LIFEPAK 1000 Defibrillator-Bedienungsanleitung

LIFEPAK 1000 Defibrillator-Bedienungsanleitung
LIFEPAK 1000 DEFIBRILLATOR
®
GEBRAUCHSANWEISUNG
®
LIFEPAK 1000 DEFIBRILLATOR
GEBRAUCHSANWEISUNG
Wichtig
Dieses Gerät darf nur von entsprechend befugten Personen verwendet werden.
Geräteregistrierung
Registrieren Sie Ihr Gerät unter www.physio-control.com. Damit stellen Sie sicher, dass Sie über
Produktaktualisierungen informiert werden.
Verantwortlichkeit für Informationen
Es ist die Verantwortung des Kunden sicherzustellen, dass die entsprechenden Personen innerhalb
seiner Organisation Zugang zu diesen Informationen haben, einschließlich der allgemeinen Vorsichtsund Warnhinweise in diesem Handbuch.
LIFEPAK und LIFENET sind eingetragene Warenzeichen von Physio-Control, Inc. ADAPTIV, CODE-STAT, cprMAX, QUIK-COMBO, REDI-PAK und
Shock Advisory System sind Warenzeichen von Physio-Control, Inc. Microsoft und Windows sind eingetragene Warenzeichen der Microsoft Corporation.
Ambu ist ein eingetragenes Warenzeichen der Ambu Corporation. Spezifikationen können jederzeit unangekündigt geändert werden.
©2006-2012 Physio-Control, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Erscheinungsdatum: 03/2012
3205213-045
INHALT
1
Vorwort
Wissenswertes zur Defibrillation ................................................................................... vi
Indikationen .................................................................................................................. vi
Defibrillation ............................................................................................................ vi
EKG-Überwachung ................................................................................................. vi
Hinweise für den Anwender ......................................................................................... vii
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator .................................................................................... vii
Funktionen und Merkmale des Defibrillators ......................................................... vii
Textkonventionen ....................................................................................................... viii
1 Sicherheitsinformationen
Sicherheitsrelevante Begriffe ..................................................................................... 1-2
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen ................................................1-2
Symbole ......................................................................................................................1-4
2 Bedienelemente und Anzeigen
Bedienelemente und Anzeigen .................................................................................. 2-2
Batterieanzeige ...........................................................................................................2-4
Batterieladegerät-anzeigen .........................................................................................2-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
iii
3 Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Betriebsarten .............................................................................................................. 3-2
Warn- und Vorsichtshinweise zur Defibrillation .................................................... 3-2
Defibrillation im AED-Modus ...................................................................................... 3-3
Grundlegende Schritte bei der Verwendung
des LIFEPAK 1000 Defibrillators .......................................................................... 3-3
Sprachanweisungen und Meldungen im AED-Modus ......................................... 3-4
Sonderfälle bei der Elektrodenplatzierung ........................................................... 3-5
Defibrillation im Manuellen Modus ............................................................................. 3-6
Analyse ................................................................................................................. 3-7
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der Defibrillation .................................................. 3-7
EKG-Überwachung (EKG-Modus) ........................................................................... 3-10
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der EKG-Überwachung................................ 3-11
4 Datenverwaltung
Verwalten der Defibrillatordaten ................................................................................. 4-2
Überblick über die Datenspeicherung .................................................................. 4-2
Vom LIFEPAK 1000 Defibrillator gespeicherte Daten .......................................... 4-2
Übersicht über die Verbindungen zum Übertragen von Berichten....................... 4-4
5 Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Wartungs- und Prüfplan ............................................................................................. 5-2
Durchführung des Selbsttests ................................................................................... 5-2
Selbsttests............................................................................................................ 5-2
Auto-Tests ............................................................................................................ 5-3
Inspektion ................................................................................................................... 5-3
Reinigung ................................................................................................................... 5-4
Batteriewartung .......................................................................................................... 5-4
LIFEPAK 1000 Defibrillator nicht wiederaufladbare Batterie ................................ 5-5
Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie zum LIFEPAK 1000 Defibrillator ......... 5-6
Pflege und aufbewahrung von elektroden ................................................................. 5-7
Wartung ...................................................................................................................... 5-8
Recycling-Informationen ............................................................................................ 5-8
Verbrauchsteile, Zubehörteile und Trainingsmaterialien ............................................ 5-9
Garantieinformationen ................................................................................................ 5-9
A Spezifikationen
B Defibrillationsberatungssystem (Shock Advisory System)
C cprMAX™-Technologie
D Ändern der Setup-Optionen
E Anwender-Kontrollliste
Index
iv
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
VORWORT
1
Dieser Abschnitt enthält Informationen zur Defibrillation sowie einen Überblick
über die Funktionen des LIFEPAK® 1000 Defibrillators.
Wissenswertes zur Defibrillation
Seite vi
Indikationen
vi
Hinweise für den Anwender
vii
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator
vii
Textkonventionen
viii
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
v
Vorwort
WISSENSWERTES ZUR DEFIBRILLATION
Die Defibrillation ist ein bewährtes Mittel zum Beenden bestimmter, möglicherweise fataler
Arrhythmien. Ein Gleichstrom-Defibrillator verabreicht dem Herzmuskel einen kurzzeitigen
hochenergetischen Stromimpuls. Beim LIFEPAK® 1000 Defibrillator von Physio-Control handelt
es sich um einen automatisierten externen Defibrillator (AED), der diese Energie über am Brustkorb
des Patienten angebrachte Einwegelektroden verabreicht.
Die Defibrillation ist nur ein Aspekt der medizinischen Versorgungsmaßnahmen, die zur Reanimation
eines Patienten mit defibrillierbarem EKG-Rhythmus erforderlich sind. Je nach Fall können auch
andere Maßnahmen notwendig sein, zum Beispiel:
• Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
• Zusätzliche Sauerstoffzufuhr
• Verabreichung von Medikamenten
Bekanntlich hängt der Erfolg der Reanimation unter anderem von der Zeitspanne ab, die zwischen
dem Einsetzen eines Herzrhythmus, mit dem das Blut nicht befördert wird (Kammerflimmern,
pulslose Kammertachykardie) und der Defibrillation vergeht. Die American Heart Association (AHA)
hat die folgenden Aspekte als kritische Punkte in der Rettungskette bei plötzlichem Herzstillstand
festgelegt.
• Schneller Zugang
• Frühzeitige HLW durch Erst- oder Laienhelfer
• Frühzeitige Defibrillation
• Rasche Weiterbehandlung
Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation hängt außerdem vom physiologischen
Zustand des Patienten ab. Kann der Patient nicht wiederbelebt werden, ist dies also kein
zuverlässiger Hinweis auf das Leistungsvermögen des Defibrillators. Oft kommt es bei dem
Patienten während der Energieübertragung zu Muskelreaktionen (zum Beispiel Emporschnellen
oder Zuckungen). Bleibt eine derartige Reaktion aus, ist dies kein zuverlässiger Hinweis auf
die tatsächlich abgegebene Energie oder Defibrillatorleistung.
INDIKATIONEN
Defibrillation
Die Defibrillation ist ein anerkanntes Mittel zum Beenden bestimmter, möglicherweise fataler
Arrhythmien, zum Beispiel von Kammerflimmern und symptomatischer Kammertachykardie.
Der Defibrillator darf nur bei Patienten mit Herz-Lungen-Stillstand im AED-Modus verwendet
werden. Der Patient darf nicht ansprechbar sein und es dürfen weder eine normale Atmung
noch irgendwelche Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit erkennbar sein.
Der Defibrillator darf nur bei Erwachsenen und Kindern, die älter als 8 Jahre sind und mehr als 25 kg
wiegen, mit Standard-Defibrillationselektroden verwendet werden. Werden Defibrillationselektroden
mit reduzierter Energieabgabe für Säuglinge/Kinder verwendet, darf der Defibrillator auch bei
Kindern eingesetzt werden, die jünger als 8 Jahre sind und weniger als 25 kg wiegen.
EKG-Überwachung
Die EKG-Überwachung dient zum Erkennen des EKG-Rhythmus und zum Überwachen
der Herzfrequenz bei Patienten jeden Alters, die bewusstlos oder bei Bewusstsein sind.
vi
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Vorwort
HINWEISE FÜR DEN ANWENDER
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator verlangt vom Anwender aktives Handeln beim Defibrillieren
des Patienten.
Der Defibrillator ist nur für die Verwendung durch Personen vorgesehen, die von einem Arzt
oder ärztlichen Leiter autorisiert wurden und mindestens über die folgenden Fertigkeiten und
Kenntnisse verfügen.
• HLW-Training
• Defibrillator-Training entsprechend dem von der American Heart Association empfohlenen Training.
• Schulung im Umgang mit dem LIFEPAK 1000 Defibrillator
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator ist für die Verwendung im Krankenhaus und außerhalb
der Krankenhausumgebung vorgesehen.
Der Manuelle Modus ist für die Verwendung durch Personen vorgesehen, die in der EKG-Interpretation
geschult sind und den Defibrillator zur Schockabgabe unabhängig vom AED-Modus nutzen
möchten. Der Anwender kann das Aufladen und die Schockabgabe dabei selbst steuern.
Der EKG-Modus bietet eine nicht-diagnostische EKG-Anzeige und ist für die Verwendung durch
Personen vorgesehen, die in der EKG-Interpretation geschult sind, um ihnen die Möglichkeit zu
bieten, Rhythmus und Herzfrequenz mit normalen EKG-Elektroden zu überwachen. Im EKG-Modus
ist die Schockabgabe-Funktion des Defibrillators deaktiviert, jedoch analysiert der LIFEPAK 1000
Defibrillator das EKG des Patienten weiterhin auf einen möglicherweise defibrillierbaren Rhythmus.
DER LIFEPAK 1000 DEFIBRILLATOR
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator ist ein halbautomatisches Gerät, das in einer von drei Betriebsarten
eingesetzt werden kann: im AED-Modus, im Manuellen Modus oder im EKG-Modus. Der Defibrillator
nutzt das patentierte Physio-Control Shock Advisory System™ (SAS), um den Herzrhythmus
(das EKG) des Patienten zu analysieren, und gibt bestimmte Aufforderungen aus, wenn er einen
defibrillierbaren Rhythmus erkennt oder einen solchen Rhythmus nicht erkennt. Um dem Patienten
eine Therapie (Defibrillation) zu verabreichen, wird vom Ersthelfer aktives Handeln verlangt.
Funktionen und Merkmale des Defibrillators
In den folgenden Abschnitten werden die Funktionen und Merkmale des LIFEPAK 1000
Defibrillators beschrieben.
Herzrhythmusanalyse
Das patentierte Shock Advisory System (Schockberatungssystem) von Physio-Control
analysiert den Herzrhythmus des Patienten.
EKG-Anzeige (optional)
Diese Funktion ermöglicht die Anzeige des EKGs bei Verwendung eines 3-poligen Kabels
(Ableitung II), bei Betrieb des Defibrillators im AED-Modus. Diese Funktion wird auch benötigt,
um den Defibrillator im Manuellen Modus benutzen zu können.
Kurvenform des Defibrillationsimpulses
Bei dem auf der Grundlage der ADAPTIV™ Biphasic-Technologie abgegebenen Schock
handelt es sich um einen biphasischen, abgeschnittenen Exponentialimpuls (BTE-Wellenform).
Biphasische LIFEPAK Defibrillatoren messen die Transthorax-Impedanz des Patienten und
passen Strom, Dauer und Spannung des Defibrillationsimpulses automatisch an die Bedürfnisse
des einzelnen Patienten an. Die Impedanz des Patienten wird immer gemessen, wenn die
Defibrillationselektroden Kontakt mit dem Patienten haben.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
vii
Vorwort
cprMAX™-Technologie
Die cprMAX-Technologie dient zur Optimierung des HLW-Anteils in Reanimationsprotokollen
während der Behandlung mit dem LIFEPAK 1000 Defibrillator.
Bei Betrieb mit werkseitigen Standardeinstellungen entsprechen die AED-Protokolle den
Richtlinien 2005 der American Heart Association für Herz-Lungen-Wiederbelebung und
kardiovaskuläre Notversorgung (Guidelines 2005 for Cardiopulmonary Resuscitation and
Emergency Cardiovascular Care) sowie den Reanimationsrichtlinien des Europäischen Rats
für Wiederbelebung.
Datenverwaltung
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator zeichnet die Patientendaten einschließlich EKG-Rhythmus und
Anzahl der abgegebenen Schocks in digitaler Form auf. Die aufgezeichneten Daten können über
eine serielle Infrarotverbindung vom Defibrillator an einen PC übertragen werden. Auf dem PC
muss mindestens eines unserer LIFENET® Produkte installiert sein, damit die aufgezeichneten
Patientendaten erfasst und angezeigt werden können.
Batterieoptionen
Eine nicht-wiederaufladbare Lithium-Mangandioxid-Batterie (Li/MnO2) oder eine wiederaufladbare
Lithium-Ion-Batterie (Li-ion) versorgt den Defibrillator mit Energie. Beide Batterien sind mit Anzeigen
zur ungefähren Angabe des Ladezustands ausgestattet. Die nicht-wiederaufladbare Batterie ist
am besten für gelegentliche Verwendung geeignet. Die wiederaufladbare Batterie ist am besten
für intensive Verwendung (z. B. durch Feuerwehr- oder Rettungsfachpersonal) geeignet.
Sie muss regelmäßig mithilfe eines externen Batterieladegeräts wieder aufgeladen werden.
Um die Batterie zu schonen, schaltet sich der Defibrillator automatisch nach 5 Minuten aus,
wenn der Defibrillator versehentlich eingeschaltet wird oder eingeschaltet gelassen bleibt und
wenn in diesem Zeitraum weder eine Verbindung mit einem Patienten hergestellt noch irgendeine
Taste gedrückt wird.
Täglicher Selbsttest
Der Defibrillator führt täglich (alle 24 Stunden und bei jedem Einschalten) einen Selbsttest durch.
Diese Funktion überprüft die wichtigsten Schaltkreise im Defibrillator, damit der Ersthelfer darauf
vertrauen kann, dass der Defibrillator einsatzbereit ist.
Bereitschaftsanzeige
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator verfügt über eine Bereitschaftsanzeige. Wenn der tägliche
Selbsttest erfolgreich abgeschlossen wurde, erscheint auf der Anzeige das Symbol OK.
Außerdem ist ein Batteriesymbol zu sehen, das den ungefähren Ladezustand anzeigt. Wenn
beim Selbsttest festgestellt wird, dass das Gerät gewartet werden muss, verschwindet das
Symbol OK und es erscheint ein Service-Symbol.
TEXTKONVENTIONEN
In diesem Handbuch werden spezielle Zeichenformatierungen zur Kennzeichnung von
Beschriftungen, Bildschirmmeldungen und Sprachanweisungen verwendet.
Beschriftung der
Bedienelemente:
GROSSBUCHSTABEN, z.B. EIN/AUS oder SCHOCK.
Bildschirmmeldungen
und Sprachanweisungen:
KURSIV GEDRUCKTE GROSSBUCHSTABEN,
z.B. ANALYSE DRÜCKEN und ELEKTRODEN ANSCHLIESSEN.
viii
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
SICHERHEITSINFORMATIONEN
1
Dieses Kapitel enthält wichtige Informationen zum sicheren Betrieb des LIFEPAK 1000 Defibrillators.
Bitte machen Sie sich mit allen diesen Ausdrücken, Warnhinweisen und Symbolen vertraut.
Sicherheitsrelevante Begriffe
Seite 1-2
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
1-2
Symbole
1-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
1-1
Sicherheitsinformationen
SICHERHEITSRELEVANTE BEGRIFFE
In diesem Handbuch und bei der Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators werden
die folgenden Begriffe verwendet.
Gefahrenhinweis:
Unmittelbare Gefahrenquelle, die zu schweren Verletzungen oder zum
Tod des Ersthelfers und/oder des Patienten führt.
Warnung:
Gefahrenquelle oder unsichere Vorgehensweise, die zu schweren Verletzungen
oder zum Tod des Ersthelfers und/oder des Patienten führen kann.
Vorsicht:
Gefahrenquelle oder unsichere Vorgehensweise, die zu weniger schwerwiegenden
Verletzungen, zu einer Beschädigung des Produkts oder fremden Eigentums
führen kann.
ALLGEMEINE WARNHINWEISE UND VORSICHTSMAßNAHMEN
Der folgende Abschnitt enthält allgemeine Warn- und Vorsichtshinweise. Weitere spezielle Warnund Vorsichtshinweise sind nach Bedarf in den einzelnen Kapiteln dieses Handbuchs zu finden.
WARNUNG!
Stromschlaggefahr.
Der Defibrillator gibt bis zu 360 Joule elektrischer Energie ab. Bei unsachgemäßer,
den Anweisungen in dieser Gebrauchsanweisung nicht entsprechender Anwendung kann
diese elektrische Energie zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen. Der Benutzer
muss vor Bedienung des Geräts mit dieser Gebrauchsanweisung sowie mit den Funktionen
aller Bedienelemente, Anzeigen, Anschlüsse und Zubehörteile bestens vertraut sein.
Stromschlaggefahr.
Den Defibrillator nicht zerlegen. Er enthält keine für Wartungsarbeiten durch den Anwender
geeigneten Teile und kann gefährlich hohe Spannungen aufweisen. Kundendienst rufen.
Stromschlag- oder Brandgefahr.
Den Defibrillator weder vollständig noch teilweise in Wasser oder andere Flüssigkeiten
eintauchen. Keinerlei Flüssigkeiten auf dem Defibrillator oder den Zubehörteilen verschütten.
Nicht mit Ketonen oder anderen entflammbaren Mitteln reinigen. Sofern nicht anders
angegeben, den Defibrillator und seine Zubehörteile nicht autoklavieren oder sterilisieren.
Mögliche Brand- oder Explosionsgefahr.
Den Defibrillator nicht in Gegenwart entflammbarer Gase oder Anästhetika verwenden.
Beim Einsatz des Defibrillators in der Nähe von Sauerstoffquellen (z.B. Beatmungsbeutel
oder Schläuche von Beatmungsgeräten) besonders vorsichtig vorgehen. Die Gaszufuhr
abstellen, oder die Gasquelle vor der Defibrillation vom Patienten entfernen.
Mögliche Beeinträchtigung der Gerätefunktion durch elektrische Störungen.
In unmittelbarer Nähe betriebene Geräte können starke elektromagnetische Störsignale
oder Hochfrequenzsignale aussenden, die sich auf die Funktionsfähigkeit dieses Defibrillators
negativ auswirken können. Diese Störsignale können Fehlfunktionen des Defibrillators und
Verzerrungen im EKG verursachen oder die Erkennung eines defibrillierbaren Rhythmus
verhindern. Der Defibrillator sollte nicht in der Nähe von Kauterisationsgeräten, Diathermiegeräten,
Mobiltelefonen oder anderen tragbaren und mobilen HF-Kommunikationsgeräten verwendet
werden. Funksprechgeräte des Rettungsdienstes sollten nicht schnell hintereinander einund ausgeschaltet werden. Die empfohlenen Abstände zu solchen Geräten finden Sie in
den Richtlinien zur elektromagnetischen Verträglichkeit für den LIFEPAK 1000 Defibrillator.
