Technisches Manual ELEKTRONISCHER

Technisches Manual ELEKTRONISCHER
Technisches Manual
ELEKTRONISCHER MÜNZPRÜFER
EMP 8x0.02 v4
- Version 1.2 -
wh Münzprüfer Dietmar Trenner GmbH
Teltower Damm 276
D - 14167 Berlin
Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
0.
wh Münzprüfer Dietmar Trenner GmbH, Germany
Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie zu jeder Zeit die Sicherheitshinweise während des Betriebes, der Wartung sowie
der Reparatur von elektronischen Münzprüfern der Gerätefamilie EMP 800. Es werden keine
Garantie- oder sonstigen Ansprüche anerkannt, wenn die entsprechenden Hinweise in dieser
Bedienungsanleitung nicht berücksichtigt werden.
Text und Abbildungen wurden mit größter Sorgfalt erstellt. wh Münzprüfer kann jedoch für eventuell
verbleibende fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder juristische Verantwortung, noch
irgendeine Haftung übernehmen.
Das vorliegende Manual ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte bleiben vorbehalten. Kein Teil
dieses Manuals darf ohne Genehmigung von wh Münzprüfer in irgendeiner Form durch Fotokopie,
Mikrofilm oder andere Verfahren reproduziert oder in eine für die Datenverarbeitung verwendbare
Form übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag sind vorbehalten.
Für Hinweise auf fehlerhafte Angaben und Vorschläge, die dem besseren Verständnis dienen, ist die
Firma wh Münzprüfer jederzeit dankbar.
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Technische Änderungen vorbehalten
EMP8x0.02 v4
wh Münzprüfer Dietmar Trenner GmbH, Germany
Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
Inhalt
0.
Sicherheitshinweise ......................................................................................................2
1.
Einführung ....................................................................................................................5
1.1. Die Gerätefamilie EMP 8x0.02 v4.................................................................................5
1.2. Technische Daten.........................................................................................................6
1.2.1. Der EMP 8x0.02 v4 als Video Stepper ................................................................6
1.2.2. Übersicht EMP 8x0.02 v4 ...................................................................................7
2.
Funktionen des Münzprüfers.........................................................................................8
2.1. Einführung ....................................................................................................................8
2.2. Programmieren von Münzen.......................................................................................10
2.2.1. Kalibrieren ........................................................................................................10
2.2.1.1. Kalibrieren mit wheasy 2 .............................................................................10
2.2.1.2. Kalibrierung mit der Teachmode Funktion (Option /T) .................................11
2.2.2. Clonen (Programmieren ohne Münzen).............................................................13
2.3. Ausgangssignale.........................................................................................................14
2.3.1. Preisleitung.......................................................................................................14
2.3.2. Displayausgang ................................................................................................14
2.3.3. Inventurimpulse (Option /I)................................................................................15
2.3.4. Paralleler Anschlußstecker (ST EMR) ...............................................................15
2.4. Sperrfunktionen ..........................................................................................................15
2.4.1. Generalsperre...................................................................................................15
2.4.2. Münzeinzelsperrung über DIP-Schalter .............................................................16
2.5. Münzwerte ..................................................................................................................17
2.6. Slavekanäle................................................................................................................18
2.7. Münzen zurückgeben..................................................................................................19
2.8. Batteriebetrieb (Option /B) ..........................................................................................19
2.9. Sicherheitsfunktionen .................................................................................................19
2.9.1. Fadentrick.........................................................................................................19
2.9.2. Münzstau ..........................................................................................................20
2.9.3. Zusätzlicher Sensor zur Fadentrickerkennung (Option /Z) .................................20
2.9.4. Bleierkennung (Option /L) .................................................................................20
2.9.5. Überwachung des Rückgabekanals (Option /R).................................................21
2.10. Weitere Optionen...................................................................................................21
2.10.1. Großer Einwurftrichter (Option /F).....................................................................21
3.
Programmierung der Verkaufsoptionen.......................................................................22
3.1. Preiseinstellung über die DIP-Schalter........................................................................23
3.2. Das Rabattsystem.......................................................................................................24
3.3. Impulslänge ................................................................................................................26
3.4. Verkaufsmodi .............................................................................................................27
3.4.1. Einfachverkauf..................................................................................................27
3.4.2. Mehrfachverkauf Typ 1 .....................................................................................27
3.4.3. Mehrfachverkauf Typ 2 .....................................................................................27
3.5. Displaymodi................................................................................................................27
3.5.1. Aufwärtszählen .................................................................................................27
3.5.2. Abwärtszählen ..................................................................................................28
3.5.3. Überzahlung anzeigen ......................................................................................28
4.
Serielle Schnittstelle ...................................................................................................29
4.1. Serieller Anschlußstecker (ST 3).................................................................................29
4.2. SCI Schnittstelle .........................................................................................................29
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5.
Münzprüfer-Label........................................................................................................31
6.
Wartung......................................................................................................................32
7.
Anschluß-Diagramm ...................................................................................................33
8.
EG Konformitätserklärung...........................................................................................34
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1.
Einführung
1.1.
Die Gerätefamilie EMP 8x0.02 v4
Die elektronische Münzprüfer EMP 8x0.02 v4 gibt es in den folgenden
mechanischen Bauformen:
Frontplattenversionen
Standard-Frontplatte
Mini-Frontplatte
Stahl-Frontplatte
EMP 800.02 v4
EMP 890.02 v4
EMP 850.02 v4
für Rahmenmontage
mit Rückgabe vorn
mit Rückgabe hinten
mit Rückgabe seitlich
mit totaler Rückgabe vorn
mit totaler Rückgabe hinten
mit totaler Rückgabe seitlich
EMP 820.02 v4
EMP 830.02 v4
EMP 840.02 v4
EMP 860.02 v4
EMP 870.02 v4
EMP 880.02 v4
EMP 800
EMP890
EMP 850
EMP 820 / 830 / 840
Hinweis:
EMP8x0.02 v4
(F 800)
(F 810)
(F 801)
Die 2. Stelle der Modellbezeichnung beschreibt die jeweilige
mechanische Variante. Die beiden Stellen nach dem Punkt definieren
die elektronische Schnittstelle.
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1.2.
Technische Daten
1.2.1.
Der EMP 8x0.02 v4 als Video Stepper
Der EMP 8x0.02 v4 ist ein Münzprüfer mit einem Stepper für Videospielgeräte.
Die Preiseinstellung, also der Preis für ein Spiel erfolgt binär mit einem DIPSchalter als Faktor eines programmierten Wertes (i.d.R. kleinster Münzwert) als
Verrechnungseinheit.
Für eine beliebige Anzahl von Münzkanälen können zusätzlich Rabatte gewährt
werden. Dies erfolgt so, daß sich für diese Münzen die Anzahl der Spiele direkt
am Gerät per DIP-Schalter verändern läßt. Die Impulslänge bzw. –pause wird
ebenfalls per DIP-Schalter eingestellt. Außerdem bietet der EMP 8x0.02 die
Möglichkeit Inventurimpulse zu erzeugen.
Von den 32 verfügbaren Münzkanälen sind 16 Kanäle als Master- und 16 als
Slavekanäle definiert. Die Slavekanäle können den Masterkanälen frei zugeordnet
werden. Sie haben grundsätzlich den gleichen Münzwert wie die Masterkanäle. Im
allgemeinen dienen sie der Programmierung von weiten und engen Einstellungen
oder von abweichenden Münzprägungen.
Der Münzprüfer verfügt über diverse Sicherheitsfunktionen, wie z.B. der Fadenund Münzstauüberwachung sowie über ein Münzverfolgungssystem, welches ihn
sicher gegenüber Manipulationsversuchen macht. Münzstaus oder das
Manipulieren mit Fäden führen zu Alarmmeldungen, die über die parallele
Schnittstelle ausgegeben werden können. Hierzu kann der Münzprüfer,
abweichend vom Industriestandard, mit einem 14 poligen Steckverbinder
ausgerüstet werden, um die dafür notwendigen Ausgangsleitungen zur Verfügung
zu stellen. Die Impulszeit der Alarmmeldungen beträgt mindestens 200
Millisekunden.
Wird während der Verarbeitung einer Münze mittels der Münzlaufüberwachung
eine Manipulation festgestellt, wird in Abhängigkeit von der Position der Münze im
Münzprüfer die Münze abgewiesen bzw. kein Kredit gewährt.
Die Programmierung der elektronischen Münzprüfer der Serie EMP 800 v4 erfolgt
über die serielle Schnittstelle. Hierfür steht die WindowsTM Software wheasy 2 zur
Verfügung.
Hinweis:
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Änderungen und Weiterentwicklungen der Münzprüfer der Serie EMP
800 v4 sowie der Programmiersoftware wheasy 2, welche dem
technischen Fortschritt dienen sind ausdrücklich vorbehalten.
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1.2.2.
