KOMPAKT BEDIENUNGSANLEITUNG

KOMPAKT BEDIENUNGSANLEITUNG
HEINRICH KIPP WERK
BEDIENUNGSANLEITUNG
KOMPAKT
Auflage 14 07
HEINRICH KIPP WERK KG
Heubergstraße 2
72172 Sulz am Neckar
Tel. +49 7454 793-0
Fax +49 7454 793-7983
info@kipp.com
www.kipp.com
1
Stand: 27.11.2014
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Sicherheits- und Warnhinweise
3
Bedienung des Spanners
3.1 Spanner aufbauen
3.2 Länge der Spannwelle an Werkstücklänge anpassen
3.3 Technische Daten
3.4 Anschlag (optional)
3.5 Spannbacken tauschen (optional)
4.
Pflege und Wartung
5.Service
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1. Einleitung
Bevor der 5-Achs-Spanner kompakt eingesetzt wird, sind
zunächst sorgfältig alle in der vorliegenden Anleitung
enthaltenen Hinweise zu lesen.
Der 5-Achs-Spanner kompakt kann bei unsachgemäßer
Bedienung oder Montage schwere Personen- und/oder
Sachschäden verursachen.
HEINRICH KIPP WERK KG ist unter keinen Umständen
verantwortlich für jegliche Art von Schäden, wie auch immer
diese zustande gekommen sind.
Beschreibung
Der KIPP 5-Achs-Spanner kompakt wurde so konzipiert, dass er sich
flexibel für die Fräs- bzw. kombinierte Dreh- und Fräsbearbeitung
unterschiedlichster Werkstücke einsetzen lässt.
Er besitzt eine lange Nutzungsdauer und besteht aus hochwertigen
Stählen.
Mit dem KIPP 5-Achs-Spanner kompakt können Sie Ihre Einzel- und
Serienteile optimal von 5 Seiten bearbeiten bei einer maximalen
Einspannweite von 320 mm (Grundausstattung), die sich beliebig
erweitern lässt.
Bitte benutzen Sie nur Originalzubehör passend für den
5-Achs-Spanner kompakt.
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2. Sicherheits- und Warnhinweise
!
Achtung, bitte folgende Punkte unbedingt beachten!
–– beachten Sie immer die Unfallverhütungsvorschriften und allgemein gültige technische Regeln bei der Handhabung, Reinigung
und Benutzung des Spanners samt Zubehör.
–– Die zulässige Zugkraft von 52 kN (bei 120 Nm) nicht überschreiten.
–– Vor der Fräsbearbeitung prüfen, ob alles richtig und fest montiert ist.
–– Das Werkstück stets mittig einspannen.
–– Prüfen, ob alle Schraubverbindungen vollständig und mit korrektem Drehmoment angezogen sind.
–– Das eingespannte Werkstück darf höchstens eine Parallelitätsabweichung von 0,5 mm auf die gesamte Spannerbreite aufweisen.
–– Pin 0,2 mit Ringschneide Ø 6 mm; universeller Pin zur formschlüssigen Spannung ohne Vorprägen (z.B. Rohteilbearbeitung)
–– Die Spindelmutter darf nicht über die Markierung (V-Kerbe) an der Welle hinaus bewegt werden. Damit wird sichergestellt, dass
immer ausreichend viele Gewindegänge im Einsatz sind.
V-Kerbe als Markierung
Spindelmutter
–– Die Überwurfmutter muss vor der Montage mit der Stirnfläche an der Verlängerungswelle anliegen.
–– Im montierten Zustand darf der Abstand zwischen der Überwurfmutter und der Verlängerungswelle max.10 mm betragen, um
eine Beschädigung des Gewindes zu vermeiden.
