Technische Richtlinien

Technische Richtlinien
Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die POOLS & FINANCE
Die POOLS & FINANCE ist eine Fachmesse mit Fachkongress für die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Zugelassen als Aussteller
und Besucher sind nur Unternehmen und Personen, die Produkte, Dienstleistungen und Angebote für die Finanz- und
Versicherungsbranche präsentieren, vermitteln und beratend tätig sind. Der Zutritt ist ausschließlich Fachbesuchern mit gültigem
Ausweis gestattet. Jeder Anmeldung liegen diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die POOLS & FINANCE zugrunde. Die
einzelnen Positionen haben uneingeschränkte Gültigkeit.
1.Allgemeines
Die Veranstaltung trägt den Namen „POOLS & FINANCE - Forum für unabhängige Finanzdienstleistung“.
Veranstalter sind die nachstehenden Unternehmen und Verbände:
AfW e. V. BCA AG
degenia AG Jung, DMS & Cie. AG
maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH Organisator und Vertragspartner der Aussteller ist die
BCA AG
Hohemarkstraße 22
61440 Oberursel
Tel.: +49-6171-9150-100
Fax: +49-6171-9150-101
Internet: www.bca.de
E-Mail: [email protected]
Internet: www.poolsandfinance.de
Veranstaltungsort ist das „Forum“ der Messe Frankfurt in Frankfurt am Main.
Die Nutzung der Veranstaltungsflächen erfolgt aufgrund eines Mietvertrages mit Messe Frankfurt Venue GmbH.
VOTUM Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e. V.
2.Anmeldung/Zulassung/Kündigung
Mit Eingang der schriftlichen Buchung eines Messestandes bei dem Organisator wird die Anmeldung für den Aussteller verbindlich. Der
Aussteller erhält - bei Verfügbarkeit des geäußerten Standwunsches - eine Buchungsbestätigung. Der Organisator behält sich die endgültige
Zulassung des Ausstellers vor. Der Organisator kann insbesondere Standreservierungen ablehnen, ohne dies gesondert zu begründen. Erst
mit der Buchungsbestätigung durch den Organisator wird die Buchung des Messestandes für den Organisator verbindlich. Der Aussteller
hat das Recht vom Vertrag durch schriftliche Erklärung zurückzutreten. Erhält der Organisator diese schriftliche Rücktrittserklärung bis zum
01.01. des Messe-Jahres, beträgt die Stornierungsgebühr 50 % des Stand-Mietpreises. Nach dem 01.01. des Messe-Jahres betragen die
Kosten einer Stornierung 100 % des Stand-Mietpreises. Die Aussteller erhalten für die Teilnahme am Kongress eine Rechnung. Der Organisator
kann bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist eine Teilnahmeabsage für den Aussteller aussprechen oder abweichend von der ursprünglichen
Standposition eine andere Lage zuweisen. Der Organisator ist berechtigt, den Vertrag im Falle eines wichtigen Grundes zu kündigen, wenn z.B.
- ohne Zustimmung des Organisators eine Untervermietung oder Weitergabe des Standes an Dritte erfolgt.
Im Falle der Kündigung des Vertrages aus wichtigem Grund durch den Organisator hat der Aussteller dem Organisator den vollen StandMietpreis sowie alle weiteren entstandenen Kosten zu erstatten.
3.Leistungsumfang
Der Stand-Mietpreis (siehe Anmeldeformular) beinhaltet die Kosten für die Zurverfügungstellung eines Messestandes für die Dauer der
Veranstaltung.
Der Stand-Mietpreis beinhaltet im Einzelnen folgende Leistungen:
- Standaufbau und Standabbau
-Standfläche
- Standbauprofile und Wandfüllungen (weiß) in 2,50m Bauhöhe
- Je 3m² Standfläche einen Strahler 50W
- Eine Steckdose (230V/16A)
- Standblende mit Folienschrift in schwarz
- 2 Stühle und 1 Tisch oder 2 Barhocker und 1 Stehtisch
- 1 Papierkorb und 1 Prospektständer
- Theke (Bei einem 6m² Stand wird die Theke durch ein abschließbares Sideboard ersetzt)
-Standreinigung
- Entsorgung der am Messetag anfallenden Standabfälle
- Individueller und unbegrenzter Freikartenlink
- Firmenprofil im Messeführer und auf Internetseite
- ganztägiges Catering
-Abendveranstaltung
Zusatzleistungen für den Standbau können im Aussteller-Serviceheft 2015 der POOLS & FINANCE bei unseren Servicepartnern gegen
Entgelt bestellt werden.
4.
Mehrere Mieter, Überlassung des Standes an Dritte, Untervermietung
Der Aussteller kann eine vollständige oder teilweise Untervermietung des Standes an Dritte nur mit Zustimmung des Organisators
vornehmen. Für Firmen, die nicht in der Ausstellerliste genannt sind, darf auf dem Stand nicht geworben werden. Eine ohne Zustimmung
erfolgte Aufnahme eines Mitausstellers berechtigt den Organisator, den Vertrag mit dem Aussteller fristlos aufzukündigen und den Stand
auf Kosten des Standmieters räumen zu lassen. Schadensersatzansprüche stehen dem Standmieter nicht zu.
5.
Änderungen/Höhere Gewalt
Wird die Abhaltung der Messe durch unvorhergesehene Ereignisse, die nicht vom Organisator zu vertreten sind, unmöglich, ist dieser
wahlweise zu folgenden Änderungen berechtigt: Bei einer Absage von weniger als acht Wochen vor dem festgelegten Beginn, sind vom
Aussteller 50% des Stand-Mietpreises zu entrichten. Kommt es nach Beginn des Standaufbaus infolge höherer Gewalt oder behördlicher
Maßnahmen zu deren Schließung, sind vom Aussteller der volle Stand-Mietpreis und alle vom Aussteller zu tragenden Kosten in voller
Höhe zu entrichten. Bei Verkürzung der Messe aufgrund Eintritts höherer Gewalt kann der Aussteller weder eine Entlassung aus dem
Vertrag verlangen, noch eine Ermäßigung des Stand-Mietpreises beanspruchen.
6.Standzuteilung
Die Standzuteilung erfolgt durch den Organisator. Besondere Wünsche des Ausstellers werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Die
Standzuteilung erfolgt im Regelfall gleichzeitig mit der Zulassung. Sie wird dem Aussteller schriftlich, unter Bekanntgabe der Hallen
und Standnummern mitgeteilt. Die Buchung des Standes wird mit Übersendung der Buchungsbestätigung verbindlich. Danach kann
der Organisator eine Verlegung des Standes nur mit Zustimmung des betroffenen Ausstellers vornehmen. Bei Änderungen der Ein- und
Ausgänge, der Notausgänge sowie der Durchgänge, die aus zwingenden technischen Gründen veranlasst sind, kann der Organisator die
Stände verlegen, ohne dass hierdurch ein Rücktrittsrecht des Ausstellers ausgelöst wird. Der Organisator ist jedoch verpflichtet, Änderungen
der Lage, der Art oder Maße des Standes dem Aussteller unverzüglich schriftlich mitzuteilen.
7.Standaufbau
Der Standaufbau ist in dem Stand-Mietpreis enthalten und wird durch den Organisator ausgeführt. Der Stand besitzt die unter Nr. 3
beschriebene Grundausstattung. Der Aussteller erhält am Messetag ab 8.00 Uhr Zugang zu den Messehallen und zu seinem Messestand,
um die Einrichtung und Ausgestaltung seines Messestandes vorzunehmen.
8.
Ausgestaltung der Stände
Der Aussteller kann über die Grundausstattung hinaus Zusatzleistungen für den Standbau bei den im Aussteller-Serviceheft 2015
der POOLS & FINANCE genannten Servicepartnern gegen Entgelt bestellen. Der Aussteller kann eine eigene Detailausstattung der
Messestände (Roll-up’s, Deko-Springwände, Deko-Aufsteller, usw.) vornehmen. Ein eigener Messebau ist aufgrund der unter Nr. 3
zur Verfügung gestellten Standbauprofile und Wandfüllungen ohne Genehmigung des Organisators nicht gestattet. Standbauliche
Veränderung werden nach Absprache genehmigt. Jedoch ist keine Vollverkleidung der Wände vorgesehen, die Systembauprofile müssen
sichtbar bleiben. Diese Bitte ist zum Erhalt der gemeinschaftlichen Optik innerhalb der Rahmengestaltung unabdingbar. Eigenes Mobiliar
(Theke, Stühle, Tisch, Prospektständer) kann mitgebracht werden, reduziert jedoch nicht den Paketpreis. Rollups, faltbare Displays
/ Werbewände (Faltwand) sind erlaubt. Alle bei der Ausgestaltung verwendeten Materialien müssen schwer entflammbar sein und den
gesetzlichen Auflagen der Brandschutzordnung entsprechen. Darüber hinaus gelten die Sicherheitsbestimmungen für das „Forum“ der
Messe Frankfurt Venue GmbH. Ein Verlegen von ausstellereigenen Messeböden ist nicht gestattet. Es ist bei der Ausgestaltung darauf zu
achten, dass Halleneinrichtungen (Böden, Wände, Feuerschutzeinrichtungen) und der vom Organisator gestellte Messestand mitsamt der
Grundausstattung nicht beschädigt werden. Im Schadensfall ist der Organisator berechtigt, Reparatur- und Austauscharbeiten zu Lasten
des Ausstellers durchführen zu lassen. Weitergehende Ansprüche auf Schadenersatz bleiben vorbehalten. Der Organisator ist berechtigt,
bei Verstößen gegen die Bauvorschriften die notwendigen Änderungen und erforderlichenfalls Entfernung des Standes zu verlangen. Wird
der entsprechenden schriftlichen Aufforderung des Organisators nicht innerhalb von 2 Stunden Folge geleistet, kann der Organisator
Änderung oder die Entfernung des Standes auf Kosten des Ausstellers veranlassen. Im Falle einer Entfernung oder Schließung des Standes
hat der Aussteller den vollen Stand-Mietpreis zu entrichten und die entstandenen Kosten zu ersetzen. Schadenersatzansprüche stehen
dem Aussteller nicht zu.
9.Standabbau
Der Standabbau ist in dem Stand-Mietpreis enthalten und wird durch den Organisator ausgeführt. Der Beginn des allgemeinen Abbaus
der ausstellereigenen Zusatzausstattungen der Messestände wird rechtzeitig vom Organisator bekannt gegeben. Kein Stand darf vor
Beendigung der Messe ganz oder teilweise geräumt werden. Zuwiderhandelnde Aussteller haben eine Vertragsstrafe in Höhe der halben
Bruttostandmiete zu zahlen. Der Messestand mitsamt der Grundausstattung und die bei den Servicepartnern bestellten Zusatzausstattungen
sind im ursprünglichen Zustand zurückzugeben. Der Aussteller haftet für Beschädigungen des zur Verfügung gestellten Messestandes, des
Fußbodens, der Wände und des miet- oder leihweise zur Verfügung gestellten Materials.
10.Mängelhaftung
Die verschuldensunabhängige Haftung des Organisators wegen Mängel der Mietsache, die bei Abschluss des Mietvertrages vorhanden
waren, wird ausgeschlossen. Werden durch einen später entstehenden Mangel Leben, Körper oder Gesundheit des Ausstellers verletzt
oder werden die vom Aussteller eingebrachten Sachen beschädigt, so haftet der Organisator nur, wenn ihm, seinem gesetzlichen Vertreter
oder seinen Erfüllungsgehilfen Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann oder wenn sich der Organisator mit der Beseitigung
des Mangels in Verzug befunden hat. Für sonstige Schäden haftet der Organisator nur, wenn ihm oder seinem Erfüllungsgehilfen Vorsatz
oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann. Der Haftungsausschluss greift nicht ein, soweit der Organisator die Mangelfreiheit
des Mietobjektes oder eine bestimmte Eigenschaft besonders zugesichert oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat.
11. Messeleitung/ Hausrecht / Hausordnung
Der Organisator als Messeleitung übt im gesamten Messegelände für die Aufbau-, Lauf- und Abbauzeit der Veranstaltung das Hausrecht
aus. Die Ausübung des Hausrechts durch die Messe Frankfurt Venue GmbH und der von ihr beauftragten Personen bleibt unberührt. Das
Mitbringen von Tieren in die Messehallen ist nicht statthaft. Die Messeleitung ist berechtigt, Weisungen zu erteilen. Der Aussteller ist
verpflichtet die Nutzungsbedingungen des „Forums“ der Messe Frankfurt zu beachten.
12. Veranstaltungsmanagement
Der Organisator ist berechtigt ein Veranstaltungsmanagement zu beauftragen, der voll umfänglich alle Rechte des Organisators gegenüber
dem Aussteller ausüben darf.
13.Telekommunikationsanschluss
Ein Telekommunikationsanschluss kann vom Aussteller bei dem vom Organisator beauftragten Dienstleister (siehe Aussteller-Serviceheft
2015 der POOLS & FINANCE) gebucht werden.
14. Bewachung
Die allgemeine Bewachung des Messe-/Ausstellungsgeländes übernimmt der Organisator ohne Haftung für Verluste oder Beschädigungen.
Für die Beaufsichtigung und Bewachung des Messestandes während der Messezeit ist der Aussteller selbst verantwortlich.
15. Werbende Veranstaltungen und Aktionen des Ausstellers auf dem eigenen Messestand
Jeder Aussteller ist verpflichtet, Veranstaltungen auf seinem Stand, die zu Nebelbildung, Geräuschs-, Geruchs- und visuellen
Beeinträchtigungen der Nachbaraussteller führen können, spätestens einen Monat vor der Messe dem Organisator bekannt zu machen
und von diesem schriftlich genehmigen zu lassen (siehe Aussteller-Serviceheft 2015 der POOLS & FINANCE). Das Verteilen von sperrigen
Werbegeschenken (wie z.B. Besen, Schneeschaufel, Gießkanne) ist nicht zulässig. Auf eine angemessene Bekleidung von Hostessen
und Standpersonal ist zu achten. In Härtefällen behält sich die Messeleitung unter Nutzung des Hausrechtes vor, die Vorführung von
entsprechenden Nebeltechnik-Geräten, den Betrieb von Lautsprecheranlagen, Bildprojektionen, Musik- und Lichtbilddarstellungen
grundsätzlich zu untersagen, sofern eine einvernehmliche Regelung mit den betreffenden Ausstellern nicht erzielt werden kann.
16. Werbende Veranstaltungen und Aktionen des Ausstellers außerhalb des eigenen Messestandes
Werbemaßnahmen außerhalb des Standes sind bei dem Organisator anzumelden und müssen genehmigt werden. Bitte wenden Sie
sich bei Interesse direkt an den Organisator der POOLS & FINANCE. Das Freigelände der POOLS & FINANCE, das Foyer (soweit nicht
Ausstellungsfläche), alle Cateringzonen und die Kongressbereiche sind werbefreie Zonen (ausgenommen vom Organisator genehmigte
Sonderwerbemaßnahmen), in denen auch eine Verteilung von Druckschriften, Broschüren und Werbegeschenken nicht gestattet ist. Auf
eine angemessene Bekleidung von Hostessen und Standpersonal ist zu achten. Der Organisator behält sich unter Wahrung des
Hausrechts vor, alle nicht genehmigten Veranstaltungen und Werbung in den werbefreien Zonen zu stoppen, Abmahnungen zu erteilen und
Schadensersatz geltend zu machen.
17. Gewerblicher Rechtschutz
Die Sicherstellung der Urheberrechte oder sonstiger gewerblicher Schutzrechte an den Ausstellungsobjekten ist Sache des Ausstellers.
18.GEMA-Genehmigung
Bei Musikwiedergabe am Ausstellungsstand ist gemäß § 15 des Urhebergesetzes die Genehmigung der GEMA-Gesellschaft für
musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte einzuholen (Bezirksdirektion Wiesbaden, Abraham-Lincoln-Str. 20,
65189 Wiesbaden, Tel.: +49 611 7905-0, Fax: +49 611 7905-197).
19.Rauchverbot
Während der gesamten Veranstaltung besteht im Forum, in allen Messehallen und Gängen absolutes Rauchverbot. Einzelne Raucherzonen
sind ausgewiesen.
20. Fotografieren/ Filmaufnahmen
Der Organisator ist berechtigt, Fotografien, Zeichnungen sowie Film- und Videoaufnahmen vom Ausstellungsgeschehen, von den
Ausstellungsbauten und -ständen und den ausgestellten Gegenständen anfertigen zu lassen und für Werbung oder Presseveröffentlichungen
zu verwenden, ohne dass der Aussteller aus irgendwelchen Gründen Einwendungen dagegen erheben kann. Dies gilt auch für Aufnahmen,
die die Presse oder das Fernsehen mit Zustimmung des Organisators direkt anfertigen.
21. Sonstige Haftung
Es gilt kein Haftungsausschluss/keine Haftungsbegrenzung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, soweit die haftungsbegründende
Handlung auf eine vorsätzliche oder fahrlässige Pflichtverletzung des Organisators, eines gesetzlichen Organs des Organisators oder
eines Erfüllungsgehilfen des Organisators zurückzuführen ist; auch gilt kein Haftungsausschluss/keine Haftungsbegrenzung bei sonstigen
Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Organisators, eines gesetzlichen Organs des Organisators
oder eines Erfüllungsgehilfen des Organisators beruhen. Bei fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Verpflichtung, deren
Erfüllung die die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner
regelmäßig vertraut und vertrauen darf) durch den Organisator, ein gesetzliches Organ des Organisators oder einen Erfüllungsgehilfen
des Organisators, ist die Haftung des Organisators auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens begrenzt.
Im Übrigen ist eine Haftung des Organisators ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Dies gilt insbesondere für Schäden an
Messe- und Ausstellungsgut sowie für Folgeschäden.
22. Ergänzende Regelungen
Allgemeinen Nutzungsbedingungen der Messe Frankfurt Venue GmbH liegen als Anlage 1 bei und sind Bestandteil dieser Allgemeinen
Geschäftsbedingungen. Die Sicherheitsbestimmungen und die technischen Bestimmungen für begleitende Ausstellungen der Messe
Frankfurt Venue GmbH liegen als Anlage 2 und 3 bei und sind Bestandteil dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
23. Erfüllungsort und Gerichtsstand
Erfüllungsort ist Frankfurt am Main, ausschließlicher Gerichtsstand ist Bad Homburg, soweit es sich bei dem Aussteller um einen Kaufmann
handelt. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Text ist verbindlich.
24. Salvatorische Klausel
Diese Teilnahmebedingungen bzw. dieser Vertrag bleibt auch dann gültig, wenn einzelne Bestimmungen sich als ungültig erweisen sollten.
Die betreffende Bestimmung ist durch eine solche zu ersetzen, die dem ursprünglich angestrebten wirtschaftlichen Zwecke soweit wie
möglich entspricht.
Stand: 26.02.2015
Anlagen
Anlagen
Anlage 1:
Allgemeine Nutzungsbedingungen der Messe Frankfurt Venue GmbH
für Kongress- und Sonderveranstaltungen (Stand 05/2013)
Anlage 2:
Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen (Stand 05/2013)
Anlage 3:
Technische Richtlinien (Stand 01/2015)
Anlage 4:
Technische Bestimmungen für Ausstellungen (Stand 05/2013)
Stand: 26.02.2015
Allgemeine Nutzungsbedingungen der Messe Frankfurt Venue GmbH
für Kongress- und Sonderveranstaltungen (Stand 05/2013)
§ 1 Geltungsbereich
Die vorliegenden Allgemeinen Nutzungsbedingungen der Messe Frankfurt Venue GmbH gelten für die
Durchführung von Kongressen und Events, hinsichtlich der Überlassung von Veranstaltungsflächen,
von Hallen und Räumen, für die Erbringung veranstaltungsbegleitender Leistungen, sowie für die
Bereitstellung mobiler Einrichtungen und Aufbauten durch die Messe Frankfurt Venue GmbH
(nachfolgend Venue genannt).
§ 2 Vertragsgegenstand
1. Die Venue überlässt dem Vertragspartner Fazilitäten auf dem Gelände der Messe Frankfurt für den
im Veranstaltungsvertrag genannten Nutzungszweck. Die Überlassung der Fazilitäten erfolgt auf
Grundlage behördlich genehmigter Rettungswege- und Bestuhlungspläne mit festgelegter
Besucherkapazität zu dem vom Vertragspartner angegebenen Nutzungszweck.
2. Arbeiten an den technischen Anlagen, sowie an den Versorgungsnetzen der Venue für
Elektroenergie, Gas, Be- und Entwässerung, sowie Druckluft und Telekommunikation dürfen nur
durch die Venue selbst bzw. durch die mit ihr verbundenen Vertragsfirmen ausgeführt werden. Dies
gilt auch für die Einrichtung des ersten Hängepunkts (Rigging).
3. Veränderungen an den überlassenen Fazilitäten und Einbauten, die Änderung von Rettungswegeund Bestuhlungsplänen sowie zusätzliche Auf- und Einbauten können nur mit schriftlicher
Genehmigung der Venue und nach Vorliegen ggfs. erforderlicher behördlicher Genehmigungen
erfolgen. Erforderliche behördliche Genehmigungsverfahren sind über die Venue abzuwickeln. Dauer,
Kosten und Risiko der Genehmigungsfähigkeit gehen vollumfänglich zu Lasten des Vertragspartners.
4. Sofern der Vertragspartner nicht selbst Veranstalter im Sinne des Gesetzes und damit als
rechtlicher und wirtschaftlicher Träger der im Nutzungsvertrag genannten Veranstaltung ist, und nur
mit der Durchführung der Veranstaltung beauftragt worden ist, verpflichtet er sich den Veranstalter
von vertraglichen Verpflichtungen, Pflichten, die sich aus diesen Allgemeinen Nutzungsbedingungen,
aus Gesetz, den Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen, den Technischen Bestimmungen für
begleitende Ausstellungen und den Zusätzlichen Nutzungsbedingungen der Messe Frankfurt Venue
GmbH bei öffentlichen Veranstaltungen für den Veranstalter ergeben, in Kenntnis zu setzen.
5. Die unentgeltliche oder entgeltliche Überlassung der Fazilitäten ganz oder teilweise an Dritte bedarf
der schriftlichen Einwilligung durch die Venue. Für begleitende Ausstellungen gilt die Genehmigung
zur Überlassung von Flächen an Dritte (Aussteller) als erteilt. Verpflichteter der Venue bleibt weiterhin
der Vertragspartner.
6. Die Venue ist berechtigt, sämtliche ihr obliegenden Verpflichtungen - soweit rechtlich und
tatsächlich möglich - durch Dritte ausführen zu lassen.
7. Soweit der Vertragspartner nur einen Teil der Fazilitäten anmietet, besitzt er nicht das Recht zur
ausschließlichen Nutzung von Eingängen/ Ausgängen, Foyerflächen, Funktionsflächen wie Toiletten,
Garderoben oder Außenflächen. Die Nutzung dieser Bereiche durch Dritte ist zu dulden. Finden in
einem anderen Teil der Fazilitäten zeitgleich mehrere Veranstaltungen statt, ist vom Vertragspartner
sicherzustellen, dass es zu keiner Störung der anderen Veranstaltungen kommt.
8. Die Venue ist berechtigt aus sicherheitstechnischen und betrieblichen Gründen, während der Aufund Abbauphase und während einer Veranstaltung die überlassenen Fazilitäten jederzeit zu betreten.
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 1 von 7
§ 3 Regieplan
1. Im Regieplan werden zusätzliche Leistungen, (Neben-)Abreden und sonstige organisatorische und
technische Details zur Veranstaltung festgeschrieben.
2. Der Vertragspartner ist zur Mitwirkung gegenüber der Venue verpflichtet. Im Rahmen dieser
Mitwirkungspflichten hat der Vertragspartner u.a. auch an den vereinbarten Abspracheterminen bzgl.
der Inhalte des Regieplans teilzunehmen. Kommt der Vertragspartner dieser Verpflichtung nicht nach,
kann die Venue den hierdurch entstandenen Schaden gegenüber dem Vertragspartner geltend
machen.
3. Der Regieplan gilt als Beauftragung der Venue durch den Vertragspartner und ist durch diesen zu
unterzeichnen. Der Regieplan wird wesentlicher Bestandteil des Veranstaltungsvertrages. Der
Vertragspartner erklärt sich mit entstehenden Kosten für die von ihm im Regieplan beauftragten
zusätzlichen Leistungen, die nicht im Nutzungsentgelt enthalten sind, einverstanden.
4. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die Inhalte des Regieplans einer fortlaufenden
Anpassung an die Veranstaltungsgegebenheiten unterliegen.
§ 4 Nutzungsentgelt
1. Der Vertragspartner zahlt für die Überlassung der im Veranstaltungsvertrag genannten Fazilität ein
Nutzungsentgelt.
2. Alle beauftragten und erbrachten zusätzlichen Leistungen, sowie die angefallenen Betriebskosten
werden - soweit nicht bereits in dem Nutzungsentgelt enthalten - dem Vertragspartner nach Abschluss
der Veranstaltung in Rechnung gestellt. Auf die Betriebskosten und zusätzlichen Leistungen ist eine
Abschlagszahlung zu entrichten, deren Höhe, sowie deren Fälligkeit im Veranstaltungsvertrag
festgelegt ist. Betriebskosten und zusätzlichen Leistungen werden auf Basis der zum Zeitpunkt der
Veranstaltung gültigen Preisliste der Venue berechnet.
3. Sämtliche Beträge sind Nettobeträge. Die gesetzlich geltende Umsatzsteuer ist darauf zusätzlich zu
entrichten.
§ 5 Überlassung der Fazilitäten
1. Der Vertragspartner hat der Venue bis spätestens vier Wochen vor der Veranstaltung eine mit der
Leitung der Veranstaltung beauftragte Person (Veranstaltungsleiter i.S.d. § 38 Ziffer 5 MVStättV
Hessen) namentlich schriftlich zu benennen, die die Funktion und Aufgaben des Veranstaltungsleiters
- nach der in Hessen durch Ministerialerlass eingeführten Musterversammlungsstätten-Verordnung für den Vertragspartner nach Maßgabe dieser Allgemeinen Nutzungsbedingungen wahrnimmt.
2. Mit Überlassung der Fazilitäten verpflichtet sich der Vertragspartner, sich und/oder den von ihm mit
der Leitung der Veranstaltung beauftragten Veranstaltungsleiter, mit den Fazilitäten, den technischen
Einrichtungen, Notausgängen und Rettungswegen der Fazilitäten vertraut zu machen. Auf
Anforderung der Venue hat er an einer gemeinsamen Begehung der Fazilität und/oder vor der
Veranstaltung an einer Abstimmung/ Einweisung über die zu beachtenden Sicherheitsbestimmungen
teilzunehmen.
3. Mit Überlassung der Fazilitäten an den Vertragspartner wird ein Übergabeprotokoll erstellt, in dem
der Zustand der Fazilitäten schriftlich festgehalten wird.
4. Nach Veranstaltungsende wird von den Vertragsparteien eine Begehung der Fazilitäten
vorgenommen. Festgestellte Schäden werden in einem Rückgabeprotokoll vermerkt. Dieses Protokoll
ist von den Vertragsparteien zu unterzeichnen. Sofern der Vertragspartner nicht an der Begehung
teilnimmt, wird das Übergabe- und Rückgabeprotokoll ohne ihn erstellt. Insofern obliegt dem
Vertragspartner die Beweislast des darin aufgeführten Zustands bzw. der Sachschäden.
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 2 von 7
5. Von dem Vertragspartner oder in seinem Auftrag von Dritten während der Nutzungsdauer
eingebrachte Gegenstände, Aufbauten, Dekorationen und Ähnliches, sind bis zum vereinbarten
Abbauende restlos zu entfernen und der ursprüngliche Zustand ist wiederherzustellen. Im Falle der
Zuwiderhandlung kann die Venue nach Abbauende den ursprünglichen Zustand auf Kosten des
Vertragspartners wiederherstellen lassen.
6. Für eventuell anfallende Sachschäden an den zur Nutzung überlassenen Fazilitäten oder auf dem
Gelände der Venue, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung verursacht werden, kann die Venue
vom Vertragspartner die Vorauszahlung einer Kaution bis zur doppelten Höhe des Nutzungsentgelts
verlangen. Die Kaution wird vollständig zurückerstattet, sofern bei Rückgabe der Fazilitäten keine
Sachschäden festgestellt werden.
§ 6 Hinweisbeschilderung und Werbemaßnahmen
1. Es ist Sache des Vertragspartners für eine ausreichende Hinweisbeschilderung auf dem Gelände
der Venue, in und an den Fazilitäten Sorge zu tragen. Der Vertragspartner verpflichtet sich, die
Gestaltungsrichtlinien der Venue einzuhalten und das Beschilderungskonzept mit der Venue
abzustimmen. Die Ausführung der Hinweisbeschilderung erfolgt ausschließlich über die Venue. Die
Kosten der Beschilderung trägt der Vertragspartner.
2. Es ist nicht gestattet, Werbeschilder und/oder Plakate auf dem Gelände, der Geländeumzäunung
und den Fazilitäten der Venue anzubringen. Bei Zuwiderhandlung ist die Venue berechtigt,
Werbeschilder und/oder Plakate auf Kosten des Vertragspartners entfernen lassen.
3. Die Venue ist nicht verpflichtet, vorhandene Werbeschilder und/oder Plakate Dritter auf dem
Gelände, in und an den Fazilitäten zu entfernen, auch wenn es sich um Werbemaßnahmen eines
Wettbewerbers des Vertragspartners handelt.
§ 7 Eigentums-, Urheber- und sonstige Rechte
1. Der Vertragspartner stellt die Venue unwiderruflich von allen Ansprüchen frei, die dadurch
entstehen, dass der Vertragspartner, die Veranstaltung selbst oder Werbemaßnahmen für die
Veranstaltung gegen Rechte Dritter oder sonstige gesetzliche Vorschriften in diesem Zusammenhang
verstoßen. Die Freistellungsverpflichtung erstreckt sich auch auf alle etwaig anfallenden Abmahn-,
Gerichts- und Rechtsverfolgungskosten.
2. Der Vertragspartner verpflichtet sich in allen Publikationen zur Veranstaltung unmissverständlich
klarzustellen, dass er Veranstalter der Veranstaltung bzw. die Venue ausschließlich Vermieter der
Fazilitäten ist.