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Übersicht EMP 8x0.02 v4
Münzannahme
32 Münzkanäle, davon 16 Master- und 16 Slavekanäle
Sperrfunktion
Gesamtsperrung durch den Automaten, Einzelsperrung von 16
Münzen bzw. Münzgruppen durch DIP Schalter. Die 16 Sperrschalter
für die Einzelsperrung können den 32 Münzkanälen frei zugeordnet
werden, wobei jedem Münzkanal maximal zwei Sperrschalter
zugeordnet werden können.
Ausgangssignale
open collector Ausgänge
Der Wert für die Ausgabe eines Verkaufsimpulses ist mit einem DIPSchalter einstellbar. Für die Rabattgewährung können Sonderkanäle
festgelegt werden. Für diese Sonderkanäle kann mit 2 DIPSchaltergruppen von jeweils 4 Schaltelementen die Anzahl der
Ausgangsimpulse direkt eingestellt werden. Die Impulslänge ist,
ebenfalls über DIP-Schalter, stufenweise zwischen 20 ms und 200 ms
anpaßbar.
Inventurimpulse
optional können auf PIN 6 des EMR-Steckverbinders Inventurimpulse
ausgegeben werden, deren Wert, ähnlich wie bei der Preiseinstellung,
einem programmierten Verrechnungswert und deren Anzahl dem
Wert des angenommenen Geldes entspricht. Die Impuls und die
Pausenzeit kann zwischen 1 ms und 255 ms eingestellt werden.
Standard: 50 ms
Rückgabe
Bei Betätigung des Rückgabehebels erzeugt der Münzprüfer auf der
Rückgabeleitung ein „LOW“ aktives Ausgangssignal.
Anschluß an den Automaten
10-poliger Buchsenstecker mit Kodiernase für Flachbandkabel
(ähnlich DIN 41651)
Betriebsspannung
8 V bis 16 V DC
Stromaufnahme
Maximal 40 mA standby, bei Münzannahme kurzzeitig 350 mA. Bei
Batteriebetrieb liegt die Stromaufnahme im Ruhezustand unter 0,1
µA.
Temperaturbereich
+10°C bis +70 °C
Feuchteklasse
gem. DIN 40040:F
Münzgrößen
maximaler Durchmesser x maximale Dicke 31,5 x 3,2 mm
Einbaumaße
Höhe x Breite x Tiefe: 102 x 54 x 93,5 mm (ohne Frontplatte)
Optionen
/B
/E
/F
/I
/L
/P
/R
/T
/Z
EMP8x0.02 v4
Batteriebetrieb
erweiterter Temperatur- und Feuchtigkeitsbereich von
–20°C bis +70°C, Feuchteklasse E/D
großer Einwurftrichter
Inventurimpuls
Bleierkennung
ohne Rückgabesignal
2. Lichtschranke zur Überwachung des Münzrückgabekanals
Teachmode (2 Münzkanäle aktiviert)
zusätzlicher Sensor zur Fadentrickerkennung
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2.
Funktionen des Münzprüfers
2.1.
Einführung
Dieses Kapitel beinhaltet die vorbereitenden Maßnahmen zur Programmierung
des EMP 800 v4. Bitte beachten Sie die möglichen Gefahren bei der Installation,
bevor Sie an den Geräten Veränderungen durchführen.
Wir möchten darauf hinweisen, daß Sie sämtliche Einstellungen an elektronischen
Münzprüfgeräten auch von uns direkt oder von einem autorisierten "wh
Münzprüfer Servicecenter" durchführen lassen können.
Hinweis:
Der Automat sowie der Münzprüfer führen Strom. Schalten Sie den
Strom ab, bevor Sie Verbindungen herstellen bzw. lösen oder
sonstige Arbeiten durchführen.
Münzprüfer der Generation v4 lassen sich grundsätzlich nur mit der wheasy
Software ab Version 2.00 programmieren!
Im vorliegenden Manual wird hinsichtlich der Programmierung des Münzprüfers
davon ausgegangen, daß das Manual für die Programmiersoftware wheasy 2
vorliegt und Sie sich mit der Bedienung des Programms vertraut gemacht haben.
Es wird daher nur soweit auf die Programmiersoftware eingegangen, wie es für die
Beschreibung der Münzprüferfunktionen erforderlich ist.
Zur Programmierung der Gerätefamilie EMP 800 v4 ist es erforderlich, den
Münzprüfer und den zur Software gehörenden Schnittstellenkonverter mit Strom
zu versorgen. Hierfür steht Ihnen das universelle Netzgerät N 780 zur Verfügung.
Zur Programmierung und zum Testen des EMP 800 v4 sollte die
Ausgangsspannung des Netzteiles mit Hilfe des Wahlschalters auf 12 Volt
eingestellt werden. Der Münzprüfer ist gemäß der Abb. 1 mit den zur Software
gehörenden Kabeln über das Netzteil N 780 mit dem Schnittstellenkonverter zu
verbinden. Der Konverter wird an einem freien COM Port Ihres Computers
angeschlossen.
Soll direkt im Automaten programmiert werden, so kann der Münzprüfer auch
ohne das Netzteil mit dem PC verbunden werden (Abb. 2). Hierfür ist zusätzlich
das Kabel K818/1800 erforderlich (nicht im Lieferumfang von wheasy enthalten).
N 780
N 780
on
1 2 3 4 5 6 7 8
on
1 2 3 4 5 6 7 8
EMP 800
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Abb. 1
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Anschluß des Münzprüfers über das Netzteil N 780 an den PC
Automat
on
1 2 3 4 5 6 7 8
on
1 2 3 4 5 6 7 8
EMP 800
SV
Abb. 2
Hinweis:
Anschluß eines im Automaten befindlichen Münzprüfers an den PC
Jeder von uns gelieferte Münzprüfer ist bei der Auslieferung
vollständig programmiert und getestet und somit für seinen Einsatz
vorbereitet. Bevor Sie Veränderungen durchführen, sollten Sie sich
die werksseitige Einstellung zu Ihrer eigenen Sicherheit stets notieren
oder auf der Festplatte Ihres PC unter einem geeigneten Dateinamen
(z.B. Seriennummer des Münzprüfers) speichern. Hierzu müssen Sie
den Münzprüfer zunächst auslesen (siehe Manual wheasy 2).
Bitte beachten Sie auch die Informationen auf der Abdeckung des
Münzprüfers.
Während der Programmierung sollte der Münzprüfer ruhig und
lagerichtig stehen. Die Unterseite des Münzprüfers sollte sich in
horizontaler Lage befinden. Die besten Programmierergebnisse
erzielen Sie in der im Automaten verwendeten Aufnahme. Alternativ
steht Ihnen der Programmierständer T 800 zur Verfügung.
Nachfolgend werden alle Funktionen des Münzprüfers anhand seiner
Programmierung mit Hilfe der WindowsTM Software wheasy 2 erläutert. Jede
Funktion wird in einem eigenen Kapitel dargestellt, so daß sie im
Inhaltsverzeichnis dieses Manuals leicht wiederzufinden ist.
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2.2.
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Programmieren von Münzen
Der elektronische Münzprüfer EMP 800 v4 bietet verschiedene Möglichkeiten die
Annahme von Münzen zu programmieren.
Mit Hilfe der Kalibrier Funktion wird der Münzprüfer durch den Einwurf von
Münzen für die Annahme neuer Münzen eingestellt. Dabei „lernt“ der Münzprüfer
die Münzparameter inklusive der zugehörigen Toleranzen. Die Kalibrierung kann
über den PC mit der Programmiersoftware wheasy 2 oder direkt am Automaten
mit der Teachmode Funktion (Vor-Ort-Programmierung) erfolgen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Übertragung eines kompletten Datensatzes für die
zu programmierende Münze über den PC zum Münzprüfer. Diese Möglichkeit wird
im nachfolgenden als Cloning Funktion bezeichnet und bietet darüber den Vorteil,
daß das Einwerfen von Münzen entfallen kann. Zur Durchführung der Cloning
Funktion muß ein aktueller Datensatz für die jeweilige Münze zur Verfügung
stehen. Diese sollten in der Regel via Internet von wh Münzprüfer angefordert
werden.
Mit der Cloning Funktion von wheasy 2 können Datensätze aus einem neuen
Gerät in vorhandene Münzprüfer transferiert werden. Damit können alle
Münzprüfer gleichmäßig eingestellt oder auf eine neue Währung umgestellt
werden.
2.2.1.
Kalibrieren
2.2.1.1.
Kalibrieren mit wheasy 2
Unter dem Menüpunkt „Bearbeiten“ findet sich die Funktion „Kalibrieren“. Sie kann
auch direkt über die Funktionstaste <F4> aktiviert werden. Nach dem Aufruf der
Funktion öffnet sich das folgende Fenster:
Abb. 3
Auswahlfenster für den Münzkanal zur Kalibrierung
Unter Kanal wird zunächst der zu kalibrierende Münzkanal ausgewählt. Falls in der
geladenen Datei zum ausgewählten Münzkanal ein Währungseintrag existiert, wird
dieser rechts von der Kanalnummer angezeigt.
