Girls-Day-Akademie - Bundesagentur für Arbeit

Girls-Day-Akademie - Bundesagentur für Arbeit
Ein Leitfaden.
Das Projekt von:
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
4
3.
Beispiel Girls’Day Akademie
19
3.1
Technische Projektmodule
20
1.
Was ist die Girls’Day Akademie?
7
3.2
Beispiele aus der Praxis
21
1.1
Bundesweite Servicestelle
8
3.3
Projektmodule Schlüssel-
24
1.2
Lenkungsausschuss Baden-
qualifikationen – Beispiele
Württemberg
8
3.3.1 Outdoorseminar/Teamtraining
24
Konzept der Girls’Day Akademie
8
3.3.2 Projektmanagement
24
1.4
Einordnung in den Schulalltag
10
3.3.3 Präsentationstechnik
24
1.5
Laufzeit und zeitlicher Aufwand
10
1.6
Verbindlichkeit
10
4.
Dokumente/Vorlagen
25
1.7
Gruppengröße
10
4.1
Aufbau einer Girls’Day Akademie
26
1.8
Qualitätssicherung
11
4.1.1 Flyervorlage
26
4.1.2 Checkliste
27
1.3
2.
Der Projektablauf
13
4.1.3 Ressourceneinsatzplan
28
2.1
Vorbereitungsphase
14
4.1.4 Kooperationsvereinbarung
29
2.1.1 Konzeption und Beteiligte
14
4.1.5 Honorarvertrag
30
2.1.2 Auswahl der Teilnehmerinnen
15
4.1.6 Bewerbungsbogen
32
2.2
15
4.1.7 Briefvorlage
33
2.2.1 Auftaktveranstaltung
15
4.2
34
2.2.2 Öffentlichkeitsarbeit
16
2.2.3 Ablauf
16
2.3
Projektphase
Abschluss- und Auswertungsphase 17
Durchführung einer
Girls’Day Akademie
4.2.1 Projektordner für Teilnehmerinnen 34
4.2.2 Semesterplan
36
2.3.1 Abschlussveranstaltung
17
4.3
2.3.2 Evaluation
17
4.3.1 Zertifikat
37
2.3.3 Ausblick
18
4.4
Die häufigsten Fragen
38
Impressum
42
Abschluss einer Girls’Day Akademie 37
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
und Schulung überfachlicher Qualifikationen.
Nach den ersten außerordentlich positiven
Junge Frauen entscheiden sich häufig für
Erfahrungen soll das Modell der Girls’Day
„typisch weibliche“ Berufe und Studienfä-
Akademie jetzt in die Fläche getragen und
cher. Viele Mädchen denken überhaupt
Schulen, Hochschulen, Verbände und Unter-
nicht über einen gewerblich-technischen
nehmen für dieses Konzept begeistert wer-
Beruf nach. Mehr als die Hälfte wählt den
den. Der vorliegende Leitfaden zur Planung
Beruf unter den immer zehn gleichen Aus-
und Durchführung der Girls’Day Akademie
bildungsberufen im dualen System aus.
ist dazu ein wichtiger Beitrag und soll Sie
Mädchen und junge Frauen schöpfen damit
bei der Einrichtung einer Akademie unter-
ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus – ein
stützen. Nutzen Sie die Anregungen und
Grund, warum den Unternehmen in den
Mustervorlagen des Leitfadens.
technischen und techniknahen Bereichen
Eva Strobel
qualifizierter Nachwuchs fehlt.
Eva Strobel
Vorsitzende der Geschäftsführung,
Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2001
Regionaldirektion der Bundesagentur für
der Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag ins
Arbeit Baden-Württemberg
Leben gerufen. Schülerinnen erhalten für
die eigene Berufswegeplanung einen Ein-
Stefan Küpper
blick in naturwissenschaftlich-technische
Geschäftsführer, Arbeitgeberverband
Berufsfelder. Im Jahr 2008 wurde dann mit
der Metall- und Elektroindustrie Baden-
der ersten Girls’Day Akademie der nächste
Württemberg e. V., Südwestmetall
Schritt gegangen. Die Girls’Day Akademie
ist eine Initiative der Agentur für Arbeit Heilbronn und des Verbands der Metall- und
Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V.,
Südwestmetall, mit dem Ziel, Mädchen auf
ihrem Weg in einen naturwissenschaftlichen
Stefan Küpper
oder technischen Beruf bzw. Studiengang
zu begleiten.
Dazu wird das im Rahmen des Zukunftstags
geweckte Interesse weiter vertieft und die
Schülerinnen in ihrer Berufs- und Studienwahl unterstützt. Das besondere Merkmal
der Akademie ist dabei die Kombination aus
Wissensvermittlung, praktischem Arbeiten
4
Grußwort
des Aktionstages weiter getragen. Immer
wieder werden auch neue spannende Pro-
Als 2001 der Girls’Day – Mädchen-Zukunfts-
jekte entwickelt, die durch den Girls’Day in-
tag ins Leben gerufen wurde, beteiligten
spiriert wurden.
sich daran 39 Unternehmen. Mittlerweile ist
der Girls’Day der weltweit vielfältigste Be-
Ein Erfolgsbeispiel dafür sind die zuerst in
rufsorientierungstag speziell für Mädchen.
Baden-Württemberg gegründeten Girls’Day
Weit über eine Million Mädchen haben seit-
Akademien, wo Mädchen ganzheitlich und
her am Aktionstag teilgenommen und Be-
über ein Jahr technische Berufe kennenler-
rufe kennengelernt, in denen bislang nur
nen. Innerhalb und außerhalb der Schule
wenige Frauen arbeiten.
nehmen sie an Workshops und praktischen
Übungen teil, besuchen Seminare, doku-
Der Girls’Day eröffnet Mädchen Einblicke in
mentieren ihre Erfahrungen und lernen
meistens unbekannte Berufe, er zeigt Kar-
diese zu präsentieren. Die Girls’Day Akade-
rieremöglichkeiten auf und erweitert den
mien knüpfen damit unmittelbar an den
Horizont für ihre spätere Berufs- und Le-
Aktionstag an und eröffnen den Mädchen
bensplanung. Bereits zehn Prozent der teil-
nachhaltig eine Fülle an Erfahrungen.
Prof. Barbara Schwarze
nehmenden Unternehmen haben nach
dem Girls’Day ehemalige Teilnehmerinnen
Ziel ist nun, die Girls’Day Akademien verstärkt
eingestellt. Zudem wächst in den beteilig-
auch über die Landesgrenzen von Baden-
ten Unternehmen das Bewusstsein für
Württemberg hinaus zu verbreiten. Mit Hilfe
Gleichstellung, je häufiger sie am Mädchen-
des vorliegenden Leitfadens, der auf umfas-
Zukunftstag teilnehmen.
senden Erfahrungen der Initiatorinnen und
Initiatoren beruht, mit Unterstützung durch
Diese und viele weitere Erfolge des Girls’Day
die bundesweite Koordinierungsstelle
sind nur möglich, weil bundesweit eine
Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag und der
Vielzahl an Interessengruppen gemeinsam
Website www.girls-day-akademie.de soll in
hinter dem Mädchen-Zukunftstag steht: Un-
möglichst vielen Orten in ganz Deutschland
ternehmen, Hochschulen und Institutionen,
Mädchen die Teilnahme an einer Girls’Day
Politik, Schulen, Eltern, Verbände, Ämter,
Akademie ermöglicht werden.
Kammern und viele mehr. Allein im Jahr
2011 beteiligten sich etwa 10.000 Unterneh-
Prof. Barbara Schwarze
men und Organisationen am Girls’Day und
Vorstandsvorsitzende Kompetenzzentrum
wurden dabei deutschlandweit von über
Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
350 regionalen Arbeitskreisen betreut. Nicht
zuletzt dank des Weitblicks und Engagements dieser Aktiven vor Ort wird die Idee
5
1. Was ist die
Girls’Day
Akademie?
