Metallbearbeitung - thw-gst
Basisausbildung I
Lernabschnitt 6.3
Metallbearbeitung
Überarbeitet von der Projektgruppe Agenda Ausbildung.
Ein besonderer Dank gilt Manuel Bieker (Ortsverband
Hamburg Nord) der bei der Entwicklung dieser Unterlage
mitgewirkt hat.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen
Rettungsgeräte
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Einführung 1/2
Metalle
EisenWerkstoffe
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NichteisenWerkstoffe
Stähle
EisenGussWerkstoffe
Schwermetalle
Leichtmetalle
z.B.
Baustahl
Werkzeugstahl
z.B.
Temperguss
Stahlguss
z.B.
Kupfer
Zink
Blei
z.B.
Aluminium
Magnesium
Titan
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Einführung 2/2
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Verwendungsmöglichkeiten 1/1
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Trennen von Metallen 1/7
Die Kneifzange gehört zu den beißenden Zangen.
Mit der Kneifzange kann man Draht abkneifen
beziehungsweise kürzen oder Nägel ziehen.
Wenn man die Kneifzange auf weichen Holzoberflächen
einsetzt, kann man durch das Unterlegen von kleinen
Hölzchen ein Eindrücken des Werkzeugs in die Oberfläche
verhindern.
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Trennen von Metallen 2/7
Spanen ist Abtrennen von Werkstoffteilchen (Spänen) auf
mechanischem Weg zur Änderung der Werkstückform. Die
Werkstoffteilchen haben keinen festen Zusammenhalt mehr
und fallen als Späne (formloser Stoff) an.
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Trennen von Metallen 3/7
Zerteilen ist Trennen auf
mechanischem Weg zur Änderung der
Werkstückform ohne Entstehen von
Spänen
Der innerer Zusammenhalt des
Werkstück bleibt erhalten und kann
deshalb weiterverarbeitet werden.
Beim Zerteilen erhält das Werkstück
auf spanlosem Weg seine Form durch
Keil- oder Scherschneiden;
in seltenen Fällen durch Reißen oder
Brechen.
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Trennen von Metallen 4/7
Zusammenhang
Keilwinkel-Werkstoffhärte
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Rasierklinge
Messer
Meißel
Styropor
Holz
Stahl
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Trennen von Metallen 5/7
• einschneidige
Keilschneidewerkzeuge
• zweischneidige
Keilschneidewerkzeuge
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Trennen von Metallen 6/7
Schabende Wirkung
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spanende Wirkung
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Trennen von Metallen 7/7
Beim Zerteilen wird der Werkstoffzusammenhalt durch die
eindringende keilförmige Werkzeugschneide aufgehoben.
Das Eindringen des Schneidkeils erfordert mechanische
Energie.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Werkzeuge 1/8
Werkzeuge zum Anreißen
und Vorzeichnen
Körner
Hartmetall-Reißnadel
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Werkzeuge 2/8
Werkzeuge zum
Messen – Meßschieber
Innenmessung
Fester
Meßschenkel
Tiefenmeßgerät
Außenmessung
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beweglicher
Meßschenkel
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Werkzeuge 3/8
Werkzeuge zum Anfassen und
Festhalten
Kombinationszange
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Ringmaulschlüssel
19
Werkzeuge 4/8
Werkzeuge zum Anfassen und
Festhalten
Innensechskant-Winkelschraubendreher
Wasserpumpenzange
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Werkzeuge 5/8
Formgebende Werkzeuge
Schlosserhammer
Kunststoffhammer
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Werkzeuge 6/8
Schneidende Werkzeuge
Metallstichsäge
Metallbügelsäge
Seitenschneider
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Werkzeuge 7/8
Scherende Werkzeuge
Blechschere
Figurenschere
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Werkzeuge 8/8
Schabende und schleifende
Werkzeuge
Kreuzmeißel
Flachmeißel
Flachfeile
Halbrundfeile
Rundfeile
Dreikantfeile
Drahtbürste
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Unfallverhütungsvorschriften 1/6
Menschliches Versagen:
• Leichtsinn,
• Unwissenheit,
• Überheblichkeit,
• aber auch Oberflächlichkeit bei
sich wiederholenden
Arbeitsvorgängen …
…führen oft zur Vernachlässigung des
Sicherheitsdenkens.
