................
127
Spritzbrühe-Behälter befüllen über Befüllanschluss ...............................................
128
Nachsaugfunktion ......................................................................................................
128
Frischwasserbehälter befüllen ..................................................................................
128
Präparate einspülen ...................................................................................................
129
Flüssige Präparate einspülen während des Befüllvorgangs .......................................
130
Flüssige Präparate einspülen bei voll oder teilweise befülltem Brühebehälter ............
130
Pulverförmige Präparate und Harnstoff einspülen ......................................................
131
Einspülen mit ECOFILL (optional) ...............................................................................
131
Kanister vorreinigen mit Spritzbrühe .........................................................................
132
Kanister vorreinigen mit Spülwasser ......................................................................
132
Spritzbetrieb ............................................................................................................
133
Besondere Hinweise für den Spritzbetrieb ................................................................ 133 - 134
Spritzbrühe ausbringen .............................................................................................
134
Spritzen ....................................................................................................................
135
Maßnahmen zur Abdriftminderung ..........................................................................
136
Spritzen mit 25cm Düsenteilung und verringertem Zielflächenabstand ......................
136
Restmengen ..............................................................................................................
137
Beseitigen der Restmengen ....................................................................................
137
Verdünnen der Restmengen im Spritzbrühe Behälter und Ausspritzen
der verdünnten Restmenge bei Beendigung des Spritzbetriebes ............................ 137 - 138
Einsatz Handwasch-Frischwasserbehälter ...................................................................
139
Störungen ..............................................................................................................
140
13
13.1
13.2
13.3
13.4
13.5
13.6
13.7
13.8
Reinigen, Warten und Insandhalten der Feldspritze ..........................................
Reinigung ..............................................................................................................
CCS - Kontinuierliche Innenreinigung (Continuous cleaning system) .....................
Reinigen der Spritze bei entleertem Behälter ..........................................................
Reinigen der Spritze bei gefülltem Behälter .............................................................
Behälter- und Außenreinigung der Spritze ..............................................................
Düsenreinigung mit Druckluft ..............................................................................
Saugfilter reinigen ..................................................................................................
Druckfilter reinigen ...............................................................................................
14
14.1
14.1.2
14.1.3
14.1.4
14.1.5
Wartung und Pflege Trägerfahrzeug .......................................................................
Wartung Motor...............................................................................................................
Schmutzablagerung im Motorraum............................................................................
Motorölstand...............................................................................................................
Motoröl- und Filterwechsel............................................................................................
Kraftstoffvorfilterwechsel...........................................................................................
141 - 142
142 - 143
144
144
144 - 145
145
146
146
146
147
147
147
147
147
148
13
14.1.5.1
14.1.5.2
14.1.6
14.1.7
14.1.8
14.1.9
14.1.10
14.1.11
14.1.12
14.1.12.1
14.2
14.2.1
14.2.2
14.2.3
14.2.4
14.3
14.4
14.5
14.6
14.6.1
14.7
14.8
14.9
14.10
14.11
14.12
14.13
14.13.1
14.13.2
14.14
14.15
14.15.1
14.16
14.16.1
14.17
14.17.1
14.18
14.19
Befüllen Kraftstoffvorfilter........................................................................................
148
Kraftstoff-Filtereinsatz wechseln............................................................................
148
Kraftstoff/AdBlue........................................................................................................ 148 - 149
Kraftstoff/Ad Blue einfüllen............................................................................................
149
Tankanzeige von Kraftstoff und AdBlue....................................................................
150
Motorkühlmittel.....................................................................................................
150
Motorkühlmittel – Kontrolle.................................................................................
151
Kühlsystem reinigen............................................................................................
151
Luftfilter....................................................................................................................
152
Luftfilter reinigen......................................................................................................
152 - 153
Wartung – Hydraulik.................................................................................................
154
Kennzeichnung von Hydraulikschlauch-Leitungen ..................................................
155
Wartungs-Intervalle ...................................................................................................
155
Inspektionskriterien für Hydraulikschlauch-Leitungen ...............................................
155
Ein- und Ausbau von Hydraulikschlauch-Leitungen ................................................
155 - 156
Fahrantrieb/Hydraulikpumpen ..................................................................................
157
Hydraulikbock............................................................................................................. 158 - 160
LS-Abschaltventil.....................................................................................................
160
Hydrauliköl ............................................................................................................
161
Aufstellung von Mineralölen für die Hydraulikanlage ..................................................
161
Hydraulikölstand ..................................................................................................
162
Hydraulikölfilter ersetzen ...........................................................................................
162
Hydraulikölkühler reinigen .....................................................................................
163
Schaltgetriebe ...................................................................................................
163
Kühlkreislauf Schaltgetriebe ....................................................................................
164
Hinweise Wartungsarbeiten an Achse und Bremsen .................................................. 165 -166
Achsen ..................................................................................................................
166
Wartung Planetengetriebe ..................................................................................
167
Wartung Ausgleichsgetriebe ..............................................................................
167
Einstellung der Feststellbremse ........................................................................
168
Reifen prüfen und pflegen .......................................................................................
169
Reifen-Luftdruck ....................................................................................................
169
Reifen montieren .....................................................................................................
169 - 170
Radbefestigung....................................................................................................
170
Riementriebe........................................................................................................
171
Generatoren / Klimakondensator / Kühlflüssigkeitspumpe.........................................
171
Druckluftanlage entwässern.....................................................................................
171
Scheibenwaschanlage...............................................................................................
171
15
Tankaufbau kippen ...............................................................................................
16
16.1
16.2
16.3
16.4
16.5
16.6
16.7
16.8
16.9
16.10
16.10.1
16.10.2
16.10.3
16.10.4
Wartung – Elektrik Trägerfahrzeug ..........................................................................
Technische Daten der elektrischen Anlagen..............................................................
Wartungsfreie Batterien..............................................................................................
Fremdstarten..............................................................................................................
Batterie – Gefahren beim Umgang............................................................................
Batterie reinigen.....................................................................................................
Batterien einbauen und Polrichtung anschließen....................................................
Drehstromgenerator.....................................................................................................
Starter...........................................................................................................................
Wartung Beleuchtung ...............................................................................................
Sicherungen / Relais..................................................................................................
Kabinen-Relaisplatine Übersicht. .........................................................................
Sicherungen ISO-BUS Schnittstelle ...........................................................................
Kabinen-Relaisplatine Kabinenhimmel ......................................................................
Kabinen-Relaisplatine Übersicht Kabinenhimmel ...................................................
14
172 - 173
174
174
174
174
174
175
175
175
176
176
177
177
178
178
179
17
17.1
17.2
17.3
17.4
17.5
17.6
17.7
17.8
17.9
17.10
Wartung – Klimaanlage und Heizung......................................................................
Spezielle Sicherheitshinweise...................................................................................
Komponenten der Klimaanlage..................................................................................
Kältemitteldatenblatt R 134a (Auszug).......................................................................
Technische Daten...................................................................................................
Kältemittel...............................................................................................................
Druckschalter........................................................................................................
Frischluftfilter (Kabine)..............................................................................................
Kondensator prüfen....................................................................................................
Sammler / Trockner....................................................................................................
Kältemittelzustand und die Füllmenge prüfen..............................................................
180
180
180
181
181
182
182
183
183
184
184
18Einlagerung.......................................................................................................... 185
18.1
Am Ende der Spritzsaison..................................................................................
185
18.2
Entwässerung Pumpen – Spritze/Tank................................................................
185
18.2.1
Entwässerung Brühebehälter..............................................................................
185
18.2.2
Entwässerung Spritzpumpe..................................................................................
185
18.2.3
Entwässerung Frischwasserbehälter...................................................................
186
18.2.4
Entwässerung der Kolbenmembranpumpe mit Saugfilter .................................
186
18.3
Einwintern des Spritzsystems...............................................................................
186
18.3.1
Einwintern Hochdruckreiniger..............................................................................
187
18.4
Am Ende der Spritzsaison – Motorbereich..............................................................
187
18.45
Vor Beginn der neuen Saison.................................................................................
187
19
19.1
19.1.2
19.1.3
19.1.4
19.1.5
19.1.6
19.1.7
19.1.8
19.2
19.3
19.4
19.5
19.6
19.7
19.8
19.8.1
19.8.2
19.8.3
19.8.4
19.8.5
19.9
19.10
Schmierplan – Periodische Wartung................................................................
189
Wartung während der Einlaufzeit..........................................................................
189
Alle 10 Betriebsstunden..........................................................................................
189
Bis zum Erreichen der ersten 50 Betriebsstunden................................................
189
Nach den ersten 100 Betriebsstunden..................................................................
189
Alle 500 Betriebsstunden......................................................................................
190
Alle 1000 Betriebsstunden oder 1x jährlich.............................................................
190
Nach Bedarf............................................................................................................
190
Jährlich......................................................................................................................
190
Elektrische Beleuchtungs-Anlage Austausch von Glühlampen .............................
191
Schrauben-Anzugsmomente ....................................................................................
192
Schmiervorschrift .....................................................................................................
192
Betriebsstoffe Trägerfahrzeug .................................................................................
193
Periodische Wartung Feldspritze .............................................................................. 194 -195
Schmierplan Übersicht Trägerfahrzeug ..................................................................... 196 -197
Schmierplan Übersicht Feldspritze ........................................................................
198 -197
Schmierstellen Gestänge Turm und Mittelteil ............................................................. 198 -199
Schmierstellen Gestänge 5-teilig .............................................................................
199
Schmierstellen Gestänge 7-teilig ............................................................................ 200 - 201
Schmierstellen Gestänge Sonderausstattung BoomControl .................................
201
Pflege Hubseile .....................................................................................................
201
Durchflussmesser kalibrieren ................................................................................ 202
Hinweise zur Prüfung der Feldspritze ........................................................................... 202
20
Entsorgen der Feldspritze ......................................................................................
203
21
21.1
21.2
21.3
21.4
21.5
21.6
Spritztabelle .............................................................................................................
Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen ...............................................................................
Spritztabelle für 5-Loch-Düsen ................................................................................
Spritztabelle für 7-Loch-Düsen ..................................................................................
Spritztabelle für FD-Düsen ........................................................................................
Spritztabelle für Schleppschlauchverband ................................................................
Umrechnungstabelle für das Spritzen von Flüssigdünger ........................................
204 - 207
208 - 209
209 - 210
210 - 212
212
213 - 214
215
15
1Produktbeschreibung
1.1Übersicht
Lesen Sie dieses Kapitel möglichst direkt an der
Maschine. So machen Sie sich optimal vertraut mit der
Maschine.
Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über
den Aufbau der Maschine und liefert die Benennungen
der einzelnen Baugruppen und Stellteile.
A
D
B
E
F
G
C
H
A-Klemmkasten
B - Pendelaufhängung
C - Spritzbrühebehälter
D- Einfülldom
E - Arbeitspodest
F - Geländer, Aufstiegsleiter (li Seite)
G - Spritzgestänge
H - Rapsblütenschutz
I -Handwaschbehälter
J - Commander-Box (C-Box)
K - Tank-Control - Füllstandsanzeige
L - Schwenkbare Einspülschleuse
M - Spritzpumpe
N- Aussenreinigungsanschluss
O - Durchflussmesser
P-Frischwasserbehälter
Q - Kolbenmembranpumpe
O
I
N
P
J
K
Q
L
M
16
Injektor
Füllschleuse
Rührwerk
Spritzbrühebehälter
Innenreinigung
Saugfilter
1bar
Kreiselpumpe
Frischwasserbehälter
10 bar
Air
Saugfilter
Elektrische
Schaltventile
Drucksensor
Kolbenmembranpumpe
Druckfilter
Durchflussmesser
1.2 Flüssigkeitskreislauf Feldspritze
17
1.3 Verkehrstechnische Ausrüstung
A
B
A
A
B
C
D
-
-
-
-
je 8 Strahler pro Fahrzeugseite auf Felgen, gelb
2 Warntafeln (rechteckig) Kabine re und li vorn
2 Abblendleuchten
2 Blinkerleuchten re und li
E
F
G
H
-
-
-
-
2 Warntafeln (viereckig) Kotflügel re und li hinten
2 Blinkerleuchten
2 Rückfahrscheinwerfer
2 Bremsleuchten
C
D
I - 1 Kennzeichenhalter mit Beleuchtung
J - Rundumleuchte
I
Hinweis! Durch länderspezifische
Vorschriften für den Straßenverkehr können sich je nach Land
Abweichungen in einzelnen
Punkten ergeben.
18
G
F
H
E
J
1.4 Sicherheits- und
Schutzeinrichtungen
1 - Transportsicherung Hubmast
1
2
2 - Kontrolleinrichtung zur Überprüfung
der Transportsicherung
3 - Transportsicherung Gestänge /
Gestängeablage Innenflügel
3
4 - Transportsicherung Gestänge 5-teilig
4
5 - Transportsicherung Gestänge 7-teilig
5
6 - Geländer Arbeitspodest
Geländer und Aufstiegsleiter zum Arbeitspodest
und Erreichen des Einfülldoms.
Achten Sie unbedingt darauf,
dass die Aufstiegsleiter
in Transportposition verriegelt ist.
6
GEFAHR
Verletzungsgefahr durch giftige
Dämpfe! Steigen Sie niemals in
den Spritzbrühe-Behälter.
Absturzgefahr beim Mitfahren!
Grundsätzlich verboten ist das
Mitfahren auf der Feldspritze.
19
1.5 Bestimmungsgemäße
Verwendung
Die Verwendung des PT Selbstfahrers gilt als bestimmungsgemäß, wenn beim Betrieb der Maschine die
folgenden Punkte berücksichtigt werden.
Für aus nicht bestimmungsgemäßer Verwendung resultierende Schäden haftet der Hersteller nicht, das Risiko
hierfür trägt allein der Benutzer.
• Der Selbstfahrer ist vorgesehen für den Transport
und die Applikation von Pflanzenschutzmitteln
(Insektizide, Fungizide, Herbizide u. a.) in Form von
Suspensionen, Emulsionen und Gemischen sowie
von Flüssigdüngern.
• Die Spritze ist ausschließlich für den landwirtschaftlichen Einsatz zur Behandlung von Flächenkulturen
vorgesehen. Sie entspricht dem Stand der Technik
und sichert bei korrekter Geräteeinstellung und richtiger Dosierung den biologischen Erfolg.
• Die Maschine nur in technisch einwandfreiem Zustand sowie bestimmungsgemäß, sicherheits- und
gefahrenbewußt unter Beachtung der Betriebsanleitung nutzen.
• Die Arbeitsmaschine wird von einer Person in der
Kabine bedient.
• Der PT ist eine Arbeitsmaschine und darf
auf öffentlichen Straßen nur unter Einhaltung der
zulässigen Achslasten betrieben werden.
• Störungen, die die Betriebssicherheit beeinträchtigen können, müssen sofort beseitigt werden!
• Defekte oder überbeanspruchte Teile müssen sofort
ausgetauscht werden. Die Maschine darf ansonsten
nicht mehr betrieben werden.
• Für Reparaturen nur Original-HORSCH-LEEB-ASErsatzteile verwenden. Andere Ersatzteile sind von
HORSCH LEEB AS nicht geprüft und freigegeben
und können die Maschineneigenschaften negativ
beeinflussen bzw. schwere Sicherheitsbeeinträchtigungen hervorrufen.
• Veränderungen an der Maschine, die die Sicherheit
beeinträchtigen können, dürfen nur mit Zustimmung
des Herstellers vorgenommen werden.
20
Befahren werden können Hanglagen in
•Schicht-Linie
Fahrtrichtung nach links Fahrtrichtung nach rechts •Fall-Linie
hang aufwärts hang abwärts 15 %
15 %
15 %
15 %
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch:
• das Beachten aller Hinweise dieser
Betriebsanleitung.
• die Einhaltung der Inspektions- und
Wartungsarbeiten.
• die ausschließliche Verwendung von
Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzteilen.
Andere Verwendungen als oben aufgeführt sind
verboten und gelten als nicht bestimmungsgemäß.
Für Schäden aus nicht bestimmungsgemäßer
Verwendung
• trägt der Betreiber die alleinige Verantwortung,
• übernimmt die HORSCH LEEB AS GmbH
keinerlei Haftung.
1.5.1 Bestimmungsgemäße Ausrüstung der selbstfahrenden Pflanzenschutz-
spritze
Die bestimmungsgemäße Ausrüstung der Feldspritze
entsteht durch die Kombination von
o Grundgerät und Fahrgestell
oBereifung
oDruck-Armatur
o Pumpen-Ausrüstung
o Spritzgestänge
o Spritzleitungen mit Teilbreiten-Schaltung
und Sonderausstattungen
1.5.2Folgeschäden
Die Maschine wurde von HORSCH LEEB Application
Systems GmbH mit Sorgfalt hergestellt. Trotzdem
können auch bei bestimmungsgemäßer Verwendung
Abweichungen bei der Ausbringmenge Folgeschäden
bis zum Totalausfall verursacht werden. Z.B. durch:
Die für HORSCH LEEB AS -Feldspritzen verwendeten
Werkstoffe und Bauteile sind flüssigdüngerfest.
1.5.4 Gefahrenbereich und
Gefahrenstellen
o unterschiedliche Zusammensetzung der
Pflanzenschutzmittel (Insektizide, Fungizide,
Herbizide u. a.) in Form von Suspensionen,
Emulsionen und Gemischen sowie von
Flüssigdüngern
Der Gefahrenbereich ist die Umgebung der Maschine,
in der Personen erreicht werden können
o Verstopfungen und Brückenbildungen (z. B. Verkleben oder Ausflocken der Pflanzenschutzmittel)
• durch aus der Maschine herausgeschleuderte
Materialien oder Fremdkörper
o Abnutzung von Verschleißteilen
• durch unbeabsichtigt absenkende, angehobene
Arbeitswerkzeuge
o Beschädigung durch äußere Einwirkung (z. B.
Durchflussmesser)
o mechanische Schäden (z. B. defekte Pumpe)
o falsche Ausbringmengen und Fahrgeschwindigkeiten
o falsche Einstellungen der Spritze und Nichtbeachten der „Guten fachlichen Praxis im Pflanzenschutz – Grundsätze für die Durchführung“
o Reaktion von Pflanzenschutzmitteln durch
unzulässige Mischungen aus 2 oder mehreren
Pflanzenschutzmitteln (z. B. Ausflocken der
Spritzbrühe)
1.5.3 Auswirkungen bei Verwendung
bestimmter Pflanzenschutzmittel
Zum Zeitpunkt der Herstellung der Feldspritze sind dem
Hersteller nur wenige von der BBA zugelassene Pflanzenschutzmittel bekannt, die schädliche Einwirkungen
auf die Werkstoffe der Pflanzenschutzgeräte haben
können.
Wir weisen darauf hin, dass z. B. uns bekannte Pflanzenschutzmittel wie Lasso, Betanal und Tramat, Stomp,
Iloxan, Mudecan, Elancolan und Teridox bei längerer
Einwirkungszeit (20 Stunden) Schäden an den Schläuchen und Schaltmenbranen verursachen. Die aufgeführten Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Gewarnt wird insbesondere vor unzulässigen Mischungen aus 2 oder mehr verschiedenen Pflanzenschutzmitteln. Nicht ausgebracht werden dürfen Stoffe, die zum
Verkleben oder Erstarren neigen.
Beim Einsatz solch aggressiver Pflanzenschutzmittel
wird das unverzügliche Ausbringen nach dem Ansetzen
der Spritzbrühe und die anschließende gründliche Reinigung mit Wasser empfohlen.
• durch arbeitsbedingte Bewegungen der Maschine
und seiner Arbeitswerkzeuge
• durch unbeabsichtigtes Verrollen des Tracs bzw. der
Maschine
Im Gefahrenbereich der Maschine befinden sich Gefahrenstellen mit permanent gegenwärtigen oder unerwartet auftretenden Gefährdungen. Warnbildzeichen
kennzeichnen diese Gefahrenstellen und warnen vor
Restgefahren, die konstruktiv nicht zu beseitigen sind.
Hier gelten die speziellen Sicherheitsvorschriften der
entsprechenden Kapitel.
Im Gefahrenbereich der Maschine dürfen sich keine
Personen aufhalten,
• solange der Tracmotor läuft.
• solange der Selbstfahrer inklusiv Anhänger nicht gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes
Verrollen gesichert sind.
Die Bedienperson darf die Maschine nur bewegen oder
Arbeitswerkzeuge von Transport- in Arbeitsstellung und
von Arbeits- in Transportstellung überführen oder antreiben, wenn sich keine Personen im Gefahrenbereich der
Maschine aufhalten.
Gefahrenstellen bestehen:
• im Bereich beweglicher Bauteile.
• auf der fahrenden Maschine.
• im Schwenkbereich des Spritz-Gestänges.
• im Spritzbrühe-Behälter durch giftige Dämpfe.
• unter angehobenen, nicht gesicherten Maschinen
bzw. Maschinenteilen.
• beim Aus- und Einklappen des Spritzgestänges im
Bereich von Freilandleitungen durch das Berühren
von Freilandleitungen.
21
1.6 Technische Daten Fahrzeug
Leergewicht (kg)
ca. 11.000 kg (je nach Ausstattung)
max. zul. Gesamtgewicht Straße (kg)
18.000 bei 40 km/h (je nach Bereifung)
20.000 bei 40 km/h (je nach Bereifung
mit Ausnahmegenehmigung)
max. Gesamtgewicht Feld (kg)
21.000 (je nach Bereifung)
max. zul. Achslast Straße (kg) vorne / hinten
10.000 / 11.000
max. zul. Achslast Feld (kg)
18.000 (theoretisch)
Bodenfreiheit (mm)
850 unter Achse (bei 480/80 R 50)
Radstand (mm)
3.300
Spurbreiten (mm)
2000 / 2 250 durch Umschlagen der Räder
Länge (mm)
8.970
Höhe (mm)
3.980
Breite (mm)
2.850
22
Motor
Wassergekühlter MTU-Dieselmotor
Leistung (kW/PS)
Zylinderzahl / Kühlung
Hubraum (cm³)
Nenndrehzahl (U/min)
Max. Drehmoment (Nm/Drehzahl)
Ansteuerung
Tankinhalt Diesel/AdBlue
Typ OM 936 EU Stufe IV
210 / 285
6 / Wasser / Turbo mit Ladeluftkühlung
7 700
2 400
1150 / 1200-1600
elektronisch EMR
ca. 400 Liter / 25 Liter
Getriebe
Getriebetyp
Arbeitsbereiche
Übersetzung
Geschwindigkeiten
Allrad
Hydroshift
Feld / Straße
hydrostatisch stufenlos
Feld: 0 -23 km/h
Straße: 0-40 km/h oder 0-50 km/h. Höchstgeschwindigkeit jeweils bei ca. 1500 U/min möglich
permanenter Allradantrieb mit Differenzialausgleich
unter Last sperrbar
Fahrwerk / Achsen
Vorderachse VA
Hinterachse HA
Federung
Außenplanetenachse lenkbar
Außenplanetenachse starr od. lenkbar
VA und HA pneumatisch mit Niveauregelung
und aktiver Seitenstabilisierung
Lenkung
Vorderachse
Hinterachse
Lenkungsarten
hydraulisch
hydraulisch-elektrische Lenkung
(bei lenkbarer HA) automatische Zentrierung und Verriegelung bei Straßenfahrt
nur VA / Allradlenkung / Hundegang /
HA manuell / über Fußschalter für Vorgewende
Bremsanlage
Betriebsbremse
Feststellbremse
VA und HA mit integrierter nasser Lamellenbremse
Kardanbremse mit Federspeicher hydraulisch betätigt
Hydraulikanlage
Hauptpumpe
Leistung (L/min)
Arbeitsdruck (bar)
Schnittstellen
Zusatzpumpen
Verstellpumpe mengengesteuert LS
200
200
Druck / Rücklauf / LS-Signal
Lenkpumpe (50 L/min) für HA
Bordelektrik
Betriebsspannung
Batterie
Drehstromgenerator
Anlasser
12V/24V
3 x Trockenbatterie, Optima 12V / 50Ah
14V 160A / 28V 150A
24V / 5,5kW
23
1.7 Technische Daten Fahrzeug mit Aufbau
LEEB PT Gesamtlänge
Gesamthöhe
mm
8 970 mm
3 980
Gesamtbreite
mm 2 850
Spritzbrühe-Behälter
• Ist-Volumen
l 8 400
• Nenn-Volumen
l 8 000
Volumen Frischwasser-Behälter
Einfüllhöhe
• vom Boden
Volumen Handwasch-Behälter
Zulässiger Systemdruck l
c a. 450
mm 3 500
l
15
bar
10
Technische Restmenge inkl. Pumpe
• in der Ebene
l
•Schicht-Linie
- 8,5° Fahrtrichtung nach links
l
- 8,5° Fahrtrichtung nach rechts
l
•Fall-Linie
- 8,5° Hang aufwärts
l
- 8,5° Hang abwärts
l
40
42
42
40
45
Zentralschaltungelektrisch, pneumatische Düsenschaltung
Spritzdruck-Verstellung elektrisch
Spritzdruck-Einstellbereich bar 0,8 – 10
Spritzdruck-Anzeige digitale Spritzdruck-Anzeige
Druckfilter 50 (80) Maschen
Rührwerk stufenlos einstellbar / abschaltbar
Aufwandmengen-Regelung Geschwindigkeitsabhängig über Jobrechner
Düsenhöhe
mm500 - 2 800
Nutzlast = zulässiges Gesamtgewicht - Grundgewicht
GEFAHR
Verboten ist die Überschreitung der zulässigen Nutzlast.
Unfallgefahr durch instabile Fahrsituationen!
Ermitteln Sie sorgfältig die Nutzlast und somit die zulässige Befüllung
Ihrer Maschine. Nicht alle Befüllmedien erlauben eine
komplette Befüllung des Behälters.
24
1.8
Reifen
Anzugsdrehmoment
Anzugsdrehmoment vorn
Anzugsdrehmoment hinten
510 Nm
510 Nm
Serienbereifung
Reifentyp
zul. V maxReifendruckMax. zul. Reifenlast in kg bei
in km/h in bar
10 km/h
30km/h
40km/h
50km/h
1,8
5550
4260
4050
4050
2,2
Serienbereifung
vorne/hinten
2,4
Alliance 50
480/80 R 50
2,8
3,2
6240
4780
4560
4560
6560
5030
4750
4750
7140
5470
5210
5210
7730
5920
5600
5600
Reifentyp
zul. V maxReifendruckMax. zul. Reifenlast in kg bei
in km/h in bar
10 km/h
30km/h
40km/h
50km/h
1
4850
3460
3230
2940
1,3
Serienbereifung
vorne/hinten
1,6
Alliance 50
520/85 R 46
2
2,5
5640
4020
3760
3420
6380
4550
4250
3870
7700
5490
5130
4670
8760
6250
5840
5310
9750
6960
6500
5920
3
25
2Sicherheit
2.1 Kennzeichnung von Hinweisen
in der Betriebsanleitung
Die in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Sicherheitshinweise, die bei Nichtbeachtung Gefährdungen
für Personen hervorrufen können, sind mit allgemeinen
Gefahrensymbolen gekennzeichnet:
Sicherheitszeichen nach DIN 4844 - W9
WARNUNG
kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder (schwerste) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden wird.
Beim Nichtbeachten dieser Hinweise droht unter
Umständen Todesfolge oder schwerste Körperverletzung.
Allgemeine Funktionshinweise sind wie folgt
gekennzeichnet:
Direkt an der Maschine angebrachte Hinweise müssen unbedingt beachtet und in vollständig lesbarem
Zustand gehalten werden.
2.2 Darstellung von SicherheitsSymbolen
Gekennzeichnet sind Sicherheitshinweise durch das
dreieckige Sicherheits-Symbol und dem vorstehenden
Signalwort. Das Signalwort (Gefahr, Warnung, Vorsicht)
beschreibt die Schwere
der drohenden Gefahr und hat folgende Bedeutung:
VORSICHT
kennzeichnet eine Gefährdung mit geringem Risiko,
die leichte oder mittlere Körperverletzungen oder
Sachschaden zur Folge haben könnte, wenn sie
nicht vermieden wird.
WICHTIG
kennzeichnet eine Verpflichtung zu einem besonderen Verhalten oder einer Tätigkeit für den sachgerechten Umgang mit der Maschine.
Das Nichtbeachten dieser Hinweise kann zu Störungen an der Maschine oder in der Umgebung
führen.
GEFAHR
HINWEIS
kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit
hohem Risiko, die Tod oder schwerste Körperverletzung (Verlust von Körperteilen oder Langzeitschäden) zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden wird.
kennzeichnet Anwendungs-Tipps und besonders
nützliche Informationen.
Beim Nichtbeachten dieser Hinweise droht unmittelbar Todesfolge oder schwerste Körperverletzung.
26
Diese Hinweise helfen Ihnen, alle Funktionen an
Ihrer Maschine optimal zu nutzen.
2.3 Personalqualifikation
und -schulung
Die Pflegetrac darf nur von Personen benutzt, gewartet
und instand gesetzt werden, die hiermit vertraut und über
die damit verbundenen Gefahren unterrichtet sind. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und die Überwachung des
Personals müssen durch den Betreiber genau geregelt
sein. Der Selbstfahrer darf nur von Personen mit entsprechender Fahrerlaubnis gefahren werden. Liegen bei dem
Personal nicht die notwendigen Kenntnisse vor, so ist
dieses zu schulen und zu unterweisen. Eine anzulernende
Person darf nur unter Aufsicht einer erfahrenen Person mit
/ an der Maschine arbeiten.
Weiterhin ist durch den Betreiber sicherzustellen, dass
der Inhalt der Betriebsanleitung durch das Personal voll
verstanden wird.
Instandsetzungsarbeiten, die nicht in dieser Betriebsanleitung beschrieben sind, dürfen nur von autorisierten
Fachwerkstätten durchgeführt werden.
Tätigkeit
Für die Tätigkeit speziell ausgebildete
Person
Unterwiesener Personen mit
Bediener fachspezifischer
Ausbildung
______________________________________________
Verladen/ü
ü
ü
Transport
______________________________________________
Inbetriebnahme
–­
–
ü
______________________________________________
Einrichten,
–
–
ü
Rüsten
______________________________________________
Betrieb
–
–
ü
______________________________________________
Wartung
–
–
ü
______________________________________________
Störungssuche –
ü
ü
und
-beseitigung
______________________________________________
Entsorgung
–
–
ü
______________________________________________
Die Wartungsarbeiten und Instandhaltung
der Maschine darf nur eine Fachwerkstatt
ausführen, wenn diese Arbeiten mit dem Zusatz "Werkstattarbeit" gekennzeichnet sind.
Das Personal einer Fachwerkstatt verfügt
über erforderliche Kenntnisse sowie geeignete Hilfsmittel (Werkzeuge, Hebeund Abstützvorrichtungen) zur sach- und
sicherheitsgerechten Ausführung der
Arbeiten zum Warten und Instandhalten
der Maschine.
2.4 Arbeitsplatz des Bedieners
Bedienen darf die Maschine ausschließlich nur eine
Person vom Fahrersitz des Tracs.
2.5 Gefahren bei Nichtbeachtung
der Sicherheitshinweise
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann
sowohl eine Gefährdung für Personen als auch für
Umwelt und Maschine zur Folge haben. Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann zum Verlust
jeglicher Schadenersatzansprüche führen.
Im Einzelnen kann Nichtbeachtung beispielsweise
folgende Gefährdungen nach sich ziehen:
–
–
–
–
–
Gefährdung von Personen durch nicht
abgesicherte Arbeitsbereiche
Versagen wichtiger Funktionen der Maschine
Versagen vorgeschriebener Methoden zur
Wartung und Instandhaltung
Gefährdung von Personen durch mechanische und chemische Einwirkungen
Gefährdung der Umwelt durch Leckage von Hydrauliköl
2.6 Sicherheitsbewusstes
Arbeiten
Die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise, die bestehenden Vorschriften zur
Unfallverhütung sowie eventuelle interne Arbeits-,
Betriebs- und Sicherheitsvorschriften des Betreibers
sind zu beachten.
Neben den Sicherheitshinweisen dieser Betriebsanleitung sind die nationalen, allgemeingültigen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften bindend.
Befolgen Sie die auf den Warnbildzeichen aufgeführten Anweisungen zur Gefahrenvermeidung.
Die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaften sind
bindend.
Beim Verkehr auf öffentlichen Straßen müssen die
jeweiligen gesetzlichen Vorschriften (in der Bundesrepublik Deutschland die StVZO und StVO) eingehalten
werden.
Für den Notfall gerüstet sein. Dazu Verbandskasten
und Warndreieck in greifbarer Nähe aufbewahren.
Notrufnummern für Ärzte und Feuerwehr am Fernsprecher bereithalten.
27
2.7 Sicherheitshinweise für
den Bediener
Gefahren durch Quetschen, Schneiden,
Erfassen, Einziehen und Stoß durch fehlende
verkehrs- und Betriebssicherheit.
•
Transportausrüstung – wie z.B. Beleuchtung,
Warneinrichtungen und evtl. Schutzeinrichtungen –
überprüfen und anbauen!
•
Betätigungseinrichtungen (Seile, Ketten, Gestänge usw.) fern betätigter Einrichtungen müssen so
verlegt sein, dass sie in allen Transport- und Arbeitsstellungen nicht unbeabsichtigte Bewegungen
auslösen.
•
Geräte für Straßenfahrt in vorgeschriebenen Zustand bringen und nach Vorschrift des Herstellers
verriegeln!
•
Die gefahrene Geschwindigkeit muss immer den
Umgebungsverhältnissen angepasst werden!
•
Bei Berg- und Talfahrt und Querfahrten zum Hang
plötzliche Kurvenfahrten vermeiden!
•
Fahrverhalten, Lenk- und Bremsfähigkeit werden
durch angebaute oder angehängte Geräte und
Ballastgewichte beeinflusst. Daher auf ausreichende Lenk- und Bremsfähigkeit achten!
•
Bei Kurvenfahrt die weite Ausladung und/oder die
Schwungmasse des Gerätes berücksichtigen!
•
Geräte nur in Betrieb nehmen, wenn alle Schutzvorrichtungen angebracht und in Schutzstellung sind!
•
Sicherheitseinrichtungen in guten Zustand erhalten.
Fehlende oder beschädigte Teile ersetzen.
•
Der Aufenthalt im Arbeitsbereich ist verboten!
•
Verboten sind das Mitfahren und der Transport auf
der Maschine!
•
Während der Fahrt den Fahrerstand niemals
verlassen!
•
Das Mitfahren während der Arbeit und der Transportfahrt auf dem Arbeitsgerät ist nur auf dem
angegebenen Beifahrersitz gestattet.
•
Nicht im Dreh- und Schwenkbereich des Gerätes
aufhalten!
•
Das Gestänge darf nur betätigt werden, wenn sich
keine Personen im Schwenkbereich aufhalten!
•
An fremdkraftbetätigten Teilen (z.B. hydraulisch)
befinden sich Quetsch- und Scherstellen!
•
Bei Arbeiten am Selbstfahrer Maschine gegen Wegrollen durch die Feststellbremse und durch
Unterlegkeile sichern!
Vor jeder Inbetriebnahme ist die Maschine auf
Verkehrs- und Betriebssicherheit zu überprüfen!
2.7.1 Sicherheits- und
Unfallverhütungs-Vorschriften
•
Beachten Sie neben den Hinweisen in dieser
Betriebsanleitung die allgemeingültigen Sicherheitsund Unfallverhütungs-Vorschriften!
•
Vor jeder Inbetriebnahme der Maschine müssen
alle Sicherheits- und Schutzeinrichtungen sachgerecht angebracht und funktionsfähig sein. Alle
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen regelmäßig
prüfen.
•
Die angebrachten Warn- und Hinweisschilder geben wichtige Hinweise für den gefahrlosen Betrieb;
die Beachtung dient Ihrer Sicherheit!
•
Bei Benutzung öffentlicher Verkehrswege die jeweiligen Bestimmungen beachten!
•
Fehlerhafte oder demontierte Sicherheits- und
Schutzeinrichtungen können zu gefährlichen Situationen führen.
•
Vor Arbeitsbeginn sich mit allen Einrichtungen und
Betätigungselementen sowie mit deren Funktionen
vertraut machen. Während des Arbeitseinsatzes ist
es dazu zu spät!
•
Zur Vermeidung von Brandgefahr Maschine sauber
halten!
•
Vor dem Anfahren und vor Inbetriebnahme Nahbereich kontrollieren! (Kinder!). Auf ausreichende
Sicht achten!
•
Geräte vorschriftsmäßig ankuppeln und nur an den
vorgeschriebenen Vorrichtungen befestigen und
sichern!
•
Beim Fahren am Hang – Kippgefahr!
•
Zulässige Achslasten, Gesamtgewicht und Transportabmessungen beachten!
28
•
Beim Kippen des Tankaufbaus eine geeignete
Stützeinrichtung in die jeweilige Stellung bringen!
•
Richten Sie ihre Fahrweise so ein, dass Sie den
Trac jederzeit sicher beherrschen. Berücksichtigen Sie hierbei ihre persönlichen Fähigkeiten, die
Fahrbahn-, Verkehrs-, Sicht- und Witterungsverhältnisse, die Fahreigenschaften des Tracs sowie
die Einflüsse durch den Spritzaufbau oder eines
Anhängers.
2.7.2 An- und Abkuppeln
eines Anhängers
•
Kuppeln Sie den Anhänger vorschriftsmäßig an die
vorgeschriebenen Vorrichtungen!
•
Durch das Ankuppeln von Anhängern im Heckanbau eines Tracs dürfen nicht überschritten werden
- das zulässige Trac-Gesamtgewicht
- die zulässigen Trac-Achslasten
- die zulässigen Reifentragfähigkeiten der
Trac-Reifen
- die zulässige Stützlast
•
Sichern Sie den Anhänger gegen unbeabsichtigtes
Verrollen, bevor Sie den Anhänger an- oder abkuppeln!
•
Stellen Sie abgekuppelte Anhänger immer
standsicher ab!
2.7.3 Einsatz der Maschine
•
Machen Sie sich vor Arbeitsbeginn vertraut mit
allen Einrichtungen und Betätigungselementen der
Maschine sowie mit deren Funktionen. Während
des Arbeitseinsatzes ist es dazu zu spät!
•
Tragen Sie eng anliegende Kleidung! Locker
getragene Kleidung erhöht die Gefährdung durch
Erfassen oder Aufwickeln an Antriebswellen!
•
Nehmen Sie die Maschine nur in Betrieb, wenn alle
Schutzvorrichtungen angebracht und in Schutzstellung sind!
•
Beachten Sie die maximale Zuladung des
Spritzaufbaus und angehängten Anhängers und
die zulässigen Achs- und Stützlasten des Tracs!
Fahren Sie gegebenenfalls nur mit teilbefülltem
Vorratsbehälter.
•
Verboten ist der Aufenthalt von Personen im
Arbeitsbereich der Maschine!
•
Verboten ist der Aufenthalt von Personen im
Dreh- und Schwenkbereich der Maschine!
•
Verboten ist der Aufenthalt von Personen zwischen
dem zu kuppelnden Anhänger und dem Trac, während der Trac an den Anhänger heranfährt!
•
•
Anwesende Helfer dürfen sich nur als Einweiser
neben den Fahrzeugen betätigen und erst bei Stillstand zwischen die Fahrzeuge treten.
Aufstiegshilfen und Trittflächen nur im Stand
nutzen. Während des Betriebes ist das Mitfahren
verboten!
•
•
Bringen Sie beim An- und Abkuppeln von Anhängern die Abstützeinrichtungen (falls vorgesehen) in
die jeweilige Stellung (Standsicherheit)!
An fremdkraftbetätigten Maschinenteilen
(z.B. hydraulisch) befinden sich Quetsch- und
Scherstellen!
•
•
Bei der Betätigung von Abstützeinrichtungen
besteht Verletzungsgefahr durch Quetsch- und
Scherstellen!
Sie dürfen fremdkraftbetätigte Maschinenteile nur
betätigen, wenn Personen einen ausreichenden
Sicherheitsabstand zur Maschine einhalten!
•
•
Seien Sie beim An- und Abkuppeln von Anhängern
an oder vom Trac besonders vorsichtig! Zwischen
dem Trac und dem Anhänger gibt es Quetsch- und
Scherstellen im Bereich der Kuppelstelle!
Sichern Sie den Trac gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen, bevor Sie den
Trac verlassen. Hierzu
- die Maschine auf dem Boden absetzen
- die Feststell-Bremse anziehen
- den Tracmotor abstellen
- den Zündschlüssel abziehen
•
Gekuppelte Versorgungsleitungen
- müssen allen Bewegungen bei Kurvenfahrten
ohne Spannung, Knickung oder Reibung leicht
nachgeben.
- dürfen nicht an Fremdteilen scheuern.
•
Starten des Motors nur vom Fahrersitz aus. Der
Motor darf nicht durch Kurzschließen der elektrischen Anschlüsse am Anlasser gestartet werden,
da sich die Maschine dabei sofort in Bewegung
setzen kann.
•
Auslöseseile für Schnellkupplungen müssen lose
hängen und dürfen in der Tieflage nicht selbst
auslösen!
29
2.7.4 Ausrüstungen wechseln
•
Die Maschine gegen unbeabsichtigtes Wegrollen
sichern!
•
Angehobene Rahmenteile, unter denen Sie sich
aufhalten, durch geeignete Stützen absichern!
•
Vorsicht! Bei hervorstehenden Teilen (Gestängeteile usw.) besteht Verletzungsgefahr!
•
Beim Aufsteigen auf die Maschine nicht auf bewegliche oder andere drehbare Teile aufsteigen. Sie
könnten sich durch einen Sturz schwerste Verletzungen zuziehen.
2.7.5 Transportieren der Maschine
•
Beachten Sie beim Benutzen öffentlicher Verkehrswege die jeweiligen nationalen Straßenverkehrsvorschriften!
•
Überprüfen Sie vor Transportfahrten, den ordnungsgemäßen Anschluss der Versorgungsleitungen
- die Lichtanlage auf Beschädigung,
Funktion und Sauberkeit
- die Brems- und Hydraulik-Anlage auf
augenfällige Mängel
- ob die Feststell-Bremse vollständig gelöst ist
- die Funktion der Bremsanlage
•
Achten Sie immer auf eine ausreichende Lenkund Bremsfähigkeit des Tracs!
An einen Trac angebaute oder angehängte Maschinen beeinflussen das Fahrverhalten sowie die
Lenk- und Bremsfähigkeit des Tracs.
•
Beachten Sie die maximale Nutzlast des Anhängers und die zulässigen Achs- und Stützlasten des
Tracs!
•
Der Trac muss die vorgeschriebene Bremsverzögerung für den beladenen Zug (Trac plus Anhänger)
sichern!
•
Prüfen Sie die Bremswirkung vor Fahrtantritt!
•
Berücksichtigen Sie bei Kurvenfahrten die weite
Ausladung und die Schwungmasse der Maschine!
•
Bringen Sie vor Transportfahrten alle schwenkbaren Maschinenteile in Transportstellung!
•
Sichern Sie vor Transportfahrten schwenkbare Maschinenteile in Transportstellung gegen gefahrbringende Lageveränderungen. Benutzen Sie hierzu
die dafür vorgesehenen Transportsicherungen!
30
•
Überprüfen Sie vor Transportfahrten, ob die erforderliche Transportausrüstung korrekt an der Maschine montiert ist, wie z. B. Beleuchtung, Warneinrichtungen und Schutzeinrichtungen!
