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FIREFLY 808 UNIVERSAL
FireWire & USB Interface
BEDIENUNGSANLEITUNG
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
1
FIREFLY 808 UNIVERSAL
FireWire Interface
BEDIENUNGSANLEITUNG
INHALT
WICHTIGE SICHERHEITSANWEISUNGEN
EINFÜHRUNG
MERKMALE
VOR DER INBETRIEBNAHME
SCHNELLSTART
KURZANLEITUNG
BESCHREIBUNG DER VORDERSEITE
BESCHREIBUNG DER RÜCKSEITE
FIREWIRE / USB SCHNITTSTELLE
INSTALLATION DER TREIBER SOFTWARE
FIREFLY CONTROL PANEL
RECORDING SOFTWARE CUBASE LE4
FIREFLY 808 UNIVERSAL MIXER SOFTWARE
STAND ALONE MODUS
RICHTIG EINPEGELN
STANDARD ABTASTRATEN
MEHRSPURAUFNAHME EINES LIVE GIGS
MEHRSPURAUFNAHME IM STUDIO
OVERDUBBING
MIXDOWN
ANWENDUNGS- UND VERKABELUNGSBEISPIELE
VOKALAUFNAHMEN
STUDIO AUFNAHMEN
SURROUND SOUND
ABMESSUNGEN
TECHNISCHE DATEN
BLOCKSCHALTBILD
SYMMETRISCH UND UNSYMMETRISCH
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
FEHLERBEHEBUNG
GLOSSAR
GARANTIE UND SERVICE
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
2
WICHTIGE
SICHERHEITSANWEISUNGEN!
1.
Lesen Sie diese Sicherheitsanweisungen, bevor
Sie das Gerät benutzen.
2. Verwahren Sie diese Anweisungen an einem
sicheren Ort, um später immer wieder darauf
zurückgreifen zu können.
3. Folgen Sie allen Warnhinweisen, um einen
gesicherten Umgang mit dem Gerät zu
gewährleisten.
4. Folgen Sie allen Anweisungen, die in dieser
Bedienungsanleitung gemacht werden.
5. Betreiben Sie das Gerät nicht in der Nähe von
Wasser oder in Umgebungen mit starker
Kondenswasserbildung, z.B. im Badezimmer, in
der Nähe von Waschbecken, Waschmaschinen,
feuchten Kellern, Swimming Pools usw.
6. Halten Sie das Gerät mit einem weichen,
trockenen Lappen sauber. Wischen Sie es
gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab.
Benutzen Sie keine anderen Reinigungs- oder
Lösungsmittel, die die Lackierung oder die
Plastikteile angreifen könnten. Regelmäßige Pflege
und Überprüfung beschert Ihnen eine lange
Lebensdauer
und
höchste
Zuverlässigkeit.
Entkabeln sie das Gerät vor der Reinigung.
7. Verdecken Sie nicht die Lüftungsschlitze. Bauen
Sie das Gerät so ein, wie der Hersteller es
vorschreibt. Das Gerät sollte so aufgestellt werden,
dass immer eine ausreichende Luftzufuhr
gewährleistet ist. Zum Beispiel sollte das Gerät
nicht im Bett, auf einem Kissen oder anderen
Oberflächen
betrieben
werden,
die
die
Lüftungsschlitze verdecken könnten, oder in einer
festen Installation derart eingebaut werden, dass
die warme Luft nicht mehr ungehindert abfließen
kann.
8. Das Gerät sollte nicht in der Nähe von
Wärmequellen betrieben werden (z.B. Heizkörper,
Wärmespeicher,
Öfen,
starke
Lichtquellen,
Leistungsverstärker etc.).
9. Achten Sie darauf, dass das Gerät immer geerdet
und das Netzkabel nicht beschädigt ist. Entfernen
Sie nicht mit Gewalt den Erdleiter des
Netzsteckers. Bei einem Euro Stecker geschieht
die Erdung über die beiden Metallzungen an
beiden Seiten des Steckers. Die Erdung (der
Schutzleiter) ist, wie der Name schon sagt, zu
Ihrem Schutz da. Falls der mitgelieferte Stecker
nicht in die örtliche Netzdose passt, lassen Sie den
Stecker von einem Elektriker (und nur von einem
Elektriker!) gegen einen passenden austauschen.
10. Netzkabel sollten so verlegt werden, dass man
nicht über sie stolpert, darauf herumtrampelt, oder
dass sie womöglich von anderen spitzen oder
schweren Gegenständen eingedrückt werden.
Netzkabel dürfen nicht geknickt werden – achten
Sie besonders auf einwandfreie Verlegung an der
Stelle, wo das Kabel das Gerät verlässt sowie
nahe am Stecker.
11. Verwenden
Sie
nur
Originalzubehör und/oder
solches,
das
vom
Hersteller empfohlen wird.
12. Wird das verpackte Gerät
mit
einer
Sackkarre
transportiert,
vermeiden
Sie Verletzungen durch
versehentliches Überkippen.
13. Ziehen Sie den Netzstecker bei Gewitter oder
wenn es längere Zeit nicht gebraucht wird.
14. Das Gerät sollte unbedingt von nur geschultem
Personal repariert werden, wenn:
Das Netzkabel oder der Netzstecker beschädigt
wurde, Gegenstände oder Flüssigkeiten in das
Innere gelangt sind, das Gerät Regen ausgesetzt
war, das Gerät offensichtlich nicht richtig
funktioniert oder plötzlich anders als gewohnt
reagiert, das Gerät hingefallen oder das Gehäuse
beschädigt ist.
Wartung:
Der
Anwender
darf
keine
weiteren
Wartungsarbeiten an dem Gerät vornehmen als in
der Bedienungsanleitung angegeben. Sonstige
Wartungsarbeiten dürfen nur von geschultem
Personal durchgeführt werden.
VORSICHT: UM DIE GEFAHR VON STROMSCHLÄGEN ZU
VERMEIDEN, ENTFERNEN SIE KEINE ÄUSSEREN TEILE.
DIESES GERÄT ENTHÄLT KEINE TEILE, ZU DENEN DER
ANWENDER ZUGANG HABEN MÜSSTE. LASSEN SIE
ALLE SERVICE LEISTUNGEN VON AUSGEBILDETEM
FACHPERSONAL BEI EINEM AUTORISIERTEN PHONIC
HÄNDLER DURCHFÜHREN.
Dieses Dreieck mit dem Blitzsymbol auf Ihrem
Gerät macht Sie auf nicht isolierte „gefährliche
Spannungen“
im
Inneren
des
Gerätes
aufmerksam,
stark
genug
um
einen
lebensbedrohlichen Stromschlag abzugeben.
Dieses Dreieck mit dem Ausrufezeichen auf
Ihrem Gerät weist Sie auf wichtige Bedienungsund Pflegeanweisungen in den Begleitpapieren
hin.
WARNUNG: UM DIE GEFAHR VON FEUER ODER
ELEKTRISCHEM SCHOCK ZU VERMEIDEN, SETZEN SIE
DIESES GERÄT KEINER FEUCHTIGKEIT ODER REGEN
AUS.
VORSICHT: EINE VON DER BEDIENUNGSANLEITUNG
ABWEICHENDE HANDHABUNG DES GERÄTS KANN
GEFÄHRLICHE STRAHLUNGEN FREISETZEN!
WEEE
Entsorgung von gebrauchten elektrischen
und elektronischen Geräten (anzuwenden
in den Ländern der Europäischen Union
und anderen europäischen Ländern mit
einem separaten Sammelsystem für diese
Geräte)
Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist
darauf hin, dass dieses Produkt nicht als normaler
Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern an einer
Annahmestelle für das Recycling von elektrischen und
elektronischen Geräten abgegeben werden muss. Durch
Ihren Beitrag zum korrekten Entsorgen dieses Produkts
schützen Sie die Umwelt und die Gesundheit Ihrer
Mitmenschen. Umwelt und Gesundheit werden durch
falsches Entsorgen gefährdet. Materialrecycling hilft den
Verbrauch von Rohstoffen zu verringern. Weitere
Informationen über das Recycling dieses Produkts erhalten
Sie
von
Ihrer
Gemeinde,
den
kommunalen
Entsorgungsbetrieben oder dem Geschäft, in dem Sie das
Produkt gekauft haben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
3
EINFÜHRUNG
Vielen Dank, dass Sie sich für das neuste
Produkt aus der FireWire Serie von Phonic
entschieden haben, das FIREFLY 808
UNIVERSAL.
FIREFLY 808 UNIVERSAL ist von denselben
hochkarätigen Ingenieuren entwickelt worden,
die auch so geniale Konzepte wie die Helix
Board FireWire Mischpulte hervorgebracht
haben. FIREFLY 808 UNIVERSAL wurde für all
diejenigen Anwender entworfen, die Wert auf
hochwertige modulare Komponenten legen
sowie für alle ambitionierten Recording
Enthusiasten, die für einen überschaubaren
Preis jede Menge Features und professionelle
Qualität
haben
wollen.
FIREFLY
808
UNIVERSAL ist eine Weiterentwicklung des
äußerst erfolgreichen FireWire Interfaces
FIREFLY 808. Neben der bisherigen FireWire
Verbindung verfügt es nun auch noch über eine
superschnelle USB 2.0 Schnittstelle. Damit
werden die beiden Welten Mac und PC noch
enger miteinander verknüpft, PC Anwender
müssen ihren Rechner nicht mehr mit FireWire
Karten aufrüsten.
Die acht hochwertigen Mikrofonvorverstärker
und analogen Linepegel Eingänge mit extrem
niedrigem
Eigenrauschen,
weitem
Dynamikbereich und einem fantastischem,
offenen und lebendigem Klang ermöglichen über
die integrierte FireWire / USB 2.0 Schnittstelle
die Übertragung von analogen Audiosignalen auf
die digitale Ebene. Dies geschieht mithilfe von
acht A/D Wandlern, die mit 24-bit Auflösung und
192 kHz Abtastrate die Speerspitze im heutigen
Studiostandard darstellen. Für die Rückführung
und weitere Bearbeitung auf der analogen Seite
stehen wiederum acht D/A Wandler zur
Verfügung.
Um die Möglichkeiten, die eine 24-bit / 192 kHz
A/D Wandlung grundsätzlich bietet, voll
auszuschöpfen, sollte man nicht unnötig Pegel
verschenken, oder umgekehrt zu viel des Guten
tun und digitales Clipping produzieren. Phonic
setzt daher bei dem FIREFLY 808 UNIVERSAL
auf optimale Pegelkontrolle und hat dem Gerät
übersichtliche LED Pegelketten für alle Ein- und
Ausgänge spendiert.
Die ersten beiden Kanäle bieten neben der
Mikrofonvorstufe
auch
die
Möglichkeit,
hochohmige Instrumente ohne Klangverluste
anzuschließen. Auf der Rückseite können hier
auch externe Geräte eingeschleift werden.
Neben den analogen Eingängen ist FIREFLY
808
UNIVERSAL
mit
allen
wichtigen
Digitalformaten ausgestattet, die der Studioalltag
mit sich bringt: Acht Kanäle ADAT In/Out,
S/PDIF In/Out, AES/EBU In/Out, 16 Kanäle MIDI
In/Out und Word Clock In/Out – auch dafür
können in der Recording Software verschiedene
Abtastraten eingestellt werden. Das Schöne
beim FIREFLY 808 UNIVERSAL ist, dass
analoge und digitale Eingänge simultan
verwendet werden können.
Über die MIDI Schnittstelle können MIDI Geräte
per FireWire / USB mit dem Rechner
kommunizieren – das erspart eine zusätzliche
MIDI Karte.
FIREFLY 808 UNIVERSAL erlaubt Direct
Monitoring über den integrierten Digitalmixer mit
Lautstärkekontrolle über den Kopfhörerausgang,
hat Einzelausgänge für die acht D/A
Rückführungen sowie eine Stereomischung
dieser Signale.
Das 19“ Format mit internem Netzteil, die
exzellente Qualität der Mikrofonvorverstärker
und die hohe Abtastrate machen FIREFLY 808
UNIVERSAL zur ersten Wahl für modular
aufgebaute, Rechner gestützte Recording
Studios,
die
auch
mobile
Aufnahmen
durchführen
wollen,
ohne
auf
höchste
Klangqualität verzichten zu müssen.
FIREFLY 808 UNIVERSAL ist kompatibel mit
Windows XP und Vista sowie Mac OSX, und die
Recording Software Steinberg Cubase LE4 ist im
Lieferumfang enthalten. Es handelt sich um eine
reduzierte Version der professionellen Digitalen
Audio Workstation Software, die Ihnen
ermöglicht, ein Audio Projekt mit maximal 48
Spuren zu generieren, wobei Sie jeweils 8
Spuren simultan aufnehmen können. Wenn Sie
auf
den
Geschmack
gekommen
sind,
Audioproduktionen am Rechner durchzuführen,
steht es Ihnen frei, auf eine höherwertige
Recording Software des gleichen Anbieters
aufzurüsten, oder irgendeine andere Software zu
verwenden.
Wir wissen, dass Sie nichts lieber wollen als das
Interface auspacken, anschließen und loslegen –
damit Sie die Möglichkeiten des Geräts jedoch
möglichst erschöpfend nutzen können, studieren
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
4
Sie
bitte
vorher
sorgfältig
diese
Bedienungsanleitung,
insbesondere
die
Sicherheitsanweisungen. Bewahren Sie die
Anleitung gut auf, wenn Sie später noch mal
etwas nachschlagen wollen. Machen Sie sich in
Ruhe mit den verschiedenen Funktionen und
neuen Möglichkeiten dieses Interfaces vertraut,
auch wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie ein
erfahrener Tontechniker sind und das Lesen von
Bedienungsanleitungen nicht zu Ihren Aufgaben
gehört.... In diesem Fall werfen Sie bitte
zumindest einen Blick auf die Passagen „VOR
DER
INBETRIEBNAHME“
und
„KURZANLEITUNG“.
zwei 6-polige FireWire Anschlüsse zum
Durchschleifen und direktem Anschluss an
PC oder Mac
ein USB Anschluss (Typ B)
Stand-alone Mixer für mobile und stationäre
Aufnahmen ohne Computer
Spannungsversorgung über internes Netzteil
sorgt für stabilen Betrieb und saubere
Dynamik
kompatibel mit Mac OS X und Windows XP /
Vista
solides 19“ Gehäuse für aufgeräumte
Signalführung
Steinberg Cubase LE 4 Recording Software
im Lieferumfang
MERKMALE
FireWire (IEEE1394) und USB 2.0
Schnittstelle in einem Gerät
niedrigste Latenzzeiten und jede Menge
Audiospuren zum und vom Computer
Die hohe Durchsatzrate der Schnittstellen
erlaubt den simultanen Betrieb von 18 Einund Ausgängen mit einem einzigen
FIREFLY 808 UNIVERSAL
Premium A/D und D/A Wandler mit
Abtastraten bis zu 192 kHz
Durchgehend 24-bit Auflösung für alle Einund Ausgänge
8 hochauflösende Mikrofonvorverstärker mit
individuellen Empfindlichkeitsreglern und
Phantomspeisung mit Statusanzeigen, zwei
mit Eingängen auf der Vorderseite
8 analoge Line Eingänge, zwei umschaltbar
für Instrumentenpegel, um Gitarren und
Bässe direkt einzuspielen
zwei optische TOSLINK Anschlüsse für 8
Ein- und Ausgänge (4 Kanäle über 96k dual
SMUX)
S/PDIF Ein- und Ausgang
AES/EBU Ein- und Ausgang
Word Clock Ein- und Ausgang
16 Kanäle MIDI In/Out
Kopfhörer- und Summenausgänge mit
Lautstärkereglern für Monitoranwendungen
Phonic Hardware Direct Monitoring über den
integrierten Digitalmixer für unkomplizierte
und
musikerfreundliche
Kopfhörermischungen
in
jeder
Recordingsituation.
LED Pegelketten für Ein- und Ausgänge der
Kanäle 1 ~ 8
umfangreiche
Statusanzeigen
für
Synchronisation, Abtastraten, digitale Einund Ausgänge und MIDI
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
5
VOR DER INBETRIEBNAHME
1.
Überprüfen Sie die Netzspannung, bevor
Sie den Netzstecker anschließen. Stellen
Sie sicher, dass das Netzteil für die örtlich
vorherrschende Netzspannung ausgelegt
ist. Wählen Sie die Stromversorgung für
die Audioanlage mit Sorgfalt, vermeiden
Sie
in
Beschallungssituationen
die
gemeinsame Nutzung von Steckdosen mit
der Lichtanlage.
Anmerkung: Achten Sie unbedingt darauf, dass das
Netzkabel nicht schadhaft ist. Blanke Kabel sind
lebensgefährlich. Geknickte oder schwer zerkratzte Kabel
werden bei mehrmaligem Auf- und Abbau eines Tages
lebensgefährlich sein. Tauschen Sie diese rechtzeitig gegen
neue aus.
2.
3.
4.
Verlegen Sie die Audiokabel getrennt von
Licht- und Stromkabeln, benutzen Sie,
wenn immer möglich, symmetrische
Verbindungen. Falls notwendig, kreuzen
Sie Ton- und Lichtkabel in einem Winkel
von 90° zueinander, um Interferenzen
möglichst
gering
zu
halten.
Unsymmetrische Kabel sollten so kurz wie
möglich sein.
Überprüfen Sie Ihre Kabel regelmäßig und
beschriften Sie beide Enden, um sie leicht
auseinander halten zu können.
Machen
Sie
zuerst
sämtliche
Kabelverbindungen, bevor Sie die Geräte
der Audioanlage anschalten.
Der einwandfreie Betrieb ist dadurch nicht
gefährdet, weil die Pole 5 und 6 nur für die
Spannungsversorgung vorgesehen sind. Da
die Schnittstellenkarte im FIREFLY 808
UNIVERSAL von dem Netzteil des Geräts
gespeist wird, entstehen mit einem 4-poligen
Kabel keinerlei Probleme.
2.
3.
4.
SCHNELLSTART
1.
Schalten Sie Ihren Computer an und
verbinden Sie FIREFLY 808 UNIVERSAL
entweder mit dem mitgelieferten FireWire
oder dem USB Kabel. Im Falle von
FireWire müssen Sie nur eine FireWire
Buchse belegen, die zweite ist dafür
vorgesehen,
weitere
FireWire-fähige
Geräte durchzuschleifen.
Hinweis: Sollte ihr Computer nicht über einen
FireWire-Port verfügen, und Sie aus irgendeinem
Grund nicht die USB Verbindung benutzen
wollen, kann ein FireWire-Port preisgünstig als
PCI-Karte nachgerüstet werden. Entsprechende
Karten sind im Computerhandel erhältlich.
Anmerkung: Das mitgelieferte FireWire Kabel
(IEEE 1394) ist ein sechspoliges Kabel. Wenn
Ihr Rechner nur über eine 4-polige 1394
Schnittstelle verfügt (oft bei Notebooks),
müssen Sie sich im Fachhandel einen
entsprechenden Adapter besorgen (6 auf 4).
5.
6.
7.
Schließen Sie FIREFLY 808 UNIVERSAL
mit dem mitgelieferten Netzkabel an einer
geeigneten Steckdose an und schalten Sie
das Gerät mit dem Netzschalter auf der
Vorderseite ein.
