Technische Richtlinien

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Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt am Main
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60075 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND/GERMANY
Telefon:+49 69 7564-701
Telefax: +49 69 7564-273
E-Mail: [email protected]
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
Inhaltsverzeichnis
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Die gekennzeichneten Punkte enthalten aktuelle Änderungen
1.Vorbemerkungen
1.1Hausordnung
1.2
Öffnungszeiten 1.2.1
Auf- und Abbauzeiten
1.2.2Veranstaltungslaufzeit
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2.
Verkehr im Messegelände, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
2.1
Verkehrsordnung, Parkkarten
2.2Rettungswege
2.2.1
Feuerwehrbewegungszonen, Hydranten
2.2.2
Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
2.3Sicherheitseinrichtungen
2.4Standnummerierung
2.5Bewachung
2.6Notfallräumung
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3.
Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des Freigeländes
3.1Hallendaten
3.1.1
Allgemeinbeleuchtung, Stromart, Spannung
3.1.2
Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung
3.1.3Kommunikationseinrichtungen
3.1.4Sprinkleranlagen
3.1.5
Heizung, Lüftung
3.1.6Störungen
3.1.7
Standklimatisierung 3.2Freigelände
3.3Durchfahrtshöhen
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4.Standbaubestimmungen
4.1Standsicherheit
4.2Standbaugenehmigung
4.2.1
Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
4.2.2
Fahrzeuge und Container
4.2.3
Änderung nicht vorschriftsgemäßer Standbauten
4.2.4Haftungsumfang
4.3Bauhöhen
4.4
Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1Brandschutz
4.4.1.1 Standbau- und Dekorationsmaterialien
4.4.1.2 Ausstellung von Kraftfahrzeugen
4.4.1.3 Explosionsgefährliche Stoffe
4.4.1.4Pyrotechnik
4.4.1.5 Luftballons und Flugobjekte
4.4.1.6 Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen
4.4.1.7 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
4.4.1.8 Spritzpistolen, Nitrolacke, Reinigungsmittel, Lösungsmittel
4.4.1.9 Trennschleifarbeiten und alle Arbeiten mit offener Flamme
4.4.1.10Leergut
4.4.1.11Feuerlöscher
4.4.1.12 Reinigungsmittel, Lösungsmittel
4.4.2Standüberdachung
4.4.3
Glas und Acrylglas
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4.4.4
Gefangene Räume / Aufenthaltsräume
4.5
Ausgänge, Rettungswege, Türen
4.5.1
Ausgänge, Rettungswege
4.5.2Türen
4.6
Podeste, Leitern, Treppen, Stege
4.7Standgestaltung
4.7.1
Erscheinungsbild, Standnummern
4.7.2
Barrierefreies Bauen
4.7.3
Prüfung und Rückgabe der Mietfläche
4.7.4
Eingriffe in die Bausubstanz
4.7.5Hallenfußböden
4.7.6
Abhängungen von der Hallendecke
4.7.6.1Elektrokettenzüge
4.7.6.2Handkettenzüge
4.7.6.3Verbindungsmittel
4.7.7Standbegrenzungswände
4.7.8
Cool-light Beleuchtungskonzepte
4.7.9
Exponate, Vorführungen, Präsentationen
4.7.10 Fundamente, Gruben 4.8Freigelände
4.9
Zweigeschossige Bauweise
4.9.1Bauanfrage
4.9.2
Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände, Höhe der Standinnenräume
4.9.3
Nutzlasten, Lastannahmen
4.9.4
Rettungswege, Treppen
4.9.5Baumaterialien
4.9.6Obergeschoss
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5.Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften, Technische Versorgung
5.1
Allgemeine Vorschriften
5.1.1Schäden
5.2
Einsatz von Arbeitsmitteln
5.3Elektroinstallation
5.3.1Anschlüsse
5.3.2Standinstallation
5.3.3
Montage- und Betriebsvorschriften
5.3.4Sicherheitsmaßnahmen
5.3.5Sicherheitsbeleuchtung
5.4
Wasser- und Abwasserinstallation
5.5
Druckluft-, Gasinstallation
5.5.1Druckluftinstallation
5.5.2Gasinstallation
5.6
Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
5.6.1Maschinengeräusche
5.6.2
Geräte- und Produktsicherheit 5.6.2.1Schutzvorrichtungen
5.6.2.2Prüfverfahren
5.6.2.3Betriebsverbot
5.6.3
Druckbehälter 5.6.3.1 Abnahmebescheinigung 5.6.3.2Prüfung
5.6.3.3Mietgeräte
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
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5.6.3.4Überwachung
5.6.4
Abgase und Dämpfe
5.6.5Abgasanlagen
5.7Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen, brennbaren Flüssigkeiten
und Gefahrstoffen
5.7.1
Druck- und Flüssiggasanlagen
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
5.7.2
Brennbare Flüssigkeiten
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
5.7.2.2Bedarfslagerung
5.7.2.3Vorratsbehälter
5.7.2.4Lagerort
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
5.7.2.7 Leere Behälter
5.7.3
Brennpasten und andere Brennstoffe
5.7.4Gefahrstoffe
5.8
Asbest und andere Gefahrstoffe gemäß § 18 GefStoffV
5.9Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen
und sonstige Präsentationen
5.10Strahlenschutz
5.10.1 Radioaktive Stoffe
5.10.2 Röntgeneinrichtungen und genehmigungspflichtige Störstrahler
5.10.3 Laseranlagen 5.10.4LED
5.11Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische Verträglichkeit und Oberschwingungen
5.12
Krane, Stapler, Leergut
5.13
Musikalische Wiedergaben
5.14Getränkeschankanlagen
5.15Lebensmittelüberwachung
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6.Umweltschutz
6.1Abfallwirtschaft
6.1.1Abfallentsorgung
6.1.2
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
6.1.3
Mitgebrachte Abfälle
6.2
Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1
Öl-, Fettabscheider
6.2.2
Reinigung, Reinigungsmittel
6.3Umweltschäden
6.3.1Verpackungsmaterial
6.3.2Küchenabfälle
6.3.3Produktionsabfälle
6.3.4Standbauteile
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7.
Allgemeine Hinweise
7.1Haftung
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1.Vorbemerkungen
Die vorliegenden Technischen Richtlinien dienen dem Ziel, einen reibungslosen Veranstaltungsablauf sicherzustellen und gleichzeitig allen Ausstellern die Möglichkeit zu geben, ihre Exponate möglichst optimal zu präsentieren und somit ihre Besucher und Interessenten in geeigneter Weise anzusprechen. Diese Richtlinien sind
bindend für alle Aussteller. Jeder Aussteller erkennt mit seiner rechtsverbindlichen Anmeldung die Gültigkeit
dieser Richtlinien an. Im Folgenden wird die DECHEMA Ausstellungs-GmbH kurz DECHEMA, die Messe Frankfurt
Venue GmbH kurz Messe Frankfurt genannt.
Die Richtlinien enthalten Sicherheitsbestimmungen, die im Interesse unserer Aussteller und Besucher ein
Höchstmaß an Sicherheit bei der technischen und gestalterischen Ausrüstung der Veranstaltung bieten sollen.
Mit den zuständigen Behörden der Stadt Frankfurt am Main sind die Bauordnungs-, Brandschutz- und sonstigen Sicherheitsbestimmungen abgestimmt. Die DECHEMA und gegebenenfalls die Messe Frankfurt behalten
sich vor, die Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen. Zusätzlich sind die gesetzlichen Bestimmungen in der
jeweils gültigen Fassung zu beachten.
Die Inbetriebnahme eines Ausstellungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer untersagt
werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der Veranstaltung nicht beseitigt worden sind. Weitere
Forderungen zur Sicherheit und zum Standbau, die sich als notwendig ergeben sollten, bleiben vorbehalten.
Ebenso behält sich die DECHEMA vor, in Einzelfällen Ausnahmen von den Richtlinien zuzulassen.
Allen Vertragspartnern des Ausstellers sind diese Technischen Richtlinien weiterzuleiten. Die Serviceleistungen (Karten, Werbemöglichkeiten, Eintrag in Medien und technische Dienstleistungen) können rechtzeitig
vor Beginn der Veranstaltung online bestellt werden. Zusammen mit der Standbestätigung wird die OnlineZugangskennung an die Aussteller verschickt. Im Ausstellerportal der ACHEMA werden Standplan, die tech­
nischen Daten der Halle sowie weitere Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung
dem Aussteller zur Verfügung gestellt.
Baurecht ist Landesrecht. Dadurch und aufgrund unterschiedlicher baulicher Gegebenheiten der einzelnen
Messeplätze unterscheiden sich die jeweiligen Ausführungsbestimmungen. Im Übrigen hat sich die Messe
Frankfurt, auf deren Gelände die ACHEMA stattfindet, Änderungen vorbehalten.
Die DECHEMA hat veranstaltungsspezifische Änderungen vorgenommen.
Der deutsche Text ist verbindlich.
1.1Hausordnung
Für das Begehen bzw. Befahren des Messegeländes und der Gebäude der Messe Frankfurt und der von ihr
genutzten Parkflächen und Gebäude gelten die nachfolgenden Grundsätze. Die zusätzlich mit Ausstellern, Versorgungs- oder Dienstleistungsunternehmen usw. getroffenen Vereinbarungen bleiben unberührt:
1.Das Gelände und die Gebäude dürfen nur mit den vorgesehenen gültigen Ausweisen, Eintrittskarten oder
Passierscheinen zu festgesetzten Zeiten betreten bzw. befahren werden.
2.Während des Aufenthalts gelten auf dem Gelände die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO). Die entsprechenden Hinweisschilder, die den Fahr- und Fußgängerverkehr auf dem Gelände regeln, sind zu beachten. Für Kraftfahrzeuge beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
3.Die DECHEMA oder die Messe Frankfurt haben das Recht, Laderäume von Kraftfahrzeugen und von Personen mitgeführte Behältnisse und Taschen zu kontrollieren. Bei einer Verweigerung der Kontrollmaßnahme
behalten sich die DECHEMA oder die Messe Frankfurt das Recht der Verweisung vom Betriebsgelände vor.
4.Die DECHEMA ist berechtigt, einschränkende Bestimmungen bei der Zulassung von Besuchern zu erlassen
und das Mitbringen von Tieren und Gegenständen zu untersagen bzw. dies allgemein oder im Einzelfall von
der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen abhängig zu machen.
5.Die DECHEMA oder die Messe Frankfurt übernehmen keinerlei irgendwie geartete Haftung für Personen,
Sach- und Vermögensschäden bei Schadensfällen auf dem Gelände, den Parkplätzen, in den Hallen oder
sonstigen Gebäuden.
6.Ohne ausdrückliche Genehmigung der DECHEMA ist außerhalb von Ausstellungsständen Werbung sowie
das Anbieten von Waren und Dienstleistungen jeglicher Art, die Entgegennahme von Aufträgen und die
Durchführung von Meinungsumfragen unzulässig.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
7.Auf dem Messegelände ist jede gewerbsmäßige Tätigkeit außer im Auftrag der DECHEMA oder der mit der
Messe Frankfurt in einem Vertragsverhältnis stehenden Mieter, Dienstleistungsunternehmen oder sonstiger Vertragspartner untersagt. Die DECHEMA behält sich die Zulassung der Tätigkeit von Drittunternehmen
im Auftrag ihrer Vertragspartner und die Festlegung von Art, Umfang und Bedingungen der Tätigkeit vor.
8.Die DECHEMA oder die Messe Frankfurt haben das Recht, bei Verstößen gegen die Hausordnung, bei Missbrauch
und Fälschen von Ausweisen, Eintrittskarten etc. oder bei störendem Verhalten die betreffenden Personen vom
Messegelände zu verweisen und ihre Eintrittsausweise und Einfahrtsberechtigungen entschädigungslos einzuziehen sowie Kraftfahrzeuge auf Kosten und Gefahr der Eigentümer abschleppen zu lassen.
9.Ausstellern ist während der gesamten Veranstaltungszeit einschließlich Auf- und Abbau die Aushändigung
von Waren (Handverkauf) auf dem Messegelände nicht gestattet. Werden Waren kostenfrei als Muster ausgehändigt, ist dies anhand einer Überlassungserklärung (Quittung) schriftlich zu dokumentieren und diese
auf Verlangen vorzuweisen. Werden Dritte ohne Quittung angetroffen, behält sich die DECHEMA das Recht
vor, die Waren entschädigungslos einzuziehen.
10.Der Abtransport von ausgestellten Waren vor Schluss der ACHEMA ist auch Besuchern nicht erlaubt.
11.Auf dem gesamten von der Messe Frankfurt betriebenen Gelände herrscht ein grundsätzliches Mitführverbot von Geräten, die zur Herstellung oder Produktion von Fotos oder Filmaufnahmen tauglich sind. Filmen,
Fotografieren und Skizzieren von ausgestellten Waren oder Ausstellungsständen auf dem Gelände und in
den Hallen ist nur in besonderen Ausnahmefällen und mit schriftlicher Erlaubnis der DECHEMA gestattet.
Die DECHEMA ist bei begründetem Verdacht berechtigt, die angefertigten Skizzen, Aufnahmen und das Filmmaterial entschädigungslos einzuziehen und zu vernichten. Dies gilt auch dann, wenn dadurch sonstiges
Bildmaterial in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn ein Aussteller den Aufbau seines Standes aufzeichnen
möchte, kann dies gestattet werden. In Bezug auf die anschließende Nutzung der Aufzeichnungen ist der
Aussteller aber allein für die Einhaltung der Gesetze verantwortlich. Das bedeutet auch, wenn Personen oder
Stände bzw. Marken Dritter (inkl. der DECHEMA oder der Messe Frankfurt) aufgezeichnet werden, obliegt es
dem Aussteller, von diesen Personen / Dritten entsprechende Einwilligungen für die Nutzung einzuholen.
12.In den Hallen herrscht Rauchverbot. Entsprechende Raucherzonen sind ausgewiesen.
13.Die DECHEMA trifft ihre Entscheidungen hinsichtlich der Hausordnung unter Ausschluss des Rechtsweges.
Sie behält sich das Recht vor, die vorstehende Hausordnung zu ändern oder zu ergänzen.
DECHEMA Ausstellungs-GmbH
August 2013
1.2Öffnungszeiten
1.2.1 Auf- und Abbauzeiten
Trotz ständig optimierter Logistik ist insbesondere an den letzten Auf- und ersten Abbautagen mit zum Teil
erheblichen Wartezeiten zu rechnen, da das Messegelände nach Vorgaben der Ordnungsbehörden temporär
geschlossen werden muss, wenn die Verkehrs- und Logistikflächen überlastet sind. Wir werden uns in jedem
Fall bemühen, die Verkehrsführung und Logistik so effektiv wie möglich zu gestalten.
Detaillierte Informationen zum Auf- und Abbau und zur Verkehrsorganisation finden Sie in dem ‚Verkehrsleitfaden‘, der Ihnen spätestens 4 Wochen vor Beginn der Veranstaltung als Download im Internet zur Verfügung steht.
Bitte beachten Sie die Einlassreglungen und Anweisungen der Verkehrspolizei und das in Deutschland
für LKW über 7,49 t bestehende Sonntagsfahrverbot. Ausnahmegenehmigungen erhalten Sie bei der
Straßenverkehrsbehörde, bei der Sie Ihren Sitz oder Ihre Zweigniederlassung haben oder bei der die
Ladung aufgenommen wird (Straßen­verkehrsamt Frankfurt, Tel.: +49 69 212 40582 (Hotline) oder E-Mail:
[email protected]).
Die Mitarbeiter der DECHEMA stehen Ihnen im Dienstleistungszentrum in der Halle 4 C in der Aufbauzeit von
8.00 Uhr bis 18. 00 Uhr zur Verfügung.
Stände, die bis zum 14.06.2015, 14.00 Uhr nicht belegt sind, kann die DECHEMA im Sinne der Veranstaltung
anderweitig nutzen, ohne dass dem Aussteller ein Schadensersatzanspruch zusteht. Für Mehrarbeit, bedingt
durch verspätetes Eintreffen und Auspacken, wird der Aussteller in vollem Umfang belastet.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
Aufbauzeiten
Wenn Sie Exponate mit einem Gewicht von mehr als 7.500 kg oder 5 Meter Länge bzw. Breite in die Hallen bringen müssen, deren Transport während des regulären Aufbaus problematisch sein könnte, setzen Sie sich bitte
frühzeitig mit dem Logistikservice der Messe Frankfurt in Verbindung, damit der Anlieferungstermin festgelegt
werden kann (Tel.: +49 69 7575-6075, Fax.: +49 69 7575-96075, E-Mail: [email protected])
Vorgezogener Aufbau (Antragsdeadline: 30. April 2015)
4. Juni – 7. Juni 2015 7.00 Uhr bis 17.00 Uhrauf Antrag und nach Genehmigung, abhängig von den logistischen Erfordernissen der
Gesamtplanung kostenfrei möglich – Antrag
bitte formlos per Fax: + 49 69 7564-273 oder
E-Mail: [email protected]
Reguläre Aufbauzeiten
8. Juni 7.00 Uhr – 14. Juni 2015 14.00 Uhr 24 Stunden am Tag
14. Juni 2015
12.00 Uhr Einfahrt nur noch für PKW, die sehr schwere
oder sperrige Güter transportieren, auf freie
Parkflächen des Messegeländes möglich.
Für PKW, die nur Personen oder tragbares
Material transportieren, und LKW ist keine
Einfahrt in das Gelände mehr möglich. PKW
können kostenfrei im Parkhaus Rebstock
parken (kostenfreier Shuttle direkt zu den
Messehallen zwischen 8.00 und 22.00 Uhr).
Für LKW stehen die ausgewiesenen Parkplätze auf dem Rebstockgelände zur Verfügung.
14.00 Uhr
Verpackungsmaterialien müssen entfernt
sein, Gänge müssen frei sein, Fahrzeuge, die
nicht auf den Parkebenen stehen, müssen
das Gelände verlassen haben. Sie werden
sonst kostenpflichtig abgeschleppt. Das Gelände wird gereinigt und die Gangteppiche
verlegt.