•
Passen Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit den jeweils
vorherrschenden Bedingungen an!
2.7.6Hydraulik-Anlage
•
Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck!
•
Achten Sie auf korrektes Anschließen der
Hydraulikschlauch-Leitungen!
•
Achten Sie beim Anschließen der Hydraulikschlauch-Leitungen darauf, dass die HydraulikAnlage sowohl traktor- als auch maschinenseitig
drucklos ist!
•
Es ist verboten, Stellteile auf dem Trac zu blockieren, die zum direkten Ausführen von hydraulischen
oder elektrischen Bewegungen von Bauteilen dienen, z. B. Klapp-, Schwenk- und Schiebevorgänge.
Die jeweilige Bewegung muss automatisch stoppen,
wenn Sie das entsprechende Stellteil loslassen.
Dies gilt nicht für Bewegungen von Einrichtungen,
die
- kontinuierlich sind oder
- automatisch geregelt sind oder
- funktionsbedingt eine Schwimmstellung oder
Druckstellung erfordern
Vor Arbeiten an der Hydraulik-Anlage
- Maschine absetzen
- Hydraulik-Anlage drucklos machen
- Tracmotor abstellen
- Feststell-Bremse anziehen
- Zündschlüssel abziehen
•
Druckspeicher
Je nach Ausstattung kann in der Hydraulikanlage
ein Druckspeicher eingebaut sein. Den Druckspeicher nicht öffnen oder bearbeiten (schweißen,
bohren). Auch nach dem Entleeren ist der Behälter
mit Gasdruck vorgespannt.
Bei allen Arbeiten an der Hydraulik den Druckspeicher entleeren. Das Manometer (wenn vorhanden)
darf keinen Druck anzeigen.
Der Manometerdruck muss auf 0 bar abfallen.
Erst dann darf an der Hydraulikanlage gearbeitet
werden.
•
Lassen Sie Hydraulikschlauch-Leitungen mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen auf
ihren arbeitssicheren Zustand prüfen!
•
Tauschen Sie Hydraulikschlauch-Leitungen bei
Beschädigungen und Alterung aus! Verwenden
Sie nur Original-HORSCH LEEB AS-Hydraulikschlauch-Leitungen!
•
Die Verwendungsdauer der HydraulikschlauchLeitungen sollte sechs Jahre nicht überschreiten,
einschließlich einer eventuellen Lagerzeit von
höchstens zwei Jahren. Auch bei sachgemäßer
Lagerung und zulässiger Beanspruchung unterliegen Schläuche und Schlauchverbindungen einer
natürlichen Alterung, dadurch ist ihre Lagerzeit und
Verwendungsdauer begrenzt. Abweichend hiervon
kann die Verwendungsdauer entsprechend den
Erfahrungswerten, insbesondere unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials, festgelegt
werden. Für Schläuche und Schlauchleitungen aus
Thermoplasten können andere Richtwerte maßgebend sein.
•
•
•
•
•
Versehen Sie den Pluspol der Batterie immer mit
der vorgesehenen Abdeckung. Bei Masseschluss
besteht Explosionsgefahr!
•
Explosionsgefahr! Vermeiden Sie Funkenbildung
und offene Flammen in der Nähe der Batterie!
•
Die Maschine kann mit elektronischen Komponenten und Bauteilen ausgestattet werden, deren
Funktion durch elektromagnetische Aussendungen
anderer Geräte beeinflusst werden kann. Solche
Beeinflussungen können zu Gefährdungen von
Personen führen, wenn die folgenden Sicherheitshinweise nicht befolgt werden.
o Bei einer nachträglichen Installation von
elektrischen Geräten und/oder Komponenten
an der Maschine, mit Anschluss an das Bordnetz,
muss der Benutzer eigenverantwortlich prüfen, ob
die Installation Störungen der Fahrzeugelektronik
oder anderer Komponenten verursacht.
Versuchen Sie niemals, undichte Hydraulikschlauch-Leitungen mit der Hand oder den Fingern
abzudichten. Unter hohem Druck austretende
Flüssigkeit (Hydrauliköl) kann durch die Haut in den
Körper eindringen und verursacht schwere Verletzungen!
Suchen Sie bei Verletzungen durch Hydrauliköl
sofort einen Arzt auf! Infektionsgefahr.
Verwenden Sie bei der Suche nach Leckstellen geeignete Hilfsmittel, wegen der möglichen schweren
Infektionsgefahr.
Um Fehlbedienungen auszuschließen, sollten
Steckdosen und Stecker (elektrisch, pneumatisch)
zwischen Trac und Maschine/Anhänger farbig gekennzeichnet werden.
Um Unfälle durch ungewollte oder durch Fremdpersonen (Kinder, Beifahrer) verursachte Hydraulikbewegungen zu vermeiden, müssen die Steuergeräte
am Trac bei Nichtgebrauch oder in Transportstellung gesichert oder verriegelt werden.
o Achten Sie darauf, dass die nachträglich installierten elektrischen und elektronischen Bauteile
der EMV-Richtlinie 2004/108/EWG in der jeweils
geltenden Fassung entsprechen und das CE-Kennzeichen tragen.
2.7.8Batterie
•
Wartungsarbeiten an der Batterie setzt ausreichende Kenntnisse und vorschriftmäßiges Werkzeug voraus!
•
Offenes Feuer, brennende Streichhölzer und Funkenflug von der Batterie fernhalten;
Explosionsgefahr!
•
Ladezustand der Batterie niemals durch
Verbinden der beiden Pole mit einem Metallgegenstand prüfen. Voltmeter verwenden.
•
Eine gefrorene Batterie nicht aufladen;
Explosionsgefahr! Vorher Batterie auf 16° C
erwärmen.
•
Batteriesäure kann zu schweren Verletzungen durch Verätzen von Haut und Augen führen,
daher geeignete Schutzkleidung verwenden.
2.7.7 Elektrische Anlage
•
Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage grundsätzlich Batterie (Minuspol) abklemmen!
•
Verwenden Sie nur die vorgeschriebenen Sicherungen. Bei Verwendung zu starker Sicherungenwird die elektrische Anlage zerstört - Brandgefahr!
2.7.9Kühlsystem
Achten Sie auf richtiges Anschließen der Batterie zuerst den Pluspol und dann den Minuspol anklemmen! Beim Abklemmen zuerst den Minuspol und
dann den Pluspol abklemmen!
Erhitzte Kühlanlage steht unter Druck – Verbrennungsgefahr! – daher Kühlerverschlussdeckel grundsätzlich nur bei abgestelltem und abgekühltem Motor
abnehmen.
•
31
2.7.10 Angehängte Maschinen (Anhänger)
•
Beachten Sie die zulässigen Kombinationsmöglichkeiten der Anhängevorrichtung am Trac und der
Zugvorrichtung des Anhängers!
•
Kuppeln Sie nur zulässige Kombinationen von
Fahrzeugen (Trac und angehängte Maschine).
•
Beachten Sie bei einachsigen Anhängern die maximal zulässige Stützlast des Tracs an der Anhängevorrichtung!
•
•
Achten Sie immer auf eine ausreichende Lenk- und
Bremsfähigkeit des Tracs! An einen Trac angehängte Maschinen (Anhänger) beeinflussen das
Fahrverhalten sowie die Lenk- und Bremsfähigkeit
des Tracs, insbesondere einachsige Anhänger mit
Stützlast auf den Trac!
Nur eine Fachwerkstatt darf die Höhe der Zugdeichsel bei Zugmaul-Deichseln mit Stützlast
einstellen!
2.7.11Bremsanlage
•
Nur Fachwerkstätten oder anerkannte Bremsendienste dürfen Einstell- und Reparaturarbeiten an
der Bremsanlage durchführen!
•
Halten Sie den Trac bei allen Funktionsstörungen
an der Bremsanlage sofort an. Lassen Sie die
Funktionsstörung umgehend beseitigen!
•
Die Bremsanlage muss regelmäßig gründlich geprüft werden!
•
Bevor Sie Arbeiten an der Bremsanlage durchführen die Maschine sicher abstellen. Sichern Sie die
Maschine gegen unbeabsichtigtes Absenken und
unbeabsichtigtes Verrollen (Unterlegkeile)!
•
Seien Sie besonders vorsichtig bei Schweiß-,
Brenn- und Bohrarbeiten in der Nähe von Bremsleitungen!
•
Nach allen Arbeiten zum Einstellen und Instandhalten an der Bremsanlage müssen Sie grundsätzlich
eine Bremsprobe durchführen!
2.7.12Druckluft-Bremsanlage
•
Sie dürfen mit angekuppelter Maschine erst anfahren, wenn das Manometer auf dem Trac 5,0 bar
anzeigt!
•
Säubern Sie vor dem Ankuppeln eines Anhängers
die Dichtringe an den Kupplungsköpfen der Vor32
rats- und Bremsleitung von eventuellen Verschmutzungen!
•
Verschließen Sie vor Fahrten ohne angehängte
Maschine die Kupplungsköpfe am Trac!
•
Hängen Sie die Kupplungsköpfe der Vorrats- und
Bremsleitung des Anhängers in die vorgesehenen
Halterungen!
•
Entwässern Sie täglich den Luftbehälter!
•
Verwenden Sie beim Nachfüllen oder Erneuern nur
die vorgeschriebene Bremsflüssigkeit. Beachten
Sie beim Erneuern der Bremsflüssigkeit die entsprechenden Vorschriften!
•
Die festgelegten Einstellungen an den Bremsventilen dürfen nicht verändert werden!
•
Tauschen Sie den Luftbehälter, wenn sich der Luftbehälter in den Spannbändern bewegen lässt, der
Luftbehälter beschädigt ist oder das Typenschild
am Luftbehälter angerostet oder lose ist oder fehlt.
2.7.13 Reifen
•
Bei Arbeiten an den Reifen ist darauf zu achten,
dass das Gerät sicher abgestellt ist und gegen
Wegrollen und unbeabsichtigtes Absenken gesichert wurde (Feststell-Bremse, Unterlegkeile).
•
Das Montieren von Rädern und Reifen setzt ausreichende Kenntnisse und vorschriftsmäßiges Montagewerkzeug voraus!
•
Reparaturarbeiten an den Reifen und Rädern dürfen nur von Fachkräften und mit dafür geeignetem
Montagewerkzeug durchgeführt werden!
•
Luftdruck regelmäßig kontrollieren! Vorgeschriebenen Luftdruck beachten!
•
Radmuttern regelmäßig kontrollieren und alle
Befestigungsschrauben und Muttern nach den
Vorgaben von HORSCH LEEB AS GmbH an- oder
nachziehen! Versäumnis kann zum Radverlust und
damit zum Umsturz der Maschine führen.
2.7.14 Selbstfahrende Arbeitsmaschine
•
Beim Fahren auf öffentlichen Straßen sind die
Warnblickleuchten bzw. die Rundumleuchte entsprechend den landesspezifischen Verkehrsbestimmungen zu benutzen.
•
Beleuchtung einschalten, um Fahrzeug besser
kenntlich zu machen.
•
Sicherheitseinrichtungen
•
Stets die Maschine vor dem Einsatz auf Fahrund Betriebssicherheit prüfen.
•
Beim Besteigen und Verlassen des Spritztracs am
Geländer und Türgriff festhalten.
•
Das Besteigen der Kotflügelflächen des Spritztracs
ist bei abgenommenem Handlauf nicht gestattet.
•
Mitnahme von Personen auf der Plattform ist nicht
gestattet.
•
Bei Straßenfahrten muss das Gestänge zusammengeklappt und in die Auflagen abgelassen sein.
Die dafür vorgesehen Sicherungen müssen eingerastet sein.
•
Die Maschine nur mit der vorgeschriebenen
Geschwindigkeit fahren.
•
Arbeitsgeräte sind für Straßenfahrt in Transportstellung zu bringen und nach Vorschrift des
Herstellers zu verriegeln.
•
Bei Motorbetrieb in geschlossen Räumen Auspuffgase ableiten und für eine ausreichende Belüftung
sorgen.
•
Beim Gebrauch von Startflüssigkeit Funkenbildung
oder offene Flammen in der Nähe vermeiden. Startflüssigkeit von Batterien und elektrischen Leitungen
fernhalten.
•
Beim Durchfahren von Kurven immer die Breite des
Fahrzeuges und die Tatsache berücksichtigen, dass
das Heck des Spritztracs ausschwenkt. Bodenverhältnisse beeinflussen die Fahreigenschaften des
Spritztracs.
•
Vorsicht bei Vertiefungen, Gräben und Hindernissen, sie können ein Umkippen des Spritztracs
bewirken. Dies gilt besonders am Hang.
2.7.15 Automatische Lenkung (optional)
•
Die Automatische Lenkung darf nur zu dem ihr
zugedachten Zweck benutzt werden. Diese darf
grundsätzlich nur in der freien Feldflur, außerhalb
öffentlicher oder halböffentlicher Straßen, abseits
von Hofflächen, sowie fernab von zu gefährdenden
Personen genutzt werden.
•
Hinweise in der Betriebsanleitung des entsprechenden Herstellers sind zu beachten!
2.7.16Arbeitsgeräte
•
Achtung! Nach dem Abschalten der Antriebe Gefahr
durch nachlaufende Schwungmasse! Während dieser Zeit nicht an das Gerät herantreten. Erst wenn
die Maschine ganz stillsteht darf daran gearbeitet
werden.
•
Reinigen, Schmieren oder Einstellen der Arbeitsgeräte nur bei abgeschaltetem Antrieb, abgestelltem Motor und abgezogenem Zündschlüssel!
2.7.17 Feldspritzenbetrieb
•
Beachten Sie die Empfehlungen der Pflanzenschutzmittel-Hersteller in Bezug auf Schutzkleidung,
Warnhinweise zum Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und die Dosier-, Anwendungs- und Reinigungsvorschriften.
•
Beachten Sie die Hinweise aus dem Pflanzenschutzgesetz!
•
Öffnen Sie niemals unter Druck stehende Leitungen!
•
Sie dürfen nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzschläuche verwenden, die den chemischen,
mechanischen und thermischen Beanspruchungen
standhalten. Verwenden Sie bei der Montage grundsätzlich Schlauchklemmen aus V2A!
•
Reparaturarbeiten im Spritzbrühe-Behälter dürfen
nur nach gründlicher Reinigung und mit Atemschutzmaske erfolgen. Aus Sicherheitsgründen muss
eine zweite Person die Arbeiten von außerhalb des
Spritzbrühe-Behälters überwachen!
•
Beachten Sie folgendes bei der Reparatur von Feldspritzen, die zur Flüssigdüngung mit AmmonitratHarnstoff-Lösung benutzt wurden:
Rückstände von Ammonitrat-Harnstoff-Lösungen
können durch Verdunstung des Wassers auf oder
in dem Spritzbrühe-Behälter Salz bilden. Hierdurch
entsteht reines Ammonitrat und Harnstoff. In reiner
Form ist Ammonitrat in Verbindung mit organischen
Stoffen, z.B. Harnstoff explosiv, wenn bei Reparaturarbeiten (z.B. Schweißen, Schleifen, Feilen) die
kritischen Temperaturen erreicht werden.
•
Sie beseitigen diese Gefahr durch gründliches
Abwaschen des Spritzbrühe-Behälters bzw. der zur
Reparatur kommenden Teile mit Wasser, da das
Salz der Ammonitrat-Harnstoff-Lösung wasserlöslich ist. Reinigen Sie die Feldspritze daher vor einer
Reparatur gründlich mit Wasser!
▪▪
Das Nennvolumen des Spritzbrühe-Behälters darf
beim Befüllen nicht überschritten werden!
33
▪▪
Beim Vorgewende die Fahrgeschwindigkeit reduzieren und die Spritze dabei ausschalten.
▪▪
Durch zu starke ruckartige Lenkbewegungen
am Beginn und Ende einer Kurve wird das Gestänge zu stark belastet.
▪▪
Achten Sie darauf, dass bei feinen Tröpfchen und
starkem Wind das Spritzmittel verwehen kann, und damit Schäden bei anderen verursachen kann!
2.7.18Wartung
•
Instandsetzungs-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie die Beseitigung von Funktionsstörungen grundsätzlich nur bei ausgeschaltetem
Antrieb und stillstehendem Motor vornehmen!
Maschinenstecker vom Bordcomputer abstecken.
Zündschlüssel abziehen!
•
Wenn der Boden sehr trocken ist, kann das
Spritzmittel mit Staub verwehen nach anderen
Feldern und Schäden verursachen.
Warten Sie immer bis der Boden genügend
feucht ist!
Tragen Sie Schutzhandschuhe zum Schutz vor
scharfkantigen Maschinenteilen.
•
Führen Sie vorgeschriebene Einstell-, Wartungsund Inspektionsarbeiten fristgemäß durch.
Es ist empfehlenswert von Zeit zu Zeit die
Spritzerfolge zu überprüfen, wie zum Beispiel:
Dosiermenge, verstopfte Düsen, Beschädigungen
der Maschinenteile, Leckage und Sauberkeit der
Maschine
•
Sichern Sie alle Betriebsmedien wie Druckluft und
Hydraulik gegen unbeabsichtigte Inbetriebnahme.
•
Sichern Sie die angehobene Maschine bzw. angehobene Maschinenteile gegen unbeabsichtigtes
Absenken, bevor Sie Wartungs-, Instandsetzungsund Reinigungsarbeiten vornehmen!
•
Bei Wartungsarbeiten am gekippten Aufbau stets
Sicherung durch geeignete Abstützelemente vornehmen.
•
Befestigen und sichern Sie größere Baugruppen
beim Austausch sorgfältig an Hebezeugen.
•
Muttern und Schrauben regelmäßig auf festen Sitz
prüfen und ggf. nachziehen!
•
Beim Auswechseln von Arbeitswerkzeugen mit
Schneiden geeignetes Werkzeug und Handschuhe
benutzen!
•
Öle, Fette und Filter ordnungsgemäß entsorgen!
•
Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage stets
Stromzufuhr trennen!
•
▪▪ Achten Sie beim Einsatz der Präparate auf alle
Gebrauchsanweisungen und aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen des Pflanzenschutzmittelherstellers!
Klemmen Sie das Kabel an Generator und Batterie
des Tracs ab, bevor Sie elektrische Schweißarbeiten am Trac und angebauten Maschinen ausführen! Die Masseverbindung möglichst nahe an der
Schweißstelle anbringen.
•
▪▪ Alle aktuell verwendeten Präparate müssen zur
Information für Rettungsdienste bei Unfällen in der
Transportbox mitgeführt werden.
Unterliegen Schutzeinrichtungen einem Verschleiß,
sind sie regelmäßig zu kontrollieren und rechtzeitig
auszutauschen!
•
Ersatzteile müssen mindestens den vom Gerätehersteller festgelegten technischen Anforderungen
entsprechen! Dieses wird durch Original-HORSCH
LEEB AS-Ersatzteile gewährleistet!
•
Bei Gasspeicherung nur Stickstoff zum Auffüllen
verwenden - Explosionsgefahr!
▪▪
▪▪
▪▪ Tragen Sie beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln korrekte Schutzkleidung, wie z.B. Handschuhe, Anzug, Schutzbrille usw.!
▪▪ Ersetzen Sie bei Kabinentraktoren mit Belüftungsgebläsen Filter für Frischluftzufuhr durch Aktivkohlefilter!
▪▪ Beachten Sie die Angaben zur Verträglichkeit
von Pflanzenschutzmitteln und Werk stoffen der
Feldspritze!
▪▪ Spritzen Sie keine Pflanzenschutzmittel aus, die
zum Verkleben oder Erstarren neigen!
▪▪ Feldspritzen nicht mit Wasser aus offenen Gewässern befüllen - zum Schutz von Mensch, Tier und
Umwelt!
▪▪ Stets ausreichend Wasser mitführen um im Notfall
Pflanzenschutzmittel abspülen zu können.
▪▪ Bei Körperkontakt mit Pflanzenschutzmitteln ggf.
Arzt aufsuchen.
▪▪ Befüllen Sie Feldspritzen nur über OriginalHORSCH LEEB AS-Befülleinrichtungen und
im freien Fall über die Wasserleitung!
34
2.7.19 Notausstieg
In der Kabine befindet sich ein Nothammer, mit diesem
Nothammer kann im Bedarfsfall eine Kabinenscheibe
eingeschlagen werden.
2.8
Grundsätzlich verboten ist
•
das Bohren am Rahmen bzw. Fahrgestell
•
das Aufbohren bestehender Löcher am
Rahmen bzw. Fahrgestell
•
das Schweißen an tragenden Teilen
Ver- und Entladen
2.10 Unzulässige Betriebsweisen
WARNUNG
Es besteht Unfallgefahr, wenn die Bremsanlage der
angehängten Maschine nicht an den Trac angeschlossen und gefüllt ist!
Druckluft-Bremsanlage:
Sie dürfen mit angekuppelter Maschine erst
anfahren, wenn das Manometer
auf dem Trac 5,0 bar anzeigt!
2.9 Eigenmächtiger Umbau
und Ersatzteilherstellung
Umbau oder Veränderungen der Maschine sind nur
nach Absprache mit dem Hersteller zulässig. Originalersatzteile und vom Hersteller autorisiertes Zubehör
dienen der Sicherheit. Dies gilt auch für das Schweißen
an tragenden Teilen. Die Verwendung anderer Teile
kann die Haftung für die daraus entstehenden Folgen
aufheben.
Verwenden Sie nur die von HORSCH LEEB Application
Systems GmbH freigegebenen Umbau- und Zubehörteile, damit z. B. die Betriebserlaubnis nach nationalen
und internationalen Vorschriften ihre Gültigkeit behält.
Fahrzeuge mit einer behördlichen Betriebserlaubnis
oder mit einem Fahrzeug verbundene Einrichtungen
und Ausrüstungen mit einer gültigen Betriebserlaubnis
oder Genehmigung für den Straßenverkehr nach den
Straßenverkehrsvorschriften müssen sich in dem durch
die Erlaubnis oder Genehmigung bestimmten Zustand
befinden.
Die Betriebssicherheit der gelieferten Maschine ist nur
bei bestimmungsgemäßer Verwendung entsprechend
Kapitel - Allgemeines - der Betriebsanleitung gewährleistet. Die in den Datenblättern angegebenen Grenzwerte
dürfen auf keinen Fall überschritten werden.
2.11 Ersatz- und Verschleißteile
sowie Hilfsstoffe
Maschinenteile in nicht einwandfreiem Zustand sofort
austauschen.
Verwenden Sie nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzund Verschleißteile, damit die Betriebserlaubnis nach
nationalen und internationalen Vorschriften ihre Gültigkeit behält. Bei Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen
von Drittherstellern ist nicht gewährleistet, dass sie
beanspruchungs- und sicherheitsgerecht konstruiert
und gefertigt sind.
Die HORSCH LEEB Application Systems GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden aus der Verwendung
von nicht freigegebenen Ersatz- und Verschleißteilen
oder Hilfsstoffen.
2.12 Reinigen und Entsorgen
Verwendete Materialien und Stoffe sachgerecht handhaben und entsorgen, insbesondere bei Arbeiten an
Schmiersystemen und -einrichtungen und beim Reinigen mit Lösungsmitteln.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfassen,
Einziehen und Stoß durch Bruch von tragenden
Teilen.
35
2.13 Arbeiten im Bereich von
Hochspannungsleitungen
1. Besondere Vorsicht ist beim Arbeiten unter
bzw. im Bereich von Hochspannungsleitungen
geboten.
2. Zu beachten ist, dass beim Anwinkeln und Aus
klappen des Spritzengestänges die Gesamthöhe
von 4m wesentlich überschritten wird.
3. Müssen Freileitungen unterquert werden, so hat
sich der Bediener über diese Freileitungen
bezüglich der Nennspannung sowie der Mindesthöhe der Freileitungen beim Betreiber der Freileitungen zu informieren.
4. Die Sicherheitsabstände nach der Tabelle dürfen in keinem Falle unterschritten werden.
Nennspannung Sicherheitsabstand
von Freileitungen
___________________________________________
KV
m
___________________________________________
Bis 1 1
Über 1 bis 110 2
Über 101 bis 220 3
Über 220 bis 380 4
___________________________________________
2.14 Telefon und Funkgeräte
Nicht an eine Außenantenne angeschlossene Telefone
und Funkgeräte können zu Funktionsstörungen an der
Fahrzeugelektronik führen und dadurch die Betriebssicherheit des Fahrzeuges gefährden.
2.15 Gefahren durch Restenergie
Beachten Sie das Auftreten mechanischer, hydraulischer, pneumatischer und elektrischer/elektronischer
Restenergien an der Maschine. Treffen Sie hierbei
entsprechende Maßnahmen bei der Einweisung des
Bedienpersonals. Detaillierte Hinweise werden nochmals in den jeweiligen Kapiteln dieser Betriebsanleitung
gegeben.
36
2.16 Organisatorische Maßnahmen
Der Betreiber muss die erforderlichen persönlichen
Schutzausrüstungen nach Angaben des Herstellers des
zu verarbeitenden Pflanzenschutzmittels bereitstellen,
wie z.B.:
•
•
•
•
•
•
•
einen chemikalienfesten Overall
chemikalienfeste Handschuhe
wasserfestes Schuhwerk
einen Gesichtsschutz
einen Atemschutz
Schutzbrille
Hautschutzmittel, etc.
WICHTIG
Die Betriebsanleitung
• immer am Einsatzort der Maschine
aufbewahren!
• muss jederzeit für Bediener und
Wartungspersonal frei zugänglich sein!
Betriebsanleitung und Fremddokumentation
Diese Betriebsanleitung der Maschine
und die Fremddokumentation befinden sich unterhalb des Fahrersitzes in
einem dafür vorgesehenen Schub.
Bitte beachten Sie die beiliegenden
Fremddokumentationen!
Überprüfen Sie regelmäßig alle vorhandenen
Sicherheitseinrichtungen!
2.17 Sicherheitshinweise
an der Maschine
Die Selbstfahrende Pflanzenschutzspritze Leeb PT 280
ist mit allen Sicherheits-Einrichtungen (Schutzeinrichtungen) ausgerüstet. Nicht alle Gefahrenstellen an dieser
Maschine lassen sich, im Hinblick auf die Erhaltung der
Funktionsfähigkeit der Maschine gänzlich sichern. An der
Maschine finden Sie entsprechende Gefahrenhinweise,
die auf die verbliebenen Restgefahren hinweisen. Die
Gefahrenhinweise haben wir in Form von sog. Warnbildzeichen vorgenommen. Zur Lage dieser Hinweisschilder
und die Bedeutung/Ergänzung finden
Sie nachfolgend wichtige Hinweise!
Machen Sie sich mit der Aussage
der nebenstehenden Warnbildzeichen
vertraut. Der nebenstehende Text und der
gewählte Anbringungsort an der
Maschine, geben Hinweis auf die speziellen Gefahrenstellen an der Maschine.
Halten Sie alle Warnbildzeichen der
Maschine sauber und in gut lesbarem
Zustand!
Erneuern Sie unlesbare Warnbildzeichen.
2.18 Warnbildzeichen - Aufbau
Warnbildzeichen kennzeichnen Gefahrenbereiche an
der Maschine und warnen vor Restgefahren. In diesen
Bereichen sind permanent gegenwärtige oder unerwartet
auftretende Gefährdungen vorhanden.
Die Beschreibung der Warnbildzeichen ist immer gleich
und nennt in der folgenden Reihenfolge:
1. Die Gefahrenbeschreibung. Zum Beispiel: Gefährdung durch Schneiden oder Abschneiden!
2. Die Folgen bei Missachtung der Anweisung(en) zur
Gefahrenvermeidung. Zum Beispiel: Verursacht
schwere Verletzungen an Finger oder Hand.
3. Die Anweisung(en) zur Gefahrenvermeidung.
Zum Beispiel: Berühren Sie Maschinenteile nur dann,
wenn sie vollständig zum Stillstand gekommen sind.
37
2.19 Lage der Sicherheitsaufkleber an der Maschine
04003742 + 04003743
04001455
04001456
04001453
(auf und unter Motorabdeckung)
04002983
04001454
04001455
Rechte Maschinenseite
(unter Abdeckung)
04003744
04001679 + 04001682
04001457
04001683 + 04002628
Linke Maschinenseite
38
04003747
04003745
04002623
04002625
04002626
39
2.19.1 Bestellnummern und Erläuterungen
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Vor Inbetriebnahme der Maschine Betriebsanleitung
und Sicherheitshinweise
lesen und beachten!
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. Einzelaufkleber
04001682 (1x)
Gefährdung durch unter hohem
Druck austretendes Hydrauliköl,
verursacht durch undichte
Hydraulik-Schlauchleitungen!
Diese Gefährdung kann schwerste
Verletzungen mit möglicher
Todesfolge verursachen, wenn unter hohem
Druck austretendes Hydrauliköl die Haut durchdringt und in den Körper eindringt.
•
•
•
Versuchen Sie niemals, undichte HydraulikSchlauchleitungen mit der Hand oder den
Fingern abzudichten.
Lesen und beachten Sie die Hinweise der
Betriebsanleitung, bevor Sie Arbeiten zum
Warten und Instandhalten von HydraulikSchlauchleitungen durchführen.
Suchen Sie bei Verletzungen durch
Hydrauliköl sofort einen Arzt auf.
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Quetschgefahr für Finger oder
Hand durch bewegliche, zugängliche Maschinenteile!
Diese Gefährdung verursacht
schwerste Verletzungen mit Verlust von Körperteilen an Finger
oder Hand.
Greifen Sie niemals in die Gefahrenstelle, solange
der Traktormotor bei angeschlossener Gelenkwelle / Hydraulik-Anlage läuft.
40
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. Einzelaufkleber
04001679 (2x)
Gefährdungen durch Explosion
oder unter hohem Druck austretendes Hydrauliköl, verursacht durch den unter Gas- und
Öldruck stehenden Druckspeicher!
Diese Gefährdungen können schwerste Verletzungen mit möglicher Todesfolge verursachen,
wenn unter hohem Druck austretendes Hydrauliköl die Haut durchdringt und in den Körper
eindringt.
•
•
Lesen und beachten Sie die Hinweise der
Betriebsanleitung, bevor Sie Arbeiten zum
Warten und Instandhalten durchführen.
Suchen Sie bei Verletzungen durch
Hydrauliköl sofort einen Arzt auf.
Bestell-Nr. Sammelaufkleber 04002983 (1x)
Gefährdungen bei Eingriffen an
der Maschine, wie z. B. Arbeiten zum Montieren, Einstellen,
Beseitigen von Störungen,
Reinigen, Warten und Instandhalten, verursacht durch
unbeabsichtigtes Starten und
Verrollen von Traktor und Maschine!
Diese Gefährdungen können schwerste Verletzungen mit möglicher Todesfolge verursachen.
•
•
Sichern Sie Traktor und Maschine vor allen
Eingriffen an der Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes
Verrollen.
Lesen und beachten Sie je nach Eingriff die
Hinweise der entsprechenden Kapitel in der
Betriebsanleitung.
Bestell-Nr. 04001455 (3x)
Sturzgefahr von Personen
von Trittflächen und
Plattformen beim Mitfahren
auf der Maschine!
Diese Gefährdung verursacht
schwerste Verletzungen am gesamten Körper bis hin zum Tod.
Verboten ist das Mitfahren von
Personen auf der Maschine und/oder das Besteigen von laufenden Maschinen. Dieses Verbot gilt
auch für Maschinen mit
Trittflächen oder Plattformen.
Achten Sie darauf, dass keine Personen auf
der Maschine mitfahren.
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. Einzelaufkleber
04001454 (2x)
Gefährdungen durch Quetschen
oder Stoß für den gesamten
Körper, verursacht durch den
Aufenthalt im Schwenkbereich
seitlich beweglicher Teile der
Maschine!
Diese Gefährdungen können schwerste
Verletzungen mit möglicher Todesfolge
verursachen.
•
•
Halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu beweglichen Teilen der Maschine,
solange der Motor des Traktors läuft.
Achten Sie darauf, dass Personen einen
ausreichenden Sicherheitsabstand zu beweglichen Teilen der Maschine einhalten.
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Gefährdung durch unbeabsichtigte Fortbewegung der
Maschine!
Verursacht schwere Verletzungen am gesamten Körper
bis hin zum Tod.
Sichern Sie die Maschine gegen unbeabsichtigte Fortbewegung, bevor Sie
die Maschine vom Traktor abkuppeln. Benutzen
Sie hierzu die Feststell-Bremse und/oder den/die
Unterlegkeil(e).
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. Einzelaufkleber
04001457 (1x)
Gefahr durch Einziehen oder
Fangen für Hand oder Arm
durch angetriebenen, ungeschützten Ketten- oder Riementrieb!
Diese Gefährdung verursacht
schwerste Verletzungen mit Verlust von Körperteilen an Hand oder Arm.
Öffnen oder entfernen Sie niemals Schutzeinrichtungen von Ketten- oder Riementrieben,
• solange der Traktormotor bei angeschlossener
Gelenkwelle / gekuppeltem Hydraulikantrieb
läuft oder sich der Bodenradantrieb bewegt
Bestell-Nr.
04003744 (1x)
Bestell-Nr.
04001453 (2x)
Starten des Motors nur vom
Fahrersitz aus. Der Motor darf
nicht durch Kurzschließen der
elektrischen Anschlüsse am
Anlasser gestartet werden, da
sich die Maschine dabei sofort
in Bewegung setzen kann!
Verbrennungsgefahr durch
heiße Oberflächen.
Genügend Abstand von
heißen Flächen halten!
41
Bestell-Nr.
Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. 04002625 (2x)
Gefährdungen
durch elektrischen
Schlag oder Verbrennungen, verursacht durch
unbeabsichtigtes Berühren von elektrischen
Überlandleitungen oder durch unzulässiges
Annähern an unter Hochspannung stehende
Überlandleitungen!
Diese Gefährdung verursacht schwerste Verletzungen am gesamten Körper bis hin zum Tod.
Halten Sie beim Aus- und Einschwenken von
Maschinenteilen einen ausreichenden Abstand zu
elektrischen Überlandleitungen.
Gefährdung durch
Quetschen für den
gesamten Körper,
verursacht durch den Aufenthalt im Schwenkbereich absenkender Teile der
Maschine!
Diese Gefährdung kann schwerste Verletzungen
mit möglicher Todesfolge verursachen.
•
•
Verboten ist der Aufenthalt von Personen
im Schwenkbereich absenkender Teile der
Maschine.
Verweisen Sie Personen aus dem Schwenkbereich absenkender Teile der Maschine,
bevor Sie Teile der Maschine absenken.
Bestell-Nr. Sammelaufkleber
04002983 (1x)
Bestell-Nr. 04002626 (2x)
Der maximale Betriebsdruck
der Hydraulik-Anlage beträgt
200 bar.
Gefährdung durch
Quetschen für den
gesamten Körper,
verursacht durch den Aufenthalt unter schwebenden Lasten oder angehobenen Teilen der
Maschine!
Diese Gefährdung kann schwerste Verletzungen
mit möglicher Todesfolge verursachen.
Bestell-Nr. 04003742 (1x)
Nach 50 km oder 10
Stunden die Radmuttern / Radschrauben
nachziehen. Regelmäßig prüfen und
nachziehen - siehe
Wartungsübersicht.
Bestell-Nr. 04003743 (1x)
Das Drehmoment der
Schraubverbindungen
der Radmuttern /
Radschrauben beträgt
510 Nm.
42
•
•
•
00380359
510 Nm
00385489
Verboten ist der Aufenthalt von Personen unter
schwebenden Lasten oder angehobenen Teilen
der Maschine.
Halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu schwebenden Lasten oder angehobenen Teilen der Maschine.
Achten Sie darauf, dass Personen einen
ausreichenden Sicherheitsabstand zu schwebenden Lasten oder angehobenen Teilen der
Maschine einhalten.
Bestell-Nr. 04003745 (1x)
Bestell-Nr. 04001456 (1x)
Gefährdung durch Kontakt
mit gesundheitsgefährdenden
Stoffen, verursacht durch unsachgemäßes Handhaben gesundheitsgefährdender Stoffe!
Vergiftungsgefahr – Niemals in
den Behälter steigen.
Gefährdung durch Einatmen
gesundheitsgefährdender
Stoffe, verursacht durch giftige
Dämpfe im Spritzbrühe-Behälter!
Diese Gefährdung kann schwerste
Verletzungen mit möglicher Todesfolge verursachen. Ziehen Sie Schutzkleidung an,
bevor Sie mit gesundheitsgefährdenden Stoffen in
Kontakt kommen.
Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers der zu verarbeitenden Stoffe.
Diese Gefährdung kann schwerste
Verletzungen mit möglicher Todesfolge verursachen.
Steigen Sie niemals in den Spritzbrühe-Behälter.
Bestell-Nr. 04003747 (1x)
Bestell-Nr. 04002623 (1x)
Gefährdung durch Kontakt
mit gesundheitsgefährdenden
Stoffen, verursacht durch
unsachgemäßes Benutzen des
klaren Wassers aus dem Handwaschbehälter.
Diese Gefährdung kann schwerste
Verletzungen mit möglicher Todesfolge verursachen!
Benutzen Sie das klare Wasser des Handwaschbehälters niemals als Trinkwasser.
Bestell-Nr. 04002628 (1x)
Befüllen Sie den Handwaschbehälter nur mit klarem Wasser
niemals mit Pflanzenschutzmitteln.
Gefährdung durch Kontakt
mit gesundheitsgefährdenden
Stoffen bei Hilfeleistungen am
Unfallort!
Der Spritzmittelanwender ist zur
Aufbewahrung und Hinterlegung
aktuell angewendeter Pflanzenschutzmittel verpflichtet.
Die Dokumente liefern wichtige Informationen über
die Zusammensetzung der gesundheitsgefährdenden Stoffe des Tankinhalts und der verbleibenden Flüssigkeit im Spritzgestänge und dient als
Hinweis für Hilfeleistende vor Ort bei Unfällen.
Das CE-Zeichen
signalisiert, dass
die Maschine den
grundlegenden
Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entspricht.
(CE-Kennzeichnung siehe Typenschild)
43
44
3 Bedienelemente Trac
3.1Übersicht
1 -
2 -
3 -
4 -
5 -
6 -
7 -
8-
2
Schaltergruppe Klima/Heizung
1
Schaltergruppe Dachkonsole
Vorrichtung für Kameraüberwachung (optional)
Info-Terminal
Multifunktionshebel
Schalterkonsole
Lenksäule
Betriebsbremse
3
4
5
3
7
6
8
3.2Schalterkonsole
1-
2-
3-
4 -
5 -
6 -
Konsolenschalter
Kontrolleuchten
Tastenfelder
Schnellstopptaster
Zigarettenanzünder
Zündschloss
6
45
3.2.1 Konsolenschalter und
Kontrolleuchten
1
2
3
4
5
-
-
-
-
-
Freigabeschalter Fahrantrieb
Freigabeschalter Feststellbremse
Allgemeine Motorstörung
Ladekontrollleuchte 150A
Ladekontrollleuchte II 65A
3
1
2
4
5
6 - Allgemeine Freigabe Hinterachslenkung
7 - Lenkungsart: Allrad
8 - Lenkungsart: Hundegang
8 7 6
1
Betätigung Freigabeschalter
Die Freigabeschalter sind gegen
unbeabsichtiges Betätigen verriegelt.
Zum Betätigen der Freigabeschalter (1), Verriegelung
(2) nach vorn schieben und Freigabeschalter
drücken.
2
3.2.1.1 Freigabeschalter: Fahrantrieb
Durch Betätigen wird der Fahrantrieb (Position I) freigegeben.
Bei eingeschaltetem Fahrantrieb
(Position I ) kann der Motor nicht
gestartet werden.
Bei Betätigung des Schalters Fahrantrieb dürfen sich keine Personen im
unmittelbaren Gefahrenbereich der
Maschine aufhalten!
ein
aus
46
• Vor dem Verlassen der Fahrerkabine immer den Zündschlüssel abziehen.
• Zum Abstellen des Selbstfahrers: den Schalter Feststellbremse betätigen.
Den Schalter Fahrantrieb in Stellung "aus" bringen
3.2.1.2 Freigabeschalter: Feststell­bremse
1. Festellbremse lösen
2. Feststellbremse betätigen
Feststellbremse lösen:
Den Schalter in Stellung (1) schalten
Längeres Fahren mit angezogener
Feststellbremse führt zur Überhitzung
der Bremse.
Feststellbremse betätigen:
Betätigungssperre (A) nach oben schieben und den
Schalter in Stellung (2) schalten
Das Befahren öffentlicher Straßen
und Wege ist mit allen möglichen
Lenkungsarten der Hinterachse des
Selbstfahrers grundsätzlich untersagt.
3.2.1.3 Freigabeschalter: Hinterachslenkung
Durch Betätigen des Freigabeschalters (6) werden die
Lenkfunktionen freigeschaltet.
8
7
6
3.2.1.4 Gleichlauf- bzw. Allradlenkung
Durch Betätigen des Schalters (7) wird die Allradfunktion eingeschaltet.
Die Allradlenkfunktion ist auch im
2. Gang aktivierbar.
Beim Überschreiten der Fahrgeschwindigkeit von 15 km/h wird
im 2. Gang die Allradlenkfunktion
automatisch deaktiviert.
3.2.1.5 Hundeganglenkung
Durch Betätigen des Schalters (8) wird die Hundegang-lenkung eingeschaltet.
47
3.2.2 Tastenfelder
1
2
3
4
5
6
-
-
-
-
-
-
Handgas: Motordrehzahl erhöhen
Handgas: Motordrehzahl verringern
Abspeichern hohe Motordrehzahl
Abspeichern niedrige Motordrehzahl
Einstieg einklappen
Einstieg ausklappen
1
3
5
2
4
6
3.2.3 Kontrollleuchten
Differenzialsperre
Bei Betätigung der Differenzialsperre leuchtet die
Kontrollleuchte (1) auf.
1
2
Spritzen BoomControl aktiv (optional)
Bei aktiver Gestängesteuerung BoomControl leuchtet
die Kontrollleuchte (2) auf.
Automatische Lenkung (optional)
Taste (3)
Die Bedienung entnehmen Sie der Betriebsanleitung
des entsprechenden Herstellers.
Sämtliche Hinweise in der Betriebsanleitung des entsprechenden Herstellers sind
zu beachten!
3
3.2.4 Elektrische Bordsteckdosen
3-polige Anschlussmöglichkeiten (4) für Standardstecker.
4
48
3.2.5 Zündschloss
Das Zündschloss (3) hat 4 Stellungen:
0- Aus
I -
Stromkreis für die Elektronik ist eingeschaltet
II -
Die Zündung ist eingeschaltet
III- Startstellung
0
I
II
1
III
3.2.6 Schnellstopp-Taster
Bei Betätigung des Schnellstopp-Tasters (1) wird der
Fahrantrieb deaktiviert und die Maschine bleibt stehen
Sämtliche Arbeitsfunktionen werden gestoppt.
• Schnellstopp-Taster (1) drücken:
Maschine bleibt stehen, sämtliche
Arbeitsfunktionen werden gestoppt.
• Zum Aktivieren der Maschine den betätigten Schnellstopp-Taster (1) durch eine leichte Rechtsdrehung in
Grundstellung bringen.
2
3
3.2.7Zigarettenanzünder
Um Beschädigen zu vermeiden, Zigarettenanzünder (1) nie in gedrückter Position
festhalten.
