Betriebsanleitung

Betriebsanleitung
Inhaltsverzeichnis
2011-02-24
Betriebsanleitung
Laborofen
mit Programmregler P6
Dok-ID: 5496
Vor Beginn aller Arbeiten Betriebsanleitung lesen!
© MIHM-VOGT
Dental-Gerätebau GmbH & Co. KG
Friedrich-List-Str. 8
D-76297 Stutensee-Blankenloch
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Erstellt durch:
Kothes!
Technische Kommunikation GmbH & Co. KG
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2
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Inhaltsverzeichnis
1
2
Allgemeines...................................................................... 6
1.1
Informationen zu dieser Anleitung .............................. 6
1.2
Symbolerklärung ....................................................... 7
1.3
Haftungsbeschränkung.............................................. 8
1.4
Urheberschutz .......................................................... 9
1.5
Ersatzteile ................................................................ 9
1.6
Garantiebestimmungen ............................................. 9
1.7
Kundendienst ........................................................... 9
1.8
Konformitätserklärung ............................................... 9
Sicherheit ........................................................................10
2.1
Verantwortung des Betreibers ...................................10
2.2
Personalanforderungen ............................................11
2.2.1
3
4
2011-02-24
Qualifikationen...........................................11
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung ...........................12
2.4
Persönliche Schutzausrüstung ..................................13
2.5
Besondere Gefahren................................................13
2.6
Verhalten im Gefahrenfall und bei Unfällen ................16
2.7
Beschilderung..........................................................17
Technische Daten............................................................18
3.1
Allgemeine Angaben ................................................18
3.2
Anschlusswerte........................................................19
3.3
Betriebsbedingungen ...............................................19
3.4
Typenschild .............................................................20
Aufbau und Funktion .......................................................20
4.1
Übersicht .................................................................20
4.2
Baugruppenbeschreibung.........................................21
4.3
Anschlüsse..............................................................22
4.4
Gefahrenbereiche ....................................................22
4.5
Bedienelemente.......................................................23
4.5.1
Ofentür......................................................23
4.5.2
Regelung, Elektronik ..................................24
4.5.3
Schalter- und Tastenfunktionen ..................24
4.5.4
Anzeigefunktionen .....................................25
4.6
Lieferumfang ...........................................................25
4.7
Optionen .................................................................26
4.7.1
Dampfabzugsgebläse DG2 (Best.-Nr.
7202) ........................................................26
4.7.2
Katalysator KN1 (Best.-Nr. 7300) ................27
3
Laborofen mit Programmregler P6
Inhaltsverzeichnis
4.7.3
4.8
5
6
Zubehör.................................................................. 29
Transport, Verpackung und Lagerung ............................ 30
5.1
Sicherheitshinweise für den Transport ...................... 30
5.2
Symbole auf der Verpackung ................................... 30
5.3
Transportinspektion ................................................. 31
5.4
Verpackung............................................................. 31
5.5
Transport ................................................................ 32
Installation und Erstinbetriebnahme............................... 33
6.1
7
Katalysator KN2 (Best.-Nr. 7320) ............... 28
Installation .............................................................. 33
6.1.1
Laborofen installieren ................................ 33
6.1.2
Dampfabzugsgebläse installieren............... 34
6.1.3
Katalysator installieren............................... 35
6.1.4
Dunstabzughaube anschließen .................. 36
6.2
Anschließen an die Energieversorgung..................... 37
6.3
Erstinbetriebnahme ................................................. 38
6.3.1
Transportsicherung entfernen .................... 38
6.3.2
Einbrennen/Erstes Aufheizen..................... 38
6.3.3
Ofenparameter einstellen........................... 38
6.3.4
Korrekturprogramm ausführen ................... 39
Bedienung....................................................................... 41
7.1
Sicherheit................................................................ 41
7.2
Ofen beschicken...................................................... 43
7.3
Ofen einschalten ..................................................... 43
7.4
Programmieren ....................................................... 43
7.5
Programm speichern ............................................... 45
7.6
Programm laden...................................................... 46
7.7
Programm starten und anhalten ............................... 46
7.8
Programm automatisch starten ................................. 47
7.9
Temperaturfortschaltung .......................................... 48
7.9.1
Abkühlfunktion .......................................... 49
7.10 Steuerung von
Dunstabzughaube/Dampfabzugsgebläse/Katalysator
bei Shock-Heat -Einbettmassen ................................ 50
7.11 Ausschalten ............................................................ 50
8
4
Störungen ....................................................................... 51
8.1
Sicherheit................................................................ 51
8.2
Störungsanzeigen ................................................... 52
8.3
Störungstabelle ....................................................... 52
8.4
Systeminformationen zur Fehlerdiagnose.................. 54
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Laborofen mit Programmregler P6
Inhaltsverzeichnis
9
10
Wartung...........................................................................55
9.1
Sicherheit ................................................................55
9.2
Wartungsplan ..........................................................56
9.3
Wartungsarbeiten.....................................................56
9.3.1
Ofen reinigen.............................................56
9.3.2
Ofen leer aufheizen....................................56
Demontage und Entsorgung............................................57
10.1 Sicherheit ................................................................57
10.2 Demontage..............................................................57
10.3 Entsorgung ..............................................................58
11
2011-02-24
Index................................................................................59
5
Laborofen mit Programmregler P6
Allgemeines
1 Allgemeines
1.1 Informationen zu dieser Anleitung
Diese Anleitung ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang
mit dem Gerät.
Die Anleitung ist Bestandteil des Geräts und muss in unmittelbarer
Nähe des Geräts für das Personal jederzeit zugänglich aufbewahrt
werden. Das Personal muss diese Anleitung vor Beginn aller
Arbeiten sorgfältig durchgelesen und verstanden haben.
Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten ist die Einhaltung aller
angegebenen Sicherheitshinweise und Handlungsanweisungen in
dieser Anleitung.
Darüber hinaus gelten die örtlichen Unfallverhütungsvorschriften
und allgemeinen Sicherheitsbestimmungen für den Einsatzbereich
des Geräts.
Abbildungen in dieser Anleitung dienen dem grundsätzlichen
Verständnis und können von der tatsächlichen Ausführung des
Geräts abweichen.
Neben dieser Anleitung gelten die im Anhang befindlichen
Anleitungen der verbauten Komponenten.
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2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Allgemeines
1.2 Symbolerklärung
Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise sind in dieser Anleitung durch Symbole
gekennzeichnet. Die Sicherheitshinweise werden durch
Signalworte eingeleitet, die das Ausmaß der Gefährdung zum
Ausdruck bringen.
Sicherheitshinweise unbedingt einhalten und umsichtig handeln,
um Unfälle, Personen- und Sachschäden zu vermeiden.
GEFAHR!
… weist auf eine unmittelbar gefährliche Situation
hin, die zum Tod oder zu schweren Verletzungen
führt, wenn sie nicht gemieden wird.
WARNUNG!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche
Situation hin, die zum Tod oder zu schweren
Verletzungen führen kann, wenn sie nicht
gemieden wird.
VORSICHT!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche
Situation hin, die zu geringfügigen oder leichten
Verletzungen führen kann, wenn sie nicht
gemieden wird.
VORSICHT!
… weist auf eine möglicherweise gefährliche
Situation hin, die zu Sachschäden führen kann,
wenn sie nicht gemieden wird.
Tipps und Empfehlungen
HINWEIS!
… hebt nützliche Tipps und Empfehlungen sowie
Informationen für einen effizienten und störungsfreien Betrieb hervor.
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7
Laborofen mit Programmregler P6
Allgemeines
Besondere Sicherheitshinweise
Um auf besondere Gefahren aufmerksam zu machen, werden in
Sicherheitshinweisen folgende Symbole eingesetzt:
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
… kennzeichnet lebensgefährliche Situationen
durch elektrischen Strom. Bei Nichtbeachtung der
Sicherheitshinweise besteht die Gefahr schwerer
Verletzungen oder des Todes.
1.3 Haftungsbeschränkung
Alle Angaben und Hinweise in dieser Anleitung wurden unter
Berücksichtigung der geltenden Normen und Vorschriften, des
Stands der Technik sowie unserer langjährigen Erkenntnisse und
Erfahrungen zusammengestellt.
Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Schäden aufgrund:
n Nichtbeachtung der Anleitung
n Nichtbestimmungsgemäßer Verwendung
n Einsatz von nicht ausgebildetem Personal
n Eigenmächtiger Umbauten
n Technischer Veränderungen
n Verwendung nicht zugelassener Ersatzteile
Der tatsächliche Lieferumfang kann bei Sonderausführungen, der
Inanspruchnahme zusätzlicher Bestelloptionen oder aufgrund
neuester technischer Änderungen von den hier beschriebenen
Erläuterungen und Darstellungen abweichen.
Es gelten die im Liefervertrag vereinbarten Verpflichtungen, die
Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Lieferbedingungen
des Herstellers und die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
gültigen gesetzlichen Regelungen.
Technische Änderungen im Rahmen der Verbesserung der
Gebrauchseigenschaften und der Weiterentwicklung behalten wir
uns vor.
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Laborofen mit Programmregler P6
Allgemeines
1.4 Urheberschutz
Diese Anleitung ist urheberrechtlich geschützt und ausschließlich
für interne Zwecke bestimmt.
Überlassung der Anleitung an Dritte, Vervielfältigungen in jeglicher
Art und Form – auch auszugsweise – sowie Verwertung und/oder
Mitteilung des Inhaltes sind ohne schriftliche Genehmigung des
Herstellers außer für interne Zwecke nicht gestattet.
Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Weitere
Ansprüche bleiben vorbehalten.
1.5 Ersatzteile
WARNUNG!
Sicherheitsrisiko durch falsche Ersatzteile!
Falsche oder fehlerhafte Ersatzteile können die
Sicherheit beeinträchtigen sowie zu
Beschädigungen, Fehlfunktionen oder Totalausfall
führen.
Deshalb:
– Nur Originalersatzteile des Herstellers
verwenden.
Ersatzteile über Vertragshändler oder direkt beim Hersteller
beziehen (Adresse ð Seite 2).