Ihr Computer wird FIREFLY 808
UNIVERSAL automatisch erkennen. PC
Anwender müssen die mitgelieferten
Treiber installieren, abhängig davon,
welche Schnittstelle verwendet wird (eine
detaillierte Beschreibung dazu findet sich
weiter hinten in dieser Anleitung im Kapitel
„INSTALLATION
DER
TREIBER
SOFTWARE). Mac Anwender hingegen
brauchen keine Treiber Software zu
installieren, sie müssen lediglich FIREFLY
808 UNIVERSAL als das bevorzugte
Audiogerät für Ein- und Ausgang
definieren. Allerdings gibt es für den Mac
eine eigene Mixer Software, die Ihnen
erlaubt, Signalpegel, Abtastraten und so
weiter zu ändern.
Öffnen Sie zum Zweck der Installation die
setup.exe Datei auf der mitgelieferten
Treiber CD ROM und befolgen Sie die
Installationsanweisungen, die auf dem
Bildschirm erscheinen. Schalten Sie
FIREFLY aus und wieder ein, wenn Sie
dazu aufgefordert werden.
Nach erfolgreicher Installation sollten Sie
im
FireFly
Control
Panel
die
Kanaleigenschaften von FIREFLY 808
UNIVERSAL ansehen und verändern
können.
Öffnen Sie Ihre Audio Editing / DAW
(Recording) Software und prüfen Sie, ob
der FireFly ASIO Treiber von der
Recording Software richtig gelesen wird.
Dies geschieht in der Regel in einem
Submenü des Reiters „Geräte“.
Wahrscheinlich wollen Sie auch die
Eigenschaften von FIREFLY anpassen.
Dies geschieht in der Regel durch Öffnen
des Reiters „Werkzeuge“, wo Sie im PullDown Menü „Eigenschaften“ anwählen.
Hier können Sie die verschiedenen Einund Ausgänge von FIREFLY 808
UNIVERSAL auswählen und bestimmten
Kanälen (Spuren) zuordnen. Das hängt
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
6
natürlich davon ab, welche Recording
Software
Sie
verwenden,
daher
konsultieren
Sie
bitte
die
Bedienungsanleitung der entsprechenden
Software, um zu erfahren, wie man so
etwas macht.
KURZANLEITUNG
1.
2.
3.
4.
5.
Nach
erfolgreicher
Installation
von
FIREFLY 808 UNIVERSAL auf Ihrem
Rechner schließen Sie ein Mikrofon an
einen der XLR Eingänge auf der
Vorderseite an. Sprechen Sie in das
Mikrofon und überprüfen Sie den Pegel
auf der Pegelanzeige. Justieren Sie die
Eingangsverstärkung für das Mikrofon mit
dem Regler GAIN.
Verbinden
Sie
weitere
analoge
Signalquellen nach Ihrem Wunsch. Achten
Sie
darauf, den
XLR
und
den
Klinkeneingang
eines
Kanals
nicht
gleichzeitig zu benutzen, da die beiden
Signale zusammengemischt werden, was
in der Regel die Audioqualität der
Einzelsignale hörbar verschlechtert.
Öffnen Sie Ihre Audio Software und richten
Sie diese so ein, dass FIREFLY 808
UNIVERSAL als Audiogerät für Ein- und
Ausgang eingestellt ist.
Stöpseln Sie einen Kopfhörer in die dafür
vorgesehene Kopfhörerbuchse auf der
Vorderseite von FIREFLY, um die
verschiedenen Ein- und Ausgangssignale
abzuhören.
Sie haben nun alles vorbereitet, um
hochauflösende, digitale Aufnahmen zu
erstellen. Machen Sie sich in Ruhe mit den
verschiedenen
Möglichkeiten
von
FIREFLY 808 UNIVERSAL vertraut.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
7
BESCHREIBUNG DER
VORDERSEITE
1. POWER
Diese grüne LED im FireWire Logo (oberhalb
des Netzschalters) leuchtet auf, wenn die
FireWire Schnittstelle (#25) eine Verbindung mit
dem Rechner hergestellt hat. Lesen Sie
unbedingt die Ausführungen im Abschnitt
„FIREWIRE / USB SCHNITTSTELLE“.
3. MICROPHONE / INSTRUMENT 1
&2
Mit dem Netzschalter wird das Gerät ein- und
ausgeschaltet.
Der
Schalter
ist
hintergrundbeleuchtet - wenn Strom vorhanden
ist, sollte er nach dem Einschalten leuchten.
Wenn nicht, hat die Steckdose keinen Strom,
jemand hat den Stecker gezogen oder die
interne Sicherung hat aus irgendeinem Grund
angesprochen (siehe #29).
In den meisten Konstellationen ist es egal, in
welcher Reihenfolge Sie Computer und Interface
einschalten. Wenn es jedoch wider Erwarten
Probleme mit der Erkennung des FireWire bzw.
USB Interfaces gibt, probieren Sie bitte aus, ob
Sie zum Erfolg kommen, wenn Sie beim
Einschaltprozess
eine
ganz
bestimmte
Reihenfolge einhalten, z.B. zuerst das FIREFLY
808 UNIVERSAL, und dann erst den Computer
einschalten. Beim Ausschalten verfahren Sie
umgekehrt - schalten Sie zuerst den Computer
aus und warten Sie, bis er richtig
heruntergefahren ist. Danach können Sie
FIREFLY 808 UNIVERSAL ausschalten.
2. FIREWIRE LED
Diese beiden Combo Buchsen auf der
Vorderseite des Geräts sind XLR und
Klinkeneingang gleichzeitig. Hier können zum
einen Mikrofone (Kondensator, Bändchen oder
dynamische) und aktive DI Boxen mit XLR
Stecker angeschlossen werden, zum anderen
mit einem Klinkenstecker versehene Instrumente
wie Gitarre, Bass, etc. (Bitte lesen Sie die
Ausführungen bei Punkt #19 in Bezug auf Pegel,
Phantomspeisung, etc.). Der XLR Eingang ist
symmetrisch,
es
können
aber
auch
unsymmetrische Signalquellen angeschlossen
werden.
Der Klinkeneingang ist unsymmetrisch und
hochohmig und daher optimal auf die
hochohmigen Ausgänge von elektrischen
Gitarren und Bässen bzw. Akustikinstrumenten
mit Tonabnehmern ausgelegt, ohne dass es zu
Höhenverlusten kommt, wie das bei Line
Eingängen der Fall wäre. Wenn Sie mehr als
diese beiden Instrumenteneingänge brauchen,
müssen Sie die Mikrofoneingänge 3 ~ 8
verwenden, dann allerdings unter Zuhilfenahme
einer DI Box.
Die Phantomspeisung, falls eingeschaltet (►#6),
liegt nur am XLR Eingang an, nicht am
Klinkeneingang.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
8
Hinweis: Wenn Sie eine Signalquelle mit
Linepegel an die Kanäle 1 oder 2 anschließen
wollen, sollten Sie die rückwärtigen Line
Eingänge (#17) verwenden, die exakt auf diese
Pegel abgestimmt sind. Ansonsten müssen Sie
höchstwahrscheinlich den „PAD“ Schalter (#5)
betätigen, um die Eingangsstufe nicht zu
überfahren, bevor das Signal auch nur den
„GAIN“ Regler (#4) passiert hat (mehr dazu bei
Punkt #5).
4. GAIN
Mikrofone, Instrumente und Linepegelgeräte, so
verschieden sie eben sind, haben auch
unterschiedliche Ausgangspegel. Die Drehregler
„GAIN“ stehen in enger Verbindung mit den
MICROPHONE / INSTRUMENT und LINE
Eingängen (#3 und #19). Sie kontrollieren die
Eingangsempfindlichkeit für das Signal im
Eingangskanal, wodurch der Pegel der
Signalquelle dem internen Verarbeitungspegel
im FIREFLY 808 UNIVERSAL angepasst wird.
Der Regelumfang der Eingangsempfindlichkeit
erstreckt sich über zwei verschiedene Bereiche,
je nachdem, ob es sich um Mikrofon- oder
Linepegel handelt. Für Mikrofonpegel reicht der
Regelbereich des Gain Reglers von +10 bis +60
dB, für Line Signale reicht er von -10 bis +40 dB.
An der XLR Buchse (#3 oder #19)
angeschlossene
Signale
werden
bei
Linksanschlag des Reglers um 10 dB verstärkt.
Ist der Regler ganz aufgedreht, beträgt die
Verstärkung 60 dB.
Bei den Klinkeneingängen haben wir es bei
zugedrehtem Regler mit einer Absenkung von 10
dB, bei aufgedrehtem Regler mit einer Anhebung
von 40 dB zu tun – „Unity Gain“, also keine
Beeinflussung, oder 0 dB, befindet sich in der 9Uhr Position (dies ist durch ein “U“
gekennzeichnet).
Diese 10 dB Absenkung erweist sich als
hilfreich, wenn ein Signal mit hohem Pegel
anliegt bzw. eine starke Anhebung durch den
Einsatz der Klangregelung erfährt – oder beides
zusammen. Ohne diese Absenkung könnte der
Kanal schnell zum Übersteuern gebracht
werden.
Sie den Dynamikumfang des nachfolgenden A/D
Wandlers nicht voll aus.
Sie können den Pegel gut kontrollieren, da er mit
den vier LED der Pegelanzeige dargestellt wird
(►#10). Wird der Pegel korrekt eingestellt,
arbeitet der Vorverstärker mit optimalem
Betriebspegel. Dies ist der Fall, wenn der
Durchschnittspegel die beiden grünen und die
gelbe LED zum Leuchten bring, ohne dass die
„CLIP“ LED aufleuchtet. Achten Sie unbedingt
darauf, dass die CLIP niemals aufleuchtet, weil
dann der Pegel unweigerlich zu hoch ist und das
Signal verzerrt (lesen Sie bitte unbedingt die
Ausführungen bei Punkt #10 und das Kapitel
„RICHTIG EINPEGELN“!).
Die Vorverstärkung hängt vom Typ des
Mikrofons ab. Kondensatormikrofone haben in
der
Regel
einen
wesentlich
höheren
Ausgangspegel als dynamische Mikrofone.
Bitten Sie den Künstler/Sprecher, einen
möglichst realistischen Pegel zu produzieren,
d.h. so laut zu singen/sprechen/spielen, wie es
bei der Vorstellung, sprich der Aufnahme, der
Fall sein wird. Wenn bei diesem sog. Sound
Check nicht mit normalem Pegel gearbeitet wird,
laufen sie Gefahr, bei der Vorstellung in den
Clipping Bereich des Interfaces zu kommen, weil
Sie die Vorverstärkung beim Sound Check zu
hoch einstellen mussten.
Es ist eine gute Idee, wenn Sie beim Sound
Check relativ sicher unter der Clipping Marke
bleiben, da bei der tatsächlichen Darbietung (ob
live oder Aufnahme macht da keinen
Unterschied) der Faktor „Adrenalin“ eine große
Rolle spielt. Erfahrungsgemäß erhöht sich der
tatsächliche Pegel während der richtigen
Vorstellung um ca. 3 dB, weil es für die Künstler
„um die Wurst geht“, der Adrenalinstoß führt
dazu, dass man etwas kräftiger „draufhaut“ als
beim Sound Check.
Wird die Eingangsverstärkung zu hoch
eingestellt, verzerrt das Signal und der Kanal
wird übersteuert. Ist sie zu niedrig, treten die
Nebengeräusche über Gebühr hervor und u.U.
ist die Signalstärke für die Ausgangssektion des
Interfaces nicht ausreichend - vor allem nutzen
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
9
5. PAD
Der „PAD“ Schalter existiert in den Kanälen 1
und 2. Ist er gedrückt, wird das Eingangssignal,
egal ob MIKROFON, INSTRUMENT oder LINE,
um 20 dB gedämpft, noch bevor es in den
Vorverstärker gelangt, sprich vom „GAIN“ Regler
bearbeitet wird. Gerade bei Signalen mit relativ
hohem Pegel macht dies Sinn, wird dadurch
doch der Dynamikumfang erheblich erweitert,
und die Gefahr des Clippings im Eingang
gebannt.
6. PHANTOM POWER
Bevor Sie die Phantomspeisung einschalten,
sollten Sie den „GAIN“ Regler (#4) sowie den
Kopfhörerregler „PHONES“ (#7) ganz herunter
drehen, um übermäßige Störgeräusche und
Schäden im nachfolgenden Gerät (und Ihren
Ohren) zu vermeiden.
Noch mal als Checkliste:
• Regeln Sie „GAIN“ (#4) und „PHONES“ (#7)
ganz nach unten.
• Schließen Sie das Kondensatormikrofon an.
• Schalten Sie die Phantomspeisung (#6) ein.
• Stellen Sie GAIN und Kopfhörerpegel je
nach Anforderung ein.
„Phantom“
heißt
diese
Stromversorgung
deshalb, weil sie von anderen, dynamischen
Mikrofonen,
die
keine
Stromversorgung
benötigen, ganz einfach ignoriert wird – sofern
es sich um ein Mikrofon mit symmetrischem
Ausgang handelt!
Kondensatormikrofone und aktive DI Boxen
brauchen eine Spannungsversorgung. Diese
wird entweder durch eine interne Batterie, eine
externe Spannungsversorgung, oder eben über
diese Phantomspeisung hergestellt, die vom
FIREFLY 808 UNIVERSAL über die Leitung des
Mikrofonkabels transportiert wird.
Wenn Sie diesen Schalter drücken, wird am XLR
Mikrofoneingang die benötigte Speisespannung
von +48V zur Verfügung gestellt. Zur Kontrolle
leuchtet die rote LED rechts neben dem Schalter
auf.
Das Ein- und Ausschalten geht mit einer kleinen
Verzögerung vor sich; das ist aber normal. Wenn
Sie ein Gerät (Mikrofon) anschließen, das keine
Phantomspeisung verträgt, warten Sie bitte
einige Sekunden, bevor Sie die Verbindung
herstellen.
Solange die Phantomspeisung eingeschaltet ist,
sollten
Sie
kein
Kondensatormikrofon
einstecken. D.h. erst Mikrofon einstecken, dann
Phantomspeisung einschalten...
Technisch gesprochen bezieht sich die
Phantomspeisung auf ein System, bei dem das
Audiosignal der symmetrischen Leitung in einem
Differential- Modus zugeführt wird, während der
Gleichstrom in einem Common-Modus zugeführt
wird. Die Audiosignale „wandern“ über die Pole 2
und 3 der Mikrofonleitung, der Strom hingegen
simultan über die gleichen Pole. Pol 1 stellt die
Erdung für Audio und Strom.
Mikrofone,
die
keine
Stromversorgung
benötigen, ignorieren einfach die Zwischen Pol 2
und Pol 3 anliegende Spannung. wenn man mit
einem Voltmeter die Spannung zwischen Pol 2
und Pol 3 misst, zeigt die Anzeige 0 Volt DC an,
und nichts anderes erkennt auch das
dynamische Mikrofon. Misst man zwischen Pol 2
und Pol 1, oder Pol 3 und Pol 1, wird die
Phantomspeisungsspannung – in der Regel 48
Volt – angezeigt, ohne dass ein Mikrofon
angeschlossen ist. Ein dynamisches Mikrofon
ignoriert die Spannung ebenso wie der
Mischpulteingang.
Um mit der Phantomspeisung kompatibel zu
sein, muss ein Gerät (Mikrofon, Vorverstärker
mit mikrofonartigem Ausgang oder eine DI Box)
mit einem symmetrischen, niederohmigen
Ausgang ausgestattet sein. Das schließt die
meisten auf dem Markt befindlichen Aufnahme
und Live Mikrofone ein. Wenn Sie sich nicht
sicher sind, ob Ihr Mikrofon Phantomspeisung
verträgt,
konsultieren
Sie
bitte
die
Bedienungsanleitung für das Mikrofon. Phonic ist
nicht verantwortlich für Schäden durch die
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
10
Phantomspeisung an Geräten,
Phantomspeisung vertragen.
die
keine
WARNUNG: Als stolzer Besitzer eines so
hochwertigen Interfaces wie dem FIREFLY 808
UNIVERSAL gehen wir zwar davon aus, dass sich in
Ihrem Mikrofonpark keine minderwertigen Mikrofone
befinden - dennoch: Verwenden Sie niemals ein
Mikrofon, das nicht über einen symmetrischen
Ausgang verfügt, wenn die Phantomspeisung
eingeschaltet ist – es könnte extremen Schaden
nehmen. Versuchen Sie also niemals, an ein
unsymmetrisches Mikrofon einfach einen XLR Stecker
anzubringen. Auch ein externes Mischpult, dessen
Ausgang am Mikrofoneingang angeschlossen wird,
könnte Schaden nehmen, wenn die Phantomspeisung
aktiviert ist. Da Mischpulte und andere Geräte in der
Regel Line Pegel abgeben, sollten deren Ausgänge
immer an die Line Eingänge im FIREFLY 808
UNIVERSAL angeschlossen werden.
7. PHONES
erreicht haben. Die Signale werden im internen
Digitalmixer zusammengemischt und direkt an
den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Die daraus
entstehende Latenz, bedingt durch die
Wandlung des Signals, beträgt nicht mehr als
etwa 1,2 ms, was für eine kontrollierte
Performance
in
der
Aufnahmesituation
notwendig ist.
Gleichwohl können Sie auch die Rückführungen
abhören, also jene Signale, die vom Rechner
über die FireWire / USB Schnittstelle auf das
FIREFLY 808 UNIVERSAL übertragen und dort
in ein analoges Signal zurückgewandelt werden.
Je nachdem, welche Einstellungen Sie auf der
Softwareseite im „FIREFLY MIXER PANEL“
vorgenommen haben, kommt es hierbei
natürlicherweise
zu
etwas
höheren
Latenzwerten.
8. MAIN
Dieser Regler kontrolliert die Lautstärke an den
Ausgängen „MAIN L /R“ (#20). Es handelt sich
um ein Stereopotentiometer. Das Signal stammt
entweder aus der Firewire / USB Rückführung
vom Computer oder von den zahlreichen
analogen und digitalen Eingängen. Sie können
softwareseitig im „FIREFLY MIXER PANEL“ die
Balance der vorgenannten Signale einstellen.
9. PEGELANZEIGE L / R
Die 6,3 mm TRS Klinkenbuchse ist für den
Anschluss eines Stereo Kopfhörers ausgelegt.
Der Regler kontrolliert die Lautstärke des
Kopfhörers. Drehen Sie immer erst den Regler
ganz zu (nach links gegen den Uhrzeigersinn),
bevor Sie einen Kopfhörer anschließen. Drehen
Sie ihn dann ganz langsam auf.
Vorsicht: Im Kopfhörer können sehr hohe Lautstärken
erzeugt werden, die sogar in der Lage sind, dauerhaft Ihr
Gehör zu schädigen. PHONIC übernimmt keine Haftung für
Gehörschäden, die durch eine dauerhafte Nutzung eines an
FIREFLY 808 UNIVERSAL angeschlossenen Kopfhörers mit
zu hoher Lautstärke entstanden sind.
Hier hören Sie alle Signale, die im FIREFLY 808
UNIVERSAL gemischt werden.
Es handelt sich bei allen Eingangssignalen um
ein digitales „Direct Monitoring“, d.h. Sie hören
die Signale noch bevor Sie den Computer
Diese 6-stellige Pegelanzeige zeigt den
Summenpegel aller analogen Eingänge an.
Achten Sie darauf, diese Summenschiene nicht
ins Clipping zu fahren. Wenn die Pegel aller
Eingänge optimal eingestellt sind, steht Ihnen
immer noch eine Reserve von ca. 6 dB zur
Verfügung, bevor der CLIP Bereich erreicht wird.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
11
10. PEGELANZEIGE CH 1 ~ 8
erhält man den besten Signal-Rauschabstand
und den größtmöglichen Dynamikumfang.
