SecondLook Digital für Agfa CR

SecondLook Digital für Agfa CR
SecondLook Digital für Agfa CR
Speicherfoliensystem
Bedienungsanleitung
(Deutschland, Österreich, Schweiz)
© 2009, iCAD, Inc. Alle Rechte vorbehalten. iCAD, das iCAD-Logo, Never Stop Looking und SecondLook sind
eingetragene Marken von iCAD, Inc. Andere Namen von Unternehmen, Produkten und Services sind
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SECONDLOOK DIGITAL FÜR AGFA CR - KENNZEICHNUNG UND BEDIENUNGSANLEITUNG
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Inhaltsverzeichnis
Übersicht ..................................................................................................... 4
SecondLook Digital ...................................................................................... 5
Verwendungshinweise..................................................................................... 5
Kurzbeschreibung ........................................................................................... 5
Warnhinweise ................................................................................................. 7
Sicherheitsvorschriften.................................................................................. 10
Beeinträchtigungen ....................................................................................... 11
Klinische Studien........................................................................................... 11
Detaillierte Beschreibung des Geräts ............................................................. 12
Konformität mit Standards ............................................................................ 17
Lieferumfang................................................................................................. 17
Verwendung von SecondLook® Digital durch den Radiologen ................. 18
Begutachtung durch den Radiologen vor dem Anzeigen von
CAD-Markierungen ....................................................................................... 18
Begutachtung durch den Radiologen mit CAD-Markierungen........................ 18
Schulung des Radiologen anhand eines Beispielfalls................................. 20
Hinweise zur Schulung .................................................................................. 20
Beispielfall .................................................................................................... 21
Zusammenfassung ..................................................................................... 24
Literaturhinweise....................................................................................... 25
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1 Übersicht
Dieses Handbuch beschreibt das SecondLook Digital Computer-Aided
Detection (CAD, computergestützte Erkennung) System und dient der
Schulung von Radiologen bei der Anwendung des SecondLook® Digital
Systems im Rahmen der mammographischen Diagnostik.
• In Abschnitt 2 wird die SecondLook Gerätekennzeichnung beschrieben.
• In Abschnitt 3 wird der Gebrauch von SecondLook Digital durch einen
Radiologen beschrieben.
• In Abschnitt 4 finden Sie einen Beispielfall, um den Radiologen mit
SecondLook Digital vertraut zu machen.
• Abschnitt 5 enthält eine Zusammenfassung der Verwendung von
SecondLook Digital durch den Radiologen.
• Abschnitt 6 enthält eine Liste mit klinischen Literaturhinweisen.
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2 SecondLook Digital
2.1
Verwendungshinweise
Das computergestützte SecondLook Digital CAD-System für die
Mammographie dient der Identifizierung und Markierung von auffälligen
Strukturen im Bereich der kurativen und Screeningmammographie in
Verbindung mit dem Agfa CR-Speicherfoliensystem Nach Abschluß der ersten
Begutachtung weist es den Radiologen auf mögliche auffällige Bereiche hin,
die dann einer weiteren, zweiten Begutachtung unterzogen werden sollten.
2.2
Kurzbeschreibung
• SecondLook ist ein mammographisches CAD-System, das den Radiologen
auf Aufälligkeiten bei Agfa CR-Speicherfoliensysteme hinweist, die einer
zweiten Begutachtung unterzogen werden sollten. Die Version 7.2 des
CAD-Algorithmus beinhaltet Merkmalsberechnungen für die Bildverarbeitung und eine Technologie zur Mustererkennung zum Aufspüren
von auffälligen Bereichen. Der Algorithmus war ursprünglich auf
digitalisierte Screen-Film-Mammogramme abgestimmt und zielte auf eine
spezifischere Identifizierung potenzieller Brustläsionen ab, die sich als
Anhäufungen von Mikroverkalkungen und/oder Verdichtungen darstellen.
Das CAD-System wurde für die Ausführung auf Agfa-Aufnahmen
angepasst, der Aufbau des CAD-Algorithmus blieb jedoch unverändert und
wurde auch nicht anderweitig auf Agfa-Mammogramme umgestellt.
• Für die Hardcopy-Befundung kann die SecondLook-Ausgabe auf einem
Hardcopy dargestellt werden, der die CAD-Markierungen im
Mammogramm zeigt.
