MKE
MKE
(Universelle Midi-Keyboard-Elektronik)
Bedienungsanleitung
(für Version 2)
© 2006 by
Doepfer Musikelektronik GmbH
Geigerstr. 13
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Germany
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Betriebserlaubnis / EMV-Erklärung
Es handelt sich bei der universellen Midi-Keyboard-Elektronik (im folgenden mit
MKE bezeichnet) um ein sog. OEM-Produkt, das nicht eigenständig betrieben
werden kann, sondern erst zusammen mit anderen elektrischen oder elektronischen
Einheiten zu einem funktionsfähigen Gerät wird (z.B. zusammen mit einer Tastatur,
Modulationsrädern, Schiebe- oder Drehpotentiometern, Netzteil usw.). Dem
Hersteller der MKE-Elektronik ist der Gesamtaufbau, in dem die gelieferte Elektronik
zum Einsatz kommt, nicht bekannt. Die endgültige Verantwortung hinsichtlich der
elektrischen Sicherheit und elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) liegt
daher beim Anwender, der die MKE-Elektronik weiter verarbeitet.
Inbesondere sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:
Die Stromversorgung des MKE darf nur mit einem geschlossenen, VDEgerechten Steckernetzteil erfolgen.
Es dürfen keine offenen Stromversorgungen zum Einsatz kommen, bei denen
Netzspannungen offen zugänglich sind (z.B. über Netzzuleitungen, Leiterbahnen
oder elektronische Bauteile).
Auf der MKE-Elektronik sind bereits vorbeugende Maßnahmen gegen
elektromagnetische Abstrahlungen getroffen worden (HF-Filter am
Netzteileingang und auf den Midi-Ausgängen).
Inwieweit die vom Benutzer hinzukommenden Komponenten die EMVEigenschaften des Gesamtaufbaus beeinflussen, kann jedoch nur schwer
abgeschätzt werden.
Der gesamte Aufbau muss daher gegen elektromagnetische Abstrahlungen und
Einstrahlungen abgeschirmt werden.
Ein geschlossenes Metallgehäuse, das an einer Stelle niederohmig mit der SystemMasse verbunden ist, erfüllt im allgemeinen diese Forderungen.
Falls ein Modul durch Nichtbeachtung ausserhalb dieser Randbedingungen in
Betrieb genommen oder gar zerstört wird, entfällt sowohl die Betriebserlaubnis
als auch der Garantieanspruch!
MKE
Seite 2
Bedienungsanleitung V2
Inhalt dieser Anleitung
Betriebserlaubnis / EMV-Erklärung ..........................................................................................2
Inhalt dieser Anleitung..............................................................................................................3
Einführung ................................................................................................................................4
Anschlüsse (Platinen-Unterseite) .............................................................................................5
(1) Netzteil ............................................................................................................................5
(2) Midi-Out...........................................................................................................................6
(3) Midi-In..............................................................................................................................8
(4) Tastatur-Anschlüsse........................................................................................................8
(5, 6, 7, 8) Anschlussfelder für Pitch-Bend, Modulation, Volumen und Sustain/After-Touch9
(9) Jumper für 10k Pull-Up/Pull-Down-Widerstand ST8 .....................................................11
(10) Stiftleiste für Soundkarte .............................................................................................11
Bedien- und Anzeige-Elemente (Platinen-Oberseite) ............................................................12
Display (9)...........................................................................................................................12
LEDs (10)............................................................................................................................12
Bedientaster (11) ................................................................................................................12
1. Midi-Kanal ...................................................................................................................13