1.6 Garantiebestimmungen
Die Garantiebestimmungen und AGB sind im Internet einsehbar
und können von dort heruntergeladen werden
(Adresse ð Seite 2).
1.7 Kundendienst
Für technische Auskünfte steht unser Kundendienst zur Verfügung
(Adresse ð Seite 2).
Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter ständig an neuen
Informationen und Erfahrungen interessiert, die sich aus der
Anwendung ergeben und für die Verbesserung unserer Produkte
wertvoll sein können.
1.8 Konformitätserklärung
Die Konformitätserklärung ist im Internet einsehbar und kann von
dort heruntergeladen werden (Adresse ð Seite 2).
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
2 Sicherheit
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über alle wichtigen
Sicherheitsaspekte für einen optimalen Schutz des Personals
sowie für den sicheren und störungsfreien Betrieb.
Die Nichtbeachtung der in dieser Anleitung aufgeführten
Handlungsanweisungen und Sicherheitshinweise kann zu
erheblichen Gefährdungen führen.
2.1 Verantwortung des Betreibers
Das Gerät wird im gewerblichen Bereich eingesetzt. Der Betreiber
des Geräts unterliegt daher den gesetzlichen Pflichten zur
Arbeitssicherheit.
Neben den Arbeitssicherheitshinweisen in dieser Betriebsanleitung
müssen die für den Einsatzbereich des Gerätes gültigen
Sicherheits-, Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften
eingehalten werden. Dabei gilt insbesondere:
n Der Betreiber muss sich über die geltenden Arbeitsschutzbestimmungen informieren und in einer Gefährdungsbeurteilung zusätzlich Gefahren ermitteln, die sich durch die speziellen
Arbeitsbedingungen am Einsatzort des Gerätes ergeben. Diese
muss er in Form von Betriebsanweisungen für den Betrieb des
Gerätes umsetzen.
n Der Betreiber muss die Zuständigkeiten für Installation,
Bedienung, Wartung und Reinigung eindeutig regeln und
festlegen.
n Der Betreiber muss dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter, die mit
dem Gerät umgehen, die Betriebsanleitung gelesen und
verstanden haben.
Darüber hinaus muss er das Personal in regelmäßigen
Abständen schulen und über die Gefahren informieren.
n Der Betreiber muss dem Personal die erforderliche
Schutzausrüstung bereitstellen.
Weiterhin ist der Betreiber dafür verantwortlich, dass das Gerät
stets in technisch einwandfreiem Zustand ist, daher gilt Folgendes:
n Der Betreiber muss dafür sorgen, dass die in dieser
Betriebsanleitung beschriebenen Wartungsintervalle
eingehalten werden.
n Der Betreiber muss alle Sicherheitseinrichtungen regelmäßig
auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit überprüfen lassen.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
2.2 Personalanforderungen
2.2.1 Qualifikationen
WARNUNG!
Verletzungsgefahr bei unzureichender Qualifikation!
Unsachgemäßer Umgang kann zu erheblichen
Personen- und Sachschäden führen.
Deshalb:
– Alle Tätigkeiten nur durch dafür qualifiziertes
Personal durchführen lassen.
In der Betriebsanleitung werden folgende Qualifikationen für
verschiedene Tätigkeitsbereiche benannt.
Personal
n Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
ist aufgrund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und
Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen
in der Lage, die übertragenen Arbeiten auszuführen und
mögliche Gefahren selbstständig zu erkennen und zu
vermeiden.
n Elektrofachkraft
ist aufgrund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und
Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen und
Bestimmungen in der Lage, Arbeiten an elektrischen Anlagen
auszuführen und mögliche Gefahren selbstständig zu erkennen
und zu vermeiden.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
2.3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist ausschließlich für den hier beschriebenen Verwendungszweck konzipiert und konstruiert:
Der Laborofen dient ausschließlich zum Auswachsen und
Vorwärmen von zahntechnischen Gussmuffeln.
WARNUNG!
Gefahr durch nicht bestimmungsgemäße
Verwendung!
Jede über die bestimmungsgemäße Verwendung
hinausgehende und/oder andersartige Benutzung
des Gerätes kann zu gefährlichen Situationen
führen.
Deshalb:
– Das Gerät nur bestimmungsgemäß verwenden.
– Alle Angaben in dieser Betriebsanleitung strikt
einhalten.
– Die rückseitigen Steckdosen sind aus schließlich
für den Anschluss von
l einem Dampfabzugsgebläse,
l einem Katalysator oder
l einer Dunstabzughaube
vorgesehen.
Ansprüche jeglicher Art wegen Schäden aus nicht bestimmungsgemäßer Verwendung sind ausgeschlossen.
Für alle Schäden bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung
haftet allein der Betreiber.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
2.4 Persönliche Schutzausrüstung
Bei der Arbeit ist das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung
erforderlich, um die Gesundheitsgefahren zu minimieren.
n Die für die jeweilige Arbeit notwendige Schutzausrüstung
während der Arbeit stets tragen.
n Im Arbeitsbereich angebrachte Hinweise zur persönlichen
Schutzausrüstung befolgen.
Bei besonderen Arbeiten tragen
Beim Ausführen besonderer Arbeiten ist spezielle Schutzausrüstung erforderlich. Auf diese wird in den einzelnen Kapiteln
dieser Anleitung gesondert hingewiesen. Im Folgenden wird diese
besondere Schutzausrüstung erläutert:
Leichter Atemschutz
zum Schutz vor schädlichen Stäuben.
Schutzhandschuhe
zum Schutz der Hände vor Reibung, Abschürfungen, Einstichen
oder tieferen Verletzungen sowie vor Berührung mit heißen
Oberflächen.
2.5 Besondere Gefahren
n Die hier aufgeführten Sicherheitshinweise und die Warnhinweise in den weiteren Kapiteln dieser Anleitung beachten, um
Gesundheitsgefahren zu reduzieren und gefährliche Situationen
zu vermeiden.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
Elektrischer Strom
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Berührung mit spannungsführenden Teilen
besteht unmittelbare Lebensgefahr. Beschädigung
der Isolation oder einzelner Bauteile kann lebensgefährlich sein.
Deshalb:
– Bei Beschädigungen der Isolation Spannungsversorgung sofort abschalten und Reparatur
veranlassen.
– Arbeiten an der elektrischen Anlage nur von
Elektrofachkräften ausführen lassen.
– Bei allen Arbeiten an der elektrischen Anlage
diese spannungslos schalten und Spannungsfreiheit prüfen.
– Vor Wartungs-, Reinigungs - und Reparaturarbeiten Spannungsversorgung abschalten und
gegen Wiedereinschalten sichern.
– Keine Sicherungen überbrücken oder außer
Betrieb setzen. Beim Auswechseln von
Sicherungen die korrekte Ampere-Zahl
einhalten.
– Feuchtigkeit von spannungsführenden Teilen
fernhalten. Diese kann zum Kurzschluss führen.
Gesundheitsschädigende Dämpfe
VORSICHT!
Gefahr der Gesundheitsschädigung durch
Ausgasungen und Dämpfe im Heizbetrieb!
Beim Erhitzen von Wachsen und Einbettmassen
können sich Wachsdämpfe und Ammoniak in der
Umgebung des Laborofens anreichern.
Deshalb:
– Für ausreichende Lüftung oder Abluftfortleitung
ins Freie sorgen.
– Dampfabzuggebläse DG2 oder Dunstabzugshaube DU1 – DU3/3 mit Luftaus lass ins Freie
einsetzen.
– Katalysator KN1 oder KN2 verwenden.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
Heiße Oberflächen
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen!
Kontakt mit heißen Bauteilen kann Verbrennungen
verursachen.
Deshalb:
– Bei allen Arbeiten in der Nähe von heißen
Bauteilen grundsätzlich Arbeitsschutzkleidung
und Schutzhandschuhe tragen.
– Vor allen Arbeiten sicherstellen, dass alle
Bauteile auf Umgebungstemperatur abgekühlt
sind.
Heiße Werkstücke
WARNUNG!
Verbrennungsgefahr durch heiße Werkstücke!
Werkstücke erreichen im Betrieb hohe Temperaturen und können bei Kontakt Verbrennungen
hervorrufen.
Deshalb:
– Vor dem Umgang mit Werkstücken prüfen, ob
diese heiß sind. Falls erforderlich, abkühlen
lassen.
– Heiße Werkstücke ausschließlich mit
Beschickungszangen handhaben.
Umluftgebläse
VORSICHT!
Verletzungsgefahr durch rotierende Teile!
Das rotierende Flügelrad im Gebläse kann bei
Eingriff Verletzungen verursachen. Das Flügelrad
darf während des Betriebs nicht zugänglich sein.
Deshalb:
– Niemals in das laufende Gebläse greifen.
– Schutzgitter während des Betriebs nicht
entfernen.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
Mineralische Fasern
Die Wärmeisolation des Ofens enthält Teile aus Aluminiumsilikatfaser. Diese Faser ist gemäß EU-Einstufung vom 05.12.1997 als
"krebserregender Stoff nach Kategorie 2 gemäß EU-Direktive
97/69/EG" deklariert. Im Falle starker und langfristiger Staubexposition können nach Ergebnissen aus Tierversuchen Erkrankungen
der Lunge oder des Brustfells in Form von Fibrose oder Krebs ausgelöst werden.
Diese Ergebnisse sind nicht durch Untersuchungen am Menschen
bestätigt. Gesundheitsrisiken sind bei Einhaltung des empfohlenen
Gebrauchs und des gültigen Grenzwertes nicht zu erwarten.
Beispiele für europäische Grenzwerte:
Land
Grenzwert
Quelle
Deutschland 0,5 Fasern/ml
TRGS 900
Frankreich
0,6 Fasern/ml
Circulaire DRT
No. 95-4 du 2.01.95
England
2,0 Fasern/ml
HSE – EH40 –
Maximum Exposure Limit
z
2.6 Verhalten im Gefahrenfall und bei Unfällen
Vorbeugende Maßnahmen
n Stets auf Unfälle oder Feuer vorbereitet sein!
n Erste-Hilfe-Einrichtungen (Verbandkasten, Decken usw.) und
Feuerlöscher griffbereit aufbewahren.
n Personal mit Unfallmelde-, Erste-Hilfe- und
Rettungseinrichtungen vertraut machen.
n Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei halten.