Dabei geht es gar nicht um die analoge Seite im
FIREFLY 808 UNIVERSAL – die Vorverstärker
sind
mit
einer
sehr
großen
Aussteuerungsreserve
ausgestattet.
Viel
problematischer ist die digitale Seite. Dort kann
ein Signal nicht lauter als 0 dBFS (Full Scale)
sein. Wenn dort der Pegel weiter erhöht wird,
kommt es abrupt zu sehr starken Verzerrungen.
Diese 4-stelligen LED Ketten sind die
Pegelanzeigen für die acht analogen Kanäle von
FIREFLY 808 UNIVERSAL. Es werden pro
Kanal –40, -20, -10 dB sowie CLIP angezeigt.
Ob es sich bei der Anzeige um den Pegel der
analogen Eingänge oder der Ausgänge handelt,
hängt vom globalen Schalter „ANALOG INPUT /
ANALOG OUTPUT“ (#11) ab.
Sie erhalten ein sauberes, verzerrungsfreies
Eingangssignal, wenn sich im Durchschnitt der
Pegel zwischen –20 und -10 dB bewegt. Auf
jeden Fall sollte vermieden werden, dass die
CLIP LED aufleuchtet. Ist dies der Fall, ist der
Eingangspegel zu hoch und die nachfolgende
Analog/Digitalwandlerstufe wird übersteuern.
Das Ergebnis wäre ein unangenehmer, sehr
übersteuert klingender Ton, der auf jeden Fall zu
vermeiden ist.
Die Pegelanzeige sitzt im Signalverlauf hinter
der Eingangsstufe, sofern sie den Eingang
anzeigt. Das Signal hat den „PAD“ Schalter (#5)
durchlaufen (sofern vorhanden, also in den
Kanälen 1 und 2), ebenso den entsprechenden
„GAIN“ Regler (#4) des Kanals. Die analoge
Vorstufe von FIREFLY 808 UNIVERSAL verfügt
über extrem hohe Dynamikreserven. Wenn Sie
dennoch Verzerrungen hören, ohne dass die
Pegelanzeige in den CLIP Bereich kommt,
müssen Sie den Eingangspegel am Quellgerät
reduzieren, da schon die Eingangsstufe verzerrt,
bevor der GAIN Regler den Pegel reduzieren
kann. Bei den Kanälen 1 und 2 sollten Sie in
diesem Fall den „PAD“ Schalter (#5) drücken.
In der Regel sollte der Eingangspegel mit dem
„GAIN“ Regler (#4) so hoch wie möglich
eingestellt werden, jedoch nur so hoch, dass die
CLIP LED möglichst nicht aufleuchtet. Damit
Steht der Umschalter für die Pegelanzeigen
(#11) auf „Analog Output“, wird der Pegel an
dem jeweiligen analogen Ausgang (#21)
angezeigt. Unabhängig, woher dieses Signal
ursprünglich stammt (mehr dazu siehe #21), hat
es auf jeden Fall den internen digitalen
Signalprozessor durchlaufen, also auch eine
Digital/Analogwandlung hinter sich.
Auch in diesem Fall sollte die CLIP LED auf
keinen Fall aufleuchten, ist dies doch ein Indiz
dafür, dass auch der D/A Wandler zu hoch
angesteuert wird.
Man muss wissen, dass die CLIP Anzeige sehr
schnell reagiert. Gerade bei Signalen, die sehr
perkussiv sind (Snare Drum, Hi Hat, etc.),
leuchtet die CLIP Anzeige u. U. schon sehr
frühzeitig auf, obwohl der Durchschnittspegel
noch relativ niedrig ist, und ohne dass
nennenswerte Verzerrungen zu hören wären.
Das liegt in der Natur dieser Signale – sie haben
ein
kurzzeitiges
Maximum
(die
sog.
„Transiente“), während der darauf folgende
Ausklang nur durchschnittlichen Pegel hat.
Anders ist das jedoch bei flächigen Klängen wie
z.B. Keyboard Akkorden, oder auch Gesang.
Wenn bei solchem Klangmaterial die CLIP
Anzeige aufleuchtet, wird die Verzerrung mit
Sicherheit auch zu hören sein.
Nur wenn das Signal richtig justiert wird – also
so hoch wie möglich, ohne in den Clipping
Bereich zu gelangen – können die enormen
Dynamikreserven
des
FIREFLY
808
UNIVERSAL vollständig genutzt werden. Der in
den
Technischen
Daten
angegebene
Dynamikumfang des A/D Wandlers bei 24-bit /
96 kHz wird nur dann erreicht, wenn der Kanal
auf der analogen Seite optimal gepegelt ist. Sie
sollten sich hier also nichts verschenken!
11. ANALOG
OUTPUT
INPUT
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
/
ANALOG
12
Dadurch wird FIREFLY 808 UNIVERSAL erste
Wahl in Audio/Video Recording Studios und
auch bei Film- und Videoproduktionen, bei
denen hochauflösende Audiospuren verlangt
werden. Wird FIREFLY 808 UNIVERSAL
synchronisiert, leuchtet eine dieser LED auf und
signalisiert, welche Art der Synchronisation
FIREFLY
808
UNIVERSAL
momentan
verwendet.
Dies ist der globale Umschalter für die
Pegelanzeigen CH 1~8, die wahlweise den
Pegel der analogen Eingänge oder der
Ausgänge anzeigen.
Ist der Schalter nicht gedrückt, wird der Pegel
der analogen Eingänge „CH 1“ bis „CH 8“
angezeigt. Zur Kontrolle leuchtet die obere grüne
LED „ANALOG INPUT“ links neben dem
Schalter auf. Wenn der Schalter gedrückt ist,
zeigen die Pegelanzeigen den Pegel an den
analogen Ausgängen (#21) an. Zur Kontrolle
leuchtet die untere grüne LED „ANALOG
OUTPUT“ links neben dem Schalter auf.
Gerade für die Ausgänge 1 und 2 (#21) hat
dieser Schalter besondere Bedeutung, da hiermit
einerseits der Pegel der Stereomischung aller
Eingangssignale
überprüft
werden
kann,
andererseits der Pegel der rückgeführten
Stereomischung aus dem Computer (für nähere
Informationen lesen Sie bitte die Ausführungen
im Kapitel „FIREFLY MIXER SOFTWARE“).
12. SYNCHRONIZATION
Wenn Sie mithilfe der FIREFLY MIXER
SOFTWARE
versuchen,
FIREFLY
808
UNIVERSAL
mit
einem
Gerät
zu
synchronisieren, das gar nicht angeschlossen
ist, blinkt die entsprechende LED für kurze Zeit;
danach wird auf die vorherige Einstellung
zurückgegriffen (für weitere Erklärungen lesen
Sie bitte im Kapitel „FIREFLY MIXER
SOFTWARE“ nach).
Beim FIREFLY 808 UNIVERSAL können alle
digitalen Eingänge gleichzeitig verkabelt sein.
Dem
System
muss
jedoch
die
Synchronisationsquelle mitgeteilt werden (ein
digitales Gerät kann seine Clock immer nur aus
einem Eingang gewinnen).
Die Vorgabe einer Sync Referenz ist notwendig,
um im Studio jeder Situation gerecht zu werden.
Dazu ein Beispiel: Am ADAT Eingang ist ein
ADAT-fähiges Gerät angeschlossen, an S/PDIF
ein CD-Player. Nun möchten Sie kurz vom CDPlayer ein paar Samples in den Rechner
einspielen – geht nicht. In den wenigsten Fällen
sind CD-Player synchronisierbar. Daher wird die
Übertragung mit Störgeräuschen versehen, da
das Signal des CD-Players mit der (falschen)
Clock des ADAT-Gerätes eingelesen wird. In
diesem Fall ist also kurzfristig die SYNC
SOURCE auf S/PDIF umzustellen.
13. SAMPLE RATE
In der digitalen Welt sind Geräte immer Master
(Taktgeber) oder Slave (Taktempfänger). Bei der
Zusammenschaltung mehrerer Geräte muss es
immer einen Master geben, und zwar nur einen.
Alle anderen Geräte müssen Slave sein.
FIREFLY 808 UNIVERSAL kann mit jedem Word
Clock fähigen Gerät synchronisiert werden.
Wenn FIREFLY 808 UNIVERSAL synchronisiert
wird, leuchtet eine dieser LED auf und zeigt
damit an, auf welche Abtastrate das Gerät, auf
das FIREFLY synchronisiert wird, momentan
eingestellt ist. FIREFLY 808 UNIVERSAL stellt
sich automatisch auf dieselbe Abtastrate ein (für
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
13
weitere Erklärungen lesen Sie bitte im Kapitel
„FIREFLY MIXER SOFTWARE“ nach).
14. AES / SPDIF
von Mikrofonen, Geräte wie Keyboards,
elektronische Drums, CD Spieler usw. Es kann
sich sogar um ein analoges Mischpult handeln,
das nicht über einen USB oder FireWire
Anschluss verfügt, um die analogen Signale in
digitale umzuwandeln.
Es können symmetrische oder unsymmetrische
Signale verarbeitet werden. Wenn Sie einen
unsymmetrischen 6,3 mm Klinkenstecker
verwenden, wandelt der Line Eingang das
Signal, das am Ring anliegt, automatisch in
Masse um.
FIREFLY 808 UNIVERSAL ist eine Schnittstelle
für AES/EBU oder S/PDIF Geräte. Diese beiden
LED zeigen an, ob die AES/EBU oder S/PDIF
Ein- und Ausgänge verwendet werden.
15. ADAT
Sie können auch Ihre Geräte mit optischem
Ausgang im Zusammenhang mit FIREFLY 808
UNIVERSAL verwenden. Diese beiden LED
leuchten, wenn ein Gerät mit ADAT bzw.
TOSLINK Ein- und Ausgängen an FIREFLY 808
UNIVERSAL angeschlossen und ist.
16. MIDI
Wird das MIDI Interface von FIREFLY 808
UNIVERSAL verwendet, leuchten diese beiden
LED lauf. Die LED zeigen an, ob eine
erfolgreiche Verbindung hergestellt wurde.
BESCHREIBUNG DER
RÜCKSEITE
17. LINE 1 & 2
Das Line Signal kann mithilfe der „PAD“ Schalter
(#5) um 20 dB abgeschwächt werden, noch
bevor es mit dem GAIN Regler (#4) bearbeitet
wird.
18. SEND 1 & 2
Diese 6,3 mm Klinkenbuchsen stellen das
analoge Eingangssignal (aus den Kombibuchsen
#3 oder den Line Eingängen #17) zur Verfügung,
noch bevor es den Analog/Digitalwandler
durchlaufen hat. Es wird hinter dem
Eingangspegelregler „GAIN“ (#4) abgegriffen.
Sie können mit diesen Signalen externe Geräte
ansteuern. Dafür gibt es mehrere Anwendungen.
So kann es sein, dass Sie zusätzliche
Vorverstärker benötigen, wenn Sie z.B. auf
einem Harddiskrekorder aufnehmen. Sie können
diese Ausgänge jedoch auch verwenden, um
externe
Audioprozessoren
wie
z.B.
Kompressoren, Equalizer etc in den Signalweg
einzuschleifen.
Weiterhin können Sie mit diesen Signalen ein
vollständig
analoges
„Direct
Monitoring“
realisieren, das absolut latenzfrei ist.
19. MIC / LINE 3 ~ 8
An diese dreipoligen 6,3 mm Klinkenbuchsen
werden die Ausgänge von Geräten mit
Linienpegel angeschlossen, also mit Ausnahme
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
14
Die Eingangskanäle 3 bis 8 verfügen jeweils
über eine weibliche XLR Buchse und eine
dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse.
MIC
An
die
XLR
Buchse
werden
Geräte
angeschlossen,
deren
Ausgangssignal
sogenannten „Mikrofonpegel“ hat, also Mikrofone
(wer hätte das gedacht...) und DI Boxen. Es gibt
allerdings auch Geräte, die im Ausgang XLR
Buchsen verwenden, deren Ausgangspegel
jedoch +4 dBu beträgt. Die sollten hier nicht
angeschlossen werden, der Pegel am Eingang
wäre sehr wahrscheinlich zu hoch und würde die
Eingangsschaltung verzerren, noch bevor Sie
mit dem „GAIN“ Regler irgendetwas dagegen tun
könnten. Verwenden Sie für solche Signale die
Line Eingänge.
Es können symmetrische oder unsymmetrische
Signale verarbeitet werden. Wenn Sie einen
unsymmetrischen (also meist zweipoligen) 6,3
mm Klinkenstecker verwenden, wandelt der Line
Eingang das Signal, das am Ring anliegt,
automatisch in Masse um.
Lesen Sie bitte unbedingt die Hintergrundinformationen, die
Ihnen
das
Kapitel
„SYMMETRISCH
UND
UNSYMMETRISCH“ liefert.
Wichtig: Mikrofon- und Line Eingänge sollten
nicht gleichzeitig belegt werden, sonst kommt es
zu Beeinträchtigungen der Signale und
Rückkopplungen, da sie sich den Schaltkreis des
Vorverstärkers
teilen
(aber
nicht
die
Phantomspeisung) – also entweder nur das
Mikrofon anschließen oder ein Line Pegel Gerät.
20. MAIN L / R
Wir
empfehlen
die
Verwendung
von
professionellen Mikrofonen mit symmetrischen
Ausgängen, egal ob dynamisch, Kondensatoroder Bändchenmikrofon. Benutzen Sie bitte nur
hochwertige, niederohmige Kabel und achten
Sie auf die richtige Steckerbelegung. Die
Belegung der XLR Buchsen entspricht dem
internationalen Standard: 1 = Masse, 2 = positiv,
3 = negativ.
Kondensatormikrofone und aktive DI Boxen
brauchen
zum
Betrieb
eine
Spannungsversorgung. Diese wird in der Regel
direkt über die Audioleitung, also das
Mikrofonkabel,
mit
der
sogenannten
Phantomspeisung hergestellt. Wenn Sie die
Phantomspeisung einschalten, sollten alle
Lautstärke Regler („GAIN“ #4, „PHONES“ #7
und „MAIN“ #8) runter gedreht sein. Um
übermäßige
Störgeräusche
in
den
nachfolgenden Geräten (aktive Studiomonitore,
Kopfhörer)
zu
vermeiden,
sollten
Sie
Kondensatormikrofone nicht einstecken, solange
die Phantomspeisung eingeschaltet ist.
Also: Erst Mikrofon oder DI Box einstecken,
dann Phantomspeisung einschalten.... (mehr zur
Phantomspeisung bei #6).
LINE
An diese dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse
werden Geräte mit niederohmigem Linienpegel
angeschlossen, also mit Ausnahme von
Mikrofonen,
Geräte
wie
Keyboards,
elektronische Drums, CD Spieler, andere Mixer,
usw.
An diesen dreipoligen 6,3 mm Klinkenbuchsen
liegt die Stereomischung aus dem internen Mixer
von FIREFLY 808 UNIVERSAL an, um damit
externe Geräte zu speisen. Dies können
Studiomonitore, andere Mixer, ein zweites
FIREFLY 808 UNIVERSAL, oder irgendein
anderes Gerät sein, abhängig von Ihrem
Studioaufbau.
Die Signale der ungeraden analogen Kanäle,
also 1, 3, 5 und 7, werden zum linken Ausgang,
die Signale der geraden analogen Kanäle, also
2, 4, 6 und 8, werden zum rechten Ausgang
gesendet.
Ist FIREFLY 808 UNIVERSAL über die Firewire
bzw. USB Schnittstelle mit dem Computer
verbunden, kann die FIREFLY MIXER PANEL
Software verwendet werden, um die Balance
zwischen dem Firewire / USB Return Signal und
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
15
den analogen Eingangssignalen
Ausgängen einzustellen.
an diesen
21. ANALOG OUTPUT
Diese acht dreipoligen Klinkenbuchsen sind
kurzschlussfest und geben ein niederohmiges,
servo-symmetrisches Signal mit +4 dBu Line
Pegel ab. Aufgrund der Schaltungstechnik
können Sie hier jedoch genauso gut Geräte mit
unsymmetrischen Eingängen anschließen.
In der werksseitigen Grundeinstellung, wenn Sie
FIREFLY
808
UNIVERSAL
ohne
Computeranbindung verwenden, stehen an
diesen Ausgängen die Signale der analogen
Eingänge zur weiteren Verarbeitung zur
Verfügung.
Im Firewire / USB Betrieb können Sie diese
Ausgänge natürlich auch noch für ganz andere
Dinge verwenden. Softwareseitig können Sie
bestimmen,
dass
Sie
mehrere
Stereo
Ausgangspaare
oder
sogar
Surround
Mischungen (5.1, 7.1, 6.2 etc.) abhören, oder
beispielsweise die Ausgänge 1 und 2 eine
Stereomischung aller analogen Eingangskanäle
oder des Firewire / USB Returnsignals (gespeist
entweder aus der Recording Software oder dem
FIREFLY MIXER PANEL) enthalten.
22. AES/EBU IN & OUT
Diese beiden XLR Buchsen sind die Ein- und
Ausgänge der AES/EBU Schnittstelle (Audio
Engineering Society / European Broadcast
Union). Hier können Geräte angeschlossen
werden, die mit dem AES3 Protokoll arbeiten.
AES3 verwendet symmetrische Kabel mit 110
Ohm Wellenwiderstand. AES3 ist eine serielle
Schnittstelle, selbsttaktend und überträgt zwei
digitale Audiokanäle auf einer Länge bis zu 100
m.
Die
weibliche
XLR
Buchse
ist
der
Stereoeingang, die männliche XLR Buchse ist
der Stereoausgang. Sind die Buchsen belegt,
leuchten zur Kontrolle die jeweiligen Status LED
(#14) auf der Frontseite des Geräts auf.
Achten Sie auf die Stellung des Schalters
„S/PDIF IN – AES IN“ (#23). Für den AES/EBU
Anschluss muss er in der rechten Position
stehen.
23. S/PDIF IN – AES IN
Dieser Schalter bestimmt, ob das S/PDIF oder
das AES/EBU Signal weiterverarbeitet wird.
Steht der Schalter in der linken Position (von
hinten gesehen), wird das digitale Stereosignal
an dem S/PDIF Eingang (#24) im digitalen Mixer
von FIREFLY 808 UNIVERSAL verarbeitet und
steht am Firewire / USB Ausgang (#25) zur
Verfügung. Steht der Schalter in der rechten
Position, wird das an dem AES/EBU Eingang
(#22) anliegende digitale Stereosignal von der
Firewire / USB Schnittstelle weiterverarbeitet.
24. S/PDIF IN / OUT
Dies sind Standard S/P-DIF (Sony / Phillips
Digital Interface) Ein- und Ausgänge vom Typ II
im Cinch Format, die eine Stereo Verbindung auf
der digitalen Ebene mit anderen digitalen
Geräten erlauben, welche ebenfalls über S/PDIF Ein- und Ausgänge verfügen, z.B. ein DAT
Rekorder, Digitalmixer, etc.
Verwenden Sie bitte ein hochwertiges 75 Ohm
Koaxialkabel mit Cinch Steckern für die S/P-DIF
Verbindung, da in den meisten Fällen die
Ursache für eine unsaubere Übertragung der
digitalen Audiosignale, z.B. sog. „Glitching“, in
der Verwendung von minderwertigen Kabeln zu
suchen ist.
Hier können auch High Speed S/P-DIF Geräte
angeschlossen werden, sofern diese Option in
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
16
der FIREFLY MIXER SOFTWARE ausgewählt
wird (dort #17).