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• Verwenden von CAD:
SecondLook mit dem Agfa CR-Speicherfoliensystem ist für die folgende
Anwendung durch einen Radiologen bestimmt: der Radiologe muss immer
zuerst eine vollständige Begutachtung des Mammogramms durchführen.
Im Anschluß können die CAD-Markierungen angezeigt werden, die dann
auf mögliche auffällige Bereiche hinweisen. Es ist entscheidend, dass man
sich darüber im Klaren ist, dass 99,6 Prozent aller CAD-Markierungen auf
Bereiche von normalem Brustparenchym oder gutartige Befunde anzeigt.
Machen Sie sich bewusst, dass SecondLook kein Diagnose-Instrument ist,
da die CAD-Markierungen nur zur Unterstützung bei der Erkennung und
nicht bei der Interpretation bestimmt sind.
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2.3
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Warnhinweise
Warnhinweise: Radiologische Interpretation
• Der Radiologe muss immer zuerst eine vollständige Begutachtung des
•
•
•
•
Mammogramms durchführen. Erst im Anschluss daran ist es zulässig, die
CAD-Markierungen anzuzeigen, die möglicherweise auf Bereiche
hinweisen, die während der ersten Begutachtung nicht auffällig waren.
Ob eine CAD-Markierung vorhanden ist oder nicht, sollte Ihre
diagnostische Beurteilung eines mammographischen Befunds in keiner
Weise beeinflussen, d. h., ob er normal, gutartig oder bösartig ist bzw. eine
zusätzliche Untersuchung erfordert (z.B. Zusatzaufnahmen oder eine
Biospsie)
Stützen Sie Ihre Beurteilung nicht auf die Größe (oder Form) der CADMarkierung, da diese u. U. den eigentlichen Umfang (Form) der
Brustläsion nicht zutreffend wiedergibt.
Bei der erneuten Auswertung des Original-Mammogramms an den von
SecondLook markierten Stellen muss der Radiologe seine diagnostische
Qualifikation nutzen, um zu bestimmen, ob der Bereich basierend auf dem
mammographischen Erscheinungsbild näher untersucht werden sollte.
SecondLook ist weder darauf ausgelegt noch dafür bestimmt, folgendes
anzuzeigen:
• Intervalländerung(en) zwischen mammographischen Untersuchungen
•
•
•
•
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Asymmetrien zwischen der linken und rechten Brust
tubuläre Verdichtungen/vereinzelte erweiterte Kanäle
Hautverdickung
Mammileneinziehung
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Warnhinweise: Systembetrieb
WARNUNG: Warnung bzgl. der unterbrechungsfreien
Stromversorgung -- Personen, die Fehlerbehebungs- und
Wartungsmaßnahmen am Gerät durchführen, sollten sich dessen
bewusst sein und darauf achten, dass die unterbrechungsfreie
Stromversorgung (USV) bei Stromausfall und bei der Trennung des
Gerätes vom Stromnetz weiterhin elektrische Energie liefert.
SecondLook nicht verwenden, wenn der Verdacht besteht, dass eine
elektrische Komponente defekt oder nicht funktionsfähig ist.
• Keine Flüssigkeiten auf oder neben das SecondLook (Server) stellen. Falls
eine Flüssigkeit versehentlich auf elektrische Bauteile gelangt, die
unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sofort ausschalten. Damit
wird das System automatisch heruntergefahren, um einen potenziellen
Stromschlag zu verhindern. Unter der Telefonnummer 001-866-280-2239
können Sie sich an iCAD Inc. wenden, um weitere Informationen zu
erhalten.
• Sicherstellen, dass das System an einer ordnungsgemäß verdrahteten und
geerdeten Steckdose angeschlossen ist.
• Sicherstellen, dass die Spannungs- und Stromanforderungen den
Systemspezifikationen entsprechen, um Verletzungen durch Stromschlag
oder Feuer zu vermeiden.
Warnhinweise: Installation und Wartung
• EMV-Warnung -- Dieses SecondLook System wurde erfolgreich auf die
Konformität mit IEC 60950-1, EN 55022 und EN 55024 geprüft. Das
System erzeugt, verbraucht und kann Hochfrequenzenergie abstrahlen.
