Bedienungsanleitung des Herstellers

Bedienungsanleitung des Herstellers
Bedienungsanleitung rEvo III Bedienungsanleitung des Herstellers: Zusammenbau, Benutzung und P flege rEvo I I I mCCR (*Optional rEvo I I I mini, rEvo I I I hCCR) CE Version Version 0.1.ge Paul Raymaekers Übersetzung: W. Jocham, U. Herold
1 Bedienungsanleitung rEvo III W arnung ! Tauchen ohne entsprechende Ausbildung ist gefährlich und kann zum Tod mit führen! Tauchen mit einem Kreislaufgerät ohne Ausbildung durch einen anerkannten Verband ist nicht nur dumm sondern kommt Selbstmord gleich! Ein Kreislaufgerät ist eine M aschine und M aschinen gehen kaputt! Da P robleme unvermeidlich sind, solltest du dich nicht fragen OB eines auftritt sondern W ANN es auftreten w ird! Beachte auch die kleinsten Veränderungen des Kreislaufgerätes da es meistens Zeichen für bevorstehende P robleme sind! W enn ein P roblem auftritt ist die korrekte Anw endung von häufig w iederholten Übungen oft der Unterschied zw ischen Überleben und Sterben! Diese Bedienungsanleitung ersetzt in keinem Fall eine Tauchausbildung, noch befähigt sie dich ein Kreislaufgerät ohne vorheriges Training zu benutzen! W enn Du den Sinn dieser W arnung nicht verstehst und nach w ie vor denkst dass man keine gerätespezifische Ausbildung braucht, tauche auf KEI NEN FALL mit einem Kreislaufgerät, insbesondere nicht mit einem rEvo! Der Hersteller, sow ie alle von ihm anerkannten Ausbildungsorganisationen unterstützen auf keinen Fall leichtsinnige Vorgehensw eisen, die mit dem Tod enden könnten! Verändere nichts an dem Gerät! Es w ürde dann die CE Zulassung verlieren und sichere Tauchgänge mit dem Gerät sind nicht mehr gew ährleistet! Du w urdest gew arnt!
2 Bedienungsanleitung rEvo III links: rEvo III Standard 3 rechts: rEvo III Mini
Bedienungsanleitung rEvo III Kapitel 1: Technische Spezifikationen rEvo III Überblick . 5 6 Kapitel 2: rEvo Komponenten 2.1 Der Atemschlauch 2.2 Gegenlungen 2.3 ADV 2.4 Die Düse 2.5 Der CO2 Absorber 2.6 Rückentrage, Wing & Begurtung 2.7 Manuelle Zufuhr von Sauerstoff und Verdünnungsgas 2.8 Tauchflaschen mit Schnellverschluss 2.9 Edelstahl Tragebügel / (Soft) Blei Fixierung 2.10 Aufrechte Position 2.11 Überdruckventil (OPV) 2.12 PPO2 Messung mit dem rEvodream und HUD 2.13 Feuchtigkeitsabsorber 2.14 Setpoint Computer (Optional) 8 9 9 10 10 11 11 12 13 14 14 14 15 16 Kapitel 3: Das erste M al mit dem rEvo! 3.1 Einstellung der Begurtung und des Wings 3.2 Einbau der Sauerstoffsensoren 3.3 Schmieren und Einsetzen der O­Ringe 3.4 Füllen der CO2 Absorber Kanister 3.5 Kalibrieren der Sauerstoffsensoren 3.6 Die Düse 16 17 19 19 21 22 Kapitel 4: Tauchen mit dem rEvo 4.1 Überlegungen vor jedem Tauchgang 4.2 Vor dem Tauchgang 4.3 Unmittelbar vor dem Einstieg / Anlegen der Ausrüstung 4.4 Einstieg ins Wasser, Bubble­Check, Tauchgang, Ausstieg aus dem Wasser 4.5 Pflege zwischen den Tauchgängen des Tages 4.6 Pflege am Ende des Tages 4.7 Generelle Pflege Anhang A: Übungen Appendix B: Immer – Niemals 22 22 23 24 25 25 26 28 29
4 Bedienungsanleitung rEvo III Kapitel 1: Technische Spezifikationen 1.1 Generelle Einschränkungen:
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Dieses Kreislaufgerät darf nur von dafür zertifizierten Tauchern benutzt werden.
Das Gerät darf nur in Verbindung mit einer autonomen, alternativen Notfallatemausrüstung, die bei jedem Tauchgang mitgeführt werden muss und jederzeit einsatzbereit ist, benutzt werden. Des weiteren muss die alternative Gasversorgung eine ausreichende Kapazität aufweisen um, bei einer Fehlfunktion des Kreislaufgerätes, den Tauchgang jederzeit sicher beenden zu können.
Es darf nur sauerstoffkompatibles Schmiermittel, wie z.B. Tribolube 71, bei der Wartung des Geräts verwendet werden.
Maximale Zertifizierungstiefe mit Luft als Verdünnungsgas: 40m.
Betriebstemperatur: mindeste Wassertemperatur 4° Celsius, maximal 34° Celsius.
Standzeit des CO2 Absorbers: in 40m Tiefe, 4° Celsius, CO2 Produktion von 1,6l/min STPD, 40l AMV (2 Liter Atemzugvolumen), mit 2,7kg Sofnolime 797: Zeit bis der PPCO2 des Einatemgases 5mbar erreicht: >160 Minuten. Zeit bis der PPCO2 des Einatemgases 10mbar erreicht: >170 Minuten.
Maximale Arbeitsbedingungen: 75l AMV in 40m Tiefe, CO2 Produktion von 3l/min für nicht länger als 5 Minuten.
PPO2 Grenzwerte während des Gebrauchs: Minimum 0.5 bar, Maximum 1,55 bar.
Atemarbeit: in 40m Tiefe, 4° Celsius, 75l AMV (3 Liter Atemvolumen), mit 2,7kg Sofnolime 797: <2,05 J/Liter in horizontaler Position und <2,20 in vertikaler Position.
Fassungsvermögen des CO2 Absorbers: 2 Kanister mit jeweils 1,35kg Sofnolime 797.
Zugelassenes CO2 Absorbermaterial: Sofnolime 797.
Tauchflaschengröße: Sauerstoff sowie Verdünnungsgas: 2 oder 3 Liter . 1.2 Dimensionen und Kenndaten:
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Gewicht des rEvo tauchfertig: (volle 3 Liter Stahlflasche, gefüllter CO2 Absorber (2,7kg), Edelstahlgehäuse, Tarierweste, Rückentrage = 31 kg.
Leergewicht (ohne Absorber und Tauchflaschen) = 17,5kg.
Größe: mit 3­Liter Tauchflaschen: 64 x 40 x 18 (cm).
Konstanter Sauerstofffluss mittels einer Düse, Manuelle Zugabe von Sauerstoff und Verdünnungsgas, Automatisches Verdünnungsgas Ventil (ADV).
Zwei, voneinander unabhängig programmierbare PO2 Monitore mit LED­ Anzeigen durch die HUD’s (rEvodream).
Mundstück mit Sicherheitsband.
Ergonomisch geformte Rückentrage für einen geringen Atemwiederstand.
