10 - truckpower!

10 - truckpower!
TEBS E2
Elektronisches Bremssystem für Anhänger
TEBS E2
Elektronisches Bremssystem
für Anhänger
Systembeschreibung
Ausgabe 4
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Änderungen bleiben vorbehalten.
Version 1/10.2010(de)
815 020 093 3
TEBS E2
Abkürzungen
24N
Bremslicht-Versorgung
4S/3M
4 Sensoren / 3 Modulatoren
ABS
(engl. Anti-Lock Braking System); Anti-Blockier-System
ADR
(franz. Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route); Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
ALB
Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
BO
Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr
BVA
Bremsbelagverschleißanzeige
CAN
(engl. Controller Area Network); asynchrones, serielles Bussystem für die Vernetzung von Steuergeräten in
Automobilen
EBS
(engl. Electronic Braking System); elektronisches Bremssystem
ECAS
(engl. Electronically Controlled Air Suspension); elektronisch geregelte Luftfederung
ELEX
(engl. Electronic Extension Module); elektronisches Erweiterungsmodul
GGVS
Gefahrgut-Verordnung Straße (deutsche Entsprechung der ADR)
GIO
(engl. Generic Input/Output); programmierbarer Ein-/Ausgang
IR
Individual-Regelung; individuelle Regelung von sensierten Rädern einer Seite.
ISS
(engl. Integrated Speed Switch); integrierter Geschwindigkeitsschalter
LACV-IC
(engl. Lifting Axle Control Valve, Impulse-Controlled); impulsgesteuertes Liftachsteuerventil
LIN
(engl. Local Interconnect Network); Schnittstelle des Ultraschallsensors, Bussystem; Distanzinformationen werden als Daten übertragen. Da es sich um einen Bus handelt, können sich mehrere Sensoren an der gleichen
Leitung befinden.
MAR
Modifizierte Achs-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Achse.
MSR
Modifizierte Seiten-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Fahrzeugseite.
ODR
(engl. Operating Data Recorder); Betriebsdatenspeicher
PEM
(engl. Pneumatic Extension Module); Pneumatisches Erweiterungs-Modul
PLC
(engl. Power Line Communication); Datenkommunikation über Kabel der Stromversorgung
PWM
Pulsweiten Modulation; Schnittstelle des Ultraschallsensors; die Distanzinformation wird zeitdiskret übertragen,
der Pegel der Signalleitung ändert sich sprunghaft, wenn der Sensor ein Echo empfängt. Jeder Sensor braucht
seine eigene Signalleitung.
RSS
(engl. Roll Stability Support); Fahrstabilitätsregelung (für Anhängefahrzeuge)
SHV
(engl. Select High Ventil); Ventil zur Aussteuerung des höheren Druckes
SLV
(engl. Select Low Ventil); Ventil zur Aussteuerung des niedrigeren Druckes
StVZO
Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (nationale Vorschriften Deutschland)
TASC
(engl. Trailer Air Suspension Control); Drehschieberventil mit RTR-Funktion
TCE
(engl. Trailer Central Electronic); Zentrale Steuerelektronik für Anhänger
TEBS
(engl. Electronic Braking System for Trailers); elektronisches Bremssystem für Anhänger
TRC
(engl. Trailer Remote Control); Anhänger-Fernbedienung
TT
(engl. Timer Ticks); interne Messeinheit der Wegsensoren
USB
(engl. Universal Serial Bus); serielles Bussystem zur Verbindung eines Computers mit externen Geräten
4
Inhaltsverzeichnis
TEBS E2
1 Hinweise und Sicherheitshinweise
8
1.1
Verwendete Symbolik
8
1.2
Vermeidung von elektrostatischen Aufladungen und unkontrollierten Entladungen
(ESD)
8
1.3
Hinweise und Haftungsausschluss
9
1.4
Sicherheitshinweise
2 Einleitung
2.1
2.1.1
2.1.2
2.1.3
Systemaufbau
Bremssystem
Beschreibung der Anhängerbremsanlage mit konventioneller Luftfederung
Elektronisch geregelte Niveauregulierung (ECAS)
3 Bremssystem
10
11
13
13
15
17
19
3.1
Systemausführung
19
3.2
Verwendungsbereich
19
3.3
Gutachten und Normen
20
3.4
ABS-Konfigurationen
21
3.5
Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen Bremsanlage
24
3.6
Bestandteile des TEBS E Modulators
26
3.7
3.7.1
3.7.2
3.7.3
Versorgung
Funktionstest beim Einschalten bzw. Ankuppeln
Spannungsversorgung über Bremslicht (24N)
Multi-Voltage
26
26
27
27
3.8
3.8.1
3.8.2
Systemüberwachung
Warnungen und Systemmeldungen
Pneumatische Redundanz
28
28
29
3.9
3.9.1
3.9.2
3.9.3
3.9.4
3.9.5
3.9.6
3.9.7
3.9.8
3.9.9
3.9.10
Bremsfunktionen
Sollwerterkennung
Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung (ALB)
Druckregelung
Überlastschutz
Anti-Blockier-System (ABS)
Roll Stability Support (RSS)
Stillstandsfunktion
Prüfmodus
Vorratsdrucküberwachung
Notbremsfunktion
30
30
31
35
35
36
37
38
39
39
40
3.10
3.10.1
3.10.2
3.10.3
3.10.4
3.10.5
3.10.6
ECU interne Funktionen
Kilometerzähler
Servicesignal
Betriebsstundenzähler
Ausgabe der Achslast
Notizbuchfunktion
Betriebsdatenspeicher (ODR)
40
40
41
41
41
42
43
5
TEBS E2
Inhaltsverzeichnis
4 GIO-Funktionen
Liftachssteuerung
48
4.2
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung
51
4.3
4.3.1
4.3.2
4.3.3
4.3.4
Elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS)
Sollniveauregelung
Fahrniveaus
Grüne Warnlampe
Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung
52
56
57
59
60
4.4
Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2)
61
4.5
RSS-aktiv-Signal
62
4.6
ABS-aktiv-Signal
62
4.7
Anfahrhilfe
62
4.8
Externer Achslastsensor
65
4.9
4.9.1
4.9.2
4.9.3
Dynamische Radstandsregelungen
Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)
Rangierhilfe (OptiTurnTM)
Empfohlene Komponenten
66
66
68
70
4.10
Zwangssenken der Liftachse
74
4.11
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA)
75
4.12
Spannungsversorgung von Telematik an GIO5
76
4.13
Geschwindigkeitssignal
76
4.14
Dauerplus 1 und 2
76
4.15
Straßenfertigerbremse
77
4.16
Trailer Extending Control
80
4.17
Entspannungsfunktion (Bounce Control)
81
4.18
Sperrung der Lenkachse
82
4.19
Kippwarnung (Tilt Alert)
83
4.20
Gabelstaplerregelung
84
4.21
Bremslösefunktion
85
4.22
Zusatzbremslicht (Emergency Brake Alert)
85
4.23
Wegfahrsperre (Immobilizer)
86
4.24
Frei konfigurierbare Funktionen
91
5 Externe Systeme
6
46
4.1
92
5.1
5.1.1
5.1.2
5.1.3
5.1.4
Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX)
TailGUARD-Funktionen
Anbindung von ISO 12098
ECAS 2-Punkt-Regelung
Batterieversorgung und Batterieladung
92
93
98
98
99
5.2
Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)
100
5.3
Externe ECAS
101
5.4
Trailer Central Electronic (TCE)
102
5.5
Reifendrucküberwachung (IVTM)
103
5.6
Telematik (TrailerGUARD)
104
Inhaltsverzeichnis
6 Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
106
6.1
Daten zum TEBS E Modulator
106
6.2
Kennzeichnung der Anschlüsse
108
6.3
6.3.1
Einbau im Fahrzeug
RSS-Einbauvorschrift
110
110
6.4
Kabelmontage / Kabelfixierung
113
6.5
Rohre / Schläuche
115
6.6
Einbau Wegsensor
116
6.7
Einbau Komponenten Wegfahrsperre (Immobilizer)
117
6.8
Einbau TailGUARD-Komponenten
118
6.9
Installation Trailer Remote Control
128
7 Inbetriebnahme
129
7.1
Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software
129
7.2
Funktionstest
143
7.3
Inbetriebnahme der Ultraschallsensoren
143
7.4
7.4.1
Kalibrierung der Wegsensoren
Kalibrierung bei Fahrzeugen mit mechanischer Federung
145
146
7.5
Dokumentation
147
7.6
Inbetriebnahme Trailer Remote Control
148
8 Bedienung
150
8.1
Warnmeldungen
150
8.2
Bedienung mit Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)
150
8.3
Bedienung der ECAS-Niveauregelung
155
TM
TM
8.4
Bedienung OptiLoad
/ OptiTurn
8.5
Bedienung Liftachsen
157
8.6
Bedienung des Immobilizers
158
9 Werkstatthinweise
157
161
9.1
Wartung
161
9.2
Systemschulung
161
9.3
Diagnostic Hardware
162
9.4
Prüfungen / Simulationen
163
9.5
Austausch und Reparatur
164
9.6
Zugabstimmung
166
9.7
Entsorgung / Wiederaufbereitung
168
10 Anhang
169
10.1
Variantenübersicht / Pneumatische Anschlüsse für TEBS E
169
10.2
Pinbelegung
171
10.3
Kabelübersicht
176
10.4
Merkmale der GIO-Funktionen
183
10.5
GIO-Schemata
186
10.6
Trailer EBS E Bremsschemata
220
Stichwortverzeichnis
234
7
1
TEBS E2
Hinweise und Sicherheitshinweise
1
Hinweise und Sicherheitshinweise
1.1
Verwendete Symbolik
GEFAHR
Unmittelbar bevorstehende Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung des Sicherheitshinweises Tod oder schwere Personenschäden zur Folge haben kann.
WARNUNG
Mögliche Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung des Sicherheitshinweises Tod
oder schwere Personenschäden zur Folge haben kann.
VORSICHT
Mögliche Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung des Sicherheitshinweises
leichte oder mittelschwere Personenschäden zur Folge haben kann.
Wichtige Informationen, Hinweise und/oder Tipps, die Sie unbedingt beachten
müssen.
Verweis auf Informationen, Druckschriften etc. im Internet
Ab Trailer EBS E1 (seit September 2008)
Ab Trailer EBS E1.5 (seit Dezember 2009)
Ab Trailer EBS E2 (seit November 2010)
• Aufzählung/-listung
– Handlungsschritt
Î Ergebnis einer Handlung
1.2
Vermeidung von elektrostatischen Aufladungen und unkontrollierten Entladungen
(ESD)
Beachten Sie bei Konstruktion und Bau des Fahrzeugs:
– Verhindern Sie Potentialunterschiede zwischen Komponenten (z. B. Achsen)
und Fahrzeugrahmen (Chassis).
Stellen Sie sicher, dass der Widerstand zwischen metallischen Teilen der Komponenten zum Fahrzeugrahmen geringer als 10 Ohm ist (< 10 Ohm).
Verbinden Sie bewegliche oder isolierte Fahrzeugteile wie Achsen elektrisch leitend mit dem Rahmen.
– Verhindern Sie Potentialunterschiede zwischen Motorwagen und Anhänger.
8
Hinweise und Sicherheitshinweise
–
–
–
–
TEBS E2
1
Stellen Sie sicher, dass auch ohne Kabelverbindung zwischen metallischen Teilen von Motorwagen und angekoppeltem Anhänger eine elektrisch leitfähige
Verbindung über die Kupplung (Königszapfen, Sattelplatte, Klaue mit Bolzen)
hergestellt wird.
Verwenden Sie bei der Befestigung der ECUs am Fahrzeugrahmen elektrisch
leitende Verschraubungen.
Verwenden Sie nur Kabel nach WABCO Spezifikation bzw. WABCO Originalkabel.
Verlegen Sie Kabel möglichst in metallischen Hohlräumen (z. B. innerhalb der
U-Träger) oder hinter metallischen und geerdeten Schutzblenden, um Einflüsse
von elektromagnetischen Feldern zu minimieren.
Vermeiden Sie die Verwendung von Kunststoffmaterialien, wenn dadurch elektrostatische Ladungen entstehen könnten.
Beachten Sie bei Reparatur und Schweißarbeiten am Fahrzeug:
– Klemmen Sie – sofern im Fahrzeug verbaut – die Batterie ab.
– Trennen Sie die Kabelverbindungen zu Geräten und Komponenten und schützen Sie Stecker und Anschlüsse vor Schmutz und Feuchtigkeit.
– Verbinden Sie beim Schweißen die Masseelektrode immer direkt mit dem Metall neben der Schweißstelle, um magnetische Felder und Stromfluss über Kabel oder Komponenten zu vermeiden.
Achten Sie auf gute Stromleitung, indem Sie Lack oder Rost rückstandslos entfernen.
– Verhindern Sie beim Schweißen Wärmeeinwirkung auf Geräte und Kabel.
1.3
Hinweise und Haftungsausschluss
Lesen Sie die Informationen in dieser Druckschrift sorgfältig durch. Beachten Sie
insbesondere die Hinweise zu Ihrer Sicherheit.
Für die bereitgestellten Informationen in dieser Druckschrift übernehmen wir keine
Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Alle technischen Angaben, Beschreibungen und Bilder gelten für den Tag der Drucklegung dieser Druckschrift bzw. ihrer Nachträge. Wir behalten uns Änderungen durch ständige Weiterentwicklung vor.
Der Inhalt dieser Druckschrift stellt weder Garantien oder zugesicherte Eigenschaften dar, noch können sie als solche ausgelegt werden. Eine Haftung für Schäden
ist grundsätzlich ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
von uns zu vertreten ist oder sonstige zwingend gesetzliche Bestimmungen dem
entgegenstehen.
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Aufgeführte Markenbezeichnungen, auch wenn diese nicht in jedem Fall als solche
gekennzeichnet sind, unterliegen dennoch den Regeln des Kennzeichnungsrechts.
Sollten sich aus der Verwendung der in dieser Druckschrift befindlichen Informationen Streitigkeiten rechtlicher Art ergeben, unterliegen diese ausschließlich den
Regeln des nationalen Rechts.
Falls einige Klauseln dieser Haftbeschränkungserklärung nicht oder nicht mehr den
geltenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen, bleibt davon die Gültigkeit der
übrigen Klauseln unberührt.
9
1
1.4
TEBS E2
Hinweise und Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise
– Lesen Sie diese Druckschrift sorgfältig durch. Halten Sie sich unbedingt an alle
Anweisungen, Hinweise und Sicherheitshinweise, um Personen- und/oder
Sachschäden zu vermeiden. WABCO gewährleistet nur dann die Sicherheit,
Zuverlässigkeit und Leistung seiner Produkte und Systeme, wenn alle Informationen dieser Druckschrift beachtet werden.
– Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers unbedingt
Folge.
– Halten Sie die Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie regionale und
nationale Vorschriften ein.
Nur geschultes und qualifiziertes Fachpersonal darf Arbeiten am Fahrzeug vornehmen.
Ihr Arbeitsplatz muss trocken sowie ausreichend beleuchtet und belüftet sein.
Verletzungsgefahr!
• Pedalbetätigungen können zu schweren Verletzungen führen, wenn sich Personen gerade in der Nähe des Fahrzeuges befinden.
Stellen Sie folgendermaßen sicher, dass keine Pedalbetätigungen vorgenommen werden können:
– Schalten Sie das Getriebe auf „Neutral“ und betätigen Sie die Handbremse.
– Sichern Sie das Fahrzeug gegen Wegrollen mit Unterlegkeilen.
– Befestigen Sie sichtbar einen Hinweis am Lenkrad, auf dem steht, dass Arbeiten am Fahrzeug durchgeführt werden und die Pedale nicht betätigt werden dürfen.
– Tragen Sie bei Arbeiten am Fahrzeug, insbesondere bei laufendem Motor, keine Krawatte, weite Kleidung, offene Haare, Armbänder, etc. Halten Sie Hände
und Haare von bewegten Teilen fern.
Brandgefahr!
– Verwenden Sie ausschließlich Lampen mit Erdung.
– Halten Sie entflammbares Material (Tücher, Papier etc.) von der Auspuffanlage
fern.
– Rauchen Sie nicht an Ihrem Arbeitsplatz.
– Überprüfen Sie elektrische Leitungen auf einwandfreie Isolierung und Befestigung.
10
Einleitung
2
TEBS E2
2
Einleitung
Diese Druckschrift richtet sich sowohl an den Hersteller von Anhängefahrzeugen
als auch an Werkstätten.
Da das Trailer EBS E ein sehr komplexes System ist, ist auch diese Systembeschreibung sehr umfangreich. Hier ein paar Hinweise zum Aufbau dieser Unterlage:
Bremssystem
Hier finden Sie die Beschreibung der Funktionen, die zur Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften benötigt werden, wie dem ABS, RSS und den weiteren Funktionen der Bremssteuerung.
GIO-Funktionen
Neben der Steuerung der Radbremsen beherrscht vor allem die Trailer EBS E
Premium Variante eine Vielfalt von Funktionen, die fahrzeugspezifisch realisiert
werden können. Neben den von WABCO "vorbereiteten" Lösungen, wie der Steuerung der Luftfederanlage oder der dynamischen Radstandsregelung, wird auch erläutert, wie frei konfigurierbare Steuerungen vom Fahrzeughersteller umgesetzt
werden können.
Externe Systeme
Externe Systeme können an den Trailer EBS E Modulator angeschlossen werden.
In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu folgenden Systemen: elektronisches
Erweiterungsmodul ELEX (inklusive Beschreibungen der möglichen Zusatzfunktionen), Trailer Remote Control (Anhänger-Fernbedienung), IVTM (Reifendrucküberwachung), externe ECAS, TCE (Trailer Central Electronic) und Telematik.
Einbauhinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
In diesem Kapitel finden Sie Beschreibungen, wie einzelne Komponenten und Kabel verbaut bzw. montiert werden.
Inbetriebnahme
Neben der Inbetriebnahme und Kalibrierung wird hier u.a. auch ausführlicher auf
die Parametrierung und Einstellung mittels TEBS E Diagnostic Software eingegangen.
Bedienung
In diesem Kapitel wird die Bedienung genauer beschrieben.
Werkstatthinweise
Die Werkstatthinweise geben vor allem Hinweise zur Wartung, Systemdiagnose,
Störungssuche, Zugabstimmung und zum Austausch von Komponenten.
Anhang
Der Anhang enthält Schemata und Übersichten.
11
2
TEBS E2
Einleitung
Weitere Informationen
Technische Druckschriften, Poster und Formulare finden Sie im Internet auf
http://www.wabco-auto.com/ über Eingabe eines Index-Wortes oder der Druckschriftennummer in den Online-Produktkatalog INFORM.
12
Druckschriften, Poster, Formulare
Index-Wort
SmartBoard – Systembeschreibung
SmartBoard – Bedienungsanleitung
SmartBoard
CAN-Router / CAN-Repeater – Systembeschreibung
CAN Router
ODR-Tracker – Bedienungsanleitung
ODR
Externe ECAS für Anhängefahrzeuge – Systembeschreibung
ECAS
Verschraubungskatalog
Verschraubung
IVTM Systembeschreibung
IVTM
Allgemeine Reparatur- und Prüfhinweise
Reparaturanleitung
Austausch des TEBS E Modulators
TEBS E
Diagnose – Hardware/Software
Diagnose
Telematik (TrailerGUARD) – Systembeschreibung
Telematik
Poster „TEBS E – Anschlusskabel“
TEBS E
Poster „TEBS E – Systemübersicht“
TEBS E
Formular „Technische Fahrzeugdaten für die Bremsberechnung von
Anhängern“
Bremsberechnung
Einleitung
2.1
TEBS E2
2
Systemaufbau
Dieses Kapitel gibt Ihnen eine grobe Übersicht über Funktion und Aufbau der
Grundsysteme.
2.1.1
Bremssystem
Bestandteile des TEBS E Bremssystems für den Sattelanhänger (ohne PEM)
•
•
Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
•
Verkabelung und Verrohrung der Komponenten
Elektropneumatische Regeleinheit mit integriertem elektronischem Steuergerät
(TEBS E Modulator mit integrierten Drucksensoren und integriertem Redundanzventil)
Beispiel Sattelanhänger
Die Konfiguration für den Standard-Sattelanhänger wird, je nach Anzahl der ABSDrehzahlsensoren, als 2S/2M bzw. 4S/2M System bezeichnet.
Sattelanhänger 2S/2M
Legende
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 TEBS E Modulator
6 PREV
7 Überlastschutzventil
8 Vorratsbehälter der
Betriebsbremsanlage
9 ABS-Drehzahlsensor
13
2
TEBS E2
Einleitung
Beispiel Deichselanhänger
Diese Konfiguration für den Standard-Deichselanhänger wird als 4S/3M-System
bezeichnet.
Deichselanhänger 4S/3M
Legende
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 EBS-Relaisventil zur Steuerung der 2. Achse
(3. Modulator)
14
3 Vorratsleitung
Einleitung
2.1.2
TEBS E2
2
Beschreibung der Anhängerbremsanlage mit konventioneller Luftfederung
Mit Einführung des Bremssystems Trailer EBS E ist die Verrohrung und Verkabelung der Anhängerbrems- und Luftfederungsanlage erheblich vereinfacht worden.
Anhängerbremsanlage mit konventioneller Luftfederung
Legende
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185
(optional)
5 Pneumatic Extension Modul (PEM)
6 Überströmventil
(im PEM integriert)
7 Überlastschutzventil (im PEM integriert)
8 Betriebsbremsteil der Tristop® Zylinder
9 Tristop® Zylinder
10 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
11 Vorratsbehälter für die Luftfederung
12 Heben-/Senkenventil
(z. B. TASC)
13 Roter Knopf zur Betätigung der
Parkbremsanlage (am PREV)
14 Schwarzer Knopf zum Lösen der
automatischen Bremse (am PREV)
15 Tragbalg
16 Liftachsventil
17 Luftfederventil
18 ABS-Drehzahlsensor
19 TEBS E Modulator
20 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
Anhängerbremsanlage
Das Anhängefahrzeug ist über die beiden Kupplungsköpfe für Vorratsdruck (3) und
Steuerdruck (2) mit dem Zugfahrzeug verbunden. Über das Park-LöseSicherheitsventil (PREV, 20) wird der Steuerdruck zum TEBS E (19) geleitet. Das
PREV hat einen roten Knopf (13) zur Betätigung der Parkbremse sowie einen weiteren schwarzen Betätigungsknopf (14) zum Lösen der bei abgekoppeltem Anhängefahrzeug automatisch betätigten Bremse. Die Druckluft des Vorratsbehälters
strömt über ein im PREV integriertes Rückschlagventil zum Pneumatic Extension
Modul (PEM, 5).
15
2
TEBS E2
Einleitung
Das PEM beinhaltet folgende Funktionen:
• ein Überströmventil zur Absicherung des Druckes in der Bremsanlage gegenüber der Luftfederung,
• ein Überlastschutzventil zum Schutz der Radbremsen vor Überlast – bei gleichzeitiger Betätigung von Betriebs- und Feststellbremse,
• eine Druckverteilung für Vorrat „Luftfederung“ und Vorrat „Betriebsbremse“.
Der TEBS E Modulator steuert die Betriebsbremsteile (8) der Tristop® Zylinder (9)
an. Zur Sensierung der Raddrehzahlen sind mindestens zwei ABSDrehzahlsensoren (18) angeschlossen. Am PEM ist des Weiteren ein Prüfanschluss zum Messen des aktuellen Bremsdrucks vorhanden. Das PEM befüllt mit
dem vom PREV kommenden Vorratsdruck den Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage (10).
Der TEBS E Modulator wird vom Vorratsbehälter über die gleiche Leitung mit Vorratsdruck versorgt. Über das im PEM integrierte Überströmventil wird der Vorratsbehälter für die Luftfederung (11) befüllt. Das Überströmventil hat die Aufgabe, das
vorrangige Auffüllen der Vorratsbehälter „Bremse“ sicherzustellen und bei Druckverlust in der Luftfederung den Druck in der Betriebsbremsanlage zu sichern und
so die Bremsfähigkeit des Anhängefahrzeugs sicherzustellen. Zum Schutz der
Radbremsen vor einer Überbeanspruchung durch Bremskraftaddition (Membranteil
und Federspeicherteil der Tristop® Zylinder gleichzeitig betätigt) ist im PEM ein
Überlastschutzventil (7) integriert. Vom PEM aus wird der Druck zu den Tristop®
Zylindern (9) verteilt.
Die Parkbremse wird durch Betätigung des roten Knopfes am PREV (13) eingelegt.
Dadurch wird der Parkbremsteil des Tristop® Zylinders entlüftet, so dass die integrierte Feder die Radbremse betätigen kann. Wird bei betätigter Parkbremse zusätzlich die Betriebsbremse benutzt, strömt der Bremsdruck über das Überlastschutzventil in den Parkbremsteil der Tristop® Zylinder und baut so proportional
zur aufgebauten Bremskraft im Betriebsbremsteil die Kraft im Parkbremsteil ab, so
dass keine Kraftaddition stattfindet.
Luftfederungsanlage
Die konventionelle Luftfederungsanlage besteht aus einem Luftfederventil (17) und
einem Heben-/Senkenventil, z. B. TASC (12) siehe Kapitel 4.4 „Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2)“, Seite 61. Beide Ventile werden vom PEM mit Vorratsdruck versorgt. Das Luftfederventil regelt das Fahrniveau des Anhängefahrzeugs
aus, indem die Luftmenge in den Tragbälgen (15) verändert wird. Über das Heben/Senkenventil kann das Niveau des Anhängefahrzeugs, z. B. zum Be- oder Entladen von Hand verändert werden. Des Weiteren kann ein Liftachsventil (16) verbaut
sein, das in Abhängigkeit der Beladung vom TEBS E Modulator ausgesteuert wird.
Das Liftachsventil wird ebenfalls vom PEM mit Vorratsdruck versorgt.
16
Einleitung
2.1.3
TEBS E2
2
Elektronisch geregelte Niveauregulierung (ECAS)
Eine elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS) ist Bestandteil der TEBS E Premium Variante.
Bestandteile der elektronisch geregelten Luftfederung (ECAS)
•
•
•
•
Tragbälge
•
•
•
Integrierter Balgdrucksensor für die Liftachssteuerung
Wegsensor
ECAS-Magnetventil
Bedienung, z. B. SmartBoard, Trailer Remote Control, ECAS-Bedieneinheit oder ECAS-Bedienbox
Im Modulator integrierte Steuereinheit
Verrohrung und Verkabelung der Komponenten
Mit einem Wegsensor und einem ECAS-Magnetventil kann eine Ein-Punkt-Regelung für
einen Sattelanhänger dargestellt werden.
Beispiele
Elektronisch geregelte Luftfederung (1 Wegsensor) mit einer Liftachse
Die Bremsleitungen sind in diesem Schema nicht eingezeichnet.
Legende
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 Wegsensor
6 TEBS E Modulator
7 Externe Bedieneinheit, z. B. SmartBoard
8 ECAS-Magnetventil
(mit Liftachssteuerung)
9 Überströmventil
10 Liftbalg
17
2
TEBS E2
Einleitung
Elektronisch geregelte Luftfederung (2 Wegsensoren)
Legende
1 TEBS E Modulator
2 Elektronisches Erweiterungsmodul
(ELEX)
3 Batteriebox 446 156 090 0
4 ECAS-Magnetventil 472 880 001 0
Alternativ 472 905 111 0
(+ impulsgesteuerte Liftachse)
5 Externe Bedieneinheit, z. B.
SmartBoard
6 Wegsensoren
7 Kabel „TEBS E Batterieversorgung“ (GIO16)
449 808 ... 0
8 Verteilerkabel „Batterie“ (GIO10)
449 803 ... 0
9 Kabel „SmartBoard“
449 906 ... 0
10 Kabel „ECAS 2-Punkt-Regelung“
449 439 ... 0
11 Schalter (für Aktivierung/
Deaktivierung der Batterieladung)
12 Kabel „Wegsensor“
13 Kabel für Versorgung ELEX 449 303 020 0
14 Versorgungskabel
15 TEBS E Batteriekabel
449 807 … 0
16 Schalterkabel 449 714 … 0
18
Bremssystem
3
Bremssystem
3.1
Systemausführung
TEBS E2
3
Das Bremssystem Trailer EBS E ist eine elektronisch gesteuerte Bremsanlage mit
lastabhängiger Bremsdruckregelung, automatischem Blockierverhinderer (ABS)
und elektronischer Stabilitätsregelung (RSS).
Anhängefahrzeuge mit einer Trailer EBS E Bremsanlage dürfen nur hinter Zugfahrzeugen mit erweiterter ISO 7638-Steckverbindung (7-polig; 24 V; Zugfahrzeuge mit
CAN-Datenleitung) oder Zugfahrzeugen mit ISO 7638-Steckverbindung (5-polig;
24 V; Zugfahrzeuge ohne CAN-Datenleitung) betrieben werden. Dies ist durch eine
Eintragung in der Zulassungsbescheinigung zu dokumentieren.
Bei der Multi-Voltage-Variante 480 102 080 0 ist auch eine 12 V Versorgung nach ISO 7638 möglich siehe Kapitel 3.7.3 „Multi-Voltage“,
Seite 27.
3.2
Verwendungsbereich
Fahrzeuge
Ein- und mehrachsige Anhängefahrzeuge der Klassen O3 und O4 gemäß der EGRahmenrichtlinie 70/156/EWG, Anhang II mit Luftfederung, hydraulischer Federung, mechanischer Federung, Scheiben- oder Trommelbremsen.
Bremsanlagen
Fremdkraft-Bremsanlagen mit pneumatischer bzw. mit pneumatisch-hydraulischer
Übertragungseinrichtung gemäß den Vorschriften der 71/320/EG bzw. ECE-R13
oder StVZO (gilt für Deutschland).
Einfach- und Doppelbereifung
Für die drehzahlsensierten Achsen sind achsweise gleiche Reifendimensionen und
gleiche Polrad-Zähnezahlen zu verwenden.
Zwischen Reifenumfang und Polrad-Zähnezahl ist ein Verhältnis von ≥ 23 und ≤ 39
zulässig.
Bei einem 100-Zähne-Polrad und einem Nennabrollumfang des Reifens von
3250 mm beträgt die maximale, von der EBS zu verarbeitende Radgeschwindigkeit
vRad max. ≤ 160 km/h.
Bremsberechnung
Für den Einsatz des Trailer EBS E ist eine spezifische Bremsberechnung für das
Fahrzeug oder die Fahrzeugserie erforderlich. Sprechen Sie Ihren WABCO Partner
an.
Formular „Technische Fahrzeugdaten
für die Bremsberechnung von Anhängern“
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Bremsberechnung in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
19
3
3.3
TEBS E2
Bremssystem
Gutachten und Normen
Gutachten
Gutachten
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Gutachten in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Gutachten (Sprache)
Thema
EB 123.9E (en)
ID EB 123.9E (en)
ABS
EB 124.5E (beinhaltet ID EB 124.5E)
(de, en)
EBS (beinhaltet u.a. das Kapitel
„Elektromagnetische Verträglichkeit“)
EB 167.0E (de, en)
RSS für TEBS E nach ECE R 13 Series 11
TUEH TB2007-019-00 (de)
TUEH TB2007-019-00 (en)
ADR-GGVS-Gutachten
RDW-13R-0228 (en)
Vergleichs-Gutachten TEBS D / TEBS E
EB 158.0 (de, en)
ID EB 158.0 (en)
Bremslöse- und Entspannungsfunktion
EB 124 CanRou 0E (en)
CAN-Router
Normen
Thema
ISO 1185
24 V, 7-polige Steckverbindung (24N, Licht)
ISO 4141
Kabelfarben
ISO 7638
Steckerdefinition und Kontaktbelegung
für ABS/EBS-Steckdose
ISO 11898
5 V-CAN-Schnittstelle
ISO 11992
Motorwagen-Anhänger-Schnittstelle
(elektrische Bremsleitung)
ISO 12098
24 V, 15-polige Steckverbindung
DIN 72585
Rundsteckverbinder
Normen
20
Bremssystem
3.4
TEBS E2
3
ABS-Konfigurationen
ABS-Konfigurationen
Applikation
Bemerkung
2S/2M (TEBS E Standard-Modulator)
1x TEBS E Modulator
2x ABS-Drehzahlsensor
1- bis 3-achsige Sattelanhänger /
Zentralachsanhänger mit Luftfederung, hydraulischer oder mechanischer Federung
Je ein ABS-Drehzahlsensor und ein Druckregelkanal
des TEBS E sind zu einem Regelkanal zusammengefasst. Alle übrigen Räder einer Fahrzeugseite werden,
sofern vorhanden, indirekt mitgesteuert; IndividualRegelung der Bremskräfte (IR). Dabei erhält bei Notbremsungen jede Fahrzeugseite den Bremsdruck, der
entsprechend Fahrbahnverhältnissen und Bremsenkennwert möglich ist.
2S/2M+Select-Low-Ventil (TEBS E Standard-Modulator)
1x TEBS E Modulator
2x ABS-Drehzahlsensor
1x Select-Low-Ventil (SLV)
1- bis 3-achsige Sattelanhänger /
Zentralachsanhänger mit Luftfederung, hydraulischer oder mechanischer Federung und einer Lenkachse
Die Lenkachse wird über das SLV mit dem jeweils niedrigeren Druck der beiden Druckregelkanäle versorgt, so
dass auch auf µ-Split (unterschiedliche Reibwerte auf
der Straße) die Achse stabil bleibt.
4S/2M (TEBS E Premium-Modulator)
1x TEBS E Modulator
4x ABS-Drehzahlsensor
2 bis 5-achsige Sattelanhänger /
Zentralachsanhänger mit Luftfederung, hydraulischer oder mechanischer Federung
Auf jeder Fahrzeugseite werden zwei ABSDrehzahlsensoren angeordnet. Die Regelung findet
seitenweise statt. Der Bremsdruck ist auf einer Fahrzeugseite an allen Rädern gleich.
Die zwei sensierten Räder dieser Fahrzeugseite werden
nach dem Prinzip der Modifizierten Seiten-Regelung
(MSR) geregelt. Dabei ist das Rad einer Fahrzeugseite,
welches zuerst blockiert, für die ABS-Regelung bestimmend.
Bezüglich der beiden Fahrzeugseiten findet das Prinzip
der Individual-Regelung (IR) Anwendung.
4S/2M+1M+Doppelrückschlagventil (TEBS E Premium-Modulator)
1x
4x
1x
1x
TEBS E Modulator
ABS-Drehzahlsensor
ABS-Relaisventil
Select-High-Ventil (SHV)/
Doppelrückschlagventil
2- bis 5-achsige Sattelanhänger /
2- bis 3-achsige Zentralachsanhänger mit Luftfederung, hydraulischer oder mechanischer Federung und einer Lenkachse
An der Lenkachse sind zwei ABS-Drehzahlsensoren, ein
SHV und ein ABS-Relaisventil angeordnet.
Die Lenkachse wird nach dem Prinzip der Modifizierten
Achs-Regelung (MAR) und die weitere Achse nach dem
Prinzip der Individual-Regelung (IR) geregelt.
2- bis 5-achsige Deichselanhänger
/ 2- bis 5-achsige Sattelanhänger /
2- bis 3-achsige Zentralachsanhänger mit Luftfederung und einer
Lenkachse
An der Vorderachse sind zwei ABS-Drehzahlsensoren
und ein EBS-Relaisventil angeordnet. Die Lenkachse
wird nach dem Prinzip der Modifizierten Achs-Regelung
(MAR) geregelt. Das Rad der Lenkachse, welches zuerst eine Blockierneigung zeigt, dominiert die ABSRegelung.
An einer weiteren Achse wird je ein ABSDrehzahlsensor und ein Druckregelkanal des TEBS E
für eine seitenweise Regelung verwendet. Diese Räder
werden individuell geregelt (IR).
4S/3M (Premium-Modulator)
1x TEBS E Modulator
4x ABS-Drehzahlsensor
1x EBS-Relaisventil
2S/1M, 4S/4M und 6S/3M werden nicht von TEBS E unterstützt.
Bei Fahrzeugen mit 5 bis 10 Achsen können unter Verwendung des CAN-Routers
(siehe Kapitel 3.5 „Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen
Bremsanlage“, Seite 24) zwei EBS-Anlagen verbaut werden. Dabei können das
2S/2M-System und das 4S/3M-System kombiniert werden.
21
3
TEBS E2
Bremssystem
Mehrachsaggregate
Nicht sensierte Achsen bzw. Räder werden von direkt geregelten Achsen bzw. Rädern mitgesteuert. Bei Mehrachsaggregaten wird eine annähernd gleiche Kraftschlussausnutzung dieser Achsen beim Bremsen vorausgesetzt.
Sind nicht alle Räder sensiert, sind diejenigen Achsen mit ABS-Drehzahlsensoren
zu versehen, die die größte Blockierneigung haben.
Mehrachsaggregate mit nur statischem Achslastausgleich sind so zu bestücken
(Bremszylinder, Bremshebellänge, etc.), dass die Räder aller Achsen möglichst
gleichzeitig die Blockiergrenze erreichen und dass ein direkt geregeltes Rad nicht
mehr als zwei Räder oder eine Achse indirekt mitregelt.
Liftachsen
2S/2M: Liftachsen dürfen nicht sensiert werden.
Alle anderen Systemkonfigurationen mit mindestens 4S mit Ausnahme von
Deichselanhängern: Liftachsen können mit ABS-Drehzahlsensoren e-f sensiert
werden.
Schleppachsen
Fahrzeuge mit Schleppachsen müssen mit einem 4S/2M+1M oder 4S/3M System
ausgerüstet werden, um ein Blockieren der Schleppachse zu vermeiden.
Bei höherer Rahmensteifigkeit (z. B. Kofferaufbauten) muss ein 4S/3M-System
eingesetzt werden, um beim Bremsen in Kurven ein Blockieren des kurvenäußeren
Rades zu vermeiden.
Lenkachsen
Zwangsgesteuerte Achsen sind wie Starrachsen zu behandeln.
WABCO Empfehlung: Anhänger mit selbstlenkenden Achsen werden mit 4S/3M,
4S/2M+1M oder 2S/2M+SLV konfiguriert. Wenn das Fahrzeug mit RSS ausgerüstet ist, muss eine dieser Konfigurationen verwendet werden, um ein Ausbrechen
des Fahrzeuges in der Kurve bei einem RSS Eingriff zu verhindern.
2S/2M oder 4S/2M EBS-Systeme mit Lenkachsen: Bei der Typgenehmigung eines
Anhängers ist durch Fahrtests sicherzustellen, dass keine unzulässigen Schwingungen oder Kursabweichungen auftreten. Bei einer ABS-Prüfung ist es nicht möglich, die Reaktion aller verfügbaren Lenkachsen zu bewerten. Ist während des
ABS-Betriebes zusätzliche Stabilität für eine selbstlenkende Achse erforderlich,
sollte die Lenkachse über den Geschwindigkeitsschalter (ISS) starr geschaltet
werden.
22
Bremssystem
3
TEBS E2
ABS-Konfigurationen und Zuordnung der Sensoren / Modulatoren
Modulator
ABS-Drehzahlsensoren
Systemachse
Regelungstyp
Anhänger
c-d
Hauptachse (nicht liftbar)
IR/MSR
Anhänger
e-f
Zusatzachse (liftbar)
MSR
ABS / EBS
e-f
Zusatzachse, Lenkachse oder Liftachse
MAR
Legende
Fahrtrichtung
AnhängerModulator
Doppelrückschlagventil
(SHV)
Sensiertes Rad
(direkt gesteuert)
EBSRelaisventil
ABSRelaisventil
Select Low Ventil (SLV)
Nicht sensiertes Rad
(indirekt gesteuert)
Sattelanhänger und Zentralachsanhänger
Deichselanhänger
23
3
3.5
TEBS E2
Bremssystem
Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen Bremsanlage
Komponente / Teilenummer Applikation
Zweck / Funktion
TEBS E Modulator
Alle Anhängefahrzeuge
480 102 ... 0
(Teilenummern siehe Kapitel 10.1 „Variantenübersicht /
Pneumatische Anschlüsse für
TEBS E“, Seite 169)
Regelung und Überwachung
der elektropneumatischen
Bremsanlage.
Bemerkung
Einbau
Im Bereich der zu steuernden
Achsen.
Für RSS gelten gesonderte
Installationsregeln siehe
Seitenabhängige Regelung
der Drücke der Bremszylinder Kapitel 6.3 „Einbau im Fahrzeug“, Seite 110.
von bis zu 3 Achsen.
Steuerung u.a. von ABS,
RSS.
TEBS E Modulator mit ange- Alle Anhängefahrzeuge mit
flanschtem Pneumatic Ex- Luftfederung
tension Modul (PEM)
(Teilenummern siehe Kapitel 10.1 „Variantenübersicht /
Pneumatische Anschlüsse für
TEBS E“, Seite 169)
461 513 ... 0
EBS-Relaisventil
480 207 001 0
Vorder-/Hinterachse bei
Deichselanhängern oder
3. Achse bei Sattelanhängern.
4S/3M-Systeme
ABS-Relaisventil
472 195 037 0
24
Das PEM reduziert auch die
Anzahl der Verschraubungen
und vereinfacht die Installation des TEBS E Bremssystems.
Aussteuerung der Bremsdrücke mit Sensierung der IstBremswerte.
Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch TEBS E.
3. Achse bei Sattelanhängern Aussteuerung der Bremsdrücke.
4S/2M+1M-Systeme
Bei dieser Konfiguration wird Elektrische Ansteuerung
der ausgesteuerte Bremsdurch TEBS E.
druck dieser Achse nicht
überwacht.
Park-Löse-Sicherheitsventil Alle Anhängefahrzeuge
(PREV)
971 002 … 0
Select-Low-Ventil
(Doppelabsperrventil)
434 500 003 0
Pneumatisches Verteilungsmodul mit integriertem Überströmventil für die Luftfederung und integriertem Überlastschutzventil.
Funktionen des AnhängerBremsventils und des Doppellöseventils in einem Gerät
kombiniert (inklusive Notbremsfunktion).
Fahrzeuge mit 2S/2M+Select- Eingangsdrücke sind die
Low-Regelung, z. B. mit
seitenweise ausgesteuerten
Lenkachse.
Drücke des Anhängermodulators. Der niedrigere Druck
wird auf die zu bremsende
Achse geleitet.
Reparatursatz
461 513 920 2
Dichtungssatz (wird zum
Wechsel des PEM benötigt)
Austauschgerät
PEM 461 513 002 0
Austauschgerät
Drucksensor441 044 108 0
Reparatursatz
480 207 920 2
Dichtigkeitssatz
Bremssystem
Komponente / Teilenummer Applikation
TEBS E2
Zweck / Funktion
3
Bemerkung
Select-High-Ventil
(Doppelrückschlagventil/
Zweiwegeventil)
434 208 055 0
Fahrzeuge mit 4S/2M+1MSystem zum Ansteuern des
separaten ABS-Relaisventils.
Eingangsdrücke sind die
seitenweise ausgesteuerten
Drücke des Anhängermodulators. Der höhere Druck wird
an das ABS-Relaisventil
geführt.
ABS-Drehzahlsensoren
441 032 578 0 (0,4 m)
441 032 579 0 (1,0 m)
Am Bremsenträger der Achsen bzw. der Hauptachsen.
Erfassung des Bewegungszustandes eines mit dem
Fahrzeugrad zusammen
rotierenden Polrades.
Drucksensoren
441 044 101 0
441 044 102 0
An einem der Tragbälge der
zu überwachenden Achse.
Messung Achslast.
Am gelben Kupplungskopf.
Messung Druck am gelben
Kupplungskopf.
CAN-Router
446 122 050 0 (Steckdose)
446 122 052 0 (Stecker)
446 122 054 0 (Stecker;
mit Sollwertdrucksensor)
Lastzüge mit mehreren Anhänger-Bremssystemen (Eurocombis oder Roadtrains).
Spannungsversorgung und
Verteilung der CAN-Signale
auf mehrere TEBS E Modulatoren.
Bis zu vier in Reihe geschaltete CAN-Router können bis
zu fünf TEBS E Modulatoren
versorgen.
Durch einen optional angeschlossenen Drucksensor
wird der Brems-/
Steuerdruck in der Nähe des
Kupplungskopfes gemessen
und als CAN-Signal an
den/die angeschlossenen
TEBS E Modulator(en) übergeben, um ein optimales
Zeitverhalten auch ohne
EBS-Zugfahrzeug zu gewährleisten.
CAN-Repeater
446 122 051 0 (Steckdose)
446 122 053 0 (Stecker)
Für Sonderfahrzeuge, deren
Kabellängen nicht den Vorschriften entsprechen, z. B.
teleskopierbare Tieflader oder
Langholztransporter.
Verstärkung des CANSignals, um die Informationsversorgung für das angeschlossene TEBS E auf größeren Distanzen sicherzustellen.
Nach ISO 11992 darf die
Leitung im Anhänger maximal
18 m sein.
Verbindung der Komponenten
Kabelübersicht siehe Kapitel 10.3 „Kabelübersicht“,
Seite 176.
Anschluss
Zwischen MotorwagenAnhänger-Schnittstelle und
TEBS E Modulator(en).
Anschluss
Zwischen MotorwagenAnhänger-Schnittstelle und
TEBS E Modulator.
Kabel
Reparatursätze
441 032 921 2
441 032 922 2
Die Kabellänge beim Trailer
EBS E zusammen mit dem
CAN-Repeater kann hingegen bis zu 80 m sein.
25
3
3.6
TEBS E2
Bremssystem
Bestandteile des TEBS E Modulators
Der TEBS E Modulator ist eine Steuerelektronik mit vier Eingangskanälen für Raddrehzahlsensoren und einer CAN-Schnittstelle „Motorwagen“.
Die Bestandteile des Modulators sind:
•
•
•
•
•
•
•
•
3.7
ein interner Sollwertdrucksensor „Bremsdruck“
ein interner Sollwertdrucksensor „Achslast“
ein Redundanzventil für den Notbetrieb bei Stromausfall
zwei Modulatoren zur Steuerung der Bremszylinder
zwei interne Drucksensoren zur Messung der Steuerdrücke für die Bremszylinder
ein Steuerausgang für die Steuerung einer weiteren Achse
ein interner Drucksensor für die Überwachung des Vorratsdruckes
ein Querbeschleunigungssensor für die Überwachung der Fahrstabilität
Versorgung
Das Trailer EBS E wird elektrisch über Pin 2 der ISO 7638-Steckverbindung
(Klemme 15) eingeschaltet.
WARNUNG
Wenn die ISO 7638-Steckverbindung zum Motorwagen nicht verbunden ist,
sind die ABS-, EBS- und RSS-Regelfunktionen nicht mehr verfügbar.
Folge: Blockieren der Räder, erhöhte Umkippgefahr
– Weisen Sie den Fahrer des Fahrzeuges in geeigneter Weise auf diesen Umstand hin (z. B. Aufkleber, Bedienungsanleitung).
3.7.1
Funktionstest beim Einschalten bzw. Ankuppeln
Zwei Sekunden nach Einschalten des Trailer EBS E wird ein Systemcheck durchgeführt, wobei die Magnete hörbar kurz ein- und ausgeschaltet werden.
Ist der Systemcheck beim Stecken der 7- bzw. 5-poligen ISO 7638Steckverbindung nicht hörbar, so besteht ein Problem in der Spannungsversorgung
zwischen Zugfahrzeug und TEBS E (Klemme 15, 30 oder Masseverbindung des
Wendel- oder Powerkabels zum Trailer EBS Modulator).
Folge: Der Modulator wird nicht mit Spannung versorgt.
Abhilfe: Untersuchen Sie das Wendel- oder Powerkabel auf elektrischen Durchgang sowie die Steckverbindung am Motorwagen auf Spannung (auch unter Last).
Während des Einschaltvorganges kann die ABS-Funktion eingeschränkt funktionsfähig sein, da erst nach Fahrtbeginn (v > 1,8 km/h) eine dynamische Überprüfung
der ABS-Drehzahlsensoren erfolgen kann.
Für die elektropneumatische Ansteuerung wird bei Bremsbeginn das integrierte
Redundanzventil bestromt, so dass der pneumatische Steuerdruck weggeschaltet
ist und dann der Vorratsdruck an den Einlassventilen der Modulatoren ansteht.
Damit ist eine Druckregelung bis in Höhe des Vorratsdruckes möglich.
Die Sollwertvorgabe für Trailer EBS (Bremswunsch des Fahrers) erfolgt vorrangig
über die elektrische CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ (ISO 11992). Ist diese
Schnittstelle nicht verfügbar, erfolgt die Sollwertvorgabe durch den im TEBS E in-
26
Bremssystem
TEBS E2
3
tegrierten Sollwertdrucksensor. Bei Fahrzeugen mit kritischem Zeitverhalten erfolgt
die Sollwertvorgabe durch einen zusätzlichen externen Sollwertdrucksensor in der
Steuerleitung. Die Druckaussteuerung erfolgt durch Druckregelkreise mit getakteten Relaisventilen.
Zur Anpassung der Bremskräfte an verschiedene Beladungszustände werden die
Achslasten bei luftgefederten Fahrzeugen und Fahrzeugen mit hydraulischer Federung durch Sensierung der Balgdrücke gemessen. Bei mechanisch gefederten
Fahrzeugen wird der Beladungszustand durch Messung des Einfederungsweges
durch einen Wegsensor oder zwei Wegsensoren bestimmt.