Wenn es nicht in Übereinstimmung mit den entsprechenden Vorschriften
installiert und verwendet wird, kann es Funkstörungen anderer Geräte in
der Umgebung verursachen und davon betroffen sein. Wenn es den
Anschein hat, dass das SecondLook® System Funkstörungen verursacht
oder davon betroffen ist, versuchen Sie das Problem mit folgenden
Maßnahmen zu beheben:
• Richten Sie das SecondLook System oder das störende Gerät neu aus oder
stellen es an einem anderen Ort auf.
• Sorgen Sie für eine bessere Trennung zwischen dem SecondLook System
und dem störenden Gerät.
• Schließen Sie das SecondLook System an einer Steckdose in einem
anderen Stromkreis als das störende Gerät an.
• Unter der Telefonnummer 001-866-280-2239 oder 001-937-431-1464
können Sie sich an iCAD Inc. wenden, um weitere Informationen zu
erhalten.
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• Warnung bzgl. Temperatur und Luftfeuchtigkeit -- Das SecondLook System
muss innerhalb der folgenden Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche
betrieben werden.
• Temperatur: 10°-35° Celsius (50°-95° Fahrenheit)
• rel. Luftfeuchtigkeit: 20-80%
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2.4
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Sicherheitsvorschriften
Sicherheitsvorschriften: Systembetrieb
• Das SecondLook System wird durch eine unterbrechungsfreie
•
•
•
•
Stromversorgung (USV) geschützt. Wenn die Netzstromversorgung
unterbrochen ist, gibt das Gerät einen fünfminütigen Dauersignalton ab
und das SecondLook System wird automatisch heruntergefahren. Der
Signalton zeigt an, dass die Stromquelle das Gerät während der
Unterbrechung der Netzstromversorgung schützt.
Um eine Beschädigung des Systems zu vermeiden, betreiben Sie das Gerät
in einer gut belüfteten, klimatisierten Umgebung.
Stellen Sie zur Minimierung falsch-positiver CAD-Markierungen sicher,
dass die Speicherfolien staub- und schmutzfrei sind.
Die Effektivität und die Sicherheit bei Patienten mit Brustimplantaten
wurde nicht ermittelt. Bei Aufnahmen mit verschobenen Implantaten
sollten resultierende CAD-Markierungen vom Radiologen nicht zur
Beurteilung herangezogen werden.
Die Effektivität und Sicherheit wurden für nicht standardgemäße
mammographische Aufnahmen (z.B. Spotaufnahmen,
Vergrößerungsaufnahmen) nicht ermittelt. Bei der Analyse dieser
Aufnahmen durch das Systems sollten resultierende CAD-Markierungen
nicht vom Radiologen zur Beurteilung herangezogen werden.
Sicherheitsvorschriften: Installation und Wartung
• Das Produkt enthält keine Teile, die vom Benutzer zu warten sind. Zur
Vermeidung einer Beschädigung des Systems darf nicht eigenständig
versucht werden, das SecondLook System zu installieren oder zu
reparieren. Nur geschultes Personal ist ausreichend für die Installation
oder Reparatur des Systems qualifiziert. Wenden Sie sich für die
entsprechenden Schulungen unter der Telefonnummer 001-866-280-2239
oder 001-937-431-1464 an iCAD.
• Ziehen Sie das Netzkabel ab, bevor das Gerät bewegt oder gewartet wird.
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2.5
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Beeinträchtigungen
SecondLook kann eine Zunahme falsch-positiver Befunde bei der Screeningund der kurativen Mammographie mit sich bringen. Vermehrte falschpositive Befunde können dazu führen, dass Patienten unnötigerweise einer
zusätzlichen Bestrahlungsdosis ausgesetzt werden, sich einer Biopsie
unterziehen müssen oder beunruhigt werden etc.
2.6
Klinische Studien
In der Beschreibung für SecondLook Analog finden Sie weitere Details über
die Teststudien, die für die Sicherheit und Effektivität der ursprünglichen
Freigabe des SecondLook Analoggerätes zur Verwendung mit digitalisierten
Screen-Film-Mammogrammen herangezogen wurden.
Leistungsprüfung
Die Leistungsprüfung bestand aus einer Standalone-Analyse (d. h. Analyse
des Gerätes ohne Interaktion eines Radiologen) einer Auswahl von Agfa-CRMammogrammen, die repräsentativ für eine Screening-Population waren.
Beachten Sie, dass eine Standalone-Leistungsprüfung von SecondLook
Version 7.2 auf Agfa-Aufnahmen nicht direkt mit einer StandaloneLeistungsprüfung von SecondLook auf digitalisierten Film-Folien-Aufnahmen
vergleichbar ist.