• Zigarettenanzünder (1) eindrücken,
bei Erreichen der notwendigen
Temperatur springt der Einsatz
von selbst zurück.
An der Steckdose des Zigarettenanzünders können andere Stromabnehmer mit 12 Volt und maximal 10 Ampere
angeschlossen werden. Dabei wird bei stehendem Motor
die Batterie entladen. Bei Verwendung von Zusatzgeräten
vorgeschriebenen Stecker verwenden.
3.2.8 Kontrollleuchte Motorstörung
Die Kontrollleuchte Motorstörung (1) leuchtet auf, wenn
der Motoröldruck zu gering ist oder eine Störung vorliegt.
Siehe Kap. 3.8
1
3
3.2.9Ladekontrollleuchten
Die Ladekontrollleuchte (2) und (3) leuchtet auf, wenn
die Ausgangsspannung der Drehstromgeneratoren nicht
ausreicht um die Batterien zu laden.
2
Siehe Kap. 3.8
49
3.3 Multifunktionshebel
C
A
F
B
G
+
-
K
+
D
E
GO
D
EN
H
GO
L
D
EN
J
N
O
N
P
M
A
B
C
D
E
F
G
H
J
K
L
M
N
O
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Spritze ein/aus
Tempomat gespeicherte Geschwindigkeit abrufen / bzw. Winkelhub links auf
Tempomat Geschwindigkeit abspeichern / bzw. Winkelhub rechts auf
Teilbreiten von links aus
Teilbreiten von links ein
Teilbreiten von rechts aus
Teilbreiten von rechts ein
Hangausgleich links / bzw. Winkelhub links ab
Gestänge ab / bzw. Winkelhub symmetrisch ab
Gestänge auf / bzw. Winkelhub symmetrisch auf
Hangausgleich rechts / bzw. Winkelhub rechts ab
1. / 2. Gang
Fahrbetrieb Automotiv-Modus / Manuell-Modus
Keine Belegung
(P)- Keine Funktion
Folientasten Multifunktionshebel
(1) - Abrufen hohe Motordrehzahl
(2) - Wechseln in Fahrmodus III
(3) - Abrufen niedrige Motordrehzahl
50
2
1
3
A - Beschleunigung (bei Vorwärtsfahrt) / Verzögerung (bei Rückwärtsfahrt) / Start Fahrantrieb
mit gedrückter Aktivierungstaste "R"
B - Fahrjoystick Mittelstellung
C - Beschleunigung (bei Rückwärtsfahrt)/ Verzögerung (bei Vorwärtsfahrt) / Start Fahrantrieb mit gedrückter
Aktivierungstaste "R"
D - Umschaltung für Winkelhubfunktionen
E - Fahrjoystick Mittelstellung
F - Distanz-Control: Automatik ein / aus
G - Keine Belegung
H- Mittelstellung
J - Keine Belegung
K - Ausbringmenge - 10%
L-Mittelstellung
M - Ausbringmenge + 10%
R
O
O - Auswahl Beschleunigungsrampe
P - Ausbringmenge 100%
R- Aktivierungstaste
(S)- Keine Funktion
P
IV
III
II
I
S
BMII-193
51
3.4Dachkonsole
4
6
5
1
3
2
1
2
3
4
5
6
-
-
-
-
-
-
Schalter Klima/Heizung
Schaltergruppe Dachkonsole
ISO-Schacht für Radioeinbau
Innenraumbeleuchtung
Luftdüse
Sicherungskasten Kabine
3.5 Schaltergruppe Dachkonsole
1 -
2 -
3 -
4 -
5 -
6 -
7 -
8-
9 -
10-
11-
Arbeitsscheinwerfer Überrollbügel
(hinter Kabine links und rechts oben)
Arbeitsscheinwerfer Kabinendach vorn oben
Arbeitsscheinwerfer Frontschürze
Spiegelverstellung (nur rechter Außenspiegel)
Arbeitsscheinwerfer Heck - Kotflügel unten
Standlicht / Abblendlicht
Rundumleuchten
Warnblinkanlage
Frontscheibenwischer
Frontscheibenwischer-Waschanlage
Arbeitsscheinwerfer
Kotflügel Geländerrohr mitte
52
1
2
3
5
11
6
4
7
8
9 10
3.6 Lenksäule und Fußpedale
5
2
1
4
3
8
7
6
9
11
10
1 -
2-
3 -
4 -
5 - 6 -
7 -
8 -
9 -
10-
11-
12 -
13 -
Druckknopf für Hupe
Blinklichtschalter
Kontrollleuchte Blinker
Fernlicht
Lichthupe
Kontrollleuchte Fernlicht
Kontrollleuchte Anhängerfunktion
Entriegelungshebel für horizontale Lenksäulenverstellung
Entriegelungshebel für horizontale und
vertikale Lenksäulenverstellung
Betriebsbremse
Fußgas
Differenzialsperre
Hinterachslenkung ein / aus
12
13
53
3.6.1 Betriebsbremse betätigen
Bei Straßenfahrt
Vor Beginn jeder Fahrt Funktion der
Bremse (1) prüfen.
1
3.6.2 Hupe
•
Bei Betätigen des Druckknopfes (1)
ertönt das Hupsignal
5
2
1
3.6.3 Blinklichtschalter
Fahrtrichtungswechsel bei
Straßenfahrt mit Blinklicht
anzeigen.
•
•
•
•
4
Schalter (2) nach vorn - Blinker rechts
Schalter (2) nach hinten - Blinker links
Schalter von Hand in Neutralstellung
bringen.
Kontrollleuchte Blinker (3) leuchtet
bei eingeschalteten Blinklichter auf.
3.6.4 Fernlicht
Fernlicht nur bei eingeschaltetem Abblendlicht.
Fernlicht abschalten,
wenn ein Fahrzeug
entgegenkommt.
•
•
Fernlicht einschalten - Hebel (4) nach
unten drücken.
Fernlicht ausschalten- Hebel (5) nach
oben ziehen.
Bei eingeschaltetem Fernlicht leuchtet die
blaue Kontrollleuchte (6) auf.
3.6.5 Lichthupe
•
Lichthupe betätigen - Hebel (1) nach oben ziehen.
54
3
6
3.7Klimatronik / Heizung
3.7.1 Bedien- und Anzeigeelemente
Die Klimatronik ist ein Steuergerät für Klima- Heizanlagen in modernen Fahrzeugkabinen.
Der Fahrer wird durch einfache und übersichtliche Bedienung von allen Aufgaben der optimalen Klimatisierung der
Fahrerkabine entlastet.
Wenn die Spannungsversorgung zum Steuergerät unterbrochen wird, führt das Steuergerät
nach Anlegen der Spannung einen Selbsttest durch. Nach Beendigung des Selbsttests wird
die zuletzt gespeicherte Einstellung angezeigt.
1
2
4
3
10
16
11
12
13
9
15
14
6
5
8
Taste Tastenfunktion
1
Taste zum Ein- und Ausschalten des Klimabetriebs
2
Taste zum Einstellen der gewünschten Kabinentemperatur aufwärts.
Alternativ: Manuelle Einstellungen „aufwärts“
3
Taste zum Einstellen der gewünschten Kabinentemperatur abwärts.
Alternativ: Manuelle Einstellungen „abwärts“
4
Taste zum Ein- und Ausschalten der Steuerung
5
Umschalttaste Verdampferlüfterdrehzahl Manuell / Automatik
6
Taste zum Ein- und Ausschalten des REHEAT- Betriebs (Kabinenluft entfeuchten)
7
8
Verdeckte Taste zum Umschalten der Temperaturanzeige in ° Fahrenheit
LCD 9
10 11 12 13 14 15 16 Funktion der LCD-Anzeige
Symbol zeigt REHEAT – Betrieb an
Symbol zeigt Klimabetrieb an
Symbol zeigt an, das Vollautomatikbetrieb eingeschaltet ist
Balken zeigt die Lüfterdrehzahl bei manuellem Betrieb an
Symbol zeigt manuellen Lüfterbetrieb an
4-stellige Siebensegmentanzeige zeigt Sollwert oder Fehlercode an
Symbol zeigt die Temperatureinheit ( °) an
Zeigt das Symbol für die Fahrzeugkabine an
55
3.7.2 Bedienung
3.7.2.1
Anlage einschalten
Taste betätigen
Nach dem Einschalten führt das
Steuergerät einen Selbsttest aus,
die Softwareversion wird für ca. 5 sec.
angezeigt, z.B.:
Danach werden für 5 sec. die Betriebsstunden der
Klimaanlage angezeigt:
(z.B. 6 Betriebsstunden)
Anschließend wird die zuletzt gespeicherte Einstellung
im Display angezeigt.
3.7.2.2 Einstellen der gewünschten
Kabinentemperatur
Eingestellte Kabinentemperatur in °C, z.B. 26°C wird
angezeigt.
Das Steuergerät befindet sich im Automatikbetrieb.
Um die gewünschten Kabinentemperatur auf z.B.
21°C abzusenken, die Taste
drücken, bis der
gewünschte Wert im Display erscheint.
(Taste 5 x drücken)
56
3.7.2.3
Klimabetrieb Ein- / Ausschalten
Einschalten des Klimabetriebs mittels Taste
.
Der Klimabetrieb ist jetzt eingeschaltet, Symbol
zeigt Klimabetrieb an.
Der Kompressor wird bei Bedarf vom
Steuergerät eingeschaltet.
Bei erneutem Drücken der Taste
Klimabetrieb abgeschaltet
(Kompressor deaktiviert), Symbol
mehr angezeigt.
wird der
wird nicht
3.7.2.4 REHEAT - Betrieb Ein- /
Ausschalten
REHEAT-Betrieb = (Kabinenluft entfeuchten)
Einschalten des REHEAT- Betriebs mittels Taste
Im Display erscheint folgende Anzeige:
Der REHEAT - Betrieb ist jetzt eingeschaltet, Symbol
zeigt REHEAT - Betrieb an.
Der Kompressor ist dauernd eingeschaltet. Die Verdampferlüfterdrehzahl
wird auf 100% angehoben. Bei Bedarf
schaltet das Steuergerät die Heizung
ein, um die Raumtemperatur am
Sollwert zu halten.
Der REHEAT – Betrieb ist automatisch
auf 10 Minuten begrenzt.
Bei erneutem Drücken der Taste
wird der
REHEAT - Betrieb abgeschaltet,
Symbol
wird nicht mehr angezeigt.
57
3.7.2.5 Manuelles Einstellen der
Verdampferlüfterdrehzahl
Einschalten der manuellen Verdampferlüfterdrehzahl
mittels Taste
Manuelle Einstellung der Lüfterdrehzahl ist jetzt aktiv,
in der Balkenanzeige
wird die
momentan eingestellte Lüfterdrehzahl
(volle Balkenanzeige = 100%) angezeigt.
Symbol-AUTO wird nicht mehr angezeigt.
Lüfter blinkt für 5 sec., während dieser Zeit kann
die Lüfterdrehzahl in 10% - Schritten mittels Taste
erhöht oder mit Taste
abgesenkt werden.
Niedrigste einstellbare Lüfterdrehzahl
ist 30% (es werden drei Balken angezeigt).
Durch zweimaliges Drücken der Taste
wird der
AUTO - Betrieb wieder aktiviert, Symbol-AUTO wird
angezeigt, Symbole
und
werden
nicht mehr angezeigt.
3.7.2.6
Umschalten der Temperaturanzeige in ° Fahrenheit
Eingestellte Solltemperatur wird in ° Celsius angezeigt.
Verdeckte Taste (8) gedrückt halten, zusätzlich
Taste
betätigen, Anzeige schaltet um in
° Fahrenheit.
8
Eingestellte Solltemperatur wird in ° Fahrenheit
angezeigt.
Durch erneutes Drücken der Taste (8) und
der Taste
° Celsius.
58
schaltet die Anzeige zurück zu
3.7.2.7Anzeige von Störungen im Display
Fehlercode (F0)
Fehler Raumtemperaturfühler wird durch blinkende
Anzeige (F0) angezeigt.
Das Steuergerät hat einen Fehler des
Raumtemperaturfühlers erfasst, die
Regelung ist nicht mehr betriebsbereit.
Ursache der Fühlerstörung:
Kurzschluss oder Unterbrechung der Fühlerleitung,
Steckverbindung am Fühler oder Steuergerät,
Temperaturfühler defekt.
Erst nach beseitigen des Fehlers ist der Regler
wieder betriebsbereit, die Fühlerstörung wird dann
nicht mehr angezeigt.
Bei auftreten einer Fühlerstörung
arbeitet der Regler mit der Einstellung
weiter, die vor dem Erfassen der
Störung gültig war.
Fehlercode (FI)
Fehler Ausblastemperaturfühler wird durch blinkende
Anzeige (F1) angezeigt.
Das Steuergerät hat einen Fehler des
Ausblastemperaturfühlers erfasst, die
Regelung ist nicht mehr betriebsbereit.
Ursache der Fühlerstörung:
Kurzschluss oder Unterbrechung der Fühlerleitung,
Steckverbindung am Fühler oder Steuergerät,
Temperaturfühler defekt.
Erst nach beseitigen des Fehlers ist der Regler
wieder betriebsbereit, die Fühlerstörung wird dann
nicht mehr angezeigt.
Bei auftreten einer Fühlerstörung
arbeitet der Regler mit der Einstellung
weiter, die vor dem Erfassen der
Störung gültig war.
59
3.8 Warneinrichtungen und
Monitore
3.8.1 Kontrollleuchte Motorstörung
Die Kontrollleuchte Motorstörung (1) leuchtet auf, wenn
der Motoröldruck zu gering ist oder eine Störung vorliegt.
•
•
Motor sofort abstellen
Motorölstand kontrollieren, gegebenenfalls
Kundendienst kontaktieren.
3.8.2Ladekontrollleuchten
Die Ladekontrollleuchte (2) und (3) leuchtet auf, wenn
die Ausgangsspannung der Drehstromgeneratoren
nicht ausreicht um die Batterien zu laden.
•
Kabel und Anschlüsse am Drehstromgenerator
und an den Batterien überprüfen. Keilriemen am
Drehstromgenerator überprüfen.
60
1
3
2
3.9
Infoterminal
Das Infoterminal informiert über aktuelle Aktionen und
den momentanen Betriebszustand des PT 280.
Es besteht aus den Hauptkomponenten:
COMFORT-Terminal
1 = Terminal ein / aus (Terminal startet
automatisch über die Zündung)
3
8
4
9
2 = Quittiertaste / Menütaste
3 = Display
4 = Auswahlknopf
5
5 = Funktionstasten
6 = keine Funktion
7 = keine Funktion
8 = Kopfzeile wechseln
9 = Hauptseite wechseln
1
6
7
2
Nähere Hinweise zur Bedienung des Terminals:
Siehe Betriebsanleitung „COMFORT - Terminal“
Fa. Müller-Elektronik.
61
3.9.1 Informationsbereich
Nach Einschalten der Zündung erscheint das Startbild
„Tracseite“ oder „Spritzseite“ im Display.
3.9.2 Straßenfahrt (Tracseite)
• Fahrgeschwindigkeit 0 - 40 km/h
• Fahrtrichtung:
= Vorwärts
= Rückwärts
=Motordrehzahl
= Temperaturanzeige Kühlwasser
=Allradlenkung
=Hundegang
= Tankanzeige Diesel
= Tankanzeige AdBlue
= Differenzialsperre
= Öltemperatur Hydrauliktank
= Systemdruck Druckluft
= Systemdruck Hydrostat
= 1. Gang Feldbetrieb (Umschalten nur bei
Stillstand der Maschine möglich)
= 2. Gang Straßenbetrieb (Umschalten nur bei
Stillstand der Maschine möglich)
= Feststellbremse ist eingeschaltet
=Fehlermeldung
=Fahrmodus I Fahrhebel / Pedal
=Fahrmodus II Pedal
=Fahrmodus III automotiv
3.9.3 Feldbetrieb (Spritzseite)
Siehe Betriebsanleitung
„Jobrechner II Feldspritze“
Fa. Müller-Elektronik.
62
3.10 Funktionsbereich
3.10.1 Einstellungen (Funktionstaste
)
Die Einstellungen werden durch die Funktionstasten
aufgerufen:
= Zurück
= Geschwindigkeitserfassung
über Radar ein / aus
= Funktion vorhanden
turn
= auto turn - Einstellung
= Betriebsstundenanzeige
= Temperatur Fahrantrieb
auto
= Codeeingabe für zusätzliche Einstellseiten
(Code vom Hersteller anfordern)
3.10.1.1 Einstellung auto turn:
• Motordrehzahl = aktivieren / deaktivieren
(nur bei Fahrmodus I)
• Tempomat = aktivieren / deaktivieren
temp
(nur bei Fahrmodus I+III)
• Hinterachslenkung = aktivieren / deaktivieren
(nur bei Fahrmodus III)
• V min
= schaltet V min ein / aus
V min:
Geschwindigkeit für Tempomat im Vorgewende.
Einstellung über Drehknopf.
n min:
Minimal zulässige Motordrehzahl im Fahrmodus III.
Standardwert 1.250 U/min.
= Weiterblättern
Änderungen können Auswirkungen auf
das Fahrverhalten der Maschine haben.
63
3.10.2
Einstellseite Diagnose
Infotaste (1)
Über die Pfeiltasten können die Eingangssignale des
Zentralrechners überprüft werden.
3.10.2.1
1
Untermenü Ermittlung Radarimpulse (2)
Ermittlung der Radarimpulse für 100 m:
•
•
•
Mit der Pfeiltaste auf DIN 2 blättern.
Zähler steht jetzt auf „0“.
Strecke von 100 m abfahren und Wert ablesen.
Wert kann jetzt auf die Parameterseite
(siehe unter 4.5.1) eingetragen werden.
2
Bei erneutem Aufruf der Seite steht der
Zähler wieder auf „0“.
3.10.2.2
Untermenü zur Fehlerbehebung (3)
Aus- und Eingänge der Fahrsteuerung für Diagnose
3
3.10.3
Autoturn
Über die Taste (4) wird die Autoturn-Funktion freigegeben
"ON" oder gesperrt "OFF".
4
64
3.10.4 Störung Abgasnachbehandlung
Die Warnmeldungen können in unterschiedlichen Kombinationen, blinkend oder stetig leuchtend, erscheinen.
Je nach Fehlerart kann im Zusammenhang mit der "LIM"Warnung die Leistung des Motors bis auf 20% reduziert
werden.
Sollte die Warnmeldung "STOP ENGINE"
erscheinen, ist der Motor umgehend
abzustellen.
=
Reserve AdBlue
=
Störung Abgasnachbehandlung
=
Leistungsreduzierung
=
Motorstörung
=
Motorstop
3.10.5 Warnmeldungen
Wenn ein Fehler vorliegt erscheint
in der Displayanzeige anstelle des aktuellen Schaltzustandes ein
Warnsymbol (1).
1
Bei jeder dieser Warnmeldungen ertönt
ein charakteristischer Hupton.
65
3.10.6 Warnmeldungen Anzeige Terminal
Hydr. Ölstand
Allgemeine Motorstörung
Abhilfe:
Kundendienst informieren.
13
1
Motoröldruck
2
STOPP
Öldruck im Motor zu gering!
Abhilfe:
Motor sofort abstellen,
Ursache feststellen und beheben.
Hydr. Öltemperatur
14
Motortemperatur
Kühlwassertemperatur zu hoch!
Abhilfe:
Motor mit Leerlaufdrehzahl ohne Belastung
laufen lassen bis Temperatur sinkt. Falls
keine Besserung eintritt, Motor abstellen und
Störung beseitigen (Wasserkühler reinigen).
3
STOPP
4
15
Temperatur des Motors des Fahrantriebs
zu hoch!
Abhilfe:
Geschwindigkeit reduzieren, Dieseldrehzahl
erhöhen, Ansauggitter und Kühler reinigen
Feststellbremse
Luftfilter
Verschmutzung der Luftfilteranlage!
Abhilfe:
Luftfilter reinigen, ggf. erneuern
5
Temperatur des Hydrauliköls ist zu hoch!
Abhilfe:
Motor mit Leerlaufdrehzahl ohne Belastung
laufen lassen bis Temperatur sinkt. Falls
keine Besserung eintritt, Motor abstellen
und Störung beseitigen (Hydraulikölkühler
reinigen).
Temperatur Motor Fahrantrieb
Kühlwassermangel
Kühlwasserstand zu niedrig!
Abhilfe:
Kühlwasser nachfüllen.
Hydraulikölstand zu niedrig!
Abhilfe:
Hydrauliköl nachfüllen und
evtl. Leckstellen sofort beseitigen.
Ölstand
16
Lösedruck der Feststellbremse während
der Fahrt zu niedrig.
Abhilfe:
Fahrzeug sofort anhalten.
Kundendienst informieren.
Speicherdruck Betriebsbremse
Ölstand
zu hoch
6
Ölstand
zu niedrig
7
17
STOPP
AdBlue Reserve
8
AdBlue Tankinhalt auf Reserve
Abhilfe:
Tanken
Motorstörung
9
CAN-BUS-Verbindung Motor
10
Druckluftanlage
18
CHECK ENGINE.
Allgemeine Störung
Motor- und Abgasnachbehandlung
CAN-BUS-Verbindung
zur Motorsteuerung gestört.
Abhilfe:
Kundendienst informieren.
11
Dieseltankinhalt auf Reserve,
noch ca. 50 Liter.
Abhilfe:
Tanken
Wasser im Dieselfilter
12
66
Kondenswasser im Dieselfilter
Abhilfe:
Wasser am Schauglas ablassen
Kesseldruck der Druckluftanlage zu niedrig
Abhilfe:
Motor im Stand laufen lassen bis Druck
erreicht ist.
CAN-BUS-Verbindung Konsolenrechner
19
CAN-BUS-Verbindung
zum Konsolenrechner gestört.
Abhilfe:
Kundendienst informieren.
CAN-BUS-Verbindung Fahrsteuerung
20
Dieseltankinhalt
Öldruck im Hydraulikspeicher für die
Betriebsbremse zu niedrig
Abhilfe:
Fahrzeug sofort anhalten und Motor
abstellen, evtl. Leckstellen beseitigen,
Kundendienst informieren.
CAN-BUS-Verbindung
zum Zentralrechner gestört.
Abhilfe:
Kundendienst informieren.
4Beleuchtung
4.1 Blinker, Warnblinkanlage
und Bremslicht
2
Fahrtrichtungswechsel bei Straßenfahrt
mit Blinklicht anzeigen.
1
Blinker einschalten
•
Fahrtrichtungsanzeiger am Lenkrad betätigen,
die Blinker (1, 3) blinken auf einer Seite (recht/links)
auf.
Warnblinkanlage
•
Ist die Warnblinkanlage eingeschaltet, blinken alle
Blinker (1, 3) gleichzeitig.
Bremslicht
•
•
•
Die Bremsleuchten (4) leuchten auf, wenn:
bei eingeschalteter Zündung die Betriebsbremse betätigt wird
beim Abbremsen über den Fahrhebel
Begrenzungsleuchten
4
3
Bei eingeschaltetem Standlicht leuchten die Frontbegrenzungsleuchten (2).
Diese sind immer eingeschaltet, wenn Standlicht, Abblendlicht oder Fernlicht eingeschaltet sind.
Warnblinkanlage einschalten
Der Schalter (8) für die Warnblinkanlage befindet sich in
der Schaltergruppe Dachkonsole.
•
1
2
3
5
11
6
Kippschalter (8) betätigen. Die rote Kontrollleuchte
im Schalter (8) blinkt.
7
8
67
4.2Standlicht
6
Standlicht einschalten
Der Kippschalter (6) für Stand- und Abblendlichtbefindet
sich in der Schaltergruppe Dachkonsole. Er besitzt drei
Stellungen:
I -Aus
II - Standlicht
III -Abblendlicht
•
Kippschalter (6) in Stellung II schalten.
Bei eingeschaltetem Standlicht leuchten:
2
1 -Front-Begrenzungsleuchten.
2 -Heck-Begrenzungsleuchten
1
4.3Abblendlicht
Abblendlicht einschalten
Der Kippschalter (6) für Stand- und Abblendlicht befindet sich in der Schaltergruppe Dachkonsole. Er besitzt
drei Stellungen:
I -Aus
II -Standlicht
III -Abblendlicht
1
Das Abblendlicht kann nur bei eingeschalteter Zündung eingeschaltet werden.
•
Kippschalter (6) in Stellung III schalten.
Zusätzlich zur Beleuchtung bei Standlicht leuchten auf:
1 -Frontscheinwerfer
2 -Schlussleuchten
3 -Nummernschildbeleuchtung
4.4Rückfahrscheinwerfer
3
Die Rückscheinwerfer (4) leuchten bei Rückwärtsfahrt.
2
4
68
4.5Arbeitsscheinwerfer
Arbeitsscheinwerfer einschalten
Die Kippschalter (1, 2, 3) für die Arbeitsscheinwerfer befinden sich in der Schaltergruppe Dachkonsole.
2
(1) - Arbeitsscheinwerfer Überrollbügel
hinter Kabine links und rechts oben
(2) - Arbeitsscheinwerfer Kabinendach vorn oben
(3) - Front-Arbeitsscheinwerfer Frontschürze
3
(5) - Heck-Arbeitsscheinwerfer Kotflügel unten
(11)- Heck-Arbeitsscheinwerfer Geländerrohr mitte
(A) Optional können die Arbeitsscheinwerfer auf
jeweils innerer Position als LED-Scheinwerfer
(A) eingesetzt werden.
A
1
2
3
5
11
11
1
5
69
4.6 NightLight (optional)
Stark gebündeltes Licht (LED Strahler) für die Ausleuchtung der Spritzkegel.
Die Leuchten werden über den Düsenhauptschalter
automatisch über eine Wascheinrichtung (2) gereinigt.
Dieser Vorgang ist bei Leuchtennutzung vollautomatisch gesteuert.
2
1
Die Funktion NightLight wird über das Terminal aktiviert.
1. Hierzu öffnen Sie die Spritzenhauptseite und betätigen den Softkey Nr. 8.
2. Auf der nun geschalteten Seite finden Sie den Softkey mit einem Arbeitsleuchtensymbol.
3. Taste mit Leuchtensymbol betätigen
4.7 Rundumleuchte
In einigen Ländern ist das Einschalten der
Rundumleuchten bei Straßenfahrt vorgeschrieben.
Rundumleuchten einschalten
Der Schalter (7) für die Rundumleuchte befindet sich in
der Schaltergruppe Dachkonsole.
•
•
Kippschalter (7) betätigen.
Die orange Kontrollleuchte im Schalter (7) leuchtet.
7
Rundumleuchte
1 - Rundumleuchte
7
70
5Kabine
5.1 Aufstiegsleiter zur
Fahrerkabine
•
• •
Nicht während der Fahrt über die
Aufstiegsleiter auf- oder absteigen.
Das Mitfahren auf Trittflächen oder
Plattformen ist nicht gestattet.
Optional klappbar über Schalter (siehe Kap. 3.2.2)
Klappen nur bei Stillstand der Maschine möglich
Bei Betätigung darauf achten, dass sich niemand im Gefahrenbereich befindet
5.2 Kabinentür öffnen
• Von außen: mit dem Zündschlüssel aufschließen,
Knopf eindrücken und öffnen.
• Von innen: den Türöffnungshebel hochdrücken.
Während des Betriebs muss die
Kabinentür geschlossen sein.
71
5.3 Luft-Komfort-Sitz
3
Nach der Einstellung des Komfortsitzes, der rechten Armlehne und der
Lenksäulenverstellung überprüfen,
ob der Multifunktionshebel in alle
Richtungen frei beweglich ist. Falls
nicht, muss die Einstellung angepasst
werden.
Der Luft-Komfort-Sitz (1) kann den Bedürfnissen des
Fahrers individuell angepasst werden.
8
1
Die Einstellvorrichtungen des Komfortsitzes dürfen während des Betriebes
nicht betätigt werden.
7
Gewichtseinstellung
Um Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte vor
Inbetriebnahme der Maschine die individuelle Fahrergewichtseinstellung kontrolliert und eingestellt werden. Die
Einstellung erfolgt in absolut ruhigem Sitzen.
• Hebel (6) kurz nach oben (Stellung I) ziehen.
Höheneinstellung
Die Höheneinstellung kann luftunterstützt stufenlos
angepaßt werden. Um Beschädigungen zu vermeiden
den Kompressormax. 1 min betätigen.
• Hebel (6) vollständig nach oben (Stellung I)
ziehen,Fahrersitz (1) wird nach oben verfahren;
Hebel (6) vollständig nach unten (Stellung II)
drücken, Fahrersitz (1) wird nach unten verfahren.
Wird dabei der obere oder untere Endanschlag
der Höheneinstellung erreicht, erfolgt eine automatische Höhenanpassung, um einen Mindestfederweg zu gewährleisten.
Horizontalfederung
Durch die Horizontalfederung werden Stoßbelastungen
in Fahrtrichtung durch den Fahrersitz (1) besser abgefangen.
• Hebel (5) nach vorn umlegen, Horizontalfederung
aktiv; Hebel (5) nach hinten umlegen, Horizontalfederung ausgeschaltet.
5
6
11
Längseinstellung
• Verriegelungshebel (4) hochziehen, Fahrersitz (1)
in die gewünschte Stellung vor- bzw. zurückschieben. Verriegelungshebel (4) einrasten lassen, nach
dem Verriegeln darf sich der Fahrersitz nicht mehr
in eine andere Position verschieben lassen.
Sitzneigungseinstellung
• Linke Taste (3) hochziehen und durch gleichzeitiges Be- oder Entlasten der Sitzfläche Neigung der
Sitzfläche einstellen.
Sitztiefeneinstellung
• Rechte Taste (2) hochziehen und durch gleichzeitiges nach vorn oder hinten Schieben die Sitzfläche
in die gewünschte Position bringen.
2
72
4
9
3
Kopfstütze
Kopfstütze so einstellen, dass die Oberkanten von Kopf
und Kopfstütze möglichst auf gleicher Höhe sind.
• Kopfstütze (10) durch Herausziehen bzw. Drückenüber die spürbare Rasterung in der Höhe anpassen.
Bandscheibenstütze
• Durch Drehen des Handrades (9) nach links oder
rechts kann sowohl die Höhe als auch die Stärke der
Vorwölbung im Rückenpolster individuell angepaßt
werden.
Rückenlehneneinstellung
• Verriegelungshebel (7) hochziehen, Neigung der
Rückenlehne einstellen. Verriegelungshebel (7)
einrasten lassen, nach dem Verriegeln darf sich die
Rückenlehne nicht mehr in eine andere Position verschieben lassen.
9
Linke Armlehne einstellen
• Armlehne (8) nach Bedarf herunter- bzw.
hochklappen.
• Zur Verstellung der Armlehnenhöhe
Abdeckkappe (1) enfernen.
• Sechskantmutter lösen, Armlehne in die gewünschte
Stellung bringen und Sechskantmutter wiederanziehen. Abdeckkappe (12) auf die Sechskantmutter
aufdrücken.
12
7
Einstellbarer Schwingungsdämpfer
Das Schwingverhalten des Fahresitzeskann mittelsdes
stufenlos von „weich“ bis „hart“ einstellbarenSchwingungsdämpferoptimal jeder Fahrsituationangepasst
werden.
• Hebel (11) nach oben ziehen (Sitzkomfort: weich)
• Hebel (11) nach unten drücken (Sitzkomfort: hart).
Der Schwingungsdämpfer muss immer
so straff eingestellt sein, dass auch bei
schlechter Fahrbahn ein Durchschlagen des Sitzes vermieden wird und
dass immer Kontakt zu den Pedalen
gegeben ist.
5.3.1 Rechte Armlehne
Rechte Armlehne (1) und Multifunktionshebel sind eine
Einheit.
Rechte Armlehne einstellen
• Klemmschraube (2) lösen, die Armlehne (1) in
diegewünschte Höhe bringen, Klemmschraube (2)
anziehen.
• Durch Betätigen der Hebel (3) den Neigungswinkel
und die Höhe der rechten Armlehne verstellen.
1
3
2
73
5.4 Lenksäulenverstellung
Nach der Einstellung des Komfortsitzes, der rechten Armlehne und der
Lenksäulenverstellung überprüfen,
ob der Multifunktionshebel in alle
Richtungen frei beweglich ist. Falls
nicht, muss die Einstellung angepasst werden.
1
Lenksäulenverstellung nur bei Stillstand der Maschine ausführen.
Horizontale und vertikale Lenksäulenverstellung
3
Lenksäule (1) wird durch
Federdruck in senkrechter Stellung
gehalten. Vor Betätigung des Pedals
(2) das Lenkrad mit beiden Händen
festhalten.
•
Lenksäule (1) mit Pedal (2) entriegeln und in die
gewünschte Stellung bringen. Nach dem Loslassendes Pedals (2) wird die Lenksäule (1) verriegelt.
2
Horizontale Lenksäulenverstellung
•
Entriegelungshebel (3) lösen. Lenksäule (1) in die
gewünschte Stellung bringen. Entriegelungshebel
(3) wieder festsetzen.
5.5 Ablage für Betriebsanleitung,
Verbandskasten und
Warndreieck
Das Ablagefach für die Betriebsanleitung oder den
Verbandskasten (2) befindet sich unter dem Fahrersitz
(1) vorn.
Das Warndreieck und der Verbandskasten können hinter dem Fahrersitz (3) aufbewahrt werden.
Der Verbandskasten und das Warndreieck müssen auf dem Fahrzeug griffbereit
mitgeführt werden.
Diese sind im Lieferumfang der Maschine
nicht enthalten.
Zu beachten sind die gesetzlichen Bestimmungen der einzelnen Länder bezüglich der Mitnahme verkehrssicherheitsrelevanter Ausrüstungen.
74
1
2
3
5.6 Einweisersitz
Der Einweisersitz darf ausschließlich
während der Einweisungsfahrt benutzt
werden. Ansonsten darf sich, außer
dem Fahrer, keine Person während des
Betriebs auf der Maschine bzw. in der
Fahrerkabine aufhalten.
•
1
1
Vor Benutzung Einweisersitzfläche (1)
herunterklappen.
5.7Innenspiegel
Innenspiegel (1) nach den Erfordernissen des Betriebes
einstellen.
• Innenspiegel (1) von Hand einstellen.
1
5.8 Kühlbox
Die Kühlbox (1) befindet sich unterhalb des Enweisersitzes (2) in der Kabine. Mit Hilfe des 12 V Steckers
(befindet sich an Rückseite der Kühlbox) lässt sich die
Kühlbox an die 12 V Steckdose (3) rechts neben dem
Beifahrersitz anschließen.
2
3
1
5.9 Sonnenblende
•
Stellung der Sonnenblende (1) den Erfordernissen
anpassen.
1
75
5.10 Außenspiegel
Linker Außenspiegel und Anfahrspiegel (1)
Der linke Außenspiegel ist elektrisch verstellbar.
Der Schalter (4) befindet sich in der Dachkonsole.
1
Rechter Außenspiegel und Anfahrspiegel (2)
Der rechte Außenspiegel ist elektrisch verstellbar.
Der Schalter (4) befindet sich in der Dachkonsole.
Linker Außenspiegel und Anfahrspiegel einstellen
Anfahrspiegel so einstellen, dass der
Bodenbereich neben dem rechten bzw.
linken Vorderrad vor dem Anfahren
kontrolliert werden kann.
•
•
2
Schalter (4) nach links drehen (Pfeil nach links).
Schalter (4) nach oben, unten und seitlich betätigen, bis der Außenspiegel und Anfahrspiegel
eingestellt ist.
Rechten Außenspiegel und Anfahrspiegel einstellen
•
•
Schalter (4) nach rechts drehen (Pfeil nach rechts).
Schalter (4) nach oben, unten und seitlich betätigen, bis der Außenspiegel (2) eingestellt ist.
5.11 Notausstieg
Das Seitenfenster (1) in Fahrtrichtung rechts, neben
dem Fahrersitz, kann für den Notfall als Ausstiegstür
geöffnet werden.
Hierzu:
•
•
•
Hebel (2) nach vorn bis zum Rastpunkt schwenken.
Sicherungsstift (3) ziehen und entfernen.
Seitenfenster (1) ganz öffnen.
4
1
2
3
1
76
5.12 Frontscheibenwischer
Der Kippschalter (9) für den Frontscheibenwischer befindet sich in der Dachkonsole.
Er besitzt drei Stellungen:
I -Aus
II -Intervall
III -Dauerbetrieb
Frontscheibenwischer einschalten
• Kippschalter (9) betätigen.
9
10
5.13 Scheibenwaschanlage Frontscheibe
Der Schalter (10) für die Scheibenwaschanlage befindet
sich in der Dachkonsole.
Scheibenwaschanlage einschalten
• Kippschalter (10) betätigen.
5.14 Verstellbare Luftdüsen
•
•
Im vorderen Dachbereich der Kabine befinden sich
sechs manuell einstellbare Luftdüsen (1)
Im hinteren Dachbereich der Kabine befinden sich
zwei manuell einstellbare Luftdüsen (2)
1
Lamellen der Luftdüsen so einstellen,
dass das Beschlagen der Scheiben vermieden wird.
2
5.15 Radioeinbau
In der Dachkonsole befindet sich der ISO Schacht für
Radioeinbau (1). Angaben über die Anschlüsse siehe
Schaltplan im Kap. Wartung - Elektrik. (1)
1
Nicht an eine Außenantenne angeschlossene Telefone und Funkgeräte können zu
Funktionsstörungen an der Fahrzeugelektronik führen und dadurch die Betriebssicherheit des Fahrzeuges gefährden.
77
6 Prüfung vor
Inbetriebnahme
6.1 Tägliche Prüfungen
•
•
•
•
•
Motor
Hydraulikanlage
Kühlersieb
Kühlsystem
Reifen
•
•
•
•
•
Kraftstoffsystem
Kontrolleuchtentest
Lichtfunktion
Bremse
Hydrostatanlage
6.2 Schmutzablagerungen im
Motorraum
Eine Mischung aus Staub, Öl und
pflanzlichen Rückständen im Motorraum ist ein Brandherd und bedeutet
erhöhte Feuergefahr.
Den Motor und den Motorraum stets sauberhalten.
Wenn notwendig, Verschmutzungen mit Druckluft wegblasen und Ölablagerungen wegwischen.
1
6.3 Motorölstand
Den Motor nicht in Betrieb setzen, wenn der Ölstand
unterhalb der unteren Markierung am Ölmeßstab ist.
Der Ölstand sollte immer zwischen der unteren und
oberen Markierung sein. Bei der Prüfung des Ölstandes
muss die Maschine auf einer ebenen Fläche stehen.
Der Ölstand kann über den Peilstab (1), linke Motorseite,
oder über das Terminal, Seite Informationsbereich (2),
abgerufen werden.
6.4 Kraftstoff- und AdBlue-Stand
2
Bei eingeschalteter Zündung den Kraftstoffstand (3) sowie AdBlue-Stand (2) am Infoterminal, Seite "Kraftstofftankanzeige" kontrollieren.
Bei Betreiben des Fahrzeuges ohne
AdBlue /DEF erlischt die Straßenzulassung. Rechtliche Konsequenz: Fahrzeug
darf auf öffentlichen Straßen nicht mehr
betrieben werden.
Wenn der AdBlue Stand bis auf etwa 10%
abgesunken ist, leuchtet am Bedienterminal eine Warnleuchte. Das Auffüllen von
AdBlue ist rechtzeitig vorzunehmen! Bei
weiterem Absinken auf etwa 2,5% droht
eine Reduzierung der Motorleistung.
78
2
3
6.5 Hydraulikölstand
Spritzgestänge einklappen und Motor abstellen.
Ölkontrolle:
• Messstab (1)
(in Fahrtrichtung rechts am Hydrauliktank)
• Ölstand an Kerbe ablesen. Ölfüllstand muss
sich zwischen den Kerben befinden oder Ölstand
im Schauglas (2) sichtbar (in Fahrtrichtung rechts) kontrollieren.
1
2
6.6 Motorkühlmittel - Kontrolle
Motorkühlflüssigkeit durch abnehmen des Verschlusses
(2) prüfen. Die Kühlflüssigkeit muss am oberen Rand
sichtbar sein.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem (Kapitel
Wartung und Pflege).
6.7 Reifen
2
Reifen täglich auf Schnitte oder Brüche und offensichtlich niedrigen Luftdruck prüfen.
Mindestens einmal wöchentlich den Reifendruck mit
einem genau arbeitenden Prüfgerät messen.
Kontrollieren Sie den Festsitz der Radmuttern.
6.8 Prüfungen in der Kabine
Kontrolleuchtentest und Lichtfunktionen (siehe Kapitel
Beleuchtung und Signaleinrichtungen).
79
7Inbetriebnahme
In diesem Kapitel erhalten Sie Informationen zur Inbetriebnahme Ihrer Maschine.
Vor Inbetriebnahme der Maschine muss der Bediener die Betriebsanleitung gelesen
und verstanden haben.
Beachten Sie das Kapitel "Sicherheitshinweise für den Bediener", beim
o
Transportieren der Maschine
o
Einsatz der Maschine
o
An- und Abkuppeln von Anhängern
•
•
Die Maschine muss den Vorschriften der nationalen Straßenverkehrsvorschriften entsprechen.
Fahrzeughalter (Betreiber) wie auch Fahrzeugführer (Bedienperson) sind für das Einhalten
der gesetzlichen Bestimmungen der nationalen Straßenverkehrsvorschriften verantwortlich.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Aufwickeln, Einziehen und
Fangen im Bereich hydraulisch oder elektrisch betätigter Bauteile.
Blockieren Sie keine Stellteile auf dem Trac, die zum direkten Ausführen von hydraulischen oder
elektrischen Bewegungen von Bauteilen dienen, z. B. Klapp-, Schwenk- und Schiebevorgänge.
Die jeweilige Bewegung muss automatisch stoppen, wenn Sie das entsprechende Stellteil loslassen. Dies gilt nicht für Bewegungen von Einrichtungen, die
• kontinuierlich sind oder
• automatisch geregelt sind oder
• funktionsbedingt eine Schwimmstellung oder Druckstellung erfordern
7.1 Eignung des Tracs überprüfen
WARNUNG
Gefahren durch Bruch beim Betrieb, unzureichende Standfestigkeit und unzureichende
Lenk- und Bremsfähigkeit des Tracs bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz des Tracs!
• Führen Sie eine Bremsprobe durch, um zu kontrollieren, ob der Trac die erforderliche
Bremsverzögerung auch mit Anhänger erreicht.
Voraussetzungen für die Eignung des Tracs sind insbesondere:
• das zulässige Gesamtgewicht
• die zulässigen Achslasten
• die zulässige Stützlast am Kupplungspunkt des Tracs
• die Reifentragfähigkeiten der montierten Reifen
• die zulässige Anhängelast muss ausreichend sein
Diese Angaben finden Sie auf den Typenschild oder im Fahrzeugschein
und in der Betriebsanleitung des Tracs.
Berechnen der tatsächlichen Werte für Trac-Gesamtgewicht, Trac-Achslasten und
Reifentragfähigkeiten, sowie der erforderlichen Mindest-Ballastierung
Das zulässige Gesamtgewicht des Tracs, das im Fahrzeugschein angegeben ist,
muss größer sein als die Summe aus Trac-Leergewicht und Gesamtgewicht.
80
7.2 Sichern des Tracs gegen unbeabsichtigtes Starten und Verrollen
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln, Einziehen, Fangen und Stoß bei Eingriffen an der Maschine durch
• unbeabsichtigtes Absenken angehobener, ungesicherter Maschineteile.
• unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen der Maschine.
Sichern Sie Trac und Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen,
vor allen Eingriffen an der Maschine.
Verboten sind alle Eingriffe an der Maschine, wie z. B. Arbeiten zum Montieren, Einstellen, Beseitigen von Störungen, Reinigen, Warten und Instandhalten,
o bei angetriebener Maschine.
o wenn Trac nicht mit Feststell-Bremse und/oder Unterlegkeilen gegen unbeabsichtigtes
Verrollen gesichert sind.
o wenn bewegliche Teile nicht gegen unbeabsichtigte Bewegung blockiert sind.
81
82
8 Motorbetrieb
8.1 Motor einfahren
Vom Hersteller nicht autorisierte
Änderungen am Motor haben ein
Erlöschen des Gewährleistungsschutzes zur Folge
Der Motor ist für normale Betriebsbedingungen sofort
einsatzbereit; in den ersten 100 Betriebsstunden ist
jedoch besondere Vorsicht geboten.
Daher folgende Hinweise beachten:
• Bei zu niedrigem Öldruck erfolgt ein akustisches
Warnsignal. Motor abstellen und Ursache feststellen.
• Bei zu hoher Kühlmitteltemperatur erfolgt ein
akustisches Warnsignal. Motor sofort abstellen und abkühlen lassen. Ursache der Überhitzung feststellen.
1
• Den Verschlussdeckel (1) nie
bei heißem Motor öffnen.
Motor abstellen und warten bis der
Motor abgekühlt ist.
• Verschlussdeckel ganz entfernen
(siehe Kapitel Motorkühlmittel Kontrolle)
•
•
•
Motorölstand über Peilstab (2) oder über Seite InformationsbereichTerminal (3), in regelmäßigen Zeitabständen überprüfen (siehe „Wartung und Pflege“);
auf Leckstellen achten!
Bis das notwendige Gefühl und Gehör für die
Motor- und Betriebsgeräusche vorhanden ist,
besonders aufmerksam und wachsam sein.
Während der ersten 20 Betriebsstunden hohe
Belastung bzw. Leerlauf des Motors über 5 Minuten Dauer vermeiden.
2
8.2 Vor dem Anlassen des Motors
•
•
•
Stets vergewissern, dass sich
niemand im Bereich der Selbstfahrenden Spritze aufhält;
Hupe betätigen.
Motor niemals ohne Absauganlage
in geschlossenen Räumen laufen lassen.
Für ausreichende Belüftung sorgen.
3
83
8.3 Voraussetzungen zum Anlassen
des Motors
Konsolenschalter und Kontrolleuchten
1 - Freigabeschalter Fahrantrieb
2 - Freigabeschalter Feststellbremse
1
2
Betätigung Freigabeschalter
1
Die Freigabeschalter sind gegen
unbeabsichtiges Betätigen verriegelt.
Zum Betätigen der Freigabeschalter (1), Verriegelung
(2) nach vorn schieben und Freigabeschalter
drücken.
Freigabeschalter: Fahrantrieb
2
Durch Betätigen wird der Fahrantrieb (Position I) freigegeben.
Bei eingeschaltetem Fahrantrieb
(Position I ) kann der Motor nicht
gestartet werden.
Bei Betätigung des Schalters Fahrantrieb dürfen sich keine Personen im
unmittelbaren Gefahrenbereich der
Maschine aufhalten!
ein
aus
84
8.4 Zündung einschalten
Das Zündschloss hat 4 Stellungen:
0- Aus
I -
Stromkreis für die Elektronik ist eingeschaltet
II -
Die Zündung ist eingeschaltet
III-
Startstellung
0
I
II
III
Folgende Kontrollleuchten leuchten auf:
• Kontrollleuchte Motorstörung (1) für ca. 2 Sekunden
• Kontrollleuchte Ladekontrolle (2) für ca. 2 Sekunden
• Kontrollleuchte Ladekontrolle (3) für ca. 2 Sekunden
Jobrechner macht intern ein Systemcheck
Display Grundbild erscheint
1
3
8.5 Motor anlassen
•
Den Motor nur vom Fahrersitz aus
anlassen.
2
Zündschlüssel (1) in Stellung III drehen. Sobald der
Motor anspringt, den Schlüssel sofort loslassen.
Niemals länger als 20 Sek. den Schlüssel in Anlassstellung halten.
Wird der Schaltschlüssel in Stellung I zurückgeführt
bevor der Motor anspringt, mit dem neuen Startvorgang
solange warten, bis der Motor stillsteht.
Falls der Motor nicht innerhalb von
20 sek. anspringt, bis zum nächsten Startvorgang mindestens 2 min.
warten.
Jobrechner macht intern ein Systemcheck
Display Grundbild erscheint
85
8.6 Kontrollleuchte Motorstörung
Die Kontrollleuchte Motorstörung (1) leuchtet auf, wenn
der Motoröldruck zu gering ist oder eine Störung vorliegt.
•
•
•
0
I
II
Motor sofort abstellen
Motorölstand kontrollieren, gegebenenfalls
Kundendienst kontaktieren
Störungen der Abgasnachbehandlung werden im
Terminal angezeigt (siehe Kap. 3.10.4)
III
1
8.7Ladekontrollleuchten
Die Ladekontrollleuchte (2) und (3) leuchtet auf, wenn
die Ausgangsspannung der Drehstromgeneratoren nicht
ausreicht um die Batterien zu laden.
•
Kabel und Anschlüsse am Drehstromgenerator
und an den Batterien überprüfen. Keilriemen am
Drehstromgenerator überprüfen.
3
2
8.8 Starterbatterien und
Bordnetzbatterie
Entweichendes Batteriegas ist
hochexplosiv. Funkenbildung und
offene Flammen in der Nähe der
Batterie vermeiden. Batterie
immer polrichtig anschließen, das
Massekabel an (1) Minuspol und
Starterkabel an (2) Pluspol.
Bei Nichtbeachten der richtigen
Polarität zwischen Batterie und Drehstromgenerator entstehen schwerwiegende Schäden an der elektrischen Anlage. Immer den Pluspol zuerst
anschließen und dann den Minuspol!
2
86
1
8.9 Motor abstellen
Vor dem endgültigen Abstellen den Motor 1 - 2 min. im unteren Leerlaufbereich drehen lassen, um alle wichti-
gen Teile des Motors abzukühlen.
• Zündschlüssel (1) in Position „0“ drehen.
Vor dem Verlassen der Fahrerkabine
immer den Zündschlüssel (1) abziehen.
0
I
II
1
III
8.10 Abwürgen des Motors
Wird ein betriebswarmer Motor
abgewürgt, dann sofort wieder starten, um übermäßigen Hitzestau an funktionswichtigen Teilen zu vermeiden.
Motor vor dem endgültigen Abstellen
ca. 1 bis 2 Minuten laufen lassen.
8.11 Bei kaltem Wetter
Den Kraftstofftank am Ende eines jeden Arbeitstages,
ganz besonders aber am Ende einer Arbeitssaison,
vollständig füllen, um Kondenswasserbildung zu
vermeiden.
Bei Benutzung in kalter Jahreszeit bei Temperaturen
unter 10 °C (50 °F) stets als Kraftstoff einen sogenannten
„Winterdiesel“ verwenden.
Mischung und Anwendung der Kühlflüssigkeit,
siehe Kapitel „Motorkühlmittel“.
87
9 Fahren und Transport
9.1 Allgemeines zum Fahren
Folgende Hinweise sind beim PT zu beachten:
•
•
•
Das Fahrverhalten des PT verlangt wegen der
Fahrzeugabmessungen und der vorgelagerten
Sitzposition eine gewisse Einübung.
Das Fahrverhalten des PT ist in Stufe I bis IV
unterschiedlich.
Bei Fehlermeldung im Infoterminal sofort anhalten und Fehler beseitigen. Ist dies nicht möglich
Kundendienst oder Ihren Vertragshändler
informieren.
1
Bei betätigtem Schnellstopp-Taster
Fahren nicht möglich.
Schnellstopp-Taster durch drehen
gegen den Uhrzeigersinn entriegeln.
9.2 Motor anlassen
Einzelheiten siehe Kapitel 8 „Motorbetrieb“.
9.3Bremsen
Vor Beginn jeder Fahrt Funktion der
Bremsen prüfen.
Niemals mit angezogener Feststellbremse fahren.
9.3.1 Fußbremse (Straßenfahrt)
Durch Betätigen der Fußbremse (1) verzögert der
Hydrostat automatisch.
9.3.2 Freigabeschalter: Feststell­bremse
Feststellbremse lösen:
Den Schalter in Stellung (1) schalten
Längeres Fahren mit angezogener
Feststellbremse führt zur Überhitzung
der Bremse.
Feststellbremse betätigen:
Betätigungssperre (A) nach oben schieben und den
Schalter in Stellung (2) schalten
88
1
9.4 Fahren und Lenken
Die Selbstfahrende Spritze schwenkt
aus. Bei Kurvenfahrt beachten.
Die Selbstfahrende Spritze ist mit verschiedenen Lenkkombinationen ausgestattet (optional).
•
•
•
•
C B A
Manuelle Vorderachslenkung
Allradlenkung
Hundegang
Tippbetrieb über Fußschalter (1)
für Vorgewende
Die Lenkachse der Selbstfahrenden Spritze
befindet sich hinter der Sitzposition!
Machen Sie sich mit den veränderten
Lenkgegebenheiten vertraut.
1
Bedienungselemte Lenkung Schalterkonsole:
A - Allgemeine Freigabe Hinterachslenkung
B - Lenkungsart: Hundegang
C - Lenkungsart: Allrad
C
B
A
9.4.1 Manuelle Vorderachslenkung
Die Vorderachse wird standardmäßig hydraulisch über
das Lenkorbitrol angesteuert.
9.4.2 Einstellung Lenkungsart
Freigabe HA-Lenkung
• Schalter (A) "Allgemeine Freigabe Hinterachslenkung"
aktivieren = Hinterachslenkung wird entriegelt und
elektrohydraulisch in Mittelstellung gehalten.
Symbol
1
erscheint im Display (1)
89
9.4.3 Allradlenkung über
Konsolenschalter
Zusätzlich zu Schalter (A) Schalter (C) aktivieren.
• Schalter C "Lenkungsart Allrad" aktivieren
Symbol
erscheint im Display (2)
Die hinteren Räder lenken entgegengesetzt zu
den vorderen Rädern
2
9.4.4 Hundegang
• Wird zu Schalter (A) und Schalter (B)
"Lenkungsart Hundegang" aktiviert, lenkt die
Hinterachse gleichsinnig zur Vorderachse.
Symbol
erscheint im Display
C
A
B
9.4.5 Allradlenkung über Fußschalter
(Tippbetrieb Vorgewende)
•
•
Schalter (A )
"Allgemeine Freigabe Hinterachslenkung"
aktivieren = Hinterachslenkung wird entriegelt und
elektrohydraulisch in Mittelstellung gehalten.
Fußtaster (1) betätigen = Hinterachse lenkt
entgegengesetzt zur Vorderachse.
1
9.4.6 Differenzialsperre über Fußschalter
(Tippbetrieb)
• Die Differenzialsperre ist aktiv, solange der
Fußtaster (2) betätigt wird.
Die Differenzialsperre darf nicht auf
befestigten Flächen eingesetzt werden.
Kurvenfahrten im Feld mit Differenzialsperre sind unbedingt zu vermeiden!
Aktivieren nur im Stillstand oder bei
gleicher Drehzahl der Vorder- und
Hinterachse erlaubt!
90
2
9.5 Vorwärts-, Rückwärtsfahren
Fahrgeschwindigkeit der Selbstfahren-
den Spritze auf Straße und Feld stets
den gegebenen Bedingungen anpassen.
1
Vorwärts Anfahren aus dem Stillstand:
Nach dem Starten des Motors befindet sich das Getriebe
im 1. Gang.
• Freigabe Fahrantrieb muss eingeschaltet sein
• Aktivierungstaste (1) auf der Rückseite des
Fahrhebels drücken.
• Bewegt man den Fahrhebel nach vorne, setzt sich die
Maschine vorwärts in Bewegung und beschleunigt.
• Lässt man den Hebel los, kehrt er selbstständig in die
Mittelstellung zurück, die Geschwindigkeit bleibt
konstant.
• Bewegt man den Fahrhebel nach hinten, verzögert die
Maschine, sie wird abgebremst, bis sie kraftschlüssig
zum Stillstand kommt.
Rückwärts Anfahren aus dem Stillstand:
Nach dem Starten des Motors befindet sich das Getriebe
im 1. Gang.
• Freigabe Fahrantrieb muss eingeschaltet sein
• Aktivierungstaste (1) auf der Rückseite des
Fahrhebels drücken.
• Bewegt man den Fahrhebel nach hinten, setzt sich die
Maschine rückwärts in Bewegung und beschleunigt.
• Lässt man den Hebel los, kehrt er selbstständig in die
Mittelstellung zurück, die Geschwindigkeit bleibt
konstant.
• Bewegt man den Fahrhebel während der
Rückwärtsfahrt nach vorne, verzögert die Maschine, bis zum kraftschlüssigen Stillstand
1
Beim Rückwärtsfahren des Selbstfahrers
ertönt ein akustisches Warnsignal.
Anfahren nur möglich, wenn der Druck
in der Druckluftanlage mindestens 5 bar
beträgt.
91
9.6 Verschiedene Fahrmodi
Anwählen der Fahrmodi über
1
Drucktaste Multifunktionshebel
(1)Wechsel Fahrbetrieb Fahrmodus I / Fahrmodus II
Folientaste Multifunktionshebel
(2)Wechsel Fahrbetrieb in Fahrmodus III
2
Umschalten zwischen Fahrmodus I und Fahrmodus II:
Durch wiederholtes Drücken der Taste "N" (1) können
Sie zwischen diesen beiden Fahrmodi wechseln.
Das Umschalten ist nur bei Stillstand des
Fahrzeuges möglich.
Anwahl des Fahrmodus III:
Durch Drücken der Taste "Vario" (2) können SIe aus
dem Fahrmodus I oder II in den Fahrmodus III wechseln
9.6.1 Einstellung Funktion
Fahrmodus I Fahrhebel / Pedal (1)
A
C
B
D
Steuerung der Geschwindigkeit über den Fahrhebel.
Steuerung Dieseldrehzahl über Tastaturfelder
(A) + (B) an Konsole oder Fußpedal abrufen.
(siehe auch Kap. 3.3)
Durch drücken der Tasten "Drehzahl erhöhen" (A) oder
"Drehzahl senken" (B) können Sie in diesen Fahrmodus
eine feste Dieseldrehzahl (Handgas) einstellen.
1
Alternativ können Sie zwei Dieseldrehzahlen
abspeichern:
Hierzu stellen Sie zuerst die höhere Dieseldrehzahl
über die Taste (A) ein und drücken anschließend die
Taste (C) zum Abspeichern.
Über die Taste (B) stellen Sie jetzt die niedrigere Dieseldrehzahl ein und drücken anschließend zum Speichern
die Taste (D).
Die beiden Drehzahlen können Sie über Taste
"min." (4) oder max. (3) abrufen.
2
Alternativ können Sie auch die Dieseldrehzahl über das
Gaspedal einstellen.
3
92
4
9.6.2 Einstellung Funktion
Fahrmodus II Pedal 2
(2)
Fußpedal wird über den Fahrhebel freigegeben.
Hierzu wählen Sie die gewünschte Fahrtrichtung und
drücken am Fahrhebel die Taste (R).
Die Dieseldrehzahl wird automatisch geregelt. Fahrgeschwindigkeit wird durch die Pedalstellung verändert.
R- Aktivierungstaste
R
O
P
IV
III
II
I
BMII-193
9.6.3 Einstellung Funktion
Fahrmodus III V auto (3)
3
Steuerung der Geschwindigkeit über den Fahrhebel.
Die Dieseldrehzahl wir automatisch geregelt. In diesem
Modus steht Ihnen eine Tempomatfunktion zur Verfügung. Die abgespeicherte Tempomat-Geschwindigkeit
wird neben dem Fahrmodus-Symbol angezeigt und mit
möglichst geringer Motordrehzahl (n min.) angefahren.
Darüber hinaus können Sie für das Vorgewende eine
niedrigere Geschwindigkeit (V min.) vorgeben.
Siehe unter Kap. 3.10.1.1
Bei freigegebener Funktion "Autoturn" (Kap. 3.10.3)
können Sie in diesem Fahrmodus das VorgewendeManagement Autoturn über die
Fahrhebelstellung links (4) + Aktivierungstaste (5)
ein- bzw. ausschalten.
Hierbei werden alle Funktionen die Sie bei der
Grundeinstellung angegeben haben berücksichtigt
(Kap. 3.10.1.1).
4
5
V auto: Geschwindigkeit wird angefahren und gehalten.
93
9.7 Beschleunigungsverhalten
einstellen
Durch den Schalter (1) können auch während der Fahrt
vier verschiedene Beschleunigungsstufen gewählt
werden.
Bei gleichbleibender Betätigung des Fahrhebels in einer
Richtung und bei gleichbleibender Motordrehzahl,
nimmt
die Fahrgeschwindigkeit in der Beschleunigungsstufe I
am langsamsten bzw. in Beschleunigungsstufe IV am
schnellsten zu bzw. ab.
Schalterstellung I: Schalterstellung IV: langsame Beschleunigung
schnelle Beschleunigung
9.8 Tempomat
Durch den Tempomat wird die abgespeicherte Geschwindigkeit automatisch angefahren.
Speicherung der Geschwindigkeit
• Auf die gewünschte Geschwindigkeit beschleunigen.
• Durch die Betätigung derTaste (1) wird die
Geschwindigkeit gespeichert.
Abrufen der Geschwindigkeit:
• Die gespeicherte Geschwindigkeit wird durch
Betätigen der Taste (2) angefahren.
Die Geschwindigkeit ändert sich mit der Motordrehzahl.
Wird die Motordrehzahl erhöht, erhöht sich auch die
Geschwindigkeit.
Wird die Motordrehzahl verringert, verringert sich auch
die Geschwindigkeit.
94
1
2
1
9.9 Überhitzen des Hydrostatsystems vermeiden
Bei Überhitzen des Hydrostatsystems erfolgt ein akustisches und ein optisches Warnsignal im Display. Die Fahrgeschwindigkeit wird automatisch begrenzt. Motor abstellen und Ursache der Überhitzung feststellen.
Anschließend durch Wahl einer höheren Motordrehzahl die Kühlwirkung des Ölkühlers erhöhen. Dadurch wird die
Öltemperatur heruntergesetzt.
Das Antriebsmoment, das auf die Antriebsräder wirkt, ist vom Öldruck im System des hydrostatischen Antriebes abhängig. Wird der Druckbedarf höher als der Druck im Hydrostatsystem,
öffnet sich das Überdruckventil, und die Selbstfahrende Spritze bleibt stehen.
Vorsicht.
Überhitzungsgefahr!
Der Systemdruck wird am Infoterminal angezeigt.
Sobald das erforderliche Antriebsmoment sinkt (dies wird erreicht, indem der 1. Gang und eine
niedrigere Geschwindigkeit gewählt wird), fährt die Selbstfahrende Spritze wieder weiter.
95
9.10 Transportfahrten / Transporthinweise
Beachten Sie bei Transportfahrten das Kapitel "Sicherheitshinweise".
Überprüfen Sie vor Transportfahrten,
o
den ordnungsgemäßen Anschluss der Versorgungsleitungen.
o
die Lichtanlage auf Beschädigung, Funktion und Sauberkeit,
o
die Brems- und Hydraulik-Anlage auf augenfällige Mängel.
o
ob die Feststell-Bremse vollständig gelöst ist.
o
die Funktion der Bremsanlage.
o
die gesamte Maschine nach aufgenommener Erde – gegebenenfalls Maschine reinigen.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Einziehen, Fangen
und Stoß durch unbeabsichtigte Bewegungen der Maschine.
• Kontrollieren Sie bei klappbaren Maschinen das korrekte Verriegeln der
Transport-Verriegelungen.
• Sichern Sie die Maschine gegen unbeabsichtigte Bewegungen, bevor Sie Transportfahrten
durchführen.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfassen, Einziehen
oder Stoß durch unzureichende Standfestigkeit und Umkippen.
• Richten Sie ihre Fahrweise so ein, dass Sie den Trac und gegebenenfalls den Trac mit
Anhänger jederzeit sicher beherrschen.
Berücksichtigen Sie hierbei ihre persönlichen Fähigkeiten, die Fahrbahn-, Verkehrs-, Sicht- und
Witterungsverhältnisse, die Fahreigenschaften des Tracs sowie die Einflüsse eines Anhängers.
WARNUNG
Gefahren durch Bruch beim Betrieb, unzureichende Standfestigkeit und unzureichende
Lenk- und Bremsfähigkeit des Tracs bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz des Tracs!
• Diese Gefährdungen verursachen schwerste Verletzungen bis hin zum Tod.
• Beachten Sie die maximale Zuladung des Anhängers und die zulässigen
Achs- und Stützlasten des Tracs.
• Beachten Sie das zulässige Gesamtgewicht der Maschine sowie die
zulässige Achs- und Stützlast.
• Fahren Sie gegebenenfalls nur mit teilbefülltem Behälter.
WARNUNG
Sturzgefahr von der Maschine beim unerlaubten Mitfahren!
Verboten ist das Mitfahren von Personen auf der Maschine und/oder das Besteigen
von laufenden Maschinen.
Verweisen Sie Personen vom Beladeplatz, bevor Sie mit der Maschine anfahren.
VORSICHT
• Verboten sind Transportfahrten mit festgestelltem Trac-Steuergerät. Stellen Sie das
Trac-Steuergerät auf dem Traktor bei Transportfahrten grundsätzlich in Neutral-Stellung.
• Nutzen Sie die Transport-Verriegelung zum Verriegeln des eingeklappten Spritzgestänges
in Transportstellung gegen unbeabsichtigtes Ausklappen.
• Nutzen Sie die Transport-Sicherung zum Sichern der hochgeschwenkten Einspülschleuse
in Transport-Position gegen deren unbeabsichtigtes Herunterschwenken.
• Nutzen Sie die Transport-Position der Aufstiegsleiter (Leiter nach oben geschwenkt).
96
• Zur Einhaltung eines ausreichenden Abstandes zu elektrischen Freileitungen darf die
Gesamthöhe der Maschine 4 m (13 ft) nicht übersteigen.
• Beim Fahren oder Abschleppen auf öffentlichen Straßen die örtlichen Verkehrs bestimmungen beachten.
9.11 Transportstellung
Spritzgestänge
• Auf öffentlichen Straßen ist Fahren
nur mit eingeklapptem und abgeleg tem Gestänge zulässig.
Transport-Sicherung Gestängeauflage
• Vor Beginn der Straßenfahrt darauf
achten, dass das Gestänge in den
vorderen Auflagen (2) + (3) sicher
aufliegt! Das Gestänge muss an der Verriegelung (4) oder (5) sicher
eingerastet sein.
•
Transportverriegelung Hubmast (1)
•
Klappverriegelung Gestänge (2)
•
Kontrolleinheit – vom Fahrersitz einsehbar
– zur Überprüfung der Verriegelung (3)
•
Transportsicherung Gestänge 5-teilig (4)
•
Transportsicherung Gestänge 7-teilig (5)
1
3
2
4
5
97
9.12 Abschleppen
Das Fahrzeug kann über die Abschleppöse oder
über das Zugmaul an der Rückseite des Fahrzeugs
abgeschleppt werden. Hierzu muss bei Ausfall des
Fahrantriebs das Achsverteilgetriebe auf neutral
geschaltet werden.
1
Neutralstellung einstellen:
•
•
•
•
In den 2. Gang schalten
Kugelhahn (1) schließen
In den 1. Gang schalten: Schaltgetriebe befindet
sich jetzt in Neutralstellung
Nach dem Abschleppen des Fahrzeuges
Kugelhahn (1) wieder öffnen.
9.13 Notlösen der Feststellbremse
Nur Schleppen aus dem Gefahrenbereich. Niemals über längere
Strecken abschleppen.
Maschine durch Unterlegkeile gegen
unbeabsichtigtes Wegrollen während
der Wartungsarbeiten sichern.
1
Wenn die Maschine den Öldruck für das Lösen der
Feststellbremse nicht aufbaut, kann die Feststellbremse
manuell gelöst werden.
•
•
•
Abdeckkappe (1) abschrauben
Kontermutter (2) lösen
Einstellschraube herausdrehen bis sich die
Feststellbremse löst
9.13.1 Einstellen der Feststellbremse
Einstellen der Feststellbremse bei gelöstem Zustand
(Öldruck vorhanden):
•
•
•
•
Einstellschraube hineindrehen bis größerer Widerstand spürbar. Die Bremsbeläge liegen jetzt an der
Bremsscheibe an.
Jetzt die Einstellschraube eine halbe Umdrehung
herausdrehen. Es stellt sich ein Spiel von 1mm
zwischen Belägen und Scheibe ein.
Kontermutter (2) anziehen
Abdeckkappe (1) anschrauben
98
2
9.14 Anhängevorrichtung (optional)
Die Anhängevorrichtung (1) zum Ziehen von gebremsten Anhängern kann wie folgt eingesetzt werden:
•
mit Zugöse 40 DIN 74054
•
mit zulässigem Gesamtgewicht von 16.000 kg
•
ohne Stützlast
1
• Der Anhängerbetrieb ist bis zu einer
Geschwindigkeit von 25 km/h und
einer Anhängerlast von 16 to
zulässig.
3
• Es dürfen nur Anhänger mit funktio nierender 2-Kreis-Druckluftbrems anlage verwendet werden.
• Bei Anhängerbetrieb mit beladenem Anhänger nicht über den Fahrhebel stark abbremsen. Bei starken Ver zögerungen die Betriebsbremse
benutzen, da dann auch der
Anhänger entsprechend mitbremst.
2
(2) Anschluss für die Bremse des Anhängers
(3) Anschluss für die Beleuchtung des Anhängers
Bei Reduzieren der Fahrgeschwindigkeit über den
Fahrhebel bei unbeladenem Anhänger wird die
Anhängerbremse mit einem fest eingestelltem Druck
angesteuert.
Der Druck kann über einen Regler (4) an der hinteren
Unterseite des Fahrzeugs eingestellt werden und an die
Anhänger angepasst werde.
4
99
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfassen, Einziehen und Stoß durch die
unbeabsichtigt verrollende Maschine bei gelöster Betriebs-Bremse!
• Immer zuerst den Kupplungskopf der Bremsleitung (gelb) kuppeln
und dann den Kupplungskopf der Vorratsleitung (rot).
• Wenn der rote Kupplungskopf gekuppelt ist, löst die Betriebs-Bremse der Maschine
sofort aus der Bremsstellung,
• Immer zuerst den Kupplungskopf der Vorratsleitung (rot) entkuppeln und dann den
Kupplungskopf der Bremsleitung (gelb).
• Die Betriebs-Bremse der Maschine geht erst in Bremsstellung,
wenn der rote Kupplungskopf gelöst ist.
• Reihenfolge unbedingt einhalten! Da sonst die Betriebs-Bremsanlage
löst und sich die ungebremste Maschine in Bewegung setzen kann.
WARNUNG
Quetschgefahr durch unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen des Tracs
und des Anhängers beim An- oder Abkuppeln!
Sichern Sie Maschine und Anhänger gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen, bevor Sie zum An- oder Abkuppeln den Gefahrenbereich zwischen Traktor und Maschine
betreten.
WARNUNG
Quetschgefahr beim Ankuppeln der Maschine zwischen Trac und Anhänger!
Personen aus dem Gefahrenbereich zwischen Trac und Anhänger verweisen,
bevor Sie an den Anhänger heranfahren.
Das Ankuppeln eines Anhängers über die selbsttätige Zugvorrichtung ist eine Einmannbedienung.
Anhänger ankuppeln
1. Zugvorrichtung entriegeln.
2. Personen aus dem Gefahrenbereich verweisen und Maschine rückwärts an den Anhänger
heran fahren bis die Anhängevorrichtung selbstständig ankuppelt.
3. Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen sichern.
4. Versorgungsleitungen mit dem Anhänger kuppeln.
5. Kupplungskopf der Bremsleitung (gelb) vorschriftsmäßig in der gelb markierten Kupplung und
Kupplungskopf der Vorratsleitung (rot) vorschriftsmäßig in der rot markierten Kupplung
an der Maschine befestigen.
6. Stecker der Beleuchtung des Anhängers an die Steckdose der Maschine anschließen.
7. Anhänger in Transportstellung bringen.
Anhänger abkuppeln
1.
2.
3.
4.
5.
Anhänger auf waagerechte Abstellfläche mit festem Untergrund abstellen.
Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen sichern.
Anhänger in Parkstellung bringen.
Versorgungsleitungen entkuppeln.
Kupplungskopf der Vorratsleitung (rot) und
Kupplungskopf der Bremsleitung (gelb) lösen.
6. Stecker der Beleuchtung des Anhängers abziehen.
7. Verbindungseinrichtung entkuppeln.
100
10 Aufbau und Funktion Feldspritze
10.1 Flüssigkeitskreislauf PT
Druckarmatur
Rührwerk +/- 2
Manometer
Druckarmatur
Schnellbefüllung
Domsieb
Durchflussmesser
Rührwerk 9
GestängeDrucksensor
4
Zirkulationsventil
am Wasserverteiler
Gestänge
3
Externer 11
Druckabgang
Frischwasserbehälter
Air
Ausblasfunktion
Anschluss Befüllung
Frischwasserbehälter
Druckarmatur
Spritzen
Kanisterspülung
7
8
Einfüllschleuse
Ansaugarmatur
Brühe
Druckarmatur Injektor/
Einfüllschleuse
Kolbenmembranpumpe
6
Anschluss Befüllung
Brühebehälter
1bar
Saugfilter
Kreiselpumpe
1
Saugfilter
Manometer
Ringleitung
Druckarmatur
Rührwerk
ein /aus
Injektor
5
Elektrische
Schaltventile
10 bar
Spritzbrühebehälter
Druckarmatur
Innenreinigung
10 Innenreinigung
Druckfilter
Druckfilterspülung
Zirkulationsventil am Tank
Ansaugarmatur Befüllung
Die Spritzmittelpumpe (1) saugt über die Saugarmatur (elektrischen Kugelhahn und Saugfilter)
die Spritzbrühe aus dem Spritzbrühebehälter (Spritzbetrieb) bzw. aus dem Frischwasserbehälter
(zur Reinigung des Spritzsystems).
Die angesaugte Flüssigkeit wird im Spritzbetrieb zum Druckfilter (2) geleitet und gelangt anschließend
über den Durchflussmesser in die durchgehende Düsenleitung (3).
An den äußeren Enden der Düsenleitung wird die Spritzflüssigkeit wieder zurückgeführt und zum
Zirkulationsventil (4) am Wasserverteiler geleitet. Bei angeschalteten Düsen ist das Zirkulationsventil
(am Tank) geschlossen, so dass sich Druck in der Düsenleitung aufbaut. Bei ausgeschalteten Düsen
öffnet das Zirkulationsventil, so dass die Spritzflüssigkeit durch das Düsenrohr in den Tank zirkulieren kann.
Dadurch werden Ablagerungen vermieden und es steht beim Einschalten der Düsen sofort die Spritzbrühe an.
Die angesaugte Flüssigkeit wird im Füllbetrieb
entweder zum
Injektor (5) und zur Einfüllschleuse geleitet. Dadurch werden Präparate aus der
Einfüllschleuse (6) in den Brühebehälter gesaugt. Die Flüssigkeit versorgt die
Ringleitung (7), Stoßdüse (8) und die Kanisterspülung der Einfüllschleuse.
oder zum
Rührwerk (9) des Brühebehälters geleitet
oder zur
Innenreinigung (10) des Brühebehälters geleitet
und zum Anschluss des externen Druckabgangs (11) geleitet.
101
10.2 Bedieneinheit Commander-Box
10.2.1 Saugseite (1)
Kippschalter elektrischer Kugelhahn
=Brühebehälter
OFF
=
1
3
ZU
=Klarwasserbehälter
2
10.2.2 Druckseite (2)
=
Spritzen OFF / ON
=
Injektor Einfüllschleuse OFF / ON
=
Druckrührwerk + / -
=
Innenreinigung OFF / ON
10.2.3 Befüllung (3)
=
Füllvorgang beenden: OFF
=
Füllvorgang starten: ON
=
Schalter in Stellung ON halten:
= Nachsaugfunktion
Nähere Informationen zum Befüllen entnehmen Sie bitte der beigefügten Anleitung der Fa. Müller-Elektronik.
10.2.4 Außenreinigung (4)
Druckschalter Hochdruckreiniger (optional)
102
4
10.3Einspülschleuse
4
Einspülbehälter mit Befüllanschluss ECOFILL*
und Kanisterspülung.
*optional
1. Schwenkbarer Einspülbehälter zum Einschütten,
Auflösen und Einsaugen von Pflanzenschutzmitteln
und Harnstoff.
2
2. Klappdeckel
3. Handgriff zum Verschwenken des Einspülbehälters.
4. Parallelogramm-Arm zum Verschwenken des
Einspül-Behälters von Transport- in Befüll-Position.
5. Umschaltarmatur für Kanisterspülung /
Ringspülleitung / Stoßdüse / Waschpistole
5
3
6. Verriegelung für Transportstellung
7. Befüll-Anschluss ECOFILL (optional)
8. Umschalthahn „Absaugen“ Einspülbehälter /
Befüll-Anschluss ECOFILL
8
6
9. Trennsteg im Absaugbereich
1
10. Druckplatte
7
11. Rotierende Kanister-Spüldüse zum Ausspülen
von Kanistern oder sonstigen Behältnissen.
12. Ringspülleitung zum Auflösen und Einspülen
von Pflanzenschutzmittel und Harnstoff.
13. Skala
12
(6) Transport-Sicherung zum Sichern des hochgeschwenkten Einspülbehälters in Transport-Position
gegen unbeabsichtigtes herunterschwenken des
Einspülbehälters.
Zum Verschwenken des Einspülbehälters
in Befüll-Position:
13
11
10
9
1. Mit der linken Hand den Handgriff anfassen.
2. Verriegelung lösen.
3. Den Einspülbehälter herunterschwenken.
Wasser tritt aus der Kanister-Spüldüse
aus, wenn die Druckplatte (10) nach
unten gedrückt wird.
Im Innenteil des Einspülbehälters befindet sich die
Waschpistole mit der der Einspülbehälter nach dem
Befüllen gereinigt werden kann.
103
10.4Handwasch-Frischwasserbehälter
Füllen Sie nur klares Wasser
in den Handwaschbehälter (1)
WARNUNG
Vergiftungsgefahr durch unreines
Wasser im Frischwasserbehälter!
Nutzen Sie das Wasser des Frischwasserbehälters niemals als Trinkwasser!
Die Materialien des Frischwasserbehälters sind nicht lebensmittelecht.
104
1
10.5Spritzpumpe
Die selbstfahrende Spritze verfügt über eine Kreiselpumpe (1) für das Spritzsystem. Die Pumpe wird hydraulisch
über ein Proportionalventil angetrieben und stellt sich auf
die benötigte Menge ein. Wird die Einfüllschleuse oder
die Innenreinigung aktiviert, läuft die Pumpe automatisch
mit 100% der Maximalleisung.
Bei den verwendeten Pumpen ist keine Pulsationsdämpfung erforderlich, da Kreiselpumpen einen kontinuierlichen Volumenstrom und Druck erzeugen.
1
Bei den verwendeten Pumpen ist keine Pulsationsdämpfung erforderlich, da Kreiselpumpen einen kontinuierlichen Volumenstrom und Druck erzeugen.
Die Spritzpumpe ist eine weitgehend wartungsfreie
Kreiselpumpe. Die Pumpe sitzt zwischen den Achsen
vor der Einspülschleuse.
Die Pumpe darf niemals ohne Flüssigkeit betrieben werden, da die Abdichtung sonst beschädigt wird.
Technische Daten Pumpenausrüstung:
2
Typ
l/min l/min Maximaldruck bei 0 bar bei 8 bar bauartbedingt
bar
_____________________________________________
Hypro 9306 (3 Zoll) 1079 620
10
_____________________________________________
Vor Erstinbetriebnahme und nach jedem
Entwässern die Pumpe vor dem Einschalten mit Flüssigkeit füllen. (Saugseite auf
Brühebehälter bzw.Frischwasserbehälter
schalten; Haupthahn öffnen; die Flüssigkeit läuft selbstständig in die Pumpe.)
Um die Pumpe vor Frostschäden zu schützen, muss die Restflüssigkeit abgelassen
werden. Hierzu Schraube (2) lösen.
10.6 Kolbenmembranpumpe
3
Funktionen der Kolbenmembranpumpe (3):
•
saugt bei kontinuierlicher Innenreinigung (CCS) das
Frischwasser an.
•
Ansaughilfe beim Befüllvorgang
Position im Rahmen unter dem Frischwassertank,
Nähe Hinterachse.
105
10.7 Saugfilter
Auf der linken Fahrzeugseite befindet sich zwischen den
Achsen der Saugfilter. Die Maschenweite des Siebeinsatzes beträgt standardmäßig 20 Maschen/Zoll.
Reinigen des Siebeinsatzes:
•
•
•
•
•
Vierwegehahn schließen (Kippschalter auf "ZU").
Restflüssigkeit über Ablass in geeigneten
Behälter ablassen.
Mit Filterschlüssel am Sechskant ansetzen (1),
Verschluss lösen und Filterkappe abziehen.
Sieb herausnehmen und reinigen.
Sieb wieder in Filtergehäuse einsetzen und
Filterkappe mit Überwurfmutter montieren.
1
10.8 Druckfilter
Der Druckfilter befindet sich auf der linken Seite des Gestängeturms. Bei gröberen Verunreinigungen Filterkappe
abschrauben. Hierzu an der Commander-Box alle Schalter auf "OFF/ZU" stellen. Weißen Druckfilterkopf (2) mit
Spezialschlüssel (im Lieferumfang enthalten) öffnen und
Filtereinsatz reinigen; wieder einsetzen und Filterkappe
aufschrauben. (3) Anschluss Druckfilterspülung.
2
3
10.9 Rührwerk
Der Brühebehälter verfügt über ein Rührwerk. Diese ist
als hydraulisches Rührwerk ausgebildet. Zur Verstärkung der Rührintensität sind am Rührwerksrohr spezielle
Injektordüsen angebracht. Das eingeschaltete Rührwerk
durchmischt die Spritzbrühe im Brühebehälter und sorgt
so für eine homogene Spritzbrühe. Das Rührwerk (1)
kann stufenlos an der „C-Box“ oder über das Terminal
eingestellt werden.
Die Rührleistung wird als Druck im Rührwerk über ein
Manometer (2) angezeigt.
Das Rührwerk kann über das Terminal auch komplett
abgeschaltet werden, um die Restmenge im Brühebehälter zu minimieren.
Automatikfunktion: Unter 250 Liter schaltet das Rührwerk
ab.
10.10Füllstandsanzeige Tank-Control
Der Tank-Control (3) zeigt den Füllstand des Brühebehälters digital an der Füllstelle und im Terminal an.
Bei erreichen der eingegebenen Befüllmenge schaltet die
Pumpe automatisch ab.
106
1
2
3
10.11 Filter
• Benutzen Sie alle vorgesehenen Filter der Filterausrüstung. Reinigen Sie die Filter regelmäßig.
Eine störungsfreie Arbeit der Feldspritze wird nur durch einwandfreie Filtrierung der Spritzbrühe
erreicht. Eine einwandfreie Filtrierung beeinflusst in erheblichem Maße den Behandlungserfolg
der Pflanzenschutz-Maßnahme.
• Beachten Sie die zulässigen Kombinationen der Filter bzw. der Maschenweiten.
Die Maschenweiten vom selbstreinigenden Druckfilter und den Düsenfiltern müssen
immer kleiner sein als die Düsenöffnung der verwendeten Düsen.
• Beachten Sie, dass die Verwendung der Druckfilter-Einsätze mit 80 bzw. 100 Maschen/Zoll
bei einigen Pflanzenschutzmitteln Wirkstoff-Ausfilterungen bewirken kann.
Erkundigen Sie sich im Einzelfall beim Pflanzenschutzmittel-Hersteller.
Der Druckfilter verhindert, dass Verunreinigungen in die Düsenleitung gelangen. Je nach Anwendung sind
unterschiedliche Feinheiten erhältlich. Serienmäßig ist der Filter mit einem 80 Maschen/Zoll Einsatz bestückt.
Bei Applikationen mit Flüssigdünger oder bei Verwendung größerer Düsen empfiehlt
sich ein gröberer Einsatz, um den Druckabfall im Filter möglichst gering zu halten.
Der selbstreinigende Druckfilter verhindert ein Verstopfen der Düsenfilter vor den Spritzdüsen.
Im Zirkulationsbetrieb (Spritzenhauptschalter „aus“) wird die Innenfläche vom Druckfilter-Einsatz laufend
durchspült und nicht aufgelöste Spritzmittel- und Schmutzteilchen in den Spritzbrühe-Behälter zurückgeleitet.
Das Lochsieb verhindert, dass größere Verunreinigungen in die Pumpe und das Spritzsystem gelangen.
Das Domsieb / Einfüllsieb verhindert das Eindringen von Verunreinigungen beim Befüllen
des Brühebehälters über den Dom. Serienmäßig hat das Sieb eine Maschenweite von 1 mm.
Saugfilter: Durch den Saugfilter wird das Wasser/die Brühe vor der Kreiselpumpe gefiltert.
(Maschenweite 0,9 mm)
Übersicht Druckfiltereinsätze
Filtereinsatz mit 32 Maschen / Zoll (weiß)
Filtereinsatz mit 50 Maschen / Zoll (blau)
ab Düsengröße ‚03’ und größer
Maschenweite: 0,35 mm
Filtereinsatz mit 80 Maschen / Zoll (grau, Serienausstg.) für Düsengröße ‚02’
Maschenweite: 0,20 mm
Filtereinsatz mit 100 Maschen / Zoll (rot)
für Düsengröße ‚015’ und kleiner
Maschenweite: 0,15 mm
10.11.1Düsenfilter (optional)
Die Düsenfilter (1) verhindern ein Verstopfen der
Spritzdüsen.
107
Übersicht Düsenfilter
•
24 Maschen/Zoll, ab Düsengröße ‚06’ und größer
•
Filterfläche: Maschenweite: •
50 Maschen/Zoll, für Düsengröße ‚02’ bis ‚05’
Filterfläche: 5,07 mm²
Maschenweite: 0,35 mm
•
100 Maschen/Zoll, für Düsengröße ‚015’ und kleiner
•
Filterfläche: Maschenweite: 5,00 mm²
0,50 mm
5,07 mm²
0,15 mm
10.12Außen-Wascheinrichtung
(optional)
Hochdruckreiniger zur Reinigung der Feldspritze inklusive
(1)
Schlauchhaspel,
(2)
20 m Druckschlauch,
(3)
Sprühpistole
Betriebsdruck: 150 Wasser-Ausstoß: 15
bar
l/min
WARNUNG
Gefährdungen durch Austreten von
Flüssigkeiten unter Druck und
Verschmutzen mit Spritzbrühe,
wenn die Sprühpistole unbeabsichtigt
betätigt wird!
Sichern Sie die Sprühpistole mit der Verriegelung
gegen unbeabsichtigtes Sprühen
•
vor jeder Sprühpause.