3. Die Verwendung der Wort-/ Bildmarke "Messe Frankfurt" bedarf der ausdrücklichen Genehmigung
durch die Venue.
§ 8 GEMA
Die rechtzeitige Anmeldung GEMA-pflichtiger Werke bei der GEMA, sowie die fristgerechte
Entrichtung der GEMA-Gebühren, sind alleinige Pflichten des Vertragspartners. Die Venue kann vom
Vertragspartner den schriftlichen Nachweis der Anmeldungen der Veranstaltung bei der GEMA, den
schriftlichen Nachweis der Entrichtung der GEMA Gebühren und/oder den schriftlichen Nachweis der
Rechnungsstellung durch die GEMA gegenüber dem Vertragspartner verlangen. Soweit der
Vertragspartner zum Nachweis nicht in der Lage oder hierzu nicht bereit ist, kann die Venue eine
Sicherheitsleistung in Höhe der voraussichtlich anfallenden GEMA – Gebühren vom Vertragspartner
verlangen.
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 3 von 7
§ 9 Gastronomie
Für die gastronomische Versorgung auf dem gesamten Gelände der Messe Frankfurt ist die Accente
Gastronomie Service GmbH, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main,
[email protected], allein zuständig. Sofern eine Bewirtung der Veranstaltung vorgesehen ist,
wird der Vertragspartner eine entsprechende Vereinbarung über den Umfang der Bewirtung mit der
Accente Gastronomie Service GmbH abschließen.
§ 10 Garderoben
1. Die Bewirtschaftung der Besuchergarderoben erfolgt ausschließlich durch die Venue und die mit ihr
verbundenen Serviceunternehmen.
2. Das für die Bewirtschaftung der Besuchergarderoben erforderliche Personal wird auf Anforderung
des Vertragspartners als entgeltpflichtige Zusatzleistung durch die Venue zur Verfügung gestellt.
§ 11 Parkregelung
1. Für Besucher der Veranstaltung steht in Abhängigkeit von weiteren Veranstaltungen auf dem
Gelände der Venue gegebenenfalls eine begrenzte Anzahl kostenpflichtiger Parkplätze auf dem
Gelände der Messe Frankfurt zur Verfügung; eine genaue Festlegung erfolgt im Regieplan.
2. Der Vertragspartner kann für Mitwirkende der Veranstaltung bei der Venue eine begrenzte Anzahl
von Parkausweisen zum Parken innerhalb des Geländes beantragen. Die zugewiesenen Parkplätze
und die Verkehrsbestimmungen der Venue sind unbedingt einzuhalten.
3. Die Bereitstellung der Parkplatz- und Verkehrsorganisation erfolgt zulasten des Vertragspartners
ausschließlich über die Venue.
4. Sofern Rundfunk- und Fernsehübertragungswagen im Rahmen der Veranstaltung zum Einsatz
kommen, dürfen diese nur auf den hierfür vorgesehenen Flächen in Abstimmung mit der Venue
abgestellt werden.
5. Die Ziffern 1 bis 4 gelten nicht für die Durchführung von Kongressen und Events, für die der
Vertragspartner das Kap Europa anmietet.
§ 12 Melde- und Anzeigenpflichten, Genehmigungen, gesetzliche Vorschriften, Feuerwehr,
Polizei und Sanitätsdienst
1. Der Vertragspartner hat für die Veranstaltung alle behördlich und gesetzlich vorgeschriebenen
Melde- und Anzeigepflichten zu erfüllen, sowie gegebenenfalls erforderliche Genehmigungen (soweit
vertraglich nicht anders festgelegt) einzuholen und behördliche Anordnungen, Auflagen und
Regelungen umzusetzen.
2. Der Vertragspartner ist verpflichtet bis spätestens vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn die
Gebrauchsabnahme beim Service Center Veranstaltungen, Ordnungsamt, Kleyerstraße 86, 60326
Frankfurt am Main, Tel: 069-212-44191; -44194, Email: [email protected] zu beantragen und die
Veranstaltung gleichzeitig der Bauaufsicht Frankfurt, Kurt-Schumacherstraße 10, 60311 Frankfurt am
Main und dem 13. Polizeirevier, Schloßstraße 88-90, 60486 Frankfurt zu melden.
3. Kommt der Vertragspartner den genannten Melde-, Anzeige- und Antragspflichten nicht nach, kann
die Venue den hierdurch entstehenden Schaden gegenüber dem Vertragspartner geltend machen.
4. Der Vertragspartner hat die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden einschlägigen Vorschriften
und
Gesetze,
insbesondere
solche
der
Musterversammlungsstättenverordnung,
der
Landesbauordnung, des Arbeitsschutzgesetzes, des Arbeitszeitgesetzes, des Sonn- und
Feiertagsgesetzes,
des
Nichtraucherschutzgesetzes,
der
immissionsschutzrechtlichen
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 4 von 7
Lärmbestimmungen,
der
Gewerbeordnung,
des
Jugendschutzgesetzes
Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften einzuhalten.
und
der
5. Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdienst werden in Abhängigkeit von Art und Größe der Veranstaltung
durch die Venue im Namen und auf Rechnung des Vertragspartners nach Erforderlichkeit direkt
verständigt. Der Umfang dieser Dienste (Anzahl der zu stellenden Personen) hängt von der Art der
Veranstaltung, der Anzahl der Besucher, den veranstaltungsspezifischen Risiken und den möglichen
behördlichen Festsetzungen im Einzelfall ab.
6. Der Vertragspartner trägt die hierbei entstehenden Kosten, Gebühren, Steuern und Abgaben.
7. Dem Vertragspartner ist es nicht gestattet, ohne vorherige Genehmigung der Venue,
Gewerbetreibende aller Art zur Veranstaltung zu bestellen oder selbst über die unmittelbare
Durchführung der Veranstaltung hinaus gewerblich tätig zu werden. Im Falle der Genehmigung behält
sich die Venue die prozentuale Gewinnbeteiligung an dem Gewerbe vor.
§ 13 Einlassregelung, Sicherheits- und Ordnungsdienst
1. Die Eingänge für Besucher und Mitwirkende zu den Fazilitäten werden durch die Venue in
Abstimmung mit dem Vertragspartner festgelegt.
2. Der Vertragspartner hat in jedem Fall sicherzustellen, dass für eine Veranstaltung keinesfalls mehr
Besucher eingelassen oder Karten in Umlauf kommen, als Besucherplätze im genehmigten
Rettungswege- und Bestuhlungsplan ausgewiesen sind.
3. Soweit nicht anders vertraglich geregelt, wird der Einsatz von Sicherheits- und
Ordnungsdienstpersonal aus sicherheitstechnischen Gründen ausschließlich von der Venue an die
mit ihr vertraglich verbundenen Firmen im Namen und auf Rechnung des Vertragspartners in Auftrag
gegeben. Der Umfang des einzusetzenden Personals hängt von der Art der Veranstaltung, der Anzahl
der Besucher und den veranstaltungsspezifischen Risiken im Einzelfall ab und wird auf Grundlage der
Angaben des Vertragspartners beauftragt. Die Kosten, die durch Anwesenheit und Einsatz dieser
Dienste entstehen hat der Vertragspartner zu tragen. Das beauftragte Sicherheits- und
Ordnungsdienstpersonal hat jederzeit Zutritt zur Fazilität, auch während der Veranstaltung.
§ 14 Rauchverbot
1 Sofern Vertragsgegenstand die Nutzung der Fazilitäten zur Durchführung von kulturellen und
sportlichen Veranstaltungen ist, besteht in den Räumen der Fazilität ein grundsätzliches Rauchverbot
gemäß dem HessNRSG, soweit diese der Öffentlichkeit zugänglich sind. Bei Veranstaltungen im Kap
Europa gilt unabhängig von der Art der Veranstaltung ein grundsätzliches Rauchverbot in der
gesamten Fazilität.
2. Der Vertragspartner ist gegenüber den Besuchern der Veranstaltung zur Durchsetzung des
Rauchverbots verpflichtet. Bei Verstößen hat er alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um
weitere Verstöße zu verhindern.
3. Verstöße gegen die Bestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes können durch die zuständigen
Behörden als Ordnungswidrigkeit auch gegenüber der Venue geahndet werden. Der Vertragspartner
hat die Venue auf erste Anforderung freizustellen, soweit er und seine Erfüllungs- und
Verrichtungsgehilfen gegen die Vereinbarungen nach Ziffer 1 oder 2 verstoßen.
§ 15 Kündigung (Absage der Veranstaltung), Zurückbehaltungsrecht
1. Die Venue behält sich das Recht vor, den Vertrag fristlos zu kündigen, sofern


der Vertragspartner nach vergeblicher Abmahnung mit Leistungen in Verzug gerät,
der Vertragspartner die Zahlungen eingestellt hat,
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 5 von 7






gegen den Vertragspartner ein Vergleichs- oder Insolvenzverfahren beantragt bzw. eröffnet
ist, wobei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Ablehnung der Eröffnung des
Insolvenzverfahrens mangels Masse gleichsteht,
der Vertragspartner seinen Mitwirkungspflichten, trotz vergeblicher Aufforderung nicht
nachkommt,
der Vertragspartner gegen behördliche Auflagen/ Genehmigungen, Anzeige- und
Meldeverpflichtungen, bzw. gesetzliche Bestimmungen verstößt,
durch die Veranstaltung die Rechte Dritter verletzt oder ernsthaft gefährdet werden,
der Vertragspartner eine Veranstaltungsagentur ist, die nicht vom Veranstalter mit der
Durchführung der Veranstaltung beauftragt worden ist, bzw. die den Auftrag von ihm entzogen
bekommen hat,
oder andere wichtige Gründe vorliegen, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen.
In den genannten Fällen behält die Venue den Anspruch auf das vereinbarte Nutzungsentgelt. Die
bereits angefallenen Kosten für zusätzliche Leistungen, (Neben-)Abreden und sonstige
organisatorische und technische Details zur Veranstaltung sind zu ersetzen. Ein
Schadenersatzanspruch des Vertragspartners gegenüber der Venue besteht nicht.
2. Wird die Veranstaltung von dem Vertragspartner - gleich aus welchem Grund – abgesagt, behält
die Venue den Anspruch auf den zum Zeitpunkt der Absage im Veranstaltungsvertrag festgelegten
fälligen Teil des Nutzungsentgeltes. Dem Vertragspartner bleibt der Nachweis eines geringeren
Schadens vorbehalten. Die bereits angefallenen Kosten für zusätzliche Leistungen, (Neben-)Abreden
und sonstige organisatorische und technische Details zur Veranstaltung sind zu ersetzen.
3. Die Kündigung bzw. die Absage der Veranstaltung bedarf der Schriftform. Maßgeblich ist der
Zeitpunkt des Eingangs der schriftlichen Anzeige der Absage der Veranstaltung bei der Venue.
4. Die Venue ist berechtigt, die Bereitstellung der Fazilitäten, sowie die Erfüllung der zu erbringenden
sonstigen Leistungen zu verweigern, sofern der Vertragspartner nicht sämtliche fällige
Leistungsverpflichtungen aus dieser oder einer früheren Vereinbarung erfüllt hat oder den in § 12
genannten Melde-, Anzeige- und Antragspflichten nicht fristgemäß nachkommt. Ein
Schadenersatzanspruch des Vertragspartners gegenüber der Venue besteht nicht.
§ 16 Haftung
1. Die Venue übernimmt dem Vertragspartner gegenüber für die zu der Veranstaltung auf das
Gelände eingebrachten Gegenstände aller Art und gegenüber den in Verbindung mit der
Veranstaltung in den genutzten Fazilitäten und auf dem Gelände der Venue verkehrenden Personen
keinerlei irgendwie geartete Haftung, soweit sie nicht als Eigentümerin der Fazilitäten gesetzlich dafür
zu haften hat.
2. Bei Beschädigung der Vertragsgegenstände, des Geländes, der Geländeumzäunung sowie
anderer Fazilitäten auf dem Gelände der Messe Frankfurt durch Teilnehmer und Besucher der
Veranstaltung, durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Vertragspartners, seiner Teilnehmer und
Besucher, seiner Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen oder durch Bedienstete oder Beauftragte
solcher Personen, ist der Vertragspartner zum Ersatz der der Venue hieraus entstehenden Kosten
verpflichtet. Die Exkulpation des Auswahlverschuldens (§ 831 Absatz 1 Satz 2 BGB) ist
ausgeschlossen.
3. Der Vertragspartner haftet für alle Personen- und Sachschäden gegenüber Dritten und gegenüber
der Venue, sofern diese von ihm zu vertreten sind. Sollte die Venue von Dritten wegen derartiger
Schäden in Anspruch genommen werden, so ist der Vertragspartner verpflichtet, die Venue in jeder
Hinsicht zu vertreten und für Ersatzleistungen an Dritte in vollem Umfang schadlos zu halten, unter
Einschluss der Rechtsverfolgungskosten.
4. Der Vertragspartner ist verpflichtet, für alle Risiken, die sich aus der nach diesem Vertrag
übernommenen Haftung sowie aus der Durchführung der Veranstaltung ergeben, eine
Haftpflichtversicherung in angemessener Höhe abzuschließen, soweit es sich um versicherbare
Risiken handelt, und den Abschluss der Venue auf Anforderung nachzuweisen.
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 6 von 7
5. Bei Versagen irgendwelcher Einrichtungen, Betriebsstörungen oder bei sonstigen, die
Veranstaltung beeinträchtigenden Ereignissen haftet die Venue nur, sofern diese Ereignisse
nachweisbar von ihr oder ihren Erfüllungs- und/oder Verrichtungsgehilfen vorsätzlich oder grob
fahrlässig verschuldet worden sind.
§ 17 Lieferstörungen aufgrund höherer Gewalt und ähnlicher Ereignisse
1. Die Venue wird von der Leistungsverpflichtung frei, soweit die Leistung infolge von höherer Gewalt
oder ähnlicher Ereignisse nicht möglich oder unter Berücksichtigung aller Umstände nicht zumutbar
ist.
2. Ansprüche auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung, insbesondere Schadenersatz wegen
entgangenen Gewinns sind ausgeschlossen, soweit die Nichterfüllung auf Höherer Gewalt oder
ähnlichen Ereignissen beruht.
3. Höhere Gewalt ist ein von außen kommendes, keinen betrieblichen Zusammenhang aufweisendes,
auch durch die äußerste vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht abwendbares Ereignis. Ein
Fall höherer Gewalt liegt insbesondere vor bei Naturkatastrophen, Erdbeben, Krieg, Epidemien,
Handelsblockaden, Embargos, Rohstoffmangel und fehlenden Transportmöglichkeiten.
4. Als ähnliches Ereignis ist jeder Umstand anzusehen, der außerhalb des kontrollierbaren
Einflussbereichs der Venue liegt und auch durch die äußerste vernünftigerweise zu erwartende
Sorgfalt nicht abwendbar oder vorhersehbar ist. Ein solches Ereignis liegt insbesondere bei
Arbeitskampfmaßnahmen und bei sonstigen von der Venue nicht zu vertretenden
Betriebsunterbrechungen oder -störungen vor.
5. Die Venue setzt den Vertragspartner schnellstmöglich schriftlich von dem Eintritt höherer Gewalt
oder eines ähnlichen Ereignisses mit Angabe des konkreten Grundes in Kenntnis und teilt diesem mit,
inwieweit dadurch die Vertragserfüllung berührt wird.
§ 18 Teilnichtigkeit, Erfüllungsort und Gerichtsstand
1. Das Vertragsverhältnis unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.
2. Sollten einzelne Klauseln dieser Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, lässt dies die
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. In diesem Falle ist die ungültige Vorschrift so zu
ergänzen oder zu ändern, dass der mit ihr beabsichtigte Zweck soweit wie möglich erreicht wird.
3. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Frankfurt am Main.
05-2013 – Allgemeine Nutzungsbedingungen – Seite 7 von 7
Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen
Stand: Mai 2013
1
Inhalt
Seite
Vorbemerkung/Anwendungsbereich4
1.
1.1
1.2
1.3
1.4
Anzeige- und Genehmigungspflichten4
Anzeigepflichten vor der Veranstaltung
4
Technische Proben, Gastspielprüfbuch
5
Genehmigungen und Abnahmen durch Behörden
5
Kosten und Risiko anzeige- und genehmigungspflichtiger Vorhaben 5
2.
Verantwortliche Personen6
2.1
Verantwortung des Veranstalters
6
2.2 Verantwortung des Veranstaltungsleiters
6
2.3 Verantwortliche für Veranstaltungstechnik, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik
7
2.4 Verantwortung Venue
7
2.5 Sicherheits- und Ordnungsdienst
7
2.6 Ausübung des Hausrechts
8
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften8
3.1
Verkehrsordnung, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen8
3.1.1 Befahren des Geländes
8
3.1.2 Gabelstapler und Hubwagen
8
3.1.3Feuerwehrbewegungszonen
9
3.1.4 Notausgänge, Notausstiege, Flure, Gänge
9
3.1.5Sicherheitseinrichtungen
9
3.2 Ein- und Aufbauten für Veranstaltungen9
3.2.1 Technische Einrichtungen des Venue
9
3.2.2 Technische Einrichtungen des Veranstalters
9
3.2.3Abhängungen
10
3.2.4 Ein- und Aufbauten, Tribünen, Podien, Treppen, Szenenflächen,
Sonderbauten
10
3.2.5 Teppiche, Bodenbelag
10
3.2.6Wellenbrecher
10
3.2.7Glas
11
3.2.8 Bolzen, Löcher, Nägel
11
3.3 Ausschmückungen, Ausstattungen, Requisiten11
3.3.1Ausschmückungen
11
3.3.2Ausstattungen
12
3.3.3Requisiten
12
3.4
3.4.1
3.4.2
3.4.3
3.4.4
3.4.5
Besondere Brandschutzbestimmungen12
Offenes Feuer, brennbare Flüssigkeiten, Gase, Pyrotechnik
12
Brennpasten und andere Brennstoffe
12
Brennbare Verpackungsmaterialien
12
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
12
Feuer-, Schweiß-, Trennschleifarbeiten, Heißarbeiten
13
2
Inhalt
Seite
3.5 Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz13
3.5.1Arbeitssicherheit
13
3.5.2 Lautstärke, Gehörschutz
13
3.5.3Laseranlagen
14
3.5.4Rauchverbot
14
3.5.5 Umgang mit Abfällen
14
3.5.6Abwasser
14
3.5.7Umweltschäden
14
3.5.8 Lärmschutz für Anwohner
15
3
Sicherheitsbestimmungen
Vorbemerkung/Anwendungsbereich
Die vorliegenden „Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen“
gelten für Kongresse und Events,
zu denen Ausschmückungen (Dekorationen) eingebracht, Podien,
Szenenflächen, Bühnen, Tribünen,
errichtet, genutzt oder bühnen-,
studio-, beleuchtungstechnische
Einrichtungen aufgebaut werden
sollen. Zusätzliche Forderungen zur
Sicherheit und zum Brandschutz
für eine Veranstaltung können von
Seiten der Baurechtsbehörden, der
Polizei, der Brandschutzdienststellen und durch die Messe Frankfurt
Venue GmbH (nachfolgend Venue
genannt) gestellt werden, wenn
1.
1.1
sich aus Art oder Umfang der geplanten Veranstaltung erhöhte Risiken für Personen und Sachwerte
ergeben.
Struktur und Inhalte dieser Sicherheitsbestimmungen sind zwischen
den sieben größten Kongresszentren Deutschlands, den „SevenCenters of Germany“ abgestimmt.
Mögliche Unterschiede im Einzelfall ergeben sich aus landesrechtlichen Besonderheiten und den baulichen Gegebenheiten vor Ort. Mit
den Sicherheitsbestimmungen
werden insbesondere die Anforderungen der in Hessen durch Minis-
terialerlass eingeführten MusterVersammlungsstätten-Verordnung
(nachfolgend MVStättV genannt)
sowie die baugenehmigungsrechtlichen Auflagen für den Betrieb der
als Versammlungsstätte genehmigten Hallen und Flächen umgesetzt.
Der Vertragspartner der Venue (im
Folgenden auch Vertragspartner
genannt) hat sicherzustellen, dass
die Sicherheitsbestimmungen von
allen mit der Planung und Durchführung der Veranstaltung beauftragten Personen und Firmen eingehalten werden.
Anzeige- und Genehmigungspflichten
Anzeigepflichten vor der Veranstaltung
Der Vertragspartner ist verpflichtet
im Rahmen der Planung der Veranstaltung bis spätestens 4 Wochen
vor der Veranstaltung, aus Gründen der Sicherheit und zur optimalen Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung, der Venue
schriftlich anzuzeigen:
● den Namen seines Veranstaltungsleiters gemäß MVStättV
● ob er „Verantwortliche für Veranstaltungstechnik“ mitbringt, die
den Auf- und Abbau sowie die Veranstaltung gemäß MVStättV beaufsichtigen
● die Größe und Anordnung von
ggf. aufzubauenden Szenenflächen/ Bühnen/ Tribünen, Laufstegen, Vorbühnen, Podien und ver-
gleichbaren Aufbauten
● die erwartete Besuchanzahl und
das erwartete Publikumsprofil
(friedlich, normal, schwierig)
● ob bühnen-, studio, beleuchtungstechnische oder sonstige
technische Einrichtungen eingebracht werden (Lastenplan)
● ob Bewegungen oder Umbauten
von technischen Einrichtungen
während der Veranstaltung erfolgen
● ob maschinentechnische Bewegungen, künstlerische Darstellungen im oder über dem Zuschauerraum stattfinden
● ob feuergefährliche Handlungen
/ pyrotechnische Effekte, der Betrieb von Lasereinrichtungen oder
Nebelanlagen vorgesehen sind (zu-
4
sätzliche Genehmigungspflicht ist
zu beachten)
● ob Ausschmückungen, Dekorationen/ Ausstattungen/ Requisiten/
eingebracht werden (Brandschutzklassen nachweisen)
● ob für die Veranstaltung ein
Gastspielprüfbuch ausgestellt ist
● ob eine „Technische Probe“ vor
der Veranstaltung vom Vertragspartner geplant ist.
Auf Grundlage der Angaben des
Vertragspartners erfolgt die Fortschreibung des Regieplans durch
die Venue und im Vorfeld der Veranstaltung eine Gefährdungsbeurteilung auf deren Grundlage die
Notwendigkeit und die Anzahl von
qualifiziertem Veranstaltungsperso-
Sicherheitsbestimmungen
1.
Anzeige- und Genehmigungspflichten
nal und von externen Einsatzkräften (Feuerwehr, Sanitätsdienst,
Ordnungs-/Sicherheitsdienst) sowie spezielle Sicherheitsmaßnahmen geplant wird (vgl. §§ 40 bis
43 MVStättV). Alle dadurch entste1.2
nenaufbaus (sofern unbedenklich)
darauf verzichtet werden kann. Die
Venue entscheidet auf Grundlage
der vorstehenden Angaben zu
Nr.1.1 (in Abstimmung mit der Bauaufsichtsbehörde), ob auf die Probe verzichtet werden kann. Ist dies
nicht der Fall, muss der Vertragspartner den voraussichtlichen Zeitpunkt der technischen Probe recht-
zeitig mit der Venue abstimmen.
Bei Gastspielveranstaltungen, für
die ein Gastspielprüfbuch ausgestellt ist, bedarf es keiner technischen Probe. Die Einreichung des
Gastspielprüfbuchs bei der Baubehörde hat spätestens 2 Wochen
vor der Veranstaltung zu erfolgen.
Genehmigungen und Abnahmen durch Behörden
Die Überlassung von Veranstaltungsräumen und -flächen erfolgt
auf Grundlage von behördlich genehmigten Rettungswege- und Bestuhlungsplänen mit einer festgelegten maximalen
Besucherkapazität. Abweichungen
1.4
machen, wird grundsätzlich von einem erhöhten Veranstaltungsrisiko
ausgegangen. Unrichtige Angaben
können zur Einschränkung, Absage
oder zum Abbruch der Veranstaltung führen.
Technische Proben, Gastspielprüfbuch
Bei Nutzung von Szenenflächen
mit mehr als 200m² Grundfläche
und bei Gastspielveranstaltungen
mit eigenem Szenenaufbau ist
grundsätzlich vor der ersten Veranstaltung eine nicht öffentliche
technische Probe mit vollem Szenenaufbau durchzuführen, wenn
nicht wegen der Art der Veranstaltung oder des Umfangs des Sze1.3
henden zusätzlichen Kosten (insbesondere Personalkosten für Sicherheitskräfte) sind vom
Vertragspartner zu tragen. Sollte
der Vertragspartner keine, unvollständige oder verspätete Angaben
von den bestehenden, genehmigten Rettungswege- und Bestuhlungsplänen z.B. durch Änderung
der Anordnung der Bestuhlung
oder der Rettungswegeführung sowie der Aufbau von Zelten, Podien,
Tribünen, Sonderkonstruktionen,
fliegenden Bauten bedürfen der
Zustimmung durch die Venue. Entsprechende Maßnahmen sind in
der Regel baurechtlich genehmigungspflichtig und müssen durch
die Baubehörde und die Branddirektion abgenommen werden.
Kosten und Risiko anzeige- und genehmigungspflichtiger Vorhaben
Für die vorstehenden und alle
nachfolgend in den Sicherheitsbestimmungen als anzeige- oder genehmigungspflichtig bezeichneten
Vorhaben, kann die Vorlage von
Unterlagen, Plänen, Zeugnissen,
Prüfbescheinigungen, Gutachten
sowie bau- und brandschutztechnische Abnahmen gegenüber dem
Vertragspartner gefordert werden.
Die Venue unterstützt den Vertragspartner bei der Durchführung
5
der Genehmigungsverfahren. Dauer und Kosten des Genehmigungsverfahrens einschließlich des Risikos der Genehmigungsfähigkeit
gehen vollumfänglich zu Lasten
des Vertragspartners.
Sicherheitsbestimmungen
2.
2.1
Verantwortliche Personen
Verantwortung des Vertragspartners
Der Vertragspartner ist verantwortlich für das Veranstaltungsprogramm und den sicheren, reibungslosen Ablauf der
Veranstaltung. Er hat dafür zu sorgen, dass die maximal zulässige
Besucherkapazität in den an ihn
überlassenen Veranstaltungsräumen und Veranstaltungsflächen
eingehalten wird. Eine Überbelegung ist strengstens verboten. Der
Vertragspartner trägt die Verkehrssicherungspflicht innerhalb der
Versammlungsstätte, bezüglich der
von ihm oder durch beauftragte
Dritte eingebrachten Ausschmückungen, Ausstattungen, Requisiten, Auf- und Einbauten, Abhän2.2
gungen, verlegten Kabel und
bühnen- studio- sowie beleuchtungstechnischen Einrichtungen,
für die Dauer der Nutzung der Versammlungsstätte. Er hat hinsichtlich aller eingebrachten Gegenstände und Materialien die
Anforderung der vorliegenden Sicherheitsbestimmungen, die allgemein anerkannten Regeln der
Technik (insbesondere die DIN VDE
Normen) sowie der Betriebsvorschriften der MVStättV und der
Unfallverhütungsvorschriften (insbesondere der UVV BGV C1 „Veranstaltungs- und Produktionsstätten
für szenische Darstellungen“) einzuhalten. Die Beachtung aller wei-
teren für die Veranstaltung geltenden Gesetze und Verordnungen,
insbesondere die Musterversammlungsstättenverordnung, die Landesbauordnung, das Jugendschutzgesetz, das Sonn- und
Feiertagsgesetz, das Arbeitszeitgesetz (AZG), das Arbeitsschutzgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz, die Gewerbeordnung, die
immissionsschutzrechtlichen Lärmbestimmungen sowie die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften obliegt ihm
ebenfalls in eigener Verantwortung.
Verantwortung des Veranstaltungsleiters
Der Vertragspartner hat der Venue
eine entscheidungsbefugte Person
zu benennen (siehe hierzu Nr.1.1),
die während der gesamten Dauer
der Veranstaltung als Veranstaltungsleiter anwesend ist. Mit Überlassung der Fazilitäten verpflichtet
sich der Vertragspartner, sich und/
oder den von ihm mit der Leitung
der Veranstaltung beauftragten
Veranstaltungsleiter, mit den Fazilitäten, den technischen Einrichtungen, Notausgängen und Rettungswegen der Fazilitäten vertraut zu
machen. Auf Anforderung der Venue hat er an einer gemeinsamen
Begehung der Versammlungsstätte
teilzunehmen und sich mit den
Veranstaltungsräumen einschließ-
lich der Flucht- und Rettungswege
vertraut zu machen. Ebenso auf
Anforderung der Venue hat der
Veranstaltungsleiter vor der Veranstaltung an einer Abstimmung/
Einweisung über die zu beachtenden Sicherheitsbestimmungen teilzunehmen.
Der Veranstaltungsleiter hat für einen geordneten und sicheren Ablauf der Veranstaltung zu sorgen.
Er ist zur Anwesenheit während
des Veranstaltungsbetriebs verpflichtet, muss jederzeit erreichbar
sein und hat gegebenenfalls notwendige Entscheidungen in Abstimmung mit dem von der Venue
benannten Ansprechpartner, den
Behörden und externen Hilfskräf-
6
ten (Feuerwehr, Polizei, Bauamt,
Amt für öffentliche Ordnung, Sanitätsdienst) zu treffen. Der Veranstaltungsleiter des Vertragspartners
ist zur Einstellung des Veranstaltungsbetriebs verpflichtet, wenn
eine Gefährdung von Personen in
der Versammlungsstätte dies erforderlich macht, wenn sicherheitstechnisch notwendige Anlagen,
Einrichtungen oder Vorrichtungen
nicht funktionieren oder wenn die
Betriebsvorschriften der MVStättV
nicht eingehalten werden (können).
Der Veranstaltungsleiter wird
durch einen von der Venue benannten Ansprechpartner unterstützt.
Sicherheitsbestimmungen
2.