Mit der Leistungsprüfung wurde nicht der Einfluss des Gerätes auf die
Leistungsfähigkeit des Radiologen gemessen und ebenso wenig kann eine
Änderung
der
Krebserkennungsraten
des
Radiologen
bei
bestimmungsgemäßer Verwendung des Geräts ermittelt oder prognostiziert
werden.
Die Leistungsprüfung von SecondLook Version 7.2 mit Agfa-CR-Aufnahmen
stellt eine Leistungsmessung (d. h. Empfindlichkeit und durchschnittliche
Anzahl falsch-positiver Befunde pro Bild oder Fall) ohne jegliche Interaktion
mit einem Radiologen dar. Über die Standalone-Leistung wird ermittelt, wie
oft das CAD-Gerät ohne eine Interaktion durch den Radiologen Hinweise auf
Bereichen anordnet, die bekanntermaßen Brustanomalien enthalten oder
nicht (d. h. Mikroverkalkungen und/oder Verdichtungen).
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Bei der SecondLook Leistungsprüfung mit Agfa-CR-Aufnahmen wurden
folgende Ergebnisse ermittelt:
• Die Gesamtempfindlichkeit bei hoher Sensitivitätseinstellung von
SecondLook betrug 92 % (95 % CI 84 % - 100 %).
• Durchschnittliche Gesamtzahl falsch-positiver Befunde von SecondLook
bei hoher Sensitivitätseinstellung war 2,46 CAD-Markierungen pro
Screening-Untersuchung mit 4 Ansichten (95 % CI 2,17 - 2,82).
• Die Gesamtempfindlichkeit bei mittlerer Sensitivitätseinstellung von
SecondLook betrug 92 % (95 % CI 84 % - 100 %).
• Durchschnittliche Gesamtzahl falsch-positiver Befunde von SecondLook
bei mittlerer Sensitivitätseinstellung war 2,17 CAD-Markierungen pro
Screening-Untersuchung mit 4 Ansichten (95 % CI 1,76 - 2,29).
2.7
Detaillierte Beschreibung des Geräts
SecondLook nutzt CAD- (Computer-Aided Detection, computergestützte
Erkennung) Algorithmen zur Identifikation von auffälligen Bereichen, die
möglicherweise suspekte Befunde enthalten. Die CAD-Algorithmen nutzen
hoch entwickelte Bildverarbeitung, Funktions-berechnungen und eine
Mustererkennungstechnologie zur Analyse der Aufnahmen im Hinblick auf
mögliche suspekte Bereiche. Diese potenziellen Bereiche werden dem
Radiologen durch überlagernde CAD-Markierungen an den entsprechenden
Stellen der Mammographieaufnahmen auf der Befundungsworkstation oder
auf einer Hardcopy angezeigt. Die CAD-Markierungen werden vom
Radiologen als zusätzliches Hilfsmittel bei der Diagnostik genutzt.
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Eine Übersicht über die SecondLook CAD-Algorithmen ist in Abbildung 1
dargestellt.
StandardMammographiefilme
MikroverkalkungsAlgorithmus
DichteAlgorithmus
Bildverbesserung für Kalk
Bildverbesserung für
Dichte
Mikroverkalkungserkennung
Dichteerkennung
Anhäufungen
Bereichswachstum
Mikroverkalkungsklassifizierung
Dichteklassifizierung
Kontextbasierte
Patientenbeurteilung
Durch CADMarkierungen hervorgehobene, auffällige
Bereiche
Abbildung 1: Überblick über SecondLook CAD-Algorithmen
Die CAD-Algorithmen beginnen mit einer Bildverbesserung der digitalisierten
mammographischen Aufnahmen zur Betonung aller Bereiche, die einzelne
Mikroverkalkungen oder Verdichtungen darstellen könnten. Im Falle direkt
aufgenommener Aufnahmen werden die digitalen Aufnahmen zunächst in
Aufnahmen umgewandelt, die digitalisiertem Film gleichen, um
Schwankungen bei den Abständen zwischen den Pixeln, der
Graustufendarstellung und der Bit-Tiefe zu berücksichtigen. Es sollte beachtet
werden, dass die Modulationsübertragungsfunktion (Modulation Transfer
Function, MTF) für Agfa-Aufnahmen von der MTF abweicht, die für
SecondLook im Hochfrequenzbereich spezifiziert ist. Während die MTF in
den von SecondLook durchgeführten Berechnungen nicht direkt verwendet
wird, kann sich diese Abweichung auf die Berechnung der subtilen Merkmale
an den Rändern der Läsionen auswirken.
