ecoTEC exclusiv

ecoTEC exclusiv
Installations- und Wartungsanleitung
Für den Fachhandwerker
Installations- und Wartungsanleitung
ecoTEC exclusiv
VC
AT, CHDE
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
Hinweise zur Dokumentation ................................4
Aufbewahrung der Unterlagen ................................4
Verwendete Symbole .................................................4
Gültigkeit der Anleitung ............................................4
CE-Kennzeichnung ......................................................5
Typenschild...................................................................5
2
2.1
2.2
Gerätebeschreibung .................................................6
Aufbau ...........................................................................6
Typenübersicht ............................................................ 7
3
3.1
3.1.1
3.1.2
3.2
3.3
3.3.1
3.4
3.5
Sicherheit ....................................................................8
Sicherheits- und Warnhinweise ...............................8
Klassifizierung der Warnhinweise ...........................8
Aufbau von Warnhinweisen ......................................8
Bestimmungsgemäße Verwendung ........................8
Allgemeine Sicherheitshinweise .............................9
Hinweise für Propan-Heizgeräte (nur AT) ..... 10
Regeln und Normen für Österreich ...................... 10
Regeln und Normen für die Schweiz ................... 10
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
Montage ........................................................................11
Lieferumfang................................................................11
Zubehör .........................................................................11
Aufstellungsort ............................................................11
Maßzeichnung und Anschlussmaße ......................12
Erforderliche Mindestabstände/
Montagefreiräume .....................................................13
Montageschablone benutzen ..................................13
Gerät aufhängen ........................................................13
Frontverkleidung abnehmen/anbringen ...............14
4.6
4.7
4.8
5
5.1
5.2
5.3
5.6.6
Installation .................................................................15
Installation vorbereiten ............................................15
Gasleitung anschließen ............................................15
Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf
anschließen .................................................................16
Kondenswasserablauf montieren...........................16
Luft-/Abgasführung montieren ..............................17
Gerät elektrisch anschließen ..................................17
Netzanschluss in der Schweiz.................................18
Netzanschluss in Österreich....................................19
Regelgeräte anschließen..........................................19
Zusatzrelais (grauer Stecker auf der Platine)
und Multifunktionsmodul „2 aus 7“ .................... 20
Bedarfsabhängige Ansteuerung einer
Zirkulationspumpe (nur in Verbindung mit
Warmwasserspeicher VIH)..................................... 20
Verdrahtungsplan ......................................................21
6
6.1
Inbetriebnahme ........................................................23
Funktionsmenü ..........................................................23
5.4
5.5
5.6
5.6.1
5.6.2
5.6.3
5.6.4
5.6.5
2
6.2
6.2.1
6.2.2
6.2.3
6.2.4
6.3
6.3.1
6.3.2
6.3.3
6.4
6.4.1
6.4.2
6.5
6.6
6.6.1
6.6.2
7
7.1
7.2
7.2.1
7.2.2
7.2.3
7.2.4
7.2.5
7.2.6
7.2.7
8
8.1
8.2
8.3
8.4
8.4.1
8.4.2
8.4.3
8.5
8.5.1
8.5.2
8.5.3
8.5.4
8.5.5
8.6
8.7
8.8
Anlage befüllen .........................................................25
Heizungswasser aufbereiten ..................................25
Gerät und Heizungsanlage befüllen und
entlüften......................................................................26
Warmwasserseitiges Befüllen und Entlüften .....27
Kondenswassersiphon befüllen .............................27
Gaseinstellung prüfen ..............................................28
Werkseitige Einstellung ...........................................28
Anschlussdruck prüfen (Gasfließdruck) ..............28
CO2-Gehalt prüfen.....................................................29
Gerätefunktion prüfen ............................................ 30
Heizung ...................................................................... 30
Speicherladung ........................................................ 30
Übergabe an den Betreiber .....................................31
Garantie........................................................................31
Herstellergarantie (Österreich) ..............................31
Werksgarantie (Schweiz) ..........................................31
Anpassen an die Heizungsanlage ......................32
Auswahl und Einstellung von Parametern ..........32
Übersicht über die einstellbaren Anlagenparameter ...................................................................33
Heizungsteillast einstellen ......................................34
Pumpennachlaufzeit und Pumpenbetriebsart
einstellen.....................................................................34
Maximale Vorlauftemperatur einstellen..............34
Brennersperrzeit einstellen ....................................35
Wartungsintervall festlegen/Wartungsanzeige .36
Pumpenleistung einstellen .....................................36
Anpassung des Gerätes an größere
Abgasrohrlängen ......................................................36
Inspektion und Wartung .......................................37
Funktionsmenü ..........................................................37
Inspektions- und Wartungsintervalle ...................37
Allgemeine Inspektions- und Wartungsanweisungen ..............................................................37
Gerät und Heizungsanlage füllen/entleeren ......39
Gerät und Heizungsanlage füllen .........................39
Gerät entleeren .........................................................39
Gesamte Anlage entleeren .....................................39
Thermo-Kompaktmodul warten ............................39
Thermo-Kompaktmodul ausbauen .......................39
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
reinigen ...................................................................... 40
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
entkalken.................................................................... 40
Brenner prüfen ......................................................... 40
Thermo-Kompaktmodul einbauen .........................41
Kondenswassersiphon reinigen ..............................41
Kondenswasserwege reinigen ...............................42
Vordruck des Ausdehnungsgefäßes prüfen .......42
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inhaltsverzeichnis
8.9
8.10
8.11
8.12
Anschlussdruck prüfen (Gasfließdruck) ..............42
CO2-Gehalt prüfen
(nicht zwingend erforderlich) ................................42
Probebetrieb ..............................................................43
Wartungssignal (Servicebetrieb)
zurücksetzen ..............................................................43
9
9.1
9.1.1
9.1.2
9.1.3
9.1.4
9.2
9.3
Störungsbeseitigung ............................................. 44
Diagnose .................................................................... 44
Statuscodes ............................................................... 44
Diagnosecodes.......................................................... 45
Fehlercodes ............................................................... 48
Fehlerspeicher .......................................................... 48
Prüfprogramme ..........................................................51
Parameter auf Werkseinstellungen
zurücksetzen ...............................................................51
10
10.1
10.2
10.3
10.4
10.5
10.6
10.7
10.8
Austausch von Bauteilen .....................................52
Sicherheitshinweise..................................................52
Brenner austauschen ...............................................52
Gebläse ausbauen/austauschen............................53
Gasarmatur austauschen........................................53
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
austauschen .............................................................. 54
Elektronik und Display austauschen ................... 54
CO-Sensor tauschen.................................................55
Ausdehnungsgefäß austauschen ..........................55
11
Werkskundendienst ............................................... 56
12
12.1
12.2
Recycling und Entsorgung ...................................57
Gerät ............................................................................57
Verpackung ................................................................57
13
Technische Daten ................................................... 58
14
Konformitätserklärung ..........................................59
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
3
1
1
Hinweise zur Dokumentation
Hinweise zur Dokumentation
Die folgenden Hinweise sind ein Wegweiser durch die
Gesamtdokumentation.
In Verbindung mit dieser Installations- und Wartungsanleitung sind weitere Unterlagen gültig.
Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anleitungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Mitgeltende Unterlagen und Service-Hilfsmittel
> Beachten Sie bei der Installation unbedingt alle Installations anleitungen von Bauteilen und Komponenten
der Anlage.
Diese Installationsanleitungen sind den jeweiligen Bauteilen der Anlage sowie ergänzenden Komponenten beigefügt.
> Beachten Sie ferner alle Betriebsanleitungen, die
Komponenten der Anlage beiliegen.
Für den Anlagenbetreiber:
Bedienungsanleitung
Kurz-Bedienungsanleitung
Garantiekarte
Für den Fachhandwerker:
Montageanleitung
Luft-/Abgasführung
Nr. 0020029137 (AT)
Nr. 0020029138 (CH)
Nr. 0020040000
Nr. 804507 (AT)
1.2
Verwendete Symbole
Nachfolgend sind die im Text verwendeten Symbole
erläutert:
Symbol für eine Gefährdung
– unmittelbare Lebensgefahr
– Gefahr schwerer Personenschäden
– Gefahr leichter Personenschäden
a
e
b
i
>
1.3
Nr. 0020029093
Gegebenenfalls gelten auch die weiteren Anleitungen
aller verwendeten Zubehöre und Regler.
Service-Hilfsmittel:
Folgende Prüf- und Messmittel werden für die Inspektion
und Wartung benötigt:
– CO2-Messgerät
– U-Rohr- oder digitales Manometer
Symbol für einen nützlichen zusätzlichen
Hinweis und Informationen
Symbol für eine erforderliche Aktivität
Gültigkeit der Anleitung
Gerät
Typenbezeichnung
ecoTEC exclusiv VC AT 146/4-7 H/P
Artikelnummer
0010004110
ecoTEC exclusiv VC AT 206/4-7 H/P
0010004111
ecoTEC exclusiv VC AT 276/4-7 H/P
0010004112
ecoTEC exclusiv VC CH 146/4-7 H
0010004115
ecoTEC exclusiv VC CH 206/4-7 H
0010004116
ecoTEC exclusiv VC CH 276/4-7 H
0010004117
Typenbezeichnung und Artikelnummer
Aufbewahrung der Unterlagen
> Geben Sie diese Installationsanleitung sowie alle mitgeltenden Unterlagen an den Anlagenbetreiber weiter.
Der Betreiber bewahrt die Anleitungen auf, damit sie bei
Bedarf zur Verfügung stehen.
4
Symbol für eine Gefährdung
– Risiko von Sachschäden
– Risiko von Schäden für die Umwelt
Diese Installationsanleitung gilt ausschließlich für Geräte
mit folgenden Artikelnummern:
Tab. 1.1
1.1
Symbol für eine Gefährdung
– Lebensgefahr durch Stromschlag
Die Artikelnummer des Gerätes entnehmen Sie dem
Typenschild.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Hinweise zur Dokumentation
1.4
1
CE-Kennzeichnung
Mit der CE-Kennzeichnung wird dokumentiert, dass die
Geräte gemäß der Typenübersicht die grundlegenden
Anforderungen der folgenden Richtlinien erfüllen:
– Gasgeräterichtlinie (Richtlinie 2009/142/EG des
Rates)
– Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit
(Richtlinie 2004/108/EG des Rates)
– Niederspannungsrichtlinie (Richtlinie 2006/95/EG
des Rates).
– Wirkungsgradrichtlinie (Richtlinie 92/42/EWG des
Rates) als Brennwertgerät.
1.5
Typenschild
Das Typenschild des Vaillant ecoTEC exclusiv ist werkseitig auf der Unterseite des Gerätes angebracht.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
5
2 Gerätebeschreibung
2
2.1
Gerätebeschreibung
Aufbau
1
17
2
16
3
15
4
14
5
13
6
12
7
11
10
9
8
Abb. 2.1 Funktionselemente
Legende
1 Anschluss für Luft-/Abgasführung
2 CO-Sensor
3 Membranausdehnungsgefäß
4 Thermo-Kompaktmodul
5 Zündelektrode
6 Gebläse
7 Vorrangumschaltventil
8 Elektronikbox
9 Gasarmatur
10 Hocheffienz-Pumpe
6
11
12
13
14
15
16
17
Schnellentlüfter
Luftdrucksensor
Wasserdrucksensor
Volumenstromsensor
Luftansaugrohr
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
Abgas-Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
i
Achten Sie bei Verwendung der Zubehöre auf
die Mindestabstände/Montagefreiräume
(siehe Kap. 4.5).
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Gerätebeschreibung 2
2.2
Typenübersicht
Gerätetyp
Bestimmungsland
(Bezeichnungen
nach ISO 3166)
Zulassungskategorie
Gasart
Nennwärmeleistungs
bereich P (kW)
VC AT 146/4-7 H/P
AT (Österreich)
II2H3P
VC CH 146/4-7 H
CH (Schweiz)
I2H
VC AT 206/4-7 H/P
AT (Österreich)
II2H3P
VC CH 206/4-7 H
CH (Schweiz)
I2H
2,6 - 15,2 (40/30 °C H)
Erdgas H - G 20 - 20 hPa (mbar)
6,2 - 15,2 (40/30 °C P)
Propan - G 31 - 50 hPa (mbar) (nur AT) 2,4 - 14,0 (80/60 °C H)
5,7 - 14,0 (80/60 °C P)
4,0 - 22,8 (40/30 °C H)
Erdgas H - G 20 - 20 hPa (mbar)
6,4 - 22,8 (40/30 °C P)
Propan - G 31 - 50 hPa (mbar) (nur AT) 3,7 - 21,0 (80/60 °C H)
5,9 - 21,0 (80/60 °C P)
VC AT 276/4-7 H/P
AT (Österreich)
II2H3P
VC CH 276/4-7 H
CH (Schweiz)
I2H
5,1 - 27,2 (40/30 °C H)
Erdgas H - G 20 - 20 hPa (mbar)
6,5 - 27,2 (40/30 °C P)
Propan - G 31 - 50 hPa (mbar) (nur AT) 4,7 - 25,0 (80/60 °C H)
6,0 - 25,0 (80/60 °C P )
Tab. 2.1 Typenübersicht
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
7
3 Sicherheit
3
Sicherheit
3.1
3.2
Sicherheits- und Warnhinweise
> Beachten Sie bei der Installation des ecoTEC exclusiv
die allgemeinen Sicherheitshinweise und die Warnhinweise, die jeder Handlung vorangestellt sind.
3.1.1
Klassifizierung der Warnhinweise
Die Warnhinweise sind wie folgt mit Warnzeichen und
Signalwörtern hinsichtlich der Schwere der möglichen
Gefahr abgestuft:
Warnzeichen
Signalwort Erläuterung
a
e
a
b
Tab. 3.1
3.1.2
Gefahr!
unmittelbare Lebensgefahr
oder Gefahr schwerer
Personenschäden
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag
Warnung!
Gefahr leichter Personenschäden
Vorsicht!
Risiko von Sachschäden
oder Schäden für die
Umwelt
Klassifizierung der Warnhinweise
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Vaillant ecoTEC ist nach dem Stand der Technik und
den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut.
Dennoch können bei unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und
Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Gerätes und anderer Sachwerte entstehen.
Die in dieser Anleitung genannten Vaillant ecoTEC exclusiv Geräte dürfen nur in Verbindung mit den in der zugehörigen Montageanleitung Luft-/Abgasführung (siehe
Abschnitt „Mitgeltende Unterlagen) aufgeführten Zubehören installiert und betrieben werden.
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen
(einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen,
sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels
Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden,
es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit
zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr
Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist.
Kinder müssen beaufsichtigt werden, um sicherzustellen,
dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
Das Gerät ist als Wärmeerzeuger für geschlossene
Warmwasser-Zentralheizungsanlagen in Haushalten vorgesehen.
Die Verwendung des ecoTEC exclusiv in Fahrzeugen gilt
als nicht bestimmungsgemäß. Nicht als Fahrzeuge gelten
solche Einheiten, die dauerhaft und ortsfest installiert
sind (sog. ortsfeste Installation).
Eine andere oder darüber hinausgehende Verwendung
gilt als nicht bestimmungsgemäß. Nicht bestimmungsgemäß ist auch jede unmittelbare kommerzielle und industrielle Verwendung. Für Schäden aus bestimmungswidriger Verwendung haftet der Hersteller/Lieferant nicht.
Das Risiko trägt allein der Anwender.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch das
Beachten der Betriebs- und Installationsanleitung und
die Einhaltung der Inspektions-/Wartungsbedingungen.
Jede missbräuchliche Verwendung ist untersagt!
Aufbau von Warnhinweisen
Warnhinweise erkennen Sie an einer oberen und einer
unteren Trennlinie. Sie sind nach folgendem Grundprinzip aufgebaut:
a
8
Signalwort!
Art und Quelle der Gefahr!
Erläuterung zur Art und Quelle der Gefahr
> Maßnahmen zur Abwendung der Gefahr
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Sicherheit 3
3.3
Allgemeine Sicherheitshinweise
> Beachten Sie unbedingt die nachfolgenden
Sicherheitshinweise.
Aufstellung und Einstellung
Aufstellung, Einstellarbeiten sowie Wartung und Reparatur des Heizgeräts dürfen nur durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb erfolgen.
Verhalten im Notfall bei Gasgeruch
Durch Installationsfehler, Beschädigung, Manipulation,
nicht zugelassenen Aufstellort oder Ähnliches kann Gas
austreten und zu Vergiftungs- und Explosionsgefahr führen. Bei Gasgeruch in Gebäuden verhalten Sie sich folgendermaßen:
> Meiden Sie Räume mit Gasgeruch.
> Wenn möglich, öffnen Sie Türen und Fenster weit und
sorgen Sie für Durchzug.
> Vermeiden Sie offene Flammen (z. B. Feuerzeug,
Streichholz).
> Rauchen Sie nicht.
> Betätigen Sie keine elektrischen Schalter, keine Netzstecker, keine Klingeln, keine Telefone und andere
Sprechanlagen im Haus.
> Schließen Sie die Gaszähler-Absperreinrichtung oder
die Hauptabsperreinrichtung.
> Wenn möglich, schließen Sie den Gasabsperrhahn am
Heizgerät.
> Warnen Sie andere Hausbewohner durch Rufen oder
Klopfen.
> Verlassen Sie das Gebäude.
> Verlassen Sie bei hörbarem Ausströmen von Gas
unverzüglich das Gebäude und verhindern Sie das
Betreten durch Dritte.
> Alarmieren Sie Feuerwehr und Polizei von außerhalb
des Gebäudes.
> Benachrichtigen Sie den Bereitschaftsdienst des Gasversorgungsunternehmens von einem Telefonanschluss außerhalb des Hauses.
Verhalten im Notfall bei Abgasgeruch
Durch Installationsfehler, Beschädigung, Manipulation,
nicht zugelassenen Aufstellort oder Ähnliches kann
Abgas austreten und zu Vergiftungsgefahr führen. Bei
Abgasgeruch in Gebäuden verhalten Sie sich folgendermaßen:
> Wenn möglich, öffnen Sie Türen und Fenster weit und
sorgen Sie für Durchzug.
> Schalten Sie das Heizgerät aus.
> Prüfen Sie die Abgaswege im Heizgerät und die Ableitungen für Abgas.
Installation in Räumen mit Ventilation
Bei raumluftabhängigem Betrieb darf das Gerät nicht in
Räumen aufgestellt werden, aus denen Luft mit Hilfe von
Ventilatoren abgesaugt wird (z. B. Lüftungsanlagen,
Dunstabzugshauben, Abluft-Wäschetrocknern). Diese
Anlagen erzeugen einen Unterdruck im Raum. Durch den
Unterdruck kann Abgas von der Mündung durch den
Ringspalt zwischen Abgasleitung und Schacht in den
Aufstellraum angesaugt werden.
Das Gerät darf dann raumluftabhängig betrieben werden, wenn ein gleichzeitiger Betrieb von Gerät und Ventilator nicht möglich ist.
> Für eine gegenseitige Verriegelung von Ventilator und
Gerät bauen Sie das Vaillant Zubehör „2 aus 7“ Multifunktionsmodul VR 40 (Art.-Nr. 0020017744) ein.
Sachbeschädigung durch Korrosion
Um Korrosion am Heizgerät und auch in der Luft-/Abgasführung zu vermeiden, beachten Sie Folgendes:
> Verwenden Sie keine Sprays, Lösungsmittel, chlorhaltigen Reinigungsmittel, Farben, Klebstoffe usw. in der
Umgebung des Heizgeräts.
Diese Stoffe können unter ungünstigen Umständen zu
Korrosion führen.
Verwenden von Werkzeugen
Ungeeignetes Werkzeug und/oder unsachgemäßer
Einsatz von Werkzeugen kann zu Schäden führen
(z. B. Gas- oder Wasseraustritt).
> Verwenden Sie grundsätzlich passende Gabelschlüssel
(Maulschlüssel), wenn Sie Schraubverbindungen lösen
oder anziehen.
> Verwenden Sie keine Rohrzangen, Verlängerungen
oder Ähnliches.
Aufstellung und Einstellung
Sie dürfen das Heizgerät nur installieren, wenn Sie ein
anerkannter Fachhandwerker sind. Sie sind auch für Inspektion/Wartung und Instandsetzung des Heizgeräts
sowie für Änderungen der eingestellten Gasmenge
zuständig.
> Beachten Sie die bestehenden Vorschriften, Regeln
und Richtlinien.
In folgenden Fällen darf das Heizgerät nur mit geschlossener Frontverkleidung und mit vollständig montierter
und geschlossener Luft-/Abgasführung betrieben werden:
– zur Inbetriebnahme,
– zu Prüfzwecken,
– zum Dauerbetrieb.
Andernfalls kann es, unter ungünstigen Betriebsbedingungen, zu Gefahr für Leib und Leben oder zu
Sachschäden kommen.
