Bedienungsanleitung
Hinweis
Vorwort
Waldorf Music übernimmt für Fehler, die in diesem Bedienhandbuch auftreten können, keinerlei Verantwortung.
Der Inhalt dieser Anleitung kann ohne Vorankündigung
geändert werden. Bei der Erstellung dieses Handbuchs
wurde mit aller Sorgfalt gearbeitet, um Fehler und
Widersprüche auszuschließen. Waldorf Music übernimmt
keinerlei Garantien für dieses Handbuch, außer den von den
Handelsgesetzen vorgeschriebenen.
Vielen Dank für den Kauf des Blofeld Synthesizer von Waldorf. Dieser außergewöhnliche Synthesizer verfügt über
einzigartige Möglichkeiten zur Erzeugung einer ungeahnten
Bandbreite von Klängen in bewährter Waldorf Qualität.
Warum Sie dieses Handbuch lesen sollten?
Das größte Problem bei Handbüchern ist immer, einen goldenen Mittelweg zwischen Anfänger und Profi zu finden. Es
gibt Anwender, die lesen eine Anleitung von vorne bis hinten, während andere sie noch nicht einmal anrühren.
Letzteres ist natürlich keine gute Entscheidung, insbesondere
wenn diese Anleitung ein Waldorf-Instrument beschreibt.
Dieses Handbuch darf ohne Genehmigung des Herstellers –
auch auszugsweise – nicht vervielfältigt werden.
Waldorf Music GmbH, Neustraße 12, D-53498 Waldorf,
Deutschland
Natürlich dürfen Sie dieses Handbuch auch wieder in die
Verpackung zurücklegen, aber Sie werden mit Sicherheit viel
verpassen.
Wir versprechen Ihnen dafür auch viel Spaß beim Lesen und
vor allem aber beim Komponieren und Produzieren mit dem
Blofeld.
Ihr Waldorf-Team
Blofeld Bedienhandbuch
2
Vorwort
Besonderer Dank gilt
Das Blofeld Entwicklungsteam
Software:
Stefan Stenzel, Wolfram Franke
Hardware/ Gehäuse:
Frank Schneider
Design:
Axel Hartmann
Manual/ Layout:
Holger Steinbrink
Betatest/ Sounddesign:
Wolfram Franke, Boele Gerkes,
Achim
Gratz,
Till
Kopper,
Jahnspierr Leyton, Dr. Georg
Müller, Don Petersen, Howard
Scarr, Holger Steinbrink, Sascha
Timm, Dr. Stefan Trippler
Version:
1.1, Januar 2009
w
Willie Eckl, Joachim Flor, Michael von Garnier, Florian
Gypser, Frank Lauterbach, Achim Lenzgen, Kurt “Lu” Wangard, 吴海彬, sowie allen, die hier vergessen wurden.
Besuchen
Sie
unbedingt
unsere
Webseite
www.waldorfmusic.de
Hier finden Sie unter Umständen eine neuere Betriebssystemversion für Ihren Blofeld.
3
Blofeld Bedienhandbuch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Pflege ............................................................................ 13
Bestimmungsgemäße Verwendung ................................ 13
Vorwort ...............................................................................................2
Inbetriebnahme ............................................................................14
Warum Sie dieses Handbuch lesen sollten?..................... 2
Lieferumfang.................................................................. 14
Hinweis .......................................................................... 2
Aufstellung .................................................................... 14
Das Blofeld Entwicklungsteam ........................................ 3
Anschlüsse..................................................................... 14
Besonderer Dank gilt....................................................... 3
Der USB-Anschluss des Blofeld ..................................... 16
Inhaltsverzeichnis..........................................................................4
Die Bedienelemente Blofeld Keyboard .......................... 16
Bedienelemente und Anschlüsse ............................................7
Grundlegende Bedienung.........................................................18
Frontseite Blofeld Desktop .............................................. 7
Einschalten/ Ausschalten................................................ 18
Anschlüsse Blofeld Desktop ............................................ 8
Systemlautstärke ............................................................ 18
Frontseite Blofeld Keyboard ............................................ 9
Anwahl von Soundprogrammen .................................... 18
Schnelle Anwahl von Bänken ........................................ 19
Soundprogramm-Anwahl nach Kategorie....................... 19
Anschlüsse Blofeld Keyboard ........................................ 10
Einführung...................................................................................... 11
Verändern von Parametern ............................................ 19
Anwahl und Verändern von Bedienparametern ............. 20
Parameter anschauen ohne Editieren ............................. 21
Vergleichen von Programmen - Compare ...................... 22
Verwerfen von Editierungen - Recall.............................. 22
Abspeichern von Programmen - Store............................ 23
Über dieses Handbuch.................................................. 11
Verwendete Symbole .................................................... 11
Kennzeichnung von Parametern.................................... 11
Allgemeine Sicherheitshinweise .................................... 12
Geeigneter Aufstellungsort ............................................ 12
Stromanschluss ............................................................. 12
Betrieb .......................................................................... 12
Blofeld Bedienhandbuch
4
Inhaltsverzeichnis
Multimode Parameter.................................................... 25
Amp Envelope ...............................................................58
Envelope 3 und 4...........................................................59
Multi Part Parameter...................................................... 36
Parameter der LFO-Bedienebene ...................................60
Menüseitenübersicht .................................................................30
LFO-Editier-Menü ..........................................................62
LFO 1, 2 und 3 ..............................................................62
Sound Parameter..........................................................................36
Matrix-Editier-Menü.......................................................64
Multi-Betriebsart ..........................................................................25
Funktionsübersicht ........................................................ 36
Amplifier-Editier-Menü ..................................................67
Parameter der Effects-Bedienebene ................................68
Oszillator-Bedienebene................................................. 36
Parameter der Oszillator-Bedienebene .......................... 37
Effekte-Editier-Menü ......................................................68
Effekttyp Bypass .............................................................69
Chorus Effekt .................................................................69
Flanger Effekt .................................................................69
Phaser Effekt ..................................................................70
Overdrive Effekt .............................................................71
Triple FX ........................................................................72
Delay Effekt ...................................................................72
Clk. (Clocked) Delay......................................................73
Reverb ...........................................................................74
Oszillator-Editier-Menü ................................................. 39
Oscillator 1, 2 und 3 ..................................................... 40
Oscillator Common....................................................... 45
Ring Modulation ........................................................... 48
Noise ............................................................................ 49
Filter-Bedienebene ........................................................ 50
Parameter der Filter-Bedienebene.................................. 50
Filter-Editier-Menü ........................................................ 53
Filter 1 und 2................................................................. 53
Filter Routing................................................................. 55
Der Arpeggiator .............................................................76
Parameter der Arpeggiator-Bedienebene ........................76
Der Schrittdateneditor in der Arpeggiator-Bedienebene .82
Modulation-Bedienebene .............................................. 56
Parameter der Filter und Amp Env-Bedienebenen.......... 56
Hüllkurven-Editier-Menü............................................... 57
Filter Envelope .............................................................. 57
Globalparameter...........................................................................86
Globalmenü ..................................................................86
5
Blofeld Bedienhandbuch
Inhaltsverzeichnis
Utility Menü.................................................................. 91
Speicher-Funktionen ..................................................... 91
Hilfs-Funktionen ........................................................... 91
MIDI Dump-Funktionen................................................ 92
Aktualisieren des Betriebssystems ................................ 116
Tipps & Tricks.............................................................. 118
Technische Daten des Blofeld...................................... 119
MIDI-Controller-Nummern .......................................... 120
Empfang systemexklusiver Daten .................................. 93
Glossar ........................................................................ 124
Die Klangerzeugung ................................................................... 94
Konformitätserklärung.................................................. 131
Einführung Oszillatoren ................................................ 94
Declaration of Conformity ........................................... 133
Einführung Filter.......................................................... 101
FCC Information (U.S.A.) ............................................. 133
Sondertyp Kammfilter.................................................. 104
Canada ........................................................................ 133
Die verschiedenen Hüllkurventypen ........................... 109
Other Standards (Rest of World)................................... 133
Anhang..........................................................................................112
Produktgarantie ........................................................... 134
FM Quellen................................................................. 112
Produktunterstützung................................................... 134
Modulationsquellen .................................................... 112
Modulationsziele ........................................................ 114
Blofeld Bedienhandbuch
6
Bedienelemente und Anschlüsse
Bedienelemente und Anschlüsse
Frontseite Blofeld Desktop
!
"
#
%
$
a
Anzeige (Display)
d
Lautstärkeregler (System Volume)
b
Bedienparameter-Matrix
e
Anzeige-Parameterregler
c
Auswahlregler mit Play-Taster
7
Blofeld Bedienhandbuch
Bedienelemente und Anschlüsse
Anschlüsse Blofeld Desktop
&
$
#
"
A
Netzteilanschluss
B
MIDI-Eingang
C
USB-Anschluss zur Verbindung mit einem geeigneten Rechner
D
Stereoausgang links/rechts (nur links: mono, nur rechts: stereo)
E
Stereo-Kopfhörerausgang
6
Netzschalter
Blofeld Bedienhandbuch
8
!
%
Bedienelemente und Anschlüsse
Frontseite Blofeld Keyboard
a
Anzeige (Display)
f
Spielhilfen Pitchbend-Rad und Modulationsrad
b
Bedienparameter-Matrix
g
Oktavierungstaster
c
Auswahlregler mit Play-Taster
h
Frei belegbarer Taster (Free)
d
Lautstärkeregler (System Volume)
e
Anzeige-Parameterregler
9
Blofeld Bedienhandbuch
Bedienelemente und Anschlüsse
Anschlüsse Blofeld Keyboard
A
Netzkabelanschluss
E
Stereo-Kopfhörerausgang
B
MIDI-Eingangsbuchse
6
Netzschalter
C
USB-Anschluss zur Verbindung mit einem geeigneten Rechner
7
MIDI-Ausgangsbuchse
8
Pedal-Eingang
D
Stereoausgang links/rechts (nur links: mono, nur
rechts: stereo)
Blofeld Bedienhandbuch
10
Einführung
w
☞
Einführung
Über dieses Handbuch
Dieses Handbuch soll Ihnen den Einstieg im Umgang mit
dem Blofeld und dem Blofeld Keyboard erleichtern. Darüber hinaus gibt es auch dem erfahrenen Benutzer Hilfestellung sowie Tipps bei seiner täglichen Arbeit.
Anleitung – Befolgen Sie diese Anweisungen, um
die gewünschte Funktion auszuführen.
✻ Beispiel – Gibt ein kurzes Beispiel zur Demonstration der Funktion.
Kennzeichnung von Parametern
Der Einfachheit halber sind alle technischen Bezeichnungen in dieser Anleitung entsprechend den Parameterbezeichnungen des Blofeld benannt. Es wurde
jedoch versucht, weitgehend auf englische Fachbegriffe
zu verzichten. Am Ende der Anleitung finden Sie ein
Glossar, in dem die verwendeten Ausdrücke übersetzt
und erklärt werden.
Alle Taster, Regler und Parameterbezeichnungen des
Blofeld sind im Text durch Fettdruck gekennzeichnet.
Beispiel:
•
Drücken Sie den Play-Taster.
Die verschiedenen Betriebszustände, Parameter und Menüseiten werden an geeigneter Stelle mittels Abbildungen
veranschaulicht.
Zur besseren Übersicht gebraucht das Handbuch einheitliche Schreibweisen und Symbole, die untenstehend
erläutert sind. Wichtige Hinweise sind durch Fettschrift
hervorgehoben.
Der für eine Parametereinstellung zulässige Wertebereich
ist durch Angabe der Unter- und Obergrenze in Kursivschrift gekennzeichnet. Dazwischen befinden sich drei
Punkte.
Verwendete Symbole
m
Info – Gibt eine kurze Zusatzinformation.
Beispiel:
Achtung – Achten Sie besonders auf diesen Hinweis, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Cutoff
11
0…127
Blofeld Bedienhandbuch
Einführung
Allgemeine Sicherheitshinweise
Stromanschluss
m
•
Verwenden Sie nur die im Lieferumfang befindlichen
Anschlusskabel.
•
Falls der mitgelieferte Netzstecker nicht in Ihre Steckdose passt, sollten Sie einen qualifizierten Elektriker
fragen.
•
Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose, wenn
Sie das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht benutzen.
•
Fassen Sie den Netzstecker niemals mit nassen Händen an.
•
Ziehen Sie beim Ausstecken immer am Stecker und
nicht am Kabel.
Bitte lesen Sie die nachstehenden Sicherheitshinweise
sorgfältig!
Sie
enthalten
einige
grundsätzliche Regeln für den Umgang mit elektrischen Geräten. Lesen Sie bitte alle Hinweise, bevor
Sie das Gerät in Betrieb nehmen.
Geeigneter Aufstellungsort
•
Betreiben Sie das Gerät nur in geschlossenen Räumen.
•
Betreiben Sie das Gerät niemals in feuchter Umgebung wie z.B. Badezimmern, Waschküchen oder
Schwimmbecken.
•
•
Betreiben Sie das Gerät nicht in extrem staubigen
oder schmutzigen Umgebungen.
Betrieb
Achten Sie auf ungehinderte Luftzufuhr zu allen
Seiten des Gerätes. Stellen Sie das Gerät nicht in
unmittelbarer Umgebung von Wärmequellen wie
z.B. Heizkörpern oder Radiatoren auf.
•
Setzen Sie das Gerät keiner direkten Sonneneinstrahlung aus.
•
Setzen Sie das Gerät keinen starken Vibrationen aus.
Blofeld Bedienhandbuch
12
•
Stellen Sie keinerlei Behälter mit Flüssigkeiten auf
dem Gerät ab.
•
Achten Sie beim Betrieb des Gerätes auf einen festen
Stand. Verwenden Sie eine stabile Unterlage.
•
Stellen Sie sicher, dass keinerlei Gegenstände in das
Geräteinnere gelangen. Sollte dies dennoch geschehen, schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den
Einführung
Netzstecker. Setzen Sie sich anschließend mit einem
qualifizierten Fachhändler in Verbindung.
•
bestimmt. Weitergehende Verwendung ist nicht zulässig
und schließt Gewährleistungsansprüche gegenüber Waldorf Music aus.
Dieses Gerät kann in Verbindung mit Verstärkern,
Lautsprechern oder Kopfhörern Lautstärkepegel erzeugen, die zu irreparablen Gehörschäden führen.
Betreiben Sie es daher stets nur in angenehmer Lautstärke.
m
Lassen Sie den Blofeld niemals unbeaufsichtigt in
der Nähe von Tieren, Kleinkindern oder Schwiegermüttern, da es unter Umständen zu ungewollten
Interaktionen kommen kann.
Pflege
•
Öffnen Sie das Gerät nicht. Reparatur und Wartung
darf nur von qualifiziertem Fachpersonal vorgenommen werden. Es befinden sich keine vom Anwender zu wartenden Teile im Geräteinnern. Außerdem verlieren Sie dadurch Ihre Garantieansprüche.
•
Verwenden Sie zur Reinigung des Gerätes ausschließlich ein trockenes, weiches Tuch oder einen
Pinsel. Benutzen Sie keinen Alkohol, Lösungsmittel
oder ähnliche Chemikalien. Sie beschädigen damit
die Oberflächen.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Dieses Gerät ist ausschließlich zur Erzeugung von niederfrequenten Audiosignalen zu tontechnischen Zwecken
13
Blofeld Bedienhandbuch
Inbetriebnahme
Inbetriebnahme
Anschlüsse
Lieferumfang
Um mit dem Blofeld arbeiten zu können, benötigen Sie:
eine Netzsteckdose, ein Mischpult oder einen Verstärker
sowie eine geeignete Abhöranlage oder einen Kopfhörer
und für den Blofeld zusätzlich ein MIDI-Masterkeyboard.
Zum Lieferumfang des Waldorf Blofeld gehören:
•
der Waldorf Blofeld (Keyboard) Synthesizer
•
ein Steckernetzteil (Blofeld) bzw. Netzkabel (Blofeld
Keyboard)
•
eine CD-ROM mit dem vollständigen Bedienhandbuch und weiteren Tools
•
eine gedruckte Kurzanleitung für den Schnelleinstieg
Sie können auch einen Computer oder HardwareSequenzer anschließen, um die MIDI-Fähigkeiten Ihres
Blofeld zu nutzen.
☞
1. Schalten Sie alle beteiligten Geräte aus.
2. Verbinden Sie den Stereoausgang 4 des Blofeld
mit Ihrem Mischpult oder Audiointerface. Alternativ können Sie auch einen geeigneten Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse 5 anschließen.
Bitte prüfen Sie nach dem Auspacken, ob alle genannten
Teile vollständig vorhanden sind. Sollte etwas fehlen,
wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Fachhändler.
3. Um den Blofeld Destop spielen zu können, benötigen Sie ein MIDI-Masterkeyboard, dessen
MIDI-Out-Buchse Sie mit dem MIDI-Eingang 2
des Blofeld verbinden (sofern Sie kein ComputerMIDI-Interface angeschlossen haben).
Wir empfehlen Ihnen, die Originalverpackung des Blofeld
für weitere Transporte aufzubewahren.
Aufstellung
Stellen Sie den Blofeld auf eine saubere, glatte Unterlage.
Blofeld Bedienhandbuch
So stellen Sie die notwendigen Verbindungen her:
4. Wenn Sie einen Computer benutzen wollen,
verbinden Sie dessen MIDI-Interface MIDI-OutBuchse mit dem MIDI-Eingang 2 des Blofeld.
14
Inbetriebnahme
w
5. Alternativ können Sie den Blofeld über dessen
USB-Anschluss 3 auch mit einem geeigneten
USB-Kabel an Ihren Computer anschließen
(Windows PC oder Apple Mac). Der Blofeld steht
dann in Ihrer Sequenzerprogrammumgebung automatisch als MIDI-Gerät zur Verfügung.
w
6. Stecken Sie den Anschlussstecker des Steckernetzteils in die Netzanschluss-Buchse 1 des
Blofeld.
m
7. Verbinden Sie das Steckernetzteil mit einer geeigneten Netzsteckdose.
8. Drücken Sie jetzt den Netzschalter 6 des Blofeld.
9. Dann schalten Sie den Computer ein (falls angeschlossen), danach das Mischpult und zuletzt Ihren Verstärker oder Ihre Aktivlautsprecher.
w
Um den ordnungsgemäßen MIDI-Empfang zu testen, senden Sie MIDI-Events an Ihren Blofeld; die
MIDI-LED b blinkt bei jedem eingehenden MIDISignal. Sollte dies nicht der Fall sein, überprüfen
Sie die MIDI-Kabelverbindungen oder USBVerbindung Ihres Blofeld.
15
Die Gesamtlautstärke des Blofeld lässt sich mit
dem Lautstärkeregler d einstellen.
Wenn Sie kein Mischpult verwenden, können Sie
die Audio-Ausgänge des Blofeld auch direkt an Ihren Verstärker oder Ihr Audiointerface anschließen.
Benutzen Sie dazu einen Hochpegeleingang, oftmals mit Line In, Aux In oder Tape In bezeichnet.
Bevor Sie den Blofeld an die Stromversorgung anschließen, stellen Sie unbedingt die Lautstärke am
Verstärker auf Minimum. Sie vermeiden damit Beschädigungen durch Ein- bzw. Ausschaltgeräusche.
Die Audioausgänge des Blofeld liefern ein Signal
mit relativ hohem Pegel (siehe technische Daten im
Anhang). Achten Sie darauf, dass das angeschlossene Wiedergabegerät für den hohen Pegel eines elektronischen Instruments geeignet ist. Benutzen Sie
niemals den Mikrofon- oder Tonabnehmereingang
eines angeschlossenen Verstärkers oder Audiointerfaces.
Blofeld Bedienhandbuch
Inbetriebnahme
w
Der USB-Anschluss des Blofeld
Sie können den Blofeld mit einem geeigneten USB-Kabel
an Ihren Rechner anschließen. Bitte beachten Sie die
jeweiligen Systemvoraussetzungen:
•
Windows PC: mindestens Windows ME, empfohlen
wird Windows XP oder neuer, eine USB 2Schnittstelle
•
Apple Mac: PowerPC oder Intel Mac mit Mac OS X
10.3.9 oder neuer, eine USB 2-Schnittstelle
Die Bedienelemente des Blofeld Keyboards
Klaviatur
Die USB 2-Schnittstelle des Blofeld ermöglicht
•
das Senden und Empfangen von MIDI-Daten
•
die Betriebssystemaktualisierung des Blofeld
•
den Austausch von Daten über eine geeignete Software
w
Sehr wahrscheinlich sind Sie mit dem Gebrauch einer
Klaviatur bereits vertraut, in diesem Fall können Sie die
folgende Anweisung gerne überspringen.
Drücken Sie irgendeine der schwarzen und weissen Tasten um einen Klang zu hören. Normalerweise ist der
Klang lauter je fester Sie die Taste anschlagen. Die ganz
linke Taste erzeugt einen tiefen Ton, die ganz rechte
einen hohen. Dazwischen klingt es umso höher je weiter
rechts sich die Taste befindet. Mit den weissen Tasten
lassen sich alle Töne der C-Dur Tonleiter spielen. Falls Sie
in einer anderen Tonart spielen möchten, müssen Sie
wahrscheinlich auch einige der schwarzen Tasten nutzen.
Beachten Sie, dass Sie einen USB 2-Anschluss Ihres
Rechners und auch ein USB 2-geeignetes Kabel
verwenden, da es ansonsten zu Problemen bei der
USB-Verbindung kommen kann.
Blofeld Bedienhandbuch
Beachten Sie, dass wir für unsere Waldorf Synthesizer in regelmäßigen Abständen neue Betriebssystem-Updates anbieten, die zusätzliche Features
beinhalten. Lesen Sie hierzu auch das Kapitel "Aktualisieren der Betriebssoftware". Sie können ein
Betriebssystemupdate selbstverständlich auch über
den MIDI-Eingang des Blofeld einspielen.
16
Inbetriebnahme
dale den elektrischen Kontakt öffnen, andere wiederum
schliessen, gibt es im Global Menü die Möglichkeit dies
anzupassen. Lesen Sie hierzu das entsprechende Kapitel
auf Seite 91.
Pitchbend Rad
Nutzen Sie diese Spielhilfe um die Tonhöhe der gespielten Noten zu ändern. Wenn Sie es loslassen springt es
automatische in die neutrale Mittelstellung zurück.
Okatvierungs-Taster
Modulationsrad
Hiermit kann der Klang der gespielten Noten beeinflusst
werden. Im Gegensatz zu Pitchbend geht dieses Rad nicht
automatisch in die Ausgangsposition zurück. Keine Panik,
falls es mal keine Wirkung zeigt, in diesem Fall hat ein
schlampiger Soundprogrammierer vergessen, dem angewählten Sound eine entsprechende Funktion zuzuweisen.
Obwohl der MIDI-Standard 128 Tasten vorschreibt, haben
wir nur 49 eingebaut. Zum Ausgleich haben wir dafür
aber diese beiden Taster zur Oktavwahl vorgesehen.
Drücken Sie Octave down um eine Oktave tiefer zu
spielen und Octave up um eine Oktave höher anzuwählen. Die maximale Transponierung ist jeweils drei Oktaven nach unten bzw. nach oben.
MIDI Out-Buchse
Freibelegbarer Taster
Obwohl das Klangpotenzial des Blofeld eigentlich alles
Erdenkliche bietet, möchten einige Leute gern noch weitere Klangerzeuger ansteuern. Diese können einfach an den
MIDI-Ausgang angeschlossen werden und lassen sich so
über die Blofeld-Klaviatur spielen. Zum Anschluss an
einen Computer empfehlen wir die USB-Schnittstelle.
Dies ist ein Taster mit wählbarer Funktion. Diese kann im
Global Menü ausgewählt werden. Lesen Sie hierzu das
entsprechende Kapitel auf Seite 91.
Pedal-Eingang
Mithilfe eines Sustain-Pedals, welches an diesem Anschluss eingesteckt wird, lassen sich gespielte Noten
halten, solange das Pedal gedrückt ist. Weil manche Pe-
17
Blofeld Bedienhandbuch
Anwahl von Soundprogrammen
Grundlegende Bedienung
Um die Soundprogramme des Blofeld anzuwählen, benutzen Sie den Auswahlregler c.
Einschalten/ Ausschalten
☞
Der Blofeld ist mit einem Netzschalter ausgestattet. Mit
diesem können Sie den Blofeld jederzeit ein- oder ausschalten.
☞
•
Vergewissern Sie sich, dass in der Anzeige a der
Play Sound-Modus aktiviert ist. Falls nicht, drücken Sie kurz den Play-Taster c.
•
Benutzen Sie den Auswahlregler c, um das
geeignete Programm anzuwählen. Drehen des
Reglers im Uhrzeigersinn erhöht die Programmnummer, Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn
erniedrigt sie. Wenn Sie das Ende einer Bank erreichen, springt die Soundauswahl automatisch
in die nächste Bank. Die einzigen Ausnahmen
sind das erste Programm der ersten Bank (A001)
und das letzte Programm der letzten Bank.
•
Die Anzeige stellt die aktuelle Bank (A, B, C...),
die Soundnummer (001 bis 128) und den Namen
des gewählten Programms dar.
Den Blofeld einschalten:
•
☞
Programm-Anwahl mit dem Auswahlregler c:
Betätigen Sie den Netzschalter 6, so dass auf
einer Seite der Wippe I sichtbar ist, um den Blofeld einzuschalten. Die Anzeige leuchtet.
Den Blofeld ausschalten:
•
Betätigen Sie den Netzschalter 6, so dass auf
einer Seite der Wippe O sichtbar ist, um den Blofeld auszuschalten.
Systemlautstärke
Der Lautstärkeregler d regelt den Gesamtausgangspegel des Blofeld. Lautstärkeänderungen betreffen
sowohl den Audioausgang 4 als auch den Kopfhörerausgang 5.
Blofeld Bedienhandbuch
18
Grundlegende Bedienung
2. Wählen Sie mit dem rechten AnzeigeParameterregler e die gewünschte Kategorie
(z.B. Bass) aus.
Schnelle Anwahl von Bänken
In der Play Sound-Betriebsart können Sie mittels des linken Anzeige-Parameterreglers e schnell die Bänke
umschalten. Drehen des Reglers im Uhrzeigersinn erhöht
die Bank, Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn erniedrigt
sie.
3. Fahren Sie mit dem Auswahlregler c durch
die Klangprogramme der gewählten Kategorie.
☞
Soundprogramm-Anwahl nach Kategorie
1. Wählen Sie mit dem rechten AnzeigeParameterregler e den ersten Eintrag off.
Der Blofeld bietet eine besondere Funktion zur Suche
nach Klängen mit ähnlichem Charakter. Wenn Sie zum
Beispiel nach Bässen suchen, kann der Blofeld Ihnen nur
diese Klänge anzeigen, während Sie mit dem Auswahlregler auf "die Suche gehen". Aus diesem Grund verfügt jedes
Sound-Programm des Blofelds über einen Parameter, der
seinen Klangcharakter definiert. Wie Sie diese Kategorie
eingeben und abspeichern, ist im Kapitel "Abspeichern
von Programmen" auf Seite 23 erläutert.
☞
Ausschalten der Kategorie-Auswahl:
w
Die Kategorie-Auswahl verändert nicht die Programmnummern, sie filtert nur alle Klangprogramme, die nicht der gewählten Kategorie angehören.
Deswegen ändert sich die Nummer der Soundprogramme unter Umständen in größeren Schritten.
Verändern von Parametern
Um ein Programm im Blofeld zu verändern, müssen Sie
auf dessen Parameter zugreifen. Trotz seiner Kompaktheit
besitzt der Blofeld ein äußerst durchdachtes Bedienkonzept, so dass sehr schnell jeder Parameter erreicht und
verändert werden kann. Die direkte Werteingabe geschieht mit den Endlosreglern unterhalb der Bedienparameter-Matrix b.
Begrenzen der Soundprogrammsuche auf eine
bestimmte Kategorie:
1. Vergewissern Sie sich, dass in der Anzeige a der
Play Sound-Modus aktiviert ist. Falls nicht,
drücken Sie kurz den Play-Taster c.
19
Blofeld Bedienhandbuch
Grundlegende Bedienung
Drehen eines Reglers im Uhrzeigersinn erhöht den zugehörigen Parameterwert, während Drehen gegen den Uhrzeigersinn ihn verringert. Die Endlosregler besitzen ein
dynamisches Ansprechverhalten. Wenn Sie eine langsame
Drehbewegung vornehmen, ändert sich der Parameterwert auch sehr langsam, drehen Sie den Regler dagegen
schnell, findet eine Beschleunigung statt. Dies erlaubt das
Durchfahren des gesamten Wertebereichs in einer Umdrehung ohne den Verlust an Einstellgenauigkeit. Bei
bipolaren Parametern, also Parametern mit positiven und
negativen Werten, besitzt der Blofeld eine Mittenrastung.
Wird beim Durchfahren des Wertebereichs der Wert 0
erreicht, stoppt der Durchlauf kurz, um eine neutrale
Einstellung zu erleichtern.
Betätigen des Auswahlreglers c und anschließendes
Editieren mit den beiden Anzeige-Parameterreglern e.
Anhand eines einfachen Beispiels werden Sie sehr schnell
die Struktur des Blofeld verstehen:
Sie wollen Cutoff von Filter 2 verändern. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
☞
1. Wählen Sie zunächst die entsprechende Bedienebene (in unserem Fall Filter 2) an. Dazu drücken Sie den entsprechenden Taster in der FilterEbene, bis die 2. Leuchtanzeige (LED) der FilterBedienebene aufleuchtet.
Anwahl und Verändern von Bedienparametern
w
2. Mit dem ersten Endlosregler der ParameterMatrix haben Sie nun Zugriff auf den CutoffParameter von Filter 2.
Wir empfehlen Ihnen, die Auto Edit-Funktion im
Globalmenü angeschaltet zu lassen. Lesen Sie
hierzu auch Seite 88 dieses Bedienhandbuchs.
3. Sobald Sie den entsprechenden Regler betätigen,
wird die Parameteränderung zusätzlich in der
Anzeige dargestellt.
Die grundlegende Bedienung des Blofeld erfolgt über die
Bedienparameter-Matrix b, auf der die wichtigsten und
sinnvollsten Klangparameter aufgedruckt sind. Dabei
dienen die vier Endlosregler zur direkten Dateneingabe
der Parameter der ausgewählten Bedienebene. Alle weiteren Parameter einer Bereichsebene erreichen Sie durch
Blofeld Bedienhandbuch
Anwahl und Verändern von Parametern der Parametermatrix:
Da für jede Bedienebene nur die wichtigsten und sinnvollsten Parameter direkt verfügbar sind, gibt es zusätzliche Anzeigen-Editiermenüs, welche mittels des Auswahlreglers c aufgerufen werden können und deren Parame20
Grundlegende Bedienung
ter direkt mit den Endlosreglern unterhalb der Anzeige
editiert werden.
Oscillators, Filters, Modulation, Effects und Arpeggiator
Im zweiten Beispiel wollen Sie die Oktavlage von Oszillator 1 ändern. Dieser Parameter ist nicht direkt über die
Parameter-Matrix änderbar.
anzuwählen und deren Parameter zu verändern.
☞
w
Anwahl und Verändern von zusätzlichen Parametern:
w
1. Wählen Sie zuerst die entsprechende Bedienebene an (in unserem Fall Oscillator 1). Dazu
drücken Sie den entsprechenden Taster in der
Oszillator-Ebene, bis die 1. Leuchtanzeige (LED)
aufleuchtet.
