Tieftemperatur Ventil Seire 041000

Tieftemperatur Ventil Seire 041000
Flow Control
Kämmer Ventile
®
Einbau-, Betriebs-, und Wartungsanweisung
Tieftemperatur-Ventile
Serie 041000 Eckventile
1
2
3
4
5
6
7
8
Inhaltsverzeichnis
Bestimmungsgemäße Verwendung von Kämmer
Ventilen und Antrieben
Auspacken
Installation
Kürzprüfung
Wartung
Stellantrieb vom Ventil ab- und anbauen
Ventil zerlegen und zusammenbauen
Fehlersuchplan
1
BESTIMMUNGSGEMÄSSE VERWENDUNG VON
KÄMMER VENTILEN UND ANTRIEBEN
1.1
Allgemein
Diese Anweisung wurde erstellt, um Sie beim Auspacken, Installieren und bei der Wartung zu unterstützen. Benutzer und Wartungspersonal müssen diese
Anweisung sorgfältig lesen, bevor Installationen,
Inbetriebnahme oder Wartungs-arbeiten durchgeführt
werden.
Kämmer Ventile und Antriebe sind für genau definierte
Einsatzbedingungen konstruiert und ausgelegt (z.B. in
Bezug auf Durchflußmedium, Druck, Temperatur) und
dürfen daher nicht ohne Absprache mit dem Hersteller
in andere Applikationen eingesetzt werden.
Sicherheitsrelevante Begriffe
Die Signalbegriffe GEFAHR, WARNUNG, VORSICHT
und HINWEIS werden in dieser Wartungsanweisung
angewandt bei Hinweisen zu besonderen Gefahren
oder für außergewöhnliche Informationen, die eine
besondere Kennzeichnung erfordern.
GEFAHR: bedeutet, dass bei Nichtbeachtung Lebensgefahr besteht und/oder erheblicher Sach-schaden
auftreten wurde.
WARNUNG: bedeutet, dass bei Nichtbeachtung
schwere Verletzungsgefahr besteht und/oder erheblicher Sachschaden auftreten könnte.
VORSICHT: bedeutet, dass bei Nichtbeachtung
Verletzungsgefahr besteht und/oder ein Sachschaden
auftreten könnte.
1.2
STOP!
KMGIM4101-00 - 03.05
1.3
1.4
1.5
HINWEISE: bedeutet, dass auf technische Zusammenhänge besonders aufmerksam gemacht wird,
weil sie möglicherweise auch für Fachkräfte nicht
offensichtlich sind. Die Beachtung der nicht besonders
hervorgehobenen anderen Transport-, Montage-,
Betriebs- und Wartungshinweise sowie technische
Daten (in Produktdokumentation und an dem Gerät selbst) ist jedoch gleichermaßen unerläßlich, um
Störungen zu vermeiden, die ihrerseits mittelbar oder
unmittelbar schwere Personen- oder Sachschäden
bewirken können.
Schutzkleidung
Kämmer Ventile und Antriebe werden oft in problematische Applikationen eingesetzt (hohe Drücke,
gefährliche, toxische oder ätzende Medien). Besonders
bei Ventilen mit Balgabdichtung ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Bei Wartungs- Inspektions- oder
Reparaturarbeiten ist besonders darauf zu achten, dass
Ventil und Antrieb drucklos geschaltet werden und
dass das Ventil ausreichend gespült und gereinigt wird
und somit frei von gefährlichen Fremdstoffe ist. In
diesem Zusammenhang ist auf entsprechende
Schutzkleidung (Bekleidung, Handschuhe, Schutzbrille
etc.) zu achten.
Qualifiziertes Personal
Qualifiziertes Personal sind Personen, die aufgrund
ihrer Ausbildung, Erfahrung und Unterweisung
sowie ihrer Kenntnisse über einschlägige Normen,
Bestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften und
Betriebsverhältnisse, von dem für die Sicherheit der
Anlage Verantwortlichen berechtigt worden sind, die
jeweils erforderlichen Tätigkeiten auszuführen und
dabei mögliche Gefahren erkennen und vermeiden
können.