Dekorationsarbeiten in den Hallen sind
noch bis 22.00 Uhr möglich
Abbauzeiten
PKW, die sich auf den Parkflächen innerhalb des Messegeländes befinden, werden am 19. Juni 2015 bis
18.30 Uhr bei der Ausfahrt aus dem Messegelände geleitet. Eine Vorfahrt an die Hallen ist erst ab 18.30 Uhr
möglich. Ein kostenfreier Shuttle verkehrt zwischen dem Parkhaus Rebstock und dem Messegelände bis zum
20. Juni 2015, 2.00 Uhr.
Bitte beachten Sie, dass wegen der Aufnahme der Gangteppiche die Lastenaufzüge in den Hallen und die Tore
in den Erdgeschoss-Ebenen erst ab 18.30 Uhr geöffnet werden.
Fahrzeuge mit einem zulässigem Gesamtgewicht von über 7,49 t können erst am Samstag, den 20. Juni 2015,
8.00 Uhr auf das Messegelände einfahren.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
Eingelagertes Leergut ist (mit Ausnahme von priorisiertem Leergut) erst am Samstag, den 20. Juni 2015, 8.00 Uhr
verfügbar. Die Anlieferung an die Stände erfolgt in der sogenannten ‚Leergutnacht‘ am 20. Juni 2012 von 2.00 Uhr
bis 8.00 Uhr. Wir empfehlen für diese Nacht rechtzeitig eine Standbewachung zu bestellen.
Ausnahme: priorisierte Leergutanlieferung für Aussteller mit wenig Material
Priorisiertes Leergut ist nicht mit Zusatzkosten verbunden. Stände, für die kein Gabelstaplereinsatz und kein
LKW mit 7,5 t und mehr benötigt werden, können bei rechtzeitiger Anmeldung das Leergut noch im Laufe des
Freitagabends erhalten und das Messegelände bis 2.00 Uhr verlassen.
Eine frühzeitige Vorbestellung ist nötig, da in der Reihenfolge des Bestellungseingangs bearbeitet wird und
nur eine limitierte Menge Leergut ausgeliefert werden kann, max. 15 m³ pro Stand – die Auslieferung an die
Stände erfolgt am 19. Juni 2015 zwischen 17.30 Uhr und 22.00 Uhr automatisch ohne Abruf nach logistischen
Gesichtspunkten.
Logistikservice der Messe Frankfurt:
Tel: +49 69 7575-6075, Fax: +49 69 7575-96075, E-Mail: [email protected]
Gabelstapler stehen in jedem Falle erst ab dem 20. Juni 2015, 8.00 Uhr und nur nach rechtzeitiger Vorbestellung zur Verfügung.
19. Juni 2015
12.00 UhrEine Einfahrt auf das Messegelände ist nicht
mehr möglich.
16.00 Uhr
Ende der Veranstaltung. Frühestens jetzt
kann mit dem Abbau begonnen werden.
16.00 Uhr
ca. 18.30 UhrEinfahrt für Fahrzeuge bis maximal zulässigem Gesamtgewicht von 7,49 t vom Sammelplatz für Abbau-Kfz auf dem Rebstock­
gelände – Einfahrt nur von dort möglich!
20. Juni 2015
2.00 UhrAlle Fahrzeuge müssen das Messegelände
verlassen haben. Fahrzeuge, die sich nach
diesem Zeitpunkt noch auf dem Gelände
außerhalb der Parkflächen P4 und P9 befinden, werden kostenpflichtig abgeschleppt.
Das Leergut wird nun an die Stände gefahren. Es ist keine Einfahrt in das Messegelände mehr möglich. Nur PKW-Einfahrten auf
die Parkflächen P4 über Tor Nord und P 9
über Tor 9 sind möglich – keine Vorfahrt vor
die Hallen!
‚Sonderabbauscheine‘ (Pfandeinfahrtscheine) nur für PKW und Kleintransporter bis
3,5 t zul. Gesamtgewicht, Anzahl limitiert,
Ausgabe nur an den letzten beiden Aufbautagen sowie an den ersten vier Messetagen
bei der Ausstellungstechnik in der Halle 4C
gegen die Hinterlegung von € 200,00 in bar.
Einfahrt ab 16.00 Uhr und Ausfahrt bis spätestens 18.00 Uhr nur über das Tor West. Nur
an diesem Tor wird bis 18.00 Uhr das Pfand
von € 200,00 wieder zurückgezahlt. Nach
18.00 Uhr wird das Pfand einbehalten.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
20. Juni 2015
8.00 Uhr
E infahrt für LKW über 3,5 t zul. Gesamtgewicht nur vom Sammelplatz auf dem Rebstockgelände. Nur dort erhalten Sie die Abbau-Einfahrtsscheine für das Messegelände
und nur von dort beginnt die Einfahrt. Um den
Abbau zu beschleunigen und um zu verhindern, dass LKW über die zugelassene Zeit hinaus dringend benötigten Platz zum Beladen
blockieren, werden an den Hallen Sperrzonen
eingerichtet, auf die LKW mit vorbestellter Beladung und Sattelzüge geleitet werden. Bitte
richten Sie die Einfahrten in das Gelände so
ein, dass eine schnelle Beladung möglich ist.
PKW und LKW bis 3,5 t zul. Gesamtgewicht
können über Tor Nord auf P4 (für Aussteller der Hallen 3 – 6 und Freigelände F1) und
über Tor 9 auf P 9 (für Aussteller der Hallen
8 – 11) einfahren.
Der Abbau ist durchgehend bis Montag, den
22. Juni 2015, 18.00 Uhr, möglich.
21. Juni 2015
0.00 Uhr Die Einfahrt erfolgt über Tor West für alle
Hallen und das Freigelände. Bitte beachten
Sie das Sonntagsfahrverbot für alle LKW
über 7,49 t zul. Gesamtgewicht.
22. Juni 2015
18.00 UhrAbbauende – Ein verlängerter Abbau bis maximal 12.00 Uhr am Dienstag, den 23. Juni
2015 kann in Ausnahmefällen bis zum 16. Juni
2015 bei der DECHEMA beantragt werden.
Die Kosten betragen € 100,00 pro Stand und
Stunde. Für nicht rechtzeitig eingereichte Anträge erhöhen sich die Kosten um 100 %.
1.2.2Veranstaltungslaufzeit
Montag, 15. Juni 2015 bis Freitag, 19. Juni 2015
9.00 bis 18.00 Uhr für Besucher, Freitag, den 19. Juni bis 16.00 Uhr
8.00 bis 19.00 Uhr für Aussteller, am 19. Juni 2015, siehe Punkt 1.2.1.
Von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr können Fahrzeuge der Aussteller lediglich Verbrauchsgüter zu den Ständen bringen, am Freitag, den 19. Juni 2015 nur zwischen 8.00 und 12.00 Uhr. Dafür ist, gegen Hinterlegung von € 100,00
Pfand, die Einfahrt in das Messegelände für eine Stunde möglich. Bei Fristüberschreitung verfällt das Pfand.
Aussteller, die in begründeten Einzelfällen über diesen Zeitpunkt hinaus auf ihrem Stand tätig sein müssen,
bedürfen einer besonderen schriftlichen Erlaubnis der DECHEMA.
Für PKW bis 2,5 t zulässigem Gesamtgewicht stellen wir gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Reservieren Sie bitte frühzeitig unter www.achema.de.
Transporter und LKW können auf dem LKW-Parkplatz der Messe Frankfurt auf dem Rebstockgelände gegen
Gebühr abgestellt werden.
Containerflächen im Messegelände können online unter www.achema.de in begrenzter Anzahl gemietet werden.
Alle Lagergefäße (Container, LKW-Brücken, Auflieger) auf nicht von uns gemieteten Flächen werden kostenpflichtig abgeschleppt.
Ein Pendelbus verkehrt an diesen Tagen von den Messeparkplätzen auf dem Rebstockgelände zum Messegelände von 8.00 bis 23.00 Uhr, am 19. Juni 2015 bis 2.00 Uhr (20. Juni 2015).
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
2.
Verkehr im Messegelände, Rettungswege, Sicherheitseinrichtungen
2.1 Verkehrsordnung, Parkkarten
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und Abbauzeit und der Veranstaltungsdauer gewährleisten zu können, sind verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln – wie z. B. im Verkehrsleitfaden beschrieben – unbedingt zu beachten.
Das Messegelände ist Privatgelände der Messe Frankfurt.
Im gesamten Messegelände und auf messeeigenen Parkplätzen gelten die Bestimmungen der Straßen­
verkehrsordnung.
Die im Messegelände zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h.
In den Hallen und dort, wo es die Verkehrslage erfordert, darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Vor
Ein- oder Ausfahrt aus den Hallen ist anzuhalten und die ausreichende Tordurchfahrtshöhe zu prüfen. Ein Abstellen von Fahrzeugen in den Hallen ist verboten. Während des Ladens ist der Motor abzustellen. Wohnwagen/
Wohnmobile dürfen nicht im Messegelände genutzt werden.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, Auflieger, Container, Behälter und Güter jeder Art können von einem autorisierten Abschleppunternehmen, das im Auftrag der DECHEMA arbeitet, auf Kosten und Gefahr des Besitzers
oder Halters entfernt werden.
Den Anweisungen des zur Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingesetzten Personals ist unbedingt Folge
zu leisten, und die entsprechenden Informationen sind zu beachten.
Das Befahren des Geländes mit Fahrzeugen aller Art ist nur nach Erlaubnis durch die DECHEMA gestattet, geschieht auf eigene Gefahr und ist während der Veranstaltung grundsätzlich untersagt. Auf dem Messegelände
stehen Pkw-Parkplätze für Aussteller in begrenzter Zahl zur Verfügung. Die Parkplatzkarten können nur für die
gesamte Dauer der Veranstaltungstage je nach Parkplatzangebot online unter www.achema.de bestellt werden.
2.2Rettungswege
2.2.1 Feuerwehrbewegungszonen, Hydranten
Die notwendigen und die durch die Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege und Bewegungszonen für die Feuerwehr müssen ständig freigehalten werden. Fahrzeuge und Gegenstände, die auf den Rettungswegen und den Sicherheitsflächen abgestellt sind, werden auf Kosten und Gefahr des Besitzers entfernt.
Hydranten in den Hallen und im Freigelände dürfen nicht verbaut, unkenntlich oder unzugänglich gemacht werden.
2.2.2 Notausgänge, Notausstiege, Hallengänge
Die Rettungswege sind jederzeit freizuhalten. Die Türen im Zuge von Rettungswegen müssen von innen leicht
in voller Breite geöffnet werden können.
Die Ausgangstüren und Notausstiege und deren Kennzeichnung dürfen nicht verbaut, überbaut, versperrt, verhängt oder sonst unkenntlich gemacht werden.
Die Gänge in den Hallen dürfen nicht durch abgestellte oder in den Gang hineinragende Gegenstände eingeengt werden.
Sie dienen im Notfall als Rettungswege!
Für den Standbau benötigte Materialien oder zur sofortigen Aufstellung auf der Standfläche angelieferte Exponate dürfen in der Auf- und Abbauphase kurzzeitig im Hallengang abgestellt werden, wenn hierdurch die
aus Sicherheitsgründen geforderten Gangbreiten nicht unterschritten und logistische Belange ausreichend
berücksichtigt werden.
Dies wird als erfüllt angesehen, wenn entlang der Standgrenze zum Hallengang ein Streifen von maximal 0,9 m
zum Abstellen genutzt wird. Unabhängig von der Breite des Hallenganges und der abgestellten Güter ist zwingend ein Durchgang in einer Mindestbreite von 1,2 m frei zu halten. Flächen vor Notausgängen und die Kreuzungsbereiche der Hallengänge sind hiervon ausgenommen und müssen jederzeit in voller Breite freigehalten
werden. Die Hallengänge dürfen nicht zur Errichtung von Montageplätzen oder zur Aufstellung von Maschinen
(z. B. Holzbearbeitungsmaschinen, Werkbänke) genutzt werden.
Auf Verlangen der DECHEMA oder der Messe Frankfurt kann aus logistischen Gründen die sofortige Räumung
des Hallengangs gefordert werden. Eventuell entstehende Kosten trägt der Verursacher.
9
TECHNISCHE RICHTLINIEN
2.3Sicherheitseinrichtungen
Sprinkleranlagen, Feuermelder, Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder, Schließvorrichtungen der Hallentore
und andere Sicherheitseinrichtungen, deren Hinweiszeichen sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit zugänglich und sichtbar sein. Sie dürfen nicht zugestellt oder zugebaut werden.
2.4Standnummerierung
Zur einfachen Orientierung und um ein einheitliches Erscheinungsbild der ACHEMA zu gewährleisten, werden
an den Ständen in der letzten Nacht vor Veranstaltungsbeginn Standnummernschilder installiert, soweit der
Standbau dies technisch zulässt.
Entfernt werden dürfen diese Schilder nur mit Genehmigung der DECHEMA und mit schriftlicher Einverständniserklärung des betroffenen Standnachbarn. Im Freigelände werden keine Standnummernschilder gestellt.
2.5Bewachung
Die allgemeine Bewachung der Messehallen und des Freigeländes während der Auf- und Abbauphase sowie
während der Laufzeit der Veranstaltung erfolgt durch die DECHEMA und durch die beauftragten Servicepartner
der Messe Frankfurt. Die DECHEMA und die Messe Frankfurt übernehmen keine Obhut für eingebrachte oder
angelieferte Einrichtungen und Gegenstände von Ausstellern und in ihrem Auftrag tätigen Dritten. Die Aussteller werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während der Auf- und Abbauzeiten erhöhte Risiken für das
Ausstellungsgut und die sonstigen von den Ausstellern eingebrachten Gegenstände bestehen. Wertvolle bzw.
leicht bewegliche Gegenstände sollten nachts stets unter Verschluss genommen werden.
Eine Bewachung seines Standes muss der Aussteller im Bedarfsfall selbst organisieren. Standwachen dürfen
zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr grundsätzlich nur durch die von der DECHEMA beauftragten Servicepartner
gestellt werden. Die Bestellung von Standwachen kann der Aussteller bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn mit dem entsprechenden Formular (online unter www.achema.de) erteilen. Die Bestellung erfolgt durch
die Einsendung des für die Veranstaltung geltenden, vollständig ausgefüllten Bestellformulars. Mündliche
oder telefonische Bestellungen müssen vom Antragsteller schriftlich bestätigt werden. Die Bestellung muss
vom Antragsteller rechtsverbindlich unterschrieben sein. Das Servicepersonal der DECHEMA oder der Messe
Frankfurt ist nicht befugt, selber Aufträge zur Bewachung von fremdem Eigentum zu übernehmen.
10
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Firmeneigene Standwachen bedürfen für eine Bewachungszeit zwischen 18.00 Uhr und 8.00 Uhr einer besonderen Genehmigung, für die eine Gebühr erhoben wird. Auf Erteilung der Genehmigung besteht kein Rechtsanspruch. Firmeneigene Standwachen, die sich vor, während und nach Veranstaltungen in den Messehallen
befinden, haben ferner folgende Bestimmungen einzuhalten: Die Wachpersonen müssen sich vor Dienstantritt
bei dem für die entsprechende Halle zuständigen Hallenservice melden. Durch Eintrag des eigenen Namens,
Name des Ausstellers, Standnummer, Personalausweis- oder Reisepassnummer sowie Datum und Ankunftszeit
in eine dafür vorgesehene und vom Hallenservice geführte Liste ist die Anwesenheit zu bestätigen. Bei Ende
der Bewachungszeit und vor Verlassen der Halle muss sich die Standwache bei dem Hallenservice abmelden
und das Ende der Bewachungszeit in der vorgenannten Liste vermerken. Die Standwache darf sich nur auf demjenigen Stand aufhalten, für den sie einen Bewachungsauftrag hat. Das Betreten und Verlassen des Standes
muss auf dem kürzesten Weg, über den Hallenservice, erfolgen. Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen gehen die
DECHEMA und die Messe Frankfurt davon aus, dass sich die am Stand oder in der Halle angetroffene Person
unberechtigterweise auf dem Messegelände aufhält, und behalten sich besondere Maßnahmen bzw. die Verweisung vom Messegelände sowie die Geltendmachung weiterer Ansprüche vor.
Die Mitnahme von Hunden zu Bewachungszwecken auf das Messegelände bedarf einer jederzeit widerrufbaren
Genehmigung durch die DECHEMA oder die Messe Frankfurt. Hunde sind ohne Ausnahme an der Leine zu führen. Waffen dürfen auch zu Bewachungszwecken nicht mitgeführt werden.
2.6Notfallräumung
Aus Sicherheitsgründen kann die Schließung von Räumen oder Gebäuden und deren Räume von der DECHEMA
oder der Messe Frankfurt angeordnet werden.
3.
Technische Daten und Ausstattung der Hallen und des Freigeländes
3.1Hallendaten
Aufgrund der unterschiedlichen Hallen sind diese Angaben gesondert aufgeführt. Sie finden die Datenblätter
der einzelnen Hallen online unter www.achema.de. Nach Zugang der Standbestätigung können Sie den Standplan und das dazugehörige Datenblatt online im ACHEMA Ausstellerportal unter www.achema.de abrufen.
3.1.1
Allgemeinbeleuchtung, Stromart, Spannung
Die Allgemeinbeleuchtung hat, je nach Halle, zwischen ca. 300 und 400 Lux, gemessen 1 m über dem Hallenfußboden.
Vorhandene Stromart und Spannung auf dem Messegelände:
Netzart TN-C-S
Spannung 230 V / 400 V
Toleranzwerte nach DIN EN 50160
3.1.2 Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in den Hallen über die vorhandenen Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In Hallenebenen mit Stützen erfolgt die Elektroversorgung zusätzlich über Anschlusskästen, die sich an den
Hallenstützen befinden.
3.1.3Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-, Telefax-, Daten- und Antennenanschlüssen erfolgt in den Hallen im
Allgemeinen über die vorhandenen Installationskanäle und Anschlusspunkte im Hallenfußboden.
In den Hallenebenen mit Stützen erfolgt die Versorgung zusätzlich über Anschlusskästen, die sich an den Hallenstützen befinden.
11
TECHNISCHE RICHTLINIEN
3.1.4Sprinkleranlagen
Die Hallen sind mit Sprinkleranlagen ausgestattet.
Der Mindestabstand von Exponaten und Dekorationen zum Sprinklerkopf muss 1,00 m betragen. Der Abstand
von Leuchten und Strahlern zum Sprinklerkopf ist so zu wählen, dass eine Fehlauslösung der Löscheinrichtung
durch Wärmeeinwirkung ausgeschlossen ist.