Hinweis:
Im Fenster wird immer der Währungseintrag angezeigt, welcher in
der geladenen Datei zu diesem Münzkanal hinterlegt ist. Daher wird
auch nur dann der richtige Währungseintrag angezeigt, wenn die für
den angeschlossenen Münzprüfer zugehörige Datei geladen wurde.
Nach Auswahl des Münzkanals öffnet sich das eigentliche Kalibrierfenster. Der in
der Datei für den ausgewählten Münzkanal eingestellte Kalibriermodus ist hierbei
zunächst aktiviert, kann aber bis zum Abschluß der Kalibrierung jederzeit
verändert werden.
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Abb. 4
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Kalibrierfenster für EMP 800 v4 Münzprüfer
Der Kalibriermodus “fix“ ist nur für Münzkanäle und Münzen vorgesehen, für die in
der Datei bereits eine Grundeinstellung existiert. Für welche Münzen dies zutrifft,
ist im Programm wheasy 2 unter dem Menüpunkt „Münzübersicht“ zu sehen (siehe
Manual wheasy 2). Der Kalibriermodus “fix“ liefert bei diesen Münzen in der Regel
die besten Programmierergebnisse.
Bei den Kalibriermodi “eng“, “mittel“ und “weit“ stellen sich die Toleranzen auf
Grund der ermittelten Meßwerte der eingeworfenen Münzen automatisch ein. Sie
eignen sich daher besonders für die Kalibrierung von neuen Münzen oder
Wertmarken, für die in der geladenen Datei bisher kein Datensatz existiert.
Mit den einzelnen Kalibriermodi wird folgende Münzannahmequalität erzielt:
eng
ca. 95%,
mittel
ca. 98%,
weit
ca. 99%.
Die Annahmequalität von Münzen am Automaten kann von diesen Angaben
abweichen. Die Abweichungen sind um so größer, je weniger der beim Kalibrieren
verwendete Münzsatz die tatsächliche Toleranzbreite der Umlaufmünzen
repräsentiert.
Die Anzahl der in den Münzprüfer bereits eingeworfenen Münzen und
Gesamtanzahl der einzuwerfenden Münzen wird im Kalibrierfenster angezeigt.
Gesamtanzahl der zum Programmieren erforderlichen Münzen wird durch
Datei vorgegeben. Nach Einwurf der vorgegebenen Münzanzahl wird
Kalibrierung des Kanals automatisch beendet. Im Anschluß kann entweder
weiterer Münzkanal gewählt oder die Kalibrierung beendet werden.
2.2.1.2.
die
Die
die
die
ein
Kalibrierung mit der Teachmode Funktion (Option /T)
Optional kann der Münzprüfer mit aktivierter Teachmode Funktion (Vor-OrtProgrammierung) geliefert werden. Ab Werk kann der Teachmode für maximal 14
Münzkanäle freigegeben werden. Für die Programmierung mit der Teachmode
Funktion wird kein PC benötigt, da die gesamte erforderliche Software im
Münzprüfer integriert ist.
Die Teachmodefunktion wird mittels der Sperrschalter aktiviert. Die Sperrschalter
befinden sich auf der Leiterplatte des Münzprüfers. Über Durchbrüche in der
Abdeckhaube sind zwei Reihen von DIP-Schaltern zugänglich. In der obere Reihe
befinden sich die Preis- und in der unteren Reihe die Sperrschalter.
Die Teachmode Funktion wird über Sperrschalter Nr. 8 (linker Sperrschalterblock)
aktiviert, indem dieser in Stellung „ON“ geschaltet wird. Der Sperrschalter Nr. 7
dient zur Umschaltung zwischen weiten und engen Toleranzen. In der Stellung
„ON“ wird mit engen Toleranzen kalibriert.
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Um mit der Kalibrierung zu beginnen, wird als nächstes der Münzkanal
ausgewählt. Dies erfolgt ebenfalls über die Sperrschalter („ON“), wobei der erste
Sperrschalter des linken Sperrschalterblocks dem Münzkanal 1 und der achte
Sperrschalter des rechten Sperrschalterblocks dem Münzkanal 16 zugeordnet ist.
Bei der Auswahl des Münzkanals über die DIP Schalter, werden nur
Schalterbewegungen nach der Aktivierung des Teachmode über Sperrschalter 8
berücksichtigt. Daher ist es nicht erforderlich zunächst alle Sperrschalter in
Stellung „OFF“ zu schalten.
Da die Sperrschalter 7 und 8 des linken Sperrschalterblocks bereits für die
weit/eng - Umschaltung bzw. für die Aktivierung des Teachmodes verwendet
werden, können die Münzkanäle 7 und 8 nicht mit der Teachmode Funktion
kalibriert werden.
Hinweis:
Für Münzprüfer mit der Option Teachmode, stehen für die
Münzeinzelsperrung nur 15 Sperrschalter zur Verfügung. Sobald der
Teachmode aktiviert ist, nimmt er keine Münzen an.
Das nachfolgende Beispiel zeigt Anordnung der DIP Schalter und ihre Einstellung
für das Teachen des Kanal 15 mit engen Toleranzen.
Abb. 5
Beispiel DIP-Schalterstellung für Teachen Kanal 15 mit engen
Toleranzen
Im folgenden wird die Kalibrierung mit aktiviertem Teachmode für Münzprüfer mit
der Werks-Standardeinstellung dargestellt:
1. Der Münzprüfer ist so konfiguriert, daß sich nur die Münzkanäle 15 und 16
(Münzprüferausgangsleitung 5 und 6) teachen lassen.
2. Die Einschaltung des Teach Modes erfolgt mit dem Sperrschalter Nr. 8 (ON).
Bei Münzprüfern mit Batteriebetrieb muß zusätzlich eine Münze eingeworfen
werden; der Münzprüfer bleibt so lange eingeschaltet wie der Teach Mode
aktiv ist.
3. Wird zusätzlich der Sperrschalter Nr. 7 eingeschaltet, so erfolgt das Teachen
mit engen Toleranzen.
4. Die Sperrschalter Nr. 15 und Nr. 16 sind für die Aktivierung des Teachens
der Münzkanäle 15 bzw. 16 vorgesehen. Sie müssen bei Einschaltung des
Teach Modes ausgeschaltet sein (OFF), da sie ansonsten von der MünzprüferSoftware ausgeblendet werden.
5. Werden Sperrschalter für Münzkanäle aktiviert (ON), für die der Teach Mode
nicht freigegeben wurde, so zieht der Weichenmagnet dreimal kurzzeitig an,
um auf die Fehlbedienung hinzuweisen.
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6. Für die Programmierung im Teach Mode ist der Einwurf von mindestens 10
Münzen bzw. Wertmarken erforderlich. Wird die Programmierung nach
Einwurf einer ausreichenden Anzahl von Münzen durch Zurücksetzen des
Schalters Nr. 15 bzw. Nr. 16 erfolgreich beendet, so zieht der Weichenmagnet
einmal kurzzeitig an.
7. Werden vom Münzprüfer Überschneidungen der neuprogrammierten Münze
mit den bereits vorhandenen Münzkanälen festgestellt, so zieht der
Weichenmagnet zweimal kurzzeitig an und es erfolgt keine Übernahme der
Daten in den Speicher des Münzprüfers.
8. Wurden zu wenig Münzen eingeworfen, so erfolgt kein Signal durch den
Weichenmagneten und auch keine Datenübernahme in den Speicher des
Münzprüfers.
9. Aus Sicherheitsgründen bewertet der Münzprüfer die beim Teachen
ermittelten Meßwerte schon dann als Überschneidung mit vorhandenen
Münzkanälen, wenn nicht bei wenigstens einem Meßparameter ein
ausreichender Sicherheitsabstand von mehr als 5 Punkten zwischen den
Grenzen der Annahmebänder erreicht wird. Sollte eine Programmierung mit
der Einstellung „weit“ (Sperrschalter Nr. 7 auf OFF) nicht erfolgreich sein, so
kann eine Programmierung mit engen Toleranzen noch möglich sein.
10. Der Teach Mode wird beendet, indem der Sperrschalter Nr. 8 ausgeschaltet
wird (OFF). Bei ausgeschaltetem Teach Mode stehen bis auf den
Sperrschalter Nr. 8 alle anderen Sperrschalter für die Münzeinzel- bzw.
Gruppensperrung zur Verfügung.
2.2.2.
Clonen (Programmieren ohne Münzen)
Das Clonen ist die einfachste Methode um Münzen zu programmieren. Bei diesem
Programmierverfahren werden lediglich Dateien vom PC zum Münzprüfer
übertragen. Mit der Cloning Funktion ist es auch möglich, einmal aufgenommene
Programmierdaten in andere Münzprüfer zu übertragen, mit annähernd
identischem Ergebnis hinsichtlich Münzannahmequalität und Fremdgeldtrennung.
