Bedienungsanleitung M3
Bedienungsanleitung M3
DMS-Verstärker mit Kalibrierung für 350 Ω Massedrucksensoren
Geräteeigenschaften:
• rote Anzeige von -19999…99999 Digits (optional: grün, orange, blau)
• Einbautiefe: 120 mm ohne Steckklemme
• Min/Max-Speicher
• 30 parametrierbare Stützpunkte
• Anzeigenblinken bei Grenzwertüberschreitung/Grenzwertunterschreitung
• Null-Taste zum Auslösen von Hold, Tara oder Sensorabgleich
• Digitaleingang zum Auslösen von Hold, Tara oder Sensorabgleich
• permanente Min/Max-Wertemessung
• Sensorabgleich mit integriertem Schaltausgang
• mathematische Funktionen wie Kehrwert, radizieren, quadrieren oder runden
• gleitende Mittelwertbildung
• Helligkeitsregelung
• Programmiersperre über Codeeingabe
• Schutzart IP65 frontseitig
• steckbare Schraubklemme
• optional 1 oder 2 Analogausgänge
• optional 2 oder 4 Relaisausgänge oder 8 PhotoMos-Ausgänge
• optional RS232 oder RS485 Schnittstelle
• Zubehör: PC-basiertes Konfigurationskit PM-TOOL mit CD und USB-Adapter für Anzeigen ohne
Tastatur und zur einfachen Parametrierung von Standardgeräten
M3_1MD.pdf Stand: 02.10.2015
96x48
Identifizierung
STANDARD-TYPEN
DMS Massedruck
Gehäusegröße: 96x48 mm
BESTELLNUMMER
M3-1MR5B.020X.S70BD
M3-1MR5B.020X.W70BD
Optionen – Aufschlüsselung Bestellcode:
M 3- 1 M R 5 B. 0 2 0 X. S 7 2 B D
Grundtyp M-Serie
Dimension
D physikalische Einheit
Einbautiefe mm
139 mm, inkl. Steckklemme
3
Version
B B
Gehäusegröße
96x48x120 mm (BxHxT)
1
Schaltpunkte
0 kein Schaltpunkt
Anzeigenart
DMS - Massedruck
M
4 4 Relaisausgänge
8 8 PhotoMos
Anzeigenfarbe
Blau
B
Grün
G
Schutzart
1 ohne Tastatur, Bedienung über PM-TOOL
Rot
Orange
R
Y
2 2 Relaisausgänge
7 IP65 / steckbare Klemme
Versorgungsspannung
S 100-240 VAC, DC +/- 10%
Anzahl der Stellen
5-stellig
5
W 10-40 VDC galv. getrennt, 18-30 VAC
14 mm
B
Messeingang
X DMS 1,1 - 3,3 mV
Digitaleingang
ohne
0
Analogausgang
0 ohne
Schnittst. RS232 galv.getr.
3
X 1x 0-10 VDC, 0/4-20 mA
Schnittst. RS485 galv.getr.
4
Y 2x 0-10 VDC, 0/4-20 mA
Ziffernhöhe
Brückenspeisung
10 VD C / 20‐40 mA
2
ink l. D ig ita leinga ng
Dimensionszeichen sind auf Wunsch bei Bestellung anzugeben, z.B. Nm
Inhaltsverzeichnis
1.
Kurzbeschreibung
2
2.
Montage
2
3.
Elektrischer Anschluss
3
4.
Funktionsbeschreibung und Bedienung
4
4.1. Programmiersoftware PM-TOOL
5
Einstellen der Anzeige
6
5.1. Einschalten
6
5.2. Standardparametrierung (flache Bedienebene)
6
5.
Wertzuweisung zur Steuerung des Signaleinganges
5.3. Programmiersperre „RUN“
10
Aktivierung/Deaktivierung der Programmiersperre oder Wechsel in die professionelle
bzw. zurück in die flache Bedienebene
5.4. Erweiterte Parametrierung (professionelle Bedienebene)
5.4.1. Signaleingangsparameter „INP“
11
11
Wertezuweisung zur Steuerung des Signaleingangs inkl. Linearisierung
5.4.2. Allgemeine Geräteparameter „FCT“
14
Übergeordnete Gerätefunktionen wie Hold, Tara, Min/Max permanent, Mittelwertbildung,
Helligkeitsregelung, als auch die Steuerung des Digitaleingangs und der Tastenbelegung
5.4.3. Sicherheitsparameter „COD“
18
Zuweisung von Benutzer und Mastercode zur Sperrung bzw. zum Zugriff auf bestimmte
Parameter wie z.B. Analogausgang und Alarme, etc.
5.4.4. Serielle Parameter „ser“
19
Parameter zur Definition der Schnittstelle
5.4.5. Analogausgangsparameter „Out“ und „OU2“
20
Analogausgangsfunktionen
5.4.6. Relaisfunktionen „rel“
23
Parameter zur Definition der Schaltpunkte
5.4.7. Alarmparameter „AL1…AL4“
25
Auslöser und Abhängigkeiten der Alarme
6.
Reset auf Werkseinstellung
27
Zurücksetzen der Parameter auf den Auslieferzustand
7.
Alarme / Relais
28
Funktionsprinzip der Schaltausgänge
8.
Schnittstellen
29
Anschluss RS232 und RS485
9.
Sensorabgleich
30
Funktionsablaufschema für Sensoren mit vorhandenem Abgleichswiderstand
10.
Technische Daten
31
11.
Sicherheitshinweise
33
12.
Fehlerbehebung
34
1
2. Montage
1. Kurzbeschreibung
1. Kurzbeschreibung
Das Schalttafeleinbauinstrument M3-1M ist eine 5-stellige Anzeige zum Anschluss an eine 4-LeiterMessbrücke mit Kalibrationskontakt (80% Abgleich) und einer visuellen Grenzwertüberwachung über das
Display. Die Konfiguration erfolgt über 4 Fronttaster oder mittels einer optionalen PC-Software PM-TOOL.
Eine integrierte Programmiersperre verhindert die unerwünschte Veränderung von Parametern und lässt
sich über einen individuellen Code wieder entriegeln. Optional stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
eine 10 V Brückenspeisung, ein Digitaleingang zum Auslösen von Hold (Tara) oder den 80%-Abgleich, zwei
Analogausgänge, eine Schnittstelle sowie zwei oder vier galvanisch getrennte Schaltpunkte, mit welchen
frei konfigurierbare Grenzwerte überwacht oder an eine übergeordnete Leitwarte gemeldet werden können.
Der elektrische Anschluss erfolgt rückseitig über Steckklemmen.
Auswählbare Funktionen wie z.B. die Abfrage des Min/Max-Wertes, eine Mittelwertbildung der Messsignale,
eine direkte Grenzwertverstellung im Betriebsmodus und zusätzliche Messstützpunkte zur Linearisierung
runden das moderne Gerätekonzept ab.
2. Montage
Bitte lesen Sie vor der Montage die Sicherheitshinweise auf Seite 33 durch und bewahren Sie diese Anleitung
als künftige Referenz auf.
M3
48,0
3,0
Dic
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Ein
Dimensionsfeld
1.
2.
3.
Nach Entfernen der Befestigungselemente das Gerät einsetzen.
Dichtung auf guten Sitz überprüfen
Befestigungselemente wieder einrasten und Spannschrauben per Hand festdrehen. Danach mit dem
Schraubendreher eine halbe Drehung weiter anziehen.
ACHTUNG! Drehmoment sollte max. 0,1 Nm nicht übersteigen!
Dimensionszeichen sind vor dem Einbau über einen seitlichen Kanal von außen austauschbar!