Einbau
Vor dem Einbau ist anhand der Order-Nr., Serien-Nr.
oder Tag-Nr. genau zu kontrollieren, dass das Ventil /
der Antrieb nicht vertauscht oder verwechselt worden
ist und für den vorgegebenen Einsatz geeignet ist.
Verlängerungen oder Aufsätze, die zur Wärmeabführ
oder zur Erwärmung dienen, dürfen nicht isoliert
werden.
Rohrleitungen müssen ausgerichtet werden, damit das
Ventil spannungsfrei eingebaut werden kann.
1.6
1.7
STOP!
1.8
1.9
Ersatzteile
Es dürfen nur Original Kämmer Ersatzteile verwendet
werden. Für Ersatzteile oder Befestigungsmaterial
anderer Hersteller kann Kämmer keine Gewährleistung für daraus entstehende Schäden übernehmen
(siehe Kämmer Ersatzteillisten auf der Flowserve CD
“Technische Dokumentation”). Kämmer Produkte, die
längere Zeit auf Lager gelegen haben (insbesondere
Dichtungsteile), sind vor dem Einbau auf Beschädigung, Korrosion oder Alterungserscheinungen hin
zu überprüfen. Feuerschutzmaßnahmen für Kämmer
Produkte sind vom Betreiber aus vorzusehen.
Reparatur / Wartung
Um Personen- oder Sachbeschädigungen vorzubeugen, müssen
alle Warnungen und Hinweise unbedingt befolgt werden. Unsachgemäße Umbauten, die Verwendung fremder Ersatzteile oder das
Ausführen anderer Wartungsschritte als hier beschrieben, können
zu Leistungseinbußen und zu Personen- oder Sachbeschädigungen führen und die Gewährleistung aufheben. Zwischen Antrieb
und Ventil befinden sich bewegende Teile. Flowserve verwendet,
insbesondere bei angebauten Stellungsreglern, Schutzbleche, um
Verletzungsgefahren zu vermeiden. Werden die Schutzbleche z.B.
für Wartungs- oder Einstellarbeiten abgebaut, ist erhöhte Aufmerksamkeitnötig.NachBeendigungderArbeitensinddieSchutzbleche
ordnungsgemäß wieder zu montieren.
Neben der Wartungsanweisung und den im Verwenderland geltenden verbindlichen Regelungen zur Unfallverhütung, sind auch
die anerkannten Regeln für Sicherheit und fachgerechtes Arbeiten
zu beachten!
WARNUNG: Für Ventilen, die an Kämmer zwecks Wartung oder Reparatur zurückgeschickt werden müssen,
ist vorab eine Unbedenklichkeitsbescheinigung an
Kämmer zu übermitteln, die bestätigt, dass die Ventile
dekontaminiert und sauber sind. Liegt keine Unbedenklichkeits-bescheinigung vor, wird die Annahme
solcher Sendungen verweigert (Vordruck bei Kämmer
anfordern).
Lagerung
Kämmer Ventile und Antriebe sind überwiegend aus Edelstahl
hergestellt. Ventile und Antriebe aus anderen Materialien sind mit
einer Schutzlackierung versehen. Somit sind Kämmer Produkte
weitestgehendgegenKorrosiongeschützt.TrotzdemsindKämmer
Produkte sachgemäß, trocken und schmutzfrei zu lagern. Verschmutzung oder Beschädigung der Flanschdichtflächen wird am
besten vermieden, wenn die Flanschabdeckungen bis unmittelbar
vor dem Einbau auf den Flanschen bleiben.
Ventil- und Antriebsvarianten
Diese Einbau-, Betriebs- und Wartungsanweisung kann aus
Gründen der Übersichtlichkeit nicht alle Detailinformation zu alle
möglichen Bauvarianten enthalten und kann insbesondere nicht
jeden denkbaren Fall der Aufstellung, des Betriebes oder der Wartungberücksichtigen.Demgemäßsindimwesentlichennursolche
Hinweise enthalten, die bei Bestimmungsgemäßer Verwendung
in industriellen Einsatzbereichen durch qualifiziertes Personal
erforderlich sind. Bei Unklarheiten, insbesondere bei fehlenden
produktspezifischenDetailinformationen,müssendieerforderlichen
Klärungen über die zuständigen FLOWSERVE Vertreter herbeigeführt werden.
