regelmässige wartung und kleinere reparaturen

regelmässige wartung und kleinere reparaturen
BEDIENUNGSANLEITUNG
FZS1000
FZS1000S
YAMAHA MOTOR CO., LTD.
AUF RECYCLINGPAPIER GEDRUCKT
PRINTED IN JAPAN
2003.06-0.3×1 CR
(G)
1C2-28199-G0
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VORWORT
GAU10100
Willkommen in der Motorradwelt von Yamaha!
Sie besitzen nun eine FZS1000/FZS1000S, die mit jahrzehntelanger Erfahrung sowie neuester
Yamaha-Technologie entwickelt und gebaut wurde.Daraus resultiert ein hohes Maß an Qualität und die
sprichwörtliche Yamaha-Zuverlässigkeit.
Damit Sie alle Vorzüge dieser FZS1000/FZS1000S nutzen können, lesen Sie bitte diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch. Denn diese Bedienungsanleitung informiert Sie nicht nur, wie Sie das Motorrad am besten bedienen, inspizieren und warten, sondern auch wie Sie sich und ggf. Ihren Beifahrer vor
Unfällen schützen.
Wenn Sie die vielen Tips der Bedienungsanleitung nutzen, garantieren wir den bestmöglichen Werterhalt dieses Motorrades. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich an die
nächste Yamaha-Fachwerkstatt Ihres Vertrauens.
Allzeit gute Fahrt wünscht Ihnen das Yamaha-Team! Und denken Sie stets daran, Sicherheit geht vor!
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KENNZEICHNUNG WICHTIGER HINWEISE
GAU10150
Besonders wichtige Informationen sind in der Anleitung folgendermaßen gekennzeichnet:
Das Ausrufezeichen bedeutet GEFAHR! SEIEN SIE WACHSAM ES GEHT UM IHRE SICHERHEIT!
WARNUNG
ACHTUNG:
HINWEIS:
Ein Mißachten dieser WARNHINWEISE könnte Verletzungs- oder Lebensgefahr für den Fahrer, einen
Umstehenden oder eine Person, welche das Motorrad inspiziert oder repariert, bedeuten.
Das Zeichen VORSICHT bedeutet, daß besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen,
um eine Beschädigung des Motorrads zu vermeiden.
Ein HINWEIS gibt Zusatzinformationen, um bestimmte Vorgänge oder Arbeiten zu vereinfachen.
HINWEIS:
● Die Anleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrzeugs und sollte daher beim eventuellen Weiterverkauf an den neuen Eigentümer
übergeben werden.
● Yamaha ist beständig um Fortschritte in Design und Qualität der Produkte bemüht. Daher könnten zwischen Ihrem Motorrad und die-
ser Anleitung kleine Abweichungen auftreten, obwohl diese Anleitung die neuesten Produktinformationen enthält, die bis zur Veröffentlichung erhältlich waren. Richten Sie Fragen zu dieser Anleitung bitte an Ihre Yamaha-Fachwerkstatt.
GWA10030
WARNUNG
DIESE ANLEITUNG UNBEDINGT VOR DER INBETRIEBNAHME AUFMERKSAM UND VOLLSTÄNDIG DURCHLESEN!
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KENNZEICHNUNG WICHTIGER HINWEISE
GAU10200
FZS1000/FZS1000S
Bedienungsanleitung
©2003 Yamaha Motor Co., Ltd.
1. Auflage, Mai 2003
Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruck, Vervielfältigung und
Verbreitung, auch auszugsweise,
ist ohne schriftliche Genehmigung der
Yamaha Motor Co., Ltd.
nicht gestattet.
Printed in Japan.
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INHALT
SICHERHEITSINFORMATIONEN ....1-1
FAHRZEUGBESCHREIBUNG ..........2-1
Linke Seitenansicht .........................2-1
Rechte Seitenansicht.......................2-2
Bedienungselemente und
Instrumente ..................................2-3
ARMATUREN,
BEDIENUNGSELEMENTE UND
DEREN FUNKTION ............................3-1
Zünd-/Lenkschloß ...........................3-1
Warn- und Kontrolleuchten .............3-2
Tachometer ....................................3-3
Drehzahlmessereinheit ...................3-4
Stromkreis-Prüfeinrichtungen .........3-5
Tankanzeige ...................................3-5
Diebstahlanlage
(Sonderzubehör) .........................3-6
Lenkerarmaturen ............................3-6
Kupplungshebel ..............................3-7
Fußschalthebel ...............................3-7
Handbremshebel ............................3-8
Fußbremshebel ..............................3-8
Tankverschluß ................................3-8
Kraftstoff .........................................3-9
KraftstofftankBelüftungsschlauch ...................3-10
Chokehebel ..................................3-10
Sitzbank ........................................3-11
Helmhalter ....................................3-11
Ablagefach ................................... 3-12
Teleskopgabel einstellen .............. 3-12
Federbein einstellen ..................... 3-14
EXUP-System .............................. 3-16
Seitenständer ............................... 3-16
Zündunterbrechungs- u.
Anlaßsperrschalter-System ...... 3-17
ROUTINEKONTROLLE VOR
FAHRTBEGINN ................................. 4-1
Routinekontrolle vor
Fahrtbeginn ................................. 4-2
WICHTIGE FAHR- UND
BEDIENUNGSHINWEISE.................. 5-1
Anlassen (kalter Motor) .................. 5-1
Anlassen eines warmgelaufenen
Motors ......................................... 5-3
Schalten ......................................... 5-3
Tips zum Kraftstoffsparen .............. 5-4
Einfahrvorschriften ......................... 5-4
Parken ............................................ 5-5
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND
KLEINERE REPARATUREN ............. 6-1
Bordwerkzeug ................................ 6-1
Wartungsintervalle und
Schmierdienst ............................. 6-2
Abdeckungen abnehmen und
montieren .................................... 6-6
Zündkerzen prüfen ......................... 6-7
Motoröl und Ölfilterpatrone ............ 6-8
Kühlflüssigkeit .............................. 6-11
Luftfiltereinsatz reinigen ............... 6-13
Vergaser einstellen ...................... 6-15
Leerlaufdrehzahl einstellen .......... 6-15
Gaszugspiel einstellen ................. 6-16
Ventilspiel einstellen .................... 6-16
Reifen .......................................... 6-17
Gußräder ..................................... 6-19
Kupplungshebel-Spiel
einstellen .................................. 6-19
Fußbremshebel-Position
einstellen .................................. 6-20
Hinterrad-Bremslichtschalter
einstellen .................................. 6-20
Scheibenbremsbeläge des
Vorder- und Hinterrads
prüfen ....................................... 6-21
Bremsflüssigkeitsstand prüfen ..... 6-21
Bremsflüssigkeit wechseln ........... 6-22
Antriebsketten-Durchhang ........... 6-23
Antriebskette schmieren .............. 6-24
Bowdenzüge prüfen und
schmieren ................................. 6-25
Gasdrehgriff und Gaszug
kontrollieren und schmieren ..... 6-25
Fußbrems- und Schalthebel
prüfen und schmieren ............... 6-25
Handbrems- und Kupplungshebel
prüfen und schmieren ............... 6-26
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INHALT
Haupt- und Seitenständer
prüfen und schmieren ............... 6-26
Hinterradaufhängung
schmieren .................................6-26
Teleskopgabel prüfen ...................6-27
Lenkung prüfen ............................6-27
Radlager prüfen ............................6-28
Batterie .........................................6-28
Sicherungen wechseln .................6-29
Scheinwerferlampe
auswechseln .............................6-30
Rücklicht-/Bremslichtlampe
auswechseln .............................6-31
Blinkerlampe auswechseln ...........6-32
Vorderrad .....................................6-32
Hinterrad .......................................6-33
Fehlersuche ..................................6-35
Fehlersuchdiagramme ..................6-36
PFLEGE UND STILLEGUNG DES
MOTORRADS ....................................7-1
Pflege .............................................7-1
Abstellen .........................................7-3
TECHNISCHE DATEN ......................8-1
KUNDENINFORMATION ...................9-1
Identifizierungsnummern ................9-1
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SICHERHEITSINFORMATIONEN
GAU10270
1
MOTORRÄDER SIND EINSPURIGE
FAHRZEUGE. SICHERER EINSATZ UND
BETRIEB HÄNGEN VON DEN RICHTIGEN FAHRTECHNIKEN, SOWIE VON
DER GESCHICKLICHKEIT DES FAHRERS AB. JEDER FAHRER SOLLTE DIE
FOLGENDEN ERFORDERNISSE KENNEN, BEVOR ER DIESES MOTORRAD
FÄHRT.
ER ODER SIE SOLLTE:
● GRÜNDLICHE ANLEITUNG VON
KOMPETENTER STELLE ÜBER
ALLE ASPEKTE DES MOTORRADFAHRENS ERHALTEN.
● DIE WARNUNGEN UND WARTUNGSERFORDERNISSE ENTSPRECHEND DEM BENUTZERHANDBUCH BEACHTEN.
● QUALIFIZIERTE AUSBILDUNG IN
SICHEREN UND RICHTIGEN FAHRTECHNIKEN ERHALTEN.
● PROFESSIONELLE TECHNISCHE
WARTUNG DURCHFÜHREN LASSEN, ENTSPRECHEND DEN HINWEISEN IN DER BEDIENUNGSANLEITUNG UND/ODER FALLS DIES
WEGEN MECHANISCHER UMSTÄNDE ERFORDERLICH IST.
Sicheres Fahren
● Immer Überprüfungen vor der Fahrt
durchführen. Sorgfältige Überprüfungen können dabei helfen einen Unfall
zu vermeiden.
● Dieses Motorrad ist für den Transport
von einem Fahrer und einem Mitfahrer
ausgelegt.
● Die vorwiegende Ursache für Auto/Motorradunfälle ist ein Versagen
von Autofahrern Motorräder im Verkehr zu erkennen und mit einzubeziehen. Viele Unfälle wurden von Autofahrern verursacht, die das Motorrad
nicht gesehen haben. Sich selbst auffallend zu Erkennen zu geben scheint
eine effektive Methode zu sein, diese
Art von Unfällen zu reduzieren.
Deshalb:
• Tragen Sie eine Jacke mit auffallenden Farben.
• Wenn Sie sich einer Kreuzung nähern, oder wenn Sie sie überqueren, besondere Vorsicht walten lassen, da Motorradunfälle an
Kreuzungen am häufigsten auftreten.
• Fahren Sie so, daß andere Autofahrer Sie sehen können. Vermeiden
Sie es im toten Winkel eines Autofahrers zu fahren.
1-1
● In vielen Unfällen sind unerfahrene
Fahrer involviert. Tatsächlich haben
viele Fahrer, die an einem Unfall beteiligt waren, nicht einmal einen gültigen
Motorradführerschein gehabt.
• Stellen Sie sicher, daß Sie qualifiziert sind ein Motorrad zu fahren,
und daß Sie Ihr Motorrad nur an andere qualifizierte Fahrer ausleihen.
• Kennen Sie Ihre Fähigkeiten und
Grenzen. Wenn Sie innerhalb Ihrer
Grenzen fahren, kann dies dazu
beitragen einen Unfall zu vermeiden.
• Wir empfehlen Ihnen, daß Sie das
Fahren mit Ihrem Motorrad solange
in Bereichen üben, in denen kein
Verkehr ist, bis Sie mit dem Motorrad und allen seinen Kontrollvorrichtungen gründlich vertraut sind.
● Viele Unfälle wurden durch Fehler des
Motorradfahrers verursacht. Ein typischer Fehler des Fahrers ist es in einer
Biegung auf grund ZU HOHER GESCHWINDIGKEIT zu weit auszusche-
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SICHERHEITSINFORMATIONEN
ren oder Kurven zu schneiden (ungenügender Neigungswinkel im
Verhältnis zur Geschwindigkeit).
• Halten Sie sich immer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und
fahren Sie niemals schneller als
durch Straßen - und Verkehrsbedingungen gerechtfertigt ist.
• Bevor Sie abbiegen oder die Fahrbahnen wechseln, immer blinken.
Stellen Sie sicher, daß andere Verkehrsteilnehmer Sie sehen können.
● Die Haltung des Fahrers und Mitfahrers ist für eine gute Kontrolle wichtig.
• Der Fahrer sollte während der Fahrt
beide Hände am Lenker und beide
Füße auf den Fußrasten halten, um
Kontrolle über das Motorrad aufrecht erhalten zu können.
• Der Mitfahrer sollte sich immer mit
beiden Händen am Fahrer, am Sitzgurt oder am Haltegriff, falls vorhanden, festhalten und beide Füße auf
den Fußrasten halten.
• Niemals Mitfahrer mitnehmen, welche nicht bequem beide Füße auf
den Fußrasten halten können.
● Niemals unter dem Einfluß von Alkohol oder anderen Drogen oder Medikamenten fahren.
● Dieses Motorrad ist ausschließlich auf
Straßenbenutzung ausgelegt. Es ist
nicht für Geländefahrten geeignet.
Schutzkleidung
Bei Motorradunfällen sind Kopfverletzungen die häufigste Ursache von Todesfällen.
Die Benutzung eines Schutzhelms ist der
absolut wichtigste Faktor, um Kopfverletzungen zu verhindern oder zu reduzieren.
● Tragen Sie immer einen sicherheitsgeprüften Helm.
● Tragen Sie ein Visier oder eine
Schutzbrille. Kommt Wind in Ihre ungeschützten Augen könnte dies Ihre
Sicht beeinträchtigen und so könnten
Sie eine Gefahr verspätet erkennen.
● Eine Jacke, schwere Stiefel, Hosen,
Handschuhe usw. helfen dabei Abschürfungen oder Risswunden zu verhindern oder zu vermindern.
● Tragen Sie niemals lose sitzende Kleidung, da sie sich in den Lenkungshebeln, Fußrasten oder Rädern verfangen könnten und Verletzung oder ein
Unfall könnte die Folge sein.
● Den Motor oder die Auspuffanlage niemals während oder direkt nach dem
Betrieb berühren. Sie werden sehr
heiß und können Verbrennungen ver-
1-2
ursachen. Tragen Sie immer Schutzkleidung, die Ihre Beine, Knöchel und
Füße abdeckt.
● Mitfahrer sollten diese Vorsichtsmaßnahmen ebenfalls beachten.
Modifikationen
Modifikationen, die an diesem Motorrad
vorgenommen und nicht von Yamaha genehmigt worden sind, oder die Entfernung
von Originalausstattung, können das Motorrad zur Benutzung unsicher machen und
ernsthafte Körperverletzung nach sich ziehen. Modifikationen können auch Ihr Motorrad zur Benutzung illegal machen.
Beladung und Zubehör
Hinzufügen von Zubehör oder Gepäck,
kann die Stabilität und die Verhaltenscharakteristik Ihres Motorrads beeinflussen,
falls die Gewichtsverteilung des Motorrads
verändert wird. Um die Möglichkeit eines
Unfalls zu vermeiden, gehen Sie mit Gepäck oder Zubehör, das Sie Ihrem Motorrad
hinzufügen, äußerst vorsichtig um. Mit besonderer Umsicht fahren, wenn Ihr Motorrad zusätzlich beladen oder Zubehör hinzugefügt ist. Im Folgenden einige allgemeine
Richtlinien für das Beladen oder Hinzufügen von Zubehör an Ihr Motorrad:
1
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SICHERHEITSINFORMATIONEN
1
Beladen
Das Gesamtgewicht von Fahrer, Mitfahrer,
Zubehör und Gepäck darf die Höchstzuladungsgrenze von 189 kg (417 lb) nicht
überschreiten. Innerhalb dieser Gewichtsbegrenzung ist Folgendes zu beachten:
● Das Gewicht von Gepäck und Zubehör sollte so niedrig und nahe wie
möglich am Motorrad gehalten werden. Stellen Sie sicher, daß das Gewicht so gleichmäßig wie möglich auf
beiden Seiten des Motorrads verteilt
wird, um Ungleichgewicht oder Instabilität auf ein Mindestmaß zu halten.
● Sich verlagernde Gewichte, können
ein plötzliches Ungleichgewicht schaffen. Sicherstellen, daß Zubehör und
Gepäck sicher am Motorrad befestigt
ist, bevor Sie losfahren. Zubehör- und
Gepäckhalterungen häufig kontrollieren.
● Niemals große oder schwere Gegenstände am Lenker, an der Teleskopgabel oder an der Vorderradabdeckung
befestigen. Solche Gegenstände, einschließlich Gepäck, wie zum Beispiel
Schlafsäcke, Matchbeutel oder Zelte,
können instabilen Umgang oder langsame Lenkerreaktion bewirken.
Zubehör
Original Yamaha-Zubehörteile wurden speziell zur Verwendung an diesem Motorrad
entwickelt. Da Yamaha nicht alles andere
Zubehör, das erhältlich sein könnte, testen
kann, sind Sie selbst verantwortlich für die
richtige Auswahl, die Installation und Verwendung von Zubehör, das nicht von
Yamaha hergestellt worden ist. Bei der Auswahl und dem Einbau von Zubehör äußerste Vorsicht walten lassen.
Halten Sie sich an die folgenden Richtlinien,
sowie an die unter “Beladung” aufgeführten
Punkte, wenn Sie Zubehörteile anbringen.
● Installieren Sie niemals Zubehör, oder
transportieren Sie niemals Gepäck,
das die Leistung Ihres Motorrads einschänken würde. Das Zubehör vor Benutzung sorgfältig daraufhin inspizieren, daß es in keiner Weise die
Bodenfreiheit oder den Wendekreis
einschränkt, den Federungs- oder
Lenkungsweg begrenzt, die Bedienung der Kontrollvorrichtungen behindert oder Lichter oder Reflektoren verdeckt.
• Zubehör, das am Lenker oder im
Bereich der Teleskopgabel angebracht wird, kann Instabilität schaffen, aufgrund falscher Gewichtsverteilung oder aerodynamischer
1-3
Veränderungen. Wird Zubehör am
Lenker oder im Bereich der Teleskopgabel angebracht, muß dieses
so leicht wie möglich sein und auf
ein Minimum gehalten werden.
• Sperrige oder große Zubehörteile
können die Stabilität des Motorrads
aufgrund aerodynamischer Auswirkungen ernsthaft beeinträchtigen.
Durch Wind könnte das Motorrad
aus der Bahn gebracht oder durch
Seitenwind instabil gemacht werden. Diese Zubehörteile können
auch Instabilität zur Folge haben,
wenn man an großen Fahrzeugen
vorbeifährt oder diese an einem vorbeifahren.
• Bestimmte Zubehörteile können
den Fahrer aus seiner normalen
Fahrposition verdrängen. Diese inkorrekte Fahrposition beschränkt
die Bewegungsfreiheit und Kontrollfähigkeit des Fahrers, deshalb werden solche Zubehörteile nicht empfohlen.
● Beim Anbringen elektrischer Zubehörteile mit großer Umsicht vorgehen.
Übersteigen elektrische Zubehörteile
die Kapazität des elektrischen Systems des Motorrads, könnte es zu einem Stromausfall kommen und eine
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SICHERHEITSINFORMATIONEN
gefährliche Situation entstehen, dadurch daß die Lichter oder der Motor
ausfallen.
Benzin und Abgase
● BENZIN IST LEICHT ENTZÜNDLICH:
• Beim Auftanken immer den Motor
abstellen.
• Darauf achten, daß beim Auftanken
kein Benzin auf den Motor oder die
Auspuffanlage tropft.
• Während des Rauchens oder in der
Nähe von Flammen niemals auftanken.
● Den Motor unter keinen Umständen in
geschlossenen Räumen anlassen
oder laufen lassen. Auspuffgase sind
giftig und wenn sie eingeatmet werden, können sie innerhalb kürzester
Zeit zu Bewußtlosigkeit und zum Tod
führen. Lassen Sie den Motor ausschließlich in Bereichen mit ausreichender Belüftung laufen.
● Bevor Sie das Motorrad unbeaufsichtigt zurücklassen, immer den Motor
abstellen und den Zündschlüssel vom
Zündschloß abziehen. Beim Parken
des Motorrads folgendes beachten:
• Der Motor und die Auspuffanlage
könnten heiß sein, deshalb sollten
Sie das Motorrad an einer Stelle
parken, an der Fußgänger oder Kinder diese heißen Stellen nicht zufällig berühren können.
• Das Motorrad nicht auf abschüssigem oder weichem Untergrund abstellen, damit es nicht umfallen
kann.