3.7.2
Spannungsversorgung über Bremslicht (24N)
Bei Ausfall der Spannungsversorgung über die ISO 7638-Steckverbindung kann
das TEBS E Bremssystem über eine optionale Stopplichtversorgung (24N) – als
Sicherheitsfunktion – versorgt werden.
Gemäß ECE R 13 ist eine ausschließliche Versorgung über Bremslicht nicht zulässig. Beachten Sie, dass mit der Versorgung über 24N oder ISO 12098 während der
Fahrt die Funktion „RSS“ und die GIO-Ausgänge nicht aktiv sind.
Wenn bei der Fahrt während des Bremsvorganges die ECU nur über Bremslicht
versorgt wird, sind folgende Funktionen verfügbar:
• die lastabhängige Bremskraftverteilung (ALB-Funktion)
• das ABS mit eingeschränkten, zeitverzögerten Regeleigenschaften
• der ISS-Ausgang zur Ansteuerung eines Drehschieberventils mit RTR-Funktion
(TASC)
• die ECAS RTR-Funktion
3.7.3
Multi-Voltage
Applikation
Sattelanhänger, Zentralachsanhänger mit maximal 4S/2M-System.
Sattelanhänger, Zentralachsanhänger mit 4S/2M+1M-System.
Zweck
Die Multi-Voltage Variante 480 102 080 0 kann sowohl mit 12 V als auch mit 24 V
Motorwagen betrieben werden.
Da üblicherweise im Betrieb mit 12 V Motorwagen kein CAN-Signal zur Verfügung
steht, wird der Steuerdruck „Bremse“ nur pneumatisch an den Anhänger weitergegeben. Auch sind die GIO-Ausgänge zum Anschluss eines Ventils nicht verfügbar.
Folgende Komponenten können jedoch angeschlossen werden:
• Externe Drucksensoren an GIO1 oder GIO3
• Taster und Schalteingänge (z. B. für Straßenfertigerbremse) an GIO1-7
• BVA an GIO1-7
• SmartBoard oder IVTM an Subsystem
27
3
TEBS E2
Bremssystem
Verbindung des Multi-Voltage Modulators mit der Zugmaschine
Für den Einbau und die Benutzung im Mischbetrieb muss neben der 24 V kodierten ISO 7638 Anschlussdose eine extra 12 V kodierte Anschlussdose installiert
werden:
• 24 V Anschlussdose mit CAN-Signal (446 008 380 2 oder 446 008 381 2)
Verwenden Sie zum Beispiel das Powerkabel 449 173 … 0 zum Verbinden der
24 V Anschlussdose.
• 12 V Anschlussdose ohne CAN-Signal (446 008 385 2 oder 446 008 386 2)
Verwenden Sie ein 5-poliges (ggf. 7-poliges) Kabel zum Verbinden der 12 V
Anschlussdose.
Mit Hilfe einer Verkabelungsbox muss ein Y-Powerkabel zum Anschluss der 24 V
und 12 V Verbindung geschaffen werden.
Die Ansteuerung der GIO-Ausgänge im Multi-Voltage-Modus wird
unterstützt, so dass jetzt zusätzlich zu den zuvor genannten Komponenten folgende verfügbare Ventilkomponenten angeschlossen werden können:
Multi-Voltage-fähiges Liftachsventil 463 084 050 0
Multi-Voltage-fähiges ABS-Relaisventil 472 196 003 0
Für GIO-Funktionen, die Komponenten erfordern, muss zusätzlich in
der TEBS E Diagnostic Software die elektrische Last definiert werden:
Ventil oder Lampe siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E
Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS GIO Parameter 3.
3.8
Systemüberwachung
3.8.1
Warnungen und Systemmeldungen
Eine optische Warnung über Fehler des Anhängersystems erfolgt über die Warnlampen im Zugfahrzeug:
Gelbe Warnlampe: Ansteuerung über Pin 5 der ISO 7638-Steckvorrichtung
Rote Warnlampe: Ansteuerung über Pin 6/7 der ISO 7638-Steckvorrichtung
(CAN-Signal)
In modernen Zugfahrzeugen wird die Anzeige der Fehler über ein Display (z. B. im
Armaturenbrett) realisiert, auch werden die während des Betriebes auftretenden
Fehler im TEBS E gespeichert.
Signale der Warnlampe sind durch den Fahrer zu überwachen. Bei Leuchten der
Warnlampen muss eine Werkstatt aufgesucht werden. Gegebenenfalls folgen Sie
den Anweisungen auf dem Display.
Die Fehler werden entsprechend der Fehlerwertigkeit angezeigt. Die Wertigkeit der
Fehler wird dabei in drei Klassen eingeteilt:
Klasse 0: Leichte, temporäre Fehler werden durch die gelbe Warnlampe angezeigt.
Mit Ende der Störung erlischt die Warnlampe wieder.
Klasse 1: Mittlere Fehler, die zur Abschaltung von Teilfunktionen führen (z. B.
ABS), werden durch die gelbe Warnlampe angezeigt.
Klasse 2: Schwerwiegende Fehler im Bremssystem werden durch die rote Warnlampe angezeigt.
28
Bremssystem
TEBS E2
3
Warnungen nach Einschalten der Zündung
Nach ECE R13 sind zwei Reaktionen bei Einschalten der Zündung zulässig und
können mit der TEBS E Diagnostic Software parametriert werden siehe Kapitel 7.1
„Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 =>
Fenster TEBS - ABS/RSS => Warnlampenfunktion.
Typ 1
Bei Fahrzeugstillstand:
Die Warnlampe im Motorwagen leuchtet nach Einschalten der Zündung auf.
Falls kein aktueller Fehler erkannt wurde, erlischt die Warnlampe nach ca. 2 Sekunden.
Wurde ein aktueller Fehler erkannt, z. B. Sensorfehler, bleibt die Warnlampe an.
Bei einem nicht aktuell vorhandenen Sensorfehler, der während der letzten Fahrt
gespeichert wurde, erlischt die Warnlampe nach v > 7 km/h.
Bei Fahrbetrieb v > 7 km/h:
Die Warnlampe leuchtet auf bzw. weiter, falls ein aktueller Fehler erkannt wurde.
– Fahren Sie eine Werkstatt an und lassen Sie die Störung beheben.
Typ 2
Die Warnlampe leuchtet nach Einschalten der Zündung auf.
Falls kein aktueller Fehler erkannt wurde, erlischt die Warnlampe nach ca. 2 Sekunden und leuchtet nach weiteren 2 Sekunden wieder auf.
Die Warnlampe erlischt bei v ≥ 7 km/h.
Wurde ein aktueller Fehler erkannt, z. B. Sensorabriss, bleibt die Warnlampe an.
– Fahren Sie eine Werkstatt an und lassen Sie die Störung beheben.
Warnsignalsequenzen bei Spannungsversorgung über ISO 1185 / ISO 12098
Die Spannungsversorgung über ISO 1185 (24N, Licht) oder ISO 12098 ist als Sicherheitsfunktion vorgesehen, um bei Fehlen der Spannungsversorgung über die
ISO 7638-Steckverbindung wichtige Regelfunktionen aufrechtzuerhalten.
Bei einem kompletten Ausfall der ISO 7638-Steckverbindung ist eine Warnung über Pin 5 nicht möglich.
Ist die Verbindung über Pin 5 intakt, erfolgt eine Ansteuerung der Warnlampe und
der Fahrer wird gewarnt.
Warnsignalsequenzen bei nicht spezifizierten Fehlern nach ECE R13
Nach dem Einschaltvorgang und dem Test der Warnlampe werden nicht spezifizierte Fehler nach ECE-Richtlinien (Serviceinformationen, wie z. B. Verschleiß siehe Kapitel 4.11 „Bremsbelagverschleißanzeige (BVA)“, Seite 75) durch
Blinken der Warnlampe zur Anzeige gebracht.
Die Warnlampe erlischt, wenn das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 10 km/h
überschreitet.
3.8.2
Pneumatische Redundanz
Bei Systemfehlern, die eine (Teil-)Abschaltung des Gesamtsystems erfordern, wird
der pneumatische Steuerdruck direkt, jedoch ohne Berücksichtigung der Achslasten (ALB), auf die Bremszylinder geschaltet. Die ABS-Funktion wird, so weit wie
möglich, aufrechterhalten. Dem Fahrer wird durch Leuchten der roten Warnlampe
der Zustand des Systems angezeigt.
29
3
TEBS E2
3.9
Bremsfunktionen
3.9.1
Sollwerterkennung
Bremssystem
Als Sollwert wird der Bremswunsch des Fahrers bezeichnet.
Bei einem Betrieb hinter einem EBS-Zugfahrzeug mit 7-poliger (ABS-)
Steckverbindung nach ISO 7638 erhält das Trailer EBS E den Sollwert über die
Anhängerschnittstelle (CAN) vom EBS-Zugfahrzeug.
Ist kein Sollwert über die Anhängerschnittstelle verfügbar, z. B. beim Betrieb des
Anhängefahrzeuges hinter einem konventionell gebremsten Zugfahrzeug mit 5poliger (ABS-)Steckvorrichtung oder wenn die Anhängerschnittstelle bei EBSZügen unterbrochen ist, wird ein Sollwert durch Messung des Steuerdrucks am
gelben Kupplungskopf im TEBS E oder mit einem optionalen externen Sollwertdrucksensor erzeugt.
Für einen möglichst schnellen Druckaufbau im Anhängefahrzeug wird immer vorrangig der Sollwert über CAN (ISO 7638, Pin 6 und 7) zur Regelung herangezogen.
Bei einer Spannungsversorgung < 16 V werden die MotorwagenBotschaften für den Betrieb nicht mehr herangezogen, d.h. keine
Steuerung über den CAN-Sollwert.
Über einen Parameter kann eingestellt werden, ob der CAN-Sollwert
bei einer Spannungsversorgung < 16 V nicht ausgewertet wird bzw. in
einem Spannungsversorgungsbereich von 8 bis 32 V ausgewertet
wird. Dadurch können Motorwagen mit 12 V Spannungsversorgung
und 12 V CAN-Daten verwendet werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 =>
Fenster TEBS - ABS/RSS => Unterstützung 12 V CAN Bus.
Bei Überschreiten des Steuerdrucks von 0,3 bar wird das Redundanzventil auf den
Vorratsdruck umgeschaltet und die EBS-Bremsung beginnt. Während der Bremsung wird das Redundanzventil kurzzeitig zurück auf die Steuerleitung geschaltet
und mit den Istwertdrucksensoren geprüft, ob dort ein pneumatischer Druck vorhanden ist.
3.9.1.1 Externer Sollwertdrucksensor
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Erfüllung des vorgeschriebenen Zeitverhaltens entsprechend ECE R 13 Annex 6
auch bei langen Fahrzeugen ohne aufwendige Ventilverschaltungen.
Verbesserung des Zeitverhaltens bei Motorwagen ohne EBS (kein CAN-Signal).
Einbau
In die Steuerleitung an der Front des Fahrzeuges oder direkt an den CAN-Router
oder CAN-Repeater siehe Kapitel 3.5 „Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen Bremsanlage“, Seite 24.
30
Bremssystem
TEBS E2
3
Komponenten
3.9.2
Komponente / Teilenummer
Anschlusskabel
Externer Sollwertdrucksensor
441 044 101 0
441 044 102 0
449 812 ... 0
Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung (ALB)
1-kreisige Achslastermittlung
Applikation
Für alle Federungstypen.
Zweck
Trailer EBS E beinhaltet eine lastabhängige Bremsdruckregelung, mit der der
Bremsdruck an den Beladungszustand angepasst wird. Über die Parametrierung
werden Kennlinien entsprechend der Bremsberechnung gespeichert. Sattel- und
Deichselanhänger werden unterschiedlich gesteuert.
Der aktuelle Beladungszustand wird durch Sensierung des Luftfederbalgdrucks,
des hydraulischen Drucks, durch Auswertung des Einfederungsweges bei mechanischer Federung oder Berechnung aus den Drehzahldifferenzen der Radgeschwindigkeiten bei zwei drehzahlsensierten Achsen ermittelt.
2-kreisige Achslastermittlung (rechts/links)
Applikation
Anhängefahrzeuge mit seitenweise getrennter hydraulischer Federung oder Luftfederung.
Zweck
Diese Funktion ermöglicht eine Rechts/Links-Mittelwertbildung der Achslasten.
Dadurch verbessert sich das Bremsverhalten des Anhängers (genauere Ermittlung
des realen Beladungszustands). Auf der Hauptachse c-d wird ein zusätzlicher
Achslastsensor verbaut, der in der TEBS E Diagnostic Software als Externer Achslastsensor c-d eingestellt werden muss siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - Funktionsauswahl =>
Button Sonderfunktionen anzeigen.
Ermittlung der Achslasten
Die Achslast der Hauptachse c-d kann mit folgenden Optionen bestimmt werden:
• Messung des Balgdrucks mit einem im Modulator integrierten Drucksensor bei
luftgefederten Fahrzeugen
• Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei
luft/hydraulisch gefederten Fahrzeugen
• Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch gefederten Fahrzeugen
31
3
TEBS E2
Bremssystem
Die Achslast der Zusatzachse e-f kann mit folgenden Optionen bestimmt werden:
• Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei
luft/hydraulisch gefederten Fahrzeugen
• Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch gefederten Fahrzeugen
• Ermittlung der Achslast über Schlupferkennung bei 4S/3M-Systemen
Sicherheitsfunktion „Fahrzeug auf Puffer“
Wenn der Balgdruck kleiner 0,15 bar ist oder 50 % des parametrierten Leerbalgdrucks beträgt, wird die ALB-Kennlinie „beladen“ ausgesteuert, da der Fahrzeugrahmen vermutlich auf die Puffer der Achse aufliegt und damit kein verlässlicher
Rückschluss auf den Beladungszustand vorliegt.
Parametereinstellungen für ALB-Kennlinie
Im Fenster TEBS - ALB (siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129) müssen die Werte der Steuerdrücke und Achslasten
aus der Bremsberechnung, sowie die ermittelten Balgdrücke eingegeben werden.
In der Regel wird eine lineare Kennlinie die Abhängigkeit zwischen Steuerdruck
und Bremsdruck wiedergeben. Zusätzlich kann bei Bedarf durch Parametrierung
ein vierter Kennlinienpunkt definiert werden.
Es werden standardmäßig folgende Werte vorgegeben:
Anlegebereich
Druck am gelben Kupplungskopf
(Steuerdruck bzw. Sollwert)
p ≤ 0,7 bar
Berechnete Abbremsung des Fahrzeugs
0%
Verschleißbereich
Übergangsbereich
Stabilitätsbereich
0,7 bar < p ≤ 2,0 bar 2,0 bar < p ≤ 4,5 bar 4,5 bar < p ≤ 6,5 bar
bei 2 bar: 11,3 %
bei 4,5 bar: 38 %
bei 6,5 bar: 55 %
Die Bremsdruckaussteuerung wird proportional zur gemessenen Fahrzeugbeladung angepasst.
Ziel ist es, bei allen Beladungszuständen und bei einem Druck am gelben Kupplungskopf (Steuerdruck bzw. Sollwert) von 6,5 bar eine Abbremsung von 55 % zu
erreichen.
Kennlinie für Sattelanhänger
Die Übertragungsfunktion Bremsdruck zu Sollwert (Steuerdruck) für Sattelanhänger ist in zwei Bereiche aufgeteilt:
Legende
A Anlegebereich
32
B Stabilitätsbereich
Bremssystem
TEBS E2
3
In diesem Beispiel steigt der Steuerdruck im Anlegebereich von 0 bar bis 0,7 bar
an. Bei diesem Steuerdruck steigt der Bremsdruck von 0 auf 0,4 bar an.
Bei 0,7 bar ist der Ansprechdruck der Radbremse erreicht, so dass das Fahrzeug
ab jetzt Bremskraft aufbauen kann. Dieser Punkt, also der Ansprechdruck der gesamten Anhängerbremse, ist parametrierbar im Rahmen der EGAbbremsungsbänder (das Abbremsungsband schreibt vor, in welchem Bereich die
Abbremsung bei einem bestimmten Druck liegen muss).
Im weiteren Verlauf folgt der Bremsdruck beim beladenen Fahrzeug der Geraden,
die durch den berechneten Wert bei 6,5 bar führt.
Bei unbeladenem Fahrzeug wird der Ansprechdruck ebenfalls bei 0,7 bar ausgesteuert. Danach wird der Bremsdruck entsprechend der Beladung reduziert.
Kennlinie für Deichselanhänger
Die Übertragungsfunktion für Deichselanhänger ist in vier Bereiche aufgeteilt:
Legende
A Anlegebereich
B Verschleißbereich
C Stabilitätsbereich
An der Grenze des Anlegebereichs werden wieder die Ansprechdrücke der Bremsen ausgesteuert, die achsweise auch verschieden sein können. Im Teilbremsbereich werden die Drücke verschleißoptimiert ausgesteuert.
Beim Deichselanhänger mit z. B. Zylinder-Typ 24 an der Vorderachse und Zylinder-Typ 20 an der Hinterachse wird der Druck an der Vorderachse entsprechend
der Auslegung etwas zurückgenommen und an der Hinterachse etwas erhöht. Das
sorgt – exakter als mit der Funktion des bei konventionellen Bremsanlagen eingesetzten Anpassungsventils – für gleichmäßige Belastung aller Radbremsen.
Im Stabilitätsbereich werden die Drücke entsprechend gleicher Adhäsionsausnutzung (evtl. Kraftschlussausnutzung) in Abhängigkeit von der Achslast ausgesteuert.
Drucksensor für hydraulische Federung
Je nach auftretenden Drücken muss ein passender Drucksensor gewählt werden.
Der Signalausgang muss linear zwischen 0,5 und 4,5 V sein.
Hydraulischer Druck: 0 bar = 0,5 V
Maximaler Systemdruck
Beispiel:
Hydraulischer Balgdruck „unbeladen“ = 50 bar
Hydraulischer Balgdruck „beladen“ = 125 bar
Gesucht wird die Druckeingabe für die TEBS E ALB-Parameter „beladen“ und „unbeladen“.
33
3
TEBS E2
Bremssystem
Vorgabe:
Hydraulischen Drucksensor suchen, der dem Messbereich von 125 bar entspricht.
Technische Daten für den Einsatz eines hydraulischen Drucksensors:
Drucksensor „hydraulisch“:
0 bis 250 bar => 0,5 bis 4,5 V
WABCO Standard-EBS-Drucksensor „pneumatisch“ als Vergleichswert:
0 bis 10 bar => 0,5 bis 4,5 V
Die Parameterwerte für TEBS E werden wie folgt berechnet:
Messbereich 250 bar: WABCO Standard-EBS-Drucksensor 10 bar = 25 bar
Parameterwert für Balgdruck „beladen“ => 125 bar / 250 bar * 10 bar = 5 bar
Parameterwert für Balgdruck „unbeladen“ => 50 bar / 250 bar * 10 bar = 2 bar
Eingabe:
Die Eingaben werden mittels TEBS E Diagnostic Software vorgenommen siehe
Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 =>
Fenster TEBS - ALB.
3.9.2.1 Mechanische Federungen
Applikation
Fahrzeuge mit Blattfederung (mechanischer Federung).
Nur für Premium-Modulator.
Zweck
Achslast-Ermittlung über den Federungsweg.
Funktion
Die Achslastinformation für die ALB-Funktion wird aus dem Einfederungsweg des
Achsaggregats gewonnen. Dazu wird ein ECAS-Wegsensor verwendet, der in diesem Anwendungsfall ein Signal proportional zum Einfederungsweg und damit zur
derzeitigen Achslast liefert.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
34
Beschreibung
Wegsensor
441 050 100 0
Drehwinkelprinzip
Anlenkung
441 050 713 2
441 050 719 2
In verschiedenen Längen verfügbar
Hebel
441 050 718 2
Verlängerung des Wegsensorhebels
Anschlusskabel
449 811 ... 0
Bremssystem
TEBS E2
3
Einbau
Informationen zum Einbau siehe Kapitel 6.6 „Einbau Wegsensor“, Seite 116.
Kalibrierung
Informationen zur Kalibrierung siehe Kapitel 7.4.1 „Kalibrierung bei Fahrzeugen mit
mechanischer Federung“, Seite 146.
3.9.3
Druckregelung
Die Druckregelkreise setzen die von der ALB-Funktion vorgegebenen Sollwertdrücke in Zylinderdrücke um.
Der TEBS E Modulator vergleicht die gemessenen Istwertdrücke am Ausgang der
Relaisventile mit der Sollwertdruckvorgabe.
Tritt eine Abweichung auf, wird diese durch Betätigung der Belüftungs- oder Entlüftungsmagnete des Modulators bzw. 3. Modulators ausgeregelt.
Wenn der gemessene Vorratsdruck über 10 bar steigt, wird die Druckregelung und
ABS-Regelung deaktiviert und nur noch über Redundanz gebremst.
Gemäß den EG- wie ECE-Richtlinien sind maximal 8,5 bar Vorratsdruck im Anhänger zulässig.
Pneumatische Voreilung und Voreilung über CAN
Zur Zugabstimmung und zur Harmonisierung des Bremsbelagverschleißes kann
eine Voreilung bestimmt werden.
Die Werte für die pneumatische Voreilung und CAN-Voreilung können sich unterscheiden.
Die Einstellungen für diese Werte können Sie mit der TEBS E Diagnostic Software
vornehmen siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129 => Fenster TEBS - ALB.
3.9.4
Überlastschutz
Applikation
Alle Fahrzeuge mit Federspeicherzylinder.
Zweck
Zum Schutz der Radbremse vor Überlast (Kraftaddition) bei gleichzeitiger Betätigung von Betriebs- und Federspeicherbremse.
Komponenten
Das Überlastschutzventil ist bereits im PEM integriert. Wenn kein PEM vorhanden
ist, muss der Überlastschutz mit einem separaten Überlastschutzventil sichergestellt werden.
35
3
TEBS E2
Bremssystem
TEBS E Modulator mit Überlastschutzventil (ohne PEM)
TEBS E Modulator mit integriertem Überlastschutz im PEM
3.9.5
Anti-Blockier-System (ABS)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Verhindert das Blockieren eines Rades oder mehrerer Räder.
Funktion
Die ABS-Regellogik erkennt aus dem Drehzahlverhalten der Räder, ob ein Rad
oder mehrere Räder „Blockierneigung“ zeigen und entscheidet, ob der zugehörige
Bremsdruck gesenkt, gehalten oder wieder erhöht werden soll.
ABS-Drehzahlsensoren
Für die ABS-Regellogik werden die Signale der ABS-Drehzahlsensoren c-d und e-f
ausgewertet.
Bei allen ABS-Konfigurationen (siehe Kapitel 3.4 „ABS-Konfigurationen“, Seite 21)
können an die vorhandenen Modulatoren neben den Bremszylindern der sensierten Räder weitere Bremszylinder anderer Achsen angeschlossen werden. Diese
indirekt mitgeregelten Räder liefern allerdings bei Blockierneigung keine Informationen an TEBS E. Daher kann auch keine Blockierfreiheit dieser Räder gewährleistet werden.
36
Bremssystem
TEBS E2
3
Sattelanhänger, Zentralachsanhänger und Dolly
Die Hauptachse, die weder Lift-, Lenk- noch Schleppachse sein darf, hat immer die
ABS-Drehzahlsensoren c-d. Die ABS-Drehzahlsensoren e-f werden an der anderen Achse bzw. an der liftbaren Achse des Sattelanhängers angebracht.
Deichselanhänger
Die sensierten Achsen dürfen weder bei den ABS-Drehzahlsensoren c-d noch bei
den ABS-Drehzahlsensoren e-f eine Lift- oder Schleppachse sein. Die ABSDrehzahlsensoren c-d sind immer auf der Modulatorseite anzubringen, dabei kann
der Modulator wahlweise vorne, an der Deichsel oder hinten eingebaut werden.
Der Status der Liftachsen ist der ABS-Regellogik bekannt. Damit gehen beim Anheben von sensierten Achsen die Geschwindigkeiten nicht mehr in die ABSRegelung ein. Bei gehobener Liftachse werden Drehzahlinformationen dieser Achse nicht bei der Regelung berücksichtigt.
Parametrierung der Reifengrößen
Um eine optimale Funktion der ABS-Regellogik zu erhalten, sind die verwendeten
Reifengrößen zu parametrieren siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E
Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - ABS/RSS.
Eine Abweichung der parametrierten Reifengrößen um +15 % / -20 % ist erlaubt,
wenn alle sensierten Räder gleichermaßen betroffen sind. Ein einzelnes Rad darf
maximal 6,5 % von der parametrierten Radgröße abweichen.
3.9.6
Roll Stability Support (RSS)
Anhänger der Klasse O4 mit bis zu 3 Achsen, die ab Juli 2010 homologiert werden,
müssen mit einer Stabilisierungsfunktion ausgestattet sein. Bei der Neuzulassung
eines Fahrzeuges ist RSS ab dem Juli 2011 vorgeschrieben. Mit WABCO RSS
werden sämtliche Anforderungen der Gesetzgebung zum Zweck höherer Sicherheit
im Straßenverkehr erfüllt.
Applikation
Sattelanhänger / Deichselanhänger
Zweck
Roll Stability Support ist eine in das EBS integrierte Funktion, die präventiv bei
drohender Kippgefahr eine automatische Bremsung einführt, um das Fahrzeug zu
stabilisieren.
Funktion
Die RSS-Funktion nutzt die Eingangsgrößen des Trailer EBS E, wie Radgeschwindigkeiten, Beladungsinformation und Sollverzögerung, sowie einen im TEBS E
Modulator integrierten Querbeschleunigungssensor.
Bei Überschreiten der berechneten kippkritischen Querbeschleunigung im Anhängefahrzeug werden zeitlich begrenzt Test-Druckansteuerungen mit geringem
Druck durchgeführt. Dauer und Druckhöhe sind abhängig vom Verlauf der Querbeschleunigung.
Die Kippgefahr wird anhand der Radreaktion der testweise gebremsten Räder erkannt. Bei erkannter Kippgefahr erfolgt im Anhängefahrzeug zumindest an den individual geregelten (IR) kurvenäußeren Rädern eine Bremsung mit hohem Druck,
um so die Fahrzeuggeschwindigkeit, Querbeschleunigung und damit die Kippgefahr zu reduzieren bzw. das Umkippen zu verhindern. Der Bremsdruck für die kurveninneren Räder bleibt im Wesentlichen unverändert. Sobald keine Kippgefahr
mehr besteht, wird die RSS-Bremsung beendet.
37
3
TEBS E2
Bremssystem
An einer Achse mit einer Modifizierten Achs-Regelung (MAR) ist es systembedingt
nicht möglich, den Bremsdruck „rechts/links“ unterschiedlich anzusteuern. Hier wird
bei erkannter Kippgefahr auf Select-High-Regelung geschaltet.
Eine RSS-Regelung wird im ungebremsten oder teilgebremsten Fahrzustand gestartet. Bremst der Fahrer bereits ausreichend stark (Verzögerung oberhalb der
RSS-Verzögerung), wird die RSS-Regelung ausgesetzt.
Gibt der Fahrer während einer schon laufenden RSS-Regelung dem Anhänger einen pneumatischen oder elektrischen Bremssollwert vor, der höher als der der
RSS-Regelung ist, dann wird die RSS-Regelung abgebrochen und entsprechend
Sollwert gebremst.
Die Art der Druckansteuerung für die Räder der Achse e-f hängt vom Fahrzeugtyp
und von der ABS-Systemkonfiguration ab.
Fahrzeugtyp und ABS-Systemkonfiguration
Bemerkung
•
Sattelanhänger mit Nachlauflenkachsen mit
4S/3M, 4S/2M+1M oder 2S/2M+SLV
•
Die MAR-Achse wird grundsätzlich mit geringerem oder gleichem
Druck wie im ABS-Regelfall gebremst (für die Kurvenstabilität
adhäsionsgelenkter Achsen).
•
•
Deichselanhänger mit 4S/3M
•
Sattelanhänger ohne Nachlauflenkachse oder
Zentralachsanhänger mit 4S/3M oder 4S/2M+1M
Während der RSS-Regelung wird das Radverhalten des kurveninneren Rades in der ABS-Logik nicht berücksichtigt.
•
Solange das innere Rad der MAR-Achse noch nicht abhebt, wird
die MAR-Achse mit geringem Druck gebremst, um Flachstellen
des Reifens zu vermeiden.
•
Wenn das innere Rad der MAR-Achse abhebt, d.h. mit geringem
Druck Blockierneigung zeigt, wird der Druck erhöht – abhängig
vom Verhalten der beiden äußeren Räder.
•
Der an der MAR-Achse ausgesteuerte Druck kann durch ABSRegelbedarf am kurvenäußeren Rad reduziert sein.
Fahrzeuge mit adhäsionsgelenkter Lenkachse mit •
2S/2M+SLV (Lenkachse über ein Select Low Ventil
geregelt), 4S/2M+1M oder 4S/3M+EBS/ABS
•
(Lenkachse MAR-geregelt).
RSS ist bei Fahrzeugen mit adhäsionsgelenkter Lenkachse nur
möglich mit nebenstehenden Systemkonfigurationen.
•
Eine adhäsionsgelenkte Nachlauflenkachse muss in der TEBS E
Diagnostic Software angeklickt werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129,
Fenster TEBS - ABS/RSS => Nachlauf Lenkachse.
Einstellung der Empfindlichkeit der RSS-Funktion für kippkritische Fahrzeuge
Die Empfindlichkeit der RSS-Funktion ist in der TEBS E Diagnostic Software einstellbar siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129, Fenster TEBS - ABS/RSS => RSS-Parameter.
3.9.7
Stillstandsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Vermeidung von unnötigem Stromverbrauch, wenn das Fahrzeug mit eingelegter
Feststellbremse und eingeschalteter Zündung abgestellt wird.
38
Bremssystem
TEBS E2
3
Funktion
Bei Stillstand des Fahrzeuges wird nur über den Redundanzkreis gebremst. Die
elektropneumatische Druckaussteuerung ist deaktiviert. Bei Fahrtbeginn
(v > 2,5 km/h) wird die Funktion deaktiviert.
3.9.8
Prüfmodus
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Überprüfung der ALB-Kennlinie im Fahrzeugstillstand.
Funktion
Die automatische lastabhängige Bremskraftregelung kann in diesem Prüfmodus in
Abhängigkeit des Kupplungskopfdruckes und der aktuellen Achslast bzw. des aktuellen Balgdrucks überprüft werden.
Zum Zweck der Überprüfung werden die Stillstandsfunktion und die Notbremsfunktion deaktiviert.
Start der Simulation
– Schalten Sie die Zündung bei entlüfteter Steuerleitung (Betriebsbremsanlage
und Feststellbremsanlage des Motorwagen unbetätigt) ein, um die elektronische Bremsanlage in den Prüfmodus zu schalten.
Î Sobald das Fahrzeug fährt, werden Stillstandsfunktion und Notbremsfunktion wieder eingeschaltet.
Sobald das Fahrzeug über 10 km/h fährt, wird bei Deichselanhängern die
Bremsdruckverteilung nach Schlupfkriterien bzw. entsprechend der beiden
gemessenen Balgdrücke durchgeführt.
Simulation Fahrzeug beladen
Durch Entlüften der Tragbälge < 0,15 bar bzw. Absenken auf Puffer kann bei unbeladenem Fahrzeug der Zustand „beladen“ simuliert werden. Entsprechend der Sicherheitsfunktion „Fahrzeug auf Puffer“ werden die vollen Bremsdrücke ausgesteuert.
Mechanische Federung: Hängen Sie das Gestänge des Wegsensors aus und drehen Sie den Hebel in die Position, die dem eingefederten Fahrzeug entspricht.
Simulation per Diagnose
Mit der TEBS E Diagnostic Software können Sie diese Sicherheitsfunktion über
das Menü Ansteuerung simulieren siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129, Fenster TEBS-E Diagnostic Software.
3.9.9
Vorratsdrucküberwachung
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Überwachung des Vorratsdruckes durch TEBS E.
39
3
TEBS E2
Bremssystem
Funktion
Sinkt der Vorratsdruck unter 4,5 bar, wird der Fahrer durch Einschalten der roten
und gelben Warnlampen gewarnt.
Beim Auffüllen der Bremsanlage erlöschen die Warnlampen erst dann, wenn der
Vorratsdruck im Anhängefahrzeug 4,5 bar übersteigt.
Sinkt der Vorratsdruck während der Fahrt unterhalb 4,5 bar, wird dies zusätzlich
als Meldung im Diagnosespeicher abgespeichert.
3.9.10 Notbremsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Aufbringen der maximal möglichen Bremskraft.
Funktion
Wenn der Bremswunsch des Fahrers (elektrisch oder pneumatisch) mehr als 90 %
des zur Verfügung stehenden Vorratsdruckes oder > 6,4 bar entspricht, also eine
Panikbremsung vorliegt, werden die Bremsdrücke stufenweise bis auf die Kennlinie des beladenen Fahrzeuges bis zum möglichen Einsatz der ABS-Regelung erhöht.
Die Notbremsfunktion wird bei Unterschreiten des Bremswunsches von 70 % des
verfügbaren Vorratsdruckes wieder abgeschaltet.
3.10 ECU interne Funktionen
3.10.1 Kilometerzähler
Das Trailer EBS E ist mit einem integrierten Kilometerzähler ausgerüstet, der während der Fahrt die zurückgelegte Strecke ermittelt. Die Genauigkeit ist von der Reifengröße im Verhältnis zur parametrierten Reifengröße bestimmt.
Der Kilometerzähler benötigt Betriebsspannung. Wenn TEBS E nicht mit Spannung versorgt wird, dann arbeitet auch der Kilometerzähler nicht und ist daher
nicht manipulationssicher.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird auch dort die zurückgelegte Strecke – unabhängig vom TEBS E – gezählt. Dieser Kilometerzähler arbeitet auch, wenn
TEBS E nicht mit Spannung versorgt ist.
Da der Kilometerzähler im TEBS E den Mittelwert aller Räder zählt, wogegen der
Kilometerzähler im SmartBoard die Strecke des Radsensors c zählt, können durch
unterschiedliche Reifenumfänge (Reifenverschleiß) die Kilometerzähler voneinander abweichen.
Für den Anschluss des SmartBoards wird kein Y-Kabel benötigt, da die Verbindung bereits im SmartBoard-Kabel integriert ist.
Folgende Einzelfunktionen sind möglich:
Gesamtkilometerzähler
Der Gesamtkilometerzähler ermittelt die zurückgelegte Wegstrecke seit Erstinstallation des TEBS E Systems. Dieser Wert wird regelmäßig abgespeichert und kann
mit verschiedenen Geräten (PC, SmartBoard) ausgelesen werden.
40
Bremssystem
TEBS E2
3
Tageskilometerzähler
Der Tageskilometerzähler kann die zurückgelegte Strecke zwischen zwei Wartungsintervallen oder innerhalb einer Zeitspanne bestimmen.
Das Auslesen und Löschen des Tageskilometerzählers ist z. B. mit der TEBS E
Diagnostic Software oder dem SmartBoard möglich.
Eine spezielle Kalibrierung des Tageskilometerzählers ist nicht erforderlich. Ein Kalibrierfaktor wird aus den Abrollumfängen und Polradzähnezahlen aus den EBSParametern berechnet. Es können Genauigkeiten von 1 bis 3 % erreicht werden.
3.10.2 Servicesignal
Das Servicesignal soll den Fahrer an anstehende Servicearbeiten erinnern.
Im Auslieferungszustand des TEBS E Modulators ist das Servicesignal nicht aktiv.
Die Funktion muss in der TEBS E Diagnostic Software aktiv geschaltet werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => Extras => Serviceintervall.
Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Strecke zurückgelegt hat (z. B.
100.000 km), wird beim nächsten Einschalten der Zündung (bei Fahrt oder Stand)
die gelbe Warnlampe aktiviert und blinkt dann 8-Mal. Das Blinken wiederholt sich
nach jedem Einschalten der Zündung. Zusätzlich erfolgt die Speicherung der Servicemeldung im ECU integriertem Betriebsdatenspeicher.
Wurden die Servicearbeiten erfolgreich durchgeführt, sollte das Servicesignal über
die TEBS E Diagnostic Software (Extras => Serviceintervall) zurückgesetzt werden.
Erreicht das Fahrzeug wieder das nächste parametrierte Serviceintervall (z. B.
200.000 km), wird das Servicesignal wieder erzeugt.
3.10.3 Betriebsstundenzähler
Der Betriebsstundenzähler benötigt Betriebsspannung und funktioniert nur bei
Spannungsversorgung, also Zündung einschalten, oder über Bremslichtversorgung
bei Bremsungen. Wenn das TEBS E nicht mit Spannung versorgt wird, dann arbeitet auch der Betriebsstundenzähler nicht und ist daher nicht manipulationssicher.
Die Betriebszeit des Anhängers kann mittels TEBS E Diagnostic Software ausgelesen werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software “, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => ECU Daten.
3.10.4 Ausgabe der Achslast
Achslasten (basierend auf den ALB-Werten) können über die CAN-Schnittstelle
zum Motorwagen oder über Subsystems zum SmartBoard zur Ausgabe gebracht
werden.
Die Genauigkeit bei mechanisch gefederten Fahrzeugen ist konstruktionsbedingt
eingeschränkt.
Unter folgenden Bedingungen wird keine Achslast ausgegeben und auch nicht im
Betriebsdatenspeicher (ODR) gespeichert:
• Bei Deichselanhängern mit nur einem Achslastsensor an der Achse c-d.
Zur Ausgabe der Achslast kann hier der zusätzliche Achslastsensor an der
Achse e-f verbaut werden.
• Bei Fahrzeugen mit Liftachsen, die nicht durch TEBS E gesteuert werden (mechanisch, TCE oder externe ECAS).
• Bei Sattelanhängern mit Schleppachse ohne zusätzlichen Drucksensor.
41
3
TEBS E2
Bremssystem
•
Wenn in der TEBS E Diagnostic Software eine Liftachse parametriert ist, aber
nicht durch die interne Liftachssteuerung gesteuert wird, wird keine Achslast
ausgegeben.
Bei Deichselanhängern mit 4S/3M und Sattelanhängern mit 4S/2M+1M und 4S/3M
kann ein zusätzlicher Achslastsensor verbaut werden, um die Güte der Messung
zu erhöhen siehe Kapitel 4.8 „Externer Achslastsensor “, Seite 65. Ohne zusätzlichen Achslastsensor wird die Einzelachslast gleichmäßig über alle Achsen verteilt.
Parametrierung
Um in Abhängigkeit des eingesetzten Motorwagens die korrekte Ausgabe der
Achslast zu ermöglichen, kann in der TEBS E Diagnostic Software über eine spezielle Parametereinstellung CAN Botschaften ISO 11992 die Übertragung einzelner
Botschaftsinhalte der Achslast deaktiviert werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS E ABS/RSS => EBS22 keine Ausgabe der Gesamtachslast oder RGE22 keine Ausgabe der Einzelachslasten.
Feinkalibrierung
Um eine höhere Genauigkeit der Ausgabe der Achslast zu erzielen, kann mit dem
SmartBoard eine Kalibrierung der Ausgabe vorgenommen werden. Dazu wird eine
zusätzliche Kennlinie basierend auf den Gewichten eines unbeladenen, teilbeladenen und beladenen Fahrzeuges gebildet. Eine genaue Beschreibung entnehmen
Sie der SmartBoard Systembeschreibung.
SmartBoard Systembeschreibung
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort SmartBoard in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Beschreibung
Anschlusskabel
SmartBoard
446 192 11. 0
Möglichkeiten:
449 911 ... 0
•
•
•
Kalibrierung der Ausgabe der Achslast
Ausgabe der Achslast
Optional kann bei Überschreitung eines Achslastwertes ein Blinken der roten Warnlampe bei
90 % und 100 % Achslast eingestellt werden, um
bei Beladung z. B. mit Schüttgut vor Überladung
gewarnt zu werden.
3.10.5 Notizbuchfunktion
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Manuelle Speicherung und Anzeige von Fahrzeugdaten oder TEBS E Daten, wie
z. B. Auflistung der verbauten Komponenten oder Daten über die Service-Historie
des Fahrzeuges.
42
Bremssystem
TEBS E2
3
Die Daten werden in Tabellenform im Speicher des TEBS E hinterlegt. Insgesamt
steht der Speicherplatz von der Anzahl der Schriftzeichen ca. einer DIN A4 Seite
zur Verfügung, die in maximal 10 Spalten aufgeteilt werden kann. Die Anzahl der
verfügbaren Zeilen ist nur durch die Anzahl der Textzeichen begrenzt.
Verwendung der Funktion
Aktivierung der Funktion
– Rufen Sie die Funktion mittels TEBS E Diagnostic Software auf.
Die Funktion erfordert keine zusätzliche Parametrierung und ist in dem Fenster
TEBS-E Diagnostic Software unter Extras => Notizbuch zu finden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Laden, Bearbeiten und Speichern einer Datei
– Öffnen Sie die Notizbuchfunktion (Extras => Notizbuch).
– Drücken Sie den Button Aus Datei lesen.
– Bei Bedarf bearbeiten Sie den Inhalt und speichern die Änderung über den Button In Datei schreiben im TEBS E.
Laden und Speichern einer externen Tabelle
– Öffnen Sie die Notizbuchfunktion (Extras => Notizbuch).
– Es kann CSV-Datei (z. B. aus Excel) gespeichert werden, die sich auf dem Diagnose PC oder einem angeschlossenen USB-Stick befinden muss. Hierzu laden Sie über den Button Aus Datei lesen die Datei ein. Die Datei darf weder
Formatierungen noch Sonderzeichen enthalten.
– Speichern Sie über den Button In Datei schreiben die Daten im TEBS E.
3.10.6 Betriebsdatenspeicher (ODR)
Zweck
Speicherung verschiedener Daten, die den Fahrzeugbetrieb dokumentieren und
Rückschlüsse auf das Fahrverhalten ermöglichen. Diese Betriebsdaten können direkt am Fahrzeug mit dem PC-Analysewerkzeug „ODR-Tracker“ ausgewertet werden.
Der Betriebsdatenspeicher unterteilt sich in „Historische Daten“ (Tripspeicher,
Histogramme) und den „Ereignisrekorder“, was im Folgenden näher erläutert wird.
Es besteht die Möglichkeit, ein Löschen der ODR-Daten durch ein frei wählbares
Passwort zu schützen. Das Passwort kann mittels TEBS E Diagnostic Software
vergeben werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => ODR => Passwort Verwaltung.
Historische Daten
Die historischen Daten werden als Summen oder Mittelwerte über die Gerätelebensdauer bzw. ab dem letzten Löschen des Betriebsdatenspeichers (ODR) gespeichert.
Historische Daten sind:
• Betriebsstunden
• Anzahl der Fahrten (Trips)
• Mittlere Beladung
• Überladungszähler (Trips)
• Mittlerer Bremsdruck
• Anzahl der Bremsungen
43
3
TEBS E2
•
•
•
•
•
•
Bremssystem
Anzahl der Bremsungen mit Druck am gelben Kupplungskopf
Anzahl der Bremsungen im 24N-Betrieb
Anzahl der Bremsungen mit Streckbremse
Anzahl der Betätigungen der Handbremse
Kilometerzähler und Betriebsstunden seit dem letzten Bremsbelagwechsel
Daten der Luftfederung und Liftachsaktivierung
Tripspeicher
Ein Trip hat eine Fahrstrecke von mindestens 5 km und eine Mindestgeschwindigkeit von 30 km/h. Im Tripspeicher werden die Daten der letzten 200 Trips abgespeichert.
Folgende Daten werden pro Trip gespeichert:
• Kilometer bei Fahrtbeginn
• Gefahrene Kilometer
• Betriebsstunden bei Fahrtbeginn
• Fahrzeit
• Höchstgeschwindigkeit
• Durchschnittsgeschwindigkeit
• Mittlerer Steuerdruck
• Bremsbetätigungen
• Bremsfrequenz
• Aggregatlast bei Tripbeginn
• ABS-Bremsungen
• RSS-Eingriffe Stufe 1
• RSS-Eingriffe Stufe 2
Ist ein SmartBoard angeschlossen, werden die Trips mit einer Uhrzeit- und Datumsinformation versehen.
Histogramm
Ein Histogramm stellt die Verteilung der aufgetretenen Ereignisse über die Betriebszeit des Fahrzeuges dar.
Alle Histogramme bestehen aus 8 Klassen. Dies bedeutet, dass eine Einteilung der
Werte in Stufen vorgenommen wird (z. B. 0 bis 15 %; 16 bis 30 %).
Histogramme
Aggregatlast
(Summe aller
Achsen)
Achslast
(Achslast einer
Achse)
Bremszeit
Steuerdruck
Speicherung der
gefahrenen Kilometer
pro Aggregatklasse.
Speicherung der
gefahrenen Kilometer pro Achslastklasse.
Speicherung der
Bremszeit pro Klasse und des maximal
auftretenden
Druckes.
Speicherung der
Bremsungen pro Klasse und des maximal
auftretenden Druckes.
Eine detaillierte Beschreibung der Histogramme finden Sie in der ODR-Tracker
Bedienungsanleitung.
ODR-Tracker Bedienungsanleitung
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort ODR in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
44
Bremssystem
TEBS E2
3
Ereignisrekorder
Im Ereignisrekorder wird die Anzahl von Events (maximal 200), also Ereignissen
des Bremssystems, abgespeichert.
Jedes Ereignis wird zusammen mit der Uhrzeit und dem Kilometerstand zum Zeitpunkt des Auftretens im TEBS E Modulator abgespeichert.
Ereignisse können z. B. sein:
• ABS-Eingriffe
• RSS-Eingriffe
• Warnlampe an
• Meldungen
• Manuelle Deaktivierung von TailGUARD
• Immobilizer Ereignisse
• durch GIO-Parametrierung definierbare Events (z. B. wenn ein angeschlossener Türkontaktschalter ein Öffnen der Tür anzeigt)
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
ODR-Tracker-Programm
446 301 536 0 (de)
446 301 692 0 (en)
SmartBoard
446 192 110 0
Beschreibung
Anschlusskabel
Auf USB-Stick zur Verwendung mit Computern mit
Windows-Betriebssystem.
Optional
449 911 ... 0
Erweitert die ODR-Daten um
Uhrzeit- und Datumsinformation.
45
4
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
GIO-Funktionen
Dieses Kapitel beschreibt Funktionen, die mit Hilfe der GIO-Schnittstellen des
TEBS E Modulators und weiterer Komponenten erstellt werden können. In der Regel ist für diese Funktionen ein Premium-Modulator erforderlich (siehe nachfolgende Tabelle „Übersicht GIO-Funktionen“).
Einleitung GIO
GIO bedeutet Generic Input/Output und bezeichnet programmierbare Ein- und
Ausgänge. Der Trailer EBS E Modulator verfügt bei der Standard-Variante über 4
GIO-Steckplätze, bei der Premium-Variante über 7 GIO-Steckplätze. Über die GIOFunktionen ist es möglich, verschiedene Zusatzfunktionen im Anhängermodulator
zu aktivieren.
Über das elektronische Erweiterungsmodul ELEX (siehe Kapitel 5.1
„Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX)“, Seite 92) werden weitere
GIO-Steckplätze bereitgestellt, die den Anschluss zusätzlicher Komponenten ermöglichen.
Mittels TEBS E Diagnostic Software wird eine Belegung (Voreinstellung) der Standardfunktionen vorgegeben. Einige Funktionen sind mehrfach verwendbar (z. B.
Integrierte Liftachssteuerung, Geschwindigkeitsschalter ISS, Dauerplus).
Den GIO-Steckplätzen können über die Parametrierung Funktionen zugewiesen
werden. Über die Parametrierung ist außerdem wählbar, ob aus Sicherheitsgründen Ausgänge auf Kabelbruch überwacht werden sollen.
Alle GIO-Steckplätze haben mindestens einen Schaltausgang (Endstufe) und einen Masse-Kontakt. Die anderen beiden Pins sind unterschiedlich belegt. Daraus
ergibt sich, dass nicht alle Funktionen auf allen Steckplätzen gleichermaßen realisiert werden können siehe Kapitel 10.2 „Pinbelegung“, Seite 171. Die maximale
Last für alle GIO-Schaltausgänge beträgt 1,5 A.
GIO-Funktionen stehen zur Verfügung, wenn das System ausreichend mit Strom
versorgt und fehlerfrei ist.
GIO-Endstufe
Mit der GIO-Endstufe können elektrische Lasten (z. B. Magnetventile, Lampen)
geschaltet oder der Schaltzustand eines Schalters gegen Masse erkannt werden.
Die GIO-Endstufen können auch als Eingänge benutzt werden. Dabei kann sensiert werden, ob ein Schalter offen oder gegen Masse geschaltet ist. Wird der
Schalter gegen Plus geschaltet, wird bei Schließen des Schalters auf Fehler erkannt.
GIO-Analogeingang
Mit dem GIO-Analogeingang können analoge Signale (z. B. vom Drucksensor)
eingelesen oder Taster-Signale erkannt werden.
Über die GIO-Endstufe werden Sensoren mit Spannung versorgt.
GIO-Wegsensoreingang
An GIO-Wegsensoreingängen können ECAS-Wegsensoren als Höhensensoren in
einer Niveauregelung oder bei mechanisch gefederten Fahrzeugen zur Sensierung
des Einfederungsweges zur Erkennung der Achslast angeschlossen werden.
