Technische Richtlinien der Messe Frankfurt

Technische Richtlinien der Messe Frankfurt
Technische Richtlinien
Technische Richtlinien 08/09/2015
Stand: 01.01.2016
1
Technische Richtlinien
Inhaltsverzeichnis
○
Die gekennzeichneten Punkte enthalten aktuelle Änderungen.
Seite
○ 1.Vorbemerkungen
1.1Hausordnung
1.2Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
1.2.2.Veranstaltungslaufzeit
2.Verkehr im Messegelände,
Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen 2.1
Verkehrsordnung, Parkkarten 2.2 Rettungswege 2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen,
Hydranten 2.2.2 Notausgänge, Notausstiege,
Hallengänge 2.3 Sicherheitseinrichtungen 2.4 Standnummerierung 2.5 Bewachung 2.6Notfallräumung
4
5
6
6
6
7
7
7
7
7
8
8
8
9
○
3.Technische Daten und
Ausstattung der Hallen und
des Freigeländes 10
3.1 Hallendaten 10
3.1.1 Allgemeine Beleuchtung, Stromart,
Spannung 10
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung 10
3.1.3 Kommunikationseinrichtungen 10
3.1.4 Sprinkleranlagen 10
3.1.5 Heizung, Lüftung 10
3.1.6 Störungen 10
3.1.7 Standklimatisierung 10
3.2 Freigelände 11
3.3 Durchfahrtshöhen 11
○
○
○
4. Standbaubestimmungen 12
4.1 Standsicherheit 12
4.2 Standbaugenehmigung 12
4.2.1 Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger
Aufbauten 12
4.2.2 Fahrzeuge und Container 13
4.2.3 Änderung nicht vorschriftgemäßer
Standbauten 13
4.2.4. Haftungsumfang 13
4.3 Bauhöhen 13
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
14
4.4.1 Brandschutz 14
Allgemeines / Flächenangaben 15
Geschlossene Deckenflächen 16
Standbaumaterialien, Treppen 16
Flucht- und Rettungswege
16
○
Seite
Flucht- und Rettungswegkennzeichnung
16
Wandhydranten
16
Feuerlöscher
16
Brandmeldeanlage
16
Akustische/Optische
Alarmierung
16
Rauchableitung
16
Sprinklerung
16
4.4.1.1Standbau- und Dekorationsmaterialien19
4.4.1.2Ausstellung von Kraftfahr
zeugen auf Messeständen
19
4.4.1.3 Explosionsgefährliche Stoffe
20
4.4.1.4Pyrotechnik
20
4.4.1.5Ballone
20
4.4.1.6Flugobjekte
20
4.4.1.7Nebelmaschinen, Hazer
und Laseranlagen
20
4.4.1.8 Aschenbehälter, Aschenbecher 21
4.4.1.9 Abfall-, Wertstoff-,
Reststoffbehälter
21
4.4.1.10Spritzpistolen, Nitrolacke, Reinigungsmittel, Lösungsmittel
21
4.4.1.11Feuergefährliche Arbeiten
21
4.4.1.12Leergut / Lagerung
von Materialien
21
4.4.1.13Feuerlöscher
4.4.2 Standüberdachung 21
4.4.3 Glas und Acrylglas 22
4.4.4Gefangene Räume/Aufenthaltsräume22
4.5 Ausgänge, Rettungswege
22
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege 22
4.5.2 Türen 22
4.6 Podeste, Leitern, Treppen,
Stege 23
4.7 Standgestaltung 24
4.7.1 Erscheinungsbild 24
4.7.2 Prüfung der Mietfläche 24
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz 24
4.7.4 Hallenfußböden 24
4.7.5 Abhängungen/Verbindungsmittel 24
4.7.5.1Elektrokettenzüge
25
4.7.5.2Handkettenzüge
25
4.7.5.3Verbindungsmittel
25
4.7.6 Standbegrenzungswände 25
4.7.7 Werbemittel/Präsentationen 26
4.7.8 Barrierefreies Bauen 26
4.7.9 Fundamente, Gruben 26
4.8 Freigelände 27
4.9 Zweigeschossige Bauweise 27
4.9.1 Bauanfrage 27
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüber
bauung, Sicherheitsabstände,
2
4.9.3 4.9.4 4.9.5 4.9.6 ○
Höhe der Standinnenräume Nutzlasten/Lastannahmen Rettungswege/Treppen Baumaterialien Obergeschoss Seite
27
28
28
28
29
5. Betriebssicherheit, Technische
Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften,
Technische Versorgung 30
5.1 Allgemeine Vorschriften 30
5.1.1 Schäden 30
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln 30
5.3 Elektroinstallation 30
5.3.1 Anschlüsse 30
5.3.2 Standinstallation 30
5.3.3 Montage- und Betriebsvor
schriften 30
5.3.4 Sicherheitsmaßnahmen 31
5.3.5 Sicherheitsbeleuchtung 31
5.4 Wasser- und
Abwasserinstallation 31
5.5 Druckluft- / Gasinstallation 32
5.5.1 Druckluftinstallation 32
5.5.2 Gasinstallation 32
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-,
Abgasanlagen 32
5.6.1 Maschinengeräusche 32
5.6.2 Produktsicherheit 32
5.6.2.1Schutzvorrichtungen
33
5.6.2.2Prüfverfahren
33
5.6.2.3Betriebsverbot
33
5.6.3 Druckbehälter 33
5.6.3.1Abnahmebescheinigung
33
5.6.3.2Prüfung
33
5.6.3.3Mietgeräte
33
5.6.3.4Überwachung
33
5.6.4 Abgase und Dämpfe 33
5.6.5 Abgasanlagen 34
5.7 Verwendung von Druckgasen,
Flüssiggasen und brennbaren
Flüssigkeiten 34
5.7.1 Druck- und Flüssiggasanlagen 34
5.7.1.1Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen34
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
34
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung 34
5.7.2 Brennbare Flüssigkeiten 34
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
34
5.7.2.2Bedarfslagerung
35
5.7.2.3Vorratsbehälter
35
5.7.2.4Lagerort
35
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
35
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
35
Technische Richtlinien
Inhaltsverzeichnis
○
Die gekennzeichneten Punkte enthalten aktuelle Änderungen.
○
○
Seite
5.7.2.7 Leere Behälter
35
5.7.3 Brennpasten und andere
Brennstoffe 35
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe 35
5.9 Film-, Lichtbild-, Televisionsvor
führungen, Szenenflächen und
sonstige Präsentationen 35
5.10 Strahlenschutz 36
5.10.1 Radioaktive Stoffe 36
5.10.2 Röntgenanlagen und Störstrahler 36
5.10.3 Lasereinrichtungen 36
5.10.4LED
36
5.11 Hochfrequenzgeräte,
Funkanlagen, Elektromagnetische
Verträglichkeit und Oberschwingungen37
5.12 Kräne, Stapler, Leergut 38
5.13 Musikalische Wiedergaben 38
5.14 Getränkeschankanlagen 38
5.15 Seite
Lebensmittelüberwachung ○ 5.16Fahrzeugvorführungen
39
39
6. Umweltschutz 40
6.1 Abfallwirtschaft 40
6.1.1 Abfallentsorgung 40
6.1.2 Gefährliche Abfälle 40
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle 41
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz41
6.2.1 Öl-/Fettabscheider 41
6.2.2 Reinigung/Reinigungsmittel 41
6.3 Umweltschäden 41
6.3.1 Verpackungsmaterial 41
6.3.2 Küchenabfälle 41
6.3.3 Produktionsabfälle 41
6.3.4 Standbauteile 41
○ 7. Allgemeine Hinweise 7.1 Haftung 3
42
42
Technische Richtlinien
1.Vorbemerkungen
Die Messe Frankfurt hat für die
stattfindenden Fachmessen und
sonstigen Veranstaltungen Richtlinien erlassen mit dem Ziel, allen
Ausstellern / Veranstaltern optimale Gelegenheit zu geben, ihre Exponate darzustellen und ihre Besucher
und Interessenten anzusprechen.
Diese Richtlinien sind bindend für
alle Aussteller und Veranstalter.
Gleichzeitig enthalten sie Sicherheitsbestimmungen, die im
Interesse unserer Aussteller und
Besucher ein Höchstmaß an
Sicherheit bei der technischen und
gestalterischen Ausrüstung der
Veranstaltung bieten sollen.
Mit den zuständigen Behörden der
Stadt Frankfurt am Main sind die
Bauordnungs-, Brandschutz- und
sonstigen Sicherheitsbestimmungen abgestimmt.
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, die Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen.
Außerdem sind die gesetzlichen
Bestimmungen in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.
Soweit in den Technischen Richtlinien der Begriff „ Standbau“ dem
allgemeinen Sprachgebrauch folgend verwendet wird, handelt es
sich nicht um eine bauliche Anlage
im Sinne des Baugesetzbuchs.
Der Messe-Standbau ist rechtlich
eine „Einrichtung“ in der Versammlungsstätte.
Die Durchführung einer Veranstaltung / die Inbetriebnahme eines
Ausstellungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer
untersagt werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der
Veranstaltung nicht beseitigt worden sind.
Weitere Forderungen zur Sicherheit und zum Standbau, die sich
darüber hinaus durch die Messe
Frankfurt ergeben sollten, bleiben
vorbehalten.
Ebenso behält sich die Messe
Frankfurt vor, in Einzelfällen Ausnahmen von den Bestimmungen
zuzulassen.
Die Unterlagen zur Bestellung von
Serviceleistungen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung versandt.
Allen Vertragspartnern des Ausstellers sind diese Technischen Richtlinien weiterzuleiten.
4
Weitere Informationen über Einzelheiten der Vorbereitung und
Durchführung der Veranstaltung
werden dem Aussteller gegebenenfalls übermittelt.
Die Messegesellschaften
- Deutsche Messe AG Hannover
- Leipziger Messe GmbH
- Messe Berlin GmbH
- Messe Düsseldorf GmbH
- Messe Frankfurt Venue GmbH
- Messe München GmbH
- Kölnmesse GmbH
- NürnbergMesse GmbH
- Landesmesse Stuttgart GmbH
haben diese Technischen Richtlinien in ein einheitliches Gliederungsschema gefasst.
Baurecht ist Landesrecht.
Dadurch und aufgrund unterschiedlicher baulicher Gegebenheiten der einzelnen Messeplätze
unterscheiden sich die jeweiligen
Ausführungsbestimmungen.
Im übrigen behält sich die Messe
Frankfurt Änderungen vor.
Der deutsche Text ist verbindlich.
Technische Richtlinien
1.1Hausordnung
Diese Hausordnung gilt für das gesamte Gelände der Messe Frankfurt Venue GmbH (im folgenden
„Messe Frankfurt“ genannt) einschließlich aller Gebäude sowie für
das Rebstockparkhaus, das Kap
Europa und der von der Messe
Frankfurt genutzten Freiflächen am
Rebstock (im folgenden „Messegelände“). Die Messe Frankfurt übt
neben dem jeweiligen Veranstalter
das Hausrecht aus. Die zusätzlich
mit Ausstellern, Servicepartnerunternehmen usw. getroffenen
Vereinbarungen bleiben unberührt.
1.Das Messegelände darf nur mit
den vorgesehenen gültigen Zutrittslegitimationen (Mitarbeiterausweise, Servicepartnerausweise, veranstaltungsbezogene
Eintrittskarten, Auf- und Abbauausweise) zu festgesetzten Zeiten und in den vorgesehenen
Gelände- und Gebäudebereichen betreten bzw. befahren
werden. Die Messe Frankfurt
behält sich das Recht vor, jederzeit eine verdachtsunabhängige Kontrolle der Zutrittslegitimationen bei den auf dem
Gelände angetroffenen Personen durchzuführen.
2. Während des Aufenthalts gelten
auf dem Gelände die Regeln der
Straßenverkehrsordnung (StVO).
Die entsprechenden Hinweisschilder, die den Fahr- und Fußgängerverkehr auf dem Gelände
regeln, sind zu beachten.
Für Kraftfahrzeuge beträgt die
zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
3.Die Messe Frankfurt ist berech-
tigt, Laderäume von Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse und
Taschen jederzeit verdachtsunabhängig zu kontrollieren. Bei
einer Verweigerung der Kontrollmaßnahme behält sich die
Messe Frankfurt das Recht der
Verweisung vom Messegelände
vor.
4.Die Messe Frankfurt ist berechtigt, einschränkende Bestimmungen bei der Zulassung von
Besuchern zu erlassen und das
Mitbringen von Tieren und
Gegenständen zu untersagen
bzw. dies allgemein oder im
Einzelfall von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen abhängig zu machen. Kinder und
Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur in
Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer geeigneten Aufsichtsperson das
Messegelände betreten.
5.Die Messe Frankfurt übernimmt
keinerlei irgendwie geartete
Haftung für Personen, Sachund Vermögensschäden bei
Schadensfällen auf dem
Messegelände.
6.Ohne ausdrückliche Genehmigung der Messe Frankfurt ist
außerhalb von Ausstellungsständen Werbung jeglicher Art,
das Anbieten von Waren und
Dienstleistungen jeglicher Art,
die Entgegennahme von Aufträgen und die Durchführung von
Meinungsumfragen unzulässig.
7.Auf dem Messegelände ist jede
gewerbsmäßige Tätigkeit außer
5
im Auftrag der Messe Frankfurt
oder der mit ihr in einem Vertragsverhältnis stehenden Veranstalter, Aussteller, Mieter,
Dienstleistungsunternehmen
oder sonstiger Vertragspartner
untersagt. Die Messe Frankfurt
behält sich die Zulassung der
Tätigkeit von Drittunternehmen
im Auftrag der Vertragspartner
und die Festlegung von Art,
Umfang und Bedingungen der
Tätigkeit vor.
8.Das Aushändigen (Hand- oder
Barverkauf), die Annahme und
der Abtransport von ausgestellten Waren ist während Messen
und Ausstellungen nicht erlaubt. Werden Waren kostenfrei
als Muster ausgehändigt, hat
der Aussteller dem Dritten eine
entsprechende Überlassungserklärung (Quittung) auszustellen. Dritte sind verpflichtet eine
Quittung vom Aussteller einzufordern und diese auf Verlangen vorzuweisen. Werden Dritte
ohne Quittung angetroffen, behält sich die Messe Frankfurt
das Recht vor, die Waren entschädigungslos einzuziehen
und den Dritten vom Messegelände zu verweisen.
9.Auf dem gesamten Messegelände herrscht ein grundsätzliches
Mitführverbot von Geräten, die
zur Herstellung oder Produktion
von Fotos oder Filmaufnahmen
tauglich sind. Filmen, Fotografieren und Skizzieren von ausgestellten Waren oder Ausstellungsständen auf dem Gelände
und in den Hallen ist nur in be-
Technische Richtlinien
1.1Hausordnung
sonderen Ausnahmefällen und
mit schriftlicher Erlaubnis der
Messe Frankfurt gestattet. Die
Messe Frankfurt ist bei begründetem Verdacht berechtigt, die
angefertigten Skizzen und das
belichtete Filmmaterial entschädigungslos einzuziehen
und zu vernichten. Dies gilt
auch dann, wenn dadurch
sonstiges Bildmaterial in Mitleidenschaft gezogen wird.
10. Es wird darauf hingewiesen,
dass das Messegelände aus Sicherheitsgründen videoüberwacht ist.
11.Den Anordnungen des Sicherheits- und Ordnungspersonals
der Messe Frankfurt ist unbedingt Folge zu leisten.
12.Die Messe Frankfurt behält sich
das Recht vor, bei Verstößen
gegen die Hausordnung, dem
Missbrauch und Fälschen von
Zutrittslegitimationen oder bei
sonstigem störendem Verhalten
die betreffenden Personen
durch ein befristetes oder unbefristetes Haus- und Geländeverbot von dem Gelände und
aus den Gebäuden zu verweisen und ihre Zutrittslegitimatio-
nen entschädigungslos einzuziehen, sowie Kraftfahrzeuge
auf Kosten und Gefahr des
Fahrzeugführers/Fahrzeughalters abschleppen zu lassen.
13.Auf dem gesamten Messegelände herrscht eingeschränkter
Winterdienst. Dieser bezieht
sich sowohl auf das allgemein
befriedete Gelände als auch auf
die öffentlich zugänglichen
Grundstücksteile der Messe
Frankfurt.
ausstellereigenen Standaufbauten
und -einbauten muss im Allgemeinen
spätestens am zweiten Kalendertag
nach Schluss der Veranstaltung beendet und die Halle geräumt sein.
