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Betriebsanleitung für
Baureihe Lion’s City Hybrid
für die Varianten
Lion’s City
A37
12,00 m
Stadtbusse
Gedruckt in Deutschland
Da wir ständig an der Weiterentwicklung unserer Produkte
arbeiten, können Abweichungen zwischen der Betriebsan
leitung und dem Produkt bestehen. Wenn Sie verbindliche
Informationen zu bestimmten Eigenschaften Ihres Fahrzeu
ges benötigen, bitten wir um Ihre Anfrage.
Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung in jeglicher
Form, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Ge
nehmigung der MAN Truck & Bus AG.
Adresse der Technischen Dokumentation:
MAN Truck & Bus AG
Technische Dokumentation SAWDB
Dachauer−Straße 667
D−80995 München
Buchnummer:
Sachnummer:
TK_BA_ED_A37_11_01_DEU_Hybrid
Version 1.0
36.99287−5000
E−Mail: [email protected]−mn.com
Internet: www.mantruckandbus.com
MAN − Partner mit Zukunft
Der Dieselmotor, durch Rudolf Diesel zwischen 1893 und
1897 bei MAN verwirklicht, ist der inzwischen meistverbrei
tetste Antriebsmotor von Nutzfahrzeugen. Bei MAN wird
dieser seither kontinuierlich weiterentwickelt und die Ar
beitsweise wird immer weiter perfektioniert. Dies schlägt
sich im Verbrauch und den Leistungen nieder.
Den Anforderungen der neuesten Abgasvorschriften wird
ebenso wie bei alternativen Antrieben Rechnung getragen.
Diesen Entwicklungsprozess prägt und begleitet MAN seit
nunmehr 85 Jahren.
Mit innovativen Lastkraftwagen und Omnibussen ist die
MAN Nutzfahrzeuge Gruppe zukunftsweisend bei den füh
renden Anbietern der internationalen Fahrzeugindustrie
angesiedelt.
Gemeinsam mit unseren Tochtermarken ERF (Großbritan
nien) und Star (Polen) sowie der Busmarke NEOPLAN
setzten wir Zeichen auf den internationalen Märkten.
Made by MAN" steht weltweit für absolute Spitzentechno
logie rund um das Nutzfahrzeug.
Abgerundet wird dies durch das Zertifikat für hervorragen
des Qualitätsmanagement nach den Anforderungen der
DIN EN ISO 9001.
Der Lion’s City Hybrid
Die Forderung zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs,
die Verminderung der Fahrzeugemissionen und das öffent
liche Anliegen den Ausstoß von klimabeeinflussenden Ab
gasen (CO2) zu minimieren, war für die MAN Truck & Bus
AG ausschlaggebend bereits frühzeitig in alternative An
triebskonzepte zu investieren. Durch die Hybridtechnik
lässt sich die Effizienz des Fahrzeugantriebs erhöhen, bei
gleichzeitiger Verringerung der Abgasemissionen.
Hybridfahrzeuge werden über zwei verschiedene Antrieb
sarten (Verbrennungsmotor und Elektromaschine) angetrie
ben. Bei Hybridfahrzeugen der MAN Truck & Bus AG,
werden Teile der Bremsenergie" über Generatoren in
elektrischen Strom umgewandelt und im Hochvolt−Trakti
onsenergiespeicher gespeichert. Die hierbei gewonnene
und gespeicherte elektrische Energie wird zum Antrieb
des Fahrzeuges genutzt.
EEV−Motoren
Ziel der Entwicklung der EEV−Motoren ist es, sparsame,
leichte, umweltfreundliche und trotzdem starke, zukunftssi
chere Motoren zu entwickeln.
MAN erreicht die EEV Norm ohne den Zusatz weiterer
Betriebsstoffe.
Die Common Rail Motoren sind mit einer gekühlten Ab
gasrückführung ausgestattet. Der Ansaugluft wird ein zuvor
gekühlter Teil der Abgase beigemischt. Durch diese Maß
nahme wird die Verbrennungstemperatur herabgesetzt und
die Stickoxidbildung vermindert. Anschließend gelangen
die Abgase in das PM−KAT®−System und werden dort
weiter gereinigt (. Seite 5).
Zwei Turbolader sorgen schon bei niedrigen Drehzahlen
für einen gleichmäßigen Drehmomentverlauf.
Vorteile des PM−KAT®−Systems
S Es ist kein zusätzlicher Betriebsstoff nötig.
S Es gibt keine Einschränkungen im Bauraum oder beim
Tankvolumen.
S Es sind keine aufwendigen Dosiereinheiten und Über
wachungssysteme notwendig.
S Robustes, wartungsfreies System, optimal funktionie
rend unter allen Betriebs− und Temperaturbedingun
gen.
S Eine überproportionale Eliminierung der besonders
schädlichen Kleinstpartikel.
S Bis zu 150 kg Gewichtsvorteil gegenüber Systemen mit
AdBlue (Harnstofflösung).
PM−KAT®−System
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Die bei der Verbrennung entstehenden Partikelemissionen werden
durch das PM−KAT®−System aus dem Abgas gefiltert. Die vom
Motor einströmenden Abgase werden zunächst zum Oxidationskata
lysator .1. geführt. Nachfolgend gelangen die vorgereinigten Abgase
in den PM−Filter .2.. Die in dem PM−Filter befindlichen Vlieslagen
speichern dabei die Rußpartikel, die dann unter Zugabe des aus
dem Oxidationskatalysator gewonnenen Stickstoffoxids ausgeschie
den werden.
Die Rußpartikel reagieren dabei mit dem Stickstoffdioxid NO2, indem
das Stickstoffdioxid Sauerstoff O2 abgibt und wieder zu Stickstoffmo
noxid NO wird.
CRTec®−System
Der Filter .4. hält die Partikel im Abgas zu einem hohen Grad zurück.
Im Katalysatorteil .3. werden Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff
zu Kohlendioxid und Wasser umgesetzt. Darüber hinaus wird Stick
stoffmonoxid zu Stickstoffdioxid oxidiert. Die Rußpartikel werden mit
Hilfe des im Oxydationskatalysators entstandenen Stickstoffdioxids zu
Kohlendioxid und Stickstoffmonoxid umgewandelt.
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Zur Sicherung der Funktionsfähigkeit muss sich die Arbeitstempera
tur des Systems innerhalb von 260−450 °C bewegen. Deshalb
wurde ein zusätzlicher Regelkreis realisiert, welcher über das Zusam
menspiel des AGR−Ventils und der Motorstaudruckklappe in der
Lage ist, dem CRTec®−Filter die erforderliche Abgastemperatur be
reitzustellen.
Hybridtechnik allgemein
Hybrid
Die Forderung zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs,
die Verminderung der Fahrzeugemissionen und das öffent
liche Anliegen den Ausstoß von klimabeeinflussenden Ab
gasen (CO2) zu minimieren, war für die MAN Truck & Bus
AG ausschlaggebend bereits frühzeitig in alternative An
triebskonzepte zu investieren. Durch die Hybridtechnik
lässt sich die Effizienz des Fahrzeugantriebs erhöhen, bei
gleichzeitiger Verringerung der Abgasemissionen.
Der Ausdruck Hybrid stammt von dem lateinischen Fremd
wort griechischen Ursprunges (Hybrida, −ae, m) ab und
hat die Bedeutung von etwas Gebündeltem, Gekreuztem
oder Gemischtem.
In der Technik versteht man darunter allgemein ein Sy
stem in dem zwei verschiedene Technologien miteinander
kombiniert sind.
Ein HybridKraftfahrzeug ist ein Fahrzeug, das durch zwei
unterschiedliche Antriebsarten bzw. Energiequellen betrie
ben wird. Die am weitesten verbreitete Hybridvariante ist
die Kombination aus Verbrennungsmotor (Diesel, Benzin)
als Hauptenergiequelle und Elektromaschine mit einem
Stromspeicher in Form eines Akkumulators: Lithium−Io
nen, Nickel−Metallhydrid (NiMH) oder Doppelschicht−Kon
densatoren, so genannten Ultracaps, die bei MAN derzeit
zum Einsatz kommen.
Hybrid Antrieb
Betriebszustände
Der Verbrennungsmotor hat beim seriellen Hybridantrieb
keine mechanische Verbindung zur Antriebsachse. Beim
dieselelektrischen Antrieb erzeugt eine Dieselmotor−Gene
ratorEinheit die elektrische Energie für den Fahrbetrieb.
Den Antrieb der Räder übernehmen zwei durch ein Sum
miergetriebe gekoppelte Fahrantriebsmotoren.
Verbrennungsmotor und Elektromaschine tragen, je nach
Betriebszustand und gefordertem Drehmoment, in unter
schiedlichem Maße zur Antriebsleistung bei.
Da DieselmotorDrehzahl und Fahrgeschwindigkeit vonein
ander unabhängig sind, arbeitet der Dieselmotor fast aus
schließlich im günstigsten Verbrauchsbereich.
Bei Bremsvorgängen wandeln die Fahrantriebsmotoren die
Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Diese Ener
gie wird in UltracapSpeichermodulen, einem Hochvolt−
Traktionsenergiespeicher, bis zum nächsten
Beschleunigungsvorganggespeichert.
Der Kraftstoffverbrauch verringert sich dadurch deutlich.
Besonders wirkt sich dies im Stadtverkehr mit häufigen
Brems− und Beschleunigungszyklen aus.
Durch eine implementierte Start−Stopp−Automatik und
einem bedarfsgerechten Betrieb der Nebenaggregate,
kann die Systemeffizienz weiter gesteigert werden. Hinzu
kommt lärm− und emissionsfreies, rein elektrisches Anfah
ren an der Haltestelle. Um ein technisches und wirtschaftli
ches Optimum der Hybridisierung zu erreichen, ist es
dabei von essentieller Bedeutung das Fahrzeuggesamtsy
stem in möglichst all seinen Komponenten zu betrachten.
Die Hybridsteuerung legt die Momentenaufteilung zwi
schen den beiden Antrieben fest. Die Art des Zusammen
wirkens von Verbrennungsmotor, Elektromaschinen und
Energiespeicher definiert die unterschiedlichen Betriebszu
stände:
S Elektrisches Anfahren (Zero Emission)
S Konventionelles Fahren
S Bremsen (Rekuperation)
S Beschleunigen (Boosten)
Elektrisches Anfahren (Zero Emission)
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Die herausragende Besonderheit bei einem Full−Hybrid−System ist
das rein elektrische Fahren, das vom intelligenten MAN Energiema
nagement des Lion‘s City Hybrid für den Kurzstreckenbetrieb,‘also
hauptsächlich beim Anfahren, genutzt wird. Beim Anfahren erhalten
die elektrischen Fahrmotoren ausschließlich gespeicherte Energie aus
den Ultracap−Modulen.
S Im rein elektrischen Betrieb fährt der MAN Lions City Hybrid
ohne Dieselmotor an und erzeugt insbesondere an Haltestellen
keine Abgase − somit auch keine Schadstoffe.
S Mit vollem Energiespeicher kann der MAN Lions City Hybrid
durchschnittlich mehr als 100 Meter, also weit über den Haltestel
lenbereich hinaus, rein elektrisch fahren.
S Der Energiespeicher liefert bei abgeschaltetem Dieselmotor auch
die Energie für die Versorgung der Nebenaggregate oder des
24−V−Bordnetzes.
Anfahren (rein elektrisches Fahren) nur mit Energie aus dem Ultra
cap−Energiespeicher.
.1.
elektrischer Energiespeicher
.2.
Elektromotoren (M)
.e.
elektrischer Energiefluss
.m.
mechanischer Energiefluss
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Phlegmatisierung des Dieselmotors
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Wenn der Ladestand des elektrischen Energiespeichers zum rein
elektrischen Fahren nicht ausreicht, fährt der MAN Lions City Hybrid
ebenfalls elektrisch, aber mit Dieselkraftstoff als Energiequelle. Das
intelligente MAN Energiemanagement des MAN Lions City Hybrid ist
hierbei so ausgelegt, dass der elektrische Energiespeicher so oft und
so lange wie möglich genutzt wird. Das ermöglicht eine langsamere
Nachführung der Leistungsbereitstellung durch die Dieselmotor−
Generator−Einheit. Der Dieselmotor reagiert auf die höhere Lei
stungsanforderung verzögert, phlegmatisch".
S Der Betrieb des Dieselmotors mit reduzierter Dynamik im Bereich
des optimalen Wirkungsgrades reduziert Kraftstoffverbrauch und
Emissionen nochmals deutlich.
Phlegmatisierung des Dieselmotors durch Entkoppelung
vom direkten Antrieb der Achsen.
.1.
elektrischer Energiespeicher
.2.
Elektromotoren (M), treiben direkt die Hinterachse an
.3.
Generator (G), arbeitet beim Starten als Startermotor (M)
.4.
Dieselmotor
.5.
Kraftstofftank
.6.
Bremswiderstand
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elektrischer Energiefluss
.m.
mechanischer Energiefluss
Start−Stopp−Automatik
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Die Start−Stopp−Automatik arbeitet automatisch, sobald der MAN
Lions City Hybrid zum Stillstand kommt. Auch das erneute Starten
des Dieselmotors erfolgt automatisch.
S Etwa 25−40 Prozent ihrer Betriebsdauer verbringen Stadtbusse
im Durchschnitt an Haltestellen, wo eine optimierte Start−Stopp−
Automatik bereits teuren Kraftstoff spart.
S Nach dem Abschalten des Dieselmotors wird bei ausreichend
geladenem Energiespeicher zunächst wieder rein elektrisch ange
fahren (. Seite 8).
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Start des Dieselmotors über den Generator mit elektrischer Energie
aus dem Speicher.
.1.
elektrischer Energiespeicher
.2.
Elektromotoren (M), treiben direkt die Hinterachse an
.3.
Generator (G), arbeitet beim Starten als Startermotor (M)
.4.
Dieselmotor
.5.
Kraftstofftank
.6.
Bremswiderstand
.e.
elektrischer Energiefluss
.m.
mechanischer Energiefluss
Boosten (Beschleunigen)
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Beim Boosten wird kurzzeitig das Antriebsmoment erhöht, indem die
beiden Fahrmotoren zusätzliche Energie aus den Ultracaps erhalten.
S Das Boosten wird genutzt, um ein maximales Antriebsmoment zu
erzeugen.
S Auch beim Boosten arbeitet der Dieselmotor im optimalen Dreh
zahlbereich.
S Dank der Funktion Boosten" erreicht der MAN Lions City Hybrid
eine sehr hohe Fahrdynamik − vergleichbar einem Fahrzeug mit
deutlich leistungsstärkerem D20−Motor, der jedoch rund 500 kg
schwerer ist als das kleinvolumige D08−Aggregat.
Boosten (Beschleunigen) der elektrischen Fahrmotoren durch zusätz
liche elektrische Energie aus den Ultracaps.
.1.
elektrischer Energiespeicher
.2.
Elektromotoren (M), treiben direkt die Hinterachse an
.3.
Generator (G), arbeitet beim Starten als Startermotor (M)
.4.
Dieselmotor
.5.
Kraftstofftank
.6.
Bremswiderstand
.e.
elektrischer Energiefluss
.m.
mechanischer Energiefluss
Rekuperation von Bremsenergie
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Das größte Potenzial des Hybridsystems liegt in der Rekuperation
(Rückgewinnung) von Bremsenergie. Die Fahrmotoren arbeiten beim
Bremsen als Generatoren und wandeln die mechanische (kinetische)
Bremsenergie in elektrische Energie um. Diese wird gespeichert und
steht bei Bedarf wieder für den Fahrbetrieb zur Verfügung.
S Die Rückgewinnung von Bremsenergie durch die Fahrmotoren
schont die Betriebsbremse und ist von ihrer Auswirkung her ver
gleichbar mit der verschleißfreien Dauerbremse, z. B. einem kon
ventionellen Retarder, der hierdurch überflüssig wird.
S Unabhängig von der Bremswirkung durch die elektrischen Fahr
motoren ist die Betriebssicherheit bei Stillstands− und Vollbrem
sungen durch die konventionelle Betriebsbremse garantiert, die
ebenfalls elektronisch gesteuert wird und über alle modernen
Sicherheitssysteme wie ABS und ASR verfügt.
Schema der Rekuperation von Bremsenergie.
.1.
elektrischer Energiespeicher
.2.
Elektromotoren (M), treiben direkt die Hinterachse an
.3.
Generator (G), arbeitet beim Starten als Startermotor (M)
.4.
Dieselmotor
.5.
Kraftstofftank
.6.
Bremswiderstand
.e.
elektrischer Energiefluss
.m.
mechanischer Energiefluss
Übersicht der Hybrid Komponenten
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Legende zur Übersicht
.1.
Elektrischer Fahrantrieb: Fahrmotoren,
Summiergetriebe
.2.
Elektrischer Fahrantrieb: Generator, Anpassgetriebe mit
Kupplung
.3.
Hochvolt−Traktionsenergiespeicher
(Ultracap−Speichermodule)
.4.
Komponententräger
(Inverter, Bordnetzladewandler usw.)
.5.
Elektrische Klimaanlage
6.
Sekundärkühlkreislauf für Dachkomponenten und
Fahrantrieb (blau)
7.
HochvoltLeitungen (orange)
Inhalt
Auf Anwenderfreundlichkeit geprüft . . . . . . . . . . . . . . .
24
Sehr geehrte MAN−Fahrerin,
sehr geehrter MAN−Fahrer, . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Zu dieser Betriebsanleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Sicherheit und Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicheres Betreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Allgemeine Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Qualifikation des Fahr− und
Wartungspersonals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Qualifikation des elektrotechnischen
Fachpersonals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bestimmungsgemäßes Verwenden,
Verwendungszweck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Befördern von mobilitätseingeschränkten
Personen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebssicherheit wahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vermeiden von Unfällen mit
Personenschäden Sicherheitsvorschriften . . . . . . . . .
Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor
elektrischer Spannung9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anhänger* kuppeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umgang mit Batterien − Sicherheitshinweise . . . . . .
Abgasanlagen allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umgang mit Klimaanlagen
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Umgang mit Motorenaltöl
Allgemeine Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von
elektrischen Steuergeräten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lenk− und Ruhezeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Abgasanlagen mit PM−KAT®−System oder
CRTec®−System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einsatz von Funkgeräten und
mobilen Telefonen (Handy) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Warten und Pflegen − Sicherheitsvorschriften . . . . . .
Verhalten bei Unfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Allgemeine Maßnahmen bei einem Unfall . . . . . . . . . .
Verhalten bei Brand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Entsorgen von Betriebsstoffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wirtschaftliches Fahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bedienen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schlüssel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schlüsselübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrzeug öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Türen verriegeln / entriegeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Türen von außen öffnen / schließen − Fahrer . . . . . . .
Türen von außen öffnen − Fahrgäste . . . . . . . . . . . . .
Türen von innen öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrgastmeldeanlage bedienen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Inhalt
Klappen öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übersicht Klappen Lion’s City (A37) 2 Türen . . . . . . .
Übersicht Klappen Lion’s City (A37) 3 Türen . . . . . . .
Motorraumklappe öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . .
Serviceklappen öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . .
Nummernschildträger öffnen / schließen . . . . . . . . . .
Bugblende öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Frontblende öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bugklappen öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Deckenverkleidung öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . .
Schaltkastenabdeckung öffnen / schließen . . . . . . . .
Arbeitsplatz einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrerkabinentür öffnen / schließen . . . . . . . . . . . . . .
Fahrersitz einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lenkrad einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Behrquirl (Ventilator)* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Innen− und Außenspiegel einstellen . . . . . . . . . . . . . .
Sonnenrollo der Frontscheibe
manuell einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sonnenrollo der Frontscheibe
elektrisch* einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sonnenrollo der Seitenscheibe einstellen . . . . . . . . . .
Heizen, Lüften, Kühlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bedieneinheit Heizen, Lüften, Kühlen . . . . . . . . . . . . .
Displayanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Heizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Lüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kühlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umluftbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Entfeuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zusatzheizung bzw. Standheizung . . . . . . . . . . . . . . .
Bedieneinheit Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sofortheizen ein oder abschalten . . . . . . . . . . . . . . . .
Uhrzeit und Wochentag einstellen . . . . . . . . . . . . . . . .
Startzeiten der Zusatzheizung programmieren . . . . .
Aktivieren / Deaktivieren einer programmierten
ZusatzheizungsStartzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einschaltdauer der Zusatzheizung einstellen . . . . . . .
Restlaufzeit der Zusatzheizung anzeigen . . . . . . . . . .
Restlaufzeit der Zusatzheizung einstellen . . . . . . . . . .
Audio / Video . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bedieneinheit Audio / Video . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mikrofon bedienen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Rollstuhlrampe verwenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Steckdose 24 V* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrgasthaltewunschanzeige* . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Unfalldatenspeicher − UDS* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zielschildanlage* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrscheinentwerteranlage* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Inhalt
Sicherheitseinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Prüfen und Instandhalten der
Sicherheitseinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Warn− und Hinweisschilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Anordnung der Warn− und Hinweisschilder . . . . . . . 104
Rückhaltesysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Sicherheitsgurte anlegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Notgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Warndreieck, Warnblinkleuchte, Warngeräte . . . . . . . 110
Unterlegkeile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
Nothämmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
Verbandskästen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
Feuerlöscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Hybrid−Verhalten im Notfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
Brandmelder* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
Ausstieg im Notfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
Türen von innen entriegeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
Türen mit Nothahn von außen öffnen . . . . . . . . . . . . . . 125
Türen mit Nothahn von innen öffnen . . . . . . . . . . . . . . 127
Werkstatttaster* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Tür mit Werkstatttaster* von außen öffnen . . . . . . . . . 129
Motor−NOT−AUS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
Motor im Notfall ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
18
Notlöseeinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Feststellbremse notlösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Haltestellenbremse notlösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reversieranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Unterspannungsschutzschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anfahrsperre bei geöffneten Türen . . . . . . . . . . . . . . . .
132
132
133
134
136
136
137
Fahrerarbeitsplatz MAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
Stand− und Fahrlicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
Standlicht und Fahrlicht einschalten . . . . . . . . . . . . . . 142
Stand− und Fahrlicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144
Standlicht und Fahrlicht einschalten* . . . . . . . . . . . . . 144
Übersicht Schalter und Taster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
Beleuchtungstest durchführen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161
Tachograph . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Digitaler Tachograph DTCO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Tachograph . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Digitaler Tachograph DTCO
Siemens VDO 1381 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Digitaler Tachograph DTCO
Stoneridge SE5000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166
Tachographenkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
Inhalt
Anzeigeinstrumente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
EffizenzAnzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Tachometer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
KraftstoffVorratsanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
KühlmittelTemperaturanzeige Dieselmotor . . . . . . . .
Vorratsdruckanzeiger für Bremskreise I und II . . . . . .
Warn− und Kontrollleuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kontrollleuchtenblock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrerdisplay . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hybridanzeigen im Fahrerdisplay . . . . . . . . . . . . . . . .
Menüstruktur im Fahrerdisplay . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Menüstruktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einstell− und Rückstelltasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Uhrzeit einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zwischen Uhrzeit− und
Außentemperaturanzeige wechseln . . . . . . . . . . . . . . .
Glatteiswarnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Instrumentenbeleuchtung einstellen . . . . . . . . . . . . . .
Zwischen Tages− und
Gesamtkilometeranzeige wechseln . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlermeldungen Priorität 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlermeldungen Priorität 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlermeldungen Priorität 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fehlermeldungen Priorität 4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
169
169
171
173
174
175
176
176
181
186
188
188
194
194
195
195
196
197
198
207
222
238
Fahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243
Vor Fahrtantritt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244
Einfahrhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244
Vorbereitungen vor jeder Fahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
Besonderheiten Hybrid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247
Motor starten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
Starten des Motors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
Starten und Abstellen des Motors im Motorraum . . . . 252
Fahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 254
Fahren mit Anhänger* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257
Konventioneller Anhängerbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . 258
Personenanhängerbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258
Schalten MAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259
Fahrbereichsvorwahlschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259
Fahrsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
Elektronisch geregeltes Bremssystem (EBS) . . . . . . . 264
Reifendruckkontrollsystem (TPM) . . . . . . . . . . . . . . . . 269
Twin Electric Platform System (TEPS) . . . . . . . . . . . . . 270
Kombihebel MAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271
Bremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274
Betriebsbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274
Bremsfunktionen am Bremspedal . . . . . . . . . . . . . . . . 275
Elekrtisches Bremsen mit Bedienhebel . . . . . . . . . . . . 276
Haltestellenbremse (HSB) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 278
19
Inhalt
Abstellen, Parken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280
Feststellbremse einlegen, Parken . . . . . . . . . . . . . . . . 280
Fahrzeug betanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283
Fahren im Winter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 288
Selbsthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291
Abschleppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292
Sicherheitshinweise zum Abschleppen . . . . . . . . . . . . 292
Hinteres Koppelmaul vorbereiten . . . . . . . . . . . . . . . . . 294
Vorderes Koppelmaul vorbereiten . . . . . . . . . . . . . . . . 294
Abschleppen von Bussen mit defektem Motor
oder Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
Abschleppen von Bussen mit Achs− und
Lenkungsschäden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
Bergen von Bussen aus dem Gelände . . . . . . . . . . . . 296
Keilriemen wechseln, prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297
Keilriemen / Keilrippenriemen wechseln . . . . . . . . . . . 297
Motor D0836 Keilriemen /
Keilrippenriemen wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 298
Keilriemen− Keilrippenriemenspannung prüfen . . . . 300
Bei Druckluftverlust . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 301
Federspeicher mechanisch lösen . . . . . . . . . . . . . . . . 301
Fahrzeug fremdbefüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 302
Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges bei
druckloser Luftfederung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303
Rad wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304
20
Fremdstarten / Starthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 313
Fremdstarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 313
Starthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 315
Mechanischer Batterietrennschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318
Elektrische Anlage von der Batterie trennen . . . . . . . . 318
Lampen Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 320
Übersicht Fahrzeugaußenbeleuchtung . . . . . . . . . . . . 320
Übersicht Fahrzeuginnenbeleuchtung . . . . . . . . . . . . 322
Lampen austauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 324
Sicherungen wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 335
Sicherungen oder Relais wechseln . . . . . . . . . . . . . . . 335
Anordnung der Schalttafeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 336
Übersicht der Steuergeräte und Schalttafeln . . . . . . . 336
Belegung der Schalttafeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 338
Anordnung der Hochvolt−Komponenten . . . . . . . . . . . . . 340
Übersicht der Hochvolt−Komponenten
und −Leitungen232 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 340
Instrumententräger öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 342
Instrumententräger öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 342
Bei leergefahrenem Tank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343
Kraftstoffanlage entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343
Bei Mikroorganismen im Tank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 344
Mikroorganismen im Tank beseitigen . . . . . . . . . . . . . 344
Bei Ausfall des Kühlerlüfters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346
Kühlerlüfter überbrücken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346
Inhalt
Bei defekter Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zusatzheizung nach Störabschaltung
wieder einschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kraftstofffilter Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kraftstofffilter für Zusatzheizung erneuern . . . . . . . . . .
Was tun, wenn ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
347
347
349
349
351
Wartung & Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 359
MAN / Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 360
MAN / Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 360
Wartungsarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 362
Auszuführende Wartungsarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . 362
Dieselmotor Kühlmittelstand prüfen . . . . . . . . . . . . . . . 364
Sekundärkühlkreislauf prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 366
Ölstand Lenkhydraulik prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 367
Ölstand des Motors prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 369
Automatische Ölnachfüllung* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 371
Öl des hydrostatischen Lüfterantriebes
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 373
Zustand und Spannung der Keilriemen /
Keilrippenriemen prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 374
Flüssigkeitsstand der Batterien prüfen . . . . . . . . . . . . 376
Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 378
Wischerblätter wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 379
Aggregate auf Dichtheit prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reifenluftdruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Luftfilteranlage prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Luftfederbälge auf Zustand prüfen . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckluftbehälter auf
Wasseransammlung prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bremsbelagverschleiß* kontrollieren . . . . . . . . . . . . . .
Kraftstofftank entwässern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sonstige Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Leitungen der Zusatzheizung schließen . . . . . . . . . . .
Sonstige Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prüfanschlüsse für Druckluftbremsanlage . . . . . . . . .
Frontbox . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnosesteckdosen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Abgasreinigungssystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Türen einstellen / sperren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Winterbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vorbereitungen für den Winterbetrieb . . . . . . . . . . . . .
Stilllegen / Wiederinbetriebnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrzeug stilllegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fahrzeug wieder in Betrieb nehmen . . . . . . . . . . . . . .
Reinigung und Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reinigen und Pflegen des Fahrzeuges . . . . . . . . . . . .
380
380
381
383
384
385
386
387
387
389
389
391
392
393
394
396
396
401
401
403
404
404
21
Inhalt
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415
Typschilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416
Fahrzeug− und Komponententypschilder . . . . . . . . . 416
Fahrzeugidentifizierungsnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . 419
Maße, Gewichte, Lasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Fahrzeugabmessungen Lion’s City (A37) . . . . . . . . . . 420
Fahrzeuggewichte und Achslasten . . . . . . . . . . . . . . . 421
Wendekreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421
Anhänge− und Stützlasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422
Skikoffer* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 423
Eckdaten Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 423
Räder und Reifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
Anziehdrehmomente der Radmuttern . . . . . . . . . . . . . 424
Reifen− und Felgengrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
Geschwindigkeitsindex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
Reifenluftdrücke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 425
Füllmengen und Betriebsstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 426
Kraftstoff− und Zusatztanks . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 426
KühlmittelMischungsverhältnisse Dieselmotor . . . . . 427
Sekundärkühlmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 427
Hydrostatischer Lüfterantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 428
Scheibenwaschwasserbehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . 428
Motor−, Getriebe−, Achsen−,
Lenkungs−F üllmengen und Betriebsstoffe . . . . . . . . 428
22
Geschwindigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
Höchstgeschwindigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
Geschwindigkeitsbegrenzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
Sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430
Elektrische Ausrüstung Diesel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430
Klimatische Umgebungsbedingungen . . . . . . . . . . . . 430
Zusätzliche Elektrische Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . 430
Verzeichnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 431
Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 433
Fachwörter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 435
Stichwörter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
Inhalt
23
Vorwort
Anwenderfreundlichkeit
Auf Anwenderfreundlichkeit geprüft
Eine Anerkennung für echte und beständige Qualität von
Betriebsanleitungen erfolgte 2005, 2006, 2007, 2008 und
2010 durch die Auszeichnung mit dem tekom DokuPreis
(tekom = Fachverband für technische Kommunikation und
Informationsentwicklung).
Der tekom DokuPreis wird mit dem Ziel vergeben, gute
und sehr gute Betriebsanleitungen und Benutzerhandbü
cher auszuzeichnen.
Unabhängige Experten für Technische Dokumentationen
begutachteten die eingereichten Betriebsanleitungen nach
einem vorgegebenen Kriterienkatalog.
Folgende Kriterien werden bewertet:
S Gliederung und Text der Betriebsanleitung
S Abbildungen in der Betriebsanleitung
S Gestaltung, Ausführung und Lesbarkeit
S Sicherheitshinweise im Umgang mit dem Fahrzeug
S Navigation (Lese und Orientierungshilfen in der Doku
mentation)
S Umfang (Informationsgehalt in der Betriebsanleitung)
S Vergleich Dokumentation (Betriebsanleitung) − Produkt
(Fahrzeug)
Der Kriterienkatalog basiert auf den folgenden anerkannten
Richtlinien für Technische Dokumentationen:
S DIN EN 62079 Benutzerinformation − Hinweise zur
Erstellung"
S Richtlinie VDI 4500 Blatt 1−4 Benutzerdokumentation"
S Richtlinie Technische Dokumentation beurteilen" (e.V.
tekom)
S Richtlinie zur Erstellung von Sicherheitshinweisen in
Betriebsanleitungen" (e.V.tekom)
24
Vorwort
Einleitung
Sehr geehrte MAN−Fahrerin, sehr geehrter MAN−Fahrer,
die vorliegende Betriebsanleitung informiert den Fahrer
und das Begleitpersonal in übersichtlicher Form über die
sichere sowie korrekte Handhabung, Wartung und Pflege
des Fahrzeuges. Nehmen Sie sich deswegen etwas Zeit,
um sich umfassend mit Ihrem Fahrzeug vertraut zu ma
chen.
In dieser Betriebsanleitung sind mehrere Fahrzeugausfüh rungen, wie in Technische Daten" aufgeführt, zusammen
gefasst. Wichtige Sonderausstattungen sind ebenso
berücksichtigt, so dass die Ausführung Ihres Fahrzeuges
bei einigen Beschreibungen und Abbildungen abweichen
kann.
MAN−Fahrzeuge werden auf Kundenwunsch mit den ver
schiedensten Aggregaten und Zubehörteilen ausgestattet,
z. B.:
S Getriebe
S Heizungen
S Klimaanlagen
S und anderen.
Die rechtzeitige und gewissenhafte Wartung und Pflege
nach den festgelegten Wartungsintervallen sichern und
erhalten die Betriebs− und Verkehrssicherheit sowie den
zuverlässigen Einsatz Ihres Busses.
Alle Personen, die mit dem Betrieb und der Instandhaltung
dieses Fahrzeuges beauftragt sind, müssen diese Betriebs
anleitung und die HerstellerBetriebsanleitungen vor dem
Führen des Fahrzeuges bzw. vor Beginn der Arbeiten ge
lesen und verstanden haben.
Dies gilt insbesondere für die Hinweise in den Kapiteln
"Sicherheit und Umwelt", Sicherheitseinrichtungen",
Technische Daten" und die Sicherheitshinweise in den
jeweiligen Kapiteln dieser Betriebsanleitung.
Das Nichtbeachten dieser Betriebsanleitung und der beilie
genden HerstellerBetriebsanleitungen führt zum Verlust
des Garantieanspruches.
Einleitung
Wir legen die jeweiligen HerstellerBetriebsanleitungen
dem Fahrzeug bei. Dort beachten Sie bitte die entspre
chenden Betriebs− und Wartungshinweise.
25
Vorwort
Einleitung
Verwenden Sie ausschließlich Original MAN−, oder durch
MAN freigegebene Ersatz− und Zubehörteile. Nur die von
uns freigegebenen Originalersatzteile sind von uns geprüft
und besitzen somit die geeigneten Voraussetzungen für
den Einsatz in Ihrem Fahrzeug.
Beim Einsatz von nicht freigegebenen Teilen geht der Ga
rantie− bzw. Gewährleistungsanspruch verloren.
Auch nach Ablauf der Garantiezeit empfehlen wir Ihnen
den Einsatz von Originalteilen, um eine ständige Lei
stungsfähigkeit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Diese Betriebsanleitung ist ein Teil des Fahrzeuges. Sie
muss an einem geeigneten Ort aufbewahrt werden und für
das Fahrpersonal jederzeit zugänglich sein.
26
Ein besonderes Anliegen der MAN Truck & Bus AG ist es,
den Umweltschutz voranzutreiben. Dies beginnt schon bei
der Entwicklung und Konstruktion unserer Fahrzeuge. So
achten wir darauf, dass keine umweltschädigenden Mate
rialien zum Einsatz kommen und z. B. Emissionswerte den
höchsten Anforderungen gerecht werden.
Eine wirtschaftliche Fahrweise trägt dazu bei, unsere Res
sourcen und unsere Umwelt zu schonen.
Achten Sie bitte auf die Vorschriften, Hinweise und Tipps,
die in dieser Betriebsanleitung und den HerstellerBetriebs
anleitungen aufgeführt sind.
Viel Spaß und allzeit gute Fahrt wünscht Ihnen die Techni
sche Redaktion der MAN Truck & Bus AG.
Vorwort
Zu dieser Betriebsanleitung
Konzept dieser Betriebsanleitung
Fahren
Sehr geehrte Anwenderin, sehr geehrter Anwender,
Hier finden Sie Informationen, die Sie für das Fahren
brauchen. Lesen Sie dieses Kapitel, bevor Sie den Motor
zum ersten Mal starten.
diese Betriebsanleitung wird Sie in allen Situationen mit
Ihrem Fahrzeug unterstützen. Damit die Informationen
schnell zu finden sind, hat jedes einzelne Hauptkapitel
eine eigene Leitfarbe.
Sicherheit und Umwelt
Hier finden Sie Informationen zum sicheren Betrieb des
Fahrzeuges und Hinweise zum Umweltschutz.
Bedienen
Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Ausstattung
Ihres Fahrzeuges. Dieses Hauptkapitel ergänzt die Haupt
kapitel Fahrerarbeitsplatz und Fahren. Lesen Sie es des
halb vor der ersten Fahrt aufmerksam durch und machen
sich mit der Ausstattung Ihres Fahrzeuges vertraut.
Selbsthilfe
Dieses Hauptkapitel gibt Ihnen Handlungsanweisungen im
Falle einer Panne und beschreibt mögliche Lösungsvor
schläge bei Problemen.
Wartung & Pflege
Hier finden Sie Angaben zu Wartungs− und Pflegearbei
ten Ihres Fahrzeuges.
Technische Daten
Hier finden Sie alle wichtigen technischen Daten zu Ihrem
Fahrzeug.
Sicherheitseinrichtungen
Verzeichnisse
Hier werden sämtliche Sicherheitseinrichtungen Ihres Fahr
zeuges und deren Funktionsweisen beschrieben. Die
Kenntnis der Sicherheitseinrichtungen ist unbedingte Vor
aussetzung zum Betreiben Ihres Fahrzeuges.
Inhalts− und Stichwortverzeichnis helfen Ihnen, ge
wünschte Informationen schnell zu finden.
Fahrerarbeitsplatz
In diesem Hauptkapitel finden Sie alle Informationen zu
Schaltern, Instrumenten, Anzeigen und Kontrollleuchten
des Armaturenbrettes von MAN.
Das Abkürzungsverzeichnis erklärt Abkürzungen, die in
dieser Betriebsanleitung vorkommen.
Das Fachwortverzeichnis erläutert die wichtigsten techni
schen Begriffe zu Ihrem Fahrzeug.
Zu dieser Betriebsanleitung
27
Vorwort
Zu dieser Betriebsanleitung
Darstellungsmittel
Sie finden in dieser Betriebsanleitung folgende Darstel
lungsmittel:
Warnhinweis
Ein Warnhinweis macht Sie auf mögliche Gefahren für
Ihre Gesundheit oder Ihr Leben und das anderer Perso
nen aufmerksam, die beim Umgang und Betrieb mit
diesem Fahrzeug entstehen können.
Das Buch verweist Sie auf weiterführende Informatio
nen zum Thema in den HerstellerBetriebsanlei tungen.
" Dieses Zeichen weist Sie an, etwas auszuführen.
" Mehrere aufeinanderfolgende Zeichen dieser Art kenn
zeichnen eine Handlungsfolge.
.
*
Dieser Hinweis macht Sie auf mögliche Gefahren für
Ihr Fahrzeug aufmerksam.
Diese Information gibt Ihnen zusätzliche Ratschläge
und Tipps.
Umwelthinweis
Der Umwelthinweis gibt Ihnen Tipps und Verhaltenswei sen zum Thema Umweltschutz.
28
Seite
Dieses Zeichen zeigt Ihnen, auf welcher Seite
Sie weiterführende Informationen zum Thema
erhalten.
Der Stern kennzeichnet eine Sonderausstattung. Auch
eine Sonderausführung, z. B. bei Rechtslenkerfahrzeu
gen, kennzeichnet dieser Stern. Alle nicht mit dem
Stern gekennzeichneten Einbauten beziehen sich auf
die Serienausstattung bzw. Serienausführung. Da nicht
alle Ausführungen der Fahrzeuge über die gleiche Se
rienausstattung verfügen, können die Einbauten Ihres
Fahrzeuges von einigen Beschreibungen und Abbildun
gen abweichen.
Bezeichnungen wie links und rechts sind grundsätzlich in
Fahrtrichtung des Fahrzeuges zu verstehen, wenn nicht
ein anderer klarer Sachverhalt aus Text und Bild hervor
geht. Bei Rechtslenkerausführungen ist insbesondere die
Beschreibung des Fahrerarbeitsplatzes spiegelbildlich zu
verstehen.
Sicherheit
Sicherheit und
und Umwelt
Umwelt
Sicheres Betreiben
Verhalten bei Unfall Hybrid
Umwelt
29
29
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Allgemeine Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise schützen vor Gefährdung von Körper
und Leben und verhindern Sach− und Umweltschäden
durch unsachgemäßes Betreiben des Fahrzeuges.
Deshalb vor der Inbetriebnahme und vor dem Arbeiten am
Fahrzeug diese Betriebsanleitung aufmerksam lesen und
die aufgeführten Sicherheitshinweise beachten.
Für Verletzungen und Schäden, deren Ursache im Nicht
beachten dieser Betriebsanleitung liegen, trägt der Betrei
ber des Fahrzeuges die Verantwortung.
Qualifikation des Fahr− und Wartungsperso
nals
Zum Führen des Fahrzeuges und zum Durchführen von
Arbeiten am Fahrzeug dürfen nur Personen beauftragt
werden, die
S das gesetzliche Mindestalter erreicht haben,
S körperlich und geistig geeignet sind und
S die entsprechende Befähigung und Ausbildung haben.
Die Verantwortung hierfür trägt der Betreiber des Fahrzeu
ges. Zu beachten sind dabei die jeweiligen länderspezifi
schen Vorschriften.
30
Qualifikation des elektrotechnischen Fachper
sonals
Die fachlichen Anforderungen an Personen, die im Bereich
der Elektrotechnik Tätigkeiten ausführen, die von Bedeu
tung für die elektrische Sicherheit sind, sind in verschiede
nen Vorschriften und VDE−Bestimmungen festgelegt,
z. B.:
S Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 Elektrische Anlagen
und Betriebsmittel"
S VDE 0105 Teil 100 Betrieb von elektrischen Anlagen"
S VDE 1000 Teil 10 Anforderungen an die im Bereich
der Elektrotechnik tätigen Personen"
Prüf−, Einstell− und Reparaturarbeiten dürfen nur
durch MAN autorisiertes Fachpersonal ausgeführt wer
den.
Wartungsarbeiten, wie sie im Wartungsnachweis und in
den Wartungsprüflisten beschrieben sind, dürfen nur
durch MAN autorisiertes Fachpersonal ausgeführt wer
den.
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Bestimmungsgemäßes Verwenden, Verwen
dungszweck
Das Fahrzeug ist ausschließlich zum Befördern von Perso
nen und deren Reisegepäck konzipiert. Die maximale An
zahl der Fahrgastsitzplätze bitte dem Fahrzeugschein bzw.
dem Fahrzeugbrief entnehmen.
Eine andere, darüber hinausgehende Benutzung gilt als
nicht bestimmungsgemäß. Für daraus entstehende Schä
den haftet der Betreiber des Fahrzeuges.
Bitte folgende Informationen beachten, wenn das Fahrzeug
betrieben wird:
S die Sicherheitshinweise in dieser Betriebsanleitung und
in den HerstellerBetriebsanleitungen,
S das Kapitel Technische Daten" in dieser Betriebsanlei
tung und den HerstellerBetriebsanleitungen,
S die Straßenverkehrsordnung,
S die Straßenverkehrszulassungsordnung und
S gegebenenfalls länderspezifische Vorschriften.
Befördern von mobilitätseingeschränkten
Personen
Befördern von mobilitätseingeschränkten Personen ist
grundsätzlich möglich. Der Grad der Behinderung muss
allerdings ein ordnungsgemäßes Angurten erlauben und
sicheren Halt der Person im Fahrgastsitz gewährleisten.
Rollstühle, Gehhilfen und Ähnliches müssen im Fahrzeug
innenraum fixiert werden.
Betriebssicherheit wahren
Das Fahrzeug nur in technisch einwandfreiem Zustand,
bestimmungsgemäß, sicherheits− und umweltbewusst
einsetzen.
Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen, umgehend
in einer MAN−Service−Werkstatt beseitigen lassen.
Alle Sicherheits− und Gefahrenhinweise am Fahrzeug be
achten.
Vorhandensein und Lesbarkeit aller Warn− und Hinweis
schilder müssen vom Betreiber über die gesamte Betriebs
dauer des Fahrzeuges sichergestellt werden.
Eigenmächtige Umbauten und Veränderungen am Fahr
zeug können zum Verlust der Betriebserlaubnis führen.
Informationen hierzu in jeder MAN−Service−Werkstatt.
Ersatz− und Zubehörteile müssen entweder MAN−Origi
nalteile oder von MAN ausdrücklich freigegebene Teile
sein. Für diese Teile wurden die Zuverlässigkeit, Sicherheit
und Eignung speziell für MAN−Fahrzeuge festgestellt. Für
andere Erzeugnisse können wir dies, trotz laufender Markt
beobachtung, nicht beurteilen, und können dafür auch
nicht einstehen.
Wartungsarbeiten, wie sie in dieser Betriebsanleitung und
im Wartungsnachweis beschrieben sind, vollständig und in
den vorgegebenen Zeitintervallen durchführen oder in ei
ner MAN−Service−Werkstatt durchführen lassen.
31
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Vermeiden von Unfällen mit Personenschäden
Sicherheitsvorschriften
Bei Inbetriebnahme, Starten und Betrieb
Vor Inbetriebnahme des Motors die Betriebsanleitung des
Motorenherstellers aufmerksam lesen und sich mit den
Sicherheitshinweisen vertraut machen. Bei Unklarheiten
durch einen MAN−Beauftragten einweisen lassen.
Unfall− und Verletzungsgefahr
Starten und Betreiben des Motors sind nur durch auto
risiertes Personal erlaubt. Sicherstellen, dass der Motor
durch Unbefugte nicht gestartet werden kann.
S Motor nur mit fest angeschlossenen Batterien starten.
S Abgase sind giftig! Beim Betrieb in geschlossenen
Räumen für ausreichende Belüftung sorgen bzw.
Absauganlage verwenden.
S Bei laufendem Motor Sicherheitsabstand zu drehen
den Teilen einhalten. Enganliegende Arbeitskleidung
tragen. Körperteile können abgetrennt werden.
S Böden, Leitern, fahrbare Rampen und Treppen öl−
und fettfrei halten. Unfälle durch Ausrutschen können
folgenschwer sein.
S Kontakt mit Kühlmittel vermeiden. Es kann Vergiftun
gen und Verätzungen bewirken.
S Schmorende oder brennende Isolierung der Verdrah
tung und Kabel erzeugen giftigen Rauch und ge
sundheitsschädliche Gase.
32
S
Böden, Leitern und Treppen öl− und fettfrei halten.
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer
sein.
Verbrennungsgefahr
S
S
S
Betriebswarmen Motor nicht mit bloßen Händen an
fassen − Verbrennungsgefahr!
Bei warmem Motor nicht in die Nähe der Abgasan
lage kommen, diese wird im Betrieb heiß und es
besteht Verbrennungsgefahr .
Bei Undichtheiten am Kühlkreislauf kann heißes Kühl
mittel austreten! Abstand halten und gegebenenfalls
den Motor anstellen, sonst besteht Verbrennungsge fahr.
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor
elektrischer Spannung
Lebensgefahr
Bei Arbeiten am Hochvoltsystem besteht Lebensgefahr
durch Berührung unter Spannung stehender Teile.
Hochvoltsystem nicht mit Hochdruckreiniger reinigen.
Die elektrische Anlage in Hybridfahrzeugen unterliegt
der Spannungsklasse B, mit Spannungen >60 Volt
Gleichspannung (DC) und >25 Volt Wechselspannung
(AC). Daher muss bei Gefahr (strukturelle Schäden am
Fahrzeug, insbesondere bei Schäden im Heckbereich,
im Dachbereich und am Fahrzeugunterboden) und vor
Arbeiten am HochvoltSystem das HochvoltBordnetz
vom HochvoltTraktionsenergiespeicher getrennt und
spannungsfrei geschaltet werden (. Seite 118).
Arbeiten am HochvoltBordnetz, auch das Trennen des
HochvoltBordnetzes vom HochvoltTraktionsenergiespei cher, dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonaldurch geführt werden.
Am HochvoltTraktionsenergiespeicher liegt auch nach
Spannungsfreischaltung des HochvoltBordnetzes wei
terhin lebensgefährliche Hochspannung an!
Der HochvoltTraktionsenergiespeicher wird durch die
Spannungsfreischaltung des HochvoltBordnetzes nicht
entladen!
Lebensgefahr
Es besteht Lebensgefahr durch elektrischen Schlag.
Unter Spannung stehende Teile am HochvoltSystem
nicht berühren.
S Nicht in stromführende Bereiche fassen.
S Nicht mit Flüssigkeiten an stromführenden Leitungen
und Bauteilen arbeiten oder diese berühren.
S Auf ausreichende elektrische Isolation des Körpers in
stromführenden Bereichen achten. Unfälle durch
Stromschläge können folgenschwer sein.
Unfall− und Verletzungsgefahr
Starke UV−Strahlung aufgrund von Lichtbögen kann
zum verblitzen der Augen und zu Verbrennungen 1.
und 2. Grades der Haut führen. Mangelhafte oder be
schädigte Isolierungen nicht berühren.
Unkontrollierte Lichtbögen enstehen z. B. bei Kurz
schlüssen, mangelhaften oder beschädigten Isolierun
gen der Kabel oder Bauteile sowie durch Fehlverhalten,
beispielsweise bei Wartungs− und Reparaturarbeiten.
Ein Lichtbogen, der durch einen Fehler in der elektri
schen Anlage oder am elektrischen Betriebsmittel ent
steht, wird Störlichtbogen genannt. Die Temperatur im
Lichtbogen kann über 4000 °C betragen.
Dabei verdampfen Metallteile in Bruchteilen von Sekun
den und werden durch die Blaswirkung des entstehen
den elektromagnetischen Feldes herausgeschleudert.
Auch die Hinweise des Elektrikherstellers beachten.
33
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Anhänger* kuppeln
Bei Inbetriebnahme und Betrieb
Vor Inbetriebnahme von Anhängern die Betriebsanleitung
aufmerksam lesen und sich mit den Sicherheitshinweisen
vertraut machen. Bei Unklarheiten durch einen MAN−Be
auftragten einweisen lassen.
Verletzungsgefahr
S
S
Der Aufenthalt von Personen während des Kuppel
vorgangs ist nur in sicherem Abstand vom Zugfahr
zeug und vom Anhänger erlaubt.
Sicherstellen, dass sich beim Anfahren und während
des Fahrbetriebes keine Personen zwischen Zugfahr
zeug und Anhänger aufhalten. Personen können
stürzen, eingeklemmt und Körperteile eingequetscht
werden.
S
S
S
S
S
S
S
S
Anhänger zum Kuppeln nicht auflaufen lassen.
Anhänger gegen Wegrollen mit Unterlegkeilen si
chern.
Beim Kuppelvorgang nicht zwischen Zugfahrzeug
und Anhänger treten.
Anhänger nur mit korrekt gekuppeltem Zugfahrzeug
bewegen.
Versorgungsleitungen zwischen Zugfahrzeug und
Anhänger auf festen Sitz, Dichtheit und Funktion
prüfen.
Ankuppeln nur bei stehendem Fahrzeug und einge
legter Feststellbremse.
Anhänger schwenkt bei mehrfacher Kreisfahrt aus
der Fahrspur des Zugfahrzeuges aus.
Erhöhte Vorsicht beim Abkuppeln von Anhängern mit
Auflaufbremsen. Der AuflaufbremsenMechanismus
kann unter Spannung stehen.
Unfallgefahr
Während des Betriebes von Zugfahrzeugen mit Anhän
gern bestehen besondere Unfallgefahren. Deshalb erfor
dert der Betrieb die besondere Aufmerksamkeit des
Fahrers.
S Zugfahrzeug und Anhänger nur auf ebener Fläche,
festem und rutschsicherem Untergrund an− oder
abkuppeln.
34
Zulässige Anhängelasten (. Seite 422) und Vorschrif
ten des Gesetzgebers zum Betrieb von Anhängern
beachten.
Stützlasten an der Anhängekupplung sind nicht zuläs
sig. Schäden an der Anhängekupplung wären die
Folge.
Zugfahrzeuge mit einer Gesamtlänge über 12 m dürfen
nur mit einer Ausnahmegenehmigung mit Anhängern
betrieben werden. Länderspezifische Vorschriften be
achten.
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Umgang mit Batterien − Sicherheitshinweise
Verletzungsgefahr
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen sind im Um
gang mit Batterien verboten.
Vor dem Aus − und Einbau von Batterien den Batterie
hauptschalter ausschalten!
Erhöhte Vorsicht nach längerer Fahrt bzw. bei Batte
rieaufladung mit Ladegerät. Dabei entsteht hochexplosi
ves Knallgas − für gute Belüftung sorgen.
Funkenbildung durch An− und Abklemmen elektrischer
Verbraucher oder Messgeräte direkt an den Batteriepo
len vermeiden.
Batterien enthalten ätzende Säure! Entsprechende
Schutzkleidung, Schutzbrille sowie säurefeste Gummi
handschuhe tragen. Batterien nicht kippen. − Aus Ent
lüftungsöffnungen kann Säure austreten.
Bei Arbeiten mit Batterien immer Augenschutz tragen.
Kinder von Säure und Batterien fernhalten.
Vor dem An− und Abklemmen der Batterien alle Ver
braucher ausschalten.
Zuerst Masseanschluss (−) abklemmen.
Kurzschlüsse durch Verpolen und Überbrücken durch
Werkzeuge vermeiden.
Polabdeckungen nicht unnötig entfernen.
Beim Anklemmen der Batterien den Masseanschluss (−)
zuletzt montieren.
Um eine längere Lebensdauer der Batterien bei einer
Stillstandzeit über 12 Wochen zu erreichen, sind fol
gende Hinweise zu beachten:
S
S
S
S
S
S
Bei Verbleiben der Batterien im Fahrzeug Masse
kabel abklemmen.
Flüssigkeitsstand der Batterie kontrollieren. Ist er zu
niedrig, ausschließlich destilliertes Wasser bis zur
maximalen Säurestandsmarke nachfüllen. Dies ent
fällt bei Batterien mit der Aufschrift Absolut war
tungsfrei.
Die Selbstentladerate bei 20 °C beträgt ca. 0,2 %
der Nennkapazität pro Tag.
In regelmäßigen Abständen die Säuredichte kontrol
lieren, um eine Tiefentladung zu vermeiden. Liegt
die Säuredichte unter 1,21 kg/l Batterie nachladen.
Als Ladestrom wird 1/10 der Batteriekapazität emp
fohlen.
Tiefentladene Batterien bilden Bleisulfat aus. Eine
Regeneration durch Nachladen ist dann in der Re
gel nicht mehr möglich.
Batterien mit Sulfatbildung, erkennbar am silbrigen
Plattenbelag und trüber Batteriesäure, haben keinen
Garantieanspruch.
Auch die Hinweise des Batterieherstellers beachten.
35
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Abgasanlagen allgemein
36
Zusatzheizung
Brandgefahr
Brandgefahr
Beim Betrieb des Fahrzeuges enstehen hohe Abgast
emperaturen und die Abgasanlage wird heiß. Brennbare
Materialien können sich entzünden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen)abstellen oder parken, wenn das Fahrzeug
in Betrieb war und die Abgasanlage heiß ist.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) betreiben, auch nicht im Motorleerlauf.
Durch hohe Abgastemperaturen und durch die heiße
Abgasanlage der Zusatzheizung können sich brennbare
Materialien entzünden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abstellen oder parken, wenn die Zusatzhei
zung betrieben wird, kurz zuvor betrieben wurde
oder beabsichtigt ist die Zusatzheizung zu betreiben.
S Sicherstellen, das die Zusatzheizung niemals durch
programmierte Startzeiten in Betrieb genommen wird,
wenn sich das Fahrzeug im Bereich von brennbaren
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abgestellt oder geparkt ist.
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Umgang mit Klimaanlagen
Sicherheitshinweise
Umgang mit Motorenaltöl
Allgemeine Hinweise
Gesundheitsgefahr
Kältemittel und deren Dämpfe sind gesundheitsschädi
gend!
S Jede Berührung unbedingt vermeiden. Schutzbrille
und Handschuhe tragen. Gelangt Kältemittel auf die
Haut oder in die Augen, sofort Arzt aufsuchen.
S Gasförmige Kältemittel nicht in geschlossenen Räu
men ablassen − Erstickungsgefahr!
Beim Arbeiten mit Klimaanlagen unbedingt diese
Punkte beachten.
S
S
S
S
S
Arbeiten am Kältemittelkreislauf in einer MAN−Ser
vice−Werkstatt durchführen lassen.
Klimaanlagen nicht mit Dampfstrahler reinigen.
Eine mit Kältemittel R 407c gefüllte Klimaanlage
darf nicht auf Kältemittel R 12 umgestellt werden.
Propan−Butan−Kältemittel sind in MAN−Fahrzeu
gen nicht zugelassen.
Kältemittel R 407c darf niemals mit R 12 (FCKW)
Kältemittel gemischt werden, weder in der Klima
anlage noch in der Füll− bzw. in der Entsorgungs
station.
Beiliegende KlimaanlagenherstellerBetriebsanleitung
genau beachten.
Gesundheitsgefahr
Längerer und wiederholter Hautkontakt mit jeder Art von
Motorenöl führt zur Entfettung der Haut. Dadurch kann
es zur Austrocknung, Reizung oder zu Hautentzündun
gen kommen. Gebrauchtes Motorenöl enthält darüber
hinaus gefährliche Stoffe, die zu Hautkrankheiten führen
können.
Bei Nichtbeachtung der Grundregeln des Arbeitsschut
zes und der Hygiene sind im Umgang mit gebrauchtem
Motorenöl gesundheitliche Schäden zu erwarten. Des
halb:
S
S
S
S
S
S
Längeren, übermäßigen und wiederholten Hautkon
takt mit Motorenöl vermeiden.
Haut durch geeignete Hautschutzmittel oder Sicher
heitshandschuhe schützen.
Mit Motorenöl verunreinigte Haut reinigen. Betroffene
Hautstellen gründlich mit Seife und Wasser waschen.
Spezielle Handreinigungsmittel erleichtern das Reini
gen schmutziger Hände. Weder Benzin, Dieselkraft
stoff noch Verdünnungs− und Lösungsmittel verwen
den.
Haut nach dem Reinigen mit fetthaltiger Hautcreme
pflegen.
Ölgetränkte Kleidung wechseln.
Keine ölhaltigen Lappen in die Taschen stecken.
37
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von elek
trischen Steuergeräten
S
Brandgefahr
S
Reparierte oder falsche Steuergeräte können Brände in
den elektrischen Anlagen verursachen. Steuergeräte
nicht reparieren. In einer MAN−Service−Werkstatt prü
fen lassen ob die richtigen Steuergeäte verbaut wurden.
S
S
Die nachfolgend aufgeführten Sicherheitsmaßnahmen
müssen unbedingt beachtet werden, um einer Beschä
digung der Steuergeräte vorzubeugen.
S Motor nur mit fest angeschlossenen Batterien star
ten.
S Batterien nicht bei laufendem Motor abklemmen.
Motor nur mit angeschlossenem Drehzahlmesser
starten.
S Zum Starten kein Schnellladegerät verwenden.
Starthilfe nur mit Fremdbatterien geben.
S Batterieklemmen vor dem Schnellladen abnehmen.
Betriebsanleitung des Schnellladegerätes beachten.
S Vor ElektroSchweißarbeiten Batterien abklemmen
und die beiden Kabelklemmen + und − fest mit
einander verbinden.
38
S
S
S
S
Die nachfolgend aufgeführten Sicherheitsmaßnah
men müssen unbedingt beachtet werden, um einer
Beschädigung der Steuergeräte vorzubeugen.
Motor nur mit fest angeschlossenen Batterien star
ten. Batterien nicht bei laufendem Motor abklem
men.
Motor nur mit angeschlossenem Drehzahlmesser
starten. Zum Starten kein Schnellladegerät verwen
den. Starthilfe nur mit Fremdbatterien geben.
Batterieklemmen vor dem Schnellladen abnehmen.
Betriebsanleitung des Schnellladegerätes beachten.
Vor ElektroSchweißarbeiten Batterien abklemmen
und die beiden Kabelklemmen + und − fest mit
einander verbinden.
Batteriepole nicht vertauschen, dies führt zur Zer
störung von Steuergeräten.
Bei Temperaturen über 70 °C, z. B. im Trocken
ofen, müssen die Steuergeräte ausgebaut werden.
Überwurfmuttern elektrischer Leitungsverbindungen,
z. B. Temperatur− und Druckfühler, unbedingt mit
dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment anzie
hen.
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Lenk− und Ruhezeiten
Die Einhaltung der Lenk− und Ruhezeiten dient dem
Schutz der Fahrgäste, des Fahrers und anderer Verkehrs
teilnehmer. Die einschlägigen Vorschriften und Verordnun gen gelten seit 11. April 2007 EU−weit und müssen
eingehalten werden.
Siehe auch Verordnungen des Gesetzgebers.
Abgasanlagen mit PM−KAT®−System oder
CRTec®−System
Brandgefahr
Einsatz von Funkgeräten und mobilen Telefonen
(Handy)
Der Betrieb, auch der Bereitschaftsmodus, von mobilen
Telefonen und Funkgeräten, deren Antennen sich im
Innenraum des Fahrzeuges befinden, können zu Funk
tionsstörungen an der Fahrzeugelektronik führen. Da
durch kann die Betriebssicherheit des Fahrzeuges ge
fährdet werden.
Deshalb dürfen mobile Telefone und Funkanlagen in
nerhalb des Fahrzeuges nur betrieben werden, wenn
diese an eine Außenantenne angeschlossen sind.
Hohe Temperaturen im Abgasanlagenbereich können
leicht entflammbare Materialien, die sich unter dem
Fahrzeug befinden, entzünden. Deshalb darf das Fahr
zeug nicht im Leerlauf über leichtentzündlichen Materia
lien stehen oder abgestellt werden.
39
Sicherheit und Umwelt
Sicheres Betreiben
Warten und Pflegen − Sicherheitsvorschriften
S
Gesundheitsgefahr
S
Geschieht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch ein
Unfall, z. B. durch folgende Punkte, sofort einen Arzt
aufsuchen.
S
S
S
S
Kontakt mit ätzender Säure,
Eindringen von Kraftstoff in die Haut,
Verbrühen durch heißes Öl oder Kühlmittel,
Frostschutzmittelspritzer in die Augen usw.
Verletzungs− und Brandgefahr
Vor dem Auffüllen des Waschwasserbehälters Schlüssel
aus dem Zündschloss ziehen. Der Scheibenwischer
könnte sich sonst in Bewegung setzen und Personen
verletzen. ScheibenwaschmittelKonzentrat ist leicht ent
flammbar. Deshalb Feuer, Rauchen und offenes Licht
im Umgang mit ScheibenwaschmittelKonzentrat vermei
den.
40
Verletzungsgefahr
In dieser Betriebsanleitung sind nur die Wartungs− und
Pflegearbeiten beschrieben, die der Fahrer selbstständig
durchführen darf. Alle Arbeiten, die darüber hinaus gehen,
sind von einer MAN−Service−Werkstatt durchzuführen.
S
S
S
S
S
Wartungsarbeiten grundsätzlich bei abgestelltem Mo
tor durchführen. Sind Wartungsarbeiten bei laufen
dem Motor erforderlich, wie etwa bei Dichtheitskon
trollen an Filtern, auf mögliche Verletzungs−, Ver
brüh− und Verbrennungsgefahren achten.
Sich von drehenden Teilen fern halten − Sicherheits
abstand einhalten. Enganliegende Arbeitskleidung
tragen.
Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Personen kön
nen stürzen, eingeklemmt und Körperteile einge
quetscht werden. − Unterlegkeile anbringen.
Herstellervorschriften für den Umgang mit Batterien
beachten. Batteriesäure ist giftig und ätzend! Batte
riegase sind explosiv! (. Seite 35).
Kühlmittelkreislauf nur bei abgekühltem Motor öffnen
(. Seite 364). Heißes Kühlmittel kann austreten −
Verbrennungsgefahr!
Kraftstoffe (Diesel) sind feuergefährlich! Beim Um
gang mit Kraftstoffen nicht rauchen oder mit offenem
Feuer hantieren. Nur bei abgestelltem Motor und
ausgeschalteter Zündung tanken (. Seite 283).
Betriebsstoffe wie Frostschutzmittel, Kühlerkorrosions schutzmittel usw. nur in geeigneten Behältern aufbe
wahren. Nicht in Behältern, die denen für Getränke
ähnlich sehen, aufbewahren.
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Unfall
Allgemeine Maßnahmen bei einem Unfall
Im Falle eines Verkehrsunfalls ohne zunächst erkennbare
Feuereinwirkung müssen folgende Maßnahmen ergriffen
werden:
" Fahrzeug verkehrssicher und wenn möglich in ausrei
chendem Abstand zu gefährdeten Bereichen anhalten.
Der NOT−AUS−Schalter .1. befindet sich links neben
dem Fahrerplatz, auf der Armaturenbrettkonsole.
" Verplombte Abdeckkappe in Pfeilrichtung hochklappen.
NOT−AUS−Schalter .1. betätigen.
Durch Betätigung des NOT−AUS−Schalters werden der
Dieselmotor, die Kraftstoffförderung, die elektrische Anlage
und das HochvoltBordnetz abgeschaltet. Die Warnblinkan
lage und die Türeinstiegsbeleuchtung werden dabei akti
viert.
Nach Abschaltung oder Ausfall des HochvoltBordnetzes
wird die 24VLenkhydraulikpumpe vom KomfortBackup
System zugeschaltet und verhindert den Ausfall der Lenk
unterstützung. Ein eingeschränkter Betrieb des Fahrzeuges
ist somit noch möglich.
Lebensgefahr
1
Am HochvoltTraktionsenergiespeicher liegt auch nach
Betätigung des NOT−AUS−Schalters weiterhin lebens
gefährliche Hochspannung an!
Der HochvoltTraktionsenergiespeicher wird durch Betäti
gung des NOT−AUS−Schalters nicht entladen!
Die Wiederinbetriebnahme des HochvoltBordnetzes
darf nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt
werden.
4516.0414.P0001
41
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Brand
" Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen, Fest
stellbremse einlegen und Warnblinkanlage einschalten.
" Verbot von Rauchen und offenem Feuer im Gefahren
bereich aussprechen.
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Dar
auf achten, dass sich Personen außerhalb des Gefah
renbereiches aufhalten.
" Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warn
weste anlegen.
" Warndreieck und Warnblinkleuchte in ausreichender
Entfernung aufstellen.
" Feuerwehr und Polizei sowie Zentrale bzw. Fuhrparklei
ter verständigen.
Verhalten bei Brand
Im Falle eines Unfalls mit Feuereinwirkung müssen fol
gende Maßnahmen ergriffen werden:
" NOT−AUS−Schalter betätigen.
" Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen, Fest
stellbremse einlegen und Warnblinkanlage einschalten.
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Dar
auf achten dass sich keine Fahrgäste im Fahrzeug
aufhalten.
" Gefährdeten Personen sofort Hilfe leisten. Menschenret
tung geht vor Brandbekämpfung.
" Feuerwehr verständigen.
" Bei Übergreifen der Flammen auf die Umgebung,
Brand mit ABC−Feuerlöscher bekämpfen.
" Unfallstelle gegen fließenden Verkehr absichern.
" In der Nähe stehende Fahrzeuge unverzüglich aus der
Gefahrenzone entfernen.
42
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Brand
Brandbekämpfung von Acetonitril
Wird der HochvoltTraktionsenergiespeicher durch
Feuer beschädigt, ist besondere Vorsicht geboten!
Die Ultracap−Speichermodule des HochvoltTraktionse
nergiespeichers enthalten die Flüssigkeit Acetonitril.
Geeignete Löschmittel sind CO2, Löschpulver und
Schaum.
Lebensgefahr
Im Brandfall können entstehen:
S Giftige Gase wie Cyanwasserstoff (Blausäure) und
Stickoxide.
S Explosionsfähige Gemische in Verbindung mit Luft
bzw. Sauerstoff.