Dabei ist es unerheblich, ob das Clonen mittels eines originalen wh Datensatzes
erfolgt oder ob die Programmierdaten zuvor aus einem anderen Münzprüfer
ausgelesen und als Datei im PC gespeichert wurden.
Voraussetzung für die Cloning Funktion ist lediglich, daß das Meßsystem für die
Erstellung des Datensatzes mit den Meßsystemen der zu clonenden Münzprüfer
übereinstimmen. wheasy 2 vergleicht automatisch vor dem Clonen die
Meßsystemkonfiguration des angeschlossenen Münzprüfers mit den Einstellungen
der geladenen Datei. Das Clonen wird nur durchgeführt, wenn eine
Übereinstimmung festgestellt wurde.
Sollte wheasy 2 das Clonen eines Münzprüfers nicht ausführen, so ist für den
angeschlossenen Münzprüfer ein anderer Datensatz erforderlich.
Nach dem Laden des Datensatzes und dem Anschluß des Münzprüfers an den PC
wird die Cloning Funktion über das Menü „Datei“ – „EMP clonen“ oder direkt über
den Button
in der Werkzeugleiste aktiviert.
Nach Auswahl der Funktion „EMP clonen“ öffnet sich folgendes Auswahlfenster:
EMP8x0.02 v4
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Abb. 6
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Auswahlfenster „EMP clonen“
Ist der Dateiname der geladenen Datei identisch mit dem Namen der Datei, mit
der der Münzprüfer im Werk programmiert wurde, so besteht hier die zusätzliche
Möglichkeit, nur einzelne Münzkanäle zu clonen (selektives Clonen).
Das selektive Clonen sollte dann durchgeführt werden, wenn die Einstellung für
nur eine bestimmte Münze verändert oder eine Wertmarke zusätzlich
programmiert werden soll. Das gleiche gilt auch für Münzprüfer mit mehreren
Währungen. Soll die Einstellung für die Landeswährung (DEM) unverändert
bestehen bleiben und Daten für die Euro-Münzen aktualisiert werden, so ist in
diesem Beispiel die Option „Ausgewählte Münzen“ und die Checkbuttons für die
Euro Münzen zu aktivieren.
Nach Bestätigung mit „OK“ dauert der eigentliche Vorgang des Clonens ca. 15
Sekunden.
2.3.
Ausgangssignale
Alle Ausgangsleitungen des Münzprüfers am EMR Stecker sind open collector
Ausgänge. Sie können mit maximal 30 V und 30 mA belastet werden.
2.3.1.
Preisleitung
Der Münzprüfer verfügt über eine Preisleitung, die aktiviert wird, wenn der, über
den Preisschalter eingestellte, Verkaufspreis durch Münzeinwurf erreicht wurde.
PIN 9 des EMR-Steckers ist der Preis-Ausgang.
2.3.2.
Displayausgang
Der EMP 8x0.02 v4 verfügt über die Möglichkeit, am EMR Stecker ein Display
anzuschließen. Die Firma wh Münzprüfer bietet hierfür das D801 an. Für die
Displayansteuerung steht die data Leitung (EMR-Stecker PIN 3), die select Leitung
(EMR-Stecker PIN 5) und die clock Leitung (EMR-Stecker PIN 7) zur Verfügung.
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2.3.3.
Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
Inventurimpulse (Option /I)
Der EMP 8x0.02 v4 stellt optional Inventurimpulse für den eingeworfenen
Münzbetrag zur Verfügung Diese dienen der Speicherung bzw. der Zählung von
akzeptierten Münzbeträgen. Die Impuls- bzw. die Impulspausenzeiten können
separat programmiert werden und liegen im Bereich von 1 bis 255 ms.
Werksmäßig ist ein Verhältnis von 50 ms zu 50 ms vorgesehen. Der
Inventurimpuls wird an PIN 6 EMR Steckers ausgegeben.
Mit Hilfe von wheasy 2 kann die Funktion Inventurimpulse aktiviert werden. Die
entsprechende Checkbox befindet sich unter „Konfiguration“ – „B-Werte“, auf der
Registerkarte „Quittierung“. Der Wert, für den ein Inventurimpuls erzeugt werden
soll, wird unter „Bearbeiten“ – „Münzwerte“ im Eingabefeld „Verrechnungswert“
eingestellt.
Hinweis:
2.3.4.
Beim Vorgängermodel EMP 800 v3 entsprach der Verrechnungswert
der kleinsten programmierten Münze. Der EMP 800 v4 bietet die
Möglichkeit einen davon abweichenden höheren Wert einzustellen.
Die eingeworfenen Münzen werden intern addiert und die Ausgabe
des Inventurimpulses erfolgt jeweils nach Erreichen des
Verrechnungswertes.
Paralleler Anschlußstecker (ST EMR)
Als Steckverbinder für die parallele Automatenschnittstelle verfügt der EMP 800
v4 über eine 10-polige Stiftwanne für Buchsenstecker mit Codiernase gemäß DIN
41651. Der Steckverbinder hat die folgende Anschlußbelegung:
PIN Nr.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
2.4.
Anschluß
Ausgang Rückgabe (LOW aktiv)
Eingang Generalsperre
Display „data“
GND
Display „select“
Inventurleitung
Display „clock“
Löschen & Kassieren
Preisleitung
UB
Sperrfunktionen
Der Münzprüfer verfügt über verschiedene Möglichkeiten Münzen zu sperren. Die
Generalsperre erlaubt eine vollständige Sperrung der Münzannahme durch den
Automaten. Einzelne Münzen oder Münzgruppen werden direkt über die 16
Dipschalter am Münzprüfer gesperrt bzw. freigegeben. Die Dipschalter sind über
die Durchbrüche in der Münzprüferabdeckung einfach zugänglich.
2.4.1.
Generalsperre
Die Generalsperre wird über den 10-poligen EMR-Stecker (PIN 2) aktiviert.
Standardmäßig erfolgt die Generalsperre mit LOW, bei offenem Eingang werden
Münzen angenommen.
Die Arbeitsweise der Sperrfunktion kann frei programmiert werden. Die
Programmierung erfolgt über wheasy 2 unter dem Menüpunkt „Konfiguration“ – „BWerte“, Registerkarte „Betriebsart“. Auf dieser Registerkarte befinden sich die
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beiden Checkboxen „ Mainblocking mit “0“ “ und „Generalsperre bei offenem
Eingang“. Die nachfolgende Tabelle, zeigt alle möglichen Zustände des
Münzprüfereingangs „Generalsperre“, die je nach Programmierung den
Münzprüfer sperren können.
aktive Checkboxen
Mainblocking mit
„0“
Eingang „Generalsperre“
Generalsperre bei
offenem Eingang
HIGH
LOW
TRISTATE
X
X
X
X
X
Tabelle 1
X
X
X
X
X
aktive Generalsperre in Abhängigkeit von der Programmierung des
Münzprüfers
Erwähnt werden soll in diesem Zusammenhang noch, daß sowohl die Rückgabe(PIN 1 des EMR-Steckers), als auch die Lösch- und Kassierleitung (PIN 8 des
EMR-Steckers) den Münzprüfer sperren.
2.4.2.
Münzeinzelsperrung über DIP-Schalter
Der Münzprüfer verfügt für die Münzeinzelsperrung über 16 Sperrschalter. In der
Schalterstellung „OFF“ ist die Sperrung nicht aktiv und die zugeordneten Münzen
werden angenommen. In der Schalterstellung „ON“ werden die Münzen gesperrt.
Die 16 Sperrschalter können den 32 Münzkanälen frei zugeordnet werden, wobei
jeder Münzkanal maximal 2 Sperrschalter erhalten kann. Somit ist es möglich,
falls Münzprüfer für mehr als eine Währung programmiert sind, z.B. die
Sperrschalter 1 bis 12 für die Münzeinzelsperrung und die Sperrschalter 13 bis 16
für eine vollständige Währungssperrung zu verwenden. Dieses Vorgehen erlaubt
eine optimale Ausnutzung aller verfügbaren Sperrschalter und eine einfache
Umschaltung des Münzprüfers von der Annahme der einen auf eine andere
Währung bzw. eine parallele Verarbeitung mehrerer Währungen.
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Anordnung der Sperrschalter und ihre
Numerierung.
Die untere Schalterposition entspricht der
Schalterstellung „OFF“, die obere der
Schalterstellung „ON“. Im nebenstehenden
Beispiel sind alle Münzen gesperrt, denen die
Sperrschalter 7, 8 und 15 zugeordnet sind.
Abb. 7
Sperrschalteranordnung
Die
Programmierung
der
Sperrschalterzuordnung
erfolgt
mit
der
Programmiersoftware wheasy 2 und ist im „Technischen Manual wheasy 2“
beschrieben.
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2.5.
Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
Münzwerte
Für jede programmierte Münze ist im Münzprüfer ein Münzwert hinterlegt. Dieser
Wert wird für die Kreditberechnung und für die Ausgabe der Inventurimpulse
benötigt. Der Münzwert dient auch der Übersicht bei der Programmierung mit
wheasy 2 über die programmierten Münzen und die Kanalbelegung.