2. Transponierung ...........................................................................................................13
3. Program Change.........................................................................................................13
4. Controller (ST6)...........................................................................................................13
5. Up / 6. Down ...............................................................................................................13
Abspeicherung .......................................................................................................................14
Nicht-dynamischer Betrieb .....................................................................................................14
Checkliste für die Fehlersuche ...............................................................................................15
Bedienungsanleitung V2
Seite 3
MKE
Einführung
•
•
MKE ist eine universelle Midi-Keyboard-Elektronik, an die folgende Einheiten
angeschlossen werden können:
• Standard-Tastatur des Herstellers FATAR mit 2, 3, 4 oder 5 Oktaven
(Anschluss an die Stiftleisten ST1 und/oder ST2)
• Pitch-Bend-Rad (spezielles Drehpotentiometer mit automatischer
Rückstellung), Anschluss an 3-polige Stiftleiste ST3
• Modulations-Rad (spezielles Drehpotentiometer ohne automatische
Rückstellung), Anschluss an 3-polige Stiftleiste ST4
• Schiebe- oder Drehpotentiometer für Lautstärke (Midi-Controller 7), Anschluss
an 3-polige Stiftleiste ST5
• After-Touch-Sensor oder Sustain-Pedal (ab Werk ist Sustain = Controller 64
voreingestellt), Anschluss an 4-polige Stiftleiste ST6
• alternativ kann nach einer geringfügigen Schaltungsänderung an ST6 auch ein
weiterer Schiebe- oder Drehpotentiometer für beliebigen Midi-Controller
angeschlossen werden (Controller-Nummer ist frei einstellbar)
Auf der Platine selbst stehen folgende Bedien- und Anzeige-Elemente zur
Verfügung:
• 6 Bedientaster mit den Funktionen Midikanal, Transponierung, ProgramChange, Midi-Funktion des Anschlusses ST6, Up, Down
• 6 Leuchtdioden (LEDs), die den Bedientastern zugeordnet sind
• 3-stelliges LED-Display
MKE ist mit Midi-In und Midi-Out ausgestattet. Die am Midi-Eingang eintreffenden
Daten werden zu den Daten, die das MKE selbst generiert, hinzugefügt (MergeFunktion). Somit können mehrere MKE kaskadiert oder mit anderen OEMControllern (z.B. Pocket Electronic, Dial Electronic, CTM64, MTC64) kombiniert
werden, um einen kundenspezifischen Midi-Controller zu bauen.
MKE ist nur als fertig aufgebaute und geprüfte Platine lieferbar.
Falls Sie MKE in Verbindung mit einer von uns angebotenen Tastatur (2, 3, 4 oder 5
Oktaven) bestellen, vergessen Sie nicht die ebenfalls benötigten Verbindungskabel
zwischen MKE und Tastatur mitzubestellen.
Falls Sie MKE ohne Tastatur bestellen, so sind bei der Bestellung der gewünschte
Tastaturtyp (2, 3, 4 oder 5 Oktaven) anzugeben. Dies ist erforderlich, da bei jeder
Tastatur eine andere Art der Steckverbindung (und auch andere Verbindungskabel)
benötigt wird. Falls Sie selbst noch keine Tastatur besitzen, empfehlen wir daher
MKE, Tastatur und Kabelsatz zusammen zu bestellen, da Sie dann die alle
Komponenten aufeinander abgestimmt geliefert bekommen.
Die Platinengröße beträgt ca. L68 x B85 x H35 mm. Auf der Platine befinden sich 4
Löcher mit 3 mm Durchmesser zur Montage der Platine auf einer Unterlage oder
Frontplatte (z.B. mit M3-Abstandsbolzen).
Ein Gehäuse wird nicht angeboten, da das MKE für den Einbau in ein Gehäuse
zusammen mit der Tastatur und ggf. den anderen Controllern (Pocket Electronic etc.,
siehe oben) vorgesehen ist. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes
Steckernetzteil (7-12V Gleichspannung / min. 250mA). Dieses ist im Lieferumfang
enthalten. Tastaturen, Steckverbindungen, Kabelsätze, Modulationsräder,
Potentiometer usw. sind im Lieferumfang von MKE nicht enthalten und müssen bei
Bedarf zusätzlich bestellt werden.
MKE
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Bedienungsanleitung V2
Passende Tasturen (2, 3, 4 oder 5 Oktaven), Tastatur-Verbindungskabel und
Kabelsätze zum Anschluss der Modulationsräder, des Volumenreglers und der
Sustain-Buchse bzw. des Aftertouch-Sensors sind lieferbar. Sie finden diese Teile in
unserer Preisliste im Bereich Ersatzteile.
Für den Einbau bzw. den Anschluss der MKE-Fertigmoduls sind elektronische
Grundkenntnisse erforderlich! Falls Sie selbst hierüber nicht verfügen so sollten Sie
einen Fachmann zu Rate ziehen. Wir weisen darauf hin, dass wir nur im
Orginalzustand befindliche Module zurücknehmen können. Module, an denen
bereits gelötet wurde oder bei denen anderweitig ersichtlich ist, dass sie bereits
versuchsweise in Betrieb waren können nicht zurückgenommen werden!
Im übrigen gelten ausschließlich unsere Geschäftsbedingungen, die wir Ihnen auf
Wunsch gerne zusenden. Sie finden diese auch auf der hinteren Umschlagseite
unseres Gesamtprospektes.
Beachten Sie genau die folgenden Hinweise, verbinden Sie das Modul seitenrichtig
mit den Steckverbindungen der betreffenden Tastatur. Achten Sie darauf, dass keine
elektrostatischen Aufladungen das Modul zerstören. Falls ein Modul durch
Nichtbeachtung der Hinweise zerstört wird, entfällt der Garantieanspruch!
Anschlüsse (Platinen-Unterseite)
Siehe hierzu die Abbildung auf der folgenden Seite.
(1) Netzteil
MKE verfügt über kein eingebautes Netzteil, sondern wird mit einem externen
Steckernetzteil betrieben.
Das Netzteil ist im Lieferumfang des MKE enthalten. Falls MKE mit einem anderen
Netzteil betrieben werden soll, so muss dies folgende Eigenschaften aufweisen:
+7...12V unstabilisierte oder stabilisierte Gleichspannung, mindestens 250 mA,
Polarität des Niederspannungssteckers: Aussenring = Masse, Innen = +7...12V. Bei
falscher Polarität wird MKE nicht arbeiten, ein Defekt ist jedoch auf Grund einer
eingebauten Schutzdiode ausgeschlossen. Bei Betrieb des MKE in Deutschland
muss aus Sicherheitsgründen und aus Gründen der Produkthaftung ein
Steckernetzteil mit VDE-Zulassung verwendet werden.
MKE wird durch Einstecken des Steckernetzteils in Betrieb genommen. Ein
zusätzlicher Netzschalter ist nicht vorhanden. Bei der Inbetriebnahme leuchten kurz
alle sechs LEDs auf. Dann wird die aktuelle Versionsnummer der Firmware im
Display angezeigt (z.B. 1.00).
Bedienungsanleitung V2
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MKE
(2) Midi-Out
Verbinden Sie die Midi-Out- Buchse von MKE mit der Midi-In- Buchse Ihres MidiGerätes das Sie mit MKE ansteuern wollen. Dies kann insbesondere auch eine
andere Controller-Elektronik sein (z.B. Pocket Electronic, Dial Electronic, CTM64,
MTC64), die zusammen mit dem MKE zum Aufbau eines kundenspezifischen
Controllers verwendet wird.
(1)
Netzteil
7-12V/100mA
DC (BU3)
(2)
Midi Out
(BU2)
(3)
Midi In
(BU1)
(4)
Tastatur-Anschlüsse
ST1A/ST1B und ST2
(5,6,7,8)
Anschlussfelder für
• Pitch-Bend (ST3)
• Modulation (ST4)
• Volumen (ST5)
• Sustain/After-Touch (ST6)
MKE Version 1
MKE
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Bedienungsanleitung V2
(1)
Netzteil
7-12V/100mA
DC (BU3)
(2)
Midi Out
(BU2)
(3)
Midi In
(BU1)
(10)
Anschluss für
Soundkarte
(ST7)
(4)
Tastatur-Anschlüsse
ST1A/ST1B und ST2
(9)
Jumper ST8 für PullUp/Down-Widerstand
für Anschluss ST6
(Sustain/Aftertouch)
(5,6,7,8)
Anschlussfelder für
• Pitch-Bend (ST3)
• Modulation (ST4)
• Volumen (ST5)
• Sustain/After-Touch (ST6)
MKE Version 2
Bedienungsanleitung V2
Seite 7
MKE
(3) Midi-In
Falls noch weitere Midi-Geräte vorhanden sind, deren Daten zum Midi-In des zu
steuernden Gerätes weitergeleitet werden sollen, so verbinden Sie die Midi-OutBuchse des betreffenden mit der Midi-In Buchse von MKE. Dies kann insbesondere
auch eine andere Controller-Elektronik sein (z.B. Pocket Electronic, Dial Electronic,
CTM64, MTC64), die zusammen mit dem MKE zum Aufbau eines
kundenspezifischen Controllers verwendet wird.