2
3. Elektrischer Anschluss
3. Elektrischer Anschluss
Typ M3-1MR5B.020X.S70BD Versorgung 100-240 VAC, DC± 10%
Typ M3-1MR5B.020X.W70BD Versorgung 10-40 VDC galv. getrennt, 18-30 VAC
3
4. Funktions- und Bedienbeschreibung
4. Funktions- und Bedienbeschreibung
Bedienung
Die Bedienung ist in drei verschiedene Ebenen eingeteilt.
Menü-Ebene (Auslieferungszustand)
Dient zur Grundeinstellung der Anzeige, hierbei werden nur die Menüpunkte dargestellt die ausreichen, um
ein Gerät in Betrieb zu setzen.
Möchte man in die professionelle Menügruppen-Ebene, muss die Menü-Ebene durchlaufen und „prof„ im
Menüpunkt run parametriert werden.
Menügruppen-Ebene (kompletter Funktionsumfang)
Geeignet für komplexe Anwendungen wie z.B. Verknüpfung von Alarmen, Stützpunktbehandlung,
Totalisatorfunktion etc. In dieser Ebene stehen Funktionsgruppen zur Verfügung, die eine erweiterte
Parametrierung der Grundeinstellung gestatten. Möchte man die Menügruppen-Ebene verlassen muss
diese durchlaufen und „uloc„ im Menüpunkt run parametriert werden.
Parameter-Ebene:
Die im Menüpunkt hinterlegten Parameter lassen sich hier parametrieren.
Funktionen, die man anpassen oder verändern kann, werden immer mit einem Blinken der Anzeige
signalisiert. Die getätigten Einstellungen in der Parameter-Ebene werden mit [P] bestätigt und dadurch
abgespeichert. Wird die „Null-Taste“ betätigt führt das zu einem Abbruch in der Werteingabe und zu
einem Wechsel in die Menü-Ebene.
Die Anzeige speichert jedoch auch automatisch alle Anpassungen und wechselt in den Betriebsmodus,
wenn innerhalb von 10 Sekunden keine weiteren Tastenbetätigungen folgen.
Ebene
Taste
Beschreibung
Wechsel zur Parameter-Ebene und den hinterlegten Werten
Menü-Ebene
Dienen zum navigieren in der Menü-Ebene
Wechsel in den Betriebsmodus
Dient zur Bestätigung der durchgeführten Parametrierung
Parameter-Ebene
Anpassen des Wertes bzw. der Einstellung
Wechsel in die Menü-Ebene oder Abbruch in der Werteeingabe.
Wechsel zur Menü-Ebene
Menügruppen-Ebene
Dienen zum navigieren in der Menügruppen-Ebene
Wechsel in den Betriebsmodus oder zurück in die Menü-Ebene.
4
4. Funktions- und Bedienbeschreibung
Funktionsschema:
4.1 Parametriersoftware PM-TOOL:
Bestandteil inklusive der Software auf CD, ist ein USB-Kabel mit Geräte-Adapter. Die Verbindung
wird über einen 4-poligen Micromatchstecker auf der Geräterückseite und zur PC-Seite mit einem
USB-Stecker hergestellt.
Systemvoraussetzungen: PC mit USB-Schnittstelle
Software: Windows XP, Windows VISTA
Mit diesem Werkzeug kann die Gerätekonfiguration erzeugt, ausgelassen und auf dem PC
gespeichert werden. Durch die einfach zu bedienende Programmoberfläche lassen sich die
Parameter verändern, wobei die Funktionsweise und die möglichen Auswahloptionen durch das
Programm vorgegeben werden.
ACHTUNG!
Bei der Parametrierung mit angelegtem Messsignal ist darauf zu achten, dass das Messsignal
keinen Massebezug auf den Programmierstecker hat.
Der Programmieradapter ist galvanisch nicht getrennt und direkt mit dem PC verbunden. Durch
Verpolung des Eingangssignals kann ein Strom über den Adapter abfließen und das Gerät sowie
angeschlossene Komponenten zerstören!
5
5. Einstellen der Anzeige
5. Einstellen der Anzeige
5.1. Einschalten
Nach Abschluss der Installation können Sie das Gerät durch Anlegen der Versorgungsspannung in
Betrieb setzen. Prüfen Sie zuvor noch einmal alle elektrischen Verbindungen auf deren korrekten
Anschluss.
Startsequenz
Während des Einschaltvorgangs wird für 1 Sekunde der Segmenttest (8 8 8 8 8), die Meldung des
Softwaretyps und im Anschluss für die gleiche Zeit die Software-Version angezeigt. Nach der
Startsequenz folgt der Wechsel in den Betriebs- bzw. Anzeigemodus.
5.2. Standardparametrierung: (Flache Bedien-Ebene)
Um die Anzeige parametrieren zu können, muss im Betriebsmodus [P] für 1 Sekunde gedrückt
werden. Die Anzeige wechselt nun in die Menü-Ebene zu dem ersten Menüpunkt tYPE.
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Auswahl des Eingangssignals, tYPE:
Default: sens.f
Als Messeingänge stehen SENS.1 für 1mV/V, SENS.2 für 2mV/V und SENS.3 für 3,3mV/V für
bekannte Sensorempfindlichkeiten zur Verfügung. Über SEnS.F wird jeder Sensor bis etwa
4mV/V abgeglichen und gemessen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt zurück zur Menü-Ebene.
Einstellen des Messbereichsendwertes, End:
Default: 10000
Der Endwert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle kann nun zwischen nOCA und CAL gewählt werden. Bei nOCA wird
nur der zuvor eingestellte Anzeigenwert übernommen, bei CAL erfolgt die Abgleichung über die
Messstrecke und der analoge Eingangswert wird übernommen. Dieser wird immer zu 100%
angenommen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt zurück zur MenüEbene.
Einstellen des Messbereichsanfangswertes, OFFS:
Default: 0
Der Anfangswert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle kann nun zwischen nOCA und CAL gewählt werden. Bei nOCA wird
nur der zuvor eingestellte Anzeigenwert übernommen, bei CAL erfolgt die Abgleichung über die
Messstrecke und der analoge Eingangswert wird übernommen. Dieser wird immer zu 100%
angenommen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt zurück zur MenüEbene.
6
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Einstellen der Kommastelle / Dezimalstelle, dot:
Default: 0
Die Dezimalstelle der Anzeige lässt sich mit [▲] [▼] anpassen. Mit [P] wird die Auswahl
bestätigt und die Anzeige wechselt zurück in die Menü-Ebene.
Einstellen der Messzeit, SEC:
Default: 1.0
dann
Die Messzeit wird mit [▲] [▼] eingestellt. Dabei wird bis 1 Sekunde in 0.1er Schritten und bis
10.0 in 1.0er Schritten gesprungen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt in die Menü-Ebene.
Sonderfunktion [O]-Taste, tASt.4:
Default: no
…
Für den Betriebsmodus lassen sich Sonderfunktionen auf der [O]-Taste hinterlegen. Ausgelöst
wird diese Funktion durch Drücken der Taste. Mit tArA wird die Anzeige auf Null tariert und
dauerhaft auf als Offset gespeichert. Die Anzeige quittiert die korrekte Tarierung mit ooooo im
Display. Set.tA springt in den Offsetwert und kann somit über die Richtungstasten verändert
werden. EHt.rE löscht den Min/Max-Speicher. ActuA zeigt den Messwert danach springt die
Anzeige auf den parametrierten Anzeigewert. Ebenso bei AVG, hier wird der gleitende Mittelwert
dargestellt. Bei gewähltem Hold wird mit Drücken der [O]-Taste der Momentwert festgehalten
und durch Loslassen wieder aktualisiert. Hinweis: Hold ist nur dann aktivierbar wenn unter dem
Parameter DISPL auch Hold gewählt ist. Entscheidet man sich für AbS.UA (Absolutwert) zeigt die
Anzeige den seit Spannungszuschaltung gemessenen Wert ohne Berücksichtigung einer vorangegangenen Tarierung. Mit t.tAra (temporäre Tara) wird der Offset bei steigender Flanke
des Digitaleingangs ermittelt und nur für die Dauer des Signals beibehalten. Über SE.CAL wird
durch Drücken der Null-Taste eine Sensorkalibration durchgeführt das Ablaufdiagramm ist in
Kapitel 4.4 dargestellt. Bei AL-1…AL-4 kann man einen Ausgang setzen und dadurch z.B. eine
Messstellenumschaltung vornehmen. Ist no angewählt ist die [O]-Taste im Betriebsmodus ohne
Funktion.