3.1.5 Heizung, Lüftung
In allen Hallen vorhanden.
Geheizt, gelüftet und gekühlt wird bei Bedarf an den Veranstaltungstagen.
3.1.6Störungen
Bei Störungen der technischen Versorgung (z. B. Elektro, Wasser, Druckluft, Heizung, Lüftung, Telekommunikation
usw.) ist unverzüglich die DECHEMA zu informieren.
Für Verluste und Schäden, die durch diese Störungen entstehen, haften die DECHEMA und die Messe Frankfurt
nicht.
3.1.7Standklimatisierung
Es besteht die Möglichkeit, Standareale individuell zu klimatisieren
(Angebotsanfrage unter [email protected]).
Eine Standklimatisierung mit Trinkwasser im Durchflussverfahren ist nicht gestattet.
3.2Freigelände
Bitte beachten Sie, dass der Boden im Freigelände teilweise starkes Gefälle aufweist und von waagerechtem
bzw. planebenem Zustand nicht ausgegangen werden kann. Die Freigeländeflächen bestehen aus gepflasterten Flächen. Das Gelände hat bei Dunkelheit während der Öffnungszeiten eine allgemeine Straßen- und Wegebeleuchtung. Notwendige Versorgungsanschlüsse sind in unregelmäßigen Abständen vorhanden.
3.3Durchfahrtshöhen
Geringere Durchfahrtshöhen als 4,00 m sind beschildert.
4.Standbaubestimmungen
4.1Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich Einrichtungen und Exponate sowie Werbeträger sind so standsicher zu errichten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährdet
werden.
Für die statische Sicherheit ist der Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig. Stehende bauliche Elemente bzw. Sonderkonstruktionen (z. B. freistehende Wände, hohe Exponate, hohe dekorative Elemente),
die umkippen können, müssen mindestens für eine horizontal wirkende Ersatzflächenlast berechnet werden:
qh1 = 0,125 kN/m² bis 4 m ab Oberkante Fußboden
qh2 = 0,063 kN/m² für alle Flächen über 4 m ab Oberkante Fußboden
Bezugsfläche ist dabei die jeweilige Ansichtsfläche.
Die dazu erstellten Nachweise sind auf Verlangen der Messe Frankfurt prüffähig vorzulegen. Abweichungen
sind im begründeten Einzelfall möglich, hierbei ist ein genauer Nachweis zu führen. Die Stabilisierung gegen
Nachbarstände bzw. vorhandene Bausubstanz ist nicht gestattet. Die DECHEMA und die Messe Frankfurt behalten sich vor, in begründeten Fällen vor Ort eine kostenpflichtige Überprüfung der Standsicherheit durch einen
Statiker vornehmen zu lassen.
12
TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.2Standbaugenehmigung
Vorausgesetzt, die Technischen Richtlinien werden bei der Gestaltung und Ausführung des Ausstellungsstands
eingehalten, ist es bei eingeschossigen Standbauten in den Hallen nicht erforderlich, Planunterlagen einzureichen, soweit sie eine Grundfläche von nicht mehr als 100 m² haben und nicht höher als 4,00 m sind. Auf Wunsch
bietet die DECHEMA dem Aussteller an, die in zweifacher Ausfertigung eingereichten Standbaupläne zu prüfen.
Darüber hinaus sind alle anderen Standbauten, mobile Stände, Bauten im Freigelände, Fliegende Bauten, zweigeschossige Stände, Sonderbauten und Sonderkonstruktionen (z. B. geschlossene Decken, Wände über 4,00 m
Höhe, Podeste höher als 0,20 m, Glaskonstruktionen, bewegte Bauteile) genehmigungs- und kostenpflichtig.
In jedem Fall bitten wir darum, bei der Bestellung von Deckenabhängungen, Elektro-, Wasser-, Druckluft- und
Gasanschlüssen Grundrisspläne mit der exakt vermaßten Positionierung für die Installateure beizufügen.
Sollte ein Stand umgeplant werden, denken Sie bitte daran, neben dem Plan zur Genehmigung auch revidierte
Anschlusspläne einzureichen, damit die Dienstleister rechtzeitig informiert werden können. Bei Deckenabhängungen benötigen wir einen detaillierten Abhängeplan mit Angabe der entsprechenden Gewichtsverteilung.
4.2.1 Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
Vermaßte Standpläne in einem geeigneten Maßstab (z. B. 1:100) mit Grundrissen und Ansichten sind bis spätestens 14.04.2015 in dreifacher Ausfertigung zur Genehmigung bei der
DECHEMA Ausstellungs-GmbH
Ausstellungstechnik
Postfach 17 01 52
60075 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
vorzulegen oder online [email protected] einzureichen.
Ein Exemplar der Standpläne geht nach Überprüfung mit dem Genehmigungsvermerk an den Aussteller/Standbauer zurück. Erst mit dem Genehmigungsvermerk ist der Standbau freigegeben.
Für die Genehmigung von:
– zweigeschossigen Bauten
– Kino- oder Zuschauerräumen
– Szenenflächen
– Bauten im Freigelände
– Fliegenden Bauten
– Sonderkonstruktionen
werden folgende Unterlagen (in dreifacher Ausfertigung) bis spätestens 14.04.2015 in deutscher Sprache benötigt:
a)Von einem zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte oder prüffähige statische Berechnung nach deutschen Normen
b) Baubeschreibung mit Angaben zu den verwendeten Materialien (ggf. mit Zertifikaten)
c)Standbauzeichnungen in einem geeigneten Maßstab, z. B. 1:100 (Grundrisse, Ansichten, Schnitte)
sowie ein Deckenplan mit Vermaßung der geschlossenen Deckenfläche(n)
d) Rettungswegplan mit Nachweis der Rettungsweglängen und -breiten
e) Bei Vorlage einer Typenprüfung/eines Prüfbuchs entfällt Punkt a)
Sollte keine von einem zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte Statik vorliegen, wird das von der Messe
Frankfurt beauftragte Ingenieurbüro die Prüfung selbst vornehmen. Die damit verbundenen Kosten werden
an den Aussteller weiterberechnet. Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache an den
Standbauleiter, um den Standaufbau in statischer Hinsicht zu überprüfen und abzunehmen. Die Kosten des Genehmigungsverfahrens (Prüfung der eingereichten Unterlagen und Abnahme vor Ort) werden dem Aussteller/
Standbauer in Rechnung gestellt.
Bei zweigeschossigen Bauten und beweglichen Bauteilen (Drehbühnen, Rolltreppen) und bei Ständen im Freigelände prüft die DECHEMA die Vereinbarkeit mit den Gestaltungsrichtlinien der ACHEMA. Danach werden
diese Pläne an die Messe Frankfurt weitergeleitet, die die Stände nach Sicherheits- und statischen Kriterien
überprüft und dann mit einem Genehmigungsbrief an den Aussteller/Standbauer weiterleitet.
13
TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.2.2 Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind genehmigungspflichtig.
4.2.3 Änderung nicht vorschriftsgemäßer Standbauten
Standbauten, die den Technischen Richtlinien oder dem Stand der Technik nicht entsprechen, müssen geändert oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung ist die DECHEMA berechtigt, auf Kosten des Ausstellers selbst Änderungen
vorzunehmen. Wird die Wahrnehmung dieses Rechtes von dem Aussteller verhindert, dann besteht Einvernehmen mit dem ACHEMA-Ausschuss darüber, dass die DECHEMA berechtigt ist, den Stand zu schließen, ggf. den
Stand auf Kosten und Gefahr des Ausstellers abbauen zu lassen und den Aussteller von der Teilnahme an der
ACHEMA auszuschließen. Ersatzansprüche – gleich welcher Art – sind in jedem Falle ausgeschlossen.
Auch nach erteilter Genehmigung der Standentwürfe kann die DECHEMA Änderungen an den Standaufbauten und/
oder der Anordnung der Ausstellungsgegenstände verlangen und diese – wenn der Aussteller einer entsprechenden
Aufforderung nicht fristgemäß nachkommt – selbst vornehmen. Dies gilt insbesondere für Forderungen, die sich
aus einer eventuellen Kontrolle und Gebrauchsabnahme der Ausstellung durch die Bauaufsichts- und Brandschutzbehörde ergeben, sowie bei festgestellten Sicherheitsmängeln. Daraus entstehende Kosten trägt der Aussteller.
4.2.4Haftungsumfang
Jegliche Schadensersatzansprüche wegen Abhandenkommens, Beschädigung oder Beeinträchtigungen der
eingesandten Entwürfe, Modelle oder sonstigen Unterlagen gegen die DECHEMA oder die Messe Frankfurt,
gleich auf welchem Rechtsgrund sie beruhen könnten, sind ausgeschlossen. Sofern der Aussteller oder dessen
Nachunternehmer die vorstehenden Standbaubestimmungen nicht einhalten, haftet der Aussteller für sämtliche Schäden, die aus der Verletzung der Standbaubestimmungen resultieren.
Ferner hat der Aussteller die DECHEMA und die Messe Frankfurt von sämtlichen Ansprüchen Dritter freizustellen, die aufgrund der Verletzung der vorstehenden Standbaubestimmungen geltend gemacht werden.
4.3Bauhöhen
Zusammen mit Ihrem Standplan, der nach Standzuteilung im ACHEMA Ausstellerportal abgerufen werden
kann, erhalten Sie ein technisches Datenblatt, aus dem die maximalen Standbauhöhen hervorgehen. Die DECHEMA übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Je nach Hallenhöhe kann die Standbauhöhe
in den Hallen maximal 8,00 m betragen, sofern die Nachbarstände nicht beeinträchtigt werden. Stände mit
einer Größe bis zu 30 m² dürfen eine maximale Standbauhöhe von 4,00 m haben. Bauliche Einschränkungen
können hallenspezifisch vorhanden sein.
Stände mit einer Standbauhöhe über 4,00 m sind genehmigungspflichtig. Alle Maße sind vor Ort zu überprüfen.
Im Freigelände beträgt die maximale Standbauhöhe 10,00 m. Bauliche Einschränkungen können vorhanden
sein (z. B. unter der Via Mobile).
Rigging, Werbeträger, Logos etc., die höher als die eigenen Standbegrenzungswände sind, sind mindestens
1,00 m von der Grenze zum Nachbarstand einzurücken. Generell sind die Rückseiten zu Nachbarständen ab
einer Höhe von 2,50 m glatt und weiß auszubilden. Die lichte Höhe von Innenräumen muss mindestens 2,30 m
betragen.
4.4 Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1Brandschutz
Die Ausstellungshallen sind mit Brandmelde- bzw. Feuerlöschanlagen ausgerüstet. Sollten diese Brandschutz­
anlagen durch Standbau eingeschränkt werden (z. B. durch geschlossene Decken), so sind zusätzliche Maßnahmen
seitens des Ausstellers erforderlich, die im Einvernehmen mit der Messe Frankfurt, Technisches Veranstaltungsmanagement, zu treffen sind. Die erforderlichen Maßnahmen sind den folgenden Tabellen 1 und 2 zu entnehmen.
14
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Tabelle 1:
Brandschutzkonzept für eingeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und zweigeschossige Messestände mit
offenen OG-Decken
Deckenfläche
0 – 30 m²
31 – 100 m²
101 – 200 m²
201 – 400 m²
401 – 1000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
Ausgänge aus Messeständen
EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
EG: zwei
EG: zwei
EG: zwei
oder Räumen in Messeständen
OG: eine Treppe;
OG: eine Treppe;
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
(Mindestbreite)
0,9 m
0,9 m
< 200 Pers.: 0,90 m
≤ 299 Pers.:
≤ 299 Pers.:
≥ 200 Pers.: min. 1,2 m
min. 1,2 m + 0,6 m
min. 1,2 m + 0,6 m
+ 0,6 m je weitere
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
Brandschutzmaßnahme
Flucht- und Rettungsweglänge
100 Pers.
OG: zwei Treppen
OG: zwei Treppen
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
≤ 299 Pers.:
≤ 299 Pers.:
< 200 Pers.: 0,90 m
min. 1,2 m + 0,6 m
min. 1,2 m + 0,6 m
≥ 200 Pers.: min. 1,2 m
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
+ 0,6 m je weitere
100 Pers.
Flucht- / Rettungsweg
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheits-
Sicherheits-
Sicherheits-
leuchten
beleuchtung
beleuchtung
beleuchtung
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
Automatische Brandmeldeanlage
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
(BMA)
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Akustische / optische Alarmierung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
EG: nein
EG: nein
EG: ja 1
EG: ja 2
EG: ja 3
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja 3
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
Kennzeichnung
Feuerlöscher
Wandhydrant ‚S‘ im Stand
Rauchableitung
Sprinklerung
Anmerkung: Wenn kein durch Personen genutztes OG vorhanden ist, entfallen die jeweiligen Anforderungen für das OG.
* Anzahl abhängig von der Länge der Fluchtwege
15
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Tabelle 2:
Brandschutzkonzept für zweigeschossige Messestände mit geschlossenen EG-Decken und mit geschlossenen OG-Decken
Deckenfläche
0 – 30 m²
31 – 100 m²
101 – 200 m²
201 – 400 m²
401 – 1000 m²
Standbaumaterialien
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
einschl. Decken
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
Treppen
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
Mindestens B1,
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
schwerentflammbar
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
EG: max. 20 m
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
OG: max. 20 m
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
zum Gang
Ausgänge aus Messeständen
EG: einer; 0,9 m
EG: einer; 0,9 m
EG: zwei
EG: zwei
EG: zwei
oder Räumen in Messeständen
OG: eine Treppe;
OG: eine Treppe;
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
(Mindestbreite)
0,9 m
0,9 m
< 200 Pers.: 0,90 m
≤ 299 Pers.:
≤ 299 Pers.:
≥ 200 Pers.: min. 1,2 m
min. 1,2 m + 0,6 m
min. 1,2 m + 0,6 m
+ 0,6 m je weitere
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
OG: zwei Treppen
OG: zwei Treppen
OG: zwei Treppen
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
entgegengesetzt, *
≤ 299 Pers.:
≤ 299 Pers.:
< 200 Pers.: 0,90 m
min. 1,2 m + 0,6 m
min. 1,2 m + 0,6 m
≥ 200 Pers.: min. 1,2 m
je weitere 100 Pers.
je weitere 100 Pers.
Brandschutzmaßnahme
Flucht- und Rettungsweglänge
100 Pers.
+ 0,6 m je weitere
100 Pers.
Flucht- / Rettungsweg
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Rettungszeichen-
Sicherheits-
Sicherheits-
Sicherheits-
leuchten
beleuchtung
beleuchtung
beleuchtung
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
+ 1 je Treppe
Automatische Brandmeldeanlage
EG: nein
EG: ja
EG: ja
EG: ja
EG: ja
(BMA)
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
Akustische / optische Alarmierung
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: ja
OG: ja
OG: ja
OG: ja
EG: nein
EG: nein
EG: ja 1
EG: ja 2
EG: ja 3
OG: nein
OG: nein
OG: ja 1
OG: ja 2
OG: ja 3
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
OG: ja
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: nein
EG: ja
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: nein
OG: ja
Kennzeichnung
Feuerlöscher
Wandhydrant ‚S‘ im Stand
Rauchableitung
Sprinklerung
* Anzahl abhängig von der Länge der Fluchtwege
16
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Erläuterungen zu den Tabellen 1 und 2:
Allgemeines, Flächenangaben
Eine zweigeschossige Bauweise und der Einbau von geschlossenen Decken ist genehmigungspflichtig (siehe
auch 4.2, Standbaugenehmigung).
Die Flächenangaben in m² beziehen sich jeweils auf die geschlossenen Deckenflächen je Geschoss, ggf. ist
eine abschnittsweise Bewertung notwendig.
Für Ausstellungsstände mit geschlossenen Decken ab einer Fläche von 1000 m² ist grundsätzlich ein individuelles Brandschutzkonzept zu erstellen; das Brandschutzkonzept ist der DECHEMA vorzulegen, die es an die
Messe Frankfurt zur Genehmigung weiterleitet.
Geschlossene Deckenflächen
Die Wirkung der Sprinkleranlage (in der Ausstellungshalle) darf durch überdeckte oder mehrgeschossige Ausstellungsstände nicht beeinträchtigt werden.
Decken sind als offen zu betrachten:
– wenn nicht mehr als 50 % der Fläche bezogen auf den einzelnen m² geschlossen sind
– wenn sprinklertaugliche Stoffe mit einer Mindestmaschenweite von 2 x 4 mm oder 3 x 3 mm genutzt
werden (kein Smoke Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich einlagig zu verspannen.
Brandschutzmaßnahmen:
– Geschlossene Decken bis 30 m² pro Stand, jedoch nicht mehr als 50 % der Standfläche dürfen ohne
weitere Kompensationsmaßnahmen geschlossen ausgeführt werden, da die Wirksamkeit der Sprinkleranlage in der Ausstellungshalle dadurch nicht beeinträchtigt wird. Wenn mehrere 30 m² große Decken­
felder eingesetzt werden, müssen diese einen Abstand zwischen zwei Deckenfeldern von min. 3 m haben.
Um durch Addition mehrerer Deckenfelder eine Fläche von 30 m² nicht zu überschreiten, ist zu den Standgrenzen hin ein Abstand von mindestens 1,50 m einzuhalten.
– Geschlossene Deckenflächen bis 100 m² bedürfen einer automatischen Brandmeldeanlage.
– Geschlossene Deckenflächen über 100 m² erfordern zusätzlich die Installation von Wandhydranten zur
unmittelbaren Aufnahme der Brandbekämpfung.
– Geschlossene Deckenflächen über 400 m² bedürfen einer Sprinklerung des Bereiches unterhalb der geschlossenen Decke. Mehrere bis zu 400 m² große geschlossene Deckenflächen dürfen ohne Sprinklerung
nicht unmittelbar aneinander gebaut werden. Es ist ein Mindestabstand der Deckenflächen untereinander von 5 m (Luftlinie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung der oben genannten Abstände – auch standübergreifend – zu einer größeren
Deckenfläche kommen sollte, trägt der Verursacher die Kosten für die notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem. Tabelle 1 oder 2, auch für den betroffenen Nachbarstand.