•
bevor Sie die Sprühpistole nach den Reinigungsarbeiten in der Halterung ablegen.
108
10.13 Transport-, Dokumenten- und
Sicherheitsbehälter
•
•
Transport- und Sicherheitsbehälter (1) zur Aufbewahrung von Schutzkleidung und Zubehör
Dokumentenbehälter (1) zur Aufbewahrung und
Hinterlegung aktuell angewendeter Pflanzenschutzmittel. Liefert Informationen über die Zusammensetzung des Inhalts vom Tank und des Spritzgestänges und dient als Hinweis für Hilfeleistende vor Ort
bei Unfällen.
1
b
10.14 Tankaufbau Allgemein
Der Tankaufbau besteht aus einem Brühebehälter mit
8000 Liter Nenninhalt und einem Klarwasserbehälter
mit ca. 500 Liter Inhalt. Beide Behälter sind aus Edelstahl gefertigt.
Im Brühebehälter ist das Druckrührwerk eingebaut.
c
10.15 Frischwasserbehälter
a) Frischwasserbehälter (Inhalt insgesamt: 500 Liter)
b) Befüllanschluss
c) Entlüftung
d) Füllstandsanzeige
a
Im Frischwasser-Behälter (a) wird klares Wasser
mitgeführt. Dieses Wasser dient zum
•
•
•
Verdünnen der Restmenge im SpritzbrüheBehälter bei Beendigung des Spritzbetriebes.
Reinigen (Spülen) der gesamten Feldspritze
auf dem Feld.
Reinigen der Saugarmatur sowie der
Spritzleitungen bei gefülltem Behälter.
Füllen Sie nur klares Wasser in den
Frischwasser-Behälter.
Befüllen der Frischwasserbehälter:
1. Befüllschlauch anschließen.
2. Frischwasserbehälter über Befüllanschluss befüllen
→ Füllstandsanzeige (d) beobachten
d
109
10.16 Sauganschluss (e) zur
Befüllung des SpritzbrüheBehälters
Beachten Sie die einschlägigen Vorschriften bei der
Befüllung des Spritzbrühebehälters über den Saugschlauch aus offenen Wasser-Entnahmestellen.
Der Saugschlauch (3“) mit Schnellkupplung und Rückschlagventil verhindert das Auslaufen der sich bereits
im Spritzbrühebehälter befindlichen Flüssigkeitsmenge, wenn beim Befüllvorgang der Unterdruck plötzlich
zusammenbricht.
110
e
11 Aufbau und Funktion Spritzgestänge
11.1Übersicht
Der ordnungsgemäße Zustand des Spritzgestänges sowie seine Aufhängung beeinflussen
die Verteilgenauigkeit der Spritzbrühe erheblich. Eine vollkommene Überlappung wird erreicht
bei richtig eingestellter Spritzhöhe des Spritz-Gestänges zum Bestand. Die Düsen sind in einem
Abstand von 50 cm / 25 cm am Gestänge angebracht.
11.2 Ein- und Ausklappen des Spritzgestänges
WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen und Stoß für den gesamten Körper von
Personen können entstehen, wenn seitlich schwenkende Teile der Maschine
Personen erfassen!
Diese Gefährdungen können schwerste Verletzungen mit möglicher
Todesfolge verursachen.
Halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu beweglichen
Teilen der Maschine, solange der Tracmotor läuft.
Achten Sie darauf, dass Personen einen ausreichenden Sicherheitsabstand
zu beweglichen Teilen der Maschine einhalten.
Verweisen Sie Personen aus dem Schwenkbereich beweglicher Teile
der Maschine, bevor Sie Teile der Maschine verschwenken.
WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen, Einziehen, Fangen oder Stoß für dritte Personen
können entstehen, wenn sich dritte Personen beim Aus- und Einklappen des
Gestänges im Schwenkbereich des Gestänges aufhalten und von den beweglichen
Teilen des Gestänges erfasst werden!
Verweisen Sie Personen aus den Schwenkbereich des Gestänges,
bevor Sie das Gestänge aus- oder einklappen.
Lassen Sie das Stellteil zum Aus- und Einklappen des Gestänges sofort los,
wenn eine Person den Schwenkbereich des Gestänges betritt.
GEFAHR
Halten Sie beim Aus- und Einklappen des Spritzgestänges immer genügend Abstand zu
Freilandleitungen! Ein Kontakt mit Freilandleitungen kann zu tödlichen Verletzungen führen.
VORSICHT
An allen hydraulisch betätigten Klappteilen befinden sich Scher- und Quetschstellen!
Verboten ist das Ein- und Ausklappen des Spritz-Gestänges während der Fahrt!
Die Bedienung des Gestänges erfolgt über das Terminal.
Im ein- und ausgeklappten Zustand des Gestänges halten die Hydraulikzylinder
für die Gestängeklappung die jeweiligen Endpositionen (Transport- und Arbeitsstellung).
Beim manuellen Absenken des Spritzgestänges ertönt ein akustischen Warnsignal.
Wird das Gestänge über die Gestängesteuerung (automatisch) abgesenkt,
ist das akustische Warnsignal automatisch abgeschaltet.
111
Klappvorgang
Hierzu am Terminal die Seite „Klappung“ aufrufen.
Spritzgestänge ausklappen:
a.
b.
c.
d.
Gestänge bis Anschlag aufheben Innenflügel klappen
Außenflügel klappen
Gestänge absenken und auf passende
Arbeitshöhe einstellen
Spritzgestänge einklappen:
e.
f.
g.
h.
Gestänge bis Anschlag aufheben
Außenflügel klappen
Innenflügel klappen
Gestänge auf Transportsicherung ablegen
Nähere Hinweise zur Bedienung des Terminals:
Siehe Betriebsanleitung „BASIC - Terminal“ /
„COMFORT - Terminal“ Fa. Müller-Elektronik.
Vorsicht!
Nur in verriegelter Transportstellung
fahren!
Der Hangausgleich verriegelt automatisch vor dem Zusammenklappen des
Gestänges.
112
11.3Gestänge-Klappvarianten
Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 12 m
12 m
21 / 24 m
Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 15 m
15 m
27/ 30 m
Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 18 m
18 m
27 / 30 / 32 / 33 / 36 m
Gestänge: 7-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 24 m
24 m
30 / 32 / 33 / 36 m
11.4 Spritzhöhe einstellen
WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen und Stoß für Personen können entstehen, wenn Personen
beim Anheben oder Absenken der Höhenverstellung vom Spritzgestänge erfasst werden!
Verweisen Sie Personen aus dem Gefahrenbereich der Maschine, bevor Sie das Spritzgestänge
über die Höhenverstellung anheben oder absenken.
Stellen Sie die Spritzhöhe (Abstand zwischen Düsen und Bestand)
nach den aktuellen Richtlinien ein.
Richten Sie das Spritzgestänge immer parallel zum Boden aus,
nur dann wird die vorgeschriebene Spritzhöhe an jeder Düse erreicht.
Führen Sie alle Einstellarbeiten am Spritzgestänge gewissenhaft durch.
Nähere Hinweise zur Bedienung des Fahrhebels:
Siehe Betriebsanleitung Seite 50 der Fa. Müller-Elektronik.
113
11.5Gestängesteuerung
11.5.1 Distance-Control
Für leicht kupierte Anforderungen bewährt sich die
vollautomatische Gestängeführung Distance-Control
von Müller Elektronik. Das Gestänge passt sich den
Beständen durch eine automatische Höhen- und
Neigungsregelung an.
(1) Ultraschall-Sensoren
11.5.2 BoomControl Pro
Weiterentwicklung der automatischen Gestängeführung
zur Beibehaltung der exakten, möglichst niedrigen
Arbeitshöhe auch bei hoher Fahrgeschwindigkeit und
sehr kupiertem Gelände. Dadurch wird die Vorraussetzung für minimale Abdrift geschaffen.
•
Aktive Anpassung des Gestänges über die Höhenführung des Mittelteils
•
Unabhängige Anwinkelung von beiden Gestängearmen (Ansteuerung durch 4 Sensoren, verteilt über
das ganze Gestänge)
Beim Abschalten des Spritz-Gestänges
am Vorgewende wird das Spritz-Gestänge
automatisch um einen vorher definierten
Wert angehoben. Beim Einschalten senkt
das Spritz-Gestänge auf die kalibrierte
Höhe zurück.
114
11.6 Gestängeverriegelung /
Hangausgleich
1.
2.
Hangausgleich entriegelt
Hangausgleich verriegelt
Eine gleichmäßige Querverteilung wird
nur bei entriegeltem Hangausgleich erreicht.
→ Die Entriegelung wird automatisch gesteuert.
Hangausgleich verriegeln:
• bei Transportfahrten!
• beim Aus- und Einklappen des
Gestänges!
11.7 Transportsicherung ent- und verriegeln
WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen und
Stoß für Personen können entstehen,
wenn das in Transportstellung eingeklappte Gestänge bei Transportfahrten
unbeabsichtigt ausklappt!
Verriegeln Sie das zusammengefaltete
Gestänge-Paket über die TransportSicherung in Transportstellung, bevor
Sie Transportfahrten durchführen.
1
3
Die Transportsicherungsbügel dienen zur Verriegelung
des eingeklappten Spritzgestänges in Transportstellung
gegen unbeabsichtigtes Ausklappen.
Transportsicherung entriegeln
Vor dem Ausklappen des Spritzgestänges schwenken die Transportsicherungshebel nach unten und entriegeln
so das Spritzgestänge.
2
Transportsicherung verriegeln
Nach dem Einklappen des Spritzgestänges schwenken
die Transportsicherungshebel nach oben,
das Spritzgestänge rastet ein (1), (4) bzw. (5).
11.7.1
Transportsicherung Gestängeauflage
Vor Beginn der Straßenfahrt darauf
achten, dass das Gestänge in den
vorderen Auflagen (2) sicher aufliegt!
Kontrolle von der Kabine über die
Anzeigevorrichtung (3) durchführen.
(4) Transportsicherung
Gestänge 5-teilig
4
5
(5) Transportsicherung
Gestänge 7-teilig
115
11.8 Anfahrsicherung
Die Anfahrsicherung schützt das Gestänge vor Beschädigungen, wenn diese auf ein festes Hindernis treffen.
Der Gelenkmechanismus ermöglicht ein Ausweichen
in Fahrtrichtung und entgegen der Fahrtrichtung. Nach
dem Auslenken schwenkt die Anfahrsicherung wieder in
die Ausgangslage zurück.
11.9Spritzleitung
Die Spritzleitung ist als Edelstahlrohr Ø 25 mm ausgeführt. In den Gestängeabschnitten ist das Rohr
durchgehend. Die Abschnitte sind mit Schläuchen gekoppelt, so dass eine, über die gesamte Gestängebreite
durchgehende Leitung entsteht. Die Düsenschaltung ist
bei allen Ausführungen als pneumatische Einzeldüsenschaltung ausgeführt. Die Teilbreitenaufteilung geschieht durch das Zusammenfassen der Ansteuerung
mehrer Düsenkörper.
Die Spritzleitung lässt sich mit Einfach- und Mehrfachdüsenkörper bestücken.
11.9.1 Zirkulationssystem
Durch die permanente Zirkulation der Wirkstofflösung durch das komplette Düsenrohr bei abgeschalteter
Spritze befindet sich ständig Spritzflüssigkeit an der Düse.
Auch beim erstmaligen Einschalten von einzelnen Teilbreiten oder der gesamten Spritzleitung steht die
Wirkstofflösung unmittelbar und durchgemischt zur Verfügung. Ablagerungen und Verstopfungen werden
durch die Zirkulation erfolgreich verhindert.
Spritzen
DV
DV DV
DV DV
DV
DV = Druckversorgung
Gestänge links
Zirkulation
RT
DV DV
DV RT
RT
Gestänge rechts
Mittelteil
DV = Druckversorgung
RT = Rücklauf Tank
Gestänge links
116
Mittelteil
Gestänge rechts
11.9.2 Reinigung Düsenrohr + Düsen
Durch das Zirkulationssystem wird die Spritzleitung
gereinigt. Hierzu wird die Saugseite der Spritze auf
Frischwasser gestellt – jetzt wird die Düsenleitung mit
Klarwasser gespült. Um die Düsen selbst zu reinigen,
genügt es, diese ca. 3 sec. zu aktivieren.
11.9.3 Technische Daten
Beachten Sie, dass die Restmenge in der Spritzleitung noch in unverdünnter Konzentration
ausgebracht wird, wenn bei angeschalteten Düsen auf Frischwasser umgeschaltet wird.
Spritzen Sie diese Restmenge der Spritzleitung unbedingt auf eine unbehandelte Fläche aus.
Die Restmenge der Spritzleitung ist von der Gestängebreite abhängig.
Benötigte Fahrstrecke in [m] für das Ausspritzen der unverdünnten
Restmenge in der Spritzleitung für alle Arbeitsbreiten:
100 l/ha: 83 m 250 l/ha: 33 m
_______________________________________________________
150 l/ha: 55 m 300 l/ha: 28 m
_______________________________________________________
200 l/ha: 41 m 400 l/ha: 20 m
_______________________________________________________
Beispiel:
Bei einer Aufwandmenge von 200 l/ha beträgt die Fahrstrecke zum Leerspritzen
der jeweiligen Spritzleitung ca. 41 m.
11.10 CCS - Kontinuierliche Innenreinigung
(Continuous cleaning system)
Schneller Reinigungsvorgang
der Spritze ohne abzusteigen.
Der komplette Reinigungsvorgang wird von der Fahrerkabine aus gesteuert.
Funktionsweise: Verdrängungsprinzip anstatt Verdünnungsprinzip.
Zusätzliche Reinigungspumpe speist Klarwasser direkt in die Innenreinigungsdüsen ein.
Die Spritzpumpe saugt dieses aus dem Brühebehälter an, und drückt damit
die Restbrühe durch die Düsen aus dem Leitungssystem.
Schnelle, gründliche wasserverbrauchsoptimierte Reinigung.
117
11.11 Düsenkörper
11.11.1 Einfachdüsenkörper mit
pneumatischem Schaltventil
Liegt am Druckluftanschluss (4) mehr als 4 bar an öffnet
das Ventil und Flüssigkeit kann austreten. Drucklos ist
das Ventil geschlossen.
1 2 3 4
5 6 7 8 9 =
=
=
=
=
=
=
=
=
Düsenkörper
Membrane
pneumatisches Schaltventil
Druckluftanschluss
Düsenfilter optional
Gummi-Dichtung
Düse
Bajonett-Anschluss
Bajonett-Kappe
11.11.2 Mehrfachdüsenkörper
manuell 3-fach
Der 3-fach-Düsenkörper wird empfohlen, wenn mehr als
ein Düsentyp zum Einsatz kommt. Es wird jeweils die
senkrecht stehende Düse gespeist.
Durch Verdrehen des Düsenkörpers wird eine andere
Düse zum Einsatz gebracht.
In den Zwischenpositionen ist der Düsenkörper abgeschaltet.
Spülen Sie die Spritzleitungen vor
dem Verdrehen des Dreifach-Düsenkopfes auf einen anderen Düsentyp.
Liegt am Druckluftanschluss (4) mehr als 4 bar an
öffnet das Ventil und Flüssigkeit kann austreten.
Drucklos ist das Ventil geschlossen.
1 2 3 4
5 6 7 8 9 =
=
=
=
=
=
=
=
=
118
Düsenkörper
Membrane
pneumatisches Schaltventil
Druckluftanschluss
Düsenfilter optional
Gummi-Dichtung
Düse
Bajonett-Anschluss
Bajonett-Kappe
11.11.3 Mehrfachdüsenkörper
pneumatisch
Diese Mehrfachdüsenkörper werden als 2-fach oder
4-fach Ausführung verbaut.
Hier ist es möglich, die gewünschte Düse vom Terminal aus zu schalten. Es können auch mehrere Düsen
gleichzeitig angeschaltet werden. Die pneumatischen
Schaltventile sind im Düsenträger integriert. Liegt am
Druckluftanschluss (4) mehr als 4 bar an öffnet das
Ventil und Flüssigkeit kann austreten. Drucklos ist das
Ventil geschlossen.
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10
=
=
=
=
=
=
=
=
=
=
Klappschelle
Membrane
pneumatisches Schaltventil
Druckluftanschluss
Düsenfilter optional
Gummi-Dichtung
Düse
Bajonett-Anschluss
Bajonett-Kappe
Düsenkörper
11.11.4 Randdüsen, elektrisch (Option)
Mit der Randdüsenschaltung wird vom Traktor aus
die letzte Düse aus- und eine Randdüse, 25 cm weiter
außen (genau auf Feldkante), elektrisch eingeschaltet.
11.12 Montage der Düse
1. Den Düsenfilter (optional) (1) von unten in den
Düsenkörper (2) einsetzen.
2. Die Düse (3) in die Bajonettmutter (4) einlegen
Für die unterschiedlichen Düsen werden verschiedenfarbige Bajonettmuttern angeboten.
3. Gummidichtung (5) oberhalb der Düse einlegen.
4. Gummidichtung in den Sitz der Bajonettmutter
eindrücken.
5. Bajonettmutter auf den Bajonettanschluss ansetzen.
6. Bajonettmutter bis zum Anschlag verdrehen.
Die Düsenreinigung erfolgt nach der Anleitung und den Hinweisen des jeweiligen
Herstellers.
119
11.12.1 Ausbau des Membranventils
bei nachtropfenden Düsen
Ablagerungen am Membransitz (6) sind die Ursache für ein nicht nachtropffreies Abschalten der Düsen bei abgeschaltetem Gestänge. Dann die entsprechenden Membrane wie folgt reinigen:
1. Das Schaltelement (7) von dem Düsenkörper (2) abschrauben
2. Die Membrane (8) herausnehmen.
3. Den Membransitz (6) reinigen.
4. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
11.13Flüssigdüngerbetrieb
Zur Flüssigdüngung stehen z. Zt. im Wesentlichen zwei verschiedene Flüssigdüngersorten zur Verfügung:
• Ammonitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) mit 28 kg N pro 100 kg AHL.
• Eine NP-Lösung 10-34-0 mit 10 kg N und 34 kg P2O5 pro 100 kg NP-Lösung.
Erfolgt die Flüssigdüngung über Flachstrahldüsen, die entsprechenden Werte aus der
Spritztabelle für die Aufwandmenge l/ha bei AHL mit 0,88 und bei NP-Lösungen mit
0,85 multiplizieren, da die aufgeführten Aufwandmengen l/ha nur für Wasser gelten.
Grundsätzlich gilt:
Flüssigdünger grobtropfig ausbringen, um Verätzungen an Pflanzen zu vermeiden. Zu große Tropfen
rollen vom Blatt ab und zu kleine verstärken den Brennlupeneffekt. Zu hohe Düngergaben können
aufgrund von Salzkonzentration des Düngers zu Verätzungserscheinungen auf den Blättern führen.
3-Strahl-Düsen (Option)
Die Verwendung von 3-Strahl-Düsen zur Flüssigdünger-Ausbringung ist vorteilhaft, wenn der
Flüssigdünger mehr über die Wurzel als über das Blatt in die Pflanze gelangen soll.
Die in der Düse integrierte Dosierblende sorgt über ihre drei Öffnungen für eine fast drucklose,
grobtropfige Verteilung des Flüssigdüngers. Hierdurch wird der nicht erwünschte Spritznebel und
die Bildung kleiner Tropfen verhindert. Die von der 3-Strahl-Düse gebildeten groben Tropen
treffen mit geringer Energie auf die Pflanzen und rollen von ihrer Oberfläche ab.
Obwohl hierdurch weitestgehend Ätzschäden vermieden werden, bei der Spätdüngung auf den
Einsatz von 3-Strahl-Düsen verzichten und Schleppschläuche verwenden.
Für alle nachfolgend aufgeführten 3-Strahl-Düsen ausschließlich die schwarzen Bajonettmuttern verwenden.
Verschiedene 3-Strahl-Düsen und ihre Einsatzbereiche (bei 8 km/h)
•
•
•
•
3-Strahl-gelb, 3-Strahl-rot, 3-Strahl-blau, 3-Strahl-weiß, 50 - 80 l 80 - 126 l 115 - 180 l 155 - 267 l AHL/ha
AHL/ha
AHL/ha
AHL/ha
Nach jedem Flüssigdüngerbetrieb muss die Spritzpumpe mit Klarwasser gespült werden.
Bei Unterlassung des Spülvorganges mit Klarwasser kann es zu Beschädigungen der
Pumpendichtungen führen!
120
12 Einsatz der Spritze
Beachten Sie beim Einsatz der Maschine die Hinweise der Kapitel
• "Warnbildzeichen und sonstige Kennzeichen an der Maschine", ab Kapitel 2.18 - 2.19 und
• "Sicherheitshinweise für den Bediener (Kap. 2.7 und Folgende)."
Das Beachten dieser Hinweise dient Ihrer Sicherheit.
WARNUNG
Gefahren durch Bruch beim Betrieb, unzureichende Standfestigkeit und unzureichende
Lenk- und Bremsfähigkeit des Tracs bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz des Tracs!
Beachten Sie die maximale Zuladung des Spritzaufbaus / Anhängers und die zulässigen Achs- und
Stützlasten des Tracs. Fahren Sie gegebenenfalls nur mit teilbefülltem Vorratsbehälter.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Abschneiden, Einziehen, Fangen
und Stoß durch unzureichende Standfestigkeit und Umkippen des Tracs /
des Anhängers!
Richten Sie ihre Fahrweise so ein, dass Sie den Trac mit Spritzaufbau und gegebenenfalls
Anhänger jederzeit sicher beherrschen.
Berücksichtigen Sie hierbei ihre persönlichen Fähigkeiten, die Fahrbahn-, Verkehrs-,
Sicht- und Witterungsverhältnisse, die Fahreigenschaften des Tracs sowie die
Einflüsse durch Spritzaufbau und gegebenenfalls Anhänger.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Einziehen,
Fangen und Stoß durch
• unbeabsichtigtes Absenken angehobener, ungesicherter Maschinenteile.
• unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen des Tracs oder unbeabsichtigtes Verrollen der Kombination Trac mit Anhänger.
Sichern Sie den Trac gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen und gegebenenfalls die Kombination Trac mit Anhänger gegen unbeabsichtigtes Verrollen, bevor Sie Störungen
an der Maschinen beheben, hierzu siehe Kap. 14
Warten Sie den Stillstand der Maschine ab, bevor Sie den Gefahrenbereich der Maschine betreten.
WARNUNG
Gefährdungen durch unbeabsichtigten Kontakt mit
Pflanzenschutzmitteln / Spritzbrühe!
Tragen Sie eine persönliche Schutzausrüstung,
• beim Ansetzen der Spritzbrühe.
• beim Reinigen / Auswechseln der Spritzdüsen beim Spritzbetrieb
bei allen Arbeiten zum Reinigen der Feldspritze nach dem Spritzbetrieb.
121
Beachten Sie zum Tragen der erforderlichen Schutzkleidung immer die Angaben des Herstellers,
der Produktinformation, der Gebrauchsanleitung, des Sicherheitsdatenblattes oder der Betriebsanweisung
des zu verarbeitenden Pflanzenschutzmittels.
Verwenden Sie z. B:
• chemikalienfeste Handschuhe
• einen chemikalienfesten Overall
• wasserfestes Schuhwerk
• einen Gesichtsschutz
• einen Atemschutz
• eine Schutzbrille
• Hautschutzmittel etc.
WARNUNG
Gefährdungen der Gesundheit durch unbeabsichtigten Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln
oder Spritzbrühe!
Ziehen Sie Schutzhandschuhe an, bevor Sie
• Pflanzenschutzmittel verarbeiten,
• Arbeiten an der kontaminierten Feldspritze ausführen oder die Feldspritze reinigen.
Waschen Sie die Schutzhandschuhe mit klarem Wasser aus dem Frischwasser-Behälter,
• direkt nach jedem Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln.
• bevor Sie Schutzhandschuhe ausziehen.
12.1 Spritzbetrieb vorbereiten
Grundvoraussetzung für eine sachgerechte Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln ist die ordnungsgemäße Funktion der Feldspritze. Lassen Sie die Feldspritze regelmäßig auf dem Prüfstand testen.
Beheben Sie eventuell auftretende Mängel sofort.
Benutzen Sie alle vorgesehenen Filter. Reinigen Sie die Filter regelmäßig. Eine störungsfreie
Arbeit der Feldspritze wird nur durch einwandfreie Filtrierung der Spritzbrühe erreicht.
Eine einwandfreie Filtrierung beeinflusst in erheblichem Maße den Behandlungserfolg der
Pflanzenschutz-Maßnahme.
Beachten Sie die zulässigen Kombinationen der Filter bzw. der Maschenweiten. Die Maschenweiten
vom Druckfilter und den Düsenfiltern müssen immer kleiner sein als die Düsenöffnung der verwendeten Düsen.
• Der serienmäßig eingebaute Druckfilter-Einsatz des Druckfilters besitzt eine Maschenweite
•
•
von 0,18 mm bei einer Maschenzahl von 80 Maschen/Zoll. Geeignet ist dieser Druckfilter-Einsatz
für eine Düsengröße ab '02'.
Erforderlich für die Düsengröße '015' und '01' ist der Druckfilter-Einsatz
mit 100 Maschen/Zoll (Sonderausstattung).
Beachten Sie, dass es bei Verwendung der Druckfilter-Einsätze mit 100 Maschen/Zoll bei einigen
Pflanzenschutzmitteln zu Wirkstoff-Ausfilterungen kommen kann. Erkundigen Sie sich im Einzelfall beim Pflanzenschutzmittel-Hersteller.
Reinigen Sie die Feldspritze grundsätzlich, bevor Sie ein anderes Pflanzenschutzmittel ausbringen.
Spülen Sie die Düsenleitung
- bei jedem Düsenwechsel.
- vor dem Einbau anderer Düsen.
- vor dem Verdrehen des Dreifach-Düsenkopfes auf eine andere Düse.
→ Hierzu siehe Kapitel 13 „Reinigung“
122
12.2 Spritzbrühe ansetzen
GEFAHR
Tragen Sie unbedingt Schutzhandschuhe und entsprechende Schutzkleidung!
Beim Ansetzen der Spritzbrühe besteht das größte Risiko mit dem Pflanzenschutzmittel
in Berührung zu kommen.
WARNUNG
Gefährdungen durch unbeabsichtigten Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln
und / oder Spritzbrühe!
Spülen Sie Pflanzenschutzmittel grundsätzlich über den Einspül-Behälter in den
Spritzbrühe-Behälter ein.
Verschwenken Sie die Einspül-Schleuse in die Befüll-Position, bevor Sie Pflanzenschutzmittel in
die Einspül-Schleuse einfüllen.
Beachten Sie die Schutzvorschriften zum Körper- und Atemschutz der Gebrauchsanleitung der
Pflanzenschutzmittel beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und beim Ansetzen der Spritzbrühe.
Setzen Sie die Spritzbrühe nicht in der Nähe von Brunnen oder Oberflächengewässern an.
Vermeiden Sie Leckagen und Kontaminationen mit Pflanzenschutzmitteln und / oder Spritzbrühe
durch sachgerechtes Verhalten und einen entsprechenden Körperschutz.
Lassen Sie die angesetzte Spritzbrühe, unverbrauchte Pflanzenschutzmittel sowie ungereinigte
Pflanzenschutzmittel-Kanister und die ungereinigte Feldspritze nicht unbeaufsichtigt, um Gefahren
für dritte Personen abzuwenden.
Schützen Sie verunreinigte Pflanzenschutzmittel-Kanister und die verunreinigte
Feldspritze vor Niederschlag.
Achten Sie auf eine ausreichende Sauberkeit bei und nach Abschluss der Arbeiten zum Ansetzen der Spritzbrühe, um die Risiken so gering wie möglich zu halten (z. B. waschen Sie benutzte
Handschuhe vor dem Ausziehen gründlich ab und entsorgen Sie das Waschwasser ordnungsgemäß wie die Reinigungsflüssigkeit).
•
eachten Sie neben den hier aufgeführten, allgemein gültigen Hinweisen auch die in den
B
Gebrauchsanweisungen der Pflanzenschutzmittel beschriebenen, produktspezifischen
Vorgehensweisen.
•
ntnehmen Sie die vorgeschriebenen Wasser- und Präparat-Aufwandmengen der GebrauchsanE
weisung des Pflanzenschutzmittels.
•
Lesen Sie die Gebrauchsanweisung des Präparates und beachten Sie aufgeführte
Vorsichtsmaßnahmen!
•
rmitteln Sie sorgfältig die benötigten Einfüll- bzw. Nachfüllmenge zur Vermeidung von
E
Restmengen am Ende des Spritzbetriebes, da eine umweltschonende Beseitigung von Restmengen schwierig ist.
Benutzen Sie zur Berechnung der benötigten Nachfüllmenge für die letzte SpritzbrüheBehälter-Füllung die „Befülltabelle für Restflächen“. Ziehen Sie hierbei die technische,
unverdünnte Restmenge aus dem Spritzgestänge von der errechneten Nachfüllmenge ab!
→ Hierzu siehe Kapitel 12.2.2 „Befülltabelle für Restflächen“
•
Entleerte Präparat-Behälter sorgfältig ausspülen (z.B. mit Kanisterspülung) und das Spülwasser
der Spritzbrühe beimengen!
123
Durchführung
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Ermitteln Sie die erforderliche Wasser- und Präparat-Aufwandmenge
aus der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels.
Berechnen Sie die Einfüll- bzw. Nachfüllmengen für die zu behandelnde Fläche.
Befüllen Sie den Spritzbrühe-Behälter halb mit Wasser.
Rührwerk einschalten.
Berechnete Präparatmenge zugeben.
Fehlende Wassermenge auffüllen.
Rühren Sie die Spritzbrühe vor dem Spritzbetrieb nach Anweisungen der Spritzmittel-Hersteller auf.
12.2.1 Einfüll- bzw. Nachfüllmengen berechnen
Benutzen Sie zur Berechnung der benötigten Nachfüllmenge für die letzte
Spritzbrühe-Behälter-Füllung die „Befülltabelle für Restflächen“,
Kapitel 12.2.2
Beispiel 1:
Gegeben sind:
Behälter-Nennvolumen Restmenge im Behälter Wasseraufwand 1000 l
0l
400 l/ha
Präparat-Bedarf je ha
Mittel A Mittel B 1,5 kg
1,0 l
Frage:
Wie viel l Wasser, wie viel kg vom Mittel A und
wie viel l vom Mittel B müssen Sie einfüllen,
wenn die zu behandelnde Fläche 2,5 ha groß ist?
Antwort:
Wasser: 400 l/ha x 2,5 ha = Mittel A: 1,5 kg/ha x 2,5 ha = Mittel B: 1,0 l/ha x 2,5 ha = Beispiel 2:
Gegeben sind:
Behälter-Nennvolumen Restmenge im Behälter Wasseraufwand Empfohlene Konzentration Berechnungsformel und Antwort zu Frage 1:
Wasser-Nachfüllmenge [l] x Konzentration [%]
1000 l
3,75 kg
2,5 l
100
= Präparat-Zugabe [l bzw. kg]
(1000 – 200) [l] x 0,15 [%]
1000 l
200 l
500 l/ha
0,15 %
Frage 1:
Wie viel l bzw. kg Präparat müssen für eine
Behälterfüllung zugeteilt werden?
100
= 1,2 [l bzw. kg]
Berechnungsformel und Antwort zu Frage 2:
Verfügbare Brühemenge [l] – Restmenge [l]
Wasseraufwand [l/ha]
= zu behandelnde Fläche [ha]
Frage 2:
Wie groß ist die zu behandelnde Fläche in ha, die
sich mit einer Fassfüllung bespritzen lässt, wenn
der Behälter bis auf eine Restmenge von 20 l
leergespritzt werden kann?
124
1000 [l] (Behälter-Nennvolumen) – 20 [l] (Restmenge)
500 [l/ha] Wasseraufwand
= 1,96 [ha]
12.2.2Befülltabelle für Restflächen
Benutzen Sie zur Berechnung der benötigten Nachfüllmenge für die letzte SpritzbrüheBehälter-Füllung die „Befülltabelle für Restflächen“. Ziehen Sie von der errechneten
Nachfüllmenge die Restmenge aus der Spritzleitung ab!
Hierzu siehe Kapitel „Spritzleitung“, Kapitel 11.9.
Die angegebenen Nachfüllmengen gelten für eine Aufwandmenge von
100 l/ha. Für andere Aufwandmengen erhöht sich die Nachfüllmenge
um ein Mehrfaches.
Fahrweg
[m]
Nachfüllmengen [l] für Spritzgestänge mit Arbeitsbreiten
18 m 20 m 21 m 24 m 27 m 28 m 30 m 32 m 33 m 36 m
10 2
2
2
2
3
3
3
3
3
4
20 4
4
4
5
5
6
6
6
7
7
30 5
6
6
7
8
8
9
10 10 11
40 7
8
8
10 11 11 12 13 13 14
50 9
10 11 12 14 14 15 16 17 18
60 11 12 13 14 16 17 18 19 20 22
70 13 14 15 17 19 20 21 22 23 25
80 14 16 17 19 22 22 24 26
26 29
90 16
18 19 22 24 25 27 29 30 32
100 18 20
21 24
27 28 30 32 33 36
200 36 40
42 48 54
56 60 64 66 72
300 54
60
63 72
81 84 90 96 99 108
400 72 80 84 96 108 112 120 128 132 144
500 90 100 105 120 135 140 150 160 165 180
Beispiel:
Verbleibende Reststrecke (Fahrweg): 100 m
Aufwandmenge: 100 l/ha
Arbeitsbreite: 21 m
Restmenge Spritzleitung: 5,2 l
1. Errechnen Sie die Nachfüllmenge mit Hilfe der
Befülltabelle. Für das Beispiel beträgt die Nach
füllmenge 21 l.
2. Ziehen Sie von der errechneten Nachfüllmenge
die Restmenge aus der Spritzleitung ab.
Erforderliche Nachfüllmenge:
21 l – 5,2 l = 15,8 l
125
12.3 Befüllen mit Wasser
Beachten Sie beim Befüllen die zulässige Nutzlast Ihrer Feldspritze!
Berücksichtigen Sie beim Befüllen Ihrer Feldspritze unbedingt die
verschiedenen spezifischen Gewichte [kg/l] der einzelnen Flüssigkeiten.
WARNUNG
Gefährdungen für Personen / Tiere durch unbeabsichtigten Kontakt
mit Spritzbrühe beim Befüllen des Spritzbrühe-Behälters!
Tragen Sie eine persönliche Schutzausrüstung, wenn Sie Pflanzenschutzmittel verarbeiten /
Spritzbrühe aus dem Spritzbrühe-Behälter ablassen.
Die erforderliche persönliche Schutzausrüstung richtet sich nach den Angaben des Herstellers,
der Produktinformation, der Gebrauchsanleitung, dem Sicherheitsdatenblatt oder der Betriebsanweisung des zu verarbeitenden Pflanzenschutzmittels.
Lassen Sie die Feldspritze beim Befüllen nie unbeaufsichtigt.
•
•
Befüllen Sie den Spritzbrühe-Behälter niemals über das Nennvolumen hinaus.
Überschreiten Sie beim Befüllen des Spritzbrühe-Behälters niemals die zulässige Nutzlast der Feldspritze. Beachten Sie das jeweilige spezifische Gewicht der einzufüllenden
Flüssigkeit.
•
Beobachten Sie beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige,
um ein Überfüllen des Spritzbrühe-Behälters zu vermeiden.
•
Achten Sie beim Befüllen des Spritzbrühe-Behälters auf versiegelten Flächen darf,
dass keine Spritzbrühe in das Abwassersystem gelangen kann.
Beim Befüllen darf kein Schaum aus dem Spritzbrühe-Behälters austreten.
•
Ein Trichter mit großem Querschnitt, der bis auf den Spritzbrühe-Behälterboden reiht,
verhindert wirkungsvoll die Schaumbildung.
•
Die Zugabe eines Schaumstopp-Präparates verhindert ebenfalls ein
Überschäumen des Spritzbrühe-Behälters.
Stellen Sie beim Befüllen des Spritzbrühe-Behälter aus einer Trinkwasserleitung niemals eine
direkte Verbindung zwischen Füllschlauch und Spritzbrühe-Behälterinhalt her. Nur so verhindern
Sie ein Zurücksaugen oder Zurückdrücken von Spritzbrühe in die Trinkwasserleitung.
Fixieren Sie das Ende des Füllschlauches mindestens 10 cm über der Einfüllöffnung des
Spritzbrühe-Behälters. Der so entstehende freie Auslauf bietet das Höchstmaß an Sicherheit
gegen das Zurückfließen von Spritzbrühe in die Trinkwasserleitung.
WARNUNG
Gefährdungen durch Kontakt mit Spritzbrühe für Personen können entstehen, wenn bei
Transportfahrten Spritzbrühe aus der nicht ordnungsgemäß verschlossenen Einfüllöffnung des Spritzbrühe-Behälters austritt!
Kontrollieren Sie vor jeder Transportfahrt mit befülltem Spritzbrühe-Behälter, ob der
Klapp- und Schraubdeckel der Einfüllöffnung des Spritzbrühe-Behälters vorschriftsmäßig
verschlossen ist.
Ersetzen Sie umgehend die beschädigte oder verschlissene Deckel-Dichtung an dem
Klapp- und Schraubdeckel der Einfüllöffnung, wenn Sie feststellen, dass bei verschlossenem
Klapp- und Schraubdeckel Spritzbrühe aus der Einfüllöffnung austritt.
126
Spezifische Gewichte verschiedener Flüssigkeiten
Flüssigkeit
Dichte [kg/l] Wasser Harnstoff
1
1,11 AHLNP-Lösung
1,28 1,38
•
Überprüfen Sie die Feldspritze vor jeder Befüllung auf Beschädigungen,
z.B. auf undichte Behälter und Schläuche sowie auf korrekte Positionen aller Bedienelemente.
•
•
Sie dürfen die Feldspritze beim Befüllen nie unbeaufsichtigt lassen.
•
•
Fixieren Sie das Ende des Füllschlauches mindestens 20 cm über der Einfüllöffnung
•
Schaumbildung vermeiden. Beim Befüllen darf kein Schaum aus dem Spritzbrühe-Behälter
austreten. Ein Trichter mit großem Querschnitt, der bis auf den Spritzbrühe-Behälterboden reicht,
verhindert wirkungsvoll die Schaumbildung.
•
Befüllen Sie den Spritzbrühe-Behälter nur mit eingesetztem Einfüllsieb.
Stellen Sie niemals eine direkte Verbindung zwischen Füllschlauch und Spritzbrühe-Behälterinhalt
her, damit ein Rücksog von Spritzbrühe ins Leitungsnetz verhindert wird.
des Spritzbrühe-Behälters. Der so entstehende freie Auslauf bietet das Höchstmaß an
Sicherheit gegen das Zurückfließen von Spritzbrühe ins Leitungsnetz.
Am ungefährlichsten ist das Befüllen am Feldrand aus dem
Wasserwagen (möglichst natürliches Gefälle ausnutzen).
Diese Art der Befüllung ist in Abhängigkeit von dem verwendeten
Spritzmittel in Wasserschutzzonen nicht erlaubt.
Befragen Sie in jedem Fall die „Untere Wasserbehörde“.
12.3.1 Spritzbrühe-Behälter befüllen über die Einfüllöffnung
1. Ermitteln Sie die exakte Wasser-Einfüllmenge (hierzu siehe Kapitel "Einfüll bzw. Nachfüllmengen berechnen", Kap. 12.2.1.
2. Öffnen Sie den Klapp- / Schraubdeckel der Einfüllöffnung.
3. Befüllen Sie den Spritzbrühe-Behälter über die Einfüllöffnung mittels Wasserleitung im "freien Auslauf".
4. Beobachten Sie beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige.
5. Stoppen Sie das Befüllen des Spritzbrühe-Behälters spätestens,
• wenn der Zeiger der Füllstandsanzeige die Markierung der Befüllgrenze erreicht.
• bevor die zulässige Nutzlast der Feldspritze durch die eingefüllte
Flüssigkeitsmenge überschritten wird.
6. Schließen Sie die Einfüllöffnung vorschriftsmäßig mit dem Klapp- / Schraubdeckel.
127
12.3.2 Spritzbrühe-Behälter befüllen über Befüllanschluss
Beschädigungen durch Überfüllen des verschlossenen
Spritzbrühe-Behälters.
Beim Befüllvorgang unbedingt den Deckel offen halten!
Beachten Sie die einschlägigen Vorschriften bei der Befüllung des
Spritzbrühe-Behälters über den Saugschlauch aus offenen Wasser-Entnahmestellen
(hierzu siehe auch Kapitel "Einsatz der Maschine“.
• Beobachten Sie beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige.
• Stoppen Sie das Befüllen des Spritzbrühe-Behälters spätestens,
wenn die digitale Füllstandsanzeige des Tank-Control die Befüllgrenze anzeigt.
• bevor die zulässige Nutzlast der Feldspritze durch die eingefüllte
Flüssigkeitsmenge überschritten wird.
1. Im Terminal gewünschten Behälterinhalt eingeben
2. Saugschlauch an Befüllpumpe anschließen
2
3. Kugelhahn öffnen (1)
4. Befüllvorgang starten; Schalter (2) an C-Box
auf ON stellen
5. Pumpe schaltet automatisch bei Erreichen des
gewünschten Füllstandes ab
Sie können den Befüllvorgang jederzeit unterbrechen,
indem Sie den Schalter (2) für 2 Sekunden auf OFF
stellen
1
6. Kugelhahn schließen (1)
7. Saugschlauch abkuppeln
8. Kugelhahn mit Kappe verschließen
12.3.3Nachsaugfunktion
Nach erreichen der maximalen Füllmenge schaltet
die Befüllpumpe ab. Um eventuell entstandene
Restmengen (z.B. Inhalt im Saugschlauch) ansaugen
zu können, kann die Nachsaugfunktion aktiviert werden.
Hierzu den Schalter (2) in Stellung ON gedrückt halten,
Pumpe läuft so lange, bis der Schalter wieder
losgelassen wird.
12.4 Frischwasserbehälter befüllen
WARNUNG
Unzulässige Kontamination des Frischwasserbehälters mit Pflanzenschutzmitteln oder Spritzbrühe!
Befüllen Sie den Frischwasserbehälter nur mit klarem Wasser, niemals mit
Pflanzenschutzmittel oder Spritzbrühe.
128
Achten Sie darauf, dass Sie beim Einsatz der Feldspritze immer
genügend klares Wasser mitführen. Kontrollieren und Befüllen
Sie auch den Frischwasserbehälter, wenn Sie den SpritzbrüheBehälter befüllen.
1. Befüllschlauch über eine 1" Kamloc- oder
"Geka"-Kupplung (3) anschließen
2. Kugelhahn öffnen (4), Frischwasserzufuhr
kann erfolgen
→ Füllstandsanzeige (5) beobachten
4
3. Kugelhahn schließen (4),
Frischwasserzufuhr stoppen
4. Schlauch abkuppeln und
Kugelhahn mit Kappe verschließen
5
3
12.5 Präparate einspülen
GEFAHR
Tragen Sie zum Einspülen der Präparate entsprechende Schutzkleidung,
so wie es der Pflanzenschutzmittel-Hersteller vorschreibt!
Die Rührwerke bleiben normalerweise vom Befüllen
bis zum Ende des Spritzbetriebes eingeschaltet.
Maßgebend sind hierbei die Angaben der Präparat-Hersteller.