Es können 16 verschiedene Münzwerte für die Masterkanäle programmiert
werden. Die Slavekanäle haben immer den gleichen Münzwert, wie der
zugeordnete Masterkanal.
Die Funktion „Münzwerte“ ist im Menüpunkt „Bearbeiten“ enthalten. Hier können
die Werte der Münzen für die einzelnen Münzkanäle festgelegt und verändert
werden. Dabei ist zu beachten, daß nur ein Teil, der unter dieser Funktion
festzulegenden Parameter im Münzprüfer gespeichert werden. Der andere Teil ist
lediglich Bestandteil der Programmdatei und dient der besseren Übersicht beim
Arbeiten mit wheasy 2.
Abb. 8
Fenster der Funktion „Münzwerte“
Die einzelnen Felder haben dabei folgende Bedeutung:
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•
V.Wert (Verrechnungswert)
Der Verrechnungswert wird im Münzprüfer gespeichert. Es ist der Wert, den
der Automat bei der Ermittlung des Kredites und der Münzprüfer für die
Berechnung der jeweiligen Inventurimpulsanzahl verwendet.
•
Wert (tatsächlicher Münzwert)
Der „Wert“ wird im EMP nicht gespeichert. In bestimmten Fällen ist es
wünschenswert, einer Münze für die Kreditberechnung einen anderen V.Wert
zuzuordnen, als den eigentlichen Münzwert, z.B. zur Rabattgewährung beim
Einwurf höherwertiger Münzen. In derartigen Fällen wird der „Wert“ beim
Arbeiten mit wheasy 2 benötigt, um die tatsächlich einprogrammierten
Münzsorten sichtbar zu machen.
•
Währg. (Währung)
Die Währungsangabe wird nicht im Münzprüfer gespeichert. Es ist jedoch für
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das Arbeiten mit wheasy 2 wichtig, die Währung für jeden Münzkanal
aufzuführen, da Münzprüfer auch für die Annahme mehrerer Währungen
programmiert sind.
•
Bem. (Bemerkungen)
Die Eintragungen unter Bemerkungen werden ebenfalls nicht im Münzprüfer
gespeichert. Sie dienen der besseren Übersichtlichkeit beim Arbeiten mit
wheasy 2. Hier werden ergänzende Informationen wie „weit“ oder „eng“, „alt“
oder „neu“, „bis 74“ oder „64-76“ etc. vorgenommen.
•
TM (Teachmode)
Wenn für den betreffenden Münzkanal der Teachmode aktiviert ist, das heißt
wenn eine Kalibrierung über die DIP-Schalter aktiviert werden kann, so enthält
die betreffende Checkbox ein „√
√ “.
Links neben der „TM“ Checkbox ein Sternchen zu sehen sein. Dieses Sternchen
weist darauf hin, daß für den betreffenden Münzkanal noch ein Slavekanal
existiert (siehe auch unter 2.6 Slavekanäle)
Im unteren Teil des Fensters gibt es ein gesondertes Feld, welches mit
„Skalierung“ überschrieben ist. Die hier einstellbaren Parameter haben folgende
Bedeutung:
2.6.
•
Skalierungsfaktor
Der Skalierungsfaktor wird bei Automaten, die mit dem Münzprüfer auf der
Grundlage des seriellen MDB-Protokolls kommunizieren, zur Übertragung der
im Münzprüfer enthaltenen Münzwerte nach einer Status-Abfrage benötigt.
Beim EMP 8x0.02 v4 hat dieser Wert nur für Testfunktionen mit wheasy 2
Bedeutung.
•
Dezimalstellen
Die Angabe der Dezimalstellen wird ebenfalls für die Status-Abfrage der
Münzwerte beim MDB-Protokoll benötigt und hat daher beim EMP 8x0.02 v4
ebenfalls nur für Testfunktionen mit wheasy 2 Bedeutung.. Der hier
eingetragene Wert übermittelt bei MDB Geräten dem Automaten-Controller,
wieviele Dezimalstellen des übertragenen Münzwertes als Nachkommastellen
zu bewerten sind.
•
Verrechnungswert
Mit dem Verrechnungswert wird für die Erzeugung von Inventurimpulsen der
Wert eines Impulses festgelegt.
•
Der Schalter „Test“
Nach Betätigung dieses Schalters prüft wheasy 2, ob mit dem eingestellten
Skalierungsfaktor und der Angabe der Dezimalstellen 8 Bit Münzwerte für die
MDB-Statusabfrage gebildet werden können.
•
Der Schalter „Vorschlag“
Nach Betätigung dieses Schalters versucht wheasy 2 einen Skalierungsfaktor
und einen Wert für die Angabe der Dezimalstellen zu finden. Ist dies nicht
möglich, z.B. weil die Differenz zwischen dem kleinsten und dem größten
Münzwert größer als 255 ist, so erfolgt eine entsprechende Fehlermeldung.
Slavekanäle
Die Münzprüfer ab der Gerätegeneration v4 verfügen zusätzlich zu den 16
sogenannten Masterkanälen über 16 Slavekanäle (Münzkanäle 17 bis 32). Die
Slavekanäle können eigene Einstellungen für Meßwerte von Münzen und auch
eigene Sperrschalter haben; sie sind den Masterkanälen beliebig zuzuordnen.
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Dabei lassen sich einem Masterkanal auch mehrere Slavekanäle (bis zu 16)
zuordnen. Die Zuordnung erfolgt über wheasy 2 unter „Bearbeiten“ –
„Slavekanäle“ und ist im zugehörigen Manual beschrieben.
Die Slavekanäle haben mit ihren Masterkanälen immer den Münzwert
gemeinsam.
2.7.
Münzen zurückgeben
Mit dem EMP 800 v4 können Münzen vermessen und quittiert, die Münzen aber
über die Rückgabe wieder ausgegeben werden. Diese Funktion wird z.B. für
Prüfjetons eingesetzt oder um einem bestimmten Personenkreis (z.B.
Betriebsangehörigen) kostenlose Leistungen zur Verfügung zu stellen.
Auch die Einstellung dieser Funktion ist im Manual für wheasy 2 beschrieben. Sie
wird unter „Bearbeiten“ – „Sortierschächte“ vorgenommen.
2.8.
Batteriebetrieb (Option /B)
Mit der Option Batteriebetrieb ist der Münzprüfer im stand by Betrieb vollständig
abgeschaltet und verbraucht keinen Strom (< 0,1 µA). Bei Einwurf einer Münze
schaltet sich der Münzprüfer automatisch ein. Der Münzprüfer bleibt so lange
eingeschaltet, wie noch Kredit vorhanden ist. Sobald nach einem erfolgten Verkauf
der Kredit vollständig gelöscht wurde, schaltet sich der Münzprüfer selbständig
wieder ab. Wurde der Münzprüfer mit der Einstellung „Zeitlöschung Restkredit“
konfiguriert, so schaltet sich der Münzprüfer nach Ablauf der programmierten
Löschzeit ebenfalls selbständig ab, vorausgesetzt der Restkredit ist kleiner als der
kleinste eingestellte Preis.
Der Batteriebetrieb wird mit wheasy 2 unter „Konfiguration“ – „B-Werte“ in der
Registerkarte „Betriebsart“ aktiviert.
Hinweis:
Für den Batteriebetrieb muß der Münzprüfer mit einer zusätzlichen
Hardware ausgerüstet sein. Dieses ist auf den Typenschild des
Münzprüfers als Option /B sichtbar gemacht.
2.9.
Sicherheitsfunktionen
2.9.1.
Fadentrick
Auch während der Münzprüfer keine Münzen verarbeitet, werden die
Lichtschranken überwacht (Ausnahme: Geräte mit Batteriebetrieb). Wird eine
Münze im Annahmekanal erkannt, ohne daß diese zuvor ordnungsgemäß durch
das Meßsystem gelaufen ist, wird von einer Manipulation ausgegangen
(Zurückziehen von Münzen am Faden). Der Münzprüfer kann diesen Fadentrick
über die Schnittstelle dem Automaten melden (14 poliger EMR-Stecker
erforderlich).
Der
Münzausgangskanal
oder
eine
Kombination
von
Münzausgangskanälen, über die der Fadentrick dem Automaten gemeldet wird,
kann ab Werk programmiert werden. Es stehen hierfür PIN 13 und 14 des EMRSteckers
zur
Verfügung.
Die
Fadentrickmeldung
wird
mit
einer
Mindestimpulsbreite von 200 ms ausgegeben.
Die Meldung „Fadentrick" wird auch über die serielle SCI- Schnittstelle
ausgegeben (siehe auch unter 3.4.2).
Wird nach Ablauf von 200 ms noch immer eine Münze in der Lichtschranke
festgestellt, so wird die Fehlermeldung erneut gesendet. Eine Münzannahme ist
während dieser Zeit nicht möglich.
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2.9.2.