1. Was ist die Girls’Day Akademie?
1.1 Bundesweite Servicestelle
Seit 2009 wird die Girls’Day Akademie auch
Für die Koordination der Girls’Day Akade-
vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft
mien wurde bundesweit eine Servicestelle,
Baden-Württemberg – als Projekt im Rahmen
vertreten durch die Regionaldirektion Baden-
des Europäischen Sozialfonds – finanziert und
Württemberg, eingerichtet.
gefördert.
Kontakt
1.3 Konzept der Girls’Day Akademie
Marina Eres und Julia Stump
Die Girls’Day Akademie fördert die vertiefte
Regionaldirektion Baden-Württemberg
Berufsorientierung junger Frauen und die
der Bundesagentur für Arbeit
Chancengleichheit bei der Berufswahl.
Girls’Day Akademien richten sich an Schü-
Hölderlinstraße 36, 70174 Stuttgart
lerinnen der 7. bis 10. Klassen von Haupt-,
Telefon 0711 9412999
Die Girls’Day Akedemie besteht aus drei
Werk- und Realschulen sowie Gymnasien.
girlsdayakademie@arbeitsagentur.de
gleichgewichtigen Säulen
www.girls-day-akademie.de
n 1. Technische Workshops
n 2. Workshops zum Selbstmanagement
1.2 Lenkungsausschuss Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg werden die Girls’Day
n 3. Besuche/Praktika bei Betrieben/Hoch-
schulen
Akademien durch den Lenkungsausschuss –
vertreten durch die Regionaldirektion Baden-
Jede Girls’Day Akademie beinhaltet 4 Unter-
Württemberg, das Ministerium für Finanzen
richtseinheiten Berufsorientierung/Lebens-
und Wirtschaft, das Ministerium für Kultus,
planung. Diese können den drei Säulen zu-
Jugend und Sport, den Deutschen Gewerk-
geordnet und in Kooperation mit den Agen-
schaftsbund und durch den Verband der
turen für Arbeit (BiZ) durchgeführt werden.
Metall- und Elektroindustrie, Südwestmetall –
Unterlagen hierzu finden Sie unter
koordiniert. Die Girls’Day Akademien wer-
www.girls-day-akademie.de
den von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der BBQ Berufliche Bildung gGmbH und
Teilnehmen können Mädchen
weiteren Trägern betreut.
n im Alter von 12 bis 16 Jahren,
n der 7. bis 10. Klassen aus Haupt-, Werk-
Die Finanzierung erfolgt seit 2008 aus Mit-
und Realschulen sowie der Gymnasien.
teln des Sonderprogramms „Vertiefte Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen
Ziele sind
nach § 48 SGB III i.V. m.“ der Agentur für Arbeit
n die vertiefte Berufsorientierung für Be-
und aus Mitteln der Ausbildungs- und Qua-
rufe und Studiengänge im Bereich MINT
lifizierungsinitiative START 2000 Plus des
(Mathematik, Informatik, Naturwissen-
Verbands der baden-württembergischen
schaft, Technik),
Metall- und Elektroindustrie, Südwestmetall.
8
n das Interesse an Naturwissenschaft und
Technik fördern,
Bildungspartnerschaften
Die Girls’Day Akademien sind immer ein
n die Vermittlung technischer Inhalte,
Kooperationsmodell zwischen Schule, Wis-
n das Kennenlernen von Ausbildungsbe-
senschaft und Wirtschaft. Der Erfolg der Aka-
trieben und Hochschulen,
demien basiert auf dem Engagement von
n das Erweitern des Berufswahlspektrums,
Lehrkräften, Vertreterinnen und Vertretern
n die Persönlichkeit der Mädchen entwi-
von Hochschulen sowie betrieblichen Kräf-
ckeln und stärken,
n weibliche Vorbilder in gewerblich-techni-
schen Berufen oder naturwissenschaftli-
ten. Für einzelne Seminare können externe
qualifizierte Referentinnen und Referenten
(siehe S. 30) beauftragt werden.
chen-technischen Studiengängen kennenlernen.
n Haupt-, Werk- und Realschulen, gewerb-
liche Schulen, technische Gymnasien
Zeitlicher Rahmen
120 Stunden vertiefte Berufsorientierung:
n Regionale Handwerks- und Industrie-
unternehmen
einmal wöchentlich à drei Stunden, eintä-
n Regionale Hochschulen
gige Seminare am Wochenende.
n Verbände
Beteiligte Partnerinnen und Partner
Schulart:
Beteiligte:
Gymnasium
Hochschulen
Duale Hochschule
Unternehmen
Agentur für Arbeit
Realschule
Hochschulen
Duale Hochschule
Technische Gymnasien
Unternehmen
Agentur für Arbeit
Hauptschule/
Berufliche Schulen
Werkrealschule
Berufsfachschulen
Unternehmen
Agentur für Arbeit
Je nach Bundesland sind weitere schulische bzw. Hochulpartnerinnen und -partner möglich.
9
n Kammern
Die Einbettung von betriebswirtschaftlichen
n Arbeitskreise und Vereine
Planspielen oder themenbezogener Betriebs-
n Eltern
besichtigungen hat sich ebenfalls bewährt.
1.4 Einordnung in den Schulalltag
1.5 Laufzeit und zeitlicher Aufwand
Die Girls’Day Akademien richten sich an Schü-
Die Girls’Day Akademien sind auf ein Schul-
lerinnen der 7. bis 10. Klassen von Haupt-,
jahr angelegt. Die langfristige Arbeit mit den
Werk- und Realschulen sowie Gymnasien.
Schülerinnen in den Akademien fördert die
nachhaltige Wirkung.
Die Akademien werden als schulische Arbeitsgemeinschaft angeboten (Versicherungs-
Es hat sich bewährt, die Akademien am
schutz). In Präsentationen, einem Tagebuch
Ende eines Schultages einzuplanen, sodass
oder durch Ergebnisse von Kolloquien werden
Exkursionen und Praktika nicht mit dem Fol-
die Inhalte dokumentiert. Das Engagement
geunterricht konkurrieren und die Besuche
und die Leistungen der Schülerinnen werden
von Unternehmen und Hochschulen flexibel
Eine Gruppengröße von rund 10 bis 20
nach erfolgreicher Teilnahme mit einem Zer-
gestaltet werden können.
Schülerinnen hat sich als guter Richtwert
tifikat honoriert. Die Teilnahme ist – nach frei-
erwiesen.
williger Bewerbung und Anmeldung – Pflicht.
Pro Halbjahr bzw. Semester werden in der
Es werden keine Inhalte des Bildungsplanes
Regel rund 60 Unterrichtsstunden absolviert.
(Mathematik, Physik usw.) unterrichtet.
1.6 Verbindlichkeit
Zum Angebot der Akademien zählen tech-
Die regelmäßige Teilnahme an den Akade-
nische Module – mind. 40 UE (siehe S. 20), die
mien ist für die Schülerinnen Pflicht. Bei
einen Einblick in ingenieurwissenschaftliche
einer Verhinderung der Teilnahme ist eine
Fragestellungen und in gewerblich-techni-
Entschuldigung vorzulegen.
sche Ausbildungsberufe bieten sowie Module, die Schlüsselqualifikationen schulen
1.7 Gruppengröße
(siehe S. 24).