Maßnahmen bei Unfällen
n Not-Aus sofort auslösen.
n Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.
n Personen aus der Gefahrenzone bergen.
n Verantwortlichen am Einsatzort informieren.
n Rettungsdienst alarmieren.
n Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei machen.
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Laborofen mit Programmregler P6
Sicherheit
2.7 Beschilderung
Die folgenden Symbole und Hinweisschilder sind außen am
Ofengehäuse bzw. dem Zusatzlüfter angebracht.
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch unleserliche Symbole!
Im Laufe der Zeit können Aufkleber und Schilder
verschmutzen oder auf andere Weise unkenntlich
werden.
Deshalb:
– Alle Sicherheits-, Warn- und Bedienungshinweise in stets gut lesbarem Zustand halten.
– Beschädigte Schilder oder Aufkleber sofort
erneuern.
Warnhinweis "Heiße Oberfläche" (an der Ofentür)
Heiße Oberflächen sind nicht immer wahrnehmbar.
Vor Handhabung abkühlen lassen, ggf. Schutzhandschuhe
benutzen.
Warnhinweis "Elektrischer Strom"
(am Ofen-Kabeldurchlass, am Ofenadapter für Dunstabzughauben, an Katalysatoren KN, an Zusatzlüfter ZL und Dampfabzuggebläse DG)
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Laborofen mit Programmregler P6
Technische Daten
3 Technische Daten
3.1 Allgemeine Angaben
Ofentyp
KMP6
SLP6
GLP6
BLP6
TLP6
XLP6
Außenmaße:
(B x H x T)
[cm]
40 x 48 x 40
43 x 58 x 45
48 x 58 x 52
54 x 60 x 55
54 x 65 x 55
54 x 70 x 69
40 x 48 x 45
43 x 58 x 51
48 x 58 x 59
54 x 60 x 62
54 x 65 x 62
54 x 70 x 76
Kammerraum: 15 x 10 x 17
(B x H x T)
[cm]
18 x 11 x 19
20 x 11 x 25
25 x 11 x 28
25 x 17 x 28
25 x 22 x 40
Platz für
Gussmuffeln:
4 Stck. (6x)
4 Stck. (9x)
6 Stck. (9x)
9 Stck. (9x)
18 Stck. (9x)
45 Stck. (9x)
max.
Temperatur:
1100 °C
1150 °C
1150 °C
1150 °C
1150 °C
1150 °C
1100 °C
1100 °C
1100 °C
1100 °C
1100 °C
1100 °C
60 Min.
900 °C
60 Min.
800 °C
60 Min.
800 °C
60 Min.
800 °C
60 Min.
800 °C
60 Min.
800 °C
90 Min.
1050 °C
120 Min.
1100 °C
120 Min.
1100 °C
120 Min.
1100 °C
120 Min.
1100 °C
120 Min.
1100 °C
31 kg
55 kg
70 kg
85 kg
96 kg
119 kg
34 kg
63 kg
78 kg
95 kg
104 kg
127 kg
Aufheizzeiten:
Gewicht:
Angabe für Öfen mit Umluftgebläse
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Laborofen mit Programmregler P6
Technische Daten
3.2 Anschlusswerte
Ofentyp
KMP6
SLP6
GLP6
BLP6
TLP6
XLP6
Nennspannung
230 V AC
230 V AC
230 V AC
400 V AC
(2/N)
400 V AC
(2/N)
400 V AC
(2/N)
Frequenz
50 Hz
Zul. Abweichung von der
Nennspannung
± 10 %
max. Leistungsaufnahme
1,6 kW
1,8 kW
2,3 kW
3,5 kW
4,5 kW
6,8 kW
1,6 kW
2,1 kW
2,6 kW
3,7 kW
4,8 kW
7,0 kW
Absicherung (bauseitig)
Anschluss an einen separaten Stromkreis mit Sicherung 16 A, träge.
Schutzart
IP 20 (Gerät ist geschützt vor Eindringen von Fremdkörpern, jedoch nicht
geschützt vor Eindringen von Wasser)
Angabe für Öfen mit Umluftgebläse
3.3 Betriebsbedingungen
Umgebung
Angabe
Wert Einheit
Temperaturbereich
5 – 40 °C
Relative Luftfeuchte, maximal
bis 31 °C: 80 %
bis 40 °C: 50 %
keine Kondensation
Aufstellung
in trockenen Innenräumen
Höhe
Verschmutzungsgrad
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max. 2000 m
2
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Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
3.4 Typenschild
Das Typenschild befindet sich an der rechten Gehäuseseite und
beinhaltet folgende Angaben:
n Hersteller, Herstelleranschrift
n Typenbezeichnung (Type)
Abb. 1: Typenschild Laborofen
n Seriennummer (S/N)
n Netzspannung und -frequenz
n Leistungsaufnahme
n Entsorgungshinweis
n CE-Kennzeichnung
n Herstellungsjahr und -land
Auf dem optional vorhandenen Dampfabzugsgebläse, Katalysator
und/oder Zusatzlüfter befindet sich jeweils ein Typenschild, das
ähnlich wie das am Laborofen angebrachte aufgebaut ist und die
für die Option gültigen Angaben enthält.
4 Aufbau und Funktion
4.1 Übersicht
Abb. 2: Schnittdarstellung des Laborofens
1
2
3
4
20
Regelung
Ofentür
Keramische Einlage
Heizkammer
5
6
7
8
Thermoelement (nicht dargestellt)
Abluftöffnung (nicht dargestellt)
Umluftgebläse (Sonderausstattung)
Wärmeisolierung
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Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.2 Baugruppenbeschreibung
Heizkammer
Die Heizkammer besteht aus einer hochwertigen Keramik, die mit
Heizspiralen gleichmäßig von vier Seiten beheizt wird. Bei der
Type KMP6 sind die Heizspiralen auf Heizmuffeln aufgezogen, bei
den Typen SLP6 bis XLP6 sind diese in Keramikplatten eingearbeitet. Die Heizspiralen sind mit Schamotte abgedeckt. Eine keramische Einlage schützt die Heizmuffel vor Verschmutzung.
Wärmeisolierung
Die Heizkammer ist allseitig von einer keramischen Isolierschicht
umgeben. In der Isolierung befindet sich eine zur Gehäuserückseite durchgeführte Öffnung zur Fortleitung von Abgasen.
Umluftgebläse (Sonderausstattung)
Alle Laboröfen (Typen KMP6 bis XLP6) können zusätzlich mit
einem Umluftgebläse ausgerüstet werden. Dieses verbessert die
Wärmeübertragung auf die Gussmuffeln und somit auch die
Temperaturverteilung innerhalb der Gussmuffeln.
Das Umluftgebläse kann nicht nachgerüstet werden und muss bei
Bestellung mit beauftragt werden.
Ofentür
Die Ofentür ist mit einem keramischen Türstein zur Wärmeisolierung ausgerüstet. Sie wird bei der Type KMP6 nach vorne aufgeklappt, bei den Typen SLP6 bis XLP6 seitlich nach links geöffnet.
Die Ofentür ist mit einem Sicherheitsschalter ausgerüstet, der beim
Öffnen der Tür den Heizstrom unterbricht.
Regelung
Der P6-Regler stellt sicher, dass die gewünschte Solltemperatur in
kürzester Zeit erreicht wird. Die Solltemperatur wird mit einer
Genauigkeit von ± 3 °C gehalten. Ein Fühler mit einem PtRh-PtThermoelement im Inneren der Heizkammer erfasst die Kammertemperatur in der Nähe des Heizgutes. Eine ThermoelementBruchsicherung stellt sicher, dass der Ofen bei einem Fühlerdefekt
nicht überhitzt.
Der P6-Regler ist mit einer Gießzeiteinstellung nach Wochentag
und Uhrzeit ausgestattet. Der Einschaltzeitpunkt wird automatisch
so berechnet, dass der Heizprozess zum gewünschten Zeitpunkt
beendet ist und das Heizgut gussfertig entnommen werden kann.
Betriebsparameter und Heizprogramme werden in einem nichtflüchtigen Speicher abgelegt und bleiben auch bei einem Ausfall
der Stromversorgung erhalten.
Ofengehäuse
2011-02-24
Das lichtgraue (RAL 7035) Ofengehäuse besteht aus korrosionsfestem Edelstahlblech und ist innen und außen kunststoffbeschichtet.
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Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.3 Anschlüsse
Abb. 3: Anschlüsse an der Ofenrückseite
1
2
3
Netzanschluss
Zuleitung Thermoelement
Zuleitung Heizung/Umluftgebläse
(nur bei Öfen mit Umluftgebläse)
4
5
Steckdose "Gebläse"
Steckdose "Dunst."
4.4 Gefahrenbereiche
Gefahrenbereich Ofentür
n Klemmgefahr an Türmechanik und Türspalt
Abb. 4: Klemmbereich Klapp-Ofentür
Abb. 5: Klemmbereich Schwenk -Ofentür
22
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
Gefahrenbereich Ofentür
n Verbrennungsgefahr am Türblatt
Abb. 6: Heiße Oberfläche Ofentür
Gefahrenbereich Umluftgebläse
n Schnitt- und Klemmgefahr am Ventilator in der Heizkammer
Abb. 7: Verletzungsgefahr Umluftventilator
4.5 Bedienelemente
4.5.1 Ofentür
Laborofen Typ KMP6:
Bedienelement Türhebel (Pos. 1)
Abb. 8: Ofentür, Klappmechanismus
Alle anderen Typen:
Bedienelement Türgriff (Pos. 1)
Abb. 9: Ofentür, Schwenkmechanismus
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23
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.5.2 Regelung, Elektronik
Abb. 10: Übersicht Bedienfläche
1
2
3
4
5
Anzeige
Stufen-Tasten
Phasen-LEDs
Zifferntastenblock
Funktionstaste
6
7
8
9
10
Start/Stop-Taste
Netzschalter
Gießzeit-Taste
Speichern-Taste
Laden-Taste
4.5.3 Schalter- und Tastenfunktionen
Netzschalter leuchtet in eingeschaltetem Zustand
(bei Schalterstellung unt en)
Abb. 11: Netzschalter, ausgeschaltet
24
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
Tasten
Taste
Funktion
Zifferntasten 0 – 9
Ziffern eingeben
Taste F
Parameter-Dialog öffnen
Taste Start/Stop
Heizprogramm starten/anhalten
Taste Laden
Heizprogramm aus Speicher laden
Taste Speichern
Heizprogramm in Speicher speichern
Taste Gießzeit
Schaltuhr aktivieren/deaktivieren
Stufen-Tasten S1 – S4
n Bei Bereitschaftsanzeige:
Heizparameter auswählen
n In Dialogen:
dialogabhängige Auswahl
4.5.4 Anzeigefunktionen
Der Aufbau und die Funktionsweise der Anzeige sind ausführlich
im Kapitel Bedienung beschrieben (ð Kapitel Bedienung).
