Installationsanleitung atmoVIT classic Gerätetyp VK 84/1-C

Installationsanleitung atmoVIT classic Gerätetyp VK 84/1-C
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Für den Fachhandwerker
Installations- und Wartungsanleitung
atmoVIT classic
Gas-Heizkessel
VK 84/1-C-HL
VK 164/1-C-HL
VK 224/1-C-HL
VK 324/1-C-HL
VK 404/1-C-HL
VK 484/1-C-HL
VK 564/1-C-HL
DE, AT
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Inhaltsverzeichnis
Seite
Hinweise zur Dokumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mitgeltende Unterlagen und Service-Hilfsmittel . . . . .
Anbringung und Aufbewahrung der Unterlagen . . . .
Verwendete Symbole . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3
3
3
3
1
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
Gerätebeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Typenübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CE-Kennzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lieferumfang und Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . .
Funktions- und Bedienungselemente . . . . . . . .
3
4
4
4
4
5
2
2.1
2.2
2.3
Sicherheitshinweise/Vorschriften . . . . . . . .
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vorschriften (Deutschland) . . . . . . . . . . . . . . . .
Vorschriften, Regeln, Richtlinien (Österreich) .
3
3.1
3.1.1
3.1.2
Montage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufstellort des Gaskessels . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vorschriften zum Aufstellort . . . . . . . . . . . . . . .
Hinweise zur Heizungsanlage und zum
Aufstellort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Abmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Empfohlene Mindestabstände zur Aufstellung .
Montage der Verkleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6
6.1
6.2
6.2.1
3.2
3.3
3.4
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.5.1
4.5.2
4.5.3
4.5.4
6
6
6
7
7
7.1
7.2
7.3
7.3.1
7.3.2
7.3.3
7.3.4
7.3.5
Inspektion und Wartung . . . . . . . . . . . . . . . .
Hinweise zur Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übersicht über die Wartungsarbeiten . . . . . . .
Demontage des Brenners . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wärmetauscher reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Brenner reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen des Abgasverlustes . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicherheitseinrichtungen prüfen . . . . . . . . . . . .
22
22
22
23
24
24
25
25
25
7
7
7
8
8.1
8.2
26
26
7
8
9
9
8.3
8.4
Störungsbehebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Entriegelung nach Abschaltung durch den
Sicherheitstemperaturbegrenzer . . . . . . . . . . .
Statuscodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnosecodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9
9.1
9.2
Kundendienst und Garantie . . . . . . . . . . . . . 30
Kundendienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
10
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Installation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Heizungsvor- und -rücklauf anschließen . . . . .
Gasanschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Warmwasserspeicher anschließen . . . . . . . . . .
Abgasanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Elektroinstallation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hinweise zur Elektroinstallation . . . . . . . . . . . .
Netzzuleitung anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . .
Elektrischer Anschlussplan mit System Pro E
Anschluss externer Zubehöre und
Regelgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4.5.5 Externe Fühler, Regler etc. anschließen . . . . . .
10
10
11
11
11
12
12
12
13
5
5.1
5.2
5.3
5.3.1
5.3.2
5.4
5.4.1
5.4.2
5.5
5.6
5.7
15
15
15
16
16
16
17
17
18
19
19
19
2
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen . . . . .
Betriebsbereitstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prüfen der Gaseinstellung . . . . . . . . . . . . . . . . .
Werkseitige Einstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Überprüfung des Gasanschlussdrucks . . . . . . .
Kontrolle der Gaseinstellung . . . . . . . . . . . . . . .
Düsendruckmethode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Volumetrische Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Überprüfung der Abgasanlage . . . . . . . . . . . . .
Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übergabe an den Benutzer . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anpassung an die Heizungsanlage . . . . . . . 20
Auswahl und Einstellung von Parametern . . . . 20
Übersicht über die einstellbaren
Anlagenparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Wartungsintervall festlegen/Wartungsanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
27
27
28
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Hinweise zur Dokumentation
Gerätebeschreibung 1
Hinweise zur Dokumentation
1 Gerätebeschreibung
Die folgenden Hinweise sind ein Wegweiser durch die
Gesamtdokumentation.
In Verbindung mit dieser Installations- und Wartungsanleitung sind weitere Unterlagen gültig.
Die Vaillant Gaskessel atmoVIT classic werden als
Wärmeerzeuger für Warmwasser-Zentralheizungsanlagen verwendet. Sie sind geeignet zum Betrieb in Neuanlagen und zur Modernisierung bestehender Heizungsanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie in gewerblichen Betrieben.
Der Kesseltyp atmoVIT ist ein Niedertemperaturkessel
und wird in Verbindung mit einer Heizungsregelung VRC
mit gleitend abgesenkter Kesselwassertemperatur betrieben.
Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anleitungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Mitgeltende Unterlagen und Service-Hilfsmittel
Für den Anlagenbetreiber:
1 Bedienungsanleitung
Nr. 84832
1 Kurzbedienungsanleitung
1 Länderspezifische Garantiekarte/
Garantiekarten-Anforderung
Für den Fachhandwerker:
1 Installations- und Wartungsanleitung
Die Kessel entsprechen in ihrem Aufbau und in ihrem
Betriebsverhalten den Anforderungen der DIN EN 297.
Sie sind heiztechnisch geprüft und tragen auf dem
Typenschild das CE-Kennzeichen.
Nr. 834942
Service-Hilfsmittel:
Folgende Prüf- und Messmittel werden für die Inspektion
und Wartung benötigt:
– CO2-Messgerät
– Manometer
Anbringung und Aufbewahrung der Unterlagen
Die Kurzbedienungsanleitung ist im oberen Teil der
Schaltfeldabdeckung eingeklebt. Daneben können Sie
die jeweiligen Leistungsgröße des Kessels und Ihre
Adresse eintragen.
Geben Sie bitte diese Installations- und Wartungsanleitung an den Anlagenbetreiber weiter. Dieser soll die
Aufbewahrung übernehmen, damit die Anleitungen bei
Bedarf zur Verfügung stehen.
Verwendete Symbole
Beachten Sie bitte bei der Installation des Gerätes die
Sicherheits-Hinweise in dieser Installationsanleitung!
Gefahr!
Unmittelbare Gefahr für Leib und Leben!
Achtung!
Mögliche gefährliche Situation für Produkt und
Umwelt!
Hinweis!
Nützliche Informationen und Hinweise.
• Symbol für eine erforderliche Aktivität
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1 Gerätebeschreibung
1.1 Typenübersicht
Die Vaillant Gaskessel atmoVIT classic werden in
folgenden Leistungsgrößen geliefert:
Gerätetyp
Bestimmungsland
(Bezeichnungen
nach ISO 3166)
Zulassungskategorie
Gasart
Nennwärmeleistung P (kW)
VK 84/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
8,2 (80/60 °C)
VK 164/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
16,2 (80/60 °C)
VK 224/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
21,8 (80/60 °C)
VK 324/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
32,4 (80/60 °C)
VK 404/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
40,5 (80/60 °C)
VK 484/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
48,6 (80/60 °C)
VK 564/1-C-HL
DE (Deutschland)
I2ELL
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
56,7 (80/60 °C)
VK 84/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
8,2 (80/60 °C)
VK 164/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
16,2 (80/60 °C)
VK 224/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
21,8 (80/60 °C)
VK 324/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
32,4 (80/60 °C)
VK 404/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
40,5 (80/60 °C)
VK 484/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
48,6 (80/60 °C)
VK 564/1-C-HL
AT (Österreich)
I2H
G20 (Erdgas H)
56,7 (80/60 °C)
Tab. 1.1 Typenübersicht
1.2 Typenschild
Das Typenschild ist auf der Rückseite des Schaltkastens
angebracht.
1.3 CE-Kennzeichnung
Mit der CE-Kennzeichung wird dokumentiert, dass die
Geräte gemäß der Typenübersicht die grundlegenden
Anforderungen der folgenden Richtlinien erfüllen:
– die grundlegenden Anforderungen der
Gasgeräterichtlinie (Richtlinie 90/396/EWG des Rates)
– Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit
mit der Grenzwertklasse B (Richtlinie 89/336/EWG
des Rates)
– Niederspannungsrichtlinie (Richtlinie 73/23/EWG des
Rates)
Die Geräte erfüllen die grundlegenden Anforderungen
der Wirkungsgradrichtlinie (Richtlinie 92/42/EWG des
Rates) als Niedertemperaturkessel.
Nur für Deutschland:
Entsprechend den Anforderungen gemäß § 7 der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen vom 07.08.1996
(1. BlmSchV) emittieren die oben genannten Geräte bei
Einsatz von Erdgas weniger als 60 mg/kWh Stickstoffdioxid (NOx).
4
1.4 Lieferumfang und Zubehör
Zur einfachen Montage wird der Gaskessel in einer
Verpackungseinheit mit montierter Verkleidung geliefert.
Prüfen Sie den Lieferumfang anhand der folgenden
Tabelle auf Vollständigkeit.