Geben Sie wasserlösliche Folienbeutel bei laufendem Rührwerk
direkt in den Spritzbrühe-Behälter ein.
Spülen Sie das jeweilige Präparat über die Einspülschleuse
in das Wasser des Spritzbrühe-Behälters ein.
Unterschieden wird hierbei zwischen dem Einspülen von
flüssigen und pulverförmigen Präparaten bzw. Harnstoff.
Leere Präparat-Behälter
• Leere Präparat-Behälter sorgfältig spülen, unbrauchbar machen,
sammeln und vorschriftsmäßig entsorgen.
Nicht für andere Zwecke wieder verwenden.
•
Steht zum Spülen der Präparat-Behälter nur Spritzbrühe zur Verfügung,
hiermit zunächst eine Vorreinigung vornehmen. Eine sorgfältige Spülung
dann vornehmen, wenn klares Wasser verfügbar ist, z. B. vor dem Ansetzen
der nächsten Spritzbrühe-Behälter-Füllung bzw. beim Verdünnen der Restmenge der letzten Spritzbrühe-Behälter-Füllung.
129
12.5.1 Flüssige Präparate einspülen während
des Befüllvorgangs
1. Im Terminal gewünschten Behälterinhalt eingeben
2. Saugschlauch an Befüllanschluss anschließen
3. Befüllvorgang starten; Schalter (2) an C-Box auf ON stellen
4. Deckel der Einfüllschleuse öffnen
5. Injektor einschalten
6. Den für die Behälter-Befüllung berechneten und
abgemessenen Präparat-Bedarf in die Füllschleuse
einfüllen (max. 45 l).
7. Umschalthahn öffnen und den Inhalt vollständig
aus der Füllschleuse absaugen lassen.
8. Umschalthahn wieder schließen evtl. Punkt 4-6
wiederholen wenn mehr als 45 l Präparat benötigt wird.
9. Füllschleuse mit Ringspülleitung vorreinigen
10. Umschalthahn öffnen und Inhalt absaugen lassen
11. Umschalthahn wieder schließen
12. Injektor ausschalten
13. gewünschte Rührleistung einstellen
14. Füllen Sie die fehlende Wassermenge auf
2
Solange die Pumpe über den Füllanschluss Wasser zieht, steht an
der Füllschleuse Klarwasser an. Sollte der gewünschte Behälterinhalt
während des Einspülens erreicht werden, schaltet die Saugarmatur
automatisch auf den Brühebehälter um. In diesem Fall steht dann an
der Füllschleuse Brühe an. Um die Füllschleuse zu reinigen Saugarmatur auf Frischwasserbehälter stellen.
12.5.1.1 Flüssige Präparate einspülen bei voll
oder teilweise befülltem Brühebehälter
1. Deckel der Einfüllschleuse öffnen
2. Injektor einschalten
3. Den für die Behälter-Befüllung berechneten und
abgemessenen Präparat-Bedarf in die Füllschleuse
einfüllen (max. 45 l).
4. Umschalthahn öffnen und den Inhalt vollständig
aus der Füllschleuse absaugen lassen.
5. Umschalthahn wieder schließen evtl. Punkt 4-6
wiederholen wenn mehr als 45 l Präparat benötigt
wird.
6. Füllschleuse mit Ringspülleitung vorreinigen
7. Umschalthahn öffnen und Inhalt absaugen lassen
8. Umschalthahn wieder schließen
9. Injektor ausschalten
10. gewünschte Rührleistung einstellen
130
→ Kanisterspülung
→ Ringspülleitung
→ Stoßdüse
→ Waschpistole
AUF
ZU
Umschalthahn
→ ECOFILL
12.5.2 Pulverförmige Präparate und
Harnstoff einspülen
→ Kanisterspülung
Lösen Sie den Harnstoff vor dem Spritzen durch Umpumpen von Flüssigkeit vollständig auf. Beim Auflösen
größerer Harnstoffmengen kommt es zu starker Temperaturabsenkung der Spritzbrühe, hierdurch löst sich der
Harnstoff nur langsam auf. Je wärmer das Wasser ist,
desto schneller und besser löst sich der Harnstoff auf.
1. Spritzbrühe-Behälter halb mit Wasser füllen
2. Saugseite auf Brühebehälter stellen
3. Deckel der Einfüllschleuse öffnen
4. Injektor einschalten
5. Umschalthahn öffnen 6. Ringspülleitung einschalten
7. Stoßdüse einschalten
8. Den für die Behälter-Befüllung berechneten und
abgemessenen Präparat-Bedarf in die Füllschleuse
einfüllen (max. 45 l).
9. Umschalthahn wieder schließen
10. Injektor ausschalten
11. gewünschte Rührleistung einstellen
12. Füllen Sie die fehlende Wassermenge auf
→ Ringspülleitung
→ Stoßdüse
→ Waschpistole
AUF
ZU
Umschalthahn
→ ECOFILL
12.5.3 Einspülen mit ECOFILL (optional)
1. Spritzbrühe-Behälter halb mit Wasser füllen
2. Saugseite auf Spritzbrühe-Behälter stellen
3. Injektor einschalten
4. ECOFILL-Kupplung (1) an Anschlussstutzen
ankuppeln
5. Umschalthahn öffnen
6. Den für die Behälter-Befüllung berechneten
und abgemessenen Präparat-Bedarf einsaugen
7. Umschalthahn wieder schließen
8. ECOFILL-Kupplung (1) abkuppeln und auf
Spülfuß (2) aufsetzen
9. Umschalthahn wieder schließen
10. Umschalthahn öffnen und ECOFILL-Armatur mit
Klarwasser spülen
11. Umschalthahn schließen und ECOFILL-Armatur
abnehmen
12. Injektor ausschalten
13. gewünschte Rührleistung einstellen
14. Füllen Sie die fehlende Wassermenge auf
1
2
131
12.5.4 Kanister vorreinigen mit
Spritzbrühe
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Saugseite auf Frischwasser stellen
Deckel der Einfüllschleuse öffnen
Injektor an C-Box einschalten
(Spritzpumpe startet automatisch)
Umschalthahn öffnen
Kanisterspülung einschalten
Den Kanister oder sonstige Behältnisse über die
Kanisterspülung stülpen und mindestens 30 sec. nach unten drücken.
Umschalthahn wieder schließen
Injektor ausschalten
12.5.5 Kanister reinigen mit Spülwasser
Das Reinigen der Kanister mit Spülwasser verdünnt die Konzentration der Spritzbrühe!
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Saugseite auf Frischwasser stellen
Deckel der Einfüllschleuse öffnen
Injektor einschalten C-Box einschalten
(Spritzpumpe startet automatisch)
Umschalthahn öffnen
Kanisterspülung einschalten
Den Kanister oder sonstige Behältnisse über die
Kanisterspülung stülpen und mindestens 30 sec.
nach unten drücken.
Umschalthahn wieder schließen
Injektor ausschalten
Wasser (Brühe) tritt aus der KanisterSpüldüse aus, wenn die Druckplatte nach
unten gedrückt wird.
132
→ Kanisterspülung
→ Ringspülleitung
→ Stoßdüse
→ Waschpistole
AUF
ZU
Umschalthahn
12.6 Spritzbetrieb
Beachten Sie die separate Betriebsanleitung
für das Bedienterminal.
12.6.1 Besondere Hinweise für den Spritzbetrieb
Kontrollieren Sie die Feldspritze durch Auslitern
o vor Saisonbeginn.
o bei Abweichungen zwischen dem tatsächlich angezeigten Spritzdruck
und dem nach der Spritztabelle erforderlichen Spritzdruck.
Ermitteln Sie vor Spritzbeginn die erforderliche Aufwandmenge exakt anhand der
Gebrauchsanleitung des Pflanzenschutzmittel-Herstellers.
→ Geben Sie die erforderliche Aufwandmenge (Sollmenge) vor Spritzbeginn am Terminal ein.
Halten Sie die erforderliche Aufwandmenge [l/ha] beim Spritzbetrieb exakt ein,
o damit Sie einen optimalen Behandlungserfolg Ihrer Pflanzenschutzmaßnahme erreichen.
o um unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden.
Wählen Sie den erforderlichen Düsentyp vor Spritzbeginn aus der
Spritztabelle aus – unter Berücksichtigung
o der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit,
o der erforderlichen Aufwandmenge und
o der erforderlichen Zerstäubungscharakteristik (fein-, mittel oder grobtropfig) des für
die durchzuführende Pflanzenschutz-Maßnahme eingesetzten Pflanzenschutzmittels.
→ Hierzu siehe Kapitel 21 „Spritztabellen für Flachstrahl-, Antidrift-, Injektor- und Airmix-Düsen“
Wählen Sie die erforderliche Düsengröße vor Spritzbeginn aus der Spritztabelle aus –
unter Berücksichtigung
o der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit,
o der erforderlichen Aufwandmenge und
o dem angestrebten Spritzdruck.
→ Hierzu siehe siehe Kapitel 21 „Spritztabellen für Flachstrahl-, Antidrift-, Injektor- und Airmix-Düsen“
Wählen Sie eine langsame Fahrgeschwindigkeit und einen niedrigen Spritzdruck zum
Vorbeugen von Abdriftverlusten!
→ Hierzu siehe siehe Kapitel 21 „Spritztabellen für Flachstrahl-, Antidrift-, Injektor- und Airmix-Düsen“
Ergreifen Sie zusätzliche Maßnahmen zur Abdriftminderung bei Windgeschwindigkeiten
von 3 m/s. Hierzu siehe Kapitel 12.6.4 „Maßnahmen zur Abdriftminderung“!
Unterlassen Sie Behandlungen bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten
von über 5 m/s (Blätter und dünne Zweige bewegen sich).
Schalten Sie das Spritzen nur während der Fahrt ein und aus, um Überdosierungen zu vermeiden.
Vermeiden Sie Überdosierungen durch Überlappungen bei nicht exaktem Anschlussfahren von
Spritzbahn zu Spritzbahn und/oder bei Kurvenfahrten auf dem Vorgewende mit eingeschaltetem
Spritzgestänge!
133
Kontrollieren Sie beim Spritzbetrieb ständig den tatsächlichen Spritzbrühe-Verbrauch
in Bezug zur behandelten Fläche.
Kalibrieren Sie den Durchflussmesser bei Abweichungen zwischen der tatsächlichen und der
angezeigten Aufwandmenge. (Siehe Betriebsanleitung, Jobrechner II, Fa. Müller-Elektronik).
Reinigen Sie unbedingt die Filter, die Pumpe, die Armatur und die Spritzleitungen
bei witterungsbedingter Unterbrechung des Spritzbetriebes.
Kalibrieren Sie den Wegsensor (Impulse pro 100 m) bei Abweichungen zwischen
der tatsächlichen und der angezeigten Wegstrecke, siehe Betriebsanleitung
Fa. Müller-Elektronik Jobrechner II Feldspritze.
Spritzdruck und Düsengröße beeinflussen die Tropfengröße und das ausgespritzte Flüssigkeitsvolumen.
Je höher der Spritzdruck, desto kleiner der Tröpfchendurchmesser der ausgespritzten Spritzbrühe.
Die kleineren Tröpfchen unterliegen einer verstärkten, unerwünschten Abdrift!
Wird der Spritzdruck erhöht, erhöht sich auch die Aufwandmenge - wird der Spritzdruck verringert,
verringert sich auch die Aufwandmenge.
Wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Düsengröße und gleichbleibendem Spritzdruck erhöht,
verringert sich die Aufwandmenge - wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Düsengröße und
gleichbleibendem Spritzdruck verringert, erhöht sich die Aufwandmenge.
Die Fahrgeschwindigkeit ist frei wählbar, aufgrund der automatischen, flächenbezogenen
Aufwandmengen-Regelung über den Spritzcomputer.
Das Rührwerk bleibt normalerweise vom Befüllen bis zum Ende des Spritzbetriebes
eingeschaltet. Maßgebend sind hierbei die Angaben der Präparat-Hersteller.
Der Spritzbrühe-Behälter ist leer, wenn der Spritzdruck plötzlich deutlich abfällt.
Saug- oder Druckfilter sind verstopft, wenn der Spritzdruck bei sonst unveränderten
Bedingungen abfällt.
12.6.2 Spritzbrühe ausbringen
Kontrollieren Sie vor Spritzbeginn folgende Maschinendaten am Bedienterminal
o die Werte für den zulässigen Spritzdruck-Bereich der im Spritzgestänge eingebauten Spritzdüsen.
o den Wert "Impulse pro 100m".
Ergreifen Sie entsprechende Maßnahmen, wenn im Spritzbetrieb eine
Fehlermeldung auf dem Display erscheint. Hierzu siehe Kapitel Störungen 12.9.
Kontrollieren Sie den angezeigten Spritzdruck beim Spritzbetrieb.
Achten Sie darauf, dass der angezeigte Spritzdruck in keinem Fall um mehr als ±25% von dem angestrebten Spritzdruck aus der Spritztabelle abweicht, z.B. beim Verändern der Aufwandmenge über die
Plus- / Minus-Tasten. Größere Abweichungen von dem angestrebten Spritzdruck erlauben keinen
optimalen Behandlungserfolg Ihrer Pflanzenschutzmaßnahme und führen zu Umweltbelastungen.
Verringern oder erhöhen Sie die Fahrgeschwindigkeit so lange, bis Sie wieder in den
zulässigen Spritzdruck-Bereich des angestrebten Spritzdruckes zurückkehren.
Spritzen Sie den Spritzbrühe-Behälter nie ganz leer (gilt nicht am Ende des Spritzbetriebes).
Füllen Sie den Spritzbrühe-Behälter spätestens bei einem Füllstand von ca. 50 Liter nach.
134
Beispiel
Erforderliche Aufwandmenge: 200 l/ha
Vorgesehene Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
Düsentyp: AI / ID
Düsengröße: 03
Zulässiger Druckbereich der min. Druck 3 bar
eingebauten Spritzdüsen max. Druck 8 bar
Angestrebter Spritzdruck: 3,7 bar
Zulässige Spritzdrücke:
3,7 bar ±25% min. 2,8 bar und
max. 4,6 bar
Spritzbrühe ausbringen:
1. Spritzbrühe vorschriftsmäßig nach Angaben des Pflanzenschutzmittel-Herstellers ansetzen und aufrühren.
2. Rührwerk einstellen (stufenlose Einstellung).
3. Den Terminal einschalten.
4. Das Spritzgestänge ausklappen.
5. Die Arbeitshöhe des Spritzgestänges (Abstand zwischen Düsen und Bestand) in
Abhängigkeit der verwendeten Düsen nach der Spritztabelle einstellen.
6. Kontrollieren Sie im Terminal den Wert „Mengenschritt“ für die prozentuelle
Veränderung der Aufwandmenge beim einmaligen Betätigen der Plus- / Minus-Taste.
7. Kontrollieren Sie im Terminal den Wert „Impulse pro 100m“.
8. Kontrollieren Sie im Terminal die Werte „max. Druck“ und „min. Druck“ für
den zulässigen Spritzdruck-Bereich der im Spritzgestänge eingebauten Spritzdüsen.
9. Geben Sie den Wert „Sollmenge“ für die erforderliche Aufwandmenge in
den Terminal ein bzw. kontrollieren Sie den gespeicherten Wert.
10. Spritzen über den Terminal einschalten.
12.6.3 Spritzen
1. Pumpe einschalten (über Terminal)
2. Saugseite auf Brühebehälter stellen (1)
3. Gestängezirkulation einschalten (2)
4. Rührwerk einschalten und einstellen (über Terminal)
Die benötigte Rührleistung ist abhängig von den verwendeten
Präparaten und muss vom Anwender kontrolliert werden.
Diese Einstellung dient auch dazu, bei Fahrten zum Feld
die Spritzbrühe zu Rühren.
Fahrt zum Feld mit eingeschaltetem Rührwerk:
1. Bedienterminal einschalten
2. Pumpenantrieb einschalten
3. Gewünschte Rührintensität einstellen
2
1
Stellen Sie die zur Fahrt eingestellte Rührintensität vor dem Spritzbetrieb wieder zurück,
wenn diese von der erforderlichen Rührintensität für den Spritzbetrieb abweicht!
135
12.6.4 Maßnahmen zur Abdriftminderung
• Die Behandlungen in die frühen Morgen- bzw. in die Abendstunden verlegen
(im Allgemeinen weniger Wind).
• Spritzdruck verringern
• Größere Düsen und höhere Wasser-Aufwandmengen wählen.
• Gestänge-Arbeitshöhe exakt einhalten, da mit zunehmendem
Düsenabstand die Abdriftgefahr stark ansteigt.
• Fahrgeschwindigkeit reduzieren (auf unter 8 km/h).
• Einsatz so genannter Antidrift (AD)-Düsen oder Injektor (ID)-Düsen
(Düsen mit hohem Grobtropfenanteil).
• Abstandsauflagen der jeweiligen Pflanzenschutzmittel beachten
12.6.5 Spritzen mit 25cm Düsenteilung und verringertem Zielflächenabstand
•
Die Abdriftgefahr kann durch reduzieren des Zielflächenabstandes
auf unter 50cm stark verringert werden.
•
Abstandsreduzierung ist nur bei durchgängiger 25cm Düsenteilung möglich
→ sonst besteht die Gefahr von Streifenbildung durch fehlende Überlappung der Spritzkegel.
•
Eine Abstandsreduzierung ist nur möglich wenn alle gleichzeitig verwendeten
Düsen dem gleichen Typ und derselben Größe entsprechen.
•
Der minimal mögliche Zielflächenabstand entspricht dem halben Zielflächenabstand der
entsprechenden 50cm Düsenteilung → siehe Angaben Düsenhersteller.
136
12.7 Restmengen
Unterschieden werden zwei Arten von Restmengen:
•
Im Spritzbrühe-Behälter verbleibende, überschüssige Restmenge bei Beendigung
des Spritzbetriebes.
•
Technische Restmenge, die bei deutlichem Spritzdruckabfall noch in Spritzbrühe-Behälter, der Saugarmatur und der Spritzleitung verbleibt. Die Saugarmatur besteht aus den Baugruppen Umschalthähne und, Pumpe. Entnehmen Sie die Werte für die technischen Restmengen der einzelnen Bauteile
dem Kapitel 1.7 „Technische Daten“. Addieren Sie die technischen Restmengen der einzelnen
Bauteile.
12.7.1 Beseitigung von Restmengen
Beachten Sie, dass die Restmenge in der Spritzleitung noch in unverdünnter Konzentration
ausgespritzt wird. Spritzen Sie diese Restmenge unbedingt auf eine unbehandelte Fläche aus.
Entnehmen Sie dem Kapitel 11.9.3 die benötigte Fahrstrecke zum Ausspritzen dieser unverdünnten
Restmenge. Die Restmenge der Spritzleitung ist abhängig von der Spritzgestänge-Arbeitsbreite.
Schalten Sie das Rührwerk zum Leerspritzen des Spritzbrühe-Behälters aus, wenn die Restmenge
im Spritzbrühe-Behälter nur noch 100 Liter beträgt. Bei eingeschaltetem Rührwerk erhöht sich die
technische Restmenge gegenüber den angegebenen Werten.
Maßnahmen zum Anwenderschutz gelten beim Entleeren von Restmengen.
Beachten Sie die Anordnungen der Pflanzenschutzmittel-Hersteller beachten und tragen Sie
geeignete Schutzkleidung.
Entsorgen Sie die aufgefangene Spritzbrühe-Restmenge nach den einschlägigen, rechtlichen
Vorschriften. Sammeln Sie Spritzbrühe-Restmengen in geeigneten Behältern.
Lassen Sie die Spritzbrühe-Restmengen eintrocknen. Führen Sie die Spritzbrühe-Restmengen
der vorgeschriebenen Abfallbeseitigung zu.
12.7.2 Verdünnen der Restmenge im Spritzbrühe-Behälter und Ausspritzen
der verdünnten Restmenge bei Beendigung des Spritzbetriebes
Führen Sie das Verdünnen und Ausspritzen der Restmenge bei Beendigung des Spritzbetriebes
im absetzigen Verfahren durch.
Gehen Sie hierbei wie folgt vor:
1. Verdünnen Sie die Restmenge im Spritzbrühe-Behälter mit 200 Liter Spülwasser.
2. Spritzen Sie zunächst die unverdünnte Restmenge aus der Spritzleitung
auf eine unbehandelte Restfläche aus.
3. Spritzen Sie anschließend die verdünnte Restmenge ebenfalls auf eine unbehandelte Restfläche aus.
4. Verdünnen Sie die Restmenge im Spritzbrühe-Behälter erneut mit 200 Liter Spülwasser.
5. Spritzen Sie diese verdünnte Restmenge erneut auf eine unbehandelte Restfläche aus.
137
Verdünnen der Restmenge
1. Düsen abschalten
2. Pumpe einschalten
3. Rührwerk einschalten
4. im Terminal für 15 sec auf Frischwasser umschalten jetzt zirkuliert Frischwasser
durch das Düsenrohr und verdünnt die Restmenge im Tank mit Frischwasser
5. Rührwerk ausschalten
6. Spritzen Sie die verdünnte Restmenge auf eine unbehandelte Restfläche aus.
7. Wiederholen Sie die Schritte 1-6 ein zweites Mal (ggf. ein drittes Mal)
Bei Mehrfachdüsensystemen müssen beim Reinigen alle
vorhandenen Düsen geöffnet werden.
Bei nicht Beachtung besteht die Gefahr von Ablagerungen!
Ablassen der technischen Restmengen
1. Stellen Sie ein geeignetes Auffanggefäß unter die
Verschlusskappe des Saugfilters (1) 2. Verschlusskappe öffnen und technische
Restmenge in ein geeignetes Auffanggefäß ablassen.
3. Saugfilter mit Kappe verschließen.
Restmenge laut gesetzlichen Vorschriften entsorgen.
1
GEFAHR
Tragen Sie zum Ablassen der technischen
Restmenge entsprechende Schutzkleidung,
so wie es der PflanzenschutzmittelHersteller vorschreibt!
Entleeren des Spritzbrühe-Behälters über die Pumpe
1. Einen Entleerungsschlauch mit 2“-Camlock-Kupplung (1)
auf das Vaterteil in der Druckleitung kuppeln
1
2. Kugelhahn öffnen (2)
3. Saugseite auf Spritzbrühe-Behälter
4. Gestängezirkulation einschalten, Injektor,
Rührwerk und Innenreinigung abschalten
5. Pumpe einschalten und Druck manuell auf max. stellen
138
2
12.8 Handwasch-Frischwasserbehälter
Füllen Sie nur klares Wasser in
den Handwaschbehälter (1)
(1) Handwasch-Frischwasserbehälter Inhalt: 15 l
2
(2) Ablasshahn für klares Wasser
•
•
zum Reinigen der Hände oder
zum Reinigen der Spritzdüsen
WARNUNG
Vergiftungsgefahr durch unreines
Wasser im Frischwasserbehälter!
1
Nutzen Sie das Wasser des Frischwasserbehälters niemals als Trinkwasser!
Die Materialien des Frischwasserbehälters
sind nicht lebensmittelecht.
139
12.9 Störungen
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln,
Einziehen, Fangen und Stoß durch
• unbeabsichtigtes Absenken angehobener, ungesicherter Maschinenteile.
• unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen des Spritztracs.
Sichern Sie Trac und Anhänger gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen,
bevor Sie Störungen an der Maschine beheben. Warten Sie den Stillstand der Maschine ab,
bevor Sie den Gefahrenbereich der Maschine betreten.
Störung
Ursache
Abhilfe
Pumpe saugt nicht an
Verstopfung auf der Saugseite
(Saugschlauch / Saugarmatur)
Beseitigen Sie die Verstopfung.
Pumpe saugt Luft an.
Prüfen Sie die Schlauchverbindung für den Saugschlauch an
Sauganschluss auf Dichtheit.
Verklemmte oder beschädigte
Kugelhähne.
Tauschen Sie die Kugelhähne
aus.
Pumpe saugt Luft an, erkennbar
an Luftblasen im Spritzbrühebehälter.
Überprüfen Sie die Schlauchverbindungen am Saugschlauch
auf Dichtheit.
Flattern des Spritzkegels
Unregelmäßiger Förderstrom der
Pumpe. Saug- und druckseitige Ventile
über-prüfen bzw. austauschen.
Die erforderliche, eingegebene
Aufwandmenge wird nicht
erreicht
Hohe Fahrgeschwindigkeit; niedrige Pumpen-Antriebsdrehzahl;
Reduzieren Sie die Fahrgeschwindigkeit und erhöhen
die Pumpen-Antriebsdrehzahl,
solange, bis die Fehlermeldung
und das akustische Alarmsignal
erlöschen.
Der zulässige SpritzdruckBereich der im Spritzgestänge
eingebauten Spritzdüsen wird
verlassen
Vorgegebene Fahrgeschwindigkeit verändert Diee wirkt sich auf
den Spritzdruck aus.
Verändern Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit, so dass Sie
wieder in den vorgesehenen
Fahrgeschwindigkeitsbereich
zurückkehren, den Sie für den
Spritzbetrieb festgelegt haben
Pumpe bringt keine Leistung
140
13 Reinigen, Warten und Instandhalten der Feldspritze
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden,
Erfassen, Aufwickeln, Einziehen, Fangen und Stoß durch
•
•
unbeabsichtigtes Absenken angehobener, ungesicherter Maschinenteile.
unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen der
Trac-Anhänger-Kombination.
Sichern Sie Trac und Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Verrollen,
bevor Sie an der Maschine Arbeiten zum Reinigen, Warten oder Instandhalten ausführen.
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen,
Aufwickeln, Einziehen und Fangen durch ungeschützte Gefahrenstellen!
•
Montieren Sie Schutzeinrichtungen, die Sie zum Reinigen, Warten und Instandhalten der
Maschine entfernt haben.
•
Ersetzen Sie defekte Schutzeinrichtungen durch neue.
GEFAHR
•
•
Beachten Sie bei der Durchführung von Wartungs-, Instandsetzungs- und
Pflegearbeiten die Sicherheitshinweise, speziell Kapitel 12 „Spritzenbetrieb“!
Durchführen dürfen Sie Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten unter beweglichen
Maschinenteilen, die sich in angehobener Stellung befinden nur, wenn diese
Maschinenteile gegen unbeabsichtigtes Absenken durch geeignete formschlüssige
Sicherungen gesichert sind.
Vor jeder Inbetriebnahme
1. Kontrollieren Sie Schläuche / Rohre und Verbindungsstücke auf augenfällige Mängel /
undichte Anschlüsse.
2. Beheben Sie Scheuerstellen an Schläuchen und Rohren.
3. Tauschen Sie verschlissene oder beschädigte Schläuche und Rohre sofort aus.
4. Beseitigen Sie umgehend undichte Anschlüsse.
Pflege und Wartung
• Eine regelmäßige und sachgemäße Wartung hält Ihre Selbstfahrende Spritze lange einsatz-
bereit und verhindert frühzeitigen Verschleiß. Eine regelmäßige und sachgemäße Wartung ist
Voraussetzung für unsere Garantie-Bestimmungen.
• Vorgeschriebene oder in der Betriebsanleitung angegebene Fristen für wiederkehrende
Prüfungen oder Inspektionen einhalten.
• Für Wartungs- und Pflegearbeiten die Maschine auf ebenem und tragfähigem Untergrund
abstellen und gegen Wegrollen sichern.
• Verwenden Sie nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzteile und Ersatzschläuche.
Bei der Montage grundsätzlich nur Schlauchklemmen aus V2A einsetzen.
141
• Spezielle Fachkenntnisse sind die Voraussetzung für die Ausführung von Prüf- und Wartungsarbeiten. Diese Fachkenntnisse werden im Rahmen dieser Betriebsanleitung nicht vermittelt.
• Beachten Sie Umweltschutz-Maßnahmen bei der Durchführung von Reinigungsund Wartungsarbeiten.
• Beachten Sie gesetzliche Vorschriften bei der Entsorgung von Betriebsstoffen, wie z.B. Öle
und Fette. Ebenfalls von diesen gesetzlichen Vorschriften betroffen sind Teile, die mit diesen
Betriebsstoffen in Berührung kommen.
• Nicht überschritten werden darf ein Abschmierdruck von 400 bar beim
Abschmieren mit Hochdruck-Schmierpressen.
• Grundsätzlich verboten ist
- das Bohren am Fahrgestell.
- das Aufbohren bestehender Löcher am Fahrrahmen.
- das Schweißen an tragenden Bauteilen.
• Notwendig sind Schutzmaßnahmen wie Abdecken der Leitungen oder
Ausbau der Leitungen an besonders kritischen Stellen
- bei Schweiß-, Bohr- und Schleifarbeiten.
- bei Arbeiten mit Trennscheiben in der Nähe von Kunststoff-Leitungen und
elektrischen Leitungen.
• Reinigen Sie die Feldspritze vor jeder Reparatur gründlich mit Wasser.
• Führen Sie Reparaturarbeiten an der Feldspritze grundsätzlich bei nicht
angetriebener Pumpe aus.
• Nur nach gründlicher Reinigung dürfen Reparaturarbeiten im Innenraum des SpritzbrüheBehälter erfolgen! Unterlassen Sie den Einstieg in den Spritzbrühe-Behälter!
• Trennen Sie grundsätzlich das Maschinenkabel sowie die Stromzufuhr vom Bordcomputer bei
allen Pflege- und Wartungsarbeiten. Dies gilt besonders bei Schweißarbeiten an der Maschine.Die Masseverbindung möglichst nahe an der Schweißstelle anbringen.
• Bei Pflege- und Wartungsarbeiten gelöste Schraubenverbindungen wieder festziehen.
13.1 Reinigung
• Überwachen Sie Brems-, Luft- und Hydraulikschlauch-Leitungen besonders sorgfältig.
• Behandeln Sie Brems-, Luft- und Hydraulikschlauch-Leitungen niemals mit Benzin, Benzol,
Petroleum oder Mineralölen.
• Schmieren Sie die Anhängespritze nach der Reinigung ab, insbesondere nach der Reinigung
mit einem Hochdruckreiniger / Dampfstrahler oder fettlöslichen Mitteln.
• Beachten Sie die gesetzlichen Vorschriften für die Handhabung und Beseitigung von
Reinigungsmitteln.
• Nach der Reinigung alle Hydraulikleitungen auf Undichtigkeiten und
gelockerte Verbindungen prüfen.
• Scheuerstellen und Beschädigungen untersuchen. Festgestellte Mängel sofort beheben!
• Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage diese von der Stromzufuhr trennen.
142
Reinigen mit Hochdruckreiniger / Dampfstrahler
Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler oder Hochdruckreiniger waschen.
Der Lack ist erst nach ca. 3 Monaten ausgehärtet und könnte vorher beschädigt werden.
Beachten Sie unbedingt die folgenden Punkte, wenn Sie zur Reinigung
einen Hochdruckreiniger / Dampfstrahler einsetzen:
•
•
•
Reinigen Sie keine elektrischen Bauteile.
•
Richten Sie den Reinigungsstrahl der Reinigungsdüse vom Hochdruckreiniger / Dampfstrahler niemals direkt auf Schmier- und Lagerstellen.
•
Halten Sie immer einen Mindest-Düsen-Abstand von 300 mm zwischen der
Hochdruckreiniger- bzw. Dampfstrahler- Reinigungsdüse und Maschine ein.
•
Beachten Sie die Sicherheits-Bestimmungen beim Umgang mit Hochdruckreinigern.
Reinigen Sie keine verchromten Bauteile.
Vor dem Reinigen der Maschine mit Hochdruckreiniger alle Öffnungen abdecken, in die aus
Sicherheits- und Funktionsgründen kein Wasser, Dampf oder Reinigungsmittel eindringen
darf. Den Wasserstrahl nicht direkt auf elektrische oder elektronische Bauteile, auf Lager
oder das Gebläse richten.
Reinigen der Feldspritze
• Das regelmäßige Reinigen der Feldspritze ist Voraussetzung für eine sachgerechte Wartung
und erleichtert das Bedienen der Feldspritze.
• Halten Sie die Einwirkdauer so kurz wie möglich, z. B. durch tägliches Reinigen nach
Beendigung des Spritzbetriebes. Lassen Sie die Spritzbrühe nicht unnötig lange Zeit in
dem Spritzbrühe-Behälter, beispielsweise nicht über Nacht.
• Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Feldspritze hängen im Wesentlichen von der
Einwirkdauer der Pflanzenschutzmittel auf die Werkstoffe der Feldspritze ab.
• Reinigen Sie die Feldspritze grundsätzlich, bevor Sie ein anderes Pflanzenschutzmittel
ausbringen.
• Reinigen Sie sämtliche Feldspritzenfunktionen um bei nachstehenden
Behandlungen Folgeschäden zu vermeiden.
• Verdünnen Sie die Restmenge im Spritzbrühe-Behälter und spritzen Sie die verdünnte
Restmenge anschließend aus (hierzu siehe Kapitel 12.7).
• Führen Sie eine Vorreinigung der Feldspritze auf dem Feld durch, bevor Sie die eigentliche
Reinigung der Feldspritze vornehmen.
• Entsorgen Sie bei jeder Reinigung der Feldspritze die anfallenden Reinigungsrückstände
umweltgerecht.
• Bauen Sie die Spritzdüsen mindestens einmal pro Saison aus. Kontrollieren Sie die Verschmutzung der ausgebauten Spritzdüsen, evtl. die Spritzdüsen mit weicher Bürste reinigen. Spülen
Sie die Spritzleitungen ohne eingebaute Spritzdüsen.
143
13.2
CCS - Kontinuierliche Innenreinigung (Continuous cleaning system)
Schneller Reinigungsvorgang der Spritze ohne abzusteigen.
Der komplette Reinigungsvorgang wird von der Fahrerkabine aus gesteuert.
Funktionsweise: Verdrängungsprinzip anstatt Verdünnungsprinzip.
Zusätzliche Reinigungspumpe speist Klarwasser direkt in die Innenreinigungsdüsen ein. Die Spritzpumpe saugt
dieses aus dem Brühebehälter an, und drückt damit die Restbrühe durch die Düsen aus dem Leitungssystem.
Schnelle, gründliche wasserverbrauchsoptimierte Reinigung.
Die Dauer des Vorgangs "Kontinuierliche Innenreinigung" richtet sich nach dem
Maß der Verunreinigung der Feldspritze durch die verwendeten Pflanzenschutzmittel.
Hierzu Herstelleranweisungen der Pflanzenschutzmittel-Hersteller beachten.
13.3 Reinigen der Spritze bei entleertem Behälter
Spritzbrühe-Behälter täglich reinigen!
1. Befüllen Sie den Brühebehälter mit ca. 400 l Wasser
2. Saugseite auf Brühebehälter schalten
3. Schalten Sie das Rührwerk aus
4. Schalten Sie die Spritzmittelpumpe an
5. Injektor an der C-Box einschalten
6. Umschalthahn an der Füllschleuse öffnen
7. Kanisterspüldüse einschalten und mit einem geeignetem Behälter
den Kanisterspüler solange betätigen bis nur noch klares Wasser austritt
8. Ringspülleitung solange anschalten bis nur noch klares Wasser austritt
9. Stoßdüse für ca. 10 sec. Anschalten
10. Spritzpistole anschalten und in den Behälter spritzen bis klares Wasser austritt
11. Injektor ausschalten
12. Behälter Innenreinigung für ca. 20 sec. Einschalten
13. Rührwerk für ca. 10 sec. einschalten und auf max. Intensität stellen
14. Gestängezirkulation einschalten
15. Spritzen Sie die verdünnte Restmenge auf eine unbehandelte Restfläche aus.
16. Wiederholen Sie die Schritte 1-15 ein zweites Mal (ggf. ein drittes Mal)
17. Reinigen Sie den Saug- und Druckfilter
Bei Mehrfachdüsensystemen müssen beim Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet
werden. Bei nicht Beachtung besteht die Gefahr von Ablagerungen!
13.4 Reinigen der Spritze bei gefülltem Behälter
• Reinigen Sie unbedingt die Saugarmatur (Pumpen, Druckregler) und die Spritzleitung
bei witterungsbedingter Unterbrechung des Spritzbetriebes.
• Führen Sie die Reinigung auf dem Feld mit Wasser aus dem Spülwasser-Behälter durch.
• Beachten Sie, dass die Restmenge in der Spritzleitung noch in unverdünnter Konzentration ausge-
spritzt wird. Spritzen Sie diese Restmenge unbedingt auf eine unbehandelte Fläche aus. Entnehmen
Sie dem Kapitel 11.9 die benötigte Fahrstrecke zum Ausspritzen dieser unverdünnten Restmenge.
144
Reinigungsvorgang:
1. Düsen abschalten
2. Rührwerk ausschalten
3. Im Terminal auf Frischwasser umschalten.
Es zirkuliert jetzt Klarwasser durch das Düsenrohr
in den Tank. Beachten Sie, dass hierbei die noch
im Brühebehälter befindliche Spritzbrühe verdünnt
wird.
4. Nach ca. 5 sec. anfahren und Düsen für ca.
5 sec. anschalten (auf unbehandelter Restfläche).
5. Pumpe ausschalten
Bei Mehrfachdüsensystemen müssen beim
Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet
werden. Bei nicht Beachtung besteht die
Gefahr von Ablagerungen!
13.5 Behälter- und
Außenreinigung der Spritze
Behälterinnenreinigung
1. Saugseite auf Frischwasser (1) stellen
2. Gestängezirkulation, Injektor,
Rührwerk (2) ausschalten
2
3
1
3. Pumpe einschalten (über Terminal)
4. Innenreinigung anschalten (3)
Außenreinigung über Druckanschluss
1. Reinigungsschlauch an die 2“-Camlock
kupplung (4) in der Druckleitung anschließen
4
2. Saugseite auf Frischwasser schalten
3. Gestängezirkulation einschalten, Injektor,
Rührwerk und Innenreinigung ausschalten
4. Pumpe einschalten und gewünschten
Druck einstellen
5
5. Kugelhahn öffnen (5) und Feldspritze reinigen
Außenreinigung über Hochdurckreiniger (optional)
1. Hochdruckreiniger anschalten (6)
2. Feldspritze reinigen
6
145
13.6 Düsenreinigung mit Druckluft
Die Druckluftpistole befindet sich am Mittelteil des
Gestänges (neben Klemmkasten). Hiermit können Sie
Verunreinigungen und lose Teile in den Düsen durch
Druckluft beseitigen.
Tragen Sie entsprechende Schutzkleidung laut Vorschrift (siehe Kap. 12).
13.7 Saugfilter reinigen
Reinigen Sie den Saugfilter täglich
nach dem Spritzbetrieb.
1. Pumpe ausschalten
2. Saugseite auf OFF stellen
3. Ablass am Saugfiltertopf öffnen (1)
4. Überwurfmutter lösen
5. Filtertopf abnehmen und Filtereinsatz herausziehen
6. Filtereinsatz mit Wasser reinigen
7. Kontrollieren Sie die O-Ringe auf Beschädigung
1
8. Saugfilter in umgekehrter Reihenfolge wieder
zusammenbauen
13.8 Druckfilter reinigen
Achten Sie auf den korrekten
Einbau der O-Ringe.
Der Druckfilter befindet sich auf der linken Seite des
Gestängeturms.
Bei gröberen Verunreinigungen Filterkappe abschrauben. Hierzu an der Commander-Box alle Schalter auf
"OFF/ZU" stellen. Weißen Druckfilterkopf (2) mit Spezialschlüssel (im Lieferumfang enthalten) öffnen und
Filtereinsatz reinigen; wieder einsetzen und Filterkappe
aufschrauben.
(3) Anschluss Druckfilterspülung
146
2
3
14 Wartung und Pflege Trägerfahrzeug
14.1 Wartung Motor
14.1.2 Schmutzablagerung im
Motorraum
Eine Mischung aus Staub, Öl und
pflanzlichen Rückständen im Motor raum ist ein Brandherd und bedeutet
erhöhte Feuergefahr.
Den Motor und den Motorraum stets sauberhalten.
Wenn notwendig, Verschmutzungen mit Druckluft wegblasen und Ölablagerungen wegwischen.
14.1.3 Motorölstand
Damit der Schmierölumlauf bei Schräglage nicht abreißt, ist ein Mindestölstand in der Ölwanne erforderlich.
• Die Einhaltung dieses Ölstandes ist
für den Motor lebensnotwendig.
• Ölstandskontrolle nur bei waagerecht
stehender Maschine vornehmen.
• Den Motor nicht in Betrieb setzen,
wenn der Ölstand unterhalb der
unteren Markierung am Ölmessstab
ist.
• Öl bis zur oberen Markierung des Ölmessstabes einfüllen (1).
•
•
•
•
Umgebung des Ölmessstabes vor dem Herausziehen gründlich sauberwischen.
Ölstand muss bei Kontrolle zwischen unterer und oberer Markierung des Ölmessstabes sein.
Nach erfolgter Ölstandskontrolle den Ölmessstab
wieder hineinstecken.
Der Ölstand kann auch über das Terminal, Seite
Informationsbereich (2) abgerufen werden.
1
2
14.1.4 Motoröl- und Filterwechsel
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der mitgelieferten Betriebsanleitung von „MTU Dieselmotoren“ (Seite 58, Pflege- u. Wartungsarbeiten)
3
(3) Position Ablassschraube Motoröl
147
14.1.5 Kraftstoffvorfilterwechsel
Mit dem Absperrventil (1) kann der Kraftstoffvorfilter
entwässert werden.
Zum Wechseln des Kraftstoffvorfilters das transparentes
Gehäuse (2) abnehmen und die Kartusche (3) herausdrehen. Neue Kartusche einsetzen, transparentes Gehäuse
(2) und mit der Handpumpe (4) entlüften
5
4
5
14.1.5.1Befüllung Kraftstoffvorfilter
•
•
•
Entlüfterschraube (5) öffnen.
Kraftstoff-Handpumpe so lange drücken, bis der
Kraftstoff blasenfrei an der Entlüfterschraube (5)
austritt. Nicht weiter pumpen.
Entlüfterschraube (5) schließen
3
14.1.5.2Kraftstoff-Filtereinsatz wechseln
Filtereinsatz mindestens einmal jährlich wechseln.
• Filterkartusche (6) öffnen.
• Neuen Filter handfest anziehen und mit
Handpumpe entlüften
1
2
6
14.1.6 Kraftstoff / AdBlue
Niemals bei laufendem Motor Kraftstoff
oder AdBlue auftanken. Rauchverbot!
Qualität und Sauberkeit des Kraftstoffs und AdBlues
sind von grundlegender Bedeutung für gleichmäßig gute
Leistung und lange Lebensdauer des Motors.
Täglich nach Betriebsende auftanken, um Bildung von
Feuchtigkeit und Einfrieren der Kraftstoffanlage zu
vermeiden.
Dieselkraftstoffe: Tanken nur von handelsüblichem, schwefelfreiem Dieselkraftstoff,
der die Europäische Norm EN 590 Stand ab 2010 ff. (max. 0,001 Gew.-% Schwefel) erfüllt.
AdBlue: Bei Betreiben des Fahrzeuges ohne AdBlue /DEF erlischt die Straßenzulassung.
Rechtliche Konsequenz: Fahrzeug darf auf öffentlichen Straßen nicht mehr betrieben werden.
Wenn der AdBlue Stand bis auf etwa 10% abgesunken ist, leuchtet am Bedienterminal eine Warnleuchte. Das Auffüllen von AdBlue ist rechtzeitig vorzunehmen! Bei weiterem Absinken auf etwa
2,5% droht eine Reduzierung der Motorleistung.