• Das Motorrad nicht in der Nähe von
Zündquellen (z. B. in der Nähe eines Petroleumheizer, oder einer offenen Flamme) parken, da es sonst
Feuer fangen könnte.
● Wird das Motorrad auf einem anderen
Fahrzeug transportiert, stellen Sie sicher, daß es aufrecht stehen bleiben
wird. Sollte das Motorrad sich neigen,
könnte Benzin aus dem Vergaser oder
Kraftstofftank auslaufen.
● Falls Sie Benzin schlucken, eine Menge an Benzindämpfen einatmen oder
Benzin in Ihre Augen gelangt, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt.
Spritzt Benzin auf Ihre Haut oder Kleidung, die betroffene Stelle sofort mit
Seife und Wasser abwaschen und die
Kleidung wechseln.
1-4
1
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
FAHRZEUGBESCHREIBUNG
GAU10410
Linke Seitenansicht
2
9. Einstellschraube der Federbein-Druckstufendämpfung (Seite 3-14)
10.Federvorspannungs-Einstellring des Federbeins (Seite 3-14)
11.Einstellknopf der Federbein-Zugstufendämpfung (Seite 3-14)
12.Fußschalthebel (Seite 3-7)
1. Druckstufendämpfungs-Einstellschraube der Teleskopgabel (Seite
3-12)
2. Zugstufendämpfungs-Einstellschraube der Teleskopgabel (Seite 3-12)
3. Federvorspannungs-Einstellschraube der Teleskopgabel (Seite 3-12)
4. Luftfiltereinsatz (Seite 6-13)
5. Sicherungen (Seite 6-29)
6. Ablagefach (Seite 3-12)
7. Haltegriff
8. Sitzbankschloß/Helmhalterung (Seite 3-11/Seite 3-11)
2-1
chapter2 Page 2 Tuesday, June 17, 2003 1:23 PM
FAHRZEUGBESCHREIBUNG
GAU10420
Rechte Seitenansicht
2
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9. Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter (Seite 6-11)
Bordwerkzeug (Seite 6-1)
Bremsflüssigkeits-Vorratsbehälter hinten (Seite 6-21)
Batterie (Seite 6-28)
Bremsflüssigkeits-Vorratsbehälter vorn (Seite 6-21)
Kühlerverschlußdeckel (Seite 6-11)
Ölfilterpatrone (Seite 6-8)
Prüffenster für den Motorölstand (Seite 6-8)
Fußbremshebel (Seite 3-8)
2-2
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FAHRZEUGBESCHREIBUNG
GAU10430
Bedienungselemente und Instrumente
2
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9. Handbremshebel (Seite 3-8)
10.Gasdrehgriff (Seite 6-16)
Kupplungshebel (Seite 3-7)
Linke Lenkerschalter (Seite 3-6)
Chokehebel (Seite 3-10)
Tachometer (Seite 3-3)
Zündschloß/Lenkschloß (Seite 3-1)
Drehzahlmessereinheit (Seite 3-4)
Tankanzeige (Seite 3-5)
Rechte Lenkerschalter (Seite 3-6)
2-3
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Lenker verriegeln
GAU10460
HINWEIS:
Zünd-/Lenkschloß
Die Scheinwerfer leuchten automatisch auf,
wenn der Motor angelassen wird und bleiben an, bis der Schlüssel auf “OFF” gedreht
wird.
GAU10660
OFF
Alle elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der Schlüssel läßt sich in dieser Position abziehen.
Das Zünd-/Lenkschloß verriegelt und entriegelt den Lenker und schaltet die Zündung
sowie die Stromversorgung der anderen
elektrischen Systeme ein und aus. Die einzelnen Schlüsselstellungen sind nachfolgend beschrieben.
3
1. Drücken.
2. Abbiegen.
GAU10680
SCHLOSS
Der Lenker ist verriegelt und alle elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der
Schlüssel läßt sich in dieser Position abziehen.
GAU26810
ON
Alle elektrischen Stromkreise werden mit
Strom versorgt; Instrumentenbeleuchtung,
Rücklicht und Standlichter gehen an, und
der Motor kann angelassen werden. Der
Schlüssel läßt sich in dieser Position nicht
abziehen.
3-1
1. Den Lenker bis zum Anschlag nach
links drehen.
2. Den Zündschlüssel in Position “OFF”
hineindrücken und auf “LOCK” drehen.
3. Den Schlüssel abziehen.
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Lenker entriegeln
GAU10910
(Parken)
Der Lenker ist verriegelt, und die Parkbeleuchtung, bestehend aus Standlicht vorn
und Rücklicht, ist eingeschaltet und die
Warnblinkanlage kann angeschaltet werden. Die anderen elektrischen Systeme
sind ausgeschaltet. Der Schlüssel läßt sich
in dieser Position abziehen.
Der Lenker muß verriegelt sein, bevor man
den Zündschlüssel auf “ ” drehen kann.
3
GAU11001
Warn- und Kontrolleuchten
GCA11020
1. Drücken.
2. Abbiegen.
ACHTUNG:
Den Zündschlüssel hineindrücken und
dann auf “OFF” drehen, während er weiterhin eingedrückt bleibt.
Die Parkposition nicht über einen längeren Zeitraum verwenden, andernfalls
könnte sich die Batterie entladen.
GWA10060
WARNUNG
Den Zündschlüssel niemals auf “OFF”
oder “LOCK” stellen, während das Fahrzeug in Bewegung ist, andernfalls wird
das elektrische System ausgeschaltet
und kann zu Kontrollverlust oder einem
Unfall führen. Stellen Sie sicher, daß das
Fahrzeug steht, before Sie den Zündschlüssel auf “OFF” oder “LOCK” drehen.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Linke Blinker-Kontrolleuchte “
”
Leerlauf-Kontrolleuchte “
”
Fernlicht-Kontrolleuchte “
”
Ölstand-Warnleuchte “
”
Rechte Blinker-Kontrolleuchte “
”
Kühlflüssigkeitstemperatur-Warnleuchte
“
”
7. Reserve-Warnleuchte “ ”
GAU11030
Blinker-Kontrolleuchten “ ” und “ ”
Wenn der Blinkerschalter betätigt wird,
blinkt die entsprechende Kontrolleuchte.
GAU11060
Leerlauf-Kontrolleuchte “ ”
Diese Kontrolleuchte leuchtet auf, wenn
das Getriebe sich in der Leerlaufstellung
befindet.
3-2
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU11080
Fernlicht-Kontrolleuchte “
”
Diese Kontrolleuchte leuchtet bei eingeschaltetem Fernlicht.
GAU11120
Ölstand-Warnleuchte “
”
Die Warnleuchte leuchtet bei zu niedrigem
Motorölstand auf.
Der elektrische Stromkreis der Warnleuchte
kann durch Drehen des Schlüssels in die
Stellung “ON” geprüft werden.
Falls die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang aufleuchtet und danach erlischt,
den elektrischen Stromkreis von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
HINWEIS:
Trotz korrektem Ölstand kann es vorkommen, daß die Warnleuchte an Steigungen
oder während plötzlichen Beschleunigungs- bzw. Abbremsvorgängen flackert,
was unter diesen Umständen normal ist.
Der elektrische Stromkreis der Warnleuchte
kann durch Drehen des Schlüssels in die
Stellung “ON” geprüft werden.
Falls die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang aufleuchtet und danach erlischt,
den elektrischen Stromkreis von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
GAU11440
KühlflüssigkeitstemperaturWarnleuchte “ ”
Wenn der Motor überhitzt, leuchtet die
Warnleuchte auf. In diesem Fall sofort anhalten, den Motor abstellen und abkühlen
lassen.
Der elektrische Stromkreis der Warnleuchte
kann durch Drehen des Schlüssels in die
Stellung “ON” geprüft werden.
Falls die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang aufleuchtet und danach erlischt,
den elektrischen Stromkreis von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
GCA10020
ACHTUNG:
GAU11350
Reserve-Warnleuchte “ ”
Diese Reserve-Warnleuchte leuchtet wenn
der Kraftstoffstand im Tank unter ca. 4.0 L
(1.06 US gal) (0.88 Imp.gal) fällt. In diesem
Fall so bald wie möglich auftanken.
GAU11810
Tachometer
Den Motor bei Überhitzung nicht länger
betreiben.
3-3
3
1.
2.
3.
4.
Geschwindigkeitsmesser
Kilometerzähler/Tageskilometerzähler
“SELECT”-Taste
“RESET”-Taste
Der Tachometer umfaßt folgendes:
● einen Kilometerzähler
● zwei Tageskilometerzähler
Ist er auf “ODO” gestellt, zeigt das Fahrzeug
die insgesamt gefahrenen Kilometer an.
Wird er auf “TRIP 1” oder “TRIP 2” gestellt,
werden die Kilometer angezeigt, die seit
dem letzten Zurückstellen des Tageskilometerzählers auf Null gefahren worden
sind. Die Tageskilometerzähler können zusammen mit dem Kraftstoffmesser benutzt
werden, um einzuschätzen, wieviele Kilometer man mit einem vollen Tank fahren
kann. Mit dieser Information können Sie
einschätzen wann Sie tanken müssen.
1C2G0.book Page 4 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Eine Betriebsart einstellen
Mit dem Wahlknopf “SELECT” kann in folgender Reihenfolge zwischen der Kilometerzähler-Betriebsart “ODO” (Odometer)
sowie den Tageskilometerzähler-Betriebsarten “TRIP 1” und “TRIP 2” umgeschaltet
werden:
ODO → TRIP 1 → TRIP 2 → ODO
3
Zurückstellen eines Zählers
Zum Zurückstellen eines der Tageskilometerzähler 1 oder 2 auf Null, den Wahlknopf
“SELECT” drücken und dann den Rückstellknopf “RESET” mindestens eine Sekunde lang gedrückt halten.
GAU11891
Drehzahlmessereinheit
1. Drehzahlmesser
2. Roter Bereich des Drehzahlmessers
3. Uhr
HINWEIS:
Der elektrische Drehzahlmesser ermöglicht
die Überwachung der Motordrehzahl, um
sie im optimalen Leistungsbereich zu halten.
GCA10031
ACHTUNG:
Den Motor nicht im roten Bereich des
Drehzahlmessers betreiben.
Roter Bereich: 11500 U/min und darüber
Diese Drehzahlmessereinheit ist mit einer
Uhr ausgestattet.
3-4
Uhr stellen
1. Den Wahlknopf “SELECT” und den
Rückstellknopf “RESET” mindestens
zwei Sekunden lang gedrückt halten.
2. Sobald die Stundenanzeige blinkt, die
Stunden mit dem Rückstellknopf “RESET” einstellen.
3. Zum Ändern der Minutenanzeige den
Wahlknopf “SELECT” drücken.
4. Sobald die Minutenanzeige blinkt, die
Minuten mit dem Rückstellknopf “RESET” einstellen.
5. Den Wahlknopf “SELECT” drücken,
um die Uhr zu starten.
Nach dem Stellen der Uhr muß der Wahlknopf “SELECT” gedrückt werden, bevor
Sie den Zündschlüssel auf “OFF” drehen,
da sonst die Uhreinstellung nicht gespeichert wird.
1C2G0.book Page 5 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU12100
Stromkreis-Prüfeinrichtungen
Dieses Modell ist mit einer Einrichtung für
die Prüfung folgender Stromkreise ausgestattet:
● Drosselklappensensor
● Geschwindigkeitssensor
● EXUP-System
● Umsturzschalter
Falls Störungen in einem dieser Stromkreise auftreten, zeigt der Drehzahlmesser das
folgende Störungssignal wiederholt an:
U/min, 3
Sekunden
lang
Stromkreisspezifische
Anzeige U/min, 2,5
Sekunden lang
(siehe untenstehende
Tabelle.)
Falls der Drehzahlmesser ein solches Störungssignal anzeigt, die stromkreisspezifische Drehzahl notieren und das Fahrzeug
von einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
GAU12110
Tankanzeige
GCA10040
ACHTUNG:
Wenn der Drehzahlmesser ein Störungssignal anzeigt, das Fahrzeug umgehend
durch eine Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen, um mögliche Beschädigungen des Motors zu vermeiden.
3
1. Tankanzeige
Momentane
Motordrehzahl,
3 Sekunden
lang
Die Tankanzeige zeigt den Kraftstoffvorrat
an. Die Nadel bewegt sich mit abnehmendem Kraftstoffvorrat auf “E” (Empty = Leer)
zu. Erreicht die Nadel die Position “E”, ist
etwa eine Kraftstoffmenge von 4.0 L (1.06
US gal) (0.88 Imp.gal) im Kraftstofftank. In
diesem Fall so bald wie möglich auftanken.
Folgende Tabelle verwenden, um den fehlerhaften Stromkreis zu identifizieren.
HINWEIS:
Spezifische U/min für den fehlerhaften Stromkreis
Drosselklappensensor:
3000 U/min
Geschwindigkeitssensor:
4000 U/min
EXUP-System:
7000 U/min
Umsturzschalter:
9000 U/min
Fahren Sie den Tank nicht ganz leer.
3-5
1C2G0.book Page 6 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU12330
Diebstahlanlage
(Sonderzubehör)
Eine für dieses Modell als Sonderzubehör
erhältliche Diebstahlanlage kann von einer
Yamaha-Fachwerkstatt installiert werden.
Wenden Sie sich für mehr Informationen an
einen Yamaha-Vertragshändler.
GAU12341
GAU12370
Lichthupenschalter “PASS”
Drücken Sie diese Taste, um die Scheinwerfer kurz aufleuchten zu lassen.
Lenkerarmaturen
Links
GAU12400
Abblendschalter “
/
”
Zum Einschalten des Fernlichts den Schalter auf “
”, zum Einschalten des Abblendlichts den Schalter auf “
” stellen.
3
GAU12460
1.
2.
3.
4.
5.
Blinkerschalter “ / ”
Vor dem Rechtsabbiegen den Schalter
nach “ ” drücken. Vor dem Linksabbiegen
den Schalter nach “ ” drücken. Sobald
der Schalter losgelassen wird, kehrt er in
seine Mittelstellung zurück. Um die Blinker
auszuschalten, den Schalter hineindrükken, nachdem dieser in seine Mittelstellung
zurückgebracht wurde.
Lichthupenschalter “PASS”
Abblendschalter “
/
”
Blinkerschalter “
/
”
Hupenschalter “
”
Warnblinkschalter “ ”
Rechts
GAU12500
Hupenschalter “
”
Zum Auslösen der Hupe diesen Schalter
betätigen.
GAU12660
1. Motorstoppschalter “
2. Starterschalter “ ”
3-6
/
”
Motorstoppschalter “ / ”
Diesen Schalter vor dem Anlassen des Motors auf “ ” stellen. In einem Notfall, z.B.
wenn das Fahrzeug überschlägt oder wenn
1C2G0.book Page 7 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
der Gaszug klemmt, stellen Sie diesen
Schalter in die “ ”-Position, um den Motor
auszuschalten.
GAU12820
Kupplungshebel
GAU12870
Fußschalthebel
GAU12710
Starterschalter “ ”
Zum Anlassen des Motors diesen Schalter
betätigen.
GCA10050
3
ACHTUNG:
Vor dem Starten die Anweisungen zum
Anlassen des Motors lesen; siehe dazu
Seite 5-1.
GAU12730
Warnblinkschalter “ ”
Mit dem Zündschlüssel in der “ON” oder
“ ”-Stellung, diesen Schalter benutzten,
um die Warnblinker einzuschalten (gleichzeitiges Aufblinken aller Blinklichter).
Die Warnblinkanlage ist nur in Notsituationen zu verwenden, oder um andere Verkehrsteilnehmer wegen eines Stopps an einer verkehrsungünstigen Stelle über eine
mögliche Gefahr zu warnen.
1. Kupplungshebel
1. Fußschalthebel
Der Kupplungshebel befindet sich auf der
linken Seite des Lenkers. Um das Getriebe
auszukuppeln, den Hebel in Richtung Lenkergriff ziehen. Um das Getriebe einzukuppeln, den Hebel freigeben. Der Hebel sollte
schnell gezogen und langsam losgelassen
werden, um reibungslosen Kupplungsbetrieb zu erzielen.
Der Kupplungshebel beherbergt einen Anlaßsperrschalter als Teil des Anlaßsperrsystems. (Siehe Seite 3-17.)
Der Fußschalthebel befindet sich links vom
Motor und wird zusammen mit dem Kupplungshebel betätigt, wenn die Gänge des
Synchrongetriebes, ausgestattet mit 6-Geschwindigkeiten, gewechselt werden.
GCA10060
ACHTUNG:
Die Warnblinkanlage nicht über einen
längeren Zeitraum einsetzen, andernfalls könnte sich die Batterie entladen.
3-7
1C2G0.book Page 8 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU12930
Handbremshebel
GAU12941
GAU13070
Fußbremshebel
Tankverschluß
1. Fußbremshebel
1. Tankschloßabdeckung
2. Aufschließen.
Der Handbremshebel befindet sich auf der
rechten Seite des Lenkers. Zur Betätigung
der Vorderradbremse den Hebel zum Lenkergriff ziehen.
3
1.
2.
3.
4.
Handbremshebel
Einstellrad der Handbremshebelposition
Pfeilmarkierung
Abstand zwischen Handbremshebel und
Lenkergriff
Der Fußbremshebel befindet sich an der
rechten Seite des Motorrads. Zur Betätigung der Hinterradbremse den Fußbremshebel niederdrücken.
Der Bremshebel ist mit einer Einstellrad für
die Position ausgestattet. Um den Abstand
zwischen dem Bremshebel und dem Lenkergriff einzustellen, die Einstellrad drehen,
während Sie den Hebel vom Lenkergriff
weggedrückt halten. Die Einstellung auf
dem Einstellrad muß mit der Pfeilmarkierung auf dem Handbremshebel fluchten.
Tankverschluß öffnen
Die Schloßabdeckung öffnen, den Schlüssel in das Tankschloß stecken und dann 1/4
Drehung im Uhrzeigersinn drehen. Der
Tankverschluß kann nun abgenommen
werden.
Tankverschluß schließen
1. Den Tankverschluß mit eingestecktem
Schlüssel durch Druck in die Schließstellung bringen.
2. Den Schlüssel im Gegenuhrzeigersinn
in die Ausgangsstellung (Verriegelungsstellung) drehen und dann abziehen.
3-8
1C2G0.book Page 9 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU13210
HINWEIS:
Kraftstoff
GCA10070
ACHTUNG:
Der Tankverschluß kann nur mit eingestecktem Schlüssel geschlossen und verriegelt werden. Der Schlüssel läßt sich nur
in der Verriegelungsstellung abziehen.
Kraftstoff greift Lack und Kunststoff an.
Deshalb verschütteten Kraftstoff sofort
mit einem sauberen, trockenen, weichen
Lappen abwischen.
GWA11090
WARNUNG
GAU13320
3
Vor Fahrtantritt sicherstellen, daß der
Tankverschluß korrekt verschlossen ist.
1. Kraftstofftank-Einfüllrohr
2. Kraftstoffstand
Vor Fahrtantritt sicherstellen, daß genügend Kraftstoff vorhanden ist. Den Tank,
wie in der Abbildung gezeigt, nur bis zur Unterkante des Einfüllstutzens auffüllen.
Empfohlener Kraftstoff:
AUSSCHLIESSLICH BLEIFREIES
NORMALBENZIN
Fassungsvermögung des Kraftstofftanks:
21.0 L (5.55 US gal) (4.62 Imp.gal)
Kraftstoffreserve:
4.0 L (1.06 US gal) (0.88 Imp.gal)
GCA11400
GWA10880
ACHTUNG:
WARNUNG
● Den Tank niemals überfüllen, ande-
renfalls kann durch Wärmeausdehnung Kraftstoff am Tankverschluß
austreten.
● Unter keinen Umständen Kraftstoff
auf den heißen Motor verschütten.
3-9
Ausschließlich bleifreien Kraftstoff tanken. Der Gebrauch verbleiten Kraftstoffs
verursacht schwerwiegende Schäden
an Teilen des Motors (Ventile, Kolbenringe usw.) und der Auspuffanlage.
Ihr Yamaha-Motor ist ausgelegt für bleifreies Normalbenzin mit einer Research-Oktanzahl von 91 oder höher. Wenn Klopfen
(oder Klingeln) auftritt, wechseln Sie zu einer anderen Kraftmarke oder tanken Sie
1C2G0.book Page 10 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Super bleifrei. Die Verwendung von bleifreiem Benzin verlängert die Lebensdauer der
Zündkerze(n) und reduziert die Wartungskosten.