Setzen Sie sich bei Bedarf mit dem autorisierten technischen Kundendienst in Verbindung.
1-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Sicherheitsinformationen
WARNUNG! (FORTSETZUNG)
Mögliche elektrische Störeinflüsse.
Die Verwendung von Kabeln, Elektroden oder anderen, für den Gebrauch mit diesem
Defibrillator nicht speziell vorgesehenen Zubehörteilen kann zu erhöhten elektromagnetischen
Störungen oder einem verringerten Widerstand hinsichtlich elektromagnetischer Störeinflusse
führen, welche die Funktion dieses Defibrillators oder der sich in der Nähe befindlichen Geräte
beeinflussen können. Es dürfen nur die in dieser Gebrauchsanweisung angegebenen Teile
und Zubehörelemente verwendet werden.
Mögliche elektrische Störeinflüsse.
Dieser Defibrillator kann besonders beim Aufladen und bei der Energieübertragung
elektromagnetische Störungen (EMI) verursachen. In unmittelbarer Nähe befindliche Geräte
können durch diese Störsignale in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Wenn möglich, sollten
vor Verwendung des Defibrillators in einem Notfall die Auswirkungen einer Defibrillatorentladung
auf andere Geräte überprüft werden.
Mögliche Gerätefunktionsstörung.
Sorgen Sie dafür, dass immer eine vollständig aufgeladene, ordnungsgemäß gewartete
Ersatzbatterie bereitliegt. Tauschen Sie die Batterie aus, wenn das Gerät einen niedrigen
Ladezustand anzeigt.
Mögliche Gerätefunktionsstörung.
Durch die Verwendung von Kabeln, Elektroden oder Batterien anderer Hersteller kann es zu
Funktionsstörungen am Defibrillator kommen. Das Sicherheitsprüfsiegel der Zulassungsbehörde
wird dadurch ungültig und Sie können dadurch Ihren Garantieanspruch verlieren. Es dürfen
nur die in dieser Gebrauchsanweisung angegebenen Zubehörelemente verwendet werden.
Sicherheitsgefahr und mögliche Geräteschäden.
Monitore, Defibrillatoren und deren Zubehörteile (einschließlich Elektroden und Kabel) enthalten
ferromagnetische Materialien. Wie alle ferromagnetischen Gegenstände darf auch dieser
Defibrillator nicht in Gegenwart der von Kernspintomographen (MRI-Geräten) erzeugten,
starken magnetischen Felder verwendet werden. Das von einem Kernspintomographen
erzeugte, starke magnetische Feld zieht den Defibrillator mit einer solchen Stärke an, dass
zwischen dem Defibrillator und dem Kernspintomographen befindliche Personen schwer
verletzt oder getötet werden können. Diese magnetischen Anziehungskräfte können auch zu
Schäden am Gerät führen. Weiterhin kann es zu Hautverbrennungen aufgrund der Erhitzung
elektrisch leitfähiger Materialien wie Patientenelektroden und Pulsoximetersensoren kommen.
Nähere Informationen sind vom Hersteller des Kernspintomographen zu erfragen.
VORSICHT!
Mögliche Geräteschäden.
Dieser Defibrillator kann durch mechanische Falschbehandlung oder Missbrauch, etwa
durch Eintauchen in Wasser oder durch Stürze, beschädigt werden. Nach einer solchen
Falschbehandlung darf der Defibrillator nicht mehr verwendet werden. Wenden Sie sich
in diesem Fall an einen autorisierten Service-Techniker.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
1-3
Sicherheitsinformationen
SYMBOLE
In diesem Handbuch und an den verschiedenen Modellen des LIFEPAK 1000 Defibrillators
sowie an seinen Zubehörteilen können die nachfolgend beschriebenen Symbole zu finden sein.
Defibrillationsgeschützt. Patientenverbindung vom Typ BF
Achtung. Begleitdokumentation beachten
Warnhinweis. Hochspannung
Patientenverbindung vom Typ BF
Taste MENÜ
Symbol für Batteriestatus
Service-Symbol
OK
Dieses Symbol gibt an, dass der Selbsttest erfolgreich abgeschlossen wurde.
Verwenden oder einlegen bis: JJJJ-MM-TT oder JJJJ-MM
Diese Seite oben
Zerbrechlich
Mit Vorsicht behandeln
Gegen Wasser schützen.
Nur zum einmaligen Gebrauch
1-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Sicherheitsinformationen
Prüfsiegel gemäß den europäischen Richtlinien
Zertifizierung der Canadian Standards Association für die USA und Kanada
Die Bestandteile des LIFEPAK 1000 Defibrillators, die bei normaler Anwendung
direkt oder ungewollt mit dem Patienten oder Pflegepersonal in Kontakt
kommen können, sind nicht aus Materialien gefertigt, bei denen Latex
absichtlich hinzugefügt wurde oder bei denen Latex als Verunreinigung
zu erwarten ist.
Kabelkonnektor
!USA
JJJJ
Nur in den USA relevant
Herstellungsdatum
Strom Ein/Aus
SCHOCK-Taste
SCHOCK-Symbol
Symbol, das die Position des Batteriefachs angibt.
Empfohlene Lagertemperatur: 15 °C bis 35 °C (59°F bis 95°F). Die Lagerung
bei extremen Temperaturen von -30 °C und 60 °C (-22°F und 140°F) ist auf
sieben Tage begrenzt. Wenn das Gerät länger als eine Woche bei diesen
Temperaturen gelagert wird, verkürzt sich die Haltbarkeit der Elektrode.
Empfohlene Versandtemperatur: –20 °C bis 50 °C (–4 °F bis 122 °F).
Relative Feuchte von 5 % bis 95 %
Nicht in der Nähe von offenem Feuer platzieren, über 100 °C erhitzen
oder anzünden.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
1-5
Sicherheitsinformationen
Die Batterie nicht zerdrücken, anstechen oder auseinandernehmen.
Nicht wiederaufladbare Batterie
Li / MnO 2
Lithium-Mangandioxid-Batterie
Wiederaufladbare Batterie
1000
Batterie für LIFEPAK 1000 Defibrillator
Batterieladegerät für Lithium-Ionen-Batterien
Wechselstrom-/Gleichstromadapter
Dieses Produkt darf nicht über den unsortierten kommunalen Abfall entsorgt
werden. Entsorgen Sie dieses Produkt in Übereinstimmung mit den für Sie
geltenden lokalen Bestimmungen. Weitere Anweisungen zu der Entsorgung
dieses Produkts finden Sie unter www.physio-control.com/recycling.
Defibrillationselektroden mit reduzierter Energieabgabe für Säuglinge/Kinder
sind nicht mit QUIK-COMBO® Defibrillations- und Therapiekabeln kompatibel.
Wenn Säugling/Kind-Elektroden verwendet werden müssen, verbinden Sie
die Säugling/Kind-Elektroden direkt mit dem AED.
LOT
Chargennummer (Chargencode)
PN oder MIN Artikelnummer des Herstellers
CAT.
Katalognummer
REF
Bestellnummer
SN
Seriennummer
Rx Only oder
Rx Only
IP55
1-6
Nur auf Verordnung eines Arztes
Gehäuse-Schutzklasse gemäß IEC 60529
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
BEDIENELEMENTE UND ANZEIGEN
2
In diesem Abschnitt werden alle wichtigen Bedienelemente und Anzeigen
des LIFEPAK 1000 Defibrillators beschrieben.
Bedienelemente und Anzeigen
Seite 2-2
Batterieanzeige
2-4
Batterieladegerät-anzeigen
2-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
2-1
Bedienelemente und Anzeigen
BEDIENELEMENTE UND ANZEIGEN
In diesem Abschnitt werden die Bedienelemente und Anzeigen des LIFEPAK 1000 Defibrillators
beschrieben.
1
10
9
8
9
(Linke Seite)
2
7
3
4
6
(Linke Seite)
Abbildung 2-1
Tabelle 2-1
1
5
Bedienelemente und Anzeigen
Bedienelemente und Anzeigen
Element
Beschreibung
Bereitschaftsanzeige
Die Bereitschaftsanzeige informiert Sie über die
Einsatzbereitschaft des Defibrillators.
Drei Symbole ( , , ) zeigen Ihnen an, ob der Defibrillator
einsatzbereit ist oder ob ein Problem vorliegt.
Im Folgenden wird die Bedeutung jedes Symbols erläutert
und wann/wo es erscheint.
Das Schraubenschlüssel-Symbol erscheint auf
der Bereitschaftsanzeige, wenn ein Zustand vorliegt,
der die normale Verwendung des Defibrillators verhindert
oder verhindern könnte.
Das Symbol OK weist darauf hin, dass der Defibrillator
einsatzbereit ist.
Dieses Symbol wird nur angezeigt, wenn der Defibrillator
ausgeschaltet ist.
2-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Bedienelemente und Anzeigen
Tabelle 2-1
Bedienelemente und Anzeigen (Fortsetzung)
Element
Beschreibung
Das Batteriesymbol erscheint auf der Bereitschaftsanzeige,
wenn der Defibrillator ausgeschaltet ist. Wenn ein Balken
in dem Symbol zu sehen ist, ist die Batteriespannung gering.
Ist das Symbol leer, so ist die Batteriespannung sehr gering
und das Symbol OK wird nicht angezeigt, wenn der Defibrillator
ausgeschaltet ist.
2
Lautsprecher
3
ON
Taste EIN/AUS
Gibt Sprachanweisungen und Töne aus.
Die grüne Taste EIN/AUS schaltet die Stromversorgung
ein und aus. Diese Taste ist immer beleuchtet, wenn der
Defibrillator eingeschaltet ist.
Durch Drücken der SCHOCK-Taste (wenn sie blinkt) wird
ein Schock an den Patienten abgegeben.
4
SCHOCK-Taste
5
Dient zum Auswählen der Betriebsarten (manuell oder AED)
und zum Eingeben von Informationen im Setup-Modus.
MENÜ-Taste
6
Batteriefach
Zum Einlegen einer Batterie.
Softkeys
Zwei Softkeys bieten Ihnen in Verbindung mit dem Bildschirm
die Möglichkeit, bei der Benutzung des Defibrillators Auswahlen
zu treffen.
7
Die jeweilige Funktion der Softkeys hängt von der gerade
durchgeführten Aufgabe ab und wird über der entsprechenden
Taste auf dem Bildschirm angezeigt.
8
IrDA-Port
Infrared Data Association. Dieser Port dient als Schnittstelle
für die drahtlose Datenübertragung zwischen Defibrillator
und PC.
9
Bildschirm
Zeigt bei allen Betriebsarten für die Bedienung relevante
Informationen an. In Abbildung 2-2 ist zu sehen, welche
Informationen auf dem Bildschirm angezeigt werden.
10
Kabelanschluss
Ermöglicht das anschließen von Therapieelektroden (schwarz),
EKG-Kabel (grün), Säugling/Kind-Elektroden (rosa) und
QUIK-COMBO Therapieelektroden (grau).
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
2-3
Bedienelemente und Anzeigen
Schock-Indikator
HerzfrequenzIndikator
Symbol für
Batteriestatus
Meldungsbereich
Verstrichene Zeit
EKG
Aufforderungen
Softkey-Funktion
Taste MENÜ
Softkeys
Abbildung 2-2
Defibrillator-Bildschirm
Herzfrequenz-Indikator. Der Herzfrequenz-Indikator gibt Herzfrequenzen zwischen 20 und
300 Schlägen pro Minute an. Der Indikator wird im Manuellen Modus oder bei Verwendung
des 3-poligen EKG-Kabels angezeigt.
Symbol für Batteriestatus. Wenn der Defibrillator eingeschaltet wird, zeigt dieses Symbol
auf dem Bildschirm den relativen Ladezustand der Batterie an. Ein Balken bedeutet, dass
die Batteriespannung gering ist. Ist die Batteriespannung sehr gering, ist das Symbol leer
und die Meldung BATTERIE WECHSELN wird angezeigt.
EKG. Bei dem auf dem Bildschirm dargestellten EKG handelt es sich um ein nicht-diagnostisches
EKG, das mit Hilfe der Therapieelektroden oder des EKG-Kabels Ableitung II erlangt wurde.
Das Vorhandensein eines EKGs besagt nicht, dass der Patient einen Puls hat.
Softkey-Beschriftung. Diese Beschriftung gibt die jeweilige Funktion des betreffenden
Softkeys an. Beispiele hierfür sind ANALYSE und ENTLADEN.
BATTERIEANZEIGE
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator kann mit zwei Arten von Batterien betrieben werden:
• Einer nicht wiederaufladbaren Lithium-Mangandioxid-Batterie
• Einer wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterie
Ladestandsanzeigen der Batterien
Beide Batterietypen haben eine Anzeige für den ungefähren Ladestand der Batterie, wenn diese
nicht in einen Defibrillator eingesetzt ist. Drücken Sie die graue Taste unter dem Batterie-Symbol,
um den Ladestand vor Einsetzen der Batterie in den Defibrillator zu überprüfen.
Hinweis: Führen Sie stets eine voll aufgeladene Ersatzbatterie mit.
2-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Bedienelemente und Anzeigen
Bei beiden Batterietypen zeigen die vier hier dargestellten Anzeigen den ungefähren
Batteriestatus an.
> 75 % Batterieladung
Abbildung 2-3
> 50 % Batterieladung
> 25 % Batterieladung
25 % Batterieladung
oder weniger
Ladestandsanzeigen der Batterien
Hinweis: Die Ladestandsanzeige einer neuen Batterie funktioniert erst, nachdem diese
zum ersten Mal aufgeladen wurde.
Batterie-Warnanzeigen
Bei beiden Batterietypen zeigt eine einzelne blinkende LED an,
dass der Ladezustand sehr niedrig ist. Die Batterie sollte entfernt
und aufgeladen (wiederaufladbare Batterie) oder entsorgt
(nicht wiederaufladbare Batterie) werden.
Bei wiederaufladbaren Batterien zeigen zwei oder mehr blinkende
LEDs an, dass die Batterie fehlerhaft ist und an die für Sie zuständige
Physio-Control-Vertretung zurückgegeben werden sollte.
Abbildung 2-4
Batterie-Warnanzeigen
Die nicht wiederaufladbare Batterie wird mit vollständig aufgeladener Batterie zum Kunden
versandt. Alle vier Kontrollleuchten sollten leuchten, wenn die Ladestandsanzeige aktiviert ist.
Vor Verwendung einer neuen, nicht wiederaufladbaren Batterie muss der Ladezustand überprüft
werden. Bei optimaler Wartung kann eine neue, nicht wiederaufladbare Batterie etwa 17 Stunden
„Einschaltdauer“ oder 440 Entladungen mit 200 Joule bereitstellen.
Die wiederaufladbare Batterie wird mit zu ca. 40 % aufgeladener Batterie zum Kunden
versandt, und muss vor Verwendung vollständig aufgeladen werden. Laden Sie die Batterie
innerhalb von 6 Monaten nach Erhalt vollständig auf und wiederholen Sie diesen Vorgang
danach mindestens alle 6 Monate. Bei optimaler Wartung kann eine neue, vollständig
aufgeladene Batterie etwa 10 Stunden „Einschaltdauer“ oder 261 Entladungen mit 200 Joule
bereitstellen. Da alle wiederaufladbaren Batterien im Laufe der Zeit Batteriekapazität verlieren,
und da die Batteriekapazität gemeinsam mit dem Ladezustand der Batterie die zur Verfügung
stehende Defibrillationsenergie bestimmt, muss man davon ausgehen, dass sich die maximale
„Einschaltdauer“ einer vollständig aufgeladenen Batterie im Laufe der Zeit reduziert.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
2-5
Bedienelemente und Anzeigen
BATTERIELADEGERÄT-ANZEIGEN
Das LIFEPAK 1000 Defibrillator Batterieladegerät ist für die Verwendung mit wiederaufladbaren
LIFEPAK 1000 Defibrillator Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ion) vorgesehen. Mit diesem Ladesystem
sind keine anderen Batterien kompatibel. Vollständige Informationen zum Batterieladegerät finden
Sie in der mit dem Gerät mitgelieferten Bedienungsanleitung zum LIFEPAK 1000 Defibrillator
Batterieladegerät.
Wenn das Batterieladegerät an das Stromnetz angeschlossen wird, leuchten beide Kontrolllämpchen
auf dem Ladegerät kurz auf und schalten sich danach wieder ab. Vor dem Einlegen einer Batterie
muss diese auf sichtbare Schäden oder Fremdsubstanzen untersucht werden. Abbildung 2-5
stellen die Kontrollleuchten des Batterieladegeräts bei Einlegen einer wiederaufladbaren
Batterie dar.
1
2
LED
Verhalten
Definition
Erklärung
1
Grün
blinkend
Batterie wird
aufgeladen.
Eine vollständig entladene Batterie muss ca. 4
Stunden aufgeladen werden.
Aufladung der
Batterie ist
beendet.
Wird die Batterie in dem Batterieladegerät aufbewahrt,
bleibt die Batterie jederzeit in optimal aufgeladenem
Zustand. Das Batterieladegerät tritt nach Beendigung
des Aufladens in den Erhaltungsmodus ein, wobei in
regelmäßigen Abständen automatische erneute
Aufladungen stattfinden.
Fehler der
Batterie oder des
Batterieladegerät.
Testen der Batterie: Batterie entfernen und
Ladestandsanzeige überprüfen; zwei blinkende
Kontrollleuchten sind ein Zeichen für eine fehlerhafte
Batterie. Testen des Batterieladegeräts: Eine
funktionierende Batterie einlegen; eine dauerhaft rot
leuchtende Kontrollleuchte weist auf ein fehlerhaftes
Batterieladegerät hin. Wenden Sie sich bei einer
fehlerhaften Batterie oder einem fehlerhaften
Batterieladegerät an Ihr autorisiertes Service-Personal.
1
2
Grün
leuchtend
Rot
Abbildung 2-5
Batterieladegerät-Anzeigen
Einzelheiten zu Batterien und Informationen zu ihrer Entsorgung finden Sie unter
„Batteriewartung“ auf den Seiten 5-4 und „Recycling-Informationen“ auf den Seiten 5-8.
2-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
VERWENDUNG DES LIFEPAK 1000 DEFIBRILLATORS
3
Dieser Abschnitt enthält Informationen und Anweisungen zur Verwendung
des LIFEPAK 1000 Defibrillators.
Betriebsarten
Seite 3-2
Defibrillation im AED-Modus
3-3
Defibrillation im Manuellen Modus
3-6
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der Defibrillation
3-7
EKG-Überwachung (EKG-Modus)
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-10
3-1
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
BETRIEBSARTEN
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator eignet sich zur:
• Automatisierten externen Defibrillation (AED-Modus)
• Manuellen Defibrillationstherapie (Manueller Modus) (EKG-Anzeige erforderlich)
• EKG-Überwachung (EKG-Modus) (EKG-Anzeige erforderlich)
Warn- und Vorsichtshinweise zur Defibrillation
WARNUNG!
Stromschlaggefahr.