Die optimale Größe der Gruppe bewegt sich
im Spannungsfeld der Anforderungen von
Angereichert werden kann das Programm
Schule und Beteiligten.
der Akademien durch die Einbindung von
10
weiteren außerschulischen Lernorten wie
Während die Schulen aufgrund der verfüg-
Science-Centern, Schülerlabors, Technik-
baren Stundenkontingente in der Regel
museen und Forschungslabors. Einen ausge-
darum bemüht sind, möglichst große Grup-
zeichneten Überblick über außerschulische
pen zu bilden, liegt es aus Sicht der Hoch-
Lernorte in Deutschland finden Sie im Inter-
schulen und Unternehmen nahe, die Gruppen-
net unter www.lernort-labor.de.
größe zu beschränken, um gute Arbeits-
möglichkeiten in Laboren und Werkstätten
legt die Evaluierung anhand festgelegter Kri-
zu schaffen. Wir schlagen eine Gruppengröße
terien fest, fordert diese ein und wertet sie
mit 10 bis 20 Schülerinnen vor.
aus. Die operative Unterstützung dieser Aufgabe übernimmt die Servicestelle, die bun-
1.8 Qualitätssicherung
desweite Ansprechpartnerin ist. Weiter be-
Ein Ziel ist die qualitätsgesicherte Girls’Day
stimmt der Lenkungsausschuss die Aufgaben
Akademie als erprobtes Instrument der ver-
der bundesweiten Servicestelle, die bei der
tieften Berufsorientierung über die Landes-
Regionaldirektion Baden-Württemberg,
grenzen von Baden-Württemberg hinaus zu
Stabsstelle Chancengleichheit, eingerichtet
verbreiten.
wurde.
Grundlage für die Durchführung der Girls’
Mögliche Mitglieder des Lenkungsauschusses
Day Akademie ist das qualitätsgesicherte
n Ministerium für Finanzen und Wirtschaft,
Handbuch. Die Marke Girls’Day Akademie ist
n Ministerium für Kultus, Jugend und Sport,
urheberrechtlich geschützt und kann nur in
n Südwestmetall,
Verbindung mit den im Handbuch festge-
n Deutscher Gewerkschaftsbund Baden-
legten Rahmenbedingungen durchgeführt
werden. Die Qualitätssicherung ist aber kein
Württemberg,
n Regionaldirektion Baden-Württemberg.
Selbstläufer. Deshalb bedarf es einer Koordinierung, die die Qualitätsstandards der
„Marke“ sichert und schützt. In Abstimmung
mit dem Lenkungsausschuss übernimmt die
Stabstelle Chancengleichheit der Regionaldirektion Baden-Württemberg die bundesweite Koordinierung.
Um die übergeordneten Ziele der Girls’Day
Akademie zu sichern gründen die Partner
einen Lenkungsausschuss.
Der Lenkungsausschuss fördert und unterstützt den Ausbau der Girls’Day Akademien
im Land und ist bundesweiter Ansprechpartner und Hüter der Qualitätsstandards. Er
sichert auch in Zukunft den Schutz der eingetragenen Marke „Girls’Day Akademie“
gemäß dem Urheber- und Markenschutz,
11
12
2. Der Projektablauf
2. Der Projektablauf
2.1 Vorbereitungsphase
Daher liegt es nahe, an einem vom Maschinenbau geprägten Standort den Maschinen-
2.1.1 Konzeption und Beteiligte
bau als Thema einzubeziehen. Auch könnte
Zu Beginn aller Überlegungen sollte geprüft
beispielsweise die Nähe zu einer Werft ge-
werden, über welche Kontakte die Schule
nutzt werden, um den Schiffbau als Themen-
bereits verfügt und mit welchen Beteiligten
schwerpunkt aufzugreifen.
bereits gute Erfahrungen in der Zusammen-
Die Wahl der Partnerinnen und Partner
arbeit gemacht wurden. Gleichzeitig sollte ge-
Es ist darauf zu achten, dass die Inhalte an-
klärt werden, welche weiteren regionalen Un-
wendungsorientiert – im Sinne naturwissen-
ternehmen und wissenschaftlichen Einrich-
schaftlichen und technischen Arbeitens –
tungen für eine Akademie infrage kommen.
von den Lehrkräften und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den betrieb-
hängt von den Themen der geplanten
Akademie ab – und umgekehrt.
Zentrales Bewertungskriterium bei der Aus-
lichen Fachkräften vermittelt werden.
wahl der Beteiligten ist die gewünschte Themenstellung der Akademie. Es ist daher zu
Nachdem eine Auswahl vorgenommen wurde,
klären, ob etwa die ortsansässigen Hochschu-
sollte in ersten Gesprächen das Interesse an
len bzw. die Dualen Hochschule, die berufli-
einer Unterstützung der Girls’Day Akademie
chen Schulen und Berufsfachschulen sowie
abgefragt werden. Ist die Bereitschaft zur
die Unternehmen Einblicke in die Ausbildung
Kooperation erkennbar, sollte ein gemein-
und Arbeit betrieblicher Fachkräfte bieten
sames Arbeitstreffen aller Beteiligten durch-
oder ob sie selbst interessante Themen und
geführt werden, um den Semesterplan in
Einblicke liefern können.
groben Zügen abzustimmen.
Tipps zur Konzeption und zur Suche nach Partnerinnen und Partnern
Prüfen Sie:
chen – manch ein Elternteil ist in einer
n Mit welchen Unternehmen, Hochschulen
Entwicklungsabteilung in einem Unter-
und beruflichen Schulen hat Ihre Schule
nehmen oder in einer Hochschule tätig,
bisher schon Kontakt? (Vorträge, Betriebs-
ortsansässige Firmen ansprechen)
besichtigungen, Teilnahme an Wettbe-
Gespräch konkrete Vorschläge mit, wie
oder Schülergruppen, Berufsorientierung)
das Unternehmen an der Akademie mit-
n Zu welchen Unternehmen, Hochschulen
14
n Bringen Sie möglichst schon zum ersten
werben, Praktika einzelner Schülerinnen
wirken kann. Diese Vorschläge sollten so-
und beruflichen Schulen lässt sich ein
wohl den Inhalt als auch den gewünschten
neuer Kontakt herstellen? (Eltern anspre-
zeitlichen Umfang enthalten.
Im Rahmen der Diskussion ergeben sich
Um über das Angebot zu informieren und
in der Regel weitere Ideen zur inhaltlichen
das Interesse der Schülerinnen zu wecken,
Ausgestaltung und Verfeinerung des Kon-
ist es sinnvoll, zur Jahresmitte eine Informa-
Informieren Sie Eltern und Schülerinnen
zepts. Wichtig ist, den Beitrag der Beteiligten
tionsveranstaltung für Schülerinnen und
rechtzeitig über das Angebot.
möglichst konkret zu benennen. Die Schule
Eltern durchzuführen. Somit erhalten alle
sollte sich daher bereits vor dem Treffen ge-
Beteiligten ausreichend Zeit zur Entschei-
naue Gedanken darüber machen, wie sich das
dungsfindung und zur Vorbereitung der
Unternehmen bzw. die Hochschule in die
Akademie. Dazu empfehlen wir Ihnen die
Akademie einbringen könnte. Alle Beteilig-
Verwendung der Informationsmaterialien
ten schließen vor Projektbeginn eine Koope-
zur Girls’Day Akademie.
rationsvereinbarung ab (siehe S. 29).
2.2 Projektphase
2.1.2 Auswahl der Teilnehmerinnen
Setzen Sie sich eine Gruppengröße von 10
2.2.1 Auftaktveranstaltung
bis 20 Schülerinnen zum Ziel. Wenn die
Nachdem in der Vorbereitungsphase die
Größe der Gruppe feststeht, ist zu entschei-
Partnerinnen und Partner gefunden, die In-
den, in welcher Form und anhand welcher
halte abgestimmt und die Teilnehmerinnen
Kriterien die Auswahl der Schülerinnen er-
ausgewählt wurden, geht es mit Schuljahres-
folgen soll. Interessierte Schülerinnen be-
beginn in die Projektphase. Fester Bestand-
werben sich mit einem Bewerbungsbogen
teil zum Start der Akademien sollte immer
(siehe S. 32) für einen Platz in der Akademie.
eine Auftaktveranstaltung sein. Diese kann
Im Anschluss erfolgt die Auswahl im Rahmen
in der Schule durchgeführt werden. Reizvol-
eines betrieblichen Bewerbungsverfahrens.
ler ist es, wenn die Auftaktveranstaltung in
Dabei bietet es sich an eine Unternehmens-
den Räumen eines Beteiligten durchgeführt
vertreterin oder einen Unternehmensver-
wird. Damit wird gleich zum Start der beson-
treter heranzuziehen.
dere Charakter der Akademie zum Ausdruck
gebracht.