Anzahl
Bezeichnung
1
Kessel mit montierter Verkleidung auf
einer Palette
1
Düsensatz für Erdgas 2LL
1
Beipack Gerätedokumentation
Tab. 1.2 Lieferumfang
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Gerätebeschreibung 1
1.5 Funktions- und Bedienungselemente
14
15
8
1
7
2
3
13
12
11
6
5
4
21
10
22
23
24
Abb. 1.1 Übersicht über die Funktionselemente
Legende:
1
Schaltkasten
2
Gasarmatur
3
Zündbrenner
4
Brenner
5
Kessel Füll- und Entleerungshahn
6
Schauöffnung
7
Tauchhülse
8
Sicherheitstemperaturbegrenzer STB
10
Frontverkleidung
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Bedienungselemente des Schaltkastens:
11
Hauptschalter EIN/AUS
12
Digitales Informations- und Analysesystem mit Display
13
Speichertemperaturregler
14
Vorlauftemperaturregler
15
Einbauort für Vaillant Regelgeräte
Anschlüsse auf der Kesselrückseite:
21
Heizungsvorlaufanschluss (HVL)
22
Strömungssicherung
23
Gasanschluss
24
Heizungsrücklaufanschluss (HRL)
5
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2 Sicherheitshinweise/Vorschriften
2 Sicherheitshinweise/Vorschriften
Vor der Installation des Gerätes sind das örtliche Gasversorgungsunternehmen und der Bezirks-Schornsteinfegermeister zu informieren.
Die Installation des Gerätes darf nur von einem
anerkannten Fachmann durchgeführt werden. Dieser
übernimmt auch die Verantwortung für die
ordnungsgemäße Installation und Inbetriebnahme.
2.1 Sicherheitshinweise
Im gewerblichen Bereich, wie Friseursalon, Lackier- oder
Schreinerwerkstätten, Reinigungsbetrieben etc. sollte bei
raumluftabhängiger Betriebsweise immer ein separater
Aufstellraum genutzt werden, durch den eine Verbrennungsluftversorgung technisch frei von chemischen
Stoffen gewährleistet wird.
Bei geschlossenen Heizungsanlagen muss ein bauartzugelassenes, der Wärmeleistung entsprechendes Sicherheitsventil eingebaut werden.
Installation unter Erdgleiche
Bei der Installation in Räumen unter Erdgleiche sind die
örtlichen Bestimmungen zu beachten.
Achtung!
Beim Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen grundsätzlich passende Gabelschlüssel (Maulschlüssel) verwenden (keine
Rohrzangen, Verlängerungen usw.). Unsachgemäßer Einsatz und/oder ungeeignetes
Werkzeug kann zu Schäden führen (z. B. Gasoder Wasser austritt)!
2.2 Vorschriften (Deutschland)
Nach TRD 509 in der letztgültigen Ausgabe sind wir gehalten, die Ersteller von Heizungsanlagen auf die Beachtung der folgenden Vorschriften, Richtlinien, Normen
und Regeln für die Errichtung, Ausrüstung und Einregulierung von Heißwasseranlagen hinzuweisen.
Insbesondere verweisen wir auf die folgenden Vorschriften, Richtlinien, Normen und Regeln:
DIN 4751 „Heizungsanlagen“ Teil 1 bis 3
DVGW-TRGI 86 Ausgabe 1996 „Technische Regeln für
Gasinstallation“ (Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft
Gas und Wasser m.b.H., Bonn)
BlmSchV
Bundes-Immissionsschutz-Verordnung,
MFeuVo
Muster-Feuerungsverordnung bzw.
Länder FeuVo
DIN 4701
Heizungen; Regeln für die Berechnung
des Wärmebedarfs von Gebäuden
DIN 4109
Schallschutz im Hochbau einschl. Beiblätter 1 und 2 (Ausbau November 1989)
DIN 1988-TRWI Technische Regeln für TrinkwasserInstallation
DIN VDE 0100 Teil 540 und Teil 701
EnEG
Gesetz zur Einsparung von Energie
(EnEG) mit den dazu erlassenen
Verordnungen
EnEV
Energieeinsparverordnung
HeizAnlV
Heizungsanlagen-Verordnung
Landesbauordnungen der Bundesländer
DVGW-Arbeitsblatt G 631 „Installation von
gewerblichen Gasverbrauchseinrichtungen“
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser
m.b.H., Bonn
DVGW-Arbeitsblatt G 634 „Installation von Gasgeräten
in gewerblichen Küchen in Gebäuden“
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser
m.b.H., Bonn
DVGW-Arbeitsblatt G 670 „Aufstellung von Gasfeuerstätten in Räumen mit mechanischen Entlüftungseinrichtungen“
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser
m.b.H., Bonn
VDI 2035 „Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizanlagen - Steinbildung in Wassererwärmungs- und
Warmwasserheizanlagen“.
Die Anforderungen an das Kesselwasser sind dem Abschnitt „Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen“ zu
entnehmen.
Hinweis!
Alle Vordrucke im Zusammenhang mit
Heizungsanlagen sind bei der Carl Heymanns
Verlag KG, Postfach 357, Köln, erhältlich.
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Sicherheitshinweise/Vorschriften 2
Montage 3
2.3 Vorschriften, Regeln, Richtlinien (Österreich)
Bei der Aufstellung und Installation des Kessels sind die
baurechtlichen, gewerblichen, immissionsschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Vorschriften zu bachten.
Die elektrische Ausrüstung der Anlage ist nach den ÖVEBestimmungen und den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Elektrizitäts-Versorgungsunternehmens auszuführen.
Die Anforderungen an das Kesselwasser sind dem Abschnitt 1.1 Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen auf
Seite 7 zu entnehmen.
Für die Gesamtanlage ist eine Betriebsanleitung durch
den Heizungsbauer zu erstellen.
Für die Installation sind die nachfolgenden Vorschriften,
Regeln und Richtlinien zu beachten:
- Örtliche Bestimmungen der Bau- und Gewerbeaufsichtsämter (meistens vertreten durch den
Rauchfangkehrer),
- Örtliche Bestimmungen des GVU (Gasversorgungsunternehmen),
- Bestimmungen des ÖVGW sowie die entsprechenden
Ö-Normen,
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G1 (ÖVGW-TR Gas),
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G2 (ÖVGW-TRF),
- Bestimmungen und Vorschriften des ÖVE,
- Bestimmungen und Vorschriften der örtlichen EnergieVersorgungsunternehmen,
- Bestimmungen der regionalen Bauordnungen.
- Ö-Norm H 5195 Teil 1 + 2.
- Kleinfeuerungsanlagenverordnung
- LGB-Wien „15a Vereinbarung“
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3 Montage
3.1 Aufstellort des Gaskessels
3.1.1 Vorschriften zum Aufstellort
Zur Wahl des Aufstellortes sowie zu den Maßnahmen der
Be- und Entlüftungseinrichtungen des Aufstellraumes ist
(je nach Bundesland) die Zustimmung der zuständigen
Bauaufsichtsbehörde einzuholen.
Die Verbrennungsluft, die dem Gerät zugeführt wird,
muss technisch frei von chemischen Stoffen sein, die
z. B. Fluor, Chlor und Schwefel enthalten. Sprays, Farben,
Lösungs- und Reinigungsmittel und Klebstoffe
beinhalten derartige Substanzen, die beim Betrieb des
Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosion auch in der
Abgasanlage führen können.
Ein Abstand des Gerätes von Bauteilen aus brennbaren
Baustoffen ist nicht erforderlich (Mindestabstand von
der Wand 5 mm), da bei Nennwärmeleistung des Gerätes
hier keine höhere Temperatur auftritt als die zulässige
Temperatur von 85 °C. Zur Montage und Wartung des
Kessels empfehlen wir die Abstände gemäß Abschnitt
3.3 einzuhalten.
Bei der Aufstellung des Kessels auf brennbarem Fußboden
(z. B. Holz, PVC o. a.) muss der Kessel auf eine Unterlage
aus nicht brennbarem Material gestellt werden.
3.1.2 Hinweise zur Heizungsanlage und zum Aufstellort
– Von der Abblaseleitung des Sicherheitsventils muss
bauseits ein Ablaufrohr mit Einlauftrichter und Siphon
zu einem geeigneten Ablauf (Anschluss an das
Abwassersystem) im Aufstellraum geführt werden.
Der Ablauf muss beobachtbar sein!
– Der im Kessel eingebaute Sicherheitstemperaturbegrenzer dient gleichzeitig als Wassermangelsicherung.
– Die störfallbedingte Abschalttemperatur des Kessels
liegt bei ca. 110 °C.
Werden in der Heizungsanlage Kunststoffrohre verwendet, muss bauseits ein geeigneter Thermostat am
Heizungsvorlauf montiert werden. Dies ist erforderlich,
um die Heizungsanlage vor temperaturbedingten
Schäden zu schützen. Der Thermostat kann am Steckplatz für den Anlegethermostat des Systems Pro E
elektrisch verdrahtet werden.
– Bei Verwendung nicht diffusionsdichter Kunststoffrohre in der Heizungsanlage muss ein Sekundärwärmetauscher nachgeschaltet werden (Systemtrennung), um Korrosion im Heizkessel zu vermeiden.
– Bei Anlagenvolumina von mehr als 20 l je kW
Heizleistung sind geeignete hydraulische
Schutzschaltungen zu installieren.
– Stellen Sie den Kessel in einem frostgeschützten Raum
in der Nähe des Abgasschornsteins auf. Die zulässige
Umgebungstemperatur für den Betrieb des Kessels
liegt zwischen + 3 °C und + 45 °C.
– Bei der Wahl des Aufstellungsortes ist das Kesselgewicht einschließlich des Wasserinhaltes gemäß der
Tabelle „Technische Daten“ zu berücksichtigen.
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3 Montage
3.2 Abmessungen
600/625*
Mitte Abgasrohr
ØB
C
D
40/65*
1
2
593
811
4
233
450
3
* Maße gelten für 40, 48 und 56 kW-Varianten
850
A
Abb. 3.1 Abmessungen
Legende:
1
Abgasanschluss
2 Heizungsvorlaufanschluss
3 Heizungsrücklaufanschluss
4 Gasanschluss
(Rp 1“)
(Rp 1“)
(R 3/4“)
Das Höhenmaß ist über die verstellbaren Kesselfüße
einstellbar.