Sie können jederzeit die Parameter in der Parameter-Matrix über die vier Regler editieren, unabhängig davon, auf welcher Anzeigen-Menüseite Sie
sich gerade befinden.
Alle Menüseiten des Blofeld sind dem Signalfluss
entsprechend hintereinander angeordnet. Sie können durch Drehen des Auswahlreglers c alle
Menüseiten problemlos erreichen.
2. Mit dem Auswahlregler c schalten Sie die
Menüseiten der Anzeige um, bis Sie zum Oscillator 1 gelangen (wird oben in der Anzeige dargestellt) und „blättern“ dann, bis der gewünschte
Parameter Octave zu sehen ist.
Parameter anschauen ohne Editieren
3. Mit dem ersten Endlosregler unterhalb der Anzeige können Sie nun den Octave-Parameter
von Oscillator 1 editieren.
☞
Der Blofeld bietet Ihnen einen speziellen Modus zum
Anschauen und Überprüfen von Parameterwerten, ohne
diese zu verändern.
Überprüfen von Parametern ohne Editierung:
1.
Sie sollten nun in der Lage sein, mittels der BereichsTaster die 5 Bedienebenen
21
Drücken und Halten Sie den entsprechenden
Taster in der Bedienebene. Nach kurzer Zeit
werden in der Anzeige die vier Parameter mit
ihren jeweiligen Werten der gerade angewählten Ebene angezeigt.
Blofeld Bedienhandbuch
Grundlegende Bedienung
2.
Sie können diese Parameter bei Bedarf auch
durch Drehen der vier Endlosregler editieren.
3.
Lassen Sie den Taster danach einfach los.
4.
w
Vergleichen von Programmen - Compare
Die Compare-Funktion ermöglicht den Vergleich des
veränderten Programms mit dem Originalzustand vor der
Bearbeitung. Beachten Sie, dass die Compare-Funktion
nur zur Verfügung steht, wenn Sie das Programm verändert haben.
☞
Benutzen der Compare-Funktion:
1.
Drücken Sie die Taster Shift + Utility.
2.
Drehen Sie den Auswahlregler c, bis die
Menüseite Compare Sound erscheint.
3.
Drücken Sie die Shift + Utility-Taster zur Bestätigung, um beim Spielen des Blofeld die unbearbeitete Version des Programms zu hören.
In der Anzeige erscheint ein kleines „c“ hinter
der Programmnummer. Sie können sich bei
Bedarf auch die entsprechenden Parameterwerte anschauen.
Blofeld Bedienhandbuch
Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 3, um zu Ihrem editierten Sound zurückzugelangen. In der
Anzeige erscheint ein kleines „E“ hinter der
Programmnummer.
Beachten Sie bitte, dass Sie keinerlei Parameter
verändern können, solange die Compare-Funktion
aktiviert ist. Sie können sich lediglich die Originaleinstellungen anschauen und anhören. Wenn Sie
ein neues Programm anwählen, solange Compare
aktiviert ist, wird die Compare-Funktion automatisch beendet.
Verwerfen von Editierungen - Recall
Sie können die vorgenommenen Bearbeitungen eines
Soundprogramms jederzeit verwerfen und dessen ursprünglichen Zustand wiederherstellen.
☞
22
Benutzen der Recall-Funktion:
1.
Drücken Sie die Taster Shift + Utility.
2.
Nutzen Sie den Auswahlregler c, um die
Recall Sound-Funktion im Utility-Menü anzuwählen.
Grundlegende Bedienung
3.
Drücken Sie die Shift + Utility-Taster erneut,
um die Recall Funktion auszuführen.
Abspeichern von Programmen - Store
4.
Mit dem Auswahlregler c wählen Sie danach die Menüseite Store Sound 2/3 an.
5.
Legen Sie bei Bedarf die Kategorie des Programms fest. Wir empfehlen Ihnen, diese Funktion unbedingt zu nutzen, da Sie Ihnen das
Anwählen und Finden von geeigneten Klängen
erleichtert. Mit dem rechten AnzeigeParameterregler e wählen sie die gewünschte Kategorie aus.
6.
Mit dem Auswahlregler c wählen Sie danach die Menüseite Store Sound 3/3 an.
7.
Benutzen
Sie
den
linken
AnzeigeParameterregler e, um die gewünschte
Speicherbank (A, B, C...) zu wählen. Mit dem
rechten Anzeige-Parameterregler e wählen
Sie dann den Speicherplatz innerhalb der Bank
an (1-128). Der vom Blofeld vorgeschlagene
Speicherplatz ist der zuletzt angewählte. Sie
können aber das Programm auch auf einem
anderen Platz abspeichern. In diesem Fall wird
in der Anzeige der Name des entsprechenden
Programms angezeigt, so dass Sie überprüfen
können, ob Sie diesen Sound überschreiben
wollen.
Nachdem Sie die gewünschten Veränderungen an einem
Sound- oder Multi-Programm vorgenommen haben, sollten Sie es zur weiteren Verwendung abspeichern. Alle
entsprechenden Programmplätze innerhalb des Blofeld
stehen dabei zur Verfügung.
☞
So speichern Sie ein Sound-Programm:
1.
Betätigen Sie die Shift + Utility-Taster gleichzeitig, um die Speicherfunktion aufzurufen.
2.
Drehen Sie den Auswahlregler c, bis die
Menüseite Store Sound 1/3 erscheint.
3.
Ändern Sie nach Wunsch den Programmnamen. Dieser kann maximal 16 Zeichen lang
sein. Wählen Sie mit dem linken AnzeigeParameterregler e das zu ändernde Zeichen
an, um für dieses dann mit dem rechten Anzeige-Parameterregler e einen Buchstaben,
eine Zahl oder ein Symbol auszuwählen.
23
Blofeld Bedienhandbuch
Grundlegende Bedienung
m
w
☞
8.
Betätigen Sie schließlich erneut Shift + Utility
gleichzeitig, um das Programm auf dem gewählten Speicherplatz dauerhaft zu sichern.
9.
Vor dem abschließenden Betätigen von Schritt
7 kann der Speichervorgang durch Drücken
einer beliebigen anderen Taste abgebrochen
werden.
Immer wenn Sie ein Programm speichern, wird der
ausgewählte Programmplatz überschrieben. Daher
wird das zuvor an diesem Platz befindliche Programm unwiderruflich gelöscht. Sie sollten deshalb
regelmäßig Backups Ihrer Sounds machen. Wenn
Sie die Werksprogramme des Blofeld wiederherstellen wollen, können Sie diese als Standard MIDI-File
von unserer Webseite herunterladen.
Verwenden Sie die Speicherfunktion auch zum
Kopieren von Programmen. Es ist nicht erforderlich, ein Programm vor dem Speichern auch zu
bearbeiten.
So speichern Sie ein Multi-Programm:
1.
Rufen Sie den Multimode auf.
Blofeld Bedienhandbuch
24
2.
Betätigen Sie die Shift + Utility-Taster gleichzeitig, um die Speicherfunktion aufzurufen.
3.
Der nachfolgende Speichervorgang ist identisch mit dem eines Soundprogramms.
Multi-Betriebsart
•
Der Waldorf Blofeld besitzt die Möglichkeit, auf 16 MIDIKanälen MIDI-Daten zu empfangen und zu verwerten.
Sobald Sie Mehrspur-Sequenzing mit einem MIDISequenzer machen wollen oder für einen Bühnenauftritt
anspruchsvolle Split- und Layerprogramme erstellen
möchten, sollten Sie diese Möglichkeit ausnutzen, um
mehrere Sounds des Blofeld gleichzeitig verwenden zu
können. Jeder Sound wird über einen so genannten Part
eingestellt.
☞
Multimode Parameter
Multi Volume
w
Drücken Sie Shift + Sound/Multi, um zwischen der Sound- und der Multi-Betriebsart
hin- und herzuwechseln. In der MultiBetriebsart erscheint in der Titelzeile die
Nummer des aktuellen Parts vor der Bezeichnung der angewählten Menüseite.
40…300
Multi Tempo erlaubt die Festlegung eines gemeinsamen
Tempos für alle Instrumente im angewählten MultiProgramm. Das betrifft alle Arpeggiatoren, alle LFOs und
die Effekte. Beachten Sie, dass dieser Parameter Priorität
vor den Tempo-Einstellungen der entsprechenden Sounds
besitzt.
Auswahl der Multi-Programme
•
Multi Volume wird benutzt, um verschiedene Multi-Programme auf die gleiche Lautstärke zu bringen
(nützlich für Live-Situationen). Bei Aufnahmen im
Studio sollten Sie Multi Volume auf 127 stellen,
um den bestmöglichen Rauschabstand zu erhalten.
Tempo
Zusätzlich zu den 1024 Soundprogrammen bietet der
Blofeld 128 Multi-Programme.
☞
0…127
Multi Volume bestimmt die Gesamtlautstärke für das
Multi-Programm. Dies betrifft alle Instrumente innerhalb
des Multis. Wenn Sie also Multi Volume auf 0 setzen,
hören Sie gar nichts.
Auswahl der Multi-Betriebsart
•
Im Multimode können Sie das Multiprogramm
mit dem Auswahlregler c anwählen.
Drücken Sie Shift + Sound/Multi, um in die
Multi-Betriebsart zu wechseln.
25
Blofeld Bedienhandbuch
Multi-Betriebsart
Multi Part Parameter
Sound
Bevor Sie Änderungen an dem jeweiligen Soundprogramm und den Parametern eines Parts vornehmen, müssen Sie auswählen, auf welchen der Parts sich die Editierungen beziehen. Der Blofeld stellt 16 Parts zur Verfügung, die bei Bedarf alle gleichzeitig über MIDI gespielt
werden können.
Wählen Sie mit diesem Parameter den gewünschte Sound
aus.
☞
Cat. Filter
Volume
Drücken und Halten Sie den Play-Taster, während Sie mit dem Auswahlregler c den gewünschten Part anwählen. In der Anzeige sehen
Sie oben links den aktuell angewählten Part 1 bis
16.
w
A...H
Pan
Wählen Sie mit diesem Parameter die entsprechende
Bank A…H aus, innerhalb der sich der gewünschte Sound
befindet.
Blofeld Bedienhandbuch
000…127
Volume bestimmt die Gesamtlautstärke für den ausgewählten Part.
Um ein Multiprogramm zu editieren drücken Sie im Multi-Betrieb den Play-Taster. Nun können Sie mit dem
Auswahlregler c die einzelnen Menüseiten des Multiprogramms aufrufen. Viele Parameter werden in der Anzeige graphisch visualisiert.
Bank
diverse
Beschränkt Sound-Anwahl auf die ausgewählte Kategorie.
Auswahl eines Parts zur Bearbeitung
•
1...128
Der Volume-Parameter bestimmt die maximale
Ausgangslautstärke des angewählten Instruments.
Wenn Sie MIDI Controller #7 (Kanal Lautstärke)
benutzen, um die Lautstärke des Instruments, welches diesen MIDI-Kanal verwendet, zu ändern, so
dient der eingestellte Volume-Wert als Referenz.
Steht beispielsweise Volume auf 50 und Controller
#7 auf 127, ist die maximale Ausgangslautstärke
50.
left 64...center...right 63
Bestimmt die Position des angewählten Parts im Stereopanorama. Die Einstellung left 64 bedeutet dabei ganz
26
Multi-Betriebsart
links, right 63 bedeutet ganz rechts. Wenn Sie den Klang
in der Stereomitte platzieren wollen, wählen Sie die Einstellung center.
w
•
Bei Verwendung von Stereoeffekten wie beispielsweise den Delays erscheint bei extremen Rechtsoder Linkseinstellungen das Effektsignal trotzdem
an beiden Ausgängen.
Channel
Status
•
mute, play
Status bestimmt den Sende- und Empfangs-Status des
angewählten Parts. Das bedeutet, dass das Instrument
entweder über MIDI gespielt werden kann oder deaktiviert ist.
global, omni, 1…16
Channel bestimmt den MIDI-Kanal für das ausgewählte
Instrument. Dieser MIDI-Kanal sendet und empfängt
MIDI-Meldungen für den Part, wenn dessen Status auf
play eingestellt ist.
•
1…16 bedeutet, dass das gewählte Instrument auf dem
eingestellten MIDI-Kanal Daten sendet und empfängt.
Diese Einstellung empfiehlt sich für den Einsatz des
Blofeld bei einem Mehrspur-MIDI-Playback mit einem
Software Sequenzer.
•
•
global bedeutet, dass das gewählte Instrument MIDIDaten auf dem Kanal sendet und empfängt, der im
Global-Menü eingestellt ist. Diese Einstellung empfiehlt sich beim Einsatz des Multi-Programms im LiveBetrieb.
omni bedeutet, dass das gewählte Instrument MIDIDaten auf allen Kanälen sendet und empfängt, die im
Global-Menü eingestellt sind. Diese Einstellung wird
nicht empfohlen. Benutzen Sie sie nur für Überprüfungen, wenn Sie beispielsweise wissen wollen, ob
der Blofeld generell MIDI-Meldungen empfängt.
mute bedeutet, dass der angewählte Part ausgeschaltet ist.
play bedeutet, dass der angewählte Part über MIDI
gespielt werden kann.
Transpose
-48…+48
Erlaubt die Transponierung des Parts in Halbtonschritten.
-12 bedeutet zum Beispiel, dass das Instrument eine Oktave tiefer erklingt, als es ursprünglich programmiert wurde.
27
Blofeld Bedienhandbuch
Multi-Betriebsart
Detune
Wertes werden
gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf
-64…+63
127, um diese Funktion auszuschalten
-64...+63
Stellt die Feinstimmung des Instruments in Schritten eines
64stel Halbtons ein.
✻
Low Key
Sie können einen voll klingenden Layer-Sound
mit Transpose und Detune erzeugen. Programmieren Sie für zwei Parts identische Parametereinstellungen inklusive der Soundnummer. Transponieren Sie ein Instrument um eine Oktave, um einen "fetteren" Klang zu erhalten oder setzen Sie
beide Instrumente auf die gleiche Oktave und
stellen mittels Detune ein Instrument auf –05, das
andere auf +05.
Low Vel
Erlaubt die Eingrenzung des Tastaturbereichs, in dem der
ausgewählte Part erklingt. Nur Noten mit einer Notennummer größer oder gleich des eingestellten Wertes werden gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf C-2, wenn
Sie den vollen Tastaturbereich nutzen wollen.
High Key
1…127
MIDI
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende MIDI-Meldungen empfangen
(receive) oder ignoriert (ignore) werden.
1…127
USB
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende USB-Meldungen empfangen
(receive) oder ignoriert (ignore) werden.
High Vel ist das Gegenteil zu Low Vel. Nur Noten mit
einer Anschlagsstärke kleiner oder gleich des eingestellten
Blofeld Bedienhandbuch
C-2…G8
High Key ist das Gegenteil zu Low Key. Nur Noten mit
einer Notennummer kleiner oder gleich des eingestellten
Wertes werden gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf
G8, wenn Sie den vollen Tastaturbereich nutzen wollen.
Low Vel erlaubt die Eingrenzung des Anschlagstärkebereichs nach unten, indem der Part erklingt. Nur Noten mit
einem höheren oder gleichen Anschlag des eingestellten
Wertes werden gespielt. Stellen Sie diesen Parameter auf
001, um diese Funktion auszuschalten.
High Vel
C-2…G8
28
Multi-Betriebsart
Local
receive / ignore
Edits
Bestimmt, ob eingehende MIDI-Meldungen der Klaviatur
empfangen (receive) oder ignoriert (ignore) werden.
w
Bestimmt, ob empfangene Parameteränderungen akzeptiert (receive) oder ignoriert (ignore) werden.
Beachten Sie, dass die Klaviatur alle Parts spielt,
ganz gleich welcher MIDI Kanal eingestellt ist.
Pitch Bend
Prg Change
w
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende Modulationsrad-Daten empfangen (receive) oder ignoriert (ignore) werden.
Pressure
receive / ignore
Bestimmt, ob auf eingehende ProgramChange-Daten
reagiert (receive) wird oder ob diese ignoriert (ignore)
werden. Steht dieser Parameter auf receive, so ändern
eingehende Programmwechselbefehle den angewählten
Sound.
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende Pitchbend-Daten empfangen
(receive) oder ignoriert (ignore) werden.
Mod Wheel
receive / ignore
Lesen Sie zum Speichern von Multiprogrammen
das entsprechende Kapitel auf Seite 24.
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende Aftertouch-Daten empfangen
(receive) oder ignoriert (ignore) werden.
Sustain
receive / ignore
Bestimmt, ob eingehende Sustain-Pedal-Daten empfangen
(receive) oder ignoriert (ignore) werden.
29
Blofeld Bedienhandbuch
Menüseitenübersicht
(7/7) Keytrack / Bend Range
Menüseitenübersicht
Oscillator 3
(1/6) Octave / Balance
(2/6) Pulsewidth / PWM Amount
(3/6) PWM Source / PWM Amount
(4/6) Brilliance
(5/6) FM Source / FM Amount
(6/6) Keytrack / Bend Range
Nachfolgend finden Sie eine tabellarische Übersicht der
einzelnen Bedienmatrix-Parameter und der Menüseiten
mit den jeweiligen Parametern des Blofeld:
Oscillators
Bedienmatrix:
Shape, Semitone, Detune, Level
Oscillator Common
(1/5) Allocation
(2/5) Unisono / Uni Detune
(3/5) Glide / Rate
(4/5) Mode
(5/5) Pitch Source / Pitch Amount
Menüseiten:
Oscillator 1
(1/6) Octave / Balance
(2/6) Pulsewidth / PWM Amount
(3/6) PWM Source / PWM Amount
(4/6) Limit WT / Brilliance
(5/6) FM Source / FM Amount
(6/6) Keytrack / Bend Range
Ring Modulation
(1/1) Level / Balance
Noise
(1/2) Level / Balance
(2/2) Colour
Oscillator 2
(1/7) Octave / Balance
(2/7) Sync to O3
(3/7) Pulsewidth / PWM Amount
(4/7) PWM Source / PWM Amount
(5/7) Limit WT / Brilliance
(6/7) FM Source / FM Amount
Blofeld Bedienhandbuch
Filters
Bedienmatrix:
Cutoff, Resonance, Type, Env Amount
30
Menüseitenübersicht
Filter Envelope
(1/3) Trigger / Mode
(2/3) Attack Level
(3/3) Decay 2 / Sustain 2
Menüseiten:
Filter 1
(1/6) Keytrack / Env Velocity
(2/6) Mod Source / Mod Amount
(3/6) FM Source / FM Amount
(4/6) Drive / Drive Curve
(5/6) Pan
(6/6): Pan Source / Pan Amount
Amp Envelope
(1/3) Trigger / Mode
(2/3) Allocation / Attack Level
(3/3) Decay 2 / Sustain 2
Filter Routing
(1/1) Routing
Envelope 3
(1/5) Trigger / Mode
(2/5) Attack / Attack Level
(3/5) Decay / Sustain
(4/5) Decay 2 / Sustain 2
(5/5) Release
Filter 2
(1/6) Keytrack / Env Velocity
(2/6) Mod Source / Mod Amount
(3/6) FM Source / FM Amount
(4/6) Drive / Drive Curve
(5/6) Pan
(6/6): Pan Source / Pan Amount
Envelope 4
(1/5) Trigger / Mode
(2/5) Attack / Attack Level
(3/5) Decay / Sustain
(4/5) Decay 2 / Sustain 2
(5/5) Release
Modulation
Bedienmatrix (Env):
Attack, Decay, Sustain, Release
Bedienmatrix (LFO):
Shape 1, Speed 1, Shape 2, Speed 2
Menüseiten:
Menüseiten:
31
Blofeld Bedienhandbuch
Menüseitenübersicht
LFO 1
(1/4)
(2/4)
(3/4)
(4/4)
Shape / Speed
Sync / Clocked
Start Phase / Keytrack
Delay / Fade
LFO 2
(1/4)
(2/4)
(3/4)
(4/4)
Shape / Speed
Sync / Clocked
Start Phase / Keytrack
Delay / Fade
LFO 3
(1/4)
(2/4)
(3/4)
(4/4)
Shape / Speed
Sync / Clocked
Start Phase / Keytrack
Delay / Fade
(2/2) Operation / Constant
Amplifier
(1/2) Volume / Velocity
(2/2) Mod Source / Mod Amount
Effects
Bedienmatrix:
Mix 1, Mix 2
Menüseiten
(abhängig vom gewählten Effekt bis zu vier Menüseiten):
Bedienmatrix (Matrix):
Select, Source, Amount, Destination
Menüseiten:
Modulation 1...16
(1/2) Source / Destination
(2/2) Amount / Destination
Modifier 1...4
(1/2) Source A / Source B
Blofeld Bedienhandbuch
32
Effect 1
(1/4)
(2/4)
(3/4)
(4/4)
Type / Mix
Effect Parameter 1 / Effect Parameter 2
Effect Parameter 3 / Effect Parameter 4
Effect Parameter 5 / Effect Parameter 6
Effect 2
(1/4)
(2/4)
(3/4)
(4/4)
Type / Mix
Effect Parameter 1 / Effect Parameter 2
Effect Parameter 3 / Effect Parameter 4
Effect Parameter 5 / Effect Parameter 6
Menüseitenübersicht
Arpeggiator
Multimode (Shift + Multi)
Bedienmatrix:
Mode, Clock
Menüseiten:
Edit Multi
Multi Volume / Tempo
Menüseiten:
Arpeggiator
(1/6) Mode / Clock
(2/6) Tempo / Pattern
(3/6) Direction / Octave
(4/6) Length / Overlap
(5/6) Timing Factor / Velocity
(6/6) Pat. Length / Pat. Reset
Sound
(1/2): Bank / Sound
(2/2): Cat. Filter
Mixer
Volume / Pan
Receive
Channel / Status
Arpeggiator Step
Position / Step
Tuning
Transpose / Detune
Arpeggiator Accent
Position / Accent
Velocity Range
Low Vel / High Vel
Arpeggiator Glide
Position / Glide
Key Range
Low Key / High Key
Arpeggiator Timing
Position / Timing
Receive
(1/5) MIDI / USB
(2/5) Local
(3/5) Pitch Bend / Mod Wheel
Arpeggiator Length
Position / Length
33
Blofeld Bedienhandbuch
Menüseitenübersicht
Compare Sound
(4/5) Pressure / Sustain
(5/5) Edits / Prg Change
Recall Sound
Utility Menü (Shift + Utility)
Init Sound
Menüseiten:
Randomize Sound
Store Multi
(1/2): Position / Char
(2/2): Dest. Multi
Dump Sound
Dump Sound Bank
Dump All Sounds
Store Arrangement
Position / Char
Dump All
Init Multi
Global Menü (Shift + Global)
Dump Multi
Menüseiten:
Dump Arrangement
Global Display
(1/2) Contrast / Popup Time
(2/2) Auto Edit
Dump All Multis
Store Sound
(1/3): Position / Char
(2/3): Category
(3/3): Dest. Bank / Dest. Sound
Blofeld Bedienhandbuch
Global Tune
Master Tune / Transpose
Global MIDI
(1/3) MIDI Channel / Device ID
(2/3) Vel Curve / Clock
(3/3) Ctrl Send / Ctrl Receive
34
Menüseitenübersicht
Global Controls
(1/2) Control W / Control X
(2/2) Control Y / Control Z
Global MIDI Keyboard
Free Button / Pedal
35
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
schließend den Klang, indem sie verschiedene Spektralanteile dämpfen oder anheben. Da der Blofeld
zwei Filter pro Stimme besitzt, wird dort auch die
Panoramaposition des Filterausgangssignals eingestellt. Es folgt der Verstärker, der die Gesamtlautstärke
bestimmt, sowie die zwei nachgeschalteten Effekteinheiten, die dem Signal beispielsweise Chorus, Flanger
oder Delay hinzufügen.
Sound Parameter
Funktionsübersicht
Der Waldorf Blofeld besitzt eine Vielzahl klangformender
Bausteine. Auf den folgenden Seiten werden alle Parameter der Bedienebenen sowie der Editiermenüs hierarchisch
erklärt. Zusätzliche theoretische Erklärungen, Hintergründe und Praxistipps zu den einzelnen Bestandteilen der
Klangsynthese finden Sie im Kapitel „Die Klangerzeugung“.
•
Man erkennt, dass der Blofeld im Wesentlichen aus zwei
verschiedenen Arten von Bausteinen aufgebaut ist:
•
Klangerzeugung und -bearbeitung: Oszillatoren, Ring
Modulator, Rauschgenerator, Mischer, Filter, Verstärker, Effekte. Diese Module sind für den AudioSignalfluss verantwortlich. Die eigentliche Tonerzeugung findet innerhalb der Oszillatoren statt. Diese generieren Rechteck-, Sägezahn-, Dreieck-, Sinus- sowie
die typischen Wavetables, für die Waldorf seit Jahrzehnten bekannt ist. Außerdem stehen ein Rauschgenerator und ein Ringmodulator zur Verfügung. Im
nachfolgenden Mischer wird das Ausgangssignal der
Oszillatoren, des Rauschgenerators und des Ringmodulators zusammengeführt. Die Filter formen an-
Blofeld Bedienhandbuch
Modulatoren: LFOs, Hüllkurven, Modifier, Modulations-Matrix. Aufgabe der Modulatoren ist es, durch Beeinflussung
(Modulation)
der
Klangerzeugungsbausteine dem Klang eine Dynamik zu verleihen. Die Niederfrequenz-Oszillatoren (LFOs) dienen
dabei der Erzeugung periodischer Wellenformen, die
Hüllkurven zur Erzeugung von einmaligen Zeitverläufen. Über eine Modulationsmatrix nehmen diese Generatoren Einfluss auf Parameter der Klangerzeugung.
Zusätzlich können mit Hilfe der Modifier verschiedene
mathematische Operationen und Funktionen vorgenommen werden.
Oszillator-Bedienebene
Der Blofeld besitzt drei Oszillatoren, die nahezu die gleichen Einstellmöglichkeiten aufweisen.
36
Sound Parameter
w
Eine Einführung zum Thema Oszillatoren finden
Sie im Kapitel „Die Klangerzeugung“.
Die Bedienelemente der Oszillatoren befinden sich in der
Parametermatrix in der Oscillators-Bedienebene.
☞
!"#$%
&'()*(+#%,!"#$%,-*./01
Anwahl der Oszillatoren
Mit dem Taster wählen Sie zunächst den Oszillator aus,
den Sie editieren wollen. Das Leuchten der entsprechenden LED zeigt Ihnen den gewählten Oszillator an.
37
2*6%
off deaktiviert den entsprechenden Oszillator zugunsten einer höheren Polyphonie.
•
Pulse wählt die Pulswelle an. Eine Pulswelle mit
einer Pulsweite von 50% enthält nur die ungeraden
Harmonischen. Diese Wellenform erzeugt einen
hohlklingenden metallischen Sound. Wenn die
Pulswelle angewählt ist, dienen die Parameter Pulsewidth und PWM zur Pulbreitenreglung der Wellenform. Weiterhin sind auch die Modulationsziele
O1 PW, O2 PW oder O3 PW aktiv, abhängig davon,
welcher Oszillator auf Pulse gesetzt ist. Mit dem Parameter Brilliance kann die Brillanz der Pulswelle
eingestellt werden.
•
Saw wählt die Sägezahn-Wellenform an. Sie enthält
alle Obertöne, wobei deren Lautstärken sich in einem bestimmten Verhältnis verringern. Mit dem Parameter Brilliance kann die Brillanz der Sägezahnwelle eingestellt werden.
off / Pulse / Saw / Triangle / Sine /
Alt 1 / Alt 2 / diverse Wavetables / Samples
Bestimmt die Wellenform, die der Oszillator erzeugt. Der
Parameter heißt deshalb Shape anstatt "Waveform", weil
er nicht nur eine Wellenform, sondern ein komplettes
Oszillatormodell erzeugt, welches teilweise verschiedene
Wellenformen (speziell verschiedene Wavetables) darstellen kann. Trotzdem wird aufgrund der besseren Verständlichkeit innerhalb des Handbuchs der Begriff "Wellenform" beibehalten. Die folgenden Wellenformen sind
verfügbar:
5)*(67#%
•
Parameter der Oszillator-Bedienebene
Shape
2(3/44/0
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
•
•
•
Triangle wählt die Dreieck-Wellenform an. Sie enthält die ungeraden Harmonischen mit sehr geringen
Lautstärken. Es gibt keine weiteren Parameter.
✻ Pulse kann für typische Synthesizerklänge, sowie für
oboenähnliche Sounds benutzt werden.
✻ Saw kann für Bässe, Lead-Sounds, Bläser- und Strei-
Sine wählt die Sinus-Wellenform an. Sie besteht nur
aus dem reinen Grundton ohne Harmonische. Es
gibt keine weiteren Parameter.
cherklänge benutzt werden.
✻ Triangle kann für flötenartige Klänge oder weiche
Flächensounds benutzt werden.
Die Wavetable-Generatoren erzeugen über 65 verschiedene Wavetables aus früheren Waldorf Synthesizern. Eine vollständige Liste finden Sie im Anhang
dieses Bedienhandbuchs. Lesen Sie außerdem auch
das Kapitel "Die Wavetable-Synthese im Blofeld"
zum besseren Verständnis dieser leistungsfähigen
Klangerzeugung. Wenn einer dieser Wavetables angewählt ist, dienen die Parameter Pulsewidth und
PWM zur Bestimmung des Startpunktes der Waves.
Weiterhin sind auch die Modulationsziele O1 PW
oder O2 PW aktiv, abhängig davon, welcher Oszillator auf eine Wavetable gesetzt ist. Beachten Sie,
dass die Wavetables nur für die ersten beiden Oszillatoren verfügbar sind.
✻ Sine kann für Bässe und orgelartige Klänge benutzt
werden.
✻ Sine eignet sich besonders für Ringmodulation oder
als Signal im FM Source.
✻ Die Wavetables eignen sich besonders für interessante lebendige Klangverläufe.
✻ Die internen Samples eignen sich als perfekte Ergänzung zu den internen Wellenformen und Wavetables. Sie können auf diese Weise zum Beispiel typische Attack-Klänge im Stile des Roland D-50 erzeugen.
✻ Die hier gezeigten Tipps sind natürlich nur Empfeh-
Diverse Samples aus dem 60 MB-Speicher des Blofelds lassen sich hier anwählen. Beachten Sie, dass
die Samples nur für die ersten beiden Oszillatoren
verfügbar sind.
Blofeld Bedienhandbuch
lungen. Die Klangvielfalt sämtlicher Wellenformen
des Blofeld ist nahezu unerschöpflich.
38
Sound Parameter
w
stimmung für einen Oszillator und den gleichen negativen
Wert für einen anderen.
Der Einsatz von Oszillatoren ist ein rechenintensiver Vorgang, der zu verminderter Polyphonie führen kann. Nicht verwendete Oszillatoren sollten
deshalb immer deaktiviert werden.
Semitone
✻ Kleine Werte von ±1 erzeugen einen langsamen,
weichen Flanging-Effekt.
✻ Mittlere Werte von ±5 eignen sich besonders für Flä-
-12...+12
chen und andere voll klingende Klänge.
Bestimmt die Tonhöhe des Oszillators in Halbtonschritten. Die Standardeinstellung dieses Parameters ist 0, in
einigen Fällen sind jedoch auch andere Werte erwünscht.