Überwurfmutter
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3. Bedienung des Spanners
3.1 Spanner aufbauen
–– Aufbau der Grundschiene ( 1 ) auf den Maschinentisch mittels Schrauben oder Spannpratzen
–– Aufschieben der beiden Backen ( 2 ) auf die Grundschiene
–– Abstecksteine ( 3 ) auf gewünschte Position in die Grundschiene stecken (Markierungen auf der Grundschiene und den
Abstecksteinen erleichtern die Einstellung der Spannweite --> Skala). Der Abstand der Spannbacken zum Werkstück sollte bei
den glatten Backen bei ca. 0,5 mm liegen. Die Stufe am Absteckstein zeigt zur Backe (nach außen).
–– Backen bis zum Anschlag an die Abstecksteine schieben
–– Ggf. Feineinstellung mit Stellspindeln ( 4 ) vornehmen
–– Einbau der Spannwelle ( 5 ) mit den entsprechend zusammengekuppelten Wellen. Die passende Länge kann vor Einbau an den
beiden Sechskantbolzen ( 6 ) überprüft werden. Hierzu die Zugspindel samt Wellen mit den seitlichen Aussparungen an die
gerändelten Zapfen halten. Hinweise zum Zusammenbau der Wellen siehe Punkt 3.2
–– Zur Arretierung der Zugspindel im Spanner die beiden Sechskantbolzen ( 6 ) im Uhrzeigersinn bis zum Einrasten drehen
(sichergehen, dass die Bolzen eingerastet sind!)
–– Klemmen der Backen mittels Sechskantmuttern SW19 ( 7 ). Achtung! Sicherstellen, dass die Backe nicht verkantet auf der
Grundschiene ist. Hierzu sind die Backen auf der Grundschiene mittels Druckstücken vorgespannt. Unterstützend sollten die
Backen leicht von hinten an die Führung gedrückt werden.
–– Spannen des Werkstücks durch anziehen der Zugspindel mit dem gewünschten Drehmoment (Drehmoment / SpannkraftDiagramm beachten)
–– Der max. Spannhub wird durch die seitlichen Bleche ( 8 ) angezeigt und begrenzt. Der max. Spannhub ist erreicht, wenn der
Luftspalt an der Vorderkante des Blechs ganz verschwunden ist (siehe Abbildung nächste Seite)
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3. Bedienung des Spanners
Luftspalt zwischen Abdeckung und Grundkörper
3.2 Länge der Spannwelle an Werkstücklänge anpassen
–– Einspannweite 20 - 80 mm
Adapterwelle 60 mm + Gewindespindel
–– Einspannweite 80 - 140 mm
Adapterwelle 120 mm + Gewindespindel
–– Einspannweite 140 - 200 mm
Adapterwelle 120 mm + Verlängerungswelle 60 mm
+ Gewindespindel
–– Einspannweite 200 - 260 mm
Adapterwelle 120 mm + Verlängerungswelle 120 mm
+ Gewindespindel
–– Einspannweite 260 - 320 mm
Adapterwelle 120 mm + Verlängerungswelle 120 mm
+ Verlängerungswelle 60 mm + Gewindespindel
Für größere Spannweiten werden analog mehr Verlängerungswellen (Zubehör) zwischengekoppelt.
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3. Bedienung des Spanners
3.3 Technische Daten
Spannkraft
60
Spannkraft in kN
50
42
40
35
30
28
21
20
12
10
0
0
20
40
60
80
100
120
140
Drehmoment in Nm
Die zulässige Spannkraft von 120 Nm nicht überschreiten.
––
––
––
––
––
––
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Einspannhöhe über Maschinentisch 150 mm (ohne optionale Auflageleisten)
Spannweite 20 - 320 mm (optional erweiterbar)
Spannkraft nach Diagramm
Backenbreite 90 mm bzw. 125 mm
Gewicht 21,5 / 29,8 kg (90 mm / 125 mm)
Schienenlänge 400 mm (Grundausstattung)
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3. Bedienung des Spanners
3.4 Anschlag (optional)
Der Anschlag kann sowohl feststehend als auch schwenkbar angebaut werden. Dieser kann nach unten weggeschwenkt werden,
um die Bearbeitung der dem Anschlag zugewandten Werkstückseite zu ermöglichen. Er rastet dabei mittels eines Federnden
Druckstückes ein.
Der Anbau ist beidseitig sowohl vorn und hinten möglich.
3.4.1 Anschlag wie in Abbildung gezeigt montieren. Darauf achten, dass das Federnde Druckstück ( 15 ) auf der Rückseite des
Anschlagkörpers ( 10 ) nur mit der federnden Kugel übersteht!
3.4.2 Schraube ( 11 ) bei Bedarf (schwenken) nur so fest anziehen, dass sich der Anschlag noch schwenken lässt.
Schraube ( 11 ) mit Gewindestift ( 14 ) gegen lösen sichern. Die Wellscheibe ( 13 ) spannt den Anschlag vor.
Der Zentrierring ( 12 ) führt den Anschlag.
3.4.3 Der Anschlagstift ( 16 ) wird in Position geschoben und mittels der Zylinderschraube ( 17 ) geklemmt.
10
11
12
13
14
15
16
17
Grundkörper Anschlag
Schraube DIN 6912 8x30 10.9
Zentrierring
Wellscheibe
Gewindestift DIN 913 6x8
Federndes Druckstück
Anschlagstift
Zylinderschraube DIN 6912 8x16 10.9
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3. Bedienung des Spanners
3.5 Spannbacken tauschen (optional)
Zum Tauschen der Spannbacken (18; glatt oder mit Bohrungen für Pin´s) oder auch zur gründlichen Reinigung müssen die Backen
getrennt werden.
Hierzu wird wie folgt vorgegangen:
–– Schraube ( 19 ) herausdrehen; darauf achten, dass der O-Ring ( 20 ) nicht beschädigt wird oder verloren geht
–– Backenteil ( 21 ) von der Grundbacke nach schräg oben abnehmen
–– Für einen Wechsel der Spannbacke ( 18 ) die beiden Schrauben ( 22 ) lösen
–– Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Schraube ( 19 ) mit ca. 25 Nm anziehen
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4. PFLEGE UND WARTUNG
Bitte reinigen Sie den Spanner regelmäßig von sich ansammelnden Spänen und Schmutz. Die Zugspindel muss bei reiner
Trockenbearbeitung wiederkehrend leicht eingeölt werden. Es ist darauf zu achten, dass alle Gewinde ausreichend sauber sind und
nicht beschädigt werden.
Nach der Reinigung und bei längerem Nichteinsatz ölen Sie alle Teile leicht ein um Korrosion zu vermeiden. Um an den Raum
zwischen den Backenkomponenten zu gelangen, beachten Sie bitte Punkt 3.5 zur Zerlegung der Teile.
5. SERVICE
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Der Inhalt dieses Dokuments darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung durch die HEINRICH KIPP WERK KG in keiner Form,
weder ganz noch teilweise, vervielfältigt, weitergegeben, verarbeitet oder gespeichert werden.
HEINRICH KIPP WERK KG entwickelt entsprechend seiner Politik die Produkte selbständig weiter. HEINRICH KIPP WERK KG
behält sich das Recht vor, ohne vorherige Ankündigung an dem in dieser Dokumentation beschriebenen Produkt Änderungen
und Verbesserung vorzunehmen.
Der Inhalt dieses Dokuments wird so präsentiert, wie er aktuell vorliegt. HEINRICH KIPP WERK KG übernimmt weder
ausdrücklich noch stillschweigend irgendeine Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit des Inhalts dieses
Dokuments, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die stillschweigende Garantie der Markttauglichkeit und der Eignung
für einen bestimmten Zweck, es sei denn, anwendbare Gesetze oder Rechtsprechung schreiben zwingend eine Haftung vor.
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vorzunehmen oder das Dokument zurück zu ziehen.
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WE01DEBA5K1412
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unmittelbaren Schäden, wie immer diese auch zustande gekommen sind.
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