5 Bedienungsanleitung rEvo III rEvo III Überblick: 1. Inflator Anschluss 2. Ventil zur manuellen Verdünnungsgaszugabe 3. Ventil zur manuellen Sauerstoffzugabe 4. Sauerstoffdruckminderer mit gleichbleibendem Mitteldruck (APR – Absolute Pressure Regulator) 5. Automatisches Verdünnungsgas Ventil (ADV ­ Automatic Diluent Valve) 6. Düse und Einwegventil 7. Sauerstoffsensoren 8. Einatemgegenlunge 9. Ausatemgegenlunge 10. Ausatem CO2 Absorber (oberer Kanister) 11. Einatem CO2 Absorber (unterer Kanister) 12. Mundstück (DSV – Diver Support Valve) 13. HUD's (LED­Anzeige am Mundstück) 14. Verdünnungsgas 15. rEvodreams (PPO2 Monitore) 16. Sauerstoff
6 Bedienungsanleitung rEvo III Das rEvo III mCCR ist ein manuell gesteuertes Kreislaufgerät, das auf dem CMF Prinzip basiert (constant mass flow). Während des Tauchgangs wird konstant Sauerstoff in den Atemkreislauf des Gerätes zugeführt. Die Flussmenge ist hoch genug, dass ein Taucher mit der zum Leben notwendigen Menge an Sauerstoff versorgt wird, aber niedrig genug, um in einem sicheren Bereich zu liegen. Der Sauerstofffluss kann an den jeweiligen O2 Stoffwechsel des Tauchers angepasst werden. Während eines Tauchgangs kontrolliert und überwacht der Taucher seinen PO2 mittels der LED­Anzeige des HUD (Head up Display) sowie der Anzeige des rEvodream. Falls nötig, kann man manuell Sauerstoff zugeben, um den gewünschten PO2 aufrecht zu erhalten. An dieser Stelle muss festgehalten werden, das das Standard rEvo III mCCR kein elektronisch gesteuertes Kreislaufgerät ist. Es gibt keinen Computer der entscheidet, wann Sauerstoff zugegeben werden muss. Dies obliegt einzig und alleine dem Taucher. Falls man den Sauerstoffpartialdruck nicht regelmäßig kontrolliert und anpasst, kann es zu einer Sauerstoffunterversorgung, Ohnmacht und dem Tod führen. (mit der optionalen hCCR Elektronik wird das rEvo zu einem vollwertigen eCCR) Einfach zum Transportieren, Zusammenzubauen, Tauchen und W arten: Das rEvo III mCCR ist mit dem Vorsatz der Einfachheit gebaut worden: Einfach zum Zusammenbauen, einfach zum Tauchen und einfach zum Warten. Alle Bauteile können einfach erreicht werden. Durch Öffnen einer einzigen Mutter und Abnehmen des Deckels hat man Zugriff auf Sauerstoffsensoren, ADV, Düse, CO2 Absorber und Feuchtigkeitsabsorber. Dieses einzigartige Design hat den Vorteil das das Kreislaufgerät über nur vier Verbindungen mit O­Ringen verfügt. Zwei für den Atemschlauch und zwei für den Deckel (beides mit jeweils zwei O­Ringen). Das Risiko eines Lecks, einer falsch zusammengesteckten Verbindung und vergessenen O­Ringen ist auf ein Minimum reduziert worden!
7 Bedienungsanleitung rEvo III Kapitel 2: Beschreibung der rEvo Komponenten 2.1 Der Atemschlauch: Der Atemschlauch wurde so gestaltet, dass er unter allen Bedingungen leicht zu öffnen und zu schließen ist (in sehr kaltem sowie sehr warmen Wasser). Das Mundstück kommt mit einem “Sicherheitsgurt“. Bei richtiger Benutzung und Einstellung des Gurtes bleibt das Mundstück selbst bei einer Ohnmacht im Mund des Tauchers. Mit Hilfe der Schlauchgewichte kann der Atemschlauch sowie das Mundstück unter Wasser in eine angenehme Position gebracht werden. Die HUD’s sind so gestaltet das sie auf das Mundstück gesteckt werden. Ein zusätzliches Cover für die Atemschläuche schützt diese vor Beschädigungen von außen. (Foto: Cover nur auf dem rechten Schlauch) Die Verbindungen des Atemschlauchs sind eindeutig gekennzeichnet, um ein Verwechseln der Anschlüsse zu verhindern. Die Verbindung an der Ausatemseite ist mit einer Rille versehen (keine Rille an der Einatemseite) und die Durchmesser der Gewinde sind unterschiedlich.
8 Bedienungsanleitung rEvo III 2.2 Gegenlungen: Die rEvo Gegenlungen sind aus lebensmittelechtem PU und werden mittels Hochfrequenz­Schweißtechnik dauerhaft abgedichtet. Sie bleiben permanent elastisch. Beide Gegenlungen (Einatem­ und Ausatemgegenlunge) befinden sich in dem Edelstahlgehäuse auf dem Rücken, wo sie zusätzlich durch eine Auskleidung geschützt sind. Das Gehäuse ist so geformt, dass es perfekt auf den Rücken des Tauchers passt. Die Platzierung der Gegenlungen auf dem Rücken bietet dem Taucher einen freien Brustbereich und somit keinerlei Einschränkungen der Beweglichkeit oder des Sichtfeldes. Des weiteren erleichtert der somit gewonnene Freiraum den Umgang mit Stageflaschen. Das Edelstahlgehäuse ist robust genug um den Gegenlungen selbst in gefährlichen Umgebungen, wie zum Beispiel in Wracks oder Höhlen ausreichend Schutz zu bieten. Die Schläuche für die manuelle Zugabe von Sauerstoff und Verdünnungsgas befinden sich, gemeinsam mit dem ADV und der Düse, in der Ausatemgegenlunge. Verbunden werden die beiden Gegenlungen durch zwei, in Serie gestellte, CO2 Absorberkanister, welche beide durch eine seitliche Luftkammer gegen Wärmeverlust gedämmt sind. Direkt nach den CO2 Absorbern befinden sich die Sauerstoffsensoren in der Einatemgegenlunge. Das durch den Taucher und den Absorber, erwärmte Gas hält die Sensoren trocken. Um den Taucher auch in einer Über­Kopf Schwimmlage mit Atemgas zu versorgen, ist ein Anti­Kollabier Schlauch in die Einatemgegenlunge eingebaut. An der Oberseite des Edelstahlgehäuses befinden sich ein in die Ausatemgegenlunge eingebautes Überdruckventil (OPV) sowie eine Kabeldurchführung in die Einatemgegenlunge. 2.3 ADV: Das “Auto­Diluent­Valve” (Automatisches Verdünnungsgas Ventil) wird durch den Unterdruck aktiviert der entsteht, wenn die Gegenlungen kollabieren (z.B. beim Abtauchen). Das Verdünnungsgas wird dann in die Ausatemgegenlunge injiziert. Es wurde leicht zugänglich eingebaut, um (falls nötig) den Atemwiederstand selber einstellen zu können. Siehe Foto unten (2.4 Düse)
9 Bedienungsanleitung rEvo III 2.4 Düse: Um einen konstanten Sauerstofffluss gewährleisten zu können, wird eine Düse verwendet. Diese Düse (nichts anderes als eine winzige Öffnung in dem Sauerstoffschlauch) gibt, bei gleichbleibendem Eingangsdruck, einen konstanten Fluss an Sauerstoff, unabhängig vom Umgebungsdruck (Innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen maximalen Tiefengrenzen). Das Resultat ist ein konstanter Fluss selbst bei zunehmender Tiefe. Um den Eingangsdruck gleich zu halten, muss eine spezielle erste Stufe verwendet werden. Der Ausgangsdruck (Mitteldruck) des Druckminderers ist tiefenunabhängig (APR – Absolute Pressure Regulator). Um leicht zugänglich zu sein, befindet sich die Düse in der Ausatemgegenlunge. Direkt nach der Düse befindet sich ein Einwegventil um zu verhindern das Schmutz, Staub oder Feuchtigkeit aus der Ausatemgegenlunge in die Düse gelangt. 2.5 Die CO2 Absorber: Die CO2 Absorber sind da, um das CO2 aus dem Ausatemgas zu entfernen. Das rEvo hat ein einzigartiges doppeltes Absorbersystem, welches aus zwei, in Serie gestellten, Absorberkanistern besteht. Während des Tauchens strömt Gas in den oberen Kanister und weiter in den unteren. Diese Bauweise hat mehrere sehr wichtige Vorteile: es erlaubt eine kompakte Bauweise des Kreislaufgerätes, erzeugt eine geringe Atemarbeit und bietet ein hohes Maß an Sicherheit.
