Hinweis - Schweigert KG · Medizintechnik

Hinweis - Schweigert KG · Medizintechnik
D
BEDIENUNGSANLEITUNG
SMART, Modell 9.906
Wir bewegen Menschen.
2
Inhalt
Vorwort ......................................................................................................... 8
Empfang ........................................................................................................ 9
Anpassung .................................................................................................... 9
Spezifikation ................................................................................................. 9
Verwendung ................................................................................................. 9
Übersicht ..................................................................................................... 10
Modell: 9.906 ......................................................................................................10
Fahrverhalten ............................................................................................. 11
Funktionsprüfung...............................................................................................11
Tipps zur Unfallverhütung .................................................................................11
Notausschaltung ...........................................................................................11
Bremsen....................................................................................................... 12
Betriebsbremse ...................................................................................................12
Abbremsen des Rollstuhles ..........................................................................12
Feststellbremse ...................................................................................................12
Umschalthebel ....................................................................................................13
Feststellen der Bremse ..................................................................................13
Lösen der Bremse ..........................................................................................13
Fahr-/Schiebebetrieb ..........................................................................................14
Schiebebetrieb herstellen .............................................................................14
Fahrbetrieb herstellen ..................................................................................14
Fahrbereitschaft herstellen ....................................................................... 15
Überprüfungen vor Fahrtantritt .......................................................................17
Ladevorgang..................................................................................................18
Positionierung des Bedienmoduls.....................................................................19
Funktionsbeschreibung ................................................................................19
Waagerechte Anpassung .............................................................................19
Senkrechte Anpassung .................................................................................19
Bedienmodul abnehmen ..............................................................................20
Bedienmodul einstecken ..............................................................................20
Bedienmodul zur Seite schwenken .............................................................20
3
Armlehnen .................................................................................................. 21
Armlehnenhöhe einstellen...........................................................................21
Armlehne abnehmen ....................................................................................22
Höhenanschlag (Memorie Effekt) ...............................................................22
Armpolster der Sitztiefe anpassen ..............................................................22
Rückenlehne................................................................................................ 23
Standard-Rückenlehne .................................................................................23
Standard-Rückenlehnenbezug ....................................................................23
Rückenlehne umklappen..............................................................................23
Rückenlehne aufrichten ...............................................................................23
Rückenlehnenhöhe einstellen......................................................................24
Anpassrücken ................................................................................................25
Winkelverstellung der Rückenlehne ...........................................................26
ERGOpor-Rückenlehnenelement .................................................................27
Sitz ............................................................................................................... 28
Sitzkissen ........................................................................................................28
Sitztiefe anpassen .........................................................................................28
ERGOpor-Sitzelement ...................................................................................29
Sitzneigung....................................................................................................30
Mechanische Sitzneigung einstellen ...........................................................30
Elektrische Sitzneigung verstellen ...............................................................31
Sitzeinheit umklappen..................................................................................32
Sitzhöhe einstellen ........................................................................................32
Sitzbreite einstellen ......................................................................................33
Einstiegsbreite einstellen..............................................................................33
Federung des Fahrgestells ............................................................................34
Sitzfederung einstellen.................................................................................34
Beinstützen ................................................................................................. 35
Wadenband ...................................................................................................35
Hochklappen der Fußplatten .......................................................................36
Abschwenken der Beinstützen ...................................................................36
Beinstützen abnehmen ................................................................................37
Beinstützen einhängen ................................................................................37
Höhe der Fußplatte einstellen .....................................................................38
Winkelverstellbare Fußplatten ....................................................................38
4
Durchgehende Beinstütze .................................................................................39
Fußbrett hochschwenken .............................................................................39
Fußbrett herunterschwenken ......................................................................39
Höhenverstellung des Fußbrettes................................................................39
Winkelverstellung des Fußbrettes ...............................................................40
Tiefeneinstellung des Fußbrettes ................................................................41
Höhenverstellbare Beinstützen .........................................................................42
Höhenverstellbare Beinstützen abnehmen ................................................42
Höhenverstellbare Beinstützen einhängen ................................................42
Höhe der Fußplatte einstellen .....................................................................42
Höhenverstellen der Beinstützen ................................................................43
Tiefenverstellung des Wadenpolsters .........................................................44
Höhenverstellung des Wadenpolsters.........................................................44
Elektrisch höhenverstellbare Beinstütze ..........................................................45
Höhenverstellung..........................................................................................45
Höhe der Fußplatte einstellen .....................................................................45
Elektrisch höhenverstellbare Beinstützen abnehmen ...............................46
Elektrisch höhenverstellbare Beinstützen einhängen ...............................46
Beinstumpfstütze ...............................................................................................47
Abnehmen .....................................................................................................47
Einhängen......................................................................................................47
Höhenverstellung..........................................................................................47
Winkelverstellung .........................................................................................47
Beinstumpfstütze umsetzen.........................................................................48
Halter der Beinstumpfstütze umsetzen ......................................................48
Beinstumpfpolster umsetzen .......................................................................48
Stützrollen................................................................................................... 49
Haltegurt ..................................................................................................... 49
Haltegurt mit Schloss anlegen .....................................................................50
Haltegurt mit Klettverschluss anlegen ........................................................50
Gurtlänge einstellen .....................................................................................50
Kopfstütze ................................................................................................... 51
Einstellen der Kopfstütze .............................................................................51
Begleitpersonensteuerung mit Vorrangsschaltung................................ 52
Steuerung positionieren ...............................................................................52
5
Beleuchtung ................................................................................................ 53
Rückspiegel ................................................................................................. 53
Rückspiegel abnehmen ................................................................................53
Rückspiegel einstecken .................................................................................53
Spiegel einstellen ..........................................................................................53
Besonderheiten der Junior-Variante......................................................... 54
Sitztiefe ...............................................................................................................54
Breiteneinstellung der Beinstützenaufnahme ...........................................55
Durchgehende Beinstütze .................................................................................56
Fußbrett hochschwenken .............................................................................56
Fußbrett herunterschwenken ......................................................................56
Höhen-/ und Winkelverstellung des Fußbrettes .........................................56
Tiefeneinstellung des Fußbrettes ................................................................57
Beinstützlänge einstellen .............................................................................58
Armlehnen ..........................................................................................................59
Armlehnenhöhe einstellen...........................................................................59
Kleiderschutz .................................................................................................59
Armlehne abnehmen ....................................................................................60
Armlehne einstecken ....................................................................................60
Sitzbreite einstellen ......................................................................................60
Verladen und Transport ............................................................................. 61
Transport in Fahrzeugen....................................................................................61
Transportsicherung.............................................................................................61
Personenbeförderung nach ISO 7176/19 ..........................................................62
Den Rollstuhl als Fahrzeugsitz benutzen ....................................................62
Sicherheitshinweise.......................................................................................62
Produkthaftungshinweise ............................................................................62
Sicherung des Rollstuhles .............................................................................63
Sicherung des Benutzers im Rollstuhl .........................................................64
Instandhaltung ........................................................................................... 65
Wartung ..............................................................................................................65
Inspektion ...........................................................................................................65
Wartungsanleitung .......................................................................................66
Wartungsliste der jährlichen Arbeiten ........................................................68
Störungsbehebung .......................................................................................69
6
Service-Stellung ..................................................................................................70
Sitzeinheit umklappen..................................................................................71
Ladegerät ............................................................................................................72
Radwechsel .........................................................................................................73
Antriebsräder demontieren .........................................................................73
Antriebsräder montieren .............................................................................73
Lenkräder demontieren ...............................................................................74
Lenkräder montieren ....................................................................................74
Sicherungen ........................................................................................................76
Sicherungen austauschen .............................................................................76
Beleuchtung........................................................................................................77
Fahrscheinwerfer einstellen .........................................................................77
Fahrscheinwerfer ..........................................................................................78
Blinkleuchte/vorn ..........................................................................................79
Blinkleuchte/hinten.......................................................................................80
Rückleuchte ...................................................................................................81
Hinweise für den Fachhändler ..........................................................................82
Programmierung des Fahrverhaltens ..........................................................82
Fahrparameter ..............................................................................................83
Standard-Programmierung für VR2 ............................................................83
Fahrprogramme CAN-Bus.............................................................................84
Technische Daten ........................................................................................ 86
Fahrstreckenleistung ..........................................................................................86
Steigfähigkeit ................................................................................................86
Sicherungen ........................................................................................................87
Beleuchtung........................................................................................................87
Werkzeug ............................................................................................................88
Anzugsmomente für Schraubverbindungen ...................................................88
Modell 9.906 / 9.906-603....................................................................................89
Bedeutung der Klebeschilder auf dem Rollstuhl .............................................94
Inspektionsnachweis ..........................................................................................95
Notizen ........................................................................................................ 97
Garantie....................................................................................................... 98
7
VORWORT
Wir danken Ihnen für das Vertrauen,
das Sie unserem Hause durch die Wahl
eines Elektro-Rollstuhles dieser Serie
entgegengebracht haben.
Die vorliegende Bedienungsanleitung soll Ihnen helfen, sich mit der
Handhabung des Elektro-Rollstuhles
vertraut zu machen sowie Unfälle zu
vermeiden.
☞ Hinweis:
Die abgebildeten Ausstattungsvarianten können von Ihrem Modell
abweichen.
Durch die Ausstattungsvarianten und
das Zubehör kann der Elektro-Rollstuhl individuellen Bedürfnissen angepasst werden.
Ein Elektro-Rollstuhl ist, wie jedes andere Fahrzeug auch, ein technisches
Hilfsmittel. Er ist erklärungsbedürftig,
benötigt eine regelmäßige Pflege und
birgt bei unsachgemäßem Gebrauch
Gefahren in sich. Deshalb muss die
richtige Handhabung erlernt werden.
!
Achtung:
Lesen und beachten Sie vor der
erstmaligen Inbetriebnahme folgende zu dem Elektro-Rollstuhl
gehörende Dokumentationen:
– diese Bedienungsanleitung,
– die Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule CAN-Bus >.
– die Sicherheits- und allgemeine
Handhabungshinweise < Elektrofahrzeuge >.
☞ Hinweis:
Kinder sollten die zu dem Elektro-Rollstuhl gehörenden Dokumentationen vor der ersten Fahrt
zusammen mit den Eltern bzw. einer Aufsichts- oder Begleitperson
lesen.
8
EMPFANG
SPEZIFIKATION
Alle Produkte werden bei uns im Werk
auf Fehlerfreiheit geprüft und in Spezialkartons verpackt.
Der Elektro-Rollstuhl ist ein umweltfreundliches Elektrofahrzeug. Er wurde entwickelt um den Aktionsradius
bei gesundheits- oder altersbedingter
Einschränkung zu erweitern.
☞ Hinweis:
Wir möchten Sie dennoch bitten,
das Fahrzeug sofort nach Erhalt –
am besten im Beisein des Überbringers – auf eventuelle während des
Transportes aufgetretene Schäden
zu überprüfen.
☞ Hinweis:
Die Verpackung des Elektro-Rollstuhles sollte für einen eventuell
später notwendigen Transport aufbewahrt werden.
ANPASSUNG
Die Fachwerkstatt übergibt Ihnen
Ihren Elektro-Rollstuhl unter Berücksichtigung aller relevanten Sicherheitsvorschriften betriebsbereit und
Ihren Bedürfnissen angepasst.
☞ Das Modell ist der Anwendungsklasse B entsprechend der Norm
EN12184 zugeordnet.
VERWENDUNG
Der Elektro-Rollstuhl dient mit montierten Beinstützen und Armlehneneinheiten ausschließlich der Beförderung einer sitzenden Person. Andere
Zug- oder Transportlasten entsprechen
nicht seinem Verwendungszweck.
Dieses Modell ist ein Elektro-Rollstuhl
für den Innen- und Außenbereich auf
festem Untergrund.
☞ Hinweis:
Das für die Einstell- und Wartungsarbeiten benötigte Werkzeug ist
unter Kapitel < Technische Daten >
aufgeführt.
9
ÜBERSICHT
Modell: 9.906
Die Übersicht zeigt die wichtigsten Komponenten und Bedieneinrichtungen des
Elektro-Rollstuhles.
2
1
Pos. Benennung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
Rückenlehne
Bedienmodul
Sitzkissen
Beinstütze
Fußplatte
Wadenband
Umschalthebel Fahr- / Schiebebetrieb
Armlehne
Lenkrad
Antriebsrad
Stützrolle
Gepäckablage
Schiebebügel
3
4
5
6
7
8
13
Fahrbetrieb
9
Schiebebetrieb
12
10
11
10
FAHRVERHALTEN
Die Optimierung der Fahreigenschaften des Elektro-Rollstuhles mit den
persönlichen Gegebenheiten ist von
unserem Service-Techniker und Ihrem
Fachhändler oder Therapeuten abzustimmen.
Die Anpassungsfähigkeit bietet einen
ausreichenden Fahrkomfort sowie
eine hohe Betriebssicherheit.
Geschwindigkeit und Fahrtrichtung
bestimmen Sie selbst während der
Fahrt durch die Bewegung des Joysticks (Fahr- und Lenkhebel) sowie
der eingestellten maximalen Endgeschwindigkeit Ihres Elektro-Rollstuhles.
Eine Umkehrung der Lenkrichtung ist
mit gewissen Einschränkungen der
Beweglichkeit durch Umprogrammierung möglich.
Funktionsprüfung
Vor jedem Fahrantritt ist der ElektroRollstuhl auf Funktion und Sicherheit
zu überprüfen.
☞ Dazu in der Bedienungsanleitung
< Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule CAN-Bus > das Kapitel
< Überprüfung vor Fahrtantritt >
beachten.
