Messe Chemnitz / Chemnitz Arena

Messe Chemnitz / Chemnitz Arena
Technische Richtlinien der
C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH
(Stand: April 2015)
Inhaltsverzeichnis
1
1.1
1.2
2
3
4
5
6
7
8
Vorbemerkungen
Hausordnung
Öffnungszeiten
Verkehr im Messegelände, Rettungswege und Sicherheitseinrichtungen
Technische Daten und Ausstattung der Hallen
Standbaubestimmungen
Technische Sicherheitsbestimmungen, -vorschriften und -versorgung
Umweltschutz
Dienstleistungen der C³ GmbH
Schlussbestimmung
1
Vorbemerkungen
Die C³ GmbH hat für die stattfindenden Messen und Veranstaltungen Richtlinien erlassen, mit dem Ziel, allen Ausstellern optimale Gelegenheit zu
geben, ihre Exponate darzustellen und ihre Besucher und Interessenten anzusprechen
Sie sind bindend für alle Aussteller. Gleichzeitig enthalten diese Richtlinien Sicherheitsbestimmungen, die im Interesse unserer Aussteller und
Besucher ein Höchstmaß an Sicherheit bei der technischen und gestalterischen Ausrüstung der Veranstaltung bieten sollen.
Mit dem Ordnungsamt, Baugenehmigungsamt und Feuerwehr der Stadt Chemnitz sind die Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen abgestimmt.
Die C³ GmbH behält sich vor, die Einhaltung dieser Bestimmungen zu prüfen. Außerdem sind die gesetzlichen Bestimmungen in der jeweils
gültigen Fassung zu beachten.
Die Durchführung einer Veranstaltung/ die Inbetriebnahme eines Ausstellungsstandes kann im Interesse aller Veranstaltungsteilnehmer untersagt
werden, wenn vorgefundene Mängel bis zu Beginn der Veranstaltung nicht beseitigt worden sind. Weitere Forderungen zur Sicherheit und zum
Standbau, die sich darüber hinaus ergeben sollten, bleiben vorbehalten.
Die Auftragsformulare für Leistungen werden in der Regel mit der Zulassung versandt. Diese sind auszufüllen und termingerecht zurückzusenden,
da die C³ GmbH bei verspäteter Einsendung keine Gewähr für eine ordnungs- und fristgemäße Erledigung übernehmen kann.
Außerdem behält sich die C³ GmbH vor, bei verspätet eingesandten Bestellungen einen Preisaufschlag entsprechend der Angaben im Serviceheft
auf die Entgelte zu erheben.
Zur Information gehen den Ausstellern gegebenenfalls weitere Rundschreiben über Einzelheiten der Vorbereitung und Durchführung der
Veranstaltung zu.
Baurecht ist Landesrecht des Freistaates Sachsen.
Im Übrigen behält sich die C³ GmbH Änderungen vor. Der deutsche Text ist verbindlich.
1.1
Hausordnung
Die Hausordnung (siehe Anlage) ist fester Bestandteil dieser Technischen Richtlinien.
1.2
Öffnungszeiten
1.2.1
Auf- und Abbauzeiten
Während der allgemeinen Auf- und Abbauzeiten kann in den Hallen und im Freigelände in der Zeit von 08:00 bis 20:00 Uhr gearbeitet werden,
soweit nicht messespezifisch andere Zeiten festgelegt werden.
Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit bleiben die Hallen und das Messegelände insgesamt außerhalb dieser Zeiten geschlossen.
1.2.2
Veranstaltungslaufzeit
Während der Veranstaltungslaufzeit werden die Hallen eine Stunde vor Messebeginn geöffnet und eine Stunde nach Messeschluss verschlossen.
Aussteller, die in begründeten Einzelfällen über diesen Zeitpunkt hinaus auf ihrem Stand tätig sein müssen, bedürfen einer besonderen schriftlichen
Erlaubnis der C³ GmbH.
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Verkehr im Messegelände, Rettungswege und Sicherheitseinrichtungen
2.1
Verkehrsordnung
Um einen reibungslosen Verkehrsablauf während der Auf- und Abbauzeit und der Veranstaltungsdauer gewährleisten zu können, sind
verkehrsordnende und verkehrslenkende Regeln unbedingt zu beachten.
Im gesamten Messegelände und auf messeeigenen Parkplätzen gelten die Verkehrsregeln der Straßenverkehrsordnung (StVO). Im Messegelände
besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/ h für alle Fahrzeuge. In den Hallen oder dort, wo es die Verkehrslage erfordert, darf nur Schritt
gefahren werden. Kraftfahrzeuge dürfen nur zum Ent- und Beladen in die Hallen einfahren. Das Abstellen von Fahrzeugen in den Hallen ist
grundsätzlich verboten. Während des Ladens ist der Motor abzustellen. Wohnwagen/ Wohnmobile dürfen grundsätzlich nicht im Messegelände
geparkt werden.
1
Das Abstellen in Zufahrtswegen der Feuerwehr, vor und auf Sicherheitseinrichtungen, auf Freiflächen und Fußgängerbereichen ist untersagt.
Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, Auflieger, Container, Behälter und Leergut jeder Art werden von einem durch die C³ GmbH autorisierten
Abschleppunternehmen auf Kosten und Gefahr des Verursachers, Halters oder Besitzers entfernt.
Im Einzelfall bitten wir, den Anweisungen der zur Verkehrslenkung und Verkehrsordnung eingeteilten Personen der C³ GmbH unbedingt Folge zu
leisten, sowie die entsprechenden Informationen zu beachten. Das Befahren des Geländes mit Fahrzeugen aller Art ist nur nach Erlaubnis gestattet
und geschieht auf eigene Gefahr.
Während der Auf- und Abbauzeiten besteht gegen Hinterlegung einer Kaution Einfahrt nur für Lieferfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind schnellstens zu
entladen und umgehend vom Messegelände zu entfernen. PKW sind nach dem Entladen unverzüglich auf die vorgesehenen Ausstellerparkplätze
abzustellen. Das Parken während einer Veranstaltung im Messegelände ist, nach vorheriger Bestellung eines Dauerparkplatzes, gebührenpflichtig.
Das Übernachten im Messegelände ist verboten.
2.2
Rettungswege
2.2.1
Feuerwehrbewegungszonen, Hydranten
Die notwendigen und die durch Halteverbotszeichen gekennzeichneten Anfahrtswege für die Feuerwehr müssen ständig freigehalten werden.
Fahrzeuge und Gegenstände, die auf den Rettungswegen und den Sicherheitsflächen abgestellt sind, werden auf Kosten und Gefahr des Besitzers
entfernt. Hydranten in den Hallen und im Freigelände dürfen nicht verbaut, unkenntlich oder unzugänglich gemacht werden.
2.2.2
Notausgänge, Notausstiege und Hallengänge
Die Rettungswege sind jederzeit freizuhalten. Die Türen im Zuge von Rettungswegen müssen von innen leicht in voller Breite geöffnet werden
können.
Die Ausgangstüren und Notausstiege und deren Kennzeichnung dürfen nicht verbaut, überbaut, versperrt, verhängt oder sonst unkenntlich gemacht
werden.
Die Gänge in den Hallen dürfen nicht durch abgestellte oder in den Gang hineinragende Gegenstände eingeengt werden. Sie dienen im Notfall als
Rettungswege.
2.3
Sicherheitseinrichtungen
Feuermelder, Feuerlöscheinrichtungen, Rauchmelder, Schließvorrichtungen der Hallentore und andere Sicherheitseinrichtungen, deren
Hinweiszeichen sowie die grünen Notausgangskennzeichen müssen jederzeit zugänglich und sichtbar sein. Sie dürfen nicht zugestellt oder
zugebaut werden.
2.4
Standnummerierung
Alle Stände werden vom Veranstalter mit Standnummern gekennzeichnet.
2.5
Bewachung
Die allgemeine Überwachung der Messehallen und des Freigeländes während der Laufzeit der Messe übernimmt die C³ GmbH. Während der Aufund Abbauzeiten besteht eine allgemeine Aufsicht.
Die C³ GmbH ist berechtigt, die zur Kontrolle und Bewachung erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.
Eine Bewachung des Ausstellungsstandes muss vom Aussteller selbst organisiert werden. Standwachen dürfen grundsätzlich nur durch die von der
C³ GmbH beauftragte Bewachungsgesellschaft gestellt werden.