43
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Brand
3
1
2
4
5
44
6
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Brand
.1.
Bezeichnung
Erläuterungen und Handlungsanweisungen
Notausstieg Türen
Türen mit Nothahn von innen öffnen
Die Nothahntaster befinden sich oberhalb der Türen. Durch Eindrücken des Nothahntasters
wird die jeweilige Tür drucklos.
" Transparente Abdeckung aufreißen.
" Nothahntaster eindrücken.
" Tür von Hand öffnen.
Der Warnsummer ertönt und die Beleuchtung des entsprechenden Türtasters blinkt.
.2.
Hochvolt−Traktions
energiespeicher
Lebensgefahr
Am Hochvolt−Traktionsenergiespeicher liegt auch nach Betätigung des NOT−AUS−Schal
ters weiterhin lebensgefährliche Hochspannung an! Der Hochvolt−Traktionsenergiespeicher
wird durch Betätigung des NOT−AUS−Schalters nicht entladen! Die Wiederinbetriebnah
me des HochvoltBordnetzes darf nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt wer
den.
.3.
Nothammer
An jeder Seite des Fahrzeuges sind Nothämmer angebracht.
Scheiben im Notfall einschlagen
" Im Notfall einen Hammer aus seiner Halterung ziehen.
" Mit kurzen, kräftigen Schlägen eine als Notaustieg gekennzeichnete Scheibe einschlagen.
" Bus durch die eingeschlagene Scheibe verlassen.
45
Sicherheit und Umwelt
Verhalten bei Brand
.4.
.5.
Bezeichnung
Erläuterungen und Handlungsanweisungen
Notausstieg Türen
Türen mit Nothahn von außen öffnen
NOT−AUS−Schalter
Neben den Türen befinden sich die äußeren Nothähne. Durch Eindrücken des Nothahnta
sters wird die jeweilige Tür drucklos.
" Nothahntaster eindrücken.
" Tür von Hand öffnen.
Der NOT−AUS−Schalter befindet sich links neben dem Fahrerplatz auf der Armaturenbrett
konsole.
HochvoltBordnetz und Dieselmotor im Notfall abschalten
" Verplombte Abdeckkappe hochklappen. NOT−AUS−Schalter umlegen.
.6.
Batterietrennschalter
Durch Betätigung des NOT−AUS−Schalters werden der Dieselmotor, die Kraftstoffförderung,
die elektrische Anlage und das HochvoltBordnetz abgeschaltet. Die Warnblinkanlage und
die Türeinstiegsbeleuchtung werden dabei aktiviert.
Nach Abschaltung oder Ausfall des HochvoltBordnetzes wird die 24V Lenkhydraulikpumpe
vom KomfortBackupSystem zugeschaltet und verhindert den Ausfall der Lenkunterstützung.
Ein eingeschränkter Betrieb des Fahrzeuges ist somit noch möglich.
Der mechanische Batterietrennschalter befindet sich hinter der zweiten vorderen linken Servi
ceklappe.
Bordnetzbatterie von der elektrischen Anlage trennen
" Serviceklappe öffnen.
" Batterietrennschalter umlegen und abnehmen.
46
Sicherheit und Umwelt
Umwelt
Entsorgen von Betriebsstoffen
Umwelthinweis
Kühlflüssigkeit
Frostschutzmittel und Mischungen aus Frostschutzmittel
und Wasser sind als Sondermüll zu behandeln. Bei der
Entsorgung von verbrauchten Kühlflüssigkeiten die Vor
schriften der zuständigen örtlichen Behörden beachten.
Hydraulikflüssi gkeit
Gebrauchte Hydraulikflüssigkeit nicht wieder verwenden,
sondern als Sondermüll fachgerecht entsorgen. Vor
schriften der zuständigen örtlichen Behörden beachten.
Pflege− und Reinigungsmittel
Es dürfen nur Autowaschprodukte verwendet werden,
die dem Wasch− und Reinigungsmittelgesetz entspre
chen und die beim Umweltbundesamt registriert sind.
Sie müssen aus biologisch abbaubaren waschaktiven
Substanzen (Detergentien) zusammengesetzt sein
(. Seite 408). Restmengen von Pflege− und Reini
gungsmitteln in der Originalverpackung sammeln und
bei einer Sammelstelle abgeben.
Motorenöl
Streng darauf achten, dass kein Öl in die Kanalisation
oder in den Erdboden eindringt − Gefahr der Trinkwas
serverseuchung!
Altöl sorgfältig sammeln und der Altölverwertung zufüh
ren.
Beim Umgang mit gebrauchtem Motorenöl Vorsichts
maßnahmen zum Schutz der Gesundheit beachten
(. Seite 37).
Filter− und Trockenmitteleinsätze
Filtereinsätze, wie z. B. Öl− und Kraftstofffilter, und Trok
kenmitteleinsätze des Lufttrockners sind Sondermüll und
müssen fachgerecht entsorgt werden. Vorschriften der
zuständigen örtlichen Behörden beachten.
Batterien
Altbatterien sind schadstoffhaltig. Diese müssen vom
Vertreiber zurückgenommen und fachgerecht entsorgt
werden oder bei einer Sammelstelle abgegeben werden.
Altbatterien nie über den Hausmüll entsorgen. Bitte auch
länderspezifische Vorschriften beachten.
Kältemittel
Die Entsorgung von Kältemitteln darf nur von Fachfir
men durchgeführt werden, die über das hierzu erforderli
che sachkundige Personal und die technische Ausstat
tung verfügen. Kältemittel darf keinesfalls in die Atmo
sphäre gelangen. Zur Entsorgung von Kältemitteln eine
MAN−Service−Werkstatt beauftragen. Bitte auch länder
spezifische Vorschriften beachten.
Auskünfte über Sammelstellen erteilt jede MAN−Ser
vice−Werkstatt, der Verkäufer, der Lieferant der Betriebs
stoffe oder die örtliche Behörde.
47
Sicherheit und Umwelt
Umwelt
Wirtschaftliches Fahren
Der Kraftstoffverbrauch kann durch vorausschauendes
Fahren, rechtzeitiges Bremsen und durch Beachten einiger
Regeln positiv beeinflusst werden.
Zügiges Beschleunigen vermeiden, da ab 30 km/h der
Dieselmotor anspringt und die Bremsenergie aus dem
Ultrocapsspeicher beim Anfahren nicht optimal genutzt
wird.
Beim Starten von Fahrzeugen mit EDC kein Gas geben.
Die EDC regelt die Kraftstoffzufuhr während des Startens
auch bei tiefen Außentemperaturen und optimiert die Ein
spritzmenge. Unnötiger Rauchausstoß wird vermieden.
Motor nicht im Stand warm laufen lassen, sondern bei
mittlerer Belastung warmfahren. So wird am wirtschaftlich
sten die Betriebstemperatur der Aggregate erreicht. Außer
dem entsteht kein Zeitverlust durch Wartezeiten.
Der wirtschaftlichste Bereich des Turbodieselmotors liegt
bei 50−70 % der Nenndrehzahl und 80 % der Volllast.
Deswegen im normalen Fahrbetrieb den Motor möglichst
im grünen Bereich des Drehzahlmessers* mit hoher Last
betreiben.
Bei großem Leistungsbedarf, z. B. Steigungen, Überholen
oder in Autobahnen einfahren, die volle Leistung bis zur
Nenndrehzahl einsetzen. Die Drehzahl ist eine maßgebli
che Größe für den wirtschaftlichen Betrieb. Der Drehzahl
messer* gibt hierzu jederzeit Auskunft.
48
Umwelthinweis
Leuchtet die Fehlerwarnlampe MIL während des Betrie
bes, liegt eine emissionsrelevante Fehlfunktion des Mo
tors oder der Abgasanlage vor. Der Motor könnte mehr
Schadstoffe als gesetzlich erlaubt ausstoßen. Die Um
welt würde damit unnötig belastet werden. Motor umge
hend in einer betreuenden MAN−Service−Werkstatt
überprüfen lassen.
Fehlerwarnlampe MIL (. Seite 172)
Bedienen
Schlüssel
Fahrzeug öffnen / schließen
Klappen öffnen / schließen
Arbeitsplatz einstellen
Heizen, Lüften, Kühlen
Audio / Video
Rollstuhlrampe
Sonstiges
49
49
Bedienen
Schlüssel
1
3
2
4
Schlüsselübersicht
Die Schlüssel passen zu folgenden Schlössern:
.1. S
.2. S
S
S
.3. S
S
S
S
S
S
.4. S
Zündschloss
Tankklappe*
Tankdeckel
Fahrzeugtüren*
Fahrzeugtüren
Serviceklappen
Fahrerablagekasten
Kühlmittelnachfüllung
Deckenverkleidung
Schaltkästen
Tresor*
Verlorene Schlüssel können unter Angabe der Fahrgestellnummer
in einer MAN−Service−Werkstatt nachbestellt werden.
50
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Türen verriegeln / entriegeln
1
Mit den beiden Schlössern an den vorderen Türen lassen sich diese
ver− und entriegeln.
Der Kontrollpunkt .1. oberhalb der Schlösser zeigt den entriegelten
bzw. verriegelten Zustand der Türen an.
Grün Tür entriegelt
Rot
Tür verriegelt
Türen entriegeln
" Schlüssel aufstecken und 90 Grad nach links entgegen Pfeilrich
tung bis zum Anschlag drehen.
0A2X.0200.S0033
Türen verriegeln
" Schlüssel aufstecken und 90 Grad nach rechts in Pfeilrichtung
bis zum Anschlag drehen.
51
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Türen von außen öffnen / schließen − Fahrer
1
Der Türtaster oder das Türschloss* befindet sich an der rechten Bug
klappe. Die vordere Tür kann abgeschlossen werden. Dies verhindert
unbefugtes Eindringen von außen.
0A2X.0200.P0011
Türen öffnen
" Türen entriegeln (. Seite 51).
" Batterietrennschalter einschalten (. Seite 318).
" Türtaster .1. mindestens 3 Sekunden lang gedrückt halten − Tür
öffnet selbsttätig.
Oder
" Türschloss .2. mit Schlüssel aufschließen − Tür öffnet selbsttätig.
Oder
" Werkstatttaster* drücken (. Seite 129).
Türen schließen
" Türtaster .1. mindestens 3 Sekunden lang gedrückt halten − Tür
schließt selbsttätig.
Oder
" Türschloss .2. mit Schlüssel abschließen − Tür schließt selbsttätig.
2
Türen im Notfall öffnen (. Seite 125).
0A2X.0200.P0002
52
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Türen von außen öffnen − Fahrgäste
Bei Fahrzeugen mit Türschließautomatik können die Türen durch die
Fahrgäste über Türtaster von außen geöffnet werden. Die Türfreigabe
muss hierzu aktiviert sein (. Seite 154). Die Türen schließen auto
matisch nach einer voreingestellten Zeit.
1
Türen öffnen
" Türen entriegeln (. Seite 51).
" Zündung einschalten.
" Türtaster .1. drücken − Tür öffnet selbsttätig.
Türen schließen
Die Türen schließen automatisch nach einer voreingestellten Zeit.
4426.0606.P0003
Rollstuhlrampe* anfordern − mobilitätseingeschränkte
Fahrgäste
Durch Drücken des Tasters .2. wird die Rollstuhlrampe beim Fahrer
angefordert (. Seite 93).
2
Rollstuhlrampe anfordern
" Taster .2. drücken.
Dem Fahrer wird im Fahrerdisplay das entsprechende Symbol für
Rollstuhlrampe angezeigt (. Seite 179).
Türen schließen
Die Türen müssen vom Fahrer geschlossen werden (. Seite 54).
0A2X.0200.P0012
53
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Türen von innen öffnen / schließen
Bei stehendem Fahrzeug und eingeschalteter Zündung lassen sich
die vordere Tür .1. und die hinteren Türen .2. öffnen und schließen. Die
Türtaster befinden sich im Armaturenbrett unterhalb der Schalter
gruppe rechts. Bild ist beispielhaft.
Unfallgefahr
1
Die Türen schließen ohne Verzögerung. Personen können einge
klemmt und verletzt werden. Vor dem Schließen der Türen sicher
stellen, dass sich keine Personen im Türbereich aufhalten.
2
0A2X.0200.S0034
Türen öffnen
" Zündung einschalten (. Seite 249).
" Türtaster .1. bzw. .2. drücken.
Die entsprechende Tür öffnet selbsttätig und der betätigte Türtaster
leuchtet.
Türen schließen
" Türtaster .1. bzw. .2. nochmals drücken
Die Tür schließt selbsttätig und der betätigte Türtaster erlischt.
Türfreigabe / Türschließautomatik (. Seite 154).
Türen im Notfall öffnen (. Seite 127).
Türen von innen entriegeln (. Seite 124).
Reversieranlage prüfen (. Seite 134).
Türflügel sperren (. Seite 155).
54
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Fahrgastmeldeanlage bedienen
Die Haltewunschtaster der Fahrgastmeldeanlage sind in regelmäßi
gen Abständen im Fahrzeuginnenraum und am Rollstuhlplatz ange
bracht.
Haltewunsch anzeigen
" Haltewunschtaster .1. drücken.
Im Fahrerdisplay wird der Haltewunsch angezeigt und in der Fahr
gasthaltewunschanzeige erscheint STOP".
1
0A2X.0200.S0035
Haltewunsch anzeigen − mobilitätseingeschränkte Personen
" Taster* .2. drücken.
Im Fahrerdisplay wird der Haltewunsch angezeigt und in der Fahr
gasthaltewunschanzeige erscheint STOP".
Haltewunschanzeige im Fahrerdisplay (. Seite 181).
Fahrgasthaltewunschanzeige (. Seite 97).
2
0A2X.0613.P0001
55
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
Haltewunsch anzeigen − Rollstuhlplatz
" Taster .3. drücken.
Im Fahrerdisplay werden der Haltewunsch und die Anforderung der
Rollstuhlrampe angezeigt und in der Fahrgasthaltewunschanzeige
erscheint STOP". Bild ist beispielhaft.
Haltewunschanzeige im Fahrerdisplay (. Seite 181).
Fahrgasthaltewunschanzeige (. Seite 97).
3
0A2X.0200.P0013
56
Bedienen
Fahrzeug öffnen / schließen
57
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Übersicht Klappen Lion’s City (A37) 2 Türen
9
8
10
7
6
1
2
4
3
5
14
13
11
58
12
0
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Bezeichnung
.1. Bugklappe
.2. Serviceklappe
.3. Serviceklappe
.4. Serviceklappe
.5. Serviceklappe
.6. Motorraumklappe
.7.
Lamellenklappe
.8.
.9.
.10.
.11.
.12.
Lamellenklappe
Serviceklappe
Voutengitter
Tankklappe
Bugklappe
.13. Frontblende
.14. Bugblende
Zugang zu...
Lampen
Prüfanschlüsse
Batterietrennschalter
Batterieschlitten
Lufttrockner
Abgasanlage
Zylinderbank
Motorraum
Lenkungshydraulikölbehälter
Klimakompressor
Zusatzheizung
Ladeluftkühler
Ölkühler
Wasserkühler
Luftfilteranlage
Kühlmittelausgleichsbehälter
Ansaugung Fahrerbelüftung
Kraftstoffeinfüllstutzen
Lampen
Türöffner
Koppelmaul
Waschwasserbehälter
.
Seite
324
389
318
376
393
62
367
387
381
364
283
324
51
378
59
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Übersicht Klappen Lion’s City (A37) 3 Türen
9
10
8
7
6
1
2
4
3
5
14
13
11
12
0A37.0200.S0110
60
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Bezeichnung
.1. Bugklappe
.2. Serviceklappe
.3. Serviceklappe
.4. Serviceklappe
.5. Serviceklappe
.6. Motorraumklappe
.7.
Lamellenklappe
.8.
.9.
.10.
.11.
.12.
Lamellenklappe
Serviceklappe
Voutengitter
Tankklappe
Bugklappe
.13. Frontblende
.14. Bugblende
Zugang zu...
Lampen
Prüfanschlüsse
Batterietrennschalter
Batterieschlitten
Lufttrockner
Abgasanlage
Zylinderbank
Motorraum
Lenkungshydraulikölbehälter
Klimakompressor
Zusatzheizung
Ladeluftkühler
Ölkühler
Wasserkühler
Luftfilteranlage
Kühlmittelausgleichsbehälter
Ansaugung Fahrerbelüftung
Kraftstoffeinfüllstutzen
Lampen
Türöffner
Koppelmaul
Waschwasserbehälter
.
Seite
324
389
318
376
393
62
367
387
381
364
283
324
51
378
61
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Motorraumklappe öffnen / schließen
Unfallgefahr
Eine offenstehende Motorraumklappe während der Fahrt ist ein
großes Sicherheitsrisiko. Vor Fahrtbeginn deshalb sicherstellen, dass
die Motorraumklappe geschlossen ist. Bei laufendem Motor mit
geöffneter Motorraumklappe besteht hohe Verletzungsgefahr durch
sich bewegende Teile. Nicht in den Bereich sich drehender und
bewegender Teile fassen. Körperteile können abgetrennt werden.
Bei geöffneter Motorraumklappe verhindert der Anlasssperrschalter
das Starten des Motors. Öffnen der Motorraumklappe bei laufen
dem Motor führt nicht zum Abschalten des Motors. In diesem Fall
mit besonderer Vorsicht vorgehen.
2
1
0A2X.0200.S0001
Die Motorraumklappe wird von Hand geöffnet.
Motorraumklappe öffnen
" Gegebenenfalls Schlösser* .1. mit Schlüssel öffnen.
" Motorraumklappe an den Griffmulden .2. mit beiden Händen öff
nen.
Motorraumklappe schließen
" Motorraumklappe ins Schloss drücken.
" Gegebenenfalls Schlösser* .1. mit Schlüssel wieder verriegeln.
Starten und Abstellen des Motors im Motorraum (. Seite 252).
62
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Serviceklappen öffnen / schließen
Unfallgefahr
Offenstehende Serviceklappen während der Fahrt sind ein großes
Sicherheitsrisiko. Vor Fahrtbeginn deshalb sicherstellen, dass alle
Serviceklappen geschlossen und verriegelt sind.
Während des Öffnens und Schließens darauf achten, dass sich
keine Personen oder Gegenstände im Schwenkbereich aufhalten.
1
Die Serviceklappen werden mit dem Vierkant− oder Türschlüssel
geöffnet und geschlossen.
2
0A2X.0609.P0002
Serviceklappen öffnen
" Abdeckkappe* .1. abziehen.
" Schloss mit Schlüssel entriegeln.
" Serviceklappe .2. am unteren Rand greifen und öffnen.
Serviceklappen schließen
" Serviceklappe ins Schloss drücken.
" Schloss mit Schlüssel verriegeln.
" Abdeckkappe* aufdrücken.
Nummernschildträger öffnen / schließen
" Nummernschildträger .3. seitlich fassen und mit beiden Händen
aufklappen.
3
4426.0609.P0003
63
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Bugblende öffnen / schließen
Hinter der Bugblende befinden sich der Scheibenwaschwasserbehäl
ter und die Schlösser zum Öffnen der Bugklappen. Die Bugblende
wird von Hand geöffnet.
1
Bugblende öffnen
" Bugblende .1. mit der Hand nach vorne aufklappen.
Bugblende schließen
" Bugblende zuklappen und festdrücken.
4426.0610.P0001
64
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Frontblende öffnen / schließen
Hinter der Frontblende befinden sich das Koppelmaul und die Fahr
gestellnummer. Die Frontblende wird von Hand geöffnet.
Frontblende öffnen
" Bugblende öffnen (. Seite 64).
" Befestigungsgriff .1. anheben und seitlich aus der Halterung abzie
hen.
" Frontblende .2. von innen aufklappen.
1
2
0A2X.0200.P0003
2
Frontblende schließen
" Frontblende nach oben zuklappen.
" Griff .1. befestigen.
0A2X.0610.P0006
65
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Bugklappen öffnen / schließen
Hinter der rechten− und linken Bugklappe befinden sich die Schein
werfereinheiten. Die Klappen werden mit dem Vierkantschlüssel ge
öffnet.
2
Bugklappen öffnen
" Bugblende öffnen (. Seite 64).
" Verriegelung .1. mit Vierkantschlüssel öffnen.
" Hebel .2. ziehen.
" Bugklappe nach außen schwenken, bis sie vom Fangseil be
grenzt wird.
1
0A2X.0200.S0009
2
1
0A21.0200.S0009
66
Bugklappen schließen
" Bugklappe nach innen schwenken, bis Hebel .2. einrastet.
" Verriegelung .1. mit Vierkantschlüssel schließen.
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Deckenverkleidung öffnen / schließen
2
Verletzungsgefahr
Die Deckenverkleidungen schwenken beim Öffnen selbsttätig aus.
Beim Öffnen der Deckenverkleidungen deshalb darauf achten, dass
sie mit der Hand abgestützt werden. Sonst besteht die Gefahr von
Kopf− und Handverletzungen.
1
Hinter den Deckenverkleidungen befinden sich elektronische Bauteile
(. Seite 336).
1
0A2X.0200.P0015
Deckenverkleidung öffnen
" Schlüssel einstecken und in Stellung ! drehen.
" Deckenverkleidung .1. aufklappen.
Deckenverkleidung schließen
" Deckenverkleidung .1. zuklappen und gedrückt halten.
" Schlüssel einstecken und in Stellung drehen.
67
Bedienen
Klappen öffnen / schließen
Schaltkastenabdeckung öffnen / schließen
1
Die Schaltkastenabdeckung befindet sich hinter dem Fahrerarbeits
platz. Sie wird mit dem Vierkantschlüssel geöffnet und geschlossen.
Hinter der Schaltkastenabdeckung befindet sich der Hauptschalt
kasten (. Seite 338).
2
0A2X.0200.P0016
Schaltkastenabdeckung öffnen
" Schlüssel einstecken und Drehverschluß .1. öffnen.
" Stecker des Haltewunschtasters abziehen.
" Schaltkastenabdeckung .2. abnehmen.
Je nach Ausstattung kann ein Haltewunschtaster an der Schaltka
stenabdeckung verbaut sein.
Um Schäden zu vermeiden, Abdeckung an geeigneter Stelle sicher
ablegen.
Schaltkastenabdeckung schließen
" Schaltkastenabdeckung .2. einsetzen.
" Stecker des Haltewunschtasters aufziehen.
" Schlüssel einstecken und Drehverschluß .1. schließen.
68
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Fahrerkabinentür öffnen / schließen
Unfallgefahr
Das Fahrzeug kann sich unkontrolliert in Bewegung setzen und
schwere Unfälle verursachen. Vor Verlassen des Fahrerarbeitsplatzes
Feststellbremse einlegen (. Seite 280).
Die Fahrerkabinentür ist rechts neben dem Fahrerplatz angebracht.
Fahrerkabinentür öffnen
" Griff .1. nach unten drücken und Kabinentür in Pfeilrichtung öff
nen.
1
0A2X.0200.P0018
Fahrerkabinentür schließen
" Fahrerkabinentür zurück ins Schloss drücken.
69
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Fahrersitz einstellen
Unfallgefahr
Fahrersitz nur bei Stillstand des Fahrzeuges einstellen. Sitzarretie
rungen müssen hörbar einrasten. Durch unerwartete Bewegungen
des Sitzes kann die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen.
2
1
Unfallgefahr− und Verletzungsgefahr
Sitzpositionen, die ein korrektes Angurten nicht erlauben, unbedingt
vermeiden. Sie stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar.
3
Fahrersitz (ISRI 6860/875 NTS)
Der Fahrersitz lässt sich durch vielfältige Verstellmöglichkeiten körper
gerecht einstellen.
Nähere Angaben zu anderen Modellen und Sitzen siehe auch
SitzherstellerBetriebsanleitung.
4
9
5
10
6
11
7
8
2216.0628.S0003
70
Schulterabstützung einstellen
" Hebel .1. hochziehen und dabei oberen Rückenlehnenbereich be
lasten bzw. entlasten.
Rückenlehne einstellen
" Hebel .2. hochziehen und dabei Rückenlehne leicht belasten.
" Rückenlehne durch Vor− oder Zurückbewegen in die ge
wünschte Position bringen. Durch Loslassen des Hebels wird die
Sitzposition arretiert.
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Armlehnenhöhe einstellen
" Rändelschrauben .3. am vorderen Ende der Armlehnen
verdrehen, bis die gewünschte Höhe eingestellt ist.
Lendenwirbel− und Seitenabstützung einstellen
" Entsprechenden Taster .4. für die Luftkammern der un
teren, oberen und seitlichen Abstützung drücken.
Sitzheizung* einschalten
" Schalter .5. betätigen.
Das Sitzkissen und die Lehne werden thermostatisch gere
gelt.
Vertikalabsenkung betätigen
" Hebel .8. nach unten bzw. nach oben drücken.
Sitz senkt sich bis in Endstellung ab bzw. hebt sich in
gespeicherte Höhe.
Sitzkissentiefe einstellen
" Hebel .9. anheben und dabei Sitzkissen vor− oder zu
rückschieben.
Sitzneigung einstellen
" Hebel .10. hochziehen und dabei Sitzkissen im vorderen
Bereich belasten bzw. entlasten.
Sitzhöhe einstellen
" Hebel .6. nach unten bzw. oben drücken. Eingestellte
Sitzhöhe wird gespeichert.
Sitzlängsrichtung einstellen
" Bügel .11. anheben und dabei Sitz vor− oder zurück
schieben.
Vertikalschwingungsdämpfer einstellen
" Hebel .7. nach oben weich" oder nach unten hart"
drücken, bis der gewünschte Federungskomfort er
reicht ist.
Fahrersitz richtig einstellen
S Rückenlehne nahezu senkrecht einstellen.
S Arme sollten zum Lenkrad leicht angewinkelt sein.
S Abstand zu den Pedalen so einstellen, dass diese
ganz durchgetreten werden können.
Schwingungsdämpfer so einstellen, dass auch bei
schlechter Fahrbahn ein Durchschlagen des Sitzes
vermieden wird.
71
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Lenkrad einstellen
Unfallgefahr− und Verletzungsgefahr
Lenkrad nur bei Stillstand des Fahrzeuges und eingelegter Feststell
bremse / Haltestellenbremse* einstellen. Während der Fahrt könnte
die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen. Personen können
verletzt werden.
Das Lenkrad kann in Höhe und Neigung körpergerecht eingestellt
werden.
521X.0200.S0061
" Zündung einschalten (. Seite 249).
" Druckluftventil mit dem Fuß in Pfeilrichtung niederdrücken und
halten.
" Lenkrad in die gewünschte Position bewegen.
" Druckluftventil wieder loslassen.
Behrquirl (Ventilator)*
1
0A2X.0200.S0032
72
Links und rechts oberhalb vom Fahrerplatz ist der Behrquirl .1. ange
bracht. Mit dem Behrquirl wird der Fahrer− und Beifahrerplatz zu
sätzlich belüftet.
" Schalter Behrquirl im Armaturenbrett drücken (. Seite 157).
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Innen− und Außenspiegel einstellen
Unfallgefahr
Spiegel nicht während der Fahrt einstellen. Während der Fahrt
könnte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen. Fehlende
oder defekte Außenspiegel gefährden die Verkehrssicherheit. Unfälle
sind die Folge. Fehlende oder defekte Außenspiegel umgehend
durch neue ersetzen.
1
Innenspiegel einstellen
Innenspiegel .1. so einstellen, dass eine optimale Sicht vom Fahrerar
beitsplatz in den Fahrgastraum gewährleistet ist.
0A2X.0200.P0019
Den Spiegel .2. für den Einstiegsbereich an Tür 2 mit Hilfe einer zwei
ten Person so einstellen, dass er über den Innenrückspiegel .1. mit
eingesehen werden kann.
2
0A2X.0200.P0020
73
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Innenspiegel elektrisch einstellen
Die beiden Schalter für die Innenspiegelverstellung sind auf der Ar
maturenbrettkonsole links vom Fahrerplatz angebracht.
" Normale Sitzposition auf dem Fahrerplatz einnehmen.
" Zündung einschalten.
" Schiebeschalter .1. auf mittlere Position stellen.
" Schalter .2. betätigen (. Seite 160).
" Knopf .3. in die gewünschte Richtung drücken, bis die individuelle
Position des Innenspiegels eingestellt ist.
0A2X.0200.S0030
3
2
1
0A2X.0200.S0036
74
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Außenspiegel einstellen
Der Schalter für die Außenspiegelverstellung ist auf der Armaturen
brettkonsole links vom Fahrerplatz angebracht.
" Normale Sitzhaltung auf dem Fahrersitz einnehmen.
" Zündung einschalten.
" Schiebeschalter .1. auf linken bzw. rechten Außenspiegel stellen.
" Knopf .2. in die gewünschte Richtung drücken, bis die individuelle
Position des Außenspiegels eingestellt ist.
2
1
4426.0603.P0001
Bugbeobachtungsspiegel einstellen
3
Der Bugbeobachtungsspiegel . 3. ist oberhalb des rechten Außenspie
gels angebracht.
" Normale Sitzhaltung auf dem Fahrersitz einnehmen.
" Schiebeschalter .1. auf Bugbeobachtungsspiegel stellen.
" Knopf .2. in die gewünschte Richtung drücken, bis die individuelle
Position des Außenspiegels eingestellt ist.
0A78.0200.S0036
75
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Außenspiegel einklappen
Je nach Ausführung kann der rechte Außenspiegel, beispielsweise
zur Fahrzeugreinigung in der Waschanlage, in Richtung Frontscheibe
eingeklappt werden.
Unfallgefahr
0A78.0200.S0036
Der Außenspiegel bewegt sich beim Einklappen ruckartig in Rich
tung der Frontscheibe. Gefahr von Prellungen und Zerrungen.
S Im Schwenkbereich zwischen Außenspiegel und Frontscheibe
dürfen sich keine Personen aufhalten.
S Für sicheren Stand sorgen.
" Außenspiegel in Pfeilrichtung einklappen.
Nach erfolgter Reinigung.
" Außenspiegel wieder ausklappen.
76
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Sonnenrollo der Frontscheibe manuell einstellen
Sonnenrollo ausziehen
" Sonnenrollo an Lasche .1. auf die gewünschte Höhe herunterzie
hen.
1
Sonnenrollo einziehen
" Sonnenrollo an der Lasche .1. nach oben schieben − Sonnenrollo
wird automatisch aufgerollt.
Sonnenrollo der Frontscheibe elektrisch* einstellen
0A2X.0200.P0022
Als Sonderausstattung kann das Sonnenrollo der Frontscheibe elek
trisch betätigt werden.
Sonnenrollo elektrisch betätigen (. Seite 158).
77
Bedienen
Arbeitsplatz einstellen
Sonnenrollo der Seitenscheibe einstellen
Sonnenrollo ausziehen
" Sonnenrollo an Lasche .2. auf die gewünschte Höhe herunterzie
hen.
Sonnenrollo einziehen
" Sonnenrollo an der Lasche .2. nach oben schieben − Sonnenrollo
wird automatisch aufgerollt.
2
121X.0200.S0002
78
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Bedieneinheit Heizen, Lüften, Kühlen
1
2
3
4
5
6
8
.1.
.2.
.3.
.4.
.5.
.6.
.7.
.8.
Luftverteilung Fahrerbereich
Temperatur Fahrerbereich
Gebläse Fahrerbereich
Klimaanlage Fahrerbereich
Frischluft / Umluft Fahrerbereich und Fahrgastraum
Heizung / Klimaanlage Fahrgastraum
Zusatzheizung ein− und ausschalten
Reheat ein− und ausschalten
7
4516.0608.P0001
Die Bedieneinheit Heizen, Lüften, Kühlen befindet sich auf
der linken Armaturenbrettkonsole oder oberhalb des Fah
rerarbeitsplatzes.
Die Bedieneinheit Heizen, Lüften, Kühlen ist bei laufendem
Motor betriebsbereit.
Bei einer aktivierten Funktion leuchtet die LED im Taster.
79
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Klimaanlage ein− und ausschalten
Heizen
Bei Batterieladungen unter ca. 80 % muss die Klimaan
lage im Leerlauf ausgeschaltet werden, Generatoren
können Schaden nehmen.
Unfallgefahr
Das Bedienen der Bedieneinheit lenkt vom aktuellen
Verkehrsgeschehen ab. Bedieneinheit nur dann bedie
nen, wenn es die Verkehrssituation erlaubt. Immer die
ganze Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr widmen.
Displayanzeigen
Bei Außentemperaturen unter 3 °C wird die Temperatur als
Frostwarnung im Fahrerdisplay angezeigt. Steigt die Tem
peratur wieder auf über 6 °C, wird sie wieder ausgeblen
det.
Während bestimmter Betriebsmodi, wie z. B. bei der Feh
lerdiagnose, Kalibrierung oder der Programmierung, wird
das Fahrerdisplay zur Informationsausgabe genutzt.
80
Nach Starten des Motors wird automatisch die vorher ein
gestellte Temperatur des Fahrer− und Fahrgastbereiches
angefahren.
Temperatur des Fahrerbereiches einstellen
" Drehregler .2. je nach gewünschter Temperatur nach
rechts drehen.
Die einstellbare Heizleistung liegt zwischen 14 und 60 °C.
Lüften
Gebläse des Fahrerbereiches einstellen
" Drehregler .1. auf die gewünschte Stellung drehen.
" Drehregler .3. je nach gewünschter Gebläseleistung
nach rechts drehen.
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Fahrgastbereich automatisch klimatisieren
Kühlen
Nach dem Starten des Motors kann die Klimaanlage ma
nuell zu− oder abgeschaltet werden.
" Motor starten.
Überschreitet die Außenlufttemperatur die vom Fahrer ge
wählte Innenraumtemperatur, strömt erwärmte Luft nach.
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Automatik für Fahr
gastraum aktivieren.
Taste einmal drücken.
LED im Taster leuchtet.
Klimaanlage zu− oder abschalten im Fahrerbereich
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Klimaanlage im Fah
rerbereich zu− oder
abschalten. Taste ein
mal drücken.
LED im Taster leuchtet
oder erlischt.
Die Automatik regelt die Temperatur auf ca. 20 °C. Die
Temperatur kann vom Fahrer nicht beeinflusst werden.
Im Fahrerdisplay erscheint das Symbol als Funktions
anzeige.
Bei Betrieb der Klimaanlage zusätzlich Fahrerfenster
schließen.
81
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Umluftbetrieb
Der gesamte Fahrzeuginnenraum kann von Frischluftbe
trieb in Umluftbetrieb umgeschaltet werden.
Gesamten Fahrzeuginnenraum mit Umluft belüften
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Fahrzeuginnenraum
belüften. Taste einmal
drücken.
LED im Taster leuchtet.
Gesamten Fahrzeuginnenraum mit Frischluft belüften
Taste
82
Handlungsschritt
Anzeige
Fahrzeuginnenraum
belüften. Taste einmal
drücken.
LED im Taster erlischt.
Der Umluftbetrieb sollte nur kurzzeitig bei starker Au
ßenluftverschmutzung betätigt werden.
Bei Umluftbetrieb zusätzlich Fahrerfenster schließen.
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Entfeuchten
Bei hoher Luftfeuchtigkeit im Innenraum kann die Reheat
Funktion aktiviert werden.
" Motor starten.
Entfeuchten im Umluftbetrieb
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Entfeuchten im Umluft
betrieb. Taste einmal
drücken.
LED im Taster leuchtet.
Taste einmal drücken.
LED im Taster leuchtet.
Beim Entfeuchten im Umluftbetrieb die Klimaanlage
einschalten (. Seite 81). Bei nicht aktiver Klimaanlage
beschlagen sonst die Scheiben.
Entfeuchten im Frischluftbetrieb
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Entfeuchten im Frisch
luftbetrieb. Taste ein
mal drücken.
LED im Taster leuchtet.
83
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Zusatzheizung bzw. Standheizung
Während der Temperaturregelung schaltet sich die Zusatz
heizung nur bei Außentemperaturen < 5 °C und Kühlmit
teltemperaturen < 40 °C zu.
Bei Klimatisierungsbetrieb schaltet sich die Zusatzheizung
nicht zu, um nicht gegen die Klimaanlage arbeiten zu
müssen.
Wurde die Zusatzheizung bei ausgeschalteter Zündung
manuell oder automatisch gestartet, schaltet sie sich nach
maximal 60 min automatisch ab.
Die maximal programmierbare Heizdauer der Zusatzhei
zung beträgt 2 Stunden.
Vergiftungsgefahr
Die Zusatzheizung produziert Abgase. Zusatzheizung in
geschlossenen Räumen wie Garagen oder Werkstätten
nur mit Abgasabsaugung betreiben. Für ausreichende
Belüftung sorgen.
Explosionsgefahr
Die Zusatzheizung kann brennbare Dämpfe und Stäube
entzünden. Deshalb an Tankstellen und Tankanlagen
Zusatzheizung ausschalten. In der Nähe von Kraft
stoff−, Kohlen−, Holzstaub− oder Getreidelager und
Ähnlichem Zusatzheizung ebenfalls ausschalten.
Brandgefahr
Bei länger anhaltender starker Rauchentwicklung, unge
wöhnlichen Brenngeräuschen oder Brennstoffgeruch
Sicherung der Zusatzheizung entfernen (. Seite 338).
Erst nach Überprüfen durch eine MAN−Service−Werk
statt darf sie wieder in Betrieb genommen werden.
84
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Brandgefahr
Überhitzungsgefahr
Durch hohe Abgastemperaturen und durch die heiße
Abgasanlage der Zusatzheizung können sich brennbare
Materialien entzünden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abstellen oder parken, wenn die Zusatzhei
zung betrieben wird, kurz zuvor betrieben wurde
oder beabsichtigt ist die Zusatzheizung zu betreiben.
S Sicherstellen, das die Zusatzheizung niemals durch
programmierte Startzeiten in Betrieb genommen wird,
wenn sich das Fahrzeug im Bereich von brennbaren
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abgestellt oder geparkt ist.
Nach Ausschalten der Zusatzheizung laufen das Brenn
luftgebläse und die Umwälzpumpe 3 min weiter, um die
Zusatzheizung abzukühlen.
Während der Nachlaufzeit darf der mechanische Batte
rietrennschalter (. Seite 318) nicht betätigt werden, da
sonst die Nachlaufphase unterbrochen wird.
Zusatzheizung zu− oder abschalten
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Zusatzheizung zu−
und abschalten. Taste
einmal drücken.
LED im Taster leuchtet
oder erlischt.
Im Fahrerdisplay erscheint das Symbol als Funktions
anzeige.
Zusatzheizung bei stehendem Motor nur so lange wie
nötig laufen lassen, um die Batterien zu schonen.
85
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Bedieneinheit Zusatzheizung
2
Die Bedieneinheit der Zusatzheizung befindet sich auf der Armatu
renbrettkonsole links vom Fahrerarbeitsplatz.
4
Funktion
Uhrzeit einstellen .1.
Speicher / Programmierung .2.
1
3
Sofortheizen .3.
5
Menü zurück .4.
4516.0608.P0003
Menü vorwärts .5.
Sofortheizen ein oder abschalten
Dauerheizbetrieb ist nur über die Taste Sofortheizen" möglich.
Taste
86
Handlungsschritt
Funktion
Taste drücken.
Sofortheizen − EIN/AUS
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Uhrzeit und Wochentag einstellen
Das Einstellen der Uhr sowie das Programmieren der Zu
satzheizung ist nur bei abgestelltem Motor und ausge
schalteter Zündung möglich.
Wird nach Aufrufen des Stellmodus nicht innerhalb von
5 Sekunden fortgefahren, wird der voreingestellte Wert
übernommen. Werden beide Tasten länger als 2 Sekunden
gedrückt, ist der Schnelllauf aktiv.
Die Angabe der Wochentage erfolgt in englischen Abkür
zungen MO, TU, WE, TH, FR, SA, SU.
Uhrzeit einstellen
Taste
Wochentag einstellen
Nach erfolgter Uhrzeiteinstellung geht das Einstellmenü
selbsttätig in den Wochentagmodus über.
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Wochentag einstellen,
Taste drücken.
Aktuell eingestellter
Wochentag blinkt.
Nach 5 Sekunden er
folgt Speicherung.
Bei eingeschalteter Zündung zeigt die Uhr die aktuelle
Zeit und den Wochentag an.
Handlungsschritt
Anzeige
Stellmodus aufrufen,
Taste einmal drücken.
Uhrzeit blinkt.
Uhrzeit einstellen, Ta
ste drücken. Beim Ge
drückthalten einer Ta
ste von mehr als 2 Se
kunden erfolgt der
Schnelllauf.
Aktuell eingestellte
Uhrzeit blinkt.
Bei Betrieb des Zusatzheizgerätes werden das Display
und die Tasten beleuchtet.
Nach 5 Sekunden er
folgt Speicherung.
87
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Startzeiten der Zusatzheizung programmieren
Voraussetzung für das Programmieren sind die bereits
eingestellte Uhrzeit und der Wochentag (. Seite 87).
Es lassen sich drei unterschiedliche Startzeiten, −1−",
−2−" und −3−", programmieren. Innerhalb einer Start
zeit lassen sich einzelne oder alle Wochentage anwählen.
Wird nach Aufrufen des Programmiermodus nicht inner
halb von 5 Sekunden fortgefahren, wird der voreingestellte
Wert übernommen. Werden beide Tasten länger als 2 Se
kunden gedrückt, ist der Schnelllauf aktiv.
Speicherplatz einstellen
Durch mehrmaliges Drücken der Taste .2. können die Spei
cherplätze −2−" und −3−" programmiert werden oder
man kann zum Uhrzeitmodus wechseln.
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Speicherplatz auswäh
len. Taste mehrmalig
drücken.
Aktueller Speicherplatz
−2−" oder −3−"
blinkt.
Vorwahlzeit und Vor
wahltag einstellen
Vorwahlzeit und Vorwahltag einstellen
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Vorwahlzeit der Zu
satzheizung aufrufen,
Taste drücken.
Aktueller Speicherplatz
−1−" blinkt.
Vorwahlzeiteinstellen.
Aktuell eingestellte
Uhrzeit. Nach 5 Sekun
den erfolgt Speiche
rung und Wochentag/
Vorwahltag blinkt.
Wochentag einstellen.
Aktuell eingestellter
Wochentag.
Nach 5 Sekunden er
folgt Speicherung.
88
Zusatzheizung bei stehendem Motor nur so lange wie
nötig laufen lassen, um die Batterien zu schonen.
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Aktivieren / Deaktivieren einer programmierten
ZusatzheizungsStartzeit
Von den drei programmierbaren Startzeiten kann nur eine
aktiviert werden. Der angezeigte Speicherplatz ist aktiv.
Die Einstellung der Einschaltdauer kann nur bei ausge
schalteter Zusatzheizung erfolgen.
Taste
Aktivieren
Taste
Einschaltdauer der Zusatzheizung einstellen
Handlungsschritt
Anzeige
Startzeiten der Zusatz
heizung aufrufen, Ta
ste mehrmals drücken.
−1−", −2−", −3−"
oder −−". Nach 5 Se
kunden erfolgt Aktivie
rung bzw. Deaktivie
rung.
Handlungsschritt
Anzeige
Einschaltdauer einstel
len. Tasten drücken.
Einschaltdauer blinkt.
Nach 5 Sekunden er
folgt Aktivierung bzw.
Deaktivierung.
Die Einschaltdauer kann zwischen 10 und 120 min
betragen.
Deaktivieren
Restlaufzeit der Zusatzheizung anzeigen
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Taste mehrmals drük
ken, bis nur die Uhrzeit
und kein Speicherplatz
mehr angezeigt wird.
Wurde die Zusatzheizung automatisch gestartet, kann
diese mit der Taste für die Zusatzheizung wieder aus
geschaltet werden. Die Zusatzheizung schaltet sich
nach 60 min automatisch aus.
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Restlaufzeit anzeigen.
Taste drücken.
Verbleibende Zeit.
Die Anzeige der Restlaufzeit der Zusatzheizung ist nur
im programmierten Betrieb (. Seite 88) möglich.
89
Bedienen
Heizen, Lüften, Kühlen
Restlaufzeit der Zusatzheizung einstellen
Das FlammSymbol im Display zeigt den Betrieb der Zu
satzheizung an.
Taste
Handlungsschritt
Anzeige
Restlaufzeit ändern.
Taste drücken.
Restlaufzeit blinkt.
Restlaufzeiteinstellen.
Tasten drücken.
Nach 5 Sekunden er
folgt Aktivierung bzw.
Deaktivierung.
Das Einstellen der Restlaufzeit der Zusatzheizung ist
nur im programmierten Betrieb (. Seite 88) möglich.
Die Restlaufzeit kann nur mit aktivierter Zündung und
bei Betrieb der Zusatzheizung geändert werden.
90
Bedienen
Audio / Video
Bedieneinheit Audio / Video
Unfallgefahr
Anlagen nur dann bedienen, wenn es die aktuelle Verkehrssituation
erlaubt. Immer die ganze Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr wid
men.
Lautstärke so einstellen, dass akustische Signale von außen gut zu
hören sind.
1
Die Audiobedieneinheit befindet sich rechts am Fahrerarbeitsplatz.
Bild ist beispielhaft.
0R12.0200.S0035
Audiobedieneinheit ein− bzw. ausschalten
" Blauen Knopf .1. länger als eine Sekunde gedrückt halten.
Nähere Angaben siehe GeräteherstellerBetriebsanleitungen.
91
Bedienen
Audio / Video
Mikrofon bedienen
Unfallgefahr
Sprechanlage nur dann bedienen, wenn es die aktuelle Verkehrssi
tuation erlaubt. Immer die ganze Aufmerksamkeit dem Straßenver
kehr widmen.
Das Mikrofon .1. ist links am Fahrersitz montiert. Während des Spre
chens werden die Audioquellen stummgeschaltet. Bilder sind bei
spielhaft.
" Pedaltaster .3. mit Fuß betätigen oder Taster .2. drücken.
" Durchsage in Mikrofon .1. sprechen und anschließend Fuß vom
Pedaltaster .3. nehmen oder Taster 2.. loslassen.
1
0A2X.0200.S0003
Die Audio/VideoBedieneinheit funktioniert nur bei eingeschalteter
Zündung.
Nach Ausschalten des Mikrofons werden die Audioquellen wieder
in ihren Vorzustand geschaltet.
2
3
0A2X.0200.S0011
92
Bedienen
Rollstuhlrampe verwenden
Rollstuhlrampe verwenden
Unfall− und Verletzungsgefahr
2
1
0A2X.0615.P0001
Gefahr von Personenschäden durch Aus− und Einklappen der
Rampe. Fahrgäste zurücktreten lassen, damit keine Körperteile ein
gequetscht oder gestreift werden können.
Auflagefläche unter der Rampe von Gegenständen freihalten. Stol
pergefahr durch nicht eben aufliegende Rampe.
Rampe nicht überbelasten. Zu hohe Belastungen führen zu Bruch
oder Beschädigung der Rampe. Rampe nicht beschädigen. Das
Ausklappen und Fallenlassen der Rampe vom Innenraum aus, kann
zu Verformungen führen. Rampe immer von außen ausklappen.
Mechanische Rollstuhlrampe verwenden
Die Rollstuhlrampe .1. ist im Türeinstiegsbereich im Fußboden einge
lassen.
Rollstuhlrampe vor und nach jeder Benutzung von Sand und
Schmutz reinigen. Sand und Schmutz können sonst zu Funktions
störungen im Klappmechanismus führen.
93
Bedienen
Rollstuhlrampe verwenden
3
Rollstuhlrampe ausklappen
" Feststellbremse einlegen (. Seite 280).
" Tür öffnen (. Seite 54).
" Mit Vierkantschlüssel .2. entriegeln.
" Rollstuhlrampe am Griff .3. ausklappen.
1
2
0A2X.0200.S0031
Beim Ausklappen der Rampe darauf achten, dass diese vollständig
am Boden aufliegt. Die maximale Tragkraft der Rollstuhlrampe be
trägt 350 kg. Es können auch Rampen mit einer anderen maxima
len Tragkraft im Fahrzeug verbaut sein. In diesem Fall müssen die
Hinweise auf dem Aufkleber neben oder auf der Rampe beachtet
werden.
HSB ist aktiv (. Seite 278).
Rollstuhlrampe einklappen
Einklappen in umgekehrter Reihenfolge.
0A2X.0615.P0002
94
Bedienen
Rollstuhlrampe verwenden
Rollstuhlrampe mit Hakenstange* verwenden
1
Die Hakenstange befindet sich im vorderen Einstiegsbereich hinter
der Abdeckung am Armaturenbrett.
Unfall− und Verletzungsgefahr
Auf sicheren Halt der Hakenstange im Befestigungsloch der Rampe
achten. Sonst besteht die Gefahr von Personenschäden durch Ab
rutschen der Hakenstange.
0A2X.0200.P0023
2
"
"
"
"
"
Feststellbremse einlegen (. Seite 280).
Abdeckung am Armaturenbrett öffnen.
Abdeckung öffnen und Hakenstange .1. entnehmen.
Tür öffnen (. Seite 54).
Rollstuhlrampe .2. mit Hakenstange .1. ausklappen.
Beim Ausklappen der Rampe darauf achten, dass diese vollständig
am Boden aufliegt. Die maximale Tragkraft der Rollstuhlrampe be
trägt 350 kg. Es können auch Rampen mit einer anderen maxima
len Tragkraft im Fahrzeug verbaut sein. In diesem Fall müssen die
Hinweise auf dem Aufkleber neben, oder auf der Rampe beachtet
werden.
Rollstuhlrampe einklappen
Einklappen in umgekehrter Reihenfolge.
0A2X.0200.P0024
95
Bedienen
Rollstuhlrampe verwenden
Elektrische Rollstuhlrampe* verwenden
Die elektrische Rollstuhlrampe .4. befindet sich unter dem Türein
stiegsbereich.
Bilder sind beispielhaft.
1
Rollstuhlrampe ausfahren
" Feststellbremse einlegen (. Seite 280).
" Tür öffnen (. Seite 54).
" Taster .1 im Armaturenbrett betätigen.
2
Rollstuhlrampe einfahren
" Taster .1. erneut betätigen.
0A2X.0200.S0002
Bei aktiver Rollstuhlrampe kann die Haltestellenbremse nicht gelöst
werden.
Bei aktiver Rollstuhlrampe blinken die Warnleuchten .3. neben der
Tür dauerhaft.
Beim Ausklappen der Rollstuhlrampe darauf achten, dass diese
vollständig am Boden aufliegt. Die maximale Tragkraft der Roll
stuhlrampe beträgt 350 kg.
3
4
0A2X.0200.P0007
96
Rollstuhlrampe heben / senken
" Taster .2. im Armaturenbrett betätigen.
Bedienen
Sonstiges
Steckdose 24 V*
An der Steckdose .1. im Motorraum ist der Anschluss von Verbrau
chern mit 24VSpannung möglich. Bild ist beispielhaft.
1
Weitere 24VSteckdosen können an verschiedenen Stellen des
Fahrzeuges als Sonderausstattung angebracht sein.
0A2X.0200.P0008
Fahrgasthaltewunschanzeige*
Die Fahrgasthaltewunschanzeige .2. zeigt während der Fahrt das ak
tuelle Fahrtziel an.
Nach Betätigen des Haltewunschtasters (. Seite 55) wird in der
Fahrgasthaltewunschanzeige zusätzlich STOP" oder Wagen hält"
als Text mit angezeigt.
2
0A2X.0200.P0026
97
Bedienen
Sonstiges
Unfalldatenspeicher − UDS*
Der UDS .1. registriert permanent die Bewegungsdaten des Fahrzeu
ges und das Betätigen der angeschlossenen Bedienelemente.
Er befindet sich hinter der Abdeckung unterhalb am Armaturenbrett.
Das UDS−Bedienelement .2. befindet sich auf der Armaturenbrettkon
sole links vom Fahrerplatz.
1
Angaben zur Bedienung siehe GeräteherstellerBetriebsanleitung.
0A2X.0200.P0028
2
0A2X.0200.P0027
98
Bedienen
Sonstiges
Zielschildanlage*
Die Zielschildanlage zeigt vorne und seitlich* das Fahrziel
an. Die Liniennummer wird hinten wie auch seitlich ange
zeigt.
Bedienung der Zielschildanlage siehe HerstellerBe
triebsanleitung.
Fahrscheinentwerteranlage*
Bedienung der Fahrscheinentwerteranlage siehe Her
stellerBetriebsanleitung.
99
Bedienen
Sonstiges
100
Sicherheitseinrichtungen
Allgemein
Warn− und Hinweisschilder
Rückhaltesysteme
Notgeräte
Hybrid Notfall
Brandmelder*
Ausstieg im Notfall
Werkstatttaster*
Motor−NOT−AUS
Notlöseeinrichtungen
Reversieranlage
Sonstiges
101
101
Sicherheitseinrichtungen
Allgemein
Prüfen und Instandhalten der Sicherheitsein
richtungen
Die Sicherheitseinrichtungen müssen täglich auf ihre
Funktion und Vollständigkeit geprüft werden. Bei defek
ten oder nicht vorhandenen Sicherheitseinrichtungen
darf das Fahrzeug nicht betrieben werden.
Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht überbrückt oder
stillgelegt werden. Für die ordnungsgemäße Funktion
der Sicherheitseinrichtungen ist der Betreiber verant
wortlich.
Änderungen an den Sicherheitseinrichtungen führen
zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
102
Die Sicherheitseinrichtungen sind nach den aktuellen Vor
schriften und Richtlinien ausgeführt.
Insbesondere die folgenden Punkte, in denen die Sicher
heitseinrichtungen für Fahrer und Fahrgäste erklärt wer
den, kontrollieren.
S Vorhandensein und Lesbarkeit der Warn− und Hin
weisschilder prüfen (. Seite 104).
S Rückhaltesysteme auf ordnungsgemäße Funktion und
sichtbaren Verschleiß prüfen (. Seite 108).
S Notgeräte auf Vollständigkeit und ordnungsgemäße
Unterbringung prüfen (. Seite 110).
S Nothähne und Notausstiege auf ordnungsgemäße
Funktion und freie Zugänglichkeit prüfen (. Seite 125).
S Reversieranlage auf einwandfreie Funktion prüfen
(. Seite 134).
S Brandmelder* auf ordnungsgemäße Funktion prüfen.
Sicherheitseinrichtungen
Allgemein
103
Sicherheitseinrichtungen
Warn− und Hinweisschilder
Anordnung der Warn− und Hinweisschilder
Solobus
2
11
3
11
12
6
7
8
9
2
4
9
4
5
10
104
1
Sicherheitseinrichtungen
Warn− und Hinweisschilder
Pos.
1
2
3
Abbildung
Text der Hinweisschilder
Notausstieg
Position der Hinweisschilder
Unterhalb den Nothammerhalterungen
Bei Gefahr Scheibe einschlagen
An allen Seitenscheiben und an der Heck
scheibe
Nothahn
Über den Türen
Nur bei Gefahr betätigen!
4
Tür von Hand öffnen.
Nothahn
Neben den Türen
Nur bei Gefahr betätigen!
Tür von Hand öffnen.
.5.
Über Fahrerarbeitsplatz oder neben
vorderer Einstiegstür
105
Sicherheitseinrichtungen
Warn− und Hinweisschilder
Pos.
.6.
Abbildung
Text der Hinweisschilder
Position der Hinweisschilder
Über Fahrerarbeitsplatz
im Fahrerablagekasten
.7.
Bitte
Über Fahrerarbeitsplatz
während der Fahrt
nicht mit dem
Fahrpersonal
sprechen!
106
.8.
Über Fahrerarbeitsplatz
.9.
Am Ansetzpunkt der jeweiligen Achse
Sicherheitseinrichtungen
Warn− und Hinweisschilder
Pos.
.10.
Abbildung
Text der Hinweisschilder
Position der Hinweisschilder
Im vorderen Einstiegsbereich
.11.
Kennzeichnung "Gefährliche elektrische
Spannung" an Hochvolt−Komponenten
Im Motorraum und auf dem Dach
12
Mit Wasser spritzen verboten
Im Motorraum
107
Sicherheitseinrichtungen
Rückhaltesysteme
Sicherheitsgurte anlegen
Unfall− und Verletzungsgefahr
Sicherheitsgurte vor dem Anfahren anlegen. Gurtanlegepflicht.
Sicherheitsgurte nur für eine Person verwenden. Keine Gegen
stände zusammen mit einer Person angurten. Nur vorschriftsmäßig
angelegte Gurte können Personen bei einem Unfall optimal schüt
zen.
Änderungen, die die Wirksamkeit des Gurtes beeinträchtigen, dür
fen nicht vorgenommen werden. Veränderte Gurte können bei ei
nem Unfall keinen sicheren Schutz vor Verletzungen bieten.
Gurtbänder nicht über scharfe Kanten führen. Das Gurtband könnte
beschädigt werden und reißen.
Gurte auf ordnungsgemäße Funktion und sichtbaren Verschleiß prü
fen
S Gurtbänder auf Scheuerstellen, Quetschstellen, Aufrauungen und
Risse der Nahtstellen kontrollieren.
S Gurtschlösser auf Funktion prüfen.
S Gurtverankerungen auf sichere Befestigung prüfen.
Beschädigte oder bei einem Unfall beanspruchte Sicherheitsgurte
müssen ausgetauscht werden.
108
Sicherheitseinrichtungen
Rückhaltesysteme
Fahrergurt anlegen
" Sicherheitsgurt an der Schlosszunge .1. über Brust und Becken
ziehen.
" Schlosszunge in das Gurtschloss .2. drücken und hörbar einrasten
lassen.
1
2
Die Aufrollautomatik des Sicherheitsgurtes sperrt den Gurt bei
plötzlicher Fahrzeugverzögerung und bei schnellem Zug am Gurt.
Fahrergurt lösen
" Rote Taste im Gurtschloss drücken.
45XX.0300.S0001
In die Nothämmer ist ein Gurtschneider* integriert. Im Notfall mit
diesem Gurtschneider den Sicherheitsgurt durchtrennen.
Sicherheitsgurt richtig anlegen
S
S
S
S
S
Gurt beim Anlegen nicht verdrehen.
Dreipunktgurt beim Anlegen über die Schulter verlaufen lassen.
Gurt nicht am Hals oder unter dem Arm verlaufen lassen.
Gurt eng am Körper anlegen. Dicke Kleidung vermeiden. Sie
schränkt die Wirksamkeit des Rückhaltesystems ein.
Sitzpositionen, die den korrekten Verlauf des Sicherheitsgurtes
beeinträchtigen, vermeiden.
Korrekten Verlauf des Sicherheitsgurtes während der Fahrt kon
trollieren.
109
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Warndreieck, Warnblinkleuchte, Warngeräte
Warndreieck, Warnblinkleuchte, Warnweste und windsichere Hand
lampe befinden sich im Fahrerablagekasten oberhalb des Fahrerar beitsplatzes.
2
Vor Fahrtantritt mit der Lage der Notgeräte vertraut machen.
1
0A2X.0404.P0001
3
0A2X.0300.P0006
110
Fahrerablagekasten öffnen
" Schloss .1. mit Schlüssel entriegeln.
" Klappe öffnen.
Oder
" Scheibe .2. mit Nothammer einschlagen.
" Stift hochziehen.
" Klappe öffnen.
Oder
" Folie .3. an der gekennzeichneten Stelle mit der Hand durchsto
ßen.
" Stift hochziehen.
" Klappe öffnen.
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Warndreieck, Warnblinkleuchte, Warnweste und windsi
chere Handlampe müssen nach den gesetzlichen Vor
schriften mitgeführt werden. Länderspezifische Vor
schriften beachten.
Warngeräte täglich auf Vollständigkeit und ordnungsge
mäße Funktion kontrollieren.
Werkzeuge und Zubehör immer sicher verstauen und
gegen Umherfliegen und Scheuern, insbesondere an
elektrischen Leitungen, sichern.
Die Unterbringung der oben genannten Notgeräte
weicht bei einigen Fahrzeugvarianten von der Abbil
dung ab.
Vor Fahrtantritt mit der Lage der Notgeräte vertraut
machen.
Bei Unfällen und Pannen Warnblinklicht einschalten.
Das Warndreieck bzw. die Warnblinkleuchte ca. 150 m
hinter dem Fahrzeug bzw. vor der Gefahrenstelle gut
sichtbar aufstellen.
111
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Unterlegkeile
Unfall− und Verletzungsgefahr
Bei Parken an Gefällen, bei Radwechsel oder Defekten an der
Bremsanlage Fahrzeug mit Unterlegkeilen sichern. Das Fahrzeug
könnte sonst wegrollen. Personen können stürzen, eingeklemmt
und Körperteile eingequetscht werden.
Die Unterlegkeile befinden sich unterhalb der Sitzreihen im Fahrzeug
innenraum.
" Unterlegkeile jeweils vor oder hinter dem Rad, je nach Gefälle
richtung, positionieren.
521X.0300.S0017
Immer auf Vollständigkeit und Zugänglichkeit der Unterlegkeile ach
ten. Für 3−Achs−Fahrzeuge müssen zwei Unterlegkeile mitgeführt
werden.
Unterlegkeile müssen nach den gesetzlichen Vorschriften griffbereit
mitgeführt werden. Länderspezifische Vorschriften beachten.
Die Unterbringung der Unterlegkeile weicht bei einigen Fahrzeug
varianten ab. Vor Fahrtantritt mit der Lage der Unterlegkeile ver
traut machen.
112
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Nothämmer
Unfallgefahr
1
Vollständigkeit der Nothämmer täglich kontrollieren. − Durch feh
lende Nothämmer ist ein schnelles Verlassen des Fahrzeuges wäh
rend eines Notfalls nicht möglich. Nothämmer nur im Notfall benut
zen.
0A2X.0300.S0030
Im Fahrgastraum sind auf jeder Seite Nothämmer über den Fenster
holmen angebracht. Zusätzlich befindet sich jeweils ein Nothammer
oberhalb des Fahrerarbeitsplatzes und im oberen Heckscheibenbe
reich.
" Im Notfall einen Nothammer .1. aus seiner Halterung ziehen.
" Mit kurzen, kräftigen Schlägen eine als Notausstieg gekennzeich
nete Scheibe (. Seite 104) einschlagen.
" Fahrzeug durch die eingeschlagene Scheibe verlassen.
Vor Fahrtantritt mit der Lage der Nothämmer vertraut machen.
Als Sonderausstattung sind die Nothämmer in ihrer Halterung mit
einer Plombe* oder einem Drahtseil* gegen Diebstahl gesichert.
In die Nothämmer ist ein Gurtschneider* integriert. Im Notfall mit
dem Gurtschneider* den Sicherheitsgurt durchtrennen.
113
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Verbandskästen
Der Verbandskasten befindet sich an der gekennzeichneten Stelle im
Fahrerablagekasten oberhalb des Fahrerarbeitsplatzes.
2
1
0A2X.0404.P0001
3
Fahrerablagekasten öffnen
" Schloss .1. mit Schlüssel entriegeln.
" Klappe öffnen.
Oder
" Scheibe .2. mit Nothammer einschlagen.
" Stift hochziehen.
" Klappe öffnen.
Oder
" Folie .3. an der gekennzeichneten Stelle mit der Hand durchsto
ßen.
" Stift hochziehen.
" Klappe öffnen.
Vorhandensein der Verbandskästen täglich kontrollieren.
Immer auf Vollständigkeit des Inhaltes achten.
Haltbarkeit des Inhaltes jährlich prüfen.
Verbandskästen müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Länderspezifische Vorschriften beachten.
0A2X.0300.P0006
114
Sicherheitseinrichtungen
Notgeräte
Feuerlöscher
Der Feuerlöscher befindet sich an der gekennzeichneten Stelle hinter
der Abdeckung am Armaturenbrett.
Unfallgefahr
Es muss mindestens ein Feuerlöscher für die Brandklassen A, B
und C mit einer Füllmasse von 6 kg im Fahrzeug mitgeführt wer
den. Länderspezifische Vorschriften beachten. Feuerlöscher minde
stens einmal in 12 Monaten von fachkundigen Prüfern auf Ge
brauchsfähigkeit prüfen lassen. Fahr− und Begleitpersonal mit der
Handhabung des Feuerlöschers vertraut machen. Hierfür ist neben
dem Fahrpersonal auch der Halter des Fahrzeuges verantwortlich.
4516.0407.P0001
1
2
3
Feuerlöscher einsetzen
" Befestigungsgurte lösen und Feuerlöscher aus der Halterung ent
nehmen.
" 1 Sicherheitslasche abziehen.
" 2 Schlagknopf mit der Hand kräftig einschlagen.
" 3 Feuerlöscher senkrecht halten und Löschpistole mit dem
Handhebel betätigen.
Auch die Hinweise am Feuerlöscher beachten.
Als Sonderausstattung können auch andere Feuerlöschtypen im
Fahrzeug verbaut sein. Diese unterscheiden sich in der Handha
bung zur nebenstehenden Beschreibung des SerienFeuerlöschers.
In diesem Fall müssen auch dort die Hinweise zur Handhabung
auf dem Feuerlöscher beachtet werden.
115
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
Hybrid−Verhalten im Notfall
Lebensgefahr
1
Bei Arbeiten am Hochvoltsystem besteht Lebensgefahr durch Be
rührung unter Spannung stehender Teile.
Die elektrische Anlage in Hybridfahrzeugen unterliegt der Span
nungsklasse B, mit Spannungen > 60 Volt Gleichspannung (DC)
und >25 Volt Wechselspannung (AC). Daher muss bei Gefahr
(strukturelle Schäden am Fahrzeug, insbesondere bei Schäden im
Heckbereich, im Dachbereich und am Fahrzeugunterboden) und vor
Arbeiten am HochvoltSystem das HochvoltBordnetz vom Hoch
volt−Traktionsenergiespeicher getrennt und spannungsfrei geschaltet
werden. Arbeiten am HochvoltBordnetz, auch das Trennen des
HochvoltBordnetzes vom Hochvolt−Traktionsenergiespeicher, dürfen
nur von qualifiziertem Fachpersonal (. Seite 351) durchgeführt wer
den.
Am Hochvolt−Traktionsenergiespeicher liegt auch nach Spannungs
freischaltung des HochvoltBordnetzes weiterhin lebensgefährliche
Hochspannung an!
Der Hochvolt−Traktionsenergiespeicher wird durch Spannungsfrei
schaltung des HochvoltBordnetzes nicht entladen!
Die orangefarbenen HochvoltLeitungen nicht durchtrennen. Das
Durchtrennen dieser Leitungen kann lebensgefährlich sein oder zu
irreversiblen Verletzungen führen.
3
S
2
S
S
0A2X.0300.S0001
116
Kennzeichnung "Gefährliche elektrische Spannung" an Hochvolt
Komponenten . 1.
Orangefarbige HochvoltLeitungen . 2.
Gelb−grün−farbige PotentialausgleichsLeitungen . 3.
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
4
1
2
3
5
6
0516.0402.S0002
Anordnung der Hochvolt−Komponenten und −Leitungen
Die HochvoltLeitungen führen vom Hochvolt−Traktionsenergiespei
cher (orange dargestellt) auf dem Dach zu den jeweiligen Hochvolt
Aggregaten am Komponententräger.
Die weitere Verlegung der Leitungen erfolgt über das Dach zu den
Hybridkomponenten im Heck des Fahrzeuges. Es sind keinerlei
HochvoltKomponenten oder −Leitungen im Fahrgastbereich verbaut
oder verlegt.
.1.
Hochvolt−Traktionsenergiespeicher (Ultracap−Speichermodule),
Schützbox mit Wartungsstecker
.2.
Komponententräger mit Hochvolt−Leistungselektronik,
Hochvolt−Stromverteiler und Hochvolt−Bordnetzladewandler
.3.
Elektrische Klimaanlage mit Hochvolt−Scrollkompressor
4.
Hochvolt−Bremswiderstand
5.
Hochvolt−Lenkhydraulikpumpe mit 24 V
Komfort−Backup−System
.6.