Die Decke von Obergeschossen ist grundsätzlich offen zu gestalten, damit Sprinkleranlagen in ihrer Wirksamkeit
nicht beeinträchtigt werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen werden, gelten die zusätzlichen
Anforderungen wie an Flächen in eingeschossigen Ständen mit geschlossener Decke, siehe auch Punkt 4.4.2.
Standbaumaterialien, Treppen
Alle Standbaumaterialien müssen nach DIN 4102 B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens class B/C s1 d0,
d. h. schwerentflammbar sein und dürfen weder brennend abtropfen noch toxische Gase entwickeln. An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt
werden. Alle Treppenanlagen sind nach DIN 18065 auszuführen.
Flucht-, Rettungswege
Die Führung und Bemessung der Flucht- und Rettungswege richtet sich nach den Anforderungen der MVStättV.
Die Entfernungen innerhalb der Ausstellungsstände werden in der Lauflinie gemessen.
Flucht-, Rettungswegkennzeichnung
Die Kennzeichnung der Flucht- und Rettungswege erfolgt nach der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A 8
„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ bzw. BGR 216 „Optische Sicherheitsleitsysteme (einschließlich Sicherheitsbeleuchtung)“. Wenn Ausstellungsstände eingehaust sind oder verdunkelt werden
und die allgemeine Sicherheitsbeleuchtung der Ausstellungshalle nicht ausreicht, ist eine Sicherheitsbeleuchtung
für Sicherheitszeichen von Ausgängen und Rettungswegen vorzusehen (vgl. § 15 MVStättV). Für Ausstellungsstände
bis zu einer eingehausten Fläche von 30 – 100 m² reichen Rettungszeichenleuchten gem. BGR 216 aus.
17
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Wandhydranten
Zusätzliche Wandhydranten auf Ausstellungsständen sind insbesondere zur Selbsthilfe aber auch zum Einsatz durch unterwiesene Personen vorzusehen. Wandhydranten zur Selbsthilfe entsprechen DIN 14461 Teil 1 Typ „S“ und sind entsprechend
zusätzlich zur Sicherheitskennzeichnung mit einem „S“ zu kennzeichnen. Die Leistung der Wandhydranten für die Selbsthilfe
beträgt 24 l/min bei gleichzeitigem Betrieb zweier Wandhydranten mit formbeständigem Schlauch mit 19 mm Durchmesser
und Strahlrohr mit Mundstück d = 4 mm.
Wandhydranten auf Ausstellungsständen sind in unmittelbarer Nähe der Zugänge zu den Ständen bzw. an den Treppenaufbzw. -abgängen zu installieren. Die Wandhydranten sind so anzuordnen, dass jede Stelle eines Ausstellungsstandes mit mindestens einem Wandhydranten zu erreichen ist.
Das Standpersonal wird im Umgang mit den Wandhydranten durch die Messe Frankfurt unterwiesen.
Feuerlöscher
Jede Ausstellungsstandebene muss mit mindestens einem für die Brandgefahr geeigneten Feuerlöscher ausgestattet sein. Je weitere 200 m² ist ein zusätzlicher Feuerlöscher vorzuhalten. Je Treppe in einem Ausstellungsstand ist ein zusätzlicher Feuerlöscher
am Treppenabgang vorzuhalten. Die Feuerlöscher müssen ein Löschvermögen von mindestens 27 A für Brandklasse A oder 144 B
für Brandklasse B aufweisen und sollten nicht schwerer als 12 kg sein.
Sollten auf Ausstellungsständen Küchen vorhanden sein, sind entsprechend geeignete Feuerlöscher vorzuhalten (Fettbrandlöscher nach DIN EN3).
Brandmeldeanlage
Die automatische Brandmeldeanlage in Ausstellungsständen mit geschlossenen Decken soll eine frühzeitige Detektion eines
Brandes und die Alarmierung sowohl der Ausstellungsstandbesucher insbesondere im Obergeschoss eines Ausstellungsstandes sowie der Feuerwehr bewirken. Hierdurch werden die Bedingungen zur Selbstrettung deutlich verbessert und die
Eingreifzeiten der Feuerwehr minimiert. Neben Alarmierungseinrichtungen können Anlagen zur Rauchableitung durch eine
automatische Brandmeldeanlage angesteuert werden.
Akustische, Optische Alarmierung
Eine optisch-akustische Alarmierungsanlage ist im Obergeschoss von zweigeschossigen Ausstellungsständen erforderlich,
sofern keine Sichtverbindung zur Ausstellungshalle besteht. Somit kann eine frühzeitige Alarmierung der Personen im Obergeschoss bei einer Brandmeldung im Erdgeschoss sichergestellt werden. Die Ansteuerung/Auslösung erfolgt über die automatische Brandmeldeanlage im Erdgeschoss eines zweigeschossigen Ausstellungsstandes. In Ausstellungsständen mit
geschlossener Decke, die größer als 400 m² ist, ist auch im Erdgeschoss eine Alarmierungsanlage vorzusehen.
Schallhemmende Kabinen müssen zusätzlich – unabhängig von ihrer Größe – entweder eine Sichtverbindung nach außen
haben oder mit einer optischen-akustischen Alarmierung in Verbindung mit einem Alarm-Taster oder mit einem Notaus-Taster
außerhalb der Kabine ausgestattet sein.
Rauchableitung
Die Rauchableitung von Ausstellungsständen erfolgt natürlich oder maschinell in die Messehalle und von dort natürlich oder
maschinell ins Freie.
Für Ausstellungsstände mit einer Deckenfläche von weniger als 200 m² ist eine Rauchableitungsöffnung nicht erforderlich.
Bis zu einer Deckenfläche von 1000 m² genügen Rauchableitungsöffnungen mit einer freien Öffnungsfläche von insgesamt 1 Prozent,
Fenster oder Türen mit einer freien Öffnungsfläche von insgesamt 2 Prozent der Deckenfläche oder maschinelle Rauchabzugsanlagen mit einem Luftvolumenstrom von 36 m³/h je Quadratmeter Deckenfläche. An die Anlagen zur maschinellen Entrauchung von
Ausstellungsständen werden keine Anforderungen hinsichtlich des thermischen und elektrischen Funktionserhaltes gestellt, da die
Entrauchung nur für die Phase der Selbstrettung und ggf. Fremdrettung relevant ist und auch keine Bauteilanforderungen an Ausstellungsstände gestellt werden. Die Auslösung/Ansteuerung einer maschinellen Entrauchungsanlage erfolgt über die automatische
Brandmeldeanlage.
Sprinklerung
Ab einer geschlossenen Fläche von 401 m² erfolgt eine Sprinklerung des Bereiches unterhalb der geschlossenen Decke.
Mehrere bis zu 400 m² große geschlossene Deckenflächen dürfen ohne Sprinklerung nicht unmittelbar aneinander gebaut werden. Es ist ein Mindestabstand der Deckenflächen untereinander von 5 m (Luftlinie) einzuhalten.
Falls es bei einer Unterschreitung des Abstandes – auch standübergreifend – zu einer größeren Deckenfläche kommen sollte,
trägt der Verursacher die Kosten für die notwendigen Kompensationsmaßnahmen gem. Tabelle 1 oder 2, auch für den betroffenen Nachbarstand.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.4.1.1 Standbau- und Dekorationsmaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend
EN 13501-1 mindestens class B/ C s1 d0, d. h. schwerentflammbar sein und dürfen weder brennend abtropfen
noch toxische Gase entwickeln. An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende oder toxische
Gase bildende Materialien wie z. B. Polystyrol-Hartschaum, PVC oder ähnliche, sowie verschiedene Acrylglasprodukte dürfen nicht verwendet werden. Die eingesetzten Materialien dürfen im Brandfall nicht zu einer
starken Rauchentwicklung beitragen.
Ein Prüfzeugnis über die Baustoffklasse und die geforderten Eigenschaften des Materials kann verlangt werden. Laub- und Nadelgehölze dürfen nur mit feuchtem Wurzelballen verwendet werden. Bambus, Reet, Heu,
Stroh, Rindenmulch, Torf oder ähnliche Materialien dürfen nicht verwendet werden.
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
4.4.1.2Ausstellung von Kraftfahrzeugen
Die Ausstellung von Kraftfahrzeugen ist bei der DECHEMA anzumelden. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor
dürfen in den Hallen nur mit weitgehend leerem und abgeschlossenem Treibstofftank ausgestellt werden. Die
vorhandene Fahrzeugbatterie kann zur Versorgung von Ausstellungsfahrzeugen herangezogen werden, wenn
folgende Punkte dabei beachtet werden:
– Die Batterien dürfen keine gefährlichen Gase produzieren. Dies kann durch Gelbatterien oder sonstige
Sicherheitseinrichtungen (Spannungsüberwachung) gewährleistet werden.
– Die Kontakte der Batterien müssen berührungssicher gestaltet sein. Dies gilt besonders bei der Anordnung der Batterien im Motorraum und geöffneter Motorhaube.
–D
er Anlasser ist dauerhaft von der Starterbatterie abzuklemmen.
In allen anderen Fällen ist die Batterie abzuklemmen oder auszubauen.
Die Ausstellung gasbetriebener Fahrzeuge in den Hallen ist nur mit entleertem Druckbehälter und drucklos
gestattet.
Bei Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb und bei alternativen Antrieben ist die Batterie auszubauen oder
durch eine Attrappe zu ersetzen.
Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, werden folgende sicherheitsrelevante Maßnahmen zur Kompensation erforderlich:
– Der Fahrmotor ist von der Batterie abzuklemmen. Die Forderung kann entfallen, wenn ein Batterietrennschalter vorhanden ist.
– Die Hochvoltbatterie muss in einem batterietypischen unkritischen Zustand sein (geladen/entladen).
– F ür die Fahrzeuge ist eine Rettungs-/Unfallkarte vorzuhalten.
Die Ausstellungstechnik der DECHEMA behält sich ergänzende Maßnahmen, die erforderlich werden können, vor.
In jedem Fall müssen geeignete Löschmittel in ausreichender Anzahl am Stand verfügbar sein.
4.4.1.3Explosionsgefährliche Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen dem Sprengstoffgesetz und dürfen auf Messen und Ausstellungen
nicht ausgestellt werden. Dies gilt auch für Munition im Sinne des Waffengesetzes.
4.4.1.4Pyrotechnik
Pyrotechnische Vorführungen sind genehmigungspflichtig und mit der DECHEMA abzustimmen.
Pyrotechnische Gegenstände ohne Zulassung oder pyrotechnische Gegenstände der Klassen II, III und IV sind
nicht zugelassen.
4.4.1.5Luftballons und Flugobjekte
Die Verwendung von Luftballons und Flugobjekten, die mit brennbarem Gas gefüllt sind, ist in den Hallen und
im Freigelände nicht gestattet.
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas gefüllten Luftballons in den Hallen und im Freigelände ist bei der
DECHEMA, Ausstellungstechnik anzumelden und genehmigungspflichtig.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.4.1.6Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen
Der Einsatz von Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen ist bei der DECHEMA anzumelden. Bei dem Betrieb von
Laseranlagen sind die Anforderungen der Arbeitsschutzverordnung zu künstlich optischer Strahlung 2006/25
EG/OstrV, der DIN EN 60825-1, der DIN EN 12254 sowie bei Showlasern die Anforderungen der DIN 56912 zu beachten. Die Geräte/Anlagen der Klassen 3R, 3B oder 4 müssen vor Inbetriebnahme von einem öffentlich bestellten
und vereidigten Sachverständigen auf ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft worden sein.
Durch technische oder organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass Personen bei Justierung
und Betrieb der Laseranlage keiner Laserstrahlung oberhalb der maximal zulässigen Bestrahlung ausgesetzt
sind. Bei der Vorführung von Lasereinrichtungen der Klassen 3R, 3B oder 4 auf Ausstellungen oder Messen
muss sichergestellt sein, dass keine unkontrolliert reflektierte Strahlung auftreten kann und der Laserbereich
um die Lasereinrichtungen durch mit Laserwarnzeichen gekennzeichnete Abschrankungen oder Verdeckungen
räumlich so eng begrenzt werden, dass er Personen nicht zugänglich ist (OStrV § 7).
4.4.1.7 Abfall-, Wertstoff-, Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Behälter für Abfall, Wertstoffe oder Reststoffe aus brennbaren Materialien aufgestellt werden. Die Behälter in den Ständen sind regelmäßig, spätestens jeden Abend nach Ausstellungsschluss, in die Wertstoff- oder Reststoffstationen an den Hallenausgängen zu entleeren.
Fallen größere Mengen brennbarer Abfälle an, sind diese mehrmals am Tage zu entsorgen. Abfallbeutel können
nach dem täglichen Veranstaltungsende in den Gang gestellt werden. Dort werden sie abgeholt.
4.4.1.8Spritzpistolen, Nitrolacke, Reinigungsmittel, Lösungsmittel
Der Gebrauch von Spritzpistolen ist in allen Messehallen verboten. Die Verwendung von lösungsmittelhaltigen
Stoffen und Farben ist ebenfalls untersagt.
4.4.1.9Trennschleifarbeiten und alle Arbeiten mit offener Flamme
Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten müssen vor Arbeitsbeginn bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, angezeigt werden. Die Arbeiten dürfen erst nach Genehmigung und Vorliegen der Erlaubnis
begonnen werden. Bei den Arbeiten ist die Umgebung gegen Gefahren ausreichend abzuschirmen.
4.4.1.10Leergut
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art (z. B. Verpackungen und Packmittel) auf den Ständen und außerhalb des
Standes in der Halle ist verboten. Anfallendes Leergut ist unverzüglich zu entfernen. Es kann durch den Logistikservice der Messe Frankfurt eingelagert werden:
Cargo Center Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Tel: +49 69 7575-6075
Fax: +49 69 7575-96075
E-Mail: [email protected]
Die DECHEMA ist berechtigt, falls der Aussteller einer Aufforderung zur Beseitigung widerrechtliche Lagerung
bzw. der Aufforderung zur unverzüglichen Entfernung anfallenden Leerguts nicht nachkommt, die Entfernung
auf Kosten und Gefahr des Ausstellers zu veranlassen.
4.4.1.11Feuerlöscher
Jeder Stand muss mit mindestens einem Feuerlöscher ausgestattet sein, siehe auch Punkt 4.4.1.
4.4.1.12 Reinigungsmittel, Lösungsmittel
Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten zu Reinigungszwecken innerhalb der Hallen ist unzulässig. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Mittel enthalten, sind den Vorschriften entsprechend zu verwenden.
20
TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.4.2Standüberdachung
Um den Sprinklerschutz nicht zu beeinträchtigen, müssen in gesprinklerten Hallen Stände nach oben hin
grundsätzlich offen sein.
Decken sind als offen zu betrachten, wenn nicht mehr als 50 % der Fläche bezogen auf den einzelnen m² geschlossen sind. Sprinklertaugliche Decken mit einer Maschenweite von mindestens 2 x 4 mm bzw. 3 x 3 mm
sind zugelassen (kein Smoke Out). Die Gewebeplane ist horizontal und ausschließlich einlagig zu verspannen.
Ein Durchhängen der Gewebeplane ist zu vermeiden.
Bei zweigeschossigen Aufbauten, Decken als Exponat oder Verdunklungen können geschlossene Decken mit Einschränkung zugelassen werden. (Für zweigeschossige Bauweise siehe auch Punkt 4.4.1 und Punkt 4.9). Bis zu 30 m²
zusammenhängende Deckenfläche pro Stand, jedoch nicht mehr als 50 % der Standfläche, dürfen ohne weitere
Maßnahmen geschlossen ausgeführt werden. Um durch Addition mehrerer Deckenfelder diese maximale Größe der
Fläche von 30 m² nicht zu überschreiten, ist zu den Standgrenzen hin ein Abstand von mindestens 1,50 m einzuhalten. Falls es bei einer Unterschreitung des Abstandes – auch standübergreifend – zu einer größeren Deckenfläche
kommen sollte, trägt der Verursacher die Kosten für die notwendigen Kompensationsmaßnahmen gemäß Tabelle 1
oder 2 auch für den betroffenen Nachbarstand. Auch mehrere bis zu 30 m² große Deckenfelder innerhalb eines Ausstellungsstands sind möglich, sofern ein Mindestabstand von 3,00 m zwischen den Deckenfeldern eingehalten wird.
Kommt es durch Aneinanderreihen von Deckenfeldern (auch standübergreifend) zur Überschreitung der Fläche
von 30 m², sind entsprechende Kompensationsmaßnahmen erforderlich (siehe Punkt 4.4.1, Tabelle 1 „Brandschutzanforderungen für eingeschossige Ausstellungsstände mit geschlossenen Erdgeschossdecken und
zweigeschossige Ausstellungsstände mit offenen Obergeschossdecken“).
Geschlossene Decken größer als 30 m² sind genehmigungspflichtig. Die Pläne zur Genehmigung sind bis
14.04.2015 bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, einzureichen. Die Installation der entsprechenden Einrichtungen (Wandhydrant, Brandmeldeanlage, optisch-akustischer Alarm, maschinelle Rauchableitung, Sprinklerung)
erfolgt durch Vertragsfirmen der Messe Frankfurt, ist kostenpflichtig und wird von der Messe Frankfurt berechnet.
Schallhemmende Kabinen sind ab einer Größe von 30 m² mit einer Brandmeldeanlage auszustatten und müssen zusätzlich – unabhängig von ihrer Größe – entweder eine Sichtverbindung nach außen haben oder mit
einer optischen Signalanlage in Verbindung mit einem Alarm-Taster oder mit einem Notaus-Taster außerhalb
der Kabine ausgestattet sein.
Alle Anforderungen in Verbindung mit dem Einbau geschlossener Decken sind unter Punkt 4.4.1 in den Tabellen 1
und 2 zu finden.
4.4.3 Glas und Acrylglas
Es darf nur für den Einsatzzweck geeignetes Glas verwendet werden. Für Konstruktionen aus Glas darf nur Sicherheitsglas eingesetzt werden. Das „Merkblatt zum Einsatz von Glas/Acrylglas im Standbau innerhalb von Messehallen“ finden Sie unter www.achema.de. Sie können es aber auch unter [email protected] anfordern.
Kanten von Glasscheiben müssen so bearbeitet oder geschützt sein, dass eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist.
Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu markieren.