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Unfallverhütungsvorschriften 2/6
Technische Mängel:
So wie kein Mensch perfekt ist, zeigen auch
Geräte und Maschinen manchmal
Defekte, mit deren Auftreten kein
Konstrukteur gerechnet hatte.
Dazu gehören unter anderem:
• Werkstoffermüdung,
• undichte Stellen in Leitungen oder
• versteckte Korrosion.
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Unfallverhütungsvorschriften 3/6
• Gesetzen wie Arbeitssicherheitsgesetz,
Bundesimmissionsschutzgesetz,
• Verordnungen wie die Arbeitsstättenverordnung, Gefahrstoffverordnung
• Unfallverhütungsvorschriften (UVV)
• Regeln der Technik, wie DIN-Normen
Unfälle können durch vorbeugende
Sicherheitsmaßnahmen und regelmäßiges
Training vermindert werden.
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Unfallverhütungsvorschriften 4/6
• Zuerst sind unmittelbare Gefahren zu
beseitigen.
• Mängel an Geräten und Maschinen sofort
dem Verantwortlichen zu melden.
• Die Instandsetzung ist einzuleiten.
• Alle gefährlichen Stellen müssen
abgeschirmt und gekennzeichnet werden.
Hierzu angebrachte Sicherheitsvorrichtungen
und Schilder dürfen nicht entfernt werden.
• Eine Gefährdung des Arbeitenden ist durch
eine persönliche Schutzausrüstung zu
verhindern.
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Unfallverhütungsvorschriften 5/6
Die persönliche Schutzausstattung für:
• Kopf
durch Schutzhelm,
• Gesicht
durch Schutzvisier,
Schutzbrille,
• Gehör
durch Kapseln, Stöpsel,
• Hände
durch Schutzhandschuhe,
• Füße
durch Sicherheitsschuhwerk,
• Körper
durch Schutzkleidung,
muss immer getragen werden!
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Unfallverhütungsvorschriften 6/6
• Eine Gefährdung nicht beteiligter
Personen ist durch deren Entfernen aus
dem Gefahrenbereich auszuschließen.
• Mit den arbeitenden Helfern ist ein
Signal zur Arbeitsunterbrechung bei
Gefahr zu vereinbaren.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
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Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Handhabung der Werkzeuge 1/3
• Werkzeuge grundsätzlich nicht werfen.
• Werkzeuge generell nur ihrem Verwendungszwecke
entsprechend nutzen, beispielsweise Werkzeuge
nicht als Schlagwerkzeuge benutzen (ausgenommen
Hämmer).
• Griffstücke nicht verlängern.
• Nicht auf Griffe, Schneiden oder Backen schlagen.
• Bei Hämmern auf festen Sitz der Stiele und Keile
achten.
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Handhabung der Werkzeuge 2/3
• Beschädigte Griffe und Stiele auswechseln.
• Immer ein dem Werkstück angepasstes
Werkzeug verwenden (Härte, Größe).
• Holzteile mit einem ölgetränkten Lappen leicht
einölen.
• Nachträglich keine Farbanstriche verwenden.
• Nichtbenutzte Werkzeuge auf einer Ablage
ablegen.
• Werkzeuge nach Gebrauch reinigen, Gelenke
auf Gängigkeit und Rissbildungen prüfen.
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Handhabung der Werkzeuge 3/3
• Nur passende Stiele mit astfreier und in
Stilrichtung verlaufender Maserung
verwenden.
• Metallteile mit säurefreiem Fett leicht
einfetten
(Ausnahme: Zylinder der
Sauerstoffflasche und Ventile).
• Gelenke und Spindel ölen.
• Stumpfe Schneiden und Backen nachschärfen,
ggf. vorher ausschmieden und härten.