Die Standfläche ist besenrein an
den zuständigen Hallenservice zu
übergeben. In besonderen Fällen
kann die Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, erweiterte Auf- und
Abbauzeiten zulassen. Vor dem offiziellen Aufbaubeginn und nach
dem offiziellen Abbauende werden
die Hallen nicht temperiert.
Aus Gründen der allgemeinen
Sicherheit auf dem Messegelände
bleiben die Hallen und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser
Zeiten geschlossen.
Messe Frankfurt Venue GmbH
Stand: März 2014
1.2Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
Mit dem Standaufbau und der
Anlieferung der Messegüter kann
im Allgemeinen fünf Kalendertage
vor Veranstaltungsbeginn begonnen
werden.
Während der allgemeinen Auf- und
Abbauzeiten kann in den Hallen
und im Freigelände durchgehend,
das heißt 24 Stunden am Tag (am
letzten Aufbautag in der Regel bis
15.00 Uhr), gearbeitet werden soweit nicht veranstaltungsspezifisch
andere Zeiten mit der Terminübersicht bekannt gegeben werden.
Der Abbau der Standausstattung
und -einrichtung einschließlich der
6
1.2.2.Veranstaltungslaufzeit
Während der Veranstaltungslaufzeit werden die Hallen eine Stunde
vor Messebeginn geöffnet und
eine Stunde nach Messeschluss
verschlossen.
Aussteller, die in begründeten Einzelfällen über diesen Zeitpunkt hinaus
auf ihrem Stand tätig sein müssen,
bedürfen einer besonderen schriftlichen Erlaubnis der Messe Frankfurt.
Technische Richtlinien
2. Verkehr im Messegelände, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
2.1 Verkehrsordnung, Parkkarten
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und
Abbauzeit und der Veranstaltungsdauer gewährleisten zu können,
sind verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln – wie z.B.
im Verkehrsleitfaden beschrieben –
unbedingt zu beachten.
Das Messegelände ist Privatgelände
der Messe Frankfurt.
Im gesamten Messegelände und
auf messeeigenen Parkplätzen
gelten die Bestimmungen der
Straßenverkehrsordnung.
Die im Messegelände zugelassene
Höchstgeschwindigkeit beträgt 30
km/h. In den Hallen und dort, wo
es die Verkehrslage erfordert, darf
nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Vor Ein- oder Ausfahrt
aus den Hallen ist anzuhalten und
die ausreichende Tordurchfahrtshöhe zu prüfen. Ein Abstellen von
Fahrzeugen in den Hallen ist verboten. Während des Ladens ist der
Motor abzustellen. Wohnwagen/
Wohnmobile dürfen nicht im
Messegelände genutzt werden.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge,
Auflieger, Container, Behälter und
Güter jeder Art können von einem
autorisierten Abschleppunternehmen, das im Auftrag der Messe
Frankfurt arbeitet, auf Kosten und
Gefahr des Besitzers oder Halters
entfernt werden.
Den Anweisungen des von der
Messe Frankfurt zur Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingesetzten Personals ist unbedingt
Folge zu leisten und die entsprechenden Informationen sind zu beachten.
Das Befahren des Geländes mit
Fahrzeugen aller Art ist nur nach
Erlaubnis durch die Messe Frankfurt gestattet, geschieht auf eigene
Gefahr und ist während der Veranstaltung grundsätzlich untersagt.
Auf dem Messegelände stehen
Pkw-Parkplätze für Aussteller in begrenzter Zahl zur Verfügung. Die
Parkplatzkarten können nur für die
gesamte Dauer der Veranstaltungstage je nach Parkplatzangebot mit
dem entsprechenden Formblatt bestellt werden (siehe auch Verkehrsleitfaden).
Hydranten in den Hallen und im
Freigelände dürfen nicht verbaut,
unkenntlich oder unzugänglich gemacht werden.
nen. Flucht- und Rettungswege,
Ausgangstüren und Notausstiege
im Hallenfußboden und deren
Kennzeichnung dürfen nicht verbaut, überbaut, versperrt, verhängt
oder sonst unkenntlich gemacht
werden. Die Flucht- und Rettungswege in den Hallen dürfen zu keinem Zeitpunkt durch abgestellte
oder in den Gang hineinragende
Gegenstände eingeengt werden.
Die Messe Frankfurt ist im Fall von
2.2Rettungswege
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen, Hydranten
Die notwendigen und die durch die
Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und Bewegungszonen für die Feuerwehr
müssen ständig freigehalten werden. Fahrzeuge und Gegenstände,
die auf den Rettungswegen und
den Sicherheitsflächen abgestellt
sind, können auf Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt werden.
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
Die Flucht- und Rettungswege sind
jederzeit freizuhalten. Die Türen im
Zuge von Flucht- und Rettungswegen müssen von innen leicht in
voller Breite geöffnet werden kön-
7
Technische Richtlinien
2.2Rettungswege
Zuwiderhandlungen berechtigt, auf
Kosten und Gefahr des Verursachers Abhilfe zu schaffen. Für den
Standbau benötigte Materialien
oder zur sofortigen Aufstellung auf
der Standfläche angelieferte Exponate dürfen in der Auf- und Abbauphase kurzzeitig im Randbereich
der Flucht- und Rettungswege abgestellt werden, wenn hierdurch
die aus Sicherheitsgründen geforderten Gangbreiten nicht unterschritten und logistische Belange
ausreichend berücksichtigt werden. Dies wird als erfüllt angesehen, wenn entlang der Standgrenze zum Hallengang ein Streifen von
maximal 0,9 m zum Abstellen genutzt wird. Unabhängig von der
Breite des Hallenganges und der
abgestellten Güter ist zwingend ein
Durchgang in einer Mindestbreite
von 1,2 m frei zu halten. Flächen
vor Notausgängen und die Kreuzungsbereiche der Hallengänge
sind hiervon ausgenommen und
müssen jederzeit in voller Breite
freigehalten werden. Die Hallengänge dürfen nicht zur Errichtung
von Montageplätzen oder zur Aufstellung von Maschinen (z.B. Holzbearbeitungsmaschinen, Werkbänke, etc.) genutzt werden.
Auf Verlangen der Messe Frankfurt
kann (auch) aus logistischen Gründen die sofortige Räumung aller
Hallengänge gefordert werden.
einrichtungen, deren Hinweiszeichen
sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit
zugänglich und sichtbar sein. Sie
dürfen nicht zugestellt oder zugebaut werden.
2.3Sicherheitseinrichtungen
Sprinkleranlagen, Feuermelder,
Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder, Schließvorrichtungen der
Hallentore und andere Sicherheits-
2.4Standnummerierung
Eine Standnummerierung ist obligatorisch.
Soweit der Standbau dies technisch
zulässt, werden alle Stände vom
Veranstalter mit Standnummern gekennzeichnet.
2.5Bewachung
Die allgemeine Bewachung der
Messehallen und des Freigeländes
während der Auf- und Abbauphase
sowie während der Laufzeit der
Veranstaltung erfolgt durch die
Messe Frankfurt und durch von ihr
beauftragte Servicepartner. Die
Messe Frankfurt übernimmt jedoch
keine Obhut für eingebrachte oder
angelieferte Einrichtungen und Ge-
8
genstände von Ausstellern und in
ihrem Auftrag tätigen Dritten.
Die Aussteller werden ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass während
Technische Richtlinien
2.5Bewachung
der Auf- und Abbauzeiten erhöhte
Risiken für das Ausstellungsgut
und die sonstigen von den Ausstellern eingebrachten Gegenstände
bestehen. Wertvolle bzw. leicht bewegliche Gegenstände sollten
nachts stets unter Verschluss genommen werden.
Eine Bewachung des Standes und
der vom Aussteller eingebrachten
Gegenstände muss im Bedarfsfall
der Aussteller selbst organisieren.
Standposten (Stand Guards) dürfen
zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr
grundsätzlich nur durch die von
der Messe Frankfurt beauftragten
Servicepartner gestellt werden. Die
Bestellung von Standposten kann
der Aussteller bis sechs Wochen
vor Veranstaltungsbeginn mit dem
entsprechenden Formular (siehe
Servicemappe oder online über
„easyorder“) erteilen. Die Bestellung erfolgt durch die Einsendung
des für die Veranstaltung geltenden, vollständig ausgefüllten Bestellvordruckes. Mündliche oder
telefonische Bestellungen müssen
vom Antragsteller schriftlich bestä-
tigt werden. Die Bestellung muss
vom Antragsteller rechtsverbindlich unterschrieben sein. Das Servicepersonal der Messe Frankfurt
ist nicht befugt selber Aufträge zur
Bewachung von fremdem Eigentum zu übernehmen.
Firmeneigene Standwachen bedürfen für eine Bewachungszeit zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr einer besonderen Genehmigung, für
die eine Gebühr erhoben wird. Auf
Erteilung der Genehmigung besteht kein Rechtsanspruch. Firmeneigene Standwachen, die sich vor,
während und nach Veranstaltungen
in den Messehallen befinden, haben ferner folgende Bestimmungen einzuhalten: Die Wachpersonen müssen sich vor Dienstantritt
bei dem für die entsprechende
Halle zuständigen Hallenservice
melden. Durch Eintrag des eigenen
Namens, Name des Ausstellers,
Standnummer, Personalausweisoder Reisepassnummer sowie
Datum und Ankunftszeit in eine
dafür vorgesehene und vom Hallenservice geführte Liste ist die Anwesenheit zu bestätigen. Bei Ende
2.6Notfallräumung
Aus Sicherheitsgründen kann die
Schließung von Räumen, Gebäuden oder Freiflächen und deren
Räumung von der Messe Frankfurt
angeordnet werden.
9
der Bewachungszeit und vor Verlassen der Halle muss sich die
Standwache bei dem Hallenservice
abmelden und das Ende der Bewachungszeit in der vorgenannten
Liste vermerken. Die Standwache
darf sich nur auf demjenigen Stand
aufhalten, für den sie einen Bewachungsauftrag hat. Das Betreten
und Verlassen des Standes muss
auf dem kürzesten Weg, über den
Hallenservice, erfolgen. Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen geht
die Messe Frankfurt davon aus,
dass sich die am Stand oder in der
Halle angetroffene Person unberechtigterweise auf dem Messegelände aufhält und behält sich besondere Maßnahmen bzw. die
Verweisung vom Messegelände
sowie die Geltendmachung weiterer Ansprüche/ Schäden vor. Die
Mitnahme von Hunden zu Bewachungszwecken auf das Messegelände bedarf einer jederzeit widerrufbaren Genehmigung durch die
Messe Frankfurt. Hunde sind ohne
Ausnahme an der Leine zu führen.
Waffen dürfen auch zu Bewachungszwecken nicht mitgeführt
werden.
Technische Richtlinien
3. Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des Freigeländes
3.1Hallendaten
Aufgrund der unterschiedlichen
Hallen sind diese Angaben gesondert
aufgeführt (siehe „Technische Daten
der Hallen der Messe Frankfurt“)
3.1.1 Allgemeine Beleuchtung,
Stromart, Spannung
Die allgemeine Beleuchtung hat, je
nach Halle, zwischen ca. 300 und
400 Lux, gemessen 1 m über dem
Hallenfußboden. Vorhandene
Stromart und Spannung auf dem
Messegelände:
Netzart: TN-C-S
Spannung 230 V / 400 V
Toleranzwerte nach DIN EN 50160
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in
den Hallen über die vorhandenen
Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden. In Hallenebenen mit Stützen erfolgt die
Elektroversorgung zusätzlich über
Anschlusskästen, die sich an den
Hallenstützen befinden.
3.1.3Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-, Telefax-, Daten- und Antennenanschlüssen erfolgt in den Hallen
im Allgemeinen über die vorhandenen Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In den Hallenebenen mit Stützen
erfolgt die Versorgung zusätzlich
über Anschlusskästen, die sich an
den Hallenstützen befinden.
3.1.4Sprinkleranlagen
Die Hallen sind mit Sprinkleranlagen
ausgestattet. Der Mindestabstand
von Exponaten und Dekorationen
zum Sprinklerkopf muss 1,00 m
betragen. Der Abstand von Leuchten
und Strahlern zum Sprinklerkopf ist
so zu wählen, dass eine Fehlauslösung der Löscheinrichtung durch
Wärmeeinwirkung ausgeschlossen
ist.
3.1.5 Heizung, Lüftung
In allen Hallen vorhanden.
Geheizt, gelüftet und gekühlt wird
10
bei Bedarf an den Veranstaltungstagen.
3.1.6Störungen
Bei Störungen der technischen
Versorgung (z.B. Elektro, Wasser,
Druckluft, Heizung, Lüftung, Telekommunikation usw.) ist unverzüglich die Messe Frankfurt zu
informieren.
Für Verluste und Schäden, die
durch diese Störungen entstehen,
haftet die Messe Frankfurt nicht.
3.1.7Standklimatisierung
Es besteht die Möglichkeit, Standareale individuell zu klimatisieren.
Die Messe Frankfurt, Ausstellerservice, unterbreitet auf Wunsch
ein individuelles Angebot. Eine
Standklimatisierung mit Trinkwasser
im Durchflussverfahren ist nicht
gestattet.
Technische Richtlinien
3.2Freigelände
Die Freigeländeflächen bestehen
aus gepflasterten oder asphaltierten Flächen. Das Gelände hat bei
Dunkelheit während der Öffnungszeiten eine allgemeine Straßenund Wegebeleuchtung.
3.3Durchfahrtshöhen
Geringere Durchfahrtshöhen als
4,00 m sind beschildert.
11
Notwendige Versorgungsanschlüsse
sind in unregelmäßigen Abständen
vorhanden.
Technische Richtlinien
4.Standbaubestimmungen
4.1Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich
Einrichtungen und Exponate sowie
Werbeträger sind so standsicher zu
errichten, dass die öffentliche
Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht
gefährdet werden.
Für die statische Sicherheit ist der
Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig.
Stehende bauliche Elemente bzw.
Sonderkonstruktionen (z.B. freistehende Wände, hohe Exponate,
hohe dekorative Elemente), die umkippen können, müssen mindestens
für eine horizontal wirkende Ersatzflächenlast qh bemessen werden:
qh1 = 0,125 kN/m² bis 4m Höhe ab
Oberkante Fußboden
qh2 = 0,063 kN/m² für alle Flächen
über 4 m Höhe ab Oberkante Fußboden
Bezugsfläche ist dabei die jeweilige
Ansichtsfläche.
Die dazu erstellten Nachweise sind
auf Verlangen der Messe Frankfurt
prüffähig vorzulegen.
Abweichungen sind im begründeten Einzelfall möglich, hierbei ist ein
genauer Nachweis zu führen.
Die Stabilisierung gegen Nachbarstände bzw. vorhandene Bausubstanz
ist nicht gestattet.
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, in begründeten Fällen vor Ort
eine kostenpflichtige Überprüfung
der Standsicherheit durch einen
Statiker vornehmen zu lassen.
–Podeste und Bühnen höher als
0,20 m
–Glaskonstruktionen
– bewegte Bauteile
vorzulegen.
Die Standpläne gehen nach Überprüfung mit dem Genehmigungsvermerk an den Aussteller/Standbauer zurück. Erst mit dem
Genehmigungsvermerk ist der
Standbau freigegeben.
Für die Genehmigung von:
–Sonderkonstruktionen
– zweigeschossigen Bauten
– Messestände im Freigelände
– Fliegende Bauten
– Kino- oder Zuschauerräumen
–Szenenflächen
werden folgende Unterlagen (in
zweifacher Ausfertigung) bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn in deutscher Sprache benötigt:
a)Von einem zweiten, unabhängigen
Statiker geprüfte oder prüffähige
statische Berechnung nach
deutschen Normen
b)Baubeschreibung mit Angaben
4.2Standbaugenehmigung
Nicht genehmigungspflichtig:
Für eingeschossige Standbauten
-die nicht zu Sonderkonstruktionen zählen
-mit einer Grundfläche kleiner
als 100 m²
-einer Bauhöhe von nicht mehr
als 4,00 m
ist keine Einreichung von Planunterlagen erforderlich.
Genehmigungspflichtig:
Messestände im Freigelände, Fliegende Bauten, mobile Stände,
2-geschossige Stände, Sonderaufbauten und Sonderkonstruktionen
sind genehmigungs- und kostenpflichtig.
