hotcontrol c448 201405 DE
© 05/2014 Technische Änderungen vorbehalten
Kompaktregelgerät
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Bedienungsanleitung
Inbetriebnahme
Das Regelgerät ist bei Auslieferung in werkseitiger Voreinstellung direkt
betriebsbereit.
Vor Einschalten des Reglers immer kontrollieren, ob die Steckerbelegung an
dem Regelgerät und am Werkzeug identisch sind und das Verbindungskabel
hierzu passend ist.
Bei Einschalten des Reglers wird direkt auf den eingestellten Sollwert geheizt.
Soll dies verhindert werden, vor Einschalten des Reglers das Verbindungskabel zum Werkzeug entfernen und an dem Regler den Sollwert 0°C eingeben.
Regelgerät dann ausschalten, Verbindungskabel einstecken und Regelgerät
neu einschalten.
Anschlüsse/Steckerbelegungen
A
A
Alarmausgang
B
Typenschild
C
Stecker Heizung/Fühler
D
Netzkabel
E
Steuersicherung (2A T)
D
Steckerbelegung Heizung/Fühler (Standard)
Zone 2, Fühler Zone 1, Heizung N
Zone 1, Heizung L
Zone 1, Fühler +
Zone 1, Fühler -
5
4
3
2
1
10
9
8 Zone 2, Heizung N
7 Zone 2, Heizung L
6 Zone 2, Fühler +
Vom Standard abweichende kundenspezifische Steckerbelegung möglich. Weitere Infos dem Steckerbelegungsplan entnehmen.
Bei Kompaktregelgerät Ausführung I sind die Anschlüsse
für die Zone 2 nicht belegt.
B
C
E
Alarmausgang
1
2
Potentialfreier Kontakt
(Öffner, 250V/2A, ohmsche Last).
Alarm wird bei Temperaturgrenzwert-, Fühlerund Heizstromalarmen
ausgegeben.
Anzeigen & Bedienelemente
Regelschrank
A
A
Temperaturregler
B
Netzschalter
C
Sicherungen für Heizungen (16A T)
D
Schalter Standby-Betrieb
B
Ausführung
D
C448 I
Temperaturregler
A
Info-Taste
B
Pfeil abwärts-Taste
C
Pfeil aufwärts-Taste
D
Parameter-Taste
E
LED Heizen
F
LED Alarm
G
LED Standby
H
Istwert, Parameterwert und Status
I
Sollwert und Parameterbezeichnung
C
C448 II
E F G
H
I
A
B
C
D
Sollwert einstellen
Ausgehend von Soll-/Istwertanzeige...
Sollwerteingabe direkt anwählen und den gewünschten Sollwert mit den Pfeiltasten einstellen
(Beispiel: neuer Sollwert 250°C).
Sollwertänderung wird 3 Sekunden nach der letzten Eingabe
automatisch übernommen. Der Regler regelt auf den neuen
Sollwert.
Wird die Info-Taste vor Ablauf der 3 Sekunden gedrückt, so wird die Sollwertänderung nicht übernommen.
Stellgrad im Stellerbetrieb einstellen
Wozu Stellerbetrieb? Im Stellerbetrieb (auch „Handbetrieb“) wird am Heizungsausgang ein gleichbleibender Stellgrad ausgegeben. 0% bedeutet, dass der Heizungsausgang dauerhaft aus, 100% bedeutet, dass der Heizungsausgang dauerhaft
eingeschaltet ist. Der Stellerbetrieb kann z.B. genutzt werden, um den Betrieb des
Reglers bei einer Regelzone mit defektem Fühler bis zum Austausch des Fühlers
vorrübergehend aufrecht zu erhalten.
Der Stellerbetrieb wird in der Infoebene aktiviert. Ergänzend zur Direkteingabe kann
dort auch der Stellgrad verändert werden.
Stellerbetrieb aktivieren und Stellgrad einstellen
2x
Info-Taste zweimal drücken, um von der Soll-/Istwertanzeige in die Infoebene zur Stellgradanzeige zu wechseln.
Die Parameter-Taste drücken, um die Eingabesperre aufzuheben. Der Stellerbetrieb ist ausgeschaltet.
Die obere LED-Anzeige blinkt.
Mit den Pfeiltasten den Stellerbetrieb aktivieren.
Aktivierung des Stellerbetriebes bestätigen.
Nun muss der Stellgrad vorgegeben werden. Der Regler
zeigt den zuletzt im Regelbetrieb ausgegebenen Stellgrad
an.
Der Stellgradwert blinkt.
