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Unterschiedliche Suggestionsbedingungen in der Behandlung der Primären
Insomnie und ihre Zusammenhänge mit Trancetiefe, Suggestibilität und
Imaginationsfähigkeit
Inaugural-Dissertation
zur Erlangung der Doktorwürde
der
Philosophischen Fakultät
der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität
zu Bonn
vorgelegt von
Melanie Schön
aus
Aschaffenburg
Bonn 2009
Gedruckt mit der Genehmigung der Philosophischen Fakultät
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Zusammensetzung der Prüfungskommission:
Prof. Dr. Rainer Banse……………………………………………………………..
(Vorsitzende/Vorsitzender)
Prof. Dr. O. Berndt Scholz……………………………………………………….….…
(Betreuerin/Betreuer und Gutachterin/Gutachter)
Prof. Dr. Martin Reuter………………………………………………………………
(Gutachterin/Gutachter)
Prof. Dr. Marie-Luise Kluck………………………………………………………………
(weiteres prüfungsberechtigtes Mitglied)
Tag der mündlichen Prüfung: 08. Juli 2008
Diese Dissertation ist auf dem Hochschulschriftenserver der ULB Bonn unter
http://hss.ulb.uni-bonn.de/diss_online elektronisch publiziert.
Für Fiona und Keno
Danksagung
Mein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Prof. Dr. O. Berndt
Scholz, der mir stets mit gutem Rat zur Seite stand und mich durchgehend auf
meinem langen Weg zur Anfertigung dieser Arbeit unterstützt hat.
Ganz besonders danke ich auch allen meinen Kolleginnen und Kollegen
der Abteilung für Klinische und Angewandte Psychologie der Universität Bonn
für Ihre Ratschläge, den wissenschaftlichen Austausch und die Unterstützung.
Im Besonderen gilt dieser Dank Herrn Dr. Frank A. Kaspers, Frau Dr. Brigitte
Konradt, Herrn Dr. Alexander F. Schmidt, Herrn Dr. Thomas P. Busch, Herrn
PD Dr. Ralf Dohrenbusch, Frau Dipl.-Psych. Gabi Romünder sowie Herrn Philip
Claren und Herrn Ingo Zettler.
Herzlich bedanken möchte ich mich bei den Patientinnen und Patienten
des Bonner Insomnie-Projektes – ohne Sie wäre diese Arbeit nicht möglich
gewesen!
Ich danke den Mitarbeiterinnen des Prüfungsamtes der Philosophischen
Fakultät der Universität Bonn, Frau Regina Koch und Frau Anke Piel, für das
geduldige Beantworten all meiner Fragen rund ums Thema Dissertation und
Promotion.
Zu guter Letzt danke ich all meinen Freundinnen und Freunden, v.a.
meiner Freundin Frau Dipl-Psych. Bernadett Maas, sowie meiner wundervollen
Familie, ganz besonders David Rose, unserer fantastischen Tochter Fiona und
Baby xy, auf das wir alle sehr gespannt sind, für Unterstützung und Verständnis
– v.a. wenn Mutti mal wieder gestresst am Computer gearbeitet hat... Ich liebe
Euch! Danke auch an die Katze Kim und den niemals vergessenen Shane für
ihr aufmunterndes Geschnurre.
Köln, im März 2008
Melanie Schön
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1
1 Theoretischer Hintergrund
3
1.1 Schlafstörungen
3
1.1.1 Klassifikation
3
1.1.2 Epidemiologie und Verlauf
5
1.1.3 Phänomenologie und Ätiologie
7
Konditionierungsprozesse
7
Schonverhalten
7
Wahrnehmung und Kognition
8
Hyperarousal
8
1.1.4 Aktuelle Therapieansätze
Medikamentöse Therapie
9
9
Schlafhygiene
10
Stimuluskontrolle
11
Entspannungsverfahren
12
Kombinierte Therapieprogramme
12
1.2 Hypnose und Hypnotherapie
14
1.2.1 Definition und Aufbau von Hypnose
14
1.2.2 Trance und Trancevertiefung
16
1.2.3 Suggestionen und Metaphern
17
1.2.4 Suggestibilität, Hypnotisierbarkeit und Imagination
20
1.3 Hypothesen
22
2 Methode
23
2.1 Kurzbeschreibung des Bonner Insomnieprojektes
23
2.2 Stichprobe
24
2.2.1 Stichprobenzusammensetzung
24
2.2.2 Rekrutierung und Auswahl der Versuchspersonen
24
2.2.3 Eingangsdiagnostik der Stichprobe
25
2.2.4 Verteilung der DIA-X-Diagnosen auf die Behandlungsbedingungen
28
2.3 Studiendesign und Therapieablauf
30
2.3.1 Bedingungsvariation
33
Beschreibung der hypnotherapeutischen CDs
2.3.2 Therapieablauf der einzelnen Sitzungen
33
38
Erste Sitzung
38
Zweite Sitzung
40
Dritte Sitzung
43
Vierte Sitzung
45
Fünfte Sitzung
47
Sechste Sizung
49
2.4 Messinstrumente
52
2.4.1 Strukturiertes Interview zur Diagnose von Schlafstörungen (SIS-D)
52
2.4.2 Diagnostisches Expertensystem für Psychische Störungen (DIA-X)
52
2.4.3 Das Bonner elektronische Schlaftagebuch
55
2.4.4 Der Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
59
2.4.5 Der Freiberger Imaginations-, Relaxations- und
Suggestibilitätstest (FIRST)
60
2.4.6 Der Trancetiefetest nach Field
62
2.4.7 Weitere Messinstrumente
64
2.5 Datenauswertung
69
2.5.1 Abhängige und unabhängige Variablen
69
2.5.2 Auswertung des Bonner elektronischen Schlaftagebuches
71
2.5.3 Statistische Verfahren
74
Verfahren und Signifikanzen
74
Effektstärken
76
Ausgangswertkorrigierte Veränderungskennwerte
77
Programme
81
2.6 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen
in ergebnisrelevanten Parametern vor Behandlungsbeginn
82
2.6.1 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen
in den PSQI-Variablen vor Behandlungsbeginn
82
2.6.2 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen
in den Suggestibilitätsvariablen des FIRST vor Behandlungsbeginn
84
2.6.3 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen
in den Imaginationsvariablen des FIRST vor Behandlungsbeginn
3 Ergebnisse
85
87
3.1 Unterschiede zwischen den Bedingungen
in Hinblick auf Ausmaß des Therapieerfolgs
3.1.1 Auswertung der Daten des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs
Unterschiede zwischen den Bedingungen in den Responderanteilen
87
87
87
Unterschiede zwischen den Bedingungen
in Level und Trend der Tagebuchvariablen
90
3.1.2 Überprüfung von Gruppenunterschieden
im Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
136
3.2 Unterschiede zwischen den Bedingungen in Hinblick auf Stabilität
des Therapieerfolgs in den Variablen des
Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
145
3.3 Überprüfung von Gruppenunterschieden
im Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) mittels
ausgangswertkorrigierter Veränderungskennwerte
153
3.4 Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
über den zeitlichen Verlauf
158
3.4.1 Unterschiede zwischen den Bedingungen über den Therapieverlauf
158
3.4.2 Einfluss des Zeitfaktors auf den Therapieverlauf
176
3.5 Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination
auf den Therapieerfolg
3.5.1 Vorgeschaltete Überprüfung von Zusammenhängen
183
183
Ergebnisse zur Trancetiefe
184
Ergebnisse zur Suggestibilität
190
Ergebnisse zur Imagination
192
3.5.2 Überprüfung des Einflusses von Trancetiefe, Suggestibilität
und Imagination auf Ausmaß und Stabilität des Therapieerfolges
194
Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination
auf den unmittelbaren Therapieerfolg (Posterhebung)
195
Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination
auf die Stabilität des Therapieerfolgs (Katamneseerhebung)
212
3.6 Einfluss der Suggestionsbedingungen auf die Trancetiefe
227
4 Diskussion
233
4.1 Diskussion der Einzelergebnisse
233
4.1.1 Unterschiede zwischen den Behandlungsbedingungen
in Hinblick auf Stärke des Therapieerfolgs
233
Ergebnisse zum Bonner elektronischen Schlaftagebuch
233
Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
242
4.1.2 Unterschiede zwischen den Behandlungsbedingungen
in Hinblick auf Stabilität des Therapieerfolgs
243
4.1.3 Überprüfung von PSQI-Gruppenunterschieden mittels
ausgangswertkorrigierter Veränderungskennwerte
245
4.1.4 Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
über den zeitlichen Verlauf
245
Überprüfung von Gruppenunterschieden
245
Veränderungen im zeitlichen Verlauf über alle Probanden
248
4.1.5 Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination
auf den Therapieerfolg
249
Trancetiefe und unmittelbares Therapieergebnis
251
Trancetiefe und Katamneseerhebung
256
4.1.6 Einfluss der Suggestionsbedingungen auf die Trancetiefe
258
4.2 Diskussion allgemein
260
Literatur
265
Anhang A: Demographische Angaben der Probanden sowie deren Verteilung
auf die drei Untersuchungsbedingungen
Anhang B: Einverständniserklärung für die Videoaufzeichnung
Anhang C: Schriftliche Bedienungsanleitung des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs
Anhang D: Vertrag zur Nutzung des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs
Anhang E: Anleitung zum Gebrauch der CDs
Anhang F: Infoblatt „Verschiedene Formen der Insomnie“
Anhang G: Infoblatt „Schlafregeln I“
Anhang H: Infoblatt „Schlafregeln II“
Anhang I: Infoblatt „Schlafregeln III“
Anhang J: Abbildungen: „Verlauf des typischen Nachtschlafs nach Cartwright“
und „Zwei-Prozess-Modell der Schlaf-Wach-Regulation nach Borbély“
(zitiert nach Riemann & Backhaus, 1996)
Anhang K: Abbildungen: „Schlaf-Wach-Muster vom Säuglingsalter bis ins hohe
Lebensalter“ und „Schlafarchitektur über die Lebensspanne“ (zitiert nach
Riemann & Backhaus, 1996)
Anhang L: Bogen zur Erfassung der Trancetiefe in der 4. Sitzung
Anhang M: z-transformierte Interceptwerte der Baselinephase
Anhang N: z-transformierte Slopewerte der Baselinephase
Anhang O: z-transformierte Interceptwerte der Treatmentphase
Anhang P: z-transformierte Slopewerte der Treatmentphase
Einleitung
Einleitung
Schlafstörungen stellen ein weit verbreitetes Phänomen dar, ungefähr
ein Viertel der Bevölkerung leidet an Insomnien (Hajak & Rüther, 1995). Sie
äußern sich in Ein- und/oder Durchschlafstörungen bzw. frühmorgendlichem
Erwachen sowie nichterholsamen Schlaf. Ferner fühlen sich die Betroffenen
durch die mangelhafte Schlafquantität und -qualität tagsüber beeinträchtigt. Für
die Primäre Insomnie ist weiterhin kennzeichnend, dass die Schlafstörungen
nicht auf eine Narkolepsie, eine atmungsbedingte Schlafstörung, Störungen des
circadianen
Rhythmus,
Parasomnien,
psychiatrische
oder
medizinische
Erkrankungen sowie Substanzeinnahme zurückzuführen sind (American
Psychiatric Association, 1996).
Die medikamentöse Behandlung von Insomnien ist aufgrund von
Suchtgefahr sowie Verschlechterung des Schlafes kritisch zu bewerten,
wohingegen sich verhaltenstherapeutische Methoden als sehr effektiv erwiesen
haben (Unnewehr, Winter, Kraemer, Ehlert & Linden, 1997). V.a. multimodale
Therapieprogramme, welche verschiedene nicht-medikamentöse Methoden
vereinen, weisen extrem hohe Effektstärken auf (Morin, Culbert & Schwartz,
1994). Da sich bei Schlafstörungen in der Regel auf kognitiver, emotionaler und
physiologischer Ebene ein mit Schlaf und Entspannung inkompatibler
Erregungszustand zeigt, ist der Einsatz von Entspannungsverfahren in der
Therapie ebenfalls als sinnvoll zu bewerten (Müller & Paterok, 1999).
Eine Form der Entspannung ist die Hypnose, welche zudem mittels
gezieltem Einsatz von Suggestionen therapeutisch genutzt werden kann. Es
liegen empirische Befunde in der Wirksamkeit von Hypnotherapie in der
Behandlung von Schlafstörungen vor (z.B. Howsam, 1990). Eine ökonomische
Umsetzung von Hypnotherapie findet in Form von hypnotherapeutischen
Audiocasseten bzw. CDs statt, welche von den Patienten im häuslichen Umfeld
zu
hören
sind.
Die
Wirksamkeit
von
solchem
hypnotherapeutischen
Audiomaterial konnte für die Therapie von Insomnien belegt werden (z.B. Behre
& Scholz, 1998; Scholz & Ott; 2000).
1
Einleitung
Eine Form von Hypnose ist die reine Entspannungshypnose (Kossak,
1993).
Zudem
können
therapeutische
Suggestionen,
z.B.
in
Form
metaphorischer Anekdoten, eingesetzt werden. Solche Metaphern können mit
oder ohne vorherige Entspannungsinstruktion appliziert werden. Seitens des
Rezipienten spielen Faktoren wie die erreichte Trancetiefe sowie Suggestibilität
und Imaginationsfähigkeit eine Rolle.
Die vorliegende Arbeit befasst sich zum einen mit der unterschiedlichen
Wirksamkeit
von
reiner
Entspannungshypnose
sowie
ausschließlicher
Metapherdarbietung bzw. einer Kombination beider Elemente innerhalb eines
multimodalen Therapieprogrammes der Primären Insomnie, welches von
Scholz (2002b) konzipiert wurde. Es wird dabei der Frage nachgegangen, ob
Metapherdarbietung nach zuvor erfolgter Entspannungsinstruktion in der
Wirksamkeit höher ausfällt als bei Separierung beider Methoden. Zudem
werden Fragen nach Einflüssen individueller Trancetiefe, Suggestibilität und
Imagination auf therapeutische Verbesserungen sowie die Abhängigkeit dieser
drei Konstrukte von den unterschiedlichen Hypnosevariationen in den Fokus
gerückt.
2
1 Theoretischer Hintergrund
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 Schlafstörungen
1.1.1 Klassifikation
„Insomnie“ bedeutet zwar wörtlich übersetzt Schlaflosigkeit, gemeint ist
mit der Bezeichnung jedoch eine Hyposomnie, d.h. ein „zu wenig“ an Schlaf,
welches sich auf die Schlafqualität und/oder die Schlafquantität bezieht. Von
der betroffenen Person wird ein Missverhältnis zwischen Schlafbedürfnis und
Schlafvermögen wahrgenommen. Im klinischen Sinne fasst der Begriff
Insomnie Ein- und/oder Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen
und unerholsamen Schlaf zusammen.
Tabelle 1.1.: Klassifikation der Schlafstörungen nach ICD-10 (Dilling et al., 1994).
1. Nichtorganische Schlafstörungen
•
Nichtorganische Insomnie
•
Nichtorganische Hypersomnie
•
Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
•
Schlafwandeln
•
Pavor Nocturnus
•
Alpträume
•
Andere nichtorganische Schlafstörungen
•
Nicht näher bezeichnete nichtorganische Schlafstörungen
2. Schlafstörungen organischen Ursprungs
3. Schlafstörungen als Symptom einer anderen psychischen Erkrankung
ICD-10 und DSM-IV legen für die Schlafstörungen unterschiedliche
Klassifikationsprinzipien zugrunde. Während ICD-10 in organische und nichtorganische Schlafstörungen unterteilt (siehe Tabelle 1.1.), trennt DSM-IV die
primären Schlafstörungen, die Schlafstörungen im Rahmen einer psychischen
Erkrankung, Schlafstörungen aufgrund eines medizinischen Faktors und
substanzinduzierte Schlafstörungen voneinander (siehe Tabelle 1.2.).
3
1 Theoretischer Hintergrund
Tabelle 1.2.:
Klassifikation der Schlafstörungen nach DSM-IV (American Psychiatric
Association, 1996).
1. Primäre Schlafstörungen
1. Dyssomnien
a. Primäre Insomnie
b. Primäre Hypersomnie
c.
Narkolepsie
d. Atmungsbezogene Schlafstörungen
e. Zirkadian bedingte Schlafstörungen
f.
Nicht näher bezeichnete Dyssomnie (u.a. Restless legs)
2. Parasomnien
2. Schlafstörungen in Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung
1. Insomnie in Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung
2. Hypersomnie in Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung
3. Schlafstörungen aufgrund eines medizinischen Krankheitsfaktors
1. Insomnie
2. Hypersomnie
3. Parasomnie
4. Mischtypus
4. Substanzinduzierte Schlafstörung
1. Insomnie
2. Hypersomnie
3. Parasomnie
4.
Mischtypus
Insomnien sind gekennzeichnet durch einen subjektiven oder objektiven
Schlafmangel, der sich durch Wachliegezeiten zu Beginn, während und/oder
am Ende der Nacht sowie in einer verkürzten Gesamtschlafdauer äußert.
Weitere Kennzeichen sind eine unzureichende Schlafqualität sowie eine
Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit oder der Leistungsfähigkeit am Tage.
Gemäß ICD-10 muss die Symptomatik mindestens dreimal pro Woche auftreten
4
1 Theoretischer Hintergrund
und mindestens einen Monat lang andauern. DSM-IV fordert lediglich eine
einmonatige Dauer.
Ein weiteres Diagnosesystem für Schlafstörungen ist die International
Classification of Sleeping Disorders (ICSD) der American Sleep Disorders
Association (ASDA) (Schramm & Riemann, 1995), welche die Primäre Insomnie
weiter untergliedert in die psychophysiologische Insomnie, die Fehlbeurteilung
des Schlafes, inadäquate Schlafhygiene und umweltbedingte Schlafstörungen.
Diese Differenzierung ist teilweise artifiziell, da sich die Gruppen nach klinischer
Erfahrung überlappen und eine primäre Insomnie in der Regel von
verschiedenen Faktoren aufrechterhalten wird. Demzufolge haben diese
Subtypen auch nur sehr bedingt differentialtherapeutische Konsequenzen.
1.1.2 Epidemiologie und Verlauf
Schlafstörungen stellen ein weit verbreitetes Phänomen in der
Bevölkerung dar. Bunke (2000) wies bei einer Erhebung an 2490 Patienten aus
deutschen Allgemeinarztpraxen eine Prävalenz von 20,6% nach. In einer
Zusamenfassung
internationaler
Studien
wurde
eine
durchschnittliche
Vorkommenshäufigkeit von 24,5% berechnet (Bunke, 2000). Diese Werte
passen zu den üblichen Angaben der schlafstörungsspezifischen Fachliteratur,
die für die westlichen Industrieländern Prävalenzen zwischen 15-35% und 2030% postulieren (Hajak & Rüther, 1995; Backhaus & Riemann, 1999; Müller &
Paterok, 1999). Bei 10-15% der Bevölkerung soll es sich hierbei um schwere,
behandlungsbedürftige Schlafstörungen handeln. Obwohl etwa 20% aller
Patienten, die einen Hausarzt konsultieren, an Insomnie leiden, wurde diese
Diagnose von den Ärzten nur in 46% der Fälle vergeben (Bunke, 2000). Etwa
40% der in den Allgemeinarztpraxen diagnostizierten Insomniker erhielten eine
medikamentöse Therapie, oft über mehrere Monate oder Jahre. Dies führt
jedoch nicht zu einer langfristigen Besserung, im Gegenteil: Toleranz- und
Abhängigkeitsentwicklung sowie weitere Faktoren stellen Risiken für die
Chronifizierung der Schlafstörung dar (siehe Kapitel 1.1.4, „Medikamentöse
Therapie“).
Es
vergehen
im
Durchschnitt
12-14
Jahre,
bevor
ein
5
1 Theoretischer Hintergrund
Insomniepatient das erste Mal mit einem auf Schlafstörungen spezialisierten
Arzt/Psychologen in Kontakt kommt (Müller & Paterok, 1999).
Frauen sind öfter von Schlafstörungen betroffen als Männer, ferner ist
bei Frauen ein Zusammenhang zwischen Schlafstörung und Alter nachweisbar:
Vor allem Frauen zwischen 45 und 54, aber auch zwischen 75 und 92 Jahren
sind gehäuft von Insomnien betroffen, wohingegen Frauen zwischen 14 und 34
Jahren vermindert an Schlafstörungen leiden (Bunke, 2000). Bei Männern steigt
die Häufigkeit von Schlafstörungen mit zunehmendem Alter an.
Der Verlauf von Insomnien ist in vielen Fällen chronisch, und
Spontanremissionen sind selten (Backhaus & Riemann, 1999; Müller & Paterok,
1999). Über ein Viertel der von Bunke (2000) befragten Patienten gab an, mehr
als zehn Jahre an Schlafstörungen zu leiden. Bei nur 2,7% der Stichprobe
dauerten die Schlafbeschwerden weniger als vier Wochen.
Chronische Insomnien erhöhen deutlich das Risiko für spätere
psychische
Störungen
(insbesondere
Depression,
Angststörung,
Alkoholabhängigkeit) (Backhaus & Riemann, 1999). Ungefähr einem Drittel aller
Insomnien liegen psychiatrische Erkrankungen zugrunde, und bei ca. einem
Drittel der Patienten mit Primärer Insomnie finden sich zusätzliche psychiatrisch
relevante Störungen. Bunke (2000) stellte fest, dass bei Insomniepatienten
häufiger psychiatrische und chronische körperliche Krankheiten diagnostiziert
wurden. Zwei Drittel der psychiatrischen Patienten klagen über Störungen des
Schlafes bzw. der Schlafqualität (Müller & Paterok, 1999). 10-15% der
Insomniepatienten
weisen
eine
Medikamenten-
bzw.
Alkoholmiss-
brauchsproblematik auf (Müller & Paterok, 1999).
Partnerlosigkeit, Scheidung, Trennung und Verwitwung haben ebenso
einen Einfluss auf die Häufigkeit von Schlafstörungen wie niedrige Schulbildung
und Schichtarbeit (Bunke, 2000). Diese Zusammenhänge sind v.a. für die
Altersgruppe der 25-34jährigen nachweisbar.
6
1 Theoretischer Hintergrund
1.1.3 Phänomenologie und Ätiologie
Konditionierungsprozesse
Das Zubettgehen erfolgt bei Insomniepatienten häufig nach der Uhr und
nicht nach der Müdigkeit. Dies geschieht in der Annahme, durch längere
Bettliegezeiten die Wahrscheinlichkeit für Schlaf zu erhöhen. Tatsächlich führt
die höhere Diskrepanz zwischen Bettliege- und Schlafzeit zu einer Verstärkung
des Gefühls einer Schlafstörung. Ferner kann das Bett durch die langen
Wachphasen seine Stimulusqualität für den Schlaf verlieren und wird mit
Wachheit und Unruhe assoziiert. Auf diese Weise können Schlafstörungen
durch klassische Konditionierungsprozesse aufrechterhalten werden. Es ist von
daher ratsam, in der Therapie an den entsprechenden Reiz-ReaktionsVerbindungen anzusetzen.
Schonverhalten
Weitere dysfunktionale Gewohnheiten von Insomniepatienten sind
unregelmäßige Schlaf-Wach-Rhythmen mit verlängerten Schlafzeiten am
Morgen, längeren Bettliegezeiten an Wochenenden und freien Tagen und das
Einlegen von Tagschlafepisoden. Durch diese Strategien wird der Schlafdruck
und somit die Wahrscheinlichkeit, Nachtschlaf zu finden, gemindert. Bei vielen
Patienten führt das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung zu einer
ausgeprägten Schonhaltung mit Verzicht auf Freizeitaktivitäten und Interessen.
Die subjektiv empfundene erhöhte Tagesmüdigkeit soll jedoch vielmehr Folge
einer
Überbewertung
normaler
Vigilanzschwankungen
denn
der
Schlafstörungen sein. In der Therapie von Schlafstörungen sollte, gemäß dieser
Faktoren, eine Erhöhung des nächtlichen Schlafdrucks und eine Verbesserung
des Schlaf-Wach-Rhythmus antizipiert werden
7
1 Theoretischer Hintergrund
Wahrnehmung und Kognition
Häufig findet sich bei den Betroffenen eine Fehlwahrnehmung des
Schlafzustandes: Einschlaflatenz und nächtliches Wachliegen werden meist
über-, tatsächliche Aufwachhäufigkeit sowie Gesamtschlafdauer unterschätzt.
Eine mögliche Ursache für die Fehlwahrnehmung der Schlafdauer ist, dass die
leichten Schlafstadien subjektiv als Wachsein erlebt werden (Riemann,
Backhaus, Schramm & Hohagen, 1996). In der Therapie sollten solche
Fehlwahrnehmungen bewusst gemacht werden.
Weitere Fehleinstellungen liegen bezüglich des Schlafes und der
Schlafstörung vor (Backhaus & Riemann, 1999): Schlafpatienten haben höhere
Erwartungen an den Schlaf als Schlafgesunde und schätzen die Konsequenzen
der Insomnie drastischer ein. Hierdurch setzen sie sich unter Leistungsdruck,
was zu einer Persistierung der Schlafstörung führen kann. Unzureichende
Kenntnisse
und
unrealisistische
Erwartungen
bezüglich
der
normalen
Schlafphysiologie (z.B. „Jeder Mensch braucht acht Stunden Schlaf“) sollten in
der Therapie korrigiert werden.
Hyperarousal
Auf kognitiver und emotionaler Ebene fällt bei Schlafgestörten ferner die
Fokussierung auf das Schlafgeschehen auf, begleitet von Angst vor der
Schlaflosigkeit
und
den
damit
verbundenen
Konsequenzen.
Diese
Komponenten können als kognitive und emotionale Ausdrucksweisen des
vielerorts in Zusamenhang mit Insomnien beschriebenen „Hyperarousals“
verstanden werden. Dieser Erregungszustand zeigt sich auf kognitiver,
emotionaler und physiologischer Ebene und ist inkompatibel mit Schlaf und
Entspannung. Die kognitive Überaktivität der nächtlichen Wachliegezeiten
äußert sich in Problemgrübeln, Gedankenkreisen, Gedankenbildern und/oder
Verarbeitungs- und Plangedanken, den vergangenen bzw. kommenden Tag
betreffend. Auf emotionaler Ebene finden sich Ärger und Verzweiflung über die
Schlafstörung, Angst oder Niedergeschlagenheit. Physiologisch sind u.a.
erhöhte Herz- und Atemfrequenzen bei Schlafpatienten festzustellen (Hajak &
8
1 Theoretischer Hintergrund
Rüther, 1995). Durch überhöhte Selbstbeobachtung, sich unter Druck setzen
und die Antizipation negativer Konsequenzen des schlechten Schlafes wird das
Erregungsniveau wiederum erhöht (Riemann, Backhaus, Schramm & Hohagen,
1996). Dieses Hyperarousal zeigt sich auch darin, dass bei Insomniepatienten
trotz der quälenden Müdigkeit meist eine Unfähigkeit am Tage zu schlafen
besteht (Müller & Paterok, 1999). Es scheint von daher sinnvoll in der Therapie
von Schlafstörungen neben behavioralen und kognitiven Methoden auch
Entspannungsverfahren anzuwenden.
1.1.4 Aktuelle Therapieansätze
Medikamentöse Therapie
Benzodiazepine gelten als Mittel der Wahl zur Behandlung von
Schlafstörungen in der ärztlichen Praxis. Dies ist jedoch nicht unproblematisch.
Benzodiazepine
verkürzen
die
Einschlaflatenz
und
die
nächtlichen
Wachphasen, sie verändern jedoch auch die physiologische Schlafstruktur
(Hajak & Rüther, 1995; Riemann, Backhaus, Vorderholzer & Hohagen, 1996):
Die Verlängerung der Gesamtschlafzeit geschieht zugunsten der leichten
Schlafstadien,
unterdrückt
wohingegen
werden.
Die
REM-
und
Verlängerung
Tiefschlafphasen
der
jedoch
Gesamtschlafzeit
häufig
beträgt
polygraphisch im Mittel nur eine halbe Stunde. Dieser „Gewinn“ wird von den
Patienten subjektiv meist überschätzt, was möglicherweise auf die amnestische
Wirkung mancher Substanzen zurückgeht, und beinhaltet gleichzeitig die
Gefahr der Langzeiteinnahme. Schlafstörungen in den frühen Morgenstunden
mit vermehrter Ängstlichkeit am Tage können durch Benzodiazepine mit relativ
kurzer Halbwertszeit ausgelöst werden (Riemann, Backhaus, Vorderholzer &
Hohagen, 1996). Ferner zeigen sich „Hang-over“-Effekte am nächsten Tag:
Dämpfung der Vigilanz, Schläfrigkeit, Einbuße in der Konzentrations-,
Gedächtnis-
und
Leistungsfähigkeit
sowie
Einschränkungen
im
Reaktionsvermögen. Bei Patienten mit Schwäche der Atemregulation kann
durch die muskelrelaxierende Wirkung dieser Medikamente eine Verstärkung
9
1 Theoretischer Hintergrund
der Atemregulationsstörung auftreten. Muskelschwäche, Ataxie und somit
Stürze
beim
nächtlichen
Aufstehen
können
ebenfalls
Folgen
der
Muskelrelaxation sein (Hajak & Rüther, 1995). Bei älteren Patienten und
Kindern kann es zu paradoxen Reaktionen kommen: Es zeigen sich
Antriebssteigerung und Erregungszustände nach der Einnahme. Abruptes
Absetzen der Benzodiazepine führt zu „Rebound-Insomnien“, welche, neben
der Toleranzsteigerung und des Abhängigkeitsrisikos, verbunden mit der
psychischen Abhängigkeit und dem Wegfall der Eigenverantwortlichkeit, einen
Faktor
für
die
Perpetuierung
des
Medikamentengebrauchs
und
der
Chronifizierung der Insomnie darstellt.
Wegen all dieser Risiken erfolgte in den letzten Jahren vermehrt der
Einsatz
von
sedierenden
Antidepressiva
und
Neuroleptika.
Beide
Präparatgruppen sollen eine sehr gute schlafanstossende Wirkung ohne das
Risiko der Anhängigkeitsentwicklung besitzen. Bei den Antidepressiva sind die
Nebenwirkungen v.a. anticholinerger und kardialer Art, ferner können
Blutbildveränderungen auftreten. Außer Trimipramin führen Antidepressiva zu
deutlicher REM-Schlaf-Unterdrückung. Neuroleptika werden bevorzugt bei
älteren Patienten eingesetzt, mögliche Nebenwirkungen hierbei sind extrapyramidaler Art sowie das Risiko von Spätdyskinesien.
Die
Wirkungsweise
sowie
mögliche
Nebenwirkungen
natürlicher
Schlafsubstanzen, wie dem Delta Sleep Inducing Peptid (DSIP) und Melatonin,
sind bislang noch unzureichend untersucht.
Schlafhygiene
Schlafhygiene besteht aus der Vermittlung von Informationen über den
Schlaf,
über
Veränderungen
des
Schlafs
im
Lebenslauf
sowie über
schlafbegünstigende- bzw. beeinträchtigende Verhaltensweisen. Hierdurch
sollen Erwartungen, Standards und Mythen korrigiert werden. Konkret beziehen
sich diese Informationen auf den Genuss von koffeinhaltigen Getränken und
Alkohol,
Rauchen,
abendliche
Mahlzeiten,
körperliche
Aktivitäten
und
10
1 Theoretischer Hintergrund
Ähnliches. Im Weiteren beinhalten sie Aufklärungen bezüglich gängiger
Schlafmythen, wie z.B. „Acht Stunden Schlaf braucht der Mensch“ oder „Der
Schlaf vor Mitternacht ist der beste“ (Backhaus & Riemann, 1999; Müller &
Paterok, 1999). Schlafhygienische Regeln alleine haben einen Effekt in
Richtung signifikanter Abnahme von Aufwachfrequenz und Wachliegedauer.
Allerdings sind Patienten, die zusätzliche therapeutische Maßnahmen erhalten
zufriedener mit der Therapie (siehe Backhaus & Riemann, 1996).
Stimuluskontrolle
Die Stimuluskontrolle basiert auf dem lerntheoretischen Ansatz der
Erklärung von Insomnien. Bett und Schlafumgebung werden demnach mit
schlafinkompatiblen Aktivitäten assoziiert. Hieraus wurden Regeln abgeleitet
um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu strukturieren sowie die Kopplung zwischen
Bett und Schlaf zu festigen. Im Kern bestehen die Regeln aus folgenden
Punkten:
•
Nur bei ausgeprägter Müdigkeit zu Bett gehen
•
Keine anderen Aktivitäten im Bett
•
Keine langen Wachliegezeiten im Bett
•
Morgens immer zur selben Zeit aufstehen
•
Nicht am Tage schlafen
Die Effektivität der Stimuluskontrolle ist extrem hoch (Müller & Paterok,
1999).
Dieses
Verfahren
schneidet
im
Vergleich
zu
anderen
in
schlafspezifischen Parametern mit am besten ab und führt, konsequent
angewendet, zu einem erheblichen Schlafdruck. Die Verkürzung der Bettzeit
erhöht die Wahrscheinlichkeit für Schlaf und steigert somit die Schlafeffizienz (=
Anteil der Schlafzeit an der Bettzeit).
Postulierte Wirkfaktoren der Stimuluskontrolle sind 1.) Wiederherstellung
der Hinweisfunktion des Bettes für den Schlaf und 2.) Strukturierung des SchlafWach-Rhythmus.
Signifikante
Durchschlafstörungen
konnten
Verbesserungen
empirisch
von
nachgewiesen
Ein-
und
werden,
die
11
1 Theoretischer Hintergrund
Wirkfaktoren jedoch nicht. Möglicherweise besteht die Wirkung auch in einer
Durchbrechung von Grübelkreisläufen (Backhaus & Riemann, 1996).
Entspannungsverfahren
Die Begründung für den Einsatz von Entspannungsverfahren in der
Behandlung von Schlafstörungen liegt im empirisch bestätigten erhöhten
physiologischen,
kognitiven
und
emotionalen
Erregungsniveau
von
Schlafpatienten (Müller & Paterok, 1999). Am häufigsten angeboten und in der
Praxis eingesetzt werden die Progressive Muskelrelaxation und das Autogene
Training.
Hypnose
wird
ebenfalls
erfolgreich
in
der
Behandlung
von
Schlafstörungen eingesetzt (Meinhold, 1980; Kossak, 1993). Howsam (1990)
beschreibt eindrucksvoll die erfolgreiche Behandlung von Schlafstörungen
mittels einer sehr individualisierten Hypnotherapie im Falle eines elfjährigen
Jungen. Behre und Scholz (1998) und Scholz und Ott (2000) konnten die
Wirksamkeit
standardisierter
hypnotherapeutischer
Suggestionen
(die
Darbietung erfolgte mittels Audiocassette) in der Behandlung chronischer
Schlafstörungen bei erwachsenen Probanden nachweisen. Standardisierte
hypnotherapeutische
Audiocassetten
sind
demzufolge
eine
effektive
Maßnahme in der Behandlung von Insomnien und zeigen ihre Wirksamkeit
bereits
innerhalb
von
drei
Wochen
(Scholz
&
Ott,
2000).
Wirksamkeitsindikatoren hierbei waren die Reduktion der Einschlaflatenz, der
nächtlichen Wachliegedauer und der Anzahl des nächtlichen Erwachens.
Kombinierte Therapieprogramme
Multimodale Programme setzen an verschiedenen Ebenen an und
berücksichtigen so am besten das komplexe Bild von Insomnien. Es werden
dabei fast alle nicht-medikamentösen Verfahren kombiniert. Kombinierte
Programme lassen sich unterscheiden in direkt schlafbezogene und solche, die
das
Tagesgeschehen
explizit
miteinbeziehen.
Die
Effektivität
dieser
12
1 Theoretischer Hintergrund
mutimodalen Methoden ist stabil und sehr hoch (Backhaus & Riemann, 1996;
Müller & Paterok, 1999). In einer Metaanalyse von 59 Studien und 2102
Patienten konnten Morin, Culbert und Schwartz (1994) zeigen, dass
multimodale
Programme
die
höchsten
Effektstärken
bezüglich
schlafspezifischer Parameter aufwiesen.
Um ein Durchbrechen von Grübel- und Ärgerkreisläufen zu bewirken
sowie Fehlwahrnehmungen und -kognitionen zu korrigieren ist es günstig, auch
kognitive Elemente in ein Therapieprogram zu integrieren. Eine Realitätstestung
kann
z.B.
mittels
Schlaftagebücher
erfolgen.
Diese
Form
der
Selbstbeobachtung kann eine differenziertere Wahrnehmung des Schlafes
ermöglichen. Wird ebenfalls die Tagesbefindlichkeit mitprotokolliert, können
auch die Attributionen negativer Tagesereignisse auf die Schlafstörung
überprüft werden. Da negative Einstellungen zum eigenen Schlaf häufig
übergeneralisiert werden, muss diese Selbstbeobachtung und Realitätsprüfung
mehrmals durchgeführt werden. Der Therapeut hilft dem Patienten bei der
Reattribuierung
der
Ursachen
bestimmter
Begebenheiten.
Durch
Entkatastrophisierung und der Suche nach konstruktiven Alternativen für
negative schlafbezogene Gedanken soll der Patient Hilflosigkeitsgefühle
abbauen und wieder eine gelassenere Haltung zu seinem Schlaf finden.
Nach Backhaus und Riemann (1999) erweist sich der Einsatz von
Entspannungsverfahren in kombinierten Therapieprogrammen als günstig.
Entspannungsverfahren setzen direkt am Hyperarousal der Patienten an und
können auch einen Beitrag auf kognitiver Ebene leisten.
13
1 Theoretischer Hintergrund
1.2 Hypnose und Hypnotherapie
1.2.1 Definition und Aufbau von Hypnose
Der Begriff „Hypnose“ leitet sich vom Griechischen „hypnos“ = Schlaf ab
und wurde erstmals von James Braid zu Beginn des 19. Jahrhunderts geprägt
(Meinhold, 1980; Schott & Wolf-Braun, 1993). Diese Bezeichnung verweist auf
das zur damaligen Jahrhundertwende vorherrschende Verständnis von
Hypnose als „Somnambulismus“, „luciden“ oder „nervösen Schlaf“. Mittlerweile
ist jedoch erwiesen, dass Hypnose sich grundlegend vom Schlafzustand
unterscheidet. Gemeinsamkeiten zwischen Hypnose und Schlaf bestehen darin,
dass Herz- und Atemfrequenz herabgesetzt sind und der Blutdruck erniedrigt
ist. Andererseits ist allerdings beim Schlaf zusätzlich die Reflexerregbarkeit
herabgesetzt, nicht jedoch unter Hypnose (Kossak, 1993). Zwar sind unter
Hypnose die Funktionen aller Sinnesorgane deutlich abgeschwächt, es ist
jedoch eine konzentrierte Aufmerksamkeitsfokussierung in Richtung der
hypnotischen Suggestionen zu beobachten (Meinhold, 1980). Eine schlafende
Person ist sich ihres Zustandes für gewöhnlich nicht bewusst, dies gilt jedoch
nicht für Hypnose. Ferner sollen sich durch Hypnose induzierte Träume und
Schlafträume unterscheiden. Weitere Unterschiede zwischen Hypnose und
Schlaf finden sich im EEG und der elektrodermalen Leitfähigkeit.
Nach Bongartz und Bongartz (1998) sollte der Begriff „Hypnose“ nicht
zur
Bezeichnung
Kennzeichnung
eines
einer
Zustandes
verwendet
Methode,
mit
werden,
welcher
ein
sondern
zur
veränderter
Bewusstseinszustand, die sog. „Trance“, induziert werden kann. Kossak (1993)
unterteilt Hypnose in drei Abschnitte:
1. Das Einleitungsverfahren (Induktion)
2. Die Entspannungsphase
3. Die Therapiephase
Bei der Induktion bewirkt der Therapeut mittels verschiedener Techniken
ein Abschalten des Patienten von der Umwelt. Es lassen sich direkte und
14
1 Theoretischer Hintergrund
indirekte Induktionsmethoden unterscheiden. Bei der direkten Induktion liegt der
Grundablauf darin, die Aufmerksamkeit graduell zu einer fokussierten
Konzentration mit schließlicher Ausblendung fast aller anderen Reize zu
steigern (Hole, 2001).
Indirektheit
ist
für
die
Tranceinduktion
vorteilhaft,
da
so
das
verstandesmäßige Begreifen umgangen und die assoziative Umsetzung
angegangen wird. Der Zugang zur Trance wird auf diese Weise erleichtert und
eine unbewusste Suche nach einem eigenen Weg beim
Hypnotisanden
angeregt (Revenstorf & Freund, 2001). Alle Induktionsmethoden verfolgen die
Prinzipien Aufmerksamkeitseinengung, Monotonie und positive Einstellung.
In der auf die Induktion folgenden Entspannungsphase reagiert der
Patient nun vorwiegend mit Entspannung und deren typischen physiologischen
Anzeichen. Die in dieser Phase dargebotenen Szenen dienen dazu, die
Entspannung des Patienten zu vertiefen. Von vielen Patienten bevorzugte
Innenbilder sind hierbei optische Bilder, Temperaturempfindungen, Gerüche,
Geräusche und Bewegungserfahrungen (Kossak, 1993).
In der Therapiephase werden therapeutische Interventionen im Sinne der
angestrebten Behandlung vorgenommen. Man kann hierbei unspezifische
Interventionen, die auf Harmonisierung des inneren Milieus sowie Erhöhung der
Suggestibilität abzielen und spezifische Interventionen zur symptomorientierten
Bewältigung von Problemen unterscheiden (Revenstorf, 2001a).
In der Wissenschaft haben sich zwei verschiedene Definitionsgruppen
der Hypnose herauskristallisiert (Kossak, 1993): Die eine Gruppe sieht nur die
nach der Induktion eintretende Entspannungsphase als Hypnose, im Sinne
einer „reinen Hypnose“. Die andere Gruppe sieht Hypnose nur dann als
wirksam, wenn sie mit verschiedenen Suggestionen verbunden ist.
In einer Studie von Behre und Scholz (1998) waren spezifische
therapeutische Suggestionen in der Behandlung chronischer Schlafstörungen
15
1 Theoretischer Hintergrund
den unspezifischen Suggestionen überlegen. Dieses Ergebnis soll in der
vorliegenden Arbeit überprüft und die Unterschiede in der Wirksamkeit von
reinen
Entspannungshypnosen
vs.
mit
therapeutischen
Suggestionen
versehenen Trancen am Beispiel der hypnotherapeutischen Behandlung
chronischer Schlafstörungen untersucht werden.
1.2.2 Trance und Trancevertiefung
Der Begriff „Trance“ bezeichnet den in einer Hypnosesitzung erreichten
Bewusstseinszustand,
welcher
sich
durch
subjektive
Veränderungen
auszeichnet (Bongartz & Bongartz, 1998). Sie gleicht einem entspannten
Wachzustand mit erhöhter Alpha-Aktivität im EEG. Ferner geht Trance im EEG
vor
allem
mit
frontaler
Thetaerhöhung
einher,
was
auf
fokussierte
Aufmerksamkeitsprozesse schließen lässt (Konradt, Deeb & Scholz, 2004;
Scholz & Konradt, 2005).
Trancetiefe ist eine Zustandsvariable und kann im Verlauf einer
Hypnosesitzung fluktuieren. Während bei der „reinen“ (Entspannungs-)
Hypnose die Trancetiefe in der Regel im Laufe einer hypnotischen Sitzung
kontinuierlich zunimmt, kann sie bei Hypnosesitzungen mit therapeutischen
Inhalten in Abhängigkeit von diesen Inhalten stark variieren (Bongartz &
Bongartz, 1998).
Die Vorteile subjektiver Rating-Verfahren zur Erfassung der Trancetiefe
in der experimentellen Hypnoseforschung liegen darin, dass verschiedene
Personen zur Evokation eines bestimmten Phänomens
auf dem selben
subjektiven Trancelevel gehalten werden können, dass die Trance, falls nötig,
vor einer Maßnahme noch einmal vertieft werden kann und ferner, dass sich so
abschätzen lässt, wie Personen auf verschiedene Vertiefungsmaßnahmen
reagieren (Tart, 1970). Nach Krause (2001) ist die Selbsteinschätzung der
Trancetiefe auf einer mehrstufigen Skala direkt nach der Hypnoseeinleitung ein
guter Prädiktor für die Trancetiefe in weiteren Sitzungen und aufgrund
korrelativer
Zusammenhänge
gleichzeitig
eine
Schätzgröße
für
die
16
1 Theoretischer Hintergrund
Hypnotisierbarkeit. Letztendlich hängt die Entscheidung für Selbstrating oder
Verhaltensmessung von der experimentellen Fragestellung ab (Tart, 1970).
Der therapeutische Wert eines veränderten (Trance-) Bewusstseins liegt
nach Susen (1996) in folgenden Punkten:
•
Reduzierung von Rationalität und Logik
•
Lebhafte Visualisierung
•
Erhöhte Suggestibilität (Bereitschaft, Suggestionen anzunehmen)
•
Suggestionen werden wörtlich genommen
•
Belastende Inhalte können losgelassen werden (Dissoziation)
•
Erwünschte Sichtweisen werden integriert
•
Gestärkter Einfluss auf Körperreaktionen
•
Schmerz und Angst lassen sich lenken
•
Nutzbarmachung neuer Ressourcen (Potentiale, Fähigkeiten)
1.2.3 Suggestionen und Metaphern
„Suggestion“
kommt
aus
dem
Lateinischen
„subgerere“
bzw.
„suggerere“, was, wörtlich übersetzt, „unterschieben“ bedeutet. Der Begriff
„suggerieren“ geht im Deutschen mit einer negativen Konnotation im Sinne von
„einblasen,
einflüstern“
einher,
wohingegen
im
Englischen
sowie
im
Französischen eine positive Akzentuierung im Sinne von „vorschlagen“
dominant ist. Eine Suggestion ist eine Botschaft, die bei der Person die sie
empfängt, eine nachhaltige Wirkung erzielt bzw. eine Botschaft, die vom
Empfänger zur Suggestion mit lang anhaltender Wirkung gemacht wird (Meiss,
2001). In dieser Aussage liegt ein Hinweis auf die mögliche Beiläufigkeit von
Suggestionen. Viele wirksame Suggestionen entstehen laut Meiss (2001) in
Alltagssituationen, ohne das Trance induziert wurde. Andererseits gibt es
Belege für die Steigerung der Wirksamkeit von Suggestionen durch Hypnose
und Trance. Dies soll dadurch geschehen, dass mittels Trance den
therapeutischen Botschaften ein besonderer Rahmen gegeben wird.
17
1 Theoretischer Hintergrund
Man
unterscheidet
direkte
und
indirekte
Suggestionen.
Direkte
Suggestionen sprechen den Patienten persönlich an und geben vor, was dieser
erleben soll. Indirekte Suggestionen sind freier formuliert und dadurch subtiler.
Es wird den Rezipienten dadurch schwergemacht, die Suggestion abzulehnen
oder, anders formuliert, ein jeder kann die Suggestion gemäß seiner
Erfahrungen und seiner kognitiven Schemata so interpretieren, dass die
Botschaft letztendlich doch ankommen kann. Indirekte Suggestionen stoßen auf
weniger Widerstand.
Indirektheit kann auf verschiedene Weise erzeugt werden: durch
Verwendung von Allgemeinplätzen und Nominalisierung, mittels Erklärung einer
Suggestion, durch Formulierung der Suggestion als Frage sowie durch Einsatz
der Stellvertretertechnik (Bongartz & Bongartz, 1998).
Metaphern sind indirekte Suggestionen. Das Wort „Metapher“ stammt
aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus „meta“ (jenseits, hinüber)
und „pharein“ (tragen). Dementsprechend besteht die Funktion von Metaphern
darin, Wissen von einem Kontext in einen anderen zu übertragen. Nach Gordon
(1986; zitiert nach Revenstorf, Freund & Trenkle, 2001) handelt es sich bei
Metaphern um kurze Geschichten oder Anekdoten, die einen bestimmten
Erlebensbereich des Klienten beschreiben, ohne diesen jedoch explizit zu
nennen, und die neue und sinnvollere Perspektiven eröffnen.
Bahnungen im assoziativen Netzwerk scheinen sich durch Metaphern
sprunghaft zu erweitern, da eine verbale Repräsentation auf diese Weise durch
eine visuelle, akustische, szenische und affektive ergänzt wird. Dies führt neben
Aktivierung des semantischen zur Aktivierung des episodischen und, unter
Umständen, des prozeduralen Gedächtnisses. Metaphern bieten Phantasie und
Intuition
bei
der
Problemlösung
mehr
Raum
und
enthalten
häufig
überraschende Wendungen, durch welche ein Perspektivenwechsel beim
Zuhörer ausgelöst werden kann (Revenstorf, Freund & Trenkle, 2001). Der
Inhalt einer Metapher und die Situation des Klienten müssen nicht isomorph
sein bzw. übereinstimmen, allzu große Ähnlichkeit kann durch Auslösen von
Widerstand beim Klienten sogar die Wirksamkeit der Metapher verringern.
18
1 Theoretischer Hintergrund
Wichtig ist, dass die Metapher interpersonale Aspekte und Bewältigungsmuster
des Problems übernimmt, also zur Situation des Klienten homomorph ist, und
eine Lösung anbietet. Revenstorf, Freund und Trenkle (2001) sehen in
Tranceindikatoren Zeichen dafür, dass der Klient die Metapher rezipiert und
etwas mit ihr anfangen kann.
Metaphern können in der Therapie vielfältig eingesetzt werden, mit und
ohne vorherige hypnotische Induktion. Sie können u.a. zur Förderung der
Motivation sowie zur Unterstreichung der Argumentation des Therapeuten
dienen, aber auch die Ich-Stärkung des Patienten und Einleitung von
Suchprozessen beim Patienten fördern. Ferner helfen Metaphern in der
Therapie bei der Vermittlung physiologischer Prozesse, der Darbietung von
Lösungsvorschlägen, dem Anbieten von Gegenkonzepten und der Veränderung
rigider Verhaltensmuster. Zudem können sie zur Vermittlung von Einsicht, zur
Problemumdeutung und zur Zukunftsbahnung beitragen.
Mittels Metaphern können ferner Analogien und passende Vorstellungen
für den Vertiefungsprozess und seine einzelnen Schritte angeboten werden
(z.B. Schritt für Schritt eine Treppe Stufe um Stufe tiefer gehen) (Gerl, 2001b).
Es stellt sich die Frage nach Unterschieden in der Wirksamkeit von
Metaphern in Abhängigkeit einer zuvor erfolgten Tranceinduktion. Wie oben
ausgeführt, erhalten Metaphern ihre therapeutische Wirkung durch Bahnungen
im assoziativen Netzwerk und durch das Umgehen von Widerständen. Trance
ist nach Gerl (2001a) ein ressourcenhafter und ressourcenfördernder Zustand,
in dem wir einen direkteren und erweiterten Zugang zu Bildern und Gefühlen
haben. Kann hierdurch eine Metaphernwirkung potenziert werden? Wenn
Trance die Wirkung therapeutischer Suggestionen verbessert (Bongartz &
Bongartz, 1998; Meiss, 2001) und es sich bei Metaphern um indirekte
Suggestionen handelt, müsste durch die Tranceerfahrung die Metapherwirkung
gesteigert werden. Oder zeigen sich keine Unterschiede in der Wirkung
therapeutischer Metaphern mit und ohne vorherige Tranceinduktion, da durch
das Rezipieren von Metaphern an sich eine Trance ausgelöst werden kann?
Zeigen sich in diesem Falle Unterschiede in der erreichten Trancetiefe und
19
1 Theoretischer Hintergrund
wirken sich diese wiederum auf den Behandlungserfolg aus? Die vorliegende
Arbeit
greift
diese
Fragen
im
Kontext
der
Behandlung
chronischer
Schlafstörungen auf.
1.2.4 Suggestibilität, Hypnotisierbarkeit und Imagination
Hypnotisierbarkeit wird üblicherweise als hypnotische Suggestibilität
definiert und in den gängigen Hypnotisierbarkeits-Skalen mittels Erfassung der
Reaktionen auf dargebotene Suggestionen überprüft (Peter, 2001). Schnell wird
von Hypnotisierbarkeit gesprochen, wenn eigentlich Suggestibilität gemeint ist.
Hochsuggestible Personen sollen jedoch auf Suggestionen in Hypnose fast
genauso reagieren wie auf Suggestionen ohne Hypnose (Kirsch, 2000) –
Suggestibilität scheint also nicht zwingend an eine „hypnotische“ Situation
gebunden zu sein. Kirsch und Braffman (1999) gehen von einem weit gefassten
Suggestibilitätsbegriff aus, welcher von den Autoren in die verschiedenen
Kategorien Placebo-Suggestibilität, sensorische Suggestibilität, GedächtnisSuggestibilität und imaginative Suggestibilität unterteilt wird. Sie setzen die
imaginative
Suggestibilität
sogenannte
der
hypnotischen
Hypnotisierbarkeitsskalen
Suggestibilität
Reaktionen
auf
gleich,
da
imaginative
Suggestionen überprüfen sollen. Scholz (2002a) weist ferner auf empirische
Befunde
hin,
welche Hinweise
auf
die Wichtigkeit
der
sensorischen
Suggestibilität bei der hypnotischen Trance liefern und definiert (hypnotische)
Suggestibilität als die Fähigkeit einer Person, in hypnotische Trance versetzt
werden zu können und auf Suggestionen instruktionsgemäß und zeitnah zu
reagieren.
Auch wenn hypnotische Suggestibilität hoch mit Suggestibilität ohne
Hypnose korreliert, so ist sie streng genommen nicht mit Hypnotisierbarkeit
gleichzusetzen (Peter, 2001). Suggestibilität scheint nur eines von mehreren
Kriterien der Hypnotisierbarkeit zu sein. Frankel (1989) weist darauf hin, dass
es sich bei Hypnose um ein multidimensionales Ereignis handelt, das nicht
durch einen einzigen Faktor erklärt werden kann, und auch Rossi (1989)
kritisiert die implizite Annahme gängiger Hypnotisierbarkeitsinstrumente,
Suggestibilität sei die Essenz der Hypnose, da Suggestionen zwar interessante,
20
1 Theoretischer Hintergrund
aber eben nicht unabdingbare Bestandteile von Hypnose sind. Braffmann und
Kirsch (1999) betonen, dass hypnotische Suggestibilität sich nicht nur im
Verhalten widerspiegelt, sondern auch eine Erlebniskomponente besitzt, die mit
den Phänomenen Absorption, Phantasieneigung, Erwartung und Motivation in
Zusammenhang steht. Hypnotisierbare Personen weisen in Untersuchungen
auch häufig eine erhöhte visuelle Imaginationsfähigkeit auf (z.B. Barrett, 1992;
Varga, Józsa, Bányai & Gösi-Greguss, 2001). In vielen Studien wurden noch
eine Reihe weiterer dispositioneller und situativer Faktoren nachgewiesen,
welche einen Einfluss auf die sog. Hypnotisierbarkeit haben sollen, wobei
unklar bleibt ob diese sich potenzieren oder voneinander unabhängig sind
(Krause, 2001).
Die vorliegende Arbeit überprüft, unter anderem, wie stark der Einfluss
von Suggestibilität und Imagination (als Bestandteile des Konstruktes
„Hypnotisierbarkeit“) auf den Behandlungserfolg in der Hypnotherapie von
chronischen Schlafstörungen ist. Als Suggestibilität wird dabei gemäß Scholz
(2002a) die Fähigkeit einer Person bezeichnet, in hypnotische Trance versetzt
werden zu können und auf direkt und indirekt suggestiv formulierte Botschaften
instruktionsgemäß und zeitnah zu reagieren. Es wird dabei unterschieden
zwischen der Empfänglichkeit für sensorische Suggestionen (sensorische
Suggestibilität), der Empfänglichkeit für mentale Suggestionen (mentale
Suggestibilität) und der Kontinuität, mit der ein Proband für Suggestionen
empfänglich ist bzw. diese befolgt. Imagination wird als Lebendigkeit von
Vorstellungen und Empfindungen definiert, die durch den Abgleich akustisch
dargebotener Szenen und Interozeptionen mit der eigenen Erfahrung und
Empfindung entsteht. Die Gesamtimagination wird dabei gemäß Scholz (2002a)
unterteilt
in
die
semantische
erfahrungsabhängiger,
szenischer
Imagination,
welche
Vorstellungen
die
betrifft,
Lebendigkeit
sowie
in
die
perzeptuelle Imagination, welche sich auf die Lebendigkeit von interozeptiven
Empfindungen bezieht.
21
1 Theoretischer Hintergrund
1.3 Hypothesen
Ausgehend
von
einem
Untersuchungsdesign,
bei
welchem
als
Therapiebaustein in der Behandlung Primärer Insomnien hypnotherapeutische
CDs
zum
Einsatz
kommen,
wobei
diese
in
unterschiedliche
Suggestionsbedingungen (reine Tranceinduktion, reine Metapherdarbietung
und Kombination der beiden Elemente) unterteilt werden, untersucht die
vorliegende Arbeit folgende Hypothesen:
1. Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei
Darbietung reiner Induktion (also Entspannungshypnose).
2. Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei
reiner Metapherdarbietung.
3. Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg stabiler als bei
Darbietung reiner Induktion (also Entspannungshypnose).
4. Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg stabiler als bei
reiner Metapherdarbietung.
Überprüft
Suggestibilität
werden
und
ferner
Imagination
Zusammenhänge
mit
dem
zwischen
Therapieerfolg
Trancetiefe,
und
den
Suggestionsbedingungen der Untersuchung in folgenden Fragestellungen:
1. Welchen Einfluss haben die Variablen Trancetiefe, Suggestibilität und
Imagination auf den Therapieerfolg?
2. Ist das Konzept Trancetiefe von den unterschiedlichen Suggestionsbedingungen abhängig?
22
2 Methode
2 Methode
2.1 Kurzbeschreibung des Bonner Insomnieprojektes
Beim
Bonner
Insomnieprojekt
handelt
es
sich
um
eine
Therapieevaluationsstudie, welche vom Frühjahr 2001 bis zum Herbst 2003 in
den Räumen der Institutsambulanz des Psychologischen Instituts, Abteilung für
Klinische und Angewandte Psychologie, der Rheinischen Friedrich-WilhelmUniversität Bonn unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. O. B. Scholz
durchgeführt wurde.
Das Therapieprogramm richtete sich an Patienten mit Primärer Insomnie
und
bestand
aus
verhaltenstherapeutischen,
informativen.
drei
einem
Innerhalb
Untersuchungsbedingungen
therapeutischen
der
in
Bausteinen:
hypnotherapeutischen
Therapiestudie
Bezug
auf
den
gab
und
es
einem
einem
drei
hypnotherapeutischen
Behandlungsaspekt. Zur kontinuierlichen Überwachung des Therapieverlaufs
sowie als therapeutische Maßnahme erhielten alle Patienten für die Dauer der
Projektteilnahme ein elektronisches Schlaftagebuch in Form eines Handheld
Minicomputers und waren angehalten, täglich, für die Dauer der Studie,
morgens nach dem Erwachen und abends vor dem Schlafengehen Tagebuch
zu führen. Neben dem elektronischen Tagebuch wurden noch weitere
Verfahren
(z.B.
Fragebogenverfahren)
und
Materialien
(CDs,
Informationsmaterialien) zur Evaluation und zur Therapie eingesetzt. Seitens
der Patienten war ein Unkostenbeitrag von DM 20,- bzw. EUR 10,- zu
entrichten.
Im Rahmen des Bonner Insomnieprojektes sollen o.g. Fragen nach
therapeutischem Erfolg von Tranceinduktion und Metapherdarbietung sowie
deren Zusammenhang mit den Variablen Trancetiefe, Suggestibilität und
Imagination untersucht werden.
23
2 Methode
2.2 Stichprobe
2.2.1 Stichprobenzusammensetzung
An der vorliegenden Untersuchung nahmen 58 von Primärer Insomnie
betroffene Personen teil. Die Altersspanne der Probanden reicht von 18 bis 80
Jahre (M = 53.22; SD = 13.073). Im Geschlechterverhältnis findet sich eine
Verschiebung
zugunsten
des
Frauenanteils:
20
männlichen
(34,5%)
Studienteilnehmern stehen 38 weiblichen (65,5%) gegenüber.
Die demographischen Angaben der Probanden sowie deren Verteilung
auf die drei Untersuchungsbedingungen sind dem Anhang A zu entnehmen.
Angaben über erhobene Eingangsdiagnosen der Gesamtstichprobe und der
einzelnen Behandlungsgruppen sind in Tabelle 2.1. in Kapitel 2.2.4 dargestellt.
2.2.2 Rekrutierung und Auswahl der Versuchspersonen
Insgesamt gab es zwei Rekrutierungswellen:
Ein Teil der Versuchspersonen wurde mit Hilfe eines Zeitungsartikels im Bonner
Generalanzeiger im Sommer 2001 gewonnen; es meldeten sich insgesamt 44
Personen, davon 18 Männer und 26 Frauen. Die zweite Rekrutierung geschah
mittels eines Artikels in der Zeitung „Schaufenster Bonn“ im Sommer 2002;
unter den insgesamt 67 Personen, die sich aufgrund des zweiten Aufrufs für
das Projekt interessierten, waren 15 männliche und 52 weibliche. In beiden
Artikeln wurde das in der Institutsambulanz der Abteilung für Klinische und
Angewandte Psychologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn
geplante bzw. laufende Insomnieprojekt vorgestellt mit einem Aufruf zur
Teilnahme sowie entsprechenden Kontakttelefonnummern.
Eingehende Anrufe (n = 111) wurden zunächst mittels einem
Kurzscreening zur Insomnie (entnommen aus Backhaus & Riemann, 1999)
gefiltert, und Personen, die im Screening die Kriterien einer Primären Insomnie
erfüllten, zu einem Erstgespräch eingeladen.
Drei weibliche Personen aus der zweiten Rekrutierungswelle wurden
24
2 Methode
aufgrund des Telefonscreenings nicht zum Erstgespräch gebeten. Von den
verbleibenden 64 Interessenten der zweiten Welle (49 Frauen und 15 Männer)
erschienen eine Frau und ein Mann nicht zum Erstgespräch. Die 44 Personen
des ersten Durchgangs (26 Frauen und 18 Männer) erschienen vollständig.
Der Verlauf von Rekrutierung und Auswahl der Versuchspersonen, vom
ersten Telefonkontakt bis hin zu Therapiebeginn, einschließlich Anzahlen der
Personen je Entscheidungsstufe, ist zur Übersicht in Abbildung 2.1. dargestellt.
