Zierungsprogramm CO2-Gaswarngeraete

Zierungsprogramm CO2-Gaswarngeraete
Zertifizierungsprogramm
Getränkeschankanlagen
Kohlendioxid-Warngeräte
nach
DIN 6653-2
(Stand: August 2007)
DIN CERTCO ● Alboinstraße 56 ● 12103 Berlin
Tel: +49 30 7562-1131 ● Fax: +49 30 7562-1141 ● E-Mail: [email protected] ● www.dincertco.de
Zertifizierungsprogramm „CO2-Gaswarngeräte“
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Vorwort
DIN CERTCO wurde 1972 vom DIN Deutsches Institut für Normung e. V. für die Vergabe der
DIN-Zeichen gegründet und bietet als akkreditierte Zertifizierungsstelle (nach DIN EN 45011)
die Zertifizierung von Produkten und Personen, Dienstleistungen sowie Unternehmen auf der
Basis von DIN-Normen und ähnlichen Spezifikationen an.
Dieses Zertifizierungsprogramm bildet neben den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von
DIN CERTCO die Grundlage für Anbieter von Kohlendioxid-Warngeräten für Getränkeschankanlagen, ihre Produkte mit dem Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ zu kennzeichnen. Sie dokumentieren damit, dass ihre Produkte alle Anforderungen der DIN 6653-2 erfüllen.
Gegenüber dem Verbraucher wird durch das Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ das Vertrauen geschaffen, dass eine unabhängige, neutrale und kompetente Stelle die Prüfkriterien
sorgfältig untersucht und bewertet hat. Die Fremdüberwachung stellt zudem sicher, dass die
Produktqualität auch während der laufenden Produktion aufrecht erhalten bleibt. Der Kunde
erhält somit einen Mehrwert, den er bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen kann.
Kohlendioxid-Warngeräte für Getränkeschankanlagen erhalten das Zertifizierungszeichen
„DIN-Geprüft“ bei Erfüllung der unter Abschnitt 3 aufgeführten Anforderungen nach dem in
diesem Zertifizierungsprogramm beschriebenem Verfahren.
Alle Zertifikatinhaber können tagesaktuell auf der Homepage von DIN CERTCO
(www.dincertco.de) abgerufen werden.
© DIN CERTCO
swa, Stand: 08.07, Druck: 24.09.2008
Zertifizierungsprogramm „CO2-Gaswarngeräte“
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INHALT
1
Anwendungsbereich...................................................................................................4
2
Prüf- und Zertifizierungsgrundlagen .........................................................................4
3
Produktanforderungen ...............................................................................................4
4
Prüfung ........................................................................................................................4
5
4.1
Allgemeines .........................................................................................................4
4.2
Prüfungsarten ......................................................................................................4
4.2.1
Erstprüfung (Typprüfung) .......................................................................4
4.2.2
Überwachungsprüfung (Kontrollprüfung) ................................................5
4.2.3
Ergänzungsprüfung ................................................................................5
4.2.4
Zeichnungsprüfung.................................................................................5
4.2.5
Sonderprüfung .......................................................................................5
4.3
Probenahme ........................................................................................................6
4.4
Prüfbericht ...........................................................................................................6
Zertifizierung ...............................................................................................................6
5.1
Antrag auf Zertifizierung.......................................................................................6
5.2
Einteilung der Typen und Untertypen ...................................................................7
5.3
Konformitätsbewertung ........................................................................................7
5.4
Zertifikat und Zeichennutzungsrecht ....................................................................7
5.5
Veröffentlichungen ...............................................................................................8
5.6
Gültigkeit des Zertifikats.......................................................................................8
5.7
Verlängerung .......................................................................................................8
5.8
Erlöschen des Zertifikats......................................................................................8
5.9
Änderungen/Ergänzungen ...................................................................................9
5.9.1
Änderungen/Ergänzungen am Produkt...................................................9
5.9.2
Änderung an der Prüfgrundlage .............................................................9
5.10 Mängel am Produkt ..............................................................................................9
6
Überwachung ............................................................................................................ 10
6.1
Allgemeines ....................................................................................................... 10
6.2
Eigenüberwachung durch den Hersteller............................................................ 10
6.2.1
Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) ............................................ 10
6.2.2
Qualitätsmanagement-System ............................................................. 10
6.3
Fremdüberwachung durch DIN CERTCO .......................................................... 11
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Zertifizierungsprogramm „CO2-Gaswarngeräte“
1
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Anwendungsbereich
Dieses Zertifizierungsprogramm gilt für Kohlendioxid-Warngeräte für Getränkeschankanlagen und enthält in Verbindung mit den unten genannten Prüfgrundlagen alle Anforderungen,
zur Vergabe des Zertifizierungszeichens „DIN-Geprüft“.