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Münzstau
Erkennt das Meßsystem das Einlaufen einer Münze, beendet aber die Messung
über Timeout und nicht über den ordentlichen Abschluß der Messung (Münze
verläßt den Münzprüfer über die Quittierungslichtschranke oder die Rückgabe), so
wird dieser Zustand als „Münzstau" interpretiert.
Der Münzprüfer kann die Erkennung eines Münzstaus dem Automaten über die
parallele Schnittstelle melden (14 poliger EMR-Stecker erforderlich). Der
Münzausgangskanal oder die Kombination von Münzausgangskanälen, über die
der Münzstau dem Automaten gemeldet wird, kann ab Werk programmiert
werden. Es stehen hierfür PIN 13 und 14 des EMR-Steckers zur Verfügung. Die
Münzstau Meldung wird mit einer Mindestimpulsbreite von 200 ms ausgegeben.
Die Meldung „Münzstau" wird auch über die serielle SCI- Schnittstelle ausgegeben
(siehe auch unter 3.4.2). Bei der Meldung über die serielle Schnittstelle wird
zwischen verschiedenen Positionen, an denen der Münzstau auftreten kann,
unterschieden:
-
Münzstau 1 (im Meßsystem)
Münzstau 2 (zwischen Meßsystem und Rückgabelichtschranke), nur Option /R
Münzstau 3 (zwischen Meßsystem und Quittierungslichtschranke)
Münzstau 4 (in der Quittierungslichtschranke)
Münzstau 5 (wird beim EMP 800 v4 nicht erzeugt)
Münzstau 6 (in der Rückgabelichtschranke), nur Option /R
Wird nach Ablauf von 200 ms noch immer ein Münzstau festgestellt, so wird die
Fehlermeldung erneut gesendet. Die Münzannahme ist während dieser Zeit
gesperrt.
2.9.3.
Zusätzlicher Sensor zur Fadentrickerkennung (Option /Z)
Für bestimmte Anwendungen empfiehlt sich ein zusätzlicher Fadensensor zur
Vermeidung von Manipulationen. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz, wenn der
Münzprüfer zusammen mit einer Zwischenkasse verwendet wird.
Der Sensor ermöglicht eine Fadentrickerkennung auch bei batteriebetriebenen
Automaten. In diesem Zusammenhang wird i.d.R. anstelle des 10-poligen ein 14poliger EMR Stecker eingesetzt.
Der Reedkontakt des Sensors wird geschlossen, wenn eine Münze am Faden
hängt. Die beiden Kontakte des Reedschalters werden i.d.R. direkt über PIN 11
und 12 des 14-poligen EMR Steckers nach außen geführt und können vom
Automaten potentialfrei abgefragt werden.
Als Sonderausführung kann das Signal des Fadensensors auch über die serielle
Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden.
2.9.4.
Bleierkennung (Option /L)
Ist mit dem Auftreten von Falsifikaten aus Blei zu rechnen, die über die
vorhandenen Münzparameter nicht oder nur unbefriedigend getrennt werden
können, so kann der EMP 8x0.02 v4 mit der Option Bleierkennung geliefert
werden. Dieses Modul erkennt die Bleilegierung und gibt an den Prozessor des
Münzprüfers ein entsprechendes Signal aus. Über die seriellen Schnittstellen wird
dieses Signal als „Bleierkennung“ gemeldet.
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2.9.5.
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Überwachung des Rückgabekanals (Option /R)
Die Überwachung des Rückgabekanals ermöglicht eine lückenlose Verfolgung der
Münzen vom Einwurf bis zum Verlassen des Münzprüfers. So kann z.B. ein durch
Manipulation verursachter Münzstau im Rückgabeschacht erkannt und dem
Automaten signalisiert werden. Um größere Folgeschäden zu vermeiden, kann der
Automat z.B. über eine Einwurfsperre den Einwurf weiterer Münzen verhindern.
Über die parallele Schnittstelle kann ein Münzstausignal generiert werden. Bei den
seriellen Schnittstellen wird im Falle eines Münzstaus in der Rückgabe Münzstau 2
bzw. Münzstau 6 gemeldet.
2.10.
Weitere Optionen
2.10.1.
Großer Einwurftrichter (Option /F)
Für Anwendungsfälle, bei denen ein größerer Einwurf erforderlich ist, steht ein
zusätzlicher Trichter zur Verfügung. Die Maße sind nachfolgender Abbildung zu
entnehmen.
Abb. 9
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Maßzeichnung des großen Einwurftrichters
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3.
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Programmierung der Verkaufsoptionen
Die Funktionsweise des EMP 8x0.02 v4 als Videostepper, einschließlich der
Displayfunktion, wird im Wesentlichen mit wheasy 2 programmiert. Die
erforderlichen Einstellungen sind unter „Konfiguration“ – „B-Werte“ auf der
Registerkarte „Stepper“, bzw. unter „Konfiguration“ – „Preiseinstellungen“ zu
finden.
Abb. 10 Fenster „Konfiguration“ – „B-Werte“, Registerkarte „Stepper“
Abb. 11 Fenster “Konfiguration” – “Preiseinstellungen“
In der nachfolgenden Beschreibung der Verkaufsoptionen wird auf die einzelnen
Konfigurationsmöglichkeiten auf der Registerkarte „Stepper“ und im Fenster
„Preiseinstellungen“ näher eingegangen.
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3.1.
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Preiseinstellung über die DIP-Schalter
Der EMP 8x0.02 v4 ist ein Münzprüfer mit Stepper für Videospiele und einem
Rabattsystem. Die Programmierung des Preises für ein Spiel und das darauf
aufbauende Rabattsystem erfolgt durch Einstellung von DIP-Schaltern, die sich im
oberen Bereich auf der Leiterplatte befinden. Ein Abnehmen der Abdeckung des
Münzprüfers ist hierzu nicht erforderlich.
Preis:
Schalter für die Preiseinstellung
linker Block, DIP-Schalter 1 - 6
Puls::
Impulslänge, Impulspause
linker Block, DIP-Schalter 7 - 8
Rabatt 1: Spieleanzahl für Rabattkanäle 1
rechter Block, DIP-Schalter 1 – 4
Abb. 12 Preisschalteranordnung
Rabatt 2: Spieleanzahl für Rabattkanäle 2
rechter Block, DIP-Schalter 4 - 8
Mit dem oberen linken Schalterblock wird der Preis für ein Spiel sowie die
Impulslänge bzw. Impulspause der Ausgangsleitung (PIN 9) festgelegt. Mit dem
rechten Schalter wird für die Rabattkanäle die gewünschte Spieleanzahl
festgelegt.
Die Preisprogrammierung basiert auf dem programmierten Verrechnungswert. In
der Regel ist der Verrechnungswert identisch mit dem kleinsten Münzwert, er kann
aber auch von diesem abweichen, also z.B. 0,25 DEM betragen. Im folgenden
Beispiel wird von einem Verrechnungswert von 0,25 ausgegangen.
Die Festlegung des Preises für ein Spiel erfolgt durch Einstellung des linken DIPSchalterblocks mit den DIP-Schaltern Nr. 1 bis 6. Mit diesen Schaltern wird binär
der Faktor eingestellt, um den der Preis für ein Spiel größer als der
Verrechnungswert sein soll. Soll der Preis für ein Spiel 1,50 DEM betragen, so
müssen die DIP-Schalter wie folgt eingestellt werden:
Preis für ein Spiel = 1,50 DEM
(Ausgangsimpulsverhältnis 50 ms / 200 ms
Abb. 13 Preis- und Impulszeit Einstellung
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Die Wertigkeit der einzelnen DIP-Schalter für dieses Beispiel ist wie folgt:
DIPSchalter
1
2
3
4
5
6
Binärwert
Wert
Stellung
20 = 1
21 = 2
22 = 4
23 = 8
24 = 16
25 = 32
1 x 0,25 = 0,25 DEM
2 x 0,25 = 0,50 DEM
4 x 0,25 = 1,00 DEM
8 x 0,25 = 2,00 DEM
16 x 0,25 = 4,00 DEM
32 x 0,25 = 8,00 DEM
OFF
ON
ON
OFF
OFF
OFF
Preis für
ein Spiel
0,00 DEM
+ 0,50 DEM
+ 1,00 DEM
+ 0,00 DEM
+ 0,00 DEM
+ 0,00 DEM
=========
= 1,50 DEM
Wenn der Münzprüfer an einem N780 angeschlossen ist, kann nach erfolgter
Einstellung der Programmiererfolg wie folgt überprüft werden (Für die Anzeige des
Kredites ist zusätzlich der Anschluß eines D800 oder D801 erforderlich):
Werfen Sie nacheinander 1 x 1,00 DEM und 1 x 0,50 DEM in den EMP 8x0.02 v4
und beobachten Sie dabei das Display und die LED‘s am unteren Teil des
Netzgerätes.
