Bedienungsanleitung Single Tooth Anesthesia System

Bedienungsanleitung Single Tooth Anesthesia System
Bedienungsanleitung
Single Tooth Anesthesia System
Mit dem STA-Wand-Handstück
STA-5110 110 Volt
STA-5220 220 Volt
Warnung: Dieses Gerät darf nur von Ärzten oder Zahnärzten oder in deren
Auftrag erworben werden.
VERWENDUNG IN DER MEDIZIN:
Dieses Gerät ist für die subkutane und intramuskuläre Injektion von
Lokalanästhetika im zahnärztlichen Bereich gedacht. Es sollte nicht
intravaskulär (IV) oder auf andere von der vorgesehenen Methode
abweichende Weise verwendet werden. Dieses Gerät sollte nur von
Personen bedient werden, die mit den geltenden Regelungen zur
Anwendung von Lokalanästhetika im zahnärztlichen Bereich vertraut sind
und diese beachten.
Das STA-System misst den relativen interstitiellen Druck an der
Kanülenspitze in Echtzeit.
Es erleichtert die zielgenaue Applikation im intraligamentären Bereich.
Milestone-Kundenservice
Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen,
rufen Sie kostenlos bei uns an:
USA Milestone Scientific
220 South Orange Avenue
Livingston, NJ 07039
1-800-862-1125
EU
Milestone Deutschland GmbH
Darmstädter Str. 16
63322 Rödermark
Tel: +49 (0) 6074 – 69 34 94
Fax: +49 (0) 6074 – 69 34 96
Inhalt
Vorstellung des STA™-Systems mit dem STA-Wand™-Handstück ..................................................... 5
Funktionen ............................................................................................................................................ 7
Bedienung ............................................................................................................................................ 8
Inbetriebnahme ................................................................................................................................ 8
STA-Handstücke ................................................................................................................................ 8
STA-Wand™ .......................................................................................................................................... 9
Produktbeschreibung ........................................................................................................................... 9
Einhändiges Kanülen-Recapping ..................................................................................................... 10
Bedienung ...................................................................................................................................... 11
Den STA-SafetyWand™ verwenden: ............................................................................................. 13
Automatisches Einziehen: ............................................................................................................. 14
Warnungen: ................................................................................................................................... 15
Zusätzliche wichtige Informationen ............................................................................................... 16
Automatische Kalibrierung:............................................................................................................. 16
Grundlegende Bedienmodi ............................................................................................................. 17
Bedienung des Fußschalters ........................................................................................................... 18
Cruise Control (Tempomat)............................................................................................................ 19
Manuelles und automatisches Absaugen ....................................................................................... 20
Multi-Kartuschen-Funktion............................................................................................................. 21
Verwendung des Kolbens ............................................................................................................... 22
Aspiration ....................................................................................................................................... 23
Signaltöne und Lautstärkeregelung ................................................................................................ 24
Kartuschenfüllstandsanzeige und Signaltöne ................................................................................. 24
Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™) .............................................................................. 25
Intraligamentäre STA-Injektion....................................................................................................... 25
Eine intraligamentäre STA-Injektion durchführen .......................................................................... 26
Eine intraligamentäre STA-Injektion durchführen (weitere Hinweise) .......................................... 27
Auswahl des Anästhetikums: ...................................................................................................... 28
Übungsmodus ................................................................................................................................. 29
Wartung und Pflege ............................................................................................................................ 30
Kolben und O-Ring anbringen ......................................................................................................... 31
Lagerung und Transport ..................................................................................................................... 32
Fehlersuche ........................................................................................................................................ 33
Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™) ................................................................................. 36
Dynamik der Injektion ........................................................................................................................ 37
Klinische Techniken ............................................................................................................................ 42
Indikationen und Kontraindikationen bei intraligamentären STA-Injektionen .................................. 45
Injektionstechnik AMSA (anterior middle superior alveolar) .......................................................... 46
Ablauf einer AMSA-Injektion .......................................................................................................... 48
P-ASA (palatal anterior superior alveolar) .......................................................................................... 49
Ablauf einer P-ASA-Injektion .......................................................................................................... 50
Traditionelle Infiltrations-Technik ...................................................................................................... 51
Anästhesie im Bereich des Nervus alveolaris inferior......................................................................... 52
Garantieinformationen ....................................................................................................................... 54
Benötigte Netzleistung ....................................................................................................................... 55
Informationen zur Produktsicherheit ................................................................................................. 56
Weiterführende Literatur ................................................................................................................... 58
Verwendetes unveröffentlichtes Manuskript ................................................................................. 63
Vorstellung des STA™-Systems mit dem STA-Wand™-Handstück
Vorstellung des STA™-Systems mit dem STA-Wand™Handstück
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen rechnergesteuerten STA (Single Tooth Anesthesia =
Einzelzahnanästhesie) Lokalanästhesie-Injektor. Das STA-System ist ein Gerät auf dem neusten
Stand der Technik und ermöglicht eine Vielzahl von Anästhetikum-Injektionen, einschließlich
palatinaler und intraligamentärer STA-Injektionen und ist dabei zuverlässig und angenehm für Ihre
Patienten.
Das STA-System ist das einzige Lokalanästhesie-Injektionssystem mit dynamischer DrucksensorTechnologie (DPS™). Die revolutionäre DPS-Technologie wurde von Milestone Scientific Inc.
entwickelt und ermöglicht es Zahnärzten, durch intraligamentäre STA-Injektion eine erfolgreiche
Einzelzahnanästhesie durchzuführen. Diese Technik wird in der vorliegenden Anleitung beschrieben.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, sich mit dem STA-System vertraut zu machen, indem Sie die
Anleitung lesen. Auch sollten Sie, um das System kennenzulernen, erst einige Injektionen üben.
Wir hoffen, dass Sie über viele Jahre erfolgreich mit Ihrem STA-System arbeiten können. Haben Sie
Fragen oder Anmerkungen, rufen Sie bei Milestone Deutschland GmbH unter der Nummer +49
(0)6074 693494 an.
Lesen Sie diese Anleitung gut durch, bevor Sie das System verwenden.
5
Vorstellung des STA™-Systems mit dem STA-Wand™-Handstück
Automatisches Absaugen/Kolben einziehen
Steuert die automatische Absaugfunktion. Gedrückt halten, um Kolben einzuziehen
Kartuschenfüllstandsanzeige
Zeigt die verbleibende
Anästhetikamenge an
Multi-Kartuschen
steuert die MultiKartuschen-Funktion.
Gedrückt halten für
Übungsmodus.
Druckanzeige
STA-Taste
Aktiviert und deaktiviert
den STA-Modus mit
dynamischer
DrucksensorTechnologie
Auswahltaste
Aktiviert den
Standardmodus mit 2
Durchflussraten oder den
Turbomodus mit 3
Durchflussraten
Lautstärke
Aspirieren
Regelt die Lautstärke aller
Signaltöne des Gerätes.
Schaltet
Aspirationsfunktion
an/aus
6
Funktionen
Funktionen
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
28.
Hauptgerät
Netzschalter (an der Geräterückseite)
Netzkabel (US-Version abgebildet)
Kartuschenhalterung
Anästhetikum-Kartusche
Fußschalter / Fußschalterschlauch
Fassung für Kartuschenhalterung
Kolben mit O-Ring
Handstückhalterung (auf beiden Seiten)
Halterung für den Fußschalter
Kanüle
Kartuschenfüllstandsanzeige
Kontroll-LED „Auto- Purge/Retract”
Knopf „Auto- Purge/Retract” /
„Hold to Retract“,
Multi-Kartuschen-Anzeige
Knopf Multi-Kartuschen-Funktion /
“Hold to Train”
STA-Druckanzeige
STA-Modus
STA-Taste
LED Normalmodus
LED Turbomodus
Modusauswahl-Knopf
LED Aspiration
Aspirations-Taste
Lautstärkeregelung
Haupt-LED
Ausgang Abfluss
Befestigungsnuss ¼” -20
STA-Einzelzahnanästhesie-System
STA-Gerät, Ansicht von unten
7
Bedienung
Bedienung
Inbetriebnahme
Schließen Sie das Fußschalterkabel an den vorderen Anschluss am Hauptgerät an. Drehen Sie
es per Hand fest.
Stellen Sie das Hauptgerät nahe beim Patienten auf flachen Untergrund. (Der STA-Wand™Handstückschlauch misst vom Hauptgerät bis zum Handstück etwa 125cm.)
Stecken Sie ein Ende des Netzkabels in den Anschluss an der Geräterückseite und das andere
Ende in eine Steckdose. Platzieren Sie STA-System und Netzkabel gut zugänglich, sodass Sie
das Gerät im Notfall schnell ausschalten oder ausstecken können.
Hinweis: Positionieren Sie das STA™-Gerät nicht im Umkreis von 30cm um andere
elektronische Geräte wie Elektrochirurgiegeräte, da diese Störungen verursachen könnten.
Warnung:
Es besteht die Möglichkeit von Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit
Hochfrequenzinterferenzen (HFI) oder elektromagnetischer Strahlung, die den sicheren
Betrieb dieses Gerätes beeinflussen können und deshalb vermieden werden sollten.
Gerät anschalten/ausschalten
Drücken Sie den Netzschalter an der Rückseite des Hauptgerätes, um es an- oder
abzuschalten. Wird das Gerät angeschaltet, wird der Kolben automatisch in Position
gebracht. Beim ersten Anschalten ist das STA auf Werkseinstellung. Das STA kalibriert
sich in 5 Sekunden selbst, was keine Auswirkungen auf den Bediener hat.
STA-Handstücke
Für das STA-System sind zwei Handstück-Typen erhältlich. Das STA-Wand™-Handstück
und das STA-SafetyWand™-Handstück mit Sicherheits-Kanülenschutz zur Vermeidung
von Nadelstichverletzungen. In den folgenden Abschnitten finden Sie ausführliche
Bedienhinweise für beide Typen.
Hinweis: Verwenden Sie in Kombination mit dem STA-System nur Handstücke, Kanülen
und andere Teile, die von Milestone Scientific hergestellt oder empfohlen wurden.
8
STA-Wand™
STA-Wand™
Produktbeschreibung
Das STA-Wand™-Handstück kann wie ein Stift zwischen den Fingern gehalten werden,
wodurch die Kanüle genau geführt werden kann. Das Handstück kann aber auch abgebrochen
werden - so können Sie die Kanüle leicht in schwer zugängliche Bereiche führen (siehe
Abbildung).
Abb. 1
BEDIENUNG:
Machen Sie sich mit dem STA-Wand™ vertraut, indem Sie vor der ersten klinischen Anwendung
mit dem Gerät üben.
1.
Schalten Sie das Gerät an.
2.
Nehmen Sie eine Kanüle aus der sterilen Verpackung. Achten Sie auf die Aufrechterhaltung der Sterilität.
3.
Halten Sie das STA-Wand™-Handstück fest. Setzen Sie die Kanüle in das obere Ende
des Handstücks ein und drehen sie. Es ist von großer Wichtigkeit, dass die Kanüle gut
am Handstück befestigt ist.
Hinweis: Das STA-Handstück ist auch mit verschiedenen bereits befestigten Kanülen
erhältlich. Das Handstück mit der Gauge 30-Kanüle (½ Inch) ist für intraligamentäre
STA-Injektionen optimiert. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Händler, ob es verfügbar ist.
4.
Nachdem die Kanüle am Handstück befestigt ist, platzieren Sie die Kanülenkappe in
den STA-Wand-Halter rechts oder links am STA-Gerät.
5.
Drücken Sie das Ende der Kartusche, an dem sich die Dichtung befindet (durch
Metallband gekennzeichnet) fest in die Kartuschenhalterung, bis die Dichtung
durchstochen ist.
6.
Platzieren Sie die offene Flanschseite der Kartuschenhalterung auf die Fassung an der
Geräteoberseite und drehen sie eine Viertelumdrehung gegen den Uhrzeigersinn.
7.
Haben Sie die Kartuschenhalterung am Hauptgerät befestigt, entzieht das STA-Gerät
automatisch die Luft aus Schläuchen und Kanüle. as Handstück ist jetzt einsatzbereit.
Warnung: Die Flussrate im Ansaug-/Boluszyklus beträgt 0,0691 ml pro Sekunde. Beim
Ansaugen (bzw. Absaugen) ist die Maximaldruck-Warnung deaktiviert. Sie wird danach
umgehend reaktiviert.
9
Produktbeschreibung
Hinweis: Haben Sie beim Durchstechen einer Kartusche Probleme, kann dies an
Materialabweichungen der Dichtung liegen. Probieren Sie folgende vier Lösungsmöglichkeiten aus:
Setzen Sie die Kartusche in die Halterung und drehen dann den Kartuschenverschluss
zwei- oder dreimal 360° gegen den Dorn. Drücken Sie die Kartusche fest in die Halterung
und durchstechen die Dichtung. Eine leichte Drehbewegung beim Hereindrücken kann
das Durchstechen erleichtern.
Setzen Sie die Kartusche in die Halterung ein. Drücken Sie die Kartusche gegen eine
glatte Oberfläche (z. B. Tischplatte) und drücken sie fest herunter.
Reiben Sie die Dichtung mit Alkohol ein, um sie zu schmieren.
Setzen Sie die Kartusche in die Halterung ein. Drücken Sie die Dichtung der Kartusche
etwa 5-6 Sekunden fest gegen den Dorn. Reduzieren Sie den Druck und drücken die
Dichtung dann erneut schnell und fest gegen den Dorn.
Einhändiges Kanülen-Recapping
1.
2.
3.
4.
5.
Nachdem die Kanüle am Handstück befestigt ist, platzieren Sie die Kanülenkappe in
den STA-Wand-Halter rechts oder links am STA-Gerät.
Abb. 2
Halten Sie die Kanülenkappe mit einer Hand fest und ziehen mit der anderen Hand die
Kanüle gerade aus der Kappe heraus. Verdrehen Sie sie nicht. (Die Kappe bleibt in der
Halterung an der Geräteseite).
Wenn Sie die Kanüle nicht verwenden, setzen Sie sie wieder lose in die Kappe.
Drücken Sie sie nicht fest hinein. Die Halterung dient der temporären Aufbewahrung der
Kanüle.
Nehmen Sie Handstück und Kanüle zum Gebrauch einfach aus der Kappe. Verwenden
Sie die Kanüle nicht, legen Sie sie wieder in die Kappe.
Benötigen Sie das Gerät nicht länger, drücken Sie die Kanüle wieder fest in die Kappe
an der Geräteseite. Sitzt die Kanüle fest in der Kappe, entfernen Sie diese vom Gerät
und entsorgen sie anschließend ordnungsgemäß.
Hinweis: Ist dies vom medizinischen Standpunkt aus notwendig oder haben Sie keine
Alternative, recappen Sie die Kanüle.
10
Produktbeschreibung
Das STA-SafetyWand™-Handstück (Abb. 3) verfügt über einen Sicherheits-Kanülenschutz zur
Vermeidung von Nadelstichverletzungen.
Endstück
Stellhebel
Hülse
Abb. 3
Bedienung
Um den Stellhebel am STA-SafetyWand™ zu bedienen, reicht ein leichter Druck,
und die Kanüle wird ausgefahren bzw. eingezogen. Machen Sie sich mit dieser Funktion
vertraut, indem Sie sie vor der ersten klinischen Anwendung üben.
Kanüle ausfahren:
Drücken Sie den hinteren Teil des STELLHEBELs und schieben ihn ganz nach vorne.
(Siehe Abbildung)
Abb. 4
11
Produktbeschreibung
Sperren:
Bei ausgefahrener Kanüle drücken Sie
den vorderen Teil des STELLHEBELs
um die Kanüle zu sperren.
Abb. 5
Entsperren:
Drücken Sie den hinteren Teil des
STELLHEBELs
und entsperren die Kanüle.
Abb. 6
Vorbereitung:
1.
Schalten Sie das Gerät an.
2.
Nehmen Sie das sterile STA-SafetyWand™-Handstück aus der Verpackung. Achten
Sie auf die Aufrechterhaltung der Sterilität.
3.