Veränderungen im Umfeld des Heizgeräts
An folgenden Einrichtungen dürfen Sie keine Veränderungen vornehmen:
– am Heizgerät
– an den Leitungen für Gas, Zuluft, Wasser und Strom
– an der Luft-/Abgasführung
– an der Ablaufleitung und am Sicherheitsventil für das
Heizwasser
– an baulichen Gegebenheiten, die Einfluss auf die
Betriebssicherheit des Heizgeräts haben können.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
9
3 Sicherheit
3.3.1
Hinweise für Propan-Heizgeräte (nur AT)
> Überzeugen Sie sich vor der Neuinstallation des Heizgeräts davon, dass der Flüssiggastank entlüftet ist.
Für die ordnungsgemäße Entlüftung des Tanks ist grundsätzlich der Flüssiggaslieferant verantwortlich. Bei
schlecht entlüftetem Tank kann es zu Zündproblemen
kommen.
> Wenden Sie sich in diesem Fall zuerst an den Befüller
des Tanks.
> Beachten Sie auch die Hinweise zur Umstellung auf
Flüssiggas in Kap. 6.3.
Richtige Gassorte verwenden
Die Verwendung der falschen Gassorte kann zu Störabschaltungen des Heizgeräts führen. Weiterhin können
Zünd- und Verbrennungsgeräusche im Heizgerät entstehen.
> Verwenden Sie ausschließlich Propangas gemäß
DIN 51622.
Installation unter Erdgleiche
> Wenn Sie das Heizgerät in Räumen unter Erdgleiche
installieren, dann müssen Sie die Forderungen der
TRF 1996 beachten.
Wir empfehlen Ihnen, bauseits ein externes Magnetventil
zu installieren.
Das Magnetventil können Sie direkt auf der Leiterplatte
oder über das „2 aus 7“ Multifunktionsmodul VR 40
anschließen (siehe Kap. 6.5.4).
Tankaufkleber anbringen
> Kleben Sie den beiliegenden Tankaufkleber (Propanqualität) gut sichtbar auf den Tank bzw. den Flaschenschrank, möglichst in die Nähe des Füllstutzens.
10
3.4
Regeln und Normen für Österreich
Für die Installation sind die nachfolgenden Vorschriften,
Regeln und Richtlinien zu beachten:
– Örtliche Bestimmungen der Bau- und Gewerbeaufsichtsämter (meistens vertreten durch den Rauchfangkehrer),
– Örtliche Bestimmungen des GVU (Gasversorgungsunternehmen),
– Bestimmungen des ÖVGW sowie die entsprechenden
Ö-Normen,
– Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G1
(ÖVGW-TRGas),
– Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G2 (ÖVGW-TRF),
– Bestimmungen und Vorschriften des ÖVE,
– Bestimmungen und Vorschriften der örtlichen
Energie-Versorgungsunternehmen,
– Bestimmungen der regionalen Bauordnungen,
– Ö-Norm H 5195 Teil 1 + 2.
3.5
Regeln und Normen für die Schweiz
Für die Installation sind die nachfolgenden Vorschriften,
Regeln und Richtlinien zu beachten:
– Gasleitsätze und Wasserleitsätze des SVGW,
– Feuerpolizeiliche Bestimmungen,
– Bestimmungen des zuständigen Gas und Wasserversorgungsunternehmens,
– Bauverordnungen der Kantone,
– Heizraumrichtlinien des SVGW,
– Vorschriften der der Kantone,
– Technische Regeln für Gasinstallation DVGW-TRGI 86
Ausgabe 1996 Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft
Gas und Wasser m.b.H., Bonn,
– DVGW-Arbeitsblatt G 670 „Aufstellung von Gasfeuerstätten in Räumen mit mechanischen Entlüftungseinrichtungen“ Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas
und Wasser m.b.H., Bonn,
– DIN 4701 „Regeln für die Berechnung des Wärmebedarfs von Gebäuden“,
– DIN 4751 Bl. 3 „Sicherheitstechnische Ausrüstung von
Heizungsanlagen mit Vorlauftemperaturen bis 110 °C“.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Montage 4
4
Montage
4.3
Aufstellungsort
Beachten Sie bei der Wahl des Aufstellungsortes folgende Sicherheitshinweise:
4.1
Lieferumfang
Der Vaillant ecoTEC exclusiv wird vormontiert in einer
Verpackungseinheit geliefert.
Prüfen Sie den Lieferumfang auf Vollständigkeit und Unversehrtheit (siehe Abb. 4.1 und Tab. 4.1).
b
1
Vorsicht!
Möglicher Sachschaden durch ungeeigneten
Aufstellort!
Das Gerät kann durch Frost oder aggressive
Dämpfe oder Stäube beschädigt werden.
> Installieren Sie das Gerät nicht in frostgefährdeten Räumen.
> Betreiben Sie das Gerät in Räumen mit
aggressiven Dämpfen oder Stäuben raumluftunabhängig um Schäden zu vermeiden.
2
5
4
3
Abb. 4.1 Lieferumfang
Position
1
2
3
4
Anzahl
1
1
1
1
5
1
Benennung
Gerätehalter
Gerät
Kondenswasserablaufschlauch
Beutel mit Kleinmaterial (Montagesatz)
- 2 Holzschrauben,
- 2 Dübel 10 x 60 mm
- 2 Unterlegscheiben,
- 1 Dichtung
- 1 Quetschverschraubung R 3⁄4,
- 1 Doppelnippel R 1⁄2 x R 3⁄4
- 2 Dichtungen R 1⁄2
Beutel mit Druckschriften
- Installations-/Wartungsanleitung
- Bedienungsanleitung
- Montageanleitung Luft-/Abgasführung
- Montageschablone
- Umstellschild Flüssiggas
- Garantiekarte (nur AT)
- div. Aufkleber
Bei der Wahl des Aufstellungsortes sowie bei Betrieb des
Gerätes ist darauf zu achten, dass die Verbrennungsluft
technisch frei von chemischen Stoffen ist, die Fluor,
Chlor, Schwefel usw. enthalten.
Sprays, Lösungs- und Reinigungsmittel, Farben, Klebstoffe usw. beinhalten derartige Substanzen, die bei
raumluftabhängigem Betrieb des Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosion auch in der Abgasanlage führen
können. Die Verwendung eines alten Ölkessel-Kamins
kann ebenfalls zu diesen Problemen führen.
Insbesondere in Friseursalons, Lackier- oder Schreinerwerkstätten, Reinigungsbetrieben u. Ä. muss das Gerät
raumluftunabhängig betrieben werden. Andernfalls ist
ein separater Aufstellungsraum erforderlich, um zu
gewährleisten, dass die Verbrennungsluftzufuhr technisch frei von den o. g. Stoffen ist.
Tab. 4.1 Lieferumfang
4.2
Zubehör
Für die Installation und den Betrieb des Gerätes ist
Zubehör optional lieferbar.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
11
4 Montage
4.4
Maßzeichnung und Anschlussmaße
Ø 60/100 (Ø 80/125)
480
1
A
190
747
791
770
800
94
2
5
3 6
Ø 20
Ø 20
100 100
50
1965
6
385
3
4
6
5
max. 3 mm
100 100
Ø 20
161
B
1101
R1/2 / R3/4
Abb. 4.2 Anschlussmaße in mm
Legende
1 Abgasanschluss Ø 60/100 mm (optional Ø 80/125 mm)
Maß A (Abstand Gerätehalter - Mitte Luft-/Abgasrohr
- Ø 60/100 mm: 235 mm
- Ø 80/125 mm mit Revisions-T-Stück: 270 mm
- Ø 80/125 mm mit 87°-Bogen: 253 mm
2
Gerätehalter
3 Heizungsrücklaufanschluss
4 Kondensatablauf
5 Gasanschluss
6 Heizungsvorlaufanschluss
i
Wenn Sie einen Warmwasserspeicher des Typs
VIH CR (120/150) oder VIH CQ (120/150) unter
dem Heizgerät installieren, muss der Abstand
Oberkante Fußboden – Mitte Gasanschluss
1101 mm betragen.
i
Wenn Sie die Abdeckung Art.-Nr. 305976 oder
305958 für einen Warmwasserspeicher des
Typs VIH CQ (120/150) montieren, muss der
Abstand Oberkante Fußboden – Oberkante
Gerät 1965 mm betragen.
i
Achten Sie bei Verwendung des Zubehörs auf
die Mindestabstände/Montagefreiräume
(siehe Kap. 4.5).
B Maße für Unterputzinstallation
12
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Montage 4
4.5
Erforderliche Mindestabstände/
Montagefreiräume
Sowohl für die Installation/Montage des Gerätes als auch
für die Durchführung späterer Wartungsarbeiten benötigen Sie folgende Mindestabstände bzw. Montagefreiräume.
A
> Bohren Sie 2 Löcher Ø 8 mm für den Gerätehalter in
die Wand.
> Nehmen Sie ggf. den Wanddurchbruch für die Luft-/
Abgasführung vor.
4.7
Gerät aufhängen
a
Gefahr!
Lebensgefahr durch unzureichende Tragfähigkeit der Befestigungsmittel!
Bei unzureichender Tragfähigkeit der Befestigungsteile oder der Wand kann sich das Heizgerät lösen und herabfallen. Undichtigkeiten
an der Gasleitung können hierbei Lebensgefahr bedeuten.
> Achten Sie bei der Montage des Heizgeräts
auf eine ausreichende Tragfähigkeit der
Befestigungsteile.
> Prüfen Sie die Beschaffenheit der Wand.
B
1
Abb. 4.3 Erforderliche Mindestabstände/Montagefreiräume
2
Legende
A 300 mm (Luft-Abgas-System Ø 60/100 mm)
350 mm (Luft-Abgas-System Ø 80/125 mm)
B 250 mm
i
3
Bei der Montage der Luft-/Abgasführung
80/125 mm ist oben ein Mindestabstand von
A = 350 mm erforderlich.
Ein seitlicher Abstand ist nicht erforderlich.
Ein Abstand des Gerätes von Bauteilen aus brennbaren
Bestandteilen ist nicht erforderlich, da bei Nennwärmeleistung des Gerätes keine höhere Temperatur auftritt
als die max. zulässige Temperatur von 85 °C.
Abb. 4.4 Gerät aufhängen
4.6
Montageschablone benutzen
Benutzen Sie zur Gerätemontage die beiliegende Montageschablone.
> Richten Sie die Montageschablone an der Montagestelle vertikal aus und befestigen Sie die Schablone
an der Wand.
> Markieren Sie an der Wand die Bohrlöcher für den Gerätehalter und ggf. auch die Stelle für die Wanddurchführung der Luft-/Abgasführung.
> Nehmen Sie die Montageschablone von der Wand ab.
> Montieren Sie den Gerätehalter (1) mit den beiliegenden Dübeln und Schrauben (2) an der Wand.
> Hängen Sie das Gerät (3) von oben mit dem Aufhängebügel auf den Gerätehalter.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
13
5 Montage
4.8
Frontverkleidung abnehmen/anbringen
2
1
Abb. 4.5 Geräteverkleidung abnehmen
Zur Demontage der Frontverkleidung des Gerätes gehen
Sie wie folgt vor:
> Lösen Sie die Schraube (1) an der Unterseite des Gerätes.
> Drücken Sie die beiden Halteklammern (2) an der Unterseite des Gerätes ein, so dass sich die Geräteverkleidung löst.
> Ziehen Sie die Geräteverkleidung am unteren Rand
nach vorn und heben Sie die Geräteverkleidung nach
oben aus der Halterung.
Zur Montage der Frontverkleidung gehen Sie wie folgt
vor:
> Setzen Sie die Frontverkleidung auf die oberen Geräteaufnahmen.
> Drücken Sie die Frontverkleidung an das Gerät, so
dass die Halteklammern (2) an der Frontverkleidung
einrasten. Unterstützend können Sie die Halteklammern (2) gleichzeitig nach unten ziehen bis diese einrasten.
> Fixieren Sie die Frontverkleidung, indem Sie die
Schraube (1) an der Unterseite des Gerätes eindrehen.
14
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Installation 5
5
5.1
Installation
Installation vorbereiten
a
b
Gefahr!
Gefahr von Personen und/oder Sachschäden
durch unsachgemäße Installation!
Eine unsachgemäß ausgeführte Installation
kann die Betriebssicherheit des Gerätes beeinträchtigen und zu Personen- und Sachschäden führen.
> Die Installation darf nur von einem anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt werden.
Vorsicht!
Beschädigungsgefahr für das Gerät!
Rückstände wie Schweißperlen, Zunder, Hanf,
Kitt, Rost, grober Schmutz u. Ä. in den Rohrleitungen können sich im Gerät ablagern und
zu Störungen führen.
> Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem
Anschluss des Gerätes sorgfältig durch um
mögliche Rückstände zu entfernen!
5.2
Gasleitung anschließen
a
Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße Gasinstallation!
Eine unsachgemäß ausgeführte Gasinstallation kann die Betriebssicherheit des Gerätes
beeinträchtigen und zu Personen- und Sachschäden führen.
> Die Gasinstallation darf nur von einem
autorisierten Fachhandwerker durchgeführt
werden. Dabei sind die gesetzlichen Richtlinien sowie örtliche Vorschriften der Gasversorgungsunternehmen zu beachten.
a
Gefahr!
Vergiftungs- und/oder Explosionsgefahr
durch austretendes Gas!
Eine unter Spannung montierte Gasleitung
kann zu Gasaustritt, Vergiftung und Explosion
führen.
> Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage der Gasleitung!
b
Vorsicht!
Möglicher Sachschaden durch zu hohen
Druck!
Die Gasarmatur kann durch hohe Drücke
beschädigt werden. Der Betriebsdruck darf
60 hPa (mbar) nicht überschreiten.
> Prüfen Sie die Dichtigkeit der Gasarmatur
mit einem maximalen Druck von 110 hPa
(mbar).
> Sie müssen bauseits von der Ausblasleitung des
Sicherheitsventils ein Ablaufrohr mit Einlauftrichter
und Siphon zu einem geeigneten Ablauf führen. Der
Ablauf muss beobachtbar sein!
> Wenn Sie in der Heizungsanlage Kunststoffrohre verwenden, müssen Sie bauseits einen geeigneten Maximalthermostat am Heizungsvorlauf montieren (z. B.
Vaillant Anlegethermostat 009642). Dies ist erforderlich, um im Störungsfall die Heizungsanlage vor temperaturbedingten Schäden zu schützen.
> Wenn Sie nicht diffusionsdichte Kunststoffrohre in der
Heizungsanlage verwenden, müssen Sie eine Systemtrennung durch einen externen Wärmetauscher zwischen Heizgerät und Anlage vornehmen, um Korrosion im Wärmeerzeugerkreis bzw. im Heizgerät zu vermeiden.
> Die Geräte sind mit einem Ausdehnungsgefäß von 10 l
ausgestattet. Prüfen Sie vor der Montage des Gerätes,
ob dieses Volumen ausreicht. Ist das nicht der Fall,
müssen Sie ein zusätzliches Ausdehnungsgefäß anlagenseitig installieren.
1
2
Abb. 5.1 Gasanschluss (Beispiel: Unterputzinstallation)
Sie müssen das Gerät über einen Gaskugelhahn mit
Brandschutzeinrichtung an die hauseigene Gasleitung
anschließen.
> Blasen Sie vorab die Gasleitung sauber. Dadurch werden Geräteschäden vermieden.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
15
5 Installation
> Verschrauben Sie das Gaszuleitungsrohr (1) des Gerätes gasdicht mit dem (vorinstallierten) Gaskugelhahn
(2). Verwenden Sie dazu die dem Gerät beiliegende
Quetschverschraubung G3⁄4. Diese ist geeignet für
den Anschluss eines Gaskugelhahns R3⁄4 oder R1/2.
> Entlüften Sie die Gasleitung vor der Inbetriebnahme.
> Überprüfen Sie den Gasanschluss auf Dichtheit.
5.3
Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf
anschließen
a
Gefahr!
Verbrühungsgefahr und/oder
Beschädigungsgefahr durch austretendes
Wasser!
Mögliche Undichtigkeiten an Wasserleitungen!
> Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage der Anschlussleitungen.
5.4
Kondenswasserablauf montieren
a
Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch austretende
Abgase!
Abgase können durch den leeren Kondenswassersiphon austreten.
> Verbinden Sie den Kondenswasser-Ablaufschlauch nicht dicht mit einer festen Verbindung an der Abwasserleitung, da der
interne Siphon leergesaugt werden kann.
> Füllen Sie den Kondenswassersiphon vor
der ersten Inbetriebnahme mit Wasser,
damit kein Abgas durch den Siphon entweichen kann.
1
1
2
2
3
Abb. 5.3 Kondenswasserablauf
Abb. 5.2 Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf montieren
Das Gerät wird über die Wartungshähne der Anschlusskonsole (1) bzw. als Zubehör erhältliche Wartungshähne
an den Heizungsvor- und rücklauf der Anlage angeschlossen. Wird keine Anschlusskonsole verwendet, so
stehen separate Anschlussgarnituren für den heizungsseitigen Anschluss zur Verfügung.
> Verschrauben Sie Vorlauf (2) und Rücklauf (3) mit
den vorinstallierten Wartungshähnen.
i
16
Das bei der Verbrennung entstehende Kondenswasser
wird vom Kondenswasserablaufrohr über einen Ablauftrichter zum Abwasseranschluss geleitet.
> Hängen Sie das Kondenswasserablaufrohr des Gerätes (1) in den vorinstallierten Ablauftrichter (2).
Der Ablauftrichter dient gleichzeitig zum Ableiten von
eventuell am Sicherheitsventil austretendem Heizungswasser. Muss bei der Installation die Kondenswasserablaufleitung verlängert werden, dürfen Sie nur zulässige
Ablaufrohre nach DIN 1986-4 verwenden.
Wir empfehlen den Einsatz von Dichtungen
aus pappähnlichem Fasermaterial anstelle von
Dichtungen aus gummiähnlichen Materialien,
da diese sich plastisch verformen und
dadurch Druckverluste entstehen können.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Installation 5
5.5
Luft-/Abgasführung montieren
a
Gefahr!
Mögliche Personen- und Sachschäden durch
nicht zugelassene Luft-/Abgasführungen!
Vaillant Heizgeräte sind gemeinsam mit den
Original Vaillant Luft-/Abgasführungen systemzertifiziert. Die Verwendung anderer
Zubehöre kann zu Personen- und Sachschäden sowie zu Funktionsstörungen führen.
> Verwenden Sie nur Original Vaillant Luft-/
Abgasführungen.
Standardmäßig sind alle ecoTEC exclusiv Geräte mit
einem Luft-/Abgasanschluss Ø 60/100 mm ausgestattet.
Dieser Standardanschluss kann bei Bedarf gegen einen
Luft-/Abgasanschluss mit Ø 80/125 mm ausgetauscht
werden. Die Auswahl des optimalen Systems richtet sich
nach dem individuellen Einbau- bzw. Anwendungsfall.
Eine genauere Beschreibung finden Sie in beiliegender
Montageanleitung Luft-/Abgasführung.
Beispielsweise können Sie folgendes Luft-Abgas-Zubehör
mit Ihrem Gerät kombinieren:
– Konzentrisches System, Kunststoff, Ø 60/100 mm
– Konzentrisches System, Kunststoff, Ø 80/125 mm
> Montieren Sie die Luft-/Abgasführung anhand der im
Lieferumfang dieses Gerätes enthaltenen Montageanleitung.
Abb. 5.5 Montagebeispiel: Senkrechte Dachdurchführung
i
5.6
Beachten Sie die gültigen Normen und stimmen Sie die Luft-/Abgasanlage mit dem
Schornsteinfeger (AT: Rauchfangkehrer) ab.
Gerät elektrisch anschließen
e
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Anschlüssen!
An den Netzanschlussklemmen L und N liegt
auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter
Dauerspannung an.
> Schalten Sie immer zuerst die Stromzufuhr
ab. Erst im Anschluss daran dürfen Sie die
Installation vornehmen.
Abb. 5.4 Montagebeispiel: Waagerechte Dachdurchführung
Die Nennspannung des Netzes muss 230 V betragen; bei
Netzspannungen über 253 V und unter 190 V sind Funktionsbeeinträchtigungen möglich.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
17
5 Installation
5.6.1
3
2
1
Das Gerät ist ist mit einem 1,0 m langen Anschlusskabel
mit Netzstecker ausgestattet. Das Anschlusskabel ist
werkseitig bereits im Gerät fertig verdrahtet. Gehen Sie
bei der Anschlussverdrahtung wie folgt vor:
> Stecken Sie den Netzstecker in eine geeignete Steckdose. Das Gerät ist damit betriebsfertig ans Stromnetz angeschlossen.
Der Zugang zum Netzanschlussstecker muss jederzeit
gewährleistet sein und darf nicht verdeckt oder zugestellt werden.
Gerät im Schutzbereich Klasse 1 oder 2 installieren
e
4
Abb. 5.6 Rückwand der Elektronikbox öffnen
-
+
7 8 9
LN
3 4 5
BUS
-
+
BUS
Abb. 5.7 Beispiel für Kabelführung
18
Netzanschluss in der Schweiz
7 8 9
LN
3 4 5
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Anschlüssen!