✻ Hohe Einstellungen von ±12 oder höher erzeugen
einen starken Verstimmungseffekt und können für
akkordeonähnliche Klänge verwendet werden.
✻ Orgelklänge enthalten meist eine Quinte, so dass sie
einen Semitone-Parameter auf +7 setzen müssen.
Level
✻ Auch Lead- und Soloklänge arbeiten mit Intervallen,
Regelt die Lautstärke des entsprechenden Oszillators.
z.B. einer Quart (+5 Halbtöne).
Oszillator-Editier-Menü
✻ Versuchen Sie bei der Erzeugung ringmodulierter
oder FM-Sounds unharmonische Einstellungen wie
beispielsweise +6 oder +8.
Detune
0...127
Sie erreichen das Oszillator-Editier-Menü, indem Sie den
Oszillator-Taster kurz (bei Auto Edit on) oder etwas länger
(bei Auto Edit off) drücken. Mit dem Auswahlregler schalten Sie durch die jeweiligen Menüseiten, der entsprechende Menübereich wird in der Anzeige oben links
dargestellt.
-64...+63
Stellt die Feinstimmung des Oszillators in 1/128 eines
Halbtons ein. Das Verstimmen der Oszillatoren gegeneinander bewirkt eine hörbare Schwebung, die einem Chorus
oder Flanger ähnelt. Verwenden Sie eine positive Ver39
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Oscillator 1, 2 und 3
✻
Falls Sie mit einem Oszillator andere Oszillatoren
oder die Filter modulieren wollen, experimentieren Sie mit dem Octave-Parameter. Tiefe Einstellungen erzeugen eher periodische Modulationen,
während hohe Werte einen glockenartigen bis
metallischen Klangcharakter generieren.
✻
Sehr tiefe Einstellungen wie 128' können bei
Verwendung des Ringmodulators zu interessanten
rhythmischen Klängen führen. Falls Ihnen dies
noch nicht tief genug ist, können Sie in der Standard-Modulationsmatrix der jeweiligen Oszillatortonhöhe MAXIMUM und einen negativen Wert
zuweisen.
Die folgenden Parameter beziehen sich auf den jeweils
angewählten Oszillator. Dieser wird in der Anzeige oben
links dargestellt.
Octave
128'...1/2'
Bestimmt die Oktavlage des Oszillators in Schritten von
jeweils einer Oktave. Octave wird in Fußlagen angegeben, einer gängigen Einheit, die auf der Länge von Orgelpfeifen basiert. Die Referenztonhöhe liegt auf MIDI-Note
A3 (Notennummer 69), wenn Octave auf 8', Semitone
und Detune auf 0, Keytrack auf 100% stehen und keine
Tonhöhenmodulation eingestellt ist. In diesem Fall entspricht die Oszillatorfrequenz der Einstellung der Gesamtstimmung des Globalparameters Master Tune (normalerweise 440Hz).
✻
Setzen Sie Octave auf 16' für Bass-Klänge.
✻
Setzen Sie Octave auf 8' für typische Keyboardklänge.
✻
Setzen Sie Octave auf 4' für Streicher oder andere hochgestimmte Klänge.
Blofeld Bedienhandbuch
Balance
F1 64...middle...F2 63
Bestimmt den Anteil des Signals des entsprechenden
Oszillators, das zum Eingang von Filter 1 und / oder Filter
2 geleitet wird. Eine Einstellung auf F1 64 sendet das
Signal nur zu Filter 1. Größere Einstellungen erhöhen die
Signalflusslautstärke zu Filter 2 und verringern gleichzeitig
die Signalflusslautstärke zu Filter 1. Bei der Einstellung
middle erhalten beide Filter denselben Signalanteil. Eine
Einstellung auf F2 63 sendet das Signal nur zu Filter 2.
40
Sound Parameter
0...127
Pulsewidth
✻ Experimentieren Sie bei den Wavetables mit verschiedenen Startpunkten, um einen Überblick über
den "Wellenvorrat" der jeweiligen Wavetable zu bekommen.
Bestimmt die Breite der Pulswellenform, wenn Sie Pulse
angewählt haben. Der Wert 0 ist gleichbedeutend mit
einer Pulsweite von <1%, der Wert 127 entspricht 50%.
Ist eine Wavetable ausgewählt, bestimmen Sie mit dem
Pulsweitenregler den Startpunkt der jeweiligen Wavetable, wobei 0 die erste von 128 Wellen anwählt. Wenn Sie
eine andere Wellenform als Pulse oder eine Wavetable
angewählt haben, hat dieser Parameter keine Funktion.
Die folgende Abbildung demonstriert die Auswirkung der
verschiedenen Pulsweiten:
!"#$%&'()*+&,-.
/01"23%4
!"#$%&'()*+&55.
!"#$%&'()*+&6,.
w
Beachten Sie, dass beim Wert 0 möglicherweise
kein Signal zu hören ist. Erhöhen Sie die Pulsweite
gegebenenfalls.
PWM Source
!"#$%&'()*+&78.
/9:;"#$%4
siehe Tabelle „Modulationsquellen“
Bestimmt die Quelle für die Pulsweitenmodulation bzw.
für die Wavetable-Modulation. Häufig verwendete Quellen für PWM sind Hüllkurven und LFOs, aber auch Aftertouch oder das Modulationsrad können sich gut für bestimmte Effekte eignen.
✻ Eine Pulsweite von 50% (Wert 127) kann für Flötenoder Bassklänge genutzt werden.
✻ Eine Pulsweite von ungefähr 30% kann für E-Pianooder fette Bassklänge genutzt werden.
✻ Eine Pulsweite von ungefähr 10% eignet sich gut für
Clavinet-Sounds.
41
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
✻ Um einen "fetten" Oszillator-Sound zu erhalten, nut-
✻ Wenn Sie einen Klang mit einem Wavetable-
zen Sie als PWM Source einen LFO mit DreieckWelle mit maximalem PWM Amount und einer
Pulsewidth von 127. Diese Grundeinstellung eignet
sich besonders für breite Streicher und Lead-Sounds.
Wenn Sie unterschiedliche Noten anschlagen, klingen tiefere Noten etwas mehr verstimmt als höhere.
Um diesen Effekt zu vermeiden, setzen Sie den Keytrack-Parameter des verwendeten LFOs auf einen
positiven Wert zwischen 50% und 100%.
Durchlauf erzeugen wollen, sollten Sie den Startpunkt (Pulsewidth) zumindest grob in den gewünschten Bereich der Wavetable setzen, bevor Sie
die Modulation programmieren. Diese Vorgehensweise hilft Ihnen dabei, den Grundcharakter des
Klangs zu finden, um den die Modulation sich bewegt. Beachten Sie bitte, dass Sie sowohl unipolare
als auch bipolare Modulationsquellen einsetzen
können. Setzen Sie z.B. Pulsewidth auf 64, was
ziemlich genau der Mitte der Wavetable entspricht,
und verwenden Sie als PWM Source einen langsamen LFO, um die gesamte Wavetable zu durchfahren.
✻ Um einen Bass zu programmieren, nutzen Sie als
PWM Source eine ausklingende Hüllkurve mit negativem PWM Amount und einer Pulsewidth von
ungefähr 80…127. So erreichen Sie eine "fette" Attackphase, besonders wenn Sie nur einen Oszillator
verwenden.
PWM Amount
-64...+63
PWM ist die englische Abkürzung von Pulsweitenmodulation (Pulse Width Modulation). Wenn Sie Pulse als Wellenform ausgewählt haben, bestimmt dieser Parameter
den Einfluss der Modulation auf die Pulsweite des Oszillators. Ist eine Wavetable ausgewählt, bestimmt dieser Parameter den Einfluss auf die Wavetable-Modulation.
Wenn Sie eine andere Wellenform als Pulse oder eine
Wavetable angewählt haben, hat dieser Parameter keine
Funktion. Die Modulationsquelle, die die Pulsweite/ Wa-
Blofeld Bedienhandbuch
42
Sound Parameter
dieses Modells, welche die hohen Frequenzen der Wellenform betonen. Der Wert 64 entspricht hierbei ungefähr
der fest eingestellten Brillanz der Oszillatormodelle des
Waldorf Q und microQ.
vetable-Modulation betrifft, wird mit PWM Source eingestellt.
Limit WT
on, off
w
Legt fest, ob die klassischen Wavetables (ab Wavetable
Resonant) ohne oder mit den angehängten AnalogWellenformen zur Verfügung stehen. Diese AnalogWellenformen sind ein liebenswertes Relikt aus der Zeit
des PPG Wave und des Microwave. Die Werte 122, 124
und 126 des Parameters Pulsewidth wählen diese Analog-Wellenformen an. Falls diese Waves bei einer exzessiven Modulation stören sollten, können Sie sie mit Limit
WT ausblenden.
•
on blendet die Analog-Wellenformen aus.
•
off stellt die Analog-Wellenformen zur Verfügung.
Brilliance
Für viele Menschen liegen die höchsten Frequenzen unserer Oszillatoren schon ausserhalb des
hörbaren Bereichs, also wundern sie sich nicht
wenn Sie keinen Unterschied hören. Stellen Sie
daher Brilliance am besten mithilfe von Kleinkindern, Hunden oder Fledermäusen ein.
Bei Verwendung von Wavetables kann es stören, dass die
Waves nur aus 64 Harmonischen bestehen. Mittels Brilliance bekommen daher tiefe Töne zusätzliche Obertöne.
Dies wird durch einen Wave Oszillator erreicht, der sich
mit zunehmendem Brilliance-Wert dem Verfahren der
früheren Wavetable Synthesizer wie PPG Wave und Waldorf Wave annähert. Der Waldorf Microwave II/XT besitzt
einen ähnlichen Parameter, dort heisst dieser allerdings
„Quantize“.
0..127
Bestimmt die Brillanz der Oszillator-Modelle Sägezahn
und Pulse, und der Waves aller Wavetables.
FM Source
Die Modelle Sägezahn und Pulse spielen nicht einfach
Wellenformen aus einem Speicher ab, sondern sind exakte Kopien analoger Bausteine mithife digitaler Algorithmen. Mit Brilliance ändern sie bestimmte Parameter
siehe Tabelle „FM Quellen“
Bestimmt die Quelle der Frequenzmodulation für den
angewählten Oszillator.
43
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
✻ Sie können klassische E-Piano-Klänge erzeugen, in-
✻ Wenn Sie die FM über die Tastatur spielen wollen,
dem sie einen hochgestimmten Oszillator als FM
Source nutzen und dessen Keytrack-Parameter auf
Werte zwischen +000% und +050% setzen.
so dass höhere Noten nicht so stark frequenzmoduliert werden, nutzen Sie die Modulations-Matrix
und weisen Sie dem entsprechenden Oszillator-FM
Keytrack mit einem negativen Wert zu.
✻ Sehr interessant ist die Verwendung von Rauschen
(Noise) als FM Source für einen hochgestimmten
Oszillator, der eine Sinus- oder Dreieck-Wellenform
erzeugt. Ein niedriger FM Amount lässt den Klang
rauchig und luftig klingen, während höhere Werte
ein gefärbtes Rauschen erzeugen, das ähnlich einem
Filter mit hoher Resonanz klingt. Zusätzlich stehen
dann noch beide Filter für andere Zwecke zur Verfügung.
FM Amount
Keytrack
Bestimmt, wie stark die Tonhöhe des angewählten Oszillators 1 von der MIDI-Notennummer abhängt. Die Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64.
Bei positiven Werten steigt die Oszillator-Tonhöhe, wenn
Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei
negativen Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt.
Die Einstellung +100% entspricht der 1:1-Skalierung, d.h.
wenn Sie auf dem Keyboard eine Oktave spielen, ändert
sich die Tonhöhe um den gleichen Betrag. Andere Werte
als +100% sind vor allem bei der Benutzung von FM,
Ringmodulation oder Oszillator-Synchronisation sinnvoll.
Versuchen Sie in einem solchen Fall Werte im Bereich
0…+75% oder sogar negative Einstellungen für einen
Oszillator, während Sie den anderen auf +100% lassen.
0...127
Bestimmt den Anteil, mit dem der angewählte Oszillator
mit der unter FM Source eingestellten Quelle frequenzmoduliert wird. Als Folge entsteht ein metallischer Klangcharakter, der auch in der Tonhöhe verstimmt sein kann,
vor allem, wenn Oszillator 2 als FM-Quelle für Oszillator
3 dient und Sync aktiviert ist. Um diesen Effekt zu vermeiden, verwenden Sie eine dreieck- oder sinusähnliche
Wellenform als FM Source.
Blofeld Bedienhandbuch
-200%...+196%
44
Sound Parameter
-24...+24
✻ Nutzen Sie Sync für Lead- oder Solosounds. Setzen
Bestimmt die Intensität der Tonhöhenänderung durch
MIDI Pitchbend-Meldungen in Halbtonschritten des angewählten Oszillators.
Sie Oszillator 2 eine Oktave und sieben Halbtöne
höher, modulieren Sie seine Tonhöhe mit einer
Hüllkurve mit positiver Auslenkung und erhalten Sie
so typische "schneidende" Sync-Sounds.
Bend Range
Sync To O3 (nur bei Oszillator 2)
✻ Sync klingt auch sehr interessant in Verbindung mit
off / on
Arpeggiator-Klängen. Modulieren Sie die Tonhöhe
von Oszillator 2 mit einem langsamen LFO und
plötzlich beginnt das Arpeggio zu "leben".
Schaltet die Oszillator-Synchronisation ein oder aus. Bei
der Oszillator-Synchronisation arbeitet Oszillator 2 als
Slave, d.h. er wird von Oszillator 3 – dem Master – gesteuert. Bei jeder neuen Periode von Oszillator 3 wird
auch Oszillator 2 neu gestartet. Dabei ergeben sich interessante Klangeffekte, besonders dann, wenn die beiden
Oszillatoren mit unterschiedlichen Frequenzen arbeiten.
Durch zusätzliche Tonhöhenmodulation mit Hilfen von
Hüllkurven, LFOs oder Pitchbend lässt sich weitere Bewegung in den Klang bringen. Die folgende Abbildung
zeigt die Arbeitsweise der Oszillator-Synchronisation in
vereinfachter Form:
Oscillator Common
Die folgenden Parameter beziehen sich auf die gesamte
Oszillator Sektion.
Allocation
Legt fest, ob der Sound polyphon oder monophon gespielt
werden soll.
6+*%+(.7)1$&2#$&8*$+#%9'$("))*+,%$
!"#$#%&'$("))*+,%
-#$./0+&(1&2"#$#3&'$("))*+,%
Poly / Mono
#%(#1-+&2"#$#&4#))#/5,%3
45
•
Poly bedeutet, dass jede angeschlagene Note eine
eigene Stimme erzeugt, exakt wie bei einem Klavier.
•
Mono bedeutet, dass der Blofeld nur die zuletzt
eingehende Note spielt. Alle anderen Noten werden in einer internen Liste gespeichert, aber nicht
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
gespielt. Sobald Sie die zuletzt angeschlagene Note loslassen, erklingt die vorherige, sobald Sie diese loslassen, die davor gespielte und so weiter. Mit
dem Parameter Trigger der vier Envelopes regeln Sie das Verhalten der Hüllkurven bei LegatoSpiel. Steht dieser Parameter auf single, wird die
entsprechende Hüllkurve nur neu gestartet, wenn
Sie staccato spielen. Spielen Sie hingegen legato
(mit gehaltenen Noten), triggert nur die erste Note
die Hüllkurven. Alle später angeschlagenen Noten
folgen dem weiteren Verlauf der Hüllkurve, ohne
diese neu zu starten, erklingen aber natürlich in ihrer gespielten Tonhöhe. Dieser Modus eignet sich
besonders für typische 70er Solo-Sounds, vor allem in Verbindung mit Glide.
w
Wenn Sie Mono eingestellt und eine abfallende
Lautstärkehüllkurve programmiert haben, hören Sie
möglicherweise nach dem Spielen einiger Noten
keinen Ton mehr, da die Hüllkurve ja auf 0 gefallen ist.
Unisono
off bedeutet, dass jede Note auch eine Stimme
spielt. Das ist die Standardeinstellung.
•
dual bedeutet, dass jede Note zwei Stimmen spielt.
Beide Stimmen haben eine hohe Priorität, so dass
sie unter Umständen andere gespielte Stimmen abschneiden können.
•
3…6 bedeutet, dass jede Note die eingestellte Zahl
an Stimmen spielt. Nur die erste Stimme hat eine
hohe Priorität, so dass sie unter Umständen andere
gespielte Noten abschneiden kann. Die anderen
Stimmen können nur gespielt werden, wenn die
entsprechenden Stimmen frei oder andere Unisono-Stimmen mit einer niedrigeren Priorität vorhanden sind, die dann abgeschnitten werden. Dies
lässt solange das Spielen von "älteren" Stimmen
zu, bis es der dynamischen Stimmenzuordnung
ermöglicht wird, eine neue Note auszulösen.
m
off / Dual / 3...6
Bestimmt, wie viele Stimmen gespielt werden, wenn eine
Note angeschlagen wird.
Blofeld Bedienhandbuch
•
46
Beachten Sie bitte, dass sich je nach der Anzahl
der eingestellten Unisono-Stimmen die Polyphonie des Blofeld dementsprechend verringert.
Sound Parameter
Uni Detune
lange Gleitzeit bis zu mehreren Sekunden, die sich besonders für Solo- und Effektklänge eignet.
0...127
Bestimmt die Stärke der Verstimmung im Unisono-Modus.
Durch Unisono Detune wird jede Stimme unterschiedlich verstimmt. Höhere Werte bedeuten eine größere
Verstimmung.
w
Mode
Bestimmt die Art des Glide-Effektes.
Uni Detune eignet sich besonders, um dem Klang
mehr Dichte zu verleihen. Auch Arpeggios profitieren von Verstimmungen.
Glide
off / on
Dieser Parameter aktiviert die Glide-Funktion. Der Begriff
"Glide" oder „Portamento“ beschreibt das kontinuierliche
Gleiten der Tonhöhe von einer Note zur nächsten, wie es
bei Streichern und einigen Blasinstrumenten (z.B. Posaune) möglich ist. Dies ist ein typischer SynthesizerParameter und wird in fast allen Musikstilen benutzt.
Beachten Sie, das Glide die Tonhöhe aller Oszillatoren
beeinflusst.
Rate
Portamento / fingered P / Glissando / fingered G
0...127
•
Portamento ist ein normales Portamento, bei dem
die Tonhöhe kontinuierlich von einer Note zur
nächsten gleitet.
•
Bei fingered P wird das Gleiten nur bei zusammenhängend (legato) gespielten Noten ausgeführt, so
dass die erste gespielte Note nicht beeinflusst wird.
Diese Einstellung eignet sich vor allem für SoloKlänge, bei denen es meist unerwünscht ist, in den
Einstieg des Solos hineinzugleiten.
•
Glissando wählt in gleicher Weise den normalen
Glissando-Effekt, bei dem die Tonhöhe in Halbtonschritten gleitet.
•
fingered G ist ähnlich wie Glissando, erzeugt aber
nur eine Tonhöhenänderung, wenn Noten zusammenhängend (legato) gespielt werden.
Bestimmt die Glide-Zeit. Niedrige Werte erzeugen eine
kurze Gleitzeit im Millisekundenbereich, die dem Klang
eine besondere Note verleiht. Höhere Werte ergeben eine
47
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Pitch Source
gen, wenn eine positive Modulation zugewiesen wurde
(beispielsweise Aftertouch über die Keyboard-Tastatur).
Negative Werte erniedrigen die Tonhöhe, wenn eine
positive Modulation zugewiesen wurde.
siehe Tabelle „Modulationsquellen“
Bestimmt die Modulationsquelle für die Tonhöhenmodulation aller Oszillatoren. Eine übliche Modulationsquelle
für die Tonhöhe ist beispielsweise ein LFO, dessen Wirkung durch das Modulationsrad oder Aftertouch ausgelöst
wird.
✻
✻
w
Ring Modulation
Die folgenden Parameter beziehen sich auf den Ringmodulator.
Um ein typisches Vibrato zu erzeugen, das über
das Modulationsrad gesteuert wird, setzen Sie
Pitch Source auf LFO1*MW und Pitch Amount
auf ungefähr +20.
Level
Um einen Klang zu programmieren, dessen Tonhöhe aufsteigt, weisen Sie Pitch Source eine abfallende Hüllkurve mit einem Pitch Amount von
ungefähr –25 zu.
Bestimmt die Lautstärke der Ringmodulation zwischen
Oszillator 1 und Oszillator 2. Aus technischer Sicht stellt
die Ringmodulation die Multiplikation zweier Oszillatorsignale dar. Das Ergebnis dieser Operation ist eine
Wellenform, welche die Summen- und Differenzanteile
der zugrunde liegenden Frequenzkomponenten enthält.
Da die Ringmodulation disharmonische Anteile erzeugt,
eignet sie sich zur Synthese metallisch verzerrter Klänge
wie sie z.B. bei synthetischen Schlaginstrumenten vorkommen. Beachten Sie, dass sich in einer komplexen
Wellenform alle harmonischen Einzelkomponenten wie
interagierende Sinuswellen verhalten. Das Ergebnis ist in
diesem Fall ein Klang, der weite Spektralbereiche überstreicht. Die nachstehende Abbildung zeigt die Ringmodulation zweier Sinuswellen:
Wollen Sie die Tonhöhe einzelner Oszillatoren
modulieren, tun Sie dies in der ModulationsMatrix welche Sie über die Matrix-Bedienebene
erreichen können.
Pitch Amount
-64...+63
Bestimmt die Stärke der Tonhöhenmodulation für alle
Oszillatoren. Positive Werte lassen die Tonhöhe anstei-
Blofeld Bedienhandbuch
0...127
48
Sound Parameter
✻ Wenn Sie die Tonhöhe eines Oszillators extrem tief
einstellen, können Sie mit Ringmodulation amplitudenmodulationsartige Klänge erzeugen. Sie können
so Bewegung in Ihre Klänge bringen.
!"#$%&"#'()*$++$%,"-%.$/
0/$1'$#2%3
w
4"/.%/"#5,6.'+"$/-%,"-%$"#$/%&"#'()
*$++$%789%:3%;<-=>$%?%@%A=+B-C#$D
!/5$B#"(
Balance (RingMod)
Ringmodulation kann unerwartet tiefe Frequenzen
erzeugen, wenn die Tonhöhen der beiden Quellen
ähnlich sind. Das resultiert aus dem mathematischen Verhalten des Ringmodulators; klingt beispielsweise ein Oszillator bei 100 Hz und der
zweite bei 101 Hz, so erzeugt die entsprechende
Ringmodulation die Frequenzen 201 Hz und 1 Hz.
Und 1 Hz ist extrem tief.
F1 64...middle...F2 63
Bestimmt den Anteil des Ringmodulationssignals, das zum
Eingang von Filter 1 und / oder Filter 2 geleitet wird. Eine
Einstellung auf F1 64 sendet das Signal nur zu Filter 1.
Größere Einstellungen erhöhen die Signalflusslautstärke
zu Filter 2 und verringern gleichzeitig die Signalflusslautstärke zu Filter 1. Bei der Einstellung middle erhalten
beide Filter denselben Signalanteil. Eine Einstellung auf F2
63 sendet das Signal nur zu Filter 2.
✻ Ringmodulation wird sehr interessant, wenn Sie
zwei Oszillatoren als Source einsetzen und einer der
beiden langsam in der Tonhöhe, z.B. durch eine aufsteigende Hüllkurve, moduliert wird. Das erzeugt
"spacige" Klangeffekte.
Noise
Die folgenden Parameter beziehen sich auf den integrierten Rauschgenerator.
✻ Mit Ringmodulation kann man auch E-Piano-Klänge
erzeugen, wenn einer der Oszillatoren höher gestimmt mit einem Keytrack von ungefähr 50% gespielt wird.
Level
0...127
Lautstärke des Rauschgenerators. Rauschen ist ein grundlegender Bestandteil für alle Arten von analog-typischen
Schlaginstrumenten. Auch Klänge wie Wind und andere
49
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
w
"Naturgewalten" basieren zum überwiegenden Teil auf
Rauschen.
Balance (Noise)
Die Bedienelemente der beiden Filter befinden sich in der
Parametermatrix in der Filters-Bedienebene.
F1 64...middle...F2 63
Bestimmt den Anteil des Rauschgeneratorsignals, das zum
Eingang von Filter 1 und / oder Filter 2 geleitet wird. Eine
Einstellung auf F1 64 sendet das Signal nur zu Filter 1.
Größere Einstellungen erhöhen die Signalflusslautstärke
zu Filter 2 und verringern gleichzeitig die Signalflusslautstärke zu Filter 1. Bei der Einstellung middle erhalten
beide Filter denselben Signalanteil. Eine Einstellung auf F2
63 sendet das Signal nur zu Filter 2.
Colour
☞
Anwahl der Filter
Mit dem Filter-Taster wählen Sie zunächst das Filter aus,
welches Sie editieren wollen. Das Leuchten der entsprechenden LED zeigt Ihnen das angewählte Filter.
Parameter der Filter-Bedienebene
Cutoff
-64...+63
0...127
Bestimmt die Eckfrequenz beim Tief- und Hochpass oder
die Mittenfrequenz beim Bandpass- und beim Notchfilter.
Beim Kammfilter (Comb) bestimmt Cutoff die Länge des
Delays.
Färbt das Rauschen. Bei einem Wert von +0 erzeugt der
Rauschgenerator ein weißes Rauschen, positive Werte
dünnen den Bassbereich des Rauschens aus, negative
Werte dämpfen die hohen Frequenzen.
Filter-Bedienebene
Der Blofeld besitzt zwei Filter, welche die gleichen Einstellmöglichkeiten aufweisen.
Blofeld Bedienhandbuch
Eine Einführung zum Thema Synthesizer-Filter
finden Sie im Anhang dieses Bedienhandbuchs.
50
•
Ist mit Hilfe des Type-Parameters ein Tiefpassfiltertyp gewählt, so werden alle Frequenzen oberhalb der Eckfrequenz gedämpft.
•
Wenn ein Hochpassfiltertyp gewählt ist, werden
alle Frequenzen unterhalb der Eckfrequenz gedämpft.
Sound Parameter
•
Ist ein Bandpassfiltertyp eingestellt, so lässt das Filter nur Frequenzen in einem schmalen Bereich um
die Mittenfrequenz passieren.
•
Wenn ein Notchfiltertyp gewählt ist, werden nur
die Frequenzen im Bereich der Mittenfrequenz gedämpft.
•
Ist ein Kammfiltertyp gewählt, wird die Eckfrequenz und alle Harmonischen verstärkt (Comb +)
oder die Eckfrequenz und alle gradzahligen Harmonischen abgeschwächst und alle ungeradzahligen Harmonischen betont (Comb-).
Bereich 0…80 machen den Klang brillanter, höhere Werte von 80…113 geben ihm den typischen Filter-Charakter
mit starker Anhebung im Bereich der Filterfrequenz und
Absenkung in den anderen Frequenzbereichen. Wird die
Einstellung über 113 erhöht, beginnt die Selbstoszillation
des Filters und eine reine Sinusschwingung wird erzeugt.
Diese Funktion kann zur Erzeugung von typischen Soloklängen genutzt werden. Auch analog klingende Effektund Percussion-Klänge wie Toms, Kicks, Zaps usw. lassen
sich damit erzielen.
Sie können zusätzliche Bewegung in den Klang bringen,
indem Sie die Eck- bzw. Mittenfrequenz über LFOs, Hüllkurven oder den Keytrack-Parameter des Filters modulieren. Bei einer Einstellung von 64 und einem ResonanceWert von 114 schwingt das Filter mit 440Hz, d.h. MIDINote A3 (der Comb+ Filtertyp schwingt eine Oktave höher). Die Stimmung liegt in Halbtonschritten vor. Wenn
Filter-Keytrack auf +100% eingestellt ist, können Sie das
Filter auf der Klaviatur melodisch spielen.
Resonance
diverse
Type
Wählt den verwendeten Filtertyp.
0...127
Bestimmt die Anhebung der Frequenzen im Bereich der
eingestellten Cutoff-Frequenz. Niedrige Einstellungen im
51
•
Bypass deaktiviert das gewählte Filter. Benutzen Sie
diese Einstellung, wenn Sie keinen Filter verwenden
wollen. Sie können zum Beispiel so das reine Oszillatorsignal hören.
•
LP 24dB / LP 12dB Tiefpassfilter eignen sind für die
meisten Anwendungsfälle. Verwenden Sie die 24dBFlankensteilheit, wenn Sie den typischen, hörbaren
Filtercharakter wünschen. Verwenden Sie die 12dBFlankensteilheit, um weichere Ergebnisse zu erhalten.
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
•
•
BP 24dB / BP 12dB Bandpassfilter entfernen Frequenzen unter- und oberhalb der Mittenfrequenz.
Als Ergebnis erhalten Sie einen schmalen und hohlen Klang, der sich vor allem für Effekt- und Percussion-Klänge eignet.
Phasenänderungen einen Effekt hören, wenn Sie die
Resonanz erhöhen, dieser ist aber eher unspektakulär.
HP 24dB / HP 12dB Hochpassfilter eignen sich gut
zum Ausdünnen der Bassanteile eines Klanges. In
Verbindung mit der Modulation der Filterfrequenz
lassen sich damit interessante Ergebnisse erzielen.
Z.B. können Sie damit einen Klang „einfliegen“ lassen, d.h. er beginnt mit seinen hohen harmonischen
Anteilen, um sich dann mehr und mehr vollständig
zu entfalten. Nutzen Sie die 24dB-Flankensteilheit
für Klänge mit einem hörbaren Filtercharakter. Mit
der 12dB-Flankensteilheit erreichen Sie weichere Ergebnisse.
Notch 24dB / Notch 12dB Notchfilter/Bandsperre
bewirken das Gegenteil der Bandpässe. Sie dämpfen
die Frequenzen um die Mittenfrequenz. Frequenzen
über und unter der eingestellten Filterfrequenz passieren das Filter. Nutzen Sie diesen Filtertyp für Effektklänge. Bei den Notch-Filtertypen hat der Resonanzparameter kaum eine Auswirkung, da die Resonanz normalerweise die Frequenzen betont, die das
Notchfilter dämpft. Sie können zwar aufgrund von
Blofeld Bedienhandbuch
52
•
Comb+ / Comb- Kammfilter unterscheiden sich von
den anderen Filtertypen dadurch, dass hier das Signal mit einem verzögerten Signal überlagert wird.
Mittels Resonance wird die Rückkopplung der Verzögerung eingestellt. Das resultierende Spektrum hat
Ähnlichkeit mit einem Kamm, daher die Bezeichnung "Kammfilter".
•
PPG LP Tiefpassfilter ist ein spezieller Tiefpassfilter
mit einer Flankensteilheit von 24dB. Dabei ist die
Filtercharakteristik dem SSM 2044-Chip der legendären PPG Wave-Synthesizer nachempfunden. Die
Resonanz des SSM 2044 hat einen sehr speziellen
Charakter, der in keinem anderen Filterschaltkreis
oder IC so implementiert ist. Sollten Sie die Möglichkeit haben, das Original und Blofeld im direkten
Vergleich zu hören, werden Sie feststellen, dass die
Resonanz (oder Emphasis, wie sie im PPG genannt
wird), annähernd gleich klingt.
Sound Parameter
w
w
die Startphase heller macht und anschließend das Filter in
der Haltephase etwas schließt. Flächenklänge dagegen
verwenden oft negative Filtermodulationen, die den Klang
dunkel beginnen und anschließend zunehmend heller
werden lassen.
