Technische Richtlinien

Technische Richtlinien
Technische Richtlinien
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.
1.1
1.2
1.2.1
1.2.2.
Vorbemerkungen
Hausordnung
Öffnungszeiten
Auf- und Abbauzeiten
Veranstaltungslaufzeit
Verkehr im Messegelände,
Rettungswege,
Sicherheitseinrichtungen
2.1. Verkehrsordnung
2.2
Rettungswege
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen,
Hydranten
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege,
Hallengänge
2.3
Sicherheitseinrichtungen
2.4
Standnummerierung
2.5
Bewachung
3
3
5
5
5
2.
3.
3.1
3.1.1
3.1.2
3.1.3
3.1.4
3.1.5
3.1.6
3.1.7
3.2
3.3
4.
4.1
4.2
4.2.1
4.2.2
4.2.3
4.2.4.
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.4.3
4.5
4.5.1
5
5
6
6
6
6
6
6
Technische Daten und
Ausstattung der Hallen
und des Freigeländes
7
Hallendaten
7
Allgemeinbeleuchtung, Stromart,
Spannung
7
Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung
7
Kommunikationseinrichtungen 7
Sprinkleranlagen
7
Heizung, Lüftung
7
Störungen
7
Standklimatisierung
7
Freigelände
7
Durchfahrtshöhen
7
Standbaubestimmungen
8
Standsicherheit
8
Standbaugenehmigung
8
Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger
Bauten
8
Fahrzeuge und Container
8
Änderung nicht vorschriftgemäßer Standbauten
8
Haftungsumfang
8
Bauhöhen
8
Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
9
Brandschutz
9
Standüberdachung
13
Glas und Acrylglas
13
Ausgänge, Rettungswege,
Türen
13
Ausgänge, Rettungswege
13
Seite
4.5.2 Türen
13
4.6
Podeste, Leitern, Treppen,
Stege
14
4.7
Standgestaltung
14
4.7.1 Erscheinungsbild
14
4.7.2 Prüfung der Mietfläche
14
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz 14
4.7.4 Hallenfußböden
14
4.7.5 Abhängungen von der
Hallendecke
15
4.7.6 Standbegrenzungswände
15
4.7.7 Werbemittel/Präsentationen 15
4.7.8 Fundamente, Gruben
16
4.8
Freigelände
16
4.9
Zweigeschossige Bauweise
16
4.9.1 Bauanfrage
16
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände,
Höhe der Standinnenräume
16
4.9.3 Verkehrslasten/Lastannahmen 17
4.9.4 Rettungswege/Treppen
17
4.9.5 Baumaterialien
17
4.9.6 Obergeschoss
17
5.
5.1
5.1.1
5.2
5.3
5.3.1
5.3.2
5.3.3
5.3.4
5.3.5
5.4
5.5
5.5.1
5.5.2
5.6
5.6.1
5.6.2
5.6.3
5.6.4
5.6.5
5.7
5.7.1
Betriebssicherheit, Technische
Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften,
Technische Versorgung
18
Allgemeine Vorschriften
18
Schäden
18
Einsatz von Arbeitsmitteln
18
Elektroinstallation
18
Anschlüsse
18
Standinstallation
18
Montage- und
Betriebsvorschriften
18
Sicherheitsmaßnahmen
18
Sicherheitsbeleuchtung
18
Wasser- und
Abwasserinstallation
19
Druckluft- / Gasinstallation
19
Druckluftinstallation
19
Gasinstallation
19
Maschinen-, Druckbehälter-,
Abgasanlagen
19
Maschinengeräusche
19
Geräte- und Produktsicherheit 19
Druckbehälter
20
Abgase und Dämpfe
20
Abgasanlagen
21
Verwendung von Druckgasen,
Flüssiggasen und brennbaren
Flüssigkeiten
21
Druck- und Flüssiggasanlagen 21
2
Seite
5.7.2 Brennbare Flüssigkeiten
21
5.7.3 Brennpasten und andere
Brennstoffe
22
5.8
Asbest und andere Gefahrstoffe
22
5.9
Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen und
sonstige Präsentationen
22
5.10 Strahlenschutz
22
5.10.1Radioaktive Stoffe
22
5.10.2Röntgenanlagen und Störstrahler
22
5.10.3Laseranlagen
22
5.11 Hochfrequenzgeräte,
Funkanlagen,
Elektromagnetische
Verträglichkeit
23
5.12 Kräne, Stapler, Leergut
23
5.13 Musikalische Wiedergaben
23
5.14 Getränkeschankanlagen
24
5.15 Lebensmittelüberwachung
24
6.
6.1
6.1.1
6.1.2
6.2.1
6.2.2
6.3
6.3.1
6.3.2
6.3.3
6.3.4
Umweltschutz
Abfallwirtschaft
Abfallentsorgung
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
Mitgebrachte Abfälle
Wasser, Abwasser, Bodenschutz
Öl-/Fettabscheider
Reinigung/Reinigungsmittel
Umweltschäden
Verpackungsmaterial
Küchenabfälle
Produktionsabfälle
Standbauteile
25
25
25
25
25
25
26
26
7.
7.1
7.2
7.3
Allgemeine Hinweise
Entsorgung
Parkkarten
Haftung
26
26
26
26
6.1.3
6.2
24
24
24
25
25
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
1. Vorbemerkungen
1. 1 Hausordnung
Stand: 1.1.2010
Die Messe Frankfurt hat für die stattfindenden Fachmessen und sonstigen Veranstaltungen Richtlinien erlassen mit dem
Ziel, allen Ausstellern / Veranstaltern optimale Gelegenheit zu geben, ihre Exponate
darzustellen und ihre Besucher und Interessenten anzusprechen.
Diese Richtlinien sind bindend für alle Aussteller und Veranstalter.
Gleichzeitig enthalten sie Sicherheitsbestimmungen, die im Interesse unserer Aussteller und Besucher ein Höchstmaß an Sicherheit bei der technischen und gestalterischen Ausrüstung der Veranstaltung
bieten sollen.
Mit den zuständigen Behörden der Stadt
Frankfurt am Main sind die Bauordnungs-,
Brandschutz- und sonstigen Sicherheitsbestimmungen abgestimmt.
Die Messe Frankfurt behält sich vor, die
Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen.
Außerdem sind die gesetzlichen Bestimmungen in der jeweils gültigen Fassung zu
beachten.
Die Durchführung einer Veranstaltung / die
Inbetriebnahme eines Ausstellungsstandes
kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer untersagt werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der Veranstaltung nicht beseitigt worden sind.
Weitere Forderungen zur Sicherheit und
zum Standbau, die sich darüber hinaus
durch die Messe Frankfurt ergeben sollten,
bleiben vorbehalten.
Ebenso behält sich die Messe Frankfurt
vor, in Einzelfällen Ausnahmen von den
Bestimmungen zuzulassen.
Die Unterlagen zur Bestellung von Serviceleistungen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung versandt.
Allen Vertragspartnern des Ausstellers
sind diese Technischen Richtlinien weiterzuleiten.
Weitere Informationen über Einzelheiten
der Vorbereitung und Durchführung der
Veranstaltung werden dem Aussteller gegebenenfalls übermittelt.
Die Messegesellschaften
Deutsche Messe AG Hannover
Leipziger Messe GmbH
Messe Berlin GmbH
Messe Düsseldorf GmbH
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG
Messe München GmbH
Kölnmesse GmbH
NürnbergMesse GmbH
haben diese Technischen Richtlinien in ein
einheitliches Gliederungsschema gefasst.
Für das Begehen bzw. Befahren des Geländes und der Gebäude der Messe Frankfurt
Venue GmbH & Co. KG und der von ihr
genutzten Parkflächen und Gebäude gelten
die nachfolgenden Grundsätze. Die zusätzlich mit Ausstellern, Versorgungs- oder
Dienstleistungsunternehmen usw. getroffenen Vereinbarungen bleiben unberührt:
1. Das Gelände und die Gebäude dürfen
nur mit den vorgesehenen gültigen Ausweisen, Eintrittskarten oder Passierscheinen der Gesellschaft zu festgesetzten Zeiten betreten bzw. befahren
werden.
2. Während des Aufenthalts gelten auf
dem Gelände die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO). Die entsprechenden Hinweisschilder, die den Fahrund Fußgängerverkehr auf dem Gelände
regeln, sind zu beachten.
Für Kraftfahrzeuge beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
3. Die Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG hat das Recht, Laderäume von
Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse und Taschen zu
kontrollieren. Bei einer Verweigerung
der Kontrollmaßnahme behält sich die
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co.
KG das Recht der Verweisung vom
Betriebsgelände vor.
4. Die Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG ist berechtigt, einschränkende
Bestimmungen bei der Zulassung von
Besuchern zu erlassen und das Mitbringen von Tieren und Gegenständen zu
untersagen bzw. dies allgemein oder im
Einzelfall von der Erfüllung bestimmter
Voraussetzungen abhängig zu machen.
5. Die Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG übernimmt keinerlei irgendwie
geartete Haftung für Personen, Sachund Vermögensschäden bei Schadensfällen auf dem Gelände, den Parkplätzen, in den Hallen oder sonstigen Gebäuden.
6. Ohne ausdrückliche Genehmigung der
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co.
KG ist außerhalb von Ausstellungsständen Werbung jeglicher Art, das
Anbieten von Waren und Dienstleistungen jeglicher Art, die Entgegennahme
3
Baurecht ist Landesrecht.
Dadurch und aufgrund unterschiedlicher
baulicher Gegebenheiten der einzelnen
Messeplätze unterscheiden sich die jeweiligen Ausführungsbestimmungen.
Im übrigen behält sich die Messe Frankfurt
Änderungen vor.
Der deutsche Text ist verbindlich.
Technische Richtlinien
von Aufträgen und die Durchführung
von Meinungsumfragen unzulässig.
7. Auf dem Messegelände ist jede gewerbsmäßige Tätigkeit außer im Auftrag der Messe Frankfurt Venue GmbH
& Co. KG oder der mit ihr in einem Vertragsverhältnis stehenden Veranstalter,
Aussteller, Mieter, Dienstleistungsunternehmen oder sonstiger Vertragspartner untersagt. Die Messe Frankfurt
Venue GmbH & Co. KG behält sich die
Zulassung der Tätigkeit von Drittunternehmen im Auftrag der Vertragspartner
und die Festlegung von Art, Umfang
und Bedingungen der Tätigkeit vor.
8. Die Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG hat das Recht, bei Verstößen
gegen die Hausordnung, Missbrauch
und Fälschen von Ausweisen, Eintrittskarten etc. oder bei störendem Verhalten die betreffenden Personen vom
Messegelände zu verweisen und ihre
Eintrittsausweise und Einfahrtsberechtigungen entschädigungslos einzuziehen
sowie Kraftfahrzeuge auf Kosten und
Gefahr der Eigentümer abschleppen zu
lassen.
9. Ausstellern ist während der Messen
und Ausstellungen die Aushändigung
von Waren (Handverkauf) auf dem
Messegelände nicht gestattet. Werden
Waren kostenfrei als Muster ausgehändigt, ist dies anhand einer Überlassungserklärung (Quittung) schriftlich zu
dokumentieren und diese auf Verlangen
vorzuweisen. Werden Dritte ohne Quittung angetroffen, behält sich die Messe
Frankfurt Venue GmbH & Co. KG das
Recht vor, die Waren entschädigungslos einzuziehen.
10. Der Abtransport von ausgestellten
Waren vor Schluss einer Veranstaltung
ist auch Besuchern nicht erlaubt.
4
11. Auf dem gesamten von der Messe
Frankfurt Venue GmbH & Co. KG betriebenen Gelände herrscht ein
grundsätzliches Mitführverbot von
Geräten, die zur Herstellung oder Produktion von Fotos oder Filmaufnahmen
tauglich sind. Filmen, Fotografieren und
Skizzieren von ausgestellten Waren
oder Ausstellungsständen auf dem
Gelände und in den Hallen ist nur in besonderen Ausnahmefällen und mit
schriftlicher Erlaubnis der Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG gestattet.
Die Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG ist bei begründetem Verdacht
berechtigt, die angefertigten Skizzen
und das belichtete Filmmaterial entschädigungslos einzuziehen und zu vernichten. Dies gilt auch dann, wenn dadurch sonstiges Bildmaterial in Mitleidenschaft gezogen wird.
12. Auf dem gesamten von der Messe
Frankfurt Venue GmbH & Co. KG betriebenen Gelände herrscht ein eingeschränkter Winterdienst. Dieser bezieht
sich sowohl auf das allgemein befriedete Betriebsgelände als auch auf die öffentlich zugänglichen Grundstücksteile
der Messe Frankfurt Venue GmbH &
Co. KG.
13. Die Gesellschaft trifft ihre Entscheidungen hinsichtlich der Hausordnung unter
Ausschluss des Rechtsweges. Sie
behält sich ebenfalls das Recht vor, die
vorstehende Hausordnung zu ändern
oder zu ergänzen.
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG
01.01.2005
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
1.2 Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
Mit dem Standaufbau und der Anlieferung
der Messegüter kann im Allgemeinen fünf
Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn begonnen werden.
Während der allgemeinen Auf- und Abbauzeiten kann in den Hallen und im Freigelände durchgehend, das heißt 24 Std. am Tag
(am letzten Aufbautag in der Regel bis
15.00 Uhr), gearbeitet werden soweit
nicht veranstaltungsspezifisch andere Zeiten mit der Terminübersicht bekannt gegeben werden.