25. FIREWIRE / USB ANSCHLÜSSE
& WAHLSCHALTER
26. MIDI IN / OUT
Mit dem FIREFLY 808 UNIVERSAL können Sie
gleichzeitig 16 MIDI Kanäle von und zu Ihrem
Computer via Firewire Kabel senden. Dadurch
wird die Anschaffung einer zusätzlichen MIDI
Karte überflüssig.
Die fünfpoligen DIN Buchsen sind Standard MIDI
Ein- und Ausgänge. Verbinden Sie den MIDI
Ausgang (OUT) eines externen Geräts mit dem
Eingang (IN) beim FIREFLY 808 UNIVERSAL
und den MIDI Eingang (IN) eines externen
Geräts mit dem Ausgang (OUT) am FIREFLY
808 UNIVERSAL jeweils mithilfe eines 5-poligen
MIDI Kabels.
Die beiden FireWire Anschlüsse (IEEE 1394)
und der USB Anschluss sind für den Anschluss
des FIREFLY 808 UNIVERSAL an einen
Rechner (PC oder Macintosh). Damit haben Sie
die
Möglichkeit,
die
unterschiedlichen
Eingangssignale digitalisiert über ein einziges
Kabel auf Ihren Rechner zu übertragen bzw.
wieder
in
FIREFLY
808
UNIVERSAL
zurückzuführen.
Die 16 MIDI Kanäle erscheinen in der FIREFLY
Control Software und stehen den meisten MIDIfähigen Programmen zur Verfügung.
27. ADAT IN / OUT
Mit dem Schalter entscheiden Sie, welches der
beiden Protokolle verwendet wird – daraus
erkennen Sie schon, dass nicht beide
gleichzeitig verwendet werden können. Steht der
Schalter in der linken Position (von hinten
gesehen), ist die USB Schnittstelle aktiv, steht
der Schalter in der rechten Position, ist FireWire
aktiv.
Es gibt zwei FireWire Anschlüsse - prinzipiell ist
es unerheblich, welche der beiden Buchsen Sie
verwenden, da sie parallel geschaltet sind. Sie
müssen also lediglich eine Kabelverbindung mit
dem Computer herstellen. Sie haben die
Möglichkeit, das FireWire Signal auch noch an
andere Geräte zu senden, die über eine FireWire
Schnittstelle
verfügen.
So
können
Sie
beispielsweise ein zweites FIREFLY 808
UNIVERSAL anschließen, um die Anzahl der
Eingangskanäle zu verdoppeln!
Wenn eine funktionierende Verbindung der
FireWire / USB Schnittstelle mit dem Rechner
hergestellt wurde, leuchtet zur Kontrolle die
blaue LED (#2) im FireWire Logo rechts oben
auf der Vorderseite des Geräts auf.
Lesen Sie bitte unbedingt den
„FIREWIRE SCHNITTSTELLE“.
Abschnitt
Diese beiden Anschlüsse sind für eine Standard
ADAT (Alesis Digital Audio Tape) Lightpipe
Verbindung vorgesehen. Der Anschluss erfolgt
über handelsübliche Lichtleiterkabel (TOSLINK).
Die maximale Übertragungskapazität reicht für 8
Audio Kanäle mit 24 bit Auflösung bei
Abtastraten von 44,1 kHz oder 48 kHz.
ADAT IN
Hier wird ein externes Gerät angeschlossen,
welches ein ADAT Signal zum FIREFLY sendet.
Es werden die Kanäle 1 bis 8 mit einer
Abtastrate von 44,1 kHz oder 48 kHz übertragen.
Sofern in der FIREFLY MIXER SOFTWARE die
Option „SMUX“ angewählt ist (siehe dort #19),
kann über diesen Anschluss auch ein sog.
Double Speed Signal empfangen werden Es
werden dann 4 Kanäle mit einer Abtastrate von
88,2 kHz oder 96 kHz übertragen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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ADAT OUT
Hier wird ein externes Gerät angeschlossen,
welches ein ADAT Signal vom FIREFLY
empfängt. Es werden die Kanäle 1 bis 8 mit
einer Abtastrate von 44,1 kHz oder 48 kHz
übertragen.
Sofern in der FIREFLY Mixer Software die
Option „SMUX“ angewählt ist (siehe dort #19),
kann über diesen Anschluss gesendet werden
Es werden dann 4 Kanäle mit einer Abtastrate
von 88,2 kHz oder 96 kHz übertragen.
synchron mit dem gleichen Takt versorgt und
arbeiten problemlos miteinander.
29. NETZANSCHLUSS
SICHERUNGSHALTER
&
28. WCLK IN / OUT
Diese beiden BNC Buchsen sind für die
Einbindung mit anderen Standard Word Clock
Geräten vorgesehen, z.B. DVTR und andere
digitale Geräte.
In
der
analogen
Technik
kann
man
unterschiedliche Geräte beliebig miteinander
verschalten, eine Synchronisation ist nicht
erforderlich. Digital Audio jedoch ist einem
Grundtakt, der Samplefrequenz (Abtastrate),
unterworfen. Das Signal kann nur korrekt
weiterverarbeitet oder transportiert werden,
wenn alle beteiligten Geräte dem gleichen Takt
folgen. Ansonsten kommt es zu Fehlabtastungen
des
digitalen
Signals.
Verzerrungen,
Knackgeräusche und Aussetzer sind die Folge.
AES/EBU,
S/P-DIF
und
ADAT
sind
selbsttaktend, eine zusätzliche Word Clock
Leitung ist also prinzipiell nicht erforderlich. In
der Praxis kommt es bei der gleichzeitigen
Benutzung mehrerer Geräte jedoch zu
Problemen.
Beispielsweise
kann
die
Selbsttaktung bei einer Schleifenverkabelung
zusammenbrechen, wenn es innerhalb der
Schleife keinen „Master“ (zentralen Taktgeber)
gibt. Außerdem muss die Clock aller Geräte
synchron
sein,
was
sich
bei
reinen
Wiedergabegeräten wie einem CD-Player über
die Selbsttaktung gar nicht realisieren lässt, da
CD-Player keinen S/P-DIF Eingang besitzen.
Der Bedarf an Synchronisation in einem Digital
Studio wird daher durch das Anschließen an
eine zentrale Synchronisationsquelle befriedigt.
Beispielsweise arbeitet das Mischpult als Master
und liefert an alle anderen Geräte ein
Referenzsignal, die Word Clock. Das geht aber
nur, wenn die anderen Geräte auch einen Word
Clock Eingang besitzen, also Slave-fähig sind.
(Professionelle CD-Player besitzen daher einen
Word Clock Eingang). Dann werden alle Geräte
An diese Eurobuchse wird das mitgelieferte
Netzkabel angeschlossen. Bitte verwenden Sie
nur
ein
einwandfreies,
ordnungsgemäß
geerdetes Netzkabel mit Schukostecker, so wie
es zum Lieferumfang gehört.
Sollten Sie das Netzkabel verlieren, oder es wird
schadhaft, besorgen Sie sich im Musikgeschäft
oder in einem Laden für Computerzubehör ein
neues von gleicher Qualität.
FIREFLY 808 UNIVERSAL verfügt über ein
Schaltnetzteil,
das
mit
Netzspannungen
zwischen 100 und 240 Volt einwandfrei arbeitet.
Im Inneren des Geräts befindet sich die
Netzsicherung, sie dient Ihrem Schutz. Sollte sie
durchgebrannt sein, bitte nur gegen eine
Sicherung gleichen Typs und Werts austauschen
(es ist eine gute Idee, immer Ersatzsicherungen
parat zu haben):
2 A träge
Wenn
daraufhin
die
Sicherung
wieder
durchbrennt, liegt ein ernsthafter Schaden im
Inneren des Geräts vor. Ziehen Sie sofort den
Netzstecker und lassen Sie das Gerät von einer
autorisierten Service Werkstätte überprüfen.
WARNUNG: Versuchen Sie niemals, die Sicherung durch
Silberpapier o.ä. zu überbrücken – es könnte zu erheblichen
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
18
Schäden an Gerät und Mensch führen! Außerdem erlöschen
damit jegliche Garantieansprüche.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
19
FIREWIRE
/
SCHNITTSTELLE
USB
SYSTEM VORAUSSETZUNGEN
Im
Folgenden
werden
die
Mindestvoraussetzungen aufgeführt, um das
FIREWIRE 808 UNIVERSAL mit einem
Computer zu betreiben und somit digitale
Aufnahmen zu machen. Wenn Ihr Rechner die
Voraussetzungen nicht erfüllt, kommt es zu
Verzögerungen und womöglich Aussetzern und
Knacksern im Audiosignal, außerdem besteht
die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr
Rechner irgendwann während des Betriebes
aufhängt bzw. ab einem bestimmten Zeitpunkt
das FIREFLY 808 UNIVERSAL nicht mehr von
Ihrem Rechner erkannt wird.
WINDOWS
• Microsoft® Windows® XP Service Pack 1
(SP1) und Service Pack 2 (SP2) sowie
Vista®
• installierte USB oder FireWire Schnittstelle
(unsere Empehlung für die FireWire Karte:
ADS Pyro 64 mit TI Chip)
• Intel
Pentium®
4
Prozessor
oder
gleichwertiger AMD Athlon Prozessor
• Motherboard mit Intel oder VIA Chipset
• Festplatte mit 5400 U/min oder schneller
(7200 U/min oder schneller mit 8 MB Cache
empfohlen)
• 512 MB RAM oder mehr (1 GB oder mehr
empfohlen)
bestimmten Punkt während der Installation der
Software das FIREFLY 808 UNIVERSAL entund wieder verkabelt werden muss. Diese
Treiber sind nicht nötig, wenn Sie einen Mac
verwenden, allerdings haben Sie als Mac User
die Möglichkeit, unsere Mixer Software von der
mitgelieferten CD herunterzuladen und zu
installieren.
WICHTIG: Halten Sie sich immer vor Augen,
dass Sie immer den richtigen Treiber installieren
müssen, abhängig davon, ob Sie die USB oder
die FireWire Schnittstelle verwenden.
Sollten Sie dennoch Probleme beim Betrieb
haben, und Sie mit Ihrem Rechner Zugriff auf
das Internet haben, öffnen Sie Ihren
Webbrowser und gehen Sie in die Support >
Downloads Sektion auf http://www.phonic.com.
Es ist möglich, dass seit der Erstellung der
Software CD aktualisierte Treiber erschienen
sind, die Sie hier herunterladen können.
WINDOWS XP (mit Service Pack 1
oder 2) / Vista®
•
•
•
MACINTOSH
• OS X 10.3.5 oder neuer mit eingebauter
FireWire Unterstützung
• G4 oder neuerer Prozessor
• 512 MB RAM oder mehr
FIREFLY 808 UNIVERSAL läuft auch auf IntelMacs.
•
INSTALLATION DER TREIBER
SOFTWARE
Um das FIREFLY 808 UNIVERSAL effizient
(oder überhaupt) mit einem PC-Rechner zu
betreiben, ist es unbedingt erforderlich, alle
notwendigen Treiber von der mitgelieferten CDROM zu installieren (ASIO und WDM Treiber).
Lesen und befolgen Sie die Anweisungen
unbedingt genauestens, bevor Sie die einzelnen
Arbeitsschritte durchführen, da an einem
Wir empfehlen, alle anderen Anwendungen
zu schließen, bevor Sie mit der Installation
beginnen.
Stellen sie sicher, dass das FIREFLY 808
UNIVERSAL noch nicht mit dem Rechner
verbunden ist.
Legen Sie die mitgelieferte CD-ROM in Ihr
CD-ROM oder DVD Laufwerk. Wenn die
Installation nach kurzer nicht von alleine
startet, folgen Sie im „Windows Explorer“
dem Pfad „Arbeitsplatz / CD-ROM (DVD)
Laufwerk / FireWire Treiber und Control
Panel“ oder „USB Treiber und Control Panel“
und doppelklicken Sie auf „setup.exe“, um
die Installation manuell zu starten. Die
Software für das FIREFLY CONTROL
PANEL und die FIREFLY 808 UNIVERSAL
MIXER SOFTWARE werden dabei ebenfalls
installiert.
Folgen Sie den Anweisungen, die während
des
Installationsprozesses
auf
dem
Bildschirm erscheinen.
Die
nachfolgenden
Schritte
und
Bildschirmansichten beziehen sich auf die
Installation des USB Treibers, die FireWire
Installation ist jedoch im Großen und Ganzen
identisch.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
20
scrollen. Dann werden Sie gefragt, ob Sie die
oben genannten Bedingungen akzeptieren. Im
positiven
Fall
klicken
Sie
auf
das
Eingabekästchen unter dem Text. Klicken Sie
auf die Schaltfläche [< Cancel], wenn Sie die
Installation abbrechen wollen, klicken Sie auf die
Schaltfläche [< Back], wenn Sie zum
vorhergehenden Schritt zurückkehren wollen,
klicken Sie auf [Next], um mit der Installation
fortzufahren.
Willkommen zum Installationsassistenten für
den Phonic USB Audio Treiber (FF808U)
V0.72.0
Dieser Assistent hilft Ihnen dabei, die Phonic
USB Audio Treiber Software (FF808U) V0.72.0
zu installieren.
Wir
empfehlen
Ihnen,
alle
Windows
Anwendungen zu beenden, bevor Sie mit der
Installation beginnen. Auf diese Weise können
notwendige Systemdateien upgedatet werden,
ohne dass Sie Ihren Rechner nach der
Installation neu starten müssen.
Klicken Sie auf [Cancel], um die Installation zu
beenden und alle anderen Anwendungen zu
schließen.
Stellen Sie sicher, dass FIREFLY 808
UNIVERSAL noch nicht mit dem Rechner
verbunden ist.
Klicken Sie auf [Next], um mit der Installation
fortzufahren.
Zielordner
Die Installation schlägt einen Zielordner vor, in
dem der Phonic USB Audio Treiber abgelegt
wird. Wenn Sie einen anderen Zielordner wollen,
klicken Sie auf [Browse] und suchen einen
anderen Ordner.
Auch jetzt können Sie den Installationsprozess
abbrechen, indem Sie [Cancel] anklicken.
Klicken
Sie
auf
[Install],
um
den
vorgeschlagenen Zielordner zu akzeptieren, und
zum nächsten Schritt zu gelangen.
Starten der Installation
Der Phonic USB Audio Treiber kann nun
installiert werden.
Lizenz Vereinbarung
Lesen Sie die Software Lizenz Vereinbarung
bitte aufmerksam durch, bevor Sie den Treiber
installieren. Sie können sich durch den Text
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
21
Windows Logo Testing
Es kann passieren, dass diese Meldung auf dem
Bildschirm erscheint:
„Die Software, die Sie gerade installieren, hat
den Windows Logo Test nicht bestanden, die
eine Kompatibilität mit Windows XP garantiert.“
Ignorieren Sie diese Meldung und klicken Sie auf
[Continue Anyway = Trotzdem fortfahren], um
weiterzumachen.
Windows Logo Testing
Es kann Ihnen nochmals passieren, dass diese
Meldung auf dem Bildschirm erscheint:
„Die Software, die Sie gerade installieren, hat
den Windows Logo Test nicht bestanden, die
eine Kompatibilität mit Windows XP garantiert.“
Ignorieren Sie diese Meldung auch diesmal und
klicken Sie auf [Continue Anyway = Trotzdem
fortfahren], um weiter zu machen.
Unter Vista bezieht sich eine ganz ähnlich
aussehende Meldung auf lizensierte Treiber.
Fertig
Der Phonic USBTreiber wurde erfolgreich auf
Ihrem Computer installiert.
Nun sollte das Phonic CONTROL PANEL in
Ihrer Menüleiste sichtbar sein, und Sie können
mit dem Betrieb beginnen.
Anschluss der Hardware Komponente
Sie werden aufgefordert, die USB Verbindung
zum FIREFLY 808 UNIVERSAL zu unterbrechen
und wieder herzustellen (→#25). Dann schalten
Sie das Interface mit dem Netzschalter ein (#1).
Klicken Sie danach auf [Next], um fortzufahren.
HINWEIS:
Windows Systemklänge—also die Sounds, die
Windows spielt, um das Starten oder
Herunterfahren
des
Computers,
oder
Warnmeldungen usw. zu signalisieren—können
bei der Audioaufnahme stören. Wir empfehlen
dringend, diese Klänge zu deaktivieren.
Gehen Sie in „Systemsteuerung“ zu „Sounds
und Audiogeräte“. Klicken Sie den Reiter
„Sounds”. Wählen Sie unter „Soundschema“ den
Eintrag „Keine Sounds.”
Klicken Sie „OK” um die Änderung zu
übernehmen und die Dialogbox zu schließen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
22
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
23
Macintosh OS X (10.3.5 oder später)
Das FIREFLY 808 UNIVERSAL arbeitet mit den
primären (Core) Audiotreibern von Macintosh OS
X 10.3.5 oder später.
• Stellen Sie zuerst sicher, dass Sie mit
Macintosh OS X 10.3.5 oder darüber
arbeiten.
• Schließen Sie dann das FIREFLY 808
UNIVERSAL an einen FireWire Port Ihres
Rechners an.
• Um sicher zu gehen, dass FIREFLY 808
UNIVERSAL einwandfrei arbeitet, gehen Sie
in den Ordner „Utilities“ und doppelklicken
Sie auf das Symbol „Audio MIDI Setup“.
Gehen Sie in die Sektion „Audio Geräte“.
Wählen Sie im Pull Down Menü „Eigenschaften
für“ das FIREFLY 808 UNIVERSAL.
In diesem Fenster können die Eigenschaften und
Einstellungen für das FIREFLY 808 UNIVERSAL
den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, die
Sampling Frequenz oder die Clock Source zu
ändern. Sie können auch bestimmen, dass
FIREFLY 808 UNIVERSAL das Standard Audio
Gerät für den Eingang und Ausgang wird.
Mac Anwender können GarageBand Digital
Audio Workstation Software in Verbindung mit
dem FIREFLY 808 UNIVERSAL verwenden.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
24
FIREFLY CONTROL PANEL
Das FireFly Control Panel wird bei er Installation
des Treibers unter Windows automatisch mit
installiert. Es kann jederzeit aufgerufen werden,
indem Sie den Shortcut Button auf Ihrem
Desktop anklicken. In diesem Programm können
Sie nicht nur die Geräte- und Kanalnamen sowie
ihre Eigenschaften ändern, sondern haben auch
Zugriff auf Latenzzeiten, Sampling Raten, und so
weiter. Wenn Sie die Anwendung öffnen, haben
Sie Zugang zu mehreren Optionen, die Sie
anwählen und Ihren Bedürfnissen anpassen
können.
KANAL ZUORDNUNG
Wenn Sie auf Ihrem PC mit einer Digital Audio
Workstation (Recording Software) arbeiten, sind
in der mitgelieferten Phonic FIREFLY CONTROL
PANEL Software den Eingängen des FireWire
Interfaces bestimmte Namen zugeordnet. Sie
können diese Namen jedoch jederzeit ändern.