Einwurf 1,00 DM
Display
LED 2 (Inventurleitung)
01.00
4 x Impulse (für 4 x 0,25 DM)
Einwurf 0,50 DM
Display
01.50
LED 1 (Ausgangsleitung) 1 x Impuls (für 1 Spiel)
LED 2 (Inventurleitung)
2 x Impulse (für 2 x 0,25 DM)
Display 00.00
3.2.
Das Rabattsystem
Das Rabattsystem basiert auf einer direkten Einstellung (rechter oberer DIPSchalter) der Anzahl der gewünschten Ausgangsimpulse für größere Münzwerte.
Hierfür müssen die jeweiligen Münzkanäle dem Rabattschalter 1 oder 2
zugeordnet werden. Die Zuordnung erfolgt mit wheasy 2 unter „Konfiguration“ –
„Preiseinstellungen“. Abb. 11 zeigt beispielhaft eine Einstellung, in der der
Münzkanal 4 den Schaltern 1-4 (Rabatt 1) und der Münzkanal 5 den Schaltern 5-8
(Rabatt 2) zugeordnet wurde.
Das folgende Beispiel geht von einem programmierten Verrechnungswert von
0,10 DEM aus.
Beispiel:
Der Grundpreis für 1 Spiel beträgt 0,50 DM (siehe Punkt 3.1).
Für 2,00 DM sollen 5 Spiele verkauft werden.
Für 5,00 DM sollen 12 Spiele verkauft werden.
Münzen:
0,10 DM
0,50 DM
2,00 DM
Münzkanal:
1
2
4
Bemerkung:
0,10 DEM ist gleich dem Verrechnungswert
5,00 DM
1
direkte Einstellung der Spieleanzahl Rabatt
direkte Einstellung der Spieleanzahl Rabatt
1
2
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Die Einstellung der Zahl der Ausgangsimpulse für die Münzkanäle 4 und 5 erfolgt
binär am rechten oberen DIP-Schalterblock mit den DIP-Schaltern 1 bis 4 (Rabatt
1) und mit den DIP-Schaltern 5 bis 8 (Rabatt 2).
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Die Wertigkeit, d.h. die Anzahl der Impulse, ist wie folgt:
DIP-Schalter Nr.:
Spieleanzahl
1 2 3 4
Rabatt 1:
5 6 7 8
1 2 4 8
Rabatt 2:
1 2 4 8
Für das obige Beispiel muß folgende Einstellung vorgenommen werden:
Münzkanal:
4
2,00 DM
5 Spiele
DIP-Schalter Nr.: 1
Schalterstellung: ON
2
3
OFF ON
5
5,00 DM
12 Spiele
4
OFF
5
6
7
OFF OFF ON
8
ON
Abb. 14 Einstellung der Preis-, Puls- und Rabattschalter für obiges Beispiel
Nach erfolgter Einstellung kann der Programmiererfolg wie folgt überprüft werden:
Werfen Sie nacheinander 1 x 2,00 DM und 1 x 5,00 DM in den EMP 8x0.02 v4
und beobachten Sie dabei das Display ( falls eines angeschlossen ist) und die
LED‘s am unteren Teil des Netzteils N780.
Einwurf 2,00 DM
Display
LED 1 (Ausgangsleitung)
LED 2 (Inventurleitung)
Display
02.00
5 x Impulse (für 5 Spiele)
20 x Impulse (für 20 x 0,10 DM)
00.00
Display
LED 1 (Ausgangsleitung)
LED 2 (Inventurleitung)
Display
05.00
12 x Impuse (für 12 Spiele)
50 x Impulse (für 50 x 0,10 DM)
00.00
Einwurf 5,00 DM
3.3.
Impulslänge
Mit dem DIP-Schaltern 7 und 8 der oberen linken DIP-Schalterbank kann die
Impulslänge auf der Ausgangsleitung festgelegt werden. Die Zeiten für die
Impulslänge und -pause in Abhängigkeit von den Schalterstellungen zeigt folgende
Tabelle:
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Schalter Nr. 7
Schalter Nr. 8
Impulslänge
Impulspause
OFF
OFF
20 ms
80 ms
ON
OFF
50 ms
200 ms
OFF
ON
100 ms
400 ms
ON
ON
200 ms
800 ms
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3.4.
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Verkaufsmodi
Die verschiedenen Verkaufsmodi werden auf der Registerkater „Stepper“ unter
„Konfiguration“ – „B-Werte“ eingestellt (siehe Abb. 10) und nachfolgend im
einzelnen erklärt.
3.4.1.
Einfachverkauf
Der Münzprüfer arbeitet im Mode „Einfachverkauf“, wenn die Checkbox
„Mehrfachverkauf“ nicht aktiviert wurde. In diesem Mode geht bei Überzahlung der
überzahlte Betrag verloren. Wird z.B. bei einem Preis von 1,50 DEM eine
2,00 DEM Münze eingeworfen, so wird ein Ausgangsimpuls erzeugt und der
gesamte Kredit gelöscht. Die überzahlten 0,50 DEM gehen verloren.
3.4.2.
Mehrfachverkauf Typ 1
Der Münzprüfer arbeitet im Mode „Mehrfachverkauf Typ 1“, wenn die Checkbox
„Mehrfachverkauf“ aktiviert und die Checkbox „Zeitlöschung Restkredit“ nicht
aktiviert wurde.
Ist der Münzprüfer auf Mehrfachverkauf Typ 1 eingestellt, so kann beliebig
überzahlt werden. Wird z.B. bei einem Preis von 1,50 DEM eine 2,00 DEM Münze
eingeworfen, so wird ein Impuls ausgegeben und der Kredit um den Verkaufspreis,
also 1,50 DEM reduziert. Die überzahlten 0,50 DEM bleiben als Restkredit stehen.
Danach kann durch einen weiteren Einwurf von 1 x 1,00 DEM der Verkaufspreis
erneut erreicht werden.
3.4.3.
Mehrfachverkauf Typ 2
Der Münzprüfer arbeitet im Mode „Mehrfachverkauf Typ 2“, wenn die Checkbox
„Mehrfachverkauf“ und die Checkbox „Zeitlöschung Restkredit“ aktiviert wurde.
Bei dieser Einstellung verhält sich der Münzprüfer ebenso wie beim
Mehrfachverkauf Typ 1; jedoch wird der überzahlte Betrag nach einer, zwischen
1 sec und 4 min 15 sec einstellbaren, Zeit wieder gelöscht, falls keine weitere
Münze innerhalb dieser Zeit mehr eingeworfen werden sollte.
3.5.
Displaymodi
Der EMP 8x0.02 v4 bietet die Möglichkeit verschiedene Displays anzuschließen.
Die Firma wh Münzprüfer bietet hierfür die beiden Displays D800 und D801 an.
Das D800 ist für den Anschluß an die serielle Schnittstelle des Münzprüfers, über
die dieser auch programmiert wird, vorgesehen, das D801 für den Anschluß an
den EMR-Stecker.
3.5.1.
Aufwärtszählen
Unter „Konfiguration“ – „B-Werte“ – „Stepper“ müssen die Checkboxen „Anzeige
Überzahlung“ und „Abwärts zählen“ deaktiviert sein.
In diesem Displaymodus zeigt das Display D 800 oder D 801 den akkumulierten
Kredit an. Ist kein Kredit vorhanden, so wird 00.00 angezeigt.
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Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
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Bei einem Preis von 1,50 DEM und dem Einwurf von 1 x 1,00 DEM und
1 x 0,50 DEM erscheinen nacheinander folgende Anzeigen im Display:
3.5.2.
Einwurf
Kredit
Displayanzeige
0,50 DEM
1,00 DEM
0,00
0,50
1,50
0,00
00.00
00.50
01.50
00.00
-> Ausgangsimpuls
Abwärtszählen
Unter „Konfiguration“ – „B-Werte“ – „Stepper“ müssen die Checkboxen „Abwärts
zählen“ aktiviert und „Anzeige Überzahlung“ deaktiviert sein.
In diesem Displaymodus zeigt das Display D 800 oder D 801, sofern noch kein
Kredit vorhanden ist, den eingestellten Preis an.
Bei einem Preis von 1,50 DEM und dem Einwurf von 1 x 1,00 DEM und
1 x 0,50 DEM erscheinen nacheinander folgende Anzeigen im Display:
Einwurf
Kredit
Displayanzeige
0,50 DEM
1,00 DEM
0,00
0,50
1,50
0,00
01.50
01.00
00.00
01.50
Ausgangsimpuls
Wird ein höherer Betrag als der eingestellte Preis eingeworfen, so bleibt bis zum
Abschluß des Verkaufs das Display auf 00.00 stehen.
3.5.3.
Überzahlung anzeigen
Unter „Konfiguration“ – „B-Werte“ – „Stepper“ müssen die Checkboxen „Abwärts
zählen“ und „Anzeige Überzahlung“ aktiviert sein.
In diesem Displaymodus zeigt das Display D 800 oder D 801, sofern noch kein
Kredit vorhanden ist, ebenfalls den eingestellten Preis an. Bei Überzahlung jedoch
zeigt das Display den überzahlten Betrag an.