Das vorliegende Zertifizierungsprogramm legt Anforderungen an das Produkt selbst sowie
an dessen Prüfung, Überwachung und Zertifizierung fest.
2
Prüf- und Zertifizierungsgrundlagen
Die Grundlagen für die Prüfung und Zertifizierung bilden die nachstehend aufgeführten Dokumente in ihrer jeweils gültigen Fassung.
DIN 6653-2
−
−
Getränkeschankanlagen – Ausrüstungsteile – Teil 2: Anforderungen an das
Betriebsverhalten und Prüfverfahren von Kohlendioxid-Warngeräten
dieses Zertifizierungsprogramm
die allgemeinen Geschäftsbedingungen von DIN CERTCO
3
Produktanforderungen
Getränkeschankanlagen werden mit Kohlendioxid-Warngeräten ausgestattet, um bei einer
Lagerung in schlecht belüfteten Räumen vor gesundheitsgefährdenden Kohlendioxidkonzentration zu warnen. Die Zuverlässigkeit ist durch eine Typprüfung nach dieser Norm nachzuweisen.
Folgende Anforderungen sind in DIN 6653-2, Abschnitt 4 genannt und müssen vom Gerät
erfüllt werden:
−
−
−
−
−
Funktionstüchtigkeit
Einhaltung der Alarmschwellen
Funktionaler mechanischer Aufbau
Sicherheit
Vollständigkeit der Betriebsanleitung
4
Prüfung
4.1
Allgemeines
Für die Durchführung der erforderlichen Prüfungen als Grundlage für die Bewertung und
Zertifizierung der Produkte bedient sich DIN CERTCO der von ihr anerkannten Prüflaboratorien.
4.2
Prüfungsarten
4.2.1
Erstprüfung (Typprüfung)
Die Erstprüfung ist eine Typprüfung (Bauartprüfung, Baumusterprüfung), die der Feststellung
dient, ob das Produkt den Anforderungen nach Abschnitt 3 dieses Zertifizierungsprogramm
entspricht.
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4.2.2
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Überwachungsprüfung (Kontrollprüfung)
Die Überwachungsprüfung wird in wiederkehrenden, festgelegten Abständen durchgeführt
und dient der Feststellung, ob das zertifizierte Produkt in der Produktionsphase dem typgeprüften Produkt entspricht.
Sie wird durch DIN CERTCO beauftragt und muss fristgerecht durch einen positiven Prüfbericht nachgewiesen werden.
Die Überwachungsprüfung findet jährlich nach der Zertifizierung statt. Über das Ergebnis
der Prüfung erstellt das Prüflaboratorium einen Bericht, von dem es ein Exemplar an
DIN CERTCO weiterleitet.
4.2.3
Ergänzungsprüfung
Eine Ergänzungsprüfung findet statt, wenn Ergänzungen, Erweiterungen oder Änderungen
(siehe Abschnitt 5.9) am zertifizierten Produkt vorgenommen wurden, die Einfluss auf die
Konformität mit den zugrundeliegenden Anforderungen haben.
Art und Umfang der Ergänzungsprüfung werden im Einzelfall von DIN CERTCO in Abstimmung mit dem Prüflaboratorium festgelegt.
4.2.4
Zeichnungsprüfung
Die anhand einer Zeichnung durchzuführende Prüfung erstreckt sich darauf, ob Abweichungen von der Grundausführung oder Ergänzungen hierzu Auswirkungen auf das Einhalten der
Festlegungen von DIN 6653-2 haben.
Die Zeichnungsprüfung wird ausschließlich durchgeführt, wenn
−
eine vollständige Typprüfung eines vergleichbaren Produktes der selben Baureihe vorgenommen wurde und nachgewiesen ist, dass diese der Norm entspricht.