Der Abbau der Standausstattung und
-einrichtung einschließlich der ausstellereigenen Standaufbauten und -einbauten
muss im Allgemeinen spätestens am zweiten Kalendertag nach Schluss der Veranstaltung beendet und die Halle geräumt
sein. Die Standfläche ist besenrein an den
zuständigen Hallenservice zu übergeben.
In besonderen Fällen kann die Messe
Frankfurt durch die Veranstaltungstechnik
erweiterte Auf- und Abbauzeiten zulassen.
Vor dem offiziellen Aufbaubeginn und
nach dem offiziellen Abbauende werden
die Hallen nicht temperiert.
Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit
auf dem Messegelände bleiben die Hallen
und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser Zeiten geschlossen.
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf
während der Auf- und Abbauzeit und der
Veranstaltungsdauer gewährleisten zu
können, sind verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln – wie z.B. im Verkehrsleitfaden beschrieben – unbedingt zu
beachten.
Das Messegelände ist Privatgelände der
Messe Frankfurt.
Im gesamten Messegelände und auf
messeeigenen Parkplätzen gelten die
Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.
Die im Messegelände zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h.
In den Hallen und dort, wo es die Verkehrslage erfordert, darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Vor Einoder Ausfahrt aus den Hallen ist anzuhalten und die ausreichende Tordurchfahrtshöhe zu prüfen. Ein Abstellen von Fahrzeugen in den Hallen ist verboten. Während
des Ladens ist der Motor abzustellen.
Wohnwagen/Wohnmobile dürfen nicht im
Messegelände genutzt werden.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, Auflieger, Container, Behälter und Güter jeder
Art können von einem autorisierten Abschleppunternehmen, das im Auftrag der
Messe Frankfurt arbeitet, auf Kosten und
Gefahr des Besitzers oder Halters entfernt
werden.
Den Anweisungen des von der Messe
Frankfurt zur Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingesetzten Personals ist
unbedingt Folge zu leisten und die entsprechenden Informationen sind zu beachten.
Das Befahren des Geländes mit Fahrzeugen aller Art ist nur nach Erlaubnis durch
die Messe Frankfurt gestattet, geschieht
auf eigene Gefahr und ist während der
Veranstaltung grundsätzlich untersagt.
Für PKW bis 2,5 t zulässigem Gesamtgewicht können nur für die gesamte Dauer
der Veranstaltungstage je nach Parkplatzangebot Parkplatzkarten mit dem entsprechenden Formular der Servicemappe angefordert werden.
1.2.2. Veranstaltungslaufzeit
Während der Veranstaltungslaufzeit werden die Hallen eine Stunde vor Messebeginn geöffnet und eine Stunde nach Messeschluss verschlossen.
Aussteller, die in begründeten Einzelfällen
über diesen Zeitpunkt hinaus auf ihrem
Stand tätig sein müssen, bedürfen einer
besonderen schriftlichen Erlaubnis der
Messe Frankfurt.
2. Verkehr im Messegelände,
Rettungswege,
Sicherheitseinrichtungen
2.1. Verkehrsordnung
Stand: 1.1.2010
5
Technische Richtlinien
2.2 Rettungswege
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen,
Hydranten
Die notwendigen und die durch die Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und Bewegungszonen für die
Feuerwehr müssen ständig freigehalten
werden. Fahrzeuge und Gegenstände, die
auf den Rettungswegen und den Sicherheitsflächen abgestellt sind, werden auf
Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt.
Hydranten in den Hallen und im Freigelände dürfen nicht verbaut, unkenntlich oder
unzugänglich gemacht werden.
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege,
Hallengänge
Die Rettungswege sind jederzeit freizuhalten. Die Türen im Zuge von Rettungswegen müssen von innen leicht in voller Breite geöffnet werden können.
Die Ausgangstüren und Notausstiege und
deren Kennzeichnung dürfen nicht verbaut,
überbaut, versperrt, verhängt oder sonst
unkenntlich gemacht werden.
Die Gänge in den Hallen dürfen nicht durch
abgestellte oder in den Gang hineinragende
Gegenstände eingeengt werden.
Sie dienen im Notfall als Rettungswege!
2.3 Sicherheitseinrichtungen
Sprinkleranlagen, Feuermelder, Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder,
Schließvorrichtungen der Hallentore und
andere Sicherheitseinrichtungen, deren
Hinweiszeichen sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit
zugänglich und sichtbar sein. Sie dürfen
nicht zugestellt oder zugebaut werden.
2.4 Standnummerierung
Alle Stände werden vom Veranstalter mit
Standnummern gekennzeichnet, soweit
der Standbau dies technisch zulässt.
2.5 Bewachung
Während der Laufzeit der Messe erfolgt
durch die Messegesellschaft eine technische und organisatorische Überwachung
der Messehallen und des Freigeländes.
Während der Auf- und Abbauzeiten erfolgt
eine allgemeine Aufsicht.
Die Messe Frankfurt ist berechtigt, die zur
Kontrolle und Überwachung erforderlichen
Maßnahmen durchzuführen.
Die Messe Frankfurt übernimmt keine Haftung für die vom Aussteller eingebrachten
Gegenstände, insbesondere wird kein Ersatz
für beschädigte oder gestohlene Güter geleistet. Das Aufsichtspersonal der Messe
Frankfurt ist nicht befugt, Aufträge irgendwelcher Art vom Aussteller entgegenzunehmen. Die Messe Frankfurt haftet in keiner
Weise für entgegen dieser Bestimmung erteilte bzw. angenommene Aufträge.
Eine Bewachung seines Standes muss der
Aussteller im Bedarfsfall selbst organisieren. Standwachen dürfen nur durch die
von der Messe Frankfurt beauftragte Bewachungsgesellschaft gestellt werden.
Mit der Bewachung seines Standes kann
der Aussteller bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn mit dem entsprechenden Bestellformular in der Servicemappe
über die Messe Frankfurt, Logistik, einen
Bewachungsauftrag bei einem von der
Messe Frankfurt ausgewählten und zugelassenen Bewachungsunternehmen erteilen. Die Bestellung der Bewachung erfolgt
durch die Einsendung des für die Veranstaltung geltenden, vollständig ausgefüllten Bestellvordruckes für die Bewachung.
6
Mündliche oder telefonische Bestellungen
müssen vom Antragsteller schriftlich bestätigt werden. Die Bestellung muss vom
Antragsteller rechtsverbindlich
unterschrieben sein. Jedwede Haftung seitens der Messe Frankfurt ist ausgeschlossen.
Firmeneigene Standwachen bedürfen für
eine Bewachungszeit zwischen 19.00 Uhr
und 8.00 Uhr einer besonderen Genehmigung, für die eine Gebühr erhoben wird. Auf
Erteilung der Genehmigung besteht kein
Rechtsanspruch.
Firmeneigene Standwachen, die sich vor,
während und nach Veranstaltungen in den
Messehallen befinden, haben ferner folgende Bestimmungen einzuhalten: Die Wachpersonen müssen sich vor Dienstantritt bei
dem für die entsprechende Halle zuständigen Hallenservice melden. Durch Eintrag
des eigenen Namens, Name des Ausstellers,
Standnummer, Personalausweis- oder Reisepassnummer sowie Datum und Ankunftszeit
in eine dafür vorgesehene und vom Hallenservice geführte Liste ist die Anwesenheit
zu bestätigen.
Bei Ende der Bewachungszeit und vor Verlassen der Halle muss sich die Standwache
bei dem Hallenservice abmelden und das
Ende der Bewachungszeit in der vorgenannten Liste vermerken. Die Standwache
darf sich nur auf demjenigen Stand aufhalten, für den sie einen Bewachungsauftrag
hat. Das Betreten und Verlassen des Standes muss auf dem kürzesten Weg, über
den Hallenservice, erfolgen.
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen geht die
Messe Frankfurt davon aus, dass sich die
am Stand oder in der Halle angetroffene Person unberechtigterweise auf dem Messegelände aufhält und behält sich besondere
Maßnahmen bzw. die Verweisung vom
Messegelände sowie die Geltendmachung
weiterer Ansprüche/ Schäden vor.
Die Mitnahme von Hunden zu Bewachungszwecken auf das Messegelände bedarf einer
jederzeit widerrufbaren Genehmigung durch
die Messe Frankfurt. Hunde sind ohne Ausnahme an der Leine zu führen.
Waffen dürfen auch zu Bewachungszwecken nicht mitgeführt werden.
Aufgrund der unterschiedlichen Hallen sind
diese Angaben gesondert aufgeführt (siehe
„Technische Daten der Hallen der Messe
Frankfurt“)
3.1.4 Sprinkleranlagen
Die Hallen sind mit Sprinkleranlagen ausgestattet.
Der Mindestabstand von Exponaten und
Dekorationen zum Sprinklerkopf muss
1,00 m betragen. Der Abstand von Leuchten und Strahlern zum Sprinklerkopf ist so
zu wählen, dass eine Fehlauslösung der
Löscheinrichtung durch Wärmeeinwirkung
ausgeschlossen ist.
3. Technische Daten und Ausstattung
der Hallen und des Freigeländes
3.1 Hallendaten
3.1.1 Allgemeinbeleuchtung, Stromart,
Spannung
Die Allgemeinbeleuchtung hat, je nach
Halle, zwischen ca. 300 und 400 Lux, gemessen 1 m über dem Hallenfußboden.
Vorhandene Stromart und Spannung auf
dem Messegelände:
Netzart: TN-C-S
Spannung 230 V / 400 V
Toleranzwerte nach DIN EN 50160
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und
Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in den Hallen über
die vorhandenen Installationskanäle und
Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In Hallenebenen mit Stützen erfolgt die
Elektroversorgung zusätzlich über
Anschlusskästen, die sich an den Hallenstützen befinden.
3.1.3 Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-,
Telefax-, Daten- und Antennenanschlüssen
erfolgt in den Hallen im Allgemeinen über
die vorhandenen Installationskanäle und
Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In den Hallenebenen mit Stützen erfolgt
die Versorgung zusätzlich über Anschlusskästen, die sich an den Hallenstützen
befinden.
3.2 Freigelände
Die Freigeländeflächen bestehen aus gepflasterten Flächen. Das Gelände hat bei
Dunkelheit während der Öffnungszeiten
eine allgemeine Straßen- und Wegebe-
3.3 Durchfahrtshöhen
Geringere Durchfahrtshöhen als 4,00 m
sind beschildert.
Stand: 1.1.2010
7
3.1.5 Heizung, Lüftung
In allen Hallen vorhanden.
Geheizt, gelüftet und gekühlt wird bei Bedarf an den Veranstaltungstagen.
3.1.6 Störungen
Bei Störungen der technischen Versorgung
(z.B. Elektro, Wasser, Druckluft, Heizung,
Lüftung, Telekommunikation usw.) ist unverzüglich die Messe Frankfurt zu informieren.
Für Verluste und Schäden, die durch diese
Störungen entstehen, haftet die Messe
Frankfurt nicht.
3.1.7 Standklimatisierung
Es besteht die Möglichkeit, Standareale individuell zu klimatisieren. Die Messe Frankfurt, Ausstellerservice, unterbreitet auf
Wunsch ein individuelles Angebot. Eine
Standklimatisierung mit Trinkwasser im
Durchflussverfahren ist nicht gestattet.
leuchtung. Notwendige Versorgungsanschlüsse sind in unregelmäßigen Abständen vorhanden.
Technische Richtlinien
4. Standbaubestimmungen
4.1 Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich Einrichtungen und Exponate sowie Werbeträger
sind so standsicher zu errichten, dass die
öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährdet werden.
Für die statische Sicherheit ist der Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls
nachweispflichtig.
Die Stabilisierung gegen Nachbarstände
bzw. vorhandene Bausubstanz ist nicht gestattet.
4.2 Standbaugenehmigung
Davon ausgehend, dass die Technischen
Richtlinien bei der Gestaltung und Ausführung des Messestands eingehalten werden, ist es bei eingeschossigen Standbauten in den Hallen nicht erforderlich, Planunterlagen einzureichen, soweit sie eine
Grundfläche von nicht mehr als 200 m2
haben und nicht höher als 4,00 m sind.
Auf Wunsch bietet die Messe Frankfurt
dem Aussteller an, die in zweifacher Ausfertigung eingereichten Standbaupläne zu
prüfen.
Darüber hinaus sind alle anderen Standbauten, mobile Stände, Bauten im Freigelände, Fliegende Bauten, 2-geschossige
Stände, Sonderbauten und Sonderkonstruktionen (z.B. Geschlossene Decken)
genehmigungspflichtig.
a) Von einem zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte oder prüffähige statische
Berechnung nach deutschen Normen
b) Baubeschreibung mit Angaben zu den
verwendeten Materialien (ggfs. mit Zertifikaten)
c) Standbauzeichnungen in einem geeigneten Maßstab, z.B. 1:100 (Grundrisse,
Ansichten, Schnitte)
d) Bei Vorlage einer Typenprüfung/eines
Prüfbuchs entfallen die Punkte a), b), c).
Sollte keine entsprechende Statik vorliegen, wird das von der Messe Frankfurt
beauftragte Ingenieurbüro die Prüfung
selbst vornehmen und separat an den Aussteller weiterberechnen. Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache an den Standbauleiter, um den
Standaufbau in statischer Hinsicht zu
überprüfen und abzunehmen.
Die Kosten des Bauerlaubnisverfahrens
werden dem Aussteller/Standbauer in
Rechnung gestellt.
4.2.1 Prüfung und Freigabe
genehmigungspflichtiger Bauten
Vermaßte Standpläne in einem geeigneten
Maßstab (z.B. 1:100) mit Grundrissen und
Ansichten sind bis spätestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn in zweifacher Ausfertigung zur Genehmigung bei
der
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG,
Veranstaltungstechnik
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
vorzulegen.