Elektrische Fahrantriebseinheit:
Generator und Anpassgetriebe,
Fahrmotoren und Summiergetriebe
117
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
HochvoltBordnetz vom Hochvolt−Traktionsenergiespeicher trennen
" Zündung ausschalten.
" Zündschlüssel abziehen und gegen Wiedereinschalten sichern.
" Serviceklappe .1. öffnen.
" Batterietrennschalter 2. umlegen und abnehmen.
1
0A2X.0300.S0005
2
1
0
0A2X.0300.S0002
118
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
Lebensgefahr
3
1
4
0A2X.0300.S0003
Nach Freischaltung des HochvoltBordnetzes dauert es mindestens
eine Minute bis die Restspannung des HochvoltSystems abgebaut
ist.
Danach können Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Am Hochvolt−Traktionsenergiespeicher liegt auch nachdem das
HochvoltBordnetz spannungsfrei geschaltet wurde weiterhin lebens
gefährliche Hochspannung an!
Der Hochvolt−Traktionsenergiespeicher wird durch Spannungsfrei
schaltung des HochvoltBordnetzes nicht entladen!
Die Wiederinbetriebnahme des HochvoltBordnetzes darf nur von
qualifiziertem Fachpersonal (. Seite 351) durchgeführt werden.
" Abdeckung am Dach öffnen.
! Fahrtrichtung
.3.
Schützbox
.4. Hochvolt−Traktionsenergiespeicher
" Wartungsstecker .5. von der Schützbox .3. abziehen.
3
5
0A2X.0300.004
119
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
Maßnahmen bei einem Unfall ohne erkennbare Feuereinwirkung
Unfallgefahr
1
4516.0414.P0001
Am Hochvolt−Traktionsenergiespeicher liegt auch nach Betätigung
des NOT−AUS−Schalters weiterhin lebensgefährliche Hochspan
nung an!
Der Hochvolt−Traktionsenergiespeicher wird durch Betätigung des
NOT−AUS−Schalters nicht entladen!
Die Wiederinbetriebnahme des Hochvolt−Bordnetzes darf nur von
qualifiziertem Fachpersonal (. Seite 351) durchgeführt werden.
Im Falle eines Verkehrsunfalls ohne erkennbare Feuereinwirkung fol
gende Maßnahmen durchführen:
" Fahrzeug verkehrssicher und in ausreichendem Abstand zu ge
fährdeten Bereichen anhalten.
Der NOT−AUS−Schalter befindet sich links neben dem Fahrer
platz, auf der Armaturenbrettkonsole.
" Verplombte Abdeckkappe hochklappen. NOT−AUS−Schalter .1.
betätigen.
Durch Betätigung des NOT−AUS−Schalters werden der Dieselmotor,
die Kraftstoffförderung, die elektrische Anlage und das HochvoltBordnetz
spannungsfrei geschaltet (vom Hochvolt−Traktionsenergiespeicher ge
trennt). Die Warnblinkanlage und die Türeinstiegsbeleuchtung werden
dabei aktiviert.
120
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
Maßnahmen bei einem Unfall mit Feuereinwirkung
Nach Abschaltung oder Ausfall des HochvoltBordnet
zes wird die 24VLenkhydraulikpumpe vom Komfort−
Backup−System zugeschaltet und verhindert den Aus
fall der Lenkunterstützung. Ein eingeschränkter Betrieb
des Fahrzeuges ist somit noch möglich.
" Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen, Fest
stellbremse einlegen und Warnblinkanlage einschalten.
" Verbot von Rauchen und offenem Feuer im Gefahren
bereich aussprechen.
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Dar
auf achten, dass sich Personen außerhalb des Gefah
renbereiches aufhalten.
" Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warn
weste anlegen.
" Warndreieck und Warnblinkleuchte in ausreichender
Entfernung aufstellen.
" Feuerwehr und Polizei sowie Zentrale bzw. Fuhrparklei
ter verständigen.
Im Falle eines Unfalls mit Feuereinwirkung müssen fol
gende Maßnahmen ergriffen werden:
" NOT−AUS−Schalter betätigen (. Seite 41).
Ist der NOT−AUS−Schalter nicht erreichbar:
" Wartungsstecker von der Schützbox abziehen
(. Seite 119)
" Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen, Fest
stellbremse einlegen und Warnblinkanlage einschalten.
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Dar
auf achten dass sich keine Fahrgäste im Fahrzeug
aufhalten.
" Gefährdeten Personen sofort Hilfe leisten. Menschenret
tung geht vor Brandbekämpfung.
" Feuerwehr verständigen.
" Bei Übergreifen der Flammen auf die Umgebung,
Brand mit ABC−Feuerlöscher bekämpfen.
" Unfallstelle gegen fließenden Verkehr absichern.
" In der Nähe stehende Fahrzeuge unverzüglich aus der
Gefahrenzone entfernen.
121
Sicherheitseinrichtungen
Hybrid−Verhalten im Notfall
Brandbekämpfung von Acetonitril
Wird der Hochvolt−Traktionsenergiespeicher durch
Feuer beschädigt, ist besondere Vorsicht geboten!
Die Ultracap−Speichermodule des Hochvolt−Trakti
onsenergiespeichers enthalten die Flüssigkeit Acetoni
tril.
Unfallgefahr
Im Brandfall können entstehen:
Giftige Gase wie Cyanwasserstoff (Blausäure) und Stik
koxide.
Explosionsfähige Gemische in Verbindung mit Luft bzw.
Sauerstoff.
Geeignete Löschmittel
S CO2
S Pulver
S Schaum
Spezielle Schutzausrüstung
S Geeignete Chemieschutzkleidung
S Umluftunabhängiges Atemschutzgerät
S Sicherheitsratschläge (S−Sätze) beachten
122
Liste der Sicherheitsratschläge (S−Sätze):
S S 1 Unter Verschluss aufbewahren.
S S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S S 16 Von Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.
S S 36 Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen.
S S 37 Geeignete Schutzhandschuhe tragen.
Löschempfehlungen
" Entweichende Dämpfe mit Wasser niederschlagen.
" Hochvolt−Traktionsenergiespeicher aus sicherer Entfer
nung mit Sprühwasser kühlen.
Unfallgefahr
Eindringen von Löschwasser in Oberflächengewässer
oder Grundwasser vermeiden. Nicht in Kanalisation ge
langen lassen − Explosionsgefahr!
Acetonitril ist ein organisches Lösungsmittel und verbin
det sich vollständig mit Wasser.
Sicherheitseinrichtungen
Brandmelder*
Brandmelder*
Brandgefahr
Sind Brandmelder nicht funktionsfähig, kann sich ein
Brand unbemerkt ausbreiten. Einmal in Funktion getre
tene Brandmelder in einer MAN−Service−Werkstatt
prüfen bzw. austauschen lassen.
Der Alarm kann auch durch einen technischen Defekt,
z. B. einen Kabelbruch, ausgelöst werden. Defekt un
verzüglich in einer MAN−Service−Werkstatt beseitigen
lassen.
Als Sonderausstattung sind an gefährdeten Stellen wie
Motor und Zusatzheizung Brandmelder installiert, die einen
entstehenden Brand frühzeitig melden.
Verhalten bei Alarmauslösung
Bei Alarmauslösung leuchtet am Fahrerarbeitsplatz eine
entsprechende Warnleuchte (. Seite 150) für Feuer" und
der Warnsummer ertönt.
" Unter Beachtung der Verkehrssituation sofort anhalten
und Fahrzeug sicher abstellen.
" Türen öffnen.
" Evakuierung der Fahrgäste durchführen. Darauf achten,
dass sich Personen außerhalb des Gefahrenbereiches
aufhalten.
" Falls notwendig, Hilfe anfordern.
" Brandherd ermitteln und Brandbekämpfung einleiten.
Feuerlöscher (. Seite 115).
123
Sicherheitseinrichtungen
Ausstieg im Notfall
Türen von innen entriegeln
Die Türen werden mit dem Drehknopf von innen entriegelt.
Türen vor Fahrtantritt immer entriegeln. Nur entriegelte Türen kön
nen im Notfall schnell geöffnet werden.
" Drehknopf .1. in Pfeilrichtung drehen und loslassen.
Tür ist entriegelt und zum Öffnen bereit.
1
0A2X.0408.P0003
124
Sicherheitseinrichtungen
Ausstieg im Notfall
Türen mit Nothahn von außen öffnen
Unfallgefahr
1
Wird ein Nottaster, während der Motor läuft, betätigt, erscheint im
Fahrerdisplay die Meldung Nottaster betätigt". Außerdem leuchten
die Türtaster und der Warnsummer ertönt. Nicht anfahren oder
Fahrt sofort unterbrechen. Ursache feststellen und beheben. Bei
Geschwindigkeiten > 3 km/h sind die Nottaster inaktiv. Wird ein
Nottaster bei Geschwindigkeiten < 3 km/h betätigt, wird automa
tisch die Haltestellenbremse aktiviert.
0A2X.0400.S0030
Neben den Türen befinden sich die äußeren Nothähne .1.. Durch Dre
hen bzw. Eindrücken des Nothahns in die Notstellung wird die jewei
lige Tür drucklos.
" Nothahn in Pfeilrichtung bis zum Anschlag drehen bzw. Taster
eindrücken.
" Tür von Hand öffnen.
1
0A2X.0300.P0003
125
Sicherheitseinrichtungen
Ausstieg im Notfall
Tür wieder betriebsbereit machen
Durch Drehen des Nothahns in die Ausgangsstellung wird
die jeweilige Tür wieder mit Druckluft versorgt.
" Nothahn entgegen der Pfeilrichtung bis zum Anschlag
drehen.
" Türtaster am Armaturenbrett betätigen.
Die Tür ist wieder betriebsbereit. Die Beleuchtung im Türta
ster erlischt, der Warnsummer verstummt.
Bewegen sich die Türen bei der Wiederbelüftung ruck
artig, Ursache feststellen und beheben.
Tür mehrmals öffnen und schließen, um die volle Funk
tionsfähigkeit wieder herzustellen (. Seite 54).
126
Sicherheitseinrichtungen
Ausstieg im Notfall
Türen mit Nothahn von innen öffnen
Unfallgefahr
1
0A2X.0408.P0001
1
Wird ein Nottaster, während der Motor läuft, betätigt, erscheint im
Fahrerdisplay die Meldung Nottaster betätigt". Außerdem leuchten
die Türtaster und der Warnsummer ertönt. Nicht anfahren oder
Fahrt sofort unterbrechen. Ursache feststellen und beheben. Bei
Geschwindigkeiten > 3 km/h sind die Nottaster inaktiv. Wird ein
Nottaster bei Geschwindigkeiten < 3 km/h betätigt, wird automa
tisch die Haltestellenbremse aktiviert.
Die Nothähne .1. befinden sich oberhalb der Türen. Durch Drehen
oder Eindrücken des Nothahns in die Notstellung wird die jeweilige
Tür drucklos.
" Transparente Abdeckung aufreißen.
" Nothahn in Pfeilrichtung bis zum Anschlag drehen bzw. Taster
eindrücken.
" Tür nach außen drücken.
Der Warnsummer ertönt und die Beleuchtung des entsprechenden
Türtasters blinkt.
45XX.0300.P0001
127
Sicherheitseinrichtungen
Ausstieg im Notfall
Tür wieder betriebsbereit machen
Durch Drehen des Nothahns in die Ausgangsstellung wird
die jeweilige Tür wieder mit Druckluft versorgt.
" Nothahn entgegen der Pfeilrichtung bis zum Anschlag
drehen.
" Transparente Abdeckung schließen.
" Türtaster am Armaturenbrett betätigen.
Die Tür ist wieder betriebsbereit. Die Beleuchtung im Türta
ster erlischt, der Warnsummer verstummt.
Bewegen sich die Türen bei der Wiederbelüftung ruck
artig, Ursache feststellen und beheben.
128
Sicherheitseinrichtungen
Werkstatttaster*
Tür mit Werkstatttaster* von außen öffnen
Unfallgefahr
Wird der Werkstatttaster betätigt, erscheint im Fahrerdisplay die
Meldung Nothahn betätigt". Außerdem leuchten die Türtaster und
der Warnsummer ertönt. Nicht bei druckloser Tür anfahren. Tür wie
der betriebsbereit machen.
1
0A2X.0300.P0005
Hinter der Bugblende befindet sich der Werkstatttaster. Durch Ein
drücken des Werkstatttasters wird die vordere Tür drucklos.
Tür öffnen
" Bugblende öffnen (. Seite 64).
" Taster .1. eindrücken.
" Tür von Hand öffnen.
Tür wieder betriebsbereit machen
" Motor starten.
" Türtaster am Armaturenbrett betätigen (. Seite 54).
Die Tür ist wieder betriebsbereit. Die Beleuchtung im Türtaster er
lischt, der Warnsummer verstummt.
129
Sicherheitseinrichtungen
Motor−NOT−AUS
Motor im Notfall ausschalten
Der NOT−AUS−Schalter* .1. wird betätigt, wenn in einer Notsituation
das Fahrzeug schnell komplett abgeschaltet werden soll.
Unfall− und Verletzungsgefahr
1
4516.0414.P0001
NOT−AUS−Schalter nur im Stillstand betätigen. Das Fahrzeug ist
durch Stillstand von Motor, Lenkhilfe, ABS, Getriebe, usw. nicht
betriebsbereit. Die Feststellbremse muss eingelegt werden, sonst
kann das Fahrzeug wegrollen. Personen können stürzen und einge
klemmt werden. Körperteile können eingequetscht werden.
Durch Betätigen des NOT−AUS−Schalters werden folgende Funktio
nen ausgelöst:
S Abstellen des Motors.
S Abschalten der Kraftstoffförderung.
S Abschalten der elektrischen Anlage.
S Einschalten der Warnblinkanlage.
Der Tachograph bleibt betriebsbereit.
Bei einigen Fahrzeugen wird zusätzlich die Innenbeleuchtung ein
geschaltet.
130
Sicherheitseinrichtungen
Motor−NOT−AUS
1
4516.0414.P0001
Motor ausschalten
Der NOT−AUS−Schalter* befindet auf der Armaturenbrettkonsole
links neben dem Fahrerplatz. Als Sonderausführung ist ein NOT−
AUS−Knopf .2. angebracht.
" Rote Abdeckkappe .1. in Pfeilrichtung hochklappen.
" Darunter verbauten Kippschalter betätigen
Die NOT−AUS−Funktion ist aktiviert.
" Festellbremse einlegen (. Seite 280)
Durch Schließen der roten Abdeckkappe wird der Kippschalter
wieder nach unten gedrückt und gehalten. Die NOT−AUS−Funk
tion wird damit aufgehoben.
NOT−AUS−Schalter nur im Notfall und im Stillstand betätigen. Um
den Motor im normalen Betrieb abzustellen, Zündung abstellen.
2
6216.0416.P0001
131
Sicherheitseinrichtungen
Notlöseeinrichtungen
Feststellbremse notlösen
2
1
Die Notlöseeinrichtung ist mit dem Feststellbremsventil kombiniert.
Bei einem Schaden an der Druckluftanlage schaltet das Ventil auto
matisch auf den Luftvorrat der Nebenluftverbraucher um und die
Federspeicherbremszylinder werden gelöst.
Bei Druckverlust leuchtet die rote STOP−Warnleuchte und der Warn
summer ertönt. Im Fahrerdisplay erscheint ein entsprechendes Sym
bol. Die Feststellbremse befindet sich auf der Armaturenbrettkonsole
links vom Fahrerplatz.
4516.0411.P0001
Feststellbremse lösen
" Hebel aus Arretierung ziehen und in Lösestellung ! schwen
ken.
Notlöseeinrichtung nur verwenden, um das Fahrzeug aus dem
Gefahrenbereich zu fahren.
Im Gefälle vor dem Notlösen der Bremse Fahrzeug gegen Wegrol
len sichern.
Ist kein Luftvorrat vorhanden, muss die Feststellbremse mecha
nisch gelöst werden (. Seite 301).
132
Sicherheitseinrichtungen
Notlöseeinrichtungen
Haltestellenbremse notlösen
1
4516.0411.P0002
Notlöseeinrichtung nur verwenden, wenn ein technischer Defekt an
der Haltestellenbremse vorliegt. Defekt umgehend in einer MAN−
Service−Werkstatt beheben lassen. Bild ist beispielhaft.
Bei einem Schaden an der Druckluftanlage kann die Anfahrsperre
der Haltestellenbremse über die Notlöseeinrichtung gelöst werden.
Die Notlöseeinrichtung ist mit dem Feststellbremsventil kombiniert
und wird über einen Kippschalter betätigt.
Der Kippschalter befindet sich auf der Armaturenbrettkonsole links
vom Fahrerplatz.
" Rote Abdeckkappe .1. in Pfeilrichtung hochklappen.
" Kippschalter betätigen.
Das Fahrzeug bleibt gebremst, die Haltestellenbremse löst erst
beim Anfahren über das Fahrpedal oder beim Einlegen der Fest
stellbremse.
133
Sicherheitseinrichtungen
Reversieranlage
Reversieranlage
Verletzungsgefahr
Vor Fahrtantritt Reversieranlage auf einwandfreie Funk
tion prüfen. Eine defekte Reversieranlage kann ihre
Aufgabe nicht erfüllen und birgt ein hohes Verletzungs
risiko. Personen können eingeklemmt werden. Bei feh
lerhafter Funktion Türanlage in einer MAN−Service−
Werkstatt überprüfen lassen.
Funktion der Reversieranlage
Wird der Schließvorgang der Tür durch Personen oder
Gegenstände verhindert, öffnet die Tür wieder automatisch.
Dabei leuchtet der jeweilige Türtaster in der Schalter
gruppe auf.
Durch erneutes Betätigen des jeweiligen Türtasters wird
die Tür wieder geschlossen.
134
Sicherheitseinrichtungen
Reversieranlage
Funktion der Reversieranlage prüfen
" Zündung einschalten.
" Türtaster für die vordere Tür betätigen.
" Während des Schließvorganges auf die Türkante .1. drücken.
Die Tür muss sofort ihre Schließbewegung beenden und in die ge
öffnete Stellung zurückkehren.
" Türtaster für die vordere Tür nochmals betätigen.
Die Tür schließt und ist wieder betriebsbereit.
" Prüfvorgang für die hinteren Türen mit Hilfe einer zweiten Person
wiederholen.
1
0A2X.0300.P0004
Die Reversierfunktion ist nur bei der Schließbewegung der Tür vor
handen.
Blinkt die Funktionsbeleuchtung des Türtasters während des
Schließvorganges, ist die Funktion der fühlenden Kanten" nicht
gewährleistet. Türanlage von einer MAN−Service−Werkstatt über
prüfen lassen.
135
Sicherheitseinrichtungen
Sonstiges
Unterspannungsschutzschalter
Der elektrische Unterspannungsschutzschalter verhindert
das Tiefentladen der Fahrzeugbatterien durch Abschalten
von Verbrauchern.
Bei eingeschalteter Zündung schaltet die Unterspannungs
funktion Verbraucher ab, sobald die Spannung unter einen
definierten Wert fällt. Der Unterspannungsschutzschalter
tritt jedoch bei eingeschaltetem Standlicht, aktiviertem
Warnblinker und bei laufenden Motor nicht in Aktion.
Unnötige Verbraucher immer abschalten. Dies vor al
lem bei laufendem Motor im Stand, z. B. bei Stau,
beachten. Die Fahrzeugbatterien können sich sonst
tiefentladen.
136
Wiederaktivieren der Verbraucher
" Zündung aus− und wieder einschalten.
Die zuvor abgeschalteten Verbraucher sind wieder aktiviert.
Motor starten, nachdem der Unterspannungsschutz
schalter in Aktion getreten ist, um die Fahrzeugbatte rien wieder zu laden.
Sicherheitseinrichtungen
Sonstiges
Anfahrsperre bei geöffneten Türen
Die Anfahrsperre verhindert bei geöffneten Türen Verletzun
gen von Personen beim Anfahren. Sie ist in Verbindung
mit der Haltestellenbremse im Bremssystem integriert.
Funktion der Anfahrsperre
Die Anfahrsperre wird automatisch bei folgenden Betriebs
zuständen aktiviert:
S bei Zündung ein" und stehendem Fahrzeug
S nach Öffnen der Türen
S nach Einschalten der Türfreigabe*
S bei abgesenktem Fahrzeug
S nach Ausfahren des Rollstuhlliftes*
S nach Ausklappen der Rampe*.
Haltestellenbremse bzw. Anfahrsperre manuell einlegen
(. Seite 279).
Haltestellenbremse bzw. Anfahrsperre notlösen
(. Seite 133).
Durch Betätigen des Fahrpedals wird die Anfahrsperre
automatisch bei folgenden Betriebszuständen wieder ge
löst:
S nach Schließen der Türen
S nach Ausschalten der Türfreigabe*
S nach Erreichen der Fahrzeughöhe auf Fahrniveau
S nach Einfahren des Rollstuhlliftes*
S nach Einklappen der Rampe*.
137
Sicherheitseinrichtungen
Sonstiges
138
Fahrerarbeitsplatz
Fahrerarbeitsplatz MAN
MAN
Übersicht
Stand− und Fahrlicht
Schalter und Taster
Tachograph
Anzeigeinstrumente
Warn− und Kontrollleuchten
Fahrerdisplay
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Einstell− und Rückstellknöpfe
Störungen und Fehlermeldungen
139
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht
Übersicht Fahrerarbeitsplatz
1
2
3
4 5 6
7
8
9 10 11 12 13 14 15 16
17
31
29
28
30
32
27
26
25
24
23
22
21
20
19
18
0A2X.0400.S0010
140
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht
Bezeichnung
.
Seite
Bezeichnung
.
Seite
.1.
Fahrlichtschalter
142
.18.
Tachograph
.2.
Tastergruppe links
146
.19.
Fahrpedal
.3.
Lüftungsdüse
.20.
Betriebsbremspedal
274
.4.
KraftstoffVorratsanzeige
173
.21.
Zündschloss
249
.5.
Einstell− und Rückstelltasten
194
.22.
Lenkradverstellung
.6.
Effizenz−Anzeige
169
.23.
Kombihebel
.7.
KühlmittelTemperaturanzeige
174
.24.
Bedieneinheit Zusatzheizung
.8.
Fahrerdisplay
181
. 26.
Notlöse Haltestellenbremse
133
.9.
Warn− und Kontrollleuchten
176
.27.
NOT−AUS−Schalter
130
.10.
Vorratsdruckanzeiger Bremskreis I
175
.28.
Außenspiegeleinstellung
75
.11.
Tachometer
171
.29.
Bedieneinheit HLK
79
.12.
Vorratsdruckanzeiger Bremskreis II
175
.30.
Tastergruppe Zusatz
146
.13.
Bedienhebel Elekrtisches Bremsen
276
.31.
Feststellbremse
280
.14.
Tastergruppe rechts
146
.32.
Fußtaster Mikrofon
.15.
Haltestellenbremse
278
.16.
Türtaster
.17.
Fahrbereichsvorwahlschalter
163
72
271
86
92
54
259
141
Fahrerarbeitsplatz MAN
Stand− und Fahrlicht
Standlicht und Fahrlicht einschalten
0
Standlicht und Fahrlicht sind über den Drehschalter links im Armatu
renbrett bedienbar. Das Standlicht kann auch bei ausgeschalteter
Zündung eingeschaltet werden.
1
2
Standlicht einschalten
" Drehschalter in Stellung ! drehen.
Standlicht und Seitenmarkierungsleuchten sind eingeschaltet.
Standlicht ausschalten
" Drehschalter in Stellung = zurückdrehen.
0A2X.0400.P0001
Fahrlicht einschalten
" Zündung einschalten.
" Motor starten.
" Drehschalter in Stellung drehen.
Zur Kontrolle leuchtet die grüne Fahrlichtkontrollleuchte im Drehzahl
messer.
Fahrlicht ausschalten
" Drehschalter in Stellung = zurückdrehen.
Fernlicht, Lichthupe und Fahrtrichtungsanzeiger werden über den
Kombihebel bedient (. Seite 271).
Nach Ausschalten des Motors bzw. Zurückschalten des Zünd
schlüssels auf Stellung !, schaltet das Fahrlicht automatisch auf
Standlicht um.
142
Fahrerarbeitsplatz MAN
Stand− und Fahrlicht
Tagfahrlicht einschalten*
" Drehschalter in Stellung = drehen.
" Motor laufen lassen.
Tagfahrlicht ausschalten*
" Drehschalter in Stellung ! oder drehen.
Warnsummer Beleuchtung
Der Fahrer wird beim Verlassen des Fahrzeuges durch
einen Warnsummer ca. 10 Sekunden lang daran erinnert,
dass die Beleuchtung (Stand−, Fahr− oder Fernlicht)
noch eingeschaltet ist.
DIM/DIP (Tagfahrlicht nur für Großbritannien)
Die Steuerung DIM/DIP wird nur dann aktiviert, wenn
das Standlicht eingeschaltet ist und das Fahrlicht nicht
betätigt wird. Nebel− und Fernscheinwerfer im Stoß
fänger werden gedimmt aktiviert, wenn der Motor läuft
und Standlicht und Seitenmarkierungsleuchten einge
schaltet sind. Wird das Fahrlicht oder der Nebelschein
werfer betätigt, wird DIM/DIP gesperrt. Ebenso wird
beim Betätigen der Lichthupe der gedimmte Nebel
scheinwerfer ausgeschaltet. Das Fernlicht sowie das
Zusatzfernlicht im Stoßfänger werden aktiviert.
Im englischsprachigen Raum sind die Bezeichnungen
dipped−beam und dimmed−headlight für das Fahr
licht gebräuchlich.
Tagfahrlicht ist länderabhängig (Sonderausführung)
gedimmt aktiviert beipielsweise Skandinavien.
Fernlicht, Lichthupe und Fahrtrichtungsanzeiger werden
über den Kombihebel bedient (. Seite 271). Nach
Ausschalten der Zündung schaltet das Fahrlicht auto
matisch auf Standlicht um. Bei Abriss der elektrischen
Leitung zum Fahrlichtschalter schaltet sich automatisch
das Standlicht ein, sobald die Zündung eingeschaltet
wird. Bei Abriss der elektrischen Leitung zum Stand
lichtschalter und zum Fahrlichtschalter schaltet sich
automatisch das Standlicht ein. Wird der Motor gestar
tet, schaltet sich automatisch das Fahrlicht ein.
Der Fahrer wird beim Verlassen des Fahrzeuges durch
ein akustisches Warnsignal ca. 10 Sekunden lang da
ran erinnert, dass die Beleuchtung (Stand−, Fahr−
oder Fernlicht) noch eingeschaltet ist.
143
Fahrerarbeitsplatz MAN
Stand− und Fahrlicht
0
Standlicht und Fahrlicht einschalten*
1
Standlicht, Fahrlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sind
über den Drehschalter links im Armaturenbrett bedienbar. Das Stand
licht kann auch bei ausgeschalteter Zündung eingeschaltet werden.
2
Standlicht einschalten
" Drehschalter in Stellung ! drehen.
3
4
121X.0400.S0021
Standlicht und Seitenmarkierungsleuchten sind eingeschaltet.
Standlicht ausschalten
" Drehschalter in Stellung = zurück drehen.
Fahrlicht einschalten
" Zündung einschalten
" Drehschalter in Stellung drehen.
Die Kontrollleuchte .2. leuchtet.
Fahrlicht ausschalten
" Drehschalter in Stellung = zurückdrehen.
Die Kontrollleuchte .2. erlischt.
Bei Xenon−Scheinwerfer*: Wird das Fernlicht eingeschaltet, leuch
tet auch der Zusatzscheinwerfer.
1
144
2
3
0A2X.0400.S0001
Fahrerarbeitsplatz MAN
Stand− und Fahrlicht
Tagfahrlicht einschalten
" Drehschalter in Stellung = drehen.
" Motor laufen lassen.
Nebelscheinwerfer ausschalten
" Drehschalter drücken.
Tagfahrlicht ausschalten
" Drehschalter in Stellung ! oder drehen.
Nebelschlussleuchte einschalten
" Standlicht, Fahrlicht sind eingeschaltet.
" Drehschalter auf Stufe $ ziehen.
Warnsummer Beleuchtung
Der Fahrer wird beim Ausschalten der Zündung durch
einen Warnsummer ca. 10 Sekunden lang daran erinnert,
dass die Beleuchtung (Stand− oder Fahrlicht) noch einge
schaltet ist.
Nebelscheinwerfer einschalten
" Standlicht, Fahrlicht sind eingeschaltet.
" Drehschalter auf Stufe § ziehen.
Die Kontrollleuchte .1. leuchtet.
Einsatz der Nebelscheinwerfer den jeweiligen Verkehrs
und Straßenverhältnissen anpassen.
Die Kontrollleuchte .1. erlischt.
Die Nebelschlussleuchte und −scheinwerfer sind einge
schaltet.
Die Kontrollleuchten .1. und .3. leuchten.
Nebelschlussleuchten nur bei Nebel mit Sichtweiten
unter 50 m einschalten!
Nebelschlussleuchte ausschalten
" Drehschalter auf Stufe § zurückdrücken.
Die Nebelschlussleuchte ist ausgeschaltet, die Nebel
scheinwerfer bleiben eingeschaltet.
Die Kontrollleuchte .3. erlischt, die Kontrollleuchte .1. leuch
tet.
145
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Übersicht Schalter und Taster
1
2
3
0A2X.0400.S0010
146
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
In der nachfolgenden Tabelle ist der Maximalumfang
der Schalter und Taster aufgeführt. Die Anordnung im
Armaturenbrett links .1., rechts .2. oder auf der Zusatz
schaltertafel links .3. variiert je nach Austattung.
Teilweise sind die Funktionen erst nach Einschalten der
Zündung oder bei Motorlauf aktivierbar. Nach Aktivie
ren leuchtet die LED des Schalters oder Tasters.
Taster und Schalter Funktionen
ASR−Schlupfschwel Schlupfschwellenerhöhung EIN /
lenerhöhung
AUS
Hinweise
Unfallgefahr
Bei eingeschalteter Schlupfschwellenerhöhung ist die
Fahrstabilität des Fahrzeuges herabgesetzt. Das Fahr
zeug kann seitlich ausbrechen. Fahrzeug mit größter
Vorsicht bewegen.
Nach dem Starten des Motors ist die ASR aktiv. Die
Schlupfschwellenerhöhung kann aber bei Bedarf, z. B.
bei tiefem Schnee, Matsch oder Schotter, kurzzeitig
erhöht werden, um eine bessere Traktion zu erreichen.
Bei eingeschalteter Schlupfschwellenerhöhung blinkt
die Anzeige im Display (. Seite 178).
Die Schlupfschwellenerhöhung schaltet sich nach er
folgreich beendetem Anfahrvorgang zusammen mit
dem ASR−Regler ab.
147
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Zündung 1*
Funktionen
Zündung 1 EIN/AUS
Hinweise
Alle Verbraucher des Aufbaus werden aktiviert.
Starten des Motors (. Seite 250).
Motor Start/Stop*
BatterieHauptschal
ter, elektrisch*
148
Oben kurz drücken − Zündung
2 EIN
Oben nochmal drücken − Motor
EIN
Oben lang drücken − Motor EIN
Unten drücken bei Zündung 2
EIN.− Zündung 2 AUS
Unten drücken bei Motor EIN −
Motor AUS und Zündung 2 EIN*
Ausschalten: Schalter nach oben
drücken.
Neutralstellung: Mittelstellung des
Schalters.
Einschalten: Schalter nach unten
drücken.
Unfallgefahr
Bei laufendem Motor mit geöffneter Motorraumklappe
besteht hohe Verletzungsgefahr. Nicht in den Bereich
sich drehender Teile fassen.
Nach dem Einschalten der Zündung 2 wird eine
Funktionsprüfung durch die Elektronik des Fahrzeu
ges durchgeführt. Dabei werden ca. 2 Sekunden lang
alle Kontrollleuchten und Anzeigeinstrumente ange
steuert.
Beim Abstellen erfolgt eine kurze Zeitverzögerung bis
zum Motorstillstand.
Motor starten (. Seite 250).
Der elektrische BatterieHauptschalter trennt automa
tisch ca. 35 Sekunden nach dem Ausschalten die
Verbindung zwischen der Batterie und dem elektri
schen System, sobald alle Stromverbraucher abge
schaltet sind.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Zündung*
Funktionen
Zündung EIN/AUS
Hinweise
Motor starten (. Seite 250).
Motorstart*
Motor EIN
Taster solange drücken bis Motor läuft. Motor starten
(. Seite 250).
Motorstop*
Motor AUS
Beim Abstellen erfolgt eine kurze Zeitverzögerung bis
zum Motorstillstand.
Warnblinkanlage
Warnblinkanlage EIN/AUS
Die Warnblinkanlage ist auch ohne eingeschaltete
Zündung aktivierbar.
Sämtliche Blinkleuchten werden in Intervallen aktiviert.
149
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter Funktionen
Hinweise
Fahrgeschwindig
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung
keitsbegren
EIN/AUS
Erst nach Einschalten des Schalters wird die Fahrge
zung*/Fahrgeschwin
schwindigkeitsbegrenzung aktiviert. Die Geschwindig
digkeitsregelung,
keitsregelung des Tempomats wird dabei deaktiviert.
FGR*
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzungeinstellen.
Feuer
Brandmelder (Rauchmelder) si
Unfallgefahr
gnalsieren Feuer.
Im Brandfall können entstehen: Giftige Gase wie
Cyanwasserstoff (Blausäure) und Stickoxide.
Explosionsfähige Gemische in Verbindung mit Luft bzw.
Sauerstoff
Verhalten bei Brand (. Seite 121).
Nothammer*
Kontrollleuchte Nothammer
Wird ein Nothammer aus der Halterung entfernt
leuchtet die Kontrollleuchte auf.
Umschalten Hupe/Si Schalter nach unten drücken −
gnalhorn*
Kontrollleuchte leuchtet.
Taster im Kombihebel drücken −
Hupe bzw. Signalhorn ertönt.
150
Sonderausstattung Umschaltung Hupe/Signalhorn
(. Seite 272).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Rückwärtsgang−
Hupe*
Haltestellenbremse*
Funktionen
Unterschiedliche Huptonstärken.
Unbetätigt: Hupton hat normale
Lautstärke
1x gedrückt: grüne LED im
Schalter leuchtet − Hupton ist
leiser.
2x gedrückt: gelbe LED im
Schalter leuchtet − Hupton ist
aus, Warnblinkleuchten an.
Haltestellenbremse EIN/AUS
Hinweise
Vorwahlfunktion: Vor Beginn der Fahrt kann die jewei
lige Funktion gewählt werden. Sie bleibt bis zum Aus
schalten der Zündung bestehen.
Die Rückwärtsganghupe befindet sich im Heckbereich.
Wiederholtes Einlegen des Rückwärtsgangs sollte
nicht innerhalb von 2 Sekunden erfolgen.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 133).
Funk*
Sprechfunk EIN/AUS
Unfallgefahr
Funkanlage nur dann bedienen, wenn es die aktuelle
Verkehrssituation erlaubt. Immer die ganze Aufmerk
samkeit dem Straßenverkehr widmen.
Bei aktiviertem Sprechfunk leuchtet die LED im Schal
ter.
Alternativ kann auch ein Taster verbaut sein.
151
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Schulbusbetrieb*
Funktionen
Warnblinkerschaltung EIN/AUS
Hinweise
Sämtliche Blinkleuchten werden in Intervallen aktiviert.
Der Schulbusbetrieb kann auch durch Blinken nach
links deaktiviert werden oder indem das Fahrzeug aus
dem Stillstand auf > 1 km/h beschleunigt wird.
Fahrzeug heben
Fahrzeugniveau heben
Unfallgefahr
Bei angehobenem oder abgesenktem Fahrzeug keine
längeren Strecken und ausschließlich Schrittgeschwin
digkeit fahren.
Bei Geschwindigkeiten > 15 km/h wird die Funktion
automatisch deaktiviert.
Das Fahrzeug kann um ca. 60 mm über Fahrniveau
angehoben werden. Anheben und Absenken auf
Fahrniveau funktioniert nur bei geschlossenen Türen.
Solange die Kontrollleuchte ECAS" gelb leuchtet, ist
das Fahrzeug nicht auf Normalniveau.
Beim Anheben muss ausreichender Luftdruck vorhan
den sein.
152
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Fahrzeug senken*
Funktionen
Fahrzeugniveau senken
Hinweise
Unfallgefahr
Bei angehobenem oder abgesenktem Fahrzeug keine
längeren Strecken und ausschließlich Schrittgeschwin
digkeit fahren.
Bei Geschwindigkeiten > 15 km/h wird die Funktion
automatisch deaktiviert.
Das Fahrzeug kann um ca. 60 mm über Fahrniveau
angehoben werden. Anheben und Absenken auf
Fahrniveau funktioniert nur bei geschlossenen Türen.
Solange die Kontrollleuchte ECAS" gelb leuchtet, ist
das Fahrzeug nicht auf Normalniveau.
Beim Anheben muss ausreichender Luftdruck vorhan
den sein.
Notheben*
Notheben EIN
Unfallgefahr
Nottaster nur bei Gefahr betätigen. Beim Notheben des
Fahrzeug darauf achten, dass keine Personen einge
klemmt oder verletzt werden.
Während des automatischen Kneelingvorganges ist ein
Wiederanheben auf das Fahrniveau trotz geöffneter
Türen möglich.
Ein Anheben über das Fahrniveau hinaus ist nicht
möglich.
Für ein nochmaliges Kneeling müssen alle Türen ge
schlossen werden.
153
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Kneeling
Funktionen
Manuelles Kneeling EIN/AUS
Hinweise
Vorzeitiges Loslassen des Tasters bewirkt eine selbst
tätige Rückkehr in das Fahrniveau. Als Sonderausstat
tung wird beim Schließen der Türen automatisch auf
das Fahrniveau angehoben.
Bei aktivem Kneeling wird die Haltestellenbremse au
tomatisch eingelegt.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 133).
Kneeling Manuell/Au Kneelingautomatik EIN/AUS
tomatik*
Türfreigabe / Tür
schließautomatik
Türfreigabe / Türschließautomatik
EIN/AUS
Türen sperren*
Beide Türflügel sperren EIN/AUS
Bei nicht gesetzter Kneelingautomatik wird kein
Kneeling" durchgeführt. Die Vorwahl kann auch wäh
rend der Fahrt gesetzt werden, spätestens jedoch
bevor der Türfreigabeschalter aktiviert wird.
Während des Kneelingvorganges oder nach Öffnen
einer Tür oder durch Einlegen des Türfreigabeschal
ters ist das Betätigen der Kneelingautomatik inaktiv.
Die Vorwahl bleibt bis zum Ausschalten der Zündung
gespeichert.
Nach Einschalten der Türfreigabe / Türschließautoma
tik können die Türen 2 oder 3 durch die Fahrgäste
von innen oder außen geöffnet werden. Die Türen
schließen automatisch nach einer voreingestellten Zeit.
Nach dem Ausschalten des Schalters öffnen die Tür
flügel bei Betätigung wieder (. Seite 54).
154
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Türflügel sperren*
Türtaster
Funktionen
Vordereren oder hinteren Türflü
gel sperren EIN/AUS
Hinweise
Nach dem Ausschalten des Schalters öffnet der Tür
flügel bei Betätigung wieder (. Seite 54).
Tür AUF/ZU
Öffnet und schließt die entsprechende Tür
(. Seite 54).
Nebelschlussleuchte* Schalter nach unten drücken −
Nebelschlussleuchte(n) EIN
Schalter nach oben drücken −
Nebelschlussleuchte(n) AUS
Nebelscheinwerfer
und Nebelschluss
leuchten
Innenbeleuchtung
hell (weiß)
Schalter unten drücken − Nebel
scheinwerfer EIN
Schalter nochmal unten drücken
− Nebelscheinwerfer und Nebel
schlussleuchten EIN
Schalter oben drücken − Nebel
schlussleuchten AUS
Schalter oben drücken − Nebel
scheinwerfer AUS
Schalter in Grundstellung − In
nenbeleuchtung AUS
Schalter unten drücken − Innen
beleuchtung ein.
Schalter nochmal unten drücken
− 1. Leuchte aus.
Abblendlicht eingeschaltet. Bei aktivierten Nebel
schlussleuchten erscheint das Symbol Nebelschluss
leuchte" in der EffizenzAnzeige (. Seite 144). Nebel
schlussleuchten nur bei Nebel mit Sichtweiten unter
50 m einschalten!
Bei aktivierten Nebelschlussleuchten erscheint das
Symbol Nebelschlussleuchte" in der EffizenzAnzeige
(. Seite 144).
Nebelschlussleuchten nur bei Nebel mit Sichtweiten
unter 50 m einschalten!
Bei ausgeschaltetem Motor oder Unterspannung wird
die Helligkeit der Innenbeleuchtung auf 70 % redu
ziert.
155
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Innenbeleuchtung*
Funktionen
Innenbeleuchtung EIN/AUS
Hinweise
Zahltischbeleuchtung Zahltischbeleuchtung EIN/AUS
Bei ausgeschalteter Zahltischbeleuchtung, eingeschal
teter Zündung und Standlicht wird die Beleuchtung
durch Öffnen der Tür 1 aktiviert.
Bei ausgeschalteter Zündung wird die Beleuchtung
durch Öffnen der Tür 1 von außen für ca 120 Sekun
den aktiviert.
Nachtbeleuchtung*
Nachtbeleuchtung EIN/AUS
Beleuchtungstest
Beleuchtungstest EIN/AUS
Beleuchtungstest durchführen (. Seite 161).
Podestheizergebläse
Fahrerarbeitsplatz*
156
Schalter unten drücken − Geblä
sestufe 1
Schalter nochmal unten drücken
− Gebläsestufe 2
Gebläse nur im Heizbetrieb einschalten.
Nach Abstellen des Motors ist das Gebläse ohne
Funktion.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Raumheizung
Fahrerlüfter*
Funktionen
Raumheizung Fahrgastbereich
EIN/AUS
Hinweise
Aktivierung nur bei eingeschalteter Zündung möglich.
Zündung aktivieren (. Seite 249).
Fahrerlüfter EIN/AUS
Bei eingeschaltetem Fahrerlüfter leuchtet die LED im
Schalter.
Dachlüfter
Dachlüfter EIN/AUS
Aktivierung nur bei laufendem Motor möglich.
Spiegel−/Fensterhei
zung
Heizung EIN/AUS
Frontscheibenhei
zung*
Frontscheibenheizung EIN/AUS
Zusatzheizung*
Zusatzheizung EIN/AUS
Spiegel− und Fensterheizung schalten selbsttätig
nach 10 min ab.
Die Frontscheibenheizung schaltet sich nach 10 min
automatisch ab. Nach Klaren der Frontscheibe Front
scheibenheizung aussschalten.
Aktivierung nur bei eingeschalteter Zündung möglich.
Zündung aktivieren (. Seite 249).
Zusatzheizung bedienen (. Seite 86).
157
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Klimaanlage*
Sonnenrollo*
Fahrermikrofon*
Funktionen
Klimaanlage Fahrgastbereich
EIN/AUS
Sonnenrollo der Frontscheibe ab
lassen bzw. einziehen.
Hinweise
Aktivierung nur bei laufendem Motor möglich.
Klimaanlage bedienen (. Seite 79).
Schalter oben oder unten so lange drücken, bis die
gewünschte Höhe erreicht ist.
Fahrermikrofon EIN/AUS
Unfallgefahr
Sprechanlage nur dann bedienen, wenn es die aktuelle
Verkehrssituation erlaubt. Immer die ganze Aufmerk
samkeit dem Straßenverkehr widmen.
Haltewunschsum
mer*
Haltewunschsummer AUS
Rückwärtsgang−ta
ster*
Manuelle Bestätigung bei einge
legtem Rückwärtsgang beim Au
tomatikgetriebe.
Stiller Alarm*
Notruf an Leitzentrale senden.
Haltewunsch anzeigen (. Seite 55).
Ein gewählter Rückwärtsgang wird vom Automatikge
triebeSteuergerät nur bei betätigtem Rückwärtsgang
taster geschaltet. Diese Sonderausstattung ist bei eini
gen Ländervarianten verbaut.
Betätigen des Tasters aktiviert Notruf in der Leitzen
trale über GSM−Netz. Leitzentrale kann über Mikro
fon ins Fahrzeug hören und die Kamerabilder be
trachten.
158
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Kamera
Funktionen
Wechseln zwischen Kameraan
sichten. Austattungsabhängig
sind andere Funktionen möglich.
Lautsprecher*
Lautsprecheranlage EIN/AUS
Kinderwagen setzen
/ löschen*
Kinderwagen SETZEN/LÖSCHEN
ScheinwerferReini
gungsanlage*
ScheinwerferReinigungsanlage
EIN/AUS
Hinweise
Kurzer Tastendruck aktiviert jeweils eine andere Ka
mera im Display. Langer Tastendruck aktiviert den
automatischen Durchlauf der Kameraansichten.
Bei eingelegtem Rückwärtsgang wird nur die Rück
fahrkamera angezeigt, das Wechseln der Kameraan
sichten ist nicht möglich.
Durch Kinderwagen Setzen" wird die Türschließ
automatik an der zweiten Tür deaktiviert.
Durch Kinderwagen Löschen" wird die Türschließau
tomatik aktiviert. Die Tür schließt automatisch je nach
eingestellter Zeit.
Die ScheinwerferReinigungsanlage ist in Verbindung
mit Xenon−Scheinwerfern* als Sonderausstattung
eingebaut.
159
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Taster und Schalter
Innenspiegel verstel
len
160
Funktionen
Innenspiegel über Spiegelverstell
schalter einstellen.
Wahlschalter Außenspiegelverstel
lung in Mittelstellung.
Schalter oben drücken, großen
Innenspiegel über Spiegelverstell
schalter einstellen.
Schalter unten drücken, kleinen
Innenspiegel über Spiegelverstell
schalter einstellen.
Hinweise
Innenspiegel einstellen (. Seite 74).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Beleuchtungstest durchführen
Der Beleuchtungstest überprüft die Funktion der komplet
ten Außenbeleuchtung und der Fahrtrichtungsanzeiger
außer den Rückfahrleuchten. Beleuchtungstest nach einem
Lampentausch bzw. bei Änderung der Anzahl der Fahrt
richtungsanzeiger durchführen. Der Test dauert ca. 2 min;
dabei werden alle Lampen ein− und ausgeschaltet.
Der Beleuchtungstest basiert auf einer Erkennung der
Lampenlasten der linken und rechten Fahrzeugseite. Dabei
wird der Strom der linken und rechten Fahrtrichtungsan
zeigerkabel gemessen. Aus den erkannten Werten wird die
Anzahl der Lampen abgeleitet und gespeichert.
Beleuchtungstest ohne Anhänger
" Feststellbremse einlegen.
" Zündung einschalten.
" Motorraumklappe schließen.
" Taster Beleuchtungstest (. Seite 156) für ca. eine Se
kunde gedrückt halten − die Funktionsleuchte des
Tasters blinkt.
" Lichthupe für ca. 1 Sekunde betätigen − der Beleuch
tungstest startet und ein entsprechendes Symbol er
scheint im Fahrerdisplay.
" Um das Fahrzeug herumgehen und die Lampen kon
trollieren.
" Lichthupe (. Seite 271) innerhalb von 2 min erneut für
ca. eine Sekunde betätigen − der Beleuchtungstest ist
abgeschlossen und die Lampenlast ist aufgenommen.
Im Fahrerdisplay erscheint ein entsprechendes Symbol
bei erfolgreichem Abschluss des Tests.
Wird nicht innerhalb von 2 min während des Beleuch
tungstests die Lichthupe erneut betätigt, bricht der Be
leuchtungstest ergebnislos ab. Die Funktion der Fahrt
richtungsanzeiger wurde dann nicht getestet.
" Zum Abschluss Zündung für mindestens 5 Sekunden
ausschalten.
Beleuchtungstest mit Anhänger oder Skikoffer
Nach Einstecken der Anhängersteckdose erfolgt eine auto
matische Erkennung der Fahrtrichtungsanzeigeranzahl des
Anhängers oder Skikoffers. Danach kann der Beleuch
tungstest durchgeführt werden.
Der Beleuchtungstest wird auf dieselbe Weise durchgeführt
wie beim Beleuchtungstest ohne Anhänger.
Auch die Anzeigen im Fahrerdisplay sind dementspre
chend.
161
Fahrerarbeitsplatz MAN
Übersicht Schalter und Taster
Beleuchtungstest nach Erhöhen der Lampenlast
Wird am Zugfahrzeug oder dem Anhänger nachträglich
ein zusätzlicher Fahrtrichtungsanzeiger angebaut, muss die
Lampenlast danach neu gespeichert werden.
" Beleuchtungstest durchführen.
Die Lampenlast stimmt wieder mit dem gespeicherten
Wert überein. Bei Ausfall eines Fahrtrichtungsanzeigers im
Fahrbetrieb kann dies nun wieder im MFD angezeigt wer
den.
Anzeige eines FahrtrichtungsanzeigerAusfalles
Wird beim Beleuchtungstest eine niedrigere Lampenlast
als die gespeicherte festgestellt, wird ein Fahrtrichtungsan
zeigerAusfall angezeigt. In diesem Fall muss die entspre
chende Glühlampe ausgetauscht werden.
" Entsprechende Glühlampe austauschen
(. ab Seite 324).
" Zündung für mindestens 5 Sekunden ausschalten und
wieder einschalten.
" Fahrtrichtungsanzeiger über Kombihebel betätigen oder
Warnblinkanlage kurz einschalten.
Die Lampenlast stimmt wieder mit dem gespeicherten
Wert überein. Bei Ausfall eines Fahrtrichtungsanzeigers im
Fahrbetrieb kann dies nun wieder im MFD angezeigt wer
den.
162
Lampenlasten des Zugfahrzeuges
Die minimale Lampenlast pro Fahrzeugseite beträgt
3x 21W, die maximale 4x 21 W.
Lampenlasten des Anhängers bzw. Skikoffers
Die minimale Lampenlast pro Anhängerseite beträgt
1x 21W, die maximale 4x 21 W.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Digitaler Tachograph DTCO
Unfallgefahr
Während der Fahrt können im Display Meldungen er
scheinen, die vom Fahrgeschehen ablenken.
Gerät nur im Stillstand des Fahrzeuges bedienen. Im
mer die ganze Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr
widmen.
Zum Schutz vor Manipulation fordert der Gesetzgeber für
Neufahrzeuge ab Mai 2006 einen Digitalen Tachograph.
Der DTCO speichert und ermöglicht den Ausdruck folgen
der Daten:
S Unternehmerdaten
S Fahrerdaten
S Lenk−, Ruhe−, und Arbeitszeiten der Fahrer
S Geschwindigkeit
S Wegstrecke
S Fahrzeugdaten
S Sicherheitselemente
S Fehler und Probleme mit der Fahrerkarte oder dem
Kontrollgerät
S Werkstattdaten, Kalibrierung
S Zugriff eines Kontrollorgans auf die gespeicherten Da
ten
Die Speicherung erfolgt im Gerätespeicher des DTCO so
wie auf den eingesteckten Tachographenkarten.
Eine interne Diagnosefunktion überwacht das System und
meldet automatisch, wenn Ereignisse oder Störungen auf
treten.
Ereignisse, Störungen oder Warnmeldungen werden im
Display angezeigt.
Ebenso wird durch ein Symbol im Kontrollleuchtenblock
eine Störung des DTCO signalisiert (. Seite 180).
Fahrzeuge mit digitalem Tachograph dürfen ausschließ
lich von Fahrern bewegt werden, die in Besitz einer
gültigen Fahrerkarte sind.
Die Zeiterfassung des DTCO erfolgt in UTC−Zeit (Uni
versal Time Coordinated = Zeitzone 0). Bei manueller
Zeiteingabe muss die Zeitzone berücksichtigt werden
(. Seite 437).
Veränderungen am Tachoraph, sowie den Signalleitun
gen, welche die Registrierung und Speicherung der
Daten beeinflussen werden als Straftat geahndet.
163
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Digitaler Tachograph DTCO Siemens VDO 1381
Fahrerkarte einlegen und entnehmen DTCO Siemens VDO
Fahrerkarte einlegen
" Zündung einschalten.
" Fahrerkarte .1. mit Chip nach oben und Pfeil nach vorne in den
linken Kartenschacht .2. einstecken.
Im Display erscheint für ca. 3 Sekunden ein Begrüßungstext, die
eingestellte Uhrzeit und die UTC−Zeit (Universal Time Coordinated).
3
2
5
4
0A91.0400.S0001
Der Nachname des Fahrers erscheint, der Laufbalken zeigt das Le
sen der Karte an.
Für ca. 4 Sekunden erscheint das Datum und die Uhrzeit der letzten
Kartenentnahme in UTC−Zeit.
" Eingabe Nachtrag" mit Nein" selektieren und Taste .4. bestäti
gen.
Nach erfolgtem Lesen erscheint die Standardanzeige.
In
S
S
S
der Standardanzeige erscheinen:
Uhrzeit
Aktuelle Geschwindigkeit
Wegstrecke
Außerdem erscheinen die eingestellten Aktivitäten und Symbole der
jeweils eingesteckten Tachographenkarten.
1
164
121X.0400.S0003
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Rechter Kartenschacht
Der rechte Kartenschacht .5. ist für den Beifahrer oder zum
Auslesen einer Fahrerkarte in Verbindung mit der Unter
nehmerkarte oder Kontrollkarte vorgesehen.
Bei Fahrten mit Beifahrer:
" Fahrerkarte des Fahrers im linken
Kartenschacht .2. einlesen.
" Warten, bis Standardanzeige erscheint.
" Fahrerkarte des Beifahrers im rechten
Kartenschacht .5. einlesen.
Fahrerkarte entnehmen
" Taste .3. drücken.
Der Nachname des Fahrers erscheint. Der Laufbalken
zeigt an, dass Daten auf die Karte übertragen werden.
" Fahrerkarte .1. aus dem Kartenschacht .2. entnehmen.
Daten ausdrucken
" Fahrerkarte entnehmen.
Die Menüführung fordert zum Tagesausdruck auf.
" Mit Taste .4. bestätigen.
Bei Verlust oder Defekt der Fahrerkarte muss umge
hend eine neue Karte beantragt werden. In der Zwi
schenzeit muss der Drucker des DTCO benutzt wer
den.
Detaillierte Angaben zum Betrieb des Tachographen
bitte der HerstellerBetriebsanleitung entnehmen.
165
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Digitaler Tachograph DTCO Stoneridge SE5000
4
Fahrerkarte einlegen und entnehmen DTCO Stoneridge
5
Fahrerkarte einlegen
" Zündung einschalten.
" Taste .2. drücken.
" Fahrerkarte .1. mit Chip nach oben und Pfeil nach vorne in den
geöffneten Kartenschacht .3. einstecken.
3
2
0A91.0400.S0002
Im
S
S
S
Display erscheint:
Verarbeitung Karte 1 läuft
Name des Karteninhabers
Zuletzt entnommen, Datum und Uhrzeit
Fahrerkarte entnehmen
" Taste .2. drücken.
" Mit Pfeiltasten .4. Land auswählen.
" Mit Taste .5. bestätigen.
" Fahrerkarte aus dem Kartenschacht entnehmen.
Bei Verlust oder Defekt der Fahrerkarte muss umgehend eine neue
Karte beantragt werden. In der Zwischenzeit muss der Drucker des
DTCO benutzt werden.
Detaillierte Angaben zum Betrieb des Tachographen bitte der
HerstellerBetriebsanleitung entnehmen.
1
166
121X.0400.S0003
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Tachographenkarten
1
2
3
4
Die durch den Gesetzgeber vorgeschriebenen unterschiedlichen Ta
chographenkarten werden durch Behörden und Institutionen in den
einzelnen EU−Mitgliedstaaten ausgegeben. Nach Zugriffsrechten und
Tätigkeitsbereichen geordnet, gibt es farblich markierte Karten für
folgende Benutzerkreise:
S Fahrerkarte
.1. (weiß)
S Unternehmenskarte
.2. (gelb)
S Kontrollkarte
.3. (blau)
S Werkstattkarte
.4. (rot)
0A91.0400.S0003
Mit dem Siemens oder Stonerigde DTCO können diese Karten verar
beitet werden.
167
Fahrerarbeitsplatz MAN
Tachograph
Kartenfunktionen
Werkstattkarte (rot)
Fahrerkarte (weiß)
Die Werkstattkarte .4. ist Eigentum der Werkstatt und wird
nur qualifiziertem Personal ausgestellt.
Die Karte ermöglicht es, nach positiver Authentifizierung
die Kalibrierung und Prüfung des DTCO, das Herunterla
den von Daten, Überführungsfahrten, Test− oder Probe
fahrten durchzuführen. Die Aktivitäten der Werkstatt
werden im DTCO gespeichert.
Die Fahrerkarte .1. ist Eigentum des Fahrers. Mit der Karte
identifiziert sich der Fahrer gegenüber dem DTCO. Die
Karte dient dem normalen Fahrbetrieb und erlaubt Aktivitä
ten unter dieser ldentität zu speichern, anzuzeigen oder
auszudrucken.
Unternehmenskarte (gelb)
Die Unternehmenskarte .2. ist Eigentum des Unternehmens.
Die Karte dient dem Schutz der dem Unternehmen zuge
ordneten Daten. Die Karte ermöglicht die ihr zugeordneten
Daten anzuzeigen und auszudrucken. Weiterhin ermöglicht
sie die Daten einer eingesteckten Fahrerkarte auszulesen.
Die Karte berechtigt nicht zum Fahren.
Kontrollkarte (blau)
Die Kontrollkarte .3. identifiziert den Beamten eines Kontroll
organs (z. B. der Polizei) und gestattet den Zugriff auf die
Daten des Massenspeichers. Alle gespeicherten Daten und
die Daten einer eingesteckten Fahrerkarte sind zugänglich.
Sie können angezeigt, ausgedruckt oder über das Down
loadinterface heruntergeladen werden.
168
DownloadInterface: Mit einer Unternehmenskarte, Kon
trollkarte oder Werkstattkarte ist es möglich, über das
DownloadInterface, beispielsweise per PC oder Note
book mit entsprechender Software, fahrzeug− und
fahrerbezogene Daten herunterzuladen, zu analysieren
und zu archivieren.
Zwischenzeitliche Änderungen der Gesetzeslage sind
nicht berücksichtigt. Deshalb den aktuellen Stand der
HerstellerBetriebsanleitung beachten.
Aktuelle Informationen rund um die Tachographenkar
ten findet man im Internetportal des KBA unter:
http://www.kba.de.
Detaillierte Angaben zum Betrieb des Tachographen
bitte der HerstellerBetriebsanleitung entnehmen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
EffizenzAnzeige
Unfallgefahr
Bei eingeschalteter Zündung und gestartetem Motor gelten die Glei
chen Vorsichtsmaßnahmen wie bei einem konventionell angetriebe
nen Fahrzeug. Beim Hybridfahrzeug wird der Dieselmotor abhängig
vom Ladezustand des Energiespeichers ein − oder ausgeschaltet.
Daher das Fahrzeug bei Anzeige ON (gestartetem Motor) nicht ver
lassen.
1
0A2X.0400.S0002
Durch die EffizenzAnzeige .1. wird signalisiert in welchem Betriebszu
stand sich das HybridSystem befindet.
S Zündung AUS, Zeiger ist unterhalb der OFF Anzeige
S Zündung AN, Zeiger steht auf OFF
S Motor gestartet, Zeiger steht auf ON
Der Dieselmotor wird abhängig vom Ladezustand des Energiespei
chers ein− oder ausgeschaltet. Ist der Energiespeicher ausrei
chend gefüllt ist kein Motorgeräusch zu vernehmen das Fahrzeug
läuft rein elektrisch.
Beschleunigungsvorgang
Beim Beschleunigungsvorgang bewegt sich der Zeiger nach rechts,
abhängig von der gewählten Beschleunigung im grünen oder roten
Bereich.
0A2X.0400.S0003
169
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
Bremsvorgang
Beim Bremsen bewegt sich der Zeiger nach links, abhängig von der
eingesteuerten Bremsleistung im grünen oder roten Bereich.
Siehe auch Rekuperation von Bremsenergie (. Seite 275).
Unfallgefahr
Die Fahrweise immer dem Verkehrsgeschehen anpassen. Sicherheit
geht vor Kraftstoffeinsparung! Brems− und Beschleunigungsvor
gänge immer den Gegebenheiten entsprechend ausführen.
Umwelthinweis
0A2X.0400.S0004
Im Rahmen der Resourcenschonung sollte versucht werden das
Fahrzeug möglichst häufig im grünen Bereich zu verzögern und zu
beschleunigen. Dadurch wird ein hoher Wirkungsgrad des Hybrid
system erreicht.
Bei eingeschaltetem Fahrlicht leuchtet die Fahrlichtkontrollleuchte .3..
Fahrlicht ein− und ausschalten (. Seite 142).
Bei eingeschaltetem Nebelscheinwerfer leuchtet die Nebelschein
werferkontrollleuchte .4.. Nebelscheinwerfer ein− und ausschalten
(. Seiten 145 und 155).
Bei eingeschaltetem Nebelschlussleuchte leuchtet die Nebelschlus
skontrollleuchte .2.. Fahrlicht ein− und ausschalten (. Seiten 145
und 155).
2
170
3
4
0A2X.0400.S0003
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
Tachometer
Der Tachometer gibt über die Kilometerskala Auskunft über die ak
tuell gefahrene Geschwindigkeit. Das Display unterhalb der Tachome
ternadel zeigt die Tages− bzw. Gesamtkilometer an.
Der Tageskilometerzähler wird über das Menü im Fahrerdisplay
zurückgestellt (. Seite 188).
Zwischen Tages− und Gesamtkilometeranzeige wechseln
(. Seite 197).
Warnleuchte Tachograph
1
0RR2.0400.S0002
Die Warnleuchte Tachograph .1. leuchtet, wenn der Tachograph nicht
betriebsbereit ist. Auch nach einer Unterbrechung der Stromversor
gung, z. B. wenn die Batterie abgeklemmt wurde, leuchtet die Warn
leuchte Tachograph.
Digitaler Tachograph (. Seite 163).
171
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
Warnleuchte Geschwindigkeitsbegrenzung
Unfallgefahr
Überholvorgänge im oberen Geschwindigkeitsbereich können durch
die Geschwindigkeitsbegrenzung mehr Zeit und Wegstrecke bean
spruchen. Diesen Umstand vor dem Überholen einplanen.
Bei Überschreiten der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgeschwin
digkeit wird der Motor zurückgeregelt. Dabei leuchtet die Warn
leuchte Geschwindigkeitsbegrenzung .2..
2
4
3
5
0RR2.0400.S0002
Fehlerwarnlampe MIL
Der Motor und die abgasbeeinflussenden Komponenten werden
ständig auf emissionsrelevante Fehlfunktionen überprüft.
Liegt eine Fehlfunktion vor, leuchtet zur Warnung die gelbe Fehler
warnlampe MIL .3..
MIL = Malfunction Indicator Lamp
Umwelthinweis
Leuchtet die Fehlerwarnlampe MIL während des Betriebes, liegt
eine emissionsrelevante Fehlfunktion des Motors oder der Abgasan
lage vor. Der Motor könnte mehr Schadstoffe als gesetzlich erlaubt
ausstoßen. Die Umwelt würde damit unnötig belastet werden. Motor
umgehend in einer betreuenden MAN−Service−Werkstatt überprü
fen lassen.
Generator Anzeige .5. (. Seite 216).
172
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
KraftstoffVorratsanzeige
Brandgefahr
Vor Auffüllen des Tanks, Zündung und Zusatzheizung abschalten.
Die KraftstoffVorratsanzeige arbeitet bei eingeschalteter Zündung.
Nach kurzer Zeit erreicht die Nadel die korrekte Anzeigestellung.
Wird der Reservebereich erreicht, erscheint im Tachometer ein ent
sprechendes Symbol .4. .
0RR2.0400.S0003
Tanken (. Seite 283).
Füllmenge des Kraftstofftanks (. Seite 426).
Winterdieselkraftstoff (. Seite 290).
173
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
KühlmittelTemperaturanzeige Dieselmotor
Die Temperaturanzeige arbeitet bei eingeschalteter Zündung. Im Nor
malbetrieb, je nach Betriebsbedingungen und Außentemperaturen,
pendelt die Anzeigenadel zwischen 80 und 95 °C.
Motor nicht im Stand warm laufen lassen, sondern bei mittleren
Drehzahlen zügig warm fahren. Nach Erreichen einer Kühlmitteltem
peratur von 80 °C kann der Motor voll belastet werden.
Durch Abschalten der Heizung kann die Betriebstemperatur des
Motors schneller erreicht werden.
Kühlmittel nachfüllen (. Seite 364).
0RR2.0400.S0004
Überschreitet die Kühlmitteltemperatur 100 °C, erscheint im Fahrer
display ein entsprechendes Symbol. Die zentrale Warnleuchte
blinkt rot und der Warnsummer ertönt. Außerdem zeigt das Fahrer
display ein entsprechendes Symbol mit Text. Fahrt sofort unterbre
chen. Läuft der Kühlerlüfter, Motor nicht sofort abstellen, sondern
1−2 min weiterlaufen lassen und Heizung auf volle Leistung stel
len. So kann der Motor wieder abkühlen. Ursache feststellen und
beheben.
Bei abnormaler, schnell steigender Motortemperatur, Fahrt sofort
unterbrechen und Motor abstellen. Sonst besteht Gefahr von Mo
torschäden. Ursache feststellen und beheben.
174
Fahrerarbeitsplatz MAN
Anzeigeinstrumente
Vorratsdruckanzeiger für Bremskreise I und II
Die beiden Vorratsdruckanzeiger zeigen den im jeweiligen Brems
kreis anliegenden Vorratsdruck an.
Unfallgefahr
1
2
0RR2.0400.S0005
Unter ca. 6 bar ist das Fahrzeug nicht betriebsbereit. Nicht anfah
ren.
Sinkt eine Zeigernadel während der Fahrt auf unter ca. 6 bar, liegt
eine Störung im Bremsdrucksystem vor. Sofort anhalten und Ursa
che durch eine MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
.1. Vorratsdruck im Bremskreis I (Vorderachse und Nachlaufachse)
.2. Vorratsdruck im Bremskreis II (Antriebsachse)
Solange eine Zeigernadel unter 6 bar anzeigt, ist das Fahrzeug
nicht betriebsbereit. Die zentrale Warnleuchte blinkt rot, eine ent
sprechende Kontrollleuchte leuchtet und der Warnsummer ertönt.
Außerdem zeigt das Fahrerdisplay ein entsprechendes Symbol mit
Fehlertext an.
175
Fahrerarbeitsplatz MAN
Warn− und Kontrollleuchten
Kontrollleuchtenblock
Unterhalb des Fahrerdisplays sind die Warn− und Kontrollleuchten
angeordnet. Sie geben in Verbindung mit den Anzeigen im Fahrer
display Auskunft über dringend vorzunehmende ServiceMaßnahmen
aber auch über Betriebszustände des Fahrzeuges.
Die Anordnung der Warn− und Kontrollleuchten variiert je nach Aus
stattung. Bild ist beispielhaft.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Warn− und Kontrollleuchten
einschließlich der Sonderausstattungen aufgeführt. Je nach Schwere
der Störung oder Fehlermeldung leuchten oder blinken die Kontroll
leuchten rot oder gelb. Eine Ausnahme bilden die Kontrollleuchten
für Fernlicht und Anhängerblinkanlage. Sie leuchten blau bzw. grün.
0A34.0400.S0002
Bei Störungen und Fehlermeldungen leuchten die Kontrollleuchten
immer in Verbindung mit einer weiteren Anzeige im Fahrerdisplay.
Nähere Erläuterungen (. Seite 198), Störungen und Fehlermeldun
gen.
0A34.0400.S0003
176
Fahrerarbeitsplatz MAN
Warn− und Kontrollleuchten
Kontrollleuchten im Multifunktionsdisplay
Symbol
Gurtkontrolle
Ursache
Sicherheitsgurt des Fahrers
ist nicht angelegt.