46
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Übersicht GIO-Funktionen
Standard Premium
Modulator Modulator
Liftachssteuerung mit LACV
Liftachssteuerung mit LACV-IC
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung
Elektronische Niveauregelung
(ECAS 1-Punkt-Regelung)
Ausschalten von ECAS
Grüne Warnlampe
Deaktivierung der automatischen Niveauregelung
Geschwindigkeitsschalter (ISS1, ISS2)
RSS-aktiv-Signal
ABS-aktiv-Signal
Anfahrhilfe
Externer Achslastsensor
OptiTurnTM (Rangierhilfe)
OptiLoadTM (Stützlastreduzierung)
Zwangssenken
Bremsbelagverschleißanzeige
Spannungsversorgung von Telematik (GIO5)
Geschwindigkeitssignal
Dauerplus 1 und 2
Batterieversorgung
Straßenfertigerbremse
Trailer Extending Control
Entspannungsfunktion
Sperrung der Lenkachse
Kippwarnung
Gabelstaplerregelung
Bremslösefunktion
Zusatzbremslicht (Emergency Brake Light)
Wegfahrsperre (Immobilizer)
Frei konfigurierbare Funktionen
47
4
4.1
TEBS E2
GIO-Funktionen
Liftachssteuerung
Applikation
Anhängefahrzeuge mit einer Liftachse oder mehreren Liftachsen.
Liftachssteuerung im Deichselanhänger
Beim 3-Achs-Deichselanhänger besteht die Möglichkeit, die Achse 2 oder 3 als
Liftachse auszuführen. Wenn der TEBS Modulator an der Vorderachse des Fahrzeugs verbaut ist, dann muss die am Boden verbleibende Hinterachse mit einem
externen Drucksensor überwacht werden.
Zweck
Steuerung der Liftachsen durch TEBS E in Abhängigkeit von der aktuellen Achslast und dem aktuellen Beladungszustand.
Funktion
Die Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der ein Heben der Liftachse(en) zulässig ist,
kann zwischen 0 und 30 km/h parametriert werden.
In der Parametrierung (siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 1 => Automatische Liftachssteuerung) ist die Reihenfolge des Anhebens der Achsen einstellbar.
Parametriert wird der Druck zum Heben und Senken der Liftachse. Es wird immer
zuerst die 1. Liftachse und dann die 2. Liftachse gehoben.Die TEBS E Diagnostic
Software gibt sinnvolle Balgdruck-Werte für die Liftachssteuerung vor. Diese Vorschläge können aber bei Sonderfahrzeugen vom Benutzer angepasst werden (z. B.
3-Achs-Deichselanhänger mit Gabelstapler-Transport).
Die Position der Liftachsen wird auf der CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ zum Zugfahrzeug übertragen und kann dort bei entsprechender Ausstattung im Armaturenbrett angezeigt werden.
Ab TEBS E1 findet eine Überprüfung des Balg- und Vorratsdruckes
statt. Die Liftachse wird nicht mehr angehoben, wenn das Fahrzeug
bis auf die Puffer abgesenkt wurde oder der Vorratsdruck zu gering
(< 6,5 bar) ist.
Des Weiteren ist eine neue Plausibilitätsprüfung der Liftachsen beim
Heben bzw. Senken integriert, um einen so genannten Jo-Jo-Effekt zu
vermeiden. Dieser Jo-Jo-Effekt tritt immer dann auf, wenn die Druckdifferenz zwischen dem Heben/Senken-Druck < 1,0 bar beträgt.
Mit der TEBS E Diagnostic Software wird diese Druckdifferenz bei der
Eingabe überprüft und ein entsprechender Hinweis bei der Eingabe
der Parameter gegeben.
Sollte die ISO 7638 Spannungsversorgung während der Fahrt vom
Motorwagen her nicht zur Verfügung stehen, die ECU also nur über
die 24N-Stopplichtversorgung bestromt werden, so erfolgt keine Liftachssteuerung.
Erst bei gewährleisteter ISO 7638 Spannungsversorgung und
v = 0 km/h arbeitet die Liftachssteuerung wieder korrekt.
48
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Einstellung des Verhaltens der Liftachse bei ausgeschalteter
Zündung
Das Verhalten der Liftachse (gehoben oder abgesenkt) ist für das
abgestellte Fahrzeug (bei ausgeschalteter Zündung) in der TEBS E
Diagnostic Software einstellbar und hängt von der Bauart des Liftachsventils ab.
Das impulsgesteuerte Liftachsventil kann nach ausgeschalteter Zündung die Liftachse Heben/Senken-Position ansteuern.
Das federrückgeführte Liftachsventil kann nach ausgeschalteter Zündung die Liftachse immer nur in die Senken-Position ansteuern.
Liftachssteuerung LA1
Sie haben folgende Anschlussmöglichkeiten: ein federrückgeführtes Liftachssteuerventil 464 084 0.. 0 oder ein impulsgesteuertes Liftachsventil 463 084 100 0 oder
ein impulsgesteuerter ECAS-Magnetventilblock mit Liftachssteuerung
472 905 114 0
Liftachsteuerung LA2
Sie haben folgende Anschlussmöglichkeiten für die Steuerung der 2. Liftachse: ein
federrückgeführtes Liftachsventil 463 084 0.. 0 oder ein impulsgesteuertes Liftachsventil 463 084 100 0
Komponenten
Impulsgesteuert: Das Ventil hat zwei Magnete und eine Haltestellung, in der die
Liftachse teilentlastet werden kann.
Federrückgeführt: Die Liftachse wird gesenkt oder gehoben, ohne Zwischenstellungen. Wenn die Spannung abgeschaltet wird, senkt sich die Liftachse.
Komponente /
Teilenummer
Applikation
Zweck / Funktion
Beschreibung
Liftachsventil
LACV
463 084 0.. 0
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse(n)
Steuerung von bis zu zwei Liftachsen automatisch, d.h. in Abhängigkeit von der aktuellen
Achslast, vom TEBS E.
463 084 031 0
1-kreisig, federrückgeführt, ohne Verschraubungen
Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch TEBS E.
463 084 041 0
1-kreisig, federrückgeführt, mit Verschraubungen
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung
möglich (nur mit ZusatzMagnetventil, z. B.
472 173 226 0).
Anschlusskabel
449 443 ... 0
463 084 042 0
1-kreisig, federrückgeführt
463 084 050 0
12 V Variante mit
NPTF Gewinde (Zöllisch); für MultiVoltage-Anwendungen
Liftachsventil
463 084 010 0
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse(n)
Steuerung von bis zu zwei Liftachsen in einer 2-kreisigen Luftfederungsanlage automatisch,
d.h. in Abhängigkeit von der aktuellen Achslast, vom TEBS E.
2-kreisig, federrückgeführt
449 443 ... 0
Ohne DIN-BajonettAnschluss; verwenden Sie hierzu Adapter 894 601 135 2.
49
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Komponente /
Teilenummer
Applikation
Zweck / Funktion
Beschreibung
Anschlusskabel
Liftachsventil
LACV-IC
463 084 100 0
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse(n)
Nutzung einer Liftachse zur Ansteuerung der 3. Achse bei 3Achs-Sattelanhängern zur dynamischen Radstandsregelung
(OptiTurnTM / OptiLoadTM).
Impulsgesteuert
449 445 ... 0
oder
449 761 ... 0
2-kreisig, impulsgesteuert
449 445 ... 0
(2x)
Verwendung für den Immobilizer
zur Ansteuerung der Federspeicher.
Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch TEBS E.
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung
möglich.
ECASMagnetventil
472 905 114 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger
(mit Liftachse)
1-Punkt-Regelung
Steuerung des Fahrzeugniveaus
einer Achse oder mehrerer Achsen.
Heben/Senken einer oder zwei
parallel gesteuerter Liftachsen.
Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch das TEBS E.
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung
möglich.
ECASMagnetventil
472 905 111 0
Sattelanhänger / 2-Punkt-Regelung
Deichselanhänger
(mit Liftachse)
Steuerung des Fahrzeugniveaus
einer Achse bzw. mehrerer Achsen.
Heben/Senken einer oder zwei
parallel gesteuerter Liftachsen.
2-kreisig
2-Punkt-Regelung, nur
in Verbindung mit ELEX und TEBS E2
möglich.
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Kabel „ECAS 2Punkt-Regelung“
449 439 ... 0
+ impulsgesteuerte
Liftachse
Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch TEBS E.
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung
möglich.
Ab TEBS E2 können am TEBS E Modulator drei impulsgesteuerte
Ventile parallel gesteuert werden.
50
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
WABCO Empfehlung für die Ventilauswahl für Liftachsen
Liftachsventil
federrückgeführt
463 084 010 0
Liftachsventil
Liftachsventil
ECASECASfederrückgeführt impulsgesteuert
Magnetventil
Magnetventil
463 084 031 0
463 084 100 0 impulsgesteuert impulsgesteuert
472 905 114 0
472 905 111 0
Verhalten der Liftachse bei ausgeschalteter Zündung
Liftachse bleibt in gewünschter und parametrierter Stellung (gehoben
oder abgesenkt).
Liftachse senkt sich.
In Verbindung mit TEBS E Modulator 480 102 06. 0
(Premium)
In Verbindung mit TEBS E Modulator
480 102 03. 0 (Standard)
Liftachssteuerung, Anfahrhilfe, Zwangssenken, OptiTurnTM/OptiLoadTM
Eine Liftachse ohne dynamische Radstandsregelung.
In Verbindung mit TEBS E Modulator 480 102 03. 0 (Standard) / 480 102 06. 0 (Premium)
Zwei Liftachsen ohne
dynamische Radstandsregelung.
Empfehlung der Achshersteller:
Bei zwei Liftachsen sollte
eine Liftachse 2-kreisig
ausgeführt sein.
Dynamische
Radstandsregelung
Eine Liftachse oder
Schleppachse mit dynamischer Radstandsregelung auf Achse 3 für
Achslastverlagerung bei
Beladung oder automatisches Anheben bei Kreisfahrt.
In Verbindung mit TEBS E Modulator 480 102 06. 0
(Premium)
Bedienung
Informationen zur Bedienung siehe Kapitel 8.5 „Bedienung Liftachsen“, Seite 157.
4.2
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung
Applikation
Sattelauflieger mit Schleppachsen / Nachlauflenkachsen.
Sattelauflieger mit Schleppachsen und OptiTurnTM/OptiLoadTM-Funktion siehe Kapitel 4.9 „Dynamische Radstandsregelungen“, Seite 66.
Diese Funktion ist nicht für Deichselanhänger geeignet. Es muss ein 4S/3M oder
4S/2M+1M System und ein zusätzlicher Achslastsensor e-f verbaut werden.
51
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Zweck
Bei Verwendung von Schleppachsen sollte der Balg nicht komplett entlüftet werden,
da sonst Flächen des Luftbalges aneinander reiben und Schäden eintreten können.
Die integrierte Funktion hilft mit einer Restdruckhaltung in den Tragbälgen Reifenschäden, erhöhte Reifenabnutzung und mögliche Balgschäden zu vermeiden. Für
die Restdruckhaltung werden keine weiteren Komponenten benötigt.
Einbau
Bei Schleppachsen muss die Raddrehzahl sensiert und die Bremsung über einen
separaten Modulator gesteuert werden. WABCO Empfehlung: Bremsen Sie die
Schleppachse über ein EBS-Relaisventil (4S/3M) ein.
Weiterhin muss ein externer Achslastsensor e-f verbaut werden, um die Balgdrücke an der Schleppachse zu messen. Zur Steuerung der Schleppachse muss ein
impulsgesteuertes Liftachsventil (LACV-IC) zum Einsatz kommen.
Der Einsatz von federrückgeführten Liftachsventilen ist nicht möglich.
Einstellung des Restdrucks
– Wählen Sie in den Parametereinstellungen Automatische Liftachssteuerung den
Restdruck in Abhängigkeit des verbauten Tragbalges in der TEBS E Diagnostic
Software aus siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 1.
Der Restdruck kann ab 0,3 bar eingestellt werden.
4.3
Elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS)
Applikation
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge.
Zweck
Die ECAS-Basisfunktion ist der Ausgleich von Niveauänderungen, die z. B. durch
Änderung des Beladungszustandes oder durch neue Sollwertvorgaben (z. B. durch
Bedieneinheit) entstanden sind. Diese Regelabweichungen führen zu einer Veränderung des Abstandes zwischen der Fahrzeugachse und dem Fahrzeugaufbau.
ECAS gleicht die Regelabweichungen mittels einer Niveauregelung aus.
Funktionsweise des ECAS-Grundsystems
Ein Wegsensor ist am Fahrzeugaufbau befestigt und über ein Hebelsystem mit der
Fahrzeugachse verbunden. Er erfasst in bestimmten Zeitabständen den Abstand
zwischen Achse und Aufbau. Die Zeitabstände hängen von der Betriebszeit (Fahroder Ladebetrieb) des Fahrzeugs ab.
Der ermittelte Messwert ist der Istwert des Regelkreises und wird an die ECU weitergeleitet. In der ECU wird dieser Istwert mit dem in der ECU vorgegebenen Sollwert verglichen.
Bei einer unzulässigen Differenz zwischen Ist- und Sollwert (Regelabweichung)
wird dem ECAS-Magnetventil ein Stellsignal übermittelt. In Abhängigkeit von diesem Stellsignal steuert das ECAS-Magnetventil nun den Tragbalg an und be- oder
entlüftet diesen. Durch die Druckänderung im Tragbalg ändert sich auch der Abstand zwischen Fahrzeugachse und Fahrzeugaufbau. Der Abstand wird erneut
durch den Wegsensor erfasst und der Zyklus beginnt von vorn.
Bei der elektronischen Niveauregelung (ECAS) gibt es zwei Regelungen für die
Höhenänderung.
52
GIO-Funktionen
Applikation
4
TEBS E2
1-Punkt-Regelung
2-Punkt-Regelung
Sattel- oder Zentralachsanhänger mit einem Wegsensor
Deichselanhänger mit zwei Wegsensoren (1x an Vorderachse, 1x an
Hinterachse).
Sattelanhänger mit Einzelradaufhängung, mit zwei Wegsensoren
(1x rechte Fahrzeugseite, 1x linke Fahrzeugseite direkt oberhalb des
mittleren Achsaggregats).
Eine Verwendung bei Sattel- bzw. Zentralachsanhängern mit Starrachsen ist nicht erlaubt.
Steuerung der ECAS-Funktionalität
Integration im TEBS E Premium-Modulator
Integration im TEBS E Premium Modulator und ELEX oder externer
ECAS.
Anschluss
Direkt an den TEBS E Modulator
Direkt an TEBS E Modulator und ELEX bzw. mittels externem ECAS-Kit
446 120 024 0 (externe ECAS erforderlich!).
Einbau
Achten Sie darauf, dass bei einer Rechts/Links-Regelung nur der höhere Balgdruck dem Anhängermodulator zugeführt wird. Verwenden Sie
dazu ein Select-High-Ventil.
Weitere Informationen zur 2-Punkt-Regelung siehe Kapitel 5.1.3 „ECAS 2-PunktRegelung“, Seite 98.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
TEBS E Modulator
mit angeflanschtem
PEM
480 102 06. 0
ELEX
446 122 070 0
ECAS-Magnetventil
472 880 030 0
Applikation
Zweck / Funktion
Bemerkung
Kabel
Alle Anhängefahrzeuge Regelung und Überwa- Premium-Modulator mit
mit Luftfederung.
chung der elektroniPEM
schen Luftfederung.
Anschluss von bis zu
zwei ECASMagnetventilen und
einem Wegsensor.
In Verbindung mit
TEBS E2 Modulator
Sattelanhänger /
Deichselanhänger
(ohne Liftachse)
2-Punkt-Regelung
1-Punkt-Regelung
2-Punkt-Regelung, nur
in Verbindung mit ELEX und TEBS E2
möglich.
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Kabel „ECAS 2-PunktRegelung“
449 439 ... 0
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer oder
mehrerer parallel geschalteter Achsen
(Heben/Senken).
53
4
TEBS E2
Komponente /
Teilenummer
GIO-Funktionen
Applikation
Zweck / Funktion
ECAS-Magnetventil
472 880 001 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger
(ohne Liftachse)
2-Punkt-Regelung
ECAS-Magnetventil
472 905 114 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger (mit
Liftachse)
1-Punkt-Regelung
Sattelanhänger /
Deichselanhänger (mit
Liftachse)
2-Punkt-Regelung
ECAS-Magnetventil
472 905 111 0
Wegsensor mit
Drehwinkelprinzip
441 050 100 0
54
Bemerkung
2-Punkt-Regelung, nur
in Verbindung mit ELEX und TEBS E2
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer oder möglich.
mehrerer parallel geschalteter Achsen
(Heben/Senken).
Impulsgesteuerte Liftachse
Kabel
Kabel „ECAS 2-PunktRegelung“
449 439 ... 0
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer oder
mehrerer parallel geschalteter Achsen
(Heben/Senken).
2-Punkt-Regelung, nur
in Verbindung mit ELEX und TEBS E2
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer oder möglich.
mehrerer parallel geschalteter Achsen
Impulsgesteuerte Lift(Heben/Senken).
achse
Luftgefederte Sattelanhänger / Deichselanhänger
Messung des Fahrniveaus
Hebel
441 050 718 2
Anbringung an den
Wegsensor
Verlängerung des
Wegsensorhebels
Anlenkung
433 401 003 0
Anbindung an die Achse
Verwenden Sie ausschließlich den Wegsensor 441 050 100 0.
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Kabel „ECAS 2-PunktRegelung“
449 439 ... 0
Kabel „Wegsensor“
449 811 ... 0
GIO-Funktionen
Komponente /
Teilenummer
ECAS-Bedienbox
446 156 02. 0
Applikation
Zweck / Funktion
446 156 021 0
Sattelanhänger ohne
Liftachse
Bedieneinheit
446 156 022 0
Sattelanhänger mit
Liftachse
4
TEBS E2
Bemerkung
Kabel
Kabel „ECASBedienbox“
449 627 ... 0
Beeinflussung des
Niveaus und der Liftachssteuerung durch
den Fahrer.
446 156 023 0
Deichselanhänger
ECAS-Bedieneinheit
446 056 117 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger
Bedieneinheit (mit 9
Tasten), die im Anhänger verbaut wird.
Kabel „ECASBedieneinheit“
449 628 ... 0
Beeinflussung des
Niveaus und der Liftachssteuerung durch
den Fahrer.
ECAS-Bedieneinheit
446 056 25. 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger
Bedieneinheit (mit 12
Tasten) für Zugsteuerung vom Motorwagen
Kabel „ECASBedieneinheit“
449 628 ... 0
Beeinflussung des
Niveaus und der Liftachssteuerung durch
den Fahrer.
SmartBoard
446 192 11. 0
446 192 110 0
(mit integrierter Batterie)
446 192 111 0
für Gefahrfahrzeuge
Trailer Remote
Control
446 122 080 0
Im Motorwagen
Anzeige- und Bedienkonsole
Ersatzbatterie
446 192 920 2
Kabel „ECASBedieneinheit“
449 628 ... 0
Beeinflussung des
Niveaus und der Liftachssteuerung durch
den Fahrer.
Anzeige- und Bedienkonsole im Fahrerhaus
Beeinflussung des
Niveaus und der Liftachssteuerung durch
den Fahrer.
Nur in Verbindung mit
ELEX und
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches
Erweiterungsmodul
(ELEX)“, Seite 92.
Verbindungskabel
zwischen Trailer Remote Control und Sicherungskasten im
LKW und eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
55
4
4.3.1
TEBS E2
GIO-Funktionen
Sollniveauregelung
Sollniveau
Das Sollniveau ist der Sollwert für den Abstand zwischen Fahrzeugaufbau und
Fahrzeugachse. Dieses Sollniveau wird durch Kalibrierung, Parametrierung oder
durch den Fahrer (z. B. über das SmartBoard) vorgegeben.
Funktion
Ein als Stellglied fungierendes Magnetventil wird angesteuert und durch Be/Entlüftung des Tragbalgs das Istniveau dem Sollniveau angeglichen.
Dies geschieht bei:
• Regelabweichungen über einen Toleranzbereich heraus (z. B. durch Gewichtsveränderungen)
• Änderung des Vorgabewertes für das Sollniveau (z. B. durch Anwahl eines
Memoryniveaus)
Anders als bei der konventionellen Luftfederung wird nicht nur das Fahrniveau,
sondern jedes vorgewählte Niveau geregelt. So wird auch ein Niveau, das bei Beoder Entladevorgängen eingestellt wird, als Sollniveau angenommen und ausgeregelt.
Mit anderen Worten: Bei Beladungsänderung bleibt das Fahrzeug im eingestellten
Niveau, wogegen bei einer konventionellen Luftfederung von Hand nachgeregelt
werden muss bzw. der Fahrzeugaufbau bei Beladung absinkt und bei Entladung
sich anhebt.
Bei Unterbrechung der Stromversorgung oder bei unzureichender Luftversorgung,
z. B. durch Ausschalten der Zündung, erfolgt keine weitere Nachregelung des
Sollniveaus.
Über den Parameter Nach Zündung EIN ist Istniveau gleich Sollniveau (siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster
TEBS - GIO Parameter 2 => Button Erweiterte ECAS Parameter => Sonstige
Funktionen) kann erreicht werden, dass ein sich während ausgeschalteter Zündung geändertes Niveau (z. B. durch Luftverlust, Gewichtsveränderung) beim Einschalten der Zündung automatisch als neues Istniveau gesetzt wird. Damit wird die
plötzliche Nachregelung unterbunden.
Durch die Nutzung des Geschwindigkeitssignals unterscheidet die elektronische
Niveauregelung im Gegensatz zur konventionellen Luftfederanlage zwischen statischem und dynamischem Radlastwechsel. Bei Fahrt wird eine Niveauänderungen
nur verzögert nachgeregelt. Würde das Fahrzeug z. B. auch beim Einfedern auf
Schlagloch-Strecken nachgeregelt, entstünde sonst ein unnützer Verbrauch von
Druckluft.
56
GIO-Funktionen
Anwendung
TEBS E2
4
Statischer Radlastwechsel
Dynamischer Radlastwechsel
•
•
•
•
Durch Bodenwellen und Unebenheiten kommt
es bei höheren Geschwindigkeiten zu dynamischen Radlastwechsel.
•
Bei Steigungen und Gefällen verändert sich die
Radlast, diese wirkt sich auf die Regelgüte aus.
Durch Beladungsänderung
Bei Stillstand
Bei niedrigen Fahrzeuggeschwindigkeiten
Regelfunktionen Überprüfung des Istwertes und gegebenenfalls Korrektur durch Be- oder Entlüftung der entsprechenden
Luftfederbälge in kurzen Zeitintervallen (z. B. 1x pro
Sekunde – per Parameter einstellbar) durch die elektronische Niveauregelung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2 =>
Button Erweiterte ECAS Parameter => Regelverzögerung.
Dynamische Radlastwechsel sollen durch das
Federungsverhalten der Tragbälge ausgeglichen
werden. In diesem Fall ist eine Balgbelüftung oder
-entlüftung nicht wünschenswert, da nur der abgesperrte Luftfederbalg nahezu konstant bleibende
Federungseigenschaften aufweist.
Wenn beim Ausfedern die achsüberschüssige Luft
aus dem Balg entlüftet wird, muss sie später beim
Einfedern auch wieder ersetzt werden, was sich
letztendlich in einer höheren Kompressorbelastung
und im Treibstoffverbrauch bemerkbar macht. Aus
diesem Grund wird bei höheren Geschwindigkeiten
die Regelung in erheblich größeren Zeitintervallen,
in der Regel alle 60 Sekunden, durchgeführt. Der
Soll-/Istwertvergleich erfolgt weiterhin permanent.
Bemerkung
Dadurch, dass nicht jede Fahrbahnunebenheit
ausgeregelt wird, z. B. bei schlechten Straßenverhältnissen, ist der Luftverbrauch der elektronischen
Luftfederung geringer als bei einer konventionellen
Niveauregelung mit Luftfederventil.
4.3.2
Das Zeitintervall für die statische Regelung ist parametrierbar.
Fahrniveaus
Fahrniveau I (Normalniveau)
Unter Fahrniveau I (Normalniveau) versteht man das Sollniveau, das vom Fahrzeughersteller bzw. Achshersteller für den optimalen Fahrbetrieb (optimale Aufbauhöhe) festgelegt wird. Es hat eine besondere Bedeutung gegenüber den anderen Fahrniveaus.
Das Fahrniveau I bestimmt die Gesamtfahrzeughöhe, die an gesetzliche Grenzvorgaben gebunden ist und die Höhe des Fahrzeugschwerpunktes, die für das
Fahrdynamikverhalten von entscheidender Bedeutung ist.
Das Normalniveau wird als Auslegungswert für das Fahrzeug bezeichnet.
Fahrniveau II
Fahrniveau II wird als Differenz zum Fahrniveau I (Normalniveau) parametriert.
Liegt Fahrniveau II tiefer als Fahrniveau I, muss dieser Wert negativ in der TEBS E
Diagnostic Software eingegeben werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2 =>
Niveauregelung.
Verwendung
• Bei Betrieb des Sattelanhängers hinter verschiedenen Zugmaschinen (mit unterschiedlicher Sattelhöhe) kann der Aufbau jeweils waagerecht gestellt werden.
Fahrniveau III
Das Fahrniveau III ist ein Fahrniveau wie Fahrniveau II, es entspricht aber der maximalen Aufbauhöhe und ist damit das höchste Fahrniveau.
57
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Das Fahrniveau III konnte bisher nur über die Geschwindigkeit angewählt werden. Ab TEBS E2 ist nun auch die Anwählung über die ECAS-Bedieneinheit möglich.
Verwendung
• Nutzung zur Anpassung des Anhängers an verschiedene Sattelhöhen.
• Zur Kraftstoffersparnis (z. B. bei höherer Geschwindigkeit).
• Zur Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts für eine höhere Querstabilität.
Bei der geschwindigkeitsabhängigen Aufbauabsenkung geht man davon aus, dass
höhere Geschwindigkeiten auf so guten Fahrbahnoberflächen gefahren werden,
die nicht die Ausnutzung des gesamten Federweges des Balges erfordern.
Fahrniveau IV
Über die Parametrierung kann gewählt werden, ob das Entladeniveau
oder das Fahrniveau IV genutzt werden soll siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster
TEBS - Funktionsauswahl.
Verwendung
• Als zusätzliches Fahrniveau.
Entladeniveau
Das Entladeniveau wird nur im Stand oder bei geringerer Geschwindigkeit zur besseren Entladung des Fahrzeugs angesteuert. Bei Erreichen der Grenzgeschwindigkeit wird automatisch das zuletzt gespeicherte Niveau ausgeregelt.
Verwendung
• Absenken eines Kipperfahrzeugs, um bei plötzlicher Entlastung (Abschütten der
Last) ein hartes Ausfedern zu verhindern.
• Tankfahrzeug automatisch in die beste Entladungsstellung zu bringen.
• Verbesserung der Standsicherheit.
Entladeniveauschalter
Beispiel: Der Schalter ist an einer Kippmulde angebracht, dann wird das Fahrzeug
automatisch in ein parametriertes Niveau abgesenkt, sobald die Mulde gekippt wird.
Idealerweise entspricht dieser Wert dem Puffer- bzw. unterem Kalibrierniveau. So
wird eine Überlastung des Achsaggregats bei plötzlicher Entladung vermieden.
Die Funktion wird automatisch bei v > 10 km/h deaktiviert.
Wenn das parametrierte Entladeniveau außerhalb der parametrierten unteren oder
oberen Niveaus liegt, wird der Hub auf diese Niveaus begrenzt.
Ein Entladeniveau wird nur zwischen dem oberen und unteren Kalibrierniveau umgesetzt, selbst wenn die Parametrierung einen Wert außerhalb dieses Bereiches
vorgibt.
Das Entladeniveau kann mit dem SmartBoard zeitweise abgeschaltet
werden, z. B. für den Betrieb vor Straßenfertigern.
58
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Parameter für Entladeniveau
In der TEBS E Diagnostic Software gibt es 2 Parameter für das Entladeniveau:
• Absenken des Aufbaus bis auf die Puffer
• Absenken des Aufbaus bis auf das untere kalibrierte Niveau
Diese Parameter gelten auch für die Ansteuerung dieser Funktion über
das SmartBoard oder die ECAS-Bedienbox.
In der TEBS E Diagnostic Software wurde ein geschwindigkeitsabhängiger Parameter für das Entladeniveau geschaffen. Damit kann das
Entladeniveau auch zusätzlich als Fahrniveau IV (Normalniveau IV)
genutzt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Schaltereingänge für das Fahrniveau I, Fahrniveau II oder das Fahrniveau IV
unabhängig voneinander zu nutzen.
Memoryniveau
Im Gegensatz zum Entladeniveau, das in der ECU parametriert wird, kann das
Memoryniveau vom Fahrer vorgeben und jederzeit geändert werden. Ein vorgegebenes Memoryniveau bleibt dem System solange bekannt, d.h. auch bei ausgeschalteter Zündung, bis es durch den Nutzer geändert wird. Das Memoryniveau gilt
für das gesamte Fahrzeug.
Für jedes System können zwei unterschiedliche Memoryniveaus genutzt werden.
Zum Abruf der Memoryfunktion ist eine ECAS-Bedieneinheit oder das SmartBoard
erforderlich.
Verwendung
• Wiederkehrender Ladebetrieb an einer Rampe mit einmal definierter Höhe.
4.3.3
Grüne Warnlampe
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge mit ECAS.
Montage am Anhängefahrzeug im Sichtbereich des Fahrers (über Rückspiegel).
Zweck
Lampe ausgeschaltet: Das Fahrzeug befindet sich innerhalb des Fahrniveaus und
es liegt keine Meldung vor.
Lampe eingeschaltet: Das Fahrzeug befindet sich außerhalb des Fahrniveaus.
– Bringen Sie bei Bedarf das Fahrzeug ins Fahrniveau. Das vorangewählte Fahrniveau ist das Referenzniveau.
Statusanzeige der ECAS-Funktion „Blinken“: Eine ECAS-Meldung liegt vor.
– Lesen Sie den Diagnosespeicher mittels TEBS E Diagnostic Software aus und
beheben Sie die Störung.
Einbau
– Schließen Sie zur Benutzung der Funktion eine grüne Warnlampe (LED oder
Glühlampe) an einen frei verfügbaren GIO-Steckplatz (GIO1-7) an.
Aktivierung der Funktion / Auswahl der Warnlampe
In dem Menüpunkt Erweiterte ECAS-Parameter kann die Funktion aktiviert und parametriert werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2.
59
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
– Aktivieren Sie die Funktion, indem Sie Warnlampe verbaut anklicken. Bei einer
LED klicken Sie den Parameter als LED (keine Kabelbrucherkennung) an.
– Setzen Sie den Parameter Verhalten bei Fehlern, um zu definieren, mit welchem Signal die Warnlampe Fehler anzeigen soll. Bei vorhandenen Fehlern
kann über die TEBS E Diagnostic Software oder über das SmartBoard die Fehlerart angezeigt werden.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
LED oder Glühlampe
4.3.4
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang.
Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge mit (TEBS E internem) ECAS.
Zweck
Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung, z. B. während Be- oder Entladevorgängen, um den Luftverbrauch an der Rampe zu reduzieren.
– Schließen Sie einen Schalter an einen frei verfügbaren GIO-Anschluss (GIO1-7)
oder ein SmartBoard an den GIO-Anschluss „Subsystems“ an.
Einstellung der Schalteroption
– Parametrieren Sie den Schalter in der Funktionsauswahl (GIO1-7).
Die Niveauregulierung kann nur im Stand deaktiviert werden (< 3 km/h).
Sobald eine Geschwindigkeit erkannt wird (> 5 km/h), wird die automatische Niveauregelung wieder aktiviert.
– Um diese Funktion erneut zu aktivieren, bestätigen Sie den Schalter erneut im
Stillstand.
Mit dieser Funktion werden auch sämtliche Liftachsfunktionen, wie z. B. Liftachsvollautomatik, Anfahrhilfe, OptiTurnTM usw. beendet und alle Liftachsen werden
gesenkt. Die Liftachsfunktionen bleiben so lange ausgeschaltet, auch wenn das
Fahrzeug wieder in Bewegung ist und die automatische Niveauregulierung wieder
aktiviert ist, bis zusätzlich die Rahmenparameter zur Aktivierung der Liftachsfunktion wieder erreicht sind.
Komponente / Teilenummer Beschreibung
Schalter
Nicht WABCO Lieferumfang.
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternative zu Schalter
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
60
449 911 ... 0
GIO-Funktionen
4.4
TEBS E2
4
Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Mit den beiden integrierten Geschwindigkeitsschaltern ISS 1 und ISS 2 können
zwei Funktionen im Anhänger unabhängig voneinander gesteuert werden.
Funktion
Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Geschwindigkeitsgrenze überschreitet bzw.
unterschreitet, ändert sich der Schaltzustand der Ausgänge. Damit ist es möglich,
Magnetventile geschwindigkeitsabhängig ein- oder auszuschalten.
Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Sperrung von Lenkachsen (siehe Kapitel 4.18 „Sperrung der Lenkachse“, Seite 82) oder Ansteuerung des TASC mit einem Puls bei Überschreiten der Geschwindigkeit. Die beiden Geschwindigkeitsgrenzen, bei denen sich der Schaltzustand des Ausgangs ändert, sind in einem
Bereich von 0 bis 120 km/h frei parametrierbar. Eine minimale Schalthysterese von
2 km/h ist einzuhalten.
Unterhalb der parametrierten Geschwindigkeitsgrenze ist der Schaltausgang ausgeschaltet. Bei Erreichen der Grenze wird der Ausgang eingeschaltet und eine
Spannung von +24 V ausgegeben. Per Parameter kann die Schaltfunktion auch
invertiert werden, so dass in Ruhestellung +24 V anliegen.
Für nicht dauerfeste Magnetventile kann bei Überschreiten der parametrierten Geschwindigkeitsgrenze ein 30 Sekunden Puls ausgegeben werden, mit dem der
Schaltzustand des Ventils bleibend umgesteuert wird (z. B. impulsgesteuerte
Schieberventile). Für den Fehlerfall muss sichergestellt sein, dass die vom Schaltausgang gesteuerte Einrichtung nicht in einem Zustand verbleibt, der die Fahrsicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigt.
Bei Ausfall der Spannungsversorgung sollte beispielsweise eine Lenkachse gesperrt sein, da dies den sicheren Zustand darstellt.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
TASC
463 090 0.. 0
Typ
463 090 012 0
1-kreisig; RTR, Rasten in Senk-Stellung
Anschlusskabel
449 443 ... 0
463 090 020 0
2-kreisig; RTR, Rasten in Senk-Stellung, mit Verschraubungen und Prüfanschluss
463 090 021 0
2-kreisig; RTR, Rasten in Senk-Stellung, mit Verschraubungen
463 090 023 0
2-kreisig; RTR, Rasten in Senk-Stellung
463 090 123 0
2-kreisig; RTR, Totmannschaltung für Hub > 300 mm
61
4
4.5
TEBS E2
GIO-Funktionen
RSS-aktiv-Signal
Der TEBS E Modulator ist mit der RSS-Funktion ausgerüstet. Bei aktivierter RSSFunktion und aktivem RSS-Eingriff werden die Bremsleuchten des Fahrzeugs nicht
aktiv angesteuert.
Über die CAN-Datenverbindung wird ein Signal zum Zugfahrzeug
geschickt und das Bremslicht angefordert. In Abhängigkeit von der
Bauart des Zugfahrzeugs wird das Aufleuchten der Bremslichter unterstützt.
Zusätzlich besteht mit dem RSS-aktiv-Signal die Möglichkeit, die Bremsleuchten
bei aktiver RSS-Funktion vom TEBS E anzusteuern. Zu diesem Zweck muss über
die GIO-Funktion dieser Ausgang parametriert sein.
Die Ansteuerung kann über ein Relais erfolgen. Die Versorgungsspannung der
Bremsleuchten muss von der 15-poligen Steckverbindung kommen (ECEVorschrift).
Komponente / Teilenummer
Relais
4.6
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
ABS-aktiv-Signal
WABCO schaltet bei aktiver ABS-Regelung einen Ausgang, z. B. zur Steuerung
(Deaktivierung) eines Retarders.
Komponente / Teilenummer
Relais
4.7
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Anfahrhilfe
Applikation
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge mit Liftachse oder Schleppachse als 1. Achse.
Zweck
Bei rutschigen Untergründen oder an Steigungen können Züge schlecht oder gar
nicht anfahren. Die Antriebsachse des Motorwagens hat nicht genügend Traktion
und die Räder drehen durch. Bei der Anfahrhilfe wird die 1. Achse beim Sattelanhänger angehoben bzw. druckentlastet. Durch die dadurch entstehende Gewichtsverlagerung auf die Sattelkupplung wird die Traktion der Antriebsachse des Motorwagens erhöht.
Bei Anschluss eines SmartBoards an den TEBS E Modulator (Subsystems) und
entsprechender Parametrierung, dass kein Schalter verwendet wird, kann bei
Sattelanhängern mit einer liftbaren 1. Achse eine Anfahrhilfe nach 98/12/EG realisiert werden. Der Wert, der nach EG-Richtlinie maximal 30 % Überlast entspricht,
muss vom Fahrzeughersteller festgelegt werden.
Bei Erreichen von 30 km/h wird die Achse wieder gesenkt bzw. kehrt in den Automatikmodus zurück.
62
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Beachten Sie die Achsherstellerangaben für die Anfahrhilfe. Die Angaben können
die max. Grenzen der EG-Richtlinie einschränken.
Empfohlene Ventilkonfigurationen
Folgende Ausführungen sind wählbar:
• Ein federrückgeführtes Liftachsventil (nicht für alle Fahrzeuge geeignet)
Die Liftachse kann zur Anfahrhilfe gehoben werden, wenn der parametrierte zulässige Balgdruck durch das Anheben nicht überschritten wird. Wird während
der Anfahrhilfe der zulässige Druck überschritten, wird die Anfahrhilfe abgebrochen und die entsprechende Liftachse gesenkt.
In Ländern, in denen Achslasten von 3-Mal 9 t zulässig sind, wird die Anfahrhilfe abgebrochen, sobald die Last der am Boden verbleibenden Achsen 23,4 t
überschreitet. Die Wirkung der Anfahrhilfe ist somit an den Beladungszustand
gekoppelt.
• Ein Liftachsventil (federrückgeführt) und ein Magnetventil zur Druckbegrenzung (Restdruckhaltung)
Die Liftachse wird zur Anfahrhilfe entlastet, bis der parametrierte zulässige
Balgdruck erreicht wird. Dann wird der Tragbalg der Liftachse über das Magnetventil abgesperrt. So wird die Liftachse für den Anfahrvorgang optimal entlastet, ohne die 30 % Überlast an den anderen Achsen zu überschreiten.
(Die Liftachse bleibt bei 130 % Achslast an der Hauptachse entlastet und wird
erst bei 30 km/h gesenkt.)
Diese Konfiguration lässt eine Anfahrhilfe selbst bei überladenem Fahrzeug zu.
• Ein impulsgesteuertes Liftachsventil
Die Liftachse wird zur Anfahrhilfe entlastet, bis der parametrierte zulässige
Balgdruck erreicht wird. Dann werden der Trag- und der Liftbalg der Liftachse
abgesperrt. Es kann somit auch eine Entlastung der Liftachse durchgeführt
werden, um die zulässigen 30 % Überlast nicht zu überschreiten.
(Die Liftachse bleibt bei 130 % Achslast an der Hauptachse entlastet und wird
erst bei 30 km/h gesenkt.)
Die Anordnung ist sinnvoll in Ländern mit einer zulässigen Achslast von 9 t.
Aktivierung der Anfahrhilfe
•
•
•
•
ISO 7638: Ansteuerung über die CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ vom Zugfahrzeug.
SmartBoard: Aktivierung über das Steuermenü des SmartBoards.
Trailer Remote Control: Aktivierung über die Taste „Anfahrhilfe“ siehe Kapitel 8.2 „Bedienung mit Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)“, Seite 150.
Bremsbetätigung: Mit Aktivierung dieses Parameters kann die Anfahrhilfe über 3-maliges Betätigen der Bremse im Stillstand aktiviert bzw. deaktiviert werden (zwischen den drei Bremsbetätigungen muss der Druck auf unter 0,4 bar
absinken). Dabei gilt folgende Bedingung: Fahrzeug steht. Nach 2 Sekunden
ohne Bremsdruck muss innerhalb von 10 Sekunden die Bremse 3x mit einem
Druck von 3 bis 8 bar betätigt und wieder gelöst werden.
Durch erneutes 3-maliges Betätigen der Bremse wird die Anfahrhilfe wieder deaktiviert.
Ein Zwangssenken der Achsen ist durch Bremsbetätigung nicht möglich.
63
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Beispiel für eine Bremsbetätigung zur Aktivierung der Anfahrhilfe
Automatische Aktivierung durch Parameter Anfahrhilfe automatisch bei
Kurvenerkennung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E
Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS E GIO Parameter 1.
Anfahrhilfe
Unterstützt wird die Anfahrhilfefunktion für Liftachsen an der letzten
Achse beim Sattel- oder Zentralachsanhänger, d.h. die Liftachse wird
bei Anforderung gehoben und abgesenkt.
Aktivierung: 1-malige Betätigung des Tasters (weniger als
5 Sekunden).
Anfahrhilfe „Typ Nordland“
Zusätzlich ist eine zeitabhängige Steuerung der Anfahrhilfe möglich (in
1-Sekunden-Schritten, max. 1200 Sekunden).
Beim Liftachsventil 463 084 3. 0 wird nach Überschreiten von 130 %
der Achslast nach 5 Sekunden die Liftachse automatisch abgesenkt.
Aktivierung: 1-malige Betätigung des Tasters (weniger als
5 Sekunden).
Anfahrhilfe „Gelände“
Diese Funktion ist geschaffen worden, um im nicht öffentlichen Straßenverkehr höhere Drücke (Schwellen) für die Anfahrhilfefunktion
kurzzeitig zuzulassen.
Aktivierung: 2-maliges kurzzeitiges Betätigen des Tasters.
64
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Anhänger / Signal vom Motorwagen +24 V
Anhänger / Signal vom Motorwagen - (Masse)
Taster im Anhänger
Legende
A Pin 3
4.8
B Diode
C Pin 2
Externer Achslastsensor
Anstelle des internen Achslastsensors kann auch ein externer Achslastsensor verwendet werden.
Für Achse c-d
Applikation
Zum Beispiel Fahrzeuge mit hydraulischer Federung, da hier Federungsdrücke bis
zu 200 bar betragen können (Fahrzeuge, die aufgrund der hohen Drücke nicht
mehr an den TEBS E Modulator angeschlossen werden dürfen).
Zweck
Der externe Achslastsensor kann an die Hauptachse nachgerüstet werden, wenn
der interne Sensor ausgefallen sein sollte. So kann ein Modulatortausch vermieden
und eine kostengünstige Reparatur vorgenommen werden.
65
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Neue Funktion: Zweiter Achslastsensor Achse c-d
Bei hydraulisch gefederten Fahrzeugen kann unter Verwendung eines
zweiten Drucksensors die Achslast rechts und links getrennt ermittelt
werden. Damit das Fahrzeug bei seitlich unterschiedlicher Beladung
nicht über- bzw. unterbremst, ermöglicht diese neue Funktion Zweiter
Achslastsensor Achse c-d die Ermittlung eines Mittelwertes der beiden
externen Drucksensoren siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - Funktionsauswahl => Button Sonderfunktionen. Dieser Mittelwert wird sowohl für die Bestimmung des Bremsdruckes als auch für die Ausgabe
der Achslast verwendet.
Diese Funktion ist nicht für Deichselanhänger geeignet.
Für Achse e-f
Applikation
Deichselanhänger, Sattelanhänger (nur 3M) mit Liftachsen oder Schleppachsen,
OptiTurnTM / OptiLoadTM
Zweck
Genauere Bestimmung der Achslasten.
Funktion
Übertragung der Information zur Gesamtmasse des Anhängers über die ISO 7638Steckverbindung zum Zugfahrzeug und Anzeige im Display.
Bei verbautem SmartBoard sind die Einzelachslasten (Vorder-/Hinterachse) des
Deichselanhängers anzeigbar.
Komponenten
Komponente /
Teilenummern
Beschreibung
Drucksensor
441 044 101 0
441 044 102 0
441 044 108 0
0 bis 10 bar
Anschlusskabel
449 812 ... 0
441 044 108 0 nur für EBS-Relaisventil!
4.9
Dynamische Radstandsregelungen
4.9.1
Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)
Applikation
Sattelanhänger mit 2 oder 3 Achsen, hintere Achse ausgeführt als Schleppachse
oder Liftachse.
Zweck
Vermeidung der Überlastung von Sattelplatte und Motorwagen-Antriebsachse bei
Sattelanhängern mit in Richtung Motorwagen ungleichmäßig verteilter Ladung.
66
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Funktion
Durch Heben bzw. Druckentlastung der hinteren Achse wird die Last besser zwischen Motorwagen und Anhänger aufgeteilt und eine Überladung der Hinterachse
des Motorwagens vermieden. Die hintere Achse des Sattelanhängers wirkt hierbei
als Gegengewicht zur Beladung.
Die Funktion kann deaktiviert werden, wenn bei unbeladenem Fahrzeug oder im
Winterbetrieb die Entlastung der Motorwagen-Hinterachse nicht sinnvoll ist.
Nutzen
• Die Ladung muss nicht auf der Ladefläche verteilt werden.
• Verminderung des Bußgeldrisikos wegen Überladung des Motorwagens.
Parametereinstellungen OptiLoadTM
Informationen zur Parametrierung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 1.
Auswahl der Aktivierungsbedingungen
• Automatisch bei Überschreiten der Geschwindigkeit (parametrierbar ab 0 km/h).
• Nur bei Teil-/Volllast: bei unbeladenen Fahrzeugen wird die Funktion automatisch deaktiviert. Die ECU schaltet in die Liftachsautomatik.
• Manuell über Taster (2x Rangierhilfe-Taster drücken); optional über SmartBoard oder Trailer Remote Control.
Auswahl der Deaktivierungsbedingungen
• Druckwertbegrenzung, bei der die Funktion deaktiviert wird (Unterhalb des parametrierten Balgdrucks ist die Funktion aktiv).
• Manuell über Taster; optional über SmartBoard oder Trailer Remote Control.
Der Druckwert für die Stützlastreduzierung darf maximal 100 % des Balgdrucks
„beladen“ betragen.
Bedienoptionen
Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert werden,
um z. B. Luft zu sparen. Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist
OptiLoadTM wieder aktiv (Tripfunktion).
Über das SmartBoard kann die Automatik komplett abgeschaltet und auch wieder
aktiviert werden.
Über den Rangierhilfe-Taster oder über die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit ELEX und TEBS E2) kann die Automatik beim Drücken des Tasters > 5
Sekunden in den Zwangssenken-Modus gebracht werden. Nach dem Aus- und
wieder Einschalten der Zündung ist OptiLoadTM wieder aktiv (Tripfunktion).
Manuelle Steuerung
Sobald OptiLoadTM deaktiviert wurde, bleibt das System so lange in dem Zustand,
bis es gezielt durch das SmartBoard oder über Betätigung des RangierhilfeTasters (2x drücken) aktiviert wird.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit ELEX)
können als Tasterersatz benutzt werden. Nach dem Aus- und wieder Einschalten
67
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
der Zündung oder durch gezieltes Ausschalten mit SmartBoard, Trailer Remote
Control oder Rangierhilfe-Taster wird OptiLoadTM wieder deaktiviert.
4.9.2
Rangierhilfe (OptiTurnTM)
Applikation
Sattelanhänger mit 2 oder 3 Achsen, hintere Achse ausgeführt als Schleppachse
oder Liftachse.
Zweck
Erhöhung der Manövrierfähigkeit.
Kann als Alternative zur Nachlauflenkachse genutzt werden.
Funktion
Durch unterschiedliche Raddrehzahlen erkennt OptiTurnTM enge Kurven und entlastet entsprechend der Vorgaben der „Anfahrhilfe“ die hintere Achse. Dadurch
„wandert“ der Drehpunkt des Achsaggregats von der mittleren Achse zwischen die
beiden am Boden verbleibenden belasteten Achsen und ermöglicht einen kleineren
Wendekreis und verbesserte Manövrierfähigkeit des Zuges. Die Belastung der dritten Achse kann in Abhängigkeit der Parametereinstellungen definiert werden.
Nutzen
• Geringerer Reifenverschleiß in engen Kurven.
• Kann Lenkachse und Lenkachssteuerung einsparen.
• Bessere Manövrierfähigkeit auch bei Rückwärtsfahrt.
BO-Kraftkreis
Der BO-Kraftkreis gibt den maximalen, gesetzlich zulässigen Kreisradius für Anhängefahrzeuge vor. Der Kreis-Außendurchmesser beträgt 25,0 m, der KreisInnendurchmesser 10,6 m. Mit OptiTurnTM wird der gesetzliche Kreisradius unterschritten.
Parametereinstellungen OptiTurnTM
Informationen zur Parametrierung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 1.
Auswahl der Aktivierungsbedingungen
Bei Unterschreiten der Geschwindigkeit (maximal 30 km/h): Die Funktion startet
mit einer Verzögerung von 60 Sekunden unterhalb der parametrierten Geschwindigkeit.
Beachten Sie: Nach jedem Einschalten der Zündung muss das Fahrzeug mindestens einmal die eingestellte Geschwindigkeit überschritten haben, damit die Funktion automatisch aktiviert werden kann.