4.6 Lieferumfang
Der Laborofen wird gebrauchsfertig mit
n einer keramischen Einlage,
n einem PtRh-Pt-Thermoelement und
n einem Abzugsrohr
geliefert.
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25
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.7 Optionen
Anstelle des Abzugsrohres kann der Ofen auch mit den folgenden
Optionen zur Abgasfortleitung und -behandlung ausgestattet
werden:
4.7.1 Dampfabzugsgebläse DG2 (Best.-Nr. 7202)
Das Dampfabzugsgebläse DG2 entfernt die beim Vorwärmen frei
werdenden Ofenabgase mittels eines Schneckenventilators aus
der Heizkammer. Dies schont Isolierung und Heizelemente.
Das Dampfabzugsgebläse kann nachträglich installiert werden
(ð Kapitel Installation und Erstinbetriebnahme).
Technische Daten:
Angabe
Nennspannung
Leistungsaufnahme
Gewicht
Abb. 12: Dampfabzugsgebläse DG2
26
Wert Einheit
230 V AC
27 W
2,9 kg
Höhe
48 cm
Tiefe
16 cm
∅ Ansaugrohr
34 mm
∅ Abluftrohr
80 mm
Fördermenge
80 m /h
3
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Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.7.2 Katalysator KN1 (Best.-Nr. 7300)
Der Katalysator entfernt die beim Heizvorgang frei werdenden
Ofenabgase mittels eines Radiallüfters aus der Heizkammer und
spaltet sie anschließend katalytisch auf.
Diese Behandlung der Ofenabgase vermindert die Geruchs belästigung deutlich, insbesondere beim Vorwärmen.
Das Dampfabzugsgebläse kann nachträglich installiert werden
(ð Kapitel Installation und Erstinbetriebnahme).
Den Katalysator unter einer Dunstabzugshaube betreiben, deren
Abluft ins Freie geleitet wird.
Technische Daten:
Angabe
Wert Einheit
Nennspannung
230 V AC
Leistungsaufnahme
650 W
Gewicht
3,5 kg
Höhe
35 cm
Tiefe
14 cm
∅ Ansaugrohr
34 mm
∅ Abluftrohr
120 mm
Fördermenge
160 m /h
3
Abb. 13: Katalysator KN1
Zusatzlüfter ZL1 (Best.-Nr. 73010)
Wenn das Abluftrohr des Katalysators verlängert werden soll,
immer einen Zusatzlüfter auf dem Katalysator installieren.
Mit dem Zusatzlüfter ZL1 kann die Rohrleitung des Katalysators
KN1 (∅ mind. 120 mm) um 3 – 5 m verlängert werden.
Bei der Auslegung der Abluft-Rohrleitung sicherstellen, dass diese
möglichst wenige Strömungshindernisse (z. B. Krümmungen, Klappen) aufweist.
HINWEIS!
Eine unzureichende Zugwirkung der AbluftRohrleitung ist anhand einer deutlichen
Rauchentwicklung an der Ofentür feststellbar.
Abb. 14: Zusatzlüfter ZL1
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27
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.7.3 Katalysator KN2 (Best.-Nr. 7320)
Der Katalysator KN2 bewältigt größere Luftmengen als der
Katalysator KN1 und ist daher speziell für den Einsatz
n bei Verwendung von Speed (Shock-Heat)-Einbettmassen und
n bei großen Laboröfen
vorgesehen.
Ansonsten unterscheidet er sich in der Funktionsweise nicht vom
Katalysator KN1.
Den Katalysator unter einer Dunstabzugshaube betreiben, deren
Abluft ins Freie geleitet wird.
Technische Daten:
Angabe
Wert Einheit
Nennspannung
230 V AC
Leistungsaufnahme
650 W
Gewicht
4,4 kg
Höhe
39 cm
Tiefe
17 cm
∅ Ansaugrohr
34 mm
∅ Abluftrohr
150 mm
Fördermenge
300 m /h
3
Abb. 15: Katalysator KN2
Zusatzlüfter ZL2 (Best.-Nr. 73210)
Wenn das Abluftrohr des Katalysators verlängert werden soll,
immer einen Zusatzlüfter auf dem Katalysator installieren.
Mit dem Zusatzlüfter ZL2 kann die Rohrleitung des Katalysators
KN2 (∅ mind. 150 mm) um 3 – 5 m verlängert werden.
Bei der Auslegung der Abluft-Rohrleitung sicherstellen, dass diese
möglichst wenige Strömungshindernisse (z. B. Krümmungen, Klappen) aufweist.
HINWEIS!
Eine unzureichende Zugwirkung der AbluftRohrleitung ist anhand einer deutlichen
Rauchentwicklung an der Ofentür feststellbar.
Abb. 16: Zusatzlüfter ZL2
28
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Aufbau und Funktion
4.8 Zubehör
MIHM-VOGT Muffelringe:
Extrem hitzefest und zunderfrei, dadurch sehr langlebig.
Größe
Best.-Nr.
1x
1011
3x
1013
6x
1016
9x
1019
Abb. 17: Muffelringe
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29
Laborofen mit Programmregler P6
Transport, Verpackung und Lagerung
5 Transport, Verpackung und Lagerung
5.1 Sicherheitshinweise für den Transport
Unsachgemäßer Transport
VORSICHT!
Beschädigungen durch unsachgemäßen
Transport!
Bei unsachgemäßem Transport können Sachschäden in erheblicher Höhe entstehen.
Deshalb:
– Beim Abladen der Packstücke, bei der Anlieferung sowie beim innerbetrieblichem Transport
vorsichtig vorgehen und die Symbole und
Hinweise auf der Verpackung beachten.
– Verpackungen erst kurz vor der Installation entfernen.
Eigengewicht Ofen
VORSICHT!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäßes
Anheben des Ofens!
Unsachgemäßes Anheben des Ofens kann aufgrund dessen hohen Eigengewichts zu Rückenbeschwerden und Verletzungen führen.
Deshalb:
– Gegebenenfalls zum Anheben des Ofens eine
weitere Person hinzuziehen.
5.2 Symbole auf der Verpackung
Oben
Die Pfeilspitzen des Zeichens kennzeichnen die Oberseite des
Packstückes. Sie müssen immer nach oben weisen, sonst könnte
der Inhalt beschädigt werden.
Zerbrechlich
Kennzeichnet Packstücke mit zerbrechlichem oder empfindlichem
Inhalt.
Das Packstück mit Vorsicht behandeln, nicht fallen lassen und
keinen Stößen aussetzen.
30
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Transport, Verpackung und Lagerung
5.3 Transportinspektion
Die Lieferung bei Erhalt unverzüglich auf Vollständigkeit und
Transportschäden prüfen.
Bei äußerlich erkennbarem Transportschaden wie folgt vorgehen:
n Lieferung nicht oder nur unter Vorbehalt entgegennehmen.
n Schadensumfang auf den Transportunterlagen oder auf dem
Lieferschein des Transporteurs vermerken.
n Reklamation einleiten.
HINWEIS!
Jeden Mangel reklamieren, sobald er erkannt ist.
Schadenersatzansprüche können nur innerhalb der
geltenden Reklamationsfristen geltend gemacht
werden.
5.4 Verpackung
Zur Verpackung
Die einzelnen Packstücke sind entsprechend den zu erwartenden
Transportbedingungen verpackt. Für die Verpackung wurden
ausschließlich umweltfreundliche Materialien verwendet.
Die Verpackung soll die einzelnen Bauteile bis zur Montage vor
Transportschäden, Korrosion und anderen Beschädigungen
schützen. Daher die Verpackung nicht zerstören und erst kurz vor
der Montage entfernen.
Umgang mit Verpackungsmaterialien
Verpackungsmaterial nach den jeweils gültigen gesetzlichen
Bestimmungen und örtlichen Vorschriften entsorgen.
VORSICHT!
Umweltschäden durch falsche Entsorgung!
Verpackungsmaterialien sind wertvolle Rohstoffe
und können in vielen Fällen weiter genutzt oder
sinnvoll aufbereitet und wiederverwertet werden.
Deshalb:
– Verpackungsmaterialien umweltgerecht ent sorgen.
– Die örtlich geltenden Entsorgungsvorschriften
beachten. Gegebenenfalls einen Fachbetrieb
mit der Entsorgung beauftragen.
2011-02-24
31
Laborofen mit Programmregler P6
Transport, Verpackung und Lagerung
5.5 Transport
Transport von Paletten mit dem
Gabelstapler
Packstücke, die auf Paletten befestigt sind, können mit einem
Gabelstapler unter folgenden Bedingungen transportiert werden:
n Der Gabelstapler muss entsprechend dem Gewicht der Transporteinheiten ausgelegt sein.
n Der Fahrer muss zum Fahren des Gabelstaplers berechtigt
sein.
Anschlagen:
Abb. 18: Positionen Gabeln
Lagerung der Packstücke
1.
Den Gabelstapler mit den Gabeln zwischen oder unter die
Holme der Palette fahren.
2.
Die Gabeln so weit einfahren, dass sie auf der Gegenseite
herausragen.
3.
Sicherstellen, dass die Palette bei außermittigem
Schwerpunkt nicht kippen kann.