NLA Lenkung*
Störung im Steuergerät Nach
laufachse.
Ölstand der automatischen
Motorölnachfüllung zu niedrig.
Flüssigkeitsstand im Schei
benwaschwasserbehälter ist
zu gering.
Motorölstand*
Scheibenwasch
wasser*
Kneeling abge
senkt*
Getriebestörung
Motorstörung
Funktionsstörung des Getrie
bes.
Hinweise
Sicherheitsgurte anlegen.
Bei Ausstattung mit Sensor Waschwasserstand.
Nähere Erläuterungen siehe Störungen und Fehler
meldungen.
Funktionsstörung des Motors.
Nähere Erläuterungen siehe Störungen und Fehler
meldungen.
ECAS, Elektroni
sche Niveauregu
lierung
Rot: ECAS ausgefallen.
Gelb: Normales Fahrzeugni
veau nicht erreicht.
Öldruck Lenkung
zu gering
Zu wenig Öl in der Lenkhy
draulik, Umschaltventil ausge
fallen oder elektrischer Kurz
schluss.
Nähere Erläuterungen siehe Störungen und Fehler
meldungen.
Nähere Erläuterungen siehe Störungen und Fehler
meldungen.
177
Fahrerarbeitsplatz MAN
Warn− und Kontrollleuchten
Symbol
Vorratsdruck
Feststellbremse
Zentrale Warn
leuchte
Ursache
Hinweise
Störung in der Betriebsbrems
anlage.
Die Kontrollleuchte leuchtet auch bei ungenügen
dem Luftdruck in den Bremskreisen I, II.
Feststellbremse ist eingelegt
bzw. Federspeicher sind ent
Feststellbremse notlösen (. Seite 132).
lüftet.
Federspeicher mechanisch lösen (. Seite 301).
Blinkt bzw. leuchtet zusam
Unfallgefahr
men mit einer der Störung
Bei roter blinkender zentraler Warnleuchte Fahrzeug
oder Fehlermeldung entspre
sofort sicher zum Stehen bringen, wenn dies ohne
chenden Kontrollleuchte.
Verkehrsgefährdung möglich ist. Motor abstellen,
Ursache durch eine MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Zentrale Warnleuchte (. auch Seite 181).
Flammglühanlage* Flammglühanlage aktiv.
178
ABS, Antiblockier
system
Gelb: Funktion des ABS ein
geschränkt.
ASR, Antriebs
schlupfregelung
Antriebsschlupfregelung ist
aktiv.
Nähere Erläuterungen siehe Störungen und Fehler
meldungen.
Elektronisch geregeltes Bremssystem (EBS)
(. Seite 264).
Blinkt die Kontrollleuchte, so ist die ASR−Reduzie
rung eingeschaltet (. Seite 147).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Warn− und Kontrollleuchten
Symbol
ESP*, Elektroni
sches Stabilitäts
programm*
Öldruck
Ursache
Das ESP befindet sich mo
mentan im Eingriff.
Motoröldruck zu gering bzw.
zu hoch. Nähere Erläuterun
gen siehe Störungen und
Fehlermeldungen.
Hinweise
Ölstand des Motors umgehend prüfen. Gefahr von
Motorschäden durch zu niedrigen oder zu hohen
Ölstand.
Ölstand des Motors prüfen (. Seite 369).
Motorraumklappe*
Motorraumklappe ist geöffnet.
Motorraumklappe zuerst schließen, dann Motor
starten.
Fernlicht
Luftfilter
Fernlicht bzw. Lichthupe ist
aktiviert.
Luftfilter ist zugesetzt.
Luftfilterzustand prüfen (. Seite 381).
Kinderwagen
wunsch*
Aufbauabhängig
Rollstuhl*
Aufbauabhängig
179
Fahrerarbeitsplatz MAN
Warn− und Kontrollleuchten
Symbol
Haltestellen
bremse*
EasyStart
Ursache
Die Haltestellenbremse ist
momentan eingelegt.
EasyStart ist aktiv.
Reifenwächter
Eingestellter Reifendruck wird
nicht eingehalten.
Klimaanlage Bus
Klimaanlage ist aktiv.
Fahrtrichtungsan
zeiger Anhänger
Dachluken*
Fahrzeug ist im Anhängerbe
trieb.
Dachluken offen.
Haltewunsch*
Ein Fahrgast hat den Halte
stellenwunschtaster betätigt.
Störung DTCO.
Hinweise
Luftdruck prüfen (. Seite 380).
Aufbauabhängig
Tachograph
Digitaler Tachograph (. Seite 163).
Nicht belegt
180
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Anzeigen des Fahrerdisplays
4
Das Fahrerdisplay informiert in Verbindung mit den Kontrollleuchten
den Fahrer über alle wichtigen Betriebszustände, Störungen und
Fehlermeldungen des Fahrzeuges. Störungen und Fehlermeldungen
werden in vier Prioritäten geordnet angezeigt.
Priorität 1
1
Unfallgefahr
2
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1 sind die Be
triebs− und Verkehrssicherheit gefährdet. Fahrzeug sofort sicher
zum Stehen bringen wenn dies ohne Verkehrsgefährdung möglich
ist. Motor abstellen, Ursache durch eine MAN−Service−Werkstatt
feststellen und beheben lassen. Eine Weiterfahrt ist nicht zulässig.
3
121X.0400.S0028
Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1 werden folgenderma
ßen angezeigt:
S Das STOP−Symbol .1. im Fahrerdisplay erscheint.
S Die zentrale Warnleuchte .2. blinkt rot.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte. .3, sofern vorhanden, leuchtet
rot.
S Der entsprechende Text .4. erscheint im Fahrerdisplay.
S Der Warnsummer ertönt.
181
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Anzeigen der Priorität 1 und 2 haben immer Vorrang
vor Anzeigen der Priorität 3 und 4. Eine Anzeige der
Priorität 3 und 4 wird deshalb immer von einer An
zeige der Priorität 1 und 2 überdeckt.
Reicht der Platz für die Anzeigen nicht aus, werden
diese rollierend dargestellt. Das heißt, alle 10 Sekun
den wird auf die nächste Anzeige geschaltet, sofern
mehrere Störungen und Fehlermeldungen anliegen.
Im Menü Diagnose können vorhandene Störungen und
Fehlermeldungen auch manuell abgerufen werden.
Im Menü navigieren (. Seite 188).
182
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Priorität 2
5
1
2
3
121X.0400.S0029
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 2 ist die Be
triebssicherheit gefährdet. Fahrzeug sicher zum Stehen bringen,
wenn dies ohne Verkehrsgefährdung möglich ist. Ursache der Stö
rung umgehend beheben bzw. durch eine MAN−Service−Werk
statt beheben lassen.
Ist das Fahrzeug verkehrssicher und fahrbereit, ist eine Weiterfahrt
ohne Fahrgäste bis zur nächsten MAN−Service−Werkstatt zuläs
sig.
Die Meldungen werden entweder als WerkstattMeldung mit dem
Schraubenschlüsselsymbol .1. oder als Informations−Meldung mit
dem Informationssymbol .4. angezeigt.
Das System überprüft vor und während der Fahrt ständig wichtige
Fahrzeugfunktionen und −komponenten auf ihren Zustand.
5
4
Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 2 werden folgenderma
ßen angezeigt:
S Die zentrale Warnleuchte .2. leuchtet rot.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .3., sofern vorhanden, leuchtet
rot bzw. gelb.
S Der entsprechende Text erscheint im Fahrerdisplay .5..
S Der Warnsummer ertönt.
2
Weitere Hinweise zur Anzeigendarstellung (. Seite 182).
3
121X.0400.S0029
183
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Priorität 3
5
4
2
3
121X.0400.S0029
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 3 ist die Be
triebssicherheit gefährdet. Ursache der Störung beheben bzw.
durch eine MAN−Service−Werkstatt beheben lassen.
Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 3 werden folgenderma
ßen angezeigt:
S Die zentrale Warnleuchte .2. leuchtet gelb.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .3., sofern vorhanden, leuchtet
gelb.
S Informationssymbol .4. wird im Fahrerdisplay angezeigt.
S Der entsprechende Text erscheint im Fahrerdisplay .5..
S Der Warnsummer ertönt.
Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 3 können quittiert und
somit ausgeblendet werden (. Seite 197).
Weitere Hinweise zur Anzeigendarstellung (. Seite 182).
184
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Priorität 4
2
Meldungen der Priorität 4 sind Hinweise auf Betriebszustände des
Fahrzeuges. Die Betriebs− und Verkehrssicherheit sind nicht einge
schränkt.
3
Die Meldungen werden entweder als WerkstattMeldung mit dem
Schraubenschlüsselsymbol .1. oder als Informations−Meldung mit
dem Informationssymbol .4. angezeigt.
1
Störungen der Priorität 4 werden wie folgt angezeigt:
S Ein entsprechende Symbol .2. erscheint im Fahrerdisplay.
S Der entsprechende Text .3. erscheint im Fahrerdisplay.
5
121X.0400.S0029
und/oder
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .5., sofern vorhanden, leuchtet
rot bzw. gelb.
2
Weitere Hinweise zur Anzeigendarstellung (. Seite 182).
3
4
5
121X.0400.S0029
185
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Hybridanzeigen im Fahrerdisplay
Weiterhin hat der Fahrer die Möglichkeit sich über das Multifunktions
display verschiedene hybridspezifische Fahrdaten anzeigen zu las
sen:
S Bremsenergie
S Energiespeicher
S Rückgewinnung
Hybrid
Bremsenergie
Energiespeicher
Rückgewinnung
OK ESC
Anzeige Bremsenergie
1
Bremsenergie
Die Bremsenergie wird graphisch durch das prozentuale Verhältnis
aus rückgewonnener Energie und der über die Betriebsbremsen in
Wärme umgesetzten Bewegungsenergie dargestellt, berechnet über
den aktuellen Bremsvorgang.
1.
Rückgewonnene Energie im Energiespeicher durch
Rekuperation
2.
Bremsenergie − Bewegungsenergie umgewandelt in Wärme
− +
OK ESC
2
186
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fahrerdisplay
Anzeige Energiespeicher
2
Über diese Anzeige wird dem Fahrer der aktuelle Ladezustand des
Energiespeichers angezeigt. Es ist zu sehen, ob der Energiespeicher
momentan geladen oder entladen wird.
Energiespeicher
− +
100 %
−
+
OK ESC
1.
Aktueller Ladezustand des Energiespeichers
2.
Momentane Energiespeicher−Entladung
.3.
Aktueller Ladezustand des Energiespeichers
.4.
Momentane Energiespeicher−Aufladung
Umwelthinweis
Eine vorausschauende Fahrweise und gezieltes, frühzeitiges Einset
zen der verschleißfreien Bremse (Rekuperation der Bremsenergie
bei geringer Betätigung des Bremspedales) fördert nicht nur die
offenkundige Einsparung an Kraftstoffverbrauch und somit die Ver
meidung von CO2−Emissionen. Durch das rekuperative Bremsen
kann auch die Brems− und Feinstaubbelastung erheblich reduziert
werden.
1
4
Energiespeicher
− +
60 %
−
+
OK ESC
3
187
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Menüstruktur
Unfallgefahr
Nur bei Stillstand des Fahrzeuges durch das Menü navigieren. Im
mer die ganze Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr widmen.
1
2
0A2X.0400.S0008
4
3
0A2X.0400.S0001
188
Im Menü navigieren
Mit den Tasten .1. und .2. unterhalb der Vorratsdruckanzeiger wird
durch die Menüstruktur navigiert.
" Feststellbremse einlegen.
" Motor ausschalten, Zündung einschalten.
" Taste .1. länger als 3 Sekunden gedrückt halten − im Fahrerdis
play wird das Menü angezeigt.
Abhängig von der Dauer des Tastendrucks werden folgende Aktio
nen ausgeführt:
S Taste länger als 3 Sekunden drücken − Menüpunkt wird aufgeru
fen oder bestätigt.
S Taste kurz drücken − durch das Menü blättern oder Menüpunkt
abbrechen.
Der Cursor .3. zeigt an, welcher Menüpunkt momentan zur Auswahl
steht.
Die Tasten sind in ihrer Funktion multifunktional. Je nach Menüpunkt
werden damit unterschiedliche Funktionen aufgerufen. Die Symbole
.4. stehen sinnbildlich für die Tastenfunktionen. Siehe auch nachfol
gende Tabelle.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Symbole und ihre Tastenfunktionen
Symbol
Tastendruck
Links Rechts
kurz (< 3 Sek.)
Tastenfunktionen
Im Menü blättern.
kurz (< 3 Sek.)
Menüpunkt auswählen, eine Menüebene tiefer.
lang (> 3 Sek.)
Wert in Richtung des Pfeils ändern, z. B. Lautstärke einstellen.
kurz (< 3 Sek.)
Die Richtung der Pfeile kann durch kurzes Drücken der Taste umgekehrt werden.
Zurück zum ersten Menüpunkt.
kurz (< 3 Sek.)
Menüpunkt abbrechen, zurück zur nächsthöheren Menüebene.
lang (> 3 Sek.)
Menüpunkt bestätigen, zurück zur nächsthöheren Menüebene.
kurz (< 3 Sek.)
Menüpunkt abbrechen, zurück zur nächsthöheren Menüebene.
lang (> 3 Sek.)
Funktion löschen.
kurz (< 3 Sek.)
Zurück zur nächsthöheren Menüebene.
lang (> 3 Sek.)
Menüpunkt auswählen, eine Menüebene tiefer.
kurz (< 3 Sek.)
Menüpunkt abbrechen, zurück zur nächsthöheren Menüebene.
lang (> 3 Sek.)
Dateneingabe.
lang (> 3 Sek.)
Dateneingabe starten.
lang (> 3 Sek.)
Funktion löschen.
kurz (< 3 Sek.)
Funktion abbrechen.
kurz (< 3 Sek.)
Ausgewählten Menüpunkt permanent anzeigen (Monitoring).
Ohne Funktion.
189
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Menü verlassen
" Cursor auf die Leerzeile .1. bewegen und mit OK" bestätigen.
Das Menü wird verlassen und es wird wieder die Grundanzeige an
gezeigt.
Nach ca. 5 Sekunden ohne Tastenbetätigung erscheint im Fahrer
display die Grundanzeige. Bild ist beispielhaft.
1
0A2X.0400.P0005
190
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Strukturbaum des Menüs
Unfallgefahr
Nur bei Stillstand des Fahrzeuges durch das Menü
navigieren. Immer die ganze Aufmerksamkeit dem Stra
ßenverkehr widmen.
Bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor und
stehendem Fahrzeug steht das gesamte Menü zum Abruf
bereit.
Während der Fahrt können Fahrdaten, Kontrolldaten und
Einstellungen nur eingeschränkt eingesehen werden.
Dargestellt ist das maximale FahrzeugMenü inklusive
möglicher Sonderaustattungen.
Bei Neufahrzeugen wird die Bremsbelagstärke even
tuell nicht sofort mit 100 % angezeigt. Das System
benötigt mehrere Bremsvorgänge um sich zu justieren
und zeigt dann die korrekte Bremsbelagstärke an.
191
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Fahrzeug steht, Zündung EIN" oder Motor AN"
Fahrzeug
Fahrdaten
Hybrid
Bremsenenergie
Daten/Werte
Energiespeicher
Daten/Werte
Rückgewinnung
Daten/Werte
>−−−−−−−−
192
Ladedruck
>−−−−−−−−
Anzeige AUS
Kontrolldaten
Einstellungen
>−−−−−−−−
Batteriespannung
Daten/Werte
Bremsbeläge
Daten/Werte
Vorratsdruck
Daten/Werte
>−−−−−−−−
Warngeschw.
Daten/Werte
Warnsignal
Daten/Werte
Verbrauch in...
Daten/Werte
>−−−−−−−−
Fahrerarbeitsplatz MAN
Menüstruktur im Fahrerdisplay
Diagnose
EBS
Daten/Werte
EDC
Daten/Werte
FFR
Daten/Werte
INST
Daten/Werte
ZBR
Daten/Werte
DIAG
Daten/Werte
TCU
Daten/Werte
ECAS
Daten/Werte
TCU
Daten/Werte
EMU
Daten/Werte
>−−−−−−−−
Kontrollleuchten
Symbole ROT
Symbole GELB
>−−−−−−−−
Fzg.−Kenndaten
Fahrgestell−Nr.
Daten/Werte
Motortyp
Daten/Werte
Motor−Nr.
Daten/Werte
>−−−−−−−−
Sprache
Sprache
Deutsch
Englisch
>−−−−−−−−
193
Fahrerarbeitsplatz MAN
Einstell− und Rückstelltasten
2
3
1
0A2X.0400.S0009
Uhrzeit einstellen
Die im Drehzahlmesser integrierte Uhrzeitanzeige .2. lässt sich über
die Taste .1. unterhalb der KraftstoffVorratsanzeige einstellen.
Stunden und Minuten einstellen
" Feststellbremse einlegen.
" Zündung einschalten, Motor ausschalten.
" Gegebenenfalls Uhrzeitanzeige durch kurzes Drücken der
Taste .1. aufrufen.
" Taste so lange drücken (> 3 sec), bis die Stundenanzeige blinkt.
" Taste so oft kurz drücken bis, die aktuelle Stunde angezeigt wird.
Mit jedem Tastendruck erhöht sich die Stundenanzeige.
" Taste so lange drücken, bis die Minutenanzeige blinkt.
" Taste so oft kurz drücken, bis die aktuelle Minute angezeigt wird.
Mit jedem Tastendruck erhöht sich die Minutenanzeige.
" Taste so lange drücken, bis die gesamte Uhrzeitanzeige blinkt
und dann loslassen.
Die gewählte Uhrzeit ist eingestellt.
Wird für länger als 20 Sekunden die Taste nicht betätigt, wird wie
der die vorher eingestellte Uhrzeit übernommen.
Ladedruck des Turboladers
Unterhalb der Uhrzeitanzeige zeigt der Bargraph .3. den aktuellen
Ladedruck des Turboladers.
194
Fahrerarbeitsplatz MAN
Einstell− und Rückstelltasten
Zwischen Uhrzeit− und Außentemperaturanzeige wech
seln
Die Uhrzeit wird im 24−Stundenformat, die Außentemperatur in °C
oder °F, je nach Sonderausführung, angezeigt. Der Messbereich der
Außentemperatur liegt zwischen −40 und +60 °C.
Mit Taste .1. lässt sich die Anzeige von der Uhrzeit auf die Außentem
peratur und umgekehrt wechseln.
" Taste kurz drücken − die Anzeige wechselt.
1
0A2X.0400.S0009
Glatteiswarnung
Bewegt sich die Außentemperatur zwischen −5 und +4 °C und die
Fahrgeschwindigkeit ist > 3 km/h, wird die Uhrzeitanzeige verdrängt
und die aktuelle Außentemperatur .2. wird angezeigt.
Zusätzlich erscheint im Fahrerdisplay das Symbol für Glatteis.
2
Unfallgefahr
Auch wenn eine Außentemperatur dicht über dem Gefrierpunkt an
gezeigt wird, kann die Straße besonders in Waldschneisen oder auf
Brücken vereist sein. Fahrweise den Witterungsverhältnissen ent
sprechend anpassen.
0A2X.0400.S0009
195
Fahrerarbeitsplatz MAN
Einstell− und Rückstelltasten
Instrumentenbeleuchtung einstellen
Unfallgefahr
2
Nur bei Stillstand des Fahrzeuges die Helligkeit der Instrumenten
beleuchtung einstellen. Immer die ganze Aufmerksamkeit dem Stra
ßenverkehr widmen.
Mit der Taste .1. unterhalb der KraftstoffVorratsanzeige lässt sich die
Helligkeit der Instrumente und des Fahrerdisplays einstellen.
" Taste .1. so lange gedrückt halten, bis im Anzeigefeld der Be
leuchtungsbalken .2. erscheint.
" Taste mehrmals kurz drücken, bis die gewünschte Helligkeit ein
gestellt ist.
1
0A2X.0400.S0025
Bei gedrückt gehaltener Taste wird der Beleuchtungsbalken durch
laufen und die Helligkeit verändert sich stufenlos.
196
Fahrerarbeitsplatz MAN
Einstell− und Rückstelltasten
Zwischen Tages− und Gesamtkilometeranzeige wechseln
Im Tachometer ist die Tages− und Gesamtkilometeranzeige inte
griert. Mit der Taste .1. unterhalb der Luftdruckanzeiger kann die An
zeige gewechselt werden.
" Taste .1. kurz drücken − die Kilometeranzeige .2. wechselt.
2
3
1
Die Taste .1. dient auch dem Quittieren von Störungen und Fehler
meldungen der Priorität 3 (. Seite 222).
Mit den Tasten .3. und .1. wird durch die Menüstruktur navigiert
(. Seite 188).
0A2X.0400.S0008
197
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Priorität 1 Störungen und Fehlermeldungen
Unfallgefahr
4
1
2
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1, STOP−Meldun
gen, ist die Betriebs− und Verkehrssicherheit gefährdet. Fahrzeug
sofort sicher zum Stehen bringen, wenn dies ohne Verkehrsgefähr
dung möglich ist. Motor abstellen, Ursache feststellen und beheben
lassen.
Das System überprüft vor und während der Fahrt ständig wichtige
Fahrzeugfunktionen und −komponenten auf ihren Zustand.
Störungen und dringend vorzunehmende ServiceMaßnahmen wer
den optisch und akustisch signalisiert und nach vier Prioritäten be
wertet.
3
121X.0400.S0028
Diese Meldungen erscheinen im Fahrerdisplay
(. Seite 181).
Fehlermeldungen der Priorität 1, STOP−Meldungen, werden wie folgt
angezeigt:
S Die zentrale Warnleuchte .2. blinkt rot.
S Das STOP−Symbol .1. im Fahrerdisplay erscheint.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte. .3, sofern vorhanden, leuchtet
rot.
S Der entsprechende Text .4. erscheint im Fahrerdisplay.
S Der Warnsummer ertönt.
198
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Bor
drechner
Bordrechner nicht am
CAN.
Störung Elektrik
Kommunikation zwi
schen Armaturenbrett
und Zentralelektrik ist
ausgefallen.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MANServiceWerkstatt feststellen und beheben las
sen.
Ausfall der CANKommunikation zwischen den
Steuergeräten und der Zentralelektrik.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Vorratsdruck
zu gering
Warndruckunterschrei
tung in einem der
überwachten Druck
kreise.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
Motor mit erhöhter Drehzahl laufen lassen, bis der
Luftdruck ca. 6 bar übersteigt und die Fehlermel
dung erlischt.
199
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Vorratsdruck K3
Ursache
Vorratsdruck K3 ist
unplausibel.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Mit Anhänger: Priorität 1
Ohne Anhänger: Priorität 2
Vorratsdruck K1
zu gering
Vorratsdruck K2
zu gering
Vorratsdruck K3
zu gering
Vorratsdruck K4
zu gering
Störung Fahr
zeugrechner
200
Dauerhafte Unter
schreitung des Vor
ratsdruckes im Kreis
1 2
1,
2, 3 bzw
bzw. 4 (Brems
(Brems
kreis 1, 2, 3 bzw. 4,
dynamischer Siche
rungsdruck)
Zu geringer Luftdruck
im Feststellbremskreis.
Unterschreitung des
Vorratsdruckes im
Kreis 4
Fahrzeugführungs
rechner nicht am
CAN.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren.
anfahren Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Sevice−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
Motor mit erhöhter Drehzahl laufen lassen, bis der
Luftdruck ca
ca. 6 bar übersteigt und die Fehlermel
Fehlermel
dungen erlöschen.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Störung Getriebe
steuerung
Ursache
Automatisches Ge
triebe nicht am CAN.
Hinweise
Das automatische Getriebe kann keine Schaltun
gen ausführen. Ursache umgehend von einer
MANServiceWerkstatt feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Hinter
achslenkung
Störung
Hybridantrieb
Steuergerät für ge
lenkte Nachlaufachse
(NLA) nicht am CAN.
Lenkverhalten stark
eingeschränkt wegen
Achszentrierung.
Steuergerät Digital In
put Control nicht am
CAN.
Störung
Hybridsystem
Steuergerät für Energy
Managment Unit nicht
am CAN.
Störung Kühl
mittelpumpe
Steuergerät für Kühl
mittelpumpe nicht am
CAN.
Bei Kurvenfahrt Geschwindigkeit stark reduzieren.
Ursache von einer MANServiceWerkstatt feststel
len und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
201
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Störung Luf
taufbereiter
Ursache
PSC (Pneumatic Sy
stem Controller) nicht
am CAN.
Hinweise
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenfalls von einer
MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Motor
steuerung
Fehler in der Elektro
nik der Motorrege
lung. EDC nicht am
CAN.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Elektrik
Störung Elektrik
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Werkstattschal
ter betätigt
202
ECAS Werkstattmodus
aktiviert. ECAS Rege
lung wird unterdrückt.
Nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Feueralarm
Ursache
Ein Brandmelder*
meldet einen Brand
im Motorraum, bei der
Zusatzheizung oder in
einem Abfallbehälter
(Je nach Sonderaus
stattung).
Hinweise
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Brandbekämpfungsmaßnahmen er
greifen.
Feuerlöscher (. Seite 115).
Brandmelder* (. Seite 123).
Fremdeinspei
sung nicht fah
ren
Retardertemp.
zu hoch
Kühlmitteltemp.
zu hoch
Fahrzeug wird über
eine Kabelverbindung
Fremdgespeist. Nicht
fahren.
Öltemperatur des Re
tarders bzw. Intarders
zu hoch.
Kühlmitteltemperatur
übersteigt 102 °C. Mit
oder ohne Retarde
reingriff verschiedene
Grenzwerte.
Fremdeinspeisung vom Fahrzeug trennen.
Fahrzeug mit Betriebsbremse zum Stehen bringen
bzw. nicht anfahren. Retarder bzw. Intarder aus
schalten. Mit erhöhter Motordrehzahl Retarder bzw.
Intarder abkühlen lassen. Sonst besteht Gefahr von
Getriebe− und Retarderschäden. Gegebenenfalls
Ursache von MAN−Service−Werkstatt feststellen
und beheben lassen.
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung! Ur
sache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
203
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Getriebetemp.
zu hoch
Ursache
Temperatur im Getrie
beölsumpf viel zu
hoch.
Hinweise
Gefahr von Getriebeschäden durch Überhitzung!
Fahrzeug sicher zum Stehen bringen. Motor nicht
sofort abstellen, sondern 1−2 min. weiterlaufen
lassen und Heizung auf volle Leistung stellen. Mo
tor abstellen und Getriebe abkühlen lassen. Ursa
che gegebenenfalls von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Getriebeölstand prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Maximale Temperaturwerte siehe Getriebeherstel
lerBetriebsanleitung.
Fehler Hoch
voltsystem
Ein Isolationsfehler ist
aufgetreten bzw. Kurz
schluss vom Genera
tor oder Traktionsener
giespeicher.
Die Kurzschlussüber
wachung der Hybrid
steuerung hat einen
Isolationsfehler festge
stellt.
204
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache umgehend von einer MAN−
Service−Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ausfall Lenk
hilfe
Ursache
Sammelfehler bei
Wechselrichter 1 führt
zu Ausfall Lenkhilfe.
Öldruck
zu gering
Öldruck im Motor zu
gering.
Störung Tür 1
Nothahn
Nothahn für Tür1
wurde betätigt.
Hinweise
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache umgehend von einer MAN−
Service−Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Gefahr von Motorschäden durch Ölmangel! Ölstand
des Motors prüfen und gegebenenfalls Motoröl
nachfüllen (. Seite 370). Motorölstand täglich kon
trollieren.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
205
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 1
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Störung Tür 2
Nothahn
Ursache
Nothahn für Tür 2
wurde betätigt.
Hinweise
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Tür 3
Nothahn
Nothahn für Tür 3
wurde betätigt.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Tür 4
Nothahn
Nothahn für Tür 4
wurde betätigt.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
206
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Priorität 2 Störungen und Fehlermeldungen
5
1
2
3
121X.0400.S0029
Unfallgefahr
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 2 ist die Be
triebssicherheit gefährdet. Fahrzeug sicher zum Stehen bringen,
wenn dies ohne Verkehrsgefährdung möglich ist. Ursache der Stö
rung umgehend beheben bzw. durch eine MAN−Service−Werkstatt
beheben lassen.
Ist das Fahrzeug verkehrssicher und fahrbereit, ist eine Weiterfahrt
ohne Fahrgäste bis zur nächsten MAN−Service−Werkstatt zuläs
sig.
Die Meldungen werden entweder als WerkstattMeldung mit dem
Schraubenschlüsselsymbol .1. oder als Informations−Meldung mit
dem Informationssymbol .4. angezeigt.
Das System überprüft vor und während der Fahrt ständig wichtige
Fahrzeugfunktionen und −komponenten auf ihren Zustand.
5
4
2
3
121X.0400.S0029
Störungen und dringend vorzunehmende ServiceMaßnahmen wer
den optisch und akustisch signalisiert und nach vier Prioritäten be
wertet. Diese Meldungen erscheinen im Fahrerdisplay (. Seite 183).
Störungen der Priorität 2 werden wie folgt angezeigt:
S Die zentrale Warnleuchte .2. leuchtet rot.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .3., sofern vorhanden, leuchtet
rot bzw. gelb.
S Der entsprechende Text erscheint im Fahrerdisplay .5..
S Der Warnsummer ertönt.
207
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Fahrt
schreiber
Tachograph nicht am
CAN.
Störung Elektrik
Elektrische Verbindung
zum Antriebsstrang ist
unterbrochen. BusOff, z.
B. Kurzschluss, am Trieb
strangCAN.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Bremslicht Anhg.
Ausfall
Bremslicht
Zugm. Ausfall
Kurzschluss oder Ab
bruch bzw. Lampenfehler
bei Bremslicht des An
An
hängers oder des Zug
fahrzeuges.
Lampe der entsprechenden Bremsleuchte sofort
austauschen Ursache gegebenenfalls von einer
austauschen.
MANServiceWerkstatt feststellen und beheben
lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Bremsleuchten austauschen (. Seite 329).
Bremse
Anhänger
208
Bremssystem des An
hängers ausgefallen. An
hänger−EBS setzt Stö
rung (rote Anhänger−
Lampe) über CAN−
Bremse.
Unfallgefahr
Langsam und vorsichtig fahren. Das Bremsverhalten
des Fahrzeuges kann sich ändern. Die Räder kön
nen beim Bremsen blockieren. Defekte an der
Bremsanlage umgehend in einer MAN−Service−
Werkstatt beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Vorratsdruck K1
Vorratsdruck K2
Ursache
Vorratsdruckes im Kreis
1, 2, 3 bzw. 4 (Brems
kreis 1, 2, 3 bzw. 4, dy
dy
namischer Sicherungs
druck) ist unplausibel.
Hinweise
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Sevice−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
Vorratsdruck K3
Motor mit erhöhter Drehzahl laufen lassen, bis der
Luftdruck ca
ca. 6 bar übersteigt und die Fehlermel
Fehlermel
dungen erlöschen.
Vorratsdruck K4
Vorratsdruck K3
zu gering
Zu geringer Luftdruck im
Feststellbremskreis.
Unfallgefahr
Fahrzeug sofort sicher zum Stehen bringen bzw.
nicht anfahren. Ursache gegebenenfalls von einer
MAN−Sevice−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
lassen
Motor mit erhöhter Drehzahl laufen lassen, bis der
Luftdruck ca. 6 bar übersteigt und die Fehlermel
dungen erlöschen.
Retarderleistung
reduziert
Leistung des Retarders
ist reduziert.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
209
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Haltestellen
bremse AUS
Haltestellenbremse wurde
notgelöst.
Notlauf Brems
steuerung
Defekt in der Elektronik
des EBS. EBS nicht am
CAN.
Störung 24V
Versorgung
Steuergerät Bordnet
zwandler 1 / 2 nicht am
CAN.
Störung ACC
ACC (Adaptive Cruise
Control) nicht am CAN.
Störung Aufbau
steuerung
210
Ursache
Steuergerät für externen
Datenaustausch eines
kundenspezifischen Son
dermoduls ist ausgefal
len. KSM nicht am CAN.
Hinweise
Ursache feststellen und beheben lassen.
Unfallgefahr
Die Funktionen des EBS/ABS−Systems sind ausge
fallen. Das Bremsverhalten des Fahrzeuges kann
sich ändern. Die Räder können beim Bremsen blok
kieren. Defekte an der Bremsanlage umgehend in
einer MAN−Service−Werkstatt beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Störung Dauer
bremse
Störung Dauer
bremse
Störung Ener
giespeicher
Störung ESP*
Störung Fahr
zeugrechner
Ursache
CAN−Verbindung zum
Primärretarder unterbro
chen.
CAN−Verbindung zum
Sekundärretarder unter
brochen.CAN−Verbin
dung zum Primärretarder
unterbrochen.
Steuergerät für Ultracap
Management Unit nicht
am CAN.
Elektronisches Stabilitäts
programm ist ausgefallen
oder nur eingeschränkt
funktionsfähig. ESP nicht
am CAN.
Elektrische Verbindung
zum Antriebsstrang ist
unterbrochen. Bus−Off,
z. B. Kurzschluss, am
Triebstrang−CAN.
Hinweise
Fahrzeug mit Betriebsbremse verzögern. Retarder
bzw Intarder nicht benutzen
bzw.
benutzen. Ursache umgehend
von einer MAN−Service−Werkstatt feststellen und
beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Es erfolgt kein automatischer Bremseingriff bei Kur
venfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit und
Schleudern. Vorsichtig anfahren und fahren. Ursa
che umgehend von einer MAN−Service−Werkstatt
feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
211
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Lenk
hilfe
Lenkhilfepumpe nicht am
CAN.
Störung Elektrik
Störung Elektrik.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Unterversor
gung 24V
System
Die 24VBordnetzspan
nung hat eine Unter
spannung−Schwelle un
terschritten, die Klimaan
lage wird in einen Spar
modus versetzt.
Störung Luftfede Niveauregulierung ist
rung
ausgefallen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Bei abgesenktem Fahrzeug mit verminderter
Bremswirkung rechnen. Bei angehobenem Fahr
zeug besteht die Gefahr von Stoßdämpferbeschädi
gungen. Fahrzeug vorsichtig und langsam bewe
gen. Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges bei druckloser
Luftfederung (. Seite 303).
212
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Feuer
sensor
Störung Feuersensor
Störung Getrie
besteuerung
Steuergerät oder elektri
sche Verbindung defekt.
Möglicherweise kann
nicht mehr geschaltet
werden.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ausführen der Gangschaltung nicht möglich. Ursa
che umgehend von einer MAN−Service−Werkstatt
feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Klima
Störung Klima
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Hei
zung/Klima
Steuergerät oder elektri
sche Verbindung defekt.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
213
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Fehler Hochvolt
system
Ursache
Fehler Hochvolt
system
Isolationsfehler auf An
triebsseite / Speicher
seite.
Traktionsenergiespeicher
kann nicht vom Gleich
spannungszwischenkreis
getrennt werden.
Schütz kann nicht geöff
net werden.
Tankgeber
Ausfall
Überwachung des Krafts
toffvorrats ist ausgefallen.
Fehler Hochvolt
system
Tankgeber 2
Ausfall
Aufbau
prüfen
214
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
lassen
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Überwachung Tankgeber 1 bzw. 2 in ZBR auf
Kurzschluss oder Abbruch.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Steuergerät für externen
Datenaustausch eines
kundenspezifischen Son
dermoduls* ist ausgefal
len. KSM* nicht am
CAN.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Hybrid
kühlung
Kurzschluss/Unterbe
chung Lüfter.
Störung Hybrid
kühlung
Solldrehzahl des Lüfters
nicht rechtzeitig erreicht.
Störung Genera
tor
Überhitzung im sekundä
ren Kühlkreislauf.
Störung Motor
kühlung
Kühlmitteltemperatur
übersteigt 102 °C. Mit
oder ohne Retarderein
griff verschiedene Grenz
werte.
Kupplungsöl
stand zu gering
Der Füllstand im Vorrats
behälter ist zu gering.
Verschleiss Kup
plungsbelag
Der Kupplungsbelag ist
verschlissen.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
lassen
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung! Ur
sache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
Flüssigkeitsstand prüfen (. Seite 364).
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
215
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
GeneratorAusfall
Generator
Anzeige defekt
Störung Genera
tor
Ursache
Generator ist ausgefallen.
Leitung Kl. L ist auf
Masse geschaltet und
Motor läuft. Zeitverzöge
rung beim Setzen und
Rücksetzen des Diagno
seeintrags.
Ladekontrolle ist ausge
fallen. Bei Zündung Ein
schalten ohne Motorstart
liegt Leitung Kl. L nicht
auf Masse.
Sammelfehler Generator
1,2,3 oder 4.
Störung Lenkhilfe
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Die Kontrollleuchte befindet sich im Tachometer
(. Seite 172).
172)
Unfallgefahr
Lenkung umgehend von einer MANServiceWerk
statt überprüfen lassen.
Öldruck Lenkung Zu wenig Öl in der Lenk
zu gering
hydraulik, Umschaltventil
ausgefallen oder elektri
scher Kurzschluss.
Unfallgefahr
Zu niedriger Ölstand kann zu Funktionsstörungen
oder gänzlichem Ausfall der Lenkung führen. Len
kung umgehend von einer MANServiceWerkstatt
überprüfen lassen.
Ölstand der Lenkhydraulik prüfen (. Seite 367).
216
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Motor
steuerung
Fehler in der Elektronik
der Motorregelung. EDC
nicht am CAN.
Motorbremse
Ausfall
Fehler in der Elektronik
der Motorregelung. AGR
Ventilposition über− oder
unterschritten.
Ölstand Hinter
achslenkung
Ölstand der SBW RA zu
gering. Sensierung der
zur Nachlaufachssteue
rung zugehörigen Ölbe
hälter.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
SBW RA = Steer By Wire Rear Axle, Gelenkte
Nachlaufachse.
Störung Hinter
achslenkung
Lenkverhalten stark ein
geschränkt wegen Achs
zentrierung.
Bei Kurvenfahrt die Geschwindigkeit stark reduzie
ren.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
217
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Notham Nothammer wurde aus
mer
Halterung entfernt.
Schalter defekt
Abblendlicht
Schalter defekt
Fernlicht
Kurzschluss oder Ab
bruch von Schalter Ab
blendlicht Fernlicht
blendlicht,
Fernlicht,
Lichthupe, an ZBR.
Hinweise
Vollständigkeit der Nothämmer täglich kontrollieren.
− Durch fehlende Nothämmer ist ein schnelles
Verlassen des Fahrzeuges während eines Notfalls
nicht möglich. Nothämmer nur im Notfall benutzen.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Schalter defekt
Lichthupe
Schalter defekt
Standlicht EIN
Schalter defekt
Blinker li
Schalter defekt
Blinker re
218
Anzeige von fehlendem
Schalter und aktiver Ein
satzfunktion.
Kurzschluss oder Ab
bruch von Schalter Blin
ker links bzw. rechts
(S h lt Fahrtrichtungs
(Schalter
F h t i ht
anzeiger links bzw.
rechts) an ZBR.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Schalter defekt
Warnblinker
Warnblinkfunktion kann
nicht über Schalter aus
gelöst werden.
Störung Schalter
Sammelfehler CAN Bus
Schalterleisten.
Wartung Ener
giespeicher
Wartungssymmetrierung
der UltracapModule er
forderlich.
Störung
Geschw.Rege
lung
Störung Tempomat.
Störung Tür
Störung Türsteuerung.
Hinweise
Die Warnblinkanlage kann nicht mehr eingeschaltet
werden. Ursache umgehend von einer MANSer
viceWerkstatt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Störung Rampe
Störung Rollstuhlrampe.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Anlasser über
Überhitzung des Starters
hitzt
durch zu lange Betäti
NICHT STARTEN gung. Nach 30 Sekun
den erfolgt Fahrerwar
nung.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
219
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Fahrtschreiber
Prüfen
Ursache
Tachograph nicht in Ord
nung. System−Event
bzw. System−Perfor
mance bei digitalem
EU−Kontrollgerät mit
Kontrollleuchte.
Hinweise
Fahrerkarte einlegen (. Seite 164).
Fahrerkarte bzw. Dia
grammscheibe nicht ein
gelegt.
Kein Leergas
Vorratsdruck
Nicht schalten
Aufforderung vom auto
matischen Getriebe nach
Zündung EIN" den Fuß
vom Fahrpedal zu neh
men.
Kein Vorratsdruck an Ge
triebe.
Getriebe kann wegen zu hoher Drehzahl nicht
schalten.
Ausführen der Gangschaltung nicht möglich. Ursa
che umgehend von einer MAN−Service−Werkstatt
feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Kuppl.Überlast
Zu große Last beim An
ZURÜCKSCHAL fahren. Kleinerer Gang
TEN
sollte gewählt werden.
220
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 2
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Motordrehzahl
zu hoch
Motordrehzahl zu hoch.
Kühlmitteltemp.
zu hoch
Kühlmitteltemperatur
übersteigt 102 °C. Mit
oder ohne Retarderein
griff verschiedene Grenz
werte.
Motoröltemp.
zu hoch
Öltemperatur des Motors
ist zu hoch. Überwa
chung durch ZBR.
Hinweise
In höheren Gang schalten bzw. Geschwindigkeit
reduzieren! Ursache umgehend von einer MAN−
Service−Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung! Ur
sache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung!
Fahrzeug sicher zum Stehen bringen. Läuft der
Kühlerlüfter, Motor nicht sofort abstellen, sondern
1−2 min weiterlaufen lassen und Heizung auf volle
Leistung stellen. Motor abstellen und abkühlen las
sen. Ursache gegebenenfalls von einer MAN−Ser
vice−Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Ölstand des Motors prüfen (. Seite 369).
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
221
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Priorität 3 Informationen und Hinweise
4
3
1
2
121X.0400.S0029
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 3 ist die Betriebs
sicherheit gefährdet. Ursache der Störung umgehend beheben
bzw. durch eine MAN−Service−Werkstatt beheben lassen.
Ist das Fahrzeug verkehrssicher und fahrbereit, ist eine Weiterfahrt
ohne Fahrgäste bis zur nächsten MAN−Service−Werkstatt zuläs
sig.
Das System überprüft vor und während der Fahrt ständig wichtige
Fahrzeugfunktionen und −komponenten auf ihren Zustand.
Störungen und dringend vorzunehmende ServiceMaßnahmen wer
den optisch und akustisch signalisiert und nach vier Prioritäten be
wertet. Diese Meldungen erscheinen im Fahrerdisplay (. Seite 183).
Störungen der Priorität 3 werden wie folgt angezeigt:
S Die zentrale Warnleuchte .1. leuchtet gelb.
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .2., sofern vorhanden, leuchtet
gelb.
S Informationssymbol .3. im Fahrerdisplay.
S Der entsprechende Text erscheint im Fahrerdisplay .4..
S Der Warnsummer ertönt.
222
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Flammstart
Ausfall
Relais bzw. Magnet
ventil Flammstart
Kurzschluss/Abbruch
Ausgang ZBR.
Störung Getriebe
steuerung
Das Steuergerät, ein
Sensor oder eine
elektrische Verbindung
ist defekt.
Elektrische Klimaan
lage ist nicht funkti
onsfähig.
Hinweise
Ursache von einer MANServiceWerkstatt feststel
len und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Klima
Aufbau
prüfen
Warnung bzw. Infor
mation über KSM*
vom Aufbau.
Reifen Anhänger
Reifen−Elektroniksen
sor im Anhänger mel
det zu hohen bzw. zu
niedrigen Reifendruck.
Reifen Anhänger 2
Ursache von einer MANServiceWerkstatt feststel
len und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache von einer MANServiceWerkstatt feststel
len und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
223
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Reifendruck
Ursache
Elektrische Verbin
dung zu einem Rad
modul ausgefallen.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Reifendruck
prüfen
Druckverlust an min
destens einem Reifen.
Störung Reifen
überwachung
Es können keine Da
ten von den Reifen
ausgewertet werden.
Langsam und vorsichtig fahren. Reifendruck prü
fen. Gegebenfalls Rad wechseln oder umgehend
von einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen las
sen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
224
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Reifen defekt
Ursache
Druckverlust an min
destens einem Reifen.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Reifendruck
zu hoch
Erstzulassung
Service fällig
Wartung fällig
Überdruck im Reifen,
Reifenspezifikationen
werden vermutlich
nicht eingehalten.
Erstzulassungsdatum
wurde noch nicht in
das Wartungssystem
eingegeben.
Service ist fällig. Mit
teilung vom FFR, in
dem Menüpunkt Ser
vice zu sehen.
Wartungsarbeiten sind
fällig. Mitteilung vom
FFR, in dem Menü
punkt Wartung zu se
hen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Ohne Eingabe des Erstzulassungsdatums kann die
Berechnung der Wartungsempfehlung nicht erfol
gen.
Erstzulassungsdatum über Menü eingeben
(. Seite 188).
Service bzw. Wartung von einer MAN−Service−
Werkstatt durchführen lassen.
Wartung von einer MAN−Service−Werkstatt durch
führen lassen.
225
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Geschw.
Regelung
Störung Tempomat.
PMKAT
regenerieren
Regeneration des Par
tikelKatalysators.
Telefon*
prüfen
Kein Empfang des Te
lefons.
ABS
Anhänger
Leitung von Anhän
gerABS auf GND:
Störung Anhänger
ABS bzw. Drehzahl
sensortest Anhänger
ABS, Fahrgeschwin
digkeit größer
12 km/h.
Stromversorgung An
hängerABS ist nicht
zwischen 100 mA und
2 A.
ABS Anhänger
Ausfall
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Karte, Empfang, Akku des Telefons überprüfen.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
AntiBlockierSystem (ABS) (. Seite 264).
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
AntiBlockierSystem (ABS) (. Seite 264).
226
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
ASR
Ausfall
Ursache
Verbindung zum Mo
torsteuergerät gestört.
Hinweise
Unfallgefahr
Die Funktionen des ASRSystems sind ausgefallen.
Fahrzeug mit großer Vorsicht bewegen. Die Fahrsta
bilität ist herabgesetzt, es kann seitlich ausbrechen.
Störungen im ASRSystem umgehend in einer
MANServiceWerkstatt beheben lassen.
Blinkt die Kontrollleuchte, so ist die ASRReduzie
rung eingeschaltet (. Seite 147).
Störung Elektrik
Ein Steuergerät, ein
Sensor oder eine
elektrische Verbindung
ist defekt.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung ESP
ESP* (Elektronisches
Stabilitätsprogramm)
ist ausgefallen oder
nur eingeschränkt
funktionsfähig.
Es erfolgt kein automatischer Bremseingriff bei Kur
venfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit und
Schleudern. Vorsichtig anfahren und fahren. Ursa
che umgehend von einer MANServiceWerkstatt
feststellen und beheben lassen.
227
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Batterie
Unterspannung
Unterspannung der
Batterie nach zu lan
ger Standzeit, nach
Motorstart bzw. nach
Kl. 15 EIN.
Abbiegelicht li
Ausfall
Kurzschluss oder Ab
riss bzw. Lampenaus
fall Abbiegelicht links.
Abbiegelicht re
Ausfall
Kurzschluss oder Ab
riss bzw. Lampenaus
fall Abbiegelicht
rechts.
Abblendlicht li
Ausfall
Kurzschluss oder Ab
riss bzw. Lampenaus
fall Abblendlicht links
bzw. rechts.
Abblendlicht re
Ausfall
228
Ursache
Hinweise
Motor mit erhöhter Drehzahl laufen lassen, bis die
Fehlermeldung erlischt.
Unterspannungsschutzschalter (. Seite 136).
Flüssigkeitsstand der Batterien prüfen
(. Seite 376).
Lampen der Scheinwerfereinheiten austauschen
(. Seite 325).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Lampen der Scheinwerfereinheiten austauschen
(. Seite 325).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Lampen der Scheinwerfereinheiten austauschen
(. Seite ).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Fehler
Seitenmark. li
Fehler
Seitenmark. re
Fehler
Seitenmarkierung
Fernlicht li
Ausfall
Fernlicht re
Ausfall
NebelSW li
Ausfall
NebelSW re
Ausfall
Schalter defekt
Nebel−SW
Nebelschl.
Ausfall
Ursache
Ausfall mindestens ei
Seitenmarkie
ner Seitenmarkie
rungsleuchte bzw.
Kurzschluss oder Ab
Ab
bruch.
Fernlicht links bzw.
rechts Kurzschluss
oder Abbruch bzw.
bzw
Lampenausfall.
Nebelscheinwerfer
links bzw. rechts Kurz
schluss oder Abbruch
bzw. Lampenausfall.
Einschaltfreigabe für
Schalter. Nebelschein
werfer defekt. Unter
bindet auch Freigabe
für Taster Nebel
schlussleuchte.
Nebelschlussleuchte
Kurzschluss oder Ab
bruch bzw. Lampe
nausfall.
Hinweise
Lampen der Seitenmarkierungsleuchten austau
schen (. Seite 330).
Sicherungen kontrollieren (.
( Seite 338)
338).
Lampen
p der Scheinwerfereinheiten austauschen
( Seite
(.
S i 325).
32 )
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Lampen der Nebelscheinwerfer austauschen
(. Seite 325).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Lampe der Nebelschlussleuchte austauschen
(. Seite 329).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
229
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Standlicht
Ausfall
Standlicht links bzw.
rechts Kurzschluss
oder Abbruch bzw.
Lampenausfall.
Nebelschl. Anhg.
Ausfall
Nebelschlussleuchte
Anhänger Kurzschluss
oder Abbruch bzw.
Lampenausfall.
Die linke/rechte
Leuchtweitenregulie
rung ist ausgefallen
Scheinw. Höhe li
Ausfall Autom.
Scheinw. Höhe re
Ausfall Autom.
Tagfahrlicht li Aus
fall
Tagfahrlicht re
Ausfall
Blinker Anhg. li
Ausfall
Blinker Anhg. re
Ausfall
230
Tagfahrlicht links bzw.
rechts Kurzschluss
oder Abbruch bzw.
bzw
Lampenausfall.
Ausfall der Blinker
lampe Anhänger links
bzw. rechts, Lampen
Lampen
last Blinker Anhänger
links bzw. rechts au
ßerhalb der Toleranz.
Hinweise
Lampen der Standlichter austauschen
(. Seite 325).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Lampe der Nebelschlussleuchte austauschen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt beheben lassen.
lassen
Lampen der Tagfahrleuchten austauschen
(. Seite 326).
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Lampen der Blinkerleuchten vom Anhänger links
austauschen
austauschen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Bremsentemp.
Anhänger
Störung Brems
steuerung
Ursache
BremsenElektronik im
Anhänger meldet zu
hohe Bremsentempe
ratur.
Ein Steuergerät, ein
Sensor oder eine
elektrische Verbindung
ist defekt.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Dauer
bremse
Retarder ist ausgefal
len.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338),
EasyStart/HAS
eingeschränkt
EasyStart bzw. Halte
stellenbremse kann
nicht vollständig aus
geführt werden.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
231
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Bremsbelag
Anhg. prüfen
Verschleiß
Bremsbeläge
Störung Abgasrei
nigung
Störung Aufbau
steuerung
232
Ursache
BremsenElektronik im
Anhänger. Endver
schleiß mindestens ei
nes Bremsbelags.
Endverschleißpunkt
bei mindestens einem
der Bremsbeläge er
reicht.
Es ist eine Störung in
einem System aufge
treten, das die Abgas
qualität überwacht
oder beeinflusst.
Steuergerät für exter
nen Datenaustausch
eines kundenspezifi
schen Sondermoduls*
ist ausgefallen. KSM*
nicht am CAN.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Störung Reifen
überwachung
Ursache
TPM* (Reifendruck
kontrollsystem) ausge
fallen. Es können
keine Daten von den
Reifen ausgewertet
werden.
Störung Spurhal
teassistent
Lane Guard System
nicht am CAN.
Störung Telema
tik
TBM (Tlelematik Bord
modul) nicht am CAN.
Abschaltung
Energiespeicher
DEMode wurde ange
fordert.
Symmetrierung
erforderlich
Unsymmetrie der Ul
tracapModule, War
tungsymmetrierung er
forderlich.
Elektronisches
Stabilitätsprogramm ist
ausgefallen oder nur
eingeschränkt funkti
onsfähig. ESP nicht
am CAN.
Störung ESP
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Reifendruck prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Es erfolgt kein automatischer Bremseingriff bei Kur
venfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit und
Schleudern. Vorsichtig anfahren und fahren. Ursa
che umgehend von einer MAN−Service−Werkstatt
feststellen und beheben lassen.
233
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Fahrniveau
nicht erreicht
Getriebetemp.
zu hoch
Getriebetemp.
zu hoch
Ursache
Normalniveau wurde
nicht erreicht bzw.
kann von ECAS
(ECAS/CDC) nicht ein
gestellt werden.
Temperatur im Getrie
beölsumpf (Vorwar
nung).
Temperatur im Getrie
beölsumpf viel zu
hoch.
Hinweise
Elektronische Niveauregulierung (ECAS)
(. Seite 264).
Gefahr von Getriebeschäden durch Überhitzung!
Fahrzeug sicher zum Stehen bringen. Motor nicht
sofort abstellen, sondern 1−2 min. weiterlaufen
lassen und Heizung auf volle Leistung stellen. Mo
tor abstellen und Getriebe abkühlen lassen. Ursa
che gegebenenfalls von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Getriebeölstand prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Maximale Temperaturwerte siehe Getriebeherstel
lerBetriebsanleitung.
Ölstand Getriebe
zu gering
Ölstand Getriebe
zu hoch
234
Getriebeölstand zu
niedrig bzw zu hoch.
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Getriebeölstand prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Störung Motorküh
lung
Motorkühlung ist aus
gefallen.
Kühlmittelstand zu
gering
Füllstand Kühlmittel in
Vorratsbehälter unter
MIN bzw. Leitungsab
bruch / Kurzschluss.
Kupplung.Über
last
ZURÜCKSCHAL
TEN
Zu große Last beim
Anfahren. Kleinerer
Gang sollte gewählt
werden.
Kupplung!
Kupplungsschlupf zu
hoch, Motormoment
ist reduziert.
Hinweise
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung! Ur
sache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung! Ur
sache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Kühlmittelstand prüfen (. Seite 364).
235
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Verschleiss Kup
plungsbelag
Der Kupplungsbelag
ist verschlissen.
Ladespannung
zu gering
Bei laufendem Motor
ist die Ladespannung
dauerhaft zu gering.
Ladespannung
zu hoch
Bei Nenndrehzahl des
Motors ist die Lade
spannung zu hoch.
Störung Lenkhilfe
Störung Lenkung.
Hinweise
Ursache umgehend von einer MANServiceWerk
statt feststellen und beheben lassen.
Nicht benötigte Verbraucher ausschalten. Ursache
umgehend von einer MAN−Service−Werkstatt be
heben lassen.
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Unfallgefahr
Lenkung umgehend von einer MANServiceWerk
statt überprüfen lassen.
Ölstand Lenkung
Fehler
Öldruck Lenkung
zu gering
236
Füllstand zu gering
bzw. el. Kurzschluss
oder Abbriss Schalter
in Vorratsbehälter für
Lenkhydraulik (Ver
bundene Behälter für
Kreis 1 und 2).
Zu wenig Öl in der
Lenkhydraulik, Um
schaltventil ausgefal
len, elektrischer Kurz
schluss.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
Ölstand Lenkhydraulik prüfen (. Seite 367).
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 3
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Luftfilter
wechseln
Ladedrucksensor
defekt
Ursache
Luftfilter ist zugesetzt.
Unterdruck hat Grenz
wert überschritten.
Ladedruck des Motors
kann nicht mehr ge
messen werden.
Störung Motor
steuerung
Fehler in der Elektro
nik der Motorrege
lung. EDC nicht am
CAN.
Motorölstand
Ölstand kann nicht
gemessen werden
oder der Ölstand liegt
g
d tli h außerhalb
deutlich
ß h lb der
d
zulässigen Max.− und
Min.−Werte.
Hinweise
Luftfilterzustand prüfen (. Seite 381).
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Ursache umgehend von einer MAN−Service−Werk
statt feststellen und beheben lassen.
Sicherungen kontrollieren (. Seite 338).
Störung Ölstands
überwachung
SW−Reinigung
Ausfall
Pumpe SWR: Lei
tungsfehler, Kurz
schluss, Abbruch
INFO! Fehler
Fett Z−Schmier.
Zu wenig Fett im Vor
ratsbehälter. Zentral
schmierung bzw. Ka
belabriss oder Kurz
schluss
Ursache umgehend von einer MAN−Service−
Werkstatt feststellen und beheben lassen.
lassen
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
237
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 4
Priorität 4 Informationen und Hinweise
2
Meldungen der Priorität 4 sind Hinweise auf Betriebszustände des
Fahrzeuges. Die Betriebs− und Verkehrssicherheit ist nicht einge
schränkt.
3
1
Die Meldungen werden entweder als WerkstattMeldung mit dem
Schraubenschlüsselsymbol .1. oder als Informations−Meldung mit
dem Informationssymbol .4. angezeigt.
5
Das System überprüft vor und während der Fahrt ständig wichtige
Fahrzeugfunktionen und −komponenten auf ihren Zustand.
121X.0400.S0029
Meldungen der Priorität 4 werden wie folgt angezeigt:
S Ein entsprechendes Symbol .2. erscheint im Fahrerdisplay.
S Der entsprechende Text .3. erscheint im Fahrerdisplay.
2
3
4
5
121X.0400.S0029
238
Störungen und dringend vorzunehmende ServiceMaßnahmen wer
den optisch und akustisch signalisiert und nach vier Prioritäten be
wertet. Diese Meldungen erscheinen im Fahrerdisplay (. Seite 183).
und/oder
S Eine entsprechende Kontrollleuchte .5., sofern vorhanden, leuchtet
rot bzw. gelb.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 4
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
ENDE Lichttest
Lichttest
Lichttest
ABBRUCH
Lichttest
neu durchführen
Symmetrierung ak
tiv
Ursache
Hinweise
Beleuchtungslernlauf
ist aktiv.
Beleuchtungstest durchführen (. Seite 161).
Lichttest neu durch
führen.
Beleuchtungstest durchführen (. Seite 161).
SpeicherWartungs
Symmetrierung wird
durchgeführt.
SpeicherWartungs
Symmetrierung wird Symmetrierung wird
vorbereitet.
vorbereitet
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Motor STARTEN
Hinweis auf Startbe
reitschaft.
Motor Starten (. Seite 161).
Vorglühen
Hinweis auf Vorglüh
zeit.
Motor Starten (. Seite 161).
Neu Vorglühen
Hinweis auf abgelau
fene Startbereitschaft.
Vorglühen muss wie
derholt werden.
Motor Starten (. Seite 161).
239
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 4
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Ursache
Retardertemp.
zu hoch
Öltemperatur des Re
tarders bzw. Intarders
zu hoch.
NEUTRAL
SCHALTEN
Getriebe wurde beim
Abstellen des Motors
nicht auf neutral ge
schaltet.
Die Kupplung wurde
beim Schalten nicht
getrennt.
Kupplung
betätigen
Hinweise
Fahrzeug mit Betriebsbremse zum Stehen bringen
bzw. nicht anfahren. Retarder bzw. Intarder aus
schalten. Mit erhöhter Motordrehzahl Retarder bzw.
Intarder abkühlen lassen. Sonst besteht Gefahr von
Getriebe− und Retarderschäden. Gegebenenfalls
Ursache von MAN−Service−Werkstatt feststellen
und beheben lassen.
Fahrzeug abstellen, Parken (. Seite 280).
Ursache von einer MANServiceWerkstatt feststel
len und beheben lassen.
Kupplungspedal vollständig durchtreten.
Fahrgastwunsch
240
Fahrgastwunschtaster
wurde betätigt.
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 4
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Pannenruf
abgebrochen
Pannenruf
aktiv
Pannenruf
eingegangen
Pannenruf
freigegeben
Pannenruf
kein Netz
Retarderleistung
reduziert
Ursache
Pannenruf wurde nach
Freigabemeldung kein
2. Mal betätigt.
Pannenruf wurde ab
gesetzt.
Pannenruf ist von
Zentrale automatisch
bestätigt.
Hinweis: Pannenruf
wird mit nächster Ta
stenbetätigung ausge
löst.
Verbindung zum Mo
bilfunk−Netz fehlt.
Überhitzungsschutz
begrenzt das Retar
derbremsmoment.
Hinweise
Fahrzeug mit Betriebsbremse verzögern. Retarder
bzw. Intarder nicht benutzen. Mit erhöhter Motor
drehzahl Retarder bzw. Intarder abkühlen lassen,
sonst besteht Gefahr von Getriebe− und Retarder
schäden. Bei häufigerem Auftreten Ursache von
MAN−Service−Werkstatt feststellen und beheben
lassen.
241
Fahrerarbeitsplatz MAN
Fehlermeldungen Priorität 4
Kontroll
leuchten
Fahrerdisplay
Code ungültig
Sperre aktiv
Zentralschmierung
242
Ursache
Schlüsselcode der
Wegfahrsperre* ist un
bekannt.
Zwischenschmierung
automatisch/manuell.
Hinweise
Gültigen Schlüssel verwenden.
Ursache von einer MAN−Service−Werkstatt fest
stellen und beheben lassen.
Fahren
Vor Fahrtantritt
Motor starten
Fahren
Fahren mit Anhänger*
Schalten
Fahrsysteme
Kombihebel
Bremsen
Abstellen, Parken
Fahrzeug betanken
Fahren im Winter
243
Fahren
Vor Fahrtantritt
Einfahrhinweise
Richtiges Einfahren ist für die Lebensdauer, Betriebssicher
heit und Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs von entscheiden
der Bedeutung.
Während der ersten Betriebsstunden weist der Motor eine
höhere innere Reibung auf als später, wenn sich die Teile
aufeinander eingelaufen haben. Die Qualität dieses Einlauf
vorganges hängt im Wesentlichen von der Fahrweise wäh
rend der ersten ca. 2000 km ab.
Der Motor sollte in seiner Einlaufzeit nicht voll beansprucht
werden, längere Fahrtstrecken mit gleichbleibender Dreh
zahl und Geschwindigkeit sollten ebenfalls vermieden wer
den.
Wechselnde Motordrehzahlen und Geschwindigkeiten erge
ben ein gut eingefahrenes Fahrzeug.
Einfahrempfehlungen für Motoren:
Schonend einfahren. Maximal 3/4 der
Bis 2000 km
Höchstgeschwindigkeit eines jeden Gan
ges bzw. der zulässigen Motordrehzahl
ausfahren. Bei Schaltgetriebe auf Anhän
gerbetrieb verzichten. Bei Automatikge
triebe nicht mit Kickdown" fahren.
Ab 2000 km
Langsam auf volle Geschwindigkeit bzw.
maximal zulässige Motordrehzahl stei
gern.
244
Nach dem Austausch von Aggregaten bzw. deren Grund
überholung ist ebenso zu verfahren.
Unbedingt die Hinweise in den Aggregatehersteller
Betriebsanleitungen beachten!
Auch neue Reifen müssen eingefahren" werden, bis sie
ihre volle Haftfähigkeit erreicht haben. Während der ersten
100 km sollte dies durch eine entsprechend vorsichtige
Fahrweise berücksichtigt werden.
Mit neuer Bereifung sollte vorsichtig gefahren werden,
denn auf nasser Fahrbahn, bei Bremsungen und in Kur
ven ist durch die Schutzbeschichtung der Reifen eine opti
male Sicherheit noch nicht gegeben.
Radmuttern bei Neufahrzeugen unbedingt nach ca. 50 km
nachziehen (. Seite 424).
Neue Bremsbeläge haben zu Beginn noch nicht die opti
male Reibkraft und müssen sich daher während der ersten
200 km einschleifen". Dies ebenfalls durch entsprechend
vorsichtige Fahrweise berücksichtigen.
Scharfes Bremsen und Vollbremsungen vermeiden. Neue
Bremsbeläge verzögern den Bremsvorgang!
Fahren
Vor Fahrtantritt
Vorbereitungen vor jeder Fahrt
Die Betriebssicherheit des Fahrzeuges ist Vorausset
zung für die Fahrsicherheit. Deshalb muss vor Antritt
jeder Fahrt eine Kontrolle durchgeführt werden.
Folgende Punkte müssen jeden Tag vor Beginn der Fahrt
kontrolliert werden:
Sicherheitseinrichtungen (. Seite 102)
S Sind alle Türen entriegelt?
S Funktionieren die Nothähne ordnungsgemäß?
S Funktionieren die Reversieranlagen der Türen ord
nungsgemäß?
S Sind die Brandmelder* funktionstüchtig?
S Sind alle Notgeräte wie Warnweste, Warndreieck, Ver
bandskästen usw. vollständig und zugänglich?
S Sind alle Nothämmer an den dafür vorgesehenen Plät
zen?
S Sind alle Feuerlöscher vorhanden und in einwand
freiem Zustand?
S Sind das Bordwerkzeug und der Wagenheber betriebs
bereit und zugänglich?
S Sind die Sicherheitsgurte in ordnungsgemäßem Zu
stand und funktionieren?
S Sind die Haltestangen, Halteschlaufen, Haltegriffe und
Abschrankungenordnungsgemäß befestigt und ohne
Beschädigungen?
Vor Anlassen des Motors
S Sind bei einem Rundgang um das Fahrzeug frische
Ölflecke zu sehen? Das ist ein Hinweis auf Undichtig
keit einzelner Systeme.
S Ist die Fahrzeugaußenbeleuchtung intakt?
S Funktionieren Signaleinrichtungen wie Warnblinkanlage,
Horn und Lichthupe ordnungsgemäß?
S Sind Scheinwerfer, Leuchtengläser, Spiegel und Fen
sterscheiben sauber?
S Sind die Reifenlaufflächen und −flanken, auch die des
Reserverades, unbeschädigt?
S Ist der Flüssigkeitsstand der Scheibenwaschanlage
ausreichend? (. Seite 378).
S Ist der Kühlmittelstand korrekt? (. Seite 364).
S Stimmt der Ölstand der Lenkhydraulik? (. Seite 367).
S Wurde der Ölstand des Motors geprüft? (. Seite 369).
S Sind der Zustand und die Spannung der Keilriemen
korrekt? (. Seite 374).
S Sind alle Service, Motorraum und alle Kofferraumklap pen geschlossen und verriegelt?
S Sind alle Spiegel auf die Bedürfnisse des Fahrers ein
gestellt? Der Abstand der Außenspiegel zur Karosserie
darf nicht mehr als 200 mm betragen.
245
Fahren
Vor Fahrtantritt
S
S
S
S
S
246
Ist der Fahrersitz körpergerecht eingestellt?
Sind Fahrzeugpapiere wie Fahrzeugschein, Fahrzeug
datenkarte usw. vorhanden?
Bei analogem Tachograph:
Ist die TachographDiagrammscheibe beschriftet und
eingelegt?
Bei digitalem Tachograph:
Ist die Fahrerkarte ordnungsgemäß eingelegt?
Bei einem Rundgang durch den Fahrgastraum Beschä
digungen beheben und lose Gegenstände entfernen.
Nach Anlassen des Motors
S Erlöschen nach dem Starten alle Kontrollleuchten im
Kontrollblock?
S Ist der MotorÖldruck korrekt? Das Symbol Öldruck zu
gering" oder Öldruck zu hoch" darf nicht im Fahrer
display erscheinen.
S Sind die Bremsdrücke ausreichend? Das Symbol Vor
ratsdruck" im Fahrerdisplay muss erlöschen. Der Vor
ratsdruck in der Druckluftanlage muss mindestens ca.
6 bar betragen.
S Ist das Lenkungsspiel nicht zu groß? Nach einer Lenk
raddrehung von maximal 30 mm, gemessen am
Lenkradumfang, müssen sich die Vorderräder bewe
gen.
S Sind die EDC−Kontrollleuchte und die Fehlerwarn lampe MIL nach dem Starten erloschen?