Tipps zur Auswahl der Teilnehmerinnen
n Sprechen Sie rechtzeitig mit den Bildungs-
partnerinnen und -partnern ab, wie viele Teilnehmerinnen zugelassen werden können.
n Stimmen Sie ab, welche Auswahlkriterien
sollen und wer die Bewerbungsgespräche
durchführt.
n Informieren Sie Eltern und Schülerinnen im
Rahmen einer Infoveranstaltung.
bei der Auswahl der Bewerberinnen gelten
15
Inhaltlich ist die Auftaktveranstaltung so zu
zu sprechen und Fotos zu machen. Als Ziel-
gestalten, dass den Schülerinnen zunächst
medien eignen sich vor allem die lokalen
Eine Auftaktveranstaltung sollte fester
der Semesterplan (Stundenplan) erläutert
Tageszeitungen und Rundfunksender, Fach-
Bestandteil jeder Akademie sein.
und ausgehändigt wird (siehe S. 36). Weiter-
zeitschriften, Anzeigenblätter sowie Verbands-
hin sollten die Projektordner (siehe S. 34)
und Schülerzeitungen.
samt Dokumentvorlagen für die Tagebuchblätter (siehe S. 35) verteilt werden. Bewährt
Um auf die Akademie aufmerksam zu machen,
hat es sich, wenn sich im Verlauf der Auf-
stehen unter www.girls-day-akademie.de ein
taktveranstaltung die Beteiligten persönlich
Downloadbereich mit Informationsmateria-
vorstellen und den Schülerinnen einen Ein-
lien und -vorlagen sowie ein Pressebereich
druck davon vermitteln, was sie an den ein-
zur Verfügung.
zelnen Ausbildungsstationen erwartet.
2.2.3 Ablauf
2.2.2 Öffentlichkeitsarbeit
Jede Akademie entwickelt im Verlauf der
Tue Gutes und sprich darüber! Diese Weisheit
Konzeption und Durchführung ihr eigenes
gilt natürlich auch für die Girls’Day Akademie,
Profil, das sich durch die Themen, Möglich-
Die Schülerinnen werden über die Akade-
die aufgrund der zahlreichen Exkursionen
keiten und Angebote der Beteiligten ergibt.
mien informiert und erhalten Materialien.
immer wieder Gelegenheit zur Berichterstat-
Von grundsätzlicher Bedeutung für das Mo-
tung durch die Medien bieten. Am besten
dell ist dabei, dass sich die Teilnehmerinnen
überlegen Sie sich immer wieder, ob der eine
an wechselnden Lernorten in (beruflichen)
oder andere Aufenthalt in Unternehmen,
Schulen, Hochschulen und in den Unterneh-
Hochschulen oder Bildungseinrichtungen
men treffen, um die Akademieinhalte zu
gut geeignet ist, um die Presse einzuladen.
bearbeiten.
Ihre Schule, die Schülerinnen und Eltern,
aber auch die Beteiligten des Projekts wer-
Der zeitliche Rahmen umfasst 120 Unter-
den sich freuen, wenn sie sich in den Medien
richtseinheiten pro Schuljahr. Das Angebot
wieder finden.
soll Projektarbeit, Firmenbesuche und Seminararbeit (Kommunikation, Präsentation,
Als geeignete Anlässe haben sich erwiesen:
Projektmanagement, Selbstbehauptung)
die Auftakt- und Abschlussveranstaltung,
beinhalten. Die Projektarbeit findet überwie-
die Exkursionen, die Teilnahme und Präsen-
gend an außerschulischen Lernorten statt.
tationen auf Messen oder auch der Tag der
16
offenen Tür. Versenden Sie Pressemitteilun-
Erstellen Sie einen Adressverteiler aller Be-
gen, laden Sie Vertreterinnen und Vertreter
teiligten sowie der Schülerinnen. Dies er-
der Presse und der Medien zum Auftakt und
leichtert die Abstimmung im Projekt. Da in
Abschluss der Akademie ein, und bieten Sie
der Regel eine ganze Reihe externer Partne-
ihnen die Möglichkeit, mit den Beteiligten
rinnen und Partner an den Akademien be-
teiligt sind, ergibt es sich schon einmal, dass
zept und die Arbeitsergebnisse der Akade-
Termine verschoben werden oder dass der
mie in angemessenem Rahmen vorzustellen.
Semesterplan verändert werden muss. Um
Anschließend sollten den Schülerinnen die
hierbei einen möglichst reibungslosen Ablauf
Zertifikate offiziell übergeben werden (siehe
zu gewährleisten, ist es wichtig, die Schüle-
S. 37). Die Schülerinnen können das Zertifi-
rinnen frühzeitig über Änderungen zu infor-
kat ihren Bewerbungen beilegen. Viele Un-
mieren (SMS, E-Mail, Internet).
ternehmen fragen gezielt danach.
Für die Vergabe des Zertifikates haben sich
2.3.2 Evaluation
folgende Module und Kriterien bewährt:
Die Girls’Day Akademie wird durch die
n Dokumentation
bundesweite Servicestelle evaluiert. Die
n Tagebuch/Ordner
Fragebögen für Schülerinnen, Schulen
n Engagement/Mitarbeit
und Unternehmen stehen als Download
n Abschlusspräsentation
unter www.girls-day-akademie.de zur Ver-
Jede Akademie entwickelt im Verlauf der
fügung. Sie legt die Zeitpunkte jeweils bis
Konzeption und Durchführung ihr eigenes
August fest. Die Rückmeldungen sind ein
Profil.
2.3 Abschluss- und Auswertungsphase
sinnvoller Baustein für die Planung der Aka2.3.1 Abschlussveranstaltung
demie des folgenden Schuljahrs. Sie geben
Zu jeder Akademie gehört eine Abschluss-
Hinweise auf erforderliche Veränderungen
veranstaltung. Diese bietet den Schülerin-
des Zeitplanes, die Straffung von Inhalten
nen eine ausgezeichnete Gelegenheit, den
oder das Ersetzen von Veranstaltungen. Da-
Eltern, Mitschülerinnen und Mitschülern,
rüber hinaus ist es empfehlenswert, sich mit
Personalverantwortlichen der beteiligten
den Beteiligten zu einem abschließenden
Unternehmen, Hochschulvertreterinnen
Erfahrungsaustausch zusammenzusetzen
und -vertretern sowie Lehrkräften das Kon-
und das Folgejahr zu planen.
Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit
n Während des gesamten Projektverlaufs
sollte von allen Beteiligten eine kontinu-
n Teilnahme und Präsentation auf Messen
n Tag der offenen Tür
ierliche Öffentlichkeitsarbeit angestrebt
werden.
n Einladung der Medien: Hör- und Rund-
funk, örtliche Presse, Artikel in Fachzeitschriften und Schülerzeitungen
17
2.3.3 Ausblick
Um den nachhaltigen Fördereffekt der
Akademie zu gewährleisten und diese zu
etablieren, ist es sinnvoll, dass das Modell
Durch die Wiederholung der Akademie
möglichst viele Schuljahre hintereinander
steigt die Qualität, und der Aufwand sinkt.
angeboten wird. Wiederholte Durchgänge,
die durchaus deckungsgleich oder sehr
ähnlich zu den vorangegangen Jahrgängen
sein können, stellen sicher, dass der Aufwand für die Beteiligten im Laufe der Zeit
deutlich sinkt und zudem die Qualität der
einzelnen Veranstaltungen aufgrund von
Erfahrungen steigt.