Tipps zur Unfallverhütung
Notausschaltung
!
Achtung:
Nur im Falle unkontrollierten Fahrverhaltens des Fahrzeuges, dieses
durch Ausschalten zum Stillstand
bringen.
11
BREMSEN
•
Die Sicherheits- und allgemeine
Handhabungshinweise < Elektrofahrzeuge > beachten!
Betriebsbremse
Die Motoren arbeiten elektrisch als
Betriebsbremse und bremsen den
Elektro-Rollstuhl sanft und ruckfrei bis
zum Stillstand ab.
Abbremsen des Rollstuhles
Für ein dosiertes Abbremsen des Rollstuhles den Joystick langsam in die
Ausgangsposition (Nullstellung) zurückführen.
☞ Der Rollstuhl stoppt auf kürzester
Strecke nach dem Loslassen des
Joysticks.
Feststellbremse
Die Feststellbremsen wirken nur, wenn
der Umschalthebel auf Fahrbetrieb geschaltet ist. Sie lösen sich beim Anfahren automatisch. Von Hand werden
sie gelöst, indem der Umschalthebel
auf Schiebebetrieb geschaltet wird.
☞ Dazu das Kapitel < Fahr-/Schiebebetrieb > beachten.
12
Umschalthebel
Feststellen der Bremse
Den Umschalthebel bis zum Anschlag
nach vorn schwenken (1).
!
Achtung:
Der Elektro-Rollstuhl darf sich bei
eingestelltem Fahrbetrieb nicht
schieben lassen.
2
1
• Die Bremswirkung lässt nach bei
abgenutzten Bremsbelägen.
Bei einseitiger oder nachlassender
Bremswirkung den Elektro-Rollstuhl
sofort von Ihrer Fachwerkstatt instand
setzen lassen.
Lösen der Bremse
Den Verriegelungshülse (2) am Umschalthebel betätigen und den Umschalthebel bis zum Anschlag nach
hinten schwenken (3).
!
3
Achtung:
Das Umsteigen in bzw. aus dem
Elektro-Rollstuhl nur bei ausgeschaltetem Rollstuhl und Umschalthebel in Position „Fahrbetrieb“
durchführen!
• Ein unbeabsichtigtes Berühren des
Joysticks (Fahr- und Lenkhebel)
kann den Elektro-Rollstuhl sonst
unkontrolliert anfahren lassen!
– Unfallgefahr!
13
Fahr-/Schiebebetrieb
1
Der Hebel (1) zum Umschalten der
Antriebsmotoren zwischen Fahr- und
Schiebebetrieb befindet sich auf der
rechten Seite des Elektro-Rollstuhles.
!
2
Achtung:
Den Elektro-Rollstuhl nur zum Rangieren oder in Notfällen aber nicht
auf
Gefällestrecken/Steigungen
schieben.
Schiebebetrieb herstellen
1. Das Bedienmodul ausschalten,
sonst wird das Schieben erschwert.
2. Erst die Verriegelungshülse (2)
hochziehen, dann den Umschalthebel nach hinten führen (3).
☞ Der Elektro-Rollstuhl kann nun geschoben werden.
!
Achtung:
Den Umschalthebel nicht während
der Fahrt auf Schiebebetrieb umstellen!
Fahrbetrieb herstellen
1. Den Umschalthebel nach vorn führen (1) und hörbar einrasten lassen.
2. Bedienmodul einschalten.
☞ Der Elektro-Rollstuhl ist nun wieder fahrbereit.
14
3
FAHRBEREITSCHAFT
HERSTELLEN
1
Um die Fahrbereitschaft des ElektroRollstuhles herzustellen sind folgende
Anweisungen der angegebenen Reihenfolge nach durchzuführen.
☞ Hinweis:
Vor der ersten Fahrt die Antriebsbatterien über das Bedienmodul
laden.
1. Fahrbetrieb einschalten
Die Antriebsmotoren auf Fahrbetrieb
schalten. Dazu den Umschalthebel
nach vorn führen (1) und hörbar einrasten lassen.
2
2. Festen Sitz der Batterie-/Hauptsicherung prüfen
Flachsicherung:
Die Flachsicherung für den Hauptstrom muss in dem Sicherungshalter
(2) fest sitzen.
15
3. Position des Bedienmoduls prüfen
Die Position des Bedienmoduls ist so
einzustellen, dass Sie Ihren ElektroRollstuhl bequem und sicher steuern
können.
3
Waagerechte Anpassung:
Die waagerechte Anpassung des Bedienmoduls kann nach dem Lösen der
Klemmschraube (3) erfolgen.
!
Achtung:
Klemmschraube wieder festdrehen.
Senkrechte Anpassung:
☞ Dazu das Kapitel < Positionierung
des Bedienmoduls > beachten.
4. Bedienmodul einschalten
Die EIN/AUS-Taste auf dem Bedienfeld
vom Bedienmodul drücken.
☞ Hinweis:
Den Joystick (4) erst dann betätigen, wenn der Selbsttest der Elektronik beendet ist!
☞ Schlossfunktion:
☞ Durch die Schlossfunktion lässt sich
der Rollstuhl gegen unbefugte Benutzung sichern.
☞ Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule
CAN-Bus >, Kapitel < Schlossfunktion > beachten.
16
4
Überprüfungen vor Fahrtantritt
Vor Fahrtantritt sollte folgendes überprüft werden:
☞ die Batterieladung,
☞ die eingestellte Vorwahl der max.
Endgeschwindigkeit.
– Dazu jeweils die Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw.
< Bedienmodule CAN-Bus > beachten.
☞ Hinweis:
– Das Umsteigen in bzw. aus dem
Elektro-Rollstuhl nur bei ausgeschaltetem Rollstuhl und nach
vorn geschwenktem Bremsentriegelungshebel durchführen!
– Ein unbeabsichtigtes Berühren
des Joysticks kann den Elektro-Rollstuhl sonst unkontrolliert anfahren
lassen! – Unfallgefahr!
17
Ladevorgang
Bei geschlossenen Antriebsbatterien
dauert der Ladevorgang aus physikalischen Gründen länger als bei offenen
Antriebsbatterien mit flüssigen Elektrolyten.
1
1. Bedienmodul ausschalten. Der Umschalthebel steht auf Fahrbetrieb.
2. Stecker des Ladegerätes in die Batterie-Ladebuchse vom Bedienmodul stecken (1).
!
Achtung:
Stecken Sie keine anderen Gegenstände als den Batterie-Ladestecker
in die Ladebuchse. – Kurzschlussgefahr!
3. Batterieladegerät einschalten bzw.
Netzstecker des Ladegerätes in
eine entsprechende Steckdose stecken. Der Ladevorgang ist eingeleitet.
Der Ladevorgang läuft nur mit intakter Hauptsicherung (2)!
Eine völlige Aufladung der Antriebsbatterien nimmt ungefähr 8 Stunden
Zeit in Anspruch.
4. Nach beendeter Ladung das Batterieladegerät vom Netz trennen
und den Ladestecker aus dem Bedienmodul herausziehen.
18
2
Positionierung des Bedienmoduls
Funktionsbeschreibung
Eine detaillierte Beschreibung der
Drucktasten und Symbole finden Sie
in der Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule
CAN-Bus >.
1
Die Position des Bedienmoduls kann
auf die individuellen Maße des Benutzers angepasst werden. Beim Transport oder zum Verstauen kann das
Bedienmodul auch abgenommen und
zur Seite oder auf den Sitz gelegt werden.
!
Achtung:
Vor dem Einstellen/Abnehmen das
Bedienmodul ausschalten.
2
Waagerechte Anpassung
Die Klemmschraube zur Tiefeneinstellung (1) lösen. Das Bedienmodul in die
gewünschte Position verschieben. Das
Kabel dabei vorsichtig nachführen
und Klemmschraube wieder sicher
festziehen.
Senkrechte Anpassung
Mit dem höhenverstellbaren Bedienmodulhalter kann das Bedienmodul
in der Höhe verstellt werden.
Den Klemmhebel (2) lösen, dabei das
Bedienmodul festhalten, in gewünschte Position bringen, Klemmhebel wieder anziehen.
19
Bedienmodul abnehmen
Zum Abnehmen des Bedienmoduls
die Klemmschraube (1) lösen. Das Bedienmodul nach vorn ziehen.
☞ Hinweis:
1
Das Kabel dabei vorsichtig nachführen.
Bedienmodul einstecken
Für den Fahrbetrieb das Bedienmodul
wieder einstecken. Die Klemmschraube (1) festdrehen.
Das Kabel dabei vorsichtig nachführen.
Bedienmodul zur Seite schwenken
Mit dem abschwenkbaren Bedienmodulhalter kann das Bedienmodul seitlich zurück geschwenkt werden (2), so
dass es sich seitlich, parallel zur Armlehne befindet. Dadurch ist es möglich, z.B.
2
– näher an einen Tisch heranzufahren,
– das Bedienmodul leichter abzunehmen.
Für den normalen Fahrbetrieb das
Bedienmodul wieder nach vorn einschwenken, bis es in den Feststellrastern einrastet (3).
☞ Hinweis:
☞ Zum leichten Einrasten seitlich an
der Abschwenkeinrichtung andrücken.
☞ Bei zu dicht an der Armlehne positionierten Bedienmodul ist dieses
vor dem Abschwenken geringfügig nach vorn zu verstellen.
20
3
!
Achtung:
Nicht in den Scherenbereich fassen.
– Klemmgefahr!
ARMLEHNEN
Die Armlehnen lassen sich in der Höhe
an die Anforderungen des Benutzers
anpassen.
!
Achtung:
Die Armlehnen nicht zum Anheben oder Tragen des Rollstuhles
verwenden.
•
Nicht ohne Armlehnen fahren!
1
Armlehnenhöhe einstellen
Klemmschraube (1) lösen, die Armlehne auf die gewünschte Höhe halten
und die Klemmschraube (1) festdrehen.
!
Achtung:
Vor dem Lösen der Klemmschraube (1) die Armlehne gegen Herunterfallen mit einer Hand sichern.
– Quetschgefahr bei demontierter
oder zu leicht angezogener eingeschraubter Klemmschraube (1)!
•
Beim Einstellen ist die maximale
Armlehnenhöhe erreicht, wenn
eine Markierung (2) über dem Aufnahmerohr sichtbar wird.
•
Den festen Sitz der Klemmschraube (1) sicher stellen um ein Nachunten-Verschieben der Armlehne
zu verhindern.
2
21
Armlehne abnehmen
Klemmschraube (3) lösen und Armlehne nach oben abziehen.
3
5
☞ Hinweis:
Soll die Armlehne auf der Steuerungsseite abgenommen werden,
muss zuvor das Bedienmodul entfernt werden.
Zum Abnehmen des Bedienmoduls
die Klemmschraube (4) lösen.
☞ Hinweis:
Das Kabel dabei vorsichtig nachführen.
Höhenanschlag (Memorie Effekt)
4
Als Höhenanschlag dient der feste Anschlag (2) der Armlehne in dem Einsteckrohr (5).
Armpolster der Sitztiefe anpassen
Durch Versetzen der Armpolster kann
die Auflageposition z. B. einer veränderten Sitztiefe angepasst werden.
!
Achtung:
Der nachträgliche Umbau ist nur
von einer Fachwerkstatt durchzuführen!
2
– Nach dem Herausschrauben der
Senkschrauben (6) kann das Armpolster versetzt werden.
6
22
RÜCKENLEHNE
Standard-Rückenlehne
1
Die Standard-Rückenlehne (1) ist in ihrer Neigung von ca. 0° bis 30° stufenlos verstellbar.
Standard-Rückenlehnenbezug
Der
Standard-Rückenlehnenbezug
wird durch die Rückenrohre gespannt.
Das verlängerte Rückenteil (2) wird
auf die Sitzfläche geklettet.
Rückenlehne umklappen
2
Die Klemmschraube (3) auf beiden
Seiten weit herausschrauben. Rückenlehne hochziehen, dann nach vorn
umklappen (4).
Rückenlehne aufrichten
Nach dem Aufrichten die Rückenlehne ganz nach unten drücken.
!
5
Achtung:
Nicht mit den Fingern in den Rückenrohrhalter (6) fassen. – Klemmgefahr!
3
☞ Hinweis:
Es ist sicherzustellen, dass der Bolzen (5) in der Kontur sicher in die
Aussparung eingreift.
Dann die Klemmschrauben (3) festdrehen.
6
4
23
Rückenlehnenhöhe einstellen
Der Standard- und Anpassrückenlehnenbezug kann in der Höhe versetzt
werden.
Dazu die Schrauben (1) des jeweiligen
Bezuges herausschrauben und in der
anderen Höhenposition wieder einschrauben.
24
1
Anpassrücken
Der Rückengurt ist mittels Klettverschluss, den so genannten Spannbändern (2), verstellbar.
Das Polsterteil (1) wird darüber gelegt
und mittel Klettverschluss befestigt.
2
1
Verstellbaren Rückengurt einstellen
☞ Hinweis:
☞ Die Einstellung des verstellbaren
Rückengurtes (2) erfolgt am besten, wenn der Benutzer im Rollstuhl sitzt und die Sitzneigung 0°
beträgt.
☞ Die Einstellung der Spannbänder
erfolgt von unten nach oben.
☞ Der untere Teil des verstellbaren
Rückengurtes sollte etwas lose
sein, damit er sich beim Vorbeugen
an den Po anpasst.
!
Achtung:
Die Überdeckung des Klett-HaftFlauschbandes muss mindestens 10
cm betragen!
1. Den hinteren Teil des Polsterteils
abziehen.
2. Über der Kreuz- und der Lendenwirbelsäule die Spannbänder fest
spannen, um maximalen Halt zu
geben.