FireWire Eingangskanal
Line[1] I L
Line[1] I R
Line[2] I L
Line[2] I R
Line[3] I L
Line[3] I R
Line[4] I L
Line[4] I R
SPDIF[1] I L
SPDIF[1] I R
TOS[1] I L
TOS[2] I R
MIDI I 1
FireWire Ausgangskanal
Line[1] O L
Line[1] O R
Line[2] O L
Line[2] O R
Line[3] O L
Line[3] O R
Line[4] O L
Line[4] O R
SPDIF[1] O L
SPDIF[1] O R
TOS[1] O L
TOS[2] O R
MIDI O 1
FireFly Eingang
Analog Input 1
Analog Input 2
Analog Input 3
Analog Input
Analog Input
Analog Input 6
Analog Input 7
Analog Input 8
S/PDIF or AES In
S/PDIF or AES In
ADAT or SMUX In
ADAT or SMUX In
MIDI In
FireFly Ausgang
Analog Output 1
Analog Output 2
Analog Output 3
Analog Output 4
Analog Output 5
Analog Output 6
Analog Output 7
Analog Output 8
S/PDIF or AES Out
S/PDIF or AES Out
ADAT or SMUX Out
ADAT or SMUX Out
MIDI Out
Um den Namen eines Eingangskanals in Ihrem
Computer zu ändern, müssen Sie das FIREFLY
CONTROL PANEL öffnen. Auf der linken Seite
finden Sie die einzelnen Einstellkategorien.
Klicken Sie „Input Channels“ an. Das
Hauptfenster zeigt dann den Titel „Input
Channels“. Sie können die Kanalnamen
markieren und dann das Feld [Edit Channel
Name] am unteren Rand des Kontrollfensters
drücken. Ein neues Fenster erscheint, in dem
Sie die Namen der Kanäle ändern können.
Wenn Sie FIREFLY 808 UNIVERSAL als
Standard Audio Gerät für den Audio Ausgang an
Ihrem PC einrichten wollen, gehen Sie einfach in
den Windows Explorer und suchen Sie den
Ordner „Sounds und Audiogeräte“. Wählen Sie
den Reiter „Audio Tabelle“ an und suchen Sie im
Pull Down Menü FIREFLY 808 UNIVERSAL als
mögliches
Standard
Gerät
für
die
Soundwiedergabe. FIREFLY 808 UNIVERSAL
kann auch als Standard Audio Ausgang für
einzelne Anwendungen bestimmt werden, indem
Sie in den nämlichen Anwendungen unter
Optionen/Einstellungen die nötigen Schritte dafür
durchführen.
DEVICES (GERÄTE MANAGER)
Im Geräte Manager können die Namen der
Phonic FireWire oder USB Geräte, die an Ihren
Computer angeschlossen sind, gesehen und
verändert werden.
INPUT CHANNELS (EINGANGSKANÄLE)
Im Ordner „Eingangskanäle“ können die Namen
der einzelnen Eingangskanäle, die der Rechner
vom FIREFLY 808 UNIVERSAL empfängt,
gesehen und verändert werden.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
25
OUTPUT CHANNELS (AUSGANGSKANÄLE)
Im Ordner „Ausgangskanäle“ können die Namen
der Ausgangskanäle, die der Rechner an
FIREFLY 808 UNIVERSAL schickt, gesehen und
verändert werden.
SYNCHRONISATION
Im
Synchronisationsordner
können
Eigenschaften wie Sampling Rate und andere
Synchronisationseigenschaften
eingestellt
werden. Viele der veränderbaren Parameter sind
so voreingestellt, dass ein optimaler Betrieb
garantiert ist. Sie sollten nur verändert werden,
wenn Sie sich absolut sicher sind über die
Veränderungen, die Sie vornehmen müssen.
Zuerst kann der Synchronisationsmodus
verändert werden. Wenn Sie jedoch ein Neuling
auf diesem Gebiet sind, sollten Sie lieber die
Finger
davon
lassen.
Der
Synchronisationsmodus bestimmt im Grunde,
welches Gerät die „Clock Source“ ist, also das
Gerät, welches die Grundlage für das Timing
aller eingehenden digitalen Signale bietet. Die
Werkseinstellung für diese Funktion ist „CSP“,
was bedeutet, dass FIREFLY 808 UNIVERSAL
die Master Clock darstellt. Es besteht die
Möglichkeit, dass FIREFLY 808 UNIVERSAL
dem Timing irgendeines externen Gerätes folgt,
das die Master Clock darstellt. Wenn man zwei
verschiedene Quellen für die Clock hat, kann es
zu
unangenehmen
Erscheinungen
im
Audiomaterial kommen, daher sollte dies besser
vermieden werden. Wenn FIREFLY 808
UNIVERSAL das einzige digitale Audio Gerät an
Ihrem Rechner ist, gibt es keinen Grund, den
Synchronisationsmodus zu ändern.
Sie können zwischen automatischer und
manueller Wahl der Sampling Rate hin- und
herschalten. Wird die Abtastrate manuell
eingestellt, haben Sie die Auswahl zwischen
44.1, 48.0, 88.2, 96.0 und 128 kHz / sec. für die
analogen Eingänge und 176.4 / 196 kHz für
einige digitalen Geräte. So manch anderes Gerät
bietet lediglich eine Sampling Rate von 44.1 kHz,
daher raten wir Ihnen bei dem Betrieb von
mehreren digitalen Audio Geräten, die Sampling
Rate bei 44.1 kHz zu belassen, es sei denn, Sie
sind sich absolut sicher, dass die anderen
Geräte eine höhere Sampling Rate unterstützen.
EINSTELLUNGEN
Als Anwender haben Sie die Möglichkeit, diverse
Pufferzeiten im Ordner „Einstellungen“ zu
verändern.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
26
Die Stream Buffer Depth ist zwischen 0,5 und
20 Millisekunden veränderbar. Damit ist die
Pufferzeit gemeint, die bei der Übertragung
eines Datenstroms (eines Audiosignals in
digitalisierter Form) vom FIREFLY 808
UNIVERSAL zum Rechner eingesetzt wird. Wird
die Puffergröße zu hoch eingestellt, kommt es zu
hörbaren Verzögerungen, auch Latenz genannt.
Ist die Pufferzeit zu niedrig eingestellt, können
verschiedene Artefakte in Form von Klicks und
Pops zu hören sein. Die Pufferzeit ist optimal
eingestellt, wenn die Latenz so gering wie
möglich ist, ohne dass es zu Beeinträchtigungen
in der Audio Übertragung kommt. Die
Werkseinstellungen sind für die meisten Rechner
ideal.
Die ASIO Buffer Depth kann in einem Bereich
von 4 bis 40 ms eingestellt werden. Hiermit wird
die Latenzzeit für die Audiodaten eingestellt, die
von einer Software empfangen wird, welche auf
einem ASIO Treiber basiert (was für Cubase LE4
zutrifft).
Die WDM (Windows Driver Model) Sound
Buffer Depth ist ebenfalls in einem Bereich von
4 bis 40 ms einstellbar. Hiermit wird die
Latenzzeit für die Audiodaten eingestellt, die von
Software empfangen wird, die auf WDM
Programmen basiert.
Darüber hinaus können Sie sich in diesem
Ordner eine Drop Out Statistik anzeigen
lassen, in der Sie sehen, wie oft die FireWire /
USB Verbindung unterbrochen wurde.
STREAMS
Im Ordner Streams können Sie sich die
Geräteeigenschaften
des
FIREFLY
808
UNIVERSAL anschauen. Jede Eingangs- und
Ausgangsverbindung kann genau betrachtet
werden, und Sie können die isochronen
Übertragungen mit ihren zugehörigen Sampling
Raten erkennen.
RECORDING
CUBASE LE4
SOFTWARE
Cubase LE4 ist ein gut ausgestattetes
Programm, das im Lieferumfang des FIREFLY
808 UNIVERSAL enthalten ist. Damit können Sie
Audiospuren aufnehmen, editieren, löschen und
verändern. Bitte beachten Sie, dass Sie mit
dieser Cubase Version zwar ein Projekt mit
insgesamt 48 Spuren erzeugen, jedoch lediglich
8 Spuren gleichzeitig aufnehmen können. Wenn
Sie mehr Spuren gleichzeitig aufnehmen wollen
(bei Verwendung eines anderen Interfaces oder
eines zweiten FIREFLY 808 UNIVERSAL),
müssen Sie sich um eine umfangreichere
Recording Software bemühen. So können Sie
z.B. leicht auf Cubase SX oder Cubase 4
aufrüsten.
INSTALLATION
Legen Sie die mitgelieferte DVD mit der
Recording Software Steinberg Cubase LE4 in Ihr
Laufwerk
ein.
Befolgen
Sie
das
Installationsprogramm – die Anweisungen sind in
deutscher Sprache und sehr verständlich.
Die
Seriennummer
der
Software
wird
automatisch abgefragt. Sie werden ebenso
gebeten, sich zu registrieren. Wenn Sie über
einen Internet Anschluss verfügen, können Sie
dies sofort tun. Andernfalls überspringen Sie
diese Abfrage und registrieren sich zu einem
späteren Zeitpunkt. Beachten Sie jedoch, dass
Sie sich spätestens nach 30 Tagen registriert
haben müssen.
EINRICHTUNG
Wenn der Installationsprozess erfolgreich
durchgeführt wurde, müssen folgende Schritte
durchgeführt werden, wenn Sie mit FIREFLY
808 UNIVERSAL effizient arbeiten wollen:
•
Öffnen Sie das Programm Cubase LE4.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
27
•
•
Gehen Sie in der Navigationsleiste auf den
Reiter “Geräte” und wählen Sie im PullDown Menü „Geräteeinstellungen“. Wählen
Sie auf der linken Seite „VST Audiosystem“.
In der ASIO Treiber Drop-Down Liste auf der
rechten Seite wählen Sie bitte den „Phonic
ASIO Driver“. Es erscheint eine Box, in der
Sie gefragt werden, ob Sie den ASIO Treiber
wechseln
wollen.
Klicken
Sie
auf
[Wechseln]. Damit ist die grundlegende
Installierung und Einrichtung abgeschlossen.
Scharfstellen von Audiospuren aus dem
FIREFLY Interface
• Gehen Sie nochmals in das Pull Down Menü
„Geräte“
und
wählen
Sie
„VST
Verbindungen“.
Sie
bekommen
die
verschiedenen Eingänge angezeigt („Phonic
FF808U Ch 1”, „Phonic FF808U Ch 2”,
usw.). Fügen Sie die gewünschte Anzahl an
Bussen hinzu (maximal 8) und wählen Sie
den entsprechenden Geräte-Port aus. Wie
schon gesagt: die Limitierung auf 8 Spuren
ist eine Limitierung von Cubase LE 4.
• Gehen Sie in der Navigationsleiste auf
„Datei“, „Neues Projekt“ und wählen Sie ein
entsprechendes Projekt aus.
• Alle weiteren Fragen bezüglich des Betriebs
von Cubase LE4 werden in der Online Hilfe
beantwortet, die automatisch mit installiert
wurde. Drücken Sie hierzu F1, während das
Programm geöffnet ist.
Wenn Sie den PHONIC ASIO Treiber
reaktivieren wollen, öffnen Sie einfach den Reiter
„Geräte“ und wählen Sie im Pull Down Menü
„Geräte Eigenschaften“. Klicken Sie dort auf
[Reset] und wählen Sie den „Phonic FireWire“
Audio Treiber. Klicken Sie auf [ok], um
fortzufahren, und FIREFLY 808 UNIVERSAL
sollte wieder betriebsbereit sein.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
28
FIREFLY
808
UNIVERSAL
MIXER SOFTWARE
Durch Betätigen dieses Schalters wird allein das
Signal des entsprechenden Kanals zum
FIREFLY 808 UNIVERSAL zurückgeführt und
steht dort an den Ausgängen ANALOG OUT 1
und 2 (dort →#21) und dem Kopfhörerausgang
(dort →#7) für Monitorzwecke zur Verfügung.
3. LINK
Mit diesem Schalter werden die Funktionen für
zwei benachbarte Kanäle gekoppelt. Sie können
nun wie ein einziger Kanal kontrolliert werden.
Die Funktionen FADER, MUTE und SOLO
arbeiten nun für zwei Eingänge.
4. PAN
PAN, Kurzform für PANORAMA, ist ein Regler,
der ein Signal auf zwei Kanäle in einem
bestimmten
Verhältnis
aufteilt.
In
den
Eingangskanälen wird also mit diesem
Schieberegler bestimmt, wie viel Pegel auf die
linke und rechte Ausgangsschiene gesendet
wird, so dass das Signal sehr gleichmäßig über
das gesamte Stereospektrum verteilt werden
kann. Wird der Regler ganz nach links
geschoben, gelangt das Signal nur in die linke
Summe, steht der Regler ganz rechts, gelangt
das Signal nur in die rechte Summe. Alle
Zwischenpositionen sind möglich.
Sie können FIREFLY 808 UNIVERSAL auch
dann verwenden, wenn Sie nicht mit einer
digitalen Audio Workstation Software arbeiten.
Gleichzeitig mit dem Treiber und dem FIREFLY
CONTROL PANEL wird bei der Installation auch
ein virtueller Mixer aufgespielt, mit dem Sie alle
Funktionen des FIREFLY 808 UNIVERSAL vom
Rechner aus steuern können.
Das Signal aus diesem Mixer wird als
Stereosignal zum FIREFLY 808 UNIVERSAL
zurückgeführt. Es steht dort an den Ausgängen
ANALOG OUT 1 und 2 (dort →#21) und dem
Kopfhörerausgang (dort →#7) zur Verfügung.
Kanal Eingänge
1. M = MUTE
Mit diesem Schalter wird der Ausgang des
Kanals stumm geschaltet. Dies verhindert, dass
das Audiosignal zum FIREFLY 808 UNIVERSAL
zurückgesendet wird.
2. S = SOLO
In der Grundstellung werden die Eingänge von
FIREFLY 808 UNIVERSAL entweder nur auf den
linken oder nur auf den rechten Kanal gelegt.
Ungerade Kanäle liegen links, gerade Kanäle
liegen rechts.
Die PAN Regler des FIREFLY 808 UNIVERSAL
Mixers arbeiten nach dem Prinzip der
sogenannten „konstanten Lautheit“. Wenn Sie
den PAN Regler von links nach rechts schieben
(dabei wandert der Sound von links über die
Mitte nach rechts), bleibt der Lautheitseindruck
konstant.
Wenn Sie einen Kanal ganz nach links (oder
rechts) „gepannt“ haben, und die Pegelanzeige
im Ausgang (hier #10) zeigt 0 dB, dann fällt der
Pegel um 4 dB auf der linken (oder rechten)
Seite ab, wenn der Regler wieder in die
Mittelposition gebracht wird. Wäre dem nicht so,
dann wäre ein in der Mitte liegendes Signal
lauter.
5. FADER
Klicken und bewegen Sie das Fadersymbol mit
der Maus, um die Lautstärke des Signals zu
verändern, das über die FireWire / USB
Verbindung auf den Rechner gelangt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
29
Ausgangskanal
6. PEGELANZEIGE
Der Eingangspegel, der durch das FIREFLY
Interface empfangen wird, kann unterhalb des
Faders exakt in dB abgelesen werden. Darüber
hinaus wird der Pegel in Form eines Balken
neben dem Fader angezeigt.
7. KANALSTATUS
Kanäle)
(nur
digitale
Dieses Fenster gibt Auskunft darüber, ob ein
digitales Gerät mit dem FIREFLY 808
UNIVERSAL verbunden ist oder nicht. Der
Status wird automatisch auf den neusten Stand
gebracht, wenn ein digitales Gerät am richtigen
Eingang angeschlossen ist.
8. BALANCE
BALANCE
verteilt
die
Intensität
des
Stereosignals auf die beiden Ausgänge links und
rechts. In der Grundstellung steht der
Schieberegler in der Mitte, so dass beide
Ausgänge gleiche Pegel erhalten. Wird der
Regler nach links geschoben, verringert sich der
Pegel im rechten Ausgang, und der linke Pegel
steigt leicht an. Wird er nach rechts geschoben,
verringert sich der Pegel im linken Ausgang.
9. FADER
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
30
Klicken und bewegen Sie das Fadersymbol mit
der
Maus,
um
die
Lautstärke
des
Stereoausgangssignals zu verändern, das über
die FireWire Verbindung zum FIREFLY 808
UNIVERSAL gesendet wird. Dort steht es an den
Ausgängen ANALOG OUT 1 und 2 zur
Verfügung.
10. PEGELANZEIGE
Der Stereo Ausgangspegel, der über die Firewire
/ USB Verbindung an das FIREFLY 808
UNIVERSAL ausgegeben wird, kann unterhalb
des Faders exakt in dB abgelesen werden.
Darüber hinaus wird der Pegel in Form eines
Balken neben dem Fader angezeigt.
Host Verbindung
11. USB 2.0 / 1394a
Hier können Sie anwählen, über welche
Schnittstelle FIREFLY 808 UNIVERSAL mit dem
Rechner verbunden ist.
Wenn Sie diesen Schalter anklicken, wird das
FIREFLY
808
UNIVERSAL
die
Synchronisationsquelle für alle angeschlossenen
digitalen
Geräte.
Die
entsprechende
SYNCHRONISATION LED „INTER.“ auf der
Vorderseite von FIREFLY 808 UNIVERSAL (dort
#12) leuchtet auf.
13. COAX SPDIF
Wenn Sie diesen Schalter anklicken, wird das
Gerät, das am koaxialen SPDIF Eingang
angeschlossen ist, zum Sync Master. Ist an dem
SPDIF Eingang vom FIREFLY 808 UNIVERSAL
kein
Gerät
angeschlossen,
blinkt
die
entsprechende SYNCHRONSATION LED „AES“
auf der Vorderseite von FIREFLY 808
UNIVERSAL (dort #12) kurze Zeit auf. Danach
wird auf die zuvor eingestellte Sync Quelle
zurückgeschaltet.
14. OPT. SPDIF
Wenn Sie diesen Schalter anklicken, wird das
Gerät, das am optischen ADAT/TOSLINK
Eingang angeschlossen ist, zum Sync Master.
Ist an dem TOSLINK Eingang vom FIREFLY 808
UNIVERSAL kein Gerät angeschlossen, blinkt
die entsprechende SYNCHRONSATION LED
auf der Vorderseite von FIREFLY 808
UNIVERSAL (dort #12) kurze Zeit auf. Danach
wird auf die zuvor eingestellte Sync Quelle
zurückgeschaltet.
15. WORD CLOCK
Wenn Sie diesen Schalter anklicken, wird das
Gerät, das am BNC Eingang angeschlossen ist,
zum Sync Master. Ist an dem BNC Eingang vom
FIREFLY 808 UNIVERSAL kein Gerät
angeschlossen,
blinkt
die entsprechende
SYNCHRONSATION LED auf der Vorderseite
von FIREFLY 808 UNIVERSAL (dort #12) kurze
Zeit auf. Danach wird auf die zuvor eingestellte
Sync Quelle zurückgeschaltet.
Wie eine Word Clock Quelle als Sync Master an
FIREFLY 808 UNIVERSAL angeschlossen wird,
ersehen Sie aus der nachfolgenden Abbildung.
Sync Source
12. DEVICE
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
31
Digital I/O Selection
17. S/PDIF
16. PC
Dies ist die Ausgangsstellung. Diese Option
erlaubt Ihnen, den PC als Sync Quelle zu
verwenden. In dieser Stellung leuchtet die mit
„INTER.“ bezeichnete SYNCHRONISATION
LED auf der Vorderseite von FIREFLY 808
UNIVERSAL (dort #12) auf.
Anmerkung: Wenn ADAT oder S/PDIF Geräte
nicht auf dieselbe Sync Quelle eingestellt
werden, werden Sie aufgefordert, dieses
Problem zu beheben.
Wenn Sie diesen Schalter anklicken, können Sie
ein Gerät mit S/PDIF oder AES Ausgang mit
dem FIREFLY 808 UNIVERSAL verwenden.
18. HS - SPDIF
Wenn Sie ein High Speed SPDIF Gerät an den
SPDIF Eingang auf der Rückseite von FIREFLY
808 UNIVERSAL anschließen, müssen Sie für
einen einwandfreien Betrieb diesen Schalter
drücken.