Den Stellgradwert mit den Pfeiltasten einstellen
(Beispiel: neuer Stellgradwert 25%).
Der Stellgradwert blinkt weiterhin.
Stellgradänderung mit Parameter-Taste bestätigen.
Erst jetzt beginnt der Regler, den konstanten Stellgrad am
Heizungsausgang auszugeben.
Info-Taste drücken, um zurück zur Soll-/
Istwertanzeige zu wechseln. Im oberen
LED-Display wird wechselweise der
Stellgradwert und die Infomeldung mAnU
angezeigt.
Der Stellerbetrieb kann auf gleichem Wege deaktiviert werden. Hierzu in Schritt 2
und 3 manu von on auf oFF setzen.
Funktionen/Setup
Das Regelgerät bietet Zusatzfunktionen, die z.B. für die Heißkanalregelung verwendet werden können.
Funktionen
Stellerbetrieb Siehe „Stellgrad im Stellerbetrieb einstellen“
Anfahrfunktion Funktion, um die Regelzonen möglichst schonend aufzuheizen.
Die Regelzone wird nach Einschalten automatisch für die unter t1 voreingestellte
Zeit auf 100°C geregelt. Dadurch wird die Feuchtigkeit aus den Heizelementen
ausgebacken.
Boostfunktion Die Boostfunktion wird direkt nach der Anfahrfunktion gestartet. Die
Funktion wird z.B. genutzt, um Düsenspitzen vor dem Anfahren freizugeben. Dabei
wird der Sollwert um den unter SP3 voreingestellten Wert für die unter t2 voreingestellte Dauer angehoben.
Standbyfunktion Vorübergehendes Absenken des Sollwertes um den unter SP2
voreingestellten Wert über Schalter Standby-Betrieb aktivierbar. Funktion z.B. bei
Produktionsstillstand nutzen, um den Stellgrad zu reduzieren und die Kunststoffschmelze zu schonen.
Alarmüberwachung Die Regelgüte wird in einstellbaren Grenzwertband um den
Sollwert und auf eine Maximaltemperatur überwacht. Für den Temperaturfühler
und die Verbindungskabel erfolgt eine Kontrolle auf Leitungsbruch, -verpolung und
-kurzschluss. Besitzt das Regelgerät die Option Heizstromüberwachung, so wird
die Abweichung des Heizstromes zu einem Vergleichswert (Stromsollwert) und der
Zustand des Solid-State-Relais überwacht.
Parameter in Bedienerebene verändern
Die Zusatzfunktionen sind
in der Bedienerebene, die
über die Parameter-Taste
angewählt wird, konfigurierbar.
Beispiel Oberen Grenzwert von 5K auf 10K
erhöhen.
Die Parameter-Taste drücken, um in die Bedienerebene
zu wechseln. Die Parametertaste so oft drücken bis Li.1
erscheint. Der Parameterwert blinkt.
Den gewünschten neuen oberen Grenzwert
mit den Pfeiltasten einstellen (Beispiel: 10
K). Der Parameterwert blinkt weiterhin.
Grenzwertänderung mit Parameter-Taste bestätigen. Die Regelzone wird mit dem neuen Grenzwert
überwacht. Im LED-Display wird der nächste
Parameter angezeigt.
Info-Taste drücken, um zur Soll-/Istwertanzeige
zurückzukehren.
Parameter-Setup in Bedienerebene
Parameter
LED-Displays
mit Standardeinstellung
Wertebereich
/Einheit
Beschreibung
Sollwert
0 bis 500°C
Bei Sollwert = 0°C wird kein Stellsignal am Heizausgang ausgegeben
und keine Alarme überwacht.
Stellerbetrieb
on/off
Siehe „Stellerbetrieb aktivieren und
Stellgrad einstellen“
Stellgrad
0 bis 100 %
Stellgrad kann nur im Stellerbetrieb
eingegeben werden. Im Regelbetrieb
wir der Stellgrad vom Regler berechnet und nur abgelesen.
Zonenzustand
on/off
Aktivierung/Passivierung der Regelzone. Bei einer passiven Regelzone
wird am Heizungsausgang kein
Stellsignal ausgegeben und kein
Alarm überwacht.
Oberer Temperaturgrenzwert
0 bis 1500 K
Überschreitet der Temperaturistwert
den oberen Toleranzwert über dem
Sollwert wird ein Alarm ausgegeben.
Wert immer größer 0 einstellen.
Unterer Temperaturgrenzwert
-999 bis 0 K
Unterschreitet der Temperaturistwert
den unteren Toleranzwert unter dem
Sollwert wird ein Alarm ausgegeben.