Zu Sonderkonstruktionen zählen
u.a.:
–Standaufbauten und Exponate
über 4 m Höhe
– geschlossene Decken
4.2.1 Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger Aufbauten
Vermaßte Standpläne in einem
geeigneten Maßstab (z.B. 1:100) in
gedruckter (zweifache Ausfertigung) oder elektronischer Form
(pdf) mit Grundrissen und Ansichten sind bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn in zweifacher Ausfertigung mit deutscher
oder englischer Beschriftung zur
Genehmigung bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH
Technisches Veranstaltungsmanagement Messen
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
12
Technische Richtlinien
4.2Standbaugenehmigung
zu den verwendeten Materialien
(ggfs. mit Zertifikaten)
c)Standbauzeichnungen in einem
geeigneten Maßstab, z.B. 1:100
(Grundrisse, Ansichten, Schnitte) sowie Deckenplan mit Vermaßung der geschlossenenen
Deckenfläche(n)
d)Rettungswegplan mit Nachweis
der Rettungsweglängen und
-breiten
e)Bei Vorlage einer Typenprüfung/
eines Prüfbuchs entfällt Punkt a).
Sollte keine, von einem zweiten,
unabhängigen Statiker geprüfte
Statik vorliegen, wird das von der
Messe Frankfurt beauftragte
Ingenieurbüro die Prüfung selbst
vornehmen und separat an den
Aussteller weiterberechnen.
Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache an
den Standbauleiter, um den Standaufbau in statischer Hinsicht zu
überprüfen und abzunehmen.
Die Kosten des Genehmigungsverfahrens (Prüfung der eingereichten
Unterlagen und Abnahme vor Ort)
werden dem Aussteller/Standbauer
in Rechnung gestellt. Das Fehlen
einer Statik kann für den Aussteller/Standbauer Mehrkosten zur Folge haben.
4.2.2 Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind als
Ausstellungsstände in den Hallen
und im Freigelände genehmigungspflichtig.
4.2.3 Änderung nicht vorschriftgemäßer Standbauten
Standbauten, die nicht genehmigt
sind, den Technischen Richtlinien
oder dem Stand der Technik nicht
entsprechen, müssen geändert
oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung
ist die Messe Frankfurt berechtigt,
auf Kosten des Ausstellers selbst
Änderungen vorzunehmen.
4.2.4.Haftungsumfang
Jegliche Schadensersatzansprüche
wegen Abhandenkommens, Beschädigung oder Beeinträchtigungen
der eingesandten Entwürfe,
Modelle oder sonstigen Unterlagen
gegen die Messe Frankfurt, gleich
auf welchem Rechtsgrund sie beruhen könnten, sind ausgeschlossen.
Sofern der Aussteller oder dessen
Nachunternehmer die vorstehenden
Standbaubestimmungen nicht einhalten, haftet der Aussteller für sämtliche Schäden, die aus der Verletzung
der Standbaubestimmungen resultieren.
Ferner hat der Aussteller die Messe
Frankfurt von sämtlichen Ansprüchen
Dritter freizustellen, die aufgrund der
Verletzung der vorstehenden Standbaubestimmungen geltend gemacht
werden.
4.3Bauhöhen
Die maximalen Bauhöhen für
Standaufbau, Rigging sowie Werbung finden Sie unter
www.messefrankfurt.com.
Werbeträger, Logos etc. sind mindestens 1,00 m von der Grenze
zum Nachbarstand einzurücken.
Bauliche Einschränkungen können
hallenspezifisch vorhanden sein.
Alle Maße sind vor Ort zu überprüfen. Die Messe Frankfurt übernimmt keine Gewähr für die Rich-
13
tigkeit der Angaben. Die lichte
Höhe von Innenräumen muss mindestens 2,30 m betragen.
Die Rückseiten zu Nachbarständen
sind ab einer Höhe von 2,50 m
glatt und weiss auszubilden.
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1Brandschutz
Die Ausstellungshallen sind mit
Brandmelde- bzw. Feuerlöschanlagen ausgerüstet. Sollten diese
Brandschutzanlagen durch Standbau eingeschränkt werden (z.B.
durch geschlossene Decken), so
sind zusätzliche Maßnahmen seitens des Ausstellers erforderlich,
die im Einvernehmen mit der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
14
zu treffen sind. Geschlossene
Decken in Foyers sind grundsätzlich nicht gestattet.
Die erforderlichen Maßnahmen
sind den folgenden Tabellen 1 und
2 zu entnehmen.
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Tabelle 1: Brandschutzkonzept für eingeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und zweigeschossige Messestände
mit offenen OG-Decken
Deckenfläche
0 - 30 m²
31 - 100 m²
101 - 200 m²
201 - 400 m²
401 - 1.000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Flucht-
EG: max. 20 m zum
EG: max. 20 m zum
EG: max. 20 m zum Gang
EG: max. 20 m zum Gang
EG: max. 20 m zum Gang
Rettungsweglänge
Gang
Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum
OG: max. 20 m zum
Gang
Gang
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
< 200 m2: 0,9 m
Brandschutzmaßnahme
Ausgänge aus Messe- EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
ständen oder Räumen OG: eine Treppe; 0,9 m OG: eine Treppe; 0,9 m < 200 m2: 0,9 m
in Messeständen
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
(Mindestbreite)
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m > gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
Flucht-/Rettungsweg
Ja
Kennzeichnung
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers
je weitere 100 Pers
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
EG: ja
leuchten
Feuerlöscher
EG: ja
EG: ja
OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
Automatische Brand-
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
meldeanlage / (BMA)
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Akustische/optische
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
Alarmierung
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
EG: nein
EG: nein
EG: ja, einer
EG: ja, zwei
EG: ja, drei
im Stand
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Sprinklerung
EG: ja
EG: ja
Anmerkung: Wenn kein durch Personen genutztes OG vorhanden ist, entfallen die jeweiligen Anforderungen für das OG
15
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Tabelle 2: Brandschutzkonzept für zweigeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und mit geschlossenen OG-Decken
Deckenfläche
0 - 30 m²
31 - 100 m²
101 - 200 m²
201 - 400 m²
401 - 1.000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Flucht-
EG: max 20 m zum
EG: max 20 m zum
EG: max 20 m zum Gang
EG: max 20 m zum Gang
EG: max 20 m zum Gang
Rettungsweglänge
Gang
Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum
OG: max 20 m zum
Gang
Gang
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei,entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
< 200 m2: 0,9 m
Brandschutzmaßnahme
Ausgänge aus Messe- EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
ständen oder Räumen OG: eine Treppe; 0,9 m OG: eine Treppe; 0,9 m < 200 m2: 0,9 m
in Messeständen
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
(Mindestbreite)
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
Flucht-/Rettungsweg
Ja
Kennzeichnung
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers
je weitere 100 Pers
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
EG: ja
leuchten
Feuerlöscher
EG: ja
EG: ja
OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
Automatische Brand-
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
meldeanlage / (BMA)
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Akustische/optische
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
Alarmierung
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
EG: nein
EG: nein
EG: ja, einer
EG: ja, zwei
EG: ja, drei
im Stand
OG: nein
OG: nein
OG: ja, einer
OG: ja, zwei
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
OG: ja
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
Sprinklerung
EG: ja
EG: ja
16
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Erläuterungen zu den Tabellen 1
und 2:
Allgemeines / Flächenangaben
Eine zweigeschossige Bauweise
und der Einbau von geschlossenen
Decken ist nur mit Zustimmung
der Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, möglich. Die Flächenangaben in m² beziehen sich jeweils
auf die geschlossenen Deckenflächen je Geschoss, ggfs. ist eine
abschnittsweise Bewertung notwendig. Für Messestände mit geschlossenen Decken ab einer Fläche
von 1000 m² ist grundsätzlich ein
individuelles Brandschutzkonzept
basierend auf den Technischen
Richtlinien der Messe Frankfurt zu
erstellen; das Brandschutzkonzept
ist der Messe Frankfurt zur Genehmigung vorzulegen.
Geschlossene Deckenflächen
Die Wirkung der Sprinkleranlage
(in der Ausstellungshalle) darf
durch überdeckte oder mehrgeschossige Ausstellungsstände
nicht beeinträchtigt werden.
Decken sind als offen zu betrachten:
-wenn nicht mehr als 50 % der
Fläche bezogen auf den einzelnen m2 geschlossen sind
-wenn sprinklertaugliche Stoffe
mit einer Mindestmaschenweite
von 2 x 4 mm oder 3 x 3 mm
genutzt werden (kein Smoke
Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich einlagig zu verspannen.
Brandschutzmaßnahmen:
-Geschlossene Decken bis 30 m2
pro Stand, jedoch nicht mehr
als 50 % der Standfläche dürfen
ohne weitere Kompensationsmaßnahmen geschlossen ausgeführt werden, da die Wirksamkeit der Sprinkleranlage in
der Ausstellungshalle dadurch
nicht beeinträchtigt wird. Wenn
mehrere 30 m2 große Deckenflächen eingesetzt werden,
müssen diese einen Abstand
zwischen zwei Deckenfeldern
von mind. 3 m haben. Um durch
Addition mehrerer Deckenfelder
eine Fläche von 30 m2 nicht zu
überschreiten, ist zu den Standgrenzen hin ein Abstand von
mindestens 1,50 m einzuhalten.
-Geschlossene Deckenflächen
bis 100 m2 bedürfen einer automatischen Brandmeldeanlage.
-Geschlossene Deckenflächen
ab 100 m2 erfordern zusätzlich
die Installation von Wandhydranten zur unmittelbaren Aufnahme der Brandbekämpfung
-Geschlossene Deckenflächen
ab 400 m2 bedürfen einer
Sprinklerung des Bereiches
unterhalb der geschlossenen
Decke. Mehrere bis zu 400 m2
große geschlossene Deckenflächen dürfen ohne Sprinklerung
nicht unmittelbar aneinander
gebaut werden. Es ist ein Mindestabstand der Deckenflächen
untereinander von 5 m (Luft linie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung
der oben genannten Abstände
-auch standübergreifend- zu einer
größeren Deckenfläche kommen
sollte, trägt der Verursacher die
Kosten für die notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem.
Tabelle 1 oder 2, auch für den be17
troffenen Nachbarstand.
Die Decke von Obergeschossen ist
grundsätzlich offen zu gestalten,
damit Sprinkleranlagen in ihrer
Wirksamkeit nicht beeinträchtigt
werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen werden,
gelten die zusätzlichen Anforderungen wie an Flächen in eingeschossigen Ständen mit geschlossener
Decke. Siehe auch Punkt 4.4.2.
Geschlossene Decken in Foyers
sind grundsätzlich nicht gestattet.
Standbaumaterialien, Treppen
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen.
Flucht- und Rettungswege
Die Führung und Bemessung der
Flucht- und Rettungswege richtet
sich nach den Anforderungen der
MVStättV. Die Entfernungen innerhalb der Messestände werden in
der Lauflinie gemessen.
Flucht- und Rettungswegkennzeichnung
Die Kennzeichnung der Fluchtwege,
Notausgänge, Notausstiege und
Türen im Verlauf von Fluchtwegen
muss entsprechend der ASR A1.3
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ erfolgen,
bzw. ASR A3.4/3 Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme. Wenn Messestände eingehaust sind oder verdunkelt
werden und die allgemeine Sicherheitsbeleuchtung der Ausstellungshalle nicht ausreicht, ist eine
Sicherheitsbeleuchtung sowie
Sicherheitszeichen von Ausgängen
und Rettungswegen vorzusehen
(vgl. §15 MVStättV). Für Messestände bis zu einer eingehausten
Fläche von 30-100 m² reichen
Rettungszeichenleuchten aus.
Wandhydranten
Zusätzliche Wandhydranten auf
Messeständen sind insbesondere
zur Selbsthilfe aber auch zum Einsatz durch unterwiesene Personen
vorzusehen. Wandhydranten zur
Selbsthilfe entsprechen DIN 14461
Teil 1 Typ „S“ und sind entsprechend zusätzlich zur Sicherheitskennzeichnung mit einem „S“ zu
kennzeichnen. Die Leistung der
Wandhydranten für die Selbsthilfe
beträgt 24 l/min bei gleichzeitigem
Betrieb zweier Wandhydranten mit
formbeständigem Schlauch mit 19
mm Durchmesser und Strahlrohr
mit Mundstück d = 4 mm.
Wandhydranten auf Messeständen
sind in unmittelbarer Nähe der Zugänge zu den Ständen bzw. an den
Treppenauf- bzw. -abgängen zu installieren. Die Wandhydranten sind
so anzuordnen, dass jede Stelle
eines Messestandes mit mindestens
einem Wandhydranten zu erreichen
ist. Das Standpersonal wird im
Umgang mit den Wandhydranten
durch die Messe Frankfurt unter-
wiesen.
Feuerlöscher
Jede Messestandebene muss mit
mindestens einem für die Brandgefahr geeigneten Feuerlöscher
ausgestattet sein. Je weitere 200 m²
ist ein zusätzlicher Feuerlöscher
vorzuhalten. Je Treppe in einem
Messestand ist ein zusätzlicher
Feuerlöscher am Treppenabgang
vorzuhalten. Die Feuerlöscher
müssen ein Löschvermögen von
mindestens 27 A für Brandklasse A
oder 144 B für Brandklasse B aufweisen und sollten nicht schwerer
als 12 kg sein. Sollten auf Messeständen Küchen vorhanden sein,
sind entsprechend geeignete Feuerlöscher vorzuhalten.
Brandmeldeanlage
Die automatische Brandmeldeanlage in Messeständen mit geschlossenen Decken soll eine frühzeitige Detektion eines Brandes
und die Alarmierung sowohl der
Messestandbesucher insbesondere
im Obergeschoss eines Messestandes sowie der Feuerwehr bewirken. Hierdurch werden die
Bedingungen zur Selbstrettung
deutlich verbessert und die Eingreifzeiten der Feuerwehr minimiert.
Neben Alarmierungseinrichtungen
können Anlagen zur Rauchableitung
durch eine automatische Brandmeldeanlage angesteuert werden.
Akustische/Optische Alarmierung
Eine optisch-akustische Alarmierungsanlage ist im Obergeschoss
von zweigeschossigen Messeständen erforderlich, sofern keine
Sichtverbindung zur Ausstellungs18
halle besteht. Somit kann eine
frühzeitige Alarmierung der Personen
im Obergeschoss bei einer Brandmeldung im Erdgeschoss sichergestellt werden. Die Ansteuerung /
Auslösung erfolgt über die automatische Brandmeldeanlage im
Erdgeschoss eines zweigeschossigen
Messestandes. In Messeständen
mit geschlossenen Decken größer
400 m² ist auch im Erdgeschoss
eine Alarmierungsanlage vorzusehen.
Schallhemmende Kabinen müssen
zusätzlich – unabhängig von ihrer
Größe – entweder eine Sichtverbindung nach außen haben oder mit
einer optisch akustischen Alarmierung in Verbindung mit einem
Alarm-Taster oder mit einem
Notaus-Taster außerhalb der Kabine
ausgestattet sein.
Rauchableitung
Die Rauchableitung von Messeständen erfolgt natürlich oder maschinell in die Messehalle und von
dort natürlich oder maschinell ins
Freie. Für Messestände mit einer
Deckenfläche von weniger als 200 m²
ist eine Rauchableitungsöffnung
nicht erforderlich.
Bis zu einer Grundfläche von 1000 m²
genügen Rauchableitungsöffnungen
mit einer freien Öffnungsfläche von
insgesamt 1 Prozent der Grundfläche, Fenster oder Türen mit einer
freien Öffnungsfläche von insgesamt
2 Prozent der Grundfläche oder
maschinelle Rauchabzugsanlagen
mit einem Luftvolumenstrom von
36 m³/h je Quadratmeter Grundfläche.
An die Anlagen zur maschinellen
Entrauchung von Messeständen
werden keine Anforderungen
hinsichtlich des thermischen und
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
elektrischen Funktionserhaltes
gestellt, da die Entrauchung nur
für die Phase der Selbstrettung
und ggf. Fremdrettung relevant ist
und auch keine Bauteilanforderungen
an Messestände gestellt werden.
Die Auslösung/Ansteuerung einer
maschinellen Entrauchungsanlage
erfolgt über die automatische
Brandmeldeanlage.
Sprinklerung
Ab einer geschlossenen Fläche von
mehr als 400 m2 erfolgt eine Sprinklerung des Bereiches unterhalb der
geschlossenen Decke.
Mehrere bis zu 400 m2 große geschlossene Deckenflächen dürfen
ohne Sprinklerung nicht unmittelbar aneinander gebaut werden. Es
ist ein Mindestabstand der Deckenflächen untereinander von 5 m
(Luftlinie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung
des Abstandes -auch standübergreifend- zu einer größeren Deckenfläche kommen sollte, trägt der Verursacher die Kosten für die
notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem. Tabelle 1 oder 2, auch
für den betroffenen Nachbarstand.