Ein Exemplar der Standpläne geht nach
Überprüfung mit dem Genehmigungsvermerk an den Aussteller/Standbauer zurück.
Erst mit dem Genehmigungsvermerk ist
der Standbau freigegeben.
Für die Genehmigung von:
– zweigeschossigen Bauten
– Kino- oder Zuschauerräumen
– Szenenflächen
– Bauten im Freigelände
– Fliegende Bauten
– Sonderkonstruktionen
werden folgende Unterlagen (in zweifacher
Ausfertigung) bis spätestens sechs Wochen vor Aufbaubeginn in deutscher Sprache benötigt:
4.3 Bauhöhen
In der Anlage finden Sie die maximalen
Bauhöhen für Standbau, Rigging sowie
Werbung. Werbeträger, Logos etc. sind
mindestens 1,00 m von der Grenze zum
Nachbarstand einzurücken. Bauliche Einschränkungen können hallenspezifisch vorhanden sein. Alle Maße sind vor Ort zu
8
4.2.2 Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind als Ausstellungsstände in den Hallen genehmigungspflichtig.
4.2.3 Änderung nicht vorschriftgemäßer
Standbauten
Standbauten, die nicht genehmigt sind,
den Technischen Richtlinien oder dem
Stand der Technik nicht entsprechen, müssen geändert oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung ist die
Messe Frankfurt berechtigt, auf Kosten
des Ausstellers selbst Änderungen vorzunehmen.
4.2.4. Haftungsumfang
Jegliche Schadensersatzansprüche wegen
Abhandenkommens, Beschädigung oder
Beeinträchtigungen der eingesandten Entwürfe, Modelle oder sonstigen Unterlagen
gegen die Messe Frankfurt, gleich auf welchem Rechtsgrund sie beruhen könnten,
sind ausgeschlossen.
überprüfen. Die Messe Frankfurt übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der
Angaben.
Generell sind die Rückseiten zu Nachbarständen ab einer Höhe von 2,50 m glatt
und im Regelfall farblich neutral (z.B.
weiss oder lichtgrau) auszubilden.
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
4.4 Brandschutz- und
Sicherheitsbestimmungen
4.4.1 Brandschutz
Die Ausstellungshallen sind mit Brandmelde- bzw. Feuerlöschanlagen ausgerüstet.
Sollten diese Brandschutzanlagen durch
Standbau eingeschränkt werden (z.B.
durch geschlossene Decken), so sind zu-
sätzliche Maßnahmen seitens des Ausstellers erforderlich, die im Einvernehmen mit
der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, zu treffen sind. Die erforderlichen
Maßnahmen sind den folgenden Tabellen 1
und 2 zu entnehmen.
Tabelle 1:
Brandschutzkonzept für eingeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken
und zweigeschossige Messestände mit offenen OG-Decken
Deckenfläche
0-30 m2
31-100 m2
101-200 m2
201-400 m2
401-1000 m2
Brandschutzmaßnahme
Standbaumaterialien
einschl. Decken
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar
FluchtRettungsweglänge
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
Ausgänge aus Messeständen oder Räumen
in Messeständen
(Mindestbreite)
EG: einer; 0,9 m
OG: eine Treppe;
0,9 m
EG: einer; 0,9 m
OG: eine Treppe;
0,9 m
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
Flucht- /Rettungsweg
Kennzeichnung
Ja
Ja
Rettungszeichenleuchten
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Feuerlöscher
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
Automatische Brandmeldeanlage (BMA)
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: nein
EG: ja
OG: nein
EG: ja
OG: nein
EG: ja
OG: nein
Akustische/optische
Alarmierung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: Ja
EG: nein
OG: ja
EG: nein
OG: ja
EG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
im Stand
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja, einer
OG: nein
EG: ja, zwei
OG: nein
EG: ja, drei
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: nein
EG: ja
OG: nein
Sprinklerung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: nein
Anmerkung: Wenn kein durch Personen genutztes OG vorhanden ist, entfallen die jeweiligen Anforderungen für das OG
Stand: 1.1.2010
9
Technische Richtlinien
Tabelle 2:
Brandschutzkonzept für zweigeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und mit geschlossenen OG-Decken
Deckenfläche
0-30 m2
31-100 m2
101-200 m2
201-400 m2
401-1000 m2
Brandschutzmaßnahme
Standbaumaterialien
einschl. Decken
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar schwerentflammbar
FluchtRettungsweglänge
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
EG: max. 20 m
zum Gang
OG: max. 20 m
zum Gang
Ausgänge aus Messeständen oder Räumen
in Messeständen
(Mindestbreite)
EG: einer; 0,9 m
OG: eine Treppe;
0,9 m
EG: einer; 0,9 m
OG: eine Treppe;
0,9 m
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
EG: zwei,
entgegengesetzt,
< 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt,
je < 200 m2: 0,9 m
> 200 Pers:
min. 1,2 m + 0,6 m
je weitere 100 Pers
Flucht- /Rettungsweg
Kennzeichnung
Ja
Ja
Rettungszeichenleuchten
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Ja
Sicherheitsbeleuchtung
Feuerlöscher
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
EG: ja
OG: ja, 1
+ 1 je Treppe
Automatische Brandmeldeanlage (BMA)
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: ja
EG: ja
OG: ja
EG: ja
OG: ja
EG: ja
OG: ja
Akustische/optische
Alarmierung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: ja
EG: nein
OG: ja
EG: nein
OG: ja
EG: ja
OG: ja
Wandhydrant „S“
im Stand
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja, einer
OG: ja, einer
EG: ja, zwei
OG: ja, zwei
EG: ja, drei
OG: ja, drei
Rauchableitung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: ja
EG: ja
OG: ja
Sprinklerung
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: nein
OG: nein
EG: ja
OG: ja
Erläuterungen zu den Tabellen 1 und 2
Allgemeines / Flächenangaben
Eine zweigeschossige Bauweise und der
Einbau von geschlossenen Decken ist nur
mit Zustimmung der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, möglich.
Die Flächenangaben in m² beziehen sich
jeweils auf die geschlossenen Deckenflächen je Geschoss, ggfs. ist eine abschnittsweise Bewertung notwendig.
Für Messestände mit geschlossenen
Decken ab einer Fläche von 1000 m² ist
grundsätzlich ein individuelles Brandschutzkonzept zu erstellen; das Brandschutzkonzept ist der Messe Frankfurt zur
Genehmigung vorzulegen.
sein. An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt
werden. Alle Treppenanlagen sind nach
DIN 18065 auszuführen.
Standbaumaterialien, Treppen
Alle Standbaumaterialien müssen nach DIN
4102 B1 bzw. entsprechend EN 13501-1
Klasse C mindestens schwerentflammbar
Flucht- und Rettungswege
Die Führung und Bemessung der Fluchtund Rettungswege richtet sich nach den
Anforderungen der MVStättV. Die Entfer-
10
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
Erläuterungen zu den Tabellen 1 und 2 (Fortsetzung von Seite 22)
nungen innerhalb der Messestände werden
in der Lauflinie gemessen.
Flucht- und Rettungswegkennzeichnung
Die Kennzeichnung der Flucht -und Rettungswege erfolgt nach der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A 8
„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ bzw. BGR 131
„Regeln für Sicherheit und
Gesundheitsschutz an Arbeitsplätzen mit
künstlicher Beleuchtung und für Sicherheitsleitsysteme“. Wenn Messestände eingehaust sind oder verdunkelt werden und
die allgemeine Sicherheitsbeleuchtung der
Ausstellungshalle nicht ausreicht, ist eine
Sicherheitsbeleuchtung für Sicherheitszeichen von Ausgängen und Rettungswegen
vorzusehen (vgl. §15 MVStättV). Für Messestände bis zu einer eingehausten Fläche
von 30-100 m2 reichen Rettungszeichenleuchten gem. BGR 131 aus.
Wandhydranten
Zusätzliche Wandhydranten auf Messeständen sind insbesondere zur Selbsthilfe
aber auch zum Einsatz durch unterwiesene
Personen vorzusehen. Wandhydranten zur
Selbsthilfe entsprechen DIN 14461 Teil 1
Typ „S“ und sind entsprechend zusätzlich
zur Sicherheitskennzeichnung mit einem
„S“ zu kennzeichnen. Die Leistung der
Wandhydranten für die Selbsthilfe beträgt
24 l/min bei gleichzeitigem Betrieb zweier
Wandhydranten mit formbeständigem
Schlauch mit 19 mm Durchmesser und
Strahlrohr mit Mundstück d = 4 mm.
Wandhydranten auf Messeständen sind in
unmittelbarer Nähe der Zugänge zu den
Ständen bzw. an den Treppenauf- bzw.
-abgängen zu installieren. Die Wandhydranten sind so anzuordnen, dass jede
Stelle eines Messestandes mit mindestens
einem Wandhydranten zu erreichen ist.
Das Standpersonal wird im Umgang mit
den Wandhydranten durch die Messe
Frankfurt unterwiesen.
Feuerlöscher
Jede Messestandebene muss mit mindestens einem für die Brandgefahr geeigneten
Feuerlöscher ausgestattet sein. Je weitere
200 m² ist ein zusätzlicher Feuerlöscher
vorzuhalten. Je Treppe in einem Messestand ist ein zusätzlicher Feuerlöscher am
Treppenabgang vorzuhalten. Die Feuerlöscher müssen ein Löschvermögen von
mindestens 27 A für Brandklasse A oder
144 B für Brandklasse B aufweisen und
sollten nicht schwerer als 12 kg sein.
Sollten auf Messeständen Küchen vorhanden sein,sind entsprechend geeignete Feuerlöscher vorzuhalten.
Stand: 1.1.2010
Brandmeldeanlage
Die automatische Brandmeldeanlage in
Messeständen mit geschlossenen Decken
soll eine frühzeitige Detektion eines Brandes und die Alarmierung sowohl der Messestandbesucher insbesondere im Obergeschoss eines Messestandes sowie der Feuerwehr bewirken. Hierdurch werden die
Bedingungen zur Selbstrettung deutlich
verbessert und die Eingreifzeiten der Feuerwehr minimiert. Neben Alarmierungseinrichtungen können Anlagen zur Rauchableitung durch eine automatische Brandmeldeanlage angesteuert werden.
Akustische/Optische Alarmierung
Eine optisch-akustische Alarmierungsanlage ist im Obergeschoss von zweigeschossigen Messeständen erforderlich, sofern
keine Sichtverbindung zur Ausstellungshalle besteht. Somit kann eine frühzeitige
Alarmierung der Personen im Obergeschoss bei einer Brandmeldung im Erdgeschoss sichergestellt werden. Die Ansteuerung /Auslösung erfolgt über die automatische Brandmeldeanlage im
Erdgeschoss eines zweigeschossigen Messestandes. In Messeständen mit geschlossenen Decken größer 400 m2 ist auch im
Erdgeschoss eine Alarmierungsanlage vorzusehen.
Schallhemmende Kabinen müssen zusätzlich – unabhängig von ihrer Größe – entweder eine Sichtverbindung nach Außen
haben oder mit einer optischen Signalanlage in Verbindung mit einem AlarmTaster oder mit einem Notaus-Taster
außerhalb der Kabine ausgestattet sein.
Rauchableitung
Die Entrauchung von Messeständen erfolgt
natürlich oder maschinell in die Messehalle
und von dort natürlich oder maschinell ins
Freie.
Für Messestände mit einer Deckenfläche
von weniger als 200 m2 ist eine Rauchabzugsanlage nicht erforderlich.
Bis zu einer Grundfläche von 1000 m2
genügen Rauchableitungsöffnungen mit
einer freien Öffnungsfläche von insgesamt
1 Prozent der Grundfläche, Fenster oder
Türen mit einer freien Öffnungsfläche von
insgesamt 2 Prozent der Grundfläche oder
maschinelle Rauchabzugsanlagen mit
einem Luftvolumenstrom von 36 m3/h je
Quadratmeter Grundfläche. An die Anlagen zur maschinellen Entrauchung von
Messeständen werden keine Anforderungen hinsichtlich des thermischen und elektrischen Funktionserhaltes gestellt, da die
Entrauchung nur für die Phase der Selbstrettung und ggf. Fremdrettung relevant ist
und auch keine Bauteilanforderungen an
11
Messestände gestellt werden. Die Auslösung/ Ansteuerung einer maschinellen Entrauchungsanlage erfolgt über die automatische Brandmeldeanlage.
Sprinklerung
Die Wirkung der Feuerlöschanlage (in der
Ausstellungshalle) darf durch überdeckte
oder mehrgeschossige Ausstellungs- und
Dienstleistungsstände nicht beeinträchtigt
werden.
Bis zu einer geschlossenen Deckenfläche
von 30 m2 bedarf es keiner Kompensationsmaßnahme, da die Wirksamkeit der
Sprinkleranlage in der Ausstellungshalle
dadurch nicht beeinträchtigt wird. Bis zu
einer Fläche von 100 m2 wird diese Anforderung durch eine automatische Brandmeldeanlage in Verbindung mit dem raschen
Alarmieren und Eingreifen der Feuerwehr
kompensiert.
Ab einer Deckenfläche von 100 m2 wird
die Anforderung durch eine automatische
Brandmeldeanlage in Verbindung mit dem
raschen Alarmieren der Feuerwehr und der
Installation von zusätzlichen Wandhydranten zur unmittelbaren Aufnahme der
Brandbekämpfung kompensiert. Ab einer
Fläche von 400 m2 erfolgt eine Sprinklerung des Bereiches unterhalb der geschlossenen Decke.