Kanüle anbringen:
a. Halten Sie den STA-SafetyWand™ in einer Hand.
b. Bringen Sie eine Standard-Luer-Lock-Kanüle an, indem Sie den hinteren Teil
des Stellhebels drücken und nach vorne schieben. Um die ausgefahrene Kanüle
zu sperren, schieben Sie den Stellhebel nach vorne und drücken den vorderen
Teil des Hebels.
c. Halten Sie den STA-SafetyWand™ fest, setzen das Ende einer StandardLuer-Lock-Kanüle auf das offene Ende des STA-SafetyWand™ und drehen dann
die Kanüle, bis sie gut sitzt.
d. Wenn Sie das Handstück nicht verwenden, lagern Sie es in der Halterung an
der Geräteseite. Ist sie sicher eingerastet, ziehen Sie die Kanüle ein, indem Sie
den hinteren Teil des Stellhebels drücken und das Handstück gerade aus der
Kappe ziehen. Drehen Sie es nicht. (Die Kappe bleibt in der Halterung an der
Geräteseite.) Während Sie es nicht verwenden, setzen Sie das Handstück wieder
in die Kappe an der Seite am Hauptgerät.
4.
Füllen Sie das Anästhetikum in den STA-SafetyWand™ und bringen die
Kartuschenhalterung am Hauptgerät an, indem Sie sie etwa eine Viertelumdrehung
gegen den Uhrzeigersinn in das STA-Hauptgerät hineindrehen. Das STA-Gerät
entzieht automatisch die Luft aus Schläuchen und Kanüle. Das Handstück ist jetzt
einsatzbereit.
12
Produktbeschreibung
Den STA-SafetyWand™ verwenden:
1.
Nehmen Sie das Handstück (mit Kanüle) aus der Kappe an der Seite des Hauptgerätes.
Fahren Sie die Kanüle aus, indem Sie den hinteren Teil des Stellhebels drücken und
vorsichtig ganz nach vorne schieben (Abb. 7). Zum Sperren drücken Sie bei
ausgefahrener Kanüle den vorderen Teil des Hebels (Abb. 8). Der Stellhebel wird
automatisch gesichert. Führen Sie die Injektion durch.
Abb. 7
2.
Abb. 8
Um die Kanüle mit einer Hand einzuziehen, drücken Sie den hinteren Teil des
Stellhebels mit einem Finger. Die Kanüle wird automatisch in die Sicherheitsstellung
eingezogen. Sie sehen und hören, wie Stellhebel und Kanüle in die Sicherheitsstellung
„einrasten“ (Abb. 9, 10).
Kanüle einziehen:
Zum Einziehen drücken Sie
den hinteren Teil des
STELLHEBELs.
Abb. 9
Automatisches Einziehen:
Die Kanüle wird automatisch
eingezogen, wenn der Hebel
gelöst wird.
Abb. 10
13
Produktbeschreibung
Automatisches Einziehen:
Die Kanüle wird automatisch eingezogen, wenn der Hebel gelöst wird.
3.
Verwenden Sie das Handstück nicht, lagern Sie es an der Seite des Hauptgerätes. Bei
eingezogener Kanüle, stecken Sie das Handstück in die Kappe an der Seite des
Hauptgerätes und orientieren Sie sich dabei an der Kanülenkappe.
Entsorgung:
1.
2.
3.
Ziehen Sie die Kanüle nach der letzten Injektion aus dem Gewebe und ziehen sie wieder
ein.
Drücken Sie das vordere Ende des Stellhebels fest mit Ihrem Daumennagel herunter
und drücken es in die Hülse.
Drücken Sie fest genug, um den vorderen Teil des Stellhebels in der Hülse zu
versenken. Dies verhindert, dass die Kanüle ausgefahren wird.
Abb. 11
4.
Entsorgen Sie die Kanüle ordnungsgemäß, z. B. in einem Kanülenbehälter.
WARNUNG: Verwenden Sie in Kombination mit dem STA-SafetyWand™ keine Kanülen,
die länger als 3,17 cm sind.
WARNUNG: Achten Sie auf die Aufrechterhaltung der Sterilität.
14
Produktbeschreibung
Warnungen:
NUR zum einmaligen Gebrauch:
Die Einheit aus STA-Wand™/SafetyWand™-Handstück und Schläuchen stellt, ähnlich einer
Spritze, eine direkte Verbindung zum Patienten dar. Dieses Gerät darf nur einmal verwendet
werden. Es darf nicht wieder sterilisiert werden und darf nicht bei mehreren Patienten
nacheinander verwendet werden.
Auch ein erneuter Einsatz beim selben Patienten zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht erlaubt.
Wiederverwenden eines STA-Wand™-/SafetyWand™-Handstücks stellt ein Risiko für den
Patienten dar. Die Anästhetikum-Kartusche darf nicht für mehrere Patienten verwendet werden.
Verbiegen Sie die Kartusche nicht während des Gebrauchs:
Verformte oder gebogene Kanülen können die ordnungsgemäße Funktion des STA-Wand™
/SafetyWand™ beeinträchtigen.
O-Ring und Kolben schmieren:
Ein richtig positionierter und geschmierter O-Ring ist Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit
des Gerätes. Empfohlen wird folgende Vorgehensweise.
a.
Überprüfen Sie den O-Ring täglich auf Risse, Materialermüdung und Schmierung
b.
Stellen Sie Risse oder Materialermüdung fest, ersetzen Sie den o-Ring umgehend.
c.
Ist der O-Ring trocken, schmieren Sie ihn mit Silikongel. Bei ausgefahrenem
Kolben schmieren Sie den Kolbenschaft mit etwas Silikongel. Dies erleichtert die
Verwendung.
STERIL, außer Plastikverpackung ist geöffnet oder beschädigt.
WARNUNGEN:
- Verwenden Sie den SafetyWand™ nicht mit Kanülen, die länger als 1,25 Inch sind.
- Dieses Gerät darf nur von Ärzten oder Zahnärzten oder in deren Auftrag erworben werden.
- Achten Sie auf die Aufrechterhaltung der Sterilität.
15
Produktbeschreibung
Zusätzliche wichtige Informationen
Das STA-System verfügt über eine neue revolutionäre EinzelzahnanästhesieInjektionstechnologie, die dynamische Drucksensor-Technologie (bekannt unter dem Kürzel
DPS™). Damit diese Neuerrungenschaft alle ihre Vorteile entfalten kann, ist es von großer
Wichtigkeit, dass der Bediener alle Aspekte der DPS-Technologie versteht. Das STA-System
mit DPS™-Technologie gibt dem Bediener während der Injektion in Echtzeit Rückmeldung über
den relativen interstitiellen Druck.
Dies wird für den Arzt eine neue Erfahrung sein und es ist wichtig zu verstehen, welche Vorteile
durch diese Rückmeldungen bei vielen klinischen Anwendungen entstehen. Vergleichbar ist es
mit einem präzise arbeitenden „Apexlokalisator“, der es ermöglicht, klinische Feinabstimmungen
vorzunehmen, die über Erfolg oder Fehlschlagen einer Behandlung entscheiden können. Wird
es richtig verwendet, ist das STA-System ein sehr nützliches technologisches Hilfsmittel für
klinische Anwendungen.
WICHTIG:
Beim Durchführen einer intraligamentären STA-Injektion (wie Seite 26 ff.
beschrieben) ist es üblich, dass der Bediener die Kanüle in verschiedene Richtungen
bewegt, um mit Hilfe der DPS-Rückmeldungen die optimale Position der Kanüle in
Relation zum Ligament zu finden. Diese „Suchmethode” zeigt, welche bedeutenden
Informationen der Bediener durch die Rückmeldung in Echtzeit erhält. Bei allen anderen
Injektionsgeräten weiß der Bediener nicht, ob er die optimale Kanülenposition gefunden hat –
meist wird die erste Positionierung verwendet.
WICHTIG:
Führt der Bediener eine intraligamentäre STA-Injektion durch, ist im
Normalfall ein „Überdruck“ festzustellen. Ein Überdruck besteht dann, wenn der
Maximaldruck des Gerätes erreicht ist, das Gerät ein Warnsignal ausgibt und sich ausschaltet.
Dies ist typischerweise ausgelöst von einer verstopften Kanülenspitze oder wenn mit der Hand
zu viel Druck auf das Handstück ausgeübt wird, was den Fluss des Anästhetikums blockiert. In
beiden Fällen muss die Kanüle entfernt und die Injektion neu angesetzt werden. Die Tatsache,
dass das STA-System verstopfte Kanülen zuverlässig und genau erkennt, ist ein weiterer Punkt,
der die Bedeutung dieser Technologie für den Kliniker unterstreicht.
Automatische Kalibrierung:
WICHTIG:
Wird das STA-System zum ersten Mal angeschaltet, führt das System in
den ersten 5 Sekunden eine automatische Kalibrierung durch. Befestigen Sie während
dieser Zeit keine Kartuschenhalterung am Hauptgerät.
Hinweis: Einmal in Betrieb, wird das Gerät in bestimmten Zeitabständen eine
automatische Kalibrierung durchführen, was keinerlei Auswirkungen auf die Verwendung
hat.
16
Produktbeschreibung
Grundlegende Bedienmodi
Beim STA-System gibt es 3 grundlegende Bedienmodi.
1.
STA-Modus, mit einer Flussrate für die Anästhetikum-Injektion.
Dieser Modus ist beim Anschalten des Gerätes eingestellt.
2.
Standardmodus, mit 2 Flussraten für die Anästhetikum-Injektion.
3.
Turbomodus, mit 3 Flussraten.
Der Bediener kann während der Anwendung zwischen diesen Modi wechseln. Wird die
Kartusche ausgewechselt, wird die Auswahl beibehalten. Wird das STA-System aus- und dann
wieder angeschaltet, ist standardmäßig der STA-Modus ausgewählt.
STA-Modus:
Dieser Modus bietet dem Bediener dynamische Drucksensor-Technologie in
Echtzeit (DPS™) und die ControlFlo™-Flussrate während Injektionen. Die Aspiration ist
standardmäßig aktiviert und kann vom Bediener deaktiviert werden.
Standardmodus: In diesem Modus können Sie zwischen den zwei Flussraten ControlFlo™
und RapidFlo™ wählen. Die Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™, siehe Abschnitt
über DPS-Technologie) ist nicht aktiviert. Die Aspiration ist aktiviert und kann vom Bediener
deaktiviert werden.
Turbomodus:
Der Turbomodus bietet dem Bediener TurboFlo™, eine weitere Flussrate,
zur Auswahl; alle drei Flussraten werden mit dem Fußschalter gesteuert. Die Aspiration ist
aktiviert und kann vom Bediener deaktiviert werden.
17
Produktbeschreibung
Bedienung des Fußschalters
Der mit dem STA-System mitgelieferte Fußschalter ist luftaktiviert. Leichter Druck = ControlFlo™
(1 cm³ pro 207 Sekunden). Moderater Druck = RapidFlo™ (1 cm³ pro 35 Sekunden). Sofern
ausgewählt, aktiviert zusätzlicher Druck TurboFlo™. TurboFlo™ (1 cm³ pro 17 Sekunden) gibt
das Anästhetikum zweimal so schnell ab wie RapidFlo™ und muss sehr vorsichtig verwendet
werden.
Warnung:
Für palatinale und intraligamentäre STA-Injektionen sollte nur die Flussrate
ControlFlo™ verwendet werden. RapidFlo™ und TurboFlo™ sollten für diese Injektionen
nicht verwendet werden, da dies zu Schmerzen und Gewebeschäden führen könnte.
WICHTIG: Zu Beginn JEDER Injektionstechnik sollte ControlFlo™ verwendet werden.
ControlFlo™ bietet eine kontrollierte und sichere Abgabe des Anästhetikums, wodurch die
Injektion normalerweise schmerzfrei oder schmerzarm ist. Tritt eine anfängliche „Taubheit” auf,
können Sie sich während einer Infiltration oder Injektion im unteren Alveolarbereich entscheiden,
zu einer schnelleren Flussrate zu wechseln, d.h. zu RapidFlo™ oder TurboFlo™. Normalerweise
sollte ¼ der Kartusche mit der Flussrate ControlFlo™ injiziert werden, bevor zu einer
schnelleren Flussrate gewechselt wird.
TurboFlo™ ist nur zur Anwendung nach einer vorherigen supraperiostalen Infiltrationsanästhesie (Betäubung) oder Injektion im Bereich des Nervus alveolaris inferior gedacht. Das
von diesen Injektionen betroffene Gewebe im Mundraum ist locker und elastisch und kann die
schnelle Flussrate aufnehmen, trotzdem ist Vorsicht geboten und der Bediener sollte
konzentriert arbeiten, um eine sichere und effektive Injektion sicherzustellen.
Achten Sie stets darauf, dass das Fußschalterkabel sicher am Gerät befestigt ist. Undichtigkeiten beeinflussen den Betrieb. Üben Sie den Umgang mit dem Fußschalter, um mit seiner
Bedienung und dem Druck vertraut zu werden, den Sie zur Aktivierung der verschiedenen
Flussraten benötigen.
18
Produktbeschreibung
Cruise Control (Tempomat)
Diese Funktion ermöglicht es dem Bediener, ControlFlo™ zu betreiben, ohne den Fuß dauerhaft
auf dem Fußschalter zu lassen. Diese Funktion ist in den Einstellungen Normal, Turbo und STA
verfügbar.
Tempomat verwenden:
ControlFlo™ starten. Zählen Sie die Signaltöne.
Nach 3 Signaltönen hören Sie das Wort „CRUISE”. Ihnen bleibt ein Zeitfenster von 5
Sekunden, um den Tempomat zu aktivieren.
3.
Gehen Sie mit dem Fuß umgehend vom Fußschalter. Der Tempomat wird aktiviert und
Sie hören das Wort „SET”.
Hinweis: Im STA-Modus wird das Wort „SET“ nicht ausgesprochen, wenn der Tempomat
aktiviert wird.
4.
Wollen Sie den Tempomat nicht aktivieren, gehen Sie während des Zeitfensters nicht
vom Fußschalter.
5.
Um den Tempomat zu deaktivieren, betätigen Sie den Fußschalter, lassen ihn dann los
oder üben mehr Druck aus, um zu einer schnelleren Flussrate zu wechseln.
1.
2.
19
Produktbeschreibung
Manuelles und automatisches Absaugen
Bevor Sie eine Injektion vornehmen, sollte die gesamte Luft aus den Schläuchen und der
Kanüle „abgesaugt“ werden.
Auto Purge (Automatisches Absaugen)
Mit dieser Funktion kann das STA-System die Luft automatisch absaugen. Ist sie aktiviert, wird
der Kolben jedes Mal automatisch bewegt, wenn eine neue Kartusche in das Hauptgerät
eingesetzt wird, das Anästhetikum wird durch die Schläuche gedrückt und die Luft aus dem
System entfernt. Nach einem erfolgreichen Absaugvorgang wird an der Spitze der Kanüle eine
kleine Menge Anästhetikum sichtbar. Die Funktion ist werksseitig eingestellt.
Automatisches Absaugen
1.
Setzen Sie eine Kartusche in eine Kartuschenhalterung, befestigen diese am
Hauptgerät und drehen sie eine Viertelumdrehung gegen den Uhrzeigersinn.
2.
Der Kolben bewegt sich automatisch. Die Luft wird aus den Schläuchen und der Kanüle
verdrängt. Eine kleine Menge Anästhetikum, die an der Spitze der Kanüle sichtbar wird,
deutet auf einen erfolgreichen Absaugvorgang hin.
3.
An der Kartuschenfüllstandsanzeige leuchtet FULL auf, und das Gerät ist betriebsbereit.
Manuelles Absaugen
Will der Bediener die automatische Absaugfunktion nicht verwenden, kann diese abgeschaltet
und die manuelle Absaugfunktion aktiviert werden. Um die Luft manuell aus dem System zu
entfernen, drücken Sie den Knopf „AutoPurge“. Die Kontroll-LED erlischt und die Luft wird
NICHT automatisch aus den Schläuchen verdrängt. Betätigen Sie den Fußschalter, wird der
Kolben eine voreingestellte Strecke bewegt und die Luft aus den Schläuchen und der Kanüle
entfernt.
20
Produktbeschreibung
Multi-Kartuschen-Funktion
Diese Funktion ist hilfreich, wenn während einer Behandlung mit dem selben STA-Wand™ eine
zweite oder dritte Kartusche benötigt wird und die Luft nicht aus Handstück und Schläuchen
entfernt werden muss, da dies bereits geschehen ist. Auf diese Weise verschwenden Sie bei
der Verwendung mehrerer Kartuschen kein Anästhetikum.