4.4.1.1 Standbau- und
Dekorationsmaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforde-
rungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende
oder toxische Gase und stark
rauchbildende Materialien wie z.B.
Polystyrol-Hartschaum , PVC oder
ähnliche, sowie verschiedene
Acrylglasprodukte dürfen nicht verwendet werden. Die eingesetzten
Materialien dürfen im Brandfall
nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen. Ein Prüfzeugnis über die Baustoffklasse und die
geforderten Eigenschaften des
Materials kann verlangt werden.
Laub- und Nadelgehölze dürfen
nur mit feuchtem Wurzelballen verwendet werden. Bambus, Reet,
Heu, Stroh, Rindenmulch, Torf oder
ähnliche Materialien dürfen nicht
verwendet werden.
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch
beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
4.4.1.2 Ausstellung von Kraftfahrzeugen auf Messeständen
Die Ausstellung von Kraftfahrzeugen ist bei der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, anzumelden. Hierzu ist die Anzahl der Fahrzeuge sowie die Angabe des/der
Fahrzeugtyp(-en) erforderlich.
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
- Der Treibstofftank muss weitgehend leer und abgeschlossen
sein.
- Eine Versorgung der Ausstellungsfahrzeuge über die Starterbatterie ist möglich, wenn sichergestellt ist, dass keine gefährlichen Gase produziert werden 19
z.B. bei Gelbatterien, wenn die
Kontakte berührungssicher gestaltet sind und der Anlasser dauerhaft von der Batterie getrennt
ist.
- In allen anderen Fällen ist die
Batterie abzuklemmen oder auszubauen.
Fahrzeuge mit Gasantrieb
- Der Druckbehälter muss entleert
und drucklos sein (s. auch Punkt
5.7).
Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik, z.B. Elektro- oder
Hybridantrieb
- Der Kraftstofftank muss weitgehend leer und abgeschlossen
sein.
- Der Fahrmotor ist von der Batterie
abzukoppeln, beispielsweise über
einen Batterietrennschalter.
- Die Spannungsfreiheit der Hochvoltbatterie muss sichergestellt
sein bzw. muss die Hochvoltbatterie in einem batterietypischen unkritischen Zustand sein (geladen/
entladen).
- Ladevorgänge sind in den Messehallen nicht gestattet.
- Die Fahrzeugpositionen innerhalb
einer Standfläche müssen in einem Plan gekennzeichnet werden.
- Die zugehörigen Rettungskarten
sind am Stand vorzuhalten und
vorab an die Messe Frankfurt zu
übermitteln.
- Fahrzeuge mit Brennstoffzellen
oder anderen Antriebsarten werden gesondert betrachtet.
Für alle Kraftfahrzeuge sind geeignete Löschmittel in ausreichender
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Anzahl am Messestand vorzuhalten.
Die Messe Frankfurt Venue GmbH
behält sich ergänzende Maßnahmen vor.
4.4.1.3Explosionsgefährliche
Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen dem Sprengstoffgesetz und
dürfen auf Messen und Ausstellungen nicht ausgestellt werden. Dies
gilt auch für Munition im Sinne des
Waffengesetzes.
4.4.1.4Pyrotechnik
Pyrotechnische Vorführungen sind
genehmigungspflichtig und mit der
Messe Frankfurt abzustimmen.
Pyrotechnische Gegenstände ohne
Zulassung oder pyrotechnische
Gegenstände der Klassen II, III und
IV sind nicht zugelassen.
4.4.1.5Ballone
Die Verwendung von Luftballons,
die mit brennbarem Gas gefüllt
sind, ist in den Hallen und im Freigelände verboten.
Mit Sicherheitsgas gefüllte Ballons,
die statisch fest verankert sind und
sich innerhalb der Standgrenzen im
Rahmen der maximalen Bauhöhe
befinden, können auf Antrag von
der Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, genehmigt werden.
Das Verteilen gasbefüllter Luftballons ist nicht gestattet.
4.4.1.6Flugobjekte
Die Verwendung von Flugobjekten
ist in den Hallen und im Freigelände grundsätzlich nicht gestattet.
Ausnahmen bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung der
Messe Frankfurt Venue GmbH.
4.4.1.7 Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen
Da der Einsatz von Shownebel und
Haze in den Ausstellungshallen
vorhandene automatische Brandmelder auslösen kann, muss der
Einsatz entsprechender Geräte
rechtzeitig, d.h. bis sechs Wochen
vor Aufbaubeginn bei der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
schriftlich angemeldet werden. Die
formlose Anmeldung muss Anzahl,
Modell des/der Gerät(e) sowie Angaben zur Art der Nebelerzeugung
beinhalten. Ebenso müssen die
Betriebsanleitung des Gerätes und
das Sicherheitsdatenblatt des Nebelfluids vorgelegt werden.
Kosten für erforderliche Maßnahmen zur Außerbetriebnahme von
Brandmeldeeinrichtungen können
von der Messe Frankfurt an den
Aussteller oder Veranstalter weiterberechnet werden. Wird der Einsatz von Nebelmaschinen nicht mit
der Messe Frankfurt abgestimmt
und dadurch ein Fehlalarm der
Brandmeldeanlage ausgelöst,
müssen wir die Kosten für Feuerwehreinsätze an den Verursacher
weiterleiten.
Der Betrieb auf benachbarten Ständen darf durch den Einsatz von Nebelmaschinen nicht beeinträchtigt
werden. Aus diesem Grund ist
ebenfalls anzugeben, in welchem
Zeitraum bzw. wie oft die Maschinen
zum Einsatz kommen. Es sollten
geeignete Maßnahmen getroffen
werden, um eine Vernebelung der
Bereiche, in denen dies szenisch
nicht erforderlich ist, möglichst ge20
ring zu halten. Gegebenenfalls benötigen Sie die Einverständniserklärung Ihrer Standnachbarn.
Es dürfen nur Nebelgeräte verwendet werden, die den grundsätzlichen Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG)
entsprechen. Bei Verwendung von
Nebelgeräten zur Verdampfung
wird empfohlen Geräte bereitzustellen, bei denen in der Konformitätserklärung die Übereinstimmung
mit DIN VDE 0700-245 bestätigt
wird. Bei der Auswahl der Nebelgeräte sind die Art der betrieblichen Nutzung und die spezifischen
Einsatzbedingungen zu berücksichtigen. Dem Anwender der Nebelgeräte müssen die dazugehörigen
Bedienungsanleitungen zur Verfügung stehen.
Für die Verwendung in der Messehalle sind ausschließlich Nebelfluide einzusetzen, die weder entzündliche, leicht entzündliche noch
hochentzündliche Stoffe im Sinne
des § 3 der Gefahrstoffverordnung
(GefStoffV) sind und nach geltenden EU-Richtlinien keine Gefahrstoffe sind. Nebelflüssigkeiten dürfen nur in Originalgebinden des
Herstellers gelagert werden.
Im Betrieb ist darauf zu achten,
dass kein Hitzestau entsteht und
das Gehäuse die Wärme ungehindert abgeben kann. Zur Vermeidung einer Brandgefährdung durch
Überhitzung nach einer Fehlfunktion müssen nicht im Gebrauch befindliche Nebelgeräte spannungsfrei geschaltet werden.
Der Einsatz von Laseranlagen ist
ebenfalls anmeldepflichtig,
s. 5.10.3.
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1.8Aschenbehälter,
Aschenbecher
Sofern für den Stand oder Teile
desselben kein ausdrückliches
Rauchverbot angeordnet ist, muss
für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Aschenbechern
oder Aschenbehältern aus nichtbrennbarem Material und für deren
regelmäßige Entleerung Sorge getragen werden.
4.4.1.9 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Behälter für Abfall, Wertstoffe oder Reststoffe aus brennbaren Materialien
aufgestellt werden. Die Behälter in
den Ständen sind regelmäßig, spätestens jeden Abend nach Messeschluss, in die Wertstoff- oder
Reststoffstationen an den Hallenausgängen zu entleeren.
Fallen größere Mengen brennbarer
Abfälle an, sind diese mehrmals
am Tage zu entsorgen.
Abfallbeutel können nach dem täglichen Veranstaltungsende in den
Gang gestellt werden. Dort werden
sie abgeholt.
4.4.1.10Spritzpistolen, Nitrolacke,
Reinigungsmittel, Lösungsmittel
Der Gebrauch von Spritzpistolen ist
in allen Messehallen verboten. Die
Verwendung von lösungsmittelhaltigen Stoffen und Farben ist ebenfalls untersagt.
Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten sowie giftige Dämpfe
freisetzende Bau- und Arbeitsmaterialien ist unzulässig.
wie z.B. Schweißen, Schneiden,
Löten, Trennen und Schleifen müssen vor Arbeitsbeginn bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, angezeigt werden. Die
Arbeiten dürfen erst nach Genehmigung und Vorliegen des Erlaubnisscheins begonnen werden.
Bei den Arbeiten ist die Umgebung
gegen Gefahren ausreichend abzuschirmen.
Geeignete Löschmittel sind in unmittelbarer Nähe einsatzbereit zu
halten.
4.4.1.12Leergut/Lagerung von
Materialien
Die Lagerung von Leergut, brennbarer Materialien jeglicher Art (z. B.
Verpackungen und Packmittel) auf
den Ständen und außerhalb des
Standes in der Halle ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich zu entfernen. Es kann durch
den Logistikservice der Messe
Frankfurt eingelagert werden:
Logistikservices
Cargo Center Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Tel+49 69 75 75-60 75
Fax+ 49 69 75 75-9 60 75
[email protected]ssefrankfurt.com
Die Messe Frankfurt ist berechtigt,
falls der Aussteller einer Aufforderung zur Beseitigung widerrechtlicher Lagerung, bzw. der Aufforderung zur unverzüglichen Entfernung anfallenden Leerguts nicht
nachkommt, die Entfernung auf
Kosten und Gefahr des Ausstellers
zu veranlassen.
4.4.1.11 Feuergefährliche Arbeiten
Alle feuergefährlichen Arbeiten,
21
4.4.1.13Feuerlöscher
Jeder Stand muss mit mindestens
einem Feuerlöscher ausgestattet
sein. Siehe auch Punkt 4.4.1
4.4.2Standüberdachung
Um den Sprinklerschutz nicht zu
beeinträchtigen, müssen in gesprinklerten Hallen Stände nach
oben hin grundsätzlich offen sein.
Decken sind als offen zu betrachten, wenn nicht mehr als 50 % der
Fläche bezogen auf den einzelnen m²
geschlossen sind. Sprinklertaugliche Decken mit einer Maschen
weite von mindestens 2 x 4 mm
bzw. 3 x 3 mm sind zugelassen
(kein Smoke Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich
einlagig zu verspannen. Ein Durchhängen der Gewebeplane ist zu
vermeiden. Bis zu 30 m² zusammenhängende Deckenfläche pro
Stand, jedoch nicht mehr als 50 %
der Standfläche, dürfen ohne weitere Maßnahmen geschlossen ausgeführt werden. Um durch Addition mehrerer Deckenfelder die
maximale Größe der Fläche von 30
m² nicht zu überschreiten, ist zu
den Standgrenzen hin ein Abstand
von mindestens 1,50 m einzuhalten. Falls es bei einer Unterschreitung des Abstandes -auch standübergreifend- zu einer größeren
Deckenfläche kommen sollte, trägt
der Verursacher die Kosten für die
notwendigen Kompensationsmaßnahmen
gem. Tabelle 1 oder 2, auch für den
betroffenen Nachbarstand. Auch
mehrere bis zu 30 m² große Deckenfelder innerhalb eines Messestands
sind möglich, sofern ein Mindestabstand von 3.00 m zwischen den
Technische Richtlinien
4.5 Ausgänge, Rettungswege, Türen
Deckenfeldern eingehalten wird.
Kommt es durch Aneinanderreihen
von Deckenfeldern (auch standübergreifend) zur Überschreitung
der Fläche von 30 m², sind entsprechende Kompensationsmaßnahmen erforderlich (siehe Punkt
4.4.1, Tabelle 1 „Brandschutzanforderungen für eingeschossige Messestände mit geschlossenen Erdgeschossdecken und zweigeschossige Messestände mit offenen Obergeschossdecken“).
Geschlossene Decken größer als
30 m² sind genehmigungspflichtig.
Die Pläne zur Genehmigung sind
bis sechs Wochen vor Aufbaubeginn
bei der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, einzureichen.
Die Installation der entsprechenden Einrichtungen (Wandhydrant,
Brandmeldeanlage, optisch-akustischer Alarm, maschinelle Rauchableitung, Sprinklerung) erfolgt durch
Vertragsfirmen der Messe Frankfurt und ist kostenpflichtig.
Schallhemmende Kabinen sind ab
einer Größe von 30 m² mit einer
Brandmeldeanlage auszustatten
und müssen zusätzlich – unabhängig von ihrer Größe – entweder
eine Sichtverbindung nach außen
haben oder mit einer optischen
Signalanlage in Verbindung mit einem Alarm-Taster oder mit einem
Notaus-Taster außerhalb der Kabine
ausgestattet sein.
Alle Anforderungen in Verbindung
mit dem Einbau geschlossener
Decken sind unter Punkt 4.4.1 in
den Tabellen 1 und 2 zu finden.
4.4.3 Glas und Acrylglas
Es darf nur für den Einsatzzweck
geeignetes Glas verwendet werden.
Für Konstruktionen aus Glas darf
nur Sicherheitsglas eingesetzt
werden. Bitte fordern Sie unser
„Merkblatt Glas und Acrylglas im
Standbau innerhalb der Messehallen“ an.
Kanten von Glasscheiben müssen
so bearbeitet oder geschützt sein,
dass eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist. Ganzglasbauteile
sind in Augenhöhe zu markieren.
4.4.4 Gefangene Räume/Aufenthaltsräume
Die Anordnung gefangener Räume
(Aufenthaltsräume, die ausschliesslich über andere genutzte
Räume verlassen werden können)
ist nur unter folgenden Bedingungen gestattet:
- In den davorliegenden Räumen
muß ein geeignet breiter Rettungsweg vorhanden sein (Bemessung nach MVStättV, mindestens jedoch 90 cm), der zu keiner
Zeit verstellt oder unbrauchbar
gemacht werden darf.
- Sofern keine Sichtverbindung zur
Ausstellungshalle besteht, wird
die Installation einer optischen
und akustischen Warnanlage erforderlich, um eine jederzeitige
Alarmierung zu gewährleisten.
Die Installation erfolgt ausschließlich durch Vertragsfirmen der
Messe Frankfurt und ist kostenpflichtig.
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege
Die Entfernung von jeder Stelle auf
einer Ausstellungsfläche bis zu einem Hallengang darf nicht mehr
als 20 m Lauflinie betragen.
Für Aufenthalts- und Arbeitsräume,
22
die für weniger als 100 Besucher
bestimmt sind, sowie Ausstellungsflächen bis 100 m² genügt ein Ausgang mit mindestens 0,90 m Breite.
Ab einer Fläche von 100 m² und/
oder mehr als 100 Besuchern sind
zwei möglichst weit auseinander
und entgegengesetzt liegende Ausgänge erforderlich. Die jeweilige
Breite der Ausgänge und Rettungswege ist abhängig von der Personenzahl (siehe hierzu auch Punkt
4.4.1):
– weniger als 200 Personen:
mindestens 0,90 m,
– mehr als 200 Personen:
mindestens 1,20 m.
Staffelungen sind nur in 0,60 m
Schritten pro 100 Personen zulässig.
Die Rettungswege sind nach den
Unfallverhütungsvorschriften,
ASR A 1.3 zu kennzeichnen.
4.5.2Türen
Die Verwendung von Pendeltüren,
Vorhängen, Drehtüren, Codiertüren, Schiebetüren sowie sonstigen
Zugangssperren in Rettungswegen
ist nicht zulässig. Türen in Rettungswegen müssen in Fluchtrichtung aufschlagen, von innen leicht
in voller Breite geöffnet werden
können und dürfen nicht in den
Hallengang aufschlagen.
Technische Richtlinien
4.6 Podeste, Leitern, Treppen, Stege
Allgemein begehbare Flächen, die
unmittelbar an mehr als 0,20 m
tiefer liegende Flächen angrenzen,
sind mit Brüstungen zu umwehren,
soweit sie nicht durch Stufengänge
oder Rampen mit der tiefer liegenden Fläche verbunden sind. Rampen in Flucht- und Rettungswegen
dürfen max. eine Steigung von 6%
haben. Die Brüstung muss mindestens 1,10 m hoch sein. Umwehrungen
und Geländer von Flächen, auf
denen mit der Anwesenheit von
Kleinkindern zu rechnen ist, sind so
zu gestalten, dass ein Überklettern
erschwert wird. Der Abstand der
Geländerteile darf in einer Richtung
nicht mehr als 0,12 m betragen. Die
Handläufe sind fest, griffsicher und
ohne freie Enden auszuführen. Für
das Podest ist ein prüffähiger, statischer Nachweis zu erbringen; für
die Prüfung und Abnahme dieser
Sonderkonstruktion entstehen Kosten, die an den Aussteller/ Messebauer weiterberechnet werden.