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Die Mikroverkalkungs- und Dichte-Detektoren ermitteln dann basierend auf
einer ersten Analyse von Morphologie- und Intensitätsmessungen die
Bereiche, die am wahrscheinlichsten einzelne Mikroverkalkungen und
Verdichtungen darstellen. Die erkannten Verdichtungstypen sind in
Abbildung 2 dargestellt und umfassen zackenförmige und nicht
zackenförmige Massen, strukturelle Distorsionen und fokale asymmetrische
Verdichtungen.
Umschriebene Verdichtungen
Rund
Mikrolobuläre
Verdichtungen
Oval
Verdeckte
Verdichtungen
Zackenförmige Verdichtungen
Lobulär
Ungleichförmige Verdichtungen
mit unklaren Rändern
Strukturelle Distorsion
Abbildung 2: Von SecondLook erkannte Verdichtungen
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Eine weitere Analyse entdeckter Bereiche wird über die Bündelung einzelner
Mikroverkalkungen und regional wachsender Verdichtungen erreicht. Solche
Ansammlungen umfassen drei oder mehr einzelne Mikroverkalkungen, die
nicht mehr als 4 Millimeter auseinander liegen. In Abbildung 3 sind
Ausschnitte von drei verschiedenen Mammographiebildern beispielhaft
dargestellt, die zeigen, wie das SecondLook System Anhäufungen von
Mikroverkalkungen hervorhebt. Bei diesen Beispielen werden rechteckige
CAD-Markierungen verwendet, die der ungefähren Größe der
Mikroverkalkungen entsprechen. Mit dem Bereichswachstum wird die Form
potenzieller Verdichtungen bestimmt, wie in Abbildung 4 dargestellt.
c)
a)
4.1mm
b)
4.1mm
Abbildung 3: Verkalkungsmarkierungen zur Hervorhebung von Mikroverkalkungsanhäufungen mit folgenden Merkmalen:
• Minimale Anzahl von Verkalkungen
• Das Ausmaß der Verkalkungsmarkierungen schließt alle Verkalkungen in
der Anhäufung ein.
• Überlappende Verkalkungsmarkierungen werden deutlich hervorgehoben,
auch wenn sich die Anhäufungen nahe beieinander befinden.
Nach der Bündelung für die Mikroverkalkungsanalyse und dem
Bereichswachstum für die Dichteanalyse werden klinisch relevante und
mathematische Merkmale berechnet, um jede entdeckte Anhäufung von
Mikroverkalkungen und Verdichtungen zu beschreiben. Die verschiedenen
Größen und Formen der Verkalkungen in einer Anhäufung sind zum Beispiel
geeignete Merkmale zur Beschreibung von Mikroverkalkungsansammlungen.
Diese Merkmale werden von Mikroverkalkungs- und Dichteklassifizierern
genutzt, die speziell für die Auswahl von Bereichen ausgelegt sind, die am
wahrscheinlichsten Merkmale aufweisen, die im Zusammenhang mit
Tumoren auftreten.
Die weitere Analyse nutzt den Kontext aller gewählter Bereiche für den
Patienten. So gibt es beispielsweise eine maximale Gesamtzahl von
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SecondLook CAD-Markierungen, die die einzelnen Fälle mit 4 Aufnahmen
enthalten können. Die simultane Analyse aller im Patienten erkannten
auffälligen Bereiche ermöglicht es, dass die Stellen, bei denen es sich am
wahrscheinlichsten um Tumore handelt, durch die CAD-Markierungen
hervorgehoben werden.
Abbildung 4: Bereichswachstum zur Bestimmung einer Verdichtungsform
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2.8
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Konformität mit Standards
Die EG-Konformitätserklärung (DTB060) finden Sie im SecondLook Digital
Wartungshandbuch.
2.9
Lieferumfang
Das SecondLook System beinhaltet die folgenden Komponenten:
• eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
• den iCAD Server.