1.
2.
3
4.
Drücken Sie den Knopf der Multi-Kartuschen-Funktion, wenn der STA-Kolben
vollständig eingezogen ist. Die Kontroll-LED leuchtet auf.
Entfernen Sie die leere Kartusche und setzen eine neue volle ein. Befestigen Sie die
Kartuschenhalterung am Gerät. (Das Gerät führt KEINEN automatischen
Absaugvorgang durch).
Fahren Sie mit der Injektion fort.
Nach der Injektion wird die Multi-Kartuschen-Funktion in den STA-Einstellungen
deaktiviert. Wird innerhalb 60 Sekunden keine neue Kartusche eingesetzt, wird die
Multi-Kartuschen-Funktion deaktiviert.
21
Produktbeschreibung
ERSTE SCHRITTE
Verwendung des Kolbens
Wird das STA-System zum ersten Mal angeschaltet, wird der Kolben eingezogen. Bei Einsetzen
einer Kartusche wird der Kolben automatisch bewegt und die Luft aus den Schläuchen entfernt.
Das System ist bereit, wenn an der Füllstandsanzeige FULL aufleuchtet.
Wird der Kolben ausgefahren und Anästhetikum injiziert, zeigt die Füllstandsanzeige die in der
Kartusche verbleibende Anästhetikamenge an. Wenn der Kolben vollständig ausgefahren ist,
hören Sie einen Signalton, der Sie darauf hinweist, dass die Kartusche leer ist. Ist die Kartusche
vollständig geleert oder wird die Kartuschenhalterung entfernt, wird der Kolben automatisch ins
Hauptgerät eingezogen. Ist die Funktion „Automatisches Absaugen/Kolben einziehen“ nicht
aktiviert (Kontroll-LED „Auto- Purge/Retract” leuchtet nicht), kann der Kolben durch Drücken der
Taste „Retract“ eingezogen werden.
Kolben einziehen
Sie haben drei Möglichkeiten, den Kolben einzuziehen:
1.
2.
3.
Ist die Funktion „Automatisches Absaugen/Kolben einziehen“ aktiviert (die grüne
Kontroll-LED „Auto- Purge/Retract” an der Gerätevorderseite leuchtet), wird der Kolben
automatisch eingezogen, wenn die Kartuschenhalterung vom STA-Hauptgerät entfernt
wird.
Kolben manuell einziehen. Ist die Funktion „Automatisches Absaugen/Kolben einziehen“
nicht aktiviert, müssen Sie den Kolben während der Anwendung manuell einziehen.
Drücken Sie dazu mindestens 4 Sekunden den Mehrzweckknopf „Hold to Retract“.
Der Kolben wird eingezogen, nachdem der gesamte Inhalt der Kartusche ausgegeben
wurde. (Dies geschieht unabhängig davon, ob die Funktion „Automatisches
Absaugen/Kolben einziehen“ aktiviert ist, oder nicht und setzt kein Entfernen der
Kartuschenhalterung vom STA-Hauptgerät voraus.)
HINWEIS: Verwenden Sie den Mehrzweckknopf „Hold to Retract“, um die Funktion
„Automatisches Absaugen/Kolben einziehen“ an- und auszuschalten. Sie können die
Funktion aktivieren/deaktivieren, indem Sie den Knopf drücken und nach weniger als 4
Sekunden wieder loslassen.
Kartusche entfernen
Achten Sie darauf, dass der Kolben vollständig eingezogen ist.
Nehmen Sie die Kartuschenhalterung von der Fassung, indem Sie die
Halterung eine Viertelumdrehung gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Entfernen Sie die benutzte Kartusche, indem Sie mit den Fingern in
die Schlitze an der Halterungsseite drücken. Wollen Sie mit der
Injektion fortfahren, entfernen und entsorgen Sie die benutzte
Kartusche. Setzen Sie dann eine neue volle in die
Kartuschenhalterung und fahren fort.
22
Produktbeschreibung
Aspiration
1.
WICHTIGER ASPIRATIONSTEST
Es wird empfohlen, einen Aspirationstest durchzuführen, bevor eine Injektion
vorgenommen wird, bei der eine Aspiration nötig ist. Dieser einfache Test stellt sicher,
dass das Einweg-Handstück, die Anästhetikum-Kartusche und die aufgesetzte Kanüle
keine Undichtigkeiten aufweisen, die die Aspiration beeinflussen könnten.
Ist der Absaugvorgang des Hauptgerätes beendet, richten Sie die Kanüle horizontal
aus, mit der Abschrägung nach unten oder zur Seite. Ist die Abschrägung oben,
funktioniert der Aspirationstest nicht.
Geben Sie außerhalb des Mundes etwas Anästhetikum ab, als Flussrate wählen Sie
ControlFlo™ (langsam). Gehen Sie vom Fußschalter und achten Sie auf den Tropfen
Anästhetikum an der Kanülenspitze. Wird der Tropfen eingesogen und erscheint am
Ende des Aspirationsvorgangs, nach etwa 5 Sekunden, wieder an der Kanülenspitze,
funktioniert die Aspiration ordnungsgemäß.
Wird der Tropfen nicht eingesogen, gehen Sie wie folgt vor:
i. Ziehen Sie die Kanüle erneut fest und führen dann den Test erneut durch
ii. Ersetzen Sie die Kartusche und wiederholen den Test
iii. Ersetzen Sie das STA-Wand™-Handstück und wiederholen den Test
iv. Schmieren Sie den O-Ring und wiederholen den Test
v. Ersetzen Sie den O-Ring und wiederholen den Test
Wird eine Aspiration vorgenommen, sollte dieser Test bei jeder neuen AnästhetikumKartusche wiederholt werden. Als zusätzliche Versicherung kann die Bewegung des
Gummistopfens in der Kartusche während der Aspiration überwacht werden.
2.
Funktion Aspiration „An/Aus”: Die Aspiration kann automatisch durchgeführt werden,
wenn die Aspirationsfunktion auf „On“ gestellt ist (die grüne LED an der
Gerätevorderseite leuchtet). Ist diese Funktion aktiviert, kann die Aspiration in allen 3
Modi durchgeführt werden (STA-, Normal- und Turbomodus). Um die Einstellungen vor
oder während einer Anwendung zu ändern, drücken Sie den Knopf „Aspirate“.
3.
EINE ASPIRATION DURCHFÜHREN: Achten Sie darauf, dass der Aspirationsmodus
aktiviert ist (LED leuchtet). In den Modi STA, Normal oder Turbo starten Sie die
Aspiration, indem Sie Ihren Fuß vom Fußschalter nehmen. Haben Sie den Tempomat
aktiviert, betätigen Sie zum Start der Aspiration den Fußschalter. Bei der Aspiration wird
der Kolben eine voreingestellte Strecke eingezogen und dann automatisch in seine
Ausgangsposition zurückgefahren. Funktioniert die Aspiration, ist etwas Blut in der
Kanüle und/oder den Schläuchen des Handstücks zu sehen.
23
Produktbeschreibung
Signaltöne und Lautstärkeregelung
Ihr neues STA-System gibt eine Reihe von Signaltönen aus, die Sie über die Flussrate des
Anästhetikums und den Kartuschenfüllstand informieren. Verwenden Sie die STA-Funktion,
erhalten Sie akustische Rückmeldung, um die richtige Kanülenposition im Desmodont zu finden
und erfolgreich eine intraligamentäre STA-Anästhesie durchzuführen.
Sie können die Lautstärke aller Signaltöne des Systems einstellen. Drücken Sie auf + oder - ,
um die Lautstärke zu verändern. Diese Einstellung wird für spätere Anwendungen gespeichert.
Die Signaltöne können nicht vollständig abgestellt werden. Stellen Sie vor jeder Injektion sicher,
dass die Audiosignale funktionieren.
Kartuschenfüllstandsanzeige und Signaltöne
Das STA-Hauptgerät zeigt die ausgegebene Anästhetika-Menge durch visuelle und akustische
Signale an. An der Vorderseite des Hauptgerätes befinden sich Kontroll-LEDs, die durch
Aufleuchten die Menge des verbleibenden Anästhetikums anzeigen. Außerdem hören Sie,
sobald ¼ der Kartuschenfüllung verbraucht ist, eine Art „Gong”, der zweimal ertönt, wenn die
Hälfte der Kartusche geleert ist und dreimal, wenn ¾ verbraucht wurden. Ist die Kartusche leer,
hören Sie zweimal eine Art „Zwitschern“.
Abb. 12
24
Produktbeschreibung
Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™)
Das STA-System verfügt über die innovative DPS™-Technologie, die dem Bediener während
einer Anästhetikum-Injektion in Echtzeit Rückmeldung über den Druck gibt. Dieser Druck wird
mehrfach pro Sekunde geprüft und an der Druckanzeige angezeigt. Klinische Untersuchungen
haben ergeben, dass eine erfolgreiche intraligamentäre Injektion mit relativ hohem
Injektionsdruck verbunden ist. Die DPS-Technologie bietet dem Bediener eine hilfreiche
Rückmeldung, die diesen Druck anzeigt und so bei der Platzierung der Kanüle hilft. Die DPSTechnologie wird nur im STA-Modus aktiviert.
Intraligamentäre STA-Injektion
Das STA-System bietet Ihnen DPS™-Technologie, die es ermöglicht, während einer
zahnmedizinischen Injektion verschiedene Gewebearten zu erkennen. Der STA-Modus
ermöglicht es dem Bediener, das Desmodont genau zu finden. Außerdem sind Sie in der Lage,
die optimale Kanülenpositionierung im Desmodont während einer intraligamentären STAInjektion beizubehalten. Die von Dr. Mark Hochman entwickelte intraligamentäre STA-Injektion
stellt ein neues Konzept der Lokalanästhesie im Dentalbereich dar.
Das STA-System ist das einzige Anästhesie-System, das Klinikern während einer
intraligamentären STA-Injektion die drei wichtigsten Informationen zur Verfügung stellt:
1.
2.
3.
Der Kliniker erhält eine Hilfestellung bei der Positionierung der Kanülenspitze im
Desmodont.
Das System bietet durchgehende Rückmeldung, um sicherzustellen, dass die Kanüle
während der Anwendung nicht bewegt wird.
Der Bediener wird gewarnt, wenn die Kanüle verstopft ist oder das System
Undichtigkeiten aufweist.
25
Produktbeschreibung
Eine intraligamentäre STA-Injektion durchführen
1.
2.
3.
4.
5.
Schalten Sie das STA-Hauptgerät an. Das System befindet sich standardmäßig im STAModus.
Setzen Sie das Handstück mit der vorinstallierten Gauge 30-Kanüle (½ Inch) an das
Hauptgerät, nachdem Sie das entsprechende Anästhetikum eingefüllt haben. Das Gerät
entfernt nun automatisch Luft aus dem System. Legen Sie das Handstück in der
Kanülenkappe ab.
Halten Sie das STA-Handstück wie einen Stift und positionieren Sie die Kanüle im
Sulcus gingivae des Zahnes, der anästhesiert werden soll. Aktivieren Sie gleichzeitig
die Flussrate ControlFlo™, indem Sie den Fußschalter betätigen. Es ist wichtig, die
Kanüle vorsichtig und langsam in den Sulcus einzuführen, wie bei einer
Parodontalsonde. Es wird empfohlen, sich zur Stabilisierung der Kanülenführung mit
dem Finger abzustützen.
Das STA-System bietet Ihnen durchgängige akustische und visuelle Rückmeldung zur
Führung der Kanülenspitze ins Desmodont. Das Gerät startet die Rückmeldung, sobald
der Fußschalter betätigt wird. Das Wort „Cruise” ist zu hören und der Tempomat kann
aktiviert werden, indem Sie mit dem Fuß vom Fußschalter gehen. Wenn Sie innerhalb
von 4 Sekunden, nachdem Sie das Wort „Cruise“ hören, mit dem Fuß vom Fußschalter
gehen, wird der Tempomat aktiviert.
Im STA-Modus bietet Ihnen die DPS-Technologie Rückmeldungen in Echtzeit:
a. Die visuelle Druckanzeige, bestehend au seiner Reihe von LEDs (orange, gelb und
grün). Die orangenen LEDs zeigen geringen Druck an, Gelb steht für etwas
stärkeren und Grün für moderaten Druck im Desmodont.
b. Die akustische Drucküberwachung ist eine Reihe von Pieptönen. Steigender Druck
wird durch 3 ansteigende Töne signalisiert. Wurde das Desmodont erkannt,
sind die Buchstaben „PDL“ zu hören, gefolgt von einer Reihe ausgedehnter
Pieptöne, die die korrekte Positionierung der Kanüle melden.
Abb. 13
26
Produktbeschreibung
Eine intraligamentäre STA-Injektion durchführen (weitere Hinweise)
Hinweis: Bei der Durchführung einer intraligamentären STA-Injektion ist es oft nötig, die
Kanülenspitze neu zu positionieren, um das Desmodont zu finden. Der Bediener sollte sich
keine Sorgen darüber machen, wenn er mehrere Versuche zur optimalen Positionierung
benötigt. Durch die Verwendung der DPS™-Technologie kann sich der Bediener sicher sein,
dass die optimale Positionierung gefunden wurde.
Die DPS™-Technologie meldet Ihnen, sollte die Kanüle während der Injektion von der optimalen
Positionierung abweichen. Durch die DPS™-Rückmeldung wird der Bediener außerdem
gewarnt, sollte der auf das Handstück ausgeübte Druck nicht im Normbereich liegen. Zu hoher
Druck kann zu einer „Blockierung“ des Flusses des Anästhetikums führen. Das Gerät stellt einen
solchen „Überdruck“ fest und meldet ihn.
Ein „Überdruck” ist dann gegeben, wenn der Druck den im Gerät einprogrammierten
Maximalwert übersteigt. Der Maximaldruck der STA-Systems wird mit 450 psi angegeben.
Ein höherer Druck löst den Blockierungsalarm aus und verhindert eine weitere Abgabe des
Anästhetikums. Der akustische und visuelle Alarm des STA-Hauptgeräts wird ausgelöst.
Betreiben Sie das Gerät nie, wenn aus irgendeinem Grund ein Alarm ausgelöst wurde. Die
Injektion kann erneut gestartet und der Alarm zurückgesetzt werden. Es kann notwendig sein,
die Kanüle neu zu positionieren.
Hinweis: Ein Überdruck ist nichts Unübliches - dies unterstreicht die Wichtigkeit der DPSTechnologie zur Überwachung des Druckes in Echtzeit. Ein Überdruck kann infolge zu
starken auf das STA-Wand™-Handstück ausgeübten Druckes entstehen. Außerdem kann
dieser Zustand durch eine Verstopfung der Kanüle ausgelöst werden. In beiden Fällen muss
die Kanüle neu positioniert werden. Besteht weiterhin ein Überdruck, nehmen Sie die Kanüle
aus dem Mund des Patienten um festzustellen, ob die Kanüle „blockiert“ oder verstopft ist. Ist
die Kanüle verstopft, müssen Sie sie vor einer weiteren Anwendung ersetzen. Besteht eine
Blockierung, ist die Bolusmenge im STA-Modus des Gerätes bei Auflösung der Blockierung
0,077cm³.
Hinweis: Um den Blockierungsalarm zu prüfen, gehen Sie wie folgt vor:
Der Bediener kann das System auf einen Überdruck prüfen, indem er im STA-Modus eine
Kanüle verstopft. Es baut sich Druck auf und der Alarm erklingt.
Es ist nicht unüblich, dass der Bediener die Kanüle auf Basis der akustischen und visuellen
Druckrückmeldungen mehrfach umpositionieren muss, bevor die optimale Positionierung im
Desmodont gefunden ist. Außerdem können kleine Bewegungen der Kanüle zu einem
schnellen Druckabfall führen. Der Bediener muss in diesem Fall die Kanüle neu positionieren,
um die passende Positionierung im Desmodont zu finden.
27
Produktbeschreibung
Die Kanüle sollte während der Aspiration aus dem Desmodont entfernt werden, um zu
verhindern, dass Anästhetikum in den Mund des Patienten spritzt. Da die Injektion unter Druck
vorgenommen wird, würde das bitter schmeckende Anästhetikum in den Mund des Patienten
spritzen, wenn die Kanüle zu einem anderen Zeitpunkt entfernt wird. Deshalb wird empfohlen,
die Kanüle während der Aspiration zu entfernen, d.h. wenn das STA-Hauptgerät während der
Aspiration das Anästhetikum ansaugt.