7
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Sonderfunktion Digitaleingang, dIG.In:
Default: se.cal
…
Die oben aufgeführten Parameter können für den Betriebsmodus auch auf den optionalen
Digitaleingang gelegt werden. Funktionsbeschreibung siehe tASt.4.
Auswahl Analogausgang 1, Out.rA:
Default: 4-20
Es stehen drei Ausgangssignale 0-10 VDC, 0-20 mA oder 4-20 mA zur Verfügung, mit dieser
Funktion wird das gewünschte Signal selektiert.
Einstellen des Analogausgangsendwertes 1, Out.En:
Default: 10000
Der Endwert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
Einstellen des Analogausgangsanfangswertes 1, Out.OF:
Default: 0
Der Anfangswert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
Grenzwerte / Limits, LI-1:
Default: 2000
Der Grenzwert gibt die Schwelle an, ab der ein Alarm reagiert, bzw. aktiviert/ deaktiviert wird.
8
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Hysterese für Grenzwerte, HY-1:
Default: 0
Die Hysterese definiert eine Differenz zum Grenzwert um die ein Alarm verspätet reagiert.
Funktion für Grenzwertunterschreitung / Grenzwertüberschreitung, Fu-1:
Default: high
Die Grenzwertunterschreitung wird mit Louu (für LOW = unterer Grenzwert) und die mit HiGH (für
HIGH = oberer Grenzwert) ausgewählt. Abgeleitet von „lower limit“ = unterer Grenzwert und
higher limit = oberer Grenzwert. Ist z.B. Grenzwert 1 auf eine Schaltschwelle von 100 und mit
Funktion high belegt, wird bei Erreichen der Schaltschwelle der Alarm aktiviert. Ist der
Grenzwert Low zugeordnet wird bei Unterschreitung der Schaltschwelle ein Alarm ausgelöst,
soweit die Hysterese Null ist.
Gilt für LI-1 bis LI-2 !
Benutzercode (4-stellige Zahlenkombination frei belegbar), U.CodE:
Default: 0000
Wird dieser Code vergeben (>0000), werden dem Bediener alle Parameter gesperrt, wenn
zuvor LOC im Menüpunkt run gewählt wurde. Durch Drücken von [P] im Betriebsmodus für ca.3
Sekunden erscheint in der Anzeige die Meldung Code. Um nun zu den für den Benutzer frei
geschalteten reduzierten Parametersatz zu gelangen, ist der hier vorgegebene U.Code einzugeben. Der Code ist vor jedem Parametrierversuch einzugeben, bis der A.Code (Mastercode)
alle Parameter wieder freischaltet.
Mastercode (4-stellige Zahlenkombination frei belegbar), A.CodE:
Default: 1234
Dieser Code dient zur Freischaltung aller Parameter, nachdem zuvor LOC im Menüpunkt run
aktiviert wurde. Durch Drücken von [P] im Betriebsmodus für ca. 3 Sekunden erscheint in der
Anzeige die Meldung CodE und gibt dem Benutzer die Möglichkeit durch Eingabe des A.codE alle
Parameter zu erreichen. Unter run kann beim Verlassen der Parametrierung diese durch Wahl
von ULOC oder ProF dauerhaft freigeschaltet werden, so dass bei erneutem Drücken von [P] im
Betriebsmodus keine erneute Codeeingabe erfolgen muss.
9
5. Einstellen der Anzeige
5.3. Programmiersperre „RUN“
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Aktivierung / Deaktivierung der Programmiersperre oder Abschluss der Standardparametrierung mit Wechsel in die Menügruppen-Ebene (kompletter Funktionsumfang), run:
Default: uloc
Hier kann mit [▲] [▼] zwischen deaktivierter Tastensperre ULOC (Werkseinstellung), aktivierter
Tastensperre LOC oder dem Wechsel in die Menügruppen-Ebene ProF gewählt werden. Die
Auswahl erfolgt mit [P]. Hiernach bestätigt die Anzeige die Einstellungen mit „- - - -„ und
wechselt automatisch in den Betriebsmodus. Wurde LOC gewählt, ist die Tastatur gesperrt. Um
erneut in die Menü-Ebene zu gelangen, muss [P] im Betriebsmodus 3 Sekunden lang gedrückt
werden. Der nun erscheinende CodE (Werkseinstellung 1 2 3 4) wird mit [▲] [▼] und [P]
eingegeben und entsperrt die Tastatur. Eine fehlerhafte Eingabe wird mit FAIL angezeigt. Um
weitergehende Funktionen zu parametrieren muss ProF eingestellt werden. Die Anzeige
bestätigt die Einstellungen mit „- - - -„ und wechselt automatisch in den Betriebsmodus. Durch
Drücken der Taste [P] im Betriebsmodus für ca. 3 Sekunden erscheint in der Anzeige die erste
Menügruppe InP und bestätigt somit den Wechsel in die erweiterte Parametrierung. Die bleibt
solange aktiviert bis in der Menügruppe run ein ULOC eingeben wird der die Anzeige wieder in
die Standardparametrierung setzt.
10
5. Einstellen der Anzeige
5.4. Erweiterte Parametrierung (Professionelle Bedien-Ebene)
5.4.1. Signaleingangsparameter
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Auswahl des Eingangssignals, tYPE:
Default: sens.f
Als Messeingänge stehen SENS.1 für 1mV/V, SENS.2 für 2mV/V und SENS.3 für 3,3mV/V für
bekannte Sensorempfindlichkeiten zur Verfügung. Über SEnS.F wird jeder Sensor bis etwa
4mV/V abgeglichen und gemessen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt zurück zur Menü-Ebene.
Einstellen des Messbereichsendwertes, End:
Default: 10000
Der Endwert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle kann nun zwischen nOCA und CAL gewählt werden. Bei nOCA wird
nur der zuvor eingestellte Anzeigenwert übernommen, bei CAL erfolgt die Abgleichung über die
Messstrecke und der analoge Eingangswert wird übernommen. Dieser wird immer zu 100%
angenommen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt zurück zur MenüEbene.
Einstellen des Messbereichsanfangswertes, OFFS:
Default: 0
Der Anfangswert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle kann nun zwischen nOCA und CAL gewählt werden. Bei nOCA wird
nur der zuvor eingestellte Anzeigenwert übernommen, bei CAL erfolgt die Abgleichung über die
Messstrecke und der analoge Eingangswert wird übernommen. Dieser wird immer zu 100%
angenommen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt zurück zur MenüEbene.
11
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Einstellen der Kommastelle / Dezimalstelle, dot:
Default: 0
Die Dezimalstelle der Anzeige lässt sich mit [▲] [▼] anpassen. Mit [P] wird die Auswahl
bestätigt und die Anzeige wechselt zurück in die Menü-Ebene.