19. ADAT
Klicken Sie diesen Schalter, wenn Sie den
ADAT/TOSLINK Eingang verwenden wollen. Die
Abtastrate ist in der Regel 44,1 oder 48 kHz. Es
werden gleichzeitig 8 Kanäle übertragen.
20. SMUX
Klicken Sie auf diesen Schalter, wenn Sie ein
SMUX-fähiges Gerät an dem ADAT/TOSLINK
Eingang betreiben wollen. Die Abtastrate ist in
der Regel 88,2 oder 96 kHz. Es werden
gleichzeitig 4 Kanäle übertragen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
32
Andere Einstellungen
Mit dem Crossfader in der Mixer Software
können Sie das Signal steuern, das an die
analogen Ausgänge ANALOG OUT 1 und 2 vom
FIREFLY 808 UNIVERSAL abgegeben wird. In
der Mittelstellung ist dieses Ausgangssignal eine
50 zu 50 Mischung aus dem Originalsignal vom
FIREFLY und dem rückgeführten Signal vom
Computer zum FIREFLY. Wenn Sie den
Schiebesteller nach links bewegen, wird das
Monitorsignal vom FIREFLY 808 UNIVERSAL
immer dominanter; ganz nach links geschoben
hören Sie nur noch dieses Signal. Schieben Sie
den Regler hingegen nach rechts, wird das
Stereosignal aus der Mixer Panel Software
immer dominanter.
STAND ALONE MODUS
FIREFLY
808
UNIVERSAL
kann
als
eigenständiges Gerät verwendet werden, auch
ohne jegliche Firewire / USB Verbindung
hergestellt zu haben. Im Nachfolgenden werden
einige Punkte erläutert, die durchaus von
Interesse sein können, wenn Sie FIREFLY 808
UNIVERSAL als Stand Alone Gerät betreiben.
21. SAMPLE RATE
Hier können Sie die Abtastrate des Signals
einstellen, das zum Computer gesendet wird. Bei
den meisten Anwendungen haben Sie die Wahl
zwischen 44.1, 48, 88.2 oder 96 kHz. Wenn Sie
ADAT als digitale Eingangsquelle wählen, haben
Sie die Wahl zwischen 44,1 und 48 kHz. Bei der
Verwendung von High Speed Geräten können
Sie die Abtastrate zwischen 176,4 und 192 kHz
einstellen.
Klicken Sie auf die Schalter „+“ oder „-“, bis Sie
die gewünschte Abtastrate erreicht haben.
Bestätigen Sie mit der Schaltfläche „SET“.
Wird 192 kHz gewählt, ist die Pegelanzeige von
FIREFLY außer Funktion.
22. CROSSFADER
Am
allerwichtigsten
ist
dies:
Jegliche
Einstellungen, die Sie in der MIXER PANEL
Software
in
Bezug
auf
Einund
Ausgangsstruktur, Abtastrate etc. vorgenommen
haben, bleiben erhalten, auch wenn Sie das
Gerät neu starten oder die FireWire / USB
Verbindung unterbrechen. Das bedeutet, dass
genau die Ein- und Ausgänge gemäß der letzten
Einstellung aktiviert bzw. deaktiviert werden.
Die standardmäßige Einstellung der Abtastrate
ist 44.1 kHz, und der automatisch aktivierte
digitale Ein- und Ausgang ist S/PDIF.
Außerdem werden die analogen Eingänge auf
ihre entsprechenden analogen Ausgänge
geleitet. Darüber hinaus wird eine Mischung
dieser analogen Eingänge zum einen auf die
Ausgänge MAIN L/R, zum anderen auf alle
digitalen Ausgänge geleitet, die aktiv geschaltet
sind (ADAT, S/PDIF, etc.).
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
33
RICHTIG EINPEGELN
BITTE FÜHREN SIE NACHFOLGENDE
SCHRITTE BEI JEDEM KANAL DURCH
1) Drehen Sie zuerst alle Gain Regler ganz
runter, also gegen den Uhrzeigersinn bis auf
die Markierung -∞.
2) Phantomgespeiste Mikrofone und aktive DIBoxen müssen erst verkabelt sein, bevor die
Phantomspeisung eingeschaltet wird.
3) Stellen Sie den Schalter ANALOG INPUT /
OUTPUT (#11) auf INPUT.
4) Überwachen Sie den Pegel in der LEDAnzeige des Kanals. Der einzustellende
Kanal sollte mit einem Signal versorgt
werden, welches dem sehr ähnlich ist, das
später tatsächlich von diesem Kanal
bearbeitet wird. Wird der Kanal z.B. mit
einem Mikrofon belegt, sollten Sie auch ein
entsprechendes Mikrofon verwenden, wird
der Kanal für ein Instrument (Gitarre,
Keyboard) verwendet, sollten Sie auch ein
Instrument mit ähnlichem Pegel verwenden.
5) Wenn Sie das, was sie später tun, vorhören
wollen, stecken Sie einen Kopfhörer in die
dafür vorgesehene Buchse (#7) oder
verkabeln Sie Ihre Monitoranlage mit den
Ausgängen MAIN L/R (#20).
6) Drehen Sie den PHONES Lautstärkeregler
(#7) vorsichtig auf.
7) Bei Mikrofonen hängt die Vorverstärkung
vom
Typ
des
Mikrofons
ab.
Kondensatormikrofone haben in der Regel
einen wesentlich höheren Ausgangspegel
als dynamische Mikrofone.
8) Bitten Sie den Künstler/Sprecher, einen
möglichst
realistischen
Pegel
zu
produzieren,
d.h.
so
laut
zu
singen/sprechen/spielen, wie es bei der
Vorstellung der Fall sein wird. Wenn bei
diesem sog. Sound Check nicht mit
normalem Pegel gearbeitet wird, laufen sie
Gefahr, bei der Vorstellung in den Clipping
Bereich des Mixers zu kommen und/oder
Rückkopplungen zu produzieren, weil Sie
die Vorverstärkung beim Sound Check zu
hoch einstellen mussten.
9) Drehen Sie den GAIN Regler (#4) des
Kanals so weit auf, bis sich der
durchschnittliche
Pegelausschlag
vornehmlich im gelben Bereich auf der LED
Kette abspielt. Achten Sie jedoch unbedingt
darauf, dass die rote CLIP LED niemals
aufleuchtet, weil Sie dann in den Bereich der
digitalen Verzerrungen geraten. Auf diese
Weise haben Sie genügend Spielraum
(Headroom) für kurzzeitige Spitzenpegel und
arbeiten immer im optimalen Bereich für
durchschnittliche Pegel.
10) Stoppen Sie nun das Audiosignal in diesem
Kanal.
11) Verfahren Sie bei allen Kanälen nach dem
gerade beschriebenen Prinzip.
STANDARD
ABTASTRATEN:
44.1 / 88.2 / 176.4 kHz gegenüber
48 / 96 / 192 kHz
In der professionellen Audiowelt gibt es zwei
grundsätzliche Standards für die Abtastrate –
44100 und 48000 Samples pro Sekunde. Grob
unterteilt kann man sagen, dass Audio CDs bei
44,1 kHz arbeiten, während im Film und
Fernsehen mit 48 kHz gearbeitet wird. High
Definition Sampleraten, also 88.2 kHz, 96 kHz,
176.4 kHz und 192 kHz, sind lediglich
Verdoppelungen bzw. Vervierfachungen der
Basis Abtastraten 44.1 und 48 kHz.
FIREFLY
808
UNIVERSAL
bietet
alle
vorgenannten Abtastraten. Wenn Sie sich nicht
ganz sicher sind, welche grundsätzliche
Abtastrate Sie wählen sollen, richten Sie sich
nach dieser Vorgehensweise:
Wenn Ihre Aufnahmen für die Veröffentlichung
auf CD, MP3, Kassette oder Vinyl etc. gedacht
sind, stellen Sie die Abtastrate am besten auf
44.1 oder ein Vielfaches davon.
Wenn Ihr Projekt eher auf die Verwendung bei
DVD, Film, Fernsehen usw. ausgerichtet ist,
wählen Sie die Abtastfrequenz 48 kHz oder ein
Vielfaches davon.
Wenn Sie an einem kommerziellen Projekt
arbeiten und Sie sich nicht sicher sind, welche
Abtastrate Sie verwenden sollen, fragen Sie
Ihren Auftraggeber.
DIE
SEGNUNGEN
VON
RESOLUTION RECORDING
HIGH
Wenn Sie hochauflösendes Recording betreiben
(also mit mind. 88.2 kHz Abtastrate oder höher),
heißt
dass,
dass
Sie
Audiofrequenzen
aufnehmen, die weit jenseits des menschlichen
Hörvermögens liegen. Dies hat drei wesentliche
akustische Vorteile:
1. Hardware Ebene
Alle
Analog/Digitalwandler
müssen
die
allerhöchsten Frequenzen des Audiosignals
extrem filtern, um einen sehr unangenehmen
Effekt in den Griff zu bekommen, der als
„Aliasing“ bekannt ist. Damit werden Frequenzen
oberhalb der Abtastrate entfernt, das Filter selbst
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
34
erzeugt
jedoch
ungewollte
Phasenverschiebungen, die manch geschultes
Ohr durchaus wahrnimmt (es handelt sich hier
um sehr subtile Änderungen des Audiosignals).
Bei hochauflösenden Aufnahmen ist das AntiAliasing Filter sehr moderat und so hoch
angesetzt, dass es weit jenseits der
menschlichen Hörgrenze angesiedelt ist. Damit
bekommt man die Phasenverschiebungen und
Verzerrungen in Griff, die bei niedrigeren
Abtastraten zu hören waren.
2. Software Ebene
Da
Software
Plugins,
z.B.
Equalizer,
Kompressoren etc. mehr Samples für ihre Arbeit
zur Verfügung haben, können sorgsam
programmierte Plugins ein besseres klangliches
Ergebnis
abliefern.
Bei
den
vielen
Rechenoperationen
tauchen
weniger
Rundungsfehler hinter dem Komma auf.
Das Verändern der Abtastrate inmitten eines
laufenden Projekts stellt für die meisten DAW
Softwareprogramme kein Problem dar. Dennoch
kann damit eine geringfügige, jedoch durchaus
hörbare, Verschlechterung der Audioqualität
einhergehen.
3. Archivierung
Wenn Sie eine besondere Aufnahme machen,
die in der Zukunft womöglich historische
Bedeutung erlangt, macht es Sinn, dies mit den
allerbesten technischen Mitteln zu tun, die
momentan zur Verfügung stehen.
FIREFLY 808 UNIVERSAL klingt bei allen
Abtastraten hervorragend. Sie müssen bei jeder
Recording Session für sich selbst die Vor- und
Nachteile abwägen.
DIE
NACHTEILE
VON
RESOLUTION RECORDING
HIGH
1. Speicherbedarf
Hohe Abtastraten verschlingen jede Menge
Speicherplatz auf Ihrer Festplatte. Die folgende
Tabelle zeigt, wie viel Speicherplatz eine
Aufnahme einer Monospur von 60 Sekunden
Länge bei verschiedenen Abtastraten benötigt
Länge
60 sec.
60 sec.
60 sec.
60 sec.
60 sec.
60 sec.
Wortbreite
24-bit
24-bit
24-bit
24-bit
24-bit
24-bit
Abtastrate
44,1 kHz
48 kHz
88,2 kHz
96 kHz
176,4 kHz
192 kHz
Speicherbedarf
7,9 MB
8,6 MB
15,9 MB
17,3 MB
31,8 MB
34,6 MB
Sie können sich ausmalen, dass hier bei großen
Musikprojekten durchaus Probleme entstehen
können. Ein fünfminütiger Titel mit 16
Audiospuren, aufgenommen mit einer Wortbreite
von 24 bit (heutiger Studiostandard), verbraucht
635 MB bei einer Abtastrate von 44,1 kHz.
Derselbe Titel braucht etwa 2,54 GB wenn er mit
176,4 kHz Abtastrate aufgenommen wurde. Wir
empfehlen Ihnen, dass Sie sich vor einer
Aufnahme darüber klar werden, wie viel
Speicherplatz Ihre Festplatte zur Verfügung
stellt,
und
die
verwendete
Abtastrate
dementsprechend wählen. Mit der folgenden
Formel können Sie den benötigten Speicherplatz
auf der Festplatte berechnen:
Titellänge (in Sekunden) x Anzahl der Spuren x
Abtastrate x 3*.
Unser hypothetischer 5-Minutentitel wird also
folgendermaßen berechnet:
300 sec x 16 Spuren x 44100 x 3 = 635040000
bytes (ungefähr 635 MB).
Derselbe Titel mit 176,4 kHz aufgenommen
benötigt:
300 sec x 16 Spuren x 176400 x 3 =
2540160000 bytes (2,54 GB).
* Ein „byte“ Festplattenplatz besteht aus 8 bit
Information. Bei einer Wortbreite von 24 bit
braucht man 3 bytes um alle Sample Daten
darzustellen. Daher muss der benötigte
Festplattenspeicher mit 3 multipliziert werden.
Bei einer Wortbreite von 16 bit (was wir nicht
empfehlen, da die Audioqualität darunter leidet)
müssten Sie lediglich mit 2 multiplizieren.
2. Prozessorkapazität
Je höher die Abtastrate, desto höher ist die CPU
Belastung. Das ist einfach deshalb so, weil Ihr
Computer mit der doppelten Anzahl von
Samples zurecht kommen muss, wenn statt mit
44,1 kHz mit 88,2 kHz aufgenommen wird, und
mit der vierfachen Menge bei einer Aufnahme
mit 176,4 kHz. Die folgende hypothetische
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
35
Abhängigkeit macht ein Problem deutlich, das
direkt damit zusammen hängt:
Abtastrate max. mögliche Plugins
44,1 kHz
40
88,2 kHz
20
176,4 kHz
10
Wenn Sie prinzipiell nicht mit vielen Audiospuren
und Plugins arbeiten, betrifft Sie das nicht weiter.
Wenn Sie allerdings haufenweise Spuren
erzeugen und eine Plugin-Orgie betreiben,
werden Sie wohl oder übel eine niedrigere
Abtastrate wählen - oder sich einen stärkeren
Computer kaufen müssen.
3. Weniger TOSLINK Eingänge
Wenn Sie einen externen Analog-Digitalwandler
verwenden,
um
Ihrem
FIREFLY
808
UNIVERSAL
noch
mehr
Eingänge
zu
verschaffen, erhalten Sie über den ADAT
Eingang 8 Kanäle bei einer Abtastrate von 44,1
oder 48 kHz, aber nur 4 Kanäle bei 88,2 oder 96
kHz.
MEHRSPURAUFNAHME
LIVE GIGS
EINES
Voraussetzung
für
eine
gelungene
Mehrspuraufnahme ist natürlich, dass alle bisher
behandelten Schritte vorgenommen wurden.
Stellen Sie sicher, dass die Festplatte, auf der
Sie aufnehmen wollen, genügend freien
Speicherplatz zur Verfügung hat und kürzlich
defragmentiert wurde.
1. Öffnen Sie Ihre DAW-Software und erstellen
Sie ein neues Projekt mit genügend
Audiospuren
(detaillierte
Informationen
geben in der Regel die Online Hilfen der
Recording Software Programme).
2. Überprüfen Sie die korrekte Sampling
Frequenz.
3. Öffnen Sie das FIREFLY CONTROL PANEL
und stellen Sie die Werte für die
Latenzzeiten relativ hoch ein – für einen
reinen Live Mitschnitt müssen Sie sich ja
keine Gedanken über Monitoring machen.
Das erhöht die Betriebssicherheit und
minimiert die Gefahr von Aussetzern
während der Aufnahme.
4. Stellen Sie die Aufnahmespuren scharf und
überprüfen Sie, ob die Eingänge den
richtigen Spuren zugeordnet sind.
5. Sie sollten jetzt auch schon die Spuren
richtig benennen (mit den Instrumenten, die
dort aufgenommen werden).
6. Folgen Sie den Vorschlägen für ein
korrektes Einpegeln – Sie müssten dann
gleichzeitig die Eingangspegel der einzelnen
Instrumente in den Pegelanzeigen der
Aufnahmespuren sehen können.
8. Starten Sie die Aufnahme. Am Ende der
Show haben Sie einen perfekten Live
Mitschnitt in Mehrspurtechnik.
MEHRSPURAUFNAHME
STUDIO
IM
1. Öffnen Sie Ihre DAW-Software und erstellen
Sie ein neues Projekt mit genügend
Audiospuren
(detaillierte
Informationen
geben in der Regel die Online Hilfen der
Recording Software Programme).
2. Überprüfen Sie die korrekte Sampling
Frequenz.
3. Öffnen Sie das FIREFLY CONTROL PANEL
und stellen Sie die Werte für die
Latenzzeiten so niedrig wie möglich ein.
Dabei müssen Sie einen Kompromiss
zwischen guter Audioperformance und
geringen Latenzen für Monitorsituationen
finden (die Künstler müssen in Overdub
Situationen ja hören, wozu sie spielen). Die
Werkseinstellungen sind erst mal ein guter
Ausgangspunkt.
4. Stellen Sie die Aufnahmespuren scharf und
überprüfen Sie, ob die Eingänge den
richtigen Spuren zugeordnet sind.
5. Benennen Sie die Aufnahmespuren richtig.
6. Die Eingangskanäle werden im internen
Digitalmixer auf die Ausgänge MAIN L/R
geroutet. Dies gewährleistet Ihnen ein sog.
„Direct Monitoring“.
7. Für
eine
„Hinterbandkontrolle“
Ihrer
Aufnahme, also die Überprüfung, ob auch
alle
Signale
korrekt
vom
Rechner
aufgenommen werden, müssen Sie in der
Recording Software pro Spur den „Monitor“
Schalter drücken.
8. Die Künstler können ebenfalls mit einer
Kopfhörermischung versorgt werden. Dies
wird am einfachsten über die PHONES
Buchse realisiert. Genauso gut können Sie
aber auch einen Kopfhörerverteiler bzw.
Kopfhörerverstärker an die Ausgänge
ANALOG OUT 1 und 2 anschließen, und
softwareseitig die entsprechenden Signale
dorthin routen.
9. Starten Sie die Aufnahme.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
36
OVERDUBBING
Angenommen, der Gitarrist soll nachträglich ein
Solo einspielen.
1. Erstellen Sie eine neue Audiospur in Ihrer
Recording Software und bestimmen Sie,
dass der FireWire Kanal 1 Eingang für diese
Spur
wird
(vorausgesetzt,
das
Gitarrensignal, egal ob Mikrofon oder Line
Eingang) liegt am FIREFLY Kanal 1 an). Die
vorher aufgenommenen Spuren dürfen nicht
mehr in Aufnahmebereitschaft stehen! Die
sollen ja nur noch das Playback liefern.
Schalten Sie auch die Monitor Funktion in
der Spur an.
2. Routen Sie in der Firefly Mixer Panel
Software die Stereomischung des Playbacks
innerhalb des Computers auf die Ausgänge
ANALOG OUT 1 und 2. Schließen Sie dort
einen Kopfhörerverstärker an.
3. Der Künstler hört über den PHONES
Ausgang oder über die Ausgänge ANALOG
OUT 1 und 2 ab. In der FIREFLY MIXER
PANEL Software wird mit dem Crossfader
bestimmt, ob das direkte Monitorsignal aus
dem FIREFLY 808 UNIVERSAL oder mehr
das Returnsignal aus dem Computer zu
hören ist. In der Regel wird ein Künstler das
„Direct Monitoring“ vorziehen, da es schwer
ist, mit Latenz zu spielen.