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Kompakte Bauweise: Die Nutzung von zwei Absorber Kanistern mit einem großen Durchmesser und geringer Höhe schlägt sich auf die geringe Höhe des Kreislaufgerätes nieder (maximal 180mm an der Stelle, wo das Gerät den Taucher berührt). Diese Bauart bietet auch Vorteile in Sachen Stromlinienförmigkeit und Wasserwiderstand beim Tauchen.
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Geringe Atemarbeit: durch die Montage der Absorberkanister direkt auf den Gegenlungen, wurden Restriktionen des Gasflusses auf ein Minimum reduziert. Viele "nicht rEvo Kreislaufgeräte" haben die Gegenlungen und Absorber mittels Schläuchen verbunden, die oft nicht größer als 30 mm im Durchmesser sind. Da die Öffnung zwischen Gegenlungen und Absorber beim rEvo 154 mm im Durchmesser beträgt, bietet das Gerät eine sehr geringe Atemarbeit bei normaler Schwimmlage.
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Höheres Maß an Sicherheit: Kondenswasser, das sich während des Tauchens bildet bleibt automatisch in den Gegenlungen, egal ob in waagrechter oder aufrechter Schwimmlage. Durch die zwei Absorberkanister wird ebenso das Risiko von Kanalbildung signifikant reduziert im Vergleich zu einem einzelnen axialen oder radialen Absorberkanister. 2.6 Rückentrage, Wing & Begurtung: Das rEvo verwendet eine ergonomisch geformte, zweigeteilte Rückentrage, ein Wing und eine Begurtung. Die Begurtung mit beweglichen Schnallen und Verschlüssen ist an der Rückentrage befestigt. Der obere Teil der Rückentrage, an dem die Schultergurte befestigt sind, ist ähnlich wie die Schultern eines Tauchers leicht gebogen. Der untere Teil kann in der Höhe verstellt werden, um das Gerät an die Größe des Tauchers anzupassen. Die unteren Enden der Schultergurte laufen durch den unteren Teil der Rückentrage um dann als Bauchgurt verwendet zu werden. Gummiauflagen, die auf den Rückentragen montiert sind, dienen als Schutz. Die Konstruktion der ergonomischen Rückentrage in Kombination mit dem niedrigen Edelstahlgehäuse sowie dem integrierten Wing ermöglichen eine perfekte Passform des Kreislaufgerätes am Rücken des Tauchers und bieten eine gute Stromlinienform sowie wenig Wasser­ wiederstand. Hydrostatische Druckunterschiede sind, durch die nähe der Gegenlungen zum Rücken des Tauchers, auf ein Minimum reduziert. 2.7 Manuelle Zufuhr von Sauerstoff und Verdünnergas:
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Bedienungsanleitung rEvo III Die Knöpfe für die manuelle Zugabe von Sauerstoff und Verdünnergas befinden sich am unteren Ende des Edelstahlgehäuses, wo sie leicht zugänglich sind. Die Knöpfe können nicht bewegt werden, da sie fest eingebaut sind. Dieses Konzept verzichtet auf Schläuche, die über die Schultern des Tauchers geführt werden. Die Knöpfe verfügen zusätzlich über extra starke Federn, um beim Betätigen der Ventile ein versehentliches "offen bleiben" derselben zu verhindern. Bei der manuellen Zufuhr von Sauerstoff reichen kurze Stöße bei fortwährender Atmung des Tauchers. Diese Methode vermeidet hohe Spitzen im PO2. 2.8 Tauchflaschen mit Schnellverschluss:
12 Bedienungsanleitung rEvo III Die Tauchflaschen werden mittels Schnellverschluss an dem Edelstahlgehäuse befestigt. Dadurch hat man die Möglichkeit der schnellen Montage bzw. Demontage der Flaschen und gewährleistet die richtige und genaue Positionierung der Flaschenventile gegenüber den Druckminderern. Auf beiden Seiten des Edelstahlgehäuses bieten Schlitze die Möglichkeit, Gegenstände wie z.B. Akkutanks, mittels Schnellverschlüssen zu befestigen. Eine kurze und eine lange Klammer werden mit jedem rEvo mitgeliefert. 2.9 Edelstahl Tragebügel / (Soft) Blei Fixierung: Am oberen Ende des Kreislaufgerätes befindet sich ein Tragebügel aus Edelstahl, der über die gesamte Breite des Gerätes geht. Wenn nötig kann somit das Gerät auch zu zweit leicht hochgeheben werden. Zusätzlich bietet der Bügel Schutz für die Schlauch­ Anschlüsse sowie Kabeldurchführungen und kann zum Reisen einfach abgenommen werden. Direkt über dem Deckel zwischen den Tauchflaschen befindet sich ein Rost, auf dem Softblei befestigt werden kann (max. 3 kg). In Gegenden wo kein Softblei verfügbar ist, können auch normale Bleistücke verwendet werden.
13 Bedienungsanleitung rEvo III 2.10 Aufrechte Position: Das rEvo wurde so konzipiert, dass es in aufrechter Position von alleine stehenbleibt (auch ohne montierte Tauchflaschen). Um mögliche Beschädigungen des Edelstahlgehäuses zu verhindern, sind kleine “Gummifüsse” angebracht. 2.11 OPV: Das Überdruckventil (OPV – Over Pressure­ Valve) befindet sich in der Ausatm­ Gegenlunge am oberen Ende des Edelstahl­ Gehäuses. Dieses Ventil ermöglicht das Entweichen von überschüssigem Gas im Falle von Überdruck, wie zum Beispiel beim Auftauchen mit einem geschlossenen Mundstück (Notaufstieg mit offenen System). Der Druck bei dem das Ventil öffnet, ist vom Hersteller eingestellt und sollte nicht verändert werden. 2.12 PPO2 Messung mit dem rEvodream und HUD: Um den PO2 ständig über­ wachen zu können, ist jedes rEvo mit zwei rEvodreams ausgestattet. Jeder rEvodream verfügt über eine LCD Anzeige, die auf dem Finimeter befestigt ist, und ein HUD (Head Up Display). Das HUD ist mit drei LED’s ausgestattet (Orange, Grün und Rot) um damit den aktuellen PO2 anzeigen zu können. Normalerweise wird die LCD Anzeige dazu benützt um die Werte, die vom HUD angezeigt werden, zu kontrollieren und um das rEvodream zu kalibrieren.