Die Bodenbelastung muss je nach
Nutzung gemäß DIN EN 1991-1-1/
NA:2010-12 Tabelle 6.1 DE [Kat. C1],
mindestens für 3,0 kN/m² ausgelegt sein. Für Brüstungen und Geländer ist nach DIN EN 1991-1-1/
NA:2010-12 Tabelle 6.12 DE eine
horizontale Nutzlast [bei Flächen
der Kat. C1 - C4] von qk = 1,0 kN/m
in Holmhöhe anzusetzen. Einstufig
begehbare Podeste dürfen höchstens 0,20 m hoch sein. Die Unter-
konstruktion des Podestfußbodens
muss entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN
13501-1 mindestens class B/C s1
d0, d.h. schwerentflammbar sein
und dürfen weder brennend abtropfen noch toxische Gase entwickeln. Unter Podesten und Podien
darf kein Lager entstehen. Sie sind
brandlastfrei auszuführen. Hohlraumbereiche von Podesten, deren
Höhe geringer als 0,20 m ist, können vom Überwachungsschutz der
automatischen Brandmeldeanlage
ausgenommen werden. Hohlraumbereiche von Podesten mit automatisch betriebenen Drehscheiben
oder mit Massierungen von Kabelbrandlasten sind, sofern sie eine
Höhe von mehr als 0,20 m aufweisen, mittels automatischer Brandmelder innerhalb des Hohlraumbereichs zu überwachen. Grenzen
Podeste mit elektrisch betriebenen
Drehscheiben an andere Hohlräume an, sind diese baulich abzutrennen, um eine Rauchverschleppung
in angrenzende Bereiche zu verhindern. Leitern, Treppen und Stege
müssen den geltenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen. Die Entfernung
von jeder Stelle im Stand bis zu
einem Hallengang darf nicht mehr
als 20 m Lauflinie betragen.
Die Anzahl und lichte Breite der
Treppen ergibt sich aus der Fläche
23
des Obergeschosses und der Personenzahl im Obergeschoss (siehe
hierzu auch Punkt 4.4.1):
– Bis 100 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
0,90 m, entgegengesetzt angeordnet
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, mehr als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m,
entgegengesetzt angeordnet
– Ab 200 m2 Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m,
entgegengesetzt angeordnet
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind
als zusätzliche Treppe zugelassen.
Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen
oder Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement.
Treppen mit einer Breite von 1,20
m müssen auf beiden Seiten mit
Handläufen ausgerüstet sein. Treppen mit einer Breite von mehr als
2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
4.7.1Erscheinungsbild
Für die Gestaltung des Standes ist
der Aussteller zuständig. Hierbei
sind die typischen Ausstellungskriterien der Veranstaltung zu berücksichtigen.
Zu allen Ganggrenzen hin ist der
Standbau möglichst transparent zu
gestalten. Wünschenswert ist dabei eine zu 70% offen gestaltete
Front. Lange, geschlossene Standkonstruktionen sind an den Ganggrenzen nicht zulässig. Diese sind
durch den Einbau von Vitrinen,
Nischen, Displays u. ä. aufzulockern.
Standrückseiten, die an Nachbarstände grenzen, sind ab einer Höhe
von 2,50 m glatt und weiss zu gestalten oder mindestens 1,00 m
von der Grenze zum Nachbarstand
einzurücken, um den Nachbarstand
in dessen Gestaltung nicht zu beeinträchtigen.
Sofern Messebesucher auf Standdecken sehen können, sind diese
in die Gestaltung einzubeziehen
(Forum 0, Halle 3.0, Galleria 0,
Halle 5.0 West und Ost, Halle 6.0
Ost).
4.7.2 Prüfung der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der Messe
Frankfurt gekennzeichnet.
Jeder Aussteller ist verpflichtet,
sich nach der Standzuteilung über
Lage und Maß etwaiger Einbauten,
insbesondere Hallensäulen, Feuermelder, Verlauf der Versorgungskanäle, Lüftungssysteme sowie
Bodenunebenheiten usw., vor Ort
selbst zu informieren und gegebenenfalls den Standbauer zu unterrichten. Die Messe Frankfurt übernimmt keine Gewähr für die
Richtigkeit von Maßen auf Hallen-
und Standplänen.
Die Standfläche ist unbedingt einzuhalten, auch Beleuchtungskörper
und Schilder dürfen nicht über die
Standgrenzen hinausragen.
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen nicht beschädigt,
verschmutzt oder auf andere Art
verändert werden (z.B. Bohren,
Nageln, Schrauben). Auch das
Streichen, Tapezieren und Bekleben
ist nicht gestattet.
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen weder durch Standaufbauten noch durch Exponate
statisch belastet werden. Hallenstützen können aber innerhalb der
Standfläche ohne Beschädigung
derselben im Rahmen der zulässigen
Bauhöhe umbaut werden.
Installationen an den Hallensäulen,
Wänden und technischen Einrichtungen müssen frei zugänglich
sein. Gegebenenfalls sind entsprechende Revisionsöffnungen
bauseitig vorzusehen.
4.7.4Hallenfußböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind unfallsicher zu verlegen
und dürfen nicht über die Standgrenzen hinausragen.
Zum Fixieren darf nur PE- oder PPKlebeband verwendet werden, das
rückstandsfrei zu entfernen ist.
Alle eingesetzten Materialien müssen von dem Aussteller rückstandsfrei entfernt werden. Substanzen
wie Öl, Fette, Farben und ähnliches
müssen sofort vom Fußboden entfernt werden.
Der Hallenfußboden darf weder
gestrichen noch beklebt werden.
24
Die technische Standversorgung,
Leitungsverlegung, Revisionsöffnungen usw. dürfen nicht behindert
werden.
Verankerungen und Befestigungen
sind nicht gestattet.
Teppiche und andere Fußbodenbeläge in den Ausstellungsbereichen
müssen nach DIN 4102 B1 bzw.
entsprechend EN 13501-1 Klasse C
mindestens schwerentflammbar
sein. Ein Prüfzeugnis (Zertifikat)
über die Baustoffklasse des eingesetzten Materials ist am Messestand bereitzuhalten.
4.7.5Abhängungen/Kettenzüge/
Verbindungsmittel
Abhängungen sind nur an den dafür vorgesehenen technischen Einrichtungen möglich.
Alle Abhängungen sind genehmigungspflichtig und nach der jeweils
gültigen BGV C1 / DGUV-17/18 auszuführen. Dies gilt auch für Abhängungen von Pre-Riggs und eigenem Ground-Support.
Klappkarabiner in jeglicher Form
sind nicht gestattet. Die verwendeten Seile oder Anschlagketten
müssen ebenfalls der BGV C1 /
DGUV-17/18 entsprechen und sind
für die eingebrachte Last entsprechend zu dimensionieren. Die
Monteure müssen über einen entsprechenden Nachweis nach der
BGV C1 / DGUV-17/18 „Sachkundiger für Anschlagmittel“ verfügen.
Die Durchführung von Abhängungen von der Hallendecke sind ausschließlich über die Messe Frankfurt und deren Vertragsfirmen
möglich. Den Bestellungen mit
Formblatt ist eine Grundrissskizze
beizufügen, aus der die Hänge-
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
lasten und die gewünschten Platzierungen der Hängepunkte ersichtlich sind. Bei komplexen Systemen (komplex = i.d.R. mehr als
einstrangige Konstruktionen) muss
ein Lastenplan eingereicht werden,
der neben der Gesamtlast auch alle
Einzel- u. Streckenlasten abbildet.
Ggf. ist auch eine separate statische Berechnung erforderlich und
kann von der Messe Frankfurt angefordert werden. Die Messe
Frankfurt behält sich darüber hinaus
vor, ggf. die eingebrachten Lasten
sowie die verwendeten Konstruktionen durch einen Statiker prüfen
zu lassen. Diese Prüfung ist kostenpflichtig und wird dem Besteller/Aussteller in Rechnung gestellt.
Die maximalen Bauhöhen gelten
auch für die Höhe des Traversensystems und sind entsprechend zu
beachten.
4.7.5.1Elektrokettenzüge
Elektrokettenzüge dürfen nur in
Hallen mit Schwerlastabhängungen
verwendet werden. Die Nutzung
von Elektrokettenzügen in den
Hallen mit 50 kg Punkten (Halfenschienen) ist nicht gestattet.
Die Verwendung dieser Motoren
ist an die Anforderungen für Elektrokettenzüge in der Veranstaltungstechnik (Igvw SQ P2) gebunden.
Download über: http://www.vbg.
de/rigging/struktur/8.htm.
Das Eigengewicht der Elektrokettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen um eine
Überlast der Tragpunkte zur verhindern.
Der Unternehmer hat die Kettenzüge
einer jährlichen Prüfung zu unterziehen. Das Prüfsiegel ist sichtbar
an den Motoren anzubringen. Die
Prüfdokumente sind immer mitzuführen und am Betriebsort bereit
zu halten. Diese Prüfung ersetzt
nicht die erforderliche Prüfung
durch einen Sachverständigen alle
4 Jahre.
4.7.5.2Handkettenzüge
Handkettenzüge dürfen nur in Verbindung mit min. 8-mm-Seilen und
nur in Hallen mit Schwerlastabhängungen verwendet werden. Eine
geeignete Endverbindung (z.B.
Seilschloss) ist vorzusehen. Sogenannte „Seilhalter“ dürfen nicht für
dynamische Lasten mit Kettenzügen eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass sämtliche Leichtlastpunkte (i.d.R. sind das
50-kg-Punkte) NUR mit 5-6-mmSeilen übergeben werden! Eine
Verwendung von Handkettenzügen
muss bei dem Bestellvorgang
zwingend mit angegeben werden!
Handkettenzüge dürfen nur für
„einsträngige“ Konstruktionen verwendet werden. Der Einsatz von
Handkettenzügen für komplexe
Systeme ist nicht erlaubt.
Der Trag- und Lasthaken des Hebezeuges muss sich in einer lotrechten
Geraden über dem Schwerpunkt
der Last befinden. Es müssen immer so viele Personen gleichzeitig
anheben, wie sich Handkettenzüge
im Einsatz befinden! Ein Anheben
der Lasten ohne die erforderliche
Personenzahl ist untersagt! Dabei
ist auf ein gleichmäßiges Anheben/
Hochziehen zu achten.
25
Es ist ebenfalls darauf zu achten,
dass sich während des Hebevorgangs keine Personen unter der
Last aufhalten.
Das Eigengewicht der Handkettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen um eine
Überlast der Tragpunkte zur verhindern.
Alle Handkettenzüge als auch Hebebänder (Polyesterrundschlingen)
sind immer zusätzlich mit einem
Stahlseil oder einer zugelassenen
Kette zu sichern (sog. Safeties).
4.7.5.3 Verbindungsmittel
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch
beanspruchter Teile ist nicht gestattet. Als Verbindungsmittel als
auch zur Sicherung (Safeties) dürfen nur zugelassene Verbindungsmittel (u.a. hochfeste Schäkel,
Schraubkarabiner) verwendet werden.
4.7.6Standbegrenzungswände
Von der Messe Frankfurt werden
im Allgemeinen einheitliche Standtrennwände in der Höhe von 2,50 m
mit Stellfüßen bis zu 0,12 m Länge
aufgestellt.
Einseitig offene Stände erhalten
eine Rückwand und zwei Seitenwände.
Zweiseitig offene Stände erhalten
eine Rück- und eine rechte oder
linke Seitenwand bzw. nur zwei
Seitenwände. Dreiseitig offene
Stände werden nur mit einer Rückwand versehen.
Vierseitig offene Stände erhalten
keine Trennwände. Die Flächen
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
dieser Stände werden auf dem Hallenboden abgegrenzt. Bei ein- und
zweiseitig offenen Ständen sind jeweils 5 cm von der bestätigten
Standbreite abzuziehen, um das
lichte Maß zu erhalten.
Die Trennwände dürfen auf keinen
Fall beschädigt werden. Die Messe
Frankfurt behält sich vor, dem Aussteller Kosten für eine gegebenenfalls erforderliche Instandsetzung
zu berechnen.
Werden bei Beginn des Standaufbaus an den kunststoffbeschichteten
Wänden vom Aussteller bzw. dessen
Standgestalter Beschädigungen
festgestellt, ist dies umgehend
dem zuständigen Hallenservice zu
melden.
Leichte Gegenstände können mit
Dekorationshaken, die beim Hallenservice erhältlich sind, an den
Standwänden befestigt werden.
Die Haken sind an der Oberkante
des Stand-Wand-Systems einzuhängen. Sie sind maximal mit 4 kg
belastbar. Pro Wandelement dürfen
nicht mehr als zwei Haken angebracht werden.
Das Standwandsystem hat eine
kunststoffbeschichtete Oberfläche,
an der nicht genagelt, geschraubt,
geklebt und die nicht gestrichen
werden darf. In Ausnahmefällen
gestattet die Messe Frankfurt
Medien und Service GmbH (MFS)
auf gesonderten Antrag, dass
Wände mit geeignetem Material
tapeziert werden, sofern die Kosten
für die Zurückführung in den ursprünglichen Zustand vom Aussteller vor Ausführung der Arbeiten
erstattet werden. Das Anbringen
von Lacktapeten, abwaschbaren
Tapeten, Stannioltapeten oder
anderen Tapeten, die mit einer
Sperrschicht versehen sind, ist
nicht gestattet. Das Bekleben des
Standwandsystems mit selbstklebenden Bändern und Folien u.ä.
ist nicht zulässig.
Auf Wunsch können zusätzliche
Trennwände für Besprechungskabinen innerhalb der Stände oder
für sonstige Standaufteilungen zu
Lasten des Ausstellers aufgestellt
werden. Die MFS wird diese Arbeiten
durch eine Fachfirma vornehmen
lassen. Die MFS bietet darüber hinaus
dem Aussteller Komplettstände in
Standardgrößen und -ausstattungen
zwischen 15 und 49 m² sowie auf
Anfrage individuelle Standausstattungen für größere Standflächen zur
Miete an. Die Bestellung erfolgt
über den Online-Bestellshop der
Messe Frankfurt.
4.7.7Werbemittel/Präsentationen
Stand- und Exponatbeschriftung,
Firmen und Markenzeichen dürfen
die vorgeschriebene maximale
Bauhöhe (siehe Anlage) nicht überschreiten. Werbeträger, Logos etc.
sind mindestens 1,00 m von der
Grenze zum Nachbarstand einzurücken. Sie sollen ein ansprechendes Bild ergeben. Präsentationen,
optische, sich langsam bewegende
und akustische Werbemittel sowie
musikalische Wiedergaben sind erlaubt, sofern sie den Nachbarn
nicht belästigen, nicht zu Stauungen
auf den Gängen führen und die
messeeigene Ausrufanlage in den
Hallen nicht übertönen. Die Lautstärke darf 70 dB(A) an der Standgrenze nicht überschreiten.
Die Messe Frankfurt kann bei
Verstößen gegen diese Regelung
26
einschreiten und ggf. Stilllegung
verlangen.
Bei Showveranstaltungen sind die
Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften „Veranstaltungs- und
Produktionsstätten für szenische
Darstellung“ (BGV C1 / DGUV17/18) zu beachten. Shows oder
Produktpräsentationen mit Showeinlagen müssen bei der Messe
Frankfurt angemeldet werden.
Die Verteilung von Drucksachen
und der Einsatz von Werbemitteln
ist nur auf der eigenen Standfläche
zulässig.
4.7.8 Barrierefreies Bauen
Beim Bau der Stände sollte auf
Barrierefreiheit geachtet werden.
Stände und deren Einrichtungen
sollten auch für mobilitätseingeschränkte Personen ohne fremde
Hilfe zugänglich und nutzbar sein.
4.7.9 Fundamente, Gruben
Werden Fundamente, Gruben oder
andere bauliche Veränderungen
vom Aussteller geplant, so sind
hierfür der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, bis spätestens
sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn maßstabsgerechte Pläne,
aus denen auch die Lasten und
Größen der Ausstellungsobjekte
und Lagerflächen zu ersehen sind,
zur Genehmigung vorzulegen.