S Sind alle Störungen und Fehlermeldungen der Priorität
1 und 2 erloschen?
S Funktioniert der Tachograph ordnungsgemäß?
S Ist der Kraftstoffvorrat ausreichend?
Erst wenn alle Punkte kontrolliert sind, ist auch die Be
triebssicherheit des Fahrzeuges gewährleistet.
Fahren
Besonderheiten Hybrid
Besonderheiten Hybrid
Kaltstart bei Außentemperaturen unter −10°C
Unfallgefahr
Das Hybridfahrzeug hat im Hinblick auf ein koventio
nell angetriebenes Fahrzeug beim Fahrzeugstart fol
gende Besonderheiten.
Nur mit funktionierender Lenkunterstützung losfahren.
Eine eingeschränkte Lenkunterstützung stellt ein erhebli
ches Risiko im Straßenverkehr dar.
Modus Abgasuntersuchung
Nach erfolgtem Motorstart ohne eingelegte Fahrstufe kann
die Drehzahl vom Verbrennungsmotor mit dem Gaspedal
angehoben werden. In diesem Zustand ist die Start−
Stopp−Automatik nicht in Funktion. Dieser Zustand wird
für eine Abgasuntersuchung (AU) benötigt. Nach eingeleg
ter Fahrstufe ist das Verhalten wieder entsprechend den
im Kapitel Betriebszustände (. Seite 7) beschriebenen.
Wird das Fahrzeug im laufenden Betrieb über das Zünd
schloss neu gestartet sind auch die AU Bedingungen er
füllt bis wiederum eine Fahrstufe eingelegt und das
Fahrzeug bewegt wird.
Bei Außentemperaturen unter −10°C kann aufgrund
der hohen Anfangsviskostät des Lenköls die Lenkunter
stützung in den ersten Sekunden nach dem Motorstart
abschalten. Die Lenkunterstützung wird in diesem Fall
nur durch einen Neustart des Motors aktiviert.
Motor neu starten
" Motor starten (. Seite 250).
" Betriebsbremse betätigen.
" Getriebevorwahlschalter in D schalten, ca. 2−3 Minuten
warten.
" Lenkung im Stand betätigen.
" Lenkunterstützung auf Funktion prüfen (Lenkrad muss
sich leicht bewegen lassen), ansonsten Vorgang wie
derholen.
247
Fahren
Besonderheiten Hybrid
Funktionsprüfung bei betriebsbereitem Fahrzeug
Nach dem Einschalten der Zündung führt die Elektronik
des Fahrzeuges zunächst eine Funktionsprüfung durch.
Dabei werden für ca. 2 Sekunden alle Kontrollleuchten
und Anzeigeinstrumente angesteuert.
248
Wegfahrsperre*
S Das Fahrzeug ist mit einem speziellen Zündschlüssel
system ausgerüstet. Der Motor kann nur mit einem der
fahrzeugeigenen Zündschlüssel gestartet werden.
S Die Aktivierung der Wegfahrsperre erfolgt automatisch
beim Ausschalten der Zündung.
S Es können bis zu acht Zündschlüssel für das Fahrzeug
von einer MAN−Service−Werkstatt codiert werden.
S Zündschlüssel sorgfältig aufbewahren und möglichen
Verlust vermeiden!
S Die Nachbestellung eines Schlüssels, Ersatzschlüssel
wegen Verlustes oder weiterer Schlüssel wegen Be
darfs, ist nur über eine MAN−Service−Werkstatt mög
lich. Das Fahrzeug muss bei Lieferung mit dem
Schlüssel in die Werkstatt gebracht werden.
S Ist ein Schlüssel verloren gegangen, so muss die Be
rechtigung dieses Schlüssels zurückgesetzt werden.
Dann müssen das Fahrzeug sowie alle noch vorhande
nen Schlüssel in die MAN−Service−Werkstatt gebracht
werden.
S Eine Kontrollleuchte für eine aktivierte bzw. deaktivierte
Wegfahrsperre ist aus Sicherheitsgründen nicht ver
baut. Ebenso wird der Wechsel von aktivierter zu deak
tivierter Wegfahrsperre nicht durch Kontrollleuchten
angezeigt.
Fahren
Motor starten
Starten des Motors
0
Unfallgefahr
1
2
Bei eingeschalteter Zündung und gestartetem Motor gelten die Glei
chen Vorsichtsmaßnahmen wie bei einem konventionell angetriebe
nen Fahrzeug. Beim Hybridfahrzeug wird der Dieselmotor abhängig
vom Ladezustand des Energiespeichers ein − oder ausgeschaltet.
Daher das Fahrzeug bei gestartetem Motor nicht verlassen.
Vorbereitungen
0A2X.0500.S0001
Vor dem Starten des Motors unbedingt die Betriebssicherheit des
Fahrzeuges sicherstellen (. Seite 245).
Bevor der Motor gestartet wird, müssen folgende Vorbereitungen
getroffen werden:
" Feststellbremse anziehen.
" Getriebe in Neutralstellung bzw. auf N" schalten.
" Zündschlüssel in Stellung = einstecken.
" Zündschlüssel in Stellung ! drehen, um Lenkrad zu entriegeln.
Lenkrad beim Entriegeln eventuell etwas bewegen.
Es werden alle Verbraucher des Aufbaus aktiviert, Fahrerdisplay und
Kontrollleuchten sind noch aus.
" Zündschlüssel in Fahrstellung drehen.
Die Zündung ist eingeschaltet. Alle Verbraucher des Fahrgestelles
sind aktiviert, Fahrerdisplay und Kontrollleuchten sind an.
249
Fahren
Motor starten
Starten
0
Verletzungsgefahr
1
2
Bei laufendem Motor mit geöffneter Motorraumklappe besteht hohe
Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile. Nicht in den Bereich
sich drehender und bewegender Teile fassen. Enganliegende Ar
beitskleidung und Schutzausrüstung (Haarnetz) tragen.
Unfallgefahr
0A2X.0500.S0001
Wenn sich die notwendigen Betriebsdrücke nicht aufbauen, ist das
Fahrzeug nicht fahrbereit. Motor abstellen, Ursache feststellen und
beheben lassen.
" Zündschlüssel kurz gegen den Widerstand drehen.
" Der Motor wird nach einigen Sekunden vom EnergieManage
mentHybrid gestartet.
Oder
" Schalter Zündung* drücken (. Seite 149).
" Schalter START/STOP* kurz drücken (. Seite 149).
" Der Motor wird nach einigen Sekunden vom EnergieManage
mentHybrid gestartet.
Betriebsdrücke aufrufen (. Seite 188).
250
Fahren
Motor starten
Direkt nach dem Starten Symbole und Kontrollleuchten
im Fahrerdisplay beobachten. Motor nicht hochdrehen.
Wird das Symbol für Öldruck zu gering" oder Öl
druck zu hoch" eingeblendet, Motor sofort abstellen.
Ursache feststellen und beheben lassen.
Wenn nach dem Starten des Motors die rote zentrale
Warnleuchte nicht erlischt und nicht alle Störungsmel
dungen der Priorität 1 erlöschen, nicht anfahren. Ursa
che feststellen und beheben.
Verhalten bei nicht betriebsbereitem Fahrzeug
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 2 ist
die Betriebssicherheit gefährdet. Nicht anfahren. Ursa
che der Störung umgehend beheben bzw. durch eine
MAN−Service−Werkstatt beheben lassen.
Ist das Fahrzeug verkehrssicher und fahrbereit, ist eine
Weiterfahrt ohne Fahrgäste bis zur nächsten MAN−
Service−Werkstatt zulässig.
Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1 und 2
(. Seite 198).
Unfallgefahr
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1 sind
die Betriebs− und Verkehrssicherheit gefährdet. Nicht
anfahren. Motor abstellen, Ursache feststellen und be
heben lassen.
Häufig sind der Öl− und Bremsdruck nach einer längeren
Standzeit zu gering. Diese müssen sich zuerst aufbauen.
Zusätzlich können auch Symbole und Kontrollleuchten im
Fahrerdisplay erscheinen, die anzeigen, dass das Fahr
zeug noch nicht betriebsbereit ist.
Bei Störungen und Fehlermeldungen der Priorität 1 und 2
nicht anfahren. Erst wenn alle Symbole erloschen sind,
kann mit dem Fahrzeug angefahren werden.
Bei folgenden Anzeichen muss der Motor sofort abge
stellt werden:
S
S
S
S
S
Abnormal sinkender oder stark schwankender Öl
druck.
Schwankende Drehzahl bei konstanter Stellung des
Fahrpedals.
Abnormal steigende Kühlmittel− und Öltemperatur.
Plötzlich auftretende außergewöhnliche Geräusche
am Motor oder Turbolader.
Stark rußendes Abgas.
Anzeige der Betriebsbereitschaft
Sind alle Störungen und Fehlermeldungen und die zen
trale rote Warnleuchte im Fahrerdisplay erloschen, ist das
Fahrzeug betriebsbereit.
251
Fahren
Motor starten
Starten und Abstellen des Motors im Motorraum
Verletzungsgefahr
1
Bei laufendem Motor mit geöffneter Motorraumklappe besteht hohe
Verletzungsgefahr durch sich bewegende Teile. Nicht in den Bereich
sich drehender und bewegender Teile fassen. Körperteile können
abgetrennt werden. Enganliegende Arbeitskleidung und Schutzaus
rüstung (Haarnetz) tragen.
Der Anlasssperrschalter .1. ist Bestandteil der Serienausstattung. Der
Kippschalter* .2. Motor Start/Stop" ist als Sonderausstattung rechts
im Motorraum angebracht. Bild ist beispielhaft.
0A2X.0500.S0002
2
45XX.0500.S0023
252
Motor starten
" Feststellbremse anziehen (. Seite 280).
" Getriebe in Neutralstellung bzw. auf N" schalten.
" Zündschlüssel in Fahrstellung drehen (. Seite 249).
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Anlasssperrschalter .1. in Pfeilrichtung drücken.
" Kippschalter Motor Start/Stop" .2. so lange in Richtung Start"
drücken, bis Motor anspringt.
Oder
" Anlasssperrschalter .1. in Pfeilrichtung drücken.
" Durch zweite Person über Zündschloss Motor starten, bis er an
springt.
Oder
" Schalter START/STOP* so lange drücken, bis der Motor an
springt (. MAN Seite 148).
Fahren
Motor starten
Motor abstellen
" Kippschalter Motor Start/Stop" .2. so lange in Richtung Stop"
drücken, bis der Motor völlig stillsteht.
Oder
" Durch zweite Person über Zündschloss Motor abstellen.
2
Oder
" Schalter START/STOP* so lange drücken, bis der Motor völlig
stillsteht (. MAN Seite 148).
" Anlasssperrschalter in Ausgangsstellung bringen..
" Motorraumklappe schließen.
45XX.0500.S0023
253
Fahren
Fahren
Fahren
Unfallgefahr
Feststellbremse erst lösen bzw. Fahrzeug erst bewegen,
wenn der Vorratsdruck von ca. 6 bar erreicht ist. So
lange der Vorratsdruck von ca. 6 bar nicht erreicht ist,
wird im Fahrerdisplay das Symbol Vorratsdruck zu
gering" angezeigt und die zentrale Warnleuchte blinkt
rot. Motor abstellen, Ursache feststellen und beheben
lassen.
Bewegungsfreiheit der Pedale sicherstellen. Keine Ge
genstände im Fahrerfußraum ablegen. Lose Gegen
stände verstauen oder befestigen. Gegenstände könn
ten sonst die Pedale blockieren.
Motor nicht im Stand warm laufen lassen, sondern in den
unteren Gängen bei mittleren Drehzahlen zügig warmfah
ren. Nach Erreichen einer Betriebstemperatur von ca.
80°C kann der Motor voll belastet werden.
Anfahren
" Getriebevorwahlschalter in Fahrstellung schalten.
" Betriebsbremse betätigen.
" Feststellbremse lösen.
" Fahrpedal betätigen und anfahren.
Funktionsprüfung der Betriebsbremse
Nach dem Anfahren eine Probebremsung auf trockener,
griffiger Fahrbahn durchführen. Wird gleichmäßiges Brem
sen der Räder und eine genügende Verzögerung erreicht,
sind die Bremsen in Ordnung. Diese einfache und ge
fühlsmäßige Kontrolle genügt im praktischen Fahrbetrieb.
Wirtschaftliches Fahren
Der Kraftstoffverbrauch kann durch vorausschauendes
Fahren, rechtzeitiges Bremsen und durch Beachten einiger
Regeln positiv beeinflusst werden.
Zügiges Beschleunigen vermeiden, da ab 30 km/h der
Dieselmotor anspringt und die Bremsenergie aus dem
Ultracapsspeicher beim Anfahren nicht optimal genutzt
wird.
Dies entlastet auch die Umwelt (. Seite 48).
Fehlerwarnlampe MIL
Der Motor und
werden ständig
überprüft. Liegt
nung die gelbe
die abgasbeeinflussenden Komponenten
auf emissionsrelevante Fehlfunktionen
eine Fehlfunktion vor, leuchtet zur War
Fehlerwarnlampe MIL (. MAN Seite 172).
Beim Abschalten des Dieselmotors durch das Hybrid−
EnergieManagementSystem leuchtet die MIL dauer
haft.
254
Fahren
Fahren
Umwelthinweis
Leuchtet die Fehlerwarnlampe MIL während des Betrie
bes, liegt eine emissionsrelevante Fehlfunktion des Mo
tors oder der Abgasanlage vor. Der Motor könnte mehr
Schadstoffe als gesetzlich erlaubt ausstoßen. Die Um
welt würde damit unnötig belastet werden. Motor umge
hend in einer betreuenden MAN−Service−Werkstatt
überprüfen lassen.
Motor erst nach Erreichen der Betriebstemperatur voll
belasten. Motorenteile verschleißen bei kaltem Motor
schneller.
Motorhöchstdrehzahl nicht überschreiten. Motorschäden
wären die Folge.
Überschreitet die Kühlmitteltemperatur 95 °C, erscheint
im Fahrerdisplay ein entsprechendes Symbol. Die zen
trale Warnleuchte blinkt rot und der Warnsummer er
tönt. Fahrt sofort unterbrechen. Motor aber nicht sofort
abstellen, sondern 1−2 min weiterlaufen lassen und
Heizung auf volle Leistung stellen. So kann der Motor
wieder abkühlen. Ursache feststellen und beheben.
Bei folgenden Anzeichen muss der Motor sofort abge
stellt werden:
S Abnormal sinkender oder stark schwankender Öl
druck.
S Sinkende Leistung und Drehzahl bei konstanter
Stellung des Fahrpedals.
S Abnormal steigende Kühlmittel− und Öltemperatur.
S Plötzlich auftretende außergewöhnliche Geräusche
am Motor oder Turbolader.
S Stark rußendes Abgas.
Sonst besteht Gefahr von Motorschäden.
Siehe auch MotorenherstellerBetriebsanleitungen.
255
Fahren
Fahren
Rückwärtsfahren
Unfallgefahr
Besondere Sorgfaltspflicht gilt beim Rückwärtsfahren.
Deshalb beim Manövrieren auf die unmittelbare Umge
bung achten. Sonst sind Personen und Gegenstände
gefährdet.
Vollständige Sicht auf den rückwärtigen Bereich ist aus
konstruktiven Gründen nicht möglich. Personen können
sich im nicht einsehbaren Bereich aufhalten und gefähr
det werden.
" Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.
" Rückwärtsgang einlegen.
" Ca. 5 Sekunden warten, damit sich die Nachlaufachs
sperre bei 3−Achs−Fahrzeugen aktivieren kann. Bei
Fahrzeugen mit EHLA wird die Nachlaufachse nicht
gesperrt.
" Fahrpedal betätigen und gleichzeitig Bremse lösen.
Als Sonderausstattung ist ein akustischer Rückfahrwar
ner* eingebaut. Bei eingelegtem Rückwärtsgang ertönt
ein nach außen gut hörbarer Warnton.
256
Fahren
Fahren mit Anhänger*
Fahren mit Anhänger
Verletzungs− und Unfallgefahr
Während des Betriebes von Zugfahrzeugen mit Anhän
gern bestehen besondere Unfallgefahren. Deshalb erfor
dert der Betrieb die besondere Aufmerksamkeit des
Fahrers. Sicherheitshinweise beim Kuppeln von Anhän
ger beachten (. Seite 34).
Feststellbremse des Zugfahrzeuges vor dem Ankuppeln
einlegen. Sonst könnte sich das Zugfahrzeug während
des Ankuppelungsvorganges in Bewegung setzen und
Personen− und Sachschäden verursachen.
Beim Ankuppeln des Anhängers mit größter Vorsicht
vorgehen. Sicherstellen, dass sich beim Ankuppeln
keine Personen zwischen Fahrzeug und Anhänger auf
halten.
Erhöhte Vorsicht beim Abkuppeln von Anhängern mit
Auflaufbremsen. Der AuflaufbremsenMechanismus kann
unter Spannung stehen und Personen− oder Sach
schäden verursachen.
Unbedingt auf die korrekte und vorschriftsmäßige An
bringung des Anhängers achten. Sich lösende Anhän
ger stellen eine große Gefahr für Leib und Leben ande
rer Menschen dar.
Zugfahrzeuge mit einer Gesamtlänge über 12 m dürfen
nur mit einer Ausnahmegenehmigung mit Anhängern
betrieben werden. Länderspezifische Vorschriften be
achten.
Rückwärts fahren
Unfallgefahr
Besondere Sorgfaltspflicht gilt beim Rückwärtsfahren.
Beim Manövrieren auf die unmittelbare Umgebung ach
ten. Sonst sind Personen und Gegenstände gefährdet.
Vollständige Sicht auf den rückwärtigen Bereich ist aus
konstruktiven Gründen nicht möglich. Personen können
sich im nicht einsehbaren Bereich aufhalten und gefähr
det werden. Deshalb ist Rückwärtsfahren mit Anhänger
nur mit einer einweisenden zweiten Person gestattet.
Als Sonderausstattung ist ein akustischer Rückfahrwar
ner* eingebaut. Bei eingelegtem Rückwärtsgang ertönt
ein nach außen gut hörbarer Warnton.
Zulässige Anhänge− und Stützlasten (. Seite 422)
und Vorschriften des Gesetzgebers zum Betrieb von
Anhängern beachten.
257
Fahren
Fahren mit Anhänger*
Konventioneller Anhängerbetrieb
Hinter den Abdeckungen des hinteren Stoßfängers befinden sich die
Anhängevorrichtung .1. und die Anhängersteckdose .2.. Bild ist bei
spielhaft.
Anhängevorrichtung vorbereiten
" Schutzkappe des Kugelkopfes abnehmen.
" Abdeckung der Anhängersteckdose öffnen.
2
Montage und Bedienung des Wechselverbinders bzw. der Ku
gelkopfkupplung siehe KupplungsherstellerBetriebsanleitung.
1
0A2X.0500.P0005
4
3
Die 13−polige Anhängersteckdose versorgt den Anhänger mit der
Betriebsspannung von 24 V. Je nach Sonderausstattung können
auch 7− bzw. 15−polige Anhängersteckdosen angebracht sein.
Zulässige Anhänge− und Stützlasten (. Seite 422).
Um Kratzer zu vermeiden, Abdeckungen an geeigneter Stelle auf
bewahren.
Personenanhängerbetrieb
Am Fahrzeugheck befinden sich die Anhängevorrichtung .3. und die
Stecker .4. für die Versorgungsleitungen eines Personenanhängers.
Montage und Bedienung der Anhängevorrichtung und Versor
gungsleitungen siehe PersonenanhängerBetriebsanleitung.
0A2X.0500.S0004
258
Fahren
Schalten MAN
Fahrbereichsvorwahlschalter
Die Fahrbereiche werden über den Fahrbereichsvorwahlschalter .1.
angewählt.
Rückwärtsgang nur bei stehendem Fahrzeug einlegen. Das Ge
triebe könnte sonst Schaden nehmen.
1
Fahrzeug nur mit eingelegtem Rückwärtsgang zurückbewegen.
Bei längerem Stillstand Neutralstellung betätigen.
0A2X.0500.P0004
Wahlstellung
Fahrbetrieb
Funktion
Automatischer Fahrbetrieb.
Neutral
Es ist kein Fahrbereich eingelegt.
Rückwärtsgang
Rückwärtsfahrbetrieb.
259
Fahren
Schalten MAN
Anfahren
Unfallgefahr
Fahrzeug kann beim Anfahren rückwärts wegrollen. Besonders
beim Anfahren am Berg beim Lösen der Feststellbremse gleichzei
tig Fahrpedal betätigen. Personen können stürzen und eingeklemmt
werden. Körperteile können gequetscht werden.
1
0A2X.0500.P0012
260
Niemals Fahrbereichsvorwahlschalter und Fahrpedal gleichzeitig
betätigen.
" Betriebsbremse betätigen.
" Fahrbereichsvorwahlschalter .1. von N auf D drehen.
" Fahrpedal betätigen und gleichzeitig Bremse lösen.
Fahren
Schalten MAN
Fahren
Unfallgefahr
Geschwindigkeit und Fahrverhalten den jeweiligen Verkehrs− und
Straßenverhältnissen anpassen.
Fahren bei normalen Bedingungen
" Fahrbereichsvorwahlschalter .1. von N auf D drehen.
1
0A2X.0500.P0012
Kick−down
Wird im Fahrbetrieb kurzfristig mehr Leistung benötigt, z. B. beim
Beschleunigen oder an Steigungen, kann die Kick−down−Funktion
aufgerufen werden.
" Fahrpedal vollständig durchtreten (Boosten) (. Seite 11).
261
Fahren
Schalten MAN
Bremsen und Anhalten
Unfallgefahr
Das angehaltene Fahrzeug kann bei eingelegtem Gang und akti
vierter Haltestellenbremse trotzdem anrollen. Bei längerem Halt,
z.B. bei Stau, Fahrbereichsvorwahlschalter auf N drehen.
" Fahrzeug mit Betriebsbremse bis zum Stillstand abbremsen.
" Fahrzeug mit der Betriebsbremse halten.
1
Bei einem kurzen Halt, z. B. an einer Ampel, kann der gewählte
Fahrbereich eingeschaltet bleiben.
0A2X.0500.P0012
Fahrzeug abstellen
" Betriebsbremse betätigen und Fahrbereichsvorwahlschalter .1. in
Stellung N drehen.
" Feststellbremse einlegen.
" Zündschlüssel zurückdrehen und abziehen.
" Gegebenenfalls Unterlegkeile anlegen.
Fahrzeug abstellen, Parken (. auch Seite 280).
262
Fahren
Schalten MAN
Rückwärtsgang einlegen
"
"
"
"
1
Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen, kein Gas geben.
Betriebsbremse betätigen bzw. Feststellbremse einlegen.
Fahrbereichsvorwahlschalter .1. in Stellung R drehen.
Fahrpedal betätigen und gleichzeitig Bremse lösen.
Als Sonderausstattung ist ein akustischer Rückfahrwarner* einge
baut. Bei eingelegtem Rückwärtsgang ertönt ein nach außen gut
hörbarer Warnton.
0A2X.0500.P0012
263
Fahren
Fahrsysteme
Elektronische Niveauregulierung (ECAS)
Verletzungsgefahr
Beim Rad wechseln Zündung des Fahrzeuges aus
schalten. Die ECAS−Anlage würde sonst beim Anhe
ben des Fahrzeuges versuchen, das Höhenniveau zu
regulieren (. Seite 306).
ECAS − Electronically Controlled Air Suspension, ist eine
elektronisch geregelte Luftfederungsanlage, die eine Viel
zahl von Funktionen umfasst.
ECAS erhöht den Fahrkomfort durch kleinere Federraten
und niedrige Eigenfrequenz. Eine konstante Fahrzeughöhe
wird unabhängig vom Fahrzeuggewicht gehalten. Dabei
erfassen Wegsensoren an den Achsen kontinuierlich das
Niveau des Fahrzeuges. Die Elektronik regelt, abhängig
von der gefahrenen Geschwindigkeit, auf das Sollniveau
nach.
Als Sonderausstattung sind die Heben− und Senkenfunk
tionen für das Fahrzeug im ECAS integriert. Dabei kann
das Fahrzeug um ca. 60 mm angehoben und gesenkt
werden.
Elektronisch geregeltes Bremssystem (EBS)
EBS erhöht die Verkehrssicherheit durch Anhaltewegver
kürzung und eine verbesserte Fahrzeugstabilität beim
Bremsen. Umfassende Überwachungsfunktionen sowie die
Anzeige des Bremsbelagverschleißes bieten eine effektive
Wartungslogistik.
Das elektronisch geregelte Bremssystem verbindet eine
Vielzahl von Funktionen wie:
S Antiblockiersystem (ABS)
S Antriebsschlupfregelung (ASR)
S Haltestellenbremse
S Anfahrhilfe* (Easy Start)
S Schleppmomentenregelung (SMR)
S Bremsbelagverschleißregelung
S Dauerbremsintegration
S Elektropneumatische Bremsanlage (EPB)
S Bremsassistent* (BAS)
S Elektronisches Stabilitätsprogramm* (ESP)
Störungen und Fehlermeldungen EBS (. Seite 210).
Störungen und Fehlermeldungen (. Seite 212).
Fahrzeug heben und senken* (. Seite 152).
Manövrierfähigkeit bei druckloser Luftfederung
(. Seite 303).
264
Fahren
Fahrsysteme
Antiblockiersystem (ABS)
Unfallgefahr
Zu geringer Sicherheitsabstand, nicht angepasste Ge
schwindigkeit und überhöhte Kurvengeschwindigkeit
können durch ABS nicht ausgeglichen werden. Deshalb
Geschwindigkeit und Fahrverhalten den jeweiligen Ver
kehrs− und Straßenverhältnissen anpassen.
ABS kann den Anhalteweg nicht verkürzen, jedoch die
Fahr− und Richtungsstabilität bei Bremsmanövern deut
lich erhöhen. Auf Splitt, Schnee und glatter Fahrbahn
kann sich der Anhalteweg unter Umständen verlängern.
Bei ausgefallenem ABS bleibt die Bremswirkung zwar
erhalten, aber das Bremsverhalten ändert sich. Störun
gen der Bremsanlage umgehend in einer MAN−Ser
vice−Werkstatt beseitigen lassen.
ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen
unabhängig von der Beschaffenheit des Straßenbelages.
Dadurch bleibt das Fahrzeug während der ABS−Regelung
lenkbar und richtungsstabil.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) verhindert ein Durch
drehen der Antriebsräder beim Anfahren und Beschleuni
gen. Somit wird die Fahrzeugstabilität gewährleistet. Die
durchdrehenden Räder werden gebremst und das An
triebsmoment des Motors reduziert. Der Schlupf an den
Rädern wird auf zulässige Werte reduziert. Der Reifena
brieb wird durch ASR vermindert.
Die Antriebsschlupfregelung ASR wird nur bei ausreichen
dem Vorratsdruck in den Bremskreisen aktiviert.
Bei einem Defekt der ASR erscheint im Fahrerdisplay
eine entsprechende Fehlermeldung (. Seite 147).
Unfallgefahr
Fahrzeug mit defekter ASR mit größter Vorsicht bewe
gen. Die Fahrstabilität des Fahrzeuges ist reduziert, es
kann seitlich ausbrechen. Fahrzeug umgehend von
einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen.
265
Fahren
Fahrsysteme
Durch das Einschalten der Schlupfschwellenerhöhung
(. Seite 147) lässt die ASR einen erhöhten Schlupf bis
10 km/h zu. Dies führt unter bestimmten Umständen (z. B.
Schneekettenbetrieb, lockerer Untergrund) zu einer verbes
serten Traktion des Fahrzeugs. Anschließend die Schlupf
schwellenerhöhung wieder ausschalten.
Die Schlupfschwellenerhöhung schaltet sich nach erfolg
reich beendetem Anfahrvorgang zusammen mit dem
ASR−Regler ab.
Schlupfschwellenerhöhung einschalten (. Seite 147).
Haltestellenbremse
Die Haltestellenbremse wird bei Geschwindigkeiten
< 2 km/h beispielsweise durch Betätigen der Funktion
Türen öffnen" eingelegt. Je nach Fahrzeugkonfiguration
können weitere Parameter (Schalter, Kneeling, usw.) die
HSB auslösen.
S Öffnen einer Schwingtüre,
S Schalterbetätigung,
S Kneeling,
S weitere Parameter.
Deaktivierung
Die Haltestellenbremse wird gelöst, wenn die Türen ge
schlossen werden, bzw. die jeweilige für das Fahrzeug
konfigurierte Bedingung zurückgenommen wurde, und das
Gaspedal betätigt wird.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 133).
266
Fahren
Fahrsysteme
Schleppmomentenregelung (SMR)
Schleppmomente im Antriebsstrang treten durch Schaltvor
gänge und Gaswechsel auf. Die dabei entstehenden
Bremsmomente können zum Blockieren der Antriebsräder
führen.
Die Schleppmomentenregelung erhöht in diesem Fall das
Motormoment und baut so die Bremsmomente ab. Liegen
an den Antriebsrädern wieder normale Werte vor, wird die
Schleppmomentenregelung beendet.
Elektropneumatische Bremsanlage (EPB)
Bremsbelagverschleißregelung
Bei Teilbremsungen wird in Abhängigkeit der Verschleiß
zustände der Bremsbeläge die Bremsdruckverteilung auf
die einzelnen Radbremsen geregelt. Dabei wird der Druck
auf höher verschlissene Radbremsen geringfügig zurück
genommen, der Druck auf weniger verschlissene Rad
bremsen dafür um die entsprechende Kraft erhöht. Die
angeforderte Gesamtbremskraft wird nicht verändert.
Ab einem Bremsbelagverschleiß > 80 % wird eine Mel
dung im Fahrerdisplay angezeigt (. Seite 232).
Bei Kabelbruch der Verschleißkontrolle leuchtet die gelbe
Achtung−Warnleuchte und EBS−Kontrollleuchte.
267
Fahren
Fahrsysteme
Verzögerungsregelung und Bremskraftverteilung
Die Verzögerungsregelung passt den Bremsdruck an den
Verzögerungswunsch an. Bei gleicher Betriebsbremspedal
betätigung wird das Fahrzeug unabhängig vom Bela
dungszustand immer gleich stark abgebremst.
Verschlechtert sich die Verzögerung des Fahrzeuges, z. B.
Fading bei Bergabfahrt, schaltet sich die Verzögerungsre gelung ab einem vorgegebenen Maximum ab. Dadurch
kann der Fahrer die Verschlechterung subjektiv spüren.
Außerdem ermöglicht die Verzögerungsregelung ein
schnellstmögliches Lösen der Bremsen. Daraus resultiert
ein Pkw−ähnliches Gefühl.
Die Bremskraftverteilung auf Vorder− und Hinterachsen
wird so geregelt, dass optimale Bremsdrücke an den Ach
sen erreicht werden.
268
Bremsassistent* (BAS)
Unfallgefahr
Zu geringer Sicherheitsabstand, nicht angepasste Ge
schwindigkeit und überhöhte Kurvengeschwindigkeit
können durch BAS nicht ausgeglichen werden. Deshalb
Geschwindigkeit und Fahrverhalten den jeweiligen Ver
kehrs− und Straßenverhältnissen anpassen.
Der Bremsassistent ist in das EBS integriert. Die Elektronik
des Bremsassistenten erkennt automatisch Notbremssitua
tionen, wenn das Betriebsbremspedal besonders rasch
betätigt wird, bzw. die Geschwindigkeit ganz plötzlich re
duziert wird. Im Falle einer Notbremsung baut das System
den maximalen Bremsdruck auf und verkürzt dadurch den
Anhalteweg des Fahrzeuges.
Das ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Brem
sen.
Fahren
Fahrsysteme
Elektronisches Stabilitätsprogramm* (ESP)
Unfallgefahr
ESP kann die physikalisch vorgegebenen Grenzen nicht
außer Kraft setzen. Fahrgeschwindigkeit, richtiges Ver
halten bei Ausweichmanövern und angepasste Kurven
geschwindigkeit bleiben in der Verantwortung des Fah
rers. Deshalb Geschwindigkeit und Fahrverhalten den
jeweiligen Verkehrs− und Straßenverhältnissen anpas
sen.
ESP ist ein aktives Sicherheitssystem im Fahrzeug zur
Steigerung der Fahrsicherheit und der Fahrstabilität.
Es trägt spürbar zur Reduzierung der Schleudergefahr bei
Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bei. Dazu werden
in fahrdynamisch kritischen Situationen die Bremskräfte an
jedem einzelnen Rad gezielt geregelt, z. B. wenn das
Fahrzeug in Kurvenfahrten im Grenzbereich bewegt wird.
Gleichzeitig wird die Motorleistung zurückgenommen.
Das mögliche Ausbrechen des Fahrzeuges wird so durch
das fein dosierte Abbremsen verhindert.
Sollte das Fahrzeug in langgezogenen Kurven oder bei
schnellen Spurwechseln einen kritischen Fahrzustand errei
chen, so wird die Geschwindigkeit automatisch so weit
und so lange verringert, bis die Fahrstabilität wieder er
reicht ist.
Bei aktiviertem ESP leuchtet zur Kontrolle eine entspre
chende Kontrollleuchte.
Reifendruckkontrollsystem (TPM)
Das Reifendruckkontrollsystem TPM (Tire Pressure Monito
ring) bemerkt einen auftretenden, schleichenden Druckver
lust in den Reifen und zeigt dies im Fahrerdisplay an.
Das Reifendruckkontrollsystem wird nur in Verbindung mit
der SupersingleBereifung verbaut.
Hierzu befindet sich an den Reifenventilen ein Elektronik
bauteil, der Drucksensor. Über diesen Drucksensor wird
der Reifenluftdruck erfasst. Per Funk werden die Daten an
ein Steuermodul übertragen. Dieses wertet die Daten aus
und sendet die Informationen über CAN an das Fahrerdis
play. Dort können die Daten dann abgerufen werden.
Die Energieversorgung des Drucksensors erfolgt über eine
eingebaute Lithiumbatterie. Aufgrund der mechanischen
Beanspruchung und aus Dichtigkeitsgründen ist die Batte
rie fest im Drucksensor vergossen und kann nicht ausge
tauscht werden. Die Batterielebensdauer hängt von
verschiedenen Faktoren ab. Unter normalen Betriebsbedin
gungen wird eine Batterielebensdauer von 5 Jahren er
reicht.
Bei Druckverlust in den Reifen erscheint eine entspre
chende Fehlermeldung im Fahrerdisplay
(. Seite 224).
269
Fahren
Fahrsysteme
Twin Electric Platform System (TEPS)
TEPS − das Twin Electric Platform System ist eine Elek
trik−Struktur, die zukünftig in allen Fahrzeugen von MAN
und NEOPLAN zum Einsatz kommen wird. Diese baut auf
der bewährten TGA Plattform aus dem LKW−Bereich auf
und wird durch modulare Systeme aus dem Reise−,
Überland− oder Stadtbus ergänzt.
Die Vorteile von TEPS liegen vor allem in der umfassen
den Reduzierung von Leitungen, Steckverbindungen und
Kontakten durch eine optimierte Kabelverlegung. Zudem
kommt bei allen Steckverbindungen im Nassbereich die
Seal−Technik zu 100 % zum Einsatz. Durch die fest defi
nierte Schnittstelle zwischen Fahrgestell und Aufbau kön
nen verschiedene Instrumentierungen verwendet werden
und die Elektrik−Struktur ist in allen Fahrzeugtypen gleich.
Mögliche Fehlerquellen werden dadurch auf ein Minimum
reduziert.
Die Fahrzeuge verfügen mit Einsatz von TEPS über ein
positives Bordnetz, d. h. bei Motorleerlauf steht eine posi
tive Energiebilanz bei maximaler elektrischer Last zur Ver
fügung. Dadurch wird die Verfügbarkeit der Fahrzeuge
erhöht. Realisiert wurde dies durch den Einsatz neuer Ge
neratoren mit höherer Leistungsabgabe im Leerlauf.
270
Durch den Parallelbetrieb der Generatoren bzw. Bordnet
zwandler kann der Fahrbetrieb bei Ausfall eines Genera
tors bzw. eines Bordnetzwandlers aufrechterhalten bleiben,
zugleich erfolgt eine Reduzierung der Bordnetzbelastung,
beispielsweise durch die Abschaltung der Klimaanlage.
Durch die neue Auslegung der Energieversorgung redu
ziert sich die Anzahl der Entlade− und Ladezyklen der
Batterie. Somit ergibt sich eine erhebliche Steigerung der
Batterielebensdauer . Der Batterietrennschalter verfügt über
einen integrierten Unterspannungs− und Polaritätsschutz
und eine automatische Zeitabschaltung nach 72 Stunden.
All diese Maßnahmen dienen der Startfähigkeit und der
Batterieschonung. Durch die Summe dieser Maßnahmen
werden die Betriebskosten reduziert.
Fahrzeuge mit TEPS sind voll diagnosefähig (MAN cats II)
und EOL−programmierbar (End of Line).
Die Vorteile von TEPS für den Fahrzeugbetreiber sind:
S Einfache Fehlerdiagnose
S Erhöhung der Betriebssicherheit
S Geringerer Schulungsaufwand für das Werkstattperso nal
S Erhöhung der BatterieLebensdauer
S Erhöhung der Verfügbarkeit der Fahrzeuge
S Reduzierung der Reparaturkosten
Fahren
Kombihebel MAN
Kombihebel bedienen
2
Der Kombihebel ist links neben dem Lenkrad angebracht. Über ihn
lassen sich das Fernlicht, die Lichthupe, die Blinker, das Horn und
die Scheibenwischer betätigen.
Alle Funktionen des Kombihebels, mit Ausnahme der Lichthupe, set
zen das Einschalten der Zündung voraus.
1
2
0R12.0603.S0001
Fernlicht einschalten
" Fahrlicht einschalten (. Seite 142).
" Kombihebel in Richtung .1. über den Widerstand hochziehen, bis
Hebel einrastet.
Die blaue FernlichtKontrollleuchte leuchtet. Zum Ausschalten Kombi
hebel nochmals hochziehen und loslassen.
Lichthupe betätigen
" Kombihebel kurz in Richtung .1. bis zum Widerstand hochziehen
und wieder loslassen.
Blinken
" Kombihebel in Richtung .2. bis über den Widerstand drücken oder
ziehen.
Die grüne FahrtrichtungsKontrollleuchte blinkt.
Zum Spurwechseln Hebel nur bis zum Widerstand drücken oder
ziehen und wieder loslassen.
271
Fahren
Kombihebel MAN
Hupe betätigen
" Knopf .3. kurz drücken.
3
Umschalten von Hupe auf Signalhorn*
" Zündung einschalten.
" Schalter Hupe/Signalhorn* (. Seite 150) betätigen − Kontroll
leuchte im Schalter leuchtet.
" Knopf .3. kurz drücken − Signalhorn ertönt anstelle der Hupe.
4
0R12.0603.S0001
Scheibenwischer einschalten
" Hülse .4. je nach Regenintensität auf die gewünschte Stufe stel
len.
Scheibenwischer Aus
J IntervallWischen, ca. alle 10 Sekunden
I Langsames Wischen
II Schnelles Wischen
Beschädigte Wischerblätter erneuern (. Seite 379).
272
Fahren
Kombihebel MAN
IntervallWischen einstellen
Das IntervallWischen ist zwischen 2,5 − 60 Sekunden stufenlos ein
stellbar.
" Hülse .4. auf Stellung J drehen.
" Hülse wieder auf Aus" drehen und so lange in dieser Stellung
belassen, wie die IntervallZeit gewünscht wird.
" Hülse nochmals auf Stellung J drehen.
Die Zeitspanne, in der die Hülse in Stellung Aus" stand, ist die neu
eingestellte IntervallZeit.
5
0R12.0603.S0001
Die eingestellte IntervallZeit geht nach Einschalten der Stufen I
oder II wieder verloren und muss deshalb bei Bedarf neu einge
stellt werden.
Frontscheibe reinigen
" Hülse .5. kurz in Richtung Lenksäule drücken.
Scheibenwischer wischt einmalig mit Scheibenwaschwasser.
Oder
" Hülse .5. in Richtung Lenksäule gedrückt halten.
Scheibenwischer wischt während des Drückens mit Scheibenwa
schwasser. Nach dem Loslassen wischt er noch dreimal nach.
273
Fahren
Bremsen
Betriebsbremse
Die Betriebsbremse des Fahrzeuges ist ABS−geregelt. Greift das
ABS in einen Bremsvorgang ein, ist dies am Betriebsbremspedal
spürbar.
Betriebsbremse bei einer Vollbremsung voll durchtreten, um die
maximale Bremswirkung zu erreichen. Das ABS verhindert ein
Blockieren der Räder.
4516.0708.P0001
274
Nach sehr hoher Beanspruchung der Bremsen Fahrzeug nicht so
fort abstellen, sondern noch kurze Zeit weiterfahren. So können
sich die Bremsen durch den Fahrtwind abkühlen.
Die Bremswirkung kann nach längerer Regenfahrt verzögert einset
zen. Deshalb sollte die Betriebsbremse in regelmäßigen Abständen
leicht betätigt werden.
Fahren
Bremsen
Bremsfunktionen am Bremspedal
Unfallgefahr
Die Fahrweise immer dem Verkehrsgeschehen anpassen. Sicherheit
geht vor Kraftstoffeinsparung! Brems− und Beschleunigungsvor
gänge immer den Gegebenheiten entsprechend ausführen.
1
2
Rekuperation von Bremsenergie
Die Fahrmotoren arbeiten beim Bremsvorgang als Generatoren und
wandeln die Bremsenergie in elektrische Energie um, die vom Ener
giespeicher aufgenommen wird. Kann der Energiespeicher bei länger
andauerndem Bremsen, z. B. auf Gefällestrecken, keine Energie
mehr aufnehmen, erfolgt die elektrische Verzögerung durch den
Bremswiderstand (verschleißfreies Bremsen).
Während der Fahrt wird die zurückgewonnene Bremsenergie wieder
dem Energiespeicher entnommen (Boosten) (. Seite 11).
Darstellung der Bremsfunktionen am Bremspedal.
1.
Ausschließlich elektrisches Bremsen, bei gleichzeitiger Rück
gewinnung von elektrischer Energie.
2.
Zusätzliche Nutzung der mechanischen Bremse.
275
Fahren
Bremsen
Elekrtisches Bremsen mit Bedienhebel
−
Unfallgefahr
In Notsituationen immer Betriebsbremse betätigen.
Mit dem Handhebel an der Lenksäule werden 3 Bremsstufen für das
elektrische (Rekuperation) Bremsen aktiviert.
1
+
2216.0708.S0001
Elektrische Bremsleistung einschalten bzw. erhöhen
" Hebel so oft in Richtung + tippen,
oder
" Hebel in Richtung + drücken und halten, bis die gewünschte
Bremsleistung erreicht ist.
Mit jedem Tippen in Richtung + oder − wird die Bremsleistung um
eine Bremsstufe erhöht bzw. verringert.
276
Fahren
Bremsen
−
1
Maximale Bremsleistung anfordern
Es kann von der Bremsstufe 0 direkt die maximale Bremsleistung
angefordert werden.
" Taste .1. einmal drücken,
oder
" Hebel bis zum Anschlag in Richtung + drücken.
Das Fahrzeug wird mit der maximalen Bremsleistung verzögert.
Nochmaliges Drücken deaktiviert die maximale Bremsleistung wieder.
+
2216.0708.S0001
Bei Geschwindigkeiten unter 5 km/h ist die Funktion elektrisches
Bremsen über den Bedienhebel abgeschaltet.
Rekuperation (Rückgewinnung von Bremsenergie) (. Seite 12).
Bremsleistung ausschalten bzw. verringern
" Hebel so oft in Richtung − tippen bis die Bremsstufe 0 erreicht
ist.
Oder
" Taste .1. einmal drücken.
Oder
" Fahrpedal betätigen.
277
Fahren
Bremsen
Haltestellenbremse (HSB)
Unfall− und Verletzungsgefahr
Die HSB arbeitet mit einem geringeren Druck als die
Feststellbremse. An Haltestellen mit einer Steigung oder
einem Gefälle > 10 % zusätzlich die Feststellbremse
einlegen. Das Fahrzeug kann sonst wegrollen.
HSB nicht als Feststellbremse benutzen. Das Fahrzeug
kann durch die HSB nicht dauerhaft festgestellt werden.
Fahrzeug bei eingelegter HSB nicht verlassen. Vor dem
Verlassen immer Feststellbremse einlegen. Das Fahr
zeug kann sonst wegrollen.
Nach dem Lösen der HSB ist auch deren Funktion als
Rückrollsperre aufgehoben. Neuaktivieren ist dann nur
durch Wiederholen der angeführten Handlungsschritte
möglich.
Die HSB hat gegenüber der Feststellbremse einen gerin
geren Druckbedarf. An Haltestellen auf ebener Fahrbahn
daher möglichst die HSB benutzen.
Nach Lösen der HSB ist bis zum ersten Gasgeben die
Rückrollsperre aktiv. Sie verhindert das Zurückrollen des
Fahrzeuges beim Anfahren.
278
HSB automatisch einlegen / lösen
" Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.
" Türen öffnen.
Die HSB ist aktiviert und das Fahrzeug wird gehalten. Zur
Kontrolle leuchtet die KontrollleuchteHaltestellenbremse
(. Seite 180).
" Türen schließen.
Die HSB ist deaktiviert. Bis zum ersten Gasgeben wird
das Fahrzeug von der Rückrollsperre am Zurückrollen ge
hindert.
" Gang einlegen und Fahrpedal betätigen.
Die Rückrollsperre wird deaktiviert und das Fahrzeug fährt
an. Die Kontrollleuchte Haltestellenbremse erlischt.
Die Haltestellenbremse bzw. Anfahrsperre wird in Ab
hängigkeit von verschiedenen Betriebszuständen auto
matisch eingelegt und gelöst (. Seite 137).
Fahren
Bremsen
HSB manuell einlegen / lösen
HSB einlegen
" Haltestellenbremshebel .1. aus der Arretierung heben, bis zum
Anschlag heranziehen und einrasten lassen.
Die HSB ist aktiviert und das Fahrzeug wird gehalten. Zur Kontrolle
leuchtet die Kontrollleuchte Haltestellenbremse (. Seite 180).
1
0A2X.0709.P0002
HSB lösen
" Haltestellenbremshebel .1. aus der Arretierung heben, bis zum
Anschlag in Fahrtrichtung schwenken und einrasten lassen.
Die HSB ist deaktiviert. Bis zum ersten Gasgeben wird das Fahrzeug
von der Rückrollsperre am Zurückrollen gehindert.
" Gang einlegen und Fahrpedal betätigen.
Die Rückrollsperre wird deaktiviert und das Fahrzeug fährt an. Die
Kontrollleuchte Haltestellenbremse erlischt.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 133).
279
Fahren
Abstellen, Parken
Feststellbremse einlegen, Parken
2
1
Verletzungsgefahr
An Steigungen und Gefällen muss das Fahrzeug zusätzlich gesi
chert werden. Unterlegkeile gegen Wegrollen an die Räder legen.
Lenkung zur Bordsteinkante einschlagen.
Personen können stürzen, eingeklemmt und Körperteile einge
quetscht werden. Fahrzeug nicht bei laufendem Motor und einge
legtem Gang verlassen. Fahrzeug kann wegrollen.
Brandgefahr
4516.0709.P0001
Beim Betrieb des Fahrzeuges enstehen hohe Abgastemperaturen
und die Abgasanlage wird heiß. Brennbare Materialien können sich
entzünden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien (z. B. auf
Grasflächen oder anderen bewachsenen Flächen)abstellen oder
parken, wenn das Fahrzeug in Betrieb war und die Abgasanlage
heiß ist.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien (z. B. auf
Grasflächen oder anderen bewachsenen Flächen) betreiben,
auch nicht im Motorleerlauf.
Zum Abstellen des Fahrzeuges muss die Feststellbremse eingelegt
werden.
280
Fahren
Abstellen, Parken
Brandgefahr
Durch hohe Abgastemperaturen und durch die heiße
Abgasanlage der Zusatzheizung können sich brennbare
Materialien entzünden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abstellen oder parken, wenn die Zusatzhei
zung betrieben wird, kurz zuvor betrieben wurde
oder beabsichtigt ist die Zusatzheizung zu betreiben.
S Sicherstellen, das die Zusatzheizung niemals durch
programmierte Startzeiten in Betrieb genommen wird,
wenn sich das Fahrzeug im Bereich von brennbaren
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abgestellt oder geparkt ist.
Fahrzeug abstellen
" Betriebsbremse betätigen und Fahrbereichsvorwahl
schalter in Stellung N schalten.
" Feststellbremshebel aus der Lösestellung ! in die
Vollbremsstellung ziehen.
Hebel rastet ein und das Fahrzeug ist gegen Wegrollen
gesichert. Es leuchtet die Kontrollleuchte Feststellbremse".
" Gegebenenfalls Klimaanlage ausschalten.
" Sämtliche elektrische Verbraucher ausschalten.
" Motor ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
" Lenkrad bis zum Einrasten des Schlosses drehen
(nicht bei Sonderausführung ohne Lenkradschloss).
" Fahrzeug abschließen.
" Gegebenenfalls Unterlegkeile anlegen.
281
Fahren
Abstellen, Parken
Feststellbremse lösen
2
1
Unfallgefahr
Leuchtet bei gelöster Feststellbremse die Kontrollleuchte Feststell
bremse" trotz ausreichenden Bremsvorratsdrucks, liegt ein Defekt
im Federspeicherkreis vor. Das Fahrzeug ist nicht betriebsbereit.
Bremsanlage sofort von einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen
lassen.
Um die Feststellbremse zu lösen, muss ein Vorratsdruck von min
destens 6 bar vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, können die
Bremsbeläge leicht anliegen und beim Fahren überhitzen.
4516.0709.P0001
282
" Eventuell anliegende Unterlegkeile entfernen.
" Betriebsbremse betätigen.
" Hebel aus Arretierung ziehen und in Lösestellung ! schwen
ken.
Fahren
Fahrzeug betanken
Tanken
Brandgefahr
1
Dieselkraftstoff und Heizöl sind leicht entzündlich. Feuer, offenes
Licht und Rauchen sind daher im Umgang mit Kraftstoff verboten.
Fahrzeug nur bei Motorstillstand betanken. Zusatzheizung vor dem
Betanken abschalten.
2
Gesundheitsgefahr
3
0A2X.0500.S0031
Kraftstoff ist gesundheitsschädlich. Kraftstoff weder mit der Haut
noch mit der Kleidung berühren. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen.
Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Kraftstoff
von Kindern fernhalten.
Kraftstofftank auffüllen − Bartelt − oder Bajonettverschluss
Der Kraftstoffeinfüllstutzen .1. befindet sich an der rechten Fahrzeug
seite. Bilder sind beispielhaft. Füllmenge der Kraftstofftanks
(. Seite 426).
Der Näherungsschalter* .3. verhindert das Starten des Motors bei
geöffneter Tankklappe.
1
0A78.0500.P0003
283
Fahren
Fahrzeug betanken
Zusatzheizung abschalten.
Motor ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
Tankklappe öffnen bzw. mit Schlüssel* aufschließen.
Klappverschluss .2. des Einfüllstutzens mit der flachen Hand zu
erst niederdrücken und dann aufschwenken, bzw. aufdrehen.
" Kraftstofftank nur soweit auffüllen, bis die Zapfpistole abschaltet.
" Klappverschluss zuklappen und bis zur zweiten Raste niederdrük
ken, bzw. zudrehen.
"
"
"
"
2
0A2X.0500.S0031
284
Die erste Raste fängt lediglich den Klappverschluss des Einfüllstut
zens. Erst die zweite Raste gewährleistet die sichere Schließung
des Klappverschlusses. Deshalb den Klappverschluss immer bis
zur zweiten Raste niederdrücken.
" Tankklappe schließen bzw. mit Schlüssel* abschließen.
Fahren
Fahrzeug betanken
Heizöltank auffüllen*
Bei der Serienausstattung bezieht die Zusatzheizung den Kraftstoff
aus dem regulären Kraftstofftank.
Füllmenge des Zusatztanks (. Seite 426).
4
0A2X.0500.S0030
Für die Zusatzheizung ist als Sonderausstattung ein Heizöltank vor
gesehen. In diesem Fall ist neben dem Kraftstoffeinfüllstutzen an der
rechten Fahrzeugseite der Heizöleinfüllstutzen angebracht. Bild ist
beispielhaft.
" Zusatzheizung abschalten.
" Motor und Zündung ausschalten.
" Tankklappe öffnen bzw. mit Schlüssel* aufschließen.
" Deckel des Einfüllstutzens .4. aufdrehen bzw. mit Schlüssel* auf
schließen und abnehmen.
" Kraftstofftank nur soweit auffüllen, bis die Zapfpistole abschaltet.
" Deckel zudrehen bzw. mit Schlüssel* abschließen und Tank
klappe schließen bzw. mit Schlüssel* abschließen.
285
Fahren
Fahrzeug betanken
2
1
488.0500.S0005
4
Kraftstofftank auffüllen − Druckbetankung*
Der Kraftstoffeinfüllstutzen befindet sich auf der linken Fahrzeugseite.
" Motor ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
" Tankklappe .1. öffnen.
" Staubschutzkappe .2. vom Anschlussadapter abnehmen.
" Zapfpistole .3. auf den Anschlussadapter aufsetzen und nach
rechts drehen, bis die Zapfpistole einrastet.
" Hebel .4. in Pfeilrichtung drehen und Zapfpistole am Anschlussa
dapter verriegeln.
Durch das Verriegeln mit dem Hebel an der Zapfpistole werden
Zapfpistole und Anschlussadapter geöffnet. Sind Zapfpistole und
Anschlussadapter nicht verbunden, sind beide dicht verschlossen.
" Betankungsvorgang durchführen.
" Hebel .4. an der Zapfpistole .3. entgegen der Pfeilrichtung drehen
und die Verriegelung lösen.
" Zapfpistole .3. entfernen und Staubschutzkappe .2. wieder am An
schlussadapter anbringen.
" Tankklappe .1. schließen.
Bedienung der Zapfpistole siehe HerstellerBetriebsanleitung.
3
488.0500.S0006
286
Fahren
Fahrzeug betanken
Beim Tanken auf größtmögliche Sauberkeit achten.
Keine Fusseln oder Schmutz in den Tank gelangen
lassen.
Es dürfen ausschließlich schwefelfreie Dieselkraftstoffe
(< 50 mg/kg) folgender Normen verwendet werden:
S Europäische Norm EN 590
S Amerikanische Norm ASTM D 975 NoJ 1 D
Heizöle sind nicht zulässig.
Bei betriebseigener Tankstelle muss vom Kraftstoffliefe
ranten bestätigt werden, dass der Kraftstoff der Norm
entspricht und das Prüfverfahren für Düsensauberkeit
erfüllt.
DieselkraftstoffZusatzmittel, gleich welcher Art, dürfen
nicht verwendet werden. Durch Zusatzmittel können
folgende Eigenschaften des Motors negativ beeinflusst
werden:
S
S
S
S
S
Leistungsverhalten
Abgastrübung
Schadstoffemissionen
Wartungsaufwand
Lebensdauer
Außerdem erlöschen durch die Verwendung von Diesel
kraftstoff−Zusatzmitteln Gewährleistungsansprüche an
die MAN Truck & Bus AG.
Biodiesel, auch FAME, RME oder PME genannt, ist für
MAN−Fahrzeuge nicht freigegeben und darf daher nicht
verwendet werden. Auskünfte hierüber gibt jede MAN−
Service−Werkstatt.
Bei geöffnetem Deckel des Einfüllstutzens lässt sich
dessen Schlüssel nicht abziehen.
Ist der Kraftstoffvorrat unterhalb ca. 12 % des Fas
sungsvermögens abgesunken, erscheint ein entspre
chendes Symbol im Tachometer (. Seite 171).
Füllmenge der Kraftstofftanks (. Seite 426).
Winterdieselkraftstoff (. Seite 290).
Mikroorganismen im Kraftstoffsystem (. Seite 344).
Zulässige Kraftstoffe siehe auch Wartungsnachweis
bzw. MAN−Betriebsstoffempfehlungen.
Umwelthinweis
Gegenstände, die mit Dieselkraftstoff oder Heizöl in
Berührung kamen, umweltgerecht entsorgen. Gesetz
liche Vorschriften beachten.
287
Fahren
Fahren im Winter
Wintertüchtige Bereifung
Fahren im Winter
Bei winterlichen Staßenverhältnissen gilt es einige Punkte
zu beachten. Neben der Fahrweise, dem Aufziehen von
Schneeketten und der Verwendung von Winterdieselkraft
stoff müssen auch die Vorbereitungen für den Winter
betrieb beachtet werden (. Seite 396).
Fahrweise anpassen
" Sanft anfahren.
" Heftige Lenkbewegungen vermeiden.
" Starkes Bremsen vermeiden.
Unfallgefahr
Die Zusatzbremsen wirken auf die Antriebsräder des
Fahrzeuges. Bei glatter Fahrbahn können die Antriebs
räder blockieren und das Fahrzeug ins Schleudern brin
gen. Deshalb diese Bremsen bei winterlichen Straßen
verhältnissen nur sehr vorsichtig einsetzen.
Unfallgefahr
Eine unsachgemäße Bereifung kann die Antriebs−,
Lenk− und Bremskräfte des Fahrzeugs nicht auf die
Straße übertragen.
Fahrzeuge, die aufgrund falscher Bereifung liegen blei
ben, behindern den Verkehr und können den Einsatz
von Räumdiensten und Rettungskräften behindern.
Deshalb schon vor Beginn der kalten Jahreszeit winter
tüchtige Bereifung aufziehen.
Der Gesetzgeber schreibt für Kraftfahrzeuge den Wetterver
hältnissen angepasste Bereifung vor. (§ 2 Absatz 3a StVO)
Bei Missachtung drohen Bußgelder.
In Österreich sind vom 15. November bis 15. März Winter
reifen mit mindestens 6 mm Profiltiefe auf einer Antriebs
achse gesetzlich vorgeschrieben. (§ 102 Absatz 8a KFG)
Weitere Vorschriften der nationalen Gesetzgeber be
achten.
288
Fahren
Fahren im Winter
Voraussetzung für wintertüchtige Bereifung:
S
S
S
Griffiges, selbstreinigendes Profil.
Profiltiefe mindestens 6 mm.
Bezeichnung M+S oder Schneeflockensymbol auf der
Reifenflanke.
" Vor Fahrten bei winterlichen Bedingungen, Winterreifen
aufziehen.
Informationen zur wintertüchtigen Bereifung stehen in
jeder MAN−Service−Werkstatt zur Verfügung.
Die Profile einiger Hersteller sind so konstruiert, dass
sich der Reifen, nachdem die Mindestprofiltiefe für
Winterreifen abgefahren ist, für den Sommereinsatz
eignet.
Gleitschutzketten verwenden
Bei der Montage von Gleitschutzketten auf die gelenk
ten Räder darauf achten, dass der Radausschnitt und
Lenkungsteile durch den Lenkeinschlag nicht beschä
digt werden. Nur feingliedrige Gleitschutzketten ver
wenden.
An der Antriebsachse können Gleitschutzketten unein
geschränkt verwendet werden. Informationen hierzu bei
jeder MAN−Service−Werkstatt.
Schleuderketten* nur kurzfristig, z. B. zum Anfahren,
benutzen. Schleuderketten gelten nicht als Gleitschutz
ketten. Sind Gleitschutzketten vorgeschrieben, müssen
diese aufgezogen werden.
Länderspezifische Vorschriften zum Benutzen von Gleit
schutzketten beachten
Auch Montagevorschriften des GleitschutzkettenHer
stellers beachten.
" Bei schneebedeckter Fahrbahn und Eisglätte rechtzeitig
Gleitschutzketten auf die Antriebsräder und gelenkten
Räder aufziehen. Informationen hierzu auch bei jeder
MAN−Service−Werkstatt.
289
Fahren
Fahren im Winter
Scheibenwaschanlage füllen
Winterdieselkraftstoff verwenden
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Scheibenwa
schwasserbehälter ausreichend, mit den Wetterverhältnis sen angepasstem Frostschutzmittel gefüllt ist.
" Bei Außentemperaturen < −7 °C auf Dieselkraftstoff
mit ausreichendem Fließvermögen umstellen.
Kältebeständige Winterdieselkraftstoffe sind in Deutschland
bis −20 °C betriebssicher. In anderen Ländern sind Ab
weichungen möglich.
Vor dem Winter rechtzeitig Frostschutzmittel für die
Scheibenwaschanlage einfüllen.
Mischungsverhältnis entsprechend den Außentempera
turen anpassen. Angaben des Frostschutzmittelherstel lers beachten.
Scheibenwaschanlage auffüllen (. Seite 396).
Füllmenge des Scheibenwaschwasserbehälters
(. Seite 378).
Elektrische Rampe für Rollstuhl und Kinderwagen
Verletzungsgefahr
Im Winter darauf achten, dass sich kein Eis oder
Schnee auf der Rampenfläche befindet. Personen könn
ten ausrutschen und sich verletzen.
290
Zulässige Kraftstoffe (. Seite 287) oder Wartungsnach weis.
Ist für die Zusatzheizung ein Zusatztank* im Fahrzeug
eingebaut, sollte im Winter Dieselkraftstoff verwendet wer
den.
Zulässige Kraftstoffe siehe auch Wartungsnachweis.
Selbsthilfe
Abschleppen
Keilriemen wechseln
Bei Druckverlust
Rad wechseln
Fremdstarten / Starthilfe
Batterietrennschalter
Lampen Übersicht
Lampen austauschen
Sicherungen wechseln
Anordnung der Schalttafeln
Anordnung der HochvoltKomponenten
Instrumententräger öffnen
Bei leergefahrenem Tank
Bei Mikroorganismen im Tank
Bei Ausfall des Kühlerlüfters
Bei defekter Zusatzheizung
Kraftstofffilter Zusatzheizung wechseln
Was tun, wenn...
291
Selbsthilfe
Abschleppen
Sicherheitshinweise zum Abschleppen
Unfallgefahr
Das Abschleppen des Fahrzeuges ist ausschließlich mit
einer Abschleppstange erlaubt.
Das Abschleppen mit einem Seil oder Ähnlichem kann
zu Auffahrunfällen führen. Außerdem kann nur eine
Abschleppstange die auftretenden Kräfte aufnehmen.
Bei Lenkungsschäden darf nicht abgeschleppt werden.
In diesem Fall Fahrzeug mit Abschleppwagen vorne
anheben und abschleppen.
Grundsätzlich, vor allem bei ausgefallener Luftfederung
und bei Achsschäden, langsam und mit erhöhter Vor
sicht abschleppen.
Abschleppen ist nur bei leerem Fahrzeug erlaubt. Vor
dem Abschleppen alle Fahrgäste auffordern, das Fahr
zeug zu verlassen. Darauf achten, dass sich keine
Fahrgäste im Fahrzeug aufhalten.
292
Warnblinkanlage zur eigenen Sicherheit und zur War
nung anderer an beiden Fahrzeugen einschalten.
Vorschriften der Straßenverkehrsordnung zum Ab
schleppen einhalten.
Beim Abschleppen Motor möglichst laufen lassen, da
mit die Lenkhilfe arbeitet und die Bremsanlage mit
Druckluft versorgt wird. Wenn der Motor nicht läuft, fällt
die Lenkkraftunterstützung aus. Dadurch größere Lenk
kräfte.
Bei fehlendem Vorratsdruck in der Druckluftanlage Fe
derspeicher mechanisch lösen (. Seite 301).
Selbsthilfe
Abschleppen
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Da
rauf achten dass sich keine Fahrgäste im Fahrzeug
aufhalten
" Hinteres bzw. vorderes Koppelmaul vorbereiten
(. Seite 294).
Umwelthinweis
Umweltverschmutzung durch möglichen Ölverlust ver
meiden!
" Federspeicher mechanisch lösen (. Seite 301) oder
Druckluftanlage fremdbefüllen (. Seite 302), wenn der
Vorratsdruck in der Druckluftanlage nicht ausreichend
ist.
" Abschleppstange* einsetzen, Bolzen von oben einstek
ken und mit Sicherungsstift sichern.
Siehe auch Abschleppvorschriften der Motor−, Ge
triebe− und Achsenhersteller.
" Motor starten, damit die Lenkhilfe arbeitet und die
Bremsanlage mit Druckluft versorgt wird.
Lüfter, Klimaanlagen, Beleuchtung usw. sind große Strom
verbraucher, die die Batterien innerhalb weniger Stunden
völlig entladen können. Dies ist vor allem beim Abschlep
pen mit stillgesetztem Motor zu beachten.
" Auf Fremdstarthilfe (. Seite 314) oder Ersatzbatterien
zurückgreifen, wenn die Batterien entladen sind und
der Motor sich nicht starten lässt.
293
Selbsthilfe
Abschleppen
Hinteres Koppelmaul vorbereiten
Das hintere Koppelmaul befindet sich im Motorraum. Bild ist beispiel
haft.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Koppelbolzen des vorderen Koppelmauls entnehmen.
" Koppelbolzen in das hintere Koppelmaul .1. einsetzen.
1
Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warnweste anle
gen!
45XX.0600.S0001
Vorderes Koppelmaul vorbereiten
Das vordere Koppelmaul befindet sich hinter der Frontblende. Bild ist
beispielhaft.
" Bugblende öffnen (. Seite 64).
" Frontblende öffnen (. Seite 65).
" Sicherungsstift herausziehen.
" Koppelbolzen .1. nach oben entnehmen.
1
Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warnweste anle
gen!
0A2X.0801.P0004
294
Selbsthilfe
Abschleppen
Abschleppen von Bussen mit defektem Motor
oder Getriebe
Bei Verdacht auf einen Motor− oder Getriebeschaden
muss die Gelenkwelle unbedingt abgeflanscht werden.
" Hinteres bzw. vorderes Koppelmaul vorbereiten
(. Seite 294).
oder
" Hintere bzw. vordere Abschleppöse vorbereiten
(. Seite 294).
" Abschleppstange* einsetzen, Bolzen von oben einstek
ken und mit Splint sichern.
" Zündung einschalten, wenn möglich Motor anlassen.
" Getriebe in Neutralstellung schalten.
Siehe auch Motor− und GetriebeherstellerBetriebs
anleitungen.
Abschleppen von Bussen mit Achs− und Len
kungsschäden
Bei Vorderachs− und Lenkungsschäden
" Fahrzeug mit Abschleppwagen vorne anheben und
abschleppen.
Beide Seiten der Pendelachse müssen vor dem Ab
schleppen vollständig ausgefedert sein. Die Vorder
räder dürfen sich während des Abschleppens nicht
mitdrehen. Darauf achten, dass das Heck während des
Abschleppens nicht aufsetzen kann.
Bei Hinterachsschäden
" Vorderräder in Geradeausstellung bringen und Lenkrad
mit Spanngurt fixieren.
" Fahrzeug mit Abschleppwagen hinten anheben und
abschleppen.
Die Hinterräder dürfen sich während des Abschleppens
nicht mitdrehen. Darauf achten, dass der Bug während
des Abschleppens nicht aufsetzen kann.
Siehe auch Achsen− und LenkungsherstellerBe
triebsanleitungen.
295
Selbsthilfe
Abschleppen
Bergen von Bussen aus dem Gelände
Fahrzeug vor dem Herausziehen aus dem Gelände unbedingt aus
laden, um das Gewicht zu verringern.
Ist das Ausladen aus technischen oder praktischen Gründen nicht
möglich, müssen zur Krafteinleitung möglichst viele Punkte am
Fahrzeug genützt werden. Optimal sind dafür die Achsen.
Die Abschleppösen sind zur Bergung aus dem Gelände nicht geei
gnet. Sie dürfen nur mit einer Zugkraft von maximal 200 kN in
gerader Zugrichtung belastet werden.
Das Bergen von Fahrzeugen aus dem Gelände mit diesem Fahr
zeug ist nicht gestattet. Die Abschleppösen und Anhängerkupplun
gen sind für solche Beanspruchungen nicht ausgelegt und die
Rahmenkonstruktion würde Schaden nehmen.