Beim ca. 30-60 Minuten dauerndem Erstgespräch wurde das Vorliegen
einer Primären Insomnie mit Hilfe des Strukturierten Interviews zur Diagnose
von Schlafstörungen (SIS-D; Schramm, Hohagen, Graßhoff & Berger, 1991)
überprüft sowie die demographischen Angaben der sich vorstellenden
Personen erfasst.
Insgesamt 17 Personen wurden aufgrund von Erkenntnissen aus dem
Erstgespräch vom Projekt ausgeschlossen, darunter zwölf Frauen und fünf
Männer. Von diesen 17 Personen stammten fünf (vier Frauen, ein Mann) aus
der ersten Rekrutierungswelle, zwölf (acht Frauen, vier Männer) aus der
zweiten. Drei weitere Personen der zweiten Welle (eine Frau, zwei Männer)
waren nach dem Erstgespräch nicht mehr telefonisch erreichbar und
erschienen nicht zum Folge- sowie zu weiteren Terminen.
2.2.3 Eingangsdiagnostik der Stichprobe
Dem
Erstgespräch
folgte
ein
weiterer,
etwas
umfassenderer
Diagnosetermin mit einer Dauer von ca. ein bis zwei Stunden. Bei diesem
Termin füllten die Probanden eine Reihe von Fragebögen aus (siehe
Flussdiagramm in Abbildung 2.1.), darunter u.a. den Pittsburgh Sleep Quality
Index (PSQI) von Buysse, Reynolds, Monk, Berman und Kupfer (1989) sowie
die
Screening-Fragebögen
des
Diagnostischen
Expertensystems
für
Psychische Störungen (DIA-X; Wittchen & Pfister, 1997). Je nach Befundlage
aus dem Screening folgte ein entsprechendes PC-gestütztes strukturiertes
klinisches Interview (siehe Kapitel 2.4.2). Desweiteren unterschrieben die
Probanden eine Einverständniserklärung für die Videoaufzeichnungen der
25
2 Methode
Therapiesitzungen des Projektes (Verweigerung der Einwilligung war ein
Ausschlusskriterium). Diese ist dem Anhang B zu entnehmen. Zudem wurden
die Probanden in die Handhabung des elektronischen Tagebuchs eingewiesen
und
bekamen
ein
solches,
zusammen
mit
einer
schriftlichen
Bedienungsanleitung desselben (siehe Anhang C) ausgehändigt, mit der
Aufforderung, dieses von nun an bis zur letzten Therapiesitzung täglich zu
führen. Ferner unterzeichneten die Probanden einen Vertrag zur Nutzung des
elektronischen Tagebuches (siehe Anhang D). Der Diagnostiktermin fand ca.
ein bis zwei Wochen vor der ersten Therapiesitzung statt um zu gewährleisten,
dass via elektronischem Tagebuch eine Baseline von mindestens einer Woche
erhoben wurde.
Insgesamt 24 Personen sagten ihre Teilnahme an der Therapiestudie
nach dem Diagnosetermin ab; sie teilten sich auf in 20 Frauen und vier Männer.
Von diesen 24 wiederum stammten zehn aus der ersten Rekrutierungswelle
(acht Frauen, zwei Männer), 14 aus der zweiten (zwölf Frauen, zwei Männer).
Eine zusätzliche männliche Person der ersten Welle erkrankte kurz vor
Therapiebeginn und konnte daher ebenfalls nicht an der Studie teilnehmen.
Erstgespräche und Diagnostiktermine wurden in Einzelsitzungen von
jeweils einem von insgesamt vier Mitarbeitern des Psychologischen Institutes
der Universität Bonn, Abteilung für Klinische und Angewandte Psychologie,
durchgeführt (drei Frauen, ein Mann).
Von den verbleibenden 61 Personen, welche schließlich die Therapie
begannen, brachen eine Patientin der ersten sowie zwei Patientinnen der
zweiten Welle die Therapie ab. Von den 58 Personen, welche die Therapie
beendeten, stammten 27 aus dem ersten Durchgang (13 Frauen und 14
Männer), 31 aus dem zweiten (25 Frauen und sechs Männer).
26
2 Methode
Kurzscreening Insomnie
1. Telefonkontakt:
Kriterien erfüllt?
n = 111
nein:
n=3
ENDE
ja: n = 108
(n = 2
nicht erschienen)
SIS-D
Erstgespräch:
Kriterien erfüllt?
nein:
n = 17
ENDE
ja: n = 89
Diagnostik-Termin:
Klinisches Screening:
DIA-X; Kriterien erfüllt?
nein: weiter zur
Fragebogendiagnostik
ja: DIA-X, PCgestütztes Interview
(n = 3
nicht erschienen)
Fragebogendiagnostik:
•
PSQI
•
Eingangsfragen
•
Somatisierungsbogen
•
Genese-Attribution
•
Beschwerde-Bogen
•
Emotionale Belastung
•
Therapiemotivation
•
Faktoren-FB
•
(HypnoS)
Einverständniserklärung
Videoaufzeichnung
Elektronisches Schlaftagebuch: Einweisung und
Aushändigung
(Absage: n = 24; Krankheitsfall: n = 1)
Therapiebeginn
n = 61
(Therapieabbruch: n = 3)
Abbildung 2.1.: Ablauf von Rekrutierung und Auswahl der Versuchspersonen.
Die Messinstrumente sind im Kapitel 2.4 näher erläutert.
27
2 Methode
2.2.4 Verteilung der DIA-X-Diagnosen auf die Behandlungsbedingungen
Wie in Kapitel 2.2.3 beschrieben fand eine Eingangsdiagnostik der
Patienten mittels Screening-Bögen des Diagnostischen Expertensystems für
Psychische Störungen (Wittchen & Pfister, 1997) statt, welchen ggf. ein
strukturiertes klinisches Interview folgte (siehe Kapitel 2.4.2). Tabelle 2.1. gibt
eine Übersicht der Verteilung von Patienten mit vergebenen DIA-X Diagnosen
auf die drei Behandlungsbedingungen der Studie.
In einem Chi-Quadrat-Test wurde überprüft, ob es zwischen den drei
Behandlungsgruppen signifikante Unterschiede hinsichtlich der Verteilung von
Patienten ohne DIA-X-Diagnose und solchen mit den in Tabelle 2.1.
dargestellten Zuschreibungen gab. Hierbei konnten keine Gruppenunterschiede
festgestellt werden (χ(22)2 = 19.378; p = .622).
28
2 Methode
Tabelle 2.1.:
Verteilung der vergebenen Diagnosen mittels DIA-X (Wittchen & Pfister, 1997)
auf die drei Behandlungsbedigungen.
Bedingung
Entspannung-
DIA-X
keine Diagnose
nur Entspannung
nur Metapher
Metapher
10
10
16
Panikstörung ohne
1
Gesamt
36
1
Agoraphobie
Panikstörung mit
1
1
Agoraphobie
Dysthyme Störung
2
Schmerzstörung
Somatoforme Störung
1
2 komorbide Störungen
3 komorbide Störungen
1
2
3
1
1
3
Gesamt
1
2
1
3
1
1
2
1
2
1
1
1
5 komorbide Störungen
6 komorbide Störungen
3
1
Zwangsstörung
4 komorbide Störungen
1
1
16
1
18
23
57
29
2 Methode
2.3 Studiendesign und Therapieablauf
Auf den Diagnostik-Termin folgten sechs Therapie-Termine, idealerweise
alle in einwöchigem Abstand. Die Therapiesitzungen folgten weitgehend
standardisiert ab, wobei jedoch Raum war, auf die individuelle Problematik der
Patienten einzugehen. Jeder Patient bekam einen festen Therapeuten
zugewiesen, welcher ihn in den folgenden Sitzungen kontinuierlich betreute.
Insgesamt sieben Therapeuten (drei Frauen, vier Männer) waren für die
therapeutische Betreuung der Patienten des Projektes zuständig.
Die
Therapie
bestand
inhaltlich
aus
drei
Bausteinen:
Einem
verhaltenstherapeutischen, welcher durch die Vermittlung schlafhygienischer
Regeln, die Anwendung von Stimuluskontrolle sowie die Rückmeldung der
durch das Tagebuch tatsächlich ermittelten Schlafparameter realisiert wurde;
einem informativem, wobei grundlegendes Wissen über Schlaf (Schlafzyklen,
Verlauf der Schlafphasen über die Lebensspanne, etc.) vermittelt wurde; der
dritte Baustein bestand schließlich in der hypnotherapeutischen Komponente –
dem
täglichen
Hören
der,
ab
der
ersten
Sitzung
mitgegebenen
hypnotherapeutischen CDs (siehe Kapitel 2.3.1).
Während der sechs Therapiesitzungen wurden die Patienten angehalten
kontinuierlich ihr elektronisches Schlaftagebuch zu führen und dieses zu jedem
Termin mitzubringen. Die Daten der Geräte wurden dann auf den Hauptrechner
der Ambulanz übertragen und konnten so den Patienten rückgemeldet werden.
Neben dem Tagebuch wurden zu bestimmten Sitzungsterminen auch weitere
Daten erhoben (siehe Abbildung 2.2.):
1. In der ersten Sitzung wurde der Freiberger Imaginations-, Relaxationsund Suggestibilitätstest (FIRST; Scholz, 2002a) durchgeführt, um vorab
die hypnotischen Qualitäten der Versuchspersonen zu erfassen und
eine Einstimmung auf die, als Hausaufgabe zu hörenden CDs zu bieten.
2. In der vierten Sitzung wurde die Trancetiefe der Probanden mittels dem
Trancetiefetest nach Field (1965) erhoben. Dieser wurde durch
subjektive Selbstberichte der Trancetiefe ergänzt (siehe Kapitel 2.4.5).
30
2 Methode
3. Nach
jeder
Sitzung
füllten
die
Patienten
einen
Therapieevaluationsbogen aus.
4. Nach dem Erhalt der ersten CDs (Sitzung 1) erhielten die Patienten in
allen folgenden Sitzungen (2 bis 5) einen Evaluationsbogen zur
Beurteilung der Audio-CDs. Dieser Fragebogen war jeweils auf die drei
unterschiedlichen Bedingungen zugeschnitten (siehe Kapitel 2.3.1).
5. In der sechsten und letzten Sitzung füllten die Patienten eine Reihe von
Fragebögen aus, welche bereits eingangs appliziert wurden (siehe
Erläuterungen zur sechsten Sitzung, Kapitel 2.3.2). Ferner gaben sie
das elektronische Schlaftagebuch zurück.
Alle verwendeten Messinstrumente sind in Kapitel 2.4 näher erläutert.
Drei Monate nach Abschluss der letzten Sitzung wurden die Patienten
noch einmal telefonisch für eine katamnestische Nachbefragung kontaktiert.
Abgefragt wurden die Variablen des PSQI sowie eine persönliche Beurteilung
der Wirksamkeit der drei Therapiebausteine.
Von den insgesamt 58 Studienteilnehmern konnten zwei, ein Mann und
eine Frau, nicht mehr telefonisch erreicht werden, so dass Katamnesedaten von
n = 56 Personen (37 weibliche – 66,07%; 19 männliche – 33,93%) vorliegen.
31
Einsatzzeitpunkte der Messinstrumente
im Bonner Insomnieprojekt
SIS-D
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
DIA-X-Screening,
ggf. -Interview
PSQI
Eingangsfragen
Somatisierungsbogen
Genese-Attribution
Beschwerde-Bogen
Emotionale
Belastung
Therapiemotivation
Faktoren-FB
(HypnoS)
THERAPIEPHASE
1. Sitzung
•
2. Sitzung
4. Sitzung
3. Sitzung
FIRST
•
•
5. Sitzung
Trancetiefeselbstrating
Trancetiefetest nach
Field
6. Sitzung
•
•
•
•
•
•
Aushändigung des
elektronischen SchlafTagebuchs
PSQI
Somat.bogen
GeneseAttribution
BeschwerdeBogen
Emotionale
Belastung
Faktoren-FB
CD-Evaluationsbogen
•
•
PSQI
Persönliche
Beurteilung
der
Wirksamkeit
der Therapiebausteine
Therapieevaluationsbogen
Zeitraum:
1 Woche
Baseline
Zeitraum:
1 Woche
Zeitraum:
1 Woche
Zeitraum:
1 Woche
Zeitraum:
1 Woche
Zeitraum:
1 Woche
Zeitraum:
3 Monate
Therapieverlauf
32
Abbildung 2..2: Einsatzzeitpunkte der Messinstrumente im Bonner Insomnie-Projekt (Zeitraumangaben sind Ideal- und Mindestwerte).
2 Methode
Bonner elektronisches Schlaftagebuch
2 Methode
2.3.1 Bedingungsvariation
Alle Probanden erhielten im Verlauf der Therapiestudie standardisierte
hypnotherapeutische Suggestionen in Form von Audio-CDs, welche als
Hausaufgabe zu hören waren. Innerhalb dieser Variablen („standardisierte
Audio-CDs“) fand eine Bedingungsmanipulation statt.
Therapiestudie
wurden
die
Patienten
nach
dem
Vor Beginn der
Zufallsprinzip
drei
unterschiedlichen Untersuchungsgruppen zugewiesen:
1. Eine
Gruppe
der
Probanden
wurde
der
Bedingung
„Entspannung/Metapher“ zugeordnet. Diese Gruppe erhielt Audio-CDs,
welche
zunächst
eine
Entspannungsinstruktion
(Induktion)
mit
1
anschließender therapeutischer Metapher beinhalteten.
2. Eine
zweite
Gruppe
erhielt
CDs,
auf
welchen
ausschließlich
Entspannungsinstruktionen aufgespielt waren.
3. Die dritte Gruppe schließlich bekam auf den CDs therapeutische
Metaphern (ohne vorausgehende Entspannungsinstruktion) dargeboten.
Beschreibung der hypnotherapeutischen CDs
Jede CD begann mit einem kurzen Text, der auf Sinn und Zweck der
applizierten Maßnahme hinwies, um das Vertrauen in die Prozedur zu stärken.
Als Entspannungsinstruktion wurde das Bild einer Treppe gewählt, mit
der Aufforderung, diese tiefer und tiefer hinabzusteigen. Im Falle der reinen
Entspannungs-CDs bestand die Treppe aus 20, in der gemischten Bedingung
aus zehn Stufen.
Die CDs der reinen Entspannungsbedingung enthielten ferner eine
imaginative „Reise durch den Körper“. Es wurde explizit auf das Gefühl der
1
Bei den hier so genannten „Metaphern“ handelt es sich um metaphorische Anekdoten, in
welchen Aspekte der Problematik der Patienten thematisiert wurden. Der Kürze halber werden
diese therapeutischen metaphorischen Anekdoten im Text „therapeutische Metaphern“ oder
schlicht „Metaphern“ genannt oder es wird „Metapherdarbietung“ geschrieben, wenn die
Darbietung dieser Anekdoten gemeint ist.
33
2 Methode
Entspannung in den einzelnen Körperteilen hingewiesen, um diese bewusst zu
erleben und so zu vertiefen.
Die therapeutischen Metaphern waren alle auf das Problem chronischer
Insomnien zugeschnitten und befassten sich mit den Kernsymptomen dieses
Erkrankungsbildes.
Die
Anekdoten
sollten
den
Patienten
zu
einer
Einstellungsänderung im Bereich der Symptomatik verhelfen. Es wurden jeweils
bewusst zwei Protagonisten gewählt, wobei ein Protagonist für die erwünschte,
der andere für die problematische Einstellung stand. Diese Version von
Metaphern ist nach Lankton und Lankton (1991) beim Versuch von
Einstellungsänderungen
Identifikationsmöglichkeiten
vorzuziehen,
geschaffene
da
die
Konfusion
durch
verschiedene
therapeutisch
genutzt
werden kann, indem der Patient hinsichtlich seiner rigiden Einstellung
verunsichert wird.
In
der
gemischten
Bedingung
folgte
eine
Metapher
der
Entspannungsinstruktion, die CDs der reinen Metapher-Bedingung enthielten
zwei, teils verschachtelte Metaphern.
In der gemischten Bedingung gab es fünf unterschiedliche Anekdoten,
deren Inhalt im Folgenden kurz skizziert ist:
1. „Die Möwe“: Hans besucht seinen Freund Klaus in München, der sehr
viel mehr Geld verdient und immer in Hektik ist. Möwenepisode. Hans
wird klar, dass er mit weniger zufrieden ist als Klaus.
2. „Der Urlaub“: Marco und Matthias, zwei Arbeitskollegen, fahren zu
unterschiedlichen Zeiten in den Urlaub. Matthias erholt sich besser als
Marco, der noch während des Urlaubs arbeitet.
3. „Doping“: Tom, ein Sportler, ist sehr ehrgeizig und dopt sich. Er gewinnt
beim Wettbewerb, wird dann aber disqualifiziert.
4. „Die Piloten“: Zwei Piloten lernen fliegen. Der eine macht sich ständig
Sorgen, er könne die Kontrolle über das Flugzeug verlieren. Der andere
hat mehr Spass an seinem Beruf.
5. „Der Chemiker“: Peter ist unzufrieden, weil er zu wenig in der Firma
verdient. Der Kollege verdient weniger, ist aber dennoch zufriedener. Vor
34
2 Methode
lauter Unzufriedenheit lässt Peter im Beruf nach.
Die jeweils behandelten Symptome jeder Geschichte waren (analog der
Durchnummerierung):
1. Grübeln über den Stress des Tages.
2. Inkompatibles
Schlafverhalten
in
der
Schlafumgebung
sowie
Schuldgefühle.
3. Alkohol- und Medikamentengebrauch.
4. Angst,
die
Kontrolle
über
den
Schlaf
zu
verlieren
sowie
Missempfindungen während des Tages.
5. Eindruck
einer
unzureichenden
Schlafqualität
(verbunden
mit
Unzufriedenheit und Gereiztheit).
In der reinen Metapherbedingung wurde als Rahmenmetapher („Posaune 1“;
„Posaune 2“) die Geschichte von Karin, einer Posaunistin, erzählt, der es
schließlich beim Konzert gelingt, eine sonst stets vergessene Note zu spielen
und das Stück fehlerfrei vorzutragen. Bei dieser Anekdote handelt es sich um
eine Adaptation des Beitrags von Nicholas G. Seferlis, M. S., S. 259 bei
Lankton und Lankton (1991). Sie wird von Lankton und Lankton (1991) der
Kategorie „Metaphern zur Planung des Selbstbildes“ zugeordnet, welche drei
Ziele verfolgen:
1. Systematische Anleitung zur Visualisierung;
2. Kopplung eines gewünschten Gefühlszustandes an das Selbstbild;
3. Formung von Wahrnehmung und Gefühlszustand zum erfolgreichen
Umgang mit einer Problemsituation und zur Verbesserung der
Lebensqualität.
Der Rezipient der Metaper soll ähnliche persönliche Erfahrungen bei sich
ausfindig machen können und über sich selbst vor einem positivem
Erfahrungshintergrund nachdenken (Lankton & Lankton, 1991). Durch Auswahl
dieser Erzählung als Rahmen in der reinen Metapherbedingung sollte bei den
Patienten generell der Glauben in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und die
Kraft positiver Gedanken und Einstellungen betont werden.
Alle CDs waren in den Sprechpausen mit Entspannungsmusik unterlegt.
35
2 Methode
Diese
Musik
war
von
Mitarbeitern
der
Universität
eigens
für
die
hypnotherapeutischen CDs komponiert worden.
Für jede Bedingung wurde ein Set von fünf CDs zusammengestellt
(siehe Abbildung 2.3.). Jeder Teilnehmer erhielt je eine dieser CDs in den
Sitzungen 1 bis 5 in randomisierter Reihenfolge als Hausaufgabe. Beim
Aushändigen der ersten CD wurde er genau instruiert, wann und wie er die CD
zu hören hatte (mindestens einmal täglich vor dem Schlafengehen, nicht im
Bett); zusätzlich wurde ihm eine Anleitung zum Gebrauch der CDs mitgegeben
(siehe Anhang E). Von der Randomisierung ausgenommen waren die CDs,
welche in der 4. Sitzung ausgehändigt wurden. Hier gab es für jede Bedingung
eine speziell für diesen Termin reservierte CD (siehe Abbildung 2.3.), was mit
der Applikation des Trancetiefetests nach Field (1965) in dieser Sitzung in
Zusammenhang stand (siehe Kapitel 2.4.5).
36
BEDINGUNG „NUR ENTSPANNUNG“
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. Reise durch
den Körper
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. Reise durch
den Körper
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. Reise durch
den Körper
CD 2
CD 1
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. Reise durch
den Körper
CD 3
CD 4
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. Reise durch
den Körper
CD 5
BEDINGUNG „NUR METAPHER“
1.
2.
3.
4.
Priming-Text
„Posaune 1“
„Die Möwe“
„Posaune 2“
CD 1
1.
2.
3.
4.
Priming-Text
„Posaune 1”
„Der Urlaub”
„Posaune 2“
CD 2
1.
2.
3.
4.
Priming-Text
„Posaune 1”
„Doping”
„Posaune 2“
1.
2.
3.
4.
Priming-Text
„Posaune 1”
„Die Piloten”
„Posaune 2”
CD 4
CD 3
1. Priming-Text
2. „Posaune 1”
3. „Der
Chemiker”
4. „Posaune 2“
CD 5
BEDINGUNG „ENTSPANNUNG – METAPHER“
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. „Der Urlaub“
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. „Doping“
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. „Die Piloten“
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. „Der
Chemiker“
37
CD 1
CD 2
CD 3
CD 4
CD 5
Abbildung 2.3.: CDs der unterschiedlichen Therapiebedingungen. Die in Sitzung 4 jeweils ausgegebenen CDs sind pro Bedingung schwarz umrandet; weitere Erläuterungen siehe Text.
2 Methode
1. Priming-Text
2. Induktion
(Treppe)
3. „Die Möwe“
2 Methode
2.3.2 Therapieablauf der einzelnen Sitzungen
Erste Sitzung
Zu Beginn der ersten Sitzung wurden jeweils die Baseline-Daten des
elektronischen Schlaftagebuches
auf
den Hauptrechner
der
Ambulanz
übertragen. Anschließend führte der Therapeut mit dem Patienten ein
einleitendes Gespräch durch, in welchem er die Aufgaben des Patienten, des
Therapeuten sowie das therapeutische Konzept erläuterte.
Die Aufgaben des Patienten bestanden im regelmäßigen Einhalten der
Sitzungstermine, in der korrekten Einhaltung der in den Sitzungen vereinbarten
Hausaufgaben sowie in der kontinuierlichen Führung des Schlaftagebuches.
Die Aufgaben des Therapeuten lagen in der Anleitung der Hausaufgaben sowie
in der Rolle des Lehrers, Helfers und Unterstützers bezüglich Schlaf,
Schlafstörungen und anderer Sorgen. Das therapeutische Konzept basierte im
wesentlichen auf der Veränderung unzweckmäßiger Schlafgewohnheiten und
dysfunktionaler Annahmen, dem Entdecken und Kennenlernen eigener
Möglichkeiten, den Schlaf zu optimieren sowie auf Entspannung bzw. Trance
als Hilfe zur Entspannung, zur Ressourcenaktivierung und zur Veränderung der
Einstellung gegenüber Schlaf.
Die Dauer dieses Gespräches betrug ca. 15 Minuten. Ziel und Sinn war
der Aufbau einer therapeutischen Allianz zwischen Patient und Therapeut.
Danach bestand Gelegenheit für den Patienten, Fragen bzw. Probleme
im Umgang mit dem elektronischen Schlaftagebuch anzusprechen. Dieser
lösungsorientierte Austausch im Hinblick auf die Bedienung der HandheldComputer wurde in jeder Sitzung gewährleistet.
Zum Einstimmen auf die im Folgenden als Hausaufgabe mitgegebenen
CDs sowie zur Abklärung hypnotischer Voraussetzungen der Patienten folgte
an dieser Stelle der ersten therapeutischen Sitzung die Applikation des
Freiberger Imaginations-, Relaxations- und Suggestibilitätstests (FIRST; Scholz,
2002a) (Testaufbau siehe Kapitel 2.4.5).
38
2 Methode
Im Anschluss an die FIRST-Durchführung erhielt der Patient die erste
von insgesamt fünf hypnotherapeutischen CDs mit der Anweisung, diese täglich
als Hausaufgabe mindestens einmal, am besten vor dem Schlafengehen aber
nicht in Bett oder Schlafzimmer, zu hören (im persönlichen Gespräch wurden
Modifikationen dieser Anweisung, je nach Wohnungssituation des Patienten
vorgenommen). Das Hören vor dem Schlafengehen sollte dem Patienten
helfen, sich zu entspannen und eine Pufferzone zwischen den Tagesaktivitäten
und der Nachtruhe zu schaffen. Aus Gründen der Stimuluskontrolle sollte die
CD (nach räumlicher Möglichkeit) nicht im Bett, am besten auch nicht im
Schlafzimmer gehört werden, um eine Trennung zwischen Schlafstimulus
(Bett/Schlafzimmer) und Wachaktivität (Ruhe und Entspannung sind nicht mit
Schlaf gleichzusetzen) zu gewährleisten (Individuelle Ausnahmen konnten
vorgesehen werden, sollte der Patient beim Hören der CD tief einschlafen und
auch nach CD-Ende nicht von selbst erwachen). Zur persönlichen Instruktion
erhielt der Patient diese noch einmal in geschriebener Form (siehe Anhang E).
Dem Patienten wurde mitgeteilt, die CD in der folgenden Sitzung wieder
mitzubringen, da sie dann durch eine andere ausgetauscht werden würde.
Ebenso wurde ihm ein Informationsblatt mit dem Titel „Verschiedene
Formen der Insomnie“ mitgegeben, auf welchem unterschiedliche Bedingungen
für das Auslösen bzw. Aufrechterhalten von Schlafstörungen thematisiert
wurden (siehe Anhang F). Der Patient sollte sich bis zur nächsten
Therapiesitzung Gedanken darüber machen, welche der auf diesem Blatt
angesprochenen Faktoren bei ihm eine Rolle spielen könnten.
Um seine Unterlagen verwalten zu können, wurde dem Patienten ein
Schnellhefter mitgegeben mit der Bitte, diesen zu jeder Sitzung mitzubringen,
da weitere Informationsblätter folgen würden.
Abschließend erhielt der Patient einen Therapieevaluationsbogen zur
Beurteilung der vorangegangenen Therapiesitzung.
In Tabelle 2.2. ist eine Übersicht über den Ablauf, die Therapiematerialen
39
2 Methode
sowie die Messinstrumente der ersten therapeutischen Sitzung dargestellt.
Tabelle 2.2.: Therapieablauf der 1. Sitzung
1. Sitzung
Ablauf
•
Therapiematerialen
Überspielen der Daten des
Messinstrumente
•
elektronisches TB
•
FIRST
•
Therapie-
elektronischen TBs
•
Einleitendes Gespräch
•
Kommunikation von
Problemen mit dem
elektronischen TB
•
Applikation FIRST
•
Aushändigung CD 1 plus
•
Anweisung
•
Hypnotherapeutische CD
(als Hausaufgabe)
Aushändigung des
•
Infoblattes „verschiedene
Infoblatt „verschiedene
Formen der Insomnie“
Formen der Insomnie“
•
Aushändigung eines
•
Therapieordner
Heftordners für diverse
Materialien
•
Evaluation der
Therapiesitzung
evaluationsbogen
Zweite Sitzung
Am Anfang der zweiten therapeutischen Sitzung wurden wiederum die
Daten des elektronischen Tagebuches auf den Hauptrechner der Ambulanz
übertragen. Im Anschluss konnten dem Patienten die Auswertung seiner
Baseline-Daten, welche in der vorangegangenen ersten Sitzung überspielt
worden und mittlerweile ausgewertet waren, rückgemeldet werden. Die
Auswertung und Rückmeldung erfolgte nach den Variablen Schlafdauer,
Schlaflatenz,
Erholungsgefühl
am
Morgen,
Häufigkeit
des
nächtlichen
Erwachens, Uhrzeit des morgendliches Erwachen, Dauer des morgendlichen
Wachliegens, Befindlichkeit nach dem Schlaf 1 (von „betrübt“ bis „sorglos“),
Befindlichkeit nach dem Schlaf 2 (von „matt“ bis „frisch“), Leistungsfähigkeit und
40
2 Methode
Müdigkeit. Von diesen zehn Variablen wurden die ersten acht mit Hilfe von
Items des Morgenprotokolls ermittelt, die letzten beiden durch Fragen des
Abendprotokolls (siehe Kapitel 2.4.3 sowie Kapitel 2.5.2, Tabelle 2.15.). Dem
Patienten wurden die Auswertungen dieser Variablen in grafischer Form
vorgelegt. Die Rückmeldung dieser Tagebuchwerte wurde in ein Gespräch über
die Befindlichkeit, besondere Vorkommnisse und das subjektive Erleben der
Schlafparameter des Patienten in der betreffenden Woche eingebettet.
Dieser Einstieg in die therapeutische Sitzung (Überspielen der Daten der
aktuellen Erhebungswoche und Rückmeldung der sowie Gespräch über die
Daten der vorangegangenen Erhebungswoche) fand ab der zweiten bis zur
sechsten Sitzung in gleicher Weise statt und soll bei den Ausführungen der
Sitzungen 3 bis 6 nur noch kurz erwähnt werden.
Ebenfalls in jeder folgenden Sitzung knüpfte an diesem Punkt ein
Gespräch über die aktuelle Schlafsituation und den Stand der Schlafprobleme
an. Hierbei wurde stets ein besonderer Wert auf die Herausstellung
konstruktiver Kontrollattributionen gelegt.
In Sitzung 2 wurde zudem nach dem als Hausaufgabe aufgegebenen
Informationsblatt „Verschiedene Formen der Insomnie“ gefragt und mit dem
Patienten
seine
Annahmen
über
das
Zustandekommen
sowie
die
aufrechterhaltenden Faktoren seiner individuellen Symptomatik gesprochen.
In der zweiten Sitzung wurden nun an dieser Stelle auch die Ergebnisse
des in der letzten Sitzung durchgeführten FIRST rückgemeldet. Hierbei wurde
besonders auf eine motivationale Stärkung des Patienten geachtet.
In
Zusammenhang
mit
der
Besprechung
der
hypnotischen
Voraussetzungen wurde auch nach der als Hausaufgabe aufgegebenen CD 1
gefragt. Nach dem Ausfüllen des Evaluationsbogens zur CD wurden Fragen
nach den äußeren Bedingungen des
Hörens, eventuell
aufgetretener
Schwierigkeiten sowie Einschätzung des Nutzens gestellt und diskutiert.
Gemeinsam wurden Strategien überlegt, den Gebrauch der CD zu optimieren.
Hierbei wurde der Patient ermutigt, mit den Bedingungen des CD-Hörens zu
41
2 Methode
experimentieren. CD 1 wurde gegen CD 2 ausgetauscht.
Im
folgenden
Teil
der
Sitzung
wurden
die
Schlafregeln
des
Informationsblattes „Schlafregeln I“ vermittelt (siehe Anhang G). Bei diesen
Regeln der Schlafhygiene handelte es sich um gängige Fehlannahmen und
Mythen den Schlaf sowie Schlafstörungen betreffend, welche auf diese Weise
richtig gestellt und ausgeräumt werden sollten.
Bevor
der
Patient
über
die
Richtigstellung
dieser
gängigen
Fehlannahmen informiert wurde, wurde er nach seinen Annahmen im Hinblick
auf einen guten Schlaf (Dauer, Uhrzeit des Einschlafens, Einschlaflatenz u.Ä.)
gefragt. Tauchten hier bereits Fehlannahmen wie diese vom Informationsblatt
auf, wurden sie vom Therapeuten korrigiert. Anschließend gingen Therapeut
und Patient Punkt für Punkt das Informationsblatt durch, wobei der Therapeut
falsche Annahmen seitens des Patienten richtig stellte. Hierzu wurden
zusätzlich Abbildungen aus dem Therapieprogramm von Riemann und
Backhaus (1996) vorgelegt, erläutert und besprochen. Diese Abbildungen
beinhalteten grafische Darstellungen des Verlaufs des typischen Nachtschlafs
nach Cartwright und des Zwei-Prozess-Modells der Schlaf-Wach-Regulation
nach Borbély (siehe Anhang J) sowie grafische Darstellungen des SchlafWach-Musters vom Säuglingsalter bis ins hohe Lebensalter und der
Schlafarchitektur über die Lebensspanne (siehe Anhang K).
Der Patient wurde abschließend noch einmal auf seine Hausaufgaben
hingewiesen (Hören von CD 2, kontinuierliche Führung des Schlaftagebuches)
und erhielt den Evaluationsbogen zur Beurteilung der vorangegangenen
Therapiesitzung.
Eine Schnellübersicht dieser zweiten Therapiesitzung findet sich in
Tabelle 2.3..
42
2 Methode
Tabelle 2.3.: Therapieablauf der 2. Sitzung
2. Sitzung
Ablauf
•
Therapiematerialen
Überspielen der Daten des
Messinstrumente
•
elektronisches TB
elektronischen TBs
•
Rückmeldung der TB-
•
Baseline und Gespräch über
Auswertungsgrafiken TBDaten
Befindlichkeit sowie
Schlafparameter
•
Besprechung persönlicher
•
Informationsblatt
Annahmen über Auslöse-
„Verschiedene Formen der
und aufrechterhaltende
Insomnie“
Bedingungen der
Schlafstörung
•
Rückmeldung der FIRSTBefunde
•
Beurteilung CD 1
•
Aushändigung CD 2
•
CD 2 (Hausaufgabe)
•
Aushändigung des Blattes
•
Blatt „Schlafregeln I“
•
„Schlafregeln I“
(Schlafhygiene) und
•
CDEvaluationsbogen
(Schlafhygiene)
•
Informationen über
Besprechung mit dem
Schlafphasen, Schlaf-
Patienten
Wach-Regulation,
Evaluation der
Schlafprofile, Schlaf-Wach-
Therapiesitzung
Muster und
•
Therapieevaluationsbogen
Schlafarchitektur
Dritte Sitzung
Die Sitzung wurde eingeleitet mit dem Überspielen der Daten der
aktuellen Erhebungswoche und Rückmeldung der sowie Gespräche über die
Daten und die Befindlichkeit des Patienten in der vorangegangenen
Erhebungswoche und der aktuellen Schlafsituation (siehe Ausführungen zur
zweiten Sitzung).
Es folgten das Ausfüllen des Evaluationsbogens zur CD der zweiten
43
2 Methode
Sitzung und Fragen nach den äußeren Bedingungen des Hörens, eventuell
aufgetretener Schwierigkeiten sowie Einschätzung des Nutzens und bei Bedarf
gemeinsame
Findung
neuer
Strategien
für
das
häusliche
CD-Hören
(Experimentieren mit Uhrzeit, Ort, Kopfhörer vs. Lautsprecher u.Ä.). CD 2
wurde gegen CD 3 ausgetauscht.
Anschließender
Bestandteil
der
dritten
Therapiesitzung
war
die
Vermittlung der Schlafregeln des Informationsblattes „Schlafregeln II“ (siehe
Anhang H). Hierbei handelte es sich um Regeln der Stimuluskontrolle, deren
Kern darin bestand, eine Trennung zwischen Schlaf- und Wachumgebung zu
gewährleisten sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus zu optimieren. Hierzu wurden
Prinzipien der Konditionierung und des Umgebungslernen erläutert und
gegebenenfalls noch einmal auf das Modell der Schlaf-Wach-Regulation,
welches bereits in der vorigen Therapiesitzung besprochen wurde (siehe
Ausführungen zur zweiten Sitzung) zurückgegriffen.
Bevor dem Patienten das entsprechende Informationsblatt ausgehändigt
und die darauf aufgelisteten Punkte im Einzelnen besprochen wurden, sollte er
wiederum offen Auskunft über seine diesbezüglichen Verhaltensweisen geben.
Ferner wurde er noch einmal nach seiner jetzigen Einschätzung der in der
Vorwoche besprochenen „Schlafregeln I“ befragt. Der Therapeut korrigierte
gegebenenfalls noch bestehende Fehlannahmen und besprach mit dem
Patienten
vom
Informationsblatt
„Schlafregeln
II“
abgeleitete
mögliche
Hausaufgaben (z.B. jeden Morgen zur gleichen Uhrzeit aufstehen und/oder das
Bett verlassen bei nächtlichen Wachphasen). Diese Hausaufgaben wurden
speziell auf die Symptomatik des jeweiligen Patienten zugeschnitten, wobei
auch darauf geachtet wurde, den Patienten nicht mit zu vielen Neuerungen zu
überfordern und zu demotivieren. Falls zu viele Verhaltensweisen des Patienten
von den auf dem Informationsblatt empfohlenen abwichen und von daher
Zweifel des Patienten bezüglich der Durchführbarkeit der Hausaufgaben
bestanden, einigte man sich auf einzelne Maßnahmen, welche dann in den
folgenden Sitzungen noch erweitert und/oder variiert werden konnten. Von
Bedeutung war an dieser Stelle auch ein ausführliches Gespräch über die
44
2 Methode
Wohn- und familiäre Situation des Patienten, welche unter Umständen eine
Modifikation der Aufgaben und ein
Experimentieren mit den Bedingungen
verlangte.
Am Ende der dritten Sitzung wurden alle Hausaufgaben für die
kommende Woche noch einmal zusammengefasst (Hören von CD 2,
kontinuierliche Führung des Schlaftagebuches, Umsetzung der vereinbarten
Schlafregeln) und vom Patienten der Evaluationsbogen zur Beurteilung der
vorangegangenen Therapiesitzung ausgefüllt.
Ablauf, Materialien und Messinstrumente der dritten Sitzung sind in
Tabelle 2.4. zusammengefasst.
Tabelle 2.4.: Therapieablauf der 3. Sitzung
3. Sitzung
Ablauf
•
Überspielen der Daten des
elektronischen TBs
•
Therapiematerialen
Rückmeldung der bisherigen
Messinstrumente
elektronisches TB
•
•
Auswertungsgrafiken TBDaten
TB-Daten und Gespräch
über Befindlichkeit sowie
Schlafparameter
•
Beurteilung CD 2
•
Aushändigung CD 3
•
Aushändigung des Blattes
„Schlafregeln II“
(Schlafhygiene) und
•
CD 3
•
Blatt „Schlafregeln II“
•
CDEvaluationsbogen
(Schlafhygiene)
Besprechung mit dem
Patienten
•
Evaluation der
Therapiesitzung
•
Therapieevaluationsbogen
Vierte Sitzung
Wie üblich wurden zum Beginn der Sitzung die Daten der aktuellen
45
2 Methode
Erhebungswoche auf den Hauptrechner der Ambulanz übertragen und die
Daten der vorangegangenen Erhebungswoche rückgemeldet sowie im
Gespräch die Befindlichkeit des Patienten in jener entsprechenden Woche
thematisiert. Ebenso wurde der aktuelle Stand der Schlafsituation und der
Schlafstörung erfragt und besprochen (siehe Ausführungen zur zweiten
Sitzung).
Anschließend beurteilte der Patient im Evaluationsbogens CD 3, gefolgt
von einem Gespräch über dieselbe sowie den äußeren Umständen des CDHörens (Vorgehensweise siehe Ausführungen zur zweiten Sitzung). CD 3
wurde zurückgegeben und CD 4 ausgehändigt.
Nun wurde der Patient aufgefordert, im Entspannungsstuhl Platz zu
nehmen. Er wurde instruiert, dass er nun gleich eine CD hören würde, ähnlich
den CDs der Hausaufgabe, mit dem Unterschied der Aufforderung der Angabe
der augenblicklichen Trancetiefe auf einer Skala von eins bis zehn an vier
Stellen der CD (in der Tat entsprach die nun zu hörende CD der CD 4, welche
in der kommenden Woche als Hausaufgabe zu hören war, mit dem Unterschied
der ebenfalls auf CD aufgesprochen Aufforderungen zur Trancetiefeschätzung).
Im Anschluss an dieses Prozedere bekam der Patient den Trancetiefetest nach
Field (1965), ein Fragebogenverfahren (siehe Kapitel 2.4.6), ausgehändigt.
Abschließend wurde noch einmal auf das Gelingen der Hausaufgaben
der Vorwoche, die Stimuluskontrolle betreffend, eingegangen und im Gespräch
bei Bedarf Modifikationen derselben vereinbart. Alle Hausaufgaben wurden
schließlich zusammengefasst (inklusive Hören von CD 4 und kontinuierliche
Führung des Schlaftagebuches) und dem Patienten der Evaluationsbogen zur
Beurteilung der vorangegangenen Therapiesitzung vorgelegt.
Der Therapieablauf der vierten Sitzung ist in Tabelle 2.5. wiedergegeben.
46
2 Methode
Tabelle 2.5.: Therapieablauf der 4. Sitzung
4. Sitzung
Ablauf
•
Therapiematerialen
Überspielen der Daten des
Messinstrumente
•
elektronisches TB
•
CD-
elektronischen TBs
•
Rückmeldung der
•
bisherigen TB-Daten und
Auswertungsgrafiken TBDaten
Gespräch über
Befindlichkeit sowie
Schlafparameter
•
Beurteilung CD 3
•
Aushändigung CD 4
•
Trancesitzung mit
•
Evaluationsbogen
CD 4
•
Trancetiefeselbst-
Trancetiefeselbstrating; im
rating und
Anschluss Bearbeitung
Trancetiefetest
des Fragebogens nach
nach Field (1965)
Field (1965)
•
Evaluation der
•
Therapiesitzung
Therapieevaluationsbogen
Fünfte Sitzung
Am Anfang der Sitzung wurden die Daten des elektronischen Tagebuchs
auf den Ambulanzrechner übertragen, die Daten, welche bei der letzten Sitzung
übertragen wurden, rückgemeldet und die Befindlichkeit des Patienten und
seine Schlafsituation in der vorangegangenen Erhebungswoche sowie zum
aktuellen Zeitpunkt thematisiert (siehe Ausführungen zur zweiten Sitzung).
Nun sollte der Patient zunächst frei seinen eigenen Eindruck des
Tranceerlebens in der letzten Therapiesitzung wiedergeben. Anschließend
meldete der Therapeut dem Patient die Ergebnisse des Trancetiefetests der
Vorwoche zurück. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Befunden
der Trancetiefe der vierten Sitzung zum Erleben der Trance beim häuslichen
CD-Hören wurden (inklusive möglicher Ursachen) diskutiert.
47
2 Methode
Die CD der letzten Woche, CD 4, wurde im Anschluss vom Patienten
zunächst im Evaluationsbogen beurteilt und dann inklusive der äußeren
Bedingungen
des
Hörens
und
eventuell
aufgetretener
Schwierigkeiten
besprochen (Vorgehensweise siehe Ausführungen zur zweiten Sitzung). CD 4
wurde vom Patienten zurückgegeben, und er erhielt dafür für die kommende
Woche CD 5.
Im nun folgenden Teil der fünften Sitzung wurden schlafhygienische
Regeln des Informationsblattes „Schlafregeln III“ (siehe Anhang I) vermittelt.
Diese befassten sich mit Gewohnheiten und Umgebungsbedingungen, welche
einem erholsamen Schlaf zu- oder abträglich sind
Zunächst wurde der Patient bezüglich seiner Lebensgewohnheiten,
diesbezüglicher Einstellungen und Annahmen den Schlaf betreffend und den
Schlafumgebungsbedingungen exploriert, bevor ihm das Informationsblatt III
ausgehändigt wurde und der Therapeut mit ihm die einzelnen Punkte
durchging.
Es folgte eine Nachbesprechung der Schlafregeln I und II, deren
Umsetzung sowie bereits festgestelltem Nutzen und/oder Schwierigkeiten. Die
Hausaufgaben
für
die
kommende
Woche,
basierend
auf
den
drei
Informationsblättern, wurden vereinbart. Ebenso wurde das Hören von CD 5 als
Hausaufgabe thematisiert sowie erneut die Führung des elektronischen
Schlaftagebuches.
Zum
Abschluss
der
Sitzung
beurteilte
der
Patient
diese
im
Therapieevaluationsbogen.
Tabelle 2.6. zeigt eine Übersicht des Sitzungsablaufs der fünften
therapeutischen Sitzung.
48
2 Methode
Tabelle 2.6.: Therapieablauf der 5. Sitzung
5. Sitzung
Ablauf
•
Therapiematerialen
Überspielen der Daten des
Messinstrumente
•
elektronisches TB
•
CD-
elektronischen TBs
•
Rückmeldung der
•
bisherigen TB-Daten und
Auswertungsgrafiken TBDaten
Gespräch über
Befindlichkeit sowie
Schlafparameter
•
Besprechung der
•
Ergebnisse des
Rückmeldung der
Trancefähigkeit
Trancetiefetests
•
Beurteilung CD 4
•
Aushändigung CD 5
•
CD 5
•
Aushändigung des Blattes
•
Blatt „Schlafregeln III“
„Schlafregeln III“
Evaluationsbogen
(Schlafhygiene)
(Schlafhygiene) und
Besprechung mit dem
Patienten
•
Evaluation der
Therapiesitzung
•
Therapieevaluationsbogen
Sechste Sitzung
In der sechsten und letzten Sitzung gab der Patient zu Beginn endgültig
sein elektronisches Schlaftagebuch in der psychotherapeutischen Ambulanz ab.
Er entrichtete gegen Quittierung seine Behandlungsgebühr von DM 20,- bzw.
EUR 10,-.
Wie gewohnt erhielt der Patient eine Rückmeldung der ausgewerteten
Daten der Vorwoche, gefolgt von einem Gespräch über besondere Umstände,
Vorkommnisse, persönliches Erleben und Befindlichkeit diesen Datenzeitraum
betreffend. Er berichtete über den aktuellen Stand des Schlaferlebens, seine
Fortschritte und seine derzeitige Befindlichkeit, wobei er vom Therapeuten in
gewohnter Weise ermutigt und verstärkt wurde (siehe Ausführungen zur
49
2 Methode
zweiten Sitzung). Hierzu wurde in dieser letzten Sitzung auch der ausgewertete
Verlauf über den gesamten Therapiezeitraum betrachtet.
Der Patient gab zusätzlich CD 5 zurück und evaluierte diese im
entsprechenden Fragebogen. In einer Diskussion mit dem Therapeuten wurde
dann CD 5 und die Handhabung des CD-Hörens ausführlich besprochen
(Vorgehensweise siehe Ausführungen zur zweiten Sitzung).
Nun wurde der Patient aufgefordert eine Reihe von Fragebögen zu
bearbeiten, welche er, unter anderen, bereits schon einmal beim DiagnostikTermin beantwortet hatte. Diese Fragebögen waren der Pittsburgh Sleep
Quality Index (PSQI), der Somatisierungsbogen, der Fragebogen zur GeneseAttribution, der Beschwerden-Fragebogen, der Fragebogen zur emotionalen
Belastung und der Faktoren-Fragebogen. Eine ausführlichere Beschreibung
dieser Messinstrumente findet sich in Kapitel 2.4.
Abschließend wurde mit dem Patienten zusammen geklärt, wie dieser
seine erreichten Fortschritte konsolidieren und ausbauen kann und welche
effektiven
Möglichkeiten
der
Selbsthilfe
bei
eventuell
auftretenden
Verschlechterungen bestehen.
Um
weiterhin
die
Entspannung
durch
das
Hören
der
hypnotherapeutischen CDs nutzen zu können, konnte sich der Patient eine der
im Laufe der Therapie erhaltenen CDs (CD 1 bis CD 5) aussuchen.
Zu guter letzt wurde auf die telefonische Katamnese-Erhebung in ca. drei
Monaten hingewiesen und der Bogen zur Beurteilung der vorangegangenen
Therapiesitzung vorgelegt.
Die Inhalte der sechsten Sitzung sind in Tabelle 2.7. dargestellt.
50
2 Methode
Tabelle 2.7.: Therapieablauf der 6. Sitzung
6. Sitzung
Ablauf
•
Therapiematerialen
Abgabe des
Messinstrumente
•
elektronisches TB
•
CD-
elektronischen TBs und
Entrichtung der
Behandlungsgebühr
•
•
Rückmeldung der
Auswertungsgrafiken TBDaten
(gesamten) bisherigen TBDaten und Gespräch über
Befindlichkeit sowie
Schlafparameter
•
Abgabe und Beurteilung
Evaluationsbogen
von CD 5
•
•
•
Fragebogen-
Fragebogendiagnostik:
diagnostik: PSQI,
PSQI,
Somatisierungs-
Somatisierungsbogen,
bogen, Genese-
Genese-Attribution,
Attribution,
Beschwerde-Bogen,
Beschwerde-
emotionale Belastung,
Bogen, emotionale
Faktoren-FB
Belastung,
Abschlussgespräch über
Faktoren-FB
effektive Möglichkeiten der
Selbsthilfe
•
•
CD
Patient darf eine der zuvor
erhaltenen CD auswählen
und behalten
•
Verweis auf KatamneseTermin
•
•
Therapieevaluationsbogen
Evaluation der
Therapiesitzung
51
2 Methode
2.4 Messinstrumente
Im
Laufe
des
Bonner
Insomnie-Projektes
wurden
zahlreiche
Messinstrumente, teils für die hier geprüften Fragestellungen, teils für andere
Untersuchungszwecke eingesetzt. Sie sollen im Folgenden näher besprochen
werden. Der Einsatzzeitpunkt der jeweiligen Messinstrumente ist Abbildung 2.2.
zu entnehmen.
2.4.1 Strukturiertes Interview zur Diagnose von Schlafstörungen (SIS-D)
Mit Hilfe des Strukturierten Interviews für Schlafstörungen nach DSM-IIIR (Schramm, Hohagen, Graßhoff & Berger, 1991) können Dyssomnien
(Insomnien und Hypersomnien) verschiedenster Ätiologie sowie Störungen des
Schlaf-Wach-Rhythmus und Parasomnien, schlafbezogene Atemstörungen, das
primäre
alveoläre
Hypoventilationssyndrom,
Atemstörungen
bei
neuro-
muskulären Erkrankungen, Periodic Movement Disorders, Narkolepsie, das
Schmerzsyndrom, das Kleine-Levin Syndrom und andere beurteilt werden. Im
Einleitungsgespräch werden zunächst schlafstörungsbedingende Faktoren
abgeklärt, im strukturierten Teil des Interviews werden dann spezifische
Symptome zur Vergabe von Lifetime- und derzeitigen Diagnosen sowie zur
Beurteilung der Schwere und des Remissionsgrades der Störung überprüft.
Die Test-Retest-Reliabilität ist als befriedigend zu beurteilen. Es ergaben
sich Werte bis zu r = .91 (Schramm, Hohagen, Graßhoff & Berger, 1991).
2.4.2 Diagnostisches Expertensystem für Psychische Störungen (DIA-X)
Das Diagnostische Expertensystem für Psychische Störungen (DIA-X)
(Wittchen & Pfister, 1997) ist ein flexibles diagnostisches Beurteilungssystem
psychischer Störungen mit modularem Aufbau, bestehend aus DIA-X
Screening-Fragebögen, DIA-X Interviewheften mit Ergänzungsheften (jeweils
Längsschnitt und Querschnitt) zur Papier-und-Bleistift-Durchführung, einer PCgestützten Variante der Längsschnitt- und Querschnittinterviews sowie eines
Auswertungsprogramms (siehe Abbildung 2.4.). Das DIA-X ist an den
52
2 Methode
Forschungskriterien von ICD-10 und DSM-IV orientiert. Es können 94
Diagnosen aus den Kategorien „Organisch bedingte psychische Störungen“,
„Substanzstörungen“,
„Psychotische
Störungen“,
„Affektive
Störungen“,
„Angststörungen“, „Zwangsstörungen“, „Reaktionen“, „Dissoziative Störungen“,
„Somatoforme Störungen“ sowie „Essstörungen“ gestellt werden.
Die testtheoretischen Gütekriterien des DIA-X können sowohl für die
Screening-Fragebögen, als auch die Interviewfassungen als gut erachtet
werden.
So
weist
die
Interraterreliabilität
für
Symptominformationen
durchgängig sehr hohe Werte zwischen Kappa von .81 bis 1.0 auf; ebenso
hoch liegen die Werte für diagnostische Entscheidungen (.82 - .98). Die TestRetest-Reliabilität liegt bei einem zeitlichen Abstand von ein bis drei Tagen
zwischen den Untersuchungen bei Kappawerten zwischen .49 (undifferenzierte
somatoforme Störung) und .83 (Anorexia nervosa) (Wittchen, 1997). Die
Validität erwies sich für fast alle untersuchten Diagnosegruppen befriedigend
hoch (Kappawerte zwischen .39 für Psychotische Störungen und .82 für
Panikstörungen). Herabgesetzte Validitätshinweise ergaben sich dabei für
Psychotische
Störungen,
undifferenzierte
somatoforme
Störungen
und
dissoziative Störungen (Wittchen, 1997).
Zum Zeitpunkt der Projektdurchführung lagen der Stamm-Screening
Questionnaire (SSQ), der Anxiety-Screening Questionnaire (ASQ) und der
Depressions-Screening Questionnaire (DSQ) als Screening-Bögen des DIA-XSystems vor (weitere waren in Planung). Alle Patienten des Bonner InsomnieProjektes bearbeiteten diese drei DIA-X Screening-Fragebögen. Bei Hinweisen
auf bestimmte psychische Störungen wurden diese mittels PC-gestütztem
Querschnitt-Interview genauer überprüft (siehe Kapitel 2.2.3).
Die Stammfragen des SSQ beziehen sich auf die Interviewsektionen
Rauchen, Somatoforme Störungen, Hypochondrie, Panikattacke/Panikstörung,
Generalisierte
Angst,
Soziale
Phobie,
Agoraphobie,
Posttraumatische
Belastungsreaktion, Spezifische Phobien, Depressive Episoden/Dysthymie,
Manische und hypomanische Episoden, Essstörungen, Alkoholstörungen,
53
2 Methode
Medikamentenmissbrauch/-abhängigkeit
sowie
Drogenmissbrauch/-
abhängigkeit (Wittchen & Perkonigg, 1997). Insgesamt 16 Items müssen mit „ja“
oder „nein“ beantwortet werden.
Der ASQ besteht aus insgesamt 15 Items, wobei die ersten sieben
Fragen Einstiegsfragen sind. Die erste Frage dient der groben Charakteristik
der primären Allgemeinbeschwerden (Schmerz, psychische und körperliche
Beschwerden), die Fragen 2 bis 7 beziehen sich auf spezifische Störungen
(Major Depression, Panikattacken und Panikstörungen, Soziale Phobien,
Agoraphobie,
posttraumatische
Belastungsstörungen
und
generalisierte
Angstsyndrome) (Wittchen & Perkonigg, 1997). Alle Fragen 1 bis 7 sind mit „ja“
oder „nein“ zu beantworten.
Wurde mindestens eine der Fragen 2 bis 7 mit „ja“ beantwortet, so sind
auch die Folgefragen 8 bis 15 zu bearbeiten, was bei einer ausschließlichen
Verneinung aller Einstiegsfragen entfällt (der Patient wird durch einen
Sprungbefehl nach Frage 7 auf diese Vorgehensweise aufmerksam gemacht).
Die Fragen 8 bis 15 prüfen dann die spezifischen diagnostischen Kriterien nach
DSM-IV und ICD-10 für generalisierte Angstsyndrome sowie den Schweregrad
bei Vorliegen einer anderen Angststörung. Die Fragen 8 bis 14 sind dabei auf
einer dreistufigen Antwortskala zu beurteilen (oft – manchmal – nie), bei Frage
15 muss angegeben werden, ob die Problematik vor Wochen, Monaten oder
Jahren begonnen hat.
Der DSQ dient als Grob-Screening für depressive Störungen im Sinne
einer Major Depression und basiert auf den Kriterien und Formulierungen des
DSM-IV (Wittchen & Perkonigg, 1997). Die insgesamt 15 Fragen beziehen sich
auf den Zeitraum der letzten zwei Wochen und sind wie beim ASQ zweigeteilt.
Dabei sind Frage 1 bis 12 dreistufig zu beurteilen (nein – manchmal – fast
täglich). Das Kriterium für eine Major Depression liegt bei einer Beantwortung
mit „fast täglich“ bei vier Fragen. Die Patienten werden allerdings nach Frage 12
gebeten die folgenden drei Verlaufsfragen zu bearbeiten, wenn sie mehr als
dreimal die Kategorie „manchmal“ oder „fast täglich“ gewählt haben.
54
2 Methode
DIA-X
DIA-X Interview
DIA-X Computerprogramme
DIA-X Screening
Verfahren
Lifetime Version
DSM-IV und ICD-10
Diagnosen
DIA-SSQ
(Stammfragen
Screening)
Steuerprogramm
PC-Version
DIA-ASQ
(Angstfragen
Screening)
12-MonatsQuerschnitts Version
Datenbanksystem
DIA-DSQ
(Depressionsfragen
Screening)
Ergänzungsheft für
12-Monats und
Lifetime Version
Symptom, Syndrom
Kriterien Ausdruck
Weitere in
Vorbereitung
1. Papier-Bleistift
2. PC-Version
Abbildung 2.4.: Die Struktur des DIA-X nach Wittchen und Pfister (1997).
2.4.3 Das Bonner elektronische Schlaftagebuch
Für das Bonner elektronische Schlaftagebuch wurden bei einem
handelsüblichen Handheld-Computer der Marke Handspring, Modell „Visor“, die
üblichen Funktionen wie Adressverwaltung, Kalender etc. gesperrt und ein
eigens für das Bonner Insomnie-Projekt programmiertes Schlafprotokoll
implementiert.
Das Schlafprotokoll unterteilte sich, den Papier-und-Bleistift-Versionen
der aktuellen Schlaftherapie-Literatur entsprechend (z.B. Riemann & Backhaus,
1996; Backhaus & Riemann, 1999), in ein Morgen- und ein Abendprotokoll.
Startete der Patient das Tagebuch, so hatte er die Möglichkeit zwischen den
Kategorien „Morgenprotokoll“ und „Abendprotokoll“ zu wählen. Durch Auswahl
55
2 Methode
mittels des dem Gerät zugehörigen Eingabestifts begann der automatische
Ablauf des entsprechenden Protokolls.
Ein Wechsel zum nächsten Item im Protokollverlauf war nur durch
Beantwortung des jeweiligen Items möglich, mit Ausnahme freier Texteingaben,
„Wenn ja,...“-Folgefragen auf Items, welche auch mit „nein“ beantwortet werden
konnten sowie der Frage 17 des Abendprotokolls (siehe Tabelle 2.9.) nach
Anwendung der Schlafregeln. Nach der Item-Beantwortung (oder ggf.
Nichtbeantwortung erwähnter Ausnahme-Items) war ein virtueller „Weiter“Schaltknopf zu betätigen, um zum nächsten Item zu gelangen. Ein
Zurückgehen zwecks Überprüfung und/oder Korrektur war bei jedem Item
möglich. Sämtliche Eingaben erfolgten auf der LCD-Oberfläche mittels
Eingabestift.
Nach zwei Minuten Betriebsdauer ohne erfolgte Eingabe schaltete sich
das
Tagebuch
automatisch
aus,
um
Energie
einzusparen.
Durch
Wiedereinschalten des Gerätes konnten die Eintragungen an gleicher Stelle
fortgesetzt werden.
Beim Einschalten des Minicomputers war auf dem LC-Bildschirm auch
eine Energieangabe in Prozent zu sehen. Die Patienten waren instruiert
worden, bei einem Energiestand von weniger als 30% umgehend die Batterien
zu wechseln, um ein Abstürzen des Programms zu vermeiden.
Sämtliche Instruktionen erfolgten mittels Vorführung an einem Lehrgerät
beim Diagnostiktermin (siehe Kapitel 2.2.3). Zusätzlich wurde jedem Patient
eine Bedienungsanleitung in schriftlicher Form ausgehändigt (siehe Anhang C).
Das Morgenprotokoll bestand aus 23 Items (siehe Tabelle 2.8.) und
sollte morgens nach dem Aufstehen bearbeitet werden. Die Patienten hatten
die Wahl, dies unmittelbar nach dem Aufstehen oder etwas später nach dem
Frühstück zu erledigen, es wurde jedoch betont, dass die Eingabe noch am
Morgen bzw. bald nach dem Erwachen zu erfolgen hatte, da sonst
möglicherweise Erinnerungsverzerrungen einsetzen könnten (Da die Geräte
automatisch auch Eingabedatum und -uhrzeit erfassten, konnten die Patienten
ggf. im Laufe der Therapie erneut auf zeitnahe und tägliche Eingabe des
56
2 Methode
Schlafprotokolls hingewiesen werden).
Zu therapeutischen Zwecken wurde den Patienten die aus diesen Items
ermittelten Variablen Schlafdauer, Schlaflatenz, Erholungsgefühl am Morgen,
Häufigkeit des nächtlichen Erwachens, Uhrzeit des morgendlichen Erwachens,
Befindlichkeit nach dem Schlaf 1 (von „bedrückt“ bis „sorglos“), Befindlichkeit
nach dem Schlaf 2 (von „matt“ bis „frisch“) wöchentlich rückgemeldet (siehe
Ausführungen zur zweiten Sitzung). Auf diese Weise war es den Patienten
möglich, Ihren Therapieverlauf zu beobachten und ggf. Fehlannahmen
bezüglich der eigenen Schlafparameter (Latenz, Dauer, etc.) sowie zum
Zusammenhang dieser Parameter und subjektiven Variablen des Befindens zu
korrigieren.
Die insgesamt 17 Items des Abendprotokolls (siehe Tabelle 2.9.) sollten
unmittelbar vor dem Schlafengehen bearbeitet werden. Auch hier wurden
Variablen zur Rückmeldung und Korrektur von Fehleinschätzungen im
Therapieverlauf ermittelt, als da wären Leistungsfähigkeit und Müdigkeit. Diese
konnten auf diese Weise, zur Korrektur möglicher Fehlwahrnehmungen, zu den
gleichzeitig rückgemeldeten objektiven Schlafparametern des Morgenprotokolls
in Bezug gesetzt werden. Müdigkeits- und Leistungsfähigkeitswerte wurden
vom Patienten direkt eingegeben.
Bei der verwendeten Software handelte es sich um eine Version des
Allgemeinen Bonner Elektronischen Psychotherapie-Tagebuchs – ABEPT
(General Electronic Psychotherapy Diary – GEPD; Hinkel & Scholz, 2001). Die
Übertragung der Daten auf den Hauptrechner der Ambulanz geschah mittels
USB-Verbindung.
57
2 Methode
Tabelle 2.8.: Die Items des Morgenprotokolls des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs.