Ein unsachgemäß ausgeführter elektrischer
Anschluss kann die Betriebssicherheit des
Gerätes beeinträchtigen und zu Personenund Sachschäden führen.
> Installieren Sie das Gerät nicht über das
serienmäßige Anschlusskabel mit SchukoStecker wenn Sie das Gerät im Schutzbereich Klasse 1 oder 2 installieren.
> Schließen Sie das Gerät über einen Festanschluss und eine Trennvorrichtung mit
einer Kontaktöffnung von mindestens
3 mm (z. B. Sicherungen oder Leistungsschalter) an.
> Beachten Sie die gültigen Normen.
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab
(siehe Kap. 4.8) und klappen Sie die Elektronikbox (1,
Abb. 5.6) nach vorn.
> Clipsen Sie den hinteren Deckel (2) der Elektronikbox
an den Stellen (3) aus und klappen Sie den Deckel
hoch.
> Entfernen Sie das serienmäßige Netzanschlusskabel
und verwenden Sie ein handelsübliches Netzanschlusskabel.
> Führen Sie das Netzanschlusskabel durch die freigewordene Kabeldurchführung (4). Verwenden Sie die
beiliegende Tülle (im Beipack) zur Abdichtung der Öffnung.
> Führen Sie anschließend das Netzanschlusskabel in
die Elektronikbox ein und längen Sie die Leitung ab.
> Manteln Sie die Anschlussleitung ca. 2 - 3 cm ab und
isolieren Sie die Adern ab.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Installation 5
b
Vorsicht!
Beschädigungsgefahr für das Gerät!
Durch Netz-Einspeisung an den falschen
Schraubklemmen kann die Elektronik zerstört
werden.
> Klemmen Sie die Netzzuleitung ausschließlich an den dafür gekennzeichneten Klemmen an!
> Schließen Sie die Adern an die Steckplätze der Elektronik an (L, N und Erde), siehe Abb. 5.7. Verwenden
Sie den ProE-Stecker des entfernten Netzanschlusskabels.
> Schließen Sie den hinteren Deckel der Elektronikbox
und drücken Sie ihn zu, bis er hörbar einrastet.
> Klappen Sie die Elektronikbox hoch und drücken Sie
die Box mit den beiden Clipsen rechts und links gegen
die seitlichen Geräteverkleidungen, bis die Clipse hörbar einrasten.
> Bringen Sie die Frontverkleidung an (siehe Kap. 4.8).
5.6.2
Netzanschluss in Österreich
Die Netzzuleitung muss über einen festen Anschluss und
eine Trennvorrichtung mit mindestens 3 mm Kontaktöffnung (z. B. Sicherungen, Leistungsschalter) angeschlossen werden.
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab
(siehe Kap. 4.8) und klappen Sie die Elektronikbox (1)
nach vorn.
> Clipsen Sie den hinteren Deckel (2) der Elektronikbox
an den Stellen (3) aus und klappen Sie den Deckel
hoch.
> Führen Sie ein handelsübliches Netzanschlusskabel
durch eine Kabeldurchführung (4). Verwenden Sie die
Tülle zur Abdichtung der Öffnung.
> Führen Sie das Netzanschlusskabel in die Elektronikbox ein und längen Sie die Leitung ab.
> Manteln Sie die Anschlussleitung ca. 2 - 3 cm ab und
isolieren Sie die Adern ab.
b
Vorsicht!
Beschädigungsgefahr für das Gerät!
Durch Netz-Einspeisung an den falschen
Schraubklemmen kann die Elektronik zerstört
werden.
> Klemmen Sie die Netzzuleitung ausschließlich an den dafür gekennzeichneten Klemmen an!
> Schließen Sie die Adern an die Steckplätze der Elektronik an (L, N und Erde), siehe Abb. 5.7. Verwenden
Sie den entsprechenden ProE-Stecker.
> Schließen Sie den hinteren Deckel der Elektronikbox
und drücken Sie ihn zu, bis er hörbar einrastet.
> Klappen Sie die Elektronikbox hoch und drücken Sie
die Box mit den beiden Clipsen rechts und links gegen
die seitlichen Geräteverkleidungen, bis die Clipse hörbar einrasten.
> Bringen Sie die Frontverkleidung an (siehe Kap. 4.8).
5.6.3
Regelgeräte anschließen
Nehmen Sie die Montage von Regelgeräten entsprechend der jeweiligen Bedienungs- und Installationsanleitung vor.
Die erforderlichen Anschlüsse an die Elektronik des
Heizgerätes (z. B. bei externen Regelgeräten, Außenfühlern u. ä.) nehmen Sie wie folgt vor:
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab
(siehe Kap. 4.8) und klappen Sie die Elektronikbox (1)
nach vorn (siehe Abb. 5.6).
> Clipsen Sie den hinteren Deckel (2) der Elektronikbox
an den Stellen (3) aus und klappen Sie den Deckel
hoch (siehe Abb. 5.6).
> Führen Sie die Anschlussleitungen der jeweiligen,
anzuschließenden Komponenten durch die Kabeldurchführungen (4) links an der Geräteunterseite
(siehe Abb. 5.6)
> Führen Sie anschließend die Anschlussleitungen in die
Elektronikbox ein und längen Sie die Leitungen ab.
> Manteln Sie die Anschlussleitung ca. 2 - 3 cm ab und
isolieren Sie die Adern ab.
> Schließen Sie die Adern entsprechend Abb. 5.7 an die
entsprechenden ProE-Stecker bzw. Steckplätze der
Elektronik an.
b
Vorsicht!
Zerstörungsgefahr für die Elektronik!
Durch Netz-Einspeisung an den falschen
Schraubklemmen kann die Elektronik zerstört
werden.
> Schließen Sie an den Klemmen 7, 8, 9 und
eBUS (+, -) keine Netzspannung an.
i
Stellen Sie sicher, dass die Adern mechanisch
fest in den Schraubklemmen des ProE-Steckers gehalten werden.
> Ist kein Raum-/Uhrenthermostat angeschlossen, dann
müssen Sie eine Brücke zwischen Klemme 3 und 4
einsetzen, falls diese nicht vorhanden ist. Entfernen
Sie die Brücke, falls Sie einen entsprechenden Raum-/
Uhrenthermostat an die Klemmen 3 und 4 anschließen.
> Bei Anschluss einer witterungsgeführten TemperaturRegelung oder Raumtemperatur-Regelung (Stetigregelung-Anschlussklemmen 7, 8, 9) muss die Brücke
zwischen Klemme 3 und 4 eingesetzt bleiben.
> Schließen Sie den hinteren Deckel der Elektronikbox
und drücken Sie ihn zu, bis er hörbar einrastet.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
19
5 Installation
> Klappen Sie die Elektronikbox hoch und drücken Sie
die Box mit den beiden Clipsen rechts und links gegen
die seitlichen Geräteverkleidungen, bis die Clipse hörbar einrasten.
> Bringen Sie die Frontverkleidung an (siehe Kap. 4.8).
> Um Pumpenbetriebsart 1 (weiterlaufende Pumpe) für
Mehrkreis-Regler zu erreichen, stellen Sie den Diagnosepunkt „d.18“ Pumpenbetriebsart von 3 „intermittierend“ auf 1 „weiterlaufend“ (siehe Kap. 7.2.2) ein.
5.6.5
Bedarfsabhängige Ansteuerung einer
Zirkulationspumpe (nur in Verbindung mit
Warmwasserspeicher VIH)
1
Beachten Sie, dass bei Anschluss eines Maximalthermostaten (Anlegethermostaten) für Fußbodenheizungen die
Brücke am ProE-Stecker entfernt werden muss.
5.6.4
Zusatzrelais (grauer Stecker auf der Platine)
und Multifunktionsmodul „2 aus 7“
Im ecoTEC exclusiv besteht die Möglichkeit, eine zusätzliche Komponente über das Zusatzrelais (grauer
Stecker) anzusteuern.
Über den Diagnosepunkt „d.26“ in der 2. Diagnoseebene
können Sie die eingebaute Komponente auswählen
(siehe Kap. 9.1.2).
Wenn Sie weitere Komponenten anschließen möchten,
ist dies über das Vaillant Multifunktionsmodul „2 aus 7“
(Zubehör) möglich. Nehmen Sie die Montage entsprechend der jeweiligen Bedienungs- und Installationsanleitung vor.
Für die Ansteuerung des Relais 1 auf dem Multifunktionsmodul wählen Sie in der 2. Diagnoseebene den Diagnosepunkt „d.27“, für das Relais 2 den Diagnosepunkt
„d.28“ (siehe Kap. 9.1.2). Hier können Sie folgende Komponenten auswählen:
1 = Zirkulationspumpe
2 = Externe Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzughaube
5 = Externes Magnetventil
6 = Externe Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (nicht aktiv)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
20
2
10
3
9
4
5
6
7
8
Abb. 5.8 Bedarfsabhängige Ansteuerung einer Zirkulationspumpe
Legende
1 ecoTEC exclusiv
2 Heizungsanlage
3 externer Taster
4 Zirkulationsleitung
5 Bad, Küche etc.
6 Warmwasserleitung
7 Kaltwasserzulauf
8 Warmwasserspeicher VIH
9 Zirkulationspumpe
10 Geräteelektronik
Die Elektronik des ecoTEC exclusiv bietet die Möglichkeit, die Zirkulationspumpe eines Warmwasserspeichers
bedarfsgerecht (ähnlich wie ein Treppenlichtautomat)
anzusteuern (siehe Abb. 5.8). Die Ansteuerung erfolgt
über einen bauseits zu stellenden, externen Taster, der
an einer beliebigen Stelle in der Wohnung, z. B. Bad oder
Küche, installiert sein kann. Der Taster wird an die Klemmen X41/1 und X41/6 der Elektronik des ecoTEC exclusiv
angeschlossen (siehe Abb. 5.9). Bei Betätigung des Tasters wird die Zirkulationspumpe in Betrieb genommen.
Nach 5 Minuten wird die Pumpe wieder abgeschaltet. Es
können mehrere Taster parallel geschaltet werden.
Unabhängig von der externen Ansteuerung der Zirkulationspumpe ist die Funktion „Ansteuerung durch programmierbare Zeitfenster“ durch einen Regler weiterhin möglich.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Installation 5
Verdrahtungsplan
18
8
9
1
6
2
13
3
4
16
14
15
X29
17
19
20
braun
schwarz
Speicherthermostat (Zubehör)
“C1/C2”
schwarz
orange
Speicherfühler
violett
rot
+
blau
rot
blau
blau
+
Gasarmatur
M
schwarz
1
2 P
4
rot
grün
Kleinspannungs-Stecker
schwarz
11
24
12
23
rosa
schwarz
braun
rosa
X20
17
3
X21
+
A
B
C
D
Vorrangumschaltventil
Masse
Hallsignal
2
15
6
10
5
7
8
schwarz
grün
3
4
5
Signal
rot
rot
schwarz
blau
schwarz
natur
+24V
Luftdrucksensor
+
Vorlauffühler
Rücklauffühler
schwarz
schwarz
5
4
1
rot
8
2
schwarz
orange
3
6
braun
blau
Gebläse
PWM-Signal
schwarz
DE
rot
grün
Zünder
X14
Volumenstromsensor
M
1
schwarz
grau
rot
14
Wasserdrucksensor
blau
4
16
12
13
Schrittmotor
Signal
grün
5
Haltemagnet
rot
schwarz
grün
rot
braun
rot
21
Gasventil
Abgas-Sicherheitstemperaturbegrenzer,
CH Serie, AT optional,
sonst gebrückt
CH / AT
CO-Sensor
22
CO-Sensor
PTC
5.6.6
Zündelektrode
grün / gelb
Gerätemasse
Abb. 5.9 Verdrahtungsplan ecoTEC exclusiv (Forts. nächste
Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
21
5 Installation
9
8
7
Option ext. Regler/Raumthermostat 7-8-9
(stetig, analog)
+
-
Option Busanschluss (Regler/Raumth. digital)
2
1
Option Anlegethermostat
0
0
DCF
RF
AF
6 FB
Masse
Masse
Stecker für Reglerzubehör
DCF-Anschluss
VRC 4xx bzw. ZP-Steuerung
Vorlauffühler (Option)
Außenfühler
Fernbedienung Zirkulationspumpe
PWM Signal Pumpe
Kleinspannung
Randstecker
X22
230 V~
Netzeingang
24 V
violett
türkis
N
L
weiß
Netzspannung
Option ext. Regler/Raumthermostat 3-4
(Kontakt)
1
X41
Interne Hocheffizienz-Pumpe
5
4
3
X6
X1
N
L
Zusatzrelais (einstellbar unter d.26)
rot
N
L
rosa
N
L
blau
X18
grau
blau
N
L
Speicher- X11
ladepumpe
grün
X13
Abb. 5.9 Verdrahtungsplan ecoTEC exclusiv (Forts.)
22
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inbetriebnahme 6
6
Inbetriebnahme
a
Gefahr!
Mögliche Vergiftungen und Verbrennungen
durch austretende heiße Abgase!
Es können heiße Abgase austreten und zu
Vergiftungen und Verbrennungen führen,
wenn das Heizgerät mit unvollständig montierter oder geöffneter Luft-/Abgasführung
betrieben wird oder wenn das Heizgerät bei
internen Undichtigkeiten mit geöffneter Frontverkleidung betrieben wird.
> Betreiben Sie das Heizgerät
- zur Inbetriebnahme
- zu Prüfzwecken
- im Dauerbetrieb
nur mit geschlossener Frontverkleidung
und vollständig montierter und geschlossener Luft-/Abgasführung.
menü beenden“ scrollen und das Funktionsmenü durch
Drücken der Taste „i“ (Info) beenden.
Wenn Sie 15 Minuten keine Taste drücken, wird das Funktionsmenü automatisch verlassen und das Display wechselt in den normalen Betriebszustand.
Selbsttests im
Funktionsmenü
Interne Pumpe
prüfen
Internes Vorrangumschaltventil
prüfen
Bedeutung
Gebläse
prüfen
Das Gebläse kann ein- und ausgeschaltet werden. Es wird die maximale Gebläsedrehzahl
angefahren.
Ladepumpe
prüfen
Die Speicherladepumpe kann ein- und ausgeschaltet werden.
Zirkulationspumpe prüfen
Die Zirkulationspumpe kann ein- und ausgeschaltet werden.
Externe Pumpe Die externe Pumpe kann ein- und ausgeschaltet
prüfen
werden.
Hydraulik
entlüften
i
Berücksichtigen Sie bei der Inbetriebnahme
besonders:
Vor der Befüllung des Heizkreises bzw. des
Speicherladekreises müssen Sie die Kappe
des Entlüfters öffnen, die während des weiteren Betriebs geöffnet bleibt.
Verwenden Sie zum Entlüften des Heizkreises
bzw. Speicherladekreises das Entlüftungsprogramm (siehe Kap. 9.2).
Brenner testen
Wahlweise kann der Heiz- oder Warmwasserkreis
entlüftet werden. Es werden für 15 min dieselben
Zyklen durchfahren, wie bei P.0
(Kap. 9.2).
Das Gerät startet, führt den notwendigen Selbsttest durch und geht auf Minimalbelastung. Im
Display werden abwechselnd Status und Temperatur (wahlweise Druck) angezeigt. Wenn ein
Fehler auftritt, wird dieser im Display angezeigt.
Funktionsmenü Das Funktionsmenü wird verlassen.
beenden
Der aktuelle Modus wird im Klartextdisplay angezeigt. Wenn
15 Minuten keine Taste betätigt wird, wird der Testmodus automatisch verlassen.
Tab. 6.1
6.1
Die interne Pumpe kann ein- und ausgeschaltet
werden.
Das interne Vorrangumschaltventil kann in Heizoder Warmwasserposition gefahren werden.
Selbsttests im Funktionsmenü
Funktionsmenü
Benutzen Sie zur Inbetriebnahme des Gerätes das Funktionsmenü, siehe Abb. 6.1.
i
Bei jedem Einschalten des Hauptschalters
oder nach Drücken der Entstörtaste wird im
Display angefragt, ob das Funktionsmenü
gestartet werden soll. Wenn es gestartet wird,
können in einem Pull-down-Menü Aktoren des
Gerätes getestet werden (siehe Tab. 6.1).
Wenn Sie innerhalb von 10 Sekunden keine Taste drücken, wechselt das Display automatisch in den normalen
Betriebszustand.
Wenn Sie das Funktionsmenü starten, können Sie mit
„+/-“ verschiedene Selbsttests auswählen (siehe Tab.
6.1). Durch Drücken der Taste „i“ (Info) wird der angezeigte Selbsttest gestartet. Dabei wird im Klartextdisplay immer der aktuelle Status angezeigt.
Mit „+/-“ können Sie den Status ändern.
Um den laufenden Selbsttest zu verlassen, müssen Sie
wieder „i“ (Info) drücken. Dann können Sie entweder den
nächsten Selbsttest starten oder zum Punkt „Funktions-
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
23
6 Inbetriebnahme
Funktionsmenü aktiv
(-) Nein
Ja (+)
Interne Pumpe prüfen
i = starten
Brenner testen
i = starten
Selbsttests
siehe Tab. 6.1
Interne Pumpe prüfen
i = starten
Interne Pumpe aus
(-) Aus
Ein (+)
Interne Pumpe prüfen
i = starten
Funktionsmenü been
i = beenden
Interne Pumpeein
ein
Wasserpumpe
(-) Aus
Aus
Ein
Ein(+)
(+)
(-)
Abb. 6.1 Bedienung Funktionsmenü
24
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inbetriebnahme 6
6.2
Anlage befüllen
6.2.1
Heizungswasser aufbereiten
b
b
Vorsicht!
Aluminiumkorrosion und daraus folgende
Undichtigkeiten durch ungeeignetes Heizwasser!
Anders als z. B. Stahl, Grauguss oder Kupfer
reagiert Aluminium auf alkalisiertes Heizwasser (pH-Wert > 8,5) mit erheblicher Korrosion.
> Stellen Sie bei Aluminium sicher, dass der
pH-Wert des Heizwassers zwischen 6,5 und
maximal 8,5 liegt.
Vorsicht!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung des Heizwassers mit ungeeigneten
Frost- oder Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen
im Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden führen.
> Verwenden Sie keine ungeeigneten Frostund Korrosionsschutzmittel.
Die Anreicherung des Heizwassers mit Zusatzstoffen
kann Sachschäden hervorrufen. Bei ordnungsgemäßer
Verwendung folgender Produkte wurden an Vaillant
Geräten bislang jedoch keine Unverträglichkeiten festgestellt.
> Befolgen Sie bei der Verwendung die Anleitungen des
Herstellers des Zusatzstoffes.
Zusatzstoffe zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
– Fernox F1
– Fernox F2
– Jenaqua 100
– Jenaqua 110
– Sentinel X 100
– Sentinel X 200
– Fernox Antifreeze Alphi 11
– Sentinel X 500
Zusatzstoffe zum Frostschutz zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
– Fernox Antifreeze Alphi 11
– Sentinel X 500
> Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Maßnahmen, falls Sie diese Zusatzstoffe eingesetzt
haben.
> Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Verhaltensweisen zum Frostschutz.
> Beachten Sie zur Aufbereitung des Füll- und Ergänzungswassers die geltenden nationalen Vorschriften
und technischen Regeln.
Sofern nationale Vorschriften und technische Regeln
keine höheren Anforderungen stellen, gilt Folgendes:
> Sie müssen das Heizwasser aufbereiten,
– wenn die gesamte Füll- und Ergänzungswassermenge während der Nutzungsdauer der Anlage das
Dreifache des Nennvolumens der Heizungsanlage
überschreitet
oder
– wenn die in den nachfolgenden Tabellen genannten
Grenzwerte nicht eingehalten werden.
Für die Verträglichkeit jedweder Zusatzstoffe im übrigen
Heizsystem und für deren Wirksamkeit übernimmt Vaillant keine Haftung
Zusatzstoffe für Reinigungsmaßnahmen (anschließendes Ausspülen erforderlich)
– Fernox F3
– Jenaqua 200
– Jenaqua 300
– Jenaqua 400
– Sentinel X 300
– Sentinel X 400
Gesamtheizleistung
kW
Gesamthärte bei kleinster Kesselheizfläche2)
20 l/kW
> 20 l/kW
< 50 l/kW
> 50 l/kW
mol/m3
mol/m3
mol/m3
Keine Anforderung
2
0,02
oder  31)
1,5
0,02
 50 bis  200 2
0,02
0,02
 200 bis  600 1,5
0,02
0,02
0,02
 600
1) bei Anlagen mit Umlaufwasserheizern und für Systeme mit
elektrischen Heizelementen
2) vom spezifischen Anlagenvolumen (Liter Nenninhalt/Heizleistung; bei Mehrkesselanlagen ist die kleinste Einzel-Heizleistung einzusetzen).