148
Folgende Kraftstoffe sind nicht zulässig:
- Schwefelhaltiger Kraftstoff über 0,001 Gew.-% Schwefel
-
Marine Diesel Fuel
- Flugturbinenkraftstoff
- Heizöle
- Fettsäuremethylester FAME (Bio-Diesel-Kraftstoff)
Diese Kraftstoffarten fügen dem Motor und dem Abgasnachbehandlungssystem irreversible
Schäden zu und reduzieren die erwartete Lebensdauer erheblich.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte:
Der Betriebsanleitung von „MTU-Dieselmotoren“ (Betriebsstoffe, Seite 60)
AdBlue: Verwendung ausschließlich von AdBlue/DEF nach DIN 70070/ISO 22241.
Keine Additive verwenden.
Wenn AdBlue/DEF beim Tanken mit lackierten Oberflächen in Kontakt kommt,
betroffene Flächen sofort mit viel Wasser abspülen.
• AdBlue darf nicht mit Haut, Augen oder Bekleidung in Berührung kommen.
• Wenn AdBlue in die Augen oder auf die Haut kommen,
sofort gründlich mit klarem Wasser spülen.
• Bei Verschlucken von AdBlue, sofort den Mund mit viel klarem Wasser ausspülen
und reichlich Wasser trinken.
• Mit AdBlue verschmutzte Kleidung sofort wechseln.
• Wenn allergische Reaktionen auftreten, sofort Arzt aufsuchen.
Halten Sie AdBlue von Kindern fern.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Betriebsanleitung von
„MTU-Dieselmotoren“ (Betriebsstoffe, Seite 62)
14.1.7 Kraftstoff / AdBlue einfüllen
•
•
•
•
Vorsicht beim Umgang mit Kraftstoff und AdBlue.
Motor abstellen. Nicht rauchen.
Motor abstellen, wenn die Maschine betankt werden soll.
Der Einfüllstutzen wird durch den Tankdeckel verschlossen.
Der Tank wird durch eine Öffnung im Tankdeckel belüftet.
Vor dem Abnehmen des Tankdeckels seine Umgebung von pflanzlichen Rückständen und Staub säubern.
Fassungsvermögen Kraftstofftank: Fassungsvermögen AdBluetank: ca. 400 Liter
ca. 25 Liter
Vorsichtig mit Kraftstoff und AdBlue umgehen; er ist leicht entzündlich. Beim Betanken der Maschine nicht rauchen
und darauf achten, dass keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind.
Nur im Freien tanken. Brände vermeiden, indem die Maschine frei von Schmutz und Fettresten gehalten wird.
Verschütteten Kraftstoff und AdBlue immer beseitigen.
Kraftstoff- und AdBluetank täglich nach Betriebsende auftanken, um die Bildung von Kondenswasser und
das Einfrieren bei Kälte zu vermeiden.
Bei eingeschalteter Zündung den Kraftstoffstand (3) sowie AdBlue-Stand (2)
am Infoterminal, Seite "Kraftstofftankanzeige" kontrollieren.
149
14.1.8 Tankanzeige von Kraftstoff
und AdBlue
Bei eingeschalteter Zündung den Kraftstoffstand an der
Kraftstofftankanzeige (1) und der Ad Blue-Tankanzeige
(2) kontrollieren.
2
14.1.9 Motorkühlmittel
1
Das Kühlsystem ist ab Fabrik mit speziellem Kühlmittel
gefüllt. Diese Kühlflüssigkeit schützt vor Korrosion und
bietet Gefrierschutz bis -37° C
Das Kühlsystem muss, unabhängig von
der Jahreszeit, immer mit Motorkühlflüssigkeit gefüllt sein. Alle 3 Jahre das
Motorkühlmittel erneuern.
Halbjährliche Überprüfung der
Korrosions- und Frostschutzmittelkonzentration im Kühlmittel. Verwendung
ausschließlich frei gegebener
Korrosions- und Frostschutzmittel,
siehe Kapitel 19.5 Tabelle
"Betriebsstoffe Trägerfahrzeug"
1
Motorkühlmittelwechsel:
• Schraube (2) lösen
• Motorkühlmittel ablassen
• Schraube wieder fest anziehen und
auf Dichtigkeit prüfen
Füllmenge = ca. 35 Liter
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der mitgelieferten Betriebsanleitung
„MTU-Dieselmotoren“ (Seite 59, Kapitel Betriebsstoffe)
Es dürfen keine KühlsystemDichtzusätze verwendet werden.
Schraube (2) nie bei heißem Motor
abziehen. Verbrühungsgefahr!
Motor abstellen und warten bis der
Motor abgekühlt ist.
150
2
14.1.10 Motorkühlmittel - Kontrolle
Die Verschlussdeckel nie bei heißem
Motor öffnen. Verbrühungsgefahr!
Motor abstellen und warten bis der
Motor abgekühlt ist.
1
Motorkühlmittel - Kontrolle:
• Motorkühlflüssigkeitsstand (1) täglich prüfen.
• Kühlflüssigkeitsstand muss am oberen
Rand sichtbar sein.
Hierzu:
• Verschlusskappe aufschrauben (1).
• Kühlflüssigkeit bis Oberkante Einfüllstutzen füllen.
• Verschlusskappe festschrauben (1).
• Kontrolle über Einfüllstutzen (1).
Wenn keine Flüssigkeit sichtbar ist:
- Nachfüllen erforderlich.
1
14.1.11 Kühlsystem reinigen
Das Edelstahlsieb (1) ist stets sauber zu halten. Zum
säubern des Siebes Motor abstellen. Gegebenenfalls mit
Pressluft oder Wasserstrahl säubern.
6
5
3
2
4
Die Kühlerlamellen des Hydraulikölkühlers (2), des
Wasserkühlers (3),des Ölkühlers vom Getriebe (4), des
Klimakühlers (5) und des Ladeluftkühlers (6) sind stets
sauber zu halten.
151
14.1.12 Luftfilter
Alle Wartunsarbeiten am Luftsaugsystem nur bei Motorstillstand
durchführen.
Achtung! Verbrennungsgefahr
durch heiße Bauteile des Motors.
Der Luftfilter befindet sich im Motorraum oben, im vorderen Bereich.
Der Luftfilter muss je nach Bedarf gereinigt und Einsatzelemente spätestens alle zwei Jahre erneuert werden.
Bei Verschmutzungsanzeige am Display muss das
Hauptelement gewechselt werden.
1
Warnsymbol (2) am Display im Terminal
signalisiert Verschmutzungszustand
der Filterpatrone (siehe auch Betriebsanleitung Kap. 3.10.6, Warnmeldungen Anzeige
Terminal).
Der Unterdruckschalter (1) zeigt den Verschmutzungsgrad an. Leuchtet am Terminal die Anzeige (2) ist der
Luftfilter zu wechseln.
2
5
14.1.12.1 Luftfilter reinigen
a
Übersicht der Bauteile
Der Luftfilter besteht aus folgenden Bauteilen:
(a) Gehäusedeckel mit Befestigungsclips
(b) Hauptelement / Primärfilter
(c) Sicherheitselement
(d) Gehäuse
b
c
d
152
Luftfilter ausbauen / reinigen
Vor Arbeiten am Luftfilter den Motor der Maschine abstellen.
Bei allen Arbeiten darauf achten dass keine Dichtungen
beschädigt werden und keine Verschmutzungen in das
Gehäuse gelangen.
1. Clips am Gehäusedeckel (a) öffnen und
2
1
Deckel entnehmen
4
3
2. Hauptelement (c) leicht schräg nach vorne
schieben (5° Winkel)
3. Hauptelement (c) entnehmen
4. Sicherheitselement (b) entnehmen
Hauptelement (c) keinesfalls auswaschen
oder ausbürsten. Beim Ausblasen darf kein
Staub auf die Innenseite des Hauptelements gelangen. Kein beschädigtes Hauptelement weiterverwenden. Im Zweifelsfall
neues Hauptelement einsetzen.
Sollte nach dem Reinigen die Verschmutzungsanzeige am Display noch immer vorhanden sein, das Hauptelement wechseln!
Luftfilter einbauen
Hauptelement (c) vor dem Einbau auf
Schäden, Risse und Schnitte kontrollieren.
5
6
5. Sicherheitselement (b) einbauen
6. Hauptelement (c) in das Gehäuse einsetzen und leicht
schräg (5° Winkel) nach hinten schieben
7. Gehäusedeckel (a) auf das Gehäuse aufsetzen und
die Clips schließen
7
8
8. Optische Begutachtung durchführen
Wechsel Sicherheitselement:
Das Sicherheitselement (b) bei jedem
dritten Wechsel des Hauptelements
austauschen!
153
14.2 Wartung - Hydraulik
WARNUNG
Infektionsgefahr durch in den Körper eindringendes, unter hohem
Druck stehendes Hydrauliköl der Hydraulik-Anlage!
•
Nur eine Fachwerkstatt darf Arbeiten an der Hydraulik-Anlage durchführen!
•
Bei der Suche nach Leckstellen wegen Verletzungsgefahr geeignete Hilfmittel
verwenden und Schutzbrille tragen.
•
Austretende Hochdruckflüssigkeiten können die Haut durchdringen und schwere Verletzungen verursachen.
Machen Sie die Hydraulik-Anlage drucklos, bevor Sie mit den Arbeiten an der Hydraulik-Anlage
beginnen! Bevor der Druck in der Anlage wieder aufgebaut wird, sich vergewissern, dass alle
Leitungsverbindungen dicht sind.
•
Aus einer kleinen Öffnung austretendes Hydrauliköl ist kaum zu sehen. Verwenden Sie daher
unbedingt geeignete Hilfsmittel bei der Suche nach Leckstellen! Hände und Körper schützen
•
Versuchen Sie niemals, undichte Hydraulikschlauch-Leitungen mit der
Hand oder den Fingern abzudichten.
•
Ist irgendeine Flüssigkeit in die Haut eingedrungen, muss diese unverzüglich von einem Arzt,
der mit Verletzungen dieser Art vertraut ist, entfernt werden; andernfalls können schwere
Infektionen die Folge sein. Ärzte, die damit nicht vertraut sind, sollten sich die entsprechenden
Informationen von einer kompetenten medizinischen Quelle besorgen.
•
Hydraulikschlauchleitungen regelmäßig kontrollieren und bei Beschädigung und Alterung austauschen! Die Austauschleitungen müssen den technischen Anforderungen des Geräteherstellers entsprechen.
• Achten Sie auf korrekten Anschluss der Hydraulikschlauch-Leitungen.
• Überprüfen Sie regelmäßig alle Hydraulikschlauch-Leitungen und Kupplungen auf
Beschädigungen und Verunreinigungen.
• Lassen Sie Hydraulikschlauch-Leitungen mindestens einmal jährlich durch einen
Sachkundigen auf ihren arbeitssicheren Zustand prüfen!
• Tauschen Sie Hydraulikschlauch-Leitungen bei Beschädigungen und Alterung aus!
Verwenden Sie nur Original-HORSCH LEEB AS-Hydraulikschlauch-Leitungen!
•
Die Verwendungsdauer der Hydraulikschlauch-Leitungen sollte sechs Jahre nicht überschreiten, einschließlich einer eventuellen Lagerzeit von höchstens zwei Jahren. Auch bei sachgemäßer Lagerung und zulässiger Beanspruchung unterliegen Schläuche und Schlauchverbindungen
einer natürlichen Alterung, dadurch ist ihre Lagerzeit und Verwendungsdauer begrenzt.
Abweichend hiervon kann die Verwendungsdauer entsprechend den Erfahrungswerten,
insbesondere unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials, festgelegt werden.
Für Schläuche und Schlauchleitungen aus Thermoplasten können andere Richtwerte
maßgebend sein.
• Entsorgen Sie Altöl vorschriftsmäßig.
Sprechen Sie bei Entsorgungs-Problemen mit Ihrem Öl-Lieferanten!
• Bewahren Sie Hydrauliköl sicher vor Kindern auf!
• Achten Sie darauf, dass kein Hydrauliköl ins Erdreich oder Wasser gelangt!
154
14.2.1Kennzeichnung von Hydraulikschlauch-Leitungen
Die Armatur-Kennzeichnung eines Hydraulikschlauches liefert folgende Informationen:
1) Kennzeichen des Herstellers der Hydraulikschlauch-Leitung (A1HF)
2) Herstelldatum der Hydraulikschlauch-Leitung (02 10 = Februar 2010)
3) Maximal zulässiger Betriebsdruck (210 BAR).
14.2.2 Wartungs-Intervalle
Nach den ersten 10 Betriebsstunden und in Folge alle 50 Betriebsstunden
1. Prüfen Sie alle Bauteile der Hydraulik-Anlage auf Dichtigkeit.
2. Ziehen Sie gegebenenfalls Verschraubungen nach.
Vor jeder Inbetriebnahme
1. Kontrollieren Sie Hydraulikschlauch-Leitungen auf augenfällige Mängel.
2. Beheben Sie Scheuerstellen an Hydraulikschlauch-Leitungen und Rohren.
3. Tauschen Sie verschlissene oder beschädigte Hydraulikschlauch-Leitungen sofort aus.
14.2.3 Inspektions-Kriterien für Hydraulikschlauch-Leitungen
Beachten Sie die folgenden Inspektionskriterien zu Ihrer eigenen Sicherheit und zum Reduzieren von
Belastungen für die Umwelt!
Ersetzen Sie Schläuche, wenn der jeweilige Schlauch mindestens ein Kriterium aus der folgenden
Auflistung erfüllt:
•
•
•
•
•
•
Beschädigungen der Außenschicht bis zur Einlage (z.B. Scheuerstellen, Schnitte, Risse).
Versprödung der Außenschicht (Rissbildung des Schlauchmaterials).
Verformungen, die der natürlichen Form des Schlauchs nicht entsprechen. Sowohl im drucklosen
als auch im druckbeaufschlagten Zustand oder bei Biegung (z.B. Schichtentrennung, Blasenbildung, Quetschstellen, Knickstellen).
Undichte Stellen.
Anforderungen an den Einbau nicht beachtet.
Die Verwendungsdauer von 6 Jahren ist überschritten. Entscheidend ist das Herstelldatum der
Hydraulikschlauch-Leitung auf der Armatur plus 6 Jahre. Beträgt das auf der Armatur angegebene Herstelldatum "2010", endet die Verwendungsdauer im Februar 2016.
Hierzu siehe "Kennzeichnung von Hydraulik-Schlauchleitungen".
Undichte Schläuche / Rohre und Verbindungsstücke werden häufig verursacht durch:
• fehlende O-Ringe oder Dichtungen
• beschädigte oder schlecht sitzende O-Ringe
• spröde oder deformierte O-Ringe oder Dichtungen
• Fremdkörper
• nicht festsitzende Schlauchschellen
14.2.4 Ein- und Ausbau von Hydraulikschlauch-Leitungen
Verwenden Sie
•
nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzschläuche. Diese Ersatzschläuche halten den chemischen,
mechanischen und thermischen Beanspruchungen stand.
•
bei der Montage von Schläuchen grundsätzlich Schlauchschellen aus V2A.
155
Beachten Sie beim Ein- und Ausbau von Hydraulik-Schlauchleitungen
unbedingt die folgenden Hinweise:
•
Achten Sie grundsätzlich auf Sauberkeit.
•
Sie müssen Hydraulik-Schlauchleitungen grundsätzlich so einbauen,
dass in allen Betriebszuständen
– eine Zugbeanspruchung entfällt, ausgenommen durch Eigengewicht.
– bei kurzen Längen eine Stauchbelastung entfällt.
– äußere mechanische Einwirkungen auf die Hydraulik-Schlauchleitungen vermieden werden.
– Verhindern Sie das Scheuern der Schläuche an Bauteilen oder untereinander,
durch zweckmäßige Anordnung und Befestigung. Sichern Sie Hydraulik-Schlauchleitungen
gegebenenfalls durch Schutzüberzüge. Decken Sie scharfkantige Bauteile ab.
– die zulässigen Biegeradien nicht unterschritten werden.
•
•
•
156
Bei Anschluss einer Hydraulikschlauch-Leitung an sich bewegende
Teile muss die Schlauchlänge so bemessen sein, dass in dem gesamten
Bewegungsbereich der kleinste zulässige Biegeradius nicht unterschritten
und/oder die Hydraulikschlauch-Leitung zusätzlich nicht auf Zug beansprucht wird.
Befestigen Sie die Hydraulik-Schlauchleitungen an den vorgegebenen
Befestigungspunkten. Vermeiden Sie dort Schlauchhalterungen, wo sie
die natürliche Bewegung und Längenänderung des Schlauches behindern.
Verboten ist das Überlackieren von Hydraulik-Schlauchleitungen!
14.3Fahrantrieb/
Hydraulikpumpen
1 Lenkhilfspumpe
(Position über der Vorderachsschwinge)
2 Fahrantriebspumpe
(Position hinter Dieselmotor)
1
3 LS-Pumpe Arbeitshydraulik
4 Pumpe Lüfterantrieb
5 Fahrantriebsmotor
(Position vor Achsverteilgetriebe)
2
3
4
5
157
14.4 Hydraulikblock
7
8
Arbeitshydraulik:
Nr.
Bezeichnung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Vorwahl A / B VA / VB
Klappen innen / aussen K,L/M,N
Kolbenmembranpumpe* (KR)
F
Spritzpumpe
E
Hochdruckreiniger*
U
Gestänge ab G
Gestänge aufG
Anwinkelung Gestänge innen / aussen
auf / ab
Außenanwinkelung* Gestänge BC+ 1
2
5
3 4
6
*Je nach Ausstattung
Ventilblock befindet sich auf der Oberseite des
Spritzmittelbehälters.
9
Fahrzeughydraulik:
Nr.
Bezeichnung
LS-Leitung
Tank Rücklauf
Betätigung Feststellbremse
Druckspeicher Feststellbremse
Druckschalter Feststellbremse
LS-Abschaltventil
Hydraulikschaltventil Feststellbremse
10
11
12
13
14
15
16
10
11
16
Pneumatik Schaltventile
Nr.
Bezeichnung
Differenzialsperre
1. Gang
2. Gang
Klappbarer Einstieg
Zusatzausstattung Sonic Control
17
18
19
20
21
Der Ventilblock (22) befindet sich unter der Kabine in
Fahrtrichtung links.
12
13
15
14
21
17
20
22
158
18
19
Bremshydraulik:
Nr.
Bezeichnung
1
2
3
4
5
Bremsventil
Anhängersteuerventil
Betätigungszylinder Feststellbremse
Anhängersteuerventil
Druckspeicher Betriebsbremse
Speicherladeventil
1
2
3
Ventile befinden sich auf der Unterseite der Kabine.
4
5
Lenkhydraulik:
Nr.
Bezeichnung
Hochdruckfilter
Prioritätsventil
Druckbegrenzungsventil
Lenkorbitrol
1
2
3
4
2
1
Ventile befinden sich auf der Unterseite der Kabine.
3
4
159
Hydraulik Hinterachslenkung:
Nr.
Bezeichnung
Lenkzylinder
Lenksperrventil
1
3
Die Ventile befinden sich an der Hinterachse.
3
Das Ventil befindet sich auf der Unterseite der Kabine.
2
3
Lenkventil
1
2
14.5 LS-Abschaltventil
Arbeiten am LS-Abschaltventil
nur vom Kundendienst vornehmen
lassen.
Funktion: Schaltet beim Startvorgang LS-Signal ab
(Motor startet leichter).
160
1
14.6 Hydrauliköl
Achtung niemals verschiedene Öle
mischen.
Vor wechseln der Ölsorte Rücksprache
mit dem Kundendienst halten.
Auf keinen Fall Motoröl verwenden.
Achtung:
Es wird dringend davon
abgeraten, Biohydrauliköle zu verwenden.
Sollte im Einzelfall der Einsatz von
Biohydraulikölen notwendig sein,
ist mit dem Kundendienst unbedingt
Rücksprache zu halten.
14.6.1 Spezifikation von Mineralölen für die Hydraulikanlage
Folgende Hydrauliköle sind für den Einsatz zugelassen:
• HLP nach DIN 51524-2 Viskositätsklasse ISO-VG 46
• HLP-D nach DIN 51524-2 Viskositätsklasse ISO-VG 46
• HVLP nach DIN 51524-3
Viskositätsklasse ISO-VG 46
• HVLP-D nach DIN 51524-3
Viskositätsklasse ISO-VG 46
Wir empfehlen den Einsatz von HVLP-D.
Diese Öle zeichnen sich gegenüber HLP
durch eine verbesserte Wasser- und
Schmutzaufnahme sowie einen größeren
Temperaturbereich aus.
Geforderte Reinheitsklasse ISO 4406 18/16/13
161
14.7 Hydraulikölstand
Spritzgestänge einklappen und Motor abstellen.
Ölkontrolle:
• Messstab (1)
(in Fahrtrichtung rechts am Hydrauliktank)
• Ölstand an Kerbe ablesen. Ölfüllstand muss
sich zwischen den Kerben befinden.
1
Ölwechsel:
• Nach den ersten 1000 Betriebsstunden
• Danach: Alle 1000 h, jedoch mindestens 1x jährlich
• Ölablassschraube (2)
• Öl mit (3) Ablassschlauch (Aufbewahrung im
Werkzeugkasten) ablassen
• Öl in ein geeigneten Behälter auffangen
• Öl auffüllen (1)
• Ölstand an Kerbe ablesen. Ölfüllstand muss
sich zwischen den Kerben befinden.
2
14.8 Hydraulikölfilter ersetzen
1
Bei Filterwechsel auf peinliche
Sauberkeit achten
Hochdruckfilter wie folgt ersetzen:
• Den Hochdruck-Filtereinsatz (1) alle 1000 Betriebs stunden (mit dem Wechsel des Hydrauliköls) ersetzen.
• Filter lösen und abschrauben.
• Filter durch einen neuen Filter ersetzen.
Neuen Filter wie folgt aufschrauben:
• Dichtfläche des Filters mit Öl benetzen.
• Den Filter aufschrauben. • Filter bei laufendem Motor auf Dichtheit prüfen,
ggf. nachziehen.
Rücklauf-Saugfilter wie folgt wechseln:
• Deckel (2) abschrauben (alle 4 Schrauben lösen).
• Filterdeckel abnehmen.
• Filtereinsatz durch einen Neuen ersetzen.
• Deckel (2) wieder aufschrauben.
162
2
3
14.9 Hydraulikölkühler reinigen
Reinigung des Hydraulikölkühlers siehe
Betriebsanleitung Kapitel 14.1.11.
14.10 Schaltgetriebe
Über das Schaltgetriebe werden die Schaltstufen I und II,
die Betriebsarten Schildkröte und Hase sowie die Allradsperre geschaltet
Der Ölstand im Schaltgetriebe ist einmal wöchentlich zu prüfen.
Richtiger Füllstand:
Öl muss im Einfüllstutzen (ca. 2 cm
unterhalb der Oberkante Einfüllstutzen)
noch sichtbar sein. Hierbei muss die
Maschine vollkommen eben stehen.
Ölwechsel nach den ersten 100 Betriebsstunden.
Danach alle 1000 Stunden (jedoch mind. 1x jährlich)
Ölwechsel Schaltgetriebe:
• Verschlussschraube (1) öffnen
• Öl ablassen
• Öl in ein geeigneten Behälter auffangen
• Ölablassschraube festziehen
• Öl auffüllen über Einfüllstutzen (2). Füllstand ca. 2 cm
unterhalb der Oberkante Einfüllstutzen (3)
• Maschine muss für Ölstandkontrolle vollkommen
eben stehen
• Motor starten und ca. 5 min. laufen lassen, nach
weiteren 5 min. Ölstand erneut kontrollieren
gegebenenfalls nachfüllen
Füllmenge: ca. 5,5 Liter
1
2
3
Ausschließlich Getriebeöl
(Spezifikation: API GL-5, SAE 75W-90,
completely synthetic PAO) verwenden.
14.1.5.2Getriebeölfilter
Getriebeölfilter (4) mit jedem Getriebeölwechsel tauschen. Neue Patrone vor dem Aufschrauben mit Getriebeöl füllen.
4
163
14.11 Kühlkreislauf Schaltgetriebe
(1)
(2)
(3)
Getriebeschmierpumpe
Filter
Getriebeölkühler
1
2
3
164
14.12 Hinweise Wartungsarbeiten an Achse und Bremsen
WARNUNG!
• Reparatur- und Einstellarbeiten an der Betriebs-Bremsanlage darf nur ausgebildetes
Fachpersonal durchführen.
• Besondere Vorsicht ist bei Schweiß-, Brenn- und Bohrarbeiten in der Nähe von
Bremsleitungen geboten.
• Führen Sie nach allen Einstell- und Instandsetzungsarbeiten an der Bremsanlage
grundsätzlich eine Bremsprobe durch.
Allgemeine Sichtprüfung
WARNUNG
Führen Sie eine allgemeine Sichtprüfung der Bremsanlage durch.
Beachten und überprüfen Sie folgende Kriterien:
• Rohr-, Schlauchleitungen und Kupplungsköpfe dürfen
äußerlich nicht beschädigt oder korrodiert sein.
• Gelenke, z.B. an Gabelköpfen müssen sachgemäß
gesichert, leichtgängig und nicht ausgeschlagen sein.
• Seile und Seilzüge
– müssen einwandfrei geführt sein.
– dürfen keine erkennbaren Anrisse aufweisen.
– dürfen nicht geknotet sein.
• Kolbenhub an den Bremszylindern prüfen, gegebenenfalls nachstellen.
• Der Luftbehälter darf
– sich nicht in den Spannbändern bewegen.
– nicht beschädigt sein.
– keine äußeren Korrosionsschäden aufweisen.
Bremstrommel auf Verschmutzung kontrollieren (Werkstattarbeit)
• Beide Abdeckbleche an der Innenseite der Bremstrommel abschrauben.
• Eventuell eingedrungenen Schmutz und Pflanzenreste entfernen.
• Abdeckbleche wieder montieren.
165
Radnaben-Lagerspiel prüfen (Werkstattarbeit)
Zum Prüfen des Radnaben-Lagerspiels Achse anheben, bis die Reifen frei sind. Bremse lösen.
Hebel zwischen Reifen und Boden ansetzen und Spiel prüfen.
Bei fühlbarem Lagerspiel:
Lagerspiel einstellen
• Staubkappe bzw. Nabenkappe entfernen.
• Splint aus der Achsmutter entfernen.
• Radmutter bei gleichzeitigem Drehen des Rades anziehen, bis der Lauf der
Radnabe leicht gebremst wird.
• Achsmutter zum nächstmöglichen Splintloch zurückdrehen.
• Splint einsetzen und leicht aufbiegen.
• Staubkappe mit etwas Langzeitfett nachfüllen und in die Radnabe einschlagen, bzw. einschrauben.
Bremseneinstellung
Funktionsbedingt ist der Verschleiß und die Funktion der Bremsen laufend zu prüfen und ggf. eine
Nachstellung vorzunehmen. Eine Nachstellung ist bei einer Ausnutzung von ca. 2/3 des max. Zylinderhubes
bei Vollbremsung erforderlich. Dazu die Achse aufbocken und gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern.
Entwässern Sie täglich den Luftbehälter.
14.13Achsen
Das Öl in den Planetengetrieben und den Ausgleichsgetrieben ist regelmäßig zu wechseln.
Alle Wartungs- und Reparaturarbeiten
dürfen nur von fachkundigen Personen
durchgeführt werden. Alle Sicherheitsvorschriften sind einzuhalten.
Einmal täglich alle Verschmutzungen an den Achsschenkeln entfernen. Hierzu die Lenkung jeweils ganz nach
links oder rechts einschlagen. Maschine abstellen und
gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.
166
14.13.1 Wartung Planetengetriebe
Ölwechsel nach den ersten 100 Betriebsstunden.
Danach alle 1000 Stunden (jedoch mind. 1x jährlich)
Ölwechsel:
Nur durchführen bei
betriebswarmem Getriebe
•
•
•
•
•
•
•
Ölablassschraube (1) an tiefste Stellung bringen
Maschine eben abstellen
Verschlussschrauben (1 / 2 / 3) öffnen und Öl in
geeignetem Behälter auffangen.
(Restölablassschraube (3) befindet sich auf der
Radnabenrückseite zwischen den Radschrauben)
Radnabe um 90° zurückdrehen bis Verschlussschraube (1) waagerecht steht; Verschlussschraube (3) einsetzen.
Öl auffüllen (2) bis Ölstand die Unterkante der
Öffnung (1) erreicht.
Nach ca. 5 min. Ölstand prüfen, ggf. nachfüllen
Verschlussschrauben (1) und (2) wieder eindrehen
Anzugsmoment der Verschlussschrauben (1 / 2 / 3)
= 50+10 Nm
2
3
1
2
1
Es sollte ausschließlich
LS-Getriebeöl API GL-5 / MIL-L-2105 B LS
LS SAE90 verwendet werden
1
Füllmenge je Planetengetriebe: ca. 4 Liter
14.13.2 Wartung Ausgleichsgetriebe
Ölwechsel nach den ersten 100 Betriebsstunden.
Danach alle 1000 Stunden (jedoch mind. 1x jährlich)
Ölwechsel:
•
•
•
•
•
Nur durchführen bei
betriebswarmem Getriebe
Verschlussschraube (1 / 2) öffnen und Öl in
geeignetem Behälter auffangen
Warten bis das Öl vollständig abgeflossen ist
Ölablassschraube (2) eindrehen
Öl auffüllen (1) bis Ölstand die Unterkante der
Öleinfüllöffnung (1) erreicht.
Ölstand-Kontrollschraube wieder eindrehen
1
2
Es sollte ausschließlich
LS-Getriebeöl API GL-5 / MIL-L-2105 B LS
LS SAE90 verwendet werden
Füllmenge bei Lenkachse: ca. 10 Liter
Füllmenge bei Starrachse: ca. 15 Liter
167
14.14 Einstellung der Feststellbremse
Bei Nachlassen der Bremswirkung, muss die Feststellbremse neu eingestellt werden.
• Fahrzeug mit Unterlegkeilen sichern
• Motor starten und Feststellbremse lösen
(in Stellung (1) bringen, siehe Kap. 3.2.1)
Freigabe "Fahrantrieb" (siehe Kap. 3.2.1)
ausschalten! (Position II)
Sicherstellen, dass Fahrzeug nicht
unbeabsichtigt losfährt!
ein
aus
• Abdeckkappe (2) abschrauben
• Kontermutter (3) lösen
• Einstellschraube nach rechts drehen, bis der Brems-
belag an der Bremsscheibe anliegt (hierzu Kardan welle von Hand hin und her bewegen, bis die
Bremswirkung eintritt.)
• Einstellschraube eine 3/4-Drehung nach links
herausdrehen
• Kontermutter (3) festziehen
• Abdeckkappe (2) aufschrauben
2
3
168
14.15 Reifen prüfen und pflegen
•
•
•
•
Täglich Reifen auf Schäden und Luftdruck prüfen, da die Reifen-Lebensdauer vom Luftdruck abhängt.
Schnitte oder Brüche in der Bereifung schnellstens reparieren oder Bereifung wechseln.
Reifen nicht Öl, Fett, Kraftstoff, Chemikalien sowie zu langer Sonneneinstrahlung aussetzen.
Vorsichtig fahren; das Überfahren von scharfkantigen Steinen oder Kanten vermeiden.
Kontrollieren Sie regelmäßig den
– Festsitz der Radmuttern.
– Reifen-Luftdruck (hierzu siehe Kapitel1.8).
•
•
•
•
Verwenden Sie nur die von uns vorgeschriebenen Reifen und Felgen siehe Kapitel 1.8).
Reparaturarbeiten an Reifen dürfen nur Fachkräfte mit dafür geeignetem Montage-Werkzeug durchführen!
Das Montieren von Reifen setzt ausreichende Kenntnisse und vorschriftsmäßiges Montage-Werkzeug voraus!
Setzen Sie den Wagenheber nur an den markierten Ansetzpunkten an!
14.15.1 Reifen-Luftdruck
Abhängig ist der erforderliche Reifen-Luftdruck von der
–Reifengröße.
–Reifen-Tragfähigkeit.
–Fahrgeschwindigkeit.
Verringert wird die Laufleistung der Reifen durch
–Überlastung.
–
zu niedrigen Reifen-Luftdruck.
–
zu hohen Reifen-Luftdruck.
•
•
•
14.16
Kontrollieren Sie den Reifen-Luftdruck regelmäßig bei kalten Reifen, also vor Fahrtantritt, Kapitel 1.8).
Der Luftdruck-Unterschied in den Reifen einer Achse darf nicht größer sein als 0,1 bar.
Bis um 1 bar erhöhen kann sich der Reifen-Luftdruck nach schneller Fahrt oder warmer Witterung.
Auf keinen Fall den Reifen-Luftdruck reduzieren, da der Reifen-Luftdruck sonst beim Abkühlen
zu niedrig ist.
Reifen montieren
• Das Montieren von Reifen setzt ausreichende Kenntnisse und vorschriftsmäßiges
Montagewerkzeug voraus. Durch fehlerhafte Montage kann der Reifen beim Aufpumpen explosionsartig platzen. Schwerwiegende Verletzungen können die Folge sein. Daher sollte das Montieren der Reifen bei Fehlen entsprechender Kenntnisse vom Kundendienst
oder Vertriebspartner oder von einem qualifizierten Reifendienst ausgeführt werden.
• Beim Montieren von Reifen auf der Felge darf niemals der von den Reifenherstellern
angegebene höchstzulässige Druck überschritten werden, andernfalls kann der Reifen oder sogar die Felge explosionsartig platzen.
• Sitzen die Reifenwülste bei Erreichen des höchstzulässigen Druckes nicht richtig,
Luft ablassen, Reifen ausrichten, Reifenwülste schmieren und Reifen wieder aufpumpen.
• Ausführliches Informationsmaterial zur Reifenmontage bei landwirtschaftlichen
Fahrzeugen ist bei den Reifenherstellern erhältlich.
169
Reifenmontage
• Entfernen Sie an den Reifen-Sitzflächen der Felgen befindliche Korrosions-Erscheinungen,
bevor Sie einen neuen / anderen Reifen montieren.
Im Fahrbetrieb können Korrosions-Erscheinungen Felgenschäden verursachen.
• Verwenden Sie bei der Montage von neuen Reifen immer neue Schlauchlos-Ventile bzw. Schläuche.
• Schrauben Sie immer Ventilkappen mit eingesetzter Dichtung auf die Ventile auf.
Selbstfahrende Spritze niemals mit dem
beim Versand der Reifen üblichen
Reifendruck einsetzen. Zur Fernhaltung von Schmutz die Ventilklappen auf den
Ventilen aufgeschraubt halten.
Reifendruck öfter prüfen!
14.16.1 Radbefestigung
Nach der ersten und dann nach 20 bis 25 Betriebsstunden die Radbefestigungsschrauben mit 510 Nm
nachziehen.
170
510 Nm
14.17 Riementriebe
Keilriemen nur bei Motorstillstand prüfen / spannen / wechseln. Keilriemenschutz wieder montieren
1
14.17.1Generatoren / Klimakondensator /
Kühlflüssigkeitspumpe
Keilrippenriemen (1) prüfen, spannen, wechseln:
14.18 Druckluftanlage entwässern
• Luftkessel täglich vor Arbeitsbeginn durch
ziehen des Entwässerungsventils (1)
entwässern.
1
14.19 Scheibenwaschanlage
1
• Zum Befüllen des Behälters (1) der Scheiben waschanlage Deckel (2) öffnen.
Um eine bessere Reinigungswirkung zu erzielen, dem
Wasser Scheibenreiniger für Scheibenwaschanlage
zufügen.
2
Im Winter Waschanlage entleeren oder
spezielles Frostschutzmittel einfüllen.
171
15 Tankaufbau kippen
Zu Reparaturzwecken am Trägerfahrzeug kann der
komplette Tankaufbau nach hinten gekippt werden.
1
2
Tankaufbau und Frischwasserbehälter nur im entleerten Zustand
kippen!
• Hintere Schrauben für Turmabstützung (1)
entfernen (rechts und links).
• Vordere Tankauflagen links und rechts
Muttern (2) abschrauben.
• Verbindungsschlauch (3) und (4) zur
Einfüllschleuse lösen.
• Verbindungsschläuche (5) und (6) lösen.
• Alle elektrische Steckverbindungen
lösen (7) und (8).
• Beide Schlauchschellen (9) an Druckfilter lösen.
• Frischwasserbehälter entleeren, Schelle (10) lösen.
• Tankaufbau vorne an den Laschen (11) mit einem
geeigneten Hebezeug vorsichtig ca. 70 cm
anheben.
• An geeigneter Stelle eine Abstützung anbringen.
3
4
5
Niemals ohne sichere Abstützung
unter den angehobenen Tankaufbau
treten.
6
172
7
8
9
10
11
173
16 Wartung - Elektrik Trägerfahrzeug
16.1Technische Daten der elektrischen Anlage
Leistung der Generatoren - 14V / 160 A u. 28V / 180 A
Anzahl der Batterien -----------------------------------
Batteriespannung --------------------------- 12 V / 24 V
Batteriekapazität ---------------------------
3
(3x) 50 Ah
16.2 Wartungsfreie Batterien
Die Selbstfahrende Spritze ist mit drei speziellen
Trockenbatterien von je 12 V 50 Ah ausgerüstet.
Die Batterien sind absolut wartungsfrei.
(1) Bordnetzbatterie 12V
(2) Starterbatterien 2 x12V in Reihe geschaltet => 24V
1
Bei Reparaturarbeiten (Schweißar
beiten) immer Motor abstellen und
Batterie abklemmen.
2
16.3 Fremdstarten
Siehe Beschreibung Kapitel 8.8
16.4 Batterie - Gefahren
beim Umgang
Allgemein:
Batterie stets von Staub und pflanzlichen Rückständen sauberhalten.
An der Einhausung der Batterien befindet
sich ein Batterietrennschalter (1). Für ein
sofortiges Trennen der Stromkreise für
Motor und Bordnetz.
Batterien entwickeln ein hochexplosives Elektrolyt-Gas.
Funkenbildung oder offene Flammen in der Nähe der
Batterie vermeiden.
Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage oder am Motor
stets das Massekabel abklemmen.
Ausbau der Batterie:
Vor Ausbau der Batterie immer zuerst das Massekabel
und danach das Pluskabel von der Batterie abnehmen.
174
1
Beachten Sie die Gefahrenhinweise
vom Hersteller, die auf der Batterie in
Form eines Aufklebers angebracht sind!
16.5 Batterie reinigen
•
•
•
•
Batterie bei Bedarf sauberwaschen.
Eventuelle Oxydationen an den Polklemmen mit
Bürste entfernen.
Batteriepole und Polklemmen mit Polfett versehen.
Entlüftungslöcher der Verschlußstopfen offen halten.
16.6 Batterien einbauen und
polrichtig anschließen
Batterien immer polrichtig anschließen:
Das Pluskabel (vom Starter kommend)
an den Pluspolen, das Minuskabel (von
Masse kommend) an den Minuspolen
anschließen.
Bei Nichtbeachtung der richtigen
Polarität zwischen Batterien und Dreh-
stromgeneratoren entstehen schwerwiegende Schäden.
1
16.7 Drehstromgeneratoren
Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage
die Plusleitungen an den Batterien
demontieren, um Schäden zu vermeiden.
Die Kabelkontakte der Plusleitungen
sind vor ungewollter Berührung mit den
Batterienkontakten zu schützen.
Drehstromgeneratoren jährlich einmal in einer Fachwerkstatt prüfen lassen.
Beachten Sie die Warnleuchten an der Schalterkonsole in der Kabine.
Bei defektem Drehstromgenerator erhalten Sie in der
Kabine einen Warnhinweis über die
Kontrollleuchte (1), 24V und (2), 12V an der Konsole.
Leuchtet die Lampe an Kontrollleuchte (1), so liegt ein
Defekt an der Haupt-Lichtmaschine vor (diese befindet
sich in Fahrtrichtung rechts).
Leuchtet die Lampe an Kontrollleuchte (2), muss die
Zusatz-Lichtmaschine (in Fahrtrichtung links) geprüft
werden.
2
1
2
175
16.8 Starter
Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage
immer die Pluskabel an den Batterien
demontieren und den Batterie-Haupt-
schalter trennen, um Schäden zu
vermeiden.
Die Kabelkontakte der Plusleitungen
sind vor ungewollter Berührung mit den
Batterienkontakten zu schützen
Wenn der Starter (1) ausfällt oder unbefriedigend arbeitet,
Schadensursache ermitteln. Der Starter befindet sich
links unterhalb des Abgasrohres (in Fahrtrichtung). Dieser
muss zu Reparaturarbeiten am Starter abgebaut werden.
1
Führen untenstehende Vorschläge nicht zur Behebung
des Schadens, Kontakt zu Ihrem HORSCH Vertriebsoder Servicepartner aufnehmen. Starter jährlich einmal
einer gründlichen Prüfung in einer Fachwerkstatt unterziehen.
Lockere, verschmutzte oder korrodierte
Kabelanschlüsse:
• Kabelanschlüsse am Starter reinigen und Verbin dungen fest anziehen.
• Massekabel am Motor reinigen und Verbindung zum
Motor fest anziehen.
Zu niedrige Batterieleistung:
• Spannungsabfall an den Batterien prüfen, wenn nötig
Batterie nachladen.
Entladene Batterie:
• Batterie laden.
Verwendung einer falschen Motoröl-Viskosität:
• Immer das richtige Motoröl laut Spezifikation
verwenden.
Startersicherheitsrelais defekt:
• Relais erneuern. Befinden sich in der Kabine
im Schaltkasten rechts vorne unter der Konsole.
16.9 Wartung Beleuchtung
Lampenübersicht (Spannung/Leistung u. Lampentyp):
Kennzeichenleuchte (Soffitte)
Rückleuchte
Begrenzungsleuchte Front
Abblend-/Fernlicht Arbeitsscheinwerfer Kabinendach
Arbeitsscheinwerfer LED Arbeitsscheinwerfer Überrollbügel 176
12 V / 5 W
12 V / 10 W
12 V / 10 W
12 V / 55/60 WH4
12 V / 55 WH3
12 V
12 V / 55 WH3
Front Lampenträger
Arbeitsscheinwerfer Kotflügel
Beleuchtung Schleifeinrichtung
Blinker Heck/Front Rückfahrscheinwerfer
Bremslicht Heck
Rundumleuchten
12 V / 55 WH3
12 V / 55 WH3
12 V / 55 WH3
12 V / 21 W
12 V / 21 W
12 V / 21 W
12 V / 55 WH1
16.10 Sicherungen / Relais
24V Relais
Reserve
F205
Reserve
F204
24V Relais
F203
K8
24V
F202
K7
12V
30A
30A
10A 10A 25A
Fl.15
24V
5A
5A
5A
F24Kl15-1
10A
24V Relais
12V Relais
F24Kl15-2
3A
F209
10A 15A 15A 5A
F208
F162
FK7
K10
12V
F207
F12Kl30
F161
12V Relais
Kl75
12V
FK8
F160
1A
F158
F156
15A 10A
F157
F155
K6
12V
F154
15A
F145
F12Kl15-1
24V Relais
F12Kl15-2
5A
F201
Kl15
12V
K201
12V
F159
F166
16.10.1 Kabinen-Relaisplatine Übersicht
K9
12V
5A
F150
F153
K17
Zeitrelais
5m
Terminal
F144
15A
F146
20A
F147
15A 15A
F143
3A
F141
3A
7,5A
F152
K15
Zeitrelais
120min
auto Lenk
-optional-
F24Kl30
12V Relais
K4
12V
K5
12V
12V Relais
12V Relais
Legende Sicherungen
F141
F143
F144
F145
F146
F147
F150
F152
F153
F166
F154
F155
F156
F157
F158
F159
F160
F161
F162
F201
F202
F203
F204
F205
F207
F208
F209
FK7
F12Kl30
F12Kl15-1
F12Kl15-2
FK8
F24Kl30
F24Kl15-1
F24Kl15-2
Joystick, Terminal
Zentralrechner
Zentralrechner
Hinterachslenkung
Automatische Lenkung
Steckdose Konsole
Versorgung Terminal
Lüftersteuerung
Motorsteuergerät
Load Sensing
Diverse
Zuleitung Steckdose Klaas
Lüftersteuerung
Steckdose Konsole
Zentralstecker
Fahrsteuerung
Diverse
Display Rückfahrkamera
Feststellbremse
Motorsteuergerät
AdBlue
Motorsteuergerät
OBD
Motorsteuergerät
AdBlue
STX2
Ladekontrolle
K7 12V
max. 20A
Kl.30 12V
max. 20A
Kl.15 12V
max. 15A
Kl.15 12V
max. 20A
K8 24V
max. 20A
Kl.30 24V
max. 20A
Kl.15 24V
max. 20A
Kl.15 24V
max. 20A
12V
Klemme30
12V
Klemme15
12V
Klemme75
24V
Klemme30
24V
Klemme15
Reserve
177
16.10.2 Sicherungen ISO-BUS Schnittstelle
Die Sicherungen (1) für die ISO-BUS Schnittstelle und
die Gestängesteuerung (BoomControl) befinden sich im
Batteriekasten.