Sämtliche hierdurch und zum einwandfreien Rückbau nach der Veranstaltung entstehenden Kosten
hat der Aussteller zu tragen.
Aufträge sind ausschließlich an die
Messe Frankfurt zu richten.
Technische Richtlinien
4.8Freigelände
Die vorangehenden allgemeinen
Bestimmungen für den Standaufbau gelten sinngemäß für die
Stände im Freigelände.
Für Stände im Freigelände sind der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, bis spätestens sechs
Wochen vor Aufbaubeginn maßstabsgerechte Grundrisse und Ansichten über den beabsichtigen
Standaufbau und die Ausgestaltung
der Stände mit den genauen Maßen
zur Genehmigung vorzulegen. Die
Genehmigung der Stände im Freigelände ist kostenpflichtig. Eine
geprüfte oder prüffähige Statik ist
mit einzureichen. Bei nicht geprüfter
Statik wird eine Prüfung durch ein
von der Messe Frankfurt beauftragtes
Ingenieurbüro erforderlich. Diese
Kosten werden dem Aussteller
separat vom Ingenieurbüro in
Rechnung gestellt.
Soweit die Aufbauten als sogenannte „Fliegende Bauten“ eingestuft werden, muss ein gültiges
Prüfbuch vorliegen. Die Aufstellung
des „Fliegenden Baus“ ist bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, anzuzeigen. Die Genehmigungsunterlagen/Prüfbuch müssen vor Veranstaltungsbeginn zur
Abnahme am Stand vorliegen.
Die Kosten für die Abnahme des
„Fliegenden Baus“ werden dem
Aussteller/Standbauer in Rechnung
gestellt. Werden im Freigelände
vom Aussteller Bodenaufbrüche für
Fundamente, Gruben, Rohrleitungen,
Kabelgraben, Fahnenmaste usw.
geplant, so ist hierfür rechtzeitig
die Genehmigung der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
einzuholen. Ohne eine Genehmigung dürfen diese Arbeiten nicht
ausgeführt werden.
Bodenverankerungen wie Erdnägel
o.ä. sind nicht gestattet.
4.9 Zweigeschossige Bauweise
4.9.1Bauanfrage
Eine zweigeschossige Bauweise ist
nur mit Zustimmung der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
möglich. Die Anfrage ist bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn an die
Messe Frankfurt Venue GmbH
Technisches Veranstaltungsmanagement Messen
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
[email protected]
messefrankfurt.com
zu stellen.
Die Prüfung der zweigeschossigen
Bauweise ist für den Aussteller
kostenpflichtig. Diese Prüfkosten
enthalten nicht die Kosten einer
erforderlichen Brandmeldeanlage
oder anderer brandschutztechnischen
Maßnahmen, die erforderlich werden können.
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände,
Höhe der Standinnenräume
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, nach eigenem Ermessen im
Interesse der Gesamtgestaltung
der Halle und aus Sicherheitsgründen zweigeschossige Aufbauten
abzulehnen.
Die lichte Höhe von Innenräumen
muss bei mehrgeschossiger Bauweise mindestens 2,30 m betragen.
Die durch das Obergeschoss überbaute Standfläche ist ab einer
Obergeschossfläche von 30 m² mit
einer automatischen Brandmeldeanlage auszustatten. Ggfs. sind
auch andere Maßnahmen erforderlich, genauere Angaben sind unter
27
Punkt 4.4.1 in den Tabellen 1 und 2
zu finden. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen sind vom
Aussteller bei der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, zu bestellen. Von der Messe Frankfurt werden die entsprechenden
Installationen veranlasst und die
hierfür entstehenden Kosten dem
Aussteller in Rechnung gestellt.
Die der Messe Frankfurt überlassene, geprüfte oder prüffähige Baustatik wird zur Überprüfung auf
Übereinstimmung mit den vorgelegten Ausführungsplänen an ein
von der Messe Frankfurt beauftragtes
Ingenieurbüro übergeben. Sollte
keine, von einem zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte Statik
vorliegen, wird das Ingenieurbüro
die Prüfung selbst vornehmen und
Technische Richtlinien
4.9 Zweigeschossige Bauweise
separat an den Aussteller weiterberechnen. Der Statiker wendet
sich zu gegebener Zeit bzw. nach
Absprache an den Standbauleiter,
um den Standaufbau in statischer
Hinsicht zu überprüfen.
4.9.3Nutzlasten/Lastannahmen
Für die Geschossdecke eines zweigeschossigen Messestandes innerhalb einer Messehalle sind nach
DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12 Tabelle
6.1DE [Kat. C] als lotrechte Nutzlast
anzusetzen:
–Eine eingeschränkte Nutzung
durch Fachbesucher oder
Standpersonal für Besprechungen und Kundenbetreuung,
d.h. Möblierung mit Tischen
und Stühlen in freier Anordnung oder in abgeteilten Besprechungsbüros erfordert eine
Nutzlast [Kat. C1]: qk = 3,0 kN/m².
–Eine uneingeschränkte Nutzung
als frei zugängliche Ausstellungs- und Versammlungsfläche oder Verkaufsraum, ohne
oder mit dichter Bestuhlung erfordert eine Nutzlast [ab Kat.
C3]: qk = 5,0 kN/m².
Die Nutzung ist jeweils deutlich erkennbar in die zur Genehmigung
eingereichten Pläne einzutragen.
Bei dem Standsicherheitsnachweis
ist zu berücksichtigen, dass Verankerungen nicht möglich sind.
Zur Erzielung einer ausreichenden
Längs-Querstabilität bei zweigeschossigen Messeständen oder
Tribünen ist in oberster Fußbodenhöhe eine Horizontallast von
H = qk/20 (qk = lotrechte Nutzlast)
anzusetzen.
Für Brüstungen und Geländer ist
nach DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12
Tabelle 6.12DE eine horizontale
Nutzlast [bei Flächen der Kat. C1C4] von qk = 1,0 kN/m in Holmhöhe anzusetzen.
Es ist nachzuweisen, dass die zulässigen Lasten auf dem Hallenboden z. B. durch Einzelstützen nicht
überschritten werden (s. hierzu
auch „Technische Daten der Hallen
der Messe Frankfurt“). Für mehrgeschossige Aufbauten und Sonderkonstruktionen ist unterhalb der
Stützen eine lastverteilende Bodenplatte von mindestens
0,20 m x 0,20 m vorzusehen, bei
hohen Lasten entsprechend den
statischen Anforderungen. Treppen
und Treppenpodeste müssen
immer für eine Nutzlast [Kat. T2]:
qk = 5,0 kN/m² ausgelegt werden.
4.9.4Rettungswege/Treppen
Im Obergeschoss eines zweigeschossigen Ausstellungsstandes
darf die Entfernung über die Treppe
von jeder zugänglichen Stelle aus
zum nächstliegenden Hallengang
höchstens 20,00 m Lauflinie betragen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen. Die Anzahl und
lichte Breite der Treppen ergibt
sich aus der Fläche des Obergeschosses und der Personenzahl im
Obergeschoss (siehe hierzu auch
Punkt 4.4.1):
–Bis 100 m² Obergeschossfläche,
weniger als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
28
0,90 m, entgegengesetzt angeordnet
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, mehr als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– Ab 200 m² Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je
1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind
als zusätzliche Treppe zugelassen.
Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen
oder Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement.
Treppen mit einer Breite von mehr
als 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Die Handläufe sind fest, griffsicher
und ohne freie Enden auszuführen.
4.9.5Baumaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende
oder toxische Gase bildende Mate-
Technische Richtlinien
4.9 Zweigeschossige Bauweise
rialien wie z.B. Polystyrol-Hartschaum, PVC oder ähnliche, sowie
verschiedene Acrylglasprodukte
dürfen nicht verwendet werden.
Die eingesetzten Materialien dürfen im Brandfall nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen.
4.9.6Obergeschoss
Im Obergeschoss sind im Bereich
der Brüstungen, falls erforderlich,
auf dem Fußboden Abrollsicherungen von mindestens 0,05 m
Höhe anzubringen.
Brüstungen sind entsprechend
Punkt 4.6 und Punkt 4.9.3 auszuführen.
Das zweite Geschoss muss zu den
Nachbarständen einen Abstand
von mindestens 2,5 m haben, oder
die an den Nachbarstand angrenzende Seite des Obergeschosses
muss mit einer mindestens 2 m
hohen Wand geschlossen werden.
Die Decke von Obergeschossen ist
grundsätzlich offen zu gestalten,
damit Feuerlöschanlagen in ihrer
Wirksamkeit nicht beeinträchtigt
werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen ausge-
29
führt werden, gelten die Anforderungen wie in Tabelle 2 unter Punkt
4.4. Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen dargestellt.
Sämtliche erforderlichen brandschutztechnischen Maßnahmen
sind unter Punkt 4.4.1 Brandschutz
zu finden. Zusätzlich zu den bereits
im Erdgeschoss vorhandenen Feuerlöschern ist mindestens ein zugelassener und geeigneter Feuerlöscher (entsprechend DIN 14406/
EN3) pro Treppenabgang gut sichtbar und griffbereit anzuordnen.
Technische Richtlinien
5. Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen, Technische Vorschriften,
Technische Versorgung
5.1 Allgemeine Vorschriften
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der
Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem Stand verantwortlich.
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen
nur im Rahmen der arbeits- und
gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.1.1Schäden
Jede durch Aussteller oder deren
Beauftragte verursachte Beschädigung auf dem Messegelände,
seinen Gebäuden oder Einrichtungen wird nach Beendigung der
Veranstaltung auf Kosten des Ausstellers durch die Messe Frankfurt
beseitigt.
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln
Bolzenschuss- und Bolzenschubgeräte können im Einzelfall zugelassen werden. Der Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen ohne
Späneabsaugung ist nicht zulässig.
Der Einsatz von Kränen, Gabelstaplern und sonstigen Be- und Entladehilfen ist ausschließlich dem Logistikservice der Messe Frankfurt
vorbehalten. Der Einsatz firmeneigener Gabelstapler ist aus
Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Gabelstapler zum Be- und Entladen
können bei Bedarf durch den
Logistikservice der Messe Frankfurt entgeltpflichtig zur Verfügung
gestellt werden.
Der Einsatz von elektrisch betriebe-
nen Hubwagen zum ebenerdigen
Warentransport ist erlaubt.
Elektrisch betriebene Hubwagen
sind ausschließlich für Montagearbeiten auf der angemieteten
Standfläche und nicht für Be- und
Entladungen gestattet.
Ende eines jeden Veranstaltungstages beim Verlassen des Standes
alle Verbraucher auszuschalten.
Ausnahme: Notbeleuchtung und
sicherheitstechnische Anlagen,
Kühlschrank, Computer und Server,
die für die Standtechnik notwendig
sind und bei denen ein Neustart
mit großem Aufwand verbunden
ist.
Frankfurt ausgeführt werden. Aufträge hierfür erteilt der Aussteller
direkt der Messe Frankfurt. Die
Ausführung erfolgt durch eine von
der Messe Frankfurt zugelassene
Elektroinstallationsfirma.
5.3Elektroinstallation
5.3.1Anschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer
Energie versorgt werden soll, erhält
einen oder mehrere Anschlüsse,
die ausschließlich von den Vertragspartnern der Messe Frankfurt
kostenpflichtig durchgeführt werden.
Die Stromversorgung wird aus
Sicherheitsgründen am letzten Veranstaltungstag eine Stunde nach
Messeschluss eingestellt.
Aus sicherheits- und brandschutztechnischen Gründen sind am
5.3.2Standinstallation
Die Elektroinstallation innerhalb
des Standes kann durch die Messe
30
5.3.3 Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist nach den neuesten Sicherheitsvorschriften des Verbandes
der Elektrotechnik (VDE) auszuführen. Besonders zu beachten sind
Technische Richtlinien
5.3Elektroinstallation
VDE 0100, 0100-718, 0128 und die
IEC-Norm 60364-7-711. Der Aussteller übernimmt die volle Haftung
für Schäden, die durch fehlerhafte
Elektroinstallationen an Hallen und
Gebäudeteilen der Messe Frankfurt
sowie an Messeständen und Exponaten von Mitausstellern entstehen
können.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen darf die in VDE
0160 und VDE 0838 (EN 50 006)
angegebenen Werte nicht überschreiten.
Für Geräte und Exponate mit Frequenzumrichter sind geeignete allstromsensitive Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD) Typ B nach
DIN VDE 0664.100 durch den Aussteller zu installieren.
Leitfähige Bauteile sind in die Maßnahmen zum Schutz bei indirektem
Berühren mit einzubeziehen (Standerdung).
Außerdem dürfen nur Leitungen,
wie die Typen NYM, H05VV-F,
H05RR-F, mit einem Mindestquerschnitt von 1,5 mm2 Cu verwendet
werden. Alle verwendeten Leitungstypen sind ausschließlich
nach Maßgabe der Vorschriften
der DIN VDE 0281 und 0282 zu
verwenden.
Unzulässig sind Flachleitungen jeder Art. In Niedervoltanlagen sind
blanke elektrische Leiter und Klemmen
unzulässig.
Die Sekundärleitungen sind gegen
Kurzschluss und Überlast zu schützen.
5.3.4Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind
alle wärmeabgebenden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer,
Transformatoren usw.) auf nicht-
brennbaren, wärmebeständigen und
nicht wärmeleitenden Unterlagen zu
montieren.
Entsprechend der Wärmeentwicklung ist ein ausreichend großer Abstand zu brennbaren Materialien
sicherzustellen.
Beleuchtungskörper dürfen nicht
an brennbaren Dekorationen o.ä.
angebracht werden.
5.3.5Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die
Besonderheit ihrer Bauweise die
vorhandene allgemeine Sicherheitsbeleuchtung nicht wirksam
ist, bedürfen einer zusätzlichen
eigenen Sicherheitsbeleuchtung, in
Anlehnung an VDE 0100-718. Sie
ist so anzulegen, dass ein sicheres
Zurechtfinden bis zu den allgemeinen Rettungswegen gewährleistet
ist.
5.4 Wasser- und Abwasserinstallation
Jeder Stand, der mit Wasser/Abwasser versorgt werden soll, erhält
einen oder mehrere Anschlüsse.
Bei der Ausführung des Wasseranschlusses wird die Zuflussleitung
mit einem ½ Zoll-Rohr und die Abflussleitung mit einem 40 mm Rohr
installiert. Die Zu- und Abflussleitungen des Wasseranschlusses
werden auf dem kürzesten Weg bis
zur Rück- bzw. Seitenwand des
Standes über dem Hallenboden
verlegt. In den Hallenebenen 4.0,
8.0, 9.0 sowie im Freigelände ist
eine Unterflurverlegung möglich.
Innerhalb des Standes wird die
Leitung über dem Fußboden entlang den Standwänden verlegt.
Um dem Aussteller bei Störungen
schnell zu helfen, unterhält die
Messe Frankfurt während der
Veranstaltungstage eine Störungswache, deren Standort bei der
Halleninspektion zu erfahren ist.
Auch die Anschlüsse innerhalb des
Standes dürfen ausschließlich
durch den Vertragsinstallateur der
Messe Frankfurt ausgeführt werden.
Die Kosten für zusätzliche sanitäre
Einrichtungen wie Vermietung von
Waschbecken, Spülen usw. sowie
die Montage von ausstellereigenen
Geräten werden dem Aussteller in
Rechnung gestellt.
Beide Vertragsparteien erkennen
die Anschluss- und Lieferbedin31
gungen für Wasser als für beide
Seiten verbindliche Bestandteile
des Vertrages an.
Die Wasserversorgung wird am
letzten Veranstaltungstag aus
Sicherheitsgründen – in der Regel
eine Stunde nach Messeschluss –
eingestellt.
Alle Installationen innerhalb der
Stände müssen der aktuell gültigen
Trinkwasserverordnung entsprechen, so dass durch Installation
und Betrieb eines Anschlusses eine
nachhaltige Beeinflussung der
Trinkwasserqualität ausgeschlossen wird.
Technische Richtlinien
5.5 Druckluft- / Gasinstallation
5.5.1Druckluftinstallation
Jeder Stand, der mit Druckluft versorgt werden soll, erhält einen oder
mehrere Anschlüsse. Die Installation dieser Anschlüsse wird durch
die Messe Frankfurt veranlasst.
Druck: max. 8 bar (ggf. Druckminderer vorsehen)
Druckluftschlauch mit Kugelhahn:
½’’ bis 1500 l/min
¾’’ über 1500 l/min
Druckluftversorgung ab letztem
Aufbautag. Danach jeweils morgens
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn bis 30 Minuten nach Veranstaltungsende.