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3 Verwendung von SecondLook®
Digital durch den Radiologen
3.1
Begutachtung durch den Radiologen vor
dem Anzeigen von CAD-Markierungen
Der Radiologe begutachtet zunächst die digitalen Agfa-Mammogramme ohne
die Anzeige der SecondLook Digital CAD-Markierungen nach seinen
bisherigen Verfahren in der klinischen Praxis. Dann wird er eine erste
Entscheidung darüber treffen, ob eine nähere Untersuchung für den
Patienten angezeigt ist, bevor er die CAD-Markierungen mit der
Befundungsworkstation einblendet und betrachtet.
3.2
Begutachtung durch den Radiologen mit
CAD-Markierungen
Der Radiologe blendet die SecondLook Digital CAD-Markierung auf der
Befundungsworkstation ein und betrachtet sie, nachdem er aufgrund seiner
ersten Begutachtung der Patienten-Mammogramme entschieden hat, ob eine
nähere Untersuchung angezeigt ist. Der Radiologe wirft einen zweiten Blick
("SecondLook") auf die Mammogramme, mit CAD Markierungen. Auf der
Grundlage dieser erneuten Beurteilung der Mammogramme entscheidet der
Radiologe, ob eine weitere Abklärung erforderlich ist. Sind keine CADMarkierungen vorhanden, ist keine Neubeurteilung der Mammogramme
notwendig. Entscheidungen für weitere Untersuchungen basieren jedoch
nicht ausschließlich auf den CAD-Markierungen. Diesbezügliche
Entscheidungen basieren stattdessen auf der Begutachtung der
Mammogramme, unterstützenden klinischen Informationen und den CADMarkierungen durch den Radiologen.
Von SecondLook Digital markierte auffällige Bereiche sind zum Beispiel
Anhäufungen von Mikroverkalkungen, zackenförmige und nicht
zackenförmige Verdichtungen, strukturelle Distorsionen und fokale
asymmetrische Verdichtungen.
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Im Folgenden wird der empfohlene Prozess zur Fallprüfung mit SecondLook
Digital beschrieben:
1
Vorgeschichte des Patienten überprüfen und Agfa-Mammogramme vor der
Anzeige von CAD-Markierungen auf der Befundungsworkstation auswerten.
2
Erste Interpretation vornehmen.
3
CAD-Markierungen auf Befundungsworkstation einblenden und betrachten
und potenzielle suspekte Bereiche identifizieren.
4
Mammogramme begutachten und dabei durch CAD-Markierungen
hervorgehobene suspekte Bereiche auf der Befundungsworkstation neu
bewerten.
5
Entscheidung treffen.
Es ist sehr wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass es der Radiologe ist, der
die endgültige Entscheidung über einen Fall trifft. Wenn ein Radiologe sich
dafür entscheidet, einen Fall näher zu untersuchen, sollten die CADMarkierungen diese Entscheidung nicht ändern. Die CAD-Markierungen
können jedoch Stellen für eine weitere Abklärung identifizieren, die
ursprünglich vom Radiologen nicht erkannt worden waren.
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4 Schulung des Radiologen anhand
eines Beispielfalls
4.1
Hinweise zur Schulung
Vor dem klinischen Einsatz wird die Verwendung von SecondLook Digital
durch den Radiologen anhand eines Beispielfalls demonstriert. Dieser Fall
soll den Radiologen mit den Verfahren der SecondLook Digital CADMarkierungen vertraut machen. Auf die Verfahren zur Fallprüfung wird
besonderer Wert gelegt. Die Schulung wird deshalb anhand der
Falldarstellung in Abschnitt 4.2 dieses Handbuchs abgewickelt, ohne dass die
Befundungsworkstation eingesetzt werden muss.
Für den Beispielfall im Handbuch muss der Radiologe die SecondLook Digital
CAD-Markierungen gemäß der folgenden Verfahrensschritte nutzen:
20
1
Auf der ersten Seite wird die Fallgeschichte vorgestellt und Ausdrucke der AgfaMammogramme ohne CAD-Markierungen werden bereitgestellt. Im klinischen
Einsatz würde der Radiologe zunächst die Mammogramme ohne Betrachtung
der CAD-Markierungen nach seinen bisherigen Verfahren in der klinischen
Praxis begutachten. Dann würde er eine erste Entscheidung darüber treffen, ob
eine nähere Untersuchung für den Patienten angezeigt ist, bevor er die CADMarkierungen mit der Befundungsworkstation einblendet und betrachtet.