3. Die übrigen Spannbänder entsprechend der Form des Rückens einstellen.
nach vorn. Ggf. wird hierbei eine
Hilfsperson benötigt!
Rückenpolster auflegen
Das Rückenpolster (1) ist mittig zwischen den beiden Quernähten 180°
um die oberen Klettgurte (2) umzulegen. – So entsteht eine weiche Oberkante.
☞ Hinweis:
Wenn der Benutzer sich wieder an
das vordere Polsterteil lehnt, ist
auf folgendes zu achten:
☞ Der Druck auf des Rückens muss
gleichmäßig über den Rückenbezug verteilt sein.
☞ An der Oberkante des Rückenbezugs sollte eine Hand zwischen Bezug und Rücken hineinpassen.
☞ Der Kopf des Benutzers muss durch
den Rückenbezug im Gleichgewicht gehalten werden.
4. Danach das vordere Polsterteil lösen und nach den Spannbändern
ausrichten.
☞ Der Benutzer beugt sich dabei
25
Winkelverstellung der Rückenlehne
Mechanische
stellung
Rückenlehnenein-
2
– Klemmschraube (3) lösen.
1
– Kontermutter (2) lösen und zurückschrauben.
3
– Einstellschraube (1) entsprechend
des gewünschten Rückenlehnenwinkels einstellen.
– Kontermutter (2) zur Sicherung der
Einstellschraube (1) festschrauben.
– Klemmschraube (3) festdrehen.
☞ Hinweis:
Für eine ebene Rückenlehnenfläche sind die Einstellschrauben (1)
auf beiden Seiten gleichmäßig einzustellen.
Manuelle
Rückenlehnenverstellung mit Gasdruckfeder
Die stufenlose Winkelverstellung der
Rückenlehne erfolgt über zwei Gasdruckfedern.
☞ Hinweis:
Vor dem Betätigen der Auslösehebel (4) den Rückenlehnenbügel
festhalten, um ein ungewolltes
schnelles Aufrichten der Rückenlehne zu verhindern.
– Beide Auslösehebel (4) gleichzeitig betätigen und die Rückenrohre
entsprechend parallel verstellen.
– Beide Auslösehebel (4) gleichzeitig
loslassen.
– Die Rückenlehne ist wieder festgestellt.
26
4
ERGOpor-Rückenlehnenelement
ERGOpor-Rückenlehnenelement
abnehmen
Die Befestigungsschrauben (1) losdrehen und die Klemmbleche nach innen
schieben.
Das Rückenlehnenelement nach vorn
aus dem Rückenbügel drücken (2) und
abnehmen.
1
ERGOpor-Rückenlehnenelement
anbauen
Zum Anbauen das Rückenlehnenelement rechts und links auf den Rückenbügel drücken (3).
Die Befestigungsschrauben (1) der
Klemmbleche nach außen schieben
und festdrehen.
2
ERGOpor-Rückenlehnenpolster
Das ERGOpor-Rückenlehnenpolster
(4) ist mit Klettbändern in der Rückenlehnenschale befestigt und lässt sich
abziehen.
3
2
3
4
27
SITZ
Sitzkissen
Das Sitzkissen wird mit den AntirutschNoppen nach vorn ausgerichtet auf
die Sitzplatte gelegt (1).
Sitztiefe anpassen
Die Sitztiefe kann durch Umsetzen der
Rückenlehne in eine andere Position
verändert werden.
1
☞ Hinweis:
Die Montage ist von einer Fachwerkstatt durchzuführen.
2
Dazu sind die Befestigungsschrauben
(2) auf beiden Seiten zu demontieren.
Dann die Rückenlehnenhalter mit den
Befestigungsschrauben in gewünschter Position wieder montieren.
☞ Hinweis:
Dazu Unterkapitel < Armpolster
versetzen > beachten.
Anschließend die Rückenschürze wieder auf die Sitzplatte/-Bezug befestigen (3). – Klettverschluss.
3
28
ERGOpor-Sitzelement
ERGOpor-Sitzpolster
Das ERGOpor-Sitzpolster ist mit Klettbändern in der Sitzschale befestigt
und lässt sich abziehen.
ERGOpor-Sitzelement
Zu Reinigungs- oder Wartungsarbeiten kann das ERGOpor-Sitzelement
abgenommen werden.
☞ Hinweis:
Die Montage ist von einer Fachwerkstatt durchzuführen.
1. Das Sitzpolster und die ERGOporRückenlehne abnehmen.
☞ Hinweis:
1
Dazu Unterkapitel < ERGOpor-Rückenlehne abnehmen > beachten.
2. Die vier Befestigungsschrauben (1)
der Sitzschale demontieren.
Nach den Reinigungs- oder Wartungsarbeiten die Komponenten in gleicher
Position wieder montieren.
Anschließend das ERGOpor-Sitzpolster wieder in die Sitzschale einlegen
befestigen. – Klettverschluss.
29
Sitzneigung
Die Sitzneigung (1) lässt sich über eine
Teleskopstange in Stufen einstellen.
!
Achtung:
Die Sitzneigung nur verstellen,
wenn der Rollstuhl auf einer ebenen Fläche steht. An Steigungen
besteht Kippgefahr!
•
Die Sitzneigungsverstellung ist
nicht mit einer automatischen
Geschwindigkeitsreduzierung verbunden.
•
Stellen Sie vor der Fahrt sicher, dass
keine negative Sitzneigung eingestellt ist bzw. dass die Sitzneigung
eine sichere Sitzposition gewährleistet.
1
2
Mechanische Sitzneigung einstellen
Vor dem Einstellen der mechanischen
Sitzneigung den Sitz leicht anheben.
Die Klemmschraube (2) weit herausdrehen. Den Sitz bis zur gewünschten
Sitzneigung heben oder senken. Die
Klemmschraube in die entsprechende
Bohrung einschrauben und festdrehen.
!
•
Achtung:
Stellen Sie durch Anheben des Sitzes sicher, dass sich die Spitze der
Klemmschraube in die entsprechende Bohrung einschraubt.
Den Sitz maximal bis zu neun sichtbaren Bohrungen (3) anheben.
☞ Hinweis:
Durch die Kombination der hinteren Sitzrahmenaufnahme für
insgesamt vier Sitzhöhen können
30
3
weitere Sitzwinkel eingestellt werden.
☞ Siehe dazu < Sitzhöhe einstellen >.
– Diese Einstellungen nur von einer
Fachwerkstatt durchführen lassen.
Elektrische Sitzneigung verstellen
Die Sitzneigung lässt sich elektrisch
verstellen.
Die Verstellung wird über das Verstellmodul ausgeführt.
☞ Hinweis:
Siehe dazu die Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw.
< Bedienmodule CAN-Bus >.
!
1
Achtung:
Die Sitzneigung nur verstellen,
wenn der Rollstuhl auf einer ebenen Fläche steht. An Steigungen
besteht Kippgefahr!
Aufstehhilfe
Für die Aufstehhilfe wird der Sitz nach
vorn geneigt (negative Sitzneigung).
☞ Die negative Sitzneigungseinstellung (1) dient der Aufstehhilfe im
Stillstand des Fahrzeuges.
!
Achtung:
Mit eingestellter Aufstehhilfe keine Fahr- oder Schiebebewegungen
durchführen.
☞ Die Lenkräder müssen beim Nachvorn-Neigen der Sitzfläche nach
hinten weisen.
!
Achtung:
Bedienmodul ausschalten und Fußplatten hochklappen.
31
Sitzeinheit umklappen
Die Sitzeinheit ist für Wartungs- und
Instandhaltungsarbeiten nach hinten
in die Service-Stellung umklappbar
(1).
☞ Dazu das Kapitel < Service-Stellung
> beachten.
Sitzhöhe einstellen
Durch die Sitzrahmenaufnahme (2)
können drei weitere Sitzhöhen eingestellt werden.
☞ Der Sitzhöhenumbau ist von einer
Fachwerkstatt durchzuführen!
☞ Dazu auch Kapitel < Mechanische
Sitzneigung einstellen > beachten.
☞ Siehe < Technische Daten >.
Hierzu ist die Verschraubung (3) auf
beiden Seiten zu demontieren.
Nach der Sitzhöheneinstellung die
Verschraubung (3) auf beiden Seiten
wieder montieren.
☞ Die selbstsichernden Muttern sind
nach mehrmaligem Gebrauch zu
erneuern.
32
1
2
3
Sitzbreite einstellen
Durch seitliches Verschieben der Armlehnen ist die Sitzbreite einstellbar.
Nach dem Lösen der Klemmschraube
(1) je Seite, beide Armlehnen um das
gleiche Maß verschieben.
☞ Hinweis:
☞ Eine Reduzierung der Sitzbreite
1
unter 43 cm ist durch Tauschen der
beiden Armpolster möglich.
☞ Der nachträgliche Umbau ist nur
von einer Fachwerkstatt durchzuführen!
!
Achtung:
Beim Einstellen ist die maximale
Sitzbreite erreicht wenn eine Markierung (2) am Vierkantrohr sichtbar wird.
2
Einstiegsbreite einstellen
Durch seitliches Verschieben der Beinstützenhalter (3) ist der Fußplattenabstand einstellbar. Nach dem Lösen
der Klemmschraube (4) je Seite, beide
Beinstützenhalter um das gleiche Maß
verschieben.
!
Achtung:
Beim Einstellen ist der maximale
Einstiegsbreite erreicht wenn eine
Bohrung sichtbar wird.
3
4
33
Federung des Fahrgestells
Für einen optimalen Sitzkomfort kann
die Federung (1) nach den Wünschen
des Benutzers eingestellt werden.
!
1
Achtung:
Stellen Sie sicher, dass der Einstellring vor der Fahrt festsitzt.
– Einen losen Einstellring soweit
festdrehen, bis die Druckkraft der
Feder ein weiteres Lösen verhindert.
2
Sitzfederung einstellen
Zum Einstellen der Federung wird der
Einstellring (2) entsprechend vor- oder
zurückgeschraubt.
Hierbei gelten folgende Anhaltspunkte:
Einstellring leicht vorgeschraubt
a – bis 80 kg
☞ Weiche Federung/ niedriges Nutzergewicht.
Einstellring mittel vorgeschraubt
b – bis 100 kg
☞ Mittlere Federung/ mittleres Nutzergewicht.
!
Einstellring stark vorgeschraubt
c – bis 150 kg
☞ Harte Federung/ hohes Nutzergewicht.
• In Position "a" und "c" müssen
mindestens drei Gewindegänge
sichtbar sein!
34
Achtung:
Das Einstellen der Federung darf
nur eine Fachwerkstatt durchführen. – Die Feder kann unter hoher
Spannung stehen.
BEINSTÜTZEN
!
Achtung:
Die Beinstützen nicht zum Anheben oder Tragen des Rollstuhles
benutzen.
•
Vor jeder Bewegung des Rollstuhls
Füße anheben bzw. auf die Fußplatten stellen.
•
Das Bedienmodul ist auszuschalten:
– vor dem Aufstellen der Füße auf
den Boden,
1
2
– zur Abnahme des Wadenbandes
und der Beinstütze,
– vor dem Hochklappen der Fußplatten.
Wadenband
Das Wadenband (1) verhindert ein
Abrutschen der Füße von den Fußplatten.
Es wird um spezielle Aufnahmestege (2) geführt, und mittels Klettverschluss der entsprechenden Länge
angepasst.
Das Abnehmen des Wadenbandes erfolgt durch Öffnen der Klettverschlüsse.
!
Achtung:
Fahren Sie nicht ohne Wadenband.
– Das Wadenband entfällt bei höhenverstellbaren Beinstützen und
wird ersetzt durch die Wadenpolster.
35
Hochklappen der Fußplatten
Zum Ein- oder Aussteigen sind die
Fußplatten hochzuklappen (1).
Abschwenken der Beinstützen
Für ein leichtes Umsetzen aus/in den
Rollstuhl sowie ein nahes Heranfahren z. B. an Schrank, Bett, Badewanne
sind die Beinstützen nach innen/außen abschwenkbar (2) + (3).
1
Dazu den jeweiligen Hebel zur Verriegelung (4) nach hinten ziehen oder
drücken und die entsprechende Beinstütze nach innen/außen abschwenken.
☞ Hinweis:
Vor dem Nach-außen-Abschwenken der Beinstützen das Wadenband auf einer Seite lösen oder
abzunehmen.
!
2
Achtung:
Abgeschwenkte Beinstützen sind
automatisch entriegelt und können leicht abfallen. Bei weiterem
Umgang (z. B. Transport) beachten.
• Beim Wiedereinschwenken darauf
achten, dass die Beinstütze hörbar
einrastet.
☞ Hinweis:
3
Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstützen nicht vergessen,
die jeweilige Arretierung zu prüfen.
Anschließend das Wadenband wieder
anbringen.
36
4
Beinstützen abnehmen
Für ein leichtes Umsetzen aus/in den
Rollstuhl sowie eine verringerte Rollstuhllänge (wichtig für den Transport)
sind die Beinstützen abnehmbar (1).
☞ Hinweis:
Vor dem Abschwenken der Beinstützen das Wadenband auf einer
Seite lösen oder abzunehmen.
1
– Beide Füße von den Fußplatten
nehmen.
– Den Hebel zur Verriegelung (2)
nach hinten ziehen oder drücken.
– Die Beinstütze zur Seite schwenken
und nach oben abnehmen (1).
2
Beinstützen einhängen
Beinstützen seitlich abgeschwenkt
von oben einhängen und bis zum hörbaren Einrasten der Arretierung nach
vorn schwenken.
☞ Hinweis:
Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstützen nicht vergessen,
die jeweilige Arretierung zu prüfen.