Morgenprotokoll
Items
Antwortformat
1.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (bedrückt) bis +5 (sorglos)
2.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (matt) bis +5 (frisch)
3.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (verspannt) bis +5 (entspannt)
4.
Wie erholsam war Ihr Schlaf?
von -2 (gar nicht) bis +2 (sehr)
5.
Wie lange waren Sie abends im Bett bevor Sie versuchten zu schlafen? Zeiteingabe verlangt
6.
Wie lange hat es gedauert bis Sie einschliefen, nachdem Sie das Licht Zeiteingabe verlangt
gelöscht haben?
7.
War dies für Sie vergleichsweise...
von -2 (sehr kurz) bis +2 (sehr lang)
8.
Waren Sie nachts wach?
ja – nein
9.
Wenn ja, wie oft?
Häufigkeitseingabe verlangt
10.
Wenn ja, wie lange insgesamt?
Zeiteingabe verlangt
11.
Sofern Sie schlecht geschlafen haben, woran hat es gelegen?
Freie Texteingabe möglich
12.
Haben Sie nachts geträumt?
ja – nein
13.
Wenn ja, waren die Träume angenehm, neutral oder unangenehm?
von
-1
(unangenehm)
bis
+1
(angenehm)
14.
Wann sind Sie endgültig aufgewacht?
Uhrzeitangabe verlangt
15.
Empfanden Sie dies als zu früh, genau richtig oder zu spät?
von -1 (zu früh) bis +1 (zu spät)
16.
Wie lange haben Sie insgesamt geschlafen?
Zeiteingabe verlangt
17.
War dies für Sie vergleichsweise...
von -5 (sehr kurz) bis +5 (sehr lang)
18.
Wann sind Sie heute Morgen endgültig aufgestanden?
Uhrzeitangabe verlangt
19.
Wann sind Sie gestern Abend ins Bett gegangen?
Uhrzeitangabe verlangt
20.
Haben Sie gestern Abend Schlafmittel genommen?
ja – nein
21.
Wie oft haben Sie gestern die Schlaf-CD gehört?
Häufigkeitseingabe verlangt
22.
Wie sehr ist Ihre Schlafqualität dadurch verbessert worden?
von -2 (überhaupt nicht) bis +2 (sehr
stark)
23.
Wenn Sie Schlafregeln erhalten haben, wie sehr ist Ihre Schlafqualität von -2 (überhaupt nicht) bis +2 (sehr
dadurch verbessert worden?
stark)
58
2 Methode
Tabelle 2.9.: Die Items des Abendprotokolls des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs.
Abendprotokoll
Items
Antwortformat
1.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (bedrückt) bis +5 (sorglos)
2.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (matt) bis +5 (frisch)
3.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
von -5 (verspannt) bis +5 (entspannt)
4.
Wie war heute Ihre durchschnittliche Leistungsfähigkeit?
von -5 (schlecht) bis +5 (gut)
5.
Haben Sie sich heute müde oder erschöpft gefühlt?
ja – nein
6.
Wenn ja, wie müde oder erschöpft haben Sie sich heute gefühlt?
von -1 (ein wenig) bis +! (sehr)
7.
Haben Sie heute tagsüber geschlafen?
ja – nein
8.
Wenn ja, wie lange insgesamt?
Zeiteingabe möglich
9.
Hat es für Sie heute besonders starke Belastungen gegeben?
ja – nein
10.
Wenn ja, körperlicher Natur?
ja – nein
11.
Wenn ja, geistiger Natur?
ja – nein
12.
Wenn ja, emotionaler Natur?
ja – nein
13.
Haben Sie in den letzten vier Stunden Alkohol getrunken?
ja – nein
14.
Haben Sie in den letzten vier Stunden Kaffee, Tee oder Cola ja – nein
getrunken?
15.
Hat sich heute irgendetwas Außergewöhnliches ereignet? Geben Sie Freie Texteingabe möglich
es bitte mit Ihren eigenen Worten ein.
16.
17.
Haben Sie heute Abend zuviel gegessen?
ja – nein
Wenn Sie in Schlafregeln unterwiesen worden sind, wie haben Sie von -1 (gar nicht) bis +1 (vollständig)
diese angewendet?
2.4.4 Der Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
Der Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) von Buysse, Reynolds, Monk,
Berman und Kupfer (1989) erfasst neben 19 Fragen zur Selbstbeurteilung
[durchnummeriert von 1 bis 4, 5a) bis j) und 6 bis 10] noch 5 Fragen der
Fremdbeurteilung [11a) bis e)], welche jedoch nicht in die quantitative
Auswertung mit eingenommen werden. Ebenso von der quantitativen
Auswertung ausgeschlossen bleibt die 19. Frage (Nummer 10) nach einem
Partner bzw. Mitbewohner. Die ersten 18 Fragen konstituieren die Variablen
„subjektive Schlafqualität“ (Item 6), „Schlaflatenz“ [Items 2 und 5a)],
59
2 Methode
„Schlafdauer“ (Item 4), „Schlafeffizienz“ (berechnet aus Items 1, 3 und 4),
„Schlafstörungen“ [Items 5b) bis j)], „Schlafmittelkonsum“ (Item 7) und
„Tagesmüdigkeit“ (Items 8 und 9). Jede Variable kann einen Wert zwischen 0
und 3 annehmen, der daraus errechenbare Gesamtwert liegt zwischen 0 und 21
mit einem Cut-Off von 5.
Die Test-Retest-Reliabilität des PSQI-Gesamtscores liegt zwischen r =
.82 (Gentili, Weiner, Kuchibhatla & Edinger, 1995) und r = .89 (Backhaus,
Niemann, Hohagen, Riemann & Junghanns, 2001). Bei Validitätsprüfungen
lagen die Werte für die Sensitivität des Tests zwischen 80% (Doi et al., 2000)
und 100% (Fichtenberg, Putnam, Mann, Zafonte & Millard, 2001). Ähnlich hoch
waren die Spezifitätswerte: sie lagen zwischen 83% (Fichtenberg, Putnam,
Mann, Zafonte & Millard, 2001) und 86,6% (Doi et al., 2000).
2.4.5 Der Freiberger Imaginations-, Relaxations- und Suggestibilitätstest
(FIRST)
Der Freiberger Imaginations-, Relaxations- und Suggestibilitätstest
(FIRST;
Scholz,
2002a)
erfasst
Suggestibilität,
Imaginations-
und
Entspannungsfähigkeiten mit Hilfe diverser Subskalen.
Zu Beginn der Untersuchung erhält der Proband eine Liste mit 57
Adjektiven zur Beschreibung seines augenblicklichen Zustandes. Die gleichen
Adjektive werden noch einmal nach der Trance-Sitzung in umgekehrter
Reihenfolge
dargeboten.
Aus
beiden
Messungen
wird
ein
ausgangswertkorrigierter Veränderungswert abgeleitet, der Auskunft darüber
gibt, wie stark durch die Tranceerfahrung Befindlichkeitsveränderungen
hervorgerufen werden. Diese zustandsbezogene Prä-Post-Erhebung bildet den
Untertest AUGZU.
Nach Ausfüllen der ersten Adjektivliste wird der Proband mittels AudioCD in Trance versetzt und instruiert, sich in eine akustisch präsentierte
standardisierte Abfolge von insgesamt zehn Bildern, Szenen, Erinnerungen
oder sensorischen Empfindungen zu vertiefen. Der Proband erhält ferner zu
jeder Szene direkte oder indirekte Suggestionen zu motorischen Reaktionen
(Beispiel direkte Suggestion: „Beißen Sie jetzt ruhig einmal in die Birne.“;
60
2 Methode
Beispiel indirekte Suggestion: „Vielleicht läuft Ihnen bereits das Wasser im
Mund zusammen!“). Während der Testdurchführung notiert der Testleiter
sichtbare Reaktionen des Probanden auf die applizierten Suggestionen auf
einem Protokollblatt (Untertest: Beobachtungsprotokoll). Die komplette CD hat
eine Spieldauer von 34 Minuten.
Im Anschluss an die Trance soll der Proband anhand einer fünfstufigen
Rating-Skala Auskunft über die Lebendigkeit seiner Vorstellungen und
Empfindungen während der Testdurchführung geben (Untertest: Imagination).
In einem abschließenden Kurzinterview wird er nach seiner Zeiteinschätzung
hinsichtlich des Prozederes, nach im Text befindlichen Sprechfehlern sowie
Aspekten der Entspannung, Imagination und Indikation befragt (Untertest:
Kurzinterview).
Die Reliabilität kann über alle Skalen hinweg als zufriedenstellend
beurteilt werden. Cronbachs Alpha liegt bei Werten zwischen .400 (Skala
„Nervosität“ des Untertests AUGZU) und .797 (Skala „Perzeptuelle Imagination“
des Untertests Beobachtungsprotokoll), die Split-Half-Reliabilität bei Werten
zwischen r = .394 (Skala „Nervosität“ des Untertests AUGZU) und r = .853
(Skala „Perzeptuelle Imagination“ des Untertests Beobachtungsprotokoll) (vgl.
Scholz, 2002a).
Interne und externe Validität können als gesichert angesehen werden
(Scholz, 2002a). Faktorenanalytisch konnten 15, in Tabelle 2.10. aufgelistete
Subskalen konstituiert werden.
61
2 Methode
Tabelle 2.10.:
Die 15 Subskalen der insgesamt vier Untertests des Freiberger Imaginations-,
Relaxations- und Suggestibilitätstests (FIRST; Scholz, 2002a).
Untertest
Skalen
AUGZU
Schläfrigkeit
Zuversicht
Aufgeschlossenheit
Gelassenheit
Nervosität
Gesamtskala
Beobachtungsprotokoll
Sensorische Suggestibilität
Mentale Suggestibilität
Heterogene Suggestibilität
Imagination
Perzeptuelle Imagination
Semantische Imagination
Gesamtscore
Kurzinterview
Entspannungsindex
Imaginationsindex
Indikationshinweis
2.4.6 Der Trancetiefetest nach Field
Der Trancetiefetest nach Field (1965) ist ein Fragebogenverfahren zur
Selbstbeurteilung im Anschluss an eine Trancesitzung. Der Proband wird
instruiert, 38 Items aus drei Kategorien mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten.
Diese Kategorien und zugehörige Aussagen sind:
•
Absorption und „Unawareness“:
Der Proband ist absorbiert, losgelöst, sich seiner Umwelt weniger
bewusst. Die Zeit scheint während der Trance stillzustehen (Der Proband
ist bei Erwachen verwundert, wie viel Zeit vergangen ist). Ferner ist er
62
2 Methode
sich teilweise seines Körpers nicht bewusst, auch nicht der Realität, des
Ortes und der Situation.
•
Automatizität und Zwang:
Der
Proband
hat
keine
Kontrolle,
Dinge
geschehen
spontan,
automatisch, ohne bewusste Einflussnahme. Er hat das Gefühl, nicht
widerstehen zu können, sich nicht den Suggestionen entziehen zu
können und nicht aus eigener Kraft aus der Trance aufwachen zu
können.
•
Diskontinuität von Wacherfahrung:
Der Proband fühlt seltsame, mysteriöse Erfahrung. Erfahrung und
Verhalten scheint komplett anders als alles, was im Wachzustand
passiert.
Entsprechend dieser drei Kategorien wurden im Bonner Insomnieprojekt drei
Indizes gebildet. Der Index für Absorption und Unbewusstheit gab Auskunft
darüber, inwieweit sich der Proband seiner Umwelt bewusst war. Im Index
„Zwänge“ spiegelte sich wider, zu welchem Ausmaß sich der Proband von der
Kontrolle über seine Bewegungen losgelöst fühlte. Der Index für die
Abweichung vom normalen Wachbewusstsein schließlich gab an, in welchem
Maße der Proband ungewöhnliche, ihm mysteriös erscheinende Erfahrungen
gemacht hatte.
Ferner gibt es eine gemischte Kategorie mit 14 Zusatzitems, welche in
keine der zuvor genannten Kategorien fallen. Beispiele hierfür sind: Der
Proband fühlt sich kurz vor dem Erwachen noch tiefer hypnotisiert; er fühlt, er
hätte Schmerz leichter ertragen können, Dinge besser und tiefer verstanden; er
hatte Probleme, den Kopf hochzuhalten.
Im Bonner Insomnieprojekt wurden nur 13 dieser 14 Zusatzitems
verwendet (also insgesamt nur 37 Items), da die Aussage „Während des finalen
Countdowns zum Erwachen war ich für einen Moment noch tiefer hypnotisiert“
aufgrund des Fehlens eines solchen Countdowns in der vorangegangenen
Trancesitzung nicht anwendbar war. Aus diesen 13 Items wurde der Index
„Restliche“ gebildet.
63
2 Methode
In die Kategorie „Absorption“ fallen die Items mit den Nummern 1, 4, 8,
11, 13, 18, 19(-), 22, 24 und 25, in die Kategorie „Zwänge“ die Items 6(-), 9, 10,
14(-), 16(-), 30 sowie 34. Die Kategorie „Abweichung“ besteht aus den Items 7,
20, 29(-), 31, 32 sowie 37 und Zusatzitems sind schließlich die Nummern 2, 3,
5, 12, 15, 17, 21, 26, 27, 28(-), 33(-), 35 und 36 (negative Polungen jeweils in
Klammern angegeben – vgl. Field, 1965).
Die Test-Retest-Reliabilität des original Trancetiefetests ist sehr hoch
und liegt nach Field (1965) bei r = .87, die Validität zwischen r = .43 und r =
.745.
Als dem Fragebogen vorausgehende Tranceerfahrung erhielten die
Versuchspersonen eine CD ihrer jeweiligen Bedingung, welche sie nach der
Sitzung auch als „Hausaufgabe“ ausgehändigt bekamen (siehe Abbildung 2.3.).
Ein Unterschied zwischen der in der Sitzung applizierten zu der als
Hausaufgabe ausgehändigten CD bestand darin, dass die in der Sitzung
dargebotene Version
an
vier
Stellen
eine
direkte
Aufforderung
zum
Trancetiefeselbstrating auf einer Skala von eins bis zehn enthielt (zum
Trancetiefeselbstrating siehe Tart, 1970). Es konnten so vier Trancetiefewerte
ermittelt
werden,
welche
den
Verlauf
der
Trancetiefe
während
der
vorangegangenen Trancesitzung widerspiegelten. Der Bogen zur Erfassung der
Trancetiefe in der 4. Therapiesitzung ist dem Anhang L beigefügt. Aus diesen
vier Werten wurde ein mittlerer Trancetiefewert erechnet. Ferner wurde der
maximale Trancetiefewert eines jeden Probanden gesondert vermerkt.
2.4.7 Weitere Messinstrumente
Weitere Messinstrumente wurden im Rahmen des Insomnie-Projektes zu
anderen Untersuchungszwecken erhoben. Sie sollen im Folgenden kurz
vorgestellt werden.
Der „Eingangsfragebogen“ beinhaltet Items bezüglich der Dauer der
Schlafstörung und Erwartungen an ein Leben nach der Therapie, bezogen auf
64
2 Methode
gesundheitliche sowie psychische/emotionale Beeinträchtigungen, andere
Menschen sowie den Leistungssektor. Der daraus errechenbare Eingangsindex
liegt zwischen 0 und 16.
Im „Somatisierungsbogen“ soll der Patient für 13 verschiedene
Symptome angeben, ob er darunter leidet oder nicht, und wenn ja, wie häufig
diese Symptome für die Schlafstörung verantwortlich sind (0 = nie,..., 4 = sehr
häufig). Der Gesamtindex kann dabei Werte von 0 bis 52 annehmen.
Der „Genese-Attributionsbogen“ gibt dem Patienten sieben mögliche
Ursachen von Schlafstörungen vor, wobei der Patient angeben soll, ob er die
Schlafstörung jeweils auf diese Ursachen zurückführt oder nicht. Es lässt sich
ein internaler (Spannbreite 0 bis 4) sowie ein externaler (Spannbreite 0 bis 3)
Attribuierungsindex berechnen.
Im „Beschwerde-Bogen“ muss für 50 verschiedene Beschwerden auf
einer vierstufigen Skala (nie – selten – manchmal – oft) angeben werden, wie
häufig diese auftreten. Der errechenbare Index variiert von 0 bis 150.
Ein weiterer Fragebogen erhob die emotionale Belastung der Patienten.
Belastungen werden im entsprechenden Fragebogen in drei Kategorien
unterteilt: 1. Tod, 2. Auseinandersetzungen und Ärger, 3. Sorgen und Angst.
Jede Kategorie beinhaltet diverse Items („Eltern“, „Kind“, „Lebenspartner“, etc.).
Der Patient soll zunächst durch Ankreuzen kenntlich machen, ob er von
einem der aufgelisteten Ereignisse aktuell belastet ist (also z.B. „Tod des
Lebenspartners“ oder „Sorgen und Angst um das Kind“, etc.). Anschließend soll
er auf einer sechsstufigen Skala einschätzen, wie sehr ihn das belastet (0 = gar
nicht, ..., 6 = extrem stark).
Für die 3 Kategorien werden folgende Indizes gebildet: Tod (0-36),
Auseinandersetzung/Ärger (0-60), Sorgen/Angst (0-66).
Der Fragebogen zur Therapiemotivation wurde im Rahmen des Bonner
65
2 Methode
Insomnieprojektes
basierend
auf
dem
Fragebogen
zur
allgemeinen
Therapiemotivation von Hoffmann (1981, zitiert nach Behre, 1994) entwickelt.
Es werden so die drei Indizes Leidensdruck (0-35), Erfolgserwartung (0-18) und
Tagschlaf (0-9) erhoben. Zur Berechnung dieser Werte soll der Patient für 21
Feststellungen bzw. Fragen angeben ob bzw. wie häufig dies für ihn zutrifft.
Beispiele: „Wegen meines schlechten Schlafes fühle ich mich auch tagsüber
völlig zerschlagen“ (nie – selten – manchmal – häufig – meistens); „Ich
befürchte, dass sich meine Schlafstörungen noch verschlimmern, wenn ich
nichts dagegen unternehme“ (stimmt/stimmt nicht); ,,Ich möchte unbedingt,
dass sich meine Schlafschwierigkeiten jetzt endlich bessern, und ich werde
alles Menschenmögliche dafür tun“ (kaum/teilweise/stimmt voll und ganz).
Mit
Hilfe
des
„Faktoren-Fragebogens“
werden
verschiedene
Äußerungsformen von Schlafstörungen erfasst. Der Patient soll für 69
Aussagen angeben, ob er Beschriebenes in den letzten zwei Wochen
mindestens dreimal bei sich selbst erlebt hat oder nicht. Dabei sind die 69
Aussagen in 7 Kategorien unterteilt:
1. Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die man haben kann, wenn
man im Bett liegt und nicht schläft ( „Ich habe mich im Bett hin und her
gewälzt“);
2. Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die man haben kann, wenn
man sich im Bett aufhält („Ich hatte ein Gefühl von Hektik und
Getriebensein“);
3. Schuldgefühle oder ungelöste Probleme, die man beim Einschlafen oder
tagsüber haben kann („Ich habe mich Tag und Nacht mit meinem
Problem beschäftigt, ohne wirklich etwas für die Problemlösung zu tun“);
4. Gebrauch von Schlafmitteln und Alkohol sowie bestimmte Gefühle und
Einstellungen dazu („Ich dachte, dass ich schlafen muss, und dass ich
deshalb nicht um die Einnahme von Schlafmitteln bzw. Alkohol
herumkomme“);
66
2 Methode
5. Gefühle
von Unwohlsein,
die man
tagsüber
haben kann
und
diesbezügliche Gedanken („Ich habe mir Sorgen um meine Gesundheit
gemacht“);
6. Angst vor der Unfähigkeit zu schlafen und Verlust von Kontrolle über den
Schlaf („Ich habe mir Sorgen darüber gemacht, ob ich schlafen kann“);
7. Möglicher Eindruck einer mangelnden Schlafqualität („Ich fühlte mich um
einen erholsamen Schlaf betrogen“).
Beim Hypnose-Screeningfragebogen (HypnoS) von Dohrenbusch &
Scholz (2003) handelt es sich um ein Fragebogenverfahren, welches
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hypnotherapie, im Sinne eines
Screenings,
überprüft.
Mit
Hilfe
von
zwanzig
hypnoserelevanten
Eingangsaussagen, die auf einer fünfstufigen Skala (von „trifft für mich
überhaupt nicht zu“ bis „trifft für mich unbedingt zu“) beurteilt werden sollen,
werden die Dimensionen „Positive Einstellung zu Hypnose“ (EH), „Imaginationsund Aufmerksamkeitsfähigkeit“ (IA), „Offenheit und Vertrauen“ (OV) und
„Erfahrungen mit Hypnose“ (ER) erfasst.
Der HypnoS wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt in die bereits
laufende Studie aufgenommen, so dass nur 35 der insgesamt 58 Probanden
diesen Fragebogen bearbeiteten. Ferner wurde beschlossen die Items 1 und 2,
welche sich auf das Vertrauensverhältnis zum Therapeuten beziehen,
herauszunehmen, da die Patienten zum Zeitpunkt der Fragebogenbearbeitung
ihren jeweiligen Therapeuten meist noch nicht kannten.
Der Therapieevaluationsbogen der Bonner Institutsambulanz erhebt
mittels 24 vorgegebener Aussagen, welche mit „stimmt“ oder „stimmt nicht“ zu
beantworten
sind,
die
Skalen
„Organisation“,
„Problemorientierung“,
„Ressourcenaktivierung“, „Lösungsorientierung“ und „Wirksamkeitserwartung“.
Ferner bietet dieser Bogen die Möglichkeit, frei anzugeben, wie sich die
Therapiesitzung emotional und motivational auf den Patienten ausgewirkt hat,
was in der jeweiligen Sitzung für den Patienten besonders wichtig war, wovon
er am meisten profitiert hat und worauf der Therapeut in der nächsten Sitzung
67
2 Methode
nochmals eingehen sollte. Außerdem kann der Patient seine Zielerreichung in
Prozent schätzen (vorgegebene Werte: 0, 4, 11, 23, 40, 60, 77, 89, 96 und
100).
Der
CD-Evaluationsbogen
wurde,
angepasst
an
die
Bedingungsmanipulation des Insomnie-Projektes, für die vorliegende Studie
entwickelt. Insgesamt gab es drei Versionen, für jede Bedingung eine. Hier
wurde jeweils gefragt, wie gut Musik und/oder Geschichte gefallen haben, ob
sich Beschwerden verstärkt oder verringert haben, wie die Dauer der CD
eingeschätzt wurde und ob die CD in der Behandlung als hilfreich eingeschätzt
wird.
Ferner sollte der Patient jeweils durchschnittliche und maximale
Entspannung sowie Trance während des CD-Hörens auf einer Skala von eins
bis zehn angeben.
Im Falle von anekdotischen Metaphern (in der gemischten sowie in der
reinen Metapherbedingung) wurde nach dem Inhalt derselben gefragt und
außerdem, wie oft an die Geschichte im Laufe der Woche gedacht wurde, was
an ihr besonders beeindruckt hat, welche Bezüge zwischen Geschichte und
eigener Schlafstörung bestehen, ob während oder nach dem Hören Ideen
kamen, die gegenwärtige Lage zu verändern und ob anderen Personen von der
Geschichte erzählt wurde.
68
2 Methode
2.5 Datenauswertung
2.5.1 Abhängige und unabhängige Variablen
In den folgenden Tabellen (2.11. bis 2.14.) werden die zur Überprüfung
der jeweiligen Hypothesen und Fragestellungen notwendigen abhängigen und
unabhängigen
Variablen
sowie
deren
Operationalisierung
dargestellt
(Erläuterungen zu den einzelnen Variablen der Messinstrumente siehe Kapitel
2.4).
Hypothese 1: „Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der
Behandlung der Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg
größer als bei Darbietung reiner Induktion (also Entspannungshypnose).“
Hypothese 2: „Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der
Behandlung der Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg
größer als bei reiner Metapherdarbietung.“
Tabelle 2.11.:
Abhängige (AV) und unabhängige (UV) Variablen zur Überprüfung von
Hypothesen 1 und 2.
UV
AV
Untersuchungsbedingungen:
Therapieerfolg
1. „Metapher“
(Operationalisierung:
2. „Entspannung“
elektronisches Schlaftagebuch,
3. „Entspannung – Metapher“
PSQI. Überprüfung von
Gruppenunterschieden der
einzelnen Variablen.)
Hypothese 3: „Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der
Behandlung der Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg
stabiler als bei Darbietung reiner Induktion (also Entspannungshypnose).“
69
2 Methode
Hypothese 4: „Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der
Behandlung der Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg
stabiler als bei reiner Metapherdarbietung.“
Tabelle 2.12.:
Abhängige (AV) und unabhängige (UV) Variablen zur Überprüfung von
Hypothesen 3 und 4.
UV
AV
Untersuchungsbedingungen:
Katamnesedaten
1. „Metapher“
(Operationalisierung: PSQI.
2. „Entspannung“
Überprüfung von
3. „Entspannung – Metapher“
Gruppenunterschieden der
einzelnen Variablen.)
Fragestellung 1: Welchen Einfluss haben die Variablen Trancetiefe,
Suggestibilität und Imagination auf den Therapieerfolg?
Tabelle 2.13.:
Abhängige (AV) und unabhängige (UV) Variablen zur Überprüfung von
Fragestellung 1.
UV
AV
1. Trancetiefe
1. Therapieerfolg und
(Operationalisierung: Field,
2. Katamnesedaten
Selbstrating)
(Operationalisierung: PSQI.
2. Suggestibilität
Überprüfung von
(Operationalisierung: FIRST)
Gruppenunterschieden der
3. Imagination
einzelnen Variablen.)
(Operationalisierung: FIRST)
Fragestellung 2: Ist das Konzept Trancetiefe von den unterschiedlichen
Suggestionsbedingungen abhängig?
70
2 Methode
Tabelle 2.14.:
Abhängige (AV) und unabhängige (UV) Variablen zur Überprüfung von
Fragestellung 2.
UV
AV
Untersuchungsbedingungen:
Trancetiefe
1. „Metapher“
(Operationalisierung: Field,
2. „Entspannung“
Selbstrating. Überprüfung von
3. „Entspannung – Metapher“
Gruppenunterschieden der
einzelnen Variablen.)
2.5.2 Auswertung des Bonner elektronischen Schlaftagebuches
Aus dem Morgenprotokoll (MP) wurden zu Auswertungszwecken die
Variablen nächtliches Erwachen (getrennt nach Häufigkeit und Dauer),
Einschlaflatenz, Schlafdauer, Effizienz, morgendliches Wachliegen sowie
Erholungsgefühl am Morgen erhoben.
Die Werte der Komponenten Häufigkeit (MP9) und Dauer des
nächtlichen Wachliegens (MP10), Uhrzeit des morgendlichen Erwachens
(MP14), Erholungsgefühl am Morgen (MP4) sowie die Befindlichkeitswerte nach
dem Schlaf (MP1; MP2) wurden vom Patienten direkt eingegeben.
Die Dauer der Einschlaflatenz wurde aus der Summe der Bettliegezeit
vor dem Lichtlöschen (MP5) und der Einschlafdauer nach dem Lichtlöschen
(MP6) gebildet: MP5+MP6.
Die Dauer des morgendlichen Wachliegens errechnete sich aus der
Differenz zwischen der Uhrzeit des endgültigen Aufstehens (MP18) und der
Uhrzeit des endgültigen Erwachens (MP14): MP18-MP14.
Die Komponente Schlafdauer wurde aus der Gesamtbettliegezeit (MP18MP19), der Einschlaflatenz (MP5+MP6) sowie der Dauer des nächtlichen
(MP10) und morgendlichen Wachliegens (MP18-MP14) berechnet: (MP18MP19)-(MP5+MP6)-MP10-(MP18-MP14).
Die Komponente Schlafeffizienz spiegelte den prozentualen Anteil der
Schlafdauer
[(MP18-MP19)-(MP5+MP6)-MP10-(MP18-MP14)]
an
der
Gesamtbett-liegezeit (MP18-MP19) wider: {[(MP18-MP19)-(MP5+MP6)-MP10-
71
2 Methode
(MP18-MP14)]x100}/(MP18-MP19).
Aus dem Abendprotokoll (AP) wurde die Variable Leistungsfähigkeit
(AP4) zur Auswertung herangezogen.
Eine weitere Variable wurde für die Auswertung der Schlafprotokolle
verwendet. Sie wurde gebildet aus dem Mittelwert der Differenzen der Angaben
zum morgendlichen (MP1; MP2; MP3) und abendlichen Wohlbefinden (AP1;
AP2; AP3) und als „Psychisches Wohlbefinden“ bezeichnet: [(AP1-MP1)+(AP2MP2)+(AP3-MP3)]/3.
Sämtliche, aus den Eingaben zum elektronischen Schlaftagebuch
gebildeten Variablen, sowohl zu Rückmeldungs- (siehe 2.4.3) als auch zu
Auswertungszwecken, inklusive verwendeter Items bzw. Berechnungssyntax,
sind zur Übersicht in Tabelle 2.15. dargestellt.
Ausgewertet und verwaltet wurden die Daten mittels dem ABEPTzugehörigen Datenprogramms für Microsoft Access.
72
2 Methode
Tabelle 2.15.:
Variablen
des
elektronischen
Schlaftagebuchs,
ihre
Verwendung
(Rückmeldung der Werte in den laufenden Therapiesitzungen zur Korrekur
von Fehleinschätzungen bzw. Auswertung zur Überprüfung des
Therapieerfolges) sowie ihre Ermittlung.
Variablen
Verwendet zur...
Rückmeldung
Auswertung
Gebildet aus den Item(s)...
(MP = Morgenprotokoll;
AP = Abendprotokoll)
Einschlaflatenz
X
X
MP5+MP6
Häufigkeit des nächtlichen
X
X
MP9
X
MP10
Erwachens
Dauer des nächtlichen
Wachliegens
Uhrzeit des morgendlichen
X
MP14
Erwachens
Dauer des morgendlichen
X
X
MP18-MP14
Erholungsgefühl
X
X
MP4
Müdigkeit
X
Leistungsfähigkeit
X
X
AP4
Schlafdauer
X
X
(MP18-MP19)-(MP5+MP6)-
Wachliegens
AP6
MP10-(MP18-MP14)
Schlafeffizienz
X
{[(MP18-MP19)(MP5+MP6)-MP10-(MP18MP14)]x100}/(MP18-MP19)
Befindlichkeit nach dem
X
MP1
X
MP2
Schlaf 1
Befindlichkeit nach dem
Schlaf 2
Psychisches
Wohlbefinden
X
[(AP1-MP1)+(AP2MP2)+(AP3-MP3)]/3
73
2 Methode
2.5.3 Statistische Verfahren
Verfahren und Signifikanzen
Zur statistischen Auswertung werden folgende Verfahren eingesetzt:
einfaktorielle
Varianzanalysen
Veränderungskennwerten),
(mit
und
ohne
Varianzanalysen
ausgangswertkorrigierten
mit
Messwiederholung,
Effektstärkenberechnungen, Korrelationen, Regressionsanalysen, Zeitreihenanalysen und Chi-Quadrat-Test.
Tabelle 2.16. stellt die verschiedenen, zur Überprüfung der Hypothesen
und Fragestellungen notwendigen statistischen Methoden dar. Nähere
Erläuterungen zu den einzelnen Methoden sind dem Kapitel „Ergebnisse“ zu
entnehmen.
*
Tabelle 2.16.: Statistische Methoden zur Überprüfung der Hypothesen und Fragestellungen .
Hypothese/Fragestellung
Untersuchungsgegenstand
Methode
Größerer Therapieerfolg in
Bedingungen Therapieerfolg
Zeitreihenanalysen 
der
(elektronisches Schlaftagebuch)
Responderdefinition 
kombinierten
Sug-
gestionsbedingung als in
der reinen Entspannungs(Hypothese 1)
bzw. der reinen Metapher-
Chi-Quadrat-Test
Bedingungen Therapieerfolg
Zeitreihenanalysen 
(elektronisches Schlaftagebuch)
Varianzanalyse
(einfaktoriell);
bedingung (Hypothese 2).
Effektstärken
Bedingungen Therapieerfolg
Zeitreihenanalysen 
(elektronisches Schlaftagebuch)
Varianzanalyse mit
Messwiederholung;
Effektstärken
Bedingungen Therapieerfolg
Varianzanalyse
(PSQI)
(einfaktoriell);
Effektstärken
74
2 Methode
(Tabelle 2.16.: Fortsetzung)
Hypothese/Fragestellung
Untersuchungsgegenstand
Methode
Stabilerer
Bedingungen Katamnese
Varianzanalyse
(PSQI)
(einfaktoriell);
Therapieerfolg
in der kombinierten Sug-
Effektstärken
gestionsbedingung als in
der reinen Entspannungs(Hypothese 3)
bzw. der reinen Metapherbedingung (Hypothese 4).
Größerer
und
Therapieerfolg
kombinierten
stabilerer
Bedingungen Veränderungen
Einfaktorielle
in
Prä/Post (PSQI), Prä/Katamnese
Varianzanalysen mit
(PSQI) und Post/Katamnese (PSQI)
ausgangswertkorrigierten
der
Sug-
gestionsbedingung als in
Veränderungskennwerten
der reinen Entspannungs-
nach Scholz (1970)
bzw. der reinen Metapherbedingung (Hypothesen 1
bis 4).
Bedingungen Therapieerfolg (PSQI)
Varianzanalyse mit
Katamnese (PSQI)
Messwiederholung;
Effektstärken
Trancetiefe/Suggestibilität/Imagination
Korrelationen und
Therapieerfolg (PSQI)
Regressionsanalysen
Trancetiefe/Suggestibilität/Imagination
Korrelationen und
Katamnese (PSQI)
Regressionsanalysen
Abhängigkeit der Trance-
Bedingungen Varianzanalyse
tiefe von den unterschied-
Trancetiefe/Suggestibilität/Imagination
(einfaktoriell)
Einfluss
der
Variablen
Trancetiefe, Suggestibilität
und Imagination auf den
Therapieverlauf
(Fragestellung 1)
lichen
Suggestions-
bedingungen
(Fragestellung 2)
*
: „Einfluss auf...“; : „gefolgt von…”
Das Alpha-Niveau aller Signifikanztestungen wurde auf 0,05 gesetzt.
Wahrscheinlichkeitswerte von p ≤ 0,05 werden „signifikant“, von p ≤ 0,01 „hoch
signifikant“ bezeichnet.
75
2 Methode
Effektstärken
Das Effektstärkemaß d ist das wichtigste Maß zur Bestimmung der
praktischen Bedeutsamkeit eines experimentellen Effektes (Jacobs, 2006). Es
normiert die Unterschiede zwischen den experimentellen Gruppen auf die
Streuung der Testwerte und berechnet sich (klassisch) nach folgender Formel
(EG: Experimentalgruppe; KG: Kontrollgruppe):
MEG - MKG
d=
√ (SD2EG + SD2KG)/2
Das klassische Effektstärkemaß bezieht sich auf den Vergleich zweier
unabhängiger Stichproben, die nach Zufall den Bedingungen zugeteilt wurden.
Bezogen auf das Bonner Insomnieprojekt kann z.B.:
a) Die Kombinationsbedingung als Experimental-, die Entpannungsbedingung
als Kontrollgruppe definiert werden;
b) Die Kombinationsbedingung als Experimental-, die Metapherbedingung als
Kontrollgruppe definiert werden; und zudem
c) Die Entspannungsbedingung als Experimental-, die Metapherbedingung als
Kontrollgruppe definiert werden (oder auch umgekehrt. Die Zuteilung ist in
diesem Falle willkürlich, da die eigentlich interessierende Gruppe die
Kombinationsbedingung ist).
Bei Erhebung von Vor- und Nachmesswerten (z.B. vor und nach einer
therapeutischen
Intervention)
liegt
ein
abhängiger
Vergleich
vor.
Mit
Mittelwerten und Streuungen von Vor- und Nachtest kann die Effektstärke nach
der klassischen Methode berechnet werden, indem die Vortestergebnisse als
Kontrollgruppe, die Nachtestergebnisse als Experimentalgruppe definiert
werden. Bezogen auf das Bonner Insomnieprojekt kann also
a) bei der Betrachtung der Daten des elektronischen Schlaftagebuches über
den zeitlichen Verlauf die Baselinephase als Vortest, die Treatmentphase
als Nachtest (jeweils getrennt für Intercept- und Slopewerte) und
76
2 Methode
b) bei der Betrachtung der PSQI-Variablen im zeitlichen Verlauf
i) die Präerhebung als Vortest, die Posterhebung als Nachtest,
ii) die Posterhebung als Vortest, die Katamneseerhebung als Nachtest und
schließlich
iii) die Präerhebung als Vortest und die Katamneseerhebung als Nachtest
definiert werden.
Ausgangswertkorrigierte Veränderungskennwerte
Bei den ausgangswertkorrigierten Veränderungskennwerten nach Scholz
(1970) kommt folgende Formel zum Einsatz:
zNM-NM’ =
NMi - rNM, VM SDNM/SDVM (VMi - MW VM) - MW NM
________
SDNM √1 - r2NM, VM
z = standardisierte Differenz (MW = 0, SD = 1) zwischen erreichtem und
erwartetem Nachmesswert
NM = erreichter Nachmesswert
NM’ = erwarteter Nachmesswert
NMi = individueller Nachmesswert
rNM, VM = Korrelationskoeffizient Nachmesswert/Vormesswert
SDNM = Standardabweichung der Nachmesswerte
SDVM = Standardabweichung der Vormesswerte
VMi = individueller Vormesswert
MW NM = Mittelwert der Nachmesswerte
MW VM = Mittelwert der Vormesswerte
Zur Interpretation der ausgangswertkorrigierten Veränderungskennwerte
ist die Kenntnis der Regressionen notwendig (siehe Kaspers, 2001). Die
Tabellen 2.17., 2.18. und 2.19. geben in Vorbereitung der im Ergebnisteil
dargestellten Varianzanalysen eine Übersicht der Regressionsgleichungen der
einzelnen PSQI-Variablen für den Prä-/Post-, den Prä-/Katamnese- und den
Post-/Katamnese-Zeitraum sowie der für obenstehende Formel notwendigen
Maßzahlen.
77
2 Methode
Tabelle 2.17.:
PSQI-Variable
Subjektive
Regressionsgleichungen
der
Prä-Post-Regressionen
und
Korrelationen der PSQI-Variablen sowie Mittelwerte und
abweichungen der Prä- und Post-Messungen (N = 57).
Regressionsgleichung
Korrelation
MPrä
MPost
SDPrä
SDPost
y = .959 + .228x
.234
1.947
1.404
.639
.623
1.667
1.158
1.215
1.014
1.930
1.456
.923
.983
1.947
1.368
1.076
1.080
1.614
1.421
.620
.565
.965
.544
1.295
1.036
1.246
1.088
.851
.872
11.386
8.439
3.692
3.850
*
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Prä-PostStandard-
(p = .040 )
y = .432 + .435x
.522
**
(p = .000 )
Schlafdauer
y = .493 + .499x
.469
**
(p = .000 )
Schlafeffizienz
y = .705 + .341x
.340
**
(p = .005 )
Störung
y = .876 + .338x
.370
**
(p = .002 )
Medikamente
y = .029 + .533x
.666
**
(p = .000 )
Müdigkeit
y = .419 + .537x
.524
**
(p = .000 )
PSQI-Index
y = 2.110 + .556x
.533
**
(p = .000 )
*
**
signifikant; hoch signifikant
78
2 Methode
Tabelle 2.18.:
PSQI-Variable
Subjektive
Regressionsgleichungen der Prä-Katamnese-Regressionen und PräKatamnese-Korrelationen der PSQI-Variablen sowie Mittelwerte und
Standardabweichungen der Prä- und Katamnese-Messungen (N = 56).
Regressionsgleichung
Korrelation
MPrä
MKat
SDPrä
SDKat
y = 1.157 + .100x
.081
2.000
1.357
.603
.749
1.643
.875
1.242
1.080
1.964
1.304
.894
.933
1.982
1.036
1.053
1.128
1.625
1.750
.620
.994
.982
.589
1.300
1.075
1.321
.804
.855
1.034
11.589
7.714
3.515
4.564
Schlafqualität
Einschlaflatenz
(p = .278)
y = .110 + .465x
.535
**
(p = .000 )
Schlafdauer
y = .337 + .492x
.471
**
(p = .000 )
Schlafeffizienz
y = .287 + .378x
.353
**
(p = .004 )
Störung
y = 1.077 + .414x
.258
*
(p = .028 )
Medikamente
y = .013 + .587x
.710
**
(p = .000 )
Müdigkeit
y = .063 + .560x
.463
**
(p = .000 )
PSQI-Index
y = .527 + .620x
.478
**
(p = .000 )
*
**
signifikant; hoch signifikant
79
2 Methode
Regressionsgleichungen der Post-Katamnese-Regressionen und PostKatamnese-Korrelationen der PSQI-Variablen sowie Mittelwerte
und
Standardabweichungen der Post- und Katamnese-Messungen (N = 55).
Tabelle 2.19.:
PSQI-Variable
Subjektive
Regressionsgleichung
Korrelation
MPost
MKat
SDPost
SDKat
y = .990 + .264x
.220
1.418
1.364
.629
.754
1.164
.891
1.032
1.083
1.473
1.309
.997
.940
1.400
1.055
1.082
1.129
1.436
1.745
.570
1.004
.564
.600
1.050
1.082
1.109
.782
.875
1.030
8.564
7.745
3.857
4.600
Schlafqualität
(p = .053)
Einschlaflatenz
y = .123 + .660x
.629
**
(p = .000 )
Schlafdauer
y = .378 + .632x
.671
**
(p = .000 )
Schlafeffizienz
y = .151 + .646x
.619
**
(p = .000 )
Störung
y = .999 + .520x
.295
*
(p = .014 )
Medikamente
y = .227 + .662x
.642
**
(p = .000 )
Müdigkeit
y = .344 + .394x
.335
**
(p = .006 )
PSQI-Index
y = .222 + .878x
.737
**
(p = .000 )
*
**
signifikant; hoch signifikant
In
der
vorliegenden
Untersuchung
wurden
(zusätzlich
zu
Varianzanalysen ohne Ausgangswertkorrektur) jeweils für die Zeiträume Prä- zu
Post-, Prä- zu Katamnese- und Post- zu Katamneseerhebung Korrekturen der
Ausgangswerte für die einzelnen PSQI-Variablen (subjektive Schlafqualität,
Einschlaflatenz,
Schlafdauer,
Schlafeffizienz,
einnahme, Müdigkeit und PSQI-Index)
Störung,
Medikamenten-
vorgenommen. Anschließend wurden
einfaktorielle Varianzanalysen mit den Bedingungen als unabhängige und den
ausgangswertkorrigierten Variablenwerten als abhängige Variablen gerechnet.
80
2 Methode
Programme
Varianzanalysen
und Chi-Quadrat-Tests
sowie Korrelationen und
Regressionsanalysen wurden mit dem Statistical Package for the Social
Sciences (SPSS) für Windows, Version 11.0 gerechnet.
Für die Auswertung der Zeitreihen wurde das Programm ITSACORR von
Crosbie (1993) eingesetzt.
81
2 Methode
2.6 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen in
ergebnisrelevanten Parametern vor Behandlungsbeginn
2.6.1 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen in
den PSQI-Variablen vor Behandlungsbeginn
Wie
in
Kapitel
2.2.3
dargestellt,
fand
eine
Präerhebung
der
interessierenden Schlafparameter mittels dem Pittsburgh Sleep Quality Index
(PSQI) vor der ersten Sitzung statt.
Zur Überprüfung bestehender Unterschiede in den PSQI-Variablen bzw.
dem PSQI-Gesamtindex
Entspannungshypnose,
zwischen den Behandlungsbedingungen (reine
reine
Metapherdarbietung,
Kombination
von
Entspannung und Metapher) vor Behandlungsbeginn wurde eine einfaktorielle
Varianzanalyse mit den Bedingungen als Faktor und den PSQI-Variablen der
Präerhebung als abhängige Variablen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2.20. dargestellt.
Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied vor der Behandlung zwischen
den Bedingungen in Bezug auf die PSQI-Variable „Störung“ und zwar in dem
Sinne, dass die Probanden der reinen Metapher-Bedingung ein größeres
Ausmaß an erlebten nächtlichen Störungen empfanden als die Probanden der
reinen Entspannungs-Bedingung. Dieser Unterschied konnte auch in den PostHoc-Analysen mittels Bonferroni- und Scheffé-Test bestätigt werden (siehe
Tabelle 2.21.).
82
2 Methode
Tabelle 2.20.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die PSQI-Variablen (AV)
zwischen den Behandlungsbedingungen (Faktor) vor Behandlungsbeginn.
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
1.882
.600
„nur Metapher“
18
2.000
.485
„Entspannung-Metapher“
23
2.000
.798
„nur Entspannung”
17
1.471
1.281
„nur Metapher“
18
1.611
1.335
„Entspannung-Metapher“
23
1.783
1.126
„nur Entspannung”
17
2.176
.883
„nur Metapher“
18
1.722
.958
„Entspannung-Metapher“
23
1.913
.900
„nur Entspannung”
17
2.294
.985
„nur Metapher“
18
2.000
.970
„Entspannung-Metapher“
23
1.608
1.158
„nur Entspannung”
17
1.353
.493
„nur Metapher“
18
1.889
.676
„Entspannung-Metapher“
23
1.565
.590
„nur Entspannung”
17
1.000
1.275
„nur Metapher“
18
.500
1.043
„Entspannung-Metapher“
23
1.261
1.421
„nur Entspannung”
17
1.235
.831
„nur Metapher“
18
1.167
.786
„Entspannung-Metapher“
23
1.391
.988
17
11.647
3.920
„nur Metapher“
18
10.889
3.306
„Entspannung-Metapher“
23
11.522
3.860
Bedingungen
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
F
(df = 2)
p
.192
.825
.316
.730
1.088
.344
2.126
.129
3.655
.032
1.827
.170
.351
.706
.217
.805
*
* signifikant
83
2 Methode
Tabelle 2.21.:
Post-Hoc-
Ergebnisse der Bonferroni- und der Scheffé-Post-Hoc-Analyse für die
Unterschiede zwischen den Bedingungen bezüglich der PSQI-Variablen
„Störung“ vor Behandlungsbeginn.
(I) Bedingung
(J) Bedingung
Analyse
Scheffé
„nur Metapher“
„Entspannung-Metapher“
„nur Entspannung“
„nur Metapher“
„Entspannung-Metapher“
*
p
Differenz (I-J)
„nur Entspannung“
Bonferroni
Mittlere
„nur Metapher“
-.536
.035*
„Entspannung-Metapher“
-.212
.538
„nur Entspannung“
.536
.035*
„Entspannung-Metapher“
.324
.231
„nur Entspannung“
.212
.538
„nur Metapher“
-.324
.231
„nur Metapher“
-.536
.030*
„Entspannung-Metapher“
-.212
.803
„nur Entspannung“
.536
.030*
„Entspannung-Metapher“
.324
.265
„nur Entspannung“
.212
.803
„nur Metapher“
-.324
.265
signifikant
2.6.2 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen in
den Suggestibilitätsvariablen des FIRST vor Behandlungsbeginn
Wie in Kapitel 2.3 dargestellt, wurde mit allen Probanden in der ersten
Therapiesitzung
der
Freiberger
Imaginations-,
Relaxations-
und
Suggestibilitätstest (FIRST; Scholz,) durchgeführt, welcher, unter anderem, die
Variablen sensorische, mentale und heterogene Suggestibilität (siehe Kapitel
2.4.5) erfasst.
Mittels einfaktorieller Varianzanalyse wurde überprüft, ob sich die drei
Behandlungsgruppen (reine Entspannungshypnose, reine Metapherdarbietung,
Kombination
von
Entspannung
und
Metapher)
hinsichtlich
der
Suggestibilitätsmaße signifikant vor Behandlungsbeginn unterschieden. Die
Behandlungsbedingungen wurden dabei als Faktor, die Suggestibilitätsmaße
84
2 Methode
als abhängige Variablen definiert.
Es konnten keine Unterschiede in den Suggestibilitätswerten des FIRST
zwischen den drei verschiedenen Suggestionsbedingungen festgestellt werden
(siehe Tabelle 2.22.).
Tabelle 2.22.:
Variablen
Sensorische
Suggestibilität
Mentale
Suggestibilität
Heterogene
Suggestibilität
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die FIRST-Variablen
sensorische, mentale und heterogene Suggestibilität (AV) zwischen den
Behandlungsbedingungen (Faktor).
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
1.378
.345
„nur Metapher“
18
1.559
.430
„Entspannung-Metapher“
23
1.470
.368
„nur Entspannung”
17
1.419
.315
„nur Metapher“
18
1.466
.372
„Entspannung-Metapher“
23
1.429
.390
„nur Entspannung”
17
.468
.239
„nur Metapher“
18
.509
.204
„Entspannung-Metapher“
23
.485
.215
Bedingungen
F
(df = 2)
p
.979
.382
.082
.921
.156
.856
2.6.3 Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen in
den Imaginationsvariablen des FIRST vor Behandlungsbeginn
Mittels dem in der ersten Sitzung applizierten Freiberger Imaginations-,
Relaxations- und Suggestibilitätstest (FIRST; Scholz,) wurden, unter anderem,
die Imaginationsmaße perzeptuelle, semantische und Gesamt-Imagination
erhoben.
Zur Überprüfung bestehender Unterschiede der Behandlungsgruppen
(reine Entspannungshypnose, reine Metapherdarbietung, Kombination von
Entspannung und Metapher) wurde eine einfaktorielle Varianzanalyse mit den
Behandlungsbedingungen
als
Faktor
und
den
Imaginationsmaßen
als
85
2 Methode
abhängige Variablen gerechnet.
Bezüglich der Imagination wurden keine Unterschiede zwischen den drei
verschiedenen Suggestionsbedingungen nachgewiesen (siehe Tabelle 2.23.).
Tabelle 2.23.:
Variablen
Perzeptuelle
Imagination
Semantische
Imagination
GesamtImagination
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die FIRST-Variablen
perzeptuelle, semantische und Gesamt-Imagination (AV) zwischen den
Behandlungsbedingungen (Faktor).
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
8.353
4.595
„nur Metapher“
18
10.389
4.816
„Entspannung-Metapher“
23
9.696
5.942
„nur Entspannung”
17
11.353
5.431
„nur Metapher“
18
12.556
4.926
„Entspannung-Metapher“
23
10.565
4.980
„nur Entspannung”
17
19.706
9.339
„nur Metapher“
18
22.944
8.564
„Entspannung-Metapher“
23
20.261
9.942
Bedingungen
F
(df = 2)
p
.683
.510
.771
.467
.621
.541
86
3 Ergebnisse
3 Ergebnisse
3.1 Unterschiede zwischen den Bedingungen in Hinblick auf Ausmaß des
Therapieerfolgs
3.1.1 Auswertung der Daten des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs
Für die neun, zu Auswertungszwecken erhobenen Variablen des Bonner
elektronischen
Schlaftagebuches
(siehe
Kapitel
2.5.2)
wurden
mittels
ITSACORR (Crosbie, 1993) Zeitreihen gerechnet (siehe Kapitel 2.5.3). Bei
diesem Verfahren werden auf der Basis von Autokorrelationen der Daten die
Kennwerte „Intercept“ und „Slope“ ermittelt. Als „Intercept“ wird der Level zu
Beginn der Baseline- bzw. Treatment-Phase bezeichnet (y-Achsenabschnitt),
der Begriff „Slope“ bezieht sich auf den Trend innerhalb der Baseline- bzw.
Treatment-Daten, auf Zu- oder Abnahme derselben (auf ihr Vorzeichen).
Unterschiede zwischen den Bedingungen in den Responderanteilen
Vier Kriterien wurden definiert, die eine Verbesserung der einzelnen
Tagebuchparameter in Intercept und/oder Slope anzeigen:
1. Intercept und Slope (Vorzeichen) zeigen in Erwartungsrichtung;
2. Die Daten sind stabil auf in Erwartungsrichtung verändertem Niveau
(Intercept in Erwartungsrichtung verändert und Slope kaum von 0
unterschieden);
3. Statistisch bedeutsame positive Veränderung im Slope trotz unverändertem
negativen Vorzeichen;
4. Slope stabil auf insgesamt niedrigem bzw. hohem Niveau.
87
3 Ergebnisse
Als Responderkriterium wurde eine Verbesserung gemäß der o.g.
Kriterien auf sechs von den insgesamt neun Variablen des Bonner
elektronischen Schlaftagebuches definiert. Die Responderanteile der einzelnen
Bedingungen sind in Tabelle 3.1. wiedergegeben.
Tabelle 3.1.:
Responder (Verbesserung auf sechs von neun Variablen) und Nonresponder je
Untersuchungsbedingung.
Bedingung
Responder
Nonresponder
Summe
(Prozent)
„Nur Entspannung“
12 (75%)
4
16
„Nur Metapher“
8 (50%)
8
16
„Entspannung-Metapher“
7 (43.75%)
9
16
Summe
27 (56.25%)
21
48
Wie Tabelle 3.1. zu entnehmen ist, gibt es in insgesamt einen
beachtlichen
Responderanteil
(56.25%),
wobei
die
Bedingung
„Nur
Entspannung“ mit 75% Respondern die meisten Verbesserungen aufweist.
Abbildung 3.1. verdeutlicht den in der reinen Entspannungsbedingung größeren
Responderanteil gegenüber den beiden anderen Untersuchungsbedingungen.
88
3 Ergebnisse
Responder/
Nonresponder
12
Nonresponder
Responder
A bs olu te W e rte
10
8
6
4
2
0
E nts pannung
M etapher
Entspannung +
M etapher
B ed ing u ng
Abbildung 3.1.:
Grafische Darstellung der Responder- und Nonresponderanteile in den drei
Untersuchungsbedingungen.
Eine Überprüfung der Hypothesen 1 und 2 („Wenn Tranceinduktion und
Metapherdarbietung in der Behandlung der Primären Insomnie kombiniert
werden, ist der Therapieerfolg größer als bei Darbietung reiner Induktion“ und
„Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei
reiner
Metapherdarbietung“)
Untersuchungsbedingungen
mittels
als
eines
Chi-Quadrat-Tests
unabhängige
und
dem
mit
den
Kriterium
„Responder/Nonresponder“ als abhängige Variable erbrachte keine eindeutige
Überlegenheit einer der drei Bedingungen gegenüber den anderen beiden (χ(2)2
= 3.556; p = .169).
Die in den Hypothesen 1 und 2 postulierte Überlegenheit der
Kombinationsbedingung gegenüber der reinen Induktions- sowie der reinen
89
3 Ergebnisse
Metapherbedingung
in
Hinblick
auf
die
Stärke
der
therapeutischen
Verbesserung nach abgeschlossenem Therapiezeitraum konnte durch dieses
Vorgehen nicht gestützt werden.
Unterschiede zwischen den Bedingungen in Level und Trend der
Tagebuchvariablen
Einfaktorielle Varianzanalysen
In
einem
weiteren
Schritt
wurden
die
Hypothesen
1
(„Wenn
Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der Primären
Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei Darbietung
reiner Induktion“) und 2 („Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der
Behandlung der Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg
größer
als
bei
Varianzanalysen
reiner
überprüft
Metapherdarbietung“)
um
mittels
festzustellen,
einfaktorieller
inwieweit
die
Untersuchungsbedingungen einen Einfluss auf die einzelnen Variablen des
Bonner
elektronischen
Schlaftagebuchs
hatten.
Hierzu
wurden
die
Behandlungsbedingungen als Faktor, die Intercept- und Slopewerte der
Tagebuchvariablen, jeweils für Baseline- und Treatmentphase, als abhängige
Variablen definiert.
Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den
Behandlungsbedingungen bezüglich des Ausgangslevels der Variablenwerte
(Intercept) sowie des Trends innerhalb der Daten (Slope) des elektronischen
Schlaftagebuchs, weder für die Kennwerte der Baseline- (siehe Tabelle 3.2.)
noch die der Treatmentphase (siehe Tabelle 3.3.).
Das bedeutet, dass
1. ... es keine Unterschiede zwischen den Bedingungen im Ausgangslevel der
Tagebuchdaten zu Behandlungsbeginn gab (Intercept, Baseline),
2. ... in der Baselinephase keine signigikanten Verbesserungen in einer der
90
3 Ergebnisse
Tagebuchvariablen zwischen den Bedingungen zu verzeichnen sind (Slope,
Baseline),
3. ... sich die Bedingungen zu Beginn der Behandlungsphase nicht signifikant
im Ausgangslevel einer Tagebuchvariablen unterscheiden (Intercept,
Treatment) und
4. ... auch nach abgeschlossener Behandlung kein signifikanter Unterschied
zwischen den Bedingungen hinsichtlich einer Tagebuchvariablen besteht
(Slope, Treatment).
Keine der Bedingungen ist, gemäß dieser Ergebnisse, einer anderen im
Behandlungserfolg überlegen. In der kombinierten Suggestionsbedingung ist
demnach der Therapieerfolg nicht größer als in der reinen Induktionsbedingung
(Hypothese 1 nicht bestätigt) und auch nicht größer als in der reinen
Entspannungsbedingung (Hypothese 2 nicht bestätigt).
Intercept- und Slopewerte der Baselinephase
Tabelle 3.2. gibt eine Übersicht über die Ergebnisse der Varianzanalyse
zur Prüfung von Zwischengruppenunterschieden der Behandlungsbedingungen
in den Intercept- und Slopewerten des elektronischen Schlaftagebuchs der
Baselinephase. Es konnten keine signifikanten Unterschiede gefunden werden.
91
3 Ergebnisse
Tabelle 3.2.:
Variablen
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die Variablen des Bonner
elektronischen
Schlaftagebuches
(AV)
zwischen
den
Behandlungsbedingungen (Faktor) für die jeweiligen Intercept- (I) und
Slopewerte (S) der Baselinephase.
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Einschlaflatenz
Einschlaflatenz
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens
Häufigkeit des
I
„nur Entspannung”
16
38.824
33.484
I
„nur Metapher“
16
34.111
35.192
I
„Entspannung-Metapher“
16
36.176
70.263
S
„nur Entspannung”
16
.372
2.643
S
„nur Metapher“
16
.088
4.161
S
„Entspannung-Metapher“
16
1.441
12.699
I
„nur Entspannung”
16
1.847
1.234
I
„nur Metapher“
15
2.528
1.760
I
„Entspannung-Metapher“
16
2.311
1.498
S
„nur Entspannung”
16
.038
.176
S
„nur Metapher“
15
-.062
.236
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.027
.159
I
„nur Entspannung”
15
183.115 479.824
I
„nur Metapher“
16
73.454
74.095
I
„Entspannung-Metapher“
16
86.738
78.719
S
„nur Entspannung”
15
-7.781
27.254
S
„nur Metapher“
16
-.667
8.187
S
„Entspannung-Metapher“
16
-2.813
5.566
I
„nur Entspannung”
16
38.131
37.288
I
„nur Metapher“
16
28.013
47.476
I
„Entspannung-Metapher“
16
61.309
41.323
.037
.964
.132
.877
.834
.441
1.078
.349
.711
.497
.759
.474
2.613
.084
nächtlichen
Erwachens
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens
92
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.2.: Fortsetzung 1)
Variablen
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens
Erholungsgefühl
Erholungsgefühl
Leistungsfähigkeit
Leistungsfähigkeit
Schlafdauer
Schlafdauer
S
„nur Entspannung”
16
4.529
6.289
S
„nur Metapher“
16
5.060
11.048
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.958
5.373
I
„nur Entspannung”
16
-.391
.745
I
„nur Metapher“
15
.098
.750
I
„Entspannung-Metapher“
16
-.147
.815
S
„nur Entspannung”
16
.001
.127
S
„nur Metapher“
15
-.031
.134
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.008
.109
I
„nur Entspannung”
16
.693
2.315
I
„nur Metapher“
16
1.132
1.759
I
„Entspannung-Metapher“
15
.707
2.467
S
„nur Entspannung”
16
.040
.315
S
„nur Metapher“
16
.004
.310
S
„Entspannung-Metapher“
15
.011
.362
I
„nur Entspannung”
16
309.750
87.989
I
„nur Metapher“
16
343.875
78.302
I
„Entspannung-Metapher“
16
302.613 135.345
S
„nur Entspannung”
16
-1.295
11.651
S
„nur Metapher“
16
3.749
16.255
S
„Entspannung-Metapher“
16
2.189
17.431
2.797
.072
1.603
.213
.266
.768
.204
.816
.052
.949
.725
.490
.455
.637
93
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.2.: Fortsetzung 2)
Variablen
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Schlafeffizienz
Schlafeffizienz
Psychisches
Wohlbefinden
Psychisches
Wohlbefinden
I
„nur Entspannung”
15
66.273
19.306
I
„nur Metapher“
16
66.513
13.664
I
„Entspannung-Metapher“
15
61.140
23.266
S
„nur Entspannung”
15
-.873
2.319
S
„nur Metapher“
16
.498
2.712
S
„Entspannung-Metapher“
15
.390
3.039
I
„nur Entspannung”
16
-.759
4.782
I
„nur Metapher“
16
-.088
4.279
I
„Entspannung-Metapher“
16
-.411
5.581
S
„nur Entspannung”
16
.040
.795
S
„nur Metapher“
16
.254
1.186
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.334
1.770
.386
.682
1.205
.310
.229
.796
.821
.447
94
3 Ergebnisse
Die Mittelwerte der Behandlungsbedingungen in den Interceptwerten der
Baselinephase sind in den Abbildungen 3.2.a) und 3.2.b) grafisch dargestellt.
Bei den in Abbildung 3.2.a) dargestellten Variablen handelt es sich um
Beschwerdemaße: Hohe Werte sprechen für eine hohe Symptomatik. Bei den
in Abbildung 3.2.b) dargestellten Variablen hingegen drücken hohe Werte ein
besseres Wohlbefinden aus. Die Abbildungen 3.2.a) und 3.2.b) basieren auf
den z-transformierten Interceptwerten der Baselinephase; diese sind Anhang M
zu entnehmen.
B edingung
0,500
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
0,400
Mittelw ert
Mittelwerte Intercept-Baseline (z)
0,300
0,200
0,100
0,000
-0,100
-0,200
z-Wert:
EinschlafIntercept
latenz
"Latenz",
Baseline
Abbildung 3.2.a):
z-Wert:
Häufigkeit
Intercept
nächtliches
"Häufigkeit
Erwachen des
z-Wert:
z-W
ert:
Dauer
Dauer
Interc ept
Intercept
nächtliches
morgendl.
"Dauer
des "Morgendliches
Wachliegen
Wachliegen
nächtl.
nächtl.