2
Die zweite Seite enthält gedruckte Versionen der Mammogramme mit
eingeblendeten CAD-Markierungen. Im klinischen Einsatz würde der Radiologe
einen zweiten Blick ("SecondLook") auf die Mammogramme werfen, die CADMarkierungen entsprechen. Auf der Grundlage dieser erneuten Beurteilung der
Mammogramme würde der Radiologe entscheiden, ob eine weitere Abklärung
erforderlich ist. Wären keine CAD-Markierungen vorhanden, wäre keine
Neubeurteilung der Mammogramme notwendig. Entscheidungen für nähere
Untersuchungen basieren jedoch nicht ausschließlich auf den CADMarkierungen. Diesbezügliche Entscheidungen basieren stattdessen auf der
Begutachtung der Mammogramme, unterstützenden klinischen Informationen
und den CAD-Markierungen durch den Radiologen.
3
Auf der dritten Seite befindet sich dann eine Zusammenfassung des Falles mit
der Vorgeschichte, den mammographischen Befunden und der resultierenden
Pathologie. Ein Pfeil zeigt die Stelle des Tumors in gedruckten Versionen des
Mammogramms an.
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4.2
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Beispielfall
Fallgeschichte und Mammogramme
Vorgeschichte: 62-jährige Frau mit tastbarer Verdichtung im oberen äußeren
Quadranten der rechten Brust. Keine familiäre Vorgeschichte mit Brustkrebs.
Achtung: Im klinischen Einsatz wird die erste MammographieBegutachtung durchgeführt und die erste Entscheidung über eine weitere
Abklärung getroffen.
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Mammogramme mit CAD-Markierungen
Hinweis: Auf der Befundungsworkstation werden möglicherweise andere
Symbole als Rechtecke (Verkalkungen) und Ellipsen (Verdichtungen) für die
CAD-Markierungen verwendet.
Achtung: Im klinischen Einsatz werden die suspekten Bereiche, die durch
die CAD-Markierungen hervorgehoben wurden, mithilfe der Befundungsworkstation erneut ausgewertet. Aufgrund dieser Neubewertung der
Mammogramme trifft der Radiologe die endgültige Entscheidung über eine
weitere Abklärung.
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Zusammenfassung des Falls
Vorgeschichte: 62-jährige Frau mit tastbarer Verdichtung im oberen äußeren
Quadranten der rechten Brust. Keine familiäre Vorgeschichte mit Brustkrebs.
Mammographische Befunde: Eine 3 cm große abgegrenzte Verdichtung mit
teilweise verdeckten Rändern in der rechten Brust bei 10 Uhr (auf dem
Ultraschall als Zyste erkennbar). Lineare Verteilung polymorpher
Verkalkungen in der rechten Brust bei 2 Uhr posterior.
Pathologie: duktales In-situ-Karzinom (Stelle durch Pfeil angezeigt).
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5 Zusammenfassung
Der Radiologe verwendet die SecondLook Digital CAD-Markierungen in der
Mammographie gemäß der folgenden Schritte:
24
1
Der Radiologe begutachtet zunächst die digitalen Agfa-Mammogramme ohne
die Anzeige der CAD-Markierungen nach seinen bisherigen Verfahren in der
klinischen Praxis. Bevor die CAD-Markierungen auf der Befundungsworkstation eingeblendet werden, wird eine erste Entscheidung darüber
getroffen, ob eine weitere Untersuchung angezeigt ist.
2
Der Radiologe blendet die CAD-Markierung auf der Befundungsworkstation ein
und betrachtet sie, nachdem er aufgrund seiner ersten Begutachtung der
Patienten-Mammogramme entschieden hat, ob eine nähere Untersuchung
angezeigt ist.
3
Der Radiologe wirft einen zweiten Blick ("SecondLook") auf die
Mammogramme, die CAD-Markierungen zeigen. Auf der Grundlage dieser
erneuten Beurteilung der Mammogramme entscheidet der Radiologe, ob eine
weitere Abklärung erforderlich ist. Sind keine CAD-Markierungen vorhanden,
ist keine Neubeurteilung der Mammogramme notwendig. Entscheidungen für
weitere Untersuchungen basieren jedoch nicht ausschließlich auf den CADMarkierungen. Diesbezügliche Entscheidungen basieren stattdessen auf der
Begutachtung der Mammogramme, unterstützenden klinischen Informationen
und den CAD-Markierungen durch den Radiologen.
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6 Literaturhinweise
1
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