Die Decke von Obergeschossen ist
grundsätzlich offen zu gestalten, damit
Feuerlöschanlagen in Ihrer Wirksamkeit
nicht beeinträchtigt werden. Sollten
Decken von Obergeschossen geschlossen
werden, gelten die zusätzlichen Anforderungen wie an Flächen in eingeschossigen
Ständen mit geschlossener Decke.
Decken sind als offen zu betrachten, wenn
nicht mehr als 50 % der Fläche bezogen
auf den einzelnen m2 geschlossen sind
oder sprinklertaugliche Stoffe mit einer
Mindestmaschenweite von 2 mm x 4 mm
oder 3 mm x 3 mm haben.
Geschlossene Decken bis 30 m2 pro
Stand, jedoch nicht mehr als 50 % der
Standfläche dürfen – ohne weitere Kompensationsmaßnahmen – geschlossen ausgeführt werden. Wenn mehrere 30 m2
große Deckenflächen eingesetzt werden,
müssen diese einen Abstand zwischen
zwei Deckenfeldern von mind. 3 m haben.
Mehrere bis zu 400 m2 große geschlossene Deckenflächen dürfen ohne Sprinklerung nicht unmittelbar aneinander gebaut
werden. Es ist ein Mindestabstand der
Deckenflächen untereinander von 5 m
(Luftlinie) einzuhalten.
Technische Richtlinien
4.4.1.1 Standbau- und Dekorationsmaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien
müssen entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1
mindestens Klasse C, d.h. schwerentflammbar sein. An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der
Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende oder toxische Gase bildende Materialien wie z.B. Polystyrol-Hartschaum , PVC oder ähnliche, sowie
verschiedene Acrylglasprodukte dürfen
nicht verwendet werden. Die eingesetzten
Materialien dürfen im Brandfall nicht zu
einer starken Rauchentwicklung beitragen.
Ein Prüfzeugnis über die Baustoffklasse
und die geforderten Eigenschaften des Materials kann verlangt werden. Laub- und
Nadelgehölze dürfen nur mit feuchtem
Wurzelballen verwendet werden. Bambus,
Reet, Heu, Stroh, Rindenmulch, Torf oder
ähnliche Materialien dürfen nicht verwendet werden.
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern
zur Befestigung statisch beanspruchter
Teile ist nicht gestattet.
4.4.1.2 Ausstellung von Kraftfahrzeugen
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dürfen in den Hallen nur mit weitgehend leerem Tank ausgestellt werden. Die Batterie
ist abzuklemmen und der Treibstofftank
muss abgeschlossen sein. Die Ausstellung
gasbetriebener Fahrzeuge in den Hallen ist
nur mit entleertem Druckbehälter und
drucklos gestattet.
4.4.1.3 Explosionsgefährliche Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen
dem Sprengstoffgesetz und dürfen auf
Messen und Ausstellungen nicht ausgestellt werden. Dies gilt auch für Munition
im Sinne des Waffengesetzes.
4.4.1.4 Pyrotechnik
Pyrotechnische Vorführungen sind
genehmigungspflichtig und mit der Messe
Frankfurt abzustimmen.
Pyrotechnische Gegenstände ohne Zulassung oder pyrotechnische Gegenstände
der Klassen II, III und IV sind nicht zugelassen.
4.4.1.5 Luftballons und Flugobjekte
Die Verwendung von Luftballons und Flugobjekten, die mit brennbarem Gas gefüllt
sind, ist in den Hallen und im Freigelände
verboten.
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas
gefüllten Luftballons in den Hallen und im
Freigelände ist bei der Messe Frankfurt,
Veranstaltungstechnik, anzumelden.
12
4.4.1.6 Nebelmaschinen
Der Einsatz von Nebelmaschinen ist bei
der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, anzumelden.
4.4.1.7 Aschenbehälter, Aschenbecher
Sofern für den Stand oder Teile desselben
kein ausdrückliches Rauchverbot angeordnet ist, muss für die Bereitstellung einer
ausreichenden Zahl von Aschenbechern
oder Aschenbehältern aus nichtbrennbarem
Material und für deren regelmäßige Entleerung Sorge getragen werden.
4.4.1.8 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Behälter für
Abfall, Wertstoffe oder Reststoffe aus
brennbaren Materialien aufgestellt werden.
Die Behälter in den Ständen sind
regelmäßig, spätestens jeden Abend nach
Messeschluss, in die Wertstoff- oder Reststoffstationen an den Hallenausgängen zu
entleeren.
Fallen größere Mengen brennbarer Abfälle
an, sind diese mehrmals am Tage zu entsorgen.
Abfallbeutel können nach dem täglichen
Veranstaltungsende in den Gang gestellt
werden.
Dort werden sie abgeholt.
4.4.1.9 Spritzpistolen, Nitrolacke
Der Gebrauch von Spritzpistolen sowie die
Verwendung von Nitrolacken ist in allen
Messehallen verboten.
4.4.1.10 Trennschleifarbeiten und alle
Arbeiten mit offener Flamme
Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und
Trennschleifarbeiten müssen vor Arbeitsbeginn bei der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, angezeigt werden. Die Arbeiten dürfen erst nach Genehmigung und
Vorliegen der Erlaubnis begonnen werden.
Bei den Arbeiten ist die Umgebung gegen
Gefahren ausreichend abzuschirmen.
4.4.1.11 Leergut
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art
(z. B. Verpackungen und Packmittel) auf
den Ständen und außerhalb des Standes in
der Halle ist verboten. Anfallendes Leergut
ist unverzüglich zu entfernen. Es kann
durch die Vertragsspediteure eingelagert
werden.
Die Messe Frankfurt ist berechtigt, falls
der Aussteller einer Aufforderung zur Beseitigung widerrechtlicher Lagerung nicht
nachkommt, die Entfernung auf Kosten
und Gefahr des Ausstellers zu veranlassen.
4.4.1.12 Feuerlöscher
Jeder Stand muss mit mindestens einem
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
Feuerlöscher ausgestattet sein.
Siehe auch Punkt 4.4.1
4.4.1.13 Reinigungsmittel, Lösungsmittel
Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten
zu Reinigungszwecken innerhalb der Hallen
ist unzulässig. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Mittel enthalten,
sind den Vorschriften entsprechend zu verwenden.
4.4.2 Standüberdachung
Um den Sprinklerschutz nicht zu beeinträchtigen, müssen in gesprinklerten Hallen
Stände nach oben hin grundsätzlich offen
sein.
Decken sind als offen zu betrachten, wenn
nicht mehr als 50 % der Fläche bezogen
auf den einzelnen m2 geschlossen sind.
Sprinklertaugliche Decken mit einer
Maschenweite von mindestens 2 x 4 mm
bzw. 3 x 3 mm sind zugelassen. Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich
einlagig zu verspannen. Ein Durchhängen
der Gewebeplane ist zu vermeiden.
Bei zweigeschossigen Aufbauten, Decken
als Exponat oder Verdunklungen können
geschlossene Decken mit Einschränkung
zugelassen werden. (Für zweigeschossige
Bauweise siehe auch Punkt 4.4.1 und
Punkt 4.9.) Bis zu 30 m2 zusammenhängende Deckenfläche pro Stand, jedoch
nicht mehr als 50 % der Standfläche, dürfen ohne weitere Maßnahmen geschlossen
ausgeführt werden. Um durch Addition
mehrerer Deckenfelder diese maximale
Größe der Fläche von 30 m2 nicht zu überschreiten, ist zu den Standgrenzen hin ein
Abstand von mindestens 1,50 m einzuhalten. Auch mehrere bis zu 30 m² große
Deckenfelder innerhalb eines Messestands
sind möglich, sofern ein Mindestabstand
von 3.00 m zwischen den Deckenfeldern
eingehalten wird.
Kommt es durch Aneinanderreihen von
Deckenfeldern (auch standübergreifend) zur
4.5 Ausgänge, Rettungswege, Türen
Stand: 1.1.2010
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege
Die Entfernung von jeder Stelle auf einer
Ausstellungsfläche bis zu einem Hallengang darf nicht mehr als 20 m Lauflinie
betragen.
Für Aufenthalts- und Arbeitsräume sowie
Ausstellungsflächen bis 100 m2 genügt ein
Ausgang mit mindestens 0,90 m Breite.
Ab einer Fläche von 100 m2 sind zwei möglichst weit auseinander und entgegengesetzt liegende Ausgänge erforderlich. Die jeweilige Breite der Ausgänge und Rettungswege ist abhängig von der Personenzahl
(siehe hierzu auch Punkt 4.4.1):
–weniger als 200 Personen:
13
Überschreitung der Fläche von 30 m2, sind
entsprechende Kompensationsmaßnahmen
erforderlich (siehe Punkt 4.4.1, Tabelle 1
„Brandschutzanforderungen für eingeschossige Messestände mit geschlossenen
Erdgeschossdecken und zweigeschossige
Messestände mit offenen Obergeschossdecken“).
Geschlossene Decken größer als 30 m2
sind genehmigungspflichtig. Die Pläne zur
Genehmigung sind bis sechs Wochen vor
Veranstaltungsbeginn bei der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, einzureichen.
Die Installation der entsprechenden Einrichtungen (Wandhydrant, Brandmeldeanlage,
optisch-akustischer Alarm, maschinelle
Rauchableitung, Sprinklerung) erfolgt durch
Vertragsfirmen der Messe Frankfurt und ist
kostenpflichtig.
Schallhemmende Kabinen sind ab einer
Größe von 30 m2 mit einer Brandmeldeanlage auszustatten und müssen zusätzlich –
unabhängig von ihrer Größe – entweder
eine Sichtverbindung nach außen haben
oder mit einer optischen Signalanlage in
Verbindung mit einem Alarm-Taster oder
mit einem Notaus-Taster außerhalb der Kabine ausgestattet sein.
Alle Anforderungen in Verbindung mit dem
Einbau geschlossener Decken sind unter
Punkt 4.4.1 in den Tabellen 1 und 2 zu finden.
4.4.3 Glas und Acrylglas
Es darf nur für den Einsatzzweck geeignetes Glas verwendet werden. Für Konstruktionen aus Glas darf nur Sicherheitsglas
eingesetzt werden. Bitte fordern Sie unser
„Merkblatt zum Einsatz von Glas/Acrylglas
im Messebau“ an.
Kanten von Glasscheiben müssen so bearbeitet oder geschützt sein, dass eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist.
Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu
markieren.
mindestens 0,90 m,
–mehr als 200 Personen:
mindestens 1,20 m.
Staffelungen sind nur in 0,60 m Schritten
pro 100 Personen zulässig.
Die Rettungswege sind nach den Unfallverhütungsvorschriften, BGV A8 zu kennzeichnen.
4.5.2 Türen
Die Verwendung von Pendeltüren,
Drehtüren, Codiertüren, Schiebetüren
sowie sonstigen Zugangssperren in
Rettungswegen ist nicht zulässig.
Technische Richtlinien
4.6 Podeste, Leitern, Treppen, Stege
Allgemein begehbare Flächen, die unmittelbar an mehr als 0,20 m tiefer liegende
Flächen angrenzen, sind mit Brüstungen zu
umwehren, soweit sie nicht durch Stufengänge oder Rampen (max. Steigung 6%)
mit der tiefer liegenden Fläche verbunden
sind. Die Brüstung muss mindestens 1,10
m hoch sein. Umwehrungen und Geländer
von Flächen, auf denen mit der Anwesenheit von Kleinkindern zu rechnen ist, sind
so zu gestalten, dass ein Überklettern erschwert wird. Der Abstand der Geländerteile darf in einer Richtung nicht mehr als
0,12 m betragen. Die Handläufe sind fest,
griffsicher und ohne freie Enden auszuführen. Für das Podest ist ein statischer
Nachweis zu erbringen; für die Prüfung und
Abnahme dieser Sonderkonstruktion können Kosten entstehen, die an den Aussteller/Messebauer weiterberechnet werden.
Die Bodenbelastung muss je nach Nutzung
gemäß DIN 1055 Blatt 3, Tabelle 1 mindestens für 2,0 kN/m² ausgelegt sein. Einstufig begehbare Podeste dürfen höchstens
0,20 m hoch sein. Die Unterkonstruktion
des Podestfußbodens muss nach DIN 4102
- B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 Klasse C mindestens schwerentflammbar sein.
Leitern, Treppen und Stege müssen den
geltenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN 18065
auszuführen. Die Entfernung von jeder Stelle im Stand bis zu einem Hallengang darf
nicht mehr als 20 m Lauflinie betragen.
Die Anzahl und lichte Breite der Treppen
ergibt sich aus der Fläche des Obergeschosses und der Personenzahl im Obergeschoss (siehe hierzu auch Punkt 4.4.1):
– Bis 100 m2 Obergeschossfläche, weniger
als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
– Ab 100 m2 bis 200 m2 Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 0,90 m
– Ab 100 m2 bis 200 m2 Obergeschossfläche, mehr als 200 Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m
– Ab 200 m2 Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind als zusätzliche Treppe zugelassen. Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen oder Drehbühnen
(Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen Genehmigung der Messe Frankfurt,
Veranstaltungstechnik. Treppen mit einer
Breite von mehr als 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
4.7 Standgestaltung
4.7.1 Erscheinungsbild
Für die Gestaltung des Standes ist der
Aussteller zuständig. Hierbei sind die typischen Ausstellungskriterien der Veranstaltung zu berücksichtigen.