2.3
Verantwortliche Personen
Verantwortliche für Veranstaltungstechnik, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik
Verantwortliche für Veranstaltungstechnik und Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sind durch den
Vertragspartner auf eigene Kosten
nach Maßgabe der folgenden Festlegungen zu stellen:
Der Auf- und Abbau bühnen-, studio- und beleuchtungstechnischer
Einrichtungen bei Veranstaltungen
mit mehr als 5000 Besucherplätzen
oder auf Szenenflächen mit mehr
als 200m² sowie technische Proben müssen von mindest einem
„Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik“ geleitet und beaufsichtigt werden. Bei Veranstaltungen mit weniger als 5000
Besucherplätzen oder dem Aufund Abbau von Szenenflächen zwischen 50m² und 200m², genügt
2.4
Bei Generalproben, Veranstaltungen, Sendungen oder Aufzeichnungen von Veranstaltungen in Versammlungsräumen mit mehr als
5000 Besucherplätzen oder auf
Szenenflächen mit mehr als 200m²
müssen zwei Verantwortliche für
Veranstaltungstechnik anwesend
sein. Bei Veranstaltungen in Versammlungsräumen mit weniger als
5000 Besucherplätzen oder auf
Szenenflächen zwischen 50m² und
200m² reicht die Anwesenheit einer Fachkraft für Veranstaltungstechnik.
Ausnahmen: Wenn die Sicherheit
und Funktionsfähigkeit der büh-
nen-, studio- und beleuchtungstechnischen sowie der sonstigen
technischen Einrichtungen der Versammlungsstätte vor der Veranstaltung von Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik bzw. von
Fachkräften überprüft wurden, von
Art oder Ablauf der Veranstaltung
keine Gefahren ausgehen und diese Einrichtungen während der Veranstaltung nicht bewegt oder sonst
verändert werden, kann auf Grundlage einer durch die Venue durchzuführenden Gefährdungsbeurteilung im Einzelfall die notwendige
technische Aufsicht durch eine
Fachkraft oder durch eine sonstige
„Aufsicht führende Person“ wahrgenommen werden, vorausgesetzt
sie ist mit den technischen Einrichtungen vertraut.
Verantwortung der Venue
Die Venue und die von ihr beauftragten Personen sind berechtigt
und verpflichtet stichprobenweise
zu kontrollieren, ob die Betriebsvor2.5
die Anwesenheit einer Fachkraft
für Veranstaltungstechnik.
schriften der MVStättV und die
vorliegenden Sicherheitsbestimmungen durch den Vertragspartner
eingehalten werden. Hierzu ist ih-
nen jederzeit Zugang zu den Veranstaltungsräumen und Flächen zu
gewähren.
Sicherheits- und Ordnungsdienst
Als Sicherheits- und Ordnungsdienst dürfen nur qualifizierte, von
der Venue zugelassene Unternehmen eingesetzt werden, die mit der
Versammlungsstätte auch für den
Fall einer notwendigen Räumung
hinreichend vertraut sind. Die Anzahl des notwendigen Sicherheitsund Ordnungsdienstpersonals wird
durch die Art der Veranstaltung,
die Anzahl der Besucher, potentielle Veranstaltungsrisiken und durch
7
ggf. zusätzliche Anforderungen der
Bau- und Ordnungsdienstbehörden
bestimmt. Dem Sicherheits- und
Ordnungsdienst obliegen die in §
43 Absatz 4 der MVStättV festgelegten Aufgaben.
Sicherheitsbestimmungen
2.
2.6
Verantwortliche Personen
Ausübung des Hausrechts
Der Veranstaltungsleiter nimmt für
den Vertragspartner auf Grundlage
der vorliegenden Sicherheitsbestimmungen und der geltenden Hausordnung neben der Venue innerhalb
der ihm überlassenen Räume und
Flächen das Hausrecht gegenüber
den Veranstaltungsbesuchern und
beauftragten Dritten wahr. Die Venue übt weiterhin das Hausrecht gegenüber dem Vertragspartner und
neben dem Vertragspartner gegenüber Besuchern und Dritten während der Dauer der Überlassung der
Veranstaltungsräume und Veranstaltungsflächen nach Maßgabe der
nachfolgenden Bestimmung aus.
3.
Die beauftragten Ordnungsdienstkräfte unterstützen bei der die
Durchsetzung des Hausrechts.
Verstöße gegen die Hausordnung,
die vorliegenden Sicherheitsbestimmungen, gegen veranstaltungsbezogene gesetzliche Vorschriften oder
behördliche Anordnungen sind
durch den Vertragspartner und dessen Veranstaltungsleiter unverzüglich abzustellen. Die Venue ist zur Ersatzvornahme auf Kosten des
Vertragspartners berechtigt, wenn
dieser nach vorheriger Aufforderung
nicht unverzüglich tätig wird. Ist eine
Ersatzvornahme nicht möglich oder
unzumutbar, verweigert der Vertragspartner die Durchführung der
Ersatzvornahme oder lehnt er eine
Kostenübernahme ab, kann die Venue vom Vertragspartner als „ultima
ratio“ die Räumung und Herausgabe
der überlassenen Veranstaltungsbereiche verlangen. Kommt der Vertragspartner einer entsprechenden
Aufforderung nicht nach, so ist die
Venue berechtigt, den Abbruch der
Veranstaltung einschließlich Räumung auf Kosten und Gefahr des
Vertragspartners durchführen zu lassen.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.1
Verkehrsordnung, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
3.1.1
Befahren des Geländes
Auf dem gesamten Gelände der
Messe Frankfurt gilt die Straßenverkehrsordnung STVO. Für alle
Fahrzeuge besteht die für das Gelände ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Befahren
mit Fahrzeugen aller Art geschieht
auf eigene Gefahr. Die Venue hat
das Recht, Laderäume von Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse beim Betreten
oder Verlassen des Geländes zu
kontrollieren. Je nach Entwicklung
des Aufbau- und Abbaugesche-
hens durch zeitgleich stattfindende
andere Veranstaltungen kann das
Gelände zeitweilig für den Kraftfahrzeugverkehr geschlossen werden.
nicht gestattet. Der Transport von
Lasten durch den Vertragspartner
mit handbetriebenen Hilfsmitteln
(z.B. Hubwagen) ist möglich. Der
Vertragspartner bzw. die von ihm
beauftragten Firmen haben sich
vor dem Befördern von Lasten über
die zulässige Bodenbelastbarkeit
und Bodenbeschaffenheit zu informieren.
3.1.2 Gabelstapler und Hubwagen
Ein Befahren der Foyer- und Hallenflächen mit motorbetriebenen
Hilfsmitteln, wie z.B. Gabelstaplern
durch den Vertragspartner und die
von ihm beauftragten Firmen ist
8
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.1.3Feuerwehrbewegungszonen
Die mit Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und
Bewegungsflächen für die Feuer-
wehr müssen ständig freigehalten
werden. Fahrzeuge und Gegenstände, die auf Rettungswegen
und Sicherheitsflächen abgestellt
sind, werden auf Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt.
3.1.4 Notausgänge, Notausstiege, Flure, Gänge
Diese Rettungswege sind jederzeit
freizuhalten. Die Türen im Zuge
von Rettungswegen müssen von
innen leicht in voller Breite geöffnet werden können. Rettungswege, Ausgangstüren, Notausstiege
und deren Kennzeichnung dürfen
nicht versperrt, verhängt oder
sonst unkenntlich gemacht werden. Flure und Gänge dürfen während der Veranstaltung zu keinem
Zeitpunkt durch abgestellte oder
hineinragende Gegenstände eingeengt werden. Flure und Gänge die-
nen im Gefahrfall als Rettungswege. Brand- und Rauchschutztüren
dürfen nicht durch Keile oder andere Gegenstände offen gehalten
werden.
und Abluftöffnungen der Heiz- und
Lüftungsanlage, Entrauchungseinrichtungen, deren Hinweiszeichen
sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit zu-
gänglich und sichtbar sein; sie dürfen nicht versperrt, verhängt oder
sonst unkenntlich gemacht werden.
3.1.5Sicherheitseinrichtungen
Feuermelder, Hydranten, Feuerlöscher und -leitungen, Rauchklappen, Auslösungspunkte der Rauchabzugseinrichtungen,
Rauchmelder, Telefone sowie Zu-
3.2
Ein- und Aufbauten für Veranstaltungen
3.2.1 Technische Einrichtungen der Venue
Alle vorhandenen, fest installierten
gebäudetechnischen Einrichtungen
dürfen grundsätzlich nur vom Personal der Venue bzw. durch vertraglich zugelassene mit der Venue
verbundene Servicefirmen bedient
werden. Dies gilt auch für alle zu
erstellenden Anschlüsse an die
Versorgungsnetze (z.B. Strom,
Wasser, Telekommunikation) der
Venue. Sofern nicht anderweitig
vereinbart, hat der Vertragspartner
keinen Anspruch darauf, dass die
Venue eigene bereits installierte
technische Einrichtungen aus den
Veranstaltungsräumen entfernt.
3.2.2 Technische Einrichtungen des Vertragspartners
Die vom Vertragspartner bzw. den
von ihm hiermit beauftragten Firmen
eingebrachten technischen Einrichtungen müssen den allgemein anerkannten Regeln der Technik insbesondere den Anforderungen der
Unfallverhütungsvorschriften BGV C1
und BGV A3 bezüglich Sicherheit
und Funktionsfähigkeit entsprechen.
Elektrische (Schalt-)Anlagen dürfen
für Besucher nicht zugänglich sein,
müssen entsprechend der DIN VDE
0100-711 errichtet und durch den
Vertragspartner vor Inbetriebnahme
9
nach DIN VDE 0100-610 geprüft
werden. In Zweifelsfällen wird auf
Kosten des Vertragspartners eine
elektrotechnische Überprüfung
durch einen Elektrosachverständigen
beauftragt.
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.2.3Abhängungen
Abhängungen an den Decken und
im Tragwerk dürfen aus Sicherheitsgründen ausschließlich durch
die von der Venue beauftragten
Servicepartner vorgenommen werden. Der Vertragspartner hat not-
wendige Abhängungen vor der
Veranstaltung bei der Venue anzumelden (siehe Nr. 1.1) und abzustimmen. Abhängungen sind nach
den allgemein anerkannten Regeln
der Technik auszuführen. Die vor-
gegebenen Belastungsgrenzen
sind einzuhalten. In Zweifelsfällen
wird auf Kosten des Vertragspartners eine statische Begutachtung
der Abhängungen beauftragt.
3.2.4 Ein- und Aufbauten, Tribünen, Podien, Treppen, Szenenflächen, Sonderbauten
Alle Ein- und Aufbauten in der Versammlungsstätte sowie der Aufbau
fliegender Bauten im Freigelände
sind anzeige- und ggf. genehmigungspflichtig. Die Wirkung von
brandschutztechnischen Einrichtungen (z.B. automatischer Feuerlöscheinrichtungen, Rauchschürzen etc. ) darf durch Ein- und
Aufbauten nicht beeinträchtigt
werden. Ein- und Aufbauten sind
so auszubilden, dass sie in ihrer
Standsicherheit durch dynamische
Schwingungen nicht beeinträchtigt
werden können. Die Unterkonstruktion der Fußböden von Podien,
Szenenflächen und Tribünen muss
aus nichtbrennbaren Baustoffen
bestehen. Leicht entflammbare,
brennend abtropfende oder toxische Gase bildende Materialien
dürfen im keinem Fall verwendet
werden. Alle Materialien müssen
entsprechend DIN 4102 mind. B1
d.h. schwer entflammbar sein und
nach EN 13501-1 mindestens der
Klasse c, d0, s1 entsprechen. Die
Vorlage eines amtlichen Prüfzeugnisses über die Baustoffklasse und
die geforderten Eigenschaften des
Materials können verlangt werden.
zu verlegen. Es darf zum Fixieren
nur Klebeband verwendet werden,
das rückstandsfrei zu entfernen ist.
Selbstklebende Teppichfliesen sind
nicht zugelassen. Alle eingesetzten
Materialien müssen rückstandslos
entfernt werden. Gleiches gilt für
Substanzen wie Öle, Fette, Farben
und ähnliches. Die Hallenböden
dürfen nicht gestrichen werden.
Werden bei Konzertveranstaltungen vor Szenenflächen mehr als 5
000 Stehplätze für Besucher angeordnet, so sind durch mindestens
zwei weitere Abschrankungen
(Wellenbrecher) vor der Szenenfläche nur von den Seiten zugängliche Steh¬platzbereiche zu bilden.
Die Abschrankungen (Wellenbrecher) müssen voneinander an den
Seiten einen Abstand von jeweils
mindestens 5 m und über die Breite der Szenenfläche einen Abstand
von minde¬stens 10 m haben.
Über mögliche Befreiungen im Einzelfall, die den Aufbau und die Anordnung von Abschrankungen
(Wellenbrechern) betreffen, entscheidet die Bauaufsichtsbehörde
auf Antrag.
Bei Konzertveranstaltungen mit
weniger als 5 000 Stehplätzen sind
3.2.5 Teppiche, Bodenbelag
Das Einbringen von Teppichen oder
anderen Fußbodenbelägen hat so
zu erfolgen, dass keine Rutsch-,
Stolper- oder Sturzgefahr für Personen entsteht. Teppiche und andere
Fußbodenbeläge sind unfallsicher
3.2.6Wellenbrecher
Werden bei Konzertveranstaltungen vor Szenenflächen Stehplätze
für Besucher angeordnet, so sind
die Besucherplätze von der
Szenen¬fläche durch eine Abschrankung so abzutrennen, dass
zwischen der Szenenfläche und
der Abschrankung ein Gang von
mindestens 2 m Breite für den Ordnungsdienst und Rettungskräfte
vorhanden ist.
10
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
entsprechende Abschrankungen
(Wellenbrecher) einzurichten,
wenn dies nach der Art der Veranstaltung, insbesondere wegen des
zu erwartenden Publikumsprofils
erforderlich ist. Die Entscheidung
hierüber trifft die Venue auf Grundlage eine Gefährdungsbeurteilung,
soweit keine behördliche Anordnung erfolgt.
Die Kosten für Bereitstellung, Aufund Abbau von Wellenbrechern
und mögliche Befreiungsanträge
gegenüber der Behörde hat der
Vertragspartner zu tragen.
schützt sein, dass eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist.
Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu markieren. Weitere Informa-
tionen entnehmen Sie bitte dem
„Merkblatt zum Einsatz von Glas/
Acrylglas im Messebau“.
3.2.7Glas
Für Konstruktionen aus Glas darf
nur Sicherheitsglas verwendet werden. Kanten von Glasscheiben
müssen so bearbeitet oder ge3.2.8 Bolzen, Löcher, Nägel
Das Einbringen von Bolzen und
Verankerungen, das Einschlagen
von Nägeln sowie das Schlagen
3.3
und Bohren von Löchern egal wo
ist verboten. Bolzenschießen ist
ebenfalls nicht gestattet.
Ausschmückungen, Ausstattungen, Requisiten
3.3.1Ausschmückungen
Zur Ausschmückung der Veranstaltung verwendete Materialien, Dekorationen und Vorhänge müssen
entsprechend DIN 4102 mind. B1
d.h. schwer entflammbar sein und
nach EN 13501-1 mindestens der
Klasse c, d0, s1 entsprechen. Ausschmückungen in notwendigen
Fluren, Gängen und Treppenräumen (Rettungswegen) müssen aus
nichtbrennbaren Materialien (A
gem. DIN 4102 oder A1 gem. DIN
EN 13501-1) bestehen. Materialien,
die wiederholt zur Verwendung
kommen, sind erneut auf ihre
schwere Entflammbarkeit zu prüfen und erforderlichenfalls neu zu
imprägnieren. Die Vorlage eines
amtlichen Prüfzeugnisses über die
geforderten Eigenschaften des Materials kann verlangt werden.
Alle eingebrachten Materialien
müssen von Zündquellen, Scheinwerfern und Wärmequellen so weit
entfernt sein, dass sie durch diese
nicht entzündet werden können.
Ausschmückungen müssen unmittelbar an Wänden, Decken oder
Ausstattungen angebracht werden.
Im Raum (frei) hängende Ausschmückungen sind nur zulässig,
wenn sie einen Abstand von mindestens 2,50 m zum Fußboden haben und die Wirkung automatischer Feuerlöscheinrichtungen
11
nicht beeinträchtigt wird. Ausschmückungen aus natürlichem
Pflanzenschmuck dürfen sich nur
so lange sie frisch sind in den Räumen befinden. Bambus, Ried, Heu,
Stroh, Rindenmulch, Torf, (Tannen-)
Bäume ohne Ballen oder ähnliche
Materialien genügen nicht den vorgenannten Anforderungen. Über
Ausnahmen entscheidet die Venue
in Abstimmung mit der Feuerwehr.
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas gefüllten Luftballons und
sonstigen Flugobjekten muss von
der Venue im Vorfeld der Veranstaltung genehmigt werden.
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.3.2Ausstattungen
Ausstattungen, die Bestandteile
von Bühnen- und Szenenbildern
sind, wie z.B. Wand-, Fußbodenund Deckenelementen müssen aus
mindestens schwerentflammbaren
Materialien bestehen. Entsprechende Zertifikate bzgl. der
Schwerentflammbarkeit von Ge-
genständen sind auf Anforderung
der Venue vorzulegen.
3.3.3Requisiten
Requisiten sind Einrichtungsgegenstände von Bühnen und Szenenbildern. Sie müssen aus mindestens
3.4
normalentflammbarem Material bestehen.
Besondere Brandschutzbestimmungen
3.4.1 Offenes Feuer, brennbare Flüssigkeiten, Gase, Pyrotechnik
Das Verwenden von offenem Feuer,
brennbaren Flüssigkeiten, Gasen,
pyrotechnischen Gegenständen, explosions- und anderen leicht entzündlichen Stoffen ist verboten. Das
Verbot gilt nicht, soweit die Verwendung in der Art der Veranstaltung
begründet ist und der Vertragspartner die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen im Einzelfall mit der
Venue und der Feuerwehr abgestimmt hat. Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände muss
durch die Behörde genehmigt werden und muss durch eine nach
Sprengstoffrecht geeignete Person
überwacht werden. Es sind die
Nachweise über den Inhaber des
Erlaubnisscheins, des Befähigungsscheins, der Versicherungsschein
(Pyrotechnik-Haftpflicht) und die
Genehmigung der Behörde vorzulegen. Die entstehenden Kosten für
die behördlichen Genehmigungen
und die Absicherung der Veranstaltung bei der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen gehen
zu Lasten des Vertragspartners.
3.4.2 Brennpasten und andere Brennstoffe
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz,
Kohle, Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben wer-
den, sind nicht zulässig.
3.4.3 Brennbare Verpackungsmaterialien
Brennbare Verpackungsmaterialien
sind vom Vertragspartner unverzüglich aus der Versammlungsstät-
te zu entfernen. Unter oder auf
Bühnen, Tribünen oder Podesten
dürfen keinesfalls Verpackungsma-
terialien, Abfall oder Reststoffe lagern.
3.4.4 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
in der Versammlungsstätte sind stets
anzeige- und genehmigungspflichtig.
In der Regel wird der maximal zulässige Tankinhalt begrenzt, der Tankdeckel muss verschlossen sein und die
12
Batterie wird abgeklemmt. Bei gasbetriebenen Fahrzeugen ist der Druckbehälter komplett zu entleeren. Wei-
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
tere Sicherheitsmaßnahmen können
angeordnet werden. Bei Fahrzeugen
mit Elektroantrieb ist die Batterie aus-
zubauen oder durch eine Attrappe zu
ersetzen. Ist dies aus technischen
Gründen nicht möglich, ist das weite-
re Vorgehen mit der Venue abzustimmen.
3.4.5 Feuer-, Schweiß-, Trennschleifarbeiten, Heißarbeiten
Alle Arten von Schweiß-, Schneid-,
Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten sind in den Gebäuden der Mes-
3.5
se Frankfurt verboten. Ausnahmen
sind nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung und Absprache
mit der Venue (Erlaubnisschein für
Heißarbeiten) zulässig.
Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz
Die Venue sieht sich dem Schutz
der Gesundheit aller in der Versammlungsstätte anwesenden Personen und dem vorsorgenden Umweltschutz verpflichtet. Der
Vertragspartner hat deshalb für die
Dauer seines Aufenthalts auf dem
Gelände der Messe Frankfurt dafür
zu sorgen, dass sämtliche die Arbeitssicherheit, den Gesundheits-
und Umweltschutz betreffenden
Bestimmungen auch von seinen
Auftragnehmern und Geschäftspartnern verbindlich eingehalten
werden.
tungsvorschriften und Arbeitsschutzbestimmungen selbst verantwortlich. Der Vertragspartner
und die von ihm beauftragten Firmen haben insbesondere sicherzustellen, dass es bei ihren Auf- und
Abbauarbeiten nicht zu einer Gefährdung anderer, in der Versammlungsstätte anwesender Personen,
kommt. Soweit erforderlich hat der
Vertragspartner für eine angemessene Koordination zu sorgen, durch
die die Arbeiten auf einander abgestimmt werden. Ist dies nicht möglich, hat er die Arbeiten vorübergehend einzustellen und sich bei der
Venue zu melden.
len, dass Besucher und Dritte während der Veranstaltung nicht
geschädigt werden („Hörsturzgefahr u.a.“). Als allgemein anerkannte Regel der Technik enthält die
DIN 15 905 „Veranstaltungstechnik
-Tontechnik-“ Teil 5: „Maßnahmen
zum Vermeiden einer Gehörgefährdung des Publikums durch hohe
Schalldruckpegel bei elektroakustischer Beschallungstechnik“. Sie ist
vom Vertragspartner zu beachten.
Der Vertragspartner hat darüber hi-
naus eine ausreichende Anzahl von
Gehörschutzmitteln (z.B. Ohrstöpsel) bereit zu stellen und den Besuchern auf Anforderung zur Verfügung zu stellen, wenn nicht sicher
auszuschließen ist, dass durch zu
hohe Schalldruckpegel eine Schädigung von Besuchern erfolgen
kann. Hierauf ist deutlich erkennbar im Eingangsbereich der Versammlungsstätte hinzuweisen.
3.5.1Arbeitssicherheit
Alle Auf- und Abbauarbeiten sind
unter Beachtung der geltenden arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und Unfallverhütungsvorschriften, insbesondere der UVV BGV A1
und der UVV BGV C1 durchzuführen. Der Vertragspartner und die
von ihm beauftragten Firmen sind
für die Beachtung der Unfallverhü3.5.2 Lautstärke, Gehörschutz
Bei Veranstaltungen mit Musikdarbietungen, bei denen mit hohen
Schalldruckpegeln (Lautstärke) zu
rechnen ist, hat der Vertragspartner eigenverantwortlich zu prüfen,
ob und welche Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen der Zuhörer notwendig
sind. Er hat die erforderlichen
Maßnahmen eigenverantwortlich
zu treffen. Der Vertragspartner hat
durch eine angemessene Begrenzung der Lautstärke sicherzustel-
13
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.5.3Laseranlagen
Beim Betrieb von Laseranlagen
sind die Anforderungen der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung 2006/25
EG/OStrV, der DIN EN 60825-1, der
DIN EN 12254 sowie bei Showlasern die Anforderungen der DIN
56912 zu beachten. Die Geräte/Anlagen der Klassen 3R, 3B oder 4
müssen vor Inbetriebnahme von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen auf ihre
sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft worden sein. Die
Prüfbescheinigung ist der Venue
vor der Veranstaltung vorzulegen.
Der Anzeige ist die schriftliche Bestellung eines vor Ort anwesenden
Laserschutzbeauftragten beizufügen.
3.5.4Rauchverbot
Soweit in den Gebäuden der Messe
Frankfurt Rauchverbot angeordnet
ist, hat der Vertragspartner für die
Durchsetzung des Rauchverbots
während Aufbau, Abbau und
Durchführung der Veranstaltung zu
sorgen.
3.5.5 Umgang mit Abfällen
Der Anfall von Abfall im Rahmen
des Auf-/ Abbaus und während der
Veranstaltung ist nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschafts- und
Abfallgesetz (KrW-/AbfG) soweit
wie möglich zu vermeiden. Abfälle
die nicht vermieden werden können, sind einer umweltverträglichen
Entsorgung (Verwertung vor Beseitigung) zuzuführen. Der Vertragspartner ist verpflichtet wirkungsvoll
hierzu beizutragen.
Der Vertragspartner hat sicherzustellen, dass alle Materialien (Ausschmückungen, Verpackungen, Dekorationen etc.) sowie Ein- und
Aufbauten, die von ihm oder durch
seine Auftragnehmer auf das Gelände der Versammlungsstätte gebracht werden, nach Veranstaltungsende wieder vollständig
entfernt werden. Nur Stoffe und
Materialien die nicht wieder verwendet werden können (und damit
zu Abfall werden), sind über das
Entsorgungssystem der Venue entgeltpflichtig zu entsorgen. Bei Anfall
von Sondermüll (überwachungsbedürftiger Abfall) ist die Venue unverzüglich zu informieren und eine gesonderte Entsorgung über
zugelassene Servicepartner der
Venue zu veranlassen.
tronomie ist darauf zu achten, dass
Fette und Öle gesondert aufgefangen und einer getrennten Entsorgung zugeführt werden. Reini-
gungsarbeiten sind stets mit
biologisch abbaubaren Produkten
durchzuführen.
3.5.6Abwasser
Die Entsorgung fester oder flüssiger
Abfälle über das Abwassernetz (Toiletten, Kanaleinläufe) ist strengstens
verboten. Beim Einsatz mobiler Gas3.5.7Umweltschäden
Umweltschäden/ Verunreinigungen
auf dem Gelände von (z. B. durch
auslaufendes Benzin, Öl, Gefahr-
stoffe) sind unverzüglich der Venue
zu melden.
14
Sicherheitsbestimmungen
3.
Sicherheitstechnische Betriebsvorschriften
3.5.8 Lärmschutz für Anwohner
Durch die Veranstaltung darf es zu
keiner unzumutbaren Lärmbeeinträchtigung für Anwohner im Umfeld der Versammlungsstätte kommen. Bei Musikveranstaltungen
und bei Veranstaltungen mit be-
sonderer Lärmentwicklung sind
Außenfenster und Außentüren geschlossen zu halten. An Werktagen
vor Uhr 7:00 und nach Uhr 18:00,
an Sonn- und Feiertagen müssen
Lärm verursachende Tätigkeiten
15
vermieden werden. Es gelten die
Grenzen und Richtwerte der TA
Lärm in der aktuellen Fassung. Bei
Zuwiderhandlungen können Aufund Abbauarbeiten sowie die Veranstaltung eingeschränkt werden.
Sicherheitsbestimmungen 23/04/2013
Messe Frankfurt GmbH
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main Tel.+49 69 75 75 - 0
Fax +49 69 75 75 - 64 33
www.messefrankfurt.com
Technische Richtlinien
Stand: 01.01.2015
12
Technische Richtlinien
Inhaltsverzeichnis
○
Die gekennzeichneten Punkte enthalten aktuelle Änderungen.
○ 1.Vorbemerkungen
○ 1.1Hausordnung
1.2Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
1.2.2.Veranstaltungslaufzeit
○
○
15
16
17
17
17
2.Verkehr im Messegelände,
Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen 18
2.1
Verkehrsordnung, Parkkarten 18
2.2 Rettungswege 18
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen,
Hydranten 18
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege,
Hallengänge 18
2.3 Sicherheitseinrichtungen 19
2.4 Standnummerierung 19
2.5 Bewachung 19
2.6Notfallräumung
20
3.Technische Daten und
Ausstattung der Hallen und
des Freigeländes 21
3.1 Hallendaten 21
3.1.1 Allgemeine Beleuchtung, Stromart,
Spannung 21
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung 21
3.1.3 Kommunikationseinrichtungen 21
3.1.4 Sprinkleranlagen 21
3.1.5 Heizung, Lüftung 21
3.1.6 Störungen 21
3.1.7 Standklimatisierung 21
3.2 Freigelände 22
3.3 Durchfahrtshöhen 22
○
Seite
4. Standbaubestimmungen 23
4.1 Standsicherheit 23
4.2 Standbaugenehmigung 23
4.2.1 Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger
Aufbauten 23
4.2.2 Fahrzeuge und Container 24
4.2.3 Änderung nicht vorschriftgemäßer
Standbauten 24
4.2.4. Haftungsumfang 24
4.3 Bauhöhen 24
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
25
4.4.1 Brandschutz 25
Allgemeines / Flächenangaben 28
Geschlossene Deckenflächen 28
Standbaumaterialien, Treppen 28
Flucht- und Rettungswege
28
○
○
○
○
○
○
○
Seite
Flucht- und Rettungswegkennzeichnung
28
Wandhydranten
29
Feuerlöscher
29
Brandmeldeanlage
29
Akustische/Optische
Alarmierung
29
Rauchableitung
29
Sprinklerung
30
4.4.1.1Standbau- und Dekorationsmaterialien30
4.4.1.2Ausstellung von Kraftfahr
zeugen auf Messeständen
30
4.4.1.3 Explosionsgefährliche Stoffe
31
31
4.4.1.4Pyrotechnik
4.4.1.5 Luftballons und Flugobjekte
31
4.4.1.6Nebelmaschinen, Hazer
und Laseranlagen
31
4.4.1.7 Aschenbehälter, Aschenbecher 31
4.4.1.8 Abfall-, Wertstoff-,
Reststoffbehälter
32
4.4.1.9Spritzpistolen, Nitrolacke, Reinigungsmittel, Lösungsmittel
32
4.4.1.10Feuergefährliche Arbeiten
32
4.4.1.11Leergut / Lagerung
von Materialien
32
4.4.1.12Feuerlöscher
4.4.2 Standüberdachung 32
4.4.3 Glas und Acrylglas 33
4.4.4Gefangene Räume/Aufenthaltsräume33
4.5 Ausgänge, Rettungswege
33
33
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege 4.5.2 Türen 33
4.6 Podeste, Leitern, Treppen,
Stege 34
4.7 Standgestaltung 35
4.7.1 Erscheinungsbild 35
4.7.2 Prüfung der Mietfläche 35
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz 35
4.7.4 Hallenfußböden 35
4.7.5 Abhängungen/Verbindungsmittel 35
36
4.7.5.1Elektrokettenzüge
4.7.5.2Handkettenzüge
36
4.7.5.3Verbindungsmittel
36
4.7.6 Standbegrenzungswände 36
4.7.7 Werbemittel/Präsentationen 37
4.7.8 Barrierefreies Bauen 37
4.7.9 Fundamente, Gruben 37
4.8 Freigelände 38
4.9 Zweigeschossige Bauweise 38
4.9.1 Bauanfrage 38
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüber
bauung, Sicherheitsabstände,
13
4.9.3 4.9.4 4.9.5 4.9.6 ○
Höhe der Standinnenräume Nutzlasten/Lastannahmen Rettungswege/Treppen Baumaterialien Obergeschoss Seite
38
39
39
39
40
5. Betriebssicherheit, Technische
Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften,
Technische Versorgung 41
5.1 Allgemeine Vorschriften 41
5.1.1 Schäden 41
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln 41
5.3 Elektroinstallation 41
5.3.1 Anschlüsse 41
5.3.2 Standinstallation 41
5.3.3 Montage- und Betriebsvor
schriften 41
5.3.4 Sicherheitsmaßnahmen 42
5.3.5 Sicherheitsbeleuchtung 42
Wasser- und
5.4 Abwasserinstallation 42
5.5 Druckluft- / Gasinstallation 43
5.5.1 Druckluftinstallation 43
5.5.2 Gasinstallation 43
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-,
Abgasanlagen 43
43
5.6.1 Maschinengeräusche 5.6.2 Produktsicherheit 43
5.6.2.1Schutzvorrichtungen
44
5.6.2.2Prüfverfahren
44
5.6.2.3Betriebsverbot
44
5.6.3 Druckbehälter 44
5.6.3.1Abnahmebescheinigung
44
5.6.3.2Prüfung
44
5.6.3.3Mietgeräte
44
5.6.3.4Überwachung
44
5.6.4 Abgase und Dämpfe 44
5.6.5 Abgasanlagen 45
5.7 Verwendung von Druckgasen,
Flüssiggasen und brennbaren
Flüssigkeiten 45
5.7.1 Druck- und Flüssiggasanlagen 45
5.7.1.1Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen45
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
45
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung 45
5.7.2 Brennbare Flüssigkeiten 45
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
45
5.7.2.2Bedarfslagerung
46
5.7.2.3Vorratsbehälter
46
5.7.2.4Lagerort
46
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
46
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
46
Technische Richtlinien
Inhaltsverzeichnis
○
Die gekennzeichneten Punkte enthalten aktuelle Änderungen.
