sonic station 22_32
SONIC STATION 22
SONIC STATION 32
FOH / Monitor Tischmixer mit 22 bzw. 32 Eingangskanälen und zwei digitalen
Effektprozessoren
BEDIENUNGSANLEITUNG
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
1
WICHTIGE SICHERHEITSANWEISUNGEN!
Lesen Sie diese Sicherheitsanweisungen, bevor
Sie das Gerät benutzen.
2. Verwahren Sie diese Anweisungen an einem
sicheren Ort, um später immer wieder darauf
zurückgreifen zu können.
3. Folgen Sie allen Warnhinweisen, um einen
gesicherten Umgang mit dem Gerät zu
gewährleisten.
4. Folgen Sie allen Anweisungen, die in dieser
Bedienungsanleitung gemacht werden.
5. Betreiben Sie das Gerät nicht in der Nähe von
Wasser oder in Umgebungen mit starker
Kondenswasserbildung, z.B. im Badezimmer, in
der Nähe von Waschbecken, Waschmaschinen,
feuchten Kellern, Swimming Pools usw.
6. Halten Sie das Gerät mit einem weichen,
trockenen Lappen sauber. Wischen Sie es
gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab.
Benutzen Sie keine anderen Reinigungs- oder
Lösungsmittel, die die Lackierung oder die
Plastikteile angreifen könnten. Regelmäßige
Pflege und Überprüfung beschert Ihnen eine
lange Lebensdauer und höchste Zuverlässigkeit.
Entkabeln sie das Gerät vor der Reinigung.
7. Verdecken Sie nicht die Lüftungsschlitze. Bauen
Sie das Gerät so ein, wie der Hersteller es
vorschreibt. Das Gerät sollte so aufgestellt
werden, dass immer eine ausreichende
Luftzufuhr gewährleistet ist. Zum Beispiel sollte
das Gerät nicht im Bett, auf einem Kissen oder
anderen Oberflächen betrieben werden, die die
Lüftungsschlitze verdecken könnten, oder in
einer festen Installation derart eingebaut
werden, dass die warme Luft nicht mehr
ungehindert abfließen kann.
8. Das Gerät sollte nicht in der Nähe von
Wärmequellen
betrieben
werden
(z.B.
Heizkörper, Wärmespeicher, Öfen, starke
Lichtquellen, Leistungsverstärker etc.).
9. Achten Sie darauf, dass das Gerät immer
geerdet und das Netzkabel nicht beschädigt ist.
Entfernen Sie nicht mit Gewalt den Erdleiter des
Netzsteckers. Bei einem Euro Stecker geschieht
die Erdung über die beiden Metallzungen an
beiden Seiten des Steckers. Die Erdung (der
Schutzleiter) ist, wie der Name schon sagt, zu
Ihrem Schutz da. Falls der mitgelieferte Stecker
nicht in die örtliche Netzdose passt, lassen Sie
den Stecker von einem Elektriker (und nur von
einem Elektriker!) gegen einen passenden
austauschen.
10. Netzkabel sollten so verlegt werden, dass man
nicht über sie stolpert, darauf herumtrampelt,
oder dass sie womöglich von anderen spitzen
oder schweren Gegenständen eingedrückt
werden. Netzkabel dürfen nicht geknickt werden
– achten Sie besonders auf einwandfreie
Verlegung an der Stelle, wo das Kabel das
Gerät verlässt sowie nahe am Stecker.
11. Verwenden Sie nur Originalzubehör und/oder
solches,
das
vom
Hersteller empfohlen wird.
12. Wird das verpackte Gerät
mit
einer
Sackkarre
transportiert,
vermeiden
Sie Verletzungen durch
versehentliches
Überkippen.
13. Ziehen Sie den Netzstecker bei Gewitter oder
wenn es längere Zeit nicht gebraucht wird.
14. Das Gerät sollte unbedingt von nur geschultem
Personal repariert werden, wenn:
Das Netzkabel oder der Netzstecker beschädigt
wurde, Gegenstände oder Flüssigkeiten in das
1.
Innere gelangt sind, das Gerät Regen
ausgesetzt war, das Gerät offensichtlich nicht
richtig funktioniert oder plötzlich anders als
gewohnt reagiert, das Gerät hingefallen oder das
Gehäuse beschädigt ist.
Wartung:
Der
Anwender
darf
keine
weiteren
Wartungsarbeiten an dem Gerät vornehmen als
in
der
Bedienungsanleitung
angegeben.
Sonstige Wartungsarbeiten dürfen nur von
geschultem Personal durchgeführt werden.
VORSICHT: UM DIE GEFAHR VON STROMSCHLÄGEN
ZU VERMEIDEN, ENTFERNEN SIE KEINE ÄUSSEREN
TEILE. DIESES GERÄT ENTHÄLT KEINE TEILE, ZU
DENEN DER ANWENDER ZUGANG HABEN MÜSSTE.
LASSEN SIE ALLE SERVICE LEISTUNGEN VON
AUSGEBILDETEM
FACHPERSONAL
BEI
EINEM
AUTORISIERTEN PHONIC HÄNDLER DURCHFÜHREN.
Dieses Dreieck mit dem Blitzsymbol auf
Ihrem Gerät macht Sie auf nicht isolierte
„gefährliche Spannungen“ im Inneren des
Gerätes aufmerksam, stark genug um einen
lebensbedrohlichen
Stromschlag
abzugeben.
Dieses Dreieck mit dem Ausrufezeichen auf
Ihrem Gerät weist Sie auf wichtige
Bedienungs- und Pflegeanweisungen in den
Begleitpapieren hin.
WARNUNG: UM DIE GEFAHR VON FEUER ODER
ELEKTRISCHEM SCHOCK ZU VERMEIDEN, SETZEN
SIE DIESES GERÄT KEINER FEUCHTIGKEIT ODER
REGEN AUS.
VORSICHT: EINE VON DER BEDIENUNGSANLEITUNG
ABWEICHENDE HANDHABUNG DES GERÄTS KANN
GEFÄHRLICHE STRAHLUNGEN FREISETZEN!
WEEE
Entsorgung
von
gebrauchten
elektrischen und elektronischen Geräten
(anzuwenden in den Ländern der
Europäischen Union und anderen
europäischen
Ländern
mit
einem
separaten Sammelsystem für diese
Geräte)
Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung
weist darauf hin, dass dieses Produkt nicht als normaler
Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern an einer
Annahmestelle für das Recycling von elektrischen und
elektronischen Geräten abgegeben werden muss. Durch
Ihren Beitrag zum korrekten Entsorgen dieses Produkts
schützen Sie die Umwelt und die Gesundheit Ihrer
Mitmenschen. Umwelt und Gesundheit werden durch
falsches Entsorgen gefährdet. Materialrecycling hilft den
Verbrauch von Rohstoffen zu verringern. Weitere
Informationen über das Recycling dieses Produkts
erhalten Sie von Ihrer Gemeinde, den kommunalen
Entsorgungsbetrieben oder dem Geschäft, in dem Sie das
Produkt gekauft haben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
2
FOH / Monitor Tischmixer
SONIC STATION 22 / 32
BEDIENUNGSANLEITUNG
INHALT
EINFÜHRUNG
MERKMALE
VOR DER INBETRIEBNAHME
ERSTE SCHRITTE
BESCHREIBUNG DER ANSCHLÜSSE
RÜCKSEITE
BEDIENFLÄCHE
SCHALTER UND REGLER
RÜCKSEITE
BEDIENFLÄCHE
EINGANGSKANÄLE
DIGITALE EFFEKTSEKTIONEN
SUMMEN SEKTION
STEREO AUX RETURN SEKTION
AUX / GRUPPEN 1~ 4
SUMMEN REGLER UND ANZEIGEN
TALKBACK SEKTION (#64 ~ 67)
DIGITALE EFFEKTPROGRAMME
ANWENDUNGS- UND VERKABELUNGSBEISPIELE
LIVE BESCHALLUNG
MEHRSPUR AUFNAHME
TECHNISCHE DATEN
ABMESSUNGEN
BLOCKSCHALTBILD
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
SYMMETRISCH UND UNSYMMETRISCH
GLOSSAR
NACHSCHLAGEWERKE
GARANTIE UND SERVICE
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
3
EINFÜHRUNG
Vielen Dank, dass Sie sich für einen
hochwertigen Phonic Mixer entschieden
haben.
Sonic Station 22 bzw. 32 – entwickelt von
denselben hochkarätigen Ingenieuren, die
schon in der Vergangenheit etliche Mischpulte
entworfen
haben,
die
sich
durch
Professionalität
und
Praktikabilität
auszeichneten – baut auf der Tradition
hervorragender Mischpulte aus dem Hause
Phonic auf. Natürlich wurden wieder jede
Menge Verbesserungen vorgenommen und
zusätzliche Features eingebaut, nicht zuletzt
durch die vielen Anregungen von Anwendern
weltweit.
etwas nachschlagen wollen. Machen Sie sich
in Ruhe mit den verschiedenen Funktionen
und neuen Möglichkeiten dieses Mixers
vertraut, auch wenn Sie der Ansicht sind, dass
Sie ein erfahrener Tontechniker sind und das
Lesen von Bedienungsanleitungen nicht zu
Ihren Aufgaben gehört.... In diesem Fall werfen
Sie bitte zumindest einen Blick auf die
Passage „VOR DER INBETRIEBNAHME“.
Sonic Station 22 bzw. 32 ist ein 22 (32) in 4 in
2 + 1 Pult mit zusätzlicher Frequenzweiche für
den Mono Ausgang. Es wurde für all
diejenigen Anwender entworfen, die einen gut
ausgestatteten, dennoch übersichtlichen Mixer
für Beschallungen (FOH und Monitor),
Recording und Festinstallationen benötigen.
Sie erhalten ein Mischpult mit extrem
niedrigem
Eigenrauschen,
weitem
Dynamikbereich und einem fantastischem,
offenen und lebendigem Klang. Gerade die
Vielseitigkeit von Sonic Station 22 bzw. 32
prädestiniert
das
Mischpult
für
weite
Anwendungsgebiete. Phonic Mixer finden sich
in professionellen Tonstudios, beim Rundfunk,
Fernsehen und anderen Produktionsorten
sowie in semiprofessionellen Umgebungen.
Auch Sonic Station 22 bzw. 32 wird sicherlich
in kürzester Zeit zum neuen Industriestandard
avancieren.
Die beiden neuen, integrierten Effektgeräte
verfügen über einen 32-bit Wandler mit 40-bit
interner Signalverarbeitung, und bieten 16
Grundprogramme, bei denen jeweils der
wichtigste
Parameter
veränderbar
und
speicherbar
ist.
Praktische
Fußschalteranschlüsse für den Effektprozessor
2 machen die Effektbedienung auch für
Musiker interessant, die sich selbst von der
Bühne mischen. Neben den Direktausgängen
pro Kanal gibt es eine umfangreiche Sektion
für Zweispur Aufnahmen in Form von Cinch
Buchsen.
Wir wissen, dass Sie nichts lieber wollen als
den Mixer auspacken, anschließen und
loslegen – damit Sie die Möglichkeiten des
Mixers jedoch möglichst erschöpfend nutzen
können, studieren Sie bitte vorher sorgfältig
diese Bedienungsanleitung, insbesondere die
Sicherheitsanweisungen. Bewahren Sie die
Anleitung gut auf, wenn Sie später noch mal
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
4
MERKMALE
VOR DER INBETRIEBNAHME
1.
übersichtlicher Analogmixer für FOH,
Monitor und Recording Anwendungen
22 bzw. 32 Eingänge mit extrem
nebengeräuscharmer Schaltung
Inserts und pre/post Fader schaltbare
Direktausgänge in allen Monokanälen für
Mehrspuraufnahmen auch während des
Live Betriebs
Mikrofoneingänge mit eigenen Gainreglern
auch in den beiden Stereozügen
zwei
hochauflösende
32/40-bit
Multieffektgeräte mit 16 Programmen und
je einem veränderbaren Parameter, Tap
Delay
Funktion
und
Fußschalteranschlüssen
für
Effektprozessor 2
Gruppen/AUX Flip Funktion für die
Verwendung als Monitorpult
eingebautes Talkback Mikrofon
musikalische, gut zupackende 3-Band
Klangregelung mit parametrischen Mitten
in den Monokanälen
75 Hz Trittschallfilter in den Monokanälen
PAD/Line Schalter in allen Monokanälen
für besonders starke Eingangsquellen
6 Ausspielwege, AUX1/2 und 3/4
paarweise pre/post Fader schaltbar
in
Gruppen
schaltbare
+48
V
Phantomspeisung
in
allen
Mikrofoneingängen
Vier
echte
Subgruppen
mit
Zuweisungsschaltern für die Summe L/R,
Pan Reglern und Inserts
Alle Ein- und Ausgänge mit Solo
Abhörfunktion
Mono
Ausgang
mit
stufenlos
durchstimmbarem Tiefpassfilter 60 – 160
Hz zum Ansteuern eines Subwoofer
Systems
Vier Stereo Hilfseingänge mit der
Möglichkeit, den Effekt in alle Monitorwege
zu leiten
Cinch Buchsen mit eigenem Pegelregler
für analoge Zweispur Aufnahmen
sieben 12-stellige Pegelanzeigen für
Summe, Mono und Guppen/AUX
An, Peak/Solo und Signal Anzeige LED in
jedem Kanal
Control Room / Phones Quellmatrix
leistungsstarker Kopfhörerverstärker
12 V BNC Anschluss für Schwanenhals
Pultleuchte
2.
Überprüfen Sie die Netzspannung, bevor
Sie den Netzstecker anschließen.
Stellen Sie sicher, dass das Mixernetzteil
für
die
örtlich
vorherrschende
Netzspannung ausgelegt ist. Wählen Sie
die Stromversorgung für die Audioanlage
mit Sorgfalt, vermeiden Sie vor allem die
gemeinsame Nutzung von Steckdosen
mit der Lichtanlage.
Verwenden Sie nur das Netzteil, das im
Lieferumfang
Ihres
Sonic
Station
enthalten ist – es ist speziell auf die
Erfordernisse des jeweiligen Landes
abgestimmt. Stecken Sie das Netzkabel
in die dafür vorgesehene Netzbuchse
auf der Rückseite des Geräts.
Anmerkung: Achten Sie unbedingt darauf, dass das
Netzkabel nicht schadhaft ist. Blanke Kabel sind
lebensgefährlich. Geknickte oder schwer zerkratzte
Kabel werden bei mehrmaligem Auf- und Abbau
eines Tages lebensgefährlich sein. Tauschen Sie
diese rechtzeitig gegen neue aus.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Verlegen Sie die Audiokabel getrennt
von Licht- und Stromkabeln, benutzen
Sie, wenn immer möglich, symmetrische
Verbindungen. Falls notwendig, kreuzen
Sie Ton- und Lichtkabel in einem Winkel
von 90° zueinander, um Interferenzen
möglichst
gering
zu
halten.
Unsymmetrische Kabel sollten so kurz
wie möglich sein.
Überprüfen Sie Ihre Kabel regelmäßig
und beschriften Sie beide Enden, um sie
leicht auseinander halten zu können.
Machen
Sie
zuerst
sämtliche
Kabelverbindungen, bevor Sie die
Geräte der Audioanlage anschalten.
Vor dem Anschalten des Geräts müssen
alle
Ausgangsregler
vollkommen
herunter gedreht sein, um die Zerstörung
von angeschlossenen Geräten oder
übermäßige
Nebengeräusche
zu
vermeiden,
hervorgerufen
durch
schlechte
Pegelanpassung,
falsche
Verkabelung, defekte Kabel oder
schadhafte Steckverbindungen.
Immer zuerst das Mischpult, dann erst
den
Verstärker
(die
Aktivbox)
einschalten;
beim
Ausschalten
umgekehrt: Zuerst den Verstärker (die
Aktivbox),
dann
das
Mischpult
ausschalten.
Schalten Sie das Gerät immer zuerst
aus, bevor Sie die Verbindung mit dem
Netzteil herstellen oder unterbrechen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
5
ERSTE SCHRITTE
Die
im
folgenden
beschriebene
Vorgehensweise ist äußerst wichtig. Auch
wenn
Sie
sonst
nicht
gerne
Bedienungsanleitungen lesen, sollten Sie den
folgenden Abschnitt unbedingt lesen.
Schalten Sie das Gerät erst ein, nachdem Sie
alle nötigen Kabelverbindungen hergestellt
haben. Sie können nun mit der Einstellung der
einzelnen
Kanäle
beginnen.
Das
allerwichtigste ist die richtige Einstellung der
Pegel in den einzelnen Kanälen. Jedes
einzelne Detail hat Einfluss auf das
Endergebnis, in Live Beschallungssituationen
z.B. auf das Rückkopplungsverhalten.
Die Hauptfaktoren sind im Grunde genommen
die einzelnen Eingangsverstärkungsregler
(GAIN), die Lautstärkeregler der Kanäle, und
der Summenregler. Die Eingangsverstärkung
für ein angeschlossenes Mikrofon sollte nur
gerade so hoch eingestellt werden wie nötig,
um eine Ausgewogenheit der einzelnen
Signale
zu
erhalten.
Wenn
die
Eingangsverstärkung zu niedrig ist, werden Sie
am Kanalfader und an den AUX Wegen nicht
genügend Lautstärkereserven haben, um
nachfolgende Geräte richtig ansteuern zu
können. Ist die Vorverstärkung zu hoch, muss
zum Ausgleich der Kanalfader entsprechend
heruntergezogen werden, jedoch bleibt immer
noch die erhöhte Tendenz zur Rückkopplung,
da schon kleine Fader Bewegungen relativ
große Auswirkungen auf den Ausgangspegel
haben. Hinzu kommt, dass der geringere
Fader Weg nachteilige Auswirkungen bei der
Mischung hat.
Bitte folgen Sie den Einstellungsvorschlägen
wie nachfolgend beschrieben. Bitte drehen Sie
nicht erst mal alle Regler auf, bis die Kanäle
clippen und rückkoppeln, um dann alles wieder
zurückzudrehen.
RICHTIGES EINPEGELN
BITTE FÜHREN SIE NACHFOLGENDE
SCHRITTE BEI JEDEM KANAL DURCH
Schieben Sie zuerst den Kanal Fader
(#34) ganz runter und drehen Sie den
Gain Regler (#21) ganz runter, also
gegen den Uhrzeigersinn bis auf die
Markierung -∞.
Legen Sie für diesen Prozess des
Einpegelns ein realistisches Audiosignal
immer nur an den Kanal an, den Sie
justieren wollen, ansonsten erhalten Sie
falsche Werte.
Phantomgespeiste Mikrofone und aktive
DI-Boxen müssen erst verkabelt sein,
bevor
die
Phantomspeisung
eingeschaltet wird.
Drehen Sie den CTRL RM /
Kopfhörerpegel (#69) vorsichtig bis max.
12 Uhr, also die 0 dB Marke, auf.
Wenn Sie das, was sie später tun,
vorhören wollen, stecken Sie einen
Kopfhörer in die dafür vorgesehene
Buchse (#18) oder verkabeln Sie Ihre
Monitoranlage mit den Control Room
Ausgängen (#15).
Stellen Sie alle Klangregler (#23 ~ 25)
auf linear, d.h. 12 Uhr Position. Der Low
Cut Filter (#22) sollte noch nicht
gedrückt sein.
Bringen Sie den PAN bzw. BALANCE
Regler (#28) in die Mittelposition.
Betätigen Sie den SOLO Schalter (#33).
Legen Sie einen realistischen Live-Pegel
am Kanal an und überwachen Sie den
Pegel auf der LED-Anzeige (#59) in der
Meterbrücke. Der einzustellende Kanal
sollte mit einem Signal versorgt werden,
welches dem sehr ähnlich ist, das später
tatsächlich von diesem Kanal bearbeitet
wird. Wird der Kanal z.B. mit einem
Mikrofon belegt, sollten Sie auch ein
entsprechendes Mikrofon verwenden,
wird der Kanal für ein Instrument
(Gitarre, Keyboard) verwendet, sollten
Sie auch ein Instrument mit ähnlichem
Pegel verwenden.
Bei Mikrofonen hängt die Vorverstärkung
vom
Typ
des
Mikrofons
ab.
Kondensatormikrofone haben in der
Regel
einen
wesentlich
höheren
Ausgangspegel
als
dynamische
Mikrofone.
Bitten Sie den Künstler/Sprecher, einen
möglichst
realistischen
Pegel
zu
produzieren,
d.h.
so
laut
zu
singen/sprechen/spielen, wie es bei der
Vorstellung der Fall sein wird. Wenn bei
diesem sog. Sound Check nicht mit
normalem Pegel gearbeitet wird, laufen
sie Gefahr, bei der Vorstellung in den
Clipping Bereich des Mixers zu kommen
und/oder
Rückkopplungen
zu
produzieren, weil Sie die Vorverstärkung
beim Sound Check zu hoch einstellen
mussten.
Drehen Sie den Gain Regler (#21) so
weit auf, bis sich der durchschnittliche
Pegelausschlag vornehmlich im gelben
Bereich abspielt. Gelegentlich darf die
erste rote LED bei Spitzenpegeln
aufleuchten. Zusätzlich zur LED Kette
verfügt der Kanal über eine rote
Spitzenpegelanzeige (#32), die bei
einem Pegel aufleuchtet, der 6 dB
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
6
unterhalb der eigentlichen Clipping
Grenze liegt.
Auf diese Weise haben Sie genügend
Spielraum (Headroom) für kurzzeitige
Spitzenpegel und arbeiten immer im
optimalen Bereich für durchschnittliche
Pegel.
Betätigen Sie den ON Schalter des
Kanals.
Betätigen Sie den Routing Schalter L/R
(#31).
Schieben Sie nun den Lautstärkeregler
des Kanals (#34) auf die 0 dB Position.
Schieben Sie die Summen Fader (#71)
langsam
auf
die
gewünschte
Lautstärkenposition – wenn alles korrekt
verkabelt ist, müssten Sie nun das
Kanalsignal in der Summe, also in Ihrer
Beschallungsanlage, hören.
Stoppen Sie nun das Audiosignal in
diesem Kanal.
Verfahren Sie bei allen Kanälen nach
dem gerade beschriebenen Prinzip.
Kommen mehr und mehr Kanäle ins
Spiel, wird sich bei der Mischung der
Gesamtpegel
erhöhen
und
die
Pegelanzeige womöglich in den roten
Bereich
gelangen.
Den
Gesamtlautstärkepegel
können
Sie
notfalls mit dem Summen Fader
kontrollieren.
Falsche
Aufstellung
von
PA
Lautsprechern, vor allem aber der
Monitor Boxen, führt zu erhöhter
Rückkopplungsgefahr.
Achten
Sie
darauf, dass die Mikrofone nicht in
Richtung der Lautsprecher zeigen.
Sollten Rückkopplungen entstehen (der
Ton „schaukelt sich auf“), auf keinen Fall
das Mikrofon mit der Hand zu halten,
das erhöht nur die Rückkopplung! Eine
wirkungsvolle
Linearisierung
des
Frequenzgangs
und
damit
eine
Verringerung der Rückkopplungsgefahr
kann mithilfe eines Equalizers oder eines
automatischen Feedback Unterdrückers
(z.B. PHONIC I7100) erreicht werden.
Es gilt die Regel: Was man sieht, hört
man
auch.
Daher
sollten
die
Lautsprecherboxen, die in den Saal
strahlen, nicht durch Stoff, Menschen
oder irgendetwas anderes verdeckt
werden. Bringen Sie die Boxen deshalb
so hoch an, dass Sie über die ersten
Zuhörerreihen hinweg strahlen. Auf
diese Weise werden auch die hinteren
Reihen mit Schall versorgt, und die
vorderen Reihen werden nicht durch
übermäßige Lautstärke gestört.
Achten
Sie beim
Verlegen
der
Lautsprecherkabel darauf, dass sich
keine Stolperfallen bilden. Wenn Sie
Stative verwenden, wickeln Sie die
Kabel einige Male um die Stative – das
sieht besser aus und reduziert die
Stolpergefahr.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
7
BESCHREIBUNG
ANSCHLÜSSE
DER
RÜCKSEITE
2. LINE
An
diese
dreipolige
6,3
mm
TRS
Klinkenbuchse werden Geräte mit Linienpegel
angeschlossen, also mit Ausnahme von
Mikrofonen,
Geräte
wie
Keyboards,
elektronische Drums, CD Spieler usw.
Es
können
symmetrische
oder
unsymmetrische Signale verarbeitet werden.
Wenn Sie einen unsymmetrischen (also meist
zweipoligen)
6,3
mm
Klinkenstecker
verwenden, wandelt der Line Eingang das
Signal, das am Ring anliegt, automatisch in
Masse um. Der Ring muss mit Masse
verbunden
sein,
wenn
das
Signal
unsymmetrisch ist.
Sie können je nach Anwendung MIC und LINE
Eingang gleichzeitig belegen – welches Signal
in den Kanal gelangt, hängt vom Schalter PAD
(#20) ab (siehe dort).
1. XLR BAL / UNBAL MIC EINGÄNGE
Die symmetrischen Mikrofoneingänge sind als
weibliche XLR Buchsen ausgelegt. Hier
können Mikrofone oder DI Boxen mit
Mikrofonpegel angeschlossen werden. Wir
empfehlen
die
Verwendung
von
professionellen Mikrofonen mit symmetrischen
Ausgängen, egal ob dynamisch, Kondensatoroder Bändchenmikrofon. Benutzen Sie bitte
nur hochwertige, niederohmige Kabel und
achten Sie auf die richtige Steckerbelegung.
Wenn Sie ein Kondensatormikrofon oder eine
aktive DI Box benutzen, benötigen Sie +48V
Phantomspeisung.
Wenn
Sie
die
Phantomspeisung einschalten, sollten alle
Lautstärke Regler (Eingangskanäle, Summe)
runter gedreht sein. Um übermäßige
Störgeräusche in den angeschlossenen
Lautsprechern zu vermeiden, sollten Sie
Kondensatormikrofone
nicht
einstecken,
solange die Phantomspeisung eingeschaltet
ist.
Also: Erst Mikrofon oder DI Box einstecken,
dann Phantomspeisung einschalten.... (siehe
auch #58).
Anmerkung: Wenn Sie unsymmetrische Mikrofone oder
Line Signale an den XLR Eingang angeschlossen haben,
dürfen Sie die Phantomspeisung nicht verwenden!
3. CHANNEL INSERT
Für jeden der Monokanäle gibt es je einen
unsymmetrischen Einschleifpunkt, der den
Signalweg im Kanaleingang unterbricht. Dort
wird das vorverstärkte Eingangssignal aus
dem Mixer herausgeführt, nach Belieben in
einem externen Gerät bearbeitet, und wieder
dem Mixer an gleicher Stelle zugeführt. Der
Einschleifpunkt
ist
eine
normalisierte,
dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse, d.h. das
Signal bleibt unberührt, solange diese Buchse
nicht belegt ist. Wird hier eine Klinke
eingesteckt, wird das Signal zwischen dem
Hochpassfilter
und
der
Klangregelung
unterbrochen. Das Signal, das aus dem Mixer
herausgeführt wird, liegt an der Spitze des
Steckers an, das zurückgeführte Signal liegt
am Ring des Steckers an.
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über den
Insert verkabeln, und Sie haben dann kein
Signal mehr im Kanal, sind schlicht Eingang
und Ausgang vertauscht. Das hat nichts mit
„falsch“ oder „verkehrt“ zu tun, sondern einfach
mit der Tatsache, dass bei manchen
Herstellern der Send auf der Spitze des
dreipoligen Steckers liegt, bei anderen auf dem
Ring. Einfach Eingang und Ausgang tauschen,
und das Signal ist wieder da (beschriften Sie
am besten Ihre Kabel eindeutig).
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss von
Kompressoren, Noise Gates, Limitern (z.B.
PHONIC PCL3200, T8200), Effektgeräten (z.B.
PHONIC DFX256, I7300) und anderen
Klangprozessoren, um die Tonqualität des
Signals zu bearbeiten (z.B. PHONIC MQ3400,
A6600 etc.).
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
8
Zur Belegung von Insert Kabeln siehe auch
„TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN“.
Speisung der Monitorwege (pre Fader), bei
Bedarf mit Klangregelung. Sie schieben
dennoch den Kanal Fader auf 0 dB, machen
aber kein Routing auf L/R oder in die
Subgruppen. Den Direktausgang dieses
Kanals verbinden Sie mit einem Line Eingang
eines anderen Kanals. Diesen verwenden Sie
dann für die Frontbeschallung, und können
dort etwa einen Kompressor einschleifen (der
im Monitorweg zu Rückkopplungsproblemen
führen
könnte)
sowie
eine
andere
Klangregelung vornehmen.
5. STEREO KANALZÜGE
4. DIRECT & PRE SCHALTER
Jeder Monokanal verfügt über einen
unsymmetrischen Direktausgang. Wie der
Name schon vermuten lässt, liegt hier das
Ausgangssignal des Kanals an. In der Regel
handelt es sich um ein Signal, das den
kompletten Kanalzug mit Klangregelung usw.
durchlaufen hat, in der Lautstärke abhängig
vom Kanal Fader (#34).
PRE
Der Schalter PRE bewirkt, dass das Signal für
den
Direktausgang
zwar
den
Eingangspegelregler (#21), den Insert (#3) und
den Low Cut Filter (#22) durchläuft, danach
jedoch abgegriffen wird, also noch vor der
Klangregelung (#23 ~ 25) und natürlich dem
Kanal Fader (#34).
Mit dem Direkt Ausgang werden in der Regel
Mehrspur Maschinen oder Hard Disk Recorder
angesteuert. In der Stellung PRE ermöglicht
dies im Live Betrieb einen gleichzeitigen
Mitschnitt des Konzerts. Das Signal wird mit
dem Pegelregler (#21) richtig eingepegelt,
erfährt bei Bedarf eine sinnvolle Bearbeitung
durch ein externes Gerät, das im Insert
eingeschleift ist, ebenso den Rumpelfilter, und
wird dann auf die Bandmaschine (oder ein
anderes Aufnahmemedium) geleitet.
Die Stellung PRE sollte auch gewählt werden,
wenn mit dem Direkt Ausgang z.B. der Snare
Drum ein sound-to-light-Signal ausgegeben
wird – dieses Signal sollte stabil und nicht
durch Fader Bewegungen beeinflusst sein.
Praxistipp: Wenn Sie in der „unglücklichen“
Situation sind, die Monitorwege vom FOH Pult
aus regeln zu müssen, Sie aber genügend
Kanäle frei haben, können Sie beispielsweise
die Gesangskanäle für den Monitor anders
einstellen als für die Frontbeschallung (etwa
ohne Kompressor). Verwenden Sie das
Gesangsmikrofon im ersten Kanal für die
SONIC STATION 22 bzw. 32 verfügt über zwei
Stereo Kanäle, die neben dem XLR
Mikrofoneingang
jeweils
mit
zwei
symmetrischen,
dreipoligen
6,3
mm
Klinkenbuchsen ausgestattet sind (Sie können
aber
auch
unsymmetrische
Signale
anschließen). Darüber hinaus gibt es noch
zwei unsymmetrische Cinch Buchsen. Diese
Stereo Eingangskanäle sind für stereophone
Leitungspegel ausgelegt, also die linken und
rechten
Ausgänge
beispielweise
eines
Keyboards,
eines
Drum
Computers,
Synthesizers,
Samplers
oder
eines
Effektgeräts (diese Geräte werden in der Regel
in die Klinkeneingänge gesteck), oder eines
HiFi Geräts wie CD, DVD, MD oder DAT
Players (hier kommen eher die Cinch Buchsen
ins Spiel).
Ist das Eingangssignal mono, sollte nur der
linke Eingang „L (MONO)“ benutzt werden.
Das Signal wird automatisch auch auf den
rechten Kanal gelegt, der Kanal verhält sich
dann wie ein reiner Monokanal. Umgekehrt
funktioniert dies nicht, d.h. wenn Sie nur den
rechten Eingang verwenden, erscheint das
Signal auch nur in der rechten Summe.
6. AUX RTN 1 ~ 4
An diese symmetrischen, dreipoligen 6,3 mm
Klinkenbuchsen werden in der Regel die
Rückführungen (daher „Returns“), also das
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
9
linke und rechte Ausgangssignal eines
externen Effektprozessors angeschlossen. Sie
können jedoch selbstverständlich einfach als
zusätzliche Eingänge mit Lautstärkeregler
verwendet werden, wenn Ihnen die Anzahl der
Stereokanäle
nicht
ausreicht.
Die
Lautstärkeregelung, das Routing und die
Abzweigung auf Ausspielwege geschieht in der
Sektion „STEREO AUX RETURNS“ (#46 ~
50).
Ist das Eingangssignal mono, kann nur der
linke Eingang „L (MONO)“ benutzt werden.
Das Signal wird dann automatisch auch auf
den rechten Kanal gelegt. Umgekehrt
funktioniert dies nicht, d.h. wenn Sie nur den
rechten Eingang verwenden, erscheint das
Signal auch nur in der rechten Summe.
zusätzlich zur Gesamtmischung, eine weitere
Mischung zu erstellen.
Beim SONIC STATION 22 bzw. 32 gibt es
sechs Ausspielwege. Sie sind unterschiedlich
beschaltet, was sich zusätzlich noch durch
individuelle Schalter in den Kanälen ändern
lässt (siehe #26).
Handelt es sich um ein pre Fader Signal, wird
meist ein Bühnenmonitor angeschlossen. Ist
es ein post Fader Signal, werden meist externe
Effektgeräte angeschlossen.
AUX 1 und 2 sowie AUX 3 und 4: Die vier
Ausspielwege können paarweise per Schalter
pre oder post Fader geschaltet werden.
AUX 5 und 6: Die Ausgänge AUX 5 und 6 sind
immer post Fader und werden mit den Reglern
AUX 5 und 6 im Kanal angesteuert.
Werden Effektgeräte angesteuert, dienen die
Stereo AUX Returns (#6 / #46 ~ 50) zum
Anschluss der Effekt-Rückführungen (der
Ausgänge des Effektgeräts). Sie können aber
ebenso gut zwei Monokanäle verwenden. In
diesem Fall stellen Sie den Panoramaregler
(#28) des linken Eingangskanals ganz nach
links, den des rechten Eingangskanals ganz
nach rechts, um eine stereophone Abbildung in
der Summe zu erhalten.
Die Lautstärke des Signals an den Ausgängen
der Ausspielwege AUX 1 ~ 4 hängt zusätzlich
vom jeweiligen AUX SEND Master (#51) ab,
sofern der GP / AUX SWAP Schalter (#53)
nicht gedrückt ist – Näheres lesen sie bitte
unbedingt unter #53.
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät des AUX
Ausgangs unsymmetrisch ist, wird die Kabelführung
automatisch unsymmetrisch, auch wenn Sie ein
dreipoliges Anschlusskabel verwenden.
7. AUX SEND 1 ~ 6
Dies sind die Ausgänge der Ausspielwege,
also die Summe der jeweiligen AUX SEND
Regler
pro
Kanal.
An
jede
dieser
symmetrischen 6,3 mm Klinkenbuchsen kann
der
Eingang
eines
externen
Geräts
angeschlossen werden.
Ausspielwege dienen dazu, externe Geräte in
die Gesamtmischung zu integrieren oder,
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
10
sich von der Bühne mixt, nicht zum Pult laufen
zu müssen, haben die cleveren Phonic
Ingenieure
diesen
Fußschalteranschluss
integriert.
9. GROUP OUT
8. FOOT SWITCH EFX 2
Diese beiden Klinkenbuchsen sind für den
Anschluss von Fußschaltern vorgesehen, mit
deren Hilfe bestimmte Eigenschaften des
eingebauten
digitalen
Effektgerätes
2
gesteuert werden können.
Die Fußschalter sind nicht im Lieferumfang
enthalten. Beachten Sie, dass es sich um
sogenannte
Impulsschalter
(„momentary
switch“) handeln muss, die lediglich einen
Schaltimpuls abgeben (im Gegensatz zu
einem Permanentschalter, der eine Funktion
so lange schaltet, wie der Schaltkreis
geschlossen ist).
TAP
Der mit TAP gekennzeichnete Anschluss wird
zur Fernbedienung der TAP DELAY Funktion
benutzt (nur aktiv, wenn das Effektprogramm
#16 aufgerufen ist).
Dieses Feature ist einmalig. Nun kann der
Sänger selbst die Delay Zeit im Rhythmus des
jeweiligen Musikstückes einstellen, ohne
seinen Platz in der Mitte der Bühne zu
verlassen. Oder Sie als Tontechniker haben
immer noch beide Hände frei für andere Dinge.
ON / OFF
An diese Klinkenbuchse wird ein Fußschalter
zum
Stummschalten
des
Effektsignals
angeschlossen. Dies ist besonders praktisch,
wenn zwischen zwei Musikstücken über das
Gesangsmikrofon Ansagen gemacht werden.
Ansagen sollten ohne Effektanteil gemacht
werden, da sich die Sprachverständlichkeit
dadurch immens erhöht. Um als Sänger, der
Diese dreipoligen 6,3 mm Klinkenbuchsen
enthalten die symmetrischen Signale aus den
vier Subgruppen 1, 2, 3 und 4, in der
Lautstärke abhängig von der Stellung der
jeweiligen Subgruppen Fader (#57). Hier
können die Eingänge eines Mehrspur
Aufnahmemediums, Lautsprecheranlagen für
eine weitere Beschallungszone, externe
Effektgeräte,
Bühnenmonitore,
usw.
angeschlossen werden.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
11
Bei analogen Recording Anwendungen können
Sie über die Subgruppen bis zu vier Spuren
auf einmal aufnehmen – welche Spur, hängt
davon ab, welche Sie gerade „scharf“ gemacht
haben (natürlich können Sie auf noch mehr
Spuren mit Ihrem SONIC STATION 22 / 32
aufnehmen, Sie haben ja schließlich noch die
Direktausgänge in jedem Monokanal und die 6
AUX Wege!).
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät unsymmetrisch
ist, und Sie demnach eine unsymmetrische Kabelführung
machen müssen, sollten Sie dennoch einen dreipoligen
Klinkenstecker verwenden, bei dem Sie den Ring nicht
belegen, um Schäden an dem Mixer zu vermeiden.
10. GP / AUX INS
Jede Gruppe bzw. AUX SEND 1 ~ 4 verfügt
über einen INSERT, je nachdem, wie die
Stellung des jeweiligen SWAP Schalters (#53)
ist. Ähnlich den Einschleifpunkten bei den
Monokanälen steht hier ein unsymmetrischer
Einschleifpunkt in Form einer 6,3 mm Klinke
zur Verfügung. Bei einem Insert wird die
Signalkette unterbrochen, damit externe
Geräte in den Signalweg eingeschleift werden
können. Das Signal wird über die Spitze des
Klinkensteckers an das externe Gerät
gesendet, über den Ring gelangt das
bearbeitete
Signal
zurück
in
die
Summenschiene, während der Schaft als
gemeinsame Masse dient. Der Insert Punkt
liegt schaltungstechnisch direkt vor dem
Gruppen Fader (#57) - bitte lesen Sie
unbedingt auch unter Punkt #53 mehr zur
SWAP Funktion, da sich dadurch die Insert
Funktion ändert!
11. MONO / SUBWOOFER & INSERT
An dem symmetrischen XLR MONO Ausgang
liegt das Signal aus der Monoschiene an.
Dieses besteht aus den Signalen der einzelnen
Kanäle, sofern dort der Zuweisungsschalter
MONO (#31) gedrückt ist, sowie aus dem
Summensignal Links und Rechts, das intern zu
einer Monosumme zusammengemischt wurde,
sofern der Zuweisungsschalter MIX TO MONO
(#70) gedrückt ist. Es ist unabhängig von der
Stellung der MAIN Fader (#71). Das MONO
Signal
verfügt
über
einen
eigenen
Lautstärkeregler (#72).
Dieser MONO Ausgang ist ideal, wenn ein
Mono PA System verwendet wird, oder wenn
zusätzlich zur Haupt PA Nahfeldboxen oder
ein Center Cluster angesteuert wird. Ebenfalls
können hiermit Delay Lines angesteuert
werden.
Die MONO Schiene verfügt über einen
eigenen Einschleifpunkt (INSERT). Das Signal
wird vor dem Lautstärkeregler aus dem Mixer
herausgeführt, nach Belieben in einem
externen Gerät bearbeitet, und wieder dem
Mixer an gleicher Stelle zugeführt – Sie
brauchen also ein sog. Y-Kabel. Der
Einschleifpunkt
ist
eine
normalisierte,
dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse, d.h. das
Signal bleibt unberührt, solange diese Buchse
nicht belegt ist. Wird hier eine Klinke
eingesteckt, wird das Signal unterbrochen. Das
Signal, das aus dem Mixer herausgeführt wird,
liegt an der Spitze des Steckers an, das
zurückgeführte Signal liegt am Ring des
Steckers an.
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss von
Kompressoren, Noise Gates, Limitern (z.B.
PHONIC
PCL3200,
A6500,
T8200),
Effektgeräten (z.B. PHONIC DFX256, I7300)
und anderen Klangprozessoren, um die
Tonqualität des Signals zu bearbeiten (z.B.
grafische Equalizer wie PHONIC A6600 etc.).
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über den
Insert verkabeln, und Sie haben dann kein
Signal mehr im Kanal, sind schlicht Eingang
und Ausgang vertauscht. Das hat nichts mit
„falsch“ oder „verkehrt“ zu tun, sondern einfach
mit der Tatsache, dass bei manchen
Herstellern der Send auf der Spitze des
dreipoligen Steckers liegt, bei anderen auf dem
Ring. Einfach Eingang und Ausgang tauschen,
und das Signal ist wieder da (beschriften Sie
Ihre Kabel eindeutig).
Die Mono Sektion ist zusätzlich mit einem
schaltbaren
Tiefpassfilter
(High
Cut)
ausgestattet, so dass das Signal dann lediglich
Bassfrequenzen enthält. Die Grenzfrequenz ist
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
12
stufenlos regelbar zwischen 60 und 160 Hz,
bei einer Flankensteilheit von 12 dB / Oktave.
Sie können also direkt ein Subwoofer System
vom Mixer aus ansteuern, ohne auf eine
zusätzliche
aktive
Frequenzweiche
angewiesen zu sein (näheres unter #72).
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät des MONO
Ausgangs unsymmetrisch ist, und Sie demnach eine
unsymmetrische Kabelführung machen, sollten Sie bei
Benutzung des Klinkenausgangs dennoch einen
dreipoligen Klinkenstecker verwenden, bei dem Sie den
Ring nicht belegen, um Schäden an dem Mixer zu
vermeiden.
Klangregelung unterbrochen. Das Signal, das
aus dem Mixer herausgeführt wird, liegt an der
Spitze des Steckers an, das zurückgeführte
Signal liegt am Ring des Steckers an.
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss von
Kompressoren, Noise Gates, Limitern (z.B.
PHONIC
PCL3200,
A6500,
T8200),
Effektgeräten (z.B. PHONIC DFX256, MICRO
VI, I7300) und anderen Klangprozessoren, um
die Tonqualität des Signals zu bearbeiten (z.B.
grafische Equalizer wie PHONIC A6600 etc.).
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über den
Insert verkabeln, und Sie haben dann kein
Signal mehr im Kanal, sind schlicht Eingang
und Ausgang vertauscht. Das hat nichts mit
„falsch“ oder „verkehrt“ zu tun, sondern einfach
mit der Tatsache, dass bei manchen
Herstellern der Send auf der Spitze des
dreipoligen Steckers liegt, bei anderen auf dem
Ring. Einfach Eingang und Ausgang tauschen,
und das Signal ist wieder da (beschriften Sie
Ihre Kabel eindeutig).
12. LEFT / RIGHT OUT
Diese männlichen XLR Buchsen sind die
Hauptausgänge des Mischpults. Hier liegt die
endgültige Mischung aus der Summenschiene
an. Sie senden ein symmetrisches oder
unsymmetrisches Signal (je nachdem, was für
ein Kabel Sie verwenden und ob das Zielgerät
einen symmetrischen oder unsymmetrischen
Eingang hat) mit Line Pegel an externe Geräte
(z.B. Equalizer, Signalprozessoren, Endstufen
und aktive Lautsprechersysteme, ein anderer
Mixer, usw.).
13. 2T RTN L/ R
Diese Zweispureingänge in Form von Cinch
Buchsen sind für den Anschluss von
semiprofessionellen Signalpegeln (-10 dBV)
ausgelegt. Schließen Sie hier die Ausgänge
Ihres Aufnahmemediums oder Zuspielers an,
also Tape Deck, DAT, MD, MP3 oder CD
Spieler, Soundkarte oder Laptop. Die Signale
werden mit dem Lautstärkeregler 2T RETURN
kontrolliert (Näheres siehe #63).
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät unsymmetrisch
ist, und Sie demnach eine unsymmetrische Kabelführung
machen müssen, sollten Sie bei Belegung der
Klinkenbuchse dennoch einen dreipoligen Klinkenstecker
verwenden, bei dem Sie den Ring nicht belegen, um
Schäden an dem Mixer zu vermeiden.
Für jede der beiden Summenschienen Links
und Rechts gibt es je einen unsymmetrischen
Einschleifpunkt, der den Signalweg direkt vor
dem Master Fader unterbricht. Dort wird das
Signal aus dem Mixer herausgeführt, nach
Belieben in einem externen Gerät bearbeitet,
und wieder dem Mixer an gleicher Stelle
zugeführt – Sie brauchen also ein sog. YKabel. . Der Einschleifpunkt ist eine
normalisierte,
dreipolige
6,3
mm
Klinkenbuchse, d.h. das Signal bleibt
unberührt, solange diese Buchse nicht belegt
ist. Wird hier eine Klinke eingesteckt, wird das
Signal zwischen dem Hochpassfilter und der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
13
14. REC OUT L / R
Diese Zweispurausgänge in Form von Cinch
Buchsen und Mini Stereoklinke sind für den
Anschluss
von
semiprofessionellen
Signalpegeln (-10 dBV) ausgelegt. Schließen
Sie hier die Eingänge Ihres Aufnahmemediums
an, also Kassettenrekorder, DAT, MD,
Soundkarte oder Laptop.
Das Signal des REC OUT wird in der
Summenschiene abgegriffen, jedoch vor dem
MAIN L-R Fader. Es enthält also alle Signale,
die in die Summenschiene gelangen, inklusive
dem Summen Insert, ist jedoch in der
Lautstärke unabhängig von der Stellung der
MAIN Fader (#71). Dies ist vor allem
interessant, wenn das Mischpult für eine
Beschallung verwendet wird, bei der
gleichzeitig
ein
Mitschnitt
auf
einer
Zweispurmaschine gemacht wird. Änderungen
der Lautstärke im Saal haben demnach keinen
Einfluss auf den Pegel, der in das
Aufnahmemedium gelangt.
Es gibt zwei unsymmetrische Klinkenbuchsen
(linker und rechter Kanal) für den Anschluss
von
Kontrollmonitoren
oder
anderen
Lautsprechersystemen – es wird Leitungspegel
mit –10 dBv abgegeben. Hier kann wahlweise
das Summensignal (bzw. das REC OUT
Signal), das 2T RET Signal, das Talkback
Signal oder ein SOLO Signal abgehört werden.
Die Lautstärke wird in der Grundeinstellung mit
dem Regler CONTROL ROOM / PHONES
(#69) eingestellt, es sein denn, die Schalter
MAIN / CTRL RM SWAP (#68) sind gedrückt,
dann wird die Lautstärke dieser Ausgänge mit
den MAIN Fadern (#71) geregelt.
Das CONTROL ROOM Signal ist übrigens
vom Gehalt her identisch mit dem Signal im
Kopfhörerausgang PHONES (#18), jedoch mit
einem anderen Pegel.
16. POWER
SUPPLY
NETZANSCHLUSS
=
15. CTRL RM L / R
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
14
So behalten Sie auch bei schlechten
Sichtverhältnissen Überblick über alle Regler
und Knöpfe.
Sonic Station 22 hat eine solche Buchse,
Sonic Station 32 hat zwei.
Hier wird das mitgelieferte, externe Netzteil
angeschlossen. Bevor Sie das Netzteil
verkabeln, stellen Sie sicher, dass die örtliche
Netzspannung mit der Betriebsspannung des
Geräts übereinstimmt.
Achten Sie darauf, dass die drei Pole des
Steckers mit den Polen in der Buchse
übereinstimmen. Stecken Sie den Stecker
ganz hinein, und schrauben Sie unbedingt die
Überwurfmutter fest. Danach stecken Sie bitte
den Netzstecker in eine geeignete Steckdose.
Die Aufschrift auf dem Gerät gibt an, welche
Ersatzteilnummer das Netzteil hat:
353-22504-000-0
Bitte verwenden Sie nur das Original Phonic
Netzteil.
Externe Netzteile haben den Vorteil, dass
Brummeinstreuungen vermieden werden, und
tragen so zur allgemeinen Klangverbesserung
bei. Achten Sie jedoch darauf, dass das
Netzteil nicht zu nah an anderen Geräten ist,
vor allem unsymmetrische Kabelführungen
sollten relativ weit davon entfernt verlegt
werden, da sie sonst Brummeinstreuungen
einfangen.
BEDIENFLÄCHE
18. PHONES
An diese Stereo Klinkenbuchse wird ein
Kopfhörer
angeschlossen.
Hier
kann
wahlweise das Summensignal (bzw. das REC
OUT Signal), das 2T RET Signal, das Talkback
Signal oder ein SOLO Signal abgehört werden.
Die Lautstärke wird in der Grundeinstellung mit
dem Regler CONTROL ROOM / PHONES
(#69) eingestellt, es sein denn, die Schalter
MAIN / CTRL RM SWAP (#68) sind gedrückt,
dann wird die Lautstärke dieser Ausgänge mit
den MAIN Fadern (#71) geregelt.
Das PHONES Signal ist übrigens vom Gehalt
her identisch mit den Signalen in den
CONTROL ROOM Ausgängen (#15), jedoch
mit einem anderen Pegel.
17. 12 V LAMP
Die BNC Buchse liefert eine Spannung von 12
V und ist für den Anschluss einer
Schwanenhals Pultbeleuchtung gedacht, z.B.
der Phonic GL15B. Die Leuchte gehört nicht
zum Lieferumfang.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
15
SCHALTER UND REGLER
RÜCKSEITE
19. POWER = NETZSCHALTER
Beispiele für solche Signale sind: Bass Drum,
Snare, E-Bass, Kondensatormikrofone für
Gesang, etc.
Der Druck auf diesen Schalter bewirkt aber
noch mehr: Da es sich bei der Line
Eingangsbuchse (#2) um eine Schaltbuchse
handelt, wird das Signal am XLR Eingang
automatisch abgeschaltet, wenn auch der
LINE Eingang belegt ist. Umgekehrt gelangt
ein Signal im LINE Eingang nicht in den Kanal,
wenn der PAD (LINE ) Schalter nicht gedrückt
ist.
Fazit: Sie können je nach Anwendung MIC
(#1) und LINE (#2) Eingang gleichzeitig
belegen, es gelangt jedoch immer nur ein
Signal in den Kanal.
Mit dem Netzschalter wird das Gerät
eingeschaltet. Wenn die Seite mit dem Strich
in Richtung Gerät gedrückt wird, ist das Gerät
eingeschaltet, vorausgesetzt, das Netzteil ist
korrekt verkabelt (#16). Zur Kontrolle leuchtet
dann die blaue LED POWER in der
Meterbrücke auf (#61). Vor dem Einschalten
müssen alle Ausgangsregler, also AUX (#51),
MAIN (#71) und CTRL RM (#69) ganz herunter
gedreht sein.
BEDIENFLÄCHE
20. PAD (LINE)
Der PAD (Dämpfungs-) Schalter existiert in
allen Kanälen. Ist er gedrückt, wird das
Eingangssignal im XLR Eingang um 20 dB
gedämpft, noch bevor es in den Vorverstärker
gelangt. Gerade bei Signalen mit relativ hohem
Pegel macht dies Sinn, wird dadurch doch der
Dynamikumfang erheblich erweitert, und die
Gefahr des Clippings im Eingang gebannt.
21. LINE / MIC GAIN
Dieser
Drehregler
kontrolliert
die
Eingangsempfindlichkeit für das Signal im
Mono Kanalzug. Er wirkt auf beide Eingänge,
MIC und LINE.
Wird die Eingangsverstärkung zu hoch
eingestellt, verzerrt das Signal und der Kanal
wird übersteuert. Ist sie zu niedrig, treten die
Nebengeräusche über Gebühr hervor und u.U.
ist die Signalstärke für die Ausgangssektion
des Mixers sowie die verschiedenen
Ausspielwege nicht ausreichend.
Zum korrekten Einpegeln müssen Sie das
Eingangssignal in der Pegelanzeige sichtbar
machen. Das gelingt Ihnen, indem Sie den
SOLO Schalter (#33) drücken.
Wird der Pegel korrekt eingestellt, arbeitet der
Mixer mit optimalem Betriebspegel. Dies ist der
Fall, wenn sich der Durchschnittspegel um die
0 dB Marke auf der SOLO Pegelanzeige (#60)
herum bewegt. Einzelne, sehr schnelle
Signalspitzen (bei Impulssignalen wie Bass
Drum, Snare, etc., nicht jedoch bei flächigen
Signalen wie Keyboards, E-Gitarre etc.) dürfen
durchaus auch mal die PEAK LED (#32) zum
Leuchten bringen. Dann haben Sie den Kanal
richtig eingepegelt (lesen Sie bitte unbedingt
das Kapitel „RICHTIGES EINPEGELN“ im
Abschnitt „ERSTE SCHRITTE“!).
Der Regelumfang der Eingangsempfindlichkeit
erstreckt sich über zwei verschiedene
Bereiche, je nachdem, ob es sich um Mikrofonoder Linepegel handelt. Für Mikrofonpegel
reicht der Regelbereich des Gain Reglers von
+10 bis +60 dB, für Line Signale reicht er von 10 bis +40 dB.
STEREO KANÄLE 19 ~ 22 bzw. 29 ~ 32
Die beiden Stereo Kanalzüge 19/20 und 21/22
bzw. 29/30 und 31/32 verfügen über getrennte
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
16
Gain Regler für MIC und LINE, die
Funktionalität dieser Regler ist aber identisch
mit dem kombinierten Regler in den
Monokanälen. Der Regler MIC GAIN regelt
den Pegel des Signals, das am XLR Eingang
(#1) anliegt, der Regler LINE GAIN ist für den
Pegel in den beiden LINE Eingängen (#5)
zuständig.
HOCHPASS FILTER
22.
Wenn Sie den Schalter drücken, bringen Sie
ein Hochpassfilter bei 75 Hz mit 18 dB /
Oktave in den Signalweg. Dieses Filter ist sehr
nützlich bei Gesangsstimmen, weil es
Trittschall von Mikrofonstativen auf der Bühne,
Poppgeräusche bei Nahbesprechung sowie
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
17
Handgeräusche
von
Vokalmikrofonen
wirkungsvoll unterdrückt. Ebenso kann 50 Hz
Netzbrummen
wirkungsvoll
unterdrückt
werden.
Der Low Cut wirkt auf beide Eingänge, MIC
(#1)
und
LINE
(#2),
und
sitzt
schaltungstechnisch hinter dem INSERT (#3),
aber vor dem DIRECT Ausgang (#4).
Achtung: In den Stereokanälen 19 ~ 22 bzw. 29 ~ 32 wirkt
der Low Cut nur auf den MIC Eingang!
Machen Sie ruhig Gebrauch von diesem
Schalter, wenn es sich bei dem Mikrofonsignal
um eine Sprech- oder Gesangsstimme handelt
(oder auch andere Instrumente, die nicht
explizit im Bassbereich beheimatet sind). Viele
Musikinstrumente und der menschliche
Stimmumfang enthalten in der Regel nicht so
tiefe Frequenzen, wie sie von diesem Filter
unterdrückt werden. Zumindest sind sie nicht
von so musikalischem Gehalt, dass Sie das
„Gerumpel“ dafür in Kauf nehmen müssten.
Sie
gewinnen
dadurch
an
Aussteuerungsreserven und Klarheit des
Signals, ohne den Gesamtklang negativ zu
beeinflussen. Tiefe Frequenzen verbrauchen
nämlich sehr viel Energie. Trittschall oder
Griffgeräusche belasten demnach nur die
angeschlossene Endstufe, tragen jedoch nicht
zur Qualität des Musiksignals bei.
KLANGREGELUNG (#23 ~ #25)
Die Klangregelung in den Kanälen ist so
ausgelegt,
dass
Sie
verschiedene
Raumakustiken, Rückkopplungen sowie den
Allgemeinklang der PA positiv beeinflussen
können. Bei Aufnahmen hilft Ihnen die
Klangregelung, einzelne Instrumente in der
Mischung besser hörbar zu machen.
Eine Klangreglung im Kanal ist jedoch nicht in
der
Lage,
aus
einer
schlechten
Lautsprecheranlage eine gute zu machen.
Beginnen Sie grundsätzlich immer mit allen
Reglern in 12-Uhr-Stellung, d.h. auf der “0”
Position. Vermeiden Sie extreme Anhebungen
oder
Absenkungen
einzelner
Frequenzbereiche,
weil
dadurch
der
Dynamikumfang einer Lautsprecheranlage
extrem eingeschränkt wird und leicht die
Grenzen des Systems erreicht sind. Außerdem
kann es zu unerwünschten Rückkopplungen
kommen.
Eine Anhebung von Frequenzbereichen, also
das Bewegen der Drehregler rechts von der
Mittelposition, ist – rein technisch gesprochen
– eine Pegelanhebung. Gerade extreme
Anhebungen im Bassbereich bringen ein
Audiosystem schnell an seine Grenzen, ohne
dass
Sie
einen
nennenswerten
Lautheitsgewinn (empfundene Lautstärke)
erzielt hätten. Für Aufnahmen gilt ähnliches –
hier kommt es schnell zur Vollaussteuerung
des
Aufnahmesystems
bzw.
der
Aufnahmespur.
Außerdem kann es in Beschallungssituationen
bei
starken
Anhebungen
einzelner
Frequenzbereiche
zu
unerwünschten
Rückkopplungen kommen (ja, es gibt auch
Rückkopplungen im Bassbereich!).
Überprüfen Sie daher immer wieder den Pegel
im Kanal, wenn Sie die Klangregelung
verwenden.
Tipp: Beim sogenannten „Soundcheck“, also
dem Einstellen der Anlage vor der eigentlichen
Aufführung, aber auch beim Abhören einzelner
Kanäle in der Studiosituation, ist man geneigt,
Bässe und Höhen anzuheben und die Mitten
abzusenken. Das liegt darin begründet, dass
unser Ohr auf Mittenfrequenzen am stärksten
reagiert (dies hat rein biologische Gründe –
unser Ohr ist optimal auf die menschliche
Stimme ausgelegt, und die spielt sich nun
einmal vornehmlich im Mittenbereich ab).
Schnell
urteilt
man
Informationen
im
Mittenbereich
als
„unangenehm“
oder
„näselnd“.
Tappen Sie nicht in diese Falle. Es sind
genau diese Mittenfrequenzen, die Ihre
Darbietung besonders „hörbar“ machen.
Um den Klang beeindruckender zu machen, ist
die Bearbeitung mit Dynamikprozessoren
angesagt. Kanal Inserts können verwendet
werden, um Kompressoren, Limiter, Noise
Gate o.ä. einzuschleifen. Schauen Sie sich zu
diesem Zweck die Phonic Geräte PCL3200,
A6500 und T8200 einmal näher an.
SONIC STATION 22 bzw. 32 verfügt über eine
Dreiband Klangregelung mit parametrischen
Mitten in allen Monokanälen. In den
Stereokanälen gibt es eine DreibandKlangregelung mit fester Mittenfrequenz. Dort
finden Sie pro Frequenzband zwar nur einen
Regler, dies ist aber ein Stereoregler, der auf
beide Stereokanäle gleichzeitig wirkt.
23. HIGH 12 K
Sie heben die hohen Frequenzen an, indem
Sie diesen Regler nach rechts drehen, um
Becken,
Stimmen
und
elektronische
Instrumente “silbriger” erscheinen zu lassen.
Nach links gedreht, unterdrücken Sie diesen
Frequenzbereich, mit dem Ergebnis, dass
Zischlaute
unterdrückt
werden.
Der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
18
Regelbereich umfasst +/-15 dB bei 12 kHz mit
Kuhschwanz Charakteristik.
Stellen Sie den Regler auf “0” (12 Uhr), wenn
er nicht benötigt wird.
24. MID (= MITTEN)
MONO KANÄLE (1 ~ 18 bzw. 28)
Bei
der
Mittenklangregelung
in
den
Monokanälen handelt es sich um eine sog.
Semi-Parametrik. Sie besteht aus zwei
Reglern: Der obere Regler MID bietet eine
Anhebung oder Absenkung um +/-15 dB, der
untere Regler FREQ ist der veränderbare
Parameter, er bestimmt die Eckfrequenz, an
der die Klangregelung ansetzt – es kann eine
Frequenz zwischen 100 Hz und 8 kHz
eingestellt werden.
Gerade bei Live Beschallungen ist die
Mittenregelung ein enorm wichtiges Werkzeug,
da sich die Hauptinformation der Musik und
Sprache im Mittenbereich abspielt. Hören Sie
auf die teilweise drastischen Unterschiede, die
sich im Klangbild eines Gesangs oder einer
Gitarre ergeben, wenn Sie mit beiden Reglern
gleichzeitig arbeiten.
Der obere Regler sollte in “0” Position sein,
wenn die Mitten-Klangregelung nicht gebraucht
wird.
STEREO KANÄLE (19 ~ 22 bzw. 29 ~ 32)
Die
Stereokanäle
haben
eine
feste
Mittenfrequenz.
HI MID (2,5 kHz)
Dieser Regler bietet eine Anhebung oder
Absenkung von 15 dB bei 2,5 kHz mit
Glockencharakteristik.
Gerade
dieser
Mittenbereich ist derjenige, wo sich die
musikalische
Hauptinformation
und
Durchsetzungsfähigkeit einzelner Instrumente,
insbesondere Keyboards, und Stimmen
abspielt. Mit Hilfe dieses Reglers können Sie
durch Anhebung dem Instrument (bzw. der
Stimme) Transparenz und Klarheit hinzufügen,
so dass es sich in der Mischung besser
durchsetzt. Bei Absenkung nehmen Sie dem
Klang eine gewisse Schärfe.
Stellen Sie den Regler auf “0” (12 Uhr), wenn
er nicht benötigt wird.
25. LOW 80 (= BÄSSE)
Der Regelbereich umfasst +/-15 dB bei 80 Hz
mit Kuhschwanz Charakteristik. Sie heben die
tiefen Frequenzen an, indem Sie den Regler
nach rechts drehen, um Stimmen mehr Wärme
zu geben oder Gitarren, Drums und
Synthesizern mehr Druck zu verleihen. Nach
links gedreht reduzieren Sie Rumpelgeräusche
von der Bühne oder Brummeinstreuungen,
oder Sie dünnen einen mulmigen Klang aus.
Stellen Sie den Regler auf “0” (12 Uhr), wenn
er nicht benötigt wird.
Praxistipp:
1.) Zu viel Energie im 80 Hz Bereich klingt
meist ein wenig mulmig, manchmal auch
dröhnend, zu wenig hingegen lässt bei der
Bass Drum den nötigen “Wumms”
vermissen, ein Bass klingt dann zu dünn
ohne Grundlage. Wenn Sie den 80 Hz
Bereich anheben, müssen Sie meistens
den Bereich der unteren Mitten, etwa um
die 200 Hz, wieder etwas absenken:
Dadurch erhalten Sie Fülle im Ton ohne
dass es mulmt und dröhnt.
2.) Zu viel zwischen 315 Hz und 630 Hz klingt
“topfig”, es klingt ein wenig “nach
Badezimmer”, es scheint sogar Hall oder
Rückkopplung in dem Bereich zu sein, zu
wenig von diesen Frequenzen klingt sehr
ausgehöhlt und ohne Substanz, da sich in
diesem Bereich die meisten Grundtöne der
gespielten Musik bzw. der menschlichen
Sprache befinden!
3.) Ein Zuviel zwischen 630 Hz und 1,25 kHz
klingt nasal und trötend wie im Telefon, zu
wenig lässt die Definition der gespielten
Noten vermissen, der ganze Mix geht dann
“nach hinten”.
4.) Zuviel um 2,5 kHz bis 3 kHz macht den
Ton scheppernd, blechern und hart, zu
wenig davon erzeugt einen undeutlichen
Ton ohne klare Konturen, die einzelne
Instrumente lassen sich nur schlecht
unterscheiden, da in diesem Bereich
wichtige Obertöne liegen.
5.) Vor allem zu viel 5 kHz, aber auch zu viel
10 kHz erzeugt zu scharfe S-Laute, es
zischt ständig, die Rückkopplungsgefahr
wird höher, zu wenig davon macht den
Ton dumpf, mulmig, schiebt dem Klang
einen “Vorhang vor”.
6.) Eine leichte Anhebung des Höhenreglers
macht den Ton luftiger, offener und
lebendiger. Um zu verhindern, dass es zu
sehr „zisselt“, können Sie gleichzeitig die
oberen Mitten (um die 5 kHz) leicht
absenken.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang
unbedingt die Ratschläge, die im Kapitel “Erste
Schritte” zu der richtigen Vorgehensweise
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
19
beim Justieren des Pegels gemacht werden.
Sie haben enormen Einfluss auf das klangliche
Ergebnis, auch auf die Gefahr bzw. die
Unterdrückung von Rückkopplungen! Neben
allen technischen Tricks, die ein Tontechniker
anwenden kann, darf jedoch nicht vergessen
werden, dass der Ton vor dem Mikrofon
gemacht wird, mit anderen Worten, eine
schlechte musikalische Darbietung kann auch
der beste Tontechniker mit den teuersten
Geräten
nicht
in
einen
Kunstgenuss
verwandeln.
Die Kennlinie der AUX Regler ist so
eingerichtet, dass in der Mittelstellung (also bei
„12 Uhr“) 0 dB Pegel („Unitiy Gain“)
ausgegeben wird. Rechts von dieser
Mittelstellung wird das Signal angehoben,
maximal bis +15 dB.
26. AUX 1 ~ 4
Mit den AUX Reglern wird das Kanalsignal
anteilig auf die jeweilige AUX Sammelschiene
und somit zum entsprechenden Ausgang AUX
SEND (#7) gesendet.
In der Stellung PRE (Schalter ist nicht
gedrückt) ist der Abgriff des AUX Signals vor
dem Fader (aber hinter dem Low Cut und
hinter der Klangregelung), in der Stellung
POST (Schalter ist gedrückt) geschieht der
Abgriff hinter dem Fader, also auch hinter dem
Low Cut sowie der Klangregelung.
AUX Wege, also Ausspielwege, sind
zusätzliche Ausgänge neben den Gruppenund Summenausgängen L / R. Sie dienen
dazu, separate Mischungen zu erstellen. Damit
werden
weitere
Endstufen
und
Lautsprechersysteme
in
anderen
Beschallungszonen,
die
Spuren
eines
Mehrspursystems, externe Effektgeräte, etc.
angesteuert.
Die AUX Regler im SONIC STATION 22 bzw.
32 zapfen das Kanalsignal immer nach dem
Hochpassfilter und der Klangregelung ab.
Entscheidend für Ihren Einsatz ist jedoch vor
allem, ob es sich um einen pre Fader oder
einen post Fader AUX Regler handelt.
Pre Fader heißt, das Signal wird vor dem
Fader abgegriffen: Das Signal ist also
unabhängig von der Stellung des Kanal
Faders. Dies ist vor allem sinnvoll für die
Speisung von Bühnenmonitoren. Dort wollen
Sie in der Regel unabhängig sein von der
Saalmischung und Saallautstärke. Änderungen
des Kanal Faders haben keinen Einfluss auf
die Lautstärke der Bühnenmonitore.
Post Fader heißt, das Signal wird hinter dem
Fader abgegriffen: Das Signal ist also
abhängig von der Stellung des Kanal Faders
Dies ist vor allem sinnvoll beim Ansteuern von
Effektgeräten, da sich auch der Anteil des
Effektsignals ändert, wenn sich die Stellung
des Faders ändert. Wenn also der
Lautstärkeregler des Kanals ganz runter
gedreht ist, kommt auch aus dem AUX
Ausgang kein Pegel mehr heraus. Je weiter
Sie den Lautstärkeregler des Kanals aufdrehen
(oder
besser
gesagt,
den
Fader
hochschieben), um so mehr Signalpegel
gelangt auch in den AUX Ausgang.
AUX 1 & 2 und 3 & 4 PRE / POST
Die AUX Wege 1 und 2 sind mit einem
Schalter versehen, der pro Kanal beide
Ausspielwege von pre Fader auf post Fader
umschaltet.
Bedenken Sie, dass die Signale von AUX 1 &
2 aus allen Monokanälen erst noch die
jeweiligen Summen Lautstärkeregler AUX
SEND MASTER (#51) (bzw. die Gruppen
Fader, sofern der Schalter AUX / GRP SWAP
#53 gedückt ist) durchlaufen, bevor Sie
tatsächlich in den entsprechenden Ausgängen
(#7) zu hören sind.
Für die AUX Wege 3 & 4 gibt es ebenfalls
solch einen Schalter mit der gleichen
Funktionalität. Auch AUX 3 und 4 aller
Monokanäle durchlaufen erst noch die
jeweiligen Summen Lautstärkeregler AUX
SEND MASTER (#51), bevor Sie tatsächlich in
den entsprechenden Ausgängen (#7) zu hören
sind.
27. EFX 1 & 2 (AUX 5 & 6)
Die Ausspielwege AUX 5 und 6 (EFX 1 & 2)
sind immer post Fader geschaltet. In der Regel
wird mit diesen Reglern der Anteil des
Kanalsignals gesteuert, der in ein externes
Effektgerät, z.B. ein Hallgerät, gelangen soll.
Die vielfach gebrauchte Wendung, dass mit
diesem Regler „der Kanal mit Hall versorgt
wird“, ist natürlich falsch. Erst die Rückführung
des Hallsignals in den Mixer, z.B. über einen
AUX RETURN, genauso gut aber über einen
Stereokanal, versorgt den Mixer mit Hall. Dort
wird dann die Stärke des gesamten Hallsignals
kontrolliert und demnach in Beziehung zu den
Originalsignalen gesetzt.
Die Regler AUX 5 & 6 haben die Besonderheit,
dass sie das Kanalsignal nicht nur zu den
Ausgängen AUX SEND 5 & 6 (#7) schicken,
sondern gleichzeitig in die eingebauten
Effektprozessoren 1 und 2 (#35 – 45).
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
20
Bedenken Sie, dass die Signale von AUX 5 &
6 aus allen Monokanälen erst noch die
jeweiligen Summen Lautstärkeregler AUX
SEND MASTER (#35) durchlaufen, bevor Sie
tatsächlich in die entsprechenden Ausgänge
(#7) und in die internen Effektprozessoren
gelangen.
28. PAN
PAN, Kurzform für PANORAMA, ist ein Regler,
der ein Signal auf zwei Kanäle in einem
bestimmten Verhältnis aufteilt. In den
Monokanälen wird also mit diesem Regler
bestimmt, wie viel Pegel auf die linke
(ungerade)
und
rechte
(gerade)
Summenschiene gesendet wird, so dass das
Signal sehr gleichmäßig über das gesamte
Stereospektrum verteilt werden kann. Wird der
Regler ganz nach links gedreht, gelangt das
Signal nur in die linke (ungerade) Summe,
steht der Regler ganz rechts, gelangt das
Signal nur in die rechte (gerade) Summe. Alle
Zwischenpositionen sind möglich.
Für die Stereokanäle gilt das gerade gesagte
ganz ähnlich, dort heißen die Regler jedoch
BALANCE,
da
sie
das
Stereosignal
gleichmäßig über die Stereobreite verteilen.
Die Begriffe „ungerade“ und „gerade“ beziehen
sich auf die Zuweisungsschalter – das
Kanalsignal kann ja nicht nur in die MAIN
Summenschiene, sondern ebenso in die
Gruppenschienen geleitet werden. Steht also
der PAN Regler ganz links, und der
Zuweisungsschalter 1/2 (#31) ist gedrückt,
gelangt das Kanalsignal nur in die Gruppe 1.
Steht er ganz rechts, wird nur die Gruppe 2
angefahren.
29. ON & STATUS LED
Dieser Schalter schaltet den Kanal ein.
Solange dieser Schalter nicht gedrückt ist,
gelangt kein Kanalsignal an irgendeinen
Ausgang,
weder
Ausspielwege
noch
Subgruppen oder Summe L / R, egal wie weit
Sie die AUX SEND Regler aufgedreht
und/oder den Kanalfader hochgeschoben
haben.
Ausnahme: Das Signal kann über die SOLO
Funktion (#33) vorgehört werden.
Das macht Sinn. Bevor Sie das Kanalsignal
„auf die Reise“ zu irgendwelchen Summen und
Ausgängen schicken, sollten Sie es gründlich
„einpegeln“, damit keine unvorhergesehenen
Signalspitzen
Lautsprecher
und
Ohren
zerstören (siehe Kapitel „ERSTE SCHRITTE“).
Erst wenn der Schalter gedrückt wird, ist der
Kanal frei geschaltet. Nur dann gelangt das
Signal an die verschiedenen Ausgänge.
Zur Kontrolle leuchtet die dazugehörige Status
LED auf, wenn der Kanal angeschaltet ist.
30. SIG LED
Diese LED leuchtet auf, wenn der interne
Kanalpegel die –20 dB Marke erreicht hat. Die
Helligkeit ist dann abhängig vom Pegel. Das
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
21
Signal für die Anzeige
Klangregelung abgegriffen.
wird
hinter
der
Damit bekommen Sie – gerade in einer
hektischen Live Situation - schon mal einen
raschen Überblick, ob überhaupt in allen
Kanälen Signal ankommt. Natürlich können Sie
zur Überprüfung des exakten Pegels die
Kanäle nacheinander per SOLO Taste (#33)
exakt einpegeln. Wenn Sie einige Zeit mit
SONIC STATION 22 / 32 gearbeitet haben,
können Sie allein an der Helligkeit der LED
aufgrund Ihrer Erfahrung ziemlich genau
bestimmen, wie hoch der Pegel im Kanal ist.
31. 1-2, 3-4, MONO & L-R
Dies sind die sog. Routing Schalter. Sie
ermöglichen Ihnen, das Kanalsignal auf
bestimmte Sammelschienen weiter zu leiten.
Wird der Schalter 1 / 2 gedrückt, so gelangt
das Kanalsignal in die beiden Subgruppen 1 /
2. Wird der Schalter 3 / 4 gedrückt, so gelangt
das Kanalsignal in die beiden Subgruppen 3 /
4. Wird der Schalter MONO gedrückt, gelangt
das Kanalsignal in die MONO Schiene. Wird
der Schalter L / R gedrückt, gelangt das
Kanalsignal in die Summenschiene L / R. Das
klappt natürlich nur, wenn auch der Kanalfader
hochgeschoben ist.
Die Schalter schließen sich nicht gegenseitig
aus, d.h. Sie können durchaus mehrere
Schalter drücken und somit das Kanalsignal in
mehrere
Sammelschienen
gleichzeitig
schicken.
In diesem Zusammenhang ist der PAN Regler
(#28) von Bedeutung. Wenn der PAN Regler
ganz nach links gedreht ist, gelangt das
Kanalsignal
nur
in
die
ungeraden
Sammelschienen, also Subgruppe 1 bzw. 3
bzw. in die linke Summe. Ist der PAN Regler
ganz nach rechts gedreht, gelangt das
Kanalsignal
nur
in
die
geraden
Sammelschienen, also Subgruppe 2 bzw. 4
bzw.
die
rechte
Summe.
Alle
Zwischenpositionen sind selbstverständlich
möglich. Für die Zuweisung zur MONO
Schiene ist die Stellung des PAN Reglers nicht
von Bedeutung.
Damit tatsächlich das Kanalsignal in die
angewählte
Subgruppe
oder
die
Summenschiene gelangt, muss natürlich auch
der ON Schalter (#29) gedrückt sein – klar!
32. PEAK (SPITZENPEGEL) ANZEIGE
Diese rote LED leuchtet auf, wenn ein zu
hoher Signalpegel am Kanal anliegt. Das
Signal wird an zwei Stellen im Kanal
abgegriffen,
zum
einen
hinter
dem
Hochpassfilter, zum anderen nach der
Klangregelung. Die Peak LED leuchtet
ungefähr 6 dB vor dem tatsächlichen Clipping
des
Kanals,
was
zu
unerwünschten
Verzerrungen führen würde. Sie ist jedoch
nicht von der Stellung des Kanal Faders (#34),
also der endgültigen Lautstärke in der
Mischung, abhängig!
In der Regel sollte der Eingangspegel mit dem
GAIN Regler (#21) so eingestellt werden, dass
diese LED nur bei den lautesten Stellen
gelegentlich, d.h. sehr kurzzeitig, aufleuchtet.
Wenn sie fast durchgehend leuchtet, muss der
Eingangspegel mit dem GAIN Regler ein wenig
niedriger eingestellt werden. Damit erhält man
den besten Signal-Rauschabstand und den
größtmöglichen Dynamikumfang.
Bedenken Sie, dass eine Veränderung in der
Klangregelung auch den internen Pegel ändert
– wenn Sie z.B. sehr viele Bässe anheben,
kann es passieren, dass die Peak Anzeige
aufleuchtet, obwohl der Gain Regler relativ
niedrig eingestellt ist.
Die PEAK LED ist mit einer Doppelfunktion
versehen. Normalerweise arbeitet sie so wie
gerade beschrieben. Wird jedoch die SOLO
Taste (#33) gedrückt, leuchtet sie permanent
rot auf (dann kann man ja den Kanalpegel in
der
komfortablen,
13-stelligen
SOLO
Pegelanzeige in der Meterbrücke ablesen #60).
33. SOLO & PEAK ANZEIGE
Dies ist einer der wichtigsten Schalter im
Mischpult – deshalb sitzt er auch sinnigerweise
ganz unten, so dass man ihn sofort ohne
Suchen findet, und auch nicht zufällig mit dem
ON Schalter (#29) verwechseln kann!
Mit Betätigen des SOLO Schalters wird das
entsprechende Kanalsignal in die PHONES /
CONTROL ROOM Sektion (#69) geleitet, um
es dort in den Kontrollmonitoren oder dem
Kopfhörer überprüfen zu können. Gleichzeitig
erscheint das Signal in der Pegelanzeige
(#60).
Zur Kontrolle leuchtet die rote PEAK LED (#32)
oberhalb des Schalters konstant auf.
Nicht nur das: Ebenfalls leuchtet in der
Meterbrücke neben der Pegelanzeige die
SOLO LED (#60) auf, um Ihnen mitzuteilen,
dass irgendwo im Mischpult eine SOLO Taste
gedrückt ist.
Die Solo Funktion kann global zwischen pre
Fader und post Fader umgeschaltet werden,
abhängig von der Stellung des Schalters PRE /
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
22
POST (#69) in der CONTROL ROOM Sektion.
In der Stellung PRE wird das Signal hinter der
Klangregelung, jedoch vor dem Kanalfader
abgegriffen, ist also unabhängig von der
Stellung des Kanal Faders, in der Stellung
POST wird das Signal erst nach dem Fader
und PAN Regler abgegriffen.
DIGITALE
(DSP)
EFFEKT
SEKTIONEN
35. AUX 5 & 6 (EFX 1 & 2)
Die PRE Fader Stellung, die sog. PFL (Pre
Fader Listening) Funktion, ist nützlich beim
Einpegeln eines Kanalsignals. Sie können den
Pegel exakt einstellen, ohne das Signal auf
irgendwelche Ausgänge zu schicken, da die
PFL Funktion auch unabhängig vom Schalter
ON (#29) ist. Auf diese Weise ist „stummes“
Einpegeln möglich, was unvorhergesehene
Signalspitzen oder ähnliche „Katastrophen“ im
Vorfeld unterbindet.
Die POST Fader Stellung wird vor allem beim
Abmischen im Studio gebraucht. Sie wird auch
AFL (After Fader Listening) genannt. Da das
Signal auch hinter dem Panoramaregler
abgegriffen wird, und es sich bei der POST
Funktion um eine Stereofunktion handelt,
können Sie überprüfen, mit welchem
Lautstärkeanteil
und
in
welcher
Panoramaposition das Signal in der Mischung
vertreten ist. Dies ist wichtig bei der
Beurteilung
ganzer
Sätze
wie
z.B.
Chorgesang, Bläser- oder Streichersätze usw.
Sie können nun den Kanalpegel mit dem GAIN
Regler (#21) exakt einstellen und die Wirkung
der Klangregelung überwachen.
Beachten Sie bitte, dass die Lautstärke des
SOLO Signals im Kopfhörer bzw. in Ihren
Abhörmonitoren
auch
von
dem
Lautstärkeregler PHONES / CONTROL ROOM
(#69) abhängt – ist dieser nicht aufgedreht,
hören Sie auch kein Solo Signal!
34. FADER (LAUTSTÄRKE REGLER)
Dieser 60 mm Flachbahn Schiebesteller mit
linearer
Kennlinie
bestimmt
die
Ausgangslautstärke des Kanals. Einerseits
bestimmt er die Lautstärke am Direktausgang
(#4), sofern dieser auf POST geschaltet ist,
andererseits in allen Sammelschienen, auf die
das Kanalsignal geroutet wurde, also
Subgruppen 1 ~ 4, MONO und Summe L / R.
Vorausgesetzt, alle Kanäle sind richtig und
relativ einheitlich eingepegelt (sprich auf Unity
Gain, also 0 dB), gibt Ihnen der Fader schon
einen
ersten
Einblick
über
die
Lautstärkeverhältnisse in der Mischung.
In den Stereokanälen regelt er die Lautstärke
des rechten und linken Eingangssignals
gleichzeitig.
Die Drehregler AUX 5 & 6 kontrollieren die
Gesamtlautstärke der Ausspielwege AUX
SEND
5
&
6,
und
damit
der
korrespondierenden
Ausgänge
(#7).
Gleichzeitig regeln Sie den Pegel, der in die
internen Effektprozessoren 1 und 2 gelangt.
Die Kennlinie der AUX SEND Regler ist so
eingerichtet, dass in der Mittelstellung (also bei
„12 Uhr“) 0 dB Pegel („Unitiy Gain“)
ausgegeben wird. Rechts von dieser
Mittelstellung wird das Signal angehoben,
maximal bis +15 dB.
Diese Summenregler erhalten ihre Signale aus
den jeweiligen AUX SEND (EFX 1 & 2)
Reglern der einzelnen Kanäle (#27). Da sie
post Fader sind, müssen auch die
entsprechenden
Kanal
Fader
(#34)
hochgeschoben sein.
SOLO
Jede AUX SEND Summe hat eine eigene
SOLO Funktion. Die Solo Funktion (Schalter
gedrückt) leitet das jeweilige AUX SEND
Summensignal in die PHONES / CONTROL
ROOM Sektion (#69), wo es optisch (#60) und
akustisch (#15 und 18) überprüft werden kann.
Achtung: Die Solo Funktion hier ist auch hier
abhängig vom globalen PRE / POST Schalter
(#69). Wenn Sie also trotz Betätigen des
SOLO Schalters kein Signal in der
Abhörsektion haben, kann es daran liegen,
dass der Schalter (#69) auf POST steht, und
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
23
der AUX SEND
aufgedreht ist.
Summenregler
nicht
Machen Sie bitte Gebrauch von der SOLO
Funktion und überprüfen Sie den Pegel, der in
den jeweiligen digitalen Effektprozessor
gelangt. Nur so können Sie verhindern, dass
der Eingang des DSP übersteuert.
Um den optimalen Dynamikumfang und damit
den
besten
Signal/Rauschabstand
des
Effektprozessors zu gewährleisten, sollten Sie
die einzelnen EFX SEND Regler der Kanäle
(#27) möglichst bis 0 dB (= Mittelstellung, „12
Uhr“) aufdrehen. Danach drehen Sie bitte auch
den EFX MASTER Regler (#35) auf, jedoch
nur so weit, dass sich der durchschnittliche
Pegel maximal um die 0 dB-Marke in der
SOLO Pegelanzeige einpendelt Wenn Sie den
Eingang zu hoch aussteuern, kann es im
Effektprozessor zu digitalen Verzerrungen
kommen, die äußerst unangenehm klingen.
Zum Glück werden sie noch an anderer Stelle
gewarnt, wenn der Eingangspegel für den
Effektprozessor zu hoch ist. Es gibt eine PEAK
LED (#44), die aufleuchtet, wenn der Eingang
des Effektprozessors verzerrt. Sollte sie
aufleuchten,
reduzieren
Sie
den
Eingangspegel mit dem AUX SEND Regler.
Die Endlautstärke des Effekts, also der
Effektanteil in der Mischung, wird dann ja mit
dem EFX RETURN Regler (#45) eingestellt.
36. EFFEKT ANZEIGE
Diese Anzeige listet die verschiedenen
eingebauten Effekte auf, die Sie dem
Audiosignal hinzufügen können. Die linke Liste
bezieht sich auf Effektprozessor 1, die rechte
auf Prozessor 2. Wenn Sie die Effektnummer
mit dem Programmwahlknopf PROGRAM
(#37) anwählen, leuchtet der entsprechende
Name des Programms auf, und der
entsprechende Effekt wird sofort aufgerufen.
Eine genauere Auflistung aller verfügbaren
Effekte samt Parameter finden Sie in der
Tabelle „DIGITALE EFFEKTPROGRAMME“.
37. PROGRAM
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
24
Parameterstellung aufruft, die Sie zuletzt
eingestellt
hatten.
Wenn
Sie
also
beispielsweise einen ganz bestimmten Hall für
sich gefunden haben, und benutzen das
Effektgerät zwischenzeitlich für einen anderen
Effekt (z.B. Delay), und kehren danach zu
„Ihrem“ Hallprogramm zurück, wird exakt die
Parameterstellung des Halls aufgerufen, die
Sie sich vorher als allerletztes eingestellt
hatten. Auf diese Weise müssen Sie bei einem
Programmwechsel nicht erst wieder alles neu
einstellen.
ACHTUNG: Die physische Position des Parameter
Reglers spiegelt also direkt nach dem Aufrufen eines
neuen Effektprogramms in der Regel nicht den
eingestellten Parameter Wert wieder! Erst wenn der
Parameter Regler bewegt wird, entspricht der reale
Parameterwert der Position des Reglers.
39. AUX 1 ~ 4
Diese Drehregler ermöglichen, das jeweilige
Ausgangssignal aus dem Effektprozessor auf
die Ausspielwege AUX SEND 1 ~ 4 zu
schicken. Die Signale werden vor dem
Lautstärkeregler (#45) abgegriffen, sind also
unabhängig von dessen Stellung.
In vielen Fällen werden die Ausspielwege AUX
SEND 1 ~ 4 zum Ansteuern von
Bühnenmonitoren verwendet. Sie können nun
mit Hilfe der Regler AUX 1 ~ 4 diesen
Effektanteil auch in den verschiedenen
Bühnenmonitoren hörbar machen (man nennt
diese Funktion „Effect to monitor“).
ACHTUNG: Diese Regler sollten mit Vorsicht behandelt
werden,
Effekt
im
Monitor
senkt
die
Rückkopplungsschwelle, vor allem wenn es sich um einen
langen Hall handelt!
Mit diesem gerasterten Drehgeber können Sie
den gewünschten Effekt anwählen. Der
gewählte Effekt wird automatisch in der Effekt
Anzeige (#36) angezeigt. Eine genauere
Auflistung aller verfügbaren Effekte samt
Parameter finden Sie in der Tabelle „DIGITALE
EFFEKTPROGRAMME“.
38. PARAMETER
Jeder der 16 Effekte pro Effektprozessor im
SONIC STATION 22 bzw. 32 kann in seinem
wichtigsten Parameter verändert werden. Dies
geschieht mithilfe dieses PARAMETER
Drehgebers. Für Einzelheiten, um welchen
Parameter es sich jeweils handelt, schauen
Sie bitte in der Tabelle „DIGITALE
EFFEKTPROGRAMME“ nach.
Der Effektchip ist mit einer Memory Funktion
versehen, die immer, wenn ein bestimmter
Effekt von Ihnen angewählt wird, diejenige
40. TAP DELAY mit Status LED
Wird das Programm “TAP DELAY” (Nr. 16) im
Effektprozessor 2 aufgerufen, kann dieser
Schalter dazu verwendet werden, die
Verzögerungszeit
des
DELAY
Effektes
einzustellen. Wenn Sie den Taster mehrmals
hintereinander betätigen, berechnet der
Prozessor den Abstand zwischen den letzten
beiden Betätigungen und interpretiert ihn als
die Verzögerungszeit des Delay Effektes. Dies
bleibt solange bestehen, bis Sie den Taster
erneut berühren, selbst, wenn der Mixer
zwischenzeitlich ausgeschaltet wurde! Sobald
das Programm TAP DELAY (Nr. 16) angewählt
wird, blinkt die Status LED in der
Geschwindigkeit der jeweils eingestellten
Verzögerungszeit.
Bedenken Sie, dass diese Schaltfunktion auch
per Fernbedienung betätigt werden kann. Zu
diesem Zweck gibt es eine Klinkenbuchse auf
der Stirnseite des Geräts mit Aufschrift FOOT
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
25
SW – TAP (#8), an die ein Kontaktschalter
(Taster) angeschlossen werden kann. Der
Fußschalter hat Vorrang vor dem Schalter auf
der Bedienfläche!
Diese Fußschaltfunktion ist vor allem für all
diejenigen Künstler interessant, die ihren
Sound selbst, also auf der Bühne, einstellen.
Auf diese Weise kann der Delay Effekt
taktgenau eingestellt werden, und trotzdem hat
der Künstler beide Hände frei, um sein
Instrument zu spielen. Das gleiche gilt natürlich
auch für den Tontechniker!
Wenn die Wiederholungen eines Echo Effektes
(Delay) im Rhythmus der gespielten Musik
erklingen, fügt sich der Effekt besser in die
Mischung ein, und es gibt kein rhythmisches
Durcheinander. Die Wiederholungen des
Effektes sind in der Regel aufgrund des sog.
Verdeckungseffektes nicht im Vordergrund,
solange das Instrument (oder die Stimme)
spielt/singt, und nur in den Spielpausen kommt
der Effekt besser zum Vorschein. Sie können
daher einen Effekt, der rhythmisch abgestimmt
ist, sogar etwas lauter mischen, ohne dass er
unangenehm „aufdringlich“ oder sogar störend
wirkt.
Natürlich müssen Sie bei der Rhythmisierung
nicht unbedingt die Viertel eines Taktes
wählen, Sie können durchaus synkopische
Wiederholungszeiten wählen. Experimentieren
Sie mit der Anzahl der Wiederholungen und
der Lautstärke des Effekts, Sie werden
erstaunt sein, welche musikalischen Qualitäten
ein TAP DELAY hat!
Beachten Sie, dass im Programm „TAP
DELAY“ der Regler PARAMETER (#38) für die
Anzahl der Wiederholungen zuständig ist.
Somit sind in diesem Effektprogramm sogar
zwei verschiedene Parameter veränderbar!
Der
Fußschalter
gehört
nicht
zum
Lieferumfang, ist aber in jedem gut sortierten
Musikgeschäft erhältlich. Wichtig ist, dass es
ein Impulsschalter („momentary switch“) sein
muss.
41. ON mit Status LED
Dieser Schalter schaltet die Effektrückführung
ein. Solange dieser Schalter nicht gedrückt ist,
gelangt kein Kanalsignal an irgendeinen
Ausgang,
weder
Ausspielwege
noch
Subgruppen oder Summe L / R, egal wie weit
Sie die AUX SEND Regler aufgedreht
und/oder den Kanalfader hochgeschoben
haben.
Ausnahme: Das Signal kann über die SOLO
Funktion (#44) vorgehört werden.
Das
macht
Sinn.
Bevor
Sie
das
Effektrückführungssignal „auf die Reise“ zu
irgendwelchen Summen und Ausgängen
schicken, sollten Sie es gründlich „einpegeln“,
damit keine unvorhergesehenen Signalspitzen
Lautsprecher und Ohren zerstören (siehe
Kapitel „ERSTE SCHRITTE“).
Erst wenn der Schalter gedrückt wird, ist der
Kanal frei geschaltet. Nur dann gelangt das
Signal an die verschiedenen Ausgänge.
Zur Kontrolle leuchtet die dazugehörige Status
LED auf, wenn der Kanal angeschaltet ist.
Bedenken Sie, dass diese Schaltfunktion auch
per Fernbedienung betätigt werden kann. Zu
diesem Zweck gibt es eine Klinkenbuchse auf
der Stirnseite des Geräts mit Aufschrift FOOT
SW – EFFECT ON / OFF (#8), an die ein
Impulsschalter (Taster) angeschlossen werden
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
26
kann. Der Fußschalter hat Vorrang vor dem
Schalter auf der Bedienfläche!
Diese Fußschaltfunktion ist sehr hilfreich in
Spielpausen, wenn über das Gesangsmikrofon
auch Ansagen gemacht werden. Während der
Gesang durchaus mit einer gehörigen Portion
Effekt versehen werden kann, sollten Ansagen
wegen der besseren Sprachverständlichkeit
ohne Effektanteil gemacht werden. Diese
Funktion ist vor allem für all diejenigen
Künstler interessant, die ihren Sound selbst,
also auf der Bühne, einstellen.
Der
Fußschalter
gehört
nicht
zum
Lieferumfang, ist aber in jedem gut sortierten
Musikgeschäft erhältlich. Wichtig ist, dass es
sich
dabei
um
einen
Impulsschalter
(„momentary switch“) handeln muss.
42. SIG LED
Diese LED leuchtet auf, wenn der interne
Kanalpegel des Effektausgangssignals die –20
dB Marke erreicht hat. Die Helligkeit ist dann
abhängig vom Pegel. Das Signal für die
Anzeige wird hinter der Klangregelung
abgegriffen.
Damit bekommen Sie – gerade in einer
hektischen Live Situation - schon mal einen
raschen Überblick, ob überhaupt in allen
Kanälen Signal ankommt. Natürlich können Sie
zur Überprüfung des exakten Pegels die
Kanäle nacheinander per SOLO Taste (#44)
exakt einpegeln. Wenn Sie einige Zeit mit
SONIC STATION 22 / 32 gearbeitet haben,
können Sie allein an der Helligkeit der LED
aufgrund Ihrer Erfahrung ziemlich genau
bestimmen, wie hoch der Pegel im Kanal ist.
43. 1-2, 3-4, MONO & L-R
Dies sind die sog. Routing Schalter. Sie
ermöglichen Ihnen, das Effektsignal auf
bestimmte Sammelschienen weiter zu leiten.
Wird der Schalter 1 / 2 gedrückt, so gelangt
das Kanalsignal in die beiden Subgruppen 1 /
2. Wird der Schalter 3 / 4 gedrückt, so gelangt
das Kanalsignal in die beiden Subgruppen 3 /
4. Wird der Schalter MONO gedrückt, gelangt
das Kanalsignal in die MONO Schiene. Wird
der Schalter L / R gedrückt, gelangt das
Kanalsignal in die Summenschiene L / R. Das
klappt natürlich nur, wenn auch der Kanalfader
hochgeschoben ist.
Die Schalter schließen sich nicht gegenseitig
aus, d.h. Sie können durchaus mehrere
Schalter drücken und somit das Kanalsignal in
mehrere
Sammelschienen
gleichzeitig
schicken.
Damit tatsächlich das Effektsignal in die
angewählte
Subgruppe
oder
die
Summenschiene gelangt, muss natürlich auch
der ON Schalter (#41) gedrückt sein – klar!
44. SOLO & PEAK ANZEIGE
Dies ist einer der wichtigsten Schalter im
Mischpult – deshalb sitzt er auch sinnigerweise
ganz unten, so dass man ihn sofort ohne
Suchen findet, und auch nicht zufällig mit dem
ON Schalter (#41) verwechseln kann!
Mit Betätigen des SOLO Schalters wird das
entsprechende Effekt Rückführungssignal in
die PHONES / CONTROL ROOM Sektion
(#69) geleitet, um es dort in den
Kontrollmonitoren
oder
dem
Kopfhörer
überprüfen zu können. Gleichzeitig erscheint
das Signal in der Pegelanzeige (#60).
Zur Kontrolle leuchtet die rote PEAK LED
oberhalb des Schalters konstant auf.
Nicht nur das: Ebenfalls leuchtet in der
Meterbrücke neben der Pegelanzeige die
SOLO LED (#60) auf, um Ihnen mitzuteilen,
dass irgendwo im Kanal eine SOLO Taste
gedrückt ist.
Die Solo Funktion kann global zwischen pre
Fader und post Fader umgeschaltet werden,
abhängig von der Stellung des Schalters PRE /
POST (#69) in der CONTROL ROOM Sektion.
In der Stellung PRE wird das Signal hinter der
Klangregelung, jedoch vor dem Kanalfader
abgegriffen, ist also unabhängig von der
Stellung des Kanal Faders, in der Stellung
POST wird das Signal erst nach dem Fader
und PAN Regler abgegriffen.
Die PRE Fader Stellung, die sog. PFL (Pre
Fader Listening) Funktion, ist nützlich beim
Einpegeln eines Kanalsignals. Sie können den
Pegel exakt einstellen, ohne das Signal auf
irgendwelche Ausgänge zu schicken, da die
PFL Funktion auch unabhängig vom Schalter
ON (#29) ist. Auf diese Weise ist „stummes“
Einpegeln möglich, was unvorhergesehene
Signalspitzen oder ähnliche „Katastrophen“ im
Vorfeld unterbindet.
Die POST Fader Stellung wird vor allem beim
Abmischen im Studio gebraucht. Sie wird auch
AFL (After Fader Listening) genannt. Da das
Signal auch hinter dem Panoramaregler
abgegriffen wird, und es sich bei der POST
Funktion um eine Stereofunktion handelt,
können Sie überprüfen, wie sich das
Effektsignal in der Stereomischung verteilt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
27
Beachten Sie bitte, dass die Lautstärke des
SOLO Signals im Kopfhörer bzw. in Ihren
Abhörmonitoren
auch
von
dem
Lautstärkeregler PHONES / CONTROL ROOM
(#69) abhängt – ist dieser nicht aufgedreht,
hören Sie auch kein Solo Signal!
SUMMEN SEKTION
STEREO AUX RETURN SEKTION
Ist der SOLO Schalter nicht gedrückt, erfüllt die
rote LED die Funktion einer Spitzenpegel
Anzeige und leuchtet auf, wenn ein zu hoher
Signalpegel am Eingang des Effektprozessors
anliegt, was zu hässlichen Verzerrungen führt.
Sie ist von der Stellung des AUX SEND Master
Reglers (#35) abhängig. Der Eingangspegel
sollte so eingestellt werden, dass diese LED
niemals aufleuchtet.
45. FADER (LAUTSTÄRKE REGLER)
Dieser 60 mm Flachbahn Schiebesteller mit
linearer
Kennlinie
bestimmt
die
Ausgangslautstärke des Stereo Effektsignals,
also die Lautstärke in allen Sammelschienen,
auf die das Effektsignal geroutet wurde, das
können sein die Subgruppen 1 ~ 4, MONO und
die Summe L / R. Die Stellung des Faders gibt
Ihnen schon einen ersten Einblick über die
Lautstärkeverhältnisse in der Mischung.
Es gibt 4 Stereo Hilfseingänge (#6), und somit
4 identisch aufgebaute AUX RETURN Züge.
46. AUX 1 ~ 4
Mit den AUX Reglern 1 ~ 4 wird das
Kanalsignal des STEREO AUX RETURNS
anteilig auf die jeweilige AUX Sammelschiene
und somit zum entsprechenden Ausgang AUX
SEND (#7) gesendet. Diese Regler sind alle
pre Fader geschaltet, d.h. ihre Lautstärke ist
unabhängig von der Stellung des KanalLautstärkereglers
(#48).
Zur
näheren
Funktionalität von AUX Wegen lesen Sie bitte
die Ausführungen unter #7 und #26.
Werden an die STEREO AUX RETURN
Eingänge (#6) z.B. die rechten und linken
Rückführungen
eines
externen
Effektprozessors verkabelt, kann mithilfe
dieser AUX Regler der Effekt in die Monitore
geleitet werden („Effect-to-monitor“). Oder
denken Sie an eine Einspielung, die nur die
Musiker hören müssen, nicht aber das
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
28
Publikum (z.B. ein Click Track o. ä.) – dafür
können Sie diese AUX Return Eingänge und
die entsprechenden AUX Send Regler
verwenden.
In diesem Zusammenhang soll noch mal auf
den vielleicht verwirrenden Ausdruck „AUX“
eingegangen werden. Das Wort „AUX“ ist
lediglich eine Abkürzung für „Auxiliary“, was
soviel wie „behelfsmäßig“ heißt. Erst der
Zusatz „Send“ oder „Return“ erklärt, was
genau mit AUX gemeint ist. AUX Send
bezeichnet einen Hilfsausgang, AUX Return
einen Hilfseingang. Also kann ein „AUX Signal“
wieder auf einen „AUX Weg“ geschickt werden
– AUX und AUX sind nicht dasselbe!
PHONES / CONTROL ROOM Sektion (#69)
geleitet, um es dort in den Kontrollmonitoren
oder dem Kopfhörer überprüfen zu können.
Gleichzeitig erscheint das Signal in der
Pegelanzeige (#60).
Zur Kontrolle leuchtet in der Meterbrücke
neben der Pegelanzeige die SOLO LED (#60)
auf.
Ob es sich bei diesem SOLO Signal um ein
pre oder post Fader Signal handelt, hängt von
der Stellung des globalen Umschalters (#69)
ab. Näheres zur SOLO Funktion lesen Sie bitte
unter #33.
47. BAL
BAL, Kurzform für BALANCE, ist ein
Doppelregler,
der
ein
Stereo
Signal
gleichmäßig über die Stereobreite verteilt. Wird
der Regler ganz nach links gedreht, gelangt
nur das Signal am linken LINE Eingang (#6) in
die linke (ungerade) Summe, das rechte wird
unterdrückt. Steht der Regler ganz rechts,
gelangt nur das Signal am rechten LINE
Eingang in die rechte (gerade) Summe, das
linke
Signal
wird
unterdrückt.
Alle
Zwischenpositionen sind möglich.
48. LEVEL
Dies ist der Lautstärkeregler für das Signal im
AUX RETURN Eingang (#6). Er bestimmt, wie
stark das Stereo AUX Return Signal in den
zugewiesenen Sammelschienen zu hören ist –
welche, hängt vom Zuweisungsschalter #49
ab.
Ganz nach links gedreht ist kein Signal zu
hören, je weiter Sie im Uhrzeigersinn drehen,
umso lauter wird das anliegende Signal. In der
Mittelstellung, also „12-Uhr Position“, ist der
sog. „Unity Gain“ erreicht, bei der weder
Absenkung noch Anhebung stattfindet. Sie
haben aber die Möglichkeit, das Gesamtsignal
jeweils bis zu 20 dB anzuheben.
49. L/R – 1/2 bzw. L/R – 3/4
Mit diesem Schalter entscheiden Sie, ob das
Signal aus dem AUX RETURN direkt auf die
Stereosumme L/R geleitet wird (Schalter nicht
gedrückt), oder ob es stattdessen in die
Subgruppen 1/2 geleitet wird (Schalter
gedrückt).
Für die Sektionen AUX RETURN 3 und 4 gilt
das entsprechende, nur dass hier das Signal
wahlweise auf die Subgruppen 3/4 geleitet
wird.
50. SOLO
Mit Betätigen des SOLO Schalters wird das
entsprechende AUX RETURN Signal in die
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
29
AUX / GRUPPEN 1~ 4
51. AUX
/
GP
SEND
SUMMENREGLER
1
-
4
Die Drehregler AUX/ GP 1 - 4 kontrollieren die
Gesamtlautstärke der Ausspielwege AUX
SEND 1 - 4, und damit der korrespondierenden
Ausgänge (#6).
Die Kennlinie der AUX SEND Regler ist so
eingerichtet, dass in der Mittelstellung (also bei
„12 Uhr“) 0 dB Pegel („Unitiy Gain“)
ausgegeben wird. Rechts von dieser
Mittelstellung wird das Signal angehoben,
maximal bis +10 dB.
Die Ausspielwege erhalten ihre Signale aus
den jeweiligen AUX SEND Reglern der
einzelnen Kanäle (#26). Dort gibt es einen
Schalter, der den Signalabgriff vor oder hinter
dem Fader definiert.
Wenn der Schalter GP / AUX SWAP (#53)
gedrückt ist, kontrolliert dieser Regler die
Signale der entsprechenden Gruppenschiene,
ersetzt also den Gruppenfader (#57 – näheres
lesen Sie bitte unter #53).
52. SOLO
Jede AUX Summe hat eine eigene SOLO
Funktion. Die Solo Funktion (Schalter
gedrückt) leitet das jeweilige AUX SEND
Summensignal in die PHONES / CONTROL
ROOM Sektion (#69), wo es optisch (#60) und
akustisch (#15 und 18) überprüft werden kann.
Zur Kontrolle leuchtet die Status LED AUX
SOLO, wenn die SOLO Funktion eingeschaltet
ist.
Es gibt vier AUX Ausspielwege und 4
Subgruppen; die Sektionen sind alle nach dem
gleichen Muster aufgebaut.
Achtung: Die Solo Funktion ist abhängig vom globalen
PRE / POST Schalter (#69). Wenn Sie also trotz Betätigen
des SOLO Schalters kein Signal in der Abhörsektion
haben, kann es daran liegen, dass der Schalter (#69) auf
POST steht, und der AUX SEND Summenregler nicht
aufgedreht ist.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
30
53. GP / AUX SWAP
Sie es in der CONTROL ROOM Sektion (#69)
überprüfen wollen. Zusätzlich können Sie das
post Fader Signal auf der Pegelanzeige in der
Meterbrücke sehen (#59), auch ohne den
SOLO Schalter gedrückt zu haben.
Analog dazu gelangt das Summensignal der
Gruppenschiene nicht zum 60 mm Fader,
sondern wird umgeleitet in den – jetzt dafür frei
gewordenen – Drehregler AUX (#51). Danach
gelangt es direkt an den Ausgang GROUP
(#9), und, falls der Zuweisungsschalter (#54)
gedrückt ist, in die Summenschiene L / R
(#71). Auch ist jetzt der SOLO Schalter (#52)
direkt unterhalb des AUX Reglers dafür
bestimmt,
das
Gruppensignal
in
der
CONTROL ROOM Sektion (#69) optisch und
akustisch zu überprüfen.
Achtung: Das Gruppensignal hat in diesem Modus keinen
Zugriff auf den Insert (#10), ebenso wenig kann das post
Fader Signal in der Pegelanzeige gesehen werden (es sei
denn, Sie betätigen den SOLO Schalter, allerdings
erscheint es dann in einer anderen LED Kette).
54. L/R
Mit diesem Schalter, der für jeden GruppenAUX-Zug vorhanden ist, werden die internen
Signalwege der AUX Sammelschiene mit der
Gruppenschiene vertauscht. Das hat einige
entscheidende Konsequenzen, die Sie sich vor
allem immer dann zunutze machen sollten,
wenn Sie das SONIC STATION 22 / 32 als
Monitorpult verwenden. Aber auch, wenn Sie
mehrere Monitorwege vom FOH Platz aus
regeln müssen, kann es von Vorteil sein, diese
Funktion zu verwenden. Grundsätzlich erhalten
Sie dadurch eine wesentlich verbesserte und
erweiterte Kontrolle über das AUX Signal,
sprich den Monitorweg, opfern dafür jedoch
den Komfort bei dem Gruppensignal.
Folgendes passiert, wenn Sie den Schalter
drücken:
Das AUX Summensignal wird, bevor es am
AUX Ausgang (#7) ankommt, nicht in den AUX
Lautstärkeregler (#51) geleitet, sondern zum
60 mm Gruppenfader (#57). Zuvor passiert es
jedoch den Insert (#10), und kann dort mit
einem externen Gerät bearbeitet werden, z.B
einem
grafischen
Equalizer,
Feedback
Silencer, Kompressor, usw. – was man eben
so benötigt, um einen guten Monitorsound zu
bekommen. Mit dem Fader (#57) können Sie
natürlich viel komfortabler regeln als mit dem
Drehregler (#51), und haben damit den
Monitorweg wesentlich besser im Griff. Jetzt ist
auch der SOLO Schalter direkt oberhalb des
Faders (#56) für dieses Signal zuständig, wenn
Dies ist der sog. Routing Schalter. Wird er
gedrückt, gelangt das Gruppensignal in die
Summenschiene L / R (#71). Das klappt
natürlich nur, wenn auch der Gruppen Fader
(#57) hochgeschoben ist.
In diesem Zusammenhang ist der PAN Regler
(#55) von Bedeutung – siehe dort.
55. GP PAN
PAN, Kurzform für PANORAMA, teilt das
Gruppensignal auf die zwei Summenschienen
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
31
L / R in einem bestimmten Verhältnis auf, so
dass das Signal sehr gleichmäßig über das
gesamte Stereospektrum verteilt werden kann.
Wird der Regler ganz nach links gedreht,
gelangt das Signal nur in die linke Summe,
steht der Regler ganz rechts, gelangt das
Signal nur in die rechte Summe. Alle
Zwischenpositionen sind möglich.
Achtung: Voraussetzung ist natürlich, dass der Schalter L
/ R (#55) gedrückt ist!
56. SOLO
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Gruppensignal in die CONTROL ROOM /
PHONES Sektion (#69), wo es optisch und
akustisch überprüft werden kann. Der globale
Schalter PRE / POST (#69) bestimmt, ob es
sich dabei um ein pre oder post Fader Signal
handelt (näheres siehe dort).
Wenn der Schalter GP / AUX SWAP (#53)
gedrückt ist, ist dieser SOLO Schalter nicht
mehr für das Gruppensignal, sondern für das
entsprechende AUX Signal zuständig (siehe
auch #52 und vor allem #53).
Schiene (näheres siehe #53).
Wofür braucht man Subgruppen?
Bei
der
Mischung
gerade
größerer
Formationen, z.B. (Blas) Orchester, Big Band,
vielleicht noch mit Chören, etc., ist es
einfacher,
ganze
Instrumentenoder
Vokalgruppen mit nur einem, maximal zwei
Reglern in der Lautstärke zu kontrollieren.
Wenn Sie das optimale Mischungsverhältnis
innerhalb einer Instrumentengruppe (z.B.
Schlagzeug) gefunden haben, legen Sie die
entsprechenden Kanäle, statt direkt auf die
Summe L / R (#71), auf eine Subgruppe oder
zwei Subgruppen (durch Betätigen des
richtigen Routing Schalters #31 sowie des
PAN Reglers #28). Nun haben Sie die
komplette Gruppe mit einem oder zwei Fadern
„im Griff“. Sie dürfen natürlich nicht vergessen,
die Subgruppe auf die Summe L/R zu routen!
SUMMEN REGLER UND ANZEIGEN
58. PHANTOM
(PHANTOMSPEISUNG)
POWER
57. GRUPPE 1 ~ 4 FADER
Der 60 mm Flachbahn
Schiebesteller
ist
der
Lautstärkeregler für die
jeweilige Subgruppe und
ihren
entsprechenden
Ausgang (#9).
Wenn Sie den Fader ganz
bis zum Anschlag nach
oben schieben, bekommen
Sie eine Verstärkung des
Signals um 10 dB. Ganz
nach unten geschoben ist
das
Signal
stumm
geschaltet.
Die Subgruppen erhalten
ihr
Signal
aus
den
verschiedenen Mono und
Stereo Kanälen sowie den
AUX Return 1/2 bzw. 3/4,
sofern
Sie
die
dort
befindlichen
„Routing“
Schalter
(#49)
entsprechend betätigen.
Wenn der Schalter GP /
AUX SWAP (#53) gedrückt
ist, regelt der Fader nicht
mehr das Gruppensignal,
sondern stattdessen das
entsprechende
Summensignal der AUX
Kondensatormikrofone und aktive DI Boxen
brauchen eine Spannungsversorgung. Diese
wird in der Regel über die Phantomspeisung
hergestellt.
Daher gibt es mehrere Schalter für die
Phantomspeisung, welche die benötigte
Speisespannung von +48V, aufgeteilt in
mehrere Kanalgruppen, zur Verfügung stellt.
Wird der jeweilige Schalter gedrückt, ist die
Phantomspeisung bei den entsprechenden
XLR Mikrofoneingängen (#1) aktiv.
Zur Kontrolle leuchtet bei eingeschalteter
Phantomspeisung jeweils die rote LED direkt
oberhalb des Schalters auf.
Die Schaltung in Gruppen hat folgenden
Vorteil: Ein an einem XLR Eingang
angeschlossenes Gerät, das auf keinen Fall
Phantomspeisung verträgt (z.B. der direkte
Ausgang eines Keyboard Submixers), kann vor
Schäden geschützt werden, indem Sie es an
einen XLR Eingang anschließen, dessen
Phantomspeisung gerade nicht aktiviert ist.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
32
Solange die Phantomspeisung eingeschaltet
ist, sollten Sie keine Kondensatormikrofone
einstecken. D.h. erst Mikrofon einstecken,
dann Phantomspeisung einschalten...
Merke: Die Phantomspeisung liegt nur an den XLR
Eingängen an, nicht jedoch an den 6,3 mm LINE
Klinkenbuchsen (#2).
Bevor Sie die Phantomspeisung einschalten,
müssen alle Ausgangsregler runter gedreht
sein, um übermäßige Störgeräusche und
Schäden
in
den
angeschlossenen
Lautsprechern zu vermeiden.
Noch mal als Checkliste:
•
Regeln Sie Gain, Kanal und Master
Regler ganz nach runter.
•
Schließen Sie das Kondensatormikrofon
an.
•
Schalten Sie die Phantomspeisung ein.
•
Stellen Sie Gain, Kanal und Master
Regler je nach Anforderung ein.
WARNUNG: Verwenden Sie niemals unsymmetrierte
Mikrofone, wenn die Phantomspeisung eingeschaltet ist –
sie könnten extremen Schaden nehmen. Versuchen Sie
also niemals, an ein unsymmetrisches Mikrofon einfach
einen XLR Stecker anzubringen. Auch ein externes
Mischpult, dessen Ausgänge an die Mikrofoneingänge
angeschlossen wird, könnte Schaden nehmen, wenn die
Phantomspeisung aktiviert ist. Da Mischpulte und andere
Geräte in der Regel Linienpegel abgeben, sollten deren
Ausgänge immer an die Line Eingänge im SONIC
STATION 22 / 32 angeschlossen werden.
59. PEGELANZEIGEN
Diese 12-stelligen LED Ketten sind die
Pegelanzeigen für die 4 Gruppen bzw. AUX
Schienen,
die
linke
und
rechte
Summenschiene sowie die Monoschiene des
Mixers. Der Anzeigebereich erstreckt sich von
–30 dB bis +20 dB.
Sie erhalten ein sauberes, verzerrungsfreies
Eingangssignal, wenn sich im Durchschnitt der
Pegel um die 0 dB-Marke bewegt. Die 0 dB
Anzeige
entspricht
in
etwa
einem
Ausgangspegel von +4 dBu bei symmetrischer
Kabelführung.
Dieser optimale Pegelbereich wird mit 3 gelben
LED dargestellt (-2, 0, +2 dB). Gelegentliches
Aufleuchten der +4 oder +7 dB-Marke ist nicht
bedenklich, sofern das nachfolgende Gerät
diesen zusätzlichen Pegel verträgt. Auch bei
der Signalführung innerhalb des Mixers sollten
Sie immer wieder diesen Optimalzustand des 0
dB Betriebspegels erreichen. Auf diese Weise
erhalten
Sie
den
besten
Signal/Rauschabstand.
Sie sollten darauf achten, dass die oberste,
rote LED der Pegelanzeige (+20 dB) möglichst
nicht oder nur sehr selten aufleuchtet. Wenn
sie aufleuchtet, ist der Pegel etwa 1,5 dB
unterhalb der Clipping Grenze, ab derer
Verzerrungen deutlich wahrnehmbar sind. Mit
anderen Worten: Wenn es leuchtet, zerrt es
auch ziemlich bald! Dennoch hat das SONIC
STATION
22
/
32
sehr
hohe
Aussteuerungsreserven (lesen Sie hierzu die
TECHNISCHEN DATEN).
Die
LED
Ketten
L
/
R
sitzen
schaltungstechnisch in der Control Room
Sektion, und zwar vor dem Lautstärkeregler
PHONES / CONTROL ROOM (#69)), sind also
nicht abhängig von deren Stellung.
In der Regel wird in diesen beiden Anzeigen
der
Pegel
der
linken
und
rechten
Summenschiene angezeigt, es sei denn,
irgendwo im Pult ist (mindestens) ein SOLO
Schalter gedrückt. Dann werden diese LED
Ketten zur Anzeige für die SOLO Schiene
(siehe #61).
Bedenken Sie, dass zwar die abgehörte
Lautstärke von dem Regler PHONES /
CONTROL ROOM (#69) abhängig ist, nicht
jedoch der angezeigte Pegel in der LED Kette!
60. SOLO
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
33
Neben den LED Ketten L / R befindet sich eine
LED, die mit SOLO gekennzeichnet ist. Sie
leuchtet auf, sobald irgendwo im Pult eine
SOLO Taste gedrückt ist. Dabei leuchtet sie
grün, wenn die globale SOLO Funktion PRE
geschaltet ist, und sie leuchtet rot, wenn sie
POST geschaltet ist (siehe #69). Sobald sie
leuchtet, zeigen die LED Ketten L / R den
Pegel der SOLO Schiene an.
Sie ist also auch entscheidend dafür, wie hoch
der Pegel in der Anzeige zu sehen ist. Bei
einem PRE Fader Signal hat der jeweilige
Lautstärkeregler keinen Einfluss auf den
Pegel, es wird also der Pegel am jeweiligen
Eingang angezeigt. Bei einem POST Fader
Signal ist die Stärke des Signals sehr wohl
vom jeweiligen Lautstärkeregler abhängig,
demnach auch der angezeigte Pegel in der
LED Kette!
Außerdem ist die Stärke des angezeigten
Pegels davon abhängig, ob nur ein Signal oder
mehrere überprüft werden. Vergewissern Sie
sich also sorgfältig, ob Sie wirklich nur ein
Signal abhören / optisch überprüfen – schnell
hat man hier Fehler gemacht, weil eine SOLO
Taste vergessen wurde heraus zu nehmen.
61. POWER
Diese blaue Kontroll LED leuchtet,
wenn
der
Mixer
mit
dem
Netzschalter (#19) eingeschaltet
wird.
62. REC OUT
Der Lautstärkeregler REC OUT erlaubt eine
exakte
Einstellung
der
Ausgangsempfindlichkeit der analogen Cinch
Buchsen, so dass das angeschlossene Gerät
exakt auf den Betriebspegel des Mischpults
abgestimmt
ist,
was
eine
optimale
Audioqualität garantiert.
Der Regelbereich erstreckt sich von –10 dB bis
+10 dB.
Die Signale der REC OUT Sektion (#14)
werden in der Summenschiene L / R
abgegriffen, jedoch vor den Summen Fadern
(#71). Sie enthalten also alle Signale, die in die
Summenschiene gelangen, sind jedoch in der
Lautstärke unabhängig von der Stellung der
Master Fader (#71). Dies ist vor allem
interessant, wenn das Mischpult für eine
Beschallung verwendet wird, bei der
gleichzeitig
ein
Mitschnitt
auf
einer
Zweispurmaschine gemacht wird. Änderungen
der Lautstärke im Saal haben demnach keinen
Einfluss auf den Pegel, der in das
Aufnahmemedium gelangt.
63. 2T RTN
Diese Sektion besteht aus einem Drehregler
und zwei Zuweisungsschaltern. Sie ist für die
Audiosignale verantwortlich, die an den Cinch
Eingängen 2T RTN (#13) anliegen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
34
Der Drehregler kontrolliert die Lautstärke.
Ganz nach links gedreht ist das Signal stumm
geschaltet. Je mehr Sie den Regler im
Uhrzeigersinn aufdrehen, um so lauter wird
das Signal; in der 12-Uhr Stellung wird der
Pegel 1:1 durchgelassen (sog. „Unity Gain“).
Das Signal kann aber bis zu 20 dB angehoben
werden.
TO MAIN
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Zweispursignal
nach
dem
eigenen
Lautstärkeregler direkt in die Summenschiene
L / R (#71).
Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen der
Summenschiene L / R und den Ausgängen
REC OUT (#14) unterbrochen. Dadurch wird
eine
mögliche
Rückkopplungsschleife
vermieden, die unweigerlich entstehen würde,
wenn am 2T RETURN und am REC OUT ein
und dasselbe Aufnahmegerät angeschlossen
ist.
TO CTRL RM
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Zweispursignal in die CONTROL ROOMM /
PHONES Sektion (#69), wo es optisch und
akustisch überprüft werden kann.
Anmerkung: Die beiden Zuweisungsschalter schließen
sich nicht gegenseitig aus, sie können also gleichzeitig
betätigt werden.
TALKBACK SEKTION (#64 ~ 67)
64. MIC & TALKBACK
MIC
In die Bedienfläche des SONIC STATION 22 /
32 ist ein Elektret Kondensatormikrofon für
Kommunikationszwecke eingelassen. Damit
kann der Toningenieur beim Sound Check
oder während der Aufnahme mit den Künstlern
auf der Bühne
kommunizieren.
bzw.
im
Aufnahmeraum
TALKBACK
Durch Drücken dieses Tasters ist das
eingebaute Mikrofon, oder aber das extern
angeschlossene
Talkback
Mikrofon(#67).
sofern dort der entsprechende Schalter
gedrückt ist, aktiv.
Hierbei handelt es sich um einen Taster, also
einen Schalter, der nicht einrastet. Der Kontakt
besteht nur solange, wie Sie den Taster
niederdrücken; wenn Sie ihn loslassen, ist der
Kontakt wieder unterbrochen. Das verhindert,
dass das Talkback Mikrofon unbeabsichtigt
„offen“ bleibt, obwohl Sie gar keine Durchsage
machen wollen (zum einen würde ein offenes
Talkback Mikrofon unweigerlich zu einem
seltsamen Klang in den Monitoren bis hin zu
Rückkopplungen führen, zum anderen gibt es
nichts Peinlicheres, als dass die teilweise
bissigen Kommentare im Regieraum über die
Fähigkeiten der Künstler auch im Kopfhörer
oder im Monitor zu hören sind ...).
65. LEVEL
Dieser Drehregler kontrolliert die Lautstärke
entweder des eingebauten Talkback Mikrofons
oder des externen Mikrofons.
66. ZUWEISUNGSSCHALTER AUX 1/2,
AUX 3/4, L/R, CR/PHONES
Je nachdem, welchen Schalter Sie drücken,
gelangt das Talkback Mikrofonsignal in die
entsprechenden
Sammelschienen.
Wird
beispielsweise der Schalter AUX 1/2 gedrückt,
gelangt das Talkback Mikrofonsignal in die
Summenschienen AUX 1/2 und an die
entsprechenden Ausgänge (#7). Da in der
Regel
über
diese
Ausspielwege
Bühnenmonitore angesteuert werden, können
Sie als Tontechniker vom (FOH) Pult aus mit
den Künstlern kommunizieren, was vor allem
beim Sound Check vor dem Konzert wichtig
ist.
Es können durchaus mehrere Schalter
gleichzeitig gedrückt werden.
67. EXTERNAL MIC
An die weibliche XLR Buchse kann ein
externes,
symmetrisches
Mikrofon
angeschlossen werden, zum Beispiel ein
Schwanenhalsmikrofon. Beachten Sie jedoch,
dass
an
dieser
Buchse
keine
Phantomspeisung anliegt, Sie können daher
kein Kondensatormikrofon verwenden.
Wird der Schalter EXTERNAL MIC gedrückt,
ersetzt das externe Mikrofon das eingebaute
Talkback Mikrofon. Zur Kontrolle leuchtet die
Status LED oberhalb des Schalters auf.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
35
68. MAIN / CTRL RM SWAP
Diese
Schalter
erlauben
Ihnen,
die
Lautstärkeregler CONTROL ROOM / PHONES
(#69) mit den Summen Fadern L / R (#71) zu
tauschen. Durch Drücken beispielsweise des
Schalters „L“ wird das Signal aus der
CONTROL ROOM Sektion (#69) nicht mehr
vom dortigen LEVEL Regler in der Lautstärke
kontrolliert, sondern vom Summenfader MAINL (#71). Analog dazu wird das linke
Summensignal mit dem Drehregler LEVEL
(#69) in der CONTROL ROOM Sektion
geregelt. Das gleiche Spiel passiert, wenn Sie
den Schalter „R“ drücken. Um beide
Stereoseiten eines post Fader SOLO Signals
zu hören, sollten Sie, wenn schon denn schon,
beide Schalter betätigen (bedenken Sie, dass
auch der Drehregler LEVEL in der CONTROL
ROOM Sektion ein Stereo Potentiometer ist).
Dazu müssen Sie natürlich an beiden
CONTROL ROOM Ausgängen (#15) einen
Abhörmonitor anschließen.
Anmerkung: Beachten Sie, dass lediglich die
Lautstärkeregler vertauscht werden, das vorherige und das
weitere Routing, also die Inserts und die Ausgänge sowie
die Mix-to-Mono Funktion (#70), bleiben von diesem
Schalter unberührt. Die Summensignale liegen demnach
weiterhin an den Summenausgängen an (#12), das
CONTROL ROOM Signal weiterhin an den CONTROL
ROOM Ausgängen (#15).
Wofür ist das gut?
Wenn Sie SONIC STATION 22 bzw. 32 als
reines Monitorpult auf der Bühne verwenden,
brauchen Sie eine gescheite Abhöre, die Sie
an den linken oder rechten CONTROL ROOM
Ausgang (#15) anschließen, und einen
komfortablen Zugriff darauf. Das geht nun mal
mit einem Fader wesentlich besser als mit
einem Drehregler. Sie müssen ja als Monitor
Engineer (der/die verantwortlich ist für den
Bühnen Sound) ständig einzelne Kanäle, aber
vor allem auch ganze Monitormischungen
überwachen. Da die Pegel der einzelnen
Signale, vor allem der Kanalsignale im
Verhältnis
zu
ganzen
Mischungen,
unterschiedlich sind, müssen Sie beim
Betätigen irgendeiner SOLO Taste eine Hand
auf den Fadern für dieses SOLO (CUE) Signal
haben, um nicht durch ein zu lautes Signal
„erschlagen“ zu werden.
69. CTRL RM / PHONES & PRE / POST
Mit dem Drehregler wird die Endlautstärke in
der Abhörsektion bestimmt. Er ist sowohl für
den Kopfhörerausgang (#18) als auch für die
CONTROL ROOM Ausgänge (#15) zuständig.
Ist im Pult kein SOLO Schalter und nicht der
Schalter 2T RTN TO MAIN (#63) gedrückt,
gelangt das Signal aus Summenschiene (#71)
in die Abhörsektion.
Die SOLO Funktion hat grundsätzlich oberste
Priorität. Sobald also irgendwo ein SOLO
Schalter gedrückt wird, hat dieses Signal
Vorrang vor allen anderen Signalen und
ersetzt
das
momentan
anliegende
Monitorsignal in der Abhörsektion. Ist kein
SOLO Schalter gedrückt, allerdings in der 2T
RETURN Sektion der Schalter TO CTRL RM
(#63), wird das Zweispursignal in der
Abhörsektion zu hören sein. Sollte auch jener
Schalter nicht gedrückt sein, gelangt das
Summensignal MAIN L / R (#71) in die
Abhörsektion.
Achtung: Hier liegt eine mögliche Fehlerquelle, da der
Schalter 2T RETURN TO CTRL RM (#63) über keine
Status LED verfügt. Wenn Sie partout das Summensignal
nicht in der CONTROL ROOM Sektion hören, aber es ist
keine SOLO Funktion aktiv, dann könnte es genau hier
dran liegen!
Priorität
Hoch
Mittel
Niedrig
Signal
SOLO FUNKTION
2T
RETURN
TO
CTRL RM
MAIN L / R &
TALKBACK MIC
PRE / POST
Dies ist ein globaler Schalter, der sämtliche
SOLO Funktionen der Ein- und Ausgänge
entweder PRE Fader oder POST Fader
schaltet. Ist der Schalter nicht gedrückt,
werden die Signale der SOLO Funktion vor
dem jeweiligen Fader (Lautstärkeregler)
abgegriffen und in die Control Room / Phones
Sektion geleitet – es handelt sich dann um
eine sog. PFL Funktion (Pre Fader Listening).
Ist der Schalter gedrückt, hängen die SOLO
Signale von der Stellung des jeweiligen
Lautstärkereglers ab. Dann spricht man von
AFL (After Fader Listening).
Hilfreich ist die Status LED, die sich neben den
Pegelanzeigen befindet und mit SOLO
beschriftet ist (#60). Diese leuchtet, wenn
irgendwo im Pult eine SOLO Taste gedrückt
ist. Sie leuchtet grün, wenn die globale SOLO
Funktion PRE geschaltet ist, und sie leuchtet
rot, wenn sie POST geschaltet ist.
70. MIX TO MONO
Dieser Schalter tut genau das, was er
vermuten lässt: Wird er gedrückt, werden die
Signale aus der Summenschiene L / R zu
einem Monosignal zusammengefasst und in
die MONO Schiene (#72) geleitet. Dabei
werden sie hinter den Summen Fadern (#71)
abgegriffen, sind also auch abhängig von der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
36
Stellung der Summen Fader. Sie beinhalten
demnach auch schon die Summen Inserts
(#12)!
Achtung: Wenn Sie diese Funktion nutzen, um
beispielsweise eine Beschallung lediglich mit einer
Monosumme zu betreiben (statt in stereo), bedenken Sie,
dass Sie mit einem Schalterdruck die komplette Mischung
in der Mono Schiene haben. Die Mono Schiene kann aber
zusätzlich auch durch individuelle Schalter in den
Eingangskanälen (#31) sowie den Effektrückführungen
(#43) angesteuert werden – achten Sie also darauf, dass
Sie einzelne Signale nicht „doppelt“ in die Mono Schiene
leiten, es sei denn, Sie wollen das so!
den Subgruppen, den AUX und EFX
Rückführungen sowie dem 2T Return Signal,
sofern
Sie
die
dort
befindlichen
Zuweisungsschalter betätigen. Wenn Sie die
Fader ganz bis zum Anschlag nach oben
schieben, bekommen Sie eine Verstärkung
des Signals um 10 dB. Ganz nach unten
geschoben ist das Signal stumm geschaltet.
72. MONO
71. MAIN L / R
Diese beiden 60 mm Flachbahn Schieberegler
mit linearer Kennlinie bestimmen die
endgültige Ausgangslautstärke des Mixers,
also der Summensignal Links und Rechts, die
an den Ausgängen MAIN L / R (#12) anliegen.
Auch der angezeigte Pegel in der
Pegelanzeige (#59) ist abhängig von diesen
Fadern, sofern wirklich das Summensignal L /
R angezeigt wird (Näheres dazu siehe #59).
Bedenken Sie, dass die Fader auch dann
hochgeschoben werden müssen, wenn Sie
den Schalter MIX TO MONO (#70) verwenden,
um eine Monosumme zu bilden.
Die Summen L / R erhalten ihre Signale aus
den verschiedenen Mono und Stereo Kanälen,
FADER
Dieser 60 mm Flachbahn Schieberegler mit
linearer
Kennlinie
bestimmt
die
Ausgangslautstärke des Signals in der Mono
Schiene, das an dem Ausgang MONO (#11)
anliegt. Auch der angezeigte Pegel in der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
37
entsprechenden Pegelanzeige (#59) ist
abhängig von diesem Fader. Wenn Sie den
Fader ganz bis zum Anschlag nach oben
schieben, bekommen Sie eine Verstärkung
des Signals um 10 dB. Ganz nach unten
geschoben ist das Signal stumm geschaltet.
Bei der Stellung „0“ findet weder eine
Absenkung noch eine Anhebung statt, man
nennt dies auch „Unity Gain“. Dies entspricht
bei symmetrischer Kabelführung etwa einem
Pegel von +4 dBu.
Wenn Sie den MONO Ausgang zum Speisen
einer weiteren Beschallungszone wählen, z.B.
für sog. „Near oder In Fills“, gibt es
unterschiedliche
Anforderungen
an
die
Signalzusammensetzung
dieser
Lautsprecherboxen.
Je nach Anforderung muss hier die gleiche
Mischung wie aus den Hauptlautsprechern zu
hören sein, lediglich mit einer anderen
Lautstärke und womöglich anders entzerrt (per
Equalizer im MONO Insert #11). Dann müssen
Sie lediglich den Schalter MIX TO MONO
(#70) drücken. Sie erhalten so eine
Monomischung des Stereo Summensignals,
das sich in der Lautstärke ständig der
Summenlautstärke anpasst, weil das Signal
hinter den MAIN L/R Fadern abgegriffen wird.
Manchmal macht es jedoch auch Sinn, nur
ausgewählte Signale auf die Near Fills (oder
eine andere Beschallungszone) zu schicken. In
diesem Fall sollten Sie den MIX TO MONO
Schalter (#70) nicht drücken, sondern
stattdessen in den einzelnen Kanälen die
Zuweisungsschalter „MONO“ (#31) drücken,
und zwar nur bei den Kanälen, die Sie auch in
der MONO Summe haben wollen.
Manchmal macht es auch Sinn, eine
Kombination der beiden zuvor genannten
Methoden zu wählen. Sie drücken den MIX TO
MONO Schalter (#70) und wählen zusätzlich in
denjenigen Kanälen, die in der Monosumme
besondere Betonung erfahren sollen, den
Zuweisungsschalter
MONO
(#31).
Das
entsprechende Signal erhält dadurch eine
Anhebung von etwa 3 dB.
Die MONO Schiene verfügt ebenfalls über
einen SOLO Schalter, der das Monosignal in
die CONTROL ROOM / PHONES Sektion zu
Abhör- und Überprüfungszwecken schickt.
Auch hier greift der globale Schalter PRE /
POST Fader (#69, siehe dort) für die
Solofunktion.
LPF ON / OFF
In den Signalweg des MONO Ausgangs kann
ein Tiefpassfilter (Low Pass Filter = LPF)
geschaltet werden, welches alle Frequenzen
oberhalb einer gewissen Frequenz mit einer
Flankensteilheit von 12 dB / Oktave
abschneidet. Wenn Sie den Schalter in die
rechte Position bringen (ON), ist das
Tiefpassfilter aktiv.
Die Eckfrequenz des Filters kann mit dem
darüber liegenden Regler stufenlos zwischen
60 und 160 Hz eingestellt werden.
Mithilfe dieser Funktion können Sie ein
zusätzliches Subwoofer System anschließen,
Sie
sparen
dadurch
eine
aktive
Frequenzweiche, weil der Basslautsprecher
nur mit den Frequenzen angesteuert wird, die
er auch übertragen kann. Dadurch wird das
Basssignal wesentlich transparenter und
effektiver.
Auch in diesem Modus gilt es abzuwägen, ob
das Basssignal aus der Summenschiene
gespeist wird (durch Drücken des MIX TO
MONO Schalters #70), oder ob nur
ausgewählte Instrumente, sprich Kanäle, den
Bass ansteuern sollen (durch Drücken des
Zuweisungsschalters MONO #31 dort).
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
38
DIGITALE EFFEKTPROGRAMME
SONIC STATION 22 / 32 verfügt über zwei Effektprozessoren, die mit mehr oder weniger mit der
gleichen Funktionalität ausgestattet sind. Außerdem unterscheiden sie sich teilweise in den
Programmen.
Die Programme werden mit dem Drehgeber PROGRAM (#37) angewählt. Der jeweils veränderbare
Parameter wird durch Betätigen des Reglers PARAMETER (#38) beeinflusst.
Ausnahme: Programmnummer 16 „TAP DELAY“ im Effektprozessor 2: Hier gibt es zwei veränderbare
Parameter – die Verzögerungszeit wird durch zweimaliges Antippen der TAP DELAY Taste (#40)
definiert, die Anzahl der Wiederholungen wird mit dem PARAMETER Regler (#38) eingestellt.
Nummer
Programmname
1
HALL
2
ROOM
3
PLATE
Beschreibung
Dieser Algorithmus simuliert eine große,
weiträumige Halle, wie z.B. eine Festhalle
Dieser Algorithmus erzeugt eine Akustik, wie sie
in kleinen Räumen vorzufinden ist
Simuliert das Nachhallverhalten einer Hallplatte:
Schnelle Anstiegszeit, relativ hart klingend
Veränderbare
Parameter
Einstellbereich
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
Hallzeit
0,3 sec – 3,2 sec
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
4
CATHEDRAL
Dieser Algorithmus simuliert eine große,
weiträumige Halle, wie z.B. eine Kathedrale, der
Hall kommt in Wellen mit mehreren
Verzögerungen
5
ARENA
Simuliert das Nachhallverhalten eines großen
Sportstadions mit deutlich erkennbaren,
verschiedenen Verzögerungen
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
6
SPRING
Ein Nachhall, wie er von einem Federhall
produziert wird - klingt relativ "billig", scheppert,
eingeengter Frequenzgang mit zahlreichen
Überhöhungen
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
7
OPERA
Dieser Algorithmus simuliert eine Konzerthalle,
Ausklingverhalten und Frequenzgang sind sehr
ausgeglichen
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
8
REV VOCAL
Hallzeit
0,3 sec – 10,0 sec
9
DELAY 1
Verzögerungszeit
0 – 800 ms
Verzögerungszeit
0 – 800 ms
Ein Kombinationseffekt perfekt für die Verhallung
von Gesang
Verzögert das Originalsignal, eine Wiederholung
EFFEKT 1
10
11
12
13
Verzögert das Originalsignal, zwei
Wiederholungen
DELAY 3
Verzögert das Originalsignal, drei Wiederholungen
DELAY 4
Verzögert das Originalsignal, vier Wiederholungen
Kombinationseffekt, macht den Klang breiter und
CHORUS + DELAY
"spacig" durch leichte Verstimmung und
Verzögerung des Signals
DELAY 2
Verzögerungszeit
Verzögerungszeit
0 – 800 ms
0 – 800 ms
Verzögerungszeit: 0 –
Verzögerungszeit &
800 ms; Feedback 30 Feedback
66
Kombinationseffekt ähnlich wie beim Chorus, aber
Verzögerungszeit: 0 –
Verzögerungszeit &
"zischender", "tunnelartig", macht den Klang
800 ms; Feedback 30 Feedback
breiter und "spacig"
66
14
FLANGE + DELAY
15
TREMOLO
wiederkehrende Lautstärkenmodulation, sehr
beliebter Effekt in Gitarrenamps der 60er Jahre
Geschwindigkeit
0,1 - 10 Hz
16
PANNING DELAY
Verzögerungseffekt gepaart mit einem
Panoramaeffekt, also der Überblendung von
einem Stereokanal zum anderen
Geschwindigkeit
0,1 - 10 Hz
EFFEKT 2
10
ECHO
Verzögerungszeit
0 – 800 ms
11
MULTI PONG
Verzögerungszeit
0 – 800 ms
Echoeffekt ideal für Gesang
Ping-Pong Echo, das verzögerte Echosignal
erscheint abwechselnd auf der rechten und linken
Stereoseite
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
39
Verzögerungszeit: 160
Verzögerungszeit &
– 260 ms; Feedback 45
Feedback
- 65
12
KARAOKE
13
CHORUS +
REVERB
Kombinationseffekt aus Hall und Chorus, macht
den Klang breiter und "spacig" durch leichte
Verstimmung und Verzögerung des Signals
Intensität
0 - 100
14
FLANGE +
REVERB
Kombinationseffekt aus Hall und Flanger, macht
den Klang breiter und "spacig" durch leichte
Tonhöhenmodulation des Signals
Intensität
0 - 100
15
PHASER +
REVERB
Intensität
0 - 100
Wiederholungen
0 – 99%
Verzögerungszeit
100 ms (600 bpm) –
2690 ms (22,3 bpm)
16
TAP DELAY
Kombinationseffekt aus Hall und Phaser,
verschiebt die Phase von Effekt- und Direktsignal
gegeneinander; macht den Klang breiter und
"spacig"
Verzögerungs- bzw. Echoeffekt, bei dem die
Verzögerungszeit durch zweimaliges Antippen der
Taste TAP DELAY bzw. eines Fußschalters
definiert wird. Die Anzahl der Wiederholungen
wird mit dem Regler PARAMETER eingestellt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
40
ANWENDUNGS- und VERKABELUNGSBEISPIELE
Nachfolgend sind einige typische Anwendungsgebiete für das SONIC STATION 22 bzw. 32 Mischpult
aufgezeigt. Natürlich erhebt diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Beispiele sollen
Ihnen eine Vorstellung darüber geben, wofür die ganzen Ein- und Ausgänge verwendet werden
können. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. So kommen Sie womöglich auch auf ungewöhnliche
Lösungen bei Aufgaben in der Beschallungs- und Aufnahmetechnik. Erlaubt ist, was gefällt!
Das SONIC STATION 22 bzw. 32 ist mit zahlreichen Möglichkeiten ausgestattet, die Ihnen die Arbeit
im Studio oder Live erheblich vereinfachen.
LIVE BESCHALLUNG
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
41
MEHRSPUR AUFNAHME
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
42
TECHNISCHE DATEN
Technische Daten
Eingänge
symmetrische Mikrofon / Mono Line Kanäle
symmetrische Mikrofon / Stereo Line Kanäle
Mikrofonvorverstärker
Stereo Hilfseingänge (AUX Returns)
2-Spur Eingänge
Talkback
Ausgänge
Stereo Summe L / R
Summen Einschleifpunkte
Mono Summe
Mono Summen Einschleifpunkt
Ausspielwege
Subgruppen
Subgruppen / AUX Einschleifpunkte
Direktausgänge
2-Spur Ausgänge mit Lautstärkeregler
Kopfhörer
Control Room L / R
Kanalzüge
Einschleifpunkte
Dämpfungsschalter / Linienpegel Umschalter
Regler für Ausspielwege (AUX)
Pre / Post Schalter für Ausspielwege
Panorama / Balance Regler
Kanal An / Mute Funktion
Kanal Solofunktion
LED Anzeigen
Schalter Buszuordnung (Routing)
Lautstärkeregler
Summensektion
Summenregler für Ausspielwege
Solofunktion für Ausspielwegesummen
Stereo Hilfseingänge (AUX Returns)
AUX Returns schaltbar auf Subguppen / Summe
Effektrückführungen
Effekt auf Monitor
Kopfhörer / Regieraum Pegelregler
globale Umschaltung SOLO Modus PRE / POST
Gruppen / AUX SWAP Schalter
Summen Fader / Regieraumpegelsteller SWAP
Schalter
Talkback Mikrofon
Fader
Pultbeleuchtung
Pegelanzeigen
Anzahl LED Ketten
Segmente
Phantomspeisung
Schaltung
Effektprozessor 1 (32/40-bit / 48 kHz)
SONIC STATION 22
SONIC STATION 32
18
28
2
2
20
30
4 Stereo
4 Stereo
1 Stereo Cinch Buchsen
1 Stereo Cinch Buchsen
symmetrische XLR Buchse für externes symmetrische XLR Buchse für externes
Mikrofon
Mikrofon
2 x XLR männlich, symmetrisch
2 x XLR männlich, symmetrisch
2 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch 2 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch
1 x XLR männlich, symmetrisch
1 x XLR männlich, symmetrisch
1 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch 1 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch
6 x 6,3 mm TRS Klinke symmetrisch
6 x 6,3 mm TRS Klinke symmetrisch
4 x 6,3 mm TRS Klinke symmetrisch
4 x 6,3 mm TRS Klinke symmetrisch
4 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch 4 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch
18, mit Umschaltung pre EQ, 6,3 mm 28, mit Umschaltung pre EQ, 6,3 mm
Klinke unsymmetrisch
Klinke unsymmetrisch
1 Stereo Cinch Buchsen
1 Stereo Cinch Buchsen
1 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch 1 x 6,3 mm TRS Klinke unsymmetrisch
2 x 6,3 mm TS Klinke, unsymmetrisch 2 x 6,3 mm TS Klinke, unsymmetrisch
20
30
18
28
20
30
6
6
2
2
ja
ja
ja
ja
ja
ja
An, Signal, Spitzenpegel / Solo
An, Signal, Spitzenpegel / Solo
Gruppen 1 / 2, 3/4, Mono Summe,
Gruppen 1 / 2, 3/4, Mono Summe,
Stereo Summe L / R
Stereo Summe L / R
60 mm Flachbahn Schiebesteller
60 mm Flachbahn Schiebesteller
6
6
6
6
4, jeder mit Zugriff auf 4 Ausspielwege 4, jeder mit Zugriff auf 4 Ausspielwege
4
4
2
2
4
4
ja
ja
ja
ja
4
4
ja
ja
eingebautes Elektret
Kondensatormikrofon, Zuordnung auf
AUX 1 / 2, 3 / 4, Summe L / R,
Regieraum; wahlweise externes
Mikrofon
eingebautes Elektret
Kondensatormikrofon, Zuordnung auf
AUX 1 / 2, 3 / 4, Summe L / R,
Regieraum; wahlweise externes
Mikrofon
2 x Effektrückführung, 4 x Gruppe, 1 x
Mono Summe, 2 x Summe L / R
1 x BNC Sockel 12 V
2 x Effektrückführung, 4 x Gruppe, 1 x
Mono Summe, 2 x Summe L / R
2 x BNC Sockel 12 V
7
12
+48V DC
4 Gruppen
16 Effektprogramme mit je einem
variablen Parameter
7
12
+48V DC
4 Gruppen
16 Effektprogramme mit je einem
variablen Parameter
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
43
Effektprozessor 2 (32/40-bit / 48 kHz)
16 Effektprogramme mit je einem
variablen Parameter, Tap Tempo
Taste, Fußschalteranschluss (Tap,
Effekt An / Aus)
16 Effektprogramme mit je einem
variablen Parameter, Tap Tempo
Taste, Fußschalteranschluss (Tap,
Effekt An / Aus)
Frequenzumfang (Mic Eingang auf beliebigen
Ausgang)
20 Hz - 60 kHz
+0/-1 dB
+0/-1 dB
20 Hz - 100 kHz
+0/-3 dB
+0/-3 dB
Übersprechen (1 kHz @ 0 dBu, 20 Hz - 20 kHz,
.
.
Kanaleingang auf Summenausgänge L / R)
Kanalfader unten, alle anderen Kanäle auf 0 dB
<-90 dB
<-90 dB
Rauschen (20 Hz - 20 kHz, gemessen am
.
.
Summenausgang, Kanäle 1 ~ 4 Unitiy Gain,
Klangregelung neutral, alle Kanäle auf die Summe
geroutet, Kanäle 1 & 3 nach links, Kanäle 2 & 4 nach
rechts gepannt. Referenz = +6 dBu)
Summe @ 0dB, Kanalfader unten
-86,5 dBu
-86,5 dBu
Summe @ 0dB, Kanalfader @ 0dB
-84 dBu
-84 dBu
Geräuschspannungsabstand, bezogen auf +4dBu
>90 dB
>90 dB
Äquivalentes Eingangsrauschen
<129,5 dBm
<129,5 dBm
Mikrofonvorverstärker E.I.N. (150 Ohm, maximale
Verstärkung)
Verzerrung (THD) (beliebiger Ausgang, 1kHz @
<0,005 %
<0,005 %
+14dBu, 20 Hz - 20 kHz, Kanaleingänge)
Gleichtaktunterdrückung (1 kHz @ -60 dBu, Gain auf
80 dB
80 dB
Maximum)
Maximalpegel
Mikrofonvorverstärker
+10 dBu
+10 dBu
alle anderen Eingänge
+22 dBu
+22 dBu
unsymmetrische Ausgänge
+22 dBu
+22 dBu
symmetrische Ausgänge
+28 dBu
+28 dBu
Impedanzen
Mikrofoneingang
2k Ohm
2k Ohm
alle anderen Eingänge (außer Inserts)
10k Ohm
10k Ohm
2-Spur RCA (Cinch) Ausgänge
1,1k Ohm
1,1k Ohm
alle anderen Ausgänge
200 Ohm
200 Ohm
Klangregelung
3-Band, +/-15 dB
3-Band, +/-15 dB
Bässe
80 Hz
80 Hz
parametrische Mitten (Monokanäle)
100 Hz - 8 kHz
100 Hz - 8 kHz
Mitten (Stereokanäle)
2,5 kHz
2,5 kHz
Höhen
12 kHz
12 kHz
Hochpassfilter
75 Hz (-18 dB / Oktave)
75 Hz (-18 dB / Oktave)
Stromaufnahme
65 Watt
65 Watt
Spannungsversorgung
220 ~ 240 V Wechselstrom, 50 / 60 Hz 220 ~ 240 V Wechselstrom, 50 / 60 Hz
Gewicht
15,5 kg
15,5 kg
Abmessungen (B x H x T)
859 x 103 x 547 mm
1157,5 x 103 x 547 mm
Phonic behält sich das Recht vor, technische Änderungen ohne vorherige Ankündigung vorzunehmen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
44
ABMESSUNGEN
SONIC STATION 22
SONIC STATION 32
Die Maße sind in mm/inch angegeben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
45
BLOCKSCHALTBILD
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
46
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
Die folgende Abbildung mit typischen Kabelverbindungen ist in sieben Abschnitte unterteilt:
SYMMETRISCH, UNSYMMETRISCH, INSERT KABEL, SYMMETRISCHES Y-KABEL, KOPFHÖRER
VERTEILER, UNSYMMETRISCHES Y-KABEL, SPEAKON LAUTSPRECHERKABEL. In jedem
Abschnitt finden sich verschiedene Verdrahtungsvorschläge für unterschiedliche Anwendungen.
Im Sonic Station 22 bzw. 32 sind alle Anschlüsse symmetrisch mit Ausnahme der folgenden: 2T RTN,
2T REC, PHONES, CONTROL ROOM.
Wenn ein elektronisch symmetrierter Ausgang mit einem externen Gerät verbunden wird, das einen
unsymmetrischen Eingang hat, verwenden Sie am besten einen 3-poligen Anschluss für die Quelle =
Ausgangsseite (entweder XLR oder 6,3 mm TRS Klinke) und einen 2-polige Mono Klinke für die Last
= Eingangsseite, wobei ausgangsseitig die Verbindung am Ring des Klinkensteckers getrennt werden
sollte. Diese Vorgehensweise garantiert die besten Audioergebnisse bei elektronisch symmetrierten
Ausgängen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
47
SYMMETRISCH UND UNSYMMETRISCH
Die meisten Störungen bei Audioinstallationen
werden durch falsche und beschädigte
Steckverbindungen hervorgerufen. Um eine
ordnungsgemäße Verkabelung Ihrer Anlage zu
gewährleisten sollten Sie die folgenden
Abschnitte aufmerksam durchlesen, es sei
denn Sie sind schon mit den Begriffen
symmetrisch und unsymmetrisch vertraut.
Was
bedeutet
unsymmetrische
Kabelführung?
Diese Art der Verkabelung findet sich in der
Regel bei den meisten Heim Stereo Anlagen
und Videosystemen. Es gibt einen Leiter der
das Signal trägt, der andere ist für die
Erdung/Masse bestimmt. Im Normalfall, bei
Signalen mit geringerem Pegel, schirmt der
Masseleiter das signalführende Kabel ab
(siehe Abbildung 4).
Was bedeutet symmetrische Kabelführung?
Bei einem symmetrierten Aufbau wird das
Signal über 2 Leiter und einen zusätzlichen
masseführenden Schutzleiter gesendet. Die
beiden signalführenden Leiter übertragen
prinzipiell ein identisches Signal, jedoch ist das
eine gegenüber dem anderen um 180°
gedreht. Der Symmetrier Aufholverstärker in
der Eingangssektion dreht die Phase des
einen Signals und addiert dieses zu dem
anderen hinzu. Störeinstreuungen, die auf dem
Kabelweg in das System eingedrungen sind,
“reiten” sozusagen auf beiden Signalwegen
und sind deshalb gleichphasig. In der
Eingangssektion wird also die Phase des einen
Störsignals wiederum um 180° gegenüber dem
anderen gedreht und auf addiert – und somit
löschen sich diese beiden Signale gegenseitig
aus. Fazit: Das Nutzsignal wird übertragen,
Störeinstreuungen
ausgelöscht
(siehe
Abbildung 5).
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN BEIDEN
VERFAHRENSWEISEN
Da eine symmetrische Kabelführung gegen
äußere Störeinstreuungen unempfindlich ist,
muss der Masseleiter keinen elektrischen
Strom führen, was bedeutet, dass die beiden
miteinander verbundenen Geräte das gleiche
Massepotential
haben,
was
wiederum
Grundbedingung für ein störungsfreies System
ist.
Schauen
wir
uns
noch
mal
das
unsymmetrische System an. Dort fließt der
Strom des Signals vom Signalleiter zum
Masseleiter, also von plus nach minus. Das
Massepotential der beiden verbundenen
Geräte ist aber nicht identisch. Das bedeutet
dass dieses System viel eher von äußeren
Störeinstreuungen beeinflusst wird.
Symmetrische Systeme können im Gegensatz
zu unsymmetrischen durchaus über lange
Kabelstrecken verlust- und störungsfrei
arbeiten. Das Ergebnis ist ein niedriger
Nebengeräuschpegel bei dem symmetrischen
System.
Weil ein symmetrisches System 2 Leiter für
das Signal und einen Leiter für die
Masse/Abschirmung
braucht,
werden
mindestens drei Leiter benötigt. Also ist hierbei
die abschirmende Masse vollkommen vom
Signal getrennt.
Lesen Sie bitte den folgenden Abschnitt
sorgfältig, wenn Sie Anlagen verkabeln, egal
ob symmetrisch und unsymmetrisch.
DIE KORREKTE KABELFÜHRUNG BEI
SYMMETRISCHEN VERBINDUNGEN
Verwenden Sie für die Verbindung des
Audiosignals Stecker mit drei AnschlussStiften. Stellen Sie sicher, dass das System
ordnungsgemäß geerdet ist. Verwenden Sie
niemals einen Masse isolierenden Stecker,
ohne das System zusätzlich separat zu erden.
Dies ist eine Grundbedingung für eine
einwandfrei Audioverbindung.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
48
Die Masse Verbindung (Pin 1 bei einem XLR
Stecker) muss beim Quellgerät immer
gegeben sein. Sollten sie die Masse
Verbindung trennen wollen, tun Sie dies beim
Zielgerät, indem Sie die Masse Verbindung am
dortigen Pin 1 unterbrechen. Diese Art der
Verbindung
vermeidet
eine
Erdschleife
zwischen der Signal- und der Gehäusemasse.
Erden Sie das System immer nur über den
Netzstecker, da diese Form der Erdung einen
geringeren Widerstand hat und dadurch
generell die bessere Erdung bietet.
Lassen Sie die Erdung zwischen den Racks
und dem Stromverteiler von einem Elektriker
überprüfen. Stellen Sie sicher, dass eine, und
zwar nur eine, Netzerdung für das komplette
Audio- bzw. Videosystem existiert (sog.
sternförmige
Stromversorgung).
(Siehe
Abbildung 6).
Eine mögliche Ursache für auftretendes
Brummen kann eine schlechte Masse
Verbindung innerhalb des Systems sein. Falls
Sie den Fehler nicht lokalisieren können,
verbinden Sie versuchshalber den Masse Pin
des Eingangssteckers mit der Erde. Wird das
Brummen leiser oder verschwindet es, prüfen
Sie die netzseitige Masse Verbindung Ihrer
Audioanlage. Besondere Aufmerksamkeit ist
geboten, wenn die Anlagekomponenten und
Racks mit einer gewissen Entfernung
zueinander aufgestellt sind, und/oder wenn Sie
eine größere Anzahl von Leistungsendstufen
verwenden.
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaa
aaaaaaaa
aaaaaaaa
aaaaaaaa
aaaaaaaa
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
49
GLOSSAR
AFL - After-Fader-Listening
Acronym für After Fader Listening, auch post fader genannt, also Abhören nach dem Fader.
AUX SEND - Auxiliary Send
Hilfsausgang. Ein Summensignal, das unabhängig von der eigentlichen Stereosumme erzeugt wird,
indem Abgriffe bei einzelnen Kanälen und/oder Gruppen vorgenommen werden, typischerweise über
Drehgeber.
Balanced
Symmetrisch. Eine Audioverbindung ist symmetrisch, wenn das Signal auf zwei Leitern identisch,
jedoch um 180° gedreht, geführt wird, während der S chutzleiter nicht signalführend ist.
Störeinstreuungen werden zu gleichen Teilen von beiden Leitern aufgenommen. Durch den
Symmetrierverstärker am nächsten Eingang, bei dem die beiden signalführenden Leiter
zusammengeführt und dabei nochmals um 180° gedreht werden, löschen sich die Störeinstreuungen
gegenseitig aus.
Clipping
Verzerrung. Heftiges Einsetzen von Verzerrung im Signalfluss, meistens eine Beschränkung der
Spitzenpegel Spannung aufgrund nur endlicher Reserven des Netzteils.
dB (Dezibel)
Eine Angabe von relativ gleichbleibenden Mengenänderungen mittels einer logarithmischen Skala.
Equalizer
Klangregelung. Eine Schaltung, die das Anheben oder Absenken bestimmter Frequenzbereiche im
Signalweg erlaubt.
Fader
Lautstärkeregler in Form eines Flachbahn Schiebestellers.
Feedback
Rückkopplung. Pfeifen, Dröhnen oder “Hupen”, hervorgerufen durch die zu nahe bzw. ungünstige
Platzierung von Mikrofon und Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt das verstärkte Signal aus dem
Lautsprecher auf und gibt es wiederum and den Verstärker/Lautsprecher weiter, so dass eine
Rückkopplungsschleife entsteht, die letztendlich zu einer stehenden Welle führt, sobald ein
bestimmter Lautstärke Schwellenwert überschritten ist.
Frequency response
Frequenzgang. Die Wiedergabe einzelner Frequenzbereiche in einem Gerät.
Gain/input sensitivity
Eingangsempfindlichkeit. Die Veränderung des Signalpegels.
Highpass filter
Hochpass Filter. Ein Filter, das nur die hohen Frequenzen durchlässt, die tiefen Frequenzen am
Passieren hindert.
Insert
Einschleifpunkt. Eine Unterbrechung des Signalweges, um ein externes Gerät “einzuschleifen”, z.B.
Kompressor, Gate, etc.
Pan
Panoramaregler. Verteilt ein Signal auf die linke und rechte Summe.
Peaking
Bandpass. Glockencharakteristik. Ein Klangregler bearbeitet nur einen bestimmten Frequenzbereich,
der nach oben und unten begrenzt ist.
PFL – pre fader listening
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
50
Abhören vor dem Fader.
Phase
Das Verhältnis zweier Signale zueinander. Signale, die sich aufaddieren, sind gleichphasig; Signale,
die sich gegenseitig auslöschen, sind gegenphasig.
Polarity
Die positiven und negativen Pole einer Audioverbindung. Üblicherweise werden positive mit positiven
und negative mit negativen Polen verbunden.
Post fader
Der Punkt im Signalweg nach dem Fader, also abhängig von der Stellung desselben.
Pre fader
Der Punkt im Signalweg vor dem Fader, also unabhängig von der Stellung desselben.
Roll off
Ein Abfallen der Lautstärke jenseits einer bestimmten Frequenz.
Shelving
Kuhschwanzcharakteristik. Eine Klangregler bearbeitet den kompletten Frequenzbereich jenseits einer
bestimmten Eckfrequenz.
Stereo return
Stereo Rückführung. Ein Eingang zur Aufnahme von externen Signalquellen.
Transient
Transiente. Ein (meist extrem) kurzzeitiger Anstieg des Signalpegels.
Unbalanced
Unsymmetrisch. Eine Audioverbindung ist unsymmetrisch, wenn das Signal nur auf einem Leiter
transportiert wird und die Abschirmung als Rückführung dient. Meist sehr störanfällig gegenüber
Brummeinstreuungen und Verlusten im Höhenbereich auf langen Strecken.
+48V
48V Gleichspannung, auch Phantomspeisung genannt, an Mikrofoneingängen. Dient zur Speisung
von Kondensatormikrofonen und aktiven DI Boxen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
51
NACHSCHLAGEWERKE
Für alle, die an weiterführender Literatur über Beschallungs- und Tontechnik interessiert sind,
empfiehlt Phonic folgende Nachschlagewerke:
_ Sound System Engineering by Don and Carolyn Davis, Focal Press, ISBN: 0-240-80305-1
_ Sound Reinforcement Handbook by Gary D. Davis, Hal Leonard Publishing Corporation,
ISBN: 0-88188-900-8
_ Audio System Design and Installation by Philip Giddings, Focal Press, ISBN: 0-240-80286-1
_ Practical Recording Techniques by Bruce and Jenny Bartlett, Focal Press, ISBN: 0-240- 80306-X
_ Modern Recording Techniques by Huber & Runstein, Focal Press, ISBN: 0-240-80308-6
_ Sound Advice – The Musician’s Guide to the Recording Studio by Wayne Wadham, Schirmer Books,
ISBN: 0-02-872694-4
_ Professional Microphone Techniques by David Mills Huber, Philip Williams. Hal Leonard Pub-lishing
Corporation, ISBN: 0-87288-685-9
_ Anatomy of a Home Studio: How Everything Really Works, from Microphones to Midi by Scott
Wilkinson, Steve Oppenheimer, Mark Isham. Mix Books, ISBN: 091837121X
_ Live Sound Reinforcement: A Comprehensive Guide to P.A. and Music Reinforcement Sys-tems and
Technology by Scott Hunter Stark. Mix Books, ISBN: 0918371074
_ Audiopro Home Recording Course Vol 1: A Comprehensive Multimedia Audio Recording Text by Bill
Gibson. Mix Books, ISBN: 0918371104
_ Audiopro Home Recording Course Vol. 2: A Comprehensive Multimedia Audio Recording Text by
Bill Gibson. Mix Books, ISBN: 0918371201
Phonic behält sich das Recht vor, technische Änderungen ohne vorherige Ankündigung
durchzuführen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung Sonic Station 22 / 32
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ERWERB VON WEITEREN PHONIC ARTIKELN UND ERSATZTEILEN
Wenn Sie an weiteren Phonic Artikeln oder Ersatzteilen interessiert sind, wenden Sie sich bitte an
einen autorisierten Phonic Händler. Eine Liste der aktuellen Phonic Clever Händler finden Sie unter
www.phonic.info, dort unter „Händlersuche“.
SERVICE UND REPARATUR
Im Fall eines Problems oder einer Reparatur wenden Sie sich bitte an Ihren Phonic Fachhändler, bei
dem Sie das Gerät erworben haben. Phonic gibt keine Service Unterlagen an Endkunden heraus, und
warnt den Anwender nachdrücklich davor, selbst Reparaturen vorzunehmen, weil dadurch jegliche
Garantieansprüche erlischen.
GARANTIE BESTIMMUNGEN
Phonic verbürgt sich für die einwandfreie Qualität der ausgelieferten Produkte. Sollten Sie dennoch
etwas zu beanstanden haben, wird Ihnen die Firma Phonic mit einem unbürokratischen GarantieNetzwerk zur Seite stehen. Für Schäden am Gerät, die auf Materialfehler oder schlechte Verarbeitung
zurückzuführen sind, gewährt Ihnen Phonic im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zwei Jahre
Garantie ab Verkaufsdatum. Bitte bewahren Sie den Kaufbeleg auf.
Bei Fremdeingriffen in den Originalzustand des Gerätes oder bei Reparaturversuchen durch einen
nicht autorisierten Kundendienst oder den Anwender kann in der Regel nicht geklärt werden, ob der
Mangel erst durch diese verursacht oder erweitert wurde. In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass
der Mangel bei Kauf nicht vorhanden war. Die Gewährleistung ist daher in diesen Fällen abzulehnen.
Für Schäden, die durch falschen Gebrauch oder Anschluss des Gerätes in Abweichung von dieser
Bedienungsanleitung entstanden sind, steht Phonic nicht ein. Die Pflicht zur Mängelbeseitigung
erstreckt sich auch nicht auf die Auswirkungen natürlicher Abnutzung und normalen Verschleiß. Die
Notwendigkeit der Mängelbeseitigung bezieht sich nur auf das betreffende Produkt selbst und nicht
auf Folgeschäden.
Die Gewährleistung deckt keine Schäden ab, die auf einen Unfall, Missbrauch oder Fahrlässigkeit
zurückzuführen sind.
Der Gewährleistungsanspruch gilt nur, wenn das Gerät bei einem Phonic Händler als Neugerät
erstanden wurde.
KUNDENDIENST UND SERVICE HOTLINE
Bitte machen Sie Gebrauch von dem Angebot, das Ihnen auf der Phonic homepage gemacht wird:
http://www.phonic.com/help/. Dort finden Sie, in englischer Sprache, Antworten auf häufig gestellte
Fragen (FAQ), technische Tipps, Downloads für Treiber Software und andere nützliche Hinweise.
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