Wachliegens", Wachliegens",
Baseline
B aseline
Wac hliegen",
B aseline
Grafische
Darstellung
der
z-transformierten
Mittelwerte
der
Interceptwerte, Baselinephase, der elektronischen Tagebuchvariablen
„Einschlaflatenz“, „Häufigkeit des nächtlichen Erwachens“, „Dauer des
nächtlichen Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“.
Hohe Werte stehen für eine hohe Symptomatik.
95
3 Ergebnisse
B edingung
0,400
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
Mittelw ert
Mittelwerte Intercept-Baseline (z)
0,200
0,000
-0,200
-0,400
Erholungsz-Wert:
z- Wert: LeistungsgefühlIntercept fähigkeit
Intercept
SchlafPsych.
Effizienz z-Wert:
z-Wert:
z-Wert:
Wohldauerept
Intercept
Intercept
Interc
he
"Erholung", "Leis tungsf "Sc hlafdaue "E ffizienz", "P sychisc
befinden
ähigkeit", r", Bas eline B aseline V ariablen",
Bas eline
B aseline
Baseline
Abbildung 3.2.b):
Grafische
Darstellung
der
z-transformierten
Mittelwerte
der
Interceptwerte, Baselinephase, der elektronischen Tagebuchvariablen
„Erholung“, „Leistungsfähigkeit“, „Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und
„Psychisches Wohlbefinden“. Hohe Werte stehen für eine geringe
Symptombelastung.
96
3 Ergebnisse
Die Mittelwerte der Behandlungsbedingungen in den Slopewerten der
Baselinephase sind in den Abbildungen 3.3.a) und 3.3.b) grafisch dargestellt.
Bei den in Abbildung 3.3.a) dargestellten Variablen handelt es sich um
Beschwerdemaße: Negative Vorzeichen weisen auf einen günstigen Trend der
Daten hin. Bei den in Abbildung 3.3.b) dargestellten Variablen hingegen
drücken positive Vorzeichen eine günstige Veränderung aus. Die Abbildungen
3.3.a) und 3.3.b) basieren auf den z-transformierten Slopewerten der
Baselinephase; diese sind Anhang N zu entnehmen.
B edingung
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
0,000
Mittelw ert
Mittelwerte Slope-Baseline (z)
0,200
-0,200
-0,400
z-Wert: S lope z-Wert:
z -Wert: S lope Häufigkeit
EinschlafDauer Slope z-Wert:
DauerSlope
"Häufigkeit des nächtliches
"Latenz",
"Dauer des "Morgendliches
nächtliches
latenz
morgendl.
nächtl.
Baseline
nächtl.
Wachliegen",
Erwachen
Wachliegen
Wachliegens", Wachliegens",
B aseline
Wachliegen
Baseline
Abbildung 3.3.a):
B aseline
Grafische Darstellung der z-transformierten Mittelwerte der Slopewerte,
Baselinephase, der elektronischen Tagebuchvariablen „Einschlaflatenz“,
„Häufigkeit des nächtlichen Erwachens“, „Dauer des nächtlichen
Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“. Negative
Vorzeichen weisen auf einen günstigen Trend der Daten hin.
97
3 Ergebnisse
B edingung
0,400
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
Mittelw ert
Mittelwerte Slope-Baseline (z)
0,200
0,000
-0,200
-0,400
z-Wert:
z-W
ert:
z-Wert:
Schl.Psych.
Effizienz
SWohllope
Slope
S lope
dauer
he
"Erholung", "Leistungsf "Sc hlafdaue "E ffizienz", "P sychisc
befinden
ähigkeit", r", Baseline B aseline V ariablen",
Bas eline
B aseline
Baseline
z-Wert:
ErholungsgefühlSlope
Abbildung 3.3.b):
z-Wert:
LeistungsSlope
fähigkeit
Grafische Darstellung der z-transformierten Mittelwerte der Slopewerte,
Baselinephase, der elektronischen Tagebuchvariablen „Erholung“,
„Leistungsfähigkeit“, „Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und „Psychisches
Wohlbefinden“. Positive Vorzeichen weisen auf einen günstigen Trend
der Daten hin.
98
3 Ergebnisse
Intercept- und Slopewerte der Treatmentphase
In Tabelle 3.3. sind die Ergebnisse der Varianzanalyse zur Prüfung von
Zwischengruppenunterschieden der Behandlungsbedingungen in den Interceptund Slopewerten des elektronischen Schlaftagebuchs der Treatmentphase
dargestellt. Es wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden.
Tabelle 3.3.:
Variablen
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die Variablen des Bonner
elektronischen
Schlaftagebuches
(AV)
zwischen
den
Behandlungsbedingungen (Faktor) für die jeweiligen Intercept- (I) und
Slopewerte (S) der Treatmentphase.
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Einschlaflatenz
Einschlaflatenz
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens
Dauer des
nächtlichen
I
„nur Entspannung”
16
35.356
25.655
I
„nur Metapher“
16
26.263
25.619
I
„Entspannung-Metapher“
16
29.665
20.091
S
„nur Entspannung”
16
-.007
.602
S
„nur Metapher“
16
-.136
.851
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.016
.732
I
„nur Entspannung”
16
1.800
.907
I
„nur Metapher“
15
2.023
1.303
I
„Entspannung-Metapher“
16
2.151
1.456
S
„nur Entspannung”
16
-.005
.013
S
„nur Metapher“
15
-.007
.033
S
„Entspannung-Metapher“
16
.002
.023
I
„nur Entspannung”
15
23.700
109.047
I
„nur Metapher“
16
59.806
43.082
I
„Entspannung-Metapher“
16
57.146
47.265
.590
.559
.155
.857
.328
.722
.614
.546
1.198
.311
Wachliegens
99
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.3.: Fortsetzung 1)
Variablen
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens
Dauer des
morgendlichen
S
„nur Entspannung”
15
.549
3.380
S
„nur Metapher“
16
.024
.963
S
„Entspannung-Metapher“
16
.246
2.143
I
„nur Entspannung”
16
47.510
34.121
I
„nur Metapher“
16
56.241
25.151
I
„Entspannung-Metapher“
16
53.100
34.611
S
„nur Entspannung”
16
-.391
.711
S
„nur Metapher“
16
-.224
1.138
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.154
1.037
I
„nur Entspannung”
16
.131
.506
I
„nur Metapher“
15
.017
.489
I
„Entspannung-Metapher“
16
-.228
.708
S
„nur Entspannung”
16
.002
.010
S
„nur Metapher“
15
.005
.021
S
„Entspannung-Metapher“
16
.009
.014
I
„nur Entspannung”
16
1.465
2.473
I
„nur Metapher“
16
1.638
1.398
I
„Entspannung-Metapher“
15
.994
1.783
S
„nur Entspannung”
16
-.004
.054
S
„nur Metapher“
16
.005
.034
S
„Entspannung-Metapher“
15
.009
.054
I
„nur Entspannung”
16
320.608 102.013
I
„nur Metapher“
16
353.938
58.279
I
„Entspannung-Metapher“
16
328.938
75.623
.194
.824
.313
.732
.247
.782
1.605
.212
.909
.410
.453
.639
.333
.719
.740
.483
Wachliegens
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens
Erholungsgefühl
Erholungsgefühl
Leistungsfähigkeit
Leistungsfähigkeit
Schlafdauer
100
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.3.: Fortsetzung 2)
Variablen
I/S
Bedingungen
N
M
SD
F
p
(df = 2)
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Schlafeffizienz
Psychisches
Wohlbefinden
Psychisches
Wohlbefinden
S
„nur Entspannung”
16
.099
2.528
S
„nur Metapher“
16
-.424
1.756
S
„Entspannung-Metapher“
16
-.259
2.931
I
„nur Entspannung”
15
65.502
24.944
I
„nur Metapher“
16
69.488
7.689
I
„Entspannung-Metapher“
15
68.273
15.558
S
„nur Entspannung”
15
.008
.538
S
„nur Metapher“
16
-.004
.371
S
„Entspannung-Metapher“
15
-.003
.664
I
„nur Entspannung”
16
1.074
1.898
I
„nur Metapher“
16
.246
4.101
I
„Entspannung-Metapher“
16
.517
3.212
S
„nur Entspannung”
16
.017
.047
S
„nur Metapher“
16
.048
.195
S
„Entspannung-Metapher“
16
.020
.098
.190
.827
.212
.810
.002
.998
.278
.759
.273
.762
101
3 Ergebnisse
In den Abbildungen 3.4.a) und 3.4.b) sind die Mittelwerte der
Behandlungsbedingungen in den Interceptwerten der Treatmentphase grafisch
dargestellt. Bei den in Abbildung 3.4.a) wiedergegebenen Variablen handelt es
sich um Beschwerdemaße: Hier weisen hohe Werte auf eine hohe Symptomatik
hin. Bei den in Abbildung 3.4.b) dargestellten Variablen hingegen drücken hohe
Werte ein besseres Wohlbefinden aus. Die Abbildungen 3.4.a) und 3.4.b)
basieren auf den z-transformierten Interceptwerten der Treatmentphase, welche
in Anhang O angefügt sind.
B edingung
0,200
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
0,000
Mittelw ert
Mittelwerte Intercept-Treatment (z)
0,100
-0,100
-0,200
-0,300
-0,400
z-Wert:
EinschlafIntercept
latenz
"Latenz",
Treatm ent
Abbildung 3.4.a):
z-Wert:
z-Wert:
Häufigkeit
Dauer
Intercept
Interc ept
nächtliches
nächtliches
"Häufigkeit des Wachliegen
"Dauer des
Erwachen
nächtl.
nächtl.
Wachliegens", Wachliegens",
Treatm ent
Tr eatm ent
z-Wert:
Dauer
Intercept
morgendl.
"Mor
gendliches
Wachliegen
Wachliegen",
Treatment
Grafische
Darstellung
der
z-transformierten
Mittelwerte
der
Interceptwerte, Treatmentphase, der elektronischen Tagebuchvariablen
„Einschlaflatenz“, „Häufigkeit des nächtlichen Erwachens“, „Dauer des
nächtlichen Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“.
Hohe Werte stehen für eine hohe Symptomatik.
102
3 Ergebnisse
B edingung
0,400
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
Mittelw ert
Mittelwerte Intercept-Treatment (z)
0,200
0,000
-0,200
-0,400
z-Wert:
z-Wert:
z-Wert:
LeistungsSchlafPsych.
Effizienz z-Wert:
Interc ept
Intercept
Intercept
Intercept
Wohlfähigkeit
dauer
"Erholung", "Leistungsf "Sc hlafdaue "E ffizienz", "P sychische
befinden
Treatm ent V ariablen",
r",
Treatment
ähigkeit",
Treatment
Treatm ent Treatm ent
z-W ert:
ErholungsIntercept
gefühl
Abbildung 3.4.b):
Grafische
Darstellung
der
z-transformierten
Mittelwerte
der
Interceptwerte, Treatmentphase, der elektronischen Tagebuchvariablen
„Erholung“, „Leistungsfähigkeit“, „Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und
„Psychisches Wohlbefinden“. Hohe Werte stehen für eine geringe
Symptombelastung.
103
3 Ergebnisse
Die Mittelwerte der Behandlungsbedingungen in den Slopewerten der
Treatmentphase sind in den Abbildungen 3.5.a) und 3.5.b) grafisch dargestellt.
Die in Abbildung 3.5.a) dargestellten Variablen sind Beschwerdemaße:
Negative Vorzeichen weisen hier auf einen günstigen Trend der Daten hin. Bei
den in Abbildung 3.5.b) dargestellten Variablen hingegen wird eine günstige
Veränderung durch positive Vorzeichen ausgedrückt. Die Abbildungen 3.5.a)
und 3.5.b) basieren auf den z-transformierten Slopewerten der Treatmentphase
(siehe Anhang P).
B edingung
0,200
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
Mittelw ert
Mittelwerte Slope-Treatment (z)
0,100
0,000
-0,100
-0,200
z-Wert:
S lope zWert: S lope z-Wert:
EinschlafHäufigkeit
DauerSlope z-Wert: Slope
"Latenz",
des "Morgendliches
"Häufigkeit
nächtlichesdes "Dauer
nächtliches
latenz
Wachliegen",
Treatm ent
nächtl.
nächtl.
Erwachen
Wachliegen
Treatment
W achliegens", Wachliegens",
Treatm ent
Treatm ent
D
auer
morgend
Abbildung 3.5.a):
Grafische Darstellung der z-transformierten Mittelwerte der Slopewerte,
Treatmentphase, der elektronischen Tagebuchvariablen „Einschlaflatenz“, „Häufigkeit des nächtlichen Erwachens“, „Dauer des nächtlichen
Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“. Negative
Vorzeichen weisen auf einen günstigen Trend der Daten hin.
104
3 Ergebnisse
B edingung
0,300
E ntspannung
M etapher
E ntspannung +
M etapher
0,200
Mittelw ert
Mittelwerte Slope-Treatment (z)
0,100
0,000
-0,100
-0,200
-0,300
z-Wert:
ErholungsgefühlSlope
z-Wert:
z-Wert:
z-W
ert:
Schl.Psych.
Effizienz
S lope
Slope
SWohllope
dauer
"Erholung", "Leistungsf "Sc hlafdaue "E ffizienz", "P sychisc
he
befinden
Treatm ent V ariablen",
Treatment
r",
ähigkeit",
Treatment
Treatm ent Treatm ent
Abbildung 3.5.b):
z-Wert:
LeistungsSlope
fähigkeit
Grafische Darstellung der z-transformierten Mittelwerte der Slopewerte,
Treatmentphase, der elektronischen Tagebuchvariablen „Erholung“,
„Leistungsfähigkeit“, „Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und „Psychisches
Wohlbefinden“. Positive Vorzeichen weisen auf einen günstigen Trend
der Daten hin.
105
3 Ergebnisse
Effektstärkenberechnung für Intercept- und Slopewerte der Treatmentphase
Im Folgenden werden die Effekte des Zwischengruppenvergleiches der
drei Behandlungsbedingungen in den Variablen der Treatmentphase des
elektronischen Tagebuches besprochen. Tabelle 3.4. gibt eine Übersicht über
die Effektstärken der Interceptwerte, in Tabelle 3.5. sind die Effektstärken der
Slopewerte dargestellt.
Die den Berechnungen zugrundeliegende Formel für unabhängige
Stichproben ist in Kapitel 2.5.3 ausführlich erläutert. Gemäß dieser Formel
wurde die Kombinationsbedingung als Experimental-, die reinen Bedingungen
Entspannung und Metapher jeweils als Kontrollgruppe definiert. Zudem wurden
die Effekte zwischen den reinen Bedingungen (Entspannung und Metapher)
überprüft. Die hierbei verwendete Definition der reinen Entspannungsbedingung
als Experimental- und der reinen Metapherbedingung als Kontrollgruppe ist eine
rein willkürliche Zuweisung; bei einer definitorischen Umkehr dieser beiden
Bedingungen
würden
die
Berechnungen
(d)
den
selben
Betrag
bei
umgekehrten Vorzeichen erbringen.
Interceptwerte der Treatmentphase
Bei den Interceptwerten der Treatmentphase handelt es sich um die
Ausgangswerte in den Variablen zu Beginn der Phase. Der Treatmentphase ist
eine vorherige Baselinephase vorangegangen, in welcher die Patienten ihre
Schlafparameter im elektronischen Schlaftagebuch dokumentieren sollten.
Bei den Variablen
Erwachens“,
„Dauer
des
„Einschlaflatenz“,
nächtlichen
„Häufigkeit
Wachliegens“
des
und
nächtlichen
„Dauer
des
morgendlichen Wachliegens“ stehen hohe Werte für eine hohe Symptomatik,
wohingegen
bei
den
Variablen
„Erholungsgefühl“,
„Leistungsfähigkeit“,
„Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und „Psychisches Wohlbefinden“ hohe Werte in
eine günstige Richtung weisen. Entsprechend weisen negative Vorzeichen der
Effekte der ersten vier Variablen auf eine Überlegenheit der definierten
Experimentalgruppe gegenüber der definierten Kontrollgruppe hin, für die
letzten fünf Variablen müssen dagegen die Vorzeichen der Effekte positiv sein,
106
3 Ergebnisse
um
eine
Überlegenheit
der
Experimentalgruppe
widerzuspiegeln.
Die
Überprüfung der Effekte der Interceptwerte ist in Tabelle 3.4. wiedergegeben.
Tabelle 3.4.:
Effektstärken d des Zwischengruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den Interceptwerten der Variablen der Treatmentphase des
elektronischen Schlaftagebuchs, betrachtet für alle Kombinationsmöglichkeiten
von definierter Experimental- und Kontrollgruppe gemäß der klassischen
Effektstärkeberechnung für unabhängige Stichproben. Den einzelnen Variablen
ist in Klammern angefügt, welches Vorzeichen von d auf eine Überlegenheit der
Experimental- gegenüber der Kontrollgruppe hinweist (Erläuterungen siehe
Text).
Tagebuchvariable
EG
KG
Einschlaflatenz (-)
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.247
Entspannung-Metapher
Metapher
.148
Entspannung
Metapher
.355
Entspannung-Metapher
Entspannung
.289
Entspannung-Metapher
Metapher
.093
Entspannung
Metapher
-.199
Entspannung
.398
Entspannung-Metapher
Metapher
-.059
Entspannung
Metapher
-.435
Entspannung-Metapher
Entspannung
.163
Entspannung-Metapher
Metapher
-.104
Entspannung
Metapher
-.291
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.583
Entspannung-Metapher
Metapher
-.403
Entspannung
Metapher
.229
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.218
Entspannung-Metapher
Metapher
-.402
Entspannung
Metapher
-.086
Häufigkeit des
nächtlichen
Effektstärke d
Erwachens (-)
Dauer des nächtlichen Entspannung-Metapher
Wachliegens (-)
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens (-)
Erholungsgefühl (+)
Leistungsfähigkeit (+)
107
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.4.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
EG
KG
Schlafdauer (+)
Entspannung-Metapher
Entspannung
.093
Entspannung-Metapher
Metapher
-.370
Entspannung
Metapher
-.401
Entspannung-Metapher
Entspannung
.133
Entspannung-Metapher
Metapher
-.100
Entspannung
Metapher
-.216
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.211
Entspannung-Metapher
Metapher
.074
Entspannung
Metapher
.259
Schlafeffizienz (+)
Psychisches
Wohlbefinden (+)
Effektstärke d
Für den Zwischengruppenvergleich der drei Behandlungsbedingungen
bezüglich
der
Interceptwerte
der
Treatmentphase,
erhoben
mittels
elektronischem Schlaftagebuch, wurden durchweg minimale bis mittlere Effekte
gefunden.
Einschlaflatenz:
In der Kombinationsbedingung ist ein geringer Effekt in Richtung einer
reduzierten
Einschlaflatenz
Entspannungsbedingung
im
feststellbar.
Vergleich
Verglichen
mit
mit
der
der
reinen
reinen
Metapherbedingung zeigt sich jedoch ein geringer Effekt in Richtung einer
Verschlechterung der Symptomatik bei Patienten der kombinierten Bedingung.
In der Entspannungsbedingung ist gegenüber der Metapherbedingung
ein geringer bis mittlerer Effekt in Richtung einer verlängerten Einschlaflatenz
zu verzeichnen.
Häufigkeit des nächtlichen Erwachens:
In Bezug auf die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens unterliegt die
kombinierte Suggestionsbedingung der reinen Entspannungsbedingung durch
einen geringen Effekt in Richtung häufigerem Erwachen. In die selbe Richtung
108
3 Ergebnisse
weist der Effekt der Kombinationsbedingung im Vergleich mit der reinen
Metapherbedingung, er ist hier jedoch minimal (annähernd Null).
Im
Vergleich
Metapherbedingung
der
reinen
zeigt
sich
Entspannungs-
ein
geringer
mit
Effekt
der
reinen
zugunsten
der
Entspannungsbedingung (geringere Aufwachhäufigkeiten).
Dauer des nächtlichen Wachliegens:
Die
kombinierte
Bedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Entspannungsbedingung längere nächtliche Wachliegezeiten auf, was sich
durch einen Effekt geringer bis mittlerer Stärke ausdrückt. Gegenüber der
reinen
Metapherbedingung
ist
die
nächtliche
Wachliegedauer
der
Kombinationsbedingung zwar reduziert, der Effekt ist jedoch annähernd null.
Die
reine
Entspannungsbedingung
hebt
sich
von
der
reinen
Metapherbedingung durch eine deutlich geringere nächtliche Wachliegedauer
ab (Effekt mittlerer Stärke).
Dauer des morgendlichen Wachliegens:
Es zeigt sich ein geringer Effekt in Richtung einer verlängerten
morgendlichen
Wachliegedauer
Suggestionsbedingung
im
Entspannungsbedingung.
bei
den
Vergleich
Hingegen
Patienten
mit
zeigt
der
Patienten
sich
im
kombinierten
der
Vergleich
reinen
der
Kombinationsbedingung mit der reinen Metapherbedingung ein geringer Effekt
in die entgegengesetzte Richtung.
Die Entspannungsbedingung ist der Metapherbedingung in puncto
morgendlicher Wachliegedauer leicht überlegen (geringer Effekt in Richtung
geringerer Wachliegezeiten).
Erholungsgefühl:
Bezüglich des Erholungsgefühls ist die kombinierte Bedingung sowohl
der reinen Entspannungs- als auch der reinen Metapherbedingung zu Beginn
der Treatmentphase deutlich unterlegen (Effekte mittlerer Stärke).
109
3 Ergebnisse
Die
Entspannungsbedingung
zeichnet
sich
hierbei
der
Metapherbedingung gegenüber durch ein leicht höheres Erholungsgefühl aus
(geringer Effekt).
Leistungsfähigkeit:
In
der
Kombinationsbedingung
ist
gegenüber
der
reinen
Entspannungsbedingung ein geringer Effekt in Richtung einer niedrigeren
Leistungsfähigkeit nachweisbar, gegenüber der reinen Metapherbedingung ein
mittlerer Effekt in eben dieselbe Richtung.
Die
reine
Entspannungsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung einen minimalen Effekt (annähernd Null) in Richtung einer
geringeren Leistungsfähigkeit auf.
Schlafdauer:
In der Entspannungs-Metapher-Bedingung ist im Vergleich mit der reinen
Entspannungsbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung
einer
längeren
Schlafdauer
feststellbar,
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung findet sich ein geringer bis mitlerer Effekt in Richtung einer
kürzeren Schlafdauer.
In der reinen Entspannungsbedingung zeigt sich im Vergleich mit der
reinen Metapherbedingung ein mittlerer Effekt in Richtung einer kürzeren
Schlafdauer.
Schlafeffizienz:
Die kombinerte Suggestionsbedingung weist gegenüber der reinen
Entspannungsbedingung eine höhere Schlafeffizienz auf (geringer Effekt).
Gegenüber der reinen Metapherbedingung zeigt sich, ebenfalls in einem
geringen Effekt, in der Kombinationsbedingung eine niedrigere Schlafeffizienz.
In
der
Entspannungsbedingung
ist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung ein geringer Effekt in Richtung einer verbesserten
Schlafeffizienz feststellbar.
110
3 Ergebnisse
Psychisches Wohlbefinden:
Die Entspannungs-Metapher-Bedingung ist der reinen Entspannungsbedingung bezüglich des psychischen Wohlbefindens in einem geringen Effekt
unterlegen. Im Vergleich mit der reinen Metapherbedingung zeigt sich für die
Kombinationsbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung
eines besseren Wohlbefindens.
Die Entspannungsbedingung ist der Metapherbedingung in einem
geringen Effekt im psychischen Wohlbefinden überlegen.
Der stärkste Effekt zeigt sich in einem geringeren Erholungsgefühl der
Kombinations- gegenüber der Entspannungsbedingung (d = -.583). Auch im
Vergleich mit der reinen Metapherbedingung zeichnet sich die kombinierte
Bedingung durch ein geringeres Erholungsgefühl in den Interceptwerten der
Treatmentphase aus (d = -.403). Ebenfalls durch Effekte mittlerer Stärke zeigt
sich eine Unterlegenheit der Kombinationsbedingung gegenüber der reinen
Metapherbedingung bezüglich der Leistungsfähigkeit (d = -.402) und der
Schlafdauer (d = -.370). In Bezug auf die Variable „Dauer des nächtlichen
Wachliegens“
unterliegt
die
kombinierte
Bedingung
der
reinen
Entspannungsbedingung in einem mittleren Effekt (d = .398) in Form längerer
nächtlicher Wachliegezeiten.
Die
reine
Entspannungsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung eine erhöhte Einschlaflatenz auf (d = .355). In puncto
„Dauer des nächtlichen Wachliegens“ (d = -.435) und „Schlafdauer“ (d = -.401)
ist sie der Metapherbedingung jedoch durch Effekte mittlerer Stärke überlegen.
Es darf nicht vergessen werden, dass es sich bei den Interceptwerten
der Treatmentphase um die Werte zu Beginn der Behandlung handelt. Sie
liefern Aussage über den Status Quo der Behandlungsbedingungen in den
interessierenden Variablen zu Behandlungsbeginn.
111
3 Ergebnisse
Slopewerte der Treatmentphase:
Für die Überprüfung des therapeutischen Erfolges sind die Slopewerte
der Treatmentphase relevanter, welche den Verlauf der Daten während der
Behandlung in Richtung Zu- oder Abnahme widerspiegeln.
Bezüglich der Vorzeichen der Slopewerte gilt, dass bei den Variablen
„Einschlaflatenz“,
„Häufigkeit
des
nächtlichen
Erwachens“,
„Dauer
des
nächtlichen Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“ ein
negatives Vorzeichen für eine günstige Veränderung steht, wohingegen bei den
Variablen
„Erholungsgefühl“,
„Leistungsfähigkeit“,
„Schlafdauer“,
„Schlafeffizienz“ und „Psychisches Wohlbefinden“ ein positives Vorzeichen
einen günstigen Trend widerspiegelt. Analog weisen negative Vorzeichen der
Effekte der ersten vier Variablen, jedoch positive Vorzeichen der Effekte der
letzten
fünf
Variablen
auf
eine
Überlegenheit
der
definierten
Experimentalgruppe gegenüber der definierten Kontrollgruppe hin. Die
Überprüfung der Effekte der Slopewerte ist in Tabelle 3.5. dargestellt.
Tabelle 3.5.:
Effektstärken d des Zwischengruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den Slopewerten der Variablen der Treatmentphase des
elektronischen Schlaftagebuchs, betrachtet für alle Kombinationsmöglichkeiten
von definierter Experimental- und Kontrollgruppe gemäß der klassischen
Effektstärkeberechnung für unabhängige Stichproben. Den einzelnen Variablen
ist in Klammern angefügt, welches Vorzeichen von d auf eine Überlegenheit der
Experimental- gegenüber der Kontrollgruppe hinweist (Erläuterungen siehe
Text).
Tagebuchvariable
EG
KG
Einschlaflatenz (-)
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.013
Entspannung-Metapher
Metapher
.151
Entspannung
Metapher
.175
Entspannung-Metapher
Entspannung
.374
Entspannung-Metapher
Metapher
.316
Entspannung
Metapher
.080
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens (-)
Effektstärke d
112
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.5.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
EG
KG
Dauer des nächtlichen Entspannung-Metapher
Wachliegens (-)
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens (-)
Erholungsgefühl (+)
Leistungsfähigkeit (+)
Schlafdauer (+)
Schlafeffizienz (+)
Psychisches
Wohlbefinden (+)
Effektstärke d
Entspannung
-.107
Entspannung-Metapher
Metapher
.134
Entspannung
Metapher
.211
Entspannung-Metapher
Entspannung
.267
Entspannung-Metapher
Metapher
.064
Entspannung
Metapher
-.176
Entspannung-Metapher
Entspannung
.575
Entspannung-Metapher
Metapher
.224
Entspannung
Metapher
-.182
Entspannung-Metapher
Entspannung
.241
Entspannung-Metapher
Metapher
.089
Entspannung
Metapher
-.199
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.131
Entspannung-Metapher
Metapher
.068
Entspannung
Metapher
.240
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.018
Entspannung-Metapher
Metapher
.002
Entspannung
Metapher
.026
Entspannung-Metapher
Entspannung
.039
Entspannung-Metapher
Metapher
-.181
Entspannung
Metapher
-.219
Für den Zwischengruppenvergleich der drei Behandlungsbedingungen
bezüglich
der
Slopewerte
des
elektronischen
Schlaftagebuchs
der
Treatmentphase wurden überwiegend minimale bis geringe Effekte gefunden.
113
3 Ergebnisse
Einschlaflatenz:
Die
Kombinationsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Entspannungsbedingung einen minimalen Effekt (annähernd Null) in Richtung
einer stärkeren Abnahme der Einschlaflatenz auf, gegenüber der reinen
Metapherbedingung jedoch einen geringen Effekt in Richtung längerer
Einschlaflatenzen.
Die Entspannungsbedingung ist der Metapherbedingung bezüglich der
Reduktion der Einschlaflatenz im Therapieverlauf unterlegen (geringer Effekt).
Häufigkeit des nächtlichen Erwachens:
Bezüglich
der
Häufigkeiten
des
nächtlichen
Erwachens
ist
die
Entspannungs-Metapher-Bedingung sowohl der reinen Entspannungs- als auch
der reinen Metapherbedingung durch einen geringe bis mittlere Effekte
unterlegen.
Der
Unterschied
zwischen
den
beiden
reinen
Bedingungen
(Entspannung vs. Metapher) ist annähernd Null.
Dauer des nächtlichen Wachliegens:
Für die Dauer des nächtlichen Wachliegens konnten im Slope der
Treatmentphase für alle drei Bedingungen minimale bis leichte Zunahmen
beobachtet werden (siehe Tabelle 3.3.).
In der kombinierten Bedingung ist diese Zunahme geringer als in der
reinen
Entspannungsbedingung,
aber
stärker
als
in
der
reinen
Metapherbedingung. Beide Effekte sind jedoch gering.
Die Zunahme der Dauer des nächtlichen Wachliegens überwiegt in
einem geringen Effekt bei der reinen Entspannungsbedingung im Vergleich mit
der reinen Metapherbedingung.
Dauer des morgendlichen Wachliegens:
In Bezug auf die Dauer des morgendlichen Wachliegens konnten für alle
drei Bedingungen in den Slopewerten der Treatmentphase Verbesserungen
festgestellt werden (siehe Tabelle 3.3.).
114
3 Ergebnisse
In der kombinierten Bedingung ist diese Verbesserung jedoch leicht
geringer als in der reinen Entspannungsbedingung (geringer Effekt) und
minimal geringer als in der reinen Metapherbedingung (Effekt annähernd Null).
Die Entspannungsbedingung weist gegenüber der Metapherbedingung
eine leicht stärkere Reduktion der morgendlichen Wachliegedauer auf (geringer
Effekt).
Erholungsgefühl:
Bezüglich des Erholungsgefühls ist die kombinierte Bedingung der reinen
Entspannungsbedingung durch einen mittleren, der reinen Metapherbedingung
durch einen geringen Effekt überlegen.
Die
reine
Entspannungsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung eine geringere Zunahme des Erholungsgefühls auf
(geringer Effekt).
Leistungsfähigkeit:
Im Vergleich mit der reinen Entspannungsbedingung zeigt sich für die
Entspannungs-Metapher-Bedingung
eine
stärkere
Zunahme
der
Leistungsfähigkeit in einem geringen Effekt. Der Unterschied zur reinen
Metapherbedingung
ist
annähernd
Null
(minimaler
Effekt
in
Richtung
Überlegenheit der Kombinationsbedingung).
Die Entspannungsbedingung ist in puncto Leistungsfähigkeit der
Metapherbedingung leicht unterlegen (geringer Effekt).
Schlafdauer:
Der Trend der Werte der Schlafdauer ist für die Kombinationsbedingung
etwas ungünstiger als für die reine Entspannungsbedingung (geringer Effekt)
und leicht günstiger als für die reine Metapherbedingung (minimaler Effekt
annähernd Null).
Die reine Entspannungsbedingung ist bezüglich einer Verbesserung der
Schlafdauer der reinen Metapherbedingung in einem geringen Effekt überlegen.
115
3 Ergebnisse
Schlafeffizienz:
Die Unterschiede im Verlauf der Schlafeffizienz sind sowohl zwischen
der Kombinationsbedingung und der reinen Entspannungsbedingung als auch
zwischen der Kombinationsbedingung und der reinen Metapherbedingung
annähernd Null, wobei der erste Vergleich eher zugunsten der Entspannungs-,
der zweite eher zugunsten der kombinierten Bedingung ausfällt.
Die
Entspannungsbedingung
ist
der
Metapherbedingung
minimal
Wohlbefindens
in
überlegen (Effekt annähernd Null).
Psychisches Wohlbefinden:
Die
Verbesserung
des
psychischen
fällt
der
kombinierten Suggestionsbedingung leicht stärker aus als in der reinen
Entspannungsbedingung
(minimaler
Effekt
annähernd Null)
und
etwas
schwächer als in der reinen Metapherbedingung (geringer Effekt).
In der Entspannungsbedingung ist die Verbesserung des Wohlbefindens
geringer als in der Metapherbedingung (geringer Effekt).
Der stärkste Effekt zeigt sich für das Erholungsgefühl, welches in der
Kombinationsbedingung, gegenüber der reinen Entspannungsbedingung, einen
mittleren Effekt in Richtung einer stärkeren Zunahme aufweist (d = .575).
Verglichen mit der reinen Metapherbedingung zeigt die kombinierte Bedingung
ebenfalls eine Zunahme des Erholungsgefühl, dieser Effekt ist jedoch gering (d
= .224). Demgegenüber steht die „Häufigkeit des nächtlichen Erwachens“, in
welcher die Kombinationsbedingung sowohl der reinen
Entspannungs-
bedingung (d = .374) als auch der reinen Metapherbdingung (d = .316) leicht
unterlegen scheint: Hier findet für die Kombinationsbedingung kaum eine
Veränderung der Werte im Trend statt (das Vorzeichen weist vielmehr in
Richtung einer minimalen Tendenz zu häufigerem Erwachen), wohingegen für
die beiden reinen Bedingungen eine minimale Tendenz
in Richtung
Verbesserung festzustellen ist (siehe Tabelle 3.3.).
116
3 Ergebnisse
Varianzanalysen mit Messwiederholungen und Zwischensubjektfaktoren
Die Hypothesen 1 („Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in
der
Behandlung
der
Primären
Insomnie
kombiniert
werden,
ist
der
Therapieerfolg größer als bei reiner Entspannungshypnose“) und 2 („Wenn
Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der Primären
Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei
reiner
Metapherdarbietung“) konnten bislang anhand der zu den Tagebuchvariablen
durchgeführten Berechnungen nicht bestätigt werden. Eine weitere Überprüfung
erfolgte mittels Varianzanalysen mit Messwiederholungen, bei welchen der
Faktor
„Zeit“
mit
Innersubjektvariablen
zwei
Stufen
und
(Baseline-
die
drei
und
Treatmentphase)
Behandlungsbedingungen
als
als
Zwischensubjektfaktoren definiert wurden. Es wurden jeweils die Interceptsowie
die
Slopewerte
der
neun
zur
Auswertung
herangezogenen
Tagebuchvariablen hinsichtlich ihrer Veränderungen über den zeitlichen Verlauf
von Baseline- und Treatmentphase überprüft und zwischen den drei
Behandlungsgruppen verglichen.
Verlauf der Interceptwerte
Für
die
Interceptwerte
der
Tagebuchvariablen
konnten
keine
signifikanten Unterschiede über die Zeit zwischen den drei Bedingungen
nachgewiesen werden (siehe Tabelle 3.6.). Demzufolge hat sich die
Ausgangsbasis der Tagebuchvariablen während der Baselinephase nicht
zugunsten einer der drei Bedingungen bis zu Therapiebeginn verändert. Es ist
jedoch
anzumerken,
dass
die Werte
für
„Dauer
des
morgendlichen
Wachliegens“ (p = .058) und „Erholungsgefühl“ (p = .052) im grenzwertigen
Bereich liegen. Die Dauer des morgendlichen Wachliegens hat sich, den
Ergebnissen nach, während der Baselinephase in der Entspannungs- sowie in
der Metapherbedingung verlängert, in der Kombinationsbedingung jedoch
verringert.
Das
Erholungsgefühl
hat
sich
anscheinend
während
der
Baselinephase für die Entspannungsbedingung verbessert, für die anderen
beiden Bedingungen jedoch verschlechtert.
117
3 Ergebnisse
Tabelle 3.6.:
Ergebnisse der Varianzanalysen mit Messwiederholungen für die einzelnen
Interceptwerte der Tagebuchvariablen mit dem zweistufigen Faktor „Zeit“
(Baseline- und Treatmentphase) als Innersubjektvariablen und den drei Behandlungsbedingungen als Zwischensubjekt-Faktoren (df: Hypothese;Fehler).
„Wilks“ = Wilks-Lambda (zeit*bedingung).
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
N
M
SD
Wilks
F
„nur Entspannung”
16
38.824
33.484
.998
.046
2;45 .955
„nur Metapher“
16
34.111
35.192
„Entspannung-
16
36.176
70.263
„nur Entspannung”
16
35.356
25.655
„nur Metapher“
16
26.263
25.619
„Entspannung-
16
29.665
20.091
„nur Entspannung”
16
1.847
1.234
.973
.604
2;44 .551
„nur Metapher“
15
2.528
1.760
„Entspannung-
16
2.311
1.498
„nur Entspannung”
16
1.799
.907
„nur Metapher“
15
2.023
1.303
Treatmentphase „Entspannung-
16
2.151
1.456
Einschlaflatenz,
Baselinephase
df
p
Metapher“
Einschlaflatenz,
Treatmentphase
Metapher“
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens,
Baselinephase
Metapher“
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens,
Metapher“
118
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.6.: Fortsetzung 1)
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
N
M
SD
„nur Entspannung”
15
183.115 479.824
„nur Metapher“
16
73.454
74.095
„Entspannung-
16
86.738
78.719
„nur Entspannung”
15
23.700
109.047
„nur Metapher“
16
59.806
43.082
Treatmentphase „EntspannungMetapher“
16
57.146
47.265
„nur Entspannung”
16
38.131
37.288
„nur Metapher“
16
28.013
47.476
„Entspannung-
16
61.309
41.323
„nur Entspannung”
16
47.510
34.121
„nur Metapher“
16
56.241
25.151
Treatmentphase „EntspannungMetapher“
16
53.099
34.611
Erholungs-
„nur Entspannung”
16
-.398
.745
„nur Metapher“
15
.098
.750
„Entspannung-
16
-.147
.815
„nur Entspannung”
16
.131
.506
„nur Metapher“
15
.017
.489
„Entspannung-
16
-.228
.708
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens,
Baselinephase
Wilks
F
df
p
.961
.898
.881
3.036 2;45 .058
.874
3.161 2;44 .052
2;44 .415
Metapher“
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens,
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens,
Baselinephase
Metapher“
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens,
gefühl,
Baselinephase
Metapher“
Erholungsgefühl,
Treatmentphase
Metapher“
119
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.6.: Fortsetzung 2)
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
Leistungsfähigkeit,
Baselinephase
N
M
SD
Wilks
F
„nur Entspannung”
16
.693
2.315
.991
.204
2;44 .816
„nur Metapher“
16
1.132
1.759
„Entspannung-
15
.707
2.467
„nur Entspannung”
16
1.465
2.473
„nur Metapher“
16
1.638
1.398
„Entspannung-
15
.994
1.783
„nur Entspannung”
16
87.989
309.750
.994
.140
2;45 .870
„nur Metapher“
16
78.302
343.875
„Entspannung-
16
135.345 302.613
„nur Entspannung”
16
102.013 320.608
„nur Metapher“
16
58.279
353.938
„Entspannung-
16
75.623
328.938
„nur Entspannung”
15
66.273
19.306
.972
.610
2;43 .548
„nur Metapher“
16
66.513
13.664
„Entspannung-
15
61.140
23.266
„nur Entspannung”
15
65.502
24.944
„nur Metapher“
16
69.488
7.689
„Entspannung-
15
68.273
15.558
df
p
Metapher“
Leistungsfähigkeit,
Treatmentphase
Metapher“
Schlafdauer,
Baselinephase
Metapher“
Schlafdauer,
Treatmentphase
Metapher“
Schlafeffizienz,
Baselinephase
Metapher“
Schlafeffizienz,
Treatmentphase
Metapher“
120
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.6.: Fortsetzung 3)
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
Psychisches
Wohlbefinden,
Baselinephase
N
M
SD
Wilks
F
„nur Entspannung”
16
-.759
4.782
.981
.436
„nur Metapher“
16
-.008
4.279
„Entspannung-
16
.411
5.581
„nur Entspannung”
16
1.074
1.898
„nur Metapher“
16
.246
4.101
„Entspannung-
16
.517
3.212
df
p
2;45 .649
Metapher“
Psychisches
Wohlbefinden,
Treatmentphase
Metapher“
Verlauf der Slopewerte
Für
die
Slopewerte
der
Tagebuchvariablen
konnten
signifikante
Gruppenunterschiede über den zeitlichen Verlauf für die Variable „Dauer des
morgendlichen Wachliegens“ (p = .049) festgestellt werden (siehe Tabelle 3.7.).
Hierbei hat es für die „reinen“ Bedingungen, „Entspannung“ und „Metapher“,
die stärkste Vorzeichenveränderung in Richtung eines negativen Trendes
gegeben. Dies bedeutet eine Verbesserung der entsprechenden Symptomatik
(ein negatives Vorzeichen weist auf eine Reduktion der Dauer des
morgendlichen Wachliegens hin) innerhalb der Treatment- und gegenüber der
Baselinephase. Für Personen der Bedingung „Entspannung-Metapher“ ist
hingegen eine Verlängerung des morgendlichen Wachliegens zu verzeichnen
(siehe Abbildung 3.6.).
121
3 Ergebnisse
Tabelle 3.7.:
Ergebnisse der Varianzanalysen mit Messwiederholungen für die einzelnen
Slopewerte der Tagebuchvariablen mit dem zweistufigen Faktor „Zeit“ (Baselineund
Treatmentphase)
als
Innersubjektvariablen
und
den
drei
Behandlungsbedingungen als Zwischensubjekt-Faktoren (df: Hypothese; Fehler).
„Wilks“ = Wilks-Lambda (zeit*bedingung).
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
Einschlaflatenz,
Baselinephase
N
M
SD
Wilks
F
„nur Entspannung”
16
.372
2.643
.995
118
2;45 .889
„nur Metapher“
16
.088
4.161
„Entspannung-
16
1.441
12.699
„nur Entspannung”
16
-.007
.602
„nur Metapher“
16
-.136
.851
„Entspannung-
16
-.016
.732
„nur Entspannung”
16
.038
.176
.955
1.043
2;44 .361
„nur Metapher“
15
-.062
.236
„Entspannung-
16
-.027
.159
„nur Entspannung”
16
-.005
.013
„nur Metapher“
15
-.007
.034
„Entspannung-
16
-.002
.023
„nur Entspannung”
15
-7.781
27.254
.968
.725
2;44 .490
„nur Metapher“
16
-.667
8.187
„Entspannung-
16
-2.814
5.566
„nur Entspannung”
15
.549
3.380
„nur Metapher“
16
.024
.963
„Entspannung-
16
.246
2.143
df
p
Metapher“
Einschlaflatenz,
Treatmentphase
Metapher“
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens,
Baselinephase
Metapher“
Häufigkeit des
nächtlichen
Erwachens,
Treatmentphase
Metapher“
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens,
Baselinephase
Metapher“
Dauer des
nächtlichen
Wachliegens,
Treatmentphase
Metapher“
122
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.7.: Fortsetzung 1)
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens,
Baselinephase
N
M
SD
Wilks
F
df
p
„nur Entspannung”
16
4.529
6.289
.875
3.225
2;45
.049
„nur Metapher“
16
5.060
11.048
„Entspannung-
16
-.958
5.373
„nur Entspannung”
16
-.391
.711
„nur Metapher“
16
-.224
1.138
„Entspannung-
16
-.154
1.037
„nur Entspannung”
16
.001
.127
.986
.312
2;44
.733
„nur Metapher“
15
-.031
.134
„Entspannung-
16
-.008
.109
„nur Entspannung”
16
.002
.010
„nur Metapher“
15
.005
.021
„Entspannung-
16
.009
.014
„nur Entspannung”
16
.040
.315
.996
.090
2;44
.914
„nur Metapher“
16
.004
.310
„Entspannung-
15
.011
.362
„nur Entspannung”
16
-.004
.054
„nur Metapher“
16
.005
.034
„Entspannung-
15
.009
.054
*
Metapher“
Dauer des
morgendlichen
Wachliegens,
Treatmentphase
Metapher“
Erholungsgefühl,
Baselinephase
Metapher“
Erholungsgefühl,
Treatmentphase
Metapher“
Leistungsfähigkeit,
Baselinephase
Metapher“
Leistungsfähigkeit,
Treatmentphase
Metapher“
123
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.7.: Fortsetzung 2)
Innersubjekt-
Zwischen-
variablen
subjektfaktoren
Schlafdauer,
Baselinephase
N
M
SD
Wilks
F
df
p
„nur Entspannung”
16
-1.295
11.651
.978
.506
2;45
.606
„nur Metapher“
16
3.749
16.255
„Entspannung-
16
2.189
17.431
„nur Entspannung”
16
.099
2.528
„nur Metapher“
16
-.424
1.756
„Entspannung-
16
-.259
2.931
„nur Entspannung”
15
-.873
2.319
.945
1.256
2;43
.295
„nur Metapher“
16
.498
2.714
„Entspannung-
15
.390
3.039
„nur Entspannung”
15
.008
.538
„nur Metapher“
16
-.004
.371
„Entspannung-
15
-.003
.664
„nur Entspannung”
16
.040
.795
.967
.777
2;45 .466
„nur Metapher“
16
.254
1.186
„Entspannung-
16
-.334
1.770
„nur Entspannung”
16
.017
.047
„nur Metapher“
16
.048
.195
„Entspannung-
16
.020
.098
Metapher“
Schlafdauer,
Treatmentphase
Metapher“
Schlafeffizienz,
Baselinephase
Metapher“
Schlafeffizienz,
Treatmentphase
Metapher“
Psychisches
Wohlbefinden,
Baselinephase
Metapher“
Psychisches
Wohlbefinden,
Treatmentphase
Metapher“
*
signifikant
124
3 Ergebnisse
Bedingung
6,00
Entspannung
Metapher
Entspannung +
Metapher
5,00
Mittelwerte Slope
4,00
3,00
2,00
1,00
0,00
-1,00
1
2
zeit
Abbildung 3.6.:
Slopewerte der Tagebuchvariablen „Dauer des morgendlichen
Wachliegens“ für Baseline- (1) und Treatmentphase (2) der
drei verschiedenen Behandlungsbedingungen.
Auf
weitere
eine
Überprüfung
des
Zeitfaktors
mittels
Messwiederholungen ohne Zwischensubjektfaktoren (also ohne den Vergleich
zwischen den Suggestionsbedingungen) wurde verzichtet, da lediglich für die
Slopewerte der Variablen „Dauer des morgendlichen Wachliegens“ ein
signifikanter Einfluss des Zeitfaktors festgestellt wurde (Wilks-Lambda =
.847(1;45); F = 8.147(1;45); p = .007). Für diese Variable wurden jedoch bereits
bedeutsame signifikante Unterschiede in den Zwischensubjektfaktoren, also
den Suggestionsbedingungen, beschrieben (siehe auch Abbildung 3.6.). Eine
reine Beschreibung des Zeiteinflusses würde von daher lediglich relevante
Information verschleiern anstatt einen informativen Zugewinn zu erbringen.
125
3 Ergebnisse
Effektstärkenberechnung von Intercept und Slope im zeitlichen Verlauf
Bei Erhebung von Vor- und Nachmesswerten (z.B. vor und nach einer
therapeutischen
Intervention)
liegt
ein
abhängiger
Vergleich
vor.
Mit
Mittelwerten und Streuungen von Vor- und Nachtest kann die Effektstärke nach
der klassischen Methode berechnet werden, indem die Vortestergebnisse als
Kontrollgruppe, die Nachtestergebnisse als Experimentalgruppe definiert
werden.
Im Folgenden werden die drei Behandlungsbedingungen hinsichtlich
ihrer Effekte in den einzelnen Variablen des elektronischen Schlaftagebuches
im zeitlichen Verlauf überprüft. Hierbei sind jeweils für die Intercept- (Tabelle
3.8.) sowie für die Slopewerte (Tabelle 3.9.) die entsprechenden Vor- und
Nachmesswerte (Baseline- und Treatmentphase) in die in Kapitel 2.5.3
ausführlich dargestellte Formel zur Berechnung des Effektstärkemaßes d
eingefügt worden.
Interceptwerte im zeitlichen Verlauf:
Bei den Interceptwerten handelt es sich um die Ausgangswerte in den
Variablen zu Beginn der jeweiligen Phase.
Während bei den Variablen „Einschlaflatenz“, „Häufigkeit des nächtlichen
Erwachens“,
„Dauer
des
nächtlichen
Wachliegens“
und
„Dauer
des
morgendlichen Wachliegens“ hohe Werte für eine hohe Symptomatik stehen,
weisen hohe Werte bei den Variablen „Erholungsgefühl“, „Leistungsfähigkeit“,
„Schlafdauer“, „Schlafeffizienz“ und „Psychisches Wohlbefinden“ in eine
günstige Richtung. Entsprechend weisen negative Vorzeichen der Effekte der
ersten vier Variablen, jedoch positive Vorzeichen der Effekte der letzten fünf
Variablen auf eine Verbesserung hin. Die Überprüfung der Effekte der
Interceptwerte für die drei Suggestionsbedingungen im zeitlichen Verlauf ist in
Tabelle 3.8. wiedergegeben.
126
3 Ergebnisse
Effektstärken d der drei Suggestionsbedingungen in den Interceptwerten von
Baseline- zu Treatmentphase der Variablen des elektronischen
Schlaftagebuchs (Effektstärkeberechnung für abhängige Stichproben). Den
einzelnen Variablen ist in Klammern angefügt, welches Vorzeichen von d auf
eine Verbesserung hinweist (Erläuterungen siehe Text).
Tabelle 3.8.:
Tagebuchvariable
Einschlaflatenz (-)
Häufigkeit
des
des
Dauer
des
Metapher
-.255
Entspannung-Metapher
-.126
Erholungsgefühl (+)
Leistungsfähigkeit (+)
-.044
Metapher
-.326
Entspannung-Metapher
-.108
-.458
Metapher
-.225
Entspannung-Metapher
-.456
morgendlichen Entspannung
Wachliegens (-)
Schlafdauer (+)
-.116
nächtlichen Entspannung
Wachliegens (-)
Effektstärke d
Entspannung
nächtlichen Entspannung
Erwachens (-)
Dauer
Suggestionsbedingung
.262
Metapher
.743
Entspannung-Metapher
-.215
Entspannung
.831
Metapher
-.128
Entspannung-Metapher
-.106
Entspannung
.323
Metapher
.318
Entspannung-Metapher
.133
Entspannung
.044
Metapher
-.057
Entspannung-Metapher
-.189
127
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.8.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
Schlafeffizienz (+)
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.035
Metapher
.268
Entspannung-Metapher
.360
Psychisches Wohlbefinden (+) Entspannung
.504
Metapher
.061
Entspannung-Metapher
.023
Für den Vergleich der Interceptwerte von Baseline- zu Treatmentphase,
erhoben mittels elektronischem Schlaftagebuch, konnten v.a. für die beiden
reinen Suggestionsbedingungen (Entspannung und Metapher) einige Effekte
mittlerer Stärke gefunden werden.
Einschlaflatenz:
Bezüglich der Einschlaflatenz konnten für alle drei Suggestionsbedingungen geringe Effekte in Richtung einer Verbesserung von der Baselinezur Treatmentphase nachgewiesen werden.
Häufigkeit des nächtlichen Erwachens:
Die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens zeigt in den Ausgangswerten
von der Baseline- zur Treatmentphase für alle drei Bedingungen eine Tendenz
in Richtung Abnahme.
Für die reine Entspannungsbedingung ist dieser Effekt minimal
(annähernd Null), für die kombinierte Entspannungs-Metapher-Bedingung
gering.
In der reinen Metapherbedingung zeigt sich ein geringer bis mittlerer
Effekt in Richtung Reduktion der nächtlichen Erwachenshäufigkeit.
128
3 Ergebnisse
Dauer des nächtlichen Wachliegens:
Die Dauer des nächtlichen Wachliegens reduziert sich in allen
Behandlungsbedingungen im Ausgangslevel der Treatmentphase verglichen
mit dem Ausgangslevel der Baselinephase.
In der reinen Metapherbedingung ist der Effekt gering, in der reinen
Entspannungs- sowie in der Kombinationsbedingung jedoch von mittlerer
Ausprägung.
Dauer des morgendlichen Wachliegens:
Bezüglich
der
Dauer
des
morgendlichen
Wachliegens
sind
unterschiedliche Effekte von Baseline- zu Treatmentphase für die drei
Bedingungen nachweisbar.
Während die reine Entspannungsbedingung einen geringen und die
reine Metapherbedingung einen starken Effekt in Richtung Zunahme der
Ausgangslevel aufweist, zeigt sich in der Kombinationsbedingung ein geringer
Effekt in Richtung Reduktion.
Erholungsgefühl:
Im Erholungsgefühl zeigen sich unterschiedliche Richtungen und Stärken
der Effekte für die drei Suggestionsbedingungen.
Die reine Metapher- sowie die kombinierte Entspannungs-MetapherBedingung
weisen
geringe Effekte in Richtung einer
Reduktion
des
Erholungsgefühls im Ausgangslevel von Baseline- zu Treatmentphase auf, in
der reinen Entspannungsbedingung ist jedoch ein starker Effekt in Richtung
Zunahme im selben Zeitraum feststellbar.
Leistungsfähigkeit:
Die
Leistungsfähigkeit
nimmt
für
alle
Bedingungen
im
Ausgangslevelvergleich von Baseline- zu Treatmentphase zu.
In der Kombinationsbedingung ist dieser Effekt gering, in den beiden
reinen Bedingungen Entspannung sowie Metapher gering bis mittel in seiner
Stärke.
129
3 Ergebnisse
Schlafdauer:
Die Effektstärkenberechnung der Schlafdauer bringt unterschiedliche
Ergebnisse für die drei Behandlungsbedingungen.
Während die reine Entspannungsbedingung einen minimaler Effekt
(annähernd Null) in Richtung Zunahme aufweist, zeigt sich in der reinen
Metapherbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung
Abnahme.
In der Kombinationsbedingung ist ein geringer Effekt in Richtung
Abnahme der Schlafdauer im Ausgangslevel der Treatmentphase verglichen
mit dem Ausgangslevel der Baselinephase zu verzeichnen.
Schlafeffizienz:
Für die Schlafeffizienz zeigen sich zwischen den Bedingungen
Unterschiede in den Effekten von Baseline- zu Treatmentphase.
Die Schlafeffizienz hat sich in der reinen Entspannungsbedingung
minimal reduziert (Effekt annähernd Null), wohingegen sich in der reinen
Metapherbedingung ein geringer, in der Kombinationsbedingung ein geringer
bis mittlerer Effekt in Richtung Zunahme feststellen lässt.
Psychisches Wohlbefinden:
Das psychische Wohlbefinden verbessert sich in allen drei Bedingungen
im Ausgangslevel.
Die Effekte für die reine Metapher- sowie die Kombinationsbedingung
sind minimal (annähernd Null), in der reinen Entspannungsbedingung ist
hingegen ein mitlerer Effekt nachweisbar.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die stärksten Effekte
für die reine Entspannungsbedingung in puncto Zunahme des Erholungsgefühls
(d = .831) sowie für die reine Metapherbedingung bezüglich Zunahme des
morgendlichen Wachliegens (d = .743) gefunden wurden (wobei der zweite
Effekt in seiner Richtung jedoch ungünstig verläuft).
130
3 Ergebnisse
Für die reine Entspannungsbedingung konnten ferner mittlere Effekte in
einer Steigerung des psychischen Wohlbefindens (d = .504), einer Reduktion
der nächtlichen Wachliegedauer (d = -.458) sowie einer Erhöhung der
Leistungsfähigkeit (d = .323) nachgewiesen werden.
In der reinen Metapherbedingung zeigt sich neben dem oben
beschriebenen Effekt eine mittlere Abnahme der Häufigkeit des nächtlichen
Erwachens (d = -.326) sowie eine mittlere Zunahme der Leistungsfähigkeit (d =
.318).
Die Kombinationsbedingung weist mittlere Effekte in Richtung einer
Abnahme der nächtlichen Wachliegedauer (d = -.456) sowie einer Zunahme der
Schlafeffizienz (d = .360) auf.
Beim Vergleich der Interceptwerte von Baseline- zu Treatmentphase
handelt es sich, wie bereits erwähnt, um einen Vergleich der Werte zu Beginn
der jeweiligen Phase. Unterschiede in den Ausgangswerten weisen also auf
Veränderungen hin, die während der Baselinephase stattgefunden haben. In
der Baselinephase fand noch keine Therapie statt, die Patienten führten
lediglich ihr elektronisches Schlaftagebuch. Diese Veränderungen können
demnach nicht auf therapeutische Einflüsse zurückzuführen sein, mögliche
Einflussfaktoren sind nicht kontrolliert. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass
das Führen des Schlaftagebuches per se einen therapeutischen Effekt ausübt
bzw. die interessierenden Variablen beeinflusst.
Slopewerte im zeitlichen Verlauf:
Die Slopewerte spiegeln den Trend innerhalb der jeweiligen Phase
(Baseline bzw. Treatment) in Richtung Zu- oder Abnahme der Werte wider. Die
untersuchten Effektstärken aus dem Vergleich der beiden Phasen zueinander
liefern Auskunft darüber, inwieweit sich die Phasen in ihrem Trend
unterscheiden.
So
können
genauer
therapeutische
Einflüsse
der
Treatmentphase identifiziert werden.
Negative Vorzeichen der Slopewerte stehen bei den Variablen
„Einschlaflatenz“,
„Häufigkeit
des
nächtlichen
Erwachens“,
„Dauer
des
131
3 Ergebnisse
nächtlichen Wachliegens“ und „Dauer des morgendlichen Wachliegens“ für eine
günstige
Veränderung,
„Leistungsfähigkeit“,
bei
„Schlafdauer“,
den
Variablen
„Schlafeffizienz“
„Erholungsgefühl“,
und
„Psychisches
Wohlbefinden“ wird dieser Sachverhalt durch positives Vorzeichen ausgedrückt.
Untersucht man nun die Wertedifferenz von Baseline- (Kontrollgruppe) zu
Treatmentphase (Experimentalgruppe), weisen negative Vorzeichen der Effekte
der ersten vier Variablen auf eine stärkere Symptomverbesserung während der
Treatmentphase hin, positive Vorzeichen auf eine stärkere Verbesserung
während der Baselinephase. Für die letzten fünf Variablen verhält es sich
genau umgekehrt. Die Überprüfung der Effekte der Slopewerte für die drei
Suggestionsbedingungen im zeitlichen Verlauf sind in Tabelle 3.9. dargestellt.
Effektstärken d der drei Suggestionsbedingungen in den Slopewerten von
Baseline- zu Treatmentphase der Variablen des elektronischen
Schlaftagebuchs (Effektstärkeberechnung für abhängige Stichproben). Den
einzelnen Variablen ist in Klammern angefügt, welches Vorzeichen von d auf
eine Verbesserung von Baseline- zu Treatmentphase hinweist (Erläuterungen
siehe Text).
Tabelle 3.9.:
Tagebuchvariable
Einschlaflatenz (-)
Häufigkeit
des
Erwachens (-)
Dauer
des
Wachliegens (-)
Dauer
des
Wachliegens (-)
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.198
Metapher
-.075
Entspannung-Metapher
-.162
nächtlichen Entspannung
-.345
Metapher
.326
Entspannung-Metapher
.220
nächtlichen Entspannung
.429
Metapher
.119
Entspannung-Metapher
.726
morgendlichen Entspannung
-1.099
Metapher
-.673
Entspannung-Metapher
.208
132
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.9.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
Erholungsgefühl (+)
Leistungsfähigkeit (+)
Schlafdauer (+)
Schlafeffizienz (+)
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
.011
Metapher
.375
Entspannung-Metapher
.219
Entspannung
-.195
Metapher
.005
Entspannung-Metapher
-.008
Entspannung
.165
Metapher
-.361
Entspannung-Metapher
-.196
Entspannung
.071
Metapher
-.040
Entspannung-Metapher
-.179
Psychisches Wohlbefinden (+) Entspannung
-.041
Metapher
-.242
Entspannung-Metapher
.282
Für den Vergleich der Slopewerte von Baseline- zu Treatmentphase der
drei Behandlungsbedingungen wurden zum Teil starke Effekte gefunden.
Einschlaflatenz:
Bezüglich der Einschlaflatenz konnte für die Metapherbedingung ein
minimaler (annähernd Null), für die beiden anderen Suggestionsbedingungen
(reine Entspannung und Kombination Entspannung-Metapher) ein geringer
Effekt in Richtung einer Abnahme der Einschlaflatenz im Verlauf festgestellt
werden.
133
3 Ergebnisse
Häufigkeit des nächtlichen Erwachens:
Die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens liefert im Verlaufsvergleich der
Phasen unterschiedliche Ergebnisse für die drei Suggestionsbedingungen.
Während sich in der reinen Entspannungsbedingung ein Trend in
Richtung Abnahme der nächtlichen Erwachenshäufigkeit beobachten lässt,
weist die reine Metapherbedingung einen Trend in Richtung Zunahme
derselben auf. Beide Effekte sind von geringer bis mittlerer Stärke.
In der Kombinationsbedingung ist ein geringer Effekt in Richtung einer
Zunahme der Häufigkeit des nächtlichen Erwachens feststellbar.
Dauer des nächtlichen Wachliegens:
Die Dauer des nächtlichen Wachliegens hat sich für alle drei
Bedingungen im Verlauf der Treatmentphase verglichen mit dem Verlauf der
Baselinephase erhöht. Während dieser Effekt in der reinen Metapherbedingung
gering ausgeprägt ist, ist er in der reinen Entspannungsbedingung mittel, in der
Kombinationsbedingung sogar stark.
Dauer des morgendlichen Wachliegens:
Die
Dauer
des
morgendlichen
Wachliegens
hat
sich
in
der
Kombinationsbedingung verlängert (geringer Effekt).
In der reinen Metapherbedingung zeigt sich ein mittlerer bis starker, in
der reinen Entspannungsbedingung ein starker Effekt in Richtung Abnahme der
morgendlichen Wachliegedauer.