4.
Das Packstück anheben und den Transport beginnen.
Packstücke unter folgenden Bedingungen lagern:
n Nicht im Freien aufbewahren.
n Trocken und staubfrei lagern.
n Keinen aggressiven Medien aussetzen.
n Vor Sonneneinstrahlung schützen.
n Mechanische Erschütterungen vermeiden.
32
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
6 Installation und Erstinbetriebnahme
Personal
n Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
6.1 Installation
6.1.1 Laborofen installieren
Ofen aufstellen
Den Laborofen auf einer waagerechten Fläche aufstellen.
Sicherstellen, dass die Aufstellfläche des Laborofens eine für das
Eigengewicht des Laborofens ausreichende Tragfähigkeit aufweist.
Betriebsbedingungen beachten (ð Kapitel Technische Daten).
VORSICHT!
Zündgefahr für Gegenstände in der Umgebung
aufgrund hoher Gerätetemperatur!
Auch bei ordnungsgemäßem Betrieb weisen Bauteile des Laborofens hohe Temperaturen auf.
Brennbare, leichtentzündliche und explosive Materialien in der Umgebung können entzündet werden.
Deshalb:
– Sicherstellen, dass Mobiliar und Einrichtungsgegenstände nicht aus brennbaren, leichtentzündlichen oder explosiven Materialien bestehen.
– Im Aufstellungsraum des Laborofens keine
leichtentzündlichen oder brennbaren Gase oder
Flüssigkeiten lagern.
Fortleitung Dämpfe/Gase
2011-02-24
Um eine Anreicherung von Dämpfen und Gasen im Aufstellraum
auszuschließen, den Laborofen mit einem Dampfabzugsgebläse
oder Katalysator ausrüsten und unter einer Abzugshaube
aufstellen (ð Kapitel Dampf abzugsgebläse installieren, Katalysator
installieren, Dunstabzugshaube anschließen).
33
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
Gesundheitsschädigende Dämpfe
VORSICHT!
Gefahr der Gesundheitsschädigung durch
Ausgasungen und Dämpfe im Heizbetrieb!
Beim Erhitzen von Wachsen und Einbettmassen
können sich Wachsdämpfe und Ammoniak in der
Umgebung des Laborofens anreichern.
Deshalb:
– Für ausreichende Lüftung oder Abluftfortleitung
ins Freie sorgen.
– Dampfabzuggebläse DG2 oder Dunstabzugshaube DU1 – DU3/3 mit Luftaus lass ins Freie
einsetzen.
– Katalysator KN1 oder KN2 verwenden.
6.1.2 Dampfabzugsgebläse installieren
1.
Befestigungsschrauben (Pos. 1) vom Abzugsrohr lösen.
2.
Abzugsrohr (Pos. 2) von Gehäuserückwand entnehmen.
3.
Dampfabzugsgebläse (Pos. 1) an Gehäuserückwand
festschrauben.
4.
Zuleitungsstecker des Dampfabzugsgebläses in Steckdose
"Gebläse" (an der Ofenrückseite) stecken.
Abb. 19: Befestigung Abzugsrohr
Abb. 20: Dam pfabzugsgebläse
34
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
6.1.3 Katalysator installieren
Funktionsweise
Als Hauptbestandteil wird beim Erhitzen von Einbettmassen bzw.
Gussmuffeln in der Dentaltechnik Wachsdampf freigesetzt. Der
Katalysator spaltet dieses Gemisch aus verschiedenen organischen Kohlenwasserstoffen überwiegend in Kohlendioxid (CO2)
und Was serdampf (H2O) auf.
Zusätzlich kann bei höheren Temperaturen aus manchen Einbettmassen Ammoniak (NH3) ausgasen. Der Katalysator wandelt diesen in verschiedene Stickoxide (Nx Oy ) um.
WARNUNG!
Vergiftungsgefahr durch katalysierte Abgase!
Stickoxide sind als Gefahrstoffe klassifiziert und im
Gegensatz zu Ammoniak nicht immer als Geruch
wahrnehmbar. Daher besteht Vergiftungsgefahr.
Deshalb:
– Unbedingt sicherstellen, dass mit dem Katalysator behandelte Ofenabgase ins Freie fortgeleitet
werden!
Die erforderlichen Handlungsschritte sind im Folgenden am Beispiel eines Katalysators KN2 dargestellt. Sie gelten sinngemäß
ebenso für die Installation eines Katalysators KN1.
1.
Befestigungsschrauben (Pos. 1) vom Abzugsrohr lösen.
2.
Abzugsrohr (Pos. 2) von Gehäuserückwand entnehmen.
3.
Zwischenstück (Pos. 1) wie abgebildet an der Gehäuserückwand positionieren und festschrauben.
Abb. 21: Befestigung Abzugsrohr
Abb. 22: Zwischenstück
2011-02-24
35
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
4.
Katalysator (Pos. 1) am Zwischenstück positionieren. Dabei
sicherstellen, dass die Befestigungsschraube (Pos. 2)
ausreichend herausgedreht ist.
5.
Befestigungsschraube (Pos. 1) festziehen.
6.
Zuleitungsstecker des Katalysators in Steckdose "Gebläse"
(an der Ofenrückseite) stecken.
Abb. 23: Katalysator positionieren
Abb. 24: Befestigungsschraube
6.1.4 Dunstabzughaube anschließen
HINWEIS!
Die Installation der MIHM-VOGT Dunstabzughauben DU1 – DU3/3 ist in einer separaten
Betriebsanleitung beschrieben.
Wird über dem Laborofen eine Dunstabzughaube betrieben, so
kann diese an die Steckdose "Dunst" angeschlossen werden. Die
Dunstabzughaube wird dann bei eingeschaltetem Ofen vom Ofenregler an- und abgeschaltet.
Ofenadapter
Sollen mehrere Laboröfen eine Dunstabzughaube steuern, ist die
Verwendung eines Ofenadapters erforderlich.
Anschlüsse
ohne Umschalter
mit Umschalter
bis zu 3 Öfen
OA3
(Best.-Nr. 7453)
OA31
(Best.-Nr. 7455)
bis zu 4 Öfen
OA4
(Best.-Nr. 7454)
OA41
(Best.-Nr. 7456)
Abb. 25: Ofenadapter OA31 (beispielhaft)
36
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
An den Ofenadapter OA3 können beispielsweise bis zu 3 Ausgangssteckdosen "Dunst" angeschlossen werden. Sobald einer
der Öfen die Ausgangssteckdose aktiviert, läuft die Dunstabzughaube an.
Die Ofenadapter OA31 und OA41 sind zusätzlich mit einem Schalter ausgestattet, um die Dunstabzughauben unabhängig von den
Öfen einzuschalten.
6.2 Anschließen an die Energieversorgung
Netzanschluss
n Laboröfen Typ KMP6, SLP6 und GLP6
an eine 230 V-Schutzkontakt-Steckdose anschließen.
n Laboröfen Typ BLP6, TLP6 und XLP6
an eine 400 V-CEE-Steckdose anschließen.
Hierbei auf eine sichere Schutzleiterverbindung achten! Die
Schutzkontakte an der Schutzkontakt-Steckdose dürfen nicht
verschmutzt sein..
Anforderungen an elektrischen Anschluss beachten
(ð Anschlusswerte in Kapitel Technische Daten).
2011-02-24
37
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
6.3 Erstinbetriebnahme
6.3.1 Transportsicherung entfernen
1.
Ofentür öffnen.
2.
Transportsicherung (Schaumstoffteil) aus Heizkammer
entnehmen.
3.
Ofentür schließen.
6.3.2 Einbrennen/Erstes Aufheizen
Vor einer ersten Beschickung des Laborofens muss dieser eingebrannt werden, damit sich auf dem Heizdraht eine schützende
Oxidschicht bilden kann.
Dazu den Ofen auf 1050 °C aufheizen und diese Temperatur über
einen Zeitraum von 90 Min. halten (ð Kapitel Bedienung).
6.3.3 Ofenparameter einstellen
Der Laborofen wird werkseitig
n mit gestellter Uhrzeit
n mit Standard-Parametern
ausgeliefert.
Bei der erstmaligen Inbetriebnahme gegebenenfalls die Uhrzeit
und weitere Ofen-Parameter auf eigene Erfordernisse anpassen.
HINWEIS!
Die P6-Regelung nimmt keine automatische
Sommer-/Winterzeitumstellung vor.
Parameter-Modus anwählen und
verlassen
1.
Bereitschaftsbildschirm aktivieren (ð Kapitel Bedienung).
2.
Funktionstaste F drücken (ð Kapitel Aufbau und Funktion).
In der Anzeige erscheint der Parameter-Dialog.
Taste
Funktion
S4
Anzeigesprache ändern (D, GB, I, E, DK, CZ, NL)
S3
Temperatureinheit: °C/°F
S2
Uhrzeitanzeige: 24h-Modus/12h-Modus
S1
Zweite Dialogseite anwählen
Abb. 26: Parameter-Dialog, erste Seite
38
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
Taste
Funktion
S3
Tonsignal ein- und ausschalten
S2
Wochentag, Uhrzeit anpassen (Tag, hh:mm)
S1
Dritte Dialogseite anwählen
Taste
Funktion
S4
Abschalttemperatur Steckdose "Dunst" anpassen
S3
Abschalttemperatur Steckdose "Gebläse" anpassen
S1
Parameter-Dialog verlassen
Abb. 27: Parameter-Dialog, zweite Seite
Abb. 28: Parameter-Dialog, dritte Seite
3.
Parameter mit Taste S1 – S4 anwählen und ändern.
4.
Ggf. Zahlenwerte über Ziffernblock eingeben.
5.
Parameter-Dialog nach Anpassung der Parameter verlassen.
6.3.4 Korrekturprogramm ausführen
Bei der Berechnung der Programm-Startzeit (ð Kapitel Programmierung) nimmt der Regler einen Netzspannungsmittelwert von
230 V bzw. 400 V an. Aufgrund örtlicher Begebenheiten kann der
Spannungswert hiervon abweichen. Dies kann zu fehlerhaften
Zeitberechnungen des Reglers führen. Das Korrekturprogramm
kompensiert diese Abweichungen.