Einstellen der Messzeit, SEC:
Default: 1.0
dann
Die Messzeit wird mit [▲] [▼] eingestellt. Dabei wird bis 1 Sekunde in 0.1er Schritten und bis
10.0 in 1.0er Schritten gesprungen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt in die Menü-Ebene.
Umskalieren der Messeingangswerte, EndA:
Default: 10000
Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Endwert auf z.B. 1,1 mV/V Eingangssignal ohne
Anlegen des Messsignals umskalieren.
Umskalieren der Messeingangswerte, OFFA:
Default: 0
Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Anfangswert auf z.B. 0,1 mV/V Eingangssignal ohne
Anlegen des Messsignals umskalieren.
Einstellen des Tarawertes/Offsetwertes, tArA:
Default: 0
Der vorgegebene Wert wird zu dem linearisierten Wert hinzuaddiert. So lässt sich die Kennlinie
um den gewählten Betrag verschieben.
Einstellen des Abgleichpunktes, Adj.pt:
Default: 80.00
Der Abgleichpunkt ist auf 80% voreingestellt. Das heißt, dass beim automatischen Sensorabgleich beim Schalten des Abgleichrelais von einer 80% Verstimmung der Brücke
ausgegangen wird. Dieser Wert lässt sich jedoch frei anpassen.
12
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Anzahl der zusätzlichen Stützpunkte, SPCt:
Default: 00
Es lassen sich zum Anfangs- und Endwert noch 30 zusätzliche Stützpunkte definieren, um
nicht lineare Sensorwerte zu linearisieren. Es werden nur die aktivierten Stützpunktparameter
angezeigt.
Anzeigewerte für Stützpunkte, dIS.01 … dIS.30:
Unter diesem Parameter werden die Stützpunkte wertemäßig definiert. Bei der Sensorkalibration wird wie bei Endwert/Offset am Ende gefragt, ob eine Kalibration ausgelöst werden
soll.
Analogwerte für Stützpunkte, InP.01 … InP.30:
Die Stützpunkte werden immer nach ausgewähltem Eingangssignal mA/V vorgegeben. Hier
lassen sich die gewünschten Analogwerte aufsteigend frei parametrieren.
Anzeigenunterlauf, dI.Und:
Default: -19999
Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Anzeigenunterlauf (_ _ _ _ _) auf einen bestimmten Wert
definieren. Die Ausnahme bildet der Eingangstyp 4-20 mA, dieser zeigt bei Signal < 1mA
bereits Unterlauf an, damit wird ein Sensorausfall gekennzeichnet.
Anzeigenüberlauf, dI.OUE:
Default: 99999
_____
Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Anzeigenüberlauf (
definieren.
13
) auf einen bestimmten Wert
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Eingangsgröße vom Prozesswert, SIG.in:
Default: a.meas
Mit diesem Parameter kann die Anzeige entweder über die analogen Eingangssignale a.meas =
mV/V oder über die digitalen Signale der Schnittstelle M.bus = RS232/RS485 (ModbusProtokoll) gesteuert werden. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die
Menü-Ebene.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –iNP–.
5.4.2. Allgemeine Geräteparameter
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Anzeigezeit, DISEC:
Default: 01.0
dann
Die Anzeigezeit wird mit [▲] [▼] eingestellt. Dabei wird bis 1 Sekunde in 0,1er Schritten und
bis 10,0 in 1,0er Schritten gesprungen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt in die Menü-Ebene.
Anzeigewert runden, round:
Default: 00001
Für instabile Anzeigewerte gibt es die Rundungsfunktion bei welcher der Anzeigwert in 1er,
5er, 10er oder 50er Schritten geändert wird. Dies beeinträchtigt nicht die Auflösung der
optionalen Ausgänge. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die MenüEbene.
14
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Arithmetik, ArItH:
Default: no
Radizieren
Kehrwert
Quadrieren
Bei dieser Funktion wird nicht der Messwert sondern der berechnete Wert in der Anzeige
dargestellt. Mit no wird keine Berechnung hinterlegt. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die
Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Gleitende Mittelwertbildung, AVG:
Default: 10
Hier wird die Anzahl der zu mittelnden Messungen vorgegeben. Die Mittelungszeit ergibt sich
aus dem Produkt von Messzeit SEC und der zu mittelnden Messungen AVG. Mit der Auswahl von
AVG in der Menü-Ebene DISPL wird das Ergebnis im Display angezeigt und bei Eintrag in der
Alarmierung al1-al4 oder über den Analogausgang oupt ausgewertet.
Nullpunktberuhigung, ZErO:
Default: 00
Bei der Nullpunktberuhigung kann ein Wertbereich um den Nullpunkt vorgewählt werden, bei
dem die Anzeige eine Null darstellt. Sollte z.B. eine 10 eingestellt sein, so würde die Anzeige
im Wertebereich von -10 bis +10 eine Null anzeigen und darunter mit -11 und darüber mit +11
fortfahren. Der maximal einstellbare Wertebereich beträgt 99.
Anzeige, dISPL:
Default: actua
Mit Hilfe dieser Funktion kann man entweder den Absolutwert, den aktuellen Messwert, den
Min/Max-Wert, den ereignisgesteuerten Hold-Wert oder den gleitenden Mittelwert der Anzeige
zuordnen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Helligkeitsregelung, Light:
Default: 15
Die Anzeigenhelligkeit kann in 16 Stufen von 00 = sehr dunkel bis 15 = sehr hell entweder über
diesen Parameter oder alternativ über die Richtungstasten von außen angepasst werden. Beim
Gerätestart wird immer die in diesem Parameter hinterlegte Stufe verwendet, auch wenn
zwischenzeitlich die Helligkeit über die Richtungstasten verändert wurde.
15
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Anzeigeblinken, FLASH:
Default: no
Hier kann ein Anzeigenblinken als zusätzliche Alarmfunktion entweder zu einzelnen oder zu
einer Kombination von Grenzwertverletzungen hinzugefügt werden. Mit no wird kein Blinken
zugeordnet.
Zuweisung (Hinterlegung) von Tastenfunktionen, tASt:
Default: no
Für den Betriebsmodus lassen sich Sonderfunktionen auf den Richtungstasten [▲] [▼] hinterlegen, insbesondere gilt diese Funktion für Geräte in Gehäusegröße 48x24 mm die nicht über
eine vierte Taste [O]-Taste verfügen. Wird mit EHtr der Min/Max-Speicher aktiviert, werden die
gemessenen Min/Max-Werte während des Betriebes gespeichert und können über die Richtungstasten abgefragt werden. Bei Geräteneustart gehen die Werte verloren. Wählt man die
Grenzwertkorrektur LI.12 oder LI.34, kann man während des Betriebes die Werte der Grenzwerte
verändern ohne den Betriebsablauf zu behindern. Mit tArA wird die Anzeige auf Null tariert und
dauerhaft als Offset gespeichert. Die Anzeige quittiert die korrekte Tarierung mit ooooo im
Display. Set.tA springt in den Offsetwert und lässt sich über die Richtungstasten verändern. Mit
Belegung auf EHt.rE wird der Min/Max-Speicher gelöscht. Bei ActuA wird durch Drücken der
aktuelle Messwert und bei abs.ua der Absolutwert dargestellt. Mit light wird die Helligkeit der
Anzeige angepasst. Diese Einstellung wird nicht gespeichert und geht bei Geräteneustart
verloren. Ist no angewählt sind die Richtungstasten im Betriebsmodus ohne Funktion.