Diese Angaben gelten nur bis zum 3fachen Anlagenvolumen
für Füll- und Ergänzungswasser. Wenn das 3fache Anlagenvolumen überschritten wird, muss das Wasser, genau wie bei
Überschreitung der in Tabelle 6.2 genannten Grenzwerte,
gemäß Vorgaben der VDI behandelt werden (Enthärten, Entsalzen, Härtestabilisierung oder Abschlammung).
 50
Tab. 6.2 Richtwerte für das Heizwasser: Wasserhärte
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
25
6 Inbetriebnahme
Merkmale des Heizwassers
Elektrische Leitfähigkeit bei 25 °C
Einheit salzarm
salzhaltig
S/cm
100 - 1500
 100
1
Aussehen
frei von sedimentierenden Stoffen
pH-Wert bei 25 °C
8,2 - 10,01)
8,2 - 10,01)
 0,1
 0,02
Sauerstoff
mg/L
1) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-WertBereich von 6,5 bis 8,5 eingeschränkt.
Tab. 6.3 Richtwerte für das Heizwasser: Salzgehalt
6.2.2
Gerät und Heizungsanlage befüllen und
entlüften
Abb. 6.3 Schnellentlüfter
> Lösen Sie die Kappe des Schnellentlüfters (1) um ein
bis zwei Umdrehungen (das Gerät entlüftet sich während des Dauerbetriebes selbsttätig über den Schnellentlüfter).
> Öffnen Sie alle Thermostatventile der Anlage.
> Verbinden Sie den KFE-Hahn der Anlage normgerecht
mit einem Kaltwasser-Zapfventil.
bar
2
1
i
Benutzen Sie zum Befüllen der Heizungsanlage das Prüfprogramm P.6: Das Vorrangumschaltventil bewegt sich in die Mittelstellung,
die Pumpen laufen nicht und das Gerät geht
nicht in den Heizbetrieb, siehe Kap. 9.2.
i
Um den Betrieb der Anlage mit einer zu geringen Wassermenge zu vermeiden und dadurch
möglichen Folgeschäden vorzubeugen, verfügt das Gerät über einen Drucksensor. Dieser
signalisiert beim Unterschreiten von 60 kPa
(0,6 bar) den Druckmangel, indem im Display
der Druckwert blinkend dargestellt wird. Bei
Unterschreitung eines Druckes von 30 kPa
(0,3 bar) schaltet das Gerät ab. Im Display
erscheint die Fehlermeldung F.22. Um das
Gerät wieder in Betrieb zu nehmen, muss
zunächst Wasser in die Anlage gefüllt werden.
Bei häufigerem Druckabfall müssen Sie die
Ursache für den Heizwasserverlust ermitteln
und beseitigen.
bar
Abb. 6.2 Fülldruck der Heizungsanlage prüfen
i
Der ecoTEC exclusiv ist mit einem Manometer
(1) und mit einer digitalen Druckanzeige ausgerüstet. Wenn das Heizgerät eingeschaltet
ist, können Sie sich den genauen Fülldruck
durch Drücken der „-“-Taste (2) im Display
anzeigen lassen. Außerdem können Sie zwischen dauerhafter Temperatur- oder Druckanzeige im Display umschalten, indem Sie die
„-“-Taste ca. 5 Sekunden gedrückt halten.
Für einen einwandfreien Betrieb der Heizungsanlage
muss das Manometer (1) bei kalter Anlage in der oberen
Hälfte des dunkelgrauen Bereichs stehen (siehe
Abb. 6.2). Dies entspricht einem Fülldruck zwischen 100
und 200 kPa (1,0 und 2,0 bar).
Erstreckt sich die Heizungsanlage über mehrere Stockwerke, so können höhere Werte für den Wasserdruck der
Anlage am Manometer erforderlich sein (Vermeidung
von Lufteintritt).
> Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem eigentlichen
Befüllen gut durch.
26
> Drehen Sie Füllhahn und Zapfventil langsam auf und
füllen Sie solange Wasser nach, bis der erforderliche
Anlagendruck am Manometer bzw. im Display erreicht
ist.
> Schließen Sie das Zapfventil.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inbetriebnahme 6
i
Benutzen Sie zum Entlüften des Heizgerätes
und der Heizungsanlage das Prüfprogramm
P.0: Das Gerät geht nicht in Betrieb, die
interne Hocheffizienz-Pumpe läuft intermittierend und entlüftet wahlweise den Heizungskreis oder den Speicherladekreis, siehe Kap.
9.2. Der Druck wird digital angezeigt. Um den
Entlüftungsvorgang ordnungsgemäß durchführen zu können, stellen Sie während der
Entlüftung sicher, dass der Anlagendruck
nicht unter 80 kPa (0,8 bar) abfällt. Das Entlüftungsprogramm läuft ca. 6,5 Minuten.
6.2.4
Kondenswassersiphon befüllen
a
Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch austretende
Abgase!
Abgase können durch den leeren Kondenswassersiphon austreten.
> Füllen Sie den Kondenswassersiphon mit
Wasser, damit kein Abgas durch den Siphon
entweichen kann.
> Entlüften Sie alle Heizkörper.
> Prüfen Sie anschließend nochmals den Fülldruck der
Anlage.
i
Befindet sich nach Ablauf des Entlüftungsprogramms noch zuviel Luft in der Anlage, muss
das Programm erneut gestartet werden! Nach
Beendigung des Befüllungsvorganges sollte
der Anlagendruck mindestens 20 kPa (0,2 bar)
oberhalb des Gegendruckes vom Ausdehnungsgefäß (ADG) liegen
(PAnlage  PADG + 20 kPa (0,2 bar)).
1
> Überprüfen Sie alle Anschlüsse auf Dichtheit.
6.2.3
Warmwasserseitiges Befüllen und Entlüften
> Füllen Sie das Warmwassersystem, indem Sie alle
Warmwasserzapfstellen öffnen, bis Wasser austritt.
> Sobald an allen Warmwasserzapfstellen Wasser austritt, ist der Warmwasserkreis vollständig gefüllt und
auch entlüftet.
Abb. 6.4 Kondenswassersiphon befüllen
> Schrauben Sie das Unterteil (1) des Kondenswassersiphons ab.
> Füllen Sie das Unterteil zu etwa 3/4 mit Wasser.
> Schrauben Sie das Unterteil wieder an den Kondenswassersiphon.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
27
6 Inbetriebnahme
6.3
Gaseinstellung prüfen
1
6.3.1
Werkseitige Einstellung
b
Vorsicht!
Mögliche Sachschäden durch unzulässige
Einstellung!
Veränderungen am Gasdruckregler
(3, Abb. 6.5) der Gasarmatur können zur Zerstörung der Gasarmatur und zu Störungen im
Betrieb des Heizgeräts führen.
> Verändern Sie keinesfalls die werksseitige
Einstellung des Gasdruckreglers in der Gasarmatur.
3
i
Nur AT: Das Gerät ist werkseitig auf Erdgas
eingestellt. Wenn Sie das Gerät mit Flüssiggas
betreiben wollen, müssen Sie nur den Diagnosepunkt „d.87“ von O (Erdgasbetrieb) auf 1
(Flüssiggasbetrieb 50 hPa (mbar)) umstellen.
Ein Austausch der Gasblende ist nicht erforderlich.
2
Abb. 6.5 Anschlussdruck (Gasfließdruck) messen
Betrieb mit Erdgas:
> Passen Sie das Gerät an die Gegebenheiten der Heizungsanlage an, siehe Kap. 7.2.1.
Nur AT: Betrieb mit Flüssiggas:
> Stellen Sie den Diagnosepunkt „d.87“ von 0 (Erdgasbetrieb) auf 1 (Flüssiggasbetrieb 50 hPa (mbar)).
> Nehmen Sie das Gerät in Betrieb.
> Bringen Sie den beiliegenden Umstellaufkleber unter
dem Typenschild an.
6.3.2
Anschlussdruck prüfen (Gasfließdruck)
Gehen Sie zur Überprüfung des Anschlussdruckes wie
folgt vor:
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab.
> Schließen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
> Lösen Sie die untere Messnippelschraube (1) (für den
Eingangsdruck) an der Gasarmatur.
> Schließen Sie ein Digital-Manometer oder U-RohrManometer (2) an.
> Öffnen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
> Nehmen Sie das Gerät in Betrieb (Prüfprogramm P.1,
siehe Kap. 9.2).
> Warten Sie, bis das Gerät die maximale Leistung
erreicht hat. Dies kann 2 - 3 Minuten dauern.
> Wenn der Brennerstart nicht erfolgreich verläuft,
überprüfen Sie über den Diagnosepunkt „d.87“, ob die
Gasart (0 = Erdgas bzw. 1 = Flüssiggas 50 hPa (mbar))
richtig eingestellt ist und anhand Tab. 6.4, ob die richtige Gasblende eingesetzt ist (siehe Kap. 10.4).
Gerätetyp ecoTEC
exclusiv VC 146
exclusiv VC 206
exclusiv VC 276
Gasblende für H/P
2325
2350
keine
Tab. 6.4 Gasblenden
> Messen Sie den Anschlussdruck gegen den Atmosphärendruck.
28
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inbetriebnahme 6
a
a
Gefahr!
Lebensgefahr durch Gerätefehlfunktionen
bei unzulässigem Anschlussdruck!
Erdgas:
> Sie dürfen keine Einstellungen vornehmen,
wenn der Anschlussdruck außerhalb des
Bereichs von 17 hPa (mbar) bis 25 hPa
(mbar) liegt!
> Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb, wenn
der Anschlussdruck nicht im zulässigen
Bereich liegt.
Gefahr!
Lebensgefahr durch Gerätefehlfunktionen
bei unzulässigem Anschlussdruck!
NurAT: Flüssiggas:
> Sie dürfen keine Einstellungen vornehmen,
wenn der Anschlussdruck außerhalb des
Bereichs von 42,5 hPa (mbar) bis 57,5 hPa
(mbar) liegt!
> Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb, wenn
der Anschlussdruck nicht im zulässigen
Bereich liegt.
Liegt der Anschlussdruck im zulässigen Bereich, fahren
Sie wie folgt fort:
> Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb.
> Schließen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
> Nehmen Sie das Manometer ab und schrauben Sie die
Messnippelschraube (1) wieder fest.
> Öffnen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
> Kontrollieren Sie die Messnippelschraube auf dichten
Sitz.
> Bringen Sie die Frontverkleidung wieder an und nehmen Sie das Gerät in Betrieb.
6.3.3
CO2-Gehalt prüfen
i
Eine Überprüfung der Verbrennung ist nicht
erforderlich, da diese vom Gerät ständig kontrolliert wird.
> Nehmen Sie das Gerät wieder in Betrieb.
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „+“ und „-“. Der
Modus „Schornsteinfegerbetrieb“ wird aktiviert.
> Warten Sie, bis der Einmessvorgang (S.93 im Display)
auf die Abgasanlage und die Gasqualität erfolgt ist.
Nach Erstinbetriebnahme oder Start des Prüfprogramms P.4 kann es je nach eingestellter Heizungsteillast und der vorhandenen Wärmeabnahme durch die
Heizungsanlage zu weiterem Durchlaufen des Messprogramms kommen. Nach Betätigen der Info-Taste werden
die momentan aktuellen Stati des Gerätes angezeigt.
Erscheinen dort u. a. „S.9“ oder „S.29“, so darf eine
Abgasanalyse nicht vorgenommen werden. Das gilt
auch, wenn diese Stati abwechselnd mit „S.4“ oder
„S.24“ erscheinen. Es ist der Hinweis darauf, dass das
Gerät nach 5 Minuten Brennerbetrieb das Messprogramm erneut starten wird, um Erwärmungseffekte zu
berücksichtigen. Erst wenn „S.9“ bzw. „S.29“ nicht mehr
angezeigt werden, kann eine Abgasanalyse erfolgen.
Während des Einmessvorgangs im Schornsteinfegerbetrieb (S.93), erscheint im Display solange zusätzlich rollierend die Anzeige „Abgasmessung nicht möglich“.
> Die Verbrennung regelt sich automatisch optimal ein.
Es können CO2-Werte von 8,0 bis 10,5 Vol.-% (Erdgase) und von 9,0 bis 11,8 Vol.-% (Flüssiggas) gemessen werden.
> Zur Erfüllung des Hamburger Fördermodells ist mit
vrDIALOG der Korrekturfaktor-Offset um 7 % Punkte
abzusenken.
Liegt der Anschlussdruck nicht im zulässigen Bereich
und Sie können den Fehler nicht beheben, verständigen
Sie das Gasversorgungsunternehmen und fahren Sie wie
folgt fort:
> Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb.
> Schließen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
> Nehmen Sie das Manometer ab und schrauben Sie die
Messnippelschraube (1) wieder fest.
> Kontrollieren Sie die Messnippelschraube auf dichten
Sitz.
> Bringen Sie die Frontverkleidung wieder an.
Sie dürfen das Gerät nicht wieder in Betrieb nehmen!
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
29
6 Inbetriebnahme
6.4
Gerätefunktion prüfen
6.4.1
Bei jedem Einschalten des Hauptschalters oder nach
Drücken der Entstörtaste wird im Display angefragt, ob
das Funktionsmenü gestartet werden soll. Wenn es
gestartet wird, können in einem Pull down-Menü Aktoren
des Gerätes getestet werden.
Führen Sie nach Abschluss der Installation und der Gaseinstellung eine Funktionsprüfung des Gerätes durch,
bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen und dem Betreiber übergeben.
> Nehmen Sie das Gerät entsprechend der zugehörigen
Bedienungsanleitung in Betrieb.
> Prüfen Sie Gaszuleitung, Abgasanlage, Heizungsanlage und Warmwasserleitungen auf Dichtheit.
> Überprüfen Sie die einwandfreie Installation der Luft-/
Abgasführung.
> Überzeugen Sie sich davon, dass die Frontverkleidung
ordnungsgemäß geschlossen ist.
> Prüfen Sie die Funktion der Heizung (siehe Kap. 6.4.1)
und der Warmwasserbereitung (siehe Kap. 6.4.2)
> Übergeben Sie das Gerät dem Betreiber.
Der Vaillant ecoTEC exclusiv besitzt Statuscodes, die den
Betriebszustand des Gerätes im Display anzeigen. Sie
können eine Funktionsprüfung anhand dieser Statuscodes durchführen, indem Sie die Taste „i“ drücken. Der
angezeigte Statuscode wird zusätzlich durch eine entsprechende Klartextanzeige im Display des Digitalen
Informations- und Analysesystems (DIA) plus erläutert.
Heizung
> Schalten Sie das Gerät ein.
> Stellen Sie sicher, dass eine Wärmeanforderung vorliegt.
> Drücken Sie die Taste „i”, um die Statusanzeige zu
aktivieren.
Wenn das Heizgerät korrekt läuft, erscheint im Display
der Statuscode „S.4”. Der angezeigte Statuscode wird
zusätzlich erläutert durch die Klartextanzeige „Heizbetrieb Brenner an“.
i
Bei Erstinbetriebnahme oder nach Prüfprogramm P.4 kann es bis zu 8 Minuten dauern,
bis „S.4“ erscheint.
Abb. 6.7 Displayanzeige bei Heizbetrieb
6.4.2
Speicherladung
> Schalten Sie das Gerät und den angeschlossenen
Warmwasserspeicher ein.
> Stellen Sie sicher, dass der Speicherthermostat
Wärme anfordert.
> Drücken Sie die Taste „i”.
Wenn der Speicher korrekt geladen wird, erscheint im
Display der Statuscode „S.24”. Der angezeigte Statuscode wird zusätzlich erläutert durch die Klartextanzeige
„Warmwasser Brenner an“.
Abb. 6.6 Dichtheitsprüfung
30
i
Wenn Sie Ihren Regler über eine zweiadrige
eBUS-Leitung anschließen, stellen Sie den
Drehknopf zur Einstellung der Warmwassertemperatur auf maximal mögliche Temperatur.
Die Solltemperatur für Ihren Speicher stellen
Sie an Ihrem Regler ein.
i
Bei Erstinbetriebnahme oder nach Prüfprogramm P.4 kann es bis zu 8 Minuten dauern,
bis „S.24“ erscheint.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inbetriebnahme 6
a
Abb. 6.8 Displayanzeige bei Warmwasserbetrieb
6.5
Gefahr!
Mögliche Vergiftungen und Verbrennungen
durch austretende heiße Abgase!
Es können heiße Abgase austreten und zu
Vergiftungen und Verbrennungen führen,
wenn das Heizgerät mit unvollständig montierter oder geöffneter Luft-/Abgasführung
betrieben wird oder wenn das Heizgerät bei
internen Undichtigkeiten mit geöffneter Frontverkleidung betrieben wird.
> Betreiben Sie das Heizgerät
- zur Inbetriebnahme
- zu Prüfzwecken
- im Dauerbetrieb
nur mit geschlossener Frontverkleidung
und vollständig montierter und geschlossener Luft-/Abgasführung.
Übergabe an den Betreiber
i
Nach Beendigung der Installation kleben Sie
den diesem Gerät beigefügten Aufkleber
Art.-Nr. 835593 in der Sprache des Benutzers
auf die Gerätefront.
Der Betreiber des Gerätes muss über die Handhabung
und Funktion seines ecoTEC exclusiv unterrichtet werden.
> Übergeben Sie dem Betreiber alle für ihn bestimmten
Anleitungen und Gerätepapiere zur Aufbewahrung.
> Machen Sie den Betreiber darauf aufmerksam, dass
die Anleitungen in der Nähe des ecoTEC exclusiv bleiben sollen, jedoch nicht in oder auf dem Gerät.
> Gehen Sie die Bedienungsanleitung mit dem Betreiber
durch und beantworten Sie gegebenenfalls seine Fragen.
> Weisen Sie den Betreiber insbesondere auf die Sicherheitshinweise hin, die er beachten muss.
> Weisen Sie den Betreiber auf die Notwendigkeit einer
regelmäßigen Inspektion/Wartung der Anlage hin
(empfehlen Sie den Abschluss eines Inspektions-/Wartungsvertrags).
> Unterrichten Sie den Betreiber über getroffene Maßnahmen zur Verbrennungsluftversorgung und Abgasführung. Weisen Sie besonders darauf hin, dass diese
nicht verändert werden dürfen.
> Erklären Sie dem Betreiber die Kontrolle des erforderlichen Wasserdrucks der Anlage sowie Maßnahmen
zum Nachfüllen und Entlüften der Heizungsanlage bei
Bedarf.
> Weisen Sie den Betreiber auf die richtige (wirtschaftliche) Einstellung von Temperaturen, Regelgeräten und
Thermostatventilen hin.
6.6
Garantie
6.6.1
Herstellergarantie (Österreich)
Herstellergarantie gewähren wir nur bei Installation
durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb.
Dem Eigentümer des Gerätes räumen wir diese Herstellergarantie entsprechend den Vaillant Garantiebedingungen ein (Die aktuellen Garantiebedingungen sind in der
jeweils gültigen Preisliste enthalten - siehe dazu auch
www.vaillant.at). Garantiearbeiten werden grundsätzlich
nur von unserem Werkskundendienst ausgeführt.
Wir können Ihnen daher etwaige Kosten, die Ihnen bei
der Durchführung von Arbeiten an dem Gerät während
der Garantiezeit entstehen, nur dann erstatten, falls wir
Ihnen einen entsprechenden Auftrag erteilt haben und
es sich um einen Garantiefall handelt.
6.6.2
Werksgarantie (Schweiz)
Werksgarantie gewähren wir nur bei Installation durch
einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb. Dem Eigentümer des Gerätes räumen wir eine Werksgarantie entsprechend den landesspezifischen Vaillant Geschäftsbedingungen und den entsprechend abgeschlossenen Wartungsverträgen ein.
Garantiearbeiten werden grundsätzlich nur von unserem
Werkskundendienst ausgeführt.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
31
7 Anpassen an die Heizungsanlage
7
Anpassen an die Heizungsanlage
Die ecoTEC exclusiv Geräte sind mit einem digitalen
Informations- und Analysesystem ausgestattet.
7.1
In der Tab. 7.1 sind nur die Diagnosepunkte aufgelistet,
an denen Sie Veränderungen vornehmen können. Alle
weiteren Diagnosepunkte sind für die Diagnose und Störungsbehebung erforderlich (siehe Kap. 9).
Auswahl und Einstellung von Parametern
Im Diagnosemodus können Sie verschiedene Parameter
verändern, um das Heizgerät an die Heizungsanlage
anzupassen.
+
Anhand der folgenden Beschreibung können Sie die entsprechenden Parameter auswählen:
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“.
Im Display erscheint „d. 0“.
> Blättern Sie mit den Tasten „+“ oder „–“ zur
gewünschten Diagnosenummer.
> Drücken Sie die Taste „i“.
Im Display erscheint die zugehörige Diagnoseinformation.
> Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
> Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 Sekunden gedrückt halten, bis die
Anzeige nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“ oder
betätigen Sie etwa 4 Minuten keine Taste.
+
Im Display erscheint wieder die aktuelle Heizungsvorlauftemperatur.