296
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Keilriemen / Keilrippenriemen wechseln
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen. Schild mit der Aufschrift Motor nicht starten"
am Lenkrad anbringen.
Aus demselben Grund Keilriemen / Keilrippenriemen nur bei stillste
hendem Motor prüfen, spannen und wechseln.
Spannvorrichtungen stehen unter Federspannkraft. Spannvorrichtun
gen mit großer Vorsicht lösen.
1
0A2X.0600.S0001
Auf dem Typschild .1. im inneren Bereich der Motorraumklappe sind
die Typen und Größen der Keilriemen verzeichnet.
297
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Motor D0836 Keilriemen / Keilrippenriemen wechseln
.1.
.2.
.3.
.4.
.5.
1
2
3
4
5
0A37.0600.S0050
298
Generator 1
Spannrolle
Automatischer Riemenspanner
Nebenantriebsriemenscheibe
Kühlmittelpumpe
Keilrippenriemen des Generators 1 und Kühlmittelpumpenantrieb
wechseln
Der Keilrippenriemen des Generators .1. wird durch einen Schnell
spanner .3. gespannt. Bilder sind beispielhaft.
" Motorraumklappe öffnen.
" Umschaltknarre mit Verlängerung und SteckschlüsselEinsatz SW
15 auf den Sechskant der Spannrolle .2. aufstecken.
" Spannrolle .2. des Schnellspanners .3. in Pfeilrichtung drücken.
" Keilrippenriemen abnehmen.
" Neuen Keilrippenriemen auf alle Riemenscheiben außer dem
Schnellspanner .3. auflegen.
" Spannrolle .2. des Schnellspanners .3. in Pfeilrichtung drücken und
Keilrippenriemen auf die Spannrolle .2. des Schnellspanners .3.
legen.
" Schnellspanner entlasten.
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
2
Keilrippenriemen Hydropumpe Lüfterantrieb wechseln
Der Keilrippenriemen vom Motor zur Hydropumpe wird durch eine
mechanische Spannrolle .1 gespannt. Bild ist beispielhaft.
" Kontermutter .2 der Spannrolle lösen.
" Mutter .3 der Spannrolle .1. lösen um den Keilrippenriemen zu
entlasten.
" Spannrolle .1 in Pfeilrichtung drücken.
" Keilrippenriemen abnehmen.
" Neuen Keilrippenriemen auflegen.
3
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
1
0A2X.0600.S0007
299
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Keilriemen− Keilrippenriemenspannung prüfen
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Starten des Motors während des Arbeitens im Motor
raum kann zu schweren Verletzungen führen.
Drehende Motorteile können schwerste Verletzungen
verursachen und Gliedmaßen abtrennen. Schild mit der
Aufschrift Motor nicht starten" am Lenkrad anbringen.
Aus demselben Grund Keilriemen / Keilrippenriemen
nur bei stillstehendem Motor prüfen, spannen und
wechseln.
Spannvorrichtungen stehen unter Federspannkraft.
Spannvorrichtungen mit großer Vorsicht lösen.
Keilriemenantriebe müssen genau vorgespannt sein. Zu
geringe Vorspannung führt zu ungenügender Kraftübertra
gung und vorzeitigem Verschleiß.
Zu hohe Vorspannung verursacht übermäßige Dehnung,
erhöhte Walkarbeit, Lagerschäden und vorzeitigen Ver
schleiß.
Pneumatisch gespannte und mit Schnellspanner ge
spannte Keilriemen werden automatisch auf die kor
rekte Vorspannung gespannt.
300
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Federspeicher mechanisch lösen
Verletzungsgefahr
Befinden sich die Federspeicher in Lösestellung, ist keine Bremswir
kung der Feststellbremse vorhanden. Fahrzeug ist nicht betriebsbe
reit. Fahrzeug vor dem Lösen der Federspeicher gegen Wegrollen
sichern. Personen können stürzen, eingeklemmt werden. Körperteile
können gequetscht werden. Unterlegkeile anlegen.
= Bremsstellung
! Lösestellung
0
0516.0805.S0001
Federspeicher lösen
Im Notfall, z. B. zum Abschleppen oder bei fehlendem Vorratsdruck,
können die Federspeicher mechanisch gelöst werden.
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern (. Seite 112).
" Feststellbremse in Lösestellung bringen.
" Löseschraube bis zum Anschlag vollständig herausdrehen, bis
die Lösestellung ! erreicht ist.
Federspeicherfunktion wieder herstellen
Unfallgefahr
1
0516.0805.S0002
Vor Wiederinbetriebnahme des Fahrzeuges Federspeicherfunktion
unbedingt wieder herstellen. Fahrzeug ist sonst nicht betriebsbereit.
" Bremsanlage bis zum Abschaltdruck füllen.
" Löseschraube vollständig in die Bremsstellung = hineindrehen
und festziehen. Anzugsdrehmoment beträgt 30 − 36 Nm.
" Federspeicher auf korrekte Funktion überprüfen; Feststellbremse
mehrmals betätigen.
301
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Fahrzeug fremdbefüllen
Verletzungsgefahr
Fahrzeug vor dem Fremdbefüllen gegen Wegrollen sichern. Perso
nen können stürzen, eingeklemmt und Körperteile eingequetscht
werden. Unterlegkeile anlegen.
1
Unfallgefahr
2
0A2X.0813.P0001
1
2
0A2X.0600.S0002
302
Ein Druckluftverlust nach bereits kurzer Standzeit ist ein Anzeichen
für eine undichte Druckluftanlage. Das Fahrzeug ist nicht betriebs
bereit. Fahrzeug in einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen las
sen.
Bei Ausfall des Motors oder des Luftpressers kann die Druckluftan
lage des Fahrzeuges über den Druckluftanschluss .1. unter der Bug
klappe oder im Motorraum befüllt werden. Bilder sind beispielhaft.
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern (. Seite 112).
" Zündung einschalten.
" Feststellbremshebel in Lösestellung bringen.
" Bugklappe öffnen (. Seite 66).
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Abdeckkappe* .2. des Fremdbefüllungsanschlusses abnehmen.
" Füllschlauch anschließen.
" Druckluftanlage befüllen, bis ein Bremsvorratsdruck von minde
stens 6 bar erreicht ist.
Nach Erreichen eines Vorratsdruckes von > 6 bar erlöscht die zen
trale Warnleuchte und die Kontrollleuchte Vorratsdruck". Außerdem
erlischt im Fahrerdisplay die Fehlermeldung Vorratsdruck zu gering".
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges bei druck
loser Luftfederung
Das Fahrwerk ist konstruktiv so ausgelegt, dass bei druck
losen Luftfederbälgen die Manövrierfähigkeit des Fahrzeu
ges gewährleistet ist.
In diesem Falle liegt das gesamte Fahrzeugewicht auf den
am vorderen Fahrwerk und an der Hinterachse einge
bauten Gummihohlfedern. Im normalen Betriebszustand
sind die Gummihohlfedern nicht im Eingriff. Sie verhindern
das Durchschlagen des Fahrwerkes und der Achsen bei
extremer Einfederung.
Die Gummihohlfedern sind nicht für eine Dauerbelastung
ausgelegt und können in keinem Falle die normale Fede
rung ersetzen.
Bei druckloser Luftfederung bleibt das Fahrzeug manö
vrierfähig. Es darf aber nur mit Schrittgeschwindigkeit
bis zur nächsten MAN−Service−Werkstatt weitergefah
ren werden.
303
Selbsthilfe
Rad wechseln
Rad wechseln
Unfallgefahr
Der Wagenheber kann beim Anheben des Fahrzeugs in
den Untergrund gedrückt werden. Das Fahrzeug senkt
sich dann ab und kann Personen einklemmen und er
drücken. Um die Standsicherheit des Wagenhebers zu
erhöhen und die Gefahr des Eindrückens zu verringern
den Wagenheber zusätzlich auf die mitgelieferte Holz
platte stellen.
Vorbereitende Maßnahmen
" Fahrzeug an geeigneter und sicherer Stelle anhalten,
Zündung ausschalten und Warnblinkanlage einschalten.
" Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warn
weste anlegen.
" Warndreieck und Warnblinkleuchte in ausreichender
Entfernung aufstellen. Länderspezifische Vorschriften
beachten.
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. Dar
auf achten, dass Fahrgäste sich außerhalb des Gefah
renbereiches aufhalten.
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Feststellbremse
betätigen und Unterlegkeile anlegen.
" ECAS−Anlage deaktivieren.
304
ECAS−Anlage deaktivieren
Die ECAS−Anlage regelt bis 10 min nach Ausschalten der
Zündung das Höhenniveau des Fahrzeuges nach. Vor
dem Wechseln des Rades ECAS−Anlage deaktivieren
Verletzungsgefahr
Das Fahrzeug kann im angehobenen Zustand vom Wa
genheber abrutschen, wenn die ECAS−Anlage ver
sucht, das Höhenniveau nachzuregeln. Körperteile kön
nen eingeklemmt werden. Fahrzeug deshalb keinesfalls
bei aktiver ECAS−Anlage anheben. Batterietrennschalter
ausschalten.
Bei angehobenem Fahrzeug niemals Batterietrennschal
ter und Zündung einschalten.
" Mechanischer Batterietrennschalter ausschalten
(. Seite 318).
Selbsthilfe
Rad wechseln
Radkappen der Stahlfelgen abnehmen
Verletzungsgefahr
Beim Abnehmen von Radzierringe besteht Verletzungsgefahr .
Schutzhandschuhe tragen.
Unbeabsichtigtes Absenken oder Abrutschen des Fahrzeuges kann
zu schweren Personenschäden führen. Fahrzeug gegen unbeab
sichtigtes Absenken sichern.
Die Radkappenbefestigung ist bei den vorderen und hinteren Rädern
des Zugfahrzeuges sowie des Personenanhängers prinzipiell die glei
che. Bild ist beispielhaft.
0R12.0806.S0001
" Radkappe an den Lufteinlässen greifen und vorsichtig in Pfeilrich
tung von der Stahlfelge abziehen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Lackschäden zu vermeiden, Radkappe an geeigneter Stelle
ablegen.
305
Selbsthilfe
Rad wechseln
Fahrzeug anheben
An der Karosserie sind Wagenheber Ansetzpunkte angebracht. Nur
an diesen Punkten das Fahrzeug anheben.
Die Anordnung der Wagenheber Ansetzpunkte ist bei den anderen
Fahrzeugvarianten prinzipiell gleich.
Verletzungsgefahr
0A2X.0600.P0003
Fahrzeug nur auf ebener Fläche, festem und rutschsicherem Unter
grund anheben. Der Wagenheber findet sonst keinen sicheren Halt.
Zur Vermeidung von Unfällen und Beschädigungen des Fahrzeuges
Wagenheber nur an den dafür vorgesehenen Punkten ansetzen. Ein
vom Wagenheber abrutschendes Fahrzeug kann zu schweren Per
sonenschäden führen.
Angehobenes Fahrzeug wenn möglich mit Unterstellböcken sichern.
Sich keinesfalls unter ein nicht abgesichertes Fahrzeug legen. Der
Wagenheber ist nur für kurzzeitiges Anheben vorgesehen.
Unfallgefahr
Die ECAS−Anlage regelt bis 10 min nach Zündung aus" das Hö
henniveau des Fahrzeuges nach. Bevor das Fahrzeug angehoben
wird, ECAS−Anlage deaktivieren (. Seite 304).
Zündung des angehobenen Fahrzeuges nicht einschalten. Die
ECAS−Anlage würde versuchen, das Höhenniveau zu regulieren.
Dadurch kann das Fahrzeug vom Wagenheber rutschen und Perso
nen− und Fahrzeugschäden verursachen.
306
Selbsthilfe
Rad wechseln
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Feststellbremse betätigen und
Unterlegkeile anlegen.
" Zündung ausschalten.
" ECAS−Anlage deaktivieren
(. Seite 304).
" Alle Radmuttern lösen.
" Alle Radmuttern bis auf drei versetzt angeordnete Radmuttern
abschrauben.
3
1
2
521X.0600.S0081
Unfallgefahr
Der Wagenheber kann beim Anheben des Fahrzeugs in den Unter
grund gedrückt werden. Das Fahrzeug senkt sich dann ab und
kann Personen einklemmen und erdrücken. Um die Standsicherheit
des Wagenhebers zu erhöhen und die Gefahr des Eindrückens zu
verringern den Wagenheber zusätzlich auf geeignete feste Unter
lage beispielsweise eine Holzplatte stellen.
" Wagenheber .1. auf die Holzplatte .2. stellen und am dafür vorge
sehenen Wagenheber Ansetzpunkt .3. der Karosserie ansetzen.
" Fahrzeug anheben.
307
Selbsthilfe
Rad wechseln
1
Rad abnehmen
" Sofern vorhanden, Zentrierbuchsen .1. (Bordwerkzeug) auf zwei
gegenüberliegende Radbolzen aufschieben.
" Die drei restlichen versetzt angeordneten Radmuttern abschrau
ben.
" Bei vorhandenem TPM−Modul Verbindungsschlauch vom Reifen
trennen und TPM−Modul abnehmen.
" Rad bzw. Räder (bei Doppelfelgen), gegebenfalls über die Zen
trierbuchsen, abnehmen.
Beim Rad Abnehmen und Aufsetzen vermeiden, dass die Schei
benräder über die Gewindegänge der Radbolzen gezogen werden.
Dadurch wird das Bolzengewinde beschädigt und das Aufschrau
ben der Radmuttern erschwert. Im ungünstigsten Falle kann sich
die Radmutter auf dem beschädigten Bolzen festfressen. Radmut
tern und gegebenfalls Distanzringe sowie TPM−Modul* an geei
gnetem Ort zur Wiederverwendung aufbewahren.
308
Selbsthilfe
Rad wechseln
Prüfarbeiten / Arbeiten vor der Radmontage
Unfallgefahr
Folgende Vorgaben zwingend einhalten, ansonsten kön
nen sich die Räder lösen.
S Anlageflächen der Radnabe, Radmuttern und Felge
− bei Zwillingsrädern auch zwischen den Felgen −
müssen sauber, eben, korrosionsfrei, schmiermittelfrei
und trocken sein. Korrosionsfrei bedeutet in diesem
Zusammenhang: Keine Rostnarben und keine anhaf
tenden Rostschichten. Leichte Anrostungen (Flugrost)
sind zulässig.
S Bei lackierten Felgen darf die Schichtdicke der Lack
schicht an den Spiegelflächen (Flanschen) nicht
mehr als 65 μm betragen.
" Anlageflächen der Radnabe, Radmuttern und Felge −
bei Zwillingsrädern auch zwischen den Felgen − entro
sten, reinigen und trocknen. Hierzu keine schmiermit
telhaltigen Substanzen verwenden.
" Radbolzen auf festen Sitz prüfen, gegebenenfalls zu
rückgeschobene Radbolzen ganz einschlagen.
" Gewinde der Radbolzen und Radmuttern reinigen, und
im Falle von Korrosion leicht einölen (1 Tropfen).
" Druckteller der Radmuttern auf freie Beweglichkeit prü
fen, gegebenenfalls Reibfläche zwischen Radmutter
und Druckteller leicht einölen (1 Tropfen).
Ist die freie Beweglichkleit des Drucktellers nicht sicher
gestellt, Radmutter(n) erneuern.
Rad anbauen
Unfallgefahr
Stark abgenutzte oder beschädigte Reifen können zu
gefährlichen, unberechenbaren Fahreigenschaften füh
ren. Auch das Reifenalter kann die Fahreigenschaften
beeinträchtigen.
S Reifen auf Zustand überprüfen, gegebenenfalls Rei
fen erneuern.
S Reifen, auch Ersatzreifen, die älter als 6 Jahre sind
ersetzen. Davon abweichende Empfehlungen der
Reifenhersteller beachten.
" Rad über die Zentrierbuchsen aufsetzen.
" Radmuttern aufschrauben, dabei gegebenenfalls TPM−
Modul montieren.
" Radmuttern mit Schlüssel handfest über Kreuz anzie
hen.
" Prüfen, ob das Rad korrekt auf der Nabe sitzt.
" Zentrierbuchsen abnehmen.
" Die restlichen Radmuttern aufschrauben und mit
Schlüssel handfest anziehen.
" Gegebenenfalls Verbindungsschlauch des TPM−Mo
duls wieder mit dem Reifenventil verbinden.
" Fahrzeug absenken.
309
Selbsthilfe
Rad wechseln
Radmuttern festziehen
Unfallgefahr
Folgende Vorgaben zwingend einhalten, ansonsten kön
nen sich die Räder lösen.
S Radmuttern immer über Kreuz anziehen bzw. nach
ziehen und dabei vorgeschriebenes Anziehdrehmo
ment beachten.
S Nach erfolgtem Radwechsel bzw. erfolgter Radmon
tage, Radmuttern nach 50 − 150 km Fahrstrecke mit
vorgeschriebenem Anziehdrehmoment nachziehen.
Wurde der erste Anzug korrekt ausgeführt und sind alle
genannten Bedingungen erfüllt, lassen sich die Radmut
tern dabei nicht oder nur geringfügig nachziehen.
S Ist beim Nachziehen unter Berücksichtigung des
vorgeschriebenen Anziehdrehmoments ein deutlicher
Nachzug (größer 10°) möglich, oder bestehen Unsi
cherheiten bezüglich der Vorgaben (z. B. maximale
Schichtdicke der Felgenlackierung, Korrosionsfreiheit),
Radmuttern wöchentlich nachziehen, bis ein endgülti
ger Festsitz erreicht ist.
Zeigt sich dabei, dass nach weiteren zwei Nachzügen
immer noch kein Festsitz erreicht wird, Rad bzw. Räder
demontieren und Mängel, die für das außergewöhnliche
Setzverhalten der Verschraubungen ursächlich sind, be
seitigen.
Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unbere
chenbaren Fahreigenschaften führen. Reifenluftdruck
kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren.
310
" Radmuttern mit vorgeschriebenem Anziehdrehmoment
über Kreuz festziehen.
" Reifenluftdruck kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren.
" Radmuttern nach 50 − 150 km Fahrstrecke mit vorge
schriebenem Anziehdrehmoment nachziehen.
Anziehdrehmoment:
Mittenzentrierte Räder mit Radmutter M22 x 1,5:
575 ± 25 Nm
Mittenzentrierte Räder mit Radmutter M20 x 1,5:
475 ± 25 Nm
Drehmomentangaben gültig für mittenzentrierte Stahl
scheibenräder und mittenzentrierte Aluminiumscheiben
räder.
Seit dem Produktionsjahr 2000 haben Reifen eine DOT
Nummer mit vierstellig endender Ziffernfolge.
Beispiel: DOT CUNB A1 B6 0100
Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche,
die letzten beiden Ziffern das Jahr an in dem der Rei
fen produziert wurde. In diesem Beispiel also in der
ersten Kalenderwoche im Jahr 2000.
Selbsthilfe
Rad wechseln
Reifen über Reifenfüllanschluss befüllen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 11 12 13 14 15 16 17 18
45XX.0700.S0009
Der Reifenfüllanschluss befindet sich hinter der vorderen, linken Ser
viceklappe. Der Anschluss ist mit Vorratsdruck Nebenverbraucher"
gekennzeichnet.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 63).
" Gegebenenfalls Abdeckung über den Prüfanschlüssen mit einem
Kreuzschlitzschraubendreher herausdrehen.
" Abdeckung abnehmen.
" Reifenfüllschlauch* am betreffenden Reifen anschließen.
" Schutzkappe des Reifenfüllanschlusses .9. abnehmen und Reifen
füllschlauch* anschließen.
" Motor starten mit erhöhter Drehzahl laufen lassen.
" Reifen aufpumpen.
Reifenluftdruck unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls korrigie
ren. Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unberechenba
ren Fahreigenschaften führen.
Reifenluftdrücke (. Seite 425).
311
Selbsthilfe
Rad wechseln
Reifendruckkontrollsystem* (TPM)
Das Reifendruckkontrollsystem TPM (Tire Pressure Monitoring) be
merkt einen auftretenden, schleichenden Druckverlust in den Reifen
und zeigt dies im Fahrerdisplay an. Hierzu befindet sich an den Rei
fenventilen ein Elektronikbauteil, der Drucksensor .1.. Über diesen
Drucksensor wird der Reifenluftdruck erfasst. Per Funk werden die
Daten an ein Steuermodul übertragen. Dieses wertet die Daten aus
und sendet die Informationen über CAN an das Fahrerdisplay. Ein
Drucksensor befindet sich an jedem Rad. Bild ist beispielhaft.
Bei Druckverlust in den Reifen erscheint im Fahrerdisplay ein ent
sprechendes Symbol (. MAN Seite 224).
1
0A2X.0806.P0001
Reifenluftdruck unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls korrigie
ren. Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unberechenba
ren Fahreigenschaften führen.
Reifenluftdrücke (. Seite 425).
312
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Fremdstarten
Verletzungsgefahr
Batterietrennschalter ausschalten (. Seite 318).
Sicherheitshinweise im Umgang mit Batterien beachten.
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen sind im Um
gang mit Batterien verboten.
Erhöhte Vorsicht nach längerer Fahrt bzw. Batterieaufla
dung mit Ladegerät. Dabei entsteht hochexplosives
Knallgas − für gute Belüftung sorgen.
Funkenbildung durch An− und Abklemmen elektrischer
Verbraucher oder Messgeräte direkt an den Batteriepo
len vermeiden.
Batterien enthalten ätzende Säure! Entsprechende
Schutzkleidung, Schutzbrille sowie säurefeste Gummi
handschuhe tragen. Batterien nicht kippen. Aus Entlüf
tungsöffnungen kann Säure austreten.
Bei Arbeiten mit Batterien immer Augenschutz tragen.
Kinder von Säure und Batterien fernhalten.
Vor dem An− und Abklemmen der Batterien alle Ver
braucher ausschalten.
Zuerst Masseanschluss − abklemmen.
Kurzschlüsse durch Verpolen und Überbrücken durch
Werkzeuge vermeiden.
Polabdeckungen nicht unnötig entfernen.
Beim Anklemmen der Batterien den Masseanschluss −
zuletzt montieren.
313
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Die FremdstartSteckdose .1. befindet sich neben den Fahrzeugbatte
rien. Bilder ist beispielhaft.
Zündungen beider Fahrzeuge zuerst ausschalten.
Deckel der FremdstartSteckdose abnehmen.
Stecker in die Steckdose des Empfängerfahrzeuges stecken.
Motor des Spenderfahrzeuges starten.
Verbindung des FremdstartKabels zum Spenderfahrzeug herstel
len.
" Empfängerfahrzeug starten.
" Motor des Spenderfahrzeuges abstellen.
" FremdstartKabel zuerst am Empfängerfahrzeug, dann am Spen
derfahrzeug ausstecken.
"
"
"
"
"
1
0A2X.0300.S0002
Die Position der FremdstartSteckdose weicht bei einigen Fahr
zeugvarianten von der Abbildung ab.
Vor Fahrtantritt mit der Lage der FremdstartSteckdose vertraut
machen.
314
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Starthilfe
Verletzungsgefahr
Batterietrennschalter ausschalten (. Seite 318).
Sicherheitshinweise im Umgang mit Batterien beachten.
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen sind im Um
gang mit Batterien verboten.
Erhöhte Vorsicht nach längerer Fahrt bzw. Batterieaufla
dung mit Ladegerät. Dabei entsteht hochexplosives
Knallgas − für gute Belüftung sorgen.
Funkenbildung durch An− und Abklemmen elektrischer
Verbraucher oder Messgeräte direkt an den Batteriepo
len vermeiden.
Batterien enthalten ätzende Säure! Entsprechende
Schutzkleidung, Schutzbrille sowie säurefeste Gummi
handschuhe tragen. Batterien nicht kippen. Aus Entlüf
tungsöffnungen kann Säure austreten.
Bei Arbeiten mit Batterien immer Augenschutz tragen.
Kinder von Säure und Batterien fernhalten.
Vor dem An− und Abklemmen der Batterien alle Ver
braucher ausschalten.
Zuerst Masseanschluss − abklemmen.
Kurzschlüsse durch Verpolen und Überbrücken durch
Werkzeuge vermeiden.
Polabdeckungen nicht unnötig entfernen.
Beim Anklemmen der Batterien den Masseanschluss −
zuletzt montieren.
315
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
4
−
A
1
+
24V
−
.A. Batterien des stromempfangenden Fahrzeuges.
.B. Batterien des stromspendenden Fahrzeuges.
Starthilfe ausschließlich an den Batteriepolen durchführen − nie
mals am Anlasser oder am Rahmen. Steuergeräte können dabei
Schaden nehmen.
B +
24V
3
Sind die Batterien entladen und der Motor lässt sich nicht starten,
kann auf Ersatzbatterien oder die Batterien eines Fremdfahrzeuges
ausgewichen werden. An− und Abklemmen (. Seite 317).
2
1122.0808.S0001
Fahrzeug nicht mit einem Ladegerät starten. Das Ladegerät ist
nicht dafür ausgelegt.
Ausschließlich genormte Starthilfekabel, die für diesen Zweck aus
gelegt sind, verwenden.
Vor Anklemmen der Starthilfekabel auf gleiche Betriebsspannung
der Fahrzeuge achten.
316
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Anklemmen des Starthilfekabels
" Zündungen beider Fahrzeuge ausschalten.
" Batterietrennschalter ausschalten (. Seite 318).
" Batterieschlitten herausziehen (. Seite 376).
" Die erste Polzange .1. des roten Kabels an den Pluspol
der Empfängerbatterie anklemmen.
" Die zweite Polzange .2. des roten Kabels an den Plus
pol der Spenderbatterie anklemmen.
" Die erste Polzange .3. des schwarzen Kabels an den
Minuspol der Spenderbatterie anklemmen.
" Die zweite Polzange .4. des schwarzen Kabels an den
Minuspol der Empfängerbatterie anklemmen.
" Batterietrennschalter wieder einschalten.
" Motor des Spenderfahrzeuges starten und mit etwas
erhöhter Drehzahl laufen lassen.
" Motor des Empfängerfahrzeuges maximal 15 Sekunden
starten und in Leerlaufdrehzahlen laufen lassen.
Abklemmen des Starthilfekabels
Beim Abklemmen der Starthilfekabel darf der Motor
des stromempfangenden Fahrzeuges nur in Leerlauf
drehzahlen laufen.
" Polzangen in umgekehrter Reihenfolge abklemmen.
Batterietrennschalter ausschalten (. Seite 318).
317
Selbsthilfe
Mechanischer Batterietrennschalter
Elektrische Anlage von der Batterie trennen
1
0
0A37.0600.S0003
Batterie von der elektrischen Anlage trennen
" Zündung ausschalten.
" Zündschlüssel abziehen und gegen Wiedereinschalten sichern.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 63).
" Schlüsselschalter von Stellung ! in Stellung = drehen und ab
nehmen.
Bei längerem Stillstand des Fahrzeuges oder vor Beginn von Repa
raturarbeiten kann mit Hilfe des mechanischen Batterietrennschalters
die elektrische Anlage von der Batterie getrennt werden.
Der mechanische Batterietrennschalter befindet sich hinter der vorde
ren rechten Serviceklappe.
Batterietrennschalter nicht ausschalten, wenn
S
S
S
der Motor noch läuft,
die Zusatzheizung noch in Betrieb ist und
sonstige elektrische Verbraucher noch angeschaltet sind.
Die elektrische Anlage und deren Steuergeräte sowie die Generato
ren könnten sonst Schaden nehmen.
Batterie an die elektrischen Anlage anbinden
" Serviceklappe öffnen.
" Schlüsselschalter aufsetzen und von Stellung = in Stellung !
drehen.
Die elektrische Anlage ist nun an die Batterie angebunden.
318
Selbsthilfe
Mechanischer Batterietrennschalter
319
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Übersicht Fahrzeugaußenbeleuchtung
2
3
3.1
5
6
8
9
7
4
1
10
13
15
320
14
11
12
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
.
Seite
Bezeichnung
Typ / Leistung
.1.
Nebelscheinwerfer/F ernscheinwerfer
H4
24 V / 70 W/75 W
326
.2.
Fernscheinwerfer
Tagfahrlicht*
H7
H21
24 V / 70 W
24 V / 21 W
326
.3.
Scheinwerfer für Abblendlicht
Positionsleuchte
H7
W5W
24 V / 70 W
24 V / 5 W
325
.3.1.
Xenon*−Scheinwerfer für Abblendlicht
Positionsleuchte
D2R
W5W
24 V Longlife
24 V / 5 W
325
.4.
Fahrtrichtungsanzeiger
P21W
24 V / 21 W
326
.5.
Umrissleuchten vorne oben
LED
24 V / 1,5 W
328
.6.
Schlussleuchten hinten oben
LED
24 V / 0,4 W
328
.7.
Fahrtrichtungsanzeiger hinten oben
LED
24 V / 2,4 W
328
.8.
Reflektor
.9.
Rückfahrleuchten
P21W
.10.
Schlussleuchte / Bremsleuchte
P21/4W 24 V / 21/4 W
329
.11.
Fahrtrichtungsanzeiger hinten unten
PY21W 24 V / 21 W gelb
329
329
24V / 21W
329
.12.
Nebelschlussleuchte
P21W
24 V / 21 W
329
.13.
Kennzeichenleuchten
C5W
24 V / 5 W Soffittenlampen
329
.14.
Seitenmarkierungsleuchten mit integrierten Rückstrahlern
LED
24 V / 1,5 W
330
.15.
Fahrtrichtungsanzeiger seitlich
P21W
24 V / 21 W
327
321
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Übersicht Fahrzeuginnenbeleuchtung
4
1
5
3
2
6
7
322
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Bezeichnung
Typ / Leistung
.
Seite
330
.1.
Motorraumleuchte
P21W
24 V / 21 W
.2.
Innenbeleuchtung Transistorlampen
TL5HE/21W
Leuchtstoffröhre weiß
332
.3.
Innenbeleuchtung dunkel (Nachtbeleuchtung)
T4W
24 V / 4 W
332
.4.
Halogenspot Dachluken
EH11
28 V / 20 W
331
.5.
Halogenspot Fahrerplatz
EH11
24 V / 20 W
331
.6.
Halogenspot Zahltisch
EH11
24 V / 20 W
331
.7.
Halogenspot Türbereich
EH11
28 V / 20 W
331
323
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen austauschen
Vor dem Lampen austauschen
Unfallgefahr
Verbrennungs− und Verletzungsgefahr
XenonLampen* stehen unter Hochspannung. Xenon
Lampen nicht selber, sondern in einer MAN−Service−
Werkstatt überprüfen bzw. austauschen lassen.
Glühlampen und Lampenträger können heiß sein. Des
halb vor dem Austauschen abkühlen lassen.
Glühlampen stehen unter Druck und können beim Aus
tauschen platzen. Beim Hantieren mit Glühlampen
Handschuhe und Schutzbrille tragen.
Eine funktionierende Außen− und Innenbeleuchtung ist
wesentlicher Bestandteil der Betriebssicherheit des Fahr
zeuges. Defekte Lampen sofort austauschen.
S
S
S
S
S
324
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer sein.
Böden, Leitern und Treppen öl− und fettfrei halten. Für
sicheren Stand der Leiter sorgen.
Bei Arbeiten in Höhen besteht hohe Verletzungsgefahr.
Gegen Absturz sichern.
Das Fahrzeug kann sich unbeabsichtigt in Bewegung
setzen. Personen können stürzen, eingeklemmt und
Körperteile eingequetscht werden. Fahrzeug gegen
Wegrollen sichern.
Vor dem Austauschen einer Glühlampe unbedingt den
entsprechenden elektrischen Verbraucher ausschalten.
Glaskolben der Glühlampen nicht mit bloßen Fingern,
sondern mit einem fusselfreien Tuch anfassen.
Nicht mit öligen oder feuchten Händen Glühlampen
austauschen.
Darauf achten, dass durchgebrannte Glühlampen
durch Glühlampen gleicher Leistung und Spannung
ersetzt werden.
Kontakte des Lampenträgers gegebenenfalls von Korro
sion befreien.
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Scheinwerfereinheiten austauschen
Die Scheinwerfereinheiten sind durch Ausklappen der linken und
rechten Bugklappe zugänglich.
Verletzungsgefahr
2
XenonLampen* stehen unter Hochspannung. XenonLampen nicht
selber, sondern in einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen bzw.
austauschen lassen.
1
.1.
3
0R12.0809.S0004
Abblendscheinwerfer und Standlicht
Xenon*Abblendscheinwerfer und Standlicht
.2. Fernscheinwerfer
.3. Nebelscheinwerfer
Lampen der Abblendscheinwerfer austauschen
Im Gehäuse des Abblendscheinwerfers befindet sich auch die Glüh
lampe des Standlichts .6..
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Linke bzw. rechte Bugklappe ausklappen (. Seite 66).
" Verschluss der Abdeckhaube .1. in Pfeilrichtung drücken und Ab
deckhaube abnehmen.
" Kabelverbindung .4. der Glühlampe trennen.
" Spange .5 hineindrücken und aufklappen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
4
6
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
5
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0R12.0809.S0007
325
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Fernscheinwerfer und Nebelscheinwerfer austauschen
Die Vorgehensweise beim Austauschen der Glühlampen von Fern
scheinwerfer und Nebelscheinwerfer ist prinzipiell die gleiche.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Linke bzw. rechte Bugklappe ausklappen (. Seite 66).
" Verschlussdeckel des Fernscheinwerfers .1. bzw. Nebelscheinwer
fers .2. bis zum Anschlag nach links drehen und abnehmen.
" Kabelverbindung .3. der Glühlampe trennen.
" Spange .4. hineindrücken und aufklappen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
1
2
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R12.0809.S0004
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
5
Die Glühlampen von Abblend− und Fernscheinwerfer sind gleich.
So kann die Glühlampe des Fernscheinwerfers ersatzweise auch
für den Abblendscheinwerfer benutzt werden. Glühlampe bei näch
ster Gelegenheit erneuern.
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
4
3
0R12.0809.S0008
326
Tagfahrlicht wechseln*
" Fassung .5. leicht zusammendrücken und entgegen dem Uhrzei
gersinn mit der Glühlampe herausdrehen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der vorderen Fahrtrichtungsanzeiger austauschen
Die Lampen der vorderen Fahrtrichtungsanzeiger sind durch Aus
klappen der linken und rechten Bugklappen zugänglich.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Linke bzw. rechte Bugklappe ausklappen (. Seite 66).
" Lampenhalterung .1. bis zum Anschlag nach links drehen und aus
dem Gehäuse herausziehen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
1
0R12.0809.S0009
Lampen der seitlichen Fahrtrichtungsanzeiger austauschen
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die zwei Schrauben .2. mit einem Kreuzschlitzschraubendreher
herausdrehen und Abdeckung abnehmen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
2
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0A2X.0600.P0008
327
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der vorderen oberen Umrissleuchten austauschen
Die vorderen oberen Umrissleuchten sind in der oberen Fahrzeug
front eingelassen. Sie sind über den Fahrzeuginnenraum erreichbar.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Seitlichen Dachkanal mit Schlüssel öffnen.
" Die beiden Befestigungsschrauben .4. der Umrissleuchte mit ei
nem Kreuzschlitzschraubendreher herausdrehen.
" Kabelverbindung der Umrissleuchte trennen und gesamte Umriss
leuchte austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
4
0A2X.0809.P0015
328
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der hinteren Bremsleuchten, Schlussleuchten und Fahrt
richtungsanzeiger austauschen
Die Lampen sind links und rechts über den Motorraum zugänglich.
Bild ist beispielhaft.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Befestigungsschrauben .1. lösen.
" Lampenträger herausziehen.
" Abdeckung entfernen.
" Kabelverbindung der Glühlampe lösen.
" Lampensockel herausdrehen.
" Glühlampe austauschen.
1
0A39.0600.P0005
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Lampen der Rückfahrscheinwerfer austauschen
"
"
"
"
"
2
Elektrische Verbraucher ausschalten.
Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
Kabelverbindung .2. der Glühlampe lösen.
Lampensockel herausdrehen.
Glühlampe entnehmen und austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0A2X.0600.P0009
329
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Kennzeichenleuchten austauschen
Die Abdeckungen der beiden Kennzeichenleuchten befinden sich an
der Motorraumklappe. Diese lassen sich mit einem Kreuzschlitz
schraubendreher von außen abnehmen.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die beiden Befestigungsschrauben .3. mit einem Kreuzschlitz
schraubendreher herausdrehen und Abdeckung abnehmen.
" Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
3
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0516.0809.S0007
Seitenmarkierungsleuchten austauschen
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsschrauben .4. mit einem Kreuzschlitzschraubendreher
herausdrehen.
" Seitenmarkierungsleuchte abnehmen.
" Kabelverbindung der Seitenmarkierungsleuchte lösen.
" Seitenmarkierungsleuchte komplett austauschen.
4
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0A2X.0609.P0006
330
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Halogenstrahler austauschen
Die Halogenstrahler sind in die Decke im Fahrzeuginnenraum einge
baut. Es gibt sie in den Ausführungen gesteckt und geschraubt.
1
4426.0600.P0018
Ausführung mit Kunststoffring
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Halogenstrahler .1. mit dem Finger nach unten ziehen.
" Federklammern mit einem flachen Schraubendreher zur Seite
drücken und Strahler herausziehen.
" Halogenstrahler ausstecken und abnehmen.
Ausführung mit Schrauben
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die Befestigungsschrauben .2. mit einem Kreuzschlitzschrauben
dreher herausdrehen und Abdeckung abnehmen.
" Halogenstrahler ausstecken und abnehmen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
2
0A2X.0600.P0010
331
Selbsthilfe
Lampen austauschen
3
Lampen der hellen Innenbeleuchtung austauschen
Die Leuchtstoffröhren der hellen Innenbeleuchtung sind hinter den
transparenten Kunststoffabdeckungen an der Fahrzeuginnendecke
eingebaut. Die Kunststoffabdeckungen lassen sich mit einem flachen
Schraubendreher abheben. Bild ist beispielhaft.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Mit einem flachen Schraubendreher unter die transparente Ab
deckung .3 gehen und vorsichtig aus der Befestigungshalterung
heben.
" Kunsstoffabdeckung nach unten herausziehen.
" Leuchtstoffröhre austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0A2X.0600.P0011
Lampen der dunklen Innenbeleuchtung austauschen
Die Glühlampen der dunklen Innenbeleuchtung sind hinter den trans
parenten Kunststoffabdeckungen an der Fahrzeuginnendecke einge
baut. Die Kunststoffabdeckungen lassen sich mit einem flachen
Schraubendreher abheben. Bild ist beispielhaft.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Mit einem flachen Schraubendreher unter die transparente Ab
deckung .3. gehen und vorsichtig aus der Befestigungshalterung
heben.
" Kunsstoffabdeckung nach unten herausziehen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
3
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0A2X.0600.P0011
332
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Zusatzbremsleuchte austauschen
Im Fahrzeugheck ist die LED−Zusatzbremsleuchte eingebaut. Sie ist
vom Fahrgastraum zugänglich.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die beiden Schrauben .1. mit einem Kreuzschlitzschraubendreher
herausdrehen.
" Abdeckung .2. abnehmen.
" Kabelverbindung der Zusatzbremsleuchte lösen.
" Zusatzbremsleuchte herausnehmen und austauschen.
1
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2
0A2X.0609.P0004
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
Warnleuchte* der elektrischen Rollstuhlrampe austauschen
4
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsschrauben .3. mit einem Schlitzschraubendreher her
ausdrehen.
" Warnleuchtenabdeckung .4. abnehmen.
" Kabelverbindung der Warnleuchte trennen.
" Warnleuchte komplett austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
3
Um Schäden zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0A2X.0600.P0001
333
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen in Motorraum und Servicefächern austauschen
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen.
5
2216.0809.S0009
Die Motorraumleuchten und Servicefachleuchten befinden sich im
Motorraum und in den Servicefächern. Bild ist beispielhaft.
" Leuchte ausschalten.
" Die beiden Befestigungsschrauben .5. mit einem Kreuzschlitz
schraubendreher herausdrehen.
" Abdeckung abnehmen.
" Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
334
Selbsthilfe
Sicherungen wechseln
Sicherungen oder Relais wechseln
Brand− und Verletzungsgefahr
Vor Einsetzen einer neuen Sicherung elektrische Ver
braucher ausschalten. Stromschläge können die Ge
sundheit schädigen und Brände an der elektrischen An
lage verursachen.
Sicherungen nicht überbrücken, reparieren oder durch
solche mit falschem Amperewert ersetzen. Brände an
der elektrischen Anlage können die Folge sein.
Die vorgeschriebenen Sicherungswerte der einzelnen
Sicherungen und Relais können aus den Belegung
splänen (Aufklebern) im Verteilerkastendeckel oder ne
ben den Sicherungsblöcken entnommen werden.
Übersicht der Steuergeräte und Schalttafeln
(. Seite 336).
Schaltkasten öffnen (. Seite 68).
Deckenverkleidung öffnen (. Seite 67).
Vor dem Auswechseln einer durchgebrannten Siche
rung die Ursache des Kurzschlusses beseitigen.
Vor jeder Reparaturarbeit an der elektrischen Anlage
alle Verbraucher ausschalten und Minusklemmen an
den Fahrzeugbatterien abnehmen.
" Elektrischen Verbraucher bzw. Zündung ausschalten.
" Entsprechende Schalttafel zugänglich machen
(. Seite 336).
" Ursache des Kurzschlusses bzw. der Überlastung fest
stellen und beheben.
" Durchgebrannte Sicherung oder Relais entfernen und
durch solche mit vorgeschriebenem Wert ersetzen.
335
Selbsthilfe
Anordnung der Schalttafeln
Übersicht der Steuergeräte und Schalttafeln
Solobus
1
2
3
6
4
5
0A2X.0600.S0005
336
Selbsthilfe
Anordnung der Schalttafeln
Pos.
Benennung
.
Seite
339
.1.
Zusatzschalttafel Heck
.2.
SteuerungselektronikTüren,Zusatzschalttafel
339
.3.
SteuerungselektronikDach
339
.4.
Hauptschalttafel,IBIS−Schnittstelle
338
.5.
ZusatzschalttafelDiagnose
338
.6.
Batterie,Batterietrennschalter
318
Lage der Hochvoltkomponenten (. Seite 340)
337
Selbsthilfe
Anordnung der Schalttafeln
Belegung der Schalttafeln
Die Sicherungen und Relais für die verschiedenen Funktionen befin
den sich auf der Hauptschalttafel bzw. den Zusatzschalttafeln.
Hauptschalttafel
Auf der Hauptschalttafel befinden sich alle wichtigen Komponenten
wie MUX−Knoten, Zentralbordrechner, Fahrzeugführungsrechner,
Türsteuergerät, Relais und verschiedene Verteiler.
Die Hauptschalttafel ist hinter dem Fahrerarbeitsplatz auf einer Gerä
teplatte angeordnet.
Die einzelnen Sicherungen sind auf dem Aufkleber auf der Rückseite
der Abdeckung oder neben den Sicherungsblöcken näher erläutert.
0A2X.0600.S0008
Schaltkasten öffnen (. Seite 68).
Sicherungen oder Relais wechseln (. Seite 335).
Zusatzschalttafel Diagnose
Angeordnet ist sie hinter der Abdeckklappe im vorderen Einstiegsbe
reich. Die einzelnen Sicherungen sind auf dem Aufkleber neben der
Zusatzschalttafel näher erläutert.
Nach Ausfall eines Verbrauchers zuerst die Sicherungen der Zu
satzschalttafel prüfen. Kann der Fehler hier nicht lokalisiert werden,
Elektrik von einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen.
Sicherungen oder Relais wechseln (. Seite 335).
0A39.0600.P008
338
Selbsthilfe
Anordnung der Schalttafeln
Zusatzschalttafel Heck
Die Zusatzschalttafel befindet sich im Fahrzeuginnenraum unter den
seitlichen Deckenverkleidungen. Hier befinden sich MUX−Knoten,
Relais, Sicherungen und verschiedene Verteiler.
Die einzelnen Sicherungen sind auf dem Aufkleber neben den Si
cherungsblöcken näher erläutert.
Deckenverkleidung öffnen (. Seite 67).
Sicherungen oder Relais wechseln (. Seite 335).
0A2X.0600.P0013
Steuerungselektronik Dach
Die Steuerungselektronik befindet sich im Fahrzeuginnenraum unter
den seitlichen Deckenverkleidungen. Hier befinden sich MUX−Kno
ten, Relais, Sicherungen und verschiedene Verteiler.
Die einzelnen Sicherungen sind auf dem Aufkleber neben den Si
cherungsblöcken näher erläutert.
Deckenverkleidung öffnen (. Seite 67).
Sicherungen oder Relais wechseln (. Seite 335).
0A2X.0600.P0014
339
Selbsthilfe
Anordnung der Hochvolt−Komponenten
Übersicht der Hochvolt−Komponenten und
−Leitungen
4
3
2
5
1
6
Hochvolt−Komponenten
und −Leitungen
Sekundärkühlkreislauf
340
Selbsthilfe
Anordnung der Hochvolt−Komponenten
Pos.
.1.
.3.
Benennung
Hochvolt−Traktionsenergiespeicher(Ultracap−Speichermodule),
Schützbox mit Wartungsstecker
Komponententräger mit Hochvolt−Leistungselektronik,
Hochvolt−Stromverteiler und Hochvolt−Bordnetzwandler
Elektrische Klimaanlage mit Hochvolt−Scrollkompressor
.4.
Hochvolt−Bremswiderstand
.5.
Hochvolt−Lenkhydraulikpumpe mit 24 Volt,
Komfort−Backup−System
Elektrische Fahrantriebseinheit:
.2.
.6.
Generator und Anpassgetriebe,
Fahrmotoren und Summiergetriebe
341
Selbsthilfe
Instrumententräger öffnen
Instrumententräger öffnen
2
Zur Überprüfung der Steckerverbindungen kann die obere Hälfte des
Instrumententrägers abgenommen werden.
Verriegelung des Instrumententräger lösen
" Schalterblöcke .1. links und rechts des Instrumententrägers vor
sichtig mit einem flachen Schraubendreher .2. aushebeln.
1
45XX.0600.P0001
Die Schnellverschlüsse befinden sich links und rechts innerhalb des
Instrumententrägers.
" Durch die Öffnungen der Schalterblöcke in den Instrumententrä
ger fassen.
" SchnellverschlussSicherung .3. in Pfeilrichtung hochdrücken.
" Schnellverschluss .4. in Richtung Lenkrad umklappen.
" Instrumententräger nach oben abnehmen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
4
3
45XX.0600.P0002
342
Selbsthilfe
Bei leergefahrenem Tank
Kraftstoffanlage entlüften
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen. Schild mit der Aufschrift Motor nicht starten"
am Lenkrad anbringen.
1
Wurde der Kraftstofftank vollständig leer gefahren oder werden die
KraftstoffFiltereinsätze erneuert, muss die Kraftstoffanlage entlüftet
werden. Bild ist beispielhaft.
121X.0600.S0018
Die Handpumpe ist über die Motorraumklappe erreichbar.
" Motor und Zündung ausschalten.
" Kraftstofftank auffüllen (. Seite 283)
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Stößel .1. der Handpumpe herausdrehen.
" Pumpen, bis das Überströmventil hörbar öffnet.
" Weiterpumpen, bis ein deutlicher Widerstand an der Handpumpe
zu spüren ist.
" Stößel der Handpumpe nach unten drücken und festdrehen.
" Motor starten und ca. 10 Sekunden bei mittlerer Drehzahl laufen
lassen.
" Kraftstofffilter auf Dichtheit prüfen.
" Motor und Zündung ausschalten.
" Motorraumklappe schließen.
Anzugsdrehmoment
Stößel
4 Nm
343
Selbsthilfe
Bei Mikroorganismen im Tank
Mikroorganismen im Tank beseitigen
Dieselkraftstoffe können mit Mikroorganismen befallen sein,
die sich unter ungünstigen Bedingungen vermehren kön
nen. Die Ursache des Befalls kann innerhalb der Liefer
kette (Schiff, Großtank, Händler, Betriebstankstelle) liegen.
Die Vermehrung der Mikroorganismen wird ermöglicht
durch Kondenswasser, Schwefel, Phosphor, Stickstoff, Sau
erstoff, Spurenelemente und Kraftstoffadditive. Je nach
Temperaturbedingungen vermehren sich die Mikroorganis
men mehr oder weniger stark.
Dabei kommt es zur Bildung von faserigen Pilzgeflechten
und Schlamm, die zu mikrobieller Korrosion in Kraftstoff
tank und Kraftstoffleitungen führen. Dadurch setzen sich
Kraftstofffilter mit Rostpartikeln und Biomasse zu.
Die Folge ist eine Leistungsminderung des Motors bis
zum Liegenbleiben des Fahrzeuges. Die Kraftstofffilter
müssen dann in relativ kurzen Intervallen gewechselt wer
den.
Desinfektionsmittel
Wird im Fahrzeugtank ein Befall durch Mikroorganismen
festgestellt, können zur Bekämpfung folgende Desinfekti
onsmittel verwendet werden:
Produkt
grotamar 71
BAKZID
Hersteller
Schülke & Mayr GmbH
Robert−Koch−Str. 2
D−22851 Norderstedt
Tel.: +49−40−521−00−0
Fax.: +49−40−521−00−244
www.schuelke.com
MAHLE NFV GmbH
Tarpenring 33
D−22419 Hamburg
Tel.: +49−40−5300−40−0
Fax.: +49−40−527−8089
www.mahle.com
Diese Desinfektionsmittel dürfen nur bei Befall durch
Mikroorganismen verwendet werden. Desinfektionsmittel
nicht prophylaktisch oder regelmäßig anwenden.
344
Selbsthilfe
Bei Mikroorganismen im Tank
Desinfektionsmittel anwenden
Gesundheitsgefahr
Desinfektionsmittel sind ätzend und können die Ge
sundheit gefährden. Geeignete Schutzausrüstung
(Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Atemschutz) tragen.
Desinfektionsmittel nur in gut belüfteten Räumen ver
wenden. Nach Hautkontakt, Augenkontakt oder Ver
schlucken Desinfektionsmittel sofort abwaschen bzw.
ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Sicherheitsdatenblätter des DesinfektionsmittelHerstel
lers beachten.
Bei sichtbarem Schlamm oder häufiger Kraftstofffilterver
stopfung folgendermaßen vorgehen:
" Auf 100 Liter Dieselkraftstoff ca. 100 ml Desinfektions
mittel in den noch zu ca. 1/3 gefüllten Kraftstofftank
zugeben.
" Kraftstofftank mit Dieselkraftstoff volltanken
(. Seite 283).
Durch die Anwendung von Desinfektionsmitteln wird
nur die Auswirkung im Fahrzeugtank beseitigt. Ist eine
Betriebstankstelle vorhanden wird empfohlen, diese auf
Mikroorganismen zu untersuchen und gegebenenfalls
zu desinfizieren und zu reinigen.
Umwelthinweis
Streng darauf achten, dass das Desinfektionsmittel nicht
in die Kanalisation oder in den Erdboden eindringt −
Gefahr der Trinkwasserverseuchung! Sofort zuständige
Behörden benachrichtigen.
Sicherheitsdatenblätter des DesinfektionsmittelHerstellers
beachten.
Auch die Angaben des DesinfektionsmittelHerstellers
beachten.
Dadurch wird das Desinfektionsmittel mit dem Dieselkraft
stoff vermischt.
Diesen Vorgang bei den nächsten 3 Tankvorgängen wie
derholen und Kraftstofffilter regelmäßig kontrollieren.
Tritt keine Besserung ein, komplettes Kraftstoffsystem in
einer MAN−Service−Werkstatt reinigen lassen.
345
Selbsthilfe
Bei Ausfall des Kühlerlüfters
Kühlerlüfter überbrücken
Unfallgefahr
2
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen. Schild mit der Aufschrift Motor nicht starten"
am Lenkrad anbringen.
1
Verbrennungsgefahr
0A2X.0600.P0015
Der Motor kann sehr heiß sein. Berühren von heißen Bauteilen
kann zu Verbrennungen an Armen und Händen führen. Geeignete
Schutzkleidung bei Arbeiten in diesem Bereich tragen oder Motor
ausreichend abkühlen lassen.
Bei einem Defekt der elektrischen Lüftersteuerung oder bei einem
Temperaturfühlerausfall läuft der hydrostatische Lüfterantrieb mit ma
ximaler Drehzahl. Ein Defekt kann im Notfall auch simuliert werden,
indem der elektrische Stecker am Proportionalventil .1. bei stillstehen
dem Lüfter ausgesteckt wird.
Bei unüblichen Motortemperaturwerten muss der Stecker .1. am
Proportionalventil .2. des Hydromotors ausgesteckt werden. Hydro
statischen Lüfterantrieb baldmöglichst in einer MAN−Service−
Werkstatt überprüfen lassen. Ölverlust kann zum Ausfall des hydro
statischen Lüfterantriebes und in der Folge zu Motorschäden füh
ren. Bei einem Totalausfall des Lüfterantriebes nicht weiterfahren.
Motorschäden durch Überhitzung wären die Folge.
346
Selbsthilfe
Bei defekter Zusatzheizung
Zusatzheizung nach Störabschaltung wieder einschalten
1
Brandgefahr
Eine defekte oder fehlerhafte Zusatzheizung kann einen Brand aus
lösen. Eine durch Störabschaltung abgeschaltete Zusatzheizung
nicht wieder in Betrieb nehmen. Zusatzheizung umgehend in einer
MAN−Service−Werkstatt prüfen lassen.
Bei Erkennen einer Störung führt die Zusatzheizung selbstständig
eine Störabschaltung durch. Bei mehrfach hintereinander auftreten
den Störabschaltungen verriegelt sie vollständig. Eine Behebung der
Störung muss dann durch eine MAN−Service−Werkstatt erfolgen.
Die Zusatzheizung befindet sich rechts unterhalb im Motorraum.
1122.0815.S0001
Zusatzheizung nach Überhitzung wieder einschalten
Der Temperaturbegrenzer schaltet die Zusatzheizung bei Betriebs
temperaturen > 125 °C ab. Dies geschieht z. B. durch Kühlmittel mangel. Der Temperaturbegrenzer ist rückstellbar.
" Kühlmittel nachfüllen (. Seite 364).
" Abdeckkappe des Temperaturbegrenzers .1. drücken.
Die Zusatzheizung ist wieder betriebsbereit.
Diese Funktion ist nur bei der SPHEROSZusatzheizung integriert.
Die EberspächerZusatzheizung muss nach einer Verriegelung
durch Diagnosegeräte wieder entriegelt werden.
347
Selbsthilfe
Bei defekter Zusatzheizung
Sonstige Störabschaltungen beheben
Eine Störabschaltung kann durch vielfältige Störungen
entstehen. In den meisten Fällen lässt sich diese aber
kurzfristig beheben.
" Zusatzheizung an der Bedieneinheit HLK (. Seite 84)
aus− und wieder einschalten.
Die Zusatzheizung ist wieder betriebsbereit.
Treten Störabschaltungen wiederholt auf, Zusatzheizung
in einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen.
Die Zusatzheizung kann sonst Schaden nehmen.
Die Brennluft− und Abgasführung muss durchgängig
sein. Durchgängigkeit gegebenenfalls prüfen.
348
Selbsthilfe
Kraftstofffilter Zusatzheizung
Kraftstofffilter für Zusatzheizung erneuern
Ein verschmutzter Kraftstofffilter kann die Leistung der Zu
satzheizung verringern, bzw. eine Störabschaltung herbei
führen.
Störabschaltung (. Seite 347).
Den Kraftstofffilter für Zusatzheizung mindestens einmal
jährlich − bei stark verschmutztem Kraftstoff auch öfter −
erneuern.
War das Kraftstoffsystem mit Mikroorganismen befallen
(. Seite 344), Kraftstofffilter für Zusatzheizung nach der
Desinfektion erneuern.
Gesundheitsgefahr
Kraftstoff ist gesundheitsschädlich. Kraftstoff weder mit
der Haut noch mit der Kleidung berühren. Kraft
stoffdämpfe nicht einatmen. Wurde Kraftstoff ver
schluckt, sofort einen Arzt aufsuchen.
Kraftstoff von Kindern fernhalten.
Brandgefahr
Dieselkraftstoff und Heizöl sind entzündlich. Feuer, offe
nes Licht und Rauchen ist daher im Umgang mit Kraft
stoff verboten.
Kraftstofffilter erneuern
Unfall− und Verbrennungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Starten des Motors während des Arbeitens im Motor
raum kann zu schweren Verletzungen führen. Schild mit
der Aufschrift Motor nicht starten" am Lenkrad anbrin
gen.
Der Motor kann sehr heiß sein. Dies kann zu Verbren
nungen an Armen und Händen führen. Geeignete
Schutzkleidung bei Arbeiten in diesem Bereich tragen
oder Motor ausreichend abkühlen lassen.
Die Zusatzheizung kann sehr heiß sein. Körperteile und
Kleidung können verbrennen. Deshalb vor Arbeiten an
der Zusatzheizung diese abkühlen lassen.
Beim Filterwechsel auf größtmögliche Sauberkeit ach
ten. Verunreinigungen die in das Kraftstoffsystem ge
langen können zu Schäden führen.
Umwelthinweis
Gegenstände, die mit Dieselkraftstoff oder Heizöl in
Berührung kamen, umweltgerecht entsorgen. Gesetz
liche Vorschriften beachten.
349
Selbsthilfe
Kraftstofffilter Zusatzheizung
3
1
2
0A2X.0600.S0020
" Kraftstoffleitung mit Absperrhahn .1. schließen.
" Geeignetes Gefäß zum Auffangen von Kraftstoff unter das Krafts
tofffiltergehäuse .2. stellen.
" Kraftstofffiltergehäuse gegen Herabfallen sichern.
" Sechskantschraube .3. − SW 17 − lösen und Kraftstofffilterge
häuse abnehmen.
" Kraftstofffilter entnehmen und fachgerecht entsorgen.
" Kraftstofffiltergehäuse gegebenenfalls reinigen.
" Dichtungen des neuen Kraftstofffilters mit Kraftstoff benetzen und
Kraftstofffilter im Kraftstofffiltergehäuse platzieren.
" Kraftstofffiltergehäuse mit der Sechskantschraube befestigen. Ge
gebenenfalls Kupferdichtring erneuern.
" Absperrhahn öffnen.
" Kraftstofffiltergehäuse auf Dichtheit prüfen.
Treten Störabschaltungen an der Zusatzheizung auf, Zusatzheizung
in einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen. Die Zusatzhei
zung kann sonst Schaden nehmen.
Hinweise des Herstellers der Zusatzheizung beachten.
350
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Was tun, wenn ...
Qualifikation HochvoltTechnik
Bei der Errichtung, Änderung und Instandhaltung elektri
scher Anlagen und Betriebsmittel fallen elektrotechnische
Tätigkeiten an. Arbeiten an elektrischen Anlagen und Be
triebsmitteln dürfen nur von Elektrofachkräften oder unter
deren Leitung und Aufsicht durchgeführt werden.
Anforderungen an elektrotechnisches Fachpersonal
Die fachlichen Anforderungen an Personen, die im Bereich
der Elektrotechnik Tätigkeiten ausführen, die von Bedeu
tung für die elektrische Sicherheit sind, sind in verschiede
nen Vorschriften und VDE−Bestimmungen festgelegt,
z. B.:
Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 Elektrische Anlagen
und Betriebsmittel"
S VDE 0105 Teil 100 Betrieb von elektrischen Anlagen
S VDE 1000 Teil 10 Anforderungen an die im Bereich
der Elektrotechnik tätigen Personen"
Fahrpersonal
Dieser Ratgeber enthält Tipps und Hinweise, die eine
mögliche Störung am Fahrzeug beheben helfen. Eine Wei
terfahrt zumindest bis zur nächsten MAN−Service−Werk
statt wird so ermöglicht.
Wird eine Störung im Multifunktionsdisplay (MFD) ange
zeigt oder leuchtet eine Kontrollleuchte auf, kann auch
zuerst an entsprechender Stelle in dieser Betriebsanleitung
nachgeschlagen werden.
Um sicherzustellen, dass die Fehlerursache wirklich gefun
den und behoben wurde sollte anschließend eine MAN−
Service−Werkstatt aufgesucht werden.
Bei allen nicht aufgeführten Störungen muss eine Ser
vice−Werkstatt aufgesucht werden. Diese Arbeiten dür
fen nur durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt
werden.
351
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Motor
Störung
Motor springt nicht an,
aber Anlasser dreht sich.
mögliche Ursache
Batterie ungenügend geladen.
Behebungsvorschläge
" Batterie laden.
Kraftstoffbehälter fast oder vollständig leer.
" Starthilfe geben lassen (. Seite 316).
" Fahrzeug betanken (. Seite 283).
Luft im Kraftstoffsystem.
Kraftstoff nicht kältefest.
Außentemperatur zu niedrig.
Tank, Wasserabscheider , Hauptfilter, Überström
ventil, Förderpumpe von Pilzen befallen.
Motor läuft unregelmäßig,
g
g
Tankentlüftung des Kraftstoffbehälters verstopft.
setzt
t t aus oder
d h
hatt nicht
i ht di
die Luftmangel bei höherer Drehzahl, weil Luftfilter
volle Leistung
verschmutzt ist.
Abgase sind schwarz.
Luftfilter verschmutzt, dadurch Ansaugluftman
gel.
Abgase sind blau.
Ölstand im Motor zu hoch.
" Kraftstoffanlage entlüften (. Seite 343).
" Kraftstoffanlage entlüften (. Seite 343).
" Kraftstoffilter erneuern, Kraftstofftank ent
leeren, Winterkraftstoff verwenden
(. Seite 290).
" Vorbereitungen für den Winterbetrieb be
achten (. Seite 396).
" Bei Pilzbefall komplettes Kraftstoffsystem
reinigen.
" Tankentlüftung reinigen.
" Luftfilter reinigen bzw. Filtereinsatz erneu
ern.
" Luftfilter reinigen bzw. Filtereinsatz erneu
ern.
" Ölstand des Motors prüfen (. Seite 369),
eventuell Öl ablassen.
" Automatische Ölnachfüllung ausschalten
(. Seite 369).
352
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Störung
mögliche Ursache
Motoröldruck zu niedrig.
Motorölstand in der Ölwanne zu niedrig.
Vorsicht! Bei raschem Ab
sinken
i k M
Motor
t abstellen!
b t ll !
Ölwanne beschädigt, oder Motorölkreislauf un
dicht.
Motoröl zu dünnflüssig.
Kühlmitteltemperatur zu
hoch.
Zu wenig Kühlmittel oder Kühlanlage nicht voll
ständig entlüftet.
Kühler außen stark verschmutzt.
Hydrostatischer Lüfterantrieb defekt.
Ladekontrollleuchte leuch
tet nicht bei stehendem
Motor.
Glühlampe defekt.
Behebungsvorschläge
" Ölstand des Motors prüfen bzw. Öl nach
füllen (. Seite 369).
" MAN−Service−Werkstatt aufsuchen.
" Motoröl ablassen und neues Motoröl der
vorgeschriebenen SAE−Klasse einfüllen.
" Kühlmittel nachfüllen und entlüften
(. Seite 364).
" Kühler reinigen (siehe Wartungsanleitung).
" Kühlerlüfter überbrücken (. Seite 346),
MAN−Service−Werkstatt aufsuchen.
" Glühlampe auswechseln.
353
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Bremsanlage
Störung
Warnleuchte leuchtet beim
Fahren auf.
Ungleichmäßige
g
g Brems
wirkung.
ik
mögliche Ursache
Achtung! Sofort anhalten. Kein oder zu wenig
Bremsdruck. Kein Vorratsdruck.
Schlechte Bereifung.
Reifenluftdruck ungenügend.
Feststellbremse löst nicht.
Kein oder zu wenig Vorratsdruck im Feststell
bremskreis.
Behebungsvorschläge
" MAN−Service−Werkstatt aufsuchen.
" Abgefahrene Reifen auswechseln.
" Reifenluftdruck prüfen, eventuell korri
gieren (. Seite 425).
" Im Notfall: Federspeicher mechanisch lö
sen (. Seite 301) oder mit Notlösevorrich
tung lösen (. Seite 132) um das Fahrzeug
aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
" Fahrzeug umgehend abstellen und mit Un
terlegkeilen gegen Wegrollen sichern.
MAN−Service−Werkstatt aufsuchen.
354
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Lenkung
Störung
ServoLenkung schnarrt
beim Einschlagen.
mögliche Ursache
Luft im Hydrauliksystem durch Ölmangel.
Fahrzeug ist bei Gerade
ausfahrt nicht einwandfrei
zu lenken.
Reifenluftdruck ungenügend.
Achsschenkel trocken.
Zu wenig Lenkungshydrauliköl in der Anlage.
Lenkung schwergängig.
Lenkunterstützung bei Au
ßentemperaturen unter
−10°C ausgefallen.
Die elektrohydraulisch ge
lenkte Nachlaufachse
(EHLA) wird nicht mehr
aktiv gelenkt.
Luft im Hydrauliksystem. Zu wenig Lenkungs
hydrauliköl in der Anlage.
Viskosität des Lenköls bei tiefen Außentempera
turen zu hoch. Abhilfe durch Neustarten des
Motors.
Störung im System.
Umlaufventil im Hydraulikblock öffnet, d. h. es
ist stromlos
Behebungsvorschläge
" Anlage auf Dichtheit prüfen.
" Lenkungshydrauliköl nachfüllen
(. Seite 367).
" Reifenluftdruck prüfen, eventuell korrigie
ren
(. Seite 425).
" Achsschenkel schmieren.
" Anlage auf Dichtheit prüfen.
" Lenkungshydrauliköl nachfüllen
(. Seite 367).
" Anlage auf Dichtheit prüfen.
" Lenkungshydrauliköl nachfüllen
(. Seite 367).
" Motor neu starten
(. Seite 247).
" Vor dem Rückwärtsfahren die elektrohy
draulische Lenkanlage sperren.
355
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Elektrische Anlage
Störung
Motor startet nicht, Anlas
ser dreht nicht durch.
Anlasser arbeitet nicht
oder dreht sich zu lang
sam.
Ladekontrolle im Fahrer
display erscheint bei lau
fendem Motor.
mögliche Ursache
Batterietrennschalter ausgeschaltet.
Motorraumklappe geöffnet.
Batterien entladen oder schadhaft.
Batterieklemmen gelöst, oxydiert. Anlasser bzw.
Minusleitung gelöst oder schadhaft.
Batterietrennschalter defekt.
Behebungsvorschläge
" Batterietrennschalter einschalten
(. Seite 297).
" Motorraumklappe schließen.
" Aufladen oder erneuern.
" Klemmen reinigen, mit Säureschutzfett be
streichen, fest anziehen bzw. erneuern.
" Batterietrennschalter prüfen.
Batterie ungenügend geladen.
" Batterien laden.
Keilriemen nicht genügend gespannt.
" Keilriemen spannen oder wechseln
(. Seite 297).
Keilriemen gerissen.
Generator defekt.
356
" Automatischen Keilriemenspanner span
nen oder wechseln.
" Keilriemen wechseln (. Seite 297).
" MAN−Service−Werkstatt aufsuchen.
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Türen
Störung
Tür schließt nicht.
mögliche Ursache
Nothahn betätigt.
Druckluftverlust.
Rollstuhlrampe nicht vollständig eingeklappt.
Tür öffnet nicht.
Reversieranlage, Lichtschranke oder Trittmatte
aktiv.
Tür verriegelt.
Tür von außen durch Serviceklappe oder Hin
dernis blockiert.
Behebungsvorschläge
" Tür wieder betriebsbereit machen
(. Seite 297).
" Fahrzeug fremdbefüllen (. Seite 297).
" Rollstuhlrampe vor dem Einklappen von
Schmutz befreien. Rollstuhlrampe verwen
den (. Seite 297).
" Hindernisse im Bereich des Türeinstiegs
entfernen.