16
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Sonderfunktion [O]-Taste, tASt.4:
Default: no
…
Für den Betriebsmodus lassen sich Sonderfunktionen auf der [O]-Taste hinterlegen. Ausgelöst
wird diese Funktion durch Drücken der Taste. Mit tArA wird die Anzeige auf Null tariert und
dauerhaft auf als Offset gespeichert. Die Anzeige quittiert die korrekte Tarierung mit ooooo im
Display. Set.tA springt in den Offsetwert und kann somit über die Richtungstasten verändert
werden. EHt.rE löscht den Min/Max-Speicher. ActuA zeigt den Messwert danach springt die
Anzeige auf den parametrierten Anzeigewert. Desgleichen bei AVG, hierbei wird der gleitende
Mittelwert dargestellt. Bei gewähltem Hold wird mit Drücken der [O]-Taste der Momentwert
festgehalten und durch Loslassen wieder aktualisiert. Hinweis: Hold ist nur dann aktivierbar wenn
unter dem Parameter DISPL auch Hold gewählt ist. Entscheidet man sich für AbS.UA (Absolutwert)
zeigt die Anzeige den seit Spannungszuschaltung gemessenen Wert ohne Berücksichtigung
einer vorangegangenen Tarierung. Mit t.tAra (temporäre Tara) wird der Offset bei steigender
Flanke des Digitaleingangs ermittelt und nur für die Dauer des Signals beibehalten. Über SE.CAL
wird durch Drücken der Null-Taste eine Sensorkalibration durchgeführt das Ablaufdiagramm ist
im Kapitel 4.4 dargestellt. Bei AL-1…AL-4 kann man einen Ausgang setzen und dadurch z.B. eine
Messstellenumschaltung vornehmen. Ist no angewählt ist die [O]-Taste im Betriebsmodus ohne
Funktion.
Sonderfunktion Digitaleingang, dIG.In:
Default: se.cal
…
Die oben aufgeführten Parameter können für den Betriebsmodus auch auf den optionalen
Digitaleingang gelegt werden. Funktionsbeschreibung siehe tASt.4.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –fct–.
17
5. Einstellen der Anzeige
5.4.3. Sicherheitsparameter
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Einstellung Benutzercode, U.Code :
Default: 0000
Über diesen Code können bei gesperrter Programmierung reduzierte Parametersätze out.le
und al.lev freigeschaltet werden. Weitere Pamrater sind nicht über diesen Code erreichbar.
Eine Änderung des U.CodE kann man nur über die korrekte Eingabe des A.CodE (Mastercode)
erfolgen.
Mastercode, A.Code:
Default: 1234
Durch die Eingabe des A.CodE wird die Anzeige entsperrt und alle Parameter freigeschaltet.
Analogausgangsparameter freigeben/sperren, Out.LE:
Default: all
Hierbei werden dem Benutzer Analogausgangsparameter freigegeben bzw. gesperrt:
- Bei En-oF lässt sich im Betriebsmodus der Anfangs- bzw. Endwert verändern.
- Bei Out.EO lässt sich das Ausgangssignal z.B. von 0-20 mA auf 4-20 mA oder
0-10 VDC verändern.
- Bei ALL sind alle Analogausgangsparameter freigegeben
- Bei no sind alle Analogausgangsparameter gesperrt
Alarmparameter freigeben/sperren, AL.LEU:
Default: all
Dieser Parameter beschreibt die Benutzerfreigabe/sperre der Alarmierung.
- LIMIt, hier kann nur der Wertebereich der Grenzwerte 1-4 verändert werden.
- ALrM.L, hier sind der Wertebereich und der Auslöser der Alarme veränderbar
- bei ALL sind alle Alarmparameter freigegeben
- bei no sind alle Alarmparameter gesperrt
18
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –cod–.
5.4.4. Serielle Parameter
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Geräteadresse, ADDR:
Default: 001
Die Geräteadresse wird von der kleinsten zur größten Stelle mit den Richtungstasten [▲] [▼]
angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Es steht eine Geräteadresse bis max. 250 zur
Verfügung. Schnittstellendaten: Baudrate 9600 bit/s, 8 Databite, 1 Stopbit, keine Parität (8n1).
ModBus Betriebsart, b.mode:
Default: ascii
Bei der Datenübertragung werden zwei verschiedene Betriebsarten unterschieden: ASCII und
rtu. Im Modbus ASCII wird keine Binärfolge, sondern der ASCII-Code übertragen. Dadurch ist
es direkt lesbar, allerdings ist der Datendurchsatz im Vergleich zu RTU geringer. Modbus RTU
(RTU = Remote Terminal Unit, entfernte Terminaleinheit) überträgt die Daten in binärer Form.
Dies sorgt für einen guten Datendurchsatz, allerdings können die Daten nicht direkt ausgewertet werden, sondern müssen zuvor in ein lesbares Format umgesetzt werden.
Timeout, tIout:
Default: 000
Die Überwachung der Datenübertragung wird in Sekunden bis max. 100 Sekunden parametriert; bei Eingabe von 000 findet keine Überwachung statt. Das Timeout wird von der
kleinsten bis zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt.
Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige in die Menü-Ebene.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –ser–.
19
5. Einstellen der Anzeige
5.4.5. Analogausgangsparameter für Analogausgang 1
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Auswahl Bezug Analogausgang, OutPt:
Default: actua
Das Analogausgangssignal kann sich auf verschiedene Funktionen beziehen, im Einzelnen
sind dies der aktuelle Messwert, der Min-Wert, der Max-Wert, der gleitende Mittelwert oder der
Absolutwert. Ist HoLd angewählt wird das Signal des Analogausgangs eingefroren und erst
wieder nach Deaktivierung des HoLd weiterverarbeitet. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und
die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Auswahl Analogausgang, Out.rA:
Default: 4-20
Es stehen 3 Ausgangssignale 0-10 VDC, 0-20 mA oder 4-20 mA zur Verfügung. Mit dieser
Funktion wird das gewünschte Signal selektiert.
Einstellen des Analogausgangsendwertes, Out.En:
Default: 10000
Der Endwert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
Einstellen des Analogausgangsanfangswertes, Out.OF:
Default: 00000
Der Anfangswert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
20
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Überlaufverhalten, O.FLoU:
Default: edge
Um fehlerhafte Signale zu erkennen und auszuwerten, z.B. über eine Steuerung, kann das
Überlaufverhalten des Analogausganges definiert werden. Hierbei gilt als Überlauf entweder
EdGE (der Analogausgang läuft auf die eingestellten Grenzen z.B. 4 und 20 mA), to.OFF
(Eingangswert kleiner als Startwert, Analogausgang springt auf z.B. 4 mA) oder to.End (höher
als der Endwert, Analogausgang springt auf z.B. 20 mA). Ist to.MIn oder to.MAX eingestellt,
springt der Analogausgang auf den kleinst- oder größtmöglichen Binärwert d.h. es können
Werte z.B. von 0 mA, 0 VDC oder Werte größer 20 mA oder 10 VDC erreicht werden. Mit [P]
wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –out–.
Analogausgangsparameter für Analogausgang 2
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Auswahl Bezug Analogausgang, Ou2.Pt:
Default: actua
Das Analogausgangssignal kann sich auf verschiedene Funktionen beziehen, im Einzelnen
sind dies der aktuelle Messwert, der Min-Wert, der Max-Wert, der gleitende Mittelwert oder der
Absolutwert. Ist HoLd angewählt wird das Signal des Analogausgangs eingefroren und erst
wieder nach Deaktivierung des HoLd weiterverarbeitet. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und
die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
21
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Auswahl Analogausgang, Ou2.rA:
Default: 4-20
Es stehen 3 Ausgangssignale 0-10 VDC, 0-20 mA oder 4-20 mA zur Verfügung. Mit dieser
Funktion wird das gewünschte Signal selektiert.