Abb. 7.1 Parameter einstellen
32
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Anpassen an die Heizungsanlage 7
7.2
Übersicht über die einstellbaren
Anlagenparameter
Folgende Parameter können zur Anpassung des Gerätes
an die Heizungsanlage und die Bedürfnisse des Kunden
eingestellt werden:
i
i
In der letzten Spalte können Sie Ihre Einstellun-gen eintragen, nachdem Sie die anlagenspezifischen Parameter eingestellt haben.
Die Diagnosepunkte d.14, d.17, d.18, d.20, d.26,
d.27, d.28, d.50, d.51, d.70, d.71, d.72, d.75, d.77,
d.78, d.84, d.86, d.87, d.89, d.93 und d.96
befinden sich in der 2. Diagnoseebene, siehe
Kap. 9.1.2.
Anzeige Bedeutung
Einstellbare Werte
Werkseinstellung
d. 0
Heizungsteillast
2 - 14 kW (VC 146)
4 - 21 kW (VC 206)
5 - 26 kW (VC 276)
10 kW (VC 146)
14 kW (VC 206)
19 kW (VC 276)
d. 1
Nachlaufzeit interne Hocheffizienz-Pumpe 2 - 60 min
für Heizbetrieb
5 min
d. 2
Max. Sperrzeit Heizung bei 20 °C Vorlauf- 2 - 60 min
temperatur
Pumpendrehzahl Sollwert
Sollwert interne Pumpe in %:
0 = auto, 1 = 53, 2 = 60, 3 = 70, 4 = 85,
5 = 100
20 min
Umschaltung Vorlauf-/Rücklaufregelung
Heizung
Pumpenbetriebsart (Nachlauf)
0 = Vorlauf, 1 = Rücklauf
0
0 = Nachlaufend, 1 = Weiterlaufend,
2 = Winter, 3 = Intermittierend
40 bis 70 °C
3
d.14
d.17
d.18
d.20
Max. Einstellwert für Speicher-Sollwert
d.26
Ansteuerung Zusatzrelais ecoTEC
exclusiv
0 (auto)
1
d.50
d.51
Offset für Maximaldrehzahl
-45
d.70
Einstellen Vorrangumschaltventil-Stellung 0 = Normalbetrieb
1 = Mittelstellung (Parallelbetrieb)
2 = dauerhafte Heizungsstellung
Sollwert max. Vorlauftemperatur Heizung 40 bis 85 °C
d.28
d.71
Tab. 7.1
in Upm/10, Einstellbereich: -99 bis 0
nicht verstellen
65 °C
1 = Zirkulationspumpe
2 = ext. Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext.Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht
unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
Umschaltung Relais 1 auf dem Multifunkti- 1 = Zirkulationspumpe
onsmodul „2 aus 7“
2 = ext. Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext. Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht
unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
Umschaltung Relais 2 auf dem Multifunkti- 1 = Zirkulationspumpe
onsmodul „2 aus 7“
2 = ext. Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext. Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht
unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
Offset für Minimaldrehzahl
in Upm/10, Einstellbereich: 0 bis 300
d.27
Anlagenspezifische
Einstellung
1
2
30
0
75 °C
Einstellbare Parameter Ebene 1 und 2 (Forts. nächste
Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
33
7 Anpassen an die Heizungsanlage
Anzeige Bedeutung
Einstellbare Werte
Werkseinstellung
d.72
Nachlaufzeit interne Hocheffizienz-Pumpe 0 - 600 s
nach Speicherladung
80 s
d.75
max. Ladezeit für Warmwasserspeicher
ohne eigene Regelung
20 - 90 min
45 min
d.77
Begrenzung der Speicherladeleistung in
kW
2 - 16 kW (VC 146)
4 - 24 kW (VC 206
5 - 29 kW (VC 276)
16 kW (VC 146)
24 kW (VC 206)
29 kW (VC 276)
d.78
Begrenzung der Speicherladetemperatur
in °C
55 - 90 °C
80 °C
d.84
Wartungsanzeige: Anzahl der Stunden bis 0 bis 3000 h und „-“
zur nächsten Wartung
(300 entspricht 3000 h, „-“ = deaktiviert)
d.86
Servicebetrieb
präventive Wartungszähler: 0 = aus, 1 = ein 1
mit ändern von 1 auf 0 und zurück = Reset
der Wartungsanzeige und der Zähler
d.87
Gasart einstellen
0 = Erdgas
1 = Flüssiggas 50 hPa (mbar)
2 = Flüssiggas 30/37 hPa (mbar)
0
8%
d.89
Start-Offset
Einstellbereich: -10 … 15 %
d.93
Einstellung Gerätevariante DSN
d.96
Werkseinstellung
Einstellbereich: 0 bis 99
6 = VC 146
7 = VC 206
8 = VC 276
1 = Rücksetzung einstellbarer Parameter
auf Werkseinstellung
d.97
Aktivierung der 2. Diagnoseebene
Code: 17 für 2.Ebene
d.98
Telefonnummer Fachhandwerker
einprogrammierbare Telefonnummer
d.99
Sprachvariante
einstellbare Sprachen: Deutsch, Englisch,
Dänisch, Französisch, Niederländisch,
Italienisch
Anlagenspezifische Einstellung
„-“
Tab. 7.1 Einstellbare Parameter Ebene 1 und 2 (Forts.)
7.2.1
Heizungsteillast einstellen
Die Geräte sind werksseitig auf 10 kW (VC 146), 14 kW
(VC 206) und 19 kW (VC 276) eingestellt. Unter dem
Diagnosepunkt „d. 0“ können Sie einen Wert einstellen,
der der Geräteleistung in kW entspricht.
7.2.2
Pumpennachlaufzeit und Pumpenbetriebsart
einstellen
Die Pumpennachlaufzeit für den Heizbetrieb ist werkseitig auf einen Wert von 5 Minuten eingestellt. Sie kann
unter dem Diagnosepunkt „d. 1“ im Bereich von 2 bis
60 Minuten eingestellt werden. Unter dem Diagnosepunkt „d.18“ können Sie ein anderes Nachlaufverhalten
der Pumpe einstellen.
Nachlaufend: Nach Beendigung der Heizungsanforderung läuft die interne Hocheffizienz-Pumpe die unter
„d. 1“ eingestellte Zeit nach.
34
Weiterlaufend: Die interne Hocheffizienz-Pumpe wird
eingeschaltet, wenn der Drehknopf zur Einstellung der
Heizungsvorlauftemperatur nicht im Linksanschlag steht
und die Wärmeanforderung über einen externen Regler
freigeschaltet ist.
Intermittierend: Diese Pumpenbetriebsart ist sinnvoll,
um bei sehr geringem Wärmebedarf und großen Temperaturunterschieden zwischen Sollwert Speicherladung
und Sollwert Heizbetrieb die Restwärme nach einer Speicherladung abzuführen. Eine Unterversorgung der
Wohnräume wird dadurch vermieden. Bei vorliegendem
Wärmebedarf wird die Pumpe nach Ablauf der Nachlaufzeit alle 25 min für 5 min eingeschaltet.
7.2.3
Maximale Vorlauftemperatur einstellen
Die maximale Vorlauftemperatur für den Heizbetrieb ist
werkseitig auf 75 °C eingestellt. Sie kann unter dem Diagnosepunkt „d.71“ zwischen 40 und 85 °C eingestellt
werden.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Anpassen an die Heizungsanlage 7
7.2.4
Brennersperrzeit einstellen
Um ein häufiges Ein- und Ausschalten des Brenners zu
vermeiden (Energieverlust), wird nach jedem Abschalten
des Brenners eine elektronische Wiedereinschaltsperre
für eine bestimmte Zeit aktiviert. Die Brennersperrzeit
kann den Verhältnissen der Heizungsanlage angepasst
werden.
Die Brennersperrzeit wird nur für den Heizbetrieb aktiviert.
Ein Warmwasserbetrieb während einer laufenden Brennersperrzeit beeinflusst das Zeitglied nicht. Die maximale Brennersperrzeit ist unter Diagnosepunkt „d.2“
zwischen 2 und 60 min einstellbar (Werkseinstellung:
20 min). Die jeweils wirksame Sperrzeit errechnet sich
dann aus der momentanen Vorlauf-Solltemperatur und
der eingestellten maximalen Brennersperrzeit.
Durch Betätigen der Entstörtaste sowie durch kurzzeitiges Aktivieren des Sommerbetriebes (Vorlauf-SollPotentiometer kurz auf Linksanschlag und danach wieder in Ausgangsposition), kann das Zeitglied zurückgesetzt bzw. gelöscht werden. Die nach einer Regelabschaltung im Heizbetrieb verbleibende Brennersperrzeit ist
unter dem Diagnosepunkt „d.67“ abrufbar.
TVor (Soll)
[°C]
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
Eingestellte maximale Brennersperrzeit [min]
1
5
10
15
20
25
2,0
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
2,0
4,5
9,2
14,0
18,5
23,0
2,0
4,0
8,5
12,5
16,5
20,5
2,0
4,0
7,5
11,0
15,0
18,5
2,0
3,5
6,5
10,0
13,0
16,5
2,0
3,0
6,0
8,5
11,5
14,0
2,0
3,0
5,0
7,5
9,5
12,0
2,0
2,5
4,5
6,0
8,0
10,0
2,0
2,0
3,5
5,0
6,0
7,5
2,0
1,5
2,5
3,5
4,5
5,5
2,0
1,5
2,0
2,5
2,5
3,0
2,0
1,0
1,0
1,0
1,0
1,0
30
30,0
27,5
25,0
22,0
19,5
17,0
14,0
11,5
9,0
6,5
3,5
1,0
35
35,0
32,0
29,0
25,5
22,5
19,5
16,5
13,5
10,5
7,0
4,0
1,0
40
40,0
36,5
33,0
29,5
26,0
22,5
18,5
15,0
11,5
8,0
4,5
1,0
45
45,0
41,0
37,0
33,0
29,0
25,0
21,0
17,0
13,0
9,0
5,0
1,0
50
50,0
45,0
41,0
36,5
32,0
27,5
23,5
19,0
14,5
10,0
5,5
1,0
55
55,0
50,0
45,0
40,5
35,5
30,5
25,5
20,5
15,5
11,0
6,0
1,0
60
60,0
54,5
49,5
44,0
38,5
33,0
28,0
22,5
17,0
11,5
6,5
1,0
Tab. 7.2 Wirksame Brennersperrzeiten
Die jeweils wirksamen Brennersperrzeiten in Abhängigkeit von der Vorlauf-Solltemperatur und der maximal
eingestellten Brennersperrzeit können Tab. 7.2 entnommen werden.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
35
7 Anpassen an die Heizungsanlage
Die Elektronik des ecoTEC exclusiv ermöglicht es Ihnen,
Wartungsintervalle für das Gerät festzulegen. Diese
Funktion dient dazu, nach einer bestimmten, einstellbaren Anzahl von Brennerbetriebsstunden die Meldung
auszugeben, dass das Heizgerät gewartet werden muss.
Die Wartungsmeldung SEr wird nach Ablauf der eingestellten Brennerbetriebsstunden auf dem Display des
ecoTEC exclusiv abwechselnd mit der aktuellen Vorlauftemperatur angezeigt. Auf dem Display der eBUS-Regler
(Zubehör) erscheint die Anzeige „Wartung“.
Wärmebedarf
Anzahl
Personen
1-2
2-3
1-2
2-3
2-3
3-4
3-4
4-5
3-4
4-6
5,0 kW
10,0 kW
15,0 kW
20,0 kW
25,0 kW
Brennerbetriebsstunden bis zur
nächsten Inspektion/Wartung (in
Abhängigkeit vom Anlagentyp)
1.050 h
1.150 h
1.500 h
1.600 h
1.800 h
1.900 h
2.600 h
2.700 h
2800 h
2.900 h
Tab. 7.3 Richtwerte für Betriebsstunden
Über den Diagnosepunkt „d.84“ können die Betriebsstunden bis zur nächsten Wartung eingestellt werden.
Richtwerte hierfür können der Tab. 7.3 entnommen werden; diese Werte entsprechen etwa einer Gerätebetriebszeit von einem Jahr.
Die Betriebsstunden sind in Zehnerschritten im Bereich
von 0 bis 3000 h einstellbar.
Wird im Diagnosepunkt „d.84“ kein Zahlenwert, sondern
das Symbol „–“ eingegeben, so ist die Funktion „Wartungsanzeige“ nicht aktiv.
i
7.2.6
Nach Ablauf der eingestellten Betriebsstunden muss das Wartungsintervall erneut im
Diagnosemodus eingegeben werden.
Ist in der Heizungsanlage eine hydraulische
Weiche installiert, so wird empfohlen, die
Drehzahlregelung auszuschalten und die Pumpenleistung auf 100 % einzustellen.
600
100%
90%
80%
70%
40%
500
400
300
200
100
0
0
200
400
600
800
1000 1200 1400
Fördermenge [l/h]
Abb. 7.2 Pumpenkennlinie ecoTEC exclusiv VC 146 und VC 206
600
100%
90%
80%
70%
40%
500
400
300
200
100
0
0
200
400
600
800
1000 1200 1400
Fördermenge [l/h]
Abb. 7.3 Pumpenkennlinie ecoTEC exclusiv VC 276
Einstellung
Um die Pumpenleistung von der automatischen Drehzahlregelung auf einen Festwert umzustellen, geben Sie
im Diagnosecode „d.14“ („Pumpendrehzahl Sollwert“)
den gewünschten Wert von 53, 60, 70, 85 oder 100 %
der max. möglichen Pumpenleistung ein.
Pumpenleistung einstellen
Ihr ecoTEC exclusiv Gerät ist mit einer drehzahlgeregelten Hocheffizienz-Pumpe ausgestattet, die sich selbsttätig an die hydraulischen Verhältnisse der Heizungsanlage anpasst.
Im Bedarfsfall können Sie die Pumpenleistung im Diagnosemodus manuell in fünf wählbaren Stufen von 53,
60, 70, 85 oder 100 % der maximal möglichen Leistung
fest einstellen. Die Drehzahlregelung ist damit ausgeschaltet.
Die Betriebsart der Pumpe ist nach EnEV 2000 werkseitig auf „auto“ (Diagnosepunkt d.14 = 0) eingestellt.
36
i
Restförderhöhe [mbar]
Wartungsintervall festlegen/Wartungsanzeige
Restförderhöhe [mbar]
7.2.5
7.2.7
Anpassung des Gerätes an größere
Abgasrohrlängen
Der ecoTEC exclusiv verfügt über eine automatische
Rohrlängenanpassung, die bei jedem Einschalten des
Hauptschalters durchgeführt wird. Damit können auch
größere Abgasrohrlängen realisiert werden (siehe beiliegende Montageanleitung „Luft-/Abgasführung“). Eine
manuelle Anpassung ist nicht erforderlich.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inspektion und Wartung 8
8
8.1
Inspektion und Wartung
Funktionsmenü
i
8.2
Bei jedem Einschalten des Hauptschalters
oder nach Drücken der Entstörtaste wird im
Display angefragt, ob das Funktionsmenü
gestartet werden soll. Wenn es gestartet wird,
können in einem Pull-down-Menü Aktoren des
Gerätes getestet werden.
Inspektions- und Wartungsintervalle
a
a
Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Inspektion/Wartung!
Eine unsachgemäße Inspektion/Wartung kann
zu Undichtigkeiten und Explosion führen.
> Die Inspektion/Wartung darf nur von einem
anerkannten Fachhandwerker durchgeführt
werden.
Gefahr!
Mögliche Vergiftungen und Verbrennungen
durch austretende heiße Abgase!
Es können heiße Abgase austreten und zu
Vergiftungen und Verbrennungen führen,
wenn das Heizgerät mit unvollständig montierter oder geöffneter Luft-/Abgasführung
betrieben wird oder wenn das Heizgerät bei
internen Undichtigkeiten mit geöffneter Frontverkleidung betrieben wird.
> Betreiben Sie das Heizgerät
- zur Inbetriebnahme
- zu Prüfzwecken
- im Dauerbetrieb
nur mit geschlossener Frontverkleidung
und vollständig montierter und geschlossener Luft-/Abgasführung.
Sachgemäße, regelmäßige Inspektionen (1 x jährlich) und
Wartungen (zumindest alle 2 Jahre ein Mal) sowie die
ausschließliche Verwendung von Originalersatzteilen
sind für einen störungsfreien Betrieb und eine hohe
Lebensdauer des Vaillant ecoTEC exclusiv von ausschlaggebender Bedeutung.
Wir empfehlen daher den Abschluss eines Inspektionsbzw. Wartungsvertrages.
Die Inspektion dient dazu, den Ist-Zustand an einem
Gerät festzustellen und mit dem Soll-Zustand zu vergleichen. Dies geschieht durch Messen, Prüfen, Beobachten.
Die Wartung ist erforderlich, um gegebenenfalls Abweichungen des Ist-Zustandes vom Soll-Zustand zu beseitigen. Dies geschieht üblicherweise durch Reinigen, Ein-
stellen und ggf. Austauschen einzelner, Verschleiß unterliegender Komponenten.
Für den Vaillant ecoTEC exclusiv wird empfohlen, eine
jährliche Inspektion durchzuführen.
Durch die Datenabfrage im Diagnosesystem, einfache
optische Prüfung und eine Luftzahlmessung kann eine
Inspektion auch ohne Demontage von Bauteilen schnell
und wirtschaftlich durchgeführt werden.
Erfahrungsgemäß ist es unter normalen Betriebsbedingungen nicht erforderlich, jährlich Reinigungsarbeiten
an Brenner und Integral-Kondensations-Wärmetauscher
durchzuführen. Diese Wartungsintervalle (zumindest alle
2 Jahre ein Mal) und deren Umfang werden vom Fachmann anhand des bei der Inspektion festgestellten Gerätezustandes bestimmt.
Alle Inspektions- und Wartungsarbeiten sind in der Reihenfolge gemäß Tab. 8.1 vorzunehmen.
8.3
Allgemeine Inspektions- und
Wartungsanweisungen
Um alle Funktionen Ihres Vaillant Gerätes auf Dauer
sicherzustellen und um den zugelassenen Serienzustand
nicht zu verändern, dürfen bei Inspektionen, Wartungsund Instandhaltungsarbeiten nur Original Vaillant Ersatzteile verwendet werden!
Für AT: Informationen über die verfügbaren Original Vaillant Ersatzteile erhalten Sie bei der Vaillant Group Austria GmbH.
Für CH: Informationen über die verfügbaren Original
Vaillant Ersatzteile erhalten Sie bei der Vaillant GmbH
und bei Vaillant Sàrl.
Sicherheitshinweise
e
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Anschlüssen!
An den Einspeiseklemmen des Gerätes liegt
auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an.
> Schalten Sie vor Arbeiten am Gerät immer
die Stromzufuhr zum Gerät ab und sichern
Sie diese gegen unbefugtes Wiedereinschalten!
i
Sind Inspektions- und Wartungsarbeiten bei
eingeschaltetem Hauptschalter nötig, wird bei
der Beschreibung der Wartungsarbeit darauf
hingewiesen.
Führen Sie vor Wartungsarbeiten immer folgende
Arbeitsschritte durch:
> Schalten Sie den Hauptschalter aus.
> Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz, indem Sie den
Netzstecker ziehen oder das Gerät über eine Trenn-
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
37
8 Inspektion und Wartung
vorrichtung mit mindestens 3 mm Kontaktöffnung
(z. B. Sicherungen oder Leistungsschalter) spannungsfrei machen.
> Schließen Sie den Gasabsperrhahn.
> Schließen Sie die Wartungshähne im Heizungsvorund -rücklauf.
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab.
Führen Sie nach Abschluss aller Wartungsarbeiten
immer folgende Arbeitsschritte durch:
> Öffnen Sie die Wartungshähne im Heizungsvor- und
-rücklauf.
> Füllen Sie, falls erforderlich, das Gerät heizwasserseitig wieder auf einen Druck zwischen 100 und 200 kPa
(1,0 und 2,0 bar) auf und entlüften Sie die Heizungsanlage (siehe Kap. 6.2.2, Befüllen des Gerätes und
Verwendung des Prüfprogrammes P.0).
> Öffnen Sie den Gasabsperrhahn.
> Verbinden Sie das Gerät wieder mit dem Stromnetz,
und schalten Sie den Hauptschalter ein.
> Überprüfen Sie das Gerät gas- und wasserseitig auf
Dichtheit.
> Füllen und entlüften Sie, falls erforderlich, nochmals
die Heizungsanlage.
> Bringen Sie die Frontverkleidung des Gerätes an.
> Führen Sie eine Funktionsprüfung des Gerätes durch.
durchzuführen bei:
Inspektion Wartung
Nr.
Arbeitsschritt
1
Gerät vom Stromnetz trennen, Gaszufuhr und Wartungshähne schließen,
Gerät wasserseitig drucklos machen (Manometer beobachten)
X
2
Thermo-Kompaktmodul ausbauen
X
3
Integral-Kondensations-Wärmetauscher reinigen
X
4
Brenner auf Verschmutzung prüfen
X
5
Thermo-Kompaktmodul einbauen. Achtung: Dichtungen auswechseln!