Die Daten werden unverändert zu den Daten, die von MKE selbst erzeugt werden,
dazugemischt (gemerged) und liegen dann zusätzlich am Midi-Out von MKE an.
Für große Datenmengen (z.B. lange SysEx- Dumps oder aber sehr ausgelastete
Midi-Spuren) kann die Midi-In- Buchse nicht verwendet werden, da durch die MergeFunktion bei hohen Datenmengen Zeitverzögerungen oder Datenverluste auftreten
könnten.
Andernfalls bleibt die Midi-In- Buchse des MKE unbeschaltet.
(4) Tastatur-Anschlüsse
An diese beiden Buchsenleisten wird die verwendete Tastatur angeschlossen. Die
Stecker sind kompatibel zu den Tastaturen der Fa. FATAR (Italien) mit 2, 3, 4 oder 5
Oktaven. Es werden die gleichen Steckverbindungen (AMP Micromatch, 16- oder 20polig) verwendet, die auch auf den Kontaktplatinen der FATAR-Tasturen zum Einsatz
kommen. Die Steckverbindungen auf den Kontaktplatinen und der MKE-Elektronik
sind Buchsen (weiblich). Für die Verbindung zwischen den Kontaktplatinen und der
MKE-Elektronik kommen Flachbandkabel zum Einsatz, die an jedem Ende mit einer
aufgepressten Stiftleiste 16- oder 20-poligen versehen sind. Die Stiftleisten sind mit
einem Codierungsstift versehen, der zur Kennzeichnung der seitenrichtigen
Verbindung dient. Dieser Stift muss zu dem betreffenden Loch auf der Kontaktplatine
bzw. der MKE-Platine passen. Beim seitenverkehrten Aufstecken kann der
Codierungsstift abbrechen. Prüfen Sie daher vor dem Aufstecken des Kabels die
richtige Lage des Codierungsstiftes. Bei einem seitenverkehrten Aufstecken wird die
Tastaturabfrage nicht funktionieren, ein Defekt ist jedoch ausgeschlossen.
Bei den verschiedenen Tastaturtypen werden folgende Anschlüsse verwendet:
Tastatur-Typ
2 Oktaven (25 Tasten)
3 Oktaven (37 Tasten)
4 Oktaven (49 Tasten)
5 Oktaven (61 Tasten)
verwendete Stecker
ST1B (20-polige Steckverbindung)
ST1B (20-polige Steckverbindung)
ST1A und ST2 (16-polige Steckverbindungen)
ST1A und ST2 (16-polige Steckverbindungen)
Offset
12
0
12
0
Der Offset-Wert gibt an, ob in der Kontaktmatrix des Tastatur-Herstellers (FATAR)
alle Kontakte beginnend bei Null abgefragt werden (Offset = 0) oder ob die ersten 12
Kontakte der Matrix nicht verwendet werden (Offset =12). Aus der Tabelle ergibt sich,
dass bei den Tastaturen mit 2 und 4 Oktaven die Kontaktnummer nicht bei Null,
sondern bei 12 beginnt., d.h. jeweils die erste Oktave der Matrix wird nicht
verwendet. Dies hat Auswirkung auf die Einstellung der Transponierung, da die
tiefste Taste der Tastaturen mit 2 und 4 Oktaven nicht dem ersten Kontakt der Matrix
(= 0 wenn ab 0 gezählt wird) sondern dem dreizehnten (= 12 wenn ab 0 gezählt
wird).
Bei Verwendung von einer Tastatur mit 2 oder 3 Oktaven bleibt ST2 unbeschaltet.
Bei Verwendung einer Tastatur mit 4 oder 5 Oktaven führt die Verbindung ST1A zu
der unteren, ST2 zu der oberen Tastaturhälfte.
MKE
Seite 8
Bedienungsanleitung V2
Falls Sie MKE zusammen mit einer Tastatur bei uns bestellen, wird die Tastatur
bereits bei uns an MKE angeschlossen.
Falls Sie MKE ohne Tastatur bestellen und Informationen über die Art der
erforderlichen Kontaktierung und Matrixverschaltung benötigen, so finden Sie
entsprechende Information (u.a. Schaltbilder der Kontaktierungen für 2/3/4/5
Oktaven) auf unseren Internet-Seiten www.doepfer.de bei den Informationen zu
MKE.
(5, 6, 7, 8) Anschlussfelder für Pitch-Bend, Modulation, Volumen und
Sustain/After-Touch
Die Anschlüsse stehen in Form von vier 3-poligen Stiftleisten (ST3, ST4, ST5, ST6)
zur Verfügung. Diese sind folgendermaßen belegt:
•
•
•
links (Pin 1)
Mitte (Pin 2)
rechts (Pin 3)
Masse (= Potentiometer-Linksanschlag)
gemessene Spannung (= Potentiometer-Mittelabgriff)
+5V (= Potentiometer-Rechtsanschlag)
Hier können vorkonfektionierte 3-polige Pfostenverbinder mit 3-adrigem Kabel
aufgesteckt werden (nicht im Lieferumfang enthalten). Da die Potentiometer als
Spannungsteiler an Masse/+5V arbeiten ist der Widerstandswert unkritisch. Wir
empfehlen einen Wert im Bereich 5k...100k (linear).
Ein an dem entsprechenden Stecker angeschlossenes Potentiometer erzeugt
folgende Midi-Befehle:
ST3
ST4
ST5
ST6
erzeugt
erzeugt
erzeugt
erzeugt
Pitchbend (mit kleinem "Plateau" bei Controller-Wert 64)
Modulation (Controller #1)
Volumen (Controller #7)
After-Touch oder beliebigen Controller
Bei ST3 und ST4 ist einem Spannungsbereich von ca. 0 ... 1,6 Volt der MidiWertebereich 0 ... 127 zugeordnet. Der Grund für den eingeschränkten Bereich ist
der nicht voll genutzte Drehwinkel bei Modulationsrädern ! Der Wert von 0 ... 1,6V
wurde mit den von uns verwendeten Modulationsrädern der Fa. FATAR
experimentell ermittelt. In der Software des Microcontrollers ist hierfür eine Tabelle
vorhanden, die die Werte des AD-Wandlers – der immer den Bereich 0 ... 5V misst –
in den entsprechenden Bereich transformiert. Gegen Aufpreis können hier auch
andere Tabellen bzw. andere Spannungsbereiche vorgesehen werden. Hierzu
benötigen wir die Angabe des gewünschten Spannungsbereiches.
Bei ST5 und ST6 wird dem Spannungsbereich 0 ... 5 Volt der Midi-Wertebereich 0 ...
127 zugeordnet ! Hier kommen meist normale Potentiometer zum Einsatz, die den
vollen Drehwinkel überstreichen.
Bedienungsanleitung V2
Seite 9
MKE
Stattdessen kann an die Pins 1 und 2 von ST6 auch ein Sustainpedal bzw. eine
entsprechende Klinkenbuchse angeschlossen werden. Bei offenem Sustain-Kontakt
liegen 0V an, da der Pull-Down-Widerstand wirksam ist. Dies entspricht einem MidiDatenwert 0 oder Sustain = off. Bei geschlossenem Sustain-Kontakt liegen +5V an,
da Pin 1 und 2 durch das Pedal verbunden werden. Dies entspricht einem MidiDatenwert 127 oder Sustain = on. Falls ein Sustainpedal mit Öffnerkontakten
verwendet wird (z.B das VFP2) so muss das Pedal bzw. die Buchse für das Pedal
anders verdrahtet und eine Schaltungsänderung vorgenommen werden, da ja im
Ruhezustand eine Verbindung besteht. Der interne 10k-Pull-Down-Widerstand R12
wird entfernt (direkt oberhalb von ST4/ST5). Stattdessen wird dieser als Pull-UpWiderstand zwischen Pin 1 und 2 von ST6 geschaltet (auf der Unterseite von ST6
anlöten, nicht an die Stiftleisten, damit hier die Buchse noch aufgesteckt werden
kann). Die Buchse bzw. der Sustain-Kontakt wird zwischen Pin 1 von ST6 und Masse
geschaltet. Masse kann an einer der anderen Stiftleisten ST3/4/5 abgegriffen
werden. Im Ruhezustand liegt nun an Pin 1 von ST6 0V an, da der Sustain-Kontakt
geschlossen ist. Dies entspricht einem Midi-Datenwert 0 oder Sustain = off. Sobald
der Kontakt geöffnet wird liegen +5V an, da der Pull-Up-Widerstand Pin 1 nun auf
+5V zieht. Dies entspricht einem Midi-Datenwert 127 oder Sustain = on.