Anschließend das Wadenband wieder
anbringen.
37
Höhe der Fußplatte einstellen
Zur Einstellung der Höhe die Verschraubung (1) lösen.
Die Fußplatte auf die gewünschte Höhe teleskopieren und die Verschraubung wieder festdrehen.
1
☞ Hinweis:
2
Der Maximalauszug wird durch
eine Markierung (6) auf dem Rohr
(2) angezeigt.
Winkelverstellbare Fußplatten
Nach dem Lösen der Klemmschraube (5) die Verzahnung herausziehen
und den Fußplattenwinkel einstellen.
Anschließend die Klemmschraube (5)
wieder festdrehen.
!
5
Achtung:
Dabei ist auf einen ausreichenden
Bodenabstand zu achten.
6
38
Durchgehende Beinstütze
Das Fußbrett der durchgehenden
Beinstütze (1) ist zu einer Seite hochklappbar.
Fußbrett hochschwenken
1
Für einen freien Fußbereich ist die
linke Fußbrettseite bis zum Anschlag
nach rechts oben zu schwenken (2).
Fußbrett herunterschwenken
Die linke Fußbrettseite bis zum Anschlag auf die Fußbretthalterung herunterschwenken (3).
Höhenverstellung des Fußbrettes
Zur Einstellung der Höhe die Verschraubung (4) lösen.
2
Die Fußplatte auf die gewünschte Höhe teleskopieren und die Verschraubung wieder festdrehen.
☞ Hinweis:
Der Maximalauszug wird durch
eine Markierung (6) auf dem Rohr
(5) angezeigt.
3
4
6
5
39
Winkelverstellung des Fußbrettes
– Rollstuhl ausschalten und Umschalthebel in Position Fahrbetrieb
schwenken. – So vermeiden Sie ein
unbeabsichtigtes Fortrollen des
Rollstuhles.
– Die Verschraubung (5) lösen und
das Fußbrett auf den gewünschten
Winkel einstellen. Anschließend
die Verschraubung (5) wieder festdrehen.
– Dabei muss die Verzahnung der
Winkeleinstellung wieder ineinandergreifen.
40
5
Tiefeneinstellung des Fußbrettes
Die Tiefeneinstellung des Fußbrettes
erfolgt durch das Versetzen der abziehbaren Distanzstücke (6).
– Das Fußbrett auf der linken Seite
etwas anheben.
– Die gewünschte Anzahl Distanzstücke auf der linken Seite entsprechend verschieben.
– Die zu versetzenden Distanzstücke
auf der rechten Seite des Fußbrettes nach außen von der Haltestange abziehen/-drücken (7).
6
7
☞ Hinweis:
In gewissen Winkeleinstellungen
des Fußbrettes kann es vorkommen,
dass ein Abziehen oder Aufstecken
der Distanzstücke nicht möglich ist.
Dann die Klemmschrauben für die
Winkeleinstellung (5) lösen und die
Position des Fußbrettes so ändern,
bis ein Abziehen oder Aufstecken
möglich ist.
Anschließend die Klemmschrauben
wieder festdrehen.
– Das Fußbrett verschieben.
– Die Distanzstücke wieder bis zum
Anschlag auf die rechte Haltestange aufstecken.
5
– Das Fußbrett nach unten schwenken und einhängen.
41
Höhenverstellbare Beinstützen
Höhenverstellbare
abnehmen
Beinstützen
3
Dazu den Hebel zur Verriegelung (1)
nach hinten ziehen oder drücken.
1
Anschließend die Beinstütze zur Seite schwenken und nach oben abnehmen.
Höhenverstellbare
einhängen
Beinstützen
2
Beinstützen seitlich abgeschwenkt
von oben einhängen und bis zum hörbaren Einrasten der Arretierung nach
vorn schwenken.
☞ Hinweis:
Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstützen nicht vergessen,
die jeweilige Arretierung zu prüfen.
Höhe der Fußplatte einstellen
Zur Einstellung der Höhe die Fußplatte (2) festhalten und die Verschraubung (3) demontieren.
Die Fußplatte auf die gewünschte
Höhe teleskopieren und die Verschraubung (3) wieder fest montieren.
42
2
Höhenverstellen der Beinstützen
Im Sitzen die Beinstütze von einer
Begleitperson auf das gewünschte Niveau anheben lassen. Der Längenausgleich ist gegeben durch den Drehpunkt in Höhe des Kniegelenkes.
1
1. Erst die Beinstütze mit einer Hand
gegen ein Herunterschwenken sichern, dann den Klemmhebel (1)
lösen.
!
Achtung:
Beinstütze nicht durch Eigengewicht herunterfallen lassen.
– Klemmgefahr!
2. Die Beinstütze von einer Begleitperson auf das gewünschte Niveau
anheben lassen und den Klemmhebel (1) wieder festdrehen.
Zum Absenken der Beinstütze entlasten Sie kurz diese durch Anheben des
Unterschenkels (Begleitperson) und
lösen anschließend den Klemmhebel
(1).
Die Beinstütze kann nun langsam
nach unten geschwenkt werden.
!
Achtung:
Niemals mit der freien Hand beim
Einstellen der höhenverstellbaren
Beinstütze in den Verstellmechanismus greifen.
43
Tiefenverstellung des Wadenpolsters
Das Wadenpolster (1) kann zur Seite
geschwenkt und stufenlos tiefenverstellt werden.
Zur Tiefenverstellung des Wadenpolsters die Verschraubungen (2) lösen.
Höhenverstellung des Wadenpolsters
Zur Höhenverstellung des Wadenpolsters die Klemmschraube (3) lösen.
44
1
2
3
Elektrisch höhenverstellbare Beinstütze
Die elektrisch höhenverstellbare Beinstütze bekommt beim Einhängen automatisch elektrischen Kontakt.
!
1
Achtung:
Nicht in den Verstellmechanismus
greifen. – Quetschgefahr!
Höhenverstellung
Zum Höhenverstellen der Beinstützen
siehe auch die Bedienungsanleitung <
Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule CAN-Bus >.
– Im Sitzen die Beinstütze über das
Bedienmodul auf das gewünschte
Niveau anheben bzw. absenken
lassen.
!
Achtung:
Die Sicherheits- und allgemeine
Handhabungshinweise < Elektrofahrzeuge > beachten!
Höhe der Fußplatte einstellen
Zur Einstellung der Höhe die Fußplatte festhalten und die Verschraubung
(1) demontieren.
Die Fußplatte auf die gewünschte
Höhe teleskopieren und die Verschraubung (1) wieder fest montieren.
45
Elektrisch höhenverstellbare Beinstützen abnehmen
2
Den Hebel zur Verriegelung (2) nach
hinten ziehen oder drücken.
Anschließend die Beinstütze zur Seite schwenken und nach oben abnehmen.
!
Achtung:
Bei abgenommenen elektrisch
höhenverstellbaren
Beinstützen
ist der elektrische Kontakt (3) vor
Feuchtigkeit, Nässe sowie Staub
und Schmutz zu schützen! – Funktionsstörung der elektrischen Verstellung.
Elektrisch höhenverstellbare Beinstützen einhängen
Beinstützen seitlich abgeschwenkt
von oben einhängen und bis zum
hörbaren Einrasten der Verriegelung
nach vorn schwenken.
☞ Hinweis:
☞ Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstützen nicht vergessen,
die jeweilige Verriegelung zu prüfen.
☞ Funktionstest der elektrischen Verstellung durchführen!
46
3
Beinstumpfstütze
Abnehmen
Erst den Hebel zur Verriegelung (1)
ziehen oder drücken. Dann die Beinstumpfstütze nach außen schwenken
und nach oben abnehmen.
1
Einhängen
Die Beinstumpfstütze seitlich abgeschwenkt von oben einhängen und
bis zum hörbaren Einrasten der Verriegelung nach vorn schwenken.
☞ Verriegelung prüfen!
2
Höhenverstellung
☞ Die Beinstumpfstütze gegen ein
ungewolltes Absenken sichern.
Die Klemmschraube (2) lösen und die
gewünschte Höhe einstellen. Anschließend die Klemmschraube (2) wieder
festdrehen.
Winkelverstellung
☞ Die Beinstumpfstütze gegen ein
ungewolltes Absenken sichern.
Den Klemmhebel (3) lösen und den
gewünschten Winkel einstellen. Anschließend den Klemmhebel (3) wieder festdrehen.
3
47
Beinstumpfstütze umsetzen
Die Beinstumpfstütze kann durch Umsetzen der Halterung rechts oder links
verwendet werden.
Halter der Beinstumpfstütze umsetzen
Für ein Umsetzen der Beinstumpfstütze erst die Befestigungsschrauben (1)
herausschrauben. Dann den Halter
auf die andere Seite umsetzen und
festschrauben.
1
3
Beinstumpfpolster umsetzen
Für ein Umsetzen des Beinstumpfpolsters erst die Schrauben (2) herausschrauben. Dann die Halterung um
180° gedreht auf der anderen Seite
entsprechend den Bohrungen (3) positionieren und mit den Schrauben
wieder festschrauben.
48
2
STÜTZROLLEN
Die Stützrollen (1) dienen zur Erhöhung der Kippstabilität gegen das
Nach-hinten-Kippen bei einer Hindernisüberwindung oder an Steigungen.
!
Achtung:
Stützrollen bieten in bestimmten
Situationen keinen ausreichenden
Schutz gegen das Nach-hinten-Kippen.
1
HALTEGURT
Der Haltegurt dient zum Anschnallen
einer im Rollstuhl sitzenden Person.
– Zusätzliche Stabilisierung der Sitzposition.
– Verhindert ein nach vorn aus dem
Rollstuhl kippen.
2
– Stufenlos auf den Benutzer einstellbar.
Der Haltegurt wird von der Außenseite an die jeweilige Rückenlehnenhalterung angeschraubt (2).
☞ Hinweis:
Der nachträgliche Einbau eines
Haltegurtes ist nur von einer Fachwerkstatt durchzuführen!
!
Achtung:
Der Haltegurt ist nicht Teil des
Rückhaltesystems für den Rollstuhl
und/oder Insassen beim Transport
in einem Behindertentransportfahrzeug.
49
Haltegurt mit Schloss anlegen
▲ Beide Gurtbänder nach vorne ziehen und die Verschlusshälften bis
zum einrasten ineinanderstecken.
Anschließend ist eine Zugprobe
durchzuführen.
1
Zum Öffnen des Haltegurtes wird die
rote Verriegelungstaste (1) eingedrückt.
Haltegurt mit Klettverschluss anlegen
▲ Das eine Gurtende durch die
Gurtschnalle (4) führen, in der
gewünschten Länge übereinanderlegen und zusammendrücken.
Anschließend ist eine Zugprobe
durchzuführen.
!
Achtung:
Achten Sie darauf, dass keine Gegenstände unter dem Gurtband
eingeklemmt sind! – So vermeiden
Sie schmerzhafte Druckstellen.
Gurtlänge einstellen
☞ Hinweis:
Der Haltegurt soll nicht zu stramm
angezogen sein.
Durch das Verschieben der Schnalle
(2) und / oder ziehen am Gurtende (3)
lässt sich die Haltegurtlänge verändern.
50
3
2
4
KOPFSTÜTZE
Die Kopfstütze ist verdrehsicher, höhen- und tiefenverstellbar und abnehmbar.
!
Achtung:
Für das Fahren mit Kopfstütze
empfehlen wir die Anbringung
zweier Rückspiegel.
1
Einstellen der Kopfstütze
Nach dem Lösen des Klemmhebels (1)
ist die Kopfstütze in der Höhe einstellbar oder abnehmbar.
Verschraubungen (2) lösen und Kopfstütze in die gewünschte Position
schieben. Verschraubungen (2) festdrehen.
!
•
2
Achtung:
Zur Höheneinstellung max. bis zur
Markierung herausziehen!
Die Sicherheits- und allgemeine
Handhabungshinweise < Elektrofahrzeuge > beachten!
51
BEGLEITPERSONENSTEUERUNG MIT VORRANGSSCHALTUNG
Die Begleitpersonensteuerung ermöglicht der Begleitperson ein leichtes Steuern des Rollstuhles über ein
separates, zusätzliches Bedienmodul.
1
Steuerung positionieren
☞ Hinweis:
Vor der Positionseinstellung das
Bedienmodul ausschalten! – Dadurch wird eine ungewollte Rollbewegung des Rollstuhles verhindert.
Höhenverstellung
Bedienmodul festhalten und Klemmschraube (1) lösen.
Bedienmodul in die gewünschte Position schieben und Klemmschraube
wieder festdrehen.
Winkelverstellung
Bedienmodul festhalten und Klemmschraube (2) lösen.
Bedienmodul in die gewünschte Position schwenken und Klemmschraube
wieder festdrehen.
52
2
BELEUCHTUNG
Für Fahrten im Außenbereich und auf
öffentlichen Wegen kann der Rollstuhl mit einer Beleuchtung ausgestattet werden (1).
Die Beleuchtung wird über das Bedienmodul für den Fahrer betätigt.
☞ Hinweis:
1
Bedienungsanleitung < Bedienmodule VR2 > bzw. < Bedienmodule
CAN-Bus > sowie die Sicherheitsund allgemeine Handhabungshinweise < Elektrofahrzeuge > beachten!
2
RÜCKSPIEGEL
Rückspiegel abnehmen
Zum Abnehmen des Rückspiegels die
Klemmschraube (2) lösen und den
Rückspiegel nach vorn ziehen.
☞ Hinweis:
Den Rückspiegel behutsam ablegen und das Spiegelglas vor Belastung sowie anderen Gegenständen
schützen.