○
Seite
5.7.2.7 Leere Behälter
46
5.7.3 Brennpasten und andere
Brennstoffe 46
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe 46
Film-, Lichtbild-, Televisionsvor5.9 führungen, Szenenflächen und
sonstige Präsentationen 46
5.10 Strahlenschutz 47
47
5.10.1 Radioaktive Stoffe 5.10.2 Röntgenanlagen und Störstrahler 47
5.10.3 Laseranlagen 47
5.10.4LED
47
5.11 Hochfrequenzgeräte,
Funkanlagen, Elektromagnetische
Verträglichkeit und Oberschwingungen48
5.12 Kräne, Stapler, Leergut 49
5.13 Musikalische Wiedergaben 49
5.14 Getränkeschankanlagen 49
Seite
50
5.15 Lebensmittelüberwachung 6. Umweltschutz 51
Abfallwirtschaft 51
6.1 6.1.1 Abfallentsorgung 51
6.1.2 Gefährliche Abfälle 51
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle 52
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz52
6.2.1 Öl-/Fettabscheider 52
52
6.2.2 Reinigung/Reinigungsmittel 6.3 Umweltschäden 52
6.3.1 Verpackungsmaterial 52
6.3.2 Küchenabfälle 52
52
6.3.3 Produktionsabfälle 6.3.4 Standbauteile 52
7. Allgemeine Hinweise 7.1 Haftung 14
53
53
Technische Richtlinien
1.Vorbemerkungen
Die Messe Frankfurt hat für die
stattfindenden Fachmessen und
sonstigen Veranstaltungen Richtlinien erlassen mit dem Ziel, allen
Ausstellern / Veranstaltern optimale Gelegenheit zu geben, ihre Exponate darzustellen und ihre Besucher
und Interessenten anzusprechen.
Diese Richtlinien sind bindend für
alle Aussteller und Veranstalter.
Gleichzeitig enthalten sie Sicherheitsbestimmungen, die im
Interesse unserer Aussteller und
Besucher ein Höchstmaß an
Sicherheit bei der technischen und
gestalterischen Ausrüstung der
Veranstaltung bieten sollen.
Mit den zuständigen Behörden der
Stadt Frankfurt am Main sind die
Bauordnungs-, Brandschutz- und
sonstigen Sicherheitsbestimmungen abgestimmt.
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, die Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen.
Außerdem sind die gesetzlichen
Bestimmungen in der jeweils gülti-
gen Fassung zu beachten.
Die Durchführung einer Veranstaltung / die Inbetriebnahme eines
Ausstellungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer
untersagt werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der
Veranstaltung nicht beseitigt worden sind.
Weitere Forderungen zur Sicherheit und zum Standbau, die sich
darüber hinaus durch die Messe
Frankfurt ergeben sollten, bleiben
vorbehalten.
Ebenso behält sich die Messe
Frankfurt vor, in Einzelfällen Ausnahmen von den Bestimmungen
zuzulassen.
Die Unterlagen zur Bestellung von
Serviceleistungen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung versandt.
Allen Vertragspartnern des Ausstellers sind diese Technischen Richtlinien weiterzuleiten.
Weitere Informationen über Einzelheiten der Vorbereitung und
Durchführung der Veranstaltung
15
werden dem Aussteller gegebenenfalls übermittelt.
Die Messegesellschaften
- Deutsche Messe AG Hannover
- Leipziger Messe GmbH
- Messe Berlin GmbH
- Messe Düsseldorf GmbH
- Messe Frankfurt Venue GmbH
- Messe München GmbH
- Kölnmesse GmbH
- NürnbergMesse GmbH
- Landesmesse Stuttgart GmbH
haben diese Technischen Richtlinien in ein einheitliches Gliederungsschema gefasst.
Baurecht ist Landesrecht.
Dadurch und aufgrund unterschiedlicher baulicher Gegebenheiten der einzelnen Messeplätze
unterscheiden sich die jeweiligen
Ausführungsbestimmungen.
Im übrigen behält sich die Messe
Frankfurt Änderungen vor.
Der deutsche Text ist verbindlich.
Technische Richtlinien
1.1Hausordnung
Diese Hausordnung gilt für das gesamte Gelände der Messe Frankfurt Venue GmbH (im folgenden
„Messe Frankfurt“ genannt) einschließlich aller Gebäude sowie für
das Rebstockparkhaus, das Kap
Europa und der von der Messe
Frankfurt genutzten Freiflächen am
Rebstock (im folgenden „Messegelände“). Die Messe Frankfurt übt
neben dem jeweiligen Veranstalter
das Hausrecht aus. Die zusätzlich
mit Ausstellern, Servicepartnerunternehmen usw. getroffenen
Vereinbarungen bleiben unberührt.
1.Das Messegelände darf nur mit
den vorgesehenen gültigen Zutrittslegitimationen (Mitarbeiterausweise, Servicepartnerausweise, veranstaltungsbezogene
Eintrittskarten, Auf- und Abbauausweise) zu festgesetzten Zeiten und in den vorgesehenen
Gelände- und Gebäudebereichen betreten bzw. befahren
werden. Die Messe Frankfurt
behält sich das Recht vor, jederzeit eine verdachtsunabhängige Kontrolle der Zutrittslegitimationen bei den auf dem
Gelände angetroffenen Personen durchzuführen.
2. Während des Aufenthalts gelten
auf dem Gelände die Regeln der
Straßenverkehrsordnung (StVO).
Die entsprechenden Hinweisschilder, die den Fahr- und Fußgängerverkehr auf dem Gelände
regeln, sind zu beachten.
Für Kraftfahrzeuge beträgt die
zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
3.Die Messe Frankfurt ist berech-
tigt, Laderäume von Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse und
Taschen jederzeit verdachtsunabhängig zu kontrollieren. Bei
einer Verweigerung der Kontrollmaßnahme behält sich die
Messe Frankfurt das Recht der
Verweisung vom Messegelände
vor.
4.Die Messe Frankfurt ist berechtigt, einschränkende Bestimmungen bei der Zulassung von
Besuchern zu erlassen und das
Mitbringen von Tieren und
Gegenständen zu untersagen
bzw. dies allgemein oder im
Einzelfall von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen abhängig zu machen. Kinder und
Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur in
Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer geeigneten Aufsichtsperson das
Messegelände betreten.
5.Die Messe Frankfurt übernimmt
keinerlei irgendwie geartete
Haftung für Personen, Sachund Vermögensschäden bei
Schadensfällen auf dem
Messegelände.
6.Ohne ausdrückliche Genehmigung der Messe Frankfurt ist
außerhalb von Ausstellungsständen Werbung jeglicher Art,
das Anbieten von Waren und
Dienstleistungen jeglicher Art,
die Entgegennahme von Aufträgen und die Durchführung von
Meinungsumfragen unzulässig.
7.Auf dem Messegelände ist jede
gewerbsmäßige Tätigkeit außer
16
im Auftrag der Messe Frankfurt
oder der mit ihr in einem Vertragsverhältnis stehenden Veranstalter, Aussteller, Mieter,
Dienstleistungsunternehmen
oder sonstiger Vertragspartner
untersagt. Die Messe Frankfurt
behält sich die Zulassung der
Tätigkeit von Drittunternehmen
im Auftrag der Vertragspartner
und die Festlegung von Art,
Umfang und Bedingungen der
Tätigkeit vor.
8.Das Aushändigen (Hand- oder
Barverkauf), die Annahme und
der Abtransport von ausgestellten Waren ist während Messen
und Ausstellungen nicht erlaubt. Werden Waren kostenfrei
als Muster ausgehändigt, hat
der Aussteller dem Dritten eine
entsprechende Überlassungserklärung (Quittung) auszustellen. Dritte sind verpflichtet eine
Quittung vom Aussteller einzufordern und diese auf Verlangen vorzuweisen. Werden Dritte
ohne Quittung angetroffen, behält sich die Messe Frankfurt
das Recht vor, die Waren entschädigungslos einzuziehen
und den Dritten vom Messegelände zu verweisen.
9.Auf dem gesamten Messegelände herrscht ein grundsätzliches
Mitführverbot von Geräten, die
zur Herstellung oder Produktion
von Fotos oder Filmaufnahmen
tauglich sind. Filmen, Fotografieren und Skizzieren von ausgestellten Waren oder Ausstellungsständen auf dem Gelände
und in den Hallen ist nur in be-
Technische Richtlinien
1.1Hausordnung
sonderen Ausnahmefällen und
mit schriftlicher Erlaubnis der
Messe Frankfurt gestattet. Die
Messe Frankfurt ist bei begründetem Verdacht berechtigt, die
angefertigten Skizzen und das
belichtete Filmmaterial entschädigungslos einzuziehen
und zu vernichten. Dies gilt
auch dann, wenn dadurch
sonstiges Bildmaterial in Mitleidenschaft gezogen wird.
10. Es wird darauf hingewiesen,
dass das Messegelände aus Sicherheitsgründen videoüberwacht ist.
11.Den Anordnungen des Sicherheits- und Ordnungspersonals
der Messe Frankfurt ist unbedingt Folge zu leisten.
12.Die Messe Frankfurt behält sich
das Recht vor, bei Verstößen
gegen die Hausordnung, dem
Missbrauch und Fälschen von
Zutrittslegitimationen oder bei
sonstigem störendem Verhalten
die betreffenden Personen
durch ein befristetes oder unbefristetes Haus- und Geländeverbot von dem Gelände und
aus den Gebäuden zu verweisen und ihre Zutrittslegitimatio-
nen entschädigungslos einzuziehen, sowie Kraftfahrzeuge
auf Kosten und Gefahr des
Fahrzeugführers/Fahrzeughalters abschleppen zu lassen.
13.Auf dem gesamten Messegelände herrscht eingeschränkter
Winterdienst. Dieser bezieht
sich sowohl auf das allgemein
befriedete Gelände als auch auf
die öffentlich zugänglichen
Grundstücksteile der Messe
Frankfurt.
ausstellereigenen Standaufbauten
und -einbauten muss im Allgemeinen
spätestens am zweiten Kalendertag
nach Schluss der Veranstaltung beendet und die Halle geräumt sein.
Die Standfläche ist besenrein an
den zuständigen Hallenservice zu
übergeben. In besonderen Fällen
kann die Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, erweiterte Auf- und
Abbauzeiten zulassen. Vor dem offiziellen Aufbaubeginn und nach
dem offiziellen Abbauende werden
die Hallen nicht temperiert.
Aus Gründen der allgemeinen
Sicherheit auf dem Messegelände
bleiben die Hallen und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser
Zeiten geschlossen.
Messe Frankfurt Venue GmbH
Stand: März 2014
1.2Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
Mit dem Standaufbau und der
Anlieferung der Messegüter kann
im Allgemeinen fünf Kalendertage
vor Veranstaltungsbeginn begonnen
werden.
Während der allgemeinen Auf- und
Abbauzeiten kann in den Hallen
und im Freigelände durchgehend,
das heißt 24 Stunden am Tag (am
letzten Aufbautag in der Regel bis
15.00 Uhr), gearbeitet werden soweit nicht veranstaltungsspezifisch
andere Zeiten mit der Terminübersicht bekannt gegeben werden.
Der Abbau der Standausstattung
und -einrichtung einschließlich der
17
1.2.2.Veranstaltungslaufzeit
Während der Veranstaltungslaufzeit werden die Hallen eine Stunde
vor Messebeginn geöffnet und
eine Stunde nach Messeschluss
verschlossen.
Aussteller, die in begründeten Einzelfällen über diesen Zeitpunkt hinaus
auf ihrem Stand tätig sein müssen,
bedürfen einer besonderen schriftlichen Erlaubnis der Messe Frankfurt.
Technische Richtlinien
2. Verkehr im Messegelände, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
2.1 Verkehrsordnung, Parkkarten
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und
Abbauzeit und der Veranstaltungsdauer gewährleisten zu können,
sind verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln – wie z.B.
im Verkehrsleitfaden beschrieben –
unbedingt zu beachten.
Das Messegelände ist Privatgelände
der Messe Frankfurt.
Im gesamten Messegelände und
auf messeeigenen Parkplätzen
gelten die Bestimmungen der
Straßenverkehrsordnung.
Die im Messegelände zugelassene
Höchstgeschwindigkeit beträgt 30
km/h. In den Hallen und dort, wo
es die Verkehrslage erfordert, darf
nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Vor Ein- oder Ausfahrt
aus den Hallen ist anzuhalten und
die ausreichende Tordurchfahrtshöhe zu prüfen. Ein Abstellen von
Fahrzeugen in den Hallen ist verboten. Während des Ladens ist der
Motor abzustellen. Wohnwagen/
Wohnmobile dürfen nicht im
Messegelände genutzt werden.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge,
Auflieger, Container, Behälter und
Güter jeder Art können von einem
autorisierten Abschleppunternehmen, das im Auftrag der Messe
Frankfurt arbeitet, auf Kosten und
Gefahr des Besitzers oder Halters
entfernt werden.
Den Anweisungen des von der
Messe Frankfurt zur Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingesetzten Personals ist unbedingt
Folge zu leisten und die entsprechenden Informationen sind zu beachten.
Das Befahren des Geländes mit
Fahrzeugen aller Art ist nur nach
Erlaubnis durch die Messe Frankfurt gestattet, geschieht auf eigene
Gefahr und ist während der Veranstaltung grundsätzlich untersagt.
Auf dem Messegelände stehen
Pkw-Parkplätze für Aussteller in begrenzter Zahl zur Verfügung. Die
Parkplatzkarten können nur für die
gesamte Dauer der Veranstaltungstage je nach Parkplatzangebot mit
dem entsprechenden Formblatt bestellt werden (siehe auch Verkehrsleitfaden).
Hydranten in den Hallen und im
Freigelände dürfen nicht verbaut,
unkenntlich oder unzugänglich gemacht werden.
nen. Flucht- und Rettungswege,
Ausgangstüren und Notausstiege
im Hallenfußboden und deren
Kennzeichnung dürfen nicht verbaut, überbaut, versperrt, verhängt
oder sonst unkenntlich gemacht
werden. Die Flucht- und Rettungswege in den Hallen dürfen zu keinem Zeitpunkt durch abgestellte
oder in den Gang hineinragende
Gegenstände eingeengt werden.
Die Messe Frankfurt ist im Fall von
2.2Rettungswege
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen, Hydranten
Die notwendigen und die durch die
Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und Bewegungszonen für die Feuerwehr
müssen ständig freigehalten werden. Fahrzeuge und Gegenstände,
die auf den Rettungswegen und
den Sicherheitsflächen abgestellt
sind, können auf Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt werden.
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
Die Flucht- und Rettungswege sind
jederzeit freizuhalten. Die Türen im
Zuge von Flucht- und Rettungswegen müssen von innen leicht in
voller Breite geöffnet werden kön-
18
Technische Richtlinien
2.2Rettungswege
Zuwiderhandlungen berechtigt, auf
Kosten und Gefahr des Verursachers Abhilfe zu schaffen. Für den
Standbau benötigte Materialien
oder zur sofortigen Aufstellung auf
der Standfläche angelieferte Exponate dürfen in der Auf- und Abbauphase kurzzeitig im Randbereich
der Flucht- und Rettungswege abgestellt werden, wenn hierdurch
die aus Sicherheitsgründen geforderten Gangbreiten nicht unterschritten und logistische Belange
ausreichend berücksichtigt werden. Dies wird als erfüllt angesehen, wenn entlang der Standgrenze zum Hallengang ein Streifen von
maximal 0,9 m zum Abstellen genutzt wird. Unabhängig von der
Breite des Hallenganges und der
abgestellten Güter ist zwingend ein
Durchgang in einer Mindestbreite
von 1,2 m frei zu halten. Flächen
vor Notausgängen und die Kreuzungsbereiche der Hallengänge
sind hiervon ausgenommen und
müssen jederzeit in voller Breite
freigehalten werden. Die Hallengänge dürfen nicht zur Errichtung
von Montageplätzen oder zur Aufstellung von Maschinen (z.B. Holzbearbeitungsmaschinen, Werkbänke, etc.) genutzt werden.
Auf Verlangen der Messe Frankfurt
kann (auch) aus logistischen Gründen die sofortige Räumung aller
Hallengänge gefordert werden.
einrichtungen, deren Hinweiszeichen
sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit
zugänglich und sichtbar sein. Sie
dürfen nicht zugestellt oder zugebaut werden.
2.3Sicherheitseinrichtungen
Sprinkleranlagen, Feuermelder,
Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder, Schließvorrichtungen der
Hallentore und andere Sicherheits-
2.4Standnummerierung
Eine Standnummerierung ist obligatorisch.
Soweit der Standbau dies technisch
zulässt, werden alle Stände vom
Veranstalter mit Standnummern gekennzeichnet.
2.5Bewachung
Die allgemeine Bewachung der
Messehallen und des Freigeländes
während der Auf- und Abbauphase
sowie während der Laufzeit der
Veranstaltung erfolgt durch die
Messe Frankfurt und durch von ihr
beauftragte Servicepartner. Die
Messe Frankfurt übernimmt jedoch
keine Obhut für eingebrachte oder
angelieferte Einrichtungen und Ge-
19
genstände von Ausstellern und in
ihrem Auftrag tätigen Dritten.
Die Aussteller werden ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass während
Technische Richtlinien
2.5Bewachung
der Auf- und Abbauzeiten erhöhte
Risiken für das Ausstellungsgut
und die sonstigen von den Ausstellern eingebrachten Gegenstände
bestehen. Wertvolle bzw. leicht bewegliche Gegenstände sollten
nachts stets unter Verschluss genommen werden.
Eine Bewachung des Standes und
der vom Aussteller eingebrachten
Gegenstände muss im Bedarfsfall
der Aussteller selbst organisieren.
Standposten (Stand Guards) dürfen
zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr
grundsätzlich nur durch die von
der Messe Frankfurt beauftragten
Servicepartner gestellt werden. Die
Bestellung von Standposten kann
der Aussteller bis sechs Wochen
vor Veranstaltungsbeginn mit dem
entsprechenden Formular (siehe
Servicemappe oder online über
„easyorder“) erteilen. Die Bestellung erfolgt durch die Einsendung
des für die Veranstaltung geltenden, vollständig ausgefüllten Bestellvordruckes. Mündliche oder
telefonische Bestellungen müssen
vom Antragsteller schriftlich bestä-
tigt werden. Die Bestellung muss
vom Antragsteller rechtsverbindlich unterschrieben sein. Das Servicepersonal der Messe Frankfurt
ist nicht befugt selber Aufträge zur
Bewachung von fremdem Eigentum zu übernehmen.
Firmeneigene Standwachen bedürfen für eine Bewachungszeit zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr einer besonderen Genehmigung, für
die eine Gebühr erhoben wird. Auf
Erteilung der Genehmigung besteht kein Rechtsanspruch. Firmeneigene Standwachen, die sich vor,
während und nach Veranstaltungen
in den Messehallen befinden, haben ferner folgende Bestimmungen einzuhalten: Die Wachpersonen müssen sich vor Dienstantritt
bei dem für die entsprechende
Halle zuständigen Hallenservice
melden. Durch Eintrag des eigenen
Namens, Name des Ausstellers,
Standnummer, Personalausweisoder Reisepassnummer sowie
Datum und Ankunftszeit in eine
dafür vorgesehene und vom Hallenservice geführte Liste ist die Anwesenheit zu bestätigen. Bei Ende
2.6Notfallräumung
Aus Sicherheitsgründen kann die
Schließung von Räumen, Gebäuden oder Freiflächen und deren
Räumung von der Messe Frankfurt
angeordnet werden.
20
der Bewachungszeit und vor Verlassen der Halle muss sich die
Standwache bei dem Hallenservice
abmelden und das Ende der Bewachungszeit in der vorgenannten
Liste vermerken. Die Standwache
darf sich nur auf demjenigen Stand
aufhalten, für den sie einen Bewachungsauftrag hat. Das Betreten
und Verlassen des Standes muss
auf dem kürzesten Weg, über den
Hallenservice, erfolgen. Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen geht
die Messe Frankfurt davon aus,
dass sich die am Stand oder in der
Halle angetroffene Person unberechtigterweise auf dem Messegelände aufhält und behält sich besondere Maßnahmen bzw. die
Verweisung vom Messegelände
sowie die Geltendmachung weiterer Ansprüche/ Schäden vor. Die
Mitnahme von Hunden zu Bewachungszwecken auf das Messegelände bedarf einer jederzeit widerrufbaren Genehmigung durch die
Messe Frankfurt. Hunde sind ohne
Ausnahme an der Leine zu führen.
Waffen dürfen auch zu Bewachungszwecken nicht mitgeführt
werden.
Technische Richtlinien
3. Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des Freigeländes
3.1Hallendaten
Aufgrund der unterschiedlichen
Hallen sind diese Angaben gesondert
aufgeführt (siehe „Technische Daten
der Hallen der Messe Frankfurt“)
3.1.1 Allgemeine Beleuchtung,
Stromart, Spannung
Die allgemeine Beleuchtung hat, je
nach Halle, zwischen ca. 300 und
400 Lux, gemessen 1 m über dem
Hallenfußboden. Vorhandene
Stromart und Spannung auf dem
Messegelände:
Netzart: TN-C-S
Spannung 230 V / 400 V
Toleranzwerte nach DIN EN 50160
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in
den Hallen über die vorhandenen
Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden. In Hallenebenen mit Stützen erfolgt die
Elektroversorgung zusätzlich über
Anschlusskästen, die sich an den
Hallenstützen befinden.
3.1.3Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-, Telefax-, Daten- und Antennenanschlüssen erfolgt in den Hallen
im Allgemeinen über die vorhandenen Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In den Hallenebenen mit Stützen
erfolgt die Versorgung zusätzlich
über Anschlusskästen, die sich an
den Hallenstützen befinden.
3.1.4Sprinkleranlagen
Die Hallen sind mit Sprinkleranlagen
ausgestattet. Der Mindestabstand
von Exponaten und Dekorationen
zum Sprinklerkopf muss 1,00 m
betragen. Der Abstand von Leuchten
und Strahlern zum Sprinklerkopf ist
so zu wählen, dass eine Fehlauslösung der Löscheinrichtung durch
Wärmeeinwirkung ausgeschlossen
ist.
3.1.5 Heizung, Lüftung
In allen Hallen vorhanden.
Geheizt, gelüftet und gekühlt wird
21
bei Bedarf an den Veranstaltungstagen.
3.1.6Störungen
Bei Störungen der technischen
Versorgung (z.B. Elektro, Wasser,
Druckluft, Heizung, Lüftung, Telekommunikation usw.) ist unverzüglich die Messe Frankfurt zu
informieren.
Für Verluste und Schäden, die
durch diese Störungen entstehen,
haftet die Messe Frankfurt nicht.
3.1.7Standklimatisierung
Es besteht die Möglichkeit, Standareale individuell zu klimatisieren.
Die Messe Frankfurt, Ausstellerservice, unterbreitet auf Wunsch
ein individuelles Angebot. Eine
Standklimatisierung mit Trinkwasser
im Durchflussverfahren ist nicht
gestattet.
Technische Richtlinien
3.2Freigelände
Die Freigeländeflächen bestehen
aus gepflasterten oder asphaltierten Flächen. Das Gelände hat bei
Dunkelheit während der Öffnungszeiten eine allgemeine Straßenund Wegebeleuchtung.
3.3Durchfahrtshöhen
Geringere Durchfahrtshöhen als
4,00 m sind beschildert.
22
Notwendige Versorgungsanschlüsse
sind in unregelmäßigen Abständen
vorhanden.
Technische Richtlinien
4.Standbaubestimmungen
4.1Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich
Einrichtungen und Exponate sowie
Werbeträger sind so standsicher zu
errichten, dass die öffentliche
Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht
gefährdet werden.
Für die statische Sicherheit ist der
Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig.
Stehende bauliche Elemente bzw.
Sonderkonstruktionen (z.B. freistehende Wände, hohe Exponate,
hohe dekorative Elemente), die umkippen können, müssen mindestens
für eine horizontal wirkende Ersatzflächenlast qh bemessen werden:
qh1 = 0,125 kN/m² bis 4m Höhe ab
Oberkante Fußboden
qh2 = 0,063 kN/m² für alle Flächen
über 4 m Höhe ab Oberkante Fußboden
Bezugsfläche ist dabei die jeweilige
Ansichtsfläche.
Die dazu erstellten Nachweise sind
auf Verlangen der Messegesell-
schaft prüffähig vorzulegen.
Abweichungen sind im begründeten Einzelfall möglich, hierbei ist ein
genauer Nachweis zu führen.
Die Stabilisierung gegen Nachbarstände bzw. vorhandene Bausubstanz
ist nicht gestattet.
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, in begründeten Fällen vor Ort
eine kostenpflichtige Überprüfung
der Standsicherheit durch einen
Statiker vornehmen zu lassen.
–Podeste und Bühnen höher als
0,20 m
–Glaskonstruktionen
– bewegte Bauteile
vorzulegen.
Die Standpläne gehen nach Überprüfung mit dem Genehmigungsvermerk an den Aussteller/Standbauer zurück. Erst mit dem
Genehmigungsvermerk ist der
Standbau freigegeben.
Für die Genehmigung von:
–Sonderkonstruktionen
– zweigeschossigen Bauten
– Messestände im Freigelände
– Fliegende Bauten
– Kino- oder Zuschauerräumen
–Szenenflächen
werden folgende Unterlagen (in
zweifacher Ausfertigung) bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn in deutscher Sprache benötigt:
a)Von einem zweiten, unabhängigen
Statiker geprüfte oder prüffähige
statische Berechnung nach
deutschen Normen
b)Baubeschreibung mit Angaben
4.2Standbaugenehmigung
Nicht genehmigungspflichtig:
Für eingeschossige Standbauten
-die nicht zu Sonderkonstruktionen zählen
-mit einer Grundfläche kleiner
als 100 m²
-einer Bauhöhe von nicht mehr
als 4,00 m
ist keine Einreichung von Planunterlagen erforderlich.
Genehmigungspflichtig:
Messestände im Freigelände, Fliegende Bauten, mobile Stände,
2-geschossige Stände, Sonderaufbauten und Sonderkonstruktionen
sind genehmigungs- und kostenpflichtig.
Zu Sonderkonstruktionen zählen
u.a.:
–Standaufbauten und Exponate
über 4 m Höhe
– geschlossene Decken
4.2.1 Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger Aufbauten
Vermaßte Standpläne in einem
geeigneten Maßstab (z.B. 1:100) in
gedruckter (zweifache Ausfertigung) oder elektronischer Form
(pdf) mit Grundrissen und Ansichten sind bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn in zweifacher Ausfertigung mit deutscher
oder englischer Beschriftung zur
Genehmigung bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH
Technisches Veranstaltungsmanagement Messen
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
23
Technische Richtlinien
4.2Standbaugenehmigung
zu den verwendeten Materialien
(ggfs. mit Zertifikaten)
c)Standbauzeichnungen in einem
geeigneten Maßstab, z.B. 1:100
(Grundrisse, Ansichten, Schnitte) sowie Deckenplan mit Vermaßung der geschlossenenen
Deckenfläche(n)
d)Rettungswegplan mit Nachweis
der Rettungsweglängen und
-breiten
e)Bei Vorlage einer Typenprüfung/
eines Prüfbuchs entfällt Punkt a).
Sollte keine, von einem zweiten,
unabhängigen Statiker geprüfte
Statik vorliegen, wird das von der
Messe Frankfurt beauftragte
Ingenieurbüro die Prüfung selbst
vornehmen und separat an den
Aussteller weiterberechnen.
Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache an
den Standbauleiter, um den Standaufbau in statischer Hinsicht zu
überprüfen und abzunehmen.
Die Kosten des Genehmigungsverfahrens (Prüfung der eingereichten
Unterlagen und Abnahme vor Ort)
werden dem Aussteller/Standbauer
in Rechnung gestellt. Das Fehlen
einer Statik kann für den Aussteller/Standbauer Mehrkosten zur Folge haben.