2
AUSPACKEN
2.1
Jeder Lieferung wird ein Packzettel beigefügt. Kontrollieren Sie beim Auspacken alle gelieferten Ventile
und Zubehörteile anhand dieses Packzettels.
2.2
Größere Ventile können mittels Hebegurten an den
Jochstangen oder - soweit vorhanden - an den
dafür vorgesehenen Tragelaschen herausgehoben
werden.
Werden Hebegurte beim Auspacken benutzt, sind
diese so anzulegen, daß die Außenverrohrung oder
Anbauteile nicht beschädigt werden.
STOP!
WARNUNG: Werden Hebegurte verwendet, kann
der Schwerpunkt des Ventils höher liegen als der
Anschlagpunkt. In diesen Fällen ist das Ventil gegen
Verdrehen zu sichern oder zu stützen, um Personenoder Sachschäden zu vermeiden.
2.3
Transportschäden sind dem Spediteur sofort zu
melden.
2.4
Bei Unstimmigkeiten nehmen Sie bitte mit Ihrer
nächsten Vertretung Kontakt auf.
3
INSTALLATION
3.1
Vor der Installation sind die Rohrleitungen zu reinigen.
3.2
Wo möglich, ist das Ventil in stehender Einbaulage
(Antrieb oben) zu installieren, um Wartungsarbeiten zu
erleichtern. Stehende Einbaulage ist wichtig bei Tieftemperatureinsätzen, um den Abstand zwischen Packung
und Medium so groß wie möglich zu halten. Hierdurch
behält die Packung weitestgehend die Umgebungstemperatur.
HINWEIS: Verlängerungen oder Aufsätze, die zur Wärmeabfuhr oder zur Erwärmung dienen, dürfen nicht isoliert
werden.
3.3
Stellen Sie sicher, daß genügend Abstand über dem
Antrieb vorhanden ist, um bei Wartungsarbeiten das
Ventiloberteil vom Gehäuse abnehmen zu können (siehe
nachfolgende Tabelle ).
Antriebsgröße
Abstand
(mm)
Antriebsgröße
Abstand
(mm)
37/47
38/48
39/49
39D/49D
95
140
140
140
P2
P3
P4
P5
P6
P7
140
140
140
140
200
200
3.4
Nach dem Einbau überprüfen Sie nochmals die Fließrichtung. Die Fließrichtung wird durch einen am Gehäuse
angebrachten Pfeil gekennzeichnet.
3.5
Soll das Ventil in die Leitung eingeschweißt werden, ist
darauf zu achten, daß das Ventil vor übermäßiger Wärme
geschützt wird.
3.6
4
4.1
4.2
Zuluft und Signalleitungen (Luft / mA) anschließen.
Regelventile sind mit einem Stellungsregler ausgerüstet. Die Anschlüsse für Zuluft und Signal sind deutlich
gekennzeichnet. Antrieb und integrierte Stellungsregler
für Antriebe Serie 4 sind für max. 4,2 bar (60 Psi) Zuluft geeignet. Für Antriebe Serie 2 ist die max. Zuluft
vom verwendeten Stellungsregler abhängig jedoch
nicht mehr als 6 bar. Übersteigt die Zuluft den auf dem
Typenschild angegebenen Druck, so ist eine Druckreduzierstation erforderlich. Steht keine In-strumentenluft
zur Verfügung, ist ein Luftfilter in die Zuluftleitung einzubauen. Alle Anschlüsse sind leckfrei herzustellen. Bitte
auch die Wartungsanweisung und Betriebsanleitung zu
unseren I/P-Stellantrieben beachten.
5
Dichtungen auf Leckage untersuchen und ggf. Schrauben nachziehen.
5.2
Balgdichtung, Testanschluß und Gehäuseablaßschraube
- soweit vorhanden - auf Dichtheit nach außen überprüfen.
KURZPRÜFUNG:
5.3
Vor der Inbetriebnahme überprüfen Sie das Ventil wie
folgt:
Ventil auf Beschädigung durch korrosive Prozeßrückstände oder korrosive Dämpfe überprüfen.