Wichtig! Unbenutze Eingänge ST3/ST4/ST5/ST6 müssen unbedingt terminiert
werden, da andernfalls zufällige Midi-Daten gesendet werden. Hierzu muss der
mittlere Anschluss der 3-poligen Stiftleiste ST3/ST4/ST5 mit Masse verbunden
werden. Am einfachsten geschieht dies durch Aufstecken eines Jumpers zwischen
dem mittleren Pin und dem linken Masse-Pin (Auslieferungszustand). Bei ST6 ist
dies nicht erforderlich, da hier ein Pull-Down-Widerstand auf der Platine vorhanden
ist.
MKE
Seite 10
Bedienungsanleitung V2
(9) Jumper für 10k Pull-Up/Pull-Down-Widerstand ST8
Wird auf diese Stiftleiste ein Jumper aufgesteckt, so wird dieser Anschluss über
einen Widerstand von 10k mit Masse (untere Steckposition, markiert mit dem
Massesymbol) oder +5V (obere Steckposition, markiert mit "+") verbunden. Dies ist
dann erforderlich, wenn kein Potentiometer mit drei Anschlüssen zur Verfügung
steht, sondern nur ein veränderlicher Widerstand oder Schalter. Dies trifft
beispielsweise bei Anschluss eines (Fuß-)Schalters zu, oder beim Anschluss eines
Fußreglers, der nur einen veränderlichem Widerstand besitzt. Ebenso ist dies beim
Anschluss eines Aftertouch-Sensors erforderlich. Für den Anschluss des
betreffenden Elementes gibt es dann – je nach gewünschtem Verhalten – zwei
Möglichkeiten:
•
•
Das Element wird an der dreipoligen Stiftleiste ST6 am mittleren Pin und Masse
angeschlossen. In diesem Fall muss der Pull-Up-Widerstand gegen +5V
hinzugeschaltet werden, d.h. ein Jumper in der oberen Steckposition (+)
aufgesteckt werden. Bei Verringerung des Widerstandes des angeschlossenen
Elementes verringert sich dann der Midi-Datenwert.
Das Element wird an der dreipoligen Stiftleiste ST6 am mittleren Pin und +5V
angeschlossen. In diesem Fall muss der Pull-Down-Widerstand gegen Masse
hinzugeschaltet werden, d.h. ein Jumper in der unteren Steckposition (MasseSymbol) aufgesteckt werden. Bei Verringerung des Widerstandes des
angeschlossenen Elementes erhöht sich dann der Midi-Datenwert.
(10) Stiftleiste für Soundkarte
Diese Stiftleiste ist zum direkten Anschluss einer Soundkarte vorgesehen (z.B.
Soundkarte der Fa. Dream). Die vier Pins sind von links nach rechts folgendermaßen
belegt: +9V, NC, Midi Out, Masse (NC = not connected / unbenutzt). Der Anschluss
NC kann bei Bedarf z.B. auch mit +5V verbunden werden.
Bedienungsanleitung V2
Seite 11
MKE
Bedien- und Anzeige-Elemente (Platinen-Oberseite)
(9)
Display
(10)
LEDs
(11)
Bedien-Taster S1...S6
Display (9)
In dem dreistelligen LED-Display wird der Wert des momentan gewählten
Parameters (z.B. Midi-Kanal, Transponierung, Controller-Nummer, Program-ChangeNummer) angezeigt.
LEDs (10)
Die LEDs zeigen das mit den Tastern (11) momentan gewählte Menü an. Die LED
über der Taste des momentan aktiven Menüs leuchted auf. Falls die LEDs an einer
anderen Stelle plaziert werden sollen, so können diese ausgelötet und über ein
entsprechend langes Kabel an einer anderen Stelle angeordnet werden. Bitte
beachten Sie jedoch die Garantiehinweise auf Seite 5.
Bedientaster (11)
Mit Hilfe der sechs Taster wird eines der zur Verfügung stehende Menüs angewählt
bzw. mit den beiden letzten Tasten der aktuelle Wert erhöht oder erniedrigt.
MKE
Seite 12
Bedienungsanleitung V2
Den sechs Tasten sind von links nach rechts folgende Funktionen zugeordnet:
1. Midi-Kanal
Hier wird mit Hilfe der Up/Down-Tasten der gewünschte Midi-Kanal 1...16 eingestellt.
Der Midi-Kanal wird sofort aktualisiert. Damit es zu keinen Notenhängern beim
gleichzeitigen Spiel auf dem Keyboard kommen kann (Note Off wird auf einem
anderen Kanal als Note On gesendet), ist eine Änderung des Midi-Kanals nur
möglich, wenn keine Taste auf dem Keyboard gedrückt ist.
2. Transponierung
Hiermit wird der Tonbereich eingestellt, auf dem das Keyboard seine Noten-Befehle
sender. Der im Display angezeigte Wert entspricht der Midi-Note, die dem tiefsten
Ton der angeschlossenen Tastatur zugeordnet ist. Die Einstellung erfolgt in OktavSchritten mit Hilfe der Up/Down-Tasten. Es sind die Werte 0,12,24,36,48 und 60
möglich. Damit es zu keinen Notenhängern kommen kann, ist eine Änderung der
Transponierung nur möglich, wenn keine Taste auf dem Keyboard gedrückt ist. Bei
den Tastaturen mit 2 oder 4 Oktaven sind die Werte um eine Oktave höher zu
wählen (siehe hierzu die Hinweise zu den verschiedenen Tastaturtypen auf Seite 8).
3. Program Change
In diesem Menü können Programmwechsel-Befehle gesendet werden. Der Wert wird
im Display angezeigt und kann mit Hilfe der Up/Down-Tasten geändert werden. Die
Programmwechselbefehl werden auf dem gleichen Midi-Kanal wie die Notenbefehle
gesendet. Bei der erstmaligen Anwahl dieses Menüs nach dem Einschalten wird die
gespeicherte Programm-Nummer (siehe unten: Abspeicherung) gesendet, damit die
Displayanzeige mit der tatsächlich aktiven Programm-Nummer übereinstimmt.
4. Controller (ST6)
In diesem Menü wird die Controller-Nummer eingestellt, die dem 4-poligen Anschluss
ST6 zugewiesen wird. Der Wert wird im Display angezeigt und kann mit Hilfe der
Up/Down-Tasten geändert werden. Ab Werk ist dieser auf 64 (Sustain) eingestellt. Es
kann jede Controller-Nummer mit Ausnahme von 128 eingestellt werden. Bei Anwahl
der Controller-Nummer 128 wird kein Midi-Controller-Befehl sondern After-Touch
gesendet. Im Display erscheint in diesem Fall statt der Controller-Nummer " At ".
5. Up / 6. Down
Dies sind keine Menütasten, sondern dienen zur Erhöhung bzw. Erniedrigung des
momentan im Display angezeigten Wertes. Zusätzlich kann auch die jeweils aktuelle
Menütaste zum Erhöhen des betreffenden Wertes verwendet werden. Befindet man
sich z.B. im Program Change Menü, so kann man auch durch mehrmaliges Betätigen
der Program Change Menütaste den Wert für den gesendeten ProgrammwechselBefehl erhöhen.