Tipps zur Vorbereitung des nächsten Jahrgangs
n Wir empfehlen, schon während des ers-
ten Durchgangs der Akademie bei den
Schülerinnen dieser Schulen zur Informa-
Beteiligten nachzufragen, ob diese im
tionsveranstaltung ein. Eine Beteiligung
kommenden Schuljahr wieder teilneh-
mehrerer Schulen hat den Vorteil, dass die
men möchten.
Betreuung der Girls’Day Akademie im Laufe
n Bieten Sie rechtzeitig Informationsveran-
der Jahre abwechselnd von Lehrkräften
staltungen über die Akademie für die
der verschiedenen beteiligten Schulen
Schülerinnen an, die als mögliche Teil-
übernommen werden kann. Außerdem
nehmerinnen für das nächste Schuljahr
ist dann eine genügend große Anzahl von
infrage kommen.
Bewerbungen für die Girls’Day Akademie
n Oftmals wünschen sich die Beteiligten
dass an der Girls’Day Akademie Schülerinnen mehrerer Schulen teilnehmen.
Stellen Sie darum rechtzeitig Kontakt zu
18
geeigneten Schulen her und laden Sie
sichergestellt, sodass geeignete Teilnehmerinnen ausgewählt werden können.
3. Beispiel
Girls’Day
Akademie
3. Beispiel Girls’Day Akademie
Warum das Rad immer wieder neu erfin-
Anzahl der Teilnehmerinnen
den? In diesem Kapitel stellen wir Ihnen
24 Mädchen
Projekte und Module vor, die bereits von
Girls’Day Akademien umgesetzt wurden.
Inhalte
Verstehen Sie die Themenvorschläge als
Die Girls’Day Akademie war modulartig auf-
Anregung für die Konzeption Ihrer eigenen
gebaut. Die einzelnen Themenblöcke bau-
Akademie.
ten über die Gesamtlaufzeit aufeinander
auf, sodass die Girls’Day Akademie zu einem
3.1 Technische Projektmodule
Gesamtkomplex zusammengefügt wurde.
Girls’Day Akademie Beilstein
Schule
Die Rahmenbedingungen
n Theorieunterricht und praktische Anwen-
Die erste Girls’Day Akademie Beilstein lief
dung (z. B. Bau und Programmierung
über 2 Semester. Das Projekt war als Arbeits-
eines Roboters mit Lego und Fischer
gemeinschaft in den Schulalltag eingebun-
Technik, Herstellung eines solarbetrie-
den, die Schülerinnen wurden von Lehrkräf-
bene Autos)
ten der Schule während des gesamten Projekts begleitet und unterstützt. Die Lehkräfte
Wissenschaft
betreuten und berieten die Teilnehmerinnen.
n Themenabhängiger Einblick in die Ausbil-
Die Leistungen der Schülerinnen wurden mit
dung im Ingenieurwesen, in Technik und
einem Zertifikat honoriert.
Wissenschaft. (z. B. Vorlesungen und Versuche an der Fachhochschule, Besuche von
Beteiligte
Schülerlabors)
n Agentur für Arbeit, Heilbronn
n BBQ Berufliche Bildung gGmbH
Wirtschaft
n Faszination Technik e. V.
n Praktika, Betriebsbesichtigungen und
n Herzog Christoph Gymnasium, Beilstein
Workshops
n Hochschule, Heilbronn
n Robert Bosch GmbH, Abstatt
Zum Abschluss fertigten die Schülerinnen
n Südwestmetall
eine Dokumentation an und stellten ihre
Ergebnisse in einer Präsentation vor. Ge-
20
Dauer
meinsame Betriebsbesichtigungen und Be-
3 Stunden pro Woche: ca. 60 Stunden pro
suche von Forschungseinrichtungen boten
Halbjahr
die Möglichkeit praxisnahen Lernens.
3.2 Beispiele aus der Praxis
umzugehen. Hilfreiche Tipps und Tricks zur
Verbesserung unseres Vortrags und einer
Berichte von Mädchen der Girls’Day Akade-
ansprechenden Gestaltung der Präsentation
mie Heilbronn: Carolin, Anja, Anna, Sophie,
bekamen wir von Christiane Huber, Projekt-
Stefanie
leiterin der Girls‘Day Akademie. Somit werden
wir nun zukünftig alle Vorträge mit Sicher-
Präsentationstechnik
heit gut meistern können.
Nach der Auftaktveranstaltung begann
unser erster Tag in der Girls‘Day Akademie.
Solartechnik
Auf unserem Programm stand für die nächs-
An diesem Donnerstag kam Prof. Dr. Schmolz
ten Treffen das Thema Präsentationstechnik.
vom Verein „Faszination Technik“ zu uns, um
Zu Beginn stellten wir uns in einer Reihe
zu erklären, wie eine Solarzelle funktioniert.
auf: Angefangen bei den Mädchen, die bereits die meisten Erfahrungen zum Thema
Durch seinen Vergleich von Neutronen und
gesammelt hatten, bis zu denen, die auf
Elektronen mit kleinen grünen Männchen
diesem Gebiet noch etwas unsicher waren.
und Stühlen zeigte er uns sehr anschaulich,
Als nächstes ging es darum, den anderen
was in einer Solarzelle passiert. So konnten
aus der Gruppe eine Präsentation vorzustel-
wir uns die Vorgänge in der Solarzelle gut
len, die einem selbst sehr positiv im Ge-
vorstellen und merken. Wir jedenfalls werden
dächtnis geblieben ist. Dabei stellten wir
bei Solarzellen nun immer an kleine grüne
fest, was in einer Präsentation wichtig ist
Männchen und die tollen Erklärungen von
und wie man sich in einem Vortrag am bes-
Professor Dr. Schmolz denken müssen.
ten darstellt.
Eine Stufe schwieriger wurde das Präsentieren, als wir unser sogenanntes „Lügenwappen“ vorstellen sollten: Jedes Mädchen
hatte drei Begriffe aufgeschrieben, die
einem besonders gefallen wie z. B. Sport,
Tiere etc. Dabei sollte jedoch ein Begriff
dabei sein, der einem selbst nicht gefiel.
Jede sollte dann sein „Lügenwappen“ möglichst so vorstellen, dass niemand die „Lüge“
bemerkte. Die Gruppe musste herausfinden,
welcher Begriff die „Lüge“ war. So lernten wir
mit viel Spaß, mit unseren eigenen Schwächen
und Unsicherheiten in einer Präsentation
21
Bau eines Solarmobils
Nachdem wir bei unserem letzten Treffen
schon einiges über Solarzellen erfahren hatten, kam Prof. Dr. Schmolz erneut zur Girls‘
Day Akademie, um mit uns ein Solarmobil
zu bauen. Jede bekam einen kleinen Bausatz mit Bedienungsanleitung und wir
schraubten unter der Anweisung von Prof.
Dr. Schmolz unsere Solarmobile zusammen.
Danach wurden die kleinen Wägen fleißig
getestet, bemalt und verschönert. Höhepunkt des Tages war jedoch, der Besuch
zweier Redakteurinnen von der Heilbronner
Stimme und der Marbacher Zeitung, die
einen Artikel über die Girls‘Day Akademie
veröffentlichen wollten. Wir beantworteten
gerne die gestellten Fragen und waren ganz
begeistert, welches öffentliche Interesse unsere Akademie auf sich zieht. Wie so oft war
dies ein sehr gelungener Tag, der vor allem
viel Spaß gemacht hat.