Auswahl des Anästhetikums:
Bei der Auswahl des Anästhetikums und der verwendeten Menge sollte sich der Kliniker auf
seinen gesunden Menschenverstand verlassen. Die folgenden Informationen sind lediglich eine
Hilfestellung. Es wird empfohlen, sich an die entsprechenden Anästhetika-Hersteller zu wenden,
um Informationen über die Dosierung zu erhalten. Es wird den Klinikern außerdem empfohlen,
aktuelle Literatur zum Thema zur Rate zu ziehen, um sich über Anästhetika und Dosierungen zu
informieren.
Verwenden Sie 2% Xylocainhydrochlorid mit Adrenalin im Verhältnis 1:100.000, oder andere
Lokalanästhetika in einer 2%-Konzentration, wird Folgendes empfohlen:
 Für einen Zahn mit einer Wurzel wird eine Dosiermenge von 0,9 ml empfohlen.

Für einen Zahn mit mehreren Wurzeln wird eine Dosiermenge von 1,8 ml empfohlen.
Verwenden Sie 4% Articainhydrochlorid oder andere Lokalanästhetika in einer 4%Konzentration, wird Folgendes empfohlen:
HINWEIS: Bei Verwendung von 4% Articainhydrochlorid wird eine VasokonstriktorVerdünnung von 1:200.000 empfohlen.
 Für einen Zahn mit einer Wurzel wird eine Dosiermenge von 0,5 ml empfohlen.

Für einen Zahn mit mehreren Wurzeln wird eine Dosiermenge von 0,9 ml empfohlen.

Von der Verwendung von 2%igen Lokalanästhetika mit einer Vasokonstriktor-Verdünnung
von 1:50.000 wird bei intraligamentären Injektionen abgeraten.

Ebenso wird bei intraligamentären oder palatinalen Injektionen (AMSA / P-ASA) von der
Verwendung von 4%igen Lokalanästhetika mit einer Vasokonstriktor-Verdünnung von
1:100.000 abgeraten.
28
Produktbeschreibung
Übungsmodus
Das STA-System bietet Ihnen einen einzigartigen Übungsmodus, bei dem der Standardmodus um
eine zusätzliche Stimmansage ergänzt wird. Aktivieren Sie diesen Modus, indem Sie den Knopf
„Hold to Train” 4 Sekunden drücken. Es wird empfohlen, den Übungsmodus zu verwenden, um sich
vor der ersten Anwendung mit dem STA-System vertraut zu machen.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Drücken Sie den Knopf „Hold to Train” 4 Sekunden lang und das Gerät meldet „Training
mode on“. Sie können den Knopf auch gedrückt halten, während Sie das STA-Gerät
anschalten.
Setzen Sie die Anästhetikum-Kartusche in das Handstück ein und befestigen dieses am
STA-Gerät. Das STA-Gerät saugt automatisch die Luft aus dem Handstück und Sie hören
„Ready“.
Drücken Sie den Knopf STA und das STA-Gerät meldet die Aktivierung des „STA Mode”.
Wenn Sie den Fußschalter betätigen, hören Sie „Sensing“. Ein Signalton weist darauf hin,
dass das Gerät Anästhetikum ausgibt. Nach 3 Signaltönen hören Sie das Wort „CRUISE”.
Ihnen bleibt ein Zeitfenster von 5 Sekunden, um den Tempomat zu aktivieren. Gehen Sie
mit dem Fuß umgehend vom Fußschalter. Der Tempomat wird aktiviert und Sie hören das
Wort „SET”.
Während sich der Druck aufbaut, wechselt die Druckanzeige von Orange nach Gelb und
Grün, das Gerät meldet „Ascending“ und Sie hören ein eindeutiges dreiteiliges Tonsignal.
Der korrekte Injektionsdruck wird gemeldet, indem das Gerät die Buchstaben „PDL“
wiederholt und der langsame PDL-Ton erklingt.
Der Übungsmodus ist für alle Modi nützlich, da das STA-System über eine Stimme verfügt,
die Ihnen die verschiedenen Signaltöne erklärt. Dies hilft dem Bediener beim schnellen
Erlernen der Funktionsweise des STA-Systems. Der Übungsmodus kann jederzeit vom
Bediener deaktiviert werden.
Werkseinstellungen
Durch Drücken des Knopfes zur Lautstärkeregelung (Volume) kann das STA-Gerät auf
Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Folgende Einstellungen werden übernommen:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Der STA-Modus wird aktiviert und die Pieptöne eingestellt.
Die Funktion „Automatisches Absaugen/Kolben einziehen“ wird aktiviert.
Die Aspirationsfunktion wird aktiviert.
Das Gerät verwendet Signaltöne zum Anzeigen der verschiedenen Flussraten.
Das Gerät „läutet”, wenn die Kartusche leer ist, ¼, ½, oder ¾ geleert.
Die Lautstärke wird auf einen mittleren Wert eingestellt.
Der Tempomat wird aktiviert.
Die Multi-Kartuschen-Funktion wird deaktiviert.
Das STA-Gerät meldet automatisch, wenn Sie den O-Ring und den Kolben schmieren
müssen.
Diese 6 Einstellungen können auch durch Drücken der Auswahltaste während des Einschaltvorgangs programmiert werden. Sie müssen Sie Auswahltaste gedrückt halten, während Sie die
Einstellungen vornehmen. Lassen Sie sie los, werden die geänderten Einstellungen gespeichert.
29
Wartung und Pflege
Wartung und Pflege
1.
Reinigung des Hauptgerätes
Das Gerät sollte nach jeder Verwendung desinfiziert werden. Sprühen Sie etwas
Desinfektionsmittel auf ein weiches Tuch und reiben das Gerät damit ab. Sprühen Sie das
Gerät nicht direkt an. Alternativ können Sie auch ein Abstandssystem verwenden.
2.
Wartung und Schmierung von O-Ring und Kolben
Ein richtig positionierter und geschmierter O-Ring ist Voraussetzung für einen erfolgreichen
Aspirationsablauf. Die folgende Vorgehensweise wird empfohlen:
a.
Überprüfen Sie den O-Ring täglich auf Risse, Materialermüdung und Schmierung.
b.
Stellen Sie Risse oder Materialermüdung fest, ersetzen Sie den o-Ring umgehend.
c.
Ist der O-Ring trocken, schmieren Sie ihn mit dem beim Handstück mitgelieferten
Silikongel.
d.
Schmieren Sie den Kolbenschaft bei ausgefahrenem Kolben mit etwas Silikongel.
Dies erleichtert die Verwendung.
HINWEIS: Das Gerät meldet nach 24 Anwendungen automatisch, dass eine Schmierung
notwendig ist.
WARNUNG: Wird der Knopf AutoPurge/Retract (Automatisches Absaugen/Kolben einziehen)
gedrückt, wenn das Gerät angeschaltet ist, wird der Kolben vollständig automatisch
ausgefahren. Siehe Abschnitt „Kolben austauschen und sterilisieren“.
3.
Kolben und O-Ring austauschen und sterilisieren
Der Kolben und der O-Ring können zum Sterilisieren oder Austauschen entfernt werden.
Aktivieren Sie den Reinigungsmodus nicht, solange eine Kartusche eingesetzt ist.
Kolben und O-Ring entfernen (Reinigungsmodus)
Nehmen Sie die Kartuschenhalterung aus der Fassung (sofern vorhanden). Schalten Sie
das Gerät aus, drücken Sie den Knopf AutoPurge/Retract, halten ihn gedrückt und schalten
dann das Gerät wieder ein. Das Gerät fährt Kolben und O-Ring automatisch zum
Austauschen aus. Schrauben Sie den Kolben vom Gerät ab, indem Sie ihn gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
30
Wartung und Pflege
Gehen Sie beim Autoklavieren wie folgt vor:
1. Entfernen Sie den Kolben vom STA-Hauptgerät.
2. Reinigen Sie ihn manuell mit einer weichen Bürste und achten darauf, alle
Schmierstoffe und Verschmutzungen zu entfernen. Entfernen Sie den O-Ring.
3. Spülen Sie den Kolben ab und trocknen ihn anschließend. Überprüfen Sie das Gerät
auf Korrosion oder andere Schäden.
4. Stecken Sie den Kolben in einen Autoklavierbeutel und verschließen diesen.
5. Sterilisieren Sie den Kolben mit einem Autoklaven (feuchte Hitze, unter Druck)
Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers zur Sterilisation von chirurgischen
Instrumenten aus Stahl. Typische Werte sind: Dauer: 15-30 Minuten,
Temperatur: 121º C (250º F ), Druck: 15psi.
6. Bringen Sie vor der Verwendung einen neuen O-Ring an, tragen Sie Silikongel auf
und befestigen den Kolben am STA-Hauptgerät.
Kolben und O-Ring anbringen
Schieben Sie den O-Ring vorsichtig auf die Nut am Ende des Kolbens. Schrauben Sie das
Gewindeende des Kolbens auf das Hauptgerät und drehen dann den Kolben im Uhrzeigersinn, bis
er fest am Hauptgerät sitzt. Hinweis: Schmieren Sie den O-Ring wöchentlich oder nach 24
Anwendung mit etwas Silikongel. Überprüfen Sie den O-Ring täglich auf Materialermüdung.
4.
Kartuschenbruch
Es kann passieren, dass eine Kartusche beim Einsetzen oder während des Gebrauchs
bricht. Bricht eine Kartusche, ist es wichtig, alle Glassplitter und die gesamte Flüssigkeit im
Bereich des Kolbens und der Kartuschenhalterung am Gerät zu entfernen. Übersehen Sie
Glassplitter, kann dies eine Blockade oder Fehlfunktion des Kolben hervorrufen. Flüssigkeit,
die in die Kartuschenhalterung gelaufen ist, wird nach unten durch das Gerät abgeleitet.
Falls eine Kartusche bricht:
1. Entfernen Sie Kartusche und Kartuschenhalterung.
2. Drehen Sie das Gerät auf den Kopf und entfernen Glassplitter und Flüssigkeit.
3. Reinigen Sie die Kartuschenhalterung an der Geräteoberseite mit Druckluft oder
saugen Sie sie ab.
4. Überprüfen Sie den Bereich auf verbleibende Glassplitter und entfernen diese.
5. Entfernen Sie den Kolben. Reinigen und autoklavieren Sie den Kolben vor einer
erneuten Verwendung. Entsorgen Sie den O-Ring und ersetzen ihn durch einen
neuen.
Warnung: Die Klappe an der Rückseite des Gerätes darf nur von autorisiertem Personal
geöffnet werden. Sie sollte keinesfalls von nicht autorisierten Personen geöffnet werden.
31
Lagerung und Transport
Lagerung und Transport
Setzen Sie das STA-Hauptgerät keiner starken Hitze oder Kälte aus. Platzieren Sie das STA-Gerät
so, dass es nicht herunterfallen oder von der Ablagefläche geschoben werden kann. Darüber hinaus
sollten keine Flüssigkeiten auf das STA-Hauptgerät gelangen.
a.
Betriebs- und Lagertemperatur maximal +40º C bzw. +45º C
b.
Betriebs- und Lagertemperatur minimal +10º C bzw. -20º C
c.
Betriebsfeuchtigkeit 30% bis 70% nicht kondensierend
32
Fehlersuche
Fehlersuche
MERKMAL
Haupt-LED leuchtet nicht
GRUND
Netzschalter auf „OFF“
Keine Stromversorgung
Aspirations-LED leuchtet
nicht
Hauptgerät geht beim
Betätigen des Fußschalters
aus und/oder LED blinkt
Nicht im Aspirationsmodus
Fehlfunktion des Computers
LÖSUNG
Schalten Sie den
Netzschalter auf „ON“
Überprüfen Sie die
Sicherung / den
Schutzschalter
Gerät neu starten
1. Den Knopf „Aspirate“
drücken und für 3
Sekunden halten.
2. Gerät ausschalten, 15
Sekunden warten und
neustarten.
3. Technischen
Kundendienst anrufen:
1 800 862 1125 bzw.
+49 (0) 6074 – 69 34 94
Kolben oder O-Ring
fehlerhaft eingesetzt
Kolben und O-Ring richtig
einsetzen
Kolben verschmutzt
Kanüle oder Kartusche
verstopft
Hauptgerät reagiert nicht
auf Betätigen des
Fußschalters
Fußschalterschlauch
verdreht, eingeklemmt oder
blockiert
Schlauch nicht sicher
angebracht
33
Kolben entnehmen,
reinigen, schmieren und
wieder einsetzen
Kanüle und/oder EinwegHandstück ersetzen
Fußschalterschlauch
entblocken
Schlauch festziehen
Fehlersuche
MERKMAL
Anästhetikum fließt nicht
richtig
Aspiration fehlerhaft
Kartuschendichtung nicht
durchstochen (Kartusche
sitzt nicht richtig in
Halterung)
Hebel brechen bei
Erstanwendung von der
Kartusche ab
Glaskartuschenbruch
GRUND
Auf evtl. Luftspalt zwischen
Kolben und Kartusche
prüfen
LÖSUNG
Kartusche ersetzen
Prüfen, ob der Dorn die
Kartuschendichtung richtig
durchstochen hat
Kartusche zum Durchstechen auf Dorn drücken
oder Handstück ersetzen.
Siehe Seite 6 zum Durchstechen der Dichtung.
Kanüle oder EinwegHandstück verstopft
O-Ring abgenutzt oder
trocken
Materialunregelmäßigkeit in
der Kartuschendichtung
Kanüle und/oder Handstück
ersetzen.
O-Ring ersetzen oder
schmieren
Siehe Seite 9 zum
Durchstechen der
Dichtung.
Nicht richtig
gedreht/eingesetzt
Kartuschenhalterung gegen
den Uhrzeigersinn bis zum
Anschlag drehen
Kartusche nicht im richtigen
Winkel eingesetzt
Kartusche immer senkrecht
einsetzen
Siehe Seite 9 zum
Durchstechen der
Dichtung.
Kartuschendichtung nicht
durchstochen
Kanüle oder EinwegHandstück verstopft
34
Kanüle und/oder EinwegHandstück ersetzen
Fehlersuche
Meldung
„System Error” + 3 Pieptöne (Systemfehler)
„Plunger Error” + 3 Pieptöne (Kolbenfehler)
„Cartridge Error” + 3 Pieptöne (Kartuschenfehler)
„Overpressure” + Signalton oder nur Signalton
(Überdruck)
35
Grund
Datenfehler (Maincode, Bootloader,
EEPROM Schreib-/Lesefehler) oder
Netzausfall
Plattform-/Antriebsfehler (Ausrichtung
fehlerhaft, Kolben blockiert)). In der
Herstellung zur Meldung von
Ausrichtungsfehlern der Plattform
verwendet.
Nur aktiv, wenn die automatische
Kartuschen-Funktion aktiviert ist. Meldet
im Reinigungsmodus einen
Kartuschenbruch oder dass während der
Kolbenbewegung keine Verbindung zu
einer eingesetzten Kartusche besteht
Überdruck durch verstopfte Schläuche
oder Kanüle. Kolben blockiert.
Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™)
Dynamische Drucksensor-Technologie (DPS™)
Die DPS-Technologie ist das einzige System, das es dem Kliniker ermöglicht, anhand der
Eigenschaften des Gewebes an der Kanülenspitze einfach und genau besondere Gewebearten
aufzuspüren. Die Möglichkeit, dank Messungsrückmeldungen in Echtzeit bestimmte Gewebearten
zu finden (z. B. durch Gewebeeigenschaften oder interstitiellen Druck) ist ein wichtiger Vorteil der
DPS™-Technologie. Die Druckmessungen bei Gewebe unterschiedlicher Dichte ist hilfreich, um die
Flüssigkeits-Aufnahmefähigkeit bestimmter Gewebearten bei Injektionen festzustellen.
Die Erfindung der DPS™-Technologie durch Dr. Mark Hochman und Milestone Scientific, Inc. stellte
einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Injektionssystemen dar: mit dieser Technologie
können Druck und Flussrate an der Kanülenspitze während des gesamten Injektionsprozesses in
Echtzeit genau überwacht werden. Dieses druckregulierte, computergesteuerte AnästhetikumInjektionssystem ist eine bahnbrechende Erfindung. Das neue Konzept auf Injektionen im
Dentalbereich anzuwenden, ermöglicht es Klinikern, Injektionen einfacher, schneller und
zuverlässiger durchzuführen. Dadurch ist die Verwendung von intraligamentären STA-Injektionen
als gut planbare Primärinjektionstechnik möglich.
Das STA-System ist weltweit das einzige computergesteuerte Lokalanästhesiesystem im
Dentalbereich mit Echtzeit-DPS™-Technologie. Das STA-System wird angetrieben von einem
Elektromotor, der durch eine CPU gesteuert wird und mit einem Kraft/Druckwandler arbeitet. Eine
Reihe von Kraft-Druckwandlern stellt Systemwiderstände fest und mit Hilfe eines mathematischen
Algorithmus werden in Echtzeit Messungen des Flüssigkeitsausgangsdrucks durchgeführt. Die
Messwerte werden umgewandelt und als Signalton oder visuelles Signal ausgegeben, so dass der
Bediener ständig Rückmeldung über die Gewebedichte erhält. Das Konzept der dynamischen
Drucksensortechnologie und –anzeige dieses Gerätes ist einzigartig.
36
Dynamik der Injektion
Dynamik der Injektion1
1.
Ablauf einer Injektion
Das STA-System hat, verglichen mit konventionellen Techniken (Spritzen), physische und
psychologische Vorteile. Jede Injektion besteht aus (3) Stufen, die darüber entscheiden, wie der
Patient die Injektion wahrnimmt; 1. Einstechen der Kanüle in das Gewebe, 2. Bewegung der
Kanüle durch das Gewebe und 3. Abgabe des Anästhetikums. Das STA-Wand™-Handstück, das
sich wie ein Stift halten lässt, ermöglicht es dem Bediener, die Mundschleimhaut vorsichtig zu
durchstechen und die Kanüle dann mit höchster Genauigkeit zu führen. Dies ermöglicht eine
optimale Positionierung der Kanüle sowie kontrollierte Abgabe des Anästhetikums - für eine
wirksame Anästhesie. Der psychologische Vorteil des STA-Wand™-Handstücks: es sieht weder
wie eine Spritze, noch anderweitig bedrohlich aus. Ist die Angst des Patienten von vornherein
geringer, der Patient also selbstsicherer, erlebt er (und der Arzt) die gesamte Injektion
wahrscheinlich positiver.
2.
Mikroprozessorgesteuerte Flussraten
Viele Patienten glauben, dass das Einstechen der Kanüle das Unbehagen verursacht, während der
Auslöser in Wahrheit der Fluss des Anästhetikums ist. Herkömmliche Anästhetika lösen bei zu
schneller Injektion ein Brennen aus. Experten auf dem Gebiet der Anästhesie sind sich einig, dass
die Flussrate ControlFlo™ ideal ist2. Im Normalmodus verwendet das STA-Gerät die Flussraten
ControlFlo™ und RapidFlo™, wodurch unabhängig von der Gewebedichte automatisch die
optimale Flussrate verwendet wird. Diese patentierten Flussraten ermöglichen einen
Injektionsablauf, der normalerweise enorm schmerzarm
ist.
- 333. Schaffung eines Betäubungskanals durch langsame Kanülenbewegungen
Es wird angenommen, dass beim Einstechen der Kanüle etwas Anästhetikum in das Gewebe
gedrückt wird, welches sich dann vor der Kanüle bewegt. Man nimmt an, dass der dabei
entstehende „Betäubungskanal“ dabei hilft, dass das Einstechen der Kanüle in das Gewebe
schmerzarm ist. STA-Injektionen sind durch diesen Effekt und das schneller fließende
Anästhetikum oftmals angenehmer. Führen Sie die Kanüle sehr langsam ein. Um einen wirksamen
Betäubungskanal zu schaffen, warten Sie immer etwa 4 Pieptöne ab, bevor Sie die Kanüle 1 mm
weiter einstechen. Stechen Sie die Kanüle in einer Drehbewegung etwa 1 mm weiter ein (siehe
Kanüle mit Rotationstechnik einstechen, Abschnitt 4), warten Sie 4 Pieptöne ab und fahren dann
fort. Schnelleres Einstechen der Kanüle neutralisiert den Vorteil des Betäubungskanals.
1
2
Hochman M., Friedman M. Technique Article: Injection Dynamics for a Comfortable Palatal Injection. In Review
Malamed SF, Handbook of Local Anesthesia. Fourth Edition, Mosby, St. Louis, MO. ppg. 140-141
37
Dynamik der Injektion
4.
Handführung und Methoden zum Einstechen der Kanüle
Der auffälligste Unterschied zwischen dem STA-Wand™-Handstück und einer Spritze ist die Art,
in der STA-Wand™ gehalten und geführt werden kann. Das ultraleichte Handstück, das nur ein
paar Gramm wiegt, ermöglicht präzise Bewegungen und bietet Ihnen unübertroffene taktile
Rückmeldungen. Anders als eine Spritze kann die STA-Kanüle zwischen dem Daumen und
Zeigefinger gedreht werden, was neue Einstichmethoden möglich werden lässt. Stellen Sie am
STA-Gerät die langsame Flussrate ein und bewegen die Kanüle stets sehr langsam, um einen
Betäubungskanal zu schaffen. Es gibt drei Methoden, die Kanüle einzustechen:
Leichte Rotation zum Einstechen in die Mundschleimhaut
Stechen Sie die Kanüle in die Mundschleimhaut ein und führen dabei eine Drehbewegung aus.
Dadurch wird die zum Durchstechen des Gewebes nötige Kraft reduziert und das Unbehagen
des Patienten minimiert. Bei einer Kanüle mit einer Abschrägung kommt die scharfe Kante der
Kanüle auf diese Weise beim Einstechen mit einem größeren Gewebebereich in Kontakt. Hat
die Kanüle erst einmal die Gewebeoberfläche durchstochen, können Sie zum weiteren
Einstechen der Kanüle die axiale oder bi-direktionale Rotationstechnik anwenden. Achten Sie
darauf, dass die Flussrate ControlFlo™ aktiviert ist und Sie die Kanüle langsam bewegen.
Bi-direktionale Rotation zur Verhinderung einer Nadeldeflektion (180°)
Bei manchen Injektionen, wie etwa im Bereich des Nervus alveolaris inferior, ist genaues
Zielen ein wichtiger Faktor für den klinischen Erfolg. Wird die Kanüle weiter als 10 mm
eingestochen, kann dies, unabhängig von der Kanülenlänge, zu einer Nadeldeflektion führen.
Dies liegt an den Kräften, die auf die Kanüle mit einer Abschrägung wirken. Die Spitze der
Kanüle wird abgelenkt, während diese in das Gewebe eingeführt wird. Eine bi-direktionale
Rotation um 180° (Richtung egal) beugt einer Deflektion vor und sollte die Genauigkeit
merklich erhöhen. Während die Kanüle zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, wird
eine bi-direktionale Rotation (180° nach rechts und links) ausgeführt. Die Rotation wird entlang
der Achse des Einstichkanals der Kanüle ausgeführt, bis der gewünschte Punkt erreicht ist.
Stellen Sie sicher, dass das STA-Wand™-Handstück nicht verbogen oder gekrümmt ist, da
dies die Wirkung der Drehbewegung reduziert. Die Drehbewegung selbst sollte mit einer
Geschwindigkeit von etwa einer Rotation pro Sekunde ausgeführt werden. Der Bediener wird
bemerken, dass das Drehen das Einstechen der Kanüle erleichtert und wenig Kraft benötigt
wird, die Kanüle zu bewegen. Beherrscht man diese Technik, wird damit die Anflutzeit des
Anästhetikums und die Anzahl misslungener Injektionen im unteren Alveolarbereich reduziert.
Axiale Rotation zum Einstechen der Kanüle in palatinales Gewebe (45°)
Diese Kanülenbewegung hat den Vorteil, dass dabei die scharfen Kanten der Kanüle mit einer
Abschrägung in Kontakt mit der gesamten Einstichsfläche kommen. Diese Methode ist
besonders effektiv im dichten Bindegewebe des Gaumens. Sie sollte mit der auf Seite 34
beschriebenen Voreinstich-Technik kombiniert werden. Während die Kanüle zwischen
Daumen und Zeigefinger gehalten wird, wird eine axiale Rotation (45° nach rechts und links)
ausgeführt.
38
Dynamik der Injektion
Die Rotation wird entlang der Achse des Einstichkanals der Kanüle ausgeführt, bis der
Knochen erreicht ist. Drehen Sie die Kanüle vorsichtig und bewegen sie etwa 1 mm vorwärts,
warten 4 Sekunden und fahren dann fort. Dies ermöglicht die Bildung eines
Betäubungskanals. Die Drehbewegung selbst sollte mit einer Geschwindigkeit von einer
Rotation pro Sekunde ausgeführt werden. Der Bediener wird bemerken, dass das Drehen das
Einstechen der Kanüle erleichtert und wenig Kraft benötigt wird, die Kanüle zu bewegen.
HINWEIS ZUR NADELDEFLEKTION UND ROTATIONSTECHNIK
Das Phänomen der Nadeldeflektion ist seit langem als Problem bekannt, das den geraden
Einstichweg der Kanüle beeinflusst. Dies kann negative Auswirkungen auf die Genauigkeit und
Vorhersehbarkeit von Injektionen im Bereich des Nervus alveolaris inferior haben, wodurch diese
misslingen und die Mandibuläranästhesie nicht richtig wirkt. Ein Grund dafür kann sein, dass bei
Verwendung einer traditionellen Spritze der Einstich der Kanüle linear ist und dadurch
Deflektionskräfte wirken (Diagramm A).
Neue bi-direktionale Rotationstechnik
Da das STA-Wand™-Einweg-Handstück wie ein Stift gehalten wird, kann es während des
Einstechens stetig gedreht werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine bi-direktionale
Einstichtechnik (Diagramm B) die für die Nadeldeflektion verantwortlichen Vektorkräfte
unabhängig von der Länge der Kanüle verändert. Durch diese Ergebnisse ergibt sich vielfältiger
klinischer Nutzen, am auffälligsten ist dabei die genaue Steuerung der Kanüle zum Zielpunkt.
Kanülendrehung und Reduzierung der wirkenden Kräfte
Das Drehen der Kanüle erleichtert außerdem das Einstechen, da dadurch die zum Bewegen der
Kanüle benötigte Kraft reduziert wird. In mit einer digitalen Waage durchgeführten Tests zur
benötigten Kraft ergab sich beim Einstechen der Kanüle ohne Rotation ein Wert von über 70 g.
Durch Rotation der Kanüle wird die Kraft erheblich reduziert – auf nur etwas über 30 g. Diese
Kraftreduktion ist beim dichten palatinalen Gewebe sehr wichtig, um die Injektion schmerzarm zu
halten. Da man zum Einstechen der Kanüle so weniger Kraft benötigt, kann das Handstück locker
gehalten werden, wodurch Sie mehr Fingerspitzengefühl und Kontrolle haben.
Vorteile für den Bediener
Mögliche durch diese Technik entstehende Vorteile sind unter anderem:
1. Weniger misslungene Injektionen im Alveolarbereich3.
2. Weniger erneute Injektionen des Anästhetikums.
3. Kürzere Anflutzeiten des Anästhetikums.
4. Geringere Anästhetikamenge notwendig, um Betäubung zu erreichen.
5. Weniger postoperative Schmerzen (z. B. Trismus) durch weniger Injektionen.
3
In vitro study of needle deflection: A linear insertion technique versus a bidirectional rotation insertion technique;
Hochman, Mark N., DDS; Friedman, Mark J., DDS; Quintessence Int. 2000:30:33-39
39
Dynamik der Injektion
4
5. Voreinstich-Technik für palatinale Injektionen
Das palatinale Gewebe ist ein Bereich, in dem Sie sehr vorsichtig arbeiten müssen, um die Injektion
für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Voreinstich-Technik dient dazu, das
Schmerzempfinden beim Einstechen der Kanüle zu minimieren. Dabei wird das Drehmoment des
STA-Motors zum Erzeugen eines hohen Flüssigkeitsdrucks bei geringer Flussrate verwendet.
Dadurch wird das Anästhetikum vor der Kanüle in das Gewebe gedrückt. Gehen Sie dabei wie folgt
vor:
Setzen Sie die Abschrägung der Kanüle an den Gaumen an,
stechen sie aber nicht ein
Halten Sie ein Wattestäbchen an die Rückseite der Abschrägung
und üben Druck aus (a).
Aktivieren Sie das STA-Gerät mit der Flussrate ControlFlo™ 8 –
10 Pieptöne, damit das Anästhetikum in das Gewebe gedrückt
wird.
Üben Sie weiterhin Druck auf das Wattestäbchen aus und
beginnen Sie langsam mit der bi-axialen Rotation
Durch den auf das Wattestäbchen ausgeübten
Druck wird das Anästhetikum ins Gewebe gedrückt
Fahren Sie für die Dauer von zwei Pieptönen mit der axialen Rotation
fort, bewegen die Kanüle 1-2 mm weiter und warten dann 4
Pieptöne ab (b)
Wiederholen Sie den Ablauf von Rotation, Vorwärtsbewegung und
Pause, bis Sie am Knochen angelangt sind.
Haben Sie den Knochen erreicht, hören Sie mit der axialen Rotation
auf, lassen aber die Flussrate ControlFlo™ aktiviert
Fangen Sie auslaufendes Anästhetikum mit dem Wattestäbchen ein,
wenn Sie die Kanüle zurückziehen
4
Hochman M, Friedman M. Technique Article: Injection Dynamics For a Comfortable Palatal Injection.
Manuscript in Review
40
Dynamik der Injektion
6. Neue Injektionsdynamik mit dem STA-System
Es setzt einige Übung voraus, den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem ein Tropfen
Anästhetikum aus dem STA-Wand™-Handstück gedrückt wird. Es wird empfohlen, ein
Wattestäbchen nahe der Einstichstelle zu halten, um Anästhetikum aufzufangen, das vor Einstechen
der Kanüle in das Gewebe abgegeben wird, oder wenn die Kanüle wieder herausgezogen wird.
Verwenden Sie zu Beginn einer Injektion immer die Flussrate ControlFlo™ (langsam). Lassen Sie
ControlFlo™ aktiviert und stechen die Kanüle vorsichtig und langsam in das Gewebe ein, dadurch
wird ein Betäubungskanal erschaffen. Dies sollte auch getan werden, wenn Sie nur wenige
Millimeter in das Gewebe einstechen. Bei dichterem Gewebe, wie im Gaumen oder im Desmodont,
sollten Sie die Flussrate ControlFlo™ während des gesamten Injektionsvorgangs aktiviert lassen.
Auch andere Injektionen, wie etwa im Bereich des Nervus alveolaris inferior oder eine Infiltration der
oberen Mundschleimhautfalte werden mit langsamen Einstechen und der Flussrate ControlFlo™
begonnen. Sobald die Kanüle den Zielort erreicht hat, wird die Aspiration aktiviert. Bei einer
negativen Aspiration können Sie die schnelleren Flussraten RapidFlo™ oder TurboFlo™
verwenden. Die Aspiration kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Injektion wiederholt werden,
indem Sie vom Fußschalter gehen.
41
Klinische Techniken
Klinische Techniken
Mit dem STA-System können Sie alle traditionellen Injektionstechniken ausführen, die in der
Zahnmedizin routinemäßig zur Anästhesie angewendet werden. Der Unterschied ist, dass alle
diese Injektionen, wenn sie mit dem STA-System durchgeführt werden, einfacher ausgeführt
werden können und komfortabler für Patient und Bediener sind.
Das STA-System ermöglicht es Ihnen, zahlreiche neue zahnmedizinische Injektionstechniken
durchzuführen, die im Zusammenhang mit dieser Technologie entwickelt wurden. AMSA, P-ASA
und intraligamentäre STA-Injektionen sind zahnmedizinische Injektionsmethoden, deren richtige
Durchführung präzise Flussraten und eine genaue Drucksteuerung erfordern. Jede dieser
Injektionen kann bei der Behandlung Ihrer Patienten effektiv als Primärinjektion eingesetzt werden.
42
Klinische Techniken
Die intraligamentäre STA-Injektion stellt eine effektive Primärinjektionstechnik für die
Einzelzahnanästhesie dar. Sie bietet Ihnen ein unerrecihtes Maß an Sicherheit, Komfort und
Wirksamkeit. Die drei hauptsächlichen Vorteile, die dem Bediener durch die intraligamentäre STAInjektion mit dem STA-System entstehen, und die mit einer herkömmlichen Spritze, HochdruckPistolenspritze oder anderen Lokalanästhesie-Injektionssystemen nicht erreicht werden können,
sind:
1. Die Möglichkeit, die Gewebeeigenschaften zu testen und somit die Art des Gewebes
festzustellen, in das die Kanüle eingestochen wird.
2. Stetige Druckrückmeldung in Echtzeit, wodurch sichergestellt wird, dass der für das
Gewebe vorgeschriebene Druckbereich eingehalten wird.
3. In Echtzeit Informationen über etwaige Verstopfungen der Kanüle und/oder einen
Druckabfall durch Auslaufen von Anästhetikum im Mundraum.
Das STA-System mit DPS-Technologie ist das einzige computergesteuerte LokalanästhesieInjektionssystem, das Ihnen in Echtzeit Rückmeldung über wichtige klinische Daten gibt und dem
Bediener somit nötige Anpassungen ermöglicht bzw. die richtige Positionierung bestätigt. Diese
hochentwickelte Technologie erleichtert intraligamentäre Injektionen, da Klinikern mit ihr ein
interaktives Injektionssystem geboten wird.
Ablauf einer intraligamentären STA-Injektion:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Prüfen Sie, ob das Gerät im STA-Modus ist.
Führen Sie den Aspirationstest durch (wie beschrieben).
Aktivieren Sie die Flussrate ControlFlo™. Nach etwa 3 Sekunden hören Sie das Wort
„CRUISE“. Sie können nun den Tempomat aktivieren.
Führen Sie die Kanüle vorsichtig und langsam in den Sulcus ein, wie bei einer
Periodontalsonde. Beginnen Sie distal mit der Injektion, und fahren mesial fort.
Verwenden Sie zur Stabilisierung und Steuerung der Kanülenführung eine Fingerauflage.
Das STA-System liefert Ihnen während des Einstechens der Kanüle in das Gewebe
akustische und visuelle Rückmeldungen.
Mit ansteigendem Druck ändert sich die Druckanzeige an der Gerätevorderseite von
Orange nach Gelb und Grün.
Sie hören eine Reihe von Pieptönen, wenn der Druck ansteigt.
HINWEIS: Es ist nicht unüblich, dass der Bediener die Kanüle mehrfach umpositionieren
muss, bevor die optimale Positionierung im Desmodont gefunden ist. Diese „Suche“ wird
durch die dynamische Druckmessung in Echtzeit erleichtert, wodurch der Kliniker bei der
Injektion eine höhere Genauigkeit und Vorhersehbarkeit erreichen kann.
43
Klinische Techniken
9.
10.
Ist die optimale Positionierung im Desmodont gefunden, hören Sie die Buchstaben „PDL”
gefolgt von einem sich wiederholenden Ton, der anzeigt, dass die optimale
Kanülenpositionierung gefunden wurde. Zusätzlich leuchten an der Druckanzeige die
grünen LEDs auf.
Der Bediener gibt die entsprechende Anästhetikamenge ab, sobald die Kanüle im
intraligamentären Gewebe positioniert ist.
HINWEIS:
Ein „Überdruck” ist dann gegeben, wenn der Druck den im Gerät
einprogrammierten Maximalwert übersteigt. Das STA-Hauptgerät gibt ein akustisches und
visuelles Warnsignal aus und schaltet sich aus. Der Kliniker kann die Injektion erneut beginnen.
Es kann notwendig sein, die Kanüle neu zu positionieren. Ein Überdruck ist nichts Unübliches
- dies unterstreicht die Wichtigkeit der DPS-Technologie zur Überwachung des Druckes in
Echtzeit.
Auswahl des Anästhetikums:
Bei der Auswahl des Anästhetikums und der verwendeten Menge sollte sich der Kliniker auf seinen
gesunden Menschenverstand verlassen. Die folgenden Informationen dienen lediglich als
Hilfestellung. Es wird empfohlen, sich für genauere Empfehlungen an den Hersteller des
Anästhetikums zu wenden. Es wird den Klinikern außerdem empfohlen, aktuelle Literatur zum
Thema zur Rate zu ziehen, um sich über Anästhetika und Dosierungen zu informieren.
Verwenden Sie 2% Xylocainhydrochlorid im Verhältnis 1:100.000, Adrenalin oder andere
Lokalanästhetika in einer 2%-Konzentration, wird Folgendes empfohlen:
 Für einen Zahn mit einer Wurzel wird eine Dosiermenge von 0,9 ml empfohlen.
 Für einen Zahn mit mehreren Wurzeln wird eine Dosiermenge von 1,8 ml empfohlen.
Verwenden Sie 4% Articainhydrochlorid oder andere Lokalanästhetika in einer 4%-Konzentration,
wird Folgendes empfohlen: HINWEIS: Bei Verwendung von 4% Articainhydrochlorid wird eine
Vasokonstriktor-Verdünnung von 1:200.000 empfohlen.




Für einen Zahn mit einer Wurzel wird eine Dosiermenge von 0.5 ml empfohlen.
Für einen Zahn mit mehreren Wurzeln wird eine Dosiermenge von 0.9 ml empfohlen.
Die Verwendung einer 2%-igen Lokalanästhetikalösung in einer Vasokonstriktor-Verdünnung
1:50.000 wird für intraligamentäre Injektionen nicht empfohlen.
Ebenso wird bei intraligamentären oder palatinalen Injektionen (AMSA / P-ASA) von der
Verwendung von 4%igen Lokalanästhetika mit einer Vasokonstriktor-Verdünnung von
1:100.000 abgeraten.
44
Indikationen und Kontraindikationen bei intraligamentären STA-Injektionen
Indikationen und Kontraindikationen bei intraligamentären
STA-Injektionen
Die indizierte Verwendung von intraligamentären STA-Injektionen ist eine Primärinjektion bei
Patienten in zahmedizinischer Behandlung. Die Krankengeschichte (allgemeinmedizinisch und
zahnmedizinisch) sollte bei allen Patienten routinemäßig genau durchgesehen werden. Die
Patienten sollten allgemein bei guter Gesundheit sein. Dem Kliniker wird geraten, sich auf seinen
gesunden Menschenverstand zu verlassen und Standardwerke zur zahnmedizinischen Anästhesie
zur Rate zu ziehen, um sich zu diesem Thema und geltenden Normen zu informieren.
Kontraindikation: Intraligamentäre Injektionen sind kontraindiziert bei Patienten mit einer
aktuellen Erkrankung des Desmodonts.
HINWEIS: Es wurden mehrere Studien zu computergesteuerten Lokalanästhesie-Systemen für
Pädiatriepatienten durchgeführt und veröffentlicht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse bestätigen
den Nutzen dieses Gerätes, besonders auch zum Einsatz in der Pädiatrie.
1. Allen KD, Larzelere RE, Hutfless S, Beiraghi S. Comparison of a computerized
anesthesia device with a traditional syringe in preschool children. Pediatr Dent.
2002;24:315-320.
2. Ram D, Peretz B. Assessing the pain reaction of children receiving periodontal
ligament anesthesia using a computerized device (Wand). J Clin Pediatr Dent.
2003;27:247-250.
3. Ashkenazi M, Blumer S, Ilana E. Effectiveness of computerized delivery of
intrasulcular anesthetic in primary molars. JADA. 2005;136:1418-1425.
4. Versloot J, Veerkamp JSJ, Hoogstraten J. Computerized anesthesia delivery system
vs. traditional syringe: comparing pain and pain-related behavior in children. Eur J
Oral Sci. 2005;113:488-493.
5. Öztas N. Ulusu T. Bodur H. Dogan C. The Wand in pulp therapy : An alternative to
inferior alveolar nerve block. Quint. International. 2005;36:(7)559-564.
6. Nicholson JW, Berry TG, Summitt JB, Yuan CH, Witten TM. Pain perception and
utility: A comparison of the syringe and computerized local injection techniques.
Gen Dent. 2001;167-172.
45
Injektionstechnik AMSA (anterior middle superior alveolar)
Injektionstechnik AMSA (anterior middle superior alveolar)5
AMSA ist eine Bereicherung im Gebiet der Lokalanästhesie-Techniken. Der Bediener kann eine
pulpale Anästhesie erreichen, die vom mittleren oberen Schneidezahn bis zum zweiten Prämolar
reicht, einschließlich des palatinalen Gewebes und des Mukoperiosts - mit einem einzigen Einstich
der Kanüle. Die empfohlene Dosierung liegt bei einer 3/4 bis zu einer Kartusche, die erwartete
Wirkdauer der Anästhesie bei etwa 60 Minuten. Eine bilaterale AMSA-Injektion betäubt 10
Oberkieferzähne, vom zweiten Prämolar bis zum zweiten Prämolar der gegenüberliegenden Seite,
sowie das umliegende palatinale Gewebe - mit nur 1 1/2 bis 2 Anästhetikum-Kartuschen. Die Lippen,
das Gesicht und die Mimikmuskulatur werden bei der AMSA-Injektion nicht betäubt, was für den
Patienten präoperativ sowie postoperativ angenehmer ist. Dazu kommt, dass der optische Eindruck
des Patienten nicht durch Gesichtsverzerrungen beeinträchtigt wird, wie es bei herkömmlichen
Injektionen in die Mundschleimhautfalte normalerweise der Fall ist. Um die Anästhesie des bukkalen
Weichgewebes zu verbessern, wird eine kleine Menge des Anästhetikums an den Übergang
zwischen Mundschleimhaut und Zahnfleisch injiziert.
Eine AMSA-Injektion ist leicht anzuwenden und ist in höchstens 4 Minuten abgeschlossen. Die
Wirkung der Anästhesie tritt in etwa 5 – 7 Minuten nach der Injektion ein. Weisen Sie den Patienten
auf die zusätzlich für die AMSA nötige Zeit hin und darauf, dass die Injektion wahrscheinlich nur
geringfügig zu spüren ist. Der Patient wird es zu schätzen wissen, dass sich Gesicht und Lippen
nicht taub anfühlen.
Empfohlen wird die Verwendung einer besonders kurzen Gauge 30-Kanüle. Diese wird in einer
gedachten Linie zwischen der Prämolaren positioniert, etwa auf halber Strecke zwischen der Sutura
palatina mediana und dem Zahnfleischrand. Bei Patienten mit flacher oder außergewöhnlich hoher
Gaumenwölbung sollte die Positionierung näher an der Sutura palatina mediana liegen. Wenn
gewünscht, kann eine Oberflächenanästhesie durchgeführt werden. Die Abschrägung der Kanüle
sollte zu Anfang parallel zum palatinalen Gewebe ausgerichtet werden. Mit einem sterilen
Wattestäbchen wird Druck auf die Kanüle ausgeübt, um die Abschrägung für die Voreinstichs-Phase
gegen das Gewebe zu „versiegeln“ (siehe Abschnitt zur Voreinstich-Technik). Betätigen Sie leicht
den Fußschalter, um die Flussrate ControlFlo™ zu aktivieren, warten Sie 8 – 10 Pieptöne ab und
stechen die Kanüle dann langsam ein. Mit dem Wattestäbchen fangen Sie Anästhetikum auf, das
ausgegeben wird, bevor die Abschrägung vollständig im Gewebe ist. Bewegen Sie die Kanüle sehr
langsam und vorsichtig und lassen Sie die Flussrate ControlFlo™ während des Einstechens aktiviert.
Richten Sie die Kanüle in einen 45º-Winkel aus, bis der Knochen erreicht ist.
Führen Sie die Aspiration durch. Halten Sie den Kontakt zum Knochen und geben die benötigte
Anästhetikamenge ab (3/4 - 1 Kartusche). Der Gaumen hellt deutlich auf (bei Anästhetika mit einem
Vasopressor). Seien Sie beim Herausziehen der Kanüle sehr vorsichtig, um zu verhindern, dass
Anästhetikum in den hinteren Gaumenbereich tropft.
5
The AMSA injection: A new concept for local anesthesia of maxillary teeth using a computer-controlled injection
system; Friedman, Mark J., DDS; Hochman, Mark N., DDS; Quintessence Int. 1998: 29:297-303.
46
Injektionstechnik AMSA (anterior middle superior alveolar)
Hinweis: Verwenden Sie für diese Injektionsart unbedingt nur die Flussrate ControlFlo™.
Die Verwendung einer schnellen Flussrate zu einer starken Ischämie und Schädigungen des
Gewebes führen. Es wird empfohlen, ein Anästhetikum mit einem Vasopressor in einer
Verdünnung von 1:100.000 oder 1:200.000 zu verwenden. Bei einer Vasopressor-Verdünnung von
1:50.000 sollten Sie vorsichtig sein. Eine starke Ischämie kann zu Schädigungen des
Weichgewebes führen.
Einstichstelle der AMSA-Injektion
Anatomisches Schema:
Nerven im oberen Alveolarbereich
47
Injektionstechnik AMSA (anterior middle superior alveolar)
Ablauf einer AMSA-Injektion
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
Bereiten Sie den Patienten darauf vor, dass die Injektion etwas länger dauert.
Wenn gewünscht, bringen Sie etwas Oberflächenanästhetikum auf das palatinale
Gewebe auf.
Richten Sie eine besonders kurze Gauge 30-Kanüle mit der Abschrägung parallel zum
palatinalen Gewebe an der Einstichstelle auf der Linie zwischen den Prämolaren aus, die
etwa auf halber Strecke zwischen der Sutura palatina mediana und dem Zahnfleischrand
liegt.
Verwenden Sie ein steriles Wattestäbchen, um Anästhetikum aufzufangen, das
abgegeben wird, bevor die Kanüle ins Gewebe eingestochen wurde.
Wenden Sie die Voreinstich-Technik an.
Drehen Sie die Kanüle leicht, während Sie sie ins Gewebe einstechen und zum Zielort
bewegen.
Wenn die Kanüle in das palatinale Gewebe eindringt, aktivieren Sie die Flussrate
ControlFlo™ und lassen diese aktiviert. Richten Sie die Kanüle im 45°-Winkel neu aus
und stechen sie langsam weiter ein, bis sie den Knochen erreicht.
Führen Sie die Aspiration durch.
Wenn gewünscht kann der Tempomat aktiviert werden.
Fahren Sie fort, bis etwa ¾ -1 Kartusche injiziert wurde (bei Verwendung einer 2%-igen
Verdünnung).
Ziehen Sie die Kanüle langsam aus dem Gewebe und versuchen Sie, möglichst wenig
Anästhetikum auslaufen zu lassen.
Wenn gewünscht auf der kontralateralen Seite wiederholen.
48
P-ASA (palatal anterior superior alveolar)
P-ASA (palatal anterior superior alveolar)6
P-ASA ist eine weitere modifizierte Methode für Injektionen im vorderen Oberkieferbereich. Mit
dieser Methode kann der Bediener normalerweise mit nur einem Kanüleneinstich eine bilaterale
Anästhesie der oberen Schneide- und Eckzähne erreichen. Zusätzlich zur Anästhesie der Pulpa
wird eine wirksame Anästhesie des Gaumens, des Zahnfleisches und des Mukoperiosts erzielt.
Die empfohlene Dosierung liegt bei einer 3/4 bis zu einer Kartusche (bei Verwendung einer 2%igen Verdünnung), die erwartete Wirkdauer der Anästhesie bei etwa 60 - 90 Minuten. Von großem
Vorteil bei einer P-ASA-Injektion ist, dass Lippen, Gesicht und Mimikmuskulatur nicht betäubt
werden. Dies führt zu mehr Komfort für den Patienten, prä- und postoperativ. Dazu kommt, dass
der optische Eindruck des Patienten nicht durch Gesichtsverzerrungen beeinträchtigt wird, wie es
bei herkömmlichen Injektionen in die Mundschleimhautfalte normalerweise der Fall ist.
Eine P-ASA-Injektion ist leicht anzuwenden und ist in 2 - 4 Minuten abgeschlossen. Die Wirkung
der Anästhesie tritt in etwa 2 Minuten nach der Injektion ein. Weisen Sie den Patienten auf die
zusätzlich für die P-ASA nötige Zeit hin und darauf, dass die Injektion wahrscheinlich nur
geringfügig zu spüren ist. Der Patient wird es zu schätzen wissen, dass sich Gesicht und Lippen
nicht taub anfühlen.
Empfohlen wird die Verwendung einer besonders kurzen Gauge 30-Kanüle. Diese wird neben
der Schneidezahnpapille eingestochen. Wenn gewünscht, kann eine Oberflächenanästhesie
durchgeführt werden. Die Abschrägung der Kanüle sollte zu Anfang so parallel wie möglich zum
palatinalen Gewebe ausgerichtet werden. Mit einem sterilen Wattestäbchen wird Druck auf die
Kanüle ausgeübt, um die Abschrägung für die Voreinstichs-Phase gegen das Gewebe zu
„versiegeln“ (siehe Abschnitt zur Voreinstich-Technik). Betätigen Sie leicht den Fußschalter, um
die Flussrate ControlFlo™ zu aktivieren, warten Sie 8 – 10 Pieptöne ab und stechen die Kanüle
dann langsam ein. Mit dem Wattestäbchen können Sie Anästhetikum auffangen, das abgegeben
wird, bevor die Abschrägung vollständig ins Gewebe eingestochen wurde. Bewegen Sie die
Kanüle sehr langsam und vorsichtig und lassen Sie die Flussrate ControlFlo™ während des
Einstechens aktiviert. Nachdem die Kanüle die Papille durchstochen hat, stechen Sie sie weiter
ein, bis die Papille merklich heller geworden ist. Richten Sie die Kanüle neu aus, um Zugang zum
naso-palatinalen Kanal zu erlangen und stechen sie dann sehr langsam weiter ein (nicht mehr als
1 cm, in etwa die halbe Länge der Kanüle). Halten Sie Kontakt mit der Knochenwand des Kanals
und führen dann eine Aspiration durch. Geben Sie die benötigte Dosiermenge aus (3/4 bis 17
Kartusche). Der Gaumen hellt deutlich auf, oft auch die Gesichtshaut (bei Anästhetika mit einem
Vasopressor). Sein Sie beim Herausziehen der Kanüle sehr vorsichtig, um zu verhindern, dass
Anästhetikum in den hinteren Gaumenbereich tropft. Stechen Sie die Kanüle nicht weiter als 1 cm
ins Gewebe ein, da ansonsten der Nasenboden durchstochen werden kann, was eine Infektion
verursachen könnte.
6
Friedman MJ, Hochman MN. P-ASA Block Injection: A New Palatal Technique to Anesthetize Maxillary Anterior Teeth, Journal of
Esthetic Dentistry, 1999, Vol. 11, Number 2
7
Die Minimaldosierung f r eine wirkungsvolle An sthesie sowie die Dauer k nnen von Patient zu Patient variieren.
49
P-ASA (palatal anterior superior alveolar)
Hinweis: Verwenden Sie für diese Injektionsart unbedingt nur die Flussrate ControlFlo™.
Eine schnelle Flussrate zu verwenden, kann zu einer starken Ischämie und Schädigungen des
Gewebes führen. Es wird empfohlen, ein Anästhetikum mit einem Vasopressor in einer
Verdünnung von 1:100.000 oder 1:200.000 zu verwenden. Bei einer Vasopressor-Verdünnung
von 1:50.000 sollten Sie vorsichtig sein. Eine starke Ischämie kann zu Schädigungen des
Weichgewebes führen.
Abbildung 15
P-ASA neu ausrichten
P-ASA ansetzen
Einstichstelle der P-ASA-Injektion
Ablauf einer P-ASA-Injektion
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
Bereiten Sie den Patienten darauf vor, dass die Injektion lange dauert.
Wenn gewünscht, bringen Sie etwas Oberflächenanästhetikum auf die SchneidezahnPapille auf.
Richten Sie eine besonders kurze Gauge 30-Kanüle in der Rille direkt neben der
Schneidezahn-Papille aus.
Verwenden Sie für die Voreinstich-Technik ein steriles Wattestäbchen.
Aktivieren Sie die Flussrate ControlFlo™ und lassen diese aktiviert.
Beginnen Sie nach 8-10 Pieptönen mit einer axialen Rotation, bewegen dann die Kanüle
SEHR LANGSAM weiter und lassen dabei die Flussrate ControlFlo™ aktiviert.
Hat die Abschrägung der Kanüle die Papille passiert, stoppen Sie für 5-6 Sekunden die
Bewegung.
Hellt die Papille auf, richten Sie die Kanüle vertikal neu aus, um mit einer langsamen
axialen Rotation Zugang zum naso-palatinalen Kanal zu erlangen.
Ist die Kanüle im Kanal in Kontakt mit der inneren Knochenwand, stoppen Sie die
Bewegung und führen eine Aspiration durch. Stechen Sie die Kanüle NICHT WEITER ALS
1 cm (halbe Länger der Kanüle) in den Kanal ein.
Bei negativer Aspiration behalten Sie die Position bei und drücken ¾ - 1 Kartusche ins
Gewebe (bei Verwendung einer 2%-igen Verdünnung) und lassen dabei die Flussrate
ControlFlo™ aktiviert.
Wenn gewünscht kann der Tempomat aktiviert werden.
Entfernen Sie die Kanüle langsam und vorsichtig und versuchen, möglichst wenig
Anästhetikum auslaufen zu lassen.
50
Traditionelle Infiltrations-Technik
Traditionelle Infiltrations-Technik
Das STA-Hauptgerät und das STA-Wand™-Handstück sind sehr gut für traditionelle Injektionen
geeignet. Zu Anfang einer Infiltration der oberen Mundschleimhautfalte wird die Flussrate
ControlFlo™ verwendet – Sie aktivieren sie durch leichten Druck auf den Fußschalter. Stechen
Sie die Kanüle langsam in das Gewebe, bis sie den gewünschten Zielort erreicht hat. Wenn
benötigt, führen Sie eine Aspiration durch (gehen Sie vom Fußschalter). Bei negativer Aspiration
können Sie die Flussrate RapidFlo™ aktivieren (durch moderaten Druck auf den Fußschalter). In
ähnlicher Weise kann eine Injektion im hinteren oberen Alveolarbereich (PSA = posterior superior
alveolar) durchgeführt werden. Auch eine palatinale Infiltration kann mit dem STA-System
zuverlässig und komfortabel ausgeführt werden. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass ausschließlich
die Flussrate ControlFlo™ verwendet wird. Verwenden Sie für palatinale Injektionen nie die
Flussraten RapidFlo™ oder TurboFlo™!
Ablauf einer traditionellen Infiltration der oberen Mundschleimhautfalte:
1. Führen Sie einen Aspirationstest durch (wie beschrieben).
2. Aktivieren Sie die Flussrate ControlFlo™ (durch leichten Druck auf den Fußschalter).
3. Leichtes Drehen der Kanüle beim Durchstechen der Mundschleimhaut erleichtert das
Einstechen in das obere Gewebe.
4. Durchstechen Sie die Mundschleimhaut und bewegen Sie die Kanüle vorsichtig und
langsam weiter, um die Schaffung eines Betäubungskanals zu ermöglichen.
5. Sobald die Kanüle den Zielort erreicht hat, kann, sofern benötigt, mit der Aspiration
begonnen werden (gehen Sie dazu vom Fußschalter). Haben Sie den Tempomat
aktiviert, betätigen Sie zum Start der Aspiration den Fußschalter.
6. Die Aspiration wird so oft wiederholt, bis eine negative Aspiration festgestellt wird.
7. Bei negativer Aspiration aktivieren Sie die Flussrate RapidFlo™ (durch moderaten
Druck auf den Fußschalter).
8. Nutzen Sie die Kontroll-LEDs um die verbleibende Anästhetikamenge zu
überwachen.
9. Ist die Kartusche leer (das Gerät gibt ein akustisches und visuelles Signal aus),
setzen Sie eine neue ein, entfernen die Luft aus den Schläuchen und fahren fort.
51
Anästhesie im Bereich des Nervus alveolaris inferior
Anästhesie im Bereich des Nervus alveolaris inferior
Die am häufigsten angewandte Methode zur Mandibuläranästhesie ist eine Injektion in den Nervus
alveolaris inferior. Das STA-Wand™-Handstück ermöglicht es dem Bediener, sich auf die genaue
Positionierung der Kanüle zu konzentrieren, außerdem haben Sie mehr Fingerspitzengefühl und
Kontrolle. Die in einem früheren Abschnitt beschriebene Rotationstechnik reduziert die
Nadeldeflektion und die Anzahl der misslungenen Injektionen im Alveolarbereich und verkürzt die
Anflutzeit des Anästhetikums.
Der Aspirationsmodus sollte vor Beginn der Injektion aktiviert werden. Sie können etwas topisches
Anästhetikum auf die gewünschte Einstichstelle aufbringen. Dies ist jedoch nicht immer nötig, um
eine schmerzarme Injektion zu erreichen. Aktivieren Sie vor Einstich der Kanüle in die
Mundschleimhaut die Flussrate ControlFlo™. Drehen Sie das STA-Wand™-Handstück leicht in den
Fingern, während Sie die Kanüle weiter einstechen. Dadurch müssen Sie weniger Druck ausüben,
um die Kanüle zu bewegen. Stechen Sie die Kanüle langsam weiter ein und drehen sie stetig, um
die Nadeldeflektion zu reduzieren und sicherzustellen, dass die Kanüle den gewünschten Zielort
erreicht. Aktivieren Sie den Aspirationsmodus, indem Sie vom Fußschalter gehen. Haben Sie den
Tempomat aktiviert, betätigen Sie zum Start der Aspiration den Fußschalter. Bei positiver Aspiration
positionieren Sie die Kanüle neu, fahren mit der Flussrate fort und wiederholen die Aspiration. Bei
negativer Aspiration können Sie eine der Flussraten RapidFlo™ oder TurboFlo™ aktivieren. Für
eine Anästhesie des bukkalen Weichgewebes und des Periosteums der unteren Molaren injizieren
Sie etwas Anästhetikum in die bukkalen Nerven. Andere Mandibulärinjektionen können auf ähnliche
Weise durchgeführt werden (Anästhesie des Nervus mentalis, der Schneidezähne, Gow-GatesTechnik, Vazirani-Akinosi-Methode und andere bukkale Injektionen).
52
Anästhesie im Bereich des Nervus alveolaris inferior
Ablauf einer traditionellen Anästhesie im unteren Alveolarbereich
1.
Führen Sie den Aspirationstest durch (wie beschrieben).
2.
Aktivieren Sie die Flussrate ControlFlo™ (durch leichten Druck auf den Fußschalter).
3.
Durchstechen Sie die Mundschleimhaut und bewegen Sie die Kanüle vorsichtig und
langsam weiter, um die Schaffung eines Betäubungskanals zu ermöglichen.
4.
Leichtes Drehen der Kanüle beim Durchstechen der Mundschleimhaut erleichtert das
Einstechen in das Gewebe.
5.
Drehen Sie die Kanüle während des gesamten Einstichvorgangs, um die Nadeldeflektion zu
reduzieren.
6.
Erreicht die Kanüle den Zielort, beginnen Sie mit der Aspiration (gehen Sie vom Fußschalter
oder, wenn Sie den Tempomat aktiviert haben, betätigen Sie den Fußschalter).
7.
Ist Blut in den Handstückschläuchen festzustellen, positionieren Sie die Kanüle neu und
wiederholen die Aspiration.
8.
Bei negativer Aspiration aktivieren Sie die Flussrate RapidFlo™ (durch moderaten Druck
auf den Fußschalter).
9.
Nutzen Sie die Kontroll-LEDs um die verbleibende Anästhetikamenge zu überwachen.
10.
Ist die Kartusche leer (das Gerät gibt ein akustisches und visuelles Signal aus), setzen Sie
eine neue ein, entfernen die Luft aus den Schläuchen und fahren fort.
Alle traditionellen Injektionen im Kieferbereich werden wie oben beschrieben vorgenommen. Wird er
nicht benötigt, kann der Aspirationsmodus durch Drücken des Knopfes „Aspirate“ deaktiviert
werden. Die entsprechende LED geht aus.
53
Garantieinformationen
Garantieinformationen
FÜR INTERNATIONALE GARANTIEANSPRÜCHE WENDEN SIE SICH AN IHREN HÄNDLER
Eingeschränkte Garantie auf das computergesteuerte STA-Lokalanästhesie-Injektionsgerät in den
USA
Sie erhalten eine einjährige Garantie ab Datum des Erwerbs des STA-Systems auf
Produktionsfehler. Ansprüche, die unter diese Garantie fallen, müssen vor Ablauf dieser Frist
gestellt werden. Reparaturen oder Umtausch werden nach Ermessen von Milestone Scientific vom
Unternehmen selbst oder autorisierten Stellvertretern übernommen. Diese Garantie beschränkt sich
auf Umtausch oder Reparatur des Gerätes oder seiner Bestandteile. Andere Ansprüche, wie
Gewinnausfall, durch Entsorgung oder Ersetzen des Gerätes entstandene Kosten oder besondere
Unfall- oder Folgeschäden oder ähnliche Ansprüche, die durch den Gebrauch des Produktes
entstehen, werden nicht von der Garantie abgedeckt.
Ebenfalls von der Garantie ausgeschlossen sind Schäden des Produktes entstanden durch höhere
Gewalt, fehlerhaften Aufbau oder Bedienfehler, Sabotage, Unfälle, nicht bestimmungsgemäßen
Gebrauch, Nachlässigkeit oder nicht autorisierte Reparaturen und Änderungen, die nicht durch
Produktionsfehler nötig wurden.
Milestone Scientific distanziert sich ausdrücklich von jeglichen anderen
Garantieansprüchen, die zugesagt oder angedeutet werden, einschließlich aber nicht
ausschließlich Garantieversprechen zur allgemeinen Gebrauchstauglichkeit oder der
Eignung zu einem bestimmten Zweck.
Durch diese Garantie verfügen Sie über bestimmte Rechte, weitere Rechte sind von Staat zu Staat
unterschiedlich.
GARANTIE-SERVICE
Der Garantie-Service wird von Milestone Scientific übernommen. Sollten Probleme auftreten, rufen
Sie beim technischen Kundendienst von Milestone Scientific an, bevor Sie das Gerät einschicken.
Schicken Sie ein Gerät ein, versenden Sie es in einer entsprechenden Schutzverpackung. Geben
Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer an, sowie eine umfassende Beschreibung des
Problems. Das reparierte oder ersetzte Gerät sendet Milestone Scientific dann direkt an Sie.
54
Benötigte Netzleistung
Benötigte Netzleistung
a. 110 – 120 ~ 50/60 Hz, .3A
i. Korea: 100-110V 50/60Hz. .3A
b. 200-240 ~ 50/60 Hz, .15A
i. Australien: 200-230V 50/60 Hz, .15A
ii. Korea: 200-220V 50/60 Hz, .15A
Austauschen der Sicherung
Abbildung 16 Austauschen der Sicherung
Sicherungshalterung
Sicherung(2)
Stromversorgungseinheit
Sicherungshalterung
Intakte
Sicherung
Defekte
Sicherung
Hinweis:
Sicherungshalterung
vorsichtig aus der
Stromversorgungseinheit ziehen
STA-Gerät
(Rückseite)
Befolgen Sie beim Austauschen der Sicherung folgenden Ablauf.
Warnung: Bevor Sie fortfahren, trennen Sie das STA-Gerät von der Stromversorgung.
1.
Stecken Sie das Gerät aus und trennen das STA-Gerät von jeglicher Stromversorgung.
2.
Ziehen Sie die Sicherungshalterung vorsichtig aus der Stromversorgungseinheit, wie in
der Abbildung gezeigt.
3.
Entfernen Sie beide Sicherungen und prüfen Sie, ob sie intakt sind. Sind die Sicherungen
„defekt“, ersetzten Sie sie mit neuen Sicherungen, die Sie nahe der
Stromversorgungseinheit an der Geräterückseite finden.
4.
Setzen Sie die Sicherungshalterung vorsichtig wieder ein und lassen sie in die
Stromversorgungseinheit einrasten.
55
Informationen zur Produktsicherheit
Informationen zur Produktsicherheit
Es folgt eine kurze Beschreibung der für dieses Gerät geltenden Klassifizierungen einschließlich
einer detaillierten Erklärung des Typenschildes.
WEITERE
INFORMATIONEN
Informationen zur Produktsicherheit
Es folgt eine kurze Beschreibung der für dieses Gerät geltenden Klassifizierungen einschließlich einer
detaillierten Erklärung des Typenschildes.
TYPENSCHILD:
1275
C
C
1275
Indicates
CE Classification
CE-Klassifizierung
US
Indicates
UL Classification
UL-Klassifizierung
49SL
US
49SL
Identifies fuse location and type
Sicherungsart und -position
Beachten
SieACCOMPANYING
die beigefügten
Dokumente
Attention,
consult
DOCUMENTS
Entsorgung
gemäß
Symbol
indicatingdieses
disposalGerätes
of this product
should be in
WEEE-Direktive
accordance
with WEEE1999/31/EC
Directive 1999/31/EC
CE-Klassifizierung
Indicates
CE Classification
Dieses Gerät ist für „ständigen Gebrauch“ ausgelegt. Es wurde unter Extrembedingungen getestet. 10
Anästhetikum-Kartuschen wurden ausgegeben, wobei der Austausch der Kartuschen so schnell wie möglich
vorgenommen wurde. Im normalen Gebrauch sollte die Anzahl der ausgegebenen Kartuschen diesen Wert
nicht übersteigen, ohne dass das Gerät für mindestens 15 Minuten im Leerlauf ist.
56
Informationen zur Produktsicherheit
Nach Artikel 11 des Medizinproduktegesetzes ist das Gerät der Klasse IIA zugeordnet. Das
Gehäuse ist für den Gebrauch an typischen Einsatzorten ausgelegt. Die Funktion des Gerätes
wird angegeben mit Typ B. Dieses Gerät ist nicht geeignet für den Einsatz in Kombination mit
einer entzündlichen Anästhetikum-Mischung mit Luft oder Sauerstoff oder Stickoxiden. Es
verfügt über eine Erdung der Klasse 1.
HINWEIS: Dieses Gerät wurde getestet und als den Anforderungen eines Klasse BGerätes genügend eingestuft, gemäß Teil 15 der FCC-Regelung. Diese Regelung soll
ausreichenden Schutz gegen schädliche Strahlung in Wohnbezirken bieten. Dieses Gerät
verwendet Hochfrequenzstrahlung und kann diese aussenden. Wird es nicht gemäß den
Anweisungen aufgestellt und bedient, kann das Gerät Interferenzen verursachen, die FunkKommunikation stören. Es gibt jedoch keine Garantie, dass bei einer Installation keine
Interferenz verursacht wird. Verursacht dieses Gerät Interferenzen, die den Radio- oder
Fernsehempfang beeinflussen, und die durch An- und Ausschalten des Gerätes festgestellt
werden können, wird der Bediener dazu angehalten, diese Interferenzen durch eine oder
mehrere der folgenden Maßnahmen zu beheben:
- Richten Sie die Antenne neu aus oder positionieren sie um
- Vergrößern Sie den Abstand zwischen dem Gerät und Ihrem Receiver.
- Stecken Sie das Gerät in eine andere Steckdose als die, an die der betroffene
Receiver angeschlossen ist.
- Wenden Sie sich an Ihren Händler oder einen erfahrenen Radio-/Fernsehtechniker.
WEITERE
INFORMATIONEN
57
Weiterführende Literatur
Weiterführende Literatur
Veröffentlichungen zum Thema computergesteuerte LokalanästhesieInjektionssysteme
1. Hochman MN, Chiarello D, Hochman CB, Lopatkin R, Pergola S. Computerized Local
Anesthesia Delivery vs. Traditional Syringe Technique. NY State Dent J.
1997;63:24-29.
2. Friedman MJ, Hochman MN. 21st Century Computerized Injection for Local Pain Control.
Compend Contin Educ Dent. 1997;18:995-1003.
3. Krochak M, Friedman N. Using a precision-metered injection system to minimize dental
injection anxiety. 1998;19(2):137-148.
4. Friedman MJ, Hochman MN. The AMSA injection: A new concept for local anesthesia of
maxillary teeth using a computer-controlled injection system. Quintessence Int. 1998; 29:297303.
5. Farah JW. Editors Choice-The Wand. The Dental Advisor. 1998;15:1.
6. CRA. Local Anesthesia, Automated Delivery. Clinical Research Associates
Newsltr.1998;22:1-2.
7. Friedman MJ, Hochman MN. P-ASA Block Injection: A new palatal technique to
anesthetize maxillary anterior teeth. J Esthet Dent. 1999;11(2):63-71.
8. Gardner M. The AMSA Block: It will leave your patients smiling. Oral Health.
1999;July:43.
9. Leiberman, William H. Clinical Session:The Wand. Pediatric Dent. 1999;21:2.
10. Levato C. Giving the Wand a shot. Dent Pract Fin. 1998;July:53.
11. Kehoe B. In search of the painless injection. Dent Pract Fin. 1998;July:53.
12. Lackey A. Technology:An advancement in the delivery of local anesthesia. Pract Perio
Aesthet Dent. 1998;10:1191-1193.
13. Asarch T, Allen K, Petersen B, Beiraghi S. Efficacy of a computerized local anesthesia
device in pediatric dentistry. 1999;21:421-424.
14. Oldak S, Jackson LA. As we see it: The Wand. J Southeast Soc Pediat Dent. 1999;5:38.
15. Kronish E. Creating a less painful image of dentist. AGD Impact. 1999;April
58
Weiterführende Literatur
16. Hochman MN, Friedman MJ. In vitro study of needle deflection: A linear insertion
technique versus a bi-directional rotation insertion technique. Quintessence Int. 2000;31:737743.
17. Gibson RS, Allen K, Hutfless S, Beiraghi S. The Wand vs. traditional injection: A
comparison of pain related behaviors. Pediatric Dent. 2000;22:458-462.
18. Froum SJ, Tarnow D, Caiazzo A, Hochman MN. Histologic response to intraligament
injections using a computerized local anesthetic delivery system. A pilot study in Mini-Swine.
J Periodontol. 2000;71:1453-59.
19. Lipton L. Using Computer-controlled technology to alleviate stress & reduce discomfort
during local anesthetic delivery in a pediatric practice. J Southeastern Soc Pediatric Dent.
2000;6:22-32
20. Goodell GG, Gallagher FJ, Nicol BK. Comparison of a controlled injection
pressure system with a conventional technique. Oral Surg Oral med Oral Pathol
Oral Radiol Endod. 2000;90:88-94.
21. Friedman MJ, Donaldson D, Malamed SF, Yagiela JA. Technology Forum: New
Advances in Local Anesthesia. Compend Contin Educ Dent. 2000;21:432-440.
22. Grace EG, Barnes DM, Macek MD. Patient and dentist satisfaction with a computerized
local anesthetic injection system. Compend Contin Educ Dent.
2000:21;746-752.
23. Aboushala A, Kugel G, Efthimiadis N, Korchak M. Efficacy of a computer- controlled
injection system of local anesthesia in vivo. IADR Abstract.
2000;Abst#2775.
24. Cheng H, Pong PY, Chang WJ, Lee SY. Using a computer-controlled injection system to
minimize dental injection pain. IADR Abstract. 2000;Abst#2777.
25. Loomer PM, Perry DA. Efficacy of computer-controlled local anesthesia during scaling
and root planing. IADR Abstract. 2000;Abst#590.
26. Koili K, Boyles J, Gavlak J, Weaden S, Crout R. Comparing the efficacy of the Wand and
traditional buccal infiltrations. IADR Abstract. 2000;Abst#2772.
27. Nicholson JW, Berry TG, Summitt JB, Yuan CH, Witten TM. Pain perception and utility: A
comparison of the syringe and computerized local injection techniques. Gen Dent. 2001;167172.
28. Jackman DS, Hertz MB. Techniques of Drug Administration. Oral Maxillo Surg
Clinics North Amer. 2001;13:199-213.
29. Friedman MJ, Hochman MN. Using AMSA and P-ASA nerve blocks for esthetic
restorative dentistry. Gen Dent. 2001;49(5):506-511.
59
Weiterführende Literatur
30. Hochman MN, Friedman MJ. An in vitro study of needle force penetration comparing a
standard linear insertion to the new bidirectional rotation insertion technique. Quintessence
Int. 2001;32:789-796.
31. Fukayama H. New Trends in Local Anesthesia. Hyogo Dental Assoc J.
2001:Jan;593-602.
32. Tan PY, Vukasin P, Chin ID, Ciona CJ, Ortega AE, Anthone GJ, Corman ML,
Beart RW. The Wand local anesthetic delivery system. Diseases Colon Rectum.
2001;44:686-689.
33. Landsman A, DeFronzo D, Hedman J, McDonald J. A new system for decreasing the
level of injection pain associated with local anesthesia of a toe. Am Acad Podiat Med.
2001;Abstract.
34. Barusco MN, Leavitt ML. The use of computerized anesthesia injection system to
minimize pain during hair transplant surgery. Hair Transplant Forum Inter. 2001;11:107-108.
35. Isen D. A review of computer controlled injection devices. Oral Health. 2001
July:31-34.
36. Kudo M, Ohke H, Katagiri K, Sato Y, Kawai T, Kato M, Kokubu M, Shinya N. The shape
of local anesthetic injection syringes with less discomfort and anxiety- Evaluation of discomfort
and anxiety caused by various types of local anesthetic injection syringes in high level traitanxiety people. J Japan Dent Soc Anesthesiol.
2001;29:173-178.
37. Rosenberg E. A computer-controlled anesthetic delivery system in a periodontal practice:
Patient satisfaction and acceptance. J Esthet Restor Dent. 2001;13:25-32.
38. Allen KD, Kotil D, Larzelere RE, Hutfless S, Beiraghi S. Comparison of a computerized
anesthesia device with a traditional syringe in preschool children. Pediatr Dent. 2002 JulAug;24(4):315-20.
39. True RH, Elliot RM. Microprocessor-controlled local anesthesia versus the conventional
syringe technique in hair transplantation. Dermatol Surg.
2002;28:64-69.
40. Swanepoel PF, Heystek P. Computer assisted local anesthetic application for nasal
surgery. 8th AAFPRS Inter. Sympos. 2002;Abstract.
41. JADA. Dental Product Spotlight:Local anesthetic delivery. JADA
2002;133(JADA’s 1st product review);106.
42. Blanton PL, Jeske AH. Dental Local Anesthetics: Alternative Delivery Methods.
2003;134:228-234.
43. Perry DA, Loomer PM. Maximizing Pain Control. The AMSA Injection can provide
anesthesia with few injections and less pain. Dimensions of Dental Hygiene
2003;April/May:28-33.
60
Weiterführende Literatur
44. Ram D, Peretz B .J Clin Pediatr Dent. 2003 Spring;27(3):247-50.Assessing the pain
reaction of children receiving periodontal ligament anesthesia using a computerized device
(Wand).
45. Fukayama H, Yoshikawa F, Kohase H, Umino M, Suzuki N. Efficacy of AMSA
anesthesia using a new injection system, the Wand. Quintessence International,
2003;34:537-541.
46. Peter M. Loomer & Dorothy A. Perry, Comparison of Computer-Controlled Delivery to
Syringe Delivery of Local Anesthetic During Therapeutic Scaling and Root Planing. JADA
2004;135:358-365.
47. Kasaj A, Berakdar M, Nicolaescu A, Willershausen, Sculean A. Evaluation of a new
anesthesia technique for nonsurgical periodontal therapy. Johannes Gutenberg-University,
Mainz, Germany.
IADR/AADR/CADR 82nd General Session (March 10-13, 2004)
Abstract #222 - Anesthesiology Research 2
48. Schwartz-Arad D, Dolev E, Williams W. Maxillary nerve block – A new approach using a
computer-controlled anesthetic delivery system for maxillary sinus elevation procedure. A
prospective study. Quintessence International,
2004:35:477-480.
49. CRA Newsletter. Products reported most by CRA evaluators. Products CRA
evaluators „Can’t Live Without”. July 2004.;28(7):2-4.
50. Palm AM, Kirkegaard U, Poulsen S. The Wand versus Traditional Injection for Mandibular
Nerve Block in Children and Adolescents: Perceived Pain and Time of Onset. Pediatric
Dentistry, 2004;26:481-484.
51. Shepherd PA, Eleaszer PD, Clark SJ, Scheetz JP. Measurement of Intraosseous
Pressures Generated by the Wand, High-Pressure Periodontal Ligament Syringe, and the
Stabident System. J. Endodontics, 2001;27(6):381-384.
52. Ashkenazi M, Blumer S, Eli I. Effective of Computerized Delivery of Intrasulcular
Anesthetic in Primary Molars. JADA, 2005;136:1418-1425.
53. Ghelber O, Gebhard R, Adebayo G, Szmuk P, Hagberg C, Ianucci D.:Utilization of the
CompufloTM in determining the pressure of the epidural space: a pilot study. Anesth Analg
2005:100:S-189.
54. Ghelber O, Gebhard R, Szmuk P, Hagberg C, Ianucci D.: Identification of the epidural
space-a pilot study of a new technique. Anesth Analg 2005:100:S-255
55. Gebhard R, Ghelber O, Szmuk P, Pivalizza E, Walters D: Pressure Monitoring During
Injection of Local Anesthetics for Nerve Blocks Utilizing the CompufloInjection Pump.
Anesth Analg 2005
56. Kudo M. Initial Injection Pressure for Dental Local Anesthesia: Effects on Pain and
Anxiety. Anesthesia Progress, 2005; 52:95-101.
61
Weiterführende Literatur
57. Versloot J, Veerkamp JSJ, Hoogstraten J. Computerized anesthesia delivery system vs.
traditional syringe: comparing pain and pain-related behavior in children. Eur J Oral Sci.
2005;113:488-493.
58. Öztas N. Ulusu T. Bodur H. Dogan C. The Wand in pulp therapy : An alternative to inferior
alveolar nerve block. Quint. International. 2005;36:(7)559-564.
59. Ram D. Kasssirer J. Assessment of a palatal approach-anterior superior alveolar (PASA) nerve block with the Wand in paediatric dental patients. J Clin Pediatr Dent.
2006:16:348-3551.
60. Jalevik B, Klingberg G, and G. KLINGBERG,Sensation of Pain when using Computerized
Injection Technique, the Wand™. IADR Pan European Federation Sept. 13-16, 2006.
61. Hochman MN, Friedman MF, Williams WP, Hochman CB. Interstitial Pressure
Associated with Dental Injections: A Clinical Study. Quintessence International,
2006;37:469-476.
62
Weiterführende Literatur
Verwendetes unveröffentlichtes Manuskript
62. Michaelian MJ, Agha-razi F, Hutter J. Anesthetic efficacy of the periodontal ligament
injection using the Wand vs. the intra-osseous injection using stabident. (Unpublished
manuscript, BU Dental)
63.
Franco L, Naseri L, Hochman MN, Camarda AJ. A New Multi- Cartridge
Injection Technique for Achieving Safe and Effective Dental Local Anesthesia. Submitted for
publication, Oct. 2003.
Lehrbücher:
Barnard D. Hazards of Local Anesthesia Injections. ISBN: 0-620-26308-3. Pretoria, South
Africa. (pg2) 1998.
Murphy D. Ergonomics and the Dental Care Worker. ISBN: 0-87553-0233-0. Washington
DC, American Public Health Association. (pg 181) 1998.
Wilkins E. Clinical Practice of the Dental Hygienest 8th Ed. ISBN: 0=683-30362-7.
Philadephia, Pennsylvania. (pg 503) 1999.
Dionne R, Phero J, Becker D. Management of Pain and Anxiety in the Dental Office. ISBN: 07216-7278-7. Philadephia, Pennsylvania. (pg 204-06) 2002.
Malamed S. Handbook of Local Anesthesia 5th Ed. ISBN:0-323-02449-1. Elsevier/Mosby,
St. Louis, Missouri. 2004.
63
Milestone Deutschland GmbH
Darmstädter Straße 16
63322 Rödermark
Tel: +49 (0) 6074 – 69 34 94
Fax: +49 (0) 6074 – 69 34 96.
www.milestone-deutschland.de
Printed in Germany
64
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertising