MARK IV
MARK IV
Bedienungsanleitung
Hello from the Tone Farm
Grüße aus dem “Home of Tone” und Willkommen in der MESA/Boogie-Familie
SIE, als intelligenter Musiker und intuitiv veranlagter Mensch haben uns Ihr Vertrauen geschenkt und sich für
...You, smart player and intuitive human, have put your trust in us to be your amplifier
unsere Verstärker entschieden. Wir nehmen das sehr ernst. Denn, nachdem wir einen so klassischen Verstärker
company.
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something
we dodarin,
not dass
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lightly.
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choosing
this instrument
to be
gebaut
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haben. Dadurch
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part
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your
musical
voice,
you
have
become
part
of
the
Mesa
family...WELCOME!
Sie auch ein Teil der MESA-Familie geworden … herzlich Willkommen!
Our
goal
to never let you
down.
Your reward
thatist,you
the new
owner
of an
amp,
Wir
haben
unsisvorgenommen
Sie nicht
zu enttäuschen.
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Sie jetzt
der stolze
Besitzer
eines
puristischen
Gitarrenverstärkers
sind, der in der noblen
Tradition
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Vollröhrentechnologie
steht…Mesa
und,
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from
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dass
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Schaltungsdesigns
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MESA/Boogies
profitieren,
Ihre Neuanschaffung
einem
vollendeten
Sound-Werkzeug
machen.
Sie dürinspire many
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takes tound
make
great
music.
The same
commitment
to quality,
support
we make
den Wert eines hochwertigen Instrumentes zu schätzen wissen und verstehen, wie viel Engagement nötig
to you...our new friend.
ist, um musikalisch Großartiges zu leisten. Mit dem gleichen Engagement bemühen wir uns um Qualität,
Wertbeständigkeit und Kundenbetreuung… für Sie, unseren neuen Freund.
SICHERHEITS- & WARNHINWEISE
Ihr MESA/Boogie-Verstärker ist ein professionelles Sound-Instrument.
GEHEN SIE VERNÜNFTIG DAMIT UM UND BEACHTEN SIE STETS DIE FOLGENDEN HINWEISE:
• Setzen sie den Verstärker keinesfalls Regen, Feuchtigkeit oder Spritzwasser aus! Stellen Sie keine
mit Flüssigkeit gefüllten Behälter auf oder in der Nähe des Verstärkers ab! Setzen Sie den Verstärker
nicht direkter Sonnenbestrahlung oder hohen Temperaturen aus!
• Röhrenverstärker erzeugen beim Betrieb starke Hitze. Blockieren Sie niemals die Belüftungsöffnungen des Verstärkers!
• Stellen Sie sicher, dass der Verstärker korrekt geerdet ist, bevor Sie ihn in Betrieb nehmen! Andernfalls besteht Elektroschockgefahr und das Gerät könnte beschädigt werden.
• Trennen Sie immer den Netzstecker vom Stromnetz bevor Sie Sicherungen oder Röhren wechseln! Achten Sie beim Austausch einer Sicherung außerdem darauf, dass die Ersatzsicherung vom
selben Typ ist und die selben Werte aufweist.
• Vermeiden Sie es, erhitzte Röhren zu berühren. Halten Sie Kinder vom Gerät fern.
• Schließen Sie den Verstärker nur an eine Wechselstromquelle an, deren Leistungsangaben mit
denen auf der Rückseite des Gerätes übereinstimmen!
• Falls Sie beabsichtigen, den Verstärker längere Zeit nicht zu benutzen, entfernen Sie das Netzkabel!
• Sollte die Gefahr eines Blitzschlages in näherer Umgebung bestehen, trennen Sie vorsichtshalber
das Stromkabel vom Netz!
• Um Schäden an Lautsprechern und angeschlossenem Peripherie-Equipment zu vermeiden, sollten Sie sämtliche Geräte ausschalten, bevor Sie eine Kabelverbindung herstellen oder lösen.
• Wenden Sie keine übermäßige Kraft an beim Betätigen der Bedienelemente, Schalter und Regler!
Benutzen Sie keine aggressiven Lösungsmittel wie Waschbenzin oder Lackverdünnung um das
Gerät zu reinigen! Wischen Sie das Gehäuse stattdessen mit einem weichen Tuch ab.
• Stellen Sie sicher, dass Lautsprecher angeschlossen sind, bevor Sie ihren Verstärker in Betrieb
nehmen! Der Betrieb ohne Last (Lautsprecher) kann die Endstufen in kürzester Zeit zerstören.
IHR VERSTÄRKER IST LAUT! WENN SIE SICH HOHEN LAUTSTÄRKEPEGELN AUSSETZEN, LAUFEN SIE GEFAHR, DAUERHAFTE HÖRSCHÄDEN ZU ERLEIDEN!
Im Geräteinneren befinden sich keine vom Benutzer zu wartenden Bauteile. Überlassen Sie Wartungs- und ServiceArbeiten ausschließlich qualifiziertem Fachpersonal! Trennen Sie den Verstärker unbedingt vom Stromnetz bevor
Sie das Gehäuse entfernen!
EXPORT-GERÄTE: Stellen Sie sicher, dass das Gerät für die korrekte Netzspannung vorbereitet und eine den örtlichen
Standards entsprechende Erdungsleitung vorhanden ist.
LESEN UND BEFOLGEN SIE DIE BEDIENUNGSANLEITUNG!
MARK IV
BEDIENUNGSANLEITUNG
ÜBERBLICK:
Wir möchten Ihnen gratulieren, dass Sie sich für einen MARK IV als Gitarrenverstärker entschieden haben.
Sie haben ein qualitativ hochwertiges Instrument erworben, welches von Experten von Hand gefertigt wurde.
1984 brachte Mesa/Boogie den ersten “Drei-Kanal” Verstärker der Welt auf den Markt - den Mark III - mit separaten
Modi für Clean Rhythm, Crunch Rhythm und Lead Overdrive.
Jetzt bringt der Mark IV sechs Jahre intensivste Designarbeit auf den Punkt: mit einem meisterhaftem neuem Gerät,
das viele Jahre musikalische Freude verspricht.
Alle erdenklichen, sinnvollen Features wurden miteinbezogen. Die genaue und unabhängige Einstellung eines
jeden Modus (Kanals) wird vereinfacht durch den logischen Aufbau der Bedienelemente, dadurch ist der MARK
IV einfacher zu handhaben als sein Vorgänger. Wir sind beim Mark IV, wo es Leistung, Betriebssicherheit oder
Qualität der Einzelteile betrifft, abermals keine Kompromisse eingegangen. Bei der Konstruktion und den zahllosen Tests eines jeden MARK IV hatte ein Meister seine Hand im Spiel. Aber das Beste ist der Sound der einzelnen Modi: Umwerfend präzise.
VORDERSEITE: MARK IV mit Demo-Einstellung
RÜCKSEITE: MARK IV
Seite VORDERSEITE:
Machen Sie sich zuerst mit der Anordnung der Bedienelemente auf der Vorderseite vertraut und schließen Sie
den FU-3 Fußschalter an, welcher auf der Rückseite der Verstärkers mit 2 Drehverschlüssen angebracht ist. Es ist
nicht nötig, den Anschlußstecker jedesmal abzuziehen nachdem Sie den Verstärker benutzt haben. Machen Sie
zum Transport einfach Gebrauch von den praktischen Drehverschlüsse auf der linken und rechten Innenseite
des Gehäuses, und verstauen Sie dort Ihren Fußschalter. Stellen Sie sicher, dass der Stecker vom Fußschalterkabel fest sitzt. Bei angeschlossenem Fußschalter können Sie zwischen den einzelnen Modi wählen und die
Effektschleife sowie den EQ des MARK IV an- oder ausschalten. Ohne Fußschalter bleibt der MODE SELECT-Drehschalter auf dem rückseitigen Bedienfeld zur Anwahl der Modi aktiv.
DAS EINSCHALTEN:
Schließen Sie Ihre Lieblingsgitarre an der Instrumenteneingangsbuchse an. Dann bringen Sie den POWERSchalter in die FULL POWER Stellung, lassen aber den STANDBY Schalter noch auf “STANDBY” (Es ist eine gute
Angewohnheit diese Start-Prozedur jedesmal zu befolgen, denn eine Aufwärmzeit von mindestens 30 Sekunden verlängert die Lebensdauer der Endstufenröhren enorm). Setzen Sie inzwischen sämtliche Schalter und
Regler in die unten dargestellte Position und schalten Sie dann von STANDBY auf “ON”. Mit Hilfe des Fußschalters (oder mit dem MODE-SELECT Drehschalter auf der Rückseite) werden Sie jetzt drei deutlich unterschiedliche Modi abrufen können - hören Sie sich diese Sounds aufmerksam an.
Im Beispiel oben befinden sich die Schieberegler des EQs in der beliebten V-Formation. Die meisten Spieler
benutzen diese Kurve gerne für Lead-Sounds. (Mehr Info über den EQ finden Sie auf Seite 7.)
Und jetzt zur Rückseite:
Hier befindet sich u.a. der REVERB-Regler - setzen Sie ihn auf 3. Den EQ-Schalter darunter setzen Sie in die Mittenposition (OFF). Den LEAD VOICING-Schalter bitte auf “HARMONICS” und die beiden POWER AMP-Schalter auf
“SIMUL-CLASS” und “TRIODE”. Im Moment kümmern wir uns noch nicht um die Effektschleife.
Probieren Sie diese Einstellungen aus. Mit den MASTER-Reglern auf der Vorderseite gleichen Sie Lautstärkeunterschieden der Modi aus. Mit OUTPUT LEVEL regeln Sie die Gesamtlautstärke. Mit den PRESENCE-Reglern
können Sie Brillanz zugeben, bevor Sie dafür die TREBLE-Regler bemühen. RHYTHM 1 klingt clean, fett, warm
und rund. RHYTHM 2 hat schon fast vollen crunch (er kann auch anders!) und LEAD - obwohl GAIN noch gar
nicht voll auf ist - bringt glühend heißen Sustain. Jetzt werden wir uns die einzelne Bedienelemente aus der
Nähe betrachten.
Seite REGLER VORDERSEITE:
RHYTHM 1 GAIN:
Wenn Sie den RHYTHM 1 Modus wählen, wird die Eingangsempfindlichkeit für einen cleanen
Rhythmussound eingestellt. Mit den meisten Gitarren bleibt dieser Modus clean bis etwa “8”,
erst darüber setzt eine leichte Verzerrung ein. Mit dem R1 Master-Regler können Sie die Lautstärke herunterregeln, wenn Sie einen verzerrten Sound bei geringer Lautstärke wünschen.
Dieser Modus wurde äußerst sorgfältig gestaltet um vor allem großartige Rhythmussounds zu
produzieren, von Vintage Sounds für Solo oder Clean, bis zu moderneren, schimmernden FunkRhythmus-Sounds. Probieren Sie diesen Modus mal richtig laut: Sie werden ihn für Blues und
Rock lieben. (Sehen Sie z.B. die Einstellung “Traditional Blues” in den Beispielsound auf Seite 16.)
PULL BRIGHT:
Diese Funktion (das Hochziehen des Potiknopfes) gibt dem Cleansound Schimmer und Glanz.
Die Menge der zusätzlichen Höhen ist abhängig von der Einstellung des RHY 1 GAIN-Potis:
mehr Brillanz bei niedrigen, weniger Brillanz bei höheren Einstellungen. Für einen supercleanen
Schimmersound ziehen sie das GAIN-Poti (“PULL BRIGHT”) und stellen es zwischen 3 und 4.
Einen natürlichen ausgewogenen Sound erreichen Sie zwischen 6 und 7 mit gezogenem Poti.
RHYTHM 1 TREBLE:
Dieses Poti ist für die wichtigste Klangkomponente zuständig. Im Bereich
0 bis 3 erhalten Sie einen dunklen, warmen Jazzton. Die gebräuchlichsten
Soundeinstellungen werden TREBLE zwischen 5 und 7 haben. Beachten
Sie, wie auch der Gain zunimmt, wenn TREBLE weiter aufgedreht wird. Dies
kommt zustande, weil TREBLE (als erste Klangregelkomponente in der Schaltung) bestimmt, wieviel Energie aus dem Frequenzspektrum weitergeleitet wird. Dies gilt allgemein - deshalb
hat der MARK IV einen separaten TREBLE-Regler für alle Modi.
R1 + R2 BASS & R1 + R2 MID:
Dies sind die einzigen Regler, die von zwei Modi gemeinsam benutzt werden. Durch interne Änderungen
innerhalb der Schaltung beim Umschalten von RHY 1 auf RHY 2, werden Sie mit Einstellungen, die für RHY 1
funktionieren, bei RHY 2 auch zufrieden sein. Die Wirksamkeit dieser Klangregler ist ohnehin sehr abhängig vom
Treble-Regler, wie wir oben schon erwähnten. Nur, wenn TREBLE sehr niedrig- oder ganz auf “0” gestellt ist, haben diese Regler wirklich einen starken
Effekt.
Bei normalen TREBLE-Einstellungen ist die Wirkung von BASS und MID eher
mittelmäßig - sie dienen hauptsächlich dazu, dem Ton den letzten Schliff
zu geben und etwas voller und runder zu gestalten. Bedenken Sie aber, dass bei zuviel BASS der Sound schnell
schlaff und muffig werden kann, speziell im RHY 2 Modus. Unsere Empfehlung lautet daher: 0 bis 3 für BASS
und 4 bis 7 für MID.
Seite REGLER VORDERSEITE (Fortsetzung):
R1 PRESENCE:
Dieses Poti regelt Frequenzen jenseits des Treble-Bereichs. Es gibt so viele verschiedene Sounds, die RHY 1
produzieren kann, Sie werden am Besten selber herausfinden was gut klingt - mit Gitarre und Ohren. Versuchen Sie zum Beispiel mal den Unterschied zwischen TREBLE und PRESENCE
herauszuhören, indem Sie einmal TREBLE fast ganz herunterdrehen, und mit
PRESENCE als Höhenspender experimentieren, und dann -andersherum- bei
niedrigen PRESENCE mit TREBLE arbeiten. Sowohl mit als ohne BRIGHT.
Beobachten Sie auch, dass PRESENCE dafür sorgt, dass Sie Sich beim lauten
Spiel in der Band durchsetzen können, auch gegen einen Pulk von Becken.
Drehen Sie RHYTHM 1 laut und spielen Sie drauf los… dies ist auch ein hervorragender Overdrive-Sound!
R1 MASTER:
Hiermit regeln Sie die Endlautstärke des RHYTHM 1 Modus. So können Sie RHYTHM
1 GAIN aufdrehen, und haben trotzdem immer Kontrolle über die Lautstärke. Das ist
wichtig, denn mit der enormen Wirkung des BRIGHT-Schalters und dem GAIN-Regler
selbst, lassen sich im cleanen- oder im anzerr-Bereich so viele verschiedene Sounds
und Pegel realisieren, dass der R1 MASTER-Regler unbedingt nötig ist.
(R1 MASTER bestimmt auch gleichzeitig den Effekt-Send-Pegel)
RHYTHM 2 GAIN & PULL FAT:
Dieser GAIN-Regler bestimmt den Charakter von RHYTHM 2 , den vielseitigsten aller
drei Modi. Bei höchsten Einstellungen zwischen 9 und 10 und dem FAT-Schalter
gezogen, produziert RHYTHM 2 seine maximale Verzerrung und kann durchaus als
alternativer Leadsound durchgehen. Der Gainbereich dieses Potis fällt aber beim
Zurückdrehen rasch ab, im mittleren Bereich gibt es dann viele leicht angezerrte
Sounds. Außerdem hat RHYTHM 2 auch die Begabung für völlig cleane Sounds im
alleruntersten Bereich von GAIN.
PULL FAT hat enorme Auswirkung, sowohl auf den Verstärkungsfaktor als auch auf
den Klang. Im eingedrückten Zustand hat RHYTHM 2 weniger Gain in den unteren
Mitten und läßt mehr von der Persönlichkeit Ihrer Gitarre durchscheinen. Für’s cleane Spiel und für bluesige Sounds werden Sie wahrscheinlich FAT nicht ziehen. Mit R2 TREBLE und PRESENCE
können Sie den perfekten Blues-Solosound einstellen. Für Hardrock- und Metalsounds ziehen Sie PULL FAT und
schrauben GAIN voll auf. Mit R2 TREBLE und PRESENCE wählen Sie das richtige Maß an Brillanz und Trennschärfe.
R1 + R2 BASS & R1 + R2 MID:
Dies sind die einzigen Regler des MARK IV, die von zwei Modi gemeinsam
benutzt werden. Sie werden die Einstellung, die Sie für RHYTHM 1 gemacht
haben, kaum korrigieren müssen, denn sie ist für RHYTHM 2 mit geringerer
Wirkungsweise ausgestattet. Sie werden abermals merken, dass der Wirkungsgrad dieser Regler sehr stark abhängig von der R2 TREBLE Einstellung ist.
Exzessive Einstellungen (speziell beim BASS) können bei zurückgedrehtem R2 TREBLE Regler einen verzerrten
Sound schnell muffig machen.
Seite REGLER VORDERSEITE (Fortsetzung):
RHYTHM 2 TREBLE:
Dieses Poti, zusammen mit dem RHYTHM 2 PRESENCE-Regler, nehmen Sie,
um die geeignete Verzerrung und Brillanz für diesen Modus einzustellen.
Wenn TREBLE höher gedreht wird, wird - wie immer - die Verzerrung und
das Sustain ansteigen. Bei niedrigen TREBLE Werten bekommen MID und
BASS mehr Gelegenheit sich durchzusetzen, und sie können dem Sound
Wärme verleihen.
R2 PRESENCE:
Auch das PRESENCE-Poti für RHYTHM 2 setzt in höheren Frequenzbereichen an als der TREBLE-Regler, so dass
Sie, mit beiden Reglern in Kombination, jeden Sound - von fett und dicht bis heiß und fetzend - einstellen. Seien
Sie nicht überrascht, wenn Sie mehr PRESENCE brauchen um durchzukommen, wenn die Band recht laut spielt.
Aus diesem Grund haben wir jedem Modus einen eigenen PRESENCE-Regler
spendiert.
Das RHYTHM 2 PRESENCE Poti kann (wie auch das LEAD PRESENCE Poti) herausgezogen werden: PULL SHIFT wirkt in der Endstufe, und normalisiert dort die
hohen Frequenzen. Wenn PULL SHIFT gezogen ist, wirkt das PRESENCE Poti auf
noch höhere Frequenzen. Hineingedrückt wird der Ton dafür schlagkräftiger und aggressiver, auch wenn PRESENCE dann nicht so dominant ist.
R2 MASTER:
Mit diesem MASTER Poti regeln Sie die Endlautstärke des RHYTHM 2 Modus.
Er bestimmt ebenfalls die Signalstärke an der Effects Send Buchse.
DAS EINSTELLEN DES LEAD MODUS:
LEAD GAIN:
Dieser Regler bestimmt die Eingangsempfindlichkeit des LEAD Modus. Je mehr Signalstärke Sie hier - weit vorne in der Signalkette - wählen, um so mehr Verzerrung wird am LEAD DRIVE Regler zur Verfügung stehen. Es ist
jedoch nicht nötig - und sicher auch nicht empfehlenswert - den LEAD GAIN voll aufzudrehen.
Sie erhalten wunderbare Ergebnisse mit Einstellungen um die “8” herum: Beim
Annähern an die “7” wird der Leadsound immer klarer umrissen, leichtgängiger und
immer ergiebiger. Über “8” hinaus beginnt die totale Sättigung, was aber die Effektivität der Klangregelung reduziert und die Gefahr erhöht, dass Nebengeräusche und
“Mikrofonie” in den Vorstufenröhren auftritt.
Sie können subtile Frequenzverlagerungen im Klangbild feststellen, wenn Sie mit
verschiedenen Mischungen von LEAD GAIN und -DRIVE experimentieren.
LEAD GAIN ist mit einem PULL FAT Zugschalter verbunden, womit Sie den Sound
noch fetter und satter machen können. PULL FAT verlagert auch die Frequenzen des
TREBLE-Potis nach unten, so dass eine Art Mittenanhebung entsteht.
Sie können dies gerne probieren um schwächere Pickups ein wenig aufzupeppen, oder einfach um dem Sound
mehr Fokus zu verleihen.
Und dann gibt es (ohne FAT zu ziehen ) noch die großartigen, singenden, leicht-verzerrten Sounds, die aus den
unteren Bereichen von GAIN und DRIVE kommen: “Verzerrungsgrenze”, “angezerrt”, oder die englische Bezeichnung “onset of clip” beschreibt diesen Sound.
Seite REGLER VORDERSEITE (Fortsetzung):
LEAD TREBLE:
Dieses Poti verwenden Sie, zusammen mit dem LEAD PRESENCE-Regler, um
die geeignete Verzerrung und Brillanz für den LEAD Modus einzustellen.
Wenn TREBLE höher gedreht wird, steigt die Verzerrung an und es entsteht
mehr Sustain. Bei niedrigen TREBLE Werte bekommen MID und BASS mehr
Gelegenheit sich durchzusetzen, und Sie können dem Sound mehr Wärme
verleihen.
LEAD BASS & LEAD MID:
Diese beiden Potis liefern Substanz und Wärme, ohne
wirklich etwas an der Signalstärke zu ändern. Dosieren
Sie einfach nach Ihrem Geschmack, aber bedenken Sie
immer: Zuviel BASS in Kombination mit einer zu hohen
LEAD GAIN Einstellung entfernt Sie von einem straffen, fokussierten Leadsound, welcher die große Stärke
dieses Modus ist.
LEAD DRIVE:
Dieses Poti arbeitet Hand in Hand mit dem LEAD GAIN Regler, um die Menge an Verzerrung und Sustain zu
bestimmen. Es ist nicht empfehlenswert und auch unnötig, diesen Regler voll aufzudrehen, um einen völlig
gesättigten Sound zu erhalten. Versuchen Sie statt dessen Einstellungen in dem “5” bis “7”-Bereich. Bei höheren
Einstellungen besteht die Gefahr, dass Nebengeräusche und
Feedbackanfälligkeit zunehmen, ohne dass der Sound oder das
Spielgefühl wirklich besser wird.
Beachten Sie, dass dieser Regler im unteren Bereich ziemlich
schnell “kommt”, im weiteren Regelweg aber gleichmäßig ansteigt. Machen Sie sich vertraut mit dem “Scheitelpunkt” - dort,
wo der Overdrive anfängt. Hier entsteht eine spannende und
kreative Verzerrung, anschlagsempfindlich und mit Obertönen,
die förmlich am Grundton “kleben” bleiben. In diesem Bereich
(zwischen “2” und “4” finden Sie ein Sound-Schlaraffenland, wo
Milch und Honig fließen.
LEAD PULL BRIGHT:
Es ist ein absolutes Muss, dass Sie den Stellenwert des Lead Drive Reglers im „gezogenen“ Zustand verstehen.
Bei niedriger bis mittlerer Lautstärke mischt er Brillanz hinzu und erzeugt eine
gewisse Anzerrung in den hohen Frequenzen, was sehr zum leichten “big easy”
Spielgefühl beiträgt. Bei hohen Lautstärken kann der LEAD PULL BRIGHT echte Probleme mit sich bringen - in der Form von Nebengeräuschen und unkontrolliertem
Pfeifen. Bei solchen Lautstärken ist es auch nicht nötig, dass Sie mit viel Gain in der
Vorstufe arbeiten, denn hier setzt zusätzlich die Sättigung der Endstufe ein.
Das ist das Prinzip der kaskadierten Verstärkung von Boogie: es gibt da viele Verstärkerstufen in Reihe, mit Gain-Reglern an den entscheidenden Stellen. Damit
können Sie sehr viel Gain zuregeln, aber eben nur bei niedrigen Lautstärken. Ihr
Seite REGLER VORDERSEITE
(Fortset-
MARK IV kann aber auch sehr laut - wenn Sie wollen. Nur: Laut und zu viel Gain endet in Pfeifen, Feedback und
anderen unerwünschten Geräuschen. Ein Ferrari ist ein fabelhaftes Auto für enge, kurvenreiche Strassen und ist
gleichzeitig irre schnell auf der Autobahn, aber die Kombination schnell und kurvenreich geht leicht daneben.
Das gleiche gilt für Ihren MARK IV!
Vergessen Sie darum nicht, “Gain” und “Lautstärke” in einer vernünftigen Balance zu halten. Im LEAD-Modus
wäre ein pauschaler Grundsatz, “BRIGHT” bei hohen Lautstärken eingedrückt zu lassen und es nur für geringe
Lautstärken einzusetzen. Ihre 12AX7 (Vorstufenröhren) werden begeistert sein - wie auch Ihr Mann am Mischpult! (Auf der Rückseite gibt es noch einen Schalter, LEAD VOICING, der bei hohen Lautstärken eine ähnliche
Gefahr birgt - dazu später mehr)
LEAD PRESENCE & LEAD MASTER:
Diese zwei Regler arbeiten ähnlich wie die gerade beschriebenen Regler. Bedenken
Sie, dass das Hinzufügen von großen Mengen PRESENCE (Gain in den höchsten Frequenzen!) in Verbindung mit zu hohen GAIN-Einstellungen bei großer Lautstärke, leicht
zu unkontrolliertem Pfeifen und zu anderen unangenehmen Geräuschen führen kann.
Das LEAD PRESENCE Poti ist herausziehbar, um den PULL SHIFT zu aktivieren. Es bewirkt
Ähnliches wie bei R2 PRESENCE PULL SHIFT - die tiefen Frequenzen werden etwas zurückgenommen und die PRESENCE-Frequenzen nach oben verlagert.
Sie werden wahrscheinlich merken, dass Sie (beim Spiel in der Band) besser durchkommen, wenn PRESENCE PULL SHIFT gezogen ist. Dafür klingt es bei gedrücktem Schalter
voller und fetter - besser geeignet für Mikrofonabnahme. Mit gedrücktem SHIFT und
dem Graphic-EQ in der klassischen “V”-Einstellung gibt es Unmengen straffer, stämmiger Bässe - ideal für Metal
Rhythmusgrooves.
GRAPHIC EQ:
Den Graphic EQ können Sie mit dem Fußschalter oder mit dem Mini-Kippschalter auf der Rückseite bedienen.
Der rückseitige Kippschalter hat drei Positionen: ON - OFF - AUTO R2. Bei der letzteren Position kommt der EQ
automatisch immer dann zum Einsatz, wenn RHYTHMUS 2 gewählt wird. Beachten Sie, dass Sie den EQ mit dem
Fußschalter nicht mehr ausschalten können, wenn auf der Rückseite die Position “ON” gewählt wurde. Der Momentanzustand des EQs wird von LEDs auf der Frontseite, sowie auf dem
Fußschalter angezeigt.
Die Einstellung des EQs ist Sache des Geschmacks und des Vergnügens,
bereiten Sie sich auf ein bischen Spaß vor, beim Herumschrauben an diesen Schiebereglerchen. Nutzen Sie den EQ für feine Nuancen bis hin zum
klanglichen Overkill! Eine Einstellung möchten wir Ihnen ans Herz legen:
Die klassische “V”-Formation, wobei die äußeren Schieber angehobenund der mittleren abgesenkt werden.
Diese Formation können Sie von kaum merkbar bis extrem anwenden.
Bei extremerer Einstellung werden Sie merken, wie wirksam der 750 Hz-Schieber ist. Wenn Sie die anderen vier
Bänder anheben, bestimmt das 750 Hz Band über den gesamten EQ Effekt. Sie werden ebenfalls durch Zuhören
herausfinden, dass es einen bestimmten Punkt gibt, wo der Sound von “maximalem Trash” zu “dünn und blechern” kippt. Ihre Ohren werden sich schnell an diesen Sound gewöhnen - Achtung Suchtgefahr! Wenn Sie den
EQ wieder ausschalten klingt der “normale” Klang plötzlich fad und kraftlos. Machen Sie sich keine Gedanken
- Sie haben nur einen “EQ-Kater”!
Alle Modi des MARK IV wurden ohne EQ entwickelt und eingestellt, so dass der EQ nur ein zusätzliches - und
kein notwendiges - Feature ist.
Seite REGLER VORDERSEITE(Fortsetzung):
OUTPUT LEVEL:
Hiermit regeln Sie die Gesamtlautstärke des MARK IV. Nachdem Sie Ihre Sounds nach
Wunsch eingestellt haben und auch bei der Lautstärke eine praxisgerechte Balance gefunden haben, passen Sie mit diesem Poti Ihre Lautstärke an den Rest der Band oder an die
Größe des Saales an.
Dieser Regler fungiert - durch seine Position in der Schaltung - gleichzeitig als EFFECT RETURN Regler.
SILENT RECORDING (Zugschalter):
Dieser Push-Pull Schalter auf dem Output Level Regler schaltet das Signal an der Endstufe
stumm, so dass kein Signal an die Lautsprecher gelangen kann. Sie können dadurch beim
Aufnehmen den Aufnahme-Sound am Monitor mithören, ohne dass der Verstärkersound
stört. Verwenden Sie hierzu die “RECORDING OUT” Buchse (nicht die Slave (D.I.) Buchse).
OUTPUT LEVEL ist immer noch wirksam - auch wenn Sie das am Speaker Ihres MARK IV
nicht hören.
HINWEIS: Am Lautsprecherausgang muß immer eine sog. Last angeschlossen bleiben (das
ist z.B. der Speaker, oder spezielle Widerstände), sonst kann der Ausgangsübertrager schwer beschädigt werden. Spezielle Lastwiderstände dazu kann man im Handel kaufen. Fragen Sie Ihr Händler.
STANDBY:
Für die kleine Gig-Pause zwischendurch… aber dieser Kippschalter hat eine noch weitaus wichtigere Aufgabe: In der
Standby-Position (nach oben) sind die Röhren nämlich in Leerlauf, so
können sie sich bei einem Kaltstart des Verstärkers erst einmal aufwärmen, bevor Sie zum Einsatz kommen.
Vor dem Umlegen des Netzschalters sollten Sie sich deshalb vergewissern, dass der STANDBY-Schalter auf STANDBY steht. Warten Sie
mindestens 30 Sekunden und bringen Sie den Kippschalter erst dann
in die ON-Position. Diese Vorgehensweise wird Ihnen technische Probleme mit den Röhren ersparen und die Lebensdauer der klangvollen
Glaskolben wesentlich verlängern.
POWER:
Dieser Schalter hat drei Positionen: FULL POWER - OFF - TWEED POWER. Die Mittenposition ist nicht als solche
gekennzeichnet - es ist die „Aus“ Position. FULL POWER bringt maximale Power und
Headroom; TWEED POWER wirkt wie ein eingebautes Variac und reduziert alle internen
Betriebsspannungen, für einen nachgiebigen, vintagemäßigen „Brown Sound“.
Dabei wird die Leistung ebenfalls zurückgefahren, was die Möglichkeit eröffnet, bei geringere Lautstärken einen großartigen Powersound zu erzeugen, speziell wenn Sie dazu
noch in den „CLASS A“ Modus schalten (Dazu später mehr...).
Ein weiterer Vorteil des TWEED POWER Modus ist, dass die Lebensdauer der Röhren wesentlich verlängert wird, und der Verstärker als Ganzes in grüneren Bereiche bleibt - Sie
haben aber trotzdem noch genügend Power für die meisten Auftritte, und natürlich im
Studio.
Seite REGLER & BEDIENELEMENTE RÜCKSEITE:
NETZBUCHSE:
Der MARK IV hat eine Standardnetzbuchse. Sie können daher bei Bedarf anstelle des mitgelieferten Netzkabel auch ein anderes Netzkabel verwenden. Achten Sie nur darauf, dass auch hier
der Stecker fest in der Buchse sitzt.
NETZSICHERUNG:
Verwenden Sie immer eine 1,5A T (Träge/slow blow) Sicherung für eine Netzspannung von 230
Volt. Ziehen Sie immer das Netzkabel, bevor Sie den Sicherungshalter öffnen.
Sollte die Sicherung öfters fliegen, dann sollten Sie genau beobachten, ob die Endröhren sich
normal verhalten. Wärmen Sie zuerst die Röhren vor (mit dem Standbyschalter auf STANDBY),
dann schauen sie genau hin, was in dem Moment passiert wenn Sie den Standbyschalter auf
„ON“ schalten. Wenn Sie sehen, dass es im Inneren einer der Röhren Funken oder einen Lichtbogen gibt, dann ist dies definitiv das Problem und kann einfach durch Röhrenwechsel kuriert
werden.
In vielen Fällen ist aber eine defekte Röhre nicht sofort erkennbar. Beobachten Sie daher die Röhren eine Weile - wenn eine
anfängt stärker zu glühen als die anderen, dann ist das die Ursache für das Anschlagen der Sicherung.
Wenn alles normal aussieht, klopfen Sie vorsichtig (Röhren sind heiß und zerbrechlich!) auf die Endröhren, um die defekte
Röhre aufzudecken. Denn die Ursache für das Anschlagen einer Sicherungs ist fast immer bei den Endröhren zu suchen.
Wenn der Fehler nicht eindeutig zu finden ist, können Sie im Zweifelsfall den Verstärker auch von FULL POWER auf TWEED
POWER zurückschalten. Damit erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, Ihren Gig trotzdem zu Ende zu bringen.
Sollte die Sicherung gleich nach dem Einschalten des Netzschalters fliegen, noch bevor Sie STANDBY auf ON geschaltet
haben, dann ist etwas anders die Ursache und Sie sollten Ihren Verstärker in einer Werkstatt überprüfen.
Lesen Sie zu diesem Thema auch die Allgemeine Info 2: „Fehlerdiagnose und Wartung bei Röhren“ auf www.musik-meinl.de.
Seite REVERB REGLER & -SCHALTERBUCHSE:
REVERB regelt die Intensität des Hall-Effekts, welcher nur mit Hilfe einer analogen Röhrenschaltung und drei Hallfedern erzeugt wird. Viele Gitarristen besitzen modernere Digital-Reverbs,
-Delays oder Multi-Effektgeräte, aber natürlich klingende, traditionelle Reverb des Mark IV hat
einfach einen ganz besonderen Charakter. Wir denken, dass dieser digital nur schwer nachzumachen ist. In manchen Modi (z.B. RHYTHM 1) mag das Reverb stärker als in anderen Modi
erscheinen - das liegt teilweise an den spezifischen EQ-Kurven und dem Ansprache-Verhalten.
Das ist völlig normal .
Die Schalterbuchse REV FTSW dient zur Fernbedienung des REVERB Effekts.
EQ KIPPSCHALTER:
Dieser Kippschalter wurde schon in der Abteilung über den GRAPHIC EQ besprochen.
Wenn Sie die Funktionen dieses Schalters noch nicht kennen, blättern Sie bitte zurück.
SATELLITEN-AUSGANG & EQ-KONTROLLBUCHSE:
Wenn Sie ein Stereo System aufbauen möchten und ein Effektgerät besitzen, welches ein Stereo Ausgangssignal erzeugt,
bietet der Mark IV noch diese besonderen Ausgangsbuchsen: Satellite SEND / EQ. Bei einer Stereo Konfiguration werden die
Ausgänge des externen Effektgerätes zu den RETURNs (LEFT / RIGHT) auf der Rückseite des Mark IV geleitet. Das Signal am
RIGHT RETURN wird vom Mark IV selbst verstärkt und übertragen. Das Signal am LEFT RETURN wird dagegen gepuffert zur
SATELLITE SEND Buchse des Mark IV geleitet. Von hier aus können Sie
das LEFT RETURN Signal zu einem 2. Verstärker leiten, um durch diese
Kombination einen breiten Stereoklang zu erhalten. Der SATELLITE
SEND Ausgang erlaubt auch lange Kabel bis zur anderen Bühnenseite
- praktisch ohne klangliche Verluste!
Außerdem kann mit der SATELLITE EQ Buchse ein evtl. am 2. Verstärker
vorhandener Equalizer ferngesteuert werden. Parallel zu der Einstellung des MARK IV schaltet die SATELLITE EQ Buchse die Funktion am 2.
Verstärker ein oder aus.
ABTEILUNG EFFEKTLOOP:
Mit diesen Schaltern bestimmen Sie wann und wie die Effektschleife (LOOP) aktiv geschalten wird. Der Effektschleife wird
in den Signalweg geschalten, wenn der Fußschalter, die Wippschalter oder die externe Schaltbuchse (für den Fall, dass der
MARK IV von einem MIDI-Controller gesteuert wird) dazu den Befehl geben. Wenn die Effektschleife von den Wippschaltern oder vom MIDI-Controller gesteuert wird, hat dies Vorrang
über den Fußschalter, und der Fußschalter kann ihn nicht mehr ausschalten. Es gibt zwei
AUTO Wippschalter mit denen Sie zwei der Modi auf Effekt vorprogrammieren können, dabei
muß der 3. Schalter in diesem Block (ganz links) auf FX LOOP SWITCHING geschalten sein.
Falls Sie den Effekt dagegen auf alle drei Modi wünschen, schalten Sie den Schalter ganz links
einfach auf FX LOOP ON FULL TIME.
Die Programmierung der Effekt-Einschleifwege wurde auf diese Art gestaltet, damit Sie den Effekt auf bestimmten Modis automatisch aktivieren können, z.B. automatischer Effekt auf RHY1
Seite 10
und RHY2, aber im LEAD Modus wird der Effekt per Fußschalter aktiviert. Hier möchten wir zur Erinnerung nochmal auf die
Doppelfunktion von Master und Output hinweisen: Die MASTER-Potis bestimmen den Effekt-Send-Pegel. Das OUTPUT-Poti
dient als Effekt Return-Regler.
RECORDING OUT:
Dieser Recording-Schaltkreis kann sowohl beim Livespiel, als auch beim lautlosen Homerecording eingesetzt werden.
Ziehen Sie das Speakerkabel nicht ab, sondern benutzen Sie den Zugschalter SILENT RECORDING (an dem OUTPUT LEVEL
Regler auf der Vorderseite) zum Stummschalten des Amps.
Auch wenn RECORDING OUT sein eigenes Pegelpoti hat, wird die Lautstärke
von den MASTER- und dem OUTPUT LEVEL Regler mitbestimmt. Sie werden
feststellen, dass dieser Ausgang ein Signal liefert, das die komplexe Vorgänge
in der Endstufe, an den Lautsprechern und am Aufnahme-Mikrofon erstaunlich
gut simuliert und nur noch sehr wenig Klangkorrektur braucht. Beachten Sie
ebenfalls, dass die PRESENCE Regler, die Teil des Endstufenschaltkreises sind,
im RECORDING-Sound wirkungslos bleiben. Die eingebaute Klangkorrektur
macht hier aber einen ausgezeichneten Job, und eventuell könnte notfalls die
Klangregelung am Mischpult einspringen.
Schließlich können Sie den RECORDING Ausgang dazu benutzen, die PA-Anlage direkt anzusteuern. Für einen Stereo Sound
gehen Sie aus dem RECORDING-OUT in das Effektgerät, und von da aus - links und rechts - in zwei Kanälen, oder in einen
Stereo Eingang des Mischpults.
SLAVE OUT (D.I.):
Dies ist ein Boogie Feature mit Tradition: Einen regelbaren Signal-Ausgang um zusätzliche Verstärker anzusteuern. Dieses
Signal wird direkt am Lautsprecher abgezapft - es muß also immer ein Lautsprecher (oder eine andere Last) angeschlossen
bleiben. Das Signal dieser D. I. Ausgang kann eventuell auch als PA-Signal verwendet werden, in diesem Fall muß am Mischpult aber sehr viel nachkorrigiert werden - deshalb ist für diesen Zweck das
Signal am RECORDING Ausgang viel besser geeignet.
Der eigentliche Sinn für diesen SLAVE Ausgang ist es, eine Kette von Effektgeräten anzusteuern. Der MARK IV fungiert lediglich als Ton-Lieferant, das Signal
geht direkt vom SLAVE D. I. zu den Effektgeräten. In einer solchen komplexen
Rack-Anlage werden noch eine Endstufe und zwei oder drei Lautsprecherboxen gebraucht. Das Signal vom letzten Effektgerät geht zu einer Endstufe,
wie die 50/50 Stereo oder die Stereo Simul-Class 290, und dann zu den Speakern.
Vergessen Sie nicht, am MARK IV immer einen Speaker angeschlossen zu lassen. Ein Power Soak Lastwiderstand tut‘s auch
- rein technisch gesehen, verfärbt aber den Klang (und das Spielgefühl!). Nutzen Sie doch den MARK IV (mit Speaker) als
Mitten-Lautsprecher mit trockenem Signal.
BEMERKUNG: Ein Signal vom SLAVE D. I. Ausgang darf nicht zu irgendeinem Eingang des MARK IV zurückgeschleift werden,
es würde eine Rückkoppelschleife entstehen und fürchterlich pfeifen.
TRIODE/PENTODE SCHALTER:
Dieser Kippschalter konfiguriert die Schaltung für die äußeren zwei Endröhren neu. PENTODE hat mehr Power und Punch
und klingt härter, wenn in die Verzerrung getrieben. Benutzen Sie diese Einstellung für laute
Gigs, wenn die Gitarre nicht abgenommen wird, oder z.B. für ultracleane Country-Sounds.
TRIODE hat weniger Power, und die Anzerrung in der Endstufe passiert früher und mit
weichem Übergang. Damit erreichen Sie leicht einen singenden Sound, voller Sustain und
Obertöne - für diesen „schöneren“ Klang müssen ein wenig Headroomverlust in Kauf nehmen.
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SIMUL-CLASS/CLASS A UMSCHALTER:
Dieser Kippschalter erlaubt das Umschalten des Betriebs mit zwei- oder vier Endröhren. In der CLASS A Position sind dann
nur die zwei äußeren Endstufenröhren aktiv. Vor dem Einsetzen von Endstufenverzerrung (also im Cleanbereich) produzieren sie etwa 30 Watt in der TRIODE
Stellung, und rund 50 Watt in der PENTODE Stellung des vorher besprochenen
Schalters. Wenn Sie wollen, dass die Endstufe früh mit Verzerrung anfängt, dann
wählen Sie CLASS A, TWEED POWER (Netzschalter auf der Vorderseite) und
TRIODE.
In der SIMUL CLASS Position kommen auch die zwei inneren Endröhren zum
Einsatz, und die Leistung wird in unserem speziellen Ausgangstransformator
addiert. Hier bekommen Sie nicht nur eine straffere Basswiedergabe mit hervorragender Durchsetzungskraft - auch die Leistung schießt in die Höhe: Bis 70
Watt in der TRIODE-, und gar 85 Watt in der PENTODE-Stellung - ohne Verzerrung! Dies wird gemessen bei einer erlaubten
Verzerrung von genormten 5%. Wenn Sie aber die Verzerrung hochpuschen (und das ist bei so viel Vorverstärkung natürlich
ein Leichtes) erreichen Sie locker die doppelte Wattzahl.
Der MARK IV verfügt über Schalteingänge, u.a. auch für dieses Feature - dazu muß dieser Schalter in der CLASS A Position
stehen.
HARMONICS/MID-GAIN SCHALTER:
Dieser Kippschalter betrifft nur den LEAD Modus. Überdeutlich zu erkennen ist hier der Gain- und Sustain-Schub in der MID
GAIN Position. Dieser Schub konzentriert sich in den Mittenbereichen, wo sogenannter „Punch“ (Durchsetzungsvermögen)
entsteht, und dieser ist besonders gut wahrnehmbar wenn der LEAD DRIVE
Regler im unteren Bereich steht - auf dem “Scheitelpunkt” zur Verzerrung.
Dort entsteht ein fetter Bluessound mit viel Dampf, besonders, wenn
Sie in PENTODE und SIMUL-CLASS sind.
Wenn jetzt LEAD DRIVE zu weit aufgedreht wird, entstehen Massen von Mitten, die irgendwann zu viel werden und in Nebengeräusche und unkontrolliertes Pfeifen übergehen können - speziell wenn Sie auch noch LEAD BRIGHT
und LEAD FAT mit einbeziehen.
Die meisten erfahrenen Spieler werden für gainreiches, lautes Solospiel die Position HARMONICS bevorzugen (diese heißt
so, weil hier tatsächlich eine fein ausbalancierte Melange von Obertönen überwiegt, im Gegensatz zu der Mitten-Betonung
von MID GAIN). Um die Sounds unseres berühmten MARK II-C zu kopieren, stellen Sie den Schaltern auf HARMONICS und
TRIODE, und ziehen den PRESENCE-Regler. Dies produziert ein schönes Gleichgewicht aus „Punch“, Glätte und Obertonreichtum, und einen wahrlich klassischen Gitarrensound. Sie werden hören, dass für einen Verstärker mit dermaßen viel Gain, der
Rauschpegel, die Nebengeräusche und die Feedbackschwelle erstaunlich gering sind.
ENDRÖHREN-WECHSEL:
Dieser Eingriff spiegelt Mesa Boogie‘s Streben nach der größtmöglichen Vielseitigkeit. Sie wissen ja, dass unterschiedliche
Endröhren unterschiedliche Sounds und Spieleigenschaften mit sich bringen; Ihr MARK IV bietet vier Optionen:
1): Die standard Besetzung mit vier 6L6 bringt mit Sicherheit die beste Gesamtleistung. Die schönsten und kräftigsten Cleansounds und auch die saftigste Verzerrung.
2): 5881 sind den 6L6 ähnlich, haben aber einen Tick weniger Leistung. Sie klingen etwas „runder“ und „vintagemäßiger“.
3): Für Liebhaber des Britsounds bietet eine Kombination von zwei EL34 in den äußeren Sockeln und zwei 6L6 in den Inneren folgende Möglichkeiten. In der CLASS A Stellung werden dann nur die äußeren EL34 Röhren tätig sein. Typisch Brit pur.
Unter SIMUL CLASS produziert die Mischung aus 6L6 und EL34 einen fetten kraftvollen Ton mit einem Hauch britischer
Schärfe. Der Cleansound leidet aber darunter, wenn EL34 eingesetzt werden. Mit diesem Röhrenmix können alle Kombinationen der Power-Schalter genutzt werden: TRIODE, PENTODE, TWEED- und NORMAL Power.
4): Diejenigen unter Ihnen, die den Sound alter Fender DeLuxe (oder Dumble) Verstärkern in liebevoller Erinnerung haben,
werden höchst erfreut sein, zu erfahren, dass der Betrieb mit 6V6 Endröhren ebenfalls möglich ist ABER: Nur im TWEED / SIMUL-CLASS Betriebsmodus!
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ENDRÖHREN-STELLVERTRETER (Fortsetzung):
Auch sollte bei dieser Betriebsart darauf geachtet werden, dass der 8 Ohm Speaker an der 4 Ohm Buchse angeschlossen
wird, um exzessiven Verschleiß der Endröhren zu vermeiden. Nehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass Mesa Boogie für diese Betriebsart keine Garantie für die 6V6 übernimmt. Stabiler Betrieb ist 100% abhängig von der richtige Stellung der eben
genannten Power-Schalter, und dafür können wir natürlich keine Gewährleistung geben.
Also Vorsicht mit den 6V6! Falsche Schalterstellungen werden nicht sofort zu einer Zerstörung der Röhren führen, aber die
Belastung wird auf Dauer zu viel für Ihre geliebten 6V6 sein.
HINWEIS: Diese zwei ÄUßEREN Röhren können
durch EL34 ersetzt werden!
VORSICHT: Schalten Sie den Amp zumindest in den
Standby Modus bevor Sie einen Röhrenwechsel
vornehmen. Besser ist es, den Amp vom Netz zu
trennen, 5 Min. zu warten, bis die Endröhren abgekühlt sind, und dann erst die Röhren zu wechseln.
Fassen Sie die Röhren nicht am Glas, sondern
an dem Sockel (Basisteil) an. Mit einer leichten
Schwenk- oder Schaukelbewegung läßt sich die
Röhre am leichtesten herausziehen.
HINWEIS
LAUTSPRECHER BUCHSEN:
Für den Anschluß Ihrer Speaker sind zwei 4 Ohm und eine 8 Ohm Buchse vorgesehen. Der MARK IV ist nicht übermäßig empfindlich gegenüber Fehlanpassung von Lautsprecher-Impedanzen; die Endröhren
werden bei sehr niedrigen Lastwerten aber schneller verschleißen. Ein
einzelner zwölf Zoll 8 Ohm Speaker sollte generell an der 8 Ohm Buchse
angeschlossen werden. Wenn Sie zwei 8 Ohm Boxen betreiben wollen,
sollten diese an die 4 Ohm Anschlüsse kommen.
Unter ”Allgemeine Info 1“ auf unserer Webseite www.musik-meinl.de (Service Download/Bedienungsanleitungen) finden Sie eine Tabelle mit verschiedenen Lautsprecherkonfigurationen. Sie sollten sich diesen Abschnitt
sorgfältig zur Gemüte führen, wenn Sie dazu die Zeit haben, denn hier finden Sie Anregungen zu verschiedenen
Lautsprecher Anschlußmöglichkeiten.
MODUSWAHLSCHALTER:
Mit diesem Drehschalter bestimmen Sie wie Sie die Schaltfunktionen
des MARK IV steuern wollen. Die erste Position ist für den Fußschalter,
die nächsten drei für‘s manuelle Anwählen der Modi. Die letzte Position ist für die Steuerung über die EXTERNAL SWITCHING Buchsen.
Wann immer Sie meinen, dass die Umschaltung nicht richtig funktioniert, schauen Sie zuerst nach, ob dieser Schalter in der richtigen Position steht.
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MODUSWAHLSCHALTER:
Mit diesen Buchsen bewältigen Sie die Umschaltung mit einer externen Schaltzentrale (üblicherweise einen
MIDI-Switcher, wie der Mesa/Boogie MIDI Matrix). Die Umschaltung erfolgt, wenn der Tip des Steckers mit dem
Ring kurzgeschlossen wird (Tip-to-Ring logic).
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MARK IV SOUNDVORSCHLÄGE
Clean / Crunch / Lead
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Vertrieb für Deutschland & Österreich
HEADLINER a division of Roland Meinl GmbH & Co.KG • An den Herrenbergen 24 • 91413 Neustadt a.d. Aisch
Tel.: 09161/788-310 • Fax.: 09161/788-300 • email: [email protected] • web: musik-meinl.de
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