Der Defibrillator gibt bis zu 360 Joule elektrischer Energie ab. Berühren Sie beim Entladen
des Defibrillators nicht die Einwegelektroden.
Stromschlaggefahr.
Wenn eine Person den Patienten, das Bett oder irgendein leitendes Material in Kontakt mit
dem Patienten während der Defibrillation berührt, kann es sein, dass die abgegebene Energie
teilweise durch diese Person entladen wird. Sorgen Sie dafür, dass niemand den Patienten,
das Bett oder ein anderes leitendes Material berührt, bevor Sie den Defibrillator entladen.
Verbrennungsgefahr.
Während der Defibrillation können zwischen der Haut und den Therapieelektroden eingeschlossene
Luftpolster zu Hautverbrennungen beim Patienten führen. Die Therapieelektroden sind daher
so anzubringen, dass die gesamte Elektrode an der Haut haftet. Ändern Sie die Position
der Elektroden nicht, wenn Sie sie einmal befestigt haben. Muss die Position der Elektroden
geändert werden, nehmen Sie die Elektroden ab und ersetzen Sie sie durch neue Elektroden.
Verbrennungsgefahr und unwirksame Energieabgabe.
Therapieelektroden, die ausgetrocknet oder beschädigt sind, können während der Defibrillation
zu Funkenüberschlägen und Hautverbrennungen beim Patienten führen. Verwenden Sie keine
Therapieelektroden, die der Folienverpackung seit mehr als 24 Stunden entnommen sind.
Verwenden Sie keine Elektroden, deren Verwendbarkeitsdatum überschritten ist. Kontrollieren Sie,
dass die Haftfläche der Elektrode intakt und unversehrt ist. Tauschen Sie die Therapieelektroden
nach 50 Schocks aus.
Mögliche Störung von implantierten elektrischen Geräten.
Die Defibrillation kann bei implantierten Geräten zu einer Fehlfunktion führen. Bringen Sie die
Therapieelektroden möglichst weit von den implantierten Geräten entfernt an. Überprüfen Sie
nach der Defibrillation wenn möglich die Funktion des implantierten Geräts.
Mögliche Fehlinterpretation der Daten.
Führen Sie keine Analyse in einem sich fortbewegenden Fahrzeug durch. Das EKG-Signal
kann durch Bewegungsartefakte beeinflusst werden, so dass es zu einer nicht angemessenen
Schockabgabe oder zu der Meldung „Kein Schock empfohlen“ kommen kann.
Die Bewegungserkennung kann die Analyse verzögern. Halten Sie das Fahrzeug an und treten
Sie während der Analyse vom Patienten zurück.
Mögliche Fehlinterpretation der Daten.
Bewegen Sie den AED während der Analyse nicht. Durch Bewegen des AEDs während der
Analyse kann das EKG-Signal beeinflusst werden, so dass es zu einer nicht angemessenen
Schockabgabe oder zu der Meldung „Kein Schock empfohlen“ kommen kann. Berühren Sie
während der Analyse weder den Patienten noch den AED.
3-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
VORSICHT!
Mögliche Geräteschäden.
Vor Verwendung des Defibrillators alle nicht defibrillatorgeschützten Geräte vom Patienten
abnehmen.
DEFIBRILLATION IM AED-MODUS
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator arbeitet mit dem patentierten Shock Advisory System
(Schockberatungssystem) von Physio-Control, um den Herzrhythmus des Patienten zu
analysieren. Darüber hinaus verfügt der LIFEPAK 1000 Defibrillator über eine optionale
Funktion, die die EKG-Kurve und den Herzfrequenz-Indikator im AED-Modus darstellt. Die Funktion
des Defibrillators im AED-Modus ist unabhängig davon, ob der Defibrillator die EKG-Kurve
anzeigt oder nicht. Ist die EKG-ANZEIGE auf EIN gestellt, erscheint das EKG mit allen
AED-Meldungen und Aufforderungen. Ist die EKG-ANZEIGE auf AUS gestellt, werden
auf dem gesamten Bildschirm Meldungen und Aufforderungen angezeigt.
Grundlegende Schritte bei der Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
1 Vergewissern Sie sich, dass bei dem Patienten ein
Herz-Lungen-Stillstand vorliegt (der Patient darf nicht
ansprechbar sein und es dürfen weder eine normale Atmung
noch irgendwelche Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit
erkennbar sein).
2 Drücken Sie die Taste EIN/AUS, um den Defibrillator
einzuschalten (die grüne LED leuchtet auf). Er ertönen
Sprachanweisungen, die Sie bei den Rettungsmaßnahmen
anleiten.
3 Bereiten Sie den Patienten auf die Platzierung
der Therapieelektrode vor.
• Legen Sie den Patienten wenn möglich auf eine
harte Fläche, die sich nicht in der Nähe von stehenden
Gewässern oder leitenden Materialien befindet.
• Entblößen Sie den Brustkorb des Patienten.
• Wenn der Patient eine starke Brustbehaarung aufweist,
entfernen Sie die Haare von den vorgesehenen
Elektrodenpositionen. Wenn eine Rasur erforderlich ist,
achten Sie darauf, die Haut nicht zu verletzen.
• Säubern Sie die Haut und trocknen Sie sie zügig mit
einem Tuch oder Gaze.
• Bringen Sie weder Alkohol noch eine Benzointinktur
oder Antiperspirant auf die Haut auf.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-3
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
4 Das Therapieelektrodenpaket öffnen und die Elektroden
entnehmen. Die Schutzfolie der Elektroden vom
Kabelanschlussende her langsam abziehen. Entfernen Sie
die Schutzfolie korrekt, um ein Verrutschen zu verhindern.
5 Bringen Sie die Therapieelektroden am Brustkorb des Patienten
an. Beginnen Sie wie abgebildet an einer Seite und drücken Sie
die Elektroden fest auf die Haut des Patienten.
WARNUNG!
Anterior
Übermäßige Energieabgabe.
Lateral
Verwenden Sie für Kinder unter 8 Jahren oder mit einem Gewicht
von weniger als 25 kg die Defibrillationselektroden mit reduzierter
Energieabgabe für Säuglinge/Kinder. Verwenden Sie keine
pädiatrischen QUIK-COMBO Elektroden, da diese Elektroden
die Energieabgabe dieses Defibrillators nicht abschwächen.
6 Verbinden Sie die Elektroden mit dem Defibrillator (wenn sie
nicht bereits verbunden sind).
7 Befolgen Sie die Bildschirmmeldungen und Sprachanweisungen
des Defibrillators.
Sprachanweisungen und Meldungen im AED-Modus
Die nachstehenden Beschreibungen von Sprachanweisungen und Meldungen basieren auf den
Standardeinstellungen für den AED-Modus. Wenn die Setup-Optionen geändert wurden, kann
sich der Defibrillator anders verhalten.
ELEKTRODEN
ANSCHLIESSEN
Sprachanweisung und Meldung, wenn der Patient noch
nicht mit dem Defibrillator verbunden wurde.
ZURÜCKTRETEN,
HERZRHYTHMUS WIRD
AUSGEWERTET
Sprachanweisung und Meldung, wenn der Patient mit
dem Defibrillator verbunden ist.
Berühren und bewegen Sie während der Analyse weder
den Patienten noch die Therapiekabel.
Die EKG-Analyse dauert 6 bis 9 Sekunden.
SCHOCK WIRD
VORBEREITET
Diese Meldung wird angezeigt, wenn der Defibrillator einen
defibrillierbaren Rhythmus erkennt.
Der Defibrillator lädt sich auf den eingestellten Joule-Wert
für diesen Schock auf.
Ein ansteigender Ton und ein Ladebalken auf dem Bildschirm
weisen darauf hin, dass sich der Defibrillator auflädt.
3-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
PATIENTEN NICHT
BERÜHREN! BLINKENDE
TASTE DRÜCKEN
Sprachanweisung und Meldung, wenn der Ladevorgang
abgeschlossen ist.
Die
(SCHOCK-)Taste blinkt.
Lassen Sie alle Personen vom Patienten, vom Bett und allen
mit dem Patienten verbundenen Geräten zurücktreten.
Drücken Sie die
zu entladen.
(SCHOCK-)Taste, um den Defibrillator
Das Energieniveau für die Schocks hängt von dem eingestellten
Energieprotokoll und der Analyseentscheidung nach den
Schocks ab.
Wenn die
(SCHOCK-)Taste nicht innerhalb von 15 Sekunden
gedrückt wird, „entschärft“ der Defibrillator die SCHOCK-Taste,
und auf dem Bildschirm erscheint die Meldung ENTLADEN....
ABGEGEBENE ENERGIE
Diese Meldung wird nach jeder Schockabgabe angezeigt.
HLW STARTEN
Für das HLW-Intervall werden eine entsprechende Meldung und
ein Countdown-Zähler (Minuten:Sekunden-Format) angezeigt.
KEIN SCHOCK
EMPFOHLEN
Sprachanweisung und Meldung, wenn der Defibrillator einen
nicht defibrillierbaren Rhythmus erkennt. Der Defibrillator lädt
sich nicht auf und es kann kein Schock abgegeben werden.
Wenn auf einen Schock und eine HLW-Maßnahme hin die
Aufforderung KEIN SCHOCK EMPFOHLEN folgt, wird das
Energieniveau für den nächsten Schock nicht erhöht.
Sonderfälle bei der Elektrodenplatzierung
Beim Platzieren der Elektroden am Patienten können die folgenden Sonderfälle auftreten:
Übergewichtige Patienten oder Patientinnen mit großen Brüsten
Bringen Sie die Elektroden wenn möglich auf einer ebenen Fläche des Brustkorbs an.
Wenn Hautfalten oder Brustgewebe eine gute Haftung verhindern, ziehen Sie die Hautfalten
auseinander, um eine ebene Fläche zu schaffen.
Schlanke Patienten
Folgen Sie der Kontur und den Abständen der Rippen, wenn Sie die Elektroden auf den
Torso drücken. Dadurch werden Lufteinschlüsse bzw. Lücken unter den Elektroden begrenzt
und es ist ein besserer Hautkontakt möglich.
Patienten mit implantiertem Herzschrittmacher
Platzieren Sie die Defibrillationselektroden wenn möglich vom Schrittmacher entfernt.
Behandeln Sie diesen Patienten wie jeden anderen Patienten, der eine Notversorgung benötigt.
Patienten mit implantiertem Defibrillator
Bringen Sie die Elektroden anterior-lateral an. Behandeln Sie diesen Patienten wie jeden
anderen Patienten, der eine Notversorgung benötigt.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-5
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Alternative Elektrodenposition anterior-posterior
Die Elektroden können wie folgt auch anterior-posterior platziert werden:
1 Platzieren Sie entweder die ♥ oder die + Therapieelektrode über dem linken Präkordialbereich
wie in Abbildung 3-1 dargestellt. Der obere Rand der Elektrode sollte sich unterhalb der
Brustwarze befinden. Vermeiden Sie wenn möglich eine Platzierung auf der Brustwarze,
dem Zwerchfell oder der knöchernen Wölbung des Brustbeins.
2 Platzieren Sie die andere Elektrode hinter dem Herzen im Gebiet unter dem Schulterblatt
wie in Abbildung 3-1 dargestellt. Achten Sie für den Komfort des Patienten darauf, dass
der Kabelanschluss nicht unter dem Rückgrat liegt. Platzieren Sie die Elektrode nicht
auf den knöchernen Wölbungen des Rückgrats oder des Schulterblatts.
ANTERIOR
POSTERIOR
Anterior
Posterior
Abbildung 3-1
Platzierung anterior-posterior
DEFIBRILLATION IM MANUELLEN MODUS
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator bietet einen Manuellen Modus zur Umgehung der AED-Funktionen
des Defibrillators. Der Manuelle Modus ermöglicht eine vom Anwender initiierte Analyse, Aufladung,
Schockabgabe und Entladung. Dieser Modus ist für ein gestuftes Rettungssystem von Nutzen,
wenn eine in manueller Defibrillation geschulte Person mit der Genehmigung zum Benutzen
des Defibrillator im Manuellen Modus die Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen
von einer in grundlegenden Rettungsmaßnahmen und im Umgang mit AEDs geschulten
Person übernimmt.
Umschalten auf den Manuellen Modus:
1 Drücken Sie die MENÜ-Taste.
2 Wählen Sie JA, um den Defibrillator auf Manuellen Modus umzuschalten. Auf dem Bildschirm
erscheinen die EKG-Kurve und die Herzfrequenz-Anzeige.
3 Bei einem defibrillierbaren EKG-Rhythmus drücken Sie LADEN, um das Aufladen des
Defibrillators zu starten. Auf dem Bildschirm wird angezeigt, dass der Defibrillator aufgeladen
wird, und es ertönt ein Ladeton.
4 Lassen Sie alle Personen vom Patienten, vom Bett und allen mit dem Patienten verbundenen
Geräten zurücktreten.
5 Wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, drücken Sie die blinkende
um die Energie an den Patienten abzugeben.
(SCHOCK-)Taste,
6 Nach einer Schockabgabe wird automatisch ausgehend von dem im Setup konfigurierten
Energieniveau die Energie für jeden folgenden Schock gewählt.
Hinweis: Eine unerwünschte Ladung können Sie jederzeit beseitigen, indem Sie ENTLADEN
drücken.
3-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Analyse
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator kann so eingestellt werden, dass er im Manuellen Modus
den Softkey ANALYSE anzeigt.
Zum Starten einer Analyse:
1 Vergewissern Sie sich, dass der Patient nicht ansprechbar ist und keine Zeichen von
Atem und Kreislauf aufweist.
2 Drücken Sie ANALYSE.
3 Wenn die Rhythmusanalyse zu der Entscheidung „Kein Schock empfohlen“ führt, bleibt
der Defibrillator ohne weitere Aufforderungen im Manuellen Modus.
4 Führt die Rhythmusanalyse zu der Entscheidung „Schock empfohlen“, beginnt der
Defibrillator automatisch mit dem Aufladen und es ertönt ein Ladeton. Wenn Sie feststellen,
dass ein Schock nicht indiziert ist, drücken Sie ENTLADEN.
5 Nach Abschluss des Ladevorgangs lassen Sie alle Personen vom Patienten, vom Bett
und allen mit dem Patienten verbundenen Geräten zurücktreten.
6 Drücken Sie die blinkende
abzugeben.
(SCHOCK-)Taste, um die Energie an den Patienten
7 Nach der Schockabgabe bleibt der Defibrillator im Manuellen Modus.
HINWEISE ZUR FEHLERBEHEBUNG BEI DER DEFIBRILLATION
In diesem Abschnitt sind Problemsituationen beschrieben, die beim Einsatz des Defibrillators
eintreten können.
Tabelle 3-1
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der Defibrillation
Beobachtung
Mögliche Ursache
Maßnahme
Keine Bildschirmanzeige,
LED EIN leuchtet.
Der Bildschirm
funktioniert nicht
einwandfrei.
• AED und Therapiefunktionen
sind eventuell noch einsatzbereit.
Wenn für die Therapie erforderlich,
die Sprachanweisungen befolgen
und das Gerät weiterhin zur
Behandlung des Patienten nutzen.
Falls die Sprachanweisungen aus
irgendeinem Grund nicht genutzt
werden können, HLW-Maßnahmen
durchführen, wenn der Patient
nicht ansprechbar ist, nicht normal
atmet und keine Anzeichen für eine
Kreislauftätigkeit erkennbar sind.
• Kundendienst rufen.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-7
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Tabelle 3-1
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der Defibrillation (Fortsetzung)
Beobachtung
Mögliche Ursache
Maßnahme
Die Sprachanweisung
ELEKTRODEN
ANSCHLIESSEN
wird ausgegeben.
Unzureichende Haftung
der Elektroden am
Patienten.
• Die Elektroden fest auf die
Haut des Patienten drücken.
• Die Haut des Patienten vor dem
Anbringen der Elektroden reinigen,
rasieren oder trocknen.
Elektroden sind
ausgetrocknet oder
beschädigt, oder die
Verwendbarkeitsdauer
wurde überschritten.
• Die Elektroden ersetzen.
Die Elektroden wurden
nicht von der Trägerfolie
gelöst.
• Die Elektroden von der Trägerfolie
lösen und am Brustkorb des
Patienten befestigen.
Die Sprachanweisung
Die Verbindung zum
• Überzeugen Sie sich davon, dass
ELEKTRODENKONTAKT
Defibrillator ist fehlerhaft.
der Elektrodenstecker korrekt
UND PATIENTENANSCHLUSS
eingesteckt ist.
ÜBERPRÜFEN wird
ausgegeben.
Der Defibrillator kann
den benötigten Schock
nicht abgeben.
Batterie des Defibrillators • HLW durchführen, wenn der Patient
ist zu schwach.
nicht ansprechbar ist, nicht normal
atmet und keine Anzeichen für eine
Kreislauftätigkeit erkennbar sind.
• Die Batterieanzeige überprüfen.
Bei Bedarf die Batterie austauschen.
Sprachanweisungen klingen Batterie des Defibrillators • HLW-Maßnahmen durchführen,
verzerrt oder sind kaum
ist zu schwach.
wenn der Patient nicht ansprechbar
hörbar.
ist, nicht normal atmet und keine
Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit
erkennbar sind.
• Die Batterieanzeige überprüfen.
Bei Bedarf die Batterie austauschen.
Die Sprachanweisungen
AUSWERTUNG NICHT
MÖGLICH! und PATIENTEN
NICHT BERÜHREN! werden
ausgegeben.
Bewegungen des Patienten • Den Patienten nach Möglichkeit
aufgrund der Lagerung
stabil lagern.
Bewegungen des Patienten • Kontrollieren, ob der Patient
aufgrund von Atmung
normal atmet.
HLW wird während der
Analyse durchgeführt.
• HLW während der Analyse
einstellen.
Fahrzeugbewegungen
• Das Fahrzeug wenn möglich
während der Analyse anhalten.
Elektrische Interferenzen,
• Funkgeräte, Telefone oder andere
Hochfrequenzinterferenzen
vermutlich störende Geräte nach
Möglichkeit vom Defibrillator
entfernen.
3-8
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Tabelle 3-1
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der Defibrillation (Fortsetzung)
Beobachtung
Mögliche Ursache
Der Defibrillator gibt nach
dem Einschalten keine
Sprachanweisungen
oder Signaltöne aus.
Lautsprecher funktioniert • AED und Therapiefunktionen
nicht.
sind eventuell noch einsatzbereit.
Wenn für die Therapie erforderlich,
die Bildschirmanweisungen befolgen
und das Gerät weiterhin zur
Behandlung des Patienten nutzen.
Falls die Bildschirmanweisungen
aus irgendeinem Grund nicht genutzt
werden können, HLW-Maßnahmen
durchführen, wenn der Patient nicht
ansprechbar ist, nicht normal atmet
und keine Anzeichen für eine
Kreislauftätigkeit erkennbar sind.
• Kundendienst rufen.
Das OK erscheint nicht in
der Bereitschaftsanzeige.
Die wiederaufladbare
Batterie muss häufig
aufgeladen werden.
Maßnahme
Batterie erschöpft.
• HLW-Maßnahmen durchführen,
wenn der Patient nicht ansprechbar
ist, nicht normal atmet und keine
Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit
erkennbar sind.