22
Beispiel für einen Semesterplan
Inhalte
Termin
UE
Verantwortliche/r
Ort
Auftaktveranstaltung
10. September
4
BBQ*
Südwestmetall, Heilbronn
Technik-Tag Untergruppenbach
28. September
4
Faszination Technik
Untergruppenbach
Teamtraining
04. Oktober
4
BBQ*
HCG*
Präsentationstechniken
11. und 18. Oktober
8
BBQ*
HCG*
Energie: Experimente mit Solarbaukästen, Solarmobil
25. Oktober
8
Faszination Technik e. V.
HCG*
Optik: Bau eines Kaleidoskops, Theorie
29. November
8
Faszination Technik e. V.
HCG*
08. November
06. Dezember
Betriebsbesichtigung
13. Dezember
6
BBQ*
ZEAG Energie AG, Heilbronn
Bewerbungstraining
10. Januar
4
Personalreferentin
Robert Bosch GmbH, Abstatt
Präsentation
17. Januar
4
Personalreferentin/BBQ*
HCG*
Tag der Mathematik
25. Januar
4
Faszination Technik e. V.
Hochschule, Heilbronn
Praktische Einführung in die Robotik
21. Februar
4
Faszination Technik e. V.
HCG*
Robotik
28. Februar
4
Faszination Technik e. V.
HCG*
Lego
06. März
4
LPE*
HCG*
Fischer Technik: Robotik
13. März
4
LPE*
HCG*
THINK ING: Infotag an der Hochschule Heilbronn
08. April
8
BBQ*
Hochschule, Heilbronn
CAD-Programmierung
17. April
4
LPE*
HCG*
Girls’Day bei Bosch: Bau des elektronischen Würfel
24. April
8
Personalreferentin
Robert Bosch GmbH, Abstatt
täglich Workshops möglich
17. bis 25. Mai
10
BBQ*
Stuttgart
Fachabteilungen der Firma Bosch
29. Mai
4
Personalreferentin
Robert Bosch GmbH, Abstatt
Fachabteilung der Firma Bosch
12. Juni
4
Personalreferentin/BBQ*
Robert Bosch GmbH, Abstatt
Abschlusspräsentationen
18. Juni
4
Personalreferentin/BBQ*
HCG*
Abschlusspräsentationen
26. Juni
4
Personalreferentin/BBQ*
HCG*
Abschlussveranstaltung
21. Juli
4
BBQ*
Südwestmetall, Heilbronn
Thyssen Krupp Ideenpark:
* BBQ Berufliche Bildung gGmbH
* HCG, Herzog Christoph Gymnasium, Beilstein
* LPE Technische Medien GmbH, Eberbach
23
3.3 Projektmodule Schlüsselqualifikationen – Beispiele
Folgende Module dienen dazu, die persönlichen Kompetenzen der teilnehmenden Schülerinnen zu trainieren:
3.3.1 Outdoorseminar/Teamtraining
Inhalte in Stichworten
Ort
Dozent/in
n
Kletter- oder Hochseilgarten
Erlebnis- und Sportpädagogen
Inhalte in Stichworten
Ort
Dozent/in
n
Teil 1: Bearbeitung eines Lernprogramms zum Thema Projektmanagement
Unternehmen
(externe) Referenten
n
Teil 2: Seminar Kennenlernen und Anwenden von Kundenanfrage,
Schulen
Angebot, Projekthandbuch, Projektplanung (Projektorganisation,
Bildungsträger
Projektstrukturplan, Arbeitspakete, Meilensteine), Projektdurchführung,
Hochschulen
Expedition mit verschiedenen Aufgaben für die Kleingruppen,
Hochseilgarten Problemlösungen im Team
n
Überwindungssituation
(z. B. Baumklettern oder Hochseil)
n
Organisation und selbstständiges Durchführen der Tour
3.3.2 Projektmanagement
Projektabschluss (Dokumentation, Präsentation, Feedback)
n
Teil 3: Transfers in einem realen Projekt
3.3.3 Präsentationstechnik
24
Inhalte in Stichworten
Ort
Dozent/in
n
Grundsätze zum Präsentieren
Schule
(externe) Referenten
n
Planung: Anfang, Hauptteil, Schluss
Unternehmen
n
Persönliches Auftreten
Bildungsträger
n
Fragetechniken
n
Darstellung und Visualisierung
n
Möglichkeiten der Visualisierung
n
Die Medien: Tafel, Flipchart, Pinnwand, Overhead-Projektor, Beamer/Laptop
n
Praktische Übungen
4. Dokumente/
Vorlagen
Dokumente/Vorlagen
4.1 Aufbau einer Girls’Day Akademie
Um Ihnen den Aufbau, die Durchführung sowie die Auswertung zu erleichtern, finden Sie im Folgenden eine Reihe von Mustervorlagen. Diese stehen
Ihnen unter www.girls-day-akademie.de als Download zur Verfügung.
4.1.1 Flyervorlage
26
4.1.2 Checkliste
Erste Schritte
n
Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes/Bildung einer Kommission
n
Festlegung der Inhalte und Anforderungen
n
Klärung der Zuständigkeiten und Referierende
n
Festlegung des Semesterplanes, der Unterrichtszeiten und der Lernorte
n
Festlegung der Teilnehmerinnenzahl
n
Auswahl der Teilnehmerinnen
n
Informationen an die Schülerinnen über die Auswahlentscheidung
Teilnehmerinnenauswahl
n
Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist begrenzt (10 bis 20 Personen).
n
Die Schülerinnen werden über die Akademie informiert und bewerben sich um die Teilnahme.
n
Über die Auswahl und Zulassung entscheiden Schule, Hochschule und Betrieb.
n
Bei der Auswahl werden Schulnoten und der persönliche Eindruck aus einem Gespräch berücksichtigt.
n
Ergänzend kann eine Eignungsberatung durchgeführt werden.
Umsetzung
n
Die Akademie umfasst ein Schuljahr.
n
Der Unterricht beträgt pro Halbjahr ca. 60 Stunden und wird weitgehend von Hochschullehrkräften und betrieblichen Führungskräften erteilt.
Er findet an verschiedenen Lernorten statt: Schulen, Betriebe, Hochschulen, sonstige außerschulische Lernorte.
n
Lehrkräfte begleiten die Schülerinnen während der gesamten Ausbildungszeit.
n
Sie übernehmen einzelne Unterrichtseinheiten, betreuen und beraten die Schülerinnen und kontrollieren und beurteilen ihren Lernfortschritt.
n
Zum Abschluss erhalten die Schülerinnen ein Zertifikat über ihre Teilnahme und die behandelten Themen.
Finanzierung
n
Die teilnehmenden Schulen, Betriebe und Hochschulen werden gebeten, ihren Aufwand selbst zu tragen.
n
Die zuständigen Ministerien werden um Bereitstellung von Deputatsstunden für Lehrkräfte gebeten.
n
Die Finanzierung erfolgt in Baden-Württemberg seit 2008 aus Mitteln des Sonderprogramms „Vertiefte Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen nach § 48 SGB III i.V. m.“ der Agentur für Arbeit.
27
Durchführung
n
Zum Start der Akademie wird eine Auftaktveranstaltung durchgeführt.
n
Die Inhalte werden als Module strukturiert, die zu einem Gesamtkomplex zusammenfügt werden.
n
Die Zahl der reinen Vorlesungen sollte möglichst klein gehalten werden. Wichtig sind begleitende Übungen und Praktika.
n
In jedem Semester finden ganztägige Veranstaltungen statt: Seminare, Exkursionen zu Betrieben,
n
Besuch von Messen oder Schülerlaboren.
Abschluss/Auswertung
n
Am Ende der Akademie fertigt jede Teilnehmerin eine Dokumentation an.
n
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert.
n
Anhand eines Fragebogens wird die Bewertung durch die Schülerinnen, Schulen und Unternehmen abgefragt.
n
Die Schülerinnen erhalten ein Zertifikat über ihre Teilnahme.