GAU13410
KraftstofftankBelüftungsschlauch
GAU13590
Chokehebel “
”
3
1. Chokehebel “
1. Kraftstofftank-Belüftungsschlauch
2. Ausgangsstellung (weiße Markierung)
Vor dem Betrieb folgende Kontrolle vornehmen:
● Den Schlauchanschluß prüfen.
● Den Kraftstofftank-Belüftungsschlauch auf Risse und Schäden prüfen, ggf. erneuern.
● Sicherstellen, daß das Schlauchende
nicht verstopft ist; ggf. den Schlauch
reinigen.
3-10
”
Ein kalter Motor benötigt zum Starten ein
fetteres Luft-Kraftstoff-Gemisch, das eine
spezielle Kaltstarteinrichtung, der sog.
Choke, liefert.
Zum Aktivieren des Chokes (Kaltstartanreicherung des Gemischs) den Chokehebel
nach (a) schieben.
Zum Abschalten des Chokemechanismus
den Hebel nach (b) schieben.
1C2G0.book Page 11 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU13940
GAU14350
Sitzbank
Helmhalter
Sitzbank abnehmen
1. Den Schlüssel in das Sitzbankschloß
stecken und dann im Uhrzeigersinn
drehen.
3
1. Vorsprung
2. Sitzhalterung
2. Die Sitzbank an der Hinterseite herunterdrücken, so daß sie einrastet.
3. Den Schlüssel abziehen.
1. Sitzbankschloß
2. Aufschließen.
HINWEIS:
Vor Fahrtantritt sicherstellen, daß die Sitzbank richtig montiert ist.
2. Den Schlüssel gegenhalten und dabei
die Sitzbank an der Hinterseite anheben und anschließend abziehen.
1. Helmhalterung
2. Aufschließen.
Zum Öffnen des Helmhalters den Schlüssel
in das Sitzschloß stecken und dann, wie in
der Abbildung gezeigt, drehen.
Zum Abschließen des Helmhalters den
Schlüssel in die Ausgangsstellung drehen
und dann abziehen.
GWA10160
WARNUNG
Niemals mit einem am Helmhalter angehängten Helm fahren, denn der Helm
kann sich an Hindernissen verfangen
oder irgendwo anschlagen und auf diese
Weise einen Sturz oder Unfall verursachen.
Sitzbank montieren
1. Die Zunge an der Vorderseite der Sitzbank, wie in der Abbildung gezeigt, in
die Sitzhalterung stecken.
3-11
1C2G0.book Page 12 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GAU14411
GAU14750
Ablagefach
Teleskopgabel einstellen
Die Teleskopgabel ist mit Schrauben zur
Einstellung von Federvorspannung sowie
Zug- und Druckstufendämpfung ausgerüstet.
GWA10180
WARNUNG
3
1. Ablagefach
In diesem Ablagefach kann ein wahlweise
erhältliches Original-Bügelschloß von
Yamaha untergebracht werden. (Andere
Schlösser könnten nicht hineinpassen.)
Wird ein Bügelschloß im Ablagefach untergebracht, muß es mit den Gurten gesichert
werden. Damit die Befestigungsgummis
nicht verlorengehen, sollten diese auch
dann festgeschnallt werden, wenn sich kein
Schloß im Ablagefach befindet.
1. U-SCHLOSS-RIEGEL (wahlweise)
2. Spanngurt-Halterung
3. Verschluß des U-SCHLOSSES (wahlweise)
Die Betriebsanleitung und andere Dokumente zum Schutz vor Feuchtigkeit in einem Plastikbeutel im Ablagefach aufbewahren. Bei der Fahrzeugreinigung darauf
achten, daß kein Wasser in das Ablagefach
hineingerät.
Beide Gabelholme stets gleichmäßig
einstellen. Eine ungleichmäßige Einstellung beeinträchtigt Fahrverhalten und
Stabilität.
Federvorspannung
1. Einstellschraube der Federvorspannung
Zum Erhöhen der Federvorspannung (Federung härter) die Einstellschrauben an beiden Gabelholmen in Richtung (a) drehen.
3-12
1C2G0.book Page 13 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Zum Verringern der Federvorspannung
(Federung weicher) beide Einstellschrauben in Richtung (b) drehen.
Zugstufendämpfung
Druckstufendämpfung
HINWEIS:
Die jeweilige Rille am Einstellmechanismus
muß mit der Oberkante der Gabel-Abdeckschraube fluchten.
3
1. Gegenwärtige Einstellung
2. Gabel-Abdeckschraube
Einstellen der Federvorspannung:
Minimum (weich):
5*
Normal:
2
Maximum (hart):
1
* Einstellschraube vollständig in Richtung (b) gedreht
1. Zugstufendämpfungs-Einstellschraube
1. Druckstufendämpfungs-Einstellschraube
Zum Erhöhen der Zugstufendämpfung
(Dämpfung härter) die Einstellschrauben an
beiden Gabelholmen in Richtung (a) drehen. Zum Verringern der Zugstufendämpfung (Dämpfung weicher) beide Einstellschrauben in Richtung (b) drehen.
Zum Erhöhen der Druckstufendämpfung
(Dämpfung härter) die Einstellschrauben an
beiden Gabelholmen in Richtung (a) drehen. Zum Verringern der Druckstufendämpfung (Dämpfung weicher) beide Einstellschrauben in Richtung (b) drehen.
Einstellung der Zugstufendämpfung:
Minimum (weich):
17 Klicks in Richtung (b)*
Normal:
7 Klicks in Richtung (b)*
Maximum (hart):
1 Klicks in Richtung (b)*
* Einstellschraube bis zum Anschlag in
Richtung (a) gedreht
Einstellen der Druckstufendämpfung:
Minimum (weich):
21 Klicks in Richtung (b)*
Normal:
6 Klicks in Richtung (b)*
Maximum (hart):
1 Klicks in Richtung (b)*
* Einstellschraube bis zum Anschlag in
Richtung (a) gedreht
3-13
1C2G0.book Page 14 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
GCA10100
ACHTUNG:
Den Einstellmechanismus unter keinen
Umständen über die Minimal- oder Maximaleinstellung hinaus verdrehen.
HINWEIS:
3
Obwohl die Gesamtanzahl von Klicks des
Dämpfungs-Einstellmechanismus aufgrund
von kleinen Abweichungen in der Herstellung nicht exakt den oben genannten Vorgaben entsprechen mag, repräsentiert die
tatsächliche Anzahl von Klicks den gesamten Einstellbereich. Um eine präzise Einstellung zu erzielen, sollte man die Anzahl
Positionen der einzelnen Dämpfungs-Einstellmechanismen überprüfen und die obigen Angaben entsprechend revidieren.
GAU15041
Federbein einstellen
Dieses Federbein ist mit einem Einstellring
für die Federvorspannung, einem Einstellknopf für die Zugstufendämpfung und einer
Einstellschraube für die Druckstufendämpfung ausgerüstet.
GCA10100
ACHTUNG:
Den Einstellmechanismus unter keinen
Umständen über die Minimal- oder Maximaleinstellung hinaus verdrehen.
Zum Erhöhen der Federvorspannung (Federung härter) den Federvorspannring in
Richtung (a) drehen. Zum Verringern der
Federvorspannung (Federung weicher) den
Federvorspannring in Richtung (b) drehen.
HINWEIS:
● Die jeweilige Kerbe im Federvorspan-
nungs-Einstellring muß auf die Gegenmarkierung am Stoßdämpfer ausgerichtet werden.
● Für die Einstellung den Spezialschlüssel aus dem Bordwerkzeug verwenden.
Federvorspannung
Einstellen der Federvorspannung:
Minimum (weich):
1
Normal:
6
Maximum (hart):
11
1. Einstellring der Federvorspannung
2. Spezialschlüssel
3. Positionsanzeiger
3-14
1C2G0.book Page 15 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Zugstufendämpfung
Druckstufendämpfung
1. Zugstufendämpfungs-Einstellknopf
1. Druckstufendämpfungs-Einstellschraube
Zum Erhöhen der Zugstufendämpfung
(Dämpfung härter) den Einstellknopf in
Richtung (a) drehen. Zum Verringern der
Zugstufendämpfung (Dämpfung weicher)
den Einstellknopf in Richtung (b) drehen.
Zum Erhöhen der Druckstufendämpfung
(Dämpfung härter) die Einstellschraube in
Richtung (a) drehen. Zum Verringern der
Druckstufendämpfung (Dämpfung weicher)
die Einstellschraube in Richtung (b) drehen.
Einstellung der Zugstufendämpfung:
Minimum (weich):
20 Klick(s) in Richtung (b)*
Normal:
10 Klick(s) in Richtung (b)*
Maximum (hart):
3 Klick(s) in Richtung (b)*
* Einstellknopf bis zum Anschlag in
Richtung (a) gedreht
Einstellen der Druckstufendämpfung:
Minimum (weich):
1 Klick(s) in Richtung (a)*
Normal:
7 Klick(s) in Richtung (a)*
Maximum (hart):
12 Klick(s) in Richtung (a)*
* Einstellschraube bis zum Anschlag in
Richtung (b) gedreht
3-15
HINWEIS:
Obwohl die Gesamtanzahl von Klicks des
Dämpfungs-Einstellmechanismus aufgrund
von kleinen Abweichungen in der Herstellung nicht exakt den oben genannten Vorgaben entsprechen mag, repräsentiert die
tatsächliche Anzahl von Klicks den gesamten Einstellbereich. Um eine präzise Einstellung zu erzielen, sollte man die Anzahl
Positionen der einzelnen Dämpfungs-Einstellmechanismen überprüfen und die obigen Angaben entsprechend revidieren.
GWA10220
WARNUNG
Dieser Stoßdämpfer enthält Stickstoff
unter hohem Druck. Vor Arbeiten am
Stoßdämpfer die folgenden Erläuterungen sorgfältig durchlesen und die gegebenen Vorsichtsmaßnahmen befolgen.
Der Hersteller übernimmt keinerlei Haftung für Unfälle, Verletzungen oder
Schäden, die auf eine unsachgemäße
Behandlung zurückzuführen sind.
● Den Stoßdämpfer unter keinen Umständen öffnen oder manipulieren.
● Den Stoßdämpfer vor Hitze und offenen Flammen schützen. Der hitzebedingte Druckanstieg kann eine
Explosion des Stoßdämpfers bewirken.
3
1C2G0.book Page 16 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
● Den Gaszylinder vor Verformung
und Beschädigung schützen. Ein
deformierter Gaszylinder vermindert die Dämpfwirkung.
● Arbeiten am Stoßdämpfer sollten
ausschließlich von einer YamahaFachwerkstatt ausgeführt werden.
3
GAU15280
GAU15300
EXUP-System
Seitenständer
Dieses Modell ist mit einem Yamaha’s
EXUP (EXhaust Ultimate Power valve) System ausgestattet. Dieses System verstärkt
die Motorleistung durch ein Ventil, das den
Durchmesser des Krümmers reguliert. Das
EXUP-System-Ventil wird ständig durch einen computergesteuerten Servomotor in
Abhängigkeit von der Motordrehzahl verstellt.
Der Seitenständer befindet sich auf linken
Seite des Rahmens. Den Seitenständer mit
dem Fuß hoch- oder herunterklappen, während Sie das Fahrzeug in aufrechter Stellung halten.
GCA10190
ACHTUNG:
● Die im Yamaha-Werk vorgenomme-
ne Einstellung des EXUP-Systems
beruht auf zahlreichen Tests. Eine
Änderung dieser Einstellung ohne
ausreichende Fachkenntnis kann
zu Leistungsabfall und Motorschäden führen.
● Das EXUP-System bei Ausfall von
einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
3-16
HINWEIS:
Der Seitenständerschalter ist ein Bestandteil des Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-Systems, der die Zündung in
bestimmten Situationen unterbricht. (Zur
Erklärung des Zündungsunterbrechungsund Anlaßsperrschalter-Systems, siehe
weiter unten im Text.)
GWA10240
WARNUNG
Niemals mit ausgeklapptem Seitenständer fahren. Auch nicht, wenn der Seitenständer sich nicht richtig hochklappen
läßt oder nicht in hochgeklappter Position bleibt. Ein nicht völlig hochgeklappter Seitenständer kann den Fahrer durch
Bodenberührung ablenken und so zum
Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug
führen. Yamaha hat den Seitenständer
mit einem Zündunterbrechungsschalter
versehen, der ein Starten und Anfahren
mit ausgeklapptem Seitenständer verhindert. Prüfen Sie deshalb das System
1C2G0.book Page 17 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
regelmäßig wie nachfolgend erläutert.
Falls Störungen an diesem System festgestellt werden, das Fahrzeug umgehend von einer Yamaha-Fachwerkstatt
instand setzen lassen.
GAU15321
Zündunterbrechungs- u.
Anlaßsperrschalter-System
Das Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-System umfaßt den Seitenständer, den Kupplungs- sowie Leerlaufschalter
und erfüllt folgende Zwecke:
● Es verhindert ein Anlassen des Motors
bei eingelegtem Gang und hochgeklapptem Seitenständer, solange der
Kupplungshebel nicht gezogen wird.
● Es verhindert ein Anlassen des Motors
bei eingelegtem Gang und gezogenem Kupplungshebel, solange der
Seitenständer nicht hochgeklappt
wird.
● Es schaltet die Zündung aus, falls ein
Gang eingelegt ist und der Seitenständer bei laufendem Motor ausgeklappt
wird.
Die Funktion des Systems sollte regelmäßig auf nachfolgende Weise geprüft werden.
GWA10260
WARNUNG
● Das Fahrzeug für diese Kontrolle
auf den Hauptständer stellen.
● Falls eine Fehlfunktion auftritt, das
Fahrzeug vor der nächsten Fahrt
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
3-17
3
1C2G0.book Page 18 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
Bei ausgeschaltetem Motor:
1. Seitenständer herunterklappen.
2. Sicherstellen, daß der Motorstoppschalter eingeschaltet ist.
3. Den Schlüssel in die Anlaßstellung drehen.
4. Das Getriebe in die Leerlaufstellung schalten.
5. Startknopf drücken.
Springt der Motor an?
NEIN
Der Neutralschalter könnte defekt sein.
Das Motorrad sollte bevor es wieder
gefahren wird von einer YamahaFachwerkstatt geprüft werden.
NEIN
Der Seitenständerschalter könnte defekt sein.
Das Motorrad sollte bevor es wieder
gefahren wird von einer YamahaFachwerkstatt geprüft werden.
3
JA
Mit laufendem Motor:
6. Seitenständer hochklappen.
7. Kupplungshebel gezogen halten.
8. Gang einlegen.
9. Seitenständer herunterklappen.
Geht der Motor aus?
JA
Nachdem der Motor ausgegangen ist:
10. Seitenständer hochklappen.
11. Kupplungshebel gezogen halten.
12. Startknopf drücken.
Springt der Motor an?
JA
HINWEIS:
Diese Prüfung ist am verläßlichsten, wenn
sie bei warmem Motor durchgeführt wird.
Der Kupplungsschalter könnte defekt sein.
Das Motorrad sollte bevor es wieder
gefahren wird von einer YamahaFachwerkstatt geprüft werden.
NEIN
Das System ist OK. Das Motorrad darf gefahren werden.
3-18
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ROUTINEKONTROLLE VOR FAHRTBEGINN
GAU15591
Gemäß der Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrer für den Zustand seines Fahrzeuges selbst verantwortlich. Schon nach kurzer Standzeit können sich z. B. durch äußere Einflüsse wesentliche Eigenschaften Ihres Motorrades verändern. Beschädigungen, plötzliche Undichtigkeiten oder ein Druckverlust in den Reifen stellen unter Umständen eine große Gefahr dar. Deshalb ist es notwendig, vor Fahrtbeginn
neben einer gewissenhaften Sichtkontrolle folgende Punkte zu prüfen:
HINWEIS:
Routinekontrollen sollten vor jeder Fahrt mit dem Fahrzeug durchgeführt werden. Eine solche Kontrolle ist schnell durchgeführt und die
dadurch erreichte zusätzliche Sicherheit ist den Zeitaufwand allemal wert.
GWA11150
WARNUNG
4
Falls im Verlauf der “Routinekontrolle vor Fahrtbeginn” irgendwelche Funktionsstörungen festgestellt werden, die Ursache unbedingt vor der Inbetriebnahme des Fahrzeugs feststellen und beheben lassen.
4-1
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ROUTINEKONTROLLE VOR FAHRTBEGINN
GAU15601
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
PRÜFPUNKT
4
KONTROLLEN
SEITE
Kraftstoff
• Kraftstoffstand im Tank prüfen.
• Ggf. tanken.
• Kraftstoffleitung auf Lecks überprüfen.
3-9
Motoröl
• Motorölstand im Motor überprüfen.
• Ggf. Öl der empfohlenen Sorte zum vorgeschriebenen Stand hinzufügen.
• Fahrzeug auf Öllecks kontrollieren.
6-8
Kühlflüssigkeit
• Den Flüssigkeitsstand im Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter prüfen.
• Ggf. Kühlflüssigkeit der empfohlenen Sorte zum vorgeschriebenen Stand hinzufügen.
• Kühlsystem auf Lecks kontrollieren.
6-11
Vorderradbremse
• Funktion prüfen.
• Falls weich oder schwammig, das Hydrauliksystem von einer Yamaha-Fachwerkstatt entlüften lassen.
• Die Bremsbeläge auf Verschleiß kontrollieren.
• Ersetzen, falls nötig.
• Den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter prüfen.
• Ggf. Bremsflüssigkeit der empfohlenen Sorte zum vorgeschriebenen Stand hinzufügen.
• Hydrauliksystem auf Lecks kontrollieren.
6-21, 6-21
Hinterradbremse
• Funktion prüfen.
• Falls weich oder schwammig, das Hydrauliksystem von einer Yamaha-Fachwerkstatt entlüften lassen.
• Die Bremsbeläge auf Verschleiß kontrollieren.
• Ersetzen, falls nötig.
• Den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter prüfen.
• Ggf. Bremsflüssigkeit der empfohlenen Sorte zum vorgeschriebenen Stand hinzufügen.
• Hydrauliksystem auf Lecks kontrollieren.
6-20, 6-21, 6-21
4-2
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ROUTINEKONTROLLE VOR FAHRTBEGINN
PRÜFPUNKT
KONTROLLEN
Funktion prüfen.
Ggf. Seilzug schmieren.
Hebelspiel kontrollieren.
Ggf. einstellen.
SEITE
Kupplung
•
•
•
•
Gasdrehgriff
• Sicherstellen, daß er reibungslos funktioniert.
• Seilzugspiel kontrollieren.
• Ggf. das Seilzugspiel von einer Yamaha-Fachwerkstatt einstellen und des Seilzug- und Griffgehäuse schmieren lassen.
Steuerungs-Seilzüge
• Sicherstellen, daß er reibungslos funktioniert.
• Ggf. schmieren.
Antriebskette
•
•
•
•
Kettendurchhang kontrollieren.
Ggf. einstellen.
Zustand der Kette kontrollieren.
Ggf. schmieren.
6-23, 6-24
Räder und Reifen
•
•
•
•
Auf Beschädigung kontrollieren.
Den Zustand der Reifen und die Profiltiefe prüfen.
Luftdruck kontrollieren.
Korrigieren, falls nötig.
6-17, 6-19
Brems- und Schaltpedale
• Sicherstellen, daß er reibungslos funktioniert.
• Ggf. die Drehpunkte der Pedale schmieren.
6-25
Brems- und Kupplungshebel
• Sicherstellen, daß er reibungslos funktioniert.
• Ggf. die Drehpunkte der Hebel schmieren.
6-26
Hauptständer, Seitenständer
• Sicherstellen, daß er reibungslos funktioniert.
• Ggf. Drehpunkte schmieren.
6-26
Fahrgestellhalterungen
• Sicherstellen, daß alle Muttern und Schrauben richtig festgezogen sind.
• Ggf. festziehen.
—
Instrumente, Lichter, Signale
und Schalter
• Funktion prüfen.
• Korrigieren, falls nötig.
—
6-19
6-16, 6-25
6-25
4
4-3
1C2G0.book Page 4 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
ROUTINEKONTROLLE VOR FAHRTBEGINN
PRÜFPUNKT
Seitenständerschalter
KONTROLLEN
SEITE
• Funktion des Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschaltersystems kontrollieren.