• Holzteile auf Risse prüfen
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
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Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
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Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Unfallverhütungsvorschriften 1/4
• Bei Werkzeugen auf festen Sitz der
Stiele und Keile (z.B. Hammer) achten.
• Auf festsitzende Hefte bei Feilen achten.
• Beim Arbeiten mit Fäustel und Meißel
unbedingt Schutzbrille und Lederhandschuhe
(Stulpe) tragen.
• Bartbildung am Meißelkopf rechtzeitig
entfernen (abschleifen) und Meißelkopf rund
schleifen, und Verletzungen durch
Absplittern des Bartes zu vermeiden.
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Unfallverhütungsvorschriften 2/4
• Beim Arbeiten mit Hammer und Meißel darf
die Hilfsperson niemals in Schlagrichtung
und hinter der Person stehen.
• Auf Splitterschutz achten.
• Werkstück niemals mit einem
unkontrollierten Schlag durchtrennen.
Schleudernde Metallstücke bedeuten
Unfallgefahr!
• Blechkanten und Rohre werden z.B. mit der
Feile entgratet.
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Unfallverhütungsvorschriften 3/4
• Keine zu kleinen Blechstücke mit der
Blechschere schneiden. Gefahr des
Einklemmens des Handballens. Notfalls mit
einer Zange festhalten.
• Draht nicht mit Blechschere
schneiden, sondern Seiten-,
Bolzenschneider oder Kneifzange
(Augenverletzungen).
verwenden
• Sägeblätter immer fest einspannen.
• Beim Handsägen gegen Ende des
Schnittes Druck verringern, um ein
Abgleiten zu verhindern.
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Unfallverhütungsvorschriften 4/4
• Mit dem Bolzenschneider keine
stromführende Kabel durchtrennen.
• Kunststoffgriffe des Bolzenschneiders
sauber und fettfrei halten, um ein
Abrutschen der Hände zu
vermeiden.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
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Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
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Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Trennschleifer 1/8
Motortrennschleifgerät
Elektrotrennschleifgerät
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Trennschleifer 1/8
Einsatzmöglichkeiten
des Motortrennschleifgerät:
Das Motortrennschleifgerät wird zum
Schneiden von Metallen wie, Stahl,
Grauguss (z.B. Gussrohre), Elektron,
Magnesium, Kupfer, Messing, Zink,
Bronze) sowie zum Trennen von
Tonrohren, Zementrohren, Ziegeln,
Kunststeinen, Kalksteinen, Sandsteinen,
Bimssteinen und Beton verwendet.
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Trennschleifer 3/8
Einsatzmöglichkeiten
des Elektrotrennschleifgerät:
Die Einsatzmöglichkeit ist vor allem von einer
Stromquelle abhängig. Überall, wo Strom zur
Verfügung steht, kann das Gerät für die gleichen
Arbeiten wie für das Motortrennschleifgerät
eingesetzt werden.
Daneben bietet das Elektrotrennschleifgerät in
geschlossenen Räumen den Einsatz ohne
Abgasemissionen.
Das Gerät darf nicht in Nassbereichen
eingesetzt werden.
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Trennschleifer 4/8
Vorbereitung des Arbeitsplatzes
Aus dem Bereich des Funkenflugs sind alle
brennbaren Materialien (Treibstoff, Putzlappen,
Späne, Papier usw.) zu entfernen.
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Trennschleifer 5/8
Vorbereitung des Arbeitsplatzes
• Das Trennschleifgerät wird nur von einer
Person bedient. Im Arbeitsbereich, auch beim
Startvorgang, sind keine weiteren Personen
oder Tiere zu dulden. Aber in Rufweite müssen
Personen erreichbar sein, die im Notfall helfen
können.
• Beim Trennschleifen ist stets ein Feuerlöscher
bereit zu halten.
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Trennschleifer 6/8
Persönliche Vorbereitung
• Personen unter 16 Jahren dürfen Trennschleifer
nicht bedienen. Personen zwischen 16 und 18
Jahren, die unter Aufsicht ausgebildet werden und
Personen über 18 Jahre, die ausgebildet sind,
dürfen den Trennschleifer bedienen.