☞ Der Rückspiegel ist stets sauber zu
halten.
– Zum Reinigen des Spiegels ist
ein handelsüblicher Glasreiniger
zu verwenden. Dabei sind die vom
Hersteller vorgegebenen Anwendungshinweise zu beachten.
Spiegel einstellen
1. Den Rückspiegel durch Drehen der
Schelle seitlich voreinstellen.
2. Den Rückspiegel an der Befestigungsstange und Kugelgelenk
drehen, bis der gewünschte Blickwinkel eingestellt ist.
Rückspiegel einstecken
Für den Fahrbetrieb den Rückspiegel
wieder einstecken. Die Klemmschraube (2) festdrehen.
53
BESONDERHEITEN DER
JUNIOR-VARIANTE
Sitztiefe
Die Sitztiefe (1) kann durch Umsetzen
der Rückenlehne in eine andere Position verändert werden.
☞ Hinweis:
1
Dazu Kapitel < Sitz > beachten.
☞ Die Montage ist von einer autorisierten Fachwerkstatt durchzuführen.
Achtung:
In Verbindung mit der Sitztiefeneinstellung (2), (3) oder (4) verringert sich das maximale Nutzergewicht!
☞ Dazu die entsprechende Angabe
im Kapitel < Technischen Daten >
beachten!
!
54
2
3
4
Breiteneinstellung der Beinstützenaufnahme
1
☞ Die Montage ist von einer autorisierten Fachwerkstatt durchzuführen.
Die Breiteneinstellung der Beinstützenaufnahme (1) kann z. B. zum Anpassen der Fußbrettbreite (X) erforderlich sein.
X
2
– Dazu erst die Sitzplatte bzw. den
Sitzbezug demontieren.
– Zum Verschieben der Beinstützenhalter (2) die jeweilige Verschraubung (3) lösen.
– Nach der erforderlichen Breiteneinstellung die jeweilige Verschraubung (3) wieder festzudrehen.
2
3
– Anschließend die Sitzplatte bzw.
den Sitzbezug wieder montieren.
55
Durchgehende Beinstütze
Das Fußbrett der durchgehenden
Beinstütze (1) ist zu einer Seite hochklappbar.
Fußbrett hochschwenken
Für einen freien Fußbereich ist die
linke Fußbrettseite bis zum Anschlag
nach rechts oben zu schwenken (2).
1
Fußbrett herunterschwenken
Die linke Fußbrettseite bis zum Anschlag auf die Fußbretthalterung herunterschwenken (3).
2
Höhen-/ und Winkelverstellung
des Fußbrettes
– Rollstuhl ausschalten und Umschalthebel in Position Fahrbetrieb
schwenken. – So vermeiden Sie ein
unbeabsichtigtes Fortrollen des
Rollstuhles.
– Klemmschrauben (4) lösen.
3
– Fußbrett auf die gewünschte Position und den gewünschten Winkel
einstellen.
– Klemmschrauben (4) festdrehen.
4
56
Tiefeneinstellung des Fußbrettes
Die Tiefeneinstellung des Fußbrettes
erfolgt durch das Versetzen der abziehbaren Distanzstücke (1).
1
– Das Fußbrett auf der hochschwenkbaren Seite etwas anheben.
– Die gewünschte Anzahl Distanzstücke entsprechend verschieben.
– Die zu versetzenden Distanzstücke
auf der festen Seite des Fußbrettes
nach außen von der Haltestange
abziehen (2).
☞ Hinweis:
In gewissen WInkeleinstellungen
des Fußbrettes kann es vorkommen,
dass ein Abziehen oder Aufstecken
der Distanzstücke nicht möglich ist.
Dann die Klemmschrauben für die
Winkeleinstellung (3) lösen und die
Position des Fußbrettes so ändern,
bis ein Abziehen oder Aufstecken
möglich ist.
Anschließend die Klemmschrauben
wieder festdrehen.
2
3
– Das Fußbrett verschieben.
– Die Distanzstücke wieder bis zum
Anschlag auf die Haltestange aufstecken.
– Das Fußbrett nach unten schwenken und einhängen.
57
Beinstützlänge einstellen
Die Beinstützlänge ist durch ein Teleskoprohr einstellbar.
– Rollstuhl ausschalten und Umschalthebel in Position Fahrbetrieb
schwenken. – So vermeiden Sie ein
unbeabsichtigtes Fortrollen des
Rollstuhles.
– Klemmschraube (1) lösen.
– Beinstützunterteil mit Fußplatte
auf die gewünschte Länge teleskopieren.
– Klemmschraube (1) festdrehen.
58
1
Armlehnen
Die Armlehnen (1) lassen sich in der
Höhe an die Anforderungen des Benutzers anpassen.
!
Achtung:
Die Armlehnen nicht zum Anheben oder Tragen des Rollstuhles
verwenden.
•
Nicht ohne Armlehnen fahren!
2
1
Armlehnenhöhe einstellen
Klemmschraube (2) lösen, die Armlehne auf die gewünschte Höhe halten
und die Klemmschraube (2) festdrehen.
!
•
Achtung:
Vor dem Lösen der Klemmschraube (2) die Armlehne gegen Herunterfallen mit einer Hand sichern.
– Quetschgefahr!
5
4
3
Beim Einstellen ist die maximale
Armlehnenhöhe erreicht, wenn
eine Markierung am Vierkantrohr
sichtbar wird.
Kleiderschutz
Nach dem Lösen der Kleiderschutzverschraubungen (3) und (4) kann der
Kleiderschutz in der Höhe verschoben
werden.
☞ Nach dem Demontieren der Kleiderschutzverschraubungen
(3)
kann der Kleiderschutzhalter (5)
an eine andere Anschraubposition
montiert werden.
59
Armlehne abnehmen
Vor dem Umklappen der Rückenlehne
müssen die Armlehnen abgenommen
werden (1).
– Dazu die jeweilige Klemmschraube
(2) lösen und die Armlehne nach
oben abziehen (3).
☞ Hinweis:
1
Soll die Armlehne auf der Steuerungsseite abgenommen werden,
kann zuvor das Bedienmodul entfernt werden.
Zum Abnehmen des Bedienmoduls
die Klemmschraube (4) lösen.
4
☞ Hinweis:
2
Das Kabel dabei vorsichtig nachführen.
Armlehne einstecken
Nach dem Einstecken der Armlehnen
die jeweilige Klemmschraube (2) wieder festdrehen.
Sitzbreite einstellen
☞ Dazu unter Kapitel < Armlehne >
den Absatz < Sitzbreite einstellen
> beachten!
3
60
VERLADEN UND TRANSPORT
Transport in Fahrzeugen
Folgende Punkte sind evtl. aus Platzgründen für den Transport in Fahrzeugen erforderlich (1).
▲ Beinstützen abnehmen.
1
▲ Bedienmodul abnehmen.
▲ Armlehnen abnehmen.
▲ Rückenlehne umklappen.
Die für den Transport abgebauten
Teile sind sicher zu verstauen und vor
Fahrtbeginn wieder sorgfältig anzubringen!
!
Achtung:
Benutzen Sie den Rollstuhl nicht
ohne montierte Beinstützen sowie
Armlehneneinheiten!
2
Transportsicherung
Die Spanngurte nur an die dafür vorgesehenen Bauteile des Pkws sowie
des Rollstuhls befestigen!
Zur Sicherung des Rollstuhles benutzen Sie den vorderen sowie hinteren Bogen des Hauptrahmenrohres
(2)+(3).
3
☞ Dazu die Klebeschilder am Rollstuhl beachten.
61
Personenbeförderung nach
ISO 7176/19
Den Rollstuhl als Fahrzeugsitz benutzen
Dieser Rollstuhl erfüllt die Anforderungen der ISO 7176/19 und darf in
Verbindung mit einem 4-Punkt-Verankerungssytem, das gemäß ISO 10542
geprüft und genehmigt wurde, als
Fahrzeugsitz verwendet werden.
!
Achtung:
Der Rollstuhl muss mit einer Kopfstütze augestattet sein.
☞ Der Rollstuhl wurde einem Aufpralltest unterzogen, wobei er in
Fahrtrichtung des transportierenden Fahrzeuges verankert war.
– Andere Konfigurationen wurden
nicht getestet.
☞ Die Prüfpuppe war mit Beckenund Oberkörpersicherheitsgurten
gesichert.
– Beide Sicherheitsgurttypen sollten verwendet werden, um das
Risiko von Verletzungen am Kopf
bzw. Oberkörper zu minimieren.
!
Achtung:
Nach einem Aufprall muss der Rollstuhl vor der weiteren Benutzung
durch eine autorisierte Fachwerkstatt geprüft werden.
• Veränderungen an Verankerungspunkten des Rollstuhles dürfen
nicht ohne Zustimmung des Herstellers durchgeführt werden.
62
Sicherheitshinweise
☞ Der Rollstuhl muss für den Transport mit wartungsfreien Batterien
ausgestattet sein.
☞ Es dürfen nur gemäß ISO 10542
geprüft und genehmigte 4-PunktVerankerungssysteme verwendet
werden.
☞ Der Rollstuhl ist gemäß der Bedienungsanleitung des Herstellers des
4-Punkt-Verankerungssystems zu
sichern.
☞ Den Rollstuhl nur in Fahrtrichtung
transportieren.
☞ Für die fachgerechte Sicherung des
Rollstuhles in dem Fahrzeug hat
der Fahrer bzw. die Begleitperson
zu sorgen.
☞ Vor dem Transport ist sicherzustellen, dass der Antrieb eingekuppelt
und der Rollstuhl ausgeschaltet ist.
Produkthaftungshinweise
☞ Der Transport im Rollstuhl in einem
Fahrzeug geschieht auf eigene Gefahr!
☞ Wir übernehmen keine Haftung
für Schäden oder anderen Besitztümern, die durch den Transport in
einem Fahrzeug entstanden sind.
Sicherung des Rollstuhles
Der Rollstuhl darf nur über die vier
Verankerungspunkte (1) und (2) gesichert werden.
Die Verankerungspunkte sind entsprechend den Fotos und dem Symbol
(3) gekennzeichnet.
!
1
Achtung:
Winkelverstellbare Rückenlehnen
sind senkrecht zu stellen.
• Gekantelte Sitze sind waagerecht
zu stellen.
• Höhenverstellbare Sitze sind in die
2
Grundposition zu stellen.
☞ Ggf. die elektrische Sicherheit
2
durch die Schlossfunktion herstellen.
– Dazu die Bedienungsanleitung <
Bedienmodule > beachten.
• Es sind nur Haken des Befestigungssystems entsprechend der
Norm ISO 10542 zu verwenden.
3
63
Sicherung des Benutzers im Rollstuhl
Der eventuell am Rollstuhl vorhandener Haltegurt ersetzt keinen fahrzeugverbundenen Sicherheitsgurt.
!
Achtung:
Es ist ein nach ISO 7176/19 geprüfter Sicherheitsgurt zu verwenden.
☞ Am Rollstuhl montierte, abnehmbare Zubehörteile, z. B. Sondersteuerung oder Therapietisch, entfernen und sicher Verstauen.
☞ Bei dem Transport einer Person
1
darauf achten, dass keine Gegenstände unter dem Gurtband eingeklemmt sind! – So vermeiden Sie
schmerzhafte Druckstellen.
☞ Sicherheitsgurte müssen eng am
Körper des Benutzers anliegen. Sie
dürfen nicht über Armlehnen oder
Antriebsräder geführt werden (1).
☞ Sicherheitsgurte sollen so stramm
wie möglich gezogen werden,
ohne das sich der Benutzer unbehaglich fühlt.
2
☞ Sicherheitsgurte dürfen nicht verdreht angelegt werden.
☞ Der Becken- und Schrägschultergurt sollte ungehindert und nicht
zu locker im Bereich zwischen Becken und Oberschenkel des Benutzers anliegen (2).
☞ Die Gurte des Verankerungssystems müssen in einem Winkel ca.
45° zum Fahrzeugboden montiert
werden (3).
64
3
INSTANDHALTUNG
Wartung
Die folgenden Wartungslisten stellen
einen Leitfaden für die Durchführung
der Wartungsarbeiten dar. Sie geben
keinen Aufschluss über den tatsächlich notwendigen, am Fahrzeug festgestellten Arbeitsumfang.
!
Achtung:
Bei Teilnahme am öffentlichen
Straßenverkehr ist der Fahrzeugführer für den funktions- und betriebssicheren Zustand des Fahrzeuges verantwortlich.
Eine mangelhafte oder vernachlässigte Pflege und Wartung des Fahrzeuges führt zur Einschränkung der Produzentenhaftung.
!
Achtung:
Wartungsarbeiten sowie Umbauten, Ein- und Verstellungen am
Rollstuhl sind nur bei zuvor ausgeschaltetem Bedienmodul und in
Fahrbereitschaft geschaltete Antriebsmotoren durchzuführen!
– Unfallgefahr durch ungewollte
Rollstuhlbewegungen.
Inspektion
Aus Sicherheitsgründen und um Unfällen vorzubeugen, die aus nicht
rechtzeitig erkanntem Verschleiß resultieren, ist unter normalen Betriebsbedingungen eine jährliche Inspektion vorgesehen. Diese ist entsprechend
der Serviceanleitung durchzuführen.
Damit der ELEKTRO-ROLLSTUHL in
jeder Situation ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet,
übertragen Sie diese Arbeiten einer
Fachwerkstatt. Die Mitarbeiter der
Fachwerkstatt kennen die Technik des
Fahrzeuges und haben geeignetes
Werkzeug. Sie können beginnenden
Verschleiß rechtzeitig feststellen und
verwenden Original-Ersatzteile.