4.1.3 Ressourceneinsatzplan
Girls’Day Akademie
Datum
Budget max. €
Verwendungszweck
Name
Veranstaltung
Ausgaben
Saldo
...€
28
....€
...€
4.1.4 Kooperationsvereinbarung
Kooperationsvereinbarung
über die Zusammenarbeit im Projekt Girls’Day Akademie
zwischen
Namen der beteiligten Institutionen
Beginn:
Datum
Ende:
Datum
Die Partner vereinbaren, gemeinsam im Rahmen des Projekts Girls’Day Akademie zu kooperieren. Die Kooperationspartner werden von
der Überzeugung geleitet, dass das Projekt gut geeignet ist, naturwissenschaftlich und technisch interessierte und talentierte Schülerinnen zu fördern und Perspektiven für eine berufliche Zukunft im naturwissenschaftlich/technischen Bereich zu öffnen. Mit der Girls’Day
Akademie geben die Partner eine Antwort auf Diskussionen über fehlenden Ingenieurnachwuchs, über frühzeitige Studien- und Berufsorientierung, über Vernetzung von Schulen, Hochschulen und Wirtschaft und über neue Methoden praxisorientierten Lernens.
Die Schule, Name
und die Fachhochschule, Name
stellen die personellen Ressourcen und die Sachmittel zur Verfügung, während das/die Unternehmen Namen die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen, deren Höhe durch separate Bewilligungen definiert wird.
Die Partner vereinbaren, sich hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung der Akademie sowie der Öffentlichkeitsarbeit untereinander
abzustimmen.
Die Kooperation beginnt zum Datum und ist zunächst angelegt auf xx Jahre. Über eine Verlängerung verhandeln die Partner zum Ende
des Jahres xxxx.
Für die Schule
Für die Hochschule
Für das Unternehmen
________ , den ___________
________ , den ___________
________ , den ___________
29
4.1.5 Honorarvertrag
Honorarvertrag
zwischen
Ak ad em ie
Unternehmen
Straße, Hausnummer
PLZ, Ort
und
Frau/Herr
Vorname, Name
Anschrift
vollständige Anschrift
Telefon
Telefonnummer
wird folgender Honorarvertrag abgeschlossen.
§1
Die Honorarkraft verpflichtet sich, im Rahmen der Girls’Day Akademie zu unterrichten. Dazu gehören das Führen einer Teilnehmerliste und Dokumentation der Unterrichtsinhalte.
Unterrichtsfach
Unterrichtsfach
Unterrichtszeitraum
vom Beginn bis Ende
§2
Die Vergütung pro erteilter Unterrichtseinheit (45 Minuten) beträgt netto Betrag Euro. Die Rechnung ist bei der Projektleitung
regelmäßig zum Monatsende einzureichen. Die Rechnung muss vollständige Angaben zu den Personalien, der Bankverbindung,
den geleisteten Unterrichtseinheiten, den unterrichteten Fächern, zum Projekt und zu der Niederlassung beinhalten. Der Anspruch auf das Honorar entsteht nur für tatsächlich geleistete Unterrichtseinheiten.
§3
Der Honorarbetrag versteht sich brutto wie netto. Da das Projekt von der Umsatzsteuer befreit ist, fällt keine Umsatzsteuer an.
§4
Für die Versteuerung und die Abgaben der Sozialversicherung der freiberuflichen Tätigkeit hat die Honorarkraft selbst Sorge zu
tragen.
§5
§6
In der Vergütung sind die Vor- und Nachbereitung enthalten. Reise- und Übernachtungskosten werden nicht erstattet.
Die Hausordnung wurde ausgehändigt. Die Honorarkraft verpflichtet sich, die darin formulierten Hinweise und Regelungen zu
befolgen.
30
§7
Bei Erkrankung oder sonstiger Verhinderung ist unverzüglich die Projektleitung zu benachrichtigen.
§8
Die Honorarkraft verpflichtet sich gegenüber Außenstehenden, über alle ihr bekannt werdende Geschäftsvorgänge, insbesondere
über Aufbau und Inhalte von Lehrplänen, sowie Teilnehmerdaten Verschwiegenheit auch nach Vertragsende zu bewahren.
§9
Die Honorarkraft ist damit einverstanden, dass ihre Qualifikationsnachweise zur Einsicht dem entsprechenden Leistungsträger
vorgelegt werden.
§ 10
Der Vertrag wird unter der Bedingung geschlossen, dass das beabsichtigte Projekt stattfindet bzw. finanziert wird.
§ 11
Die Probezeit beträgt 3 Monate. Während dieser Zeit bedarf die Kündigung keine Angaben von Gründen.
§ 12
Der Vertrag endet mit der Beendigung des oben genannten Zeitraumes, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Das Vertragsverhältnis kann jeder Zeit mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Kalendermonats unter Angaben von Gründen gekündigt werden.
§ 13
Die Honorarkraft erklärt sich damit einverstanden, dass ihre Daten sowie Beurteilungen digital gespeichert und gegebenenfalls
von Projektleiter/innen anderer Niederlassungen eingesehen und genutzt werden.
§ 14
Seminarunterlagen, die während der Honorartätigkeit angefertigt werden, bleiben geistiger Besitz von XYZ.
§ 15
Das Verbreiten von politischen, religiösen oder kommerziellen Inhalten, z. B. Werbung während der Honorartätigkeit ist unzulässig.
§ 16
Die Honorarkraft erklärt mit ihrer Unterschrift, dass sie bzw. ihr Unternehmen nicht nach den Methoden von L. Ron Hubbard arbeiten, nach dessen Methoden geschult werden bzw. Seminare und Schulungsveranstaltungen besuchen, dass die Honorarkraft die
Methoden von L. Ron Hubbard zur Führung ihres Unternehmens ablehnt und dass sie bzw. ihr Unternehmen nicht Mitglied der International Association of Scientologists oder anderen Organisationen ist, die nach den Lehren von L. Ron Hubbard handeln.
§ 17
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages sowie andere Vereinbarungen, die den Inhalt dieses Vertrages berühren, bedürfen
der Schriftform. Es wurden keine Nebenabreden vereinbart.
§ 18
Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages einschließlich dieser Regelungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden,
oder sollte der Vertrag eine Regelungslücke enthalten, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder fehlenden Bestimmungen treten die jeweiligen gesetzlichen Regelungen.
Ort
Datum
Honorarkraft
Unternehmen
Vor- und Zuname
i.A. Stempel und Unterschrift
31
4.1.6 Bewerbungsbogen
Bewerbungsbogen
Ak ad em ie
Die Mitwirkung an der Girls’Day Akademie ist verbindlich und setzt eine regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen voraus. Zur
Bearbeitung Ihrer Bewerbung benötigen wir einige Daten. Bitte beantworten Sie die für Ihre Person zutreffenden Fragen. Ihre Angaben
werden vertraulich behandelt. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten. Vielen Dank.
Bewerbung für den Zeitraum
Schule
Klasse/JGS
Persönliche Angaben
Familienname
Geburtsdatum
Vorname
Geburtsort
Straße, PLZ, Wohnort
Telefon
Staatsangehörigkeit
Migrationshintergrund
Handy
E-Mail
Zeitraum
Ferienarbeit/Jobs als
Erfahrungen aus Ferienarbeit oder Jobs
Firma und Ort
Kenntnisse und Fertigkeiten/spezielle Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen, bitte Kenntnisgrad angeben (gut, mittel, gering)
Ich bestätige die Richtigkeit meiner Angaben
Ort
Datum
Unterschrift
Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten
Ort
Datum
Unterschrift
Anlage: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf , Kopie des letzten Zeugnisses
□ Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden (siehe Datenschutzerklärung).