5.4
Ventile reinigen und ggf. nachlackieren.
Ventil öffnen und schließen, um die Bewegung der
Antriebsstange an der Hubanzeige zu beobachten. Die
Bewegung muß ruckfrei und linear erfolgen.
Maximalen Hub durch Veränderung des Signals
kontrollieren (bei pneumatischem Stellungsregler 0,2
- 1,0 bar oder entsprechenden „Split-range“ Werten,
bei IP-Stellungsregler 4-20 oder 0-20 mA) oder entsprechenden „Split-range „ Werten.
Alle Luftanschlüsse auf Dichtigkeit prüfen.
4.4
Die Überwurfmutter der Packung auf korrekten Anzugswert überprüfen (siehe Tabelle 1).
Gewinde
M20 x 1,5
M30 x 1,5
M38 x 1,5
M45 x 1,5
STOP!
HINWEIS: Eine zu fest angezogene Überwurfmutter
führt zu übermäßigem Packungsverschleiß und kann
den freien Lauf der Kegelstange behindern.
Sicherheitsstellung überprüfen. Hierzu Zuluft schließen
und beobachten, ob das Ventil wie vorgeschrieben öffnet
oder schließt.
Nach dem Einsatz unter schwankenden Temperaturen
alle Schraubverbindungen nachziehen und auf Dichtheit
überprüfen.
WARNUNG: Um elekrostatische Aufladung zu vermeiden, reinigen Sie den Antrieb/Ventil nur mit einem
feuchten Tuch.
5.5
Kegelstange reinigen
5.6
Die Überwurfmutter der Packung auf korrekten Anzugswert überprüfen (siehe Tabelle 1).
HINWEIS: Eine zu fest angezogene Überwurfmutter
führt zu übermäßigem Packungsverschleiß und kann
den freien Lauf der Kegelstange behindern.
5.7
Drehmoment in Nm
PTFE
Graphit
3,5
6,0
7,0
17,5
11,5
20,5
27.0
48,0
Tabelle 1
4.6
Ventile in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal
in sechs Monaten) wie folgt auf einwandfreie Funktion
überprüfen. Diese Überprüfung kann in eingebautem Zustand erfolgen und in vielen Fällen ohne die Produktion
auszuschalten. Werden interne Defekte vermutet, siehe
Abschnitt „Ventil zerlegen und zusammenbauen“.
5.1
4.3
4.5
WARTUNG
Wenn möglich, Ventil öffnen und schließen und auf
maximal Hub und ruckfreie Bewegung der Kegelstange
achten. Eine ungleichmäßige Bewegung der Kegelstange
kann auf interne Defekte hindeuten.
HINWEIS: Bei Grafit-Packungen ist eine ungleichmäßige
Bewegung der Kegelstange normal.
STOP!
WARNUNG: Halten Sie Hände, Haare, Bekleidung usw.
von allen sich bewegenden Teilen fern. Nichtbeachtung
kann zu schweren Verletzungen führen.
5.8
Alle Zubehörteile auf festen Sitz überprüfen.
5.9
Wenn möglich, Luftzufuhr schließen und die Sicherheitsstellung überprüfen.
5.10
Schutzbalg auf Verschleiß überprüfen.
5.11
Stellantrieb auf Dichtheit überprüfen. Hierzu Gehäuse,
Luftanschlüsse und Kegelstangenführung mit flüssiges
Dichtheitsprüfmittel besprühen und auf Blasenbildung
achten.
5.13
Luftfilter - soweit vorhanden- überprüfen und ggf.
Einsatz austauschen.
HINWEISE: Für weitere information über Wartung und
Instandhaltung nehmen Sie bitte mit ihrer nächsten
Vertretung Kontakt auf.
GEFAHR: Bei Antrieben aus Aluminium sind die
Antriebsfedern nach 10 Jahren oder 50.000 Betriebsstunden - je nachdem, welches der kleinere Wert ist
- durch Originalersatzteile auszutauschen.
Schutzbalg
Nutmutter
Überwurfmutter
Schellen
Aufsatzmuttern
Schutzbalg
Mit Perlite gefüllt
Diese Muttern können nur mit
großem Aufwand nachgezogen
werden, da diese sich innerhalb der
Isolierung (Cold Box) befinden.
