VARIO line - Lohberger Heiz

VARIO line - Lohberger Heiz
D
VARI O LINE
AQUA T H E R M
COMBI
AC 105-
Bedienungsanleitung
mit aufstellungsanleitung
Ausgabe 10-2014
Inhalt
1. Wichtige Normen / Richtlinien.......................................3
2. Wichtige Hinweise vor Installation u. Inbetriebnahme.4
3. Transport / Auspacken / Kontrolle................................5
Transport und Geräteaufstellung
5
4. Sicherheitshinweise......................................................6
5. Gerätebeschreibung / Verstellbarkeit...........................6
Beim Aufstellen und im Betrieb
6
Kochfläche6
Backrohr6
Feuerraum, Brennraum
6
Backrohr6
Backrohrthermometer6
Kochfeld6
Herdrahmen (verstellbar bei CLASSIC)
7
Gerätehöhe7
6. Geräteaufstellung..........................................................9
Bodentragfähigkeit9
Funkenschutzvorlage9
Sicherheitsabstände9
Überbauten9
Sicherheitsabstände Abgasleitung
9
Umstellung Kaminanschluss
9
7. Schornsteinanschluss....................................................10
Schema Schornsteinanschluss10
Der Schornstein
10
Verbindung Herd – Schornstein
10
Notwendige Förderdruck („Kaminzug“)
10
8. Verbrennungsluft...........................................................11
Verbrennungsluftzufuhr von außen „Aussenluftanschluss“ 11
9. Heizungsanschluss........................................................12
Wasserseitige Leistungsabnahme
12
Rücklaufanhebung12
Thermische Ablaufsicherung
12
Ausdehnungsgefäß12
Sicherheitsventil12
Anschlussbeispiel13
10. Bedienung des Herdes................................................14
Anheizklappe14
Luftregelung14
Primärluftregelung14
Sekundärluftregelung14
Rostkurbel15
Rostverstellung15
Winter- / Sommerbetrieb
15
Rostrüttelung15
Umschaltung Kessel- / Kochbetrieb
15
11. Verbrennung................................................................16
JETFIRE - Flammbündelplatte
16
Sekundärluft16
Voraussetzungen für eine Verbrennung
16
Der Verbrennungsvorgang
16
Saubere Verbrennung
16
12. Brennstoffe..................................................................17
13. Inbetriebnahme............................................................17
Geeignete Brennstoffe
17
Ungeeignete Brennstoffe
17
Unzulässige Brennstoffe
17
Anheizen17
Brennstoff nachlegen
18
Lufteinstellungen18
Heizen18
Brennstofffüllhöhe18
Kochen18
Backen und Braten
18
Heizen in der Übergangszeit
18
14. Wartung und Pflege....................................................19
Reinigung mit Staubsauger
19
Reinigung Wärmetauscher19
Reinigung Verbindungsstück
19
Reinigungsöffnung19
Rost19
Aschebehälter20
Backrohrtür20
Backrohrtürsichtfenster reinigen
20
Backrohrseitengitter20
Brennraumsichtfenster reinigen
21
Holzlade mit Selbsteinzug
21
Stahlkochplatte21
Glaskeramikkochfläche22
15. Fehlerbehebung...........................................................23
16. Kundendienst / Ersatzteilanforderung.........................24
17. Geräteabmessungen....................................................25
18. Technische Daten.........................................................26
19. Typenprüfung / Typenschild........................................26
Garantiebedingungen........................................................28
Zeichenerklärung
In diesem Handbuch sind die wichtigen Punkte durch folgende Symbole gekennzeichnet:
HINWEIS: Hinweise zum korrekten Gebrauch des Heizofens unter Verantwortung des Bedieners.
ACHTUNG: Damit werden besonders wichtige Anmerkungen gekennzeichnet.
GEFAHR: Hierbei handelt es sich um wichtige Verhaltenshinweise zur Vorbeugung von Verletzungen oder Materialschäden.
Seite 2
Vorwort
Mit dem Festbrennstoffherd Varioline haben Sie sich für ein Qualitätsprodukt
von lohberger entschieden.
Neben dem formschönen und zeitlosen Design legen wir besonderen Wert auf
eine ausgereifte Verbrennungstechnik, hochwertige Materialien sowie auf eine
perfekte Verarbeitung.
Richtige Handhabung und Pflege sind für einen störungsfreien Betrieb und
lange Lebensdauer unerläßlich. Lesen Sie deshalb diese Bedienungsanleitung
aufmerksam durch. Wir sind überzeugt, dass Ihnen dann dieses Gerät viel Freude bereiten wird.
Ihre LOHBERGER Heiz + Kochgeräte Technologie GmbH
Unser Beitrag zum Klimaschutz
Bei der Verbrennung gibt Holz nur so viel CO2 ab, wie es zuvor als Baum gespeichert hat. Dabei ist es gleichgültig, ob das Holz verbrennt oder im Wald
verrottet.
Das Heizen mit Holz entspricht deshalb dem „natürlichen Biokreislauf“.
1. Wichtige Normen / Richtlinien
Bei der Installation und bei der Inbetriebnahme des Gerätes sind neben den örtlichen feuer- und baupolizeilichen Vorschriften noch folgende Normen/Richtlinien zu
beachten:
ÖNORM M7550
Zentralheizungskessel bis 100 °C: Begriffe, Anforderungen, Prüfungen, Normenkennzeichnung
Offene und geschlossene Wasserheizungsanlagen bis 349 kW (300000
kcal/h) mit thermostatischer Absicherung.
DIN 4751 Teil 4
Sicherheitstechnische Ausrüstung von
Wärmeerzeugungsanlagen mit Vorlauftemperaturen bis 120 °C; geschlossene
Wasserheizungsanlage mit statischen
ÖNORM M 7510 / 2
Richtlinien für die Überprüfung von Zent- Höhen über 15 m oder Nennwärmeleistungen über 350 kW.
ralheizungsanlagen; Richtwerte.
DIN 1988:Trinkwasser Leitungsanlagen in
ÖNORM B8130
Grundstücken (techn. Bestimmungen).
Sicherheitseinrichtungen.
ÖNORM EN 303-5
ÖNORM B8131
Heizkessel für feste Brennstoffe, handGeschlossene Wasserheizungen; Sicherund automatisch beschickt bis 300 kW.
heitstechnische Anforderungen.
Begriffe, Anforderungen, Prüfung und
ÖNORM B8133
Kennzeichnung.
Sicherheitstechnische Anforderungen
TRVB H118
Warmwasserbereitungsanlagen.
Technische Richtlinie für vorbeugenden
DIN 4751 Teil 1
Brandschutz bei automatischen HolzfeuSicherheitstechnische Ausrüstung von
erungsanlagen.
Heizungsanlagen mit Vorlauftemperaturen bis 110 °C (120 °C in Vorbereitung).
ÖNORM M 7510 / 1
Richtlinien für die Überprüfung von
Zentralheizungsanlagen.
DIN 4751 Teil 2
Sicherheitstechnische Ausrüstung von
Heizungsanlagen mit Vorlauftemperaturen bis 110 °C (120 °C in Vorbereitung).
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2. Wichtige Hinweise vor Installation u. Inbetriebnahme
ACHTUNG! SPIELENDE KINDER!
Vor Anschluss des Herdes an den Schornstein
ist der zuständige Schornsteinfegermeister zu
informieren.
Das Gerät wird im Betrieb sehr heiß – Bitte achten Sie darauf, dass Kinder während des Heizens einen ausreichenden Sicherheitsabstand halten.
Vor Installation bzw. Inbetriebnahme des Gerätes ist diese Dokumentation sorgfältig zu lesen.
Fachgerechte Installation & Inbetriebnahme
Bei Nichtbeachten erlischt die Gewährleistung!
Die Sicherheit des Gerätes ist nur dann gegeben, wenn diese von einem geschulten Fachmann unter Einhaltung der am Aufstellort geltenden Vorschriften
und Bestimmungen installiert wurde. Achten Sie auf die Einhaltung der Vorgaben gemäß den gültigen Gesetzen, Normen, sowie auf die Einhaltung der
örtlichen feuer- und baupolizeilichen Vorschriften. Ziehen Sie den zuständigen
Schornsteinfeger zur Beurteilung baulicher oder technischer Umstände bei.
Bewahren Sie diese Anleitung sorgfältig auf. Sollte sie verloren gehen, so senden wir Ihnen gerne
eine neue zu. Sie finden hier wichtige Hinweise in punkto Sicherheit, Gebrauch, Pflege und
Wartung des Gerätes damit Sie lange Freude an
Ihrem Herd haben.
Der Herd darf nicht verändert werden, außer
durch von uns angebotene, geprüfte OriginalZubehörteile oder durch von unserem Werkskundendienst ausgeführte Arbeiten.
Achten Sie auf eine Ausreichende Zufuhr von Frischluft während des Heizbetriebes in den Aufstellungsraum! Es muss ein mindestens 0,8 facher Luftwechsel
pro Stunde durch eine dauerhafte und sichere Belüftung des Raumes gewährleistet sein. Bei dicht schließenden Fenstern und Türen oder aber wenn andere
Geräte, wie Dunstabzughaube, Wäschetrockner, Ventilator o. ä. dem Raum, in
dem der Herd aufgestellt ist, Luft entziehen, muss unter Umständen Verbrennungsluft (Frischluft) von außen zugeführt werden. Die Verbrennungsluft-Eintrittsöffnungen dürfen nicht verschlossen werden.
Bei Geräten mit Heizeinsatz muss die ordentliche
Abfuhr der Wasserleistung an das Wassersystem
gewährleistet sein (Heizkörper / Pufferspeicher)
Heizen Sie in den ersten 2-3 Tagen mit geringer Leistung. Dadurch trocknet die
Ausmauerung des Herdes langsam durch und hält viel länger! Beim Heizbetrieb
in den ersten Tagen ist es möglich, dass die Schamott-Verkleidung Spannungsrisse bekommt. Die Heizfunktion ist dadurch aber nicht beeinträchtigt.
Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an unsere Kundendienstabteilung.
Ordnungsgemäßer Betrieb
Sachgemäße Bedienung durch Beachtung der Angaben in der Aufstellungs- und
Bedienungsanleitung sowie der Hinweise auf Sicherheit und Umweltschutz.
Beachten Sie, das Ihr Gerät nicht kindersicher (Türen, etc.) ausgeführt wurde
und somit weder von Kindern noch von anderen unbefugten bzw. nicht geschulten Personen betrieben werden darf.
Bei nicht fachgerechter Installation, Inbetriebnahme sowie bei unsachgemäßer
Betriebsweise entgegen den gerätespezifischen Anforderungen (gem. technischer Dokumentation, Bedienungsanleitung) erlischt jeglicher Gewährleistungbzw. Garantieanspruch.
Öffnen Sie die Anheizklappe nur zum Anheizen, Heiz- und Aschentür stets geschlossen halten. Vermeiden Sie das Überhitzen des Herdes (z.B. rotglühende
Stahlkochplatte). Dadurch entstehende Schäden sind von der Garantieleistung
ausgenommen!
Nur richtige Brennstoffe verwenden durch Auswahl von umweltverträglichen,
qualitativ hochwertigen und trockenen Sorten. (Siehe Brennstoffe Seite 17).
Betreiben Sie unsere Zentralheizungsherde nur mit einer Rücklaufanhebung
(thermisches Ventil, Motorgesteuertes Mischventil). Schäden, die auf eine fehlende Rücklaufanhebung zurückzuführen sind, sind von der Gewährleistung
ausgeschlossen!
Kaminanforderungen bei Heizanlagen
Vorsicht: der Schornstein kann verstopfen,
wenn das Gerät nach einer längeren Betriebsunterbrechung wieder angeheizt wird. Bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen, lassen
Sie den Schornstein durch einen Fachmann
(Schornsteinfeger) überprüfen.
Die Eignung und Betriebsbereitschaft von neuen und bereits bestehenden Kaminen vor der (Erst-) Inbetriebnahme des Gerätes muss durch ein Abnahmezertifikat vom zuständigen Kaminkehrer nachgewiesen werden können.
Der Kaminstrang ist vom Betreiber frei zu machen (keine Abdeckungen oder
Verstopfungen). Auf etwaige bestehende Mängel und/oder Veränderungen im
Kamin und in der Heizungsanlage ist hinzuweisen. Aufgrund niedriger Abgastemperaturen in der Übergangszeit ist der Kamin auf jeden Fall feuchteunempfindlich und dicht auszuführen. Rauch- bzw. Abgase müssen ungehindert ins
Freie geführt werden.
Periodische Reinigung und Wartung
Jede Feuerstätte inklusive aller angeschlossene Systemkomponenten (z.B. Kamin, Verbindungsstücke,...) muss einer periodischen Wartung und Reinigung
unterzogen werden, damit die Funktion und die Wirtschaftlichkeit gesichert
bleibt.
Beachten Sie dazu die Reinigungs- und Wartungsvorschriften dieser Anleitung.
Seite 4
Auch ihr zuständiger Kaminkehrer übernimmt gerne die Reinigung der Feuerstätte. Nur ein sauberes und richtig eingestelltes Gerät ist ein ökonomisches
Heizgerät.
Einbau nur von Original-Ersatzteilen, welche Sie von Ihrem Händler oder auch
direkt von uns beziehen können.