4.4.4 Gefangene Räume / Aufenthaltsräume
Die Anordnung gefangener Räume (Aufenthaltsräume, die ausschließlich über andere genutzte Räume verlassen werden können) ist nur unter folgenden Bedingungen gestattet:
– In den davorliegenden Räumen muss ein geeignet breiter Rettungsweg vorhanden sein (Bemessung nach
MVStättV, mindestens jedoch 90 cm), der zu keiner Zeit verstellt oder unbrauchbar gemacht werden darf.
– Sofern keine Sichtverbindung zur Ausstellungshalle besteht, wird die Installation einer optischen und
akustischen Warnanlage erforderlich, um eine jederzeitige Alarmierung zu gewährleisten. Die Installation
erfolgt ausschließlich durch Vertragsfirmen und ist kostenpflichtig.
4.5 Ausgänge, Rettungswege, Türen
4.5.1 Ausgänge, Rettungswege
Die Entfernung von jeder Stelle auf einer Ausstellungsfläche bis zu einem Hallengang darf nicht mehr als 20 m
Lauflinie betragen. Für Aufenthalts- und Arbeitsräume sowie Ausstellungsflächen bis 100 m² genügt ein Aus-
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
gang mit mindestens 0,90 m Breite. Ab einer Fläche von 100 m² und/oder mehr als 100 Personen sind zwei
möglichst weit auseinander und entgegengesetzt liegende Ausgänge erforderlich. Die jeweilige Breite der
Ausgänge und Rettungswege ist abhängig von der Personenzahl (siehe hierzu auch Punkt 4.4.1):
– weniger als 200 Personen: mindestens 0,90 m
– ab 200 Personen: mindestens 1,20 m
Staffelungen sind nur in 0,60 m Schritten pro 100 Personen zulässig. Die Rettungswege sind nach den Unfallverhütungsvorschriften, BGV A8 / ASR A 1.3 zu kennzeichnen.
4.5.2Türen
Die Verwendung von Pendeltüren, Drehtüren, Codiertüren, Schiebetüren sowie sonstigen Zugangssperren in
Rettungswegen ist nicht zulässig. Türen in Rettungswegen müssen in Fluchtrichtung aufschlagen, von innen
leicht in voller Breite geöffnet werden können und dürfen nicht in den Hallengang aufschlagen.
4.6 Podeste, Leitern, Treppen, Stege
Allgemein begehbare Flächen, die unmittelbar an mehr als 0,20 m tiefer liegende Flächen angrenzen, sind mit
Brüstungen zu umwehren, soweit sie nicht durch Stufengänge oder Rampen mit der tiefer liegenden Fläche verbunden sind. Rampen in Flucht- und Rettungswegen dürfen max. eine Steigung von 6 % haben. Die Brüstung
muss mindestens 1,10 m hoch sein. Der Abstand der Geländerteile darf in einer Richtung nicht mehr als 0,12 m
betragen. Die Handläufe sind fest, griffsicher und ohne freie Enden auszuführen. Für das Podest ist ein statischer
Nachweis zu erbringen; für die Prüfung und Abnahme dieser Sonderkonstruktion können Kosten entstehen, die an
den Aussteller / Messebauer weiterberechnet werden. Die Bodenbelastung muss je nach Nutzung gemäß DIN EN
1991-1-1/NA:2010-12, Tabelle 6.1 DE [Kat. C1] mindestens für 3,0 kN/m² ausgelegt sein. Für Brüstungen und Geländer ist nach Tabelle 6.12 DE, eine horizontale Nutzlast [bei Flächen der Kat. C1 – C4] von qk= 1,0 kN/m in Holmhöhe
anzusetzen. Einstufig begehbare Podeste dürfen höchstens 0,20 m hoch sein. Die Unterkonstruktion des Podestfußbodens muss nach DIN 4102 – mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 mindestens class B/C s1 d0, d. h.
schwerentflammbar sein und dürfen weder brennend abtropfen noch toxische Gase entwickeln. Unter Podesten
und Podien darf kein Lager entstehen. Sie sind brandlastfrei auszuführen. Hohlraumbereiche von Podesten, deren
Höhe geringer als 0,20 m ist, können vom Überwachungsschutz der automatischen Brandmeldeanlage ausgenommen werden. Hohlraumbereiche von Podesten mit automatisch betriebenen Drehscheiben oder mit Massierungen
von Kabelbrandlasten sind, sofern sie eine Höhe von mehr als 0,20 m aufweisen, mittels automatischer Brandmelder innerhalb des Hohlraumbereichs zu überwachen. Grenzen Podeste mit elektrisch betriebenen Drehscheiben
an andere Hohlräume an, sind diese baulich abzutrennen, um eine Rauchverschleppung in angrenzende Bereiche
zu verhindern. Leitern, Treppen und Stege müssen den geltenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN 18065 auszuführen. Die Entfernung von jeder Stelle im Stand bis zu einem
Hallengang darf nicht mehr als 20 m Lauflinie betragen.
Die Anzahl und lichte Breite der Treppen ergibt sich aus der Fläche des Obergeschosses und der Personenzahl
im Obergeschoss (siehe hierzu auch Punkt 4.4.1):
– bis 100 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen: 1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
– ab 101 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 0,90 m,
entgegengesetzt angeordnet
– ab 101 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, ab 200 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– ab 201 m² Obergeschossfläche, bis 299 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m, entgegengesetzt
angeordnet, Anzahl der Treppen abhängig von der Länge der Fluchtwege.
– zuzüglich je weitere 100 Personen: jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind als zusätzliche Treppe zugelassen. Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen oder
Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der Genehmigung. Die Unterlagen sind bei der DECHEMA einzureichen, werden erfasst und zur Genehmigung an die Messe Frankfurt, Technisches Veranstaltungsmanagement weitergereicht. Treppen mit einer Breite von mehr als 1,20 m müssen auf beiden Seiten mit Handläufen
ausgerüstet sein. Treppen mit einer Breite von mindestens 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.7Standgestaltung
4.7.1
Erscheinungsbild, Standnummern
Für die Gestaltung des Standes ist der Aussteller zuständig. Generell ist bei der Standgestaltung und bei Vorführungen aller Art darauf zu achten, dass es nicht zu Störungen oder Beeinträchtigungen anderer Aussteller
oder Besucher kommt. Dekorationen dürfen den technisch-wissenschaftlichen Wert der Veranstaltung nicht
beeinträchtigen. Die Standfläche ist unbedingt einzuhalten, auch Beleuchtungskörper und Schilder dürfen
nicht über die Standgrenzen hinausragen.
Zur einfachen Orientierung und um ein einheitliches Erscheinungsbild der ACHEMA zu gewährleisten, werden
an den Ständen in der letzten Nacht vor Veranstaltungsbeginn Standnummernschilder installiert, soweit der
Standbau dies technisch zulässt.
Entfernt werden dürfen diese Schilder nur mit Genehmigung der DECHEMA und mit schriftlicher Einverständniserklärung des betroffenen Standnachbarn.
Im Freigelände werden keine Standnummernschilder gestellt.
Zu allen Ganggrenzen hin ist der Standbau möglichst transparent zu gestalten. Wünschenswert ist dabei eine
zu 70 % offen gestaltete Front. Lange, geschlossene Standkonstruktionen sind an den Ganggrenzen nicht
zulässig. Diese sind durch den Einbau von Vitrinen, Nischen, Displays u. ä. aufzulockern. Maximal 50 % der
Standfläche darf für Kabinenbau benutzt werden.
Standrückseiten, die an Nachbarstände grenzen, sind ab einer Höhe von 2,50 m glatt und weiß zu gestalten oder mindestens 1,00 m von der Grenze zum Nachbarstand einzurücken, um den Nachbarstand in dessen
Gestaltung nicht zu beeinträchtigen. Zweigeschossige Stände sind so zu gestalten, dass ein Einblick in den
Nachbarstand nicht möglich ist.
Sofern Besucher auf Standdecken sehen können, sind diese in die Gestaltung einzubeziehen (Halle 3.0, Halle 5.0
West und Ost, Halle 6.0 Ost). Standwände, deren Rückseite ersichtlich ist, sind optisch einwandfrei zu gestalten.
4.7.2 Barrierefreies Bauen
Beim Bau der Stände sollte auf Barrierefreiheit geachtet werden. Stände und deren Einrichtungen sollten auch
für mobilitätseingeschränkte Personen ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.7.3 Prüfung und Rückgabe der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der DECHEMA gekennzeichnet.
Vor Beginn der Standzuteilung hat die DECHEMA alle Angaben, die in den Hallenplänen gemacht werden, nach
Möglichkeit überprüft und Änderungen in die Hallenpläne aufgenommen. Bitte beachten Sie, dass insbesondere für die exakte Positionierung von Versorgungsauslässen, Lüftungssystemen, Säulen und Bodenunebenheiten keine Gewähr übernommen werden kann. In den Fällen, in denen Sie exakte Angaben benötigen, sind wir
Ihnen bei einer Ortsbegehung im Vorfeld der ACHEMA gerne behilflich.
Bitte überprüfen Sie bei Ihrer Ankunft auf dem Messegelände, ob Ihre Standfläche korrekt eingezeichnet und
in ordentlichem Zustand ist. Sollten Sie Grund zur Beschwerde haben, wenden Sie sich bitte unverzüglich vor
Beginn der Aufbauarbeiten an die DECHEMA. Der Grund der Beschwerde ist schriftlich zu dokumentieren und
von der DECHEMA gegenzuzeichnen.
Die ordnungsgemäße Rückgabe wird auf Antrag in der Halleninspektion nach gemeinsamer Begehung mit dem
Beauftragten des Ausstellers schriftlich bestätigt. Wurde die Ausstellungsfläche nicht ordnungsgemäß hinterlassen, wird die DECHEMA die Reinigung und Wiederherstellung zu Lasten des Ausstellers vornehmen lassen.
4.7.4 Eingriffe in die Bausubstanz
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen nicht beschädigt, verschmutzt oder auf andere Art verändert
werden (z. B. Bohren, Nageln, Schrauben). Auch das Streichen, Tapezieren und Bekleben ist nicht gestattet.
Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen weder durch Standaufbauten noch durch Exponate statisch
belastet werden.
Hallenstützen können aber innerhalb der Standfläche ohne Beschädigung derselben im Rahmen der zulässigen Bauhöhe umbaut werden.
Installationen an den Hallensäulen oder im oberen Bereich der Hallenwand müssen frei zugänglich sein. Gegebenenfalls sind entsprechende Revisionsöffnungen bauseitig vorzusehen.
4.7.5Hallenfußböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind unfallsicher zu verlegen und dürfen nicht über die Standgrenzen
hinausragen.
Zum Fixieren darf nur PE- oder PP-Klebeband verwendet werden, das rückstandsfrei zu entfernen ist.
Alle eingesetzten Materialien müssen von dem Aussteller rückstandsfrei entfernt werden. Substanzen wie Öl,
Fette, Farben und ähnliches müssen sofort vom Fußboden entfernt werden.
Der Hallenfußboden darf weder gestrichen noch beklebt werden.
Die technische Standversorgung, Leitungsverlegung, Revisionsöffnungen usw. dürfen nicht behindert werden.
Verankerungen und Befestigungen sind nicht gestattet.
Teppiche und andere Fußbodenbeläge in den Ausstellungsbereichen müssen nach DIN 4102 B1 bzw. entsprechend EN 13501-1 Klasse C mindestens schwerentflammbar sein. Ein Prüfzeugnis (Zertifikat) über die Baustoffklasse des eingesetzten Materials ist am Ausstellungsstand bereitzuhalten.
4.7.6 Abhängungen von der Hallendecke
Abhängungen sind nur an den dafür vorgesehenen technischen Einrichtungen möglich (nicht in den Hallen­
ebenen Foyer 4.1, 5.1, Übergang 5.1 – 6.1 und 8.0).
Alle Abhängungen sind genehmigungspflichtig und nach der jeweils gültigen BGV C1 auszuführen. Dies gilt
auch für Abhängungen von Pre-Riggs und eigenem Ground-Support. Klappkarabiner in jeglicher Form sind nicht
gestattet. Die verwendeten Seile oder Anschlagketten müssen ebenfalls der BGV C1 entsprechen und sind für
die eingebrachte Last entsprechend zu dimensionieren. Die Durchführung von Abhängungen von der Hallendecke ist ausschließlich über die Vertragsfirmen der Messe Frankfurt möglich und wird bei der DECHEMA bestellt. Den Bestellungen ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die Hängelasten und die gewünschten
Platzierungen der Hängepunkte ersichtlich sind. Bei komplexen Systemen muss ein sog. Lastenplan eingereicht
werden, der neben der Gesamtlast auch alle Einzel- und Streckenlasten abbildet. Ggf. ist auch eine separate
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
statische Berechnung erforderlich und kann von der DECHEMA oder den Dienstleistern angefordert werden. Die
DECHEMA behält sich darüber hinaus vor, ggf. die eingebrachten Lasten sowie die verwendeten Konstruktionen
durch einen Statiker prüfen zu lassen. Diese Prüfung ist kostenpflichtig und wird dem Besteller / Aussteller in
Rechnung gestellt. Die maximalen Bauhöhen der Hallen (siehe Datenblätter der einzelnen Hallenebenen, die
zusammen mit dem Standplan nach Zuteilung dem Aussteller online zur Verfügung gestellt werden) gelten für
Traversensysteme und Abhängungen, auch für Stände unter 30 m².
4.7.6.1Elektrokettenzüge
Elektrokettenzüge dürfen nur in Hallen mit Schwerlastabhängungen verwendet werden. Die Nutzung von Elektrokettenzügen in den Hallen mit 50 kg Punkten (Halfenschienen) ist nicht gestattet. Die Verwendung dieser
Motoren ist an die Anforderungen für Elektrokettenzüge in der Veranstaltungstechnik (Igvw SQ P2) gebunden.
Download über http://www.vbg.de/rigging/struktur/8.htm
Das Eigengewicht der Elektrokettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen, um eine Überlast
der Tragpunkte zu verhindern.
Der Unternehmer hat die Kettenzüge einer jährlichen Prüfung zu unterziehen. Das Prüfsiegel ist sichtbar an den
Motoren anzubringen. Die Prüfdokumente sind immer mitzuführen und am Betriebsort bereit zu halten. Diese
Prüfung ersetzt nicht die erforderliche Prüfung durch einen Sachverständigen alle 4 Jahre.
4.7.6.2Handkettenzüge
Handkettenzüge dürfen nur für „einsträngige“ Konstruktionen verwendet werden. Der Einsatz von Handkettenzügen für komplexe Systeme ist nicht erlaubt. Der Trag- und Lasthaken des Hebezeuges muss sich in einer
lotrechten Geraden über dem Schwerpunkt der Last befinden. Es müssen immer so viele Personen gleichzeitig
anheben, wie sich Handkettenzüge im Einsatz befinden! Ein Anheben der Lasten ohne die erforderliche Personenzahl ist untersagt! Dabei ist auf ein gleichmäßiges Anheben/Hochziehen zu achten.
Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass sich während des Hebevorgangs keine Personen unter der Last aufhalten. Das Eigengewicht der Handkettenzüge ist entsprechend im Lastenplan zu berücksichtigen, um eine
Überlast der Tragpunkte zu verhindern.
Alle Handkettenzüge als auch Hebebänder (Polyesterrundschlingen) sind immer zusätzlich mit einem Stahlseil
oder einer zugelassenen Kette zu sichern (sog. Safeties).
4.7.6.3Verbindungsmittel
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
Sowohl als Verbindungsmittel als auch zur Sicherung (Safeties) dürfen nur zugelassene Verbindungsmittel
(u. a. hochfeste Schäkel, Schraubkarabiner) verwendet werden.
4.7.7Standbegrenzungswände
Der Aussteller ist verpflichtet, Trennwände zu stellen, deren Höhe mindestens 2,50 m sein muss. Bei Randständen ist der zum Stand gehörende Teil der Hallenwand zu verkleiden. Die den Nachbarständen zugewandten
Standseiten sind oberhalb einer Bauhöhe von 2,50 weiß und sauber zu halten, um den Nachbarstand optisch
nicht zu beeinträchtigen. Standwände, deren Rückseite ersichtlich ist, sind optisch einwandfrei zu gestalten.
Die Trennwände dürfen das bestätigte Standmaß an keinem Punkt überschreiten.
Die DECHEMA bietet dem Aussteller Komplettstände in Standardgrößen und -ausstattungen sowie auf Anfrage
individuelle Standausstattungen zur Miete an. Die Bestellung erfolgt über das Online-Bestellsystem der ACHEMA
(www.achema.de).
4.7.8 Cool-light Beleuchtungskonzepte
Im Sinne einer Reduzierung der Abwärmemenge in den Hallen wird die DECHEMA unter dem Motto ‚cool light‘
in den von ihr angebotenen Standbaupaketen zur Beleuchtung LED-Strahler oder ähnliche abwärmearme Lichtquellen einsetzen. Die Aussteller werden gebeten, diesem Beispiel zu folgen. Die DECHEMA ist gerne bereit,
ohne Zusatzkosten Standbaubeleuchtungskonzepte auf Effizienz (Lichtwirkung, Wärmeentwicklung und Stromverbrauch) überprüfen und ggf. Änderungsvorschläge erarbeiten zu lassen.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.7.9 Exponate, Vorführungen, Präsentationen
Stand- und Exponatbeschriftung, Firmen- und Markenzeichen dürfen die vorgeschriebene maximale Bauhöhe
(siehe Datenblätter der einzelnen Hallenebenen, die zusammen mit dem Standplan nach Zuteilung dem Aussteller online zur Verfügung gestellt werden) nicht überschreiten (s. auch Punkt 4.7.6). Beschriftungen, Logos etc. sind
mindestens 1,00 m von der Grenze zum Nachbarstand einzurücken. Sie sollen ein ansprechendes Bild ergeben.
Präsentationen, optische, sich langsam bewegende und akustische Medien sowie musikalische Wiedergaben
sind innerhalb des Standes erlaubt, sofern sie den Nachbarn nicht belästigen, nicht zu Stauungen auf den
Gängen führen und die messeeigene Ausrufanlage in den Hallen nicht übertönen. Die Lautstärke darf 70 dB(A)
an der Standgrenze nicht überschreiten.