Was ist eigentlich ein Kammfilter? Ein Kammfilter
ist ein sehr kurzes Delay, das in seiner Länge und
seiner Rückkopplung (Feedback) verändert werden
kann. Die Verzögerungszeit ist so kurz, das man
die einzelnen Wiederholungen des Signals nicht
wahrnimmt, wohl aber eine Verfärbung des Originalsignals durch Spitzen und Löcher im Frequenzspektrum. Die Frequenz dieser Verfärbung wird
durch die Verzögerungszeit eingestellt. Im Blofeld
übernimmt Cutoff diese Funktion. Die Stärke der
Verfärbung wird mittels des Kammfilter-Feedbacks
eingestellt. Dafür ist Resonance zuständig.
Filter-Editier-Menü
Sie erreichen das Filter-Editier-Menü, indem Sie den Filter-Taster kurz (bei Auto Edit on) oder etwas länger (bei
Auto Edit off) drücken. Mit dem Auswahlregler schalten
Sie durch die jeweiligen Menüseiten, der entsprechende
Menübereich wird in der Anzeige oben links dargestellt.
Alternativ können Sie das Filter-Editier-Menü aber auch
aus jedem anderen Editier-Menü durch Drehen des Auswahlreglers erreichen. Es befindet sich hinter dem Oszillator-Editier-Menü und vor dem Filter-Hüllkurven-EditierMenü.
Eine Einführung zum Thema Kammfilter sowie
Anwendungstipps finden Sie im Kapitel „Die
Klangerzeugung“.
Env Amount
-64...+63
Filter 1 und 2
Bestimmt den Einfluss der Filterhüllkurve auf die Filterfrequenz. Bei positiven Werten steigt die Filterfrequenz mit
der Modulationsauslenkung der Hüllkurve, bei negativen
Werten fällt sie entsprechend. Verwenden Sie diesen
Parameter, um einen zeitlichen Verlauf der Klangfarbe zu
ermöglichen. Klänge mit einem harten Anschlag besitzen
im Normalfall eine positive Hüllkurven-Modulation, die
Die folgenden Parameter beziehen sich auf das jeweils
angewählten Filter. Dieses wird in der Anzeige oben links
dargestellt. Die Filter Common-Parameter finden Sie zwischen Filter 1 und 2.
53
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Keytrack
on stärker. Die nachstehende Abbildung zeigt die Arbeitsweise dieses Parameters:
-200%...+196%
Bestimmt, wie stark die Filterfrequenz von der MIDINotennummer abhängt. Die Referenznote für diesen
Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten
steigt die Filterfrequenz, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen Werten fällt sie
entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100%
entspricht der 1:1-Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem
Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die Filterfrequenz um den gleichen Betrag. Wenn Sie das Filter in
einer temperierten Skala spielen wollen, z.B. bei einem
Soloklang mit Selbstoszillation, stellen Sie den Wert auf
+100%. Bei den meisten Bassklängen sind niedrigere
Einstellungen im Bereich +25%…+75% optimal, um den
Klang zu höheren Noten hin weich zu halten.
Env Velocity
w
Mod Source
siehe Tabelle „Modulationsquellen“
Wählt die Quelle der Eckfrequenzmodulation für das
angewählte Filter.
-64...+63
Bestimmt den Einfluss der Filterhüllkurve auf die Filterfrequenz in Abhängigkeit von der Tastatur-Anschlagstärke.
Dieser Parameter arbeitet in gleicher Weise wie Env
Amount, mit dem Unterschied, dass er anschlagabhängig
ist. Benutzen Sie diese Funktion, um dem gespielten Klang
mehr Ausdruck zu verleihen. Wenn Sie die Tasten nur
leicht betätigen, wird nur wenig Modulation erzeugt.
Wenn Sie sie stärker anschlagen, wird auch die Modulati-
Blofeld Bedienhandbuch
Der gesamte Betrag, der für die Filtermodulation
verwendet wird, berechnet sich aus der Summe der
beiden Parameter Env Amount und Env Velocity. Daher sollten Sie sich stets vor Augen halten,
wie hoch die Modulation wirklich ist, insbesondere
dann, wenn sich das Filter nicht wie erwartet verhält. Interessante Effekte lassen sich auch dadurch
erzielen, dass Sie einen der beiden Parameter auf
einen positiven Wert, den anderen auf einen negativen setzen.
Mod Amount
-64...+63
Bestimmt die Stärke der Eckfrequenzmodulation für das
angewählte Filter. Positive Werte erhöhen die Filterfrequenz, wenn eine positive Modulation zugewiesen wurde, beispielsweise durch Aftertouch der Tastatur. Negative
Werte erniedrigen die Filterfrequenz.
54
Sound Parameter
FM Source
siehe Tabelle „FM-Quellen“
Pan
Wählt die Quelle der Frequenzmodulation für das angewählte Filter.
FM Amount
Stellt die Position im Stereopanorama ein. Die Einstellung
left 64 bedeutet dabei ganz links, right 63 bedeutet ganz
rechts. Wenn Sie den Klang in der Stereomitte platzieren
wollen, wählen Sie die Einstellung center. Um weitere
Bewegung in das Klangbild zu bringen, können Sie die
Panoramaposition über den Pan Source-Parameter,
beispielsweise mit einem LFO, modulieren.
off, 1...127
Bestimmt die Stärke der Frequenzmodulation (FM), mit
der die gewählte Quelle das angewählte Filter moduliert.
Drive
0...127
Pan Source
Bestimmt den Grad der Sättigung, die dem Signal zugefügt
wird. Bei 0 wird das Signal nicht verzerrt, es bleibt also
"rein". Kleine Werte addieren zusätzliche Harmonische
zum Signal, was sich in einem wärmeren Klangcharakter
äußert. Weiteres Erhöhen des Drive-Parameters verstärkt
die Verzerrung, was sich besonders für härtere LeadSounds und Effekte eignet.
Drive Curve
left 64...center...right 63
siehe Tabelle „Modulationsquellen
Wählt die Quelle der Panorama-Modulation für das angewählte Filter.
Pan Amount
-64...+63
Bestimmt die Stärke der Panorama-Modulation für das
angewählte Filter.
Filter Routing
Diverse Sättigungen
Bestimmt die Art der Verzerrung. Folgende Verzerrungsstufen stehen zur Verfügung: Clipping, Tube, Hard, Medium, Soft, Pickup 1, Pickup 2, Rectifier, Square, Binary,
Overflow, Sine Shaper, Osc 1 Mod.
Die folgenden Parameter beziehen sich auf die gesamte
Filter Sektion.
55
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Routing
ter 1 und das Signal des Ringmodulators in Filter 2
leiten.
parallel / serial
Die Routing-Funktion ist einer der leistungsfähisten
Parameter des Blofeld. Sinn und Zweck ist die Kontrolle
der Signalflusses innerhalb der beiden Filter. Im
Gegensatz zu den meisten Synthesizern, deren Signalfluss
statisch festgelegt ist, bietet der Blofeld im Zusammenspiel
mit den Balance-Parametern der Oszillatoren, des
Rauschgenerators und des Ringmodulators eine deutlich
flexiblere Lösung an.
Der Blofeld besitzt zwei unabhängige Filter- und Panorama-Einheiten. Die Panorama-Einheiten sind hierbei Bestandteil der Filter. Der Routing-Parameter ermöglicht die
Auswahl eines seriellen oder parallelen Signalflusses.
So arbeitet die Routing-Funktion im Detail:
•
Der Ausgang von Filter 1 ist in zwei Signalwege
aufgeteilt. Routing bestimmt das Signal für jeden
dieser Wege.
•
Ist Routing auf serial (seriell) eingestellt, wird das
komplette Ausgangssignal von Filter 1 in den Eingang von Filter 2 geleitet, vorausgesetzt es liegt ein
Eingangssignal in Filter 1 an.
•
Ist Routing auf parallel eingestellt, wird das komplette Signal von Filter 1 direkt in seine PanoramaEinheit geleitet, wobei jeder Filter unabhängig sein
ihm zugeleitetes Signal bearbeitet.
Hinter den Panorama-Einheiten von Filter 1 und 2 wird
das Signal zusammengefasst und in den Verstärker und
die Effekt-Sektion geleitet.
Der Oszillator-Bereich besitzt zwei separate Ausgänge – einer ist mit dem Eingang von Filter 1 verbunden, der andere mit dem Eingang von Filter 2.
Jede Klangquelle, also sowohl die Oszillatoren,
der Ringmodulator als auch der Rauschgenerator
besitzen einen Balance-Regler. Mit diesem Regler
können Sie den Signalanteil bestimmen, der in Filter 1 und Filter 2 eingespeist wird. Beispielsweise
lässt sich das Signal von Oszillator 1 und 2 in Fil-
Blofeld Bedienhandbuch
•
Modulation-Bedienebene
Die Bedienelemente für Hüllkurven, Modulationsverknüpfungen und die drei LFOs befinden sich in der Modulation-Bedienebene.
Diese Bedienebene ist aufgeteilt in vier Unterbereiche.
56
Sound Parameter
☞
w
Anwahl der Unterbereiche
Mit dem Taster wählen Sie zunächst den gewünschten
Unterbereich (Filter Env, Amp Env, LFO oder Matrix) aus,
den Sie editieren wollen. Das Leuchten der entsprechenden LED zeigt Ihnen den gewählten Unterbereich.
w
•
Amp-
0...127
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des Hüllkurvensignals von Null bis zum maximalen Pegel.
Die Hüllkurven des Blofeld ermöglichen die Beeinflussung von Klangparametern anhand zeitlicher Verläufe.
Der Blofeld bietet vier unabhängig programmierbare
Hüllkurven für jedes Sound-Programm:
•
und
Eine Einführung zum Thema Hüllkurven finden Sie
im Kapitel „Die Klangerzeugung“.
Attack
Parameter der Filter und Amp Env-Bedienebenen
•
Die Bedienparameter von FilterHüllkurve sind nahezu identisch.
Decay
0...127
Eine Filterhüllkurve (Filter Env). Diese Hüllkurve ist
in erster Linie zur Steuerung des Filters gedacht,
kann aber auch für andere Modulationen genutzt
werden.
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain benötigt wird.
Eine Verstärkerhüllkurve (Amp Env). Diese Hüllkurve ist in erster Linie zur Steuerung der Gesamtlautstärke gedacht, kann aber auch für andere Modulationen genutzt werden.
Definiert den Haltepegel, der bis zum Loslassen der Note
aktiv ist.
Zwei zusätzliche Hüllkurven Env 3 und Env 4, die
nur über das Editier-Menü erreicht werden können. Diese Hüllkurven können frei für Modulationszwecke verwendet werden.
Nach dem Ende der Note beginnt die Release-Phase. In
dieser klingt die Hüllkurve mit der eingestellten Zeit auf
Null ab.
Sustain
Release
57
0...127
0...127
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Hüllkurven-Editier-Menü
Mode
Sie erreichen das Hüllkurven-Editier-Menü, indem Sie den
Taster kurz (bei Auto Edit on) oder etwas länger (bei Auto
Edit off) drücken. Mit dem Auswahlregler schalten Sie
durch die jeweiligen Menüseiten, der entsprechende
Menübereich (Filter Env oder Amp Env) wird in der Anzeige oben links dargestellt.
Schaltet zwischen den verschiedenen Hüllkurventypen
um. Im Anhang dieses Bedienhandbuchs werden die
Besonderheiten dieser Hüllkurven eingehender erklärt.
w
Filter Envelope
Bestimmt das Trigger-Verhalten der Filterhüllkurve.
In der Einstellung normal startet jede Note die Filterhüllkurve ihrer eigenen Stimme.
•
In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines Sound-Programms wie
eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet,
sobald die erste Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste. Danach erfolgt die Release-Phase.
Blofeld Bedienhandbuch
0...127
Bestimmt den Pegel, der die Attack-Phase beendet und
die Decay-Phase startet. Dieser Parameter hat nur Einfluss
auf die Hüllkurventypen ADS1DS2R, Loop S1S2 und Loop
All.
normal / single
•
Die Standard-Filter-Hüllkurvenparameter Attack,
Decay, Sustain und Release sind über die Bedienmatrix direkt editierbar.
Attack Level
Die folgenden Parameter beziehen sich auf die Filterhüllkurve.
Trigger
ADSR / ADS1DS2R / One Shot /
Loop S1S2 / Loop All
Decay 2
0...127
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain 2 benötigt wird.
Sustain 2
0...127
Definiert den zweiten Haltepegel. Sobald dieser Pegel
erreicht ist, geht die Hüllkurve in ihre Release-Phase.
58
Sound Parameter
w
Amp Envelope
Die folgenden Parameter beziehen sich auf die VerstärkerHüllkurve.
Trigger
Allocation
normal/ single
In der Einstellung normal startet jede Note die
Lautstärke-Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
•
In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines Sound-Programms wie
eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet,
sobald die erste Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste. Danach erfolgt die Release-Phase. Diese Einstellung
arbeitet nur, solange der Amp-Envelope-Parameter
Allocation auf Mono steht. Andernfalls verhält
sich die Hüllkurve wie in der Einstellung Normal.
Mode
Poly/ Mono
Dieser Parameter ist identisch mit dem AllocationParameter im Oszillator-Editier-Menü. Lesen Sie hierzu
auch Seite 36.
Bestimmt das Trigger-Verhalten der Lautstärke-Hüllkurve.
•
Die Standard-Amp-Hüllkurvenparameter Attack,
Decay, Sustain und Release sind über die Bedienmatrix direkt editierbar.
w
Wenn Sie Mono eingestellt und eine abfallende
Lautstärkehüllkurve programmiert haben, hören Sie
möglicherweise nach dem Spielen einiger Noten
keinen Ton mehr, da die Hüllkurve ja auf 0 gefallen ist.
Attack Level
0...127
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des Hüllkurvensignals von Null bis zum maximalen Pegel.
Decay 2
ADSR / ADS1DS2R / One Shot /
Loop S1S2 / Loop All
0...127
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain 2 benötigt wird.
Schaltet zwischen den verschiedenen Hüllkurventypen
um. Im Anhang dieses Bedienhandbuchs werden die
Besonderheiten dieser Hüllkurven eingehender erklärt.
59
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Sustain 2
0...127
Mode
Definiert den zweiten Haltepegel. Sobald dieser Pegel
erreicht ist, geht die Hüllkurve in ihre Release-Phase.
Schaltet zwischen den verschiedenen Hüllkurventypen
um. Im Anhang dieses Bedienhandbuchs werden die
Besonderheiten dieser Hüllkurven eingehender erklärt.
Envelope 3 und 4
Attack
Die folgenden Parameter beziehen sich auf die beiden
Hüllkurven 3 und 4, welche eine identische Parametrierung besitzen.
Trigger
Attack Level
Bestimmt das Trigger-Verhalten der Hüllkurve 3 und 4.
In der Einstellung normal startet jede Note die
Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
•
In der Einstellung Single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines Sound-Programms wie
eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet,
sobald die erste Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste. Danach erfolgt die Release-Phase.
Blofeld Bedienhandbuch
0...127
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des Hüllkurvensignals von Null bis zum Attack-Level.
normal/ single
•
ADSR / ADS1DS2R / One Shot /
Loop S1S2 / Loop All
0...127
Bestimmt den Pegel, der die Attack-Phase beendet und
die Decay-Phase startet.
Decay
0...127
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain benötigt wird.
Sustain
0...127
Sobald der Sustain-Pegel erreicht ist, stellt die Hüllkurve
ein zweites Paar der oben erwähnten Decay/SustainParameter bereit.
60
Sound Parameter
0...127
Shape 1 Sine / Triangle / Square / Saw / Random / S&H
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain 2 benötigt wird.
Wählt die Wellenform von LFO 1. Die folgende Abbildung zeigt die verfügbaren Wellenformen:
Decay 2
Sustain 2
0...127
Definiert den Haltepegel, der bis zum Notenende aktiv ist.
Release
0...127
!/*&
.%/$*01&
!"#$%&
!$23,,34
)$*+,-
!'(
Nach dem Ende der Note beginnt die Release-Phase. In
dieser klingt die Hüllkurve mit der eingestellten Zeit auf
Null ab.
Parameter der LFO-Bedienebene
Neben den klangerzeugenden Oszillatoren gibt es im
Blofeld zu Modulationszwecken drei NiederfrequenzOszillatoren, kurz LFO (Low Frequency Oscillator) genannt. Jeder LFO erzeugt eine periodische Wellenform
mit einstellbarer Frequenz und Wellenform.
w
Über die Bedienparameter lassen sich nur LFO 1
und 2 editieren, LFO 3 wird vollständig über das
Editier-Menü eingestellt.
61
•
Die Sinus (Sine)-Wellenform eignet sich am besten
für Oszillator FM oder Panoramamodulationen.
•
Die Dreieck (Triangle)-Wellenform ist ideal für
leichte
Tonhöhen-,
Filteroder
Lautstärkemodulationen.
•
Die Rechteck (Square)- Wellenform klingt interessant bei harten Panoramamodulationen oder Spezialeffekten.
•
Die Sägezahn (Saw)-Wellenform kann interessante
Filter- oder Lautstärkeverläufe erzeugen.
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
Die Random-Wellenform erzeugt zufällige Werte
und gleitet linear zu diesen.
Speed 2
•
S&H (Sample & Hold) ermittelt einen Zufallswert
und hält diesen bis zur nächsten LFO-Periode. Hat
Speed den Wert 0, so wird bei jeder neu eingehenden Note ein Zufallswert erzeugt.
LFO-Editier-Menü
Siehe Speed 1
Sie erreichen das LFO-Editier-Menü, indem Sie den Taster
kurz (bei Auto Edit on) oder etwas länger (bei Auto Edit
off) drücken. Mit dem Auswahlregler schalten Sie durch
die jeweiligen Menüseiten, der entsprechende Menübereich wird in der Anzeige oben links dargestellt.
0...63 oder 1280 bars...1/48
Speed 1
Bestimmt die Frequenz von LFO 1. Bei kleinen Werten
benötigt der LFO einige Minuten, um einen kompletten
Durchlauf zu erzeugen, während hohe Werte den LFO bis
weit in den hörbaren Bereich schwingen lassen. Sehr
hohe Werte sind in Halbtonschritte eingeteilt. Eine Einstellung von LFO Keytrack auf 100% und Speed auf 60
erzeugt eine 8’ LFO-Oszillation. 16’-Oszillation kann mit
einer Speed-Einstellung von 55 erreicht werden und so
weiter.
LFO 1, 2 und 3
Die folgenden Parameter beziehen sich auf alle drei LFO
welche eine identische Parametrierung besitzen.
Shape
Speed
Siehe Speed 1.
Sine/ Triangle/ Square/ Saw/ Random/ S&H
Siehe Shape 1.
Blofeld Bedienhandbuch
Sine/ Triangle/ Square/ Saw/ Random/ S&H
Siehe Shape 1.
Wenn der LFO Clocked-Parameter auf On geschaltet ist
können Sie Speed in musikalischen Werten einstellen.
Der kleinstmögliche Wert ist 1280 bars, wobei ein LFODurchlauf 1280 Takte benötigt.
Shape 2
0...63 oder 1280 bars...1/48
62
0...63 oder 1280 bars...1/48
Sound Parameter
jeder Note neu gestartet wird, sondern vollkommen frei
läuft, während die anderen Werte die LFO-Startphase auf
den entsprechenden Wert in Grad setzen.
off, on
Sync
Wenn Sync auf on geschaltet ist, verhalten sich alle LFOs
der in einem Sound-Programm verwendeten Stimmen wie
ein einziger. Das kann vorteilhaft sein, wenn der LFO zur
Modulation von Filter Cutoff oder Panning eingesetzt
wird.
Keytrack
Bestimmt die Abhängigkeit der LFO-Geschwindigkeit von
der MIDI-Notennummer. Die Referenznote für diesen
Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten
erhöht sich die LFO-Geschwindigkeit, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen
Werten verringert sie sich entsprechend. Eine Einstellung
von +100% entspricht einer 1:1 Skalierung, d.h. wenn Sie
auf dem Keyboard eine Oktave spielen, verdoppelt sich
die LFO-Geschwindigkeit.
Wenn Sync auf off geschaltet ist, verhält sich der LFO
vollkommen unabhängig. Das erzeugt bei Tonhöhenmodulationen einen lebendigeren Klang.
w
Sync bedeutet keine LFO-Synchronisation zur
MIDI Clock oder zu einer Notenauslösung. Dies
wird mit dem Clocked- oder dem PhaseParameter erreicht.
Clocked
Delay
off / on
0...127
Der Delay-Parameter arbeitet entsprechend den verschiedenen Einstellungen des Fade-Parameters:
Wenn Clocked aktiviert ist, synchronisiert sich der LFO
zum globalen Tempo des Blofeld, welches im Arpeggiator-Bereich eingestellt werden kann. Die LFO Speed lässt
sich dann in musikalisch sinnvollen Intervallen einstellen.
Start Phase
-200%...+196%
•
free, 0°…360
Bestimmt die Startphase des LFO wenn eine neue Note
ausgelöst wird. Free bedeutet, dass der LFO nicht mit
63
Wenn Fade auf einem Wert zwischen +00…+63
steht, wird der Einsatz des LFOs um den unter Delay eingestellten Betrag zeitlich verzögert. Danach
wird der LFO eingeblendet und schwingt dann mit
vollem Ausschlag.
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
w
Wird Fade auf einen Wert zwischen –64…-01
eingestellt, schwingt der LFO für die unter Delay
eingestellte Dauer mit vollem Ausschlag und wird
dann gegen 0 ausgeblendet.
Fade
-64…+63
Die vollständigen Listen mit Modulationsquellen
(Sources) und Modulationszielen (Destinations) des
Blofeld finden Sie im Anhang dieses Bedienhandbuchs.
1...16
Select
Bestimmt die Geschwindigkeit, mit der der LFO ein- oder
ausgeblendet wird. Mit diesem Parameter können Sie
langsam ansteigende oder abfallende Modulationen erzeugen, die sich vor allem zur Änderung von Tonhöhe
oder Lautstärke eignen.
Mit diesem Parameter wählen Sie die entsprechenden
„Slots“ der Modulations 1 bis 16 an.
Source
Liste der Modulationsquellen
Bestimmt die Modulationsquelle.
Parameter der Matrix-Bedienebene
Amount
Eine Modulation kann als Beeinflussung eines Klangparameters durch eine Signalquelle beschrieben werden. Die
hierbei verwendeten Parameter sind die Modulationsquelle (Source), das Modulationsziel (Destination) und die
Modulationsstärke (Amount). Der Blofeld bietet 16 unabhängige Modulationszuordnungen (Slots) mit jeweils
individuell einstellbaren Parametern für Modulationsquelle, Modulationsstärke und Modulationsziel. Die Modulationsmatrix (Mod Matrix) ist eine der leistungsfähigsten
Bestandteile eines jeden Waldorf Synthesizers. Sie sollten
sie also auf jeden Fall ausnutzen!
Blofeld Bedienhandbuch
-64…+63
Bestimmt die Stärke der Modulation, die eine Modulationsquelle auf das Modulationsziel ausübt. Zur Berechnung der Modulationsauslenkung wird das Signal der
Modulationsquelle mit dem Wert des Amount-Parameters
multipliziert. Die daraus resultierende Amplitude hängt
von der Art der ausgewählten Modulationsquelle ab:
•
64
Bei den so genannten unipolaren Modulationsquellen liegt die resultierende Amplitude im Bereich 0…+1, wenn Amount positiv ist, oder 0…-1,
wenn Amount negativ ist. Unipolare Modulati-
Sound Parameter
onsquellen sind: alle Hüllkurven, alle MIDI Controller einschließlich Modulationsrad, Fußschweller etc., Velocity, Release Velocity, Aftertouch, polyphoner Aftertouch und MIDI Clock.
•
Source
Siehe auch vorherige Seite.
Destination
Bei den so genannten bipolaren Modulationsquellen liegt die resultierende Amplitude im
Bereich -1…0…+1. Bipolare Modulationsquellen
sind: alle LFOs, Keytrack, Keyfollow, Pitchbend
und die Modifier.
Destination
Liste der Modulationsquellen
Liste der Modulationsziele
Siehe auch vorherige Seite.
Amount
-64…+63
Siehe auch vorherige Seite.
Liste der Modulationsziele
Modifier
Bestimmt das Modulationsziel.
1...4
Die Modifier erlauben die Bearbeitung von Modulationssignalen durch mathematische Operatoren und Funktionen. Abhängig von der gewählten Funktion erfolgt eine
Berechnung zwischen zwei Modulationsquellen oder
einer Modulationsquelle und einem konstanten Parameter. Bis zu vier unabhängige Modifier-Einheiten können
verwendet werden. Das Ergebnis jeder Berechnung wird
nicht direkt weiterverarbeitet, sondern steht als Eingangssignal in der Modulationsmatrix zur Verfügung. Weiterhin
kann es auch als Eingangsgröße für eine weitere ModifierBerechnung dienen.
Matrix-Editier-Menü
Sie erreichen das Matrix-Editier-Menü, indem Sie den
Taster kurz (bei Auto Edit on) oder etwas länger (bei Auto
Edit off) drücken. Mit dem Auswahlregler schalten Sie
durch die einzelnen Modulations- oder Modifier-Slots.
Diese werden in der Anzeige oben links dargestellt.
✻ Entscheiden Sie selbst, ob Sie Ihre Modulationen
über die Parameter-Matrix oder das MatrixEditiermenü einstellen – das Ergebnis ist dasselbe!
Die Parameter der Modifier-Matrix befinden sich im Matrix-Editermenü hinter den Seiten für die Modulations-
65
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
„Slots“. Wählen Sie die entsprechenden Seiten mit dem
Auswahlrad an.
Einstellung
+
*
XOR
OR
AND
min
MAX
Liste der Modulationsquellen
Source A
Wählt die erste Modulationsquelle der Modifier-Funktion
aus.
Source B
const / Liste der Modulationsquellen
Wählt die zweite Modulationsquelle der ModifierFunktion aus. Dieser Parameter wird nur bei Funktionen
benötigt, die zwei Quellsignale benötigen. Lesen Sie bitte
dazu auch die Beschreibung der einzelnen Funktionen.
Die möglichen Einstellungen sind die gleichen wie bei
Source A mit einer Ausnahme: “Off” wurde durch “const” ersetzt, so dass die Funktion mit einem konstanten
Wert ausgeführt wird, den Sie mittels des KonstantParameters definieren.
Beschreibung
Addition
Subtraktion
Multiplikation
Exklusiv-ODER-Funktion
ODER-Funktion
UND-Funktion
Minimalwert
Maximalwert
Modifier-Funktionen
Das Ergebnis einer Modifierberechnung liegt immer innerhalb des Bereichs -1…0…+1. Bei der Zuweisung in
der Modulationsmatrix wird es auf den Wertebereich des
jeweils gewählten Parameters umgerechnet.
Der folgende Abschnitt beschreibt die einzelnen Funktionen und ihr Ergebnis:
siehe Tabelle
•
+ liefert die Summe von Source A und Source B.
Bestimmt die Art der Funktion oder Operation, die auf die
ausgewählten Eingangssignale angewendet wird. Folgende Funktionen sind verfügbar:
•
- liefert die Differenz von Source A und Source
B.
•
* liefert das Produkt von Source A und Source
B.
Operation
Blofeld Bedienhandbuch
66
Sound Parameter
•
AND ist eine binäre UND-Operation zwischen
Source A und Source B.
•
OR ist eine binäre ODER-Operation zwischen
Source A und Source B.
•
XOR ist eine binäre Exklusiv-ODER-Operation
zwischen Source A und Source B.
•
min liefert den kleinsten Wert von Source A oder
Source B. Ist Source A kleiner als Source B, liefert Source A den entsprechenden Wert und umgekehrt.
•
MAX liefert den größten Wert von Source A oder
Source B. Ist Source A größer als Source B, liefert Source A den entsprechenden Wert und umgekehrt.
Constant
✻
Wenn Sie bspw. eine Filtermodulation mit Stufen
erzeugen möchten, wählen Sie als Source A Filter Env oder LFO 1 aus, als Operation OR und als
Source B Constant. Stellen Sie den Parameter
Constant auf einen Wert von (2 hoch n) - 1 ein,
also 1, 3, 7, 15, 31 oder 63. Wählen Sie dann in
einem Modulation Slot diesen Modifier als Source an, als Destination F1 Cutoff oder F2 Cutoff
und einen Amount zwischen +40...+60. Als Ergebnis erhalten Sie eine Modulation mit deutlichen Stufen. Der Grund für diese Stufen ist, dass
durch die OR-Operation sichergestellt wird, dass
bei jeder Modulationsänderung die entsprechenden unteren Bits gesetzt sind. Wenn Sie Constant
auf 15 eingestellt haben, gibt der Modifier nur die
folgenden Werte aus, je nachdem, wie groß die
Auslenkung der Source A ist: 15, 31, 47, 63.
0...127
Amplifier-Editier-Menü
Bestimmt den Wert für alle Modifier-Funktionen, die
einen konstanten Wert benötigen. Lesen Sie dazu auch
die Beschreibung der einzelnen Funktionen beim Operation-Parameter.
Wichtig für das Verständnis der Arbeitsweise des Verstärkers ist die Tatsache, dass als Modulationsquelle für die
Lautstärke immer die Lautstärkehüllkurve (Amplifier Envelope) dient. Das heißt, dass bei geschlossener Lautstärkehüllkurve kein Audiosignal am Ausgang anliegt.
67
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
w
Sie erreichen die Parameter für den Amplifier ausschließlich über das Editier-Menü des Blofeld. Sie
finden die Amplifier-Parameterseiten zwischen den
Modifier- und vor den Effekt-Menüseiten.
%&'(&'
;$784$/56"'78:8)<)=>
*+
Volume
0…127
;$784$/56"'78:8)=>
;$784$/56"'78:8)
;$784$/56"'78:8@B
;$784$/56"'78:8@B
;$784$/56"'78:8)
;$784$/56"'78:8)=>
!"#$
4$/56"'789-2-#$'$28:8?@A
!"#$
4$/56"'789-2-#$'$28:8C@B
Liste der Modulationsquellen
Wählt die Quelle der Lautstärkemodulation.
-64…+63
Mod Amount
Bestimmt, wie stark die Lautstärke von der TastaturAnschlagstärke abhängt. Benutzen Sie diese Funktion, um
dem Klang stärkeren Ausdruck zu verleihen. Bei Einstellung 0 hat der Tastaturanschlag keinerlei Einfluss auf die
Lautstärke. Klassische Orgeln arbeiten auf diese Weise, da
sie prinzipbedingt keinen dynamischen Anschlag besitzen. Bei positiven Werten steigt die Lautstärke proportional zur Anschlagstärke. Dies ist die am meisten benutzte
Variante, die ein klaviertypisches Lautstärkeverhalten
liefert. Bei negativen Einstellungen sinkt die Lautstärke mit
zunehmendem Anschlag. Dadurch entsteht ein unnatürliches Verhalten, das sich vor allem für Effektklänge eignet.
Da der Verstärker immer in Verbindung mit der Lautstärkehüllkurve arbeitet, bestimmt der Velocity-Parameter
genau genommen die Modulationsstärke der Hüllkurve.
Die nachstehende Abbildung zeigt dieses Verhalten:
Blofeld Bedienhandbuch
!"#$
4$/56"'789-2-#$'$28:8*
Mod Source
Bestimmt die Gesamtlautstärke des Sound-Programms.