Zu allen Ganggrenzen hin ist der Standbau
möglichst transparent zu gestalten. Wünschenswert ist dabei eine zu 70% offen
gestaltete Front. Lange, geschlossene
Standkonstruktionen sind an den Ganggrenzen nicht zulässig. Diese sind durch
den Einbau von Vitrinen, Nischen, Displays
u. ä. aufzulockern.
Standrückseiten, die an Nachbarstände
grenzen, sind ab einer Höhe von 2,50 m
glatt und farblich neutral (z.B. weiss oder
lichtgrau) zu gestalten oder mindestens
1,00 m von der Grenze zum Nachbarstand
einzurücken, um den Nachbarstand in dessen Gestaltung nicht zu beeinträchtigen.
Sofern Messebesucher auf Standdecken
sehen können, sind diese in die Gestaltung
einzubeziehen (Forum 0, Halle 3.0, Galleria
0, Halle 5.0 West und Ost, Halle 6.0 Ost).
Bodenunebenheiten usw, vor Ort selbst zu
informieren und gegebenenfalls den Standbauer zu unterrichten. Die Messe Frankfurt
übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit von Maßen auf Hallen- und Standplänen.
Die Standfläche ist unbedingt einzuhalten,
auch Beleuchtungskörper und Schilder dürfen nicht über die Standgrenzen hinausragen.
4.7.2 Prüfung der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der Messe Frankfurt gekennzeichnet.
Jeder Aussteller ist verpflichtet, sich nach
der Standzuteilung über Lage und Maß
etwaiger Einbauten, insbesondere Hallensäulen, Feuermelder, Verlauf der Versorgungskanäle, Lüftungssysteme sowie
14
4.7.3 Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenteile und technische Einrichtungen
dürfen nicht beschädigt, verschmutzt oder
auf andere Art verändert werden (z.B.
Bohren, Nageln, Schrauben). Auch das
Streichen, Tapezieren und Bekleben ist
nicht gestattet.
Hallenteile und technische Einrichtungen
dürfen weder durch Standaufbauten noch
durch Exponate statisch belastet werden.
Hallenstützen können aber innerhalb der
Standfläche ohne Beschädigung derselben
im Rahmen der zulässigen Bauhöhe umbaut werden.
Installationen an den Hallensäulen müssen
frei zugänglich sein. Gegebenenfalls sind
entsprechende Revisionsöffnungen bauseitig vorzusehen.
4.7.4 Hallenfußböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind
unfallsicher zu verlegen und dürfen nicht
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
über die Standgrenzen hinausragen.
Zum Fixieren darf nur PE- oder PP-Klebeband verwendet werden, das rückstandsfrei zu entfernen ist.
Alle eingesetzten Materialien müssen von
dem Aussteller rückstandsfrei entfernt
werden. Substanzen wie Öl, Fette, Farben
und ähnliches müssen sofort vom Fußboden entfernt werden.
Der Hallenfußboden darf weder gestrichen
noch beklebt werden.
Die technische Standversorgung, Leitungsverlegung, Revisionsöffnungen usw. dürfen nicht behindert werden.
Verankerungen und Befestigungen sind
nicht gestattet.
Teppiche und andere Fußbodenbeläge in
den Ausstellungsbereichen müssen nach
DIN 4102 B1 bzw. entsprechend EN
13501-1 Klasse C mindestens schwerentflammbar sein. Ein Prüfzeugnis (Zertifikat)
über die Baustoffklasse des eingesetzten
Materials ist am Messestand bereitzuhalten.
4.7.5 Abhängungen von der Hallendecke
Abhängungen von der Hallendecke sind an
den dafür vorgesehenen technischen Einrichtungen möglich (nicht in allen Hallenebenen möglich).
Abhängungen sind genehmigungspflichtig
und gemäß BGV C1 (ehemals VBG 70)
auszuführen. Die Durchführung ist gebunden an die Messe Frankfurt und deren Vertragsfirmen. Den Bestellungen mit Formblatt ist eine Grundrissskizze beizufügen,
aus der die Hängelasten und die gewünschten Platzierungen der Hängepunkte
ersichtlich sind.
Die maximalen Bauhöhen (siehe Anlage)
gelten auch für die Höhe des Traversensystems und sind entsprechend zu beachten.
Die Messe Frankfurt behält sich vor, ggf.
die eingebrachten Lasten sowie die verwendeten Konstruktionen durch einen
Statiker prüfen zu lassen. Diese Prüfung ist
kostenpflichtig und wird dem Besteller/
Aussteller in Rechnung gestellt.
4.7.6 Standbegrenzungswände
Von der Messe Frankfurt werden im allgemeinen einheitliche Standtrennwände in
der Höhe von 2,50 m mit Stellfüßen bis zu
0,12 m Länge aufgestellt.
Einseitig offene Stände erhalten eine Rückwand und zwei Seitenwände.
Zweiseitig offene Stände erhalten eine
Rück- und eine rechte oder linke Seitenwand bzw. nur zwei Seitenwände. Dreiseitig offene Stände werden nur mit einer
Rückwand versehen.
Vierseitig offene Stände erhalten keine
Trennwände. Die Flächen dieser Stände
werden auf dem Hallenboden abgegrenzt.
Bei ein- und zweiseitig offenen Ständen
Stand: 1.1.2010
15
sind jeweils 6 cm von der bestätigten
Standbreite abzuziehen, um das lichte Maß
zu erhalten.
Die Trennwände dürfen auf keinen Fall
beschädigt werden. Die Messe Frankfurt
behält sich vor, dem Aussteller Kosten für
eine gegebenenfalls erforderliche Instandsetzung zu berechnen.
Werden bei Beginn des Standaufbaus an
den kunststoffbeschichteten Wänden vom
Aussteller bzw. dessen Standgestalter Beschädigungen festgestellt, ist dies umgehend dem zuständigen Hallenservice zu
melden.
Leichte Gegenstände können mit Dekorationshaken, die beim Hallenservice erhältlich
sind, an den Standwänden befestigt werden. Die Haken sind an der Oberkante des
Stand-Wand-Systems einzuhängen. Sie
sind maximal mit 4 kg belastbar. Pro Wandelement dürfen nicht mehr als zwei
Haken angebracht werden.
Das Standwandsystem hat eine kunststoffbeschichtete Oberfläche, an der nicht
genagelt, geschraubt, geklebt und die
nicht gestrichen werden darf. In Ausnahmefällen gestattet die Messe Frankfurt
Medien und Service GmbH (MFS) auf gesonderten Antrag, dass Wände mit geeignetem Material tapeziert werden, sofern
die Kosten für die Zurückführung in den
ursprünglichen Zustand vom Aussteller vor
Ausführung der Arbeiten erstattet werden.
Das Anbringen von Lacktapeten, abwaschbaren Tapeten, Stannioltapeten oder anderen Tapeten, die mit einer Sperrschicht
versehen sind, ist nicht gestattet. Das Bekleben des Standwandsystems mit selbstklebenden Bändern und Folien u.ä. ist
nicht zulässig.
Auf Wunsch können zusätzliche Trennwände für Besprechungskabinen innerhalb der
Stände oder für sonstige Standaufteilungen
zu Lasten des Ausstellers aufgestellt werden. Die MFS wird diese Arbeiten durch
eine Fachfirma vornehmen lassen. Die MFS
bietet darüber hinaus dem Aussteller Komplettstände in Standardgrößen und -ausstattungen zwischen 15 und 49 m2 sowie
auf Anfrage individuelle Standausstattungen für größere Standflächen zur Miete an.
Die Bestellung erfolgt mit den in der Servicemappe enthaltenen Bestellformularen bis
spätestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
4.7.7 Werbemittel/Präsentationen
Stand- und Exponatbeschriftung, Firmenund Markenzeichen dürfen die vorgeschriebene maximale Bauhöhe (siehe Anlage)
nicht überschreiten. Werbeträger, Logos
etc. sind mindestens 1,00 m von der
Grenze zum Nachbarstand einzurücken.
Sie sollen ein ansprechendes Bild ergeben.
Präsentationen, optische, sich langsam be-
Technische Richtlinien
wegende und akustische Werbemittel
sowie musikalische Wiedergaben sind erlaubt, sofern sie den Nachbarn nicht belästigen, nicht zu Stauungen auf den Gängen führen und die messeeigene Ausrufanlage in den Hallen nicht übertönen. Die
Lautstärke darf 70 dB(A) an der Standgrenze nicht überschreiten.
Die Messe Frankfurt kann bei Verstößen
gegen diese Regelung einschreiten und ggf.
Stilllegung verlangen.
Bei Showveranstaltungen sind die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften „Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung“ (BGV C1, ehemals
VBG 70) zu beachten. Shows oder Produktpräsentationen mit Showeinlagen
müssen bei der Messe Frankfurt angemeldet werden.
Die Verteilung von Drucksachen und der
Einsatz von Werbemitteln ist nur auf der
eigenen Standfläche zulässig.
4.8 Freigelände
Die vorangehenden allgemeinen Bestimmungen für den Standaufbau gelten sinngemäß für die Stände im Freigelände.
Für Stände im Freigelände sind der Messe
Frankfurt, Veranstaltungstechnik, bis spätestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn maßstabsgerechte Grundrisse und
Ansichten über den beabsichtigen Standaufbau und die Ausgestaltung der Stände
mit den genauen Maßen zur Genehmigung
vorzulegen. Die Genehmigung der Stände
im Freigelände ist kostenpflichtig. Eine geprüfte oder prüffähige Statik ist mit einzureichen. Bei nicht geprüfter Statik wird
eine Prüfung durch ein von der Messe
Frankfurt beauftragtes Ingenieurbüro erforderlich. Diese Kosten werden dem Aussteller separat vom Ingenieurbüro in Rechnung gestellt.
Soweit die Aufbauten als sogenannte
"Fliegende Bauten" eingestuft werden und
ein Prüfbuch vorhanden ist, ist die Aufstellung des Fliegenden Baus bei der Bauaufsicht der Stadt Frankfurt am Main, Abteilung Statik, anzuzeigen. Das entsprechende Antragsformular ist über die Messe
Frankfurt, Veranstaltungstechnik, erhältlich. Die Genehmigungsunterlagen müssen
vor Veranstaltungsbeginn zur Abnahme
am Stand vorliegen. Werden im Freigelände vom Aussteller Bodenaufbrüche für
Fundamente, Gruben, Rohrleitungen, Kabelgraben, Fahnenmaste usw. geplant, so
ist hierfür rechtzeitig die Genehmigung der
Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik,
einzuholen. Ohne eine Genehmigung dürfen diese Arbeiten nicht ausgeführt werden. Bodenverankerungen wie Erdnägel
o.ä. sind nicht gestattet.
4.9 Zweigeschossige Bauweise
4.9.1 Bauanfrage
Eine zweigeschossige Bauweise ist nur mit
Zustimmung der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik möglich. Die Anfrage soll
bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei der
Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG
Veranstaltungstechnik
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
eingehen.
Die Prüfung der zweigeschossigen Bauweise ist für den Aussteller kostenpflichtig. Diese Prüfkosten enthalten nicht die
Kosten einer erforderlichen Brandmeldeanlage oder anderer brandschutztechnischen
Maßnahmen, die erforderlich werden können.
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände, Höhe der
Standinnenräume
Die Messe Frankfurt behält sich vor, nach
eigenem Ermessen im Interesse der Gesamtgestaltung der Halle und aus Sicher16
4.7.8 Fundamente, Gruben
Werden Fundamente, Gruben oder andere
bauliche Veränderungen vom Aussteller
geplant, so sind hierfür der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, bis spätestens
sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn
maßstabsgerechte Pläne, aus denen auch
die Lasten und Größen der Ausstellungsobjekte und Lagerflächen zu ersehen sind,
zur Genehmigung vorzulegen.
Sämtliche hierdurch und zum einwandfreien Rückbau nach der Veranstaltung entstehenden Kosten hat der Aussteller zu
tragen. Aufträge sind ausschließlich an die
Messe Frankfurt zu richten.
heitsgründen zweigeschossige Aufbauten
abzulehnen. Grundsätzlich ist die Größe
des Obergeschosses auf maximal 50% der
Standfläche begrenzt.
Das Obergeschoss muss nach oben hin
offen sein.
Die lichte Höhe von Innenräumen muss bei
mehrgeschossiger Bauweise mindestens
2,30 m betragen.
Die durch das Obergeschoss überbaute
Standfläche ist ab einer Obergeschossfläche von 30 m2 mit einer automatischen
Brandmeldeanlage auszustatten. Ggfs.
sind auch andere Maßnahmen erforderlich,
genauere Angaben sind unter Punkt 4.4.1
in den Tabellen 1 und 2 zu finden. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen
sind vom Aussteller bei der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, zu bestellen.
Von der Messe Frankfurt werden die entsprechenden Installationen veranlasst und
die hierfür entstehenden Kosten dem Aussteller in Rechnung gestellt.
Die der Messe Frankfurt überlassene, geStand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
prüfte oder prüffähige Baustatik wird zur
Überprüfung auf Übereinstimmung mit den
vorgelegten Ausführungsplänen an ein von
der Messe Frankfurt beauftragtes Ingenieurbüro übergeben. Sollte keine entsprechende Statik vorliegen, wird das Ingenieurbüro die Prüfung selbst vornehmen und
separat an den Aussteller weiterberechnen. Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache an den
Standbauleiter, um den Standaufbau in
statischer Hinsicht zu überprüfen.