☞ Hinweis:
Unter erschwerten Betriebsbedingungen, z. B. tägliches Befahren
von
Gefällestrecken/Steigungen
oder beim Einsatz im Pflegedienst
– mit häufig wechselnden Rollstuhlbenutzern – ist es zweckmäßig,
Zwischenkontrollen der Bremsen
und des Fahrwerkes zu veranlassen.
• Bei Arbeiten an der elektrischen
Anlage ist zusätzlich die Batteriesicherung herauszuziehen!
65
Wartungsanleitung
WANN
WAS
ANMERKUNG
Vor Fahrtantritt
Allgemein
Auf einwandfreie Funktion prüfen.
Prüfung selbst oder mit
Hilfsperson durchführen.
Der
Elektro-Rollstuhl
darf sich nicht mehr
schieben lassen. Wenn
doch, Bremse von Fachwerkstatt Instand setzen
lassen.
Magnetbremse prüfen
Umschalthebel Fahr- /
Schiebebetrieb auf Fahrbetrieb stellen.
Insbesondere vor Fahrten im Dunkeln
Beleuchtung
Auswechseln
defekter
Glühlampen siehe Kapitel < Beleuchtung >.
Alle 2 Wochen
(je nach Fahrstreckenleistung)
Luftdruck der Reifen
prüfen
Reifenfülldruck – Lenkrad
2,5 bar = 35 psi
Reifenfülldruck – Antriebsrad
2,5 bar = 35 psi
Selbst oder mit Hilfsperson durchführen. Dazu
Luftdruckprüfgerät benutzen.
Licht- und Blinkanlage
Auf einwandfreie Funktion prüfen.
Sicherheitshinweise Kapitel < Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr >
beachten.
66
Alle 2 Wochen
(je nach Fahrstreckenleistung)
Radbefestigungen/
Einstellschrauben
Schrauben oder Muttern
auf festen Sitz prüfen.
Selbst oder mit Hilfsperson durchführen.
Gelöste
Radmuttern
oder -schrauben/Einstellschrauben fest anziehen.
Alle 2 Monate
(je nach Ladehäufigkeit
und Umgebungstemperatur auch häufiger)
Batteriewartung
geschlossene Antriebsbatterien:
– keine Wartung
Beachten Sie das Kapitel
< Batteriewartung >!
(je nach Fahrstreckenleistung)
Reifenprofil überprüfen
Mindestprofiltiefe = 1
mm
Selbst
Sichtprüfung
durchführen.
Bei abgefahrenem Reifenprofil oder einer Beschädigung der Reifen
Fachwerkstatt zur Instandsetzung hinzuziehen.
Alle 6 Monate
(je nach Gebrauchshäufigkeit)
Überprüfen Sie:
– Sauberkeit
– Allgemeinzustand
Siehe Pflege.
Siehe Instandsetzung.
Selbst oder mit Hilfsperson durchführen.
Empfehlung des Herstellers:
Alle 12 Monate
(je nach Gebrauchshäufigkeit)
Sicherheits-Inspektion
– Fahrzeug
– Ladegerät
Vom Fachhändler durchzuführen.
67
Wartungsliste der jährlichen Arbeiten
Vorarbeiten zur Sichtprüfung
Sitz- und Rückenelement, Beinstützen, Armlehneneinheiten entfernen. Ggf. das
Fahrzeug oder Teilbereiche vor der Sichtprüfung reinigen.
Sichtprüfung
❑ Rahmen, Anbauteile und Zubehör auf Beschädigung, Korrosion sowie Lackschäden prüfen.
❑ Elektrische Leitungen und Anschlüsse auf Zustand und Befestigung kontrollieren.
Allgemeine Kontrollen
❑
❑
❑
❑
Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen.
Befestigung aller Anbauteile/-elemente kontrollieren.
Befestigung der Karosserieteile, Anbauteile und Zubehör prüfen.
Bowdenzüge auf Beschädigungen prüfen.
Fahrwerk
❑
❑
❑
❑
Federung auf sicheren Zustand überprüfen.
Lenk- und Antriebsradbefestigungen kontrollieren.
Reifenzustand und Reifendruck prüfen.
Lenkradaufhängung auf Zustand, Funktion und Gangbarkeit prüfen.
Bremsen
❑ Bremsautomatik auf Funktion prüfen.
Max. Bremsweg bei 6 km/h = 1 m, bei 8 km/h = 1,5 m, bei 10 km/h = 2 m.
Elektrische Anlage
❑ Antriebsbatterien, Anschlüsse und Batteriekasten reinigen und warten.
Ölen/Fetten
❑ Drehpunkte und Lagerstellen von Bedienhebeln und beweglichen Teilen.
Endkontrolle
❑
❑
❑
❑
Beleuchtungs- und Signaleinrichtung prüfen.
Motor- und Lenkungsentriegelung (Schiebebetrieb).
Brems-/Lenk-/Fahrtest zusätzlich an Steigung und Gefälle.
Allgemeine Funktionskontrolle der mechanischen/elektrischen Verstelleinrichtungen.
❑ Fahrtest.
68
Störungsbehebung
Störung
Ursache
Behebung
Batteriekontrollanzeige des Bedienmodules
leuchtet nach dem Einschalten nicht auf.
Batteriesicherung ist defekt oder ist nicht richtig
eingesteckt.
Defekte Sicherung auswechseln bzw. Kontakte
säubern und richtig einstecken.
Steckverbindung
Stromversorgung
Kontakt.
der
ohne
Steckverbindungen prüfen.
Antriebsmotore sind auf
Schiebebetrieb geschaltet.
Umschalthebel für Antriebsmotore auf Fahrbetrieb stellen und einrasten lassen.
Steckverbindung an einem der Antriebe ohne
Kontakt.
Steckverbindungen prüfen.
Störung in der Elektronik.
Von der Fachwerkstatt
instandsetzen
lassen.
(Schiebebetrieb)
Umschalthebel in Position Fahrbetrieb.
Nicht aufgeführte Störungen.
Siehe unter < Fehlerdiagnose > in der Bedienungsanleitung für das
Bedienmodul.
Glühlampe defekt.
Neue Glühlampe einsetzen.
Beleuchtungsoder
Fahrelektronik defekt.
Von der Fachwerkstatt
instandsetzen bzw. austauschen lassen.
Batterieanzeige blinkt
nach Einschalten.
Beleuchtung nicht aktiv.
69
Service-Stellung
Die Sitzeinheit ist für Wartungs- und
Instandhaltungsarbeiten nach hinten
umklappbar (1).
Zuvor muss die Heckverkleidung vorsichtig entfernt werden (2).
☞ Dazu erst die Klettverbindungen
lösen und dann die Heckverkleidung entsprechend der Kabellängen hervorziehen.
Anschließend die Steckerverbindungen der Rückleuchten trennen (3) und
die Heckverkleidung entfernen.
Nach den Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten die Heckverkleidung
unter die Gepäckablage einsetzen,
nach vorn schieben und einpassen.
☞ Dabei die Steckerverbindungen
1
der Rückleuchten (3) wieder herstellen.
Anschließend die Klettverbindungen
wieder schließen.
2
3
70
Sitzeinheit umklappen
Zum Umklappen der Sitzeinheit erst
den Verriegelungsknopf (4) eindrücken, dann den Steckbolzen (5) entfernen.
☞ Dabei den Sitz mit einer Hand
leicht anheben um den Steckbolzen zu entlasten.
4
5
Anschließend die Sitzeinheit nach hinten umklappen und vorsichtig auf den
Boden ablegen (6).
☞ Dabei den Schiebebügel vor einer
Beschädigung der Beschichtung
schützen.
Nach dem Zurückklappen der Sitzeinheit und Einstecken des Steckbolzens,
die Verriegelung prüfen.
☞ Für eine einwandfreie Funktion
den Steckbolzen stets sauberhalten.
6
71
Ladegerät
Der Elektro-Rollstuhl benötigt ein spezielles Ladegerät.
☞ Es dürfen nur für den Elektro-Rollstuhl geeignete Ladegeräte eingesetzt werden (1)!
☞ Bedienungsanleitung des Ladegerätes beachten!
1
Technische Anforderungen:
3
für folgende Antriebsbatterien,
– max. Ladespannung: 28,5 V
Für geschlossene Antriebsbatterien:
– bis 40 Ah – 5 h / 50 Ah – 20 h
– Ladestrom: 6 A
2
1
Für offene/geschlossene Antriebsbatterien:
– ab 40 Ah – 5 h / 50 Ah – 20 h
– Ladestrom: 8 A
– ab 65 Ah – 5 h / 82 Ah – 20 h
– Ladestrom: 12 A
A
2
1
Pinbelegung des Ladesteckers (2):
Pin 1: +24V (Leitung rot)
Pin 2: minus (Leitung schwarz)
☞ Dazu die Bedienungsanleitung des
Ladegerätes beachten!
Pinbelegung der Ladebuchs (3):
Pin 1: +24V (Leitung rot)
Pin 2: minus (Leitung schwarz)
72
3
B
Radwechsel
☞ Hinweis:
1
Ein Rad-/Reifenwechsel setzt entsprechende Sachkenntnis voraus.
Deshalb sollten diese Arbeiten nur
von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden.
Bei einem Radwechsel darf kein Insasse im Rollstuhl sitzen. Der Rollstuhl
muss auf einem ebenen und festen Untergrund stehen. Vor der Demontage
eines Rades das Fahrgestell kippsicher
abstützen und den Rollstuhl gegen
Umkippen und Fortrollen sichern.
Reifen immer paarweise erneuern.
Denn: zwei unterschiedlich abgefahrene Reifen beeinträchtigen den Geradeauslauf des Rollstuhles.
Antriebsräder demontieren
Dazu die vier Radbefestigungsschrauben (1) herausschrauben und das Rad
abnehmen.
Antriebsräder montieren
Nach dem Aufstecken des Antriebsrades die vier Radbefestigungsschrauben wieder fest einschrauben (1) (Anzugsmoment 45Nm).
☞ Hinweis:
Das Ventil weist nach außen.
73
Lenkräder demontieren
Vor dem Austausch oder einer Reparatur ist das Lenkrad zu demontieren.
Dazu die Radachse (2) demontieren.
!
Achtung:
Niemals die Felgenhälften-Verbindungsschrauben zwecks Demontage des Reifens lösen, ohne zuvor
den Reifendruck vollständig abzulassen!
– Verletzungsgefahr!
☞ Hinweis:
Beachten Sie für die Montage
die Anordnung evtl. eingesetzter
Buchsen und Scheiben.
Lenkräder montieren
Nach dem Einsetzen des Lenkrades ist
die Radachse (2) wieder zu montieren.
☞ Hinweis:
Das Drehmoment in Nm kann den
< Technischen Daten > entnommen
werden.
74
2
Reifenwechsel
Die Reifendecke ist mit geeignetem
Werkzeug (Montierhebel) von der
Felge zu hebeln.
!
Achtung:
Zum Reifenwechsel den Reifendruck vollständig ablassen.
3
☞ Hinweis:
Der Luftdruck der Bereifung ist
beidseitig auf der Reifendecke
angegeben oder kann den < Technischen Daten > entnommen werden.
Reifendemontage
Felge
!
bei
3
3
geteilter
Achtung:
Niemals die Felgenhälften-Verbindungsschrauben oder -muttern (3)
zwecks Demontage des Reifens lösen, ohne zuvor den Reifendruck
vollständig abzulassen!
– Verletzungsgefahr!
1. Den Luftdruck des entsprechenden
Rades vollständig ablassen.
2. Das entsprechende Rad demontieren.
3. Die
Felgenhälften-Verbindungsschrauben oder -muttern (3) demontieren.
☞ Hierzu sind neue Sicherungsschrauben bzw. -muttern zu verwenden
sowie das Drehmoment zu beachten (siehe Technische Daten).
3. Das entsprechende Rad wieder
montieren.
Reifenmontage bei geteilter Felge
1. Die Decke mit faltenfreiem
Schlauch zwischen die Felgenhälften legen. Ggf. die Laufrichtung
des Reifens beachten (siehe Pfeil).
2. Die
Felgenhälften-Verbindungsschrauben oder -muttern (3) gleichmäßig anziehen.
75
Sicherungen
Sicherungen austauschen
Vor dem Austauschen von Sicherungen den Elektrorollstuhl auf einer
ebenen Fläche abstellen und gegen
Wegrollen sichern (Umschalthebel auf
Fahrbetrieb stellen). Das Bedienmodul
ausschalten.
Sicherungen nur durch eine des gleichen Typs ersetzen! Neue Sicherungen
sind z. B. an Tankstellen erhältlich.
☞ Hinweis:
Bei erneutem Durchbrennen der
Sicherung Schadensursache von einem Fachhändler beheben lassen.
Sicherung
Haupt-/Batteriesicherung (1)
☞ Hinweis:
< Technische Daten > beachten!
76
1
Beleuchtung
☞ Hinweis:
1
Wenn eine Blinkerglühlampe defekt ist, dann blinkt die verbleibende mit der doppelten Frequenz.
Fahrscheinwerfer einstellen
Senkrechte Ausrichtung
Der Fahrscheinwerfer muss so eingestellt sein, dass der Lichtkegel auf der
Fahrbahn sichtbar ist. – Den unteren
Rand des Lichtkegels auf etwa 3 Meter vor dem Rollstuhl einstellen.
☞ Hinweis:
Nach einer Sitzneigungsverstellung ist der Fahrscheinwerfer ggf.
neu einzustellen.
2
Zum Einstellen des Fahrscheinwerfers
die Befestigungsschrauben (1) am
Winkelblech lösen.
Den Fahrscheinwerfer entsprechend
einstellen und die Befestigungsschrauben (1) wieder festziehen.
Waagerechte Ausrichtung
Zum Einstellen des Fahrscheinwerfers
die Befestigungsschraube (2) lösen.
Den Fahrscheinwerfer entsprechend
einstellen und die Befestigungsschraube (2) wieder festziehen.
77
Fahrscheinwerfer
Glühlampe:
12V/3W E10
☞ Hinweis:
Fassen Sie die Glaskörper der neuen Glühlampen mit einem trockenen Tuch an.
1
Ausbau
– Bedienmodul ausschalten.
– Hauptsicherung herausziehen.
– Befestigungsschraube lösen und
Streuscheibe abnehmen (1).
– Sockelaufnahme mit Glühlampe
aus Streuscheibe ziehen (2).
– Defekte Glühlampe aus Sockelaufnahme schrauben.
2
Einbau
– Neue Glühlampe in die Sockelaufnahme schrauben (2). – Massedraht liegt über dem Gewinde der
Sockelaufnahme.
– Sockelaufnahme mit Glühlampe in
Streuscheibe einsetzen (1).
– Streuscheibe montieren. – Oberen Zapfen zuerst einsetzen, dann
Streuscheibe unten andrücken und
festschrauben.
78
3
Blinkleuchte/vorn
Kugellampe:
12V/P21W BA15s
☞ Hinweis:
Fassen Sie die Glaskörper der neuen Glühlampen mit einem trockenen Tuch an.
1
Ausbau
– Bedienmodul ausschalten.
– Hauptsicherung herausziehen.
– Befestigungsschraube lösen und
Streuscheibe abnehmen (1).
– Defekte Kugellampe leicht nach
innen drücken, drehen und aus der
Fassung ziehen.
Einbau
2
– Neue Kugellampe einsetzen. – Seitliche Zapfen (Bajonett-Verschluss)
in die Aussparungen der Fassung
schieben, leicht gegen die Feder
drücken und drehen bis der Bajonett-Verschluss einrastet (1).
– Streuscheibe montieren. – Seitlichen Zapfen zuerst einsetzen,
Streuscheibe andrücken und anschrauben (2).
79
Blinkleuchte/hinten
Kugellampe:
12V/P21W BA15s
☞ Hinweis:
Fassen Sie die Glaskörper der neuen Glühlampen mit einem trockenen Tuch an.
Ausbau
2
1
– Bedienmodul ausschalten.
– Hauptsicherung herausziehen.
4
– Befestigungsschraube (2) lösen
und Streuscheibe abnehmen (3).
– Defekte Kugellampe (4) leicht in
die Fassung, gegen die Feder drücken, drehen und aus der Fassung
ziehen.
Einbau
– Neue Kugellampe einsetzen. – Seitliche Zapfen (Bajonettverschluss)
in die Aussparungen der Fassung
schieben, leicht gegen die Feder
drücken und drehen, bis der Bajonettverschluss einrastet (4).
– Streuscheibe montieren. – Streuscheibe andrücken und anschrauben (1).
80
3
Rückleuchte
Soffitte:
12V/C5W S8,5
☞ Hinweis:
Fassen Sie die Glaskörper der neuen Glühlampen mit einem trockenen Tuch an.
2
1
Ausbau
– Bedienmodul ausschalten.
– Hauptsicherung herausziehen.
– Befestigungsschraube (2) lösen
und Streuscheibe abnehmen (3).
– Defekte Soffitte (4) gegen den
Aufnahmesteg drücken und herausnehmen.
Einbau
3
4
– Neue Soffitte (4) einsetzen. – Eine
Spitze in die Bohrung des Aufnahmesteges drücken und dann in die
Bohrung des anderen Steges drücken (4).
– Streuscheibe montieren. – Streuscheibe andrücken und anschrauben (1).
81
Hinweise für den Fachhändler
Auf Anfrage ist eine Serviceanleitung
erhältlich, in der sich eine Checkliste
zur jährlichen Inspektion befindet.
In der Checkliste sind die zur Inspektion erforderlichen Funktionsprüfungen aufgelistet.
Sie stellen einen Leitfaden für die
Durchführung der Inspektionsarbeiten dar.
☞ Hinweis:
Sie geben keinen Aufschluss über
den tatsächlich notwendigen, am
Fahrzeug festgestellten Arbeitsumfang.
Nach erfolgreicher Durchführung einer jährlichen Inspektion ist der Inspektionsnachweis in der Bedienungsanleitung auszufüllen.
Programmierung des Fahrverhaltens
Das Fahrverhalten des Rollstuhles
kann über ein Programmiergerät eingestellt werden.
☞ Dazu die entsprechende < Serviceanleitung > beachten.
Das Fahrverhalten des Rollstuhles sollte regelmäßig den individuellen Erfordernissen und dem Lernfortschritt
des jeweiligen Benutzers angepasst
werden.
Dabei sind die Fahrerfahrung, die
körperlichen Grenzen des Benutzers
und der hauptsächliche Einsatzort des
Fahrzeuges zu berücksichtigen:
▲ Bei der Programmierung des Verzögerungswertes ist zu beachten,
dass einerseits sehr heftiges Bremsen den Fahrer gefährden kann,
andererseits der Bremsweg aus Sicherheitsgründen nicht länger als
1,0 m bei 6 km/h,
1,5 m bei 8 km/h,
2,0 m bei 10 km/h,
2,5 m bei 12 km/h und
3,5 m bei 15 km/h sein darf (gemäß
EN 12184).
▲ Die Programmierung sollte speziell
auf den Benutzer abgestimmt sein.
Dabei sind das Reaktionsvermögen, die Konstitution sowie physische und psychische Fähigkeiten zu
berücksichtigen. Eine Rücksprache
mit dem Arzt oder Therapeuten
kann hierbei sehr hilfreich sein.
82
Fahrparameter
Standard-Einstellungen
Durch die Einstellung der einzelnen
Parameter werden die Fahreigenschaften des Rollstuhles bestimmt.
Die Standard-Einstellungen der Parameterwerte sind so gewählt, dass
die Prüfungsanforderungen zur Zertifizierung CE erfüllt werden. Davon
abweichende
Programmierungen
erfüllen diese Anforderungen unter
Umständen nicht.
☞ Dazu die entsprechende < Serviceanleitung > beachten.
Unabhängig davon muss die Sicherheit des Rollstuhles und insbesondere
des Fahrers nach einer Änderung der
Parameter gewährleistet sein.
☞ Hinweis:
☞ Jede Änderung der Parameter unterliegt der alleinigen Verantwortung der Person, die diese Änderung vornimmt.
☞ Es können gefährdende Parameter
eingestellt werden.
☞ Mögliche Kippgefahr in Kurven.
Standard-Programmierung für VR2
Einstellungen in % für 6 / 10 km/h
maximal
minimal
Acceleration (Anfahrbeschleunigung vorwärts)
30 / 30
25 / 25
Deceleration (Bremsverzögerung vorwärts)
65 / 65
65 / 65
Turn Acceleration (Anfahrbeschleunigung rückwärts)
40 / 40
20 / 20
Turn Deceleration (Bremsverzögerung rückwärts)
40 / 40
30 / 30
Forward Speed (Vorwärtsgeschwindigkeit)
45 / 80
20 / 20
Reverse Speed (Rückwärtsgeschwindigkeit)
25 / 30
20 / 20
Turn Speed (Kurvengeschwindigkeit)
25 / 25
20 / 20
5
1
Number of Drive Profiles (Anzahl der Fahrprofile)
83
Fahrprogramme CAN-Bus
Die auf dem Powermodul installierte
Software enthält fünf Fahrprogramme mit verschiedenen Fahreigenschaften. Beispielsweise können separate
Programme für den Indoor- und den
Outdoor-Einsatz abgerufen werden.
Der Benutzer kann jederzeit das gesamte Fahrverhalten des Rollstuhles
ändern, indem er in ein anderes Programm wechselt. Die werkseitigen
Eigenschaften dieser Fahrprogramme
sind der Tabelle 1 zu entnehmen.
Jedes der Fahrprogramme wird in seinen Eigenschaften von der jeweiligen
Einstellung der 9 Parameter bestimmt.
Die Parameter sind ab Werk auf die
aus der Tabelle 2 ersichtlichen Werte
eingestellt.
Tabelle 1: Standardeinstellung der Fahrprogramme CAN-Bus ab Werk
Programm
Eigenschaft
Programm 1:
Indoor weich - Innenbetrieb
☞ weiches Fahrverhalten - sehr langsam und sehr weich
Programm 2:
Indoor normal - Innenbetrieb
☞ normales Fahrverhalten - langsam und weich
Programm 3:
Outdoor weich - Außenbetrieb
☞ weiches Fahrverhalten - etwas schneller und etwas härter
Programm 4:
Outdoor normal - Außenbetrieb
☞ normales Fahrverhalten - volle Geschwindigkeit und härter
Programm 5:
Outdoor hart - Außenbetrieb
☞ hartes Fahrverhalten - volle Geschwindigkeit und extrem
hart
84
Tabelle 2: Standardeinstellung der Parameter CAN-Bus ab Werk
Parameter
Programme
Nr.
Bezeichnung
P1
P2
P3
P4
P5
1
Vorwärtsendgeschwindigkeit
04
05
07
09
09
2
Rückwärtsendgeschwindigkeit
03
03
04
05
05
3
Beschleunigung
02
03
03
05
05
4
Bremsverzögerung
02
03
04
04
05
5
Kurvenendgeschwindigkeit
03
03
03
03
05
6
Kurvenbeschleunigung
02
03
03
04
05
7
Kurvenbremsverzögerung
02
03
03
04
05
8
Lenknullzone
09
08
06
05
05
9
Lenkempfindlichkeit
03
03
03
05
05
85
TECHNISCHE DATEN
Stark eingeschränkt wird die Fahrstreckenleistung durch:
Fahrstreckenleistung
– häufige Bergauffahrt,
Die Fahrstreckenleistung hängt im
entscheidenden Maße von folgenden
Faktoren ab:
– schlechten Ladezustand der Antriebsbatterien,
– Batteriezustand,
– Gewicht des Fahrers,
– Fahrgeschwindigkeit,
– Fahrweise,
– Fahrbahnbeschaffenheit,
– Fahrbedingungen,
– Umgebungstemperatur.
Die von uns angegebenen Nenndaten
sind unter folgenden Bedingungen
realistisch:
– niedrige Umgebungstemperatur
(z. B. im Winter),
– häufiges Anfahren und Bremsen
(z. B. im Stadtverkehr),
– gealterte, sulfatierte Antriebsbatterien,
– zwangsläufig notwendige, häufige Lenkmanöver,
– reduzierte
Fahrgeschwindigkeit
(besonders bei Schritttempo).
– Umgebungstemperatur 20° C.
In der Praxis vermindert sich dabei die
unter „Normalbedingungen“ noch erreichbare Fahrstreckenleistung auf ca.
80 – 40 % des Nennwertes.
– 100% Nennkapazität der Antriebsbatterien nach DIN-Norm.
Steigfähigkeit
– Neuwertige Antriebsbatterien mit
mehr als 5 Ladezyklen.
– Nennbelastung mit 75 kg.
– Ohne wiederholtes Beschleunigen.
– Ebener fester Untergrund.
Wir geben die Fahrzeuge für Fahrten
auf Steigungs- oder Gefällestrecken
von 15 % frei, möchten aber betonen,
dass die systembedingte Steigfähigkeit des Fahrzeuges viel größer ist, da
diese Leistung für die sichere Hindernisüberwindung bereitzustellen ist.
– Normale Straßenoberfläche.
Steigungen und Gefälle über 15 %
sind aus Sicherheitsgründen (z. B. bei
Rampen) nur ohne Fahrer zu befahren!
86
Sicherungen
Unter der Sitzplatte vor den Antriebsbatterien
Dazu Kapitel < Sicherungen > beachten.
Haupt-/Batteriesicherung (VR2): .............................................. 60 A
Haupt-/Batteriesicherung (CAN-Bus): ...................................... 80 A
Beleuchtung
Scheinwerferlampe: ..................................Glühlampe 12V/3W E10
Rückleuchte: .................................................Soffitte 12V/C5W S8,5
Blinkleuchte/hinten: .......................Kugellampe 12V/P21W BA 15s
Blinkleuchte/vorn: ..........................Kugellampe 12V/P21W BA 15s
87
Werkzeug
Für Einstell- und Wartungsarbeiten wird folgendes Werkzeug benötigt:
Maul- oder Ringschlüssel ................................Schlüsselweite (SW) 10 / 13 / 17 mm
Steckschlüssel ................................................................. Schlüsselweite (SW) 19 mm
Sechskantstiftschlüssel......................................Schlüsselweite (SW) 3 / 4 / 5 / 6 mm
Kreuzschlitzschraubendreher ............................................... Gr. PH bzw. PZ 0 / 1 / 2
Schlitzschraubendreher .................................................................................Gr. klein
Anzugsmomente für Schraubverbindungen
Soweit nicht anders angegeben sind die Schraubverbindungen mit den entsprechenden Anzugsmomenten festzudrehen.
Gewindedurchmesser M 4 .................................................................................3 Nm
Gewindedurchmesser M 5 .................................................................................5 Nm
Gewindedurchmesser M 6 ...............................................................................10 Nm
Gewindedurchmesser M 8 ...............................................................................25 Nm
Gewindedurchmesser M 10 .............................................................................50 Nm
Gewindedurchmesser M 12 .............................................................................85 Nm
88
Modell 9.906 / 9.906-603
Alle Angaben innerhalb der folgenden Tabellen beziehen sich auf die Standardausführungen des entsprechenden Modells.
Maßtoleranz ± 1,5 cm, ± 2°.