Einstellen des Analogausgangsendwertes, Ou2.En:
Default: 10000
Der Endwert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
Einstellen des Analogausgangsanfangswertes, Ou2.of:
Default: 00000
Der Anfangswert wird von der kleinsten zur größten Stelle mit [▲] [▼] angepasst und stellenselektiv mit [P] bestätigt. Ein Minuszeichen kann nur auf höchstwertigster Stelle parametriert
werden. Nach der letzten Stelle wechselt die Anzeige zurück in die Menü-Ebene.
Überlaufverhalten, Ou2.fl:
Default: edge
Um fehlerhafte Signale zu erkennen und auszuwerten, z.B. über eine Steuerung, kann das
Überlaufverhalten des Analogausganges definiert werden. Hierbei gilt als Überlauf entweder
EdGE (der Analogausgang läuft auf die eingestellten Grenzen z.B. 4 und 20 mA), to.OFF
(Eingangswert kleiner als Startwert, Analogausgang springt auf z.B. 4 mA) oder to.End (höher
als der Endwert, Analogausgang springt auf z.B. 20 mA). Ist to.MIn oder to.MAX eingestellt,
springt der Analogausgang auf den kleinst- oder größtmöglichen Binärwert d.h. es können
Werte z.B. von 0 mA, 0 VDC oder Werte größer 20 mA oder 10 VDC erreicht werden. Mit [P]
wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –ou2–.
22
5. Einstellen der Anzeige
5.4.6. Relaisfunktionen
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Alarmierung Relais 1, rEL-1:
Gilt auch für Relais 2-4
Default: al-1
….
….
Jeder Schaltpunkt (optional) lässt sich standardmäßig über 4 Alarme verknüpfen. Dieser kann
entweder bei aktivierten Alarmen AL1/4 oder deaktivierten Alarmen ALN1/4 geschaltet werden.
Wählt man LOGIC stehen in der folgenden Menü-Ebene LoG-1 und CoM-1 logische Verknüpfungen
zur Auswahl. Man gelangt in diese beiden Menü-Ebenen nur über LOGIC, bei allen anderen
angewählten Funktionen werden diese beiden Parameter übersprungen. Über On/OFF (Ein/Aus)
kann man die Schaltpunkte aktivieren/deaktivieren, in diesem Fall wird der Ausgang und die
Schaltpunktanzeige auf der Gerätefront gesetzt/nicht gesetzt. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt
und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Logik Relais 1, Log-1
Default: or
Hierbei wird das Schaltverhalten des Relais über eine logische Verknüpfung definiert, die nachstehend aufgeführte Tabelle beschreibt diese Funktionen unter Einbeziehung von AL-1 und AL-2:
Dieser Parameter ist nur erreichbar wenn bei REl-1 LOGIC ausgewählt wurde.
A1 v A2
____ _ _
Sobald ein ausgewählter Alarm aktiv wird, zieht das
Relais an. Entspricht in etwa dem Arbeitsstromprinzip.
A1 v A2 = A1 Λ A2
Nur wenn kein ausgewählter Alarm aktiv ist, zieht das
Relais an. Entspricht in etwa dem Ruhestromprinzip.
A1 Λ a2
Nur wenn alle ausgewählten Alarme aktiv sind, zieht
das Relais an.
A1 Λ A2 = A1 v A2
Sobald ein ausgewählter Alarm nicht aktiv ist, zieht
das Relais an.
____ _ _
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
23
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Alarme zu Relais 1, CoM-1:
Default: a.1
….
Die Zuordnung der Alarme zu Relais 1 erfolgt über diesen Parameter, man kann einen oder
auch eine Gruppe von Alarmen auswählen. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige
wechselt in die Menü-Ebene.
Alarmierung Relais 5, reL-5:
Default: al-2
Gilt auch für Relais 6-8
….
….
Jeder Schaltpunkt (optional) lässt sich standardmäßig über 4 Alarme verknüpfen. Dieser kann
entweder bei aktivierten Alarmen AL1/4 oder deaktivierten Alarmen ALN1/4 geschaltet werden.
Wählt man LOGIC stehen in der folgenden Menü-Ebene Log-1 und Com-1 logische Verknüpfungen
zur Auswahl. Man gelangt in diese beiden Menü-Ebenen nur über LOGIC, bei allen anderen
angewählten Funktionen werden diese beiden Parameter übersprungen. Über On/OFF (Ein/Aus)
kann man die Schaltpunkte aktivieren/deaktivieren, in diesem Fall wird der Ausgang und die
Schaltpunktanzeige auf der Gerätefront gesetzt/nicht gesetzt. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt
und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Logik Relais 5, LoG-5:
Default: or
Hierbei wird das Schaltverhalten des Relais über eine logische Verknüpfung definiert, die nachstehend aufgeführte Tabelle beschreibt diese Funktionen unter Einbeziehung von AL-5 und AL-6:
Dieser Parameter ist nur erreichbar wenn bei REl-5 LOGIC ausgewählt wurde.
A1 v A2
____ _ _
Sobald ein ausgewählter Alarm aktiv wird, zieht das
Relais an. Entspricht in etwa dem Arbeitsstromprinzip.
A1 v A2 = A1 Λ A2
Nur wenn kein ausgewählter Alarm aktiv ist, zieht das
Relais an. Entspricht in etwa dem Ruhestromprinzip.
A1 Λ a2
Nur wenn alle ausgewählten Alarme aktiv sind, zieht
das Relais an.
A1 Λ A2 = A1 v A2
Sobald ein ausgewählter Alarm nicht aktiv ist, zieht
das Relais an.
____ _ _
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
24
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Alarme zu Relais 5, CoM-5:
Default: a.5
….
Die Zuordnung der Alarme zu der gewählten logischen Funktion erfolgt über diesen Parameter,
man kann einen oder auch eine Gruppe von Alarmen auswählen. Dieser Parameter ist nur
erreichbar wenn bei REl-5 LOGIC ausgewählt wurde. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die
Anzeige wechselt in die Menü-Ebene.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –rel–.
5.4.7. Alarmparameter
Menügruppen-Ebene
Menü-Ebene
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Abhängigkeit Alarm1, ALrM.1:
Default: actua
Die Abhängigkeit von Alarm1 kann sich auf spezielle Funktionen beziehen, im Einzelnen sind
dies der aktuelle Messwert, der Min-Wert, der Max-Wert, der gleitende Mittelwert der Absolutwert oder der gleitende Mittelwert. Ist Hold angewählt wird der Alarm festgehalten und erst
wieder nach Deaktivierung des Hold weiter bearbeitet. EHtEr bewirkt die Abhängigkeit entweder
durch Drücken der [O]-Taste auf der Gehäusefront oder durch ein externes Signal über den
Digitaleingang. Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die MenüEbene.
Beispiel:
Durch die Verwendung des Maximalwertes Alarm.1 = Max.va in Kombination mit einer Grenzwertüberwachung Fu-1 = High, lässt sich eine Alarmquittierung realisieren. Zum Quittieren können
dann die Richtungstasten, die vierte Taste oder der Digitaleingang ausgewählt werden.
25
5. Einstellen der Anzeige
Menü-Ebene
Parameter-Ebene
Grenzwerte / Limits, LI-1:
Default: 2000
Der Grenzwert gibt die Schwelle an, ab der der Alarm reagiert bzw. aktiviert /deaktiviert wird.
Hysterese für Grenzwerte, HY-1:
Default: 00000
Die Hysterese definiert eine Differenz zum Grenzwert um die ein Alarm verspätet reagiert.