Treten beim Betrieb des Laborofens größere Zeitabweichungen
auf (> 30 Minuten), Korrekturprogramm wie folgt ausführen:
2011-02-24
1.
Programm "00" laden (ð Kapitel Bedienung).
2.
Programm "00" starten (ð Kapitel Bedienung) und vollständig
ablaufen lassen.
39
Laborofen mit Programmregler P6
Installation und Erstinbetriebnahme
VORSICHT!
Gefahr von Fehlfunktionen durch ungültige
Reglerparameter bei vorzeitigem Abbruch des
Korrekturprogramms!
Das Korrekturprogramm benötigt einen Zeitraum
von ca. 8 Stunden und darf nicht im Ablauf unterbrochen werden. Bei vorzeitigem Abbruch des
Korrekturprogramms können ungültige Reglerparameter gespeichert werden.
Deshalb:
– Korrekturprogramm vollständig ablaufen lassen.
– Bei vorzeitigem Abbruch des Korrekturprogramms den unten beschrieben Regler-Reset
durchführen.
Regler-Reset ausführen
Nach einem vorzeitigem Abbruch des Korrekturprogramms ReglerReset wie folgt ausführen:
1.
Bereitschaftsbildschirm aktivieren (ð Kapitel Bedienung).
2.
Funktionstaste F drücken (ð Kapitel Aufbau und Funktion).
3.
Code für Reset über Ziffernblock eingeben:
n für Typ KMP6: 8540
n für alle anderen Typen: 8550
Unmittelbar nach Eingabe des gültigen Codes springt die Anzeige
zurück zum Bereitschaftsbildschirm.
Nach Eingabe eines ungültigen Codes gibt der Regler einen
Piepton ab. In diesem Fall Regler-Reset wiederholen.
40
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
7 Bedienung
7.1 Sicherheit
Personal
Grundlegendes
n Laborfachkraft, ausgebildeter Zahntechniker
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäße
Bedienung!
Unsachgemäße Bedienung kann zu schweren
Personen- oder Sachschäden führen.
Deshalb:
– Alle Bedienschritte gemäß den Angaben dieser
Betriebsanleitung durchführen.
– Vor Beginn der Arbeiten sicherstellen, dass alle
Abdeckungen und Sicherheitseinrichtungen
installiert sind und ordnungsgemäß
funktionieren.
– Niemals Sicherheitseinrichtungen während des
Betriebes außer Kraft setzen.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch heiße Oberfläche an
der Ofentür!
Bei normalem Betrieb kann die Oberflächentemperatur an der Ofentür 60 °C überschreiten.
Auch ein ausgeschalteter Ofen kann aus einem
vorangegangenen Heizvorgang eine hohe Restwärme aufweisen.
Deshalb:
– Die Ofentür ausschließlich mit dem dafür aus gewiesenen Hebel/Griff öffnen.
– Ausreichend wärmeisolierte Schutzhandschuhe
verwenden.
2011-02-24
41
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
Heizkammer
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen
in der Heizkammer!
Auch ein ausgeschalteter Ofen kann von einem
vorangegangenen Heizvorgang eine hohe Restwärme aufweisen.
Deshalb:
– Zum Einstellen und Entnehmen von Brenngut
grundsätzlich ausreichend lange Beschickungszangen verwenden.
– Ausreichend wärmeisolierte Schutzhandschuhe
verwenden.
VORSICHT!
Beschädigungsgefahr für Türfüllung durch
unsachgemäße Handhabung!
Die Keramik der Türfüllung ist stark porös und
daher empfindlich gegen Kratzer und Schläge.
Deshalb:
– Die Türfüllung stets achtsam behandeln.
– Berührung mit Gussmuffeln und Beschickungszangen vermeiden.
Funkenüberschlag
VORSICHT!
Beschädigungsgefahr für Reglerelektronik
durch Funkenüberschlag!
Im Heizbetrieb besteht die Gefahr, dass bei zu geringem Abstand zwischen metallischen Gegenständen und den Heizkammerwänden Potentialentladungen stattfinden. Diese können die Reglerelektronik des Ofens irreparabel schädigen.
Deshalb:
– Sicherstellen, dass metallische Gegenstände
die Kammerwände nicht berühren.
42
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
7.2 Ofen beschicken
1.
Ofentür öffnen.
2.
Boden der Heizkammer mit keramischer MIHM -VOGT Einlage
auslegen.
HINWEIS!
Grundsätzlich eine keramische Einlage verwenden,
um den Heizkammerboden vor Verschmutzung zu
schützen.
Abb. 29: Keramische Einlage
3.
Gussmuffeln so in der Heizkammer verteilen, dass sie die
Heizkammerwände nicht berühren.
4.
Ofentür schließen.
7.3 Ofen einschalten
Hauptschalter betätigen.
Die Netzkontrollleuchte im Hauptschalter leuchtet auf.
Nach wenigen Sekunden stellt die Anzeige im Bereitschaftsbildschirm das vor dem letzten Ausschalten ausgewählte Heizprogramm dar.
Bei erstmaliger Inbetriebnahme ist dies Programm P01.
Die Anzeige ist folgendermaßen aufgebaut:
Abb. 30: Bereitschaftsbildschirm
Heizparameter Stufe 4
Status (BEREIT), Programm-Nr. (P01)
Heizparameter Stufe 3
Ofentemperatur (aktuell)
Heizparameter Stufe 2
Wochentag, Uhrzeit (aktuell)
Heizparameter Stufe 1
Voraussichtl. Fertigstellungszeitpunkt
7.4 Programmieren
Die P6-Regelung bietet die Möglichkeit, das Aufheizen des Laborofens in 1 – 4 Heizstufen als Heizprogramm festzulegen. Innerhalb
eines Heizprogramms kann aufgeheizt oder abgekühlt werden.
2011-02-24
43
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
Erste Heizstufe:
1.
Taste S1 drücken. Der Cursor blinkt in der Spalte "°C/min".
Heizparameter einstellen
2.
Aufheizgeschwindigkeit über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Bei Auswahl von "0" heizt der Ofen mit der
maximalen Aufheizgeschwindigkeit (> 9 °C/min)
nichtlinear an.
Nach der Eingabe springt der Cursor automatisch in die Spalte
"°C" und blinkt dort.
Abb. 31: Aufheizgeschwindigkeit eingeben
HINWEIS!
Wird innerhalb von ca. einer Minute keine Eingabe
vorgenommen, springt die Anzeige automatisch
zurück zur Bereitschaftsanzeige.
In diesem Fall Eingabe erneut beginnen.
3.
Temperatur über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Maximale Temperatur: 1150 °C.
Eingabe höherer Temperaturen beendet die
Eingabe. In diesem Fall die gesamte Eingabe
wiederholen.
Abb. 32: Temperatur eingeben
Nach Eingabe einer vierstelligen Temperatur springt der Cursor
automatisch in die Spalte "min" und blinkt dort. Sind weniger
Stellen eingegeben worden, Taste S1 einmal kurz drücken.
4.
Haltezeit über Zifferntastenblock eingeben.
HINWEIS!
Maximale Haltezeit: 99 Minuten.
Bei Auswahl von "0" hält der Ofen die Temperatur,
bis das Programm vom Nutzer beendet wird.
Abb. 33: Haltezeit eingeben
Mit Eingabe aller drei Heizparameter ist eine Heizstufe festgelegt.
Weitere Heizstufen
44
Mit den Tasten S2 – S4 können bis zu drei weitere Heizstufen festgelegt werden. Dazu Handlungsschritte 1 – 4 entsprechend für
weitere Stufen ausführen.
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
HINWEIS!
Bei nicht benötigten Stufen sicherstellen, dass alle
Heizparameter auf "0" gesetzt sind.
Wird Stufe 4 (S4) als letzte Heizstufe eingesetzt, so
muss für diese eine gültige Temperatur eingegeben werden.
7.5 Programm speichern
Die P6-Regelung kann bis zu 70 unterschiedliche Heizprogramme
speichern.
Gespeicherte Heizprogramme bleiben auch nach dem Ausschalten
des Laborofens erhalten.
Ein Programm wird immer unter der Programmnummer
abgespeichert, unter der es vorher geladen worden ist.
1.
Taste Speichern drücken.
Die Anzeige springt zum Speichern-Dialog um.
2.
Zum Speichern Taste S2 drücken oder
3.
Zum Abbrechen Taste S1 drücken.
Abb. 34: Speichern-Dialog
Nach Bestätigung oder Abbruch des Speichervorgangs springt die
Anzeige vom Speichern-Dialog zurück zum Bereitschaftsbildschirm.
Kommentar eingeben
Abb. 35: Kommentareingabe
2011-02-24
Um Programme eindeutig zu kennzeichnen, kann einem
Heizprogramm ein bis zu 19 Zeichen langer Kommentar
zugewiesen werden. Dies erleichtert das Auffinden eines
gewünschten Heizprogramms, wenn eine größere Anzahl von
Programmen im Speicher der Regelung abgelegt ist.
1.
Im aktivierten Speichern-Dialog (ð Abb. 34: SpeichernDialog) Taste F mehrmals drücken.
An der Cursormarke erscheinen nacheinander die
Buchstaben "A", "B", … usw. Nach Erreichen des Buchstabens "Z" beginnt die Buchstabenauswahl erneut bei "A".
Zifferntaste drücken, um eine Ziffer einzugeben.
2.
Gewünschten Buchstaben mit Taste F auswählen. Der Cursor
springt mit Taste S3 eine Stelle weiter.
3.
Buchstaben- und Ziffernauswahl wiederholen, bis der
gewünschte Kommentar fertig erstellt ist
(hier beispielhaft: "LINEAR AUFHEIZEN").
4.
Heizprogramm speichern wie oben beschrieben.
45
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
7.6 Programm laden
Der Bereitschaftsbildschirm stellt immer die Stufen und Heizparameter des aktuell geladenen Programms dar.
Um die Stufen und Parameter eines bestehenden Heizprogramms
anzuzeigen und einzustellen, muss es zuvor aus dem Speicher geladen werden.