2.6
Notfallräumung
Aus Sicherheitsgründen kann die Schließung von Räumen oder Gebäuden und deren Räumung von der C3 GmbH angeordnet werden.
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Technische Daten und Ausstattung der Halle
3.1
Hallendaten
Halle 1:
Hallentormaße:
Tor 1 :
Tor 2 bis 4 :
Höhe 4,82 m, Breite 4,21 m (Doppelflügel)
Höhe 3,50 m, Breite 4,21 m (Doppelflügel)
Hallenhöhen:
Mittelschiff :
Seitenschiff :
Höhe 13,50 m
Höhe 7,50 m
Hallenboden:
Der Hallenboden besteht aus Stahlbeton und ist bis zu 100 kN/ m² belastbar.
Die Abdeckungen der Versorgungskanäle dürfen nur mit Genehmigung der C3 GmbH mit bis zu 20kN/ m2 belastet werden.
Der Boden des Foyers besteht aus Betonwerkstein und ist bis zu 5kN/ m² belastbar.
Exponate, die an Gewicht je m² Bodenfläche mehr als 100 kN (flächig aufgelagerte Lasten, keine Punktlasten) aufweisen, bedürfen einer der
Tragfähigkeit des Hallenbodens angepassten Unterkonstruktion.
Halle 2:
Hallentormaße:
Tor:
Höhe 4,16 m, Breite 4,97 m
Hallenboden:
Der Boden besteht aus Betonsteinwerk mit Industriebeschichtung und ist bis 20 kN/ m² belastbar.
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3.1.1
Allgemeinbeleuchtung, Stromart, Spannung
In Halle 1 befinden sich HQL-Leuchten, die stufenweise bis maximal 800 lux schaltbar sind.
Vorhandene Stromart und Spannung auf dem Messegelände:
Netzart:
Wechselstrom:
Drehstrom:
TN-S
230 Volt (+6%/ -10%)/ 50 Hz
3 x 400 Volt (+6%/ -10%)/ 50 Hz
Die Halle 2 hat eine Allgemeinbeleuchtung von 300 lux.
3.1.2
Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung
Die Druckluft-, Elektro- und Wasserversorgung der Stände erfolgt in Halle 1 über die vorhandenen Installationskanäle im Hallenboden.
In Halle 2 besteht nur die Möglichkeit einer Überflurverlegung.
3.1.3
Kommunikationseinrichtungen
Die Versorgung der Stände mit Telefon-, Telefax-, Daten- und Antennenanschlüssen erfolgt in Halle 1 über die vorhandenen Installationskanäle im
Hallenboden. Halle 1 verfügt darüber hinaus über ein flächendeckendes W-Lan Netzwerk.
3.1.4
Heizung und Lüftung
Die Lüftungsanlage der Halle 1 ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Es steht ein Gesamtluftwechsel von 260.000 m³/ h zur Verfügung.
Halle 2 verfügt nicht über eine Lüftungsanlage.
3.1.5
Störungen
Bei Störungen der technischen Versorgung (z.B. Elektro, Wasser, Druckluft, Heizung, Lüftung, Telekommunikation usw.) ist unverzüglich die C³
GmbH zu informieren. Für Verluste und Schäden, die durch diese Störungen entstehen, haftet die C³ GmbH nicht.
3.2
Freigelände
Das Freigelände befindet sich direkt vor der Halle 1. Der Boden ist asphaltiert. Die Elektro- und Wasserversorgung erfolgt über Elektroverteiler und
Hydranten.
Das Einbringen von Erdnägeln/ Bohrungen o.ä. ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der C³ GmbH gestattet.
4
Standbaubestimmungen
4.1
Standsicherheit
Ausstellungsstände einschließlich Einrichtungen und Exponate sowie Werbeträger sind so standsicher zu errichten, dass die öffentliche Sicherheit
und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährdet werden.
Für die statische Sicherheit ist der Aussteller verantwortlich und gegebenenfalls nachweispflichtig. Die Stabilisierung gegen Nachbarstände bzw.
vorhandene Bausubstanz ist nicht gestattet.
Stehende bauliche Elemente bzw. Sonderkonstruktionen in der Halle(z.B. freistehende Wände, hohe Exponate, hohe dekorative Elemente), die
umkippen können, müssen mindestens für eine horizontal wirkende Ersatzflächenlast qh bemessen werden :
qh1 = 0,125 kN/m² bis 4m Höhe ab Oberkante Fußboden
qh2 = 0,063 kN/m² für alle Flächen über 4m Höhe ab Oberkante Fußboden
Bezugsfläche ist dabei die jeweilige Ansichtsfläche.
Die dazu erstellten Nachweise sind auf Verlangen der Messe prüffähig vorzulegen.
Die C³ GmbH behält sich vor, in begründeten Fällen vor Ort eine kostenpflichtige Überprüfung vornehmen zu lassen.
4.2
Standbaugenehmigung
Jeder Aussteller, Mieter, Servicepartner oder sonstiger Dienstleister ist verpflichtet zu prüfen, ob von ihm geplante Ein- oder Aufbauten, gleich ob in
den Hallen oder im Freigelände, einer Genehmigung bedürfen. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an die C³ GmbH.
Ausgehend davon, dass die Technischen Richtlinien bei der Gestaltung und Ausführung des Standes eingehalten werden, ist es bei
eingeschossigen Standbauten bis 2,50 m Bauhöhe in den Hallen nicht erforderlich, Zeichnungen zur Genehmigung einzureichen. Auf Wunsch bietet
die C³ GmbH dem Aussteller an, die eingereichten Standbaupläne (in zweifacher Ausfertigung) zu prüfen.
Für jeden Aussteller besteht Informationspflicht vor Standerrichtung oder Standbaubeginn. Darüber hinaus sind alle anderen Standbauten, mobile
Stände, fliegende Bauten, Fahrzeuge, Container, Sonderbauten und -konstruktionen genehmigungspflichtig.
4.2.1
Prüfung und Freigabe genehmigungspflichtiger Bauten
Bemaßung Standpläne, mindestens im Maßstab 1:100, mit Grundriss- und Ansichtsskizzen sowie Baubeschreibung mit Materialangaben, müssen
der C³ GmbH spätestens 8 Wochen vor Baubeginn in zweifacher Ausfertigung zur Genehmigung vorgelegt werden. Ein Exemplar der Standpläne
geht nach Überprüfung mit dem Genehmigungsvermerk an den Aussteller/ Veranstalter/ Standbauer zurück. Erst mit dem Genehmigungsvermerk ist
der Standbau freigegeben.
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Für die Genehmigung von:
2-geschossiger Bauweise
Kino- oder Zuschauerräumen
Bauten im Freigelände
Sonderkonstruktionen
werden folgende Unterlagen (2-fache Ausfertigung) in deutscher Sprache benötigt:
a) geprüfte statische Berechnung nach deutscher Norm
b) Baubeschreibung
c) Standbauzeichnungen im Maßstab 1:100 (Grundriss, Ansicht, Schnitt), Konstruktionsdetails in größerem Maßstab
d) Bei Vorlage einer Typenprüfung/ Prüfbuch entfallen die Punkte a), b) und c).
Die Kosten des Baugenehmigungsverfahrens werden dem Aussteller/ Standbauer in Rechnung gestellt.
Fliegende Bauten:
Die Aufstellung fliegender Bauten, die nach § 74 sächsischer Bauordnung einer Ausführungsgenehmigung bedürfen, ist dem zuständigen
Baugenehmigungssamt, Postanschrift: Stadt Chemnitz, Amt 63, 09101 Chemnitz, unter Vorlage des Prüfbuches rechtzeitig anzuzeigen. Eine Kopie
der Anzeige ist der C³ GmbH vor Errichtung vorzulegen.
4.2.2
Fahrzeuge und Container
Fahrzeuge und Container sind als Ausstellungsstände in den Hallen genehmigungspflichtig.
4.2.3
Beseitigung nicht genehmigter Bauteile
Standbauten, die nicht genehmigt sind, den Technischen Richtlinien oder den öffentlich rechtlichen Vorschriften und Verordnungen nicht
entsprechen, müssen geändert oder beseitigt werden.
Bei nicht fristgerechter Ausführung ist die C³ GmbH berechtigt, auf Kosten des Ausstellers selbst Änderungen vorzunehmen.