Verschleißteile (z.B. Dichtungen), thermisch hochbelastete Teile (Schamott,
Gussteile) oder zu Bruch gegangene Herdteile sind möglichst rasch zu erneuern
bzw. auszuwechseln.
Richtiges Verhalten bei Kamin- und Schornsteinbränden
Rufen Sie die Feuerwehr über die Notrufnummer !
Aufgrund nicht regelmäßig durchgeführter Reinigung der Feuerstätte, Verbindungsstück und Schornstein bzw. bei verfeuerung ungeeigneter Brennstoffe
kann es zu einem Überzünden dieser Rückstände kommen. Dies kann zu einem
Schornsteinbrand führen.
Halten Sie die Herdtüren geschlossen, die Luftregler auf „0“ stellen! Rücken
Sie brennbare Bauteile weg vom Schornstein! Versuchen Sie auf gar keine
Fall den Schornsteinbrand durch Einbringen von Wasser zu löschen. Durch
den schlagartig entstehenden Wasserdampf kann der Schornstein bersten.
3. Transport / Auspacken / Kontrolle
Sichtbare Mängel sind sofort dem Anlieferer zu
melden! Eine nachträgliche Reklamation ist ausgeschlossen!
Die Verpackung Ihres Gerätes bietet einen sehr guten Schutz gegen Beschädigungen beim Transport. Trotzdem können Schäden am Gerät und Zubehör nicht
ausgeschlossen werden.
Auch nach dem Auspacken ist das Gerät sorgfältig auf eventuelle Transportschäden und Vollständigkeit zu überprüfen.
Transportsicherung
Vor dem Herunterheben des Herdes von Transportpalette sind folgende Arbeitsschritte durchzuführen:
1. Brennstofflade herausnehmen
2. Transportsicherungsschrauben (4 Stück) entfernen. (Bild 1)
4x
Bild 1
Den vorderen Versteifungswinkel (Bild 2) erst am endgültigen Aufstellort und
nach abgeschlossener Höhenanpassung mittels Stellfüße (waagrechter und rüttelfreier Stand des Geräts) entfernen!
Der Versteifungswinkel an der Geräterückseite darf nicht entfernt werden!
Transportmöglichkeiten
Transport mit Palette:
4x
Bild 2
Gerät mit Palette zum Aufstellort transportieren. Brennstofflade herausnehmen, Kochplatte abnehmen, Transportsicherung entfernen und Gerät von
Palette heben.
Transport mit Rodel:
Der Transport mit Rodel ist seitlich auf der Feuerraumseite möglich (Bild 3).
Dazu Brennstofflade herausnehmen, Kochplatte abnehmen, Transportsicherung
entfernen und Gerät mit Rodel zum Aufstellort transportieren.
Transport mit Tragegurten (im Lieferumfang):
Bild 3
Brennstofflade herausnehmen, Kochplatte abnehmen, Transportsicherung entfernen und 4 Stück Tragegurte im Sockelbereich (Bild 4) einhängen.
Tragerohre (bauseits) duch Tragegurtschlaufen einführen und Gerät zum Aufstellort transportieren.
Geräteaufstellung
1. Herdhöhe und eventuell Herdrahmenvorsprung und Sockelrücksprung einstellen (siehe Verstellmöglichkeiten auf Seite 7).
2. Rauchrohranschluss, Heizungsanschluss und eventuell Verbrennungsluftanschluss durch Fachmann nach Bedienungsanleitung.
3. Herd vorsichtig ganz an die Wand stellen.
4. Vorderen Versteifungswinkel (Bild 2) entfernen.
Bild 4
Mit herausgedrehten Nivellierfüßchen den Herd vorsichtig bewegen, damit das
Gerät bzw. der Bodenbelag nicht beschädigt wird.
Seite 5
4. Sicherheitshinweise
Achtung ! Spielende Kinder !
Beim Aufstellen und im Betrieb
Bedenken Sie, das einige Bauteile am Herd
(Griffe, Fülltür, Abgasrohr usw.) im Heizbetrieb
heiß werden und eine Verbrennungsgefahr darstellen. Bitte achten Sie darauf, dass Kinder
während des Heizbetriebes einen ausreichenden Sicherheitsabstand halten.
•• Arbeiten Sie beim Aufstellen des Herdes mit der Bedienungsanleitung und
beachten Sie die einzelnen Punkte.
Verbrennungsgefahr !
•• Achten Sie darauf, das nie mehr Holz eingelegt wird als für die Nennheizleistung notwendig ist.
•• Berücksichtigen Sie die Sicherheitsabstände beim Aufstellen des Herdes.
•• Die Dichtheit des Rauchrohranschlusses überprüfen.
•• Kontrollieren Sie den Herd auf Beschädigungen (z.B. Gläser).
•• Beim Nachlegen die Türe langsam öffnen, erst die Rauchgase abziehen lassen, damit vermeiden sie ein Entweichen der Rauchgase in den Raum.
•• Den Herd nicht während des Heizens absperren, es besteht Verpuffungsgefahr.
Kochfläche
•• Überhitzte Fette und Öle können sich selbst entzünden, Speisen mit Fetten
und Ölen, z.B. Pommes frites, nur unter Aufsicht zubereiten. Entzündete Fette
und Öle nie mit Wasser löschen! Deckel auflegen und Topf von der heißen
Kochstelle ziehen.
•• Keine brennbaren oder entzündbaren Gegenstände auf die Kochfläche legen,
die bei Inbetriebnahme des Gerätes eine Gefahr auslösen können.
Backrohr
•• Bei Arbeiten im heißen Backrohr besteht Verbrennungsgefahr! Verwenden Sie
Topflappen, Handschuhe oder ähnliches.
•• Im Backrohr keine Gegenstände aufbewahren, die bei Inbetriebnahme des
Gerätes eine Gefahr auslösen können.
•• Vorsicht beim Öffnen der Backrohrtüre. Beugen Sie sich nicht sofort über die
geöffnete Backrohrtüre. Beim Öffnen strömt ein Schwall heißer Luft oder auch
Wasserdampf aus der Türöffnung.
•• Backrohrtür bei Zubereitungen im Backrohr immer völlig schließen.
5. Gerätebeschreibung / Verstellbarkeit
Feuerraum, Brennraum
Der Brennraum erfüllt dank bewährtem JETIFIRE-System und getrennt regelbarer
Primärluft und Sekundärluft die in der „Vereinbarung zwischen dem Bund und
den Ländern gemäß Art. 15a B-VG über die Einsparung von Energie“ festgelegten strengsten österreichischen Vorschriften. Weiters die Europäische Norm EN
12815, die ÖNORM M 7550, die Deutsche Industrienorm DIN 18882, DIN Plus,
BIMSCH, sowie die in Regensburg und Stuttgart geltenden Sonderbestimmungen in Bezug auf Wirkungsgrad und Schadstoffausstoß.
Backrohr
ACHTUNG !
Das Backrohr kann je nach Betriebsweise Temperaturen von bis zu 400 °C erreichen!
Alle Backrohre sind mit Backblech und Grillrost ausgestattet, die seitlichen
Backblechträger verfügen über 4 Einschubhöhen. Das Backrohr ist innen voll
emailliert und daher leicht zu reinigen. (Hinweise zur Reinigung auf Seite 1920) Nach dem Reinigen sollte die Backrohrtür zum Auslüften einige Minuten
geöffnet bleiben.
Zum Braten und Backen ist das Backrohr vorzuheizen, um eine gleichmäßige
Temperaturverteilung zu erzielen.
Um eine Backrohrtemperatur von etwa 250 °C halten zu können, ist ein lebhaftes Feuer nötig. Trockenes Buchenholz eignet sich dazu sehr gut.
Backrohrthermometer
Das Thermometer im Schauglas der Backrohrtür hat einen Anzeigenbereich von
20-400 °C. Die Temperatur Markierungen sind Richtwerte zum Backen und Braten und können von Fall zu Fall geringfügig abweichen.
Seite 6
Kochfeld
Ihr Herd ist mit einem plan geschliffenen Stahlkochfeld ausgestattet.
Befestigung
Herdrahmen
(verstellbar bei CLASSIC)
Bei CLASSIC ist der Herdrahmen verstellbar auf dem Gerät montiert. Das bedeutet für Sie, dass Sie, bei Ein- oder Anbau des Gerätes an/in eine Küchenzeile
sowohl den Herdrahmen bündig mit der Arbeitsplatte, als auch die Vorderfront
bündig mit der Küchenfront abschließen können. Der Überstand beträgt maximal 3 cm.
Herdrahmenverstellung
Bild 5
Bei Ausführung CLASSIC ist der Herdrahmen verstellbar auf dem Gerät montiert.
Bei Ein- oder Anbau des Gerätes an/in eine Küchenzeile sowohl den Herdrahmen bündig mit der Arbeitsplatte, als auch die Vorderfront bündig mit der Küchenfront abschließen lassen können. Der Überstand beträgt maximal 3 cm.
ÖÖ Bediengriffe für Rostrüttelung und Anheizklappe herausziehen.
ÖÖ Die Innensechskantschrauben der Bediengriffe (Unterseite) leicht lösen und
anschließend auf den gewünschten Herdrahmenüberstand herausdrehen.
(Bild 5)
Beispiel:
Herdrahmenüberstand = 2 cm  die Bediengriffe um 2 cm herausdrehen.
ÖÖ Eventuell muss bei den Bediengriffen der Gewindestift auf die zweite Befestigung gewechselt werden.
Bild 6
ÖÖ Die Innensechskantschrauben der Bediengriffe festziehen. Hierbei besonders
auf das vollständige schließen der Anheizklappe bei eingeschobenen Bediengriffen achten!
ÖÖ Kochplatte(n) abnehmen und die Herdrahmen-Befestigungsschrauben (12
Stück) lockern. (Bild 6)
ÖÖ Herdrahmen richtig positionieren, Herdrahmen-Befestigungsschrauben (12
Stück) wieder festziehen.
ÖÖ Kochplatte(n) auflegen.
Sockelrücksprung
Bei Ausführung CLASSIC sind die Sockelblenden verstellbar auf dem Gerät montiert. Bei Ein- oder Anbau des Gerätes an/in eine Küchenzeile kann somit der
Rücksprung des Herdockels an den Küchensockel angepasst werden.
Der Verstellbereich ist 1,5 cm (Sockelrücksprung 5 - 6,5 cm).
Bild 7
ÖÖ Aschentürblende öffnen und die Befestigungsschraube der Sockelblende lockern (Bild 7), gewünschten Sockelrücksprung (5 - 6,5 cm) einstellen und
Schrauben wieder festschrauben.
ÖÖ Die Aschenlade herausnehmen, die Blendenbefestigungschrauben lockern
(Bild 8) und gewünschten Sockelrücksprung einstellen, Schrauben wieder
festschrauben.
ÖÖ Die Brennstofflade herausziehen, die Blendenbefestigungschrauben lockern
(Bild 9) und gewünschten Sockelrücksprung einstellen, Schrauben wieder
festschrauben.
Gerätehöhe
4x
Bild 8
4x
Mit den 6 Nivellierfüßchen (verstellbar mit dem mitgelieferten Universalschlüssel) ist ein Ausgleichen an Unebenheiten des Fußbodens sowie eine Anpassung
an andere Geräte oder Küchenanbauten möglich.
Bild 9
Seite 7
1
2a
3
24
23
22
21
5
6
7
8
9
10
20
19
11
12
18
13
17
1
16
15 14
Herdrahmen Edelstahl
14
Aschentürblende
28
Gussrost Feuerraum
2a
Kochfeld (Ceran, Aufpreis)
15
Sockelblende Aschenlade
29
Bedienschieber Sekundärluft
2b
Kochplatte Backrohr (Standard)
16
Sockelblende Brennstofflade
30
Rostrüttelung / Rostverstellung
2c
Kochplatte Feuerraum (Standard)
17
Dekorblende Wärmetauscher
31
Doppelkugelschnapper
3
Herdstangenset Edelstahl
18
Ladenblende
32
Aschenlade
5
Seitenwand
19
Putztür
33
Brennstoffladenauszug
6
Bedienknopf Heiz/Kochbetrieb
20
Seitenwand
34
Putzdeckel
7
Thermometer
21
Backrohrschauglas
35
Dichtschnur Putzdeckel
8
Heiztürblende
22
Backrohrtürblende
36
Backrohrthermometer
9
Heiztürgriff Edelstahl
23
Backrohrtürgriff Edelstahl
37
Backrohr mit Backrohrrahmen
10
Heiztürsichtfenster (Aufpreis)
24
Bediengriff Anheizklappe
38
Backblech
11
Bedienknopf Primärluft
25
Tunnelstein
39
Grillrost
12
Reglerblende
26
JETFIRE Flammbündelplatte
40
Backrohr-Seitengitter
13
Sockelblende seitlich
27
Schutzplatte (Glas gegen Aufpreis)
41
Anheizklappe
42
Umschaltklappe Heiz/Kochbetrieb
2b
2c
25
42
41
40
39
38
37
26
27
28
36
35
34
33
Seite 8
29
30
31
32
6. Geräteaufstellung
Wenden Sie sich unbedingt vor der Geräteaufstellung an den zuständigen Schornsteinfeger.
Bei der Aufstellung des Gerätes sind die am Aufstellort geltenden bau- und feuerpolizeilichen Vorschriften und Bestimmungen zu beachten.