HINWEIS!
Um ein neues Heizprogramm anzulegen und
später zu speichern, immer zuerst eine freie
Programmnummer laden.
1.
Taste Laden drücken. Die Anzeige springt zum Laden-Dialog
um.
2.
Programmnummer über Zifferntastenblock eingeben.
3.
Zum Laden Taste S2 drücken oder
4.
Zum Abbrechen Taste S1 drücken.
Abb. 36: Laden-Dialog
Nach Bestätigung oder Abbruch des Ladevorgangs springt die
Anzeige vom Laden-Dialog zurück zum Bereitschaftsbildschirm.
7.7 Programm starten und anhalten
Um ein geladenes Programm zu starten, folgendermaßen
vorgehen:
1.
Zum Starten des Heizprogramms Taste Start/Stop drücken.
Die Status-Anzeige wechselt von "BEREIT" auf "ABLAUF".
Abb. 37: Anzeige Ablauf
46
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
Die blinkenden und leuchtenden LEDs in der Stufenanzeige stellen
den Prozessablauf des Heizprogramms zusätzlich visuell dar:
n LED blinkt:
Ofen heizt
n LED leuchtet: Heizstufe ist erreicht
Abb. 38: Stufen-Anzeige
2.
Zum Anhalten des Heizprogramms Taste Start/Stop erneut
drücken. Die Status-Anzeige wechselt von "ABLAUF" auf
"BEREIT".
Erneutes Drücken der Taste Start/Stop startet das Heizprogramm neu.
7.8 Programm automatisch starten
Der Ofen kann über eine integrierte Zeitschaltuhr automatisch so
eingeschaltet werden, dass das aktuell geladene Heizprogramm zu
einem vorgegebenen Fertigstellungszeitpunkt beendet ist.
Mit der Zeitschaltuhr wird der Fertigstellungszeitpunkt durch
Wochentag und Uhrzeit festgelegt.
1.
Programm auswählen
(ð Abschnitt Programm laden).
2.
Zeitschaltuhr mit Taste Gießzeit aktivieren. Die Anzeige
springt vom Bereitschaftsbildschirm in den Autostart-Dialog
um.
HINWEIS!
Der Laborofen befindet sich bei aktivierter
Zeitschaltuhr (Autostart-Dialog geöffnet) in einem
Wartezustand, bis
n die Zeitschaltuhr mit Taste Gießzeit deaktiviert
wird oder
n die Zeitschaltuhr das Heizprogramm startet.
2011-02-24
47
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
Aufbau der Anzeige:
Status (AUTOST), Programm-Nr. (P01)
Ofentemperatur (aktuell)
Wochentag, Uhrzeit (aktuell)
Abb. 39: Autostart-Dialog
Einschaltzeitpunkt
(von Regler errechnet)
Wochentag, Uhrzeit
(gewählter Fertigstellungszeitpunkt)
3.
Taste S1 drücken. Der Cursor springt in das Feld zur
Festlegung des Fertigstellungszeitpunktes.
4.
Wochentag (Mo = 1, Di = 2, …) über Zifferntastenblock
eingeben.
5.
Uhrzeit (hh:mm) über Zifferntastenblock eingeben.
Abb. 40: Wochentag, Uhrzeit festlegen
Die Zeitschaltuhr des Laborofens ist hiermit aktiviert und
programmiert. Die Zeitschaltuhr beginnt das Heizprogramm
automatisch am errechneten Einschaltzeitpunkt
(in Abb. 40 beispielhaft: Donnerstag, 7:55 Uhr).
7.9 Temperaturfortschaltung
Im Ofen können Gussmuffeln unmittelbar nacheinander auf
unterschiedliche Endtemperaturen aufgeheizt werden
(Endtemperatur A und höhere Endtemperatur B).
Dies entspricht einer nachträglich zugeschalteten Temperaturstufe
(Wahlstufe).
HINWEIS!
Das laufende Heizprogramm darf hierbei nicht mit
der Taste Start/Stop unterbrochen werden.
Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
Die gespeicherten Programmwerte bleiben unverändert.
Zur Nutzung der Temperaturfortschaltung wie folgt vorgehen:
48
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
1.
Laborofen gleichzeitig mit Gussmuffeln für Endtemperatur A
und Endtemperatur B beschicken.
2.
Heizprogramm erstellen, in dem in der letzten Stufe
Endtemperatur A erreicht wird
(ð Abschnitt Heizprogramm erstellen).
3.
Gussmuffeln mit Endtemperatur A nach Ende des
Heizprogramms mit Beschickungszangen aus der
Heizkammer entnehmen.
4.
Zugehörige Stufen-Taste (ð Abbildung) drücken, um die
Endtemperatur B der jeweils letzten Heizstufe einzugeben.
Das Heizprogramm wiederholt nach der Temperatureingabe
die letzte Stufe mit der neuen Endtemperatur B.
5.
Gussmuffeln mit Endtemperatur B nach Ende des
Heizprogramms mit Beschickungszangen aus der
Heizkammer entnehmen.
6.
Vorgang bei Bedarf mit weiter erhöhter Endtemperatur
wiederholen.
Abb. 41: Stufen-Tasten
7.9.1 Abkühlfunktion
Nach Programmende kann ein an den Laborofen angeschlossenes
Gebläse (Dampfabzugsgebläse, Katalysator, Umluftgebläse)
genutzt werden, um die Abkühlung des Ofens zu beschleunigen.
Dazu wie folgt vorgehen:
2011-02-24
1.
Laborofen nach Ende des Heizprogramms eingeschaltet
lassen.
2.
Ofentür öffen.
3.
Zum Einschalten eines vorhandenen Umluftgebläses Taste
S1 drücken.
4.
Zum Einschalten eines vorhandenen Dampfabzugsgebläses
oder Katalysators Taste S2 drücken.
5.
Zum Ausschalten des jeweiligen Gebläses Taste S1 bzw. S2
nochmals drücken.
49
Laborofen mit Programmregler P6
Bedienung
7.10 Steuerung von Dunstabzughaube/Dampfabzugsgebläse/Katalysator bei
Shock-Heat-Einbettmassen
Beim Aufheizen von Shock-Heat-Einbettmassen (Schnellgusseinbettmassen) ist es vorteilhaft, wenn eine Dunstabzughaube
und/oder einDampfabzugsgebläse während des gesamten
Programms permanent laufen. Insbesondere bei der Verwendung
eine Katalysators wird so gewährleistet, dass dieser seine optimale
Betriebstemperatur erreicht. Dies stellt eine möglichst vollständige
Aufspaltung der Ofenabgase im Katalysator sicher.
Zum Aktivieren der Shock-Heat-Funktion beim Programmieren wie
folgt vorgehen:
1.
Programmier-Modus aktivieren
(ð Abschnitt Programmieren).
1.
Heizprogramm für Shock-Heat -Einbettmassen erstellen:
n Aufheizgeschwindigkeit = 0
n Temperatur laut Angabe des Einbettmassen-Herstellers
n Haltezeit = 0
2.
Shock-Heat-Funktion mit Taste S4 aktivieren.
Die Anzeige "SH" erscheint rechts oben in der Anzeige.
HINWEIS!
Erneuter Druck auf Taste S4 deaktiviert die ShockHeat -Funktion wieder.
7.11 Ausschalten
n Zum Ausschalten des Ofens den Hauptschalter betätigen.
Die Netzkontrollleuchte im Hauptschalter erlischt.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des
Laborofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die
Heizkammer eine beträchtliche Restwärme
aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an den
Heizkammerwänden und der Ofentür.
Deshalb:
– Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser
ausreichend abgekühlt ist. Der Ofen benötigt
mindestens 12 Stunden, um von Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
50
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Störungen
8 Störungen
Im folgenden Kapitel sind mögliche Ursachen für Störungen und
die Arbeiten zur ihrer Beseitigung beschrieben.
Bei Störungen, die durch die nachfolgenden Hinweise nicht zu
beheben sind, den Hersteller kontaktieren
(ð Service-Adresse, S. 2).
8.1 Sicherheit
Personal
n Einige der hier beschriebenen Arbeiten zur Störungs beseitigung können, soweit nicht anders gekennzeichnet, durch den
Bediener ausgeführt werden.
n Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen grundsätzlich nur
von Elektrofachkräften ausgeführt werden.
n Einige Arbeiten dürfen ausschließlich durch den Service von
MIHM-VOGT ausgeführt werden. Darauf wird bei der
Beschreibung der einzelnen Störungen gesondert hingewiesen.
Persönliche Schutzausrüstung
HINWEIS!
Auf Schutzausrüstung, die bei bestimmten Arbeiten
zu tragen ist, wird in den Warnhinweisen dieses
Kapitels gesondert hingewiesen.
Elektrische Anlage
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Kontakt mit spannungsführenden Baugruppen
besteht Lebensgefahr.
Deshalb:
– Vor Beginn aller Arbeiten elektrische Versorgung abschalten und den Netzstecker ziehen.
2011-02-24
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Laborofen mit Programmregler P6
Störungen
Restwärme
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des
Ofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die
Heizkammer eine beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an den Heizkammerwänden und der Ofentür.
Deshalb:
– Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser
ausreichend abgekühlt ist. Der Ofen benötigt
mindestens 12 Stunden, um von Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
8.2 Störungsanzeigen
Folgende Einrichtungen zeigen Störungen an:
Anzeige
Die Anzeige stellt bei Störungen der Elektronik Fehlermeldungen
im Klartext dar. Diese sind in der Störungstabelle aufgelistet.
8.3 Störungstabelle
Störung
Ursache
Fehlerbehebung
Behebung
durch
Falsche Uhrzeit
Uhrzeit im Regler falsch
gespeichert
Uhrzeit korrekt einstellen
(ð Kapitel
Erstinbetriebnahme).
Bediener
Ofen startet nicht
automatisch
Stromausfall/Unterbrechung
der Stromzufuhr
Netzanschluss auf Unterbrechungs freiheit überprüfen. Ggf.