6
Elektrische Steckverbindungen und Anschlüsse auf korrekten Sitz prüfen, ggf. korrigieren
X
X
7
Vordruck des Ausdehnungsgefäßes prüfen, ggf. nachfüllen
Wartungshähne öffnen, Gerät/Anlage auffüllen auf ca.100 - 200 kPa (1,0 - 2,0 bar) (je nach statischer Höhe
der Anlage)
Entlüftungsprogramm starten
Gerät auf allgemeinen Zustand prüfen, allgemeine Verschmutzungen am Gerät und in der Unterdruckkamer entfernen
X
X
8
9
10
Kondenswassersiphon im Gerät prüfen, evtl. reinigen und füllen
11
Kondenswasserwege im Gerät reinigen
X
X
X
X
X
X
X
12
Gaszufuhr und Wartungshähne öffnen, Gerät einschalten
X
X
13
Probebetrieb von Gerät und Heizungsanlage inkl. Warmwasserbereitung durchführen, ggf. entlüften
X
X
14
Zünd- und Brennerverhalten prüfen
X
X
15
Gerät auf abgas-, warmwasser- und kondenswasserseitige Dichtheit prüfen
X
X
16
Luft-/Abgas-Anlage auf Dichtheit und Befestigung prüfen, evtl. korrigieren
X
X
17
Frontverkleidung schließen und Gerät neu starten
X
18
Gaseinstellung des Gerätes prüfen, ggf. neu einstellen und protokollieren
19
Warmwasserspeicher warten (falls vorhanden): Innenbehälter spülen, Magnesium-Schutzanode auf Abtragung prüfen, nach max. 5 Jahren tauschen.
X
X
20
Durchgeführte Inspektion/Wartung protokollieren
X
X
X
X
Tab. 8.1 Arbeitsschritte bei Inspektions- und Wartungsarbeiten
38
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inspektion und Wartung 8
8.4
Gerät und Heizungsanlage füllen/entleeren
8.5
Thermo-Kompaktmodul warten
8.4.1
Gerät und Heizungsanlage füllen
8.5.1
Thermo-Kompaktmodul ausbauen
Das Füllen des Gerätes und der Heizungsanlage ist in
Kap. 6.2 beschrieben.
8.4.2 Gerät entleeren
> Schließen Sie die Wartungshähne des Gerätes.
> Starten Sie das Prüfprogramm P.6 (VUV-Mittenstellung).
> Öffnen Sie die Entleerungsventile an den Wartungshähnen.
> Stellen Sie sicher, dass die Kappe des Schnellentlüfters an der Hocheffizienz-Pumpe geöffnet ist, damit
das Gerät vollständig entleert wird.
8.4.3
Gesamte Anlage entleeren
> Befestigen Sie einen Schlauch an der Entleerungsstelle der Anlage.
> Bringen Sie das freie Ende des Schlauchs an eine
geeignete Ablaufstelle.
> Starten Sie das Prüfprogramm P.6 (VUV-Mittenstellung).
> Stellen Sie sicher, dass die Wartungshähne des Heizgerätes und die Kappe des Schnellentlüfters an der
Hocheffizienz-Pumpe geöffnet sind.
> Öffnen Sie den Entleerungshahn.
> Öffnen Sie die Entlüftungsventile an den Heizkörpern.
Beginnen Sie am höchstgelegenen Heizkörper und
fahren Sie dann weiter von oben nach unten fort.
> Wenn das Wasser abgelaufen ist, schließen Sie die
Entlüftungsventile der Heizkörper und den Entleerungshahn wieder.
a
Gefahr!
Verbrühungs- und Verbrennungsgefahr
durch heiße Bauteile!
Am Thermo-Kompaktmodul und an allen Wasser führenden Bauteilen besteht die Gefahr
von Verbrennungen und Verbrühungen.
> Lassen Sie die Bauteile abkühlen bevor Sie
mit der Arbeit beginnen.
Das Thermo-Kompaktmodul besteht aus dem drehzahlgeregelten Gebläse, der Gaszufuhr (Gemischrohr) zum
Gebläse-Vormischbrenner sowie dem Vormischbrenner
selbst. Diese drei Einzelbauteile bilden die gemeinsame
Baueinheit Thermo-Kompaktmodul.
Zur Demontage gehen Sie folgendermaßen vor:
> Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz.
> Schließen Sie die Gaszufuhr zum Gerät.
> Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab.
> Klappen Sie die Elektronikbox ab.
7
6
1
2
5
3
4
Abb. 8.1 Thermo-Kompaktmodul ausbauen
> Ziehen Sie die Stecker vom Gebläse (3) und Luftdrucksensor (5) ab.
> Lösen Sie die Schraube, die das Luftansaugrohr
befestigt.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
39
8 Inspektion und Wartung
> Schrauben Sie die 1/2 Zoll Überwurfmutter (4) am
Gasrohr ab.
> Schieben Sie das Luftansaugrohr nach links, so dass
der Stutzen zum Gebläse freiliegt und nehmen Sie das
Luftansaugrohr mit Gasrohr und Luftdrucksensor heraus.
> Ziehen Sie die beiden Stecker der Zünd- und Erdungsleitung von der Zündelektrode (6) ab.
> Lösen Sie die 5 Muttern (1) inklusive dem Halter für
das Luftansaugrohr.
> Ziehen Sie das komplette Thermo-Kompaktmodul (2)
vom Integral-Kondensations-Wärmetauscher (7) ab.
> Prüfen Sie nach der Demontage den Brenner und den
Integral-Kondensations-Wärmetauscher auf Beschädigungen und Verschmutzungen und führen Sie, falls
erforderlich, die Reinigung der Bauteile gemäß den
fol-genden Abschnitten durch.
> Prüfen Sie die Isolierschicht an der Brennertür. Wenn
sie Anzeichen von Beschädigungen aufweist, muss sie
erneuert werden (Art.-Nr. 210734).
8.5.2
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
reinigen
b
Vorsicht!
Mögliche Sachschäden durch Spritzwasser!
Wenn Sie die Elektronikbox nicht ausreichend
schützen, kann beim Reinigungsvorgang Wasser eindringen und die Elektronik beschädigen.
> Schützen Sie die heruntergeklappte
Elektronikbox gegen Spritzwasser.
(4) können Sie auch den Kondenswassersammelraum
reinigen.
> Spülen Sie nach einer Einwirkzeit von ca. 20 Minuten
die gelösten Verschmutzungen mit einem scharfen
Wasserstrahl ab. Vermeiden Sie es, den Wasserstrahl
direkt auf die Isolierfläche (3) an der Rückseite des
Integral-Kondensations-Wärmetauschers zu richten.
Sie können zum Reinigen auch eine Kunststoffbürste
verwenden.
8.5.3
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
entkalken
> Schließen Sie die Wartungshähne.
> Entleeren Sie das Gerät , wie unter 8.4.2 beschrieben.
> Füllen Sie den Kalklöser (ET 990098) in das Gerät
ein.
> Befüllen Sie das Gerät mit klarem Wasser bis zum
Nenndruck.
> Stellen Sie die Hocheffizienz-Pumpe auf „weiterlaufend“.
> Heizen Sie das Gerät über die Schornsteinfegertaste
auf.
> Lassen Sie den Entkalker im Schornsteinfegerbetrieb
ca. 30 Minuten einwirken.
> Spülen Sie dann das Gerät gründlich mit klarem Wasser aus.
> Stellen Sie die Hocheffizienz-Pumpe wieder auf den
Ausgangszustand zurück.
> Öffnen Sie die Wartungshähne und füllen Sie gegebenenfalls die Heizungsanlage auf.
8.5.4
Brenner prüfen
1
1
2
2
3
3
4
Abb. 8.2 Integral-Kondensations-Wärmetauscher reinigen
> Bauen Sie das Thermo-Kompaktmodul aus, wie unter
8.5.1 beschrieben.
> Reinigen Sie die Heizspirale (1) des Integral-Kondensations-Wärmetauschers (2) mit einer handelsüblichen
Essig-Essenz. Spülen Sie mit Wasser nach. Das Wasser
läuft aus dem Integral-Kondensations-Wärmetauscher
durch den Kondenswassersiphon ab. Über die Öffnung
40
Abb. 8.3 Abb. 8.3 Brennertürdichtungen ersetzen
Der Brenner (2) ist wartungsfrei und braucht nicht gereinigt zu werden.
> Prüfen Sie die Oberfläche des Brenners auf Beschädigungen; tauschen Sie ihn ggf. aus.
> Bauen Sie nach Prüfung/Austausch des Brenners das
Thermo-Kompaktmodul ein, wie in Kap. 8.5.5
beschrieben.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inspektion und Wartung 8
8.5.5
Thermo-Kompaktmodul einbauen
a
Gefahr!
Mögliche Personen- und Sachschäden durch
heiße Abgase!
Wenn Sie die Dichtung und die selbst-sichernden Muttern an der Brennertür nicht erneuern, dann können heiße Abgase austreten und
zu Verletzungen und Sachschäden führen.
> Erneuern Sie nach jedem Öffnen der Brennertür die Dichtung (1) und die selbstsichernden Muttern an der Brennertür (z. B.
bei Wartungs- und Servicearbeiten).
> Erneuern Sie die Isolierschicht an der Brennertür, wenn diese Anzeichen von Beschädigungen aufweist (Art.-Nr. 210 734).
8.6
Kondenswassersiphon reinigen
a
Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch austretende
Abgase!
Abgase können durch den leeren Kondenswassersiphon austreten.
> Füllen Sie den Kondenswassersiphon mit
Wasser, damit kein Abgas durch den Siphon
entweichen kann.
1
> Erneuern Sie die Dichtungen (1) und (3) in der Brennertür (siehe Abb. 8.3).
> Stecken Sie das Thermo-Kompaktmodul (2, Abb. 8.1)
auf den Integral-Kondensations-Wärmetauscher (7,
Abb. 8.1).
> Ziehen Sie die fünf Muttern (1, Abb. 8.1) über Kreuz
fest, bis die Brennertür an den Anschlagflächen
gleichmäßig anliegt.
> Schließen Sie die beiden Stecker der Zünd- und Erdleitung an die Zündelektrode (6, Abb. 8.1) an.
> Prüfen Sie, ob der Dichtring im Luftansaugrohr richtig
im Dichtungssitz liegt.
> Stecken Sie das Luftansaugrohr mit Gasrohr und Luftdrucksensor wieder auf den Gebläsestutzen. Befestigen Sie das Luftansaugrohr am Halter.
> Setzen Sie eine neue Gasdichtung zur Montage des
Gasrohres an der Gasarmatur ein.
> Kontrollieren Sie die rote Silikondichtung zwischen
Gas- und Luftansaugrohr auf richtigen Sitz.
> Schließen Sie die Stecker am Gebläse (3, Abb. 8.1) und
Luftdrucksensor (5, Abb. 8.1) an.
> Öffnen Sie die Gaszufuhr am Gerät.
Abb. 8.4 Kondenswassersiphon reinigen
> Schrauben Sie das Unterteil (1) des Kondenswassersiphons ab.
> Reinigen Sie das Siphon-Unterteil, indem Sie es mit
Wasser ausspülen.
> Füllen Sie anschließend das Unterteil zu etwa 3⁄4 mit
Wasser.
> Schrauben Sie das Unterteil wieder an den Kondenswassersiphon.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
41
8 Inspektion und Wartung
8.7
Kondenswasserwege reinigen
8.8
Vordruck des Ausdehnungsgefäßes prüfen
2
1
1
Abb. 8.5 Ausbau des Kondenswassersiphons
Abb. 8.6 Vordruck des Ausdehnungsgefäßes prüfen
> Nehmen Sie zum Reinigen der Kondenswasserwege
den kompletten Kondenswassersiphon durch Herausziehen der Klammer (1) ab. Danach ist der Kondenswasserablaufstutzen am Integral-Kondensations-Wärmetauscher zugänglich.
> Über die untere Reinigungsöffnung (2) am IntegralKondensations-Wärmetauscher können Sie Schmutzansammlungen im vorderen Kondenswasserablaufbereich entfernen.
> Befüllen Sie den Siphon wieder mit Wasser.
> Messen Sie den Vordruck des Ausdehnungsgefäßes
bei drucklosem Gerät am Prüfstutzen (1) des Gefäßes.
> Füllen Sie das Ausdehnungsgefäß bei einem Druck
von weniger als 75 kPa (0,75 bar) entsprechend der
statischen Höhe der Heizungsanlage mit Luft nach.
> Tritt am Prüfstutzen (1) des Ausdehnungsgefäßes
Wasser aus, müssen Sie das Gefäß austauschen.
8.9
Anschlussdruck prüfen (Gasfließdruck)
Zur Überprüfung des Anschlussdruckes gehen Sie wie in
Kap. 6.3.2 beschrieben vor.
8.10
CO2-Gehalt prüfen (nicht zwingend
erforderlich)
Zur Überprüfung des CO2-Gehaltes gehen Sie wie in Kap.
6.3.3 beschrieben vor.
42
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Inspektion und Wartung 8
8.11
Probebetrieb
Führen Sie nach Abschluss der Wartungsarbeiten folgende Überprüfungen durch:
> Nehmen Sie das Gerät entsprechend der zugehörigen
Bedienungsanleitung in Betrieb.
8.12
Wartungssignal (Servicebetrieb) zurücksetzen
Nach Wartung/Reparatur müssen Sie in der 2. Diagnoseebene (siehe Kap. 9.1.2) unter dem Diagnosepunkt
„d.86“ die Servicefunktion deaktivieren und anschließend wieder aktivieren.
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“.
> Halten Sie die Taste „-“ solange gedrückt, bis im Display d.86 erscheint.
> Drücken Sie die Taste „i“, im Display erscheint „1“.
> Drücken Sie die Taste „-“, im Display erscheint „0“.
> Halten Sie die Taste „i“ 5 Sekunden gedrückt, bis die
Anzeige nicht mehr blinkt.
> Drücken Sie die Taste „+“, im Display erscheint „1“.
> Halten Sie die Taste „i“ 5 Sekunden gedrückt, bis die
Anzeige nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“ oder
betätigen Sie etwa 4 Minuten keine Taste.
Im Display erscheint wieder, je nach Einstellung, entweder die aktuelle Vorlauftemperatur oder der aktuelle
Wasserdruck der Heizungsanlage.
Abb. 8.7 Dichtheitsprüfung
> Prüfen Sie das Gerät auf gas- und wasserseitige Dichtheit.
> Überprüfen Sie die Luft-/Abgas-Anlage auf Dichtheit
und Befestigung.
> Prüfen Sie die Funktion der Heizung (siehe Kap. 6.4.1)
und der Warmwasserbereitung (siehe Kap. 6.4.2).
> Protokollieren Sie die durchgeführte Inspektion/Wartung auf dem dafür vorgesehenen Formblatt des Inspektions-bzw. Wartungsvertrages.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
43
9 Störungsbeseitigung
9
Störungsbeseitigung
i
Wenn Sie sich an Ihren Vaillant-Kundendienst
bzw. Vaillant-Servicepartner wenden wollen,
nennen Sie nach Möglichkeit den angezeigten
Fehlercode (F.xx) und den Gerätestatus (S.xx).
Bei der Fehlerdiagnose können Sie das Funktionsmenü zur Hilfe heranziehen. Hiermit können einzelne Komponenten des Gerätes angesteuert und getestet werden. Um in das Funktionsmenü zu gelangen, müssen Sie entweder
die Entstörtaste drücken oder das Gerät
zunächst aus- und dann wieder einschalten
(siehe Kap. 6.1).
9.1
Diagnose
9.1.1
Statuscodes
Die Statuscodes, die Sie über das Display erhalten,
geben Ihnen Informationen über den aktuellen Betriebszustand des Gerätes.
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt aufrufen:
Im Display erscheint wieder, je nach Einstellung, die
aktuelle Vorlauftemperatur oder der aktuelle Wasserdruck der Heizungsanlage.
Die Servicemeldungen „S.73“ – „S.75“, „S.81“, „S.84“
und „S.85“ können Sie zurücksetzen, indem Sie den DIAPunkt „d.86“ zunächst auf „0“ und dann wieder auf „1“
stellen. Die Servicemeldung „S.76“ erlischt selbsttätig,
wenn der Wasserdruck im richtigen Bereich liegt. Dies
kann bis zu 20 Sekunden dauern.
Anzeige Bedeutung
Heizbetrieb
S. 0
Heizung kein Wärmebedarf
S. 1
Heizbetrieb Gebläseanlauf
S. 2
Heizbetrieb Pumpenvorlauf
S. 3
Heizbetrieb Zündung
S. 4
Heizbetrieb Brenner an
S. 5
Heizbetrieb Pumpen- / Gebläsenachlauf
S. 6
Heizbetrieb Gebläsenachlauf
S. 7
Heizbetrieb Pumpennachlauf
S. 8
Heizung Restsperrzeit xx Minuten
S. 9
Heizbetrieb Messprogramm
Warmwasserbetrieb
S.20
S.21
S.22
S.23
S.24
S.25
S.26
S.27
S.28
S.29
Warmwasser Anforderung
Warmwasserbetrieb Gebläseanlauf
Warmwasserbetrieb Pumpenvorlauf
Warmwasserbetrieb Zündung
Warmwasserbetrieb Brenner an
Warmwasserbetrieb Pumpen- / Gebläsenachlauf
Warmwasserbetrieb Gebläsenachlauf
Warmwasserbetrieb Pumpennachlauf
Warmwasser Brennersperrzeit
Warmwasserbetrieb Messprogramm
Sonderfälle
S.30
S.31
S.32
S.33
Abb. 9.1 Displayanzeige der Statuscodes
S.34
S.36
> Drücken Sie die Taste „i”.
Im Display erscheint der Statuscode, z. B. „S. 4“ für
„Brennerbetrieb Heizung”.
S.39
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt beenden:
> Drücken Sie die Taste „i”
oder
> Betätigen Sie etwa 4 Minuten keine Taste.
S.41
S.42
S.40
S.53
Tab. 9.1
44
Raumthermostat blockiert Heizbetrieb
(Klemme 3-4 offen)
Sommerbetrieb aktiv oder keine Wärmeanforderung von
eBUS-Regler
Einfrierschutz des Integral-Kondensations-Wärmetauschers aktiv, da Drehzahlabweichung des Lüfters zu
groß ist. Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der
Betriebsblockadefunktion
Wartezeit: Luftdrucksensor meldet zu niedriges Drucksignal
Frostschutzbetrieb aktiv
Sollwertvorgabe des Stetigreglers 7-8-9 oder des
eBUS-Reglers ist < 20 °C und blockiert den Heizbetrieb
Anlegethermostat hat angesprochen
Notbetrieb; Gerät läuft mit eingeschränktem Heiz-Komfort im Notlaufbetrieb. CO-Sensor muss getauscht werden
Wasserdruck > 280 kPa (2,8 bar)
Abgasklappenrückmeldung blockiert Brennerbetrieb
(nur in Verbindung mit Zubehör VR40) oder Kondensatpumpe defekt, Wärmeanforderung wird blockiert
Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der Modulationssperre/Betriebsblockadefunktion auf Grund von
Wassermangel (Spreizung Vorlauf-Rücklauf zu groß)
Statuscodes
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Störungsbeseitigung 9
Anzeige Bedeutung
S.54
S.55
S.56
S.57
S.58
S.59
S.73
S.74
S.75
S.76
S.81
S.84
S.85
S.93
S.94
S.96
S.97
S.98
S.99
Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der
Betriebsblockadefunktion auf Grund von Wassermangel
(Temperaturgradient)
Wartezeit CO-Sensor
Wartezeit CO-Grenzwertüberschreitung
Wartezeit Kalibrierung
Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der Modulationssperre, wenn bei Modulation auf Voll- oder Kleinstlast ein CO-Peak auftritt
Mindestumlaufwassermenge nicht erreicht
Servicemeldung „Gebläse prüfen“
Servicemeldung „CO-Sensor prüfen“
Servicemeldung „Verbrennung prüfen“
Servicemeldung „Wasserdruck prüfen“
Servicemeldung „Zündung prüfen“
Servicemeldung „Luft-Abgasweg prüfen“
Servicemeldung „Umlaufwassermenge prüfen“
Abgasmessung nicht möglich, da noch nicht alle Messprogramme durchlaufen sind
Selbsttest CO-Sensor
Rücklauffühlertest läuft, Heizanforderungen sind blockiert
Wasserdrucksensortest läuft, Heizanforderungen sind
blockiert
Vorlauf-/Rücklauffühlertest läuft, Heizanforderungen
sind blockiert
Selbsttest
Tab. 9.1 Statuscodes (Forts.)
9.1.2
Diagnosecodes
Im Diagnosemodus können Sie bestimmte Parameter
verändern oder sich weitere Informationen anzeigen lassen.
Die Diagnoseinformationen sind unterteilt in zwei Diagnoseebenen. Die 2. Diagnoseebene kann nur nach der
Eingabe eines Passwortes erreicht werden.
b
Vorsicht!