Isolierbox
Mit Steinwolle gefüllt
Typischer „Cold-Box“-Einbau
Ventil mit Antrieb Serie 4
Abb. 1
Kupplung
Kupplungsschrauben
Kupplungseinsatz
Kontermutter
Jochplatte
Jochstangenmutter
Antrieb Serie 2
Abb. 1a
6
STELLANTRIEB VOM VENTIL AB- UND ANBAUEN
Allgemeine Information
Wir empfehlen, bei allen Reparaturarbeiten den Stellantrieb vom Ventil zu trennen.
Viele Wartungs- und Einstellarbeiten können jedoch
in eingebautem Zustand ausgeführt werden.
6.1
Stellantrieb Serie 4 abbauen
Siehe Abb. 1 + 2
(für Antrieb Serie 2 siehe 6.3)
6.1.1
Zuluft abschalten.
WARNUNG: Antrieb drucklos schalten und Prozessmedium ablassen, bevor Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Nichtbeachtung kann zu ernsten
Verletzungen führen.
STOP!
6.1.2
Bei Bedarf Verrohrung abbauen.
Bei Antrieben mit „Feder schließt“ weiter mit 6.1.3
Bei Antrieben mit „Feder öffnet“ weiter mit 6.1.4
6.1.3
6.1.4
6.1.5
6.1.6
6.1.7
6.2
Kappe und Typenschild abnehmen. Nullpunkteinstellmutter anziehen, bis sie gerade die Oberfläche des Federgehäuses berührt. Dies entlastet
die Kegelspitze vom Druck der Antriebsfedern.
Bei vorhandenem Handrad kann die Entlastung der
Kegelspitze vom Druck der Antriebsfedern durch das
Betätigen des Handrades erfolgen, ohne dass die
Kappe und das Typenschild entfernt und die Nullpunktmutter angezogen werden mussen.
Mit einem Schraubenschlüssel Antriebsstange
gegen Verdrehen sichern und mit einem zweiten Schraubenschüssel die Kontermuttern lösen.
Bei einer geteilten Kupplung sind die obere und untere
Kupplungshäfte zu trennen. (siehe auch Beschreibung
und Darstellung bei der Wartungsanleitung der I/PStellantriebe)
HINWEIS: Die Antriebsstange darf nicht verdreht werden, da dieses zu einer Beschädigung der Membrane
führt.
Überwurfmutter und Nutmutter lösen.
Kegelstange gegen Verdrehen sichern und Antrieb
durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn von der Kegelstange abschrauben.
HINWEIS: Die Kegelstange darf nicht verdreht werden,
da dieses zu einer Beschädigung der Dichtkanten von
Ventilkegel und Sitzring führt.
Antrieb abnehmen und gleichzeitig Kontermutter, Hubanzeige, Überwurfmutter und Nutmuttern entfernen.
Stellantrieb Serie 4 anbauen
Hinweise:
•
Bevor der Antrieb angebaut wird, muß er nach
Abschnitt 3 der Anleitung „Pneumatische und elektropneumatische Stellantriebe“ kalibriert werden.
• Alle verschlissenen oder beschädigten Teile müssen erneuert werden. Wieder zu verwendende Teile
müssen sauber sein.
6.2.1
Stellantrieb mit Nutmutter, Überwurfmutter, Kontermuttern und Hubanzeige auf das Ventil aufsetzen.
6.2.2.1 Nur für Stellantriebe „Feder schließt“:
Stellantrieb durch Drehen im Uhrzeigersinn auf die
Kegelstange aufschrauben, bis die Jochplatte soeben
den Aufsatz berührt und der Stellantrieb nach vorne
ausgerichtet ist. Bei einer geteilten Kupplung sind die
obere und untere Kupplungshäfte zu montieren. (siehe
auch Beschreibung und Darstellung bei der Wartungsanleitung der I/P-Stellantriebe)
HINWEIS: Die Kegelstange darf nicht verdreht werden,
da dieses zu einer Beschädigung der Dichtkanten von
Ventilkegel und Sitzring führt.