• Die Batterieanzeige überprüfen.
Bei Bedarf die Batterie austauschen.
• Mit qualifiziertem Service-Personal
in Verbindung setzen.
Der Defibrillator wurde
eingeschaltet.
• Bei eingeschaltetem Gerät normal.
Betriebstemperatur
ist zu niedrig.
• Den Defibrillator innerhalb des
spezifizierten Temperaturbereichs
betreiben.
LCD funktioniert nicht
richtig.
• Mit qualifiziertem Service-Personal
in Verbindung setzen.
Die Batterie ist beinah am • Eventuell Batterie auswechseln.
Weitere Informationen finden Sie
Ende ihrer Betriebsdauer
unter „Wann eine wiederaufladbare
angelangt und verfügt
Batterie zu ersetzen ist:“ auf den
über keine Kapazität mehr.
Seite 5-7.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-9
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
EKG-ÜBERWACHUNG (EKG-MODUS)
WARNUNG!
Mögliche Fehlinterpretation der EKG-Daten.
Das Frequenzverhalten des EKG-Bildschirms ist nur für die Darstellung des grundlegenden
EKG-Rhythmus vorgesehen. Es bietet nicht die für die Darstellung von Schrittmacherimpulsen,
für genaue Messungen, zum Beispiel der QRS-Dauer, und für die Interpretation der ST-Strecke
erforderliche Auflösung. Für derartige Zwecke sind EKG-Monitore mit geeignetem
Frequenzverhalten zu verwenden.
Therapieverzögerung möglich.
Versuchen Sie nicht, ein 3-poliges EKG-Kabel an ein QUIK-COMBO Therapiekabel oder einen
anderen AED anzuschließen. Das EKG-Kabel funktioniert nur mit dem LIFEPAK 1000 Defibrillator.
Wenn das EKG-Kabel angeschlossen ist und die Elektroden angebracht sind, zeigt der
LIFEPAK 1000 Defibrillator eine nicht-diagnostische EKG-Kurve für den Herzrhythmus
des Patienten an.
Hinweis: Sie brauchen den Defibrillator nicht auszuschalten, bevor Sie von den
Therapieelektroden auf das EKG-Kabel wechseln und umgekehrt.
Zum Überwachen eines Patienten-EKGs:
1 Schließen Sie das EKG-Kabel an.
Hinweis: Das EKG-Kabel wird an die gleiche Buchse angeschlossen wie die
Therapieelektroden.
2 Bringen Sie die EKG-Elektroden wie in Abbildung 3-2 abgebildet auf dem Brustkorb
des Patienten an.
AHA-Bezeichnungen
RA
Rechter Arm
LA
Linker Arm
LL
Linkes Bein
RA/R
IEC-Bezeichnungen
R
Rechts
L
Links
F
Fuß
LA/L
LL/F
Abbildung 3-2
Anschließen der EKG-Elektroden zur EKG-Überwachung
Nach dem Anschließen der EKG-Elektroden zeigt der Defibrillator den Herzrhythmus und
die Herzfrequenz des Patienten in einer Ableitung-II-Konfiguration an. Bei diesem Kabel steht
nur Ableitung II zur Verfügung.
Im EKG-Modus ist die Schockabgabe-Funktion des Defibrillators deaktiviert, jedoch analysiert
der Defibrillator das EKG des Patienten weiterhin auf einen möglicherweise defibrillierbaren
Rhythmus. Denken Sie daran, dass das Vorhandensein eines EKGs nicht besagt, dass der
Patient einen Puls hat.
3-10
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Wenn ein defibrillierbarer Rhythmus erkannt wird, gibt der Defibrillator die Aufforderung
DEFIBRILLATIONSELEKTRODEN ANSCHLIESSEN aus.
1 Überprüfen Sie den Zustand des Patienten: Nicht ansprechbar? Keine Atmung?
Keine Lebenszeichen erkennbar?
2 Entfernen Sie das EKG-Kabel und schließen Sie die Therapieelektroden an den Defibrillator an.
3 Bringen Sie die Therapieelektroden am Brustkorb des Patienten an und achten Sie dabei
darauf, dass der Abstand zu den EKG-Elektroden mindestens 2,5 cm beträgt. Entfernen Sie
erforderlichenfalls die EKG-Elektroden.
4 Befolgen Sie die Sprachanweisungen und die Bildschirmanzeigen des Defibrillators.
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der EKG-Überwachung
Wenn während der Überwachung des EKGs Probleme auftreten sollten, suchen Sie in der
nachstehenden Liste nach möglichen Abhilfemaßnahmen.
Tabelle 3-2
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der EKG-Überwachung
Beobachtung
Mögliche Ursache
Maßnahme
Bildschirm leer und
LED EIN leuchtet.
Der Bildschirm funktioniert
nicht einwandfrei.
• Kundendienst rufen.
• AED und Therapiefunktionen sind
eventuell noch einsatzbereit.
Wenn für die Therapie erforderlich,
das Gerät weiterhin zur Behandlung
des Patienten nutzen.
Die Meldung
Eine oder mehrere
EKG-ABLEIT. ANSCHL. EKG-Elektroden sind
erscheint.
nicht angeschlossen.
• Die Verbindungen der
EKG-Elektroden überprüfen.
Elektrode haftet nicht korrekt
auf der Haut.
• Kabel und/oder Ableitungen neu
positionieren, damit die Elektroden
nicht vom Patienten abgezogen
werden.
• Die Haut des Patienten wie auf
Seite 3-3 empfohlen reinigen,
rasieren und trocknen.
• Elektroden auswechseln.
• Das Kabel wechseln.
EKG-Kabel defekt.
• EKG-Kabel auf mögliche Schäden
überprüfen, gegebenenfalls
austauschen.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
3-11
Verwendung des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Tabelle 3-2
Hinweise zur Fehlerbehebung bei der EKG-Überwachung (Fortsetzung)
Beobachtung
Mögliche Ursache
Maßnahme
Mangelhafte Qualität
des EKG-Signals
Elektrode haftet nicht korrekt
auf der Haut.
• Kabel und/oder Ableitungen neu
positionieren, damit die Elektroden
nicht vom Patienten abgezogen
werden. Kabelklammern an der
Kleidung des Patienten anbringen.
• Die Haut des Patienten wie auf
Seite 3-3 empfohlen reinigen,
rasieren und trocknen.
• Elektrode(n) auswechseln.
Elektroden sind veraltet,
• Datumsangabe auf der
korrodiert oder ausgetrocknet.
Elektrodenverpackung überprüfen.
• Nur Silber-/SilberchloridElektroden benutzen, deren
Verwendbarkeitsdatum nicht
überschritten ist.
• Elektroden bis zur Benutzung
in der versiegelten Verpackung
lassen.
Lockere Verbindung.
• Die Kabelverbindungen
überprüfen/neu herstellen.
Kabel oder Konnektor/
Ableitung beschädigt.
• EKG- und Therapiekabel
überprüfen.
• Bei Beschädigung auswechseln.
• Kabel mit Simulator überprüfen
und bei Fehlfunktion auswechseln.
Rauschen aufgrund von
Hochfrequenzstörungen (RFI).
• Kontrollieren, ob Geräte vorhanden
sind, die Hochfrequenzstörungen
verursachen (z.B. Rundfunksender)
und diese an einem anderen Ort
aufstellen oder ausschalten.
Wandern der
Grundlinie (Artefakt
niedrige Frequenz/
hohe Amplitude)
Unzureichende Vorbereitung
der Haut.
Elektrode haftet nicht korrekt
auf der Haut.
• Die Haut des Patienten wie auf
Seite 3-3 empfohlen reinigen,
rasieren und trocknen.
• Elektroden auswechseln.
Feiner GrundlinienArtefakt (hohe
Frequenz/niedrige
Amplitude).
• Die Haut des Patienten wie auf
Unzureichende Vorbereitung
Seite 3-3 empfohlen reinigen,
der Haut.
rasieren und trocknen.
Isometrische Muskelspannung
• Elektroden auswechseln.
in Armen oder Beinen.
• Dafür sorgen, dass Gliedmaßen
auf einer unterstützenden Fläche
aufliegen.
• Elektroden auf korrekte Haftung
überprüfen.
3-12
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
DATENVERWALTUNG
4
In diesem Kapitel wird die Datenverwaltung für den LIFEPAK 1000 Defibrillator erläutert.
Verwalten der Defibrillatordaten
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
Seite 4-2
4-1
Datenverwaltung
VERWALTEN DER DEFIBRILLATORDATEN
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator ermöglicht die Übertragung der Defibrillatordaten über eine
Infrarotverbindung.
Überblick über die Datenspeicherung
Bei jeder Verwendung des Defibrillators speichert das Gerät Patientendaten in digitaler Form,
um sie auf einen PC übertragen zu können. Auf diese Weise können die Patientendaten den
Mitarbeitern des Rettungsdienstes oder dem Klinikpersonal übergeben werden, um bei der späteren
Besprechung des Falls, bei der Qualitätssicherung, bei Schulungen und zu Forschungszwecken
verwendet zu werden. Informieren Sie sich über die lokalen Meldepflichten in Verbindung mit
Einsätzen eines LIFEPAK 1000 Defibrillators und der Weitergabe von Einsatzdetails. Falls Sie
beim Auslesen der im Defibrillator gespeicherten Daten Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte
an Ihren lokalen Physio-Control Verkaufs- oder Service-Repräsentanten.
Vom LIFEPAK 1000 Defibrillator gespeicherte Daten
Bei jedem Einschalten und Anschließen des Defibrillators an einen Patienten speichert
das Gerät automatisch Daten zum Patienten. Nachdem diese Daten zur Auswertung in
ein Datenmanagement-System (z. B. CODE-STAT™ Software) übertragen wurden, stehen
drei Patientenberichte zur Verfügung: ein Ereignisprotokoll, ein fortlaufendes EKG und eine
Zusammenfassung kritischer Ereignisse (CODE-ZUSAMMENFASSUNG). Diese Berichte
sind in Tabelle 4-1 beschrieben.
Tabelle 4-1
Patientenberichte
Berichtsart
Beschreibung
Ereignisprotokoll
Ein chronologisch aufgebautes Protokoll aller Ereignisse. Ein Ereignis
ist ein vom Defibrillator erfasster Zustand. Eine Auflistung möglicher
Ereignisse finden Sie auf Seite 4-3.
Fortlaufendes EKG
Eine 40-minütige Aufzeichnung des Patienten-EKGs, vom Anschließen
des Patienten an den Defibrillator bis zum Ausschalten des Defibrillators.
CODEZUSAMMENFASSUNG
Verbindet das Ereignisprotokoll mit einer Auswertung fortlaufender, zu
bestimmten Ereignissen wie zum Beispiel der Defibrillation in Relation
stehender EKG-Rhythmen.
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator kann maximal zwei Patientenberichte speichern: einen für den
aktuellen Patienten und einen für den vorherigen Patienten. Nach einem Einsatz des Defibrillators
ist es wichtig, dass Sie die Patientendaten baldmöglichst auf ein anderes System übertragen.
Der vollständige Bericht über den aktuellen Patienten umfasst das fortlaufende EKG und das
Ereignisprotokoll. Wenn Sie einen zweiten Patienten behandeln, wird das fortlaufende EKG des
ersten Patienten in eine CODE-ZUSAMMENFASSUNG umformatiert. Wenn Sie einen dritten
Patienten behandeln, werden alle Daten des ersten Patienten gelöscht und das fortlaufende
EKG des zweiten Patienten wird in einen CODE SUMMARY-Bericht umformatiert.
Tabelle 4-2
Patientenberichte
Vollständiger Bericht
Zusammenfassung
Fortlaufendes EKG
Aktueller Patient
X
X
X
Vorheriger Patient
0
X
0
4-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Datenverwaltung
Wenn Sie den Defibrillator ein- und ausschalten, ohne Elektroden an einem Patienten
anzubringen, erstellt der Defibrillator keinen neuen Patientenbericht und ändert die
gespeicherten Patientenberichte nicht.
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator löscht keine Patientendaten, nachdem Sie die Daten auf
einen PC übertragen haben. Der Defibrillator löscht bestehende Patientendaten nur dann,
wenn er an einen neuen Patienten oder an einen Simulator angeschlossen wird.
Test- und Wartungsdaten
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator speichert ein Testprotokoll, in dem die letzten Auto-Tests,
Einschaltzyklen und Batterie-Auswechslungen aufgeführt sind. In diesem Testprotokoll sind
die Testergebnisse und eventuell vorgefundene Fehler aufgeführt. Die Testprotokolldaten
können nur von autorisiertem Servicepersonal oder von Ersthelfern eingesehen werden,
die das geeignete LIFENET Produkt verwenden.
Ereignis- und Testprotokoll
Tabelle 4-3 und Tabelle 4-4 enthalten die Ereignistypen, die in Ereignis- oder Testprotokollberichten
vermerkt sein können.
Ereignisse
Tabelle 4-3
Ereignisse
Ereignisse
Ereignisse
Einschalten
Schock X abnormal
Bewegung
Elektroden anschliessen
Kein Schock empfohlen
Analyse gestoppt*
Patient angeschlossen
HLW-Aufforderung
Batterie schwach
AED-Modus
HLW-Stopp-Aufforderung
*
Anfangsrhythmus
EKG-Modus
Zu wenig Ereignisspeicher
Energie neutralisiert
Zu wenig EKG-Signalspeicher
Schock empfohlen
Manueller Modus
Ausschalten
Vollständig geladen
Batterie auswechseln
Wiederherstellung*
SCHOCK X-XXXJ*
Ladetaste gedrückt
Analyse X
*
Patienten überprüfen
*
*
Zu diesen Ereignissen erscheinen im Zusammenfassungsbericht EKG-Auszüge.
Tabelle 4-4
Testprotokollbericht
Testprotokoll
Selbsttest beim Einschalten
Selbsttest OK/Nicht OK
Ein-/Ausschalten durch Anwender
Batterie ausgewechselt
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
4-3
Datenverwaltung
Übersicht über die Verbindungen zum Übertragen von Berichten
Patienten-, Test- und Wartungsdaten können vom LIFEPAK 1000 Defibrillator an
einen PC-kompatiblen Computer mit CODE-STAT™ Software (Version 6.0 oder höher),
einem Physio-Control LIFENET Produkt, übertragen werden.
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator (siehe Abbildung 2-1) unterstützt die drahtlose
Infrarot-Kommunikation zur Übertragung von Daten vom Defibrillator an den Computer.
Um die übertragenen Daten empfangen zu können, muss der Computer über einen
funktionsfähigen IrDA-Port verfügen.
Ist der Computer nicht mit einem IrDA-Port ausgestattet, können Sie einen IrDA-Adapter
installieren, der die erforderliche Schnittstelle bereitstellt. Physio-Control empfiehlt bei allen
Computern die Installation eines IrDA-Adapters, um eine erfolgreiche Herstellung der
Kommunikationsverbindung und Datenübertragung sicherzustellen.
IrDA-Adapter sind für serielle Ports oder USB-Ports erhältlich. Befolgen Sie die mit dem
Adapter mitgelieferten Installations- und Gebrauchsanweisungen und achten Sie darauf,
dass die Adapterhalterung (Empfangsseite) auf einer stabilen Fläche positioniert wird.
In Abbildung 4-1 ist dargestellt, wie Defibrillator und IrDA-Adapter vor Beginn einer
Datenübertragung zu positionieren sind.
Hinweis: Der schattierte Kegel in Abbildung 4-1 stellt die ungefähren Parameter
zur Positionierung des IrDA-Ports des Defibrillators gegenüber dem IrDA-Adapter dar.
In dem Maße, wie der Abstand zwischen den beiden Einheiten zunimmt, vergrößert
sich auch der Bereich für ihre Ausrichtung.
Abstand: 1 Meter
Ausrichtungsbereich: 30°
IrDAAdapter/
Computer
Abbildung 4-1
15°
Defibrillator
15°
IrDA-Verbindungen
Mit dem LIFENET Produkt starten und steuern Sie die Übertragung der Gerätedaten
von Ihrem Computer aus. Hierzu gehören das Starten des Daten-Download, das Auswählen
der zu übertragenden Berichte und die Überwachung des Übertragungsvorgangs. Weitere
Informationen zur Konfigurierung des LIFENET Produkts und Anweisungen zur Übertragung
von Gerätedaten finden Sie in den Anwenderhandbüchern und Referenzkarten, die dem
LIFENET Produkt beigelegt sind.
4-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
PFLEGE DES LIFEPAK 1000 DEFIBRILLATORS
5
In diesem Abschnitt ist beschrieben, wie Sie den LIFEPAK 1000 Defibrillator jederzeit
betriebsbereit halten. Bei entsprechender Pflege wird der Defibrillator viele Jahre lang
zuverlässig funktionieren.
Wartungs- und Prüfplan
Seite 5-2
Durchführung des Selbsttests
5-2
Inspektion
5-3
Reinigung
5-4
Batteriewartung
5-4
Pflege und aufbewahrung von elektroden
5-7
Wartung
5-8
Recycling-Informationen
5-8
Verbrauchsteile, Zubehörteile und Trainingsmaterialien
5-9
Garantieinformationen
5-9
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
5-1
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
WARTUNGS- UND PRÜFPLAN
Gehen Sie nach dem folgenden Plan und dem internen Qualitätssicherungsprogramm des
Krankenhauses, der Klinik oder des Rettungsdienstes vor, in dem der Defibrillator eingesetzt wird.
Führen Sie regelmäßig die folgenden Kontrollen durch:
• Überprüfen Sie die Bereitschaftsanzeige, um den Ladezustand der Batterie zu ermitteln
und zu kontrollieren, dass das OK-Symbol angezeigt wird.
• Überprüfen Sie die auf dem Therapieelektrodenpaket angegebene Verwendbarkeitsdauer.
• Überprüfen Sie die anderen gemeinsam mit dem Defibrillator aufbewahrten Zubehörteile
für Notfälle.
Tritt einer der folgenden Umstände auf, muss ein Wartungsvorgang an dem Defibrillator
ausgeführt werden:
• Das OK-Symbol ist nicht sichtbar.
• Die Ladestandsanzeige der Batterie zeigt einen niedrigen Ladestand an.
• Das Verwendbarkeitsdatum der Elektrode ist abgelaufen.
Tauschen Sie die Batterie oder Elektrodenpaket wie angegeben aus. Wird das OK-Symbol
nicht angezeigt, wenden Sie sich an autorisiertes Service-Personal.
Schätzen Sie zur zeitlichen Planung dieser Kontrollen ungefähr ab, wie häufig der Defibrillator
eingesetzt werden könnte und wie gut die möglichen Helfer mit der Verwendung des Defibrillators
vertraut sind. Wenn der Defibrillator nur selten zum Einsatz kommt, genügt es in der Regel,
wenn die genannten Kontrollen einmal wöchentlich durchgeführt werden. In Anhang E finden
Sie eine Kontrollliste für diese Inspektion.
Tabelle 5-1
Empfohlener Wartungsplan
Funktion
Nach Gebrauch
Anwender-Kontrollliste durchgehen
(siehe Anhang E).
Nach Bedarf
Wöchentlich
X
Defibrillator überprüfen.