4.2.4
Verkehrssicherungspflicht /Haftungsumfang
Dem Aussteller obliegt die Verkehrssicherungspflicht auf seiner Ausstellungsfläche. Er hat sicherzustellen, dass die Technische Richtlinie der C³
GmbH vollständig erfüllt wird.
Ferner hat der Aussteller bzw. der von ihm beauftragter Standbauer die C³ GmbH von sämtlichen Ansprüchen Dritter freizustellen, die aufgrund der
Verletzung der vorstehenden Standbaubestimmungen geltend gemacht werden.
Die C³ GmbH übernimmt keine Obhutspflichten für die vom Aussteller eingereichten Unterlagen, Entwürfe und Modelle, gleich auf welchem
Rechtsgrund sie beruhen könnten.
4.3
Bauhöhen
Die max. Wandbauhöhe der Stände, gemessen vom Fußboden bis zur oberen Begrenzung, soll 2,50 m nicht überschreiten. Bei bedingter
Überschreitung der max. Bauhöhe von 2,50 m ist das schriftliche Einverständnis der Standnachbarn einzuholen und der Projektleitung vorzulegen.
Der den Nachbarständen zugewandte Teil ist mit neutralen Sichtflächen zu gestalten. Die Werbebauhöhe der Stände, gemessen vom Fußboden bis
zur Oberkante, beträgt in dem offenen Bereich der Standbegrenzung in den Messehallen max. 5 m. Unter den Galerien beträgt die maximale
Werbebauhöhe 3,50 m.
4.4
Brandschutz und Sicherheitsbestimmungen
4.4.1
Brandschutz
Die Ausstellungshallen sind mit Brandmelde- bzw. Feuerlöschanlagen ausgerüstet. Sollten diese Brandschutzmaßnahmen durch Standbauten
(Aktionen mit Feuer, Rauch- und Temperaturentwicklungen) eingeschränkt werden, sind Maßnahmen erforderlich, die mit der C³ GmbH
abzustimmen sind.
4.4.1.1
Standbau- und Dekorationsmaterialien
Standbaumaterialien müssen entsprechend DIN 4102-1 B1 oder DIN EN 13501-1C, d0 schwer entflammbar und nicht brennend abtropfend sein.
Leicht entflammbare, brennend abtropfende, toxische Gase oder stark rauchbildende Materialien wie Polystyrol- Hartschaum (Styropor) oder
ähnliches dürfen nicht verwendet werden.
An tragende Konstruktionsteile können im Einzelfall aus Gründen der Sicherheit besondere Anforderungen gestellt werden.
Dekorationsmaterialien müssen entsprechend DIN 4102 mindestens B1 bzw. entsprechend DIN EN 13501-1 mindestens der Klasse C s3,d0 schwer
entflammbar sein. In Teilbereichen dürfen normalentflammbare Dekorationsmaterialien verwendet werden, wenn diese durch Einbau
ausreichend geschützt sind.
Ein Prüfzeugnis über die Baustoffklasse der eingesetzten Materialien ist am Messestand bereit zu halten.
Laub- und Nadelgehölze dürfen nur mit feuchtem Wurzelballen verwendet werden. Bambus, Ried, Stroh, Rindenmulch oder ähnliche Materialien
genügen unbehandelt nicht den vorgenannten Anforderungen.
Der Einsatz von Kunststoff-Kabelbindern zur Befestigung statisch beanspruchter Teile ist nicht gestattet.
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4.4.1.2
Ausstellung von Kraftfahrzeugen
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dürfen in den Hallen nur mit weitgehend leerem Tank ausgestellt werden. Die Batterie ist abzuklemmen und
der Treibstofftank muss abgeschlossen sein. In Abhängigkeit der Veranstaltung und des Aufstellortes können sich weitere Sicherheitsmaßnahmen
ergeben. Bei Fahrzeugen mit Elektromotor sind die Antriebsmotoren per Sicherheitsklemmschalter (Hauptschalter) vom Antrieb zu trennen.
Bei Fahrzeugen mit gasbetriebenen Motoren siehe Punkt 5.7 “Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten“ wegen
des Druckbehälters.
4.4.1.3
Explosionsgefährliche Stoffe
Explosionsgefährliche Stoffe unterliegen dem Sprengstoffgesetz, in der jeweils gültigen Fassung, und dürfen auf Messen und Ausstellungen nicht
ausgestellt werden. Dies gilt auch für Munition im Sinne des Waffengesetzes.
4.4.1.4
Pyrotechnik
Laut Versammlungsstättenverordnung ist das Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen verboten. Dies gilt nicht, soweit das Verwenden von
pyrotechnischen Gegenständen in der Art der Veranstaltung begründet ist. Pyrotechnische Effekte sind mittels Formblatt der C³ GmbH „Antrag zur
Genehmigung von pyrotechnischen Effekten“ beim Ordnungsamt Chemnitz vor der Veranstaltung zu beantragen.
4.4.1.5
Verwendung von Luftballons
Die Verwendung von mit Sicherheitsgas gefüllten Luftballons in den Messehallen und im Freigelände muss von der C³ GmbH genehmigt werden.
4.4.1.6
Nebelmaschinen
Der Einsatz von Nebelmaschinen ist mit der C³ GmbH abzustimmen.
4.4.1.7
Wertstoff- und Reststoffbehälter
In den Ständen dürfen keine Wertstoff- und Reststoffbehälter aus brennbaren Materialien aufgestellt werden. Wertstoff- und Reststoffbehälter in den
Ständen sind regelmäßig, spätestens jeden Abend nach Messeschluss, über den Dienstleister Reinigung zu entleeren. Die Entsorgung ist
kostenpflichtig. Fallen größere Mengen brennbarer Abfälle an, sind diese mehrmals am Tage zu entsorgen.
4.4.1.8
Spritzpistolen, Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Nitrolacke
Der Gebrauch von Spritzpistolen sowie die Verwendung von lösungsmittelhaltigen Stoffen und Farben ist verboten.
4.4.1.9
Trennschleifarbeiten und alle Arbeiten mit offener Flamme
Feuergefährliche Tätigkeiten in Versammlungsräumen sind genehmigungspflichtig und nur zulässig, wenn diese für die Präsentation von Exponaten
erforderlich sind. Sie sind im Voraus beim Ordnungsamt Chemnitz mittels Formblatt der C³ GmbH „Antrag zur Genehmigung von feuergefährlichen
Handlungen“ zu beantragen.
Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten und andere Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug sind vor Arbeitsbeginn bei der C³GmbH
schriftlich zu beantragen. Vor Beginn der Arbeiten sind die Auflagen aus dem Erlaubnisschein umzusetzen. Die Anwesenheit eines Brandpostens
(während der Arbeiten) und einer Brandwache zur Nachkontrolle ist zwingend erforderlich.
Speisezubereitung mit offener Flamme ist grundsätzlich nicht gestattet.
4.4.1.10 Leergut
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art (z.B. Verpackungen und Packmittel) in den Ständen und außerhalb des Standes in der Halle ist verboten.
Anfallendes Leergut ist unverzüglich zu entfernen. Leergut kann durch unsere Vertragsspediteure eingelagert werden.
4.4.1.11 Feuerlöscher
Auf den Ständen muss während des Auf- und Abbaus und während der Laufzeit der Veranstaltung ein geeigneter Feuerlöscher mit mindestens 10
Löscheinheiten (LE) vorgehalten werden. Im Stand ist auf den Standort des Löscher entsprechend den Unfallverhütungsvorschriften, BGV A8 (VBG
125), hinzuweisen.
4.4.2
Standüberdachung
Die Messestände sind nach oben hin grundsätzlich offen zu gestalten. Decken sind als offen zu betrachten, wenn nicht mehr als 50 % der Fläche,
bezogen auf den einzelnen m², geschlossen sind.
4.4.3
Glas
Es darf nur für den Einsatzzweck geeignetes Glas verwendet werden. Kanten von Glasscheiben müssen so bearbeitet oder geschützt werden, dass
eine Verletzungsgefahr auszuschließen ist. Ganzglasbauteile sind in Augenhöhe zu markieren. Für Konstruktionen aus Glas kontaktieren Sie bitte
die C³ GmbH.
4.4.4 Aufenthaltsräume/ gefangene Räume
Alle Aufenthaltsräume, die allseits umschlossen sind (geschlossene Räume) und keine optische und akustische Verbindung zur Halle haben, sind
mit einer optischen und akustischen Warnanlage auszurüsten, um eine jederzeitige Alarmierung auf dem Stand zu gewährleisten.
5
4.5
Ausgänge, Fluchtwege und Türen
4.5.1
Ausgänge und Fluchtwege
Die Entfernung von jeder Stelle auf einer Ausstellungsfläche bis zu einem Hallengang darf nicht mehr als 20m Lauflinie betragen. Aufenthaltsräume
mit mehr als 100m² Grundfläche müssen jeweils mindestens zwei möglichst weit auseinander und entgegengesetzt liegende Ausgänge zu den
Rettungswegen haben. Die Rettungswege sind nach BGV A8 (ASR 1.3/2.3) zu kennzeichnen.
4.5.2
Türen
Die Verwendung von Pendeltüren, Drehtüren, Codiertüren, Schiebetüren sowie sonstigen Zugangssperren in Rettungswegen ist mit vorhandener
baurechtlicher Zulassung möglich.
4.6
Podeste, Leitern, Aufstiege und Stege
Allgemein begehbare Flächen, die unmittelbar an Flächen angrenzen, die mehr als 0,20 m tiefer liegen, sind mit Brüstungen zu umwehren. Diese
müssen mindestens 1,10 m hoch sein.
Es müssen mindestens ein Obergurt, ein Mittelgurt und ein Untergurt vorhanden sein. Umwehrungen und Geländer von Flächen, auf denen mit der
Anwesenheit von Kindern zu rechnen ist, sind so zu gestalten, dass ein Überklettern erschwert wird. Für das Podest ist ein statischer Nachweis zu
erbringen. Die Bodenbelastung muss je nach Nutzung gemäß DIN 1055 Blatt 3, Tabelle 1 ausgelegt sein. Einstufig begehbare Podeste dürfen
höchstens 0,20 m hoch sein.
Leitern, Aufstiege und Stege müssen den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.
4.7
Standgestaltung
4.7.1
Erscheinungsbild und barrierefreies Bauen
Für die Gestaltung des Standes ist der Aussteller zuständig. Hierbei sind die typischen Ausstellungskriterien der Veranstaltung zu berücksichtigen.
Wände, die an Besuchergänge grenzen, sollen durch den Einbau von Vitrinen, Nischen, Displays u.ä. aufgewertet werden.
Standrückseiten, die an Nachbarstände grenzen, sind neutral zu halten, um den Nachbarstand in dessen Gestaltung nicht zu beeinträchtigen.
Beim Bau der Stände sollte Barrierefreiheit geachtet werden. Stände und deren Einrichtungen sollten auch für Menschen mit Behinderung ohne
fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein.
Produkte, die in ausbeuterischer Kinderarbeit im Sinne ILO-Konvention 182 hergestellt wurden, dürfen nicht zur Gestaltung und Ausstattung des
Standes verwendet werden.
4.7.2
Prüfung der Mietfläche
Die Mietfläche wird von der C³ GmbH gekennzeichnet. Jedem Aussteller wird empfohlen, sich nach der Standzuteilung an Ort und Stelle über Lage
und Maße etwaiger Einbauten, insbesondere Feuermelder, Hallensäulen, Verlauf der Versorgungskanäle, Elektroverteiler usw. selbst zu
unterrichten. Die Standgrenzen sind unbedingt einzuhalten.
4.7.3
Eingriff in die Bausubstanz
Alle Hallenteile und technische Einrichtungen dürfen nicht beschädigt, verschmutzt oder auf andere Art verändert werden (z.B. Bohren, Nageln,
Schrauben). Auch das Streichen, Tapezieren und Bekleben ist nicht gestattet.
Hallensäulen/ Hallenstützen können aber innerhalb der Mietfläche, ohne Beschädigung derselben, im Rahmen der zulässigen Bauhöhe umbaut
werden.
4.7.4
Fundamente, Gruben und Hallenfußböden
Teppiche und andere Fußbodenbeläge sind unfallsicher zu verlegen und dürfen nicht über die Mietfläche hinausragen.
Auslaufendes Öl und ähnliches muss sofort vom Fußboden entfernt werden. Der Fußboden darf nicht gestrichen werden. Es darf zum Kleben nur
PE/ PP Klebeband und zum Abdecken nur PE/PP Abdeckfolie verwendet werden. Sie sind rückstandslos zu entfernen.
Mörtel darf ohne Unterlegen von Blech, Folie oder Planen auf dem Boden nicht gemischt und aufgebracht werden. Ist der Bau von Fundamenten
unerlässlich, sind diese oberhalb des Hallenbodens zu errichten. Der Bau von Gruben ist nicht möglich. Verankerungen und Befestigungen im
Hallenboden dürfen nur in Abstimmung mit der C³ GmbH ausgeführt werden.
Beim Eintragen von losem Material, z.B. Sand, Erde usw., sind die Versorgungskanäle abzudecken und gegen Verschmutzung zu sichern.
Staubentwicklung und -verteilung ist mit geeigneten Mitteln entgegenzuwirken.
4.7.5
Leitungsverlegung und Revisionsöffnungen
Die Standversorgung erfolgt in der Regel aus den Versorgungskanälen im Hallenboden. Im Stand erfolgt die Leitungsverlegung grundsätzlich über
Flur. Die Leitungen sind so zu sichern, dass Unfallgefahren für Personen und Beschädigungen der Leitungen ausgeschlossen sind.
Für den Bau von Doppelböden und schützenden Standwänden ist der Aussteller verantwortlich. Bodenbeläge und Doppelböden sind so
vorzusehen, dass die Versorgungskanäle und -schächte ohne Aufwand zugänglich sind. Kosten und Schäden, die dadurch entstehen, dass
Versorgungseinrichtungen der C³ GmbH nicht zugänglich sind, gehen zu Lasten des verursachenden Ausstellers.
An den Standgrenzen, die nicht Ganggrenzen sind, gestattet der Aussteller die Überflurverlegung von Leitungen zur Versorgung Dritter (siehe auch
Punkt 3.1.2).
4.7.6
Abhängungen von der Hallendecke
6
Das Abhängen von Werbe- oder Beleuchtungselementen u. ä. von der Tragkonstruktion der Hallendecken
ist in beschränktem Umfang, im Rahmen der zulässigen Bauhöhe von max. 5,00 m, möglich. Erforderliche Halterungen in der Tragkonstruktion der
Hallendecken werden auf Anfrage nur durch die C³ GmbH kostenpflichtig angebracht. Bestellungen können über das Formblatt „Abhängungen“ des
Bestellblocks der C³ GmbH übermittelt werden. Für Abhängungen jeglicher Art sind die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen – im Besonderen
die der BGV A1, BGV C1 sowie der BGV D8 einzuhalten.
4.7.7
Standbegrenzungswände
Auf den Ausstellungsflächen sind messeseitig in der Regel keine Standbegrenzungswände zu den Nachbarständen vorhanden. Diese müssen vom
Aussteller selbst bzw. von einer geeigneten Standbaufirma im Auftrag des Ausstellers gestellt werden. Sie sind als geschlossene Wand, in sich
stabil, standsicher herzustellen.
4.7.8
Werbemittel
Stand- und Exponatbeschriftung, Firmen- und Markenzeichen dürfen die vorgeschriebene Bauhöhe nicht überschreiten, sie müssen von allen Seiten
ein ansprechendes Bild ergeben.
Optische, sich langsam bewegende und akustische Werbemittel sowie musikalische Wiedergaben sind erlaubt, sofern sie den Nachbarn nicht
belästigen und messeeigene Ausrufanlagen nicht übertönen. Die Lautstärke darf 70dB (A) an der Standgrenze nicht überschreiten.
Bei der Montage von Lautsprechern ist darauf zu achten, dass sie auf den Boden des eigenen Standes abstrahlen. Die C³ GmbH kann bei
Verstößen gegen diese Regelung deren Stilllegung vornehmen.
Die Verteilung von Drucksachen und Werbemitteln außerhalb der eigenen Standfläche ist nicht zulässig.
4.8
Zweigeschossige Bauweise
Eine zweigeschossige Bauweise ist nur mit der Zustimmung der C³ GmbH möglich. Die Anfrage muss unmittelbar nach der Standzulassung
erfolgen. In der Halle 2 ist eine zweigeschossige Bauweise nicht möglich. Auf Anfrage erhalten Sie von der C³ GmbH ein entsprechendes Merkblatt.