Funktion für Grenzwertunterschreitung/Grenzwertüberschreitung, Fu-1:
Default: high
Die Grenzwertverletzung wird mit Louu (für LOW = unterer Grenzwert) und die mit HiGH (für
HIGH = oberer Grenzwert) ausgewählt. Abgeleitet von „lower limit“ = unterer Grenzwert und
higher limit = oberer Grenzwert. Ist z.B. Grenzwert 1 auf eine Schaltschwelle von 100 und mit
Funktion HiGH belegt, wird bei Erreichen der Schaltschwelle der Alarm aktiviert. Ist der
Grenzwert Louu zugeordnet wird bei Unterschreitung der Schaltschwelle ein Alarm ausgelöst,
soweit die Hysterese Null ist.
Einschaltverzögerung, ton-1:
Default: 000
Hierbei kann für Grenzwert 1 ein verzögertes Einschalten von 0-100 s vorgegeben werden.
Ausschaltverzögerung, toF-1:
Default: 000
Hierbei kann für Grenzwert 1 ein verzögertes Ausschalten von 0-100 s vorgegeben werden.
Zurück in die Menügruppen-Ebene, rEt:
Mit [P] wird die Auswahl bestätigt und die Anzeige wechselt in die Menügruppen-Ebene –Al1–.
Das Gleiche gilt für –Al2– bis –Al8–.
26
6. Reset auf Werkseinstellungen
Programmiersperre, run:
Menügruppen-Ebene
Beschreibung Seite 10, Menü-Ebene run
6. Reset auf Werkseinstellungen
Um das Gerät in einen definierten Grundzustand zu versetzen, besteht die Möglichkeit, einen Reset auf die
Defaultwerte durchzuführen.
Dazu ist folgendes Verfahren anzuwenden:
• Spannungsversorgung des Gerätes abschalten
• Taste [P] betätigen
• Spannungsversorgung zuschalten und Taste [P] so lange drücken bis in der Anzeige „- - - -“ erscheint.
Durch Reset werden die Defaultwerte geladen und für den weiteren Betrieb verwendet. Dadurch wird das
Gerät in den Zustand der Auslieferung versetzt.
Achtung!
• Alle anwendungsspezifischen Daten gehen verloren.
27
7. Alarme / Relais
7. Alarme Relais
Das Gerät verfügt über 8 virtuelle Alarme die einen Grenzwert auf Über- oder Unterschreitung überwachen
können. Jeder Alarm kann einen optionalen Relaisausgang S1-S4 zugeordnet werden, Alarme können
aber auch durch Ereignisse wie z.B. Hold, Min/Max-Werte gesteuert werden.
Funktionsprinzip der Alarme / Relais
Alarm / Relais x
deaktiviert, Augenblickswert, Min/Max-Wert, Hold-Wert, gleitender
Mittelwert oder eine Aktivierung über den Digitaleingang oder die
[O]-Taste
Schaltschwelle
Schwellwert / Grenzwert der Umschaltung
Hysterese
Breite des Fensters zwischen den Schaltschwellen
Arbeitsprinzip
Arbeitsstrom / Ruhestrom
Grenzwertüberschreitung
Bei der Grenzwertüberschreitung ist der
Alarm S1-S4 unterhalb der Schaltschwelle
abgeschaltet und wird mit Erreichen der
Schaltschwelle aktiviert.
Grenzwertunterschreitung
Bei der Grenzwertunterschreitung ist der
Alarm S1-S4 unterhalb der Schaltschwelle
geschaltet und wird mit Erreichen der
Schaltschwelle abgeschaltet.
Einschaltverzögerung
Die Einschaltverzögerung wird über einen
Alarm aktiviert und z.B. 10 Sekunden nach
Erreichen der Schaltschwelle geschaltet,
eine kurzfristige Überschreitung des
Schwellwertes führt nicht zu einer
Alarmierung bzw. nicht zu einem Schaltvorgang des Relais. Die Ausschaltverzögerung
funktioniert in der gleichen Weise, hält also
den Alarm bzw. das Relais um die
parametrierte Zeit länger geschaltet.
28
8. Schnittstellen
8. Schnittstellen
Die RS485-Schnittstelle wird über eine geschirmte Datenleitung mit verdrillten Adern (Twisted-Pair)
angeschlossen. An jedem Ende des Bussegmentes muss eine Terminierung der Busleitungen
angeschlossen werden. Diese ist erforderlich, um eine sichere Datenübertragung auf dem Bus zu
gewährleisten. Hierzu wird ein Widerstand (120 Ohm) zwischen den Leitungen Data B (+) und Data A (–)
eingefügt.
29
9. Sensorabgleich Offset / Endwert
9. Sensorabgleich Offset/Endwert
Das Gerät verfügt über einen automatisierten Abgleich bei Massedrucksensoren, bei dem ein integrierter
Schaltausgang den oft in Sensoren vorhandenen 80% Abgleichwiderstand schaltet. So findet ein justieren
von Offset und Endwert statt, wonach der Sensor direkt eingesetzt werden kann. Der Abgleich kann je nach
Parametrierung über den 4.Taster oder Digitaleingang stattfinden.
Auslöser für min. 3 Sekunden
gedrückt.
Für min. 1 Messzyklus, min. 1s
oder max. durch Auslöser.
Aktueller MessbereichsWert in Prozent.
bei Bereichsüberwachung +/- 20%
verletzt.
Für min .1 Messzyklus
oder bei Auslöser.
100%-Schaltausgang
aktiviert.
Für min. 1 Messzyklus, min. 1s
oder max. durch Auslöser
Aktueller Messbereichs-Wert in
Prozent.
Für min. 1 Messzyklus, min. 1s
oder max. durch Auslöser
bei Bereichsüberwachung
+/- 20%
verletzt.
100%-Schaltausgang abschalten
und für min. 1 Messzyklus oder
min. 1s Wartezeit anzeigen.
nach 1s oder 1 Messzyklus zurück
in den regulären Betriebsmodus.
Zurück in den regulären
Betriebsmodus.
Ist ein spezieller Eingangsbereich SENS.1, SENS.2, SENS.3 unter type gewählt, so wird eine Bereichsüberprüfung
für Offset und Endwert durchgeführt. Sollte dies um +/- 20% vom Einstellbereich über- oder unterschritten
sein, wird ein C.FAIl ausgegeben.