X
X
Defibrillator reinigen.
X
X
Prüfen, dass alle erforderlichen Zubehörteile,
wie z.B. Elektroden, vorhanden sind.
X
X
DURCHFÜHRUNG DES SELBSTTESTS
Nach jedem Einschalten des LIFEPAK 1000 Defibrillators nachdem das Gerät länger als
60 Sekunden ausgeschaltet war wird ein Selbsttest durchgeführt. Dieser Selbsttest dauert ca.
5 Sekunden und gibt an, ob die Batterie schwach ist oder ausgetauscht werden muss.
Selbsttests
Bei jedem Einschalten führt der Defibrillator interne Selbsttests durch, um zu kontrollieren,
dass die internen elektrischen Komponenten und Schaltkreise einwandfrei funktionieren.
Der Defibrillator speichert die Ergebnisse aller Selbsttests nach dem Einschalten durch den
Anwender in einem Testprotokoll. Wenn der Defibrillator eingeschaltet ist und ein Problem, zum
Beispiel eine Fehlfunktion der Ladeschaltung, das unmittelbare Ergreifen von Abhilfemaßnahmen
erfordert, gibt der Defibrillator die Aufforderung TECHN. SERVICE VERSTÄNDIGEN aus.
Versuchen Sie den Defibrillator zu benutzen, wenn er für einen Notfall benötigt wird. Ist dies
nicht der Fall, nehmen Sie den Defibrillator aus dem aktiven Dienst und wenden Sie sich an
qualifiziertes Service-Personal, um das Problem so bald wie möglich beheben zu lassen.
Das Service-Symbol bleibt angezeigt, bis das Problem behoben ist.
5-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Auto-Tests
Der Defibrillator führt täglich und monatlich um 0300 (3:00 Uhr nachts) automatische Selbsttests
durch, wenn er nicht gerade benutzt wird. Während des automatischen Selbsttests schaltet sich
der Defibrillator selbst kurz ein (EIN/AUS-LED leuchtet) und führt die folgenden Aufgaben aus:
• Führt einen Selbsttest durch
• Speichert die Ergebnisse des Selbsttests in dem Testprotokoll
• Schaltet sich aus
Wenn der Defibrillator während eines Auto-Tests ein Problem erkennt, das unmittelbare
Service-Maßnahmen erfordert, zeigt er das Service-Symbol an. Wenn das Service-Symbol zu
sehen ist, sollten Sie den Defibrillator bei Bedarf für einen Herznotfall zu benutzen versuchen.
Sie sollten sich jedoch mit autorisiertem Service-Personal in Verbindung setzen, um das
Problem so bald wie möglich beheben zu lassen. Das Service-Symbol bleibt angezeigt, bis das
Problem behoben ist.
Der automatische Selbsttest wird nicht durchgeführt, wenn der Defibrillator um 03:00 Uhr
bereits eingeschaltet ist oder wenn keine Batterie eingesetzt ist. Wird der Defibrillator
eingeschaltet, während ein Selbsttest läuft, so wird der Test angehalten; der Defibrillator
schaltet sich normal ein.
INSPEKTION
Inspizieren Sie routinemäßig alle Geräte, Zubehörteile und Kabel anhand der in Tabelle 5-2
genannten Anweisungen.
Tabelle 5-2
LIFEPAK 1000 Defibrillator Inspektion
Anweisung
Prüfen auf
Empfohlene Abhilfemaßnahme
Defibrillatorgehäuse,
Konnektor,
Batterieaussparung,
Batteriestifte und
Zubehörteile
kontrollieren.
Fremdkörper und Verschmutzungen
Das Gerät reinigen;
siehe Tabelle 5-3.
Schäden und Risse
Qualifiziertes Service-Personal
für die Fehlersuche hinzuziehen.
Batteriestifte verbogen
oder verfärbt.
Qualifiziertes Service-Personal
hinzuziehen.
Abgelaufene Batterien oder
Defibrillationselektroden.
Austauschen.
Symbol OK
Keine.
Anzeige Batterie schwach
oder Batterie wechseln
Batterie sofort austauschen.
Anzeige des Service-Symbols
Qualifiziertes Service-Personal
hinzuziehen.
Fremdkörper und Verschmutzungen
Die Kabel reinigen;
siehe Tabelle 5-3.
Auf Risse, Schäden, extremen
Verschleiß, gebrochene oder
verbogene Konrektoren und
Stifte prüfen.
Beschädigte oder defekte
Teile auswechseln.
Die Konnektoren auf sichere
Verbindung überprüfen.
Beschädigte oder defekte
Teile auswechseln.
Bereitschaftsanzeige
beobachten
Kabel der Zubehörteile
untersuchen.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
5-3
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
REINIGUNG
Reinigen Sie die Zubehörteile des LIFEPAK 1000 Defibrillators, wie in Tabelle 5-3 beschrieben.
Verwenden Sie ausschließlich die in der Tabelle aufgeführten Reinigungsmittel.
VORSICHT!
Mögliche Geräteschäden.
Den Defibrillator oder Zubehörteile weder ganz noch teilweise mit Bleichmittel, Bleichlösung
oder phenolhaltigen Verbindungen reinigen. Keine scheuernden oder entflammbaren
Reinigungsmittel verwenden. Den Defibrillator und seine Zubehörteile nicht durch Dampf
oder Gas sterilisieren und nicht autoklavieren.
Tabelle 5-3
Empfohlene Reinigungsverfahren
Komponente
Reinigungsverfahren
Empfohlenes Reinigungsmittel
Außenfläche des Gehäuses, Mit feuchtem Schwamm • Quartäre Ammoniumverbindungen
oder Tuch reinigen.
• Isopropylalkohol
Anzeige und Fugen des
• Peroxid-Lösungen
Defibrillators sowie
(Peressigsäurelösungen)
Zubehörteile
BATTERIEWARTUNG
Der LIFEPAK 1000 Defibrillator kann mit zwei Arten von Batterien betrieben werden:
• Einer nicht wiederaufladbaren Lithium-Mangandioxid-Batterie
• Einer wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterie
Befolgen Sie die in diesem Kapitel enthaltenen Anweisungen, um die Lebensdauer
und Leistungsfähigkeit der Batterie zu erhöhen. Benutzen Sie nur Physio-Control Batterien,
die für die Verwendung mit dem LIFEPAK 1000 Defibrillator vorgesehen sind. Benutzen Sie
keine anderen Batterien.
Hinweis: Tragen Sie stets eine voll aufgeladene Ersatzbatterie bei sich.
WARNUNG!
Sicherheitsrisiko und mögliche Geräteschäden.
• Beschädigte Batterien können auslaufen und Verletzungen oder Schäden am Gerät zur
Folge haben. Handhaben Sie beschädigte oder auslaufende Batterien mit äußerster Vorsicht.
• Batterien nicht gemeinsam mit Gegenständen aus Metall (wie Autoschlüsseln oder
Büroklammern) aufbewahren, die die Batteriepole kurzschließen könnten. Der sich daraus
ergebende übermäßige Stromfluss kann extrem hohe Temperaturen zur Folge haben,
die möglicherweise zu Schäden an der Batterie, einem Brand oder Verbrennungen führen.
• Halten Sie die Batterien von Kindern fern.
Mögliche Defibrillatorabschaltung.
Wenn der LIFEPAK 1000 Defibrillator die Meldung BATTERIE AUSWECHSELN anzeigt,
tauschen Sie die Batterie sofort aus.
Gefahr eines Ausfalls der Stromversorgung während einer Reanimationsmaßnahme.
Die Verwendung einer unsachgemäß gewarteten Batterie zur Versorgung des Defibrillators
kann einen Energieausfall ohne Vorwarnung zur Folge haben. Warten Sie die Batterien
entsprechend den Vorgaben dieser Gebrauchsanweisung.
Hinweis: Wenn dem Defibrillator eine Batterie entnommen wird, erscheinen das Batterieund das Service-Symbol auf der Bereitschaftsanzeige. Nach dem Einsetzen der Batterie
stellt das Gerät die Bereitschaftsanzeige zurück.
5-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
LIFEPAK 1000 Defibrillator nicht wiederaufladbare Batterie
Die nicht wiederaufladbare Batterie muss nicht aufgeladen werden. Der ungefähre Ladestand
wird auf der Bereitschaftsanzeige angegeben, wenn der Defibrillator ausgeschaltet ist, oder
auf dem Bildschirm angezeigt, wenn der Defibrillator in Betrieb ist.
Die Ladestandsanzeige auf der nicht wiederaufladbaren Batterie bietet eine unkomplizierte
Möglichkeit, die zur Verfügung stehende Batterieladung festzustellen. Dies reflektiert auch den
Ladestand für den verwendeten Batterietyp. Die nicht wiederaufladbare Batterie wird vollständig
aufgeladen zum Kunden versandt. Drücken Sie die graue Taste unter dem Batterie-Symbol,
um den Ladezustand einer neuen, nicht aufladbaren Batterie vor Einsetzen in den Defibrillator
zu überprüfen. Alle vier LED-Anzeigen sollten aufleuchten.
Bei optimaler Wartung kann ein neuer, nicht wiederaufladbarer Battery Pak etwa 17 Stunden
„Einschaltdauer“ oder 440 Entladungen mit 200 Joule bereitstellen. Das Einschalten des
Defibrillators („Einschaltdauer“) verbraucht Batterieladung. Während sich die Batterie im Defibrillator
befindet, nimmt die Batterieladung aufgrund ihrer normalen Selbstentladungsrate und des
Energieverbrauchs der Auto-Tests des Defibrillators ab. Ist die Batterie in einen Defibrillator
eingesetzt und wird der Defibrillator nicht benutzt, hat eine Batterie eine Bereitschaftszeit
von fünf Jahren. Jede Anwendung des AED (Betriebsdauer, Schockabgaben, Training) führt
zu einer Reduzierung der Standby- und Nutzlebensdauer der Batterie.
Eine neue nicht-wiederaufladbare Batterie hat eine Lagerfähigkeit von fünf Jahren, wenn sie bei
geeigneten Temperaturen aufbewahrt wird. Da sich die (außerhalb des Defibrillators aufbewahrte)
Batterie im Laufe der Zeit selbst entlädt, hat sich die Nutzlebensdauer der Batterie, wenn sie
wieder in den Defibrillator eingesetzt wird, je nach Dauer ihrer Aufbewahrung verkürzt.
So warten Sie nicht wiederaufladbare Batterien ordnungsgemäß:
• Versuchen Sie nicht, die Batterien erneut aufzuladen.
• Vermeiden Sie die leitfähige Verbindung zwischen den Kontakten des Batteriemoduls.
• Verwenden und lagern Sie die Batterien bei den in Anhang A aufgeführten Temperaturen.
Bei höheren Temperaturen wird der Ladungsverlust beschleunigt und die Batterie verschleißt
schneller. Niedrigere Temperaturen reduzieren die Kapazität der Batterie.
WARNUNG!
Brand- und Explosionsgefahr, Gefahr von schädlichen Gasen.
Der Versuch, eine nicht wiederaufladbare Batterie erneut aufzuladen, kann eine Explosion,
einen Brand oder die Freisetzung schädlicher Gase zur Folge haben. Entsorgen Sie abgelaufene
oder erschöpfte nicht wiederaufladbare Batterien entsprechend der Beschreibung in dieser
Gebrauchsanweisung.
VORSICHT!
Mögliche Batterieschäden.
Eine leitfähige Verbindung zwischen den Kontakten der Batterie kann die Batterie dauerhaft
außer Funktion setzen.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
5-5
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie zum LIFEPAK 1000 Defibrillator
Die wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie empfiehlt sich dann, wenn der LIFEPAK 1000
Defibrillator regelmäßig verwendet wird, aber auch mit einem Simulator oder anderweitig für
Schulungszwecke eingesetzt wird. Bei optimaler Wartung kann eine neue, vollständig aufgeladene
Batterie etwa 10 Stunden „Einschaltdauer“ oder 261 Entladungen mit 200 Joule bereitstellen.
Die wiederaufladbare Batterie wird mit zu ca. 40 % aufgeladener Batterie zum Kunden versandt,
und muss vor Verwendung vollständig aufgeladen werden. Laden Sie die Batterie innerhalb von
6 Monaten nach Erhalt vollständig auf und wiederholen Sie diesen Vorgang danach mindestens
alle 6 Monate. Laden Sie die Batterie ausschließlich mithilfe des LIFEPAK 1000 Defibrillator
Batterieladegeräts.
Jede Anwendung des Defibrillators (Betriebsdauer, Schockabgaben, Training) führt zu einer
Reduzierung des Ladezustands der Batterie. Auch während sich die Batterie im Defibrillator
befindet, nimmt die Batteriekapazität aufgrund ihrer normalen Selbstentladungsrate und
des Energieverbrauchs der Auto-Tests des Defibrillators ab.
Der ungefähre Ladezustand wird auf der Bereitschaftsanzeige angegeben, wenn der Defibrillator
ausgeschaltet ist, oder auf dem Bildschirm angezeigt, wenn der Defibrillator in Betrieb ist.
Die wiederaufladbare Batterie sollte aufgeladen werden, wenn ein niedriger Ladestand
angezeigt wird, jedoch mindestens einmal alle sechs Monate.
Die Batteriekapazität und der Ladestand der Batterie sind zwei für die nutzbare Lebensdauer einer
wiederaufladbaren Batterie wichtige Faktoren. Die Batteriekapazität ist die Energiemenge, die eine
Batterie enthalten kann, wohingegen die Ladung der Teil der Kapazität ist, der zu einem
bestimmten Zeitpunkt mit Energie geladen ist. Während des Aufladens der Batterie fügt das
Batterieladegerät der Batterie bis zu ihrer Kapazitätsgrenze Energie hinzu. Da alle wiederaufladbaren
Batterien im Laufe der Zeit Batteriekapazität verlieren, muss man davon ausgehen, dass sich
die maximale „Einschaltdauer“ einer vollständig aufgeladenen Batterie im Laufe der Zeit reduziert.
Erwägen Sie, eine Batterie auszutauschen, wenn diese häufig wieder aufgeladen werden muss.
Sorgen Sie dafür, dass immer eine voll aufgeladene Batterie zur Verfügung steht und tauschen
Sie die Batterie aus, wenn die Meldung BATTERIE SCHWACH auf dem Defibrillator-Bildschirm
angezeigt wird.
So warten Sie wiederaufladbare Batterien ordnungsgemäß:
• Die Batterie muss aufgeladen werden, wenn auf der Anzeige ein niedriger Ladestand
der Batterie angegeben wird.
• Benutzen Sie nur das Physio-Control Batterieladegerät, das für die Verwendung mit dem
LIFEPAK 1000 Defibrillator vorgesehen ist. Benutzen Sie keineswegs ein anderes Ladegerät.
Siehe Bedienungsanleitung zum LIFEPAK 1000 Defibrillator Batterieladegerät.
• Verwenden, laden und lagern Sie die Batterien bei den in Anhang A aufgeführten Temperaturen.
Bei höheren Temperaturen wird der Ladungsverlust beschleunigt und die Batterie verschleißt
schneller. Niedrigere Temperaturen reduzieren die Kapazität der Batterie.
• Vermeiden Sie die leitfähige Verbindung zwischen den Kontakten des Batteriemoduls.
5-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Wann eine wiederaufladbare Batterie zu ersetzen ist:
Physio-Control empfiehlt, die wiederaufladbaren Batterien alle zwei Jahre zu ersetzen.
Ordnungsgemäß gewartete Batterien können möglicherweise länger verwendet werden.
Das Ende der Lebensdauer einer Batterie ist erreicht, wenn einer oder mehrere der folgenden
Umstände eintreten:
• Die Batterie ist von außen beschädigt (zum Beispiel Risse oder eine abgebrochene Klammer).
• Batterieflüssigkeit läuft aus.
• Zwei Kontrollleuchten des Ladestandgeräts blinken.
• Die Batterie muss regelmäßig aufgeladen werden.
• Die Ladestandsanzeige der Batterie zeigt nach einem Ladezyklus weniger als zwei LEDs an.
WARNUNG!
Mögliche Brand-, Explosions- und Verbrennungsgefahr.
• Die wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie für den LIFEPAK 1000 Defibrillator kann nicht
mithilfe anderer Batterieladegeräte, die für andere LIFEPAK Geräte entwickelt wurden, geladen
werden. Laden Sie die Lithium-Ionen-Batterie ausschließlich mithilfe des LIFEPAK 1000
Defibrillator Batterieladegeräts.
• Das Gerät nicht auseinandernehmen, durchstechen, zerdrücken, über 100 °C erhitzen oder
die Batterie anzünden.
Möglicher Geräteausfall und Verzögerung bei der Patientenversorgung.
• Bei Verwendung einer unsachgemäß gewarteten Batterie zum Betrieb des Defibrillators kann
es ohne Warnhinweis zu einer Unterbrechung der Stromzufuhr kommen. Beachten Sie die
nachfolgenden Anweisungen für die ordnungsgemäße Wartung der Batterie.
• Bei gelagerten Batterien kommt es zu Ladungsverlust. Wird eine gelagerte wiederaufladbare
Batterie vor der Verwendung nicht wieder aufgeladen, besteht die Gefahr eines Energieausfalls
ohne Vorwarnung. Gelagerte wiederaufladebare Batterien daher immer laden, bevor sie
in aktiven Gebrauch genommen werden.
VORSICHTSHINWEISE!
Mögliche Batterieschäden.
• Eine leitfähige Verbindung zwischen den Kontakten der Batterie kann die Batterie dauerhaft
außer Funktion setzen.
• Wird das Batteriemodul bei Temperaturen außerhalb des festgelegten Temperaturbereichs
aufgeladen, erfolgt die Aufladung nicht ordnungsgemäß und die Lebensdauer der Batterie
wird verkürzt.
PFLEGE UND AUFBEWAHRUNG VON ELEKTRODEN
Um Schäden an den Therapieelektroden zu verhindern, sind die folgenden Punkte zu beachten:
• Elektrodenpackung erst unmittelbar vor dem Gebrauch öffnen.
• Die Schutzfolie der Elektroden vom Kabelanschlussende her langsam abziehen.
• Therapieelektroden nicht zurechtschneiden.
• Die Elektroden nicht zusammendrücken, falten oder unter schweren Objekten lagern.
• Die Therapieelektroden sollten bei einer Temperatur zwischen 15 °C und 35 °C gelagert
werden. Werden die Elektroden dauerhaft höheren Temperaturen ausgesetzt, verkürzt
sich die Lebensdauer der Elektroden.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
5-7
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
WARTUNG
WARNUNG!
Stromschlaggefahr.
Den Defibrillator nicht zerlegen. Er enthält keine für Wartungsarbeiten durch den Anwender
geeigneten Teile und kann gefährlich hohe Spannungen aufweisen. Zur Reparatur den
Kundendienst rufen.
Wenn laut Prüfung, Fehlersuche oder der Anzeige des Service-Symbols Service-Arbeiten am
LIFEPAK 1000 Defibrillator durchgeführt werden müssen, wenden Sie sich an den Kundendienst.
Kunden in den USA können den Kundendienst unter der Rufnummer 1.800.442.1142 erreichen.