4.9
Abbau der Stände
Bis zum Ende der für jede Veranstaltung bekannt gegebenen Abbauzeit (siehe Teilnahmebedingungen, Aussteller-Service und "Wichtige Hinweise")
hat der Aussteller sämtliches Standbaumaterial, sämtliche Ausstellungsstücke und -gegenstände und Abfälle abzutransportieren.
Messegut, das sich nach Schluss der Abbauzeit noch in den Ständen befindet, lässt die C³ GmbH auf Kosten und Gefahr des Ausstellers vom
Messespediteur abtransportieren und einlagern.
5
Technische Sicherheitsbestimmungen, -vorschriften und -versorgung
5.1
Allgemeine Vorschriften
Die Auf- und Abbauarbeiten dürfen nur im Rahmen der jeweils gültigen arbeits- und gewerberechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden.
5.2
Schäden
Alle durch den Aussteller oder deren Beauftragte verursachten Schäden im Messegelände, seinen Gebäuden oder Einrichtungen sowie
zurückgelassener Abfall werden nach Beendigung der Veranstaltung, spätestens nach Beendigung der Abbauzeit, auf Kosten des Ausstellers durch
die C³ GmbH beseitigt.
5.3
Einsatz von Arbeitsmitteln
Der Gebrauch von Bolzenschussgeräten ist verboten. Der Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen ohne Späneabsaugung ist nicht zulässig.
Der Einsatz von Kranen und Gabelstaplern ist den Vertragsspediteuren der C³ GmbH vorbehalten. Arbeitsbühnen können bei der C³ GmbH
gemietet werden.
Eigene oder angemietete Hubarbeitsbühnen dürfen ausschließlich von hierzu befähigten Personen über 18 Jahren bedient werden. Die Befähigung
muss mindestens dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz BGG 966 entsprechen. Die Betriebserlaubnis, eine gültige und ausreichende
Betriebshaftpflichtversicherung, die Zulassung für den Betrieb in geschlossenen Räumen sowie der Prüfnachweis gemäß Unfallverhütungsvorschrift
sind nachzuweisen.
5.4
Elektroinstallation
5.4.1
Elektroanschlüsse
Jeder Stand, der mit elektrischer Energie versorgt werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse, die ausschließlich von den durch die C³
GmbH gebundenen Elektrofachbetrieben ausgeführt werden.
Den Bestellungen mit Formblatt -Elektroinstallation- aus dem Bestellblock ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung
des Anschlusses ersichtlich ist. Dem Aussteller ist es nicht gestattet Strom von benachbarten Ständen zu beziehen.
5.4.2
Elektrostandinstallation
Alle Installationen innerhalb der Stände müssen den jeweils gültigen IEC- und VDE-Bestimmungen entsprechen (siehe Pkt.5.4.3). Bei
Nichtbeachtung der gültigen Vorschriften ist die Vertragsfirma der C³ GmbH verpflichtet, den Anschluß an das Versorgungsnetz abzulehnen.
Nachträge, Änderungen oder Instandsetzungen an Ständen, die nicht durch die Vertragsfirma der C³ GmbH errichtet wurden, werden durch diese
kostenpflichtig durchgeführt.
Elektroinstallationsarbeiten innerhalb der Stände können von ausstellereigenen Elektrofachkräften oder von zugelassenen Fachfirmen entsprechend
den IEC- und VDE-Vorschriften und in Europa geltenden Vorschriften sowie dem Stand der Technik entsprechend ausgeführt werden.
Innerhalb der Stände ist das TN-S-Netz anzuwenden. Jeder Stand muss über einen Hauptschalter oder, soweit zulässig, über eine Steckverbindung
vom Anschluss an das Hallennetz trennbar sein. Soll für bestimmte Geräte eine dauernde Stromversorgung gesichert werden, z.B. Kühlgeräte,
Computer usw., so ist dafür vor dem Hauptschalter ein gesonderter Stromkreis zu schaffen, der nach Ausschalten des Hauptschalters unter
Spannung bleibt.
7
5.4.3
Montage- und Betriebsvorschriften
Die gesamte elektrische Einrichtung ist nach den neuesten Sicherheitsvorschriften des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) auszuführen.
Insbesondere zu beachten sind VDE 0100, 0108, 0128.
Für Steckdosen und Lichtstromkreise ist FI-Schutzschaltung 30 mA vorgeschrieben.
Der Anteil von hoch- oder niederfrequenten, in das Netz abgegebenen Störungen, darf die in VDE 0160 und VDE 0838 (EN 50 006) angegebenen
Werte nicht überschreiten. Leitfähige Bauteile sind in die Schutzmaßnahme gegen indirektes Berühren einzubeziehen Es dürfen nur Leitungen der
Typen NYM, H05 VF-F, H05 RR-F, mit einem Mindestquerschnitt von 1,5 mm² Cu verwendet werden.
Unzulässig sind Flachleitungen jeder Art. Blanke elektrische Leiter, Klemmen und gegen Berührung ungeschützte, elektrisch leitende Teile sind
unzulässig. Dies gilt auch für Niedervoltanlagen. Sekundärkreise sind gegen Überlast und Kurzschluss zu schützen.
Die Stände sind durch den Aussteller täglich nach Veranstaltungsschluss vom Hallennetz zu trennen. Eine zentrale Abschaltung während der
Messe-/ Veranstaltungszeitraumes erfolgt nicht. Die Hallennetze werden eine Stunde nach Veranstaltungsende, am letzten Messe-/
Veranstaltungstag, zentral abgeschaltet.
Die im Ausstellungsstand vorhandene Elektroinstallation darf für die Laufzeit der Veranstaltung erst in Betrieb genommen werden, wenn sie vom
Technischen Überwachungsverein oder einem anderen unabhängigen Sachverständigen abgenommen und freigegeben worden ist. Die Abnahme
wird durch die C³ GmbH veranlasst.
Der Aussteller haftet unabhängig davon uneingeschränkt.
5.4.4
Sicherheitsmaßnahmen
Zum besonderen Schutz sind alle wärmeerzeugenden und wärmeentwickelnden Elektrogeräte (Kochplatten, Scheinwerfer, Transformatoren usw.)
auf nichtbrennbarer, wärmebeständiger, asbestfreien Unterlage zu montieren. Entsprechend der Wärmeentwicklung ist ein ausreichend großer
Abstand zu brennbaren Stoffen sicherzustellen. Beleuchtungskörper dürfen nicht an brennbaren Dekorationen oder Ähnlichem angebracht werden.
Die Verwendung von UV-Strahlern der Typen UV-B und UV-C darf nur in für deren Betrieb bestimmten Geräten erfolgen.
5.4.5
Sicherheitsbeleuchtung
Stände, in denen durch die Besonderheit ihrer Bauweise die vorhandene allgemeine Sicherheitsbeleuchtung nicht wirksam ist, bedürfen einer
zusätzlichen eigenen Sicherheitsbeleuchtung, in Anlehnung an die VDE 0108. Sie ist so anzulegen, dass ein sicheres Zurechtfinden bis zu den
allgemeinen Rettungswegen gewährleistet ist.
5.5
Wasser- und Abwasserinstallation/ Druckluftanschluss
Jeder Stand, der mit Wasser/ Abwasser/ Druckluft versorgt werden soll, erhält einen oder mehrere Anschlüsse.
Die Installation dieser Anschlüsse kann nur von den von der C³ GmbH gebundenen Fachbetrieben durchgeführt werden. Den Bestellungen mit
Formblatt „Wasserinstallation/ Druckluftanschluss“ ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse
ersichtlich ist. Die Leitungsverlegung erfolgt grundsätzlich überflur. Die anfallenden Kosten trägt der Aussteller. Die Einleitungen in das
Abwassernetz dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen.
Alle Installationen innerhalb der Stände müssen der aktuell gültigen Trinkwasserverordnung entsprechen, so dass durch Installation und Betrieb
eines Anschlusses eine nachhaltige Beeinflussung der Trinkwasserqualität ausgeschlossen ist.
Die Wasser- und Druckluftversorgung wird am letzten Lauftag aus Sicherheitsgründen nach Veranstaltungsschluss eingestellt.