14 Bedienungsanleitung rEvo III Die Philosophie hinter den rEvodreams ist, dass wenn alles Optimal ist (korrekter PO2) es permanent ein grünes Licht in der Mitte des HUD anzeigt („alles im grünen Bereich“ und somit sicher). Kleine Abweichungen über bzw. unter den optimalen PO2 resultieren in einem kurzen Aufleuchten des orangen Lichts (unterhalb des grünen Lichts, niedriger PO2) oder einem kurzen Aufleuchten des roten Lichts (oberhalb des grünen Lichts, hoher PO2) zusammen mit dem konstanten grünen Licht. Dies stellt kein Problem dar, wenn das grüne Licht noch an ist (nach wie vor im sicheren Bereich). Je größer die Abweichung zum optimalen Bereich ist, umso mehr orange bzw. rote Lichtblitze erscheinen. So lange aber das grüne Licht konstant leuchtet, ist es sicher, das Gas zu atmen. Die vermehrten und schnelleren Lichtblitze sollen die Aufmerksamkeit des Tauchers auf seinen PO2 richten. Sobald sich der PO2 außerhalb des sicheren Bereichs befindet, verschwindet das grüne Licht und nur das orange bzw. das rote Licht blinkt: das bedeutet GEFAHR!!! Während des Tauchen drückt man einfach kurz auf die manuelle Sauerstoffzufuhr wenn man ein kurzes Oranges blinken sieht um so wieder in den “nur grün” Bereich zu kommen (indem man den PO2 leicht erhöht). Alle Funktionen des rEvodream (Ein, Aus, Kalibrierung, Einstellungen) werden durch ein leichtes Klopfen auf die Seite oder den Boden bedient. Es gibt keine externen Knöpfe oder sonstige Schalter. Diese Bauweise garantiert eine lange Lebensdauer des Geräts und verringert das Risiko eines Wassereinbruchs. Zur richtigen Bedienung, bitte die separate rEvodream Bedienungsanleitung lesen. 2.13 Feuchtigkeitsabsorber: Unten in der Einatemgegenlunge befindet sich der Feuchtigkeitsabsorber welcher verhindert, dass Kondenswasser frei durch die Gegenlunge bis in den Atemschlauch fließt. Dieser Feuchtigkeitsabsorber wird einfach zusammengerollt und danach unter den Anti­Kollabier Schlauch gelegt. Dadurch bleibt der Schwamm an seiner, dafür vorgesehenen, Stelle und ein Verrutschen wird vermieden. Fotos unten: wie man den Feuchtigkeitsabsorber zusammenrollt und im Gerät platziert
15 Bedienungsanleitung rEvo III 2.14 Setpoint Computer (Optional): Das rEvo kann (Optional) mit einem Setpoint Computer (Shearwater Predator), der automatisch einen voreingestellten PO2 aufrecht erhält, aufgerüstet werden. Für diesen Zweck wird ein automatisches Ventil (Magnetventil) parallel zu der Düse montiert. Das Magnetventil sowie die Düse werden von derselben Sauerstoff­ zufuhr gespeist. Gesteuert wird das Magnetventil von dem Computer, der am Arm des Tauchers getragen wird. Wenn ein rEvo erst einmal mit dieser Option ausgestattet ist, braucht der Taucher den PO2 nicht mehr manuell im idealen Bereich zu halten, der Computer erledigt stattdessen diese Aufgabe. Trotzdem muss der Taucher ständig seinen PO2 überwachen, um sicher zu stellen, dass der Sauerstoffanteil in seinem Atemgas im richtigen Bereich liegt. Alle Details und Funktionserklärungen können in der separaten Bedienungsanleitung nachgelesen werden. Kapitel 3: Das erste Mal mit dem rEvo! 3.1 Einstellung der Begurtung und des Wings: Ein neues rEvo kommt immer komplett zusammengebaut. Dennoch muss das Gerät (Bebänderung und Rückentrage) auf die Körpergröße des Tauchers eingestellt werden. Bei der Einstellung sollte auf keinen Fall vergessen werden, dass man bei der späteren Benutzung einen Tauchanzug tragen wird. Die beste Position ist, wenn das rEvo auf dem Rücken des Tauchers so hoch wie möglich sitzt. Die Bebänderung sollte so eng wie möglich am Taucher anliegen damit der obere, ergonomisch geformte Teil der Rückentrage, sich bei der Schulter befindet.
16 Bedienungsanleitung rEvo III Falsch Richtig Eine geringe Atemarbeit ist nur dann gewährleistet wenn das rEvo richtig getragen wird. Nach dem ersten Tauchgang muss die Bebänderung ein bisschen nachjustiert werden. 3.2 Einbau der Sauerstoffsensoren: Mindestens drei Sauerstoffsensoren sollten während des Tauchens benutzt werden: Zwei Sensoren bei dem ersten rEvodream, ein Sensor bei dem zweiten rEvodream. Um den Einbau der Sensoren zu erleichtern, kann der Plastikschutz vom Sensorträger entfernt werden. Jeder Sensor wird mittels eines schwarzen Rings auf dem Sensorträger fixiert und mit dem entsprechenden Molex Stecker an den rEvodream angeschlossen. Es muss sichergestellt werden, dass der Stecker richtig eingeführt wird (siehe Fotos) um eine Beschädigung der Verbindung oder des Sensors zu vermeiden.
17 Bedienungsanleitung rEvo III Baue die Sauerstoffsensoren immer am selben Platz und in der selben Reihenfolge ein: Position eins und zwei für den ersten rEvodream und Position drei für den zweiten rEvodream (der in diesem Fall nur einen Sauerstoffsensor benutzt). Der erste rEvodream sollte sich auf dem rechten (Sauerstoff) Finimeter befinden und das rechte HUD ansteuern, der zweite rEvodream auf dem linken (Verdünnungsgas) Finimeter und das linke HUD ansteuern. Wenn man immer die selben Positionen beim Einbau verwendet, wird es einfacher, wenn ein Sensor ausgetauscht werden muss. Schreibe am besten das Datum des Einbaus auf den Sensor um sein genaues Alter zu kennen. Benutzung und W echselinterval von Sauerstoffsensoren: Mindestens drei Sensoren müssen beim Tauchen benutzt werden und so sollte man auch starten. Bitte daran denken, das Einbaudatum auf den Sensoren zu vermerken. Nach sechs Monaten baut man einen vierten Sensor ein, damit ab dann bei jedem rEvodream zwei Sensoren angeschlossen sind. Der folgend beschriebene Vorgang sollte befolgt werden (außer ein Sensor muss vor dem Ablauf von sechs Monaten ausgetauscht werden): Der älteste Sensor in dem Gerät wird nach sechs Monaten durch einen neuen Sensor ersetzt. Einzige Ausnahme ist, wenn ein anderer Sensor beginnt, langsamer zu reagieren als die anderen Sensoren. In diesem Fall sollte natürlich der langsamste Sensor ausgetauscht werden. Muss man zwischen mehreren Sensoren wählen, wechsle den Sensor, der auf den plötzlichen Anstieg von Sauerstoff am langsamsten reagiert. Wie weiter unten in diesem Text noch erklärt wird, sollten die Sensoren einmal pro Woche, zu Beginn eines Tauchgangs, auf eine begrenzte Stromausgabe (current limiting) überprüft werden. Alle sechs Monate einen Sensor auszutauschen verringert die Wahrscheinlichkeit, das mehr als ein Sensor während eines Tauchgangs versagt, da die Sensoren von unterschiedlichen Herstellungsserien kommen und eine unterschiedliche Tauchgeschichte haben. Empfohlener Sauerstoffsensor: R22D­rEvo