−
sich das dem Antrag auf Zeichnungsprüfung zugrundeliegende Produkt von der geprüften Ausführung in Einrichtung und Anordnung der funktionsbedingten Teile im Grundsätzlichen nicht unterscheidet.
Das aufgrund einer Zeichnungsprüfung erfolgreich geprüfte Produkt gilt als normgerecht.
4.2.5
Sonderprüfung
Eine Sonderprüfung findet statt
−
−
−
−
bei festgestellten Mängeln
nach Ruhen der Produktion über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten
auf zu begründende Veranlassung von DIN CERTCO
auf schriftlichen Antrag Dritter, wenn für diese ein besonderes Interesse an der Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Marktgeschehens in wettbewerblicher oder qualitativer Art vorliegt
Art und Umfang einer Sonderprüfung werden dem Zweck entsprechend in jedem Einzelfall
von DIN CERTCO in Abstimmung mit dem Prüflaboratorium festgelegt.
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Werden bei einer Sonderprüfung Mängel festgestellt, hat der Zertifikatinhaber die Kosten des
Sonderprüfungsverfahrens zu tragen.
Werden bei Sonderprüfungen auf Antrag Dritter keine Mängel festgestellt, gehen die Kosten
zu Lasten der antragstellenden, dritten Stelle.
4.3
Probenahme
Die Proben für die Erst- und Überwachungsprüfung werden in der Regel vom Hersteller bei
dem mit der Prüfung beauftragten Prüflaboratorium angeliefert. Die Kosten hierfür trägt der
Hersteller.
Die Anzahl der Proben für die Produktprüfung wird zwischen DIN CERTCO und dem Prüflaboratorium abgestimmt, soweit sie nicht in den gültigen Prüfgrundlagen geregelt ist.
4.4
Prüfbericht
Das Prüflaboratorium teilt dem Auftraggeber das Ergebnis der Prüfungen in einem Prüfbericht mit. Dieser muss DIN CERTCO im Original vorgelegt werden.
Der Prüfbericht darf bei Antragstellung in der Regel nicht älter als 6 Monate sein. In Einzelfällen können auch ältere Prüfberichte anerkannt werden, wenn das Prüflaboratorium schriftlich
die Gültigkeit der im Prüfbericht genannten Angaben bestätigt.
Der Prüfbericht muss der DIN EN ISO/IEC17025, Abschnitt 5.10 entsprechen und mindestens die nachfolgenden Angaben enthalten.
−
−
−
−
−
−
−
5
Name und Anschrift des Herstellers
Name und Anschrift des Antragstellers (sofern abweichend vom Hersteller)
Prüfgrundlage mit Ausgabedatum
Art der Prüfung (z. B. Typprüfung, Ergänzungsprüfung usw.)
Datum der Prüfung
Ergebnisse und Beurteilung der Prüfung
Name und Unterschrift des für die Prüfung Verantwortlichen
Zertifizierung
Bei der Zertifizierung im Sinne dieses Zertifizierungsprogrammes handelt es sich um die
Konformitätsbewertung eines Produktes durch DIN CERTCO auf Grundlage von Prüfberichten der von ihr anerkannten Prüflaboratorien. Hierbei werden die zu zertifizierenden Produkte
auf Übereinstimmung (Konformität) mit den im Abschnitt 3 genannten Anforderungen überprüft und nachfolgend überwacht.
Das Nutzungsrecht für das Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ wird durch Ausstellen eines
entsprechenden Zertifikates erteilt.
5.1
Antrag auf Zertifizierung
Antragsteller können sowohl Hersteller nach § 4 Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) oder
Vertreiber sein, die im schriftlichen Einvernehmen mit dem Zertifikatinhaber die Produkte
eigenverantwortlich im Sinne des Produkthaftungsgesetzes in Verkehr bringen.
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Folgende Unterlagen sind vom Antragsteller bei DIN CERTCO einzureichen:
−
−
−
−
Antrag auf Zertifizierung im Original und mit rechtsverbindlicher Unterschrift
aktueller Prüfbericht nach Abschnitt 4.4 über eine Erstprüfung (siehe Abschnitt 4.2.1),
sofern die Prüfung nicht durch DIN CERTCO beauftragt wurde
ggf. Überwachungsvertrag zwischen dem Prüflaboratorium und Hersteller
Technisches Datenblatt
Der Antragsteller erhält von DIN CERTCO nach Antragseingang eine Auftragsbestätigung
mit einer Verfahrensnummer und Hinweisen zum weiteren Verfahrensgang und ggf. noch
fehlenden Antragsunterlagen.