• Bei der Ausbildung mit Junghelfern ist der
Jugendausbildungsleitfaden zu beachten!
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Trennschleifer 7/8
Persönliche Vorbereitung
Der Bediener muss ausgeruht, gesund und in guter
Verfassung sein.
Nach dem Genuss von Alkohol, Rauschmitteln oder
Medikamenten, die die Reaktionsfähigkeit
beeinträchtigen, darf nicht mit dem
Trennschleifgerät gearbeitet werden.
Dies gilt natürlich auch für alle anderen Arbeiten im
THW.
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Trennschleifer 7/8
Persönliche Vorbereitung
Vorschriftsmäßige Einsatzkleidung und
Schutzausrüstung ist zu tragen. Hierzu gehören:
Schutzbrille, Schutzhelm mit Gesichtsschutz,
Lederhandschuhe (Stulpe), Sicherheitsschuhwerk,
Lederschürze und Gehörschutz.
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Trennschleifer 8/8
Wartung und Pflege
• Leichtgängigkeit und Funktion der
Bedienelemente prüfen und
die Trennscheibe prüfen.
• Nach dem Gebrauch das Gerät reinigen.
• Sicht- und Funktionsprüfung auf
Beschädigungen vornehmen. Bei
Funktionsstörungen ist das Gerät außer
Betrieb zu setzen und die Instandsetzung
einzuleiten.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
UVV
Handhabung
UVV
Trennschleifgeräte
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Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Unfallverhütungsvorschriften 1/9
• Trennscheibe vor Arbeitsaufnahme
und in Arbeitspausen auf Zustand
prüfen und ggf. austauschen.
• Der Schleifscheibenschutz ist so
einzustellen, dass Werkstoffpartikel
von Benutzer und Gerät weggelenkt
werden.
• Erst die Trennrichtung bestimmen,
dann die Trennscheibe ansetzen.
• Trennscheiben nur zum Trennen
von Material, die Putzscheibe nur
zum Schleifen verwenden
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Unfallverhütungsvorschriften 2/9
• Trenn- oder Schleifscheiben dem
Werkstoff angepasst auswählen.
• Beim Trennen von Stahlarmierungen mit
Trennschleifgeräten ist auf die
Brandgefahr durch glühende
Werkstoffpartikel zu achten.
Diamantscheiben dürfen nicht zum
Trennen von Stahl verwendet werden.
• Die Gefährdung durch Beschädigung von
Rohrleitungen und elektrischen Leitungen
am Arbeitsort verhindern.
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Unfallverhütungsvorschriften 3/9
• Beim Schneiden die Trennscheibe
nicht verkanten.
• Das Gerät nicht auf einer Leiter, an
instabilen Standorten und über
Schulterhöhe betreiben.
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Unfallverhütungsvorschriften 4/9
• Beim Nasstrennen mit
kunstharz-gebundenen
Trennschleifscheiben immer mit
Wasserberieselung arbeiten.
Trennscheibe muss von beiden
Seiten gleichmäßig mit Wasser
berieselt werden. Sonst besteht
Bruchgefahr
• Nasse Trennscheiben am gleichen
Tag aufbrauchen.
• Das Trennschleifgerät mit beiden
Händen festhalten.
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Unfallverhütungsvorschriften 5/9
• Zum Transport des Gerätes Motor
abstellen, Stillstand der Trennscheibe
abwarten. Danach Schleifkörper nach
hinten richten und Gerät nur am
Griffrohr halten.
• Vor Ablegen des Trennschleifers
Stillstand der Scheibe abwarten
• Wegen Brandgefahr nicht tanken,
solange das Trennschleifgerät
noch heiß ist.
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Unfallverhütungsvorschriften 6/9
• Gerät mindestens 3 m vom Einsatzort
entfernt betanken und nicht in
geschlossenen Räumen starten.
• Das Trennschleifgerät nicht aus der Hand
anwerfen.
• Das Gerät niemals in geschlossenen oder
schlecht belüfteten Räumen betreiben.
Vergiftungsgefahr!