5.6
Maschinen-, Druckbehälter- und Abgasanlagen
5.6.1
Maschinengeräusche/ dynamische Maschinenlasten
Der Betrieb lärmverursachender Maschinen und Geräte soll im Interesse aller Aussteller und Besucher möglichst eingeschränkt bleiben.
Die Geräusche an der Standgrenze dürfen 70 dB (A) nicht überschreiten.
Das Betreiben von Maschinen und Anlagen mit Schwungmassekräften ist nur zulässig, sofern keine Übertragung auf Gebäudeteile stattfindet. Auf
die DIN 1055(Teil 3 Abs. 8) und DIN 4024 sei verwiesen. Der Auslösewert von 0,5ms² nach der Lärm- und Vibrations- Arbeitsschutzverordnung darf
nicht überschritten werden.
5.6.2
Geräte- und Produktsicherheitsgesetz
Gemäß §4 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz sind Hersteller, Einführer oder Aussteller von technischen Arbeitsmitteln im Sinne des
Gesetzes verpflichtet nur Geräte auszustellen, die die allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die Arbeitsschutzvorschriften vollständig
einhalten und somit die Voraussetzungen für die CE- Kennzeichnungen erfüllen. Als Nachweis sind am Stand bereitzuhalten:
- EG- Konformitätserklärung bzw. Herstellererklärung nach Artikel 12 der Maschinenrichtlinie
2006/42
- Betriebsanleitung nach Anhang I (1.7.4) der Maschinenrichtlinie
Geräte, die den Anforderungen des Gesetzes nicht genügen müssen einen entsprechenden Hinweis nach §4 (5) tragen.
Bei Vorführungen sind die erforderlichen Vorkehrungen zum Schutz von Personen durch das Standpersonal zu treffen.
5.6.2.1
Schutzvorrichtungen
Maschinen- und Apparateteile dürfen nur mit allen Schutzvorrichtungen in Betrieb genommen werden. Die normalen Schutzvorrichtungen können
durch eine sichere Abdeckung aus organischem Glas oder einem ähnlich transparenten Stoff ersetzt werden.
Werden Geräte nicht in Betrieb genommen, können die Schutzvorrichtungen abgenommen werden, um dem Besucher die Bauart und Ausführung
der abgedeckten Teile erkennbar zu machen.
Die Schutzvorrichtungen müssen dann neben der Maschine sichtbar aufgestellt bleiben.
5.6.2.2
Prüfverfahren
8
Die
ausgestellten
technischen
Arbeitsmittel
werden
hinsichtlich
ihrer
unfallschutzund
sicherheitstechnischen Ausführung
von
der
zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörde,
ggf.
gemeinsam
mit den
zuständigen
berufsgenossenschaftlichen Fachausschüssen, besichtigt und auf die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen hin überprüft. In Zweifelsfällen sollen
sich Aussteller rechtzeitig vor Messebeginn mit dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Chemnitz, Oststraße 13, 04317 Chemnitz in Verbindung
setzen. Werden später schwerwiegende Verstöße festgestellt, kann das Aufstellen gegebenenfalls untersagt werden.
5.6.2.3
Betriebsverbot
Darüber hinaus ist die C³ GmbH berechtigt, jederzeit den Betrieb von Maschinen, Apparaten und Geräten zu untersagen, wenn nach ihrer Ansicht
durch den Betrieb Gefahren für Personen und Sachen zu befürchten sind.
5.6.3
Druckbehälter
5.6.3.1
Abnahmebescheinigung
Druckbehälter dürfen auf dem Stand nur betrieben werden, wenn die gemäß § 9 - 11 Druckbehälterverordnung vom 21.04.89 (BGBl. I, Seite 843)
geforderten Prüfungen durchgeführt wurden.
Die darüber ausgestellten Prüfnachweise sind am Ausstellungsort beim Druckbehälter aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen
Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Auskünfte zu den entsprechenden Vorschriften erteilt das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Chemnitz, Oststraße 13, 04317 Chemnitz
5.6.3.2
Prüfung
Die Bescheinigung über die Bau- und Wasserdruck-Prüfung reicht nicht aus. Diese Forderung gilt auch für ausländische oder geliehene Behälter.
Bei Anmeldung 14 Tage vor Messebeginn können prüfpflichtige Druckbehälter bis zwei Tage vor Messeeröffnung unter Vorlage der Bau- und
Wasserdruck-Prüfungsbescheinigung und der Gestellung eines Monteurs auf dem Messestand der Abnahmeprüfung durch den Technischen
Überwachungsverein unterzogen werden.
Anfragen sind an die C³ GmbH zu richten. Die Beurteilung ausländischer Druckbehälter kann während der kurzen Messeaufbauzeit nicht
durchgeführt werden.
5.6.3.3
Leihgeräte
Da die Beurteilung ausländischer Druckbehälter während der relativ kurzen Messeaufbauzeit nicht durchgeführt werden kann, ist der Benutzung von
geprüften Leihbehältern der Vorzug zu geben.
5.6.3.4
Überwachung
Die erforderlichen Abnahmebescheinigungen sind während der Veranstaltung für das zuständige Gewerbeaufsichtsamt bereitzuhalten.
5.6.4
Abgase und Dämpfe
Von Exponaten und Geräten abgegebene brennbare, gesundheitsgefährdende oder die Allgemeinheit belästigende Dämpfe und Gase dürfen nicht
in die Hallen eingeleitet werden. Sie müssen über entsprechende Rohrleitungen ins Freie abgeführt werden. Dabei ist für die zulässigen Abgaswerte
das Bundesimmissionsschutzgesetz in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.
5.6.5
Abgasanlagen
Zur Ableitung brennbarer, gesundheitsgefährdender oder die Allgemeinheit belästigender Dämpfe und Gase ist die Montage einer Abgasleitung in
Verbindung mit einer Abgasöffnung notwendig. Die Abzüge werden, soweit technisch möglich, ab Standgrenze bis ins Freie ausschließlich von den
von der C³ GmbH gebundenen Fachbetrieben mit eigenem Material montiert. Die Anschlüsse an den Exponaten sind von den Ausstellern
herzustellen. Dem formlosen Antrag ist eine Grundrissskizze beizufügen, aus der die gewünschte Platzierung der Anschlüsse ersichtlich ist.
5.7
Verwendung von Druckgasen, Flüssiggasen und brennbaren Flüssigkeiten
5.7.1
Druck- und Flüssiggasanlagen
Die Lagerung und Verwendung von Druck- und Flüssiggas in den Messehallen und im Gelände ist ohne schriftliche Genehmigung der C³ GmbH
verboten.
5.7.1.1
Genehmigungsantrag für Druckgasflaschen (ortsbewegliche Druckgeräte)
Die Verwendung und Lagerung von Flüssiggas oder anderen brennbaren und nicht brennbaren Gasen in Druckgasflaschen kann nur für
Präsentationen von Exponaten genehmigt werden. Die Genehmigung ist schriftlich einzuholen. Entsprechend den einschlägigen
Unfallverhütungsvorschriften sind Druckgasflaschen gegen Stoß, Umfallen, Zugriff Unbefugter sowie vor Erwärmung zu schützen.
5.7.1.2
Verwendung von Flüssiggas
Bei Verwendung von Flüssiggas darf maximal eine 10 l Druckgasflasche mit einem Inhalt bis 11 kg je Ausstellungsstand aufgestellt werden. Die
Prüfbescheinigung für die Anlage nach BGG 937 ist am Stand vorzuhalten. Flexible Flüssiggasanschlüsse, mit einer Anschlußlänge größer als
400mm, müssen gemäß BGV D34 mit einer Schlauchbruchsicherung ausgerichtet sein.
5.7.1.3
Einrichtung und Unterhaltung
Für die Einrichtung und die Unterhaltung von Flüssiggasanlagen sind die „Technischen Regeln Flüssiggas" TRF 88 (Herausgeber: DVGW
Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. und DVFG Deutscher Verband Flüssiggase e.V.) sowie die "Richtlinien für die Verwendung von
Flüssiggas ZH 1/ 455 (Herausgeber: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften) zu beachten.
9
5.7.2
Brennbare Flüssigkeiten
Die Lagerung und Verwendung brennbarer Flüssigkeiten in den Messehallen und auf dem Gelände ist ohne Schriftliche Genehmigung verboten.
Eine Genehmigung kann nur für die Präsentation von Exponaten erteilt werden. Ein entsprechender Antrag ist mit Sicherheitsdatenblatt bei der C³
GmbH einzureichen.
Zum Betrieb bzw. zur Vorführung darf nur der Bedarf für einen Tag vorgehalten werden.
Bei der Lagerung entzündlicher, leichtentzündlicher oder hochentzündlicher Flüssigkeiten in ortsbeweglichen Behältern sind die Forderungen der
Technischen Regeln für Gefahrenstoffe (TRGS 510), den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2152 und TRBS 2153) umzusetzen.
5.8
Asbest und andere Gefahrenstoffe
Der Einsatz und die Verwendung asbesthaltiger Baustoffe oder asbesthaltiger Erzeugnisse sowie anderer Gefahrenstoffe ist generell verboten.
Grundlage hierfür ist das Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Chem. Gesetz), BGBl I, Teil I, Seite 1703 in der jeweils gültigen Fassung, in
Verbindung mit der Chemikalien-Verbotsverordnung (Chem. Verbots V) sowie der Gefahrenstoffverordnung (GefStoff V) in der jeweils gültigen
Fassung.
5.9
Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen/ Szeneflächen
Für Zuschauerräume bzw. - Flächen für Film-, Lichtbild-, Televisionsvorführungen und sonstige Präsentationen gelten die Bestimmungen der
Sächsischen Versammlungsstättenverordnung. Beschallungsanlagen sind so auszulegen, dass der Geräuschpegel an der Standgrenze 70dB nicht
überschreitet.
5.10
Strahlenschutz
5.10.1
Radioaktive Stoffe
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen ist genehmigungspflichtig und mit der C³ GmbH abzustimmen. Die Genehmigung ist nach der
Strahlenschutzverordnung (jeweils gültige Fassung) bei der zuständigen Behörde zu beantragen und mindestens 6 Wochen vor Messebeginn der C³
GmbH vorzulegen.
Soweit bereits eine Genehmigung vorhanden ist, ist nachzuweisen, dass der beabsichtigte Umgang mit radioaktiven Stoffen auf dem Messegelände
rechtlich abgedeckt ist.
5.10.2
Röntgenanlagen und Störstrahler
Der Betrieb von Röntgenanlagen und Störstrahlern ist genehmigungspflichtig und mit der C³ GmbH abzustimmen. Es ist die Verordnung über den
Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen (RöV, BGBI I, jeweils gültige Fassung) zu beachten. Der Betrieb von Röntgenanlagen und Störstrahlern
ist genehmigungs- oder anzeigepflichtig § 3,4,5,8 RöV.
Die zuständige Behörde für den Ausstellungsort Chemnitz ist das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Chemnitz, 09101 Chemnitz, bei dem die Anträge
oder Anzeigen mindestens 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn formlos dreifach einzureichen sind.
5.10.3
Laseranlagen
Der Betrieb von Laseranlagen ist genehmigungspflichtig und mit der C³ GmbH abzustimmen. Der Betrieb von Laseranlagen ist gem. § 6
Unfallverhütungsvorschrift "Laserstrahl" VGB 93 bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Der Anzeige ist die schriftliche Bestellung eines
Laserschutzbeauftragten für den Betrieb der Lasereinrichtung beizufügen.
Die für den Arbeitsschutz zuständige Behörde ist das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Chemnitz, 09112 Chemnitz, Reichsstraße 39.
Beim Betrieb von Laseranlagen dürfen Laserstrahlen nicht in den Aufenthaltsbereich von Besuchern, Mitwirkenden und Beschäftigten gerichtet sein.
Der Bereich bis zu einer Höhe von 2,50 m über der begehbaren Fläche ist von Laserstrahlen freizuhalten. Dies gilt nicht für Laserstrahlen, die für die
Augen unschädlich sind.
Laserstrahlen dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn der Strahl so aufgeweitet ist, dass durch die Energie des direkten oder reflektierten Strahles
an einem beliebigen Auftreffpunkt des Raumes auch bei Dauerbelastung keine höhere Temperatur als 80 °C erzeugt wird. Laseranlagen müssen
unverrückbar und so eingebaut sein, dass sie nur Befugten zugänglich sind. Laseranlagen müssen Einrichtungen haben, die es erlauben, den
Strahlenaustritt jederzeit zu unterbrechen. Ist der Laserstrahl konstant auf einen festen Platz gerichtet und können Personen in den Strahlengang
gelangen, so sind Einrichtungen (z.B. Fotozellen) vorzusehen, die bei Unterbrechung des Strahlenganges die Abschaltung selbsttätig vornehmen.
5.10.4
Einsatz von LED - Geräten
Der Betrieb von energie- oder lichtstarken LED- Geräten ist mit der C³ GmbH abzustimmen.
5.10.5
Hochfrequenzgeräte, Funkanlagen (z.B. WLAN )und elektromagnetische Felder
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten, Funkanlagen und elektromagnetischen Feldern ist genehmigungspflichtig und mit der C³ GmbH
abzustimmen.
Der Betrieb von Hochfrequenzgeräten und Funkanlagen ist nur dann gestattet, wenn sie den Bestimmungen des Gesetzes über Fernmeldeanlagen
BGB l sowie des Gesetzes über elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG) BGB l, jeweils gültige Fassung, entsprechen.
Es dürfen Personensuchanlagen, Mikroportanlagen, Gegensprechanlagen und Fernwirkfunkanlagen nur mit Genehmigung
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) Arno-Nitzsche-Straße 43-45, 04277 Leipzig betrieben werden.
der
Die Inbetriebnahme drahtloser Personensuchanlagen bedarf, unabhängig von der Genehmigung durch die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (Reg TP), der Zustimmung der C³ GmbH, um eine gleichmäßige Verteilung der Frequenzen zu erreichen und
gegenseitige Beeinträchtigungen nach Möglichkeit auszuschalten.
Diese Genehmigung ist formlos unter Angabe der technischen Daten bei der C³ GmbH zu beantragen.
5.11
Krane, Stapler und Leergut
Die von der C³ GmbH gebundenen Spediteure üben in den Messeobjekten das alleinige Speditionsrecht aus, d.h. Verbringung von Exponaten,
Standaufbauten usw. in den Stand incl. Gestellung eventueller Hilfsgeräte sowie Zollabfertigung zur temporären bzw. definitiven Einfuhr. Der Einsatz
von Kranen, kraftbetriebenen Gabelstaplern mit Fahrerplatz u.ä. Flurförderfahrzeugen zum Be- und Entladen sowie zum Auf- und Abbau sind auf
10
dem Messegelände aus Sicherheits- und Regiegründen nur den von der C³ GmbH zugelassenen
Messespeditionen vorbehalten. Für die den Spediteuren erteilten Aufträge gelten die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp),
neueste Fassung, und der Speditionstarif für Messen und Ausstellungen in Chemnitz. Eine Haftung der C³ GmbH für alle Risiken, die sich aus der
Tätigkeit der Speditionsfirmen ergeben können, ist ausgeschlossen.
Die Lagerung von Leergut jeglicher Art auf den Ständen ist verboten. Anfallendes Leergut ist unverzüglich durch die im Messegelände zugelassenen
Spediteure an die vorgesehene Lagerstelle für Leergut zu verbringen. Das Abstellen von Verpackungsmaterial und Ausstellungsgütern in den
Hallengängen ist - auch kurzfristig - nicht zulässig.
5.12
Musikalische Wiedergaben
Für musikalische Wiedergaben aller Art ist unter den Voraussetzungen des Urheberrechtgesetzes, § 15 Urhebergesetz (BGB l, jeweils gültige
Fassung) die Erlaubnis der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), Zittauer Str. 31, 01199
Dresden erforderlich. Nicht angemeldete Musikwiedergaben können Schadenersatzansprüche der GEMA zur Folge haben (§ 97
Urheberrechtgesetz).
5.13
Getränkeschankanlagen
Für die Errichtung und den Betrieb von Getränkeschankanlagen auf dem Stand ist die Verordnung über Getränkeschankanlagen in der jeweils
gültigen Fassung BGB I zu beachten.
Für Rückfragen steht Ihnen das Ordnungsamt der Stadt Chemnitz zur Verfügung.
5.14
Lebensmittelüberwachung
Bei der Abgabe von Kostproben zum Verzehr und den Verkauf von Speisen und Getränken an Ort und Stelle sind die gesetzlichen Bestimmungen
zu beachten, insbesondere die Lebensmittelhygiene-Verordnung,
Für Rückfragen steht Ihnen das Gesundheitsamt, sowie das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt der Stadt Chemnitz, zur Verfügung.
6
Umweltschutz
Die C³ GmbH hat sich grundsätzlich dem vorsorgenden Schutz der Umwelt verpflichtet. Als Vertragspartner der C³ GmbH ist der Aussteller
verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sämtliche den Umweltschutz betreffenden Bestimmungen und Vorgaben auch von seinen Auftragnehmern
verbindlich eingehalten werden.
6.1
Abfallwirtschaft
Grundlage für alle folgenden Regelungen sind die Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/ AbfG, in der jeweils gültigen
Fassung), die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen und Verordnungen, sowie die Landesgesetze und Abfallwirtschaftsatzung der Stadt
Chemnitz.
Der Aussteller ist verantwortlich für die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung der Abfälle, die bei Aufbau, Laufzeit und Abbau seines
Standes anfallen.
6.1.1
Abfallentsorgung
Nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sind Abfälle auf Messeplätzen in erster Linie zu vermeiden. Aussteller und deren Vertragspartner sind
verpflichtet, in jeder Phase der Veranstaltung wirkungsvoll hierzu beizutragen. Dieses Ziel muss bereits bei der Planung und in Koordination aller
Beteiligten verfolgt werden. Generell sind für Standbau und -betrieb wiederverwendbare und die Umwelt möglichst wenig belastende Materialien
einzusetzen.
Zurückgelassenen Materialien werden ohne Prüfung des Wertes zu Lasten des Ausstellers zu einer erhöhten Gebühr entsorgt.
6.1.2
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle
Der Aussteller ist verpflichtet, Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend,
explosibel oder brennbar sind (z.B. Batterien, Lacke, Lösungsmittel, Schmierstoffe, Farben etc.) der C³ GmbH zu melden und deren
ordnungsgemäße Entsorgung durch den zuständigen Vertragspartner zu veranlassen.
6.1.3
Mitgebrachte Abfälle
Materialien und Abfälle, die nicht im Zusammenhang mit der Veranstaltungslaufzeit, Auf- oder Abbau entstehen, dürfen nicht auf das Gelände
gebracht werden.
6.2
Wasser, Abwasser und Bodenschutz
6.2.1
Öl und Fettabscheider
Die Einleitungen in das Wassernetz dürfen die üblichen Schadstoffmengen für Haushalte nicht übersteigen. Sollen öl-/ fetthaltige Abwässer
eingeleitet werden, welche diese Mengen überschreiten, ist der Einsatz von Öl-/ Fettabscheidern notwendig.
Beim Einsatz mobiler Gastronomie ist darauf zu achten, dass Fette und Öle gesondert aufgefangen und einer getrennten Entsorgung zugeführt
werden.
6.2.2
Reinigung und Reinigungsmittel
Reinigungsarbeiten sind grundsätzlich mit biologisch abbaubaren Produkten durchzuführen. Reinigungsmittel, die gesundheitsschädigende
Lösungsmittel enthalten, sind den Vorschriften entsprechend nur im Ausnahmefall zu verwenden.
6.3
Umweltschäden
Umweltschäden/ Verunreinigungen (z.B. durch Benzin, Öl, Lösungsmittel, Farbe) sind unverzüglich der C³ GmbH zu melden.
11
7
Dienstleistungen der C³ GmbH
Für Aufträge an die C³ GmbH gelten die Teilnahmebedingungen und diese Technischen Richtlinien. Es werden jeweils die für die Veranstaltung
gültigen Preise zu Grunde gelegt. Die Preise erhöhen sich um 25 %, wenn die Leistungen erst nach den jeweiligen Terminen der C³ GmbH in
Auftrag gegeben werden. Alle Leistungen erbringt die C³ GmbH nur für den Hauptmieter des Standes. Dieser ist Schuldner.
Die Leistungen können über den Dienstleistungsbestellblock der C³ GmbH bestellt werden.
7.1
Standbau und Installationen
Auf Wunsch übernimmt die C³ GmbH den Standausbau einschließlich Tapezierung und Anstrich. Ferner führt die C³ GmbH alle Installationsarbeiten
in dem Messestand aus. Wegen des Leistungsumfangs im Einzelnen und der Preise sei auf die Formblätter verwiesen. Für die mit Formblatt
bestellten Deckenabhängungen und die Installationen für Wasser und Rauchgasabzüge werden Leistungsnachweise erstellt, die während der
Laufzeit zur Unterschrift vorgelegt werden, sie sind maßgebend für die Berechnung. Im Übrigen werden die tatsächlich erbrachten Leistungen
berechnet.
7.2
Entsorgung
Der während der Veranstaltung oder bei der Montage bzw. Demontage anfallende Abfall, Wertstoff und Sonderabfall kann über die C³ GmbH
entsorgt werden. Entsprechende Bestellungen sind mit Formblatt möglich.
7.3
Kommunikations-Dienstleistungen
Telefon-, Telefax-, Daten- und Antennenanschlüsse können mit Formblatt bestellt werden. Weitere technische Einzelheiten ergeben sich aus den
Unterlagen, die auf Anfrage zugesandt werden.
7.4
Sonstige Dienstleistungen
7.4.1
Parkkarten
In der Nähe des Messegeländes stehen Parkplätze für Aussteller in begrenzter Zahl zur Verfügung. Die Aussteller werden gebeten, ihren
Platzbedarf mit dem Formblatt zu bestellen.
7.4.2
Ausstellerausweise
Jeder Aussteller erhält gemäß den Teilnahmebedingungen kostenlose Ausstellerausweise. Diese Ausweise sind ausschließlich für die Aussteller
bestimmt und nicht an Dritte übertragbar. Durch die Aufnahme von Mitausstellern erhöht sich die Zahl der kostenlosen Ausstellerausweise nicht.
Zusätzliche kostenpflichtige Ausstellerausweise können mit dem Formblatt bestellt werden.
7.4.3
Versicherungen
Für die Teilnahme an der Veranstaltung bietet die C³ GmbH mit Formblatt folgende Versicherungen an:
Ausstellungsversicherung für Exponate und Stand
Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Veranstaltungsausfallversicherung.
Gemäß den Teilnahmebedingungen hat jeder Aussteller die Möglichkeit, das Messegut gegen die üblichen Gefahren im Rahmen einer
Ausstellungsversicherung über die C³ GmbH zu versichern. Auf dem entsprechenden Antragsformular ist zu vermerken, ob eine Versicherung
gewünscht wird oder nicht. Gegebenenfalls ist das Messegut unter genauer Bezeichnung mit Wertangaben aufzuführen. Die C³ GmbH übernimmt
keine Obhutspflicht für Messegüter und Standeinrichtungen und schließt insoweit jede Haftung für Schäden und Abhandenkommen aus. Der
Haftungsausschluss erfährt auch durch die Bewachungsmaßnahmen der C³ GmbH keine Einschränkung. Alle eingetretenen Schäden müssen der
Polizei, der Versicherungsgesellschaft und der C³ GmbH unverzüglich angezeigt werden.
Über die Unfallversicherung kann der Aussteller sich und seine Mitarbeiter gegen Unfälle versichern.
Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden Dritter, die durch die Teilnahme verschuldet werden.
Die Ausfallversicherung deckt die Kosten, die für die Vorbereitung und Durchführung der Teilnahme vergeblich aufgewandt wurden.
Die Einzelheiten sind den Bedingungen zu entnehmen. Im Übrigen haftet die C³ GmbH in jedem Fall nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
7.4.4
Tagungs- und Kongressräume
Für Besprechungen, Pressekonferenzen, Verkaufstagungen und Konferenzen stehen in der Messe Chemnitz Räume in unterschiedlicher Größe mit
allen technischen Einrichtungen kostenpflichtig zur Verfügung. Aussteller, die hiervon Gebrauch machen wollen, werden gebeten, ihren Bedarf
entsprechend über den Bestellblock der C³ GmbH anzumelden.
8
Schlussbestimmung
Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle gegenseitigen Verpflichtungen ist Chemnitz.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
Die Technischen Richtlinien der C³ Veranstaltungszentren GmbH für die Messe Chemnitz gelten ab 1.April 2015.
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