18 Bedienungsanleitung rEvo III 3.3 Schmieren und Einsetzen der O­Ringe: Sind die O­Ringe, die den Deckel abdichten, noch nicht geschmiert oder verschmutzt oder müssen wegen einer Beschädigung ausgewechselt werden: Nimm die vier O­ Ringe aus der dafür vorgesehenen Nut und reinige sie mit einem flusenfreien Tuch oder ph­neutraler Seife. Nimm ein bisschen sauerstoffkompatibles Schmiermittel und verteile es auf dem O­ Ring indem du den Ring zwischen Daumen und Zeigefinger durchziehst. Stelle sicher, dass das Schmiermittel gleichmäßig verteilt ist. Pass auf das du nicht zu viel Schmiermittel verwendest, da der Überschuss vom Deckel beim Zusammenbau weggedrückt wird. Zusätzlich kann man ein bisschen Schmiermittel auf der Dichtfläche der Deckelinnenseite verteilen, nachdem man den Deckel gründlich gereinigt hat. W arnung: Verw ende nur sauerstoffkompatibles Schmiermittel für alle O­ Ringe im rEvo! Die O­Ringe in dem Atemschlauch können, ohne herausgenommen zu werden, geschmiert werden (solange keine Verschmutzung vorliegt; immer zuerst nach Staub, Sand etc. kontrollieren; bei Verschmutzung herausnehmen und reinigen wie oben beschrieben). 3.4 Füllen der CO2 Absorberkanister: Um das verbrauchte Absorbermaterial zu entleeren, muss zuerst die Mutter geöffnet und danach Feder, Gitter und das Edelstahlsieb entfernt werden (aufpassen, dass kein Teil verloren geht). Nachdem der Absorber entsorgt wurde kann der verbleibende Staub durch leichtes klopfen auf die Seite entfernt werden. Achte bei der Entsorgung immer auf lokale Gesetze bezüglich der Entsorgung von Giftmüll! Pass auf, dass das Filtervlies nicht aus dem Absorberkanister fällt. Am besten befindet man sich beim Befüllen der Kanister an der frischen Luft, um den beim Füllen entstehenden Staub nicht einzuatmen. Bei Wind sollte man sich immer auf die windzugewandte Seite stellen, um Kontakt mit dem Staub zu vermeiden. Stelle den Kanister auf eine horizontale Oberfläche und schütte den Absorber aus einer Höhe von ca. 20 – 30 cm (damit der Staub weggeblasen werden kann), in den Kanister. Fülle solange bis sich in der Mitte eine Pyramide gebildet hat und der oberste Zentimeter des Kanisters noch sichtbar ist (siehe Fotos)
19 Bedienungsanleitung rEvo III Klopfe leicht auf die Seite des Kanisters, während du ihn drehst, damit sich der Absorber setzt. Sobald der Kalk eben ist und die Schraube in der Mitte wieder sichtbar, lege das Edelstahlsieb, das Gitter sowie die Feder darauf und fixiere alles mit der Mutter bis die Feder komplett zusammengedrückt ist (nicht überdrehen). Klopfe für etwa eine Minute auf die Seite des Kanisters während du zugleich die Mutter nachziehst wenn der Kalk zusammensackt. Drehe die Mutter bis die Feder wieder komplett komprimiert ist (Nicht zu fest anziehen – Bügel könnte sich von der Mutter lösen). Die korrekte Füllmenge ist erreicht wenn, nach dem Klopfen der Abstand des Gitters zum oberen Rand des Kanisters +/­ 5 mm beträgt. Der CO2 Absorber ist jetzt fertig zum Einbau. Sollte man den Absorber nicht sofort einbauen, wird empfohlen den Kanister nach dem Füllen in einer Plastiktüte oder einem luftdichten Container zu lagern, um ein Austrocknen des Absorbermaterials zu verhindern. Sollte der Absorber zu stark austrocknen ist keine richtige Funktion mehr gewährleistet. Vermeide ebenso direkte Sonneneinstrahlung! Warnung: Verwende niemals teilweise verbrauchtes Absorbermaterial, nachdem es aus dem Kanister gekippt wurde! Anmerkung: Beim Füllen des Absorbermaterials, verzichte auf den letzten Rest im Kanister da er hauptsächlich aus Staub besteht. Auch sollte nicht zu lange oder zu
20 Bedienungsanleitung rEvo III stark auf den Absorber Kanister geklopft werden, da man das Granulat „zerklopfen“ sowie die Atemarbeit des Gerätes negativ beeinflussen kann. 3.5 Kalibrieren der Sauerstoffsensoren: Zum richtigen Gebrauch Bedienungsanleitung. der rEvodreams, lies bitte die entsprechende Bei der Kalibrierung der rEvo Sauerstoffsensoren sollte nur reiner Sauerstoff benutzt werden und es sollte ein Umgebungsdruck von 1 atm herrschen (bei geringerem Umgebungsdruck auf die rEvodream Bedienungsanleitung zurückgreifen). Baue das rEvo komplett zusammen und stelle sicher das sich beide Absorber Kanister im Gerät befinden und der Atemschlauch mit dem Gerät verbunden ist. Öffne das Sauerstoffventil langsam (Sauerstoffventile müssen I MM ER langsam geöffnet w erden, um die Gefahr eines Feuers durch adiabatische Kompression zu verringern). Stelle sicher, dass das Ventil des Verdünnergas geschlossen ist. Nimm das Mundstück in den Mund und stelle einen Unterdruck her, indem Du durch den Mund ein und durch die Nase ausatmest. Spüle dann das Gerät mit reinem Sauerstoff, indem Du die manuelle Sauerstoffzufuhr betätigst, bis ein leichter Überdruck entsteht und lass ein wenig Gas bei den Mundwinkeln austreten. Stoppe die Sauerstoffzufuhr und wiederhole den Vorgang weitere zwei Mal. Es ist wichtig, während des gesamten Spülvorganges das Mundstück im Mund zu belassen und das kein Gas in das Gerät zurückströmt. Es muss sichergestellt sein, dass sich 100% Sauerstoff im Kreislaufgerät befinden. Schließe das Mundstück nach dem letzten Spülvorgang und nimm es aus dem Mund. Öffne das Mundstück ein bisschen, bis ein kleiner Schlitz sichtbar wird. Du wirst auch einen leichten Gasfluss bemerken was Dir bestätigt, dass die Düse, die Sauerstoff einspeist, funktioniert. Sollte man das Mundstück geschlossen lassen, wird der Druck im Gerät ansteigen (mehr als 1 atm) und somit wäre keine korrekte Kalibrierung gewährleistet. Jetzt kann mit der Kalibrierung der rEvodreams begonnen werden (siehe die separate Bedienungsanleitung für rEvodream). Wenn die Werte stabil sind und innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte liegen, werden die rEvodreams die Kalibrierung durchführen. Ein schnelles Blinken des grünen LED zeigt dies an. Lass das Sauerstoffventil während des ganzen Kalibriervorgangs offen. Wenn man mit der Kalibrierung fertig ist und nicht sofort ins Wasser geht um einen Tauchgang zu beginnen, muss das O2 Ventil geschlossen werden, da ansonsten Sauerstoff durch die Düse ins Gerät abgegeben wird und das Resultat nach ein paar Stunden eine leere Sauerstoffflasche wäre! Um die korrekte Kalibrierung der Sensoren zu überprüfen, spüle das Gerät mit Luft (öffne den Deckel, nimm die Absorber Kanister heraus und halte die Sensoren an die Luft). Sollten die angezeigten Werte auf den rEvodreams zwischen 0,20 und 0,22 liegen ist mit der Kalibrierung alles in Ordnung. Um die Einstellungen des rEvodream zu ändern, lies bitte die separate rEvodream Bedienungsanleitung.