Velocity
,-."#-//-&'0'123$
)**+
0...127
Bestimmt die Intensität der Lautstärkemodulation.
Parameter der Effects-Bedienebene
Der Blofeld besitzt zwei Effekteinheiten, wobei die erste
Effekteinheit immer Bestandteil des Soundprogramms ist,
während der zweite Effekt global agiert.
Mix 1
0…127
Der einzige Parameter, den alle Effekte gemeinsam haben,
ist der Mix-Parameter. Dieser bestimmt das Lautstärkeverhältnis zwischen dem Original- und dem Effektsignal. Bei
einer Einstellung von 0 wird das Signal direkt zu den
68
Sound Parameter
Audio-Ausgängen geleitet, so dass kein Effekt hörbar ist.
Höhere Werte blenden das Effektsignal ein. Bei der Einstellung 127 erscheint das komplette Effektsignal an den
Audio-Ausgängen.
Mix 2
Type
Bestimmt den Effekttyp der jeweiligen Effekteinheit. Die
weiteren Parameter sind abhängig vom gewählten Effekttyp und werden im Anschluss umfassend erklärt.
0…127
Siehe Mix 1.
w
Bypass / Chorus / Flanger / Phaser /
Overdrive / Triple FX / Delay / Clk. Delay / Reverb
Mix
0…127
Bestimmt das Lautstärkeverhältnis zwischen dem Original- und dem Effektsignal für den jeweiligen Effekt.
Der Einsatz von Effekten ist ein rechenintensiver
Vorgang, der zu verminderter Polyphonie führen
kann. Die Einstellung Bypass verbraucht keine
zusätzliche Prozessorleistung.
Effekttyp Bypass
Schaltet die jeweilige Effekt-Einheit aus. Keine weiteren
Parameter.
Effekte-Editier-Menü
Sie erreichen das Effekte-Editier-Menü, indem Sie den
Shift-Taster kurz gedrückt halten. Mit dem Auswahlregler
schalten Sie durch die jeweiligen Menüseiten zur Anwahl
der beiden Effekte und ihrer jeweiligen Parameter. Diese
werden in der Anzeige oben links dargestellt.
Chorus Effekt
Ein Chorus-Effekt entsteht bei der Verwendung von
Kammfiltern, die leicht verstimmte Doppelungen des
Eingangssignals erzeugen und diese dem Ausgangssignal
wieder hinzumischen. Das Ergebnis klingt wie ein Gemisch aus mehreren Klängen, ähnlich einem Chor im
Verhältnis zu einer Einzelstimme. Deswegen auch die
Bezeichnung Chorus. Die Verstimmung erzeugt ein interner LFO, der in Geschwindigkeit und Stärke eingestellt
werden kann.
69
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
w
Speed
Bestimmt die LFO-Geschwindigkeit des Flanger-Effekts.
Bestimmt die Modulationstiefe des Flanger-Effekts.
0…127
Bestimmt die Stärke des Rückkopplungssignals.
0…127
Polarity
positive / negative
Bestimmt, ob das Rückkopplungssignal direkt in den
Eingang des Flangers geleitet oder vorher phasengedreht
wird.
Flanger Effekt
Der Flanger-Effekt ähnelt sehr dem Chorus, jedoch erzeugt er zusätzlich eine Rückkopplung, die das Ausgangssignal wieder in den Eingang leitet, so dass stärkere Verstimmungen und Klangfärbungen entstehen. Bei extremen
Einstellungen können Sie einen pfeifenartigen Klang vernehmen, der typisch für den Flanger-Effekt ist.
Phaser Effekt
Ein Phaser besteht aus einer Kombination von so genannten "Allpass"-Filtern, die parallel arbeiten. Diese erzeugen
einen Effekt mit gleichartigen Frequenzspitzen und löchern, der einen stark gefärbten und "spaceartigen"
Charakter hat.
Eine Mix-Einstellung von 48 bis 96 erzeugt den
intensivsten Effekt, da sowohl das unbearbeitete
wie auch das Effektsignal zusammengemischt werden.
Blofeld Bedienhandbuch
0…127
Feedback
Bestimmt die Modulationstiefe des Chorus-Effektes.
w
0…127
Depth
Bestimmt die LFO-Geschwindigkeit des Chorus-Effektes.
Depth
0…127
Speed
Eine Mix-Einstellung von 48 bis 96 erzeugt den
intensivsten Effekt, da sowohl das unbearbeitete
wie auch das Effektsignal zusammengemischt werden.
70
Sound Parameter
w
Speed
Bestimmt die Stärke des Rückkopplungssignals.
Polarity
0…127
Overdrive Effekt
Bestimmt die Modulationstiefe des Phaser-Effektes.
Center
Der Overdrive-Effekt verzerrt das Eingangssignal, indem
es in der Lautstärke übersteuert und die dabei auftretenden Pegelspitzen abgeschnitten werden. Der Unterschied
des Overdrive-Effekts zum Drive-Parameter in der FilterSektion ist, dass Drive nur eine einzelne Stimme verzerrt,
während Overdrive die Ausgangssumme des kompletten
Instrumentes übersteuert. Deshalb klingen auch beide
Anwendungen unterschiedlich und Sie sollten selbst entscheiden, welche Übersteuerung Sie wann einsetzen. Der
Overdrive-Effekt eignet sich gut zum Verzerren von Orgelund E-Piano-Klängen.
0…127
Bestimmt die Verzögerung der Allpass-Filter. Hohe Werte
bewirken, dass der Einsatzbereich in den hohen Frequenzen zu finden ist, während kleinere Werte es dem Phaser
ermöglichen, tiefe Frequenzen auszulöschen.
Spacing
positive / negative
Bestimmt, ob das Rückkopplungssignal direkt in den
Eingang des Phasers geleitet oder vorher phasengedreht
wird.
0…127
Bestimmt die LFO-Geschwindigkeit des Phaser-Effektes.
Depth
0…127
Feedback
Eine Mix-Einstellung von 48 bis 96 erzeugt den
intensivsten Effekt, da sowohl das unbearbeitete
wie auch das Effektsignal zusammengemischt werden.
0…127
Bestimmt das Frequenzverhältnis aller Allpass-Filter
zueinander. Eine Einstellung von 0 erzeugt einen
klassischen Phaser, während höhere Werte die
Frequenzen der Allpass-Filter spreizen.
71
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Drive
Triple FX
0…127
Dieser Effekt beinhaltet eine Kombination aus drei verschiedenen Effekten. Sie können diesen als Ersatz für die
schon genannten Effekte benutzen, da die Qualität der
Triple FX den anderen Effekten in keiner Weise nachsteht.
Lediglich die Parameterzahl ist reduziert. Folgende Effekte
stehen in der dargestellten Reihenfolge zur Verfügung:
Bestimmt den Grad der Verzerrung. Kleine Werte produzieren keine oder nur eine leichte Übersteuerung, während größere Werte stärkere Verzerrungen erzeugen.
Curve
Diverse Sättigungskurven
Bestimmt die Art der Verzerrung. Folgende Verzerrungsstufen stehen zur Verfügung: Clipping, Tube, Hard, Medium, Soft, Pickup 1, Pickup 2, Rectifier, Square, Binary,
Overflow, Sine Shaper.
Post Gain
0…127
Bestimmt den Ausgangspegel des verzerrten Signals.
Cutoff
0…127
•
Overdrive ist der gleiche Effekt wie der oben angeführte.
•
Chorus ist der gleiche Effekt wie der oben angeführte.
0…127
Bestimmt den Grad der Verzerrung des Signals. Beachten
Sie, dass sich die Lautstärke des Signals erhöht, wenn Sie
für diesen Parameter höhere Werte einstellen.
Beachten Sie, dass die Einstellungen des MixParameters nicht die Stärke des Overdrive-Effektes
sondern nur dessen Lautstärke beeinflussen. Sie
können so starke Verzerrungen mit geringer Lautstärke erzeugen, indem Sie Drive aufdrehen und
den Mix-Parameter herunterregeln.
Blofeld Bedienhandbuch
Sample & Hold ist eine Reduktion der SamplingFrequenz.
Overdrive
Dämpft die hohen Frequenzen des Overdrive-Effektes.
w
•
Curve
Diverse Sättigungskurven
Bestimmt die Art der Verzerrung. Folgende Verzerrungsstufen stehen zur Verfügung: Clipping, Tube, Hard, Medi-
72
Sound Parameter
um, Soft, Pickup 1, Pickup 2, Rectifier, Square, Binary,
Overflow, Sine Shaper.
Ein Delay erzeugt Wiederholungen des Eingangssignals.
Ein Besonderheit des Delay-Effektes innerhalb des Blofeld
ist die Änderung der Länge des Delays ohne Klickgeräusche und Tonhöhenänderungen. Das erlaubt es Ihnen mit
verschiedenen Einstellungen zu experimentieren, ohne
dadurch Nebengeräusche zu erzeugen.
0...127
Sample & Hold
Bestimmt die Sampling-Rate des Ausgangssignals.
44.1kHz ist die Standard-Sampling-Frequenz und lässt das
Signal unbeeinflusst, während geringere Werte die
eingestellte Frequenz ausgeben. Dabei hören Sie je nach
Einstellung mehr oder weniger Störgeräusche (Aliasing),
also ideal für die Erzeugung sogenannter "Lo-Fi"-Sounds.
Bestimmt die Länge des Delay-Effektes.
Spread
Chorus Mix
0…127
0…127
Bestimmt die LFO-Geschwindigkeit des Chorus-Effektes.
Depth
Feedback
0…127
0…127
Bestimmt den Anteil des verzögerten Signals, das auf den
Eingang des Delay-Effektes zurückgeführt wird. Kleinere
Werte erzeugen demzufolge weniger Echos als größere
Werte.
Bestimmt die Modulationstiefe des Chorus-Effektes.
Delay Effekt
w
-64...+63
Dieser Parameter spreizt den linken und rechten Delayausgang zeitabhängig bis maximal zur Hälfte der Zeit. Bei
einer Einstellung von 0 erhalten beide Stereoseiten das
gleiche Delay. Einstellungen von -64 oder +63 erzeugen
ein typisches Ping-Pong-Delay.
Bestimmt die Stärke des Chorus-Effekt-Signals.
Speed
0...29
Length
Dieser Effekttyp ist nur für Effekt 2 verfügbar.
73
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Polarity
Eine Besonderheit des Clk. Delay-Effektes ist die Änderung der Länge des Delays ohne Klickgeräusche und
Tonhöhenänderungen. Das erlaubt es Ihnen mit verschiedenen Einstellungen zu experimentieren, ohne dadurch
Nebengeräusche zu erzeugen.
positive / negative
Bestimmt, ob das Rückkopplungssignal direkt in den
Eingang des Delay-Effektes geleitet oder ob es vorher
phasengedreht wird.
Cutoff
0…127
Length
Dämpft das Signal, welches der Delay-Effekt erzeugt. Das
Filter ist vor dem Rückkopplungs-Schaltkreis angeordnet,
so dass die einzelnen Schritte vorher gedämpft werden.
Dies erzeugt den typischen “dumpfen” Delay-Effekt, wie
er so auch bei natürlichen Echos vorkommt. Eine Einstellung von 127 filtert das Signal nicht, während kleinere
Einstellungen die hohen Frequenzen aus dem Feedbacksignal vermindern.
Bestimmt die Länge des Delay-Effektes in Noten. Ein “t”
hinter der Zahl bezeichnet triolische, ein “.” punktierte
Noten.
Spread
w
Clk. (Clocked) Delay
w
-64...+63
Bestimmt die Panorama-Aufteilung der einzelnen
Delays
Feedback
Dieser Effekttyp ist nur für Effekt 2 verfügbar.
0…127
Bestimmt den Anteil des verzögerten Signals, das auf den
Eingang des Delay-Effektes zurückgeführt wird. Kleinere
Werte erzeugen demzufolge weniger Echos als größere
Werte.
Das Clocked Delay erzeugt Wiederholungen des Eingangssignals. Um diesen Effekt innerhalb des Blofeld
musikalisch nutzbar zu machen, wird die Länge des Delays in Noten angegeben Der Clk. Delay-Effekt richtet sich
nach Arpeggiator-Tempo.
Blofeld Bedienhandbuch
1/96…10 bars.
74
Sound Parameter
Polarity
toren leicht mehrere tausend Euro kosten können. Das
Reverb im Blofeld erhebt nicht den Anspruch, einen perfekten Hall erzeugen zu können. Es ist vielmehr als Bestandteil des Klanges zu sehen, um diesem mehr Expressivität und Breite zu verleihen.
positive / negative
Bestimmt, ob das Rückkopplungssignal direkt in den
Eingang des Delay-Effektes geleitet oder ob es vorher
phasengedreht wird.
Cutoff
0…127
Highpass
Dämpft das Signal, welches der Delay-Effekt erzeugt. Das
Filter ist vor dem Rückkopplungs-Schaltkreis angeordnet,
so dass die einzelnen Schritte vorher gedämpft werden.
Dies erzeugt den typischen “dumpfen” Delay-Effekt, wie
er so auch bei natürlichen Echos vorkommt. Eine Einstellung von 127 filtert das Signal nicht, während kleinere
Einstellungen die hohen Frequenzen aus dem Feedbacksignal vermindern.
Bestimmt die Frequenz, ab der alle tieffrequenten Signalanteile des Reverb-Effektes abgeschnitten werden. Dieser
Parameter besitzt dieselbe Funktionsweise wie der Hochpass der Synthesefilter des Blofeld. Da kein natürlicher
Hall alle Frequenzen über einen längeren Zeitraum
gleichmäßig wiedergibt, dämpft man mit dem Highpass
die unteren Frequenzen ab.
Lowpass
Reverb
w
0…127
0…127
Bestimmt die Frequenz, ab der alle hochfrequenten Signalanteile des Reverb-Effektes abgeschnitten werden.
Dieser Parameter besitzt dieselbe Funktionsweise wie der
Tiefpass der Synthesefilter des Blofeld. Da kein natürlicher
Hall alle Frequenzen über einen längeren Zeitraum
gleichmäßig wiedergibt, dämpft man mit dem Lowpass
die oberen Frequenzen ab.
Dieser Effekttyp ist nur für Effekt 2 verfügbar.
Der Reverb oder Halleffekt gehört wohl zu den bekanntesten Effekten überhaupt. In erster Linie soll er dem meist
trockenen und nüchternen Studiosound eine möglichst
realistische Raumatmosphäre aufprägen. Um die Komplexität eines natürlichen Halls zu erreichen, sind aufwändige Rechenprozesse notwendig, so dass gute Raumsimula-
75
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
Diffusion
0...127
Decay
Bestimmt die Beschaffenheit verschiedener RaumMaterialien. Kleine Werte erzeugen einen eher harten und
kalten Hall, als würde das Signal von einer Metall- oder
Kachelwand reflektiert. Höhere Werte lassen das Signal
dichter und wärmer klingen, als würde das Signal über
eine unebene Oberfläche diffus zerstreut. Bei Werten über
100 ändert sich außerdem die Charakteristik des Raums
selbst.
Size
Bestimmt die Länge der Hall-Reflektionen. Zur Simulation
eines großen Raumes verwenden Sie größere DecayWerte, für kleinere Räume dementsprechend kleinere
Werte.
Damping
0...127
0...127
Ändert die Charakteristik des Halls. Die meisten Hallgeräte können zwischen verschiedenen Räumen und Hallarten (z.B. Plattenhall oder Echo-Chamber) umschalten. Der
Shape-Parameter ermöglicht ein stufenloses Überblenden
dieser Hallarten. Kleinere Werte sorgen für eine normale
Raumakustik, während größere Werte einen so genannten
„Plate“-Hall simulieren.
Blofeld Bedienhandbuch
0…127
Bestimmt, wie schnell die Raumsimulation die hohen
Hallfrequenzen absorbiert. Hohe Frequenzen werden
schlechter reflektiert als tiefere, weshalb ein natürliches
Echo auch sehr schnell dumpf klingt. Je höher der eingestellte Damping-Wert ist, desto schneller werden die
hohen Frequenzen abgedämpft.
Bestimmt die Länge der längsten Raumseite. Kleinere
Werte simulieren einen eher normal großen Raum, große
Werte eine Halle oder Kirche.
Shape
0…127
76
Sound Parameter
•
Wenn on angewählt ist und Sie (eine Note oder)
einen Akkord auf dem Keyboard drücken, wird
dieser aufgelöst und rhythmisch wiederholt. Sobald Sie eine Taste loslassen, wird die entsprechende Note aus der Notenliste und somit aus
dem Arpeggio-Rhythmusmuster entfernt. Ebenso
umgekehrt: wenn Sie eine weitere Note zum gehaltenen Akkord hinzufügen, wird diese ins Arpeggio eingefügt. Wenn Sie alle Tasten loslassen,
endet das Arpeggio. Sie können das Arpeggio auch
mit gehaltenem Sustain-Pedal einspielen. Alle gespielten Noten erklingen dann solange als Arpeggio, wie Sie das Sustain-Pedal gedrückt halten.
•
Wenn One Shot angewählt ist, löst der Arpeggiator
den gedrückten Akkord auf und spielt ihn einmal
als Arpeggio aus. Die Länge dieses Arpeggios wird
von der Einstellung Pattern Length (Länge des
Rhythmusmusters) bestimmt. Das Arpeggio stoppt
nach dem einmaligen Ausspielen automatisch, bis
Sie einen weiteren Akkord greifen. Dieser Modus
kann zum Beispiel live sehr nützlich sein, wenn
Sie sich an einen anderen Rhythmus anpassen
müssen. So können Sie zu jedem Takt einen neuen
Akkord greifen.
Der Arpeggiator
Der Arpeggiator teilt die ankommenden MIDI-Akkorde in
einzelne Noten auf und wiederholt diese rhythmisch. Um
eine breite Palette von Anwendungen zu ermöglichen,
können verschiedene Ablaufarten definiert werden. In
Ergänzung zu seinen klangsynthetischen Möglichkeiten
bietet der Blofeld einen umfangreich zu programmierenden Arpeggiator für jedes einzelne Soundprogramm. Betonungen und die Möglichkeit zur Veränderung der zeitlichen Länge der einzelnen Schritte erlauben die Programmierung sehr interessanter rhythmischer Muster.
Der Arpeggiator benutzt eine so genannte Notenliste, in
der bis zu 16 Noten gespeichert werden. Der Aufbau
dieser Liste hängt von den Einstellungen im ArpeggiatorEditier-Menü ab.
Parameter der Arpeggiator-Bedienebene
Mode
off / on / One Shot / Hold
Dieser Parameter bestimmt die grundsätzliche Wirkungsweise des Arpeggiators.
•
Bei off ist der Arpeggiator nicht aktiv.
77
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
w
Wenn Hold angewählt ist, löst der Arpeggiator alle
Noten auf und wiederholt sie kontinuierlich, auch
nach Loslassen der Tasten. Sie haben zwei Möglichkeiten, den Akkord einzuspielen:
•
•
Drücken Sie alle zum Akkord gehörenden
Tasten gleichzeitig. So gehen Sie bei den anderen Arpeggiator-Betriebsmodi auch vor.
oder
Sie können den Arpeggiator stoppen, indem Sie
kurz die Tastenkombination Shift+Play betätigen
(Panic-Funktion), oder indem Sie den Mode auf
Off, On oder One Shot setzen. Alternativ können
Sie aus Ihrem Sequenzer einen All Notes OffBefehl via MIDI senden.
Clock
Drücken und halten Sie die erste Taste des
Akkords. Wenn Sie diese Taste festhalten,
können Sie nacheinander die anderen Noten
eingeben. Wenn alle Noten eingespielt sind,
lassen Sie die erste Taste ebenfalls los. Diese
Methode ist einerseits vorteilhaft, um schwierige Akkorde einzuspielen und andererseits
wichtig, wenn die Reihenfolge der Noten des
Arpeggios von Ihnen vorgegeben werden
soll. In dieser Einstellung können Sie direkt
die Reihenfolge der Noten des Arpeggios
bestimmen. Sie können auf diese Weise auch
die gleiche Note mehrmals hintereinander
platzieren.
1/96…64 bars
Bestimmt den Notenwert der einzelnen Schritte ihres
Rhythmusmusters. Es sind Einstellungen zwischen einer
ganzen Note und Zweiunddreißigstel-Triolen möglich. Für
jeden Notenwert sind auch Triolen und punktierte Noten
möglich.
Tempo
40...300
Regelt das Grundtempo des Arpeggiators und es Clk.
Delays in BPM (beats per minute). Wenn der Blofeld eine
MIDI Clock empfängt und im Global Menü entsprechend
eingestellt ist, ist dieser Parameter wirkungslos.
Pattern
off / User / 1…15
Hier wird das Muster festgelegt, mit dem Sie das Arpeggio
erzeugen. Pattern (Muster) kann auf off, User oder eines
von 15 ROM-Patterns geschaltet werden.
Blofeld Bedienhandbuch
78
Sound Parameter
•
•
•
Ist off angewählt, spielt der Arpeggiator eine kontinuierliche Notenfolge mit der entsprechenden
Clock-Einstellung.
+,--./0
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
"
User bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene rhythmische Pattern zu erzeugen. Pro Klang wird jeweils
eines dieser Pattern gespeichert. Lesen Sie hierzu
auch den Punkt "Schrittdaten-Editor" weiter unten.
#
$
%
&
'
1…15 wählt eines von 15 internen ROMRhythmuspattern aus. Die nachfolgende Tabelle
gibt einen Überblick der verschiedenen ROMPattern:
(
)
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!!
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w
"
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!
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!
!
Sie können auch ein ROM-Pattern im Arpeggiator
Editier-Menu verändern, um eigene Ideen zu verwirklichen. Sobald Sie dies tun, wird das angewählte ROM-Pattern in den User-Speicher geschrieben und das vorherige User-Pattern automatisch überschrieben.
Direction
Up / Down / Alt Up / Alt Down
Bestimmt die Richtung der Wiedergabe des Arpeggios.
79
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
Wenn Sie Up ausgewählt haben, wird die Notenliste aufwärts ausgespielt und falls mehr als eine
Oktave eingestellt ist, aufwärts transponiert. Das
Arpeggio beginnt also in der ursprünglichen Oktave und durchläuft dann nacheinander so viele Oktaven, wie Sie bei Octave (Oktavreichweite) eingestellt haben. Danach wird das Arpeggio wiederholt.
•
Wenn Sie Down ausgewählt haben, wird die Notenliste abwärts ausgespielt. Das Arpeggio beginnt
in der höchsten unter Octave (Oktavreichweite)
eingestellten Oktave und wird dann abwärts transponiert bis zur ursprünglichen Oktave. Danach erfolgt die Wiederholung.
•
•
Octave (Oktavreichweite) eingestellt haben. Die
Transponierung erfolgt dann abwärts. Wenn die
erste Note der Liste der ursprünglichen Oktave erreicht ist, wird die Notenliste vorwärts ausgespielt
und aufwärts transponiert bis die letzte Note in der
höchsten Oktave erreicht ist. Danach erfolgt die
Wiederholung.
Bestimmt, über wie viele Oktaven die eingespielte Notenliste wiedergegeben wird. Sollten Sie 1 Oct ausgewählt
haben, wird das Arpeggio so abgespielt, wie es eingegeben wurde. Größere Werte als 1 Oct bewirken, dass die
Notenliste in höheren Oktaven wiederholt wird. Dabei
bestimmt die Einstellung Direction (Richtung), in welcher
Oktave das Arpeggio startet. Auch wenn ihr Akkord Noten
aus mehreren Oktaven enthält, verändert sich die Notenliste nicht. Sie wird wiedergegeben und dann transponiert.
Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:
Wenn Sie Alt Up ausgewählt haben, wird die Notenliste erst aufwärts ausgespielt und aufwärts
transponiert. Nachdem die letzte Note der Liste in
der höchsten Oktave ausgespielt wurde, wird die
Notenliste rückwärts ausgespielt und abwärts
transponiert, bis die erste Note der Liste der ursprünglichen Oktave erreicht ist. Dann wird das
Arpeggio wiederholt.
NotenEingabe
C1 E1 G1
C1 E1 G1
Wenn Sie Alt Down ausgewählt haben, wird die
Notenliste erst rückwärts ausgespielt. Das Arpeggio beginnt in der höchsten Oktave, die Sie unter
Blofeld Bedienhandbuch
1...10
Octave
80
Bereich Richtung abgespieltes Arpeggio
1 Oct
2 Oct
Up
Up
C1 E1 G1 | C1 E1 G1
C1 E1 G1 | C2 E2 G2 |
C1 E1 G1 | C2
Sound Parameter
E1 G1 C1
3 Oct
Up
C1 G1 E2
3 Oct
Up
C1 E1 G1
3 Oct
Down
C1 E1 G1
2 Oct
Alt
Down
gleicher Tonhöhe sich überlappen. Z.B.: Sie spielen eine
einzige Note in einem Sechzehntel-Rhythmus und setzen
die Länge auf 1/8.
E1 G1 C1 | E2 G2 C2 |
E3 G3 C3 | E1
C1 G1 E2 | C2 G2 E3 |
C3 G3 E4 | C1
G3 E3 C3 | G2 E2 C2 |
G1 E1 C1 | G3
G2 E2 C2 | G1 E1 | C1
E1 G1 | C2 E2
Beachten Sie bitte, dass diese Einstellmöglichkeit sich nur
auf Noten gleicher Tonhöhe bezieht. Wenn sie auch die
Länge anderer Noten beeinflussen wollen, müssen Sie die
Einstellungen Length oder Arp Steplen benutzen.
Arpeggio-Ausgabe in Abhängigkeit der eingegebenen
Noten
Length
Wenn on angewählt ist, kann der Note Off Befehl
der vorhergehenden Note nach dem Note On Befehl der nächsten Note ausgeführt werden. Diese
Einstellung wirkt sich besonders auf Sounds mit
langsam ansteigender Hüllkurve aus.
•
Wenn off angewählt ist, wird der Note Off Befehl
der vorhergehenden Note ausgeführt, bevor die
nächste Note gleicher Tonhöhe beginnt.
1/96…48 bars / Legato
Bestimmt die Länge der erzeugten Arpeggio-Noten. Wenn
die Length auf einen Wert zwischen 1/96 und 48 bars
eingestellt ist, wirkt die Arp Steplen (Schrittlänge) Einstellung relativ auf die aktuelle Länge des einzelnen Schritts.
Wenn die Length allerdings auf Legato steht, dann werden alle Noten ohne Pause zwischen den Schritten gespielt. Die Einstellungen Arp Steplen im ArpeggiatorEditiermodus bleiben dann ohne Wirkung.
Overlap
•
Timing Factor
0...127
Hier wird bestimmt, wie stark Arp Timing den einzelnen
Schritt beeinflusst. Wenn Timing Factor auf 0 gestellt ist,
kann Arp Timing nicht wirksam werden. Das Arpeggio
wird ohne "Shuffle" wiedergegeben. Einstellungen zwischen 1 und 127 verstärken die Verschiebung in Abhängigkeit der Arp Timing-Werte. Timing Factor wirkt auch
on / off
Wegen der verschiedenen Length-Einstellmöglichkeiten
im Arpeggiatorbereich kann es dazu kommen, dass Noten
81
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
auf die ROM-Muster, die teilweise auf Standard-Swings
basieren.
Velocity
steht oder wenn eines der ROM-Muster angewählt ist.
Beachten Sie bitte, dass Sie bei den Schrittdaten nur
Schritte editieren können, die innerhalb der Musterlänge
liegen.
Each Note / First Note / Last Note /
fix 32 / fix 64 / fix 100 / fix 127
Pat. Reset
Hier können Sie auswählen, welche der gespielten Noten
die Anschlagsstärke bestimmt. Beachten Sie bitte, dass Sie
unter Arp Accent (Arpeggio-Betonung) jedem Schritt
zusätzlich Verstärkung oder Abschwächung der Anschlagsstärke zuweisen können.
•
Wenn alle Schritte eines Arpeggiomusters ausgespielt
sind, wird das Muster nahtlos von vorn wiederholt. Mit
Pattern Reset können Sie bestimmen, ob ihre Notenliste
ebenfalls wieder von vorn ausgespielt wird, sobald sich
das Rhythmusmuster wiederholt.
Wenn Each Note angewählt ist, behält jede Note
die Anschlagsstärke, mit der eingespielt wurden.
•
Wenn First Note angewählt ist, werden alle Noten
mit der Anschlagsstärke der ersten Note gespielt.
•
Wenn Last Note angewählt ist, werden alle Noten
mit der Anschlagsstärke der letzten Note gespielt.
•
Wenn einer der fix-Werte angewählt ist, werden
alle Noten mit der gewählten Anschlagstärke gespielt.
Pat. Length
•
Wenn off angewählt ist, wird die Notenliste nicht
vom Anfang wiederholt, wenn das Rhythmusmuster sich wiederholt, d.h. Rhythmusmuster und Notenliste laufen nicht synchron. Wenn Sie also ein
Muster wählen, das aus vier Schritten besteht und
dann nur drei Noten einspielen, werden Muster
und Notenliste unterschiedlich wiederholt. Das
Muster wiederholt sich nach vier Schritten und die
Notenliste nach drei Schritten. Das Arpeggio könnte folgendermaßen aussehen:
1...16
Pattern Step 1 2 3
4 1 2
3 4
Note
C1 E1 G1 C1 E1 G1 C1 E1
Hier wird die Länge des Rhythmusmusters bestimmt.
Diese Einstellung ist auch wirksam, wenn Pattern auf Off
Blofeld Bedienhandbuch
off / on
82
Sound Parameter
te Einstellung vornehmen. Mit dem Auswahlregler schalten Sie zwischen den Schrittdaten-Parametern Step, Accent, Glide, Timing und Length um.
Fortsetzung 1
2 3 4
1 2 3
4
Note
G1 C1 E1 G1 C1 E1 G1 C1
w
Arpeggio mit Pattern Reset in der Einstellung "off"
•
Wenn on angewählt ist, wird die Notenliste vom
Anfang wiederholt, wenn sich das Muster wiederholt. Das gleiche Arpeggio sieht dann so aus:
Step
Pattern Step 1 2 3
4 1 2 3
4
Note
C1 E1 G1 C1 C1 E1 G1 C1
Arpeggio mit Pattern Reset in der Einstellung "on"
in
der
diverse Schrittdaten
Die folgenden Einstellungen können starke Auswirkungen
auf das entstehende Arpeggio haben. Step stellt ihnen
Möglichkeiten zur Verfügung, aus der vorhandenen Notenliste für jeden Schritt Noten auszuwählen. Sie können
ebenfalls den gesamten Akkord oder Teile davon auswählen. Schließlich können Sie die Auswahl auch dem Zufall
überlassen.
Fortsetzung 1 2 3
4 1 2 3
4
Note
C1 E1 G1 C1 C1 E1 G1 C1
Der Schrittdateneditor
Bedienebene
Sie können nur soviel Schritte editieren, wie unter
Pat. Length angewählt wurden. Haben Sie beispielsweise Pat. Length auf 8 gesetzt, können Sie
keinen Wert für Schritt 9 oder höher eingeben.
Arpeggiator-
Die folgenden Arpeggiatorparameter sind alle ähnlich zu
bedienen. Der linke Regler unter der Anzeige wählt die
gewünschte Position (Schritt) aus, die bearbeitet werden
soll. Dieser Parameter ist bei allen Schrittdatenparametern
gleich. Mit dem rechten Regler können Sie die gewünsch-
83
•
Wenn • normal angewählt ist, gibt der Arpeggiator
den Schritt entsprechend der Notenliste unverändert aus.