5.2
Einteilung der Typen und Untertypen
Kohlendioxid-Warngeräte, die sich in wesentlichen zertifizierungsrelevanten Merkmalen voneinander unterscheiden, werden als Typ oder Modell definiert. Zertifizierungsrelevante
Merkmale sind z. B. Eigenschaften, die die Sicherheit, Funktion oder Handhabung wesentlich beeinflussen und daher unter einer eigenen Handelsbezeichnung vertrieben werden. Für
jeden Typ wird ein eigenständiges Zertifikat ausgestellt.
Als Untertypen werden in der Regel diejenigen Produkte eines Modells/Typs bezeichnet, die
sich nur in der Größe/Leistung, in formalen oder in nicht zertifizierungsrelevanten Merkmalen
voneinander unterscheiden. Sie können auf einem Zertifikat zusammengefasst werden.
5.3
Konformitätsbewertung
Auf Basis der eingereichten Antragsunterlagen führt DIN CERTCO die Konformitätsbewertung durch. Hierzu wird insbesondere anhand des Prüfberichtes bewertet, ob das Produkt
die Anforderungen des Zertifizierungsprogrammen und der Norm erfüllt.
Über mögliche Abweichungen wird der Antragsteller schriftlich durch DIN CERTCO informiert.
5.4
Zertifikat und Zeichennutzungsrecht
Nach erfolgreicher Prüfung und Konformitätsbewertung der eingereichten Antragsunterlagen
stellt DIN CERTCO dem Antragsteller ein Zertifikat aus und erteilt das Nutzungsrecht für das
Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ in Verbindung mit einer zugehörigen Registernummer.
Aufbau der Registernummer:
6L000
Kohlendioxid-Warngeräte, für die das Nutzungsrecht für das Zertifizierungszeichen
„DIN-Geprüft“ erteilt worden ist, sind mit dem Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ und der
zugehörigen Registernummer zu kennzeichnen.
Zeichen und Registernummer dürfen nur für den Typ verwendet werden, für den das Zertifikat erteilt worden ist und der dem typgeprüften Produkt entspricht.
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Je Typ wird eine Registernummer vergeben. Für Ausführungsarten (Untertypen) eines Typs
wird dieselbe Registernummer erteilt (siehe hierzu Abschnitt 5.2).
Darüber hinaus gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von DIN CERTCO.
5.5
Veröffentlichungen
Alle Zertifikatsinhaber können tagesaktuell über die Homepage von DIN CERTCO
www.dincertco.de unter <Zertifikatinhaber> abgerufen werden. Hersteller, Anwender und
Verbraucher nutzen diese Recherchemöglichkeit, um sich über zertifizierte Produkte zu informieren.
Neben den Kontaktdaten des Zertifikatinhabers (Telefon, Telefax, E-Mail, Homepage) können dort auch die technischen Daten des registrierten Kohlendioxid-Warngerätes eingesehen und in Form eines technischen Datenblattes nach Anhang A heruntergeladen werden.
5.6
Gültigkeit des Zertifikats
Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 5 Jahren. Der Gültigkeitszeitraum wird im Zertifikat angegeben. Mit Erlöschen des Zertifikats erlischt auch das Zeichennutzungsrecht.
5.7
Verlängerung
Soll die Zertifizierung über den im Zertifikat angegebenen Termin hinaus aufrechterhalten
bleiben, so muss DIN CERTCO rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit ein aktueller positiver
Prüfbericht und ein Antrag auf Verlängerung vorliegen.
Der Nachweis für die Einhaltung der Anforderungen der Prüf- und Zertifizierungsgrundlagen
nach Abschnitt 2 erfolgt im Umfang einer Zeichnungsprüfung nach Abschnitt 4.2.4.
5.8
Erlöschen des Zertifikats
Sofern die erneute Prüfung auf Normkonformität nach Abschnitt 4 nicht rechtzeitig vor Ablauf
des Gültigkeitszeitraumes stattgefunden hat, erlischt die Berechtigung zum Führen des Zertifizierungszeichens "DIN-Geprüft" und der Registernummer, ohne dass es einer ausdrücklichen Mitteilung von DIN CERTCO bedarf.