Mögliche Sachschäden durch unsachgemäße Handhabung!
Unsachgemäße Einstellungen in der 2. Diagnoseebene können zu Schäden an der Heizungsanlage führen.
> Den Zugang zur 2. Diagnoseebene dürfen
Sie nur nutzen, wenn Sie ein anerkannter
Fachhandwerker sind.
1. Diagnoseebene
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“.
Im Display erscheint „d. 0“.
> Blättern Sie mit den Tasten „+“ oder „-“ zur
gewünschten Diagnosenummer der 1. Diagnoseebene
(siehe Tab. 9.2).
> Drücken Sie die Taste „i“.
Im Display erscheint die zugehörige Diagnoseinformation.
> Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
> Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 Sekunden gedrückt halten, bis die Anzeige nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“
oder
> Betätigen Sie etwa 4 Minuten keine Taste.
Im Display erscheint wieder, je nach Einstellung, entweder die aktuelle Vorlauftemperatur oder der aktuelle
Fülldruck der Heizungsanlage.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
45
9 Störungsbeseitigung
Anzeige Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d. 0
Heizungsteillast
d .1
d. 2
d. 4
d. 5
Pumpennachlaufzeit für Heizbetrieb
Max. Sperrzeit Heizung bei 20 °C Vorlauftemperatur
Messwert des Speicherfühlers
Vorlauftemperatur Sollwert (oder Rücklauf-Sollwert)
einstellbare Heizungsteillast in kW
(Werkseinstellung: ca. 70% der max. Leistung)
2 - 60 Minuten (Werkseinstellung: 5)
2 - 60 Minuten (Werkseinstellung: 20)
in °C
in °C, max. der in d.71 eingestellte Wert, begrenzt durch einen eBUSRegler, falls angeschlossen
d. 7
d. 8
Warmwassertemperatur Sollwert
Raumthermostat an Klemmen 3-4
40 bis 65 °C (max.Temperatur unter d.20 einstellbar)
0 = Raumthermostat geöffnet (keine Wärmeanforderung)
1 = Raumthermostat geschlossen (Wärmeanforderung)
d. 9
d.10
d.11
d.12
d.13
d.15
d.22
in °C, Minimum aus, ext. eBUS-Sollwert und Sollwert Klemme 7
1 = ein, 0 = aus
1 bis 100 = ein, 0 = aus
1 bis 100 = ein, 0 = aus
1 bis 100 = ein, 0 = aus
Istwert interne Hocheffizienz-Pumpe in %
1 = ein, 0 = aus
d.23
d.24
d.25
Vorlaufsolltemperatur an Klemme 7-8-9
Status interne Hocheffizienz-Pumpe
Status externe Heizungspumpe
Status Speicherladepumpe
Status Warmwasser - Zirkulationspumpe
Pumpendrehzahl Istwert
Anforderung Warmwasser über C1/C2, interne Warmwasser Regelung
Sommer-/Winterbetrieb (Heizung ein/aus)
Luftdrucksensor Istwert
Warmwasserbereitung durch eBUS-Regler freigegeben
d.29
Istwert Umlaufwassermenge des Strömungssensors
Istwert in m3/h
d.30
Steuersignal für das Gasventil
1 = ein, 0 = aus
d.33
Sollwert Gebläsedrehzahl
in Upm/10
d.34
Istwert Gebläsedrehzahl
in Upm/10
d.35
Stellung des Vorrangumschaltventils
0 = Heizung; 100 = Warmwasser; 40 = Mittelstellung
d.40
Vorlauftemperatur
Istwert in °C
d.41
Rücklauftemperatur
Istwert in °C
d.44
digitalisierte Ionisationsspannung
Anzeigebereich 0 bis 102, >80 keine Flamme, <40 gutes Flammenbild
d.47
Außentemperatur (mit witterungsgeführtem Vaillant
Regler)
Istwert in °C
d.76
Gerätevariante (Anzeige) (Device specific number)
1 = Heizung ein, 0 = Heizung aus (Sommerbetrieb)
Istwert in Pa
1 = ja, 0 = nein
d.90
Status digitaler Regler
6 = VC 146
7 = VC 206
8 = VC 276
1 = erkannt, 0 = nicht erkannt (eBUS Adresse <=10)
d.91
Status DCF bei angeschlossenem Außenfühler
0 = kein Empfang, 1 = Empfang, 2 = synchronisiert, 3 = gültig
d.97
d.98
d.99
Aktivierung der 2. oder 3. Diagnoseebene
Telefon Fachhandwerker
Sprachvariante
Code: 17 für 2. Ebene
einprogrammierbare Telefonnummer
einstellbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Dänisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch
Tab. 9.2 Diagnosecodes der 1. Diagnoseebene
2. Diagnoseebene
> Blättern Sie wie oben beschrieben in der 1. Diagnoseebene zur Diagnosenummer „d.97“.
> Ändern Sie den angezeigten Wert auf 17 (Passwort)
und speichern Sie diesen Wert.
Sie befinden sich jetzt in der 2. Diagnoseebene, in der
alle Informationen der 1. Diagnoseebene (siehe Tab. 9.2)
und der 2. Diagnoseebene (siehe Tab. 9.3) angezeigt
werden.
Das Blättern und das Ändern der Werte sowie das
Beenden des Diagnosemodus erfolgt wie in der 1. Diagnoseebene.
46
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Störungsbeseitigung 9
Anzeige
Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.14
Pumpendrehzahl Sollwert
Sollwert interne Hocheffizienz-Pumpe in %. Mögliche Einstellungen:
0 = auto (Werkseinstellung)
1 = 53
2 = 60
3 = 70
4 = 85
5 = 100
0 = Vorlauf, 1 = Rücklauf (Werkseinstellung: 0)
d.17
Umschaltung Vorlauf-/Rücklaufregelung Heizung
d.18
Einstellung der Pumpenbetriebsart
0 = nachlaufend
1 = weiterlaufend
2 = Winter
3 = intermittierend (Werkseinstellung)
40 bis 70°C (Werkseinstellung: 65°C)
d.20
Max. Einstellwert für Speicher-Sollwert
d.26
Ansteuerung Zusatzrelais ecoTEC exclusiv
d.27
Umschaltung Relais 1 auf dem Multifunktionsmodul
„2 aus 7“
d.28
Umschaltung Relais 2 auf dem Multifunktionsmodul
„2 aus 7“
d.50
Offset für Minimaldrehzahl
d.51
Offset für Maximaldrehzahl
in Upm/10, Einstellbereich: -99 bis 0 (Werkseinstellung -45)
d.60
Anzahl Temperaturbegrenzer-Abschaltungen
Anzahl
d.61
Anzahl der Feuerungsautomat-Störungen
Anzahl der erfolglosen Zündungen im letzten Versuch
d.64
Mittlere Zündzeit
in Sekunden
d.65
Maximale Zündzeit
in Sekunden
d.67
Verbleibende Brennersperrzeit
in Minuten
d.68
Erfolglose Zündungen im 1. Versuch
Anzahl
d.69
Erfolglose Zündungen im 2. Versuch
Anzahl
d.70
Einstellen Vorrangumschaltventil
0 = Normalbetrieb (Werkseinstellung)
1 = Mittelstellung (Parallelbetrieb)
2 = dauerhafte Heizungsstellung
d.71
Sollwert max. Vorlauftemperatur Heizung
Einstellbereich in ° C: 40 bis 85 (Werkseinstellung: 75)
d.72
Pumpennachlaufzeit nach Speicherladung
d.75
d.77
Maximale Ladezeit für Warmwasserspeicher ohne
eigene Regelung
Teillast Warmwasserspeicher
Einstellbereich in s: 0, 10, 20 bis 600
(Werkseinstellung: 80 s)
Einstellbereich in min: 20 - 90 (Werkseinstellung: 45min)
d.78
Maximale Vorlauftemperatur Warmwasser
d.80
Betriebsstunden Heizung
1 = Zirkulationspumpe (Werkseinstellung)
2 = ext. Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext. Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
1 = Zirkulationspumpe (Werkseinstellung)
2 = ext. Pumpe
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext. Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
1 = Zirkulationspumpe
2 = ext. Pumpe (Werkseinstellung)
3 = Ladepumpe
4 = Dunstabzugshaube
5 = ext. Magnetventil
6 = ext. Störmeldung
7 = nicht aktiv
8 = Fernbedienung eBUS (wird noch nicht unterstützt)
9 = Legionellenpumpe (nicht aktiv)
in Upm/10, Einstellbereich: 0 bis 300 (Werkseinstellung 30)
Begrenzung der Speicherladeleistung in kW
Begrenzung der Speicherladetemperatur in °C
(Werkseinstellung: 80 °C)
in h1)
Tab. 9.3 Diagnosecodes der 2. Diagnoseebene (Forts. nächste
Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
47
9 Störungsbeseitigung
Anzeige
Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.81
Betriebsstunden Warmwasserbereitung
in h1)
d.82
Schaltspiele im Heizbetrieb
Anzahl/1001) (3 entspricht 300)
d.83
Schaltspiele im Warmwasserbetrieb
Anzahl/1001) (3 entspricht 300)
d.84
Wartungsanzeige: Anzahl der Stunden bis zur nächsten Einstellbereich: 0 bis 3000h und „-“ für deaktiviert
Wartung
Werkseinstellung: „-“ (300 entspricht 3000h)
Servicebetrieb
präventive Wartungszähler:
0 = aus
1 = ein (Werkseinstellung 1)
mit Ändern von 1 auf 0 und zurück = Reset der Wartungsanzeige und
der Zähler
Gasart einstellen
0 = Erdgas (Werkseinstellung)
1 = Flüssiggas 50 hPa (mbar)
2 = Flüssiggas 30/37 hPa (mbar)
d.86
d.87
d.89
Start-Offset
d.93
Einstellung Gerätevariante DSN
Einstellbereich: -10 … 15 % (Werkseinstellung 8 %)
Einstellbereich: 0 bis 99
d.96
Werkseinstellung
1 = Rücksetzung einstellbarer Parameter auf Werkseinstellung
1) Bei den Diagnosecodes 80 bis 83 werden 5-stellige Zahlenwerte gespeichert. Beim Anwählen z. B. von d.80 werden nur die ersten beiden Ziffern des Zahlenwertes angezeigt (z. B. 10). Durch Drücken von „i“ schaltet die Anzeige auf die letzten drei Ziffern um (z. B. 947).
Die Betriebsstundenanzahl der Heizung beträt in diesem Beispiel 10947 h. Durch weiteres Drücken von „i“ schaltet die Anzeige zum
aufgerufenen Diagnosepunkt zurück.
Tab. 9.3 Diagnosecodes der 2. Diagnoseebene (Forts.)
i
9.1.3
Wenn Sie innerhalb von 4 Minuten nach dem
Verlassen der 2. Diagnoseebene die Tasten „i“
und „+“ drücken, gelangen Sie ohne erneute
Passworteingabe direkt wieder in die 2. Diagnoseebene.
Fehlerspeicher
Im Fehlerspeicher des Gerätes werden die letzten zehn
aufgetretenen Fehler gespeichert.
> Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „i“ und „-“.
> Blättern Sie mit der Taste „+“ im Fehlerspeicher
zurück.
Fehlercodes
Die Fehlercodes verdrängen bei auftretenden Fehlern
alle anderen Anzeigen. Ein aufgetretener Fehler wird im
Display mit „F ...“ angezeigt, z. B. „F.10“ (siehe Tab. 9.4).
Der angezeigte Fehlercode wird zusätzlich erläutert
durch eine Klartextanzeige, z. B. für F.10:
„Kurzschluss Vorlauffühler“.
Bei gleichzeitigem Vorkommen mehrerer Fehler werden
die zugehörigen Fehlercodes abwechselnd für jeweils ca.
zwei Sekunden angezeigt.
Wenn Sie den Fehler behoben haben, drücken Sie die
Entstörtaste
, um das Gerät wieder in Betrieb zu
nehmen.
Falls sich der Fehler nicht beheben lässt und auch nach
mehrmaligen Entstörversuchen wieder auftritt, wenden
Sie sich an Ihren Werkskundendienst.
48
9.1.4
Die Anzeige des Fehlerspeichers können Sie wie folgt
beenden:
> Drücken Sie die Taste „i“
oder
> Betätigen Sie etwa 4 Minuten keine Taste.
Im Display erscheint wieder, je nach Einstellung, entweder die aktuelle Vorlauftemperatur oder der aktuelle
Fülldruck der Heizungsanlage.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Störungsbeseitigung 9
Code
F. 0
Bedeutung
Unterbrechung Vorlauftemperaturfühler
F. 1
Unterbrechung Rücklauftemperaturfühler
F.10
F.11
Kurzschluss Vorlauffühler
Kurzschluss Rücklauffühler
F.13
Kurzschluss Speicherfühler
F.20
Sicherheitsabschaltung Temperaturbegrenzer
F.22
Sicherheitsabschaltung Wassermangel
F.23
Sicherheitsabschaltung: Temperaturspreizung zu groß
F.24
Sicherheitsabschaltung: Temperaturanstieg zu schnell
F.25
Sicherheitsabschaltung: Abgastemperatur zu hoch
F.26
Fehler: Brennstoffventil ohne Funktion
F.27
Sicherheitsabschaltung: Flammenvortäuschung
F.28
Ausfall im Anlauf: Zündung erfolglos
F.29
Ausfall im Betrieb: Wiederzünden erfolglos
F.32
Fehler Gebläse
F.33
F.35
Fehler Luftwächter
Fehler Luft-/Abgasweg
F.49
Fehler eBUS
Ursache
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, Vielfachstecker auf der Elektronik nicht korrekt gesteckt, Unterbrechung im Kabelbaum, NTC
defekt
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, Vielfachstecker auf der Elektronik nicht korrekt gesteckt, Unterbrechung im Kabelbaum, NTC
defekt
Masseschluss/Kurzschluss im Kabelbaum, NTC defekt
Masseschluss/Kurzschluss im Kabelbaum, NTC defekt
Masseschluss/Kurzschluss im Kabelbaum, Feuchtigkeit im Stecker,
NTC defekt
Masseverbindung Kabelbaum zum Gerät nicht korrekt, Vor- oder
Rücklauf-NTC defekt (Wackelkontakt), Schwarzentladung über
Zündkabel, Zündstecker oder Zündelektrode
Kein oder zu wenig Wasser im Gerät, Wasserdrucksensor defekt,
Kabel zu Pumpe, Wasserdrucksensor oder Strömungssensor lose/
nicht gesteckt/defekt, Pumpe blockiert oder defekt, Pumpenleistung
zu gering, Schwerkraftbremse blockiert/falsch eingebaut, Mindestumlaufwassermenge wird nicht erreicht, Strömungssensor
defekt
Pumpe blockiert, Minderleistung der Pumpe, Luft im Gerät, Anlagendruck zu gering, Vor- und Rücklauf-NTC verwechselt
Pumpe blockiert, Minderleistung der Pumpe, Luft im Gerät, Anlagendruck zu gering, Schwerkraftbremse blockiert/falsch eingebaut,
Vor- und Rücklauf-NTC verwechselt
Steckverbindung Option Abgas-Sicherheitstemperaturbegrenzer
(STB) unterbrochen, Unterbrechung im Kabelbaum, Abgastemperatur zu hoch
Gasarmatur-Schrittmotor nicht angeschlossen, Vielfachstecker auf
der Elektronik nicht korrekt gesteckt, Unterbrechung im Kabelbaum,
Gasarmatur-Schrittmotor defekt, Elektronik defekt
Feuchtigkeit auf der Elektronik, Elektronik (Flammenwächter)
defekt, Gasmagnetventil undicht
d.87 (Gasart) nicht auf Flüssiggas umgestellt
d.89 (Startoffset) korrigieren: lange Luft-/Abgasführung (LAF)
absenken, kurze LAF anheben. Gaszähler defekt oder Gasdruckwächter hat ausgelöst, Luft im Gas, Gasfließdruck zu gering,
Thermische Absperreinrichtung (TAE) hat ausgelöst, Kondensatweg
verstopft, falsche Gasblende, Fehler an der Gasarmatur, Vielfachstecker auf der Elektronik nicht korrekt gesteckt, Unterbrechung im
Kabelbaum, Zündanlage (Zündtrafo, Zündkabel, Zündstecker, Zündelektrode) defekt, Unterbrechung des Ionisationsstroms (Kabel,
Elektrode), fehlerhafte Erdung des Gerätes, Elektronik defekt
Gaszufuhr zeitweise unterbrochen, Abgasrezirkulation, Kondensatweg verstopft, d.89 (Startoffset) korrigieren: lange Luft-/Abgasführung (LAF) absenken, kurze LAF anheben, fehlerhafte Erdung des
Gerätes
Stecker am Gebläse nicht korrekt gesteckt, Vielfachstecker auf der
Elektronik nicht korrekt gesteckt, Unterbrechung im Kabelbaum,
Gebläse blockiert, Hallsensor defekt, Elektronik defekt
Kurzschluss/Unterbrechung Luftdrucksensor
Luft-/Abgasweg verstopft, Luftdrucksensor nicht an Luftansaugrohr
angeschlossen
Kurzschluss am eBUS, eBUS-Überlastung oder zwei Spannungsversorgungen mit verschiedenen Polaritäten am eBUS
Tab. 9.4 Fehlercodes (Forts. nächste Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
49
9 Störungsbeseitigung
Code
F.55
Bedeutung
Fehler CO-Sensor
Ursache
1: Heizer-Kurzschluss -> Kabelbaum prüfen, CO-Sensor defekt
2: Heizer-Unterbrechung -> Kabelbaum prüfen, CO-Sensor defekt
3: Heizertemperatur-Regelfehler -> CO-Sensor oder Elektronik
defekt
4: Heizertemperatur-Plausibilitätsprüfung n.i.O. (Fehler bei Temperaturtest) -> Verbrennung prüfen, CO-Sensor defekt
5: Sensor Kurzschluss/Unterbrechung -> Kabelbaum prüfen, COSensor defekt
6: Referenzwiderstandsmessung nicht in Ordnung -> Kabelbaum
prüfen, CO-Sensor defekt
7: Sensor zu hochohmig -> CO-Sensor defekt
8: nicht genutzt
9: EEPROM-Fehler -> Kabelbaum prüfen, CO-Sensor defekt
10: Sensor-Unterbrechung (Fehler bei Temperaturtest) -> Kabelbaum
prüfen, CO-Sensor defekt
11: nicht genutzt
12: Sensor Plausibilitätstest-Fehler -> Kabelbaum prüfen, CO-Sensor
defekt
d.87 bei Flüssiggas nicht umgestellt, Luft-/Abgasführung prüfen,
Gasfließdruck nicht in Ordnung, falsche Gasblende, Elektronik
defekt, CO-Sensor defekt, Gasarmatur defekt
F.56
Sicherheitsabschaltung: CO-Grenzwertüberschreitung
F.57
Fehler Kalibierung
d.87 bei Flüssiggas nicht umgestellt, Luft-/Abgasführung prüfen,
Gasfließdruck nicht in Ordnung, falsche Gasblende, Elektronik
defekt, CO-Sensor defekt, Gasarmatur defekt
F.61
Fehler Brennstoffventil Ansteuerung
F.62
Fehler Brennstoffventil Abschaltverzögerung
F.63
F.64
F.65
Fehler EEPROM
Fehler Elektronik / Fühler
Fehler Elektroniktemperatur
- Kurzschluss/Masseschluss im Kabelbaum zur Gasarmatur
- Gasarmatur defekt (Masseschluss der Spulen)
- Elektronik defekt
- verzögerte Abschaltung der Gasarmatur
- verzögertes Verlöschen des Flammensignals
- Gasarmatur undicht
- Elektronik defekt
Elektronik defekt
Kurzschluss Vorlauf- oder Rücklauf- NTC, Elektronik defekt
Elektronik durch äußere Einwirkung zu heiß, Elektronik defekt
F.67
Fehler Elektronik / Flamme
Unplausibles Flammensignal, Elektronik defekt
F.70
Ungültige Gerätekennung
F.71
Fehler Vorlauffühler
Ersatzteilfall: Display und Elektronik gleichzeitig getauscht und
Gerätevariante nicht neu eingestellt
Vorlauffühler meldet konstanten Wert -> Vorlauf-NTC defekt
F.72
Fehler Vorlauf- und/oder Rücklauffühler
Temperaturdifferenz Vor-/Rücklauf-NTC zu groß -> Vorlauf- und/
oder Rücklauffühler defekt
F.73
Fehler Wasserdrucksensor
Unterbrechung/Kurzschluss Wasserdrucksensor, Unterbrechung/
Kurzschluss zu GND in Zuleitung Wasserdrucksensor
F.74
Signal Wasserdrucksensor im falschen Bereich
(zu hoch)
Leitung zum Wasserdrucksensor hat einen Kurzschluss zu 5V/24V
oder interner Fehler im Wasserdrucksensor
F.75
Fehler Pumpe Wassermangel
Wasserdrucksensor oder/und Pumpe defekt, Luft im Heizungssystem, zu wenig Wasser im Gerät; einstellbaren Bypass prüfen, externes Ausdehnungsgefäß am Rücklauf anschließen
F.77
con
Fehler Abgasklappe/Kondensatpumpe
Keine Kommunikation mit der Platine
Keine Rückmeldung Abgasklappe
Kommunikationsfehler zwischen dem Display und der Platine in der
Elektronikbox
Tab. 9.4 Fehlercodes (Forts.)