6.2.2.2 Nur für Stellantriebe „Feder öffnet“:
Kegelstange anheben und in die untere Kupplungshälfte hineinschrauben und zwar soweit, daß der Abstandzwischen „Kegel im Sitz“ und „Kegel angehoben“
in etwa dem angegebenen Hub entspricht .
6.2.3 Nutmutter und Überwurfmutter anziehen.
6.2.4 Sitzdichtheit durch Herein- oder Herausdrehen der
Kegelstange in/aus der unteren Kupplungshälfte einstellen.
HINWEIS: Die Kegelstange darf nicht bei geschlossenem Ventil verdreht werden, da dieses zu einer
Beschädigung der Dichtkanten von Ventilkegel und
Sitzring führt.
Ventil öffnen, Einstellung vornehmen, Ventil schließen
und auf Dichtheit überprüfen.
Bei vorhandenem Faltenbalg darf die Kegelstange
nie gedreht werden. Bei Faltenbalgventilen ist eine
entsprechende Kupplung zur Justage vorhanden.
6.2.5 Nach der Einstellung Kontermuttern und die dazwischenliegende Hubanzeige gegen die Antriebsstange
sichern und Hubskala ausrichten.
6.3
Stellantrieb Serie 2 abbauen
(siehe Abb. 1a)
(für Antrieb Serie 4 siehe 6.1)
6.3.1
Zuluft abschalten.
WARNUNG: Antrieb drucklos schalten und Prozessmedium ablassen, bevor Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Nichtbeachtung kann zu ernsten
Verletzungen führen.
Bei Bedarf Verrohrung abbauen.
2 Kupplungsschrauben entfernen und Kupplung abnehmen.
Jochstangenmuttern lösen und abnehmen. Antrieb
vorsichtig vom Ventil abnehmen.
Kupplungseinsatz nach Lösen der Kontermutter abschrauben.
HINWEIS: mit Schlüssel am Kupplungseinsatz Kegelstange gegen Verdrehen sichern).
STOP!
6.3.2
6.3.3
6.3.4
6.3.5
Überwurfmutter
Druckring
Aufsatz
Packung
Aufsatzmuttern
Führungsbuchse
Aufsatzdichtung
Spindel
Verlängerung
Kegelverlängerung
Verlängerungsmuttern
Gehäusedichtung
Kegel
Sitz
Abb. 2
6.4
6.4.1
6.4.2
6.4.3
6.4.4
Stellantrieb Serie 2 anbauen
(siehe Abb. 1a)
Die Federstange des Antriebs muß voll ausgefahren
sein. D.h. bei Variante Feder schließt Antrieb voll
entlüften, bei Variante Feder öffnet Antrieb voll
belüften.
Der Ventilkegel muß im Ventilsitz aufliegen d.h.
Ventilspindel von Hand ganz eindrücken.
Die Kontermutter und den Kupplungseinsatz nach
vorherigem Aufschrauben so tief wie möglich auf die
Kegelstange aufschrauben.
Antrieb auf Ventil aufsetzen, dabei untere
Jochstangengewinde in Jochplatte einführen.
Den Kupplungseinsatz auf der Kegelstange soweit
nach oben gegen den Antrieb herausdrehen
(Vorsicht die Kegelstange selbst darf sich nicht
drehen), bis die Jochstangen ca. 2mm von der
unteren Jochplatte abheben.
Die Kupplung mit den beiden Kupplungsschrauben
anbringen. Dabei beachten, dass die Pfeile auf den
Kupplungshälften nach oben, zum Antrieb, zeigen.
7.1.3
7.1.4
STOP!
7.1.5
7.1.6
7.1.7
6.4.5
6.4.6
7
7.1
STOP!
7.1.1
7.1.2
Antrieb bis zum halben Hub belüften bzw. entlüften.
Jochstangenmuttern festziehen.
Nach Bedarf Verrohrung wieder herstellen.
VENTIL ZERLEGEN UND ZUSAMMENBAUEN.
Ventil zerlegen
(siehe Abb. 2)
Warnung: Da giftige oder gefährliche Stoffe vorhanden
sein können, muß die Anlage druckfrei geschaltet werden und alle Prozesstoffe müssen abgelassen werden.