4.2.2 Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind als
Ausstellungsstände in den Hallen
und im Freigelände genehmigungspflichtig.
4.2.3 Änderung nicht vorschriftgemäßer Standbauten
Standbauten, die nicht genehmigt
sind, den Technischen Richtlinien
oder dem Stand der Technik nicht
entsprechen, müssen geändert
oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung
ist die Messe Frankfurt berechtigt,
auf Kosten des Ausstellers selbst
Änderungen vorzunehmen.
4.2.4.Haftungsumfang
Jegliche Schadensersatzansprüche
wegen Abhandenkommens, Beschädigung oder Beeinträchtigungen
der eingesandten Entwürfe,
Modelle oder sonstigen Unterlagen
gegen die Messe Frankfurt, gleich
auf welchem Rechtsgrund sie beruhen könnten, sind ausgeschlossen.
Sofern der Aussteller oder dessen
Nachunternehmer die vorstehenden
Standbaubestimmungen nicht einhalten, haftet der Aussteller für sämtliche Schäden, die aus der Verletzung
der Standbaubestimmungen resultieren.
Ferner hat der Aussteller die Messe
Frankfurt von sämtlichen Ansprüchen
Dritter freizustellen, die aufgrund der
Verletzung der vorstehenden Standbaubestimmungen geltend gemacht
werden.
4.3Bauhöhen
In der Anlage oder unter www.
messefrankfurt.com/frankfurt/de/
veranstalter/service/technische_
services.html finden Sie die maximalen Bauhöhen für Standbau,
Rigging sowie Werbung. Werbeträger, Logos etc. sind mindestens
1,00 m von der Grenze zum Nachbarstand einzurücken. Bauliche
Einschränkungen können hallenspezifisch vorhanden sein. Alle
Maße sind vor Ort zu überprüfen.
Die Messe Frankfurt übernimmt
keine Gewähr für die Richtigkeit
24
der Angaben. Die lichte Höhe von
Innenräumen muss mindestens
2,30 m betragen.
Die Rückseiten zu Nachbarständen
sind ab einer Höhe von 2,50 m
glatt und weiss auszubilden.
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1Brandschutz
Die Ausstellungshallen sind mit
Brandmelde- bzw. Feuerlöschanlagen ausgerüstet. Sollten diese
Brandschutzanlagen durch Stand-
bau eingeschränkt werden (z.B.
durch geschlossene Decken), so
sind zusätzliche Maßnahmen seitens des Ausstellers erforderlich,
die im Einvernehmen mit der Messe
25
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
zu treffen sind. Die erforderlichen
Maßnahmen sind den folgenden
Tabellen 1 und 2 zu entnehmen.
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Tabelle 1: Brandschutzkonzept für eingeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und zweigeschossige Messestände
mit offenen OG-Decken
Deckenfläche
0 - 30 m²
31 - 100 m²
101 - 200 m²
201 - 400 m²
401 - 1.000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Flucht-
EG: max. 20 m zum
EG: max. 20 m zum
EG: max. 20 m zum Gang
EG: max. 20 m zum Gang
EG: max. 20 m zum Gang
Rettungsweglänge
Gang
Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum Gang
OG: max. 20 m zum
OG: max. 20 m zum
Gang
Gang
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
< 200 m2: 0,9 m
Brandschutzmaßnahme
Ausgänge aus Messe- EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
ständen oder Räumen OG: eine Treppe; 0,9 m OG: eine Treppe; 0,9 m < 200 m2: 0,9 m
in Messeständen
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
(Mindestbreite)
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m > gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
Flucht-/Rettungsweg
Ja
Kennzeichnung
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers
je weitere 100 Pers
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
EG: ja
leuchten
Feuerlöscher
EG: ja
EG: ja
OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
Automatische Brand-
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
meldeanlage / (BMA)
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Akustische/optische
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
Alarmierung
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
EG: nein
EG: nein
EG: ja, einer
EG: ja, zwei
EG: ja, drei
im Stand
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Sprinklerung
EG: ja
EG: ja
Anmerkung: Wenn kein durch Personen genutztes OG vorhanden ist, entfallen die jeweiligen Anforderungen für das OG
26
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Tabelle 2: Brandschutzkonzept für zweigeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und mit geschlossenen OG-Decken
Deckenfläche
0 - 30 m²
31 - 100 m²
101 - 200 m²
201 - 400 m²
401 - 1.000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
Mindestens B1, schwerent-
schwerentflammbar
schwerentflammbar
flammbar
flammbar
flammbar
Flucht-
EG: max 20 m zum
EG: max 20 m zum
EG: max 20 m zum Gang
EG: max 20 m zum Gang
EG: max 20 m zum Gang
Rettungsweglänge
Gang
Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum Gang
OG: max 20 m zum
OG: max 20 m zum
Gang
Gang
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei, entgegengesetzt,
EG: zwei,entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
< 200 m2: 0,9 m
Brandschutzmaßnahme
Ausgänge aus Messe- EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
ständen oder Räumen OG: eine Treppe; 0,9 m OG: eine Treppe; 0,9 m < 200 m2: 0,9 m
in Messeständen
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
(Mindestbreite)
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
OG: zwei Treppen entgegen-
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
gesetzt, je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m > 200 Pers: min. 1,2 m + 0,6 m
Flucht-/Rettungsweg
Ja
Kennzeichnung
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers
je weitere 100 Pers
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung
EG: ja
leuchten
Feuerlöscher
EG: ja
EG: ja
OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
OG: ja, 1 + 1 je Treppe
Automatische Brand-
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
meldeanlage / (BMA)
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Akustische/optische
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
Alarmierung
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
EG: nein
EG: nein
EG: ja, einer
EG: ja, zwei
EG: ja, drei
im Stand
OG: nein
OG: nein
OG: ja, einer
OG: ja, zwei
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
OG: ja
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
Sprinklerung
EG: ja
EG: ja
27
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Erläuterungen zu den Tabellen 1
und 2:
Allgemeines / Flächenangaben
Eine zweigeschossige Bauweise
und der Einbau von geschlossenen
Decken ist nur mit Zustimmung
der Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, möglich. Die Flächenangaben in m² beziehen sich jeweils
auf die geschlossenen Deckenflächen je Geschoss, ggfs. ist eine
abschnittsweise Bewertung notwendig. Für Messestände mit geschlossenen Decken ab einer Fläche
von 1000 m² ist grundsätzlich ein
individuelles Brandschutzkonzept
basierend auf den Technischen
Richtlinien der Messe Frankfurt zu
erstellen; das Brandschutzkonzept
ist der Messe Frankfurt zur Genehmigung vorzulegen.
Geschlossene Deckenflächen
Die Wirkung der Sprinkleranlage
(in der Ausstellungshalle) darf
durch überdeckte oder mehrgeschossige Ausstellungsstände
nicht beeinträchtigt werden.
Decken sind als offen zu betrachten:
-wenn nicht mehr als 50 % der
Fläche bezogen auf den einzelnen m2 geschlossen sind
-wenn sprinklertaugliche Stoffe
mit einer Mindestmaschenweite
von 2 x 4 mm oder 3 x 3 mm
genutzt werden (kein Smoke
Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich einlagig zu verspannen.
Brandschutzmaßnahmen:
-Geschlossene Decken bis 30 m2
pro Stand, jedoch nicht mehr
als 50 % der Standfläche dürfen
ohne weitere Kompensationsmaßnahmen geschlossen ausgeführt werden, da die Wirksamkeit der Sprinkleranlage in
der Ausstellungshalle dadurch
nicht beeinträchtigt wird. Wenn
mehrere 30 m2 große Deckenflächen eingesetzt werden,
müssen diese einen Abstand
zwischen zwei Deckenfeldern
von mind. 3 m haben. Um durch
Addition mehrerer Deckenfelder
eine Fläche von 30 m2 nicht zu
überschreiten, ist zu den Standgrenzen hin ein Abstand von
mindestens 1,50 m einzuhalten.
-Geschlossene Deckenflächen
bis 100 m2 bedürfen einer automatischen Brandmeldeanlage.
-Geschlossene Deckenflächen
ab 100 m2 erfordern zusätzlich
die Installation von Wandhydranten zur unmittelbaren Aufnahme der Brandbekämpfung
-Geschlossene Deckenflächen
ab 400 m2 bedürfen einer
Sprinklerung des Bereiches
unterhalb der geschlossenen
Decke. Mehrere bis zu 400 m2
große geschlossene Deckenflächen dürfen ohne Sprinklerung
nicht unmittelbar aneinander
gebaut werden. Es ist ein Mindestabstand der Deckenflächen
untereinander von 5 m (Luft linie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung
der oben genannten Abstände
-auch standübergreifend- zu einer
größeren Deckenfläche kommen
sollte, trägt der Verursacher die
Kosten für die notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem.
Tabelle 1 oder 2, auch für den be28
troffenen Nachbarstand.
Die Decke von Obergeschossen ist
grundsätzlich offen zu gestalten,
damit Sprinkleranlagen in ihrer
Wirksamkeit nicht beeinträchtigt
werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen werden,
gelten die zusätzlichen Anforderungen wie an Flächen in eingeschossigen Ständen mit geschlossener
Decke. Siehe auch Punkt 4.4.2
Standbaumaterialien, Treppen
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen.
Flucht- und Rettungswege
Die Führung und Bemessung der
Flucht- und Rettungswege richtet
sich nach den Anforderungen der
MVStättV. Die Entfernungen innerhalb der Messestände werden in
der Lauflinie gemessen.
Flucht- und Rettungswegkennzeichnung
Die Kennzeichnung der Flucht -und
Rettungswege erfolgt nach der
Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A 8 „Sicherheits- und
Gesundheitsschutzkennzeichnung
am Arbeitsplatz“ bzw. BGR 216
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
„Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz an Arbeitsplätzen mit
künstlicher Beleuchtung und für
Sicherheitsleitsysteme“. Wenn
Messestände eingehaust sind oder
verdunkelt werden und die allgemeine Sicherheitsbeleuchtung der
Ausstellungshalle nicht ausreicht,
ist eine Sicherheitsbeleuchtung für
Sicherheitszeichen von Ausgängen
und Rettungswegen vorzusehen
(vgl. §15 MVStättV). Für Messestände bis zu einer eingehausten
Fläche von 30-100 m2 reichen
Rettungszeichenleuchten gem.
BGR 216 aus.
Wandhydranten
Zusätzliche Wandhydranten auf
Messeständen sind insbesondere
zur Selbsthilfe aber auch zum Einsatz durch unterwiesene Personen
vorzusehen. Wandhydranten zur
Selbsthilfe entsprechen DIN 14461
Teil 1 Typ „S“ und sind entsprechend zusätzlich zur Sicherheitskennzeichnung mit einem „S“ zu
kennzeichnen. Die Leistung der
Wandhydranten für die Selbsthilfe
beträgt 24 l/min bei gleichzeitigem
Betrieb zweier Wandhydranten mit
formbeständigem Schlauch mit 19
mm Durchmesser und Strahlrohr
mit Mundstück d = 4 mm.
Wandhydranten auf Messeständen
sind in unmittelbarer Nähe der Zugänge zu den Ständen bzw. an den
Treppenauf- bzw. -abgängen zu installieren. Die Wandhydranten sind
so anzuordnen, dass jede Stelle
eines Messestandes mit mindestens
einem Wandhydranten zu erreichen
ist. Das Standpersonal wird im
Umgang mit den Wandhydranten
durch die Messe Frankfurt unter-
wiesen.
Feuerlöscher
Jede Messestandebene muss mit
mindestens einem für die Brandgefahr geeigneten Feuerlöscher
ausgestattet sein. Je weitere 200 m²
ist ein zusätzlicher Feuerlöscher
vorzuhalten. Je Treppe in einem
Messestand ist ein zusätzlicher
Feuerlöscher am Treppenabgang
vorzuhalten. Die Feuerlöscher
müssen ein Löschvermögen von
mindestens 27 A für Brandklasse A
oder 144 B für Brandklasse B aufweisen und sollten nicht schwerer
als 12 kg sein. Sollten auf Messeständen Küchen vorhanden sein,
sind entsprechend geeignete Feuerlöscher vorzuhalten.
Brandmeldeanlage
Die automatische Brandmeldeanlage in Messeständen mit geschlossenen Decken soll eine frühzeitige Detektion eines Brandes
und die Alarmierung sowohl der
Messestandbesucher insbesondere
im Obergeschoss eines Messestandes sowie der Feuerwehr bewirken. Hierdurch werden die
Bedingungen zur Selbstrettung
deutlich verbessert und die Eingreifzeiten der Feuerwehr minimiert.
Neben Alarmierungseinrichtungen
können Anlagen zur Rauchableitung
durch eine automatische Brandmeldeanlage angesteuert werden.
Akustische/Optische Alarmierung
Eine optisch-akustische Alarmierungsanlage ist im Obergeschoss
von zweigeschossigen Messeständen erforderlich, sofern keine
Sichtverbindung zur Ausstellungs29
halle besteht. Somit kann eine
frühzeitige Alarmierung der Personen
im Obergeschoss bei einer Brandmeldung im Erdgeschoss sichergestellt werden. Die Ansteuerung /
Auslösung erfolgt über die automatische Brandmeldeanlage im
Erdgeschoss eines zweigeschossigen
Messestandes. In Messeständen
mit geschlossenen Decken größer
400 m² ist auch im Erdgeschoss
eine Alarmierungsanlage vorzusehen.
Schallhemmende Kabinen müssen
zusätzlich – unabhängig von ihrer
Größe – entweder eine Sichtverbindung nach außen haben oder mit
einer optisch akustischen Alarmierung in Verbindung mit einem
Alarm-Taster oder mit einem
Notaus-Taster außerhalb der Kabine
ausgestattet sein.
Rauchableitung
Die Rauchableitung von Messeständen erfolgt natürlich oder maschinell in die Messehalle und von
dort natürlich oder maschinell ins
Freie. Für Messestände mit einer
Deckenfläche von weniger als 200 m²
ist eine Rauchableitungsöffnung
nicht erforderlich.
Bis zu einer Grundfläche von 1000 m²
genügen Rauchableitungsöffnungen
mit einer freien Öffnungsfläche von
insgesamt 1 Prozent der Grundfläche, Fenster oder Türen mit einer
freien Öffnungsfläche von insgesamt
2 Prozent der Grundfläche oder
maschinelle Rauchabzugsanlagen
mit einem Luftvolumenstrom von
36 m³/h je Quadratmeter Grundfläche.
An die Anlagen zur maschinellen
Entrauchung von Messeständen
werden keine Anforderungen
hinsichtlich des thermischen und
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
elektrischen Funktionserhaltes
gestellt, da die Entrauchung nur
für die Phase der Selbstrettung
und ggf. Fremdrettung relevant ist
und auch keine Bauteilanforderungen
an Messestände gestellt werden.
Die Auslösung/Ansteuerung einer
maschinellen Entrauchungsanlage
erfolgt über die automatische
Brandmeldeanlage.
Sprinklerung
Ab einer geschlossenen Fläche von
mehr als 400 m2 erfolgt eine Sprinklerung des Bereiches unterhalb der
geschlossenen Decke.
Mehrere bis zu 400 m2 große geschlossene Deckenflächen dürfen
ohne Sprinklerung nicht unmittelbar aneinander gebaut werden. Es
ist ein Mindestabstand der Deckenflächen untereinander von 5 m
(Luftlinie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung
des Abstandes -auch standübergreifend- zu einer größeren Deckenfläche kommen sollte, trägt der Verursacher die Kosten für die
notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem. Tabelle 1 oder 2, auch
für den betroffenen Nachbarstand.
4.4.1.1 Standbau- und
Dekorationsmaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforde-
rungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende
oder toxische Gase und stark
rauchbildende Materialien wie z.B.
Polystyrol-Hartschaum , PVC oder
ähnliche, sowie verschiedene
Acrylglasprodukte dürfen nicht verwendet werden. Die eingesetzten
Materialien dürfen im Brandfall
nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen. Ein Prüfzeugnis über die Baustoffklasse und die
geforderten Eigenschaften des
Materials kann verlangt werden.
Laub- und Nadelgehölze dürfen
nur mit feuchtem Wurzelballen verwendet werden. Bambus, Reet,
Heu, Stroh, Rindenmulch, Torf oder
ähnliche Materialien dürfen nicht
verwendet werden.
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch
beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
4.4.1.2 Ausstellung von Kraftfahrzeugen auf Messeständen
Die Ausstellung von Kraftfahrzeugen ist bei der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, anzumelden. Hierzu ist die Anzahl der Fahrzeuge sowie die Angabe des/der
Fahrzeugtyp(-en) erforderlich.
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
-D
er Treibstofftank muss weitgehend leer und abgeschlossen
sein.
-E
ine Versorgung der Ausstellungsfahrzeuge über die Starterbatterie ist möglich, wenn sichergestellt ist, dass keine gefährlichen Gase produziert werden 30
z.B. bei Gelbatterien, wenn die
Kontakte berührungssicher gestaltet sind und der Anlasser dauerhaft von der Batterie getrennt
ist.
- In allen anderen Fällen ist die
Batterie abzuklemmen oder auszubauen.
Fahrzeuge mit Gasantrieb
- Der Druckbehälter muss entleert
und drucklos sein (s. auch Punkt
5.7).
Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik, z.B. Elektro- oder
Hybridantrieb
- Der Kraftstofftank muss weitgehend leer und abgeschlossen
sein.
- Der Fahrmotor ist von der Batterie
abzukoppeln, beispielsweise über
einen Batterietrennschalter.
- Die Spannungsfreiheit der Hochvoltbatterie muss sichergestellt
sein bzw. muss die Hochvoltbatterie in einem batterietypischen unkritischen Zustand sein (geladen/
entladen).
- Ladevorgänge sind in den Messehallen nicht gestattet.
- Die Fahrzeugpositionen innerhalb
einer Standfläche müssen in einem Plan gekennzeichnet werden.
- Die zugehörigen Rettungskarten
sind am Stand vorzuhalten und
vorab an die Messe Frankfurt zu
übermitteln.
- Fahrzeuge mit Brennstoffzellen
oder anderen Antriebsarten werden gesondert betrachtet.
Für alle Kraftfahrzeuge sind geeignete Löschmittel in ausreichender
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
Anzahl am Messestand vorzuhalten.
Die Messe Frankfurt Venue GmbH
behält sich ergänzende Maßnahmen vor.
4.4.1.3Explosionsgefährliche
Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen dem Sprengstoffgesetz und
dürfen auf Messen und Ausstellungen nicht ausgestellt werden. Dies
gilt auch für Munition im Sinne des
Waffengesetzes.
4.4.1.4Pyrotechnik
Pyrotechnische Vorführungen sind
genehmigungspflichtig und mit der
Messe Frankfurt abzustimmen.
Pyrotechnische Gegenstände ohne
Zulassung oder pyrotechnische
Gegenstände der Klassen II, III und
IV sind nicht zugelassen.
4.4.1.5 Luftballons und Flugobjekte
Die Verwendung von Luftballons
und Flugobjekten, die mit brennbarem Gas gefüllt sind, ist in den
Hallen und im Freigelände verboten.
Mit Sicherheitsgas gefüllte Ballons,
die statisch fest verankert sind und
sich innerhalb der Standgrenzen im
Rahmen der maximalen Bauhöhe
befinden, können auf Antrag von
der Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, genehmigt werden.
Das Verteilen gasbefüllter Luftballons ist nicht gestattet.
4.4.1.6 Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen
Da der Einsatz von Shownebel und
Haze in den Ausstellungshallen
vorhandene automatische Brandmelder auslösen kann, muss der
Einsatz entsprechender Geräte
rechtzeitig, d.h. bis sechs Wochen
vor Aufbaubeginn bei der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
schriftlich angemeldet werden. Die
formlose Anmeldung muss Anzahl,
Modell des/der Gerät(e) sowie Angaben zur Art der Nebelerzeugung
beinhalten. Ebenso müssen die
Betriebsanleitung des Gerätes und
das Sicherheitsdatenblatt des Nebelfluids vorgelegt werden.
Kosten für erforderliche Maßnahmen zur Außerbetriebnahme von
Brandmeldeeinrichtungen können
von der Messe Frankfurt an den
Aussteller oder Veranstalter weiterberechnet werden. Wird der Einsatz von Nebelmaschinen nicht mit
der Messe Frankfurt abgestimmt
und dadurch ein Fehlalarm der
Brandmeldeanlage ausgelöst,
müssen wir die Kosten für Feuerwehreinsätze an den Verursacher
weiterleiten.
Der Betrieb auf benachbarten Ständen darf durch den Einsatz von Nebelmaschinen nicht beeinträchtigt
werden. Aus diesem Grund ist
ebenfalls anzugeben, in welchem
Zeitraum bzw. wie oft die Maschinen
zum Einsatz kommen. Es sollten
geeignete Maßnahmen getroffen
werden, um eine Vernebelung der
Bereiche, in denen dies szenisch
nicht erforderlich ist, möglichst gering zu halten. Gegebenenfalls benötigen Sie die Einverständniserklärung Ihrer Standnachbarn.
Es dürfen nur Nebelgeräte verwendet werden, die den grundsätzlichen Anforderungen des Produkt31
sicherheitsgesetzes (ProdSG)
entsprechen. Bei Verwendung von
Nebelgeräten zur Verdampfung
wird empfohlen Geräte bereitzustellen, bei denen in der Konformitätserklärung die Übereinstimmung
mit DIN VDE 0700-245 bestätigt
wird. Bei der Auswahl der Nebelgeräte sind die Art der betrieblichen Nutzung und die spezifischen
Einsatzbedingungen zu berücksichtigen. Dem Anwender der Nebelgeräte müssen die dazugehörigen
Bedienungsanleitungen zur Verfügung stehen.
Für die Verwendung in der Messehalle sind ausschließlich Nebelfluide einzusetzen, die weder entzündliche, leicht entzündliche noch
hochentzündliche Stoffe im Sinne
des § 3 der Gefahrstoffverordnung
(GefStoffV) sind und nach geltenden EU-Richtlinien keine Gefahrstoffe sind. Nebelflüssigkeiten dürfen nur in Originalgebinden des
Herstellers gelagert werden.
Im Betrieb ist darauf zu achten,
dass kein Hitzestau entsteht und
das Gehäuse die Wärme ungehindert abgeben kann. Zur Vermeidung einer Brandgefährdung durch
Überhitzung nach einer Fehlfunktion müssen nicht im Gebrauch befindliche Nebelgeräte spannungsfrei geschaltet werden.
Der Einsatz von Laseranlagen ist
ebenfalls anmeldepflichtig,
s. 5.10.3.
4.4.1.7Aschenbehälter,
Aschenbecher
Sofern für den Stand oder Teile
desselben kein ausdrückliches
Rauchverbot angeordnet ist, muss
für die Bereitstellung einer ausrei-
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
chenden Zahl von Aschenbechern
oder Aschenbehältern aus nichtbrennbarem Material und für deren
regelmäßige Entleerung Sorge getragen werden.
4.4.1.8 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Behälter für Abfall, Wertstoffe oder Reststoffe aus brennbaren Materialien
aufgestellt werden. Die Behälter in
den Ständen sind regelmäßig, spätestens jeden Abend nach Messeschluss, in die Wertstoff- oder
Reststoffstationen an den Hallenausgängen zu entleeren.
Fallen größere Mengen brennbarer
Abfälle an, sind diese mehrmals
am Tage zu entsorgen.
Abfallbeutel können nach dem täglichen Veranstaltungsende in den
Gang gestellt werden. Dort werden
sie abgeholt.
4.4.1.9 Spritzpistolen, Nitrolacke,
Reinigungsmittel, Lösungsmittel
Der Gebrauch von Spritzpistolen ist
in allen Messehallen verboten. Die
Verwendung von lösungsmittelhaltigen Stoffen und Farben ist ebenfalls untersagt.
Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten sowie giftige Dämpfe
freisetzende Bau- und Arbeitsmaterialien ist unzulässig.
4.4.1.10 Feuergefährliche Arbeiten
Alle feuergefährlichen Arbeiten,
wie z.B. Schweißen, Schneiden,
Löten, Trennen und Schleifen müssen vor Arbeitsbeginn bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, angezeigt werden. Die
Arbeiten dürfen erst nach Genehmigung und Vorliegen des Erlaubnisscheins begonnen werden.
Bei den Arbeiten ist die Umgebung
gegen Gefahren ausreichend abzuschirmen.
Geeignete Löschmittel sind in unmittelbarer Nähe einsatzbereit zu
halten.
4.4.1.11 Leergut/Lagerung von
Materialien
Die Lagerung von Leergut, brennbarer Materialien jeglicher Art (z. B.
Verpackungen und Packmittel) auf
den Ständen und außerhalb des
Standes in der Halle ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich zu entfernen. Es kann durch
den Logistikservice der Messe
Frankfurt eingelagert werden:
Logistikservices
Cargo Center Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Tel+49 69 75 75-60 75
Fax+ 49 69 75 75-9 60 75
[email protected]
Die Messe Frankfurt ist berechtigt,
falls der Aussteller einer Aufforderung zur Beseitigung widerrechtlicher Lagerung, bzw. der Aufforderung zur unverzüglichen Entfernung anfallenden Leerguts nicht
nachkommt, die Entfernung auf
Kosten und Gefahr des Ausstellers
zu veranlassen.
4.4.1.12Feuerlöscher
Jeder Stand muss mit mindestens
einem Feuerlöscher ausgestattet
sein. Siehe auch Punkt 4.4.1
4.4.2Standüberdachung
Um den Sprinklerschutz nicht zu
32
beeinträchtigen, müssen in gesprinklerten Hallen Stände nach
oben hin grundsätzlich offen sein.
Decken sind als offen zu betrachten, wenn nicht mehr als 50 % der
Fläche bezogen auf den einzelnen m²
geschlossen sind. Sprinklertaugliche Decken mit einer Maschen
weite von mindestens 2 x 4 mm
bzw. 3 x 3 mm sind zugelassen
(kein Smoke Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich
einlagig zu verspannen. Ein Durchhängen der Gewebeplane ist zu
vermeiden. Bis zu 30 m² zusammenhängende Deckenfläche pro
Stand, jedoch nicht mehr als 50 %
der Standfläche, dürfen ohne weitere Maßnahmen geschlossen ausgeführt werden. Um durch Addition mehrerer Deckenfelder die
maximale Größe der Fläche von 30
m² nicht zu überschreiten, ist zu
den Standgrenzen hin ein Abstand
von mindestens 1,50 m einzuhalten. Falls es bei einer Unterschreitung des Abstandes -auch standübergreifend- zu einer größeren
Deckenfläche kommen sollte, trägt
der Verursacher die Kosten für die
notwendigen Kompensationsmaßnahmen
gem. Tabelle 1 oder 2, auch für den
betroffenen Nachbarstand. Auch
mehrere bis zu 30 m² große Deckenfelder innerhalb eines Messestands
sind möglich, sofern ein Mindestabstand von 3.00 m zwischen den
Deckenfeldern eingehalten wird.
Kommt es durch Aneinanderreihen
von Deckenfeldern (auch standübergreifend) zur Überschreitung
der Fläche von 30 m², sind entsprechende Kompensationsmaßnahmen erforderlich (siehe Punkt
Technische Richtlinien
4.5 Ausgänge, Rettungswege, Türen
4.4.1, Tabelle 1 „Brandschutzanforderungen für eingeschossige Messestände mit geschlossenen Erdgeschossdecken und zweigeschossige Messestände mit offenen Obergeschossdecken“).
Geschlossene Decken größer als
30 m² sind genehmigungspflichtig.
Die Pläne zur Genehmigung sind
bis sechs Wochen vor Aufbaubeginn
bei der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, einzureichen.
Die Installation der entsprechenden Einrichtungen (Wandhydrant,
Brandmeldeanlage, optisch-akustischer Alarm, maschinelle Rauchableitung, Sprinklerung) erfolgt durch
Vertragsfirmen der Messe Frankfurt und ist kostenpflichtig.
Schallhemmende Kabinen sind ab
einer Größe von 30 m² mit einer
Brandmeldeanlage auszustatten
und müssen zusätzlich – unabhängig von ihrer Größe – entweder
eine Sichtverbindung nach außen
haben oder mit einer optischen
Signalanlage in Verbindung mit einem Alarm-Taster oder mit einem
Notaus-Taster außerhalb der Kabine
ausgestattet sein.
Alle Anforderungen in Verbindung
mit dem Einbau geschlossener
Decken sind unter Punkt 4.4.1 in
den Tabellen 1 und 2 zu finden.
4.4.3 Glas und Acrylglas
Es darf nur für den Einsatzzweck
geeignetes Glas verwendet werden.
Für Konstruktionen aus Glas darf
nur Sicherheitsglas eingesetzt
werden. Bitte fordern Sie unser
„Merkblatt Glas und Acrylglas im
Standbau innerhalb der Messehallen“ an.
Kanten von Glasscheiben müssen
so bearbeitet oder geschützt sein,
dass eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist. Ganzglasbauteile
sind in Augenhöhe zu markieren.
4.4.4 Gefangene Räume/Aufenthaltsräume
Die Anordnung gefangener Räume
(Aufenthaltsräume, die ausschliesslich über andere genutzte
Räume verlassen werden können)
ist nur unter folgenden Bedingungen gestattet:
- In den davorliegenden Räumen
muß ein geeignet breiter Rettungsweg vorhanden sein (Bemessung nach MVStättV, mindestens jedoch 90 cm), der zu keiner
Zeit verstellt oder unbrauchbar
gemacht werden darf.
-S
ofern keine Sichtverbindung zur
Ausstellungshalle besteht, wird
die Installation einer optischen
und akustischen Warnanlage erforderlich, um eine jederzeitige
Alarmierung zu gewährleisten.
Die Installation erfolgt ausschließlich durch Vertragsfirmen der
Messe Frankfurt und ist kostenpflichtig.
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege
Die Entfernung von jeder Stelle auf
einer Ausstellungsfläche bis zu einem Hallengang darf nicht mehr
als 20 m Lauflinie betragen.
Für Aufenthalts- und Arbeitsräume,
die für weniger als 100 Besucher
bestimmt sind, sowie Ausstellungsflächen bis 100 m² genügt ein Ausgang mit mindestens 0,90 m Breite.