Wir empfehlen für den Anschluss bzw. für die
Montage (bei Selbstinstallation die Kontrolle und
Abnahme) ausschließlich den autorisierten Fachbetrieb.
Bodentragfähigkeit
Überzeugen Sie sich vor dem Aufstellen, ob die Tragfähigkeit der Bodenunterkonstruktion dem Gewicht des Gerätes standhält.
Achten Sie auf waagrechten und rüttelfreien Stand des Gerätes.
Funkenschutzvorlage
Bei einem brennbaren Boden (Holz-, Kunststoff , Teppichboden,…) ist eine Funkenschutzplatte aus Stahl, Sicherheitsgas, Fliesen oder einem anderen nicht
brennbaren Material zu verwenden. Für diese Unterlage müssen laut Feuerungsverordung (FeuVO) folgende Mindestmaße von der Feuerraumöffnung an eingehalten werden: nach vorne 50 cm, links und rechts jeweils 30 cm.
Sicherheitsabstände
Bild 10
Rund um den Herd ist genügend Abstand zu brennbaren Gegen­ständen (Holzverkleidung, Mö­bel, Vorhänge u. dgl.) ein­zu­hal­ten. Die Wände im Bereich des
Herdes sind in voller Höhe der Wände und in einer Breite von mind. 50 cm nach
beiden Seiten bzw. nach vorne über die Feuer­stätte hinaus brand­be­ständig aus­
zu­führen. (Bild 10)
Der Sicherheitsabstand bei zu schützenden Gegenständen (z.B. brennbare Wände, Wände mit brennbaren Bestandteilen, Küchenhochschränke und tragende
Wände aus Stahlbeton) ist mindestens 20 cm. (Bild 11)
Bei Anbau an brennbare Materialien bzw. Einbau in eine Küchenzeile oder Anbau an einen E-Herd oder ein anderes Gerät ist eine Brandschutzeinheit (nachträglich oder fix montiert) vorzusehen. (Bild 12)
Die Lohberger Brandschutzeinheiten VBS sind nur in Verbindung mit der Lohberger - Herdserie VARIOLINE (Gerätetypen AC.. , LM.. , LC.. , LCP.. , …) geprüft!
> 20
> 20 > 20
Maximale Höhe der angebauten Einrichtungsgegenstände entspricht hierbei der
Herdhöhe. Einrichtungsgegenstände über Herdhöhe müssen mind. 20 cm entfernt sein.
Überbauten
Zu Überbauten ist ein Mindestabstand von 75 cm einzuhalten. Für eine ausreichende
Hinterlüftung der Überbauten ist zu sorgen, um Stauwärme zu vermeiden.
> 20
Sicherheitsabstände Abgasleitung
Bild 11
Bei der Abgasrohrverlegung sind folgende Mindestabstände zu brennbaren Baustoffen einzuhalten:
•• Wandabstand 20 cm
•• Decken­abstand 40 cm.
> 20
Brandschutzeinheit
Bild 12
Bei Brandschutzeinheit „nachträglich“:
Sockelspalt für Luftzirkulation!
Seite 9
7. Schornsteinanschluss
Schema Schornsteinanschluss
(Bild 13)
Ein störungsfreier und wirtschaftlicher Betrieb ist gewährleistet, wenn alle für
eine gute Verbrennung notwendigen Faktoren gegeben sind:

Richtige Beschaffenheit des Schornsteins: Durch gute Wärmeisolierung, glatte innere Oberfläche, Dichtheit.

Richtige Dimensionierung des Schornsteins: Querschnitt und wirksame Höhe
müssen für die vorgesehenen Brennstoffe und Belastungen berechnet sein.

Richtiger Anschluss des Abgasrohres: Dichtheit, keine Querschnittsverengung, zum Schornstein hin leicht ansteigend, nicht in den Schornstein hinein
ragend.

Bei Mehrfachbelegung des Schornsteins: Mindestabstand von 60 cm einhalten.

Unbenützte Anschlussöffnungen sind mit Verschlussdeckeln abzudichten.

Kehr- und Reinigungsöffnungen, meist in Keller- oder Dachgeschossen angeordnet, sind stets geschlossen zu halten. Dichtungen von Zeit zu Zeit kontrollieren, bei Bedarf erneuern!
Der Schornstein
•• Bei der Abgasrohrverlegung sind folgende Mindestabstände zu brennbaren
Baustoffen einzuhalten: Wandabstand 20 cm, Decken­abstand 40 cm.
•• Ausführung und Zustand den am Aufstellort geltenden Vorschriften entsprechend.
•• Vor dem Anschluss auf mögliche Fehler und Mängel untersuchen.
•• Wirksame Schornsteinhöhe von 5 m (von Kochplatte bis zur Schornsteinmündung). Bei einer geringeren Höhe ist der Herd mit einem, wenigstens 1
m langem, senkrechtem Abgasrohr anzuschließen. Von einem Anschluss an
einen Schornstein mit weniger als 4 m wirksamer Höhe ist abzuraten.
•• Gleichbleibender, quadratischer oder runder Innenquerschnitt, gegen Abkühlung isoliert.
•• Schornsteine aus Fertigteilen sind zu bevorzugen.
•• Beurteilung der gesamten Abgasanlage nach DIN 4705 Teil 1 und 2, bei einer
Mehrfachbelegung des Schornsteins nach Teil 3.
Verbindung Herd – Schornstein
Das Abgasrohr ist die Verbindung zwischen Herd und Schornstein. Bei seiner
Verlegung sind ebenfalls einige Hinweise zu beachten:
•• Eine Reinigung des Verbindungsstücks ist zu ermöglichen (Reinigungsöffnung, Herdseitig,...)
Bild 13
•• Durchmesser des Abgasrohres darf zum Schornstein hin nicht reduziert werden.
•• Das Rohr darf nicht in den Schornstein hineinragen.
•• Senkrecht führende, nicht isolierte Abgasrohre dürfen nicht länger als 125
cm sein.
•• Waagrechte Abgasrohrstrecken dürfen nicht länger als 100 cm sein.
•• Das Abgasrohr darf zum Schornstein hin nicht abfallen, sondern muss leicht
ansteigen.
•• Die Verbindung zwischen Herd und Schornstein muss stabil und dicht sein.
Besonders die Einbindung in das Mauerwerk des Schornsteins ist dauerhaft
und dicht auszubilden
Notwendige Förderdruck („Kaminzug“)
Der in Ihrem Kamin herrschende Unterdruck, gemessen in Pascal „Pa“ ist ein
„Maß“ für die Leistungsfähigkeit Ihres Kamins. Der für Ihren Herd notwendige
Förderdruck ist in der Tabelle „Technische Daten“ auf Seite 26 und im Typenschild des Herdes ersichtlich.
Bei neuen Kaminen können Sie sich auf die Angaben (Berechnungen) des Herstellers verlassen, bei älteren Kaminen hilft Ihnen Ihr Schornsteinfeger.
•• Ein zu geringer Förderdruck würde zu einer unvollständigen Verbrennung
führen und somit eine erhöhte Ruß- und Teerbildung im Herd und im Schornstein bewirken.
Seite 10
•• Ein zu starker Förderdruck hingegen würde die Verbrennung beschleunigen,
zu hohen Abgastemperaturen führen (Beschädigung des Gerätes) und den
Brennstoffverbrauch enorm steigern.
8. Verbrennungsluft
Über die genauen Bestimmungen bzw. Auflagen
beim gemeinsamen Betrieb von Feuerstätte,
Wohnungslüftung und Dunstabzugshaube informiert sie gerne ihr zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister oder ihr Lüftungsbauer!
Unterdrücke im Aufstellraum (z.B. durch Lüftungsanlagen, Dunstabzugshauben, etc) oder im Pelletsbehälter (z.B. durch pneumatische Fremdprodukte) können die Funktion der Feuerstätte und
deren Sicherheitstechnik beeinflussen und sind
nicht zulässig.
Dunstabzugshauben im Umluftbetrieb betreiben. Bei Abluftbetrieb muss mit einer separaten Sicherheitseinrichtung (z.B. Fensterkontaktschalter, Unterdrucküberwachung) eine
ausreichende Luftnachströmung sichergestellt
werden.
Das Gerät arbeitet grundsätzlich raumluftabhängig, d.h. die für die Verbrennung
notwendige Luft wird dem Aufstellraum entzogen. Diese Luft muss durch eine
Lüftungsöffnung von außen dem Raum wieder zugeführt werden. Dazu an einer
Außenwand im Aufstellraum eine Öffnung mit 10-15 cm Durchmesser vorsehen.
Außen ist ein fixes Schutzgitter anzuordnen. An besonders windigen bzw. der
Witterung ausgesetzten Stellen ist ein Wind- und Regenschutz vorzusehen.
Sollte es nicht möglich sein die Lüftungsöffnung nach außen im Aufstellraum
anzulegen, kann die Öffnung auch in einem angrenzenden Raum angeordnet
werden. Der angrenzende Raum muss dabei ständig durch ein Lüftungsgitter
mit dem Aufstellungsraum des Pelletsgerätes in Verbindung stehen.
Sollten im gleichen Raum noch weitere Heizgeräte vorhanden sein, müssen die
Lüftungsöffnungen für die Zufuhr der Verbrennungsluft das für den korrekten
Betrieb aller Geräte notwendige Volumen gewährleisten!
Verbrennungsluftzufuhr von außen „Aussenluftanschluss“
(Zubehör)
Auch mit einem Aussenluftanschluss werden die Anforderungen an einen raumluftunabhängigen Betrieb nicht erfüllt!
Anschlussmaße (Bild 14)
Ø 10
Gerät
AC 80 (F2+B2)
*
**
15,5 **
42,5*
10
Bild 14
Bild 15
Seitenabstand
Bodenabstand
42,5 *
15,5 **
Aufmaß bei Gerät mit Brandschutz beachten!
bei Herdhöhe 85 cm.
» +5 cm / + 7,5 cm (geschlossen)
•• Die Zustimmung des Bezirksschornsteinfegermeisters ist bei Kaminofen-Anschlüssen in Verbindung mit Wohnungslüftungsanlagen Voraussetzung!
•• In die Luftzuleitung dürfen keine Absperrvorrichtungen (Klappen, Schieber,…)
eingebaut werden. Um in der Nicht-Heiz-Periode eine permanente Durchströmung des Ofens zu verhindern, sind die Luftschieber am Gerät zu schließen.
•• Die Luftansaugstelle im Freien ist mit einem Schutzgitter vor Verstopfungen zu
sichern. Wir empfehlen eine Maschenweite von 10 mm.
•• Die Luftzuleitung zum Verbrennungsluftstutzen erfolgt am besten mit einem
nichtbrennbaren, flexiblen Alu-Schlauch! Maximale Länge 4 m, maximal 3 Umlenkungen.
•• Die Luftzuleitung muss wegen eventueller Kondensatbildung isoliert sein und
gegen Wind geschützt werden!!
•• Der Luftkanal muss einen Durchmesser von mindestens 100 mm haben. Bei
Verwendung von Rechteckrohren muss der entsprechende Querschnitt eingehalten werden!
•• Nach der Kehr - und Überprüfungsordnung sind Lüftungsanlagen jährlich auf
den freien Querschnitt durch den Bezirksschornsteinfegermeister zu überprüfen.
Hierzu sollten entsprechende Inspektionsöffnungen vorgesehen werden. Bitte
wenden Sie sich hierzu an Ihren Bezirkschornsteinfegermeister.
Im Rahmen der Abnahme hat der zuständige Schornsteinfegermeister die ausreichende Verbrennungsluftversorgung / Gesamtinstallation zu prüfen.
Anschlussbeispiele
Verbrennungsluftzufuhr über Leitung durch Kellerraum (Bild 15)
Bild 16
Die Verbrennungsluft wird bei dieser Anschlussvariante vorgewärmt, was sich
günstig auf eine saubere Verbrennung auswirkt. Die Leitungsführung ist im
Kellerraum gut zu realisieren.
Verbrennungsluftzufuhr direkt von aussen (Bild 16)
Bei einer Zuluftleitung direkt durch eine Aussenwand wird die Verbrennungsluft
nur wenig vorgewärmt, was sich ungünstig auf eine saubere Verbrennung auswirkt. Außerdem besteht die Gefahr von Kondensatbildung!
Verbrennungsluftzufuhr von oben (Bild 17)
Die Zuleitung der externen Verbrennungsluft von oben darf nur mit geprüften
Schornsteinsystemen erfolgen, eine Schornsteinberechnung ist hier zwingend
erforderlich!
Bild 17
Seite 11
9. Heizungsanschluss
Der Anschluß an die Heizungsanlage sowie die
Inbetriebnahme dürfen ausschließlich von einem
autorisierten Installationsbetrieb ausgeführt werden!
Der Heizkessel ist als Wärmeerzeuger für Warmwasser-Heizungsanlagen mit
Vorlauftemperatur bis 95 °C und einem zulässige Betriebsüberdruck von 3 bar
geeignet und zugelassen.
Der Gerät ist anleitungsgemäß unter Einhaltung der geltenden nationalen und
der europäischen Normen sowie den regionalen Vorschriften zu installieren.
Im untersten Bereich des Wasserumlaufs ist ein
Entleerungshahn anzubringen!
Weiter zu beachten
Wir empfehlen für den Heizungsanschluss unser Installationspaket, welches als Zubehör
verfügbar ist.