32
4.1.7 Briefvorlage
Das Projekt wird gefördet durch:
Umsetzung und Durchführung:
33
4.2 Durchführung einer Girls’Day Akademie
4.2.1 Projektordner für Teilnehmerinnen
Inhalte für den Projektordner:
n Deckblatt
n Informationen über Ansprechpartner/in: Projektleitung, Lehrkraft, Unternehmen
(Telefon, E-Mail-Adresse)
n Semesterplan
n Tagebuch
n Informationen über die einzelnen Veranstaltungstage
Deckblatt
A ka d em ie
Projektordner
Name
Schule
Schuljahr
34
Tagebuchblatt
Die Tagebuchblätter dienen den Schülerinnen zur Dokumentation.
Tagebuch
Blatt Nr.
Name:
A k a d e m ie
Projektleitung Fach
Ort
Datum
Zeit
Thema
Beschreibung
Arbeitsblätter
35
4.2.2 Semesterplan
Inhalte
36
Termin
UE
Verantwortliche/r
Ort
4.3 Abschluss einer Girls’Day Akademie
Eine Auswertung des Verlaufs der Akademie aus der Sicht der teilnehmenden Schülerinnen kann mit einem Fragebogen durchgeführt werden.
Zum Abschluss erhalten die Schülerinnen ein Zertifikat über ihre Teilnahme und die behandelten Themen.
4.3.1 Zertifikat
37
4.4 Die häufigsten Fragen
Fragen
Ideen
Wer macht mit?
n
Girls’Day Akademien vernetzen innerhalb einer Region (auf Fahrtzeiten achten)
n
Schülerinnen der Klassen 7-10 an Haupt-, Werk- und Realschulen sowie Gymnasien
(evtl. schulübergreifend)
Wer trägt die Verantwortung?
n
Hochschulen (Universität, Fachhochschule, duale Hochschule)
n
Berufliche Schulen, Berufsfachschulen
n
Betriebe
n
Inhaltliche und organisatorische Entscheidungen trifft ein Gremium aus Vertreterinnen und
Vertreter der Kooperationspartner.
n
Die beteiligten Lehrkräfte tragen die Verantwortung in allen schulischen Angelegenheiten.
Wer koordiniert?
n
Wegen der Nähe zu den Schülerinnen sollte eine Lehrkraft koordinieren.
Wer unterrichtet?
n
Die Schülerinnen werden im Wesentlichen von Lehrkräften aus den Fachbereichen
Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Gemeinschaftskunde (Wirtschaft) unterrichtet.
n
n
Referentinnen und Referenten
Hochschullehrende aus den Fachbereichen Maschinenbau, Elektronik/Elektrotechnik,
Informatik, Mathematik.
n
Was sind die Themen?
38
Betriebliche Führungskräfte und Meister/innen, die in der Aus- und Weiterbildung tätig sind.
Ingenieurwissenschaftliche Themen:
n
Elektrotechnik
n
Maschinenbau
n
Digitaltechnik
n
Informatik
n
Netzwerktechnik
n
Informationstechnik
n
CAD/CAM
n
Mechanische Technologie
n
Werkstoffkunde
n
Betriebswirtschaftslehre
n
Umwelttechnik
n
Medizintechnik
Fragen
Was sind die Themen?
Darüber hinaus werden aber auch die persönlichen Kompetenzen durch Seminare und
Workshops in folgenden Bereichen trainiert:
Wie wird unterrichtet?
Wo wird unterrichtet?
Wie groß ist die Teilnehmerzahl?
n
Team- und Projektarbeit
n
Wissenschaftliches Arbeiten und Dokumentieren
n
Präsentationstechniken
n
Selbstbehauptungstraining
Die Unterrichtsformen werden an das Thema angepasst:
n
Vorlesungen
n
Simulationen am PC
n
Praktika und Workshops
n
Projektarbeit
Als Lernorte kommen in Frage:
n
Schule (Multimediaraum, Werkraum, Fachräume)
n
Hörsaal oder das Labor der Hochschule
n
Ausbildungswerkstätten oder der Seminarraum eines Unternehmens
n
Betriebe und außerschulische Lernorte, wie etwa Schülerlabore
n
Bildungszentren der Kammern
n
Eine Gruppengröße von ca. 10 bis 20 Schülerinnen ist anzustreben.
n
Wenn die Partner in der Lage sind, auch größere Gruppen zu betreuen, kann auch eine größere
Teilnehmerinnenzahl gewählt werden.
n
Die Arbeit mit größeren Gruppen muss zwischen den Partnern abgestimmt werden.
Wie wird man in die Girls’Day
Die Aufnahme erfolgt über ein Bewerbungsverfahren:
Akademie aufgenommen?
n
Bewerbungsbogen
n
Lebenslauf
n
Zeugnis
n
Tagebuch: Jede Schülerin führt ein Schülertagebuch, in dem sie jede Veranstaltung dokumentiert
Wie wird der Unterricht dokumentiert?
und die ausgegebenen Arbeitsblätter abheftet. Dieses Tagebuch dient als Referenz für die Teilnahme
an der Girls’Day Akademie und kann bei Bewerbungen vorgelegt werden.
n
Ähnlich dem Tagebuch für Schülerinnen kann auch ein zentrales Lehrkräftetagebuch geführt werden,
in dem die Unterrichtsinhalte, die ausgegebenen Arbeitsblätter, die fehlenden Schülerinnen usw. vermerkt werden.
39
Fragen
Wie fließen Informationen?
n
Informationen finden Sie unter www.girls-day-akademie.de
n
Darüber hinaus können auch die Kommunikationswege Telefon und E-Mail genutzt werden.
n
Um die Kommunikation im Projekt sicherzustellen, sollten Listen mit den Kontaktdaten aller
Beteiligten ausgetauscht werden.
Welche Vorteile bieten sich den
n
Sie erhalten Einblicke in technische Berufsbilder
Schülerinnen?
n
Hilfestellung bei der Berufsorientierung
n
Erweiterung ihres Horizontes
n
Kontakte zu Hochschulen und Betrieben
n
Sie können Kontakte zu Hochschulen und Betrieben schaffen bzw. intensivieren und das Schulprofil
Welche Vorteile bieten sich den Schulen?
schärfen (MINT).
Welche Vorteile bieten sich den
n
Sie können Interesse und Offenheit für die Ingenieurwissenschaften schaffen.
Hochschulen?
n
Nachwuchs gewinnen und für ihren Studienort werben.
Welche Vorteile bieten sich den
n
Sie können sich als potenzieller Arbeitgeber präsentieren.
Betrieben?
n
Durch die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung für die Berufsorientierung junger
Menschen das Image verbessern.
n
Junge Frauen durch persönliche Kontakte und Informationen über die Produkte an das Unternehmen binden.
Wer unterstützt das Projekt?
Wie sind die Schülerinnen versichert?
40
n
Unternehmen
n
Verbände
n
Stiftungen
n
Ministerien
n
Bundesagentur für Arbeit
n
Die Girls’Day Akademie ist eine schulische Veranstaltung. Damit sind die Schülerinnen versichert.
Impressum
4. Auflage: September 2012
Herausgeber
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Baden-Württemberg
Hölderlinstraße 36
70174 Stuttgart
www.arbeitsagentur.de
Verband der Metall- und Elektroindustrie
Baden-Württemberg e. V. – Südwestmetall
Löffelstraße 22-24
70597 Stuttgart
www.suedwestmetall.de
In Kooperation mit
Kompetenzzentrum Technik-DiversityChancengleichheit e. V.
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10
33602 Bielefeld
Gestaltung und Produktion
BBQ Berufliche Bildung gGmbH
Maybachstraße 50
70469 Stuttgart
www.bbq-zukunftskurs.de
Druck
Elser Druck GmbH
Kißlingweg 35
75417 Mühlacker
42
www.girls-day-akademie.de · www.arbeitsagentur.de · www.suedwestmetall.de
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Thank you for your participation!

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