Ab einer Fläche von 100 m² und/
oder mehr als 100 Besuchern sind
zwei möglichst weit auseinander
33
und entgegengesetzt liegende Ausgänge erforderlich. Die jeweilige
Breite der Ausgänge und Rettungswege ist abhängig von der Personenzahl (siehe hierzu auch Punkt
4.4.1):
– weniger als 200 Personen:
mindestens 0,90 m,
– mehr als 200 Personen:
mindestens 1,20 m.
Staffelungen sind nur in 0,60 m
Schritten pro 100 Personen zulässig.
Die Rettungswege sind nach den
Unfallverhütungsvorschriften,
BGV A8 / ASR A 1.3 zu kennzeichnen.
4.5.2Türen
Die Verwendung von Pendeltüren,
Vorhängen, Drehtüren, Codiertüren, Schiebetüren sowie sonstigen
Zugangssperren in Rettungswegen
ist nicht zulässig. Türen in Rettungswegen müssen in Fluchtrichtung aufschlagen, von innen leicht
in voller Breite geöffnet werden
können und dürfen nicht in den
Hallengang aufschlagen.
Technische Richtlinien
4.6 Podeste, Leitern, Treppen, Stege
Allgemein begehbare Flächen, die
unmittelbar an mehr als 0,20 m
tiefer liegende Flächen angrenzen,
sind mit Brüstungen zu umwehren,
soweit sie nicht durch Stufengänge
oder Rampen mit der tiefer liegenden Fläche verbunden sind. Rampen in Flucht- und Rettungswegen
dürfen max. eine Steigung von 6%
haben. Die Brüstung muss mindestens 1,10 m hoch sein. Umwehrungen
und Geländer von Flächen, auf
denen mit der Anwesenheit von
Kleinkindern zu rechnen ist, sind so
zu gestalten, dass ein Überklettern
erschwert wird. Der Abstand der
Geländerteile darf in einer Richtung
nicht mehr als 0,12 m betragen. Die
Handläufe sind fest, griffsicher und
ohne freie Enden auszuführen. Für
das Podest ist ein prüffähiger, statischer Nachweis zu erbringen; für
die Prüfung und Abnahme dieser
Sonderkonstruktion entstehen Kosten, die an den Aussteller/ Messebauer weiterberechnet werden.
Die Bodenbelastung muss je nach
Nutzung gemäß DIN EN 1991-1-1/
NA:2010-12 Tabelle 6.1 DE [Kat. C1],
mindestens für 3,0 kN/m² ausgelegt sein. Für Brüstungen und Geländer ist nach DIN EN 1991-1-1/
NA:2010-12 Tabelle 6.12 DE eine
horizontale Nutzlast [bei Flächen
der Kat. C1 - C4] von qk = 1,0 kN/m
in Holmhöhe anzusetzen. Einstufig
begehbare Podeste dürfen höchstens 0,20 m hoch sein. Die Unter-
konstruktion des Podestfußbodens
muss entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN
13501-1 mindestens class B/C s1
d0, d.h. schwerentflammbar sein
und dürfen weder brennend abtropfen noch toxische Gase entwickeln. Unter Podesten und Podien
darf kein Lager entstehen. Sie sind
brandlastfrei auszuführen. Hohlraumbereiche von Podesten, deren
Höhe geringer als 0,20 m ist, können vom Überwachungsschutz der
automatischen Brandmeldeanlage
ausgenommen werden. Hohlraumbereiche von Podesten mit automatisch betriebenen Drehscheiben
oder mit Massierungen von Kabelbrandlasten sind, sofern sie eine
Höhe von mehr als 0,20 m aufweisen, mittels automatischer Brandmelder innerhalb des Hohlraumbereichs zu überwachen. Grenzen
Podeste mit elektrisch betriebenen
Drehscheiben an andere Hohlräume an, sind diese baulich abzutrennen, um eine Rauchverschleppung
in angrenzende Bereiche zu verhindern. Leitern, Treppen und Stege
müssen den geltenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen. Die Entfernung
von jeder Stelle im Stand bis zu
einem Hallengang darf nicht mehr
als 20 m Lauflinie betragen.
Die Anzahl und lichte Breite der
Treppen ergibt sich aus der Fläche
34
des Obergeschosses und der Personenzahl im Obergeschoss (siehe
hierzu auch Punkt 4.4.1):
– Bis 100 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
0,90 m, entgegengesetzt angeordnet
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, mehr als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m,
entgegengesetzt angeordnet
– Ab 200 m2 Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m,
entgegengesetzt angeordnet
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind
als zusätzliche Treppe zugelassen.
Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen
oder Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement.
Treppen mit einer Breite von 1,20
m müssen auf beiden Seiten mit
Handläufen ausgerüstet sein. Treppen mit einer Breite von mehr als
2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
4.7.1Erscheinungsbild
Für die Gestaltung des Standes ist
der Aussteller zuständig. Hierbei
sind die typischen Ausstellungskriterien der Veranstaltung zu berücksichtigen.
Zu allen Ganggrenzen hin ist der
Standbau möglichst transparent zu
gestalten. Wünschenswert ist dabei eine zu 70% offen gestaltete
Front. Lange, geschlossene Standkonstruktionen sind an den Ganggrenzen nicht zulässig. Diese sind
durch den Einbau von Vitrinen,
Nischen, Displays u. ä. aufzulockern.
Standrückseiten, die an Nachbarstände grenzen, sind ab einer Höhe
von 2,50 m glatt und weiss zu gestalten oder mindestens 1,00 m
von der Grenze zum Nachbarstand
einzurücken, um den Nachbarstand
in dessen Gestaltung nicht zu beeinträchtigen.
Sofern Messebesucher auf Standdecken sehen können, sind diese
in die Gestaltung einzubeziehen
(Forum 0, Halle 3.0, Galleria 0,
Halle 5.0 West und Ost, Halle 6.0
Ost).
4.7.2 Prüfung der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der Messe
Frankfurt gekennzeichnet.
Jeder Aussteller ist verpflichtet,
sich nach der Standzuteilung über
Lage und Maß etwaiger Einbauten,
insbesondere Hallensäulen, Feuermelder, Verlauf der Versorgungskanäle, Lüftungssysteme sowie
Bodenunebenheiten usw., vor Ort
selbst zu informieren und gegebenenfalls den Standbauer zu unterrichten. Die Messe Frankfurt übernimmt keine Gewähr für die
Richtigkeit von Maßen auf Hallen-
und Standplänen.
Die Standfläche ist unbedingt einzuhalten, auch Beleuchtungskörper
und Schilder dürfen nicht über die
Standgrenzen hinausragen.
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen nicht beschädigt,
verschmutzt oder auf andere Art
verändert werden (z.B. Bohren,
Nageln, Schrauben). Auch das
Streichen, Tapezieren und Bekleben
ist nicht gestattet.
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen weder durch Standaufbauten noch durch Exponate
statisch belastet werden. Hallenstützen können aber innerhalb der
Standfläche ohne Beschädigung
derselben im Rahmen der zulässigen
Bauhöhe umbaut werden.
Installationen an den Hallensäulen,
Wänden und technischen Einrichtungen müssen frei zugänglich
sein. Gegebenenfalls sind entsprechende Revisionsöffnungen
bauseitig vorzusehen.
4.7.4Hallenfußböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind unfallsicher zu verlegen
und dürfen nicht über die Standgrenzen hinausragen.
Zum Fixieren darf nur PE- oder PPKlebeband verwendet werden, das
rückstandsfrei zu entfernen ist.
Alle eingesetzten Materialien müssen von dem Aussteller rückstandsfrei entfernt werden. Substanzen
wie Öl, Fette, Farben und ähnliches
müssen sofort vom Fußboden entfernt werden.
Der Hallenfußboden darf weder
gestrichen noch beklebt werden.
35
Die technische Standversorgung,
Leitungsverlegung, Revisionsöffnungen usw. dürfen nicht behindert
werden.
Verankerungen und Befestigungen
sind nicht gestattet.
Teppiche und andere Fußbodenbeläge in den Ausstellungsbereichen
müssen nach DIN 4102 B1 bzw.
entsprechend EN 13501-1 Klasse C
mindestens schwerentflammbar
sein. Ein Prüfzeugnis (Zertifikat)
über die Baustoffklasse des eingesetzten Materials ist am Messestand bereitzuhalten.
4.7.5Abhängungen/Kettenzüge/
Verbindungsmittel
Abhängungen sind nur an den dafür vorgesehenen technischen Einrichtungen möglich.
Alle Abhängungen sind genehmigungspflichtig und nach der jeweils
gültigen BGV C1 auszuführen. Dies
gilt auch für Abhängungen von
Pre-Riggs und eigenem GroundSupport. Klappkarabiner in jeglicher
Form sind nicht gestattet. Die verwendeten Seile oder Anschlagketten müssen ebenfalls der BGV C1
entsprechen und sind für die eingebrachte Last entsprechend zu dimensionieren. Die Monteure müssen über einen entsprechenden
Nachweis nach der BGV C1 „Sachkundiger für Anschlagmittel“ verfügen.
Die Durchführung von Abhängungen von der Hallendecke sind ausschließlich über die Messe Frankfurt und deren Vertragsfirmen
möglich. Den Bestellungen mit
Formblatt ist eine Grundrissskizze
beizufügen, aus der die Hängelasten und die gewünschten Platzie-
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
rungen der Hängepunkte ersichtlich sind. Bei komplexen Systemen
(komplex = i.d.R. mehr als einstrangige Konstruktionen) muss ein
Lastenplan eingereicht werden, der
neben der Gesamtlast auch alle Einzel- u. Streckenlasten abbildet. Ggf.
ist auch eine separate statische Berechnung erforderlich und kann
von der Messe Frankfurt angefordert werden. Die Messe Frankfurt
behält sich darüber hinaus vor, ggf.
die eingebrachten Lasten sowie die
verwendeten Konstruktionen durch
einen Statiker prüfen zu lassen.
Diese Prüfung ist kostenpflichtig
und wird dem Besteller/Aussteller
in Rechnung gestellt. Die maximalen Bauhöhen gelten auch für die
Höhe des Traversensystems und
sind entsprechend zu beachten.
4.7.5.1Elektrokettenzüge
Elektrokettenzüge dürfen nur in
Hallen mit Schwerlastabhängungen
verwendet werden. Die Nutzung
von Elektrokettenzügen in den
Hallen mit 50 kg Punkten (Halfenschienen) ist nicht gestattet.
Die Verwendung dieser Motoren
ist an die Anforderungen für Elektrokettenzüge in der Veranstaltungstechnik (Igvw SQ P2) gebunden.
Download über: http://www.vbg.
de/rigging/struktur/8.htm.
Das Eigengewicht der Elektrokettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen um eine
Überlast der Tragpunkte zur verhindern.
Der Unternehmer hat die Kettenzüge
einer jährlichen Prüfung zu unterziehen. Das Prüfsiegel ist sichtbar
an den Motoren anzubringen. Die
Prüfdokumente sind immer mitzuführen und am Betriebsort bereit
zu halten. Diese Prüfung ersetzt
nicht die erforderliche Prüfung
durch einen Sachverständigen alle
4 Jahre.
4.7.5.2Handkettenzüge
Handkettenzüge dürfen nur in Verbindung mit min. 8-mm-Seilen und
nur in Hallen mit Schwerlastabhängungen verwendet werden. Eine
geeignete Endverbindung (z.B.
Seilschloss) ist vorzusehen. Sogenannte „Seilhalter“ dürfen nicht für
dynamische Lasten mit Kettenzügen eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass sämtliche Leichtlastpunkte (i.d.R. sind das
50-kg-Punkte) NUR mit 5-6-mmSeilen übergeben werden! Eine
Verwendung von Handkettenzügen
muss bei dem Bestellvorgang
zwingend mit angegeben werden!
Handkettenzüge dürfen nur für
„einsträngige“ Konstruktionen verwendet werden. Der Einsatz von
Handkettenzügen für komplexe
Systeme ist nicht erlaubt.
Der Trag- und Lasthaken des Hebezeuges muss sich in einer lotrechten
Geraden über dem Schwerpunkt
der Last befinden. Es müssen immer so viele Personen gleichzeitig
anheben, wie sich Handkettenzüge
im Einsatz befinden! Ein Anheben
der Lasten ohne die erforderliche
Personenzahl ist untersagt! Dabei
ist auf ein gleichmäßiges Anheben/
Hochziehen zu achten.
Es ist ebenfalls darauf zu achten,
dass sich während des Hebevor-
36
gangs keine Personen unter der
Last aufhalten.
Das Eigengewicht der Handkettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen um eine
Überlast der Tragpunkte zur verhindern.
Alle Handkettenzüge als auch Hebebänder (Polyesterrundschlingen)
sind immer zusätzlich mit einem
Stahlseil oder einer zugelassenen
Kette zu sichern (sog. Safeties).
4.7.5.3 Verbindungsmittel
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch
beanspruchter Teile ist nicht gestattet. Als Verbindungsmittel als
auch zur Sicherung (Safeties) dürfen nur zugelassene Verbindungsmittel (u.a. hochfeste Schäkel,
Schraubkarabiner) verwendet werden.
4.7.6Standbegrenzungswände
Von der Messe Frankfurt werden
im Allgemeinen einheitliche Standtrennwände in der Höhe von 2,50 m
mit Stellfüßen bis zu 0,12 m Länge
aufgestellt.
Einseitig offene Stände erhalten
eine Rückwand und zwei Seitenwände.
Zweiseitig offene Stände erhalten
eine Rück- und eine rechte oder
linke Seitenwand bzw. nur zwei
Seitenwände. Dreiseitig offene
Stände werden nur mit einer Rückwand versehen.
Vierseitig offene Stände erhalten
keine Trennwände. Die Flächen
dieser Stände werden auf dem Hallenboden abgegrenzt. Bei ein- und
Technische Richtlinien
4.7Standgestaltung
zweiseitig offenen Ständen sind jeweils 5 cm von der bestätigten
Standbreite abzuziehen, um das
lichte Maß zu erhalten.
Die Trennwände dürfen auf keinen
Fall beschädigt werden. Die Messe
Frankfurt behält sich vor, dem Aussteller Kosten für eine gegebenenfalls erforderliche Instandsetzung
zu berechnen.
Werden bei Beginn des Standaufbaus an den kunststoffbeschichteten
Wänden vom Aussteller bzw. dessen
Standgestalter Beschädigungen
festgestellt, ist dies umgehend
dem zuständigen Hallenservice zu
melden.
Leichte Gegenstände können mit
Dekorationshaken, die beim Hallenservice erhältlich sind, an den
Standwänden befestigt werden.
Die Haken sind an der Oberkante
des Stand-Wand-Systems einzuhängen. Sie sind maximal mit 4 kg
belastbar. Pro Wandelement dürfen
nicht mehr als zwei Haken angebracht werden.
Das Standwandsystem hat eine
kunststoffbeschichtete Oberfläche,
an der nicht genagelt, geschraubt,
geklebt und die nicht gestrichen
werden darf. In Ausnahmefällen
gestattet die Messe Frankfurt
Medien und Service GmbH (MFS)
auf gesonderten Antrag, dass
Wände mit geeignetem Material
tapeziert werden, sofern die Kosten
für die Zurückführung in den ursprünglichen Zustand vom Aussteller vor Ausführung der Arbeiten
erstattet werden. Das Anbringen
von Lacktapeten, abwaschbaren
Tapeten, Stannioltapeten oder
anderen Tapeten, die mit einer
Sperrschicht versehen sind, ist
nicht gestattet. Das Bekleben des
Standwandsystems mit selbstklebenden Bändern und Folien u.ä.
ist nicht zulässig.
Auf Wunsch können zusätzliche
Trennwände für Besprechungskabinen innerhalb der Stände oder
für sonstige Standaufteilungen zu
Lasten des Ausstellers aufgestellt
werden. Die MFS wird diese Arbeiten
durch eine Fachfirma vornehmen
lassen. Die MFS bietet darüber hinaus
dem Aussteller Komplettstände in
Standardgrößen und -ausstattungen
zwischen 15 und 49 m² sowie auf
Anfrage individuelle Standausstattungen für größere Standflächen zur
Miete an. Die Bestellung erfolgt
über den Online-Bestellshop der
Messe Frankfurt.
4.7.7Werbemittel/Präsentationen
Stand- und Exponatbeschriftung,
Firmen und Markenzeichen dürfen
die vorgeschriebene maximale
Bauhöhe (siehe Anlage) nicht überschreiten. Werbeträger, Logos etc.
sind mindestens 1,00 m von der
Grenze zum Nachbarstand einzurücken. Sie sollen ein ansprechendes Bild ergeben. Präsentationen,
optische, sich langsam bewegende
und akustische Werbemittel sowie
musikalische Wiedergaben sind erlaubt, sofern sie den Nachbarn
nicht belästigen, nicht zu Stauungen
auf den Gängen führen und die
messeeigene Ausrufanlage in den
Hallen nicht übertönen. Die Lautstärke darf 70 dB(A) an der Standgrenze nicht überschreiten.
Die Messe Frankfurt kann bei
Verstößen gegen diese Regelung
37
einschreiten und ggf. Stilllegung
verlangen.
Bei Showveranstaltungen sind die
Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften „Veranstaltungs- und
Produktionsstätten für szenische
Darstellung“ (BGV C1) zu beachten.
Shows oder Produktpräsentationen
mit Showeinlagen müssen bei der
Messe Frankfurt angemeldet werden.
Die Verteilung von Drucksachen
und der Einsatz von Werbemitteln
ist nur auf der eigenen Standfläche
zulässig.
4.7.8 Barrierefreies Bauen
Beim Bau der Stände sollte auf
Barrierefreiheit geachtet werden.
Stände und deren Einrichtungen
sollten auch für mobilitätseingeschränkte Personen ohne fremde
Hilfe zugänglich und nutzbar sein.
4.7.9 Fundamente, Gruben
Werden Fundamente, Gruben oder
andere bauliche Veränderungen
vom Aussteller geplant, so sind
hierfür der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, bis spätestens
sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn maßstabsgerechte Pläne,
aus denen auch die Lasten und
Größen der Ausstellungsobjekte
und Lagerflächen zu ersehen sind,
zur Genehmigung vorzulegen.
Sämtliche hierdurch und zum einwandfreien Rückbau nach der Veranstaltung entstehenden Kosten
hat der Aussteller zu tragen.
Aufträge sind ausschließlich an die
Messe Frankfurt zu richten.
Technische Richtlinien
4.8Freigelände
Die vorangehenden allgemeinen
Bestimmungen für den Standaufbau gelten sinngemäß für die
Stände im Freigelände.
Für Stände im Freigelände sind der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, bis spätestens sechs
Wochen vor Aufbaubeginn maßstabsgerechte Grundrisse und Ansichten über den beabsichtigen
Standaufbau und die Ausgestaltung
der Stände mit den genauen Maßen
zur Genehmigung vorzulegen. Die
Genehmigung der Stände im Freigelände ist kostenpflichtig. Eine
geprüfte oder prüffähige Statik ist
mit einzureichen. Bei nicht geprüfter
Statik wird eine Prüfung durch ein
von der Messe Frankfurt beauftragtes
Ingenieurbüro erforderlich. Diese
Kosten werden dem Aussteller
separat vom Ingenieurbüro in
Rechnung gestellt.
Soweit die Aufbauten als sogenannte „Fliegende Bauten“ eingestuft werden, muss ein gültiges
Prüfbuch vorliegen. Die Aufstellung
des „Fliegenden Baus“ ist bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, anzuzeigen. Die Genehmigungsunterlagen/Prüfbuch müssen vor Veranstaltungsbeginn zur
Abnahme am Stand vorliegen.
Die Kosten für die Abnahme des
„Fliegenden Baus“ werden dem
Aussteller/Standbauer in Rechnung
gestellt. Werden im Freigelände
vom Aussteller Bodenaufbrüche für
Fundamente, Gruben, Rohrleitungen,
Kabelgraben, Fahnenmaste usw.
geplant, so ist hierfür rechtzeitig
die Genehmigung der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
einzuholen. Ohne eine Genehmigung dürfen diese Arbeiten nicht
ausgeführt werden.
Bodenverankerungen wie Erdnägel
o.ä. sind nicht gestattet.
4.9 Zweigeschossige Bauweise
4.9.1Bauanfrage
Eine zweigeschossige Bauweise ist
nur mit Zustimmung der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
möglich. Die Anfrage ist bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn an die
Messe Frankfurt Venue GmbH
Technisches Veranstaltungsmanagement Messen
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
[email protected]
messefrankfurt.com
zu stellen.
Die Prüfung der zweigeschossigen
Bauweise ist für den Aussteller
kostenpflichtig. Diese Prüfkosten
enthalten nicht die Kosten einer
erforderlichen Brandmeldeanlage
oder anderer brandschutztechnischen
Maßnahmen, die erforderlich werden können.
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände,
Höhe der Standinnenräume
Die Messe Frankfurt behält sich
vor, nach eigenem Ermessen im
Interesse der Gesamtgestaltung
der Halle und aus Sicherheitsgründen zweigeschossige Aufbauten
abzulehnen.
Die lichte Höhe von Innenräumen
muss bei mehrgeschossiger Bauweise mindestens 2,30 m betragen.
Die durch das Obergeschoss überbaute Standfläche ist ab einer
Obergeschossfläche von 30 m² mit
einer automatischen Brandmeldeanlage auszustatten. Ggfs. sind
auch andere Maßnahmen erforderlich, genauere Angaben sind unter
38
Punkt 4.4.1 in den Tabellen 1 und 2
zu finden. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen sind vom
Aussteller bei der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, zu bestellen. Von der Messe Frankfurt werden die entsprechenden
Installationen veranlasst und die
hierfür entstehenden Kosten dem
Aussteller in Rechnung gestellt.
Die der Messe Frankfurt überlassene, geprüfte oder prüffähige Baustatik wird zur Überprüfung auf
Übereinstimmung mit den vorgelegten Ausführungsplänen an ein
von der Messe Frankfurt beauftragtes
Ingenieurbüro übergeben. Sollte
keine, von einem zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte Statik
vorliegen, wird das Ingenieurbüro
die Prüfung selbst vornehmen und
Technische Richtlinien
4.9 Zweigeschossige Bauweise
separat an den Aussteller weiterberechnen. Der Statiker wendet
sich zu gegebener Zeit bzw. nach
Absprache an den Standbauleiter,
um den Standaufbau in statischer
Hinsicht zu überprüfen.
4.9.3Nutzlasten/Lastannahmen
Für die Geschossdecke eines zweigeschossigen Messestandes innerhalb einer Messehalle sind nach
DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12 Tabelle
6.1DE [Kat. C] als lotrechte Nutzlast
anzusetzen:
–Eine eingeschränkte Nutzung
durch Fachbesucher oder
Standpersonal für Besprechungen und Kundenbetreuung,
d.h. Möblierung mit Tischen
und Stühlen in freier Anordnung oder in abgeteilten Besprechungsbüros erfordert eine
Nutzlast [Kat. C1]: qk = 3,0 kN/m².
–Eine uneingeschränkte Nutzung
als frei zugängliche Ausstellungs- und Versammlungsfläche oder Verkaufsraum, ohne
oder mit dichter Bestuhlung erfordert eine Nutzlast [ab Kat.
C3]: qk = 5,0 kN/m².
Die Nutzung ist jeweils deutlich erkennbar in die zur Genehmigung
eingereichten Pläne einzutragen.
Bei dem Standsicherheitsnachweis
ist zu berücksichtigen, dass Verankerungen nicht möglich sind.
Zur Erzielung einer ausreichenden
Längs-Querstabilität bei zweigeschossigen Messeständen oder
Tribünen ist in oberster Fußbodenhöhe eine Horizontallast von
H = qk/20 (qk = lotrechte Nutzlast)
anzusetzen.
Für Brüstungen und Geländer ist
nach DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12
Tabelle 6.12DE eine horizontale
Nutzlast [bei Flächen der Kat. C1C4] von qk = 1,0 kN/m in Holmhöhe anzusetzen.
Es ist nachzuweisen, dass die zulässigen Lasten auf dem Hallenboden z. B. durch Einzelstützen nicht
überschritten werden (s. hierzu
auch „Technische Daten der Hallen
der Messe Frankfurt“). Für mehrgeschossige Aufbauten und Sonderkonstruktionen ist unterhalb der
Stützen eine lastverteilende Bodenplatte von mindestens
0,20 m x 0,20 m vorzusehen, bei
hohen Lasten entsprechend den
statischen Anforderungen. Treppen
und Treppenpodeste müssen
immer für eine Nutzlast [Kat. T2]:
qk = 5,0 kN/m² ausgelegt werden.
4.9.4Rettungswege/Treppen
Im Obergeschoss eines zweigeschossigen Ausstellungsstandes
darf die Entfernung über die Treppe
von jeder zugänglichen Stelle aus
zum nächstliegenden Hallengang
höchstens 20,00 m Lauflinie betragen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN
18065 auszuführen. Die Anzahl und
lichte Breite der Treppen ergibt
sich aus der Fläche des Obergeschosses und der Personenzahl im
Obergeschoss (siehe hierzu auch
Punkt 4.4.1):
–Bis 100 m² Obergeschossfläche,
weniger als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
39
0,90 m, entgegengesetzt angeordnet
–Ab 100 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, mehr als 200
Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je
1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– Ab 200 m² Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je
1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind
als zusätzliche Treppe zugelassen.
Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen
oder Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Messe Frankfurt
Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement.
Treppen mit einer Breite von mehr
als 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Die Handläufe sind fest, griffsicher
und ohne freie Enden auszuführen.
4.9.5Baumaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens
class B/C s1 d0, d.h. schwerentflammbar sein und dürfen weder
brennend abtropfen noch toxische
Gase entwickeln.
An tragende Konstruktionsteile
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende
oder toxische Gase bildende Mate-
Technische Richtlinien
4.9 Zweigeschossige Bauweise
rialien wie z.B. Polystyrol-Hartschaum, PVC oder ähnliche, sowie
verschiedene Acrylglasprodukte
dürfen nicht verwendet werden.
Die eingesetzten Materialien dürfen im Brandfall nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen.
4.9.6Obergeschoss
Im Obergeschoss sind im Bereich
der Brüstungen, falls erforderlich,
auf dem Fußboden Abrollsicherungen von mindestens 0,05 m
Höhe anzubringen.
Brüstungen sind entsprechend
Punkt 4.6 und Punkt 4.9.3 auszuführen.
Das zweite Geschoss muss zu den
Nachbarständen einen Abstand
von mindestens 2,5 m haben, oder
die an den Nachbarstand angrenzende Seite des Obergeschosses
muss mit einer mindestens 2 m
hohen Wand geschlossen werden.
Die Decke von Obergeschossen ist
grundsätzlich offen zu gestalten,
damit Feuerlöschanlagen in ihrer
Wirksamkeit nicht beeinträchtigt
werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen ausge-
40
führt werden, gelten die Anforderungen wie in Tabelle 2 unter Punkt
4.4. Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen dargestellt.
Sämtliche erforderlichen brandschutztechnischen Maßnahmen
sind unter Punkt 4.4.1 Brandschutz
zu finden. Zusätzlich zu den bereits
im Erdgeschoss vorhandenen Feuerlöschern ist mindestens ein zugelassener und geeigneter Feuerlöscher (entsprechend DIN 14406/
EN3) pro Treppenabgang gut sichtbar und griffbereit anzuordnen.
Technische Richtlinien
5. Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen, Technische Vorschriften,
Technische Versorgung
5.1 Allgemeine Vorschriften
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der
Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem Stand verantwortlich.
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen
nur im Rahmen der arbeits- und
gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.1.1Schäden
Jede durch Aussteller oder deren
Beauftragte verursachte Beschädigung auf dem Messegelände,
seinen Gebäuden oder Einrichtungen wird nach Beendigung der
Veranstaltung auf Kosten des Ausstellers durch die Messe Frankfurt
beseitigt.
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln
Bolzenschuss- und Bolzenschubgeräte können im Einzelfall zugelassen werden. Der Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen ohne
Späneabsaugung ist nicht zulässig.
Der Einsatz von Kränen, Gabelstaplern und sonstigen Be- und Entladehilfen ist ausschließlich dem Logistikservice der Messe Frankfurt
vorbehalten. Der Einsatz firmeneigener Gabelstapler ist aus
Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Gabelstapler zum Be- und Entladen
können bei Bedarf durch den
Logistikservice der Messe Frankfurt entgeltpflichtig zur Verfügung
gestellt werden.
Der Einsatz von elektrisch betriebe-
nen Hubwagen zum ebenerdigen
Warentransport ist erlaubt.
Elektrisch betriebene Hubwagen
sind ausschließlich für Montagearbeiten auf der angemieteten
Standfläche und nicht für Be- und
Entladungen gestattet.
anstaltungstag eine Stunde nach
Messeschluss eingestellt.
der Messe Frankfurt zugelassene
Elektroinstallationsfirma.
5.3.3 Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist nach den neuesten Sicherheitsvorschriften des Verbandes
der Elektrotechnik (VDE) auszuführen. Besonders zu beachten sind
VDE 0100, 0100-718, 0128 und die
5.3Elektroinstallation
5.3.1Anschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer
Energie versorgt werden soll, erhält
einen oder mehrere Anschlüsse,
die ausschließlich von den Vertragspartnern der Messe Frankfurt
kostenpflichtig durchgeführt werden.
Die Stromversorgung wird aus
Sicherheitsgründen am letzten Ver-
5.3.2Standinstallation
Die Elektroinstallation innerhalb
des Standes kann durch die Messe
Frankfurt ausgeführt werden. Aufträge hierfür erteilt der Aussteller
direkt der Messe Frankfurt. Die
Ausführung erfolgt durch eine von
41
Technische Richtlinien
5.3Elektroinstallation
IEC-Norm 60364-7-711. Der Aussteller übernimmt die volle Haftung
für Schäden, die durch fehlerhafte
Elektroinstallationen an Hallen und
Gebäudeteilen der Messe Frankfurt
sowie an Messeständen und Exponaten von Mitausstellern entstehen
können.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen darf die in VDE
0160 und VDE 0838 (EN 50 006)
angegebenen Werte nicht überschreiten.