In diesem Paket ist eine Rücklaufanhebung,
die Thermische Ablaufsicherung, eine Umwälzpume sowie ein automatischer Entlüfter
platzsparend an der Geräterückseite vormontiert (Bild 18).
Achtung: Flussrichtung
Automatischer Entlüfter
Umwälzpumpe
ÖÖ Heizraumrichtlinien, Landesbauverordnungen, Örtliche Bauvorschriften, Gewerbliche und feuerpolizeiliche Bestimmungen, Umweltschutzbestimmungen, Bestimmungen des örtlichen Elektrizitätsversorgungs-unternehmens
Nach Fertigstellung der Anschlussarbeiten ist eine Probeheizung vorzunehmen,
bei der sämtliche Steuer und Sicherheitsgeräte eingestellt werden und ihre
Funktionen überprüft werden.
Wasserseitige Leistungsabnahme
Die Heizanforderung (Wärmebedarf ) während des Betriebes muss mehr als 1,6
kW betragen. Bei einer geringeren Anforderung bzw. Wärmeabnahme würden
die eingebauten Sicherheitseinrichtungen aktiviert und/oder das Gerät abgeschaltet.
Rücklaufanhebung
Zu niedere Betriebstemperaturen, das heißt zu tiefe Vor- und Rücklauftemperaturen, beeinträchtigen die Lebensdauer des Heizkessels erheblich.
Bei Unterschreitung des Wassertaupunktes entsteht an der Oberfläche des Heizkessels Kondenswasser mit mehr oder weniger aggressiven chemischen BeThermische
standteilen die eine Korrosion beschleunigen. Zur Unterschreitung des TaupunkAblaufsicherung
tes kommt es vorwiegend bei Niedertemperaturheizungen (Rücklauftemperatur
bis unter 25 °C), bei Heizbetrieb ohne Mischer, bei extremem Schwachlastbetrieb in der Überganszeit und bei ständigem Schwachlastbetrieb durch zu groß
dimensionierten Heizkessel.
Die Rücklauftemperatur muss daher mindestens 55 °C am Rücklaufstutzen des
DETAIL A
PumpenGerätes betragen. Der Idealwert der Rücklauftemperatur am Kesseleintritt liegt
thermostat
MAßSTAB 2 : 5
bei 60 °C. Die Rücklaufanhebung (die Rücklaufanhebepumpe muss im Rücklauf
DETAIL
A
montiert
sein) soll möglichst nahe am Kessel montiert werden, damit die MischMAßSTAB
2:5
temperatur
am Mischventil auch der Rücklauftemperatur am Kessel entspricht.
Rücklaufanhebung
Bild 18
Thermische Ablaufsicherung
Der Wärmetauscher dient zur Absicherung gegen Überhitzung des Kessels bei
Pumpenstillstand und darf nicht zur Brauchwasserbereitung verwendet werden!
Die Sicherheitseinrichtungen müssen nach der Montage noch zugänglich sein.
Zur Funktionskontrolle der thermischen Ablaufsicherung muss der Abfluss sichtbar sein, daher Ablauftrichter verwenden! (Bild 19)
Mindestens einmal im Jahr muss bei der thermischen Ablaufsicherung eine
Funktionskontrolle durchgeführt werden. Dazu ist die rote Kappe gegen das
Ventil zu drücken, dabei muss Wasser in den Ablauftrichter fließen. Sollte die
thermische Ablaufsicherung tropfen, sind Dichtung und Ventilsitz zu reinigen.
Der Verkalkungszustand der Sicherheitseinrichtungen ist ebenfalls wenigstens
einmal im Jahr zu kontrollieren.
Ausdehnungsgefäß
Bauseitige Installation
Bild 19
Die lichte Weite der Zu- und Ablaufsicherung
des Sicherheitswärmetauschers darf dessen Anschluss-Nennweite nicht unterschreiten.
Die Zuleitung darf nicht von Hand absperrbar
und die Ablaufleitung muss frei sein.
Beim Anschluss der thermischen Ablaufsicherung
sind die Bestimmungen der DIN EN 12828 zu
beachten!
Seite 12
Ist der Kessel-Heißwasserkreislauf nicht direkt mit einem Heizkreislauf mit eingebundenem Ausdehnungsgefäß verbunden oder von diesem Kreislauf absperrbar, so ist ein separates Ausdehnungsgefäß (bauartzugelassen) einzubinden.
Der Einbau sowie die Berechnung der Größe des Ausdehnungsgefäßes muss
nach DIN EN 12828 und DIN EN 13831 erfolgen. Das Ausdehnungsgefäß muss
in frostfreien Räumen eingebaut werden. Datailierte Hinweise (z.B. maximale Betriebstemperatur,..) entnehmen sind den jeweiligen Herstellerangaben zu
entnehmen.
Sicherheitsventil
Als Sicherheitseinrichtung gegen Überdruck muss ein Sicherheitsventil eingebaut werden. Die Mündung der Ausblaseleitung muss frei einsehbar sein, daher
Ablauftrichter verwenden!
Entlüftung
Am Anschlussbogen der Kessel-Vorlaufleitung muss ein Automatischer Entlüfter
eingebaut werden, um die ordnungsgemäße Entlüftung des Kessels sowie des
Heizungssystemes sicherstellen zu können.
Wird die Einschalttemperatur zu hoch eingestellt,
kann es zum Überhitzen des Herdes kommen und
dadurch die Thermische Ablaufsicherung auslösen.
Der Zugang zum Pumpenthermostat kann durch
den Ausbau der Brennstofflade möglich gemacht
werden (siehe Brennstofflade aushängen auf Seite 21).
Pumpenthermostat
Mit dem Pumpenthermostat wird die Ein. bzw. Ausschalttemperatur der Umwälzpumpe eingestellt. Bei überschreiten der eingstellten Temperatur schaltet
das Pumpenthermostat die Umwälzpumpe ein, bei unterschreiten der eingestellten Temperatur wird die Umwälzpumpe wieder ausgeschaltet.
Die Einschalttemperatur für die Umwälzpumpe sollte auf etwa 55 °C eingestellt
sein.
Anschlussbeispiel
Nachfolgend ist eine Heizungsanlage schematisch dargestellt. Absperrorgane,
Entlüftungen und sicherheitstechnische Maßnahmen sind nicht eingezeichnet.
Sie sind als einfache und unverbindliche Beispiele zu verstehen, ersetzen daher
nicht eine genaue Planung mit Rücksichtnahme auf bauseitige Erfordernisse
bzw. hydraulische und sicherheitstechnische Einrichtungen.
Anschluss mit Lohberger Installationspaket (Zubehör)
1
Legende:
Anschluss ohne LOHBERGER Installationspaket
Bauseitige
Rücklaufanhebung
1
Installationspaket
Integrierte Rücklaufanhebung
Umwälzpumpe
Automatischer Entlüfter
Thermische Ablaufsicherung
2Heizkreislauf
3
Event. weiterer Heizkreis oder Boilerladekreis
Y1 3 - Wege Thermoventil
Y2
3 - Wege Mischer
Y3Rückschlagventil
M1 Umwälzpumpe zum Laden des Pufferspeichers
M2Heizkreispumpe
ADGAusdehnungsgefäß
Seite 13
10. Bedienung des Herdes
Anheizklappe
Offen
Zum leichteren Anheizen sind alle LOHBERGER Herde mit einer Anheizklappe
ausgerüstet. Durch das Öffnen wird ein direkter Weg vom Feuerraum in den
Kamin freigegeben. Die Rauchgase müssen somit nicht den "langen" Weg um
das Backrohr nehmen, sondern gelangen – noch heiß – in den Kamin wodurch
sehr rasch ein Kaminzug aufgebaut wird. Wenn der Kamin genügend Zug aufgebaut hat und die Anheizphase beendet ist, muss die Anheizklappe wieder
geschlossen werden.
Diese ist auf der dem Feuerraum gegenüberliegenden Seite in die Herdstange
integriert. Herausgezogen ist geöffnet; eingeschoben ist geschlossen (Bild 20).
Geschlossen
Bild 20
Achtung: Die Anheizklappe darf nur in der Anheizphase geöffnet bleiben. Eine
während des Heizbetriebes offen stehende Anheizklappe führt zur Überhitzung
des Herdes und damit zu Schäden an Herdteilen. Außerdem hat eine offen stehende Anheizklappe erhöhten Brennstoffverbrauch zur Folge.
Luftregelung
Das Gerät AquaTherm ist mit einem automatischer Leistungsregler ausgestattet.
Auf diese Weise kann die Verbrennungsluftmenge „begrenzt“ werden. Dies hat
aber nur einen beschränkten Einfluss auf die Leistung. Ein Zuviel an aufgelegtem Brennmaterial kann dadurch jedenfalls nicht ausgeglichen werden. Eine
bestimmte Menge Holz benötigt zur optimalen Verbrennung eine bestimmte
Menge Sauerstoff. Wird dem Holz eine geringere Menge an Luft zugeführt, als
zur sauberen und effizienten Verbrennung notwendig ist, wird zwar im Gerät
weniger Energie erzeugt (das Gerät weitestgehend vor Überhitzung bewahrt) –
das ungenutzte „Holzgas“ aber entweicht durch den Kamin;
Die Folge: ein niedriger Wirkungsgrad und eine hohe Umweltbelastung.
Drehknopf für
Primärluft
Bild 21
Abhilfe: den Herd nur bis zur empfohlenen Brennstofffüllhöhe beschicken.
Viel Luft von unten bedeutet viel brennbares Holzgas (regelbar mit Hilfe
des Primörluftreglers). Dieses Holzgas wird mittels vorgeheizter Sekundärluft
(JETIFIRE Verbrennungstechnik) sauber und effizient bei ca. 950 °C verbrannt.
Primärluftregelung
Die Zufuhr der für die Verbrennung notwendigen Primärluft wird mit dem Drehknopf unter der Heiztür geregelt (Bild 21). Damit wird die Abbrandgeschwindigkeit und in Folge die Heizleistung des Herdes bestimmt.
In Stellung „0“ ist der Regler geschlossen, es wird keine Verbrennungsluft zugeführt. In Stellung „1“ erfolgt minimale Luftzufuhr, diese ist für den Dauerbrandbetrieb zu wählen. Den Drehknopf auf Stellung „6“ gedreht, bedeutet maximale
Luftzufuhr, vor allem in der Anheizphase notwendig.
ÖÖ Lufteinstellungen siehe Tabelle Seite 18
Sekundärluftregelung
Max.
Mit der Zufuhr von Sekundärluft (von oben über den Brennstoff strömende Verbrennungsluft) wird ein auf den verwendeten Brennstoff abgestimmter, schadstoffarmer Abbrand erzielt. Die Sekundärluft strömt dabei durch Öffnungen in
der Feuerraumrückwand, sowie von unten und oben an der Brennraumtür (bzw.
am Sichtfenster) entlang, über das Brenngut in die Brennkammer.
Min.
Mit dem Sekundärluftschieber, nach dem öffnen der Heiztür im unteren bereich
ersichtlich (Bild 22), kann die Sekundärluftzufuhr geregelt werden.
Wird der Hebel in Richtung Geräteaussenseite bewegt, verringert sich die zuströmende Sekundärluftmenge, in Richtung Backrohr vergrößert sie sich.
Bild 22
Seite 14
ÖÖ Lufteinstellungen siehe Tabelle Seite 18
Rostrüttelung
Rostkurbel
Die Entaschung des Rostes erfolgt mit der Rostkurbel vom Aschenladenraum
aus (Bild 23). Dazu wird die Rostkurbel an den oberen Vierkantzapfen gesteckt
und beliebig gedreht. Sind die Luftschlitze durch Schlacke, Verkrustungen oder
sonstigen Verbrennungsrückständen stark verstopft, ist der Rost ganz herauszunehmen und zu säubern.
Rostverstellung
Bild 23
Mit dem Heberost lässt sich jede gewünschte Füllraumhöhe einstellen. Betätigt
wird der Heberost mit der Rostkurbel (Bild 24). Diese wird an den unteren der
beiden Vierkantzapfen über der Aschenlade gesteckt. Drehen im Uhrzeigersinn
bewegt den Rost nach oben. Drehen gegen den Uhrzeigersinn bewegt den Rost
nach unten.
Winter- / Sommerbetrieb
Winterbetrieb (Bild 24)
Bei unterster Roststellung (Füllfeuerung) erfolgt maximale Wärmeabgabe an die
Heizung, die Kochleistung ist ausreichend, die Backleistung geringer.
Bild 24
Sommerbetrieb (Bild 25)
Die oberste Roststellung (Flachfeuerung) eignet sich vor allem zum Kochen und
Backen während die Wärmeabgabe an die Heizung verringert wird.
Auch im Sommerbetrieb muss die ausreichende Abfuhr der Wasserleistung
gewährleistet sein, da die Wärmeleistung an das Wassersystem zwar verringert, jedoch nicht ganz unterbunden ist!
Umschaltung Kessel- / Kochbetrieb
Bild 25
Mit dem Einstellknopf über dem Kesselthermometer kann man zwischen den
beiden Betriebsarten Kesselbetrieb und Kochbetrieb wählen. Dazu den Einstellknopf auf das gewünschte Symol drehen (Bild 26).