Das Ventil ist ggf. zu dekontaminieren. Bei Tieftemperaturventilen ist darauf zu achten, dass die Anlagen zum
Wechseln der Ventilsitze warm sein müssen, sonst
sind Beschädigungen der Sitze möglich, ebenso sind
Verletzungen durch Kälte möglich. Halten Sie Hände,
Haare und Bekleidung von sich bewegenden Teilen
fern. Tragen Sie Gesichts-, Hand und Augenschutz.
Nichtbeachtung kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen.
Muttern vom Aufsatz entfernen und Aufsatz abnehmen.
Kegelrohr vorsichtig aus der Verlängerung herausziehen. Eine Demontage des Außenrohres ist bis zur
Nennweite 100 (4”) in der Regel nicht erforderlich,
da der Montageaufwand sonst zu groß ist. Ab der
Nennweite 150 ( 6” ) ist der Ausbau des Kegelrohrs
durch die Verlängerung nicht mehr möglich, da dies
die Konstruktion des Ventiles nicht zuläßt. Um die Sitz/
Kegel-Garnitur bei dieser Nennweite zu tauschen, ist
es erforderlich, den großen Gummibalg ( Abb.1) vom
Ventil und von der Box des Luftzerlegers zu demon-
7.2
7.2.1
7.2.2
tieren und die Steinwolle zu entfernen. Die Gehäuseschrauben können dann direkt unten am Ventilkörper
gelöst werden und das Außenrohr, der Aufsatz, und der
Kegel kann dann entfernt werden. Der Sitz kann nun
mit einem Spezialschlüssel ausgetauscht werden.
Überwurfmutter und Druckring entfernen. Packung
und Führungsbuchse von unten mit einem Dorn aus
dem Packungsraum herausdrücken (der Dorn muß
einen etwas größeren Durchmesser haben als die
Kegelstange).
Bei Weichsitz-Ausführung Kegelspitze mit entsprechendem Werkzeug lösen und Weichsitzdichtung
entfernen.
WARNUNG: Beim Lösen der Kegelspitze können Mediumrückstände frei werden, die durch die Dichtung
diffundiert sind.
Sitzring mit einem Spezialsitzringschlüssel und Sitzringschlüsselverlängerung herausschrauben.
Dichtkanten von Sitzring und Kegel auf Beschädigung
hin überprüfen. Dichtungsflächen müssen sauber und
frei von Beschädigungen sein.
HINWEIS: Um eine Beschädigung des Sitzes, Kegels
oder der Kegelstange zu vermeiden, sind die o.g.
Anweisungen genau zu befolgen.
Ist die Nacharbeit einer Dichtfläche erforderlich, müssen Sitz- und Kegeldichtflächen bearbeitet werden.
Der Sitzwinkel am Kegel beträgt 30°, am Sitzring 25°.
Wenn das Ventil korrekt zusammengebaut wird, ist ein
Feinschliff nicht notwendig.
HINWEIS: Bei Nacharbeit des Kegels Kegelrohr vor
Beschädigung schützen. Die Sitzfläche muß konzentrisch zur Kegelstange sein. Bei Nacharbeit des Sitzes
muß die Sitzfläche konzentrisch zum Sitzaußendurchmesser sein.
Ventil zusammenbauen (siehe Abb. 2)
GRFAHR: Die Ventile sind öl- und fettfrei zu montieren. Bei Sauerstoffbetrieb besteht sonst Explosions gefahr
Alle verschlissenen oder beschädigten Teile müssen erneuert werden. Wieder zu verwendende Teile
müssen öl-, fettfrei und sauber sein. Verschleißteile
wie Dichtungen und O-Ringe sind zu erneuern. Die
Gehäusedichtung aus Aluminium der Nennweite 150 (
6” ) ist grundsätzlich zu erneuern. Bei den Nennweiten
25 (1”) bis 100 (4”) kann diese Dichtung erhalten
bleiben, da die Sitz/Kegel-Garnitur in der Regel durch
das Außenrohr de- und montiert werden kann.