Für Geräte und Exponate mit Frequenzumrichter sind geeignete allstromsensitive Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD) Typ B nach
DIN VDE 0664.100 durch den Aussteller zu installieren.
Leitfähige Bauteile sind in die Maßnahmen zum Schutz bei indirektem
Berühren mit einzubeziehen (Stand-
erdung).
Außerdem dürfen nur Leitungen,
wie die Typen NYM, H05VV-F,
H05RR-F, mit einem Mindestquerschnitt von 1,5 mm2 Cu verwendet
werden. Alle verwendeten Leitungstypen sind ausschließlich
nach Maßgabe der Vorschriften
der DIN VDE 0281 und 0282 zu
verwenden.
Unzulässig sind Flachleitungen jeder Art. In Niedervoltanlagen sind
blanke elektrische Leiter und Klemmen
unzulässig.
Die Sekundärleitungen sind gegen
Kurzschluss und Überlast zu schützen.
5.3.4Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind
alle wärmeabgebenden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer,
Transformatoren usw.) auf nichtbrennbaren, wärmebeständigen und
nicht wärmeleitenden Unterlagen zu
montieren.
Entsprechend der Wärmeentwicklung ist ein ausreichend großer Abstand zu brennbaren Materialien
sicherzustellen.
Beleuchtungskörper dürfen nicht
an brennbaren Dekorationen o.ä.
angebracht werden.
5.3.5Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die
Besonderheit ihrer Bauweise die
vorhandene allgemeine Sicherheitsbeleuchtung nicht wirksam
ist, bedürfen einer zusätzlichen
eigenen Sicherheitsbeleuchtung, in
Anlehnung an VDE 0100-718. Sie
ist so anzulegen, dass ein sicheres
Zurechtfinden bis zu den allgemeinen Rettungswegen gewährleistet
ist.
5.4 Wasser- und Abwasserinstallation
Jeder Stand, der mit Wasser/Abwasser versorgt werden soll, erhält
einen oder mehrere Anschlüsse.
Bei der Ausführung des Wasseranschlusses wird die Zuflussleitung
mit einem ½ Zoll-Rohr und die Abflussleitung mit einem 40 mm Rohr
installiert. Die Zu- und Abflussleitungen des Wasseranschlusses
werden auf dem kürzesten Weg bis
zur Rück- bzw. Seitenwand des
Standes über dem Hallenboden
verlegt. In den Hallenebenen 4.0,
8.0, 9.0 sowie im Freigelände ist
eine Unterflurverlegung möglich.
Innerhalb des Standes wird die
Leitung über dem Fußboden entlang den Standwänden verlegt.
Um dem Aussteller bei Störungen
schnell zu helfen, unterhält die
Messe Frankfurt während der
Veranstaltungstage eine Störungswache, deren Standort bei der
Halleninspektion zu erfahren ist.
Auch die Anschlüsse innerhalb des
Standes dürfen ausschließlich
durch den Vertragsinstallateur der
Messe Frankfurt ausgeführt werden.
Die Kosten für zusätzliche sanitäre
Einrichtungen wie Vermietung von
Waschbecken, Spülen usw. sowie
die Montage von ausstellereigenen
Geräten werden dem Aussteller in
Rechnung gestellt.
Beide Vertragsparteien erkennen
die Anschluss- und Lieferbedin42
gungen für Wasser als für beide
Seiten verbindliche Bestandteile
des Vertrages an.
Die Wasserversorgung wird am
letzten Veranstaltungstag aus
Sicherheitsgründen – in der Regel
eine Stunde nach Messeschluss –
eingestellt.
Alle Installationen innerhalb der
Stände müssen der aktuell gültigen
Trinkwasserverordnung entsprechen, so dass durch Installation
und Betrieb eines Anschlusses eine
nachhaltige Beeinflussung der
Trinkwasserqualität ausgeschlossen wird.
Technische Richtlinien
5.5 Druckluft- / Gasinstallation
5.5.1Druckluftinstallation
Jeder Stand, der mit Druckluft versorgt werden soll, erhält einen oder
mehrere Anschlüsse. Die Installation dieser Anschlüsse wird durch
die Messe Frankfurt veranlasst.
Druck: max. 8 bar (ggf. Druckminderer vorsehen)
Druckluftschlauch mit Kugelhahn:
½’’ bis 1500 l/min
¾’’ über 1500 l/min
Druckluftversorgung ab letztem
Aufbautag. Danach jeweils morgens
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn bis 30 Minuten nach Veranstaltungsende.
5.5.2Gasinstallation
Jeder Stand, der mit Gas/Erdgas
versorgt werden kann, erhält einen
oder mehrere Anschlüsse. Die
DVGW-Installationsvorschriften für
den Anschluss von Geräten sind
verbindlich. Abgase von Großgeräten
müssen ins Freie geführt werden.
Die Installation der Anschlüsse
wird von der Messe Frankfurt veranlasst.
Zugänge zu den Absperrschiebern
installierter Gasanlagen sind am
Stand gemäß BGV A8 / ASR A 1.3
(Sicherheitskennzeichnung) deutlich zu kennzeichnen.
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
5.6.1Maschinengeräusche
Der Betrieb lärmverursachender
Maschinen und Geräte soll im Interesse aller Aussteller und Besucher
möglichst eingeschränkt bleiben.
Die Geräusche an der Standgrenze
dürfen 70 dB(A) nicht überschreiten.
5.6.2Produktsicherheit
Der Aussteller technischer Arbeitsmittel ist im Sinne des Produktsicherheitsgesetz verpflichtet, sich
nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) sowie den jeweiligen
harmonisierten Vorschriften der EU
zu richten. Benutzer oder Dritte müssen bei bestimmungsgemäßer Verwendung gegen Gefahren an Leben und Gesundheit geschützt
werden. In keinem Fall dürfen Maschinen und Geräte ohne die dazugehörigen Schutzeinrichtungen
vorgeführt werden. Sollten technische Arbeitsmittel in Funktion gezeigtwerden, können Geräteteile
oder Schutzeinrichtungen auch aus
durchsichtigem Werkstoff bestehen,
sofern damit die gleiche Sicherheit
gewährleistet ist.
Ausgestellte technische Arbeitsmittel
können während der Dauer der
Veranstaltung durch eine Kommission einer Sichtprüfung unterzogen
werden. Wird dabei festgestellt,
dass das technische Arbeitsmittel
nicht den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht,
kann die zuständige Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheits-technik des Regierungspräsidiums
Darmstadt u.a. ein Bußgeld verhängen oder das Ausstellen mit
sofortiger Wirkung untersagen,
selbst wenn dieses bereits für die
Ausstellung aufgestellt ist. Bei bestimmten Maschinen und Geräten
(technische Arbeitsmittel) ist eine
CE-Kennzeichnung als sichtbares
Zeichen für die Einhaltung o.g. Vorschriften anzubringen. Zur Überprüfung, ob die einschlägigen Vorschriften bei der CE-Kennzeich-
43
nung eingehalten wurden, sind
vom Aussteller am Ausstellungsstand in deutscher Sprache sowohl
die EU-Konformitätserklärung bzw.
Herstellererklärung als auch die
Betriebsanleitung bereitzuhalten.
Nach § 3 Abs 5 ProdSG ist es zulässig, dass bei Messen, Ausstellungen, Vorführungen und dergleichen den geltenden Gemeinschaftsbestimmungen nicht entsprechende technische Arbeitsmittel ausgestellt werden, sofern der
Aussteller deutlich darauf hinweist,
dass sie nicht den Anforderungen
entsprechen und erst erworben
werden können, wenn der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft
niedergelassener Bevollmächtigter
die Übereinstimmung mit den Anforderungen hergestellt hat.
Bei einer Vorführung sind die erforderlichen Vorkehrungen zum
Schutz von Personen zu treffen.
Die Messe Frankfurt GmbH ist berechtigt, jederzeit das Vorführen
Technische Richtlinien
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
und Ausstellen von technischen
Arbeitsmitteln zu untersagen,
wenn nach ihrer Ansicht dabei Gefährdungen oder Belästigungen zu
befürchten sind.
Unberührt hiervon bleibt das Recht
des Regierungspräsidiums Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und
Umwelt Frankfurt a.M., Untersagungsverfügungen zu erlassen.
5.6.2.1Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen
nur mit allen Schutzvorrichtungen
in Betrieb genommen werden.
Statt der normalen Schutzabdeckungen dürfen sichere transparente
Abdeckungen verwendet werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb
genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden,
um dem Besucher die Bauart und
Ausführung der abgedeckten Teile
erkennbar zu machen.
Die Schutzvorrichtungen müssen
dann neben der Maschine sichtbar
aufgestellt bleiben.
5.6.2.2.Prüfverfahren
Die ausgestellten technischen
Arbeitsmittel werden hinsichtlich
ihrer unfallschutz- und sicherheitstechnischen Ausführung von der
zuständigen Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt,
Frankfurt) gegebenenfalls gemeinsam mit den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen besichtigt und auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen
hin überprüft.
Zur Überprüfung der CE-Kennzeichnung durch das Amt ist es geboten,
die EG-Konformitätserklärung auf
dem Messestand zur Einsichtnahme
bereitzuhalten.
In Zweifelsfällen sollen sich Aussteller frühzeitig vor Messebeginn
mit dem zuständigen Amt in Verbindung setzen.
5.6.2.3Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die Messe
Frankfurt berechtigt, jederzeit den
Betrieb von Maschinen, Apparaten
und Geräten zu untersagen, wenn
nach ihrer Ansicht durch den
Betrieb Gefahren für Personen und
Sachen zu befürchten sind.
5.6.3Druckbehälter
5.6.3.1Abnahmebescheinigung
Druckbehälter dürfen auf dem
Stand nur betrieben werden, wenn
die gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in der jeweils
gültigen Fassung geforderten Prüfungen durchgeführt wurden. Die
darüber ausgestellten Prüfnachweise sind am Ausstellungsort
beim Druckbehälter aufzubewahren
und auf Verlangen der zuständigen
Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Auskünfte zu den entsprechenden
Vorschriften erteilt das
Regierungspräsidium Darmstadt
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
+49 69 2714-0
Tel.
Fax
+49 69 2714-5951
44
5.6.3.2Prüfung
Die Bescheinigung über die Bauund Wasserdruck-Prüfung reicht
nicht aus. Diese Forderung gilt
auch für ausländische oder geliehene Behälter.
Bei Anmeldung bis sechs Wochen
vor Messebeginn können prüfpflichtige Druckbehälter bis einen
Tag vor Messeeröffnung unter Vorlage der Bau- und WasserdruckPrüfungsbescheinigung und der
Gestellung eines Monteurs auf
dem Messestand der Abnahmeprüfung durch den TÜV unterzogen werden.
Anfragen sind an die Messe Frankfurt zu richten.
5.6.3.3Mietgeräte
Da die Beurteilung ausländischer
Druckbehälter während der relativ
kurzen Messeaufbauzeit nicht
durchgeführt werden kann, ist der
Benutzung von geprüften Mietbehältern der Vorzug zu geben.
Mietbehälter sind gebührenpflichtig.
5.6.3.4Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der
Veranstaltung für das Aufsichtsamt
bereitzuhalten. Auskünfte erteilt
das Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und
Umwelt, Frankfurt am Main, als die
zuständige Aufsichtsbehörde.
5.6.4 Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene brennbare, gesundheitsschädliche oder die Allgemeinheit
Technische Richtlinien
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
belästigende Dämpfe und Gase
dürfen nicht in die Hallen eingeleitet
werden. Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen nach Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetztes in der jeweils gültigen
Fassung ins Freie abgeführt werden.
5.6.5Abgasanlagen
Zur Ableitung brennbarer, gesund-
heitsgefährdender oder die Allgemeinheit belästigender Dämpfe
und Gase ist die Montage einer
Abgasleitung in Verbindung mit
einer Abgasöffnung notwendig.
Die Abzüge werden ausschließlich
von der Messe Frankfurt mit eigenem Material, soweit technisch
möglich, bis ins Freie montiert.
Die Anschlüsse an den Exponaten
sind von dem Aussteller herzustellen.
Dem formlosen Antrag ist eine
Grundrissskizze beizufügen, aus
der die gewünschte Platzierung der
Anschlüsse ersichtlich ist.
Dem Antragsteller wird ein Kostenvoranschlag übersendet. Die Arbeiten werden erst nach Anerkennung
des Kostenvoranschlags und nach
Auftragserteilung ausgeführt.
5.7 Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten
5.7.1 Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung
von Druck- und Flüssiggas in den
Messehallen und auf dem Gelände
ohne schriftliche Genehmigung der
Messe Frankfurt ist verboten.
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für
Druckgasflaschen
Bei Verwendung von Flüssiggas
oder anderer brennbarer Gase in
Druckgasflaschen für die Präsentationen von Exponaten muss eine
Genehmigung bei der Messe
Frankfurt Venue GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement,
schriftlich und rechtzeitig eingeholt
werden.
Entsprechend den einschlägigen
Unfallverhütungsvorschriften sind
Druckgasflaschen gegen Stoß,
Umfallen, Zugriff Unbefugter sowie
vor Erwärmung zu schützen.
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
Die Verwendung von Flüssiggas ist
innerhalb der Ausstellungshallen
grundsätzlich nicht gestattet. In
genehmigten Ausnahmefällen (zur
Erzielung des Ausstellungszwecks)
darf nur eine Druckgasflasche bis
zu 11 kg Inhalt je Ausstellungsstand
aufgestellt werden. Leere Flaschen
dürfen nicht am Stand und in der
Halle aufbewahrt oder gelagert
werden.
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung von Flüssiggasanlagen
sind die „Technischen Regeln Flüssiggas“ TRF 2012 (Herausgeber:
DVGW Deutscher Verein des Gasund Wasserfaches e.V. und DVFG
Deutscher Verband Flüssiggase e.V.)
sowie die „Richtlinien für die Ver-
45
wendung von Flüssiggas“ ZH 1/455
(Herausgeber: Hauptverband der
gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu beachten.
5.7.2
Brennbare Flüssigkeiten
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
Die Lagerung und Verwendung
brennbarer Flüssigkeiten (siehe
Verordnung über brennbare Flüssigkeiten BGBl I) in den Messehallen
und auf dem Gelände ohne schriftliche Genehmigung ist verboten.
Die Genehmigung zur Lagerung
und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten kann für den Betrieb oder die
Vorführung von Exponaten erteilt
werden. Der entsprechende Antrag
ist bei der Messe Frankfurt mit dem
Sicherheitsdatenblatt einzureichen.
Zu Werbe- und Dekorationszwecken sind Dummys einzusetzen.
Technische Richtlinien
5.7 Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten
5.7.2.2Bedarfslagerung
Zum Betrieb und zur Vorführung
darf jeweils nur der Bedarf an
brennbarer Flüssigkeit für einen
Tag am Stand vorgehalten werden.
Die Höhe dieses Bedarfs ist im
Antrag zu benennen.
chende Beschilderung ist zu sorgen. Es müssen geeignete
Handfeuerlöscher bereitstehen.
5.7.2.3Vorratsbehälter
Der Tagesbedarf ist in geschlossenen, bruchsicheren Behältern übersichtlich zu lagern. Er muss dem
Zugriff Unbefugter entzogen sein.
Die Vorratsbehälter sind in nichtbrennbaren Auffangbehältern zu
verwahren.
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
Anlagen, die mit brennbaren
Flüssigkeiten betrieben oder vorgeführt werden, sind an den Einfüllstutzen sowie an den Stellen, an
denen Flüssigkeiten austreten
können, mit nicht brennbaren Auffangbehältern zu versehen.
Ausgelaufene brennbare Flüssigkeiten sind wegen der möglichen
Brand- oder Explosionsgefahr
sofort aus den Behältern zu entfernen und gefahrlos zu beseitigen.
5.7.2.4Lagerort
Am Lagerort hat absolutes Rauchverbot zu herrschen. Für entspre-
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
Da beim Einfüllen der Flüssigkeiten
ein besonderer Gefahrenmoment
eintritt, ist hier mit größter Sorgfalt
und Vorsicht zu verfahren.
5.7.2.7 Leere Behälter
Leere Behälter, in denen brennbare
Flüssigkeiten enthalten waren, dürfen nicht am Stand bzw. nicht in
der Halle aufbewahrt oder gelagert
werden.
5.7.3 Brennpasten und andere
Brennstoffe
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz,
Kohle, Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben
werden, sind nicht zulässig.
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe
Der Einsatz und die Verwendung
asbesthaltiger Baustoffe oder
asbesthaltiger Erzeugnisse sowie
anderer Gefahrstoffe ist verboten.
Grundlage hierfür ist das Gesetz
zum Schutz vor gefährlichen Stoffen
(Chem. Gesetz), BGBl I, Teil I,
Seite 1703, in Verbindung mit der
Chemikalien-Verbotsverordnung
(ChemVerbotsV) sowie der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).
5.9 Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen und sonstige Präsentationen
Zuschauerräume, die mehr als 100
m² Grundfläche haben und/oder für
mehr als 100 Besucher bestimmt
sind, müssen mindestens zwei
Ausgänge unmittelbar zu den Gängen der Hallen haben.
Diese Ausgänge sind möglichst
weit voneinander entfernt und entgegengesetzt anzuordnen.
Zuschauerräume bedürfen einer
besonderen Genehmigung, wenn
sie mehr als 200 Personen fassen
46
(siehe Punkt 4.5).
Für Szenenflächen > 50m² gelten
die Bestimmungen des § 40 der
MVStättV.
Technische Richtlinien
5.10Strahlenschutz
5.10.1 Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen bedarf nach der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) der
Genehmigung; dies gilt auch für
das Ausstellen. Die Genehmigung
ist bei der für den Ausstellungsort
zuständigen Behörde schriftlich zu
beantragen und mindestens
6 Wochen vor Messebeginn der
Messe Frankfurt vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung
vorhanden ist, ist nachzuweisen,
dass der beabsichtige Umgang mit
radioaktiven Stoffen auf dem
Messegelände rechtlich abgedeckt
ist.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Umgang und den Aufstellungs-/Verwendungsort radioaktiver Stoffe schriftlich zu informieren.
5.10.2 Röntgenanlagen und
Störstrahler
Der Betrieb von Röntgenanlagen
und Störstrahlern ist genehmigungspflichtig und mit der Messe
Frankfurt abzustimmen.
Die Verordnung über den Schutz
vor Schäden durch Röntgenstrahlen (RöV) ist zu beachten.
Der Betrieb von Röntgenanlagen
und Störstrahlern ist genehmigungs-
oder anzeigepflichtig gemäß §§ 3,
4, 5, 8 RöV. Die zuständige Behörde
ist das
Regierungspräsidium Darmstadt,
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
+49 69 2714-0
Tel.
Fax
+49 69 2714-5951
bei dem die Anträge oder Anzeigen
mindestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn formlos dreifach
einzureichen sind.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/ Verwendungsort von
Röntgenanlagen und Störstrahlern
schriftlich zu informieren.
5.10.3Laseranlagen
Der Einsatz von Laseranlagen ist
bei der Messe Frankfurt Venue
GmbH, Technisches Veranstaltungsmanagement, anzumelden.
Bei dem Betrieb von Laseranlagen
sind die Anforderungen der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung 2006/25
EG/OStrV, der DIN EN 60825-1, der
DIN EN 12254 sowie bei Showlasern die Anforderungen der DIN
56912 zu beachten.
Die Geräte/Anlagen der Klassen
47
3R, 3B oder 4 müssen vor Inbetriebnahme von einem öffentlich
bestellten und vereidigten Sachverständigen auf ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft
worden sein.
Durch technische oder organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass Personen bei
Justierung und Betrieb der Laseranlage keiner Laserstrahlung oberhalb der maximal zulässigen Bestrahlung ausgesetzt sind. Bei der
Vorführung von Lasereinrichtungen
der Klassen 3R, 3B oder 4 auf Ausstellungen oder Messen muss
sichergestellt sein, dass keine unkontrolliert reflektierte Strahlung
auftreten kann und der Laserbereich um die Lasereinrichtungen
durch mit Laserwarnzeichen gekennzeichnete Abschrankungen
oder Verdeckungen räumlich so
eng begrenzt wird, dass er Personen nicht zugänglich ist. (OStrV §7)
5.10.4LED
Der Betrieb von energie- oder lichtstarken LED-Anlagen ist mit der
Messe Frankfurt Venue GmbH,
Technisches Veranstaltungsmanagement, abzustimmen.
Technische Richtlinien
5.11 Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische Verträglichkeit und Oberschwingungen
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und Elektromagnetischen Feldern ist durch die
Bundesnetzagentur genehmigungspflichtig und mit der Messe Frankfurt abzustimmen, um eine gleichmäßige Verteilung von Frequenzen
zu erreichen und gegenseitige
Beeinflussungen nach Möglichkeit
auszuschließen.
Die Branddirektion der Stadt
Frankfurt am Main, Vorbeugender
Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und
Geräten mit elektromagnetischen
Feldern (Fernmeldeanlagen) schriftlich zu informieren.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist nur
dann gestattet, wenn sie den Bestimmungen des Gesetzes über
Fernmeldeanlagen BGBI sowie
dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von
Geräten (EMVG) entsprechen.
Personensuchanlagen, Mikroportanlagen, Gegensprechanlagen und
Fernwirkfunkanlagen dürfen nur
mit der Genehmigung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und
Eisenbahnen,
Außenstelle Eschborn,
Auf der Ludwigshöhe 204
64285 Darmstadt
Tel.: +49 6151 170-255
Fax: +49 6151 170-181
betrieben werden.
Die Inbetriebnahme drahtloser
Personensuchanlagen bedarf – unabhängig von der Genehmigung
durch die Behörde – der Zustimmung der Messe Frankfurt, um
eine gleichmäßige Verteilung von
48
Frequenzen zu erreichen und gegenseitige Beeinflussungen nach
Möglichkeit auszuschließen.
Diese Genehmigung ist unter Angabe der technischen Daten bei
der Messe Frankfurt zu beantragen.
Für die Bestellung einer Frequenzzuteilung verwenden Sie bitte das
entsprechende Formblatt.
Werden Exponate ausgestellt oder
Standdekorationen benutzt, bei
denen elektrische, magnetische
oder elektromagnetische Felder zur
Anwendung kommen, so sind die
Festlegungen der 26. Verordnung
zur Durchführung des
Bundesimmissionsschutzgesetzes
einzuhalten. Quellen starker Magnetfelder sind der Messe Frankfurt mit
Ortsangabe auf dem jeweiligen
Stand mitzuteilen.
Technische Richtlinien
5.12Kräne, Stapler, Leergut
Der Betrieb von eigenem Hebezeug auf dem Messegelände ist
aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Es dürfen nur Geräte der
Messe Frankfurt bzw. deren
Logistikpartner betrieben werden.
Stapler- und Kranleistungen innerhalb des Messegeländes sind ausschliesslich über die Messe Frankfurt zu bestellen und werden von
den Logistikpartnern ausgeführt.
Gleiches gilt für die Lagerung von
Leer- und Vollgut während der Veranstaltungszeit.
Zollabfertigungen zur temporären
bzw. definitiven Einfuhr werden
hingegen direkt von den Logistikpartnern angeboten und berechnet. Für alle Speditionsaufträge auf
dem Messegelände gelten die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) in der jeweils
neuesten Fassung und der Speditionstarif für Messen und Ausstellungen in Frankfurt. Die Lagerung
von Leergut/brennbaren Materialien
jeglicher Art auf den Ständen und
außerhalb des Standes in der Halle
ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüg-
lich zu entfernen. Es kann durch
den Logistikservice der Messe
Frankfurt eingelagert werden:
Logisticservices
Cargo Center Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 75 75-60 75
Fax: +49 69 75 75-9 6075
[email protected]
Das Abstellen von Verpackungsmaterial und Ausstellungsgütern
in den Hallengängen - auch kurzfristig - ist nicht zulässig.
GEMA Bezirksdirektion Stuttgart
Herdweg 63
70174 Stuttgart
Telefon +49 711 22 52-794
Telefax +49 711 22 52-800
[email protected]
www.gema.de
Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA zur Folge
haben (§ 97 Urheberrechtgesetz).
vom Ordnungsamt überprüft. Anzuwenden ist die Verordnung (EG)
Nr. 852/2004 des Europäischen
Parlaments und Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene.
Die Kontrolle der Anlagen obliegt
der
Stadt Frankfurt am Main
Ordnungsamt
Abt. Veterinärwesen
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 212 47099
Email: [email protected]
5.13Musikalische Wiedergaben
Für musikalische Wiedergaben
aller Art ist unter den Voraussetzungen des Urheberrechtgesetzes,
§ 15 Urhebergesetz, die
Erlaubnis der Gesellschaft für
musikalische Aufführungs- und
mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) erforderlich:
5.14Getränkeschankanlagen
Die Inbetriebnahme von Getränkeschankanlagen ist nicht mehr
anzeigepflichtig. Grundsätzlich ist
aber der Betreiber einer Getränkeschankanlage für deren Sicherheit
und Hygiene allein verantwortlich.
Die technische und lebensmittelhygienische Unbedenklichkeit muss
nachweisbar sein und wird ggf.
49
Technische Richtlinien
5.15Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben
zum Verzehr an Ort und Stelle sind
die gesetzlichen Bestimmungen zu
beachten, insbesondere die
Lebensmittel-Hygiene-Verordnung.
Für Rückfragen steht zur
Verfügung:
Stadt Frankfurt am Main
Ordnungsamt
Abt. Veterinärwesen
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 212 47099
Email: [email protected]
50
Handverkäufe von Speisen und Getränken, auf der Veranstaltung
selbst (einschließlich Barverkauf),
sind nicht gestattet. Dies gilt ausdrücklich auch für den letzten Veranstaltungstag.
Technische Richtlinien
6.Umweltschutz
Die Messe Frankfurt hat sich
grundsätzlich dem vorsorgenden
Schutz der Umwelt verpflichtet.
Als Vertragspartner der Messe
Frankfurt ist der Aussteller verpflichtet, dafür zu sorgen, dass
sämtliche den Umweltschutz
betreffende Bestimmungen und
Vorgaben auch von seinen Auftragnehmern verbindlich eingehalten
werden.
Die Aussteller sind verpflichtet, alle
artenschutzrechtlichen Vorschriften
einzuhalten und bleiben dafür
rechtlich und materiell für Ihre
Ausstellungsbeteiligung verantwortlich.
ten verfolgt werden. Generell sind
für Standbau und -betrieb wiederverwendbare und die Umwelt
möglichst wenig belastende Materialien einzusetzen.
Der Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die
Reinigung und Abfallentsorgung
seines Standes während der Veranstaltung verantwortlich. Mit der
fachgerechten Entsorgung der
beim Auf- und Abbau anfallenden
und zu entsorgenden Abfälle jeglicher Art ist die Messe Frankfurt zu
beauftragen.
Zur Abgeltung der während der
Messelaufzeit (ohne Auf- und Abbau) zu entsorgenden veranstaltungsüblichen, durchschnittlichen
Abfallmengen erhebt die Messe
Frankfurt einen Umweltbeitrag. Der
Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die
sortenreine Trennung der Abfälle
nach wiederverwertbaren Stoffen
und Abfällen verantwortlich.
spätestens bis zum Abbauende
zurückzugeben. Klebebänder, Farbreste u.a. müssen rückstandsfrei
entfernt sein. Die ordnungsgemäße Rückgabe wird auf Antrag in
der Halleninspektion nach gemeinsamer Begehung mit dem Beauftragten des Ausstellers schriftlich
bestätigt. Wurde die Ausstellungsfläche nicht ordnungsgemäß hinterlassen, wird die Messe Frankfurt
die Reinigung und Wiederherstellung zu Lasten des Ausstellers vornehmen lassen. Die Ausstellerhaftung für Unfälle und Folgeschäden endet erst nach ordnungsgemäßer Reinigung und Wiederherstellung.
Zurückgelassene Materialien werden ohne Prüfung des Wertes zu
Lasten des Ausstellers/ Veranstalters zu einer erhöhten Gebühr
entsorgt.
6.1Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen sind die Vorgaben des
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG, in der jeweils
gültigen Fassung), die dazugehörigen
Ausführungsbestimmungen und
Verordnungen sowie die Ländergesetze und kommunalen Satzungen.
Der Aussteller ist verantwortlich für
die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung der Abfälle,
die bei Auf- und Abbau sowie
während der Veranstaltungszeit
anfallen.
Die technische Abwicklung der
Entsorgung zur Verwertung und
Beseitigung obliegt allein der
Messe Frankfurt bzw. den von ihr
benannten Vertragspartnern.
6.1.1Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind Abfälle auf
Messeplätzen in erster Linie zu vermeiden.
Aussteller und deren Vertragspartner sind verpflichtet, in jeder Phase
der Veranstaltung wirkungsvoll
hierzu beizutragen. Dieses Ziel
muss bereits bei der Planung
und in Koordination aller Beteilig-
Hinterlassen der Ausstellungsflächen nach Veranstaltungsende:
Die Ausstellungsfläche ist vom
Aussteller in sauberem Zustand
51
6.1.2 Gefährliche Abfälle
Der Aussteller ist verpflichtet, Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit
oder Menge in besonderem Maße
gesundheits-, luft-, oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind (z. B. Batterien, Lacke,
Technische Richtlinien
6.1Abfallwirtschaft
Lösungsmittel, Schmierstoffe,
Farben etc.) der Messe Frankfurt
zu melden und deren ordnungsgemäße Entsorgung durch die
Messe Frankfurt zu veranlassen.
Für kleinere Mengen dieser Son-
derabfälle sind auf dem Messegelände gekennzeichnete Behälter
aufgestellt.
im Zusammenhang mit der Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau
entstehen, dürfen nicht auf das Gelände gebracht werden.
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1Öl-/Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz
dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen. Sollen öl-/ fetthaltige
Abwässer eingeleitet werden, welche diese Mengen überschreiten,
ist der Einsatz von Öl-/ Fettabscheidern notwendig.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie
ist darauf zu achten, dass Fette
und Öle gesondert aufgefangen
und einer getrennten Entsorgung
zugeführt werden.
6.2.2Reinigung/Reinigungsmittel
Die Messe Frankfurt übernimmt
auf Bestellung und Kosten des
Ausstellers die Reinigung der Stände. Sie beauftragt ihrerseits die
dazu vorgesehenen Reinigungsfirmen. Die unmittelbare Vergabe von
Reinigungsarbeiten durch Aussteller ist ausgeschlossen.