Bei einem Preis 1 von 1,50 DEM und dem Einwurf von 2 x 1,00 DEM erscheinen
nacheinander folgende Anzeigen im Display:
Einwurf
Kredit
Displayanzeige
1,00 DEM
1,00 DEM
0,00
1,00
2,00
0,50
01.50
00.50
00.50
01.00
Ausgangsimpuls
Wird ein höherer Betrag als der eingestellte Preis eingeworfen, so bleibt bis zum
Abschluß des Verkaufs der überzahlte Betrag im Display stehen. Nach Abschluß
des Verkaufs wird wieder der noch zu zahlende Betrag angezeigt.
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4.
Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
Serielle Schnittstelle
Der EMP 8x0.02 v4 verfügt über eine serielle Schnittstelle, die einerseits der
Displayansteuerung (D800) dient, und andererseits der Programmierung des
Münzprüfers mit wheasy 2. Die Displayansteuerung erfolgt über das SCI Protokoll
(Serial Communication Interface) und die Programmierung des Münzprüfers über
das MDB Protokoll (Multi Drop Bus).
Bei beiden Schnittstellen wird eine Baudrate von 9600 verwendet.
4.1.
Serieller Anschlußstecker (ST 3)
Der serielle Steckverbinder ist eine 5-polige AMP Stiftleiste (Quick 828548-5).
Über diesen Steckverbinder kann der Münzprüfer auch mit Strom versorgt werden,
so daß die Stiftleiste als alleiniger Automatenanschluß verwendet werden kann.
PIN Nr.
1
2
3
4
5
4.2.
Anschluß
GND
UB
CLK
TDO
RDI
SCI Schnittstelle
Der EMP 8x0.02 v4 verfügt über eine serielle Schnittstelle mit folgenden
Merkmalen:
Datenformat: 9600 Baud, 1 Startbit, 1 Stopbit, kein Parity, 8 Datenbits, getrennte
Sende- und Empfangsleitungen.
High Pegel + 5 Volt
Low Pegel 0 Volt
logisch 0
logisch 1
Ein Datenframe besteht immer aus 5 Byte, wobei die ersten 4 Byte die
Displayinformation enthalten und das 5. Byte Informationen zur angenommenen
Münze oder Fehlermeldungen.
Die Datenbytes haben folgendes Format:
1. Startbit
2. LSB
...
9. MSB
10. Stopbit
Bei einer Übertragung der Datenbytes wird das niederwertigste Byte (LSD) zuerst
gesendet. Die anderen Bytes folgen entsprechend ihrer Wertigkeit. Die Information
über den Wert der entsprechenden Dezimalstelle steckt hexadezimal im unteren
Nibble der Bytes. Der obere Nibble enthält nochmals die Information, um welche
Stelle es sich handelt.
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Datenbytes
(X: darzustellender Wert zwischen 0 und 9)
Bedeutung
FXh
EXh
DXh
CXh
MSD (höchstwertiges Digit)
LSD (niederwertigstes Digit)
Der EMP 8x0.02 v4 ist im SCI-Mode immer der Master. Er sendet die 5 Bytes mit
einer Wiederholrate von 5 Hz bzw. nach jedem Ereignis aus.
Die nachfolgende Tabelle bietet eine Übersicht über die Informationen, die das 5.
Byte enthält, abhängig von der Programmierung unter „Konfiguration“ – „B-Werte“
– „Quittierung“ und „Betriebsart“:
Bedeutung
Wert des 5.Byte (HEX)
70H ... 7FH
80H ... 8FH
32 Kanäle
melden
SCI v3
kompatibel
/
Münzkanal
17 ... 32 erkannt
/
Münzkanal 1 ... 16 erkannt
90H
Rückgabetaste betätigt
91H
Reject - Folgemünze im Meßsystem
92H
93H
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Standard
Münzstau 1
/
Reject - kein Parametersatz paßt
94H
/
Reject Münzkanal
gesperrt
95H
Münzstau 2
/
96H
Reject – DIP Schalter Sperre
/
97H
Münzstau 3
Münzstau
98H
Münzstau 4
/
99H
Münzstau 6
/
9AH
Reject - Riffelprüfung (z.Z. noch nicht verfügbar)
9BH
Reject – Bleierkennung
9DH
Fadentrick
9EH
Reject - Generalsperre
9FH
Reject EMP busy
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EMP8x0.02 v4
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Technisches Manual EMP 8x0.02 v4
Beispiel:
programmierter
Wert der angenommenen Münze
übertragene Daten, binär
übertragene
Daten,
hexadezimal
Kanal 1 20.00
1100 000
1101 0000 1110 0000 1111 0010 1000 0001 C0 D0 E0 F2 80
Kanal 2 05.00
1100 0000 1101 0000 1110 0101 1111 0000 1000 0010 C0 D0 E5 F0 81
Kanal 3 00.50
1100 0000 1101 0101 1110 0000 1111 0000 1000 0011 C0 D5 E0 F0 82
Kanal 4 00.25
1100 0101 1101 0010 1110 0000 1111 0000 1000 0100 C5 D2 E0 F0 83
Kanal 17 00.05
1100 0101 1101 0000 1110 0000 1111 0000 0111 0001 C5 D0 E0 F0 70
Abb. 15 Datenstruktur bei der Annahme von Münzen mit unterschiedlichen
Münzwerten in verschiedenen Münzkanälen
Abb. 16 Timingdiagramm der ersten drei Datenbytes
5.
Münzprüfer-Label
Auf dem Label des Münzprüfers sind alle für den Automaten notwendigen
Angaben zu den Münzen, den Ausgängen und den Sperrschaltern enthalten. Im
einzelnen sind folgende Informationen dem Label zu entnehmen:
Abb. 17 Beispiel eines EMP 800.02 v4 Labels
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Oben links steht die vollständige Typenbezeichnung des Münzprüfers:
EMP 800.02 v4
In der nächsten Zeile sind alle Optionen durch einen „/“-Strich getrennt aufgeführt:
z.B.
/P
/T
ohne Rückgabesignal
Teachmode
Ganz rechts (90° gedreht), ist die Seriennummer, die Herstellungswoche und das
Herstellungsjahr zu finden. Die gleichen Angaben enthält auch der Barcode.
Alle verbleibenden Angaben beziehen sich auf die programmierten Münzen,
welche in Form einer Tabelle dargestellt sind. Die einzelnen Spalten haben
folgende Bedeutung:
Münzsorte (Wert und Währung)
Teachmode Kanäle werden mit TKn gekennzeichnet. Das „n“ steht für
die Nummer des Sperrschalters, mit dem der Teachmode für diesen
Kanal aktiviert wird.
Sperrschalter für den weiten Kanal
Sperrschalter für den engen Kanal
Sperrschalter für den sehr engen Kanal
Sperrschalter für eine Münze oder Münzgruppe (ggf. eine Währung)
beim EMP 8x0.02 ohne Bedeutung
6.
Wartung
Der EMP 8x0.02 v4 ist ein sehr robuster Münzprüfer und arbeitet im wesentlichen
wartungsfrei. Bei starker Beanspruchung oder bei Betrieb an Orten mit hoher
Luftverunreinigung wie z.B. durch Staub, Chemikalien, Nikotin etc. sollte der
Münzprüfer in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Die erforderlichen
Intervalle hängen sehr stark von den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.
Bei einer mittleren Umweltbelastung und mechanischen Beanspruchung genügt
es, den Münzprüfer einmal pro Jahr bei geöffneter Klappe innen mit einem
weichen, mit einer alkoholischen Flüssigkeit getränkten Lappen auszuwischen und
die Lichtschranken mit einem weichen Pinsel zu reinigen.
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7.
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Anschluß-Diagramm
Abb. 18 Anschluß Diagramm EMP 8x0.02 v4
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8.
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EG Konformitätserklärung
Produktbezeichnungen: EMP 8x0.01 v4, EMP 8x0.02 v4
Datum: 06/00
harmonisierte Europäische Normen:
EN 50081-1
EN 55014-2
EN50082-1 (Kriterium B für Level 2, Kriterium C1 für Level 3)
IEC-Standards
IEC 801-4 (Kriterium B für Level 2, Kriterium C1 für Level 3)
Die sich entwickelnden EG-Normen gelten bisher für Fertigerzeugnisse und für
deren in Umlaufbringung. Die Prüfungen erfolgten nach dem EMV-Gesetz, das
heißt auf elektromagnetische Verträglichkeit und ggf. Störstrahlung (Emission) und
wurden nach EN 50082-1 und EN 50081-1 vorgenommen. Diese Prüfungen stellen
sicher, daß die elektronischen Münzprüfer EMP 8x0.01 v4 und EMP 8x0.02 v4
den allgemeinen Bestimmungen entsprechen, befreien jedoch den
Automatenvertreiber nicht von seiner Sorgfaltspflicht, da noch andere wesentliche
Eigenschaften des Automaten die CE-Konformität verhindern oder einschränken
können.
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EMP8x0.02 v4
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