Darüber hinaus kann das Zertifikat z. B. erlöschen, wenn:
−
die Überwachungsmaßnahmen nach Abschnitt 6 nicht fristgerecht oder unvollständig
durchgeführt werden,
−
das Zertifizierungszeichen „DIN-Geprüft“ vom Zertifikatinhaber missbräuchlich verwendet
wird,
−
die Anforderungen, die sich aus diesem Zertifizierungsprogramm oder ihrer begleitenden
Dokumente ergeben, nicht erfüllt werden,
−
die anfallenden Zertifizierungsgebühren nicht fristgerecht bezahlt werden,
−
die Voraussetzungen für die Erteilung des Zertifikates nicht mehr gegeben sind.
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5.9
Änderungen/Ergänzungen
5.9.1
Änderungen/Ergänzungen am Produkt
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Der Zertifikatinhaber ist verpflichtet, DIN CERTCO alle Änderungen am Produkt umgehend
mitzuteilen. Das Prüflaboratorium entscheidet in Abstimmung mit DIN CERTCO, in welchem
Umfang eine Prüfung nach Abschnitt 4 vorzunehmen ist und ob es sich um eine wesentliche
Änderung handelt. Der Prüfbericht hierüber wird von dem Prüflaboratorium an
DIN CERTCO weitergeleitet.
Stellt das Prüflaboratorium eine wesentliche Änderung fest, erlischt das Zertifikat mit der
zugehörigen Registernummer. Für das geänderte Erzeugnis kann erneut ein Antrag auf
Erstzertifizierung zum Führen des Zertifizierungszeichens „DIN-Geprüft“ gestellt werden.
Der Zertifikatsinhaber ist weiterhin verpflichtet, alle Änderungen von formalen Angaben mitzuteilen (z. B. Zertifikatsinhaber oder dessen Anschrift).
Der Zertifikatinhaber kann für weitere Ausführungsarten (Untertypen) desselben Typs eine
Erweiterung des bestehenden Zertifikats bei DIN CERTCO beantragen. DIN CERTCO entscheidet, ob durch diese Ergänzungen eine Ergänzungsprüfung erforderlich wird. Die Ausführungsarten werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, in das Zertifikat für das bereits zertifizierte Produkt aufgenommen und gelten als dessen Bestandteil.
5.9.2
Änderung an der Prüfgrundlage
Ändern sich die Prüfgrundlagen der Zertifizierung, so ist innerhalb von 6 Monaten nach Mitteilung durch DIN CERTCO ein Antrag auf Änderung der Zertifizierung einzureichen und in
der Regel nach 12 Monaten die Konformität mit der geänderten Prüfgrundlage durch Vorlage
eines positiven Prüfberichtes (siehe Abschnitt 4.2.3) vorzulegen.
5.10
Mängel am Produkt
Werden Mängel an einem zertifizierten Produkt im Markt festgestellt, wird der Zertifikatsinhaber von DIN CERTCO schriftlich aufgefordert, die Mängel zu beseitigen.
DIN CERTCO entscheidet in Absprache mit dem Prüflaboratorium, ob es sich um einen
schweren oder geringfügigen Mangel handelt.
Bei Mängeln, die unmittelbar oder mittelbar Einfluss auf das sicherheitstechnische oder funktionstechnische Verhalten haben (schwere Mängel), hat der Hersteller dafür Sorge zu tragen,
dass die Produkte bis zur Beseitigung der Mängel nicht mehr mit den Zertifizierungszeichen
gekennzeichnet werden.
Die Mängel sind unverzüglich auch an eingebauten oder auf Lager befindlichen Produkten
abzustellen. Der Hersteller hat innerhalb von 3 Monaten bei DIN CERTCO durch Vorlage
eines Prüfberichtes über eine Sonderprüfung nach Abschnitt 4.2.4 nachzuweisen, dass die
Mängel behoben worden sind und das beanstandete Produkt wieder den festgelegten Anforderungen entspricht.