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit biologisch abbaubaren
Produkten durchzuführen. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Lösungsmittel enthalten,
sind den Vorschriften entsprechend
nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3Umweltschäden
Umweltschäden/Verunreinigungen
(z. B. durch Benzin, Öl, Lösungsmittel, Farbe) sind unverzüglich der
Messe Frankfurt zu melden.
6.3.1Verpackungsmaterial
Die Verpackungsverordnung vom
21.8.1998, BGBl. I, S. 2379 m.
Änd., verpflichtet Hersteller und
Vertreiber, Verpackungen wie Kartonagen, Folien, Kisten, Paletten
usw. zurückzunehmen oder einer
stofflichen Verwertung zuzuführen.
Für Verpackungen, die zum Abbau
wieder benötigt werden, kann die
Leergutlagerung über unsere Mes-
sespediteure vorgenommen werden. Verpackungsmaterial, das
nicht wieder verwertet werden
kann, kann über die Messe Frankfurt einer stofflichen Verwertung
zugeführt werden.
6.3.2Küchenabfälle
Küchen- und Bewirtungsabfälle sind
getrennt nach Kunststoffen, Glas,
Papier, Restabfällen sortenrein zu
sammeln. Wenn die Abfallbeseitigung nicht vom Aussteller selbst
vorgenommen wird, kann sie als
Dienstleistung bei der Messe Frankfurt bestellt werden.
52
6.3.3Produktionsabfälle
Produktionsabfälle sind unter Angabe des Materials und der Menge bei
der Messe Frankfurt anzumelden.
6.3.4Standbauteile
Bei der Verlegung von Teppichböden und Abdeckfolien sind nur PE-,
bzw. PP-Klebebänder zulässig. Während des Auf- und Abbaus sind die
Materialien in die von der Messe
Frankfurt bereit gestellten Abfallcontainer zu entsorgen. Die Entsorgung
von losem Material kann auch bei
der Messe Frankfurt bestellt werden.
Technische Richtlinien
7. Allgemeine Hinweise
Für das gesamte Messegelände
gilt die Hausordnung der Messe
Frankfurt.
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der
Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem
Stand verantwortlich. Er haftet für
alle Schäden, die durch den Standbau und den Betrieb seines Standes
und der darauf platzierten Exponate entstehen.
Während der gesamten Auf- und
Abbauzeit herrscht innerhalb und
außerhalb der Hallen und im Freigelände ein baustellenähnlicher
Betrieb. Das eingesetzte Personal
ist auf die besonderen Gefahren
hinzuweisen.
Während der Auf- und Abbauzeiten und während der Veranstaltung
müssen die Hallengänge als Rettungswege freigehalten werden.
Das Lagern von Standbaumaterial,
Leergut und Exponaten in den
Gängen ist deshalb nicht zulässig.
Dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, den
Ordnungsbehörden, den berufsgenossenschaftlichen Institutionen,
der Polizei und der Feuerwehr sowie den Beauftragten der Messe
Frankfurt ist jederzeit zur Überprüfung der Betriebssicherheit und der
Unfallverhütungsmaßnahmen
Zutritt zu den Ständen zu gewähren. Werden Sicherheitsmängel
festgestellt, ist den Anordnungen
der vorgenannten Stellen unverzüglich Folge zu leisten.
Im Übrigen haftet die Messe Frankfurt in jedem Fall nur bei Vorsatz
oder grober Fahrlässigkeit.
Die Messe Frankfurt haftet auch
für Schäden, die durch einfache
Fahrlässigkeit verursacht werden,
soweit die Fahrlässigkeit die Verletzung solcher Vertragspflichten betrifft, deren Einhaltung für die Erreichung des Vertragszwecks von
besonderer Bedeutung ist (Kardinalpflichten). Schadensersatzansprüche sind in diesem Fall der
Höhe nach auf den bei Vertragsschluss typischen, vorhersehbaren
Schaden beschränkt. In diesem Zusammenhang besteht keine Haftung der Messe Frankfurt für den
Ersatz mittelbarer Schäden/Mangelfolgeschäden, insbesondere
nicht für entgangenen Gewinn.
Von vorgenannten Haftungsausschlüssen ausgenommen sind Verletzungen von Leben, Körper oder
Gesundheit.
7.1Haftung
Die Messe Frankfurt übernimmt
keine Obhutspflicht für Messegüter
und Standeinrichtungen und
schließt insoweit jede Haftung für
Schäden und Abhandenkommen
aus. Der Haftungsausschluss erfährt auch durch Bewachungsmaßnahmen der Messe Frankfurt keine
Einschränkung. Alle eingetretenen
Schäden müssen der Polizei, der
Versicherungsgesellschaft und der
Messe Frankfurt unverzüglich angezeigt werden.
53
Technische Bestimmungen für Ausstellungen
Stand: Mai 2013
1
Inhalt
Seite
Vorbemerkung/Anwendungsbereich3
1.
Befahren des Geländes
3
2.
Feuerwehrbewegungszonen, Halte- und Parkverbote
3
3.
Gabelstapler und Hubwagen
4
4.
Auf- und Abbauarbeiten
4
5.
Nutzung der Aufzüge
4
6.
Ausgänge, Hallengänge, Flure, Notausgänge, Notausstiege
4
7.Sicherheitseinrichtungen
5
8.Standfläche
5
9.Standsicherheit
5
10.
Genehmigungspflichtige Ausstellungsstände und Sonderbauten
5
11.
Fahrzeuge und Container
6
12.Standbaumaterialien
6
13.
Teppiche, Bodenbelag
6
14.
Wand- und Bodenschutz
6
15.Glas
7
16.
Ausgänge aus umbauten Ständen
7
17.
Geländer/Umwehrungen von Podesten
7
18.
Nägel, Haken, Löcher
7
19.Bodenbelastungen
7
20.Abhängungen/Hängelasten
8
21.
Elektrische Anschlüsse/Gas- und Wasseranschluss, Druckluft,
Standinstallation
8
22.Dekorationsmaterialien
8
23. Verwendung von Luftballons und Flugobjekten
8
24. Bäume und Pflanzen
9
25. Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
9
26. Leergut, Verpackungen
9
27.Rauchverbot
9
28. Offenes Feuer, brennbare Flüssigkeiten, Gase, Pyrotechnik
10
29.Brennpasten und andere Brennstoffe, Küchen- und Warmhalteeinrichtungen10
30.Laseranlagen
10
31.Nebelmaschinen
10
32.Werbemittel/Werbung
11
33. Akustische und optische Vorführungen
11
34. Musikalische Wiedergaben (GEMA)
11
35. Spritzpistolen, Nitrolacke
11
36. Trennschleifarbeiten, Heißarbeiten
11
37. CE-Kennzeichnung von Produkten
12
38. Änderung nicht vorschriftgemäßer Standbauten/Sonderbauten
12
39. Abbau des Ausstellungsstands
12
40. Umgang mit Abfällen
12
41.Abwässer
13
42.Umweltschäden
13
2
Technische Bestimmungen
Vorbemerkung/Anwendungsbereich
Die vorliegenden Technischen Bestimmungen gelten für Kongresse
und Sonderveranstaltungen, bei
denen begleitend Ausstellungsstände aufgebaut werden sollen,
als „Mindeststandards“. Sie beruhen auf den für Messen und Ausstellungen entwickelten umfassenden „Technischen Richtlinien der
Messe Frankfurt Venue GmbH
(nachfolgend Venue genannt) und
verstehen sich als Kurzfassung für
Aussteller, die eingeschossige Systemstände errichten wollen.
1.
tragte Dritte kontrolliert. Die Inbetriebnahme eines
Ausstel-lungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer ganz oder zum Teil untersagt
werden, wenn festgestellte Sicherheitsmängel bis zum Beginn oder
im Rahmen der Veranstaltung nicht
beseitigt worden sind.
Die Einhaltung der Bestimmungen
wird durch die Mitarbeiter der Venue, den Veranstalter und beauf-
Befahren des Geländes
Auf dem gesamten Gelände der
Messe Frankfurt gilt die Straßenverkehrsordnung STVO. Für alle
Fahrzeuge besteht die für das Gelände ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Befahren
mit Fahrzeugen aller Art geschieht
2.
Sollten die vorliegenden „Technischen Bestimmungen“ und die
„Technischen Richtlinien“ qualitativ
unterschiedliche Anforderungen
zum selben Thema enthalten, gelten im Zweifel die Anforderungen
der „Technischen Richtlinien“, die
jederzeit beim Veranstalter oder
der Venue angefordert werden
können.
auf eigene Gefahr. Die Venue hat
das Recht, Laderäume von Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse beim Betreten
oder Verlassen des Geländes zu
kontrollieren. Je nach Entwicklung
des Aufbau- und Abbaugesche-
hens durch zeitgleich stattfindende
andere Veranstaltungen, kann das
Gelände zeitweilig für den Kraftfahrzeugverkehr geschlossen werden.
Feuerwehrbewegungszonen, Halte- und Parkverbote
Die Zufahrten zur Veranstaltungshalle und die Ein- und Ausgänge
müssen als Rettungswege freigehalten werden und dürfen nicht
durch Aufbaumaterial, Transportmittel, Fahrzeuge, Bauteile oder
andere Gegenstände eingeengt
werden. Widerrechtlich abgestellte
3
Fahrzeuge, Anhänger werden
(auch ohne vorherige Unterrichtung) auf Kosten des Besitzers entfernt.
Technische Bestimmungen
3.
Gabelstapler und Hubwagen
Ein Befahren der Foyer- und Hallenflächen mit motorbetriebenen
Hilfsmitteln, wie z.B. Gabelstaplern
durch den Veranstalter und die von
ihm beauftragten Firmen ist nicht
4.
lich. Der Aussteller und die von
ihm beauftragten Servicefirmen
haben sicherzustellen, dass es bei
ihren Auf- und Abbauarbeiten nicht
zu einer gegenseitigen Gefährdung
mit anderen Ausstellern und deren
Servicefirmen kommt. Soweit erforderlich, haben sie einen Koordinator zu benennen, der die Arbei-
ten aufeinander abstimmt. Bei
Verstößen gegen die gesetzlichen
Bestimmungen kann durch den
Veranstalter, die Venue und durch
die zuständigen Behörden die Einstellung der Arbeiten angeordnet
werden.
Nutzung der Aufzüge
Für den Warentransport sind
grundsätzlich Lastenaufzüge zu
nutzen. Personenaufzüge dürfen
6.
men haben sich vor dem Befördern
von Lasten über die zulässige Bodenbelastbarkeit und Bodenbeschaffenheit zu informieren.
Auf- und Abbauarbeiten
Alle Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im Rahmen der geltenden
arbeitsschutzrechtlichen, gewerberechtlichen und versammlungsstättenrechtlichen Bestimmungen
durchgeführt werden. Der Aussteller und die von ihm beauftragten
Servicefirmen sind für die Beachtung der Vorschriften verantwort-
5.
gestattet. Der Transport von Lasten
durch den Veranstalter mit handbetriebenen Hilfsmitteln (z.B. Hubwagen) ist möglich. Der Veranstalter
bzw. die von ihm beauftragten Fir-
nur nach Freigabe durch die Venue
zum Lastentransport genutzt werden.
Ausgänge, Hallengänge, Flure, Notausgänge, Notausstiege
Diese Rettungswege sind jederzeit
freizuhalten. Die Türen im Zuge
von Rettungswegen müssen von
innen leicht in voller Breite geöffnet werden können. Rettungswege, Ausgangstüren, Notausstiege
und deren Kennzeichnung dürfen
nicht versperrt, verhängt oder
sonst unkenntlich gemacht werden. Die Gänge in den Hallen dürfen nicht durch abgestellte oder in
den Gang hineinragende Gegenstände eingeengt werden. Sie dienen im Notfall als Rettungswege.
Für den Standbau benötigte Materialien dürfen im Auf- und Abbau
4
kurzzeitig im Gang abgestellt werden. Unabhängig von der Breite
des Ganges und der abgestellten
Güter ist zwingend ein Durchgang
in einer Mindestbreite von 1,2 m
frei zu halten. Alle Flure dienen im
Gefahrfall als Rettungswege.
Technische Bestimmungen
7.Sicherheitseinrichtungen
Feuermelder, Hydranten, Feuerlöscher und -leitungen, Rauchklappen, Auslösungspunkte der Rauchabzugseinrichtungen, Rauchmelder
sowie Zu- und Abluftöffnungen der
Heiz- und Lüftungsanlage, deren
Hinweiszeichen sowie die grünen
Notausgangskennzeichen müssen
jederzeit zugänglich und sichtbar
sein; sie dürfen nicht versperrt, ver-
hängt oder sonst unkenntlich gemacht werden.
chungen in der Standabmessung
rechnen. Diese können sich unter
anderem aus den unterschiedlichen Wandstärken der Trennwände ergeben. Pfeiler, Wandvorsprünge, Trennwände, Verteilerkästen,
Feuerlöscheinrichtungen und sons-
tige technische Einrichtungen sind
Bestandteile der zugeteilten Standflächen. Für Ort, Lage, Maße und
etwaige Einbauten auf der Mietfläche ist deshalb nur das örtliche
Aufmass gültig.
nung nicht gefährdet werden. Für
die statische Sicherheit des Standes ist der Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig. Zu den Anforderungen an
die Standsicherheit siehe im Übrigen die in Hessen durch Ministerialerlass eingeführte Musterversammlungsstätten-Verordnung
(MVStättVO).
8.Standfläche
Die in der Standbestätigung angegebene Standfläche wird auf Anforderung des Ausstellers durch
den Veranstalter gekennzeichnet.
Auf dieser Grundfläche sind die
Stände aufzubauen. Der Aussteller
muss mit geringfügigen Abwei-
9.Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich
Einrichtungen und Exponate sowie
Werbeträger sind so standsicher zu
errichten, dass Leben und Gesundheit sowie die Sicherheit und Ord-
10. Genehmigungspflichtige Ausstellungsstände und Sonderbauten
Alle mehrgeschossigen Ausstellungsstände, mobile Stände, überdeckte Stände, Sonderbauten und/
oder -konstruktionen sind der Ve-
nue zur Genehmigung vorzule-gen.
Hierzu sind ein Prüfbuch oder eine
geprüfte Statik für den Aufbau einzureichen. Für überdeckte Stände
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sind die speziellen Brandschutzanforderungen gemäß Technischer
Richtlinien der Messe Frankfurt
einzuhalten.
Technische Bestimmungen
11. Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container in den
Hallen sind stets genehmigungspflichtig. Die Aufstellung und/ oder
Nutzung von kraftstoffbetriebenen
Fahrzeugen ist rechzeitig anzuzeigen und alle relevanten Genehmigungen sind einzuholen. Um die
Brandlast möglichst gering zu halten, ist der Kraftstoffvorrat im Tank
auf die notwendige Menge zu begrenzen. Bei gasbe-triebenen Fahrzeugen ist der Druckbehälter komplett zu entleeren und bei
Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist
die Batterie auszubauen oder
durch eine Attrappe zu ersetzen.
Ist dies aus technischen Gründen
nicht möglich, ist das weitere Vorgehen mit der Venue abzustimmen.
können im Einzelfall aus Gründen
der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Standbaumaterialien müssen entsprechend
DIN 4102 mind. B1 d.h. schwer ent-
flammbar sein und nach EN 135011 mind. der Klasse c, d0, s1 entsprechen.
zu verlegen. Es darf zum Fixieren
nur Klebeband verwendet werden,
das rückstandsfrei zu entfernen ist.
Selbstklebende Teppichfliesen sind
nicht zugelassen. Alle eingesetzten
Materialien müssen rückstandslos
entfernt werden. Gleiches gilt für
Substanzen wie Öle, Fette, Farben
und ähnliches. Die Hallenböden
dürfen nicht gestrichen werden.
durchlässige Auffangvorrichtung
vorzusehen. Bei Transporten im
Gebäude sind kunststoff- oder
gummibereifte Wagen zu nutzen.
Bremsspuren durch Gummiabrieb
sind zu vermeiden und ggf. zu entfernen. Eingebrachtes Mobiliar
muss mit Filzgleitern oder ähnli-
chen Materialien geschützt werden. Wände, Säulen, Spiegel und
andere Einbauten dürfen nicht zum
Anlehnen von Gegenständen genutzt werden. Das Bekleben von
Wänden, Säulen und Spiegeln ist
grundsätzlich untersagt.
12.Standbaumaterialien
Leicht entflammbare, brennend abtropfende oder toxische Gase bildende Materialien dürfen für den
Standbau nicht verwendet werden.
An tragende Konstruktionsteile
13. Teppiche, Bodenbelag
Das Einbringen von Teppichen oder
anderen Fußbodenbelägen hat so
zu erfolgen, dass keine Rutsch-,
Stolper- oder Sturzgefahr für Personen entsteht. Teppiche und andere
Fußbodenbeläge sind unfallsicher
14. Wand- und Bodenschutz
Verankerungen und Befestigungen
im Fußboden sind nicht gestattet.
Das Aufstellen feuchter oder
durchnässender Gegenstände ist
verboten. Austretende Feuchtigkeit
ist sofort zu beseitigen. Beim Aufstellen von Kühlschränken und mobilen Theken ist eine wasserun-
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Technische Bestimmungen
15.Glas
Für Konstruktionen aus Glas darf
nur Sicherheitsglas verwendet werden. Kanten von Glasscheiben
müssen so bearbeitet oder ge-
schützt sein, dass eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist.
Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu markieren. Weitere Informa-
tionen entnehmen Sie bitte dem
„Merkblatt zum Einsatz von Glas/
Acrylglas im Messebau“.
16. Ausgänge aus umbauten Ständen
Standbereiche mit einer Grundfläche
von mehr als 100 m² oder unübersichtlicher Aufplanung müssen mindestens zwei voneinander getrennte
Ausgänge/ Flucht-/ Rettungswege
haben, die sich gegenüberliegen.
Die Lauflinie von jeder Stelle auf einer Ausstellungsfläche bis zu einem
17. Geländer/Umwehrungen von Podesten
Allgemein begehbare Flächen, die
unmittelbar an Flächen angrenzen
die tiefer liegen (>20cm), sind mit
Brüstungen zu umwehren, sofern
eine Sturzgefahr besteht.
18. Nägel, Haken, Löcher
Das Einbringen von Bolzen und Verankerungen sowie das Schlagen von
Löchern in Hallenböden, -wände
und -decken ist verboten.
19.Bodenbelastungen
Die Angaben zu Bodenbelastbarkeiten im Innen- und Außenbereich
müssen bei der Standplanung be-
rücksichtigt und vor Ort vor Aufbaubeginn abgefragt werden.
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außerhalb des Stands liegenden
Gangs darf nicht mehr als 20 m betragen.
Technische Bestimmungen
20.Abhängungen/Hängelasten
Abhängungen an den Decken und
im Tragwerk dürfen aus Sicherheitsgründen ausschließlich durch
die von der Venue zugelassenen
Servicepartner vorgenommen werden. Der Aussteller hat notwendige
Abhängungen vor der Veranstaltung beim Veranstalter anzumelden und abzustimmen. Abhängungen sind nach den allgemein
anerkannten Regeln der Technik
auszuführen. Die vorgegebenen
Belastungsgrenzen sind einzuhalten. In Bedarfsfall wird auf Kosten
des Veran-stalters eine statische
Begutachtung der Abhängungen
durch die Venue beauftragt.
21. Elektrische Anschlüsse/Gas- und Wasseranschluss, Druckluft, Standinstallation
Anschlüsse an das bestehende
Versorgungsnetz dürfen aus Sicherheitsgründen nur von der Venue oder durch zugelassene Servicepartner der Venue
durchgeführt werden. Werden
Elektroinstallationen innerhalb des
Stands durch beauftragte Servicefirmen des Ausstellers oder durch
den Aussteller selber durchgeführt,
so dürfen diese Arbeiten nur durch
Elektrofachkräfte durchgeführt
werden. Die Vorschrift des § 3 der
Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“
(UVV BGV A3) ist zu beachten.
Elektrische (Schalt-)Anlagen dürfen
für Besucher nicht zugänglich sein,
müssen entsprechend der DIN
VDE 0100-711 errichtet und durch
den Aussteller vor Inbetriebnahme
nach DIN VDE 0100-610 geprüft
werden. In Zweifelsfällen wird auf
Kosten des Ausstellers eine elektrotechnische Überprüfung durch
einen Elektrosachverständigen beauftragt.
Teil dieser Stoffe mit einem Flammschutzmittel erreicht werden. Die
verwendeten Flammschutzmittel
müssen amtlich zugelassen sein.
Die Bestätigung über die Schwerentflammbarkeit bzw. über die vorschriftsmäßig durchgeführte Im-
prägnierung ist zur jederzeitigen
Einsichtnahme an den Ständen bereitzuhalten.
22.Dekorationsmaterialien
Dekorationsmaterialien müssen
entsprechend DIN 4102 mind. B1
d.h. schwer entflammbar sein und
nach EN 13501-1 mindestens der
Klasse c, d0, s1 entsprechen. Die
Eigenschaft „schwer entflammbar“
kann nachträglich nur bei einem
23. Verwendung von Luftballons und Flugobjekten
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas gefüllten Luftballons und
sonstigen Flugobjekten in Hallen,
Foyers und im Freigelände muss
im Vorfeld der Veranstaltung durch
die Venue schriftlich genehmigt
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werden.
Technische Bestimmungen
24. Bäume und Pflanzen
Ausschmückungen aus natürlichem Pflanzenschmuck dürfen
sich nur so lange sie frisch sind in
den Räumen befinden. Über Ausnahmen entscheidet die Venue.
25. Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Wertstoff- und Reststoffbehälter aus
brennbaren Materialien aufgestellt
werden. Wertstoff- und Reststoff-
behälter in den Ständen werden regelmäßig, spätestens jeden Abend
nach Veranstaltungsschluss, durch
die Venue entleert. Fallen größere
Mengen brennbarer Abfälle an, ist
dies der Venue anzuzeigen.
26. Leergut, Verpackungen
Die Lagerung von Leergut, Verpackungen und Packmittel gleich
welcher Art im Stand und außerhalb des Standes ist verboten. An-
fallendes Leergut, Verpackungen
und Packmittel sind unverzüglich
zu entfernen.
27.Rauchverbot
Soweit in den Gebäuden der Messe Frankfurt Rauchverbot angeordnet ist, hat der Veranstalter für die
Durchsetzung des Rauchverbots
während Aufbau, Abbau und
Durchführung der Veranstaltung zu
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sorgen.
Technische Bestimmungen
28. Offenes Feuer, brennbare Flüssigkeiten, Gase, Pyrotechnik
Das Verwenden von offenem Feuer,
brennbaren Flüssigkeiten, Gasen,
pyrotechnischen Gegenständen, explosions- und anderen leicht entzündlichen Stoffen ist verboten. Das
Verbot gilt nicht, soweit die Verwendung in der Art der Veranstaltung
begründet ist und der Veranstalter
die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen im Einzelfall mit der Venue
und der Feuerwehr abgestimmt hat.
Die Verwendung pyrotechnischer
Gegenstände muss durch die Behörde genehmigt werden und muss
durch eine nach Sprengstoffrecht
geeignete Person überwacht werden. Es sind die Nachweise über
den Inhaber des Erlaubnis-scheins,
des Befähigungsscheins, der Versicherungsschein (Pyrotechnik-Haft-
pflicht) und die Genehmigung der
Behörde vorzulegen. Die entstehenden Kosten für die behördlichen Genehmigungen und die Absicherung
der Veranstaltung bei der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen gehen zu Lasten des Veranstalters.
29. Brennpasten und andere Brennstoffe, Küchen- und Warmhalteeinrichtungen
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz,
Kohle, Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben
werden, sind nicht zulässig.
Zum besonderen Schutz sind alle
Wärme erzeugenden und entwickelnden Elektrogeräte auf nicht
brennbarer, wärmebeständiger, Asbest freier Unterlage zu montieren.
Entsprechend der Wärmeentwick-
lung ist ein ausreichend großer Abstand zu brennbaren Stoffen,
Brandmelde- und Sprinklerköpfen
sicherzustellen.
12254 sowie bei Showlasern die
Anforderungen der DIN 56912 zu
beachten. Die Geräte/Anlagen der
Klassen 3R, 3B oder 4 müssen vor
Inbetriebnahme von einem öffentlich bestellten und vereidigten
Sachverständigen auf ihre sicher-
heitstechnische Unbedenklichkeit
geprüft worden sein. Die Prüfbescheinigung ist der Venue vor der
Veranstaltung vorzulegen. Der Anzeige ist die schriftliche Bestellung
eines vor Ort anwesenden Laserschutzbeauftragten beizufügen.
30.Laseranlagen
Der Betrieb von Laseranlagen ist
bei der Venue anzumelden. Beim
Betrieb von Laseranlagen sind die
Anforderungen der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung 2006/25 EG/OStrV,
der DIN EN 60825-1, der DIN EN
31.Nebelmaschinen
Für den Einsatz von Nebelmaschinen
ist eine Genehmigung der Venue erforderlich, um Fehlauslösungen der
Brandmeldeanlage zu vermeiden.
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Technische Bestimmungen
32.Werbemittel/Werbung
Werbeaktionen außerhalb des eigenen Standes (z.B. Verteilung von
Prospekten, Anbringen von Werbe-
schildern) ist nur mit Zustimmung
des Veranstalters gestattet.
33. Akustische und optische Vorführungen
Der Betrieb von akustischen Anlagen sowie audiovisuelle Darbietungen jeder Art durch die Aussteller
bedürfen der Genehmigung des
Veranstalters und sind schriftlich
zu beantragen.
34. Musikalische Wiedergaben (GEMA)
Für musikalische Wiedergaben aller
Art ist nach den gesetzlichen Bestimmungen (Urheberrechtsgesetz),
die Erlaubnis der Gesellschaft für
musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte
(GEMA), erforderlich. Nicht angemeldete Musikwiedergaben können
Schadenersatzansprüche der GEMA
zur Folge haben.
35. Spritzpistolen, Nitrolacke
Der Gebrauch von Spritzpistolen
sowie die Verwendung von Nitrolacken ist verboten.
36. Trennschleifarbeiten, Heißarbeiten
Alle Arten von Schweiß-, Schneid-,
Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten sind in den Gebäuden der Mes-
se Frankfurt verboten. Ausnahmen
sind nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung und Absprache
11
mit der Venue (Erlaubnisschein für
Heißarbeiten) zulässig.
Technische Bestimmungen
37. CE-Kennzeichnung von Produkten
Produkte, die über keine CE-Konformitätsbescheinigung verfügen
und nicht die Voraussetzungen
nach § 4 Absatz 1 oder 2 des Gesetzes über technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte
(ProdSG) erfüllen, dürfen nur ausgestellt werden, wenn deutlich darauf hingewiesen wird, dass sie
diese Voraussetzungen nicht erfüllen und innerhalb der Europäischen Union erst erworben werden
können, wenn die entsprechende
Übereinstimmung hergestellt ist.
Bei einer Vorführung sind die erforderlichen Vorkehrungen zum
Schutz von Personen zu treffen.
38. Änderung nicht vorschriftgemäßer Standbauten/Sonderbauten
Eingebrachte Aufbauten, Einrichtungen, Ausstattungen, Ausschmückungen (Materialien) in der
Versammlungsstätte, die nicht genehmigt sind, oder den Bestimmungen der Technischen Richtlinien der Messe Frankfurt oder der
MVStättV nicht entsprechen, sind
zum Aufbau in der Versammlungsstätte nicht zugelassen und müssen zu Las¬ten des Ausstellers gegebenenfalls beseitigt oder
geändert werden. Dies gilt auch
bei einer Ersatzvornahme durch
den Veranstalter. Aus wichtigem
Grund, insbesondere bei gravierenden Sicherheitsmängeln, kann die
teilweise oder vollständige Schließung eines Standes angeordnet
werden.
39. Abbau des Ausstellungsstands
Nach dem Abbau ist der ursprüngliche Zustand der Ausstellungsflächen wieder herzustellen. Beschä-
digungen im und am Gebäude,
deren Einrichtungen sowie der Außenanlagen durch Aussteller oder
deren Beauftragte müssen dem
Veranstalter und der Venue in jedem Fall gemeldet werden.
kungsvoll hierzu beizutragen.
fe und Materialien die nicht wieder
verwendet werden können (und
damit zu Abfall werden), sind über
das Entsorgungssystem der Venue
entgeltpflichtig zu entsorgen. Bei
Anfall von Sondermüll (überwachungsbedürftiger Abfälle) ist die
Venue unverzüglich zu informieren
und eine gesonderte Entsorgung
durchzuführen.
40. Umgang mit Abfällen
Nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
(KrW-/AbfG) ist der Anfall von Abfall im Rahmen des Auf-/ Abbaus
und während der Veranstaltung soweit wie möglich zu vermeiden.
Abfälle die nicht vermieden werden können, sind einer umweltverträglichen Entsorgung (Verwertung
vor Beseitigung) zuzuführen. Der
Veranstalter ist verpflichtet wir-
Der Aussteller hat sicherzustellen,
dass alle Materialien (Ausschmückungen, Verpackungen, Dekorationen etc.) sowie Ein- und Aufbauten, die von ihm oder durch seine
Auftragnehmer auf das Gelände
der Venue gebracht werden, nach
Veranstaltungsende wieder vollständig entfernt werden. Nur Stof-
12
Technische Bestimmungen
41.Abwässer
Die Entsorgung fester oder flüssiger Abfälle über das Abwassernetz
(Toiletten, Kanaleinläufe) ist
strengstens verboten. Beim Einsatz
mobiler Gastronomie ist darauf zu
achten, dass Fette und Öle geson-
42.Umweltschäden
Umweltschäden/ Verunreinigungen
auf dem Gelände der Messe Frankfurt (z. B. durch auslaufendes Ben-
zin, Öl, Gefahrstoffe) sind unverzüglich der Venue zu melden.
13
dert aufgefangen und einer getrennten Entsorgung zugeführt
werden.
Technische Bestimmungen 23/04/2013
Messe Frankfurt Venue GmbH
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main Tel.+49 69 75 75 - 0
Fax +49 69 75 75 - 64 33
www.messefrankfurt.com
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