•
Wenn o pause angewählt ist, gibt der Arpeggiator
keine Note in diesem Schritt aus. Wenn Sie
Length auf Legato eingestellt haben, wird der vorhergehende Schritt, der nicht auf pause gestellt ist,
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
gehalten, um ein Legato zu erzeugen. Die Notenliste rückt keinen Schritt weiter.
•
•
Wenn previous angewählt wurde, gibt der Arpeggiator die gleiche Note aus, die im letzten vorhergehenden Schritt auf • normal oder ? random
eingestellt war. Mit dieser Einstellung können sie
eine bestimmte Note der Notenliste einige Male
wiederholen. Die Notenliste rückt keinen Schritt
weiter.
•
Wenn  first angewählt ist, spielt der Arpeggiator
in diesem Schritt die erste Note der Notenliste. Die
Notenliste rückt keinen Schritt weiter.
•
Wenn  last angewählt ist, spielt der Arpeggiator
die letzte Note der Notenliste. Die Notenliste rückt
keinen Schritt weiter.
•
Wenn  first+last angewählt ist, spielt der Arpeggiator einen Akkord aus der ersten und letzten
Note der Notenliste. Das bedeutet, dass Sie mindestens zwei Noten einspielen müssen, um diesen
Effekt hören zu können. Die Notenliste rückt keinen Schritt weiter.
•
Wenn ı chord angewählt ist, spielt der Arpeggiator einen Akkord aus allen Noten der Notenliste.
Die Notenliste rückt keinen Schritt weiter.
Blofeld Bedienhandbuch
Wenn ? random angewählt ist, wählt der Arpeggiator eine Note nach Zufall aus der Notenliste
aus. Die Notenliste rückt keinen Schritt weiter.
Accent
diverse Schrittdaten
Bestimmt die Betonung der einzelnen Schritte. Diese
Betonung wirkt auf die Anschlagsstärke, die der Notenliste
zugeordnet ist (jede Note, erste Note oder letzte Note).
Hierbei sind Sie an den MIDI Anschlagsstärkenbereich
gebunden (1-127). Wenn Sie also die Noten schon mit
hoher Anschlagsstärke eingespielt haben, können Sie mit
Accent die Anschlagsstärke nur wenig oder gar nicht
erhöhen. Unterschiede können Sie dann nur mit negativer
Betonung bewirken. Umgekehrt sind ebenso niedrige
Anschlagsstärken über Accent kaum abzuschwächen.
Die einzige Ausnahme silent wird im Folgenden beschrieben.
84
•
Wenn silent angewählt ist, wird der entsprechende
Schritt unhörbar ausgespielt. D.h. die Notenliste
rückt einen stummen Schritt weiter, also das Gegenteil von Arp Step auf pause. Dort wird erst gar
keine Note erzeugt und deshalb rückt die Notenliste auch keinen Schritt weiter.
•
Wenn +0 angewählt ist, wird die Anschlagsstärke
des entsprechenden Schritts nicht verändert. Die
Sound Parameter
w
Wiedergabe erfolgt mit der ursprünglichen Anschlagsstärke.
•
Glide
Wenn für Arp Accent positive (+32, +64, +96)
oder negative (-32, -64, -96) Werte eingegeben
werden, ändert sich die Anschlagstärke entsprechend. Beispielsweise erzeugt eine ursprüngliche
Anschlagstärke von 64 mit -32 einen Anschlag von
32, während mit +64 die Stärke 128 erzeugt werden.
Timing
Sie können für jeden einzelnen Schritt des Arpeggiomusters den Gleiteffekt aktivieren. Damit ist es möglich, den
klassischen „Bassline“-Charakter zu erzeugen. Wichtig ist
in diesem Zusammenhang auch der für die Glide Rate
(im Oszillator-Editier-Menü) eingestellte Wert.
Wenn off angewählt ist, bleibt der Gleiteffekt für
diesen Schritt ausgeschaltet.
•
Wenn on angewählt ist, wird der Gleiteffekt für
diesen Schritt aktiviert. Das bedeutet, dass die vorhergehende Note in die Note des aktuellen Schritts
gleitet.
random / -3...+3
Hier wird der Ausspielzeitpunkt einzelner Schritte nach
vorn oder nach hinten verschoben. Die übergreifende
Auswirkung dieser Einstellung wird durch Timing Factor
bestimmt. Wenn Timing Factor auf 0 eingestellt ist, hat
Timing keine Auswirkung auf den Ausspielzeitpunkt und
damit auf den Rhythmus. Wenn Timing Factor auf 127
eingestellt ist, kann Timing um die Hälfte des Notenwertes verschoben werden. Das bedeutet, dass Sie einen
einzelnen Schritt um 1/32 vorwärts oder rückwärts verschieben können, wenn der Notenwert auf 1/16 eingestellt ist.
off / on
•
Bitte beachten Sie, dass Glide im OszillatorEditier-Menü auf off eingestellt sein sollte, damit
Sie individuelle Einstellungen für die einzelnen
Schritte vornehmen können. Sonst wird der Gleiteffekt auf alle Noten angewendet.
85
•
random verschiebt den Schritt zufällig nach vorn
oder hinten oder lässt keine Verschiebung stattfinden.
•
Negative Werte (-3, -2 oder -1) lassen die Schritte
entsprechend früher ausspielen.
•
Bei 0 wird der Schritt nicht verschoben.
Blofeld Bedienhandbuch
Sound Parameter
•
Positive Werte (+1, +2, +3) lassen die Schritte entsprechend später ausspielen.
Length
legato / -3...+3
Hier können Sie die Länge der Noten der einzelnen
Schritte verändern. Die übergreifende Einstellung findet
unter Length statt. Wenn die Einstellung Length auf
legato steht, hat Arp Steplen keine Auswirkung. Auch
wenn Length sehr niedrige Werte enthält, kann es sein,
dass negative Werte der Arp Steplen keinen hörbaren
Effekt haben.
Die Einstellmöglichkeiten in diesem Bereich eignen sich
besonders zur Erzeugung von Staccato und Legato.
•
Wenn legato angewählt ist, werden die Noten dieses Schritts gehalten, bis der nächste Schritt ausgespielt wird. Nachfolgende "leere" Schritte verlängern das Legato.
•
Negative Werte (-3, -2 oder -1) verkürzen die Länge der Noten dieses Schritts entsprechend.
•
Bei 0 wird der entsprechende Schritt so lange, wie
unter Length eingestellt wurde, gehalten.
•
Positive Werte (+1, +2, +3) strecken die Länge der
Noten dieses Schritts entsprechend.
Blofeld Bedienhandbuch
86
Globalparameter
Globalparameter
Globalparameter bestimmen das allgemeine Verhalten
des Blofeld. Sie gelten für alle Programme und können
möglicherweise von bestimmten Einstellungen übergangen werden. Die Globalparameter werden bei jeder Änderung automatisch gesichert, so dass kein gesonderter
Speichervorgang erforderlich ist.
w
Globalmenü
Sie finden alle globalen Einstellmöglichkeiten im GlobalMenü. Halten Sie den Shift-Taster und drücken Sie dann
den Global-Taster, um das Globalmenü aufzurufen. Wählen Sie dann mit dem Auswahlrad die gewünschte Seite
an. Den entsprechenden Parameter ändern Sie dann mit
dem jeweiligen Parameterregler unter der Anzeige.
•
Schalten Sie den Blofeld an.
•
Drücken und Halten Sie den Shift-Taster und
dann den Global-Taster, um das Globalmenü aufzurufen.
•
Drehen Sie den linken Parameterregler unter der Anzeige im Uhrzeigersinn. Die Schrift
sollte jetzt langsam wieder lesbar werden.
Sie können Ihren Blofeld in diesem Fall aber auch
in unsere qualifizierte Service-Werkstatt schicken.
Bedenken Sie, dass wir dann möglicherweise Ihr
Gerät auf unbestimmte Zeit beschlagnahmen und
nur gegen Zusendung von mind. einem Kilogramm
hochwertiger Trauben-Nuss-Schokolade wieder
herausrücken.
Popup Time
Contrast
0...127
1.1s...15.5s
Hier bestimmen Sie, wie lange der Name und Wert der
Einstellungsänderung von Sound-Parametern in der Anzeige dargestellt wird.
Dient der Einstellung des Kontrastes der Anzeige. Sollten
Sie aus Versehen 0 einstellen, können Sie möglicherweise
nichts mehr in der Anzeige lesen. Das könnte zu Verwirrungen führen, insbesondere, wenn Sie Ihren Blofeld
gerade neu eingeschaltet haben und die Anzeige "leer"
bleibt. Sollte dies unglücklicherweise einmal geschehen,
folgen Sie bitte den nachstehenden Anweisungen:
w
87
Als Blofeld-Neuling sollten Sie zunächst eine möglichst hohe Einstellung wählen (ca. 5-10s). Sobald
Sie etwas mehr Erfahrung haben, können Sie den
Wert reduzieren (auf ca. 1.5s).
Blofeld Bedienhandbuch
Globalparameter
Auto Edit
m
off / on
Auto Edit ändert das Verhalten beim Editieren des Blofeld.
•
•
In der Einstellung off verhält sich der Blofeld beim
Editieren folgendermaßen: Beim kurzen Betätigen
der Bereichsebenen-Taster werden diese zwar aktiviert, die Anzeige bleibt aber auf der aktuellen
Menüseite stehen. Um in das entsprechende Bereichs-Menü zu gelangen, müssen Sie den Bereichebenen-Taster etwas länger gedrückt halten.
Die Einstellung off eignet sich eher für fortgeschrittene Anwender des Blofeld.
Transpose
MIDI Channel
omni, 1...16
Hier wird die Basiseinstellung für den MIDIEmpfangskanal des Blofeld vorgenommen. Diese Einstellung gilt für alle Klang-Programme. Wenn omni angewählt
ist, empfängt der Blofeld auf allen MIDI-Kanälen.
430...450
m
Bestimmt die Gesamtstimmung des Blofeld in Hertz. Der
Wert gibt die Referenztonhöhe für die MIDI-Note A3 an.
Die Standardeinstellung ist 440 Hz und wird von den
meisten akustischen und elektronischen Instrumenten
benutzt.
Blofeld Bedienhandbuch
-12...+12
Transponiert die Tonhöhe der Keyboard-Tastatur und der
Klangerzeugung in Halbtonschritten. Dies betrifft auch die
empfangenen MIDI-Noten, die ebenfalls um den eingestellten Betrag verschoben werden.
In der Einstellung on verhält sich der Blofeld beim
Editieren folgendermaßen: Beim kurzen Betätigen
der Bereichsebenen-Taster werden diese aktiviert
und die Anzeige springt automatisch in das entsprechende Bereichs-Menü Die Einstellung on ist
eher für Einsteiger empfehlenswert.
Master Tune
Sie sollten die Gesamtstimmung nur ändern,
wenn Sie sich völlig sicher sind, was Sie damit
bewirken. In diesem Fall müssen Sie die Stimmung aller anderen Instrumente ebenfalls anpassen. Vergessen Sie nicht die Einstellung wieder
zurückzusetzen!
88
Bitte benutzen Sie omni nur zum Testen, ob der
grundsätzliche MIDI-Empfang funktioniert. Sobald der Blofeld ordnungsgemäß MIDI-Noten
empfängt, sollten Sie MIDI Channel auf einen anderen Wert als omni einstellen.
Globalparameter
Device ID
0...126
✻ Bevor Sie Ihren einhundertsiebenundzwanzigsten
Blofeld erwerben, wenden Sie sich bitte an Waldorf
Music. Sie erhalten dann eine ganz persönliche IDNummer, die Sie zu einem (system-)exklusiven Gala-Diner mit der Geschäftsleitung berechtigt. Wundern Sie sich dann aber nicht, wenn Sie dann zur
Frittenbude auf der Waldorfer Kirmes geschleppt
werden.
Bestimmt die Geräte-Identifikationsnummer für die systemexklusive Datenübertragung. Die Zahl in den Klammern gibt die entsprechende Nummer in hexadezimaler
Schreibweise aus.
Systemexklusive Daten enthalten keine MIDI-KanalInformationen. Diese ID wird dazu benutzt, um zwischen
zwei oder mehr Blofelds in Ihrem Equipment zu unterscheiden.
Velo Curve
Eine Übertragung lässt sich nur dann erfolgreich vornehmen, wenn die Einstellung bei Sende- und Empfangsgerät
korrekt ist. Die ID 127 ist eine so genannte „Broadcast
ID“, die alle angeschlossenen Blofelds anspricht. Der
Blofeld kann diese ID empfangen, jedoch nicht selbst
aussenden, da sie ausschließlich spezieller Computersoftware vorbehalten ist.
w
m
linear, square, cubic, exponential, root,
fix 32...127
Bestimmt das Verhalten der Anschlagsstärke einer angeschlossenen MIDI-Tastatur.
Clock
Internal / Auto
Bestimmt, wie der Blofeld auf eingehende MIDI ClockInformationen reagiert:
Updates des Betriebssystems (OS) sind alle mit der
ID 127 versehen, sodass Sie die Device ID Ihres
Blofeld nicht ändern müssen, um ein neues OS
aufzuspielen.
•
Wenn Sie (leider) nur einen Blofeld besitzen,
sollten Sie Device ID auf 0 einstellen. Es gibt
dann keinen Grund, die ID zu ändern.
89
Internal bedeutet, dass der Blofeld weder auf
via MIDI eingehende Clock-Signale reagiert,
noch diese selber generiert und sendet. Er synchronisiert sich hierbei nur zu der im Arpeggiator-Bereich unter Tempo eingestellten Geschwindigkeit.
Blofeld Bedienhandbuch
Globalparameter
•
Auto bedeutet, dass sich der Blofeld selbstständig zu eingehenden MIDI Clock-Informationen
synchronisiert, die von einem externen Gerät
(z.B. Sequenzer oder Schlagzeugcomputer) erzeugt werden. Wird keine MIDI-Clock gesendet, generiert der Blofeld sein eigenes internes
Tempo. Sie sollten diese Einstellung verwenden, da sie sich für die meisten Situationen
eignet.
•
In der Einstellung Ctl+SysEx werden alle KlangEinstellungen mit einer Controller-Zuordnung als
Controllerdaten gesendet. Alle anderen SoundEinstellungen werden als systemexklusive Daten gesendet. Dies ist die empfohlene Einstellung.
Ctrl Receive
off / on
Bestimmt, ob Ihr Blofeld Befehle zur Parametersteuerung
über MIDI empfängt.
off / Ctl / SysEx / Ctl+SysEx
•
Bestimmt, welche Art von Daten bei Parameteränderungen am Blofeld über USB gesendet werden.
In der Einstellung off werden keine Befehle zur Parametersteuerung empfangen.
•
In der Einstellung on werden alle Befehle zur Parametersteuerung, egal ob Controller-oder systemexklusive Daten, empfangen.
Ctrl Send
•
In der Einstellung off werden keine Daten gesendet.
•
In der Einstellung Ctl werden nur Controller-Daten
gesendet. Parameter ohne zugeordnete Controller
werden nicht gesendet.
•
In der Einstellung SysEx werden nur systemexklusive
Daten gesendet. Der Vorteil dieser Methode besteht
darin, dass sich damit einzelne Instruments steuern
lassen, auch wenn mehrere Instruments auf dem
gleichen MIDI-Empfangskanal arbeiten, wie es z.B.
bei gedoppelten Klängen der Fall ist. Der Nachteil
dieser Methode ist das höhere Datenaufkommen.
Blofeld Bedienhandbuch
w
Stellen Sie im Normalbetrieb Ctrl Receive auf on.
off ist für diagnostische Zwecke gedacht.
Control W...Z
0...120
Diese Parameter definieren die MIDI Controller, die innerhalb der Modulationsmatrix als Modulationsquellen
eingesetzt werden können. Jeder Wert stellt die entsprechende Nummer des Controllers dar. Die Zahl in den
Klammern gibt die entsprechende Nummer in hexadezi-
90
Globalparameter
maler Schreibeweise aus. Die größtmögliche Controller
Nummer ist 120, da alle Nummern darüber für andere
Zwecke reserviert sind.
w
Die wichtigsten Sound Parameter des Blofeld können über MIDI Controller gesteuert werden. Wenn
Sie einem der Controller Ctrl W…Ctrl Z eine Controller Nummer zuweisen, die gleichzeitig für einen Sound Parameter benutzt wird, schaltet der
Blofeld den entsprechenden Sound Parameter Controller aus und verwendet diesen ausschließlich für
Ctrl W…Ctrl Z. Das ist wichtig, wenn Sie Parameteränderungen erzeugen, indem Sie an Reglern auf
der Bedienoberfläche drehen. Der Soundparameter
wird als Controller gesendet, kann aber nicht wieder empfangen werden, wenn er gleichzeitig innerhalb der Ctrl W…Ctrl Z zugewiesen ist. In diesem Fall sollten Sie die entsprechenden MIDI Controller ändern.
Free Button (nur für Blofeld Keyboard)
•
Sustain lässt den Taster als Sustain-Pedal fungieren.
•
Control W, X, Y, Z sendet den entsprechenden
Controller an die Tonerzeugung sowie an den
MIDI-Ausgang.
•
C. W, X, Y, Z toggle sendet den entsprechenden
Controller als Ein-/Ausschalter an die Tonerzeugung sowie an den MIDI-Ausgang.
•
mute schaltet beim Drücken des Tasters die Tonausgabe des Blofeld stumm.
Wir haben auf eine Mute Toggle-Funktion verzichtet, um die Anzahl der zur Reparatur eingesendeten Geräte zu minimieren.
Pedal (nur für Blofeld Keyboard) normal / inverse
Bestimmt, wie das Blofeld Keyboard die Signale eines
angeschlossenen Schaltpedals auswertet:
•
Diesen Taster können Sie mit einer der nachfolgenden
Funktion belegen:
In der Einstellung off hat der Taster keine Funktion.
Sust. toggle lässt den Taster als Sustain-Pedal fungieren, allerdings mit einer Ein- und Ausschaltung.
w
diverse
•
•
91
normal eignet sich für Schaltpedale, die schliessen,
wenn das Pedal gedrückt und öffnen, wenn das Pedal nicht gedrückt wird.
Blofeld Bedienhandbuch
Globalparameter
•
Hilfs-Funktionen
inverse eignet sich für Schaltpedale, die öffnen,
wenn das Pedal gedrückt und schliessen, wenn das
Pedal nicht gedrückt wird.
Die Funktionen Compare Sound und Recall Sound
werden detailliert auf Seite 22 dieses Handbuchs beschrieben.
Utility Menü
Mit der Init Sound-Funktion setzen Sie den aktuellen
Sound oder eine Multiprogramm auf seine Basisparameter
zurück. Nutzen Sie diese Funktion um einen Sound oder
ein Multi von „Null“ auf programmieren zu können.
Neben den Speicheroperationen und verschiedenen
MIDI-Dump-Auswahlmöglichkeiten bietet das UtilityMenü einige zusätzliche hilfreiche Funktionen.
w
Sie erreichen das Utility-Menü, indem sie Shift + Utility
drücken. In der Anzeige erscheint eine Seite, in der Sie
die gewünschte Funktion auswählen können.
Verwenden Sie den Auswahlregler, um die gewünschte
Funktion aufzurufen und drücken Sie dann erneut
Shift + Utility, um die entsprechende Funktion auszulösen.
Wenn Sie ein Programm initialisieren, findet der
Vorgang innerhalb eines Editierpuffers statt. Daher
gehen keinerlei Daten verloren, solange Sie das
Programm nicht abspeichern.
Randomize Sound ändert die Parameter des aktuellen
Sounds zufällig. Auf diese Weise können Sie ohne Aufwand neuartige Klänge erschaffen.
w
Speicher-Funktionen
Die Store Sound-Funktion wird detailliert auf Seite 23
dieses Handbuchs beschrieben.
Wenn Sie ein Programm auf Zufallswerte setzen,
findet der Vorgang innerhalb eines Editierpuffers
statt. Daher gehen keinerlei Daten verloren, solange Sie das Programm nicht abspeichern.
✻ Verwenden Sie die Funktion Randomize so oft Sie
mögen. Auf diese Weise sind schon komplette
Sound-Sets entstanden ;-)
Blofeld Bedienhandbuch
92
Globalparameter
MIDI Dump-Funktionen
•
Die Dump-Funktionen erlauben das Senden des Speicherinhalts Ihres Blofeld über die USB-Verbindung.
Die Option Dump All Sounds sendet alle
Sound-Programme des Blofeld.
•
Die Option Dump All sendet alle SoundProgramme und alle Globalparameter.
Durch das Aktivieren der Sendefunktion gibt der Blofeld
seinen Speicherinhalt über USB an einen angeschlossenen
Rechner aus. Sie können diese Daten mit Hilfe eines
Sequenzers oder eines entsprechenden Verwaltungsprogramms aufzeichnen und so archivieren.
w
☞
2.
☞
Aktivieren der MIDI-Dump-Funktion im Multimode:
1.
Die verfügbaren Dump-Funktionen unterscheiden
sich, je nachdem, ob Sie diese aus der Play- oder
der Multibetriebsart heraus auslösen. In der Multibetriebsart stehen die Dump-Funktionen der PlayBetriebsart zusätzlich zur Verfügung.
Aktivieren der MIDI-Dump-Funktion im Play Mode:
1.
Verwenden Sie den Auswahlregler, um die
gewünschte Sendefunktion zu wählen:
•
Die Option Dump Sound sendet das aktuelle Klang-Programm.
•
Die Option Dump Sound Bank sendet die
aktuelle Soundbank des Blofeld.
2.
93
Drücken Sie Shift + Utility, um den Dump
auszulösen.
Verwenden Sie den Auswahlregler, um die
gewünschte Sendefunktion zu wählen:
•
Die Option Dump Multi sendet das aktuelle Multi-Programm. Die zugewiesensn
Sounds werden hierbei nicht mitübertragen.
•
Die Option Dump Arrangement sendet
das aktuelle Multi-Programm inklusive aller verwendeten Sounds.
•
Die Option Dump All Multis sendet alle
Multi-Programme des Blofeld.
Drücken Sie Shift + Utility, um den Dump
auszulösen.
Blofeld Bedienhandbuch
Globalparameter
w
•
Abhängig von der gewählten Dump-Funktion kann
der Sendevorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.
Der Blofeld ist während dieser Zeit nicht spielbereit.
Nach Aktivieren des Dumps am Sendegerät empfängt der
Blofeld die Daten und lädt sie in seinen internen Speicher.
Empfang systemexklusiver Daten
Wird ein einzelner Dump empfangen, legt der Blofeld
diesen zunächst im entsprechenden Editierpuffer ab.
Wollen Sie diesen Dump permanent sichern, müssen Sie
ihn vorher manuell abspeichern, da er ansonsten beim
Ausschalten des Blofeld verloren geht.
Zum Empfang systemexklusiver Daten über MIDI oder
USB muss am Blofeld kein gesonderter Empfangsmodus
aktiviert werden. Vor dem Auslösen des Übertragungsvorganges sollten Sie jedoch einige Vorkehrungen treffen:
•
Stellen Sie sicher, dass
Blofeld im Edit-Zustand
übertragung werden alle
daher gehen alle nicht
unwiderruflich verloren!
Blofeld Bedienhandbuch
Prüfen Sie die Einstellung des Parameters
Device ID im Global-Menü. Eine Datenübertragung kommt nur zustande, wenn die Einstellung
am Sende- und Empfangsgerät korrekt ist.
sich kein Programm des
befindet. Bei der DatenEditierpuffer gelöscht und
gesicherten Editierungen
94
Die Klangerzeugung
Welle (die nach der weltbekannten Fourier-Theorie Bestandteil aller anderen Wellenform ist). Aber der Blofeld
enthält auch eine Klangerzeugung, die Waldorf in jahrelanger Tradition immer wieder gepflegt hat: die Wavetable-Synthese.
Die Klangerzeugung
Einführung Oszillatoren
Der Oszillator ist die eigentliche klangerzeugende Komponente. Er liefert das Signal, welches anschließend von
den restlichen Bausteinen des Synthesizers verändert
wird.
Sicherlich wissen Sie schon, wie die meisten Wellenformen aussehen und klingen, aber die folgenden Kapitel
geben Ihnen einen kurzen Einblick in deren tiefere Struktur. Fangen wir mit der Grundwellenform schlechthin an:
In den frühen Tagen der elektronischen Klangsynthese
entdeckte ein gewisser Robert A. Moog, dass die meisten
Klänge von akustischen Instrumenten mit abstrakten elektronischen Wellenformen nachgebildet werden konnten.
Nicht dass Robert der erste Mensch war, der dies herausfand, aber er war der erste, der diese Wellenformen durch
elektrische Schaltkreise erzeugte, diese in ein Gehäuse
packte und das ganze als Musikinstrument kommerziell
vermarktete. Was er letztendlich in seine Synthesizer
"hineinpackte", waren die allseits bekannten Wellenformen Sägezahn (Sawtooth), Rechteck (Square) und Dreieck
(Triangle). Dies ist sicherlich nur eine kleine Auswahl aus
der nahezu unendlichen Vielfalt an erzeugbaren Wellen,
trotzdem beinhaltet der Waldorf Blofeld auch diese klassischen Wellenformen. Selbstverständlich zuzüglich anderer ebenso klassischer Wellenformen wie der Pulswelle
(praktisch der "Vater" aller Rechteckwellen) und der Sinus-
Die Sinuswelle
Die Sinuswelle ist der reinste Ton, der erzeugt werden
kann. Sie basiert auf nur einer Harmonischen und besitzt
keine Obertöne. Die folgende Grafik zeigt eine Sinuswelle
und ihr Frequenzspektrum:
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5(6(7
3(4/
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&'()*(+,
Die Sinuswelle
Kein akustisches Musikinstrument kann eine reine Sinuswelle erzeugen, allein der Klang eines Dudelsacks kommt
ihr erstaunlich nahe, allerdings nicht, wenn man ihn bläst,
95
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
wie es dessen Bedienungsanleitung für gewöhnlich vorsieht. Aus diesem Grund klingt eine Sinuswelle für unser
Ohr auch etwas unnatürlich. Trotzdem kann die Sinuswelle eine interessante Bereicherung bei der Erzeugung
bestimmter harmonischer Frequenzen sein, während
andere Oszillatoren gleichzeitig komplexere Wellenformen spielen. Unentbehrlich ist sie als FM-Quelle bei der
Frequenzmodulation.
quenzen aus einem harmonischen Vielfachen des Grundtones bestehen.
Alles klar bis hierhin? Fassen wir noch mal die Definition
einer periodischen Wellenform zusammen: eine periodische Wellenform wie Sägezahn oder Rechteck etc. besteht aus harmonischen Teiltönen (Partialen). Der Teilton
mit der tiefsten Frequenz, der Grundton, bestimmt die
Tonhöhe. Alle anderen Teiltöne werden Obertöne genannt.
Sinuswellen sind die Grundlage jeder anderen Wellenform. Es lässt sich nämlich jede Wellenform als die Summe von wenigen bis vielen Sinusschwingungen mit unterschiedlichen Frequenzen und Lautstärken definieren.
Diese Sinuswellen werden als so genannte Teiltöne oder
Partiale bezeichnet. Bei den meisten Wellenformen ist die
Partiale mit der tiefsten Frequenz ausschlaggebend für die
Tonhöhe des gesamten Klanges, weshalb dieser Teilton
auch als Grundton bezeichnet wird. Alle anderen Teiltöne
heißen Obertöne, weil sie oberhalb der Frequenz des
Grundtons liegen. Die zweite Partiale ist demnach der
erste Oberton.
Die Sägezahn-Welle
Die Sägezahnwelle ist die bekannteste SynthesizerWellenform. Sie enthält alle Obertöne, wobei deren Lautstärken sich in einem bestimmten Verhältnis verringern.
Das bedeutet, dass die erste Partiale (der Grundton) die
volle Lautstärke hat, die zweite Partiale (der erste Oberton) die Hälfte, die dritte Partiale nur noch ein Drittel usw.
Die folgenden Abbildungen zeigen, wie die verschiedenen Harmonischen letztendlich zur Sägezahnwelle führen:
Periodische Wellenformen wie auch die innerhalb des
Blofeld bestehen aus Obertönen, die in ganzzahligen
Vielfachen der Frequenz des Grundtones schwingen; also
mit der zweifachen, der dreifachen usw. Frequenz. Diese
Obertöne werden Harmonische genannt, da ihre Fre-
Blofeld Bedienhandbuch
96
Die Klangerzeugung
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8
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5(6(7
8
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9
klängen gedacht. Man kann die Ähnlichkeit des akustischen Vorbildes und seines elektronischen Pendants gut
am Beispiel einer Violine erklären. Stellen Sie sich vor,
der Geigenbogen streicht in einer Richtung langsam über
eine Saite. Bis zu einem bestimmten Punkt wird die Saite
dabei "mitgezogen" und schnellt dann in Richtung ihrer
Ausgangsposition zurück. Aber der Bogen erfasst die Saite
weiter und zieht sie wieder mit sich. Das "Ergebnis" ist
eine Welle, die Ähnlichkeit mit den Zähnen einer Säge
hat – eben die Sägezahnwelle. Ähnliches gilt für ein Blasinstrument. Die Saiten sind in diesem Fall die menschlichen Lippen, der Bogen ist die Luft. Die Lippen bewegen
sich durch den Druck der Luft bis zu einem bestimmten
Punkt und "schnellen" dann abrupt zurück in ihre Ausgangsposition.
Die Rechteckwelle
Die Rechteckwelle ist eine spezielle Wellenform, die aus
einer Pulswelle mit 50%iger Pulsweite resultiert. Das
bedeutet, dass die positive Auslenkung gleich der negativen Auslenkung der Welle ist (siehe Abbildung unten).
Eine Pulswelle kann natürlich auch andere Pulsweiten
besitzen, aber dazu später. Ab jetzt behandeln wir die
Rechteckwelle als eigenständige Wellenform. Die Rechteckwelle besitzt nur ungerade Harmonische, wobei deren
Lautstärken in einem bestimmten Verhältnis abnehmen.
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3(4/
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&'()*(+,
Additive Komponenten der Sägezahn-Welle
Ursprünglich war die Sägezahnwelle innerhalb eines
Synthesizers zur Erzeugung von Streicher- und Bläser-
97
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
Die erste Harmonische hat noch die volle Lautstärke, die
dritte nur noch ein Drittel, die Fünfte ein Fünftel usw. Die
folgenden Abbildungen zeigen, wie die verschiedenen
Harmonischen letztendlich zur Rechteckwelle führen:
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8
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Additive Komponenten einer Rechteckwelle mit 50%iger
Pulsweite
Blofeld Bedienhandbuch
98
Die Klangerzeugung
Ursprünglich war die Rechteckwelle innerhalb eines
Synthesizers zur Erzeugung von Holzbläsern und Akkordeons gedacht. Sie enthalten nämlich einen Hohlraum,
der ein bestimmtes Luftvolumen fassen kann. Der Spieler
"schickt" nun Luft in dieses System und bringt es damit
zum Schwingen. Diese Schwingung erfolgt symmetrisch
und erzeugt so einen hohlen, nasalen Klang.