30
10. Technische Daten
10. Technische Daten
Gehäuse
Abmessungen
96x48x120 mm (BxHxT)
96x48x139 mm (BxHxT) einschließlich Steckklemme
Einbauausschnitt
92,0+0,8 x 45,0+0,6 mm
Wandstärke
bis 15 mm
Befestigung
Schraubelemente
Material
PC Polycarbonat, schwarz, UL94V-0
Dichtungsmaterial
EPDM, 65 Shore, schwarz
Schutzart
Standard IP65 (Front), IP00 (Rückseite)
Gewicht
ca. 300 g
Anschluss
Steckklemme; Leitungsquerschnitt bis 2,5 mm2
Anzeige
Ziffernhöhe
14 mm
Segmentfarbe
Rot (optional grün, orange oder blau)
Anzeigebereich
-19999 bis 99999
Schaltpunkte
je Schaltpunkt eine LED
Überlauf
waagerechte Balken oben
Unterlauf
waagerechte Balken unten
Anzeigezeit
0,1 bis 10,0 Sekunden
Eingang
Sensorempfindlichkeit
1mV/V, 2mV/V, 3,3mV/V, frei bis 4 mV/V mit 80% Kalibrierung
Messfehler
0,2% v. Messbereich in beherrschter elektromagnetischer Umgebung,
1% v. Messbereich in industrieller Umgebung bei starker Störquelle
Digitaleingang
< 2,4 V OFF, > 10 V ON, max. 30 VDC
RI ~ 5 kΩ
Sensorabgleich
immer erforderlich
Genauigkeit
Temperaturdrift
100 ppm / K
Messzeit
0,1…10,0 Sekunden
Messprinzip
U/F-Wandlung
Auflösung
ca. 18 Bit bei 1s Messzeit, 3,3 mV-Messbereich
31
10. Technische Daten
Ausgang
Analogausgang
0/4-20 mA / Bürde ≤500 Ω oder 0-10 VDC / ≥10 kΩ, 16 Bit
Brückenspeisung
10 VDC / 20-40 mA / 250-500 Ω
Schaltausgänge
Relais
Schaltspiele
mit Wechselkontakt 250 VAC / 5 AAC; 30 VDC / 5 ADC
30 x 103 bei 5 AAC, 5 ADC ohmsche Last
10 x 106 mechanisch
Trennung gem. DIN EN 50178 / Kennwerte gem. DIN EN 60255
PhotoMos-Ausgänge
Schließerkontakte: 30 VDC/AC, 0,4 A
Schnittstelle
Protokoll
Modbus mit ASCII oder RTU-Protokoll
RS232
9.600 Baud, keine Parität, 8 Databit, 1 Stopbit,
Leitungslänge max. 3 m
RS485
9.600 Baud, keine Parität, 8 Databit, 1 Stopbit,
Leitungslänge max. 1000 m
Netzteil
100-240 VAC 50/60 Hz ± 10% max. 15 VA
10-40 VDC galv. getrennt, 18-30 VDC 50/60 Hz max. 15 VA
Speicher
EEPROM
Datenerhalt
≥ 100 Jahre bei 25°C
Umgebungsbedingungen
Arbeitstemperatur
0…50°C
Lagertemperatur
-20…80°C
Klimafestigkeit
relative Feuchte 0-80% im Jahresmittel ohne Betauung
EMV
EN 61326, EN 55011
CE-Zeichen
Konformität gemäß Richtlinie 2004/108/EG
Sicherheitsbestimmungen
Gemäß Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG
EN 61010; EN 60664-1
32
11. Sicherheitshinweise
11. Sicherheitshinweise
Bitte lesen Sie folgenden Sicherheitshinweise und die Montage Kapitel 2 vor der Installation durch
und bewahren Sie diese Anleitung als künftige Referenz auf.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Das M3-1M-Gerät ist für die Auswertung und Anzeige von Sensorsignalen bestimmt.
Bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung oder Bedienung
kann es zu Personen- und/oder Sachschäden kommen.
Kontrolle des Gerätes
Die Geräte werden vor dem Versand überprüft und in einwandfreiem Zustand verschickt. Sollte an
dem Gerät ein Schaden sichtbar sein, empfehlen wir eine genaue Überprüfung der
Transportverpackung. Informieren Sie bei einer Beschädigung bitte umgehend den Lieferanten.
Installation
Das M3-1M-Gerät darf ausschließlich durch eine Fachkraft mit entsprechender Qualifikation, wie
z.B. einem Industrieelektroniker oder einer Fachkraft mit vergleichbarer Ausbildung, installiert
werden.
Installationshinweise
• In der unmittelbaren Nähe des Gerätes dürfen keine magnetischen oder elektrischen Felder,
z.B. durch Transformatoren, Funksprechgeräte oder elektrostatische Entladungen auftreten.
• Die Absicherung der Versorgung sollte einen Wert von 6A träge nicht überschreiten.
• Induktive Verbraucher (Relais, Magnetventile, usw.) nicht in Gerätenähe installieren und durch
RC-Funkenlöschkombinationen bzw. Freilaufdioden entstören.
• Eingangs-, Ausgangsleitungen räumlich getrennt voneinander und nicht parallel zueinander
verlegen. Hin- und Rückleitungen nebeneinander führen. Nach Möglichkeit verdrillte Leitungen
verwenden. So erhalten Sie die genausten Messergebnisse.
• Bei hoher Genauigkeitsanforderung und kleinem Messsignal sind die Fühlerleitungen
abzuschirmen und zu verdrillen. Grundsätzlich sind diese nicht in unmittelbarer Nähe von
Versorgungsleitungen von Verbrauchern zu verlegen. Bei der Schirmung ist diese nur einseitig
auf einem geeigneten Potenzialausgleich (in der Regel Messerde) anzuschließen.
• Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
• Ein vom Anschlussplan abweichender elektrischer Anschluss kann zu Gefahren für Personen
und Zerstörung des Gerätes führen.
• Der Klemmenbereich der Geräte zählt zum Servicebereich. Hier sind elektro-statische
Entladungen zu vermeiden. Im Klemmenbereich können durch hohe Spannungen gefährliche
Körperströme auftreten, weshalb erhöhte Vorsicht geboten ist.
• Galvanisch getrennte Potenziale innerhalb einer Anlage sind an einem geeigneten Punkt
aufzulegen (in der Regel Erde oder Anlagenmasse). Dadurch erreicht man eine geringere
Störempfindlichkeit gegen eingestrahlte Energie und vermeidet gefährliche Potenziale die sich
auf langen Leitungen aufbauen oder durch fehlerhafte Verdrahtung entstehen können.
33
12. Fehlerbehebung
12. Fehlerbehebung
Fehlerbeschreibung
Maßnahmen
1.
Das Gerät zeigt einen permanenten
Überlauf an.
• Der Eingang hat einen sehr großen Messwert,
überprüfen Sie die Messstrecke.
• Bei einem gewählten Eingang mit kleinem
Sensorsignal ist dieses nur einseitig
angeschlossen oder der Eingang ist offen.
• Es sind nicht alle aktivierten Stützstellen
parametriert. Prüfen Sie ob die dafür
relevanten Parameter dafür richtig eingestellt
sind.
• Es wurde vorher ein absolut fehlerhafter
Abgleich, zum Beispiel ohne angeschlossenen
Sensor ausgeführt. In diesem Fall sollte ein
Reset auf die Werkseinstellung ausgeführt
werden.
2.
Das Gerät zeigt einen permanenten
Unterlauf an.
• Der Eingang hat einen sehr kleinen Messwert,
überprüfen Sie die Messstrecke.
• Bei einem gewählten Eingang mit kleinem
Sensorsignal ist dieses nur einseitig
angeschlossen oder der Eingang ist offen.
• Es sind nicht alle aktivierten Stützstellen
parametriert. Prüfen Sie ob die dafür
relevanten Parameter richtig eingestellt sind.
• Es wurde vorher ein absolut fehlerhafter
Abgleich, zum Beispiel ohne angeschlossenen
Sensor ausgeführt. In diesem Fall sollte ein
Reset auf die Werkseinstellung ausgeführt
werden.
3.
Das Gerät zeigt „HELP“ in der
7-Segmentanzeige
• Das Gerät hat einen Fehler im Konfigurationsspeicher festgestellt, führen Sie einen Reset
auf die Defaultwerte durch und konfigurieren
Sie das Gerät entsprechend Ihrer Anwendung
neu.
4.
Programmiernummern für die
Parametrierung des Eingangs sind
nicht verfügbar
• Die Programmiersperre ist aktiviert
• Korrekten Code eingeben
5.
Das Gerät zeigt „Err1“ in der
7-Segmentanzeige
• Bei Fehlern dieser Kategorie bitte den
Hersteller kontaktieren.
6.
Das Gerät reagiert nicht wie erwartet.
• Sollten Sie sich nicht sicher sein, dass zuvor
das Gerät schon einmal parametriert wurde,
dann stellen Sie den Auslieferungszustand wie
im Kapitel 6 beschrieben ist wieder her.
M3_1MD.pdf
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Stand: 02.10.2015
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