21 Bedienungsanleitung rEvo III 3.6 Die Düse: Der Gasfluss durch die Düse ist vom Hersteller auf +/­ 0,6 Liter pro Minute eingestellt. Es kann hilfreich sein, die folgende Messung vorzunehmen (nicht w ährend des Tauchgangs). Stelle sicher, dass die Sauerstoffflasche voll ist, öffne langsam das Ventil und schließe es wieder. Der Druck der von dem Finimeter angezeigt wird, wird langsam fallen, da durch die Düse Sauerstoff in den Atemkreislauf fliesst. Notiere die Zeit, die die Nadel braucht um, von 100 Bar auf 50 Bar zu fallen. Wiederhole den Test wenn Du nicht sicher bist, ob die Düse richtig funktioniert (und du keinen Flowmeter zur Hand hast). Sollte die Düse durch irgendetwas blockiert werden, wird der Zeitraum den die Nadel braucht, um 50 bar zu fallen, größer werden! Die Düse kann durch einfaches Herausschrauben ausgewechselt werden. Nachdem eine Düse ausgetauscht wurde, muss immer die Flussrate überprüft werden. Kapitel 4: Tauchen mit dem rEvo 4.1: Überlegungen vor jedem Tauchgang: * Überprüfe die verbleibende Absorberzeit. Sollte die Zeit, die der Absorber schon benutzt wurde und die geplante Tauchzeit160 Minuten überschreiten, fülle beide Absorberkanister mit frischem Atemkalk. * Miss den Sauerstoffanteil von der Verdünnergas­ sowie der Sauerstoffflasche. * Überprüfe den Druck von beiden Flaschen und stelle sicher, dass das Gas für den geplanten Tauchgang reicht (rechne immer mit dem höchstmöglichen Gasverbrauch). * Sind die Batterien vom rEvodream in Ordnung? Wurde während des letzten Tauchgangs das Batteriesymbol angezeigt? Wenn ja, tausche die Batterien (Pass immer auf, dass keine Feuchtigkeit in das Gehäuse des rEvodreams gelangt!). 4.2: Vor dem Tauchgang: * Schraube die Druckminderer in die Flaschenventile. * Lege den Feuchtigkeitsabsorber in die Einatemgegenlunge. * Stelle sicher, dass die Absorberkanister richtig in das Kreislaufgerät eingebaut sind, und die Innenseite der Kanisteraufnahme nicht verunreinigt ist. Eventuelle Verunreinigungen können mit einem flusenfreien Tuch entfernt werden. * Bevor man den Deckel montiert, sollten die O­Ringe auf Beschädigungen sowie Verunreinigungen überprüft werden. Wenn nötig müssen sie neu geschmiert oder ersetzt werden. * Überprüfe die Funktion der Einwegventile im Atemschlauch. Verschließe mit der Handfläche die Ausatemseite des Atemschlauchs, nimm das Mundstück in den Mund und versuche auszuatmen: es darf kein Gas entweichen. Verschließe jetzt die Einatemseite mit der Handfläche und versuche einzuatmen: es darf kein Gas in den Atemschlauch eindringen. Schließe das Mundstück und blase in die Ausatmseite des Atemschlauchs: es darf kein Gas durch das Mundstück entweichen. Sauge jetzt an der Einatemseite des Atemschlauchs: Es darf kein Gas durch das Mundstück eindringen. * Schraube den Atemschlauch an das rEvo: überprüfe die O­Ringe (wenn nötig säubere und schmiere sie). Achte darauf, dass du die richtigen Anschlüsse
22 Bedienungsanleitung rEvo III miteinander verbindest. Die Seite des Atemschlauchs mit der Rille gehört auf den Anschluss mit der Rille. Das Gas fließt gegen den Uhrzeigersinn von rechts nach links. * Mache einen Unterdrucktest: Stelle sicher, dass beide Flaschenventile geschlossen sind, stelle einen Unterdruck im Atemkreislauf her und schließe das Mundstück. Der Unterdruck sollte stark genug sein, um den Atemschlauch zusammen zu ziehen. Warte für zwei Minuten und öffne das Mundstück wieder. Es muss ein deutlich hörbares Geräusch geben, wenn sich der Druck ausgleicht. Sollte nichts hörbar sein, überprüfe das Gerät nach Undichtigkeiten. Wichtig: führe den Unterdrucktest nur dann durch, wenn sich die Absorber Kanister im Gerät befinden. Ansonsten werden die Gegenlungen in den Raum, den normalerweise der Absorber einnimmt, gesaugt und sie liegen dadurch nicht mehr in der richtigen Position. * Überprüfe die Funktion der Düse: Öffne das Sauerstoffventil langsam und achte auf mögliche Undichtigkeiten zwischen Ventil und Druckminderer. Schließe das Ventil wieder und miss die Zeit die der Druck braucht um 50 Bar zu fallen. Wenn du das Mundstück ein wenig öffnest sollte ein leichter Gasfluss feststellbar sein. * Öffne das Ventil von der Verdünnungsgasflasche und achte auf mögliche Undichtigkeiten zwischen Ventil und Druckminderer. * Überprüfe die Funktion des ADV indem du durch das Mundstück einatmest. * Mache einen Überdrucktest: Schließe das Mundstück und fülle das Gerät mit Verdünnergas (mittels der manuellen Gaszufuhr) bis sich das Überdruckventil öffnet. Achte auf ein Zischen (außer dem Überdruckventil) das auf mögliche Undichtigkeiten hinweist (ein zweiter Überdrucktest wird im Wasser beim Abtauchen zwischen drei und fünf Meter Tiefe gemacht). Der Test kann auch in einem, mit Wasser gefüllten Becken durchgeführt werden: Tauche das Gerät komplett unter und drücke die manuelle Gaszufuhr; Überschüssiges Gas soll nur durch das Überdruckventil entweichen. * Überprüfe die korrekte Funktion des Notfallatemgeräts (Bailout): Miss den Sauerstoffanteil im Atemgas und gehe sicher, dass der Lungenautomat einwandfrei funktioniert. * Wenn vorhanden, programmiere deinen Tauchcomputer (Für die korrekte Benutzung von Tauchcomputern ist entsprechendes Training erforderlich!). !!!! W enn Du nicht unverzüglich ins W asser gehst, schließe die Ventile der Flaschen und spüle das Kreislaufgerät mit Luft!!!! 4.3: Unmittelbar vor dem Einstieg / Anlegen der Ausrüstung: * Nimm das rEvo auf den Rücken und ziehe alle Gurte so eng, dass das Kreislaufgerät so hoch wie möglich sitzt. Das Gerät sollte so eng sitzen, dass es bequem ist, aber dennoch keinen Spielraum nach links oder rechts hat. Wer möchte, kann, um mehr Stabilität zu erreichen, den Schrittgurt schließen. * Befestige die unabhängige Notfallatemausrüstung (Bailout) an den D­Ringen der Begurtung. * Überprüfe die Funktion der unabhängigen Notfallatemausrüstung und atme von dem Lungenautomaten. * Öffne LANGSAM das Sauerstoffventil * Überprüfe den Druck in der Sauerstoffflasche. * Spüle den Atemkreislauf dreimal mit Sauerstoff (siehe Kalibrierung der Sauerstoffsensoren) * Schalte die rEvodreams ein: Wenn ein PO2 zwischen 0,97 und 1,01angezeigt wird, kann fortgefahren werden. Wenn nicht müssen die rEvodreams kalibriert werden! * Öffne das Ventil vom Verdünnungsgas und überprüfe die Funktion des ADV. * Probiere, ob der Inflator funktioniert und ob das Wing das Gas hält.