Außerhalb der USA wenden Sie sich bitte an Ihre lokale Physio-Control Vertretung. Wenn Sie
sich zwecks Anforderung von Service-Arbeiten mit Physio-Control in Verbindung setzen,
halten Sie bitte die folgenden Angaben bereit:
• Modell- und Teilenummer
• Seriennummer
• Schilderung des Problems, das der Grund des Anrufs ist
Wenn der Defibrillator an ein Reparaturzentrum oder an das Herstellerwerk eingesandt
werden muss, verpacken Sie ihn bitte im Original-Versandkarton. Wenn dies nicht möglich ist,
schützen Sie den Defibrillator bitte durch eine entsprechende Verpackung, um Transportschäden
zu vermeiden.
RECYCLING-INFORMATIONEN
Alle Verpackungsmaterialien sollten entsprechend den geltenden nationalen und lokalen
Vorschriften und Gesetzen dem Recycling zugeführt werden. Weitere Anweisungen zu
der Entsorgung dieses Produkts erhalten Sie bei Ihrer lokalen Physio-Control Vertretung
oder finden Sie unter www.physio-control.com/recycling.
Vorbereitung zur Entsorgung der nicht aufladbaren Batterien
Nicht aufladbare Batterien sollten vor der Entsorgung vollständig entladen sein.
Decken Sie die Batterieanschlüsse vor der Entsorgung der nicht aufladbaren Battery Paks
mit der Kunststoffentladekappe ab, die mit der neuen Batterie mitgeliefert wurde. Anweisungen
zum Entladen der Batterie finden Sie in der mit der neuen Batterie mitgelieferten Anleitung.
Entsorgung von Batterien
Befolgen Sie die nationalen, regionalen und lokalen Entsorgungsvorschriften. Weitere
Informationen erhalten Sie von Ihrem lokalen Physio-Control Repräsentanten.
Recycling des Defibrillators
Nach Ablauf seiner Nutzlebensdauer muss der Defibrillator dem Recycling zugeführt werden.
Er sollte vor dem Recycling gereinigt und desinfiziert werden.
5-8
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators
Recycling der Einweg-Therapieelektroden
Einweg-Therapieelektroden sind nach dem Gebrauch entsprechend den klinikinternen
Vorschriften dem Recycling zuführen.
Recycling der Verpackung
Verpackungsmaterialien sollten entsprechend den geltenden Vorschriften und Gesetzen
dem Recycling zugeführt werden.
VERBRAUCHSTEILE, ZUBEHÖRTEILE UND TRAININGSMATERIALIEN
Tabelle 5-4 enthält eine Aufstellung der Verbrauchsmaterialien, Zubehörteile und
Trainingsmaterialien für den LIFEPAK 1000 Defibrillator.
Kunden in den USA können diese unter der Rufnummer 1.800.442.1142 bestellen.
Außerhalb der USA wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner bei Physio-Control.
Tabelle 5-4
Verbrauchsteile, Zubehörteile und Trainingsmaterialien
Element
QUIK-COMBO Elektroden mit REDI-PAK™ Vorverbindungssystem
Defibrillationselektroden mit reduzierter Energieabgabe für Säuglinge/Kinder
(nicht kompatibel mit QUIK-COMBO Defibrillationskabel)
Starter-Kit mit Elektroden für Säuglinge/Kinder (Englisch, Niederländisch, Französisch,
Deutsch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Schwedisch)
Starter-Kit mit Säugling/Kind-Elektroden (Englisch, Ungarisch, Polnisch, Portugiesisch
(Brasilien), Portugiesisch (Portugal), Spanisch, Koreanisch, Japanisch, Chinesisch (Mandarin))
LIFEPAK 1000 nicht wiederaufladbare Lithium-Mangandioxid-Batterie
LIFEPAK 1000 wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie
LIFEPAK 1000 Defibrillator Batterieladegerät
Tragegehäuse
3-poliges Überwachungskabel
3-poliges Überwachungskabel (IEC)
Kurzanleitung
IrDA-Adapter (PC-Anschluss)
CODE-STAT Data Review Software
DT EXPRESS™ Datenübertragungs-Software
GARANTIEINFORMATIONEN
Angaben hierzu finden Sie in der mit dem LIFEPAK 1000 Defibrillator gelieferten Garantieerklärung.
Kopien dieses Dokuments erhalten Sie von Ihrem Ansprechpartner bei Physio-Control.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
5-9
ANHANG A
SPEZIFIKATIONEN
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
A
Spezifikationen
SPEZIFIKATIONEN
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle technischen Daten auf eine Temperatur
von 20 °C.
Defibrillator
Kurvenform
Biphasisch abgeschnittener Exponentialimpuls, mit Spannungsund Zeitkompensation für Patientenimpedanz.
Bei Elektroden für Erwachsene:
Patientenimpedanzbereich: 10 - 300 Ohm
Die folgenden Spezifikationen gelten für Widerstände von 25 bis 175 Ohm.
Genauigkeit der Energieabgabe:
10 % der Energieeinstellung bei 50 Ohm
15 % der spezifizierten Energieabgabe bei 25 - 175 Ohm
Die spezifizierte Energieabgabe ist die nominal basierend auf der
Energieeinstellung und der Patientenimpedanz abgegebene Energie,
wie in der nachstehenden Darstellung definiert.
R ate d E n e rg
y O u tp u t
Spezifizierte
Energieabgabe
37 5
360 J *
35 0
3 25 J *
32 5
30 0 J *
Energie (J)
E n e rg y (J
30 0
275 J *
27 5
25 0 J *
25 0
2 25 J *
22 5
200 J *
20 0
17 5 J *
17 5
1 50 J *
15 0
12 5
25
50
75
100
1 25
150
175
P a tie nt Im pe da nc e ( ohm s
)
Patientenimpedanz
(Ω)
* Gewählte Energieeinstellung
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
A-1
Spezifikationen
Kurvenform und gemessene Parameter:
I1
T1
I2
I4
T2
I3
Patientenimpedanz (Ω)
I1 (A)
I2 (A)
I3 (A)
I4 (A)
T1 (ms)
T2 (ms)
25
50,3
20,1
19,7
10,7
5,9
3,9
50
28,2
14,6
14,5
9,3
7,5
5,0
75
19,8
11,7
11,7
8,2
8,7
5,8
100
15,5
10,0
9,9
7,3
9,7
6,5
125
12,9
8,7
8,7
6,6
10,4
7,0
150
11,1
7,8
7,7
6,2
11,1
7,4
175
9,8
7,1
7,1
5,7
11,7
7,8
Hinweis: Bei den Tabellenwerten handelt es sich um Nennwerte
für einen Schock mit einer Energie von 200 Joule.
A-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Spezifikationen
Kurvenform
(Fortsetzung)
Bei Säugling/Kind-Elektroden:
Die folgenden Spezifikationen gelten für Widerstände von 25 bis 175 Ohm.
Genauigkeit der Energieabgabe (an 50 Ohm):
Ausgewählte Energie ÷ 4 +/- 15 %; max. 86 Joule +/- 15 %
Die spezifizierte Energieabgabe ist die nominal basierend auf der
Energieeinstellung und der Patientenimpedanz abgegebene Energie,
wie in der nachstehenden Darstellung definiert.
Spezifizierte
R a te d E n eEnergieabgabe
rg y O u tp u t
90
325 J *
80
300 J *
En e rg y (J
70
Energie (J)
360 J *
275 J *
250 J *
60
225 J *
50
200 J *
175 J *
40
150 J *
30
20
25
50
75
100
125
150
175
P a t i e n t Im p e d a n c e ( o h m s )
Patientenimpedanz (Ω)
* Gewählte Energieeinstellung
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
A-3
Spezifikationen
Kurvenform und gemessene Parameter:
I1
T1
I2
I4
T2
I3
Patientenimpedanz (Ω)
I1 (A)
I2 (A)
I3 (A)
I4 (A)
T1 (ms)
T2 (ms)
25
19,4
10,2
10,1
6,6
7,6
5,1
50
13,2
7,4
7,3
5,0
8,1
5,4
75
10,1
5,8
5,7
4,0
8,3
5,6
100
8,3
4,8
4,8
3,3
8,6
5,7
125
7,0
4,2
4,1
2,9
8,8
5,9
150
6,2
3,7
3,7
2,6
8,8
5,9
175
5,5
3,3
3,3
2,3
8,9
6,0
Hinweis: Bei den Tabellenwerten handelt es sich um Nennwerte
für einen Schock mit einer Energie von 50 Joule (200 ÷ 4).
A-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Spezifikationen
Elektrischer Schutz:
Eingang nach IEC 60601-1 gegen HochspannungsDefibrillationsimpulse geschützt. Siehe Abbildung A-1.
Abbildung A-1
Sicherheitsklassifizierung:
Defibrillationsgeschützte Patientenverbindung Typ BF
Gerät mit interner Stromversorgung. IEC 60601-1
AED-Modus
Defibrillationsberatungssystem
(Shock Advisory
System):
Dauer bis zur
Einsatzbereitschaft:
Energiesequenz:
Schock-zu-SchockZykluszeit (von 200 J
auf 300 J)
Zeitdauer für eine
3-Schock-Sequenz
(200 J / 300 J / 360 J)
EKG-Analysesystem, das dem Anwender mitteilt, ob ein Schock
angebracht ist; erfüllt die in DF80 und IEC 60601-2-4 aufgeführten
Kriterien bezüglich der Rhythmuserkennung.
Im AED-Modus lässt das Gerät nur dann einen Schock zu,
wenn das Defibrillationsberatungssystem zur Defibrillation rät.
Zeit bis zur ersten Schockabgabe (Elektroden an Patienten
angeschlossen, Gerät eingeschaltet, wenn die erste
Rhythmusanalyse zu dem Ergebnis kommt, dass ein Schock
zu empfehlen ist):
• 200 Joule in weniger als 25 Sekunden
• 360 Joule in weniger als 30 Sekunden
Mehrstufig, vom Anwender konfigurierbar von 150 Joule
bis 360 Joule.
Weniger als 25 Sekunden
Weniger als 70 Sekunden
Manueller Modus
Energiesequenz
Ladedauer
Energieabgabe mit den im Setup-Modus eingestellten
Energiestufen.
Ladedauer:
• 200 Joule in weniger als 7 Sekunden (typisch)
• 360 Joule in weniger als 12 Sekunden (typisch)
EKG-Modus
EKG-Anzeige
Liefert eine nicht-diagnostische EKG-Anzeige
für den Herzrhythmus des Patienten.
Display
Größe (aktiver
Sichtbereich)
Display-Art
Frequenzbereich
WellenformLaufgeschwindigkeit
WellenformAnzeigezeit
WellenformAmplitude
120 mm (4,7 in.) x 89 mm (3,5 in.)
LCD-Anzeige 320 x 240 Punkte und Hintergrundbeleuchtung
nominal 0,55 Hz bis 21 Hz (-3 dB)
nominal 25 mm/s bei EKG
Mindestens 4 Sekunden
nominal 1 cm/mV
Display-Bereich Differential: ±1,4 mV Bereichsendwert, nominal
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
A-5
Spezifikationen
Herzfrequenz
Angezeigtes EKG
Digitalanzeige 20 bis 300 Schläge pro Minute
Anzeige von „---“ bei Herzfrequenzen
von weniger als 20 Schlägen pro Minute.
Bei jeder QRS-Erkennung blinkt das Herz-Symbol.
EKG-Daten werden von den anterior-lateral oder anterior-posterior
platzierten Therapieelektroden oder von dem 3-poligen EKG-Kabel
(Ableitung II) empfangen.
Bedienelemente
Ein/Aus
Schock
Softkeys
MENÜ-Taste
Steuert die Stromversorgung des Geräts
Steuert die Abgabe der Defibrillationsenergie
Verwendet bei der Einrichtung des Geräts und während
der Benutzung am Patienten: Analyse, Laden, Entladen
Zum Zugreifen auf weitere Gerätefunktionen
Bereitschaftsanzeige
An der Bereitschaftsanzeige ist der Gerätestatus ersichtlich
Symbol OK
Zeigt den Hinweis „OK“ an,
wenn der letzte Selbsttest erfolgreich abgeschlossen wurde.
BatteriekapazitätsSegmentierte Anzeige zur Angabe der Batteriekapazität
anzeige
Service-Symbol
Bei Anzeige dieses Symbols ist eine Wartung erforderlich
Umgebungsbedingungen
Hinweis: Bei allen Spezifikationen zum Geräteverhalten wird davon ausgegangen,
dass das Gerät (mindestens zwei Stunden) bei Betriebstemperatur gelagert wurde.
Betriebstemperatur
0° bis 50 °C
Ein-StundenVon Raumtemperatur auf Temperaturextremwert, einstündige
Betriebs-temperatur
Dauer: -20° bis 60 °C
Lagertemperatur
Mit nicht wiederaufladbarer Batterie (Li/MnO2) und Elektroden,
maximale Lagerdauer in diesem Temperaturbereich begrenzt
auf sieben Tage: -30 bis 60 °C
Luftdruck bei Betrieb
575 hPa bis 1060 hPa, 4572 bis -382 Meter
Relative
5 % bis 95 % (nicht kondensierend)
Luftfeuchtigkeit
Staub-/WasserIEC 60529 IP55 bei eingesetzter Batterie
dichtigkeit
und angeschlossenen REDI-PAK Elektroden
Schock
MIL-STD-810F, Methode 516.5, Verfahren 1,
(40 g Peak, 15 - 23 ms Impuls, 45 Hz Grenzfrequenz).
Stoß
EN 1789 und IEC 60068-2-29,
Test Eb: (1000 Stöße, 15 g, 6 ms, vertikale Richtung)
Fall
• Fall aus 18 Zoll (45,72 cm) Höhe auf jede Oberfläche,
jeweils 5 Mal wiederholt, insgesamt 30 Fallvorgänge.
• EN 1789 Fall aus 0,75 Meter Höhe auf jede Oberfläche,
insgesamt 6 Fallvorgänge.
• MIL-STD-810F, 516.5 Prozedur IV, Fall aus 1 Meter Höhe
auf jede Ecke, jeden Rand und jede Oberfläche.
Vibrationen
MIL-STD-810F, Verfahren 514.5, Kategorie 20 bodengebunden
mobil: Zufallsschwingungsprüfung, 1 Stunde je Achse, 3,15 Gramm
EMV
Nähere Angaben zu EMV sind der Konformitätserklärung
und den EMV-Tabellen zu entnehmen.
A-6
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Spezifikationen
Physische Eigenschaften
Gewicht
Höhe
Breite
Tiefe
3,2 kg mit nicht wiederaufladbarer Batterie und REDI-PAK-Elektroden
8,7 cm
23,4 cm
27,7 cm
Datenspeicherung
Speicherkapazität
Berichtarten
Kapazität
Datenprüfung
Datenübertragung
•
•
•
•
Dual gespeicherte Patientendaten
Mindestens 40 EKG-Minuten des aktuellen Patienten
Datenübersicht für den vorherigen Patienten gespeichert
Kontinuierliches EKG – Bericht über das kontinuierliche EKG
des Patienten
• Zusammenfassung – Zusammenfassung der kritischen
Reanimationsereignisse und der mit diesen Ereignissen
verbundenen EKG-Wellenformsegmenten
• Ereignisprotokollbericht – Bericht mit eingefügten Zeitmarken,
aus dem Aktivitäten des Anwenders und des Geräts hervorgehen.
• Testprotokollbericht – Bericht zur Selbsttest-Aktivität des Geräts.
Mindestens 100 mit Zeitangaben versehene Einträge im
Ereignisprotokoll
CODE-STAT 6.0 (Mindestanforderung) oder DT EXPRESS 2.0
(Mindestanforderung) Software
Drahtlose Übertragung per Infrarot an einen PC
Batterien
Nicht wiederaufladbare Batterien:
Typ
Lithium-Mangandioxid (Li/MnO2); 12,0 Volt; 4,5 Ampèrestunden
(nicht-wiederaufladbar)
Kapazität
Ermöglicht typischerweise 440 Entladungen à 200 Joule oder
1030 Minuten Betriebsdauer bei neuer Batterie (mindestens
370 Schocks à 200 J oder 900 Minuten Betriebsdauer bei 0 °C)
Gewicht
0,45 kg
Lagerfähigkeit
Nachdem die Batterie 5 Jahre lang bei 20° bis 30 °C gelagert wurde,
(vor dem Einsetzen)
hat das Gerät noch eine Bereitschaftszeit von 48 Monaten.
Bereitschaftszeit
Eine neue Batterie ermöglicht die Stromversorgung des Geräts
über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.
Anzeige für niedrige
Wenn die Anzeige für niedrige Batteriespannung zum ersten Mal
Batteriespannung
erscheint, reicht die verbleibende Energie noch für mindestens
30 Schocks à 200 Joule oder 75 Minuten Betriebsdauer aus.
Wiederaufladbare Batterien:
Typ
Lithium-Ionen; 11,1 V; 4,8 Ah
Kapazität
Ermöglicht typischerweise 261 Entladungen à 200 Joule oder
608 Minuten Betriebsdauer mit einer neuen, voll aufgeladenen
Batterie (247 Entladungen à 200 Joule oder 576 Minuten
Betriebsdauer bei 0 °C).
Batterieladedauer
Unter 4,5 Stunden
Gewicht
max. 0,45 kg
Bereitschaftszeit
Eine neue, vollständig aufgeladene Batterie ermöglicht die
Stromversorgung des Geräts über einen Zeitraum von bis
zu 6 Monaten.
Anzeige für niedrige
Wenn die Anzeige für niedrige Batterieladung zum ersten Mal
Batterieladung
erscheint, reicht die verbleibende Energie noch für mindestens
30 Schocks à 200 Joule oder 75 Minuten Betriebsdauer aus.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
A-7
ANHANG B
DEFIBRILLATIONSBERATUNGSSYSTEM
(SHOCK ADVISORY SYSTEM)
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
B
Defibrillationsberatungssystem (Shock Advisory System)
ÜBERSICHT ÜBER DAS DEFIBRILLATIONSBERATUNGSSYSTEM
Bei dem Defibrillationsberatungssystem (Shock Advisory System, SAS) handelt es sich um
ein in den LIFEPAK 1000 Defibrillator integriertes System zur EKG-Analyse, das den Ersthelfer
auf das Vorliegen eines defibrillierbaren oder nicht defibrillierbaren Rhythmus hinweist. Mit Hilfe
dieses Systems können auch Personen, die nicht speziell in der Interpretation von EKG-Rhythmen
ausgebildet sind, bei einem Patienten mit Kammerflimmern oder pulsloser Kammertachykardie
potentiell lebensrettende Therapiemaßnahmen einleiten. Das Defibrillationsberatungssystem
beinhaltet die folgenden Funktionen:
• Bestimmung des Elektrodenkontaktes
• Automatische Interpretation des EKGs
• Ersthelfersteuerung der Defibrillationstherapie
• Bewegungserkennung
Bestimmung des Elektrodenkontaktes
Die transthorakale Impedanz des Patienten wird durch die Defibrillationselektroden gemessen.