Kesselbetrieb (Bild 27):
In dieser Betriebsart erfolgt die maximale Wärmeabgabe an das Heizungssystem. Die Heizgase werden durch einen Rohrwärmetauscher gelenkt, zugleich
werden die Abstrahlverluste an den Aufstellraum (über Kochfläche bzw. Backrohr) und somit die Raumheizleistung verringert.
Kochbetrieb (Bild 28):
Zum Kochen und Backen werden die Heizgase auf die Kochfläche und um das
Backrohr geleitet. Durch die Vergrößerung der Abstrahlfläche wird die Heizleistung an den Aufstellraum erhöht. Die Kesselleistung wird durch das Ausgrenzen
des Rohrwärmetauschers reduziert, jedoch nicht ganz unterbunden.
Bild 26
Auch in der Betriebsstellung Kochbetrieb muss die ausreichende Abfuhr der
Wasserleistung gewährleistet sein, da die Wärmeleistung an das Wassersystem zwar verringert, jedoch nicht ganz unterbunden ist!
Bild 27
Bild 28
Seite 15
11. Verbrennung
Voraussetzungen für eine Verbrennung
Sa
u
e
m
är
W
er
st
of
f
Vorhanden sein muss:
•• Brennbares Material in ausreichender Menge
•• Oxidationsmittel, meist Sauerstoff
•• Wärme, um die Zündtemperatur zu erreichen, oder die Mindestverbrennungstemperatur zu halten
•• Das richtige Mengenverhältnis des brennbaren Stoffes mit der Umgebungsluft
oder dem reaktiven Gas
Feuer
Richtiges
Mengenverhältnis
Der Verbrennungsvorgang
Brennbarer Stoff
Bild 29
Den Verbrennungsvorgang kann man in drei Phasen gliedern:
1.Trocknungsphase
In dieser Phase wird das im Holz enthaltene Wasser verdampft. Dies geschieht
bei Temperaturen von ca. 100°C. In der Anheizphase muss dem Holz wärme
zugeführt werden (wird durch kleine Holzscheite erreicht). Durch die Trocknung schrumpfen die Holzstücke bis Risse entstehen, welche die Trocknung
beschleunigen.
2.Entgasungsphase
Nach der Trocknung setzt bei Temperaturen über 100°C bis etwa 300°C die Holzentgasung ein. Aus der Holzsubstanz werden energiereiche, brennbare Gase
mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung (Kohlenwasserstoffe) ausgetrieben. Der Abbrand dieser Flüchtigen Bestandteile, die etwa 80% der Holzsubstanz ausmachen, ist an den langen, gelben Flammen, die aus dem Holz
schalgen, erkennbar. Die eigentliche Verbrennung beginnt mit der Entzündung
der entstandenen Gase bei ca. 225°C (Zündtemperatur) und der Freisetzung
von Wärme. Dazu muss auch eine ausreichende Menge Sauerstoff zugeführt
werden. Bei ca. 300°C ist der Höhepunkt der Verbrennung erreicht. Hier werden
die größten Wärmemengen freigesetz und dabei Flammentemperaturen bis zu
1100°C erreicht.
3.Ausbrandphase
Nach dem Abbrand der flüchtigen Bestandteile verbrennt die Holzkohle. Diese
wird bei Temperaturen um 500 bis 800°C vergast und ohne Rußbildung verbrannt. Dieser Vorgang ist an den kurzen, durchscheinenden Flämmchen zu
erkennen.
In einem Stück Holz können gleichzeitig von innen nach aussen alle drei Phasen
ablaufen.
Saubere Verbrennung
JETFIRE - Flammbündelplatte
Sekundärluft
Bild 30
Seite 16
Erste Voraussetzung für einen möglichst geringen Schadstoffauswurf ist die
Verwendung von trockenem Holz.
Die Anheizphase, bei der in besonderem Maße Zersetzungsprodukte auftreten,
muss durch die Verwendung von kleinstückigem Anfeuerholz möglichst schnell
durchlaufen werden, um in den Hochtemperaturbereich zu kommen.
Besonders schädlich wirkt sich eine Drosselung der Luftzufuhr während der Entgasungsphase aus, denn die Holzentgasung geht auch ohne Sauerstoffzufuhr und
ohne Flammenbildung weiter (Schwelbrand). Auf diese Weise können große Teile
der Holzsubstanz ohne Wärmegewinn, und damit nutzlos, augetrieben werden und
unverbrannt in die Umwelt entweichen, bzw. sich als Teer und Ruß auf den Feuerraumwänden und auf den Rauchgaswegen absetzen.
Auch in der Ausbrandphase darf die Luftzufuhr nicht völlig gedrosselt werden, es
besteht auch hier die Gefahr der Kohlenmonoxidbildung.
Beim Fortheizen soll nicht zu viel Holz aufgelegt werden. Die Holzmenge muss stets
dem Wärmebedarf angepasst sein.
JETIFIRE - Flammbündelplatte
Mit der JETIFIRE - Flammbündelplatte als Brennkammerabdeckung (Bild 30)
wird, in Verbindung mit der vorgewärmten Sekundärluftzufuhr durch die Heiztür; eine höhere Verbrennungstemperatur und dadurch ein schadstoffärmerer
und effektiverer Abbrand erzielt.
Diese Flammbündelplatte ist von Zeit zu Zeit, wie auch der Herd selbst, von
Verbrennungsrückständen zu säubern. Beim Wiedereinlegen der Flammbündelplatte ist die richtige Einbaulage zu beachten.
12. Brennstoffe
Geeignete Brennstoffe
Holz
Bild 31
Wassergehalt
%
Heizwert
kWh/kg
Waldfrisch geschlagen
50
~2,3
Über den Winter gelagert
40
~2,7
Über den Sommer gelagert
18-25
~3,4
Lufttrocken
15-20
~4,2
Holzlagerung
Tabelle 1
Scheitholz (Bild 31) soll einen Wassergehalt von ca. 20 % des Darrgewichtes,
eine Länge von 1/3 m haben und klein gespalten sein. So brennen die Scheite
rasch an und bringen bei gleicher Holzmenge eine höhere Heizleistung als
große Holzscheite. Im Freien sollte Fichte, Tanne oder Erle gut 2 Jahre, Hartholz
sogar 3 Jahre (überdacht!) gelagert werden.
Die Bedeutung des Wassergehaltes bei Holz auf den Heizwert zeigt Tabelle 1:
Braunkohlebriketts
Neben Holz können auch Braunkohlebriketts (Bild 32) verfeuert werden. Braunkohlebriketts zeichnen sich durch folgende Vorteile aus: hoher Heizwert, lang
anhaltende Wärme, gleich bleibende Qualität, sind leicht erhältlich (Baumarkt,
Brennstoffhändler), die 10-25 kg Bündel lassen sich leicht transportieren und
gut lagern.
Brennwert von Braunkohlebriketts:
5,83 kWh/ kg
Ungeeignete Brennstoffe
Bild 32
So heizen Sie richtig mit Braunkohlebriketts:
Um den Brennstoff optimal zu entzünden wird
eine hohe Verbrennungstemperatur benötigt.
Dazu Ausreichende Menge Anzündwürfel oder
Papier und Anfeuerholz auf den Rost des Feuerraums legen. Zwei bis drei kleine Holzscheite oder zwei bis drei Briketts dazugeben und
anzünden. Feuerraumtür schließen; Luftregler
auf Max. öffnen. Sobald Holz und Briketts brennen, Luftzufuhr entsprechend den individuellen
Heizbedürfnissen regulieren. Auf dem entstehenden Glutbett können, sobald die Flammen
erloschen sind, je nach individuellem Bedarf
neue Braunkohlenbriketts aufgelegt werden.
Feuchtes Holz, Rindenabfälle, Sägemehl, Feinhackschnitzel. Reisig, Holzwolle,
Holzspäne. Papier nur in ganz kleinen Mengen zum Anzünden verwenden.
Beim Abbrand solcher Brennstoffe entsteht hoher Schadstoffauswurf, großer
Aschenanfall, der Heizwert hingegen ist gering.
Unzulässige Brennstoffe
Oberflächenbehandeltes Holz (furniert, lackiert, imprägniert, usw.), Spanplattenholz, Abfälle jeder Art (Verpackungsmüll), Kunststoffe, Zeitungen, Gummi,
Leder, Textilien, usw.
Das Verbrennen derartiger Stoffe belastet die Umwelt stark und ist vom Gesetzgeber verboten.
Darüber hinaus können Schäden am Herd und Schornstein entstehen.
Auch der Abbrand von anderen Kohlebrennstoffen als Braunkohle ist unzulässig. Das Gerät ist mit diesen Brennstoffen nicht geprüft, Geräteschäden können
daher nicht ausgeschlossen werden und sind von der Garantie nicht gedeckt.
In diesem Fall entfällt jede Garantie!
13. Inbetriebnahme
Nach Fertigstellung der Aufstellungs- und Anschlussarbeiten und vor der ersten
Inbetriebnahme sind noch ein paar Maßnahmen zu treffen:
•• Stahlkochplatte: rundum zum Herdrahmen auf einen 2 mm Spalt achten, da
sonst beim Heizen eine Verfärbung am Edelstahl Herdrahmen auftritt!
•• Heiz und Aschentür öffnen, Aschenlade herausziehen und Allzweckschlüssel
herausnehmen.
•• Der aufgetragene Korrosionsschutz ist von der Stahlkochplatte abzuwischen
(siehe Seite 21)
•• Vor jeder Inbetriebnahme ist auf die Funktionsbereitschaft der Heizungsanlage (Wasserstand, Wasserdruck, Temperatur, Armaturen, Sicherheitseinrichtungen,...) zu achten!
Nachdem Sie sich mit der Bedienung des Herdes vertraut gemacht haben, kann
nun die erste Inbetriebnahme erfolgen.
Anheizen
Aschentür und Anheizklappe müssen nach der Anheizphase (ca. 15 Minuten) geschlossen werden!
•• Anheizklappe öffnen, Regler für Primärluft (Drehknopf ) auf Stufe 6 stellen
und Schieber für Sekundärluft ganz öffnen.
•• Heiztür öffnen
•• Stellen sie den Betriebsartenschalter auf Kochbetrieb
•• 2 kleine Holzscheite auf den Rost legen
•• Anzündehilfe zwischen die Holzscheite geben und 2 Holzscheiter darüber
schichten.
•• Heiztür schließen und Aschentür einen Spalt öffnen und Holz lebhaft anbrennen lassen.
Seite 17
Brennstoff nachlegen
•• Nach der Anheizphase weiteren Brennstoff nach Tabelle (siehe Lufteinstellungen) auflegen.
•• Primärluftregler je nach erforderlicher Leistung einstellen.
•• Sekundärluftregler je nach Brennstoff einstellen.
Beim Nachlegen von Brennstoff empfehlen wir:
1. Kurze Abstände (alle 30-50 Minuten)
2. Kleine Holzscheite
Brennstoff /
Feuerungsart
Nennwärmeleistung (~20 Pa)
Primärluft
Sekundärluft
Buchenholz
Flachfeuerung
6
max.
Buchenholz
Füllfeuerung
6
max.
Braunkohlebriketts
Füllfeuerung
6
min.
Tabelle 2
Lufteinstellungen
In Tabelle 2 sind die empfohlenen Lufteinstellungen (nach erreichter Betriebstemperatur) angegeben.
Die angegebenen Lufteinstellungen sind Richtwerte. Die dem Wärmebedarf des
Raumes entsprechende Luftschieberstellung ist durch Probieren zu ermitteln.
Die Füllmengen und Abbrandzeiten sind in Tabelle 3 ersichtlich.
Heizen
Befindet sich nur noch Glut auf dem Rost, so ist neuer Brennstoff gleichmäßig
auf dem gesamten Rost verteilt aufzulegen.
Dazu wird das Glutbett auf dem Rost gleichmäßig eingeebnet und anschließend
kann neuer Brennstoff aufgelegt werden.
Brennstoff /
Feuerungsart
Füllung
Abbranddauer
Buchenholz
Flachfeuerung
ca. 2,3 kg
(2-3 Holzscheiter)
ca. 60 min.
Buchenholz
Füllfeuerung
ca. 3,8 kg
(4-5 Holzscheiter)
ca. 60 min.
ca. 5,6 kg
ca. 120 min.
Braunkohlebriketts
Füllfeuerung
Tabelle 3
Brennstofffüllhöhe
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihren Herd nur bis unter die Sekundärluftöffnungen
an den Seitenwänden und in der Feuerraumrückwand, bzw. nicht über die Luftöffnungen des Stehrostes hinter der Feuerraumtür befüllen, da ansonsten der
Luftstrom in der Brennkammer unterbrochen wird. Bei Herden mit Sichtfenstern
kommt es in diesem Fall zu einem Verrußen und einer Eintrübung (Keramisierung) des Glases (keine Garantie!), bei allen Geräten jedenfalls zu einer unvollständigen und damit nicht effizienten Verbrennung; geringerer Wirkungsgrad.
Kochen
Zum Kochen stellen Sie den Betriebsart auf Kochbetrieb
. Am besten kocht
man auf heißer, nicht glühender Herdplatte. Überheizung bedeutet Verschwendung von Brennstoff. Die Höchste Herdplattentemperatur herrscht im Bereich
des Wärmetauschers (über dem Kesselthermometer). Dieser Bereich eignet
sich daher vorzüglich zum schnellen Ankochen. Die Randzonen mit niedrigeren
Temperaturen können zum Fortkochen bzw. Warmhalten verwendet werden.