4.9.3 Verkehrslasten/Lastannahmen
Für zweigeschossige Messestände sind die
Verkehrslasten nach DIN 1055 anzusetzen:
– Versammlungs-/Ausstellungs- und ähnliche Räume 5,0 kN / m2
– bei büroähnlicher Nutzung Abminderung
möglich auf 3,5 kN / m2
– Treppen 5,0 kN / m2
– Horizontallast für Brüstungen und Geländer in Holmhöhe 1,0 kN / m2
– Horizontallast für Außenwände im Obergeschoss in 1,00 m Höhe über Fußboden 1,0 kN / m2.
Bei dem Standsicherheitsnachweis ist zu
berücksichtigen, dass Verankerungen nicht
möglich sind.
Eine uneingeschränkte Nutzung als Ausstellungs- und Verkaufsraum, als Versammlungsraum ohne oder mit dichter Bestuhlung erfordert eine Verkehrslast von 5,0 kN / m2
Die Nutzung ist jeweils deutlich erkennbar
in die zur Genehmigung eingereichten
Pläne einzutragen.
Zur Erzielung einer ausreichenden LängsQuerstabilität ist eine Horizontallast von
H = p / 20 (p = Verkehrslast) anzusetzen.
Die Horizontallast ist bei Brüstungen und
Geländern an der Oberkante des Geländers
sowie bei absturzsichernden Wänden im
Obergeschoss in Höhe von 1,10 m ab
Oberkante Fußboden mit 1,0 kN / m anzusetzen.
Es ist nachzuweisen, dass die Bodenpressung der Stützen die zulässige Bodenbelastung der Hallenböden nicht überschreitet, siehe hierzu auch „Technische Daten
der Hallen der Messe Frankfurt“. Für mehrgeschossige Bauten und Sonderkonstruktionen ist unterhalb der Stützen eine lastverteilende Bodenplatte von mindestens
0,20 m x 0,20 m vorzusehen, bei hohen
Lasten entsprechend den statischen Anforderungen.
Treppen müssen immer für eine Verkehrslast von 5,0 kN / m2 ausgelegt werden.
4.9.4 Rettungswege/Treppen
Im Obergeschoss eines zweigeschossigen
Ausstellungsstandes darf die Entfernung
über die Treppe von jeder zugänglichen
Stelle aus zum nächstliegenden Hallengang
Stand: 1.1.2010
17
höchstens 20,00 m Lauflinie betragen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN 18065
auszuführen. Die Anzahl und lichte Breite
der Treppen ergibt sich aus der Fläche
des Obergeschosses und der Personenzahl
im Obergeschoss (siehe hierzu auch Punkt
4.4.1):
– Bis 100 m2 Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen:
1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
– Ab 100 m2 bis 200 m2 Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 0,90 m
– Ab 100 m2 bis 200 m2 Obergeschossfläche, mehr als 200 Personen:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m
– Ab 200 m2 Obergeschossfläche:
2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m
– Zuzüglich je weitere 100 Personen:
jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite.
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind als zusätzliche Treppe zugelassen. Bewegte
Bauteile, wie Rolltreppen oder Drehbühnen
(Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen Genehmigung der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik. Treppen mit
einer Breite von mehr als 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Die Handläufe sind fest, griffsicher und
ohne freie Enden auszuführen.
4.9.5 Baumaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien
müssen DIN 4102 mindestens B1 bzw.
entsprechend EN 13501-1 mindestens
Klasse C, d.h. schwerentflammbar sein.
An tragende Konstruktionsteile können im
Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden.
Leichtentflammbare, brennend abtropfende
oder toxische Gase bildende Materialien
wie z.B. Polystyrol-Hartschaum, PVC oder
ähnliche, sowie verschiedene Acrylglasprodukte dürfen nicht verwendet werden. Die
eingesetzten Materialien dürfen im Brandfall nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen.
4.9.6 Obergeschoss
Im Obergeschoss sind im Bereich der Brüstungen, falls erforderlich, auf dem Fußboden Abrollsicherungen von mindestens 0,05
m Höhe anzubringen.
Brüstungen sind entsprechend Punkt 4.6
und Punkt 4.9.3 auszuführen.
In gesprinklerten Hallen muss das Obergeschoss nach oben hin grundsätzlich offen
sein. Sämtliche erforderlichen brandschutztechnischen Maßnahmen sind unter Punkt
4.4.1 Brandschutz zu finden. Zusätzlich zu
den bereits im Erdgeschoss vorhandenen
Feuerlöschern ist mindestens ein zugelassener und geeigneter Feuerlöscher (entsprechend EN3) pro Treppenabgang gut sichtbar und griffbereit anzuordnen.
Technische Richtlinien
5. Betriebssicherheit, Technische
Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften,
Technische Versorgung
5.1 Allgemeine Vorschriften
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit
und die Einhaltung der Arbeitsschutz- und
Unfallverhütungsvorschriften auf seinem
Stand selbst verantwortlich.
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im
Rahmen der arbeits- und gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.1.1 Schäden
Jede durch Aussteller oder deren Beauftragte verursachte Beschädigung auf dem
Messegelände, seinen Gebäuden oder Einrichtungen wird nach Beendigung der Veranstaltung auf Kosten des Ausstellers
durch die Messe Frankfurt beseitigt.
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln
Der Gebrauch von Bolzen-Schussgeräten
ist verboten. Der Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen ohne Späneabsaugung ist
nicht zulässig. Der Einsatz von Kranen,
Gabelstaplern und sonstigen Be- und Entladehilfen ist ausschließlich dem Logistikservice der Messe Frankfurt vorbehalten. Der
Einsatz firmeneigener Gabelstapler ist aus
Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Gabelstapler zum Be- und Entladen können bei
Bedarf durch den Logistikservice der
Messe Frankfurt entgeltpflichtig zur Verfügung gestellt werden.
Der Einsatz von elektrisch betriebenen
Hubwagen zum ebenerdigen Warentransport ist erlaubt.
Elektrisch betriebene Hubwagen sind ausschließlich für Montagearbeiten auf der angemieteten Standfläche und nicht für Beund Entladungen gestattet.
5.3 Elektroinstallation
5.3.1 Anschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer Energie
versorgt werden soll, erhält einen oder
mehrere Anschlüsse.
Die Stromversorgung wird aus Sicherheitsgründen am letzten Veranstaltungstag eine
Stunde nach Messeschluss eingestellt.
einzubeziehen (Standerdung).
Außerdem dürfen nur Leitungen, wie die
Typen NYM, H05VV-F, H05RR-F, mit
einem Mindestquerschnitt von 1,5 mm2 Cu
verwendet werden. Alle verwendeten Leitungstypen sind ausschließlich nach Maßgabe der Vorschriften der DIN VDE 0281
und 0282 zu verwenden.
Unzulässig sind Flachleitungen jeder Art.
In Niedervoltanlagen sind blanke elektrische Leiter und Klemmen unzulässig.
Die Sekundärleitungen sind gegen Kurzschluss und Überlast zu schützen.
5.3.2 Standinstallation
Die Elektroinstallation innerhalb des Standes kann durch die Messe Frankfurt ausgeführt werden. Aufträge hierfür erteilt der
Aussteller direkt der Messe Frankfurt. Die
Ausführung erfolgt durch eine von der
Messe Frankfurt zugelassene Elektroinstallationsfirma.
5.3.3 Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist
nach den neuesten Sicherheitsvorschriften
des Verbandes der Elektrotechnik (VDE)
auszuführen. Besonders zu beachten sind
VDE 0100, 0108, 0128 und die IEC-Norm
60364-7-711.
Der Aussteller übernimmt die volle Haftung für Schäden, die durch fehlerhafte
Elektroinstallationen an Hallen und Gebäudeteilen der Messe Frankfurt sowie an
Messeständen und Exponaten von Mitausstellern entstehen können.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen
darf die in VDE 0160 und VDE 0838 (EN
50 006) angegebenen Werte nicht überschreiten.
Leitfähige Bauteile sind in die Maßnahmen
zum Schutz bei indirektem Berühren mit
18
5.3.4 Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind alle wärmeerzeugenden und -entwickelnden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer, Transformatoren usw.) auf nichtbrennbaren,
wärmebeständigen und nicht wärmeleitenden Unterlagen zu montieren.
Entsprechend der Wärmeentwicklung ist
ein ausreichend großer Abstand zu brennbaren Materialien sicherzustellen.
Beleuchtungskörper dürfen nicht an brennbaren Dekorationen o.ä. angebracht werden.
5.3.5 Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die Besonderheit
ihrer Bauweise die vorhandene allgemeine
Sicherheitsbeleuchtung nicht wirksam ist,
bedürfen einer zusätzlichen eigenen Sicherheitsbeleuchtung, in Anlehnung an
VDE 0108. Sie ist so anzulegen, dass ein
sicheres Zurechtfinden bis zu den allgemeinen Rettungswegen gewährleistet ist.
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
5.4 Wasser- und Abwasserinstallation
Jeder Stand, der mit Wasser/Abwasser
versorgt werden soll, erhält einen oder
mehrere Anschlüsse.
Bei der Ausführung des Wasseranschlusses wird die Zuflussleitung mit einem 1/2
Zoll-Rohr und die Abflussleitung mit einem
40 mm Rohr installiert. Die Zu- und Abflussleitungen des Wasseranschlusses
werden auf dem kürzesten Weg bis zur
Rück- bzw. Seitenwand des Standes über
dem Hallenboden verlegt. In den Hallenebenen 4.0, 8.0, 9.0 sowie im Freigelände
ist eine Unterflurverlegung möglich.
Innerhalb des Standes wird die Leitung
über dem Fußboden entlang den Standwänden verlegt.
Um dem Aussteller bei Störungen schnell
zu helfen, unterhält die Messe Frankfurt
während der Veranstaltungstage eine
Störungswache, deren Standort bei der
Halleninspektion zu erfahren ist.
Auch die Anschlüsse innerhalb des Standes dürfen ausschließlich durch den Vertragsinstallateur der Messe Frankfurt ausgeführt werden.
Die Kosten für zusätzliche sanitäre Einrichtungen wie Vermietung von Waschbecken,
Spülen usw. sowie die Montage von ausstellereigenen Geräten werden dem Aussteller in Rechnung gestellt.
Beide Vertragsparteien erkennen die
Anschluss- und Lieferbedingungen für
Wasser als für beide Seiten verbindliche
Bestandteile des Vertrages an.
Die Wasserversorgung wird am letzten
Veranstaltungstag aus Sicherheitsgründen
– in der Regel eine Stunde nach Messeschluss – eingestellt.
5.5 Druckluft- / Gasinstallation
5.5.1 Druckluftinstallation
Jeder Stand, der mit Druckluft versorgt
werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse. Die Installation dieser Anschlüsse wird durch die Messe Frankfurt veranlasst.
Druck: max. 8 bar (ggf. Druckminderer vorsehen)
Druckluftschlauch mit Kugelhahn:
1
/2’’ bis 1500 l/min
3
/4’’ über 1500 l/min
Druckluftversorgung ab letztem Aufbautag. Danach jeweils morgens ab 1 Stunde
vor Veranstaltungsbeginn bis 30 Minuten
nach Veranstaltungsende.
5.5.2 Gasinstallation
Jeder Stand, der mit Gas/Erdgas versorgt
werden kann, erhält einen oder mehrere
Anschlüsse. Die DVGW-Installationsvorschriften für den Anschluss von Geräten
sind verbindlich. Abgase von Großgeräten
müssen ins Freie geführt werden. Die Installation der Anschlüsse wird von der
Messe Frankfurt veranlasst.
Zugänge zu den Absperrschiebern installierter Gasanlagen sind am Stand gemäß
BGV A8 (Sicherheitskennzeichnung) deutlich zu kennzeichnen.
5.6.1 Maschinengeräusche
Der Betrieb lärmverursachender Maschinen
und Geräte soll im Interesse aller Aussteller und Besucher möglichst eingeschränkt
bleiben.
Die Geräusche an der Standgrenze dürfen
70 dB(A) nicht überschreiten.
nen während der Dauer der Veranstaltung
durch eine Kommission einer Sichtprüfung
unterzogen werden. Wird dabei festgestellt, dass das technische Arbeitsmittel
nicht den Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes entspricht, kann die
zuständige Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik des Regierungspräsidiums
Darmstadt u.a. ein Bußgeld verhängen
oder das Ausstellen mit sofortiger Wirkung
untersagen, selbst wenn dieses bereits für
die Ausstellung aufgestellt ist.
Bei bestimmten Maschinen und Geräten
(technische Arbeitsmittel) ist eine CEKennzeichnung als sichtbares Zeichen für
die Einhaltung o.g. Vorschriften anzubringen. Zur Überprüfung, ob die einschlägigen Vorschriften bei der CE-Kennzeichnung eingehalten wurden, sind vom Aussteller am Ausstellungsstand in deutscher
Sprache sowohl die EU-Konformitätserklärung bzw. Herstellererklärung als auch
die Betriebsanleitung bereitzuhalten.
Nach § 3 a GSG ist es zulässig, dass bei
Messen, Ausstellungen, Vorführungen und
dergleichen den geltenden Gemeinschaftsbestimmungen nicht entsprechende techni-
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-,
Abgasanlagen
5.6.2 Geräte- und Produktsicherheit
Der Aussteller technischer Arbeitsmittel im
Sinne des Gerätesicherheitsgesetzes ist
verpflichtet, sich nach dem Gerätesicherheitsgesetz (GSG) sowie den jeweiligen
harmonisierten Vorschriften der EU zu
richten. Benutzer oder Dritte müssen bei
bestimmungsgemäßer Verwendung gegen
Gefahren an Leben und Gesundheit geschützt werden.