2
1
(1) 12V-Versorgung Generator und Kabine
(2) 24V-Versorgung Kabine, Reservesicherungen
Die Beschreibung der einzelnen
Sicherungen befindet sich jeweils auf
der Innenseite der Deckel (1) und (2)
16.10.3 Kabinen-Relaisplatine
Kabinenhimmel
Die Sicherungen befinden sich zentral in der Kabine.
Die Relais sind im Schaltkasten rechts vorne unter der
Konsole, sowie auf der Sicherungsplatine im Kabinenhimmel (2).
Arbeiten an der Elektronik nur durch
Ihren HORSCH Kundendienst oder
Vertriebspartner ausführen lassen!
Die Bezeichnungen der Sicherungen und Relais befinden sich auf der Platine bzw. auf der Abdeckung sowie
in nachfolgendem Kapitel.
2
178
2
16.10.4 Kabinen
Relaisplatine
Übersicht
Kabinenhimmel
179
17 Wartung - Klimaanlage
und Heizung
17.1 Spezielle Sicherheitshinweise
•
•
•
•
•
•
•
Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten ausschließlich bei stillstehender Maschine ausführen. Motor abstellen. Zündschlüssel abziehen. Maschine
gegen Wegrollen sichern.
Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten dürfen nur durch
autorisierte Fachkräfte durchgeführt werden.
Bei Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten am Kältemittelkreis-
lauf können Kältemittelemissionen auftreten, diese Emissionen können sowohl flüssig
oder gasförmig auftreten und stellen eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.
Geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen (Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen).
Bei Kältemittelverbrennungen unbedingt einen Arzt aufsuchen und das Datenblatt
(siehe Seite 181) mitnehmen.
Für ausreichende Belüftung sorgen, bei Arbeiten an der Kälteanlage.
Kältemittel bei Füll- oder Reparaturarbeiten nicht entweichen lassen, sondern in
Recyclingbehälter entsorgen.
Die verwendeten Ersatzteile müssen den technischen Anforderungen des
Maschinenherstellers entsprechen. Verwenden Sie aus diesem Grunde nur
HORSCH LEEB AS-Originalersatzteile.
17.2 Komponenten der Klimaanlage
A Kompressor
Am Motor in Fahrrichtung links,
angetrieben über Keilriemen
B Kondensator
Vor Kühlmittelkühler
C Trockner/Sammler
i. F. links, an der Kühlerlufthutze
D Verdampfer
im Kabinendach
E Druckschalter
am Trockner, i. F. rechts am Kühlervorbau
angebaut
F Expansionsventil
am Eingang des Verdampfers
G Klimabedienteil
in Kabine, Dachkonsole
180
17.3 Kältemitteldatenblatt R 134a
(Auszug)
Kältemittel R 134a:
Chemische Bezeichnung: Chemische Formel: Molekulargewicht Siedepunkt Gefrierpunkt Kritische Temperatur Kritischer Druck Dichte (flüss. bei +25°C) Entflammbarkeitsgrenzen in Luft 1,1,1,2-Tetrafluorethan
CH2F CF3
102,0 g/mol
(bei 1,013 bar) -26,1°C
-101,0°C
-101,1°C
40,60 bar
1206 kg/m3
nicht brennbar
Umweltdaten
FKW 134a:
ODP - Ozonabbau-Potential CLP - Chlorbelastungs-Potential HGWP - Treibhauseffekt PCR - Photochemische Reaktivität ODP = 0
CLP = 0
HGWP = 0,26
PCR = 0,5
17.4 Technische Daten
Bauteil Leistungsdaten
Verdampfer Kälteleistung* 5.200 Watt*
Heizer Heizleistung 4.000 Watt
Gebläse 1000 m3/h freiblasend
Spannung 12 Volt
Stromaufnahme 15 Ampere
Kältemittel (Füllmenge 1.200 g)R 134a (FCKW-frei)
*gemessen bei +30°C Umgebungstemperatur
(Herstellerangaben)
181
17.5 Kältemittel
Die Klimaanlage wird mit Kältemittel
(Füllmenge 1.200g bei entleertem System)
R134a (Tetrafluorethan) betrieben. Dieser
Stoff enthält keine Chloratome und ist
somit unschädlich für das in der Erdatmosphäre befindliche Ozon.
Dennoch darf das Kältemittel nicht einfach
abgelassen, sondern muss mit einer
Recyclinganlage aufgefangen werden.
Verbindungsleitungen deshalb nicht trennen. Wartungs- und Reparaturarbeiten an
der Klimaanlage nur von Ihrem HORSCH
Vertriebspartner mit geeigneter Entsorgungs- und Recyclingeinrichtung ausführen lassen.
17.6 Druckschalter
Bei höchster noch angenehmer Gebläsegeschwindigkeit die Kühlleistung der
Klimaanlage auf einen mittleren Wert
einstellen. Klimaanlage nicht mit
niedrigster Gebläsegeschwindigkeit und
höchster Kühlleistung laufen lassen.
Die Klimaanlage ist mit einem Druckschalter (1) ausgerüstet, der die Anlage bei Über- oder Unterdruck abschaltet
(am Sammler/Trockner (2) i.F. links am Überrollbügel
angebaut).
182
1
2
17.7 Frischluftfilter (Kabine)
In Fahrtrichtung links befindet sich im oberen Kabinenbereich hinter dem Kiemengitter ein Frischluftfilter mit
Aktivkohle (1) in Form einer Keilfilterzelle. Dieser Filter
schützt den Fahrzeugführer in der Kabine vor Stäuben
bzw. schwebenden Verunreinigungen die sich außerhalb
der Kabine befinden.
Zum Reinigen, Wechseln bzw. zur Begutachtung des
Verschmutzungsgrads muss das Kiemengitter demontiert
werden. Beide Verschlussschrauben öffnen. Das Kiemengitter und die Keilfilterzelle kann aus dem Gebläse (2)
heraus genommen werden. Der Aktivkohlefilter sollte vor
jedem Fahrantritt auf Verunreinigungen gesichtet werden.
Bei unzureichender Filterwartung kann
der Filter stark verschmutzen und nicht
mehr gewährleisten, dass genügend
Frischluft in die Kabine gelangt. Der
Filter kann durch Ausklopfen einige Male
gereinigt werden, niemals mit Pressluft.
Bei starken Verschmutzungen, muss
der Filter gewechselt werden.
1
2
17.8 Kondensator prüfen
•
•
•
Kondensatorteil (vor dem Kühler) auf
Verschmutzungen überprüfen.
Reinigen der Kondensatorbatterie nach
Verschmutzungsgrad, jedoch mind. einmal im Monat.
Die Kondensatorbatterie mit Druckluft von innen nach
außen durchblasen, dabei beachten das die Lamellen
nicht beschädigt werden.
183
17.9 Sammler / Trockner
Die Umgebungstemperatur muss
oberhalb der eingestellten Thermostat
Temperatur (in der Regel +1°C) liegen,
damit der Kompressor einschaltet.
Da in dem Kältemittelsammler ein Betriebsüberdruck
herrscht, unterliegt dieser in der Herstellung und Prüfung
der Druckbehälterverordnung.
In dieser Vorschrift werden die Druckbehälter entsprechend dem zulässigen Betriebsüberdruck p in bar, dem
Rauminhalt l in Litern und dem Druckinhaltsprodukt p x l
in Prüfgruppe II eingereiht.
Diese Druckbehälter sind nach § 10 der Druckbehälterverordnung einer wiederkehrenden Prüfung durch einen
Sachkundigen nach § 32 zu unterziehen. Wiederkehrende Prüfungen bestehen in diesem Falle aus äußeren Prüfungen, in der Regel an im Betrieb befindlichen
Behältern. Der Kältemittelsammler ist in Verbindung mit
der Inspektion zweimal jährlich einer Sichtkontrolle zu
unterziehen. Hierbei muss besonders auf Korrosion und
mechanische Beschädigung geachtet werden. Sollte sich
der Behälter nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand
befinden, so muss dieser aus sicherheitstechnischen
Gründen ausgetauscht werden, damit zum Schutze
der Betreiber und Dritter wegen der Gefährlichkeit im
Umgang bzw. Betrieb mit Druckbehältern ausreichend
Vorsorge getroffen ist.
17.10Kältemittelzustand und die
Füllmenge prüfen
Wartung alle 100 Stunden:
Kältemittelverlust durch Schläuche in der Klimaanlage ist
unvermeidlich. Den Kühlmittelstand alle 100 Stunden
prüfen.
Wartung einmal jährlich:
Klimaanlage von einer autorisierten Fachwerkstätte prüfen und ggf. instandsetzen lassen.
Wartung alle zwei Jahre:
Kältemittel und Sammeltrockner von einer autorisierten
Fachwerkstätte tauschen lassen.
Wartungsarbeiten an der Klimaanlage,
bei denen ein Eingriff in den Kältemittelkreislauf erforderlich ist (z. B.
Nachfüllen von Kältemittel, Austausch
des Sammeltrockners), dürfen nur von
einer autorisierten Fachwerkstätte
übernommen werden.
184
18 Einlagerung
18.1 Am Ende der Spritzsaison
•
•
Nach Möglichkeit die Selbstfahrende Spritze
an einer geschützten, trockenen Stelle abstellen.
Die Selbstfahrende Spritze innen durch die
Wartungsöffnungen und außen gründlich reinigen. Spreu und Schmutz ziehen Feuchtigkeit an,
wodurch Stahlteile zu rosten anfangen.
•
•
•
•
1
Wird zur Reinigung ein HochdruckWaschgerät verwendet, den Wasserstrahl nicht auf Lager und Elektrik/
Elektronik-Komponenten richten.
Selbstfahrende Spritze nach Schmierplan abschmieren. Die Gewinde von Einstellschrauben und dergleichen einfetten.
Die blanken Kolbenstangen aller Hydraulikzylinder gut einfetten und soweit wie möglich einziehen.
Alle Hebelgelenke und Lagerstellen ohne Schmiermöglichkeit mit Öl benetzen.
Manometereinheit (1) an den Kupplungsstellen
lösen. Komplett abnehmen und frostfrei lagern.
Alle bis zur nächsten Saison durchzuführenden
Instandsetzungsarbeiten aufschreiben und frühzeitig
in Auftrag geben. Ihr HORSCH Vertriebspartner
kann außerhalb der Saison den Wartungsdienst und
eventuell notwendige Reparaturen besser durchführen.
18.2 Entwässerung Pumpen Spritze / Tank
18.2.1 Entwässerung Brühebehälter
1. Haupthahn (C-Box) auf Brühebehälter
2. Saugfilter öffnen
3. Brühetank ablassen bis Behälter restlos entleert ist
18.2.2 Entwässerung Spritzpumpe
Ablassschraube (1) herausdrehen bzw. Kugelhahn
öffnen und Flüssigkeit restlos ablassen und Schraube/
Kugelhahn wieder schließen.
1
185
18.2.3 Entwässerung
Frischwasserbehälter
2
Entwässerungsvorgang:
1
1. Schelle lösen damit Wasser abfliesen kann (1)
2. Warten bis Frischwasserbehälter vollständig entleert ist
3. Rückschlagventil (2) zurückdrücken um 4-Wegehahn zu entwässern
4. Schlauch wieder anschließen
18.2.4 Entwässerung der Kolbenmembranpumpe mit Saugfilter
Am Ende der Spritzsaison muss die Kolbenmembranpumpe entwässert werden. Hierzu wie folgt vorgehen:
1. Filter (1) öffnen und leer laufen lassen
2. Schlauch von Pumpe lösen (2)
3. Kolbenmembranpumpe aktivieren und Entwässerungsvorgang ca. 20 sec. durchführen
(Funktion über C-Box: "Befüllung einschalten")
1
2
18.3 Einwintern des Spritzsystems
1. Gerät gründlich spülen.
2. Brühebehälter vollständig entleeren.
3. Maschine mittels Ausblasfunktion entwässern
(CCS - Kontinuierliche Innenreinigung)
4. Saug- und Druckfiltereinsatz entnehmen.
5. Alle Düsen und Düsenfilter entnehmen, Filtereinsätze herausnehmen und säubern.
6. Ca. 30 Liter Glysantin- Wassergemisch (Verhältnis 1:2) über den Einfülldom in den
Brühebehälter füllen. Spritzmittelpumpe anschalten.
7. Gestänge-Zirkulation für ca. 20 sec. einschalten.
8. Injektor für Einfüllschleuse einschalten und alle Funktionen der Einfüllschleuse solange betätigen
bis alle Schläuche mit Frostschutzgemisch gespült sind. Einfüllschleuse absaugen.
9. Rührwerk für ca. 10 sec. anschalten.
10. Innenreinigung für ca. 10 sec. anschalten.
11. Restmengenentleerung durchführen.
12. Rückschlagventile aufschrauben, entleeren und säubern.
13. Frischwassertank und Frischwasserleitungen entleeren.
14. Einspültrichtersumpf entleeren (Absaugschlauch am Trichtersumpf herausschrauben).
15. Wenn vorhanden, Füllstandsschlauch entwässern.
16. Luftanlage entwässern.
17. Gerät von aussen ordentlich reinigen.
18. Maßnahmen des Korrosionsschutzes (Farbausbesserungen usw.) vornehmen.
186
18.3.1Einwintern des
Hochdruckreinigers
1. Anschluss Wasserzufuhr lösen (1).
2. max. 5 sec. entwässern durch Einschalten des Hochdruckreinigers. Während des Vorgangs Griff von Lanze betätigen um auch den Schlauch zu entwässern.
3. Schlauch Wasserzufuhr (1) Pumpe wieder
anschließen.
18.4 Am Ende der Spritzsaison Motorbereich
1
Dieseltank komplett mit Kraftstoff füllen. Motor reinigen
und nach Wartungsplan vorgehen.
Sollte die Maschine längere Zeit stillgelegt werden entnehmen Sie bitte nähere Informationen der mitgelieferten
Betriebsanleitung von „MTU-Dieselmotoren“ (Reinigung,
Konservierung, Seite 66)
18.5 Vor Beginn der neuen Saison
Vor Beginn der neuen Saison die Selbstfahrende Spritze
einer eingehenden Überprüfung unterziehen. Ein einwandfreier Zustand des Leeb PT 280 schließt während
der Pflegezeit kostspielige Betriebsstörungen aus.
Soweit dies nicht schon nach der letzten Saison geschehen ist, muss die Selbstfahrende Spritze gut von innen
und außen gereinigt werden.
• Eventuell abgenommene Riemen und Keilriemen
wieder auflegen und Riemenspannung überprüfen.
• Abdeckungen der Motoröffnungen entfernen.
• Nach Schmierplan Maschine vollständig abschmieren.
• Kontrollieren, ob alle Bolzen angezogen und alle
Splinte vorhanden sind.
• Alle Abdichtungen sowie die Füllmenge der Kühlan lage überprüfen. Das Frost- und Korrosionsschutz mittel muss in der Kühlanlage auch in den Sommer monaten verbleiben, da es die Anlage vor Korrosion
schützt.
• Batterien nachsehen. Ladezustand bzw. Batterie spannung prüfen; wenn erforderlich, Batterien
aufladen.
• Spritzpumpe und Füllpumpe mit Flüssigkeit füllen.
• Reifendruck überprüfen.
• Nach diesen Arbeiten die Selbstfahrende Spritze etwa
eine Stunde mit halber Drehzahl laufen lassen. Jetzt
alle Lager auf Überhitzung prüfen.
187
188
19 Periodische Wartung - Schmierplan
19.1 Periodische Wartung Trägerfahrzeug
Beachten Sie unbedingt die Gefahrenhinweise für alle Wartungsarbeiten an der
Brems- und Hydraulikanlage der selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze!
Siehe Kapitel 14 "Wartung und Pflege Trägerfahrzeug".
19.1.1Wartung während der
Einlaufzeit
Während der ersten 100 Betriebsstunden
• Wartung täglich bzw. alle 10 Betriebsstunden durch führen (siehe in diesem Abschnitt und „Betriebsstoffe
und Füllmengen“).
• Motor nicht unnötig im Leerlauf laufen lassen.
• Kühlflüssigkeitstemperatur ständig kontrollieren.
• Öfter Motoröl- und Kühlflüssigkeitstand
überprüfen. Auf Anzeichen von Undichtigkeiten
achten.
• Sollte es notwendig sein, während der Einlaufzeit
Motoröl nachzufüllen, so ist die Ölviskosität ent sprechend den jahreszeitlichen Erfordernissen und
den Hinweisen im Abschnitt „Betriebsstoffe und
Füllmengen“ von MTU zu wählen.
• Schläuche und Schlauchklemmen des Luftansaug systems auf festen Sitz prüfen.
• Antriebsriemen überprüfen und gegebenenfalls
einstellen.
19.1.2 Alle 10 Betriebsstunden
• Motor – Ölstandskontrolle
• Hydraulikanlage – Ölstandskontrolle
• Reifen, Schraubverbindungen, Reifendruck prüfen
• Kontrolleuchtentest
•Lichtfunktionen
• Abschmieren nach Schmierplan (Schmierfett
einfüllen, bis es an der Schmierstelle austritt)
19.1.3 Bis zum Erreichen der ersten
50 Betriebsstunden
• Vorderradbefestigungsmuttern und Hinterradbefesti gungsschrauben mit 510 Nm nachziehen.
19.1.4 Nach den ersten
100 Betriebsstunden
•
•
•
•
•
Motorenöl und Filterelement wechseln.
Hydrauliköl und Filterelemente wechseln.
An Vorder- und Hinterachse Öl der Planetenund Ausgleichsgetriebe wechseln.
Getriebeöl des Verlagerungsgetriebes wechseln.
Getriebeöl des Schaltgetriebes wechseln.
189
19.1.5Alle 500 Betriebsstunden
• Motoröl aus Kurbelgehäuse ablassen. Motoröl,
Motorölfilter und Kurbelgehäuse-Entlüftungsfilter wechseln.
• Kraftstofffilter und Kraftstoffvorfilter erneuern.
• Neues Motoröl einfüllen.
• Andere Intervalle s.h. Betriebsanleitung Motor
• Trockenluftfiltereinsatz und Sicherheitselement des
Luftfilters ersetzen.
• Antriebsriemenspannung prüfen bzw. einstellen.
• Schläuche und Schlauchklemmen des Luftansaug und Kühlsystems auf festen Sitz prüfen.
• Radbefestigungsmuttern mit 510 Nm
nachziehen.
•
•
•
•
•
•
•
Kraftstoffeinspritzleitungen auf lose Anschlüsse
überprüfen.
Ventildeckelentlüftung reinigen.
Frostschutzgemisch des Kühlsystems prüfen,
ggf. Gefrierschutzmischung nachfüllen.
Fußbremseinstellung überprüfen.
Turbolader Schraubverbindungen und Schlauchanschlüsse auf guten Sitz prüfen.
Papierfilterelemente der Kabine reinigen.
Verlagerungsgetriebe, Achsverteilgetriebe und Achsen auf Dichtigkeit prüfen.
•
•
•
Getriebeöl des Verlagerungsgetriebes wechseln.
Getriebeöl des Schaltgetriebes wechseln.
Getriebeöl der Planeten- und Ausgleichsgetriebe der Vorder- und Hinterachse wechseln.
Genaue Wartungshinweise entnehmen
Sie bitte der mitgelieferten Betriebsanleitung von „MTU-Dieselmotoren“
(Seite 58).
19.1.6 Alle 1000 Betriebsstunden
oder 1x jährlich
•
•
•
Öl der Hydraulikanlage ablassen und durch
neues Öl ersetzen.
Hydraulikölfilter ersetzen.
Mechanische Kraftstofförderpumpe reinigen.
19.1.7 Nach Bedarf
• Beide Luftfilterelemente austauschen.
• Kabinenluftfilter wechseln.
• Vorfilter reinigen.
19.1.8 Jährlich
•
•
•
•
•
•
•
Starter überprüfen lassen.
Drehstromgenerator überprüfen lassen.
Schlauchverbindungen des Luftansaugsystems
überprüfen.
Klimaanlage überprüfen.
Hydraulikölfilter wechseln.
Kraftstoffilter wechseln.
Batterien reinigen.
190
19.2 Elektrische Beleuchtungs-Anlage Austausch
von Glühlampen:
1. Schutzglas abschrauben.
2. Defekte Lampe ausbauen.
3. Ersatzlampe einsetzen (auf richtige Spannung und Wattzahl achten).
4. Schutzglas aufsetzen und anschrauben.
19.3 Schrauben-Anzugsmomente
Gewinde Schlüsselweite
Anzugs-Momente [Nm]
[mm]
in Abhängigkeit der Schrauben-/Muttern-Güteklasse
__________________________________________________________________________________
8.8
10.9
12.9
__________________________________________________________________________________
M 8
13
25
35
41
M 8x1
27
38
41
__________________________________________________________________________________
M 10
16 (17)
49
69
83
M 10x1
52
73
88
__________________________________________________________________________________
M 12
18 (19)
86
120
145
M 12x1,5
90
125
150
__________________________________________________________________________________
M 14
22
135
190
230
M 14x1,5
150
210
250
__________________________________________________________________________________
M 16
24
210
300
355
M 16x1,5
225
315
380
__________________________________________________________________________________
M 18
27
290
405
485
M 18x1,5
325
460
550
__________________________________________________________________________________
M 20
30
410
580
690
M 20x1,5
460
640
770
__________________________________________________________________________________
M 22
32
550
780
930
M 22x1,5
610
860
1050
__________________________________________________________________________________
M 24
36
710
1000
1200
M 24x2
780
1100
1300
__________________________________________________________________________________
M 27
41
1050
1500
1800
M 27x2
1150
1600
1950
__________________________________________________________________________________
M 30
46
1450
2000
2400
M 30x2
1600
2250
2700
__________________________________________________________________________________
191
19.4 Schmiervorschrift
Alle Schmiernippel abschmieren
(Dichtungen sauber halten).
Die Maschine in den angegebenen Abständen abschmieren / fetten. Schmierstellen und Fettpresse vor dem Abschmieren sorgfältig reinigen, damit keine Schmutz in die Lager hineingepresst wird. Das verschmutzte Fett in den
Lagern vollständig herauspressen und gegen neues ersetzen!
Schmierstoffe
Verwenden Sie für Abschmierarbeiten ein Lithium-Verseiftes-Mehrzweck-Fett mit EP-Zusätzen:
Firma
Schmierstoff-Bezeichnung
Normale Einsatz-Bedingungen
Schmierstoff-Bezeichnung
Extreme Einsatz-Bedingungen
ARAL
Aralub HL 2
Aralub HLP 2
FINA
FINA Marson L2
Marson EPL-2
ESSO
ESSO Beacon 2
Beacon EP 2
SHELL
SHELL Ratinax A
Tetinax AM
Wartungs- und Pflegepläne – Übersicht Trägerfahrzeug / Übersicht Spritzgestänge
• Führen Sie die Wartungs-Intervalle nach der zuerst erreichten Frist durch.
• Vorrang haben die Zeitabstände, Laufleistungen oder Wartungs Intervalle der eventuell mitgelieferten Fremd-Dokumentation.
192
19.5 Betriebsstoffe Trägerfahrzeug
Füllstellen
Füllmenge* Motor (ohne Filter)
ca. 18 l Sorte*** Wechselzeit**
Ganzjährig SHPD Motorenöl
nach ACEA E-3-96 bzw. API CG-4
nach 100 Betr.-Std. dann alle
500 Betr.-Std., mindestens
aber jährlich****
Schaltgetriebe
ca. 4,5 l
API GL-5, SAE 75W-90
completely synthetic PAO
nach 100 Betr.-Std. dann alle
1000 Betr.-Std., mindestens
aber jährlich
Planetengetriebe
ca. 4 l LS-Getriebeöl API GL-5 MIL-L-2105 B LS
LS SAE90
nach 100 Betr.-Std. dann alle
1000 Betr.-Std., mindestens
aber jährlich
Ausgleichsgetriebe
Lenkachse
Starrachse
LS-Getriebeöl API GL-5
MIL-L-2105 B LS
LS SAE90
nach 100 Betr.-Std. dann alle
1000 Betr.-Std., mindestens
aber jährlich
ca. 10 l
ca. 15 l
Hydraulikanlage
ca. 100 l Hydrauliköl HVLP-46
Wechselmenge bei max. Füllung
nach 1000 Betr.-Std. dann alle
1000 Betr.-Std., mindestens
aber jährlich
Kraftstoffbehälter
ca. 320 l Dieselkraftstoff
Auffüllen nach dem Arbeitseinsatz
Kühlsystem
ca. 35 l Mischung aus ca. 50% Korro- alle 2 Jahre das Motorkühlmittel
sions- und Frostschutzmittel
erneuern
und 50% Wasser.
(Verhältnis und Kühlmitteltyp
entsprechend MTU
Betriebsanleitung Seite 59-60)
Bsp. Kühlmitteltyp:
G40 oder D-40 Super
Druckluftanlage
-
-
täglich entwässern
Klimaanlage
1,5 kg Schmierstellen
-
siehe Schmierplan
R 134a
alle 2 Jahre
Lithiumverseiftes Fett, NLGI-
Klasse2 (Walkpenetrationszahl
265-295)
siehe Schmierplan, alle übrigen Lagerund Gelenkstellen regelmäßig ölen
* Maßgebend für die jeweilige Füllmenge ist die Kontrolle mittels Peilstab oder sonstiger Flüssigkeitsstandmesseinrichtungen
** Zeitraum begrenzt durch jeweils zuerst erreichten Wert
*** Zugelassene Handelsbezeichnungen, soweit festgelegt. Siehe aktuelle Betriebsstofflisten,
die den Vertragswerkstätten als KDMitteilung vorliegen.
**** Bei mehr als 1% Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff sind die Ölwechselzeiten zu halbieren. Empfohlen wird ein Schwefelgehalt 0,05%,
jedoch muß eine ausreichende Schmierfähigkeit (z.B. durch Additive) vom Kraftstofflieferanten bestätigt werden. Alternative Kraftstoffe,
z.B. RME, nur nach Rücksprache mit Vertragswerkstatt
193
19.6 Periodische Wartung Feldspritze
Nach der ersten Belastungsfahrt
Bauteil
Wartungsarbeit
Hydraulik-Anlage
Dichtigkeit prüfen
Spritzpumpe
Dichtigkeit prüfen
Werkstattarbeit
Täglich
Bauteil
Wartungsarbeit
Ganze Maschine
Kontrolle auf augenfällige Mängel
Spritzpumpe
Spritzbrühe-Behälter
Selbstreinigender Druckfilter
Leitungsfilter in den Düsenleitungen
(falls vorhanden)
Spritzdüsen
Reinigen, spülen
Werkstattarbeit
Wöchentlich / 50 Betriebsstunden
Bauteil
Wartungsarbeit
Werkstattarbeit
Hydraulik-Anlage
Dichtigkeit prüfen
X
Gestänge
Sichtkontrolle der Klappgelenke auf
Spielfreiheit, augenfällige Mängel und
Verschleiß.
Bei Spiel oder gelockerten Bauteilen
Mängel vom HORSCH-Kundendienst
beheben lassen
Wassersystem / Verschlauchung
X
Dichtigkeit prüfen
Vierteljährlich / 200 Betriebsstunden
Bauteil
Wartungsarbeit
Leitungsfilter
Reinigen
Beschädigte Filtereinsätze austauschen
Hubseile
Kontrolle auf augenfällige Mängel
Bei Verschleißerscheinungen Hubseile
- nur paarweise (!) - austauschen
194
Werkstattarbeit
Jährlich / 1000 Betriebsstunden
Bauteil
Wartungsarbeit
Durchflussmesser
Durchflussmesser kalibrieren
Düsen
Feldspritze auslitern und Querverteilung
prüfen ggf. verschlissene Düsen austauschen
Werkstattarbeit
Bei Bedarf
Bauteil
Wartungsarbeit
Gestänge
Einstellungen korrigieren
Elektrische Beleuchtung
Austausch von defekten Glühlampen
Werkstattarbeit
X
195
19.7 Schmierplan Übersicht Trägerfahrzeug
5
3
3
1
4
2
Kreuzgelenke der Kardanwellen
•
•
•
Schmiernippel (1) direkt in den Kreuzgelenken jeweils
an den Enden der Kardanwelle
Gesamt: 4 Stück
Häufigkeit: alle 30 Betriebsstunden
Achsschwingenlagerung
• Schmiernippel (2)
• Gesamt: 4 Stück
• Häufigkeit: alle 30 Betriebsstunden
1
2
Achsen / Achsschenkel
• Schmiernippel (3)
• Gesamt: 16 Stück
• Häufigkeit: alle 100 Betriebsstunden
196
3
Mittelachsbolzen
• Schmiernippel (4)
• Gesamt: 1 Stück
• Häufigkeit: alle 100 Betriebsstunden
4
Anhängemaul
• Schmiernippel (5)
• Gesamt: 1 Stück
• Häufigkeit: alle 100 Betriebsstunden
5
197
19.8Schmierplan Feldspritze
19.8.1Übersicht Schmierstellen Gestänge Turm und Mittelteil
Gestänge-Mittelteil Teil A
4 Schmierstellen beidseitig identisch
(= insgesamt 8 Schmierstellen!)
In regelmäßigen Abständen von
ca. 50-100 Stunden abschmieren.
Gestänge-Mittelteil Teil B
11 Schmierstellen
In regelmäßigen Abständen von
ca. 50 -100 Stunden abschmieren.
Turmrollen
1 Schmierstelle beidseitig identisch
(= insgesamt 2 Schmierstellen)
In regelmäßigen Abständen von
ca. 50-100 Stunden abschmieren.
Klappgelenk Mittelteil / innerer Ausleger
2 Schmierstellen
beidseitig identisch (= insgesamt 4 Schmierstellen)
in regelmäßigen Abständen von ca. 50-100 Stunden
abschmieren.
198
Klappgelenk Anfahrsicherung
1 Schmierstelle
beidseitig identisch (= insgesamt 2 Schmierstellen)
in regelmäßigen Abständen
von ca. 50-100 Stunden abschmieren.
Gestängeverriegelung
1 Schmierstelle - in regelmäßigen Abständen von ca. 50-100 Stunden
abschmieren.
19.8.2Übersicht Schmierstellen Gestänge 5-teilig
Klappgelenk äußerer / mittlerer Ausleger
7 Schmierstellen
beidseitig identisch
(= insgesamt 14 Schmierstellen)
in regelmäßigen Abständen
von ca. 50-100 Stunden
abschmieren.
Klappzylinder
innen / außen
2 Schmierstelle beidseitig identisch
(= insgesamt 4 Schmierstellen)
Kette Klappgelenk äußerer / mittlerer Ausleger
Kette in regelmäßigen Abständen mit Kettenspray behandeln.
199
19.8.3Übersicht Schmierstellen Gestänge 7-teilig
Klappgelenk äußerer / mittlerer Ausleger
6 Schmierstellen
beidseitig identisch (= insgesamt 12 Schmierstellen)
in regelmäßigen Abständen von ca. 50-100 Stunden
abschmieren.
Klappgelenk mittlerer / innerer Ausleger
7 Schmierstellen
beidseitig identisch (= insgesamt 14 Schmierstellen)
in regelmäßigen Abständen von ca. 50-100 Stunden
abschmieren.
Bei 7-teiliger, großer Baureihe zusätzlich
Verriegelungshaken abschmieren.
Klappzylinder
innen / außen
1 Schmierstelle beidseitig identisch
(= insgesamt 2 Schmierstellen)
200
Koppelstange / Klappzylinder innen
2 Schmierstellen – in regelmäßigen Abständen von ca. 50-100 Stunden abschmieren.
Beidseitig identisch (= insgesamt 4 Schmierstellen)
19.8.4 Schmierstellen Spritzgestänge
Sonderausstattung BoomControl Plus
3 Schmierstellen beidseitig identisch (= insgesamt 6 Schmierstellen!)
In regelmäßigen Abständen von ca. 50 -100 Stunden abschmieren
19.8.5 Pflege Hubseile
Die Hubseile (1) regelmäßig einfetten oder mit Kettenspray einsprühen.
Hubseile sind Verschleißteile. Diese müssen regelmäßig übergeprüft und
ca. jährlich, bzw. bei starker Nutzung häufiger, ausgewechselt werden.
Der Wechsel darf nur paarweise (2) erfolgen.
1
2
201
19.9 Durchflussmesser kalibrieren
Beachten Sie hierzu die Betriebsanleitung
von Müller Elektronik, Job-Rechner Feldspritze.
19.10 Hinweise zur Prüfung der Feldspritze
Nur autorisierte Stellen dürfen die Spritzenprüfung durchführen.
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Spritzenprüfung:
•
spätestens 6 Monate nach Inbetriebnahme
(wenn bei Kauf nicht durchgeführt), dann
•
im Weiteren alle 4 Halbjahre.
2
1
Schlauchanschluss für Pumpenprüfung (1)
(vom Hersteller zu beziehen)
Schlauchanschluss für Durchflussmesserprüfung (2)
(vom Hersteller zu beziehen)
3
Pumpenprüfung - Prüfung der Pumpenleistung
1. Prüfschlauch auf Druckabgang (3) stecken
(2“ Camloc-Kupplung erforderlich)
2. An Commander-Box:
•
Zirkulation "AUF"
•
Rührwerk, Injektor und Innenreinigung "ZU"
Durchflussmesser-Prüfung
1.
4
Klemmschelle (4) lösen
5
2.Prüfvorgang
3.
Schlauchanschluss für Durchflussmesser (5)
4.
Klemmschelle (4) festziehen
5.
Pumpe einschalten
Manometer-Prüfung
Prüfmanometer in das Innengewinde (6)
1/4 Zoll einschrauben
202
6
20 Entsorgen der Feldspritze
Reinigen Sie die gesamte Feldspritze sorgfältig (von innen und außen),
bevor Sie die Feldspritze entsorgen.
Folgende Bauteile können Sie der energetischen Verwertung* zu führen:
Spritzbrühe-Behälter, Einspül-Behälter, Spülwasser-Behälter, Frischwasser-Behälter,
Schläuche und Kunststoff-Fittings.
Metallteile können Sie verschrotten.
Befolgen Sie die jeweiligen gesetzlichen Vorschriften zum Entsorgen der einzelnen Wertstoffe.
* Energetische Verwertung
ist die Rückgewinnung der in den Kunststoffen enthaltenen Energie durch
Verbrennung bei gleichzeitiger Nutzung dieser Energie zur Erzeugung von Strom
und/oder Dampf bzw. Bereitstellung von Prozesswärme.
Die energetische Verwertung ist geeignet für vermischte und für verschmutzte
Kunststoffe, insbesondere für Schadstoff belastete Kunststofffraktionen.
203
21Spritztabelle
Spritztabellen für Flachstrahl-, Antidrift-, Injektor- und Airmix-Düsen, Spritzhöhe 50 cm
HINWEIS!
• Alle in den Spritztabellen aufgeführten Aufwandmengen [l/ha] gelten für Wasser.
Multiplizieren Sie die angegebenen Aufwandmengen zur Umrechnung auf AHL mit 0,88 und
zur Umrechnung auf NP-Lösungen mit 0,85.
• Das Diagramm auf nachfolgender Seite dient zur Auswahl des geeigneten Düsentyps.
Der Düsentyp wird bestimmt durch
-
die vorgesehene Fahrgeschwindigkeit,
-
die erforderliche Aufwandmenge und
-
die erforderliche Zerstäubungscharakteristik (fein-, mittel- oder grobtropfig) des für die
durchzuführende Pflanzenschutz-Maßnahme eingesetzten Pflanzenschutzmittels.
• Die Tabelle auf Seite 207 dient zur
-
Ermittlung der Düsengröße.
-
Ermittlung für den erforderlichen Spritzdruck.
-
Ermittlung für den erforderlichen Einzel-Düsenausstoß zum Auslitern der Feldspritze.
Zulässige Druckbereiche verschiedener Düsentypen und Düsengrößen
Düsentyp Düsengröße 204
Zulässiger Druckbereich [bar]
min. Druck
max. Druck
LU / XRC-Düsen
015 1
1,5
02
1
2,5
0,3 1
3,0
0,4 bis 0,8
1
5,0
AD / DG / TT alle Größen 1,5 6
AI alle Größen 2
8
ID alle Größen 2
8
Air Mix-Düsen alle Größen 1
6
IDK / IDKN alle Größen 1
6
TTI alle Größen 1
7
AVI alle Größen 2
8
Düsentyp auswählen
Düsenabstand 50 cm
H 2O
x 0,88
x 1,14
AHL
Beispiel:
erforderliche Aufwandmenge: 200 l/ha
8 km/h
vorgesehene Fahrgeschwindigkeit: erforderliche Zerstäubungscharakteristik für die
durchzuführende Pflanzenschutz-Maßnahme: grobtropfig (keine Abdrift)
erforderlicher Düsentyp: ?
erforderliche Düsengröße:
?
erforderlicher Spritzdruck:
?
erforderlicher Einzel-Düsenausstoß zum Auslitern der Feldspritze: ? l/min
bar
205
Ermittlung von Düsentyp, Düsengröße, Spritzdruck
und Einzel-Düsenausstoß
1. Bestimmen Sie den Betriebspunkt für die erforder-
liche Aufwandmenge (200 l/ha) und die vorge
sehene Fahrgeschwindigkeit (8 km/h).
2. Loten Sie am Betriebspunkt eine senkrechte Linie nach unten. Je nach Lage des Betriebspunktes durchläuft diese Linie die Kennfelder unterschiedlicher Düsentypen.
3.
Wählen Sie den optimalen Düsentyp anhand der erforderlichen Zerstäubungscharakteristik
(fein-, mittel- oder grobtropfig) für die durchzuführende Pflanzenschutz-Maßnahme aus.
→ Gewählt für das oben aufgeführte Beispiel:
→ Düsentyp: AI oder ID
4. Wechseln Sie in die Spritztabelle auf
nachfolgender Seite
5. Suchen Sie in der Spalte mit der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit (8 km/h) die erforderliche
Aufwandmenge (200 l/ha) auf bzw. eine Aufwandmenge, die der erforderlichen Aufwandmenge am
nächsten kommt (hier z.B. 195 l/ha).
6. In der Zeile mit der erforderlichen Aufwandmenge (195 l/ha)
- die in Frage kommenden Düsengrößen
ablesen. Wählen Sie eine geeignete
Düsengröße aus (z. B. ‘03‘).
- im Schnittpunkt mit der ausgewählten Düsen größe den erforderlichen Spritzdruck ablesen (z. B. 3,7 bar).
- den erforderlichen Einzel-Düsenausstoß
(1,3 l/min) zum Auslitern der Feldspritze
ablesen.
erforderlicher Düsentyp: AI /ID
erforderliche Düsengröße: 03
erforderlicher Spritzdruck: 3,7 bar
erforderlicher Einzel-Düsenausstoß
zum Auslitern der Feldspritze: 206
1,3 l/min
Universaltabelle für Feldspritzgeräte mit 50 cm Düsenabstand
Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen. Werte vor Anwendungsbeginn mit
Messgefäß überprüfen.
- - - - - Beispiel: 200 l/ha bei 7,2 km/h erfordern 1,20 l/min je Düse, d. h. 6,7 bar
bei Größe -02, 4,3 bar bei Größe -025, 3,0 bar bei Größe -03 usw.
207
21.1Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen, Spritzhöhe 120 cm
(zulässiger Druckbereich 1- 3 bar)
Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen (gelb)
Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen (rot)
Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen (blau)
208
Spritztabelle für 3-Strahl-Düsen (weiß)
21.2Spritztabelle für 5- Loch-Düsen (zulässiger Druckbereich 1-2 bar)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-39, (ø 1,0 mm) Spritzhöhe 100 cm
für 5-Loch-Düse (schwarz)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-45, (ø 1,2 mm) Spritzhöhe 100 cm
für 5-Loch-Düse (schwarz)
209
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-55, (ø 1,4 mm) Spritzhöhe 100 cm
für 5-Loch-Düse (grau)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-63, (ø 1,6 mm) Spritzhöhe 75 cm
für 5-Loch-Düse (grau)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-72, (ø 1,8 mm) Spritzhöhe 75 cm
für 5-Loch-Düse (grau)
21.3Spritztabelle für 7-Loch-Düsen (zulässiger Druckbereich 1,5 - 4 bar)
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-02VP (gelb)
210
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-03VP (blau)
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-04VP (rot)
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-05VP (braun)
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-06VP (grau)
211
Spritztabelle für 7-Loch-Düse SJ7-08VP (weiß)
21.4Spritztabelle für FD-Düsen (zulässiger Druckbereich 1,5 - 4 bar)
Spritztabelle für FD-06-Düse
Spritztabelle für FD-08-Düse
Spritztabelle für FD-10-Düse
212
21.5Spritztabelle für Schleppschlauchverband
(zulässiger Druckbereich 1-4 bar)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-26, (ø 0,65 mm)
Spritztabelle mit Dosierscheibe 4916-32, (ø 0,8 mm)
213
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-39, (ø 1,0 mm) (serienmäßig)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-45, (ø 1,2 mm)
Spritztabelle für Dosierscheibe 4916-55, (ø 1,4 mm)
214
Dichte 1,28 kg/l, d.h. ca. 28 kg N auf 100 kg Flüssigdünger bzw. 36 kg N auf 100 Liter Flüssigdünger bei 5 - 10
21.6Umrechnungstabelle für das Spritzen von Flüssigdünger
Ammonitrat-Harnstoff Lösung (AHL)
215
216
www.horsch.com
Alle Angaben und Abbildungen sind annähernd und unverbindlich.
Technische Konstruktionsänderungen sind vorbehalten.
HORSCH LEEB Application
Systems GmbH
Plattlinger Straße 21
D-94562 Oberpöring
Tel.: +49 9937 95963-0
Fax: +49 9937 95963-66
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