Am besten verwenden Sie Töpfe mit starkem, ebenen Boden und passendem
Deckel.
Backen und Braten
Stellen sie den Betriebsartenschalter auf
. Zum Backen und Braten brauchen Sie gleichmäßig verteilte Wärme. Um diese Gleichmäßigkeit und eine genügend hohe Temperatur zu erreichen, muss das Backrohr bei geschlossener
Anheizklappe dem jeweiligen Backgut entsprechend vorgeheizt werden.
Ist der Herd auf die gewünschte Temperatur gebracht, schieben Sie das Backgut ein. Lassen Sie jedoch nicht starke Vollglut entstehen, sondern legen Sie
stets Brennstoff in kleinen Mengen nach. Die gewünschte Backrohrtemperatur
kann durch Veränderung der Verbrennungsluftzufuhr (Sekundär- und Primärluftregler) erreicht werden. Hohe Kuchenformen auf den Bratrost auf der unteren
Einschubrille des Backrohrs stellen. Alle Kuchen in der Form backen Sie bei
mäßiger Hitze (180-200 °C). Ein Backblech mit flachen Kuchen oder Kleingebäck
kann man auf beiden Einschubrillen einschieben. Dabei empfiehlt sich eine
etwas stärkere Backhitze (200-220 °C). Zum Braten brauchen Sie bedeutend
höhere Temperaturen, vorheizen ist dafür unbedingt notwendig.
Heizen in der Übergangszeit
Bei Außentemperaturen über 15 °C besteht die Gefahr, dass auf Grund des geringen Förderdrucks des Schornsteins nur ein mäßiges Feuer entsteht. Dies hat
eine vermehrte Russbildung in den Rauchkanälen des Herdes und im Schornstein zur Folge. Erhöhen Sie die Primärluftzufuhr, schüren Sie öfter und legen
Sie häufiger nach (kleinere Holzscheite) um die Russbildung in der Übergangszeit zu reduzieren.
Seite 18
14. Wartung und Pflege
Regelmäßige Wartung und Pflege bzw. Reinigung des Herdes, der Heizgaszüge
und des Verbindungsstücks und des Schornsteins sind für die Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Werterhaltung des Herdes besonders wichtig.
Nach jeder Heizperiode sowie nach längeren Betriebsunterbrechungen sollte
eine gründliche Reinigung durchgeführt werden (siehe Wichtige Hinweise Seite
4). Bei häufiger Benutzung oder bei Verwendung minderwertiger Brennstoffe
entsprechend öfter!
•• Kochplatte abnehmen und reinigen, vor allem die Unterseite! Bei Glaskeramikkochplatten ist die Unterseite mit einem Handbesen, bei Stahlkochplatten
mit einer Drahtbürste zu säubern.
Putztürblende
•• Rost herausnehmen und abbürsten. Verstopfte Rostschlitze freimachen.
•• Abgasrohr(e) abnehmen und kehren.
•• Brennraumwände und Abgasschacht mit dem Aschenschieber abschaben.
•• Anheizklappe und Halterung abbürsten und Funktion kontrollieren.
•• Aschenlade herausnehmen und entleeren. Aschenladenraum kehren.
Putzdeckel mit
Dichtung
Bild 33
3.
•• Die nach Abnahme des Putzdeckels erreichbaren Heizgaszüge mit dem
Aschenschieber abschaben.
•• Kochplatten- und Putzdeckeldichtschnüre kontrollieren, gegebenenfalls erneuern.
•• Sekundärluftschlitze an der Heiztürschutzplatte mit Drahtbürste frei bürsten.
•• Beim Reinigen der Chrom, Eloxal- oder Emailflächen nur schonende (nicht
alkalische) Putzmittel und keine kratzenden Reinigungsgeräte verwenden.
Dasselbe gilt für die Reinigung des Backrohres.
1.
•• Beim Wiedereinsetzen der verschiedenen Herdteile (Abgasrohr, Kochplatte,
Rost, Putzdeckel, Aschenlade) ist deren korrekte, funktionsgerechte Lage
und/oder Dichtheit zu beachten.
2.
•• Beim Auflegen der Kochplatte ist rundum auf einen 2 mm großen Spalt zum
Herdrahmen zu achten!
Reinigungsöffnung
Bild 34
Die Putztürblende ist in einem Kugelschnapper eingerastet und aufschwenkbar
(Bild 33). Der dahinter liegende Putzdeckel ist mit 2 Flügelmuttern an der Herdfront befestigt und zum Reinigen der Heizzüge abzunehmen. Vor dem Wiederanschrauben ist die Dichtschnur am Putzdeckel auf Dichtheit zu kontrollieren
und bei Bedarf auszuwechseln.
Kochplatte abnehmen
2.
Reinigungsbürste
1.
Zum abnehmen der Kochplatte zuerst die Backrohrtür öffnen (Bild 34).
Den mitgelieferten Allzweckschlüssel in die Öffnung unter dem Herdrahmen
einführen und die Kochplatte nach oben drücken und abnehmen
Reinigung mit Staubsauger
3.
Das Gerät völlig auskühlen lassen und Staubsauger nur mit einer » Ash Box «
als Vorsatz in Betrieb nehmen – Brandgefahr!
Reinigung Wärmetauscher
Zum Reinigen des Rohrwärmetauschers die Kochplatte abnehmen und an der
Wärmetauscher-Rückwand den Umschaltklappenanschlag entfernen (Bild 35).
Die Umschaltklappe mithilfe des Betriebsartenschalters aufschwenken.
Ablagerungen in den Wärmetauscherrohren mit der mitgelieferten Reinigungsbürste entfernen.
Reinigung Verbindungsstück
Bild 35
Dazu die Kochplatte anheben und Abgasstutzen und Verbindungsstück mit geeigneter Bürste reinigen bzw. mit Staubsauger aussaugen (nur in Kombination
einer »Ash Box« – Brandgefahr!). Längere Verbindungsstücke sowie Verbindungestücke über Eck sind mit einer Reinigungsöffnung zu versehen.
Seite 19
Rost
Der Rost kann mittels Rostrüttelung recht einfach entascht werden. Sind jedoch
die Luftschlitze durch Schlacke, Verkrustungen oder sonstigen Verbrennungsrückständen stark verstopft, ist der Rost ganz herauszunehmen und zu säubern.
Dazu Heiz- und Aschentür öffnen, Aschenlade herausnehmen, und den Rost von
unten anheben und durch die Heiztür herausziehen.
Nach dem Reinigen wird der Rost durch die Heiztür bis zum rückwärtigen Schamottstein geschoben, hinten nach unten gesenkt und noch einmal bis zum
Anschlag zurückgeschoben. Rostrüttelung betätigen.
Bild 36
Aschebehälter
Entleeren Sie regelmäßig und rechtzeitig den Aschebehälter. Der Aschekegel
darf die Primärluftöffnungen im Aschebehälter nicht verschließen  Primärluftzufuhr.
Bild 37
Bild 38
In der Asche kann noch Glut sein: Die entnommene Asche nur in Blechgefäße
füllen!
Backrohrtür
Zum Abkühlen des Backrohres kann die Backrohrtür in einer ca. 70°-Stellung
fixiert werden. Die Backrohrtür kann vollständig abgenommen werden. Das ist
beim gründlichen Reinigen des Backrohres von Vorteil.
Aushängen der Backrohrtür
Bild 39
•• Backrohrtür ganz öffnen, Klipps an den Türscharnieren nach vorne klappen
(Bild 36).
•• Die Backrohrtür mit beiden Händen seitlich fassen und Tür leicht anheben,
die Scharniere nach vorne aus den Türöffnungen ziehen (Bild 37+38).
Einhängen der Backrohrtür
•• Die Backofentür mit beiden Händen seitlich fassen und die Scharniere in die
Öffnungen am Backofen einführen, das Scharnier rastet ein (Bild 39).
Bild 40
•• Die Backofentür langsam ganz öffnen, Klipps an den Türscharnieren wieder
zurückklappen, Backofentür schließen (Bild 40).
Backrohrtürsichtfenster reinigen
Bild 41
Bei einer Überhitzung des Gerätes oder bei einer schadhaften Dichtung kann es
vorkommen, dass die Backrohrgläser innen beschlagen. Zur Reinigung befolgen
Sie bitte nachfolgende Punkte:
•• Backrohrtür nach Anleitung aushängen und auf eine saubere Unterlage legen,
die Griffbefestigungen lösen (2x) und den Backrohrgriff abnehmen (Bild 41).
•• Backrohtürblende an der Griffseite aufschwenken und nach vorne wegnehmen (Bild 42).
•• Schauglaspaket herausnehmen, Silikondichtring abnehmen (Bild 43).
Bild 42
ACHTUNG: Einbaulage Silikondichtring merken !
•• Gläser vorsichtig reinigen, verwenden sie dazu ein schonendes Reinigungsmittel (z.B. Seifenwasser) und ein weiches Tuch.
•• Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Backrohrseitengitter
Bild 43
Die Backrohrseitengitter können ebenfalls herausgenommen werden, um die
Reinigung zu erleichtern.
Ausbauen:
Seitengitter vorne anheben und aus dem Backrohr entnehmen (Bild 44).
Einbauen:
Seitengitter hinten einhängen, anschließend vorne nach unten drücken (Bild 45).
Bild 44
Bild 45
Seite 20
Brennraumsichtfenster reinigen
Verwenden Sie zur Reinigung der Brennraumsichtfenster schonende Reinigungsmittel (z.B. Seifenwasser) und ein weiches Tuch.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen, ungeeigneten Brennstoffen oder einer
unsachgemäßen Bedienung kann es vorkommen, dass die Heiztürgläser innen
beschlagen. Zur Reinigung befolgen Sie bitte nachfolgende Punkte:
Bild 46
•• Heiztür öffnen
•• 4 Stück Innensechskantschrauben (Imbusschrauben) lösen (Bild 46).
•• Glaspaket anheben und behutsam nach unten wegnehmen
ACHTUNG: Glas steht oben vor !
•• Das mittlere Heiztürglas kann anschließend nach oben herausgenommen werden (Bild 47).
Zusammenbau
•• Achten Sie beim Zusammenbau unbedingt darauf, dass sich die abgefaste Ecke
der widereingesetzen Sichtscheibe auf der Seite der fixierten Sichtscheibe befindet. Die Fase kennzeichnet die Seite mit einer speziellen IR-Beschichtung,
dadurch wird die Wärmestrahlung durch das Sichtfenster reduziert.
•• Einbau des Glaspaketes erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau.
Brennstofflade aushängen
Bild 47
Zum herausnehmen der Brennstofflade müssen die 2 Rändelschrauben gelöst
und nach vorne geschoben werden (1.). Nun kann die Lade mit leichtem Anheben herausgenommen werden (2.).
Zum Einsetzen die Lade auf die Schienen legen und bis zum Anschlag schließen
(3.). Die Lade ein wenig öffnen (4.), die Rändelschrauben wieder nach hinten
schieben und festschrauben (5.).
Stahlkochplatte
Hinweise zur Pflege und Konservierung der Stahlkochplatte
Bei einem Herd mit einer blank geschliffenen Stahlkochplatte wurde die Oberfläche zum Schutz vor Korrosion vor dem Verpacken eingeölt.
1.
2.
Erstes Einheizen
Bild 48
3.
Vor der ersten Inbetriebnahme ist der aufgetragene Korrosionsschutz von der
Kochplatte abzuwischen. Öffnen Sie während des ersten Heizens aber das Fenster, da der aufgetragene Korrosionsschutz für kurze Zeit einen unangenehmen
aber unbedenklichen Rauch und Geruch entwickelt.
Ebenso tritt bei der Stahlkochplatte von der heißesten Stelle zum Plattenrand
hin eine für Stahl typische Verfärbung bei Wärmeeinwirkung auf. Diese Verfärbung wird mit jeder weiteren Inbetriebnahme immer gleichmäßiger!
Reinigung
4.
5.
Bild 49
Das Reinigen der Stahlkochplatte erfolgt am zweckmäßigsten nach dem Heizen
im noch warmen Zustand.
Zur Reinigung selbst können herkömmliche pulverförmige oder flüssige Scheuermittel verwendet werden. Hartnäckige Verkrustungen sind mit dem beigelegtem Reinigungsvlies zu entfernen (Achtung: Schliffrichtung der Stahlherdplatte
beachten; nicht geeignet für Glaskeramik, Email, Kunststoff )
Danach feucht nachwischen und die Kochplatte abtrocknen lassen. Dies erfolgt
bei einem noch warmen Herd natürlich am schnellsten. Anschließend leicht mit
säurefreiem Öl (z.B. Nähmaschinenöl, Waffenöl) etwas Margarine einfetten.
Lassen Sie keine Töpfe oder Pfannen auf der kalten Kochplatte stehen. Es würden sich "Rostränder" bilden, die nur schwer zu entfernen sind!
Konservierung
Sollte der Herd für längere Zeit unbenutzt bleiben, so empfiehlt es sich, die
Kochplatte nach dem Reinigen mit säurefreiem Öl oder etwas Margarine einzufetten. Vor der darauf folgenden Benutzung ist die Kochplatte natürlich wieder
abzuwischen!