Die DECHEMA kann bei Verstößen gegen diese Regelung einschreiten und ggf. Stilllegung verlangen.
Für die Standsicherheit und die Betriebssicherheit aller Exponate, Geräte und Einrichtungen ist der Aussteller
voll verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig. Der Aussteller haftet für sämtliche Folgen, die mit
der Ausstellung von Exponaten verbunden sind, und trägt die Kosten für sämtliche Sicherheitsvorkehrungen.
Die DECHEMA empfiehlt dringend, die Möglichkeit zu nutzen, Exponate, die die zulässige Bodenbelastbarkeit
überschreiten (vgl. Datenblatt der Hallenebene) oder deren Standsicherheit aufgrund ihrer Größe/Höhe zweifelhaft ist, überprüfen zu lassen (s. Formular „Prüfung von Exponaten“, das Ihnen auch als Download im Internet unter www.achema.de zur Verfügung steht).
Für die Prüfung werden folgende Details benötigt: Zeichnungen inkl. Schnitte, Abmessungen, Gewichtsverteilung,
eine statische Berechnung nach deutschen Normen. Sollte eine Prüfung der Statik notwendig sein oder liegt keine
Statik vor, ist jedoch zur Prüfung notwendig, veranlasst die DECHEMA die Prüfung oder eine Anfertigung der Statik
bei ihrem Vertragspartner auf Kosten des Ausstellers.
Bei der Höhe, Länge, Breite und Gewicht der Exponate inkl. der notwendigen Beförderungsgeräte ist auf folgendes zu achten:
– Belastbarkeit der Hallenböden
– Hallenhöhe
– Kranbahnunterfahrten (nur Halle 8)
– Tragkraft der Aufzüge
– Größe der Aufzugkabinen, Abmessungen der Hallentore
– Lastverteilung
Alle Angaben dazu finden Sie in dem Datenblatt der Hallenebene, das Ihnen zusammen mit dem Standplan
nach Zuteilung online zur Verfügung gestellt wird.
Die DECHEMA ist berechtigt, auf dem Veranstaltungsgelände im Zweifel einen Statiker auf Kosten des Ausstellers hinzuzuziehen, der bei Sicherheitsbedenken Sicherungsmaßnahmen anordnen oder die Ausstellung des
Exponates untersagen kann.
Wenn Sie Exponate mit einem Gewicht von mehr als 7.500 kg oder 5 Meter Länge bzw. Breite in die Hallen
bringen müssen, deren Transport während des regulären Aufbaus problematisch sein könnte, setzen Sie sich
bitte frühzeitig mit dem Logistikservice der Messe Frankfurt in Verbindung, damit der Anlieferungstermin festgelegt werden kann (Tel.: +49 69 7575-6075, Fax.: +49 69 7575-96075, E-Mail: [email protected])
Geräte, Einrichtungen und Vorführungen, die geeignet sind, die besondere Aufmerksamkeit der Besucher auf
sich zu lenken, müssen gesondert genehmigt werden.
Vorführungen sollen zur Erläuterung von Merkmalen und Funktion der Ausstellungsgegenstände dienen. Die
Lautstärke darf den Wert von 70 dB(A) nicht übersteigen. Bei eventuellen Musikuntermalungen beachten Sie
bitte die Auflagen der GEMA (siehe Punkt 5.13).
Multimediageräte, auch in Verbindung mit Exponaten, dürfen die gültige Standbauhöhe nicht überschreiten.
Der Standort ist so zu wählen, dass Interessenten zur Betrachtung den Stand betreten und sichergestellt ist,
dass die Gänge passierbar bleiben.
Lasereinrichtungen für Werbe- und dekorative Zwecke sind nicht zugelassen.
Bei Vorführungen sind die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften „Veranstaltungs- und Produktionsstätten
für szenische Darstellung“ (BGV C1) zu beachten. Vorführungen jeglicher Art und Musik- oder Showeinlagen
müssen der DECHEMA zur Genehmigung eingereicht werden.
Die Verteilung von Drucksachen und der Einsatz von Werbemitteln ist nur auf der eigenen Standfläche zulässig.
Die DECHEMA hat das Recht, den Betrieb zu untersagen, wenn die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt werden
26
TECHNISCHE RICHTLINIEN
oder der Veranstaltungsablauf gestört wird. Der Aussteller hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Schadensersatz.
Lebende Tiere dürfen nicht ausgestellt werden.
4.7.10 Fundamente, Gruben
Werden Fundamente, Gruben oder andere bauliche Veränderungen vom Aussteller geplant, so sind hierfür
der DECHEMA, Ausstellungstechnik, bis 14.04.2015 maßstabsgerechte Pläne, aus denen auch die Lasten und
Größen der Ausstellungsobjekte und Lagerflächen zu ersehen sind, zur Genehmigung vorzulegen.
Sämtliche hierdurch und zum einwandfreien Rückbau nach der Veranstaltung entstehenden Kosten hat der
Aussteller zu tragen.
4.8Freigelände
Die vorangehenden allgemeinen Bestimmungen für den Standaufbau gelten sinngemäß für die Stände im
Freigelände. Für Stände im Freigelände sind der DECHEMA, Ausstellungstechnik, bis spätestens 14.04.2015
maßstabsgerechte Grundrisse und Ansichten über den beabsichtigen Standaufbau und die Ausgestaltung der
Stände mit den genauen Maßen zur Genehmigung vorzulegen.
Die Kosten des Genehmigungsverfahrens und ggf. die Kosten für eventuelle Brandschutzmaßnahmen werden
dem Aussteller/Standbauer in Rechnung gestellt.
Bei Ständen im Freigelände prüft die DECHEMA die Vereinbarkeit mit den Gestaltungsrichtlinien der ACHEMA. Danach werden diese Pläne an die Messe Frankfurt weitergeleitet, die die Stände nach Sicherheits- und statischen
Kriterien überprüft und dann mit einem Genehmigungsbrief an den Aussteller/Standbauer weiterleitet. Eine geprüfte oder prüffähige Statik ist mit einzureichen. Bei nicht geprüfter Statik wird eine Prüfung durch ein von der
DECHEMA beauftragtes Ingenieurbüro erforderlich. Diese Kosten werden dem Aussteller in Rechnung gestellt.
Für Zelte und sogenannte ‚Fliegende Bauten‘ (d. h. bauliche Anlagen, die geeignet sind, wiederholt aufgestellt
und zerlegt zu werden – z. B. Zelte, Tribünen und Wagen, die zeitweilig ortsfest benutzt werden, sog. Showtrucks) muss ein gültiges Prüfbuch vorliegen. Die Aufstellung des ‚Fliegenden Baus‘ ist der DECHEMA anzuzeigen. Die Genehmigungsunterlagen / Prüfbuch müssen vor Veranstaltungsbeginn zur Abnahme am Stand vorliegen. Stände im Freigelände, unabhängig davon, ob es sich um Stände oder ‚Fliegende Bauten‘ handelt, sind
abnahmepflichtig. Die Kosten für die Prüfung der statischen Unterlagen und / oder die Abnahme werden dem
Aussteller nach der Veranstaltung in Rechnung gestellt. Werden im Freigelände vom Aussteller Bodenaufbrüche für Fundamente, Gruben, Rohrleitungen, Kabelgraben, Fahnenmaste usw. geplant, so ist hierfür rechtzeitig
die Genehmigung bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, einzuholen. Ohne eine Genehmigung dürfen diese
Arbeiten nicht ausgeführt werden. Bodenverankerungen wie Erdnägel o. ä. sind nicht gestattet.
4.9 Zweigeschossige Bauweise
4.9.1Bauanfrage
Bei zweigeschossigen Bauten prüft die DECHEMA die Vereinbarkeit mit den Gestaltungsrichtlinien der ACHEMA.
Danach werden diese Pläne an die Messe Frankfurt weitergeleitet, die die Stände nach Sicherheits- und statischen Kriterien überprüft und dann mit einem Genehmigungsbrief an den Aussteller/Standbauer weiterleitet. Die
Prüfung der zweigeschossigen Stände ist für den Aussteller kostenpflichtig. Diese Prüfkosten enthalten nicht die
Kosten für eventuelle Brandschutzmaßnahmen, die erforderlich werden können. Die Kosten für die Prüfung und
die Brandschutzmaßnahmen werden von der Messe Frankfurt in Rechnung gestellt. Die Anfrage soll bis 14.04.2015
bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, eingehen. Zweigeschossige Bauweise ist zustimmungspflichtig.
4.9.2 Auflagen zur Standflächenüberbauung, Sicherheitsabstände, Höhe der Standinnenräume
Die DECHEMA behält sich vor, nach eigenem Ermessen im Interesse der Gesamtgestaltung der Halle und aus
Sicherheitsgründen zweigeschossige Aufbauten abzulehnen.
Das Obergeschoss muss nach oben hin offen sein.
Die lichte Höhe von Innenräumen muss bei mehrgeschossiger Bauweise mindestens 2,30 m betragen.
Die durch das Obergeschoss überbaute Standfläche ist ab einer Obergeschossfläche von 30 m² mit einer automatischen Brandmeldeanlage auszustatten. Ggf. sind auch andere Maßnahmen erforderlich, genauere Angaben sind unter Punkt 4.4.1 in den Tabellen 1 und 2 zu finden. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen sind vom Aussteller
27
TECHNISCHE RICHTLINIEN
bei der Messe Frankfurt, Technisches Veranstaltungsmanagement, zu bestellen. Von der Messe Frankfurt werden die
entsprechenden Installationen veranlasst und die hierfür entstehenden Kosten dem Aussteller in Rechnung gestellt.
Die der DECHEMA überlassene, geprüfte oder prüffähige Baustatik wird zur Überprüfung auf Übereinstimmung
mit den vorgelegten Ausführungsplänen an ein beauftragtes Ingenieurbüro übergeben. Sollte keine von einem
zweiten, unabhängigen Statiker geprüfte Statik vorliegen, wird das Ingenieurbüro die Prüfung selbst vornehmen und an den Aussteller weiterberechnen. Der Statiker wendet sich zu gegebener Zeit bzw. nach Absprache
an den Standbauleiter, um den Standaufbau in statischer Hinsicht zu überprüfen.
4.9.3 Nutzlasten, Lastannahmen
Für die Geschossdecke eines zweigeschossigen Messestandes innerhalb einer Messehalle sind nach DIN EN
1991-1-1/NA:2010-12, Tabelle 6.1 DE [Kat. C] als lotrechte Nutzlast anzusetzen:
Eine eingeschränkte Nutzung durch Fachbesucher oder Standpersonal für Besprechungen und Kundenbetreuung, d. h. Möblierung mit Tischen und Stühlen in freier Anordnung oder in abgeteilten Besprechungsbüros erfordert eine Nutzlast [Kat. C1]: qk=3,0 kN/m². Eine uneingeschränkte Nutzung als frei zugängliche Ausstellungsund Versammlungsfläche oder Verkaufsraum, ohne oder mit dichter Bestuhlung erfordert eine Nutzlast [ab Kat.
C3]): qk=5,0 kN/m². Die Nutzung ist jeweils deutlich erkennbar in die zur Genehmigung eingereichten Pläne einzutragen. Bei dem Standsicherheitsnachweis ist zu berücksichtigen, dass Verankerungen nicht möglich sind.
Zur Erzielung einer ausreichenden Längs-Querstabilität bei zweigeschossigen Messeständen oder Tribünen ist
in oberster Fußbodenhöhe eine Horizontallast von H = qk/20 (qk = lotrechte Nutzlast) anzusetzen.
Für Brüstungen und Geländer ist nach DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12, Tabelle 6.12 DE, eine horizontale Nutzlast
[bei Flächen der Kat. C1 – C4] von qk = 1,0 kN/m in Holmhöhe anzusetzen.
Für die Standsicherheit von Standbauten ist zur Erzielung einer ausreichenden Kipp- und Gleitsicherheit eine
horizontale Ersatzflächenlast von
qh1 = 0,125 kN/m² bis 4 m ab Oberkante Fußboden
qh2 = 0,063 kN/m² für alle Flächen über 4 m ab Oberkante Fußboden
anzusetzen.
Abweichungen sind im begründeten Einzelfall möglich, hierbei ist ein genauer Nachweis zu führen.
Es ist nachzuweisen, dass die zulässigen Lasten auf dem Hallenboden z. B. durch Einzelstützen nicht überschritten werden (s. hierzu auch Datenblatt der Hallenebenen). Für mehrgeschossige Bauten und Sonderkonstruktionen ist unterhalb der Stützen eine lastverteilende Bodenplatte von mindestens 0,20 m x 0,20 m vorzusehen, bei hohen Lasten entsprechend den statischen Anforderungen. Treppen und Treppenpodeste müssen
immer für eine Nutzlast [Kat. T2]: qk = 5,0 kN/m² ausgelegt werden.
4.9.4 Rettungswege, Treppen
Im Obergeschoss eines zweigeschossigen Ausstellungsstandes darf die Entfernung über die Treppe von jeder
zugänglichen Stelle aus zum nächstliegenden Hallengang höchstens 20 m Lauflinie betragen.
Alle Treppenanlagen sind nach DIN 18065 auszuführen. Die Brüstung muss mindestens 1,10 m hoch sein. Die
Anzahl und lichte Breite der Treppen ergibt sich aus der Fläche des Obergeschosses und der Personenzahl im
Obergeschoss (siehe hierzu auch Punkt 4.4.1):
– bis 100 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen: 1 Treppe, Mindestbreite 0,90 m
– ab 101 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, weniger als 200 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 0,90 m,
entgegengesetzt angeordnet
– ab 101 m² bis 200 m² Obergeschossfläche, ab 200 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m, entgegengesetzt angeordnet
– ab 201 m² Obergeschossfläche, bis 299 Personen: 2 Treppen: Mindestbreite je 1,20 m, entgegengesetzt
angeordnet, Anzahl der Treppen abhängig von der Länge der Fluchtwege.
– zuzüglich je weitere 100 Personen: jeweils +0,60 m lichte Treppenbreite
Wendel- bzw. Spindeltreppen sind als zusätzliche Treppe zugelassen. Bewegte Bauteile, wie Rolltreppen oder
Drehbühnen (Sonderkonstruktionen) bedürfen der vorherigen Genehmigung der Messe Frankfurt, Technisches
Veranstaltungsmanagement. Treppen mit einer Breite von mehr als 2,40 m benötigen Zwischenhandläufe.
Die Handläufe sind fest, griffsicher und ohne freie Enden auszuführen.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
4.9.5Baumaterialien
Alle Standbau- und Dekorationsmaterialien müssen DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend EN 13501-1
mindestens class B/C s1 d0, d. h. schwerentflammbar sein und dürfen weder brennend abtropfen noch toxische Gase entwickeln. An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden. Leichtentflammbare, brennend abtropfende oder toxische Gase bildende
Materialien wie z. B. Polystyrol-Hartschaum, PVC oder ähnliche, sowie verschiedene Acrylglasprodukte dürfen
nicht verwendet werden. Die eingesetzten Materialien dürfen im Brandfall nicht zu einer starken Rauchentwicklung beitragen. Entsprechende Nachweise über die brandschutztechnischen Eigenschaften der Baustoffe und
Bauteile sind den Sicherheitsbehörden bzw. der DECHEMA auf Verlangen vorzulegen.
4.9.6Obergeschoss
Im Obergeschoss sind im Bereich der Brüstungen, falls erforderlich, auf dem Fußboden Abrollsicherungen von
mindestens 0,05 m Höhe anzubringen.
Brüstungen sind entsprechend Punkt 4.6 und Punkt 4.9.3 auszuführen.
Das zweite Geschoss muss zu den Nachbarständen einen Abstand von mindestens 2,50 m haben, oder die
an den Nachbarstand angrenzende Seite des Obergeschosses muss mit einer mindestens 2 m hohen Wand
geschlossen werden. Die Decke von Obergeschossen ist grundsätzlich offen zu gestalten, damit Feuerlöschanlagen in ihrer Wirksamkeit nicht beeinträchtigt werden. Sollten Decken von Obergeschossen geschlossen
ausgeführt werden, gelten die Anforderungen wie in Tabelle 2 unter Punkt 4.4. Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen dargestellt. Sämtliche erforderlichen brandschutztechnischen Maßnahmen sind unter Punkt
4.4.1 Brandschutz zu finden. Zusätzlich zu den bereits im Erdgeschoss vorhandenen Feuerlöschern ist mindestens ein zugelassener und geeigneter Feuerlöscher (entsprechend EN3) pro Treppenabgang gut sichtbar und
griffbereit anzuordnen.
5.Betriebssicherheit, Technische Sicherheitsbestimmungen,
Technische Vorschriften, Technische Versorgung
5.1 Allgemeine Vorschriften
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem Stand selbst verantwortlich.
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im Rahmen der arbeits- und gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.1.1Schäden
Jede durch Aussteller oder deren Beauftragte verursachte Beschädigung auf dem Messegelände, seinen Gebäuden oder Einrichtungen lässt die DECHEMA nach Beendigung der Veranstaltung auf Kosten des Ausstellers
beseitigen.
5.2 Einsatz von Arbeitsmitteln
Bolzenschuss- und Bolzenschubgeräte können im Einzelfall zugelassen werden. Der Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen ohne Späneabsaugung ist nicht zulässig. Der Einsatz von Kranen und Gabelstaplern ist ausschließlich dem Logistikservice der Messe Frankfurt vorbehalten. Der Einsatz firmeneigener Gabelstapler ist aus
Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Gabelstapler und Hilfen zum Be- und Entladen können bei Bedarf durch den
Logistikservice der Messe Frankfurt entgeltpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Der Einsatz von elektrisch
betriebenen Hubwagen zum ebenerdigen Warentransport ist erlaubt. Elektrisch betriebene Hubwagen sind ausschließlich für Montagearbeiten auf der angemieteten Standfläche und nicht für Be- und Entladungen gestattet.
29
TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.3Elektroinstallation
5.3.1Anschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer Energie versorgt werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse, die ausschließlich durch die Vertragspartner der DECHEMA kostenpflichtig durchgeführt werden müssen. Die Stromversorgung wird aus Sicherheitsgründen am letzten Veranstaltungstag eine Stunde nach Veranstaltungsschluss eingestellt.
5.3.2Standinstallation
Die Elektroinstallation innerhalb des Standes kann durch die Vertragsfirmen der DECHEMA, die von der Messe
Frankfurt zugelassen sind, ausgeführt werden. Aufträge hierfür erteilt der Aussteller direkt der DECHEMA.
Werden Elektroinstallationen innerhalb des Standes ausgeführt und sind sie nicht über die DECHEMA bestellt,
muss von dem zuständigen Hallentechniker vor Anschluss an das Elektroversorgungsnetz der Messe Frankfurt
eine Abnahme der Standinstallation vorgenommen werden.
5.3.3 Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist nach den neuesten Sicherheitsvorschriften des Verbandes der Elektrotechnik Elektrik Informationstechnik e.V. (VDE) auszuführen. Besonders zu beachten sind VDE 0100, 0100-718,
0128 und die IEC-Norm 60364-7-711.
Der Aussteller übernimmt die volle Haftung für Schäden, die durch fehlerhafte Elektroinstallationen an Hallen und Gebäudeteilen der Messe Frankfurt sowie an Ausstellungsständen und Exponaten von Mitausstellern entstehen können.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen darf die in VDE 0160 und
VDE 0838 (EN 50 006) angegebenen Werte nicht überschreiten.
Leitfähige Bauteile sind in die Maßnahmen zum Schutz bei indirektem Berühren mit einzubeziehen (Standerdung).
Außerdem dürfen nur Leitungen, wie die Typen NYM, H05VV-F, H05RR-F, mit einem Mindestquerschnitt von
1,5 mm² Cu verwendet werden. Alle verwendeten Leitungstypen sind ausschließlich nach Maßgabe der Vorschriften der DIN VDE 0281 und 0282 zu verwenden.
Unzulässig sind Flachleitungen jeder Art.
In Niedervoltanlagen sind blanke elektrische Leiter und Klemmen unzulässig.
Die Sekundärleitungen sind gegen Kurzschluss und Überlast zu schützen.
5.3.4Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind alle wärmeerzeugenden und -entwickelnden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer, Transformatoren usw.) auf nichtbrennbaren, wärmebeständigen und nicht wärmeleitenden Unterlagen
zu montieren.
Entsprechend der Wärmeentwicklung ist ein ausreichend großer Abstand zu brennbaren Materialien sicher­
zustellen.
Beleuchtungskörper dürfen nicht an brennbaren Dekorationen o. ä. angebracht werden.
5.3.5Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die Besonderheit ihrer Bauweise die vorhandene allgemeine Sicherheitsbeleuchtung
nicht wirksam ist, bedürfen einer zusätzlichen eigenen Sicherheitsbeleuchtung, in Anlehnung an VDE 0100-718.
Sie ist so anzulegen, dass ein sicheres Zurechtfinden bis zu den allgemeinen Rettungswegen gewährleistet ist.
5.4 Wasser- und Abwasserinstallation
Jeder Stand, der mit Wasser/Abwasser versorgt werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse. Bei der
Ausführung des Wasseranschlusses wird die Zuflussleitung mit einem ½ Zoll-Rohr und die Abflussleitung mit
einem 40 mm Rohr installiert. Die Zu- und Abflussleitungen des Wasseranschlusses werden auf dem kürzesten
Weg bis zur Rück- bzw. Seitenwand des Standes über dem Hallenboden verlegt. In den Hallenebenen 4.0, 8.0,
9.0 sowie im Freigelände ist eine Unterflurverlegung möglich. Innerhalb des Standes wird die Leitung über dem
Fußboden entlang den Standwänden verlegt. Um dem Aussteller bei Störungen schnell zu helfen, unterhält
30
TECHNISCHE RICHTLINIEN
die DECHEMA während der Veranstaltungstage eine Störungswache. Bei Störungen melden Sie sich bitte im
Aussteller-Dienstleistungszentrum in der Halle 4C. Auch die Anschlüsse innerhalb des Standes dürfen ausschließlich durch die Vertragsinstallateure der DECHEMA ausgeführt werden. Die Kosten für zusätzliche sanitäre Einrichtung wie die Vermietung von Waschbecken, Spülen usw. sowie die Montage von ausstellereigenen
Geräten werden dem Aussteller in Rechnung gestellt.
Die Wasserversorgung wird am letzten Veranstaltungstag aus Sicherheitsgründen – in der Regel eine Stunde
nach Veranstaltungsschluss – eingestellt.
Alle Installationen innerhalb der Stände müssen der aktuell gültigen Trinkwasserverordnung entsprechen, so
dass durch Installation und Betrieb eines Anschlusses eine nachhaltige Beeinflussung der Trinkwasserqualität
ausgeschlossen wird.
5.5 Druckluft-, Gasinstallation
5.5.1Druckluftinstallation
Jeder Stand, der mit Druckluft versorgt werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse. Die Installation
dieser Anschlüsse wird durch die DECHEMA veranlasst.
Druck: max. 8 bar (ggf. Druckminderer vorsehen)
Druckluftschlauch mit Kugelhahn:
1/2" bis 1500 l/min
3/4" über 1500 l/min
Druckluftversorgung ab letztem Aufbautag. Danach jeweils morgens ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn bis
30 Minuten nach Veranstaltungsende.
5.5.2Gasinstallation
Jeder Stand, der mit Gas/Erdgas versorgt werden kann, erhält einen oder mehrere Anschlüsse. Die DVGWInstallationsvorschriften für den Anschluss von Geräten sind verbindlich. Abgase von Großgeräten müssen ins
Freie geführt werden. Die Installation der Anschlüsse wird von der DECHEMA veranlasst.
Zugänge zu den Absperrschiebern installierter Gasanlagen sind am Stand gemäß BGV A8 / ASR A 1.3 (Sicherheitskennzeichnung) deutlich zu kennzeichnen.
5.6 Maschinen-, Druckbehälter-, Abgasanlagen
5.6.1Maschinengeräusche
Der Betrieb lärmverursachender Maschinen und Geräte soll im Interesse aller Aussteller und Besucher möglichst eingeschränkt bleiben.
Die Geräusche an der Standgrenze dürfen 70 dB(A) nicht überschreiten.
5.6.2 Geräte- und Produktsicherheit
Der Aussteller technischer Arbeitsmittel ist im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes verpflichtet, sich nach
dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) sowie den jeweiligen harmonisierten Vorschriften der EU zu richten.
Benutzer oder Dritte müssen bei bestimmungsgemäßer Verwendung gegen Gefahren an Leben und Gesundheit
geschützt werden.
In keinem Fall dürfen Maschinen und Geräte ohne die dazugehörigen Schutzeinrichtungen vorgeführt werden.
Sollten technische Arbeitsmittel in Funktion gezeigt werden, können Geräteteile oder Schutzeinrichtungen
auch aus durchsichtigem Werkstoff bestehen, sofern damit die gleiche Sicherheit gewährleistet ist.
Ausgestellte technische Arbeitsmittel können während der Dauer der Veranstaltung durch eine Kommission
einer Sichtprüfung unterzogen werden. Wird dabei festgestellt, dass das technische Arbeitsmittel nicht den
Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht, kann die zuständige Abteilung Arbeitsschutz und
Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt u. a. ein Bußgeld verhängen oder das Ausstellen mit sofortiger
Wirkung untersagen, selbst wenn dieses bereits für die Ausstellung aufgestellt ist.
Bei bestimmten Maschinen und Geräten (technische Arbeitsmittel) ist eine CE-Kennzeichnung als sichtbares
Zeichen für die Einhaltung der o. g. Vorschriften anzubringen. Zur Überprüfung, ob die einschlägigen Vorschriften bei der CE-Kennzeichnung eingehalten wurden, sind vom Aussteller am Ausstellungsstand in deutscher
31
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Sprache sowohl die EU-Konformitätserklärung bzw. Herstellererklärung als auch die Betriebsanleitung bereitzuhalten. Nach § 3 Abs.5 ProdSG ist es zulässig, dass bei Messen, Ausstellungen, Vorführungen und dergleichen den geltenden Gemeinschaftsbestimmungen nicht entsprechende technische Arbeitsmittel ausgestellt
werden, sofern ein sichtbares Schild deutlich darauf hinweist, dass sie nicht den Anforderungen entsprechen
und erst erworben werden können, wenn der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft niedergelassener Bevollmächtigter die Übereinstimmung mit den Anforderungen hergestellt hat. Die Aufschrift des Schildes muss folgendem Text entsprechen: Dieses Erzeugnis entspricht nicht den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes – ProdSG – und kann erst erworben werden, wenn die Übereinstimmung mit dem Produktsicherheitsgesetz
hergestellt ist. Bei der Vorführung sind die erforderlichen Vorkehrungen zum Schutz von Personen zu treffen.
Die DECHEMA ist berechtigt, jederzeit das Vorführen und Ausstellen von technischen Arbeitsmitteln zu untersagen, wenn nach ihrer Ansicht dabei Gefährdungen oder Belästigungen zu befürchten sind. Unberührt hiervon
bleibt das Recht des Regierungspräsidiums Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, Untersagungsverfügungen zu erlassen.
5.6.2.1Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen nur mit allen Schutzvorrichtungen in Betrieb genommen werden.
Statt der normalen Schutzabdeckungen dürfen sichere transparente Abdeckungen verwendet werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden, um dem
Besucher die Bauart und Ausführung der abgedeckten Teile erkennbar zu machen.
Die Schutzvorrichtungen müssen dann neben der Maschine sichtbar aufgestellt bleiben.
5.6.2.2Prüfverfahren
Die ausgestellten technischen Arbeitsmittel werden hinsichtlich ihrer unfallschutz- und sicherheitstechnischen
Ausführung von der zuständigen Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz
und Umwelt, Frankfurt) gegebenenfalls gemeinsam mit den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen besichtigt und auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen hin überprüft. Zur Überprüfung der
CE-Kennzeichnung durch das Amt ist es geboten, die EU-Konformitätserklärung auf dem Ausstellungsstand zur
Einsichtnahme bereitzuhalten. In Zweifelsfällen sollen sich Aussteller frühzeitig vor Ausstellungsbeginn mit
dem zuständigen Amt in Verbindung setzen.
5.6.2.3Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die DECHEMA berechtigt, jederzeit den Betrieb von Maschinen, Apparaten und Geräten zu
untersagen, wenn nach ihrer Ansicht durch den Betrieb Gefahren für Personen und Sachen zu befürchten sind.
5.6.3Druckbehälter
Beim Aufstellen, Prüfen und Betreiben von Druckbehältern oder Druckgasbehältern ist die Betriebssicherheitsverordnung zu beachten. Ergänzend gelten die Technischen Regeln für Druckbehälter.
5.6.3.1Abnahmebescheinigung
Druckbehälter dürfen auf dem Stand nur betrieben werden, wenn die gemäß Betriebssicherheitsverordnung
(BetrSichV) in der jeweils gültigen Fassung geforderten Prüfungen durchgeführt wurden. Die darüber aus­
gestellten Prüfnachweise sind am Ausstellungsort beim Druckbehälter aufzubewahren und auf Verlangen der
zuständigen Aufsichtsbehörde vorzulegen. Auskünfte zu den entsprechenden Vorschriften erteilt das
Regierungspräsidium Darmstadt
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Tel: +49 69 2714-1937
Fax: + 49 69 2714-5951
E-Mail: [email protected]
32
TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.6.3.2Prüfung
Die Bescheinigung über die Bau- und Wasserdruck-Prüfung reicht nicht aus. Diese Forderung gilt auch für ausländische oder geliehene Behälter.
Bei Anmeldung bis 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn können prüfpflichtige Druckbehälter bis einen Tag vor
Ausstellungseröffnung unter der Vorlage der Bau- und Wasserdruckprüfungsbescheinigung und der Gestellung eines Monteurs auf dem Ausstellungsstand der Abnahmeprüfung durch den TÜV unterzogen werden. Anfragen sind
an die Messe Frankfurt, Technisches Veranstaltungsmanagement, [email protected]
zu richten.
5.6.3.3Mietgeräte
Da die Beurteilung ausländischer Druckbehälter während der relativ kurzen Ausstellungsaufbauzeit nicht
durchgeführt werden kann, ist der Benutzung von geprüften Mietbehältern der Vorzug zu geben. Mietbehälter
sind gebührenpflichtig.
5.6.3.4Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der Veranstaltung für das Aufsichtsamt bereit­
zuhalten. Auskünfte erteilt das Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, Frankfurt am Main, als die zuständige Aufsichtsbehörde.
5.6.4 Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene brennbare, gesundheitsschädliche oder die Allgemeinheit belästigende Dämpfe und Gase dürfen nicht in die Hallen eingeleitet werden.
Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen nach Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes in der
jeweils gültigen Fassung ins Freie abgeführt werden.
5.6.5Abgasanlagen
Zur Ableitung brennbarer, gesundheitsgefährdender oder die Allgemeinheit belästigender Dämpfe und Gase
ist die Montage einer Abgasleitung in Verbindung mit einer Abgasöffnung notwendig. Die Abzüge können ausschließlich bei der DECHEMA beantragt und von der Messe Frankfurt mit eigenem Material, soweit technisch
möglich, bis ins Freie montiert werden. Die Anschlüsse an den Exponaten sind von dem Aussteller herzustellen. Dem formlosen Antrag ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse ersichtlich ist.
Dem Antragsteller wird ein Kostenvoranschlag übersendet. Die Arbeiten werden erst nach Anerkennung des
Kostenvoranschlags und nach Auftragserteilung ausgeführt.
5.7Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen, brennbaren Flüssigkeiten
und Gefahrstoffen
5.7.1
Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung von Druck- und Flüssiggas in den Messehallen und auf dem Gelände ohne schriftliche Genehmigung der DECHEMA ist verboten. Alle auf dem Stand zum Einsatz kommenden Gase müssen der
DECHEMA spätestens bis zum 14.04.2015 schriftlich gemeldet werden. Falls Flüssiggasbehälter oder Druckgasflaschen verwendet werden, sind Menge und Art schriftlich anzugeben. Die Flaschen müssen entsprechend
den Regeln farblich gekennzeichnet sein. Stände, in denen Druckgas- oder Flüssiggasbehälter stehen, sind mit
Warnzeichen nach DIN 4855 zu kennzeichnen.
5.7.1.1 Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen
Bei Verwendung von Flüssiggas oder anderer Gase in Druckgasflaschen oder -dosen muss eine Genehmigung
bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, schriftlich und rechtzeitig eingeholt werden.
Entsprechend den einschlägigen Technischen Regeln Druckgase TR G 280 sind Druckgasflaschen gegen Stoß,
Umfallen, Zugriff Unbefugter sowie vor Erwärmung zu schützen.
33
TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.7.1.2 Verwendung von Flüssiggas
Die Verwendung von Flüssiggas ist innerhalb der Ausstellungshallen grundsätzlich nicht gestattet. In genehmigten Ausnahmefällen (zur Erzielung des Ausstellungszwecks) darf nur eine Druckgasflasche bis zu 11 kg
Inhalt je Ausstellungsstand aufgestellt werden.
Leere Flaschen dürfen nicht am Stand und in der Halle aufbewahrt oder gelagert werden.
5.7.1.3 Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung von Flüssiggasanlagen sind die „Technischen Regeln Flüssiggas“
TRF 2012 (Herausgeber: DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. und DVFG Deutscher Verband
Flüssiggase e.V.) sowie die „Richtlinien für die Verwendung von Flüssiggas“ ZH 1/455 (Herausgeber: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu beachten.
5.7.2 Brennbare Flüssigkeiten
5.7.2.1 Lagerung und Verwendung
Die Lagerung und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten (siehe GHS Verordnung, Merkblätter der BG RCI
GUV-I 8615, Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten TRbF) in den Messehallen und auf dem Gelände
ohne schriftliche Genehmigung ist verboten.
Die Genehmigung zur Lagerung und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten kann für den Betrieb oder die
Vorführung von Exponaten erteilt werden. Der entsprechende Antrag ist bei der DECHEMA mit dem Sicherheitsdatenblatt einzureichen.
5.7.2.2Bedarfslagerung
Zum Betrieb und zur Vorführung darf jeweils nur der Bedarf an brennbarer Flüssigkeit für einen Tag am Stand
vorgehalten werden. Die Höhe dieses Bedarfs ist im Antrag zu benennen.
5.7.2.3Vorratsbehälter
Der Tagesbedarf ist in geschlossenen, bruchsicheren Behältern übersichtlich zu lagern. Er muss dem Zugriff
Unbefugter entzogen sein. Die Vorratsbehälter sind in nichtbrennbaren Auffangbehältern zu verwahren.
5.7.2.4Lagerort
Am Lagerort hat absolutes Rauchverbot zu herrschen. Für entsprechende Beschilderung ist zu sorgen. Es müssen geeignete Handfeuerlöscher bereitstehen.
5.7.2.5 Auflagen zum Betrieb
Anlagen, die mit brennbaren Flüssigkeiten betrieben oder vorgeführt werden, sind an den Einfüllstutzen sowie
an den Stellen, an denen Flüssigkeiten austreten können, mit nicht brennbaren Auffangbehältern zu versehen.
Ausgelaufene brennbare Flüssigkeiten sind wegen der möglichen Brand- oder Explosionsgefahr sofort aus den
Behältern zu entfernen und gefahrlos zu beseitigen.
5.7.2.6 Einfüllen der Flüssigkeiten
Da beim Einfüllen der Flüssigkeiten ein besonderer Gefahrenmoment eintritt, ist hier mit größter Sorgfalt und
Vorsicht zu verfahren.
5.7.2.7 Leere Behälter
Leere Behälter, in denen brennbare Flüssigkeiten enthalten waren, dürfen nicht am Stand bzw. nicht in der
Halle aufbewahrt oder gelagert werden.
5.7.3
Brennpasten und andere Brennstoffe
Heiz- und Kochgeräte, die mit Holz, Kohle, Gas, brennbaren Flüssigkeiten oder Brennpaste betrieben werden,
sind nicht zulässig.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.7.4Gefahrstoffe
Der Einsatz aller gefährlichen Stoffe und Zubereitungen ist genehmigungspflichtig. Der entsprechende Antrag
ist bei der DECHEMA mit dem Sicherheitsdatenblatt einzureichen.
5.8 Asbest und andere Gefahrstoffe gemäß § 18 GefStoffV
Der Einsatz und die Verwendung asbesthaltiger Baustoffe oder asbesthaltiger Erzeugnisse sowie anderer Gefahrstoffe ist verboten.
Grundlage hierfür ist das Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Chem. Gesetz), BGBl. I, Seite 1703,
in Verbindung mit der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) sowie der Gefahrstoffverordnung
(GefStoffV).
5.9Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen, Szenenflächen
und sonstige Präsentationen
Zuschauerräume über 100 m² Fläche müssen mindestens zwei Ausgänge unmittelbar zu den Gängen der Hallen
haben. Diese Ausgänge sind möglichst weit voneinander entfernt und entgegengesetzt anzuordnen.
Zuschauerräume bedürfen einer besonderen Genehmigung, wenn sie mehr als 200 Personen fassen
(siehe Punkt 4.5). Für Szenenflächen größer als 50 m² gelten die Bestimmungen des § 40 der MVStättV.
5.10Strahlenschutz
5.10.1 Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen bedarf nach der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) der Genehmigung;
dies gilt auch für das Ausstellen. Die Genehmigung ist bei der für den Ausstellungsort zuständigen Behörde
Regierungspräsidium Darmstadt
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
IV / F 43.3
Gutleutstraße 114
60327 Frankfurt
DEUTSCHLAND
Tel.: +49 69 2714-4958
schriftlich zu beantragen und bis 14.04.2015 der DECHEMA vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung vorhanden ist, ist nachzuweisen, dass der beabsichtige Umgang mit radioaktiven Stoffen auf dem Messegelände rechtlich abgedeckt ist.
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über den genehmigten Umgang und den Aufstellungs-/Verwendungsort radioaktiver Stoffe schriftlich zu informieren. Eine Kopie des
Schreibens und die Genehmigung ist der DECHEMA zuzusenden.
5.10.2 Röntgeneinrichtungen und genehmigungspflichtige Störstrahler
Der Betrieb von Röntgeneinrichtungen und genehmigungspflichtigen Störstrahlern ist der DECHEMA anzuzeigen.
Die Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen (RöV) ist zu beachten.
Der Betrieb von Röntgeneinrichtungen und Störstrahlern ist genehmigungs- oder anzeigepflichtig nach
§§ 3, 4, 5 RöV. Die zuständige Behörde ist das
Regierungspräsidium Darmstadt
Abt. Arbeitsschutz und Umwelt
IV/F-45.2
Gutleutstraße 138
60327 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Tel. +49 69 2714-1961
bei dem die Genehmigungsanträge oder Anzeigen mindestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn formlos
einfach einzureichen sind.
35
TECHNISCHE RICHTLINIEN
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb
und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Röntgenanlagen und genehmigungsbedürftigen Störstrahlern
schriftlich zu informieren. Eine Kopie des Schreibens und die Genehmigung ist der DECHEMA zuzusenden.
5.10.3Laseranlagen
Der Betrieb von Nebelmaschinen, Hazer und Laseranlagen ist bei der DECHEMA, Ausstellungstechnik, anzumelden. Bei dem Betrieb von Laseranlagen sind die Anforderungen der Arbeitsschutzverordnung zu künstlich
optischer Strahlung OStrV, der DIN EN 60825-1, der DIN EN 12254 sowie bei Showlasern die Anforderungen der
DIN 56912 zu beachten. Die betriebenen Geräte/Anlagen der Klassen 3R, 3B oder 4 müssen vor Inbetriebnahme
von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen auf ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit geprüft worden sein.
Durch technische oder organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass Personen bei Justierung und Betrieb der Laseranlage keiner Laserstrahlung oberhalb der maximal zulässigen Bestrahlung ausgesetzt sind. Bei der Vorführung von Lasereinrichtungen der Klassen 3R, 3B oder 4 auf Ausstellungen muss
sichergestellt sein, dass keine unkontrolliert reflektierte Strahlung auftreten kann und der Laserbereich um die
Lasereinrichtungen durch mit Laserwarnzeichen gekennzeichnete Abschrankungen oder Verdeckungen räumlich so eng begrenzt werden, dass er Personen nicht zugänglich ist (OStrV §7).
5.10.4LED
Der Betrieb von energie- oder lichtstarken LED-Anlagen ist mit der Ausstellungstechnik der DECHEMA abzustimmen.
5.11Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen, Elektromagnetische Verträglichkeit
und Oberschwingungen
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und elektromagnetischen Feldern ist durch die Bundesnetzagentur genehmigungspflichtig und mit der DECHEMA abzustimmen, um eine gleichmäßige Verteilung von
Frequenzen zu erreichen und gegenseitige Beeinflussungen nach Möglichkeit auszuschließen.
Die Branddirektion der Stadt Frankfurt am Main, Vorbeugender Brandschutz, ist über den genehmigten Betrieb
und den Aufstellungs-/Verwendungsort von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und Geräten mit elektromagnetischen Feldern (Fernmeldeanlagen) schriftlich zu informieren.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist nur dann gestattet, wenn sie den Bestimmungen
des Gesetzes über Fernmeldeanlagen BGBl. sowie dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von
Geräten (EMVG) entsprechen.
Personensuchanlagen, Mikroportanlagen, Gegensprechanlagen und Fernwirkfunkanlagen dürfen nur mit der
Genehmigung der
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Außenstelle Eschborn
Auf der Ludwigshöhe 204
64285 Darmstadt
DEUTSCHLAND
Tel: +49 6151 170-255
Fax: +49 6151 170-181
E-Mail: [email protected]
betrieben werden.
Die Inbetriebnahme drahtloser Personensuchanlagen bedarf – unabhängig von der Genehmigung durch die
Behörde – der Zustimmung der DECHEMA, um eine gleichmäßige Verteilung von Frequenzen zu erreichen und
gegenseitige Beeinflussungen nach Möglichkeit auszuschließen.
Diese Genehmigung ist unter Angabe der technischen Daten bei der DECHEMA zu beantragen. Für die Bestellung einer Frequenzzuteilung verwenden Sie bitte das entsprechende Formblatt.
Werden Exponate ausgestellt oder Standdekorationen benutzt, bei denen elektrische, magnetische oder elek­
tromagnetische Felder zur Anwendung kommen, so sind die Festlegungen der 26. Verordnung zur Durchführung
des Bundesimmissionsschutzgesetzes einzuhalten. Quellen starker Magnetfelder sind der DECHEMA mit Ortsangabe auf dem jeweiligen Stand mitzuteilen.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.12 Krane, Stapler, Leergut
Der Betrieb von eigenem Hebezeug auf dem Messegelände ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Es dürfen nur Geräte der Messe Frankfurt bzw. deren Logistikpartner betrieben werden. Stapler- und Kranleistungen
innerhalb des Messegeländes sind ausschließlich über die Messe Frankfurt zu bestellen und werden von den
Logistikpartnern ausgeführt. Gleiches gilt für die Lagerung von Leer- und Vollgut während der Veranstaltungszeit. Entsprechende Bestellformulare finden Sie online unter www.achema.de.
Für alle Speditionsaufträge auf dem Messegelände gelten die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen
(ADSp) in der jeweils neuesten Fassung und der Speditionstarif für Messen und Ausstellungen in Frankfurt. Die
Lagerung von Leergut jeglicher Art auf den Ständen ist verboten. Anfallendes Leergut ist unverzüglich dem Logistikservice bzw. den Logistikpartnern zu melden. Das Abstellen von Verpackungsmaterial und Ausstellungsgütern in den Hallengängen – auch kurzfristig – ist nicht zulässig.
Zollabfertigungen zur temporären bzw. definitiven Einfuhr sowie der Transport zum und vom Messegelände
können ohne Bindung bestellt und durchgeführt werden.
5.13 Musikalische Wiedergaben
Für musikalische Wiedergaben aller Art ist unter den Voraussetzungen des Urheberrechtsgesetzes, § 15 Urheberrechtsgesetz, die Erlaubnis der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA)
GEMA Bezirksdirektion Stuttgart
Herdweg 63
70174 Stuttgart
DEUTSCHLAND
Tel. +49 711 2252-794
Fax +49 711 2252-800
E-Mail: [email protected]
erforderlich.
Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA zur Folge haben (§ 97 Urheberrechtgesetz).
5.14Getränkeschankanlagen
Die Inbetriebnahme von Getränkeschankanlagen ist nicht mehr anzeigepflichtig. Grundsätzlich ist aber der
Betreiber einer Getränkeschankanlage für deren Sicherheit und Hygiene allein verantwortlich. Die technische
und lebensmittelhygienische Unbedenklichkeit muss nachweisbar sein und wird ggf. vom Stadtgesundheitsamt überprüft. Anzuwenden ist die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und Rates vom
29. April 2004 über Lebensmittelhygiene.
Die Kontrolle der Anlagen obliegt der
Stadt Frankfurt am Main
Veterinärangelegenheiten
Ordnungsamt
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Tel: + 49 69 212 47099
E-Mail: [email protected]
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
5.15Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben zum Verzehr an Ort und Stelle sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, insbesondere die Lebensmittel-Hygiene-Verordnung.
Für Rückfragen steht die
Stadt Frankfurt am Main
Veterinärangelegenheiten
Ordnungsamt
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Tel: + 49 69 212 47099
E-Mail: [email protected]
zur Verfügung.
Handverkäufe von Speisen und Getränken, auf der Veranstaltung selbst (einschließlich Barverkauf), sind nicht
gestattet. Dies gilt ausdrücklich auch für den letzten Veranstaltungstag.
6.Umweltschutz
Die DECHEMA und die Messe Frankfurt haben sich grundsätzlich dem vorsorgenden Schutz der Umwelt verpflichtet.
Als Vertragspartner der DECHEMA ist der Aussteller verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sämtliche den Umweltschutz
betreffende Bestimmungen und Vorgaben auch von seinen Auftragnehmern verbindlich eingehalten werden.
Die Aussteller sind verpflichtet, alle artenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten, und bleiben dafür rechtlich und materiell für ihre Ausstellungsbeteiligung verantwortlich.
6.1Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen sind die Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes
(KrW-/AbfG, in der jeweils gültigen Fassung), die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen und Verordnungen sowie die Ländergesetze und kommunalen Satzungen.
Der Aussteller ist verantwortlich für die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung der Abfälle, die
bei Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltungszeit anfallen.
Die technische Abwicklung der Entsorgung zur Verwertung und Beseitigung obliegt allein der DECHEMA bzw.
ihren Vertragspartnern.
6.1.1Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind Abfälle auf Messeplätzen in erster Linie zu vermeiden.
Aussteller und deren Vertragspartner sind verpflichtet, in jeder Phase der Veranstaltung wirkungsvoll hierzu
beizutragen.
Dieses Ziel muss bereits bei der Planung und in Koordination aller Beteiligten verfolgt werden. Generell sind
für Standbau und -betrieb wiederverwendbare und die Umwelt möglichst wenig belastende Materialien einzusetzen.
Der Aussteller bzw. die von ihm beauftragte Standbaufirma ist für die Reinigung und Abfallentsorgung seines
Standes während der Veranstaltung und für die Entsorgung der beim Auf- und Abbau anfallenden Abfälle verantwortlich und verpflichtet. Mit der fachgerechten Entsorgung von wiederverwertbaren Stoffen ist die DECHEMA zu
beauftragen.
Während der Veranstaltungszeit sind veranstaltungsübliche, durchschnittliche Abfallmengen im Mietpreis enthalten. Sie können in einen Plastikbeutel verpackt am Ende jedes Veranstaltungstages am Gang abgestellt
werden. Abfälle, die während des Auf- und Abbaus anfallen, müssen entweder selbst abtransportiert werden
oder ihre Entsorgung online über die DECHEMA unter www.achema.de bestellt werden.
Hinterlassen der Ausstellungsflächen nach Veranstaltungsende:
Die Ausstellungsfläche ist vom Aussteller in sauberem Zustand spätestens bis zum Abbauende zurückzugeben.
Klebebänder, Farbreste u. a. müssen rückstandsfrei entfernt sein.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
Die ordnungsgemäße Rückgabe wird auf Antrag in der Halleninspektion nach gemeinsamer Begehung mit dem
Beauftragten des Ausstellers schriftlich bestätigt. Wurde die Ausstellungsfläche nicht ordnungsgemäß hinterlassen, wird die DECHEMA die Reinigung und Wiederherstellung zu Lasten des Ausstellers vornehmen lassen.
Die Ausstellerhaftung für Unfälle und Folgeschäden endet erst nach ordnungsgemäßer Reinigung und Wiederherstellung. Zurückgelassene Materialien werden ohne Prüfung des Wertes zu Lasten des Ausstellers zu einer
erhöhten Gebühr entsorgt.
6.1.2 Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
Der Aussteller ist verpflichtet, Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-,
luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind (z. B. Batterien, Lacke, Lösungsmittel, Schmierstoffe,
Farben etc.) der DECHEMA zu melden und deren ordnungsgemäße Entsorgung durch die DECHEMA zu veranlassen.
Für kleinere Mengen dieser Sonderabfälle sind auf dem Messegelände gekennzeichnete Behälter aufgestellt.
6.1.3 Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht im Zusammenhang mit der Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau entstehen, dürfen nicht auf das Gelände gebracht werden.
6.2 Wasser, Abwasser, Bodenschutz
6.2.1 Öl-, Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen.
Sollen öl-/fetthaltige Abwässer eingeleitet werden, welche diese Mengen überschreiten, ist der Einsatz von
Öl-/Fettabscheidern notwendig.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie ist darauf zu achten, dass Fette und Öle gesondert aufgefangen und einer
getrennten Entsorgung zugeführt werden.
6.2.2 Reinigung, Reinigungsmittel
Die Reinigung der Stände kann auf Kosten des Ausstellers bei der DECHEMA bestellt werden (www.achema.de).
Die DECHEMA beauftragt ihrerseits die dazu vorgesehenen Reinigungsfirmen über die Messe Frankfurt. Die unmittelbare Vergabe von Reinigungsarbeiten durch Aussteller ist ausgeschlossen.
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit biologisch abbaubaren Produkten durchzuführen.
Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende Lösungsmittel enthalten, sind den Vorschriften entsprechend
nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3Umweltschäden
Umweltschäden/Verunreinigungen (z. B. durch Benzin, Öl, Lösungsmittel, Farbe) sind unverzüglich der DECHEMA
zu melden.
6.3.1Verpackungsmaterial
Die Verpackungsverordnung vom 21.8.1998, BGBl. I, S. 2379 verpflichtet Hersteller und Vertreiber, Verpackungen wie Kartonagen, Folien, Kisten, Paletten usw. zurückzunehmen oder einer stofflichen Verwertung zuzuführen. Nutzen Sie daher für Ihre Verpackungen, die Sie zum Abbau wieder benötigen, die Leergut-Lagerung des
Logistikservice der Messe Frankfurt. Verpackungsmaterial, das Sie nicht wieder verwerten, können Sie über die
DECHEMA einer stofflichen Verwertung zuführen lassen.
6.3.2Küchenabfälle
Küchen- und Bewirtungsabfälle sind getrennt nach Kunststoffen, Glas, Papier, Restabfällen sortenrein zu sammeln. Wenn die Abfallbeseitigung nicht vom Aussteller selbst vorgenommen wird, kann sie als Dienstleistung
bei der DECHEMA bestellt werden.
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TECHNISCHE RICHTLINIEN
6.3.3Produktionsabfälle
Produktionsabfälle sind unter Angabe des Materials und der Menge bei der DECHEMA anzumelden.
6.3.4Standbauteile
Bei der Verlegung von Teppichböden und Abdeckfolien sind nur PE- bzw. PP-Klebebänder zulässig.
Während des Auf- und Abbaus kann die Entsorgung von Materialien und losem Material bei der
DECHEMA bestellt werden.
7.
Allgemeine Hinweise
Für das gesamte Messegelände gilt die Hausordnung der DECHEMA.
Der Aussteller ist für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften auf seinem Stand verantwortlich. Er haftet für alle Schäden, die durch den Standbau und den Betrieb
seines Standes und der darauf platzierten Exponate entstehen.
Während der gesamten Auf- und Abbauzeit herrscht innerhalb und außerhalb der Hallen und im Freigelände ein
baustellenähnlicher Betrieb. Das eingesetzte Personal ist auf die besonderen Gefahren hinzuweisen.
Während der Auf- und Abbauzeiten und während der Veranstaltung müssen die Hallengänge als Rettungswege
freigehalten werden. Das Lagern von Standbaumaterial, Leergut und Exponaten in den Gängen ist deshalb
nicht zulässig.
Dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz und Umwelt, den Ordnungsbehörden, den berufsgenossenschaftlichen
Institutionen, der Polizei und der Feuerwehr sowie den Beauftragten der Messe Frankfurt und der DECHEMA ist
jederzeit zur Überprüfung der Betriebssicherheit und der Unfallverhütungsmaßnahmen Zutritt zu den Ständen
zu gewähren. Werden Sicherheitsmängel festgestellt, ist den Anordnungen der vorgenannten Stellen unverzüglich Folge zu leisten.
7.1Haftung
Die DECHEMA übernimmt keine Obhutspflicht für Ausstellungsgüter und Standeinrichtungen und schließt insoweit jede Haftung für Schäden und Abhandenkommen aus. Der Haftungsausschluss erfährt auch durch Bewachungsmaßnahmen der DECHEMA keine Einschränkung. Alle eingetretenen Schäden müssen der Polizei, der
Versicherungsgesellschaft und der DECHEMA unverzüglich angezeigt werden. Im Übrigen haftet die DECHEMA
in jedem Fall nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Die DECHEMA haftet auch für Schäden, die durch einfache Fahrlässigkeit verursacht werden, soweit die Fahrlässigkeit die Verletzung solcher Vertragspflichten betrifft, deren Einhaltung für die Einreichung des Vertragszwecks von besonderer Bedeutung ist (Kardinalpflichten). Schadensersatzansprüche sind in diesem Fall der
Höhe nach auf den bei Vertragsschluss typischen, vorhersehbaren Schaden beschränkt. In diesem Zusammenhang besteht keine Haftung der DECHEMA für den Ersatz mittelbarer Schäden/Mangelfolgeschäden, insbesondere nicht für entgangenen Gewinn. Von vorgenannten Haftungsausschlüssen ausgenommen sind Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit. Für Schäden, die durch fehlerhafte Energiever- oder -entsorgung an
Exponaten oder ausstellereigenen Gegenständen entstehen, haftet die DECHEMA nicht.
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