Bedienungsanleitung V2
Seite 13
MKE
Abspeicherung der Parameter
Jeweils beim Wechsel in ein anderes Menü wird der aktuelle Wert des
vorhergehenden Menüs (d.h. Midi-Kanal, Transponierung, Programmnummer,
Funktion von ST6) abgespeichert. Beim nächsten Einschalten des MKE sind diese
Werte dann voreingestellt.
Nicht-dynamischer Betrieb
MKE wurde zur Kombination mit anschlagdynamischen Tastaturen der Fa. Fatar
entwickelt. Falls ein anschlagdynamischer Betrieb nicht gewünscht wird (z.B. bei
Orgel-Anwendungen) so kann das Aussenden eines veränderlichen Dynamik-Wertes
ab der Version 1.1 unterdrückt werden. Stattdessen wird unabhängig vom
Tastenanschlag immer ein fester Dynamik-Wert (engl. Velocity) gesendet.
Um den nicht-dynamischen Betriebsmodus zu wählen muss beim Einschalten eine
beliebige Bedientaste gedrückt gehalten werden. Im Display erscheint dann "CoF"
(Abkürzung von "Configuration") und die LED-Anzeigen arbeiten invers. Das Menü
für den Midi-Kanal wird nun dazu verwendet, um mit den Up/Down-Tasten den
gewünschten festen Dynamikwert von 1...127 einzustellen. Dieser wird im Display
angezeigt. Wird der Wert auf 0 gesetzt, so ist wieder der dynamische Betrieb
aktiviert. Die anderen 3 Menüs haben im Konfigurationsmodus keine Funktion. Nach
der Einstellung des gewünschten Dynamik-Wertes schaltet man MKE kurz aus (ca.
10 Sekunden) und danach wieder ein, ohne eine Bedientaste gedrückt zu halten.
MKE
Seite 14
Bedienungsanleitung V2
Checkliste für die Fehlersuche
Falls das MKE nicht auf Anhieb korrekt arbeitet, so überprüfen Sie bitte folgende
Punkte:
• Ist die Stromversorgung in Ordnung ? Bei korrekter Stromversorgung leuchten die
LEDs beim Einschalten kurz auf und im Display wird die aktuelle Versionsnummer
angezeigt.
• Sind die Midi-Verbindungen in Ordnung? Überprüfen Sie insbesondere, ob die
verwendeten Kabel für Midi geeignet sind und ob nicht die Midi-In und Midi-OutBuchsen vertauscht sind.
• Ist der richtige Midi-Kanal am MKE bzw. am empfangenden Gerät angewählt?
Diese beiden Midi-Kanäle müssen übereinstimmen.
• Ist die Tastatur richtig an ST1/ST2 angeschlossen ? Bei falsch angeschlossener
Tastatur wird MKE im wesentlichen wie zuvor beschrieben reagieren (z.B.
Funktion der Menütasten), es werden jedoch keine Midi-Notenbefehle beim
Spielen auf der Tastatur gesendet.
• Sind die Spielhilfen (Pitch-Bend-Rad, Modulationsrad, Volumenregler, AfterTouch-Sensor oder Sustain-Buchse) richtig angeschlossen ?
• Arbeit eine der Spielhilfen genau umgekehrt, so ist diese falsch angeschlossen
(Masse und +5V vertauscht).
• Unbenutze Eingänge ST3/4/5 müssen terminiert werden, da andernfalls zufällige
Daten (Pitch-Bend, Modulation, Volumen) gesendet werden !
• Prüfen Sie, ob nicht versehentlich ein sehr kleiner fester Dynamikwert eingestellt
wurde (siehe oben).
Anhang: Anschluss der After-Touchs bei Fatar-Tastaturen:
MKE
ST8
Jumper
ST6
NC
(GND)
+5V
After-Touch-Stecker
an der Fatar-Tastatur
Zusätzlich kann der Wert des Widerstandes R12 verkleinert werden, wenn ein anderes
Ansprechverhalten des After-Touchs gewünscht wird, z.B. 1k parallel zum vorhandenen R12
(10k) löten.
Bedienungsanleitung V2
Seite 15
MKE
Doepfer
Musikelektronik
www.doepfer.de
MKE
Seite 16
Bedienungsanleitung V2
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