Wenn Sie diese Hinweise befolgen, verhindern Sie Rost- und Fleckenbildung auf
der Kochplatte und der Herd behält sein gepflegtes Aussehen.
Achten Sie darauf, dass die Dehnfugen der Stahlkochplatte stets frei von Verkrustungen sind, um die Ausdehnung der Platte bei Wärmeeinwirkung zu ermöglichen. Eingebrannte Speisereste oder Schlackenteile in den Fugen können
einen Verzug der Stahlkochplatte verursachen.
Seite 21
Glaskeramikkochfläche
•• Verwenden Sie keinesfalls kratzende oder aggressive Reinigungsmittel wie z.B. Grill- und
Backofensprays, Flecken und Rostentferner,
Scheuersande, Schwämme mit kratzender Oberfläche.
•• Kratzer können auch entstehen, wenn z.B. Sandkörner vom vorausgegangenen Gemüseputzen
mit dem Topf über die Kochfläche gezogen werden.
•• Topf- und Pfannenböden können Ränder und
Grate haben, die beim Verschieben unschöne
Spuren hinterlassen oder kratzend und scheuernd auf die Glaskeramik Oberfläche wirken
können. Dies gilt besonders für Kochgeschirre
aus Gusseisen und Email Töpfen.
•• Töpfe sollten Sie stets mit sauberem und trockenem Boden aufstellen. Vermeiden Sie das
Leerkochen von Emailgeschirren.
•• Bitte verwenden Sie auf Ihrem CERAN®-Feld
keine (meist zu weichen) Aluminiumtöpfe! Da
die Glaskeramik wesentlich härter ist als die
meisten Aluminiumlegierungen, können durch
Abrieb unschöne Streifen auf der Glasoberfläche
entstehen, die sich fest gebrannt kaum mehr
entfernen lassen.
•• Von der heißen Kochfläche fernhalten sollten Sie
alles, was anschmelzen kann, z.B. Kunststoffe,
Alufolie, besonders Zucker und stark zuckerhaltige Speisen.
•• Ist versehentlich doch etwas auf der Kochfläche
festgebrannt, so müssen Sie dieses umgehend
(im heißen Zustand) mit dem Rasierklingenschaber entfernen, um Oberflächenbeschädigungen
zu vermeiden.
•• Schäden durch Zucker oder zuckerhaltige Speisen können Sie vorbeugen, indem Sie Ihre Glaskeramik Kochfläche entweder immer, oder vor
der Zubereitung stark zuckerhaltiger Speisen mit
Ceran®-fix bzw. Collo Profi reinigen. Durch diese
Mittel wird ein Silikonfilm auf die Glaskeramik
Kochfläche aufgebracht, der nicht nur schützt,
sondern außerdem Ihre Kochfläche noch „glatter macht‘ und wasser- bzw. schmutzabweisend
wirkt. Der Silikonfilm ist jedoch bei den hohen
Temperaturen, die in den Kochzonen auftreten,
nicht beständig und muss deshalb immer wieder neu aufgebracht werden.
Was ist CERAN® ?
Glaskeramikkochflächen der Fa. SCHOTT aus Mainz sind extrem temperaturbeständig und überstehen auch abrupte Temperaturschocks bis 750 °C.
CERAN® ist unempfindlich gegenüber normalen mechanischen Belastungen in
der Küche. Die vier Millimeter starke Glaskeramik ist zudem sehr hitzedurchlässig. Sie lässt Strahlungshitze nahezu verlustfrei passieren, leitet aber kaum
Wärme zu den Seiten ab.
CERAN®-Kochfelder sind leicht zu reinigen und machen das Spiel der Flammen
sichtbar.
Pflegeanleitung und praktische Tipps für Glaskeramikkochplatten
Reinigen Sie Ihr Glaskeramikkochfeld vor der ersten Benutzung gründlich und
dann regelmäßig, wenn es handwarm oder kalt ist. Vermeiden Sie wiederholtes
Festbrennen von Verschmutzungen.
Zur Reinigung empfehlen wir:
•• Haushaltspapiertücher oder ein sauberes Tuch
•• Rasierklingenschaber (Achtung: nur für Oberseite! Keinesfalls dürfen damit
Verbrennungsrückstände von der (rauen) Unterseite der Platte entfernt werden, da auf diese Weise Unebenheiten abgeschabt würden – was wiederum
zu Kratzern („Sollbruchstellen“) führen würde.
•• Handelsübliche Glaskeramikreiniger
Der jeweilige Verschmutzungsgrad bestimmt die Wahl der Mittel:
•• Leichte, nicht festgebrannte Verschmutzungen wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab.
•• Alle groben und fest anhaftenden Verschmutzungen entfernen Sie einfach
und bequem mit dem Rasierklingenschaber. Kalk, Wasserränder, Fettspritzer und metallisch schillernde Verfärbungen reinigen Sie mit handelsüblichen
Glaskeramikreinigungsmitteln.
Grundsätzlich müssen Reinigungsmittelrückstände feucht und vollständig weggewischt werden (auch wenn Gebrauchsanleitungen für Reinigungsmittel anders lauten), da sie beim Wiederaufheizen ätzend wirken können. Abschließend
trockenreiben. Bei richtiger Anwendung behält die Glaskeramikkochfläche ihr
schönes Aussehen.
Was ist, wenn...?
... wenn ein chemischer Reiniger allein nicht ausreicht?
Prüfen Sie, ob Sie nicht viel schneller zum Ziel kommen, wenn Sie den Rasierklingenschaber zu Hilfe nehmen.
... wenn sich mit der Zeit flächige metallisch aussehende Verfärbungen auf den
Kochzonen einstellen?
Es wurden überwiegend ungeeignete Reinigungsmittel verwendet. Die Verfärbungen lassen sich jetzt nur mühsam mit Sidol®, Alkohol oder Stahlfix entfernen.
... wenn, die Oberfläche Kratzer oder kleine Ausmuschelungen aufweist?
Diese Schönheitsfehler, durch kratzende oder angeschmolzene Gegenstände
verursacht, können nicht behoben werden. Die Funktionstüchtigkeit Ihres Herdes ist in keiner Weise beeinträchtigt.
... wenn dunkle Flecken entstanden sind?
Falls die Reinigung mit Rasierklingenschaber, Sidol®, Alkohol oder Stahlfix keine Besserung zeigt, handelt es sich vermutlich um abgeschmirgeltes Dekor,
verursacht durch ungeeignete Reinigungsmittel oder scheuernde Topfböden.
Wo bekommen Sie die Reinigungsmittel?
Glaskeramikreinigungsmittel gibt es z.B. in Warenhäusern (Elektrofachabteilung), Elektrofachgeschäften, Drogeriemärkten, im Lebensmittelhandel und in
Küchenstudios.
Seite 22
15. Fehlerbehebung
Für einen störungsfreien Betrieb des Herdes ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren notwendig:
Herd: Richtige Aufstellung, Anschluss und Inbetriebnahme.
Bedienung/Pflege: Nach den Hinweisen in der Bedienungsanleitung, regelmäßige Reinigung von Herd, Abgasrohr und Schornstein.
Schornstein: Richtige Dimensionierung, einwandfreier Zustand.
Brennstoff: Empfohlene Brennstoffsorten in ausreichender Qualität und Trockenheit verwenden.
Witterung: Keine Stickluft im Schornstein.
In nachstehender Auflistung sind mögliche Störfälle, deren Ursachen und die Möglichkeiten zur Abhilfe angeführt:
Störung
Rostrüttelung klemmt
Mögliche Ursache
Behebung
Schlacke oder Verbrennungsrückstände sind
zwischen Rost und Rostlager eingeklemmt
Mit Aschenschieber den Rost wieder freistellen, Rost und Brennkammer reinigen
Aschenlade überfüllt, Asche ragt bereits bis zum
Rost
Aschenlade entleeren, Brennraum und Aschenladenraum reinigen
Der Rost ist nicht ordentlich im Lager positioniert Siehe Rost auf Seite 19
Rauchaustritt beim Anheizen
bzw. beim Heizen
Verfärbungen am Herdrahmen
bzw. an Blenden und Griffen
Schornstein noch kalt oder Stickluft im Schornstein
Papierknäuel im Herd oder im Schornstein anzünden und abbrennen
lassen
Zu niedriger Förderdruck im Schornstein
Begutachtung des Schornsteins hinsichtlich Bemessung durch den
zuständigen Schornsteinfeger (eventuell Kaminzugbeschleuniger
einbauen)
Rauchintensiver, zu feuchter oder minderwertiger
Brennstoff in Verwendung
Siehe Brennstoffe auf Seite 17
Heizgaszüge, Verbindungsrohre oder Schornstein
stark verrußt oder verlegt
Schnellstens eine gründliche Reinigung von Herd und Verbindungsrohren vornehmen, Schornstein fegen lassen
Anheizklappe nicht geöffnet
Anheizklappe öffnen
Eventuell vorhandener Dunstabzug ist in Betrieb
Leistung des Dunstabzuges drosseln; für die Nötige Luftzufuhr von
außen Fenster oder Türen öffnen
Zuwenig Verbrennungsluft (Frischluft) von außen
für die nötige Luftzufuhr von außen Fenster oder Türen öffnen
Zu hoher Förderdruck im Schornstein (zu hohe
Leistung)
Begutachtung des Schornsteins hinsichtlich Bemessung durch den
zuständigen Schornsteinfeger
Herdplatte verzieht sich
Herdplatte ausrichten lassen bzw. austauschen; Fragen Sie Ihren
Schornsteinfeger, eventuell Einbau einer Drosselklappe
Herdrahmen bzw. Edelstahlteile
verfärben sich
Oberflächen reinigen; Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, eventuell
Einbau einer Drosselklappe
Backrohr wölbt sich und Email
reißt
Zu hoher Förderdruck (Kaminzug) im Schornstein
Scheiben reinigen bzw. austauschen; Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, eventuell Einbau einer Drosselklappe
Backrohrschauglas wird trübe
Zu niedrige Temperatur (Herd
heizt nicht richtig)
Kleine Emailschäden führen zu keiner Betriebsbeeinträchtigung. Bei
großen Absplitterungen Kundendienst kontaktieren; Fragen Sie Ihren
Schornsteinfeger, eventuell Einbau einer Drosselklappe
Bei Umstellung des Abgasanschlusses wurde
die ursprüngliche Öffnung nicht oder undicht
geschlossen
Verzinkte Abdeckscheibe fest anschrauben
Falsche Lufteinstellung (zu niedrige, nicht auf
den verwendeten Brennstoff abgestimmte Lufteinstellung)
Siehe Tabelle Lufteinstellung auf Seite 18.
Falscher, zu feuchter oder minderwertiger Brennstoff in Verwendung
Siehe Brennstoffe auf Seite 17
Zu niedriger Förderdruck im Schornstein, witterungsbedingt häufig Stickluft im Schornstein
Begutachtung des Schornsteins hinsichtlich Bemessung, Zustand,
Dichtheit durch den zuständigen Schornsteinfeger
Undichtheiten an der Verbindung zwischen Herd
und Schornstein, Mauerbüchse nicht sauber in
den Schornstein eingebunden, Kaminputztür ist
undicht
Verbindung lösen, lose Mauerteile entfernen, Mauerbüchse sauber in
den Schornstein einmauern, Verbindungsrohre mit Dichtschnur in die
Mauerbüchse einpassen, Kaminputztüre abdichten (Siehe Abgasanschluss auf Seite 10)
Verbindungsrohre verkantet oder schlecht ineinander geschoben
Verbindung lösen und sauber fluchtend bzw. richtig zusammengesteckt verlegen
Herd, Verbindungsrohre oder Schornstein stark
verrußt oder verlegt
Gründliche Reinigung von Brennraum, Aschenraum, Heizgaszügen
und Verbindungsrohren. Schornstein fegen lassen
Offene Putzdeckelöffnung (bei letzter Reinigung
Deckel nicht mehr angeschraubt)
Putzdeckel wieder anschrauben
Stahlkochplatte liegt nicht richtig auf
Stahlkochplatte einrichten – rundum muss zum Herdrahmen ein 2
mm Spalt bestehen
Leistungsregler defekt
Auswechseln des defekten Leistungsreglers
Zuwenig Verbrennungsluft (Frischluft) von außen
für die nötige Luftzufuhr von außen Fenster oder Türen öffnen
Seite 23
Zu hohe Temperaturen (Gefahr
durch Überhitzung)
Stahlkochplatte rostet
Backrohr wird nicht heiß
Backrohrschauglas trübe
Falsche Lufteinstellung (zu hohe, nicht auf den
verwendeten Brennstoff abgestimmte Lufteinstellung)
Siehe Tabelle Lufteinstellung auf Seite 17
Offene Heiz- und Aschentür
Türen sofort schließen
Zu hoher Förderdruck im Schornstein
Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, eventuell Einbau einer Drosselklappe
Leistungsregler an der Aschentür defekt bzw.
Reglerklappe verklemmt
Auswechseln des defekten Leistungsreglers bzw. Aschentüre reinigen
Falscher Brennstoff in Verwendung
Siehe Brennstoffe auf Seite 17
Bei leichtem Flugrost über die ganze Kochfläche
hin kann die Feuchtigkeit der Raumluft Ursache
sein (Dampf aus dem Wasserschiff, Kochdunst)
Oberfläche abschmirgeln und mit säurefreiem Fett einlassen.