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23/451/467/++/8
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Die Pulswelle
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Die Pulswelle ist die "ergiebigste" Wellenform innerhalb
eines Synthesizers, da ihr Gehalt an Harmonischen in
Echtzeit verändert werden kann. Dies wird durch Veränderung der Breite der oberen und unteren Anteile der
Wellenform erreicht. Diese Anteile werden Puls genannt,
daher auch der Begriff Pulsbreite. Die Breite des ersten
Pulses wird zur Unterscheidung verschiedener Pulswellen
benutzt und wird in Prozent angegeben. Die folgenden
Abbildungen zeigen einige Pulswellen mit verschiedenen
Pulsweiten:
"
#
$
% !! !" !#
9#'()*+,-./01/
!
"
#
$
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! " # $ % !! !" !#
Additive Bestandteile von Pulswellen
mit verschiedenen
Pulsweiten
Sie bemerken sicherlich, dass die unteren Bestandteile der
Welle bei einer Pulsweite kleiner als 50% näher an der
Mittelachse liegen. Das resultiert daher, dass die Energie
des breiteren Pulses größer ist als die des schmaleren.
Würde dieser Effekt nicht von der Wellenform kompensiert, hätte das Signal einen unerwünschten so genannten
DC Offset, also eine Abweichung zur Mittelachse.
99
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
Wie Sie sicherlich schon weiter oben gelesen haben, ist
eine Pulswelle mit 50%iger Pulsweite (Rechteckwelle) ein
Sonderfall. Sie hat einen nahezu punktsymmetrischen
Gehalt an Harmonischen, da alle anderen Pulsweiten
Frequenzspitzen oder -löcher erzeugen. Ein anderer Sonderfall ist eine Pulswelle mit extrem kleiner Pulsweite
unter einem Prozent, wie in der Abbildung dargestellt. Ein
unendlich kleiner Puls erzeugt ein Klangspektrum, das
alle Harmonischen mit der gleichen Lautstärke enthält.
Innerhalb eines digitalen Synthesizers bedeutet "unendlich" die Wiedergabe eines einzigen Samples.
beim Verstimmen zweier Oszillatoren untereinander
stattfindet, nämlich ein gegenseitiges Auslöschen bestimmter Frequenzen in der erzeugten Wellenform.
Die Dreieck-Welle
Die Dreieckwelle ist der Rechteckwelle sehr ähnlich. Sie
enthält die gleichen Harmonischen, jedoch in einem
anderen Lautstärkeverhältnis. Die Lautstärke jeder Harmonischen ist der Teiler ihres eigenen Quadrates. Zum
Beispiel ist die Lautstärke der dritten Harmonischen ein
Neuntel (1/32), die der fünften Harmonischen ein fünfundzwanzigstel usw. Die folgenden Abbildungen zeigen
den entsprechenden Zusammenhang der Harmonischen:
Die Pulswelle ist eine künstliche Wellenform. Sie kommt
also in der "Natur" der akustischen Instrumente nicht vor.
Sie wurde deshalb in Synthesizer integriert, da sie eine
Vielzahl verschiedener Klangspektren ermöglichte und
auch technisch relativ einfach zu realisieren war. Trotzdem erinnert der Klang einiger Pulswellen an bestimmte
akustische (oder halbakustische) Instrumente, zum Beispiel an eine (Bass-)Gitarre, ein E-Piano oder teilweise
auch an eine Flöte.
Das sicherlich interessanteste Merkmal einer Pulswelle ist
die Veränderung der Pulsweite in Echtzeit, die so genannte Pulsweitenmodulation (PWM). Wenn die Pulsweite
geändert wird, scheint der Klang dichter zu klingen. Das
passiert deshalb, weil im Prinzip der gleiche Vorgang wie
Blofeld Bedienhandbuch
100
Die Klangerzeugung
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8
":@;.'<=+40>?(
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8
Die Dreieckwelle klingt ähnlich wie ein Holzblasinstrument, beispielsweise eine Klarinette. Weiterhin kann sie
zur Erzeugung von Instrumenten wie Vibraphon oder
Xylophon genutzt werden.
Die Wavetable-Synthese im Blofeld
#:@;.'<=+40>?(
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8
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5(6(7
beispielsweise als Suboszillator, um bestimmte Frequenzbereiche zu betonen oder einfach als Frequenzmodulator
für andere Oszillatoren.
8
:
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9
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"
Der Blofeld beherrscht auch die aus vielen Waldorf Geräten bekannte Wavetable Synthese in verbesserter Form.
Die Funktionsweise ist ganz einfach: Jede der im Blofeld
enthaltenen Wavetables besteht aus 64 Waves, ein Index
bestimmt die Position der Wave im Wavetable, die gerade
gespielt wird. Anders als in den Vorgängergeräten sind
hier auch Zwischenpositionen möglich, dies erlaubt einen
sanfteren Klangverlauf ohne störende Übergänge.
# $ % !! !" !#
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Prägen Sie sich die Begriffe Wavetable und Wave
gut ein und verwechseln Sie nicht deren Bedeutung.
Um das System der Wavetable-Tonerzeugung anschaulich
zu erklären, folgt zunächst ein kurzer Überblick:
&'()*(+,
Additive Bestandteile der Dreieck-Welle
Eine Wavetable ist eine Tabelle mit 64 Wellenformen.
Jede Wellenform zeichnet sich durch einen eigenen
Klangcharakter aus. Das entscheidend andersartige an der
Warum die Dreieck-Welle in Synthesizer so beliebt ist?
Sie kann als „Ersatz“ für die Sinuswelle genutzt werden,
101
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
Wavetable-Tonerzeugung ist jedoch die Möglichkeit,
nicht nur eine einzelne Wellenform pro Oszillator abzuspielen, sondern mit Hilfe unterschiedlicher Modulationen auf verschiedene Wellenformen zuzugreifen oder im
Verlauf des Klanges so genannte Wellendurchläufe zu
erzeugen. So kann ein Klangbild entstehen, welches in
keiner Weise mit Sample-Playern oder ähnlichem zu
erzeugen wäre. Somit unterscheidet sich die WavetableSynthese gravierend von allen anderen Tonerzeugungssystemen.
•
Abschließend sollten Sie sich den folgenden Satz gut
einprägen, er beschreibt die Wavetable-Synthese:
Eine Wavetable ist eine Liste aus 64 Waves, in der man
beliebig manövrieren kann.
w
Die Möglichkeiten dieses Prinzips sind immens. Um
einige Beispiele zu nennen:
•
Jede Note des Keyboards kann auf eine andere Wave
der Wavetable zugreifen.
•
Je nach Anschlagstärke werden unterschiedliche Waves abgespielt.
•
Ein LFO moduliert die Position innerhalb der Wavetable. Hierdurch können je nach Wavetable subtile bis
drastische Klangspektrumsänderungen erzeugt werden.
•
Beliebige Controller (z.B. das Modulationsrad) ändern
die Position innerhalb der Wavetable. Wenn Sie einen
Akkord spielen und am Modulationsrad drehen, werden die Waves jeder Note gleichförmig geändert.
Blofeld Bedienhandbuch
Wavetables bieten einen nahezu unerschöpflichen
Vorrat als FM-Quelle.
Wenn Ihnen die Möglichkeiten der WavetableSynthese gefallen, sollten Sie sich auf jeden Fall
den virtuellen PPG Wave 2.V aus der Waldorf Edition anhören, der diese Synthese hervorragend beherrscht.
Liste der Wavetables im Blofeld
Nr.
1
2
3
4
5
6
7
102
Wavetable
Alt 1
Alt 2
Resonant
Resonant2
MalletSyn
Sqr-Sweep
Bellish
Nr.
35
36
37
38
39
40
41
Wavetable
SawSync1
SawSync2
SawSync3
PulSync1
PulSync2
PulSync3
SinSync1
Die Klangerzeugung
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
Pul-Sweep
Saw-Sweep
MellowSaw
Feedback
Add Harm
Reso 3 HP
Wind Syn
HighHarm
Clipper
OrganSyn
SquareSaw
Formant1
Polated
Transient
ElectricP
Robotic
StrongHrm
PercOrgan
ClipSweep
ResoHarms
2 Echoes
Formant2
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
SinSync2
SinSync3
PWM Pulse
PWM Saw
Fuzz Wave
Distorted
HeavyFuzz
Fuzz Sync
K+Strong1
K+Strong2
K+Strong3
1-2-3-4-5
19/twenty
Wavetrip1
Wavetrip2
Wavetrip3
Wavetrip4
MaleVoice
Low Piano
ResoSweep
Xmas Bell
FM Piano
30
31
32
33
34
FmntVocal
MicroSync
MicroPWM
Glassy
SquareHP
64
65
66
67
68
Fat Organ
Vibes
Chorus 2
True PWM
UpperWaves
Einführung Filter
Nachdem das Audiosignal die Oszillatoren verlässt,
gelangt es in die Filtersektion. Der Blofeld besitzt zwei
unabhängige Filtereinheiten, die jeweils individuell
einstellbar sind. Der Signalfluss innerhalb der Filter wird
über die Routing-Funktion gesteuert. Die Filter gehören zu
den wichtigsten Komponenten des Blofeld und prägen
den Klangcharakter ganz entscheidend.
Zur Erklärung der Grundfunktionen eines Filters nutzen
wir den wohl bekanntesten und am meisten verwendeten
Filtertyp: das Tiefpassfilter.
Das Tiefpassfilter dämpft Frequenzen oberhalb einer
bestimmten Eckfrequenz. Darunter liegende Frequenzen
werden nur minimal beeinflusst. Den Bereich unterhalb
der Eckfrequenz nennt man Durchlassbereich, den Bereich darüber Sperrbereich. Die Filter des Blofeld dämpfen die Frequenzen im Sperrbereich mit einer bestimmten
Flankensteilheit. Die Flankensteilheit ist zwischen 12dB
103
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
und 24dB pro Oktave umschaltbar. Dies bedeutet, dass
eine Klangkomponente, die im Frequenzbereich eine
Oktave über der Eckfrequenz liegt, um 12dB oder 24dB
leiser ist als das Signal im Durchlassbereich. Die nachstehende Abbildung zeigt die prinzipielle Arbeitsweise eines
solchen Tiefpassfilters:
quenz, so beträgt die Absenkung bereits über 99%. Ein
derartiges Audiosignal ist fast nicht mehr zu hören.
Die Blofeld-Filter bieten weiterhin einen Resonanzparameter. Resonanz bezeichnet die Anhebung eines schmalen Frequenzbereichs um die Eckfrequenz. Die nachstehende Abbildung zeigt die Wirkung des Resonanzparameters auf den Frequenzgang des Filters:
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)#*#+
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!"#$%#&'(
,%-.//
Anschaulich gesehen stellen 24dB Dämpfung eine Absenkung um ca. 94% des Ursprungswertes dar. Betrachtet
man die Dämpfung zwei Oktaven oberhalb der Eckfre-
Blofeld Bedienhandbuch
Bei hoher Anhebung der Resonanz kommt es zur Selbstoszillation des Filters, d.h. das Filter schwingt hörbar mit
104
Die Klangerzeugung
seiner eingestellten Eckfrequenz, ohne dass ein Eingangssignal anliegen muss.
zuständig.
)#*#+
Sondertyp Kammfilter
Die Kammfiltertypen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer
Arbeitsweise von den übrigen Filtertypen, da sie das Signal nicht in ihrem Spektrum beschneiden, sondern eine
Verzögerung (Delay) des Eingangssignals erzeugen. Aber
was ist eigentlich ein Kammfilter?
7#4.&8&'#
Ein Kammfilter ist eigentlich ein sehr kurzes Delay, das in
seiner Länge und seiner Rückkopplung (Feedback) verändert werden kann. Die Verzögerungszeit ist so kurz, das
man die einzelnen Wiederholungen des Signals nicht
wahrnimmt, wohl aber eine Verfärbung des Originalsignals durch Spitzen und Löcher im Frequenzspektrum.
Die Frequenz dieser Verfärbung wird durch die Verzögerungszeit eingestellt. Im Blofeld übernimmt Cutoff diese
Funktion. Die Stärke der Verfärbung wird mittels des
Kammfilter-Feedbacks eingestellt. Dafür ist Resonance
!"#$%#&'(
,%-.//01#-#"23&#40&%25#"0./0-##-6
Comb+ Filter
105
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
Der Kammfilter als Chorus
)#*#+
Dies ist eine der Verwendungszwecke eines Kammfilters.
Ein Chorus besteht grundsätzlich aus einem oder mehreren Kammfiltern.
7#4.&8&'#
☞
!"#$%#&'(
Um einen Chorus-Effekt zu erreichen, stellen Sie
den Kammfilter wie folgt ein:
1.
Wählen Sie den Comb+ Filtertyp für das gewünschten Filter.
2.
Stellen Sie Cutoff auf einen mittleren Wert
ein.
3.
Stellen Sie Resonance, Drive, Keytrack
und andere Filtermodulationen auf 0.
4.
Wählen Sie einen LFO als Mod Source für
das entsprechende Filter.
5.
Stellen Sie Mod Amount auf einen positiven
oder negativen mittelgroßen Wert ein.
,%-.//01#-#"23&#40&%25#"0./0-##-6
Comb – Filter
Wie auch bei den anderen Filtertypen wird der Kammfilter mit zwei Parametern eingestellt:
•
Cutoff regelt die Verzögerungszeit (Delay Length).
•
Resonance regelt die Stärke des Feedbacks.
6.
Wie kann man den Kammfilter klanglich einsetzen? Hier
einige Beispiele:
Erzeugen Sie mit einem LFO eine langsame
Dreieck-Schwingung.
7.
Gleichen Sie die Werte von Cutoff, Mod
Amount und LFO Speed ab, bis Sie den
gewünschten Chorus-Effekt erlangen.
Blofeld Bedienhandbuch
106
Die Klangerzeugung
Der Kammfilter als Flanger
✻ Sie können mit beiden Filtern arbeiten, um einen
Chorus-Effekt zu erhalten, der sich im Stereopanorama verteilen lässt.
Der Flanger ähnelt in seinem Aufbau dem Chorus, nur das
er eine Rückkopplungsschaltung besitzt, die die Stärke des
Flanger-Effektes beeinflusst.
✻ Sie können das Originalsignal aufteilen, so dass beispielsweise ein tiefpassgefiltertes Signal zu einer Stereoseite, der restliche Signalanteil durch ein Kammfilter zur anderen Stereoseite gelangt.
☞
Sollten Sie sich fragen, warum Sie ein Kammfilter zur
Erzeugung eines Chorus-Effektes nutzen sollen, anstatt
gleich in der Effektsektion den entsprechenden Effekt
auszuwählen, sind hier einige Gründe:
Um einen Flanger-Effekt zu erreichen, stellen Sie
den Kammfilter wie folgt ein:
1.
Nutzen Sie die gleichen Einstellungen wie
beim Chorus-Effekt.
2.
Drehen Sie Resonance auf, um den typischen Flanger-Effekt zu hören.
•
Die Effektsektion kann so andere Effekte erzeugen.
In der Multibetriebsart arbeitet der Kammfilter sogar mit jedem gewünschten Instrument.
3.
Verringern Sie die LFO Speed, um eine
langsamere Flangergeschwindigkeit zu erreichen.
•
Der Kammfilter arbeitet pro Stimme anstatt pro Instrument. Das bedeutet, dass jede Stimme ihren
eigenen Chorus besitzt. Sie können das ganz einfach hören, indem Sie LFO Keytrack oder Filter
Keytrack verändern. Jede Stimme erzeugt dabei
einen anderen Chorus-Effekt.
4.
Wählen Sie Comb+ oder Comb- um den
Klangcharakter des Flangers zu ändern.
✻ Legen Sie Cutoff Mod Source auf Modwheel um
Sie können alle Parameter dieses Chorus-Effektes
über die Bedienregler oder über MIDI-ControllerMeldungen in Echtzeit verändern.
negativen Werten, um eine einzige FlangerSchwingung bei jedem neuen Tastenanschlag zu erzeugen.
•
den Flanger-Effekt manuell einzublenden.
✻ Nutzen Sie die Filter Envelope mit positiven oder
107
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
"Klangerzeugung" einsetzen können. Stellen Sie Filter
Keytrack auf +100%, um den Kammfilter musikalisch
spielen zu können.
✻ Stellen Sie Filter Keytrack auf einen Wert von
100%, um verschiedene Flanger-Effekte in Abhängigkeit der gespielten Noten zu erzeugen.
Sie sollten auch wissen, wie man Cutoff sinnvoll einstellt.
Filter Cutoff ist in Halbtonschritte eingeteilt und Sie brauchen nur noch den Wert zu finden, bei dem das Filter mit
einer Standard-Tonhöhe schwingt. Die folgende Tabelle
enthält diese Einstellungen:
Simulation einer Saite oder Röhre mit dem
Kammfilter
Der Kammfilter ist ein wichtiger Bestandteil bei der so
genannten “Physical Modeling”-Klangsynthese, die eine
mathematische Beschreibung eines akustischen Instrumentes ermöglicht. Damit ist nicht gemeint, dass der
Blofeld einen spezialisierten "Physical Modeling"Synthesizer ersetzen kann; er emuliert also kein naturgetreues Abbild eines akustischen Instruments. Jedoch sind
die Kammfilter des Blofeld in der Lage, Klänge zu erzeugen, die ansatzweise so klingen und vor allem sehr lebendig gespielt werden können.
Oszillator
64’
32’
16’
8’
4’
2’
Dazu sollten Sie sich vor Augen führen, dass der Kammfilter letztendlich die Tonhöhe des Klanges bestimmt und
die Oszillatoren oder der Rauschgenerator lediglich als
Trigger verwendet werden. Wenn Sie mit unterschiedlichen Einstellungen von Cutoff und Resonance experimentieren, hören Sie, dass verschiedene Frequenzen verstärkt
oder abgeschwächt werden.
Comb23
35
47
59
71
83
Kammfilter Cutoff-Einstellungen
Wenn Sie andere Stimmungen benötigen, denken Sie
immer daran, dass Cutoff in Halbtonschritten arbeitet.
Erhöhen Sie also Cutoff um 12, schwingt das Filter eine
Oktave höher und umgekehrt.
Wenn Sie Resonance auf einen hohen Wert einstellen,
schwingt der Kammfilter sehr stark, so dass Sie ihn zur
Blofeld Bedienhandbuch
Comb+
11
23
35
47
59
71
108
Die Klangerzeugung
☞
✻ Probieren Sie verschiedene Hüllkurveneinstellungen
So erzeugen Sie Töne mit dem Kammfilter:
1.
Wählen Sie Comb+ um einen saitenähnlichen oder Comb- um einen röhrenähnlichen
Ton zu erzeugen.
2.
Stellen Sie Resonance zwischen 114 und
127 ein.
3.
Stellen Sie Keytrack auf +100%, um eine
wohltemperierte Stimmung des Filters zu erhalten.
4.
Stellen Sie Cutoff auf 23, 35, 47 oder 59, um
die entsprechende Tonhöhe zu erhalten. Beachten Sie, dass Comb+ eine Oktave höher
als Comb- schwingt.
5.
Erzeugen Sie ein Eingangssignal für den
Kammfilter. Die Tonhöhe des Eingangssignals
ist dabei nicht wichtig, aber diese und der
Klangcharakter beeinflussen das Ausgangssignal merklich.
der Eingangssignale aus, um zum Beispiel den
Kammfilter nur mit einem kurzen perkussiven Signal
zum Schwingen anzuregen.
✻ Experimentieren Sie mit allen möglichen Eingangssignalen, z.B. verschiedenen Oszillatoreinstellungen,
Rauschen, externen Signalen oder diversen Kombinationen.
109
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
7'8'/
Die verschiedenen Hüllkurventypen
0'(123'++'4
0'(13'/'#+'4
9::;
ADSR Hüllkurve
Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik sind in den meisten
Analog-Synthesizern zu finden. Sie besitzen 4 Parameter,
die ihren Verlauf bestimmen: Attack, Decay, Sustain
und Release. Die anderen Parameter der HüllkurvenBedienebene haben hier keine Funktion und können
deshalb auch nicht editiert werden. Die nachfolgende
Zeichnung erläutert den Aufbau einer solchen ADSRHüllkurve:
)*+"#,-
!""#$%
&'$#(
ADSR Hüllkurve
.'/'#+'
5,6'
Durch Auslösen einer Note wird die Hüllkurve gestartet.
Sie steigt zunächst innerhalb der mit dem AttackParameter vorgegebenen Zeit auf ihren Maximalwert an.
Danach fällt Sie innerhalb der mit Decay eingestellten
Zeit auf den Sustain-Wert ab. Dort verbleibt sie solange,
bis die Keyboard-Taste wieder losgelassen wird. Anschließend sinkt die Hüllkurve innerhalb der ReleaseZeit wieder auf Null ab.
ADS1DS2R Hüllkurve
Ein etwas komplizierter Name für eine Hüllkurve, deren
Aufbau im Grunde aber einfach zu verstehen ist. Neben
der Charakteristik der schon bekannten ADSR-Hüllkurve,
verbergen sich ein einstellbarer Attackpegel und eine
Blofeld Bedienhandbuch
110
Die Klangerzeugung
zweite Decay- und Sustain-Funktion. Mit diesen weiteren
Parametern lassen sich sehr komplexe Verläufe generieren.
7'8'/
0'(123'++'4
keine Funktion und können deshalb auch nicht editiert
werden.
9':'/
0'(123'++'415316,"1+653"/(
;<<=
0'(13'/'#+'4
9::;
)*+"#,-1<
!""#$%17'8'/
)*+"#,-
)*+"#,-
!""#$%
&'$#(
&'$#(1<
.'/'#+'
5,6'
!""#$%
ADS1DS2R Hüllkurve
&'$#(
.'/'#+'
7,8'
One Shot-Hüllkurve
One Shot-Hüllkurve
Loop S1S2-Hüllkurve
Die One-Shot-Hüllkurve eignet sich besonders für perkussive Klänge, die keine zusätzliche Haltephase benötigen.
Mit anderen Worten: die Hüllkurve durchläuft alle Stufen,
egal wie lange eine Taste gehalten wird. Das schließt
auch die Attack-Phase ein. Die Parameter sind die gleichen wie bei der ADSR-Hüllkurve, wobei mit Sustain
eine weitere Pegeländerung programmiert werden kann.
So lassen sich mit One-Shot-Hüllkurven sehr perkussiven
Attackphasen oder so genannte "Gate"-Effekte erzeugen.
Einige Parameter der Hüllkurven-Bedienebene haben hier
Die Loop S1S2-Hüllkurve wiederholt die Phase zwischen
Sustain und Sustain 2 solange eine Note gehalten wird,
nachdem die Attack-Phase einmal durchlaufen wurde.
Wird also Sustain 2 erreicht, regelt Decay den "Rücksprung" zu Sustain und Decay 2 den "Weitersprung" zu
Sustain 2 und so weiter. Sobald die Note losgelassen
wird, startet die Release-Phase der Hüllkurve. Die Einstellmöglichkeiten sind die gleichen wie bei der
ADS1DS2R-Hüllkurve.
111
Blofeld Bedienhandbuch
Die Klangerzeugung
7'8'/
0'(123'++'4
7'8'/
0'(13'/'#+'4
9::;
0'(123'++'4
0'(13'/'#+'4
9::;
)*+"#,-1<
!""#$%17'8'/
!""#$%
)*+"#,-1<
!""#$%17'8'/
)*+"#,-
)*+"#,-
7==2
7==2
&'$#(
&'$#(1<
.'/'#+'
5,6'
!""#$%
Loop S1S2-Hüllkurve
Loop All-Hüllkurve
Die Loop All-Hüllkurve ähnelt der Loop S1S2-Hüllkurve,
wiederholt jedoch alle Phasen, solange eine Note gehalten wird. Zunächst werden alle Hüllkurvenphasen durchlaufen und sobald die Release-Phase endet, beginnt die
Hüllkurve wieder von Anfang und durchläuft noch einmal
alle Phasen. Wird die Note losgelassen, stoppt die Wiederholung und die Hüllkurve geht in die Release-Phase.
Blofeld Bedienhandbuch
112
&'$#(
&'$#(1<
.'/'#+'
Loop All-Hüllkurve
5,6'
Anhang
Modulationsquellen
Anhang
Modulationsquellen:
off
LFO1
LFO1*MW
FM Quellen
FM Quelle:
off
Osc1
Osc2
Osc3
Noise
LFO1
LFO2
LFO3
FilterEnv
AmpEnv
Env3
Env4
Beschreibung:
Modulation ausgeschaltet
Signal von Oszillator 1
Signal von Oszillator 2
Signal von Oszillator 3
Signal des Rauschgenerators
Signal von LFO 1
Signal von LFO 2
Signal von LFO 3
Filter-Hüllkurve
Lautstärke-Hüllkurve
Hüllkurve 3
Hüllkurve 4
LFO2
LFO2*Prs.
LFO3
FilterEnv
AmpEnv
Env3
Env4
Keytrack
Velocity
Rel. Velo
Pressure
Poly Prs.
Pitchbend
Modwheel
113
Beschreibung:
Modulation ausgeschaltet
Signal von LFO 1
Signal von LFO 1 multipliziert mit
Modulationsrad
Signal von LFO 2
Signal von LFO 2 multipliziert mit
Aftertouch
Signal von LFO 3
Filter-Hüllkurve
Lautstärke-Hüllkurve
Hüllkurve 3
Hüllkurve 4
MIDI-Notennummer
Anschlagstärke der MIDI-Note
Loslassgeschwindigkeit der MIDINote
monophoner MIDI-Aftertouch
polyphoner MIDI-Aftertouch
MIDI-Pitchbend-Signal
MIDI-Modulationsrad (Controller
#1)
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
Sust. Ctrl
Foot Ctrl
BreathCtrl
Control W, X, Y, Z
Unisono V
Modifier #1...#4
minimum
MAXIMUM
MIDI-Haltepedal (Controller #64)
MIDI-Fußschweller-Pedal (Controller #4)
MIDI-Anblasstärke (Controller #2)
frei zuweisbarer MIDI-Controller
W, X, Y, Z
Anzahl der Unisono Stimmen
Ergebnis von Modifier #1...#4
Konstante für minimale Modulation
(entspricht 0)
Konstante für maximale Modulation (entspricht +1)
Blofeld Bedienhandbuch
114
Anhang
Modulationsziele
Modulationsziele:
Pitch
O1 Pitch, O2 Pitch,
O3 Pitch
O1 PW, O2 PW, O3
PW
O1 FM, O2 FM, O3
FM
O1 Level, O2 Level,
O3 Level
O1 Bal., O2 Bal.,
O3Bal.
Ring Level
Ring Bal.
Noise Level
Noise Bal.
F1 Cutoff, F2 Cutoff
F1 Reson., F2 Reson.
F1 FM, F2 FM
F1 Drive, F2 Drive
F1 Pan, F2 Pan
Volume
LFO1Speed,
LFO2Speed,
LFO3Speed
FE Attack
FE Decay
Beschreibung:
Tonhöhe aller Oszillatoren
Tonhöhe von Oszillator 1…3
Pulsweite von Oszillator 1...3
Stärke der Frequenzmodulation
von Oszillator 1…3
Lautstärke von Oszillator 1…3
FE Sust.
Filter 1/2 Balance von Oscillator
1…3
Lautstärke des Ringmodulators
Filter 1/2 Balance des Ringmodulators
Lautstärke des Rauschgenerators
Filter 1/2 Balance Rauschgenerator
Filterfrequenz von Filter 1…2
Resonanz von Filter 1…2
Stärke der Frequenzmodulation
FE Rel.
AE Attack
AE Decay
AE Sust.
AE Rel.
E3 Attack
E3 Decay
E3 Sust.
115
von Filter 1…2
Sättigung von Filter 1…2
Panorama von Filter 1…2
Gesamtlautstärke
Geschwindigkeit von LFO 1…3
Attack der Filter-Hüllkurve
Decay (und Decay 2) der FilterHüllkurve
Sustain (und Sustain 2) der FilterHüllkurve
Release der Filter-Hüllkurve
Attack der Lautstärke-Hüllkurve
Decay (und Decay 2) der Lautstärke-Hüllkurve
Sustain (und Sustain 2) der Lautstärke-Hüllkurve
Release der Lautstärke-Hüllkurve
Attack von Hüllkurve 3
Decay (und Decay 2) von Hüllkurve 3
Sustain (und Sustain 2) von Hüll-
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
E3 Rel.
E4 Attack
E4 Decay
E4 Sust.
E4 Rel.
M1 Amount
M2 Amount
M3 Amount
M4 Amount
kurve 3
Release von Hüllkurve 3
Attack von Hüllkurve 4
Decay (und Decay 2) von Hüllkurve 4
Sustain (und Sustain 2) von Hüllkurve 4
Release von Hüllkurve 4
Stärke
der
Modulationszuordnung von Modulation 1
Stärke
der
Modulationszuordnung von Modulation 2
Stärke
der
Modulationszuordnung von Modulation 3
Stärke
der
Modulationszuordnung von Modulation 4
Blofeld Bedienhandbuch
116
Anhang
Wenn Sie keinen Internet-Zugang besitzen, können Sie
eine CD-ROM mit den entsprechenden Daten bei Ihrem
Händler erhalten.
Aktualisieren des Betriebssystems
Der Blofeld bietet eine wartungsfreundliche Funktion, die
es ermöglicht, die interne Betriebssoftware ohne Austausch von Teilen zu aktualisieren.
☞
Alle Software-Updates kommen in Form eines Standard
MIDI Files, das von jedem Sequenzerprogramm gelesen
werden kann. Die effektivste Möglichkeit, um diese Datei
zu erhalten, ist ein "Download" von unserer Internet WebSeite:
So aktualisieren Sie die Betriebssoftware des
Blofeld:
•
Laden Sie das entsprechende Standard MIDI
File in Ihr Sequenzerprogramm. Lesen Sie
dazu auch die Anleitung des Sequenzers.
•
Das MIDI File enthält eine einzige Spur mit
systemexklusiven Daten. Stellen Sie sicher,
dass diese Spur dem Blofeld zugewiesen ist,
damit dieser die Daten empfangen kann.
•
Stellen Sie sicher, dass alle Cycle oder LoopModi ausgeschaltet sind. Schalten Sie zusätzlich das Metronom und die MIDI ClockSendefunktion Ihres Sequenzers aus.
•
Starten Sie den Sequenzer, so dass die Daten
an den Blofeld gesendet werden.
•
Der Blofeld zeigt eine Meldung, die über den
Update-Vorgang informiert.
•
Warten Sie bis der Vorgang abgeschlossen
ist. Nach erfolgreichem Empfang aller Daten
http://www.waldorfmusic.de
Achten Sie darauf, folgende Bestandteile zu laden:
•
blofeld_vxx.mid (falls dieses Betriebssystem aktueller als das bisher installierte ist)
•
changelog.txt (laden Sie diese Datei immer herunter, da sie alle Änderungen des aktuellen Betriebssystems enthält)
w
Unter Umständen erhalten Sie auf unserer Webseite eine „gepackte“ Datei, die neben dem Betriebssystem auch ein neues Soundset und ein aktualisiertes Bedienhandbuch enthält.
117
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
"brennt" der Blofeld die gesendete Datei in
seinen Flash-Speicher.
•
w
m
Befolgen Sie den Hinweis im Display des
Blofelds.
Sie können ein Betriebssystemupdate sowohl über
den MIDI-Eingang als auch über die USBSchnittstelle des Blofeld einspielen. Wir empfehlen
das Einspielen des Updates über die schnelle USBVerbindung.
Schalten Sie auf keinen Fall den Blofeld aus, während diese Meldung erscheint. Als Folge kann ein
völliger Datenverlust auftreten, so dass der Blofeld
nicht mehr funktionsfähig ist!