4. Stellen Sie die Spur scharf und beginnen Sie
die Aufnahme.
5. Auf gleiche Weise können Sie beliebig viele
Overdub Spuren erzeugen – lediglich
begrenzt durch die verwendete Recording
Software und den Speicherplatz Ihres
Rechners.
MIXDOWN
1. Sie können nun diese Mehrspuraufnahme
(egal ob live oder im Studio erstellt) im
Rechner mischen. Lassen Sie das Playback
laufen, so oft Sie wollen, und nehmen Sie
die gewünschten Änderungen vor –
Lautstärkeverhältnisse,
Einfügen
von
Signalprozessoren und Effekten, etc. Diese
Veränderungen
können
automatisiert
werden (in der Recording Software) – wenn
Sie alles richtig „zusammen haben“,
erstellen
Sie
die
gewünschte
Stereomischung und brennen letztendlich
eine CD davon.
2. Zum Abhören der Aufnahmespuren und
damit Ihrer Mischung verwenden Sie die
Ausgänge ANALOG OUT 1 und 2.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
37
ANWENDUNGS- und VERKABELUNGSBEISPIELE
In den folgenden Abbildungen sind einige typische Anwendungsgebiete für das FIREFLY 808
UNIVERSAL Interface aufgezeigt. Natürlich sind diese Darstellungen nicht allumfassend. Die
Beispiele sollen Ihnen eine Vorstellung darüber geben, wofür die ganzen Ein- und Ausgänge
verwendet werden können. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. So kommen Sie womöglich auch
auf ungewöhnliche Lösungen bei Aufgaben in der Audiotechnik. Erlaubt ist, was gefällt!
ANWENDUNG 1: VOKALAUFNAHMEN (einzelne Stimmen oder Chöre)
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
38
ANWENDUNG 2: STUDIO AUFNAHMEN (ohne Studio)
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
39
SURROUND SOUND
Die analogen Ausgänge des FIREFLY 808 UNIVERSAL sind perfekt für Multikanal Surround Sound
Anwendungen (z.B. für Film, TV oder DVD). Wenn Ihre Software Surround Sound unterstützt,
schließen sie einfach Ihre Abhörboxen an die verschiedenen Ausgänge ANALOG OUT an und
befolgen Sie die Anweisungen im Handbuch der Software, wie eine Surround Sound Mischung zu
bewerkstelligen ist.
Beachten Sie, dass es verschiedene Surround Sound Standards gibt, wobei der im Folgenden
beschriebene 5.1 Aufbau derjenige ist, der heutzutage am meisten Verbreitung gefunden hat.
Der mit „MIX“ bezeichnete Kreis ist der sog. „Sweet Spot“, also
der Platz des Tontechnikers, der die optimale Abhörposition
darstellt. Die linken und rechten Frontlautsprecher werden jeweils
30° aus der Mitte positioniert und strahlen direkt auf den
Toningenieur, die Hochtöner in Höhe der Ohren. Die beiden
hinteren Lautsprecher sind in einem Winkel von 135° zum Center
Lautsprecher angeordnet und zeigen ebenfalls auf den Sweet
Spot. Die Abstände der Lautsprecher zum Toningenieur sollten
möglichst übereinstimmen.
Die Aufstellung des Subwoofers bzw. LFE Lautsprechers hängt
von der Größe und der Form des Regieraums ab. Der Subwoofer
sollte so aufgestellt werden, dass die Wiedergabe möglichst
linear ist. Das ist meist mit mehreren Versuchen verbunden,
bevor die optimale Platzierung gefunden ist.
Beispiel für eine 6.2 Verkabelung – ebenso ist auch eine 7.1 Verkabelung möglich.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
40
ABMESSUNGEN
Die Maße sind in mm / Zoll angegeben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
41
TECHNISCHE DATEN
FIREFLY 808 UNIVERSAL
FREQUENZUMFANG
Mic Eingang auf Line Ausgang (Verstärkung @ Unity)
+0,04 / -0,26 dB, 20 Hz bis 20 kHz
Mic Eingang auf Digital Ausgang (AES, 96 kHz Abtastrate) +0 / –0,2 dB, 20 Hz bis 85 kHz
VERZERRUNG (THD & IMD)
Mic Eingang auf Line Ausgang (@ +4 dBu Ausgang)
< 0,007%, 20 Hz bis 20 kHz, 1 kHz Eingangssignal @ +4
dBu, Vorverstärker auf Unitiy Gain
Mic Eingang auf Digital Ausgang (AES, 48 kHz Abtastrate) < 0,004%, 10 mV rms Eingangssignal, Verstärkung bei -1
dBFS Ausgang
DYNAMIKUMFANG
>110 dB
>120 dB
RAUSCHEN
Signal-Rauschabstand (A-gewichtet)
>100 dB (bezogen auf +4 dBu, Mic Eingang auf Line
Ausgang, Verstärkung @ Unity
Äquivalentes Eingangsrauschen E.I.N. (20 Hz bis 20 kHz, <-129 dBu @ +60 dB Verstärkung
150 Ω Abschluss)
Restrauschen am Ausgang
Line Ausgang: >-100 dBu (Kanalverstärkung @ Unity)
Digital Ausgang (AES, 48 kHz): >-110 dBFS
Gleichtaktunterdrückung (CMRR)
Mic Eingang: >60 dB @ 1 kHz, Verstärkung @ Maximum
Übersprechen (Mic Eingang auf Line Ausgang)
<-100 dB @ 1 kHz, +10 dBu Signal auf benachbartem
Eingang, 150 Ω Quelllast
Analog-Digital Wandler
Mic Eingang auf Line Ausgang
Mic Eingang
Line Eingang
Phantomspeisung
Nomineller Ausgangspegel
Mic Eingang
Instrument Eingang
Line Eingang
Kanal 1 und 2 Mic Eingänge
Kanal 3 bis 8 Mic Eingänge
Instrument Eingänge
Line Eingänge
Pegelanzeigen
Abtastraten
Analoge Eingänge
Analoge Ausgänge
Digitale Eingänge
Digitale Ausgänge
TOSlink optischer Ein- und Ausgang
Anschlüsse
Kanäle
Anschlüsse
Anschlüsse
Netzteil
Stromaufnahme
Abmessungen (H x B x T) in cm
EINGANGSVERSTÄRKUNG
+10 dB bis +50 dB
-10 dB bis +40 dB
48 Volt, individuell schaltbar
+4 dBu
MAXIMALE EINGANGSPEGEL
+12 dBu, Verstärkung @ Unity
+20 dBu, Verstärkung @ -20 dB
>+20 dBu, Verstärkung @ 0 dB
EINGANGSIMOEDANZEN
1,1 kΩ
1,1 kΩ
500 kΩ
22 kΩ symmetrisch, 11 kΩ unsymmetrisch
-40, -20, -10, 0 dBu (normaler Betriebspegel), OL = 14 dBu
44,1 / 48 / 88,2 / 96 / 176,4 / 192 kHz, extern
ANSCHLÜSSE
2 Combo Buchsen, 6 symmetrische, weibliche XLR
Buchsen
2 hochohmige 6,3 mm Klinkenbuchsen, unsymmetrisch, für
Instrument (in den Combo Buchsen)
8 dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchsen, symmetrisch
13 dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchsen, symmetrisch, 1
dreipolige 6,3 mm Kopfhörerbuchse
Cinch für S/PDIF, XLR für AES, BNC für externe Clock,
TOSlink für optischen Eingang
Cinch für S/PDIF, XLR für AES, BNC für externe Clock,
TOSlink für optischen Ausgang
überträgt Kanäle 1 bis 8 bei 44,1 und 48 kHz Abtastrate
überträgt Kanäle 1 bis 4 bei 88,2 und 96 kHz Abtastrate
MIDI EINGANG & AUSGANG
5-poliger MIDI DIN Anschluss
16 MIDI Kanäle
FIREWIRE SCHNITTSTELLE
2 x IEEE 1394a 6-polig
USB SCHNITTSTELLE
1 x USB Typ B
SPANNUNGSVERSORGUNG
universell von 100 bis 240 Volt Wechselstrom, 50/60 Hz
60 Watt
MAßE UND GEWICHTE
48,3 x 8,8 x 28,6
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
42
Gewicht
5 kg
Phonic behält sich das Recht vor, technische Änderungen ohne vorherige Ankündigung vorzunehmen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
43
BLOCKSCHALTBILD
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
44
SYMMETRISCH UND
UNSYMMETRISCH
aus. Fazit: Das Nutzsignal wird übertragen,
Störeinstreuungen ausgelöscht.
Die meisten Störungen bei Audioinstallationen
werden durch falsche und beschädigte
Steckverbindungen hervorgerufen. Um eine
ordnungsgemäße Verkabelung Ihrer Anlage zu
gewährleisten sollten Sie die folgenden
Abschnitte aufmerksam durchlesen, es sei
denn Sie sind schon mit den Begriffen
symmetrisch und unsymmetrisch vertraut.
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN BEIDEN
VERFAHRENSWEISEN
Da eine symmetrische Kabelführung gegen
äußere Störeinstreuungen unempfindlich ist,
muss der Masseleiter keinen elektrischen
Strom führen, was bedeutet, dass die beiden
miteinander verbundenen Geräte das gleiche
Massepotential
haben,
was
wiederum
WAS
BEDEUTET
KABELFÜHRUNG?
UNSYMMETRISCHE
Diese Art der Verkabelung findet sich in der
Regel bei den meisten Geräten der
Unterhaltungselektronik und Videosystemen.
Es gibt einen Leiter der das Signal trägt, der
andere ist für die Erdung/Masse bestimmt. Im
Normalfall, bei Signalen mit geringerem Pegel,
schirmt der Masseleiter das signalführende
Kabel ab.
WAS
BEDEUTET
KABELFÜHRUNG?
SYMMETRISCHE
Bei einem symmetrierten Aufbau wird das
Signal über 2 Leiter und einen zusätzlichen
masseführenden Schutzleiter gesendet. Die
beiden signalführenden Leiter übertragen
prinzipiell ein identisches Signal, jedoch ist das
eine gegenüber dem anderen um 180°
gedreht. Der Symmetrier Aufholverstärker in
der Eingangssektion dreht die Phase des
einen Signals und addiert dieses zu dem
anderen hinzu. Störeinstreuungen, die auf dem
Kabelweg in das System eingedrungen sind,
“reiten” sozusagen auf beiden Signalwegen
und sind deshalb gleichphasig. In der
Eingangssektion wird also die Phase des einen
Störsignals wiederum um 180° gegenüber dem
anderen gedreht und aufaddiert – und somit
löschen sich diese beiden Signale gegenseitig
Grundbedingung für ein störungsfreies System
ist.
Schauen
wir
uns
noch
mal
das
unsymmetrische System an. Dort fließt der
Strom des Signals vom Signalleiter zum
Masseleiter, also von plus nach minus. Das
Massepotential der beiden verbundenen
Geräte ist aber nicht identisch. Das bedeutet
dass dieses System viel eher von äußeren
Störeinstreuungen beeinflusst wird.
Symmetrische Systeme können im Gegensatz
zu unsymmetrischen durchaus über lange
Kabelstrecken verlust- und störungsfrei
arbeiten. Das Ergebnis ist ein niedriger
Nebengeräuschpegel bei dem symmetrischen
System.
Weil ein symmetrisches System 2 Leiter für
das Signal und einen Leiter für die
Masse/Abschirmung
braucht,
werden
mindestens drei Leiter benötigt. Also ist hierbei
die abschirmende Masse vollkommen vom
Signal getrennt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
45
Lesen Sie bitte den folgenden Abschnitt
sorgfältig, wenn Sie Anlagen verkabeln, egal
ob symmetrisch und unsymmetrisch.
DIE KORREKTE KABELFÜHRUNG
SYMMETRISCHEN VERBINDUNGEN
BEI
Lassen Sie die Erdung zwischen den Racks
und dem Stromverteiler von einem Elektriker
überprüfen. Stellen Sie sicher, dass eine, und
zwar nur eine, Netzerdung für das komplette
Audio- bzw. Videosystem existiert (sog.
sternförmige
Stromversorgung).
Verwenden Sie für die Verbindung des
Audiosignals Stecker mit drei Anschlussstiften.
Stellen Sie sicher, dass das System
ordnungsgemäß geerdet ist. Verwenden Sie
niemals einen masseisolierenden Stecker,
ohne das System zusätzlich separat zu erden.
Dies ist eine Grundbedingung für eine
einwandfrei Audioverbindung.
Die Masseverbindung (Pin 1 bei einem XLR
Stecker) muss beim Quellgerät immer
gegeben
sein.
Sollten
sie
die
Masseverbindung trennen wollen, tun Sie dies
beim
Zielgerät,
indem
Sie
die
Masseverbindung am dortigen Pin 1
unterbrechen. Diese Art der Verbindung
vermeidet eine Erdschleife zwischen der
Signal- und der Gehäusemasse. Erden Sie das
System immer nur über den Netzstecker, da
diese Form der Erdung einen geringeren
Widerstand hat und dadurch generell die
bessere, umfassendere Erdung bietet.
Eine mögliche Ursache für auftretendes
Brummen
kann
eine
schlechte
Masseverbindung innerhalb des Systems sein.
Falls Sie den Fehler nicht lokalisieren können,
verbinden Sie versuchshalber den Massepin
des Eingangssteckers mit der Erde. Wird das
Brummen leiser oder verschwindet es, prüfen
Sie die netzseitige Masseverbindung Ihrer
Audioanlage. Besondere Aufmerksamkeit ist
geboten, wenn die Anlagekomponenten und
Racks mit einer gewissen Entfernung
zueinander aufgestellt sind, und/oder wenn Sie
eine größere Anzahl von Leistungsendstufen
verwenden.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
46
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
Die folgende Abbildung mit typischen Kabelverbindungen ist in sieben Abschnitte unterteilt:
SYMMETRISCH, UNSYMMETRISCH, INSERT KABEL, SYMMETRISCHES Y-KABEL, KOPFHÖRER
VERTEILER, UNSYMMETRISCHES Y-KABEL, SPEAKON LAUTSPRECHERKABEL. In jedem Abschnitt
finden sich verschiedene Verdrahtungsvorschläge für unterschiedliche Anwendungen.
Im FIREFLY 808 UNIVERSALsind alle Anschlüsse symmetrisch mit Ausnahme der folgenden:
Direktausgänge, 2T REC IN & OUT, PHONES, CONTROL ROOM, DSP EFX OUT.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
47
FEHLERBEHEBUNG & HÄUFIG
GESTELLTE FRAGEN
Für alle Beteiligten ist es hilfreich, wenn Sie im
Falle eines Defektes erst einmal die Grundlagen
der Fehlerbehebung durchführen, bevor Sie sich
an Ihren Händler oder sogar an den Vertrieb
wenden, oder womöglich das Gerät direkt
einschicken. Zum einen erspart Ihnen das die
Ausfallzeit, zum anderen aber auch die
möglicherweise peinliche Feststellung, dass u.U.
lediglich das Netzkabel nicht ganz eingesteckt
war....
Sollten Sie ein Problem haben, das hier nicht
erörtert
wird,
gehen
Sie
bitte
auf
www.phonic.com und konsultieren das Menü
„knowledgebase“, das ständig aktualisiert wird.
STROMVERSORGUNG
• Unsere Lieblingsfrage: Ist das Netzkabel
eingesteckt – auch in der Steckdose – und
ist der POWER Schalter an?
• Überprüfen Sie die Sicherung.
COMPUTER
ODER
AUDIOPROGRAMM
ERKENNEN FIREFLY NICHT
• Überprüfen Sie zuerst, ob FIREFLY vom
Computer richtig erkannt wird:
• Öffnen Sie das Firefly Control Panel und
schauen Sie, ob das FIREFLY 808
UNIVERSAL dort überhaupt angezeigt wird.
• Unter „Sounds und Audiogeräte” (Windows)
oder in der „Audio MIDI Konfiguration” (Mac)
können Sie erkennen, ob das FIREFLY 808
UNIVERSAL als verwendbares Gerät
aufgelistet ist.
• Wenn das FIREFLY 808 UNIVERSAL nicht
aufgeführt ist, überprüfen Sie, ob das
FireWire / USB Kabel richtig angeschlossen
wurde. Schalten Sie das FIREFLY 808 aus
und warten Sie ein paar Sekunden, bevor
Sie es wieder einschalten. Ziehen Sie das
FireWire / USB Kabel ab und schalten Sie
das FIREFLY aus. Schalten Sie das
Interface wieder an und stecken Sie das
Kabel wieder ein. Falls das nicht hilft, lassen
Sie das FIREFLY an, schalten Sie den
Computer aus (kein Neustart!), und schalten
ihn nach einer Weile wieder an.
DAS SYSTEM IST INSTABIL
• Deaktivieren
Sie
alle
Windows
Systemklänge. Diese Sounds werden mit
einer anderen Sample Rate wiedergegeben
und können Störungen verursachen. Wählen
Sie Start, Systemsteuerung, Sounds und
Audiogeräte und den Sounds Tab.
Verwenden Sie das Soundschema „No
sounds.” Bestätigen Sie die Auswahl mit
„OK”.
• Schalten Sie alle drahtlosen Geräte (z.B.
WLAN Karten usw.) aus.
• Trennen Sie möglichst alle Peripheriegeräte,
die über USB oder FireWire angeschlossen
sind, von Ihrem Computer.
• Unterbinden Sie die automatische Anwahl
zum Internet.
• Schließen Sie die Programme, die Sie nicht
zum Musizieren benötigen.
• Deaktivieren
Sie
unnötige
Hintergrundanwendungen. Gehen Sie unter
Windows auf Start und wählen Sie
Ausführen… Tragen Sie dann in das sich
öffnende Fenster „msconfig.exe” ein. Das
Systemkonfigurationsprogramm
wird
aufgerufen. Wählen Sie den Reiter
„Autostart“ und suchen Sie nach Prozessen,
die Sie identifizieren können und beim
Starten des Computers aufgerufen werden
(wie zum Beispiel Adobe Acrobat Assistant,
QuickTime, RealPlayer und Chat Software).
Nehmen Sie das Häkchen von diesen
aufgelisteten Programmen, so dass Sie beim
Start automatisch nicht mehr automatisch
geladen werden.
HINWEIS! Deaktivieren Sie keine Programme,
die Sie nicht kennen (speziell keine Microsoft
Programme). Viele sind für den Betrieb Ihres
Computers zwingend erforderlich. Speichern Sie
Ihre Veränderungen und starten Sie den
Computer neu. Windows wird Sie daran
erinnern,
dass
Sie
Veränderungen
vorgenommen haben. Sie können diese
Erinnerung ignorieren oder deaktivieren, wenn
Sie festgestellt haben, dass Ihr System stabil
läuft.
• Deaktivieren Sie alle Netzwerkkarten.
Dieses
geschieht
im
Windows
Gerätemanager. Mit einem Rechtsklick auf
Mein
Computer,
können
Sie
die
Eigenschaften aufrufen und zum Hardware
Tab gehen. Klicken Sie den Gerätemanager
Button.
Deaktivieren
Sie
unter
Netzwerkadapter mit einem Rechtsklick die
aufgeführten Geräte.
• Wenn Ihr Gerät über eine weitere
Soundkarte verfügt, deaktivieren Sie diese
ebenfalls über den Gerätemanager.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
48
•
•
•
Defragmentieren Sie Ihre Festplatte. Stellen
Sie sicher, dass mindestens 20% des
verfügbaren Speicherplatzes frei sind. Das
Defragmentierungstool finden Sie unter
Zubehör / Systemprogramme.