Elektrofachkraft verständigen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet,
beim Einschalten leuchten die Stufen-LEDs
nicht auf
defekte Schutzsicherung
Ofen ausschalten, 10
Sekunden warten, erneut
einschalten. Bei wiederholter
Fehlfunktion Service
verständigen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet nicht
keine Netzspannung
vorhanden
Bauseitige Sicherungen
überprüfen, Anschlussleitung
überprüfen. Ggf.
Elektrofachkraft verständigen.
52
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Störungen
Störung
Ursache
Fehlerbehebung
Anzeige: "Sicherheitsabschaltung"
Ofentemperatur beträgt
über 1200 °C
Ofen ausschalten und
abkühlen lassen. Bei
wiederholtem Auftreten der
Störung Service verständigen.
Stücke aus Tü rstein
ausgebrochen, sonstige
Beschädigung des
Türsteins
Unsachgemäße
Behandlung des Türsteins
Türstein auswechseln.
Anzeige:
"Sensor + <-> -"
Ofeninnenraum ist deutlich
kälter als Raumtemperatur
Ofentür öffnen, um Kammerinnenraum Raumtemperatur annehmen zu lassen.
Thermoelement falsch
angeschlossen/verpolt
Thermoelement-Anschlüsse
wechseln.
defektes Thermoelement
Thermoelement austauschen.
lockere Thermoelement Anschlüsse
Thermoelement-Anschlüsse
nachschrauben.
Umluftgebläse läuft nicht
oder erzeugt
ungewöhnliche Geräusche
Gebläsemotor oder
Wellenlager defekt
Umluftgebläse austauschen.
Heizprogramme und
Uhrzeit werden nicht
dauerhaft gespeichert
defekter Regler
Regler austauschen.
Keine Anzeige, Netzkontrollleuchte leuchtet,
beim Einschalten leuchten die Stufen-LEDs kurz
auf
defekte Anzeige
Regler austauschen.
Stufen-LED blinkt, Ofen
heizt jedoch nicht
defekte Heizung
Heizung auf Durchgang
prüfen.
Heizkammer austauschen.
defektes Leistungsteil
(bei Type BLP6, TLP6,
XLP6)
Leistungsteil austauschen.
Türendschalter klemmt oder
ist defekt
Sichtprüfung am Türschalter.
Service verständigen.
Anzeige: "Sensorbruch"
Anzeige: "Tür auf",
obwohl Ofentür
geschlossen ist
2011-02-24
Behebung
durch
Elektrofachkraft,
Service MIHMVOGT
Service MIHMVOGT
53
Laborofen mit Programmregler P6
Störungen
8.4 Systeminformationen zur Fehlerdiagnose
n Ausführung durch Bediener
Bei Störungen der Reglerelektronik und Unregelmäßigkeiten in der
Reglersoftware ist die Verständigung des Service erforderlich
(ð Störungstabelle).
Der Service benötigt zur näheren Fehlerdiagnose genaue Systeminformationen und wird diese beim Anwender abfragen:
n Seriennummer
n Hardware-Version
n Software-Version
Systeminformationen wie folgt abrufen:
54
1.
Ofen mit Netzschalter einschalten.
Es erscheinen für ca. 3 Sekunden Zahlenwerte und/oder
Texte in der Anzeige.
2.
Diese Angaben notieren und dem Service miteilen.
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Wartung
9 Wartung
9.1 Sicherheit
Personal
Restwärme
n Die hier beschriebenen Wartungsarbeiten können durch den
Bediener ausgeführt werden.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des
Ofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die
Heizkammer eine beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an den Heizkammerwänden und der Ofentür.
Deshalb:
– Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser
ausreichend abgekühlt ist. Der Ofen benötigt
mindestens 12 Stunden, um von Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
Elektrische Anlage
GEFAHR!
Lebensgefahr durch elektrischen Strom!
Bei Kontakt mit spannungsführenden Baugruppen
besteht Lebensgefahr.
Deshalb:
– Vor Beginn aller Arbeiten elektrische Versorgung abschalten und den Netzstecker ziehen.
2011-02-24
55
Laborofen mit Programmregler P6
Wartung
9.2 Wartungsplan
In den nachstehenden Abschnitten sind die Wartungsarbeiten
beschrieben, die für einen optimalen und störungsfreien Betrieb
erforderlich sind.
Sofern bei regelmäßigen Kontrollen eine erhöhte Abnutzung zu
erkennen ist, die erforderlichen Wartungsintervalle entsprechend
den tatsächlichen Verschleiß erscheinungen verkürzen.
Bei Fragen zu Wartungsarbeiten und -intervallen den Hersteller
kontaktieren, siehe Service-Adresse auf Seite 2.
Intervall
Wartungsarbeit
Auszuführen durch
täglich
Heizkammer reinigen
Bediener
in den ersten drei Betriebsmonaten 14-täglich
Ofen leer aufheizen
Bediener
nach den ersten drei Betriebsmonaten monatlich
Ofen leer aufheizen
Bediener
9.3 Wartungsarbeiten
9.3.1 Ofen reinigen
n Die Heizkammer immer sauber halten. Aschereste und sonstige
Fremdkörper regelmäßig mit einer weichen Bürste aus der
Heizkammer entfernen.
9.3.2 Ofen leer aufheizen
n Den unbeschickten Ofen über einen Zeitraum von 90 Minuten
auf 1050 °C aufheizen.
HINWEIS!
Dieser Vorgang dient dem Erhalt einer
schützenden Oxidschicht auf dem Heizdraht.
Zusätzlich werden eventuell vorhandene Wachsrückstände aus der Heizkammer entfernt.
56
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Demontage und Entsorgung
10 Demontage und Entsorgung
Nach dem Gebrauchsende das Gerät demontieren und einer
umweltgerechten Entsorgung zuführen.
10.1 Sicherheit
Personal
Restwärme
n Die hier beschriebenen Demontagearbeiten können durch den
Bediener ausgeführt werden.
VORSICHT!
Verbrennungsgefahr durch Restwärme des
Ofens!
Auch bei einem ausgeschalteten Ofen kann die
Heizkammer eine beträchtliche Restwärme aufweisen. Es besteht Verbrennungsgefahr an den Heizkammerwänden und der Ofentür.
Deshalb:
– Vor Arbeiten am Ofen sicherstellen, dass dieser
ausreichend abgekühlt ist. Der Ofen benötigt
mindestens 12 Stunden, um von Maximaltemperatur auf annähernd Zimmertemperatur
abzukühlen.
10.2 Demontage
Zur Demontage des Laborofens:
n Laborofen ausschalten und vom Netz trennen.
n Sämtliche Anschlüsse, soweit belegt, vom Laborofen lösen:
l Dampfabzugsgebläse/Katalysator
l Dunstabzugshaube
l Abluft -Rohrstrecke
2011-02-24
57
Laborofen mit Programmregler P6
Demontage und Entsorgung
10.3 Entsorgung
Der Laborofen nebst Optionen ist gemäß der Elektrogeräteverordnung als Medizinprodukt eingestuft und darf nicht dem Hausmüll
zugeführt werden.
VORSICHT!
Umweltschäden bei falscher Entsorgung!
Sämtliche Bestandteile des Laborofens unterliegen
der Sondermüllbehandlung und dürfen nur von
zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden.
Die örtliche Kommunalbehörde oder spezielle Entsorgungs-Fachbetriebe geben Auskunft zur vorschriftsmäßigen und umweltgerechten Entsorgung.
58
2011-02-24
Laborofen mit Programmregler P6
Index
11 Index
A
H
Adresse............................................................ 9
Haftung............................................................ 8
Anschließen.................................................... 37
I
Anschluss
Installation...................................................... 33
Anschlusswerte ........................................... 19
Dampfabzugsgebläse .................................. 34
Dunstabzughaube........................................ 36
Katalysator.................................................. 35
Anschlüsse..................................................... 22
Laborofen ................................................... 33
Ansprechpartner ............................................... 9
K
Anzeige .......................................................... 52
Konformitätserklärung ....................................... 9
Aufbau ........................................................... 20
Kundendienst ................................................... 9
Aufkleber ........................................................ 17
L
Ausschalten.................................................... 50
Laborfachkraft ................................................ 11
B
Lagerung................................................... 30, 32
Baugruppen.................................................... 21
Lieferumfang .................................................. 25
Bedienelemente.............................................. 23
O
Bedienung...................................................... 41
Oberflächen, heiße ......................................... 15
Betriebsbedingungen ...................................... 19
Optionen ........................................................ 26
D
P
Dämpfe .....................................................14, 34
Personal
Demontage..................................................... 57
Anforderungen ............................................ 11
E
Störungen................................................... 51
Elektrischer Strom........................................... 14
Wartung ................................................. 55, 57
Elektrofachkraft ............................................... 11
S
Entsorgung ................................................57, 58
Schilder.......................................................... 17
Ersatzteile ........................................................ 9
Schutzausrüstung........................................... 13
Erste Hilfe ...................................................... 16
Atemschutz, leicht ....................................... 13
Erstinbetriebnahme......................................... 38
Schutzhandschuhe ...................................... 13
F
Störungen................................................... 51
Feuer ............................................................. 16
Service............................................................. 9
G
Sicherheit
Garantie ........................................................... 9
allgemein .................................................... 10
Gefahren........................................................ 13
Störungen ...................................................... 51
Gefahrenbereiche ........................................... 22
Störungsanzeigen ....................................... 52
Gefahrenzone................................................. 16
Störungstabelle .............................................. 52
Symbole
2011-02-24
59
Laborofen mit Programmregler P6
Index
auf der Verpackung ......................................30
Unfall.............................................................. 16
im Gefahrenbereich......................................17
Urheberschutz ..................................................9
in der Anleitung............................................. 7
V
Systeminformationen .......................................54
Verpackung .............................................. 30, 31
T
Verwendungszweck ........................................ 12
Technische Daten ...........................................18
W
Transport .................................................. 30, 32
Wartung
Gabelstapler ................................................32
Wartungsarbeiten......................................... 56
Transportinspektion .........................................31
Wartungsplan .............................................. 56
Typenschild.....................................................20
Z
U
Zahntechniker................................................. 11
Übersicht ........................................................20
Zubehör.......................................................... 29
Umluftgebläse .................................................15
60
2011-02-24
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