Blofeld Bedienhandbuch
118
Anhang
Bedenken Sie dabei, dass die LFOs eine maximale
Geschwindigkeit von 2500 Hz haben und außerdem Aliasing als Seiteneffekt erzeugen können.
Tipps & Tricks
•
Rauschen als FM-Quelle für einen Oszillator erzeugt ein gefärbtes Rauschen, dessen Charakter
durch den FM-Amount-Parameter, der entsprechenden Oszillator-Wellenform und der Tonhöhe
verändert werden kann.
•
Benutzen Sie die Hüllkurven 3 oder 4, um einen
oder mehrere Oszillatoren einzublenden. Das ist
zum Beispiel nützlich, wenn Sie einen kurzen Attacksound benötigen. Dazu weisen Sie in der
Modulations-Matrix Env3 oder Env 4 dem entsprechenden Oszillator-Level mit einem positiven
Amount zu. Sie können den Oszillator dabei auch
mit Rauschen frequenzmodulieren, das ergibt einen eher hauchenden Klangcharakter.
•
Für den klassischen “Filter Trigger”-Klang müssen
Sie im Blofeld nicht unbedingt ein Filter "opfern".
Ein Sinus-Oszillator, dessen Tonhöhe von einer
Hüllkurve moduliert wird, erzeugt dies auch sehr
effektiv.
•
Nutzen Sie die LFOs als FM-Quellen. Damit erhalten Sie praktisch einen FM-Strang mit mehreren
Operatoren zur Erzeugung sehr komplexer Klänge.
119
•
Setzten Sie auch die Wavetables als FM-Quelle
ein. Wenn diese dann auch noch per LFO moduliert werden, können Sie wirklich neuartige Klänge
schaffen.
•
Für sehr breite Klänge verfahren Sie folgendermaßen: Programmieren Sie eine Klang, der nur Filter
1 nutzt, setzen Sie Routing auf seriell, so dass beide Filter mit gleichem Pegel in die Panorama-Stufe
geleitet werden. Filter 2 sollte ein Comb-Filtertyp
mit mittlerer bis kleiner Cutoff und keiner Resonanz sein. Stellen Sie die Pan-Parameter der Filter
entgegengesetzt ein. Weitere Bewegung bringen
Sie durch Modulation des Comb-Filters mit einem
LFO.
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
Technische Daten des Blofeld
Stromversorgung
Nennspannung:
Versorgungsspannung
Maximale Stromaufnahme:
Maximale Leistungsaufnahme:
DC 12 V
100 – 240 V
0.3 A
5W
Abmessungen und Gewicht Blofeld Desktop
Breite:
304 mm
Tiefe:
132 mm
Höhe (einschl. Bedienelemente):
Gesamtgewicht:
54 mm
1,3 kg
Abmessungen und Gewicht Blofeld Keyboard
Breite:
740 mm
Tiefe:
275 mm
Höhe (einschl. Bedienelemente):
100 mm
Gesamtgewicht:
Blofeld Bedienhandbuch
8,0 kg
120
Anhang
13
14
0…15
0…3
Arp Length
Arp Active
Controller, die mit einem * gekennzeichnet sind, ändern
nicht das eigentliche Soundprogramm, sondern modulieren den Klang oder haben andere Aufgaben.
15
0…5
LFO 1 Shape
Ctrl
#
ControllerBereich
16
0…127
LFO 1 Speed
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
nicht benutzt
0…127
0…127
nicht benutzt
0…127
0…127
nicht benutzt
0…127
nicht benutzt
nicht benutzt
0…127
nicht benutzt
0…9
17
18
19
0…1
0…127
0…5
LFO 1 Sync
LFO 1 Delay
LFO 2 Shape
20
0…127
LFO 2 Speed
21
22
23
0…1
0…127
0…5
LFO 2 Sync
LFO 2 Delay
LFO 3 Shape
24
0…127
LFO 3 Speed
MIDI-Controller-Nummern
Controller-Name
oder
KlangParameter
Bank Select MSB
Modulationsrad*
Breath Control*
undefiniert
Foot Control*
Glide Rate
Data Entry
Kanallautstärke*
Balance
undefiniert
Pan*
Expression
Arp Range
Wertebereich
- nicht benutzt
0…127
0…127
- nicht benutzt
0…127
0…127
- nicht benutzt
0…127
- nicht benutzt
- nicht benutzt
L64…R63
- nicht benutzt
1…10 Oktaven
121
1…16 Schritte
off, on, one
shot, hold
sine, triangle,
square,
sawtooth, random,
S&H
0…127 or 256
bars…1/96
off, on
0…127
sine, triangle,
square,
sawtooth, random,
S&H
0…127 or 256
bars…1/96
off, on
0…127
sine, triangle,
square,
saw,
random, S&H
0…127 or 256
bars…1/96
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
25
26
27
0…1
0…127
16, 28,
40…112
52…76
0…127
0…127
0…5
LFO 3 Sync
LFO 3 Delay
Osc 1 Octave
off, on
0…127
128’…1/2’
Osc 1 Semitone
Osc 1 Detune
Osc 1 FM
Osc 1 Shape
Bank Select LSB*
Osc 1 PW
Osc 1 PWM
Osc 2 Octave
36
37
38
39
0…n
0…127
0…127
16, 28,
40…112
52…76
0…127
0…127
0…5
-12…+12
-64…+63
0…127
pulse,
saw,
triangle, sine,
alt 1, alt 2
Bank A...
0…127
-64…+63
128’…1/2’
40
41
0…127
0…127
Osc 2 PW
Osc 2 PWM
28
29
30
31
32
33
34
35
Osc 2 Semitone
Osc 2 Detune
Osc 2 FM
Osc 2 Shape
Blofeld Bedienhandbuch
42
-12…+12
-64…+63
0…127
pulse,
saw,
triangle, sine,
alt 1, alt 2
0…127
-64…+63
122
Osc 3 Octave
128’…1/2’
43
44
45
46
16, 28,
40…112
52…76
0…127
0…127
0…5
Osc 3 Semitone
Osc 3 Detune
Osc 3 FM
Osc 3 Shape
47
48
49
50
51
0…127
0…127
0…1
0…127
0…9
Osc 3 PW
Osc 3 PWM
Sync
Pitchmod
Glide Mode
52
53
0…127
0…127
Osc 1 Level
Osc 1 Balance
54
55
0…127
0…127
Ringmod Level
Ringmod Balance
56
0…127
Osc 2 Level
-12…+12
-64…+63
0…127
pulse,
saw,
triangle, sine,
alt 1, alt 2
0…127
-64…+63
off, on
-64…+63
siehe
“Glide
Mode”
0…127
F1
64…mid…F2
63
0…127
F1
64…mid…F2
63
0…127
Anhang
57
0…127
Osc 2 Balance
58
59
0…127
0…127
Osc 3 Level
Osc 3 Balance
60
61
0…127
0…127
Noise Level
Noise Balance
62
63
64
65
66
67
68
0...127nicht benutzt
0…127
0…127
0…127
0…127
0…10
69
70
71
72
0…127
0…127
0…127
0…127
Noise Colour
undefiniert
Sustain Pedal*
Glide Active
Sostenuto
Routing
Filter 1 Type
Filter 1 Cutoff
Filter 1 Resonance
Filter 1 Drive
Filter 1 Keytrack
F1
64…mid…F2
63
0…127
F1
64…mid…F2
63
0…127
F1
64…mid…F2
63
-64...+63
- nicht benutzt
off, on
off, on
off, on
serial/parallel
siehe
“FilterTypen”
0…127
0…127
0…127
-200…+197%
123
73
74
75
76
77
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
78
79
0…127
0…10
80
81
82
83
84
85
86
87
88
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
89
90
91
0…127
0…127
0…127
Filter 1 Env. Amount
Filter 1 Env. Velocity
Filter 1 CutoffMod
Filter 1 FM
Filter 1 Pan
-64…+63
-64…+63
-64…+63
off, 1…127
L64…center…
R63
Filter 1 Panmod
-64…+63
Filter 2 Type
siehe
“FilterTypen”
Filter 2 Cutoff
0…127
Filter 2 Resonance
0…127
Filter 2 Drive
0…127
Filter 2 Keytrack
-200…+197%
Filter 2 Env. Amount -64…+63
Filter 2 Env. Velocity -64…+63
Filter 2 CutoffMod
-64…+63
Filter 2 FM
off, 1…127
Filter 2 Pan
L64…center…
R63
Filter 2 Panmod
-64…+63
Amp Volume
0…127
Amp Velocity
-64…+63
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
Amp Mod
FX 1 Mix
FX 2 Mix
FE Attack
FE Decay
FE Sustain
FE Decay 2
FE Sustain 2
FE Release
AE Attack
AE Decay
AE Sustain
AE Decay 2
AE Sustain 2
AE Release
E3 Attack
E3 Decay
E3 Sustain
E3 Decay 2
E3 Sustain 2
E3 Release
E4 Attack
Blofeld Bedienhandbuch
-64…+63
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
124
114
115
116
117
118
119
120
121
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
nicht benutzt
0
0
122
0…127
123
0
124
125
126
127
nicht benutzt
nicht benutzt
nicht benutzt
nicht benutzt
E4 Decay
E4 Sustain
E4 Decay 2
E4 Sustain 2
E4 Release
undefiniert
All Sound Off*
Reset All Controllers*
Local Control
All Notes Off*
Omni Mode Off
Omni Mode On
Poly Mode On/Off
Poly Mode On
0…127
0…127
0…127
0…127
0…127
nicht benutzt
sofortige Stille
setzt alle Controller zurück
Local Control
Off/On
lässt alle Stimmen ausklingen
nicht benutzt
nicht benutzt
nicht benutzt
nicht benutzt
Anhang
Amplifier
Glossar
= engl. Verstärker. Ein Baustein, der die Lautstärke eines
Aftertouch
Klanges anhand des Steuersignals verändert. Dieses Steuersignal wird meistens von einer Hüllkurve erzeugt.
Die meisten modernen MIDI-Keyboards besitzen die
Fähigkeit, Aftertouch-Meldungen zu erzeugen. Drückt
man bei einem derartigen Keyboard eine bereits gehaltene
Note fest hinunter, so generiert dieser „Nachdruck“ MIDIMeldungen. Dies kann dazu verwendet werden um dem
Klangcharakter zusätzliche Ausdruckskraft (z.B. durch
Vibrato) zu verleihen.
Arpeggiator
Ein Arpeggiator ist ein Gerät, das einen eingehenden
Akkord in seine Einzeltöne zerlegt und rhythmisch wiederholt. Dabei lassen sich meist verschiedene Wiederholmuster vorgeben, um einen weiten Anwendungsbereich zu erfassen. Typische Parameter eines Arpeggiators sind Oktavbereich, Richtung, Geschwindigkeit
und Notenlänge. Einige Arpeggiatoren bieten feste oder
frei programmierbare Rhythmusfiguren.
Aliasing
Aliasing ist ein Effekt, der auftritt, wenn ein Signal mit zu
niedriger Samplingrate abgetastet wird. Frequenzen oberhalb der halben Samplingrate tauchen hierbei im hörbaren Bereich wieder auf und machen sich meist störend
bemerkbar. Aliasing entsteht auch durch Verzerrung des
digitalen Signals, wenn die hierdurch hinzukommenden
Obertöne höher als die halbe Samplingrate sind.
Attack
Parameter einer Hüllkurve. Attack ist ein Begriff für die
Anstiegsgeschwindigkeit einer Hüllkurve von ihrem Startwert bis zur Maximalauslenkung. Die Attackphase beginnt
unmittelbar nach Eingang eines Triggersignals, z.B. Betätigung einer Note auf der Tastatur.
Amount
Bezeichnet die Stärke einer Modulation, also die Modulationstiefe, die auf einen Parameter wirkt.
125
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
Die Meldung besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:
Bandpass-Filter
• der Controller-Nummer, die bestimmt, was beeinflusst
wird. Sie kann zwischen 0 und 120 liegen,
Ein Bandpassfilter lässt nur Frequenzen in der Umgebung
seiner Mittenfrequenz durch. Frequenzen darüber und
darunter werden gedämpft.
• dem Controller-Wert, der bestimmt, wie stark die Modifikation vorgenommen wird.
Bandsperrenfilter
Beispiele für den Einsatz von Controllern sind langsam
einsetzendes Vibrato, Bewegung des Klangs im Stereobild
oder Beeinflussung der Filterfrequenz.
Ein Bandsperrenfilter arbeitet in umgekehrter Weise wie
ein Bandpassfilter. Es dämpft nur Frequenzen im Bereich
seiner Mittenfrequenz und lässt alle anderen Frequenzen
passieren.
Cutoff
siehe Filterfrequenz.
Clipping
Clipping ist eine Verzerrung, die auftritt, sobald ein Signalpegel seine maximal zulässige Obergrenze überschreitet. Das Aussehen eines solchen „geclippten“ Signals ist davon abhängig, in welchem Zusammenhang die
Verzerrung entsteht. In einem analogen System wird das
Signal auf seinen Maximalpegel begrenzt. In einem digitalen System ist Clipping gleichzusetzen mit einem numerischen Überlauf, bei dem die Polarität des Signals oberhalb des Maximalwertes umgekehrt wird.
Decay
Parameter einer Hüllkurve. Decay bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit einer Hüllkurve unmittelbar nach Erreichen des Maximalwertes. Die Decay-Phase schließt sich
unmittelbar an die Attack-Phase an. Sie endet, wenn die
Hüllkurve ihren mit Sustain eingestellten Haltepegel erreicht hat.
Envelope
siehe Hüllkurve.
Control Change (Controllers)
Mit Hilfe dieser MIDI-Meldungen ist es möglich, das
Klangverhalten eines Tonerzeugers zu verändern.
Blofeld Bedienhandbuch
126
Anhang
Filter
Hüllkurve
Ein Filter ist ein Baustein, der Signalanteile je nach Frequenz durchlässt oder sperrt. Seine wichtigste Kenngröße
ist die Filterfrequenz. Die wichtigsten Bauformen des
Filters sind Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Bandsperre.
Ein Tiefpass dämpft alle Frequenzen oberhalb der Eckfrequenz. Ein Hochpass entsprechend alle darunter liegenden. Beim Bandpass werden nur Frequenzen im Bereich
um die Mittenfrequenz durchgelassen, alle anderen
dämpft dieser Filtertyp. Die Bandsperre arbeitet genau
entgegengesetzt. Sie dämpft nur die Frequenzen im Bereich der Mittenfrequenz. Der am häufigsten eingesetzte
Filtertyp ist der Tiefpass.
Eine Hüllkurve erzeugt ein zeitlich veränderliches Steuersignal. Sie wird verwendet, um einen klangformenden
Baustein innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu modulieren. Eine Hüllkurve kann zum Beispiel die Filtereckfrequenz eines Tiefpassfilters modulieren. Dadurch öffnet
und schließt sich das Filter in Abhängigkeit von der Hüllkurve, wodurch sich die Charakteristik des gefilterten
Klanges zeitlich ändert. Gestartet wird die Hüllkurve
durch ein Triggersignal, meist eine MIDI-Note. Die klassische Form der Hüllkurve besteht aus vier getrennt einstellbaren Phasen: Attack, Decay, Sustain und Release. Sie
wird daher auch als ADSR-Hüllkurve bezeichnet. Sobald
ein Triggersignal eintrifft, durchläuft die Hüllkurve die
Attack- und Decay-Phase, bis sie den Sustain-Pegel erreicht. Dieser wird dann solange gehalten, bis das Triggersignal beendet wird. Danach geht sie in die Release-Phase
über, die den Pegel bis zum Minimalwert absenkt.
Filterfrequenz
Die Filterfrequenz ist eine wichtige Kenngröße von Filtern. Ein Tiefpassfilter dämpft Signalanteile oberhalb dieser Frequenz. Signalanteile, die darunter liegen werden
unbearbeitet durchgelassen.
LFO
Hochpass-Filter
LFO ist die Abkürzung für „Low Frequency Oscillator“.
Ein LFO erzeugt eine periodische Schwingung mit niedriger Frequenz und wählbaren Wellenformen. Er kann,
genau wie eine Hüllkurve, zu Modulationszwecken benutzt werden.
Ein Hochpassfilter dämpft alle Signalanteile unterhalb
seiner Filtereckfrequenz. Darüber liegende Anteile werden nicht beeinflusst.
127
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
erreicht. Er arbeitet derart, dass er das eingehende Signal
unverändert wieder zur Verfügung stellt. Ein weiteres
Empfangsgerät wird dann einfach dort angeschlossen.
Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Kette, mit der ein
Sender und mehrere Empfänger verbunden sind. Es ist
natürlich wünschenswert, dass der Sender jedes einzelne
Gerät getrennt ansprechen kann. Daher muss dafür gesorgt werden, dass sich die einzelnen Geräte untereinander an gewisse Spielregeln halten.
MIDI
MIDI ist die Abkürzung für „Musical Instrument Digital
Interface“, was soviel heißt wie Digital-Schnittstelle für
Musikinstrumente. Es wurde Anfang der achtziger Jahre
entwickelt, um elektronische Musikinstrumente verschiedener Bauarten und Hersteller miteinander zu verbinden.
Gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine einheitliche Norm
für die Verkopplung mehrerer Klangerzeuger, so stellte
MIDI einen entscheidenden Fortschritt dar. Von nun an
war es möglich, mittels einfacher und immer gleicher
Verbindungsleitungen alle Geräte untereinander zu verbinden.
MIDI Kanal
Wichtiger Bestandteil der meisten Meldungen. Ein Empfangsgerät reagiert nur dann auf eingehende Meldungen,
wenn sein eingestellter Empfangskanal identisch mit dem
Sendekanal der Meldung ist. Dies ermöglicht die gezielte
Informationsübertragung an einen Empfänger. Der MIDIKanal ist im Bereich 1 bis 16 wählbar. Darüber hinaus
kann ein Gerät auf Omni geschaltet werden. Dadurch
empfängt es auf allen 16 Kanälen.
Die grundsätzliche Vorgehensweise ist dabei folgende: Es
wird immer ein Sender mit einem oder mehreren Empfängern verbunden. Soll beispielsweise ein Computer einen
Synthesizer spielen, so ist der Computer der Sender und
der Synthesizer der Empfänger. Zu diesem Zweck besitzen
alle MIDI-Geräte, bis auf wenige Ausnahmen, zwei oder
drei Anschlüsse: MIDI In, MIDI Out und ggf. MIDI Thru.
Das sendende Gerät gibt die Informationen über seinen
MIDI Out Anschluss an die Außenwelt. Über ein Kabel
werden die Daten an den MIDI In Anschluss des Empfängers weitergeleitet.
MIDI Clock
Die MIDI Clock-Meldung bestimmt durch ihr zeitliches
Auftreten das Tempo eines Stückes. Sie dient dazu, zeitabhängige Vorgänge zu synchronisieren.
Eine Sonderbedeutung hat der MIDI Thru Anschluss. Er
ermöglicht es erst, dass ein Sender mehrere Empfänger
Blofeld Bedienhandbuch
128
Anhang
nen Meldungstyp dar. Die Begründung liegt vor allem
darin, dass die Pitchbend-Meldung mit wesentlich feinerer
Auflösung übertragen wird als „normale“ Controller. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass das
menschliche Gehör äußerst sensibel für Änderungen der
Tonhöhe ist.
Modulation
Modulation ist die Beeinflussung eines klangformenden
Bausteins durch eine so genannte Modulationsquelle. Als
Modulationsquellen werden im allgemeinen LFO,
Hüllkurven oder MIDI-Meldungen benutzt. Das Modulationsziel, also der beeinflusste Klangbaustein, kann z.B.
ein Filter oder ein VCA sein.
Program Change
MIDI-Meldung zum Umschalten des Klangprogrammes.
Erlaubt ist die Auswahl zwischen Programmnummer 1 bis
128.
Note on / Note off
Dies ist die wichtigste MIDI-Meldung. Sie bestimmt die
Tonhöhe und die Anschlagstärke des erzeugten Tons. Der
Zeitpunkt ihres Eintreffens ist zugleich der Startzeitpunkt
des Tons. Die Tonhöhe ist das Resultat der gesendeten
Notennummer. Diese liegt im Bereich von 0 bis 127. Die
Anschlagstärke (Velocity) liegt im Bereich von 1 bis 127.
Der Wert 0 für die Anschlagstärke bedeutet „Note Off“,
d.h. die Note wird abgeschaltet.
Release
Parameter einer Hüllkurve. Bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit der Hüllkurve auf ihren Minimalwert,
nachdem das Triggersignal beendet wird. Die ReleasePhase beginnt dann unabhängig davon, an welche Stelle
die Hüllkurve sich zu diesem Zeitpunkt gerade befindet,
also z.B. auch in der Attack-Phase.
Panning
Bezeichnet die Panoramaposition eines Klanges im Stereobild.
Resonanz
Die Resonanz ist ein wichtiger Filterparameter. Sie betont
einen schmalen Bereich um die Filterfrequenz herum, was
eine Lautstärkeanhebung aller Frequenzen in diesem
Bereich bewirkt. Die Resonanz ist ein beliebtes Mittel der
Klangverfremdung. Erhöht man die Resonanz sehr stark,
Pitchbend
Pitchbend ist eine MIDI-Meldung. Obwohl die PitchbendMeldung (Tonhöhenbeugung) funktionell den ControlChange Meldungen sehr ähnlich ist, stellt sie einen eige129
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
so gerät das Filter in Eigenschwingung und generiert eine
relativ saubere Sinusschwingung.
Trigger
Ein Trigger ist ein Auslösesignal für Ereignisse. Die Natur
des Triggersignals kann dabei sehr unterschiedlich sein.
Bspw. kann eine MIDI-Note oder ein Audio-Signal als
Trigger dienen. Das ausgelöste Ereignis kann ebenfalls
sehr vielfältig sein. Eine häufig genutzte Anwendung ist
das Einstarten einer Hüllkurve.
Sustain
Parameter einer Hüllkurve. Sustain bezeichnet den Haltepegel einer Hüllkurve, der nach Durchlaufen der Attackund Decay-Phase erreicht wird. Er wird solange gehalten,
bis das Triggersignal beendet wird.
USB
Systemexklusive Daten
Der Universal Serial Bus (USB) ist ein serielles Bussystem
zur Verbindung eines Rechners (PC und Apple) mit externen Geräten. Mit USB ausgestattete Geräte können im
laufenden Betrieb miteinander verbunden (Hot-Plugging)
und angeschlossene Geräte und deren Eigenschaften
automatisch erkannt werden. Musikinstrumente mit USBAnschluss übertragen meist MIDI- und Audiodaten über
diese Schnittstelle.
Systemexklusive Daten stellen den Zugang zum Innersten
eines MIDI-Gerätes dar. Sie ermöglichen den Zugriff auf
Daten und Funktionen, die sonst durch keine anderen
MIDI-Meldungen repräsentiert werden. „Exklusiv“ heißt
auch, dass die hier genannten Daten nur für einen einzigen Gerätetyp gelten. Jedes Gerät hat also seine eigenen
systemexklusiven Daten. Die häufigsten Einsatzgebiete für
diesen Datentyp sind das Übertragen kompletter Speicherinhalte und die vollständige Gerätesteuerung durch einen
Computer.
Volume
Bezeichnet die Lautstärke eines Klanges am Ausgang.
Tiefpass-Filter
Wave
Ein Tiefpassfilter ist eine oft in Synthesizern benutzte
Filterbauform. Es dämpft alle Signalanteile oberhalb seiner
Filtereckfrequenz. Darunter liegende Anteile werden nicht
beeinflusst.
Blofeld Bedienhandbuch
Eine Wave ist im Zusammenhang mit der WavetableSynthese eine digital gespeicherte Abbildung eines einzelnen Wellendurchlaufs. Insofern ist eine Wave identisch
130
Anhang
mit einem Sample, das exakt nach einem einzelnen Wellendurchlauf geloopt ist. Der Unterschied zu einem Sampler oder ROM-Sample-Player ist allerdings, dass alle Waves gleich lang sind und daher in der gleichen Tonhöhe
abgespielt werden.
Wavetable
Eine Wavetable besteht aus Zeigern auf Waves, die getrennt gespeichert werden. In einer Wavetable sind eine
Anzahl solcher Zeiger, die auf jeweils eine Wave zeigen,
zusammengefasst. Eine Wavetable kann weniger Zeiger
enthalten als sie Einträge besitzt. In diesem Fall werden
die leeren Einträge automatisch durch interpolierte Wellenformen ersetzt, die aus den vorhandenen errechnet
werden.
131
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
The following standards have been used to declare conformity:
EG Konformitätserklärung
Declaration of Conformity
EN 55013
des Herstellers / of the manufacturer:
Waldorf, 28.08.2007
Waldorf Music GmbH
Neustrasse 12
53498 Waldorf / Germany
Verantwortliche Person / Responsible person:
Stefan Stenzel
erklärt hiermit, dass das Produkt / will be hereby declared
that the following named product
Stefan Stenzel, Geschäftsführer
Waldorf Blofeld
Stefan Stenzel, Board Of Managment
Gerätetyp / Device type: Synthesizer
Gerätenummer / Device number: 426012638007
in Übereinstimmung mit den Richtlinien,
conforms to the requirements
2004/108/EG und 2006/95/EG
in Verkehr gebracht wurde. Für die Konformitätserklärung
wurde nachstehende Norm angewandt:
Blofeld Bedienhandbuch
132
Anhang
Am 15.12.2004 wurde die überarbeitete Richtlinie 2004/108/EG
zur Elektromagnetischen Verträglichkeit von der Europäischen
Kommission veröffentlicht (AB. L 390/2004). Sie ersetzt die bisher
geltende EMV-Richtlinie 89/336/EWG.
EN 61000-3-2
Elektromagnetische Verträglichkeit ( EMV) – Teil 3-2: Grenzwerte
–
Grenzwerte
für Oberschwingungsströme
( GeräteEingangsstrom £ 16 A je Leiter) ( IEC 61000-3-2: 2000, modifiziert) Deutsche Fassung EN 61000-3-2: 2000
Im Zusammenhang mit dieser Überarbeitung gelten folgende
Übergangsfristen: Im Juli 2007 wird die bisher geltende Richtlinie
(89/336/EWG) aufgehoben. Die Übergangsfrist zur Anwendung
der neuen Richtlinie (2004/108/EG) endet am 20. Juli 2009.
Normen für Audio
EN 61000-3-3
EN 55013 EN 55020 EN 61000-3-2 EN 61000-3-3)
Elektromagnetische Verträglichkeit ( EMV) - Teil 3-3: Grenzwerte
– Begrenzung von Spannungsänderungen, Spannungsschwankungen und Flicker in öffentlichen NiederspannungsVersorgungsnetzen für Geräte mit einem Bemessungsstrom £ 16
A je Leiter, die keiner Sonderanschlussbedingung unterliegen (
IEC 61000-3-3: 1994 + A1: 2001) Deutsche Fassung EN 610003-3: 1995 + Corrigendum: 1997 + A1: 2001
EN 55013
Ton-und Fernseh-Rundfunkempfänger und verwandte Geräte der
Unterhaltungselektronik -Funkstöreigenschaften -Grenzwerte und
Messverfahren ( IEC/ CISPR 13: 2001, modifiziert
+ A1: 2003); Deutsche Fassung EN 55013: 2001 + A1: 2003
Andere Normen unter
http://www.ce-zeichen.de/nsp.htm
EN 55020
2006/95/EG Elektrische Betriebsmittel (Niederspannungsrichtlinie)
Ton-und Fernseh-Rundfunkempfänger und verwandte Geräte der
Unterhaltungselektronik
-Störfestigkeitseigenschaften
Grenzwerte und Prüfverfahren ( IEC/ CISPR 20: 2002 + A1:
2002); Deutsche Fassung EN 55020: 2002 + A1: 2003
133
Blofeld Bedienhandbuch
Anhang
relocate/reorient the antenna. If the antenna lead-in is 300 ohm
ribbon lead, change the lead-in to co-axial type cable. If these
corrective measures do not produce satisfactory results, please
contact the local retailer authorized to distributed this type of
product.
FCC Information (U.S.A.)
1. IMPORTANT NOTICE: DO NOT MODIFY THIS UNIT! This
product, when installed as indicated in the instructions contained
in this Manual, meets FCC requirements. Modifications not expressly approved by Waldorf may void your authority, granted by
the FCC, to use this product.
The statements above apply ONLY to products distributed in the
USA.
2. IMPORTANT: When connecting this product to accessories
and/or another product use only high quality shielded cables.
Cable/s supplied with this product MUST be used. Follow all
installation instructions. Failure to follow instructions could void
your FCC authorization to use this product in the USA.
Canada
The digital section of this apparatus does not exceed the „Class
B“ limits for radio noise emissions from digital apparatus set out
in the radio interference regulation of the Canadian Department
of Communications.
3. NOTE: This product has been tested and found to comply with
the requirements listed in FCC Regulations, Part 15 for Class „B“
digital devices. Compliance with these requirements provides a
reasonable level of assurance that your use of this product in
residential environment will not result in harmful interference
with other electronic devices. This equipment generates/uses
radio frequencies and, if not installed and used according to the
instructions found in the users manual, may cause interference
harmful to the operation of other electronic devices. Compliance
with FCC regulations does not guarantee that interference will
not occur in all installations. If this product is found to be the
source of interference, which can be determinated by turning the
unit „OFF“ and „ON“, please try to eliminate the problem by
using one of the following measures: Relocate either this product
or the device that is being affected by the interference. Utilize
power outlets that are on branch (Circuit breaker or fuse) circuits
or install AC line filter/s. In the case of radio or TV interference,
Blofeld Bedienhandbuch
Le present appareil numerique n’emet pas de briut radioelectriques depassant les limites aplicables aux appareils numeriques
de la „Classe B“ prescrites dans la reglement sur le brouillage
radioelectrique edicte par le Ministre Des Communications du
Canada. Ceci ne s’applique qu’aux produits distribués dans
Canada.
Other Standards (Rest of World)
This product complies with the radio frequency interference
requirements of the Council Directive 89/336/EC.
Cet appareil est conforme aux prescriptions de la directive
communautaire 89/336/EC.
134
Anhang
der normalen Nutzung durch Material- oder Verarbeitungsfehler
aufgetreten.
Dette apparat overholder det gaeldenda EF-direktiv vedrørendareadiostøj.
Diese Geräte entsprechen der EG-Richtlinie 89/336/EC.
Produktgarantie
Produktunterstützung
Vielen Dank für den Kauf dieses Waldorf Produktes. Es zeichnet
sich durch Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus. Dennoch
können Material- oder Verarbeitungsfehler nicht völlig ausgeschlossen werden. Daher bieten wir Ihnen eine verlängerte
Garantie. Diese Garantie erstreckt sich auf alle Defekte in Material und Verarbeitung für den Zeitraum von 1 Jahr ab Kauf des
Produktes. Während der Garantiezeit ersetzt oder repariert Waldorf Music das durch Waldorf Music oder ein autorisiertes Service Zentrum als defekt befundene Produkt, ohne dem Kunden
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Garantie in Anspruch zu nehmen, muss sich der Kunde zunächst
telefonisch mit dem zuständigen Vertrieb in Verbindung setzen.
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oder Eingriffe von unautorisierten Personen verursacht wurden
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b Schicken Sie uns einen Brief. Etwas langsamer, dafür jedoch
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Waldorf Music GmbH
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135
Blofeld Bedienhandbuch
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