Wenn Sie eine ASIO-Anwendung, wie
Cubase
unter
Windows
benutzen,
deaktivieren Sie im Control Panel des
FIREFLY „WDM (Systemsounds) Audio“.
Probieren Sie ein anderes Softwareprodukt
eines anderen Herstellers. Möglicherweise
ist das Produkt welches Sie benutzen (aus
welchen Gründen auch immer) nicht stabil
mit der Kombination aus FIREFLY /
Computer.
AUDIOWIEDERGABE ODER -AUFNAHME IN
DER FALSCHEN GESCHWINDIGKEIT
• Justieren Sie die Buffer im ASIO Control
Panel oder über die Audio Setup-Optionen
Ihres
WDM
Programms.
Mittlere
Buffergrößen des verfügbaren Bereiches
sollten die besten Resultate bringen.
AUDIOWIEDERGABE ODER -AUFNAHME
WIRD UNTERBROCHEN ODER STOTTERT
• Wie schon gesagt: Justieren Sie die Buffer
im ASIO Control Panel oder über die Audio
Setup-Optionen Ihres WDM Programms um
die beste Einstellung für Ihr System zu
finden. Viele Audioprogramme bieten
erweiterte Einstellungsdialogabfragen an, in
denen Sie noch andere Parameter einstellen
können. Probieren Sie auch diese Optionen.
KNACKSER IN DER AUDIOWIEDERGABE
• Bestimmte
FireWire-Chipsätze
haben
Design-Limitierungen
oder
IRQZuweisungsrestriktionen, die gelöst werden
sollten, bevor Audio korrekt verarbeitet
werden
kann.
Beachten
Sie
die
Dokumentation Ihres Firewire-Chipsatzes für
weitere Informationen.
KEIN AUDIO IM COMPUTER
• Überprüfen Sie auf der analogen Seite, ob
das Interface korrekte Audiopegel anzeigt.
• Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen
Treiber verwenden (bei Cubase unter
„Geräte konfigurieren“.
• Sind die Eingänge den richtigen Spuren
zugeordnet, und sind die Spuren scharf
geschaltet?
• Starten Sie Ihren Mixer und den Computer
neu.
• Installieren Sie die Treiber Software neu.
DAS EINGANGSSIGNAL IST AUF DER
ANALOGEN SEITE KORREKT AUF 0°
PEGELANZEIGE AUSGESTEUERT. IN DER
RECORDING SOFTWARE STEUERT DIE
PEGELANZEIGE WESENTLICH GERINGER
AUS.
• Der Bezugspunkt für die Pegel im FIREFLY
808
UNIVERSAL
entspricht
dem
internationalen Studiostandard (USA). Das
Interface arbeitet ein- und ausgangsseitig
mit einem Pegel von +4 dBu, was einer
Spannung von 1,228 V (Effektivwert = RMS)
entspricht.
• Auf der digitalen Ebene stellt „0 dBFS“
(FullScale) die absolute Obergrenze dar,
noch höhere Pegel können nicht dargestellt
werden und äußern sich durch extreme und
hässliche Verzerrungen. Sie erkennen dies
auch optisch an dem Aufleuchten der CLIP
Anzeige.
• Um die Aussteuerungsreserven, die das
Interface auf der analogen Seite bietet,
bevor die Schaltung ins Clipping fährt, auch
auf der digitalen Seite voll auszunutzen, ist
ein Puffer von 18 dB eingebaut, bevor dort
die absolute Obergrenze 0 dB FS erreicht
ist. Daher zeigt die Pegelanzeige im
digitalen Bereich der DAW nur –18 dB an,
wenn das analoge Signal 1,228 V beträgt.
Nur
so
lässt
sich
genügend
Aussteuerungsreserve für die schnellen
Peaks im Audiomaterial zur Verfügung
stellen.
• Die Wortbreite von 24 bit bietet eine 256 mal
so große Auflösung wie eine normale Audio
CD mit 16 bit. Daher stehen wesentlich
höhere
Aussteuerungsreserven
zur
Verfügung. Deshalb brauchen Sie sich keine
Gedanken über „verschenkte“ Dezibel zu
machen.
LÄUFT DAS FIREFLY AUCH AUF 64-BIT
PROZESSOREN?
• Ja.
KANN ICH DAS FIREFLY 808 UNIVERSAL
INTERFACE AUCH AUF EINEM DER NEUEN
INTEL MACS VERWENDEN?
• Ja, FIREFLY 808 UNIVERSAL läuft auch
einwandfrei auf Intel Macs!
GIBT ES EIN UPDATE FÜR DEN TREIBER, SO
DASS FIREFLY 808 UNIVERSAL AUCH AUF
WINDOWS 2000 LÄUFT?
• FireFly arbeitet auf den Plattformen
Windows XP Home und Professional,
Service Pack 1 & 2, sowie Vista. Wenn
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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jemand das System auf Windows 2000 zum
Laufen bekommt, ist das neu für uns.
USB 2.0 ODER FIREWIRE (IEEE-1394A)?
• Auf dem Papier liegt USB 2.0 gegenüber
FireWire mit 80 MBit/s beim Datendurchsatz
vorn (480 gegenüber 400 MBit/s) – was aber
ein rein theoretischer Wert ist. Diverse Tests
haben gezeigt, dass – wenn es auf
Geschwindigkeit ankommt – FireWire die
Nase doch vorn hat. Beim Lesen von Daten
berichten Testlabore von einem Vorteil von
35 bis 70 Prozent gegenüber USB, beim
Schreiben liegt der immerhin noch zwischen
15 und 45 Prozent – nicht unbeträchtlich
also.
Dazu
kommt
die
höhere
Prozessorbelastung von USB gegenüber
FireWire. Bei nur einem USB-Gerät schlägt
das noch nicht so durch, sollten Sie aber ein
kompettes USB-Studio planen und sich Ihre
Rechner
leistungsmäßig
eher
im
Nichtschwimmerbecken wohl fühlen, könnte
das doch zu einem nicht unwichtigen Faktor
werden.
Lebensmittel Discounter, der „alles kann“,
muss nicht unbedingt die richtige Wahl sein,
wenn
es
um
professionelle
Audioanwendungen geht.
ARBEITET DAS FIREFLY 808 UNIVERSAL
MIT DER SOFTWARE „DECK 3.5“, DIE AUF
DER MAC OSX 10.4 LÄUFT?
• Wir haben das FIREFLY 808 UNIVERSAL
mit Deck 3.5 getestet, und es läuft
einwandfrei. Sie müssen lediglich das Gerät
im Menü „Hardware Optionen“ anklicken und
die Spuren richtig zuordnen.
ARBEITET DAS FIREFLY 808 UNIVERSAL
MIT ACID PRO 5?
• Das FIREFLY 808 UNIVERSAL Interface
verwendet einen Treiber mit den Steinberg
ASIO 2.0 Spezifikationen, und ist so
ausgelegt, dass es konform mit dem
Windows Treiber Modell (WDM) ist. Daher
ist es mit praktisch allen Recording Software
Lösungen kompatibel, die es momentan auf
dem Markt gibt. Bislang gibt es keine
Anzeichen, dass diese beiden Plattformen
nicht stressfrei zusammenarbeiten würden.
ICH PLANE, MIR BEI EINEM BEKANNTEN
DEUTSCHEN LEBENSMITTEL DISCOUNTER
EIN AKTUELLES NOTEBOOK MIT EINEM ALIMOTHERBOARD UND EINER TI-FIREWIRE
KARTE ZU KAUFEN. IST MIT PROBLEMEN
ZU RECHNEN?
• Die Systemvoraussetzungen sind klar
definiert – bitte daran halten. Nicht ohne
Grund bestehen wir auf Intel oder VIA
Chipsätzen. Ein günstiger Rechner vom
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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GLOSSAR
AFL - After-Fader-Listening
Acronym für After Fader Listening, auch post
fader genannt, also Abhören nach dem Fader.
ASIO
Acronym für “Audio Stream Input/Output”. Es
handelt sich um ein von der Firma Steinberg
entwickeltes Audioprotokoll, das auch von vielen
anderen Software Herstellern verwendet wird,
um mit Audio Hardware kommunizieren zu
können.
AUX SEND - Auxiliary Send
Hilfsausgang.
Ein
Summensignal,
das
unabhängig von der eigentlichen Stereosumme
erzeugt wird, indem Abgriffe bei einzelnen
Kanälen und/oder Gruppen vorgenommen
werden, typischerweise über Drehgeber.
Balanced
Symmetrisch.
Eine
Audioverbindung
ist
symmetrisch, wenn das Signal auf zwei Leitern
identisch, jedoch um 180° gedreht, geführt wird,
während der Schutzleiter nicht signalführend ist.
Störeinstreuungen werden zu gleichen Teilen
von beiden Leitern aufgenommen. Durch den
Symmetrierverstärker am nächsten Eingang, bei
dem die beiden signalführenden Leiter
zusammengeführt und dabei nochmals um 180°
gedreht
werden,
löschen
sich
die
Störeinstreuungen gegenseitig aus.
Bus
Sammelschiene. Eine elektrische Schaltung,
welche eine Anzahl von mehreren Signalquellen
auf ein einziges Ziel zusammenfasst.
Clipping
Verzerrung. Heftiges Einsetzen von Verzerrung
im Signalfluss, meistens eine Beschränkung der
Spitzenpegelspannung aufgrund nur endlicher
Reserven des Netzteils. Auf einem Oszilloskop
stoßen
die
ursprünglich
sinusförmigen
Auslenkungen der in Wellenform dargestellten
Audiosignale an die obere und untere Grenze
und gehen in eine Rechteckwelle über. Sie
sehen nun so aus als wären sie oben und unten
abgeschnitten (engl. to clip).
Codec
Kompressions-/Dekompressions-Algorithmus
(Compression/Decompression).
CODECs
werden
von
verschiedenen
digitalen
Audiogeräten und Datenformaten verwendet.
Condenser
Kondensator Mikrofon. Hochwertiges, aufwändig
zu bauendes Mikrofon, das zum Betrieb eine
Speisespannung (-> Phantomspeisung) benötigt.
Crossfader
Ein
Überblendregler,
Lautstärkeverhältnis
zweier
zueinander kontrolliert.
der
das
Audiosignale
DAW
Digital Audio Workstation. Recording Plattform.
DAWs gibt es als Stand-Alone Geräte oder auf
Software Basis.
dB (Dezibel)
Eine Angabe von relativ gleichbleibenden
Mengenänderungen
mittels
einer
logarithmischen Skala.
Dry
Bezeichnet das originale Audiosignal, das frei ist
von zusätzlichen Effekten. Im Gegensatz dazu > „wet“.
Dynamisches Mikrofon
Tauchspulenmikrofon,
das
Schall
auf
Induktionsbasis
überträgt;
braucht
keine
Phantomspeisung. Günstiger und robuster als
Kondensatormikrofone, aber nicht so gut in der
Detailabbildung.
Effektprozessor
Eine Schaltung bzw. ein Gerät, womit das
Originalsignal bearbeitet wird und ihm so ein
„Effekt“ zugeführt wird. Hall, Chorus, Flange und
Echo sind häufig verwendete Effekte.
EQ (Equalizer)
Klangregelung. Eine Schaltung, die das
Anheben
oder
Absenken
bestimmter
Frequenzbereiche im Signalweg erlaubt.
Fader
Lautstärkeregler
Schiebestellers.
in
Form
eines
Flachbahn
Feedback
Rückkopplung. Pfeifen, Dröhnen oder “Hupen”,
hervorgerufen durch die zu nahe bzw.
ungünstige Platzierung von Mikrofon und
Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt das
verstärkte Signal aus dem Lautsprecher auf und
gibt
es
wiederum
and
den
Verstärker/Lautsprecher weiter, so dass eine
Rückkopplungsschleife entsteht, die letztendlich
zu einer stehenden Welle führt, sobald ein
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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bestimmter
Lautstärke
überschritten ist.
Schwellenwert
Firewire
Ein von der Firma Apple entwickeltes Protokoll
zur Einbindung von externen Geräten in einen
Computer. Auch -> IEEE 1394a genannt.
Frequency response
Frequenzgang. Die Wiedergabe
Frequenzbereiche in einem Gerät.
Gain
Die Veränderung des
zusätzliche Verstärkung.
einzelner
Signalpegels
Phantom Power
Phantomspeisung
(Standard
48
Volt).
Spannungsversorgung
für
Kondensatormikrofone und aktive DI Boxen
direkt über das Mikrofonkabel.
Phase
Das Verhältnis zweier Signale zueinander.
Signale, die sich aufaddieren, sind gleichphasig;
Signale, die sich gegenseitig auslöschen, sind
gegenphasig.
durch
Highpass filter
Hochpass Filter. Ein Filter, das nur die hohen
Frequenzen durchlässt, die tiefen Frequenzen
am Passieren hindert.
IEEE 1394a
-> Firewire
Insert
Einschleifpunkt.
Eine
Unterbrechung
des
Signalweges,
um
ein
externes
Gerät
“einzuschleifen”, z.B. Kompressor, Gate, etc.
Latency
Latenz. Die benötigte Zeit, um ein analoges
Audiosignal digital zu wandeln, durch den
Computer und zurück zu schicken und wieder
zurückzuwandeln. Latenz wird in Samples oder
Millisekunden gemessen.
Mono
Monaural. Ein Audiosignal, das nur aus einem
Kanal besteht. Gegenteil von ->”Stereo”.
Pan
Panoramaregler. Verteilt ein Signal auf die linke
und rechte Stereosumme.
Peaking
Bandpass.
Glockencharakteristik.
Ein
Klangregler bearbeitet nur einen bestimmten
Frequenzbereich, der nach oben und unten
begrenzt ist.
Pegel
Die Energie eines Audiosignals, gemessen in
Volt. Gebräuchliche Pegelabstufungen sind, von
niedrig
bis
hoch,
„Mikrofonpegel“,
„Instrumentenpegel“ und „Linienpegel“.
PFL – pre fader listening
Abhören vor dem Fader.
Polarity
Die positiven und negativen Pole einer
Audioverbindung. Üblicherweise werden positive
mit positiven und negative mit negativen Polen
verbunden.
Post fader
Der Punkt im Signalweg nach dem Fader, also
abhängig von der Stellung desselben.
Pre fader
Der Punkt im Signalweg vor dem Fader, also
unabhängig von der Stellung desselben.
Return
Zusätzlicher Eingang. Ein Line Eingang für ein
Audiosignal, das einem Mixer wieder zugeführt
wird, nachdem es über einen ->“Send“
herausgeführt wurde.
Roll off
Ein Abfallen der Lautstärke jenseits einer
bestimmten Frequenz.
Routing
Zuweisen
eines
Signals
auf
eine
Sammelschiene, z.B. eines Kanalsignals auf
eine Subgruppe oder in die Summenschiene
Links/Rechts.
Sample Rate
Abtastrate. Digitales Audio ist in winzig kleine
Zeiteinheiten aufgeteilt. Die Abtastrate gibt
Auskunft darüber, wie oft ein analoges
Audiosignal innerhalb einer Sekunde abgetastet
und umgerechnet wird. 44,1 kHz (44100) ist der
Standard bei Audio CDs. 48 kHz (48000) wird
meistens bei Film und Video verwendet.
Send
Ein Line Ausgang, der Audiosignale aus einem
Mischpult (oder einem anderen Gerät)
herausführt mit dem Zweck, in externen Geräten
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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weiter bearbeitet zu werden. Das Audiosignal
wird
parallel
zum
internen
Signalfluss
herausgeführt, der Signalfluss wird also dadurch
nicht unterbrochen.
Shelving
Kuhschwanzcharakteristik. Eine Klangregler
bearbeitet den kompletten Frequenzbereich
jenseits einer bestimmten Eckfrequenz.
Stereo
Ein Audiosignal, das aus zwei Kanälen besteht.
Transient
Transiente. Ein (meist extrem)
Anstieg des Signalpegels.
kurzzeitiger
Unbalanced
Unsymmetrisch. Eine Audioverbindung ist
unsymmetrisch, wenn das Signal nur auf einem
Leiter transportiert wird und die Abschirmung als
Rückführung dient. Meist sehr störanfällig
gegenüber Brummeinstreuungen und Verlusten
im Höhenbereich auf langen Strecken.
Unity Gain
Einstellung innerhalb eines Audiokanals, bei
dem der Ausgangspegel unbeeinflusst ist und
somit dem Eingangspegel entspricht.
USB
Universal Serial Bus. Serielle Schnittstelle
WDM
Windows Driver Model. Der werksseitige
Standard, mit dem Microsoft Windows mit
Audiogeräten kommuniziert.
Wet
Gegenteil von ->“dry“. Ein Audiosignal, das
durch die Bearbeitung mit einem Effektprozessor
verändert wurde und kein Originalsignal trägt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung FIREFLY 808 UNIVERSAL
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SERVICE UND GARANTIE
ERWERB VON WEITEREN PHONIC ARTIKELN UND ERSATZTEILEN
Wenn Sie an weiteren Phonic Artikeln oder Ersatzteilen interessiert sind, wenden Sie sich bitte an einen
autorisierten Phonic Händler. Eine Liste der aktuellen Phonic Clever Händler finden Sie unter
www.phonic.info, dort unter „Händlersuche“.
SERVICE UND REPARATUR
Im Fall eines Problems oder einer Reparatur wenden Sie sich bitte an Ihren Phonic Fachhändler, bei dem
Sie das Gerät erworben haben. Phonic gibt keine Service Unterlagen an Endkunden heraus, und warnt
den Anwender nachdrücklich davor, selbst Reparaturen vorzunehmen, weil dadurch jegliche
Garantieansprüche erlischen.
GARANTIE BESTIMMUNGEN
Phonic verbürgt sich für die einwandfreie Qualität der ausgelieferten Produkte. Sollten Sie dennoch etwas
zu beanstanden haben, wird Ihnen die Firma Phonic mit einem unbürokratischen Garantie-Netzwerk zur
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sind, gewährt Ihnen Phonic im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zwei Jahre Garantie ab
Verkaufsdatum. Bitte bewahren Sie den Kaufbeleg auf.
Bei Fremdeingriffen in den Originalzustand des Gerätes oder bei Reparaturversuchen durch einen nicht
autorisierten Kundendienst oder den Anwender kann in der Regel nicht geklärt werden, ob der Mangel
erst durch diese verursacht oder erweitert wurde. In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass der Mangel
bei Kauf nicht vorhanden war. Die Gewährleistung ist daher in diesen Fällen abzulehnen.
Für Schäden, die durch falschen Gebrauch oder Anschluss des Gerätes in Abweichung von dieser
Bedienungsanleitung entstanden sind, steht Phonic nicht ein. Die Pflicht zur Mängelbeseitigung erstreckt
sich auch nicht auf die Auswirkungen natürlicher Abnutzung und normalen Verschleiß. Die Notwendigkeit
der Mängelbeseitigung bezieht sich nur auf das betreffende Produkt selbst und nicht auf Folgeschäden.
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zurückzuführen sind.
Der Gewährleistungsanspruch gilt nur, wenn das Gerät bei einem Phonic Händler als Neugerät erstanden
wurde.
KUNDENDIENST UND SERVICE HOTLINE
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http://www.phonic.com/help/. Dort finden Sie, in englischer Sprache, Antworten auf häufig gestellte Fragen
(FAQ), technische Tipps, Downloads für Treiber Software und andere nützliche Hinweise.
Deutsche Beschreibungen, Anleitungen usw. finden Sie auf der website des deutschen Phonic Vertriebs:
www.musikundtechnik.de
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