" Tür entriegeln (. Seite 297).
" Serviceklappe schließen.
" Hindernis entfernen.
357
Selbsthilfe
Was tun, wenn ...
Heizung, Lüftung, Klima
Störung
Zusatzheizung startet
nicht.
Schlechte Temperatur regelung bei Heizbetrieb.
Klimaanlage
g hat mangel
g
h ft oder
hafte
d kkeine
i L
Leistung.
i t
358
mögliche Ursache
Bei Fahrzeugen mit Zusatztank kein Kraftstoff im
Tank.
Batterien fast leer. Steuerung schaltet wegen
Unterspannung ab.
Brennstofffilter verstopft.
Überhitzungssicherung an der Zusatzheizung
aktiv.
Störverriegelung in der Zusatzheizung aktiv.
Schlechte Fahrgastraumentlüftung.
Umluftfiltermatte verschmutzt.
Verdampfer vereist.
Behebungsvorschläge
" Zusatztank auffüllen (. Seite 283).
" Batterien laden.
" Filter reinigen.
" Sicherung entriegeln, eventuell auf Was
sermangel der Zusatzheizung prüfen.
" Störverriegelung aufheben, siehe Zusatz
heizunghersteller Betriebsanleitung.
" Entlüftung von Gepäck oder Kleidungs
stücken freimachen.
" Umluftfiltermatte reinigen (. Seite 391).
" Belüftungsdüsen der Fahrgastraumbelüf tung öffnen.
Wartung
Wartung &
& Pflege
Pflege
MAN Service
Wartungsarbeiten
Sonstige Arbeiten
Winterbetrieb
Fahrzeug stilllegen
Reinigung und Pflege
359
359
Wartung & Pflege
MAN / Service
MAN / Service
ServiceAngebot
MAN stellt ein europaweit, flächendeckendes Servicenetz zur Verfü
gung. Reparaturen, Instandsetzungen und Wartungen können somit
ortsunabhängig von kompetenten Fachkräften durchgeführt werden.
Die MAN Stützpunktdatei (www.mn.man.de) informiert Sie über das
Leistungsangebot der MAN Bus & Truck Werkstatt in Ihrem Umfeld.
Reparatur− und Wartungsverträge
0A2X.0700.S0003
MAN bietet für Reise− und Überlandbusse drei verschiedene Ser
viceverträge an:
S MAN / Service Comfort
S MAN / Service ComfortPlus
S MAN / Service ComfortSuper
Die Reparatur− und Wartungsverträge sind nach dem Baukasten
prinzip aufgebaut. So ist es möglich, den Komfort als Basisvertrag
auf Wunsch um zahlreiche zusätzliche Leistungen zu erweitern.
Zusammen ergibt sich dadurch ein komplettes Servicepaket, maßge
schneidert auf die ganz individuellen Bedürfnisse der MAN− und
NEOPLAN−Kunden.
360
Wartung & Pflege
MAN / Service
Mobile24
Zur schnellen und zuverlässigen Pannenabwicklung wird von MAN
der Service Mobile24 angeboten. Das ist eine europaweit einheitliche
Rufnummer, unter der MAN− und NEOPLAN−Fahrer rund um die
Uhr Hilfe bekommen, sollten unterwegs technische Probleme mit
dem Fahrzeug auftreten. Die MAN−Mitarbeiter im ServiceCenter
sprechen sechs Sprachen.
Je nach ihrem Fehlerbild kontaktiert ein MAN−Mitarbeiter einen qua
lifizierten und motivierten Monteur vor Ort, der mit MAN zusammen
arbeitet − an über 1200 Stützpunkten in Europa.
0A2X.0700.S0004
Sprachauswahl der Mobile24 Servicenummer:
S Englisch:
+49 180/ 53535333−1
S Französich:
+49 180/ 53535333−2
S Deutsch:
+49 180/ 53535333−3
S Spanisch:
+49 180/ 53535333−4
S Italienisch:
+49 180/ 53535333−5
S Niederländisch: +49 180/ 53535333−6
361
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Auszuführende Wartungsarbeiten
Die Betriebssicherheit des Fahrzeuges ist Vorausset
zung für die Fahrsicherheit. Richtige Wartung und
Pflege erhalten die Betriebssicherheit.
Ergänzend zu den Vorbereitungen vor jeder Fahrt
(. Seite 245) müssen wöchentlich bzw. monatlich fol
gende Wartungsarbeiten und Zusatzarbeiten durchgeführt
werden:
362
Wöchentliche Wartungsarbeiten
S Flüssigkeitsstand der Scheibenwaschanlage kontrollie
ren bzw. nachfüllen (. Seite 378).
S Frischluftfiltermatte der Klimaanlage reinigen. Alle
2 Wochen, in extrem staubigen Gebieten auch öfter.
S Aggregate auf Dichtheit prüfen (. Seite 380).
S Kraftstoffvorfilter prüfen bzw. Wasser ablassen.
S Reifenluftdruck und Reifenzustand prüfen bzw. korrigie
ren (. Seite 380).
S Luftfederbälge auf Zustand prüfen (. Seite 383).
S Drehgelenk auf Dichtheit und Sauberkeit prüfen, gege
benfalls reinigen.
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Monatliche Wartungsarbeiten
S Bei nicht wartungsfreien Batterien: Flüssigkeitsstand der
Batterien prüfen, gegebenenfalls nachfüllen
(. Seite 376).
S Wischerblätter auf Zustand prüfen, gegebenenfalls aus
tauschen (. Seite 379).
S Einstellung der Spritzdüsen prüfen, gegebenenfalls
korrigieren (. Seite 379).
S Kühlmittelstand prüfen, gegebenenfalls korrigieren
(. Seite 364).
S Ölstand des Motors prüfen, gegebenenfalls korrigieren
(. Seite 369).
S Ölstand der Lenkhydraulik prüfen, gegebenenfalls korri
gieren (. Seite 367).
S Zustand und Spannung der Keilriemen prüfen, gegebe
nenfalls korrigieren (. Seite 374).
S Luftfilteranlage prüfen (. Seite 381).
S Flüssigkeitsstand des hydrostatischen Lüfterantriebes
prüfen, gegebenenfalls nachfüllen (. Seite 373).
S Druckluftbehälter auf Wasseransammlung prüfen.
S Bremsbelagverschleiß am Bremssattel kontrollieren
(. Seite 385).
S Abgasanlage sichtprüfen.
S Seitenlackierung, Radkästen, Motor und Motorenteile
auf Korrosion sichtprüfen.
Auf den folgenden Seiten sind sämtliche Wartungsar
beiten aufgeführt.
Zusatzarbeiten
Die Zusatzarbeiten können, wie im Wartungsnachweis auf
geführt, im eigenen Betrieb ausgeführt werden, wenn hier
für geeignetes Personal und Gerätschaften verfügbar sind.
363
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Dieselmotor Kühlmittelstand prüfen
Verbrühungsgefahr
MAX
2
3
Das Kühlsystem steht unter Druck. Verschlussdeckel deswegen erst
öffnen, wenn der Motor sich abgekühlt hat. Sonst besteht die Ge
fahr von Verbrühungen durch herausspritzendes, heißes Kühlmittel.
Augen und Hände können verletzt werden. Geeignete Schutzklei
dung tragen (Schutzbrille, Lederhandschuhe).
1
Je nach Ausstattung kann der Einbauort des Kühlmittelausgleichs
behälter variieren. Bilder sind beispielhaft.
0A2X.0700.S0002
Kühlmittelstand bei kaltem Motor prüfen
" Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen.
" Serviceklappe öffnen.
" Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter .1. prüfen.
Kühlmittelstand darf bei kaltem Motor nicht unterhalb der MIN−Mar
kierung 3. stehen. Bei zu niedrigem Kühlmittelstand erscheint im Fah
rerdisplay eine entsprechende Meldung (. Seite 235).
Kühlmittel nachfüllen
" Verschlussdeckel .2. vorsichtig nur so weit öffnen, dass der Über
druck kontrolliert entweicht.
" Verschlussdeckel weiterdrehen und abnehmen.
" Fehlendes Kühlmittel vorbereiten und Ausgleichsbehälter bis MAX
komplett auffüllen.
364
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Kühlmittel besteht aus Wasser, Frost− und Korrosions
schutzmittel. Beim Nachfüllen auf das richtige Mi
schungsverhältnis achten (. Seite 427), auch wenn
Frostschutzeigenschaften nicht erforderlich sind.
Bei hoher Kühlmittelverlustmenge und damit verbunde
ner hoher Betriebstemperatur kein kaltes Kühlmittel
nachfüllen. Durch den Temperaturunterschied besteht
die Gefahr von Motorschäden. Verschlussdeckel der
gegenüberliegenden Seite des Ausgleichsbehälters
nicht öffnen.
Siehe auch Wartungsnachweis.
365
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Sekundärkühlkreislauf prüfen
Verbrühungsgefahr
Verschlussdeckel erst öffnen, wenn der Motor sich abgekühlt hat.
Sonst besteht die Gefahr von Verbrühungen durch herausspritzen
des, heißes Kühlmittel. Augen und Hände können verletzt werden.
Geeignete Schutzkleidung tragen (Schutzbrille, Lederhandschuhe).
1
Kühlmittelstand bei kaltem Motor prüfen
" Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen.
" Serviceklappe .1. öffnen.
" Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter .2. prüfen.
0A2X.0700.S0001
3
2
MAX
Kühlmittelstand darf bei kaltem Motor nicht unterhalb der MIN−Mar
kierung stehen. Bilder sind beispielhaft.
Kühlmittel nachfüllen
" Verschlussdeckel .3. vorsichtig öffnen.
" Verschlussdeckel weiterdrehen und abnehmen.
" Fehlendes Kühlmittel vorbereiten und Ausgleichsbehälter bis MAX
komplett auffüllen.
Siehe auch Wartungsnachweis.
0A2X.0700.S0002
366
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Ölstand Lenkhydraulik prüfen
Der Ölbehälter .1. für die Lenkhydraulik ist über die Motorraumklappe
zugänglich.
1
Unfallgefahr
Zu niedriger Ölstand kann zu Funktionsstörungen oder gänzlichem
Ausfall der Lenkung führen. Lenkung bei Ölverlust unbedingt von
einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen.
Ölstand der Lenkhydraulik prüfen
0A89.0700.S0012
Fahrzeug auf ebene Fläche stellen.
Motor laufen lassen.
Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
Ölmessstab .1. herausziehen und prüfen, ob der Ölstand an der
MAX" Markierung steht.
" Motor abstellen.
"
"
"
"
Hydrauliköl nachfüllen − siehe Wartungsanleitung.
Bei stehendem Motor steigt der Ölstand um 1−2 cm.
367
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
2
Öl
"
"
"
1
nachfüllen
Verschlussdeckel .2. öffnen. Bild ist beispielhaft.
Lenkhydrauliköl nachfüllen.
Ölmessstab .1. herausziehen und prüfen, ob der Ölstand an der
MAX" Markierung steht. Gegebenenfalls Lenkhydrauliköl erneut
nachfüllen
Umwelthinweis
Beim Nachfüllen kein Öl verschütten. Es darf kein Öl ins Erdreich
oder in Gewässer gelangen. Sonst wird die Umwelt geschädigt.
Siehe auch Wartungsnachweis.
0A89.0700.S0012
368
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Ölstand des Motors prüfen
Der genaue Ölstand kann nur ermittelt werden, wenn der Motor über
einen längeren Zeitraum abgestellt war. Mindestens aber
20 min nach Abstellen des Motors mit der Ölstandskontrolle warten,
damit sich das Öl in der Ölwanne sammeln kann.
1
0A2X.0700.S0003
MAX
Ölstand prüfen
" Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen.
" Motor ausschalten.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Ölmessstab .1. herausziehen.
" Prüfen, ob der Ölstand zwischen der oberen und unteren Markie
rung des Ölmessstabes liegt.
MIN
2216.0908.S0002
369
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Öl nachfüllen
" Verschlussdeckel des Einfüllstutzens .2. abnehmen.
" Fehlende Menge Öl nachfüllen.
Die Differenz zwischen Ölmenge zwischen MIN" und MAX" beträgt
ca. 6 Liter.
Umwelthinweis
Beim Nachfüllen kein Öl verschütten. Es darf kein Öl ins Erdreich
oder in Gewässer gelangen. Sonst wird die Umwelt geschädigt.
2
Siehe auch Wartungsnachweis und MAN−Betriebsstoffempfeh
lungen.
0A2X.0700.S0004
370
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Automatische Ölnachfüllung*
Ölstand prüfen
" Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen.
" Motor ausschalten.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Prüfen, ob der Ölstand zwischen der oberen und unteren Markie
rung des Ölmessstabes liegt.
3
Öl nachfüllen
" Verschlussdeckel des Einfüllstutzens .3. abnehmen.
" Fehlende Menge Öl nachfüllen.
4426.0910.P0002
Automatische Ölnachfüllung einschalten
Die automatische Ölnachfüllung gewährleistet eine selbstständige
und ausreichende Motorölversorgung im Fahrbetrieb.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Kippschalter .4. in Richtung Symbol" drücken.
Automatische Ölnachfüllung ausschalten
" Kippschalter .4. nach oben drücken.
4
0A2X.0700.S0001
371
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Nur vom Motorenhersteller freigegebene Motorenöle in
den vorgeschriebenen SAE−Klassen nachfüllen.
Nicht über die obere Markierung nachfüllen. Zuviel
eingefülltes Öl schadet dem Motor und muss abgelas
sen oder abgesaugt werden.
Umwelthinweis
Beim Nachfüllen kein Öl verschütten. Es darf kein Öl
ins Erdreich oder in Gewässer gelangen. Sonst wird die
Umwelt geschädigt.
Motorenöl−Zusatzmittel
Für MAN−Dieselmotoren sind nur solche Motorenöle zu
gelassen, die den aktuellen Betriebsstoffvorschriften ent
sprechen, siehe Wartungsnachweis. Diese Öle sind so
beschaffen, dass sie den Anforderungen des Fahrbetrie
bes bei Einhaltung der festgelegten Ölwechselintervalle
gerecht werden.
Zusatzmittel, gleich welcher Art, die dem Motorenöl
nachträglich hinzugefügt werden, dürfen nicht verwen
det werden. Durch Zusatzmittel können folgende Ei
genschaften des Motors negativ beeinflusst werden:
S Leistungsverhalten
S Wartungsaufwand
S Lebensdauer
Außerdem erlöschen durch die Verwendung von Moto
renölZusatzmitteln Gewährleistungsansprüche an die
MAN Truck & Bus AG.
Mischbarkeit von Motorenölen
Um einen Leistungsabfall des eingefüllten Motorenöles und
damit eine Reduzierung des Ölwechselintervalles zu ver
meiden, dürfen nur Motorenöle mit mindestens dem glei
chen Leistungsvermögen vermischt werden.
Motorenöle verschiedener Hersteller sind für den gleichen
Anwendungsbereich (Dieselmotoren) untereinander misch
bar und verträglich.
Dieselmotoren mit PM−KAT®−System oder CRTec®−
System
Zur Optimierung der Standzeit des Abgasreinigungssy
stems nur aschearme Motorenöle verwenden, siehe War
tungsnachweis.
372
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Öl des hydrostatischen Lüfterantriebes nachfüllen
Der hydrostatische Lüfterantrieb befindet sich links im Motorraum.
Der Flüssigkeitsstand wird automatisch über einen Sensor geprüft.
Bei zu geringem Füllstand erscheint eine Meldung im Display.
1
Flüssigkeit nachfüllen
" Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen.
" Motor und Zündung ausschalten.
" Serviceklappe öffnen(. Seite 62).
" Ca. 4 Liter Öl über die Einfüllöffnung .1. nachfüllen.
" Serviceklappe schliessen.
0A37.0700.S0010
Ausschließlich freigegebenes Motoröl mit der entsprechenden Spe
zifikation nachfüllen (. Seite 428).
Zu niedriger Ölstand wird durch Undichtigkeit im Kreislauf des hy
drostatischen Lüfterantriebes verursacht. Ölverlust kann zum Ausfall
des Lüfterantriebes und in der Folge zu Motorschäden führen. Lüf
terantrieb bei Ölverlust unbedingt von einer MAN−Service−Werk
statt überprüfen lassen.
Umwelthinweis
Beim Nachfüllen kein Öl verschütten. Es darf kein Öl ins Erdreich
oder in Gewässer gelangen. Sonst wird die Umwelt geschädigt.
373
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Zustand und Spannung der Keilriemen / Keilrip
penriemen prüfen
Unfallgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Starten des Motors während des Arbeitens im Motor
raum kann zu schweren Verletzungen führen. Schild mit
der Aufschrift Motor nicht starten" am Lenkrad anbrin
gen.
Keilriemenantriebe müssen genau vorgespannt sein. Zu
geringe Vorspannung führt zu ungenügender Kraftübertra
gung und vorzeitigem Verschleiß.
Zu hohe Vorspannung verursacht übermäßige Dehnung,
erhöhte Walkarbeit, Lagerschäden und vorzeitigen Ver
schleiß.
Keilriemenspannung prüfen
Pneumatisch gespannte und mit Schnellspanner ges
pannte Keilriemen werden automatisch auf die korrekte
Vorspannung gespannt.
374
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
1
4
5
5
Zustand der Keilriemen und Keilrippenriemen prüfen
Keilriemen und Keilrippenriemen müssen ausgetauscht werden, wenn
eines der folgenden Schadensbilder zutrifft.
4
4
5
2
6
6
3
6
7
9
8
10
.1.
Neuzustand, Rippen sind trapezförmig
.2.
.3.
.4.
.5.
.6.
.7.
.8.
.9.
.10.
.11.
.12.
Schadensbilder
Flankenverschleiß, Rippen sind keilförmig
Zugstrang im Rippengrund sichtbar
Rippenausbrüche
Querrisse in mehreren Rippen
Gummiknollen im Riemengrund
Einlagerungen von Schmutz bzw. Steinchen
Rippen vom Riemengrund gelöst
Zugstrang seitlich herausgerissen
Ausfransungen der äußeren Zugstränge
Querrisse auf dem Rücken
Querrisse in mehreren Rippen
Siehe auch Beschreibung der Schadensbilder der Motorenher
stellerBetriebsanleitungen.
11
12
0516.0905.S0001
375
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Flüssigkeitsstand der Batterien prüfen
Die Fahrzeugbatterien sind hinter der rechten, vorderen Service
klappe auf einem Batterieschlitten befestigt. Bild ist beispielhaft.
Verletzungsgefahr
Unbedingtdie Sicherheitshinweise zum Umgang mit Batte
rien beachten (. Seite 35).
0A2X.0700.S0005
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen sind beim Um
gang mit Batterien verboten.
Erhöhte Vorsicht nach längerer Fahrt bzw. Batterieaufla
dung mit Ladegerät. Dabei entsteht hochexplosives Knall
gasgemisch − für gute Belüftung sorgen.
Batterien enthalten ätzende Säuren. Entsprechende
Schutzkleidung, Schutzbrille sowie säurefeste Gummi
handschuhe tragen. Batterien nicht kippen, aus Entlüf
tungsöffnungenkann Säure austreten. Säurespritzer sofort
mit klarem Wasser abspülen. Gegebenenfalls Arzt aufsu
chen.
Die Fahrzeugbatterien sind wartungsfrei, das heißt, bei normalen
Betriebstemperaturen und korrekter Reglerspannung muss kein
destilliertes Wasser nachgefüllt werden.
Bei Abweichungen von den Normalbedingungen wird aber Wasser
verbraucht. In diesem Fall muss destilliertes Wasser nachgefüllt
werden.
0516.0906.S0002
376
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Flüssigkeitsstand der Fahrzeugbatterien prüfen
" Zündung ausschalten.
" Serviceklappe des Batteriefachs öffnen.
" Sicherungsmutter bzw. Clips des Batterieschlittens ent
fernen und Schlitten vollständig herausziehen.
" Prüfen, ob der Flüssigkeitsstand an den seitlichen Mar
kierungen zwischen MIN" und MAX" steht.
Der Flüssigkeitsstand muss 10−15 mm über den Plat
ten liegen. Die Platten dürfen keinesfalls aus der Flüs
sigkeit herausragen.
Flüssigkeit nachfüllen
Fehlende Flüssigkeit ausschließlich durch destilliertes Was
ser ergänzen.
" Entgasungsschlauchkappen abziehen.
" Verschlussstopfen der Zellen herausdrehen.
" Destilliertes Wasser mit geeignetem Gefäß oder mit
einem Trichter nachfüllen.
" Verschlussstopfen der Zellen wieder schließen.
Fehlende Säure nur durch solche mit gleichem spezifi
schem Gewicht ersetzen.
Ordnungsgemäße Anbringung der Entgasungsschläuche
sicherstellen.
Sicherungsmutter bzw. Clips nach Einschieben des Bat
terieschlittens wieder anbringen.
Hinweise des Batterieherstellers beachten.
Umwelthinweis
Batterien nicht in den Hausmüll werfen. Defekte und
alte Batterien in einer MAN−Service−Werkstatt oder bei
einer Rücknahmestelle für Altbatterien abgeben.
377
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage nachfüllen
Der Einfüllstutzen des Scheibenwaschwasserbehälters befindet sich
hinter der Bugblende. Der Behälter versorgt die Scheibenwaschan
lage.
1
Brandgefahr
ScheibenwaschmittelKonzentrat ist leicht entflammbar. Deshalb
Feuer, Rauchen und offenes Licht im Umgang mit Scheibenwa
schmittelKonzentrat vermeiden.
Verletzungsgefahr
0A2X.0700.S0003
Vor dem Auffüllen des Waschwasserbehälters Schlüssel aus dem
Zündschloss ziehen. Der Scheibenwischer könnte sich sonst in Be
wegung setzen und Personen verletzen.
" Bugblende öffnen (. Seite 64).
" Verschlussstopfen .1. des Einfüllstutzens abziehen.
" Behälter mit einer Mischung aus Wasser und Scheibenwaschmit
telKonzentrat auffüllen.
" Verschlussstopfen .1. des Einfüllstutzens schließen.
" Bugblende schließen.
" Scheibenwaschanlage auf Funktion prüfen (. Seite 273).
Im Winter Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage einfüllen.
Mischungsverhältnis den Außentemperaturen anpassen. Angaben
des Frostschutzmittelherstellers beachten. Füllmenge des Scheiben
waschwasserbehälters (. Seite 428).
378
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Wischerblätter wechseln
Sind die Wischerblätter abgenutzt, eingerissen oder wischen nicht
mehr einwandfrei, müssen sie ausgewechselt werden.
Verletzungsgefahr
1
Vor dem Wechseln der Wischerblätter Schlüssel aus dem Zünd
schloss ziehen. Der Scheibenwischer könnte sich sonst in Bewe
gung setzen und Personen verletzen.
0A2X.0911.P0001
" Wischerblätterarm ausklappen.
" Sicherungsstift .1. drücken.
" Wischerblatt entnehmen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Spritzdüsen der Scheibenwischer einstellen
Wird das Wischfeld nicht optimal mit Waschwasser bespritzt, können
die Spritzdüsen eingestellt werden. Die Spritzdüsen befinden sich an
den Halterungen für die Scheibenwischerblätter.
2
Verletzungsgefahr
Vor dem Einstellen der Spritzdüsen Schlüssel aus dem Zündschloss
ziehen. Der Scheibenwischer könnte sich sonst in Bewegung setzen
und Personen verletzen.
4516.0911.P0002
" Spritzdüsen .2. mit einem geeigneten Gegenstand, z. B. einer
Nadel, einstellen.
" Einstellung der Spritzdüsen überprüfen, Vorgang gegebenenfalls
wiederholen.
379
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Aggregate auf Dichtheit prüfen
" Motor, Getriebe, Antriebsachse, Lenkungshydraulik
anlage, Dichtungen, Verbindungen, Leitungen und
Schläuche einer Sichtkontrolle unterziehen.
Undichtigkeiten sind neben der Umweltgefährdung
auch ein Risiko für die Betriebssicherheit des Fahrzeu
ges.
Mängel durch eine MAN−Service−Werkstatt beseitigen
lassen.
Reifenluftdruck prüfen
" Reifenluftdruck vor Beginn der Fahrt, also bei kalten
Reifen prüfen.
" Reifenlaufflächen und flanken auf Unregelmäßigkeiten
überprüfen.
Falscher Luftdruck verringert die Fahrsicherheit und Lauf
leistung. Regelmäßige Kontrollendurchführen.
Nach längerer Fahrt und bei warmen Witterungsverhält
nissen kann sich der Reifenluftdruck bis um 1 bar erhö
hen. Luft nicht ablassen, da der Luftdruck sonst zu nied
rig wird.
Bei Überprüfung des Luftdruckes in geschlossenen Räu
men darauf achten, dass der Luftdruck pro 10 °C stei
gender oder fallender Umgebungstemperatur um
ca. 0,2 bar steigt oder fällt.
Reifenluftdrücke (. Seite 425).
380
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Luftfilteranlage prüfen
4
Die Luftfilteranlage befindet sich links im Motorraum und hinter der
letzten oberen Abdeckung auf der linken Fahrzeugseite.
Luftfilterzustand prüfen
1
3
2
0R33.0700.S0006
Der Wartungsanzeiger .1. gibt über die Skala .2. Auskunft über den
Verschmutzungsgrad der Luftfilterpatrone. Der Wartungsanzeiger be
findet sich links im Motorraum.
" Motor abstellen.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Wartungsanzeiger .1. ablesen.
Erscheint nach Abstellen des Motors das rote Feld im Sichtfenster .3.,
muss die Luftfilterpatrone gewechselt werden.
Wartungsanzeiger zurückstellen
Nach dem Reinigen bzw. Wechseln der Luftfilterpatrone muss der
Wartungsanzeiger zurückgestellt werden.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Rückstellknopf .4. in Pfeilrichtung drücken.
Der Wartungsanzeiger ist nun zurückgestellt und wieder betriebsbe
reit.
381
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Abscheideventil betätigen
Über das Abscheideventil gelangen angesammeltes Wasser und
Staub aus dem Luftfiltergehäuse ins Freie.
" Motor abstellen.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" Abscheideventil mit der Hand eindrücken.
Angesammeltes Wasser und Staub treten zwischen den Dichtlippen
aus.
" Abscheideventil auf Durchgängigkeit prüfen, bei Verschmutzung
reinigen.
0A2X.0902.P0001
382
Nicht abgelassenes Wasser kann zu einem Wasserschlag und in
der Folge zu Motorschäden führen. Wasser und Staub regelmäßig
über das Abscheideventil ablassen.
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Luftfederbälge auf Zustand prüfen
Die Luftfederbälge unterliegen einem Alterungsprozess. Bei beschä
digten oder verschlissenen Luftfederbälgen kann die ECAS−Anlage
nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten.
" Luftfederbälge an allen Achsen auf Beschädigungen und Ver
schleiß sichtprüfen.
Manövrierbarkeit bei druckloser Luftfederung (. Seite 303).
Störungen und Fehlermeldungen (. Seite 212).
2216.0905.S0001
383
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Druckluftbehälter auf Wasseransammlung prüfen
Durch die Entwässerungsventile der Druckluftbehälter wird das ange
sammelte Kondenswasser abgelassen. Bild ist beispielhaft.
Unfall− und Verletzungsgefahr
Ein nicht funktionierender Lufttrockner kann im Winter zum Einfrie
ren der Luftdruckbremsanlage führen. Deshalb angesammeltes Kon
denswasser regelmäßig ablassen.
Herausspritzendes Wasser kann zu Augenverletzungen führen. Des
halb Schutzbrille tragen und genügend Abstand zum Ventil einhal
ten.
1
4516.0903.P0001
An den Prüfanschlüssen
" Serviceklappe öffnen (. Seite 63).
" Entwässerungsventile durch Eindrücken am Stift .1. betätigen.
Im Motorraum
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 62).
" An allen Ringen .2. der Entwässerungsventile seitlich ziehen.
2
Bei wiederholtem und übermäßigem Austritt von Kondenswasser
muss die Trockenmittelpatrone des Lufttrockners in einer MAN−
Service−Werkstatt überprüft bzw. gewechselt werden.
4516.0903.P0002
384
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Bremsbelagverschleiß* kontrollieren
2
1
Der Verschleiß der Bremsbeläge wird elektronisch überprüft. Sind die
Bremsbeläge unter das Mindestmaß abgenutzt, erscheint im Fahrer
display ein entsprechendes Symbol (. Seite 232).
Erscheint im Fahrerdisplay das Symbol für Bremsbelagverschleiß,
sind die Bremsbeläge unter das Mindestmaß verschlissen. Brems
anlage in einer MAN−Service−Werkstatt überprüfen lassen.
0516.0912.S0002
Bremsbelagverschleiß am Bremssattel kontrollieren
Zusätzlich muss monatlich der Verschleiß der Bremsbeläge an allen
Bremssätteln kontrolliert werden. Die Räder müssen hierzu nicht ab
genommen werden.
Unfallgefahr
Bei Erreichen der Verschleißgrenze müssen die Bremsbeläge sowie
die Bremsscheiben in einer MAN−Service−Werkstatt überprüft bzw.
getauscht werden. Verschlissene Bremsbeläge sind ein hohes Si
cherheitsrisiko.
3
" Schutzkappe .1. des Verschleißanzeigers abnehmen.
" Verschleißzustand am Verschleißanzeiger .2. prüfen.
Die Verschleißgrenze ist erreicht, wenn der Übergang vom rillierten
zum glatten Bereich .3. des Verschleißanzeigers eingerollt ist.
2
WALB.0200.P0002
0516.0912.S0001
385
Wartung & Pflege
Wartungsarbeiten
Kraftstofftank entwässern
Gesundheitsgefahr
Der Kraftstofftank muss halbjährlich entwässert werden.
Vor− und nach längerer Stilllegungszeit des Fahrzeges ist
es ebenfalls notwendig diese Maßnahme durchzuführen.
Im Kraftstofftank bildet sich Kondenswasser, welches die
Vermehrung von Mikroorganismen fördert. Außerdem kann
das Kondenswasser im Winter gefrieren und dadurch den
Tank beschädigen und die Kraftstoffversorgung beeinträch
tigen.
Kraftstofftank entwässern halbjährlich durch eine
MAN−Service−Werkstatt ausführen lassen.
Kraftstofftank vor Beginn der kalten Jahreszeit entwäs
sern um ein Gefrieren des Kondenswassers zu vermei
den.
Siehe auch Wartungsnachweis.
Brandgefahr
Dieselkraftstoff und Heizöl sind entzündlich. Feuer, offe
nes Licht und Rauchen ist daher im Umgang mit Kraft
stoff verboten. Kraftstofftank nur bei Motorstillstand ent
wässern. Zusatzheizung vor dem Entwässern abschal
ten.
386
Kraftstoff ist gesundheitsschädlich. Kraftstoff weder mit
der Haut noch mit der Kleidung berühren. Kraft
stoffdämpfe nicht einatmen. Wurde Kraftstoff ver
schluckt, sofort einen Arzt aufsuchen.
Kraftstoff von Kindern fernhalten.
Umwelthinweis
Gegenstände, die mit Dieselkraftstoff oder Heizöl in
Berührung kamen, umweltgerecht entsorgen. Gesetz
liche Vorschriften beachten.
Streng darauf achten, dass Kraftstoff nicht in die Kanali
sation oder in den Erdboden eindringt − Gefahr der
Trinkwasserverseuchung! Kraftstoff sorgfältig sammeln
und fachgerecht entsorgen.
Kraftstoff vor Beginn der kalten Jahreszeit entwässern
um ein Gefrieren des Kondenswassers zu vermeiden.
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Leitungen der Zusatzheizung schließen
Vor dem Beginn von Reparatur− bzw. Wartungsarbeiten an der Zu
satzheizung müssen die Kraftstoffzufuhr und die Wasserleitungen
geschlossen werden.
Die Zusatzheizung befindet sich rechts unten im Motorraum. Erreich
bar ist sie über die Motorraumklappe. Bilder sind beispielhaft.
1
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen. Schild mit der Aufschrift Motor nicht starten"
am Lenkrad anbringen.
0A2X.0700.P0005
Kraftstoffzufuhr schließen
" Motorraumklappe öffnen.
" Absperrventil .1. quer zur Durchflussrichtung drehen.
Die Kraftstoffversorgung der Zusatzheizung erfolgt über den Fahr
zeugtank oder über separaten Zusatztank.
1
Zusatzheizung bedienen (. Seite 84).
Zusatztank* auffüllen (. Seite 283).
Füllmenge der Kraftstofftanks (. Seite 426).
0A2X.0700.P0011
387
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Wasserleitungen schließen
Die beiden Absperrventile sind links und rechts neben der Zusatzhei
zung .2. angeordnet. Bild ist beispielhaft.
" Motorraumklappe öffnen.
" Absperrventil des Rücklaufes .3. schließen.
" Absperrventil des Vorlaufes .4. schließen.
3
0A2X.0700.P0007
4
2
0A2X.0700.P0006
388
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Prüfanschlüsse für Druckluftbremsanlage
Anordnung
2
1
Die Prüfanschlüsse .1. sind links hinter der vorderen Serviceklappe .2.
auf einer Konsole angeordnet.
Bilder sind beispielhaft.
0A2x.0700.S0033
389
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Belegung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 11 12 13 14 15 16 17 18
45XX.0700.S0009
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
390
AbschaltdruckDruckregler
Vorratsdruck VA (Vorderachse)
Bremsdruck VA (Vorderachse)
Vorratsdruck TA (Antriebsachse)
Bremsdruck TA (Antriebsachse)
Vorratsdruck Feststellbremse
Feststellbremse
Notlösedruck Feststellbremse
Vorratsdruck Türen und Nebenverbraucher
Vorratsdruck Luftfeder
Bremsdruck MA (Mittelachse) oder NLA (Nachlaufachse)
Bremsdruck MA (Mittelachse) oder NLA (Nachlaufachse)
Luftfederdruck VA (Vorderachse) links
Luftfederdruck VA (Vorderachse) rechts
Luftfederdruck TA (Antriebsachse) links
Luftfederdruck TA (Antriebsachse) rechts
Luftfederdruck MA (Mittelachse) links oder NLA (Nachlauf
achse)
Luftfederdruck MA (Mittelachse) rechts
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Frontbox
Die Frontbox ist links hinter der vorderen Serviceklappe unter der
Konsole angeordnet.
Frontbox entlüften
" Serviceklappe öffnen.
" Entleerungshahn . 1. mit geeignetem Werkzeug öffnen.
" Luft abblasen bis Flüssigkeit austritt.
" Entleerungshahn schließen.
1
2
0A2x.0700.S0033
Filter wechseln
" Serviceklappe öffnen.
" Schrauben .2. lösen und Abdeckung abnehmen.
" Filter .3. in Pfeilrichtung herausziehen.
" Filter .3. bei leichter Verschmutzung entgegen der normalen
Durchströmrichtung ausblasen.
" Filter .3. bei stärkerer Verschmutzung austauschen.
3
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0A2x.0700.S0030
391
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Diagnosesteckdosen
Die Diagnosesteckdosen befinden sich im vorderen Einstiegsbereich
hinter der Abdeckung am Armaturenbrett. Um an die Diagnosesteck
dosen zu gelangen, muss zuvor der Feuerlöscher entnommen wer
den.
3
.3. On Board Diagnose (OBD)
.4. Diagnose Heizen, Lüften, Kühlen
" Diagnosesystem an die entsprechende Schnittstelle anschließen.
MAN−cats I und II können mit Hilfe eines Adapterkabels an der
OBD−Schnittstelle betrieben werden.
0A2X.0700.P0004
Die On Board Diagnose überwacht den Motor auf Einhalten der
Emissionsgrenzwerte und ist über Schnittstellen mit dem FFR, EDC
und ECAS verbunden.
Über einen standardisierten Diagnosetester ist das Auslesen und
Löschen des Fehlerspeichers der On Board Diagnose des Fahr
zeuges möglich.
4
0A2X.0600.S0008
392
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Abgasreinigungssystem
Verbrennungsgefahr
1
Der Abgasanlagenbereich kann sehr heiß sein. Geeignete Schutz
kleidung bei Arbeiten in diesem Bereich tragen oder Abgasanlagen
bereich ausreichend abkühlen lassen.
Bei einem emissionsrelevantem Problem erscheint ein entsprechen
des Symbol im Tachometer (. Seite 172), oder im Kontrollleuch
tenblock. In diesem Fall Abgasreinigungssystem von einer MAN−
Service−Werkstatt überprüfen lassen.
2216.0700.P0001
PM−KAT®−System
Der PM−KAT® .1. regeneriert sich selbsttätig. Selbst bei hoher Rußbe
lastung steigt der Abgasgegendruck kaum an und negative Auswir
kungen auf die Motorleistung und den Treibstoffverbrauch bleiben
aus.
CRTec®−System
Der CRTec®−Filter .2. regeneriert sich ebenfalls selbsttätig. Der zu
sätzliche Regelkreis gewährleistet, dass sich die Abgastemperatur
innerhalb von 250−450 °C bewegt und damit die Funktionsfähigkeit
gesichert ist.
2
0R12.0700.0010
393
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Türen einstellen / sperren
Die Taster zum Einstellen und die Schalter zum Sperren der jeweili
gen Türen befinden sich in den Serviceklappen über jeder Tür.
3
Tür einstellen
Sollte eine Türe nicht richtig schließen, kann sie über den Taster .1.
neu justiert bzw. eingelernt werden.
1
2
0A2X.0700.P0015
Tür 1 einstellen
" Tür 1 schließen.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 67).
" Taster .1. drücken und gedrückt halten bis Türeinstiegsleuchte .3.
einmal aufleuchtet.
Die Tür öffnet bis in Endstellung. Ist die Endstellung erreicht, leuchtet
die Türeinstiegsleuchte .3. für Tür 1 einmal auf.
" Taster .1. erneut drücken und gedrückt halten bis Türeinstiegs
leuchte .3. einmal aufleuchtet.
Die Tür schließt bis in Endstellung. Ist die Endstellung erreicht,
leuchtet die Türeinstiegsleuchte .3. für Tür 1 erneut einmal auf.
Die Tür ist nun justiert bzw. eingelernt.
Tür 2 und folgende einstellen
Handlungsschritte wie oben beschrieben für Tür 2 wiederholen. An
Tür 2 leuchtet die Türeinstiegsleuchte .3. zweimal auf bei Erreichen
der Endstellung, bei Tür 3 dreimal usw.
394
Wartung & Pflege
Sonstige Arbeiten
Türe sperren
Über den Schalter .2. kann eine Tür gesperrt werden. Ist
der Schalter aktiv, kann die Tür nur noch im Notfall über
den Nothahn geöffnet werden.
" Türe schließen.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 67).
" Schalter .2. drücken − Tür ist gesperrt.
Zum Entsperren der Tür, Schalter wieder umlegen.
395
Wartung & Pflege
Winterbetrieb
Vorbereitungen für den Winterbetrieb
Vor Beginn des Winters ist es notwendig, das Fahrzeug
für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Diese Arbeiten kön
nen im eigenen Betrieb ausgeführt werden, wenn hierfür
geeignetes Personal und entsprechende Gerätschaften
verfügbar sind.
Korrosionsschutz
" Fahrzeug häufig gründlich waschen. Dies gilt auch für
Fahrzeuge, die längeren Standzeiten im Freien ausge
setzt sind. Auftausalze und Salzwasser−Sprühnebel an
Häfen sind besonders aggressiv zu lackierten Oberflä
chen, zur Fahrzeugunterseite, zum Aufbau und zum
Fahrgestell.
" Fahrzeugunterseite, Aufbau und Fahrgestell mit Konser
vierungsmitteln auf Wachsbasis behandeln.
" An besonders gefährdeten Stellen Konservierung im
Verlauf eines Winters wiederholen. Besonders gefähr
dete Stellen sind Radkästen, Achsaufhängung und der
gesamte Unterboden.
" Fahrgestell regelmäßig abschmieren, insbesondere Ge
lenke und Gabelköpfe der Bremsanlage.
" Fahrzeug laufend auf Korrosionsschäden untersuchen.
Brems−, Luft− und Ölleitungen besonders sorgfältig
überwachen.
" Lack− und Steinschlagschäden ausbessern. Auftau
salze sind aggressiv zu blanken Metallteilen.
" Elektrische Kontakte mit Kontaktspray einsprühen.
396
Genannte Maßnahmen mit besonderer Sorgfalt ausfüh
ren und am Ende des Winters wiederholen.
Vernachlässigte Korrosionsschutzmaßnahmen führen zu
frühzeitiger Korrosion am Fahrzeug.
Wartung & Pflege
Winterbetrieb
Wintertüchtige Bereifung
Voraussetzung für wintertüchtige Bereifung:
Unfallgefahr
Eine unsachgemäße Bereifung kann die Antriebs−,
Lenk− und Bremskräfte des Fahrzeugs nicht auf die
Straße übertragen.
Fahrzeuge, die aufgrund falscher Bereifung liegen blei
ben, behindern den Verkehr und können den Einsatz
von Räumdiensten und Rettungskräften behindern.
Deshalb schon vor Beginn der kalten Jahreszeit winter
tüchtige Bereifung aufziehen.
Der Gesetzgeber schreibt für Kraftfahrzeuge den Wetterver
hältnissen angepasste Bereifung vor. (§ 2 Absatz 3a StVO)
Bei Missachtung drohen Bußgelder.
In Österreich sind vom 15. November bis 15. März Winter
reifen mit mindestens 6 mm Profiltiefe auf einer Antriebs
achse gesetzlich vorgeschrieben. (§ 102 Absatz 8a KFG)
S
S
S
Griffiges, selbstreinigendes Profil.
Profiltiefe mindestens 6 mm.
Bezeichnung M+S oder Schneeflockensymbol auf der
Reifenflanke.
" Vor Fahrten bei winterlichen Bedingungen, Winterreifen
aufziehen.
Informationen zur wintertüchtigen Bereifung stehen in
jeder MAN−Service−Werkstatt zur Verfügung.
Die Profile einiger Hersteller sind so konstruiert, dass
sich der Reifen, nachdem die Mindestprofiltiefe für
Winterreifen abgefahren ist, für den Sommereinsatz
eignet.
Weitere Vorschriften der nationalen Gesetzgeber be
achten.
397
Wartung & Pflege
Winterbetrieb
Kühlmittel
" Zugelassene Frostschutzmittel in ausreichender Kon
zentration in Kühl− und Heizanlage einfüllen.
" Während der Frostperiode Korrosions− und Frost
schutz häufiger überprüfen.
Zulässige Frostschutzmittel siehe Wartungsnachweis.
Motorenöl
" Rechtzeitig den Ölwechsel des Motors mit einem frei
gegebenen Motorenöl in den vorgeschriebenen SAE−
Klassen vornehmen.
Zulässige Motorenöle siehe Wartungsnachweis.
Batterien
" Um eventuelle Kriechströme zu reduzieren Batteriepole
mit einem weichen Tuch reinigen und mit Polfett ab
schmieren.
" Batterien in der kalten Jahreszeit häufiger kontrollieren
und gegebenenfalls aufladen (. Seite 376).
Scheinwerfer / Beleuchtung
" Fahrzeugaußenbeleuchtung täglich reinigen
(. Seite 405).
" Einstellung der Scheinwerfer prüfen und gegebenen
falls korrigieren.
398
Scheibenwaschanlage
" Flüssigkeitsstand des Behälters prüfen bzw. ergänzen
(. Seite 378).
" Frostschutzmittel auffüllen (. Seite 427) und Scheiben
waschanlage einige Minuten betätigen. Restwasser in
Schläuchen und Leitungen wird dadurch entfernt.
" Wischerblätterzustand kontrollieren bzw. austauschen
und Einstellung der Spritzdüsen prüfen (. Seite 379).
Lufttrockner
" Lufttrockner auf Funktionsfähigkeit prüfen, um Eisbil
dung im Druckluftsystem zu vermeiden.
" Kondenswasser regelmäßig ablassen.
Reifen
" Reifen auf genügende Profiltiefe prüfen bzw. auf Win
terbereifung wechseln.
Gleitschutzketten
Gleitschutzketten verwenden (. Seite 289).
Wartung & Pflege
Winterbetrieb
Winterdieselkraftstoff
" Bei Außentemperaturen < −7 °C auf Dieselkraftstoff
mit ausreichendem Fließvermögen umstellen.
Kältebeständige Winterdieselkraftstoffe sind in Deutschland
bis ca. −20 °C betriebssicher. In anderen Ländern sind
Abweichungen möglich.
Zulässige Dieselkraftstoffe (. Seite 287).
Nach dem Betanken mit Winterdiesel die Zusatzhei
zung einschalten, damit eventuell noch vorhandener
Sommerdiesel verbraucht wird.
Lüftungsgitter
" Lüftungsgitter für Kühler und Luftfilter regelmäßig von
Schnee und Eis befreien.
Klappen, Türen, Schiebedach
" Alle Schließzylinder, Schlösser und Scharniere der Tü
ren, Serviceklappen und Schiebedächer in der kalten
Jahreszeit regelmäßig schmieren. Die Schließzylinder
müssen zusätzlich mindestens alle 3 Monate, je nach
Beanspruchung, auch öfters abgeschmiert werden.
" Alle Dichtungen von Serviceklappen, Fenstern, Türen
und Schiebedächern in der kalten Jahreszeit regelmä
ßig mit Silikonspray einsprühen.
Zulässige Schmierstoffe siehe Wartungsnachweis.
Zusatzheizung
" Funktion und Zustand der Zusatzheizung prüfen.
" Nach dem Betanken mit Winterdiesel die Zusatzhei
zung einschalten, damit eventuell noch vorhandener
Sommerdiesel verbraucht wird.
399
Wartung & Pflege
Winterbetrieb
Innenraum
" Risse und Löcher im Fußboden fachmännisch reparie
ren und abdichten. Tauwasser und Salze können unter
den Fußboden kriechen und zu Korrosionsschäden
führen.
" Innenraum, speziell den Fußboden, regelmäßig reini
gen. Auftausalze sind aggressiv und können Kunst
stoffe beschädigen.
400
Wartung & Pflege
Stilllegen / Wiederinbetriebnehmen
" Fahrzeugunterboden vor der Reinigung sorgfältig kon
trollieren.
Fahrzeug stilllegen
Umwelthinweis
Sämtliche Betriebsstoffe und Reinigungsmittel gefährden
bei unsachgemäßer Entsorgung die Umwelt.
Fahrzeuge nur an dafür vorgesehenen Waschplätzen
reinigen.
Betriebsstoffe vorschriftsgemäß entsorgen (. Seite 47).
Ab einer Stilllegungszeit von ca. 6 Monaten müssen fol
gende Arbeiten durchgeführt werden. Kürzere Stilllegungs
zeiten erfordern nur einen Teil der aufgeführten Arbeiten.
Auskunft hierüber gibt jede MAN−Service−Werkstatt.
" Folgende Komponenten nach der MAN−Werknorm
M3069−4 konservieren:
S Motorölkreislauf
S Kühlmittelkreislauf
S Kraftstoffsystem
Die MAN−Werknorm M 3069−4 ist über eine MAN−
Service−Werkstatt einzusehen.
Ölflecke sind ein Hinweis auf eventuell schadhafte Teile,
die vor der Stilllegung unbedingt repariert werden müssen.
" Fahrzeugunterboden reinigen.
" Beschädigte Stellen am Unterboden mit Unterboden
schutz ausbessern.
" Fahrzeug außen und innen gründlich reinigen.
" Motor anlassen und bei geöffneter Heizung im Teillast
bereich warmfahren, bis der Thermostat öffnet
(ca. 83 °C Kühlmitteltemperatur). Anschließend Motor
abstellen.
" Öl aus Getriebe und Hinterachse ablassen und mit
frischem Öl der entsprechenden Spezifikation befüllen.
Ölstand prüfen.
" Sämtliche Frisch− und Abwassertanks entleeren.
" Scheibenwaschwasserbehälter auffüllen.
" Kondenswasser aus den Luftvorratsbehältern ablassen.
" Filterpatrone des Luftfilters herausnehmen. Ober− und
Unterteil des Filtergehäuses mit Korrosionsschutzöl
einsprühen.
" Alle blanken Flächen an den Aggregaten sowie Ge
stänge, Hebel, Leitungen usw. von eventueller Korro
sion befreien und mit Korrosionsschutzöl einsprühen.
401
Wartung & Pflege
Stilllegen / Wiederinbetriebnehmen
" Alle Öffnungen wie z. B. am Luftfilter, Ölmessstab, Ent
lüftungen an den Aggregaten und Auspuffrohr luftdicht
verschließen. Ausgenommen davon ist die Kraftstoff
tankEntlüftung.
" Dichtungen der Türen und Deckel mit Silikonspray ein
sprühen.
" Türschlösser im Außenbereich mit Grafit behandeln.
" Fahrzeug möglichst in einer luftigen und trockenen
Halle abstellen.
Große Temperaturschwankungen führen zu Kondensatbil dung.
" Fenster einen Spalt öffnen, um Luftzirkulation zu er
möglichen.
" Klappen im Fahrgastraum öffnen.
" Luftentfeuchter im Fahrzeuginnenraum aufstellen und
regelmässig leeren.
" Batterien abklemmen und ausbauen.
" Batterie vollgeladen an einem trockenen und belüfteten
Ort aufbewahren.
" Keilriemen abnehmen und aufbewahren.
" Scheibenwischer abklappen oder abbauen.
402
" Reifen und Radlager, wenn möglich, durch Aufbocken
entlasten. Die Räder dürfen nicht vom Boden abheben.
" Unterlegkeile verwenden, wenn Fahrzeug nicht aufge
bockt wird.
" Feststellbremse lösen.
" Reifenluftdruck um ca. 0,5 − 1,5 bar über Normal
druck erhöhen.
" Reifen gegen Sonnenbestrahlung und Feuchtigkeit
schützen bzw. abdecken.
Reifen nicht mit chemischen Stoffen wie Öl, Lack oder
Kraftstoff in Berührung bringen.
Die Reifen können beschädigt werden.
Warnschild am Lenkrad mit folgender Aufschrift anbrin
gen:
S Vor Inbetriebnahme des Fahrzeugs Korrosions
schutzöl aus Motor ablassen und vorgeschriebenes
Öl einfüllen! Kein Vorratsdruck vorhanden − Feder
speicher ohne Funktion!"
Wartung & Pflege
Stilllegen / Wiederinbetriebnehmen
Fahrzeug wieder in Betrieb nehmen
War das Fahrzeug über einen Zeitraum von mehr als ca.
6 Monaten stillgelegt und wurden die Arbeiten wie auf
(. Seite 401) beschrieben durchgeführt, müssen nun fol
gende Maßnahmen ergriffen werden:
" Folgende Komponenten nach der MAN−Werknorm
M 3069−4 entkonservieren:
S Motorölkreislauf
S Kühlmittelkreislauf
S Kraftstoffsystem
Die MAN−Werknorm M 3069−4 ist über eine MAN−
Service−Werkstatt einzusehen.
" Reifenabdeckungen entfernen und Reifen auf den vor
geschriebenen Luftdruck bringen.
" Fahrzeug abbocken bzw. Unterlegkeile entfernen.
" Korrosionsschutzöl aus dem Motor ablassen und vor
geschriebenes Öl einfüllen.
" Ölstand der Lenkhydraulik prüfen und gegebenenfalls
nachfüllen.
" Abdeckungen an Luftfilter, Ölmessstab, Entlüftungen an
den Aggregaten und am Auspuffrohr entfernen.
" Filterpatrone in das Luftfiltergehäuse einsetzen.
" Keilriemen montieren und spannen.
" Batterien einbauen, anklemmen und elektrische Anlage
überprüfen.
" Scheibenwischer anklappen, bzw. anbauen.
" Kraftstoffanlage entlüften.
" Motor starten und warten, bis Öldruck aufgebaut ist.
" Sämtliche Leitungen, Schläuche und Verbindungen auf
Dichtheit und Risse prüfen.
" Bremsentest und Probefahrt durchführen.
Reifen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess.
Vor Wiederinbetriebnahme unbedingt auf Versprödung
und Risse sichtprüfen.
403
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Reinigen und Pflegen des Fahrzeuges
Regelmäßiges Reinigen und Pflegen des Fahrzeuges erhöht
die Lebensdauer und sichert den Werterhalt. Deshalb die
nachfolgenden Hinweise beachten.
Lebensgefahr
Es besteht Lebensgefahr durch elektrischen Schlag.
Unter Spannung stehende Teile am Hochvolt−System
nicht berühren.
S Nicht mit Flüssigkeiten an stromführenden Leitungen
und Bauteilen arbeiten oder diese berühren
(. Seite 33).
S Hochvoltsystem nicht mit Hochdruckreiniger reinigen.
Verletzungsgefahr
Reinigungsmittel führen zu Verätzungen von Haut und
Atemwegen.
Handschuhe tragen und den Körper bedecken.
Für ausreichend Belüftung sorgen.
Feuergefahr
Diesel−, Normal− und Superkraftstoffe sind feuerge
fährlich. Sie dürfen nicht als Reinigungsmittel verwendet
werden.
404
Vergiftungsgefahr
Diesel−, Normal− und Superkraftstoffe sind gesund
heitsschädlich. Sie dürfen nicht als Reinigungsmittel
verwendet werden.
Pflege− und Reinigungsmittel immer verschlossen und
außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Gebrauchsanleitung der Pflege− und Reinigunsmittel
beachten.
Zyklische Wartungs− und Pflegearbeiten für Lack, Kor
rosionsschutz und Nachbehandlung nach aktueller
MAN−Serviceinformation durchführen.
Umwelthinweis
Es dürfen nur Autowaschprodukte verwendet werden,
die dem Wasch− und Reinigungsmittelgesetz entspre
chen und die beim Umweltbundesamt registriert sind.
Sie müssen aus biologisch abbaubaren waschaktiven
Substanzen (Detergentien) zusammengesetzt sein.
Abwasserbestimmungen und Umweltschutzmaßnahmen
müssen eingehalten werden!
Fahrzeuge dürfen nur an entsprechend ausgerüsteten
Waschplätzen gewaschen werden.
Leere Gebinde, Reinigungstücher und Polierwatte um
weltgerecht entsorgen.
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Scheibenräder pflegen
Die Reifensitzflächen der Felgen weisen im Fahrbetrieb
Korrosionserscheinungen auf. Diese Korrosion ist häufig
die Ursache von Felgenschäden.
Beim Reifen ummontieren
" Reifensitzflächen der Felgen auf Korrosionsschäden
untersuchen.
" Gegebenenfalls Korrosion entfernen und Stahlfelge mit
einem korrosionsbeständigen Felgenlack streichen.
Aluminiumfelgen
" Felgen regelmäßig mit Dampf− oder Hochdruckreiniger
waschen. Milde Reinigungszusätze, keine alkalischen
oder säurehaltigen Reiniger verwenden.
Oder
" Felgen mit Wasser, dem ein neutrales, nicht alkalisches
oder säurehaltiges Waschmittel zugegeben wurde, ab
bürsten. Bei stärkerer Verschmutzung Felgen mit
Waschbenzin oder einem Reinigungsmittel für Alumini
umfelgen reinigen.
Aluminiumfelgen während des Reinigens unbedingt
nass halten. Angetrocknetes Reinigungsmittel führt zu
Fleckenbildung.
Regelmäßiges Reinigen der Felgen verhindert das Ein
brennen von Bremsstaub.
Fahrzeugaussenbeleuchtung reinigen
Unfallgefahr
Nur eine saubere Fahrzeugaussenbeleuchtung liefert
eine optimale Lichtausbeute.
Kratzer und Risse in den Kunststoffabdeckscheiben der
Aussenbeleuchtung stören die optischen Eigenschaften,
verschlechtern das Licht und führen oftmals sogar zu
erhöhter Blendung.
Abdeckscheiben auf Mängel prüfen bzw. in einer
MAN−Service−W erkstatt austauschen lassen.
Zum Reinigen der Kunststoffabdeckscheiben der Aus
senbeleuchtung keine Scheuermittel oder Lösungsmittel
wie z. B. Kraftstoffe, Verdünnung usw. verwenden.
Keinesfalls dürfen harte Gegenstände wie Spachtel,
Eiskratzer, harte Bürsten oder Topfreiniger zum Einsatz
kommen. Sie zerkratzen sofort die Oberflächenbe
schichtung.
" Schmutz, Insektenreste und Salz mit Wasser lösen und
anschließend abspülen.
Autoshampoo oder Spülmittel und ein weicher
Schwamm helfen gegen hartnäckige Reste. Auch ein
angefeuchtetes Papiertuch ist geeignet.
405
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Scheibenwischerblätter und Wischergummis reinigen
Insekten, Staub, Silikon− oder Wachsrückstände setzen
sich gerne auf der Frontscheibe und den Scheibenwi
schergummis ab und greifen die Scheibenwischer an.
Hierdurch werden Risse in den Wischerlippen verursacht,
die beim Wischen für Schlieren auf der Frontscheibe sor
gen.
Scheibenwischer nie trocken oder als Eiskratzer einset
zen. Das führt meist schnell zu einer Beschädigung
der Wischergummis.
Nach jeder Wagenwäsche die Wischergummis geson
dert abstreifen. Schmutz, der sich dort festsetzt, beein
trächtigt nicht nur die Wischleistung, sondern kann
auch schnell die Fahrzeugscheibe zerkratzen. Lassen
sich die Schlieren nicht entfernen, müssen die Schei
benwischblätter ausgetauscht werden.
" Frontscheibe mit Wasser und einem handelsüblichen
Scheibenreinger reinigen.
406
" Scheibenwischerblätter und Wischergummis mit Was
ser, einem handelsüblichen Scheibenreinger und einem
weichen Schwamm reinigen.
" Wischergelenke der Scheibenwischeranalge regelmäßig
auf Leichtgängigkeit prüfen. Starke Verschmutzung und
Korrosion verhindern einen gleichmäßigen Anpress
druck auf die Frontscheibe.
Scheibenwischerblätter wechseln (. Seite 379).
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Vorreinigen
Lackoberflächen pflegen
Verletzungsgefahr
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer sein.
Böden, Leitern und Treppen öl− und fettfrei halten. Für
sicheren Stand der Leiter sorgen. Bei Arbeiten in Hö
hen besteht große Verletzungsgefahr , deshalb gegen
Absturz sichern.
Neue Lackierungen sind in den ersten Wochen noch
nicht vollständig durchgehärtet. Deshalb sollte auf eine
vollautomatische Fahrzeugwäsche sowie auf Dampf
strahl und Hochdruckreiniger innerhalb der ersten
2 Monate verzichtet werden. Fahrzeug grundsätzlich
von oben nach unten waschen.
Vogelkot, Baumharze, Öle, Fette und angetrocknete
Insekten greifen den Lack an wenn sie längere Zeit
nicht abgewaschen werden.
Vor der eigentlichen Wäsche in der Waschanlage:
" Sämtliche Türen, Fenster, Klappen, Schiebedächer und
Dachluken schließen.
" Eventuell vorhandene Anbauteile, z. B. Satellitenemp
fänger auf dem Dach, vor dem Waschvorgang entfer
nen.
" Staubige und sandige Verschmutzungen an den Fahr
zeugoberflächen mit viel Wasser einweichen und mit
einem Hochdruckreiniger (. Seite 410) ohne zusätzli
ches Bürsten entfernen.
Zustand der Waschbürsten
Die Waschbürsten der Anlage müssen, abhängig von der
Anzahl der täglichen Waschvorgänge, täglich bis wöchent
lich auf anhaftende Verschmutzungen kontrolliert und ge
reinigt werden. Insbesondere teer− und bitumenartige
Verschmutzungen müssen umgehend mit einem dafür
geeigneten Reinigungsmittel entfernt werden.
407
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Vor− und Hauptwäsche
Lebensgefahr
Es besteht Lebensgefahr durch elektrischen Schlag.
Unter Spannung stehende Teile am Hochvolt−System
nicht berühren.
Vor Einfahrt in die Waschanlage sicherstellen daß sämt
liche Dachabdeckungen angebracht sind.
S Nicht mit Flüssigkeiten an stromführenden Leitungen
und Bauteilen arbeiten oder diese berühren
(. Seite 33).
S Hochvoltsystem nicht mit Hochdruckreiniger reinigen.
408
Waschstraßen mit rotierenden Bürsten dürfen nur nach
vorherigem Einsprühen des Fahrzeuges benutzt wer
den.
Vor Einfahrt in die Waschstraße sind die Außenspiegel
einzuklappen oder abzunehmen (. Seite 76). Ist dies
nicht möglich, müssen die Außenspiegel demontiert
werden, sonst besteht die Gefahr von Beschädigungen
an den Außenspiegeln und deren Befestigung.
Keine sauren oder alkalischen Reinigungsmittel verwen
den.
Klimaanlage vor Einfahrt in eine Waschanlage aus
schalten, sonst besteht die Gefahr von Beschädigun
gen der DachKlimaventilatoren durch das Ansaugen
der Waschbürsten. Zusätzlich kann Wasser in das
Fahrzeug gelangen.
Motor vor dem Waschen des Fahrzeuges abschalten.
Es besteht die Gefahr, dass Wasser angesaugt und
der Motor beschädigt wird.
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Wird die Fahrzeugwäsche in einer Waschanlage durchge
führt, muss gewährleistet sein, dass:
S die Waschanlage für die Größe des Fahrzeugs geei
gnet ist.
S die laufende Bürste vor dem Waschbeginn triefend
nass ist.
S während der Wäsche viel Wasser zugeführt wird, um
Schmutzanhaftung an den Bürstenfäden zu verhindern,
sonst Schleifeffekt auf der Lackierung.
S der Anpressdruck der Bürste nicht zu stark ist.
S nur die Enden der einzelnen Fäden die Reinigung vor
nehmen, sonst kann die Lackierung beschädigt wer
den.
S die Hauptwäsche mit lackpflegender Schaumwäsche
durchgeführt wird.
S anschließend mit viel klarem Wasser nachgespült wird.
Bei der Verwendung von Regenwasser oder Beimi
schung von Regenwasser zum Frischwasser müssen
die vom ReinigungsmittelHersteller angegebenen Do
siervorgaben eingehalten werden, um eine Überdosie
rung der Reinigungszusätze zu vermeiden. Eine stän
dige Überdosierung wirkt sich negativ auf die Lackie
rung aus.
Eine aktuelle Produktliste kann vom MAN−Kundenser vice angefordert werden.
Empfehlenswert ist es, für den letzten Spül− und Kon
servierungsgang Frischwasser zu verwenden, wenn
keine Wasseraufbereitung vorhanden ist.
Faltenbalg reinigen
Der Faltenbalg kann nur mit querrotierenden Waschbür sten effektiv gereinigt werden.
Zusätzlich wird eine gründliche Handreinigung im ge
knickten Zustand empfohlen.
409
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Reinigung mit Hochdruckreinigern
Lebensgefahr
Bei Arbeiten am Hochvoltsystem besteht Lebensgefahr
durch Berührung unter Spannung stehender Teile.
Hochvoltsystem nicht mit Hochdruckreiniger reinigen.
Arbeiten am Hochvolt−Bordnetz, auch das Trennen des
Hochvolt−Bordnetzes vom Hochvolt−Traktionsenergies peicher, dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Verbrühungs und Verletzungsgefahr
Verletzungsgefahr durch hohen Druck und heißes Was
ser. Hochdruckstrahl nicht auf Personen richten.
Verletzungsgefahr durch unsachgemäßen Umgang mit
dem Hochdruckreiniger und und durch schadhaftes
Zubehör. Betriebsanleitung des Hochdruckreinigers be
achten. Sicherheitshinweise einhalten und geeignete
Schutzkleidung tragen.
Unfallgefahr
Hochdruckstrahl nicht direkt und längere Zeit auf einen
Punkt der Reifen richten. Die Reifen können beschädigt
werden und bei längeren Autobahnfahrten platzen.
Beschädigte Reifen umgehend erneuern.
410
Technische Daten:
S MAX zulässiger Wasserdruck: 60 bar
S MAX zulässige Wassertemperatur: 60 °C
Auch die Angaben des HochdruckreinigerHerstellers
beachten.
Keine Hochdruckreiniger mit Rundstrahldüsen und so
genannten Powerdüsen, sondern nur Flachstrahldüsen
verwenden. Reifen und Dichtungen können sonst be
schädigt werden. Beschädigte Reifen erneuern.
Motorwäsche nicht mit Hochdruckreiniger vornehmen.
Elektrische Bauteile, wie z. B. das Motorsteuergerät,
können durch eindringendes Wasser beschädigt wer
den.
Wasserstrahl nicht in den Bereich der Motoransaugung
halten. Motorschäden können die Folge sein.
Wasserstrahl nicht direkt in Fenster− und Türspalte,
Schlösser und Dichtungen sowie Radaufhängungen
und Gelenkwellen halten. Bauteile können dabei be
schädigt werden.
" Mindestabstand von etwa 30 cm zwischen Hochdruck
düse und zu reinigender Oberfläche einhalten.
" Wasserstrahl während des Reinigungsvorganges immer
in Bewegung halten.
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Konservierung
Unfallgefahr
Wachs auf den Front− und Seitenscheiben führt zu
Lichtbrechungen, die den Fahrer irritieren können.
Scheiben nach dem Konservieren mit Silikonreiniger
reinigen.
Nach dem Waschen müssen folgende Maßnahmen durch
geführt werden:
" Lackkonservierung inklusive Glanztrockner vornehmen.
" Nach jeder dritten bis fünften Wäsche eine Heißwachs
konservierung durchführen.
Dadurch werden dem Lack rückfettende Substanzen zuge
führt, die eine Schmutzanhaftung verringern und so nach
folgende Waschgänge erleichtern.
Lack polieren
Bei Vermattungserscheinungen durch verschlissene Bür
sten oder Überdosierung des Waschzusatzes muss der
Lack poliert werden, um ihn wieder widerstandsfähiger
gegen Umwelteinflüsse zu machen.
Zum Polieren dürfen nur von MAN empfohlene Pro
dukte verwendet werden. Eine aktuelle Produktliste
kann vom MAN−Kundenservice angefordert werden.
Um ein zu schnelles Antrocknen der Polierpaste zu
vermeiden, darf nicht in der Sonne poliert werden.
Es empfiehlt sich, nur kleine Abschnitte nacheinander
zu bearbeiten, um ein Antrocknen der Polierpaste zu
vermeiden.
Dichtungen der Türen und Deckel
Dichtungen sind starken Witterungseinflüssen ausgesetzt
und müssen regelmäßig gepflegt werden.
" Dichtungen mit feuchtem Tuch abwischen.
" Dichtungen mit Silikonspray einsprühen.
Türschlösser
" Türschlösser im Außenbereich mit Grafit behandeln.
" Während der Wintermonate Türschlossenteiser verwen
den.
411
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Innenraum reinigen
Kunststoffoberflächen
Chemische Reinigungsmittel zerstören die sicherheits
technischen Eigenschaften der Sicherheitsgurte. Gurte
nicht bleichen oder färben.
Auf keinen Fall Lösemittel wie Benzin, Verdünnung
oder sonstige chemische Reinigungssubstanzen für die
Reinigung von Kunststoffoberflächen verwenden.
" Kunstleder und Kunststoffoberflächen mit dafür geeig
neten Reinigungsmitteln reinigen.
Sicherheitsgurte
Verletzungsgefahr
Gurtbänder werden bei extremen Belastungen wie z. B.
bei Unfall oder unsachgemäßer Anwendung überdehnt.
Überdehnte Gurtbänder können ihre Sicherheitsfunktion
nicht mehr erfüllen.
Beschädigte oder bei einem Unfall beanspruchte Si
cherheitsgurte und Gurtschlösser müssen ausgetauscht
werden.
" Gurtbänder ausschließlich mit Wasser und Seife reini
gen.
" Aufrollmechanismus auf Leichtgängigkeit prüfen.
" Gurtbänder auf folgende äußere Beschädigungen prü
fen:
S Risse
S Ausfransungen
S Brandflecken
Sitzpolster, Stoffe und Teppichböden
" Polster und Stoffe in Strichrichtung abbürsten und ab
saugen oder mit warmen Seifenwasser säubern.