Liegt die Grundlinienimpedanz über dem maximal erlaubten Wert, schließt das System hieraus,
dass die Elektroden nicht genügend Kontakt zum Patienten haben oder nicht korrekt an den
Defibrillator angeschlossen sind. Die EKG-Analyse und die Schockabgabe werden daraufhin
ausgesetzt. Bei unzureichendem Elektrodenkontakt wird der Ersthelfer aufgefordert, die
Elektroden neu zu befestigen.
Automatische Interpretation des EKGs
Das Defibrillationsberatungssystem empfiehlt in den folgenden Fällen eine Defibrillation:
• Kammerflimmern – bei einer Spitze-zu-Spitze-Amplitude von mindestens 0,08 mV
• Kammertachykardie – definiert als Herzfrequenz von mindestens 120 Schlägen pro Minute,
Dauer des QRS-Komplexes von mindestens 0,16 Sekunden und keine ersichtlichen P-Wellen.
Bei allen anderen EKG-Rhythmen, einschließlich pulsloser elektrischer Aktivität, idioventrikulärer
Rhythmen, Bradykardie, supraventrikulärer Tachykardien und normaler Sinusrhythmen,
empfiehlt das Defibrillationsberatungssystem keinen Schock.
Zur EKG-Analyse werden aufeinander folgende 2,7-Sekunden-Segmente der EKG-Kurve
verwendet. Vor einer Entscheidung durch das System (SCHOCK EMPFOHLEN oder KEIN
SCHOCK EMPFOHLEN) müssen zwei von drei Segmenten miteinander übereinstimmen.
Die Funktionen des Defibrillationsberatungssystems für den LIFEPAK 1000 Defibrillator
bei EKGs von erwachsenen und pädiatrischen Patienten sind in dem LIFEPAK 1000
Defibrillationsberatungsbericht auf der LIFEPAK 1000 Produkt-CD zusammengefasst.
Steuerung der Defibrillationstherapie
Das Defibrillationsberatungssystem veranlasst automatisch eine Aufladung des AED, wenn
es einen defibrillierbaren Rhythmus feststellt. Wenn ein defibrillierbarer Rhythmus erkannt wird,
weist der Defibrillator den Anwender an, durch Drücken der Schocktaste einen Schock abzugeben.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
B-1
Defibrillationsberatungssystem (Shock Advisory System)
Bewegungserkennung
Das Defibrillationsberatungssystem stellt Patientenbewegungen unabhängig von der
EKG-Analyse fest. Der LIFEPAK 1000 Defibrillator ist mit einem Bewegungsdetektor
ausgestattet. Die Bewegungserkennung kann auf EIN oder AUS gestellt werden.
Bewegungen können durch verschiedene Aktivitäten verursacht werden, unter anderem
durch eine HLW, die Helfer, den Patienten selbst, ein Fahrzeug oder einen implantierten
Herzschrittmacher. Sobald die transthorakale Impedanz einen Höchstwert überschreitet,
interpretiert das Defibrillationsberatungssystem dies als Patientenbewegung. Wenn eine
Bewegung erkannt wird, wird die Durchführung einer EKG-Analyse verhindert. Der Anwender
wird durch eine angezeigte Meldung, eine Sprachaufforderung und einen Warnton darauf
aufmerksam gemacht. Wenn nach 10 Sekunden immer noch eine Bewegung erkannt wird,
wird der Bewegungsalarm eingestellt und die Analyse bis zum Abschluss fortgesetzt. Hierdurch
wird dafür gesorgt, dass die Therapie in Fällen, in denen sich eine Bewegung nicht verhindern
lässt, nicht zu lange aufgeschoben wird. Der Helfer sollte jedoch die Quelle der Bewegung
möglichst entfernen, um die Wahrscheinlichkeit von Artefakten im EKG auf ein Minimum
zu reduzieren.
Es gibt zwei Gründe, warum die EKG-Analyse bei Auftreten eines Bewegungsalarm verhindert
wird und warum der Helfer die Quelle der Bewegung möglichst entfernen sollte:
• Bewegungen können Artefakte im EKG-Signal hervorrufen. Dieser Artefakt kann mitunter
dazu führen, dass das Defibrillationsberatungssystem zu einer falschen Entscheidung kommt.
• Die Bewegungen können durch die Behandlungsmaßnahmen des Ersthelfers verursacht sein.
Um die Gefahr einer unbeabsichtigten Schockabgabe an den Ersthelfer zu verringern, fordert
das Gerät durch den Bewegungsalarm zum Zurücktreten vom Patienten auf. Dies führt zu
einer Einstellung der Bewegungen und der Fortsetzung der EKG-Analyse.
B-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
ANHANG C
cprMAX™-TECHNOLOGIE
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
C
cprMAX™-Technologie
WISSENSWERTES ZUR cprMAX-TECHNOLOGIE
Die cprMAX-Technologie von Physio-Control dient zur Maximierung der HLW-Anteils
in Reanimationsprotokollen während der Behandlung mit einem AED entsprechend den
Richtlinien 2005 der American Heart Association für die Herz-Lungen-Wiederbelebung und
kardiovaskuläre Notversorgung (Guidelines for Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency
Cardiovascular Care 1 AHA Guidelines), sowie den Wiederbelebungsrichtlinien 2005 des
Europäischen Rats für Wiederbelebung 2 (ERC Guidelines).
Die Setup-Optionen sollten nur unter der Anleitung eines Arztes geändert werden, der sich
auf dem Gebiet der kardiopulmonalen Reanimation auskennt und mit der entsprechenden
Literatur vertraut ist.
Die cprMAX-Technologie bietet die folgenden Setup-Optionen:
• ANFANGS-HLW. Fordert den Bediener zur Durchführung einer ersten HLW-Phase auf.
Trifft nur unmittelbar nach dem Einschalten des AED oder nach der ersten Analyse zu.
• PRÄ-SCHOCK-HLW-Zeit. Fordert nach dem Erkennen eines defibrillierbaren EKG-Rhythmus
zur HLW auf, bevor der Schock verabreicht wird. Wenn ANFANGS-HLW auf AUS eingestellt
ist, bezieht sich PRÄ-SCHOCK-HLW auf alle „Schock empfohlen“-Entscheidungen
(einschließlich der ersten Analyse).
• HLW-ZEIT 1 und 2. HLW-Zeiten nach Schockabgaben bzw. nach „Kein Schock empfohlen“Entscheidungen.
• AUFEIN.F. SCHOCKS. Bietet die Möglichkeit zum Weglassen der Analyse nach jeder
Schockabgabe und fügt nach jeder Schockabgabe eine HLW-Aufforderung ein; ist diese
Option auf AUS eingestellt, wird die Drei-Schock-Folge entfernt.
• PULS ÜBERPRÜFEN. Hiermit kann vorgegeben werden, wann das Gerät, wenn überhaupt,
zur Pulskontrolle auffordern soll.
Die AED-Protokolle entsprechen den AHA- und ERC-Richtlinien, wenn die Setup-Optionen
wie folgt eingestellt werden:
• Anfangs-HLW: AUS
• Prä-Schock-HLW-Zeit: AUS
• HLW-Zeit 1 und 2: 120 SEKUNDEN
• Aufein.f. Schocks: AUS
• Puls überprüfen: NIEMALS
Die obigen Optionen sind die werkseitigen Standardeinstellungen für die cprMAX-Technologie.
Ihr ärztlicher Leiter sollte entscheiden, ob die Optionen zu ändern sind, und dafür sorgen,
dass Sie eine entsprechende Schulung erhalten.
1
2005 American Heart Association Guidelines for Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency Cardiovascular Care.
Circulation 2005;112 (Supplement IV).
2
European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2005. J. Resuscitation 2005; 67 (Supplement 1).
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
C-1
cprMAX™-Technologie
AED-BETRIEB MIT CPRMAX-TECHNOLOGIE
Im Folgenden wird die Funktion des AEDs bei Verwendung der cprMAX-Technologie beschrieben.
Anfangs-HLW
Die Option ANFANGS-HLW fordert den Benutzer dazu auf, zuerst eine Herz-Lungen-Wiederbelebung
durchzuführen. Es sind folgende Einstellungen möglich: AUS, ERST ANALYSE und ERST HLW.
Die Werksvoreinstellung lautet AUS.
• Ist die Einstellung AUS gewählt, wird der Benutzer nicht aufgefordert, zuerst eine
Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen.
• Ist die Einstellung ERST ANALYSE gewählt, werden Benutzer zuerst zur Analyse aufgefordert
und dann zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ergibt die Analyse, dass ein Schock erforderlich
ist, gibt der AED die Aufforderung WENN SIE GESEHEN HABEN, WIE DER PATIENT
ZUSAMMENGEBROCHEN IST, ABBRUCH DRÜCKEN aus. Bei Anzeige dieser Meldung
kann der Benutzer die HLW vorzeitig beenden und sofort einen Schock verabreichen.
• Die Einstellung ERST HLW fordert den Benutzer auf, die HLW unmittelbar nach
Inbetriebnahme des Defibrillators durchzuführen. Auch hier wird die Anweisung WENN SIE
GESEHEN HABEN, WIE DER PATIENT ZUSAMMENGEBROCHEN IST, ABBRUCH DRÜCKEN
ausgegeben. Der Benutzer kann nun die HLW vorzeitig beenden und sofort eine Analyse
erstellen.
Für Organisationen, die sich für die Implementierung dieser Option entscheiden, ist ein
Protokoll zu erarbeiten. Ersthelfer sind in Schulungen darin zu unterweisen, in welchen Fällen
die Anfangs-HLW vorzeitig zu beenden ist. In folgenden Situationen kann eine vorzeitige
Beendigung der HLW durch den Ersthelfer ratsam sein:
• Der Zusammenbruch des Patienten wurde vom Ersthelfer beobachtet.
• Der Ersthelfer stellt zweifelsfrei fest, dass seit dem Zusammenbruch des Patienten weniger
als 4 oder 5 Minuten vergangen sind.
• Der Patient atmet agonal (Hinweis auf kurzen Atemstillstand).
• Der Ersthelfer stellt zweifelsfrei fest, dass eine HLW angemessener Qualität und Dauer
durchgeführt wurde, bevor die Elektroden des AED angebracht werden.
Anfangs-HLW-Zeit
Die Option ANFANGS-HLW ist verfügbar, wenn für ANFANGS-HLW die Einstellung ERST ANALYSE
oder ERST HLW aktiviert ist. Mit dieser Option legen Sie fest, wie lange in diesem HLW-Abschnitt
eine HLW durchgeführt werden soll. Unter der Option ANFANGS-HLW stehen folgende
Zeitvorgaben zur Auswahl: 15, 30, 45, 60, 90, 120 und 180 SEKUNDEN. Standardmäßig
ist diese Einstellung auf 120 SEKUNDEN gesetzt.
C-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
cprMAX™-Technologie
Prä-Schock-HLW-Zeit
Die Option PRÄ-SCHOCK-HLW fordert den Ersthelfer zur HLW auf, wenn ein defibrillierbarer
EKG-Rhythmus erfasst wird. Gleichzeitig lädt sich der AED auf. Die Option ist nur dann relevant,
wenn die Analyse zur Meldung SCHOCK EMPFOHLEN führt. Wenn ANFANGS-HLW auf AUS
oder ERST HLW gesetzt ist, gibt PRÄ-SCHOCK-HLW an, nach welchem Zeitabstand der erste
und alle nachfolgenden Schocks verabreicht werden. Wenn ANFANGS-HLW auf ERST ANALYSE
gesetzt ist, gibt PRÄ-SCHOCK-HLW an, nach welchem Zeitabstand der zweite und alle
nachfolgenden Schocks verabreicht werden. Für die PRÄ-SCHOCK-HLW sind folgende
Zeitvorgaben verfügbar: AUS, 15 und 30 SEKUNDEN. Wenn der AED nur während des Aufladens
des Kondensators zur HLW auffordern soll, wählen Sie das HLW-Zeitintervall 15 Sekunden.
Die SCHOCK-Taste wird erst aktiviert, nachdem der Ladevorgang abgeschlossen und die
HLW-Zeit abgelaufen ist. Die Standardeinstellung für PRÄ-SCHOCK-HLW lautet AUS.
Note: Die SCHOCK-Taste ist deaktiviert, solange die PRÄ-SCHOCK-HLW durchgeführt
wird. Sie wird aktiviert, sobald die Zeit für die PRÄ-SCHOCK-HLW abgelaufen ist.
Der Zeitabstand zwischen der letzten Thoraxkompression und dem Schock (dabei
Ersthelfersicherheit beachten) sollte möglichst gering sein. Wenn in Klinikprotokollen
diese Option gewählt wird, sind gesonderte Produktschulungen und Verhaltensvorgaben
zu erarbeiten. So wird sichergestellt, dass die Übergangszeit zwischen PRÄ-SCHOCK-HLW
und Schockverabreichung möglichst kurz ist.
Aufein.f. Schocks
Wenn die Option AUFEIN.F. SCHOCKS auf AUS gesetzt ist, wird der Benutzer nach jedem
Schock zur HLW aufgefordert. Mit dieser Option entfällt der Dreifachschock. Der Benutzer
wird unabhängig vom festgestellten EKG-Rhythmus zur HLW aufgefordert. Wie lange die HLW
erfolgen soll, hängt von der Einstellung HLW-ZEIT 1 ab. Für die Option AUFEIN.F. SCHOCKS
sind die Einstellungen EIN und AUS möglich. Die Standardeinstellung lautet AUS.
Ist die Option auf EIN gesetzt, verabreicht der Defibrillator die Schocks entsprechend dem
herkömmlichen Protokoll für aufeinanderfolgende Schocks, also je nach Bedarf bis zu 3 Schocks
nacheinander ohne HLW-Maßnahmen dazwischen.
Puls überprüfen
Die Option PULS ÜBERPRÜFEN fordert den Benutzer zur Pulskontrolle oder zur
Patientenuntersuchung auf. Ausschlaggebend ist die Einstellung unter AUFF. PULSKONTR.
Für PULS ÜBERPRÜFEN sind die folgenden Einstellungen möglich: IMMER, NACH JEDER NSA,
NACH ZWEITER NSA und NIEMALS. Die Standardeinstellung lautet NIEMALS.
• Ist die Option IMMER aktiviert, wird der Benutzer in folgenden Situationen zur Pulskontrolle
aufgefordert: nach Ablauf der HLW-ZEITEN 1 und 2, nach der Meldung KEIN SCHOCK
EMPFOHLEN, nach einfacher Meldung SCHOCK EMPFOHLEN (Option AUFEIN.F.
SCHOCKS AUS) oder nach drei aufeinander folgenden Meldungen SCHOCK EMPFOHLEN
(Option AUFEIN.F. SCHOCKS auf EIN).
• Ist die Option NACH JEDER NSA aktiviert, wird der Benutzer aufgefordert, jedes Mal den
Puls zu überprüfen, wenn die Meldung KEIN SCHOCK EMPFOHLEN ausgegeben wird.
• Ist die Option NACH ZWEITER NSA aktiviert, wird der Benutzer aufgefordert, nach der
zweiten Analyse den Puls zu überprüfen, sofern diese zum Ergebnis KEIN SCHOCK
EMPFOHLEN führt. Das Ergebnis der ersten Analyse (SCHOCK EMPFOHLEN oder
KEIN SCHOCK EMPFOHLEN) ist dabei unerheblich.
• Ist die Option NIEMALS aktiviert, entfallen alle PULS ÜBERPRÜFEN-Aufforderungen.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
C-3
ANHANG D
ÄNDERN DER SETUP-OPTIONEN
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
D
Ändern der Setup-Optionen
ÄNDERN DER SETUP-OPTIONEN
Die Setup-Optionen bieten Ihnen die Möglichkeit, die Betriebseigenschaften des Defibrillators,
zum Beispiel die HLW-Intervalle, entsprechend Ihren Anforderungen festzulegen. Die Setup-Optionen
sind in verschiedenen Tabellen, beginnend mit Tabelle D-1, aufgeführt.
Zum Aufrufen des Setup-Modus:
1 Vergewissern Sie sich, dass weder Elektroden noch Kabel mit dem Defibrillator verbunden sind.
2 Halten Sie beide Softkeys gedrückt und drücken Sie dann die Taste EIN/AUS. Der Bildschirm
zum Aufrufen des Setup-Modus wird angezeigt.
Setup
Setup-Modus Kenncode einstellen
Drücken
Taste Einst.
Erhöhen
Abbildung D-1
Senken
Aufrufen des Setup-Modus
3 Geben Sie den Kenncode für den Setup-Modus ein. Der werkseitig eingestellte
Standard-Kenncode lautet 0000. Drücken Sie die MENÜ-Taste viermal, um den
Standard-Kenncode zu übernehmen. Weitere Informationen zum Ändern des
Kenncodes finden Sie auf Seite D-6.
Hinweis: Zum Verlassen des Setup-Modus schalten Sie den Defibrillator aus. Wenn Sie
die Setup-Einstellungen geändert haben, werden die Änderungen gespeichert und beim
nächsten Einschalten des Defibrillators angezeigt. (Näheres hierzu finden Sie in der
nachfolgenden Beschreibung der einzelnen Setup-Optionen.)
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
D-1
Ändern der Setup-Optionen
Setup
Allg. Geräteoptionen festlegen
Allgemein...
AED-Modus...
Manueller Modus...
Kenncode festlegen...
Service-Modus...
Beschriftungen
Softkeys
Nächste
Abbildung D-2
Auswählen
MENÜ-Taste
Bildschirmanzeige für Setup-Modus
Setup-Menüoptionen
Alle Setup-Optionen des Defibrillators sind einer der nachstehenden Kategorien zugeordnet.
•
•
•
•
•
Allgemein
AED-Modus
Manueller Modus
Kenncode festlegen
Service-Modus
Mit den Softkeys können Sie durch das Menü navigieren und die gewünschten Optionen
auswählen. Die auf dem Bildschirm über dem jeweiligen Softkey angezeigte Beschriftung
gibt die aktuelle Funktion des Softkeys an.
Drücken Sie NÄCHSTE, um die Menüoptionen zu durchlaufen.
Wenn eine Option aufgehellt dargestellt wird, erscheint im oberen Bereich des Bildschirms
ein Hilfetext zu der betreffenden Option, wie in Tabelle D-1 aufgeführt.
Tabelle D-1
Oberste Ebene des Setup-Menüs
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
ALLGEMEIN
Allg. Geräteoptionen festlegen
Beachten Sie hierzu Eingeben und
Löschen von Gerätedaten, Seite D-7.
AED-MODUS
Vorg. für AED-Modus festl.
MANUELLER
MODUS
Vorg. für man. Modus festl.
KENNCODE
FESTLEGEN
Kenncode zum Aufrufen
des Setup-Modus festlegen
SERVICE-MODUS
Serviceoptionen anzeigen
Zum Wählen einer Option markieren Sie Ihre Auswahl auf dem Bildschirm und drücken
AUSWÄHLEN.
D-2
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Ändern der Setup-Optionen
Über das Setup-Menü „Allgemein“ können Sie sich die allgemeinen Einstellungen ansehen.
Bei den unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-2 handelt es sich um
die werkseitigen Standardeinstellungen.