Bei Mängeln, die keinen Einfluss auf das sicherheitstechnische oder funktionstechnische
Verhalten haben (geringfügiger Mangel), hat der Hersteller DIN CERTCO innerhalb von
3 Monaten und in geeigneter Weise nachzuweisen, dass die Mängel am beanstandeten Produkt behoben worden sind.
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Hält der Hersteller diese Fristen nicht ein, wird ihm und dem Vertreiber das Zertifikat und
damit die Berechtigung zum Führen des Zertifizierungszeichens „DIN-Geprüft“ entzogen.
Besteht weiterhin Grund zur Beanstandung, wird das Zertifikat durch DIN CERTCO zunächst
ausgesetzt und gleichzeitig eine letzte Frist für die Beseitigung der Mängel eingeräumt.
Kommt der Zertifikatinhaber der Aufforderung nicht oder nicht innerhalb der gesetzten Frist
nach, oder kann die Beseitigung der Mängel erneut nicht nachgewiesen werden, erlischt das
Zertifikat.
6
Überwachung
6.1
Allgemeines
Wesentlicher Bestandteil der Zertifizierung ist die ständige Überwachung des zertifizierten
Produktes während der gesamten Laufzeit des Zertifikates. Die Überwachung findet in regelmäßigen Abständen von jeweils einem Jahr statt.
6.2
Eigenüberwachung durch den Hersteller
Der Hersteller hat durch geeignete Maßnahmen der Qualitätssicherung dafür zu sorgen,
dass die bei der Zertifizierung bestätigten Produkteigenschaften aufrecht erhalten bleiben.
Dies kann durch eine auf das Produkt oder die Produktion unmittelbar ausgerichtete werkseigene Produktionskontrolle (WPK) und darüber hinaus durch Maßnahmen im Rahmen eines
Qualitätsmanagement-Systems (QM-System) gemäß der Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff
sichergestellt werden.
6.2.1
Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)
Die werkseigene Produktionskontrolle ist die kontinuierliche Überwachung des Produktionsablaufes durch den Hersteller, die die Übereinstimmung der hergestellten Produkte mit den
festgelegten Anforderungen sicherstellt.
Entsprechende Aufzeichnungen sind auf Verlangen DIN CERTCO oder ihren Beauftragten
vorzulegen. Sie müssen mindestens folgende Angaben enthalten:
−
−
−
−
−
−
Bezeichnung des Prüfgegenstandes
Datum der Herstellung
Datum der Prüfung
Ergebnis der Prüfung und wenn vorgesehen, Vergleich mit den festgelegten Anforderungen
Unterschrift des für die Prüfung Verantwortlichen
Datum der Aufzeichnung
Bei negativem Ergebnis einer Prüfung hat der Hersteller unverzüglich alle Maßnahmen zur
Abstellung des Mangels zu ergreifen. Fehlerhafte Produkte sind zu kennzeichnen und auszusondern. Die Prüfung ist regelmäßig zu wiederholen, um festzustellen, ob der Mangel beseitigt ist.
6.2.2
Qualitätsmanagement-System
DIN CERTCO empfiehlt die Errichtung und Zertifizierung eines QualitätsmanagementSystems nach der Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff.
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6.3
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Fremdüberwachung durch DIN CERTCO
DIN CERTCO überprüft regelmäßig durch Überwachungsprüfungen die Konformität des
Produktes mit den im Zertifizierungsprogramm festgelegten Anforderungen sowie ggf. im
Rahmen von Werksbesichtigungen die Wirksamkeit der werkseigenen Produktionskontrolle
nach Abschnitt 6.2.1.
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Anhang A
Datenblatt
DATENBLATT
Reg.-Nr.
Kohlendioxid-Warngerätes
(wird von DIN CERTCO eingetragen)
nach DIN 6653-2
6L
Zertifikatsinhaber
Firma:
Straße:
PLZ/Ort:
Produktbezeichnung:
Hilfsenergie Nennspannung/Frequenz [V/Hz]
Nennleistungsaufnahme [W]
Sensorprinzip:
el. chem.
Arbeitsprinzip:
Diffusion
Alarmschwellen [%vol]:
Voralarm
Hauptalarm
weitere
Art des Voralarms:
akustisch
optisch
Art des Hauptalarms:
akustisch
optisch
Prüfbericht-Nr.:
Ort/Datum
© DIN CERTCO
optisch
anderes:
Durchfluss
___________________________
Stempel des Prüflaboratoriums/Unterschrift des für die
Prüfung Verantwortlichen
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