In keinem Fall dürfen Maschinen und Geräte ohne die dazugehörigen Schutzeinrichtungen vorgeführt werden. Sollten
technische Arbeitsmittel in Funktion gezeigt werden, können Geräteteile oder
Schutzeinrichtungen auch aus durchsichtigem Werkstoff bestehen, sofern damit die
gleiche Sicherheit gewährleistet ist.
Ausgestellte technische Arbeitsmittel könStand: 1.1.2010
19
Technische Richtlinien
sche Arbeitsmittel ausgestellt werden, sofern ein sichtbares Schild deutlich darauf
hinweist, dass sie nicht den
Anforderungen entsprechen und erst
erworben werden können, wenn der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft
niedergelassener Bevollmächtigter die
Übereinstimmung mit den Anforderungen
hergestellt hat. Die Aufschrift des Schildes
muss folgendem Text entsprechen:
Dieses Erzeugnis entspricht nicht den Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes
– GSG – und kann erst erworben werden,
wenn die Übereinstimmung mit dem
Gerätesicherheitsgesetz hergestellt ist.
Die Messe Frankfurt GmbH ist berechtigt,
jederzeit das Vorführen und Ausstellen von
technischen Arbeitsmitteln zu untersagen,
wenn nach ihrer Ansicht dabei Gefährdungen oder Belästigungen zu befürchten
sind. Unberührt hiervon bleibt das Recht
des Regierungspräsidiums Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, Untersagungsverfügungen zu erlassen.
Betrieb Gefahren für Personen und Sachen
zu befürchten sind.
5.6.2.1 Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen nur
mit allen Schutzvorrichtungen in Betrieb
genommen werden.
Statt der normalen Schutzabdeckungen
dürfen sichere transparente Abdeckungen
verwendet werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden, um dem Besucher die
Bauart und Ausführung der abgedeckten
Teile erkennbar zu machen.
Die Schutzvorrichtungen müssen dann
neben der Maschine sichtbar aufgestellt
bleiben.
5.6.3.2 Prüfung
Die Bescheinigung über die Bau- und Wasserdruck-Prüfung reicht nicht aus. Diese Forderung gilt auch für ausländische oder geliehene Behälter.
Bei Anmeldung bis 4 Wochen vor Messebeginn können prüfpflichtige Druckbehälter
bis einen Tag vor Messeeröffnung unter
Vorlage der Bau- und Wasserdruck-Prüfungsbescheinigung und der Gestellung
eines Monteurs auf dem Messestand der
Abnahmeprüfung durch den TÜV
unterzogen werden.
Anfragen sind an die Messe Frankfurt zu
richten.
5.6.2.2. Prüfverfahren
Die ausgestellten technischen Arbeitsmittel werden hinsichtlich ihrer unfallschutzund sicherheitstechnischen Ausführung
von der zuständigen Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung
Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik,
Frankfurt) gegebenenfalls gemeinsam mit
den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen besichtigt und auf
die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen hin überprüft. Zur Überprüfung der
CE-Kennzeichnung durch das Amt ist es
geboten, die EG-Konformitätserklärung auf
dem Messestand zur Einsichtnahme bereitzuhalten. In Zweifelsfällen sollen sich Aussteller frühzeitig vor Messebeginn mit dem
zuständigen Amt in Verbindung setzen.
5.6.3.3 Mietgeräte
Da die Beurteilung ausländischer Druckbehälter während der relativ kurzen
Messeaufbauzeit nicht durchgeführt werden kann, ist der Benutzung von geprüften
Mietbehältern der Vorzug zu geben. Mietbehälter sind gebührenpflichtig.
5.6.2.3 Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die Messe Frankfurt berechtigt, jederzeit den Betrieb von Maschinen, Apparaten und Geräten zu untersagen, wenn nach ihrer Ansicht durch den
20
5.6.3 Druckbehälter
5.6.3.1 Abnahmebescheinigung
Druckbehälter dürfen auf dem Stand nur
betrieben werden, wenn die gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in
der jeweils gültigen Fassung geforderten
Prüfungen durchgeführt wurden.
Die darüber ausgestellten Prüfnachweise
sind am Ausstellungsort beim Druckbehälter aufzubewahren und auf Verlangen der
zuständigen Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Auskünfte zu den entsprechenden Vorschriften erteilt das
Regierungspräsidium Darmstadt
Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik
Rudolfstraße 22-24
D-60327 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 27211-171
Fax +49 69 27211-111
5.6.3.4 Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der Veranstaltung für
das Aufsichtsamt bereitzuhalten. Auskünfte erteilt das Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, Frankfurt am Main, als die
zuständige Aufsichtsbehörde.
5.6.4 Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene
brennbare, gesundheitsschädliche oder die
Allgemeinheit belästigende Dämpfe und
Gase dürfen nicht in die Hallen eingeleitet
werden.
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen nach Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetztes in der jeweils gültigen
Fassung ins Freie abgeführt werden.
5.6.5 Abgasanlagen
Zur Ableitung brennbarer, gesundheitsgefährdender oder die Allgemeinheit belästigender Dämpfe und Gase ist die Montage
einer Abgasleitung in Verbindung mit einer
Abgasöffnung notwendig. Die Abzüge
werden ausschließlich von der Messe
Frankfurt mit eigenem Material, soweit
technisch möglich, bis ins Freie montiert.
Die Anschlüsse an den Exponaten sind von
5.7 Verwendung von Druckgasen,
Flüssiggasen und
brennbaren Flüssigkeiten
5.7.1 Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung von Druckund Flüssiggas in den Messehallen und auf
dem Gelände ohne schriftliche Genehmigung der Messe Frankfurt ist verboten.
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für
Druckgasflaschen
Bei Verwendung von Flüssiggas oder anderer brennbarer Gase in Druckgasflaschen für
die Präsentationen von Exponaten muss
eine Genehmigung bei der Messe Frankfurt,
Veranstaltungstechnik, schriftlich und rechtzeitig eingeholt werden.
Entsprechend den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sind Druckgasflaschen
gegen Stoß, Umfallen, Zugriff Unbefugter
sowie vor Erwärmung zu schützen.
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
Die Verwendung von Flüssiggas ist innerhalb der Ausstellungshallen grundsätzlich
nicht gestattet. In genehmigten Ausnahmefällen (zur Erzielung des Ausstellungszwecks) darf nur eine Druckgasflasche bis
zu 11 kg Inhalt je Ausstellungsstand aufgestellt werden.
Leere Flaschen dürfen nicht am Stand und
in der Halle aufbewahrt oder gelagert werden.
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung
von Flüssiggasanlagen sind die „Technischen Regeln Flüssiggas“ TRF 1996 (Herausgeber: DVGW Deutscher Verein des
Gas- und Wasserfaches e.V. und DVFG
Deutscher Verband Flüssiggase e.V.)
sowie die „Richtlinien für die Verwendung
von Flüssiggas“ ZH 1/455 (Herausgeber:
Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu beachten.
Stand: 1.1.2010
21
dem Aussteller herzustellen. Dem formlosen Antrag ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung
der Anschlüsse ersichtlich ist.
Dem Antragsteller wird ein Kostenvoranschlag übersendet. Die Arbeiten werden
erst nach Anerkennung des Kostenvoranschlags und nach Auftragserteilung ausgeführt.
5.7.2 Brennbare Flüssigkeiten
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
Die Lagerung und Verwendung brennbarer
Flüssigkeiten (siehe Verordnung über
brennbare Flüssigkeiten in der Fassung
vom 24.02.1997 BGBl I, S. 447) in den
Messehallen und auf dem Gelände ohne
schriftliche Genehmigung ist verboten.
Die Genehmigung zur Lagerung und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten kann
für den Betrieb oder die Vorführung von
Exponaten erteilt werden. Der entsprechende Antrag ist bei der Messe Frankfurt
mit dem Sicherheitsdatenblatt einzureichen.
5.7.2.2 Bedarfslagerung
Zum Betrieb und zur Vorführung darf jeweils nur der Bedarf an brennbarer Flüssigkeit für einen Tag am Stand vorgehalten
werden. Die Höhe dieses Bedarfs ist im
Antrag zu benennen.
5.7.2.3 Vorratsbehälter
Der Tagesbedarf ist in geschlossenen,
bruchsicheren Behältern übersichtlich zu
lagern. Er muss dem Zugriff Unbefugter
entzogen sein. Die Vorratsbehälter sind in
nichtbrennbaren Auffangbehältern zu verwahren.
5.7.2.4 Lagerort
Am Lagerort hat absolutes Rauchverbot zu
herrschen. Für entsprechende Beschilderung ist zu sorgen. Es müssen geeignete
Handfeuerlöscher bereitstehen.
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
Anlagen, die mit brennbaren Flüssigkeiten
betrieben oder vorgeführt werden, sind an
den Einfüllstutzen sowie an den Stellen, an
denen Flüssigkeiten austreten können, mit
nicht brennbaren Auffangbehältern zu ver-
Technische Richtlinien
sehen. Ausgelaufene brennbare Flüssigkeiten sind wegen der möglichen Brand- oder
Explosionsgefahr sofort aus den Behältern
zu entfernen und gefahrlos zu beseitigen.
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
Da beim Einfüllen der Flüssigkeiten ein besonderer Gefahrenmoment eintritt, ist hier
mit größter Sorgfalt und Vorsicht zu verfahren.
5.7.2.7 Leere Behälter
Leere Behälter, in denen brennbare Flüssigkeiten enthalten waren, dürfen nicht am
Stand bzw. nicht in der Halle aufbewahrt
oder gelagert werden.
5.7.3 Brennpasten und andere Brennstoffe
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz, Kohle,
Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben werden, sind nicht zulässig.
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe
Der Einsatz und die Verwendung asbesthaltiger Baustoffe oder asbesthaltiger Erzeugnisse sowie anderer Gefahrstoffe ist
verboten.
Grundlage hierfür ist das Gesetz zum
Schutz vor gefährlichen Stoffen (Chem.
Gesetz), BGBl I, Teil I, Seite 1703, in Ver-
bindung mit der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) sowie der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).
5.9 Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen und
sonstige Präsentationen
Zuschauerräume über 100 m2 Fläche müssen mindestens zwei Ausgänge unmittelbar zu den Gängen der Hallen haben.
Diese Ausgänge sind möglichst weit voneinander entfernt und entgegengesetzt anzuordnen.
Zuschauerräume bedürfen einer besonderen Genehmigung, wenn sie mehr als 200
Personen fassen.
(siehe Punkt 4.5)
5.10 Strahlenschutz
5.10.1 Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen bedarf nach der Strahlenschutzverordnung
(StrlSchV) der Genehmigung; dies gilt
auch für das Ausstellen. Die Genehmigung
ist bei der für den Ausstellungsort zuständigen Behörde schriftlich zu beantragen
und mindestens 6 Wochen vor Messebeginn der Messe Frankfurt vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung vorhanden ist, ist nachzuweisen, dass der
beabsichtige Umgang mit radioaktiven
Stoffen auf dem Messegelände rechtlich
abgedeckt ist.
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am
Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über
den genehmigten Umgang und den Aufstellungs-/Verwendungsort radioaktiver
Stoffe schriftlich zu informieren.
Rudolfstraße 22-24
D-60327 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 2721-1171
Fax +49 69 2721-1111
bei dem die Anträge oder Anzeigen mindestens 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn
formlos dreifach einzureichen sind.
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am
Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über
den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Röntgenanlagen und Störstrahlern schriftlich zu informieren.
5.10.2 Röntgenanlagen und Störstrahler
Der Betrieb von Röntgenanlagen und Störstrahlern ist genehmigungspflichtig und
mit der Messe Frankfurt abzustimmen.
Die Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen (RöV) ist zu
beachten.
Der Betrieb von Röntgenanlagen und Störstrahlern ist genehmigungs- oder anzeigepflichtig §§ 3, 4, 5, 8 RöV. Die zuständige Behörde ist das
Regierungspräsidium Darmstadt,
Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik
22
5.10.3 Laseranlagen
Der Betrieb von Laseranlagen ist meldepflichtig und bei der Messe Frankfurt, Veranstaltungstechnik, anzumelden. Der Betrieb von Laseranlagen gem. §6 Unfallverhütungsvorschrift „Laserstrahl“ BGV B2
(VBG 93) ist anzuzeigen. Die betriebenen
Geräte/Anlagen der Klassen 3b oder höher
müssen vor Inbetriebnahme von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen auf ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft worden
sein.
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
5.11Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen,
Elektromagnetische Verträglichkeit
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten,
Funkanlagen und Elektromagnetischen Feldern ist durch die Bundesnetzagentur genehmigungspflichtig und mit der Messe
Frankfurt abzustimmen, um eine gleichmäßige Verteilung von Frequenzen zu erreichen und gegenseitige Beeinflussungen
nach Möglichkeit auszuschließen.
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am
Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über
den genehmigten Betrieb und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und Geräten mit
elektromagnetischen Feldern (Fernmeldeanlagen) schriftlich zu informieren.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und
Funkanlagen ist nur dann gestattet, wenn
sie den Bestimmungen des Gesetzes über
Fernmeldeanlagen BGBI sowie dem Gesetz
über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG) entsprechen.
Personensuchanlagen, Mikroportanlagen,
Gegensprechanlagen und Fernwirkfunkanlagen dürfen nur mit der Genehmigung der
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Außenstelle Eschborn,
Elly-Beinhorn-Straße,
D-65760 Eschborn
Tel. +49 61 96 965-0
Fax +49 61 96 965-180
betrieben werden.