Tabelle D-2
Setup-Menü „Allgemein“
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
GERÄTE-ID
Geräte-ID festlegen
Vom Benutzer auswählbar, 0-9, A-Z,
bis zu 20 Zeichen. Standardvorgabe
ist die SERIENNUMMER.
DATUM/ZEIT
Akt. Datum und Uhrzeit festl.
Standardvorgabe ist die PAZIFIKZEIT.
AUDIO
Audioparameter festlegen
Beachten Sie hierzu Tabelle D-3.
GERÄTEDATEN
Gerätedaten anzeigen
NACH VERS.
LÖSCHEN
Patientendaten nach Versenden
löschen
EIN, AUS.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
Über die Option „Audio“ im Setup-Menü „Allgemein“ können Sie auf die Audio-Einstellungen
zugreifen. Bei den unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-3 handelt es sich
um die werkseitigen Standardeinstellungen.
Tabelle D-3
Setup-Menü „Allgemein“ — Untermenü Audio
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
LAUTST. DER
SPRACHAUFF.
Lautstärke für Alarm,
Töne und Sprachauff. einst.
MITTEL, HOCH.
SCHOCK-TON
Schock-Ton aktivieren
EIN, AUS.
SERVICESIGNALTON
Service-Signalton aktivieren
EIN, AUS.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
Das Menü für den AED-Modus kann über die Option „AED-Modus“ im Setup-Menü aufgerufen
werden. Bei den unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-4 handelt es sich
um die werkseitigen Standardeinstellungen.
Tabelle D-4
AED-Setup-Menü
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
ENERGIEPROTOKOLL
Energiesequenz des Defibrillators Beachten Sie hierzu Tabelle D-5.
einst.
HLW
HLW-Optionen AED-Modus einst. Beachten Sie hierzu Tabelle D-6.
PULS
Opt. Aufford. Pulskontr.
AED-Modus einst.
Beachten Sie hierzu Tabelle D-7.
EKG-ANZEIGE
EKG-Signalform in AED-Modus
anzeigen
EIN, AUS.
AUTO-ANALYSE
Option Analyse auswählen
EIN, NACH ERSTEM SCHOCK, AUS.
BEWEGUNGSERKENNUNG
Alarm bei Bewegungserkennung
EIN, AUS
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
D-3
Ändern der Setup-Optionen
Die Energieprotokolle können vom Menü für den AED-Modus aus aufgerufen werden. Bei den
unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-5 handelt es sich um die werkseitigen
Standardeinstellungen.
Tabelle D-5
AED-Setup-Menü — Untermenü Energieprotokolle
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
ENERGIE 1
Energiestufe 1
für Schock 1 auswählen
150, 175, 200, 225, 250, 275, 300,
325, 360* Joule.
ENERGIE 2
Energie größer oder gleich
Energie 1 auswählen
150, 175, 200, 225, 250, 275, 300,
325, 360 Joule.
ENERGIE 3
Energie größer oder gleich
Energie 2 auswählen
150, 175, 200, 225, 250, 275, 300,
325, 360 Joule.
FLEXIBLES
PROTOKOLL
Wiederholung der vorherigen
Energie nach KEIN SCHOCK
EMPFOHLEN (nur wenn KEIN
SCHOCK EMPFOHLEN auf einen
Schock folgt).
EIN, AUS.
AUFEIN.F.
SCHOCKS
Erlaubt aufeinander folgende
Schocks ohne HLW.
EIN, AUS.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
*
Wenn für Energie 1 die Einstellung 360 Joule gewählt wird, überlegen Sie sich die AED-Benutzung für Kinder.
Die HLW-Einstellungen können vom AED-Setup-Menü aus aufgerufen werden. Bei den
unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-6 handelt es sich um die werkseitigen
Standardeinstellungen.
Tabelle D-6
AED-Setup-Menü — Untermenü HLW-Einstellungen
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
ZEIT 1
HLW-Intervall
nach Schocks einstellen
15, 30, 45, 60, 90, 120, 180 Sekunden.
ZEIT 2
HLW-Interv. nach KEIN SCHOCK
EMPFOHLEN einst.
15, 30, 45, 60, 90, 120, 180 Sekunden.
ANFANGS-HLW
Anfangs-HLW aktivieren
AUS, ERST ANALYSE, ERST HLW.
ANFANGSHLW-ZEIT
HLW-Intervall nach erster Analyse 15, 30, 45, 60, 90, 120, 180 Sekunden.
einst.
PRÄ-SCHOCK-HLW HLW-Intervall vor
AUS, 15, 30 Sekunden.
SCHOCKEMPFEHLUNG einstellen
HLWAUFFORDERUNG
Erweit. HLW-Aufford. aktiv.
EIN, AUS.
ATEMSPENDE UND
BRUSTKORBKOMPRESSIONEN
GEBEN.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
D-4
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Ändern der Setup-Optionen
Die Puls-Einstellungen können vom Menü für den AED-Modus aus aufgerufen werden.
Bei den unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-7 handelt es sich
um die werkseitigen Standardeinstellungen.
Tabelle D-7
AED-Setup-Menü — Untermenü Puls-Einstellungen
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
PULS
ÜBERPRÜFEN
Aufforderung zur Pulskontrolle
aktivieren
NIEMALS: Aufforderung PULS
ÜBERPRÜFEN niemals anzeigen.
NACH ZWEITER NSA: Nach jeder
„Kein Schock empfohlen“-Meldung
mit Ausnahme des ersten
NSA-Analyseergebnisses.
NACH JEDER NSA: Nur nach
KEIN SCHOCK EMPFOHLEN.
IMMER: Nach jeder Schockfolge und
nach jeder „Kein Schock empfohlen“Meldung.
AUFF.
PULSKONTR.
Aufforderung für Lebenszeichen
auswählen
PULS ÜBERPRÜFEN, ATMUNG
ÜBERPRÜFEN, LEBENSZ. PRÜFEN,
ATEMWEG FREIMACHEN.
AEDÜBERWACHUNG
Überwachen im AED-Modus
aktivieren
EIN, AUS.
WIEDERH.
DER ÜBERW.
Aufford. Wiederholungszeit
AED-Überwachung wählen
AUS, 1, 2, 3 oder 5 Minuten.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
Das Menü für den Manuellen Modus kann über die Option „Manueller Modus“ im Setup-Menü
aufgerufen werden. Bei den unterstrichenen und fettgedruckten Optionen in Tabelle D-8 handelt
es sich um die werkseitigen Standardeinstellungen.
Tabelle D-8
Setup-Menü für Manuellen Modus
Menüeintrag
Hilfetext
Optionen
MANUELLER
ZUGANG
Vorgaben man. Modus festl.
EIN, AUS.
ANALYSE
SAS-Analyse im man. Modus
aktiv. (Im Manuellen Modus
steht der Softkey ANALYSE
zur Verfügung.)
EIN, AUS.
VORHERIGE SEITE Zurück zur vorherigen Seite
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
D-5
Ändern der Setup-Optionen
Der Bildschirm „Kenncode festlegen“, dargestellt in Abbildung D-3, kann von der obersten
Ebene des Setup-Menüs aus aufgerufen werden.
Setup / Kenncode festlegen
Setup-Modus Kenncode einstellen
Drücken
Taste Einst.
Erhöhen
Abbildung D-3
Senken
Bildschirmanzeige zum Festlegen des Kenncodes
Legen Sie den Kenncode mithilfe der Softkeys ERHÖHEN und SENKEN und der MENÜ-Taste
fest. Notieren Sie den neuen Kenncode. Die Eingabe des Kenncodes ist bei jedem Zugriff auf
den Setup-Modus erforderlich.
Der Service-Modus, dargestellt in Tabelle D-9, kann von der obersten Ebene des Setup-Menüs
aus aufgerufen werden.
Tabelle D-9
Setup-Menü für den Service-Modus
Menüeintrag
Hilfetext
DEFIB KAL
Defibrillatorkalibrierung beginnen
PIXEL TEST
Anzeigepixel testen
SERVICEPROTOKOLL
Wartungsprot. anz.
SERVICEDATEN
Gerätedaten anzeigen
GERÄTEPROTOKOLL
Geräteprotokoll anzeigen
KENNCODE
FESTLEGEN
Kenncode für Zugriff auf
Setup-Modus festlegen
SETUP-MODUS
Zurück zum Setup-Modus
D-6
Optionen
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Ändern der Setup-Optionen
Eingeben und Löschen von Gerätedaten
Abbildung D-4 zeigt die Bildschirmanzeige für die Geräte-ID zur Eingabe von Gerätedaten
in den Defibrillator.
Softkeys
MENÜ-Taste
Abbildung D-4
Bildschirmanzeige für Geräte-ID
Zum Eingeben von Gerätedaten:
1 Benutzen Sie die Softkeys unter den Pfeilen im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn,
um zu dem einzugebenden Zeichen oder der einzugebenden Ziffer zu navigieren.
Hinweis: Durch Drücken der Pfeiltaste im Uhrzeigersinn bewegt sich der Cursor jeweils
um eine Stelle weiter und durch Drücken der Pfeiltaste gegen den Uhrzeigersinn jeweils
um eine Stelle zurück.
2 Drücken Sie die MENÜ-Taste, um das gewünschte Zeichen zu wählen. Das Zeichen wird
über dem Alphabetbereich auf dem Bildschirm angezeigt.
3 Fahren Sie mit dem Eingeben von Zeichen fort, bis Ihre Eingabe vollständig ist.
4 Wenn Sie Ihre Eingabe abgeschlossen haben, wählen Sie ENDE.
Zum Löschen von Gerätedaten:
1 Navigieren Sie mit den Pfeiltasten im bzw. gegen den Uhrzeigersinn zu der Option
RÜCKTASTE.
2 Navigieren Sie zu der Option LÖSCHEN und drücken Sie erneut die MENÜ-Taste.
Das Zeichen wird jetzt nicht mehr auf dem Bildschirm angezeigt.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
D-7
ANHANG E
ANWENDER-KONTROLLLISTE
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
E
LIFEPAK® 1000 DEFIBRILLATOR
ANWENDER-KONTROLLLISTE
Seriennummer des Geräts ___________________
Abteilung/Standort __________________________
Datum
Anweisung
1
Ggf. empfohlene
Vorgehensweise
Zeichen
Überprüfen Sie die
Bereitschaftsanzeige
auf das Auftreten
folgender Symbole:
Symbol
SCHRAUBENSCHLÜSSEL
Mit qualifiziertem
Service-Personal in
Verbindung setzen.
Symbol OK
Keine.
BatterieLadezustand
Bei niedriger Batteriespannung
Batterie austauschen.
2
Überprüfen Sie die
auf dem Elektrodenpaket angegebene
Verwendbarkeitsdauer.
Ist das Verwendbarkeitsdatum
überschritten, tauschen Sie
das Elektrodenpaket aus.
3
Überprüfen Sie
Zubehör und
Verbrauchsmaterialien.
Füllen Sie die Vorräte ggf. auf.
4
Überprüfen Sie den
Defibrillator auf:
5
Schäden und Risse
Mit qualifiziertem
Service-Personal in
Verbindung setzen.
Fremdkörper und
Verschmutzungen
Reinigen Sie das Gerät.
Kommentar:
INDEX
A
AED-Betrieb C-1
AED-Modus -vi, 3-2, 3-3, A-5
AED-Modus Setup-Menü D-3
Alternative Elektrodenposition
anterior-posterior 3-6
Audio-Untermenü D-3
Aufrufen
Setup-Modus D-1
Auto-Tests 5-3
B
Batterie, nicht
wiederaufladbar 5-5
Batterie, wiederaufladbar 5-6
Batterieanzeige 2-4
Batterieentsorgung 5-8
Batterieladegerät 2-6
Batterien -viii
Batteriewartung 5-4, 5-5
Bedienelemente und
Anzeigen 2-2, A-6
Bereitschaftsanzeige -viii,
2-2, A-6
Bestimmung des Elektrodenkontaktes B-1
Betriebsarten 3-2
Betriebsszenario, wenn kein
Schock empfohlen
wird C-1
Bewegung erkannt 3-8
Bewegungserkennung B-2
Bildschirmanzeige für
Geräte-ID D-7
C
CODE-STAT Suite 4-4
cprMAX-Technologie -viii
D
Datenspeicherung 4-2, A-7
Datenübertragung 4-4
Datenverwaltung -viii, 4-2
Ereignis- und Testprotokoll 4-3
Test- und Wartungsdaten 4-3
Defibrillationsberatungssystem B-1
Defibrillationsberatungssystem
(Shock Advisory
System) -vii
Defibrillator
Inspektion 5-3
Recycling 5-8
Reinigung 5-4
Defibrillatordaten 4-2
Dünne Patienten 3-5
E
Eingeben
Gerätedaten D-7
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
EKG-Anzeige (optional) -vii,
2-4, A-5
EKG-Elektroden,
Anschließen 3-10
EKG-Überwachung/EKGModus 3-2, 3-10, A-5
Elektrodenplatzierung,
Defibrillation 3-5
Energieprotokoll-Untermenü D-4
Entsorgung, Batterien 5-8
Ereignis- und Testprotokoll 4-3
F
Fehlersuche
Defibrillation 3-7
Während der EKGÜberwachung 3-11
Fettleibige Patienten 3-5
Funktionen und Merkmale
Bereitschaftsanzeige -viii
cprMAX-Technologie -viii
Datenverwaltung -viii
EKG-Anzeige (optional) -vii
Herzrhythmusanalyse -vii
LIFEPAK 1000
Defibrillator -vii
Täglicher Selbsttest -viii
Index-1
Index
G
Garantieinformationen 5-9
Gefahrenhinweis 1-2
Gerätedaten D-7
H
Herzfrequenz-Indikator 2-4
Herzrhythmusanalyse -vii, B-1
Herzschrittmacher,
Patienten mit
implantiertem ... 3-5
I
Implantierter
Herzschrittmacher/
Defibrillator 3-5
Indikationen -vi
Inspektion 5-3
IrDA-Adapter 4-4
IrDA-Port 2-3
IrDA-Verbindungen 4-4
K
Kontrollliste, Bediener E-3
Kurvenform des
Defibrillationsimpulses
-vii, A-1
L
Latex 1-3
Löschen von
Patientendaten 4-3
M
Manueller Modus 3-2, 3-6, A-5
Merkmale
Batterien -viii
N
Nicht wiederaufladbare
Batterie 5-5
P
Pädiatrische Patienten 3-4
Pflege des LIFEPAK 1000
Defibrillators 5-1
Pflege und Aufbewahrung
von Elektroden 5-7
Physische Eigenschaften A-7
Positionieren der
Elektroden 3-4, 3-6
Produkt-Recycling 5-8
R
Recycling 5-8
Recycling der Verpackung 5-8
Reinigung 5-4
Index-2
S
Selbsttest -viii, 5-2
Service-Modus SetupMenü D-6
Setup-Menü „Allgemein“ D-3
Setup-Menü für Manuellen
Modus D-5
Setup-Optionen
und -Menüs D-2
Sicherheitsrelevante Begriffe
Gefahrenhinweis 1-2
Vorsicht 1-2
Warnung 1-2
Sonderfälle bei der Elektrodenplatzierung 3-5
Spezifikationen A-1
Sprachaufforderungen 3-4
Symbol für Batteriestatus 2-4
Symbole 1-4
Nicht wiederaufladbare
Batterie 5-5
Wartung und Reparatur 5-8
Wiederaufladbare
Batterie 5-7
Wartung 5-8
Wartung, Batterie 5-4
Wartungs- und Prüfplan 5-2
Wiederaufladbare Batterie 5-6
Wissenswertes zum
LIFEPAK 1000 Defibrillator -vii
Wissenswertes zur
Defibrillation -vi, 3-3, 3-6
Z
Zubehörteile 5-9
T
Test- und Wartungsdaten 4-3
Textkonventionen -viii
Therapie im AED-Modus 3-3
Therapie im Manuellen
Modus 3-6
Trainingsmaterialien 5-9
U
Übertragen von Berichten 4-4
Überwachung im
EKG-Modus 3-10
Untermenü für
HLW-Einstellungen D-4
Untermenü
Puls-Einstellungen D-5
V
Verbrauchsteile 5-9
Vorsicht 1-2
Vorsichtshinweise
Allgemeine Therapie 3-3
Allgemeine Vorsichtshinweise 1-3
Nicht wiederaufladbare
Batterie 5-5, 5-7
Reinigung 5-4
W
Warnhinweise
Allgemeine Warnhinweise 1-2
Batteriewartung 5-4, 5-5
Defibrillation bei
pädiatrischen
Patienten 3-4
EKG-Überwachung 3-10
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
Ausschluss der Durchführung einer sicherheitstechnischen
Kontrolle (§6 MPBetreibV)
A
Die Durchführung einer sicherheitstechnischen Kontrolle (STK) an Medizinprodukten wird
in Deutschland durch die „Medizinproduktebetreiberverordnung“ (MPBetreibV, § 6) geregelt.
Physio-Control schreibt keine Durchführung einer sicherheitstechnischen Kontrolle
für den LIFEPAK 1000 Defibrillator vor (MPBetreibV, § 6 – Abschnitt 1, Satz 2).
Erklärung:
Die Entwicklung des LIFEPAK 1000 Defibrillators hat sich Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit,
automatische Selbsttests und einen robusten Aufbau in Bezug auf den Verwendungszweck
konzentriert (Anwendungsbereiche in Umgebungen des präklinischen medizinischen Notdienstes).
Da die integrierten Selbsttests und die visuelle Bereitschaftsanzeige den Gerätestatus automatische
vermitteln, ist die Durchführung einer sicherheitstechnischen Kontrolle bei Systemeinschaltung
in der Gebrauchsanweisung nicht beschrieben und nicht erforderlich. Die Gebrauchsanweisung
verlangt, dass die folgenden Maßnahmen routinemäßig durchgeführt werden:
• Überprüfen Sie die Bereitschaftsanzeige, um den Ladezustand der Batterie zu ermitteln
und zu kontrollieren, dass das OK-Symbol angezeigt wird.
• Überprüfen Sie die auf dem Therapieelektrodenpaket angegebene
Verwendbarkeitsdauer.
• Überprüfen Sie die anderen gemeinsam mit dem Defibrillator aufbewahrten Zubehörteile
für Notfälle.
Wenn das OK-Symbol nicht zu sehen ist, ein niedriger Ladezustand der Batterie angezeigt
wird oder das Verwendbarkeitsdatum der Elektroden überschritten ist, muss der Defibrillator
einer Wartung unterzogen werden.
Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5 „Pflege des LIFEPAK 1000 Defibrillators“
der Gebrauchsanweisung.
Gebrauchsanweisung LIFEPAK 1000 Defibrillator
©2006-2012 Physio-Control, Inc.
Physio-Control, Inc.
11811 Willows Road NE
Redmond, WA 98052 USA
Telephone: 425.867.4000
Fax: 425.867.4121
www.physio-control.com
Physio-Control, Inc., 11811 Willows Road NE, Redmond, WA 98052 USA
Physio-Control Operations Netherlands, B.V., Keizersgracht 125-127, 1015 CJ Amsterdam
Erscheinungsdatum: 03/2012
3205213-045
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement