Bedienungsanleitung GeldKarte-Automatenmodul MDB G

Bedienungsanleitung GeldKarte-Automatenmodul MDB G
Technische Dokumentation
Bedienungsanleitung
GeldKarte-Automatenmodul MDB
G-55.8300
11.00 HBe/ds/vBi
Ausgabe 1.1
BA.G5583-D
CRANE
National Rejectors, Inc. GmbH • Zum Fruchthof 6 • D-21614 Buxtehude
Telefon: +49 (0)4161-729-0 • Telefax: +49 (0)4161-729-115 • e-mail: info@nri.de • Internet: www.nri.de
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Inhaltsverzeichnis
1
GeldKarte-Automatenmodul G-55.8300 ............... 4
2
GeldKarte –
elektronische Geldbörse der ec-Karte ............... 5
Systembeschreibung ............................................... 5
Ladevorgang ............................................................ 5
Bezahlvorgang ......................................................... 5
Abrechnung .............................................................. 6
Händlerkarte ............................................................. 6
Vorteile für den Automatenbetreiber ......................... 6
3
Sicherheitshinweise.............................................. 7
4
Aufbau ..................................................................... 8
Leuchtdioden (IRDA-Platine) .................................. 10
Weck-Taste (IRDA-Platine) ................................... 10
Service-Taste (IRDA-Platine) ................................. 10
5
Inbetriebnahme .................................................... 11
Speichern und Auslesen der Transaktionsdaten ... 12
6
Betriebsparameter .............................................. 12
Automatennummer ................................................ 12
Konfigurieren der Automatennummer
über MDB ......................................................... 12
Konfigurieren der Automatennummer
über MDE ......................................................... 13
Konfigurieren der Automatennummer
über manuelle Eingabe ..................................... 13
2
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Terminal-ID ............................................................ 13
Konfigurieren der Terminal-ID
über MDE ......................................................... 14
Konfigurieren der Terminal-ID
über manuelle Eingabe ..................................... 14
Händlerreferenznummer ........................................ 14
Ändern der Händlerreferenznummer ................ 14
Konfigurieren der Händlerreferenznummer
über MDE ......................................................... 14
Konfigurieren der Händlerreferenznummer
über manuelle Eingabe ..................................... 14
7
Parametereinstellung über das Service-Menü 15
Akustische Signale ................................................. 15
Eintritt in das Service-Menü ................................... 15
Menüfunktionen ...................................................... 17
8
Displaymeldungen ............................................... 19
Statusmeldungen ................................................... 19
Service-Meldungen ................................................ 20
9
Technische Daten ............................................... 22
Abmessungen ........................................................ 24
CPU-Platine ...................................................... 24
IRDA-Platine ..................................................... 24
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1
4
GeldKarte-Automatenmodul G-55.8300
Das NRI GeldKarte-Automatenmodul G-55.8300 ist speziell für die Akzeptanz der GeldKarte, der elektronischen Geldbörse der deutschen Banken
und Sparkassen, entwickelt worden. Haupteinsatzgebiet des GeldKarteAutomatenmoduls sind jegliche Art von Automaten im Netz- oder Batteriebetrieb im Innen- und Außenbereich.
Das Modul G-55.8300 ist besonders gut für den Einsatz in Zigarettenautomaten oder Getränke- und Verpflegungsautomaten an öffentlichen Standorten geeignet, da es mit vandalismusgeschützter Kontaktiereinheit und
Metallmundstück betrieben werden kann. Aufgrund der modularen Konzeption können Sie das NRI GeldKarte-Automatenmodul mit verschiedenen
Kontaktiereinheiten und Mundstücken kombinieren und somit Ihren Anforderungen entsprechend anpassen.
Der Bezahlvorgang am Automaten wird mit dem NRI-GeldKarteAutomatenmodul sehr zügig abgewickelt, um den Kunden unnötige Wartezeit zu ersparen. Das elektronische Geld aus den Verkäufen mit der GeldKarte ist jederzeit sicher im GeldKarte-Automatenmodul gespeichert –
auch bei Stromausfall oder Betriebsstörungen. Die Entladung des elektronischen Geldes erfolgt über eine kontaktlose Infrarot-Schnittstelle nach
IRDA-Norm und entspricht den branchenüblichen Standards für mobile
Datenerfassungsterminals (MDE). Mit Hilfe des NRI Geld-Sammel-Terminals GST-MDE, ein mobiles Auslesegerät, können Einreichdateien aus
dem GeldKarte-Automatenmodul bis zu insgesamt 15.000 Transaktionen
gesammelt werden. Die Umsatzdaten werden über eine IRDA-Schnittstelle an einen PC übertragen, um sie dann per Modem an die zuständige
Evidenzzentrale einreichen zu können.
Das GeldKarte-Automatenmodul bietet die im folgenden aufgeführten
Vorteile:
H geringer Platzbedarf, kompakte Abmessungen des Grundmoduls
H modularer Aufbau, verschiedene Kontaktiereinheiten verwendbar
H Downloadfähigkeit für einfache Software-Upgrades
H schnelle Zahlungsabwicklung am Automaten durch spezielles Chipkarten-ASIC
H geeignet für den Betrieb im Innen- und Außenbereich
H geringe Stromaufnahme im Batteriebetrieb (Standby: weniger als 0,5 µA)
H schnelle und sichere Übertragung der Umsatzdaten über InfrarotSchnittstelle
Das NRI GeldKarte-Automatenmodul verfügt über eine Zulassung des
Zentralen Kreditausschusses (ZKA, Dachorganisation der deutschen
Banken und Sparkassen) für den Betrieb im GeldKarte-System.
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GeldKarte –
elektronische Geldbörse der ec-Karte
Systembeschreibung
Die GeldKarte ist die elektronische Geldbörse der deutschen Kreditwirtschaft. Das System wird vom ZKA betrieben.
Die GeldKarte ist als bargeldloses Zahlungsmittel für Kleingeldkäufe konzipiert. Zu diesem Zweck werden Euroscheckkarten zusätzlich mit dem
GeldKarte-Chip ausgerüstet, der Funktionen zum Auf- und Entladen der
elektronischen Geldbörse sowie Informationen zum Kundenkonto enthält.
Ladevorgang
Das Laden der GeldKarte kann am Bankschalter, an Bank-Serviceterminals oder Geldautomaten erfolgen. Das Aufladen erfolgt durch Abbuchung vom Girokonto oder gegen Bareinzahlung.
Der maximale Ladebetrag ist z.Zt. auf DM 400,- begrenzt.
Bezahlvorgang
Der Bezahlvorgang erfolgt ohne Autorisierung, also ohne Eingabe einer
Geheimzahl (PIN) oder eine Unterschrift. Der Zahlungsvorgang erfordert
im Gegensatz zu „electronic cash“ keine Online-Verbindung zu einer
Abrechnungszentrale, sondern läuft offline ab.
Der Bezahlvorgang mit der GeldKarte hat daher folgende Vorteile:
H schnelle Zahlungsabwicklung
H keine Kosten für Telefon- bzw. Online-Verbindung für jede Verkaufsaktion
Am Verkaufsautomaten erfolgt der Zahlungsvorgang analog zum Bargeldverkauf:
1. Einstecken der GeldKarte
2. Anzeige des Guthabens
3. Auswahl des Produktes
4. Abbuchung des Verkaufspreises vom Guthaben der GeldKarte
5. Ausgabe des gewählten Produktes
6. Ausgabe der GeldKarte
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Abrechnung
Das GeldKarten-Automatenterminal speichert die Daten jeder Transaktion,
also von Verkaufsvorgängen oder Stornierungen bei leerem Warenschacht, in elektronischer Form. Zum Abrechnen wird vom Automatenterminal ein Kassenschnitt durchgeführt und die Transaktionsdaten werden zu einer Datei, der Einreichdatei, zusammengefasst.
Die Einreichdatei wird aus dem Automatenterminal ausgelesen und über
ein Modem an die Abrechnungsstelle für GeldKarten-Transaktionen, die
Evidenzzentrale, übertragen.
Die Evidenzzentrale überweist den sich daraus ergebenden Betrag auf
das Händler-Bankkonto.
Händlerkarte
Zum Betrieb im Zahlungssystem GeldKarte benötigt jedes Terminal eine
Händlerkarte („kleine“ Chipkarte im Format ID000 Plug-In). Im Chip der
Händlerkarte sind Informationen über die Händlerbank und das Händlerkonto gespeichert.
Diese Informationen werden zusammen mit jeder GeldKarten-Transaktion
abgespeichert und haben zur Folge, dass der Umsatz dieser Transaktion
ausschließlich dem auf der Händlerkarte vermerkten Bankkonto gutgeschrieben werden kann. Durch diese Verknüpfung von Umsatzdaten und
Händlerbankkonto gewährt das Zahlungssystem GeldKarte eine sehr hohe
Sicherheit gegen elektronischen Diebstahl oder Betrug.
Die Händlerkarte können Sie bei Ihrem Kreditinstitut beziehen. Ihre Bank
oder Sparkasse informiert Sie auch über die Adresse und Telefonnummer
der zuständigen Evidenzzentrale.
Sowohl Händlerkarten als auch GeldKarten sind nur eine begrenzte
Zeit gültig. Nach Ablauf des Gültigkeitszeitraumes funktionieren sie
nicht mehr und müssen ersetzt werden.
Vorteile für den Automatenbetreiber
Durch Verwenden des Zahlungssystems GeldKarte erlangt der
Automatenaufsteller einige Vorteile:
H Der Kunde hat immer „das passende Kleingeld“ parat
H Pfenniggenaue Preisgestaltung ist möglich
H Wegfall bzw. Reduzierung der Bargeldentsorgung
H Verringerung des Vandalismus-Risikos
H Reduzierung der Falschgeldproblematik
H Einfachste Währungsumstellung auf den Euro
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Sicherheitshinweise
Das GeldKarte-Automatenmodul darf nur von einem Elektrofachmann
(z.B. Mitarbeiter des NRI-Kundendienstes) angeschlossen werden.
Ziehen Sie den Automatenstecker, bevor Sie das Modul installieren.
Halten Sie Rücksprache mit NRI, wenn Sie Veränderungen, An- und Umbauten am GeldKarte-Automatenmodul vornehmen wollen.
Das Modul beinhaltet Bauelemente, die durch elektrostatische Entladung
geschädigt oder zerstört werden können. Nehmen Sie Eingriffe in das
Gerät nur unter Einhaltung der einschlägigen Sicherheitsmaßnahmen
gegen elektrostatische Entladungen (ESD) vor (gemäß EN 100015 Teil 1).
Schließen Sie den Schutzleiter an, bevor Sie das GeldKarte-Automatenmodul einschalten.
Prüfen Sie vor Inbetriebnahme des Moduls die Anschlussspannung
(s. Kap. 9 „Technische Daten“).
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Aufbau
Das GeldKarte-Automatenmodul G-55.8300 setzt sich aus einer CPUPlatine (Hauptplatine) und einer IRDA-Platine zusammen. Die wesentlichen Bestandteile der beiden Platinen sind in Abb. 1 und 2 dargestellt.
Kunden-LED-Anzeige
(optional)
Steckverbinder –
IRDA-Platine
4
Anschluss –
Multi Drop Bus
(MDB)
Plug-In-Fassung –
Händlerkarte
Schnittstelle –
GeldKarte
(Börsenkarte)
Abb. 1: Aufbau – CPU-Platine
Service-Taste
Weck-Taste
Steckverbinder –
CPU-Platine
LED – grün
LED – rot
IRDA-Transceiver
Lautsprecher
Abb. 2: Aufbau – IRDA-Platine
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Das GeldKarte-Automatenmodul kann entweder mit
H einer vandalismusgeschützten Kontaktiereinheit mit Metallmundstück
oder
H einer Kontaktiereinheit Pushmatic mit Metallmundstück
betrieben werden (s. Abb. 3).
Grundmodul –
CPU-Platine und IRDA-Platine
vandalismusgeschützte
Kontaktiereinheit
Kontaktiereinheit Pushmatic
Abb. 3: Anschlussvarianten – Grundmodul
Ein MDB-Anschlusskabel mit integriertem Netzteil ist optional erhältlich und für netzbetriebene Automaten erforderlich (Versorgungsspannung am MDB-Anschluss > 18 V DC).
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Leuchtdioden (IRDA-Platine)
Die unterschiedlichen Betriebszustände des GeldKarte-Automatenmoduls
werden durch Blinken der roten bzw. grünen LED auf der IRDA-Platine
signalisiert:
otes Blinken:
nicht betriebsbereit
rot-/grünes Blinken: betriebsbereit, aber vom Automaten gesperrt
grünes Blinken: betriebsbereit
Blinken die LEDs mit kurzen Doppel-Impulsen, befindet sich das
GeldKarte-Automatenmodul im Batteriemodus.
Bei regelmäßigem Blinken der LEDs ist der Netzbetrieb konfiguriert.
Weck-Taste (IRDA-Platine)
Im Batteriebetrieb kann das GeldKarte-Automatenmodul entweder durch
Einführen einer GeldKarte, über den MDB-Bus, durch Anlegen der Betriebsspannung oder durch Betätigen der Weck-Taste geweckt werden.
Wird die Weck-Taste innerhalb der ersten 5 Sekunden nach dem Wecken
dauerhaft gedrückt (für ca. 5 Sekunden), werden folgende Parameter im
Automatenmodul zurückgesetzt: Automatennummer, Terminal-ID, EVADTS-Passwort (s. Kap. 6 „Betriebsparameter“).
Service-Taste (IRDA-Platine)
Wird die Taste im Normalbetrieb kurz gedrückt, werden Software- und
Statusinformationen auf dem Automaten-Display ausgegeben (s. Abschnitt
„Statusmeldungen“ in Kap. 8).
Ein längeres Betätigen der Service-Taste (ca. 6–7 Sekunden) dient dem
manuellen Zurücksetzen eines ggf. gespeicherten Fehlerstatus.
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Inbetriebnahme
Das GeldKarte-Terminal schaltet ggf. automatisch vom Netzbetrieb in den
Batteriebetrieb. Das Umstellen von Batterie- auf Netzbetrieb muss manuell im
Service-Menü vorgenommen werden (s. Kap. 7, Abschnitt „Eintritt in das
Service-Menü“, Menüpunkt „KONFIGURATION: - STROMVERSORG.).
Im Netzbetrieb (Versorgungsspannung am MDB-Bus mehr als 18 V)
muss ein Anschlusskabel mit integriertem Netzteil verwendet werden.
Zur Inbetriebnahme des GeldKarten-Automatenmoduls gehen Sie nun wie
folgt vor:
H Setzen Sie die Händlerkarte in eine der Plug-In Fassungen auf der
CPU-Platine ein und verriegeln Sie die Fassung (s. Abb. 1 und 4).
H Verbinden Sie die IRDA- mit der CPU-Platine (s. Abb. 4).
H Schließen Sie die Kontaktiereinheit (Geld-/Börsenkarte) an (s. Abb. 1
und 4).
H Schließen Sie das Automatenkabel (MDB) an (s. Abb. 1 und 4).
H Schalten Sie den Automaten ein.
Automat mit
MDB-Steuerung
IRDA-Platine
CPU-Platine
5
Kartenleser
Abb. 4: Anschlussplan
Das Austauschen der Händlerkarte darf ausschließlich bei ausgeschaltetem GeldKarte-Terminal erfolgen!
Vor Austauschen der Händlerkarte empfiehlt es sich, die aktuelle
Bezahldatei auszulesen.
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Speichern und Auslesen der Transaktionsdaten
Das GeldKarte-Automatenmodul speichert GeldKarte-Transaktionsdaten
in einer aktuellen Bezahldatei und vier Backup-Dateien mit jeweils 600
Transaktionen.
Das Konfigurieren des GeldKarten-Automatenmoduls sowie das Auslesen
der Transaktionsdaten erfolgt nach dem EVA-DTS Protokoll mit max.
115200 Baud über den Infrarot-Transceiver.
6
Betriebsparameter
Die folgenden Betriebsparameter (Automatennummer, Terminal-ID,
Händlerreferenznummer) dienen vor allem buchhalterischen Zwecken des
Automatenaufstellers.
Automatennummer
Die Automatennummer wird in Form von 12 numerischen Zeichen gespeichert.
Konfigurieren der Automatennummer über MDB
Die Automatennummer kann vom Automaten (VMC = Vending
Machine Controller) über das MDB-Kommando gesetzt werden.
Bei einem VMC, der lediglich den MDB-Level 2 realisiert, wird dieses
Kommando nur teilweise unterstützt.
Falls der Automat das Kommando übermittelt, wird die Automatennummer vom GeldKarte-Automatenmodul grundsätzlich übernommen.
Die Übernahme erfolgt auch dann, wenn zuvor über die manuelle
Eingabe oder das MDE eine andere Nummer eingestellt wurde.
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Konfigurieren der Automatennummer über MDE
Das MDE kann über das EVA-DTS-Protokoll die Automatennummer
konfigurieren.
Diese Konfiguration ist ausschließlich bei MDB-Systemen mit Level 2
zulässig (MDB-Level 3 à keine Übernahme der Automatennummer
aus dem MDE).
Konfigurieren der Automatennummer über manuelle Eingabe
Über das Service-Menü kann die Automatennummer manuell geändert
werden (s. Kap. 7, Abschnitt „Menüfunktionen“, Menüpunkt „KONFIGURATION:
- AUTOMATENNUMMER“).
Die manuelle Veränderung der Automatennummer mittels ServiceMenü ist ausschließlich bei MDB-Systemen mit Level 2 zulässig (MDB
Level 3 à keine manuelle Änderung der Automatennummer über
Service-Menü).
Terminal-ID
Die Terminal-ID (ID = identifier) wird in Form von 8 numerischen Zeichen
gespeichert.
Eine Änderung der Terminal-ID führt nicht zur Außerbetriebnahme des
GeldKarte-Moduls.
Werkseitig ist keine Terminal-ID gespeichert „00000000“. Wenn bei der
Inbetriebnahme auch keine Terminal-ID konfiguriert wird, wird in die erzeugten Datensätze die acht niederwertigsten Stellen der Automatennummer als Terminal-ID eingesetzt.
Beispiel:
Stand
Automatennr.
Terminal-ID
Terminal-ID in
Datensätzen
Auslieferung
000000000000
00000000
noch keine DS
Inbetriebnahme
000000123456
00000000
00123456
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Konfigurieren der Terminal-ID über MDE
Das MDE kann über das EVA-DTS-Protokoll die Terminal-ID konfigurieren.
Konfigurieren der Terminal-ID über manuelle Eingabe
Über das Service-Menü kann die Terminal-ID manuell geändert werden
(s. Kap. 7, Abschnitt „Menüfunktionen“, Menüpunkt „KONFIGURATION: TERMINAL ID“).
Händlerreferenznummer
Die Händlerreferenznummer wird in Form von 12 numerischen Zeichen
gespeichert. Die werkseitige Einstellung ist „000000000000“.
Ändern der Händlerreferenznummer
Eine Änderung der Händlerreferenznummer führt nicht zur
Außerbetriebnahme des GeldKarte-Automatenmoduls. Nach Setzen der
Nummer bzw. nach ihrer Änderung wird die Nummer in die im Anschluss
an die Bearbeitung erzeugte Bezahldatei eingetragen.
Konfigurieren der Händlerreferenznummer über MDE
Das MDE kann über das EVA-DTS-Protokoll die Händlerreferenznummer
konfigurieren. Die Einstellung kann jederzeit geändert werden.
Konfigurieren der Händlerreferenznummer über
manuelle Eingabe
Über das Service-Menü kann die Händlerreferenznummer manuell geändert werden (s. Kap. 7, Abschnitt „Menüfunktionen“, Menüpunkt „KONFIGURATION: - HAENDL.-REFNR.“).
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Parametereinstellung über das Service-Menü
Mit Hilfe der Tasten (s. Abb. 5) auf der IRDA-Platine können Parametereinstellungen vorgenommen werden. Die Benutzerführung erfolgt über das
Automatendisplay.
Service-Taste
Weck-Taste
Abb.5 : Service- und Weck-Taste
Akustische Signale
Zur einfacheren Handhabung werden während der Parametereinstellung
verschiedene akustische Signale mit unterschiedlicher Bedeutung ausgegeben:
H kurzer Signalton:
Anwahl/Bestätigung (a)
H schnelle Tonfolge:
weiter/nächste Stelle (b)
H ansteigende Tonfolge:
Untermenüpunkt/Zusatzabfage (c)
H abfallende Tonfolge:
Menüpunkt verlassen (d)
H Melodie:
OK/Parameter gespeichert (e)
Eintritt in das Service-Menü
Um in das Service-Menü zu gelangen, gehen Sie wie folgt vor:
H Beim geweckten Automat Weck-Taste kurz drücken.
Im Display erscheint „3 x OK-Taste Service-Menü“.
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H Dreimal kurz hintereinander die Service-Taste (OK-Taste) drücken.
Das Service-Menü kann erst fünf Sekunden nach Einschalten bzw.
Wecken des Terminals angewählt werden.
Wird während dieses Zeitraums die Weck-Taste länger gedrückt (ca.
5 Sek.), werden folgende Parameter zurückgesetzt: Automatennummer, Terminal-ID, EVA-DTS-Passwort.
Im Display erscheint der erste Menüpunkt: „KONFIGURATION: - FEHLERSTATUS“. Durch Betätigen der Weck-Taste erscheint im Display der nächste Menüpunkt. Die Service-Taste dient zur Anwahl eines bestimmten
Menüpunktes.
Das Verlassen des Hauptmenüs sowie eines Untermenüs wird durch
Ablauf einer Timeout-Zeit oder durch Drücken der Weck-Taste mit anschließendem gleichzeitigen Drücken der Service-Taste erreicht.
Im folgenden Abschnitt sind sämtliche Haupt- und Untermenüpunkte sowie
die unterschiedlichen Tastenfunktionen in den einzelnen Menüpunkten
aufgelistet.
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Menüfunktionen
Hauptmenü
Untermenü
Tastenfunktion/akust. Signal
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KONFIGURATION:
- FEHLERSTATUS
FEHLERSTATUS:
> Reset Status
W: Abbruch (d)
S: Bestätigen (c)
BESTAETIGEN:
> Reset Status
W: Abbruch (d)
S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KONFIGURATION:
- STROMVERSORG.
STROMVERSORG.:
W: Modus wechseln (b)
> Netz (Batterie) S: Bestätigen (c)
BESTAETIGEN:
W: Abbruch (d)
> Netz (Batterie) S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KONFIGURATION:
- TERM.WAEHRUNG
(Falls H-Karte = Typ1 und
Umstellung von DEM auf EUR)
TERM.WAEHRUNG:
> DEM (/EUR)
W: Währung wechseln (b)
S: Bestätigen (c)
BESTAETIGEN:
> DEM (/EUR)
W: Abbruch (d)
S: Bestätigen (e)
UMSTELL.H-KARTE: W: ‘Einmal. Umstellung’ wählen (b)
>Keine Umstellng S: Menü verlassen (c)
UMSTELL.H-KARTE: W: ‘Keine Umstellng’ wählen (b)
>Einmal.DEM->EUR S: Falls HK noch DEM, wird die
einmalige Umstellung von DEM
auf EUR angewählt (c)
BESTAETIGEN:
W: Abbruch (d)
>Einmal.DEM->EUR Karte stecken + S: Bestätigen (e)
UMSTELL.H-KARTE: (Währungsumstellung von DEM
EUR eingestellt! auf EUR wird angezeigt)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KONFIGURATION:
-AUTOMATENNUMMER
AUTOMATENNUMMER: W: Abbruch Eingabe (c)
> XXXXXXXXXXXX
S: Bearbeitung starten (a)
AUTOMATENNUMMER: W: Ziffer wählen (b)
> X <XXXXXXXXXXX
S: Nächste Stelle (a)/(c)
BESTAETIGEN:
> XXXXXXXXXXXX
W: Eingabewiederholung (d)
S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (a)
KONFIGURATION:
- TERMINAL ID
TERMINAL ID:
>XX X XXXXX
W: Abbruch Eingabe (c)
S: Bearbeitung starten (a)
TERMINAL ID:
>XX X<
X<XXXXX
W: Ziffer wählen (b)
S: Nächste Stelle (a)/(c)
BESTAETIGEN:
> XXXXXXXXX
W: Eingabewiederholung (d)
S: Bestätigen (e)
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Hauptmenü
Untermenü
Tastenfunktion/akust. Signal
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (a)
KONFIGURATION:
- HAENDL.-REFNR.
HAENDLER REF:
> XXXXXXXXXXXX
W: Abbruch Eingabe (c)
S: Bearbeitung starten (a)
HAENDLER REF:
> X <XXXXXXXXXXX
W: Ziffer wählen (b)
S: Nächste Stelle (a)/(c)
BESTAETIGEN:
> XXXXXXXXXXXX
W: Eingabewiederholung (d)
S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (a)
KONFIGURATION:
- EVADTS PASSWRT
EVADTS PASSWORT: W: Abbruch (b)
> Reset Passwort S: Bestätigen (c)
BESTAETIGEN:
W: Abbruch (d)
> Reset Passwort S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (a)
KONFIGURATION:
- UHRZEIT/DATUM
UHRZEIT/DATUM:
> 18:30 21.12.99
W: Abbruch Eingabe (c)
S: Bearbeitung starten (a)
UHRZEIT/DATUM:
W: Ziffer wählen (b)
> 22:4<0 21.12.99 S: Nächste Stelle (a)/(c)
BESTAETIGEN:
> 22:40 21.12.99
W: Eingabewiederholung (d)
S: Bestätigen (e)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KONFIGURATION:
- BZAHLDATEN
BZAHLDATEN:
W: ‘Daten Löschen’ wählen (b)
> Loesch. Abbruch S: Menü verlassen (c)
BZAHLDATEN:
W: ‘Loesch. Abbruch’ wählen (b)
> Daten Loeschen S: Löschvorgang anwählen (c)
BESTAETIGEN:
W: Abbruch (d)
> Daten Loeschen Karte stecken + S: Bestätigen (e)
BZAHLDATEN:
LOESCHE...
KONFIGURATION:
- KREDITANZEIGE
(Während des Löschvorgangs
wird diese Meldung angezeigt)
W: Nächster Menüpunkt (b)
S: Anwahl (c)
KREDITANZEIGE:
W: Anzeigemodus wechseln (b)
> aktiv (inaktiv) S: Bestätigen (c)
BESTAETIGEN:
W: Abbruch (d)
> aktiv (inaktiv) S: Bestätigen (e)
W = Weck-Taste
S = Service-Taste
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Displaymeldungen
Statusmeldungen
Durch Betätigen der Service-Taste bzw. beim Einschalten eines netzbetriebenen Automaten werden folgende Statusmeldungen kurz nacheinander ausgegeben:
Durch zweimaliges Drücken der Service-Taste springen Sie direkt zur
Meldung „Umsatz GKarte: DM ...“
Durch nochmaliges Drücken der Service-Taste kann der Anzeigeablauf der Status-Meldungen an beliebiger Stelle beendet werden.
Modul GeldKarte:
G-55.8300
Firmware Ver.:
V1.03.1C
Speicherkonfig.:
5 BZahldateien
Schnittstelle:
Multi Drop Bus
Schnittst. Ver.:
Level 2/3
Entladen/Konfig:
EVA-DTS
Umsatz GKarte:
DM 0,00
1.Sicher.GKarte:
DM 0,00
PAM – I N F O:
Modul GeldKarte
betriebsbereit
STROMVERSORG.:
NETZ
TERM.WAEHRUNG:
DEM
HW-Rev: 01012001
Ser.Nr.:99240001
Automatennummer:
100128
Terminal ID:
=> AUTOMAT-NR (oder z.B: 12345678)
Terminalzeit:
05:16 23.11.99
H-Karte Typ: 1
Verfall: 12 2001
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Service-Meldungen
Im folgenden sind alle möglichen Service-Meldungen aufgeführt, die bei
Auftreten von Fehlern am Automaten-Display angezeigt werden bzw. mit
Hilfe der Service-Taste abgerufen werden können.
Die Meldungen sind in ihrer Abfolge nach ihrer Priorität geordnet. Die
Meldung der höchsten Priorität wird bei Abrufen der Bezahldateien ebenfalls am mobilen Datenerfassungsterminal angezeigt.
Prio. Displaytext
Bedeutung
Fehlerbehebung
1
Fehl. SysZeit!
Einst./Modul OK?
Einstellung RTC ungültig/
Batterie OK?
Zeit einstellen (->Automat),
Batterie austauschen
1
Speicherfehler!
Service rufen!
Speicherfehler im Flash oder
EEPROM
Modul austauschen
Service-Techniker: Modul prüfen
2
Fehler H-Karte
PlugIn tauschen
Allgemeiner Fehler HK,
PlugIn austauschen
HK austauschen
2
Neue Autmat.Nr!
BZahldat. lesen!
Keine Transaktionen von unterschiedl. Automaten in einer Datei
BZahldatei lesen, damit neue
Datei angelegt wird
2
Waehrungsfehl.:
WKZ umstellen!
Terminal-Währung stimmt nicht
mit HK-Währung überein
HK Typ1 -> Euroumstellung
HK Typ0 -> DEM)
2
Keine oder def.
Haendlerkarte!
Keine HK eingelegt bzw.
HK reagiert nicht
HK einlegen/Kontaktierung
und Modul prüfen
2
Datenkonflikt!
BZahldat. lesen!
Daten auslesen, sonst DM/EUR
bzw. Typ 0/1 Daten in einer Datei
Auslesen mit READY oder
Service-Software
2
VMC I/O-Fehler
MD-Bus OK?
Keine Kommunikation über den
MD-Bus (noch nicht aktiv)
Stecker/Modul/Automat prüfen
2
Speicher voll!
Bzahldat. lesen!
Der Transaktionsspeicher der
aktuellen Datei ist voll
Auslesen mit READY oder
Service-Software
2
H-Karte: Keine
Zahlungsdaten!
HK gibt keine Transaktionsdaten
aus
HK austauschen
3
Karte ungueltig
Aktivierung OK?
Aktivierungszeitraum der HK
abgelaufen
Einstellung Datum prüfen/
HK austauschen
4
Fehler H-Karte
oder Terminal?
Ablauffehler in der BZahlApplikation (Return Code‚ 9F XX‘)
4
Betriebsparam.
unvollstaendig!
EVA-DTS-Passwort, Automatennummer oder Terminal-ID fehlt
Setzen der Parameter mit
READY oder Service-Software
4
Konfigurat. Netz/
Batterie OK?
Konfiguration von Modul und
Automat stimmt nicht überein
Kurzschlussstecker am
Modul/ Automat überprüfen
4
Kein Einreichen
akt. Bzahldatei!
Die Daten der BZahldatei sind
nicht mehr gültig
Datum der RTC prüfen/HK ist
min. 6 Monate abgelaufen
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Prio. Displaytext
Bedeutung
Fehlerbehebung
Vorsorglich HK austauschen
4
H-Karte nur noch
XX Tage gueltig
Die HK wird in X Tagen ungültig
(X < 30)
5
Kassenschnitt
autom. durchgef.
Automatischen Kassenschnitt
durchgeführt
5
Modul GeldKarte
ausser Betrieb!
Standardmeldung, falls Modul
nicht betriebsbereit
9
Modul GeldKarte
betriebsbereit
Standardmeldung bei betriebsbereitem Modul
Meldungen der Priorität 1, 2, und 3 sind Fehlermeldungen. Der Fehlerstatus muss zurückgesetzt werden (z.B. mit Hilfe der Service-Taste),
damit das GeldKarte-Modul wieder betriebsbereit ist.
Meldungen der Priorität 4–9 dienen lediglich der Information, das
GeldKarte-Modul bleibt weiterhin betriebsbereit.
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National Rejectors, Inc. GmbH, Buxtehude
9
Technische Daten
Abmessungen
Hauptplatine:
Länge: 80 mm
Breite: 98 mm
Höhe: 25 mm
Chipkartenschnittstellen:
1 x Börsenkarte (ISO 7816, ID1-Format)
2 x Händlerkarte (ISO 7816, ID000-Format Plug-in)
Automatenschnittstellen:
MDB/ICP, Netz- bzw. Batteriebetrieb
Energieversorgung:
Spannungsversorgung 9...15 V (Batteriebetrieb)
optional 7,8...42 V (Netzbetrieb)
Stromaufnahme im Standby-Modus < 0,5 µA
Temperaturbereich:
-25 °C bis + 70 °C
Umsatzdatenübertragung: per Infrarot (IRDA, 115.200 baud),
nach EVA-DTS-Protokoll
Information zur CE-Kennzeichnung (CE = Communautés Européennes):
Mit dem CE-Zeichen bestätigen wir die Konformität unserer Erzeugnisse
mit den entsprechenden grundlegenden Anforderungen der zutreffenden
Richtlinien. Das CE-Zeichen ist kein Qualitätszeichen im Sinne der vom
Hersteller erwarteten Qualität, sondern nur im Sinne der gesetzlich vorgeschriebenen Qualität. Es ist ein reines Verwaltungszeichen und richtet
sich als Nachweis zur Einhaltung der Richtlinien ausschließlich an die
Überwachungsbehörden und nicht an den Kunden oder Endverbraucher.
Welche der Richtlinie(n) angewendet wurde(n), geht aus der Konformitätserklärung hervor. Diese Erklärung muss der Hersteller nur für die
Überwachungsbehörden bereithalten (mindestens jedoch noch 10 Jahre
nach dem letzten Inverkehrbringen). Es können jedoch auf Kundenwunsch
entsprechende Kopien der jeweiligen Konformiätserklärung angefordert
werden.
National Rejectors, Inc. GmbH, Buxtehude
Auf unsere Geräte können zum Teil nachfolgende Richtlinien, mit ihren
nachfolgenden Änderungen, angewendet werden:
1. Die EMV-Richtlinie (89/336/EWG)
für Geräte, die elektromagnetiche Störungen verursachen oder durch
solche gestört werden.
2. Die Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG)
für elektrische Betriebsmittel, die bei einer Nennspannung von
50–1000 V AC und 75–1500 V DC verwendet werden.
3. Die CE-Kennzeichnungsrichtlinie (93/68/EWG)
Änderungsrichtlinie zur Anbringung und Verwendung der CE-Kennzeichnung.
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National Rejectors, Inc. GmbH, Buxtehude
Abmessungen
CPU-Platine
99
91
34.42
4
4
Optional
Kontaktiereinheit
Abb. 6a: Abmessungen – CPU-Platine
Bohrung auf Leiterkarte 4.9 mm
Befestigung mit Abstandsbuchse
und Schraube M3
IRDA-Transceiver
21.9
4.76
2
3.
31.43
IRDA-Platine
14.6
Automatenanschluss
Händlerkarte 1
72
80
55.36
IR D A -A ns ch luss
LEDs
e xte rn
27.3
55.88
Abb. 6b: Abmessungen – IRDA-Platine
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