" Bei hartnäckigeren Verschmutzungen mit Trocken
schaumreiniger behandeln.
" Polster und Stoffe vor der weiteren Benutzung vollstän
dig abtrocknen lassen.
Keine Saugdüsen aus Gummi oder Gummiaufsätze
verwenden. Fasern können aus den Polsterbezügen
ausgerissen werden.
Siehe auch SitzherstellerBetriebsanleitungen.
412
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
MultifunktionsFahrerdisplay reinigen
Das Multifunktionsdisplay ist mit moderner und wartungs
freier Technik ausgestattet. Vorbeugende Wartungsarbeiten
sind deshalb nicht erforderlich.
Keine Lösungsmittel wie Verdünnung oder Benzin,
auch keine scheuernden Reinigungsmittel verwenden,
da diese die SystemKomponenten beschädigen kön
nen.
Anzeigeinstrumente aus Kunststoff können durch zu
starkes Reiben verkratzt werden. Ein einwandfreies
Ablesen ist dann nicht mehr gewährleistet.
Lichtlaufleisten reinigen
Keinesfalls Reiniger mit Weichmachern verwenden. Bei
Verwendung von Seifen, Spülmitteln, Alkoholreinigern
und Ähnlichem werden die Oberflächen angegriffen.
" Lichtlaufleisten und Leuchtbänder mit einem feuchten
Tuch und klarem Wasser reinigen.
Bei geringer Verschmutzung
" SystemKomponenten mit einem feuchten Tuch reini
gen.
Bei stärkerer Verschmutzung
" Spezielle Kunststoffreinigungsmittel oder −pflegemittel
verwenden.
413
Wartung & Pflege
Reinigung und Pflege
Isolationsmaterialien im Motorraum reinigen
Um den Brandschutz im Motorraum zu bewahren, dür
fen bei Verschmutzungen auf den Isolationsmaterialien
keine organischen Reinigungsmittel wie z. B. Nitrover
dünnungen sowie chlorhaltige Kaltreiniger eingesetzt
werden.
Durch die Einlagerung der Reinigungsmittel in die
Isolationsmaterialien können potentielle Brandgefahren
herde entstehen und die Isolationen verlieren umge
hend ihren thermischen Isolationsschutz.
" Verschmutzungen manuell mit klarem Wasser und ei
ner Bürste, nicht mit Hochdruckreiniger, abwaschen.
" Gegebenenfalls Geräuschschürze unter dem Motor
ausbauen, reinigen und wieder einbauen.
Sind die Verschmutzungen durch Lackier− oder Wartungs arbeiten (Lacknebel− und Fettrückstände, eingedrungene
Kraft− und Betriebsstoffe) entstanden, müssen die be
schädigten Isolationsteile durch neue ersetzt werden.
414
Aufgrund der hohen thermischen Belastungen und
Verschmutzungen im Motorraum reduziert sich das
ursprüngliche thermische und akustische Isoliervermö
gen sämtlicher Isolationsmaterialien nach etwa
2 − 3 Jahren je nach Einsatzart und Einsatzgebiet
erheblich.
Technische Daten
Typschilder
Maße, Gewichte, Lasten
Motor
Räder und Reifen
Füllmengen und Betriebsstoffe
Geschwindigkeiten
Sonstiges
415
Technische Daten
Typschilder
Fahrzeug− und Komponententypschilder
Auf der Motordatenkarte und den Fahrzeug− und Komponententyp schildern sind alle wichtigen Angaben über das Fahrzeug zu finden.
1
0A2X.0800.P0002
Diese Angaben sind für die Bestellung von Ersatzteilen und bei
Rückfragen zu technischen Sachverhalten erforderlich. Bei Anfra
gen diese Angaben immer griffbereit haben.
Fahrzeugidentifizierungsnummer
Das Schild mit der Fahrzeugidentifizierungsnummer .1. und Angaben
zu Gesamtgewicht und Achslasten befindet sich im vorderen Ein
stiegsbereich.
Fahrgestellnummer
Die Fahrgestellnummer .2. ist neben dem vorderen Koppelmaul ein
geschlagen.
Frontblende öffnen (. Seite 65).
2
0A2X.0800.P0003
416
Technische Daten
Typschilder
Fahrzeugidentifizierungsnummer
1
3
2
4
5
Fahrzeugtypschild (Fabrikschild)
Feld−Nr. Erläuterung
6
.1.
.2.
.3.
.4.
.5.
7
8
9
0A2X.0800.S0006
.6.
.7.
.8.
.9.
Herstellername
Fahrzeugidentifizierungsnummer
Fahrzeugnummer
Grundeinstellung der Scheinwerfer
K−Wert (AbgasTrübungswert/Rußwert)
Amtlich zulässige Höchstwerte
(Gesamtgewicht und Achslasten)
Technisch zulässige Höchstwerte
(Gesamtgewicht und Achslasten)
Fahrzeugtypbezeichnung
Informationen zur Zulassung in der EU
417
Technische Daten
Typschilder
Zulässige Personenbeförderungsanzahl
Das Schild mit den zulässigen Personenbeförderungsanzahlen .3.
befindet sich im vorderen Einstiegsbereich.
3
0A2X.0800.P0001
Motorschild Typ D0836
Das Motorschild ist links vom Motorsteuergerät angebracht. Es gibt
Auskunft über Motortyp und Motornummer.
Siehe auch MotorenherstellerBetriebsanleitung.
0A67.0800.S0003
418
Technische Daten
Typschilder
Fahrzeugidentifizierungsnummer
Die Fahrzeugidentifizierungsnummer setzt sich aus ver
schiedenen Kürzeln zusammen und erklärt sich folgender
maßen:
WMA
XXX
ZZ
X
X
X
XXXXXX
*
Weltherstellernummer . . . . . . . . . . .
Typnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Füllzeichen ZZ" . . . . . . . . . . . . . . . .
Prüfzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Modelljahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
MontagebandK ennzeichen . . . . . .
Fortschrittszahl . . . . . . . . . . . . . . . . .
Begrenzungssymbol . . . . . . . . . . . .
Weltherstellernummer: . . zum Beispiel WMA für MAN.
Typnummer: . . . . . . . . . . . . zum Beispiel A21 für Lion’s Ci
ty.
Prüfzeichen: . . . . . . . . . . . . Durch Multiplizieren der Fahr
zeugidentifizierungsnummer
mit Faktoren, Addieren und Di
vidieren entsteht das Prüfzei
chen. Das Prüfzeichen kann
aus den Ziffern 0 − 9 oder
dem Buchstaben X bestehen.
419
Technische Daten
Maße, Gewichte, Lasten
Fahrzeugabmessungen Lion’s City (A37)
C
H
K
E
I
F
D
A
Gesamtlänge
.A.
Gesamtbreite!
.B.
Gesamthöhe2
.C.
Radstand
.D.
Überhang vorne
.E.
Überhang hinten
.F.
Böschungswinkel vorne
.H.
Böschungswinkel hinten
.I.
Bodenfreiheit
.K.
! ohne Außenspiegel, 2 mit Dachlüfter
420
B
Lion’s City (A37)
11980 mm
2500 mm
3280 mm
5875 mm
2700 mm
3405 mm
7°
7°
280 mm
Technische Daten
Maße, Gewichte, Lasten
Fahrzeuggewichte und Achslasten
Lion’s City (A37)
Zwillingsbereifung Antriebsachse
275/70 R 22,5
zul. Gesamtgewicht
17800 kg
zul. Achslast
Vorderachse
6300 kg
zul. Achslast Antriebsachse
11500 kg !
Leergewicht
Bitte dem Fahrzeugschein entnehmen. Zul. Gesamtgewicht minus Leergewicht ergibt die
zul. maximale Zuladung.
! Je nach Länderausführung, siehe Achslasten auf dem
Fahrzeugidentifizierungsnummernschild im vorderen Ein
gangsbereich.
Wendekreise
Minimaler theoretischer Wen
dekreis
Lion’s City (A37)
22350 mm
Die Wendekreisangaben beziehen sich auf Fahrzeuge
mit der Bereifung 275/70 R 22,5 auf Felge 7,5 x 22,5.
421
Technische Daten
Maße, Gewichte, Lasten
Anhänge− und Stützlasten
Kugelkopf An
hängerkupplung
Anhängelasten
Stützlasten
2000 kg
100 kg
Rockinger An
hängerkupplung
Typ 243 CA
2000 kg
75 kg
Zugfahrzeuge mit einer Gesamtlänge über 12 m dürfen
nur mit einer Ausnahmegenehmigung mit Anhängern
betrieben werden.
Stützlasten an der Anhängerkupplung
Rockinger RO 430 sind nicht zulässig. Schäden an der
Anhängerkupplung wären die Folge.
Skikoffer*
Zulässige Belastung
Die Befestigungskloben am Fahrzeugheck sind für eine
zulässige Gesamtbelastung von 600 kg ausgelegt.
Die maximal mögliche Zuladung ergibt sich aus diesem
Wert und den zulässigen Achslasten.
Skikofferhersteller Betriebsanleitung beachten.
422
Rockinger An
hängerkupplung
Typ RO 430
12400−14490 kg
0 kg
Anhänger unge
bremst
Anhänger ge
bremst
750 kg
100 kg
12400−14490 kg
0 kg
Andere Kupplungssysteme müssen den EG−Richtlinien
entsprechen und von der MAN Truck & Bus AG freige
geben sein.
Der Bolzendurchmesser des Kuppelbolzens beträgt
40mm.
Technische Daten
Motor
Eckdaten Motor
EEV Motor
Motorleistung
Nenndrehzahl
Max. Drehmoment
bei Drehzahl
Hubvolumen
Zylinderzahl/
Anordnung
Schadstoffklasse
Bohrung x Hub
Leerlaufdrehzahl
Motorsteuerung
MAN D0836 LOH 61
184 kW / 250 PS
2300 U/min
1000 Nm
1400−1750 U/min
6870 cm#
6/
Reihe stehend
EEV
108 x 125 mm
600 U/min
EDC 7C Common Rail + FFR
423
Technische Daten
Räder und Reifen
Anziehdrehmomente der Radmuttern
Felgenart
Stahlfelge
Aluminiumfelge
Mittenzentrierung
575 ± 25 Nm
575 ± 25 Nm
Reifen− und Felgengrößen
Die Bereifung des Fahrzeuges muss in Größe, Geschwin
digkeitsindex und Tragfähigkeitskennzahl den Eintragungen
im Fahrzeugschein entsprechen.
275/70 R 22,5 auf Felge 7,5 x 22,5
Siehe auch Fahrzeugschein.
Hierzu auch das Kapitel Radwechsel beachten
(. Seite 304).
Geschwindigkeitsindex
Der Geschwindigkeitsindex ist Teil der Reifenbezeichnung.
Er gibt an, für welchen Geschwindigkeitsbereich ein Reifen
zugelassen ist, z. B. 315/80 R 22,5 156/150G.
Geschwindigkeitssymbol
G
J
K
424
Geschwindigkeit
bis 90 km/h
bis 100 km/h
bis 110 km/h
Technische Daten
Räder und Reifen
Reifenluftdrücke
Die in der Tabelle aufgeführten Luftdruckangaben sind unverbindliche Angaben. Die genauen Reifenluftdrücke müssen den
in den Fahrzeugpapieren zugelassenen Reifen und dem dazu gültigen Reifenherstellerangaben entsprechen.
Lion’s City (A37)
Vorderachse
8,0 bar
Antriebsachse
8,0
Reifenluftdruck vor Beginn der Fahrt und bei kalten Rei
fen prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
Beim Überprüfen des Luftdruckes in geschlossenen Räu
men beachten, dass sich eine Temperaturdifferenz zur
Außentemperatur auf den Reifenluftdruck auswirken
kann.
Je 10 °C höherer Umgebungstemperatur steigt der
Luftdruck um ca. 0,2 bar.
S Je 10 °C niedriger Umgebungstemperatur fällt der
Luftdruck um ca. 0,2 bar.
Voraussetzung hierfür ist, dass der Reifen bzw. die Rei
fenluft die entsprechende Umgebungstemperatur bereits
angenommen hat.
S
425
Technische Daten
Füllmengen und Betriebsstoffe
Kraftstoff− und Zusatztanks
Kraftstofftank
290 Liter
Zusatztank*
40 Liter
2 Türen
Lion’s City (A37)
280 Liter
−
3 Türen
360 Liter*
Lion’s City (A37)
Die Kraftstoffreserve des DieselKraftstofftanks beträgt
ca. 12 % des Fassungsvermögens.
Art des Tanks bitte dem Bauzeugnis entnehmen.
Zulässige Kraftstoffe siehe Wartungsnachweis bzw. MAN−Betriebsstoffempfehlungen.
426
Technische Daten
Füllmengen und Betriebsstoffe
KühlmittelMischungsverhältnisse Dieselmotor
Außenluft−Temperatur bis
Minus 27 °C
Minus 31 °C
Minus 37 °C
Frostschutzmittel
40 Vol.%
45 Vol.%
50 Vol.%
Frostschutzmittel muss aus Gründen des Korrosions
schutzes, des Frostschutzes und zur Erhöhung des
Siedepunktes ganzjährig im Kühlsystem verbleiben. Da
sich der Korrosionsschutz abbaut, muss das Kühlmittel
erneuert werden. Wechselintervalle siehe Wartungs nachweis.
Wasser
60 Vol.%
55 Vol.%
50 Vol.%
Nach Kühlmittelverlust muss bei Nachfüllungen ein
FrostschutzmittelAnteil von 50 Vol.% gewährleistet sein.
Bei mehr als 55 Vol.% verschlechtert sich die Wär
meabfuhr.
Kühlmittel nachfüllen (. Seite 364).
Siehe auch Wartungsnachweis.
Sekundärkühlmittel
Zulässige Füllmenge und Betriebsstoff nach MAN−
Betriebsstoffvorschrift M 324NF siehe Wartungsnach weis bzw. MAN−Betriebsstoffempfehlungen.
427
Technische Daten
Füllmengen und Betriebsstoffe
Hydrostatischer Lüfterantrieb
Füllmenge (Behälter)
20−22 Liter
Motor−, Getriebe−, Achsen−, Lenkungs−Füll
mengen und Betriebsstoffe
Betriebsstoff
Motoröl nach MAN−Betriebs
stoffvorschrift M 3477
Zulässige Füllmenge und Betriebsstoff Hydrostati
scher Lüfterantrieb siehe Wartungsnachweis bzw.
MAN−Betriebsstoffempfehlungen.
Scheibenwaschwasserbehälter
Der Scheibenwaschwasserbehälter fasst ca. 12 l.
Scheibenwaschanlage nachfüllen (. Seite 378).
Brandgefahr
ScheibenwaschmittelK onzentrat ist leicht entflammbar.
Deshalb Feuer, Rauchen und offenes Licht im Umgang
mit ScheibenwaschmittelKonzentrat vermeiden.
428
Zulässige Füllmenge und Betriebsstoff Hydrostati
scher Lüfterantrieb siehe Wartungsnachweis bzw.
MAN−Betriebsstoffempfehlungen.
Technische Daten
Geschwindigkeiten
Höchstgeschwindigkeit
Angaben sind dem Fahrzeugschein zu entnehmen.
Aufgrund unterschiedlicher Achsübersetzungen ist die
Höchstgeschwindigkeit abhängig von der jeweiligen
Ausstattung.
Die Schaltvorgänge der Automatikgetriebe werden
nicht abgebildet, da sie abhängig von unterschiedli
chen Parametern ohne äußere Einflussnahme stattfin
den.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Alle Fahrzeugausführungen sind mit einem Geschwindig
keitsbegrenzer ausgestattet, der die Höchstgeschwindigkeit
auf 85 km/h begrenzt.
Als Sonderausstattung kann das Fahrzeug auf unter
schiedliche Geschwindigkeiten begrenzt werden.
429
Technische Daten
Sonstiges
Elektrische Ausrüstung Diesel
Bordspannung
Die Bordspannung beträgt generell 24 V.
Generator
Batterien
2x 12 V / 200 Ah
Elektromotoren
24 V Generator
1x 28 V / 140 Ah
Ultracaps
Elektronisch geregelte Dieseleinspritzung EDC
Bosch EDC7 C32 + FFR + Einspritzsystem Common Rail
Klimatische Umgebungsbedingungen
Alle Fahrzeugausführungen können in einem Umgebungs
temperaturbereich zwischen ca. −37 °C bis +40 °C be
trieben werden.
Bei Außentemperaturen < −7 °C muss auf Winterdie
selkraftstoff umgestellt werden (. Seite 399).
Bei Außentemperaturen < −20 °C ist der Betrieb nur
in Verbindung mit einem Dieselvorwärmgerät* möglich.
430
Zusätzliche Elektrische Ausrüstung
1 x PSMSynchrongenerator 150 kW
2 x Asynchron 79 kW
6 x mit ca. 0,5 kW Energieinhalt und 200 kW max.
Lade/Entladeleistung
Klimaanlage elektrisch
1 x 17,5 kW
Verzeichnisse
Abkürzungen
Fachwörter
Stichwortverzeichnis
431
Verzeichnisse
A .............
Ah . . . . . . . . . . . .
ABS . . . . . . . . . .
ASR . . . . . . . . . .
BAS . . . . . . . . . .
BNLW . . . . . . . . .
bzw. . . . . . . . . . .
C .............
ca. . . . . . . . . . . .
CL . . . . . . . . . . . .
cm# . . . . . . . . . .
CR . . . . . . . . . . .
CRTec® . . . . . . .
DOT . . . . . . . . . .
DTCO . . . . . . . . .
EBS . . . . . . . . . .
ECAS . . . . . . . . .
ECU . . . . . . . . . .
EDC . . . . . . . . . .
EMR . . . . . . . . . .
EOL . . . . . . . . . .
EMU . . . . . . . . . .
EPB . . . . . . . . . .
ESP . . . . . . . . . .
F .............
Fa. . . . . . . . . . . .
FCKW . . . . . . . . .
FFR . . . . . . . . . .
FE−Metall . . . . .
432
Ampere
Amperestunden
Antiblockiersystem
Antriebsschlupfregelung
Bremsassistent
Bordnetzladewandler
beziehungsweise
Celsius
circa
Clock
Kubikzentimeter
Common Rail
Continously Regenerating Trap,
electronically contolled
Department of Transportation
Digitaler Tachograph
Elektronisches Bremssystem
Electronically Controlled Air Suspension
Electronic Control Unit (Steuergerät)
Electronic Diesel Control
Elektronische Motorregelung
End Of Line
EnergieManagementHybrid
Elektropneumatische Bremsanlage
Electronic Stabilization Program
(Zugfahrzeug)
Fahrenheit
Firma
Fluor−Chlor−K ohlenWasserstoffe
Fahrzeugführungsrechner
Ferrit Metalle, eisenhaltige Metalle
FMI . . . . . . . . . . .
GPS . . . . . . . . . .
h .............
H.............
HLK . . . . . . . . . .
HSB . . . . . . . . . .
ISRI . . . . . . . . . .
Kfz . . . . . . . . . . .
kg . . . . . . . . . . . .
km . . . . . . . . . . .
km/h . . . . . . . . . .
kW . . . . . . . . . . .
LED . . . . . . . . . .
m ............
MAN . . . . . . . . . .
MAX . . . . . . . . . .
MIL . . . . . . . . . . .
min . . . . . . . . . . .
MIN . . . . . . . . . .
ml . . . . . . . . . . . .
mm . . . . . . . . . . .
MMI . . . . . . . . . .
MTCO . . . . . . . .
MUX . . . . . . . . . .
NLA . . . . . . . . . .
Nm . . . . . . . . . . .
OBD . . . . . . . . . .
OBD I . . . . . . . . .
Failure Mode Identification (Fehlerart)
Global Positioning System
Stunde
Halogen
Heizen, Lüften, Kühlen
Haltestellenbremse
Firma Isringhausen
Kraftfahrzeug
Kilogramm
Kilometer
Kilometer pro Stunde
Kilowatt
Light Emitting Diode
Meter
Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg
maximal
Malfunction Indicator Lamp
Minuten
minimal
Milliliter
Millimeter
Mensch Maschine Interface
Modularer Tachograph
Multiplexer
Nachlaufachse
Newtonmeter
On Board Diagnose
On Board Diagnose
(Erste Entwicklungsstufe)
OBD II . . . . . . . . On Board Diagnose
(Zweite Entwicklungsstufe)
Verzeichnisse
Abkürzungen
PAL . . . . . . . . . . .
PM−KAT® . . . . .
PRIO . . . . . . . . .
PS . . . . . . . . . . . .
RAS . . . . . . . . . .
RAS EC . . . . . . .
RGB . . . . . . . . . .
SAE . . . . . . . . . .
SBW RA . . . . . .
SPN . . . . . . . . . .
SW . . . . . . . . . . .
TA . . . . . . . . . . . .
TCO . . . . . . . . . .
TCU . . . . . . . . . .
TEPS . . . . . . . . .
TPM . . . . . . . . . .
U/min . . . . . . . . .
UCM . . . . . . . . . .
UDS . . . . . . . . . .
usw. . . . . . . . . . .
V .............
VA . . . . . . . . . . . .
VA . . . . . . . . . . . .
VDV . . . . . . . . . .
VIN . . . . . . . . . . .
Vol.% . . . . . . . . .
W ............
Phase Alternation by Line
Particulate Matter−Katalysator
Priorität
Pferdestärken
Rear Axle Steering
Rear Axle Steering Electronically
Controlled
Rot Grün Blau
Society of Automotive Engineers
Steer By Wire Rear Axle
Gelenkte Nachlaufachse
Suspect Parameter Number (Fehlerort)
Schlüsselweite
Triebachse
Tachograph
Transmission Control Unit
Twin Electric Platform System
Tire Pressure Monitoring
Umdrehungen pro Minute
UltracapManagement
Unfalldatenspeicher
und so weiter
Volt
Voltampere
Vorderachse
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
Vehicle Identification Number
Volumenprozent
Watt
z. B. . . . . . . . . . .
ZBR. . . . . . . . . . .
ZF . . . . . . . . . . . .
zul. . . . . . . . . . . .
> ............
< ............
. ............
* .............
zum Beispiel
Zentraler Bordrechner
Zahnradfabrik Friedrichshafen
zulässig
größer als
kleiner als
siehe
Sonderausstattung, Sonderausführung,
KundenSonderwunsch
Abkürzungen
433
Verzeichnisse
ABS, Antiblockiersystem, verhindert das Blockieren der
Räder beim Bremsen, unabhängig von der Beschaffenheit
der Fahrbahn und erhält so die Lenkbarkeit des Fahrzeu
ges in kritischen Situationen.
Achssperre bei Nachlaufachsen wird aktiviert, wenn das
Fahrzeug eine bestimmte Geschwindigkeit überschreitet.
Dadurch erhöht sich die Spurstabilität bei Geradeausfahrt.
Bei verbauter ALA (adhäsionsgelenkte Lenkanlage) wird
die Achssperre außerdem aktiviert, wenn der Rückwärts
gang eingelegt wird.
Bei verbauter EHLA (elektrohydraulische Lenkanlage) lenkt
die Nachlaufachse auch bei Rückwärtsfahrt aktiv mit.
AGR, Abgasrückführung, der Ansaugluft wird ein Teil der
Abgase beigemischt. Durch diese Maßnahme wird die
Verbrennungstemperatur herabgesetzt und damit die Stik
koxydbildung (NOx) vermindert. Ein vorheriges Kühlen der
Abgase bewirkt eine weitere Reduktion der Stickoxidbil
dung.
ASR, Antriebsschlupfregelung, verhindert das Durchdrehen
eines oder mehrerer Räder, indem es sie abbremst. So
kann auf einseitig glatter Fahrbahn problemlos angefahren
werden.
434
BAS, Bremsassistent, eine elektronische Steuerung zur
Verstärkung der Bremskraft in Notsituationen die automa
tisch den maximalen Bremsdruck erzeugt. Der Bremsassi
stent tritt in Funktion wenn das Betriebsbremspedal
besonders rasch betätigt wird, bzw. die Geschwindigkeit
ganz plötzlich reduziert wird. Der Vorteil des Bremsassi
stenten ist ein kürzerer Bremsweg.
CAN, von Bosch Anfang der achtziger Jahre entwickelt,
wurde speziell für den schnellen seriellen Datenaustausch
zwischen elektronischen Steuergeräten in Kraftfahrzeugen
entwickelt. Bei CAN wird jede zu übertragende Nachricht
über eine Nachrichtenkennung eindeutig gekennzeichnet.
Im Gegensatz zur Teilnehmeradressierung wird dabei kein
Steuergerät, sondern die Nachricht selbst adressiert. Da
durch steht eine Nachricht grundsätzlich jedem CAN−Bus
Teilnehmer zum Empfang zur Verfügung. Die Übernahme
einer Nachricht hängt einzig von der Entscheidung der
Steuergeräte ab. Somit ist es möglich, dass eine Nachricht
von einem, mehreren oder allen Steuergeräten zur Weiter
verarbeitung übernommen wird.
CR, Common Rail, frei übersetzt: Gemeinsame Leitung.
Während herkömmliche Dieseldirekteinspritzer den Kraft
stoffdruck für jeden Einspritzvorgang aufs neue erzeugen,
wird er beim Common−Rail−System unabhängig von der
Einspritzfolge aufgebaut und steht in der Kraftstoffleitung
permanent zur Verfügung. Druckerzeugung und Einsprit
zung erfolgen unabhängig voneinander. Diese Technik
ermöglicht eine bedarfsgerechte Einspritzung, die sich
günstig auf Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen aus
wirkt.
Verzeichnisse
Fachwörter
CRTec®, Continuously Regenerating Trap, electronically
controlled, ist ein spezieller Oxidationskatalysator, kombi
niert mit einem Dieselpartikelfilter welcher elektronisch
überwacht wird. Mit Hilfe des CRTec®−Systems werden
die CO−, HC−und Partikelemissionen bis in den Bereich
der Nachweisbarkeitsgrenze vermindert.
Fachwörter
CZ, Cetanzahl, sie beschreibt die Zündwilligkeit eines Die
selkraftstoffes. Je höher die Cetanzahl, desto leichter und
schneller entzündet sich der Diesel nach dem Einspritzen
in die verdichtete Luft im Zylinder.
EBS erhöht die Verkehrssicherheit durch Anhaltewegver
kürzung und eine verbesserte Fahrzeugstabilität beim
Bremsen. Umfassende Überwachungsfunktionen sowie die
Anzeige des Bremsbelagverschleißes bieten eine effektive
Wartungslogistik.
ECAS ist eine elektronisch geregelte Luftfederungsanlage
für Fahrzeuge, die als System eine Vielzahl von Funktio
nen einschließt. So bietet sie eine Erhöhung des Fahrkom
forts, konstante Fahrzeughöhe unabhängig von der Last,
Absenken des Fahrzeuges und anderes.
EDC, Electronic Diesel Control, ist eine elektronisch ge
regelte Dieseleinspritzung. Sie beeinflusst den Kraftstoff
verbrauch, die Wirtschaftlichkeit, das Abgas− und
Geräuschverhalten positiv.
EPB, elektropneumatische Bremsanlage regelt den Brems
belagverschleiß und die Bremskraftverteilung, um eine
wirtschaftliche und effiziente Nutzung der Bremsanlage zu
gewährleisten.
ESP*, elektronisches Stabilitäts−Programm, ist ein aktives
Sicherheitssystem zur Seigerung der Fahrsicherheit und
der Fahrstabilität. Es trägt spürbar zur Reduzierung der
Schleudergefahr bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanöver
bei. Dazu werden in fahrdynamisch kritischen Situationen
die Bremskräfte an jedem einzelnen Rad gezielt geregelt.
Gleichzeitig wird die Motorleistung zurückgenommen.
FFR, Fahrzeugführungsrechner , übernimmt die Verarbei
tung elektronischer Signale des Motors und des Antriebs
stranges.
GPS, Global positioning System, navigiert den Fahrer mit
Hilfe bildlicher als auch sprachlicher Unterstützung zu ei
nem vorher definierten Ziel. Das System verarbeitet dabei
die Signale von Satelliten, digitalisierten Karten und zu
rückgelegten Wegstrecken.
HSB, Haltestellenbremse, arbeitet mit demselben Betriebs
bremskreis wie die Betriebsbremse, jedoch mit kleinerem
Druck. Sie wird entweder automatisch durch Öffnen einer
Tür oder durch manuelles Einlegen aktiviert.
435
Verzeichnisse
Fachwörter
Intarder, ähnlich wie Retarder, wandelt mechanische Ener
gie in Wärmeenergie um, bildet jedoch mit dem Getriebe
eine Einheit. Mit dieser zusätzlichen Bremse lässt sich das
Fahrzeug stufenlos und fast verschleißfrei verzögern.
Hauptvorteile gegenüber dem Retarder sind ein nicht ver
längerter Antriebsstrang sowie der gemeinsame Ölhaushalt
mit dem Getriebe.
LED, Leuchtdioden, haben im Vergleich zu Glühlampen
eine deutlich höhere Lebensdauer. Weitere Vorteile sind
der geringe Energieverbrauch, sowie die kompakte Bau
weise.
MAN−cats II, ist ein externes Diagnosesystem mit größt
möglicher Prüftiefe für Fahrzeuge, Bus−Chassis und Ein
baumotoren von MAN. Das Diagnosesystem wird über die
OBD−Steckdose mit dem Fahrzeug verbunden. Unter an
derem können Fehlercodes ausgelesen und Software−Up
dates durchgeführt werden.
MFD, Multifunktionsdisplay, Bildschirm im Armaturenbrett,
welcher verschiedene Betriebszustände, Informationen so
wie Störungen und Meldungen des Fahrzeuges anzeigt.
MIL, Malfunction Indicator Lamp zeigt an, wenn eine emis
sionsrelevante Fehlfunktion des Motors oder der Abgasan
lage vorliegt.
Motorbremse, auch als Staudruckbremse bezeichnet, er
zielt durch die Erhöhung der inneren Motorwiderstände
eine verschleißfreie, aber nicht dosierbare Bremswirkung.
Die Motorbremse arbeitet unabhängig von der Betriebs
bremsanlage.
436
MUX, Multiplexer elektronischer Schalter, der Signale von
z. B. Tastern oder Steuergeräten empfängt, verarbeitet und
weitergibt. Zur Übertragung der Signale wird das CAN
verwendet. Siehe auch Fachwort CAN.
Nothahn ermöglicht es, bei Gefahr die Tür drucklos zu
machen, die Tür zu öffnen und somit das Fahrzeug verlas
sen zu können.
OBD, On Board Diagnose, überwacht den Motor auf Ein
halten der Emissionsgrenzwerte und speichert Fehlermel dungen intern ab.
Als standardisierte Schnittstelle ist eine OBD − Steckdose
im Bereich des Fahrerarbeitsplatzes angebracht. Sie er
laubt das Auslesen und Löschen des Fehlerspeichers mit
einem ebenfalls standardisierten Diagnosetester.
OBD 1, erste Entwicklungsstufe der On Board Diagnose.
Erkennbar am nicht genormten, meist runden, 14poligen
Stecker.
OBD 2 (EOBD), zweite Entwicklungsstufe der On Board
Diagnose. Zu erkennen am rechteckigen, 16poligen
Stecker. Weitere fahrzeugspezifische Daten und Fehlermel dungen können gespeichert werden.
PM−KAT® entfernt mit seiner offenen Struktur vor allem
kleinste Rußpartikel und kann bei der Abscheidung von
Ruß selbst durch Motorölasche nicht mehr verblocken.
Verzeichnisse
Fachwörter
RAS*, Rear Axle Steering, ist eine mitlenkende Nachlauf
achse, die den Wendekreis des Fahrzeuges verkleinert.
SMUX, Multiplexer für Schalter bzw. Taster. Siehe auch
Fachwort MUX.
RAS EC*, Rear Axle Steering Electronically Controlled,
bietet gegenüber einer konventionell mitgelenkten Nach
laufachse die Vorteile eines noch kleineren Wendekreises,
Mitlenkung auch bei Rückwärtsfahrt und verschiedenen
Voreinstellungsmöglichkeiten bei z. B. engen Haltestellen
buchten.
Tempomat hält, sofern es die Motor− und Bremsleistung
zulassen, selbständig eine voreingestellte Geschwindigkeit
des Fahrzeuges, unabhängig davon, ob sich das Fahr
zeug auf der Ebene, im Gefälle oder an einer Steigung
befindet. Das Fahrpedal muss während der Geschwindig
keitsregelung nicht betätigt werden.
Retarder, auch Strömungsbremse (z. B. Voith) genannt,
wandelt mechanische Energie in Wärmeenergie um. Dies
geschieht mit Hilfe des Mediums Öl oder Elektrizität. Mit
dieser zusätzlichen Bremse lässt sich das Fahrzeug stu
fenlos und fast verschleißfrei verzögern.
TEPS, Twin Electric Platform System, verbindet die Elektrik
des Fahrgestells wie z. B. Motor, Retarder und Getriebe
mit der Elektrik des Aufbaus. Die Diagnose ist vollständig
integriert. Durch Vereinheitlichen der Systemkomponenten
und Wegfall herkömmlicher Verkabelungen entsteht eine
große Kostenreduzierung.
Reversieranlage verhindert das Einklemmen von Perso
nen oder Gegenständen während der Öffnen− oder
Schließenphase der Türen.
SAE, Society of Automative Engineers, ist eine gemeinnüt
zige Organisation für Wissenschaft und Technik. Bekannter
Standard sind unter anderem die SAE−Viskositätsklassen
der Motoröle.
Servocomtronic, regelt durch die Steuerelektronik die Be
tätigungskraft am Lenkrad je nach Fahrgeschwindigkeit.
Bei schneller Autobahnfahrt arbeitet die Lenkung direkt,
bei langsamen Kurven oder beim Rangieren wird die
Lenkunterstützung erhöht.
TPM*, Tire Pressure Montoring, das Reifendruckkontrollsy
stem TPM bemerkt einen auftretenden, schleichenden
Druckverlust in den Reifen und zeigt dies im Fahrerdisplay
an.
UDS*, Unfalldatenspeicher, registriert permanent die Bewe
gungsdaten des Fahrzeuges und das Betätigen der ange
schlossenen Bedienelemente. vor und nach einem Unfall
werden die registrierten Daten dauerhaft gespeichert.
UTC, Universal Coordinated Time, entspricht der Zeitzone
0" auf der in 24 Zeitzonen aufgeteilten Weltkugel.Som mer− und Winterzeit werden nicht berücksichtigt. (Ortszeit
− Zeitzone = UTCZeit).
437
Verzeichnisse
Stichwörter
A
Stichwörter
Abblendlicht MAN, 142 , 144
Abgas Warnleuchte MAN, 172
Abgasreinigungssystem, 393
Abgasrückführung, 434
Abkürzungen, 432
ABS, 265 , 434
Abscheideventil, 382
Abschleppen, 292
von Bussen mit Achs− und Lenkungsschäden, 295
von Bussen mit defektem Motor oder Getriebe, 295
Abstellen vom Motorraum aus, 252
Acetonitril, 122
Achslasten, 421
Achssperre, 434
Achtungshinweis, 28
Adresse Technische Dokumentation, 2
AGR, 434
Aluminiumfelgen reinigen und pflegen, 405
Anfahren, 254 , 260
Anfahrsperre, 133 , 137
Anhängelasten, 422
Anhänger kuppeln* Sicherheitsvorschriften, 34
Anhängerbetrieb*, 257
Konventioneller Anhänger*, 258
Personenanhänger*, 258
Anhängersteckdose*, 258
438
Anhängevorrichtung*, 258
Anlassen, 249
Anlasssperrschalter , 252
Anleitung zur Betriebsanleitung, 27
Anordnung der Schalttafeln, 336
Anordnung Hochvolt−Komponenten und −Leitungen, 117
Antiblockiersystem, 265
Antriebsschlupfregelung, 265
Anwenderfreundlichkeit, 24
Anzeige Bremsenergie, 186
Anzeige Energiespeicher, 187
Anzeigen Priorität 1 MAN, 181
Anzeigen Priorität 2 MAN, 183
Anzeigen Priorität 3 MAN, 184
Anzeigen Priorität 4 MAN, 185
Anziehdrehmomente Räder, 424
Arbeitsplatz, 70
Außenspiegel einstellen, 73
Digitaler Tachograph, 167
Digitaler Tachograph DTCO Stoneridge SE5000, 166
Digitaler Tachograph Siemens, 164
Fahrerkabinentür öffnen / schließen, 69
Fahrersitz einstellen, 70
Innenspiegel einstellen, 73
Lenkrad einstellen, 72
Sonnenrollo der Frontscheibe einstellen, 77
Sonnenrollo der Frontscheibe elektrisch* einstellen, 77
Sonnenrollo der Seitenscheibe einstellen, 78
Tachograph, 163
Verzeichnisse
Stichwörter
Arbeitsplatz MAN, 140
Anzeigeinstrumente, 169
Drehzahlmesser , 169
Einstelltasten, 194
Fahrerdisplay, 181
Instrumentenbeleuchtung einstellen, 196
Kontrollleuchtenblock, 176
Kraftstoff−Vorratsanzeige, 173
Kühlmittel−Temperaturanzeige, 174
Rückstelltasten, 194
Standlicht und Fahrlicht einschalten, 142 , 144
Störungen und Fehlermeldungen, 198 , 207 , 222
Tachometer, 171
ASR, 265 , 434
ASR−Abschaltung Taster, 147
Audio / Video, 91
Außenbeleuchtung, 320
Außenspiegel, 73
Außenspiegel einklappen, 76
Außenspiegel einstellen, 75
Außentemperaturanzeige, 195
Ausstieg im Notfall, 124
Automatische Ölnachfüllung*, 371
B
BAS, 268 , 434
Batterie von der elektrischen Anlage trennen, 318
Batterie−Daten, 430
Batterie−Hauptschalter MAN, 148
Batterien, 398
Batterien prüfen, 376
Batterien Sicherheitshinweise, 35
Batterietrennschalter , 46 , 318
Battterien entsorgen, 47
Bedieneinheit. Siehe Audio / Video; HLK Bedieneinheit
Bedieneinheit Zusatzheizung, 86
Befördern, 31
Behinderte. Siehe Mobilitätseingeschränkte Personen
Behrquirl (Ventilator) ein− und ausschalten, 72
Belegung der Schalttafeln, 338
Beleuchtung, 320
Beleuchtung Warnsummer, 143 , 145
Beleuchtungslernlauf , 161
Beleuchtungstest durchführen MAN, 161
Beleuchtungstest Schalter MAN, 156
Bergen aus dem Gelände, 296
Beschleunigungsvorgang, 169
Besonderheiten Hybrid
Abgasuntersuchung, 247
Kaltstart, 247
Bestimmungsgemäße Verwendung, 31
Betriebsanleitung Konzept, 27
Betriebsanleitungen, 2
Betriebsbereitschaftanzeige, 251
Betriebsbremse, 274
Betriebssicherheit, 31
Betriebsstoffe, 428
Betriebsstoffe entsorgen. Siehe Umweltschutz
439
Verzeichnisse
Stichwörter
Betriebszustände, 7
Biodiesel, 287
Birnen. Siehe Beleuchtung
Blinken MAN, 271
Bordspannung, 430
Brandbekämpfung von Acetonitril, 43 , 122
Brandfall, 41
Brandmelder*, 123
Bremsassistent*, 268
Bremsbeläge, 385
Bremsbelagverschleiß, 385
Bremsbelagverschleißregelung, 267
Bremsen, 274
Bremsfunktionen am Bremspedal, 275
Bremssystem, 264
Bremsvorgang, 170
Buchnummer, 2
Bugbeobachtungsspiegel einstellen, 75
Bugblende, 64
Bugklappen, 66
C
CAN, 434
Cetanzahl, 435
CR, 434
CRTec®, 435
CRTec®−Filter, 393
Siehe auch Sicherheitsvorschriften
CRTec®−System, 5 , 36
CZ, 435
440
D
Dachlüfter Schalter MAN, 157
Darstellungsmittel, 28
Deckenverkleidung, 67
Diagnosesteckdosen, 392
Diagnosesystem, 436
Dieselkraftstoff , 290 , 399
Digitaler Tachograph
Fahrerkarte Siemens, 164
Fahrerkarte Stoneridge, 166
Kartenfunktionen, 168
Tachographenkarten, 167
Digitaler Tachograph DTCO, 163
Digitaler Tachograph DTCO Siemens, 164
Digitaler Tachograph Stoneridge SE5000, 166
Displayanzeigen Heizen, Lüften, Kühlen, 80
Doku−Preis, 24
Download−Interface, 168
Drehschalter, 144
Druckanzeiger MAN, 175
Druckbetankung, 286
Drucklose Luftfederung, 303
Druckluftbehälter , 384
Druckluftverlust, 301
E
EBS, 264 , 435
ECAS, 264 , 435
ECAS deaktivieren, 304
Verzeichnisse
Stichwörter
EDC, 435
EEV, 4
EEV Motoren, 423
Effizenz−Anzeige, 169
Einfahrempfehlungen, 244
Einfahrhinweise, 244
Elekrtisches Bremsen mit Bedienhebel, 276
Elektrik Daten, 430
Elektrische Spannung, 33
Elektromotoren, 430
Elektronische Niveauregulierung, 264
Elektronisches Stabilitätsprogramm*, 269
Elektropneumatische Bremsanlage, 267
Entlüften Kraftstoffanlage . Siehe Kraftstoffanlage entlüften
Entsorgen von Betriebsstoffen, 47
Entwässerungsventile, 384
EPB, 267 , 435
Erklärung Betriebsanleitung, 27
ESP*, 269 , 435
F
Fachwörter, 434
Fahrbereichsvorwahlschalter MAN, 259
Fahren, 254
Fahren im Winter, 288
Winterreifen, 288 , 397
Fahren mit Anhänger*, 257
Fahren wirtschaftliches , 48
Fahrerarbeitsplatz. Siehe Arbeitsplatz
Fahrerarbeitsplatz Übersicht MAN, 140
Fahrerdisplay, 181
Fahrerdisplay Menüstruktur MAN, 188
Fahrerdisplay Symbole und Tastenfunktionen, 189
Fahrerkabinentür , 69
Fahrerkarte, 168
Fahrerlüfter* Schalter VDV, 157
Fahrermikrofon* Schalter MAN, 158
Fahrersitz , 70
Fahrgasthaltewunschanzeige*, 97
Fahrgastmeldeanlage, 55
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung Schalter, 150
Fahrgestellnummer , 416
Fahrlicht MAN, 142 , 144
Fahrpersonal, 30 , 351
Fahrscheinentwerteranlage*, 99
Fahrsysteme
Elektronisch geregeltes Bremssystem, 264
Elektronische Niveauregulierung, 264
Reifendruckkontrollsystem, 269
Twin Electric Platform System (TEPS), 270
Fahrtvorbereitungen, 245
Fahrtzielanzeige, 99
Fahrzeug abstellen, 281
Fahrzeug anheben, 306
Fahrzeug betanken, 283
Fahrzeug fremdbefüllen, 302
Fahrzeug nicht betriebsbereit, 251
Fahrzeug reinigen, 404
Fahrzeug stilllegen, 401
441
Verzeichnisse
Stichwörter
Fahrzeug wieder inbetriebnehmen, 403
Fahrzeugabmessungen, 420
Fahrzeugaußenbeleuchtung, 320
Fahrzeugaussenbeleuchtung reinigen, 405
Fahrzeugaussenbeleuchtung Übersicht, 320
Fahrzeugbatterien, 376
Fahrzeuggewichte, 421
Fahrzeugidentifizierungsnummer , 416 , 419
Fahrzeugtypschild, 417
Fahrzeuginnenbeleuchtung, 322
Fahrzeuginnenbeleuchtung Übersicht, 322
Fahrzeugschlüssel, 50
Faltenbalg reinigen, 409
Fangmaulkupplung*, 258
Fassungsvermögen Heizöltank*, 426
Fassungsvermögen Kraftstofftank , 426
Federspeicher lösen, 301
Fehlerwarnlampe MIL, 254
Fehlerwarnlampe MIL MAN, 172
Felgengröße, 424
Fernlicht einschalten MAN, 271
Feststellbremse einlegen, 280
Feststellbremse notlösen, 132
Feuerlöscher, 115
FFR, 435
Filter wechseln, 391
Filter− und Trockenmitteleinsätze entsorgen, 47
Fremdbefüllen, 302
Fremdstart−Steckdose, 313 , 314
Fremdstarten, 313
442
Frontblende, 65
Frontbox, 391
Frontbox entlüften, 391
Frontscheibe reinigen MAN, 273
Frontscheibenheizung* Schalter MAN, 157
Füllmengen, 428
Funk* Schalter VDV, 151
Funktionsprüfung Fahrzeug, 248
G
Gebläse, 80
Geschichte, 3
Geschwindigkeitsbegrenzung, 429
Geschwindigkeitsbegrenzung Warnleuchte MAN, 172
Geschwindigkeitsindex, 424
Gewichte, 420
Glatteiswarnung, 195
Gleitschutzketten, 289 , 398
Global positioning System, 435
Glühbirnen. Siehe Beleuchtung
GPS, 435
Gurte, 108
H
Hakenstange Rollstuhlrampe, 95
Halogenstrahler , 331
Haltestellenbremse, 266 , 278 , 435
Haltestellenbremse Taster, 150 , 151
Haltewunsch, 55
Verzeichnisse
Stichwörter
Haltewunsch Rollstuhltaster, 56
Haltewunschsummer Schalter, 158
Handbremse. Siehe Feststellbremse einlegen
Handlampe, 111
Handlungsanweisung, 28
Handy. Siehe Sicherheitsvorschriften
Hauptschalttafel, 338
Heben und Senken Schalter MAN, 152
Heizen, 80
Heizen, Lüften, Kühlen, 79
Klimaanlage ein− und ausschalten, 80
Hinweisschilder, 104
Historie. Siehe Geschichte
HLK Bedieneinheit, 79
Aktivieren / Deaktivieren einer programmierten
Zusatzheizungs−Startzeit, 89
Displayanzeigen, 80
Einschaltdauer der Zusatzheizung
einstellen, 89
Entfeuchten, 83
Heizen, 80
Kühlen, 81
Lüften, 80
Reheat, 83
Restlaufzeit der Zusatzheizung anzeigen, 89
Restlaufzeit der Zusatzheizung einstellen, 90
Sofortheizen, 86
Startzeiten der Zusatzheizung programmieren, 88
Uhrzeit und Wochentag einstellen, 87
Umluftbetrieb, 82
Zusatzheizung, 84
Hochdruckreiniger, 410
Höchstgeschwindigkeit, 429
Hochvolt−Bordnetz vom Hochvolt−Traktionsenergiespeicher
trennen, Batterietrennschalter, 118
Hochvolt−Traktionsenergiespeicher , 45
Hupe / Signalhorn MAN, 150
Hupe / Signalhorn VDV, 154 , 158 , 159 , 160
Hupen MAN, 272
Hybrid, 6
Hybrid Antrieb, 7
Hybrid Verhalten im Notfall, 116
Hybridtechnik allgemein, 6
Hydraulikflüssigkeit entsorgen, 47
I
Inbetriebsnahme, 32
Informationen Priorität 1 MAN, 198
Informationen Priorität 2 MAN, 207
Informationen Priorität 3, 238
Informationen Priorität 3 MAN, 222
Informationshinweis, 28
Iniversal Time Coordinated, 163
Innenbeleuchtung, 322
Innenbeleuchtung Schalter, 156
Innenbeleuchtung Schalter MAN, 155
Innenraum, 400
Innenraum reinigen, 412
Innenspiegel einstellen, 73
443
Verzeichnisse
Stichwörter
Innenspiegel elektrisch einstellen, 74
Instrumente MAN, 140
Instrumentenbeleuchtung MAN, 196
Instrumententräger öffnen, 342
Intarder, 436
Internetportal KBA, 168
Intervallwischen einstellen MAN, 273
Isolationsmaterialien reinigen, 414
K
Kältemittel, 37
Kältemittel entsorgen, 47
Keilriemen Hydropumpe, 299
Keilriemen prüfen, 374
Keilriemen wechseln, 297
Keilriemenspannung prüfen, 300 , 374
Kick−down, 261
Kilometeranzeige, 197
Kinderwagen Schalter MAN, 159
Klappen, 58
Bugblende öffnen / schließen, 64
Bugklappen öffnen / schließen, 66
Deckenverkleidung öffnen / schließen, 67
Frontblende öffnen / schließen, 65
Motorraumklappe öffnen / schließen, 62
Nummernschildträger öffnen / schließen, 63
Schaltkastenabdeckung öffnen / schließen, 68
Serviceklappen öffnen / schließen, 63
Übersicht Klappen, 58
Klappen öffnen / schließen, 58
444
Klappen, Türen, Schiebedach, 399
Klimaanlage ein− und ausschalten, 80
Klimaanlage elektrisch, 430
Klimaanlage Fahrgastbereich Schalter, 158
Klimaanlage Sicherheitshinweise, 37
Klimatisieren, 81
Kneelingautomatik Schalter MAN, 154
Kneeling Schalter MAN, 154
Kombihebel MAN, 271
Kondenswasser, 384
Konservierung, 411
Kontrollarbeiten, 245
Kontrollkarte, 168
Kontrollleuchten MAN, 176
Kontrollleuchtenblock MAN, 176
Koppelmaul hinten, 294
Koppelmaul vorne, 294
Korrosionsschutz, 396
Kraftstoff−Vorratsanzeige, 173
Kraftstoffanlage entlüften, 343
Kraftstofffilter Zusatzheizung erneuern, 349
Kraftstofftank auffüllen, 283 , 285 , 286
Bajonettverschluss, 285
Barteltverschluss, 283
Kraftstofftank entwässern, 386
Kraftstoffzufuhr schließen, 387
Kugelkopf−Anhängerkupplung, 422
Verzeichnisse
Stichwörter
Kugelkopfkupplung*, 258
Kugelstrahler, 331
Kühlen, 81
Kühlerlüfter überbrücken, 346
Kühlflüssigkeit entsorgen, 47
Kühlmittel, 398
Kühlmittel−Temperaturanzeige, 174
Kühlmittelstand prüfen, 364 , 366
Kunststoffoberflächen Innenraum reinigen, 412
L
Lack, 411
Lackoberflächen pflegen, 407
Lackpflege, 411
Ladedruck Turbolader, 194
Lage der Hochvolt−Komponenten und −Leitungen im Hy
bridfahrzeug, 340
Lampen austauschen, 324
Bremsleuchten, 329
Fahrtrichtungsanzeiger hinten, 329
Fahrtrichtungsanzeiger seitlich, 327
Fahrtrichtungsanzeiger vorne, 327
Fernscheinwerfer, 326
Innenbeleuchtung dunkel, 332
Innenbeleuchtung hell, 332
Kennzeichenleuchten, 330
Motorraumleuchte, 334
Nebelscheinwerfer , 326
Rückfahrscheinwerfer , 329
Scheinwerfer, 325
Schlussleuchten, 329
Umrissleuchten vorne oben, 328
Warnleuchte* Rollstuhlrampe, 333
Zusatzbremsleuchte, 333
Lampenlasten, 162
Lasten, 420
LED, 436
Lenkhydraulik, 367
Lenkrad, 72
Lenkzeiten, 39
Leuchtdioden, 436
Lichthupe betätigen MAN, 271
Lichtlaufleisten reinigen und pflegen, 413
Lion’s City. Siehe Geschichte
Löschempfehlungen, 122
Löschen, 122
Löschmittel, 122
Lüften, 80
Lüfter. Siehe Kühlerlüfter überbrücken
Lüfterantrieb, 428
Luftfederbälge, 383
Luftfederung, 303
Luftfilter, 381
Luftfilteranlage prüfen, 381
Luftfilterzustand prüfen, 381
Lufttrockner, 398
Lüftungsgitter, 399
445
Verzeichnisse
Stichwörter
M
MAN, 3
MAN / Service, 360
MAN / Service Comfort, 360
MAN / Service ComfortPlus, 360
MAN / Service ComfortSuper, 360
MAN Service Mobile24, 361
MAN−cats, 392
MAN−cats II, 436
Maße, 420
Maßnahmen bei einem Unfall ohne erkennbare
Feuereinwirkung, 120
Menü "Fahrzeug steht "Motor "AUS", 192
Menüstruktur Fahrerdisplay, 190
Menüstruktur MAN, 188
MFD, 436
Mikrofon, 92
Mikroorganismen im Tank, 344
MIL, 254
MIL MAN, 172
Mischungsverhältnisse Kühlmittel, 427
Mobile24, 361
Mobile24 Servicenummer, 361
Mobilitätseingeschränkte Personen, 31
Monatliche Wartungsarbeiten, 363
Motor abstellen vom Motorraum aus, 252
Motor Start/Stop Taster, 148
Motor Starten, 249
Motor starten vom Motorraum aus, 252
Motor−NOT−AUS, 130
446
Motorbremse, 436
Motordaten, 423
Motoren EEV, 423
Motorenaltöl Hinweise, 37
Motorenöl, 398
Motorenöl entsorgen, 47
Motorölstand, 369
Motorraumklappe, 62
Motorraumleuchte, 334
Motorschild, 418
Motorstart* Taster MAN, 149
Motorstop* Taster MAN, 149
Multifunktionsdisplay reinigen und pflegen, 413
MUX, 436
N
Nach Anlassen des Motors, 246
Nachtbeleuchtung Schalter MAN, 156
Natoknochen, 318
Nebelscheinwerfer Schalter MAN, 155
Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte, 155
Nebelschlussleuchten Schalter MAN, 155
Niveauregulierung, 264
NOT−AUS−Schalter, 46 , 130
Notausstieg Türen, 45 , 46
Notgeräte, 110
Nothahn, 436
Nothahn außen, 125
Nothahn innen, 127
Verzeichnisse
Stichwörter
Nothammer, 45
Nothämmer, 113
Nothammer Kontrollleuchte, 150
Notheben Schalter VDV, 153
Notlöseeinrichtung Feststellbremse, 132
Notlöseeinrichtung Haltestellenbremse, 133
Nummernschildträger , 63
O
OBD, 392 , 436
OBD 1, 436
OBD 2 (EOBD), 436
Ölstand des Motors prüfen, 369
Ölstand Lenkhydraulik prüfen, 367
On Board Diagnose, 392
P
Parken, 280
Pflegemittel entsorgen, 47
Pflegen, 404
PM−KAT−System Vorteile , 4
PM−KAT®, 436
PM−KAT®−System, 5 , 36 , 39 , 393
Podestheizer Fahrerarbeitsplatz Schalter MAN, 156
Prüfanschlüsse, 389
Prüfarbeiten vor Radmontage, 309
Q
R
Rad abnehmen, 308
Rad anbauen, 309
Rad aufsetzen, 309
Rad wechseln, 304
Radio, 91
Radkappen abnehmen, 305
Radmuttern festziehen, 310
RAS*, 437
Ratgeber bei Störungen, 351
Raumheizung Schalter, 157
Reheat, 83
Reifen befüllen, 311
Reifendruckkontrolle, 312
Reifendruckkontrollsystem (TPM), 269 , 312
Reifenfüllanschluss, 311
Reifenfüllschlauch*, 311
Reifengröße, 424
Reifenluftdruck prüfen, 380
Reifenluftdrücke, 425
Reinigen, 404
Reinigen und Pflegen des Fahrzeuges, 404
Reinigung Fahrzeugaussenbeleuchtung, 405
Reinigung und Pflege Gummidichtungen, 411
Reinigung und Pflege Innenraum, 412
Reinigung und Pflege Lichtlaufleisten, 413
Reinigung und Pflege Multifunktionsdisplay, 413
Reinigung und Pflege Sicherheitsgurte, 412
Reinigung und Pflege Sitzpolster, Stoffe, Teppichböden, 412
Qualifikation. Siehe Fahrpersonal
447
Verzeichnisse
Stichwörter
Reinigung und Pflege Türschlösser, 411
Reinigung Wischerblätterund Wischergummis, 406
Reinigungsmittel entsorgen, 47
Rekuperation von Bremsenergie, 275
Relais, 338
Reparaturverträge, 360
Retarder, 437
Reversieranlage, 134 , 437
Rollo. Siehe Sonnenrollo
Rollstühle. Siehe Mobilitätseingeschränkte Personen
Rollstuhlrampe, 93
elektrisch*, 96
mechanisch, 93
Rostschutz, 396
Rückfahrwarner*, 256
Rückfahrwarner* Anhänger, 257
Rückhaltesysteme, 108
Rückrollsperre, 278
Rückwärts fahren, 256
Rückwärts fahren mit Anhänger, 257
Rückwärtsgang−Hupe* MAN, 151
Rückwärtsgangtaster* MAN, 158
Ruhezeiten, 39
S
Sachnummer, 2
SAE, 437
Schadensbilder bei Keilriemen, 375
Schalten MAN, 259
448
Schaltkastenabdeckung, 68
Schalttafeln, 338
Schalttafeln öffnen & schließen, 336
Schalttafeln und Knotenpunkte, 336
Scheibenräder pflegen, 405
Scheibenreinigungsanlage, 378
Scheibenwaschanlage, 398
Scheibenwaschanlage nachfüllen, 378
Scheibenwaschwasserbehälter , 428
Scheibenwischer einschalten MAN, 272
Scheibenwischerblätter und Wischergummis reinigen, 406
Scheinwerfer / Beleuchtung, 398
Scheinwerfer−Reinigungsanlage, 159
Schleppmomentenregelung, 267
Schleuderketten*, 289
Schlüsselübersicht, 50
Schneeketten, 289
Schulbusbetrieb Schalter MAN, 152
Seitenmarkierungsleuchten, 330
Selbsthilfe, 292 , 351
Fahrpersonal, 351
Senken* Schalter MAN, 153
Service Mobile24, 361
Service−Angebot, 360
Service−Center, 361
Serviceklappen, 63
Serviceleistungen, 360
Servicenummer, 361
Servocomtronic, 437
Sicheres Betreiben, 30
Verzeichnisse
Stichwörter
Sicherheit und Umwelt, 47
Sicherheitseinrichtungen, 102
Anfahrsperre bei geöffneten Türen, 137
Brandmelder*, 123
Feuerlöscher, 115
Hybrid Verhalten im Notfall, 116
Motor−NOT−AUS, 130
Notentriegelung, 124
Nothahn, 125
Nothämmer, 113
Notlöseeinrichtung Feststellbremse, 132
Notlöseeinrichtung Haltestellenbremse, 133
Reversieranlage, 134
Rückhaltesysteme, 108
Unterlegkeile, 112
Unterspannungsschutzschalter , 136
Verbandskästen, 114
Warn− und Hinweisschilder, 104
Werkstatttaster, 129
Sicherheitseinrichtungen instandhalten, 102
Sicherheitseinrichtungen prüfen, 102 , 245
Sicherheitsgurte, 108
Sicherheitsgurte reinigen und pflegen, 412
Sicherheitshinweise, 30
Sicherheitshinweise allgemein, 30
Sicherheitshinweise zum Abschleppen, 292
Sicherheitsvorschriften
Abgasanlagen, 36 , 39
Anhänger*, 34
Batterien, 35
Elektrische Spannung, 33
Handys und Funkgeräte, 39
Kältemittel, 37
Klimaanlagen, 37
Motorenaltöl, 37
PM−KAT®−System, 39
Steuergeräte, 38
Telefon, 39
Vermeiden von Personenschäden, 32
Wartung und Pflege, 40
Sicherungen, 338
Sicherungen oder Relais wechseln, 335
Sichtkontrolle, 380
Sitze. Siehe Fahrersitz
Sitzpolster, Stoffe, Teppichböden reinigen und pflegen, 412
Skikoffer*, 422
SMR, 267
SMUX, 437
Society of Automative Engeneers, 437
Sofortheizen, 86
Sonderausstattung, 28
Sonnenrollo, 77
Sonnenrollo* Schalter MAN, 158
Sonstiges, Fahrgasthaltewunschanzeige*, 97
Spezielle Schutzausrüstung, 122
Spiegel−/Fensterheizung Schalter MAN, 157
Spritzdüsen, 379
Standheizung. Siehe Zusatzheizung
Standlicht MAN, 142 , 144
Starten, 249
449
Verzeichnisse
Stichwörter
Starten vom Motorraum aus, 252
Starthilfe, 313 , 315
Steckdose−24V*, 97
Steuergeräte Sicherheitsmaßnahmen, 38
Steuergeräte und Schalttafeln Übersicht, 336
Steuerungselektronik Dach, 339
Stilllegen, 401
Störabschaltung Zusatzheizung, 347
Störungen Bremsanlage, 354
Störungen Elektrische Anlage, 356
Störungen Lenkung, 355
Störungen Motor, 352
Störungen Priorität 1 MAN, 198
Störungen Priorität 2 MAN, 207
Störungen Priorität 3, 238
Störungen Priorität 3 MAN, 222
Störungen Ratgeber, 351
Störungen Tür, 357
Störungen und Fehlermeldungen, 238
Störungen und Fehlermeldungen MAN, 198 , 207 , 222
Stöungen Heizung, Lüftung, Klima, 358
Strukturbaum des Menüs, 191
Stützlasten, 422
T
Tachograph, 163
Tachograph Warnleuchte , 171
Tachometer MAN, 171
Tagfahrlicht wechseln, 326
450
Tagfahrlicht* MAN, 143 , 145
Tankanzeige, 173
Tanken, 283
Technische Daten, 416
Elektrik, 430
Fahrzeug− und Komponententypschilder , 416
Füllmengen und Betriebsstoffe, 426
Geschwindigkeiten, 429
Klimatische Umgebungsbedingungen, 430
Maße, Gewichte, Lasten, 420
Motor, 423
Räder und Reifen, 424
tekom, 24
Telefon. Siehe Sicherheitsvorschriften
Temperaturanzeige, 174 , 195
Tempomat, 437
TEPS, 270 , 437
TPM*, 437
Trennschalter, 318
Türdichtungen reinigen und pflegen, 411
Türen
Fahrgastmeldeanlage, 55
mit Nothahn von außen betätigen, 125
mit Werkstatttaster von außen betätigen, 129
Türen mit Nothahn von innen öffnen, 127
Türen verriegeln / entriegeln, 51
Türen von außen öffnen − Fahrgäste, 53
Türen von außen öffnen − Fahrgäste mit
Kinderwagen, 53
Türen von außen öffnen − Fahrgäste mit Rollstuhl, 53
Verzeichnisse
Stichwörter
Türen von außen öffnen − mobilitätseingeschränkte
Fahrgäste, 53
Türen von außen öffnen − Senioren, 53
Türen von außen öffnen / schließen, 52
Türen von innen öffnen / schließen, 54
von innen entriegeln, 124
Türen einstellen / sperren, 394
Türen verriegeln / entriegeln, 51
Türen von außen öffnen, Fahrgäste*, 53
Türen von außen öffnen / schließen, 52
Türen von innen öffnen / schließen, 54
Türflügel sperren Schalter MAN, 155
Türfreigabe Schalter MAN, 154
Türschließautomatik Schalter MAN, 154
Türschlösser reinigen und pflegen, 411
Türtaster MAN, 155
Typschild Motor, 418
Typschild Personenbeförderungszahl, 418
Typschilder, 416
U
Übersicht der Steuergeräte und Schalttafeln, 336
Übersicht Fahrerarbeitsplatz MAN, 140
Übersicht Fahrzeugaussenbeleuchtung, 320
Übersicht Fahrzeuginnenbeleuchtung, 322
Übersicht Hybrid Komponenten, 14
Übersicht Klappen, 58
UDS*, 98 , 437
Uhrzeit einstellen, 194
Ultracaps, 430
Umgebungsbedingungen klimatische, 430
Umluftbetrieb, 82
Umwelthinweis, 28
Umweltschutz, 47
Batterien entsorgen, 47
Filter− und Trockenmitteleinsätze entsorgen, 47
Hydraulikflüssigkeit entsorgen, 47
Kältemittel entsorgen, 47
Kühlflüssigkeit entsorgen, 47
Motorenöl entsorgen, 47
Pflege− und Reinigungsmittel entsorgen, 47
Unfall, 41
Allgemeine Maßnahmen, 41
Unfalldatenspeicher*, 98
Unfälle mit Personenschäden, 32
Unterlegkeile, 112
Unternehmenskarte, 168
Unterspannungsschutzschalter , 136
UTC, 437
UTC−Zeit, 163
V
Verbandskästen, 114
Verhalten bei Brand, 42 , 121
Verhalten bei Unfall, 41
Verteilerkästen, 338
Verwendungszweck. Siehe Bestimmungsgemäße
Verwendung
451
Verzeichnisse
Stichwörter
Verzögerungsregelung und Bremskraftverteilung, 268
Video. Siehe Audio / Video
Vor Fahrtantritt, 244
Vor− und Hauptwäsche, 408
Vorbereitungen Winterbetrieb, 396
Vorratsdruckanzeiger MAN, 175
Vorreinigen, 407
Vorteile PM−KAT−System, 4
Vorwort, 24
Anwenderfreundlichkeit, 24
W
Wagen hält*, 97
Wagenheber, Ansetzpunkte, 306
Warnblinkanlage Schalter MAN, 149
Warnblinkleuchte, 110
Warndreieck, 110
Warngeräte, 110
Warnhinweis, 28
Warnleuchten MAN, 176
Warnschilder, 104
Warnweste, 110
Warten und Pflegen − Sicherheitsvorschriften, 40
Wartungsanzeiger Luftfilter, 381
Wartungsarbeiten, 362
Aggregate auf Dichtheit prüfen, 380
Automatische Ölnachfüllung*, 371
Batterien prüfen, 376
Bremsbelagverschleiß kontrollieren, 385
452
Druckluftbehälter auf Wasseransammlung prüfen, 384
Keilriemen prüfen, 374
Kraftstofftank entwässern, 386
Kühlmittelstand prüfen, 364
Luftfederbälge prüfen, 383
Luftfilteranlage prüfen, 381
Ölstand des Motors prüfen, 369
Ölstand Lenkhydraulik prüfen, 367
Reifenluftdruck prüfen, 380
Scheibenwaschanlage nachfüllen, 378
Sekundärkühlkreislauf prüfen, 366
Wischerblätter wechseln, 379
Wartungsarbeiten monatliche , 363
Wartungsarbeiten tägliche, 245
Wartungsarbeiten wöchentliche , 362
Wartungsarbeiten zusätzlich, 363
Wartungspersonal, 30
Wartungsverträge, 360
Was, tun, wenn..., 351
Waschbürstenzustand, 407
Wasserleitungen schließen, 388
Wegfahrsperre*, 248
Wendekreise, 421
Werkstattkarte, 168
Werkstatttaster außen, 129
Wiederinbetriebnehmen, 403
Winterbetrieb, 396
Batterien, 398
Gleitschutzketten, 398
Innenraum, 400
Verzeichnisse
Stichwörter
Klappen, Türen, Schiebedach, 399
Kühlmittel, 398
Lufttrockner, 398
Lüftungsgitter, 399
Motorenöl, 398
Reifen, 398
Scheibenwaschanlage, 398
Scheinwerfer / Beleuchtung, 398
Winterdieselkraftstoff , 399
Zusatzheizung, 399
Winterdiesel, 290
Winterdieselkraftstoff , 399
Wirtschaftliches Fahren, 48 , 254
Wischerblätter wechseln, 379
Zusatzheizung Schalter, 157
Zusatzheizung schließen, 387
Zusatzheizung Störabschaltung, 347
Zusatzheizungs−Startzeit, 88
Zusatzmittel, 287
Zusatzschalttafel Diagnose, 338
Zusatzschalttafel Heck, 339
Z
Zentrale Warnleuchte, 178
Zentralhydraulikflüssigkeit, 47
Zielschildanlage, 99
Zulässige Personenbeförderungsanzahl, 418
Zündung 1 Schalter, 148
Zündung einschalten, 249
Zündung* Schalter MAN, 149
Zusatzarbeiten, 363
Zusatzheizung, 36 , 84 , 86 , 399
Kraftstoffilter erneuern, 349
453
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Thank you for your participation!

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