Kesseltyp
A
ĮB
C
D
VK 84/1-C-HL
520
90
307
73
VK 164/1-C-HL
520
130
265
73
VK 224/1-C-HL
520
130
307
73
VK 324/1-C-HL
585
150
349
83
VK 404/1-C-HL
585
180
308
100
VK 484/1-C-HL
720
180
350
100
VK 564/1-C-HL
820
180
427
100
Tab. 3.1 Abmessungen (Maße in mm)
8
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Seite 9
Montage 3
3.3 Empfohlene Mindestabstände zur Aufstellung
100
100
800
Abb. 3.2 Mindestabstände
Bei der Aufstellung des Kessels sollten die in Abb. 3.2
dargestellten Mindestabstände eingehalten werden, um
eine uneingeschränkte Zugänglichkeit zum Kessel zu
gewährleisten.
Der Seitenabstand für die Montage der Verkleidungsbleche muss mindestens 100 mm betragen.
3.4 Montage der Verkleidung
Die Kessel werden anschlussfertig mit montierter
Verkleidung geliefert. Die Demontage von Verkleidungsteilen ist zur Installation des Kessels in der Regel nicht
erforderlich.
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4 Installation
4 Installation
Kesseltyp
Wasserumlauf in
m3/h bei
∆t=10 K
∆t=20 K
Druckverlust in
mbar bei
∆t=10 K
∆t=20 K
VK 84/1-C-HL
0,7
0,4
10,0
1,2
VK 164/1-C-HL
1,4
0,7
14,0
2,8
VK 224/1-C-HL
1,9
0,9
22,0
6,2
VK 324/1-C-HL
2,8
1,4
48,0
12,0
VK 404/1-C-HL
3,5
1,7
80,0
20,5
VK 484/1-C-HL
4,2
2,1
92,0
30,5
VK 564/1-C-HL
4,9
2,4
110,0
40,5
4.1 Heizungsvor- und -rücklauf anschließen
1
Tabelle 4.1 Wasserumlaufmenge, Druckverlust
2
Abb. 4.1 Heizungsseitiger Anschluss
Der Anschluss muss den gültigen Normen entsprechen.
• Installieren Sie den Heizungsvor- (1) und -rücklauf (2)
entsprechend den Angaben in Abb. 4.1.
• Installieren Sie den Heizkessel mittels lösbarer Verbindungen an der Heizungsanlage. Dies ermöglicht bei
Reparaturen die Freistellung des Kessels und dadurch
eine bessere Zugänglichkeit.
• Montieren Sie die erforderlichen Absperr- und Sicherheitseinrichtungen und eine Entleerungsmöglichkeit in
der Heizungsanlage.
Hinweis!
In Verbindung mit einer Kesselanschlussverrohrung oder einem Speicherladeset können Sie
die Kesselsicherheitsgruppe (Art.-Nr. 307 591)
einsetzen.
• Schließen Sie die Ablaufleitung für das Sicherheitsventil (bauseitig zu stellen) fachgerecht an.
Bei atmoVIT classic-Kesseln sind Heizungspumpe, Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil bauseits zu stellen
und einzubauen.
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Installation 4
4.2 Gasanschluss
• Überprüfen Sie den Gasanschluss mit Lecksuchspray
auf Dichtheit.
4.3 Warmwasserspeicher anschließen
Zum Anschluss eines Warmwasserspeichers können Sie
das Speicherladeset aus dem Vaillant Zubehör einsetzen.
Ein bauseitiger Anschluss kann über ein handelsübliches
T-Stück erfolgen.
1.
2.
3.
Bei Anschluss von Speicher-Wassererwärmern mit Speicherladepumpe ist darauf zu achten, dass im Speichervorlauf und im Heizungsvorlauf eine Rückschlagklappe
(Schwerkraftbremse) eingebaut wird.
4.4 Abgasanlage
Abb. 4.2 Gasanschluss
Die Gasinstallation darf nur von einem autorisierten
Fachhandwerker durchgeführt werden. Dabei sind die
gesetzlichen Richtlinien sowie örtliche Vorschriften der
Gasversorgungsunternehmen zu beachten.
Die Gaszuleitung ist nach den Angaben der DVGW-TRGI
auszulegen.
Achtung!
Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage der
Gasleitung, damit es nicht zu Undichtigkeiten
kommt!
• Installieren Sie an gut zugänglicher Stelle einen
Gaskugelhahn mit Brandschutzeinrichtung in der
Gaszuleitung vor dem Gerät.
• Montieren Sie das Gaszuleitungsrohr des Gerätes (1)
gasdicht an der Verschraubung an der Gasarmatur.
Achtung!
Die Gasarmatur des Gerätes darf nur mit einem
maximalen Druck von 50 mbar auf Dichtheit
geprüft werden.
Achtung!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspektionen, Wartungen und Reparaturen ist das
Gasgerät auf Gasdichtheit zu prüfen!
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
Abb. 4.3 Montage des Abgasstutzens
• Verlegen Sie das Abgasrohr zum Schornstein hin
steigend.
Das Abgasrohr sollte mindestens 50 cm senkrecht nach
oben geführt werden, bevor ein Knie in das Abgasrohr
eingesetzt wird.
Vaillant Gas-Heizkessel sind Feuerstätten im Sinne der
DVGW-TRGI, so dass deren Bestimmungen hinsichtlich
der Abgasführung, insbesondere auch der Schornsteinquerschnitte, zu beachten sind.
Grundsätzlich sollte vor dem Schornsteinanschluss die
Stellungnahme der zuständigen Bauaufsichtsbehörde,
meistens vertreten durch den Bezirks-Schornsteinfegermeister, eingeholt werden.
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4 Installation
Hinweis!
Der Kessel hat einen hohen feuerungstechnischen Wirkungsgrad. Das erfordert den
rechnerischen Nachweis über die Eignung des
Schornsteins nach den gültigen Normen (DIN
4705, DIN 18160).
4.5.2 Netzzuleitung anschließen
4.5 Elektroinstallation
L N
230V
4.5.1 Hinweise zur Elektroinstallation
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an spannungsführenden Teilen.
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr
abschalten und gegen Wiedereinschalten
sichern.
Die elektrische Installation muss von einem anerkannten
Fachhandwerker durchgeführt werden, der für die
Einhaltung der bestehenden Normen und Richtlinien
verantwortlich ist.
Besonders weisen wir auf die VDE Vorschrift 0100 und
die Vorschriften des jeweiligen EVU hin.
Abb. 4.4 Netzzuleitung anschließen
Die Vaillant Gaskessel sind mit Anschlusssteckern
System Pro E zur leichteren Elektroinstallation ausgestattet und anschlussfertig verdrahtet.
Die Netzzuleitung und alle weiteren Anschlusskabel (z. B.
Heizungspumpe, usw.) können an den jeweils dafür
vorgesehenen System Pro E Steckern angeklemmt
werden (siehe Abb. 4.4 und 4.5).
Netz- und Kleinspannungskabel (z. B. Fühlerzuleitungen)
müssen räumlich voneinander getrennt verlegt werden.
Die Nennspannung des Strom-Netzes muss 230 V
betragen; bei Netzspannungen über 253 V und unter
190 V sind Funktionsbeeinträchtigungen möglich.
Achtung!
Durch Netz-Einspeisung an falschen Steckerklemmen des Systems Pro E kann die Elektronik
zerstört werden.
Achten Sie auf die richtige Zuordnung der
Anschlussklemmen L, N und
Das Gerät muss an eine fest verlegte Anschlussleitung
und eine Trennvorrichtung mit mindestens 3 mm
Kontaktöffnung (z. B. Sicherungen, Leistungsschalter)
angeschlossen werden. In der Unterverteilung ist eine
Sicherung mit 16 A vorzusehen.
• Verlegen Sie die Netzzuleitung zur Anschlussebene
System Pro E im Kessel.
• Schließen Sie die Netzzuleitung am Pro E-Stecker
(siehe Abb. 4.4 und 4.5) fest an.
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Installation 4
Heizkreispumpe
5
4
3
Kleinspannungs-Stecker
stehender Rast-5 Stecker
230 V~
N
L
Option ext Regler/Raumthermostat 230V
Netzeingang
N
L
9
8
7
Option ext Regler/Raumthermostat 7-8-9
2
1
Option Anlegethermostat
24 V
1
Fernbedienung Zirkulationspumpe
Außenfühler
Vor-/Rücklauffühler (Option)
DCF-Anschluss
Masse
Stecker für Reglerzubehör
Masse
Anschluss Zubehörbox / Zubehörmodul
3
13
2
14
10
X2
X9
Ladepumpe
rot
Kesselfühler
J
Kodierwiderstand
(6190 Ohm)
C1
C2
23
16
24
Speicherthermostat (Zubehör)
weiß
J
Speicherfühler
(Zubehör)
6
J Sicherheitstemperaturbegrenzer
AbgasJ sensor
Ionisationselektrode
8
5
12
1
17
19
7
Zündstufe
Hauptventil
1
Zündtrafo
PE
N
Gerätemasse
Gasventil
230 V~
X7
N
L
Randstecker
X8
Randstecker
Netzspannung
Kleinspannung
blau weiß türkis violett grün
X1
grau
4.5.3 Elektrischer Anschlussplan mit System Pro E
Abb. 4.5 Elektro-Anschlüsse atmoVIT classic
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
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4 Installation
4.5.4 Anschluss externer Zubehöre und Regelgeräte
Wird ein Zubehör angeschlossen, muss eine vorhandene
Brücke am jeweiligen Stecker entfernt werden.
Beachten Sie besonders, dass bei Anschluss eines Anlegethermostats für eine Fußbodenheizung die Brücke
entfernt wird.
Wassermangelsicherung, externe Regelgeräte und
ähnliches müssen über potentialfreie Kontakte angeschlossen werden.
Die in der Tabelle 4.2 aufgeführten Regelgeräte können
zur Regelung des Vaillant atmoVIT und der Heizungsanlage eingesetzt werden. Die Montage ist entsprechend
der jeweiligen Bedienungsanleitung vorzunehmen.
Regler
Art.-Nr.
Anschluss
VRC 410s (1-Kreis-Regler)
300 645
Einstecken in die Bedienblende
VRC 420s (2-Kreis-Regler)
300 665
Bedienteil:
Einstecken in die Bedienblende
Mischermodul: Elektronikbox, ProE-Stecker
VRC - Set MF-TEC
300 860
Klemme X1/7-8-9 und bei WW-Kontaktansteuerung, C1/C2
VRC 620 - auroMATIC
306 778
Klemme X1/7-8-9
VRC 630 - calorMATIC
306 779
Klemme X1/7-8-9
VRT 40
300 662
Elektronikbox: ProE-Stecker
VRT 390
300 641
Elektronikbox: ProE-Stecker
VRT 320
306 774
Klemme X1/7-8-9
VRT 330
306 775
Klemme X1/7-8-9
VRT 340f
306 776
Empfänger:
Einstecken in die Bedienblende
Tab. 4.2 Übersicht über die einsetzbaren Regelgeräte
Zubehöre und externe Anlagenkomponenten Art.-Nr.
Anschluss
Außenfühler VRC-DCF (aus Regelset, s. o.)
–
Elektronikbox: Steckplatz X 8
Maximalthermostat
009 642
Elektronikbox: ProE-Stecker „Anlegethermostat“
Ansteuerung Dunstabzugshaube und
306 248
Das Zubehör 306 248 ist eine Zusatz-Anschlussbox,
Ansteuerung externes Gas-Magnetventil und
die die genannten Funktionen beinhaltet. Sie wird zur Ansteuerung
Störmeldeanzeige und
der Komponenten an die Elektronikbox angeschlossen: Steckplatz X 7
externe Heizungspumpe und
Ansteuerung Zirkulationspumpe
Ansteuerung einer externen Abgasklappe
Ansteuerung externes Magnetventil oder
306 247
Das Zubehör 306 247 kann für zwei der genannten Funktionen eingesetzt
Betriebs- und Störmeldeanzeige oder
werden - die Einstellung der gewünschten Funktion erfolgt am Zubehör.
Ansteuerung externe Heizungspumpe oder
Sie wird zur Ansteuerung der Komponenten an die Elektronikbox
Ansteuerung Zirkulationspumpe
angeschlossen: Steckplatz X 7
Ansteuerung externes Magnetventil oder
306 253
Das Zubehör 306 253 kann für eine der genannten Funktionen eingesetzt
Betriebs- und Störmeldeanzeige oder
werden - die Einstellung der gewünschten Funktion erfolgt am Zubehör.
Ansteuerung externe Heizungspumpe oder
Das Zubehör wird in die Elektronikbox des Heizgerätes integriert.
Ansteuerung Zirkulationspumpe
Anschluss: Steckplatz X 7
Tab. 4.3 Zubehöre und externe Anlagenkomponenten
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Installation 4
Inbetriebnahme 5
4.5.5 Externe Fühler, Regler etc. anschließen
5 Inbetriebnahme
Achtung!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspektionen, Wartungen und Reparaturen ist das
Gasgerät auf Gasdichtheit zu prüfen!
5.1 Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen
Anforderungen an die Beschaffenheit des Füll- und
Ergänzungswassers nach VDI-2035:
Wärmeerzeuger mit Anlagenleistung bis 100 kW:
Als Füllwasser kann Wasser mit einer Carbonhärte bis
3,0 mol/m3 (16,8° dH) verwendet werden.
Bei härterem Wasser muss zur Vermeidung von Steinbildung eine Härtekomplexierung oder Enthärtung vorgenommen werden (siehe VDI 2035; Abschnitt 8.1.1 und 8.1.2).
Abb. 4.6 Fühler anschließen
• Stecken Sie den Fühler für Speicherfunktion an die
Stecker am Fühlerkabelbaum auf.
– Speicherfühler = weißer Stecker
• Schliessen Sie den Außenfühler am Randstecker X8 an
der Platine (siehe Abb 4.5) an.
• Schließen Sie die Wassermangelsicherung potentialfrei
am „Anlegethermostat“ (Pro E) und die Abgasklappe
am Zubehör an.
Heizungswasser (Umlaufwasser):
Bei offenen Heizungsanlagen mit zwei Sicherheitsleitungen, bei denen das Heizungswasser durch das Ausdehnungsgefäß zirkuliert, muss eine Zugabe sauerstoffabbindender Mittel (VDI 2035, Abschnitt 8.2.2) erfolgen,
wobei ein ausreichender Überschuss im Rücklauf durch
regelmäßige Kontrollen gewährleistet werden muss.
Bei allen anderen Anlagen dieser Gruppe sind Maßnahmen zur Überwachung der Zusammensetzung des
Heizungswassers nicht erforderlich.
Achtung!
Um Betriebsstörungen durch Kalkausfall zu vermeiden ist bei offenen Anlagen nach DIN 4751,
Bl. 1 sowie bei einer Gesamthärte des Füll- und
Ergänzungswassers von mehr als 3 mol/m3
(16,8° dH) eine Wasserenthärtung empfehlenswert.
Dabei sind die entsprechenden Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller dieser Enthärtungsmittel zu beachten.
Abb. 4.7 Regelgerät an 7-8-9 anschließen
Anschließbares Zubehör mit System Pro E
Informationen zum elektrischen Anschluss der
folgenden Zubehöre können Sie den entsprechenden
Zubehör-Anleitungen entnehmen:
– Warmwasserspeicher
– Heizungspumpe der Rohrgruppen
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
5.2 Betriebsbereitstellung
Zur Betriebsbereitstellung der Anlage gehen Sie
folgendermaßen vor:
• Heizungsanlage bis zum erforderlichen Wasserstand
(mind. 1,0 bar bei geschlossenen Anlagen) füllen und
entlüften.
• Absperrhahn in der Gasleitung öffnen.
• Hauptschalter einschalten.
• Überprüfen Sie den Gasanschlussdruck.
• Überprüfen Sie die eingestellte Gasmenge.
• Zur Einstellung des optimalen feuerungstechnischen
Wirkungsgrades die Abgas-Verlustmessung
durchführen.
• Wenn ein indirekt beheizter Warmwasserspeicher angeschlossen ist, nehmen Sie diesen in Betrieb.
Beachten Sie dabei die zugehörige Installations- und
Bedienungsanleitung.
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5 Inbetriebnahme
• Alle Steuer-, Regel- und Überwachungseinrichtungen
auf ihre Funktion und richtige Einstellung überprüfen.
• Machen Sie den Kunden mit der Bedienung des
Gerätes vertraut und übergeben Sie ihm die dem
Gerät beiliegenden Anleitungen zur Aufbewahrung.
• Empfehlen Sie Ihrem Kunden den Abschluss eines
Wartungsvertrages.
5.3.2 Überprüfung des Gasanschlussdrucks
5.3 Prüfen der Gaseinstellung
1
5.3.1 Werkseitige Einstellung
Die Kessel sind für Erdgas 2E/2H (G20 - 20 mbar;
Wobbezahl 15,0 kWh/m3) werkseitig eingestellt. Eine
Brennereinstellung ist für Erdgas 2E oder 2H (AT/CH)
nicht notwendig. Der Gasdruckregler an der Gasarmatur
ist plombiert.
Achtung!
Vergleichen Sie vor der Inbetriebnahme des
Gerätes die Angaben zur eingestellten Gasart
auf dem Typenschild mit der örtlichen
Gasfamilie und der Gasart.
Abb. 5.1 Anschlussdruck Messstutzen
Geräteausführung entspricht nicht der örtlich vorhandenen Gasfamilie:
– Vor der Inbetriebnahme muss der Kessel für die
entsprechende Gasfamilie umgerüstet werden.
Die Umrüstung darf nur vom Fachmann und nur mit den
ab Werk lieferbaren Original-Umbausätzen an eine
andere Gasfamilie angepasst werden. Beachten Sie
dabei die Umrüstanleitung, die dem Umbausatz beiliegt.
Geräteausführung entspricht der örtlich vorhandenen
Gasfamilie:
– Gerät entspricht nicht der örtlich vorhandenen
Gasart:
Eine Anpassung an Erdgas 2LL durch Wechsel der
Brenner und Zündbrennerdüsen vornehmen und anschließend Gaseinstellung durchführen. Die Düsen für
Erdgas 2LL sind im Lieferumfang des Kessels
enthalten.
• Nehmen Sie den Kessel außer Betrieb.
• Schließen Sie den Gasabsperrhahn in der Hauptgaszuleitung vor dem Kessel.
• Entfernen Sie die Schraube im AnschlussdruckMessstutzen (1) und schließen Sie ein geeignetes
Manometer an.
• Nehmen Sie den Kessel in Betrieb.
• Messen Sie den Anschlussfließdruck am Manometer.
Zulässiger Bereich für den Anschlussfließdruck:
17,0 bis 25,0 mbar - 2. Gasfamilie (Erdgase)
Achtung!
Bei Anschlussdrücken außerhalb der genannten
Bereiche ist die Ursache zu ermitteln und zu
beheben.
Läßt sich kein Fehler feststellen, darf keine
Einstellung und keine Inbetriebnahme des
Kessels vorgenommen werden und das GVU ist
zu benachrichtigen.
• Nehmen Sie den Kessel außer Betrieb.
• Nehmen Sie das Manometer ab und verschließen Sie
den Anschlussdruck-Messstutzen (9) mit der Dichtschraube.
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Inbetriebnahme 5
5.4 Kontrolle der Gaseinstellung
Eine Gaseinstellung ist nur erforderlich nach Anpassung
an Erdgas LL. Zur Einstellung muss die Plombierung
entfernt werden.
• Lösen Sie die Verschlussschraube im DüsendruckMessstutzen (2) und schließen Sie ein GasDruckmessgerät mit einer Auflösung von min. 0,1 mbar
am Düsendruck Messstutzen (2) an.
• Nehmen Sie den Kessel in Betrieb.
• Vergleichen Sie den gemessenen Düsendruck mit dem
entsprechenden Tabellenwert (Tabelle 5.1).
• Stellen Sie, falls erforderlich den Gasdruck an der
Einstellschraube (3) ein.
Rechtsdrehen (+) => Düsendruck höher - mehr Gas
Linksdrehen (–) => Düsendruck niedriger - weniger Gas.
• Nehmen Sie den Kessel außer Betrieb.
• Schließen Sie den Gasabsperrhahn in der Gaszuleitung
des Kessels.
• Nehmen Sie das Gas-Druckmessgerät ab.
• Schrauben Sie die Schraube im Düsendruck-Messstutzen (2) dicht zu.
5.4.1 Düsendruckmethode
3
2
Abb. 5.2 Einstellung des Düsendrucks
Düsendruck in mbar (bei 15 °C, 1013 mbar; trocken)
Düsenkennzeichnung
Į in 1/100 mm
Gasart
VK 84/1-C-HL VK 164/1-C-HL VK 224/1-C-HL VK 324/1-C-HL VK 404/1-C-HL VK 484/1-C-HL VK 564/1-C-HL Brenner
Erdgas 2E/2H (G20)
Ws = 15,0 kWh/m3
Erdgas 2LL (G25)
Ws = 12,4 kWh/m3
Zündbrenner
13,2
13,2
11,4
13,4
13,4
13,4
13,4
240
235 1)
2 x 27
9,9
10,1
8,9
7,9
8,0
8,2
8,7
300
280 1)
285 2)
1 x 45
Tabelle 5.1 Düsendruckwerte
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
1) nur für VK 224/1-C-HL
2) nur für VK 84/1-C-HL und VK 164/1-C-HL
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5 Inbetriebnahme
5.4.2 Volumetrische Methode
• Nehmen Sie den Kessel in Betrieb.
Hinweis!
Kontrollieren Sie das Gasdurchflussvolumen
dann, wenn davon ausgegangen werden kann,
dass keine Zusatzgase (z. B. Flüssiggas-LuftGemische) zur Deckung des Brenngas-Spitzenbedarfs eingespeist werden.
Bitte Information hierüber beim Gasversorgungsunternehmen einholen.
• Kontrollieren Sie das Durchflussvolumen nach ca. 15
Minuten Betriebszeit des Gerätes. Vergleichen Sie
dazu den abgelesenen Zählerwert mit dem jeweiligen
Wert in Tabelle 5.2. Führen Sie die Zeitmessung
möglichst mit einer Stoppuhr durch.
Abweichung bis + 10 %:
• Nachstellen nicht erforderlich.
Abweichung über + 10 %:
• Überprüfen Sie den Anschlussdruck, den Düsendruck
und die Düsenkennzeichnung.
Wird bei dieser Überprüfung keine Unregelmäßigkeit
festgestellt und liegt nach Rücksprache mit dem zuständigen GVU keine Störung in der Gasversorgung vor,
Werkskundendienst zu Rate ziehen.
Gasdurchfluss in l/min (für Erdgase 2E und 2LL - 15°C, 1013 mbar, trocken)
Gasart
VK 84/1-C-HL
VK 164/1-C-HL
VK 224/1-C-HL
VK 324/1-C-HL
VK 404/1-C-HL
VK 484/1-C-HL
VK 564/1-C-HL
Erdgas 2E/2H (G20) 15,9
Ws = 15,0 kWh/m3
31,4
42,2
62,8
78,5
94,2
109,9
18,5
36,5
49,1
73,0
91,3
109,5
127,8
Erdgas 2LL (G25)
Ws = 12,4 kWh/m3
Tabelle 5.2 Gasdurchflusswerte nur zur Kontrolle
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Inbetriebnahme 5
5.5 Überprüfung der Abgasanlage
Die Abgasverlustmessung sollte ebenfalls unter den vorgenannten Betriebsbedingungen durchgeführt werden.
Der notwendige Abgasförderdruck darf, um eine
einwandfreie Abgasabführung sicherzustellen, nicht
unterschritten und zur Erzielung eines guten
Wirkungsgrades nicht überschritten werden.
Die Überprüfung der Abgasanlage auf einwandfreie
Abgasführung muss unter folgenden Betriebsbedingungen durchgeführt werden:
• Fenster und Türen im Aufstellungsraum müssen
geschlossen sein.
• Die vorgeschriebenen Lüftungseinrichtungen dürfen
nicht geschlossen, verstellt oder verengt werden.
• Der notwendige Zugbedarf muss sichergestellt sein
(siehe Tabelle 5.3).
5.6 Funktionsprüfung
• Das Gerät entsprechend der Bedienungsanleitung in
Betrieb nehmen.
• Gaszuleitung, Abgasanlage, Kessel und Heizungsanlage auf Dichtheit prüfen.
Hinweis!
Wichtig ist auch die Überprüfung, ob alle
Gasdruckmessnippel dicht verschlossen sind.
• Einwandfreie Abgasführung an der Strömungssicherung prüfen.
• Überzündung des Zündbrenners prüfen.
• Überzündung und regelmäßiges Flammenbild des
Hauptbrenners prüfen.
5.7 Übergabe an den Benutzer
Kesseltyp
Notwendiger Zugbedarf
in [Pa]
VK 84/1-C-HL
3,0
VK 164/1-C-HL
3,0
VK 224/1-C-HL
3,0
VK 324/1-C-HL
3,0
VK 404/1-C-HL
3,0
VK 484/1-C-HL
3,0
VK 564/1-C-HL
3,0
Tabelle 5.3 Notwendiger Abgasförderdruck
Zur Regulierung des Schornsteinzuges bei höheren
Förderdrücken empfehlen wir den Einsatz eines Zugbegrenzers im Kamin.
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
Hinweis!
Nach Beendigung der Installation kleben Sie
den diesem Gerät beigefügten Aufkleber
Nr. 835593 in der Sprache des Benutzers auf
die Gerätefront.
Der Benutzer der Heizungsanlage muss über die Handhabung und Funktion seiner Heizungsanlage unterrichtet werden. Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen durchzuführen:
• Übergeben Sie dem Benutzer alle Anleitungen und
Gerätepapiere zur Aufbewahrung. Machen Sie ihn
darauf aufmerksam, dass die Anleitungen in der Nähe
des Gerätes verbleiben sollen. Die Anleitung kann
gelocht in der Innenseite der Tür aufgehängt werden.
• Unterrichten Sie den Benutzer über getroffene
Maßnahmen zur Verbrennungsluftversorgung und
Abgasführung mit besonderer Betonung, dass diese
nicht verändert werden dürfen.
• Unterrichten Sie den Benutzer über die Kontrolle des
erforderlichen Fülldrucks der Anlage sowie über die
Maßnahmen zum Nachfüllen und Entlüften bei Bedarf.
• Weisen Sie den Benutzer auf die richtige
(wirtschaftliche) Einstellung von Temperaturen,
Regelgeräten und Thermostatventilen hin.
• Weisen Sie den Benutzer auf die Notwendigkeit einer
regelmäßigen Inspektion und Wartung der Anlage hin.
Empfehlen Sie den Abschluss eines Inspektions-/
Wartungsvertrages.
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6 Anpassung an die Heizungsanlage
6 Anpassung an die Heizungsanlage
Die atmoVIT-Geräte sind mit einem digitalen
Informations- und Analysesystem (DIA-System)
ausgestattet.
6.1 Auswahl und Einstellung von Parametern
Im Diagnosemodus können Sie verschiedene Parameter
verändern, um das Heizgerät an die Heizungsanlage
anzupassen.
In der Tabelle auf der folgenden Seite sind nur die
Diagnosepunkte aufgelistet, an denen Sie Veränderungen
vornehmen können. Alle weiteren Diagnosepunkte sind
für die Diagnose und Störungsbehebung erforderlich
(siehe Kapitel 8).
Anhand der folgenden Beschreibung können Sie die
entsprechenden Parameter des DIA-Systems auswählen:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“
unterhalb des Displays.
Im Display erscheint „d.0“.
• Blättern Sie mit den Tasten „+“ oder „–“ zur
gewünschten Diagnosenummer.
• Drücken Sie die Taste „i“.
Im Display erscheint die zugehörige DiagnoseInformation.
• Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
• Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 sec gedrückt halten, bis die Anzeige
nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“
oder betätigen Sie etwa 4 min keine Taste.
Im Display erscheint wieder die aktuelle HeizungsVorlauftemperatur.
Abb. 6.1 Bedienung des DIA-Systems
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Anpassung an die Heizungsanlage 6
6.2 Übersicht über die einstellbaren Anlagenparameter
Folgende Parameter können zur Anpassung des Gerätes
an die Heizungsanlage und die Bedürfnisse des Kunden
eingestellt werden:
Hinweis!
In der letzen Spalte können Sie Ihre Einstellungen eintragen, nachdem Sie die anlagenspezifischen Parameter eingestellt haben.
Anzeige Bedeutung
Einstellbare
Werte
Werkseinstellung
d.01
Heizungspumpennachlauf
5 - 60 min
5 min
Startet nach Beendigung der Wärmeanforderung
„–“ für durchlaufend
d.16
Umschaltung externe Pumpe /Solarpumpe
2 = Normalbetrieb
2
d.46
Außentemperatur- Korrekturwert
- 10 ... 10 K
0K
1 ... 10 K
6K
- 1 ... - 10 K
(-) 2 K
60 °C ... 83 °C
75 °C
Anlagenspezifische
Einstellung
Zur Korrektur bei Fremdwärmeeinflüssen am Fühler
d.50
Ausschalthysterese des Vorlaufreglers
Ausschalttemperatur oberhalb des berechneten Sollwerts
d.51
Einschalthysterese des Vorlaufreglers
Einschalttemperatur unterhalb des berechneten Sollwerts
d.71
Maximale Vorlauftemperatur für Heizbetrieb
Der, bei Rechtsanschlag HeizungsvorlauftemperaturReglers, im Display angezeigt Wert ist um die unter d.50
eingestellte Ausschalthysterese niedriger.
d.72
Pumpennachlaufzeit nach Speicherladung
0, 10, 20, ... 600 s
180 s
d.75
Maximale Speicherladezeit eines
20, 21, 22 ... 90 min
45 min
Speichers ohne eigene Steuerung
d.78
Maximale Vorlauftemperatur für Speicherladung
75 ... 90 °C
85 °C
d.84
Anzahl Stunden bis zur nächsten Wartung oder „Aus“
0 ... 300 x 10 h oder „-“ (Aus)
„-“ (Aus)
30 ... 50 °C
35 °C
Hinweise zur Einstellung siehe 6.2.1
d.85
Minimale Vorlaufsolltemperatur
Tab. 6.1 einstellbare Parameter des DIA-Systems
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
21
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6 Anpassung an die Heizungsanlage
7 Inspektion und Wartung
6.2.1 Wartungsintervall festlegen/Wartungsanzeige
Über den Diagnosepunkt d.84 können die Betriebsstunden bis zur nächsten Wartung eingestellt werden.
Diese Funktion dient dazu, nach einer bestimmten,
einstellbaren Anzahl von Brennerbetriebsstunden die
Meldung auszugeben, dass das Heizgerät gewartet
werden muss. Nach Ablauf der eingestellten Brennerbetriebsstunden wird auf dem Geräte-Display die
Anzeige „SER“ ausgegeben. Im Display des witterungsgeführten Reglers VRC 410/VRC 420 wird die KlartextMeldung „Störung“ angezeigt.
Wird im Diagnosepunkt d.84 kein Zahlenwert, sondern
das Symbol „–“ eingegeben, so ist die Funktion
„Wartungsanzeige“ nicht aktiv.
Die Betriebsstunden sind in Zehnerschritten im Bereich
von 0 bis 3000 h einstellbar.
Beachten Sie als Anhaltspunkte für die Einstellung die
folgenden Hinweise:
– Als Richtwert für die Betriebsstunden bis zur nächsten
Wartung sind 1900 h empfehlenswert.
– Nehmen Sie eine Einstellung in Richtung weniger
Stunden vor, wenn häufige Schaltzyklen des Kessels zu
erwarten sind (z. B. nachträglich isolierter Altbau; der
Kessel wird nur an einem Teil der Heizungsanlage
betrieben).
– Nehmen Sie eine Einstellung in Richtung mehr
Stunden bei geringeren Schaltzyklen des Kessels vor
(z. B. bei Betrieb mit Vaillant Warmwasserspeicher
VIH).
Hinweis!
Nach Ablauf der eingestellten Betriebsstunden
muss das Wartungsintervall erneut im Diagnosemodus eingegeben werden.
7 Inspektion und Wartung
7.1 Hinweise zur Wartung
Voraussetzung für dauernde Betriebsbereitschaft und
-sicherheit, Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer ist
eine jährliche Inspektion/Wartung des Gerätes durch
den Fachmann.
Wir empfehlen daher den Abschluss eines Wartungsvertrages.
Gefahr!
Inspektion, Wartung und Reparaturen dürfen
nur durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt werden.
Nicht durchgeführte Inspektionen/Wartungen
können zu Sach- und Personenschäden führen.
Um alle Funktionen Ihres Vaillant Gerätes auf Dauer
sicherzustellen und um den zugelassenen Serienzustand
nicht zu verändern, dürfen bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nur Original Vaillant Ersatzteile verwendet werden!
Eine Aufstellung eventuell benötigter Ersatzteile enthalten die jeweils gültigen Ersatzteil-Kataloge.
Auskünfte erhalten Sie bei allen Vaillant
Werkskundendienststellen.
7.2 Sicherheitshinweise
Führen Sie vor Inspektionsarbeiten immer folgende
Arbeitsschritte durch:
• Schalten Sie den Netzschalter aus.
• Schließen Sie das Gasabsperrventil.
• Schließen Sie Heizungsvor- und -rücklauf.
Achtung!
An den Einspeiseklemmen des Gerätes liegt
auch bei ausgeschaltetem Netzschalter
elektrische Spannung an.
Führen Sie nach dem Beenden aller Inspektionsarbeiten
immer folgende Arbeitsschritte durch:
• Öffnen Sie Heizungsvor- und -rücklauf.
• Füllen Sie, falls erforderlich, das Gerät heizwasserseitig wieder auf ca. 1,5 bar auf, und entlüften Sie die
Heizungsanlage.
• Öffnen Sie das Gasabsperrventil.
• Schalten Sie den Netzschalter ein.
• Überprüfen Sie das Gerät gas- und wasserseitig auf
Dichtheit.
• Füllen und entlüften Sie, falls erforderlich, nochmals
die Heizungsanlage.
Hinweis!
Sind Inspektions- und Wartungsarbeiten bei
eingeschaltetem Netzschalter nötig, wird bei
der Beschreibung der Wartungsarbeit darauf
hingewiesen.
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Inspektion und Wartung 7
7.3 Übersicht über die Wartungsarbeiten
Folgende Arbeitsschritte müssen bei der Wartung des
Gerätes durchgeführt werden:
Nr.
Arbeitsschritt
1
Gerät vom Stromnetz trennen und Gaszufuhr schließen
2
Gerät auf allgemeinen Zustand prüfen,
durchzuführen:
Bei
Generell
Bedarf
X
allgemeine Verschmutzungen am Gerät entfernen
X
3
Brenner und Zündbrenner auf Verschmutzung und Beschädigungen prüfen
X
4
Brenner reinigen
5
Wärmetauscher auf Verschmutzung prüfen
6
Wärmetauscher reinigen
7
Wasserstand der Anlage (Fülldruck prüfen), ggf. korrigieren
X
8
Gaszufuhr öffnen und Gerät einschalten
X
9
Probebetrieb von Gerät und Heizungsanlage inkl.
X
X
X
Warmwasserbereitung durchführen, ggf. entlüften
X
10
Zünd- und Brennerverhalten prüfen
X
11
Gerät auf gas- und wasserseitige Dichtheit prüfen
X
12
Abgasführung und Luftzufuhr prüfen
X
13
Sicherheitseinrichtungen prüfen
X
STB prüfen
Gas-Feuerungsautomat prüfen
Abgassensor prüfen
14
Gaseinstellung des Gerätes prüfen, ggf. neu einstellen und protokollieren
X
15
Abgasverlustmessung und CO-Messung durchführen
X
16
Regeleinrichtungen (externe Regler) prüfen, ggf. neu einstellen
X
17
Falls vorhanden: Warmwasserspeicher warten
alle 5 Jahre,
unabhängig vom
Heizgerät
18
Durchgeführte Wartung und Abgas-Messwerte protokollieren
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
X
23
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7 Inspektion und Wartung
7.3.1 Demontage des Brenners
7.3.2 Wärmetauscher reinigen
1
2
3
Abb. 7.1 Demontage des Brenners
Abb. 7.2 Reinigung des Wärmetauschers
Bauen Sie zur Wartung des Brenners und des Wärmetauschers zunächst den Brenner aus. Gehen Sie dazu
folgendermaßen vor:
• Nehmen Sie die Frontverkleidung ab.
• Lösen Sie die Anschlussverschraubung an der Gaszuleitung.
Immer mit neuer Dichtung wieder zusammen bauen.
• Ziehen Sie das Erdungskabel ab.
• Lösen Sie die Muttern an der Brennerkonsole.
• Ziehen Sie den Stecker von der Gasarmatur ab.
• Trennen Sie das Ionisationskabel an der Steckverbindung.
• Ziehen Sie den Brenner heraus.
Zur Reinigung des Wärmetauschers gehen sie folgendermaßen vor:
• Nehmen Sie den oberen Teil der Kesselverkleidung (1)
ab.
• Entfernen Sie die Wärmedämmung oberhalb des
Abgassammlers.
• Lösen Sie die Schrauben des Abdeckblechs (2) auf
dem Abgassammler und nehmen Sie es ab.
• Säubern Sie die Heizgaszüge (3) mit einer geeigneten
Reinigungsbürste gründlich.
Zur Montage des Brenners nach der Wartung gehen Sie
in umgekehrter Reihenfolge vor.
24
Hinweis!
Bei starker Verschmutzung des Wärmetauschers
muss zur Reinigung der gesamte Abgassammler
demontiert werden.
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Inspektion und Wartung 7
7.3.3 Brenner reinigen
• Starten Sie nach 2 min Wartezeit (Temperaturausgleich) das Prüfprogramm P5.
Der Kessel muss bei 110 °C abschalten.
+
3
4
5
6
7
Abb. 7.4 Prüfprogramm P5 starten
Abb. 7.3 Reinigung des Brenners
• Säubern Sie die Brennerlanzen (3) im Bereich der
Primärluftansaugung und der Austrittsöffnungen mit
Pinsel oder Bürste (keine Stahlbürste!).
• Reinigen Sie die Hauptbrennerdüsen (7), die Zündelektroden (6) und die Ionisationselektrode (4) und
den Zündbrenner (5).
7.3.4 Messen des Abgasverlustes
Zur Bestimmung des Abgasverlustes müssen der CO2Gehalt im Abgas, die Abgastemperatur und die RaumluftTemperatur gemessen werden. Mit modernen elektronischen Abgas-Analysegeräten können mehrere Messgrößen gleichzeitig ermittelt bzw. errechnet werden:
- CO2 - Gehalt (oder O2 - Gehalt)
- Abgastemperatur
- Raumluft-Temperatur
- CO - Gehalt
- Schornsteinzug
- Abgasverlust (wird automatisch berechnet).
7.3.5 Sicherheitseinrichtungen prüfen
Sicherheitstemperaturbegrenzer prüfen
• Sperren Sie den Heizkreis ab.
• Stellen Sie das Gerät auf max. Vorlauftemperatur und
heizen Sie das Gerät bis zur Regelabschaltung.
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• Entriegeln Sie nach dem Abkühlen des Kessels den
Sicherheitstemperaturbegrenzer (siehe Kapitel 8.2).
Hinweis!
Nach 15 Minuten wird das Prüfprogramm automatisch verlassen. Die Prüfung ist innerhalb
dieses Zeitraums durchzuführen.
Gas-Feuerungsautomat prüfen
• Ziehen Sie den Stecker des Ionisationskabels ab.
Die Brennerflammen müssen sofort verlöschen.
Der Gas-Feuerungsautomat startet nach ca. 30 Sekunden
erneut. Nach dem dritten erfolglosen Zündversuch
schaltet der Gas-Feuerungsautomat auf Störung. Im
Display erscheint die Fehlermeldung F.29.
• Stecken sie den Stecker des Ionisationskabels wieder
ein.
Nach ca. 5 Sekunden kann der Kessel entriegelt werden.
Abgassensor prüfen
• Sperren Sie das Abgasrohr mit geeigneten Mitteln ab
(ein Abgasfächer ist als Ersatzteil erhältlich).
Das Gerät muss innerhalb von 2 Minuten abschalten (bei
Einstellung auf Nennleistung).
Achtung!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspektionen, Wartungen und Reparaturen ist das
Gasgerät auf Gasdichtheit zu prüfen!
25
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8 Störungsbehebung
8 Störungsbehebung
8.1 Fehlercodes
Zur Fehlersuche und Störungsbehebung genügt in der
Regel die Fehlermeldung des DIA-Systems.
Die folgenden Fehlercodes werden im Display angezeigt
und bieten Ihnen eine Hilfe bei der Lokalisierung und
Behebung einer Störung:
Code
Bedeutung
Ursache
F.0
Unterbrechung Vorlauffühler
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, NTC defekt,
Vielfachstecker auf der Elektronik nicht korrekt gesteckt
F.05
Unterbrechung Abgassensor
Abgassensor defekt oder Steckverbindung nicht gesteckt
F. 10
Kurzschluss Vorlauffühler
NTC defekt, Masseschluss/Kurzschluss im Kabelbaum
F. 13
Kurzschluss Speicherfühler
NTC defekt, Masseschluss/Kurzschluss im Kabelbaum,
F. 15
Kurzschluss Abgassensor
Fühler defekt, Kurzschluss im Kabelbaum, Masseschluss
F. 20
Sicherheitstemperaturbegrenzer hat angesprochen
Vorlauf-NTC thermisch nicht richtig angebunden
F.27
Manuelle Entriegelung am STB!
Gerät schaltet nicht ab
„Fremdlicht“
Gasmagnetventile defekt
Das Ionisationssignal meldet eine Flamme trotz
Flammenwächter auf der Elektronik defekt
abgeschalteten Gasventils
F.28
Störung im Geräteanlauf
Zündversuche bleiben während des Anlaufs erfolglos,
das Gerät geht nicht in Betrieb
- Fehler in der Gaszufuhr wie:
- Gaszähler oder Gasdruckwächter defekt
- Luft im Gas
- Gasfließdruck zu gering
- Brandschutzhahn hat ausgelöst
- Fehler an der Gasarmatur (Hauptgasmagnet oder Operator
defekt)
- falsche Gaseinstellung
F.29
Störung im laufenden Betrieb
- Gaszufuhr zeitweise unterbrochen
Flamme erlischt während des Betriebes und die
- Zündtrafo hat Zündaussetzer
nachfolgenden Zündversuche bleiben erfolglos
- Fehlerhafte Erdung des Gerätes
F.36
Abgasaustritt durch Abgassensor erkannt
Abgasweg blockiert
F. 42
Kein gültiger Wert für Gerätevariante
F. 43
Kein gültiger Wert für Gerätevariante
Kaminzug zu gering (z. B. zu kalter Kamin)
F. 60- 67 Elektronikfehler
Falls Sie bei der Störungsbeseitigung dennoch
Messungen an der Geräteelektronik vornehmen müssen,
beachten Sie folgenden Hinweis.
26
Kurzschluss des Kodierwiderstandes im Kabelbaum
Unterbrechung des Kodierwiderstandes im Kabelbaum
Elektronik defekt
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Bei herabgeklapptem Schaltkasten und vollständig entfernter Schaltkastenrückwand liegt
der Netztrafo direkt im Griffbereich.
Führen Sie daher alle Messungen an der Elektronik nur mit montierter Schaltkastenrückwand durch.
Öffnen Sie nur die Klappe über dem Anschlussbereich, alle Messpunkte sind so zugänglich.
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Störungsbehebung 8
8.2 Entriegelung nach Abschaltung durch den Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
1
8.3 Statuscodes
Die Statuscodes, die Sie über das Display des DIASystems erhalten, geben Ihnen Informationen über den
aktuellen Betriebszustand des Gerätes.
Bei gleichzeitigem Vorkommen mehrerer Betriebszustände wird immer der wichtigste Statuscode angezeigt.
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt aufrufen:
• Drücken Sie die Taste „i“ unterhalb des Displays.
Im Display erscheint der Statuscode, z. B. S.04 für
„Brennerbetrieb Heizung“.
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt
beenden:
• Drücken Sie die Taste „i“ unterhalb des Displays
oder betätigen Sie etwa 4 min keine Taste.
Im Display erscheint wieder die momentan aktuelle
Heizungs-Vorlauftemperatur.
Anzeige
max. 3 x
Bedeutung
Anzeigen bei Heizbetrieb
2
S.00
Kein Wärmebedarf
S.02
Heizung Pumpenvorlauf
S.03
Heizung Zündung
S.04
Heizung Brenner an
S.07
Heizung Pumpennachlauf
S.08
Brennersperre nach Heizbetrieb
Anzeigen bei Speicherbetrieb
S.20
Speichertaktbetrieb aktiv
Abb. 8.1 Entriegelung nach STB Abschaltung
S.23
Speicherladung Zündung
F.20 = Temperatur zu hoch/STB hat abgeschaltet
• manuelle Entriegelung am STB
• Entstörung an Elektronik
S.24
Speicherladung Brenner an
Zur Entriegelung muss die Frontverkleidung abgenommen und der STB durch Drücken des Stiftes (1) manuell
entriegelt werden.
Anschließend muss die Elektronik über die Taste (2)
zurückgesetzt werden.
Führen Sie nach dem Auslösen des STB immer eine
Fehlersuche durch und beseitigen Sie die Störung.
S.27
Speicherladung Pumpennachlauf
S.28
Brennersperrzeit nach Speicherladung
Sonderfälle der Statusmeldung
S.30
Kein Wärmebedarf vom 2-Punkt-Regler
S.31
Sommerbetrieb aktiv
S.34
Frostschutz Heizung aktiv
S.36
Kein Wärmebedarf Regler vom Stetigregler
S.39
Schalter an der Klemme „Anlegethermostat“ hat
S.42
Abgasklappenkontakt am Zubehör offen
S.51
Gerät hat Abgasaustritt erkannt und befindet sich
unterbrochen
innerhalb der 30 s dauernden Toleranzzeit
S.52
Gerät befindet sich innerhalb der 20-minütigen
Wartezeit der Betriebsblockadefunktion auf Grund
von Abgasaustritt
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8 Störungsbehebung
8.4 Diagnosecodes
Im Diagnosemodus können Sie bestimmte Parameter
verändern oder sich weitere Informationen anzeigen
lassen (siehe Tabelle auf dieser und der folgenden
Seite). Veränderbare Parameter sind fett gedruckt. Die
Einstellung dieser Parameter ist auch in Kapitel 6
beschrieben.
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“
unterhalb des Displays.
Im Display erscheint „d.0“.
• Blättern Sie mit den Tasten „+“ oder „–“ zur
gewünschten Diagnosenummer.
• Drücken Sie die Taste „i“.
Im Display erscheint die zugehörige DiagnoseInformation.
• Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
• Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 Sekunden gedrückt halten, bis die
Anzeige nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“
oder betätigen Sie etwa 4 min keine Taste.
Im Display erscheint wieder die momentan aktuelle
Heizungs-Vorlauftemperatur.
Anzeige Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.01
Heizungspumpennachlauf
5 - 60 min
Startet nach Beendigung der Wärmeanforderung
„–“ für durchlaufend
d.4
Speichertemperatur Istwert
in °C
d.5
Vorlauftemperatur Sollwert
in °C
d.7
Speichertemperatur Sollwert
15 °C links, danach 40 °C bis 70 °C
d.8
Raumthermostat an Klemme 3-4
1 = geschlossen (Heizbetrieb)
0 = geöffnet (kein Heizbetrieb)
d.9
Vorlauf-Solltemperatur
in °C (Stetigregler)
vom externen Regler an Klemme 7-8-9
d.10
Heizungspumpe
1 = ein, 0 = aus
d.11
Heizungspumpe (über Zubehör)
1 = ein, 0 = aus
d.12
Speicherladepumpe
1 = ein, 0 = aus
d.13
Zirkulationspumpe
1 = ein, 0 = aus
d.16
Umschaltung externe Pumpe /Solarpumpe
2 = Normalbetrieb
d.22
Anforderung Speicherladung über Kontakt C1/C2
1 = ja, 0 = nein
d.23
Betriebsart Sommer-/Winterfunktion
1 = Heizung ein
0 = Heizung aus
d.25
Speicherladung Freigabe
1 = ja
durch externen Regler
0 = nein
d.30
Wärmeanforderung der Elektronik
1 = ja, 0 = nein
d.40
Vorlauftemperatur Istwert
in °C
d.46
Außentemperatur- Korrekturwert
Einstellbereich -10 ... 10 (Werkseinstellung: 0)
d.47
Außentemperatur Istwert
in °C
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Störungsbehebung 8
Anzeige Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.48
Abgassensor-Temperatur Istwert
in °C
d.50
Ausschalthysterese des Vorlaufreglers
Einstellbereich: 1 ... 10 (Werkseinstellung: 6)
d.51
Einschalthysterese des Vorlaufreglers
Einstellbereich: - 1 ... -10 (Werkseinstellung: - 2)
d.60
Anzahl STB-Abschaltungen
Anzahl
d.61
Anzahl der Feuerungsautomatstörungen
Anzahl
= Anzahl der erfolglosen Zündungen im letzten Versuch
d.68
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 1. Versuch
Anzahl
d.69
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 2. Versuch
Anzahl
d.71
max. Vorlauftemperatur Heizung
Einstellbereich: 60 °C ... 83 °C (Werkseinstellung: 75 °C)
d.72
Pumpennachlaufzeit Speicherladung
Einstellbereich: 0, 10, 20, ... 600 s (Werkseinstellung: 180 s)
d.75
Maximale Speicherladezeit eines
Einstellbereich: 20, 21, 22 ... 90 min (Werkseinstellung: 45 min)
Speichers ohne eigene Steuerung
d.76
Gerätevariante
11 = atmoVIT classic
d.78
Begrenzung der Speicherladetemperatur
Einstellbereich: 75 ... 90 °C (Werkseinstellung: 85 °C)
d.79
Legionellenschutz (Anzeige nur bei
1 = aktiv
angeschlossenem Regler)
0 = aus
d.80
Anzahl der Heizbetriebsstunden 1)
u xx 1.000 + xxx (in h)
d.81
Anzahl der Speicherbetriebsstunden 1)
u xx 1.000 + xxx (in h)
d.82
Brennerstarts Heizung 1)
u xx 100.000 + xxx 100 (Anzahl)
d.83
Brennerstarts Speicherbetrieb 1)
u xx 100.000 + xxx 100 (Anzahl)
d.84
Anzahl Stunden x 10 bis zur nächsten Wartung
Einstellbereich: 0 ... 300 und "-" (Werkseinstellung: "-")
d.85
Minimale Vorlaufsolltemperatur
Einstellbereich: 30 ... 50 °C
d.90
Digitaler Regler
1 = erkannt, 0 = nicht erkannt
d.91
Status DCF
0 = kein Empfang, 1 = Empfang
2 = synchronisiert
3 = gültig
1) Die ersten beiden angezeigten Ziffern sind mit dem Faktor 1.000
(bzw. 100.000) zu multiplizieren. Durch nochmaliges Drücken der
Taste „i“ werden die Stunden (bzw. die Anzahl x 100) dreistellig
angezeigt.
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Seite 30
9 Kundendienst und Garantie
9 Kundendienst und Garantie
9.1 Kundendienst
Werkskundendienst Deutschland
Reparaturberatung für Fachhandwerker
Vaillant Profi-Hotline 0 18 05/999-120
Vaillant Werkskundendienst GmbH (Österreich)
365 Tage im Jahr, täglich von 0 bis 24.00 Uhr erreichbar, österreichweit zum Ortstarif:
Telefon 05 7050 - 2000
9.2 Garantie
Garantie
Herstellergarantie gewähren wir nur bei Installation
durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb.
Dem Eigentümer des Gerätes räumen wir eine
Werksgarantie entsprechend den landesspezifischen
Vaillant Geschäftsbedingungen ein (für Österreich: Die
aktuellen Garantiebedingungen sind in der jeweils
gültigen Preisliste enthalten - siehe dazu auch
www.vaillant.at).Garantiearbeiten werden grundsätzlich
nur von unserem Werkskundendienst (Deutschland,
Österreich) ausgeführt. Wir können Ihnen daher etwaige
Kosten, die Ihnen bei der Durchführung von Arbeiten an
dem Gerät während der Garantiezeit entstehen, nur
dann erstatten, falls wir Ihnen einen entsprechenden
Auftrag erteilt haben und es sich um einen Garantiefall
handelt.
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Technische Daten 10
10 Technische Daten
Technische Daten
Einheit
VK 84/1-CHL
VK 164/1-CHL
VK 224/1-C- VK 324/1-C- VK 404/1-C- VK 484/1-C- VK 564/1-CHL
HL
HL
HL
HL
Nennwärmeleistung
kW
8,2
16,2
21,8
32,4
40,5
48,6
56,7
Nennwärmebelastung
kW
9,0
17,8
24,0
35,6
44,5
53,4
62,3
Gliederzahl
–
2
3
4
5
6
7
8
Notwendiger Förderdruck pw 1)
Pa
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
°C
96
100
110
107
108
114
130
g/s
8,3
17,2
19,5
30,8
42,7
42,4
41,0
CO2-Gehalt bei Nennleistung 1)
%
3,9
3,9
4,7
4,5
4,1
4,8
5,8
Wasserseitiger Widerstand
bei ∆T = 20 K
mbar
1,2
2,8
6,2
12,0
20,5
30,5
40,5
Wasserseitiger Widerstand
bei ∆T = 10 K
mbar
10
14
22
48
80
92
110
Zul. Betriebsüberdruck
bar
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
3,0
Vorlauftemperatur, einstellbar
°C
35 - 83
35 - 83
35 - 83
35 - 83
35 - 83
35 - 83
35 - 83
Normnutzungsgrad
(bei 75/60 °C)
%
91,5
91,5
91,5
91,5
91,5
91,5
91,5
m3/h
0,95
1,9
2,5
3,8
4,8
5,7
6,6
m3/h
1,1
2,2
3,0
4,4
5,5
6,7
7,7
Erdgas
mbar
20
20
20
20
20
20
20
Elektroanschluss
V/Hz
230/50
230/50
230/50
230/50
230/50
230/50
230/50
Elektr. Leistungsaufnahme
W
< 25
< 25
< 25
< 25
< 25
< 25
<25
Vor- und Rücklaufanschluss
Gewinde
Rp 1
Rp 1
Rp 1
Rp 1
Rp 1
Rp 1
Rp 1
Gasanschluss
Gewinde
R 3ŕ4
R 3ŕ4
R 3ŕ4
R 3ŕ4
R 3ŕ4
R 3ŕ4
R 3ŕ4
Abgasanschluss
mm Į
90
130
130
150
180
180
180
Höhe
mm
850
850
850
850
850
850
850
Breite
mm
520
520
520
585
585
720
820
Tiefe (inkl. Strömungssicherung)
mm
600
600
600
600
625
625
625
Eigengewicht ca.
kg
62
81
100
122
142
163
184
Wasserinhalt ca.
kg
7
9
12
14
17
19
22
Betriebsgewicht ca.
kg
69
90
112
136
159
182
205
Schutzart
–
IP 20
Kategorie
–
DE: I2ELL
AT: I2H
Abgastemperatur bei
Nennleistung 1)
Abgasmassenstrom bei
Nennleistung 1)
Anschlusswerte:
Erdgas E / H (G20),
Hi = 9,5 kWh/m3
Erdgas LL (G25),
Hi = 8,1 kWh/m3
Gasanschlussdruck:
1) Rechenwert zur Auslegung des Schornsteins nach DIN 4705
Installations- und Wartungsanleitung atmoVIT classic 834942_08
31
18.11.2008
17:32 Uhr
Seite 32
834942_08 DEAT 112008
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