23 Bedienungsanleitung rEvo III * Mache einen Buddy­Check: Sind alle Verbindungen in Ordnung, die Notfallatemausrüstung, der Druck in den Flaschen, Funktion der rEvodreams? * Atme für fünf Minuten aus dem Kreislaufgerät (Voratmen): am besten wird dieser Test im Sitzen mit einer Tauchmaske durchgeführt. Der PO2 muss dabei immer über einem Wert von 0,5 liegen. Fühlt sich alles OK an? Vergleiche die Werte der beiden rEvodreams. Stimmen sie überein (maximale Abweichung 0,03)? Passt die Anzeige der HUD’s zu den angezeigten Werten? Zeigt das Display eine schwache Batterie an? 4.4: Einstieg ins Wasser, Bubble­Check, Tauchgang, Ausstieg aus dem Wasser: * "TAUCHE IMMER IM GRÜNEN BEREICH" Beim Einstieg ins Wasser, während des Tauchgangs und beim Ausstieg müssen beide HUD’s IMMER ein grünes Licht zeigen. Wenn nicht, PO2 SOFORT korrigieren! * Mache einen Bubble­Check beim Abtauchen zwischen drei und fünf Metern Tiefe: Sitzt das Kreislaufgerät richtig? Hängt irgend etwas lose herum? Kommen Blasen aus dem Gerät? * Überprüfe, während des Tauchgangs, ständig die PO2 Anzeigen. Stimmen sie mit den HUD’s überein? * " KENNE I M M ER DEI NEN P P O2" . * Achte auf die richtige Wasserlage: Die geringste Atemarbeit erreicht man durch einen leicht positiven Winkel (Kopf ein bisschen höher als die Beine). Die beste Neigung ist dann erreicht, wenn der Einatem­ und der Ausatemwiederstand in etwa gleich groß sind. * Lege großen Wert auf ein “minimum loop volume” das kleinstmögliche Volumen des Atemkreislaufs. Unerfahrene Kreislaufgerätetaucher neigen dazu, zu viel Gas in den Gegenlungen zu haben, was sich wiederum negativ auf die Atemarbeit auswirkt (am Ende des Ausatemvorganges wird gegen eine fast vollständig gefüllte Gegenlunge geatmet). Zusätzlich wirkt sich eine zu volle Gegenlunge schlecht auf die Tarierung aus. Das kleinste Atemvolumen ist dann erreicht, wenn bei einem vollen Einatemvorgang das ADV gerade nicht anspricht. Dies kann eingestellt werden, indem man immer wieder ein bisschen Gas über Mund oder Nase abgibt bis das richtige Volumen erreicht ist. Vor allem während des Aufstiegs ist es wichtig, ein kleines Volumen zu halten, da dann der PO2 durch das Injizieren von geringen Mengen an Sauerstoff gehalten werden kann. * Atme ständig tief und gleichmäßig: dadurch wird das CO2 besser absorbiert, da mehr Gas durch die Kanister fließt. Es darf niemals der Atem angehalten werden! * Wenn der PO2 unter den gewünschten Wert fällt, gib Sauerstoff in kurzen Stößen in den Atemkreislauf. Atme dabei ganz normal weiter, dadurch werden starke Anstiege (Spikes) im PO2 vermieden. * Achte beim Aufstieg verstärkt auf den PO2: Durch das Abnehmen des Umgebungsdrucks fällt auch der PO2. Deshalb muss beim Aufstieg häufiger Sauerstoff zugegeben werden als beim Tauchen in konstanter Tiefe. Vermeide schnelle oder unkontrollierte Aufstiege. Anmerkung: Kontrolle der Sauerstoffsensoren (siehe auch „Benutzung und Wechselintervall von Sauerstoffsensoren“) Es ist sehr wichtig, dass die Sauerstoffsensoren regelmäßig auf ihre richtige Funktion überprüft werden: Sensoren haben die gefährliche Eigenschaft, dass sie mit zunehmendem Alter und Gebrauch hohe PO2 Werte nicht mehr anzeigen können (diese Eigenschaft nennt sich „current limiting“ – Strombegrenzung). Das heißt, dass ein Sauerstoffsensor zum Beispiel ohne Probleme einen PO2 von 1,3 anzeigt, wenn aber der PO2 steigt, die Ausgangsleistung des Sensors nicht mitsteigt. Dies ist
24 Bedienungsanleitung rEvo III natürlich sehr gefährlich, da in dem Fall einer Strombegrenzung ein hoher PO2 nicht angezeigt wird! Um sicherzustellen das die Sauerstoffsensoren uneingeschränkt arbeiten, kann der folgende Test durchgeführt werden (um sich gegenseitig zu beaufsichtigen): Drücke in sechs Metern Tiefe den Knopf für die manuelle Sauerstoffzufuhr. Pass auf, dass deine Tarierung dadurch nicht beeinflusst wird. Lass überschüssiges Gas über die Nase oder die Mundwinkel entweichen. Schaue ob die Anzeigen auf den rEvodreams mindestens 1,55 anzeigen. Das rote Licht im HUD muss blinken und das grüne darf nicht zu sehen sein. Somit weißt du, dass die Sauerstoffsensoren einen PO2 messen können, der weit über dem Wert, den du beim Tauchen verwendest, liegt. Wenn der Test abgeschlossen ist, füge Verdünnungsgas zu, bis sich der PO2 wieder in einem sicheren Bereich befindet. * Am Ende des Tauchgangs: Behalte das Mundstück immer im Mund und die Maske im Gesicht, bis du im Trockenen bist. Stelle auch an der Oberfläche immer sicher, dass das grüne Licht vom HUD leuchtet! Wenn du das Mundstück an der Oberfläche herausnehmen musst, achte darauf, dass es geschlossen ist! Sollte das Mundstück geöffnet sein, wenn du es an der Oberfläche aus dem Mund nimmst, wird der Wasserdruck das Gas aus den Gegenlungen drücken und das Resultat wäre ein massiver Verlust an Auftrieb, vielleicht sogar Sinken. * Sobald du an Land bist: Schließe das Mundstück und nimm es heraus, schließe die Ventile und nimm das Gerät vom Rücken. 4.5: Pflege zwischen den Tauchgängen des Tages: * Entferne den Atemschlauch und spüle ihn mit kaltem oder lauwarmem Wasser: Schließe das Mundstück und lass Wasser in die Einatemseite (glattes Verbindungsstück). Verwende niemals Wasser unter hohem Druck oder heißes Wasser, das könnte die Einwegventile im Mundstück zerstören. * Wenn der CO2 Absorber noch nicht aufgebraucht ist: Nimm ihn aus dem Kreislauf­ Gerät und gib ihn in eine Plastiktüte oder in einen luftdichten Container. * Spüle den Feuchtigkeitsabsorber mit Frischwasser, wringe ihn aus und lass ihn trocknen. Lass das Kreislaufgerät offen damit es innen trocknen kann. Dies kann stehend oder liegend (auf der Begurtung mit der Deckelseite nach oben) gemacht werden. Nimm zuletzt den Halter für die Sauerstoffsensoren heraus, damit auch die Einatemgegenlunge trocken kann. * Schreibe die Gebrauchszeit des Absorbermaterials auf. 4.6: Pflege am Ende des Tages: * Schließe die Flaschenventile. * Stelle sicher, das das Kreislaufgerät komplett geschlossen ist (inklusive dem Mundstück) und spüle das Gerät gründlich von außen mit Frischwasser. Lasse das Wing halb aufgeblasen. Spüle alle Komponenten, die ersten Stufen, und die Inflator­ Knöpfe. Es ist ratsam die manuellen Gaszufuhrknöpfe auf beiden Seiten zu drücken, während man sie spült um möglichen Sand und Schmutz, der sich dort ansammeln kann, zu entfernen. * Lege das rEvo auf seine Vorderseite und entferne den Deckel. Um die Mutter nicht zu verlieren, schraube sie sofort wieder auf das Gewinde! * Wenn der CO2 Absorber noch nicht aufgebraucht ist: Nimm ihn aus dem Kreislauf­ Gerät und gib ihn in eine Plastiktüte oder in einen luftdichten Container. Lagere die Absorberkanister niemals in einer warmen Umgebung oder direktem Sonnenlicht, da das Absorbermaterial sonst austrocknen kann und somit seine Funktion verliert. * Nimm den Halter für die Sauerstoffsensoren sowie das Gitter auf dem die Düse und ADV befestigt sind heraus und lege sie zur Seite. Nimm danach den