50
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Störungsbeseitigung 9
9.2
Prüfprogramme
Durch Aktivieren verschiedener Prüfprogramme können
Sonderfunktionen an den Geräten ausgelöst werden.
Diese entnehmen Sie im Detail der Tab. 9.5.
> Die Prüfprogramme P.0 bis P.6 werden gestartet,
indem:
– Der Hauptschalter eingeschaltet und gleichzeitig
die Taste „+“ für 5 Sekunden gedrückt wird oder
– die Entstörtaste und die Taste „+“ gleichzeitig
gedrückt werden, anschließend die Entstörtaste
losgelassen und die „+“-Taste 5 Sekunden gehalten
wird.
Im Display erscheint die Anzeige P. 0.
> Durch Betätigen der Taste „+“ wird die
Prüfprogrammnummer nach oben gezählt.
> Mit Betätigen der Taste „i“ wird das Gerät nun in
Betrieb genommen und das Prüfprogramm gestartet.
> Die Prüfprogramme können durch gleichzeitiges Betätigen der Tasten „i“ und „+“ beendet werden. Die
Prüfprogramme werden auch beendet, wenn 15 Minuten lang keine Taste betätigt wird.
Anzeige
P. 0 1)
P. 1
P. 2
P.4
P. 5
P.6
9.3
Parameter auf Werkseinstellungen
zurücksetzen
Neben der Möglichkeit, einzelne Parameter von Hand auf
die in den Tab. 9.2 und 9.3 angegebenen Werkseinstellungen zurückzusetzen, können Sie auch alle Parameter gleichzeitig zurücksetzen.
> Ändern Sie in der 2. Diagnoseebene unter dem Diagnosepunkt „d.96“ den Wert auf 1 (siehe Kap. 9.1.2).
Die Parameter aller einstellbarer Diagnosepunkte entsprechen nun den Werkseinstellungen.
Bedeutung
Prüfprogramm Entlüftung:
Der Heizkreislauf und der Warmwasserkreislauf werden
über das automatische Entlüftungsventil entlüftet (die
Kappe des automatischen Entlüftungsventils muss
gelöst sein).
1 x Taste „i“: Start Entlüftung Heizkreis (Displayanzeige:
HP)
2 x Taste „i“: Start Entlüftung Speicherladekreis (Displayanzeige: SP)
3 x Taste „i“: Entlüftungsprogramm beenden
Die Heizungspumpe wird getaktet angesteuert.
Hinweis: Entlüftungsprogramm läuft ca. 6,5 min.
Prüfprogramm Max.Last:
Das Gerät wird nach erfolgreicher Zündung und Kalibrierung mit Vollast betrieben.
Prüfprogramm Min.Last:
Das Gerät wird nach erfolgreicher Zündung und Kalibrierung mit Kleinstlast betrieben.
Prüfprogramm Reset Abgleichwerte: Die ermittelten
Korrekturfaktoren zur automatischen Gasanpassung
werden zurückgesetzt und bei der nächsten Wärmeanforderung neu ermittelt.
Prüfprogramm STB (Sicherheitstemperaturbegrenzer):
Der Brenner wird mit maximaler Leistung ein- und die
Temperaturregelung ausgeschaltet, so dass das Gerät
unter Umgehung einer Regelabschaltung bis zum Erreichen der Abschalttemperatur des Sicherheitstemperaturbegrenzers von 97 °C heizt.
Prüfprogramm VUV-Mittenstellung:
Das Vorrangumschaltventil (VUV) wird in Mittelstellung
gefahren. Brenner und Pumpe werden ausgeschaltet
(zum Füllen und Entleeren des Gerätes).
Tab. 9.5 Prüfprogramme
1)
Entlüften des Heizkreises: Vorrangumschaltventil in Heizungsstellung, Ansteuerung der Heizungspumpe für 15 Zyklen: 15 s
ein, 10 s aus. Displayanzeige: HP.
Entlüften des Warmwasserkreises: Nach Ablauf der obigen Zyklen oder nach Bestätigung der „i“-Taste: Vorrangumschaltventil
in Stellung Warmwasser, Ansteuerung der Heizungspumpe wie
oben. Displayanzeige: SP.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
51
10 Austausch von Bauteilen
10 Austausch von Bauteilen
Die nachfolgend in diesem Kapitel aufgeführten Arbeiten
dürfen nur von einem qualifizierten Fachhandwerker
durchgeführt werden.
> Verwenden Sie für Reparaturen nur Original-Ersatzteile.
> Überzeugen Sie sich vom richtigen Einbau der Teile
sowie von der Einhaltung ihrer ursprünglichen Lage
und Richtung.
10.1
Sicherheitshinweise
e
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Anschlüssen!
An den Einspeiseklemmen des Gerätes liegt
auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an.
> Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz,
indem Sie den Netzstecker ziehen (nur CH)
oder das Gerät über eine Trennvorrichtung
mit einer Kontaktöffnung von mindestens 3
mm (z. B. Sicherungen oder Leistungsschalter) spannungsfrei machen!
> Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb.
> Schließen Sie den Gasabsperrhahn und die Wartungshähne im Heizungsvor- und -rücklauf.
> Schließen Sie den Wartungshahn in der Kaltwasserzuleitung.
> Entleeren Sie das Gerät, wenn Sie wasserführende
Bauteile des Gerätes ersetzen wollen!
> Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf stromführende Bauteile (z. B. die Elektronikbox) tropft!
> Verwenden Sie nur neue Dichtungen und O-Ringe!
> Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine Prüfung auf Gasdichtheit und eine Funktionsprüfung
durch (siehe Kap. 8.11)!
52
10.2
Brenner austauschen
a
Gefahr!
Gefahr von Personen und/oder Sachschäden
durch Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise!
> Beachten Sie vor dem Austausch des Bauteils die Sicherheitshinweise im Kapitel 10.1.
> Demontieren Sie das Thermo-Kompaktmodul wie in
Kap. 8.5.1 beschrieben.
1
Abb. 10.1 Brenner austauschen
> Lösen Sie die 4 Schrauben (1) am Brenner und nehmen Sie den Brenner ab.
> Montieren Sie den neuen Brenner mit einer neuen
Dichtung. Achten Sie darauf, dass die Nase am
Brennerfenster an der Dichtung in die Aussparung im
Brenner greift.
> Bauen Sie das Thermo-Kompaktmodul wieder ein, wie
in Kap. 8.5.5 beschrieben.
> Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine Prüfung auf Gasdichtheit und eine Funktionsprüfung
durch (siehe Kap. 8.11)!
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Austausch von Bauteilen 10
10.3
Gebläse ausbauen/austauschen
a
10.4
Gefahr!
Gefahr von Personen und/oder Sachschäden
durch Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise!
> Beachten Sie vor dem Austausch des Bauteils die Sicherheitshinweise im Kapitel 10.1.
> Trennen Sie das Gerät wie unter 10.1 beschrieben vom
Stromnetz und schließen Sie den Gasabsperrhahn.
> Ziehen Sie den Stecker vom Gebläse ab.
> Lösen Sie die Schraube, die das Luftansaugrohr
befestigt.
> Schieben Sie das Luftansaugrohr so weit wie möglich
nach links (Vorsicht: Luftdrucksensor!).
Gasarmatur austauschen
b
Vorsicht!
Mögliche Sachschäden durch unzulässige
Einstellung!
Veränderungen am Gasdruckregler
(2, Abb. 10.3) der Gasarmatur können zur Zerstörung der Gasarmatur und zu Störungen im
Betrieb des Heizgeräts führen.
> Verändern Sie keinesfalls die werksseitige
Einstellung des Gasdruckreglers in der Gasarmatur.
> Trennen Sie das Gerät wie unter 10.1 beschrieben vom
Stromnetz und schließen Sie den Gasabsperrhahn.
> Ziehen Sie die drei Stecker von der Gasarmatur ab.
1
5
4
1
2
3
Abb. 10.2 Gebläse ausbauen
> Lösen Sie die drei Schrauben (1) zum Gebläse und
nehmen Sie dieses ab.
> Bauen Sie das neue Gebläse in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
> Prüfen Sie die gasführenden Bauteile des Gerätes auf
Dichtheit.
Abb. 10.3 Gasarmatur
> Lösen Sie die Verschraubung des Gasrohres (1) oberhalb der Gasarmatur.
> Entnehmen Sie die Gasblende (4) und die Dichtung
(5).
> Lösen Sie die Verschraubung des Gasrohrs (3) unterhalb der Gasarmatur.
> Lösen Sie die Haltemutter unterhalb der Gasarmatur,
entnehmen sie die Dichtung und nehmen Sie die Gasarmatur aus dem Halter.
> Bauen Sie die neue Gasarmatur in umgekehrter Reihenfolge wieder ein. Verwenden Sie unbedingt neue
Dichtungen (5).
> Vergewissern Sie sich, dass Sie die richtige Gasblende
(siehe Tab. 6.2) einsetzen.
> Prüfen Sie die gasführenden Bauteile des Gerätes auf
Dichtheit.
> Verbinden Sie das Gerät mit dem Stromnetz
> Starten Sie das Prüfprogramm P.4, bevor Sie eine
Wärmeanforderung an das Gerät geben.
Damit setzen Sie die Abgleichwerte zurück und das
Gerät kann sich beim nächsten Brennerstart auf die
neue Gasarmatur einstellen.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
53
10 Austausch von Bauteilen
10.5
Integral-Kondensations-Wärmetauscher
austauschen
a
Gefahr!
Gefahr von Personen und/oder Sachschäden
durch Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise!
> Beachten Sie vor dem Austausch des Bauteils die Sicherheitshinweise im Kapitel 10.1.
> Trennen Sie das Gerät wie in Kap. 10.1 beschrieben
vom Stromnetz und schließen Sie den Gasabsperrhahn.
> Schließen Sie die Wartungshähne im Heizungsvorund rücklauf und entleeren Sie das Gerät, wie in Kap.
8.4.2 beschrieben.
> Demontieren Sie das Thermo-Kompaktmodul, wie in
Kap. 8.5.1 beschrieben.
> Lösen Sie die drei Schrauben (3) am Integral-Kondensations-Wärmetauscher, und nehmen Sie ihn aus dem
Gerät heraus.
> Montieren Sie den neuen Integral-Kondensations-Wärmetauscher in umgekehrter Reihenfolge und erneuern Sie die Dichtungen.
> Befüllen und entlüften Sie das Gerät und ggf. die
Anlage nach dem Einbau des neuen Integral-Kondensations-Wärmetauschers.
> Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine Prüfung auf Gas- und Wasserdichtheit und eine Funktionsprüfung durch (siehe Kap. 8.11)!
10.6
Elektronik und Display austauschen
a
Gefahr!
Gefahr von Personen und/oder Sachschäden
durch Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise!
> Beachten Sie vor dem Austausch des Bauteils die Sicherheitshinweise im Kapitel 10.1.
> Beachten Sie die Montage- und Installationsanleitungen, die den Ersatzteilen beiliegen.
3
Austausch entweder von Display oder Elektronik
Wenn Sie nur eine der beiden Komponenten austauschen, funktioniert der Parameterabgleich automatisch.
Die neue Komponente übernimmt beim Einschalten des
Gerätes die vorher eingestellten Parameter von der nicht
ausgetauschten Komponente.
4
Gleichzeitiger Austausch von Display und Elektronik
Wenn Sie beide Komponenten gleichzeitig austauschen
(Ersatzteilfall), geht das Gerät nach dem Einschalten auf
Störung und zeigt die Fehlermeldung „F.70“.
1
2
> Geben Sie in der zweiten Diagnoseebene unter dem
Diagnosepunkt „d.93“ die Nummer der Gerätevariante
gemäß Tab. 10.1 ein (siehe Kap. 9.1.2).
5
Gerät
Abb. 10.4 Integral-Kondensations-Wärmetauscher austauschen
> Ziehen Sie die Klammer (4) am Kondenswassersiphon
(5) heraus.
> Lösen Sie die Verschraubungen am Kondenswassersiphon und ziehen Sie ihn vom Integral-KondensationsWärmetauscher ab.
> Lösen Sie den Vorlaufanschluss (2) sowie den Rücklaufanschluss (1) am Integral-Kondensations-Wärmetauscher.
> Lockern Sie die weiße Kunststoffmutter zwischen
Siphon und Integral-Kondensations-Wärmetauscher.
54
Nummer der Gerätevariante
ecoTEC VC 146
6
ecoTEC VC 206
7
ecoTEC VC 276
8
Tab. 10.1 Nummern der Gerätevarianten
Die Elektronik ist jetzt auf den Gerätetyp eingestellt und
die Parameter aller einstellbarer Diagnosepunkte entsprechen den Werkseinstellungen. Sie können nun die
anlagenspezifischen Einstellungen vornehmen.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Austausch von Bauteilen 10
10.7
10.8
CO-Sensor tauschen
Ausdehnungsgefäß austauschen
Der Integral-Kondensations-Wärmetauscher muss hierfür
nicht ausgebaut werden.
1
2
1
3
4
Abb. 10.5 CO-Sensor tauschen
> Lösen Sie die Schrauben am CO-Sensor (1) und ziehen
Sie ihn heraus.
> Ziehen Sie den Stecker ab.
> Bauen Sie den neuen CO-Sensor in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
Abb. 10.6 Ausdehnungsgefäß austauschen
> Trennen Sie das Gerät wie unter 10.1 beschrieben vom
Stromnetz und schließen Sie den Gashahn.
> Schließen Sie die Wartungshähne und entleeren Sie
das Gerät.
> Lösen Sie die Verschraubung (4) am Wasseranschluss
an der Unterseite des Ausdehnungsgefäßes (3).
> Lösen Sie die beiden Schrauben (1) des Haltebleches
(2) und entfernen Sie das Halteblech.
> Ziehen Sie das Ausdehnungsgefäß nach vorne heraus.
> Führen Sie das neue Ausdehnungsgefäß in das Gerät
hinein.
> Verschrauben Sie das neue Ausdehnungsgefäß wieder
mit dem Wasseranschluss.
> Befestigen Sie das Halteblech wieder und schrauben
Sie das Ausdehnungsgefäß am Halteblech fest.
> Prüfen Sie den Vordruck des Ausdehnungsgefäßes
(Mindestdruck 75 kPa (0,75 bar)). Passen Sie den Vordruck falls erforderlich an die statische Höhe der Heizungsanlage an (siehe auch Kap. 8.8).
> Befüllen und entlüften Sie das Gerät und ggf. die
Anlage nach dem Einbau des neuen Ausdehnungsgefäßes.
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55
11 Werkskundendienst
11
Werkskundendienst
Vaillant Group Austria GmbH – Werkskundendienst
(Österreich)
Forchheimerg. 7
1230 Wien
Telefon 05 7050-2100*
*zum Regionaltarif österreichweit (bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz ggf. abweichende Tarife - nähere Information erhalten Sie bei
Ihrem Mobilnetzbetreiber)
Der Vaillant Werkskundendienst mit mehr als 240 Mitarbeitern ist von 0 bis 24 Uhr erreichbar. Vaillant Techniker sind 365 Tage unterwegs, sonn- und feiertags, österreichweit.
Bei Geräteproblemen geben Sie folgende Daten an:
– den Fehlercode F.xx (im Display),
– den Gerätestatus S.xx („i “ auf Display drücken),
– den Gerätetyp und Artikelnummer (siehe Typenschild)
Vaillant GmbH Werkskundendienst (Schweiz)
Postfach 86
Riedstrasse 12
CH-8953 Dietikon 1/ZH
Telefon: (044) 744 29 -29
Telefax: (044) 744 29 -28
Vaillant Sàrl
Rte du Bugnon 43
CH-1752 Villars-sur-Glâne
Téléphone: (026) 409 72 -17
Téléfax: (026) 409 72 -19
56
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Recycling und Entsorgung 12
12 Recycling und Entsorgung
Sowohl das Gas-Wandheizgerät als auch die Transportverpackung bestehen zum weitaus überwiegenden Teil
aus recyclefähigen Rohstoffen.
12.1
Gerät
Sowohl das Gas-Wandheizgerät als auch das Zubehör
gehören nicht in den Hausmüll. Sorgen Sie dafür, dass
das Altgerät und ggf. vorhandenes Zubehör einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden.
12.2
Verpackung
Die Entsorgung der Transportverpackung übernimmt der
Fachhandwerksbetrieb, der das Gerät installiert hat.
i
Beachten Sie die geltenden nationalen gesetzlichen Vorschriften.
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
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13 Technische Daten
13
Technische Daten
ecoTEC exclusiv
Nennwärmeleistungsbereich P bei 40/30 °C (Erdgas/Propan)
Nennwärmeleistungsbereich P bei 50 / 30 °C
Nennwärmeleistungsbereich P bei 60 / 40 °C
Nennwärmeleistungsbereich P bei 80 / 60 °C
Größte Wärmebelastung Q bei Heizbetrieb
Kleinste Wärmebelastung (Erdgas/Propan)
Heizung
Max. Vorlauftemperatur ca.
Einstellbereich max. Vorlauftemperatur
(Werkseinstellung: 75 °C)
VC AT 146/4-7
VC CH 146/4-7
2,6 - 15,2/6,2 - 15,2
2,5 - 14,9/6,0 - 14,9
2,4 - 14,4/5,9 - 14,4
2,4 - 14,0/5,7 - 14,0
14,3
2,4/ 5,8
40-85
°C
600
300
(3,0)
900
1075
kPa
(bar)
l/h
1,4
2,1
2,6
l/h
250
250
200
hPa
(mbar)
16,3
16,0
23,5
23,0
28,6
28,0
kW
kW
3/4
3/4
60/100
20
Anschlussdruck (Gasfließdruck) Propan, G31 (nur AT)
50
Abgasmassenstrom min. / max.
Abgastemperatur min. / max.
Abgasanschlusszulassung
Normnutzungsgrad nach DIN 4702-8 bezogen
auf Hi (Heizwert)
Normnutzungsgrad nach DIN 4702-8 bezogen
auf Hs (Brennwert)
G20
G31
bei 75/60 °C
bei 40/30 °C
bei 75/60 °C
bei 40/30 °C
1,7
1,27
1,1/7,6
2,5
3,0
1,83
2,22
1,8/11,0
2,2/ 13,3
40/70
C13, C33, C43, C53, C83, C93, B23, B33, B23P
107
109
96,4
98,2
30 %-Wirkungsgrad
108
NOx-Klasse
Prüfzeichen/Registrier-Nr.
35
%
mm
36
230/50
Eingebaute Sicherung
Schutzart
%
%
800 x 480 x 385
35
Elektroanschluss
Elektrische Leistungsaufnahme 30 % / max.
R
Rp
mm
hPa
(mbar)
hPa
(mbar)
m3/h
kg/h
g/s
°C
5
Geräteabmessungen (H x B x T)
Montagegewicht ca.
Einheit
kW
kW
kW
kW
kW
kW
°C
Anschlussdruck (Gasfließdruck) Erdgas, G20
Anschlusswert bei 15 °C und 1013 hPa (mbar)
VC AT 276/4-7
VC CH 276/4-7
5,1 - 27,2/6,5 - 27,2
5,0 - 26,5/6,3 - 26,5
4,8 - 25,8/6,2 - 25,8
4,7 - 25,0/6,0 - 25,0
25,5
4,8/6,1
90
zulässiger Gesamtüberdruck
Umlaufwassermenge (bez. auf T = 20 K)
Kondenswassermenge (pH-Wert ca.: 3,7)
bei Heizbetrieb 40 °C Vorlauf / 30 °C Rücklauf
Restförderhöhe Hocheffizienz-Pumpe
(bei Nenn-Umlaufwassermenge)
Speicherladung
Größte Wärmebelastung Q bei Speicherladung
Größte Speicherladeleistung Pw (Erdgas/Propan)
Allgemein
Gasanschluss
Heizungsanschluss
Luft-/ Abgasanschluss
VC AT 206/4-7
VC CH 206/4-7
4,0 - 22,8/6,4 - 22,8
4,0 - 22,3/6,2 - 22,3
3,8 - 21,6/6,1 - 21,6
3,7 - 21,0/5,9 - 21,0
21,4
3,8/ 6,0
kg
V / Hz
2 A, träge
40/70
45/90
50/105
W
IP X4 D
CE-0085BR0447
Tab. 13.1 Technische Daten
58
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Konformitätserklärung 14
14 Konformitätserklärung
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
59
14 Konformitätserklärung
60
Installations- und Wartungsanleitung ecoTEC exclusiv 0020052768_02
Hersteller
0020052768_02 ATCHDE 042011 – Änderungen vorbehalten
Lieferant
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