• Auf einwandfreien Leerlauf achten. Nach
dem Loslassen des Gashebels darf sich
die Trennscheibe nach kurzem Nachlaufen
nicht mehr drehen.
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Unfallverhütungsvorschriften 7/9
• Der Trennschleifer darf nur bei
Stillstand der Scheibe aufgenommen
oder wieder abgelegt werden.
• Das Gerät nur zum Freihandschnitt
oder auf dem dafür vorgesehenen
Führungswagen montiert betreiben.
• Bei Wartung und Reparatur immer
den Motor abstellen.
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Unfallverhütungsvorschriften 8/9
Zusätzlich speziell beim
Elektrotrennschleifgerät :
• Vor allen Arbeiten am Gerät den
Stecker aus der Steckdose
ziehen.
• Anschlusskabel stets vom
Wirkungsbereich des Gerätes
fernhalten
• Das Gerät nur ausgeschaltet an
das Stromnetz anschließen.
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Unfallverhütungsvorschriften 9/9
Zusätzlich speziell beim
Elektrotrennschleifgerät :
• Vor Ablegen des Gerätes die
Kabelführung beachten.
• Beim Standortwechsel des
Elektro-Trennschleifers nicht
Finger am Ein-/Ausschalter halten.
• Beim Schruppen und Trennen
immer mit Geräteschutzhaube
arbeiten.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
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Handhabung
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Trennschleifgeräte
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Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 1/9
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 2/9
Hydraulisches Rettungsgerät: Schneid- und Spreizgerät
(zum Beispiel Weber-Hydraulik) besteht aus:
• Schneidgerät S 90 („Rettungsschere“) – Öffnungsweite
100 mm, Nenndruck 630 bar, max. Schneidleistung 16
mm Vollmaterial (ST 52), Gewicht 9,1 kg
• Spreizer SP 30 - Spreiz-/Zugkraft an den Spitzen
34-38 kN (3,4 – 3,8 t), Spreizweg max. 610 mm
Nenndruck 630 bar, Gewicht 16 kg
• Hydraulikpumpe 630 bar mit Kawasaki
Viertaktbenzinmotor, 4 Höchstdruckschläuche,
Verteilerventil, Kettensatz
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 3/9
Hydraulikpumpe
Hydraulikumpe
Einsatz von Hydraulik
– Bio- Öl
Aggregat
4 Takt
Verbrennungsmotor
Kraftstoffart BENZIN
23.07.076
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 4/9
Das Schneidgerät dient…
…zum Schneiden und Durchtrennen von
Metallkonstruktionen wie: Armierung in
Bauwerksteilen, Rundstahl, Nieten,
Schraubverbindungen, Bolzen,
Beschlägen, Türfassungen, Profile,
starke Drähte, Seile, Rohre und
spannungslose Elektrokabel, bis max.
16 mm Durchmesser (ST 52)
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 5/9
Das Schneidgerät dient…
… zum Freimachen versperrter
Vordring-/Rettungswege.
Mit dem Schneidgerät dürfen keine
gehärteten Stahlteile durchtrennt
werden (z.B. Gasdruckdämpfer,
Lenksäulen, Stahlseile).
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 6/9
Der Spreizer dient…
…zum Anheben, Verschieben, Drücken,
Abstützen und Ablassen von schweren
Trümmerteilen, Balkendecken,
Stahlträgern etc.,
…zur Rettung verschütteter und/oder
eingeschlossener Personen,
…zum Freimachen versperrter Zugänge,
…zur Herstellung provisorischer
Aussteifungen (mit sichernder Pallung),
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 7/9
Der Spreizer dient…
…zum Aufbördeln von Metallteilen,
…zum Spannen von Kabeln und Seilen
und
…zum Ziehen von Rohrleitungen und
sonstigen Metallkonstruktionen
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 8/9
Hinweise zu Höchstdruckschläuche
• Die Schlauchleitungen dürfen keine
Zugkräfte, z.B. durch gestreckte
Verlegungen zwischen zwei festen Punkten
ausgesetzt werden.
• Starke Abwicklungen, Krümmungen
oder spiralförmige Verwindungen vermeiden
• Die Höchstdruckschläuche dürfen
nicht überfahren werden.
• Auf keinen Fall dürfen die Schläuche
geknickt werden.
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Die hydraulischen Rettungsgeräte 9/9
Hinweise zu Höchstdruckschläuche
• Höchstdruckschläuche nur
druckentlastet ablegen.
• Spreizer nicht vollständig
geschlossen und Schere ca. 1cm
überlappend auf demFahrzeug
druckentlastet verlasten.
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Metallbearbeitung
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Einführung
Verwendungsmöglichkeiten
Trennen von Metall
Werkzeuge
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Handhabung
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Trennschleifgeräte
UVV
Die hydraulischen Rettungsgeräte
UVV
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Unfallverhütungsvorschriften 1/8
• Vollständige Einsatzbekleidung,
Schutzhelm mit Gesichtsschutz
und Lederschutzhandschuhe
(Stulpe) sind zu tragen!
• Nur hydraulisch betätigte
Rettungsgeräte verwenden, die
sicherheitstechnisch einwandfrei sind
und regelmäßig geprüft werden.
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Unfallverhütungsvorschriften 2/8
• Schadhafte Geräte dürfen nicht
eingesetzt werden bzw. sind sofort außer
Betrieb zu nehmen und die
Instandsetzung ist einzuleiten (z.B. beim
einem Anriss der Schneidmesser).
• An den Geräten dürfen nur ausgebildete
Helfer eingesetzt werden; die Ausbildung
ist mindestens jährlich zu wiederholen.
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Unfallverhütungsvorschriften 3/8
• Hydraulikschläuche dürfen
keine Stolperstellen bilden, sie
dürfen nicht über spitze,
scharfe Kanten oder Teile
geführt werden.
• Vor dem Geräteeinsatz ist
ausreichender Brandschutz
sicherzustellen.
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Unfallverhütungsvorschriften 4/8
• Nur der Helfer darf sich unmittelbar am
Gerät aufhalten, nicht eingesetzte
Personen sind aus dem
Gefahrenbereich fern zu halten.
• Für den Geräteeinsatz immer einen
sicheren Ansatzpunkt suchen und
ausreichend sichern.
• Schneidgeräte sind am zu schneidenden
Teil möglichst rechtwinklig anzusetzen.
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Unfallverhütungsvorschriften 5/8
• Mit dem Schneidgerät niemals
Lenksäulen, Achsen, hochfeste
Stoßstangenhalterungen, Stoßdämpfer, Spurstangen, Scharniere,
gehärtete Maschinenteile und ähnliche
Teile trennen.
• Die hydraulischen Rettungsgeräte nur
für vorgesehene Materialien verwenden.
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Unfallverhütungsvorschriften 6/8
• Beim Trennen von Teilen mit freien
Enden das Wegfliegen der abgetrennten
Teile verhindern.
• Keine unter Spannung stehenden
Materialien durchtrennen und keine
stromführenden Kabel durchtrennen.
• Bei Übungen dürfen keine
Schneidversuche an zu starken
Materialien durchgeführt werden, die
Einsatzgrenzen der Betriebsanleitung
sind zu beachten.
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Unfallverhütungsvorschriften 7/8
• Vor dem Schneiden oder Spreizen sind
mögliche Spannungszustände zu
berücksichtigen.
• Batterie des Unfallfahrzeuges abklemmen.
• Scharfe Schnittkanten absichern.
• Nicht benötigte Hydraulikgeräte drucklos
ablegen.
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Unfallverhütungsvorschriften 8/8
• Im Anschluss an die Verwendung ist das
Gerät zu reinigen, Öle und
Hydraulikflüssigkeiten aufzufüllen und einer
Sichtprüfung zu unterziehen.
• Vor jeder Anwendung ist der Füllstand der
Hydraulikflüssigkeit zu prüfen. Bei zu
geringen Flüssigkeitsständen drohen
Beschädigungen des Gerätes (Dichtungen)
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