Sitzring einsetzen und festziehen. Drehmoment siehe
nachfolgende Tabelle:
Nennweite
Gewinde
Werkstoff
Drehmoment
130 Nm
DN 25
M40x1,5
1.4571
DN 40/50
M60x2
1.4571
220 Nm
DN 80
M80x2
1.4571
240 Nm
DN 100
M100x2
1.4571
450 Nm
DN 150
M148x2
1.4571
540 Nm
DN 200
M182x2
1.4571
650 Nm
7.2.3
Bei Weichsitz Kegelspitze unter Verwendung einer
neuen Weichsitzdichtung wieder anschrauben.
7.2.4
Kegelrohr vorsichtig in die Verlängerung einsetzen.
7.2.5
Aufsatzdichtung einsetzen.
7.2.6
Aufsatz aufsetzen und gleichmäßig überkreuz handfest
anziehen.
7.2.7
Mit einem Drehmomentschlüssel alle Muttern nach
und nach überkreuz auf die vorgeschriebenen Drehmomente (siehe nachfolgende Tabelle) anziehen.
Gewinde
M 8
M 10
M 12
M 16
M 20
7.2.8
Packung genau wie in der ET-Liste dargestellt einbauen. Die Packungsringe sind unter Verwendung
eines entsprechenden Dornes und leichter Schläge
nacheinander einzubauen. Dabei ist darauf zu achten,
dass die Schlitze in den Packungsringen gleichmäßig
auf dem Umfang verteilt werden (Schlitze dürfen NICHT
übereinander liegen. Es muß oben ca. 3 mm Platz
verbleiben, um den Druckring einzusetzen.
7.2.9
Druckring einsetzen und Überwurfmutter anziehen
(siehe Tabelle 1).
7.2.10 Antrieb, wie in Abschnitt 6 beschrieben, aufsetzen und
einstellen.
Stiftschrauben
DIN 939
20 Nm
35 Nm
60 Nm
145 Nm
280 Nm
8 Fehlersuchplan
Fehler
Mögliche Ursache
Abhilfe
Antriebs-/
Kegelstange
schwergängig
1. Packung zu fest angezogen
3. Zu wenig Zuluft
3. Stellungsregler defekt
1. Überwurfmutter etwas mehr als „fingerfest“ anziehen
3. System auf Leckage in Zu- oder Signalluftleitungen hin
überprüfen.Anschüsse nachziehen ggf. Leitungen austauschen.
3. Siehe Bedienungsanleitung für Stellungsregler
Übermäßige
Leckage
1. Aufsatz lose
1. Siehe Schritt 7.2.7 um den Flansch korrekt anzuziehen
2. Verschlissener oder
beschädigter Sitzring/Kegel
3. Aufsatzdichtung beschädigt
4. Zu wenig Stellkraft
5. Kegel falsch eingestellt
2. Sitzring/Kegel nacharbeiten oder erneuern
6. Fließrichtung falsch
7. Handrad falsch eingestellt
(wirkt wie Endanschlag)
6. Spezifikation überprüfen. Händler kontaktieren
7. Handrad einstellen
1. Kegel falsch eingestellt
(zu wenig Hub)
2. Stellungsregler defekt
3. Betriebsanforderungen
zu hoch
4. Handrad falsch eingestellt
(wirkt wie Endanschlag)
1. Kegel korrekt einstellen
1. Kegeleinstellung falsch
1. Kegel korrekt einstellen
2. Zu wenig Zuluft
3. Garnitur zu groß für
Durchflußmenge
2. Zuluft überprüfen, Leckagen abdichten, Verstopfungen beseitigen
3. Garnitur austauschen
Zu wenig
Durchfluß
Kegel schlägt
auf
3. Dichtungen erneuern
4. Luftzufuhr überprüfen. Ist Zufuhr i.O. Händler kontaktieren
5. Kegel korrekt einstellen
2. Siehe Bedienungsanleitung für Stellungsregler
3. Betriebsdaten überprüfen. Händler kontaktieren
4. Handrad einstellen
Flowserve Essen GmbH
Manderscheidtstrasse 19
D - 45141 ESSEN
Tel.: +49 (0) 201 89 19 - 5 • Fax: +49 (0) 201 89 19 - 600
Alle angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten
©03.2001 Flowserve Corporation. Flowserve und Kämmer sind eingetragene Warenzeichen der Flowserve Corporation
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