• Ist das System defekt, lassen Sie das Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen.
3-16
4
4-4
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
GAU15950
GAU16220
Anlassen (kalter Motor)
GWA10270
WARNUNG
● Vor der Inbetriebnahme sollte der
Fahrer sich mit den Eigenschaften
und der Bedienung seines Fahrzeugs gut vertraut machen. Wenden Sie sich bezüglich Steuerungsvorrichtungen oder Funktionen, die
Sie nicht gründlich verstehen, an
eine Yamaha-Fachwerkstatt.
● Den Motor unter keinen Umständen
in geschlossenen Räumen anlassen oder laufen lassen. Auspuffgase sind giftig und wenn sie eingeatmet werden, können sie innerhalb
kürzester Zeit zu Bewußtlosigkeit
und zum Tod führen. Stellen Sie zu
jeder Zeit ausreichende Belüftung
sicher.
● Vor dem Losfahren sicherstellen,
daß der Seitenständer hochgeklappt ist. Ist der Seitenständer
nicht vollständig hochgeklappt,
könnte er mit dem Boden in Berührung kommen und den Fahrer stören. Möglicher Kontrollverlust kann
die Folge sein.
Da das Fahrzeug mit einem Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-System
ausgerüstet ist, kann der Motor nur gestartet werden, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
● Das Getriebe befindet sich in der Leerlaufstellung.
● Wenn ein Gang eingelegt ist, muß der
Seitenständer hochgeklappt und der
Kupplungshebel gezogen sein.
GWA10290
WARNUNG
● Vor dem Starten die Funktion des
Zündungsunterbrechungs- und Anlaßsperrschaltersystems entsprechend dem auf Seite 3-17 beschriebenen Verfahren kontrollieren.
● Niemals mit ausgeklappten Seitenständer fahren.
1. Den Zündschlüssel auf “ON” und den
Motorstoppschalter auf “ ” stellen.
GCA11430
ACHTUNG:
Die Ölstand-, Kühlflüssigkeitstemperatur- und die Kraftstoffstand-Warnleuchte
sollten einige Sekunden lang aufleuchten und dann erlöschen. Falls eine Warn-
5-1
leuchte nicht erlischt, lassen Sie den
elektrischen Schaltkreis von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen.
2. Das Getriebe in die Leerlaufstellung
schalten.
HINWEIS:
Die Leerlauf-Kontrolleuchte sollte in der
Leerlaufstellung des Getriebes normalerweise leuchten; anderenfalls den Stromkreis von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
3. Den Choke aktivieren und den Gasdrehgriff ganz schließen. (Siehe Seite
3-10.)
4. Den Starterschalter drücken, um den
Motor anzulassen.
HINWEIS:
Falls der Motor nicht sofort anspringt, den
Starterschalter loslassen und einige Sekunden bis zum nächsten Startversuch warten.
Jeder Anlaßversuch sollte so kurz wie möglich sein, um die Batterie zu schonen. Drehen Sie den Motor pro Anlaßversuch nicht
länger als 10 Sekunden durch.
5
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
GCA11490
ACHTUNG:
● Sollte die Ölstand-Warnleuchte
5
nach dem Anlassen des Motors jedoch weiterleuchten oder flackern,
sofort den Motor abstellen, den Ölstand kontrollieren und den Motor
auf Öllecks prüfen. Ggf. Motoröl
nachfüllen und dann die Warnleuchte nochmals kontrollieren.
Leuchtet die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang auf, während
der Schlüssel auf “ON” gedreht ist,
oder wenn sie nach dem Starten
trotz einer ausreichenden Menge an
Motoröl nicht erIischt, sollten Sie
den Stromkreis von einer YamahaFachwerkstatt kontrollieren lassen.
● Sollte die Kühlflüssigkeits-Warnleuchte nach dem Anlassen des
Motors jedoch weiterleuchten oder
flackern, sofort den Motor abstellen, den Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren und das Fahrzeug auf
Kühlflüssigkeitslecks prüfen. Ggf.
Kühlflüssigkeit nachfüllen und
dann die Warnleuchte nochmals
kontrollieren. Leuchtet die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang
auf, während der Schlüssel auf
“ON” gedreht ist, oder wenn sie
nach dem Starten trotz einer ausreichenden Menge an Kühlflüssigkeit
nicht erIischt, sollten Sie den
Stromkreis von einer YamahaFachwerkstatt kontrollieren lassen.
● Bleibt die Reserve-Warnleuchte
nach dem Starten an, den Motor
stoppen und den Kraftstoffstand
überprüfen. Ggf. sobald wie möglich tanken und dann die Warnleuchte nochmals kontrollieren.
Leuchtet die Warnleuchte nicht einige Sekunden lang auf, während
der Schlüssel auf “ON” gedreht ist,
oder wenn sie nach dem Starten
trotz einer ausreichenden Menge an
Kraftstoff nicht erIischt, sollten Sie
den Stromkreis von einer YamahaFachwerkstatt kontrollieren lassen.
5. Bewegen Sie den Choke nach dem
Anlassen wieder um die Hälfte zurück.
GCA11040
ACHTUNG:
Zur Schonung des Motors niemals mit
kaltem Motor stark beschleunigen!
6. Bei warmgelaufenem Motor den
Choke abschalten.
5-2
HINWEIS:
Der Motor ist ausreichend warmgelaufen,
wenn er bei abgeschaltetem Choke willig
auf Gasgeben anspricht.
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
GAU16640
Anlassen eines warmgelaufenen
Motors
GAU16671
Schalten
GCA10260
ACHTUNG:
● Auch wenn das Getriebe im Leer-
Dem selben Verfahren wie für einen kalten
Motor folgen, mit Ausnahme, daß der
Choke nicht eingesetzt werden muß, wenn
der Motor bereits warm ist.
1. Fußschalthebel
2. Neutralstellung
Durch Einlegen der entsprechenden Gänge
kann die Motorleistung beim Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren optimal genutzt werden.
Die Abbildung zeigt die Lage der Gänge.
HINWEIS:
Um das Getriebe in den Leerlauf zu schalten, den Fußschalthebel mehrmals ganz
hinunterdrücken, bis das Ende des Schaltweges erreicht ist, und dann den Fußschalthebel leicht hochziehen.
5-3
lauf ist, das Motorrad nicht über einen längeren Zeitraum mit ausgeschaltetem Motor im Leerlauf laufen
lassen und das Motorrad nicht über
lange Strecken schieben. Das Getriebe wird nur ausreichend geschmiert, wenn der Motor läuft. Unzureichende Schmierung kann das
Getriebe beschädigen.
● Zum Schalten stets die Kupplung
betätigen. Motor, Getriebe und
Kraftübertragung sind nicht auf die
Belastungen des Schaltens ohne
Kupplungsbetätigung ausgelegt
und könnten dadurch beschädigt
werden.
GAU16750
Empfohlene Schaltzeitpunkte (nur
Schweiz)
Die nachfolgende Tabelle führt die empfohlenen Schaltzeitpunkte beim Beschleunigen auf.
5
1C2G0.book Page 4 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
Schaltzeitpunkt nach oben:
1. → 2.: 20 km/h (12 mi/h)
2. → 3.: 30 km/h (19 mi/h)
3. → 4.: 40 km/h (25 mi/h)
4. → 5.: 50 km/h (31 mi/h)
5. → 6.: 60 km/h (37 mi/h)
HINWEIS:
Wenn direkt um zwei Gänge hinuntergeschaltet werden soll, die Geschwindigkeit
entsprechend drosseln (z. B. auf 35 km/h
(22 mi/h) abbremsen, wenn vom 5. in den 3.
Gang geschaltet wird).
5
GAU16800
GAU16841
Tips zum Kraftstoffsparen
Einfahrvorschriften
Der Kraftstoffverbrauch des Motors kann
durch die Fahrweise stark beeinflußt werden. Folgende Ratschläge helfen, unnötigen Benzinverbrauch zu vermeiden:
● Den Choke so früh wie möglich abschalten.
● Beim Beschleunigen früh in den nächsten Gang schalten und hohe Drehzahlen vermeiden.
● Zwischengas beim Herunterschalten
und unnötig hohe Drehzahlen ohne
Last vermeiden.
● Bei längeren Standzeiten in Staus, vor
Ampeln oder Bahnschranken den Motor am besten abschalten.
Die ersten 1600 km (1000 mi) sind ausschlaggebend für die Leistung und Lebensdauer des neuen Motors. Darum sollten die
nachfolgenden Anweisungen sorgfältig gelesen und genau beachtet werden.
Der Motor ist fabrikneu und darf während
der ersten 1600 km (1000 mi) nicht zu stark
beansprucht werden. Die verschiedenen
Teile des Motors spielen sich selbst in das
richtige Betriebsspiel ein. Hohe Drehzahlen, längeres Vollgasfahren und andere Belastungen, die den Motor stark erhitzen,
sind während dieser Periode zu vermeiden.
GAU17091
0–1000 km (0–600 mi)
Dauerdrehzahlen über 5000 U/min vermeiden.
1000–1600 km (600–1000 mi)
Dauerdrehzahlen über 6000 U/min vermeiden.
GCA10301
ACHTUNG:
Nach den ersten 1000 km (600 mi) muß
das Motoröl gewechselt und die/der Ölfilterpatrone/-einsatz ersetzt werden.
5-4
1C2G0.book Page 5 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
1600 km (1000 mi) und darüber
Das Fahrzeug kann jetzt voll ausgefahren
werden.
GCA10310
ACHTUNG:
● Drehzahlen im roten Bereich grund-
sätzlich vermeiden.
● Bei Motorstörungen während der
Einfahrzeit das Fahrzeug sofort von
einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
GAU17200
Parken
Zum Parken den Motor abstellen und dann
den Zündschlüssel abziehen.
GWA10310
WARNUNG
● Motor und Auspuffrohre können
sehr heiß werden. Deshalb so parken, daß Kinder oder Fußgänger die
heißen Teile nicht versehentlich berühren können.
● Das Fahrzeug nicht auf abschüssigem oder weichem Untergrund abstellen, damit es nicht umfallen
kann.
5-5
5
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU17240
GAU17520
Bordwerkzeug
6
Der Fahrzeughalter ist für die Sicherheit
selbst verantwortlich. Regelmäßige Inspektionen, Einstellungen und Schmierung gewährleisten maximale Fahrsicherheit und
einen optimalen Zustand Ihres Fahrzeugs.
Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Inspektionspunkte, Einstellungen
und Schmierstellen angegeben und erläutert.
Die in der Tabelle empfohlenen Zeitabstände für Wartung und Schmierung sollten lediglich als Richtwerte für den Normalbetrieb
angesehen werden. JE NACH WETTERBEDINGUNGEN, GELÄNDE, GEOGRAFISCHEM EINSATZORT UND PERSÖNLICHER FAHRWEISE MÜSSEN DIE
WARTUNGSINTERVALLE MÖGLICHERWEISE VERKÜRZT WERDEN.
GWA10320
WARNUNG
Sind Sie mit Wartungsarbeiten nicht vertaut, lassen Sie sie von einer YamahaFachwerkstatt durchführen.
GWA10350
WARNUNG
Von Yamaha nicht zugelassene Änderungen können Leistungsverluste und
unsicheres Fahrverhalten zur Folge haben. Vor Änderungen am Fahrzeug unbedingt die Yamaha-Fachwerkstatt befragen.
1. Bordwerkzeug
Das Bordwerkzeug befindet sich im Ablagefach unter dem Sitz. (Siehe Seite 3-11.)
Einige in der Anleitung aufgeführten Wartungsarbeiten und Reparaturen können
vom sachverständigen Fahrer selbst ausgeführt werden. Das Bordwerkzeug erlaubt
das Durchführen der meisten Wartungsarbeiten. Gewisse Arbeiten und Einstellungen
erfordern jedoch zusätzliches Werkzeug
wie z. B. einen Drehmomentschlüssel.
HINWEIS:
Falls das für die Wartung notwendige Werkzeug nicht zur Verfügung steht und Ihnen
die Erfahrung für bestimmte Wartungsarbeiten fehlt, die Wartungsarbeiten von einer
Yamaha-Fachwerkstatt ausführen lassen.
6-1
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU17700
Wartungsintervalle und Schmierdienst
HINWEIS:
● Die Jahresinspektion kann ausbleiben, wenn stattdessen eine Inspektion, basierend auf den gefahrenen Kilometern, durch-
geführt wird.
● Ab 50000 km die Wartungsintervalle ab 10000 km wiederholen.
● Die mit einem Sternchen markierten Arbeiten erfordern Spezialwerkzeuge, besondere Daten und technische Fähigkeiten und sollten
daher von einer Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden.
NR.
PRÜFPUNKT
KONTROLLE ODER WARTUNGSARBEIT
STAND DES KILOMETERZÄHLERS (×
1000 km)
1
1 * Kraftstoffleitung
• Kraftstoffschläuche auf Risse oder Beschädigung kontrollieren.
2 * Kraftstoffilter
• Zustand kontrollieren.
3
• Zustand kontrollieren.
• Reinigen und Abstand neu einstellen.
Zündkerzen
10
20
30
40
JAHRESKONTROLLE
√
√
√
√
√
√
√
5
Luftfiltereinsatz
6
Kupplung
7 * Vorderradbremse
• Ventilspiel kontrollieren.
• Einstellen.
6
√
√
• Ersetzen.
4 * Ventile
√
√
Alle 40000 km
√
• Reinigen.
√
√
• Ersetzen.
√
• Funktion prüfen.
• Einstellen.
√
√
√
√
√
• Das Fahrzeug auf ordnungsgemäßen Betrieb, Flüssigkeitsstand und auf Lecks überprüfen. (Siehe HINWEIS im
Anschluß an diese Tabelle.)
√
√
√
√
√
• Scheibenbremsbeläge ersetzen.
Bei Abnutzung bis zum Grenzwert
6-2
√
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
NR.
PRÜFPUNKT
8 * Hinterradbremse
KONTROLLE ODER WARTUNGSARBEIT
• Das Fahrzeug auf ordnungsgemäßen Betrieb, Flüssigkeitsstand und auf Lecks überprüfen. (Siehe HINWEIS im
Anschluß an diese Tabelle.)
STAND DES KILOMETERZÄHLERS (×
1000 km)
1
10
20
30
40
JAHRESKONTROLLE
√
√
√
√
√
√
• Scheibenbremsbeläge ersetzen.
9 * Bremsschläuche
6
Bei Abnutzung bis zum Grenzwert
• Auf Risse oder Beschädigung kontrollieren.
√
√
• Ersetzen.
√
√
Alle 4 Jahre
10 * Räder
• Rundlauf prüfen und auf Beschädigung kontrollieren.
√
√
√
√
11 * Reifen
•
•
•
•
√
√
√
√
12 * Radlager
• Das Lager auf Lockerung oder Beschädigung kontrollieren.
√
√
√
√
• Funktion und auf übermäßiges Spiel kontrollieren.
√
√
√
√
13 * Schwinge
14
Antriebskette
15 * Lenkungslager
√
Profiltiefe prüfen und auf Beschädiung kontrollieren.
Ersetzen, falls nötig.
Luftdruck kontrollieren.
Korrigieren, falls nötig.
• Mit Lithiumseifenfett schmieren.
√
Alle 50000 km
• Kettendurchhang kontrollieren.
• Sicherstellen, daß das Hinterrad richtig ausgerichtet ist.
• Reinigen und schmieren.
• Das Spiel des Lagers kontrollieren und die Lenkung auf
Schwergängigkeit prüfen.
Alle 1000 km und nach dem Waschen des Motorrads oder nach einer Fahrt im Regen
√
√
• Mit Lithiumseifenfett schmieren.
√
√
√
Alle 20000 km
• Sicherstellen, daß alle Muttern und Schrauben richtig festgezogen sind.
√
√
√
√
√
Seitenständer, Hauptständer
• Funktion prüfen.
• Schmieren.
√
√
√
√
√
18 * Seitenständerschalter
• Funktion prüfen.
√
√
√
√
√
16 * Fahrgestellhalterungen
17
√
6-3
1C2G0.book Page 4 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
NR.
PRÜFPUNKT
KONTROLLE ODER WARTUNGSARBEIT
STAND DES KILOMETERZÄHLERS (×
1000 km)
1
10
20
30
40
19 * Teleskopgabel
• Funktion prüfen und auf Öllecks kontrollieren.
√
√
√
√
20 * Federbein
• Funktion prüfen und Stoßdämpfer auf Öllecks kontrollieren.
√
√
√
√
• Funktion prüfen.
√
√
√
√
21 *
Umlenkhebel der hinteren Aufhängung und
Drehpunkte des Verbindungsschenkels
√
• Mit Lithiumseifenfett schmieren.
JAHRESKONTROLLE
√
22 * Vergaser
• Funktion des Chokes prüfen.
• Motor-Leerlaufdrehzahl und Synchronisierung einstellen.
√
√
√
√
√
√
23
Motoröl
• Wechseln.
• Den Ölstand kontrollieren und das Fahrzeug auf Öllecks
prüfen.
√
√
√
√
√
√
24
Ölfilterpatrone
• Ersetzen.
√
25 * Kühlsystem
• Den Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren und das Fahrzeug
auf Kühlflüssigkeitslecks prüfen.
√
√
• Wechseln.
26 *
Vorderrad- und Hinterrad-Bremslichtschalter
• Funktion prüfen.
27
Sich bewegende Teile
und Seilzüge
28 *
Gasdrehgriffgehäuse
und Seilzug
29 * Luftansaugsystem
√
√
√
6
√
√
Alle 3 Jahre
√
√
√
√
√
√
• Schmieren.
√
√
√
√
√
• Funktion und Spiel prüfen.
• Ggf. Gaszugspiel einstellen.
• Gasdrehgriffgehäuse und Seilzug schmieren.
√
√
√
√
√
• Das Luftunterbrechungsventil, das Zungenventil und den
Schlauch auf Beschädigung kontrollieren.
• Ggf. das gesamte Luftansaugsystem ersetzen.
√
√
√
√
√
6-4
1C2G0.book Page 5 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
NR.
PRÜFPUNKT
KONTROLLE ODER WARTUNGSARBEIT
STAND DES KILOMETERZÄHLERS (×
1000 km)
1
30 *
Schalldämpfer und
Krümmer
• Die Schraubenklemme auf guten Sitz überprüfen.
√
31 *
Lichter, Signale und
Schalter
• Funktion prüfen.
• Scheinwerferlichtkegel einstellen.
√
10
20
30
40
JAHRESKONTROLLE
√
√
√
√
√
GAU18670
HINWEIS:
● Der Luftfiltereinsatz muß bei übermäßig feuchtem oder staubigem Einsatz häufiger gereinigt bzw. erneuert werden.
● Wartung der hydraulische Bremsanlage
6
• Regelmäßig den Bremsflüssigkeitsstand prüfen, ggf. korrigieren.
• Alle zwei Jahre die inneren Bauteile des Hauptbremszylinders und Bremssattels erneuern und die Bremsflüssigkeit wechseln.
• Bremsschläuche bei Beschädigung oder Rißbildung, spätestens jedoch alle vier Jahre erneuern.
6-5
1C2G0.book Page 6 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU18770
Abdeckungen abnehmen und
montieren
und Montage der einzelnen Abdeckungen
sollte jeweils auf die nachfolgenden Abschnitte zurückgegriffen werden.
GAU19292
Abdeckungen A und C
Eine der Abdeckungen abnehmen
Die Abdeckung losschrauben und dann,
wie in der Abbildung gezeigt, abziehen.
1. Abdeckung C
2. Schraube
1. Abdeckung A
2. Abdeckung B
Abdeckung montieren
Die Abdeckung in die ursprüngliche Lage
bringen und dann festschrauben.
1. Abdeckung A
2. Schraube
1. Abdeckung C
Die hier abgebildeten Abdeckungen müssen für manche in diesem Kapitel beschriebenen Wartungs- und Reparaturarbeiten
abgenommen werden. Für die Demontage
6-6
6
1C2G0.book Page 7 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU19210
Abdeckung B
Abdeckung abnehmen
Die Abdeckung losschrauben und dann abziehen.
GAU19543
Zündkerzen prüfen
Die Zündkerzen sind wichtige Bestandteile
des Motors und sind leicht zu überprüfen.
Da Verbrennungswärme und Ablagerungen die Funktionstüchtigkeit der Kerzen im
Laufe der Zeit vermindern, müssen die
Zündkerzen in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und Schmiertabelle
herausgenommen und geprüft werden. Der
Zustand der Zündkerzen erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand des Motors.