Die Inbetriebnahme drahtloser Personensuchanlagen bedarf – unabhängig von der
Genehmigung durch die Behörde – der Zustimmung der Messe Frankfurt, um eine
gleichmäßige Verteilung von Frequenzen
zu erreichen und gegenseitige Beeinflussungen nach Möglichkeit auszuschließen.
Diese Genehmigung ist unter Angabe der
technischen Daten bei der Messe Franfurt
zu beantragen. Für die Bestellung einer
Frequenzzuteilung verwenden Sie bitte das
entsprechende Formblatt.
Werden Exponate ausgestellt oder Standdekorationen benutzt, bei denen elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder zur Anwendung kommen, so
sind die Festlegungen der 26. Verordnung
zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes einzuhalten. Quellen starker Magnetfelder sind der Messe Frankfurt
mit Ortsangabe auf dem jeweiligen Stand
mitzuteilen.
5.12 Kräne, Stapler, Leergut
Der Betrieb von eigenem Hebezeug auf
dem Messegelände ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Es dürfen nur
Geräte der Messe Frankfurt bzw. deren Logistikpartner betrieben werden. Staplerund Kranleistungen innerhalb des Messegeländes sind ausschliesslich über die
Messe Frankfurt zu bestellen und werden
von den Logistikpartnern ausgeführt. Gleiches gilt für die Lagerung von Leer- und
Vollgut während der Veranstaltungszeit.
berechnet. Für alle Speditionsaufträge auf
dem Messegelände gelten die Allgemeinen
Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp)
in der jeweils neuesten Fassung und der
Speditionstarif für Messen und Ausstellungen in Frankfurt. Die Lagerung von Leergut
jeglicher Art auf den Ständen ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich dem
Logistikservice bzw. den Logigistikpartnern
zu melden. Das Abstellen von Verpackungsmaterial und Ausstellungsgütern
in den Hallengängen - auch kurzfristig - ist
nicht zulässig.
Zollabfertigungen zur temporären bzw. definitiven Einfuhr werden hingegen direkt
von den Logistikpartnern angeboten und
5.13 Musikalische Wiedergaben
Stand: 1.1.2010
Für musikalische Wiedergaben aller Art ist
unter den Voraussetzungen des Urheberrechtgesetzes, § 15 Urhebergesetz (BGBl,
die Erlaubnis der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA): GEMA Bezirksdirektion
Abraham-Lincoln-Straße 20
Postfach 26 80
D-65016 Wiesbaden
Tel. +49 611 7905-0
Fax +49 611 7905-97
erforderlich.
23
Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA
zur Folge haben (§ 97 Urheberrechtgesetz).
Technische Richtlinien
5.14 Getränkeschankanlagen
Die Inbetriebnahme von Getränkeschankanlagen ist nicht mehr anzeigepflichtig.
Grundsätzlich ist aber der Betreiber einer
Getränkeschankanlage für deren Sicherheit
und Hygiene allein verantwortlich. Die
technische und lebensmittelhygienische
Unbedenklichkeit muss nachweisbar sein
und wird ggf. vom Stadtgesundheitsamt
überprüft. Anzuwenden ist die Verordnung
(EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und Rates vom 29. April 2004
über Lebensmittelhygiene.
Die Kontrolle der Anlagen obliegt dem
Stadtgesundheitsamt der Stadt Frankfurt
am Main
Abt. 53.V (Lebensmittelüberwachung)
Hamburger Allee 22-24
D - 60487 Frankfurt am Main
Tel. (Hotline) +49 - 69 - 212 - 47099
[email protected]
5.15 Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben zum Verzehr an Ort und Stelle sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, insbesondere die Lebensmittel-Hygiene-Verordnung.
Für Rückfragen steht das
Stadtgesundheitsamt der Stadt Frankfurt
am Main
Abt. 53.V (Lebensmittelüberwachung)
Hamburger Allee 22-24
D - 60487 Frankfurt am Main
Tel. (Hotline) +49 - 69 - 212 - 47099
[email protected]
zur Verfügung.
Handverkäufe von Speisen und Getränken,
auf der Veranstaltung selbst (einschließlich
Barverkauf), sind nicht gestattet. Dies gilt
ausdrücklich auch für den letzten Veranstaltungstag.
6. Umweltschutz
Die Messe Frankfurt hat sich grundsätzlich
dem vorsorgenden Schutz der Umwelt verpflichtet.
Als Vertragspartner der Messe Frankfurt
ist der Aussteller verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sämtliche den Umweltschutz betreffende Bestimmungen und Vorgaben
auch von seinen Auftragnehmern verbindlich eingehalten werden.
Die Aussteller sind verpflichtet, alle artenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten
und bleiben dafür rechtlich und materiell
für Ihre Ausstellungsbeteiligung verantwortlich.
6.1 Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen
sind die Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG,
in der jeweils gültigen Fassung), die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen und
Verordnungen sowie die Ländergesetze
und kommunalen Satzungen.
Der Aussteller ist verantwortlich für die
ordnungsgemäße und umweltverträgliche
Entsorgung der Abfälle, die bei Auf- und
Abbau sowie während der Veranstaltungszeit anfallen.
Die technische Abwicklung der Entsorgung
zur Verwertung und Beseitigung obliegt allein der Messe Frankfurt bzw. den von ihr
benannten Vertragspartnern.
6.1.1 Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind Abfälle auf Messeplätzen in
erster Linie zu vermeiden.
Aussteller und deren Vertragspartner sind
verpflichtet, in jeder Phase der Veranstaltung wirkungsvoll hierzu beizutragen.
Dieses Ziel muss bereits bei der Planung
und in Koordination aller Beteiligten verfolgt werden. Generell sind für Standbau
und -betrieb wiederverwendbare und die
Umwelt möglichst wenig belastende
Materialien einzusetzen.
Der Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die Reinigung und
Abfallentsorgung seines Standes während
24
Stand: 1.1.2010
Technische Richtlinien
der Veranstaltung und für die Entsorgung
der beim Auf- und Abbau anfallenden Abfälle verantwortlich und verpflichtet. Mit
der fachgerechten Entsorgung von wiederverwertbaren Stoffen ist die Messe Frankfurt zu beauftragen.
Zur Abgeltung der veranstaltungsüblichen,
durchschnittlichen Entsorgungsmenge
erhebt die Messe Frankfurt einen Umweltbeitrag. Der Aussteller bzw. die von ihm
beauftragte Standbaufirma ist für die
sortenreine Trennung der Abfälle nach
wiederverwertbaren Stoffen und Abfällen
verantwortlich.
Hinterlassen der Ausstellungsflächen nach
Veranstaltungsende:
Die Ausstellungsfläche ist vom Aussteller
in sauberem Zustand spätestens bis zum
Abbauende zurückzugeben. Klebebänder,
Farbreste u.a. müssen rückstandsfrei entfernt sein. Die ordnungsgemäße Rückgabe
wird auf Antrag in der Halleninspektion
nach gemeinsamer Begehung mit dem Beauftragten des Ausstellers schriftlich bestätigt. Wurde die Ausstellungsfläche nicht
ordnungsgemäß hinterlassen, wird die
Messe Frankfurt die Reinigung und Wiederherstellung zu Lasten des Ausstellers
vornehmen lassen. Die Ausstellerhaftung
für Unfälle und Folgeschäden endet erst
nach ordnungsgemäßer Reinigung und
Wiederherstellung.
Zurückgelassene Materialien werden ohne
Prüfung des Wertes zu Lasten des Ausstellers/Veranstalters zu einer erhöhten Gebühr entsorgt.
6.1.2 Besonders überwachungsbedürftige
Abfälle
Der Aussteller ist verpflichtet, Abfälle, die
nach Art, Beschaffenheit oder Menge in
besonderem Maße gesundheits-, luft-, oder
wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind (z. B. Batterien, Lacke, Lösungsmittel, Schmierstoffe, Farben etc.) der
Messe Frankfurt zu melden und deren ordnungsgemäße Entsorgung durch die Messe
Frankfurt zu veranlassen.
Für kleinere Mengen dieser Sonderabfälle
sind auf dem Messegelände gekennzeichnete Behälter aufgestellt.
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht im Zusammenhang mit der Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau entstehen, dürfen
nicht auf das Gelände gebracht werden.
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1 Öl-/ Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz dürfen
die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen. Sollen öl-/ fetthaltige Abwässer eingeleitet werden, welche
diese Mengen überschreiten, ist der Einsatz von Öl-/ Fettabscheidern notwendig.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie ist darauf zu achten, dass Fette und Öle gesondert aufgefangen und einer getrennten
Entsorgung zugeführt werden.
6.2.2 Reinigung/Reinigungsmittel
Die Messe Frankfurt übernimmt auf Bestellung und Kosten des Ausstellers die Reinigung der Stände. Sie beauftragt ihrerseits
die dazu vorgesehenen Reinigungsfirmen.
Die unmittelbare Vergabe von Reinigungsarbeiten durch Aussteller ist ausgeschlossen.
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit
biologisch abbaubaren Produkten durchzuführen.
Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Lösungsmittel enthalten, sind den
Vorschriften entsprechend nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3 Umweltschäden
Umweltschäden/Verunreinigungen (z. B.
durch Benzin, Öl, Lösungsmittel, Farbe)
sind unverzüglich der Messe Frankfurt zu
melden.
verwerten, können Sie über die Messe
Frankfurt einer stofflichen Verwertung
zuführen lassen.
6.3.1 Verpackungsmaterial
Die Verpackungsverordnung vom
21.8.1998, BGBl. I, S. 2379 verpflichtet
Hersteller und Vertreiber, Verpackungen
wie Kartonagen, Folien, Kisten, Paletten
usw. zurückzunehmen oder einer stofflichen Verwertung zuzuführen. Nutzen Sie
daher für Ihre Verpackungen, die Sie zum
Abbau wieder benötigen, die Leergut-Lagerung unserer Messespediteure. Verpackungsmaterial, das Sie nicht wieder
Stand: 1.1.2010
25
6.3.2 Küchenabfälle
Küchen- und Bewirtungsabfälle sind getrennt nach Kunststoffen, Glas, Papier,
Restabfällen sortenrein zu sammeln. Wenn
die Abfallbeseitigung nicht vom Aussteller
selbst vorgenommen wird, kann sie als
Dienstleistung bei der Messe Frankfurt
bestellt werden.
Technische Richtlinien
6.3.3 Produktionsabfälle
Produktionsabfälle sind unter Angabe des
Materials und der Menge bei der Messe
Frankfurt anzumelden.
6.3.4 Standbauteile
Bei der Verlegung von Teppichböden und
Abdeckfolien sind nur PE-, bzw. PP-Klebebänder zulässig.
Während des Auf- und Abbaus sind die
Materialien in die von der Messe Frankfurt
bereit gestellten Abfallcontainer zu entsorgen.
Die Entsorgung von losem Material kann
auch bei der Messe Frankfurt bestellt werden.
7. Allgemeine Hinweise
Für das gesamte Messegelände gilt die
Hausordnung der Messe Frankfurt.
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit
und die Einhaltung der Arbeitsschutz- und
Unfallverhütungsvorschriften auf seinem
Stand verantwortlich. Er haftet für alle
Schäden, die durch den Standbau und den
Betrieb seines Standes und der darauf
platzierten Exponate entstehen.
Während der gesamten Auf- und Abbauzeit herrscht innerhalb und außerhalb der
Hallen und im Freigelände ein baustellenähnlicher Betrieb. Das eingesetzte Personal
ist auf die besonderen Gefahren hinzuweisen.
Während der Auf- und Abbauzeiten und
während der Veranstaltung müssen die
Hallengänge als Rettungswege freigehalten
werden. Das Lagern von Standbaumaterial, Leergut und Exponaten in den
Gängen ist deshalb nicht zulässig.
Dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz
und Sicherheitstechnik, den Ordnungsbehörden, den berufsgenossenschaftlichen
Institutionen, der Polizei und der Feuerwehr sowie den Beauftragten der Messe
Frankfurt ist jederzeit zur Überprüfung der
Betriebssicherheit und der Unfallverhütungsmaßnahmen Zutritt zu den Ständen
zu gewähren. Werden Sicherheitsmängel
festgestellt, ist den Anordnungen der vorgenannten Stellen unverzüglich Folge zu
leisten.
7.1 Entsorgung
Der während der Veranstaltung oder bei
der Montage bzw. Demontage anfallende
Abfall und Sonderabfall kann über die
Messe Frankfurt entsorgt werden. Bestellungen sind mit dem entsprechenden
Formblatt möglich.
7.2 Parkkarten
Auf dem Messegelände stehen Pkw-Parkplätze für Aussteller in begrenzter Zahl zur
Verfügung. Die Aussteller werden gebe-
ten, ihren Platzbedarf mit dem entsprechenden Formblatt der Servicemappe zu
bestellen (siehe auch Verkehrsleitfaden).
7.3 Haftung
Die Messegesellschaft übernimmt keine
Obhutspflicht für Messegüter und Standeinrichtungen und schließt insoweit jede
Haftung für Schäden und Abhandenkommen aus. Der Haftungsausschluss erfährt
auch durch Bewachungsmaßnahmen der
Messegesellschaft keine Einschränkung.
Alle eingetretenen Schäden müssen der
Polizei, der Versicherungsgesellschaft und
der Messegesellschaft unverzüglich angezeigt werden.
Im Übrigen haftet die Messegesellschaft in
jedem Fall nur bei Vorsatz oder grober
Fahrlässigkeit.
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Stand: 1.1.2010
Messe Frankfurt GmbH
Ludwig-Erhard-Anlage 1
D-60327 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 75 75-0
Telefax +49 69 75 75-64 33
www.messefrankfurt.com
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