Wert immer kleiner 0 einstellen.
Absenkwert für Standbyfunktion
-999 bis 0 K
Wert immer kleiner 0 einstellen.
Temperaturerhöhung für
Boostfunktion
0 bis 1500 K
Wert immer größer 0 einstellen.
Anfahrzeit für Anfahrbetrieb
0 bis 9999
Sekunden
Anfahrfunktion startet automatisch
nach Einschalten des Reglers.
Anfahrzeit wird gestartet, wenn
Istwert 95°C erreicht.
Einstellung = 0: Anfahrfunktion
deaktiviert.
Boostzeit für Boostfunktion
0 bis 9999
Sekunden
Boostfunktion startet automatisch
nach Ablauf der Anfahrfunktion.
Einstellung = 0: Boostfunktion
deaktiviert.
Status- und Fehlermeldungen
Statusmeldungen geben Hinweise auf den Betriebszustand, in dem sich die
Regelzone befindet. Bei Alarmmeldungen muss der Fehlergrund gesucht und
beseitigt werden. Status- bzw. Alarmmeldungen werden
wechselweise in die oberen LED-Anzeige eingeblendet.
Beispiel Regler befindet sich in Identifikationsphase
Statusmeldungen
Anzeige
Bedeutung
Id
Regler befindet sich in der ‚Identifikationsphase‘, in der sich während des Aufheizens die Regelparameter automatisch an die angeschlossene Regelzone anpassen.
mAnU
Regler befindet sich im Stellerbetrieb („Handbetrieb“).
SP2
Regler befindet sich Standby-Betrieb.
SP3
Regler befindet sich in Boost-Betrieb.
SP4
Regler befindet sich im Anfahrbetrieb.
Fehlermeldungen
Zur Fehlerbeseitigung unbedingt die Stromversorgung des Reglers ausschalten!
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Fehlergrund
Maßnahmen zur Fehlerbehebung
tCbr
Fühlerbruch
Die Verdrahtung des Thermoelements ist an irgendeiner
Stelle unterbrochen.
Widerstand am Werkzeug prüfen. Anzeige bei Thermoelement
ca. 4 Ohm. Wenn kein Durchgang, dann Fühler defekt.
Kabel am Werkzeug anschließen und Kabel von Pol zu Pol prüfen. Kein Durchgang messbar bedeutet Unterbrechung im Kabel.
Falls kein Problem erkannt wurde, den Regler tauschen oder
Regelgerät zur Reparatur zum Lieferanten schicken.
tCrC
Fühlerverpolung
Thermoelement verpolt. Das
Thermoelement ist an irgendeiner Stelle falsch verdrahtet.
Fehler nicht messbar sondern nur über Sichtkontrolle kontrollierbar. Es dürfen nur Drähte gleicher Polarität miteinander
verbunden sein. Bei Thermoelement Typ J schwarz/schwarz
und schwarzweiss/schwarzweiss. Bei Thermoelementen nach
anderer Norm sind andere Farben möglich.
„Kabeldreher“ beseitigen.
tCSC
Fühlerkurzschluss
Das Thermoelement ist an
irgendeiner Stelle gequetscht.
Indirekte Fehlererkennung: Alarm, wenn nach 5 Minuten bei einer
Heizleistung von 100% kein Anstieg des Temperaturistwerts um
5°C erkannt wird (Dauer auf Anfrage beim Lieferanten änderbar).
Kontrollieren ob Thermoelementleitungen beim Fühler im Werkzeug oder im Kabel gequetscht sind und Kontakt haben. Dann
erkennt Regler zu geringe Temperatur, die Zone wird überheizt.
Des Weiteren kontrollieren: Ist Heizleistung des Heizers für Sollwert ausreichend? Wenn nicht, Heizelement austauschen.
drI
Temperaturdrift
Die automatische Parameterbestimmung („Identifikation“) kann
nicht gestartet werden.
Temperaturistwert wird zu stark durch eine andere Regelzone
beeinflusst.
Warten, bis Beeinflussung beseitigt oder Regelzonen zum
gleichen Zeitpunkt gemeinsam aufheizen.
AL
Maximaltemperatur überschritten
Der Temperaturistwert hat die
obere Temperaturbegrenzung
von 500°C überschritten.
Kontrollieren, ob Zuordnung von Fühler und Heizer übereinstimmt?
Solid State Relais defekt? Heizausgang ist dauerhaft an, obwohl
Regler keinen Stellgrad ausgibt. Regelgerät an den Lieferanten
zur Reparatur schicken oder SSR durch Fachpersonal austauschen.
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