Zündkerze ausbauen
1. Den Zündkerzenstecker abziehen.
6
1. Abdeckung B
2. Schraube
Abdeckung montieren
Die Abdeckung in die ursprüngliche Lage
bringen und dann festschrauben.
1. Zündkerzenschlüssel
Zündkerzen prüfen
1. Die Verfärbung des Zündkerzen-Isolatorfußes prüfen. Der die Mittelelektrode umgebende Porzellanisolator ist
bei richtig eingestelltem Motor und
normaler Fahrweise rehbraun.
2. Prüfen, ob sämtliche Zündkerzen des
Motors die gleiche Verfärbung aufweisen.
HINWEIS:
1. Zündkerzenstecker
2. Die Zündkerze, wie in der Abbildung
dargestellt, mit dem Zündkerzenschlüssel (Bordwerkzeug) herausschrauben.
6-7
Weisen einzelne oder sämtliche Zündkerzen eine stark abweichende Färbung auf,
könnte der Motor defekt sein. Versuchen
Sie nicht, derartige Probleme selbst zu diagnostizieren. Lassen Sie stattdessen das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt
prüfen.
1C2G0.book Page 8 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
3. Die Zündkerzen auf fortgeschrittenen
Abbrand der Mittelelektroden und
übermäßige Ölkohleablagerungen
prüfen und ggf. erneuern.
Empfohlene Zündkerze:
NGK/CR9E
DENSO/U27ESR-N
3. Die Zündkerze mit dem Zündkerzenschlüssel festschrauben und dann vorschriftsmäßig festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Zündkerze:
12.5 Nm (1.25 m·kgf, 9 ft·lbf)
HINWEIS:
Zündkerze montieren
1. Den Zündkerzen-Elektrodenabstand
mit einer Fühlerlehre messen und ggf.
korrigieren.
Steht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, läßt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4–1/2 Drehung weiter festgezogen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmomentschlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.
4. Den Zündkerzenstecker aufsetzen.
1. Zündkerzen-Elektrodenabstand
Zündkerzen-Elektrodenabstand:
0.7–0.8 mm (0.028–0.031 in)
GAU19890
Motoröl und Ölfilterpatrone
Der Motorölstand sollte vor Fahrtbeginn geprüft werden. Außerdem müssen in den
empfohlenen Abständen gemäß Wartungsund Schmiertabelle das Motoröl und die Ölfilterpatrone gewechselt werden.
Ölstand prüfen
1. Das Fahrzeug auf den Hauptständer
stellen.
HINWEIS:
Sicherstellen, daß das Fahrzeug bei der
Kontrolle des Ölstands vollständig gerade
steht. Selbst geringfügige Neigung zur Seite kann bereits zu einem falschen Meßergebnis führen.
2. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann abstellen.
3. Einige Minuten warten, damit sich das
Öl setzen kann. Dann den Ölstand
durch das Schauglas rechts unten am
Kurbelgehäuse ablesen.
HINWEIS:
Der Ölstand sollte sich zwischen der Minimal- und Maximalstand-Markierung befinden.
2. Die Sitzfläche der Kerzendichtung reinigen; Schmutz und Fremdkörper vom
Gewinde abwischen.
6-8
6
1C2G0.book Page 9 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
1.
2.
3.
4.
6
Motoröl-Einfüllschraubverschluß
Prüffenster für den Motorölstand
Maximalstand-Markierung
Minimalstand-Markierung
4. Falls der Ölstand unter der Minimalstand-Markierung liegt, Öl der empfohlenen Sorte bis zum vorgeschriebenen
Stand nachfüllen.
Öl wechseln (mit/ohne Filterwechsel)
1. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann abstellen.
2. Ein Ölauffanggefäß unter den Motor
stellen, um das Altöl aufzufangen.
3. Den Einfüllschraubverschluß und die
Ablaßschraube herausdrehen, um das
Motoröl aus dem Kurbelgehäuse abzulassen.
1. Motoröl-Ablaßschraube
1. Ölfilterschlüssel
2. Ölfilterpatrone
HINWEIS:
● Die Schritte 4–6 nur ausführen, wenn
HINWEIS:
die Ölfilterpatrone erneuert wird.
● Beim Ablassen des Motoröls einen
Trichter oder ähnliches verwenden,
um das Öl vom Abgasrohr fern zu halten.
Ölfilterschlüssel sind beim Yamaha-Händler erhältlich.
5. Den O-Ring der neuen Ölfilterpatrone
mit Motoröl benetzen.
4. Die Ölfilterpatrone mit einem Ölfilterschlüssel abschrauben.
1. O-Ring
6-9
1C2G0.book Page 10 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
HINWEIS:
Sicherstellen, daß der O-Ring korrekt sitzt.
6. Die neue Ölfilterpatrone mit einem Ölfilterschlüssel einbauen und sie dann
mit einem Drehmomentschlüssel wie
vorgeschrieben festziehen.
8. Die vorgeschriebene Menge des empfohlenen Öls einfüllen und dann den
Einfüllschraubverschluß fest zudrehen.
Empfohlene Ölsorte:
Siehe Seite 8-1.
Füllmenge:
Ohne Wechsel der Ölfilterpatrone:
2.80 L (2.96 US qt) (2.46 Imp.qt)
Mit Wechsel der Ölfilterpatrone:
3.00 L (3.17 US qt) (2.64 Imp.qt)
GCA11620
ACHTUNG:
● Um ein Durchrutschen der Kupp-
1. Drehmomentschlüssel
Anzugsdrehmoment:
Ölfilterpatrone:
17 Nm (1.7 m·kgf, 12 ft·lbf)
7. Die Motoröl-Ablaßschraube montieren
und anschließend vorschriftsmäßig
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Motoröl-Ablaßschraube:
43 Nm (4.3 m·kgf, 31 ft·lbf)
lung zu vermeiden (da das Motoröl
auch die Kupplung schmiert), mischen Sie keine chemischen Zusätze bei. Verwenden Sie keine Öle mit
Diesel-Spezifikation “CD” oder Öle
von höherer Qualität als angegeben. Auch keine Öle der Klasse
“ENERGY CONSERVING II” oder
höher verwenden.
● Darauf achten, daß keine Fremdkörper in das Kurbelgehäuse eindringen.
6-10
9. Den Motor anlassen und einige Minuten lang im Leerlaufbetrieb auf Öllecks
überprüfen. Tritt irgendwo Öl aus, den
Motor sofort abstellen und die Ursache
feststellen.
HINWEIS:
Während des Anlassens leuchtet die Ölstand-Warnleuchte kurz auf und erlischt
dann bei korrektem Ölstand.
GCA10400
ACHTUNG:
Flackert die Ölstand-Warnleuchte oder
bleibt sie an, sofort den Motor ausschalten und das Fahrzeug von einer YamahaFachwerkstatt überprüfen lassen.
10. Den Motor abstellen, den Ölstand erneut prüfen und ggf. Öl nachfüllen.
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU20070
GCA10470
Kühlflüssigkeit
ACHTUNG:
Der Kühlflüssigkeitsstand sollte vor Fahrtbeginn geprüft werden. Außerdem muß die
Kühlflüssigkeit in den empfohlenen Abständen, gemäß Wartungs- und Schmiertabelle,
gewechselt werden.
● Ist keine Kühlflüssigkeit verfügbar,
GAU20101
Kühlflüssigkeitsstand prüfen
1. Das Fahrzeug auf den Hauptständer
stellen.
HINWEIS:
● Da der Stand der Kühlflüssigkeit sich
6
1. Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter
2. Maximalstand-Markierung
3. Minimalstand-Markierung
mit der Motortemperatur verändert,
sollte er bei kaltem Motor geprüft werden.
● Sicherstellen, daß das Fahrzeug bei
der Kontrolle des Kühlmittelstands
vollständig gerade steht. Selbst geringfügige Neigung zur Seite kann bereits zu einem falschen Meßergebnis
führen.
3. Befindet sich der Kühlflüssigkeitsstand
an oder unterhalb der MinimalstandMarkierung, die Abdeckung A (Siehe
Seite 6-6.) abnehmen, den Ausgleichsbehälterdeckel öffnen und
Kühlflüssigkeit bis zur MaximalstandMarkierung einfüllen; anschließend
den Behälterdeckel und die Abdekkung wieder anbringen.
2. Den Stand der Kühlflüssigkeit im Ausgleichsbehälter überprüfen.
Fassungsvermögen des Kühlflüssigkeit-Ausgleichsbehälters (bis zur Maximalstand-Markierung):
0.30 L (0.32 US qt) (0.26 Imp.qt)
HINWEIS:
Der Kühlflüssigkeitsstand sollte sich zwischen der Minimal- und Maximalstand-Markierung befinden.
kann stattdessen destilliertes Wasser oder weiches Leitungswasser
verwendet werden. Hartes Wasser
oder Salzwasser sind für den Motor
schädlich.
● Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
verwendet wurde, dieses so bald
wie möglich durch Kühlflüssigkeit
ersetzen, da der Motor sonst nicht
gegen Überhitzungs-, Frost- und
Korrosionsschäden geschützt ist.
● Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
nachgefüllt wurde, so bald wie
möglich den Frostschutzmittelgehalt der Kühlflüssigkeit von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen
lassen, da die Frostschutzwirkung
verringert wird.
GWA10380
WARNUNG
Niemals den Kühlerdeckel abnehmen,
wenn der Motor heiß ist.
HINWEIS:
● Der Kühlerlüfter schaltet sich je nach
der Temperatur der Kühlflüssigkeit automatisch ein oder aus.
6-11
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
● Bei Überhitzung des Motors, siehe
Seite 6-36 für weitere Anweisungen.
5. Die Ablaßschraube herausdrehen und
die Kühlflüssigkeit ablassen.
GAU20431
Kühlflüssigkeit wechseln
1. Das Fahrzeug auf den Hauptständer
stellen und ggf. den Motor abkühlen
lassen.
2. Die Abdeckungen A und B abnehmen.
(Siehe Seite 6-6.)
3. Ein Auffanggefäß unter den Motor
stellen, um die alte Kühlflüssigkeit aufzufangen.
4. Den Kühlerverschlußdeckel abnehmen.
GWA10380
WARNUNG
Niemals den Kühlerdeckel abnehmen,
wenn der Motor heiß ist.
1. Kühlflüssigkeits-Ablaßschraube
6. Nach dem Ablassen der Kühlflüssigkeit das Kühlsystem gründlich mit sauberem Leitungswasser spülen.
7. Die Kühlflüssigkeits-Ablaßschraube
montieren und dann mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment festziehen.
HINWEIS:
Die Unterlegscheibe auf Beschädigung
überprüfen und, falls beschädigt, erneuern.
Anzugsdrehmoment:
Kühlflüssigkeits-Ablaßschraube:
7 Nm (0.7 m·kgf, 5 ft·lbf)
1. Kühlerverschlußdeckel
8. Die empfohlene Kühlflüssigkeit in den
Kühler füllen, bis er voll ist.
6-12
Empfohlenes Frostschutzmittel:
Hochwertiges Frostschutzmittel auf
Äthylenglykolbasis mit Korrosionsschutz-Additiv für Aluminiummotoren
Mischungsverhältnis Frostschutzmittel/Wasser:
1:1
Füllmenge:
Fassungsvermögen des Kühlers
(einschließlich aller Kanäle):
2.40 L (2.54 US qt) (2.11 Imp.qt)
Fassungsvermögen des Ausgleichsbehälters:
0.30 L (0.32 US qt) (0.26 Imp.qt)
GCA10470
ACHTUNG:
● Ist keine Kühlflüssigkeit verfügbar,
kann stattdessen destilliertes Wasser oder weiches Leitungswasser
verwendet werden. Hartes Wasser
oder Salzwasser sind für den Motor
schädlich.
● Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
verwendet wurde, dieses so bald
wie möglich durch Kühlflüssigkeit
ersetzen, da der Motor sonst nicht
gegen Überhitzungs-, Frost- und
Korrosionsschäden geschützt ist.
● Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
nachgefüllt wurde, so bald wie
möglich den Frostschutzmittelge-
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
halt der Kühlflüssigkeit von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen
lassen, da die Frostschutzwirkung
verringert wird.
6
9. Den Kühlerverschlußdeckel zudrehen,
dann den Motor anlassen, einige Minuten lang warmlaufen lassen und anschließend abstellen.
10. Den Kühlerdeckel abnehmen und den
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler überprüfen. Falls erforderlich, ausreichend
Kühlflüssigkeit bis zum oberen Rand
des Kühlers nachfüllen und dann den
Kühlerdeckel wieder aufsetzen.
11. Den Stand der Kühlflüssigkeit im Ausgleichsbehälter überprüfen. Falls erforderlich, den Ausgleichsbehälterdekkel abnehmen, Kühlflüssigkeit bis zur
Maximalstand-Markierung nachfüllen
und dann den Deckel wieder aufsetzen.
12. Den Motor anlassen und das Fahrzeug auf Kühlflüssigkeitslecks überprüfen. Bei Undichtigkeit das Kühlsystem von einer YamahaFachwerkstatt überprüfen lassen.
13. Die Abdeckungen montieren.
GAU20681
Luftfiltereinsatz reinigen
Der Luftfiltereinsatz sollte in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt werden. Bei Einsatz in sehr staubiger oder feuchter Umgebung ist der Filter häufiger zu reinigen.
1. Den Sitz abnehmen. (Siehe Seite
3-11.)
2. Den Kraftstofftank losschrauben.
● Den Kraftstofftank nicht zu sehr
kippen oder versetzen, um zu vermeiden, daß die Kraftstoffschläuche sich lösen und dabei Kraftstoff
austritt.
4. Die Abdeckungen A und C abnehmen.
(Siehe Seite 6-6.)
5. Die Gummiabdeckung von ihren Halterungen abziehen.
1. Gummiabdeckung
2. Halterung der Gummiabdeckung
1. Schraube
3. Den Kraftstofftank anheben, um Zugang zum Luftfiltergehäuse zu verschaffen. (Die Kraftstoffschläuche
nicht lösen!)
GWA10410
WARNUNG
● Der Kraftstofftank muß für diese Ar-
beit sicher abgestützt werden.
6-13
6. Den Luftfilter-Gehäusedeckel abschrauben.
1C2G0.book Page 14 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GWA11290
WARNUNG
● Vor der Kraftstofftank-Montage die
1. Luftfiltergehäuseabdeckung
2. Schraube
7. Den Luftfiltereinsatz herausziehen.
1. Luftfiltereinsatz
9. Den Filtereinsatz in das Luftfiltergehäuse einsetzen.
GCA11330
ACHTUNG:
Der Motor sollte niemals ohne den Luftfiltereinsatz betrieben werden, andernfalls könnten der/die Kolben und/oder
der/die Zylinder übermäßig verschleißen.
1. Luftfiltereinsatz
8. Den Filtereinsatz ausklopfen, um den
gröbsten Schmutz und Staub zu entfernen; dann mit Druckluft, wie in der
Abbildung gezeigt, den feineren Staub
herausblasen. Den Luftfiltereinsatz,
falls beschädigt, erneuern.
Kraftstoffschläuche gründlich auf
Beschädigung prüfen. Ist ein Kraftstoffschlauch beschädigt, den Motor nicht starten, sondern den
Schlauch durch eine Yamaha-Fachwerkstatt ersetzen lassen, andernfalls könnte Kraftstoff auslaufen.
● Sicherstellen, daß die Kraftstoffschläuche korrekt verlegt, richtig
angeschlossen und nicht gequetscht sind.
● Sicherstellen, daß sich der Entlüftungsschlauch des Kraftstofftanks
in seiner ursprünglichen Position
befindet.
10. Den Luftfilter-Gehäusedeckel festschrauben.
11. Die Gummiabdeckung in die ursprüngliche Lage bringen.
12. Die Abdeckungen montieren.
13. Den Kraftstofftank festschrauben.
1. Kraftstofftank-Belüftungsschlauch
2. Ausgangsstellung (weiße Markierung)
6-14
6
1C2G0.book Page 15 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
14. Den Sitz montieren.
GAU21290
Leerlaufdrehzahl einstellen
Die Vergaser sind wesentliche Bestandteile
des Motors und erfordern eine höchst genaue Einstellung. Die meisten Einstellarbeiten sollten einer Yamaha-Fachwerkstatt
vorbehalten bleiben, die über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrung verfügt. Die
im folgenden beschriebene Einstellung können Sie jedoch im Rahmen der regelmäßigen Wartung selbst ausführen.
Die Leerlaufdrehzahl muß in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle folgendermaßen geprüft
und ggf. eingestellt werden:
Der Motor sollte warmgelaufen sein, bevor
Sie diese Einstellung vornehmen.
GCA10560
ACHTUNG:
6
GAU21320
Vergaser einstellen
Die im Yamaha-Werk vorgenommene
Vergasereinstellung beruht auf zahlreichen Tests. Eine Änderung dieser Einstellung ohne ausreichende Fachkenntnis kann zu Leistungsabfall und
Motorschäden führen.
HINWEIS:
Der Motor ist ausreichend warmgelaufen,
wenn er spontan auf Gasgeben anspricht.
Prüfen Sie die Leerlaufdrehzahl des Motors
und stellen Sie sie, falls erforderlich, durch
Drehen der Leerlaufeinstellschraube auf
den vorgeschriebenen Wert ein. Zum Erhöhen der Leerlaufdrehzahl die Einstellschraube in Richtung (a) drehen. Zum Verringern der Leerlaufdrehzahl die
Einstellschraube in Richtung (b) drehen.
1. Leerlaufeinstellschraube
6-15
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Leerlaufdrehzahl:
1050–1150 U/min
GAU21380
Gaszugspiel einstellen
GAU21400
Ventilspiel einstellen
Mit zunehmender Betriebszeit verändert
sich das Ventilspiel, wodurch die Zylinderfüllung nicht mehr den optimalen Wert erreicht und/oder Motorgeräusche entstehen
können. Um dem vorzubeugen, muß das
Ventilspiel in den empfohlenen Abständen
gemäß Wartungs- und Schmiertabelle von
einer Yamaha-Fachwerkstatt geprüft und
ggf. eingestellt werden.
HINWEIS:
Falls sich die Leerlaufdrehzahl nicht wie
oben beschrieben einstellen läßt, den Motor
von einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
1. Spiel des Gaszugs
Das Gaszugspiel sollte am Gasdrehgriff
3.0–5.0 mm (0.12–0.20 in) betragen. Das
Gaszugspiel am Drehgriff regelmäßig prüfen und ggf. von einer Yamaha-Fachwerkstatt einstellen lassen.
6-16
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU21770
Reifen
Zur Erzielung optimaler Fahrleistungen, einer langen Lebensdauer und maximaler
Fahrsicherheit mit Ihrem Motorrad beachten Sie bitte die folgenden Punkte zum Thema Reifen.
Reifenluftdruck
Den Reifenluftdruck vor Fahrtantritt prüfen
und ggf. korrigieren.
GWA10500
WARNUNG
● Den Reifenluftdruck stets bei kalten
6
Reifen (d. h. Reifentemperatur entspricht Umgebungstemperatur)
prüfen und korrigieren.
● Der Reifendruck muß entsprechend
der Fahrgeschwindigkeit und hinsichtlich des Gesamtgewichts von
Fahrer, Beifahrer, Gepäck und Zubehör, das für dieses Modell genehmigt wurde, angepasst werden.
Reifenluftdruck (gemessen bei kalten Reifen):
0–90 kg (0–198 lb):
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
270 kPa (39 psi) (2.70 kgf/cm²)
90–189 kg (198–417 lb):
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
290 kPa (42 psi) (2.90 kgf/cm²)
Rennen:
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
290 kPa (42 psi) (2.90 kgf/cm²)
Maximale Zuladung*:
189 kg (417 lb)
* Gesamtgewicht von Fahrer, Beifahrer, Gepäck und Zubehör
●
●
●
●
zur Folge haben. Sicherstellen, daß
das Gesamtgewicht aus Gepäck,
Fahrer, Beifahrer und zulässigem
Zubehör nicht die maximale Gesamtzuladung überschreitet.
Keinesfalls Gegenstände mitführen, die während der Fahrt verrutschen können.
Schwere Lasten zum Fahrzeugmittelpunkt hin plazieren und das Gewicht möglichst gleichmäßig auf
beide Seiten verteilen.
Fahrwerk und Reifenluftdruck müssen auf die Gesamtzuladung angepaßt werden.
Reifenzustand und -luftdruck vor
Fahrtantritt prüfen.
Reifenkontrolle
GWA11020
WARNUNG
Da die Beladung das Fahr- sowie das
Bremsverhalten und damit die Sicherheit des Motorrads beeinflußt, stets folgende Punkte beachten.
● DAS MOTORRAD NIEMALS ÜBERLADEN! Überladen des Motorrads
beeinträchtigt nicht nur Fahrverhalten und Sicherheit, sondern kann
auch Reifenschäden und Unfälle
6-17
1. Reifenflanke
2. Profiltiefe
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Vor jeder Fahrt die Reifen prüfen. Bei unzureichender Profiltiefe, Nägeln oder Glassplittern in der Lauffläche, rissigen Flanken
usw. den Reifen umgehend von einer
Yamaha-Fachwerkstatt wechseln lassen.
vornehmen lassen, die über das
notwendige Werkzeug und fachliche Erfahrung verfügt.
Reifenausführung
Mindestprofiltiefe (vorn und hinten):
1.6 mm (0.06 in)
HINWEIS:
Die Gesetzgebung zur Mindestprofiltiefe
kann von Land zu Land abweichen. Richten
Sie sich deshalb nach den entsprechenden
Vorschriften.
GWA10470
WARNUNG
● Abgenutzte Reifen unverzüglich
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
austauschen lassen. Abgesehen
davon, daß sie gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, beeinträchtigen übermäßig abgefahrene
Reifen die Fahrstabilität und können zum Verlust der Fahrzeugkontrolle führen.
● Den Austausch von Bauteilen an
Rädern und Bremsanlage, sowie
den Reifenwechsel, grundsätzlich
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
1. Reifenventil
2. Reifenventileinsatz
3. Reifenventilkappe mit Dichtung
Die Gußräder dieses Motorrads sind mit
Schlauchlos-Reifen inklusiv Ventile bestückt.
GWA10480
WARNUNG
● Grundsätzlich Reifen gleichen Typs
und gleichen Herstellers für Vorderund Hinterrad verwenden. Bei anderen als den zugelassenen Reifenkombinationen kann das Fahrverhalten nicht garantiert werden.
6-18
● Ausschließlich die nachfolgenden
Reifen sind nach zahlreichen Tests
von der Yamaha MOTOR CO., LTD.
freigegeben worden.
● Die Ventilkappen fest aufschrauben, da sie Luftverlust bei hohen
Geschwindigkeiten verhindern.
● Die Verwendung von anderen Reifenventilen und Ventileinsätzen als
den hier aufgeführten kann bei hohen Geschwindigkeiten zu plötzlichem Luftverlust führen.
Vorderreifen:
Größe:
120/70 ZR17M/C (58W)
Hersteller/Modell:
METZELER/MEZ4Y FRONT
Hinterreifen:
Größe:
180/55 ZR17M/C (73W)
Hersteller/Modell:
METZELER/MEZ4Y
VORNE und HINTEN:
Reifenventil:
TR412
Ventileinsatz:
#9000A
6
1C2G0.book Page 19 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GWA10600
WARNUNG
6
Dieses Motorrad ist mit Super-Hochgeschwindigkeitsreifen ausgerüstet. Bitte
folgende Punkte beachten, um das volle
Potential des Fahrzeugs und der Reifen
nutzen zu können.
● Diese Reifen nur gegen solche gleicher Spezifikation und gleichen
Typs austauschen. Andere Reifen
können bei hohen Geschwindigkeiten platzen.
● Neue Reifen entwickeln erst nach
dem Einfahren der Lauffläche ihre
volle Bodenhaftung. Daher sollten
die Reifen für etwa 100 km mit niedrigerer Geschwindigkeit eingefahren werden, bevor hohe Geschwindigkeiten riskiert werden können.
● Hohe Geschwindigkeiten sollten
nur mit warmen Reifen gefahren
werden.
● Den Reifenluftdruck stets der Zuladung und den Fahrbedingungen
anpassen.
GAU21960
Gußräder
GAU22080
Kupplungshebel-Spiel einstellen
Optimale Lenkstabilität, Lebensdauer und
Fahrsicherheit sind nur durch Beachtung
der folgenden Punkte gewährleistet.
● Räder und Reifen vor jeder Fahrt auf
Risse, Schnitte u. ä. untersuchen, die
Felgen auf Verzug und andere Beschädigungen prüfen. Bei Mängeln an
Reifen oder Rädern das Rad von einer
Yamaha-Fachwerkstatt ersetzen lassen. Selbst kleinste Reparaturen an
Rädern und Reifen nur von einer
Fachwerkstatt ausführen lassen. Verformte oder eingerissene Felgen müssen ausgetauscht werden.
● Nach dem Austausch von Felgen
und/oder Reifen muß das Rad ausgewuchtet werden. Eine Reifenunwucht
beeinträchtigt die Fahrstabilität, vermindert den Fahrkomfort und verkürzt
die Lebensdauer des Reifens.
● Nach dem Reifenwechsel zunächst
mit mäßiger Geschwindigkeit fahren,
denn bevor der Reifen seine optimalen
Eigenschaften entwickeln kann, muß
seine Lauffläche vorsichtig eingefahren werden.
6-19
1. Einstellschraube für das Spiel des
Kupplungshebels
2. Kupplungshebel-Spiel
Der Kupplungshebel muß ein Spiel von
10.0–15.0 mm (0.39–0.59 in) aufweisen.
Das Kupplungshebel-Spiel regelmäßig prüfen und ggf. folgendermaßen einstellen.
Zum Erhöhen des Kupplungshebel-Spiels
die Einstellmutter in Richtung (a) drehen.
Zum Verringern des KupplungshebelSpiels die Einstellschraube in Richtung (b)
drehen.
HINWEIS:
Falls sich die Kupplung nicht, wie oben beschrieben, korrekt einstellen läßt oder nicht
ordnungsgemäß funktioniert, den internen
Kupplungsmechanismus von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
1C2G0.book Page 20 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU22240
Fußbremshebel-Position
einstellen
Bremsanlage verringert die Bremskraft
und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
1. Abstand zwischen Fußbremshebel und
Fußraste
GAU22270
Hinterrad-Bremslichtschalter
einstellen
1. Hinterrad-Bremslichtschalter
2. Einstellmutter des HinterradBremslichtschalters
Die Oberkante des Fußbremshebels sollte
etwa 43.0 mm (1.69 in) unterhalb der Oberkante der Fußraste sein, wie dargestellt. Die
Fußbremshebel-Position regelmäßig prüfen und ggf. von einer Yamaha-Fachwerkstatt einstellen lassen.
Der mit dem Bremslicht verbundene Hinterrad-Bremslichtschalter spricht beim Betätigen des Fußbremshebels an. Bei korrekter
Einstellung leuchtet das Bremslicht kurz vor
Einsetzen der Bremswirkung auf. Den
Bremslichtschalter gegebenenfalls folgendermaßen einstellen:
Den Hinterrad-Bremslichtschalter beim
Drehen der Einstellmutter festhalten. Um
den Einschaltpunkt des Bremslichts vorzuversetzen, die Einstellmutter in Richtung (a)
drehen. Um den Einschaltpunkt des Bremslichts zurückzuversetzen, die Einstellmutter
in Richtung (b) drehen.
GWA10690
WARNUNG
Ein weiches oder schwammiges Gefühl
beim Betätigen des Fußbremshebels
kann bedeuten, daß sich Luft im hydraulischen System befindet. Befindet sich
Luft im Hydrauliksystem, lassen Sie das
System von einer Yamaha-Fachwerkstatt in Ordnung bringen, bevor Sie mit
mit dem Motorrad fahren. Luft in der
6-20
6
1C2G0.book Page 21 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU22321
Scheibenbremsbeläge des
Vorder- und Hinterrads prüfen
Vorderradbremse
tabelle geprüft werden. Die Bremsen weisen Verschleißanzeiger (Nuten) auf, die ein
Prüfen der Bremsbeläge ohne Ausbau erlauben. Zur Prüfung des Bremsbelagverschleißes die Nuten prüfen. Wenn eine Nut
fast verschwunden ist, die Scheibenbremsbeläge als ganzen Satz von einer YamahaFachwerkstatt austauschen lassen.
GAU22580
Bremsflüssigkeitsstand prüfen
Vorderradbremse
1. Minimalstand-Markierung
1. Verschleißanzeigerille des Bremsbelags
6
Hinterradbremse
Hinterradbremse
1. Minimalstand-Markierung
1. Verschleißanzeigerille des Bremsbelags
Bei Bremsflüssigkeitsmangel kann Luft in
die Bremsanlage eindringen und dessen
Funktion beeinträchtigen.
Der Verschleiß der Scheibenbremsbeläge
vorn und hinten muß in den empfohlenen
Abständen gemäß Wartungs- und Schmier6-21
1C2G0.book Page 22 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Vor Fahrtantritt kontrollieren, daß Bremsflüssigkeit bis über die Minimalstand-Markierung reicht, und, falls erforderlich,
Bremsflüssigkeit nachfüllen. Ein niedriger
Bremsflüssigkeitsstand könnte darauf hinweisen, daß die Bremsbeläge abgenutzt
sind und/oder ein Leck im Bremssystem
vorhanden ist. Ist der Bremsflüssigkeitsstand niedrig, sicherstellen daß die Bremsbeläge auf Verschleiß und das Bremssystem auf Lecks überprüft wird.
Folgende Vorsichtsmaßregeln beachten:
● Beim Ablesen des Flüssigkeitsstands
muß der Vorratsbehälter für Bremsflüssigkeit waagerecht stehen.
● Nur die empfohlene Bremsflüssigkeit
verwenden. Andere Bremsflüssigkeiten können die Dichtungen angreifen,
Undichtigkeit verursachen und dadurch die Bremsfunktion beeinträchtigen.
● Darauf achten, daß beim Nachfüllen
kein Wasser in den Vorratsbehälter
gelangt. Wasser setzt den Siedepunkt
der Bremsflüssigkeit erheblich herab
und kann Dampfblasenbildung verursachen.
● Bremsflüssigkeit greift Lack und
Kunststoffteile an. Deshalb vorsichtig
handhaben und verschüttete Flüssigkeit sofort abwischen.
● Ein allmähliches Absinken des Bremsflüssigkeitsstandes ist mit zunehmendem Verschleiß der Bremsbeläge normal. Jedoch bei plötzlichem Absinken
die Bremsanlage von einer YamahaFachwerkstatt überprüfen lassen.
GAU22730
Bremsflüssigkeit wechseln
Die Bremsflüssigkeit sollte in den empfohlenen Abständen gemäß des HINWEISES
nach der Wartungs- und Schmiertabelle
von einer Yamaha-Fachwerkstatt gewechselt werden. Zusätzlich sollten die Öldichtungen der Hauptbremszylinder und der
Bremssättel, sowie die Bremsschläuche, in
den unten aufgeführten Abständen gewechselt werden, oder wenn sie beschädigt
oder undicht sind.
● Öldichtungen: Alle zwei Jahre erneuern.
● Bremsschläuche: Alle vier Jahre erneuern.
6
Empfohlene Bremsflüssigkeit:
DOT 4
● Ausschließlich Bremsflüssigkeit glei-
cher Marke und gleichen Typs nachfüllen. Das Mischen verschiedener
Bremsflüssigkeiten kann chemische
Reaktionen hervorrufen, die die
Bremsfunktion beeinträchtigen.
6-22
1C2G0.book Page 23 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU22760
Antriebsketten-Durchhang
Den Antriebsketten-Durchhang vor jeder
Fahrt prüfen und ggf. korrigieren.
GAU22790
Kettendurchhang prüfen
1. Das Motorrad auf den Hauptständer
stellen.
2. Das Getriebe in die Leerlaufstellung
schalten.
3. Das Hinterrad mehrmals drehen, um
die straffste Stelle der Kette ausfindig
zu machen.
4. Den Kettendurchhang, wie in der Abbildung gezeigt, messen.
5. Den Antriebsketten-Durchhang ggf.
folgendermaßen korrigieren.
GAU22940
Antriebskettendurchhang einstellen
1. Die Achsmutter und die Kontermutter
auf beiden Seite der Schwinge lokkern.
2. Zum Straffen der Antriebskette, die
Einstellschraube auf beiden Seiten der
Schwinge in Richtung (a) drehen. Zum
Lockern der Antriebskette, die Exzenterplatten auf jeder Seite der Schwinge
in Richtung (b) drehen und dann das
Hinterrad nach vorn drücken.
1. Achsmutter
2. Einstellschraube des
Antriebskettendurchhangs
3. Kontermutter
4. Ausrichtungsmarkierungen
HINWEIS:
6
Antriebsketten-Durchhang:
40.0–50.0 mm (1.57–1.97 in)
GCA10570
Beide Kettenspanner jeweils gleichmäßig
einstellen, damit die Ausrichtung sich nicht
verstellt. Die Markierungen auf beiden Seiten der Schwinge dienen zum korrekten
Ausrichten des Hinterrads.
ACHTUNG:
Eine falsch gespannte Antriebskette verursacht erhöhten Verschleiß von Motor
und anderen wichtigen Teilen und kann
dazu führen, daß die Kette reißt oder abspringt. Daher darauf achten, daß der
Kettendurchhang sich im Sollbereich
befindet.
3. Die Kontermuttern festziehen und
dann die Achsmutter vorschriftsmäßig
anziehen.
1. Antriebsketten-Durchhang
6-23
1C2G0.book Page 24 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Anzugsdrehmoment:
Achsmutter:
150 Nm (15.0 m·kgf, 108 ft·lbf)
GAU23020
GCA11110
Antriebskette schmieren
ACHTUNG:
Die Kette muß gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt und geschmiert
werden, um den Verschleiß gering zu halten. Dies gilt besonders für den Betrieb in
nassen oder staubigen Gegenden. Die Antriebskette wie folgt warten:
Motoröl und andere Schmiermittel sind
für die Antriebskette nicht zu verwenden, da sie möglicherweise Lösungsmittel enthalten, die die O-Ringe beschädigen können.
GCA10580
ACHTUNG:
Die Antriebskette muß nach der Fahrzeugreinigung oder einer Fahrt im Regen geschmiert werden.
1. Die Kette in einem Petroleumbad mit
einer kleinen weichen Bürste reinigen.
GCA11120
6
ACHTUNG:
Die Kette nicht mit Dampfstrahler, Hochdruck-Waschanlagen oder einem ungeeigneten Lösungsmittel reinigen, um
eine Beschädigung der O-Ringe zu vermeiden.
2. Die Kette trockenreiben.
3. Die Kette gründlich mit O-Ring-Kettenspray schmieren.
6-24
1C2G0.book Page 25 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU23100
GAU23110
Bowdenzüge prüfen und
schmieren
Gasdrehgriff und Gaszug
kontrollieren und schmieren
Die Funktion aller Bowdenzüge und deren
Zustand sollte vor jeder Fahrt kontrolliert
werden und die Züge und deren Enden ggf.
geschmiert werden. Ist ein Bowdenzug beschädigt oder funktioniert er nicht reibungslos, muß er von einer Yamaha-Fachwerkstatt kontrolliert oder ersetzt werden.
Vor jeder Fahrt sollte die Funktion des Gasdrehgriffs kontrolliert werden. Zusätzlich
sollte der Gaszug gemäß den in der Wartungs- und Schmiertabelle vorgeschriebenen Abständen geschmiert oder ersetzt
werden.
GAU23131
Fußbrems- und Schalthebel
prüfen und schmieren
Empfohlenes Schmiermittel:
Motoröl
Vor Fahrtantritt die Funktion der Fußbremsund Schalthebel prüfen und ggf. die Drehpunkte schmieren.
GWA10720
WARNUNG
6
Durch beschädigte Seilzughüllen können Seilzüge korrodieren und in ihrer
Funktion eingeschränkt werden. Aus Sicherheitsgründen beschädigte Seilzüge
unverzüglich erneuern.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalschmierfett)
6-25
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU23140
Handbrems- und
Kupplungshebel prüfen und
schmieren
GAU23210
Haupt- und Seitenständer prüfen
und schmieren
GAU23250
Hinterradaufhängung schmieren
Die Drehpunkte der Hinterradaufhängung
sollten in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und Schmiertabelle geschmiert werden.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett
Vor Fahrtantritt die Funktion der Handbrems- und Kupplungshebel prüfen und
ggf. die Drehpunkte schmieren.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalschmierfett)
Die Funktion des Haupt- und Seitenständers sollte vor jeder Fahrt geprüft werden
und die Drehpunkte und Metall-auf-MetallKontaktoberflächen sollten gegebenenfalls
geschmiert werden.
GWA10740
WARNUNG
Falls Haupt- oder Seitenständer klemmen, diese von einer Yamaha-Fachwerkstatt instand setzen lassen.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalschmierfett)
6-26
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU23271
GAU23280
Teleskopgabel prüfen
Lenkung prüfen
Zustand und Funktion der Teleskopgabel
müssen folgendermaßen in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle geprüft werden.
Verschlissene oder lockere Lenkungslager
stellen eine erhebliche Gefährdung dar.
Darum muß der Zustand der Lenkung folgendermaßen in den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und Schmiertabelle
geprüft werden.
1. Das Motorrad so aufbocken, daß das
Vorderrad frei in der Luft schwebt.
Zustand prüfen
GWA10750
WARNUNG
Das Fahrzeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.
Die Standrohre auf Riefen und andere Beschädigungen, die Gabeldichtringe auf Öllecks prüfen.
6
Funktionsprüfung
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Untergrund abstellen und in gerader Stellung halten.
2. Bei kräftig gezogenem Handbremshebel die Gabel durch starken Druck auf
den Lenker mehrmals einfedern und
prüfen, ob sie leichtgängig ein- und
ausfedert.
GWA10750
GCA10590
ACHTUNG:
Falls die Teleskopgabel nicht gleichmäßig ein- und ausfedert oder irgendwelche Schäden festgestellt werden, das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen bzw. reparieren lassen.
6-27
WARNUNG
Das Fahrzeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.
2. Die unteren Enden der Teleskopgabel
greifen und versuchen, sie in Fahrtrichtung hin und her zu bewegen. Ist
dabei Spiel spürbar, die Lenkung von
einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen und instand setzen lassen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU23290
GAU23370
Radlager prüfen
Batterie
Die Vorder- und Hinterradlager müssen in
den empfohlenen Abständen gemäß Wartungs- und Schmiertabelle geprüft werden.
Falls ein Radlager zuviel Spiel aufweist
oder das Rad nicht leichtgängig dreht, die
Radlager von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
Dieses Modell ist mit einer versiegelten Batterie (MF) ausgestattet, die absolut wartungsfrei ist. Die Kontrolle des Säurestands
und das Auffüllen von destilliertem Wasser
entfallen deshalb.
GCA10620
ACHTUNG:
Unter keinen Umständen die Zellverschlußkappen entfernen, da dies die
Batterie ernsthaft beschädigen würde.
GWA10760
WARNUNG
• AUGEN: Mindestens 15 Minuten
lang gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
● Die Batterie erzeugt explosives
Wasserstoffgas (Knallgas). Daher
Funken, offene Flammen, brennende Zigaretten und andere Feuerquellen von der Batterie fernhalten.
Beim Laden der Batterie in geschlossenen Räumen für ausreichende Belüftung sorgen.
● DIES UND BATTERIEN VON KINDERN FERNHALTEN.
● Die Batterie enthält giftige Schwe-
felsäure, die schwere Verätzungen
hervorrufen kann. Daher beim Umgang mit Batterien stets einen geeigneten Augenschutz tragen. Augen, Haut und Kleidung unter
keinen Umständen mit Batteriesäure in Berührung bringen. Im Falle,
daß Batteriesäure mit Haut in Berührung kommt, führen Sie die folgenden ERSTE HILFE-Maßnahmen
durch.
• ÄUßERLICH: Mit reichlich Wasser abspülen.
• INNERLICH: Große Mengen Wasser oder Milch trinken und sofort
einen Arzt rufen.
6-28
Batterie aufladen
Bei Entladung die Batterie so bald wie möglich von einer Yamaha-Fachwerkstatt aufladen lassen. Beachten Sie, daß die Batterie
sich durch die Zuschaltung elektrischer Nebenverbraucher schneller entlädt und deshalb öfter aufgeladen werden muß.
Batterie lagern
1. Wird das Fahrzeug über einen Monat
lang nicht benutzt, die Batterie ausbauen, aufladen und an einem kühlen
und trockenen Ort lagern.
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
2. Bei einer Stillegung von mehr als zwei
Monaten mindestens einmal im Monat
den Ladezustand der Batterie überprüfen und ggf. aufladen.
3. Vor der Montage die Batterie vollständig aufladen.
4. Nach der Montage sicherstellen, daß
die Batteriekabel richtig an die Batterieklemmen angeschlossen sind.
GAU23622
Sicherungen wechseln
GCA10630
ACHTUNG:
● Die Batterie immer in geladenem
6
Zustand halten. Das Lagern im entladenen Zustand fügt der Batterie
bleibende Schäden zu.
● Zum Laden der wartungsfreien Batterie ist ein spezielles Ladegerät nötig (Konstantstromstärke und/oder spannung). Konventionelle Ladegeräte können die Lebensdauer der
wartungsfreien Batterie vermindern. Falls Sie keinen Zugang zu einem Ladegerät für die wartungsfreie Batterie haben, lassen Sie sie
von Ihrer Yamaha-Fachwerkstatt
aufladen.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Hauptsicherung
Scheinwerfersicherung
Kühlerlüftersicherung
Zündungssicherung
Signalanlagensicherung
Zusatzsicherung (für Tachometer und Uhr)
Blinklicht- und Warnblinklichtsicherung
Ersatzsicherung
Zusätzliche Hauptsicherung
Die Hauptsicherung und der Sicherungskasten, der die Sicherungen für die einzelnen
Stromkreise enthält, befinden sich unter
dem Sitz. (Siehe Seite 3-11.)
Eine durchgebrannte Sicherung folgendermaßen erneuern.
1. Den Zündschlüssel auf “OFF” drehen
und den betroffenen Stromkreis ausschalten.
6-29
2. Die durchgebrannte Sicherung herausnehmen, und dann eine neue Sicherung mit der vorgeschriebenen
Amperezahl einsetzen.
Vorgeschriebene Sicherungen:
Hauptsicherung:
30.0 A
Scheinwerfersicherung:
20.0 A
Kühlerlüftersicherung:
10.0 A
Zündungssicherung:
20.0 A
Signalanlagensicherung:
20.0 A
Zusatzsicherung:
10.0 A
Blinklicht- und Warnblinklichtsicherung:
10.0 A
GCA10640
ACHTUNG:
Niemals Sicherungen mit einer höheren
als der vorgeschriebenen Amperezahl
verwenden. Eine Sicherung mit falscher
Amperezahl kann Schäden an elektrischen Komponenten und sogar einen
Brand verursachen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
3. Den Zündschlüssel auf “ON” drehen
und den betroffenen Stromkreis einschalten, um zu prüfen, ob das elektrische System einwandfrei arbeitet.
4. Falls die neue Sicherung sofort wieder
durchbrennt, die elektrische Anlage
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
GAU23730
Scheinwerferlampe
auswechseln
Die Scheinwerfer dieses Modells sind mit
zwei Halogenlampen ausgestattet. Eine
durchgebrannte Scheinwerferlampe wie
folgt auswechseln.
1. Die Abdeckung B abnehmen. (Siehe
Seite 6-6.)
2. Den Scheinwerfer-Steckverbinder lösen und dann die Lampenschutzkappe abnehmen.
1. Halterung der Scheinwerferlampe
GWA10790
WARNUNG
Scheinwerferlampen werden sehr
schnell heiß. Deshalb entflammbares
Material vom Lampenhalter fernhalten
und die Lampe niemals berühren, bevor
sie ausreichend abgekühlt ist.
1. Abdeckung der Scheinwerferlampe
2. Scheinwerfer-Steckverbinder
3. Den Lampenhalter aushängen und
dann die defekte Lampe herausnehmen.
6-30
4. Die neue Scheinwerferlampe einsetzen und mit dem Lampenhalter sichern.
GCA10650
ACHTUNG:
Darauf achten, folgende Teile nicht zu
beschädigen:
● Scheinwerferlampe
Schweiß- und Fettspuren auf dem
Glas beeinträchtigen die Leuchtkraft und Lebensdauer der Lampe.
Deshalb den Glaskolben der
6
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Scheinwerferlampe nicht mit den
Fingern berühren. Verunreinigungen der Scheinwerferlampe mit einem mit Alkohol oder Verdünner
angefeuchteten Tuch entfernen.
● Streuscheibe
Keinerlei Aufkleber oder Folien an
der Streuscheibe anbringen.
Die vorgeschriebene Lampen-Bezeichnung (Leistung) unbedingt beachten.
GAU24160
Rücklicht-/Bremslichtlampe
auswechseln
1. Den Sitz abnehmen. (Siehe Seite
3-11.)
2. Die Rücklicht-/Bremslicht-Lampenschutzkappe abnehmen.
1. Fassung der Rücklicht-/Bremslichtlampe
6
1. Abdeckung der Rücklicht-/Bremslichtlampe
3. Die Fassung samt Lampe im Gegenuhrzeigersinn herausdrehen.
1. Den Glasteil der Lampe nicht berühren.
5. Die Lampenschutzkappe aufsetzen
und dann den Steckverbinder einstekken.
6. Die Abdeckung montieren.
7. Den Scheinwerfer ggf. von einer
Yamaha-Fachwerkstatt einstellen lassen.
6-31
4. Die defekte Lampe hineindrücken und
im Gegenuhrzeigersinn herausdrehen.
5. Die neue Lampe in die Fassung hineindrücken und dann im Uhrzeigersinn
festdrehen.
6. Die Fassung samt Lampe einsetzen
und im Uhrzeigersinn festdrehen.
7. Die Lampenschutzkappe aufsetzen.
8. Den Sitz montieren.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU24201
Blinkerlampe auswechseln
3. Den Bremsschlauchhalter links und
rechts abschrauben.
4. Die Bremssättel links und rechts abschrauben.
GAU24360
Vorderrad
1. Die Blinker-Streuscheibe abschrauben.
GAU24470
Vorderrad ausbauen
GWA10820
WARNUNG
● Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einer
Yamaha-Fachwerkstatt durchgeführt werden.
● Das Fahrzeug sicher abstützen, damit es nicht umfallen kann.
1. Schraube
2. Die defekte Lampe hineindrücken und
im Gegenuhrzeigersinn herausdrehen.
3. Die neue Lampe in die Fassung hineindrücken und dann im Uhrzeigersinn
festdrehen.
4. Die Streuscheibe festschrauben.
1. Das Motorrad auf den Hauptständer
stellen.
2. Die Vorderachs-Klemmschraube,
dann die Radachse und die Bremssattel-Schrauben lockern.
1.
2.
3.
4.
Schraube
Bremsschlauchhalterung
Schraube
Bremssattel
6
GCA11050
ACHTUNG:
Bei demontierten Bremssätteln auf keinen Fall die Bremse betätigen, da sonst
die Bremsbeläge aneinandergedrückt
werden.
GCA11190
ACHTUNG:
Die Schraube nicht zu fest anziehen, um
die Streuscheibe nicht zu beschädigen.
5. Die Radachse herausziehen und dann
das Rad herausnehmen.
1. Radachse
2. Vorderachs-Klemmschraube
6-32
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU25020
Vorderrad einbauen
1. Das Rad zwischen die Gabelholme
heben.
2. Die Radachse durchstecken.
3. Das Vorderrad absenken, bis es auf
dem Boden steht.
4. Die Bremssättel festschrauben.
HINWEIS:
Vor dem Montieren der Bremssättel auf die
Bremsscheiben, sicherstellen, daß zwischen den Bremsbelägen ein genügend
großer Spalt für die Bremsscheiben vorhanden ist.
6
5. Die Bremsschlauchhalter festschrauben.
6. Die Radachse, dann die VorderachsKlemmschraube und die BremssattelSchrauben vorschriftsmäßig anziehen.
Anzugsdrehmomente:
Radachse:
72 Nm (7.2 m·kgf, 52 ft·lbf)
Vorderachs-Klemmschraube:
19 Nm (1.9 m·kgf, 14 ft·lbf)
Bremssattel-Befestigungsschraube:
40 Nm (4.0 m·kgf, 29 ft·lbf)
7. Die Teleskopgabel mehrmals einfedern, um deren Funktion zu prüfen.
GAU25080
Hinterrad
GAU25201
Hinterrad ausbauen
GWA10820
WARNUNG
● Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einer
Yamaha-Fachwerkstatt durchgeführt werden.
● Das Fahrzeug sicher abstützen, damit es nicht umfallen kann.
1. Die Achsmutter und die BremssattelBefestigungsschrauben lockern.
1.
2.
3.
4.
5.
Schraube
Bremsankerstrebe
Bremsankerstreben-Schraube
Bremsankerstreben-Mutter
Bremssattelhalterung
4. Die Achsmutter und dann den Bremssattel abschrauben.
GCA11300
ACHTUNG:
Bei demontiertem Bremssattel auf keinen Fall die Bremse betätigen, da sonst
die Bremsbeläge aneinandergedrückt
werden.
1. Achsmutter
2. Das Motorrad auf den Hauptständer
stellen.
3. Die Bremsankerstrebe durch Demontieren der Mutter und Schraube vom
Bremssattel lösen.
6-33
5. Die Kontermuttern auf beiden Seiten
der Schwinge lockern.
6. Die Einstellschrauben des Antriebskettenspanners ganz in Richtung (a)
drehen.
1C2G0.book Page 34 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
7. Das Hinterrad nach vorn drücken und
dann die Antriebskette vom Kettenrad
abnehmen.
2. Die Radachse von der rechten Seite
her durch die Bremssattelhalterung
und das Rad durchstecken, und dann
die Achsmutter montieren.
3. Die Antriebskette auf das Kettenrad
auflegen und dann den Antriebsketten-Durchhang einstellen. (Siehe Seite 6-23.)
1. Achsmutter
2. Einstellschraube des
Antriebskettendurchhangs
3. Kontermutter
7. Die Achsmutter, Bremssattelschrauben und die Mutter der Bremsankerstrebe zum vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.
Anzugsdrehmomente:
Achsmutter:
150 Nm (15.0 m·kgf, 108 ft·lbf)
Bremssattel-Befestigungsschraube:
40 Nm (4.0 m·kgf, 29 ft·lbf)
Bremsankerstreben-Mutter:
23 Nm (2.3 m·kgf, 17 ft·lbf)
6
HINWEIS:
Die Antriebskette muß für den Ein- und
Ausbau des Hinterrads nicht aufgetrennt
werden.
8. Das Rad abstützen und die Radachse
herausziehen.
9. Das Rad herausnehmen.
GAU25841
Hinterrad einbauen
1. Das Rad und die Bremssattelhalterung in die ursprüngliche Lage bringen.
4. Die Bremsankerstrebe mit deren
Schraube und Mutter an die Bremssattelhalterung montieren.
5. Den Bremssattel festschrauben.
HINWEIS:
Zwischen den Bremsbelägen muß ein genügend großer Spalt für die Bremsscheibe
vorhanden sein.
6. Das Motorrad vom Mittelständer herunterlassen, sodaß das Hinterrad Bodenkontakt hat.
6-34
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU25870
Fehlersuche
6
Obwohl alle Yamaha-Fahrzeuge vor der
Auslieferung einer strengen Inspektion unterzogen werden, kann es im Alltag zu Störungen kommen. Zum Beispiel können Defekte am Kraftstoff- oder Zündsystem oder
mangelnde Kompression zu Anlaßproblemen und Leistungseinbußen führen.
Die nachfolgenden Fehlersuchdiagramme
beschreiben die Vorgänge, die es Ihnen ermöglichen, eine einfache und schnelle Kontrolle der einzelnen Funktionsbereiche vorzunehmen. Reparaturarbeiten sollten
jedoch unbedingt von einer Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden, denn nur diese bietet das Know-how, die Werkzeuge
und die Erfahrung für eine optimale Wartung.
Ausschließlich Yamaha-Originalersatzteile
verwenden. Ersatzteile anderer Hersteller
mögen zwar so aussehen wie Yamaha-Teile, bieten aber nur selten die gleiche Qualität und Lebensdauer, was erhöhte Reparaturkosten zur Folge hat.
6-35
1C2G0.book Page 36 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
GAU25911
Fehlersuchdiagramme
Startprobleme und mangelnde Motorleistung
GWA10840
WARNUNG
Bei Prüf- und Reparaturarbeiten am Kraftstoffsystem Funken und offene Flammen fernhalten und auf keinen Fall rauchen.
1. Kraftstoff
Es ist genügend Kraftstoff vorhanden.
Verdichtung prüfen.
Es ist kein Kraftstoff vorhanden.
Kraftstoff nachfüllen.
Kraftstoffstand im
Tank prüfen.
Der Motor startet nicht.
Verdichtung prüfen.
2. Verdichtung
Verdichtung vorhanden.
Zündung prüfen.
Keine Verdichtung.
Lassen sie das Fahrzeug von einer YamahaFachwerkstatt prüfen.
6
E-Starter betätigen.
3. Zündung
Feucht
Mit einem trockenen Tuch abwischen und ZündkerzenElektrodenabstand korrigieren, oder Zündkerzen ersetzen.
Gas halb öffnen und E-Starter betätigen.
Trocken
Lassen sie das Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt prüfen.
Der Motor startet nicht. Batterie prüfen.
Zündkerzen herausnehmen
und Elektroden prüfen.
4. Batterie
Der Motor dreht sich zügig.
Der Batteriezustand ist gut.
Der Motor dreht sich nur mühsam.
Batterieanschlüsse prüfen. Batterie,
falls nötig, laden.
E-Starter betätigen.
6-36
Der Motor startet nicht. Lassen sie
das Fahrzeug von einer YamahaFachwerkstatt prüfen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
Motorüberhitzung
GWA10400
WARNUNG
● Niemals den Kühlerdeckel abnehmen, wenn der Motor und der Kühler heiß sind. Siedend heiße Flüssigkeit und heißer
Dampf können unter Druck austreten und ernsthafte Verletzungen verursachen. Immer abwarten, bis der Motor abgekühlt
ist.
● Nachdem die Kühlerverschlußdeckel-Arretierschraube losgedreht wurde, einen dicken Lappen, wie z. B. ein Handtuch, über
den Kühlerverschlußdeckel legen und dann den Deckel langsam im Gegenuhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, damit
der restliche Druck entweichen kann. Wenn kein Zischen mehr zu vernehmen ist, auf den Deckel drücken und im Gegenuhrzeigersinn abschrauben.
Es gibt ein
Leck.
Lassen Sie das Kühlsystem von
einer Yamaha-Fachwerkstatt
reparieren.
Es gibt kein
Leck.
Kühlflüssigkeit nachfüllen.
(Siehe HINWEIS.)
Kühlflüssigkeitsstand zu niedrig.
Kühlanlage auf Lecks absuchen.
6
Motor abkühlen lassen.
Kühlflüssigkeitsstand im
Vorratsbehälter und im
Kühler prüfen.
Kühlflüssigkeitsstand ist OK.
Motor anlassen. Wenn der Motor wieder überhitzt, das
Kühlsystem in einer Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen und
reparieren lassen.
HINWEIS:
Falls die vorgeschriebene Kühlflüssigkeit nicht verfügbar ist, kann notfalls auch Leitungswasser verwendet werden. Dieses aber so bald
wie möglich durch die vorschriftsmäßige Kühlflüssigkeit ersetzen.
6-37
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
PFLEGE UND STILLEGUNG DES MOTORRADS
GAU26010
Pflege
Während die offene Bauweise einerseits
die attraktive Technologie sichtbar macht,
hat sie andererseits den Nachteil, daß das
Motorrad ungeschützt ist. Obwohl nur hochwertige Materialien verwendet werden, sind
die Bauteile nicht korrosionssicher. Während bei Automobilen beispielsweise ein
korrodierter Auspuff unbeachtet bleibt, fallen schon kleine Rostansätze an der Motorrad-Auspuffanlage unangenehm auf. Regelmäßige, richtige Pflege ist nicht nur eine
Bedingung für Garantieansprüche, sondern
Ihr Motorrad wird auch besser aussehen,
länger leben und optimale Leistungen erbringen.
Vorbereitung für die Reinigung
1. Die Schalldämpferöffnung abkühlen
lassen und dann mit einer Plastiktüte
abdecken.
2. Sicherstellen, daß alle Kappen und
Abdeckungen, sowie alle elektrischen
Stecker und Anschlußbuchsen, einschließlich der Zündkerzenstecker,
fest sitzen.
3. Auf stark verschmutzte Stellen, die z.
B. durch verkrustetes Motoröl verunreinigt sind, einen Kaltreiniger mit dem
Pinsel auftragen, aber niemals Kaltreiniger auf Dichtungen, Kettenräder, die
Antriebskette und Radachsen auftragen! Kaltreiniger und Schmutz mit
Wasser abspülen.
Reinigung
GCA10770
ACHTUNG:
● Stark säurehaltige Radreiniger, be-
sonders an Speichenrädern, vermeiden. Werden solche Produkte
für schwer zu entfernende Verschmutzungen verwendet, das Reinigungsmittel nicht länger als vorgeschrieben auf der betroffenen
Stelle lassen. Die behandelten Teile
unbedingt sehr gut mit Wasser spülen, sofort abtrocknen und anschließend mit einem Korrosionsschutz versehen.
● Unsachgemäße Reinigung kann
den Windschutz, die Verkleidungsteile und andere Plastikteile beschädigen. Ausschließlich weiche,
saubere Tücher oder Schwämme
mit einem milden Reinigungsmittel
und Wasser verwenden, um Plastikteile zu reinigen.
● Niemals scharfe Chemikalien für
Plastikteile verwenden. Niemals folgende Mittel bzw. einen mit diesen
Mitteln angefeuchteten Lappen
7-1
oder Schwamm benutzen: alkalische oder stark säurehaltige Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Benzin, Rostschutz- oder entfernungsmittel, Brems- oder
Kühlflüssigkeit, Batteriesäure.
● Niemals Hochdruck-Waschanlagen
oder Dampfstrahlreiniger verwenden, da diese das Einsickern von
Wasser und damit eine Verschlechterung in den folgenden Bereichen
verursachen: Dichtungen (von Rädern, Schwinglagern, Gabeln und
Bremsen), elektrische Bestandteile
(Stecker, Verbindungen, Instrumente, Schalter und Lichter), Ent- und
Belüftungsschläuche.
● Für Motorräder, die mit einer Windschutzscheibe ausgestattet sind:
Keine starken Reiniger oder harten
Schwämme verwenden, da sie Teile
abstumpfen oder verkratzen werden. Einige Plastikreinigungsmittel
könnten auf der Windschutzscheibe Kratzer hinterlassen. Das Produkt an einer nicht im Blickfeld liegenden Stelle der
Windschutzscheibe testen, ob es
Scheuerspuren hinterläßt. Ist die
7
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
PFLEGE UND STILLEGUNG DES MOTORRADS
Windschutzscheibe verkratzt, nach
dem Waschen ein PlastikpoliermitteI verwenden.
1. Das Motorrad abkühlen lassen und
dann mit kaltem Wasser und einem
milden Reinigungsmittel abwaschen.
GCA10790
Nach normalem Gebrauch
Schmutz am besten mit warmem Wasser,
einem milden Reinigungsmittel und einem
sauberen, weichen Schwamm lösen, danach gründlich mit sauberem Wasser spülen. Schwer zugängliche Stellen mit einer
Zahnbürste oder Flaschenbürste reinigen.
Hartnäckiger Schmutz und Insekten lassen
sich leichter entfernen, wenn zuvor ein nasses Tuch einige Minuten lang auf die verschmutzten Stellen gelegt wird.
7
Nach Fahrten im Regen, auf Straßen, die
mit Salz bestreut wurden oder in Küstennähe
Da Meeressalz und Streusalz in Verbindung mit Wasser extrem korrosiv wirken,
führen Sie bitte nach jeder Fahrt in Regen,
Küstennähe oder auf gestreuten Straßen
folgende Schritte durch.
HINWEIS:
Im Winter gestreutes Salz kann noch bis in
den Frühling hinein auf Straßen vorhanden
sein.
5.
ACHTUNG:
Kein warmes Wasser verwenden, da es
das aggressive Verhalten von Salz verstärkt.
2. Um Korrosion zu verhindern, ein Korrosionsschutzspray auf alle Metalloberflächen sprühen, einschließlich
verchromter und vernickelter Metalloberflächen.
6.
7.