5.5.2Gasinstallation
Jeder Stand, der mit Gas/Erdgas
versorgt werden kann, erhält einen
oder mehrere Anschlüsse. Die
DVGW-Installationsvorschriften für
den Anschluss von Geräten sind
verbindlich. Abgase von Großgeräten
müssen ins Freie geführt werden.
Die Installation der Anschlüsse
wird von der Messe Frankfurt veranlasst.
Zugänge zu den Absperrschiebern
installierter Gasanlagen sind am
Stand gemäß ASR A 1.3 (Sicherheitskennzeichnung) deutlich zu
kennzeichnen.
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
5.6.1Maschinengeräusche
Der Betrieb lärmverursachender
Maschinen und Geräte soll im Interesse aller Aussteller und Besucher
möglichst eingeschränkt bleiben.
Die Geräusche an der Standgrenze
dürfen 70 dB(A) nicht überschreiten.
5.6.2Produktsicherheit
Der Aussteller technischer Arbeitsmittel ist im Sinne des Produktsicherheitsgesetz verpflichtet, sich
nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) sowie den jeweiligen
harmonisierten Vorschriften der EU
zu richten. Benutzer oder Dritte müssen bei bestimmungsgemäßer Verwendung gegen Gefahren an Leben und Gesundheit geschützt
werden. In keinem Fall dürfen Maschinen und Geräte ohne die dazugehörigen Schutzeinrichtungen
vorgeführt werden. Sollten technische Arbeitsmittel in Funktion gezeigtwerden, können Geräteteile
oder Schutzeinrichtungen auch aus
durchsichtigem Werkstoff bestehen,
sofern damit die gleiche Sicherheit
gewährleistet ist.
Ausgestellte technische Arbeitsmittel
können während der Dauer der
Veranstaltung durch eine Kommission einer Sichtprüfung unterzogen
werden. Wird dabei festgestellt,
dass das technische Arbeitsmittel
nicht den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht,
kann die zuständige Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheits-technik des Regierungspräsidiums
Darmstadt u.a. ein Bußgeld verhängen oder das Ausstellen mit
sofortiger Wirkung untersagen,
selbst wenn dieses bereits für die
Ausstellung aufgestellt ist. Bei bestimmten Maschinen und Geräten
(technische Arbeitsmittel) ist eine
CE-Kennzeichnung als sichtbares
Zeichen für die Einhaltung o.g. Vorschriften anzubringen. Zur Überprüfung, ob die einschlägigen Vorschriften bei der CE-Kennzeich-
32
nung eingehalten wurden, sind
vom Aussteller am Ausstellungsstand in deutscher Sprache sowohl
die EU-Konformitätserklärung bzw.
Herstellererklärung als auch die
Betriebsanleitung bereitzuhalten.
Nach § 3 Abs 5 ProdSG ist es zulässig, dass bei Messen, Ausstellungen, Vorführungen und dergleichen den geltenden Gemeinschaftsbestimmungen nicht entsprechende technische Arbeitsmittel ausgestellt werden, sofern der
Aussteller deutlich darauf hinweist,
dass sie nicht den Anforderungen
entsprechen und erst erworben
werden können, wenn der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft
niedergelassener Bevollmächtigter
die Übereinstimmung mit den Anforderungen hergestellt hat.
Bei einer Vorführung sind die erforderlichen Vorkehrungen zum
Schutz von Personen zu treffen.
Die Messe Frankfurt GmbH ist berechtigt, jederzeit das Vorführen
Technische Richtlinien
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
und Ausstellen von technischen
Arbeitsmitteln zu untersagen,
wenn nach ihrer Ansicht dabei Gefährdungen oder Belästigungen zu
befürchten sind.
Unberührt hiervon bleibt das Recht
des Regierungspräsidiums Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und
Umwelt Frankfurt a.M., Untersagungsverfügungen zu erlassen.
5.6.2.1Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen
nur mit allen Schutzvorrichtungen
in Betrieb genommen werden.
Statt der normalen Schutzabdeckungen dürfen sichere transparente
Abdeckungen verwendet werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb
genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden,
um dem Besucher die Bauart und
Ausführung der abgedeckten Teile
erkennbar zu machen.
Die Schutzvorrichtungen müssen
dann neben der Maschine sichtbar
aufgestellt bleiben.
5.6.2.2.Prüfverfahren
Die ausgestellten technischen
Arbeitsmittel werden hinsichtlich
ihrer unfallschutz- und sicherheitstechnischen Ausführung von der
zuständigen Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt,
Frankfurt) gegebenenfalls gemeinsam mit den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen besichtigt und auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen
hin überprüft.
Zur Überprüfung der CE-Kennzeichnung durch das Amt ist es geboten,
die EG-Konformitätserklärung auf
dem Messestand zur Einsichtnahme
bereitzuhalten.
In Zweifelsfällen sollen sich Aussteller frühzeitig vor Messebeginn
mit dem zuständigen Amt in Verbindung setzen.
5.6.2.3Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die Messe
Frankfurt berechtigt, jederzeit den
Betrieb von Maschinen, Apparaten
und Geräten zu untersagen, wenn
nach ihrer Ansicht durch den
Betrieb Gefahren für Personen und
Sachen zu befürchten sind.
5.6.3Druckbehälter
5.6.3.1Abnahmebescheinigung
Druckbehälter dürfen auf dem
Stand nur betrieben werden, wenn
die gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in der jeweils
gültigen Fassung geforderten Prüfungen durchgeführt wurden. Die
darüber ausgestellten Prüfnachweise sind am Ausstellungsort
beim Druckbehälter aufzubewahren
und auf Verlangen der zuständigen
Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Auskünfte zu den entsprechenden
Vorschriften erteilt das
Regierungspräsidium Darmstadt
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
Tel.
+49 69 2714-0
Fax
+49 69 2714-5951
33
5.6.3.2Prüfung
Die Bescheinigung über die Bauund Wasserdruck-Prüfung reicht
nicht aus. Diese Forderung gilt
auch für ausländische oder geliehene Behälter.
Bei Anmeldung bis sechs Wochen
vor Messebeginn können prüfpflichtige Druckbehälter bis einen
Tag vor Messeeröffnung unter Vorlage der Bau- und WasserdruckPrüfungsbescheinigung und der
Gestellung eines Monteurs auf
dem Messestand der Abnahmeprüfung durch den TÜV unterzogen werden.
Anfragen sind an die Messe Frankfurt zu richten.
5.6.3.3Mietgeräte
Da die Beurteilung ausländischer
Druckbehälter während der relativ
kurzen Messeaufbauzeit nicht
durchgeführt werden kann, ist der
Benutzung von geprüften Mietbehältern der Vorzug zu geben.
Mietbehälter sind gebührenpflichtig.
5.6.3.4Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der
Veranstaltung für das Aufsichtsamt
bereitzuhalten. Auskünfte erteilt
das Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und
Umwelt, Frankfurt am Main, als die
zuständige Aufsichtsbehörde.
5.6.4 Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene brennbare, gesundheitsschädliche oder die Allgemeinheit
Technische Richtlinien
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
belästigende Dämpfe und Gase
dürfen nicht in die Hallen eingeleitet
werden. Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen nach Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetztes in der jeweils gültigen
Fassung ins Freie abgeführt werden.
5.6.5Abgasanlagen
Zur Ableitung brennbarer, gesund-
heitsgefährdender oder die Allgemeinheit belästigender Dämpfe
und Gase ist die Montage einer
Abgasleitung in Verbindung mit
einer Abgasöffnung notwendig.
Die Abzüge werden ausschließlich
von der Messe Frankfurt mit eigenem Material, soweit technisch
möglich, bis ins Freie montiert.
Die Anschlüsse an den Exponaten
sind von dem Aussteller herzustellen.
Dem formlosen Antrag ist eine
Grundrissskizze beizufügen, aus
der die gewünschte Platzierung der
Anschlüsse ersichtlich ist.
Dem Antragsteller wird ein Kostenvoranschlag übersendet. Die Arbeiten werden erst nach Anerkennung
des Kostenvoranschlags und nach
Auftragserteilung ausgeführt.
5.7 Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten
5.7.1 Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung
von Druck- und Flüssiggas in den
Messehallen und auf dem Gelände
ohne schriftliche Genehmigung der
Messe Frankfurt ist verboten.
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für
Druckgasflaschen
Bei Verwendung von Flüssiggas
oder anderer brennbarer Gase in
Druckgasflaschen für die Präsentationen von Exponaten muss eine
Genehmigung bei der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
schriftlich und rechtzeitig eingeholt
werden.
Entsprechend den einschlägigen
Unfallverhütungsvorschriften sind
Druckgasflaschen gegen Stoß,
Umfallen, Zugriff Unbefugter sowie
vor Erwärmung zu schützen.
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
Die Verwendung von Flüssiggas ist
innerhalb der Ausstellungshallen
grundsätzlich nicht gestattet. In
genehmigten Ausnahmefällen (zur
Erzielung des Ausstellungszwecks)
darf nur eine Druckgasflasche bis
zu 11 kg Inhalt je Ausstellungsstand
aufgestellt werden. Leere Flaschen
dürfen nicht am Stand und in der
Halle aufbewahrt oder gelagert
werden.
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung von Flüssiggasanlagen
sind die „Technischen Regeln Flüssiggas“ TRF 2012 (Herausgeber:
DVGW Deutscher Verein des Gasund Wasserfaches e.V. und DVFG
Deutscher Verband Flüssiggase e.V.)
sowie die „Richtlinien für die Ver-
34
wendung von Flüssiggas“ ZH 1/455
(Herausgeber: Hauptverband der
gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu beachten.
5.7.2
Brennbare Flüssigkeiten
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
Die Lagerung und Verwendung
brennbarer Flüssigkeiten (siehe
Verordnung über brennbare Flüssigkeiten BGBl I) in den Messehallen
und auf dem Gelände ohne schriftliche Genehmigung ist verboten.
Die Genehmigung zur Lagerung
und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten kann für den Betrieb oder die
Vorführung von Exponaten erteilt
werden. Der entsprechende Antrag
ist bei der Messe Frankfurt mit dem
Sicherheitsdatenblatt einzureichen.
Zu Werbe- und Dekorationszwecken sind Dummys einzusetzen.
Technische Richtlinien
5.7 Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten
5.7.2.2Bedarfslagerung
Zum Betrieb und zur Vorführung
darf jeweils nur der Bedarf an
brennbarer Flüssigkeit für einen
Tag am Stand vorgehalten werden.
Die Höhe dieses Bedarfs ist im
Antrag zu benennen.
chende Beschilderung ist zu sorgen. Es müssen geeignete
Handfeuerlöscher bereitstehen.
5.7.2.3Vorratsbehälter
Der Tagesbedarf ist in geschlossenen, bruchsicheren Behältern übersichtlich zu lagern. Er muss dem
Zugriff Unbefugter entzogen sein.
Die Vorratsbehälter sind in nichtbrennbaren Auffangbehältern zu
verwahren.
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
Anlagen, die mit brennbaren
Flüssigkeiten betrieben oder vorgeführt werden, sind an den Einfüllstutzen sowie an den Stellen, an
denen Flüssigkeiten austreten
können, mit nicht brennbaren Auffangbehältern zu versehen.
Ausgelaufene brennbare Flüssigkeiten sind wegen der möglichen
Brand- oder Explosionsgefahr
sofort aus den Behältern zu entfernen und gefahrlos zu beseitigen.
5.7.2.4Lagerort
Am Lagerort hat absolutes Rauchverbot zu herrschen. Für entspre-
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
Da beim Einfüllen der Flüssigkeiten
ein besonderer Gefahrenmoment
eintritt, ist hier mit größter Sorgfalt
und Vorsicht zu verfahren.
5.7.2.7 Leere Behälter
Leere Behälter, in denen brennbare
Flüssigkeiten enthalten waren, dürfen nicht am Stand bzw. nicht in
der Halle aufbewahrt oder gelagert
werden.
5.7.3 Brennpasten und andere
Brennstoffe
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz,
Kohle, Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben
werden, sind nicht zulässig.
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe
Der Einsatz und die Verwendung
asbesthaltiger Baustoffe oder
asbesthaltiger Erzeugnisse sowie
anderer Gefahrstoffe ist verboten.
Grundlage hierfür ist das Gesetz
zum Schutz vor gefährlichen Stoffen
(Chem. Gesetz), BGBl I, Teil I,
Seite 1703, in Verbindung mit der
Chemikalien-Verbotsverordnung
(ChemVerbotsV) sowie der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).
5.9 Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen und sonstige Präsentationen
Zuschauerräume, die mehr als 100
m² Grundfläche haben und/oder für
mehr als 100 Besucher bestimmt
sind, müssen mindestens zwei
Ausgänge unmittelbar zu den Gängen der Hallen haben.
Diese Ausgänge sind möglichst
weit voneinander entfernt und entgegengesetzt anzuordnen.
Zuschauerräume bedürfen einer
besonderen Genehmigung, wenn
sie mehr als 200 Personen fassen
35
(siehe Punkt 4.5).
Für Szenenflächen > 50m² gelten
die Bestimmungen des § 40 der
MVStättV.
Technische Richtlinien
5.10Strahlenschutz
5.10.1 Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen bedarf nach der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) der
Genehmigung; dies gilt auch für
das Ausstellen. Die Genehmigung
ist bei der für den Ausstellungsort
zuständigen Behörde schriftlich zu
beantragen und mindestens
6 Wochen vor Messebeginn der
Messe Frankfurt vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung
vorhanden ist, ist nachzuweisen,
dass der beabsichtige Umgang mit
radioaktiven Stoffen auf dem
Messegelände rechtlich abgedeckt
ist.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Umgang und den Aufstellungs-/Verwendungsort radioaktiver Stoffe schriftlich zu informieren.
5.10.2 Röntgenanlagen und
Störstrahler
Der Betrieb von Röntgenanlagen
und Störstrahlern ist genehmigungspflichtig und mit der Messe
Frankfurt abzustimmen.
Die Verordnung über den Schutz
vor Schäden durch Röntgenstrahlen (RöV) ist zu beachten.
Der Betrieb von Röntgenanlagen
und Störstrahlern ist genehmigungsoder anzeigepflichtig gemäß §§ 3,
4, 5, 8 RöV. Die zuständige Behörde
ist das
Regierungspräsidium Darmstadt,
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
Tel.
+49 69 2714-0
Fax
+49 69 2714-5951
bei dem die Anträge oder Anzeigen
mindestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn formlos dreifach
einzureichen sind.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/ Verwendungsort von
Röntgenanlagen und Störstrahlern
schriftlich zu informieren.
5.10.3Lasereinrichtungen
Der Betrieb von Lasereinrichtungen
und -geräten ist anmeldepflichtig.
Das Formular „Anmeldung einer
Lasereinrichtung“ ist bei der Messe Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
anzufordern und ausgefüllt zurückzusenden.
Der Betrieb von Laseranlagen ist
gem. § 6 Unfallverhütungsvorschrift „Laserstrahlung“ DGUV Vorschrift 2 bei der zuständigen Behörde anzuzeigen.
Bei dem Betrieb von Lasereinrichtungen sind die Anforderungen der
Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung 2006/25
EG/OStrV, der DIN EN 60825-1, der
DIN EN 12254 sowie bei Showlasern die Anforderungen der DIN
56912 zu beachten.
Durch technische oder organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass Personen bei
Justierung und Betrieb der Laseranlage keiner Laserstrahlung oberhalb der maximal zulässigen Bestrahlung ausgesetzt sind. Bei der
Vorführung von Lasereinrichtungen
der Klassen 3R, 3B oder 4 auf Ausstellungen oder Messen muss
sichergestellt sein, dass keine unkontrolliert reflektierte Strahlung
36
auftreten kann und der Laserbereich um die Lasereinrichtungen
durch mit Laserwarnzeichen gekennzeichnete Abschrankungen
oder Verdeckungen räumlich so
eng begrenzt wird, dass er Personen nicht zugänglich ist (OStrV §7).
Darüberhinaus ist der Betrieb einer
Lasereinrichtung der Klassen 3R,
3B oder 4 am Messestand nur
gestattet, wenn diese vor Messebeginn von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen auf ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft worden ist. Eine Ausfertigung
des „Abnahmeprotokoll für eine
vorübergehende Installation“ ist
der Messe Frankfurt Venue GmbH
auszuhändigen.
Falls der Betreiber Änderungen
an / Ergänzungen zu der Lasereinrichtung nach der erfolgten Prüfung /Abnahme durch den öffentlich bestellten und vereidigten
Sachverständigen vornimmt, erlischt die Betriebserlaubnis.
Die Messe Frankfurt Venue GmbH
ist dann berechtigt, die Stromversorgung des Standes abzuschalten
oder die Laseranlage einzuziehen
und sicherzustellen (Rückgabe erfolgt am letzten Messetag nach
Messeschluss.
5.10.4LED
Der Betrieb von energie- oder lichtstarken LED-Anlagen bzw. Scheinwerfern der Risikogruppe 2 und 3
ist bei der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, anzumelden.
Geeignete Löschmittel sind in unmittelbarer Nähe von allen LED-Anlagen einsatzbereit zu halten.
Technische Richtlinien
5.11 Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische Verträglichkeit und Oberschwingungen
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und Elektromagnetischen Feldern ist durch die
Bundesnetzagentur genehmigungspflichtig und mit der Messe Frankfurt abzustimmen, um eine gleichmäßige Verteilung von Frequenzen
zu erreichen und gegenseitige
Beeinflussungen nach Möglichkeit
auszuschließen.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und
Geräten mit elektromagnetischen
Feldern (Fernmeldeanlagen) schriftlich zu informieren.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist nur
dann gestattet, wenn sie den Bestimmungen des Gesetzes über
Fernmeldeanlagen BGBI sowie
dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von
Geräten (EMVG) entsprechen.
Personensuchanlagen, Mikroportanlagen, Gegensprechanlagen und
Fernwirkfunkanlagen dürfen nur
mit der Genehmigung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und
Eisenbahnen,
Außenstelle Eschborn,
Auf der Ludwigshöhe 204
64285 Darmstadt
Tel.: +49 6151 170-255
Fax: +49 6151 170-181
betrieben werden.
Die Inbetriebnahme drahtloser
Personensuchanlagen bedarf – unabhängig von der Genehmigung
durch die Behörde – der Zustimmung der Messe Frankfurt, um
eine gleichmäßige Verteilung von
37
Frequenzen zu erreichen und gegenseitige Beeinflussungen nach
Möglichkeit auszuschließen.
Diese Genehmigung ist unter Angabe der technischen Daten bei
der Messe Frankfurt zu beantragen.
Für die Bestellung einer Frequenzzuteilung verwenden Sie bitte das
entsprechende Formblatt.
Werden Exponate ausgestellt oder
Standdekorationen benutzt, bei
denen elektrische, magnetische
oder elektromagnetische Felder zur
Anwendung kommen, so sind die
Festlegungen der 26. Verordnung
zur Durchführung des
Bundesimmissionsschutzgesetzes
einzuhalten. Quellen starker Magnetfelder sind der Messe Frankfurt mit
Ortsangabe auf dem jeweiligen
Stand mitzuteilen.
Technische Richtlinien
5.12Kräne, Stapler, Leergut
Der Betrieb von eigenem Hebezeug auf dem Messegelände ist
aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Es dürfen nur Geräte der
Messe Frankfurt bzw. deren
Logistikpartner betrieben werden.
Stapler- und Kranleistungen innerhalb des Messegeländes sind ausschliesslich über die Messe Frankfurt zu bestellen und werden von
den Logistikpartnern ausgeführt.
Gleiches gilt für die Lagerung von
Leer- und Vollgut während der Veranstaltungszeit.
Zollabfertigungen zur temporären
bzw. definitiven Einfuhr werden
hingegen direkt von den Logistikpartnern angeboten und berechnet. Für alle Speditionsaufträge auf
dem Messegelände gelten die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) in der jeweils
neuesten Fassung und der Speditionstarif für Messen und Ausstellungen in Frankfurt. Die Lagerung
von Leergut/brennbaren Materialien
jeglicher Art auf den Ständen und
außerhalb des Standes in der Halle
ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüg-
lich zu entfernen. Es kann durch
den Logistikservice der Messe
Frankfurt eingelagert werden:
Logisticservices
Cargo Center Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 75 75-60 75
Fax: +49 69 75 75-9 6075
[email protected]
Das Abstellen von Verpackungsmaterial und Ausstellungsgütern
in den Hallengängen - auch kurzfristig - ist nicht zulässig.
GEMA Bezirksdirektion Stuttgart
Herdweg 63
70174 Stuttgart
Telefon +49 711 22 52-794
Telefax +49 711 22 52-800
[email protected]
www.gema.de
Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA zur Folge
haben (§ 97 Urheberrechtgesetz).
vom Ordnungsamt überprüft. Anzuwenden ist die Verordnung (EG)
Nr. 852/2004 des Europäischen
Parlaments und Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene.
Die Kontrolle der Anlagen obliegt
der
Stadt Frankfurt am Main
Ordnungsamt
Abt. Veterinärwesen
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 212 47099
Email: [email protected]
5.13Musikalische Wiedergaben
Für musikalische Wiedergaben
aller Art ist unter den Voraussetzungen des Urheberrechtgesetzes,
§ 15 Urhebergesetz, die
Erlaubnis der Gesellschaft für
musikalische Aufführungs- und
mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) erforderlich:
5.14Getränkeschankanlagen
Die Inbetriebnahme von Getränkeschankanlagen ist nicht mehr
anzeigepflichtig. Grundsätzlich ist
aber der Betreiber einer Getränkeschankanlage für deren Sicherheit
und Hygiene allein verantwortlich.
Die technische und lebensmittelhygienische Unbedenklichkeit muss
nachweisbar sein und wird ggf.
38
Technische Richtlinien
5.15Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben
zum Verzehr an Ort und Stelle sind
die gesetzlichen Bestimmungen zu
beachten, insbesondere die
Lebensmittel-Hygiene-Verordnung.
Für Rückfragen steht zur
Verfügung:
Stadt Frankfurt am Main
Ordnungsamt
Abt. Veterinärwesen
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 212 47099
Email: [email protected]
Handverkäufe von Speisen und Getränken, auf der Veranstaltung
selbst (einschließlich Barverkauf),
sind nicht gestattet. Dies gilt ausdrücklich auch für den letzten Veranstaltungstag.
5.16Fahrzeugvorführungen und Fahraktionen
Fahrzeugvorführungen jeglicher Art
(in den Hallen und im Freigelände)
sind antrags- und genehmigungspflichtig. Für weitere Informationen
setzen sie sich bitte mit dem Technischen Veranstaltungsmanagement der Messe Frankfurt in Verbindung:
39
[email protected]
Technische Richtlinien
6.Umweltschutz
Die Messe Frankfurt hat sich
grundsätzlich dem vorsorgenden
Schutz der Umwelt verpflichtet.
Als Vertragspartner der Messe
Frankfurt ist der Aussteller verpflichtet, dafür zu sorgen, dass
sämtliche den Umweltschutz
betreffende Bestimmungen und
Vorgaben auch von seinen Vertragspartnern (z.B. Standbauern)
verbindlich eingehalten werden.
Die Aussteller sind verpflichtet, alle
artenschutzrechtlichen Vorschriften
einzuhalten und bleiben dafür
rechtlich und materiell für Ihre
Ausstellungsbeteiligung verantwortlich.
und in Koordination aller Beteiligten verfolgt werden. Generell sind
für Standbau und -betrieb wiederverwendbare und die Umwelt
möglichst wenig belastende Materialien einzusetzen.
Der Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die
Reinigung und Abfallentsorgung
seines Standes während der Veranstaltung verantwortlich. Mit der
fachgerechten Entsorgung der
beim Auf- und Abbau anfallenden
und zu entsorgenden Abfälle jeglicher Art ist die Messe Frankfurt zu
beauftragen.
Zur Abgeltung der während der
Messelaufzeit (ohne Auf- und Abbau) zu entsorgenden veranstaltungsüblichen, durchschnittlichen
Abfallmengen erhebt die Messe
Frankfurt einen Umweltbeitrag. Der
Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die
sortenreine Trennung der Abfälle
nach wiederverwertbaren Stoffen
und Abfällen verantwortlich.
Aussteller in sauberem Zustand
spätestens bis zum Abbauende
zurückzugeben. Klebebänder, Farbreste u.a. müssen rückstandsfrei
entfernt sein. Die ordnungsgemäße Rückgabe wird auf Antrag in
der Halleninspektion nach gemeinsamer Begehung mit dem Beauftragten des Ausstellers schriftlich
bestätigt. Wurde die Ausstellungsfläche nicht ordnungsgemäß hinterlassen, wird die Messe Frankfurt
die Reinigung und Wiederherstellung zu Lasten des Ausstellers vornehmen lassen. Die Ausstellerhaftung für Unfälle und Folgeschäden endet erst nach ordnungsgemäßer Reinigung und Wiederherstellung.
Zurückgelassene Materialien werden ohne Prüfung des Wertes zu
Lasten des Ausstellers/ Veranstalters zu einer erhöhten Gebühr
entsorgt.
6.1Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen sind die Vorgaben des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes
(KrWG, in der jeweils gültigen Fassung), die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen und Verordnungen sowie die Ländergesetze
und kommunalen Satzungen.
Der Aussteller ist verantwortlich für
die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung der Abfälle,
die bei Auf- und Abbau sowie
während der Veranstaltungszeit anfallen. Der Aussteller ist Erzeuger
dieser Abfälle.
Die technische Abwicklung der
Entsorgung zur Verwertung und
Beseitigung obliegt allein der
Messe Frankfurt bzw. den von ihr
benannten Vertragspartnern.
6.1.1Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind Abfälle auf
Messeplätzen in erster Linie zu vermeiden.
Aussteller und deren Vertragspartner sind verpflichtet, in jeder Phase
der Veranstaltung wirkungsvoll
hierzu beizutragen. Dieses Ziel
muss bereits bei der Planung
Hinterlassen der Ausstellungsflächen nach Veranstaltungsende:
Die Ausstellungsfläche ist vom
40
6.1.2 Gefährliche Abfälle
Der Aussteller und seine Vertragspartner (z.B. Standbauer) sind verpflichtet, Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in
besonderem Maße gesundheits-,
Technische Richtlinien
6.1Abfallwirtschaft
luft-, oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind (z. B.
Batterien, Lacke, Lösungsmittel,
Schmierstoffe, Farben etc.) der
Messe Frankfurt zu melden und
deren ordnungsgemäße Entsor-
gung durch die Messe Frankfurt zu
veranlassen.
Für kleinere Mengen dieser Sonderabfälle sind auf dem Messegelände gekennzeichnete Behälter
aufgestellt.
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht
im Zusammenhang mit der Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau
entstehen, dürfen nicht auf das Gelände gebracht werden.
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1Öl-/Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz
dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen. Sollen öl-/ fetthaltige
Abwässer eingeleitet werden, welche diese Mengen überschreiten,
ist der Einsatz von Öl-/ Fettabscheidern notwendig. Diese müssen
den allgemein anerkannten Regeln
der Technik entsprechen.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie
ist darauf zu achten, dass Fette
und Öle gesondert aufgefangen
und einer getrennten Entsorgung
zugeführt werden.
6.2.2Reinigung/Reinigungsmittel
Die Messe Frankfurt übernimmt
auf Bestellung und Kosten des
Ausstellers die Reinigung der Stände. Sie beauftragt ihrerseits die
dazu vorgesehenen Reinigungsfirmen. Die unmittelbare Vergabe von
Reinigungsarbeiten durch Aussteller ist ausgeschlossen.
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit biologisch abbaubaren
Produkten durchzuführen. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Lösungsmittel enthalten,
sind den Vorschriften entsprechend
und nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3Umweltschäden
Umweltschäden/Verunreinigungen
(z. B. durch Benzin, Öl, Lösungsmittel, Farbe) sind unverzüglich der
Messe Frankfurt zu melden.
6.3.1Verpackungsmaterial
Die Verpackungsverordnung vom
21.8.1998, BGBl. I, S. 2379 m.
Änd., verpflichtet Hersteller und
Vertreiber, Verpackungen wie Kartonagen, Folien, Kisten, Paletten
usw. zurückzunehmen oder einer
stofflichen Verwertung zuzuführen.
Für Verpackungen, die zum Abbau
wieder benötigt werden, kann die
Leergutlagerung über unsere Mes-
sespediteure vorgenommen werden. Verpackungsmaterial, das
nicht wieder verwertet werden
kann, kann über die Messe Frankfurt einer stofflichen Verwertung
zugeführt werden.
6.3.2Küchenabfälle
Küchen- und Bewirtungsabfälle sind
getrennt nach Kunststoffen, Glas,
Papier, Restabfällen sortenrein zu
sammeln. Wenn die Abfallbeseitigung nicht vom Aussteller selbst
vorgenommen wird, kann sie als
Dienstleistung bei der Messe Frankfurt bestellt werden.
41
6.3.3Produktionsabfälle
Produktionsabfälle sind unter Angabe des Materials und der Menge bei
der Messe Frankfurt anzumelden.
6.3.4Standbauteile
Bei der Verlegung von Teppichböden und Abdeckfolien sind nur PE-,
bzw. PP-Klebebänder zulässig. Während des Auf- und Abbaus sind die
Materialien in die von der Messe
Frankfurt bereit gestellten Abfallcontainer zu entsorgen. Die Entsorgung
von losem Material kann auch bei
der Messe Frankfurt bestellt werden.
Technische Richtlinien
7. Allgemeine Hinweise
Für das gesamte Messegelände
gilt die Hausordnung der Messe
Frankfurt.
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der
Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem
Stand verantwortlich. Er haftet für
alle Schäden, die durch den Standbau und den Betrieb seines Standes
und der darauf platzierten Exponate entstehen.
Der Aussteller und seine Vertragspartner haben sicherzustellen, dass
es bei ihren Auf- und Abbauarbeiten nicht zu einer Gefährdung anderer, in der Versammlungsstätte
anwesender Personen, kommt. Soweit erforderlich haben der Aus-
steller und seine Vertragspartner
für eine angemessene Koordination
zu sorgen, durch die die Arbeiten
aufeinander abgestimmt werden.
Ist dies nicht möglich, hat er die
Arbeiten vorübergehend einzustellen und sich bei der Messe Frankfurt Venue GmbH zu melden.
Während der gesamten Auf- und
Abbauzeit herrscht innerhalb und
außerhalb der Hallen und im Freigelände ein baustellenähnlicher
Betrieb. Das eingesetzte Personal
ist auf die besonderen Gefahren
hinzuweisen.
Während der Auf- und Abbauzeiten und während der Veranstaltung
müssen die Hallengänge als Rettungswege freigehalten werden.
Das Lagern von Standbaumaterial,
Leergut und Exponaten in den
Gängen ist deshalb nicht zulässig.
Dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, den
Ordnungsbehörden, den berufsgenossenschaftlichen Institutionen,
der Polizei und der Feuerwehr sowie den Beauftragten der Messe
Frankfurt ist jederzeit zur Überprüfung der Betriebssicherheit und der
Unfallverhütungsmaßnahmen
Zutritt zu den Ständen zu gewähren. Werden Sicherheitsmängel
festgestellt, ist den Anordnungen
der vorgenannten Stellen unverzüglich Folge zu leisten.
Im Übrigen haftet die Messe Frankfurt in jedem Fall nur bei Vorsatz
oder grober Fahrlässigkeit.
Die Messe Frankfurt haftet auch
für Schäden, die durch einfache
Fahrlässigkeit verursacht werden,
soweit die Fahrlässigkeit die Verletzung solcher Vertragspflichten betrifft, deren Einhaltung für die Erreichung des Vertragszwecks von
besonderer Bedeutung ist (Kardinalpflichten). Schadensersatzansprüche sind in diesem Fall der
Höhe nach auf den bei Vertragsschluss typischen, vorhersehbaren
Schaden beschränkt. In diesem Zusammenhang besteht keine Haftung der Messe Frankfurt für den
Ersatz mittelbarer Schäden/Mangelfolgeschäden, insbesondere
nicht für entgangenen Gewinn.
Von vorgenannten Haftungsausschlüssen ausgenommen sind Verletzungen von Leben, Körper oder
Gesundheit.
7.1Haftung
Die Messe Frankfurt übernimmt
keine Obhutspflicht für Messegüter
und Standeinrichtungen und
schließt insoweit jede Haftung für
Schäden und Abhandenkommen
aus. Der Haftungsausschluss erfährt auch durch Bewachungsmaßnahmen der Messe Frankfurt keine
Einschränkung. Alle eingetretenen
Schäden müssen der Polizei, der
Versicherungsgesellschaft und der
Messe Frankfurt unverzüglich angezeigt werden.
42
Auszug aus Technische Info 08/09/2015
Messe Frankfurt GmbH
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main Tel.+49 69 75 75 - 0
Fax +49 69 75 75 - 64 33
www.messefrankfurt.com
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