Erholungsgefühl:
Das Erholungsgefühl hat sich in allen Behandlungsbedingungen
verbessert.
Der
Effekt
der
Verbesserung
ist
für
die
reine
Entspannungsbedingung minimal (annähernd Null), für die Kombinationsbedingung gering und für die reine Metapherbedingung gering bis mittel.
134
3 Ergebnisse
Leistungsfähigkeit:
Bezüglich der Leistungsfähigkeit zeigen sich in der reinen Metaphersowie der Kombinationsbedingung Effekte um die Null (hierbei weist der Trend
in der ersten in Richtung Zunahme, in der zweiten in Richtung Abnahme).
Die reine Entspannungsbedingung weist einen geringen Effekt in
Richtung Abnahme der Leistungsfähigkeit auf.
Schlafdauer:
Die Schlafdauer nimmt im Verlauf in der reinen Entspannungsbedingung
geringfügig zu, in der kombinierten Suggestionsbedingung geringfügig ab, und
in der reinen Entspannungsbedingung ist ein geringer bis mittlerer Effekt in
Richtung Abnahme derselben zu verzeichnen.
Schlafeffizienz:
Die
Effekte
der
Schlafeffizienz
sind
in
den
beiden
reinen
Suggestionsbedingung annähernd Null ausgeprägt: Während der Trend für die
Entspannungsbedingung in Richtung Zunahme geht, weist er für die
Metapherbedingung in Richtung Abnahme.
Für die kombinierte Entspannungs-Metapher-Bedingung ist ein geringer
Effekt in Richtung einer Abnahme der Schlafeffizienz feststellbar.
Psychisches Wohlbefinden:
Während sich das psychische Wohlbefinden in den beiden reinen
Suggestionsbedingungen reduziert (in der Entspannungsbedingung ist der
Effekt annähernd Null, in der Metapherbedingung gering), erhöht es sich in der
kombinierten Bedingung (geringer Effekt).
Die
stärksten
Effekte
wurden
bezüglich
einer
Abnahme
der
morgendlichen Wachliegedauer für die reine Entspannungs- (d = -1.099) und
die reine Metapherbedingung (d = -.673) sowie für eine Zunahme der
nächtlichen Wachliegedauer in der Kombinationsbedingung (d = .726)
gefunden.
135
3 Ergebnisse
Die reine Entspannungsbedingung weist zudem mittelstarke Effekte in
Richtung einer Abnahme der nächtlichen Erwachenshäufigkeit (d = -.345) und
einer Zunahme der nächtlichen Wachliegedauer (d = .429) auf.
Für die reine Metapherbedingung wurden ferner mittelstarke Effekte
bezüglich einer Zunahme der nächtlichen Erwachenshäufigkeit (d = .326), einer
Zunahme des Erholungsgefühls (d = .375) und einer Abnahme der Schlafdauer
(d = -.361) gefunden.
3.1.2 Überprüfung von Gruppenunterschieden im Pittsburgh Sleep Quality
Index (PSQI)
Zur Überprüfung der Hypothesen 1 („Wenn Tranceinduktion und
Metapherdarbietung in der Behandlung der Primären Insomnie kombiniert
werden, ist der Therapieerfolg größer als bei Darbietung reiner Induktion“) und
2 („Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg größer als bei
reiner Metapherdarbietung“) wurde eine einfaktorielle Varianzanalyse mit den
Behandlungsbedingungen als Faktor und den PSQI-Variablen sowie dem
PSQI-Gesamtindex der Posterhebung als abhängige Variablen durchgeführt.
Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den
Behandlungsbedingungen in den PSQI-Variablen bzw. dem PSQI-Gesamtindex
nach abgeschlossener Behandlung (siehe Tabelle 3.10.).
Das bedeutet, dass keine der Behandlungsbedingungen einer anderen
im Behandlungserfolg nach abgeschlossener Behandlung überlegen ist. Die
Hypothesen 1 und 2 konnten mittels einfaktorieller Varianzanalyse nicht
bestätigt werden.
136
3 Ergebnisse
Tabelle 3.10.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die PSQI-Variablen (AV)
zwischen den Behandlungsbedingungen (Faktor) nach abgeschlossener
Behandlung.
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
1.589
.618
„nur Metapher“
18
1.333
.594
„Entspannung-Metapher“
22
1.318
.646
„nur Entspannung”
17
1.176
1.131
„nur Metapher“
18
1.278
1.018
„Entspannung-Metapher“
22
1.045
.950
„nur Entspannung”
17
1.765
.903
„nur Metapher“
18
1.222
.943
„Entspannung-Metapher“
22
1.409
1.054
„nur Entspannung”
17
1.647
1.272
„nur Metapher“
18
1.333
.840
„Entspannung-Metapher“
22
1.182
1.097
„nur Entspannung”
17
1.353
.606
„nur Metapher“
18
1.500
.618
„Entspannung-Metapher“
22
1.409
.503
„nur Entspannung”
17
.588
1.176
„nur Metapher“
18
.333
.840
„Entspannung-Metapher“
22
.682
1.086
„nur Entspannung”
17
.941
.827
„nur Metapher“
18
1.000
.767
„Entspannung-Metapher“
22
1.273
.985
Bedingungen
F
(df = 2)
p
1.071
.350
.257
.774
1.391
.258
.901
.412
.296
.745
.573
.567
.821
.445
137
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.10.: Fortsetzung)
F
N
M
SD
17
9.059
4.697
„nur Metapher“
18
8.000
3.236
„Entspannung-Metapher“
22
8.318
3.708
Variablen
Bedingungen
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
p
(df = 2)
.340
.713
Die Mittelwerte der drei Behandlungsbedingungen in den acht PSQIVariablen nach Behandlungsende sind in Abbildung 3.7. grafisch dargestellt.
Bedingung
10,000
nur Entspannung
nur Metapher
EntspannungMetapher
Mittelwert
8,000
6,000
4,000
2,000
0,000
t
os
,p
ex
nd
I-I
st
Q
st
po
PS
t,
po
ei
I,
gk
SQ
di
,P
ue
te
M
en
am
ik
t
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M
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t
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St
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hl
po
Sc
r,
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st
da
po
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en
Sc
st
t
po
fla
t,
la
itä
ch
al
ns
qu
af
Ei
b
su
S
j.
l
ch
Abbildung 3.7.:
Grafische
Darstellung
der
Mittelwerte
der
Behandlungsbedingungen auf den PSQI-Variablen
abgeschlossener Behandlung (post).
drei
nach
138
3 Ergebnisse
Vergleicht
man
die
Ergebnisse
der
Varianzanalysen
nach
der
Behandlung (siehe Tabelle 3.10.) mit denen der Varianzanalysen vor
Behandlungsbeginn (siehe Kapitel 2.6.1, Tabelle 2.20.), verschwindet der
eingangs gefundene Unterschied in der Variablen „Störung“ zwischen der
Entspannungs-
und
der
Metapher-Bedingung
nach
abgeschlossener
Behandlung in die Richtung, dass die Störungen sich bei den in diesem Punkt
stärker betroffenen Probanden der Metapher-Bedingung reduzieren (siehe auch
Abbildung 3.8.).
Stoerung, prä
1,900
Stoerung, post
1,800
Mittelwert
1,700
1,600
1,500
1,400
1,300
nur Entspannung
nur Metapher
Entspannung-Metapher
Bedingung
Abbildung 3.8.:
Grafische
Darstellung
der
Mittelwerte
der
drei
Behandlungsbedingungen auf der PSQI-Variablen „Störung“ vor
Behandlungsbeginn (prä) und nach abgeschlossener Behandlung
(post).
139
3 Ergebnisse
Effektstärkenberechnung
Im
Folgenden
werden
die
Effektstärken
d
des
Zwischen-
gruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen
der Posterhebung dargestellt (siehe Tabelle 3.11.). Die zugrundeliegende
Formel zur Berechnung des klassischen Effektstärkemaßes für unabhängige
Stichproben ist in Kapitel 2.5.3 ausführlich beschrieben. Die Kombinationsbedingung ist, nach den Vorgaben der Formel, als Experimental-, die reinen
Bedingungen Entspannung und Metapher sind jeweils als Kontrollgruppe
definiert. Der Vollständigkeit halber wurde auch der Effekt zwischen den reinen
Bedingungen (Entspannung und Metapher) überprüft.
Bei der hierbei
verwendeten Definition der reinen Entspannungsbedingung als Experimentalund der reinen Metapherbedingung als Kontrollgruppe handelt es sich um eine
willkürliche Zuweisung; eine definitorische Umkehr dieser beiden Bedingungen
würde in den Ergebnissen (d) eine Vorzeichenumkehr bei gleichbleibendem
Betrag erbringen.
Da es sich bei den Variablen des PSQI um Beschwerdemaße handelt,
weisen negative Vorzeichen der Effekte auf eine Überlegenheit der jeweils
definierten Experimentalgruppe, positive Vorzeichen der Effekte auf eine
Überlegenheit der jeweils definierten Kontrollgruppe hin.
140
3 Ergebnisse
Tabelle 3.11.:
Effektstärken d des Zwischengruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen der Posterhebung, betrachtet für alle
Kombinationsmöglichkeiten von definierter Experimental- (EG) und
Kontrollgruppe (KG) gemäß der klassischen Effektstärkeberechnung für
unabhängige Stichproben. Negative Vorzeichen weisen auf eine Überlegenheit
der EG, positive Vorzeichen auf eine Überlegenheit der KG hin.
PSQI-Variable
EG
KG
Subjektive
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.429
Entspannung-Metapher
Metapher
-.024
Entspannung
Metapher
-.047
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.125
Entspannung-Metapher
Metapher
-.237
Entspannung
Metapher
-.095
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.363
Entspannung-Metapher
Metapher
.187
Entspannung
Metapher
.588
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.392
Entspannung-Metapher
Metapher
-.155
Entspannung
Metapher
.291
Entspannung-Metapher
Entspannung
.101
Entspannung-Metapher
Metapher
-.162
Entspannung
Metapher
-.240
Entspannung-Metapher
Entspannung
.083
Entspannung-Metapher
Metapher
.359
Entspannung
Metapher
.250
Entspannung-Metapher
Entspannung
.365
Entspannung-Metapher
Metapher
.309
Entspannung
Metapher
-.074
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.175
Entspannung-Metapher
Metapher
.091
Entspannung
Metapher
.263
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
PSQI-Gesamtindex
Effektstärke d
141
3 Ergebnisse
Es konnten überwiegend nur minimale bis geringe Effekte für den
Zwischengruppenvergleich der drei Suggestionsbedingungen bezüglich der
PSQI-Variablen der Posterhebung gefunden werden. Einige Variablen weisen
jedoch mittlere Effektstärken auf.
Subjektive Schlafqualität:
In der Kombinationsbedingung ist ein mittlerer Effekt in Richtung einer
höheren subjektiven Schlafqualität gegenüber der reinen Entspannungsbedingung sowie ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung einer
höheren subjektiven Schlafqualität gegenüber der reinen Metapherbedingung
zu verzeichnen.
In der Entspannungsbedingung ist ein minimaler Effekt in Richtung einer
leicht erhöhten subjektiven Schlafqualität (annähernd Null) gegenüber der
reinen Metapherbedingung feststellbar.
Einschlaflatenz:
Die Kombinationsbedingung
zeigt
sowohl
gegenüber der reinen
Entspannungsbedingung als auch der reinen Metapherbedingung einen
geringen Effekt in Richtung einer reduzierten Einschlaflatenz.
In
der
Entspannungsbedingung
ist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung ein minimaler Effekt in Richtung einer geringeren
Einschlaflatenz nachweisbar.
Schlafdauer:
Die
Kombinationsbedingung
zeigt
gegenüber
der
reinen
Entspannungsbedingung einen geringen bis mittleren Effekt in Richtung einer
erhöhten Schlafdauer. Im Vergleich mit der reinen Metapherbedingung weist die
kombinierte Entspannungs-Mezapher-Bedingung einen geringen Effekt in
Richtung einer reduzierten Schlafdauer auf.
In der Entspannungsbedingung ist gegenüber der Metapherbedingung
ein mittlerer Effekt in Richtung einer reduzierten Schlafdauer nachweisbar.
142
3 Ergebnisse
Schlafeffizienz:
Die
Kombinationsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Entspannungsbedingung einen geringen bis mittleren, gegenüber der reinen
Metapherbedingung
einen
geringen
Effekt
in Richtung
einer
höheren
Schlafeffizienz auf.
In der reinen Entspannungsbedingung ist gegenüber der reinen
Metapherbedingung
ein
geringer Effekt
in Richtung
einer
reduzierten
Schlafeffizienz zu verzeichnen.
Störungen:
Die kombinierte Suggestionsbedingung zeigt gegenüber der reinen
Entspannungsbedingung
einen
minimalen
Effekt
in
Richtung
stärkerer
Störungen, gegenüber der reinen Metapherbedingung einen geringen Effekt in
Richtung geringerer Störungen.
Die
reine
Entspannungsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung einen geringen Effekt in Richtung geringerer Störungen
auf.
Medikamente:
In der Kombinationsbedingung ist gegenüber der Entspannungsbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung stärkerer
Medikamenteneinnahme feststellbar, gegenüber der Metapherbedingung ein
geringer bis mittlerer Effekt in eben dieselbe Richtung.
In der reinen Entspannungsbedingung zeigt sich gegenüber der reinen
Metapherbedingung
ein
geringer
Effekt
in
Richtung
einer
stärkeren
Medikamenteneinnahme.
Müdigkeit:
In der Kombinationsbedingung ist sowohl gegenüber der reinen
Entspannungsbedingung als auch gegenüber der reinen Metapherbedingung
ein geringer bis mittlerer Effekt in Richtung einer erhöhten Müdigkeit zu
verzeichnen.
143
3 Ergebnisse
In der reinen Entspannungsbedingung ist gegenüber der reinen
Metapherbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung einer
reduzierten Müdigkeit nachweisbar.
PSQI-Gesamtindex:
Die
Kombinationsbedingung
Entspannungsbedingung
Gesamtverbesserung
einen
im
zeigt
minimalen
PSQI,
gegenüber
Effekt
wohingegen
in
der
reinen
Richtung
einer
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung ein minimaler Effekt (annähernd Null) in Richtung erhöhter
PSQI-Werte festzustellen ist.
Die
reine
Entspannungsbedingung
weist
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingung einen geringen Effekt in Richtung erhöhter PSQI-Werte
auf.
Im
Gesamtvergleich
ist
die
Kombinationsbedingung
der
reinen
Entspannungsbedingung durch Effekte mittlerer Stärke in den PSQI-Variablen
„Subjektive Schlafqualität“ (d = -.429), „Schlafdauer“ (d = -.363) und
„Schlafeffizienz“
(d
=
.392)
überlegen.
Sie
unterliegt
der
reinen
Entspannungsbedingung jedoch in der Variablen „Müdigkeit“ (d = .365): Hier
zeigt sich eine stärkere Müdigkeit nach abgeschlossener Behandlung bei den
Probanden der kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung. Dies gilt
gleichermaßen im Vergleich mit der reinen Metapherbedingung (d = .309): Auch
hier ist die Kombinationsbedingung durch einen Effekt mittlerer Stärke in Form
einer erhöhten Müdigkeit unterlegen. Ferner zeichnen sich die Patienten der
Kombinationsbedingung
nach
abgeschlossener
Behandlung
durch
eine
stärkere Medikamenteneinnahme in einem mittleren Effekt (d = .359)
gegenüber der reinen Metapherbedingung aus.
Der
Vergleich
der
beiden
reinen
Bedingungen
fällt
in
puncto
„Schlafdauer“ zugunsten der Metapherbedingung aus: Patienten der reinen
Entspannungsbedingung weisen hier eine deutlich geringere Schlafdauer am
Ende der Therapie auf (d = .588).
144
3 Ergebnisse
3.2 Unterschiede zwischen den Bedingungen in Hinblick auf Stabilität des
Therapieerfolgs in den Variablen des Pittsburgh Sleep Quality Index
(PSQI)
Eine Überprüfung der Hypothesen 3 („Wenn Tranceinduktion und
Metapherdarbietung in der Behandlung der Primären Insomnie kombiniert
werden, ist der Therapieerfolg stabiler als bei reiner Entspannungshypnose“)
und 4 („Wenn Tranceinduktion und Metapherdarbietung in der Behandlung der
Primären Insomnie kombiniert werden, ist der Therapieerfolg stabiler als bei
reiner Metapherdarbietung“) erfolgte mittels einer einfaktoriellen Varianzanalyse
mit den Behandlungsbedingungen als Faktor und den PSQI-Variablen sowie
dem PSQI-Gesamtindex der Katamneseerhebung als abhängige Variablen.
Es
konnten
keine
signifikanten
Unterschiede
zwischen
den
Behandlungsbedingungen in den PSQI-Variablen bzw. dem PSQI-Gesamtindex
nach dem Katamnesezeitraum von drei Monaten nachgewiesen werden (siehe
Tabelle 3.12.).
Demzufolge bringt keine der drei Behandlungsbedingungen den jeweils
anderen
gegenüber
einen
zusätzlichen
Gewinn
oder
Verlust
im
Behandlungserfolg nach einem Katamnesezeitraum von drei Monaten. Die
Hypothesen 3 und 4 konnten mittels einfaktorieller Varianzanalyse nicht
bestätigt werden. Die sich zum Zeitpunkt der Posterhebung zeigenden PSQIWerte bleiben über alle drei Bedingungen gleich stabil.
145
3 Ergebnisse
Tabelle 3.12.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die PSQI-Variablen (AV)
zwischen
den
Behandlungsbedingungen
(Faktor)
nach
einem
Katamnesezeitraum von drei Monaten.
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
1.529
1.068
„nur Metapher“
18
1.111
.471
„Entspannung-Metapher“
21
1.429
.598
„nur Entspannung”
17
1.176
1.185
„nur Metapher“
18
.833
1.150
„Entspannung-Metapher“
21
.667
.913
„nur Entspannung”
17
1.647
.931
„nur Metapher“
18
1.167
.924
„Entspannung-Metapher“
21
1.143
.910
„nur Entspannung”
17
1.059
1.197
„nur Metapher“
18
1.222
1.215
„Entspannung-Metapher“
21
.857
1.014
„nur Entspannung”
17
1.706
1.105
„nur Metapher“
18
1.611
.979
„Entspannung-Metapher“
21
1.905
.944
„nur Entspannung”
17
.882
1.317
„nur Metapher“
18
.222
.548
„Entspannung-Metapher“
21
.667
1.155
„nur Entspannung”
17
1.000
1.173
„nur Metapher“
18
.444
.705
„Entspannung-Metapher“
21
.952
1.117
Bedingungen
F
(df = 2)
p
1.546
.223
1.070
.350
1.701
.192
.504
.607
.437
.649
1.785
.178
1.647
.202
146
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.12.: Fortsetzung)
Variablen
Bedingungen
F
N
M
SD
17
9.000
5.969
„nur Metapher“
18
6.611
3.943
„Entspannung-Metapher“
21
7.619
3.612
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
p
(df = 2)
1.215
.305
Die Mittelwerte der drei Behandlungsbedingungen in den acht PSQIVariablen nach abgeschlossenem Katamnesezeitraum sind in Abbildung 3.9.
grafisch dargestellt.
B edingung
10,000
nur Entspannung
nur Metapher
E ntspannungM etapher
Mittelw ert
8,000
6,000
4,000
2,000
0,000
nd
ex
it ,
en
ke
am
ig
I -I
Q
d
ue
PS
M
ik
,k
,k
at
a
ta
S
ta
a
ta
ta
ka
ka
I,
Q
ka
,P
ka
te
z,
ta
t,
at
itä
,k
ka
nz
al
a
at
n
ie
r,
te
u
fq
ue
ng
f iz
ef
ru
af
ed
e
to
M
S
hl
da
la
la
af
ch
hl
.S
sc
af
hl
in
bj
Sc
Sc
E
su
Abbildung 3.9.:
Grafische
Darstellung
der
Mittelwerte
der
Behandlungsbedingungen auf den PSQI-Variablen
abgeschlossener Behandlung (kata = Katamnese).
drei
nach
147
3 Ergebnisse
Effektstärkenberechnung
Im
Folgenden
werden
die
Effektstärken
d
des
Zwischen-
gruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen
der
Katamneseerhebung
dargestellt
(siehe
Tabelle
3.13.).
Die
den
Berechnungen zugrundeliegende Formel für unabhängige Stichproben ist in
Kapitel 2.5.3 ausführlich erläutert. Die Kombinationsbedingung ist, gemäß der
Formel, als Experimental-, die reinen Bedingungen Entspannung und Metapher
sind jeweils als Kontrollgruppe definiert. Der Vollständigkeit halber wurde auch
der Effekt zwischen den reinen Bedingungen (Entspannung und Metapher)
überprüft.
Bei
der
hierbei
vorgenommene
Zuweisung
der
reinen
Entspannungsbedingung als Experimental- und der reinen Metapherbedingung
als Kontrollgruppe ist rein willkürlich; eine definitorische Umkehr dieser beiden
Bedingungen würde in den Ergebnissen (d) eine Vorzeichenumkehr bei
gleichbleibendem Betrag erbringen.
Da es sich bei den Variablen des PSQI um Beschwerdemaße handelt,
weisen negative Vorzeichen der Effekte auf eine Überlegenheit der jeweils
definierten Experimentalgruppe, positive Vorzeichen der Effekte auf eine
Überlegenheit der jeweils definierten Kontrollgruppe hin.
Tabelle 3.13.:
Effektstärken d des Zwischengruppenvergleiches der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen der Katamneseerhebung, betrachtet für
alle Kombinationsmöglichkeiten von definierter Experimental- (EG) und
Kontrollgruppe (KG) gemäß der klassischen Effektstärkeberechnung für
unabhängige Stichproben. Negative Vorzeichen weisen auf eine Überlegenheit
der EG, positive Vorzeichen auf eine Überlegenheit der KG hin.
PSQI-Variable
EG
KG
Subjektive
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.116
Entspannung-Metapher
Metapher
.591
Entspannung
Metapher
.506
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.481
Entspannung-Metapher
Metapher
-.160
Entspannung
Metapher
.294
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Effektstärke d
148
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.13.: Fortsetzung)
PSQI-Variable
EG
KG
Schlafdauer
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.547
Entspannung-Metapher
Metapher
-.026
Entspannung
Metapher
.518
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.182
Entspannung-Metapher
Metapher
-.326
Entspannung
Metapher
-.135
Entspannung-Metapher
Entspannung
.194
Entspannung-Metapher
Metapher
.306
Entspannung
Metapher
.091
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.174
Entspannung-Metapher
Metapher
.492
Entspannung
Metapher
.654
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.042
Entspannung-Metapher
Metapher
.544
Entspannung
Metapher
.575
Entspannung-Metapher
Entspannung
-.280
Entspannung-Metapher
Metapher
.267
Entspannung
Metapher
.472
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
PSQI-Gesamtindex
Es
konnten
einige
Effekte
Effektstärke d
mittlerer
Stärke
für
den
Zwischengruppenvergleich der drei Suggestionsbedingungen bezüglich der
PSQI-Variablen nach abgeschlossenem Katamnesezeitraum gefunden werden.
Subjektive Schlafqualität:
Bezüglich der subjektiven Schlafqualität zeigen sowohl die kombinierte
Entspannungs-Metapher-Bedingung
als
auch
die
reine
Entspannungs-
bedingung verglichen mit der reinen Metapherbedingung einen mittleren Effekt
in Richtung einer Verschlechterung der Schlafqualität. Gegenüber der reinen
149
3 Ergebnisse
Entspannungsbedingung
ist
ein
geringer
Effekt
in
Richtung
einer
Symptomverbesserung bei der Kombinationsbedingung nachweisbar.
Einschlaflatenz:
Bei der Einschlaflatenz zeigt sich ein mittlerer Effekt in Richtung einer
Verbesserung
der
Symptomatik
im
Katamnesezeitraum
bei
der
Kombinationsbedingung im Vergleich mit der reinen Entspannungsbedingung.
Gegenüber der Metapherbedingung weist die Kombinationsbedingung eine
geringe
Verbesserung,
die
Entspannungsbedingung
eine
geringe
Verschlechterung auf.
Schlafdauer:
Die Entspannungs-Metapher-Bedingung erweist sich der Entspannungsbedingung bezüglich der Schlafdauer als deutlich überlegen, im Vergleich mit
der Metapherbedingung ist die Verbesserung jedoch nur minimal.
In der Entspannungsbedingung ist wiederum, im Vergleich mit der
Metapherbedingung,
ein
mittlerer
Effekt
in
Richtung
einer
Symptomverschlechterung feststellbar.
Schlafeffizienz:
Die
Schlafeffizienz
verbessert
sich
in
der
kombinierten
Suggestionsbedingung am stärksten gegenüber der reinen Metapherbedingung
(geringer bis mittlerer Effekt) und ist in dieser Bedingung auch geringfügig der
reinen Entspannungsbedingung überlegen.
Die reine Entspannungsbedingung weist im Vergleich mit der reinen
Metapherbedingung einen ebenfalls geringen Effekt in Richtung einer höheren
Schlafeffizienz auf.
Störungen:
Bezüglich
der
subjektiv
empfundenen
Störungen
ist
in
der
Kombinationsbedingung im Vergleich mit der Entspannungsbedingung ein
geringer Effekt
und gegenüber der Metapherbedingung ein geringer bis
150
3 Ergebnisse
mittlerer Effekt in Richtung stärker erlebter Störungen nachweisbar.
Die Unterschiede zwischen der reinen Entspannungs- und der reinen
Metapherbedingung sind minimal (Effekt annähernd Null).
Medikamente:
Die
kombinierte
Bedingung
erweist
sich
bezüglich
der
Medikamenteneinnahme gegenüber der reinen Entspannungsbedingung nach
abgeschlossenem Katamnesezeitraum als geringfügig überlegen, gegenüber
der reinen Metapherbedingung ist jedoch ein mittlerer Effekt in Richtung
erhöhter Medikamenteneinnahme festzustellen.
Ein noch deutlicherer Unterschied zeigt sich zwischen den beiden reinen
Suggestionsbedinungen:
In
der
Entspannungsbedingungen
wird
nach
abgeschlossenem Katamnesezeitraum weitaus mehr zu Tabletten gegriffen als
in der reinen Metapherbedingung (mittlerer bis starker Effekt).
Müdigkeit:
Die
subjektiv
empfundene
Müdigkeit
zeigt
sich
in
der
Kombinationsbedingung gegenüber der reinen Entspannungsbedingung kaum
verbessert (Effekt annähernd Null), gegenüber der reinen Metapherbedingung
sogar deutlich verschlechtert (mittlerer Effekt).
Auch die reine Entspannungsbedingung erweist sich gegenüber der
reinen Metapherbedingung in puncto Müdigkeit als deutlich unterlegen (mittlerer
Effekt).
PSQI-Gesamtindex:
Im
PSQI-Gesamtindex
gibt
es
einen
geringen
Effekt
in
der
Kombinationsbedingung im Vergleich mit der reinen Entspannungsbedingung in
Richtung
einer
Gesamtverbesserung
nach
abgeschlossenem
Katamnesezeitraum, jedoch ebenfalls einen ungefähr gleichstarken Effekt in
Richtung Verschlechterung gegenüber der reinen Metapherbedingung.
Der größte Unterschied im PSQI-Gesamtindex zeigt sich zwischen den
beiden
reinen
Suggestionsbedingungen:
Hier
weist
die
reine
151
3 Ergebnisse
Entspannungsbedingung gegenüber der reinen Metapherbedingung einen
mittleren Effekt in Richtung einer Symptomverschlechterung auf.
Der stärkste Effekt wurde im Vergleich der beiden reinen Bedingungen in
Bezug auf die Medikamenteneinnahme gefunden: Die Entspannungsbedingung
zeichnet
sich
abgeschlossenem
durch
eine
höhere
Katamnesezeitraum
Medikamenteneinnahme
im
Vergleich
mit
nach
der
Metapherbedingung aus (d =.654). Weitere Unterschiede der beiden reinen
Suggestionsbedingungen im Vergleich weisen auf eine Verschlechterung der
Schlafqualität (d = .506), der Schlafdauer (d = .518) sowie einer erhöhten
Müdigkeit (d = .575) und einem ungünstigeren Gesamtindex (d = .472) in der
reinen Entspannungs- verglichen mit der reinen Metapherbedingung nach
einem Katamnesezeitraum von drei Monaten hin.
Die
kombinierte
Entspannungs-Metapher-Bedingung
erweist
sich
gegenüber der Entspannungsbedingung bezüglich einer Verbesserung der
Schlafdauer als überlegen (d = -.547).
Gegenüber der reinen Metapherbedingung wurden unterschiedliche
Ergebnisse für die Kombinationsbedingung gefunden: Während sie ersterer in
puncto Schlafqualität (d = .591), Ausmaß empfundener Störungen (d = .306),
Medikamenteneinnahme (d = .492) und Müdigkeit (d = .544) unterlegen ist,
findet sich ein höheres Maß an Schlafeffizienz in der kombinierten Bedingung (d
= -.326).
152
3 Ergebnisse
3.3 Überprüfung von Gruppenunterschieden im Pittsburgh Sleep Quality
Index
(PSQI)
mittels
ausgangswertkorrigierter
Veränderungs-
kennwerte
Auf Grundlage der ausgangswertkorrigierten Veränderungskennwerte
(siehe Kapitel 2.5.3) wurden weitere einfaktorielle Varianzanalysen zur
Überprüfung
möglicher
Gruppenunterschiede
zwischen
den
Behandlungsbedingungen gerechnet. Hierbei wurden die Veränderungen von
der Prä- zur Post-, von der Post- zur Katamnese- und schließlich von der Präzur
Katamneseerhebung
getrennt
betrachtet.
Die
drei
Behandlungsbedingungen bildeten die unabhängigen, die Variablen des PSQI
die abhängigen Variablen.
Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den
Behandlungsbedingungen in den PSQI-Variablen bzw. dem PSQI-Gesamtindex
für irgendeinen der drei definierten Veränderungszeiträume (Prä-Post, PostKatamnese,
Prä-Katamnese)
in
den
ausgangswertkorrigierten
Veränderungskennwerte der Versuchspersonen (siehe Tabellen 3.14., 3.15.
und 3.16.).
Das bedeutet, dass auch mittels Berücksichtigung der individuellen
Ausgangswerte
der
Patienten
keine
Überlegenheit
einer
der
Behandlungsbedingungen gegenüber den anderen nachgewiesen werden
konnte.
Die
Hypothesen
1
bis
Entspannungs-Metapher-Bedingung
4
in
(Überlegenheit
Größe
und
der
kombinierten
Stabilität
des
Therapieerfolges gegenüber der reinen Entspannungs- sowie der reinen
Metapherbedingung) konnten somit auch durch diese Vorgehensweise nicht
bestätigt werden.
153
3 Ergebnisse
Tabelle 3.14.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die ausgangswertkorrigierten PSQI-Veränderungswerte für den Zeitraum von Prä- zu
Posterhebung (AV) (N = 57).
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
.328
1.000
„nur Metapher“
18
-.137
.960
„Entspannung-Metapher“
22
-.144
1.014
„nur Entspannung”
17
.120
.879
„nur Metapher“
18
.167
1.106
„Entspannung-Metapher“
22
-.229
.998
„nur Entspannung”
17
.214
.932
„nur Metapher“
18
-.150
.879
„Entspannung-Metapher“
22
-.042
1.151
„nur Entspannung”
17
.158
1.111
„nur Metapher“
18
-.052
.890
„Entspannung-Metapher“
22
-.079
1.029
„nur Entspannung”
17
.038
1.140
„nur Metapher“
18
-.026
1.000
„Entspannung-Metapher“
22
-.008
.931
„nur Entspannung”
17
.033
.925
„nur Metapher“
18
.048
1.131
„Entspannung-Metapher“
22
-.065
.985
„nur Entspannung”
17
-.190
.775
„nur Metapher“
18
-.061
.966
„Entspannung-Metapher“
22
.197
1.177
Bedingungen
F
(df = 2)
p
1.331
.273
.949
.393
.601
.552
.298
.743
.018
.982
.074
.928
.759
.473
154
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.14.: Fortsetzung)
Variablen
N
M
SD
17
.146
.976
„nur Metapher“
18
-.050
.918
„Entspannung-Metapher“
22
-.072
1.111
Bedingungen
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
Tabelle 3.15.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
F
(df = 2)
.253
p
.777
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die ausgangswertkorrigierten PSQI-Veränderungswerte für den Zeitraum von Post- zu
Katamneseerhebung (AV) (N = 55).
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
.164
1.453
„nur Metapher“
18
-.313
.661
„Entspannung-Metapher“
20
.141
.732
„nur Entspannung”
17
.329
.708
„nur Metapher“
18
-.158
1.148
„Entspannung-Metapher“
20
-.137
1.049
„nur Entspannung”
17
.220
1.030
„nur Metapher“
18
.024
1.030
„Entspannung-Metapher“
20
-.207
.958
„nur Entspannung”
17
-.176
1.001
„nur Metapher“
18
.237
1.105
„Entspannung-Metapher“
20
-.066
.906
„nur Entspannung”
17
.004
1.113
„nur Metapher“
18
-.174
.888
„Entspannung-Metapher“
20
.154
1.021
Bedingungen
F
(df = 2)
p
1.327
.274
1.352
.268
.840
.437
.805
.453
.501
.609
155
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.15.: Fortsetzung)
Variablen
Medikamente
Müdigkeit
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
.321
.924
„nur Metapher“
18
-.271
.835
„Entspannung-Metapher“
20
-.028
1.153
„nur Entspannung”
17
.293
1.074
„nur Metapher“
18
-.303
.690
„Entspannung-Metapher“
20
.024
1.133
17
.264
1.140
„nur Metapher“
18
-.205
.911
„Entspannung-Metapher“
20
-.039
.950
Bedingungen
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
Tabelle 3.16.:
Variablen
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
F
(df = 2)
p
1.581
.215
1.595
.213
.984
.381
Ergebnisse
der
einfaktoriellen
Varianzanalyse
für
die
ausgangswertkorrigierten PSQI-Veränderungswerte für den Zeitraum von Präzu Katamneseerhebung (AV) (N = 56).
Bedingungen
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
.247
1.425
„nur Metapher“
18
-.330
.618
„Entspannung-Metapher“
21
.083
.805
„nur Entspannung”
17
.418
.940
„nur Metapher“
18
-.029
1.099
„Entspannung-Metapher“
21
-.313
.871
„nur Entspannung”
17
.290
1.005
„nur Metapher“
18
-.022
.958
„Entspannung-Metapher“
21
-.217
1.019
F
(df = 2)
p
1.601
.211
2.682
.078
1.226
.302
156
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.16.: Fortsetzung)
Variablen
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
-.090
1.021
„nur Metapher“
18
.170
1.117
„Entspannung-Metapher“
21
-.074
.903
„nur Entspannung”
17
.071
1.127
„nur Metapher“
18
-.258
.921
„Entspannung-Metapher“
21
.164
.965
„nur Entspannung”
17
.374
.966
„nur Metapher“
18
-.111
.675
„Entspannung-Metapher“
21
-.207
1.200
„nur Entspannung”
17
.266
1.030
„nur Metapher“
18
-.298
.782
„Entspannung-Metapher“
21
.038
1.112
17
.312
1.149
„nur Metapher“
18
-.167
.879
„Entspannung-Metapher“
21
-.109
.957
Bedingungen
PSQI-Gesamtindex „nur Entspannung”
F
(df = 2)
p
.378
.687
.920
.405
1.797
.176
1.439
.246
1.211
.306
157
3 Ergebnisse
3.4 Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) über den
zeitlichen Verlauf
3.4.1 Unterschiede zwischen den Bedingungen über den Therapieverlauf
Die Hypothesen 1 bis 4 (Überlegenheit der kombinierten EntspannungsMetapher-Bedingung in Größe und Stabilität des Therapieerfolges gegenüber
der reinen Entspannungs- sowie der reinen Metapherbedingung) konnten
mittels einfaktorieller Varianzanalysen nicht bestätigt werden (siehe Kapitel 3.1,
3.2 und 3.3). Eine weitere Überprüfung dieser Hypothesen erfolgte mittels
Varianzanalysen mit Messwiederholungen, bei welchen der Faktor „Zeit“ mit
drei Stufen (Prä-, Post- und Katamneseerhebung) als Innersubjektvariablen und
die drei Behandlungsbedingungen als
Zwischensubjektfaktoren definiert
wurden. Es wurden jeweils die einzelnen PSQI-Variablen bzw. der PSQIGesamtindex überprüft.
Es konnten keine signifikanten Unterschiede im Therapieverlauf über die
Zeit zwischen den drei Behandlungsbedingungen für die einzelnen PSQIVariablen bzw. den PSQI-Gesamtindex nachgewiesen werden (siehe Tabelle
3.17.).
Die Hypothesen 1 bis 4 konnten somit nicht mithilfe von Varianzanalysen
mit Messwiederholungen und Zwischensubjektfaktoren bestätigt werden.
158
3 Ergebnisse
Tabelle 3.17.:
Innersubjektvariablen
Subjektive
Schlafqualität,
Prä
Subjektive
Schlafqualität,
Post
Subjektive
Schlafqualität,
Ergebnisse der Varianzanalysen mit Messwiederholungen für die einzelnen
PSQI-Variablen mit dem dreistufigen Faktor „Zeit“ (Prä-, Post- und
Katamneseerhebung) als Innersubjektvariablen und den drei Behandlungsbedingungen als Zwischensubjekt-Faktoren (df: Hypothese;Fehler = 4;102).
Zwischensubjektfaktoren N
M
SD
„nur Entspannung”
17 1.882 .600
„nur Metapher“
18 2.000 .485
„Entspannung-Metapher“
20 2.050 .686
„nur Entspannung”
17 1.588 .618
„nur Metapher“
18 1.333 .594
„Entspannung-Metapher“
20 1.350 .671
„nur Entspannung”
17 1.529 1.068
„nur Metapher“
18 1.111 .471
„Entspannung-Metapher“
20 1.450 .605
Wilks-Lambda
(zeit*bedingung)
F
p
.910
1.233 .302
.872
1.815 .132
Katamnese
Einschlaflatenz, „nur Entspannung”
Prä
„nur Metapher“
18 1.611 1.335
„Entspannung-Metapher“
20 1.900 1.119
Einschlaflatenz, „nur Entspannung”
Post
17 1.176 1.131
„nur Metapher“
18 1.278 1.018
„Entspannung-Metapher“
20 1.050 0.999
Einschlaflatenz, „nur Entspannung”
Katamnese
17 1.471 1.281
17 1.176 1.185
„nur Metapher“
18 .833 1.150
„Entspannung-Metapher“
20 .700
.923
159
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.17.: Fortsetzung 1)
Innersubjektvariablen
Schlafdauer,
Prä
Schlafdauer,
Post
Schlafdauer,
Katamnese
Zwischensubjektfaktoren N
17 2.176 .883
„nur Metapher“
18 1.722 .958
„Entspannung-Metapher“
20 2.000 .858
„nur Entspannung”
17 1.765 .903
„nur Metapher“
18 1.222 .943
„Entspannung-Metapher“
20 1.450 1.099
„nur Entspannung”
17 1.647 .931
„nur Metapher“
18 1.167 .924
„Entspannung-Metapher“
20 1.150 .933
18 2.000 .970
„Entspannung-Metapher“
20 1.750 1.164
Wilks-Lambda
F
p
.967
.426
.790
.951
.653
.626
(zeit*bedingung)
17 1.647 1.272
„nur Metapher“
18 1.333 .840
„Entspannung-Metapher“
20 1.250 1.118
Schlafeffizienz, „nur Entspannung”
Katamnese
17 2.294 .985
„nur Metapher“
Schlafeffizienz, „nur Entspannung”
Post
SD
„nur Entspannung”
Schlafeffizienz, „nur Entspannung”
Prä
M
17 1.059 1.197
„nur Metapher“
18 1.222 1.215
„Entspannung-Metapher“
20
.900
1.021
160
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.17.: Fortsetzung 2)
Innersubjektvariablen
Störung, Prä
Zwischensubjektfaktoren N
Katamnese
17 1.353 .493
„nur Metapher“
18 1.889 .676
„Entspannung-Metapher“
20 1.650 .587
18 1.500 .618
„Entspannung-Metapher“
20 1.450 .510
„nur Entspannung”
17 1.706 1.105
„nur Metapher“
18 1.611 .979
„Entspannung-Metapher“
20 1.900 .968
Post
18 .500 1.043
„Entspannung-Metapher“
20 1.450 1.432
(zeit*bedingung)
F
p
.905
1.303 .274
.886
1.592 .182
17 .588 1.176
„nur Metapher“
18 .333
„Entspannung-Metapher“
20 .750 1.118
Medikamente, „nur Entspannung”
Katamnese
17 1.000 1.275
„nur Metapher“
Medikamente, „nur Entspannung”
Wilks-Lambda
17 1.353 .606
„nur Metapher“
Medikamente, „nur Entspannung”
Prä
SD
„nur Entspannung”
Störung, Post „nur Entspannung”
Störung,
M
.840
17 .882 1.317
„nur Metapher“
18 .222
.548
„Entspannung-Metapher“
20 .700 1.174
161
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.17.: Fortsetzung 3)
Innersubjektvariablen
Zwischensubjektfaktoren N
M
SD
17
1.235
.831
„nur Metapher“
18
1.167
.786
„Entspannung-Metapher“
20
1.450
.887
„nur Entspannung”
17
.941
.827
„nur Metapher“
18
1.000
.767
„Entspannung-Metapher“
20
1.350
.988
„nur Entspannung”
17
1.000 1.173
„nur Metapher“
18
.444
.705
„Entspannung-Metapher“
20
.900
1.119
„nur Entspannung”
17 11.647 3.920
„nur Metapher“
18 10.889 3.306
„Entspannung-Metapher“
20 12.250 3.462
„nur Entspannung”
17
9.059 4.697
„nur Metapher“
18
8.000 3.236
„Entspannung-Metapher“
20
8.650 3.717
„nur Entspannung”
17
9.000 5.969
„nur Metapher“
18
6.611 3.943
„Entspannung-Metapher“
20
7.700 3.686
Müdigkeit, Prä „nur Entspannung”
Müdigkeit,
Post
Müdigkeit,
Katamnese
PSQIGesamtindex,
Prä
PSQIGesamtindex,
Post
PSQIGesamtindex,
Katamnese
Wilks-Lambda
F
p
.938
.826
.511
.950
.665
.618
der
drei
(zeit*bedingung)
Effektstärkenberechnung
Der
folgende
Abschnitt
überprüft
die
Effektstärken
Behandlungsbedingungen über den zeitlichen Verlauf. Zum einen wurden die
Effekte der Gruppen von der Prä- zur Posterhebung untersucht (siehe Tabelle
3.18.),
zum
anderen
die
Effekte
der
Gruppen
von
der
Post-
zur
Katamneseerhebung (siehe Tabelle 3.19.). Schließlich wurden die Effekte der
162
3 Ergebnisse
Behandlungsgruppen von der Prä- zur Katamneseerhebung überprüft (siehe
Tabelle 3.20.).
Da
in
den
folgenden
Effektstärkeberechnungen
die
Vor-
und
Nachmesswerte der Suggestionsbedingungen getrennt voneinander betrachtet
werden, liegt ein abhängiger Vergleich vor. Mit Mittelwerten und Streuungen
von Vor- und Nachtest kann die Effektstärke nach der klassischen Methode
berechnet werden, indem die Vortestergebnisse als Kontrollgruppe, die
Nachtestergebnisse als Experimentalgruppe definiert werden. Die Formel zur
Berechnung des Effektstärkemaßes d ist in Kapitel 2.5.3 ausführlich
beschrieben.
Da es sich bei den Variablen des PSQI um Beschwerdemaße handelt,
weisen negative Vorzeichen der Effekte auf eine Verbesserung von der Vor- zur
Nachmessung hin, positive Vorzeichen auf eine Verschlechterung.
Effekte von Prä- zu Posterhebung des PSQI
Tabelle 3.18. gibt eine Übersicht über die Effekte des Vergleichs der Vorund Nachmesswerte des PSQI für die drei Suggestionsbedingungen. Als
Vormesswerte wurden hierbei die Ergebnisse der Prä-, als Nachmesswerte die
Daten der Posterhebung definiert.
Tabelle 3.18.:
Effektstärken d der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen von
der Prä- zur Posterhebung (Effektstärkeberechnung für abhängige
Stichproben). Negative Vorzeichen weisen auf eine Verbesserung, positive
Vorzeichen auf eine Verschlechterung hin.
Tagebuchvariable
Subjektive Schlafqualität
Einschlaflatenz
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.483
Metapher
-1.230
Entspannung-Metapher
-1.032
Entspannung
-.244
Metapher
-.281
Entspannung-Metapher
-.801
163
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.18.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
Suggestionsbedingung
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Effektstärke d
Entspannung
-.460
Metapher
-.526
Entspannung-Metapher
-.558
Entspannung
-.569
Metapher
-.735
Entspannung-Metapher
-.438
Entspannung
Medikamente
Müdigkeit
PSQI-Gesamtindex
0
Metapher
-.601
Entspannung-Metapher
-.364
Entspannung
-.336
Metapher
-.176
Entspannung-Metapher
-.545
Entspannung
-.355
Metapher
-.215
Entspannung-Metapher
-.107
Entspannung
-.598
Metapher
-.883
Entspannung-Metapher
-1.002
Für den Vergleich der PSQI-Werte der drei Behandlungsbedingungen
von der Prä- zur Posterhebung konnten überwiegend mittlere bis starke Effekte
gefunden werden.
Subjektive Schlafqualität:
Bezüglich
der
subjektiven
Schlafqualität
wurden
für
alle
drei
164
3 Ergebnisse
Bedingungen mittlere bis sehr starke Effekte in Richtung einer Verbesserung
gefunden. In der reinen Entspannungsbedingung ist der Effekt dabei am
geringsten (mittlerer Effekt), in der reinen Metapherbedingung am stärksten
ausgeprägt. Die Kombinationsbedingung weist ebenfalls einen starken Effekt
hinsichtlich
einer
Verbesserung
der
Schlafqualität
von
der
Prä-
zur
Posterhebung auf.
Einschlaflatenz:
Die Effekte für die PSQI-Variable „Einschlaflatenz“ weisen in allen drei
Behandlungsgruppen ebenfalls auf eine Reduktion der Symptomatik von Präzu Posterhebung hin. Hierbei weisen die beiden reinen Suggestionsbedingungen (Entspannung bzw. Metapher) geringe Effektstärken auf, in der
kombinierten Suggestionsbedingung ist allerdings ein starker Effekt zu
verzeichnen.
Schlafdauer:
In allen Behandlungsbedingungen sind mittlere Effekte in Richtung einer
Verbesserung der Schlafdauer zu verzeichnen. Der Effekt ist hierbei in der
Kombinationsbedingung am stärksten.
Schlafeffizienz:
Die Schlafeffizienz verbessert sich ebenfalls in allen drei Bedingungen
von Therapiebeginn bis -ende. Während die reine Entspannungs- und die
Kombinationsbedingung Effekte mittlerer Stärke vorweisen, ist der für die reine
Metapherbedingung gefundene Effekt stark ausgeprägt.
Störungen:
Bezüglich der subjektiv empfundenen Störungen zeigt
sich ein
heterogenes Bild der Behandlungsgruppen.
In der reinen Entspannungsbedingung ist kein Effekt (Null) im Vergleich
der Werte von der Prä- zur Posterhebung vorhanden. Die kombinierte
Entspannungs-Metapher-Bedingung weist einen mittleren Effekt in Richtung
165
3 Ergebnisse
einer Symptomverbesserung auf. In der reinen Metapherbedingung ist eine
starke Symptomverbesserung (starker Effekt) zu verzeichnen.
Medikamente:
Die Verbesserung (also Reduktion) der Medikamenteneinnahme ist in
der reinen Metapherbedingung in einem geringen Effekt wiedergegeben. In der
reinen Entspannungsbedingung besitzt die Verbesserung einen Effekt von
geringer bis mittlerer Stärke. Die Kombinationsbedingung weist in puncto
Medikamenteneinnahme die stärkste Verbesserung anhand eines mittelstark
ausgeprägten Effektes auf.
Müdigkeit:
Die subjektiv empfundene Müdigkeit verbessert sich am stärksten in der
reinen Entspannungsbedingung (geringer bis mittlerer Effekt). Die Effekte der
beiden übrigen Behandlungsbedingungen (reine Metapher sowie Kombination)
weisen ebenfalls in Richtung Verbesserung, sind jedoch gering ausgeprägt
(wobei der Effekt für die Kombinationsbedingung am niedrigsten ausfällt).
PSQI-Gesamtindex:
Der PSQI-Gesamtindex weist in allen drei Bedingungen auf eine
Symptomverbesserung von der Prä- zur Posterhebung hin. Der Effekt der
reinen Entspannungsbedingung ist dabei am geringsten ausgeprägt, besitzt
aber immerhin mittlere Stärke. Die Effekte der reinen Metapher- sowie der
Kombinationsbedingung sind stark. Die größte Verbesserung zeigt sich in der
Kombinationsbedingung.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle Behandlungsbedingungen
mittlere bis starke Effekte in Richtung einer Verbesserung in fast allen PSQIVariablen aufweisen.
Die stärksten Effekte beziehen sich hierbei auf die Verbesserung der
subjektiven Schlafqualität in der reinen Metapherbedingung (d = -1.230) sowie
der kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung (d = -1.032) und die
166
3 Ergebnisse
Verbesserung des PSQI-Gesamtindexes in der Kombinationsbedingung (d =
-1.002).
Die reine Metapherbedingung zeigt zudem einen mittleren Effekt in
Richtung einer Verbesserung der Schlafdauer (d = -.526), einen mittleren bis
starken Effekt bezüglich einer Reduktion der empfundenen Störungen (d =
-.601) sowie starke Effekte hinsichtlich einer Verbesserung der Schlafeffizienz
(d = -.735) und des Gesamtindexes (d = -.883).
In der Kombinationsbedingung wurden, neben den oben beschriebenen
starken Effekte, weitere Effekte mittlerer Stärke für die Verbesserung der
empfundenen Störungen (d = -.364), der Schlafeffizienz (d = -.438), der
Medikamenteneinnahme (d = -.545) und der Schlafdauer (d = -.558)
nachgewiesen. Ferner wurde ein starker Effekt hinsichtlich der Verbesserung
der
Einschlaflatenz
gefunden
Kombinationsbedingung mit
(d
=
-.801).
Ausnahme der
Insgesamt
Müdigkeit,
weist
die
für welche die
Verbesserung nur gering ausgeprägt ist, ausschließlich mittlere bis starke
Effekte auf. Sie erzielt damit von allen drei Bedingungen das höchste Ausmaß
an Verbesserungen.
Die reine Entspannungsbedingung weist mit zwei Ausnahmen für alle
PSQI-Variablen
Verbesserungseffekte
mittlerer
Stärke
auf:
Medikamenteneinnahme (d = -.336), Müdigkeit (d = -.355), Schlafdauer (d =
-.460), Schlafqualität (d = -.483), Schlafeffizienz (d = -.569) und PSQIGesamtindex (d = -.598).
Effekte von Post- zu Katamneseerhebung des PSQI
In Tabelle 3.19. sind die Ergebnisse der Effektstärkeberechnung für den
Vergleich der PSQI-Variablen zwischen Post- und Katamneseerhebung
dargestellt. Die Effektstärken sind dabei nach Behandlungsbedingung getrennt
überprüft worden.
167
3 Ergebnisse
Tabelle 3.19.:
Effektstärken d der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen von
der Post- zur Katamneseerhebung (Effektstärkeberechnung für abhängige
Stichproben). Negative Vorzeichen weisen auf eine Verbesserung, positive
Vorzeichen auf eine Verschlechterung hin.
Tagebuchvariable
Subjektive Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Medikamente
Müdigkeit
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.068
Metapher
-.414
Entspannung-Metapher
.157
Entspannung
0
Metapher
-.410
Entspannung-Metapher
-.364
Entspannung
-.129
Metapher
-.059
Entspannung-Metapher
-.294
Entspannung
-.476
Metapher
-.106
Entspannung-Metapher
-.327
Entspannung
.396
Metapher
.136
Entspannung-Metapher
.582
Entspannung
.235
Metapher
-.157
Entspannung-Metapher
-.044
Entspannung
.058
Metapher
-.755
Entspannung-Metapher
-.426
168
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.19.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
Suggestionsbedingung
PSQI-Gesamtindex
Effektstärke d
Entspannung
-.011
Metapher
-.385
Entspannung-Metapher
-.257
Der Vergleich der PSQI-Werte der drei Behandlungsbedingungen von
Post- zu Katamneseerhebung erbrachte einige mittlere bis starke Effekte. Diese
werden im Folgenden kurz dargestellt.
Subjektive Schlafqualität:
Während in der reinen Entspannungsbedingung nur ein minimaler Effekt
(annähernd Null) in Richtung einer Verbesserung von der Post- zur
Katamneseerhebung vorzufinden ist, weist die reine Metapherbedingung einen
mittleren Effekt hinsichtlich einer Verbesserung auf.
In der Kombinationsbedingung hingegen ist ein geringer Effekt zu finden,
welcher auf eine Verschlechterung der Schlafqualität hinweist.
Einschlaflatenz:
In der reinen Entspannungsbedingung kann kein Effekt (Null) bezüglich
Unterschiede in der Einschlaflatenz zwischen der Erhebung nach Therapieende
und nach abgeschlossenem Katamnesezeitraum festgestellt werden.
Sowohl
die
reine
Metapher-
als
auch
die
kombinierte
Suggestionsbedingung weisen geringe bis mittlere Effekte hinsichtlich einer
Reduktion der Einschlaflatenz auf. Hierbei ist der Effekt der Metapherbedingung
in seiner Stärke dem der Kombinationsbedingung überlegen.
Schlafdauer:
Alle drei Behandlungsgruppen zeigen Effekte, die für eine Verbesserung
der Schlafdauer sprechen.
Der Effekt der Metapherbedingung ist jedoch minimal (annähernd Null),
169
3 Ergebnisse
wohingegen die Effekte der beiden anderen Bedingungen (Entspannung und
Entspannung-Metapher)
zumindest
geringe
Stärke
besitzen.
Die
Kombinationsbedingung ist hierbei der Entspannungsbedingung überlegen.
Schlafeffizienz:
Bezüglich der Schlafeffizienz zeigen sich Verbesserungen in allen drei
Suggestionsbedingungen.
Während der Effekt in der Metapherbedingung gering ausgeprägt ist,
besitzen die Effekte der Entspannungs- sowie der Kombinationsbedingung
mittlere Stärke. Der Effekt der reinen Entspannungsbedingung ist dabei am
stärksten ausgeprägt.
Störungen:
Das Ausmaß subjektiv empfundener Störungen hat sich in allen
Bedingungen verschlechtert.
Die stärkste Verschlechterung findet sich in der Kombinationsbedingung
(mittlerer Effekt), gefolgt von der reinen Entspannungsbedingung (geringer bis
mittlerer
Effekt).
Der
Effekt
der
Verschlechterung
ist
in
der
reinen
Metapherbedingung gering.
Medikamente:
Bezüglich
der
Medikamenteneinnahme
weisen
die
Behandlungs-
bedingungen ein heterogenes Bild auf.
In der reinen Entspannungsbedingung spricht ein geringer Effekt für eine
höhere
Medikamenteneinnahme
abgeschlossenem
(also
Katamnesezeitraum
einer
Verschlechterung)
gegenüber
dem
Stand
nach
nach
abgeschlossener Therapie.
In der reinen Metapherbedingung ist ein geringer Effekt in Richtung einer
Reduktion der Medikamenteneinnahme (Verbesserung) nachzuweisen.
Der Effekt der kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung weist
auf eine Verbesserung hin, ist jedoch in seinem Ausprägungsgrad annähernd
Null.
170
3 Ergebnisse
Müdigkeit:
Hinsichtlich der empfunden Müdigkeit zeigen sich wiederum starke
Unterschiede zwischen den drei Gruppen.
Der Effekt der reinen Entspannungsbedingung weist im Vorzeichen auf
eine Verschlechterung hin, ist jedoch annähernd Null.
In der Kombinationsbedingung konnte ein mittlerer Effekt, in der reinen
Metapherbedingung sogar ein mittlerer bis starker Effekt in Richtung einer
Verbesserung nachgewiesen werden.
PSQI-Gesamtindex:
Die Vorzeichen der Effekte für den PSQI-Gesamtindex spiegeln in allen
drei Suggestionsbedingungen eine Verbesserung wider.
Die Verbesserung ist in der reinen Entspannungsbedingung minimal
ausgeprägt (annähernd Null) und somit im Vergleich der Gruppen am
geringsten.
Für die Kombinationsbedingung konnte ein geringer Verbesserungseffekt
gefunden werden.
Der Effekt der reinen Metapherbedingung besitzt geringe bis mittlere
Stärke und ist somit im Vergleich den anderen beiden Bedingungen überlegen.
In der Gesamtbetrachtung der Werte der PSQI-Variablen von Post- zu
Katamneseerhebung
konnte
der
stärkste
Effekt
in
der
reinen
Metapherbedingung bezüglich einer Reduktion des Müdigkeitsgefühls gefunden
werden (d = -.755). Die Metapherbedingung zeichnet sich durch drei weitere
mittelstarke Verbesserungseffekte aus: PSQI-Gesamtindex (d = -.385),
Einschlaflatenz (d = -.410) und Schlafqualität (d = -.414).
In der reinen Entspannungsbedingung konnten insgesamt zwei mittlere
Effekte gefunden werden. Hierbei handelt es sich bezüglich der erlebten
Störungen jedoch um eine Verschlechterung (d = .396). Demgegenüber steht
eine Verbesserung der Schlafeffizienz (d = -.476).
In der Kombinationsbedingung wurde ebenfalls ein mittlerer Effekt,
171
3 Ergebnisse
welcher auf eine Verschlechterung der Störungen hinweist, gefunden (d =
.582). Andererseits haben sich in der kombinierten Bedingung Schlafeffizienz (d
= -.327), Einschlaflatenz (d = -.364) sowie subjektiv erlebte Müdigkeit (d =
-.426) verbessert.
Effekte von Prä- zu Katamneseerhebung des PSQI
Die
Effektstärken
für
den
getrennten
Vergleich
der
drei
Behandlungsbedingungen von Prä- zu Katamneseerhebung mittels PSQI sind
in Tabelle 3.20. wiedergegeben.
Tabelle 3.20.:
Effektstärken d der drei Suggestionsbedingungen in den PSQI-Variablen von
der Prä- zur Katamneseerhebung (Effektstärkeberechnung für abhängige
Stichproben). Negative Vorzeichen weisen auf eine Verbesserung, positive
Vorzeichen auf eine Verschlechterung hin.
Tagebuchvariable
Subjektive Schlafqualität
Einschlaflatenz
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.408
Metapher
-1.860
Entspannung-Metapher
-.928
Entspannung
-.239
Metapher
-.624
Entspannung-Metapher
-1.170
Entspannung
-.583
Metapher
-.590
Entspannung-Metapher
-.948
Entspannung
-1.127
Metapher
-.708
Entspannung-Metapher
-.776
Entspannung
.413
Metapher
-.330
Entspannung-Metapher
.312
172
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.20.: Fortsetzung)
Tagebuchvariable
Medikamente
Müdigkeit
PSQI-Gesamtindex
Suggestionsbedingung
Effektstärke d
Entspannung
-.091
Metapher
-.334
Entspannung-Metapher
-.573
Entspannung
-.231
Metapher
-.968
Entspannung-Metapher
-.545
Entspannung
-.524
Metapher
-1.176
Entspannung-Metapher
-1.272
Es wurden zahlreiche mittlere bis starke Effekte im Vergleich der drei
Suggestionsbedingungen von der Prä- zur Katamneseerhebung gefunden.
Subjektive Schlafqualität:
Für
die
subjektive
Behandlungsbedingungen
Schlafqualität
Verbesserungen
wurden
von
in
der
allen
drei
Prä-
zur
Katamneseerhebung nachgewiesen.
Besonders stark stellt sich der Effekt in der reinen Metapherbedingung
dar, aber auch in der kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung ist ein
starker Effekt vorhanden.
Der geringste Effekt zeigt sich in der reinen Entspannungsbedingung. Er
besitzt aber immernoch eine Ausprägung mittlerer Stärke.
Einschlaflatenz:
Bezüglich der Einschlaflatenz wurde in der Entspannungsbedingung ein
geringer Effekt in Richtung Reduktion derselben gefunden. In der reinen
Metapherbedingung ist ein mittlerer bis starker Effekt nachweisbar, welcher
ebenfalls auf eine Verbesserung hinweist. Die stärkste Verbesserung der
Einschlaflatenz von Vormessung zu Katamneseerhebung zeigt sich in der
173
3 Ergebnisse
kombinierten Bedingung (starker Effekt).
Schlafdauer:
Für die beiden reinen Bedingungen (nur Entspannung bzw. nur
Metapher) konnten mittelstarke Verbesserungseffekte gefunden werden. Am
deutlichsten zeigt sich die Symptomreduktion (also Zunahme der Schlafdauer)
in der Kombinationsbedingung (starker Effekt).
Schlafeffizienz:
Die Schlafeffizienz verbessert sich in allen drei Suggestionsbedingungen
stark. Die höchste Effektstärke ist hier in der reinen Entspannungsbedingung zu
finden.
Störungen:
Bezüglich der subjektiv erlebten Störungen findet sich ein heterogenes
Bild der drei Suggestionsbedingungen. Während die reine Entspannungssowie die Kombinationsbedingung geringe bis mittlere Effekte aufweisen,
welche in ihrer Richtung auf eine Verschlechterung schließen lassen, weist die
reine Metapherbedingung einen geringen bis mittleren Effekt in Richtung
Symptomverbesserung auf.
Medikamente:
Die
Vorzeichen
der
Effektstärken
für
das
Ausmaß
der
Medikamenteneinnahme von Prä- zu Katamneseerhebung weist in allen drei
Behandlungsbedingungen
auf
eine
Verbesserung
hin.
In
der
reinen
Entspannungsbedingung beträgt die Effektstärke dabei allerdings annähernd
Null. In der reinen Metapherbedingung besitzt der Effekt geringe bis mittlere, in
der kombinierten Bedingung mittlere Stärke.
Müdigkeit:
Die empfundene Müdigkeit reduziert sich am stärksten in der reinen
Metapherbedingung (starker Effekt) und am geringsten in der reinen
174
3 Ergebnisse
Entspannungsbedingung
(geringer
Effekt).
Für
die
kombinierte
Suggestionsbedingung ist ein mittlerer Effekt in Richtung Verbesserung
feststellbar.
PSQI-Gesamtindex:
Alle drei Behandlungsbedingungen zeigen Verbesserungen im PSQIGesamtindex
von
der
Vor-
zur
Katamnesemessung.
Die
geringste
Verbesserung ist in der reinen Entspannungsbedingung zu finden (mittlerer
Effekt). Sowohl die reine Metapher- als auch die kombinierte Bedingung zeigen
starke Effekte. Besonders deutlich stellt sich die Gesamtverbesserung in der
Kombinationsbedingung dar.
Der stärkste Effekt im Vergleich der PSQI-Werte von der Prä- zur
Katamnesemessung wurde in der reinen Metapherbedingung in Richtung einer
Verbesserung der subjektiven Schlafqualität gefunden (d = -1.860). Die
Metapherbedingung weist auch in allen übrigen PSQI-Variablen mittlere bis
starke Effekte bezüglich einer Symptomverbesserung auf. Somit ergibt sich für
diese Behandlungsbedingung ein starker Verbesserungseffekt im PSQIGesamtindex (d = -1.176).
Für die Entspannungsbedingung ist die gravierendste Verbesserung in
der Variablen Schlafeffizienz zu finden (d = -1.127). Effekte mittlerer Stärke,
welche auf eine Verbesserung der Symptomatik hinweisen, zeigen sich für die
reine Entspannungsbedingung in der Schlafdauer (d = -.583), dem PSQIGesamtindex (d = -.524) und der subjektiven Schlafqualität (d = -.408).
Bezüglich
der
subjektiv
empfundenen
Störungen
weist
die
Entspannungsbedingung einen mittleren Effekt in Richtung Verschlechterung
auf (d = .413).
In der kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung wurde für die
Störungsvariable
ebenfalls
ein
mittlerer
Effekt
in
Richtung
einer
Verschlechterung gefunden (d = .312). In allen übrigen Variablen sind in der
Kombinationsbedingung mittlere bis starke Verbesserungseffekte festzustellen.
Am stärksten zeigen sich diese Verbesserungen in der Einschlaflatenz (d =
175
3 Ergebnisse
-1.170) sowie dem PSQI-Gesamtindex (d = -1.272).
3.4.2 Einfluss des Zeitfaktors auf den Therapieverlauf
Bei den in Kapitel 3.4.1 dargestellten Berechnungen fiel auf, dass der
Faktor „Zeit“ für alle PSQI-Variablen einen signifikanten Einfluss auf den
Therapieverlauf hatte. Für alle Bedingungen konnten zahlreiche mittlere bis
starke Effekte nachgewiesen werden. Zur näheren Überprüfung dieses
Befundes
wurden
in
einem
weiteren
Schritt
Varianzanalysen
mit
Messwiederholungen, diesmal ohne Zwischensubjektfaktoren, für alle PSQIVariablen gerechnet. Als Innersubjektvariablen wurden erneut die Prä-, Postund Katamnesewerte der jeweiligen PSQI-Variablen definiert. Überprüft wurde
so der alleinige Einfluss des Zeitfaktors, erhoben zu drei verschiedenen
Messzeitpunkten (Prä, Post und Katamnese), auf die Veränderungen der PSQIVariablen
ohne
Beachtung
von
Gruppenunterschieden
zwischen
den
Behandlungsbedingungen.
Alle Ergebnisse der dreistufigen Messwiederholungen waren signifikant
bis hoch signifikant (siehe Tabelle 3.21.).
Tabelle 3.21.:
Ergebnisse
der
Varianzanalysen
mit
Messwiederholungen
(ohne
Zwischensubjektfaktoren) für die einzelnen PSQI-Variablen mit dem
dreistufigen Faktor „Zeit“ (Prä-, Post- und Katamneseerhebung) als
Innersubjektvariablen (df: Hypothese;Fehler = 2;53).
Innersubjektfaktoren
Subjektive
Schlafqualität
Einschlaflatenz
Prä
N
55
M
SD
1.982 .593
Post
1.418 .629
Katamnese
1.364 .754
Prä
55
1.673 1.233
Post
1.164 1.032
Katamnese
.891
Wilks-Lambda
F
p
.590
18.429
.000
.674
12.845
.000**
(zeit)
**
1.083
176
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.21.: Fortsetzung)
Innersubjektfaktoren
Schlafdauer
Schlafeffizienz
Störung
Müdigkeit
SD
1.964 .902
1.473 0.997
Katamnese
1.309 0.940
Prä
55
2.000 1.054
Post
1.400 1.082
Katamnese
1.055 1.129
55
1.636 .620
Post
1.436 .570
Katamnese
1.745 1.004
Prä
55
1.000 1.305
Post
.564
1.050
Katamnese
.600
1.082
Prä
PSQIGesamtindex
55
M
Post
Prä
Medikamente
*
Prä
N
55
1.291 .832
Post
1.109 .875
Katamnese
.782
Prä
55
Wilks-Lambda
F
p
.671
12.975
.000**
.631
15.506
.000
.874
3.832
.028
.804
6.472
.003
**
.787
7.176
.002
**
24.484
.000
(zeit)
**
*
1.031
11.618 3.541
Post
8.564
3.857
Katamnese
7.745
4.600
.520
**
**
signifikant; hoch signifikant
Zur genaueren Überprüfung der Effekte wurden für jede PSQI-Variable
zudem
Varianzanalysen mit zweistufigen Messwiederholungen gerechnet.
Hierbei wurden jeweils einmal Prä- und Posterhebung sowie einmal Post- und
Katamneseerhebung als Zeitfaktor definiert. Auf diese Weise sollte näher
beleuchtet werden, ob sich die Unterschiede der einzelnen PSQI-Variablen im
Therapie- (Prä/Post) und/oder im Katamnesezeitraum (Post/Katamnese)
177
3 Ergebnisse
ergeben.
Für alle PSQI-Variablen wurden zwischen Prä- und Posterhebung hoch
signifikante Verbesserungen gefunden, mit Ausnahme der Variablen „Störung“
– hier war die Verbesserung signifikant – sowie der Variablen „Müdigkeit“,
welche
keine
statistisch signifikante
Veränderung
zwischen
Prä-
und
zwischen Post-
und
Posterhebung zeigte (siehe Tabelle 3.22.).
Bei
Betrachtung
der
Messwertunterschiede
Katamneseerhebung konnten signifikante Verbesserungen für die PSQIVariablen „Einschlaflatenz“, „Schlafeffizienz“ sowie „Müdigkeit“ nachgewiesen
werden. Für die Variable „Störung“ wurde eine signifikante Verschlechterung
zwischen Post- und Katamnesezeitpunkt für die Gesamtstichprobe festgestellt.
Alle anderen Variablen wiesen keine statistisch signifikanten Unterschiede auf,
wobei die Verbesserung des Gesamtindex mit p = .059 jedoch im
grenzwertigen Bereich lag (siehe Tabelle 3.23.).
178
3 Ergebnisse
Tabelle 3.22.:
Ergebnisse
der
Varianzanalysen
mit
Messwiederholungen
(ohne
Zwischensubjekt-faktoren) für die einzelnen PSQI-Variablen mit dem
zweistufigen Faktor „Zeit“ (Prä- und Posterhebung) als Innersubjektvariablen
(df: Hypothese;Fehler = 1;56).
Innersubjektfaktoren
Subjektive
Prä
N
M
SD
57
1.947
.639
1.404
.623
Wilks-Lambda
F
p
.669
27.655
.000
**
.822
12.107
.001
**
.809
13.212
.001
**
.818
12.456
.001
**
.921
4.779
.033
.715
22.284
.000**
.965
2.011
.162
.601
37.228
.000**
(zeit)
Schlafqualität
Post
Einschlaflatenz
Prä
57
Post
Schlafdauer
Prä
1.158 1.014
57
Post
Schlafeffizienz
Prä
57
Post
Störung
Prä
Prä
57
57
Post
Müdigkeit
Prä
57
Post
PSQIGesamtindex
*
Prä
Post
1.930
.923
1.456
.983
1.947 1.076
1.368 1.080
Post
Medikamente
1.667 1.215
57
1.614
.620
1.421
.565
1.390 1.236
.544
1.036
1.246
.851
1.088
.872
11.386 3.692
*
8.439 3.850
signifikant; **hoch signifikant
179
3 Ergebnisse
Tabelle 3.23.:
Ergebnisse
der
Varianzanalysen
mit
Messwiederholungen
(ohne
Zwischensubjektfaktoren) für die einzelnen PSQI-Variablen mit dem
zweistufigen Faktor „Zeit“ (Post- und Katamneseerhebung)
als
Innersubjektvariablen (df: Hypothese;Fehler = 1;54).
Innersubjektfaktoren
Subjektive
Post
N
M
SD
55
1.418
.629
1.364
.754
Wilks-Lambda
F
p
.996
.216
.644
.917
4.919
.031*
.958
2.372
.129
.885
7.027
.011*
.911
5.279
.025*
.998
.089
.766
.918
4.812
.033
.936
3.722
.059
(zeit)
Schlafqualität
Katamnese
Einschlaflatenz
Post
55
Katamnese
Schlafdauer
Post
55
Katamnese
Schlafeffizienz
Post
55
Katamnese
Störung
Post
Post
55
Post
55
55
Katamnese
PSQIGesamtindex
*
Post
Katamnese
1.083
1.473
.997
1.309
.940
1.400 1.082
1.436
.570
1.745 1.004
Katamnese
Müdigkeit
.891
1.055 1.129
Katamnese
Medikamente
1.164 1.032
55
.564
1.050
.600
1.082
1.109
.875
.782
1.031
8.564 3.857
*
7.745 4.600
signifikant
180
3 Ergebnisse
Betrachtet man den Verlauf der einzelnen PSQI-Subskalen (siehe
Abbildung 3.10.), so lässt sich für die Variable „subjektive Schlafqualität“
zunächst eine hoch signifikante Verbesserung zwischen Prä- und Posterhebung
feststellen, welche im Katamnesezeitraum stabil bleibt.
Für die „Einschlaflatenz“ konnte auch eine zunächst hoch signifikante
Verbesserung der Messwerte nach Therapieabschluss nachgewiesen werden.
Demzufolge benötigten die Probanden nach der Therapie erheblich weniger
Zeit zum Einschlafen als zu Therapiebeginn. Diese Verbesserung nimmt im
Katamnesezeitraum sogar noch weiter signifikant zu.
Die Variable „Schlafdauer“ bleibt nach einer zunächst hoch signifikanten
Verbesserung im Therapiezeitraum im weiteren Katamneseverlauf stabil. Das
bedeutet, dass die gesamte nächtliche Schlafdauer im Laufe der Therapie für
alle Patienten deutlich zunimmt und diese Zunahme auch drei Monate nach
Therapieabschluss noch erhalten bleibt.
Für die Variable „Schlafeffizienz“ wurde wiederum nach einer hoch
signifikanten Messwertverbesserung zwischen Prä- und Posterhebung eine
weiterhin signifikante Verbesserung im Katamnesezeitraum nachgewiesen.
„Schlafeffizienz“ bezeichnet den Anteil der im Bett verbrachten Zeit an der
tatsächlichen Schlafzeit.
Etwas aus der Reihe fällt die Variable „Störung“, für welche direkt nach
Therapieende zunächst eine hoch signifikante Verbesserung, im weiteren
Katamneseverlauf jedoch wieder eine signifikante Verschlechterung festgestellt
wurde. Die erlebten nächtlichen Störungen der Probanden verringern sich also
zunächst im Therapieverlauf deutlich, nehmen jedoch nach Abschluss der
Therapie wieder zu.
Die Variable „Medikamente“, welche das Ausmaß der individuellen
Schlafmitteleinnahme widerspiegelt, verbesserte sich durch die Therapie hoch
signifikant, d.h. die Probanden nahmen nach Therapieende deutlich weniger
Schlafmittel ein als zu Therapiebeginn. Diese Verbesserung blieb über die drei
Monate nach Therapieabschluss stabil.
Die individuelle Tagesmüdigkeit (Variable „Müdigkeit“) blieb während der
Therapie unverändert, im Katamnesezeitraum zeigte sich jedoch eine
181
3 Ergebnisse
signifikante Verbesserung derselben. Die Probanden fühlten sich drei Monate
nach Therapieende weniger müde am Tage als direkt nach Therapieende bzw.
zu Therapiebeginn.
Der PSQI-Gesamtindex verbesserte sich für alle Probanden im
Therapiezeitraum hoch signifikant, es kam also zu einer deutlichen Abnahme
der
PSQI-Werte.
Diese
Verbesserung
blieb
auch
drei
Monate
nach
Therapieende stabil, es zeigte sich sogar eine Tendenz zur weiteren
Verbesserung des Gesamtindexes.
12,5
12
11,5
11
10,5
10
9,5
9
8,5
8
7,5
7
6,5
6
5,5
5
4,5
4
3,5
3
2,5
2
1,5
1
0,5
0
Abbildung 3.10.:
Kata
Q
I
Post
PS
ed
ik
.
M
fiz
ie
nz
Ef
au
er
D
La
te
nz
Su
bq
Q
ua
l
Prä
Grafische Darstellung der Mittelwerte der PSQI-Subskalen
Subjektive Schlafqualität, Einschlaflatenz, Schlafdauer,
Schlafeffizienz,
Störung,
Medikamenteneinnahme,
Tagesmüdigkeit und PSQI-Gesamtindex im Studienverlauf
(Prä-, Post- und Katamneseerhebung) über alle Probanden
(N = 55).
182
3 Ergebnisse
3.5 Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf den
Therapieerfolg
3.5.1 Vorgeschaltete Überprüfung von Zusammenhängen
Zur Überprüfung von Fragestellung 1 (Welchen Einfluss haben die
Variablen Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf den Therapieerfolg?)
wurde zur Vorbereitung späterer Regressionsanalysen (siehe Kapitel 3.5.2)
zunächst
mittels
bivariater
Korrelationen
geprüft,
inwieweit
überhaupt
Zusammenhänge zwischen den Variablen Trancetiefe, Suggestibilität und
Imagination auf der einen und dem Therapieerfolg auf der anderen Seite
bestehen.
Hierfür wurden zur Operationalisierung der Trancetiefe sowohl die vier
Skalen des Trancetiefetests nach Field herangezogen (Absorption, Zwang,
Abweichung, Restliche) als auch die Trancetiefeselbstratings während der
vierten Therapiesitzung zu vier Messzeitpunkten (siehe Kapitel 2.4.6), genannt
TT1 bis TT4. Ferner wurde ein Mittelwert der vier Selbstratings gebildet
(TTmittel) sowie der maximal erreichte Trancetiefewert im Selbstrating noch
einmal gesondert betrachtet (TTmax).
Zur Einschätzung der Suggestibilität und der Imagination wurden die
entsprechenden Skalen des FIRST verwendet: sensorische, mentale und
heterogene Suggestibilität sowie perzeptuelle und semantische Imagination und
schließlich der Imaginations-Gesamtindex.
Das unmittelbare Therapieergebnis nach abgeschlossener Behandlung
wurde mittels der erhobenen PSQI-Variablen (subjektive Schlafqualität,
Einschlaflatenz, Schlafdauer, Schlafeffizienz, Störung, Medikamente, Müdigkeit
und PSQI-Gesamtindex) der Posterhebung operationalisiert. Zur Überprüfung
weiterer Veränderung des Therapieergebnisses wurden die Werte auf den
genannten PSQI-Variablen der katamnestischen Erhebung herangezogen.
183
3 Ergebnisse
Die
Ergebnisse
der
bivariaten
Korrelationsanalysen
werden
im
Folgenden dargestellt.
Ergebnisse zur Trancetiefe
Zusammenhänge zwischen Trancetiefemessung und Therapieergebnis
Tabelle 3.24. gibt eine Übersicht über die Zusammenhänge zwischen
den vier Field-Variablen, den Ergebnissen des Trancetiefeselbstratings der 4.
Sitzung und den PSQI-Variablen der Posterhebung.
Tabelle 3.24.:
Bivariate Korrelationen zwischen den Field-Variablen Absorption (Abs),
Zwang, Abweichung (Abw) und Restliche (Rest), den Ergebnissen des
Trancetiefe-selbstratings zu den vier Messzeitpunkten (TT1 bis TT4), dem
mittleren (TTmitt) sowie dem maximalen (TTmax) Trancetiefeselbstratingwert
und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual), Einschlaflatenz (Lat),
Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö), Medikamente (Med),
Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der Posterhebung (post).
Qual
Lat
Dau
Eff
(post) (post) (post) (post)
Stö
Med
Müd
(post) (post) (post) (post)
-.117
-.191
.282*
(.711) (.400)
(.166)
(.039) (.920) (.504)
-.052
Ind
.014
.093
-.033
Abs
.001
(p)
(.992)
N
54
54
54
54
54
54
54
54
Zwang
.134
.033
.042
-.136
.109
-.059
.042
.012
(p)
(.329)
N
55
55
55
55
55
55
55
55
Abw
.140
.132
.042
-.035
.023
-.018
.121
.083
(p)
(.314)
N
54
54
54
54
54
54
54
54
Rest
-.075
-.039
-.062
-.152
.144
.074
.203
.002
(p)
(.588)
(.778) (.656)
(.272)
N
54
(.809) (.763)
(.342) (.761)
54
54
(.321)
(.804)
54
(.430) (.667) (.759)
(.870) (.900) (.383)
(.300) (.594) (.140)
54
54
54
(.812)
(.930)
(.552)
(.988)
54
184
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.24.: Fortsetzung)
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(post) (post) (post) (post) (post) (post) (post) (post)
TT1
-.052
-.077
-.042
-.235
-.063
-.041
-.175
(p)
(.702)
(.571) (.754)
(.078)
(.643) (.159) (.764)
(.194)
N
57
TT2
-.245
(p)
(.066)
N
57
57
57
57
57
57
57
57
TT3
-.052
-.295*
-.145
-.251
-.094
-.224
-.058
-.280*
(p)
(.702)
(.026) (.283)
(.060)
(.485) (.094) (.667)
(.035)
N
57
57
57
57
57
57
57
57
TT4
-.168
-.142
-.094
-.139
-.058
-.120
-.005
-.170
(p)
(.212)
(.291) (.489)
(.302)
(.668) (.372) (.968)
(.207)
N
57
57
57
57
57
57
57
57
TTmitt
-.151
-.240
-.165
-.290*
-.101
-.236
-.052
-.301*
(p)
(.263)
(.072) (.221)
(.029)
(.453) (.077) (.698)
(.023)
N
57
57
57
57
57
57
57
57
TTmax
-.176
-.297*
-.200
-.268*
-.214
-.217
.020
-.318*
(p)
(.191)
(.025) (.135)
(.044)
(.110) (.105) (.884)
57
N
*
57
57
-.189
57
57
57
57
57
-.318* -.293*
-.414**
-.143
-.311*
-.086
-.439**
(.016) (.027)
(.001)
(.288) (.019) (.523)
(.001)
57
57
57
57
57
57
(.016)
57
**
signifikant; hoch signifikant
Wie aus der Tabelle hervorgeht, konnte ein signifikanter positiver
Zusammenhang zwischen Absorption und dem Ausmaß der nächtlichen
Störungen in der Posterhebung gefunden werden (r = .282; p = .039).
Demzufolge war das berichtete Ausmaß an Störungen nach abgeschlossener
Therapie höher, je höher die Absorption der Person im Trancetiefetest nach
Field in der 4. Sitzung war.
Für die anderen Field-Variablen konnte kein Zusammenhang mit den
PSQI-Variablen der Postmessung nachgewiesen werden.
Weitere Zusammenhänge wurden bezüglich des Trancetiefeselbstratings
der 4. Sitzung und den Posterhebungswerten im PSQI festgestellt.
185
3 Ergebnisse
So wurden negative Zusammenhänge zwischen dem zweiten Wert des
Selbstratings (TT2) und fünf der PSQI-Variablen gefunden: Einschlaflatenz (r =
-.318; p = .016), Schlafdauer (r = -.293; p = .027), Schlafeffizienz (r = -.414; p =
.001), Medikamente (r = -.311; p = .019), PSQI-Index (r = -.439; p = .001). Die
Assoziationen des Selbstratings mit der Schlafeffizienz und dem Gesamtindex
waren dabei sogar hoch signifikant.
In
Worten
formuliert
Beschwerdeangaben
Schlafeffizienz,
der
besagen
Variablen
Medikamenteneinnahme
diese
Befunde,
Einschlaflatenz,
sowie
dass
die
Schlafdauer,
Gesamtindex
sich
mit
steigender Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt in der vierten Sitzung
verringern. In Zusammenhang mit der Trancetiefe tritt somit eine Verbesserung
auf diesen Variablen ein.
Für die berichtete Trancetiefe zum dritten Messzeitpunkt konnten
signifikante Assoziationen mit der Einschlaflatenz (r = -.295; p = .026) und dem
Gesamtindex der PSQI-Posterhebung (r = -.280; p = .035) gefunden werden.
Eine stärkere Trancetiefe zum dritten Messzeitpunkt in Sitzung 4 (TT3) ging
demnach wiederum mit einer Verbesserung der Patienten auf den PSQIVariablen Einschlaflatenz und Gesamtindex einher.
Die mittlere Trancetiefe der 4. Sitzung hing signifikant mit den Variablen
Schlafeffizienz (r = -.290; p = .029) und dem Gesamtindex (r = -.301; p = .023)
zusammen. Je höher also die mittleren Trancetiefeangaben, desto größer die
Verbesserung nach Therapieabschluss auf den Variablen Schlafeffizienz und
Gesamtindex.
Weitere signifikante negative Assoziationen gab es auch hinsichtlich des
maximalen Wertes des Trancetiefeselbstratings: Einschlaflatenz (r = -.297; p =
.025), Schlafeffizienz (r = -.268; p = .044), PSQI-Gesamtindex (r = -.318; p =
.016). Der maximale Trancetiefewert ging demnach mit Verbesserungen
hinsichtlich der Einschlaflatenz, der Schlafeffizienz und dem Gesamtindex
einher.
186
3 Ergebnisse
Zusammenhänge zwischen Trancetiefemessung und Katamneseerhebung
In Tabelle 3.25. sind die Zusammenhänge zwischen den vier FieldVariablen, den Ergebnissen des Trancetiefeselbstratings der 4. Sitzung und den
PSQI-Variablen der Katamneseerhebung dargestellt.
Tabelle 3.25.:
Bivariate Korrelationen zwischen den Field-Variablen Absorption (Abs),
Zwang, Abweichung (Abw) und Restliche (Rest), den Ergebnissen des
Trancetiefe-selbstratings zu den vier Messzeitpunkten (TT1 bis TT4), dem
mittleren (TTmitt) sowie dem maximalen (TTmax) Trancetiefeselbstratingwert
und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual), Einschlaflatenz (Lat),
Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö), Medikamente (Med),
Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der Katamneseerhebung (kat).
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
Abs
-.059
-.037
-.234
-.193
-.073
-.125
.170
-.121
(p)
(.672)
(.793) (.092) (.167) (.602) (.373) (.222)
N
53
53
53
53
53
53
53
53
Zwang
-.280*
-.050
-.191
-.286*
.060
.004
.031
-.147
(p)
(.040)
(.717) (.166) (.036) (.668) (.980) (.824)
N
54
54
54
54
54
54
54
54
Abw
.045
.091
-.086
-.055
.094
-.078
.117
.026
(p)
(.748)
N
53
53
53
53
53
53
53
53
Rest
-.134
-.055
-.118
-.204
-.141
-.080
.019
-.154
(p)
(.339)
(.696) (.399) (.142) (.314) (.567) (.895)
N
53
53
53
53
53
53
53
53
TT1
-.024
-.247
-.073
-.157
.108
-.058
.017
-.102
(p)
(.861)
(.066) (.594) (.247) (.427) (.672) (.902)
N
56
TT2
-.160
-.383** -.282* -.384** -.068
(p)
(.239)
N
56
(.516) (.541) (.698) (.501) (.579) (.403)
56
(.270)
(.453)
56
-.250
-.006
-.345**
(.004) (.035) (.003) (.620) (.063) (.968)
(.009)
56
56
(.855)
56
56
56
(.290)
56
56
56
(.389)
56
56
56
56
187
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.25.: Fortsetzung)
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
TT3
-.051
-.291
*
-.097
-.174
-.050
-.184
.106
-.170
(p)
(.707) (.030) (.477) (.199) (.713) (.173) (.436)
N
56
56
56
56
56
56
56
56
TT4
-.043
-.093
-.054
-.083
-.132
-.115
.084
-.097
(p)
(.750) (.497) (.690) (.543) (.333) (.398) (.536)
56
56
56
56
56
56
56
56
TTmitt
-.079
-.279*
-.142
-.222
-.053
-.175
.062
-.202
(.560) (.037) (.297) (.101) (.700) (.196) (.653)
(.136)
N
56
56
56
56
56
56
56
56
TTmax
-.068
-.235
-.185
-.234
-.104
-.226
.098
-.216
(p)
N
Zwischen
(.475)
N
(p)
*
(.209)
(.619) (.081) (.172) (.083) (.448) (.094) (.474)
56
56
56
56
56
56
56
(.110)
56
**
signifikant; hoch signifikant
den
Katamneseerhebung
Field-Variablen
konnten
und
folgende
den
PSQI-Variablen
signifikante
der
Zusammenhänge
festgestellt werden: Die Field-Variable Zwanghaftigkeit wies signifikante
negative Assoziationen mit den Katamnesevariablen „subjektive Schlafqualität“
(r = -.280; p = .040) und Schlafeffizienz (r = -.286; p = .036) auf. Demnach hing
das Ausmaß an empfundener Zwanghaftigkeit im Fieldtest negativ mit dem
Ausmaß der Beschwerden bezüglich der Schlafqualität und der Schlafeffizienz
nach dreimonatigem Katamnesezeitraum zusammen (war also positiv mit
Verbesserungen auf diesen Variablen assoziiert).
Das Trancetiefeselbstrating zum zweiten Messzeitpunkt der 4. Sitzung
hing ebenfalls negativ mit einigen PSQI-Variablen der Katamnesemessung
zusammen: Einschlaflatenz (r = -.383; p = .004), Schlafdauer (r = -.282; p =
.035), Schlafeffizienz (r = -.384; p = .003), Gesamtindex (r = -.345; p = .009).
Für
Einschlaflatenz,
Schlafeffizienz
und
Gesamtindex
waren
die
Zusammenhänge dabei sogar hoch signifikant. Es konnten also Assoziationen
188
3 Ergebnisse
zwischen der berichteten Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt und
Verbesserungen
auf
den
erwähnten
PSQI-Variablen
nach
dem
Katamnesezeitraum von drei Monaten nachgewiesen werden.
Zwischen
der
Trancetiefe
zum
dritten
Messzeitpunkt
und
der
katamnestischen Einschlaflatenz gab es einen signifikanten Zusammenhang (r
= -.291; p = .030). Je höher also besagte Trancetiefe, desto größer die
Verbesserung hinsichtlich der katamnestischen Einschlaflatenz.
Außerdem wurde eine signifikante Korrelation zwischen der mittleren
Trancetiefe der 4. Sitzung und der Einschlaflatenz bei der Katamneseerhebung
festgestellt (r = -.279; p = .037): Je höher die mittlere Trancetiefe, desto kürzer
die Zeit bis zum Einschlafen nach abgeschlossenem Katamneseintervall.
189
3 Ergebnisse
Ergebnisse zur Suggestibilität
Zusammenhänge zwischen Suggestibilität und Therapieergebnis
Die Zusammenhänge zwischen den Suggestibilitätsvariablen des FIRST
und
den
PSQI-Variablen
der
Postmessung
sind
in
Tabelle
3.26.
wiedergegeben.
Tabelle 3.26.:
Bivariate Korrelationen zwischen den FIRST-Variablen sensorische
Suggestibilität (senS), mentale Suggestibilität (menS), heterogene
Suggestibilität (hetS) und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual),
Einschlaflatenz (Lat), Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö),
Medikamente (Med), Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der
Posterhebung (post).
N = 57
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(post) (post) (post) (post) (post) (post) (post) (post)
sensS
(p)
-.046
.020
-.066
-.095
.096
-.080
-.036
-.099
-.038
-.096
-.088
.101
-.142
-.077
(.882) (.462) (.778) (.479) (.513) (.453) (.294) (.568)
.070
hetS
(p)
-.095
(.736) (.562) (.482) (.625) (.482) (.478) (.553) (.791)
menS
(p)
.078
.017
-.079
-.078
-.107
.021
-.140
-.068
(.606) (.898) (.561) (.565) (.428) (.876) (.299) (.617)
Zwischen den Suggestibilitätsvariablen des FIRST und den PSQIVariablen
der
Posterhebung konnten
keine
signifikanten
Korrelationen
gefunden werden.
Zusammenhänge zwischen Suggestibilität und Katamneseerhebung
Tabelle 3.27. zeigt eine Übersicht der Korrelationen zwischen den
Suggestibilitätsvariablen
des
FIRST
und
den
PSQI-Variablen
der
Katamneseerhebung.
190
3 Ergebnisse
Tabelle 3.27.:
Bivariate Korrelationen zwischen den FIRST-Variablen sensorische
Suggestibilität (senS), mentale Suggestibilität (menS), heterogene
Suggestibilität (hetS) und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual),
Einschlaflatenz (Lat), Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö),
Medikamente (Med), Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der
Katamneseerhebung (kat).
N = 56 Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
sensS -.182
.033
-.215 -.269* -.116
-.088
.031
-.171
(p)
menS
(p)
hetS
(p)
*
(.180) (.808) (.112) (.045) (.394) (.517) (.818) (.207)
-.126
-.208 -.310* -.248
.096
.053
-.007
-.161
(.353) (.482) (.124) (.020) (.065) (.700) (.957) (.237)
-.116
-.048
-.192
-.221
-.189
-.045
-.013
-.179
(.396) (.724) (.157) (.101) (.163) (.740) (.925) (.186)
signifikant
Sowohl für die sensorische (r = -.269; p = .045) wie auch für die mentale
Suggestibilität
(r
Zusammenhänge
=
mit
-.310;
der
p
=
.020)
konnten
Schlafeffizienz
der
signifikante
negative
Katamnesemessung
nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass je höher die sensorische bzw. die
mentale Suggestibilität im FIRST, desto besser die Schlafeffizienz der Patienten
in der Katamneseerhebung.
191
3 Ergebnisse
Ergebnisse zur Imagination
Zusammenhänge zwischen Imagination und Therapieergebnis
In
Tabelle
3.28.
sind
die
Korrelationen
zwischen
den
Imaginationsvariablen des FIRST und den PSQI-Variablen der Messung nach
Therapieabschluss (Posterhebung) dargestellt.
Tabelle 3.28.:
Bivariate Korrelationen zwischen den FIRST-Variablen perzeptuelle
Imagination (perImag), semantische Imagination (semImag), Imagination
gesamt (gesImag) und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual),
Einschlaflatenz (Lat), Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö),
Medikamente (Med), Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der
Posterhebung (post).
N = 57
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(post) (post) (post) (post) (post) (post) (post) (post)
*
**
perImag
-.068
-.165
-.267
(p)
(.613)
(.219)
(.045)
semImag
.075
-.128
-.302* -.358**
(p)
(.578)
(.342)
(.022)
gesImag
.003
-.163
-.315* -.447**
(p)
(.985)
(.226)
(.017)
*
*
-.447
.163
-.158
-.122
-.295
(.000)
(.225)
(.239)
(.364)
(.026)
.211
.033
-.047
-.170
(.115)
(.809)
(.729)
(.206)
.207
-.071
-.094
-.258
(.122)
(.599)
(.485)
(.052)
(.006)
(.000)
**
signifikant; hoch signifikant
Sowohl für die perzeptuelle (r = -.267; p = .045), die semantische (r = .302; p = .022), wie auch für die Gesamt-Imagination (r = -.315; p = .017)
wurden signifikante negative Zusammenhänge mit der Schlafdauer nach
Therapieabschluss gefunden. Demzufolge verbessert sich die Schlafdauer, je
besser die entsprechenden Imaginationsvariablen im FIRST ausgeprägt sind.
Für die Schlafeffizienz der Posterhebung waren die Korrelationen mit der
perzeptuellen (r = -.447; p = .000), der semantischen (r =-.358 ; p = .006) und
der Gesamt-Imagination (r = -.447; p = .000) sogar hoch signifikant negativ
192
3 Ergebnisse
ausgeprägt. Je höher also die assoziierten Imaginationswerte, desto stärker die
Verbeserung der Schlafeffizienz.
Lediglich die perzeptuelle Imagination korrelierte signifikant negativ mit
dem Gesamtindex der PSQI-Postmessung (r = -.295; p = .026). Das
Gesamtmaß der Schlafstörung, operationalisiert mittels PSQI, verringert sich
also nach Therapieabschluss umso mehr, je höher die perzeptuelle Imagination
im FIRST ausgeprägt war.
Zusammenhänge zwischen Imagination und Katamneseerhebung
Tabelle 3.29. zeigt die Zusammenhänge zwischen den FIRSTImaginations-Variablen und den PSQI-Variablen der Katamneseerhebung.
Tabelle 3.29.: Bivariate Korrelationen zwischen den FIRST-Variablen perzeptuelle
Imagination (perImag), semantische Imagination (semImag), Imagination
gesamt (gesImag) und den PSQI-Variablen subjektive Schlafqualität (Qual),
Einschlaflatenz (Lat), Schlafdauer (Dau), Schlafeffizienz (Eff), Störung (Stö),
Medikamente (Med), Müdigkeit (Müd) und PSQI-Gesamtindex (Ind) der
Katamneseerhebung (kat).
N = 56
Qual
Lat
Dau
Eff
Stö
Med
Müd
Ind
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
(kat)
perImag
-.134
-.203
-.258
-.268
*
-.054
-.121
-.045
-.239
(p)
(.324)
(.134)
(.055)
(.045)
(.695)
(.375)
(.743)
(.076)
semImag
-.216
-.120
-.348
**
-.261
-.113
-.104
.028
-.242
(p)
(.110)
(.378)
(.009)
(.052)
(.409)
(.444)
(.837)
(.072)
gesImag
-.190
-.176
-.328*
-.288*
-.090
-.122
-.010
-.262
(p)
(.162)
(.195)
(.014)
(.031)
(.510)
(.368)
(.944)
(.051)
*
signifikant; **hoch signifikant
Es konnte ein negativer, hoch signifikanter Zusammenhang zwischen der
semantischen Imagination im FIRST und dem Beschwerdemaß für die
Schlafdauer der PSQI-Katamnesemessung nachgewiesen werden (r = -.348; p
= .009). Je höher demnach die semantische Imagination, desto besser die
Schlafdauer nach abgeschlossenem Katamneseintervall.
193
3 Ergebnisse
Die
Gesamt-Imagination
korrelierte
signifikant
negativ
mit
der
katamnestischen Schlafdauer (r = -.328; p = .014). Patienten mit höheren
Imaginationsgesamtwerten
verbesserten
sich
folglich
bezüglich
ihrer
Schlafdauer auch nach abgeschlossener Therapie noch weiter.
Zwischen perzeptueller (r = -.268; p = .045) und Gesamt-Imagination (r =
-.288; p = .031) auf der einen und der Schlafeffizienz auf der anderen Seite
bestanden ebenfalls signifikante negative Korrelationen. Je besser die
genannten Imaginationsvariablen des FIRST, desto stärker die Verbesserung
hinsichtlich katamnestisch erhobener Schlafeffizienz.
3.5.2 Überprüfung des Einflusses von Trancetiefe, Suggestibilität und
Imagination auf Ausmaß und Stabilität des Therapieerfolges
Im vorangegangenen Kapitel 3.5.1 wurden die Zusammenhänge
zwischen Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination mit Therapieerfolgen der
Post- und der Katamneseerhebung herausgearbeitet und dargestellt. Die
gefundenen Assoziationen sollen nun mittels Regressionsanalysen auf ihre
Kausalität hin überprüft werden.
Ausgehend von Fragestellung 1 (Welchen Einfluss haben die Variablen
Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf den Therapieerfolg?) werden
dabei Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination als unabhängige und die
Variablen der PSQI-Post- sowie -Katamnesemessung als abhängige Variablen
definiert. Im Falle einer unabhängigen Variablen pro abhängiger Variable
werden einfache lineare Regressionen gerechnet, bei mehreren unabhängigen
Variablen pro abhängiger Variablen multiple Regressionen. Da jeweils alle
unabhängigen Variablen pro abhängiger Variable starke Interkorrelationen
aufweisen, wie im Folgenden zu sehen ist, wird das Schrittweise-Verfahren
angewendet, da dies bei interkorrelierten Prädiktoren am besten geeignet ist
(Wiseman, 2005).
Zunächst werden die Kausalitäten für den unmittelbaren Therapieerfolg
(Posterhebung) überprüft, im Anschluss folgt die Betrachtung bezüglich der
Katamnesedaten.
194
3 Ergebnisse
Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf den
unmittelbaren Therapieerfolg (Posterhebung)
Im Folgenden wurden multiple bzw. einfache lineare Regressionen für
die einzelnen Variablen der PSQI-Postmessung und den jeweils assoziierten
Variablen
der
Trancetiefe
und
der
Imagination
gerechnet.
Die
Suggestibilitätswerte des FIRST wiesen keine Zusammenhänge mit dem
Therapieerfolg auf (siehe Kapitel 3.5.1).
Einschlaflatenz
Wie aus Kapitel 3.5.1 hervorgeht, bestehen signifikante Korrelationen
zwischen der Trancetiefe 2, der Trancetiefe 3 und der maximalen Trancetiefe
des Trancetiefeselbstratings der 4. Sitzung mit der Einschlaflatenz der PSQIPosterhebung. Diese Zusammenhänge wurden mittels multipler Regressionsanalysen auf Kausalzusammenhänge hin näher untersucht. Es wurde geprüft
ob Trancetiefe 2, Trancetiefe 3 bzw. die maximale Trancetiefe einen
signifikanten Einfluss auf die Einschlaflatenz der Postmessung ausüben. Die
Korrelationstabelle (Tabelle 3.30.) zeigt, dass alle Prädiktoren signifikant bis
hoch signifikant interkorrelieren.
Aufgrund dieser hohen Interkorrelationen wurde bei der multiplen
Regression das Schrittweise-Verfahren angewandt (siehe Wiseman, 2005).
Dieses Verfahren hat ein Modell angewendet, bei welchem die Variable
„Trancetiefe 2“ aufgenommen (siehe Tabelle 3.31.), die anderen, mit der
Einschlaflatenz korrelierten Variablen ausgeschlossen wurden (siehe Tabelle
3.32.).
195
3 Ergebnisse
Tabelle 3.30.:
Korrelationen der abhängigen Variablen Einschlaflatenz, post und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2, Trancetiefe 3 und maximale
Trancetiefe im Selbstrating (N = 57).
Einschlaf-
Korrelation nach
Einschlaflatenz,
Pearson
post
latenz,
Trancetiefe
Trancetiefe
tiefe
post
2
3
max.
1.000
-.318
-.295
-.297
Trancetiefe 2
-.318
1.000
.784
.841
Trancetiefe 3
-.295
.784
1.000
.850
-.297
.841
.850
1.000
.
.008**
.013*
.013*
**
.
*
.013*
Trancetiefe
maximal
Signifikanz
Einschlaflatenz,
(einseitig)
post
Trancetiefe 2
.008
Trancetiefe 3
.013
Trancetiefe
maximal
*
Trance-
**
.000
.000
.
.000
.000**
.000**
.000
**
**
.
**
signifikant; hoch signifikant
Tabelle 3.31.:
Modell
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Einschlaflatenz, post: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
1
Methode
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
Trancetiefe 2
, von F-Wert für Aufnahme <= ,050, Wahrscheinlichkeit
von F-Wert für Ausschluß >= ,100).
a Abhängige Variable: Einschlaflatenz, post
196
3 Ergebnisse
Tabelle 3.32.:
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Einschlaflatenz, post: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Kollinearitätsstatistik
Ausgeschlossene
Partielle
Modell
Variablen
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
1
Trancetiefe 3
-.117(a)
Trancetiefe
-.098(a)
Toleranz
-.564
.575
-.076
.386
-.413
.681
-.056
.292
maximal
a Einflussvariablen im Modell: (Konstante), Trancetiefe 2
b Abhängige Variable: Einschlaflatenz, post
Aus der Ergebnistabelle zur multiplen Regression (Tabelle 3.33.) wird
ersichtlich, dass die Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt zur Vorhersage der
Einschlaflatenzwerte der Postmessung herangezogen werden kann.
Tabelle 3.33.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren; AV: Einschlaflatenz, post; UV: Trancetiefe 2 (TT2).
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.318
.101
F(df)
R
(p)
.085
6.203(1)
*
(.016 )
*
Koeffizienten
B
Konstante
1.974
TT2
-.151
Beta
-.318
T
p
5.608
.000
-2.491
.016*
**
**
signifikant; hoch signifikant
Die aus den ermittelten Werten abgeleitete Regressionsgleichung lautet
y = 1.974 - .151x
wobei folgende Bezeichnungen gelten:
y = Einschlaflatenz, post
x = Trancetiefe 2
Inhaltlich bedeutet dies, dass eine höhere Trancetiefe 2 eine Reduktion
197
3 Ergebnisse
der Einschlaflatenz nach Therapieende vorhersagt. Insgesamt können 10,1%
der Varianz durch den Prädiktoren erklärt werden (siehe R2 in Tabelle 3.33.).
Schlafdauer
Es konnten signifikante Korrelationen zwischen der Trancetiefe 2 des
Trancetiefeselbstratings, der perzeptuellen, der semantischen sowie der
Gesamt-Imagination des FIRST und der Schlafdauer nach Therapieabschluss
nachgewiesen werden (siehe Kapitel 3.5.1). Mittels multipler Regressionen
wurde überprüft, ob genannte Trancetiefe- bzw. Imaginations-Variablen
Einflussgrößen für die Schlafdauer der Posterhebung darstellen. Tabelle 3.34.
gibt eine Übersicht über die Korrelationen der abhängigen und der
unabhängigen Variablen.
Wie die Korrelationen in Tabelle 3.34. zeigen, bestehen außer zwischen
Trancetiefe 2 und der im FIRST erhobenen semantischen Imagination
signifikante bis hoch signifikante Zusammenhänge zwischen den Variablen. In
der Regressionsanalyse nach dem Schrittweise-Verfahren wurde schließlich die
Gesamtimagination des FIRST aufgenommen (siehe Tabelle 3.35.), die
Variablen Trancetiefe 2 sowie perzeptuelle und semantische Imagination
wurden ausgeschlossen (siehe Tabelle 3.36.).
198
3 Ergebnisse
Korrelationen der abhängigen Variablen Schlafdauer, post und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2 des Selbstratings, FIRST: perzeptuelle,
semantische und Gesamt-Imagination (N = 57).
Tabelle 3.34.:
Schlaf-
Korrelation
nach Pearson
dauer,
Trance-
perzep.
seman.
Imag.
post
tiefe 2
Imag.
Imag.
gesamt
-.293
-.267
-.302
-.315
Trancetiefe 2
-.293
1.000
.461
.160
.346
-.267
.461
1.000
.629
.906
-.302
.160
.629
1.000
.900
-.315
.346
.906
.900
1.000
.
.013
.022
.
.000
FIRST: semantische
Imagination
FIRST: Imagination gesamt
Schlafdauer, post
Trancetiefe 2
FIRST: perzeptuelle
Imagination
FIRST: semantische
.013
*
.022
*
.011*
Imagination
FIRST: Imagination gesamt
*
FIRST:
1.000
Imagination
(einseitig)
FIRST:
Schlafdauer, post
FIRST: perzeptuelle
Signifikanz
FIRST:
**
.009
*
*
**
**
.
.117
.000**
.000
**
.004
**
.000
.011
*
.009
.117
.004
**
.000
.000
**
**
**
.
.000**
**
.
.000
**
signifikant; hoch signifikant
Tabelle 3.35.:
Modell
1
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
der Schlafdauer, post: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
FIRST:
Imagination
gesamt
Methode
,
von
F-Wert
für
Aufnahme
<=
,050,
Wahrscheinlichkeit von F-Wert für Ausschluß >=
,100).
a Abhängige Variable: Schlafdauer, post
199
3 Ergebnisse
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Schlafdauer, post: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Tabelle 3.36.:
Kollinearitäts-
Ausgeschlossene
Modell
Variablen
1
Trancetiefe 2
Partielle
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
statistik
Toleranz
-.209(a)
-1.553
.126
-.207
.880
.103(a)
.337
.737
.046
.180
-.100(a)
-.337
.737
-.046
.191
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
FIRST:
semantische
Imagination
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), FIRST: Imagination gesamt
b Abhängige Variable: Schlafdauer, post
Aus den Ergebnissen der Regression geht hervor, dass die im FIRST
erhobene Gesamtimagination Vorhersagekraft für die Schlafdauer nach
abgeschlossener Therapie besitz (siehe Tabelle 3.37.).
Tabelle 3.37.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren; AV: Schlafdauer, post; UV: Gesamtimagination (FIRST).
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.315
.099
F(df)
R
(p)
.083
6.055(1)
*
(.017 )
*
Koeffizienten
B
Konstante
2.147
Gesamtimagination
-.033
Beta
-.315
T
p
6.988
.000
-2.461
.017
**
*
**
signifikant; hoch signifikant
Aus den Ergebnissen lässt sich folgende Regressionsgleichung ableiten:
y = 2.147 - .033x
Hierbei gelten folgende Bezeichnungen:
200
3 Ergebnisse
y = Schlafdauer, post
x = Gesamtimagination (FIRST)
Demnach ist eine erhöhte Gesamtimagination ein Prädiktor für eine
Verbesserung der Schlafdauer nach Therapieende (das negative Vorzeichen
von B weisst auf eine Reduktion der Symptomatik, y, hin). Durch die im FIRST
erhobene Gesamtimagination können 9,9% der Varianz der Schlafdauer der
Posterhebung erklärt werden (siehe R2 in Tabelle 3.37.).
Schlafeffizienz
Die im Kapitel 3.5.1 gefundenen Assoziationen von Trancetiefe 2,
mittlerer und maximaler Trancetiefe, perzeptueller, semantischer und GesamtImagination mit der Schlafeffizienz nach abgeschlossener Behandlung wurden
einer
multiplen
Regression
unterzogen,
um
Aussagen
über
die
Kausalwirkungen der Trancetiefe- und Imaginationsmaße auf die Schlafeffizienz
machen zu können. Der Korrelationstabelle der Variablen (Tabelle 3.38.) ist zu
entnehmen, dass außer zwischen Trancetiefe 2 sowie der maximalen
Trancetiefe und der semantischen Imagination signifikante bis hoch signifikante
Interkorrelationen der Prädiktorvariablen bestehen.
Tabelle 3.39. gibt Auskunft über die in die multiple Regression
aufgenommenen, Tabelle 3.40. über die ausgeschlossenen Variablen. Eine
Darstellung der Ergebnisse der multiplen Regression nach dem SchrittweiseVerfahren findet sich in Tabelle 3.41..
201
3 Ergebnisse
Tabelle 3.38.:
Korrelationen der abhängigen Variablen Schlafeffizienz, post und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2, mittlere und maximale Trancetiefe des
Selbstratings, FIRST: perzeptuelle, semantische und Gesamt-Imagination (N
= 57).
Schlafeffizienz, Trancepost
tiefe 2
Trance-
Trance-
tiefe
tiefe
mittel
maximal
FIRST:
FIRST:
perzep. seman.
Imag.
Imag.
FIRST:
Imag.
gesamt
Korrelation Schlafnach
effizienz,
Pearson
post
Trancetiefe
2
Trancetiefe
mittel
Trancetiefe
maximal
1.000
-.414
-.290
-.268
-.447
-.358
-.447
-.414
1.000
.915
.841
.461
.160
.346
-.290
.915
1.000
.926
.433
.229
.368
-.268
.841
.926
1.000
.302
.179
.268
-.447
.461
.433
.302
1.000
.629
.906
-.358
.160
.229
.179
.629
1.000
.900
-.447
.346
.368
.268
.906
.900
1.000
.
.001**
.014*
.022*
.000**
.003**
.000**
**
.
.014*
.000**
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
FIRST:
semantische
Imagination
FIRST:
Imagination
gesamt
Signifikanz Schlaf(einseitig)
effizienz,
post
Field:
Trancetiefe
.001
**
.000
.000
**
.000
**
.117
.004
**
.000**
.000**
.044*
.002**
2
Field:
Trancetiefe
.
mittel
202
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.38.: Fortsetzung)
Schlafeffizienz, Trancepost
tiefe 2
Trance-
Trance-
FIRST:
tiefe
tiefe
mittel
maximal
Imag.
.
.011
FIRST:
perzep. seman.
Imag.
FIRST:
Imag.
gesamt
Signifikanz Field:
(einseitig)
Trancetiefe
*
.000
**
.000
.022
**
.000
**
**
.000
*
.092
.022
*
maximal
FIRST:
perzeptuelle
.000
**
.011
*
.
**
.000
,
.000
.000
**
Imagination
FIRST:
semantische
**
.003
.117
*
.044
**
.092
.000
*
.000
**
Imagination
FIRST:
Imagination
**
.000
**
.004
**
.002
.022
**
**
,000
.
gesamt
*
**
signifikant; hoch signifikant
Tabelle 3.39.:
Modell
1
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
der Schlafeffizienz, post: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
Methode
FIRST:
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
perzeptuelle
, von F-Wert für Aufnahme <= ,050, Wahrscheinlichkeit
Imagination
von F-Wert für Ausschluß >= ,100).
a Abhängige Variable: Schlafeffizienz, post
203
3 Ergebnisse
Tabelle 3.40.:
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Schlafeffizienz, post: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Ausgeschlossene
Modell
Variablen
Partielle
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
Kollinearitätsstatistik
Toleranz
1
Trancetiefe 2
-.264(a)
-1.993
.051
-.262
.788
Trancetiefe mittel
-.118(a)
-.880
.383
-.119
.812
-.146(a)
-1.161
.251
-.156
.909
-.126(a)
-.810
.422
-.110
.604
-.231(a)
-.810
.422
-.110
.180
Trancetiefe
maximal
FIRST:
semantische
Imagination
FIRST: Imagination
gesamt
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), FIRST: perzeptuelle Imagination
b Abhängige Variable: Schlafeffizienz, post
Tabelle 3.41.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach Einschlussmethode; AV:
Schlafeffizienz, post; UV: Perzeptuelle Imagination (FIRST).
Modellzusammen-
R
R2
fassung und
ANOVA
Korrigiertes
R
.447
.200
2
.186
F(df)
(p)
13.767(1)
**
(.000 )
Koeffizienten
B
Konstante
2.241
Perzeptuelle
-.092
Beta
-.447
T
p
8.354
.000**
-3710
.000**
Imagination
**
hoch signifikant
204
3 Ergebnisse
Es konnte ein hoch signifikanter Einfluss der im FIRST erhobenen
perzeptuellen
Imagination
auf
die
Schlafeffizienz
unmittelbar
nach
Therapieende nachgewiesen werden.
Die aus den ermittelten Werten abgeleitete Regressionsgleichung lautet
y = 2.241 - 0.92x
wobei folgende Bezeichnungen gelten:
y = Schlafeffizienz, post
x = perzeptuelle Imagination (FIRST)
Eine im FIRST gemessene höhere perzeptuelle Imagination bedingt
folglich
eine
Verbesserung
der
Schlafeffizienz
nach
Abschluss
der
Therapiephase. Insgesamt können 20% der Varianz durch den Prädiktor erklärt
werden (siehe R2 in Tabelle 3.41).
Störungen
Zwischen subjektiv empfundenen nächtlichen Störungen und der
Absorptionsvariablen des Fieldtests wurde ein signifikanter Zusammenhang
nachgewiesen (siehe Kapitel 3.5.1). Eine lineare Regressionsanalyse, deren
Ergebnisse in Tabelle 3.42. wiedergegeben sind, prüfte, ob das Ausmaß an
Absorption einen Einfluss auf die empfundenen Störungen ausübt.
205
3 Ergebnisse
Tabelle 3.42.:
Ergebnisse der einfachen linearen Regressionsanalyse; AV: Störungen, post;
UV: Absorption.
Modellzusammen-
R2
R
R
fassung und
ANOVA
Korrigiertes
.282
.079
2
.062
F(df)
(p)
4.479(1)
*
(.039 )
*
Koeffizienten
B
Konstante
1.191
Field : Absorption
0.067
Beta
.282
T
p
9.401
.000
2.116
.039*
**
**
signifikant; hoch signifikant
Die Field-Variable „Absorption“ übt der linearen Regressionsanalyse
zufolge einen Einfluss auf die subjektiv empfundenen Störungen der
Posterhebung aus. Die empfundenen Störungen lassen sich also mittels
Absorptionswerte im Fieldtest vorhersagen.
Die ermittelte Regressionsgleichung lässt sich wie folgt darstellen:
y = 1.191 + 0.067x
Die Bezeichnungen dabei lauten:
y = subjektiv empfundene Störungen, post
x = Absorptionswert im Fieldtest
Das positive Vorzeichen des Regressionskoeffizienten bedeutet, dass je
höher die im Fieldtest berichtete Absorption, desto mehr subjektiv empfundene
Störungen werden in der PSQI-Posterhebung berichtet. Insgesamt werden
jedoch nur 7,9% der Varianz durch den Prädiktor „Absorption“ erklärt (siehe R2
in Tabelle 3.42.).
Medikamenteneinnahme
In Kapitel 3.5.1 wurde eine signifikante Korrelation zwischen der
Trancetiefe 2 des Trancetiefeselbstratings und der Medikamenteneinnahme
nach Behandlungsabschluss festgestellt. Es wurde regressionsanalytisch
206
3 Ergebnisse
geprüft,
ob
die
angegebene
Trancetiefe
zum
zweiten
Messzeitpunkt
(Trancetiefe 2) eine ursächliche Wirkung auf die Medikamenteneinnahme der
Postmessung ausübt. Die Ergebnisse sind Tabelle 3.43. zu entnehmen.
Tabelle 3.43.:
Ergebnisse der einfachen linearen Regressionsanalyse; AV: Medikamenteneinnahme, post; UV: Trancetiefe 2 (TT2).
Modellzusammen-
R
2
R
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.311
.096
F(df)
R
(p)
.080
5.869(1)
(.019*)
*
Koeffizienten
B
Konstante
1.358
TT2
-.151
Beta
-.311
T
p
3.763
.000**
-2.423
.019
*
signifikant; **hoch signifikant
Die Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt (TT2) stellt gemäß den
Ergebnissen der linearen Regression einen Prädiktor zur Vorhersage der
Medikamenteneinnahme nach Therapieabschluss dar, mit der aus Tabelle 3.43.
abgeleiteten Regressionsgleichung
y = 1.358 – 0.141x
wobei die folgenden Bezeichnungen gelten:
y = Medikamenteneinnahme, post
x = Trancetiefe 2
Der negative Regressionskoeffizient lässt die Interpretation zu, dass je
höher die Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt im Trancetiefeselbstrating,
desto niedriger die Medikamenteneinnahme nach abgeschlossener Therapie.
Es werden 9,6% der Varianz durch den Prädiktor „Trancetiefe 2“ erklärt (siehe
R2 in Tabelle 3.43.).
PSQI-Post-Index
Die im Kapitel 3.5.1 nachgewiesenen signifikanten bis hoch signifikanten
207
3 Ergebnisse
Assoziationen zwischen Trancetiefe 2, Trancetiefe 3, mittlerer und maximaler
Trancetiefe des Trancetiefeselbstratings sowie der perzeptuellen Imagination
des FIRST auf der einen und dem PSQI-Gesamtindex der Posterhebung auf
der anderen Seite wurden einer multiplen Regressionsanalyse unterzogen.
Hierbei wurden wiederum die Trancetiefe- und Imaginationsmaße als
unabhängige, der PSQI-Index als abhängige Variable definiert. Tabelle 3.44.
gibt eine Übersicht über die Interkorrelationen der einzelnen Variablen.
Aus Tabelle 3.44. werden die extrem hohen, signifikanten bis hoch
signifikanten Korrelationen der Prädiktoren untereinander ersichtlich. Zunächst
wird lediglich die Trancetiefe 2 im ersten Modell, im zweiten Modell schließlich
auch die mittlere Trancetiefe in das Schrittweise-Verfahren aufgenommen
(siehe Tabelle 3.45.), die anderen Variablen werden ausgeschlossen (siehe
Tabelle 3.46.).
Tabelle 3.44.:
Korrelationen der abhängigen Variablen PSQI-Index, post und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2, Trancetiefe 3, mittlere und maximale
Trancetiefe des Selbstratings sowie perzeptuelle Imagination (FIRST) (N =
57).
PSQI-
Korrelation
nach
Pearson
Trance-
Trance-
FIRST:
Index,
Trance-
Trance-
tiefe
tiefe
perzep.
post
tiefe 2
tiefe 3
mittel
max.
Imag.
PSQI-Index, post
1.000
-.439
-.280
-.301
-.318
-.295
Trancetiefe 2
-.439
1.000
.784
.915
.841
.461
Trancetiefe 3
-.280
.784
1.000
.913
.850
.381
Trancetiefe mittel
-.301
.915
.913
1.000
.926
.433
-.318
.841
.850
.926
1.000
.302
-.295
.461
.381
.433
.302
1.000
Trancetiefe
maximal
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
208
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.44.: Fortsetzung)
PSQI-
Signifikanz
Trance-
FIRST:
Index,
Trance-
Trance-
tiefe
tiefe
perzep.
post
tiefe 2
tiefe 3
mittel
max.
Imag.
.
.000**
**
.
PSQI-Index, post
(einseitig)
Trance-
.000
**
.
.000
.011*
.000**
.000**
.008**
.000**
.000**
.000
Trancetiefe 3
.017
.000
Trancetiefe mittel
*
maximal
.011*
**
Trancetiefe 2
Trancetiefe
.017*
.000
.008**
**
.000
**
.013*
**
.000
**
.000
**
.002
**
.
.000**
.000**
.000**
.
.011*
*
.
FIRST:
*
perzeptuelle
.013
**
.000
.002
**
**
.000
.011
Imagination
*
**
signifikant; hoch signifikant
Tabelle 3.45.:
Modell
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
des PSQI-Index, post: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
1
Methode
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
Trancetiefe 2
, von F-Wert für Aufnahme <= ,050, Wahrscheinlichkeit
von F-Wert für Ausschluß >= ,100).
2
Trancetiefe
mittel
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
, von F-Wert für Aufnahme <= ,050, Wahrscheinlichkeit
von F-Wert für Ausschluß >= ,100).
a Abhängige Variable: PSQI-Index, post
209
3 Ergebnisse
Tabelle 3.46.:
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren des
PSQI-Index, post: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Aus-
Kollinearitäts-
geschlossene
Modell
Variablen
Partielle
Beta In
T
Signifikanz
statistik
Korrelation
Toleranz
1
T rancetiefe 3
Trancetiefe
mittel
Trancetiefe
maximal
.164(a)
.838
.406
.113
.386
.618(a)
2.117
.039
.277
.162
.174(a)
.771
.444
.104
.292
-.117(a)
-.858
.395
-.116
.788
-.380(b)
-1.263
.212
-.171
.151
-.321(b)
-1.030
.308
-.140
.142
-.127(b)
-.955
.344
-.130
.787
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
2
Trancetiefe 3
Trancetiefe
maximal
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), Field: Trancetiefe 2
b Einflußvariablen im Modell: (Konstante), Field: Trancetiefe 2, Field: Trancetiefe mittel
c Abhängige Variable: PSQI-Index, post
Die Ergebnisse der schrittweisen multiplen Regressionsanalyse zu den
Prädiktoren des PSQI-Post-Indexes sind in den Tabellen 3.47. (Modell 1) und
3.48. (Modell 2) wiedergegeben.
210
3 Ergebnisse
Tabelle 3.47.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren, Modell 1; AV: PSQI-Index, post; UV: Trancetiefe 2.
Modellzusammen-
R
2
R
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.439
.192
F(df)
R
(p)
.178
13.104(1)
(.001**)
Koeffizienten
B
Konstante
12.709
TT2
-.790
Beta
-.439
T
p
10.030
.000**
-3.620
.001
**
**
hoch signifikant
Tabelle 3.48.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren, Modell 2; AV: PSQI-Index, post; UVs: Trancetiefe 2, mittlere
Trancetiefe.
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.504
.254
F(df)
R
(p)
.227
9.208(2)
(.000**)
*
Koeffizienten
B
Konstante
12.009
TT2
-1.809
TT mittel
1.231
Beta
T
p
9.438
.000**
-1.004
-3.441
.001**
.618
2.117
.039
*
signifikant; **hoch signifikant
Modell 1 erbringt folgende Regressionsgleichung:
y = 12.709 - .790x
mit
y = PSQI-Post-Index
x = Trancetiefe 2
Demzufolge ist eine höhere Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt des
211
3 Ergebnisse
Trancetiefeselbstratings ein Prädiktor für eine Reduktion des PSQI-Indexes
nach
abgeschlossener
Behandlung.
Sie
bedingt
somit
eine
Gesamtverbesserung. Der Prädiktor „Trancetiefe 2“ klärt dabei 19,2% Varianz
des PSQI-Post-Indexes auf (siehe R2 in Tabelle 3.47.).
In einem zweiten Schritt wurde als zusätzliche Prädiktorvariable die aus
den Angaben im Selbstrating gemittelte Trancetiefe in die Berechnung
aufgenommen.
Die
aus
den
Ergebnissen
von
Modell
2
abgeleitete
Regressionsgleichung lautet
y = 12.009 - 1.809x1 + 1.231x2
mit
y = PSQI-Post-Index
x1 = Trancetiefe 2
x2 = mittlere Trancetiefe
Inhaltlich bedeutet dies, dass während ein hoher Wert auf der Variablen
„Trancetiefe 2“ einen geringen Wert auf der Variablen „PSQI-Post-Index“
vorhersagt und somit eine Verbesserung im PSQI-Index nach Therapieende
ankündigt (negativer Regressionskoeffizient), ein hoher Wert der individuellen
mittleren Trancetiefe Rückschlüsse auf eine Verschlechterung des PSQI-PostIndexes zulässt (positiver Regressionskoeffizient). Insgesamt werden 25,4%
der Varianz des PSQI-Post-Indexes durch die beiden Prädiktoren erklärt (siehe
R2 in Tabelle 3.48.), wobei Trancetiefe 2 aufgrund des höheren Betawertes den
höchsten Erklärungsbeitrag leistet.
Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf die Stabilität
des Therapieerfolgs (Katamneseerhebung)
Verschiedene multiple und einfache lineare Regressionen für die
einzelnen Variablen der PSQI-Katamnesemessung und den jeweils assoziierten
Variablen der Trancetiefe, der Suggestibilität und der Imagination werden im
Folgenden näher dargestellt. Wie bei den bisherigen Regressionsanalysen
wurde auch hier mit den Hypnotisierbarkeitsmaßen Trancetiefe, Suggestibilität
212
3 Ergebnisse
und Imagination als unabhängige und den Maßen der Katamneseerhebung als
abhängige Variablen operiert.
Subjektive Schlafqualität
Im Kapitel 3.5.1 konnte eine signifikante Assoziation zwischen der
Fieldvariablen
„Zwang“
abgeschlossenem
und
der
subjektiven
Katamneseintervall
Schlafqualität
festgestellt
nach
werden.
Eine
Regressionsanalyse, deren Ergebnisse sich in Tabelle 3.49. finden, überprüfte,
ob
„Zwang“
ein
Einflussfaktor
für
die
subjektive
Schlafqualität
der
Katamnesemessung ist.
Tabelle 3.49.:
Ergebnisse der einfachen linearen Regressionsanalyse; AV: Subjektive
Schlafqualität, katamnese; UV: Zwang.
Modellzusammen-
R
2
R
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.280
.078
F(df)
R
(p)
.061
4.417(1)
(.040*)
Koeffizienten
*
B
Konstante
1.666
Field : Zwang
-.129
Beta
-.280
T
p
9.265
.000**
-2.102
.040
*
signifikant; **hoch signifikant
Die Variable „Zwang“ des Trancetiefetests nach Field beeinflusst in
signifikanter Weise das Ergebnis der katamnestischen Messung der subjektiven
Schlafqualität und eignet sich somit als Prädiktor für dieselbe.
Die berechnete Regressionsgleichung lautet:
y = 1.666 - .129x
mit
y = subjektive Schlafqualität, katamnese
x = Variable „Zwang“ im Trancetiefetest nach Field.
213
3 Ergebnisse
Je höher das subjektive Erleben empfundener Zwanghaftigkeit im
Fieldtest, desto besser die subjektive Schlafqualität nach abgeschlossenem
Katamnesezeitraum. Es werden 7,8% der Varianz durch die Variable „Zwang“
erklärt (siehe R2 in Tabelle 3.49.).
Einschlaflatenz
Zwischen Trancetiefe 2, Trancetiefe 3 sowie mittlerer Trancetiefe und der
katamnestischen Einschlaflatenz wurden signifikante bis hoch signifikante
Zusammenhänge nachgewiesen (siehe Kapitel 3.5.1). Die Prüfung der
Interkorrelationen der betreffenden Variablen erbrachte die in Tabelle 3.50.
dargestellten Ergebnisse. Es wurden hoch signifikante Interkorrelationen der
Tranceparameter gefunden.
Tabelle 3.50.:
Korrelation
Einschlaflatenz,
nach
kata
Pearson
*
Korrelationen der abhängigen Variablen Einschlaflatenz, katamnese und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2, Trancetiefe 3 und mittlere Trancetiefe
des Selbstratings (N = 56).
Einschlaflatenz,
Trancetiefe
Trancetiefe
Trancetiefe
kata
2
3
mittel
1.000
-.383
-.291
-.279
Trancetiefe 2
-.383
1.000
.796
.920
Trancetiefe 3
-.291
.796
1.000
.917
Trancetiefe mittel
-.279
.920
.917
1.000
Signifikanz
Einschlaflatenz,
(einseitig)
kata
.
**
.015
.
.000**
**
.
.002
Trancetiefe 2
.002**
Trancetiefe 3
.015
*
.000
Trancetiefe mittel
.018
*
.000
**
*
**
.000
*
.018
.000**
**
.000
.
**
signifikant; hoch signifikant
214
3 Ergebnisse
In der schrittweisen Regressionsanalyse wurde die Trancetiefe 2 ins
Berechnungsmodell aufgenommen (siehe Tabelle 3.51.), Trancetiefe 3 und
mittlere Trancetiefe wurden ausgeschlossen (siehe Tabelle 3.52.).
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
der Einschlaflatenz, katamnese: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Tabelle 3.51.:
Modell
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
1
Methode
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
Trancetiefe 2
,
von
F-Wert
für
Aufnahme
<=
,050,
Wahrscheinlichkeit von F-Wert für Ausschluß >=
,100).
a Abhängige Variable: Einschlaflatenz, kata
Tabelle 3.52.:
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Einschlaflatenz, katamnese: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Ausgeschlossene
Modell
Variablen
Partielle
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
Kollinearitätsstatistik
Toleranz
1
Trancetiefe 3
.039(a)
.187
.852
.026
.367
Trancetiefe mittel
.477(a)
1.505
.138
.202
.153
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), Trancetiefe 2
b Abhängige Variable: Einschlaflatenz, kata
Tabelle 3.53. gibt eine Übersicht über die Ergebnisse der nach diesem
Modell gerechneten Regressionsanalyse.
215
3 Ergebnisse
Tabelle 3.53.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach Einschlussmethode; AV:
Einschlaflatenz, katamnese; UVs: Trancetiefe 2 (TT2), Trancetiefe 3 (TT3),
mittlere Trancetiefe (TTmittel).
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.383
.147
F(df)
R
(p)
.131
9.302(1)
**
(.004 )
Koeffizienten
B
Konstante
1.895
TT2
-.186
Beta
-.383
T
p
5.256
.000**
-3.050
.004**
**
hoch signifikant
In eine Regressionsgleichung umformuliert zeigen sich die Werte aus
Tabelle 3.53. folgendermaßen:
y = 1.895 - .186x
y = Einschlaflatenz, katamnese
x = Trancetiefe 2
Wie auch in anderen Ergebnissen zuvor steht TT2 in gegenläufiger
Richtung zum Regressanden, d.h. je höher die Trancetiefe zum zweiten
Messzeitpunkt,
desto
niedriger
die
katamnestische
Einschlaflatenz
(=
Verbesserung der Einschlaflatenz). Gemäß R2 werden 14,7% der Varianz der
Regression durch diesen Prädiktor erklärt.
Schlafdauer
Für die Trancetiefe 2 des Trancetiefeselbstratings und die Variablen
„semantische“ sowie „Gesamt-Imagination“ des FIRST konnten signifikante bis
hoch signifikante Korrelationen mit der katamnestischen Schlafdauer gefunden
werden (siehe Kapitel 3.5.1).
Die Interkorrelationen der Variablen sind in
Tabelle 3.54. veranschaulicht.
216
3 Ergebnisse
Tabelle 3.54.:
Korrelationen der abhängigen Variablen Schlafdauer, katamnese und der
unabhängigen Variablen Trancetiefe 2 des Selbstratings sowie semantische
und Gesamt-Imagination (FIRST) (N = 56).
Korrelation
Schlafdauer,
nach Pearson
kata
Trancetiefe 2
FIRST:
FIRST:
Schlafdauer,
Trancetiefe
semantische
Imagination
kata
2
Imagination
gesamt
1.000
-.282
-.348
-.328
-.282
1.000
.208
.371
-.348
.208
1.000
.918
-.328
.371
.918
1.000
.
.018
.018*
.
.062
.002**
.004**
.062
.
.000**
**
.
FIRST:
semantische
Imagination
FIRST:
Imagination
gesamt
Signifikanz
Schlafdauer,
(einseitig)
kata
Trancetiefe 2
*
**
.004
**
.007
FIRST:
semantische
Imagination
FIRST:
Imagination
**
.007
**
.002
.000
gesamt
*
**
signifikant; hoch signifikant
Im Schrittweise-Verfahren wurde die im FIRST gemessene semantische
Imagination in das Modell aufgenommen (siehe Tabelle 3.55.), Trancetiefe 2
und Gesamt-Imagination wurden ausgeschlossen (siehe Tabelle 3.56.).
217
3 Ergebnisse
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
der Schlafdauer, katamnese: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Tabelle 3.55.:
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
Modell
1
Methode
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
FIRST:
semantische
,
Imagination
von
F-Wert
für
Aufnahme
<=
,050,
Wahrscheinlichkeit von F-Wert für Ausschluß >=
,100).
a Abhängige Variable: Schlafdauer, kata
Tabelle 3.56.:
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Schlafdauer, katamnese: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Partielle
Modell
Ausgeschlossene
Beta In
T
Signifikanz
Kollinearitäts-
Korrelation
Variablen
1
Trancetiefe 2
statistik
Toleranz
-,219(a)
-1,712
,093
-,229
,957
-,058(a)
-,180
,858
-,025
,158
FIRST:
Imagination
gesamt
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), FIRST: semantische Imagination
b Abhängige Variable: Schlafdauer, kata
Die
Prädiktorqualitäten
der
semantischen
Imagination
für
die
katamnestische Schlafdauer sind in Tabelle 3.57. dargestellt.
218
3 Ergebnisse
Tabelle 3.57.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach Einschlussmethode; AV:
Schlafdauer, katamnese; UV: semantische Imagination (FIRST).
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.348
.121
F(df)
R
(p)
.105
7.423(1)
**
(.009 )
Koeffizienten
B
Konstante
2.042
Semantische
-.064
Beta
-.348
T
p
6.907
.000
-2.725
.009**
**
Imagination
**
hoch signifikant
Die Ergebnisse aus Tabelle 3.57. erbringen folgende Regressionsgleichung:
y = 2.042 - .164x
wobei
y = Schlafdauer, katamnese
x = semantische Imagination
Eine höhere semantische Imagination sagt demnach eine Verbesserung
der katamnestischen Schlafdauer hervor, wobei 12,1% der Varianz der
katamnestischen Schlafdauer aufgeklärt werden (siehe R2 in Tabelle 3.57.).
Schlafeffizienz
Kapitel 3.5.1 stellt signifikante bis hoch signifikante Korrelationen
zwischen
den
Variablen
„Zwang“
(Fieldtest),
Trancetiefe
2
(Trancetiefeselbstrating), sensorischer und mentaler Suggestibilität (FIRST)
sowie perzeptueller und Gesamt-Imagination (FIRST) mit der Schlafeffizienz
der Katamnesemessung dar. In Tabelle 3.58. werden die Interkorrelationen der
Variablen überprüft.
219
3 Ergebnisse
Tabelle 3.58.:
Korrelationen der abhängigen Variablen Schlafeffizienz, katamnese und der
unabhängigen Variablen Zwang (Field), Trancetiefe 2 (Selbstrating),
sensorische und mentale Suggestibilität (FIRST) sowie perzeptuelle und
Imagination gesamt (FIRST (N = 54).
Schlaf-
Korrelation
Schlaf-
nach
effizienz,
Pearson
kata
Field:
Zwang
Trancetiefe 2
FIRST:
FIRST:
FIRST:
FIRST:
effizienz,
Field:
Trance-
sensor.
mentale
perzep.
Imag.
kata
Zwang
tiefe 2
Sugg.
Sugg.
Imag.
gesamt
1.000
-.286
-.374
-.305
-.308
-.273
-.297
-.286
1.000
.362
.265
.139
.232
.221
-.374
.362
1.000
.163
.119
.466
.365
-.305
.265
.163
1.000
.764
.154
.168
-.308
.139
.119
.764
1.000
.167
.240
-.273
.232
.466
.154
.167
1.000
.920
-.297
.221
.365
.168
.240
.920
1.000
FIRST:
sensor.
Sugg.
FIRST:
mentale
Sugg.
FIRST:
perzep.
Imag.
FIRST:
Imag.
gesamt
220
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.58.: Fortsetzung)
Schlaf-
Signifikanz
Schlaf-
(einseitig)
effizienz,
FIRST:
FIRST:
FIRST:
FIRST:
effizienz,
Field:
Trance-
sensor.
mentale
perzep.
Imag.
kata
Zwang
tiefe 2
Sugg.
Sugg.
Imag.
gesamt
.
.018
*
.003
**
.018*
.
.004**
.012
*
*
*
*
.012
.023
.015
.026*
.158
.046*
.054
.000
kata
Field:
Zwang
Trancetiefe 2
.003
**
.004
**
.
.119
.195
**
**
.012*
.026*
.119
.
.000**
.134
.113
.012*
.158
.195
.000**
.
.114
.040*
.023*
.046*
.000**
.134
.114
.
.000**
.015*
.054
.003**
.113
.040*
.000**
.
.003
FIRST:
sensor.
Sugg.
FIRST:
mentale
Sugg.
FIRST:
perzep.
Imag.
FIRST:
Imag.
gesamt
*
**
signifikant; hoch signifikant
Da wiederum starke Interkorrelationen der unabhängigen Variablen
vorzufinden sind (siehe Tabelle 3.58.) wird zur regressionsanalytischen Prüfung
der Vorhersagekraft derselben auf die abhängige Variable katamnestische
Einschlaflatenz erneut das Schrittweise-Verfahren angewendet. Im ersten
Schritt wird dabei die Trancetiefe 2 in die Berechnung aufgenommen (Modell 1),
im zweiten Schritt (Modell 2) zusätzlich die mentale Suggestibilität (siehe
Tabelle 3.59.). Die restlichen unabhängigen Variablen werden aus den
Modellen ausgeschlossen (siehe Tabelle 3.60.).
221
3 Ergebnisse
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren
der Schlafeffizienz, katamnese: Ins Modell aufgenommene Variablen.
Tabelle 3.59.:
Modell
Aufgenommene
Entfernte
Variablen
Variablen
1
Methode
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
Trancetiefe 2
,
von
F-Wert
für
Aufnahme
<=
,050,
Wahrscheinlichkeit von F-Wert für Ausschluß >=
,100).
2
Schrittweise Auswahl (Kriterien: Wahrscheinlichkeit
FIRST: mentale
Sugg.
,
von
F-Wert
für
Aufnahme
<=
,050,
Wahrscheinlichkeit von F-Wert für Ausschluß >=
,100).
a Abhängige Variable: Schlafeffizienz, kata
Multiple Regression nach dem Schrittweise-Verfahren zu den Prädiktoren der
Schlafeffizienz, katamnese: Aus dem Modell ausgeschlossene Variablen.
Tabelle 3.60.:
Partielle
Modell
Ausgeschlossene
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
Variablen
1
Field: Zwang
FIRST: sensor.
Sugg.
FIRST: mentale
Sugg.
Kollinearitätsstatistik
Toleranz
-.173(a)
-1.263
.212
-.174
.869
-.251(a)
-1.978
.053
-.267
.973
-.267(a)
-2.128
.038
-.286
.986
-.126(a)
-.865
.391
-.120
.783
-.185(a)
-1.348
.184
-.185
.867
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
FIRST:
Imagination
gesamt
222
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.60.: Fortsetzung)
Partielle
Modell
Ausgeschlossene
Beta In
T
Signifikanz
Korrelation
Variablen
2
Field: Zwang
FIRST: sensor.
Sugg.
Kollinearitätsstatistik
Toleranz
-.145(b)
-1.086
.283
-.152
.860
-.111(b)
-.568
.573
-.080
.411
-.090(b)
-.628
.533
-.088
.770
-.130(b)
-.951
.346
-.133
.828
FIRST:
perzeptuelle
Imagination
FIRST:
Imagination
gesamt
a Einflußvariablen im Modell: (Konstante), Trancetiefe 2
b Einflußvariablen im Modell: (Konstante), Trancetiefe 2, FIRST: mentale Sugg.
c Abhängige Variable: Schlafeffizienz, kata
Die Ergebnisse der Berechnungen zu Modell 1 der schrittweisen
multiplen Regressionsanalyse für die katamnestische Schlafeffizienz als
abhängige Variable finden sich in Tabelle 3.61., die Ergebnisse zu Modell 2 in
Tabelle 3.62..
Tabelle 3.61.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren, Modell 1; AV: Schlafeffizienz, katamnese; UV: Trancetiefe 2.
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.374
.140
F(df)
R
(p)
.124
8.474(1)
**
(.005 )
Koeffizienten
B
Konstante
2.092
TT2
-.195
Beta
-.374
T
p
5.277
.000**
-2.911
.005**
**
hoch signifikant
223
3 Ergebnisse
Aus
Modell
1
des
Schrittweise-Verfahrens
lässt
sich
folgende
Regressionsgleichung ableiten:
y = 2.092 - .195x
Es gelten
y = Schlafeffizienz, katamnese
x = Trancetiefe 2
Trancetiefe 2 erweist sich als hoch signifikant und liefert einen Beitrag
zur Vorhersage der katamnestischen Schlafeffizienz: Je höher Trancetiefe 2 im
Selbstrating,
desto
höher
die
Schlafeffizienz
nach
abgeschlossenem
Katamnesezeitraum. Es werden durch den Prädiktor 14% der Varianz
aufgeklärt (siehe R2 in Tabelle 3.61.).
Tabelle 3.62.:
Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse nach dem SchrittweiseVerfahren, Modell 2; AV: Schlafeffizienz, katamnese; UVs: Trancetiefe 2,
mentale Suggestibilität.
Modellzusammen-
R
R2
Korrigiertes
2
fassung und ANOVA
.459
.210
F(df)
R
(p)
.179
6.789(2)
**
(.002 )
*
Koeffizienten
B
Konstante
3.233
TT2
-.179
Mentale Sugg.
-.857
Beta
T
p
4.905
.000
-.342
-2.733
.009**
-.267
-2.128
.038*
**
signifikant; **hoch signifikant
Im zweiten Schritt des statistischen Verfahrens wurde die im FIRST
erhobene mentale Suggestibilität als mögliche Einflussvariable auf die
katamnestische
Schlafeffizienz
aufgenommen.
Modell
2
erbringt
die
Regressionsgleichung
y = 3.233 - .179x1 - .857x2
mit
y = Schlafeffizienz, katamnese
224
3 Ergebnisse
x1 = Trancetiefe 2
x2 = mentale Suggestibilität
Sowohl eine erhöhte Trancetiefe 2 im Selbstrating der 4. Sitzung als
auch die in der 1. Sitzung mittels FIRST erhobene mentale Suggestibilität
sprechen für eine Verbesserung der Schlafeffizienz bei der katamnestischen
Erhebung. Aufgrund des größeren Beta-Wertes besitzt dabei die Trancetiefe 2
einen höheren Erklärungswert. Beide Prädiktoren klären zusammen 21% der
Varianz der katamnestischen Schlafeffizienz auf (siehe R2 in Tabelle 3.62.).
PSQI-Katamnese-Index
Schließlich wurde mittels einer linearen Regression geprüft, ob der hoch
signifikante
Zusammenhang
zwischen
der
Trancetiefe
2
des
Trancetiefeselbstratings und dem PSQI-Index der Katamneseerhebung (siehe
Kapitel 3.5.1) die ursächliche Richtung besitzt, dass die Trancetiefe 2 einen
Einfluss auf den PSQI-Katamnese-Index ausübt. Die Ergebnisse sind Tabelle
3.63. zu entnehmen.
Tabelle 3.63.:
Ergebnisse der einfachen linearen Regressionsanalyse; AV: PSQI-Index,
katamnese; UV: Trancetiefe 2 (TT2).
Modellzusammen-
R
2
R
Korrigiertes
F(df)
2
fassung und ANOVA
.345
.119
R
(p)
.102
7.272(1)
(.009**)
Koeffizienten
B
Konstante
TT2
Beta
11.590
-.707
-.345
T
p
7.482
.000**
-2.697
.009**
**
hoch signifikant
Die
Trancetiefe
zum
zweiten
Messzeitpunkt
(TT2)
des
Trancetiefeselbstratings hat einen hochsignifikanten Einfluss auf den PSQIKatamnese-Index und eignet sich als Prädiktorvariablen desselben.
225
3 Ergebnisse
Die Regressionsgleichung lautet:
y = 11.590 - .707x
y = PSQI-Katamnese-Index
x = Trancetiefe 2
Je höher Trancetiefe 2, desto geringer der PSQI-Katamnese-Index, also
desto
höher
die
katamnestische
Gesamtverbesserung
(negativer
Regressionskoeffizient). Trancetiefe 2 klärt 11,9% der Varianz der Regression
auf (siehe R2 in Tabelle 3.63.).
226
3 Ergebnisse
3.6 Einfluss der Suggestionsbedingungen auf die Trancetiefe
Zur Überprüfung von Fragestellung 2 (Ist das Konzept Trancetiefe von
den
unterschiedlichen
einfaktorielle
Suggestionsbedingungen
Varianzanalysen
durchgeführt.
abhängig?)
Hierbei
wurden
wurden
die
drei
unterschiedlichen Suggestionsbedingungen als unabhängige, die einzelnen
Trancetiefeparameter (Variablen des Trancetiefetests nach Field und des
Trancetiefeselbstratings) als abhängige Variablen definiert.
Es wurde ein signifikante Unterschiede zwischen den Bedingungen in
Hinblick auf die Trancetiefe zum ersten (TT1) und zum zweiten (TT2)
Messzeitpunkt gefunden (siehe Tabelle 3.64.). Beide Male gehen die
Unterschiede
in
die
Richtung,
dass
die
Trancetiefe
in
der
reinen
Entspannungsbedingung am niedrigsten, in der gekoppelten EntspannungsMetapher-Bedingung
am
höchsten
ist
(siehe
Abbildung
3.11.).
Diese
Ergebnisse wurden auch in den Post-Hoc-Analysen mittels Bonferroni- und
Scheffé-Test bestätigt (siehe Tabelle 3.65.).
Für
die
späteren
Trancetiefemessungen
(dritter
und
vierter
Messzeitpunkt) sowie die mittlere und die maximale Trancetiefe konnten die
o.g. Unterschiede nicht nachgewiesen werden (siehe Tabelle 3.64.). Ferner
zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Bedingungen in den FieldVariablen.
227
3 Ergebnisse
Tabelle 3.64.:
Ergebnisse der einfaktoriellen Varianzanalyse für die Trancetiefevariablen (AV)
zwischen den Behandlungsbedingungen (Faktor). Field-Variablen: Absorption,
Zwang, Abweichung, Restliche; Trancetiefeselbstrating: vier Messzeitpunkte
(TT1 bis TT4), mittlere (TTmittel) und maximale (TTmax) Trancetiefe.
Variablen
Field: Absorption
Field: Zwang
Field: Abweichung
Field: Restliche
TT1
TT2
TT3
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
2.647
2.090
„nur Metapher“
17
3.353
2.621
„Entspannung-Metapher“
21
3.619
2.355
„nur Entspannung”
17
2.176
1.510
„nur Metapher“
17
2.471
2.065
„Entspannung-Metapher“
21
2.636
1.329
„nur Entspannung”
17
1.765
1.200
„nur Metapher“
17
1.941
1.713
„Entspannung-Metapher“
21
2.048
1.596
„nur Entspannung”
17
4.824
3.283
„nur Metapher“
17
6.118
2.848
„Entspannung-Metapher“
21
5.095
3.032
„nur Entspannung”
17
2.412
.939
„nur Metapher“
18
3.444
1.854
„Entspannung-Metapher“
23
3.957
2.012
„nur Entspannung”
17
4.471
1.586
„nur Metapher“
18
5.500
2.176
„Entspannung-Metapher“
23
6.217
2.392
„nur Entspannung”
17
5.412
2.425
„nur Metapher“
18
5.722
2.024
„Entspannung-Metapher“
23
6.087
2.557
Bedingungen
F
(df = 2)
p
.824
.444
.382
.685
.163
.850
.859
.429
4.016
.024
*
3.326
.043
*
.405
.669
228
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.64.: Fortsetzung)
Variablen
TT4
TTmittel
TTmax
Bedingungen
N
M
SD
„nur Entspannung”
17
5.529
2.982
„nur Metapher“
18
5.111
1.875
„Entspannung-Metapher“
23
6.565
2.677
„nur Entspannung”
17
4.456
1.835
„nur Metapher“
18
4.944
1.733
„Entspannung-Metapher“
23
5.707
2.149
„nur Entspannung”
17
6.059
2.487
„nur Metapher“
18
6.278
2.081
„Entspannung-Metapher“
23
7.261
2.490
F
(df = 2)
p
1.778
.179
2.123
.129
1.503
.231
* signifikant
229
3 Ergebnisse
Tabelle 3.65.:
Ergebnisse der Bonferroni- und der Scheffé-Post-Hoc-Analyse für die
Unterschiede zwischen den Bedingungen bezüglich der Trancetiefevariablen
TT1 und TT2.
Post-Hoc-Analyse
(I) Bedingung
(J) Bedingung
Mittlere
p
Differenz (I-J)
TT1
Scheffé
„nur Entspannung“
„nur Metapher“
-1.033
.214
„Entspannung-
-1.545
.024
„nur Entspannung“
1.033
.214
„Entspannung-
-.512
.639
„nur Entspannung“
1.545
.024
„nur Metapher“
.512
.639
„nur Metapher“
-1.033
.241
„Entspannung-
-1.545
.020
„nur Entspannung“
1.033
.241
„Entspannung-
-.512
1.000
„nur Entspannung“
1.545
.020*
„nur Metapher“
.512
1.000
*
Metapher“
„nur Metapher“
Metapher“
„EntspannungMetapher“
Bonferroni
„nur Entspannung“
*
*
Metapher“
„nur Metapher“
Metapher“
„EntspannungMetapher“
230
3 Ergebnisse
(Tabelle 3.65.: Fortsetzung)
Post-
(I)
Hoc-
Bedingung
(J) Bedingung
Mittlere Differenz
p
(I-J)
Hoc-
Analyse
TT2
Post-
Analyse
Scheffé
„nur Entspannung“
„nur Metapher“
-1.029
.363
„EntspannungMetapher“
-1.747
.043
„nur Entspannung“
1.029
.363
„EntspannungMetapher“
-.717
.564
„EntspannungMetapher“
„nur Entspannung“
1.747
.043*
„nur Metapher“
.717
.564
„nur Entspannung“
„nur Metapher“
-1.029
.469
„EntspannungMetapher“
-1.747
.038*
„nur Entspannung“
1.029
.469
„EntspannungMetapher“
-.717
.859
„nur Entspannung“
1.747
.038
„nur Metapher“
.717
.859
„nur Metapher“
Bonferroni
„nur Metapher“
„EntspannungMetapher“
*
*
* signifikant
231
3 Ergebnisse
Trancetiefe 1
Trancetiefe 2
6,000
Mittelwert
5,000
4,000
3,000
2,000
nur Entspannung
nur Metapher
Entspannung-Metapher
Bedingung
Abbildung 3.11.:
Grafische
Darstellung
der
Mittelwerte
der
drei
Behandlungsbedingungen auf den Variablen „Trancetiefe 1“ und
„Trancetiefe 2“.
232
4 Diskussion
4 Diskussion
4.1 Diskussion der Einzelergebnisse
Unterschiede zwischen den Behandlungsbedingungen in Hinblick auf
Stärke des Therapieerfolgs
In der vorliegenden Arbeit konnten die postulierten Hypothesen 1 und 2
via Signifikanzestung nicht bestätigt werden. Dies gilt gleichsam für die
Überprüfung mittels des Bonner elektronischen Schlaftagebuches sowie mit
Hilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI). Die Kombinationsbedingung
Entspannung-Metapher ist demnach den beiden anderen Untersuchungsbedingungen (Applikation reiner Entspannungshypnose sowie ausschließliche
Metapherdarbietung) nicht in der Stärke des Therapieerfolgs überlegen.
Bei näherer Betrachtung der Effektstärken sowie der Analyse einzelner
Ergebnisse wurden jedoch einige interessante Feststellungen getroffen. Diese
werden im Folgenden genauer dargestellt und diskutiert.
Ergebnisse zum Bonner elektronischen Schlaftagebuch
Mit Hilfe des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs wurden neun
auswertungsrelevante
Behandlungsbeginn
Variablen
über
(Baselinephase)
einen
sowie
im
definierten
Laufe
Zeitraum
der
vor
Behandlung
(Treatmentphase) erhoben. Die Interceptwerte geben dabei den Level der
Daten zu Beginn der jeweiligen Phase wieder, die Slopewerte beziehen sich auf
den Trend der Daten innerhalb der jeweiligen Phase. Im Folgenden werden die
unterschiedlichen Ergebnisse hierzu differenziert betrachtet.
233
4 Diskussion
Effektstärkenberechnungen der Zwischengruppenvergleiche der Treatmentphase
Die
Effektstärkenberechnung
des
Zwischengruppenvergleichs
der
Interceptwerte der Treatmentphase liefert Aussagen über den Status Quo der
Bedingungen
zu
Behandlungsbeginn.
Kombinationsbedingung
den
gegenüber
Variablen
in
einigen
anderen
als
Hier
beiden
erweist
sich
die
Suggestionsbedingungen
unterlegen:
In
der
kombinierten
Suggestionsbedingung zeigte sich ein geringeres Erholungsgefühl als in den
beiden
reinen
Bedingungen,
eine
geringere
Leistungsfähigkeit
sowie
Schlafdauer als in der reinen Metapherbedingung und längere nächtliche
Wachliegezeiten als in der reinen Entspannungsbedingung. Im Vergleich der
beiden reinen Bedingungen wies die Entspannungsbedingung eine größere
Einschlaflatenz, jedoch kürzere nächtliche Wachliegezeiten und eine längere
Schlafdauer auf als die reine Metapherbedingung.
Der Vergleich der Effektstärken zwischen den Gruppen in den
Slopewerten der Treatmentphase spiegeln den Verlauf der Daten während der
Behandlung in Richtung Zu- oder Abnahme wider. Hier hat das Erholungsgefühl
in der Kombinationsbedingung eine stärkere Zunahme erfahren als in den
beiden
reinen Bedingungen. Andererseits zeigte sich in der kombinierten
Bedingung eine minimale Tendenz in Richtung häufigeres nächtliches
Erwachen, wohingegen diesbezüglich in den beiden reinen Bedingungen eine
leichte Verbesserung feststellbar war. Zwar scheinen diese Ergebnisse auf den
ersten Blick widersprüchlich, auf den zweiten Blick sprechen sie jedoch für eine
Überlegenheit
der
Kombinationsbedingung.
Die
Veränderungen
in
der
nächtlichen Erwachenshäufigkeit sind so minimal, dass sie kaum eine Rolle für
Veränderungen im Wohlbefinden spielen dürften. Das andererseits verbesserte
Erholungsgefühl in der kombinierten Suggestionsbedingung weist hingegen auf
eine deutliche positive Einflussnahme des therapeutischen Prozederes hin.
234
4 Diskussion
Vergleich der varianzanalytischen Zwischengruppenvergleiche von Baseline- zu
Treatmentphase
Die
varianzanalytische
Überprüfung
der
zeitreihenanalytisch
gewonnenen Slopewerte der Variablen des elektronischen Schlaftagebuchs
erbrachten ein den Hypothesen 1 und 2 konträres Ergebnis (siehe Kapitel
3.1.1): Während sich die Dauer des morgendlichen Wachliegens bei Patienten
der reinen Entspannungs- sowie der reinen Metapherbedingung verkürzt hat,
kam es in der Kombinationsbedingung zu einer signifikanten Verlängerung
desselben. Betrachtet man allerdings die Überprüfung der Interceptwerte von
Baseline- zu Treatmentphase zeigt sich im Trend (jedoch nicht signifikant), dass
während der Baselinephase eine Verkürzung des morgendlichen Wachliegens
in der Kombinationsbedingung stattgefunden hat, wohingegen es in den beiden
reinen Bedingungen zu einer Verlängerung gekommen ist. Patienten der
Entspannungs-Metapher-Bedingung haben also schon vor Therapiebeginn,
allein während der Phase ausschließlicher Schlaftagebuchführung eine
Verbesserung
in
der
Tagebuchvariablen
„Dauer
des
morgendlichen
Wachliegens“ erfahren, die Patienten der anderen beiden Bedingungen eine
Verschlechterung. Es bleibt spekulativ, ob sich diese Verschlechterung bei
Patienten der reinen Metapherbedingung auf das höhere Maß an erlebten
nächtlichen Störungen zurückführen liesse, welches eventuell durch das
tägliche Schlafmonitoring zu längeren morgendlichen Bettliegezeiten führt.
Fraglich
sind
ferner
die
Ursachen
für
diesen Trend
in
der
reinen
Entspannungsbedingung, für welche zudem das Erholungsgefühl gemäß
Überprüfung der Interceptwerte in Richtung einer Verbesserung während der
Baselinephase weist (siehe Kapitel 3.1.1). Hier kann spekuliert werden, ob
diese
(nicht
signifikante)
Verbesserung
des
Erholungsgefühl
mit
den
verlängerten morgendlichen Wachliegezeiten während der Baselinephase in
Zusammenhang
steht.
Kombinationsbedingung
Ferner
bleibt
auszeichnet,
offen,
dass
was
sie
die
Patienten
der
bereits
während
der
Baselinephase eine Verkürzung der morgendlichen Wachliegezeiten zeigten
bzw. was hierfür ursächlich sein könnte.
235
4 Diskussion
Effektstärkenberechnungen von Baseline- zu Treatmentphase für die drei
Behandlungsbedingungen
Bei
der
Betrachtung
der
Effektstärken
der
einzelnen
Behandlungsgruppen bezüglich der Interceptwerte im zeitlichen Verlauf, also
von Baseline- zu Treatmentphase, handelt es sich um einen Vergleich der
Werte zu Beginn der beiden Phasen. Es können so Aussagen über
Veränderungen während der Baselinephase getroffen werden.
Hier wies die Kombinationsbedingung eine Abnahme der nächtlichen
Wachliegedauer und eine Zunahme der Schlafeffizienz auf. V.a. die Abnahme
der Dauer des nächtlichen Wachliegens indiziert in Anbetracht der weiter oben
dargestellten höheren Werte dieser Variable zu Beginn der Treatmentphase in
der Kombinationsbedingung (verglichen mit der Entspannungsbedingung) eine
nähere Überprüfung der einzelnen Werte. Betrachtet man die Mittelwerte im
Intercept für die Tagebuchvariable „Dauer des nächtlichen Wachliegens“ von
Baseline- und Treatmentphase für die drei Behandlungsgruppen (Kapitel 3.1.1,
Tabelle 3.6., S. 117 ff.) fällt auf, dass die Entspannungsbedingung in dieser
Variablen im Verlauf von der Baseline- (M = 183.115; SD = 479.824) zur
Treatmentmessung (M = 23.700; SD = 109.047) die stärkste Verbesserung,
verglichen mit den beiden anderen Suggestionsbedingungen, erfahren hat.
Während sie im Intercept-Baseline im Vergleich mit der reinen Metapher- (M =
73.454; SD = 74.095) und der kombinierten Bedingung (M = 86.738; SD =
78.719) die höchsten und somit (da Beschwerdemaß) schlechtesten Werte
aufwies, stach sie im Intercept-Treatment-Vergleich mit der reinen Metapher(M = 59.806; SD = 43.082) sowie der Kombinationsbedingung (M = 57.146; SD
= 47.265) durch die niedrigsten und somit günstigsten Werte hervor.
Nichtsdestotrotz hat die Kombinationsbedingung in der Betrachtung des
zeitlichen Verlaufes von Baseline- zu Treatmenterhebung ebenfalls eine starke
Verbesserung im Intercept der Dauer des nächtlichen Wachliegens erfahren.
Die für diesen Zeitraum gefundenen Effekte der Entspannungs- (d = -.458)
sowie der Kombinationsbedingung (d = -.456) sind in ihrer Särke annähernd
gleich (siehe Kapitel 3.1.1, Tabelle 3.8., S. 126 f.).
236
4 Diskussion
Weitere
Veränderungen
in
den
Bedingungen
während
der
Baselinephase bezogen sich auf eine Zunahme des Erholungsgefühls, eine
Steigerung
des
psychischen
Wohlbefindens
und
eine
Erhöhung
der
Leistungsfähigkeit in der Entspannungsbedingung. Ferner auf eine Zunahme
der
morgendlichen
Wachliegedauer,
einer
Abnahme
der
nächtlichen
Erwachenshäufigkeit und eine Zunahme der Leistungsfähigkeit in der
Metapherbedingung.
Bis auf die Zunahme der morgendlichen Wachliegedauer in der
Metapherbedingung weisen alle hier geschilderten Effekte in eine therapeutisch
erwünschte Richtung. Es ist jedoch nochmals anzumerken, dass der Verlauf
der Interceptwerte Veränderungen während der Baselinephase widerspiegeln
und somit nicht auf Unterschiede im anschließenden therapeutischen
Prozedere (also unterschiedliche Suggestionsbedingungen) hinweisen. Es
scheint vielmehr ein Hinweis darauf, dass bereits das Tagebuchführen per se
eine therapeutische Wirkung hat, welche sich in unterschiedlichen Variablen
darstellt.
Die
Zunahme
der
morgendlichen
Wachliegedauer
in
der
Metapherbedingung könnte ein Zufallsergebnis sein, welches z.B. die
morgendliche längere Beschäftigung mit den im Tagebuch gestellten Fragen
erkennen lässt.
Der Vergleich der Effektstärken der Slopewerte von Baseline- zu
Treatmentphase der einzelnen Behandlungsgruppen liefert nähere Aussagen
zum Trend der Veränderungen im therapeutischen Prozess.
Hier wurde für die Kombinationsbedingung als einziger starker Effekt
eine
Zunahme
der
nächtlichen
Wachliegedauer
festgestellt.
Dies
ist
bedauerlich, da dieses Ergebnis in der Richtung entgegen den therapeutischen
Absichten läuft. Effekte, die im Vorzeichen für die Kombinationsbedingung in
die gewünschte Richtung verlaufen, sind in ihrer Ausprägung durchweg gering.
In der Entspannungsbedingung wurde eine Abnahme des morgendlichen
Wachliegens sowie der nächtlichen Erwachenshäufigkeit und eine Zunahme
der nächtlichen Wachliegedauer nachgewiesen. Während die ersten beiden
237
4 Diskussion
Befunde in die gewünschte Richtung verlaufen stellt sich jedoch die nächtliche
Wachliegedauer auch hier (wie in der Kombinationsbedingung) gegenläufig dar.
Die
Metapherbedingung
weist
ebenfalls
eine
Abnahme
des
morgendlichen Wachliegens und zudem eine Zunahme der nächtlichen
Erwachenshäufigkeit, eine Zunahme des Erholungsgefühls und eine Abnahme
der Schlafdauer auf. Hier stehen somit zwei erwünschte Effekte (Verbesserung
in
puncto
morgendliches
unerwünschten
gegenüber
Wachliegen
und
(Verschlechterung
Erholungsgefühl)
bezüglich
zwei
nächtlicher
Erwachenshäufigkeit und Schlafdauer).
Um die gefundenen Ergebnisse besser interpretieren zu können, empfielt
sich eine Betrachtung der jeweiligen Mittelwerte der Slopes der einzelnen
Tagebuchvariablen für die Baseline- sowie für die Treatmentphase (Kapitel
3.1.1, Tabelle 3.7., S. 121 ff.).
Bezüglich der nächtlichen Wachliegedauer fällt auf, dass alle drei
Bedingungen während der Baselinephase einen Trend in Richtung Abnahme
erfahren
haben:
Am
stärksten
zeigt
sich
dieser
Trend
in
der
Entspannungsbedingung (M = -7.781; SD = 27.254), ebenfalls stark ist er in der
Kombinationsbedingung feststellbar (M = -2.814; SD = 5.566), kaum jedoch in
der Metapherbedingung (M = -.667; SD = 8.187). Während der Treatmentphase
wurde dann für alle drei Bedingungen ein Trend in Richtung Zunahme
nachgewiesen: Ebenfalls am stärksten in der Entspannungsbedingungen (M =
.549; SD = 3.380), gefolgt von der Kombinationsbedingung (M = .246; SD =
2.143) und am geringsten in der Metapherbedingung (M = .024; SD = .963).
Aufgrund
der
breiten
Streuung
der
Baselinewerte
in
der
Entspannungsbedingung, zeigt sich der stärkste Effekt im zeitlichen Verlauf
(Kapitel 3.1.1, Tabelle 3.9., S. 131 f.) in der Kombinationsbedingung (d = .726)
– für sich betrachtet deuten die Mittelwerte jedoch auf eine größere Zunahme
der Werte in der Entspannungsbedingung hin.
Es gab also in allen Behandlungsbedingungen im Slope in der
Treatmentphase einen Trend in Richtung Zunahme (und somit in Richtung
238
4 Diskussion
Verschlechterung) der Werte für die nächtliche Wachliegedauer, diese Trends
sind aber
a)
recht gering ausgeprägt und
b)
hohe Effektstärken im zeitlichen Verlauf von Baseline- zu Treatmentphase
kommen aufgrund (mehr oder weniger stark ausgeprägter) Trends in
Richtung Abnahme (also in Richtung Verbesserung) der Werte während
der Baselinephase zustande.
Für die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens konnte in allen
Bedingungen eine minimale Veränderung der Slopes in der Treatmentphase in
die gewünschte Richtung festgestellt werden (MEntspannung = -.005; SDEntspannung =
.013; MMetapher = -.007; SDMetapher = .034; MKombination = -.002; SDKombination = .023).
Es wurden jedoch bereits geringe Verbesserungen in den Slopes in der
Baselinephase für die Metapher- (M = -.062; SD = .236) sowie für die
Kombinationsbedingung (M = -.027; SD = .159) nachgewiesen. Da die
Verbesserungen in der Treatmentphase für beide Bedingungen jedoch
minimaler ausfallen als die Verbesserungen der Baselinephase, ergibt sich bei
der Effektstärkenberechnung im zeitlichen Verlauf (Kapitel 3.1.1, Tabelle 3.9, S.
131 f.) für beide Bedingungen ein positiver (also ungünstiger) Effekt (dMetapher =
.326; dKombination = .220).
Für
die
Entspannungsbedingung
stellt
sich
der
Trend
in
der
Baselinephase als ungünstig dar (M = .038; SD = .176). Somit zeigt sich hier,
aufgrund des in der anschließenden Treatmentphase gefundenen günstigen
Trends, ein negativer (also günstiger) Effekt bezüglich der nächtlichen
Erwachenshäufigkeit (d = -.345).
Die
Schlafdauer
weist
in
der
Entspannungsbedingung
in
der
Baselinephase einen ungünstigen Trend auf (M = -1.295; SD = 11.651).
Während der Treatmentphase ist die Veränderung hier fast Null (M = .099; SD
= 2.528), verläuft aber im Vorzeichen in eine günstige Richtung (Bei der
Schlafdauer im elektronischen Schlaftagebuch stehen hohe Werte für ein hohes
Ausmaß an Schlaf. Die gewünschte Trendrichtung ist somit im Vorzeichen
239
4 Diskussion
positiv). Aufgrund dieses Unerschiedes von Baseline- zu Treatmentphase weist
die Entspannungsbedingung (als einzige) in puncto Schlafdauer einen positiven
(wenn auch geringen) Effekt über die Zeit auf (d = .165; Kapitel 3.1.1, Tabelle
3.9., S. 131 f.).
In der kombinierten Suggestionsbedingung zeigt sich bezüglich der
Schlafdauer ebenfalls ein geringer Effekt, jedoch in ungünstige Richtung (d =
-.196). Dieser Effekt lässt sich dadurch erklären, dass während in der
Baselinephase eine Zunahme der Schlafdauer stattfand (M = 2.189; SD =
17.431), es in der Treatmentphase tatsächlich zu einer leichten Reduktion
derselben gekommen ist (M = -.259; SD = 2.931).
Die Metapherbedingung hat während der Baselinephase die stärkste
Zunahme an Schlafdauer (M = 3.749; SD = 16.255) und während der
Treatmentphase die stärkste Abnahme derselben erfahren (M = -.424; SD =
1.756). Von daher zeigt sich hier für die Schlafdauer der stärkste (ungünstige)
Effekt über die Zeit (d = -.361).
Weitere
Variablen,
die
in
den
Slopeeffekten
der
drei
Suggestionsbedingungen im zeitlichen Verlauf eine Rolle spielen, sind die
Dauer des morgendlichen Wachliegens und das Erholungsgefühl. Hier wurden
für die Entspannungsbedingung und bzw. oder die Metapherbedingung mittlere
bis starke Effekte in die gewünschte Richtung nachgewiesen. Während bei der
morgendlichen Wachliegedauer ein negatives Vorzeichen im Trend bzw. im
Effektmaß eine günstige Veränderung widerspiegelt, wird dieser Sachverhalt für
das Erholungsgefühl durch ein positives Vorzeichen ausgedrückt.
Für die morgendliche Wachliegedauer wurde in allen drei Bedingungen
eine Reduktion in der Treatmentphase nachgewiesen: Am stärksten zeigt sich
diese Verbesserung in der reinen Entspannungsbedingung (M = -.391; SD =
.711), gefolgt von der reinen Metapherbedingung (M = -.224; SD = 1.138). Die
geringste Verbesserung erzielt die Kombinationsbedingung (M = -.154; SD
=1.037). Letztere weist jedoch bereits eine geringe Verbesserung in der Dauer
des morgendlichen Wachliegens während der Baselinephase auf (M = -.958;
SD = 5.373), wohingegen sowohl die Entspannungs- (M = 4.529; SD = 6.289)
240
4 Diskussion
als auch die Metapherbedingung (M = 5.060; SD = 11.048) hier moderate
Verschlechterungen erzielen. Aufgrund dieser Unterschiede zeigen sich im
zeitlichen Verlauf starke Effekte in der Entspannungs- (d = -1.099) sowie in der
Metapherbedingung (d = -.673) in die gewünschte Richtung, in der
Kombinationsbedingung hingegen ein geringer Effekt in eine ungünstige
Richtung (d = .208). Die Verbesserungen bezüglich der morgendlichen
Wachliegedauer
sind
in
der
kombinierten
Suggestionsbedingung
im
Therapiezeitraum geringer als in der Baselinephase (es werden aber in beiden
Zeiträumen Verbesserungen erzielt).
Bezüglich
des
Erholungsgefühls
wiesen
alle
drei
Behandlungsbedingungen minimale Verbesserungen in der Behandlungsphase
auf, diese waren jedoch annähernd Null (MEntspannung = .002; SDEntspannung = .010;
MMetapher = .005; SDMetapher = .021; MKombination = .009; SDKombination = .014). Diese
Verbesserung ist für die kombinierte Bedingung noch am stärksten ausgeprägt
Da während der Baselinephase in der Kombinationsbedingung eine minimale
Verschlechterung (M = -.008; SD =.109) und in der Metapherbedingung die
stärkste Verschlechterung der drei Bedingungen (M = -.031; SD = .134)
bezüglich des Erholungsgefühls im Slope festzustellen war, fällt die Effektstärke
über die Zeit für die Metapherbedingung am höchsten aus (d = .375). Die
Verbesserung zeigt sich somit im zeitlichen Verlauf für die Metapherbedingung
stärker
als
für
die
Kombinationsbedingung
(d
=
.219).
In
der
Entspannungsbedingung ist im Trend ein positives Vorzeichen sowohl für die
Baseline- (M = .001; SD = .127) als auch für die Treatmentphase (s.o.)
vorzufinden, die Beträge sind dabei jedoch fast Null. Somit ist der positive Effekt
im zeitlichen Verlauf hier ebenfalls fast Null (d = .011).
Auffallend ist, dass alle Werte bereits während der Baseline-Phase
Veränderungen erfahren haben. Hier stellt sich die Frage, worauf diese
Veränderungen zurückzuführen sind. Es kann im Rahmen der vorliegenden
Untersuchung
nicht
geklärt
werden,
ob
es
sich
dabei
um
zufällige
Veränderungen handelt oder ob das Führen des Tagebuches per se einen
Einfluss auf die Veränderung der Werte ausübt. Selbst wenn die gefundenen
241
4 Diskussion
Veränderungen in der Baselinephase auf Einflüsse der Tagebuchführung
zurückgehen,
erklärt
dies
nicht
die
Zwischengruppenunterschiede,
die
hinsichtlich der Effektstärken in der Baselinephase gefunden wurden: Die
Gruppen waren zu diesem Zeitpunkt nur theoretisch unterteilt – die eigentliche
Behandlungsphase, in welcher zur Unterteilung der Gruppen unterschiedliche
Suggestionen appliziert wurden, stand den Probanden erst noch bevor und war
ihnen nicht bekannt.
In Anbetracht dieser Überlegungen stellt sich weiterhin die Frage,
inwieweit für die Treatmentphase gefundene Veränderungen – selbst wenn
vorherige Baselineveränderungen isoliert berücksichtigt werde, wie oben
geschehen – eine ausagekräftige Bedeutung besitzen bzw. inwieweit hier
unbekannte Störvariablen ihren Einfluss zeigen.
Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)
Effektstärken im Zwischengruppenvergleich der Posterhebung
Bei der Betrachtung der Effektstärken im Zwischengruppenvergleich der
Posterhebung
der
einzelnen
PSQI-Variablen
konnte
immerhin
eine
Überlegenheit der Kombinationsbedingung gegenüber den beiden reinen
Bedingungen
in
puncto Schlafqualität,
Schlafdauer
und Schlafeffizienz
nachgewisen werden. Auch wenn diese Effekte sich nicht in Signifikanzen
widerspiegeln scheint dies jedoch ein Hinweis darauf, dass die kombinierte
Bedingung in ganz zentralen Parametern eine stärkere Verbesserung im Laufe
der Therapie erfahren hat. Andererseits erwies sich die Kombinationsbedingung
bezüglich
der
subjektiven
Müdigkeit
den
beiden
reinen
Suggestions-
bedingungen gegenüber als unterlegen. Es ist jedoch anzumerken, dass die
Kombinationsbedingung
bereits
bei
der
PSQI-Präerhebung
höhere
Müdigkeitswerte als die beiden reinen Bedingungen aufwies (siehe Kapitel
2.6.1) und dass durchaus eine Verbesserung der Müdigkeitswerte in der
Kombinationsbedingung über den zeitlichen Verlauf stattgefunden hat, wenn
242
4 Diskussion
auch geringer ausgeprägt als in den beiden reinen Bedingungen (siehe Kapitel
3.4.1).
Der Effektstärkenvergleich der beiden reinen Suggestionsbedingungen in
der Posterhebung mittels PSQI spricht hinsichtlich einer verbesserten
Schlafdauer deutlich für die reine Metapherbedingung.
Vergleich der varianzanalytischen Ergebnisse für die Zwischengruppenvergleiche vor und nach der Behandlung
Im Signifikanztest wurde festgestellt, dass die Probanden der reinen
Metapher-Bedingung sich vor Behandlungsbeginn in der PSQI-Variablen
„Störung“ von den Probanden der reinen Entspannungs-Bedingung insofern
unterschieden, als dass sie ein größeres Ausmaß an erlebten nächtlichen
Störungen
empfanden.
Dieser
Unterschied
verschwand
nach
erfolgter
Behandlung (siehe Kapitel 3.1.2). Es bleibt die Frage offen, ob dieses Ergebnis
auf
eine
stärkere
Wirkung
reiner
Metapherdarbietung
bei
höher
störungsbelasteten Patienten zurückzuführen ist oder ob andere Wirkfaktoren
der Behandlung hierfür ursächlich zu sehen sind (z.B. die in den Effektstärken
gefundene stärkere Verbesserung der Schlafdauer in der Metapherbedingung
gegenüber
der
Entspannungsbedingung).
Patienten
mit
höherer
Störungsbelastung scheinen jedoch in höherem Maß vom therapeutischen
Prozedere profitiert zu haben.
4.1.2 Unterschiede zwischen den Behandlungsbedingungen in Hinblick
auf Stabilität des Therapieerfolgs
Keine der Bedingungen ist den Ergebnissen der Varianzanalysen
nach einer anderen in der Stabilität des Therapieerfolges überlegen. Somit
konnten
die
Hypothesen
3
und
4,
welche
eine
Überlegenheit
der
Kombinationsbedingung gegenüber der reinen Entspannungs- bzw. der reinen
Metapherbedingung postulieren, nicht bestätigt werden.
243
4 Diskussion
Bei der Betrachtung der Effektstärken im Zwischengruppenvergleich der
Katamneseerhebung der einzelnen PSQI-Variablen fällt auf, dass die
kombinierte Bedingung in einigen Parametern im Vergleich zur reinen
Metapherbedingung schlechtere Werte aufweist. Dies gilt für die subjektive
Schlafqualität, die subjektiv erlebten Störungen, die Medikamenteneinnahme
sowie die subjektive Müdigkeit. Für die Schlafeffizienz konnten in der
kombinierten Bedingung gegenüber der Metapherbedingung jedoch bessere
Werte nachgewiesen werden.
Die reine Entspannungsbedingung erweist sich der Metapherbedingung
gegenüber
ebenfalls
in
einigen
Punkten
unterlegen:
Bezüglich
der
Schlafqualität, der Schlafdauer, der Medikamenteneinnahme, der Müdigkeit und
dem PSQI-Katamneseindex wurden hier ungünstige Effekte nachgewiesen. In
puncto Einschlaflatenz und Schlafdauer ist die Kombinationsbedingung der
reinen Entspannungsbedingung z.T. deutlich überlegen.
Analysiert man also die Effektstärken des Zwischengruppenvergleich der
Katamneseerhebung, so zeigt die reine Metapherbedingung die meisten
günstigsten Werte. Die reine Entspannungsbedingung hingegen schneidet
überwiegend ungünstig ab. Dazwischen steht die Kombinationsbedingung,
welche in wenigen Variablen der Entspannungsbedingung überlegen und in
einigen Variablen der Metapherbedingung unterlegen ist. Einzig bezüglich der
Schlafeffizienz weist die Kombinationsbedingung bessere Werte als die
Metapherbedingung auf.
Diese Ergebnisse sind auffällig, zumal in der Posterhebung eine
Überlegenheit der kombinierten Suggestionsbedingung gegenüber den beiden
reinen Bedingungen in den Effekten bezüglich Schlafqualität, Schlafdauer und
Schlafeffizienz nachgewiesen wurde. Die positive Wirkung der kombinierten
Suggestionen auf Schlafqualität und Schlafdauer erweist sich somit nicht als
stabil,
wohingegen
reine
Metapherdarbietung
einen
Effekt
über
den
Therapiezeitraum hinaus zu haben scheint. Möglicherweise wurden die
Metapher-CDs öfters von den Patienten über den Therapiezeitraum hinaus
gehört und somit verarbeitet. Eine andere Erklärung wäre, dass Metaphern
244
4 Diskussion
langsamer, aber dafür längerfristig ihre Wirkung entfalten.
Die Ergebnisse weisen jedoch auch darauf hin, dass eine deutliche und
stabile Verbesserung bezüglich der Schlafeffizienz mittels der kombinierten
Applikation
von
Entspannung
und
Metapher
erzielt
werden
kann.
Schlafedukation scheint also besser und längerfristig zu greifen, wenn den
Patienten
im
Rahmen
eines
kombinierten
Therapieprogrammes
Entspannungssuggestionen in Kombination mit metaphorischen Anekdoten
dargeboten werden.
4.1.3 Überprüfung von PSQI-Gruppenunterschieden mittels ausgangswertkorrigierter Veränderungskennwerte
Die varianzanalytische Überprüfung von Gruppenunterschieden für die
drei definierten Zeiträume von der Prä- zur Post-, von der Post- zur Katamneseund von der Prä- zur Katamneseerhebung erbrachte keine signifikanten
Ergebnisse. Die Hypothesen 1 bis 4 (Überlegenheit der kombinierten
Entspannungs-Metapher-Bedingung
in
Größe
und
Stabilität
des
Therapieerfolges gegenüber der reinen Entspannungs- sowie der reinen
Metapherbedingung) konnten durch diese Vorgehensweise nicht gestützt
werden.
4.1.4 Ergebnisse zum Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) über den
zeitlichen Verlauf
Überprüfung von Gruppenunterschieden
Die
Überprüfung
der
Hypothesen
1
bis
4
(Überlegenheit
der
kombinierten Entspannungs-Metapher-Bedingung in Größe und Stabilität des
Therapieerfolges gegenüber der reinen Entspannungs- sowie der reinen
Metapherbedingung) anhand der PSQI-Daten im zeitlichen Verlauf erfolgte
mittels Varianzanalysen mit Messwiederholungen, bei welchen der Zeitfaktor
durch die drei Stufen Prä-, Post- und Katamneseerhebung definiert und die
Zwischensubjektfaktoren anhand der drei Behandlungsgruppen operationalisiert
245
4 Diskussion
wurden (Überprüfung von Gruppenunterschieden im zeitlichen Verlauf). Diese
Überprüfung erbrachte keine hypothesenstützenden Ergebnisse.
Die Effektstärken wurden getrennt für die drei Suggestionsbedingungen
jeweils für die Zeiträume von der Prä- zur Post-, von der Post- zur Katamneseund von der Prä- zur Katamneseerhebung berechnet.
Im Vergleich der PSQI-Werte der drei Bedingungen von der Prä- zur
Posterhebung wurde für die kombinierte Entspannungs-Metapher-Bedingung
das höchste Ausmaß an Verbesserungen nachgewiesen. Von diesen mittleren
bis starken Verbesserungen sind alle PSQI-Variablen, mit Ausnahme der
Medikamenteneinnahme, betroffen. Die stärksten Verbesserungen wurden
dabei in der Kombinationsbedingung hinsichtlich der subjektiven Schlafqualität
sowie des PSQI-Gesamtindexes erzielt.
Die Ergebnisse der Effektstärkenberechnungen für die drei Bedingungen
von der Prä- zur Posterhebung stützen somit die Hypothesen 1 und 2, die eine
Überlegenheit der Kombinationsbedingung gegenüber den beiden reinen
Suggestionsbedingungen im Ausmaß der Therapieerfolges postulieren.
Die Effektstärkenberechnungen für die drei Behandlungsgruppen von der
Post- zur Katamneseerhebung erbringen die meisten Verbesserungen für die
reine Metapherbedingung. Die Hypothese 4, welche eine Überlegenheit der
kombinierten
Bedingung
gegenüber
der
reinen
Metapherbedingungen
hinsichtlich der Stabilität des Therapieerfolges postuliert, konnte somit nicht
bestätigt werden. Vielmehr geht die reine Metapherbedingung bei dieser
Betrachtung als Favorit hervor: Sie erzielt die günstigsten Werte sowohl im
Vergleich
mit
der
Kombinations-
als
auch
im
Vergleich
mit
der
Entspannungsbedingung.
Die kombinierte Entspannungs-Metapher-Bedingung erzielt im selben
Zeitraum jedoch das zweithöchste Maß an Verbesserungen und zeigt sich
somit (mit einer Ausnahme) effektiver als die reine Entspannungsbedingung.
Die Hypothese 3, welche eine Überlegenheit der kombinierten Bedingung
246
4 Diskussion
gegenüber der reinen Entspannungsbedingungen hinsichtlich der Stabilität des
Therapieerfolges postuliert, wurde somit überwiegend bestätigt. Es ist jedoch
anzumerken, dass bezüglich der Störungsvariablen im Vergleich der drei
Bedingungen die stärkste Verschlechterung für die Kombinationsbedingung
gefunden wurde. Die beiden reinen Bedingungen wiesen allerdings ebenfalls
Verschlechterungen bezüglich dieser Variablen auf.
Für den Zeitraum von der Prä- zur Katamneseerhebung wurden
zahlreiche mittlere bis starke Effekte für die drei Bedingungen gefunden.
Insgesamt zeigen sich die meisten Verbesserungen in der Metapherbedingung,
wobei die subjektive Schlafqualität den höchsten Wert erzielt. An zweiter Stelle
steht die Kombinationsbedingung, die ebenfalls vielfältige Verbesserungen
aufweist, jedoch ebenso eine Verschlechterung der Störungsvariablen. Die
Kombinationsbedingung weist jedoch die höchste Verbesserung im PSQIGesamtindex für den Zeitraum Prä zu Katamnese auf.
Die in diesem Zeitraum gefundenen Veränderungen umfassen die
Ergebnisse zu den beiden Zeiträumen Prä-Post und Post-Katamnese. Somit
wird die oben dargestellte Überlegenheit der Kombinationsbedingung im
Ausmaß des Therapieerfolges und die damit erfolgte Stützung der Hypothesen
1 und 2 (Überlegenheit der Kombinationsbedingung gegenüber den beiden
reinen Bedingungen in Stärke des Therapieerfolges) verschleiert. Es zeigt sich
jedoch auch hier die Überlegenheit der kombinierten Bedingung gegenüber der
reinen
Entspannungsbedingung
in
der
Stabilität
des
Therapieerfolges
(Hypothese 3), mit Ausnahme der subjektiv empfundenen Störungen.
Die Effektstärkenergebnisse über den zeitlichen Verlauf decken sich mit
den Effektstärkenergebnissen zwischen den Gruppen der Post- und der
Katmaneseerhebung (s.o.). Das Fazit dieser Ergebnisse bezieht sich auf die
Aussage, dass die Kombinationsbedingung den beiden reinen Bedingungen im
kurzfrisigen Erfolg (Posterhebung) überlegen scheint, langfristig sich jedoch die
Rangreihenfolge „Metapherbedingung besser Kombinationsbedingung besser
Entspannungsbedingung“ ergibt. Nach wie vor bleiben die Faktoren, welche für
247
4 Diskussion
die positive Langzeitwirkung in der Metapherbedingung verantwortlich sind,
schleierhaft. Als mögliche Gründe wurden eine dauerhafte Beschäftigung mit
den Metapher-CDs sowie eine langsamere aber längerfristigere Wirkung der
Metaphern genannt.
Langfristig gesehen erfolgt bei der Kombinationsbedingung eine
Verschlechterung hinsichtlich der Störungsvariablen, aber eine Verbesserung
im
Gesamtindex.
Es
Verschlechterung
der
ist
nicht
ausgeschlossen,
Störungsvariablen
mit
dass
dem
die
zuvor
gefundene
gefundenen
Ausgangsunterschied im Ausmaß der subjektiv erlebten Störungen zwischen
den Bedingungen zusammenhängt – in der Metapherbedingun wurde ein
signifikantes stärkeres Störungsmaß als in den anderen beiden Bedingungen
nachgewiesen (s.o.). Die von der Prä- zur Katamneseerhebung stärkste
gefundene Verbesserung des Gesamtindexes bei der Kombinationsbedingung
ist mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch auf die starke Überlegenheit dieser
Bedingung nach abgeschlossener Behandlung zurückzuführen. Bezüglich der
Stabilität
des
Therapieerfolges
bzw.
weiterer
Verbesserungen
im
Katamnesezeitraum kann Hypothese 4 (die kombinierte Bedingung ist in der
Stabilität des Therapieerfolges der reinen Metapherbedingung überlegen) nicht
aufrecht erhalten werden, wohingegen die Hypothese 3 (die kombinierte
Bedingung
ist
in
der
Stabilität
des
Therapieerfolges
der
reinen
Entspannungsbedingung überlegen) zumindest z.T. zuzutreffen scheint.
Veränderungen im zeitlichen Verlauf über alle Probanden
Mit Ausnahme der Variablen „Müdigkeit“ konnten für alle PSQI-Variablen
signifikante (Variable „Störung“) bis hoch signifikante (alle übrigen Variablen)
Verbesserungen nach abgeschlosssener Behandlung nachgewiesen werden
(siehe Kapitel 3.4.2). Für die subjektive Schlafqualität, die Schlafdauer, die
Medikamenteneinnahme
Verbesserung
Gesamtindex
im
sowie
den
Katamnesezeitraum
weisen
PSQI-Gesamtindex
stabil
sogar in Richtung
(Die
einer
blieb
Ergebnisse
weiteren
für
diese
den
Verbesserung
desselben). Die Einschlaflatenz hatte sich drei Monate nach abgeschlossener
Behandlung sogar weiterhin signifikant verkürzt, die Schlafeffizienz sich
248
4 Diskussion
signifikant weiter gesteigert. Bezüglich der Müdigkeit, welche sich nach
abgeschlossener Behandlung nicht als gemindert darstellte, kam es zu einer
signifikanten Reduktion im Katamnesezeitraum. Lediglich das Ausmaß der
erlebten Störungen, welches sich nach Therapieende reduziert hatte, zeigte
sich drei Monate nach Behandlungsende als wiederum verschlechtert.
Das Therapieprogramm erwies sich demnach für alle Probanden als
äußerst effektiv. Offen bleibt, auf welchen Baustein des Therapieprogramms die
Erfolge
zurückzuführen
sind.
Unterschiede
zwischen
den
Suggestionsbedingungen spiegeln sich z.T. in Effektstärken, nicht aber in
Signifikanzen wider. Inwieweit die hypnotherapeutische Methode per se einen
Beitrag zur Verbesserung leistet, muss in weiteren Untersuchungen überprüft
werden. Hierzu muss ein Untersuchungsdesign mit einer zusätzlichen
Behandlungsbedingung
ohne
Hypnotherapie
vorliegen,
d.h.
nur
verhaltenstherapeutische Maßnahmen und Informationsvermittlung oder aber
Verhaltenstherapie
und
Information
plus
einer
andersartigen
Entspannungsmethode (z.B. Progressiver Muskelrelaxation).
4.1.5 Einfluss von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination auf den
Therapieerfolg
In Fragestellung 1 wurden die Einflüsse von Trancetiefe (Fieldtest und
Selbstrating), Suggestibilität (FIRST) und Imagination (FIRST) auf den
unmittelbaren
desselben
Therapieerfolg
(PSQI-Posterhebung)
(PSQI-Katamneseerhebung)
Korrelations-
und
untersucht.
Regressionsanalysen
sind
in
sowie
Die
den
die
Stabilität
Ergebnisse
der
Tabellen
4.1.
(Posterhebung) und 4.2. (Katamneseerhebung) übersichtartig skizziert.
249
4 Diskussion
Tabelle 4.1.:
Übersicht zu den korrelations- und regressionsnalytischen Ergebnissen
hinsichtlich der Trance- sowie Imaginationsmaße und den PSQI-Variablen der
Postmessung. Positive Vorzeichen sind gesondert gekennzeichnet. Die
übrigen Ergebnisse besitzen in ihren Parametern (r bzw. B) negative
Vorzeichen, eine Erhöhung unten aufgelisteter Variablen spricht also für eine
Verbesserung der Zielvariablen.
Zielvariablen: Einschlaflatenz (Latenz), Schlafdauer (Dauer), Schlafeffizienz
(Effizienz), Störung, Medikamenteneinnahme (Med), PSQI-Post-Index (Index).
Korrelierende bzw. Einflussvariablen: Absorption im Fieldtest (Absorp); Maße
des Trancetiefeselbstratings: Trancetiefe 2 (TT2), Trancetiefe 3 (TT3), mittlere
Trancetiefe (TTmitt) und maximale Trancetiefe (TTmax); Imaginationsmaße
des FIRST: perzeptuelle Imagination (perzImag), semantische Imagination
(semImag), Gesamtimagination (gesImag).
Zielvariable
Latenz
Dauer
Effizienz
Störung
Med
Index
Korre-
TT2
TT2
TT2
Absorp*
TT2
TT2
lationen
TT3
perzImag
TTmitt
TT3
TTmax
semImag
TTmax
TTmitt1
gesImag
perzImag
TTmax
semImag
gesImag
perzImag
Prädiktoren
TT2
gesImag
perzImag
Absorp
*
TT2
TT2
TTmitt*1
*
Je höher der erreichte Wert, desto höher die Verschlechterung der Zielvariablen.
1Beachte
den Widerspruch zwischen Korrelation und Regression im Vorzeichen!
250
4 Diskussion
Tabelle 4.2.:
Übersicht zu den korrelations- und regressionsnalytischen Ergebnissen
hinsichtlich der Trance- sowie Imaginationsmaße und den PSQI-Variablen der
Katamnesemessung. Die Ergebnisse besitzen in ihren Parametern (r bzw. B)
negative Vorzeichen, eine Erhöhung unten aufgelisteter Variablen spricht also
für eine Verbesserung der Zielvariablen.
Zielvariablen: Schlafqualität (Qual), Einschlaflatenz (Latenz), Schlafdauer
(Dauer), Schlafeffizienz (Effizienz), PSQI-Katamnese-Index (Index).
Korrelierende bzw. Einflussvariablen: Zwanghafitigkeit im Fieldtest (Zwang);
Maße des Trancetiefeselbstratings: Trancetiefe 2 (TT2), Trancetiefe 3 (TT3)
und mittlere Trancetiefe (TTmitt); Imaginationsmaße des FIRST: perzeptuelle
Imagination
(perzImag),
semantische
Imagination
(semImag),
Gesamtimagination (gesImag); Suggestibilitätsmaße des FIRST: sensorische
Suggestibilität (senSugg) und mentale Suggestibilität (menSugg).
Zielvariable
Qual
Latenz
Dauer
Effizienz
Index
Korre-
Zwang
TT2
TT2
Zwang
TT2
TT3
semImag
TT2
TTmitt
gesImag
senSugg
lationen
menSugg
perImag
gesImag
Prädiktoren
Zwang
TT2
semImag
TT2
TT2
menSugg
Trancetiefe und unmittelbares Therapieergebnis
Gemäß der Ergebnisse der Regressionsanalyse (siehe Kapitel 3.5.2)
lassen sich die empfundenen nächtlichen Störungen mittels Absorptionswerte
im Fieldtest vorhersagen: Je höher die im Fieldtest berichtete Absorption, desto
mehr subjektiv empfundene Störungen werden in der PSQI-Posterhebung
berichtet.
Dieses Ergebnis scheint schwer interpretierbar, würde man doch davon
ausgehen, dass Patienten mit hoher Absorptionsfähigkeit weniger störanfällig
reagieren. Gemäß der Definition von „Absorption“ nach Field (1965) handelt es
sich
hierbei
um
ein
Losgelöstsein
von
der
Umwelt
bei
teilweisem
Nichtbewusstsein des eigenen Körpers, der Realität, des Ortes und der
Situation. Absorption soll zudem mit einem Zeitmissempfinden während der
Trance einhergehen:
Die Person nimmt nicht wahr, wieviel Zeit im
Trancezustand vergeht und ist verwundert, wenn sie sich das Ausmaß an
251
4 Diskussion
vergangener Zeit bewusst macht. Es ist nachvollziehbar, dass wenn nächtliche
Störungen immer wieder Umwelt, Ort und Zeit bewusst machen, dies, v.a. bei
Personen, die Realitätsentfernungen (in Trance, aber vielleicht ja auch in
Dämmer-, Schlaf- und Traumzuständen) intensiver als andere erleben, zu
einem stärkeren Störungsempfinden führt. Es muss jedoch auch angemerkt
werden, dass die Absorptionsfähigkeit lediglich zu knapp 8% die Varianz der
empfundenen nächtlichen Störungen nach Therapieende erklärt.
Sowohl die Einschlaflatenz als auch die Medikamenteneinnahme nach
abgeschlossener Behandlung lassen sich gemäß der gefundenen Ergebnisse
(siehe Kapitel 3.5.2) durch die Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt des
vierstufigen
Trancetiefeselbstratings
in
der
vierten
Therapiesitzung
vorhersagen: Je höher die Trancetiefe 2, desto größer die Verbesserung in
diesen beiden Störungsmaßen des PSQI, wobei jeweils ca. 10% der Varianz
aufgeklärt werden.
Diese Ergebnisse sprechen zum einen dafür, dass eine höhere
Trancefähigkeit einen günstigen Therapieverlauf begünstigt, in dem Sinne dass
trancefähigere Personen schließlich eine kürzere Einschlaflatenz berichten und
subjektiv weniger Schlafmedikamente benötigen (eventuell dadurch bedingt,
dass sie durch die Trance besser entspannen und somit schneller einschlafen
können bzw. sich durch diese andere Form der Entspannung nicht mehr auf
medikamentöse Sedierung angewiesen erleben.). Es stellt sich jedoch die
Frage, warum ausgerechnet Trancetiefe 2 von vier Messzeitpunkten einen
Einfluss auf diese beiden PSQI-Variablen hat und die Parameter „mittlere
Trancetiefe“ und „höchste Trancetiefe“ hierbei gar keine Rolle zu spielen
scheinen (würde man doch annehmen, dass trancefähigere Personen sich eher
auf diesen beiden Kennwerten abbilden liessen).
Die Regressionen zum PSQI-Post-Index (siehe Kapitel 3.5.2) sprechen
ebenfalls für Prädiktorqualitäten der Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt, in
dem Sinne, dass eine hohe Trancetiefe 2 eine Verbesserung vorhersagt. Für
den PSQI-Post-Index wurden im angewandten Schrittweise-Verfahren zwei
Modelle berechnet: Im ersten Modell wurde nur die zweite Trancetiefe als
252
4 Diskussion
möglicher Prädiktor aufgenommen, da es sich hierbei um die am höchsten mit
der Zielvariablen korrelierenden Prädiktorvariable handelt. Im zweiten Modell
wurde noch zusätzlich die über alle vier Zeitpunkte gemittelte Trancetiefe
aufgenommen, weil diese im statistischen Prozess, nach Entfernung des
Effektes von „Trancetiefe 2“ die höchste partielle Korrelation mit der
Zielvariablen
aufweist
(Details
zum
schrittweisen
Vorgehen
bei
Regressionsanalysen siehe Wiseman, 2005). Die Regressionsgleichung zu
Modell 2 bringt ein den in Kapitel 3.5.1 berechneten Korrelationen zwischen
mittlerer Trancetiefe und PSQI-Post-Index konträres Ergebnis: Während die
Korrelationen für einen negativen Zusammenhang der beiden Variablen
sprechen (je höher die mittlere Trancetiefe, desto geringer der PSQI-PostIndex, also desto größer die Verbesserung), weist der B-Wert der mittleren
Trancetiefe in der Regression ein postives Vorzeichen auf (je höher die mittlere
Trancetiefe, desto höher der PSQI-Post-Index, also desto größer die
Verschlechterung). Dieses Phänomen der Vorzeichenungleichheit zwischen r
(Korrelation) und B (Regression) tritt nach Wiseman (2005) bei sog. SupressorVariablen
auf.
Supressoren
sind
Variablen,
die
hoch
mit
anderen
Prädiktorvariablen interkorrelieren, nicht aber mit der Zielvariablen. Bei der
mittleren Trancetiefe handelt es sich allerdings nicht um eine solche
Supressorvariable: Zwar gibt es einen starken Zusammenhang mit der
Trancetiefe 2, es liegt jedoch auch ein Zusammenhang mit der Zielvariablen
PSQI-Post-Index vor (In die Regressionsanalysen sind generell nur mit den
jeweiligen Zielvariablen korrelierende Einflussvariablen aufgenommen worden).
Es fällt jedoch auf, dass der Zusammenhang zwischen den beiden Prädiktoren
Trancetiefe 2 und mittlere Trancetiefe enorm hoch ist (r = .915; p = .000). Das
schrittweise regressionsanalytische Verfahren bereinigt Schritt für Schritt die
einzelnen Prädiktoren von Effekten der anderen Prädiktoren. Der bisher starke
negative Zusammenhang zwischen mittlerer Trancetiefe und PSQI-Post-Index
kann also teilweise durch Trancetiefe 2 erklärt werden, wie auch der partiellen
Korrelation von mittlerer Trancetiefe mit der Zielvariablen in Tabelle 3.46. zu
entnehmen ist. Gemäß der in Kapitel 3.5.1 dargestellten Korrelationen weisen
Trancetiefe
3
und
maximale
Trancetiefe
ebenfalls
starke
negative
253
4 Diskussion
Zusammenhänge mit dem PSQI-Post-Index auf. Zwar findet auch hier nach der
Bereinigung
des
Regressionsanalyse
Effektes
eine
von
Trancetiefe
Vorzeichenumkehr
2
in
statt
der
schrittweisen
(siehe
„Partielle
Korrelationen“ zu Modell 1 in Tabelle 3.46.), diese wird jedoch nach
Ausschalten des Effektes der mittleren Trancetiefe wieder rückgängig gemacht
(siehe „Partielle Korrelationen“ zu Modell 2 in Tabelle 3.46.). Die verbleibenden
Zusammenhänge von Trancetiefe 3 und maximaler Trancetiefe mit dem PostIndex sid zu gering, um sie in Richtung Vorhersagequalität interpretieren zu
können. Modell 1 zufolge leistet die Trancetiefe 2 einen Beitrag von 19,2% zur
Varianzaufklärung des PSQI-Post-Indexes, zusammen mit der mittleren
Trancetiefe werden gut 25% der Varianz aufgeklärt (Modell 2). Der mögliche
Einfluss der mittleren Trancetiefe in Richtung Verschlechterung ist zwar nicht
von der Hand zu weisen (Modell 2), der Anteil ist jedoch sehr gering. Dies zeigt
sich auch in der Kolinearitätsstatistik zu Modell 1, nach welcher der
Toleranzwert der mittleren Trancetiefe mit .162 kaum einen zusätzlichen Beitrag
zur Erklärung leistet.
Insgesamt sprechen die Ergebnisse also für einen günstigen Einfluss der
Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt auf den Therapieverlauf in Bezug auf
die Variablen Einschlaflatenz, Medikamenteneinnahme und PSQI-Index nach
abgeschlossener Behandlung. Es tut sich die Vermutung auf, dass nicht die
Stärke der Trancefähigkeit einen Einfluss auf ein günstiges Therapieergebnis
hat, sondern die Schnelligkeit, mit welcher ein hoher Trancewert erreicht wird.
Personen, die zu einem frühen Zeitpunkt der Tranceerhebung hohe Werte
berichten,
weisen
einen
günstigen
Therapieverlauf
auf,
bezogen
auf
Einschlaflatenz, Medikamentenreduktion und Gesamtverbesserung im PSQI.
Die in Kapitel 3.5.1 überprüften Korrelationen erbrachten zudem signifikante
negative
Zusammenhänge
zwischen
der
Trancetiefe
zum
zweiten
Messzeitpunkt und den PSQI-Variablen Schlafdauer und Schlafeffizienz (hier
sogar ein hoch signifikanter negativer Zusammenhang), wobei kleinere Werte
auf den PSQI-Variablen stets auf eine Verbesserung der Symptomatik
hinweisen. Aufgrund der regressionsanalytischen Ergebnisse (siehe Kapitel
3.5.2) ist für diese beiden Variablen jedoch kein Prädiktoreffekt der Trancetiefe
254
4 Diskussion
2 ableitbar.
Nach den in Kapitel 3.5.1 dargestellten Korrelationen besteht ebenfalls
ein negativer Zusammenhang zwischen der Stärke der Trancetiefe zum dritten
Messzeitpunkt sowie der maximalen Trancetiefe mit der Einschlaflatenz der
Posterhebung (also wiederum in Sinne von „je höher, desto besser“).
Der
maximale Trancetiefewert ging außerdem mit Verbesserungen hinsichtlich der
Schlafeffizienz einher. In beiden Fällen stellen sich die partiellen Korrelationen
nach Ausschalten der Effekte der am höchsten mit der Zielvariablen
korrelierenden Prädiktorvariablen (Trancetiefe 2 bei Einschlaflatenz und
perzeptuelle Imagination, FIRST, bei Schlafeffizienz) als zu gering dar um
zusätzliche Prädiktorqualitäten aufzuweisen.
Schlafdauer
Imaginationsmaßen
und
Schlafeffizienz
beeinflusst:
Je
höher
zeigen
die
sich
im
FIRST
eher
von
erhobene
Gesamtimagination, desto größer die Schlafdauer nach Therapieende und je
höher die gemessene perzeptuelle Imagination, desto größer die Schlafeffizienz
nach abgeschlossener Behandlung.
Bei der perzeptuellen Imagination des FIRST handelt es sich gemäß
Scholz (2002a) um den Abgleich akustisch gegebener, meist interozeptiver,
Informationen
mit
der
Wahrnehmung
des
aktuellen
Zustandes
(z.B.
Schweregefühl im Arm). Ein hoher Testscore spricht dabei für eine hohe
Übereinstimmung. Je höher diese Übereinstimmung, desto größer zeigte sich
also in der vorliegenden Studie die Verbesserung der Schlafeffizienz am Ende
der Therapie. Die Skala „Gesamtimagination“ des FIRST wird aus der Summe
der Unterskalen perzeptuelle und semantische Imagination gebildet. Bei der
semantischen Imagination findet ein Abgleich zwischen akustisch dargebotenen
Szenen und der eigenen Erfahrung statt (Scholz, 2002a), wie z.B. das Essen
einer saftigen Birne. Die Gesamtimagination repräsentiert also sowohl die
Lebendigkeit von interozeptiven Empfindungen (perzeptuelle Imagination) als
auch von erfahrungsbeeinflussten Vorstellungen (semantische Imagination).
Den gefundenen Ergebnissen zufolge verbessert sich die Schlafdauer
signifikant, wenn die im FIRST angeregten Empfindungen und Vorstellungen
255
4 Diskussion
als besonders lebendig erlebt werden.
Die Gesamtimagination klärt dabei ca. 10% der Varianz der Schlafdauer,
die perzeptuelle Imagination immerhin 20% der Varianz der Schlafeffizienz auf.
80 bzw. 90% der jeweiligen abhängigen Variablen können demnach nicht durch
die entsprechenden Imaginationsmaße erklärt werden. Die Lebendigkeit von
Empfindungen
und
Vorstellungen
leistet
aber
ihren
Beitrag
zur
Symptomverbesserung.
Trancetiefe und Katamneseerhebung
Gemäß der in Kapitel 3.5.2 dargestellten Regressionsanalysen weist ein
höheres subjektives Erleben empfundener Zwanghaftigkeit im Fieldtest auf eine
bessere subjektive Schlafqualität nach abgeschlossenem Katamnesezeitraum
hin. Personen, die während der Trancesitzung das Gefühl hatten, sie hätten
sich den Suggestionen nicht entziehen können, berichteten also drei Monate
nach abgeschlossener Behandlung eine weitere Verbesserung hinsichtlich ihrer
Schlafqualität. Die Zwanghaftigkeit klärt jedoch lediglich knapp 8% der Varianz
auf. Ein korrelativer Zusammenhang wurde zudem für erhöhte Zwanghaftigkeit
und Verbesserungen der katamnestischen Schlafeffizienz gefunden (siehe
Kapitel 3.5.1).
Hier bleibt offen, ob es sich vielleicht (im Sinne einer Konfundierung) um
Personen handelte, welche auch nach Therapieende die selbst gewählte
hypnotherapeutische CD weiterhin täglich hörten und somit die rezipierten
Suggestionen
(bezüglich
Entspannung
und/oder
Symptombearbeitung)
aufgrund der Gewissenhaftigkeit der weitergeführten Selbstbehandlung bessere
Wirkungschancen aufwiesen. Eine weitere Auswertung des vorliegenden
Datenmaterials könnte hierüber Auskunft geben.
Die Einschlaflatenz erweist sich von der Trancetiefe zum zweiten
Messzeitpunkt der vierstufigen Selbsteinschätzung in der vierten Sitzung
beeinflusst: Je höher die Trancetiefe zum zweiten Messzeitpunkt, desto
niedriger die katamnestische Einschlaflatenz, wobei eine Varianzaufklärung von
256
4 Diskussion
knapp 15% stattfindet. Die Vorhersagequalität der Trancetiefe 2 für die
Einschlaflatenz konnte auch für die Posterhebung nachgewiesen werden (s.o.).
Dieses Ergebnis passt zu den weiter oben angestellten Überlegung zum
Zusammenhang von der Fähigkeit, schneller in Trance zu fallen mit einer
Verbesserung der Schlafproblematik. Es erscheint logisch, dass Menschen, die
schneller in einen Trancezustand finden auch schneller einschlafen können.
Gemäß der regressionsanalytischen Auswertung der Katamnesedaten setzt
sich
dieser
Effekt
auch
nach
abgeschlossener
Behandlung
im
Katamnesezeitraum weiter fort.
Trancetiefe 2 besitzt ebenfalls Vorhersagekraft für die katamnestische
Schlafeffizienz sowie den PSQI-Katamnese-Index im Sinne einer Verbesserung
bei
erhöhter
Trancetiefe
zum
zweiten
Messzeitpunkt.
Bezüglich
der
Schlafeffizienz wurden in der schrittweisen Regressionsanalyse wiederum zwei
Modelle berechnet (siehe Kapitel 3.5.2). Im ersten Modell klärt die Trancetiefe 2
als alleiniger Prädiktor 14% der Varianz auf, im zweiten Modell werden unter
Hinzunahme der im FIRST erhobenen mentalen Suggestibilität insgesamt 21%
der Varianz erklärt. Für den PSQI-Katamneseindex stellt die Trancetiefe zum
zweiten
Messzeitpunkt
den
einzigen
Prädiktor
bei
knapp
12%
Varianzaufklärung dar.
Ferner wurde ein negativer Zusammenhang zwischen Trancetiefe 2 und
der katamnestischen Schlafdauer nachgewiesen (siehe Kapitel 3.5.1): Je höher
Trancetiefe 2, desto höher die Verbesserung der Schlafdauer bei der
Katamneseerhebung. Korrelationen zwischen Trancetiefe 3 sowie der mittleren
Trancetiefe
mit
der
katamnestischen
Einschlaflatenz
wurden
in
der
schrittweisen regressionsanalytischen Überprüfung möglicher Kausaleinflüsse
nach Bereinigung des Effektes von Trancetiefe 2 nicht ins statistische Modell
aufgenommen (siehe Kapitel 3.5.2).
Es zeigt sich also auch in den Katamnesedaten ein günstiger Effekt der
Fähigkeit, schneller in Trance zu kommen. Zum einen werden bereits in den
Postdaten gefundene Einflüsse im Katamnesezeitraum weiterhin wirksam
(Einschlaflatenz, PSQI-Index), zum anderen erweist sich die Trancetiefe 2 erst
für die Katamneseerhebung als vorhersagerelevant (Schlafeffizienz), wo für die
257
4 Diskussion
Posterhebung andere Prädiktoren gefunden wurden (perzeptuelle Imagination).
Eine früher erreichte Trancetiefe begünstigt demnach die Stabilität der
Therapieergebnisse auf unterschiedlicher Weise: Es zeigen sich frühe
Einflüsse, welche aufrechterhalten bleiben und Wirkungen, die erst später
einzutreten scheinen.
Für die Schlafdauer nach abgeschlossenem Katamnesezeitraum wurden
negative korrelative Zusammenhänge mit Trancetiefe 2 (s.o.) sowie der
semantischen und der Gesamtimaginatin des FIRST berichtet (siehe Kapitel
3.5.1). Eine Erhöhung dieser Parameter geht demnach mit einer Verbesserung
der Schlafdauer einher, da die Schlafdauer (sowie alle Variablen des PSQI) als
Störungsmaß operationalisiert ist. In der Regressionsanalyse erweist sich
jedoch nur die semantische Imagination als vorhersagerelevant (siehe Kapitel
3.5.2), wobei gut 12% der Varianz aufgeklärt wird.
Wie weiter oben dargestellt, wurde für die Schlafdauer der Posterhebung
ebenfalls ein Imaginationsmaß des FIRST als einziger Prädiktor nachgewiesen.
Dabei handelte es sich allerdings um die Gesamtimagination, welche aus den
Unterskalen perzeptuelle und semantische Imagination gebildet wird. Im
Katamnesezeitraum scheinen nun aber speziell die Einflüsse der semantischen
Imagination, also die Lebendigkeit akustisch angeregter Vorstellungen, zum
Tragen zu kommen. Nach Scholz (2002a) vereint die Skala perzeptuelle
Imagination verschiedene Aspekte von Entspannung und Suggestibilität in sich,
die Skala semantische Imagination repräsentiert hingegen Imagination im
engeren Sinne. Eine hohe Imagination fördert also eine Verbesserung der
Schlafdauer im Katamnesezeitraum, unabhängig von Entspannungs- und
Suggestibilitätseffekten.
4.1.6 Einfluss der Suggestionsbedingungen auf die Trancetiefe
In Fragestellung 2 wurde überprüft ob das Konzept Trancetiefe von den
unterschiedlichen Suggestionsbedingungen abhängig ist. Es zeigten sich
signifikante Unterschiede zwischen den Suggestionsbedingungen bezüglich der
in der vierten Sitzung mittels Selbstrating zu vier Messzeitpunkten erhobenen
258
4 Diskussion
Trancetiefe (siehe Kapitel 3.6): Während in der reinen Entspannungsbedingung
Trancetiefe 1 und Trancetiefe 2 am niedrigsten ausfallen, weist die gekoppelte
Entspannungs-Metapher-Bedingung die höchsten Werte in diesen beiden
Trancemaßen auf. Keine Unterschiede zwischen den Bedingungen wurde für
die Trancetiefen 3 und 4, die mittlere und die maximale Trancetiefe sowie die
Trancemaße
des
Fieldtests
gefunden.
Demnach
bringt
die
reine
Entspannungshypnose einen langsameren Einstieg ins Tranceerleben mit sich,
wohingegen
die
gekoppelte
Bedingung
ein
schnelles
Erreichen
des
Trancezustandes begünstigt
Dieses Ergebnis ist besonders interessant in Zusammenhang mit den in
Kapitel 4.1.5 diskutierten Befunden zu günstigen Einflüssen eines früher
erreichten
Trancezustandes
auf
zahlreiche,
im
PSQI
erhobene,
Schlafsymptommaße.
259
4 Diskussion
4.2 Diskussion allgemein
Das
Bonner
Therapieprogramm
hat
sich
Behandlungsform der Primären Insomnie erwiesen:
als
In
äußerst
effektive
den PSQI-Variablen
konnten in der Posterhebung fast ausnahmslos signifikante
(Variable
„Störung“) bis hoch signifikante (alle übrigen Variablen) Verbesserungen
nachgewiesen werden. Lediglich die subjektiv empfundene Müdigkeit reduzierte
sich nicht. In der Katamneseerhebung blieben diese Verbesserungen für vier
Variablen
stabil
(subjektive
Schlafqualität,
Schlafdauer,
Medikamenten-
einnahme sowie Gesamtindex), bezüglich zwei Variablen zeigten sich sogar
weitere Verbesserungen (Einschlaflatenz und Schlafeffizienz). Abweichungen
zu den Ergebnissen unmittelbar nach Therapieende wurden hinsichtlich zwei
Variablen festgestellt: Während sich das Ausmaß der erlebten Störungen über
den Katamnesezeitraum wiederum verschlechterte, trat nun eine signifikante
Verbesserung der subjektiven Müdigkeit ein.
Unnewehr et al. (1997) wiesen nach Durchführung eines multimodalen
Programmes,
kontrolle,
bestehend
aus
Problemlösetraining
Schlafedukation,
sowie
Schlafhygiene,
Tagesstrukturierung
und
StimulusAktivitäts-
steigerung, Verbesserungen von Schlafqualität und Einschlaflatenz sowie eine
Reduktion
der
Medikamenteneinnahme
und
Zunahme
funktionaler
Schlafkognitionen nach. Sie belegten somit die Wirksamkeit mehrdimensionaler
Ansätze in der Behandlung der Primären Insomnie. Ferner fanden die Autoren,
dass die Diskrepanz zwischen objektivem (mittels Polysomnograph erhobenem)
und subjektivem Befund auch nach erfolgreicher Behandlung trotz verbesserter
subjektiver Einschätzung der Schlafqualität bestehen bleibt. Diese Feststellung
spielt unter Umständen auch in der vorliegenden Untersuchung bei den
Angaben zu den sich im Katamnesezeitraum wieder verschlechternden
subjektiven nächtlichen Störungen eine Rolle.
Im Bonner Insomnieprojekt scheinen insgesamt v.a. Patienten profitiert
zu haben, welche sich durch ein hohes Maß an subjektivem Störungserleben
auszeichnen. Bei einer Analyse von fünf deutschsprachigen multimodalen
260
4 Diskussion
Therapiestudien zur Primären Insomnie stellten Unnewehr et al. (1997) fest,
dass nachgewiesene Verbesserungen sich eher auf subjektive denn auf
objektive Daten beziehen und erklären diesen Befund damit, dass sich die
Ausprägung der Störung auch eher auf subjektiven denn auf objektiven
Variablen manifestiert. Dabei reichen sechs Therapiesitzungen für eine
signifikante Reduktion der subjektiven Symptomatik aus. Entsprechend kann in
der vorliegenden Untersuchung argumentiert werden, dass v.a. Patienten mit
größerem subjektivem Störungserleben von der Behandlung profitiert haben.
Hierbei bleibt jedoch unklar, inwieweit die Metapherdarbietung einen Beitrag
hierzu geleistet hat, da dieser Effekt in der Gruppe der Patienten, welche
ausschließliche
hypnotherapeutische
Metaphern
auf
CD
ausgehändigt
bekamen, nachgewiesen wurde.
Eine Überlegenheit der gekoppelten Entspannungs-Metapher-Bedingung
gegenüber den beiden anderen Suggestionsbedingungen (reine Entspannung
und reine Metapherdarbietung) bezüglich der Stärke und der Stabilität der
Therapieerfolge konnte mittels Signifikanztestung weder anhand des PSQI
noch der Daten des Bonner elektronischen Schlaftagebuchs nachgewiesen
werden. Die Hypothesen 1 bis 4 wurden auf diese Weise nicht bestätigt.
Im
Effektstärkenvergleich
der
Daten
des
Bonner
elektronischen
Tagebuchs zwischen den drei Behandlungsgruppen in der Treatmentphase
wies die kombinierte Suggestionsbedingung im Behandlungsverlauf die stärkste
Zunahme
an
Erholungsgefühl
Behandlungsbeginn
über
die
auf
(Slopewerte),
geringsten
während
Erholungswerte
sie
zu
verfügte
(Interceptwerte). Die Überprüfung der Effektstärken der Tagebuchwerte im
zeitlichen Verlauf (von der Baseline- zur Treatmentphase) für die drei
Behandlungsgruppen erbrachte sehr vielfältige, z.T. schwer interpretierbare
Ergebnisse. Eine ausführliche Diskussion dieser Befunde, inklusive genauer
Analyse der jeweiligen Werte, führte zu dem Fazit, dass gefundene
Veränderungen möglicherweise auf Einflüsse unbekannter Störvariablen
zurückgehen (siehe Kapitel 4.1.1).
261
4 Diskussion
Die kombinierte Entspannungs-Metapher-Bedingung zeigte sich im
Effektstärkenvergleich gegenüber den beiden reinen Bedingungen in der PSQIPosterhebung in puncto Schlafqualität, Schlafdauer und Schlafeffizienz
überlegen. Zwar wurde auch eine höhere subjektive Müdigkeit in der
Kombinationsbedingung gegenüber den beiden reinen Bedingungen nach
abgeschlossener Behandlung nachgewiesen, dieser Unterschied zeigte sich
aber bereits in der Präerhebung. Ferner wies die Kombinationsbedingung bei
der späteren Überprüfung der PSQI-Werte im zeitlichen Verlauf durchaus eine
Verbesserung der Müdigkeit auf, wenn auch geringer ausgeprägt als in den
beiden reinen Bedingungen.
Im
Zwischengruppenvergleich
der
Effektstärken
der
drei
Suggestionsbedingungen in der PSQI-Katamneseerhebung plazierte sich die
kombinierte Bedingung zwischen die reine Metapherbedingung (höchstes
Ausmaß an günstigen Effekten) und der reinen Entspannungsbedingung
(niedrigstes
Ausmaß
an
günstigen
Effekten).
Die
Überlegenheit
der
Kombinationsbedingung gegenüber beiden reinen Bedingungen bezüglich der
Schlafeffizienz
spricht
jedoch
für
eine
längerfristigere
Wirkung
von
Schlafedukation im Rahmen eines multimodalen Therapieprogrammes bei
gleichzeitiger
Kombination
von
Entspannungssuggestionen
und
metaphorischen Anekdoten im hypnotherapeutischen Baustein.
Die
Ergebnisse
der
Effektstärkenberechnung
der
drei
Behandlungsbedingungen für die PSQI-Were im zeitlichen Verlauf von der Präzur Posterhebung stützen die Hypothesen 1 und 2, die eine Überlegenheit der
Kombinationsbedingung
gegenüber
den
beiden
reinen
Suggestions-
bedingungen im Ausmaß des Therapieerfolges postulieren. Die kombinierte
Bedingung
erzielte
hier
die
meisten
Verbesserungen.
Die
stärksten
Verbesserungen wiesen dabei die subjektive Schlafqualität und der PSQIGesamtindex auf.
Bezüglich der Effektstärken der PSQI-Werte im zeitlichen Verlauf von der
Post- zur Katamneseerhebung bringt wiederum die Metapherbedingung die
meisten Verbesserungen, was Hypothese 4 (Überlegenheit der kombinierten
262
4 Diskussion
Bedingung
gegenüber
der
Metapherbedingung
in
der
Stabilität
des
Therapieerfolges) widerlegt. Die kombinierte Bedingung zeigt sich jedoch im
selben Verfahren der reinen Entspannungsbedingung in den meisten Variablen
überlegen, was weitgehend Hypothese 3 (Überlegenheit der kombinierten
Bedingung gegenüber der Entspannungsbedingung in der Stabilität des
Therapieerfolges) stützt.
Die Hypothesen 1, 2 und 3 können also mittels Effektstärkenberechnungen
weitgehend
bestätigt
werden,
wenn
auch
die
Signifikanztestungen dagegen sprechen.
Um den Beitrag der hypnotherapeutische Methode an sich auf die
Therapieerfolge zu überprüfen, müssten die Ergebnisse in einer weiteren
Untersuchung
mit
einer
zusätzlichen
Behandlungsbedingung
ohne
Hypnotherapie bzw. einer anders gearteten Entspannungsbedingung (z.B.
Progressiver Muskelrelaxation) überprüft werden.
Bei den Untersuchungen zu den Fragestellungen 1 und 2 wurden
Einflüsse der Absorptionsfähigkeit auf eine Verschlechterung des empfundenen
Störungserlebens nach abgeschlossener Behandlung sowie Einflüsse des
Gefühls, sich den Suggestionen nicht entziehen zu können (Zwanghaftigkeit)
auf
eine Verbesserung der katamnestischen Schlafqualität
festgestellt.
Möglicherweise lässt eine erhöhte Absorptionsfähigkeit autretende nächtliche
Störungen als intensiver erleben, während eine erhöhte Zwanghaftigkeit im
Sinne einer Konfundierung zu einer gewissenhafteren Weiterbefolgung
therapeutischer Empfehlungen nach bereits beendeter Behandlung führt.
Ein frühes Erreichen eines Trancezustandes, also ein schnelleres „in
Trance fallen“ zeigte sich ferner als günstiger Prädiktor für unmittelbare und
katamnestische
Therapieerfolge
für
je
drei
PSQI-Variablen
(jeweils
Einschlaflatenz und PSQI-Index sowie Medikamtenteneinnahme der Post- und
Schlafeffizienz
der
Katamneseerhebung).
Weitere
Zusammenhänge
mit
Verbesserungen einzelner PSQI-Variablen wurden festgestellt (Posterhebung:
263
4 Diskussion
Schlafdauer und Schlafeffizienz; Katamneseerhebung: Schlafdauer). Auf der
anderen Seite begünstigte die gekoppelte Bedingung (Entspannung und
Metapherdarbietung) ein früheres Erreichen eines Trancezustandes.
Zusammengefasst sprechen die Ergebnisse bezüglich der Trancetiefe
also für eine Überlegenheit der gekoppelten Bedingung, wenn auch nicht im
Sinne der Hypothesen 1 bis 4. Der Einfluss ist vielmehr ein indirekter: Über die
Förderung eines frühen Tranceeinstiegs werden die Weichen für eine stärkere
und stabilere Verbesserung der Symptomatik gestellt. Hierbei bewegt sich die
Varianzaufklärung durch die frühere Trance allerdings durchweg im unteren
Bereich (ca. 10-15%).
Die Imaginationsfähigkeit scheint v.a. die Variablen Schlafdauer und
Schlafeffizienz günstig zu beeinflussen, wobei bei beiden Variablen im
Therapieverlauf auch Suggestibilitäts- und Entspannungseinflüsse eine Rolle
spielen. Die Schlafdauer zeigt sich im Katamnesezeitraum einzig durch den
Einfluss reiner Imagination weiter verbessert (dies bezieht sich jedoch nur auf
die überprüften Faktoren Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination – die
Varianz der katamnestischen Schlafdauer ist mit 12% des Beitrags der
Imagination längst nicht erschöpfend erklärt und andere Wirkeinflüsse des
Therapieprogramms bleiben unbeleuchtet).
Insgesamt
gilt
also
weiterhin zu
untersuchen,
welchen Beitrag
Hypnotherapie als Element eines multimodalen Therapieprogrammes der
Primären Insomnie zur Gesamtverbesserung
leistet.
Ebenfalls
gilt
zu
überprüfen, inwieweit sich fördernde Einflüsse eines früher erreichten
Trancezustandes
replizieren
lassen
und
ob
dieser
auch
in
anderen
Untersuchungen zuverlässig durch die Kombination von Entspannungsinstruktionen und Metapherdarbietungen nachgewiesen werden kann.
264
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271
Anhang A
Demographische Angaben der Probanden sowie deren
Verteilung auf die drei Untersuchungsbedingungen
Anhang A, 1 von 9
Demographische Angaben der Probanden sowie deren Verteilung
auf die drei Untersuchungsbedingungen
Alle Probanden
Deskriptive Statistik
N
Alter
Gültige Werte
(Listenweise)
58
Minimum
18
Maximum
80
Mittelwert
53,22
Standardab
weichung
13,073
58
Geschlecht
Gültig
männlich
weiblich
Gesamt
Häufigkeit
20
38
58
Prozent
34,5
65,5
100,0
Gültige
Prozente
34,5
65,5
100,0
Kumulierte
Prozente
34,5
100,0
Bedingung
Gültig
nur Entspannung
nur Metapher
Entspannung-Metapher
Gesamt
Häufigkeit
17
18
23
58
Prozent
29,3
31,0
39,7
100,0
Gültige
Prozente
29,3
31,0
39,7
100,0
Kumulierte
Prozente
29,3
60,3
100,0
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Schulabschluß
Häufigkeit
Gültig
Hauptschulabschluß
(Volksschule)
Realschulabschluß
Handelsschulabschluß
Abitur (Fachabitur)
Gesamt
Prozent
10
17,2
17,2
17,2
16
2
30
58
27,6
3,4
51,7
100,0
27,6
3,4
51,7
100,0
44,8
48,3
100,0
Anhang A, 2 von 9
Tätigkeit
Gültig
arbeitslos
Hausfrau
Rentner
berufstätig
Student
sonstige
Gesamt
Häufigkeit
1
6
20
29
1
1
58
Prozent
1,7
10,3
34,5
50,0
1,7
1,7
100,0
Gültige
Prozente
1,7
10,3
34,5
50,0
1,7
1,7
100,0
Kumulierte
Prozente
1,7
12,1
46,6
96,6
98,3
100,0
Familienstand
Gültig
ledig
fester Partner
getrennt lebend
verheiratet
geschieden
verwitwet
Gesamt
Häufigkeit
9
8
3
31
5
2
58
Prozent
15,5
13,8
5,2
53,4
8,6
3,4
100,0
Gültige
Prozente
15,5
13,8
5,2
53,4
8,6
3,4
100,0
Kumulierte
Prozente
15,5
29,3
34,5
87,9
96,6
100,0
Medikamente
Gültig
keine Medikamente
Schlafmittel
sonstige Medikamente
beides
Gesamt
Häufigkeit
22
8
13
15
58
Prozent
37,9
13,8
22,4
25,9
100,0
Gültige
Prozente
37,9
13,8
22,4
25,9
100,0
Kumulierte
Prozente
37,9
51,7
74,1
100,0
Therapieerfahrung
Gültig
keine Therapieerfahrung
Therapieerfahrung
Gesamt
Häufigkeit
30
28
58
Prozent
51,7
48,3
100,0
Gültige
Prozente
51,7
48,3
100,0
Kumulierte
Prozente
51,7
100,0
Anhang A, 3 von 9
Lebensform
Gültig
alleine
mit Partner
mit Angehörigen
Gesamt
Häufigkeit
19
28
11
58
Gültige
Prozente
32,8
48,3
19,0
100,0
Prozent
32,8
48,3
19,0
100,0
Kumulierte
Prozente
32,8
81,0
100,0
Häufigkeiten Bedingung 1 (nur Entspannung)
Statistiken
N
Gültig
Fehlend
Schulabs
chluß
17
0
Geschlecht
17
0
Tätigkeit
17
0
Familiens
tand
17
0
Medikamente
17
0
Geschlecht
Gültig
männlich
weiblich
Gesamt
Häufigkeit
7
10
17
Prozent
41,2
58,8
100,0
Gültige
Prozente
41,2
58,8
100,0
Kumulierte
Prozente
41,2
100,0
Schulabschluß
Häufigkeit
Gültig
Hauptschulabschluß
(Volksschule)
Realschulabschluß
Abitur (Fachabitur)
Gesamt
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
3
17,6
17,6
17,6
5
9
17
29,4
52,9
100,0
29,4
52,9
100,0
47,1
100,0
Therapie
erfahrung
17
0
Lebensform
17
0
Anhang A, 4 von 9
Tätigkeit
Gültig
Hausfrau
Rentner
berufstätig
Student
Gesamt
Häufigkeit
1
5
10
1
17
Prozent
5,9
29,4
58,8
5,9
100,0
Gültige
Prozente
5,9
29,4
58,8
5,9
100,0
Kumulierte
Prozente
5,9
35,3
94,1
100,0
Familienstand
Gültig
ledig
fester Partner
verheiratet
geschieden
Gesamt
Häufigkeit
4
1
10
2
17
Gültige
Prozente
23,5
5,9
58,8
11,8
100,0
Prozent
23,5
5,9
58,8
11,8
100,0
Kumulierte
Prozente
23,5
29,4
88,2
100,0
Medikamente
Gültig
keine Medikamente
Schlafmittel
sonstige Medikamente
beides
Gesamt
Häufigkeit
8
3
2
4
17
Prozent
47,1
17,6
11,8
23,5
100,0
Gültige
Prozente
47,1
17,6
11,8
23,5
100,0
Kumulierte
Prozente
47,1
64,7
76,5
100,0
Therapieerfahrung
Gültig
keine Therapieerfahrung
Therapieerfahrung
Gesamt
Häufigkeit
6
11
17
Prozent
35,3
64,7
100,0
Gültige
Prozente
35,3
64,7
100,0
Kumulierte
Prozente
35,3
100,0
Anhang A, 5 von 9
Lebensform
Gültig
Häufigkeit
6
9
2
17
alleine
mit Partner
mit Angehörigen
Gesamt
Gültige
Prozente
35,3
52,9
11,8
100,0
Prozent
35,3
52,9
11,8
100,0
Kumulierte
Prozente
35,3
88,2
100,0
Deskriptive Statistik
N
Alter
Gültige Werte
(Listenweise)
17
Minimum
31
Maximum
80
Mittelwert
53,35
Standardab
weichung
15,079
17
Häufigkeiten Bedingung 2 (nur Metapher)
Statistiken
N
Gültig
Fehlend
Schulabs
chluß
18
0
Geschlecht
18
0
Tätigkeit
18
0
Familiens
tand
18
0
Medikamente
18
0
Geschlecht
Gültig
männlich
weiblich
Gesamt
Häufigkeit
6
12
18
Prozent
33,3
66,7
100,0
Gültige
Prozente
33,3
66,7
100,0
Kumulierte
Prozente
33,3
100,0
Schulabschluß
Häufigkeit
Gültig
Hauptschulabschluß
(Volksschule)
Realschulabschluß
Abitur (Fachabitur)
Gesamt
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
4
22,2
22,2
22,2
4
10
18
22,2
55,6
100,0
22,2
55,6
100,0
44,4
100,0
Therapie
erfahrung
18
0
Lebensform
18
0
Anhang A, 6 von 9
Tätigkeit
Gültig
arbeitslos
Hausfrau
Rentner
berufstätig
Gesamt
Häufigkeit
1
3
7
7
18
Prozent
5,6
16,7
38,9
38,9
100,0
Gültige
Prozente
5,6
16,7
38,9
38,9
100,0
Kumulierte
Prozente
5,6
22,2
61,1
100,0
Familienstand
Gültig
ledig
fester Partner
getrennt lebend
verheiratet
geschieden
verwitwet
Gesamt
Häufigkeit
1
2
1
11
2
1
18
Prozent
5,6
11,1
5,6
61,1
11,1
5,6
100,0
Gültige
Prozente
5,6
11,1
5,6
61,1
11,1
5,6
100,0
Kumulierte
Prozente
5,6
16,7
22,2
83,3
94,4
100,0
Medikamente
Gültig
keine Medikamente
Schlafmittel
sonstige Medikamente
beides
Gesamt
Häufigkeit
7
1
6
4
18
Prozent
38,9
5,6
33,3
22,2
100,0
Gültige
Prozente
38,9
5,6
33,3
22,2
100,0
Kumulierte
Prozente
38,9
44,4
77,8
100,0
Therapieerfahrung
Gültig
keine Therapieerfahrung
Therapieerfahrung
Gesamt
Häufigkeit
12
6
18
Prozent
66,7
33,3
100,0
Gültige
Prozente
66,7
33,3
100,0
Kumulierte
Prozente
66,7
100,0
Anhang A, 7 von 9
Lebensform
Gültig
Häufigkeit
4
9
5
18
alleine
mit Partner
mit Angehörigen
Gesamt
Gültige
Prozente
22,2
50,0
27,8
100,0
Prozent
22,2
50,0
27,8
100,0
Kumulierte
Prozente
22,2
72,2
100,0
Deskriptive Statistik
N
Alter
Gültige Werte
(Listenweise)
18
Minimum
35
Maximum
68
Standardab
weichung
11,216
Mittelwert
54,17
18
Häufigkeiten Bedingung 3 (Entspannung-Metapher)
Statistiken
N
Gültig
Fehlend
Schulabs
chluß
23
0
Geschlecht
23
0
Tätigkeit
23
0
Familiens
tand
23
0
Medikamente
23
0
Therapie
erfahrung
23
0
Geschlecht
Gültig
männlich
weiblich
Gesamt
Häufigkeit
7
16
23
Prozent
30,4
69,6
100,0
Gültige
Prozente
30,4
69,6
100,0
Kumulierte
Prozente
30,4
100,0
Schulabschluß
Häufigkeit
Gültig
Hauptschulabschluß
(Volksschule)
Realschulabschluß
Handelsschulabschluß
Abitur (Fachabitur)
Gesamt
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
3
13,0
13,0
13,0
7
2
11
23
30,4
8,7
47,8
100,0
30,4
8,7
47,8
100,0
43,5
52,2
100,0
Lebensform
23
0
Anhang A, 8 von 9
Tätigkeit
Gültig
Hausfrau
Rentner
berufstätig
sonstige
Gesamt
Häufigkeit
2
8
12
1
23
Prozent
8,7
34,8
52,2
4,3
100,0
Gültige
Prozente
8,7
34,8
52,2
4,3
100,0
Kumulierte
Prozente
8,7
43,5
95,7
100,0
Familienstand
Gültig
ledig
fester Partner
getrennt lebend
verheiratet
geschieden
verwitwet
Gesamt
Häufigkeit
4
5
2
10
1
1
23
Prozent
17,4
21,7
8,7
43,5
4,3
4,3
100,0
Gültige
Prozente
17,4
21,7
8,7
43,5
4,3
4,3
100,0
Kumulierte
Prozente
17,4
39,1
47,8
91,3
95,7
100,0
Medikamente
Gültig
keine Medikamente
Schlafmittel
sonstige Medikamente
beides
Gesamt
Häufigkeit
7
4
5
7
23
Prozent
30,4
17,4
21,7
30,4
100,0
Gültige
Prozente
30,4
17,4
21,7
30,4
100,0
Kumulierte
Prozente
30,4
47,8
69,6
100,0
Therapieerfahrung
Gültig
keine Therapieerfahrung
Therapieerfahrung
Gesamt
Häufigkeit
12
11
23
Prozent
52,2
47,8
100,0
Gültige
Prozente
52,2
47,8
100,0
Kumulierte
Prozente
52,2
100,0
Anhang A, 9 von 9
Lebensform
Gültig
Häufigkeit
9
10
4
23
alleine
mit Partner
mit Angehörigen
Gesamt
Prozent
39,1
43,5
17,4
100,0
Gültige
Prozente
39,1
43,5
17,4
100,0
Kumulierte
Prozente
39,1
82,6
100,0
Deskriptive Statistik
N
Alter
Gültige Werte
(Listenweise)
23
23
Minimum
18
Maximum
70
Mittelwert
52,39
Standardab
weichung
13,371
Anhang B
Einverständniserklärung für die Videoaufzeichnung
Anhang B, 1 von 1
RHEINISCHE FRIEDRICH-WILHELMSUNIVERSITÄT BONN
Psychologisches Institut
Abteilung Klinische und Angewandte Psychologie
Direktor: Prof. Dr. rer. nat. O. Berndt Scholz
Römerstrasse 164
D-53117 Bonn
Einverständniserklärung
Ich, (Name/ Geburtsdatum)
erkläre hiermit mein Einverständnis darüber, daß die psychotherapeutischen und diagnostischen Kontakte zu Zwecken der Supervision und Qualitätssicherung auf Video
aufgezeichnet werden.
Bonn, am
_________________________
Unterschrift
http://www.psychologie.uni-bonn.de/kap/kap.htm
Anhang C
Schriftliche Bedienungsanleitung des Bonner elektronischen
Schlaftagebuchs
Anhang D
Vertrag zur Nutzung des Bonner elektronischen
Schlaftagebuchs
Anhang E
Anleitung zum Gebrauch der CDs
Anhang F
Infoblatt „Verschiedene Formen der Insomnie“
Anhang F, 1 von 2
Verschiedene Formen der Insomnie
Insomnie infolge falscher Schlafhygiene:
•
•
•
•
•
•
Häufig wechselnde Zubettgeh- und Aufstehzeiten
Lange Schlafperioden am Tage
Ausgedehnte Bettliegezeiten von zehn und mehr Stunden
Übermäßiger Genuss von Koffein, Alkohol, Nikotin vor dem Zubettgehen
Übertriebene körperliche oder zu sehr anregende geistige Aktivitäten kurz vor
dem Schlafen oder im Bett
Ein ungemütliches, zu heiß oder zu kalt temperiertes Schlafzimmer mit
störenden Einflüssen durch Licht, Geräusch- und Geruchsquellen
Ein Fehlverhalten im Umgang mit dem Schlaf ist den Betroffenen zumeist nicht
bewusst. Die Behandlung besteht in erster Linie in der strikten Einhaltung einer idealen
Schlafhygiene, d. h. in einer Verhaltensänderung.
Psychogen-psychoreaktive Insomnie:
•
•
•
Schwerwiegende innere, oft unbewusste Probleme erhalten die Schlafstörung
Ein- und Durchschlafstörungen können in ein komplexes Bild unterschiedlicher
psychiatrischer Symptome wie Angst, gefühlsmäßige Labilität, Depressivität
oder Versagensängste eingebunden sein und
Nächtlicher Aufwachvorgänge können körperliche Zeichen eines
Traumerwachens wie abruptes Wachheitsgefühl, Unruhe oder Herzrasen ohne
Traumerinnerung aufweisen.
Bei dieser Insomnie stören unbewusst seelische Konflikte den Schlaf.
Psychologische und psychotherapeutische Verfahren sind hier das Mittel der Wahl.
Psychophysiologische Insomnie:
•
•
Dauerstress und anhaltende Belastungen stören den Schlaf. Auf Dauer erhöhen
sie das Erregungsniveau in Körper und Psyche und verursachen so ein
sogenanntes „Hyperarousal“ (= „Übererregung“).
Das Hyperarousal zeigt sich in der Nacht in gefühlsmäßiger Erregung (Ärger
und Verzweiflung oder Angst vor dem Nichteinschlafen können) und geistiger
Überaktivität (Gedankenkreisen). Es verursacht körperliche Anspannung
(Muskelverspannung, Unruhe) und labilisiert vegetative Funktionen (Herzrasen,
Schwitzen).
Anhang F, 2 von 2
•
•
•
•
Das Hyperarousal verhindert das Einschlafen und führt zu Unterbrechungen des
Schlafes durch nächtliches Erwachen.
Der Betroffene erlebt eine unerholsame Nacht. Er löst seine den Schlaf
störenden Probleme nicht mehr ausreichend und sehnt sich so sehr nach einem
erholsamen Schlaf, dass er diesen am liebsten erzwingen möchte.
Nach einiger Zeit treten die geschilderten Symptome bereits beim Betreten des
Schlafzimmers auf. Die Schlafumgebung und der Vorgang des Schlafengehens
werden zum unbewussten Signal dafür, nicht schlafen zu können.
Es entsteht ein Teufelskreis aus Schlafstörung, Ärger, Anspannung und Angst,
welcher die Schlafstörung aufrechterhält.
Nichtpharmakologische therapeutische Verfahren sind die wichtigsten
Behandlungsinstrumente. Sie umfassen verhaltenstherapeutische Techniken wie
Schlafhygiene, Stimuluskontrolle, Entspannungsverfahren und in Einzelfällen
spezifische Psychotherapieformen. Von einer längerdauernden täglichen Einnahme von
Schlafmitteln ist abzuraten.
Anhang G
Infoblatt „Schlafregeln I“
Anhang H
Infoblatt „Schlafregeln II“
Anhang I
Infoblatt „Schlafregeln III“
Anhang J
Abbildungen:
„Verlauf des typischen Nachtschlafs nach Cartwright“
und
„Zwei-Prozess-Modell der Schlaf-Wach-Regulation nach
Borbély“
(zitiert nach Riemann & Backhaus, 1996)
Anhang K
Abbildungen:
„Schlaf-Wach-Muster vom Säuglingsalter bis ins hohe
Lebensalter“
und
„Schlafarchitektur über die Lebensspanne“
(zitiert nach Riemann & Backhaus, 1996)
Anhang L
Bogen zur Erfassung der Trancetiefe in der 4. Sitzung
Anhang M
z-transformierte Interceptwerte der Baselinephase
Anhang M, 1 von 1
z-transformierte Interceptwerte der Baselinephase
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung +
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
Standardabweichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung +
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
z-Wert: Intercept
"Dauer des
nächtl.
Wachliegens",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Morgendl.
Wachliegen",
Baseline
,05075
-,25025
,25393
-,09963
16
16
15
16
,693395
,821915
1,737459
,853945
-,04681
,20353
-,14306
-,33144
16
15
16
16
,728625
1,172589
,268360
1,087440
-,00406
,05919
-,09494
,43119
16
16
16
16
1,454749
,998191
,285170
,946309
-,00004
-,00009
,00002
,00004
48
47
47
48
,999961
1,000086
1,000018
,999999
z-Wert:
Intercept
"Erholung",
Baseline
N
Metapher
z-Wert: Intercept
"Häufigkeit des
nächtl.
Wachliegens",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Latenz",
Baseline
Standardabw
eichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
z-Wert:
Intercept
"Leistungsfähigkeit",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Schlafdauer",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Effizienz",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Psych.
Variablen",
Baseline
-,31225
-,07131
-,08725
,08480
-,15406
16
16
16
15
16
,954194
1,073495
,854154
1,030379
,990321
,32293
,13213
,24381
,09769
-,01531
15
16
16
16
16
,959671
,815524
,760687
,729264
,885995
,00956
-,06480
-,15681
-,18900
,08812
16
15
16
15
16
1,043547
1,143640
1,314169
1,241401
1,155783
,00002
,00002
-,00008
,00000
-,02708
47
47
48
46
48
1,000125
,999962
,999950
1,002357
,999957
Anhang N
z-transformierte Slopewerte der Baselinephase
Anhang N, 1 von 1
z-transformierte Slopewerte der Baselinephase
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung
+ Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
Standardabweichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Metapher
Mittelwert
N
Standardabweichung
Entspannung
+ Metapher
Mittelwert
N
Insgesamt
z-Wert: Slope
"Latenz",
Treatment
-,03394
z-Wert: Slope
"Häufigkeit des
nächtl.
Wachliegens",
Treatment
,27900
z-Wert: Slope
"Dauer des
nächtl.
Wachliegens",
Treatment
-,25180
z-Wert:
Slope
"Morgendl.
Wachliegen",
Treatment
,19988
16
16
15
16
,342453
,914668
1,668257
,760677
-,07075
-,23840
,18369
,26400
16
15
16
16
,539062
1,225701
,501170
1,336297
,10469
-,05575
,05238
-,46381
16
16
16
16
1,645433
,826940
,340772
,650065
,00000
-,00009
,00000
,00002
48
47
47
48
1,000037
,999861
1,000080
,999999
z-Wert:
Slope
"Erholung",
Treatment
,10481
z-Wert:
Slope
"Leistungsfähigkeit",
Treatment
,06606
z-Wert: Slope
"Schlafdauer",
Treatment
-,18769
z-Wert:
Slope
"Effizienz",
Treatment
-,32673
z-Wert:
Slope
"Psych.
Variablen",
Treatment
,04075
16
16
16
15
16
1,046503
,977731
,769719
,852790
,608051
-,15287
-,04450
,14538
,17725
,20419
15
16
16
16
16
1,101289
,962259
1,073852
,998100
,906509
,03781
-,02280
,04244
,13753
-,24506
16
15
16
15
16
Standardabweichung
,895493
1,123133
1,151402
1,117713
1,353432
Mittelwert
-,00023
,00006
,00004
-,00004
-,00004
47
47
48
46
48
,999837
,999976
1,000009
1,000025
1,000037
N
Standardabweichung
Anhang O
z-transformierte Interceptwerte der Treatmentphase
Anhang O, 1 von 1
z-transformierte Interceptwerte der Baselinephase
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung +
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
Standardabweichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung +
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
z-Wert: Intercept
"Dauer des
nächtl.
Wachliegens",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Morgendl.
Wachliegen",
Baseline
,20781
-,15600
-,32760
-,15331
16
16
15
16
1,081520
,740532
1,508945
1,096082
-,17563
,02640
,17194
,12712
16
15
16
16
1,080061
1,064711
,596124
,807906
-,03213
,13138
,13513
,02619
16
16
16
16
,846915
1,189702
,654103
1,111858
,00002
,00004
-,00002
,00000
48
47
47
48
1,000035
1,000035
1,000000
1,000007
z-Wert:
Intercept
"Erholung",
Baseline
N
Metapher
z-Wert: Intercept
"Häufigkeit des
nächtl.
Wachliegens",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Latenz",
Baseline
Standardabw
eichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
z-Wert:
Intercept
"Leistungsfähigkeit",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Schlafdauer",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Effizienz",
Baseline
z-Wert:
Intercept
"Psych.
Variablen",
Baseline
,1313
,04769
-,17319
-,13420
,14631
16
16
16
15
16
,50623
1,290376
1,271602
1,461152
,602433
,0173
,13769
,24238
,09931
-,11625
15
16
16
16
16
,48856
,729224
,726526
,450279
1,301392
-,2275
-,19787
-,06906
,02820
-,03025
16
15
16
15
16
,70828
,930464
,942777
,911331
1,019233
-,0272
-,00004
,00004
-,00002
-,00006
47
47
48
46
48
,58577
1,000003
1,000008
,999978
1,000044
Anhang P
z-transformierte Slopewerte der Treatmentphase
Anhang P, 1 von 1
z-transformierte Slopewerte der Treatmentphase
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Entspannung
+ Metapher
Standardabweichung
Mittelwert
N
Insgesamt
Standardabweichung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Bedingung
Entspannung
Mittelwert
N
Standardabweichung
Metapher
Mittelwert
N
Standardabweichung
Entspannung
+ Metapher
Mittelwert
N
Insgesamt
z-Wert: Slope
"Latenz",
Treatment
,06381
z-Wert: Slope
"Häufigkeit des
nächtl.
Wachliegens",
Treatment
-,05800
z-Wert: Slope
"Dauer des
nächtl.
Wachliegens",
Treatment
,12213
z-Wert:
Slope
"Morgendl.
Wachliegen",
Treatment
-,13981
16
16
15
16
,833497
,523114
1,464909
,738528
-,11544
-,14053
-,10513
,03350
16
15
16
16
1,178780
1,372440
,417472
1,181180
,05163
,18963
-,00919
,10631
16
16
16
16
1,013566
,986557
,928943
1,076443
,00000
-,00004
,00006
,00000
48
47
47
48
,999940
,999998
1,000039
1,000018
z-Wert:
Slope
"Erholung",
Treatment
-,24406
z-Wert:
Slope
"Leistungsfähigkeit",
Treatment
-,16569
z-Wert: Slope
"Schlafdauer",
Treatment
,12188
z-Wert:
Slope
"Effizienz",
Treatment
,01560
z-Wert:
Slope
"Psych.
Variablen",
Treatment
-,08869
16
16
16
15
16
,685895
1,132357
1,048356
1,030451
,363117
,04373
,03344
-,09531
-,00675
,15500
15
16
16
16
16
1,359929
,715364
,728190
,709714
1,537054
,20281
,14120
-,02656
-,00587
-,06638
16
15
16
15
16
Standardabweichung
,872490
1,144302
1,215399
1,269954
,774610
Mittelwert
-,00009
,00004
,00000
,00083
-,00002
47
47
48
46
48
1,000076
,999976
,999914
1,000054
,999967
N
Standardabweichung
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