25 Bedienungsanleitung rEvo III Feuchtigkeitsabsorber heraus und spüle mit Frischwasser. Flute beide Gegenlungen mit Frischwasser und "schüttle" das Gerät dabei ein bisschen (Atemaschlauch mit geschlossenem Mundstück ist nach wie vor an dem Gerät montiert). Lass das Wasser nach fünf Minuten ablaufen, indem Du den Atemschlauch abnimmst und das untere Ende des rEvo leicht anhebst. Jetzt kannst Du, mit Hilfe des Feuchtigkeitsabsorbers, die Gegenlungen trocknen. Lass das Gerät nicht in direktem Sonnenlicht liegen da dies die Lebenszeit einzelner Bauteile verkürzen kann. * Nimm den Atemschlauch ab und spüle ihn mit kaltem oder lauwarmem Wasser: Schließe das Mundstück und lass Wasser in die Einatemseite (glattes Verbindungsstück) laufen. * Es ist empfohlen, das Kreislaufgerät nach spätestens fünf aufeinanderfolgenden Tauchtagen zu desinfizieren (Gegenlungen und Atemschlauch). Verwende dazu nur in deinem Land erlaubte Produkte (frage Deinen Tauchlehrer danach). Nach dem Desinfizieren ist es wichtig, dass das Gerät nochmals mit Frischwasser gespült wird. Danach lagert man es so, dass es trocknen kann. Wenn nicht vom Tauchlehrer anders erklärt, sollte eine 1% Lösung aus Virkon S. (Du Pont) verwendet werden: Lösung in die Gegenlungen und den Atemschlauch sprühen oder schütten, 10 Minuten warten und danach mit Frischwasser ausspülen. Pass auf, das Du die Sauerstoffsensoren oder das Gitter auf dem die Düse befestigt ist nicht mit Wasser anspritzt. Das Gerät dann trocknen lassen (einzige Ausnahme wäre wenn Du sofort tauchen gehst) Anmerkung: Um die Lebenszeit der Sauerstoffsensoren zu verlängern, ist es wichtig das Kreislaufgerät trocken, an einem gut gelüfteten Ort, aufzubewahren wenn man nicht tauchen geht! Die Erfahrung hat gezeigt, das die Lebensdauer der Sensoren stark von der Luftfeuchtigkeit abhängt: je trockener um so besser! Pass auf, dass sich keine Insekten oder andere kleine Tiere in Deinem Kreislaufgerät einnisten (das kann verhindert werden, indem das Kreislaufgerät mit einem dünnen Tuch bedeckt wird, so ist auch eine entsprechende Ventilation gewährleistet). 4.7. Generelle Pflege: Schmieren und Kontrolle der O­Ringe (Intervall): Die zeitlichen Abstände, wann die O­Ringe geschmiert werden müssen, hängt davon ab wie häufig das Gerät benutzt und wie sauber es gehalten wird. Spätestens, sobald es schwierig wird den Deckel oder den Atemschlauch zu montieren, müssen die O­ Ringe gereinigt, auf Schäden untersucht, und, wenn für OK befunden, geschmiert werden. Das Intervall in dem das passiert, sollte auf keinen Fall länger als einen Monat betragen. Komponenten die mit Sauerstoff in Kontakt kommen: Alle Teile, die mit Sauerstoff in Kontakt kommen, müssen sich immer in einem guten und sauberen Zustand befinden. Sie dürfen auf keinen Fall mit Staub, Fett oder anderen Substanzen kontaminiert sein. Passe vor allem auf die Verbindung zwischen der Sauerstoffflasche und der ersten Stufe auf. Hier kann es schnell zu Verunreinigungen kommen. Maximale Lebensdauer des Geräts und seiner Teile:
26 Bedienungsanleitung rEvo III Die maximale Lebensdauer für alle Gummiteile beträgt 10 Jahre. Danach müssen alle Gummiteile des Kreislaufgerätes (Atemschlauch, Mundstück, O­Ringe) ausgetauscht werden. Wenn Teile des Gerätes über einen längeren Zeitraum direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wird dies die Lebensdauer verringern. Sollte eine Abnutzung einzelner Teile bei der normalen Inspektion entdeckt werden, müssen die betroffenen Teile sofort durch neue ersetzt werden. Die maximale Lebensdauer von den Schläuchen für Sauerstoff beträgt fünf Jahre und für alle anderen Schläuche 10 Jahre. Die Gegenlungen haben eine Lebensdauer von 10 Jahren. Der Austausch der Schläuche sowie der Gegenlungen kann nur durch den Hersteller oder durch ein autorisiertes Servicecenter erfolgen (z.B. während des Service nach fünf Jahren, siehe weiter unten). Alle Verbindungen mit Kabelbindern (der Atemschlauch mit dem Mundstück sowie den Anschlüssen) müssen regelmäßig auf Verschleiß kontrolliert werden. Sollte Zweifel an der richtigen Funktion vorliegen, muss der Kabelbinder ausgewechselt werden. Die ersten Stufen sollten jährlich durch einen autorisierten Servicetechniker gewartet werden. Die erste Stufe auf der Sauerstoffseite muss entsprechend für Sauerstoffgebrauch gereinigt sein. Der voreingestellte Mitteldruck der ersten Stufe für Sauerstoff ist acht Bar (um einen Fluss von 0,6 Liter Sauerstoff durch die Düse zu erreichen). Der Mitteldruck der Verdünnergas­Ersten Stufe ist auf neun Bar voreingestellt. Komplete Inspektion nach fünf Jahren: Eine komplette Inspektion des Kreislaufgerätes nach fünf Jahren ist empfohlen. Dazu muss das Gerät an den Hersteller oder an ein autorisiertes Servicecenter geschickt werden. Anweisung zur Lagerung: Wenn nicht in Gebrauch muss das Gerät in einer trockenen Umgebung gelagert werden, die Schutz vor Frost oder zu hohen Temperaturen bietet. Am besten wäre Raumtemperatur, aber auf jeden Fall < 50°C, da anhaltende hohe Temperaturen die Materialien des Geräts schneller abbauen lassen (insbesonders die Sauerstoffsensoren). Das Gerät zum Transport richtig packen: Stelle sicher, dass das ganze Gerät mit Schaumstoff umwickelt ist, oder in einer passenden Kiste / passendem Koffer transportiert wird, um schwere Schläge oder Stöße auf das Gerät zu verhindern.
27 Bedienungsanleitung rEvo III Anhang A: Übungen Die folgenden Szenarien müssen während eines rEvo Kurses geübt werden. Dein Tauchlehrer wird dir die richtigen Vorgehensweisen beibringen.
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Hoher PPO2
Niedriger PPO2
PPO2 niedrig / Sauerstoff leer
PPO2 hoch / Verdünnungsgas leer
Pfeifendes Geräusch, keine Änderung im PPO2
Verdünnungsgas leer / Wing leer
Wasser im Atemschlauch
Wasser in der Einatemgegenlunge
Offen bleibende manuelle Sauerstoffzufuhr
Nicht öffnende manuelle Sauerstoffzufuhr
Offen bleibende manuelle Verdünnungsgaszufuhr
Nicht öffnende manuelle Verdünnungsgaszufuhr
ADV schließt nicht
ADV funktioniert nicht
Inflator bleibt offen
Defektes Wing
Sauerstoffsensoren zeigen verschieden Werte
1 Sauerstoffsensor liefert keinen Wert
2 Sauerstoffsensoren liefern keine Werte
Kopfschmerzen, Schwindel, Gefühl von Unsicherheit
28 Bedienungsanleitung rEvo III Anhang B: I mmer ­ Niemals Achte IMMER darauf das sich die rEvodreams in guter Zustand befinden. Sei vorsichtig und kontrolliere sie häufig. Lese IMMER die Bedienungsanleitung bevor Du mit dem rEvo das erste Mal tauchen gehst. Mache IMMER einen rEvo Kurs bevor Du mit einem rEvo tauchen gehst. Mache IMMER alle Checks vor dem Tauchgang. Gehe IMMER mit ausreichend Sauerstoff und Verdünnungsgas tauchen. Nimm IMMER eine Notfallatemausrüstung mit. Pflege das rEvo IMMER entsprechend der Herstelleranweisungen. Notiere IMMER die Zeit, die der Absorber benutzt wurde. Gib die Absorberkanister IMMER in dieselbe Position im rEvo. Verwende IMMER sauerstoffkompatible Schmiermittel zur Pflege des rEvo. Tauche NIEMALS zu schnell ab. Tauche NIEMALS zu schnell auf. Tauche NIEMALS mit einer Batteriewarnung auf den rEvodreams. Tauche NIEMALS mit einem rEvo das nicht zu 100% funktionstüchtig ist. Verwende NIEMALS abgelaufenes Absorbermaterial. Lagere die Sauerstoffsensoren NIEMALS in Inertgas um die Lebensdauer zu erhöhen. Fülle die Sauerstoffflasche NIEMALS mit NITROX. Fülle die Verdünnergasflasche NIEMALS mit Sauerstoff oder einem Inertgas.
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