68
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Bei Kurvenerkennung: die Funktion startet unterhalb der parametrierten Geschwindigkeit sofort beim Einfahren in eine Kurve. Nach Durchfahrt der Kurve wird
die Funktion bis zur nächsten Kurvendurchfahrt deaktiviert.
Nur bei Teil-/Volllast: bei unbeladenen Fahrzeugen wird die Funktion automatisch
deaktiviert. Die ECU schaltet in die Liftachsautomatik.
Auswahl der Deaktivierungsbedingungen
Automatisch bei einer definierten Geschwindigkeit, bei der die Funktion deaktiviert
werden soll (maximal 30 km/h).
Automatisch bei Erreichen eines bestimmten Balgdruckes, bei der die Funktion
deaktiviert bzw. eingefroren werden soll (z. B. bei Erreichen des maximal zulässigen Balgdrucks 100 %).
Beachten Sie die zulässigen Achslasten entsprechend der Angaben der Achshersteller.
Sind die Tristop® Zylinder auf der Achse 2 und 3 verbaut, muss der Parameter
Liftachsfunktion (OptiTurn/OptiLoad) Unterbrechen bei eingelegter Feststellbremse
ausgewählt werden.
Bedienoptionen
Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert werden,
um z. B. Luft zu sparen. Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist
TM
OptiTurn wieder aktiv (Tripfunktion).
Über das SmartBoard kann die Automatik auch komplett abgeschaltet und auch
wieder aktiviert werden.
Die Automatik kann über das SmartBoard wieder vollständig aktiviert werden. Über
den Rangierhilfe-Taster oder Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit ELEX
und TEBS E2) kann die Automatik beim Drücken des Tasters > 5 Sekunden in den
Zwangssenken-Modus gebracht werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist OptiTurnTM wieder aktiv
(Tripfunktion).
Manuelle Steuerung
OptiTurnTM bleibt deaktiviert, bis es gezielt über Betätigung des RangierhilfeTasters aktiviert wird.
Die Funktion wird durch den Rangierhilfe-Taster manuell gestartet: RangierhilfeTaster 1x drücken.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2) können als Tasterersatz benutzt werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung oder durch gezieltes Ausschalten mit SmartBoard, TRC oder Rangierhilfe-Taster wird OptiTurnTM wieder
deaktiviert.
69
4
4.9.3
TEBS E2
GIO-Funktionen
Empfohlene Komponenten
OptiLoadTM / OptiTurnTM im Verbund mit ECAS
Für eine optimale und effiziente Ausnutzung der Funktionen (Zeitverhalten & optimale Gewichtsverteilung) empfehlen wir eine elektronisch gesteuerte Luftfederanlage (Heben & Senken + Steuerung der Opti-Funktionsachse).
GIO-Schemata 841 802 235 0 / 841 802 236 0
GIO-Schemata siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Komponente /
Teilenummer
Applikation
Zweck/Funktion
Bemerkung
TEBS E
Premium
480 102 06. 0
Alle Anhängefahrzeuge
mit 4S/3M-System.
Regelung und Überwachung der elektropneumatischen Bremsanlage.
Einbau
Im Bereich der zu steuernden
Achsen.
Seitenabhängige Regelung der Drücke der
Bremszylinder von bis zu 3 Achsen.
Steuerung u.a. von ABS, RSS.
EBS-Relaisventil Vorder-/Hinterachse bei
Deichselanhängern oder
480 207 ... 0
3. Achse bei Sattelanhängern mit 4S/3MSystem.
ECASMagnetventil
472 905 111 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger (mit
Liftachse)
Aussteuerung der Bremsdrücke mit Sensierung der Ist-Bremswerte.
3. Modulator
Elektrische Ansteuerung und Überwachung
durch TEBS E.
2-Punkt-Regelung
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer Achse bzw. mehrerer Achsen (Heben/Senken).
2-Punkt-Regelung, nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2 möglich.
Impulsgesteuerte Liftachse
Elektrische Ansteuerung und Überwachung
durch TEBS E.
ECASMagnetventil
472 905 114 0
Sattelanhänger /
Deichselanhänger (mit
Liftachse)
1-Punkt-Regelung
Steuerung des Fahrzeugniveaus einer Achse oder mehrerer Achsen (Heben/Senken).
Elektrische Ansteuerung und Überwachung
durch TEBS E.
70
Impulsgesteuerte Liftachse
GIO-Funktionen
TEBS E2
Komponente /
Teilenummer
Applikation
Zweck/Funktion
Bemerkung
Liftachsventil
LACV-IC
463 084 100 0
Alle Anhängefahrzeuge
mit Liftachse.
Nutzung einer Liftachse zur Ansteuerung
der 3. Achse bei 3-Achs-Sattelanhängern
zur dynamischen Radstandsregelung.
Impulsgesteuert
Verwendung für den Immobilizer zur Ansteuerung der Federspeicher.
Elektrische Ansteuerung und Überwachung
durch TEBS E.
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung möglich.
Externer Balgdrucksensor
441 044 ... 0
SmartBoard
446 192 11. 0
4
Beim Einsatz einer zweiten
Liftachse für die erste Achse:
Bis TEBS E2: In Kombination
mit dem ECAS-Doppelblock
kann nur das federrückgeführte Liftachsventil auf der ersten
Achse verbaut werden.
Ab TEBS E2: Zusätzlich kann
ein drittes impulsgesteuertes
Ventil eingebaut werden.
An einem der Tragbälge
der zu überwachenden
Achse.
Messung Achslast.
Optional
Messung Druck am gelben Kupplungskopf.
Am gelben Kupplungskopf.
Der Balgdrucksensor sorgt bei entlasteter
letzter Achse weiterhin für eine optimale
Aussteuerung des Bremsdrucks an der
letzten Achse; dieser Bremsdruck wird in
Abhängigkeit der jeweiligen Druckbelastung
(durch Beladung oder Schwingung des
Fahrzeugrahmens) an der letzten Achse
errechnet und verhindert somit ein Blockieren der Räder.
Einbau
Der externe Balgdrucksensor
muss in Abhängigkeit der
Konstruktion des Fahrzeugrahmens und in Verantwortung
des Fahrzeugherstellers bei
einem sehr flexiblen und weichen Rahmen verbaut werden.
446 192 110 0
(mit integrierter Batterie)
für Anhängefahrzeuge
Anzeige- und Bedienkonsole
Alternativ: Rangierhilfe-Taster
oder Trailer Remote Control
446 192 111 0
für GefahrgutAnhängefahrzeuge
71
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
OptiLoadTM / OptiTurnTM im Verbund mit einer konventionellen Luftfederung
Diese Ausstattungslinie erreicht nicht den optimalen und effizienten Ausnutzungsgrad der Vorteile der Funktionen.
GIO-Schemata 841 802 240 0 (Schleppachse) / 841 802 241 0 (Liftachse)
GIO-Schemata siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Komponente /
Teilenummer
TEBS E Premium
480 102 06. 0
Applikation
Zweck/Funktion
Alle Anhängefahrzeuge Regelung und Überwachung der
mit 4S/3M-System.
elektropneumatischen Bremsanlage.
Bemerkung
Einbau
Im Bereich der zu steuernden Achsen.
Seitenabhängige Regelung der Drücke der Bremszylinder von bis zu 3
Achsen.
Steuerung u.a. von ABS, RSS.
EBS-Relaisventil
480 207 ... 0
Vorder-/Hinterachse bei
Deichselanhängern
oder 3. Achse bei
Sattelanhängern mit
4S/3M-System.
Aussteuerung der Bremsdrücke mit
Sensierung der Ist-Bremswerte.
Elektrische Ansteuerung und Überwachung durch TEBS E.
TASC
463 090 ... 0
Alle Anhängefahrzeuge Heben/Senken des Aufbaus.
mit Liftachse.
Bei Fahrtantritt erfolgt eine automatische Rückstellung ins Fahrniveau
(RTR – Return-To-Ride).
Alternativ: Drehschieberventil
463 032 ... 0
Liftachsventil
LACV-IC
463 084 100 0
Alle Anhängefahrzeuge Nutzung einer Liftachse zur Ansteuemit Liftachse
rung der 3. Achse bei 3-AchsSattelanhängern zur dynamischen
Radstandsregelung.
Impulsgesteuert
Verwendung für den Immobilizer zur
Ansteuerung der Federspeicher.
Elektrische Ansteuerung und Überwachung durch TEBS E.
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung
möglich.
72
3. Modulator
Beim Einsatz einer zweiten Liftachse für die erste Achse:
Bis TEBS E2: In Kombination mit
dem ECAS-Doppelblock kann nur
das federrückgeführte Liftachsventil
auf der ersten Achse verbaut werden.
Ab TEBS E 2: Zusätzlich kann ein
drittes impulsgesteuertes Ventil
eingebaut werden.
GIO-Funktionen
Komponente /
Teilenummer
Applikation
Zweck/Funktion
TEBS E2
4
Bemerkung
Restdruckhalteventil Alle Anhängefahrzeuge Mechanische Restdruckhaltung.
475 019 ... 0
mit Schleppachse.
Automatisches Nachspeisen von
Druckluft, sobald der Druck unter den
eingestellten Wert sinkt.
Verhindert, dass die Bälge einknicken
oder beschädigen.
Optional bei Schleppachse
Einbau
Es wird für die Luftbälge der letzten
Achse verbaut siehe Kapitel 4.2
„Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung“, Seite 51.
Ab TEBS E2: Diese Funktion kann
auch über den internen Parameter
Schleppachse Restdruckhaltung
realisiert werden siehe Kapitel 7.1
„Parametrierung mittels TEBS E
Diagnostic Software“, Seite 129 =>
Fenster TEBS - GIO Parameter 1.
Externer
Balgdrucksensor
441 044 ... 0
An einem der Tragbälge der zu überwachenden Achse.
Am gelben Kupplungskopf.
SmartBoard
446 192 11. 0
446 192 110 0
(mit integrierter Batterie)
für Anhängefahrzeuge
Messung Achslast.
Optional
Einbau
Der externe Balgdrucksensor muss
in Abhängigkeit der Konstruktion
Der Balgdrucksensor sorgt bei entlas- des Fahrzeugrahmens und in Verantwortung des Fahrzeugherstelteter letzter Achse weiterhin für eine
lers bei einem sehr flexiblen und
optimale Aussteuerung des Bremsweichen Rahmen verbaut werden.
drucks an der letzten Achse; dieser
Bremsdruck wird in Abhängigkeit der
jeweiligen Druckbelastung (durch
Beladung oder Schwingung des Fahrzeugrahmens) an der letzten Achse
errechnet und verhindert somit ein
Blockieren der Räder.
Messung Druck am gelben Kupplungskopf.
Anzeige- und Bedienkonsole
Alternativ: Rangierhilfe-Taster oder
Trailer Remote Control
446 192 111 0
für GefahrgutAnhängefahrzeuge
Empfehlungen für den Luftvorrat
Behältergrößen
Verwendung
80 Liter
eine Liftachse
100 Liter
zwei Liftachsen
120 Liter
OptiTurnTM bzw. OptiLoadTM
73
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
4.10 Zwangssenken der Liftachse
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse
Zweck
Abschalten der Liftachsautomatik, um die angehobenen Liftachsen abzusenken.
Funktion
Die Funktion kann über einen Taster, einen Schalter nach Masse oder über das
SmartBoard bzw. die Trailer Remote Control aktiviert werden. Die Liftachssteuerung wird deaktiviert.
Aktivierung mit Schalter
Der Schalter wird geschlossen: Alle Achsen werden abgesenkt.
Der Schalter wird geöffnet: Die automatische Liftachssteuerung wird aktiviert.
Aktivierung mit Taster / Trailer Remote Control / SmartBoard
Der Taster wird länger als 5 Sekunden betätigt: Alle Achsen werden abgesenkt.
Wahl der Eingangspegel / Parametriermöglichkeiten für Zwangssenken
In der TEBS E Diagnostic Software sind die vom Motorwagen kommenden Eingangspegel (Plus oder Masse geschaltet) wählbar.
In der TEBS E Diagnostic Software gibt es 2 Parametriermöglichkeiten für die
Funktion des Zwangssenkens:
• Zwangssenken wirkt auf alle Liftachsen oder nur auf die 2. Liftachse.
• Zwangssenken ist über Taster / Trailer Remote Control / SmartBoard oder
Schalter möglich.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Schalter /
Taster
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternativ zu Schalter/Taster
449 911 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
Trailer Remote Alternativ zu Schalter/Taster
Control
446 122 080 0 Nur in Verbindung mit ELEX und TEBS
E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches
Erweiterungsmodul (ELEX) “, Seite 92.
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
74
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW und
eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
GIO-Funktionen
4
TEBS E2
4.11 Bremsbelagverschleißanzeige (BVA)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge mit Scheibenbremsen
Zweck
Verschleißindikatoren, ein in den Bremsbelag integrierter Draht, überwachen den
Verschleiß beider Beläge einer Scheibenbremse.
Funktion
An die ECU können Verschleißindikatoren an bis zu 6 Bremsen angeschlossen
werden. Sämtliche Verschleißindikatoren sind in Reihe geschaltet und mit dem
Verschleißeingang verbunden. Die Versorgungsspannung beträgt 24 V.
1. Warnstufe: Bei 95 % Bremsbelagverschleiß. Es folgt ein Kurzschluss.
2. Warnstufe: Wenn bei einem Verschleißindikator der Draht für eine Zeit von
mindestens 4 Sekunden (oder länger) durchgeschliffen ist, wird am Verschleißeingang eine Spannung von 24 V gemessen und die Warnung aktiviert. Die Warnung
des Fahrers erfolgt über die Warnlampe, wenn das Verschleißende erreicht ist
(100 % Bremsbelagverschleiß).
Bei Einschalten der Zündung blinkt die gelbe Warnlampe 4 Zyklen = 16-Mal.
Die Warnung wird abgebrochen, wenn das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von
7 km/h überschreitet.
Den Austausch der Verschleißindikatoren beim Belagwechsel erkennt das System
automatisch. Beide Warnstufen werden nach einer Zeit von 8 Sekunden deaktiviert.
In Systemen mit TCE werden die Verschleißinformationen von der TCE ermittelt.
Die Warnung des Fahrers bzw. die Ansteuerung der Warnlampe wird durch das
TEBS E durchgeführt. Das ist notwendig, da nur eine ECU die Ansteuerung der
Warnlampe bei aufgelaufenen Serviceinformationen ausführen kann.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird die Warnung auch auf dem SmartBoard
ausgegeben.
Speicherung der Daten der Belagwechsel
Die letzten fünf Belagwechsel (mit Kilometerstand und Betriebsstunde des Auftretens der zweiten Warnstufe) werden in der ECU gespeichert und können mit der
TEBS E Diagnostic Software ausgelesen werden.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Beschreibung
Verschleißindikator
SmartBoard
446 192 11. 0
Anschlusskabel
449 816 ... 0
Optional
449 911 ... 0
Anzeige von Warnungen
75
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
4.12 Spannungsversorgung von Telematik an GIO5
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Spannungsversorgung von angeschlossenen Systemen, z. B. Telematik an GIO5.
Telematik
Die Telematik-Einheit kann an den Steckplatz SUBSYSTEMS oder an GIO5 (nur
bei Premium) angeschlossen werden.
WABCO Empfehlung: Schließen Sie Telematik an GIO5 an, damit der Subsystems-Stecker z. B. für das SmartBoard oder für IVTM verwendet werden kann.
Mittels TEBS E Diagnostic Software kann eine Stand-By-Zeit zur Aufladung der
Telematik-Batterie (Anschluss der Telematik an GIO 5) nach Ausschalten der Zündung eingestellt werden. In diesem Fall wird der CAN-Bus abgeschaltet – bzw. die
Botschaft gesendet, dass das Fahrzeug ausgeschaltet wurde – und nur die Batterie aufgeladen. Die Zeit der Aufladung entspricht der für den ECAS-Stand-ByBetrieb.
4.13 Geschwindigkeitssignal
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Zusätzlich zum Geschwindigkeitsschalter ISS, der nur Schaltstellungen ausgibt,
kann TEBS E ein Geschwindigkeitssignal zur Auswertung durch angeschlossene
Systeme bereitstellen, z. B. zur Steuerung von Lenkachsen oder zum Verschließen
von Tankdeckeln.
Funktion
Der TEBS E Modulator stellt ein Geschwindigkeitssignal in Form eines pulsweitenmodulierten Rechtecksignals zur Verfügung.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Kabel „Universal“
449 535 ... 0
Beschreibung
4-polig, offen
Kabelfarben:
rot = Pin 1 (v-Signal)
braun = Pin 2 (Masse)
gelb/grün = Pin 3
blau = Pin 4
4.14 Dauerplus 1 und 2
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
76
GIO-Funktionen
4
TEBS E2
Zweck
Zwei Dauerspannungsversorgungen werden zur Verfügung gestellt. Über die entsprechende Parametrierung kann ein Dauerplus (Klemme 15) für die Versorgung
von angeschlossenen Elektroniken oder Magnetventilen ausgegeben werden. Die
Nachlaufzeit entspricht der Standby-Zeit der ECU.
Funktion
An den Trailer EBS E Modulator können zwei 24 V Ausgänge mit einer Dauerlast
von maximal 1,5 A angeschlossen werden.
Eine Überwachung des Ausgangs erfolgt nur beim Einschalten des TEBS E. Die
Überwachung kann wahlweise abgeschaltet werden, wenn z. B. Komponenten über einen Schalter angeschlossen sind.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Schalter
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
4.15 Straßenfertigerbremse
Applikation
Kipperfahrzeuge
Zweck
Die Funktion „Straßenfertigerbremse“ ist das gezielte Einbremsen von Anhängern
mit Kippmulden beim Betrieb vor Straßenfertigern. Hierbei wird der Lastzug von
dem Straßenfertiger während des Abkippens geschoben.
Um ein Wegrollen bei Talfahrt zu verhindern, bremst TEBS E den Kipper selbsttätig und lastabhängig ein.
Funktion
Zur Aktivierung können mechanische Schalter für den Betrieb (Straßenfertigerbetrieb ein/aus) und ein Entladeniveauschalter für die Position der Kippmulde (Tastschalter oder Näherungsschalter) genutzt werden. Bei Einsatz von ECAS-Ventilen
kann das Kippen der Mulde über den Entladeniveauschalter (siehe Kapitel 4.3.2
„Fahrniveaus“, Seite 57) erkannt werden.
Je nach Kundenwunsch kann der Entladeniveauschalter aktiviert oder deaktiviert
werden. Dazu besteht die Möglichkeit mit einem optionalen Schalter, einem Parameter oder durch Abschaltung im SmartBoard.
Der in der TEBS E Diagnostic Software voreingestellte Steuerdruck kann über das
SmartBoard oder die Trailer Remote Control manuell verändert werden. Der minimale Steuerdruck beträgt hierbei 0,5 bar und der maximale Steuerdruck beträgt
6,5 bar. Der über das SmartBoard oder die Trailer Remote Control zuletzt eingestellte Wert beim Abschalten der Funktion ist beim erneuten Einschalten wieder
gültig.
Die automatische Abschaltung dieser Funktion erfolgt bei Geschwindigkeit
v > 10 km/h.
77
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Näherungsschalter
Näherungsschalter werden bei technischen Prozessen zur Positionserkennung von
Werkstücken sowie als Auslöser von Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt. Der Näherungsschalter arbeitet als berührungsfreier Sensor bzw. Schalter.
Als Näherungsschalter wurden folgende induktive Sensoren von WABCO getestet:
• Telemecanique XS7C1A1DAM8
• Schönbuch Electronic IO25CT 302408
• Balluff BES M30MF-USC15B-BP03
Anschluss an GIO
Mechanischer Schalter I für Straßenfertiger
Mechanischer Schalter II für Straßenfertiger
Schaltungsmöglichkeit mit Näherungsschalter für Straßenfertiger
Legende
78
A Schalter „Straßenfertigerbremse ein/aus“
B Entladeniveauschalter
C Kipper heben/senken
D Näherungsschalter
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Parameter
Straßenfertigerbremse = Mechanischer Schalter
Entladeniveauschalter = Näherungsschalter
In der TEBS E Diagnostic Software sind Parameter für die Abschaltung des Entladeniveaus einstellbar siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2 => Fertigerbremse.
Merksatz: Abschaltung des Entladeniveaus, wenn im Straßenfertigerbetrieb kein
Entladeniveau gewünscht wird. Voraussetzung: Der Näherungsschalter schaltet
das Entladeniveau. Der Entladeniveauschalter kann dann entfallen.
Ein 2-poliger Näherungsschalter kann angeschlossen werden (Anschluss an GIO 4,
Pin 1 und 3, Kabel 449 535 ... 0).
Dieser Näherungsschalter kann für die Funktionen „Entladeniveau“ und „Straßenfertigerbremse“ genutzt werden. Jeder Näherungsschalter hat eine andere Schaltschwelle bezüglich des Abstandes zum zu erkennenden Objekt der Kippmulde.
Sollen beide Funktionen aktiv sein, sind zwei zusätzliche Schalteingänge erforderlich, damit beide Funktionen separat ein- und ausgeschaltet werden können.
Einstellung der Druckvorgabe
Die Druckvorgabe pm zum Bremsen ist in der TEBS E Diagnostic Software von 1
bis 6,5 bar einstellbar siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2 => Fertigerbremse. Der
ausgesteuerte Bremsdruck ist abhängig von der Beladung, d.h. im Straßenfertigerbetrieb wird der Bremsdruck angepasst (dynamischer ALB).
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Schalter
Beschreibung
Anschlusskabel
Nicht WABCO Lieferumfang
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternative zu Schalter
449 911 ... 0
Möglichkeiten:
• Aktivierung/Deaktivierung der
Funktion
• Einstellung der Druckvorgabe
Trailer Remote Alternative zu Schalter
Control
446 122 080 0 Nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX) “,
Seite 92.
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW und
eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
Möglichkeiten:
• Aktivierung/Deaktivierung der
Funktion
• Einstellung der Druckvorgabe
79
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
4.16 Trailer Extending Control
Applikation
Zum Beispiel in der Länge verstellbare Sattel- oder Deichselanhänger mit 4S/3MSystem.
Zweck
Mit dieser Funktion können in der Länge verstellbare Fahrzeuge für den Fahrer
komfortabler und ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel (wie z. B. Bremskeile
oder weitere im Anhänger verbaute Komponenten) aus- oder eingezogen werden.
Das letzte Achsaggregat wird eingebremst und der Anhänger wird mit dem Motorwagen auseinandergezogen.
Funktion
Die Funktion unterscheidet je nach Fahrzeugtyp zwei Operationsmodi:
Sattelanhänger
Beim Sattelanhänger kann die Funktion in Kombination mit dem Parameter ohne
lastabhängige Bremsdruck ALB gewählt werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung
mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter
2. Wird die Funktion über einen Schalter oder das SmartBoard aktiviert, wird das
Achsaggregat mit vollem Bremsdruck (ohne ALB-Kennlinie) eingebremst, so dass
durch langsames Anfahren des Zugfahrzeuges der Anhänger verlängert werden
kann.
Deichselanhänger
Hier kann zusätzlich der Parameter Nur hinteres Aggregat ausgewählt werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2. In diesem Fall wird nur die letzte Achse (Achsgruppe) eingebremst, so dass das Zugfahrzeug durch langsames Anfahren den Anhänger verlängern kann.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Schalter
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternativ zu Schalter
449 911 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
Trailer Remote Alternativ zu Schalter
Control
446 122 080 0 Nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX) “,
Seite 92.
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
80
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW und
eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
4.17 Entspannungsfunktion (Bounce Control)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Bei Be- und Entladevorgängen von Sattelanhängern verspannt sich das Achsaggregat, wenn der gesamte Zug eingebremst ist. Wird z. B. nach dem Entladevorgang die Handbremse gelöst, so kann es zum schlagartigen Hochspringen des
Aufbaus kommen, weil die Luftfederung durch die noch gefüllten Luftfederbälge
und die fehlende Beladung das Fahrzeug sofort anhebt. Die Entspannungsfunktion
verhindert dieses schlagartige Hochspringen des Aufbaus und schont damit die
Ladung.
Funktion
Die Funktion kann über Taster, SmartBoard oder Trailer Remote Control aktiviert
werden.
Durch Ansteuerung der Bremszylinder vom Modulator aus wird die Verspannung
der eingelegten Bremsen gelöst. Zu diesem Zweck werden seitenweise (bei Sattel/Zentralachsanhängern) oder achsweise (bei Deichselanhängern) die Bremsen gelöst. Die Abbremsung des Fahrzeugs beträgt dabei immer über 18 %, weil die
Bremszylinder wechselweise gelöst werden.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Taster
Beschreibung
Nicht WABCO Lieferumfang
Anschlusskabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternativ zu Taster
449 911 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
Trailer Remote Alternativ zu Taster
Control
446 122 080 0 Nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX)“,
Seite 92.
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und Sicherungskasten im LKW und
eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
81
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
4.18 Sperrung der Lenkachse
VORSICHT
– Halten Sie die Richtlinien für den sicheren Betrieb von Lenkachsen ein.
Die Lenkachse muss stromlos gesperrt sein.
Applikation
Sattelanhänger mit Lenkachse
Zweck
Mit TEBS E kann eine Lenkachse geschwindigkeitsabhängig oder zusätzlich durch
Erkennung der Rückwärtsfahrt durch einen Zylinder angesteuert und in Geradeaus-Stellung verriegelt werden.
Die Lenkachse kann geschwindigkeitsabhängig gesperrt werden, um bei hoher
Geschwindigkeit eine stabile Geradeausfahrt zu gewährleisten. Zusätzlich erfolgt
sinnvollerweise bei Rückwärtsfahrt, durch Überwachung des Rückfahrscheinwerfers, eine Sperrung der Lenkachse.
Funktion
Die Ansteuerung des Zylinders erfolgt durch ein Magnetventil. Das Magnetventil
wird durch den TEBS E Modulator in Anhängigkeit der parametrierten Geschwindigkeit angesteuert.
Bei Fahrten mit normaler Geschwindigkeit (z. B. > 30 km/h) ist die Lenkachse über
die GIO-Funktion gesperrt. Wird die parametrierte Geschwindigkeit unterschritten,
hebt die GIO-Funktion die Sperre auf und die Lenkachse lenkt in Kurven ein.
Im Stillstand (v < 1,8 km/h) wird die Lenkachse erneut gesperrt. Dieses wird durch
das Einlegen des Rückwärtsganges (bei aktiven Rückfahrleuchten) aufrechterhalten, um ein Einschlagen beim Rückwärtsfahren zu verhindern.
Fährt das Fahrzeug anschließend wieder vorwärts, wird die Sperre bis zu einer parametrierten Geschwindigkeit (> 1,8 km/h) aufrechterhalten, dann gelöst und erst
bei Überschreiten einer zweiten parametrierten Geschwindigkeit wieder eingelegt.
Über einen zusätzlichen Parameter kann man die Lenkachse auch bei gehobener
Liftachse sperren.
Schaltplan
Legende
A Optionaler Schalter zum Sperren
der Lenkachse
82
B (+) Signal von den Rückfahrscheinwerfern
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
4.19 Kippwarnung (Tilt Alert)
Applikation
Anhängefahrzeuge mit Kippmulde
Zweck
Überwachung der Kippneigung des Fahrzeuges.
Funktion
In jedem TEBS E Modulator ist ein Querbeschleunigungssensor für die RSSFunktion integriert. Dieser Querbeschleunigungssensor gibt gleichzeitig Aufschluss
über die Neigung des Fahrzeugs gegenüber der Waagerechten. Die Neigung des
Fahrzeugs kann durch den TEBS E Modulator überwacht werden.
Wird eine per TEBS E Diagnostic Software parametrierte Neigung (0° - 20°) des
Rahmens überschritten, so kann eine Warnung an den Fahrer durch die ECU ausgegeben und über das SmartBoard angezeigt oder eine Hupe / Rundumleuchte
geschaltet werden.
Die Warnschwelle ist immer in Abhängigkeit des spezifischen Fahrzeugs zu sehen
und muss vom Fahrzeughersteller festgelegt werden.
Der Fahrer ist zu instruieren, dass z. B. das Abkippen einer Mulde sofort zu unterbrechen ist, wenn er eine Warnmeldung erhält.
Die Funktion „Kippwarnung“ ist nur unterstützend und entbindet den Fahrer nicht
von seiner Sorgfaltspflicht das Fahrzeug selbst zu überwachen.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Beschreibung
Anschlusskabel
Hupe/Rundumleuchte Nicht WABCO Lieferumfang
SmartBoard
446 192 11. 0
Optional
449 911 ... 0
Anzeige von Warnungen
Trailer Remote
Control
446 122 080 0
Alternativ zu SmartBoard
Nur in Verbindung mit ELEX
und TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX) “,
Seite 92.
Verbindungskabel zwischen Trailer Remote Control und Sicherungskasten im LKW und eine
Halterung sind im Lieferumfang
enthalten.
Anzeige von Warnungen
83
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
4.20 Gabelstaplerregelung
Applikation
Hauptsächlich für Zentralachsanhänger mit mitgenommenem Gabelstapler.
Zweck
Optimierung der Stützlast, wenn der Gabelstapler als Gegenlast fehlt.
Funktion
1.
2.
3.
Zentralachsanhänger mit mitgenommenem Gabelstapler sind in der Regel so konstruiert, dass bei mitgeführtem Gabelstapler eine ausgeglichene Gewichtsverteilung zwischen vorne und hinten herrscht. Eine entsprechend großzügig ausgelegte
Stützlast wirkt als Gegenlast zu dem zusätzlichen Gewicht des Gabelstaplers (Bild
1).
Fährt solch ein Zentralachsanhänger im teilbeladenen Zustand jedoch ohne Gabelstapler mit gehobener Liftachse, kann es durch das konstruktiv bedingte hohe
Gewicht an der Anhängerkupplungsseite zu einer zu großen Stützlast kommen, da
der Gabelstapler als Gegengewicht fehlt (Bild 2).
Mit der Funktion „Gabelstaplerregelung“ kann man bei einem teilbeladenen Fahrzeug ohne Gabelstapler das Anheben der Liftachse verzögern, so dass die Stützlast an der Kupplung nicht zu hoch wird. Durch die am Boden verbleibende Achse
bleibt der Radstand kurz, so dass nicht die komplette Stützlast auf die Kupplung
wirkt, weil die Anhänger-Rückseite, auch ohne Gabelstapler, einen höheren Wirkungsgrad der Ausbalancierung hat (Bild 3).
Funktionsvoraussetzungen
Mechanischer Schalter (Tastschalter) oder Näherungsschalter zur Erkennung des
mitgenommen Gabelstaplers.
Die Last auf dem Anhänger sollte gleichmäßig verteilt sein, um eine zusätzliche
Beeinflussung der Stützlast zu verhindern.
Parametrierung
Das Trailer EBS E erkennt durch einen Näherungsschalter oder mechanischen
Schalter, ob ein Gabelstapler an dem Fahrzeug angedockt ist und schaltet automatisch zwischen zwei Liftachs-Kennlinien um:
a) Kennlinie zum Steuern der Liftachse bei angehängtem Gabelstapler
b) Kennlinie zum Steuern der Liftachse bei abgehängtem Gabelstapler
Beide Kennlinien sind durch den Fahrzeughersteller in Abhängigkeit des gewünschten, ladungsabhängigen Zeitpunkts zum Anheben der Liftachse selber zu
definieren siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 1 => Liftachssteuerung bei Gabelstaplererkennung.
84
GIO-Funktionen
Komponente / Teilenummer
TEBS E2
Beschreibung
Schalter
Nicht WABCO Lieferumfang
4
Kabel
Universalkabel
449 535 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
4.21 Bremslösefunktion
Applikation
Zum Beispiel Autotransporter
Zweck
Lösen der Betriebsbremse des Anhängers bei Stillstand.
Funktion
Die Funktion wird über einen externen Taster oder über das SmartBoard aktiviert.
Bei Betätigung der Bremslösefunktion und einer gleichzeitigen Betätigung der hydraulischen Zugstrebe (durch Hydraulikzylinder) wird die Anhängerbremse gelöst
und der Anhänger kann, z. B. hydraulisch in der Länge verschoben werden.
Beim Loslassen des Tasters oder der entsprechenden Taste des SmartBoards
wird die Bremse sofort wieder belüftet und das Anhängefahrzeug eingebremst.
Voraussetzungen für die Bremslösefunktion
• Die Feststellbremse im Zugfahrzeug ist betätigt.
• Der Druck am gelben Kupplungskopf muss höher als 6,5 bar sein. Die Bremslösefunktion wird bei der Verringerung des Druckes am gelben Kupplungskopf
abgebrochen.
• Das Fahrzeug darf nicht rollen. Die Bremslösefunktion wird bei einer Geschwindigkeit v > 1,8 km/h abgebrochen.
Für diese Funktion gilt das Gutachten „EB 158.0 – Bremslöse- und Entspannungsfunktion“ siehe Kapitel 3.3 „Gutachten und Normen“, Seite 20.
Komponenten
Komponente / Teilenummer Beschreibung
Taster
Anschlusskabel
Nicht WABCO Lieferumfang
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
SmartBoard
446 192 11. 0
Alternativ zu Taster
449 911 ... 0
Aktivierung/Deaktivierung der Funktion
4.22 Zusatzbremslicht (Emergency Brake Alert)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
85
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
Zweck
Befindet sich das Fahrzeug in einer Gefahrensituation und muss abrupt abgebremst werden, dann kann ein drittes Bremslicht angesteuert werden. Dieses
Bremslicht kann während der Bremsung entweder permanent leuchten oder mit einer einstellbaren Frequenz blinken.
Die Funktion wird automatisch vom TEBS E Modulator in Abhängigkeit von folgenden Situationen aktiviert:
• Wenn bei einer Gefahrenbremsung die Fahrzeugverzögerung größer 0,4 g ist.
• Wenn bei einer Geschwindigkeit von > 50 km/h eine ABS-Regelung vorgenommen wird.
Die Funktion wird wieder beendet, wenn die Fahrzeugverzögerung den Wert
0,25 g unterschreitet oder die ABS-Regelung deaktiviert wird.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Zusatzbremslicht
Beschreibung
LED oder Lampe
Anschlusskabel
449 535 … 0
Nicht WABCO Lieferumfang
Relais
Nicht WABCO Lieferumfang
449 535 … 0
Installation
GIO-Schema 841 802 291 0 siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata “, Seite 186.
– Schließen Sie ein zusätzliches drittes Bremslicht über ein Kabel mit offenem
Ende (z. B. 449 535 … 0) an einen freien GIO-Steckplatz an.
Dieses zusätzliche Bremslicht wird nur während der Gefahrenbremsungen aktiviert.
Ansteuerung der vorhandenen Bremslichter
Alternativ kann über ein zusätzliches Relais das vorhandene Bremslicht in Notsituationen zum Blinken gebracht werden.
In manchen Motorwagen wird die Funktion der Anhänger-Bremsbeleuchtung überwacht, so dass bei Relaisbetrieb in beiden Schaltzuständen eine Grundlast vorhanden ist (Bremsleuchte oder Widerstand), damit vom Motorwagen aus kein Fehler erkannt wird.
Der GIO Ausgang darf maximal mit 1,5 A belastet werden.
Einstellung der Ansteuerungsart / Blinkfrequenz
– Wählen Sie unter Ausgang Notbremslicht die Ansteuerungsart Ansteuerung
permanent oder Ansteuerung blinkend in der TEBS E Diagnostic Software
an siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 3.
– Stellen Sie gegebenenfalls die Blinkfrequenz ein (zwischen 1 und 10 Hz).
WABCO Empfehlung: 3 Hz.
– Wenn LEDs als Bremslichter verbaut sind, aktivieren Sie den Parameter LED
verbaut.
4.23 Wegfahrsperre (Immobilizer)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
86
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Zweck
Wegfahrsperre zur Reduzierung des Diebstahlrisikos.
Die Funktion kann auch als „elektrische Parkbremse“ verwendet werden. Das abgestellte Fahrzeug wird so gegen Wegrollen gesichert, falls Unbefugte beabsichtigt
oder unbeabsichtigt den roten Knopf am PREV betätigen.
Funktion
Mit Hilfe eines eingebauten impulsgesteuerten Liftachsventils können über die
Tristop® Zylinder die Räder eines parkenden Fahrzeugs blockiert werden.
Die Wegfahrsperre kann unter Eingabe eines eigen festgelegten PINs über das
SmartBoard oder die Trailer Remote Control aktiviert bzw. deaktiviert werden.
Wird ein Fahrzeug mit aktivierter Wegfahrsperre bewegt oder das System manipuliert, kann über den TEBS E Modulator ein Alarmsignal (24 V Spannung) an ein
angeschlossenes, optionales Ausgabegerät (Warnlampe, Warnhorn) ausgegeben
werden.
Notlösefunktion bzw. Notentriegelung
Mittels Notlösefunktion kann die Wegfahrsperre ohne Eingabe der Benutzer-PIN
deaktiviert werden, um das Fahrzeug z. B. in kritischen Situationen bewegen zu
können.
– Parametrieren Sie optional in dem Fenster TEBS - GIO Parameter 2 eine Notlösefunktion siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Die Notlösefunktion wird über das SmartBoard aktiviert und gibt das Fahrzeug
für einen definierten Zeitraum frei.
Beispiel-Situationsablauf „Fahrzeug mit Wegfahrsperre gesichert“:
Ein Anhänger mit Zugfahrzeug muss aus einer kritischen Straßensituation bewegt
werden. Die PIN ist nicht zur Hand.
– Aktivieren Sie die Notlösefunktion über das SmartBoard oder über die Trailer
Remote Control.
– Bewegen Sie das Fahrzeug zu einem sicheren Ort.
Sobald eine Zeit von 60 Sekunden im Stand vergangen ist, wird die Wegfahrsperre wieder aktiviert.
Bei Bedarf kann dieser Vorgang bis zu 3-Mal wiederholt werden. Danach wird
die Notlösefunktion unzugänglich gemacht.
Nach Freischaltung des Immobilizers mit PIN und PUK steht auch die Notlösefunktion wieder zur Verfügung.
Statusanzeige
Ab TEBS E2 wird dem Fahrer über die gelbe Warnlampe der Immobilizer-Status angezeigt. Bei einem aktivierten Immobilizer blinkt nach
Einschalten der Zündung die Warnlampe 8-Mal auf.
Protokollierung der Ereignisse
Für die Protokollierung und Auswertung der Ereignisse werden bestimmte Aktivitäten mit dem Immobilizer mit einer Eintragung im Betiebsdatenspeicher (ODR) abgelegt siehe Kapitel 3.10.6 „Betriebsdatenspeicher (ODR)“, Seite 43. Diese Daten
können dann, z. B. von Versicherungen oder Flottenmanagern, eingesehen werden.
Bei folgenden Ereignissen wird ein ODR-Event erzeugt:
• Immobilizer-Status wechselt
• Falsche PIN eingegeben
87
4
TEBS E2
•
•
GIO-Funktionen
Bewegung des Fahrzeuges trotz Wegfahrsperre
Notlösefunktion betätigt
Stromversorgung
Zur Aktivierung/Deaktivierung des Immobilizers ist eine Stromversorgung des Anhängers erforderlich. Dies kann über zwei Wege sichergestellt werden.
•
•
Zündung einschalten (Versorgung über Klemme 15)
ECU-Standby-Zeit (Versorgung über Klemme 30): Hierzu muss in den Parametereinstellungen ein Zeitparameter hinterlegt werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS ABS/RSS => ECU Stand-By Zeit.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Beschreibung
Anschlusskabel
Liftachsventil
LACV-IC
463 084 100 0
Impulsgesteuert
449 445 ... 0
SmartBoard
446 192 11. 0
Die Bedienmöglichkeiten finden Sie
unter dem Abschnitt „Bedienung“.
449 911 ... 0
TEBS E Premium Modulator
480 102 06. 0
Trailer Remote
Control
446 122 080 0
Alternativ zu SmartBoard
Nur in Verbindung mit ELEX und
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX)“,
Seite 92.
Die Bedienmöglichkeiten finden Sie
unter dem Abschnitt „Bedienung“.
Warnlampe /
Warnhorn
Optional
Nicht WABCO Lieferumfang
PUK Access
Code
813 000 049 3
88
Zur Inbetriebnahme des Immobilizers
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW und
eine Halterung sind im Lieferumfang enthalten.
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
Im TEBS E1.5 Modulator kann die Funktion „Immobilizer“ nicht mit
dem ECAS-Magnetventil 472 905 114 0 zur elektronischen Luftfederung und Steuerung der Funktionen OptiTurnTM und OptiLoadTM kombiniert werden. Die optionalen Ausgabegeräte können an GIO1-7 angeschlossen werden. Die ausgegebene Versorgungsspannung beträgt
24 V. Über den EOL-Test oder über das Menu Ansteuerung (siehe
Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software) kann die Funktionalität des Immobilizer-Ventils überprüft werden. Eine Freischaltung
der Funktion mit dem PUK-Schlüssel ist dazu nicht erforderlich.
Ab Modulator-Stand TEBS E2 kann durch zusätzliche GIOSchnittstellen der Immobilizer zusammen mit den Funktionen OptiLoadTM und OptiTurnTM in der optimalen Ausstattung verbaut werden:
Liftachsventil (LACV-IC) 463 084 100 0 mit einem ECAS-Magnetventil
472 905 114 0 oder 2x Liftachsventil (LACV-IC) 463 084 100 0 mit
dem ECAS-Magnetventil 472 880 030 0.
Einbau
Informationen zum Einbau siehe Kapitel 6.7 „Einbau Komponenten Wegfahrsperre
(Immobilizer) “, Seite 117.
Parametrierung
Informationen zur Parametrierung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS - GIO Parameter 2 =>
Immobilizer (Wegfahrsperre).
Freischaltung und Aktivierung des Immobilizers
Zur erstmaligen Freischaltung nach Parametrierung werden die Serienummer des
TEBS E Modulators und der PUK benötigt.
PUK
Pro Freischaltvorgang/Fahrzeug ist ein PUK notwendig. Dafür benötigen Sie das
Dokument „PUK Access Code 813 000 049 3“ mit einer individuellen Gutscheinnummer „Voucher Code“ (1-Mal pro Fahrzeug).
Mit diesem Voucher Code können Sie im Internet den PUK abrufen:
http://www.wabco-auto.com/ => Produkte => Brems- und Stabilitätsregelung =>
Elektronisches Bremssystem (EBS) => Trailer Immobilizer.
Aufgabe des PUK
• Freischaltung der Immobilizer-Funktion im TEBS E Modulator.
• Festlegen / Ändern der Benutzer-PIN.
• Definition einer neuen PIN nach Falscheingabe.
Der PUK ist nur dem Fahrzeughalter vorbehalten. Gehen Sie mit dem PUK sorgfältig um und schützen Sie diesen vor dem Zugriff Dritter. Bewahren Sie den PUK an
einem sicheren Ort auf. WABCO übernimmt keine Verantwortung für Verlust oder
Missbrauch des PUKs.
Seriennummer des TEBS E Modulators
Die 13-stellige Serienummer (S/N) inklusive Prüfziffer (letzte Position) können Sie
sich folgendermaßen anzeigen lassen:
• SmartBoard (Menü Extras/System Info/System)
89
4
TEBS E2
GIO-Funktionen
•
EOL-Protokoll
•
Systemschild siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic
Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => Diagnose/Drucken/Systemschild drucken
Freischaltung über das SmartBoard und Festlegen / Ändern der PIN
–
–
–
–
–
Verbinden Sie das SmartBoard mit dem TEBS E Modulator.
Öffnen Sie im SmartBoard das Menü Extras/Einstellungen/Neue PIN/mit PUK
Geben Sie den PUK in das SmartBoard ein.
Definieren Sie eine PIN und geben Sie diese über das SmartBoard ein.
Bestätigen Sie die PIN durch erneute Eingabe.
Î Bei erfolgreicher Freischaltung erscheint eine Bestätigung im Display.
Freischaltung über die TEBS E Diagnostic Software
– Verbinden Sie den TEBS E Modulator mit der TEBS E Diagnostic Software.
– Öffnen Sie die TEBS E Diagnostic Software siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung
mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic
Software. Klicken Sie auf Extras/Immobilizer.
– Klicken Sie auf PIN mit Super PIN ändern.
– Geben Sie den PUK in das Feld Super PIN ein.
– Definieren Sie eine PIN und geben diese in das Feld Neue PIN ein.
– Bestätigen Sie die PIN durch erneute Eingabe in das Feld Neue PIN Wiederholung.
Î Bei erfolgreicher Freischaltung erscheint ein Bestätigungsfenster.
Bedienmöglichkeiten mit SmartBoard / Trailer Remote Control
Informationen zur Bedienung siehe Kapitel 8.6 „Bedienung des Immobilizers“, Seite 158.
Bedienmöglichkeiten
SmartBoard
Trailer Remote Control
Deaktivierung/Aktivierung
mit PIN-Eingabe
Deaktivierung/Aktivierung
mit gespeichertem PIN
Muss per Parametrierung
freigegeben werden
Statusinformationen
Fahrerwarnung
Mit ISO 7638 / Pin 5
Notlösefunktion/Notentriegelung
Änderung des PINs
Reaktivierung mit PUK
Aktivierung mit PUK
90
LED-Signal und akustische
Warnung, identisch
mit Statusinformation
GIO-Funktionen
TEBS E2
4
4.24 Frei konfigurierbare Funktionen
Frei konfigurierbare Digitalfunktion
Zweck
Freie Programmierung eines GIO-Digitaleingangs bzw. -ausgangs in Abhängigkeit
von Geschwindigkeiten und Zeiten durch den Fahrzeughersteller.
Frei konfigurierbare Analogfunktion
Zweck
Freie Programmierung eines GIO-Analogeingangs bzw. -ausgangs in Abhängigkeit
von Geschwindigkeiten und Zeiten durch den Fahrzeughersteller.
In Abhängigkeit von einem Schaltersignal und der Fahrzeuggeschwindigkeit kann
z. B. ein Event gespeichert oder ein GIO-Ausgang geschaltet werden siehe Kapitel 3.10.6 „Betriebsdatenspeicher (ODR)“, Seite 43.
Erweiterungen
Verwendung von internen Größen (z. B. vom CAN-Bus) als Eingangsgrößen und
Verknüpfung von Funktionen miteinander. Das gilt auch für analoge Signale, die
auf dem Telematikbus zur Verfügung stehen.
Das SmartBoard kann dadurch die Ansteuerung von z. B. Schubböden ermöglichen.
Parametrierung
Die Art des Schalters im SmartBoard (Taster, Schalter oder Totmannschalter) wird
in der TEBS E Diagnostic Software angewählt.
Sprechen Sie Ihren WABCO Partner zur Parametrierung der frei konfigurierbaren
Funktionen an. Sie können nur von WABCO erstellte Dateien in die ECU laden.
91
5
TEBS E2
Externe Systeme
5
Externe Systeme
5.1
Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX)
Applikation
TEBS E2 Premium-Modulatoren
Zweck
ELEX in Verbindung mit einem TEBS E2 Premium-Modulator bietet folgende Funktionserweiterungen:
• TailGUARDlight
• TailGUARD
• TailGUARDMAX
• TailGUARDRoof
• Verbindung zu ISO 12098
• ECAS 2-Punkt Regelung
• Batterieversorgung und Batterieladung
• Anschlusserweiterungen
Im Verbund mit ELEX kann die Anzeige- und Bedienkonsole Trailer Remote
Control (TRC) im Motorwagen genutzt werden. Die Anbindung erfolgt über das
Stromnetz und ist somit ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand zwischen Motorwagen und Anhängefahrzeug möglich.
Funktion
Das ELEX wird via ISO 7638 und TEBS E versorgt. Die Kommunikation zwischen
EBS und ELEX erfolgt via CAN. Die Anbindung an ISO 12098 ist mittels einer Verteilerbox möglich; die Steuerung der Umrissleuchten erfolgt mittels Relais.
Die Kommunikation zwischen ELEX und den LIN-Ultraschallsensoren (für die TailGUARD-Funktion) erfolgt via LIN-BUS. Die Datenübertragung zwischen TRC und
EBS bzw. ELEX erfolgt via Power Line Kommunikation (PLC) – Übertragung der
Daten über das Stromnetz. Die ECE R13 ist für alle Anwendungen erfüllt.
Legende
1 Armaturenbrett
2 Trailer Remote Control (TRC) 3 Trailer EBS E Modulator 4 Verteilerbox
5 Elektronische Erweiterungsmodul (ELEX) 6 Ultraschallsensor
92
7 Umrissleuchte
Externe Systeme
5.1.1
TEBS E2
5
TailGUARD-Funktionen
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Erfassen von Objekten außerhalb des Sichtbereichs des Fahrers hinter dem Anhängefahrzeug durch Ultraschallsensoren.
Nutzen: Vermeidung kostenintensiver Schäden an Fahrzeug, Rampe und Ladung.
•
•
•
Bei Zugfahrzeugen mit automatischem Getriebe muss das Fahrpedal rechtzeitig
gelöst werden, da es sonst zu einem „Überfahren“ des Anhaltepunktes kommen
kann, wenn der Motorwagen die Motorleistung aufgrund des Einbremsens von
TailGUARD erhöht.
Das TailGUARD-System entbindet den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht
der Rückraumüberwachung bei Rückwärtsfahrt. Es kann nicht auf einen Einweiser verzichtet werden.
Unter extremen Wetterbedingungen, z. B. bei sehr starkem Regen und Schneefall, kann es zu Funktionseinschränkungen kommen. Objekte mit sehr weichen
Oberflächen können nicht unter allen Umständen erkannt werden. WABCO
kann für keinen Unfall haftbar gemacht werden, der trotz Verwendung dieses
Systems verursacht wird, da es sich nur um ein unterstützendes System handelt.
Funktion
TailGUARD wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Bei erfolgter Aktivierung werden die Umrissleuchten am Anhängefahrzeug durch ELEX angesteuert
und blinken. Die Blinkfrequenz erhöht sich, je dichter sich das Fahrzeug einem Objekt nähert.
Wird der parametrierte Anhalteabstand unterschritten, wird das Fahrzeug für 3 Sekunden eingebremst und danach die Bremse wieder gelöst. Der Anhalteabstand
kann per Diagnose eingestellt werden (zwischen 30 und 100 cm bei TailGUARDlight; zwischen 50-100 cm bei TailGUARD, TailGUARDRoof und TailGUARDMAX) siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Wenn TailGUARD eine automatische Bremsung auslöst, wird gleichzeitig über die
ISO 7638 CAN-Schnittstelle zum Zugfahrzeug eine Anforderung zur Ansteuerung
des Bremslichtes gesendet. Neue Zugfahrzeuge unterstützen diese Funktion und
aktivieren dann das Bremslicht.
Während dieser Zeit sind auch die Umrissleuchten permanent eingeschaltet. Der
Bremsdruck für das Trailer EBS E wird von ELEX in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem über Ultraschallsensoren gemessenen Abstand
zum Objekt bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert.
Bewegt sich das Fahrzeug mit > 9 km/h an die Rampe, so veranlasst das System
kurze Bremsimpulse, um den Fahrer auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam
zu machen und regelt die Geschwindigkeit auf 7 km/h herunter.
Nach der automatischen Bremsung kann der Fahrer selbsttätig weiter zurücksetzen. Die Entfernungsinformation wird mittels ELEX und TEBS E via PLC (Power
Line Communication) an den Motorwagen weitergeleitet und kann von der Trailer
Remote Control dem Fahrer zur Anzeige gebracht werden. Des Weiteren erfolgt
die Kommunikation über die ISO 12098 CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ (Ansteuerung der Umrissleuchten).
93
5
TEBS E2
Externe Systeme
Silent mode: Wenn ein externer Buzzer angeschlossen wird, kann dieser durch 2maliges Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb von 3 Sekunden temporär deaktiviert werden, z. B. bei Anlieferungen in Wohngebieten.
Systemkonfigurationen
Typische Logistikumgebung
Trailer Remote
Control
Anzahl Ultraschallsensoren
(Punkt = Sensor)
Durch Sensoren
erschlossener Bereich
(Ansicht von oben
auf das Fahrzeug)
TailGUARDRoof
TailGUARDlight
TailGUARD
Große Laderampen mit gleichem
Grundriss oder
ebenen Wänden;
keine Objekte
oder Personen
hinter dem Anhängefahrzeug.
Für den Fahrer
unbekannte und
verschiedenartige
massive Laderampen und große Objekte wie
Paletten, Pkws
und Pfosten aus
Metall und Holz.
optional
optional
optional
vorgeschrieben
2x
3x
5x
6x
Eingeschränkt
TailGUARDMAX
Bereiche mit eingeschränkten HöhenBereiche mit kleinen
verhältnissen: z. B. Lagerhallen, Ver- und / oder sich beweladetore, Bäume und Dachkonstrukti- genden Objekten: z. B.
onen.
Gabelstaplerverladung,
Straßenschilder, Einzelhandelsgeschäfte,
Wohngebiete.
Geprüft nach ISO 12155
Komplette Rückseite des Anhängefahrzeugs ist durch Sensoren abgedeckt.
Durch Sensoren
erschlossener
Bereich
(Seitenansicht des
Anhängers)
Anzeige auf der
Trailer Remote
Control (Ampelfarbbalken)
1 Block entspricht
20 cm
Anzeige
Bodenhöhe
Anzeige
Dachhöhe
Die Ebene mit dem nächstliegenden
Objekt wird angezeigt.
Empfindlichkeit der
Sensoren
Nur Objekte, die
sich direkt hinter
dem linken oder
rechten Sensor
befinden, werden
erkannt und angezeigt.
Objekte, die sich
zwischen den
Sensoren befinden, werden nicht
erkannt.
Große, sich bewegende Objekte
werden unabhängig voneinander
erkannt und angezeigt.
Objekte auf Boden- und Dachhöhe
werden unabhängig voneinander
erkannt und angezeigt.
Kleine, sich bewegende Objekte werden
erkannt und unabhängig voneinander angezeigt.
Entfernungsanzeige
(Mode)
ISO 12155
ISO 12155
oder WABCO
Standard
ISO 12155
oder
WABCO Standard
ISO 12155
94
Externe Systeme
TEBS E2
5
TailGUARDlight – Rampenanfahrhilfe
Bei diesem System wird nur der Abstand zu einer Rampe mit zwei Ultraschallsensoren gemessen. Es wird nicht der gesamte Rückraum hinter dem Fahrzeug überwacht.
TailGUARDlight unterstützt den Fahrer beim Rückwärtsfahren an Laderampen.
Dabei wird im Zusammenspiel mit dem Trailer EBS E das Anhängefahrzeug vor
Erreichen der Laderampe automatisch eingebremst, um Schäden an Fahrzeug und
Laderampe zu vermeiden.
Der Bremsdruck wird von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem über Ultraschallsensoren gemessenen Abstand zur Laderampe bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert. Bewegt sich das
Fahrzeug mit > 9 km/h rückwärts, so veranlasst das System kurze Bremsimpulse,
um den Fahrer auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und begrenzt die Geschwindigkeit.
Um Beschädigungen durch Bewegungen des Fahrzeugs zur Laderampe beim Beund Entladen zu verhindern, wird ein Abstand zwischen Anhänger und Laderampe
eingehalten. Der Mindestabstand ist 30 cm; WABCO Empfehlung: 50 cm.
Bei Installation der Trailer Remote Control im Zugfahrzeug wird der Abstand zur
Rampe durch zwei LED-Reihen dargestellt. Gleichzeitig wird der Abstand zur
Rampe durch einen externen Buzzer oder durch die Trailer Remote Control durch
unterschiedliche Frequenzen dargestellt.
Wenn der Winkel zwischen Rampe und dem Fahrzeugbewegungsrichtung > 10°
beträgt, kann die Rampe nicht unter allen Umständen erkannt werden.
TailGUARD – Rückraumüberwachung (schließt TailGUARD, TailGUARD
Roof
und TailGUARDMAX ein)
Bei diesem System wird der gesamte Rückraum des Fahrzeuges durch Ultraschallsensoren überwacht.
Als Mindestsystem empfiehlt WABCO ein System mit drei Sensoren in einer Ebene
(TailGUARD).
TailGUARD erkennt auf dem Boden stehende Objekte wie Laternenpfähle oder
andere Hindernisse, die sich im Erfassungsbereich der Ultraschallsensoren (auf
Höhe der Ultraschallsensoren) befinden. TailGUARDMAX ist entsprechend der
ISO 12155 geprüft worden. Bei der Installation sind die Einbaumaße zu erfüllen, siehe Kapitel 6.8 „Einbau TailGUARD-Komponenten“, Seite 118.
Objekterkennung
Der Rückraum hinter dem Fahrzeug wird bis zur Fahrzeugbreite und bis zu einer
Länge von max. 2,5 - 4 m (je nach System, Objektgröße und Oberfläche) hinter
dem Fahrzeug überwacht. Der vorhandene Überwachungsbereich hängt vom installierten System und von der Größe des Objektes ab.
Befindet sich ein Objekt in dem Überwachungsbereich der Sensoren, wird der Abstand folgendermaßen angezeigt:
• Blinken der Umrissleuchten mit unterschiedlichen Frequenzen
• Anzeige auf den LED-Balken in der optionalen Trailer Remote Control
• Ändern der Tonfrequenz des Piepers in der Trailer Remote Control
• Optionaler, externer Buzzer (nicht WABCO Lieferumfang)
• Optionale, externe Signallampen für Länder, in denen das Blinken der Umrissleuchten nicht zulässig ist, wie Großbritannien oder Schweiz (nicht WABCO Lieferumfang)
Werden die Ultraschallsensoren in einer Höhe angebracht, in der sich Teile einer
Rampe befinden, kann das System auch als Rampenanfahrhilfe genutzt werden.
95
5
TEBS E2
Externe Systeme
Dazu muss mindestens ein Ultraschallsensor auf Rampenhöhe montiert sein, um
die überkragende Rampe eindeutig erkennen zu können.
Ein externer, akustischer Signalgeber kann an GIO14 / Pin 1 (ELEX) angeschlossen werden. Bei Verwendung der Bedieneinheit Trailer Remote Control erhält der
Fahrer im Fahrerhaus sowohl ein akustisches Signal als auch eine visuelle Rückmeldung über die Ampelfarbbalken.
Informationen zur Trailer Remote Control siehe Kapitel 8.2 „Bedienung mit Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)“, Seite 150.
Akustische und visuelle Fahrerinformation
Die Änderung der Lampen- und Buzzerfrequenzen erfolgen bei einem Abstand von
3 m, 1,8 m und 0,7 m.
Distanz zum Objekt
Akustisches
Signal (Buzzer)
Umrissleuchten
>3m
aus
3 m - 1,8 m
Externe Lampen
Option 1 (nach ISO):
gelb/rot
Option 2:
grün/magenta
1 Hz
aus
Grün
2 Hz
2 Hz
Gelb blinkt
Grün
1,8 m - 0,7 m
4 Hz
4 Hz
Rot blinkt
Grün/Magenta
Lampe extern
< 0,7 m – automatische Bremsung
6 Hz
6 Hz
Rot permanent an
Magenta
< automatische (parametrierte)
Bremsdistanz
permanent an
permanent an
Rot permanent an
Magenta
Komponententest nach Einschalten der 0,5 Sekunden
Zündung (nur wenn v < 1,8 km/h
an
0,5 Sekunden
an
0,5 Sekunden
an
0,5 Sekunden
an
System aktiviert (Rückwärtsgang eingelegt)
0,5 Sekunden
an
0,5 Sekunden
an
beide 0,5 Sekunden
an
beide 0,5 Sekunden
an
Fehlermeldung, wenn System nicht
aktiv ist (nur wenn v < 1,8 km/h)
aus
aus
aus
aus
Fehlermeldung, wenn System aktiv ist
(nur wenn v < 1,8 km/h)
aus
aus
Gelb und Rot
permanent an
aus
Aktivierung
TailGUARD wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Durch die Aktivierung wird kurzzeitig der Pieper sowie die gelbe und rote LED der Trailer Remote
Control eingeschaltet. Außerdem werden die Umrissleuchten am Anhängefahrzeug
durch TEBS E eingeschaltet und blinken. Eine Anzeige des Abstandes zu einem
Objekt im Motorwagendisplay ist je nach Hersteller möglich.
Deaktivierung
Die Funktion wird deaktiviert durch:
• Geschwindigkeit > 12 km/h und/oder Vorratsdruck geringer als 4,5 bar
• Ausschalten mittels Trailer Remote Control
• Temporäres Ausschalten über einen exteren Schalter oder Taster am GIO
• Zweimaliges Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb 1-3 Sekunden
• Aufgrund einer Störung (TEBS E kann dann nicht automatisch einbremsen)
Alle Deaktivierungen wirken nur solange, bis der Rückwärtsgang erneut eingelegt
wird. In dem Fall der Deaktivierung des Systems werden die Umrissleuchten oder
zusätzlichen Lampen nicht angesteuert. Die akustischen Signale sind ausgeschaltet und die Trailer Remote Control zeigt den entsprechenden Systemstatus im Dis-
96
Externe Systeme
5
TEBS E2
play an. Das Deaktivieren von TailGUARD wird im Betriebsdatenspeicher (ODR)
als Event gespeichert.
Komponentenübersicht für die TailGUARD-Konfigurationen (WABCO Empfehlung)
Komponente / Teilenummer
TailGUARDlight
TailGUARD
TailGUARDRoof
TailGUARDMAX
TEBS E Premium Modulator
480 102 06. 0
1x
1x
1x
1x
ELEX
446 122 070 0
1x
1x
1x
1x
LIN-Ultraschallsensor
0°
446 122 401 0
2x
1x
1x
2x
LIN-Ultraschallsensor
15°
446 122 402 0
-
2x
4x
4x
Trailer Remote Control
446 122 080 0
Optional
Optional
Optional
1x
Powerkabel zur Verbindung
zwischen TEBS E und ELEX
449 303 020 0
1x
1x
1x
1x
Kabel für Sensor
449 806 060 0
2x
2x
2x
2x
Verteilungskabel für Sensoren
894 600 024 0
-
1x
3x
4x
Kabel für Umrissleuchten
449 908 060 0
1x
1x
1x
1x
Umrissleuchten
Nicht WABCO Lieferumfang
2x
2x
2x
2x
Einbau
Informationen zum Einbau siehe Kapitel 6.8 „Einbau TailGUARD-Komponenten“,
Seite 118.
97
5
5.1.2
TEBS E2
Externe Systeme
Anbindung von ISO 12098
Die Anbindung von ISO 12098 (für die Ansteuerung der Umrissleuchten) erfolgt in
einer vorhandenen oder zusätzlichen Verteilerbox siehe Kapitel 6.8 „Einbau TailGUARD-Komponenten“, Seite 118.
Verdrahtungskonzept Verteilerbox
ELEX
Anschlüsse
GIO12
Kabelfarbe
ISO 4141
ISO 12098
Pin
Klemme
Rückfahrlicht
1
Pink
8
L
CAN-High
(optional)
2
Weiß/Grün
14
CAN-Low
(optional)
3
Weiß/Braun
15
Masse Licht
4
Weiß
4
31
Rücklicht
links ein
5
Schwarz
5
58L
Umrissleuchte
links aus
6
Gelb/Schwarz
Umrissleuchte
rechts aus
7
Gelb/Braun
Rücklicht
rechts ein
8
Braun
6
58R
Wenn das System in einem Fahrzeug (ohne eine Verteilerbox) installiert werden
soll, halten einige Lieferanten von Lichtanlagen Verteilerboxen vor, die direkt in die
Lichtverkabelung geschaltet werden können:
• Aspöck: ASS3 mit Direktanschluss 76-5123-007
• Hella: EasyConn 8JE 340 847-001
5.1.3
ECAS 2-Punkt-Regelung
Applikation
Sattelanhänger mit Einzelradaufhängung und Deichselanhängern.
Eine Verwendung bei Sattel- bzw. Zentralachsanhängern mit Starrachsen ist nicht
erlaubt.
Zweck
Die 2-Punkt-Regelung ist eine Erweiterung der ECAS-Funktionalität, d.h. des automatischen Ausgleichs von Regelabweichungen.
Funktion
Regelabweichungen entstehen aufgrund von Störgrößen (wie z. B. der Änderung
des Beladungszustandes) und führen zu einer Veränderung des Abstandes zwischen der Fahrzeugachse und dem -aufbau. Diese Veränderung wird durch einen
am Fahrzeugaufbau befestigten Wegsensor erfasst, durch TEBS E und ELEX
ausgewertet und als Reaktion der Tragbalg durch das Ansteuern des ECASMagnetventils be- bzw. entlüftet. Durch den Einsatz eines zweiten Wegsensors
werden die Niveauabweichungen seitenabhängig erkannt und entsprechend der
ECAS-Funktionalität ausgeglichen, um das angewählte Fahrniveau zu halten.
98
Externe Systeme
TEBS E2
5
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Beschreibung
ELEX
446 122 070 0
Elektronisches Erweiterungsmodul
Wegsensor
441 050 100 0
2x
Messung des Fahrniveaus
Anschlusskabel
449 303 020 0
Kabel „Wegsensor“
449 811 ... 0
Drehwinkelprinzip
Montage an Vorder-/Hinterachsen oder Achsseiten (Hauptachse).
ECASMagnetventil
472 880 001 0
Steuerung des Fahrzeugniveaus (Heben/Senken).
ECASMagnetventil
472 905 111 0
Steuerung des Fahrzeugniveaus (Heben/Senken) und Heben/Senken einer oder
zwei parallel gesteuerter Liftachsen.
Elektrische Ansteuerung und Überwachung
durch TEBS E.
Kabel „ECAS 2Punkt-Regelung“
449 439 ... 0
Kabel „Ventile“
449 445 ... 0
Kabel „ECAS 2Punkt-Regelung“
449 439 ... 0
Anfahrhilfe mit Restdruckhaltung möglich.
+ impulsgesteuerte Achse
Einbau
Informationen zum Einbau der Wegsensoren siehe Kapitel 6.6 „Einbau Wegsensor“, Seite 116.
Weitere Informationen zur 2-Punkt-Regelung siehe Kapitel 4.3 „Elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS)“, Seite 52
5.1.4
Batterieversorgung und Batterieladung
Applikation
Für ECAS-Anwendung
Zweck
ELEX ermöglicht die Anbindung einer 24 V Batterie zur Stromversorgung von ECAS, wenn die Zündung ausgeschaltet ist oder Klemme 30 nicht verfügbar ist. Die
99
5
TEBS E2
Externe Systeme
Batterie muss mit einer 10 A Sicherung gesichert werden. Eine Batterieladung erfolgt über TEBS E / ELEX wenn ISO 7638 gesteckt ist.
Die Batterieladung erfolgt in Abhängigkeit vom Ladezustand mit bis zu 2,5 A. Batterien von 2 bis 10 Ah können von TEBS E geladen werden. Bei größer ausgelegten Batterien, z. B. vom Kühlaggregat, muss die Ladefunktion per Parameter abgeschaltet werden.
Aufweckfunktion
Bei Verwendung einer entsprechenden Batterie kann TEBS E mit ELEX über einen
Taster aufgeweckt werden und entsprechende Funktionen können aktiviert werden.
Wird der Taster kürzer als 5 Sekunden betätigt, schalten sich TEBS E und ELEX
ein.
Wird der Taster länger als 5 Sekunden betätigt und dann losgelassen, schaltet die
Batterieversorgung ab.
Zur Vermeidung einer Tiefentladung wird die Batterie bei Spannung kleiner 21 V
(24 V-Batterie) bzw. 10,5 V (12 V-Batterie) abgeschaltet.
Alternativ kann die Batterieversorgung des TEBS E auch direkt über einen Schalter
auf den Anschluss IN/OUT des Modulators gelegt werden. Dann kann aufgrund
der Schalterstellung eindeutig erkant werden, ob die Batterieversorgung ein- oder
ausgeschaltet ist. Auch in diesem Fall erfolgt die Batterieladung über ELEX.
TEBS E Generationen vor TEBS E2 können durch eine externe Batterie (z. B.
Fahrzeug mit Hebebühne) versorgt werden. Dabei muss die Batterie an den Anschluss IN/OUT des Modulators angeschlossen werden.
Komponenten
Komponente /
Teilenummer
Beschreibung
Anschlusskabel
Batteriebox
446 156 09. 0
446 156 090 0
ohne Batterien
Kabelübersicht siehe Kapitel 10.3 „Kabelübersicht“,
Seite 176.
446 156 094 0
mit zwei Panasonic Bleigel Akkumulatoren der Baureihe LCR127R2PG bestückt
Montage am Fahrgestell
5.2
Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)
Applikation
In jedem Motorwagen in Verbindung mit ELEX und TEBS E2.
Zweck
TRC ist Anzeige- und Bedieneinheit für TEBS E Funktionen und Distanzanzeige
für TailGUARD-Funktionen im Anhänger.
Funktion
Die Nutzung der Trailer Remote Control (TRC) ist in jedem Motorwagen möglich.
Die Funktion ist nur in Verbindung mit ELEX und TEBS E2 gegeben.
Trailer Remote Control (TRC) wird im Fahrerhaus montiert. Der Fahrer kann mit
dieser Bedieneinheit Funktionen im Anhängerfahrzeug vom Fahrersitz bedienen,
100
Externe Systeme
TEBS E2
5
den Status verschiedener Funktionen überwachen und das Fahrzeug für den Beund Entladevorgang vorbereiten.
Bei installierter TailGUARD-Funktion wird über TRC die Distanz und Lage des erkannten Objekts visuell und akustisch angezeigt.
Beim Einschalten der Versorgungsspannung zur Trailer Remote Control wird ein
kurzer, akustischer und visueller Test durchgeführt (0,5 Sekunden). Über PLC
(Power Line Communication) wird der TRC die aktuelle Systemkonfiguration übergeben, die im TEBS E hinterlegt ist. Die im TEBS E vorkonfigurierte Tastenbelegung wird mit der übermittelten Systemkonfiguration abgeglichen. Die zur Verfügung stehenden Funktionen werden durch Tastenbeleuchtung angezeigt.
Komponenten
Komponenten /
Teilenummer
Beschreibung
Trailer Remote
Control
446 122 080 0
Nur in Verbindung mit ELEX
nutzbar siehe Kapitel 5.1 „Elektronisches Erweiterungsmodul
(ELEX)“, Seite 92.
Anschlusskabel
Verbindungskabel zwischen Trailer
Remote Control und Sicherungskasten im LKW und eine Halterung sind
im Lieferumfang enthalten.
Bedienung
Informationen zur Bedienung siehe Kapitel 8.2 „Bedienung mit AnhängerFernbedienung (Trailer Remote Control)“, Seite 150.
5.3
Externe ECAS
Applikation
Fahrzeuge mit Luftfederung, die ECAS-Funktionen benötigen, die TEBS E nicht
bereit stellt.
Nur in Verbindung mit TEBS E Premium Modulator
Zweck
Realisierung einer 2-Punkt-Regelung oder 3-Punkt-Regelung.
Reifeneindrückungskompensation.
Seitensteuerung für Muldenkipper.
Funktion
Der Betriebsdatenaustausch zwischen TEBS E und ECAS erfolgt über die
K-Leitung. Die internen Niveauregelfunktionen des TEBS E sind deaktiviert, die
ECAS-ECU hat Vorrang.
Die Steuerung von Liftachsen sollte von TEBS E übernommen werden. Nur so
erfolgt eine korrekte Übermittlung der Position der Liftachse(n) zum Motorwagen.
101
5
TEBS E2
Externe Systeme
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Anschlusskabel
Externe ECAS
446 055 066 0
449 438 ... 0
Zusätzlich werden Magnetventile und Sensoren benötigt.
ECAS für Anhängefahrzeuge – Systembeschreibung / ECAS- Schaltpläne
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort ECAS in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Ausgewählte Schaltpläne (Schemata) finden Sie auch im Anhang dieser Druckschrift.
5.4
Trailer Central Electronic (TCE)
Applikation
TCE ist dem TEBS E vorgeschaltet.
Der Multi-Voltage-Modulator kann nicht mit TCE verwendet werden.
Zweck
Elektrische Versorgung, Sensordatenübermittlung und Überwachung des TEBS E
(außer Drehzahlsensoren und ein eventuell verbauter externer Solldrucksensor).
Zusätzliche Funktionen wie Liftachssteuerung oder Bremsbelagverschleißanzeige
können von der TCE-Elektronik erfüllt werden.
Komponenten
Komponente / Teilenummer
Anschlusskabel
TCE
446 122 001 0
449 348 ... 0
Zusätzlich werden Magnetventile und Sensoren benötigt.
Inbetriebnahme
Bei der Inbetriebnahme werden zuerst TEBS E und anschließend TCE in Betrieb
genommen.
102
Externe Systeme
TEBS E2
5
TCE-Produktbeschreibung / TCE-Schaltpläne
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie TCE in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Ausgewählte Schaltpläne (Schemata) finden Sie auch im Anhang dieser Druckschrift.
5.5
Reifendrucküberwachung (IVTM)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Permanente Überwachung des Reifendrucks aller Räder mittels Reifendruckdrucksensoren.
Rund 85 % aller Reifenpannen werden durch Fahrten mit falschem Reifenfülldruck
oder schleichendem Druckverlust während der Fahrt verursacht. Mit IVTM kann
das Risiko eines Reifenplatzens auf bis zu 15 % vermindert werden.
Funktion
Die vom Reifendrucksensor gemessenen Werte werden über den CAN-Bus zum
Zugfahrzeug übertragen und können dort im Display im Armaturenbrett angezeigt
werden, sofern das Zugfahrzeug dazu ausgerüstet ist. Alternativ können die
Messwerte auch über Funk zum Zugfahrzeug übertragen werden. Das angeschlossene Display in der Fahrerkabine des Zugfahrzeugs warnt den Fahrer rechtzeitig bei schleichendem oder kritischem Druckverlust.
Wenn im Anhänger ein SmartBoard verbaut ist, können die Reifendrücke einfach
abgelesen werden. Wenn über IVTM ein zu geringer Reifendruck festgestellt wird,
blinkt die rote Warnlampe.
Eine Prüfung aller Reifenfülldrücke kann dann über das Display erfolgen, eine Prüfung mit Manometer ist nicht mehr erforderlich. IVTM ersetzt jedoch nicht die visuelle Prüfung eines Reifens.
IVTM ist nur unterstützend und entbindet den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht, die Reifen auch visuell zu prüfen.
Komponente /
Teilenummer Beschreibung
IVTMElektronik
446 220 012 0
Reifendrucküberwachungssystem
Anschlusskabel
449 913 ... 0
103
5
TEBS E2
Externe Systeme
Komponente /
Teilenummer Beschreibung
SmartBoard
446 192 110 0
Anschlusskabel
Möglichkeiten:
•
•
449 916 ... 0
Anzeige von Reifendrücken
Anzeige von Warnungen
Trailer Remote Nur in Verbindung mit ELEX und
Control
TEBS E2 siehe Kapitel 5.1 „Elektroni446 122 080 0 sches Erweiterungsmodul (ELEX)“, Seite 92.
Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW
und eine Halterung sind im
Lieferumfang enthalten.
Warnlampe für Reifendruck
Weitere benötigte Komponeten finden Sie in den IVTM-Druckschriften.
IVTM-Druckschriften / IVTM-Schaltpläne
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort IVTM in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Ausgewählte Schaltpläne (Schemata) finden Sie auch im Anhang dieser Druckschrift.
5.6
Telematik (TrailerGUARD)
Applikation
Alle Anhängefahrzeuge
Zweck
Mit der Telematik werden Daten und Informationen, die im Anhängefahrzeug sensiert werden, über eine drahtlose Verbindung auf einen Computer übertragen und
dort weiter verarbeitet.
Der Funktionsumfang ist abhängig von der Version des Trailer EBS E und den
verbauten Komponenten und Sensoren.
Information
Komponente / Teilenummern
Position, Datum und Uhrzeit (GTM), Start, Dauer und Ende der Fahrt- und Parkzeit
Trailer Telematik Unit (TTU)
446 290 100 0
Tür geöffnet/geschlossen, Anzahl Türöffnungen/-schließungen während eines Trips
Türsensor
449 290 25. 0
Anhängefahrzeug an-/abgekoppelt
Koppelsensor
Drucksensor 441 044 110 0 /
Konverter 446 290 231 0
104
Externe Systeme
TEBS E2
5
Information
Komponente / Teilenummern
Geschwindigkeit, Laufleistung des Trailer EBS E, Aggregatlast, Fahrten ohne EBS, ODR
TEBS E Premium Modulator
480 102 06. 0
Reifendruck
IVTM
(nur in Verbindung mit TEBS E
Premium Modulator)
Status Bremsbelagverschleiß
BVA
(nur in Verbindung mit TEBS E
Premium Modulator)
Temperatur Kühlraum
Temperaturschreiber
Status an/aus, Meldungen des Kühlgeräts, Anzahl Betriebsstunden, 3 Setpoints, Abtauzyklus an/aus
Kühlgerät
Akkuspannung
Batterie Kühlgerät
Telematik (TrailerGUARD) Systembeschreibung
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Telematik in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
105
6
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Sicherheitshinweise
WARNUNG
Beschädigung des TEBS E Modulators durch Verwendung von nicht WABCO
Originalkabeln
Kabel von anderen Herstellern können dazu führen, dass Wasser über die Kabel
in den Modulator eindringt und diesen beschädigt.
– Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel.
WARNUNG
Gefährliche Spannungen
Gefährliche Spannungen können das elektronische Steuergerät schädigen.
– Bei elektrostatischem Lackieren oder Schweißarbeiten am Fahrzeug müssen
Anschlussleitungen getrennt sein und für eine Abdeckung der Anschlusskontakte (z. B. mit Blindstopfen) gesorgt sein.
– Masseanschlüsse von Schweiß- und Farbspritzanlagen müssen immer an den
Teilen angeschlossen werden, an denen gearbeitet wird.
– Bewegliche oder isolierte Komponenten (z. B. Achsen) sind leitend mit dem
Rahmen (Chassis) zu verbinden.
VORSICHT
Beschädigung des Modulators durch Überlackierung
Steckerverriegelungen und Kunststoffrohre der pneumatischen Verschraubungen
lassen sich nach der Lackierung nicht mehr lösen.
– Lackieren Sie den Modulator nicht über.
6.1
Daten zum TEBS E Modulator
Allgemeine Daten zum TEBS E Modulator
Zulässige Maximaltemperatur (Einbrennlackierung)
110 °C für 1 Stunde
Verpolungsschutz
Alle Spannungseingänge sind verpolungssicher.
Unterspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N)
< 19 V (9,5 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Überspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N)
> 30 V
Nennspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N)
24 V (12 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Betriebsdruck
min. 4,5 bar / max. 10 bar
106
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Abmessungen des Modulators (Premium/Standard)
TEBS E Modulator ohne PEM
TEBS E Modulator mit PEM
(Aluminium)
TEBS E Modulator mit PEM
(Kunststoff)
Breite X: 224,0 mm
Breite X: 237,2 mm
Breite X: 224,0 mm
Tiefe Y: 197,5 mm
Tiefe Y: 274,4 mm
Tiefe Y: 254,0 mm
Höhe Z: 197,3 mm
Höhe Z: 197,3 mm
Höhe Z: 197,3 mm
Voreinstellung des TEBS E Modulators ab Werk
• Parametrierung: 3-Achs-Sattelanhänger
• 2S/2M
• 2. Achse ist Hauptachse (ABS-Drehzahlsensor für Achse c-d)
• ALB-Kennung 1:1
• Keine GIO-Funktion aktiv
• ABS-Polrad mit Zähnezahl 100
• Reifenumfang: 3250 mm
Bei allen TEBS E Modulator Varianten werden die elektrischen Anschlüsse für
POWER und die ABS-Drehzahlsensoren der Achse c-d offen, also ohne Schutzkappen, geliefert.
107
6
6.2
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Kennzeichnung der Anschlüsse
Elektrische Anschlüsse
TEBS E Modulator
MODULATOR (PremiumModulator)
3. Modulator (4S/3M EBSRV) oder für ABS-Relaisventil
(4S/2M+1M)
POWER
ISO 7638, 7-polige Spannungsversorgung
GIO1-4
Multifunktional
SUBSYSTEMS
IVTM, ECAS-Bedieneinheit,
bzw. Bedienbox, SmartBoard,
Telematik und ELEX
GIO5-6 (PremiumModulator)
Multifunktional
IN/OUT
Stopplichtversorgung oder
TCE
ABS-f (Premium-Modulator)
ABS-Drehzahlsensor
ABS-d
ABS-Drehzahlsensor
GIO7 (Premium-Modulator)
Multifunktional
ABS-e (PremiumModulator)
ABS-Drehzahlsensor
ABS-c
ABS-Drehzahlsensor
ELEX
POWER
7-polige Spannungsversorgung über
TEBS E (SUBSYSTEMS-Stecker)
SUBSYSTEMS
IVTM, ECAS-Bedieneinheit, bzw.
Bedienbox, SmartBoard, Telematik
GIO10
Batterie
GIO11
Umrissleuchten
GIO12
Anschluss ISO 12098
108
GIO13-15
Multifunktional
GIO16
Multifunktional
GIO17-18
Ultraschallsensoren
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Pneumatische Anschlüsse
Anschlüsse mit identischer Kennzeichnung sind im PEM / TEBS E Modulator miteinander verbunden.
TEBS E Modulator ohne PEM
1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“) 2.2 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“)
2.1 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.2 Prüfanschluss „Bremse“ (zum Manometer)
4 Steuerdruck (vom PREV 21)
5 Balgdruck (vom Luftfederbalg)
TEBS E Modulator mit PEM
1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“) 1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“) 1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“)
1.1 Vorrat „Luftfederung“ (zum Luftfederventil, Drehschieberventil, Liftachsventil oder ECAS-Block)
2.2 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.1 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.3 Tristop® Zylinder (zum Tristop®
Zylinder 12)
2.3 Tristop® Zylinder (zu den Tristop®
Zylindern 12)
4.2 Steuerdruck (vom PREV 22)
2.4 Prüfanschluss „Bremse“ (zum Manometer)
4 Steuerdruck (vom PREV 21)
5 Balgdruck (vom Luftfederbalg)
109
6
6.3
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Einbau im Fahrzeug
Einbau am Rahmen
– Bauen Sie den Modulator entsprechend Angebotszeichnung ein.
Angebotszeichnung
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Produktnummer.
Geben Sie Teilenummer des TEBS E Modulators in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Die Einbaulage kann in Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung (Stehbolzen
zeigen in Fahrtrichtung) erfolgen.
– Parametrieren Sie die Einbaulage mittels TEBS E Diagnostic Software siehe
Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 =>
Fenster TEBS - System => Modulatorrichtung.
Die Geräuschdämpfer müssen offen zur Atmosphäre sein und immer senkrecht
zum Boden (nach unten) zeigen siehe Kapitel 6.3.1 „RSS-Einbauvorschrift“,
Seite 110.
Befestigung am Querträger
Der Querträger muss kraftschlüssig mit den beiden Längsträgern des Fahrzeuges
verbunden sein.
– Befestigen Sie den Modulator an einem ausreichend dimensionierten U-Profil,
Winkelprofil oder an einem geeigneten versteiften Träger mit mindestens 4 mm
Materialdicke (gültig für Stahlprofile).
Die Höhe des Trägers muss größer sein als die Flanschfläche des Modulators,
so dass der Flansch vollflächig Kontakt zum Träger hat.
Unterlegscheiben bzw. Federringe sind nur direkt unter der Mutter erlaubt.
Der Anzugsmoment der Muttern beträgt 85 Nm.
– Beachten Sie auch die Einbauvorschriften für RSS siehe Kapitel 6.3.1 „RSSEinbauvorschrift“, Seite 110.
6.3.1
RSS-Einbauvorschrift
Der Umfang des verbauten Reifens und die Zähnezahl der verbauten Polräder
müssen parametriert werden, da aus diesen Eingangswerten der zur Beurteilung
der Kippgefahr benötigte Wert der Querbeschleunigung berechnet wird.
110
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Die Roll Stability Support Funktion (RSS) hängt von der Genauigkeit der parametrierten Reifenumfänge, Polradzähnezahlen und der übrigen Daten der Bremsberechnung ab. Bei Ungenauigkeit arbeitet die Funktion nicht ordnungsgemäß.
Eine einwandfreie Funktion ist nur gegeben, wenn die wahre Radgröße maximal
8 % kleiner als der parametrierte Wert ist. Die parametrierte Polradzähnezahl muss
der verbauten Polradzähnezahl entsprechen.
Die Werte für den zulässigen Reifenumfangsbereich und die ALB-Daten entnehmen Sie bitte der WABCO Bremsberechnung.
Verbauen Sie niemals einen größeren Reifen als parametriert, sonst arbeitet die
Funktion nicht ordnungsgemäß.
– Kalibrieren Sie die Neigung des Modulators (Δβ) mit der TEBS E Diagnostic
Software, siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => System => Einbaulage RSS Modulator kalibrieren.
Voraussetzung: Das Fahrzeug muss auf einer ebenen Fläche stehen (Abweichung von der Waagerechten < 1°).
Bei nicht durchgeführter Kalibrierung erfolgt eine Selbstkalibrierung im Fahrbetrieb.
Sattelanhänger / Zentralachsanhänger
Δ X1 [mm]
Δ Y1 [mm]
Δ X2 [mm]
Δ Y2 [mm]
Δα
Δβ
Δδ
2000
500
9000
50
±15°
±3°
±3°
111
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Deichselanhänger
Δ X [mm]
Δ Y [mm]
Δα
Δβ
Δδ
600
500
±15°
±3°
±3°
Zulässige Konfigurationen für Fahrzeuge mit TEBS E und RSS
Sattelanhänger
Zentralachsanhänger
System
112
Deichselanhänger
Anzahl Achsen
2S/2M
1
2
3
1
2
3
-
-
4S/2M
-
2
3 ... 6
-
2
3
-
-
2S/2M+SelectLow-Ventil
-
2
3
-
2
3
-
-
4S/2M+1M
-
2
3 ... 6
-
2
3
-
-
4S/3M
-
2
3 ... 6
-
2
3
2
3
Mechanische
Federung
1
2
3 ... 6
1
2
3
2
3
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
6.4
TEBS E2
6
Kabelmontage / Kabelfixierung
VORSICHT
Beschädigung der Kabel
– Wasser, das in Kabeladern eindringt, kann den TEBS E Modolator schädigen.
Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel. Bei Verwendung von
Kabeln anderer Hersteller und daraus resultierenden Schäden ist eine Reklamation ausgeschlossen.
– Planen Sie den Einbauort so, dass Kabel nicht geknickt werden.
– Befestigen Sie die Kabel und Stecker so, dass keine Zugspannungen oder
Querkräfte auf die Steckverbindungen wirken.
– Vermeiden Sie Kabelverlegung über scharfe Kanten oder in der Nähe aggressiver Medien (z. B. Säuren).
– Verlegen Sie die Kabel so zu den Anschlüssen, dass Wasser nicht in die Stecker hineinfließen kann.
Kabel-/Blindkappenmontage
– Öffnen Sie die gelben Schieber der Verriegelungen, bevor Sie die Buchsen der
Kabelenden (Buchsengehäuse) in die passenden Steckplätze am ECURahmen stecken bzw. demontieren können.
Sollten sich die Schieber in der verriegelten Endposition befinden (Auslieferungszustand), können Sie die Rastung von oben oder unten mit Hilfe eines
13er Maulschlüssels lösen (1).
– Anschließend ziehen Sie den Schieber per Hand bis zum Deckelanschlag heraus, um die Steckerführung freizugeben.
– Stecken Sie das Kabelende (oder die Blindkappe) senkrecht auf den entsprechenden Steckplatz der ECU (z. B. Powerkabel an POWER-Anschluss).
8-polige Kabel für POWER, SUBSYSTEMS, MODULATOR und an GIO10-12
4-polige Kabel für GIO1-7, ABS c, d, e und f, IN/OUT und an GIO13-18
113
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Achten Sie auf richtige Polarität und Kodierung (Stecker zu Steckplatz). Nur
wenn beide Teile zusammenpassen, kann gesteckt werden.
Die schwarzen Blindkappen für die 4- und 8-poligen Steckerplätze sind nicht
kodiert und passen auf den jeweiligen Steckplatz.
Alle Stecker zur ECU sind farblich markiert, die Farbkodierung ist in der Kabelübersicht zu finden siehe Kapitel 10.3 „Kabelübersicht“, Seite 176.
– Drücken Sie das Kabelende mit etwas Kraft in den Steckplatz (2) und drücken
Sie den gelben Schieber wieder in seine Ausgangsposition (3).
Î Dabei rasten die Rasthaken des Schiebers im ECU-Rahmen ein. Die korrekte Rastung des Schiebers wird durch ein „Klick“-Geräusch bestätigt.
Der Schieber hat dann auch wieder die Endposition des Anschlags erreicht
und steht in einer Flucht zu den anderen geschlossenen Verriegelungen.
VORSICHT
Beschädigung des Powerkabels
Damit es beim Durchziehen des Kabels nicht zu Beschädigungen des Steckers
kommt, ist der Stecker durch eine Schutzkappe verschlossen.
– Entfernen Sie die Schutzkappe vorsichtig, wenn Sie das Kabel an die ECU
anschließen, damit die Dichtung nicht verrutscht oder beschädigt wird.
Kabelfixierung
VORSICHT
Beschädigung der Kabel
– Fixieren Sie Kabelbinder so, dass die Kabel nicht beschädigt werden
Bei Verwendung von Werkzeugen beachten Sie bitte die Angaben des Kabelbinder-Herstellers.
– Wenn die Kabel zu lang sind, wickeln Sie diese nicht auf, sondern verlegen Sie
die Kabel in Schlaufen, siehe nachfolgende Abbildung.
Legende
Kabelbinder
– Fixieren Sie die Kabel (maximal 300 mm Kabellänge von der ECU entfernt) mit
Kabelbindern.
114
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Die 8-poligen Kabel der Anschlüsse POWER, SUBSYSTEMS und MODULATOR müssen direkt am Stecker mit den dafür vorgesehenen Punkten am
TEBS E Modulator fixiert werden.
6.5
Rohre / Schläuche
Montage des Rohres
– Schneiden Sie Kunststoffrohre rechtwinklig ab. Eine maximale Abweichung bis
15° ist zulässig.
– Schieben Sie Rohre von Hand – bis zum Anschlag – in die Steckverbinder.
Gleichzeitiges Drücken und Drehen erleichtert das Einstecken.
Deutlich spürbar ist der Einschub in zwei Stufen:
1. Stufe: Passieren des Klemmrings
2. Stufe: Erreichen des spürbaren Festanschlags am Boden des Steckverbinders
Für eine visuelle Kontrolle empfehlen wir, die Einstecklänge L – gemäß der Tabelle
– auf den Rohren zu kennzeichnen.
Rohr-Außendurchmesser [mm]
Einstecklänge L [mm]
6
19,5
8
20,5
10
24,0
12
25,0
15
27,0
16
27
18
27
Pneumatische Anschlüsse
Für bestmögliches Zeitverhalten sind alle pneumatischen Verbindungen für Rohre
bzw. Schläuche ohne Winkelverschraubungen oder T-Verschraubungen auszuführen.
Der Vorratsanschluss 1 der Bremse ist 2-fach anzuschließen (Empfehlung:
15 x 1,5 mm oder 16 x 2 mm). Die Länge darf maximal 6 m betragen.
Vorratsbehältergröße: 80 Liter für Standard-Fahrzeuge (3-Achs-Sattelanhänger).
Zur optimalen Installation wird das Pneumatic Extension Modul (PEM) empfohlen.
Durch Integration des Überlastschutzventils, des Überströmventils und der pneumatischen Druckverteilung für die Vorratsbehälter (Bremse und Luftfederung), des
PREVs, des Luftfederventils, des Drehschieberventils, des Liftachsventils oder des
ECAS-Blocks und von 4 zusätzlichen Anschlüssen für die Tristop® Zylinder wird
die Installation der Querschnitte vorgegeben. Alle Verschraubungen sind bereits integriert.
115
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E Modulator mit integriertem Überlastschutz im PEM
Für die ABS-Sensierung gibt es unterschiedliche Installationspläne (siehe Anhang).
Leitungen
6.6
Empfohlene maximale
Längen
Steuerleitung (gelber Kupplungskopf, PREV bis Modulator)
20 m
Bremsleitung (TEBS E Modulator bis Zylinder)
6m
Vorratsleitung (Vorratsbehälter bis TEBS E Modulator)
6m
Einbau Wegsensor
Wegsensor mit Verlängerung und Gestänge
Zur Messung des Fahrniveaus bei ECAS-Fahrzeugen und zur Ermittlung der Achslast bei mechanischer Federung kommt der Wegsensor 441 050 100 0 zum Einsatz.
– Bauen Sie den Wegsensor so ein, dass sich die beiden Befestigungslöcher in
der Horizontalen befinden und nach oben zeigen.
Zur Anlenkung des Wegsensorhebels wird ein Hebel verwendet.
Der maximale Auslenkbereich des Hebels von ± 50° darf nicht überschritten
werden.
Die Hebellänge des Wegsensorhebels ist einstellbar.
– Bei Fahrzeugen mit einem langen Einfederungsweg verwenden Sie einen längeren Hebel.
– Bei Fahrzeugen mit besonders kurzem Federweg verwenden Sie einen kürzeren Hebel, um ein genaueres Messergebnis zu erhalten. Hierbei sollte die Hebellänge des Wegsensors 100 mm betragen. Andere Hebellängen als 100 mm
müssen bei der Parametrierung angegeben werden siehe Kapitel 7.1 „Paramet-
116
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
rierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129, Fenster TEBS - ALB
=> Wegsensor Hebellänge [mm].
Achten Sie darauf, dass der Wegsensor über seinen gesamten Stellbereich
immer freigängig ist und der Hebel nicht umschlagen kann.
Im Wegsensor und im Hebel befindet sich ein Fixierloch (4 mm) zur Arretierung
des Hebels in der optimalen Position für das Fahrniveau.
Das Gestänge des Wegsensors sollte so fixiert sein, dass der Hebel im Fahrniveau horizontal ist.
Die Verbindung zur Achse ist mit einem Gestänge möglich.
Das Druckstück des Hebels sollte mit einem 6 mm Rohr (Vollmaterial) und dem
Gestänge der Achse verbunden werden.
ECAS-Fahrzeuge
1-Punkt-Regelung
– Bringen Sie den Wegsensor an der Mitte der Hauptachse an, um eine Beschädigung des Wegsensors bei Kurvenfahrten mit großer Fahrzeugneigung zu verhindern.
2-Punkt-Regelung
Für ECAS-2-Punkt-Regelung (Einzelradaufhängung / Deichselfahrzeuge) ist nur der Wegsensor 441 050 100 0 zulässig.
– Bringen Sie bei Deichselfahrzeugen den Wegsensor in der Mitte der Vorderund Hinterachse an, um eine Beschädigung des Wegsensors bei Kurvenfahrten
mit großer Fahrzeugneigung zu verhindern.
Bringen Sie bei Sattelfahrzeugen die Wegsensoren, so weit wie möglich, aus
der Fahrzeugmitte nach rechts und nach links an. Hierbei ist zu beachten, dass
es nicht zu Beschädigungen bei Kurvenfahrt kommen kann.
Fahrzeuge mit mechanischer Federung
– Bringen Sie den Wegsensor in der Mitte der Hauptachse an. Achten Sie darauf,
dass durch die Aufbaubewegung der Sensor nicht „umschlägt“ oder abreißt.
Verwenden Sie immer das Bohrloch mit 100 mm Abstand zur Drehwelle des
Wegsensors.
Der schwarze Hebel des Wegsensors darf nicht verlängert werden, da sonst die
Beladungsinformation zu ungenau wird und deshalb der Bremsdruck ungenau
ist.
Der Hebelarm des Wegsensors muss direkt mit dem Druckstück des Hebels
441 901 71. 2 verbunden sein.
Der Hebel steht komplett mit zwei Druckstücken und dem Verbindungsrohr in
diversen Längen zur Verfügung.
Die Verbindung zur Achse erfolgt mit einem an der Achse angeschweißten
Winkeleisen.
Bei Fahrzeugen mit zwei Wegsensoren ist Wegsensor 1 an der ABS-sensierten
Achse c-d und Wegsensor 2 an der ABS-sensierten Achse e-f anzuschließen.
6.7
Einbau Komponenten Wegfahrsperre (Immobilizer)
Einbau
– Bauen Sie den Immobilizer nach Schema 841 701 227 0 ein siehe Kapitel 10.6
„Trailer EBS E Bremsschemata“, Seite 220.
– Beachten Sie beim Einbau des impulsgesteuerten Liftachsventils die Angaben
auf der Angebotszeichnung 463 084 100 0.
117
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Angebotszeichnung für Immobilizer
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Produktnummer.
Geben Sie das Wort 463 084 100 0 in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Das Liftachsventil kann an GIO2 oder GIO3 angeschlossen werden.
Das Liftachsventil kann an GIO1, GIO2 oder GIO3 angeschlossen
werden.
6.8
Einbau TailGUARD-Komponenten
Benötigte Komponenten
Zusätzlich zu TEBS E werden ELEX, die LIN-Ultraschallsensoren, die Trailer Remote Control (optional) und entsprechende Kabel benötigt. Das Signal des Rücklichts und Rückfahrlichts muss über ISO 12098 an ELEX über eine Verteilerbox
angeschlossen werden. Alternativ können die Umrissleuchten direkt am ELEX an
GIO11 angeschlossen werden.
Zusätzliche Informationen zu den Komponenten siehe Kapitel 5.1.1 „TailGUARDFunktionen“, Seite 93.
Ultraschallsensoren
Die Einbaulage der Ultraschallsensoren ist entsprechend der dargestellten Schemata durchzuführen. Bei Nichteinhaltung ist die Erkennung der Objekte und somit
die Funktion des Systems nicht gewährleistet.
Die Ultraschallsensoren dürfen nicht in einem U-Profil montiert werden, da Reflexionen auftreten könnten. Es empfielt sich, die Ultraschallsensoren mechanisch geschützt anzubringen, um Beschädigungen bei deaktivem System zu verhindern.
Die Fläche, auf die der Ultraschallsensor geschraubt wird, muss eben und auf allen
vier Seiten mindestens 2 mm größer als der Ultraschallsensor sein (Schutz der
Entwässerungsbohrungen auf der Rückseite gegen einen direkten Hochdruckreinigungsstrahl).
Einbaumaße der Ultraschallsensoren [in mm]
118
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Vertikale Einbaulage
TEBS E2
6
Horizontale Einbaulage
Da alle Ultraschallsensoren parallel über einen Datenbus kommunizieren, ist eine
beliebige, parallele Verschaltung an GIO17 und GIO18 möglich. Beachten Sie unbedingt den Hinweis in dem Abschnitt „TailGUARD-Funktionen“ siehe Kapitel 7.1
„Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
ELEX
Der Deckel von ELEX muss zur Montage / Demontage der Kabel entfernt werden.
– Verwenden Sie einen Schraubendreher mit einer minimalen Länge von 11 cm
und lösen sie damit die Rastnasen des Gehäuses, um den Deckel zu entfernen.
2.
1.
– Montieren Sie ELEX ausschließlich senkrecht, wobei die Kabelöffnungen nach
unten oder zur Seite zeigen.
Einbaumaße
Maße in mm
119
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
– Nach Montage der Kabel montieren Sie den Deckel wieder. Achten Sie darauf,
dass alle Haltenasen einrasten.
Die offene Seite muss in Richtung der 4-poligen Steckplätze zeigen.
– Fixieren Sie die Steckergehäuse der 8-poligen Stecker mit Kabelbindern an den
entsprechenden Halternasen.
TailGUARDlight
– Montieren Sie die 2 LIN-Ultraschallsensoren 446 122 401 0 (0°) horizontal maximal 0,12 m von der rechten bzw. linken Außenkante des Fahrzeuges, um die
Außenmaße des Fahrzeuges exakt zu erfassen.
Sollte dies nicht erforderlich sein, können Sie die LIN-Ultraschallsensoren auch
abweichend mit einem engeren Abstand zueinander montieren.
– Einbautiefe Sensor: Tragen Sie in der TEBS E Diagnostic Software die Rücklage (Abstand Fahrzeug - Rückseite) des LIN-Ultraschallsensors – bezogen auf
die letzte Fahrzeugkante – ein.
Die Rücklage sollte nicht mehr als 35 cm betragen siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software “, Seite 129 => Fenster ELEXParameter.
Wenn überkragende Rampen erkannt werden sollen, muss mindestens ein Ultraschallsensor auf der Höhe der Rampe (Puffer) montiert werden.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
Einbaumaße – TailGUARDlight
Legende
A LIN-Ultraschallsensor 0°
446 122 401 0
120
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Systemkonfiguration – TailGUARDlight
Schema 841 802 280 0 siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Verdrahtungskonzept Verteilerkasten (Funktions- und Farbtabelle)
siehe Kapitel 5.1.2 „Anbindung von ISO 12098“, Seite 98.
GIO17 und GIO18: Beachten Sie unbedingt den Hinweis in dem Abschnitt „TailGUARD-Funktionen“
siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Legende
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Kabel für Umrissleuchten
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
121
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARD
– Montieren Sie die 3 LIN-Ultraschallsensoren jeweils senkrecht in einer Ebene.
– Montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren 446 122 402 0 (15°) nach
innen geneigt.
– Montieren Sie den LIN-Ultraschallsensor 446 122 401 0 (0°) zentral.
– Montieren Sie den zentralen LIN-Ultraschallsensor max. 15 cm nach oben oder
unten versetzt.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
Einbaumaße – TailGUARD
Legende
A LIN-Ultraschallsensor 0°
446 122 401 0
122
B LIN-Ultraschallsensor 15°
446 122 402 0
Nicht horizontal verbauen!
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Systemkonfiguration – TailGUARD
Schema 841 802 281 0 siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Verdrahtungskonzept Verteilerkasten (Funktions- und Farbtabelle)
siehe Kapitel 5.1.2 „Anbindung von ISO 12098“, Seite 98.
Legende
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Kabel für Umrissleuchten
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
123
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARDRoof
– Montieren Sie die 5 LIN-Ultraschallsensoren jeweils vertikal in 2 Ebenen.
– In der unteren Ebene montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren
446 122 402 0 (15°) nach innen geneigt.
– Montieren Sie den LIN-Ultraschallsensor 446 122 401 0 (0°) zentral. Er darf
max. 15 cm nach oben oder unten versetzt eingebaut werden.
– In der oberen Ebene montieren Sie beide LIN-Ultraschallsensoren
446 122 402 0 (15°) nach innen geneigt. Diese LIN-Ultraschallsensoren müssen
vertikal angeordnet werden.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
Einbaumaße – TailGUARDRoof
Legende
A LIN-Ultraschallsensor 0°
446 122 401 0
124
B LIN-Ultraschallsensor 15°
446 122 402 0
Nicht horizontal verbauen!
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Systemkonfiguration – TailGUARDRoof
Schema 841 802 283 0 siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Verdrahtungskonzept Verteilerkasten (Funktions- und Farbtabelle)
siehe Kapitel 5.1.2 „Anbindung von ISO 12098“, Seite 98.
GIO17 und GIO18: Beachten Sie unbedingt den Hinweis in dem Abschnitt „TailGUARD-Funktionen“
siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Legende
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Kabel für Umrissleuchten
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
125
6
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARDMAX
– Montieren Sie 6 LIN-Ultraschallsensoren vertikal in zwei Ebenen.
Nur wenn die 6 LIN-Ultraschallsensoren entsprechend der nachfolgend gezeigten Anordnung am Fahrzeug angebracht werden, erfüllt das System alle Forderungen der ISO 12155 (Obstacle detection device during reversing).
Beide Ebenen folgen den gleichen Einbaurichtlinien:
– Montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren 446 122 402 0 (15°) nach
innen geneigt.
– Montieren Sie den LIN-Ultraschallsensor 446 122 401 0 (0°) zentral.
Abstand LIN-Ultraschallsensor 1 (links) – LIN-Ultraschallsensor 2 (rechts):
Die LIN-Ultraschallsensoren der Hauptebene müssen in einem Abstand von
180 cm installiert werden.
Die Hauptebene muss in einer Höhe von 90 cm vom Boden verbaut werden.
Die Zusatzebene muss in einer Höhe von 40 cm vom Boden verbaut werden.
Eine Trailer Remote Control muss im Fahrerhaus verbaut sein.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
Einbaumaße – TailGUARDMAX
Legende – Ausrichtung der LIN-Ultraschallsensoren
A LIN-Ultraschallsensor 0°
446 122 401 0
126
B LIN-Ultraschallsensor 15°
446 122 402 0
Nicht horizontal verbauen!
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TEBS E2
6
Systemkonfiguration – TailGUARDMAX
Schema 841 802 282 0 siehe Kapitel 10.5 „GIO-Schemata“, Seite 186.
Verdrahtungskonzept Verteilerkasten (Funktions- und Farbtabelle)
siehe Kapitel 5.1.2 „Anbindung von ISO 12098“, Seite 98.
GIO17 und GIO18: Beachten Sie unbedingt den Hinweis in dem Abschnitt „TailGUARD-Funktionen“
siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Legende
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Kabel für Umrissleuchten
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
Parametrierung
Parametrierung der TailGUARD-Funktionen siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
127
6
6.9
TEBS E2
Installationshinweise
für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Installation Trailer Remote Control
– Montieren Sie die TRC entweder an der A-Säule oder am Armaturenbrett in
Sichtweite des Fahrers.
Die Sichtbarkeit des Displays sollte zu jedem Zeitpunkt gegeben sein und kann
durch die Einstellung des Halters erreicht werden. Ein Universalhalter ist für
beide Positionen verfügbar und im Lieferumfang enthalten. Alternativ können
andere handelsübliche Halter verwendet werden.
Beachten Sie bei der Montage der TRC, dass Sie den Airbag in seiner Funktion
nicht beeinträchtigen.
– Führen Sie die Leitung vor der Windschutzscheibe unter der Gummidichtlippe
zur anderen Fahrzeugseite und dort in den Sicherungskasten.
Das Kabel für die Anbindung an den Sicherungskasten ist mit einer Länge von
4 m im Lieferumfang enthalten.
TRC muss an die Leitung für Klemme 30, die direkt von der 7-poligen ABSAnhängersteckdose (ISO 7638) ins Fahrerhaus kommt, vor der Sicherung angeschlossen werden.
Die Spannung für die TRC kann direkt an der Sicherung abgenommen werden.
– Sichern Sie die TRC mit einer 5 A Sicherung ab.
Wenn keine Kommunikation mit dem ELEX im angekoppelten Anhänger möglich ist, ist die Dämpfung auf das PLC-Signal der im Zugfahrzeug verbauten Elektroniken zu groß. Dann muss die Dämpfung des Anschlusspunktes des ELEX über eine Induktivität reduziert werden:
– Verlängern Sie die Leitung, die von der ABS-Steckdose kommt, durch ein zusätzliches Stück Leitung (1,5 - 4 m, 2,5 mm²) und schließen Sie die TRC um
diese Länge entfernt von der Sicherung an.
Î Die zusätzliche Leitung dient als Induktivität und entkoppelt die Dämpfung
des Zugfahrzeugs.
– In Ausnahmefällen: Wenn immer noch keine Kommunikation möglich ist,
schließen Sie die Leitung zum TRC direkt an der ISO 7638 Steckdose an (Pin 1
und 4).
Legende
* Sicherungskasten ** Falls keine Verbindung zur TRC vorhanden ist: > 1 m (2,5 mm2)
Inbetriebnahme
Informationen zur Inbetriebnahme siehe Kapitel 7.6 „Inbetriebnahme Trailer Remote Control“, Seite 148.
128
Inbetriebnahme
7
TEBS E2
7
Inbetriebnahme
Ablauf der Inbetriebnahme
• Bremsberechnung
• Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software.
• Funktionstest (EOL-Test)
• Kalibrierung
• Dokumentation
7.1
Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software
Einleitung
Die GIO-Funktionalität bezeichnet parametrierbare Ein- und Ausgänge (engl. Generic Input/Output). An dem TEBS E Modulator der ECU befinden sich max. 7 elektrische Anschlüsse mit der Bezeichnung GIO1-7.
Mit dieser funktionsgeführten Anordnung können Sie gewünschte Funktionen frei
zuordnen. Dies erlaubt eine Vielzahl an Funktions- und Kombinationsmöglichkeiten.
Um Ihnen für Standardanwendungen die Parametrierung und Belegung der GIOAnschlüsse zu erleichtern, sind Standardkonfigurationen festgelegt worden siehe
Kapitel 10.5 „GIO-Schemata “, Seite 186. Diese Standardkonfigurationen zeigen
den maximal möglichen Anschluss am TEBS E Modulator – vom einfachen
Sattelanhänger mit RTR-Funktion bis hin zur ECAS-Funktion mit Entladeniveauschalter, Straßenfertigerbremse usw.
Wenn ein neuer Parametersatz für ein Fahrzeug erstellt werden soll, wird zunächst
ein passender GIO-Plan ausgewählt. Passend dazu ist in der TEBS E Diagnostic
Software der entsprechende Parametersatz (unter der GIO-Schema-Nr.) hinterlegt.
In den GIO-Plänen sind die Steckerbelegungen des TEBS E Modulators abhängig
von der Standard- oder Premium-Variante festgelegt. In den Plänen und Parametersätzen sind jeweils die Maximalsysteme beschrieben.
Wenn Funktionen nicht benötigt werden, können diese in der Funktionsauswahl
einfach abgewählt werden.
Parametrierung
Für die Erstellung eines Parametersatzes ist eine TEBS E Systemschulung Voraussetzung. Nur mit Erhalt der PIN sind Sie berechtigt, mittels TEBS E Diagnostic
Software Änderungen vorzunehmen siehe Kapitel 9.2 „Systemschulung“, Seite 161.
Für TEBS E2 gibt es eine neue PIN, deshalb ist eine Nachschulung
erforderlich. Sprechen Sie Ihren WABCO Partner an.
– Halten Sie für die Parametrierung die Daten aus der Bremsberechnung und die
GIO-Schema-Nr. bereit.
– Öffnen Sie die TEBS E Diagnostic Software.
Das Startfenster öffnet sich.
Was ist neu in der TEBS E Diagnostic Software?
Klicken Sie auf Hilfe => Inhalt => Was ist neu?
Klicken Sie dann auf die Software-Version, zu der Sie die Neuerungen lesen möchten.
129
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
– Klicken Sie auf System => Parameter.
– Wählen Sie den zu bearbeitenden ECU-Typ (Standard, Premium, Multi-Voltage)
aus.
Î Das Fenster TEBS - System öffnet sich.
– Klicken Sie auf den Button Aus Datei lesen, um einen Parametersatz einzulesen.
Mit Download der TEBS E Diagnostic Software werden auch von WABCO definierte Parametersätze mit heruntergeladen. Die Parametersätze sind nach den
GIO-Schemata benannt.
130
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
Die vorgegebenen Parametersätze weisen den Steckern die Funktionen entsprechend der Tabelle zu. Dabei werden Standardparameter für die Funktionen
voreingestellt (z. B. Drücke zum Heben und Senken der Liftachsen, maximaler
Druck und Geschwindigkeit für die Anfahrhilfe etc.).
Als ABS-Konfiguration wird bei Sattel- und Zentralachsanhängern 2S/2M und
bei Deichselanhängern 4S/3M gewählt.
Um den Parametersatz zu vervollständigen, müssen Sie noch weitere Eingaben
vornehmen.
– Wenn Ihr Fahrzeug z. B. eine Liftachse hat, setzen Sie einen Haken an der entsprechenden Achse bei Liftachse 1.
– Wenn Sie alle Eingaben vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
Î Das Fenster TEBS - ALB öffnet sich.
– Geben Sie die Fahrzeugdaten und Bremsdrücke ein. Gegebenenfalls klicken
Sie auf Bremsdaten eingeben bzw. Fahrzeug Abmessungen eingeben und
nehmen Sie die Eingaben entsprechend Bremsberechnung vor.
Im Menüpunkt Voreilung Pm kann die Voreilung für den pneumatischen Solldruck
eingestellt werden.
Im Menüpunkt Voreilung CAN wird die Voreilung für den elektrischen Solldruck
eingestellt. Damit kann z. B. eingestellt werden, dass das Anhängefahrzeug hinter
EBS-gebremsten Motorwagen – um die CAN-Voreilung höher – einbremst.
– Wenn Sie alle Eingaben vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
Î Das Fenster TEBS - ABS/RSS öffnet sich.
131
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
– Klicken Sie die Art der Bereifung unter Roll Stability Support (RSS) an, wenn
Sie die RSS-Funktion aktivieren möchten.
– Setzen Sie vor Kippkritisches Fahrzeug einen Haken, wenn das Fahrzeug kippkritisch ist.
– Wenn Sie alle Eingaben vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
Î Das Fenster TEBS - Funktionsauswahl öffnet sich.
Die Abkürzungen, die in Klammern hinter den Funktionen / Subsystems stehen,
sind sprachenunabhängig und werden auf das Systemschild übertragen.
132
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
– Wählen Sie die Standardfunktionen ab, die Sie nicht benötigen. Klicken Sie dazu auf den dazugehörigen Haken, um ihn zu entfernen.
– Wählen Sie gegebenenfalls Subsystems aus. Klicken Sie dazu auf das weiße
Feld vor dem gewünschten Subsystem, um einen Haken zu setzen.
– Wenn Sie auf den Button In ECU schreiben klicken, übertragen Sie die parametrierten Daten in die ECU.
– Wenn Sie auf den Button Systemschild klicken, kann ein Systemschild ausgedruckt werden siehe Kapitel 7.5 „Dokumentation“, Seite 147.
– Wenn Sie Sonderfunktionen benötigen, klicken Sie auf den Button Sonderfunktionen anzeigen. In diesem Menü können Sie Funktionen einzeln den Steckern
und Pins zuordnen.
CAN-Router / CAN-Repeater
Beim Anschluss des externen Solldrucksensors an den CAN-Router
muss mittels TEBS E Diagnostic Software die Einstellung: Solldrucksensor am R/R gewählt werden.
Bei Auswahl dieses Parameters ist die Funktion Bremslichtversorgung
(24N) nicht zugelassen, da im Fall der 24N-Spannungsversorgung der
Solldrucksensor ausgeschaltet ist.
– Wenn Sie Parameter ändern möchten, klicken Sie auf den Button Parameter
ändern.
Î Das Fenster TEBS - GIO Parameter 1 öffnet sich.
133
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
– In diesem Fenster können Sie Parameter ändern, wenn Standardeinstellungen
nicht passen.
Gabelstaplerregelung
– Konfigurieren Sie unter Liftachssteuerung bei Gabelstaplererkennung den
Schaltertyp, indem Sie Mechanischen Schalter oder Näherungsschalter anklicken.
– Die Parameter für die Liftachssteuerung bei angehängtem Gabelstapler geben
Sie unter Liftachssteuerung bei Gabelstaplererkennung => Liftachse 1 ein.
– Die Parameter für die Liftachssteuerung bei abgehängtem Gabelstapler geben
Sie unter Automatische Liftachssteuerung => Liftachse 1 ein.
OptiLoadTM / OptiTurnTM
Systemeinstellung
Für die Grundparametrierung müssen Sie neben der entsprechenden 4S/3MBremsanlage auch das Liftachsventil für die letzte Achse einstellen.
Bei Einsatz von 2 Liftachsen ist die Liftachse 1 auf der ersten Achse und die Liftachse 2 auf der letzten Achse einzustellen.
Der ECAS-Ventilblock oder das LACV-IC muss die hintere Achse steuern.
Funktionsauswahl
– Klicken Sie in dem Fenster TEBS E - Funktionsauswahl, bei einer Liftachse
Liftachsteuerung1 (ILS1) an, bei 2 Liftachsen Liftachssteuerung2 (ILS2) an.
– Unter den Sonderfunktionen muss Rangierhilfe (MH) oder Rangierhilfe mit
Restdruckhaltung (MH+) ausgewählt sein. Diese Parameter sind Bedingung,
um OptiLoadTM oder OptiTurnTM zu aktivieren.
– Im Fenster TEBS - GIO Parameter 1 können Sie die Schalterpegelerkennung
für den Rangierhilfetaster selektieren.
– Unter Automatische Liftachssteuerung können Sie eine integrierte Restdruckhaltung bei Schleppachsen anwählen (optional).
134
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
Wie bei der Funktion „Anfahrhilfe“ können OptiLoadTM und OptiTurnTM
unter zu Hilfenahme eines externen Magnetventil die Funktion mit
einer konventionellen Restdruckhaltung ausgeführt werden. Dazu
muss der Parameter OptiTurn/OptiLoad plus ausgewählt werden, siehe Fenster TEBS - Funktionsauswahl => Button Sonderfunktionen
anzeigen.
– Im Fenster TEBS - GIO Parameter 1 können Sie unter Rangierhilfe OptiTurn
selektieren, ob die Aktivierung über das SmartBoard vorgenommen werden soll.
Außerdem können Sie Parameter zum Aktivieren von OptiTurnTM anwählen.
Zum Deaktivieren von OptiTurnTM können Sie eine Geschwindigkeit bis maximal 30 km/h (Druckbegrenzung in Abhängigkeit der ALB-Daten) eingeben.
– Unter Stützlastreduzierung OptiLoad können Sie einen Parameter zum Aktivieren der Funktion (ab 0 km/h) eingeben.
Zum Deaktivieren von OptiLoadTM geben Sie einen Wert für die Druckbegrenzung in Abhängigkeit der ALB-Daten ein.
– Wenn Sie alle Änderungen vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
Î Das Fenster TEBS - GIO Parameter 2 öffnet sich.
– In diesem Fenster können Sie Parameter ändern, wenn Standardeinstellungen
nicht passen.
Immobilizer
– Aktivieren Sie den Parameter Wegfahrsperre (Immobilizer) in dem Fenster
TEBS - Funktionsauswahl.
– Für ein optionales Ausgabegerät für Alarmsignale aktivieren Sie den Parameter
Ausgang für Summer im Fenster TEBS - GIO Parameter 2 => Immobilizer
(Wegfahrsperre).
– Legen Sie fest, ob das Signal permanent oder periodisch ausgegeben werden
soll.
135
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
Permanent: Dauersignal für 30 Sekunden, danach 30 Sekunden Pause. Wiederholung des Zyklus bis zu einer Gesamtdauer von 5 Minuten. Danach Deaktivierung des Alarmsignals.
Periodisch: Wechselndes Signal mit 2 Hz Frequenz für 30 Sekunden, danach
30 Sekunden Pause. Wiederholung des Zyklus bis zu einer Gesamtdauer von 5
Minuten. Danach Deaktivierung des Alarmsignals.
Mit TEBS E2 können Sie über den Parameter Entriegeln nur bei eingelegter Feststellbremse einstellen, ob der Immobilizer nur bei eingelegter Feststellbremse entriegelt werden darf.
– Wenn Sie alle Änderungen vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
Î Das Fenster TEBS - GIO Parameter 3 öffnet sich.
– In diesem Fenster können Sie Parameter ändern, wenn Standardeinstellungen
nicht passen.
– Wenn Sie alle Änderungen vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf
Weiter.
136
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
Steckerzuordnung
– Wenn Sie auf den Button Systemschild klicken, kann ein Systemschild ausgedruckt werden siehe Kapitel 7.5 „Dokumentation“, Seite 147.
– Wählen Sie aus dem Pull-down Menü eines freien Steckplatzes die Funktion
durch Anklicken an.
Der Begriff Keine in den Pull-down Menüs bedeutet, dass noch keine Zuordnung vorliegt. In den Pull-down Menüs werden nur Funktionen aufgelistet, die
vorher angewählt wurden und die an dem betreffenden Pin auch möglich sind.
Sie können die Zuordnungen beliebig verändern, wobei Sie natürlich die Verfügbarkeit der Endstufen und Eingänge berücksichtigen müssen. Zum Beispiel
kann ein ECAS-Ventil nur auf GIO2 oder GIO3 gelegt werden, da nur auf diesen beiden Steckplätzen zwei Endstufen vorhanden sind.
Der Datensatz kann erst in die ECU geschrieben werden, wenn alle gewählten
Funktionen zugeordnet sind und keine doppelte Zuordnung mehr vorhanden ist,
also wenn die Felder Noch nicht zugeordnete Komponente(n) und Doppelt gewählte Komponente(n) leer sind.
Es sind maximal drei Funktionen pro GIO-Steckplatz möglich.
Bitte achten Sie darauf, dass passende Kabel verfügbar sind. Steht kein passendes Kabel zur Verfügung, können Sie ein 4-poliges Universalkabel nehmen
und eine Verteilerdose setzen.
– Wenn Sie alle Eingaben/Zuordnungen vorgenommen und überprüft haben, klicken Sie auf OK.
Multi-Voltage
Die TEBS E Diagnostic Software erkennt automatisch, ob eine Multi-Voltage Variante angeschlossen wurde. In dem Fenster TEBS E - System muss der Spannungsversorgungstyp 12 V oder 24 V ausgewählt werden. Sämtliche in dem Modus nicht verfügbaren Optionen werden auf den nachfolgenden Bildschirmseiten
nicht mehr angezeigt.
137
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
CAN Botschaften: Über diesen Parameter kann die CANKommunikation nur für 24 V oder von 12 -24 V (12 V oder 24 V) vom
TEBS E unterstützt werden.
Parameter Kein ALB bei Zugfahrzeug ohne EBS (nur für Länder
mit Mischbetrieb (12 V / 24 V))
Wird das Anhängefahrzeug wechselweise hinter Zugmaschinen betrieben, die für lastabhängige (z. B. EU-Sattelanhänger) und unabhängige Bremskraftaussteuerung (z. B. US-Sattelanhänger) ausgelegt
sind, kann mittels TEBS E Diagnostic Software die Funktion der automatischen Deaktivierung der ALB-Regelung bei Sattelzugmaschinen
ohne CAN-Bus (z. B. US-Sattelanhänger) ausgewählt werden.
Das heißt: Hinter diesen US-Motorwagen mit ausschließlich pneumatischer Bremssteuerleitung, ohne lastabhängige Bremskraft, wird immer
die Beladen-Kennlinie ausgesteuert.
Existiert eine Bremsdruckvorgabe über CAN der ISO 7638Steckverbindung, ist die ALB wieder automatisch aktiv.
Die Auswahl des Parameters Kein ALB bei Zugfahrzeug ohne EBS ist
nur beim Multi-Voltage-Modulator möglich.
TailGUARD-Funktionen
Voraussetzungen: ELEX ist über Subsystems an den TEBS E Modulator angeschlossen.
– Klicken Sie im Fenster TEBS - GIO Parameter 3 auf den Button Weiter.
Das nachfolgende Fenster öffnet sich:
138
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
– Klicken Sie das System an, das im Fahrzeug installiert werden soll.
TailGUARDlight (Rampenanfahrhilfe)
PWM Sensoren: Verwendung der Ultraschallsensoren der TCE. Die Sensoren sind
mit zwei Kabeln an GIO17 (links) und GIO18 (rechts) anzuschließen.
LIN Sensoren: Sensoren mit einer LIN-Schnittstelle zur Kommunikation mit dem
ELEX. Hier kann jeweils ein Sensor an GIO17 und GIO18 oder beide Sensoren
können über einen LIN-Verteiler an GIO17 oder GIO18 angeschlossen werden.
Im Fenster GIO - Steckerzuordnung => Stecker ELEX darf Ultraschallsensor LIN
(Pin 4 3) nur einmal auf GIO17 oder GIO18 ausgewählt werden, da ansonsten eine
Fehlermeldung erscheint. Die Funktion der Sensoren ist dennoch auf beiden GIO's
gegeben, da diese intern parallel geschaltet sind. Es können immer Sensoren an
beide GIO's angeschlossen werden, auch wenn bei GIO17 oder GIO18 keine steht.
Einbautiefe Sensor: Hier muss der Abstand des Sensors von der letzten, hinteren
Fahrzeugkante eingegeben werden. Der Abstand sollte maximal 35 cm betragen.
Anhalteabstand: Hier wird der Abstand zum Hindernis eingetragen, bei dessen Unterschreitung das Fahrzeug automatisch durch ELEX und TEBS E eingebremst
wird. Der Anhalteabstand kann zwischen 0,3 m und 1 m eingestellt werden.
TailGUARD (Rückraumüberwachung Hauptebene)
Es können maximal 6 Sensoren angeschlossen werden (6 Sensoren an GIO17
oder 2x 3 Sensoren an GIO17 und GIO18).
Im Fenster GIO - Steckerzuordnung => Stecker ELEX darf Ultraschallsensor LIN
(Pin 4 3) nur einmal auf GIO17 oder GIO18 ausgewählt werden, da ansonsten eine
Fehlermeldung erscheint. Die Funktion der Sensoren ist dennoch auf beiden GIO's
gegeben, da diese intern parallel geschaltet sind. Es können immer Sensoren an
beide GIO's angeschlossen werden, auch wenn bei GIO17 oder GIO18 keine steht.
2 Ultraschall-Sensoren / 3 Ultraschall-Sensoren: Hier kann ein System mit zwei
oder drei Ultraschallsensoren gewählt werden.
139
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
WABCO Empfehlung: System mit mindestens drei Ultraschallsensoren, da die Erkennungsleistung bei drei Sensoren erheblich besser ist.
Der mittlere Sensor darf max. 15 cm nach oben oder unten versetzt eingebaut
werden.
Um überkragende Rampen sicher zu erkennen, müssen alle Sensoren oder zumindest der mittlere Sensor auf Pufferhöhe oder direkt darunter montiert werden.
Fahrzeugbreite: Hier wird die maximale Fahrzeugbreite eingetragen.
Abstand Sensor 1 (links) – Sensor 2 (rechts): Hier wird der Abstand zwischen den
beiden äußeren Ultraschallsensoren (gemessen Mitte-Mitte) eingetragen. Für ein
System nach ISO 12155 müssen die Sensoren der Hauptebene in einem Abstand
von 180 cm installiert werden. Wenn der Sensorabstand < 200 cm beträgt, ist die
Erkennung im Außenbereich nahe am Fahrzeug eingeschränkt.
Abstand Sensor 1 (links) – Sensor 3 (mitte): Hier wird der Abstand zwischen dem
linken Sensor und dem mittleren Sensor eingetragen.
Abstand zum Boden: Hier wird der Abstand der Sensormitte zum Boden eingetragen, wenn sich das Fahrzeug im Normalniveau befindet. Für ein System nach ISO 12155 muss die Hauptebene in einer Höhe von 90 cm installiert werden.
Einbautiefe Sensor: Hier muss der Abstand des Sensors von der letzten, hinteren
Fahrzeugkante eingegeben werden. Der Abstand sollte maximal 35 cm betragen.
Einbremsen: Hier kann gewählt werden, ob das Fahrzeug automatisch gebremst
werden soll.
Anhalteabstand: Hier wird der Abstand zum Fahrzeug eingetragen, bei dem das
Fahrzeug automatisch durch ELEX und TEBS E eingebremst wird, wenn dieser
Abstand zur Rampe erreicht ist. Bei drei Sensoren kann der Anhalteabstand
0,5 - 1 m betragen.
Sensorempfindlichkeit
• Sensibel: Hohe Erkennungsleistung im Nahbereich (Auslieferungszustand).
Empfohlene Empfindlichkeit für Hauptebene bei TailGUARDMAX und für TailGUARD. Bei einem Sensorabstand < 2 m muss diese Empfindlichkeit gewählt
werden, wenn der gesamte Rückraum überwacht werden soll.
• Standard: Die Empfindlichkeit der Sensoren ist im Nahbereich etwas heruntergesetzt, um Objekte, die am Anhänger fest verbaut sind und Reflektionen verursachen können (zum Beispiel Gummipuffer etc.), auszublenden. Diese EinRoof
für die beiden oberen Sensoren verwendet
stellung sollte bei TailGUARD
werden.
• Bodennah: Die Empfindlichkeit der Sensoren ist im Fernbereich etwas heruntergesetzt, um Reflektionen durch Objekte am Boden (zum Beispiel Bordsteine)
auszublenden. Diese Einstellung sollte verwendet werden, wenn die Sensoren
tiefer als 50 cm installiert werden (z. B. für die untere Sensorreihe bei TailGUARDMAX).
Soll die Empfindlichkeit der Sensoren nachträglich geändert werden, weil z. B. Störungen aufgetreten sind, ist eine erneute Inbetriebnahme des Systems erforderlich
siehe Fenster TEBS-E Diagnostic Software => Messwerte => Rückraumüberwachung.
TailGUARDRoof / TailGUARDMAX (Rückraumüberwachung Zusatzebene)
2 Ultraschall-Sensoren: Hier kann ein System mit zwei Ultraschallsensoren für
TailGUARDRoof gewählt werden.
3 Ultraschall-Sensoren: Hier kann ein System mit drei Ultraschallsensoren für
TailGUARDMAX gewählt werden. Der mittlere Sensor darf maximal 15 cm nach
oben oder unten versetzt eingebaut werden.
140
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
Abstand Sensor 4 (links) – Sensor 5 (rechts): Hier wird der Abstand zwischen den
beiden äußeren Ultraschallsensoren (gemessen Mitte-Mitte) eingetragen. Für ein
System nach ISO 12155 müssen die Sensoren der Zusatzebene in einem Abstand
von 180 cm installiert werden.
Abstand Sensor 4 (links) – Sensor 6 (mitte): Hier wird der Abstand zwischen dem
linken Sensor und dem mittleren Sensor eingetragen.
Abstand Sensoren zum Boden: Hier wird der Abstand der Sensormitte zum Boden
eingetragen, wenn sich das Fahrzeug im Normalniveau befindet. Für ein System
nach ISO 12155 muss die Zusatzebene in einer Höhe von 40 cm installiert werden.
Einbautiefe Sensor: Hier muss der Abstand des Sensors von der letzten, hinteren
Fahrzeugkante eingegeben werden.
Einbremsen: Hier kann gewählt werden, ob das Fahrzeug automatisch gebremst
werden soll.
Anhalteabstand: Hier wird der Abstand zum Hindernis eingetragen, bei dem das
Fahrzeug automatisch durch ELEX und TEBS E eingebremst wird, wenn dieser
Abstand zur Rampe erreicht ist. Der Anhalteabstand kann von dem der Hauptebene abweichen (0,7 - 1 m).
Sensorempfindlichkeit: Siehe vorherige Beschreibungen.
Optionen
• Rückfahrwarner (Buzzer) verbaut: Es kann ein externer Buzzer an das ELEX
angeschlossen werden, der entsprechend des Abstandes zur Rampe (TailGUARD) oder zum erfasstem Objekt (TailGUARDMAX) die Frequenz ändert. Der
Buzzer muss einen minimalen Stromverbrauch von 10 mA haben, ansonsten
wird auf Kabelunterbrechung erkannt. Der Buzzer soll einen permanenten Ton
ausgeben.
• Spurhalteleuchten: Das Blinken der Spurhalteleuchten (Umrissleuchten) kann
hier deaktiviert werden für Länder, in denen dies nicht zugelassen ist (z. B.
Großbritannien und Schweiz).
• Kommunikation zum TRC aktiv: Die Kommunikation zum TRC (Trailer Remote
Control) über PLC (Power Line Communication) im Zugfahrzeug kann hier deaktiviert werden. Damit hat die TRC keine Funktion mehr.
Rückfahrsignallampen am Trailer
• Keine Lampe verbaut: Keine externe Lampe zur Anzeige des Abstandes an das
ELEX angeschlossen.
• blinkend: Die beiden angeschlossenen, externen Signallampen blinken mit der
Frequenz der Umrissleuchten.
• permanent an: Die beiden angeschlossenen, externen Signallampen zeigen an,
in welchem Überwachungsbereich sich ein Objekt befindet, bzw. den Abstand
zur Rampe. Die Funktion wird für Länder benötigt, in denen ein Blinken der Umrissleuchten nicht zulässig ist (z. B. Großbritannien und Schweiz).
Einbremsen deaktivieren: TailGUARD kann kurzzeitig deaktiviert werden, um z. B.
bei Störungen, die ein ungewolltes Einbremsen beim Rückwärtsfahren verursachen, eine Weiterfahrt zu ermöglichen.
• Durch 2 mal Rückwärtsgang einlegen: Das System kann durch wiederholtes
Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb von 1-3 Sekunden deaktiviert werden.
• Durch 2 mal Rückwärtsgang einlegen nach Einbremsen: Bei dieser Option wird
der optionale, externe Buzzer (z. B. in Wohngebieten) durch wiederholtes Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb von 1-3 Sekunden deaktiviert. Wenn das
Fahrzeug bei Rückwärtsfahrt eingebremst hat, kann nun durch wiederholtes
Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb von 1-3 Sekunden TailGUARDMAX
deaktiviert werden.
• über Taster: Hier kann ein Taster an das ELEX angeschlossen werden. Wenn
bei eingelegtem Rückwärtsgang der Taster betätigt wird, wird TailGUARD de-
141
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
aktiviert. Alle Deaktivierungen wirken nur solange, bis der Rückwärtsgang erneut eingelegt wird.
Anhängerbatterie
• Nicht verbaut: Keine Anhängerbatterie an das ELEX angeschlossen.
• 12 V: Hier wird eine 12 V Batterie an das ELEX angeschlossen (z. B. auch vom
Cooler). Dazu muss ein TEBS E2 Multi-Voltage Modulator verwendet werden.
ELEX schaltet die Batterie ab, wenn die Batteriespannung unterhalb 10,8 V
sinkt.
• 24 V: Hier wird eine 24 V Batterie an das ELEX angeschlossen. ELEX schaltet
die Batterie ab, wenn die Batteriespannung unterhalb 21,6 V sinkt.
Batterieladung: Wenn diese Option gewählt ist, wird eine angeschlossene Batterie
von der ELEX geladen. Hier muss auch ein Nachlauf in der ECU von mindestens
einer Minute eingestellt werden.
Trailer Remote Control Konfiguration
In diesem Fenster kann eine von drei definierten Konfigurationen ausgewählt werden. Sie können die Tasten aber auch frei konfigurieren siehe Kapitel 8.2 „Bedienung mit Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)“, Seite 150.
Schwellwerte Kippwinkel: Hier können die Schwellwerte der Kippwinkelanzeige
eingestellt werden.
Immobilizer PIN im TRC speichern: Optional kann die Speicherung des PINs aktiviert werden.
142
Inbetriebnahme
7.2
TEBS E2
7
Funktionstest
– Sie können den Funktionstest (EOL-Test) nur dann durchführen, wenn Sie an
der TEBS E Schulung teilgenommen haben.
Mittels TEBS E Diagnostic Software haben Sie die Möglichkeit über das Menü
Ansteuerung unterschiedliche Simulationen durchzuführen siehe Kapitel 7.1
„Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster
TEBS-E Diagnostic Software.
7.3
Inbetriebnahme der Ultraschallsensoren
Die LIN-Ultraschallsensoren müssen nach Einbau auf die Kennung der Position
am Fahrzeug eingelernt werden. Außerdem können Reflexionen aufgrund von Anbauteilen am Fahrzeug ausgeblendet werden.
Einlernen der Ultraschallsensoren
– Klicken Sie auf den Button Einlernen der Sensoren starten.
Dazu müssen die LIN-Ultraschallsensoren jeweils 5-10 Sekunden abgedeckt werden, wobei die folgende Reihenfolge unbedingt eingehalten werden muss:
Hauptebene: 1-links 2-rechts 3-mitte
Zusatzebene: 4- links 5- rechts 6-mitte
Der abgedeckte LIN-Ultraschallsensor blinkt in dem Bild in der TEBS E Diagnostic
Software.
Wenn ein LIN-Ultraschallsensor erkannt wurde, blinken die Spurhalteleuchten einmal auf.
143
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
Reflexionen
Nachdem die LIN-Ultraschallsensoren eingelernt sind, wird getestet, ob Reflektionen auftreten und die LIN-Ultraschallsensoren Objekte am Fahrzeug fälschlicherweise als Hindernisse erkennen.
Für diesen Test muss der Raum 5 m hinter dem Fahrzeug und 0,5 m seitlich vom
Fahrzeug freigehalten werden.
– Wird ein Objekt erkannt, drücken Sie den Button Reflexionen ausblenden, um
diese Reflexion auszublenden.
Danach folgt eine weitere Messung mit 6 Sekunden Länge, ob Reflexionen weiterer Objekte ausgeblendet werden müssen. Pro LIN-Ultraschallsensor kann nur eine Reflexion ausgeblendet werden.
Werden weiterhin Objekte erkannt, dann müssen LIN-Ultraschallsensoren oder
Anbauteile anders positioniert werden.
Wenn das System störungsfrei ist, folgt ein Abschlusstest. Dazu muss ein Probekörper, der höher als die Anbauhöhe der LIN-Ultraschallsensoren ist, bei 0,6 m
links (±0,1 m) und 1,6 m rechts (±0,2 m) in den Raum hinter das Fahrzeug gestellt
werden. Werden die Probekörper richtig erkannt, wird das End-of Line-Bit in der
ELEX gelöscht und das System ist fehlerfrei.
War der Test nicht erfolgreich, sind entweder LIN-Ultraschallsensoren an der falschen Position eingelernt oder die Parameter in den Sensorabstand falsch eingegeben worden.
PWM-Ultraschallsensoren (TailGUARDlight) werden nicht eingelernt. Reflexionen
können nicht ausgeblendet werden.
144
Inbetriebnahme
7.4
TEBS E2
7
Kalibrierung der Wegsensoren
Für die Kalibrierung der Wegsensoren ist eine TEBS E Systemschulung oder ein ELearning Voraussetzung. Nur mit Erhalt der PIN 2 sind Sie berechtigt, die Kalibrierung durchzuführen siehe Kapitel 9.2 „Systemschulung“, Seite 161.
Voraussetzungen für erfolgreiche Kalibrierung
•
•
•
Der Kennlinienbereich beträgt 966-1660 Timer Ticks (TT).
Das Fahrniveau I muss zwischen 1139-1486 TT liegen.
Das obere Kalibrierniveau muss größer sein als die Summe aus Fahrniveau I
(Normalniveau) und 3x Toleranzwert Sollniveau (einstellbar mittels TEBS E Diagnostic Software) + 5 mm.(z. B. Fangseil)
Formel: oberes Kalibrierniveau > Fahrniveau + 3x Toleranzwert Sollniveau +
5 mm
• Das untere Kalibrierniveau muss kleiner sein als die Differenz von Fahrniveau
abzüglich der 2-fachen Sollniveautoleranz.
Formel: unteres Kalibrierniveau < Fahrniveau - 2x Toleranzwert Sollniveau
Bei nicht plausibler Kalibrierung erscheint ein Kennlinienfehler im Diagnosespeicher.
Bringen Sie das Fahrzeug in eine waagerechte Stellung in Höhe des Normalniveaus, bevor Sie mit der Kalibrierung beginnen.
Mit der TEBS E Diagnostic Software stehen folgende Kalibrierungsmöglichkeiten
zur Verfügung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software => System => Kalibrierung der Wegsensoren:
3-Punkt Kalibrierung
Verwendung: zur individuellen Kalibrierung eines Fahrzeugs.
Diese Kalibrierungsart entspricht den bekannten ECAS-Systemen.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten.
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das Fahrniveau I.
– Drücken Sie den Button Normalniveau speichern.
Î Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche oder
der Oberkante des Fahrzeugrahmens im Fahrniveau I und Straße eingegeben wird (in mm). Messen Sie diesen Abstand immer in dem Bereich der zu
kalibrierenden Achse.
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das obere Niveau.
– Drücken Sie den Button Oberes Niveau speichern.
Î Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche oder
der Oberkante des Fahrzeugrahmens im oberen Niveau und Straße eingegeben wird (in mm).
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das untere Niveau.
– Drücken Sie den Button Unteres Niveau speichern.
Î Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche oder
der Oberkante des Fahrzeugrahmens im unteren Niveau und Straße eingegeben wird (in mm).
Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende Meldung.
145
7
TEBS E2
Inbetriebnahme
Kalibrierung „Eingabe mechanischer Abmaße“
Verwendung: zur Kalibrierung von Fahrzeugen des gleichen Typs (Serie).
Bei dieser Kalibrierungsart wird nur die Länge des Hebelarms am ECASWegsensor eingegeben (zwischen Drehpunkt Wegsensor und Anlenkpunkt Gestänge) und der Weg zum oberen und unteren Niveau in mm vom Fahrniveau I
angegeben. Daraus wird automatisch die Auflösung „Drehwinkel/Einfederungsweg“ berechnet. Anschließend muss das Fahrniveau I kalibriert
werden.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten.
– Geben Sie die Hebellänge zwischen Drehpunkt Wegsensor und Anlenkpunkt
Gestänge ein.
– Geben Sie die Auslenkung zum oberen und unteren Niveau ein.
– Geben Sie die Fahrzeughöhe ein (Höhe der Ladefläche oder Höhe der Oberkante des Fahrzeugrahmens).
– Bestätigen Sie mit OK.
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das Fahrniveau I.
– Drücken Sie den Button Normalniveau speichern.
Î Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende Meldung.
Kalibrierung „Kalibrierdaten aus Datei laden“
Verwendung: Empfehlung bei großen Serien.
Die Kalibrierdaten werden bei einem Musterfahrzeug ermittelt und unter In Datei
schreiben gespeichert. Die Daten können direkt in eine *.ECU-Parameterdatei gespeichert werden. Dann werden bei der Kalibrierung diese Daten ausgelesen und
in die ECU geschrieben. Ein separates Anfahren der Niveaus ist nicht nötig. Vorraussetzung ist, dass die Position des Wegsensors, der Hebellänge sowie Länge
des Gestänges zur Achse bei allen Fahrzeugen gleich ist.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten.
– Wählen Sie aus dem Dateifenster Kalibrierdatendatei wählen.
Î Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende Meldung.
Nach Abschluss der Kalibrierung der 1. Achse wiederholen Sie den Kalbriervorgang für die 2. Achse.
7.4.1
Kalibrierung bei Fahrzeugen mit mechanischer Federung
– Wählen Sie in der TEBS E Diagnostic Software im Fenster TEBS - System bei
Federung den Punkt mechanisch gefedert an, siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129.
Das unbeladene Fahrzeug wird mit Einfederungsweg 0 mm definiert (keine Eingabe erforderlich).
– Prüfen Sie vorab, dass die Hebellänge des Wegsensors 100 mm beträgt, und
dass das Fahrzeug unbeladen ist.
Bei mechanischer Federung muss der Wegsensor kalibriert werden.
– Nach Auswahl der Federungsart geben Sie in der TEBS E Diagnostic Software
den Federweg beladen und 100 mm bei der Wegsensor Hebellänge [mm] ein.
– Klicken Sie in dem Fenster TEBS-E Diagnostic Software auf System => Kalibrieren der Wegsensoren für Achslast, um die Kalibrierung des unbeladenen
Fahrzeugs durchzuführen.
– Geben Sie im Fenster TEBS - ALB die aktuelle Achslast leer [kg] ein.
Geben Sie im Fenster TEBS - ALB die aktuelle Achslast leer [kg] ein.
146
Inbetriebnahme
7.5
TEBS E2
7
Dokumentation
Systemschild
Nach dem Einbau des TEBS E Systems kann mit Hilfe der TEBS E Diagnostic
Software ein TEBS E Systemschild erstellt werden, auf dem die Einstelldaten dokumentiert sind. Dieses TEBS E Systemschild ist gut sichtbar am Fahrzeug anzubringen (z. B. im Bereich, in dem sich bei konventionell gebremsten Fahrzeugen
das ALB-Schild befindet). Der Folienrohling für dieses Typenschild kann unter der
WABCO Teilenummer 899 200 922 4 bezogen werden. Der Datenausdruck muss
mit einem Laserdrucker erfolgen.
Legende
1 Unbeladenes Fahrzeug
2 Beladenes Fahrzeug
3 1. Liftachse
4 Daten Bremszylinder
5 Referenzwerte
6 Fahrhöhe
7 Gewählte Zuordnung
der Pin's zum GIO-Steckplatz
8 IN/OUT-Verbindungen
Ausdruck von PDF-Dateien
Mit der TEBS E2 Diagnostic Software ist ein Ausdruck des Inbetriebnahmeprotokolls und des Diagnosespeicherprotokolls als PDF direkt
aus den Druckmenüs möglich.
Der Ablageort ist unter dem Menüpunkt Optionen => Einstellungen =>
Dateiablage einstellbar siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels
TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS-E Diagnostic Software.
Ebenfalls ist es möglich, das Inbetriebnahmeprotokoll als PDF-Datei
zu speichern. Diese Option kann unter dem Menüpunkt Optionen =>
Einstellungen => Dateiablage => Inbetriebnahme gewählt werden.
147
7
7.6
TEBS E2
Inbetriebnahme
Inbetriebnahme Trailer Remote Control
– Zur Prüfung des Anschlusses der TRC im Zugfahrzeug verbinden Sie einen
Anhänger mit ELEX mit dem Motorwagen.
Î Nach Anschluss der TRC an die Spannungsversorgung leuchten sämtliche
LEDs auf und es ertönt ein Piepton für 1 Sekunde.
– Schalten Sie die Zündung ein.
Besteht eine PLC-Kommunikation zum ELEX, leuchten der Bedien- und Anzeigebereich auf.
Besteht keine PLC-Kommunikation zum ELEX, ist der Bedien- und Anzeigebereich der TRC nicht beleuchtet.
Die roten und gelben mittleren LED’s leuchten eine Minute lang alle 5 Sekunden
kurz auf. Danach wechselt die TRC in den Schlafmodus. Der Schlafmodus wird
verlassen, wenn ein PLC-Signal empfangen wird.
Wenn trotz angeschlossenem Anhänger mit ELEX keine Kommunikation zum TRC
aufgenommen wird, prüfen Sie folgende Punkte:
• Ist in der TEBS E Diagnostic Software der Parameter Kommunikation zum TRC
aktiv gesetzt? Wenn nicht, dann Parameter setzen und ELEX parametrieren siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129 => Fenster ELEX - Parameter.
• Ist ein CAN-Router oder CAN-Repeater im Anhänger verbaut? Das PLC-Signal
wird durch den CAN-Router oder CAN-Repeater stark geschwächt. Eine stabile
Kommunikation ist in der Regel nicht möglich.
Wenn diese Punkte ausgeschlossen werden können, muss der Anschluss der
Spannungsversorgung für die TRC überprüft werden und gegebenenfalls geändert
werden, wie zuvor beschrieben.
Fehleranzeige
Ausgabe von Sensorfehlern
Die Fehleranzeige für die Sensoren erfolgt bei aktivem Fehler eines Ultraschallsensors.
Durch das gleichzeitige Berühren der Tasten F1 und F3 länger als 2 Sekunden
werden Fehler ausgegeben. Dabei erfolgt für 2 Sekunden die Anzeige, dass es
sich um einen Sensorfehler handelt, anschließend wird die Position der betroffenen
Sensoren angezeigt.
„S“ weist auf Sensorfehler hin
148
Sensor oben links und
unten rechts fehlerhaft
Inbetriebnahme
TEBS E2
7
Die Position der defekten Sensoren wird mittels der LED-Balken angezeigt. Dabei
wird die Einbauposition des Sensors ausgegeben.
Höhe
Oben – rot (Zusatzebene TailGUARDRoof)
Mitte – gelb (Hauptebene)
Unten – grün (Zusatzebene TailGUARDMAX)
Position
Sensor Links; Sensor Mitte; Sensor Rechts
Störung des PLC-Signals
Wenn das PLC-Signal gestört oder abgebrochen ist, erfolgt mittels der LED-Reihen
eine Fehlerausgabe.
1. Das PLC Signal bricht ab und TailGUARD ist nicht aktiv (Rückwärtsgang ist
nicht eingelegt). Die mittlere rote und die mittlere gelbe LED-Reihe leuchten alle 5
Sekunden kurz auf.
2. Das PLC Signal bricht ab und TailGUARD ist aktiv (Rückwärtsgang ist eingelegt).
Zunächst wird für 3 Sekunden ein Dauerton ausgegeben und die mittlere rote und
gelbe LED-Reihe leuchtet dauerhaft. Danach leuchten die beiden LED-Reihen alle
5 Sekunden kurz auf.
In beiden Fällen wird das Blinken nach einer Minute eingestellt und das Gerät
wechselt in den Sleep-Modus.
Sleep-Modus
Wenn das PLC-Signal nicht zur Verfügung steht, wird die TRC inaktiv. Dabei werden alle Funktionen ausgeschaltet und der Bedien- und Anzeigebereich der TRC
ist nicht beleuchtet. Die TRC befindet sich nun im „Lauschmodus“ und wartet auf
das PLC-Signal.
Wenn das PLC-Signal wieder verfügbar ist, führt das Gerät einen Neustart durch
und ist danach wieder im normalen Betrieb.
Während des Sleep-Modus kann der Bediener jederzeit eine beliebige Taste berühren, um einen manuellen Neustart durchzuführen. Steht nach erfolgtem Neustart kein PLC-Signal zur Verfügung, wird die oben beschriebene Fehlerausgabe
erneut gestartet.
TailGUARD-Fehler und Abschalten der automatischen Bremse
Tritt ein Fehler oder eine Funktionsstörung bei aktiviertem TailGUARD-System auf,
werden die mittlere rote und gelbe LED-Reihe dauerhaft eingeschaltet. Es erfolgt
ein Dauerton für 3 Sekunden. Nach 3 Sekunden wird der Ton wieder deaktiviert,
die LED-Reihen leuchten dauerhaft, bis entweder der Rückwärtsgang deaktiviert
wird, der Fehler beseitigt oder die TRC manuell neu gestartet wird (Aus-/ Einschalten der Betriebsspannung).
Wenn der Rückwärtsgang deaktiviert wurde, während der Fehler noch vorhanden
war, leuchten die LED-Reihen für eine weitere Minute alle 5 Sekunden kurz auf,
bevor das Gerät auch hier in den Sleep-Modus wechselt. Die automatische Bremsung ist abgeschaltet.
Wenn das Gerät einen Neustart durchführt, werden alle bestehenden Fehler zurückgesetzt und gegebenenfalls neu erfasst.
149
8
TEBS E2
8
Bedienung
8.1
Warnmeldungen
Bedienung
Hinweise zu Warnmeldungen entnehmen Sie den entsprechenden Funktionsbeschreibungen (siehe Kapitel 4 „GIO-Funktionen“, Seite 46) und dem Kapitel „Warnungen und Systemmeldungen“ (siehe Kapitel 3.8.1 „Warnungen und Systemmeldungen“, Seite 28).
8.2
Bedienung mit Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)
Die Trailer Remote Control lässt nur Funktionen zu, die in der TEBS E2 des Anhängefahrzeugs mittels TEBS E Diagnostic Software voreingestellt wurden (siehe
Abschnitt „Konfiguration“).
Trailer Remote Control
Legende
1 Warnlampe für Bremsbelag
2 Warnlampe für Reifendruck
3 LED für den Immobilizer
4 Anhänger-Symbol
5 LEDs für den Rückwärtsgang
6 LED-Reihen für TailGUARD
7 Bestätigung Tastendruck
8 Konfigurierbare Tasten zur Aktivierung/Deaktivierung von Funktionen
9 Wechselbare Symbole je nach Programmierung der Tasten
10 Aktivierungsbestätigung der Funktion durch grüne Beleuchtung des oberen Ringteils
Funktionsanzeige
Warnlampe für Bremsbelag
Symbol leuchtet bei zu geringem Bremsbelag permanent, sofern Belagverschleißsensierung im Anhänger installiert ist.
Warnlampe für Reifendruck
Symbol leuchtet bei zu geringem Reifendruck permanent, sofern IVTM im Anhänger installiert ist.
Immobilizer
Symbol blinkt (1 Hz), wenn das Fahrzeug gesperrt ist (Immobilizer).
150
Bedienung
TEBS E2
8
Rückwärtsgang
Symbole sind beleuchtet, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist.
Objektanzeige über LED-Reihen
Die 3 LED-Reihen geben bei aktiviertem TailGUARD-System an, ob und wo sich
ein Objekt hinter dem Fahrzeug befindet.
Funktionstasten
Die 6 Funktionstasten können mit den nachfolgenden Funktionen belegt werden.
Details zu den Funktionen siehe Kapitel 4 „GIO-Funktionen“, Seite 46. Die Mehrzahl der Funktionen wird durch das einfache Berühren der Oberfläche aktiviert bzw.
deaktiviert. Zur Kennzeichnung der Aktivierung wird der obere Teil des Tastenrings
grün beleuchtet.
Tastensymbol Funktion
Anfahrhilfe / Zwangssenken
Aktivierung der Anfahrhilfe: Taste < 5 Sekunden berühren.
Aktivierung der Anfahrhilfe „Gelände“ (wenn parametriert): Taste 2-Mal berühren.
Deaktivierung der Anfahrhilfe: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten Fahrgeschwindigkeit.
Aktivierung der Funktion „Zwangssenken“: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung der Funktion „Zwangssenken“: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren
der Taste.
Bei Berührung der Taste ist die Anfahrhilfe wieder aktiviert.
Rangierhilfe / Stützlastreduzierung
Aktivierung der Rangierhilfe (OptiLoadTM): Taste < 5 Sekunden berühren.
Aktivierung der Stützlastreduzierung (OptiTurnTM): Taste 2-Mal berühren (wenn nicht Automatik voreingestellt wurde).
Deaktivierung: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten Fahrgeschwindigkeit.
Aktivierung der Funktion „Zwangssenken“: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung der Funktion „Zwangssenken“: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren
der Taste.
Fahrniveau II / I
Aktivierung des Fahrniveaus II: Taste berühren.
Einstellung des Fahrniveaus I: Taste erneut berühren.
Nach manuellem Heben oder Senken wieder in Fahrniveau I (Normalniveau) gelangen: Taste 2-Mal berühren.
Zwangssenken
Aktivierung der Funktion „Zwangssenken“: Taste berühren.
Deaktivierung der Funktion „Zwangssenken“ und gleichzeitig Aktivierung der Liftachsteuerung (Heben der
Liftachse in Anhängigkeit zur Beladung): Taste erneut berühren.
Die Funktion „Zwangssenken“ kann auch aktiviert werden, indem die Taste „Rangierhilfe“ oder „Anfahrhilfe“ > 5 Sekunden berührt wird.
ECAS Heben
Heben des Fahrzeuges: Taste berühren.
ECAS Senken
Senken des Fahrzeuges: Taste berühren.
151
8
TEBS E2
Bedienung
Tastensymbol Funktion
Kippwinkelanzeige
Aktivierung der Kippwinkelanzeige: Taste berühren (grüne LEDs leuchten permanent).
Deaktivierung der Kippwinkelanzeige: beliebige Taste berühren (grüne LEDs erlischen).
In der TEBS E Diagnostic Software können die Parameter der Warnstufen gesetzt werden.
Grüne Anzeige (leuchtet permanent): Neigungswinkel kleiner Warnstufe 1, keine Gefahr.
Gelbe Anzeige (leuchtet permanent, Warnton 1 Hz): Neigungswinkel zwischen Warnstufe 1 und 2, Achtung!
Rote Anzeige (blinken 2 Hz, permanenter Dauerton): Warnstufe 2 überschritten, Gefahr! Heben der Mulde
sofort abbrechen.
Entladeniveau
Aktivierung des Entladeniveaus: Taste berühren.
Vorheriges Niveau einstellen: Taste erneut berühren.
TailGUARD
Aktivierung des TailGUARD-Systems: Rückwärtsgang einlegen.
Deaktivierung des TailGUARD-Systems (inklusive Deaktivierung der automatischen Bremsfunktion, visuellen und akustischen Warnung): Taste berühren.
Deaktivierung aufheben: Rückwärtsgang rausnehmen.
Erneute Aktivierung des Systems: Rückwärtsgang einlegen.
Eine Aktivierung mittels Taste ist nicht möglich.
Straßenfertigerbremse
Aktivierung der Straßenfertigerbremse: Taste berühren.
Deaktivierung der Straßenfertigerbremse: Taste erneut berühren oder automatisch, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit > 10 km/h ist.
Einstellung der Straßenfertigerbremse: Taste > 2 Sekunden berühren, um die Einstellung des Bremsdruckes
vorzunehmen.
Durch die +/- Taste (F2 & F5) kann der Druck in 0,1 bar Schritten eingestellt werden. Es können Werte zwischen 0,5 und 6,5 bar eingestellt werden.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch Blinken des oberen Teils des
Tastenringes dargestellt.
Bei Einschalten der Funktion wird die Ist-Situation dargestellt. Die Werte des integrierten Drucksensors des
TEBS E werden abgebildet und können direkt angepasst werden. Die Anzeige erfolgt über die 1. und 2.
Spalte der Entfernungsanzeige. Die 1. Spalte zeigt den ganzzahligen Druckwert, während die 2. Spalte die
Nachkommastelle darstellt
Menü „Einstellung“ verlassen: Taste > 2 Sekunden berühren oder wenn > 5 Sekunden keine Taste berührt
wird.
152
Bedienung
TEBS E2
8
Tastensymbol Funktion
Lautstärke aus
Mit der Lautstärkeregelung werden Tastentöne, Systemmeldungen sowie TailGUARD-Funktionen beeinflusst.
Deaktivierung des TRC-Piepers und gegebenenfalls des an der ELEX angeschlossenen, externen Buzzers:
Taste < 2 Sekunden berühren.
Das Ausschalten ist nur temporär für die aktuelle Rückwärtsfahrt möglich. Die Lautstärkeregelung kann nur
ausgeschaltet werden, wenn der Rückwärtsgang eingelegt und TailGUARD aktiviert ist.
Menü „Lautstärke“ aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Die mittlere LED-Reihe wird illuminiert und zeigt die eingestellte Lautstärke an.
Die Lautstärke kann nun mittels der Tasten F2 und F5 zwischen 0 und 9 eingestellt werden. Die Voreinstellung ist 5.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch Blinken des oberen Teils des
Tastenringes dargestellt.
Speicherung der Lautstärke: Taste > 2 Sekunden berühren oder wenn > 5 Sekunden keine Taste berührt
wird.
Bei einer Lautstärke kleiner als 4 wird der externe Pieper während TailGUARD ausgeschaltet.
Wenn der Wert kleiner ist als 3 wird nach dem nächsten Neustart der TRC der Wert wieder auf 3 gesetzt.
Informationen zur Bedienung des Immobilizers mit der TRC siehe Kapitel 8.6 „Bedienung des Immobilizers“,
Seite 158.
Einstellung der Entfernungsanzeige
Für die Distanzanzeige zum Objekt sind zwei Modi einstellbar, die sich in der Darstellung, Objektentfernung und der Definition der Überwachungsbereiche unterscheiden.
Über das gleichzeitige Berühren der Taste F1 und F6 kann zwischen den beiden
Modi gewechselt werden. Ein akustisches Signal bestätigt die Änderung.
ISO 12155 Mode
In diesem Modus erfolgt die Anzeige entsprechend des in der ISO 12155 festgelegten Abstandswertes und der festgelegten Auflösung.
Es werden immer nur die grünen, nur die gelben oder nur die roten LEDs angesteuert.
WABCO Standard-Mode
In diesem Modus erfolgt die Anzeige etwas detaillierter als im ISO 12155 Mode.
Mittels der Ausleuchtung einzelner LED-Reihen kann eine Orientierung des Objektes für Rechts-Mitte-Links hinter dem Fahrzeug für einzelne Objekte angezeigt
werden.
Ist die Erfassung der Objekte nicht eindeutig, wird im Zweifelsfall das Objekt angezeigt, das dem Fahrzeug am nächsten ist.
Im WABCO Standard-Mode werden bei sich reduzierender Entfernung des Objekts
auch die grünen und gelben LEDs angesteuert. Die Beleuchtung ist dabei permanent.
Die detaillierte Anzeige kann nur für die Ebenen erfolgen, in denen 3 Sensoren angebracht sind. Wenn in einer Ebene nur 2 Sensoren angebracht sind, werden immer vollständige LED-Reihen angezeigt.
In der folgenden Tabelle sind die Überwachungsbereiche und die Darstellung der
LED-Reihen aufgezeigt:
153
8
TEBS E2
Bedienung
Objektentfernung
LEDs
ISO 12155 Mode
WABCO Standard-Mode
grün
> 300 cm
permanent an
gelb
300 - 181 cm; blinkt 2 Hz
300 - 150 cm; blinkt 2 Hz
rot
180 - 71 cm; blinkt 4 Hz
0,8 m bis Bremspunkt; blinkt 6 Hz
ab Bremspunkt; permanent an
150 - 76 cm; blinkt 4 Hz
0,8 m bis Bremspunkt; blinkt 6 Hz
ab Bremspunkt; permanent an
Helligkeitssteuerung
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten F1 und F4 kann in die Helligkeitssteuerung der LEDs gewechselt werden. Die Helligkeit kann in drei Stufen eingestellt
werden (grün: dunkel, gelb: mittlere Helligkeit, rot: maximale Helligkeit). Mit den
Tasten F2 und F5 (+/-) kann zwischen den Helligkeitsstufen gewechselt werden.
Wenn in der TEBS E Diagnostic Software der Parameter Helligkeitssteuerung aktiv
gesetzt wurde, kann ein Automatikmodus mit automatischer Lichtsteuerung über
eine Fotozelle gewählt werden (Anzeige im LED-Array: A) siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Abschnitt „Trailer
Remote Control Konfiguration“.
Konfiguration
Die Konfiguration der Trailer Remote Control erfolgt mittels der TEBS E Diagnostic
Software unter dem Menüpunkt Extras => Trailer Remote Control siehe Kapitel 7.1
„Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster
TEBS-E Diagnostic Software.
Vordefinierte Konfigurationen der Tasten-Belegungen
Konfigurierbare Tasten
Option 1
(WABCO Standard)
Option 2
Option 3
F1
Zwangssenken
ECAS Heben
ECAS Heben
F2
Anfahrhilfe
Anfahrhilfe
Anfahrhilfe
F3
Lautstärkeregelung
Entladeniveau
Lautstärkeregelung
F4
Immobilizer
ECAS Senken
ECAS Senken
F5
Rangierhilfe
Kippwinkel-Anzeige
Fahrniveau II
F6
Ausschalten TailGUARD
Straßenfertigerbremse
Rangierhilfe
Die Trailer Remote Control wird mit der WABCO Standard-Konfiguration (Option 1)
ausgeliefert. Die Tasten können auch beliebig anders konfiguriert werden.
Ausnahmen:
• Der Immobilizer kann nur auf F4 oder F6 programmiert werden.
• Die Lautstärke und Straßenfertigerbremse können nur auf F1, F3, F4 oder F6
programmiert werden.
154
Bedienung
8.3
TEBS E2
8
Bedienung der ECAS-Niveauregelung
Es kann nur eine Bedieneinheit-/box benutzt werden. Wenn mehrere verbaut werden sollen, müssen die Datenleitungen (Clock/Data) für die nicht aktiven Bedieneinheiten unterbrochen werden.
Eine gleichzeitige Nutzung von Bedieneinheit/-box und SmartBoard ist möglich.
Bedienmöglichkeiten mit ECAS 1-Punkt-Regelung mit TEBS E Premium-Modulator
(Beispiel für Sattelanhänger):
Bedieneinheit
446 056 11. 0
Bedienboxen
446 156 02. 0
SmartBoard
446 192 11. 0
Bedieneinheit
446 056 25. 0
Aufbau heben
1.
2.
1.
2.
3.
1.
2.
Aufbau senken
1.
2.
1.
2.
3.
1.
2.
1.
2.
1.
2.
1.
2.
Heben/SenkenTaster
Heben/Senken abbrechen
Fahrniveau I
(Normalniveau)
und
(Zeit ist abhängig von Parametrierung)
Fahrniveau I
1.
2.
1.
2.
1.
2.
und
(Zeit ist abhängig von Parametrierung)
155
8
TEBS E2
Bedienung
Bedieneinheit
446 056 11. 0
Bedienboxen
446 156 02. 0
Entladeniveau an-/abwählen
1.
–
Memoryniveau (M1) anwählen
SmartBoard
446 192 11. 0
Bedieneinheit
446 056 25. 0
Heben/SenkenTaster
–
–
2.
–
Gleichzeitig
drücken:
Gleichzeitig
drücken:
1.
2.
–
Memoryniveau (M1) speichern
–
Gleichzeitig
drücken:
Gleichzeitig
drücken:
5 Sek.
drücken:
Memoryniveau (M2) anwählen
Gleichzeitig
drücken:
Gleichzeitig
drücken:
1.
2.
–
Memoryniveau (M2) speichern
Standby einschalten: Motorwagen angekuppelt. Innerhalb con 30 Sek. nach Ausschalten der Zündung Button drücken.
Anhänger-Niveauregelung ist aktiv, z. B. bei
Rampenbetrieb
Standby-Regelung beenden
156
–
Gleichzeitig
drücken:
Gleichzeitig
drücken:
1.
Innerhalb von
30 Sek.:
2.
–
–
–
–
> 5 Sekunden:
Bedienung
8.4
8
TEBS E2
Bedienung OptiLoadTM / OptiTurnTM
Es kann nur eine Bedieneinheit-/box benutzt werden. Wenn mehrere verbaut werden sollen, müssen die Datenleitungen (Clock/Data) für die nicht aktiven Bedieneinheiten unterbrochen werden.
Eine gleichzeitige Nutzung von Bedieneinheit/-box und SmartBoard ist möglich.
Bedieneinheit
446 056 11. 0
Rangierhilfe (OptiTurnTM)starten
(wirkt beim Sattelanhänger auf Achse 3)
Bedienboxen
446 156 02. 0
SmartBoard
446 192 11. 0
Bedieneinheit
446 056 25. 0
Gleichzeitig
drücken:
–
Rangierhilfe (OptiTurnTM) automatisch starten
Wenn OptiLoadTM genutzt werden soll, muss zuvor OptiTurnTM parametriert
sein!
8.5
–
1.
–
2.
–
–
Bedienung Liftachsen
Es kann nur eine Bedieneinheit-/box benutzt werden. Wenn mehrere verbaut werden sollen, müssen die Datenleitungen (Clock/Data) für die nicht aktiven Bedieneinheiten unterbrochen werden.
Eine gleichzeitige Nutzung von Bedieneinheit/-box und SmartBoard ist möglich.
Bedieneinheit
446 056 11. 0
Liftachse(n) heben
Liftachse(n) senken
Bedienboxen
446 156 02. 0
SmartBoard
446 192 11. 0
Bedieneinheit
446 056 25. 0
1.
2.
1.
2.
1.
2.
1.
2.
1.
2.
1.
2.
157
8
8.6
TEBS E2
Bedienung
Bedienung des Immobilizers
Bedienung mit SmartBoard
Auf- und Abschließen des Fahrzeugs
Zur Steuerung der Immobilizer-Funktion wird das SmartBoard als Anzeige- und
Bedienkonsole benötigt. Sobald die Wegfahrsperre im TEBS E parametriert ist, erscheint das entsprechende Menü im Display des SmartBoards:
Aktivierung / Deaktivierung
WARNUNG
Verletzungsgefahr
– Stellen Sie vor Deaktivieren des Immobilizers immer sicher, dass bei abgekuppeltem Fahrzeug der rote Knopf am PREV aktiviert ist (Feststellbremse).
– Öffnen Sie den Menüpunkt Immobilizer.
– Geben Sie die eigens festgelegte PIN ein:
Springen Sie mit der „Pfeil zeigt nach rechts“-Taste eine Position weiter. Zählen
Sie mit der OK-Taste die Ziffern von 0-9 hoch. Springen Sie mit der „Pfeil zeigt
nach links“-Taste ein Menu nach oben. Sind Sie an der vierten Ziffernposition
angelangt, können Sie mit der „Pfeil zeigt nach links“-Taste die Eingabe bestätigen.
Î Nach Eingabe der korrekten PIN erscheint ein Bestätigungsfenster.
Sobald die Wegfahrsperre aktiviert wurde, erscheint das Fenster „Aktivierte
Wegfahrsperre“. Zusätzlich blinkt die gelbe Warnlampe im Motorwagen
(Voraussetzung: Die Zündung muss dazu eingeschaltet sein). Parallel wird
im Diagnosespeicher temporär eine Meldung angezeigt, um z. B. im Servicefall Hinweise über einen aktivierten Immobilizer für den Monteur zu geben.
Sobald die Wegfahrsperre deaktiviert wurde, erscheint das Fenster „Deaktivierte Wegfahrsperre“.
158
Bedienung
Aktivierte Wegfahrsperre
TEBS E2
8
Deaktivierte Wegfahrsperre
Nach 5-maliger Falscheingabe der PIN wird erst nach einer Verzögerung von 10
Sekunden eine erneute Eingabe der PIN erlaubt. Mit jeder weiteren Falscheingabe
verdoppelt sich diese Verzögerung. Nach 20 Falscheingaben ist der Status des
Immobilizers nur noch durch eine Neuzuweisung einer PIN durch die PUK möglich.
Wenn in der TEBS E Diagnostic Software Diagnose der Parameter
Entriegeln nur bei eingelegter Feststellbremse gewählt wurde, ist eine
Entriegelung nur möglich, wenn im Zugfahrzeug die Feststellbremse
eingelegt wurde. Wenn bei nicht eingelegter Feststellbremse eine
Entriegelung versucht wird, erscheint ein "P" auf dem Display.
Notlösefunktion bzw. Notentriegelung (nur bei parametrierter Funktion)
Bei aktivierter Wegfahrsperre ist die Notlösefunktion über das SOS-Symbol verfügbar. Die Notlösefunktion kann 3-Mal angewendet werden, danach muss diese
mit einer PIN-Eingabe wieder entsperrt werden.
– Öffnen Sie den Menüpunkt Notentriegelung.
– Drücken Sie die OK-Taste, um die Notlösefunktion zu aktivieren.
Î Ein Bestätigungsscreen erscheint.
Wird das Fahrzeug für länger als 30 Sekunden angehalten, wird die Wegfahrsperre erneut aktiviert.
Bedienung mit Trailer Remote Control
Bei Aktivierung des Immobilizers sind alle anderen Funktionen der TRC deaktiviert.
Das Symbol für den Immobilizer blinkt.
159
8
TEBS E2
Bedienung
Aktivierung / Deaktivierung des Immobilizers mit PIN-Eingabe
Beispiel: PIN-Eingabe 4627
– Betätigen Sie die Immobilizer-Taste länger als 2 Sekunden, um die PINEingabemaske zu starten.
Î Sie hören einen Piepton als Bestätigung.
Die linke LED-Reihe zeigt an, welche Stelle des PINs verändert wird. Mit der
Taste F1 können die Stellen gewechselt werden.
In der mittleren LED-Reihe wird der Wert der Ziffer der PIN dargestellt und
mit den Tasten F2 und F5 eingestellt.
– Wenn Sie alle vier Ziffern der PIN eingegeben haben, bestätigen Sie die Eingabe mit der Immobilizer Taste (> 2 Sekunden drücken).
Î Sie hören 2 lange Pieptöne als Bestätigung. Außerdem wird das Immobilizer-Symbol umgeschaltet.
Gründe für Fehlschlag der Aktivierung / Deaktivierung (4 kurze Pieptöne, Immobilizer-Symbol bleibt unverändert):
• Wenn länger als 5 Sekunden keine Eingabe erfolgt oder die F3-Taste betätigt
wird, wird die PIN-Eingabemaske – ohne zu speichern – verlassen.
• Die Feststellbremse ist nicht eingelegt, obwohl in der Parametrierung gewählt
wurde, dass der Immobilizer nur gelöst werden kann, wenn die Feststellbremse
aktiviert ist.
Wenn die Aktivierung / Deaktivierung der Immobilizer-Funktion nicht möglich ist, da
der PUK abgefordert wird oder ein technischer Schaden vorliegt, ist der Zugang zu
der PIN-Eingabemaske nicht möglich. Stattdessen erfolgt eine akustische Rückmeldung (4 kurze Pieptöne).
Aktivierung / Deaktivierung des Immobilizers mit gespeicherter PIN
Die zuletzt eingegebene PIN wird im TRC gespeichert.
– Drücken Sie die Immobilizer-Taste länger als 5 Sekunden.
Î Bei erfolgreicher Aktivierung / Deaktivierung erfolgt nach 2 und 5 Sekunden
jeweils ein Piepton.
160
Werkstatthinweise
9
Werkstatthinweise
9.1
Wartung
TEBS E2
9
Das TEBS E System ist wartungsfrei.
– Bei Warnungsmeldungen fahren Sie umgehend die nächstgelegene Werkstatt
an.
9.2
Systemschulung
Lehrgang und PIN
Nach Teilnahme an einem Lehrgang oder E-Learning können Sie bei uns eine PIN
für die TEBS E Diagnostic Software abfragen. Mit dieser Persönlichen Identifikations-Nummer schalten Sie erweiterte Funktionen in der Software frei und können
damit die Einstellung in Steuerelektroniken verändern.
Der Lehrgang oder die Nachschulung müssen 2010 oder später besucht worden sein.
Erforderliche Tätigkeit
PIN-Typ
Training
Kalibrierung Wegsensor
PIN 2
TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Wechsel des Modulators mittels geschütztem Parametersatz
PIN 2
TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Einstellen aller Funktionsparameter
PIN
TEBS E Lehrgang
Nähere Informationen zu unseren Lehrgängen und E-Learnings finden Sie auf der
WABCO Homepage.
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf WABCO University.
161
9
9.3
TEBS E2
Werkstatthinweise
Diagnostic Hardware
Die TEBS E ermöglicht nur noch die Diagnose über eine der CAN-Schnittstellen:
• nach ISO 11992 (CAN 24 V); über die 7-polige CAN-Verbindung der ISO 7638
• nach ISO 11898 (CAN 5 V); über einen externen Diagnoseanschluss
Die CAN-Schnittstelle nach ISO 11898 kann für den Anschluss von Subsystems
z. B. IVTM, Telematik, SmartBoard oder ELEX genutzt werden.
Option 1: Diagnostic Interface mit USB-Schnittstelle
Diagnostic Interface (DI-2)
mit USB-Schnittstelle
(für Anschluss an PC)
446 301 030 0
CAN-Diagnosekabel
446 300 361 0 (5 m)
oder
446 300 362 0 (20 m)
ISO 7638-Trennadapter
mit CAN-Steckdose
446 300 360 0
Option 2: Diagnose über eine externe Diagnosebuchse
Diagnostic Interface (DI-2)
mit USB-Schnittstelle
(für Anschluss an PC)
446 301 030 0
CAN-Diagnosekabel
446 300 348 0
Diagnoseanschluss
mit gelber Kappe
(nur TEBS E Premium Modulatoren)
449 611 ... 0
Druckschrift „Diagnose – Software/Hardware“
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort Diagnose in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
162
Werkstatthinweise
9.4
TEBS E2
9
Prüfungen / Simulationen
Prüfung
Vorschrift
Was ist zu prüfen?
Wie ist es zu prüfen?
Zeitverhalten
98/12/EG Anhang III
ECE R13, Annex 6
Schwellzeit < 0,44 Sekunden
Eine Anforderung für die Ansprechzeit besteht beim Anhängefahrzeug nicht.
Mit CTU: Vorbereitungen
• ALB auf „beladen“ stellen.
• Wenn notwendig, Bremse eng
einstellen.
Energieverbrauch
durch ABSäquivalente Betätigungen
98/12/EG Anhang XIV
Nach der Anzahl der äquivalenten
Betätigungen (ne) aus dem ABSGutachten (§ 2.5) muss bei der
letzten Bremsung noch Druck für
22,5 % Abbremsung im Zylinder
sein.
Scheibenbremse:
ne_EC = 11 Betätigungen
ne_ECE = 12 Betätigungen
Trommelbremse:
ne_EC = 11 Betätigungen
ne_ECE = 13 Betätigungen
•
Energieverbrauch
durch Federspeicher
98/12/EG Anhang V, § 2.4 Es ist nachzuweisen, dass die
ECE R13, Annex 8, § 2.4 Parkbremse des abgekuppelten
Fahrzeuges mindestens 3-Mal zu
lösen ist.
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Bremsbeginn der
Federspeicher
Messen der Bremskräfte aller Achsen
des unbeladenen
Fahrzeugs auf dem
Rollenprüfstand.
Anhänger auf 8 bar Vorrat auffüllen.
Am gelben Kupplungskopf mit
6,5 bar mit der Anzahl ne einbremsen.
Vorrat absperren.
Bei der letzten Betätigung Druck
halten und Zylinderdruck messen.
Achse(n) mit Federspeicher aufbocken.
Anhänger auf 6,5 bar (bei ECEAbnahme 7,5 bar) Vorrat auffüllen.
Fahrzeug abkuppeln.
Automatische Bremsung lösen
(schwarzer Knopf).
Parkbremse (Federspeicher) durch
Betätigung des roten Knopfes 3Mal entlüften und wieder belüften.
Räder mit Federspeicher müssen
sich noch drehen lassen.
98/12/EG Anhang V, § 2.5 Es ist nachzuweisen, dass der
•
ECE R13, Annex 8, § 2.5 Bremsbeginn der Federspeicher
•
nicht höher ist als der Vorratsdruck
nach 4 Vollbetätigungen.
•
Zündung ausschalten.
Achse(n) mit Federspeicher aufbocken.
Vorrat absperren.
• Anhänger auf 6,5 bar (bei ECEAbnahme 7 bar) Vorrat auffüllen.
• Parkbremse (Federspeicher) durch
Betätigung des roten Knopfes entlüften und wieder belüften, bis sich
ein Rad mit Federspeicher nicht
mehr drehen lässt.
• Vorratsdruck messen.
• Anhänger wieder auf 6,5 bar (bei
ECE-Abnahme 7 bar) Vorrat auffüllen.
• Über gelben Kupplungskopf 4-Mal
voll betätigen.
• Vorratsdruck messen.
Der Vorratsdruck beim Bremsbeginn
der Federspeicher muss kleiner sein
als der Vorratsdruck nach 4 Vollbetätigungen.
Messung der geregelten Bremskräfte aller Achsen eines unbeladenen Fahrzeugs.
Die Liftachse ist angehoben und muss
für die Prüfung abgesenkt werden.
163
9
TEBS E2
Prüfung
Werkstatthinweise
Vorschrift
ALB-Kennlinie bei
Fahrzeugstillstand
Was ist zu prüfen?
Wie ist es zu prüfen?
Die durch EBS ausgesteuerte
Kennlinie des unbeladenen oder
beladenen Fahrzeuges per Manometer.
•
•
•
•
Anschluss Feindruckregelventil
und Manometer am gelben Kupplungskopf.
Anschluss Manometer an Prüfanschluss „Bremszylinder“.
Fahrzeug mit Spannung versorgen.
Druck mit Feindruckregelventil
langsam erhöhen und Manometerwerte mitschreiben.
Simulation
Was ist zu tun?
Beachten Sie:
Beladenes Fahrzeug
Balgdruck < 0,15 bar einstellen durch:
Stecker „Achslastsensor“ wieder aufMit Drehschieber (ECAS...) das Fahrzeug auf Puffer absen- stecken.
ken.
• Mittels Prüfventil am Anschluss 5 den Balgdruck „beladen“ simulieren.
• In Parametrierung Leerbremsdruck auf 6,5 bar setzen (nach
Ende der Messungen neue Inbetriebnahme erforderlich).
Simulation ECAS-Fahrzeug: Bei Bedarf ist ein Prüfanschluss
mit integriertem 2-Wegeventil (463 703 … 0) in den Anschluss
5 des Modulators einzubauen, um den Zustand „beladen“ zu
simulieren.
•
Senken der angehobenen Liftachse(n)
des unbeladenen
Fahrzeugs.
Einstellen eines Luftfederdruckes < 0,15 bar:
• Entlüften der Tragbälge durch das Drehschieberventil.
• Anschluss einer Drucksimulation an Anschluss 5 des Modulators.
• TEBS E Diagnostic Software.
Prüfmodus zur Überprüfung der ALBKennlinie. Im Prüfmodus werden Notbremsfunktion und
Stillstandsfunktion
abgeschaltet.
Zündung einschalten / Spannungsversorgung bei Fahrzeugstillstand ohne Druck am gelben Kupplungskopf.
9.5
Prüfmodus wird abgeschaltet, wenn
das Fahrzeug mit mehr als 2,5 km/h
bewegt wird oder spätestens nach 10
Minuten.
Austausch und Reparatur
Allgemeine Sicherheitshinweise
Die Reparatur an einem Fahrzeug darf nur qualifiziertes Fachpersonal einer Fachwerkstatt durchführen.
Für den Wechsel des TEBS E Modulators mittels geschütztem Parametersatz ist
eine TEBS E Systemschulung oder ein E-Learning Voraussetzung. Nur mit Erhalt
der PIN 2 sind Sie berechtigt, den Austausch vorzunehmen siehe Kapitel 9.2 „Systemschulung“, Seite 161.
Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers unbedingt
Folge.
Halten Sie Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie nationale Vorschriften
ein.
Verwenden Sie – soweit erforderlich – eine Schutzausrüstung.
164
Werkstatthinweise
TEBS E2
9
Austausch der LIN-Ultraschallsensoren
Beim Wechsel der LIN-Ultraschallsensoren müssen diese neu eingelernt werden siehe Kapitel 7.3 „Inbetriebnahme der Ultraschallsensoren“, Seite 143.
Mit einem Austausch eines alten TEBS E Modulators gegen einen der neuen Generation profitieren Sie u.a. durch die elektronische Erweiterungseinheit ELEX, die
Trailer Remote Control TRC und neue Funktionen wie OptiTurn™, OptiLoad™ und
der Wegfahrsperre „Immobilizer“.
Anzugsmomente
Verwenden Sie diese Anzugsmomente beim Austausch von Ventilen, Steckverbindern etc.
Gewinde*
Maximales Anzugsdrehmoment **
M 10x1,0
18 Nm
M 12x1,5
24 Nm
M 14x1,5
28 Nm
M 16x1,5
35 Nm
M 22x1,5
40 Nm
M 26x1,5
50 Nm
Legende
* Gewindedetails siehe ** Bitte achten Sie auf das maximal zulässige AnzugsdrehmoISO 228.
ment des Gewindeanschlusses vom Ventil, Vorratsbehälter
etc.
Druckschrift „Austausch des TEBS E Modulators“
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort TEBS E in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Druckschrift „Allgemeine Reparatur- und Prüfhinweise“
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort Reparaturanleitung in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Druckschrift „Verschraubungen“
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie das Wort Verschraubung in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
165
9
9.6
TEBS E2
Werkstatthinweise
Zugabstimmung
Bei Verschleiß- bzw. Abstimmungsproblemen zwischen Zug- und Anhängefahrzeugen kann mittels TEBS E Diagnostic Software durch den Parameter „Voreilung“ eine Voreilung bzw. Nacheilung eingestellt werden siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129 => Fenster TEBS ALB.
Ändern Sie die Bremsdrücke nur dann, wenn die Radbremsen in Ordnung und die
Beläge erneuert worden sind.
Prüfen der Ansprechdrücke
Um Fehlfunktionen der Radbremsen auszuschließen, sind zunächst die Ansprechdrücke zu überprüfen:
– Messen Sie zuerst die Bremskräfte aller Achsen auf einem Rollenprüfstand und
ermitteln Sie die Lage der Einzelfahrzeuge.
Für das Anhängefahrzeug sollten folgende Werte „unbeladen“ und „beladen“ erreicht werden:
pm = 0,7 bar = Bremsbeginn
2,0 bar = Abbremsung ca. 12 %
6,5 bar = Abbremsung ca. 55 %
Î Ist der Bremsbeginn oberhalb 0,8 bar, sind die Ansprechdrücke aller Radbremsen zu überprüfen.
Prüfen der Ansprechdrücke aller Radbremsen
– Versorgen Sie das Fahrzeug mit Druckluft und Spannung.
– Schließen Sie die TEBS E Diagnostic Software an und öffnen Sie in der Software den Menüpunkt Ansteuerung => Druckvorgabe siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“, Seite 129, Fenster TEBS-E
Diagnostic Software.
– Bocken Sie das Fahrzeug auf (1. Achse).
– Simulieren Sie den Balgdruck für das beladene Fahrzeug.
– Drehen Sie das Rad und erhöhen Sie den Steuerdruck in 0,1 bar Schritten
(Cursortasten links, rechts).
– Stellen Sie den Bremsdruck (Zylinderdruck, nicht Steuerdruck!) fest, bei dem
das Rad schwer oder nicht mehr zu drehen ist.
– Wiederholen Sie die Prüfung bei den anderen Rädern.
– Berechnen Sie den Mittelwert der ermittelten Ansprechdrücke und vergleichen
Sie diesen mit dem parametrierten Wert, ggf. müssen Sie den neu ermittelten
Wert parametrieren.
Beispiel
Parametrierter Ansprechdruck = 0,3 bar
gemessen:
1. Achse rechts = 0,6 bar; 2. Achse rechts = 0,5 bar; 3. Achse rechts = 0,5 bar
1. Achse links = 0,5 bar; 2. Achse links = 0,5 bar; 3. Achse links = 0,6 bar
Mittelwert der Ansprechdrücke = 0,53 bar => abgerundet 0,5 bar
Die Differenz zwischen den beiden Werten von 0,2 bar muss auf die Bremsdrücke
addiert werden.
166
Werkstatthinweise
TEBS E2
9
Die Bremsdrücke des beladenen Fahrzeugs sind in diesem Beispiel wie folgt zu
ändern:
• 0,3 bar auf 0,5 bar
• 1,2 bar auf 1,4 bar
• 6,2 bar auf 6,4 bar
• sowie der Leerbremsdruck von 1,3 auf 1,5 bar
Die geänderten Steuer- und Bremsdrücke dürfen maximal um 0,2 bar von der
Bremsberechnung (Parametrierung des Fahrzeugherstellers) abweichen. Ansonsten muss eine neue Bremsberechnung erstellt werden. Sprechen Sie hierzu den
Fahrzeughersteller an.
Einstellung einer Voreilung
Im Fenster TEBS - ALB in der TEBS E Diagnostic Software befindet sich ein Feld
Voreilung siehe Kapitel 7.1 „Parametrierung mittels TEBS E Diagnostic Software“,
Seite 129. Standardmäßig ist hier 0 bar eingestellt. Sie können einen Wert bis
±0,2 bar einstellen.
Ein positiver Wert lässt das Anhängefahrzeug früher bremsen. Ein negativer Wert
lässt das Anhängefahrzeug später bremsen.
Dokumentation
Dokumentieren Sie Ihre Änderungen durch den Ausdruck eines Systemschildes siehe Kapitel 7.5 „Dokumentation“, Seite 147.
167
9
9.7
TEBS E2
Werkstatthinweise
Entsorgung / Wiederaufbereitung
Entsorgen Sie elektronische Geräte, Batterien und Akkumulatoren
nicht über den Hausmüll sondern ausschließlich über entsprechend
eingerichtete Rücknahmestellen.
Beachten Sie die nationalen und regionalen Vorgaben.
Defekte WABCO Bremsgeräte können an WABCO zurückgeliefert
werden, um so eine bestmögliche Aufbereitung zu gewährleisten.
Liefern Sie TEBS E Modulatoren in der Box des Neu- oder Austauschgerätes über den Altteile-Rücklauf an WABCO zurück. Nur
so ist der Modulator ausreichend geschützt, um kostensparend
aufgearbeitet werden zu können.
Sprechen Sie einfach Ihren WABCO Partner an.
168
Anhang
10
10
TEBS E2
Anhang
10.1 Variantenübersicht / Pneumatische Anschlüsse für TEBS E
Abbildung 1
Abbildung 2
Abbildung 3
STANDARD Modulator 480 102 ... 0
030
031
032
033
034
035
036
PREMIUM Modulator 480 102 ... 0
060
061
062
063
064
065
066
MULTI-VOLTAGE Modulator 480 102 ... 0
080
–
021
(Kunststoff)
–
nein
ja
ja
ja
nein
ja
ja
Anschluss
Anzuschließende
Komponente
PEM
461 513 ... 0
Verschraubungen
000
002
003
020
(Aluminium) (Aluminium) (Aluminium) (Kunststoff)
Abbildung 1
2.2 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
2.2 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
2.2 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
1 Vorrat
Vorratsbehälter „Bremse“
M 22x1,5
Rohr 16x2
Rohr
15x1,5
Rohr 15x1,5
M 22x1,5
Rohr 15x1,5
Rohr 15x1,5
4.2 Steuerdruck
22 PREV
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 22x1,5
Rohr 10x1
Rohr 8x1
2.3 Tristop® Zylinder
12 Tristop® Zylinder
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
2.3 Tristop® Zylinder
12 Tristop® Zylinder
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
Abbildung 2
2.4/2.2 Prüfanschluss Manometer zur Kontrolle
„Bremse 2.2“
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr
8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
1 Vorrat
Vorratsbehälter „Bremse“
M 22x1,5
Rohr 8x1
Rohr
15x1,5
Rohr 8x1
M 22x1,5
Rohr 15x1,5
Rohr 8x1
2.1 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
2.1 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
2.1 Bremsdruck
11 Bremszylinder
M 16x1,5
Rohr 12x1,5
Rohr
8x1
Rohr 12x1,5
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
1 Vorrat
Vorratsbehälter „Bremse“
M 22x1,5
Rohr 16x2
Rohr
15x1,5
Rohr 15x1,5
M 22x1,5
Rohr 15x1,5
Rohr 15x1,5
5 Balgdruck
Luftfederbalg
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr
8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
4 Steuerdruck
21 PREV
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr
8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
Abbildung 3
169
10
TEBS E2
Anhang
STANDARD Modulator 480 102 ... 0
030
031
032
033
034
035
036
PREMIUM Modulator 480 102 ... 0
060
061
062
063
064
065
066
MULTI-VOLTAGE Modulator 480 102 ... 0
080
–
021
(Kunststoff)
–
nein
ja
ja
Anschluss
Anzuschließende
Komponente
PEM
461 513 ... 0
Verschraubungen
000
002
003
020
(Aluminium) (Aluminium) (Aluminium) (Kunststoff)
ja
nein
ja
ja
1.1 Vorrat „Luftfederung“
Vorratsbehälter „Luftfederung“
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
M 22x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
1.1 Vorrat „Luftfederung“
11 Liftachsventil oder 11 ECAS-Ventil
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
M 22x1,5
Rohr 8x1
Rohr 12x1,5
1.1 Vorrat „Luftfederung“
1 Drehschieberventil
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
1.1 Vorrat „Luftfederung“
Luftfederventil 1
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
2.3 Tristop® Zylinder
12 Tristop® Zylinder
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
2.3 Tristop® Zylinder
12 Tristop® Zylinder
Rohr 8x1
Rohr 8x1
M 16x1,5
Rohr 8x1
Rohr 8x1
170
Anhang
TEBS E2
10
10.2 Pinbelegung
Die folgenden Abbildungen zeigen die Pinbelegung (Blick von unten in die Anschlüsse).
8 Pin
4 Pin
Pinbelegung „TEBS E Modulator“
Anschlüsse Pin Standard
Modulator
Power
Premium
Multi-Voltage
1
Masse „Einlass-/Auslassventil“
Masse „Einlass-/Auslassventil“
2
Redundanzventil
Redundanzventil
3
Masse „Redundanzventil“
Masse „Redundanzventil“
4
Masse „Drucksensor“
Masse „Drucksensor“
5
+24 V / Versorgung „Drucksensor“
+24 V / Versorgung „Drucksensor“
6
Istdruck
Istdruck
7
Auslassventil
Auslassventil
8
Einlassventil
Einlassventil
1
Dauerplus / Klemme 30
Dauerplus / Klemme 30
Dauerplus / Klemme 30
2
Zündung / Klemme 15
Zündung / Klemme 15
Zündung / Klemme 15
3
Masse „Warnlampe“
Masse „Warnlampe“
Masse „Warnlampe“
4
Masse „Ventile“
Masse „Ventile“
Masse „Ventile“
5
Warnlampe
Warnlampe
Warnlampe
6
CAN-High 24 V
CAN-High 24 V
CAN-High 24 V
7
CAN-Low 24 V
CAN-Low 24 V
CAN-Low 24 V
1
Dauerplus / Klemme 30
Dauerplus / Klemme 30
Dauerplus / Klemme 30
2
CAN2-High 5 V
CAN2-High 5 V
CAN2-High 5 V
3
CAN2-Low 5 V
CAN2-Low 5 V
CAN2-Low 5 V
4
Masse
Masse
Masse
5
GIO-Endstufe 4-2
GIO-Endstufe 4-2
GIO-Endstufe 4-2
6
Bedienteil-Clock
Bedienteil-Clock
7
Bedienteil-Data
Bedienteil-Data
ABS-Drehzahlsensor c
ABS-Drehzahlsensor c
8
Subsystems
8
ABS-Drehzahlsensor c
171
10
TEBS E2
Anhang
Anschlüsse Pin Standard
IN/OUT
ABS e
GIO7
ABS c
Premium
Multi-Voltage
1
Eingang 24 N/TCE/BAT
Eingang 24 N/TCE/BAT
Eingang 24 N/TCE/BAT
2
Masse
Masse
Masse
3
CAN2-High 5 V
CAN2-High 5 V
CAN2-High 5 V
4
CAN2-Low 5 V
CAN2-Low 5 V
CAN2-Low 5 V
1
GIO-Endstufe 2-1 (nur nutzbar,
wenn GIO3, PIN 4 nicht benutzt)
GIO-Endstufe 2-1 (nur nutzbar, wenn
GIO3, PIN 4 nicht benutzt)
2
Masse
Masse
3
ABS-Drehzahlsensor e
ABS-Drehzahlsensor e
4
ABS-Drehzahlsensor e
ABS-Drehzahlsensor e
1
2
ABS d
3
ABS-Drehzahlsensor c
ABS-Drehzahlsensor c
ABS-Drehzahlsensor c
4
ABS-Drehzahlsensor c
ABS-Drehzahlsensor c
ABS-Drehzahlsensor c
3
ABS-Drehzahlsensor d
ABS-Drehzahlsensor d
ABS-Drehzahlsensor d
4
ABS-Drehzahlsensor d
ABS-Drehzahlsensor d
ABS-Drehzahlsensor d
1
GIO-Endstufe 5-2
GIO-Endstufe 5-2
2
Masse
Masse
3
ABS-Drehzahlsensor f
ABS-Drehzahlsensor f
4
ABS-Drehzahlsensor f
ABS-Drehzahlsensor f
1
2
ABS f
GIO6
GIO1
1
GIO-Endstufe 1-1
GIO-Endstufe 1-1
GIO-Endstufe 1-1
2
Masse
Masse
Masse
3
Analog-Eingang 1
Analog-Eingang 1
Analog-Eingang 1
Wegsensor 1
Wegsensor 1
4
GIO2
172
1
GIO-Endstufe 3-2
GIO-Endstufe 3-2
GIO-Endstufe 3-2
2
Masse
Masse
Masse
3
GIO-Endstufe 5-1
GIO-Endstufe 5-1
4
GIO-Endstufe 2-2
GIO-Endstufe 2-2
Anhang
Anschlüsse Pin Standard
GIO3
GIO5
Premium
Multi-Voltage
1
GIO-Endstufe 1-2
GIO-Endstufe 1-2
GIO-Endstufe 1-2
2
Masse
Masse
Masse
3
Analog-Eingang 2
Analog-Eingang 2
Analog-Eingang 2
GIO-Endstufe 2-1
GIO-Endstufe 2-1
4
GIO4
TEBS E2
1
GIO-Endstufe 3-1
GIO-Endstufe 3-1
GIO-Endstufe 3-1
2
Masse
Masse
Masse
3
K-Line
K-Line
4
Wegsensor 2
Wegsensor 2
1
GIO-Endstufe 4-1
GIO-Endstufe 4-1
2
Masse
Masse
3
CAN3-High 5 V
CAN3-High 5 V
4
CAN3-Low 5 V
CAN3-Low 5 V
10
173
10
TEBS E2
Anhang
Pinbelegung „ELEX“
Anschlüsse
Pin
Power TEBS E
1
Zündung einschalten (TEBS E Klemme 30)
2
CAN1-High 5 V
3
CAN1-Low 5 V
4
Masse
5
TEBS Klemme 15 ein
6
Bedienteil-Clock1 ein
7
Bedienteil-Data1 ein
8
IG (H2) ein
1
Zündung ausschalten (TEBS E Klemme 30-X2)
2
CAN2-High 5 V
3
CAN2-Low 5 V
4
Masse
5
TEBS Klemme 15 ein SA 6-2
6
Bedienteil-Clock1 aus
7
Bedienteil-Data1 aus
8
IG (H2) aus
Subsystem
GIO10
Batterie
ELEX
1
2
3
4
GIO11
Umrissleuchten
5
Batterie ein/aus
6
Batterie Masse
7
Versorgung „Aufwecktaster“
8
Aufwecktaster
1
2
3
4
174
5
Masse „Licht“
6
Umrissleuchten links aus
7
Umrissleuchten rechts aus
8
Masse „Licht“
Anhang
Anschlüsse
Pin
GIO12
ISO 12098
1
Rücklicht ein
2
CAN3-High 24 V
3
CAN3-Low 24 V
4
Masse Licht
5
Umrissleuchten links ein
6
Umrissleuchten links aus
7
Umrissleuchten rechts aus
8
Umrissleuchten rechts ein
1
GIO-Endstufe 2-1
2
Masse
3
Analog Eingang 2
4
Wegsensor 2
1
GIO-Endstufe 6-1
2
Masse
3
Analog Eingang 1
4
Wegsensor 1
1
GIO-Endstufe 1-1
2
Masse
3
GIO-Endstufe 5-1
4
GIO-Endstufe 1-2
1
GIO-Endstufe 5-2
2
LIN-Sensor 2
3
SA 5-1
4
GIO-Endstufe 4-1 (9 V/12 V)
1
PWM-Sensor 1
2
Masse
3
LIN-Sensor 1
4
GIO-Endstufe 3-2 (9 V/12 V)
1
PWM-Sensor 2
2
Masse
3
LIN-Sensor 2
4
GIO-Endstufe 3-1
GIO13
GIO14
GIO15
GIO16
GIO17
Ultraschallsensoren
GIO18
Ultraschallsensoren
TEBS E2
10
ELEX
175
10
TEBS E2
Anhang
10.3 Kabelübersicht
Kabelübersicht
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Übersicht in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf den Start Button.
Teilweise gleichen sich die Kabel optisch sehr (z. B. ein 4-poliger GIO-Stecker mit dem DIN-Bajonett 4-polig). Da
aber die anzuschließenden Komponenten sehr unterschiedliche Belegungen haben, ist die Anzahl der Kabel notwenig und dürfen nicht vertauscht werden, auch wenn sie gleich aussehen. Die genaue Identifikation ist erforderlich, um Fehlfunktionen und Beschädigung von Komponenten auszuschließen.
Farbkodierung der Stecker
Zur besseren Orientierung sind die Stecker farblich gekennzeichnet.
176
TEBS E Premium-Modulator
ELEX
Grau
GIO, MODULATOR
Schwarz
POWER, ABS-c, ABS-e, ABS-f, ABS-d
Blau
SUBSYSTEMS, IN/OUT
Gelb
POWER ELEX
Anhang
TEBS E2
10
Kodierung der Stecker
Code A
Code B
Code C
Kabelübersicht
Ein 8-poliger TEBS E Stecker kann nicht an ELEX angeschlossen werden.
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
POWER
Powerkabel für Sattelanhänger
449 173 090 0
449 173 120 0
449 173 130 0
449 173 140 0
449 173 150 0
9m
12 m
13 m
15 m
TEBS E
8-polig
Code A
ISO 7638
7-polig
Steckdose
POWER
Powerkabel mit offenem Ende
449 371 120 0 12 m
449 371 180 0 18 m
TEBS E
8-polig
Code A
7-adrig offen
POWER
Powerkabel für Deichselanhänger
449 273 060 0
449 273 100 0
449 273 120 0
449 273 150 0
6m
10 m
12 m
15 m
TEBS E
8-polig
Code A
7-polig
ISO 7638
Stecker
POWER
Powerkabel mit Trennstelle
449 353 110 0 11 m
449 353 140 0 14 m
TEBS E
8-polig
Code A
7-polig
ISO 7638
DIN-Bajonett
POWER
Powerkabel mit Trennstelle
449 347 003 0
449 347 025 0
449 347 080 0
449 347 180 0
TEBS E
8-polig
Code A
7-polig
DIN-Bajonett
PowerAnschlusskabel
Powerkabel mit Sattelanhänger
mit Trennstellenstecker
449 133 030 0 3 m
449 133 120 0 12 m
449 133 150 0 15 m
ISO 7638Steckdose
7-polig
DIN-Bajonett
PowerAnschlusskabel
Powerkabel für Sattelanhänger
mit Trennstellenstecker
449 135 025 0 2,5 m
449 135 060 0 6 m
449 135 140 0 14 m
ISO 7638Steckdose
7-polig
DIN-Bajonett
PowerAnschlusskabel
Powerkabel für Deichselanhänger
mit Trennstellenstecker
449 231 060 0 6 m
449 231 120 0 12 m
ISO 7638Steckdose
7-polig
DIN-Bajonett
0,3 m
2,5 m
8m
18 m
177
10
TEBS E2
Anhang
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
PowerAnschlusskabel
Powerkabel für Deichselanhänger
mit Trennstellenstecker
449 233 030 0
449 233 100 0
449 233 140 0
449 233 180 0
ISO 7638Steckdose
7-polig
DIN-Bajonett
PowerAnschlusskabel
Verlängerungskabel
Nur für CAN-Router / CANRepeater
894 600 032 0 40 m
894 600 033 0 50 m
894 600 034 0 60 m
DIN-Bajonett
7-polig
DIN-Bajonett
MODULATOR
Kabel für
ABS-Relaisventil 472 195 037 0
449 436 030 0 3 m
449 436 080 0 8 m
TEBS E
8-polig
Code B
DIN-Bajonett
4-polig
MODULATOR
Kabel für
EBS-Relaisventil 480 207 001 0
449 429 010 0
449 429 030 0
449 429 080 0
449 429 130 0
1m
3m
8m
13 m
TEBS E
8-polig
Code B
3x DIN-Bajonett
4-polig
SUBSYSTEM
Kabel für
SmartBoard 446 192 11. 0
449 911 040 0 4 m
449 911 060 0 6 m
449 911 120 0 12 m
TEBS E
8-polig
Code C
7-polig
DIN-Bajonett
SUBSYSTEM
Kabel für SmartBoard + ECASBedieneinheit
449 912 234 0 7 m/5 m
TEBS E
8-polig
Code C
Steckdose ECASBedieneinheit + 7polig DIN-Bajonett
SUBSYSTEM
Kabel für IVTM 446 220 010 0
449 913 050 0 5 m
TEBS E
8-polig
Code C
7-polig
DIN-Bajonett
SUBSYSTEM
Kabel für Telematik an Steckplatz
„Subsystems“
449 914 010 0 1 m
TEBS E
8-polig
Code C
4-polig
DIN-Bajonett
SUBSYSTEM
Universalkabel
449 437 020 0 2 m
449 437 060 0 6 m
TEBS E
8-polig
Code C
8x offen
SUBSYSTEM
Kabel für ECAS-Bedieneinheit
449 628 050 0 5 m
TEBS E
8-polig
Code C
Steckdose „ECASBedieneinheit“
SUBSYSTEM
Kabel für SmartBoard und IVTM
449 916 182 0 0,4/4 m
449 916 253 0 6/6 m
TEBS E
8-polig
Code C
7-polig
2x DIN-Bajonett
SUBSYSTEM
Kabel für ECAS-Bedienbox
449 627 060 0 6 m
TEBS E
8-polig
Code C
7-polig
DIN-Bajonett
178
3m
10 m
14 m
18 m
Anhang
TEBS E2
10
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
SUBSYSTEM
Kabel für Telematik
449 917 025 0 2,5 m
TEBS E
8-polig
Code C
6-polig
GIO
Kabel für Telematik
449 918 025 0 2,5 m
TEBS E
8-polig
Code C
6-polig
IN/OUT
Kabel für TCE 446 122 001 0
449 348 020 0 2 m
TEBS E
4-polig
Code C
TCE-Steckplatz
X22
IN/OUT
Kabel für Stopplichtversorgung
(24N)
449 349 040 0
449 349 060 0
449 349 100 0
449 349 150 0
4m
6m
10 m
15 m
TEBS E
4-polig
Code C
2-polig offen
Kabelfarben:
blau = Plus
braun = Masse
GIO
Kabel für Liftachse konventionell,
RTR
449 443 008 0
449 443 010 0
449 443 020 0
449 443 040 0
449 443 060 0
449 443 100 0
0,8 m
1m
2m
4m
6m
10 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig
DIN-Bajonett
GIO
Kabel für
Wegsensor 441 050 100 0
449 811 010 0
449 811 030 0
449 811 050 0
449 811 080 0
1m
3m
5m
8m
TEBS E
4-polig
Code B
DIN-Bajonett
4-polig
GIO
Kabel für
Drucksensor 441 040 015 0,
441 044 002 0
449 812 004 0 0,4 m
449 812 030 0 3 m
449 812 100 0 10 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig
DIN-Bajonett
GIO
Kabel für Traction Help (TH)
449 813 050 0 5 m
449 813 080 0 8 m
TEBS E
2-polig
Code B
Pin 2 = Masse
Pin 3 = Plus
GIO
Universalkabel
449 535 010 0 1 m
449 535 060 0 6 m
449 535 100 0 10 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig offen
Kabelfarben:
rot = Pin 1
braun = Pin 2
gelb/grün = Pin 3
blau = Pin 4
GIO
Kabel für Anfahrhilfe und Zwangs- 449 815 253 0 6/6 m
senken (bzw. Entladeniveauschal- 449 815 258 0 15/6 m
ter)
TEBS E
4-polig
Code B
2x 2-polig offen
Forced lowering
(Zwangssenken):
blau: Taster 1
braun = Masse
Traction Help (Anfahrhilfe):
blau = Taster 2
braun = Masse
179
10
TEBS E2
Anhang
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
GIO
Kabel für ECAS-Ventile:
472 905 114 0, 472 880 030 0
449 445 010 0 1 m
449 445 030 0 3 m
449 445 050 0 5 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig
DIN-Bajonett
TEBS E
4-polig
Code A
2-polig
ABS-Dose
Kabel für
Liftachsventil 463 084 100 0
ABS e; c, d, f
Kabel für ABSSensorverlängerung
449 723 003 0
449 723 018 0
449 723 023 0
449 723 030 0
449 723 040 0
449 723 050 0
449 723 080 0
449 723 100 0
449 723 150 0
GIO
Adapterkabel
449 819 010 0 1 m
TEBS E
4-polig
Code B
2-polig
GIO
Kabel für Verschleißindikator
449 816 013 0 1,3 m
449 816 030 0 3 m
TEBS E
4-polig
Code B
6x 3-polig
ABS-Stecker
GIO
GIO Y-Verteiler (zu verwenden mit 449 629 022 0 0,4/0,4 m
TEBS D Kabeln 449 752 ... 0 und
449 762 ... 0)
TEBS E
4-polig
Code B
2x 3-polig
ABS-Stecker
GIO, ABS
Kabel für ABS-Sensor plus GIO
6/7
449 818 022 0 0,4/0,4 m
TEBS E
4-polig
Code B
1x 2-polig
1x 3-polig
ABS-Stecker
GIO
Kabel für Telematik
449 915 010 0 1 m
449 915 120 0 12 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig
DIN-Bajonett
GIO
Kabel für externe ECAS an
TEBS E
449 438 050 0 5 m
449 438 080 0 8 m
TEBS E
4-polig
Code B
3-adrig offen mit
PG-Verschraubung
180
0,3 m
1,8 m
2,3 m
3m
4m
5m
8m
10 m
15 m
Anhang
TEBS E2
10
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
GIO
CAN-Diagnosekabel (nur für Premium)
Hinweis: Nur Diagnosekabel zum
Interface 446 300 348 0
449 611 030 0
449 611 040 0
449 611 060 0
449 611 080 0
TEBS E
4-polig
Code B
7-polig
Diagnosebuchse
mit gelber Kappe
GIO
IN/OUT
Verteilerkabel für 24N, Anfahrhilfe
oder Zwangssenken
449 356 023 0 1,0 m/0,4 m
TEBS E
4-polig
4-polig Code C DIN-Bajonett
4-polig Code B
2-polig
GIO
IN/OUT
Kabel für Anfahrhilfe, 24N oder
Traction help
449 357 253 0 6 m/6 m
TEBS E
4-polig
4-polig Code C DIN-Bajonett
4-polig Code B
2-polig
GIO
Kabel für Anfahrhilfe, Entladeniveau oder Wegsensor
449 626 188 0 3 m/4 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-polig
3-adrig offen
DIN-Bajonett
GIO
Kabel für Telematik
449 610 060 0 6 m
TEBS E
4-polig
Code B
4-adrig offen
GIO-Verteiler
Kabel für Drucksensor, Liftachse
oder Wegsensor
449 752 030 0 3 m
449 752 080 0 8 m
449 752 100 0 10 m
TEBS E
3-polig
rund für GIOVerteiler
4-polig
DIN-Bajonett
GIO-Verteiler
Kabel für ECAS-Ventil oder
LACV-IC
449 761 030 0 3 m
TEBS E
3-polig
rund für GIOVerteiler
4-polig
DIN-Bajonett
GIO-Verteiler
Kabel für Anfahrhilfe oder Rangierhilfe
449 762 020 0 2 m
449 762 080 0 8 m
449 762 150 0 15 m
TEBS E
3-polig
rund für GIOVerteiler
2-polig
offen
GIO-Verteiler
Kabel für mechanischen Schalter
für Straßenfertigerbremse (nicht
für Näherungsschalter)
449 763 100 0 10 m
TEBS E
2-polig
rund für GIOVerteiler
2-polig
offen
GIO-Verteiler
Adapter für das 2-kreisige Liftachsventil 463 084 010 0
894 601 135 2 0,15 m
POWER ELEX
Kabel für Versorgung ELEX
449 303 020 0 2 m
3m
4m
6m
8m
M2V
ELEX
8-polig
Code E
TEBS E
8-polig
Code C
181
10
TEBS E2
Anhang
Steckplatz am
Modulator
Verwendung
Teilenummer Längen
Anschluss A
(Modulator)
Anschluss B
(Komponente)
GIO17-18 ELEX
Kabel für LIN-Ultraschallsensor
449 806 060 0 6 m
4-polig
Code C
Sensorsteckdose
GIO10/GIO11
Verteilerkabel
Batterie und/oder Licht
449 803 004 0 1,35 m/0,25 m ELEX
8-polig
Code C
2-polig
Sensorstecker
2-polig
Sensorstecker
GIO17-18 ELEX
Kabel für TCE oder Ultraschallsensor
449 801 060 0 6 m
4-polig
Code C
4-polig
DIN-Bajonett
GIO16 ELEX
Kabel für TEBS E Batterieversorgung
449 808 020 0 2 m
4-polig
Code B
4-polig
Code C
(IN/OUT EBS)
GIO-Verteiler
TEBS E Batteriekabel
449 807 050 0 5 m
DIN-Bajonett
4-polig
2-polig
Sensorstecker
GIO-Verteiler
LIN-Verteilerkabel
894 600 024 0 0,5 m
Sensorstecker
Sensorsteckdose
Sensorsteckdose
Subsystem
ELEX
Kabel für SmartBoard
449 906 060 0 6 m
ELEX
8-polig
Code C
7-polig
DIN-Bajonett
Subsystem
ELEX
Kabel für Telematik
449 907 010 0 1 m
449 907 120 0 12 m
ELEX
8-polig
Code C
6-polig
GIO12
Universalkabel
449 908 060 0 6 m
ELEX
8-polig
Code C
Offen
Subsystem
ELEX
Kabel für Bedieneinheit
449 602 060 0 6 m
ELEX
8-polig
Code C
Steckdose ECASBedieneinheit
Subsystem
ELEX
Kabel für Bedienbox
449 603 060 0 6 m
ELEX
8-polig
Code C
7-polig
DIN-Bajonett
GIO
Kabel für ECAS 2-PunktRegelung
449 439 030 0 3 m
4-polig
Code B
4-polig
DIN-Bajonett
182
Anhang
10
TEBS E2
10.4 Merkmale der GIO-Funktionen
Standard-Modulator
480 102 03. 0
Premium-Modulator
480 102 06. 0
Multi-Voltage Modulator
480 102 080 0
2S/2M
4S/3M
4S/2M
GIO 1-4
GIO 1-7
GIO 1-7
Anzahl der GIO-Endstufen
4
10
10
Anzahl der Analogeingänge
2
2
2
1
2
2
ABS-System
(maximale Konfiguration)
Roll Stability Support (RSS)
Stopplichtversorgung (24N)
GIO-Steckplätze
EBS-/ABS-Relaisventil
CAN 5 V Anschluss für Subsystems (IVTM, Telematik,
SmartBoard)
TCE-Anschluss für Beleuchtungssteuerung und Rampenanfahrhilfe
ECAS-Bedienbox / ECASBedieneinheit / Bedienung
über Schalter
Zugsteuerung ECAS
IVTM
SmartBoard
GIO-Funktionen
Maximal 4 GIO-Funktionen
auf 4 Steckplätzen
Liftachse 1
(mit Liftachs- oder ECASVentil)
nur Liftachsventil
Liftachse 2
(mit Liftachs- oder ECASVentil)
nur Liftachsventil
Maximal 13 GIO-Funktionen Maximal 13 GIO-Funktionen
auf 7 Steckplätzen
auf 7 Steckplätzen
ISS 1 (z. B. RTR-Ventil)
ISS 2 (z. B. Lenkachssperrung)
Anfahrhilfe
Zwangssenken der Liftachse(n), manueller Eingriff durch
den Fahrer
Rangierhilfe
Automatische Stützlastreduzierung
Bremsbelagverschleißanzeige
(BVA)
183
10
TEBS E2
GIO-Funktionen
Frei konfigurierbare Digitalfunktion mit Ausgang
Frei konfigurierbare Analogfunktion mit Ausgang
Anschluss „Straßenfertigerbremse“
Anschluss „Externer Achslastsensor“
Anschluss „Externer Solldrucksensor“
Anschluss „ECAS 1-PunktRegelung“
Anschluss „Entladeniveauschalter“
Anschluss „Sensor Mechanische Federung“
Ab TEBS E1
Kippwarnung
Lenkachssperrung
Entspannungsfunktion
Bremslösefunktion
Normalniveau II
Anfahrhilfe „Gelände“
Bremslösefunktion
Näherungsschalter für Straßenfertigerbremse
Entladeniveau als Fahrniveau
IV nutzbar
Ab TEBS E1.5
Immobilizer - Wegfahrsperre
Ab TEBS E2
Liftachssteuerung mit LACVIC
Schleppachssteuerung mit
Restdruckhaltung
Ausschalten von ECAS
Grüne Warnlampe
Deaktivierung der automatischen Niveauregelung
Trailer Extending Control
Gabelstaplerregelung
184
Anhang
Maximal 4 GIO-Funktionen
auf 4 Steckplätzen
Maximal 13 GIO-Funktionen Maximal 13 GIO-Funktionen
auf 7 Steckplätzen
auf 7 Steckplätzen
Anhang
GIO-Funktionen
Maximal 4 GIO-Funktionen
auf 4 Steckplätzen
TEBS E2
10
Maximal 13 GIO-Funktionen Maximal 13 GIO-Funktionen
auf 7 Steckplätzen
auf 7 Steckplätzen
Zusatzbremslicht (Emergency
Brake Light)
ELEX
TailGUARDlight
TailGUARD
TailGUARDMAX
TailGUARDRoof
Verbindung zu ISO 12098
ECAS 2-Punkt Regelung
Anschlusserweiterungen
Batterieversorgung und Batterieladung
185
10
TEBS E2
Anhang
10.5 GIO-Schemata
GIO-Schemata
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Schaltplan in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf Eigenschaft => Verwendung => Trailer EBS E.
GIO-Anschlüsse bzw. Funktionen
Abkürzungen
SA Sattelanhänger
ZA Zentralachsanhänger
DA Deichselanhänger
841 802 ... 0
Abwandlungen
(siehe Anhänge)
Fahrzeuge
Bezeichnung
150
151
152
153
154
155
156
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
DA
SA
ZA
DA
Standard
2 Liftachsen
Restdruckhaltung an Liftachse
1
Externer
Solldrucksensor
Mechanische Federung
Mechanische Federung
Standard
mit 2 Liftachsen
Standard
X
X
X
X
X
X
Funktionen
Entladeniveauschalter
Wegsensor
ECAS Heben & Senken mit Liftachse
ECAS Heben & Senken
Straßenfertigerbremse
BVA Bremsbelagverschleißanzeige
X
Zwangssenken
X
Anfahrhilfe mit Restdruck
Anfahrhilfe
X
X
X
X
X
2-kreisiges LACV
1-kreisiges LACV
X
X
X
X
ISS
X
X
X
X
Externer Drucksensor für Achslast
Vorderachse RSS
Externer Solldrucksensor
186
X
X
X
Anhang
10
TEBS E2
841 802 ... 0
Abwandlungen
(siehe Anhänge)
157
158
159
190
191
192
194
195
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
SA
ZA
ECAS 1- ECAS 1TASC
ECAS 1- ECAS mit ECAS mit ECAS 1ECAS 1Punkt mit Punkt mit
(RTRPunkt mit
11Punkt mit Punkt mit
zwei 11Funktion)
2kreisigem kreisigem
11kreisigen kreisigem
kreisigem
LACV
LACV
kreisigen kreisigen
Bezeichnung
LACV
LACV und
ECASund RestLACV und LACV und
2Block
druckhal22kreisigem
tung
kreisigem kreisigem
ECASECASECASBlock
Block
Block
Funktionen
Entladeniveauschalter
X
X
X
X
X
X
X
Wegsensor(en) (LS)
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
ECAS heben & senken mit
Liftachse
ECAS heben & senken
X
Straßenfertigerbremse
X
X
X
X
X
X
X
BVA Bremsbelagverschleißanzeige
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Zwangssenken
X
X
Anfahrhilfe mit Restdruck
Anfahrhilfe
X
X
X
X
2-kreisiges LACV
1-kreisiges LACV
ISS
X
X
X
X
X
X
X
Externer Drucksensor für
Achslast Vorderachse RSS
Externer Solldrucksensor
X
187
10
TEBS E2
Anhang
Spezielle Schemata - Sattelanhänger
Beschreibung
GIO1 GIO2 GIO3 GIO4 GIO5 IN/OUT GIO6 GIO7
841 701 227 0 – Immobilizer
(im Anhang)
LACV-IC
X
ISO 1185 (24N)
X
Kabel für Alarmsignal
X
841 802 196 0 – Tankfahrzeuge
Wegsensor + Liftachse 2
X
ECAS 1-Punkt-Regelung, Heben und Senken
1. Achse liftbar und Anfahrhilfe
X
X
X
3. Achse Schleppachse und Rangierhilfe über Taster
X
Zwangssenken
ISS1 für Entlüftung der Federspeicher bei offener Klappe des
Armaturenschrankes (Interlock)
X
X
Versorgung über 24 N durch die Tankelektronik beim Entladen
mit ausgeschalteter Zündung (für die erforderlichen ECASFunktionen)
X
841 802 197 0 – Tankfahrzeuge
Wegsensor
X
Liftachse 1
X
ECAS 1-Punkt-Regelung, Heben und Senken
X
1. Achse liftbar und Anfahrhilfe
X
3. Achse Nachlauflenkachse
Zwangssenken
X
ISS1 für Entlüftung der Federspeicher bei offener Klappe des
Armaturenschranks
X
ISS2 für die Lenkachssperre
X
Versorgung über 24N durch die Tankelektronik beim Entladen mit
ausgeschalteter Zündung (für die ECAS-Funktionen)
X
841 802 198 0 – Straßenfertigerbremse
(im Anhang)
Anfahrhilfe und Schalter für Fertiger EIN/AUS
X
ECAS 1-Punkt-Regelung, Heben und Senken
X
ECAS 1-Punkt-Regelung, Liftachse 1
X
Wegsensor und Näherungsschalter als Entladeniveauschalter
X
Liftachse 2 (LACV)
X
841 802 199 0 – Straßenfertigerbremse
(im Anhang)
Anfahrhilfe und Schalter „Straßenfertigerbremse EIN/AUS“
Liftachse 1 (LACV)
188
X
X
Anhang
Beschreibung
10
TEBS E2
GIO1 GIO2 GIO3 GIO4 GIO5 IN/OUT GIO6 GIO7
ECAS Heben und Senken
X
Näherungsschalter und Wegsensor
X
Telematik
X
BVA
X
Liftachse 2 (LACV)
X
841 802 235 0 – OptiTurnTM / OptiLoadTM mit ECAS
(im Anhang)
Drucksensor
X
ECAS (Heben und Senken)
TM
X
TM
ECAS (OptiTurn
Liftachse
& OptiLoad ) – Y-Kabel – Schlepp- oder
X
OptiTurnTM & OptiLoadTM Schalter – Y-Kabel
X
ECAS Wegsensor – Y-Kabel
X
Liftachse 2 (LACV) – Y-Kabel
X
ECAS Grüne Warnlampe
X
841 802 236 0 – OptiTurn
(im Anhang)
TM
TM
/ OptiLoad
mit ECAS
Drucksensor
X
ECAS Heben und Senken
TM
LACV-IC (OptiTurn
TM
OptiTurn
X
TM
& OptiLoad ) – Y-Kabel
TM
& OptiLoad
X
Schalter – Y-Kabel
X
ECAS-Wegsensor – Y-Kabel
X
Liftachse 2 (LACV) – Y-Kabel
X
ECAS Grüne Warnlampe
X
841 802 240 0 / 841 802 241 0 – OptiTurn
(im Anhang)
TM
Drucksensor
OptiTurn
mit konventioneller Luftfederung
X
LACV-IC (OptiTurnTM & OptiLoadTM) – Y-Kabel
TM
/ OptiLoad
TM
TM
& OptiLoad
Schalter – Y-Kabel
X
X
841 802 250 0 – ECAS 2-Punkt-Regelung mit Batterie und Schleppachssteuerung
(im Anhang)
841 802 280 0 – TailGUARDlight
(im Anhang)
841 802 281 0 – TailGUARD
(im Anhang)
841 802 282 0 – TailGUARDMAX
(im Anhang)
841 802 283 0 – TailGUARDRoof
841 802 290 0 – Trailer Extending Control für Deichselfahrzeuge oder teleskopierbare Fahrzeuge
(im Anhang)
2. Drucksensor für RSS
X
189
10
TEBS E2
Anhang
Beschreibung
GIO1 GIO2 GIO3 GIO4 GIO5 IN/OUT GIO6 GIO7
Drehschieberventil oder TASC
2. Drehschieberventil oder TASC
X
X
Schalter für Trailer Extending Control
X
BVA
X
841 802 291 0 – Notfallbremslicht-Funktion
(im Anhang)
Drehschieberventil oder TASC
X
Liftachse
X
Taster „Zwangssenken / Anfahrhilfe“
X
BVA
X
Bremslichtansteuerung
X
841 802 292 0 – Gabelstaplerregelung
(im Anhang)
Drehschieberventil oder TASC
Liftachse
Taster „Zwangssenken“
BVA
Nährungsschalter für Gabelstaplerregelung
190
X
X
X
X
X
Anhang
TEBS E2
10
191
10
192
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
193
10
194
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
195
10
196
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
197
10
198
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
199
10
200
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
201
10
202
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
203
10
204
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
205
10
206
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
207
10
208
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
209
10
210
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
211
10
212
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
213
10
214
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
215
10
216
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
217
10
218
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
219
10
TEBS E2
Anhang
10.6 Trailer EBS E Bremsschemata
Für die Schemata in dieser Systembeschreibung besteht kein Änderungsdienst.
Bremsschemata
Rufen Sie im Internet die Seite http://www.wabco-auto.com/ auf.
Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Index.
Geben Sie Schaltplan in das Suchfeld ein.
Klicken Sie auf Eigenschaft => Verwendung => Trailer EBS E.
Achse(n)
ABSSystem
Nummer
Tristop Überlastschutzventil PEM TCE
Mechanische
Federung
Zusätzlicher
Anhänger
PREV
Modulator
Vorderachse
Bemerkung
Sattelanhänger
1
2S/2M
841 701 180 0
(im Anhang)
x
1
2S/2M
841 701 181 0
x
1
2S/2M
841 701 182 0
x
2
2S/2M
4S/2M
841 701 190 0
x
x
x
2
4S/3M
841 701 191 0
x
x
x
2
2S/2M
841 701 192 0
x
x
2
2S/2M
4S/2M
841 701 193 0
x
x
x
2
4S/3M
841 701 195 0
x
x
x
2
4S/3M
841 701 196 0
x
x
x
3
4S/3M
841 701 050 0
x
3
4S/3M
841 701 055 0
x
3
4S/3M
841 701 057 0
x
x
x
CANRepeater +
Select Low
3
4S/3M
841 701 058 0
x
x
x
CANRepeater
3
2S/2M
4S/2M
841 701 100 0
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 101 0
x
x
3
2S/2M
841 701 102 0
x
x
3
4S/2M+1M
841 701 103 0
x
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 104 0
x
3
4S/2M+1M
841 701 105 0
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 106 0
(im Anhang)
x
x
x
3
2S/2M
841 701 107 0
x
x
x
220
x
x
x
x
x
Dolly / hydraulische
Federung
x
Nur eine
Achse
Tristop!
x
CANRepeater
x
Select Low
x
x
x
Select Low
Anhang
Tristop Überlastschutzventil PEM TCE
Achse(n)
ABSSystem
Nummer
3
2S/2M
841 701 108 0
x
3
2S/2M
841 701 109 0
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 110 0
(im Anhang)
x
x
x
3
4S/3M
841 701 111 0
x
x
x
3
2S/2M
841 701 112 0
x
x
x
3
4S/3M
841 701 113 0
(im Anhang)
x
x
x
3
4S/3M
841 701 114 0
x
x
3
4S/2M
841 701 115 0
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 116 0
x
3
2S/2M
841 701 117 0
x
x
x
3
4S/2M+1M
841 701 118 0
x
x
x
3
4S/3M
841 701 119 0
x
x
x
3
4S/2M+1M
841 701 221 0
x
x
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 222 0
3
4S/2M+1M
841 701 223 0
3
4S/3M
841 701 224 0
3
2S/2M
4S/2M
841 701 227 0
x
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 228 0
x
x
x
x
3
2S/2M
4S/2M
841 701 229 0
x
x
x
x
4
4S/3M
841 701 050 0
x
4
4S/3M
841 701 051 0
x
4
4S/3M
841 701 052 0
x
4
4S/3M
841 701 055 0
(im Anhang)
x
7
4S/3M
841 701 210 0
x
x
Mechanische
Federung
TEBS E2
Zusätzlicher
Anhänger
x
x
PREV
x
x
Bemerkung
x
Select Low
(Relaisventil)
x
Select Low
(Relaisventil)
x
x
Modulator
Vorderachse
10
Select Low
(Relaisventil)
Innenlader
x
Select Low
EBS-Relais
auf Achse 1
x
x
Immobilizer
x
Select Low
1. Achse
x
x
x
Select Low
1. Achse
(Relaisventil)
CANRepeater
x
Hydraulische
Federung
Zentralachsanhänger
1
2S/2M
841 601 290 0
x
x
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 280 0
(im Anhang)
x
x
x
2
4S/3M
841 601 281 0
x
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 282 0
(im Anhang)
x
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 283 0
x
x
x
VB Aggregat
x
x
x
Dolly
221
10
Achse(n)
TEBS E2
ABSSystem
Nummer
Anhang
Tristop Überlastschutzventil PEM TCE
2
2S/2M
4S/2M
841 601 284 0
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 285 0
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 286 0
x
2
2S/2M
4S/2M
841 601 287 0
(im Anhang)
x
3
4S/2M
2S/2M
841 601 300 0
x
3
4S/2M
2S/2M
841 601 301 0
x
Mechanische
Federung
x
x
Zusätzlicher
Anhänger
PREV
Modulator
Vorderachse
Bemerkung
x
Beide Achsen mit
Tristop
x
x
Dolly / hydraulische
Federung
x
x
Dolly
x
x
Dolly CANRouter
x
x
x
Deichselanhänger
2
4S/3M
841 601 220 0
x
2
4S/3M
841 601 223 0
(im Anhang)
x
2
4S/3M
841 601 224 0
(im Anhang)
x
x
2
4S/3M
841 601 225 0
x
x
2
4S/3M
841 601 226 0
2
4S/3M
841 601 227 0
2
4S/3M
841 601 228 0
2
4S/3M
841 601 229 0
x
2
4S/3M
841 601 230 0
x
2
4S/3M
841 601 341 0
x
3
4S/3M
841 601 230 0
x
3
4S/3M
841 601 231 0
x
3
4S/3M
841 601 232 0
(im Anhang)
x
3
4S/3M
841 601 233 0
x
3
4S/3M
841 601 235 0
x
4
4S/3M
841 601 240 0
x
x
x
4
4S/3M
841 601 241 0
x
x
x
4
4S/3M
841 601 242 0
x
4
4S/3M
841 601 243 0
x
4
4S/3M
841 601 244 0
x
4
2x 4S/2M
841 601 245 0
x
4
4S/3M
841 601 246 0
x
222
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
CAN-Router
2x 4S/2M
x
x
Anhang
TEBS E2
10
223
10
224
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
225
10
226
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
227
10
228
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
229
10
230
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
231
10
232
TEBS E2
Anhang
Anhang
TEBS E2
10
233
TEBS E2
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Achslast 41
1
1-Punkt-Regelung 53
Ausgabe 41
Achslastermittlung
2
1-kreisig 31
24N 27
2-kreisig 31
2-Punkt-Regelung 53
Achslastsensor
2S/1M 21
extern 42, 65
2S/2M 21
Adapterkabel 180
2S/2M+SLV 21
Adhäsionsgelenkte Lenkachse 38
ALB 31
4
Kennlinie Deichselanhänger 33
4S/2M 21
4S/2M+1M+SHV 21
4S/3M 21
Kennlinie Sattelanhänger 32
Anfahrhilfe (Traction Help) 62
Aktivierung 63
4S/4M 21
Diagnose 74
6
Kabel 179
6S/3M 21
Ventilkonfigurationen 63
Anfahrhilfe / Rangierhilfe
A
Abmessungen (TEBS E Modulator) 107
ABS 36
Kabel 181
Anhängerbremsanlage 15
ABS-aktiv-Signal 62
Anhänger-Fernbedienung (Trailer Remote Control)
100, 150
ABS-Drehzahlsensor 25
Anlenkung 54
ABS-Konfigurationen 21, 36
Anschlüsse
2S/2M 21
elektrisch 108
2S/2M+SLV 21
pneumatisch 24, 109, 169
4S/2M 21
Ansprechdrücke prüfen 166
4S/2M+1M+SHV 21
Anzugsmomente 165
4S/3M 21
Ausdruck von pdf-Dateien 147
Deichselanhänger 23
Austausch 164
Lenkachsen 22
Liftachsen 22
B
Mehrachsaggregate 22
Batterieversorgung/-ladung 99
Sattelanhänger 23
Bedienbox
Schleppachsen 22
ECAS 55
Zentralachsanhänger 23
Kabel 182
ABS-Relaisventil 24
Kabel 178
ABS-Sensorverlängerung
Kabel 180
234
Bedieneinheit
ECAS 55
Kabel 182
Bedienung 150
Stichwortverzeichnis
ECAS (Niveauregelung) 155
TEBS E2
Bremssystem TEBS E 13
Immobilizer (Wegfahrsperre) 90, 153, 158
Ausführung 19
Bereifung 19
Deichselanhänger 14
Betriebsdatenspeicher (ODR) 43, 87, 91
Sattelanhänger 13
Ereignisrekorder 45
Historische Daten 43
Betriebsstundenzähler 41
BO-Kraftkreis 68
Bounce Control (Entspannungsfunktion) 81
Bremsanlage 15
ABS-Drehzahlsensor 25
ABS-Relaisventil 24
Verwendungsbereich 19
C
CAN-Diagnose
Kabel 181
CAN-Repeater 25
CAN-Router 25
CAN-Router / CAN-Repeater
Verlängerungskabel 178
CAN-Repeater 25
CAN-Router 25
D
Drucksensor 25
Dauerplus 1 und 2 76
EBS-Relaisventil 24
Deichselanhänger
Bremsschemata 222
Komponenten 21, 24, 30
Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV) 24
Diagnose
Hardware 162
PEM 24
Select High Ventil 25
Diagnostic Interface 162
Select Low Ventil 24
Diagnostic Software
Steckerzuordnung 137
TEBS E Modulator 24
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) 29, 75
Diagnostic Software TEBS E 129
Bremsberechnung 19
DIN 72585 20
Bremsfunktionen
Doppelabsperrventil 24
ABS 36
Doppelrückschlagventil 25
ALB 31
Drehzahlsensor 25
Druckregelung 35
Druckregelung 35
Externer Sollwertdrucksensor 30
Druckschriften 12
Mechanische Federungen 34
Drucksensor 25, 30, 66
Notbremsfunktion 40
Hydraulische Federung 33
Prüfmodus 39
Kabel 179
RSS 37
Reparatur 24
Sollwerterkennung 30
Dynamische Radstandsregelungen 51, 66
Stillstandsfunktion 38
Dynamischer Radlastwechsel 57
Überlastschutz 35
Vorratsdrucküberwachung 39
Bremslösefunktion 85
Bremsschemata 117, 220
Deichselanhänger 222
Sattelanhänger 220
Zentralachsanhänger 221
E
EBS-Relaisventil 24
Kabel 178
ECAS
1-Punkt-Regelung 53
2-Punkt-Regelung 53
235
TEBS E2
Stichwortverzeichnis
Anlenkung 54
ELEX (Elektronisches Erweiterungsmodul) 92
Entladeniveau 58
ELEX Versorgung
externe ECAS 101
Kabel 181
Fahrniveau I (Normalniveau) 57
Entladeniveau 58
Fahrniveau II 57
Entladeniveauschalter 58
Fahrniveau III 57
Entsorgung 168
Fahrniveau IV 58
Entspannungsfunktion (Bounce Control) 81
Grüne Warnlampe 59
EOL-Test 143
Hebel 54
Ereignisrekorder 45
Memoryniveau 59
Externe ECAS 101
Sollniveauregelung 56
Externe Systeme 92
Systemaufbau 17
Externer Achslastsensor 42, 65
ECAS (Luftfederung) 52, 99
ECAS (Niveauregelung)
Bedienung 155
ECAS 2-Punkt-Regelung 53, 98
Kabel 182
ECAS extern
Externer Sollwertdrucksensor 30
F
Fahrniveaus 57, 77
Formulare 12
Frei konfigurierbare Funktionen
Analogfunktion 91
Kabel 180
Digitalfunktion 91
ECAS-Bedienbox 55
Kabel 178
ECAS-Bedieneinheit 55
Kabel 178
Einbau
Erweiterungen 91
Funktionstest 143
Funktionstest beim Einschalten 26
G
ELEX 119
Gabelstaplerregelung 84
Komponenten Immobilizer 89, 117
Geschwindigkeitsschalter ISS 1 und ISS 2 16, 61
TailGUARD-Komponenten 95, 97, 98, 118
Geschwindigkeitssignal 76
TEBS E Modulator 24, 110
GIO 46
Ultraschallsensoren 118
GIO-Analogeingang 46
Wegsensor 35, 99, 116
GIO-Endstufe 46
Einbauvorschrift
RSS 110
GIO-Funktionen 46, 150, 151, 183
ABS-aktiv-Signal 62
Einleitung 11
Anfahrhilfe (Traction Help) 62
Einsteckverbindung 115
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) 29, 75
Elektromagnetische Verträglichkeit 20
Bremslösefunktion 85
Elektronisches Erweiterungsmodul (ELEX) 92
Dauerplus 1 und 2 76
ELEX
Deaktivierung der Niveauregelung 60
Anschlüsse elektrisch 108
Dynamische Radstandsregelungen 51, 66
Batterieversorgung/-ladung 99
ECAS (Luftfederung) 52, 99
ECAS 2-Punkt-Regelung 53, 98
ECAS Grüne Warnlampe 59
TailGUARD 93, 118
Entspannungsfunktion (Bounce Control) 81
236
Stichwortverzeichnis
Externer Achslastsensor 42, 65
Histogramme 44
Frei konfigurierbare Funktionen 91
Tripspeicher 44
Gabelstaplerregelung 84
Hydraulische Federung
Geschwindigkeitsschalter ISS 1 und ISS 2 16, 61
Geschwindigkeitssignal 76
Kippwarnung (Tilt Alert) 83
Liftachssteuerung 48
Drucksensor 33
I
Immobilizer
Aktivierung / Deaktivierung 158
Merkmale 183
Einbau Komponenten 89, 117
Rangierhilfe (OptiTurn) 68
Freischaltung und Aktivierung 89
RSS-aktiv-Signal 62
GIO-Schemata 188
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung 51,
73
Notlösefunktion bzw. Notentriegelung 87, 159
PUK 89
Spannungsversorgung von Telematik 76
Sperrung der Lenkachse 61, 82
Immobilizer (Wegfahrsperre) 86
Bedienung 90, 153, 158
Straßenfertigerbremse 77
Stützlastreduzierung (OptiLoad) 66
Inbetriebnahme 129
Trailer Extending Control 80
Installation 106
Trailer Remote Control 128
Übersicht 47
Wegfahrsperre (Immobilizer) 86
ISO 1185 20
Zusatzbremslicht (Emergency Brake Alert) 85
ISO 11898 20
Zwangssenken der Liftachse 74
ISO 11992 20
GIO-Schemata 186
TEBS E2
ISO 12098 20
Immobilizer 188
ISO 4141 20
OptiTurn / OptiLoad 189
ISO 7638 20
Straßenfertigerbremse 188
ISS 1 / ISS 2 16, 61
Tankfahrzeuge 188
IVTM
Kabel 178
GIO-Wegsensoreingang 46
Grüne Warnlampe (ECAS) 59
IVTM (Reifendrucküberwachung) 103
Gutachten 20, 85
K
ABS 20
Kabel
ADR/GGVS 20
ABS-Relaisventil 178
Bremslöse- und Entspannungsfunktion 20
ABS-Sensorverlängerung 180
CAN-Router 20
Anfahrhilfe (Traction Help) 179
EBS 20
Anfahrhilfe / Rangierhilfe 181
RSS für TEBS E 20
Anfahrhilfe + Zwangssenken (bzw.
Entladeniveauschalter) 179
TEBS D / TEBS E 20
H
Hardware (Diagnose) 162
Hebel 54
Histogramme 44
Historische Daten
Bedienbox 182
Bedieneinheit 182
CAN-Diagnose 181
Drucksensor 179
EBS-Relaisventil 178
ECAS 2-Punkt-Regelung 182
237
TEBS E2
Stichwortverzeichnis
ECAS-Bedienbox 178
ECAS-Bedieneinheit 178
Kabel 182
Luftfederung
ELEX Versorgung 181
1-Punkt-Regelung 53
externe ECAS 180
2-Punkt-Regelung 53
IVTM 178
ECAS-Bedienbox 55
LIN-Ultraschallsensor 182
ECAS-Bedieneinheit 55
RTR 179
elektronisch geregelt (ECAS) 17
SmartBoard 178
konventionell 15
Straßenfertigerbremse 181
Liftachsventil 49
TCE 179
SmartBoard 55
Telematik 178, 181
TEBS E Modulator 53
Universal 178
Wegsensor 54
Verschleißindikator 180
Wegsensor 179
Kabelfixierung 113
Kabelmontage 113
Kabelübersicht 25, 100, 114, 176
Kalibrierung
Ultraschallsensoren 143, 165
Wegsensoren 145
Kennlinie
M
Mechanische Federungen 34
Kalibrierung des Wegsensors 35, 146
Mehrachsaggregate 22
Memoryniveau 59
MSR 21
Multi-Voltage Modulator 19, 27
N
Deichselanhänger 33
Nachlauflenkachse 38
Sattelanhänger 32
Näherungsschalter 78
Kilometerzähler 40
Niveauregelung ECAS
Bedienung 155
Gesamtkilometerzähler 40
Tageskilometerzähler 41
Niveauregulierung 17, 60
Deaktivierung 60
Kippwarnung (Tilt Alert) 83
Komponenten 46, 150, 151
Bremsanlage 21, 24, 30
Konfigurationen
Fahrzeuge mit TEBS E und RSS 112
Normalniveau 57
Normen 20, 85
Notbremsfunktion 40
Notizbuchfunktion 42
L
O
Lenkachse
ODR (Betriebsdatenspeicher) 43, 87, 91
adhäsionsgelenkt 38
Sperrung 61, 82
Lenkachsen 22
Liftachssteuerung 48
Liftachsventil
federrückgeführt 49
impulsgesteuert 49
LIN-Ultraschallsensor
238
OptiLoad (Stützlastreduzierung) 66
Komponenten 70
OptiTurn (Rangierhilfe) 68
Komponenten 70
OptiTurn / OptiLoad
GIO-Schemata 189
Stichwortverzeichnis
P
TEBS E2
SmartBoard 55
Parametrierung 129
Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV) 24
Kabel 178
SmartBoard + IVTM
PEM 24
Varianten 24, 169
Kabel 178
Sollniveau 56
Pinbelegung 46, 171
Sollniveauregelung 56
Pneumatische Anschlüsse für TEBS E 24, 169
Sollwertdrucksensor
Pneumatische Redundanz 29
Poster 12
extern 30
Sollwerterkennung 30
Powerkabel 177
Externer Sollwertdrucksensor 30
PREV (Park-Löse-Sicherheitsventil) 24
Spannungsversorgung über Bremslicht (24N) 27
Prüfanweisung TEBS E 163
Spannungsversorgung von Telematik 76
Prüfmodus 39
Statischer Radlastwechsel 57
Steckerzuordnung
R
Radlastwechsel
dynamisch 57
statisch 57
Rangierhilfe (OptiTurn) 68
Reifendrucküberwachung (IVTM) 103
Diagnostic Software 137
Stillstandsfunktion 38
Stopplichtversorgung (24N)
Kabel 179
Straßenfertigerbremse 77
GIO-Schemata 188
Reparatur 164
Mechanischer Schalter 77
Drucksensor 24
Näherungsschalter 77
Rohre 115
RSS 37, 110
Einbauvorschrift 110
RSS-aktiv-Signal 62
RTR
Kabel 179
Kabel 181
Stützlastreduzierung (OptiLoad) 66
Subsystems 115
Symbolik 8
Systemaufbau
Bremssystem TEBS E 13
S
Systemausführung 19
Sattelanhänger
Systemmeldungen/Warnungen 28, 150
Bremsschemata 220
Schemata 186, 220
Systemschild TEBS E 147
Systemschulung
GIO 186
Schläuche 115
Schleppachsen 22
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung 51, 73
Select High Ventil (Doppelrückschlagventil) 25
Select Low Ventil (Doppelabsperrventil) 24
Sensor 25
Servicesignal 41
Sicherheitshinweise 8, 10
Simulation TEBS E 163
PIN 129, 145, 161, 164
Systemüberwachung 28
T
TailGUARD 93, 95, 118
Aktivierung 96
Deaktivierung 96
Komponenten 97
Systemkonfigurationen 94
TailGUARDlight 95
239
TEBS E2
Stichwortverzeichnis
TailGUARDMAX 95
Tilt Alert (Kippwarnung) 83
TailGUARDRoof 95
Traction Help (Anfahrhilfe) 62
Tankfahrzeuge
Trailer Extending Control 80
GIO-Schemata 188
TCE 102
Trailer Remote Control (Anhänger-Fernbedienung)
100, 150
Inbetriebnahme 128, 148
Kabel 179
TEBS E
TrailerGUARD (Telematik) 104
Pinbelegung 46, 171
Trip 44
Prüfungen 163
Tripspeicher 44
TEBS E Bremssystem
U
Deichselanhänger 14
Überlastschutz 35
Sattelanhänger 13
Ultraschallsensoren
Systemausführung 19
Kalibrierung 143, 165
Verwendungsbereich 19
TEBS E Diagnostic Software 129
Paramterierung 129
Systemschulung 129, 145, 161, 164
TEBS E Modulator 24, 53
Abmessungen 107
Anschlüsse elektrisch 108
Anschlüsse pneumatisch 109
Befestigung am Querträger 110
Bestandteile 26
Daten 106
V
Varianten
TEBS E Modulator 24, 169
Verlängerungskabel
CAN-Router / CAN-Repeater 178
Verschleißanzeige 29, 75
Verschleißindikator 75
Kabel 180
Verschraubungen 169
Voreilung 166
pneumatisch 35
Einbau am Rahmen 110
Einbau im Fahrzeug 24, 110
Funktionstest beim Einschalten 26
interne Funktionen 40
Multi-Voltage 19, 27
über CAN 35
Voreilung einstellen 167
Voreinstellung (TEBS E Modulator) 107
Vorratsdrucküberwachung 39
Pneumatische Anschlüsse 24, 169
W
Pneumatische Redundanz 29
Warnmeldungen 150
Spannungsversorgung über Bremslicht (24N) 27
Warnungen/Systemmeldungen 28, 150
Standard 169
Wartung 161
Systemschild 147
Wegfahrsperre (Immobilizer) 86
Systemüberwachung 28
Varianten 24, 169
Bedienung 90, 153, 158
Wegsensor 54
Voreinstellung 107
Einbau 35, 99, 116
Warnungen/Systemmeldungen 28, 150
Kabel 179
Telematik
Kabel 178, 181
Telematik (TrailerGUARD) 104
240
Kalibrierung 145
Werkstatthinweise 161
Wiederaufbereitung 168
Stichwortverzeichnis
TEBS E2
Zugabstimmung 166
Y
Y-Verteiler 180
Einstellung einer Voreilung 167
Prüfen der Ansprechdrücke 166
Z
Zentralachsanhänger
Bremsschemata 221
Zusatzbremslicht (Emergency Brake Alert) 85
Zwangssenken der Liftachse 74
Zweiwegeventil 25
241
Brems-, Stabilitäts-, Federungs- und
automatische Antriebssysteme für
schwere Nutzfahrzeuge. Zu unseren
Kunden gehören die führenden Lkw-,
Anhänger- und Bushersteller der Welt.
WABCO hat seinen Hauptsitz in Brüssel, Belgien.
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WABCO Vehicle Control Systems
(NYSE: WBC) ist einer der weltweit
führenden Anbieter für Sicherheits- und
Regelsysteme für Nutzfahrzeuge.
Seit mehr als 140 Jahren ist WABCO
federführend in der Entwicklung von
elektronischen, mechanischen und
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