8.
verchromt, vernickelt, eloxiert oder auf
eine andere Art oberflächenvergütet
sind.
Verwenden Sie Sprühöl als Universalreiniger, um noch vorhandene Restverschmutzungen zu entfernen.
Steinschläge und andere kleine Lackschäden mit Farblack ausbessern
bzw. mit Klarlack versiegeln.
Wachsen Sie alle lackierten Oberflächen.
Das Motorrad vollständig trocknen lassen, bevor es untergestellt oder abgedeckt wird.
GWA10930
Nach der Reinigung
1. Das Motorrad mit einem Leder oder einem saugfähigen Tuch trockenwischen.
2. Die Antriebskette sofort trocknen und
schmieren, um Rostansatz zu verhindern.
3. Verwenden Sie zur Pflege von verchromten, Aluminum- und EdelstahlTeilen, auch an der Auspuffanlage,
eine Chrompolitur. Sogar die temperaturbedingte Verfärbung von EdelstahlAuspuffanlagen kann mit einer solchen Politur entfernt werden.
4. Alle Metalloberflächen müssen mit einem Korrosionsschutzspray vor Korrosion geschützt werden, auch wenn sie
7-2
WARNUNG
● Sicherstellen, daß sich weder Öl
noch Wachs auf den Bremsen oder
Reifen befindet. Gegebenenfalls
Bremsscheiben und -beläge mit
Aceton oder einem handelsüblichen Bremsenreiniger säubern,
Reifen mit Seifenlauge abwaschen.
● Vor einer Fahrt mit dem Motorrad,
die Bremsleistung und das Verhalten in Kurven testen.
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
PFLEGE UND STILLEGUNG DES MOTORRADS
GCA10800
ACHTUNG:
● Wachs und Öl stets sparsam auftra-
gen und jeglichen Überschuß abwischen.
● Niemals Gummi- oder Kunststoffteile einölen bzw. wachsen, sondern mit geeigneten Pflegemitteln
behandeln.
● Polituren nicht zu häufig einsetzen,
denn diese enthalten Schleifmittel,
die eine dünne Schicht des Lackes
abtragen.
HINWEIS:
Produktempfehlungen erhalten Sie bei Ihrem Yamaha-Händler.
GAU26160
Abstellen
Kurzzeitiges Abstellen
Das Motorrad sollte stets kühl und trocken
untergestellt und mit einer luftdurchlässigen
Plane abgedeckt werden, um es vor Staub
zu schützen.
GCA10810
ACHTUNG:
● Stellen Sie ein nasses Motorrad nie-
mals in eine unbelüftete Garage
oder decken es mit einer Plane ab,
denn dann bleibt das Wasser auf
den Bauteilen stehen, und das kann
Rostbildung zur Folge haben.
● Um Korrosion zu verhindern, feuchte Keller, Ställe (Anwesenheit von
Amoniak) und Bereiche, in denen
starke Chemikalien gelagert werden, vermeiden.
Stillegung
Möchten Sie Ihr Motorrad mehrere Monate
stillegen, sollten folgende Schutzvorkehrungen getroffen werden:
1. Befolgen Sie alle Anweisungen, die im
Abschnitt “Pflege” in diesem Kapitel
angegeben sind.
7-3
2. Für Motorräder, welche mit einem
Kraftstoffhahn ausgestattet sind, der
eine “OFF”-Stellung hat: Den Kraftstoffhahn auf “OFF” stellen.
3. Die Vergaser-Schwimmerkammer
durch Aufdrehen der Ablaßschraube
entleeren, um einer Verharzung vorzubeugen. Das abgelassene Benzin in
den Kraftstofftank einfüllen.
4. Füllen Sie den Kraftstofftank und fügen Sie einen stabilisierenden Zusatz
hinzu (falls erhältlich), um den Tank
vor Rostbefall zu schützen und eine
chemische Veränderung des Kraftstoffs zu verhindern.
5. Zum Schutz der Zylinder, Kolbenringe,
etc. vor Korrosion die folgenden
Schritte ausführen:
a. Die Zündkerzenstecker abziehen
und dann die Zündkerzen herausschrauben.
b. Je etwa einen Teelöffel Motoröl
durch die Kerzenbohrungen einfüllen.
c. Die Zündkerzenstecker auf die
Zündkerzen aufstecken und dann
die Zündkerzen auf den Zylinderkopf legen, so daß die Elektroden
Masseverbindung haben. (Damit
wird im nächsten Schritt die Funkenbildung begrenzt.)
7
1C2G0.book Page 4 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
PFLEGE UND STILLEGUNG DES MOTORRADS
d. Den Motor einige Male mit dem
Anlasser durchdrehen. (Dadurch
wird die Zylinderwand mit Öl benetzt.)
e. Die Zündkerzenstecker von den
Zündkerzen abziehen, die Zündkerzen einschrauben und die
Zündkerzenstecker wieder auf die
Zündkerzen aufsetzen.
GWA10950
pro Monat aufladen. Die Batterie nicht
an einem übermäßig kalten oder warmen Ort [unter 0 °C (30 °F) oder über
30 °C (90 °F)] lagern. Nähere Angaben zum Lagern der Batterie siehe
Seite 6-28.
HINWEIS:
Notwendige Reparaturen vor der Stillegung
ausführen.
WARNUNG
Um Verletzung oder Schäden durch Funken vorzubeugen, müssen die Elektroden der Zündkerzen geerdet werden,
wenn der Motor durchgedreht wird.
7
6. Sämtliche Seilzüge sowie alle Hebelund Ständer-Drehpunkte ölen.
7. Den Luftdruck der Reifen kontrollieren
und ggf. korrigieren. Anschließend das
Motorrad so aufbocken, daß beide Räder über dem Boden schweben. Anderenfalls jeden Monat die Räder etwas
verdrehen, damit die Reifen nicht ständig an derselben Stelle aufliegen und
dadurch beschädigt werden.
8. Den Schalldämpfer mit Plastiktüten so
abdecken, daß keine Feuchtigkeit eindringen kann.
9. Die Batterie ausbauen und vollständig
aufladen. Die Batterie an einem kühlen, trockenen Ort lagern und einmal
7-4
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:
Gesamtlänge:
2125 mm (83.7 in)
Gesamtbreite:
765 mm (30.1 in)
Gesamthöhe:
1190 mm (46.9 in)
Sitzhöhe:
820 mm (32.3 in)
Radstand:
1450 mm (57.1 in)
Bodenfreiheit:
140 mm (5.51 in)
Mindest-Wendekreis:
2900 mm (114.2 in)
Motoröl:
Kraftstoff:
Sorte (Viskosität):
SAE10W30 oder SAE10W40 oder
SAE15W40 oder SAE20W40 oder
SAE20W50
-20 -10
0
10 20 30 40 50 ˚C
SAE 10W-30
SAE 10W-40
SAE 15W-40
SAE 20W-40
SAE 20W-50
Gewicht:
Mit Öl und Kraftstoff:
231.0 kg (509 lb)
Motor:
Bauart:
flüssigkeitsgekühlter 4-Takt-Motor, DOHC
Zylinderanordnung:
4-Zylinder-Reihe, quer nach vorn geneigt
Hubraum:
998.0 cm³ (60.90 cu.in)
Bohrung × Hub:
74.0 × 58.0 mm (2.91 × 2.28 in)
Verdichtungsverhältnis:
11.40 :1
Startsystem:
Elektrostarter
Schmiersystem:
Naßsumpfschmierung
Empfohlene Motorölqualität:
API Service, Sorte SE, SF, SG oder höher
Motoröl-Füllmenge:
Ohne Wechsel der Ölfilterpatrone:
2.80 L (2.96 US qt) (2.46 Imp.qt)
Mit Wechsel der Ölfilterpatrone:
3.00 L (3.17 US qt) (2.64 Imp.qt)
Kühlsystem:
Fassungsvermögen des KühlflüssigkeitsAusgleichsbehälters (bis zur Maximalst:
0.30 L (0.32 US qt) (0.26 Imp.qt)
Fassungsvermögen des Kühlers
(einschließlich aller Kanäle):
2.40 L (2.54 US qt) (2.11 Imp.qt)
Luftfilter:
Luftfiltereinsatz:
Trockenfiltereinsatz
8-1
Empfohlener Kraftstoff:
Ausschließlich bleifreies Normalbenzin
Tankvolumen (Gesamtinhalt):
21.0 L (5.55 US gal) (4.62 Imp.gal)
Davon Reserve:
4.0 L (1.06 US gal) (0.88 Imp.gal)
Vergaser:
Hersteller:
MIKUNI
Typ × Anzahl:
BSR37 x 4
Zündkerze(n):
Hersteller/Modell:
NGK/CR9E
Hersteller/Modell:
DENSO/U27ESR-N
Zündkerzen-Elektrodenabstand:
0.7–0.8 mm (0.028–0.031 in)
Kupplung:
Kupplungsbauart:
Mehrscheiben-Ölbadkupplung
Kraftübertragung:
Primäruntersetzungsgetriebe:
Stirnräder
Primäruntersetzungsverhältnis:
68/43 (1.581)
Sekundäruntersetzungsgetriebe:
Kette
Sekundäruntersetzungsverhältnis:
44/16 (2.750)
Getriebeart:
klauengeschaltetes 6-Gang-Getriebe
8
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TECHNISCHE DATEN
Getriebebetätigung:
Fußschalthebel (links)
Getriebeabstufung:
1. Gang:
35/14 (2.500)
2. Gang:
35/19 (1.842)
3. Gang:
30/20 (1.500)
4. Gang:
28/21 (1.333)
5. Gang:
30/25 (1.200)
6. Gang:
29/26 (1.115)
Fahrgestell:
Rahmenbauart:
Doppelschleifenrohrrahmen
Lenkkopfwinkel:
26.0 °
Nachlauf:
104.0 mm (4.09 in)
Vorderreifen:
8
Ausführung:
Schlauchlos-Reifen
Dimension:
120/70 ZR17M/C (58W)
Hersteller/Typ:
METZELER/MEZ4Y FRONT
Hinterreifen:
Ausführung:
Schlauchlos-Reifen
Dimension:
180/55 ZR17M/C (73W)
Hersteller/Typ:
METZELER/MEZ4Y
Zuladung:
Felgengröße:
17M/C x MT5.50
Vorderradbremse:
Max. Gesamtzuladung:
189 kg (417 lb)
(Gesamtgewicht von Fahrer, Beifahrer,
Gepäck und Zubehör)
Reifenluftdruck (bei kaltem Reifen):
Zuladungsbedingung:
0–90 kg (0–198 lb)
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
270 kPa (39 psi) (2.70 kgf/cm²)
Zuladungsbedingung:
90–189 kg (198–417 lb)
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
290 kPa (42 psi) (2.90 kgf/cm²)
Rennen:
Vorn:
250 kPa (36 psi) (2.50 kgf/cm²)
Hinten:
290 kPa (42 psi) (2.90 kgf/cm²)
Vorderrad:
Rad-Bauart:
Gußrad
Felgengröße:
17M/C x MT3.50
Hinterrad:
Bauart:
Doppelscheibenbremse
Betätigung:
Handbremshebel (rechts)
Empfohlene Flüssigkeit:
DOT 4
Hinterradbremse:
Bauart:
Einzelscheibenbremse
Betätigung:
Fußbremshebel (rechts)
Empfohlene Flüssigkeit:
DOT 4
Vorderrad-Federung:
Bauart:
Teleskopgabel
Feder/Stoßdämpfer-Bauart:
Spiralfeder, hydraulisch gedämpft
Federweg:
140.0 mm (5.51 in)
Hinterrad-Federung:
Bauart:
Schwinge mit Umlenkhebelabstützung
Feder/Stoßdämpfer-Bauart:
Spiralfeder, hydraulisch gedämpft,
gasdruckunterstützt
Federweg:
135.0 mm (5.31 in)
Elektrische Anlage:
Rad-Bauart:
Gußrad
Zündsystem:
Transistorzündung (digital)
8-2
1C2G0.book Page 3 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
TECHNISCHE DATEN
Lichtmaschine:
Drehstromgenerator mit Permanentmagnet
Batterie:
Typ:
GT14B-4
Spannung, Kapazität:
12 V, 12.0 Ah
Scheinwerfer:
Lampenart:
Halogenlampe
Lampenspannung (Watt × Anzahl):
Scheinwerfer:
12 V, 60 W/55.0 W × 2
Rücklicht/Bremslicht:
12 V, 5 W/21.0 W × 2
Blinklicht vorn:
12 V, 21.0 W × 2
Blinklicht hinten:
12 V, 21.0 W × 2
Standlicht vorn:
12 V, 5.0 W × 2
Instrumentenbeleuchtung:
12 V, 2.0 W × 3
Leerlauf-Kontrolleuchte:
14 V, 1.4 W × 1
Fernlicht-Kontrolleuchte:
14 V, 1.4 W × 1
Ölstand-Warnleuchte:
14 V, 1.4 W × 1
Blinker-Kontrolleuchte:
14 V, 1.4 W × 2
Reserve-Warnleuchte:
12 V, 2.0 W × 1
Kühlflüssigkeits-Warnleuchte:
LED
Sicherungen:
Hauptsicherung:
30.0 A
Scheinwerfersicherung:
20.0 A
Signalanlagensicherung:
20.0 A
Zündungssicherung:
20.0 A
Kühlerlüftersicherung:
10.0 A
Blinklicht- und Warnblinklichtsicherung:
10.0 A
Zusatzsicherung:
10.0 A
8
8-3
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
KUNDENINFORMATION
GAU26351
Identifizierungsnummern
GAU26380
GAU26400
Schlüssel-Identifizierungsnummer
Fahrgestellnummer
1. Schlüssel-Identifizierungsnummer
1. Fahrgestellnummer
Die Schlüssel-Identifizierungsnummer ist
auf dem Schlüsselanhänger eingestanzt.
Diese Nummer im entsprechenden Feld notieren, da sie bei der Bestellung eines Ersatzschlüssels angegeben werden muß.
Die Fahrgestellnummer ist am Lenkkopfrohr eingeschlagen. Tragen Sie diese Nummer in das entsprechende Feld ein.
Bitte übertragen Sie die Schlüssel- und
Fahrgestellnummern sowie die Modellcode-Plakette in die dafür vorgesehenen Felder, da diese für die Bestellung von Ersatzteilen und -schlüsseln sowie bei einer
Diebstahlmeldung benötigt werden.
SCHLÜSSELIDENTIFIZIERUNGSNUMMER:
FAHRGESTELLNUMMER:
MODELLCODE-PLAKETTE:
9
9-1
HINWEIS:
Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer dient
zur Identifizierung ihres Motorrads, und wird
von der Zulassungsbehörde registriert.
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KUNDENINFORMATION
GAU26480
Modellcode-Plakette
1. Modellcode-Plakette
Die Modellcode-Plakette ist auf dem Rahmen unter der Sitzbank angebracht. (Siehe
Seite 3-11.)Übertragen Sie Informationen
auf dieser Plakette in die vorgesehenen
Felder. Diese Informationen benötigen Sie
zur Ersatzteil-Bestellung bei Ihrem
Yamaha-Händler.
9
9-2
1C2G0.book Page 1 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
INDEX
A
Abblendschalter ...................................... 3-6
Abdeckungen, abnehmen und
montieren.............................................. 6-6
Ablagefach ............................................ 3-12
Abstellen ................................................. 7-3
Anlassen (kalter Motor)........................... 5-1
Antriebsketten-Durchhang .................... 6-23
Antriebskette, schmieren ...................... 6-24
B
Fußbremshebel ...................................... 3-8
Fußbremshebel-Position, einstellen ..... 6-20
Fußbrems- und Schalthebel,
prüfen und schmieren ........................ 6-25
Fußschalthebel ....................................... 3-7
G
Gasdrehgriff und Gaszug
kontrollieren und schmieren ............... 6-25
Gaszugspiel, einstellen......................... 6-16
H
Batterie.................................................. 6-28
Blinker-Kontrolleuchten........................... 3-2
Blinkerlampe, auswechseln .................. 6-32
Blinkerschalter ........................................ 3-6
Bordwerkzeug ......................................... 6-1
Bowdenzüge, prüfen und
schmieren ........................................... 6-25
Bremsflüssigkeitsstand, prüfen ............. 6-21
Bremsflüssigkeit, wechseln................... 6-22
Handbremshebel .................................... 3-8
Handbrems- und Kupplungshebel,
prüfen und schmieren ........................ 6-26
Haupt- und Seitenständer, prüfen
und schmieren.................................... 6-26
Helmhalter ............................................ 3-11
Hinterrad............................................... 6-33
Hinterradaufhängung, schmieren ......... 6-26
Hinterrad-Bremslichtschalter,
einstellen ............................................ 6-20
Hupenschalter ........................................ 3-6
C
Chokehebel........................................... 3-10
D
Diebstahlanlage (Sonderzubehör) .......... 3-6
Drehzahlmessereinheit ........................... 3-4
I
Identifizierungsnummern ........................ 9-1
K
E
Kraftstoff ................................................. 3-9
Kraftstoff sparen, Tips ............................ 5-4
Kraftstofftank-Belüftungsschlauch ........ 3-10
Kühlflüssigkeit....................................... 6-11
KühlflüssigkeitstemperaturWarnleuchte ......................................... 3-3
Kupplungshebel...................................... 3-7
Kupplungshebel-Spiel, einstellen ......... 6-19
Einfahrvorschriften .................................. 5-4
EXUP-System ....................................... 3-16
F
Fahrgestellnummer ................................. 9-1
Fahrzeugbeschreibung ........................... 2-1
Federbein, einstellen............................. 3-14
Fehlersuchdiagramme .......................... 6-36
Fehlersuche .......................................... 6-35
Fernlicht-Kontrolleuchte .......................... 3-3
L
Leerlaufdrehzahl................................... 6-15
Leerlauf-Kontrolleuchte ...........................3-2
Lenkerarmaturen.....................................3-6
Lenkung, prüfen .................................... 6-27
Lichthupenschalter .................................. 3-6
Luftfiltereinsatz, reinigen .......................6-13
M
Modellcode-Plakette................................ 9-2
Motor, Anlassen eines
warmgelaufenen ...................................5-3
Motoröl und Ölfilterpatrone...................... 6-8
Motorstoppschalter.................................. 3-6
O
Ölstand-Warnleuchte .............................. 3-3
P
Parken..................................................... 5-5
Pflege ......................................................7-1
R
Räder ....................................................6-19
Radlager, prüfen ...................................6-28
Reifen....................................................6-17
Reserve-Warnleuchte .............................3-3
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn ............4-2
Rücklicht-/Bremslichtlampe,
auswechseln ....................................... 6-31
S
Schalten ..................................................5-3
Scheibenbremsbeläge des Vorderund Hinterrads, prüfen ........................ 6-21
Scheinwerferlampe, auswechseln......... 6-30
Schlüssel-Identifizierungsnummer ..........9-1
Seitenständer ........................................ 3-16
Sicherheitsinformationen.........................1-1
Sicherungen, wechseln .........................6-29
Sitzbank ................................................3-11
1C2G0.book Page 2 Tuesday, June 17, 2003 11:23 AM
INDEX
Starterschalter ........................................ 3-7
Stromkreis-Prüfeinrichtungen ................. 3-5
T
Tachometer ............................................ 3-3
Tankanzeige ........................................... 3-5
Tankverschluß ........................................ 3-8
Technische Daten................................... 8-1
Teleskopgabel einstellen ...................... 3-12
Teleskopgabel, prüfen .......................... 6-27
V
Ventilspiel, einstellen ............................ 6-16
Vergaser, einstellen.............................. 6-15
Vorderrad.............................................. 6-32
W
Warnblinkschalter ................................... 3-7
Warn- und Kontrolleuchten..................... 3-2
Wartungsintervalle und
Schmierdienst....................................... 6-2
Z
Zündkerzen, prüfen ................................ 6-7
Zünd-/Lenkschloß ................................... 3-1
Zündunterbrechungs- u.
Anlaßsperrschalter-System ................ 3-17
A5-yoko_Blank.fm Page 1 Tuesday, April 8, 2003 11:43 AM
A5-yoko_Blank.fm Page 1 Tuesday, April 8, 2003 11:43 AM
BEDIENUNGSANLEITUNG
FZS1000
FZS1000S
YAMAHA MOTOR CO., LTD.
AUF RECYCLINGPAPIER GEDRUCKT
PRINTED IN JAPAN
2003.06-0.3×1 CR
(G)
1C2-28199-G0
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Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

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