Feuchtreinigung ausschließlich im warmen Zustand!
Rostflecken, Rostringe kommen von übergelaufenen Töpfen, Speiseresten, von nassem Geschirr
und dgl
Nach dem Kochen die Kochfläche abwischen und einlassen, Rostflecken abschmirgeln. Kochfläche nicht als Abstellfläche benützen.
Siehe Herde mit Stahlkochplatte auf Seite 21
Anheizklappe ist geöffnet
Anheizklappe schließen
Falscher Förderdruck im Schornstein
Kontaktieren Sie Ihren Schornsteinfeger
Leistungsregler defekt
Auswechseln des defekten Leistungsreglers
Überhitzung des Herdes
Siehe Störungsanzeige „Zu hohe Temperatur“, Backrohrtür aushängen, Schaugläser ausbauen, Dichtungsrahmen abnehmen, Schaugläser reinigen
Defekte Dichtung
Dichtungsrahmen oder Schauglas komplett auswechseln
16. Kundendienst / Ersatzteilanforderung
ÖSTERREICH (Zentrale)
LOHBERGER Heiz u. Kochgeräte Technologie
GmbH
Landstraße 19
5231 Schalchen
Telefon: 07742/ 5211-199
Telefax: 07742/ 58765-199
E-Mail: service@lohberger.com
BITTE BEACHTEN
Damit unser Kundendienst Reparaturen bzw. Ersatzteillieferungen prompt und
zu Ihrer Zufriedenheit erledigen kann, benötigen wir von Ihnen folgende Informationen:
•• Ihre genaue Anschrift
•• Ihre Telefon- und ggf. Faxnummer bzw. E-Mail Adresse
•• Die genaue Gerätebezeichnung (siehe Typenschild)
•• Wann kann der Kundendienst Sie besuchen?
•• Das Kaufdatum
•• Eine möglichst detaillierte Beschreibung des Problems oder Ihres Servicewunsches
•• Halten Sie bitte Ihre Herdrechnung bereit
So helfen Sie uns, unnötigen Zeit- und Kostenaufwand zu vermeiden und auch
für Sie effizienter zu arbeiten.
Seite 24
17. Geräteabmessungen
105
60
13,5
4
18 - 15***
RA Ø 14,5
RA Ø 14,5
3 - 0***
6 - 3***
85
68**
68
14
5 - 6,5
13,5
RA Ø 14,5
18
VL, 1“
(Innengew.)
19,5
TH
TH für TAS
Abmessungen mit Installationspaket
13,5
RA Ø 14,5
VL, 1“
(Innengew.)
TAS, 1/2“
(Aussengew.)
3
76
62
Pumpenthermostat
RL, 1“
(Innengew.)
25,5
RL, 1“ (Innengew.)
68
28
8
TAS 3/4“ Eingang
VL Kesselvorlauf
RLKesselrücklauf
THTauchhülse
TASThermische Ablaufsicherung
RARauchrohranschluss
*
** *** (Zubehör)
18
13
8
44,5
TAS 3/4“ Ausgang
Aufmass je Brandschutzeinheit berücksichtigen  + 5 cm bzw. + 7,5 cm (Ausführung geschlossen)!
Rauchrohranschlusshöhe bezogen auf eine Herdhöhe von 85 cm!
Maße abhängig von der Herdrahmenverstellung (0-3 cm)!
Beispiel:
Herdrahmenüberstand vorne = 0 cm  Rauchrohranschluss seitlich = 18 cm  Abstand Aufstellwand zu Herdrückwand = 6 cm
Seite 25
18. Technische Daten
AC 105
F3+B3
Fülltüröffnung
Breite x Höhe
mm
185 x 245
Füllraum
Breite x Tiefe
mm
233 x 405
Brennstofffüllhöhe
Rost oben / unten
mm
100 / 250
Bratrohr
Breite x Höhe x Tiefe
mm
420 x 290 x 410
Breite x Tiefe
mm
1008 x 507
Fläche
m2
0,51
Kochfläche
Aschenlade
Herd
Liter
4,5
Brennstoffvorratsbehälter
Herd
Liter
34,5
Brennstoffverbrauch
Heizleistung min. / max.
kg / h
2,3 / 3,8
Zentralheizeinsatz
Wasserinhalt
Liter
25
Betriebsdruck
Max.
bar
3
Betriebstemperatur
Max.
°C
95
Backblech
Breite x Tiefe
mm
400 x 400
Backblech / Grillrost
Breite x Tiefe
mm
400 x 400
Gewicht
incl. Verpackung
kg
345
kg
ca. 30 – 40
Holz / Braunkohle
kW
14 / 13,5
Wasserheizleistung
Holz / Braunkohle
kW
10,5 / 9,5
Raumheizleistung
Holz / Braunkohle
kW
3,5 / 4
Holz
kW
8,8
Wasserheizleistung
Holz
kW
7,5
Raumheizleistung
Holz
kW
1,3
Verpackung
Leistungsangaben:
Daten zur Schornsteinberechnung
Nennwärmeleistung Füllfeuerung
Nennwärmeleistung Flachfeuerung
Abgastemperatur
Holz / Braunkohle
°C
182 / 160
Abgasmassenstrom
Holz / Braunkohle
g/s
11,3 / 11,9
Notwendiger Förderdruck
Holz / Braunkohle bei NWL
mbar
0,20 / 0,21
Tabelle 4
19. Typenprüfung / Typenschild
Heiz+Kochgeräte Technologie GmbH
A-Schalchen, Landstrasse 19
Heizungsherd Varioline AquaTherm Combi
FABRIK. NR.
31070010
Abstand zu brennbaren Bauteilen:
10
DIN EN 12815:2005
seitlich 20 cm
hinten 20 cm
vorne 80 cm
bei verw. von Brandschutzeinheit BSE
seitlich 0 cm
Gesamt-Wärmeleistung:
14 kW
Raumheizleistung:
3,5 kW
Wasserheizleistung:
10,5 kW
Mittlere Abgastemperatur:
182 °C
Zulässige Brennstoffe:
Scheitholz
Braunkohlebriketts
Mittlere CO-Emission (bez. auf 13% O2):
0,07 %
Energieeffizienz:
87,1 %
Die Mehrfachbelegung des Schornsteins ist zulässig
BEDIENUNGSANLEITUNG BEACHTEN!
Prüfstelle:
Prüfbericht-Nr.:
Seite 26
TGM-Versuchsanstalt, 1200 Wien
TGM-VA HL 7813
Das Gerät Varioline AquaTherm-Combi wurde von der Prüfanstalt TGM-Wien erfolgreich nach den aktuellen europäischen Normen geprüft.
Prüferichtsnummer: TGM-VA HL 7813
Die Emissionen gemäß Art. 15a B-VG über Schutzmaßnahmen und über die
Einsparung von Energie werden eingehalten.
Zudem werden unter anderem folgende Abgasgrenzwerte eingehalten:
Regensburger Norm, Stuttgarter Norm und Münchner Verordnung.
EG - Konformitätserklärung
Der Hersteller
LOHBERGER Heiz + Kochgeräte GmbH
Landstraße 19
5231 Schalchen
Österreich
erklärt hiermit, dass der Raumheizer zur Verfeuerung von Holzpellets mit der Handelsbezeichnung
VARIOLINE AquaTherm Combi AC 105
konform ist mit den Bestimmungen der
EG-Bauproduktenrichtlinie 89/106/EWG sowie Mandat M129
und mit den folgenden harmonisierten Normen übereinstimmt:
DIN EN 12815:2001+A1:2004:2005
Eine Prüfung des Raumheizers für feste Brennstoffe auf Übereinstimmung mit den Anforderungen der
Norm erfolgte bei der notifizierten Prüfstelle
TGM
Technologisches Gewerbe-Museum
Staatliche Versuchsanstalt - Heizung und Lüftung
Wexstraße 19-23
1200 Wien
Österreich
Die Originalprüfzeugnisse liegen beim Hersteller auf.
Ort, Datum
Schalchen, 20.05.2010
Name des Unterzeichnenden
Manfred Huber, Geschäftsführer
Rechtsverbindliche Unterschrift
Die Sicherheitshinweise der dem Produkt beiliegenden Aufstellungs und Bedienungsanleitung sind zu
beachten.
Seite 27
Garantiebedingungen
Diese Garantiebedingungen gelten in allen europäischen Ländern, in denen Geräte von Lohberger durch ortsansässige Fachhändler
vertrieben werden. Garantieansprüche sind grundsätzlich an einen ortsansässigen Fachhändler, bzw. den Händler, bei dem Sie das Gerät
gekauft haben, zu richten.
Grundsätzlich gewährt Lohberger für nachweisbare Material
oder Fertigungsfehler 3 Jahre Vollgarantie. Der Garantieanspruch
endet jedenfalls fünf Jahre nach Fertigung des Gerätes.
Für manche Typen und Teile gibt es bestimmte Einschränkungen:
bei Geräten mit Zentralheizeinsatz ist die Garantie entweder von
der fachgerechten Montage einer Rücklaufanhebung oder dem
Einbau eines Armaturenschrankes (AME.4) abhängig.
Ausnahmen
Die Garantie erstreckt sich nicht auf den normalen Verschleiß,
dem jedes Gerät durch den Heizvorgang unterliegt. Solche Teile
sind zum Beispiel:
Schamottsteine, die durch den Heizvorgang farbliche Veränderungen oder Risse bekommen können, die, solange die Schamotte ihre Position im Feuerraum beibehalten, keine beeinträchtigung der Funktion bedeuten.
Glasscheiben (Glasbruch durch äußere Einwirkung, veränderungen der Oberfläche durch thermische Einwirkung wie z.B. angesinterte Flugasche oder Rußfahnen an der Scheibenoberfläche)
Lackverfärbungen durch Überlastung bzw. thermische beanspruchung.
Dichtungen (z.B. Verhärtung bzw. Bruch durch thermische oder
mechanische Belastung)
Oberflächenbeschichtungen (häufiges Putzen oder Putzen mit
scheuernden Putzmitteln)
Gussteile (Thermisch hoch belastete Gussteile wie z.B. JETFIREFlammbündelplatte und Rost)
DER GARANTIEBEGINN
Garantiebeginn ist der Zeitpunkt der Übergabe des Gerätes an
Sie als „Verbraucher“. Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung
mit Garantieabschnitt bitte stets mit der Rechnung auf. Voraussetzung für unsere Garantiepflicht ist, dass das Gerät nach unseren Anweisungen und den geltenden EN / DIN / Ö Normen
montiert und angeschlossen ist und nach unserer Anleitung
sachgemäß bedient und fachgerecht gewartet wurde.
DIE REPARATUREN
Art der Mangel behoben werden soll. Im Falle einer Reparatur
sorgen wir für eine fachgerechte Ausführung vor Ort oder in unserem Werk. Dadurch wird der durch die Übergabe festgelegte
Garantiebeginn nicht beeinflusst; ist es notwendig, das Gerät
auszutauschen, beginnt die Garantiezeit erneut zu laufen. Wenn
Sie Ihr Gerät zur Reparatur einschicken, legen Sie bitte den Kaufnachweis bei.
DIE KOSTEN
Für die Dauer der Garantie übernimmt Lohberger sämtliche Kosten. Wenn wir entscheiden, dass die Reparatur Ihres Gerätes
zweckmäßigerweise in unserem Werk stattfinden soll, dann gehen die Transportkosten sowie die Verantwortung für den Transport zu Ihren Lasten.
HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Für das Abhandenkommen oder die Beschädigung eines Gerätes durch Diebstahl, Feuer, Vandalismus oder ähnliche Ursachen,
können wir keine Haftung übernehmen. Auch mittelbare oder
unmittelbare Schäden, die durch ein geliefertes Gerät verursacht
werden oder die bei der Lieferung eines Gerätes entstehen, sind
von der Haftung ausgeschlossen, es sei denn, dass die Lieferung
durch Lohberger oder ein durch Lohberger beauftragtes Transportunternehmen erfolgt ist.
Für Schäden, die aufgrund chemischer oder elektrochemischer
Einwirkungen (z.B. Schadstoffe in der Verbrennungsluft, nicht
VDI-gerechte Beschaffenheit des Heizungswassers – z.B.: „Verkalkung“, etc.) oder durch nicht den technischen Regeln bzw.
den Lohberger Unterlagen entsprechende Installation entstehen,
können wir keine Haftung übernehmen.
Für sichtbare Lack und Emailschäden, die auf Herstellungsfehler
zurückzuführen sind, kommen wir nur dann auf, wenn uns diese Mängel innerhalb von 14 Tagen nach Übergabe des Gerätes
schriftlich bekannt gegeben werden.
Änderungen oder Eingriffe am Gerät durch Personen, die von uns
dafür nicht autorisiert sind, haben das Erlöschen unserer Garantiepflicht zur Folge. Einregulierungs- und Umstellungsarbeiten
sind grundsätzlich kostenpflichtig.
Wir prüfen Ihr Gerät sorgfältig und ermitteln, ob der Garantieanspruch zu Recht besteht. Wenn ja, entscheiden wir, auf welche
Lohberger Heiz u. Kochgeräte Technologie GmbH
Landstraße 19, 5231 Schalchen, Österreich
Tel.: +43(0)7742/5211-0 / Fax: +43(0)7742/5211-109
office@lohberger.com
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Seite 28
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