Kürzel der Rollstuhlmaße:
SH = Sitzhöhe
SB = Sitzbreite
ST = Sitztiefe
RH = Rückenhöhe
Modell: ........................................................... Elektro-Rollstuhl 9.906 / 9.906-603
Typenschild: .....................................................................vorn rechts am Querträger
Anwendungsklasse nach DIN EN 12184:...................................................... Klasse B
Elektrische Anlage:
Antriebssteuerung 6 / 10 km/h: .................................................. 24 Volt / 70 A max.
Antriebsleistung: ...............................300 Watt bei 6 km/h / 300 Watt bei 10 km/h
Hauptsicherung (VR2): ........................................................................................ 60 A
Hauptsicherung (CAN-Bus): ................................................................................ 80 A
Beleuchtung: ....................................................................................................12 Volt
89
Abmessungen:
Länge (über Fußplatten): .......................................................................max. 111 cm
Länge der Juniorvariante (über Fußplatten): .......................................max. 105 cm
Breite (min. / max.): ..............................................................................63 cm / 73 cm
Höhe (mit Stülp-ERGOpor-Rückenlehne): ................. 94 cm (SH 45), 98 cm (SH 48)
Höhe (mit Stülp-ERGOpor-Rückenlehne): ........................................100 cm (SH 50)
Rückenhöhe Stülp-Rücken: ........................................................................45 / 50 cm
Rückenhöhe ERGOpor:......................................................................................55 cm
Rückenlehnenbreite ERGOpor: ........................................................................43 cm
Sitzhöhe (SH) mit Sitzwinkel 4°:
Sitzbezug (Sitzplatte): .........................................................................45 / 48 / 50 cm
ERGOpor-Sitzkissen: ............................................................................48 / 51 / 53 cm
Sitzbreite (SB) Modell 9.906:
Standard (stufenlos über Armlehnenpolster einstellbar):................... 44 bis 55 cm
Armlehnenpolster nach innen versetzt: ............................................... 38 bis 51 cm
Sitzbreite (SB) Modell 9.906-603:
Standard (stufenlos einstellbar): ........................................................... 29 bis 36 cm
Sitztiefe (ST) Modell 9.906, verstellbar durch Montage à ca. 3,5 cm:
mit Stülprücken: ..................................................................................... 40 bis 50 cm
ERGOpor: ................................................................................................. 40 bis 51 cm
mit Anpassrücken: ........................................................................ 40/42 bis 51/53 cm
Sitztiefe (ST) Modell 9.906-603, verstellbar durch Montage à ca. 3,5 cm:
mit Stülprücken: ..................................................................................... 29 bis 47 cm
☞ Sitztiefe 30 bis 37 cm nur mit Nutzergewicht bis 100 kg
Armlehnenhöhe ab Sitz:
Sitzplatte mit Kissen 6 cm (stufenlos einstellbar) ................................ 16 bis 27 cm
ERGOpor (stufenlos einstellbar): ........................................................... 19 bis 30 cm
Code 4439 Junior ab Sitz, Bezugsitz (stufenlos einstellbar): ............... 19 bis 26 cm
Unterschenkellänge:
Code 93 (Sitzplatte inkl Kissen 6 cm) .................................................... 40 bis 55 cm
Code 92 / 86 (Sitzplatte inkl Kissen 6 cm) ............................................. 40 bis 55 cm
(4882/4885 Junior 93+806) ..................................................................... 27 bis 35 cm
(4882/4886 Junior 93+54) ....................................................................... 16 bis 41 cm
90
Sitzneigung mech.(in div.Stufen+ Möglichkeiten verstellbar):
bei SH 45 (Sitzaufnahme 1.Bo von Oben)
1. bis 10.Bohrung: ............................................ 4°, 6°, 9°, 12°, 14°, 16°, 18°, 20°, 22°
bei SH 48 (Sitzaufnahme 3.Bo von Oben)
3. bis 10.Bohrung: ........................................ -2° 1), 0° 1), 3° 1), 5°, 7°, 9°, 11°, 13°, 15°
bei SH 50 (Sitzaufnahme 4.Bo von Oben)
4. bis 10.Bohrung: ........................................................-3° 1), 0° 1), 2° 1), 5°, 7°, 9°, 12°
Sitzneigung elektrisch
je nach Sitzhöhe und Einsatz der Aktorverlängerung Verstellweg 15°: ...0 bis 22°
Rückenlehnenneigung mechanisch (Stülprücken, ERGOpor): ................. 0° bis 30°
Rückenlehnenneigung elektrisch (Stülprücken, ERGOpor): .................... 4° bis 64°
Transportmaße:
Länge (ohne Beinstützen): ................................................................................98 cm
Breite (ohne Armlehnen): .................................................................................63 cm
Höhe (ohne Armlehnen): .................................... SH45: 64 / SH48: 67 / SH50: 69 cm
(Rückenpolster abgenommen und Rückenlehne auf den Sitz umgeklappt)
Umgebungstemperatur: ................................................................. -25° C bis +50° C
Lagertemperatur mit Antriebsbatterien: ...................................... -25° C bis +50° C
Lagertemperatur ohne Antriebsbatterien: ................................... -40° C bis +65° C
Fahrwerk:
Antriebsrad (luftbereift, max. 2,5 bar): ....................... 14“ x 3“ 3.00-8 (ø 345 mm)
Lenkrad (luftbereift, max. 2,5 bar): ........................8“ x 2“ 200 x 50 (190 x 50 mm)
Lenkrad (luftbereift, max. 2,5 bar): ............................ 9“ 280/2.60-4 (210 x 60 mm)
Lenkrad (luftbereift, max. 2,5 bar): ......................... 10" x 3“ 3.00-4 (260 x 85 mm)
1)
nur bei min. Einstiegsbreite
91
Antriebsbatterien:
Antriebsbatterien geschlossen: ......................... 2 x 12 V 34 Ah (5 h) / 40 Ah (20 h)
Antriebsbatterien geschlossen: ......................... 2 x 12 V 51 Ah (5 h) / 56 Ah (20 h)
Antriebsbatterien offen: .................................... 2 x 12 V 50 Ah (5 h) / 65 Ah (20 h)
Antriebsbatterien offen: .................................... 2 x 12 V 60 Ah (5 h) / 80 Ah (20 h)
max. Batterieabmessung (LxBxH): ............................................ 375 x 280 x 200 mm
zul. Batteriekippwinkel für Antriebsbatterien offen ......................................... 55°
Reichweite (siehe Fahrstreckenleistung):
Antriebsbatterien geschlossen 40 Ah (20 h) bei 6 km/h / 10 km/h: .........ca. 30 km
Antriebsbatterien geschlossen 56 Ah (20 h) bei 6 km/h / 10 km/h: .........ca. 40 km
Leistung (siehe Fahrstreckenleistung):
Höchstgeschwindigkeit vorwärts: ......................................................ca. 6 / 10 km/h
Stufenüberwindung aufwärts (Lenkrad direkt vor der Stufe):...............ca. 40 mm
Stufenüberwindung aufwärts (mit 0,5m Anfahrweg): ...........................ca. 60 mm
Stufenüberwindung aufwärts (mit Stufenüberwinder): .......................ca. 120 mm
Stufenüberwindung abwärts: .................................................................ca. 130 mm
Bodenfreiheit Rahmen / Antrieb: ............................................................8,5 / 5,5 cm
Wendekreisradius: ......................................................................................ca. 0,84 m
zul. Steigung: ............................................................................................ 8,5° (15 %)
zul. Gefälle: ............................................................................................... 8,5° (15 %)
zul. Quergefälle: ....................................................................................... 8,5° (15 %)
max. Dauersteigfähigkeit: .......................................................................... 7° (12 %)
Kippsicherheit: .......................................................................................... 8,5° (15 %)
Max. sichere Neigung (aufrechte Sitzposition) ....................................... 6° (10,5%)
92
Gewichte (Grundausstattung):
zul. Gesamtgewicht (Standard): ..................................................................... 245 kg
zul. Achslast vorn: ............................................................................................ 130 kg
zul. Achslast hinten: ........................................................................................ 170 kg
max. Nutzergewicht (einschließlich Zuladung): ............................................ 140 kg
max. Zuladung: .................................................................................................. 10 kg
Leergewicht mit Antriebsbatterien geschlossen:
2 x 40 Ah (20 h) à 14,6 kg:.........................................................................ca. 95,5 kg
2 x 56 Ah (20 h) à 21,8 kg:.......................................................................ca. 109,9 kg
Leergewicht mit Antriebsbatterien offen:
2 x 65 Ah (20 h) à 15,0 kg:.........................................................................ca. 96,3 kg
2 x 60 Ah (20 h) à 19,5 kg:.......................................................................ca. 105,3 kg
Leergewicht ohne Antriebsbatterien:.........................................................ca. 66 kg
☞ Alle Gewichtsangaben beziehen sich auf die Grundausstattung ohne elektrische Verstellungen
Armlehne Code 4438 (Paar) ............................................................................. 3,6 kg
Armlehne Code 4439 Kind (Paar) .................................................................... 3,0 kg
Beinstütze Code 92 (Paar) ................................................................................ 4,5 kg
Beinstütze Code 93 (Paar) ................................................................................ 1,6 kg
Elektrische Beinstütze Code 4822 (Paar)......................................................... 6,0 kg
93
Bedeutung der Klebeschilder auf dem Rollstuhl
Achtung!
Bedienungsanleitungen sowie beiliegende Dokumentationen lesen.
Rollstuhl nicht über Armlehnen oder
Beinstützen anheben.
Abnehmbare Teile sind nicht zum Tragen geeignet.
Fahrbetrieb
Umstellung auf Schiebebetrieb beim
Umschalthebel rechts.
Schiebebetrieb
Nur auf ebenen Flächen schieben.
Hinweis auf Ladebuchse
Befestigungsmöglichkeit für Transportsicherungen.
Hinweis auf Quetschgefahr. – Nicht hineingreifen.
94
Inspektionsnachweis
Fahrzeugdaten:
Modell:
Lieferschein-Nr.:
Fahrzeug-Ident-Nr.:
Übergabe-Inspektion
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Fachhändler-Stempel:
Fachhändler-Stempel:
Unterschrift:
Unterschrift:
Ort, Datum:
Ort, Datum:
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Datum:
Datum:
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Fachhändler-Stempel:
Fachhändler-Stempel:
Unterschrift:
Unterschrift:
Ort, Datum:
Ort, Datum:
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Datum:
Datum:
95
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Fachhändler-Stempel:
Fachhändler-Stempel:
Unterschrift:
Unterschrift:
Ort, Datum:
Ort, Datum:
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Datum:
Datum:
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Fachhändler-Stempel:
Fachhändler-Stempel:
Unterschrift:
Unterschrift:
Ort, Datum:
Ort, Datum:
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Datum:
Datum:
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Empfohlene Sicherheits-Inspektion
(spätestens alle 12 Monate)
Fachhändler-Stempel:
Fachhändler-Stempel:
Unterschrift:
Unterschrift:
Ort, Datum:
Ort, Datum:
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Nächste Sicherheits-Inspektion in 12 Monaten
Datum:
Datum:
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NOTIZEN
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GARANTIE
Für dieses Produkt übernehmen wir
die Garantie entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen. Abweichend hiervon gewähren wir:
– 4 Jahre auf den Rahmen.
– 2 Jahre auf die Elektronik und
Fahrzeugteile.
– 1 Jahr auf die Antriebsbatterien.
Technische Änderungen im Sinne des
Fortschrittes behalten wir uns vor.
Für den Fall, dass Sie dieses Produkt
oder Teile desselben zu bemängeln
haben, senden Sie uns mit Ihrer Begründung in jedem Falle den nachfolgenden GARANTIE-ABSCHNITT zu.
Vergessen Sie nicht, uns darin die gewünschten Angaben über die Modellbezeichnung, die Lieferschein-Nr. mit
Lieferdatum, die Fahrzeug-Ident-Nr.
(Fz-I-Nr.) sowie Ihren Fachhändler mitzuteilen.
Die Fahrzeug-Ident-Nr. (Fz-I-Nr.) ist
vom Typenschild abzulesen.
Vorraussetzung für die Garantie ist in
jedem Fall der bestimmungsgemäße
Gebrauch des Produktes, die Verwendung von Original-Ersatzteilen durch
Fachhändler sowie die regelmäßige
Durchführung von Wartung und Inspektion.
Für
Oberflächenbeschädigungen,
Bereifung der Räder, Beschädigungen durch gelöste Schrauben oder
Muttern sowie ausgeschlagene Befestigungsbohrungen durch häufige
Montagearbeiten ist die Garantie ausgeschlossen.
Weiterhin sind Schäden an Antrieb
und Elektronik ausgeschlossen, die
auf eine unsachgemäße Reinigung
mit Dampfstrahlgeräten bzw. absichtliche oder unabsichtliche Wässerung
der Komponenten zurückzuführen
sind.
Störungen durch Strahlungsquellen
wie Handys mit großer Sendeleistung,
HiFi-Anlagen und andere starke Störstrahler außerhalb der Normspezifikationen fallen nicht unter die Garantieleistung.
!
Achtung:
Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung sowie unsachgemäß
durchgeführte Wartungsarbeiten
als auch insbesondere technische
Änderungen und Ergänzungen
(Anbauten) ohne unsere Zustimmung führen zum Erlöschen sowohl der Garantie als auch der
Produkthaftung allgemein.
☞ Hinweis:
Diese Bedienungsanleitung als
Bestandteil des Produktes ist bei
einem Benutzer- sowie Besitzerwechsel diesem mitzugeben.
Dieses Produkt ist konform mit der EG-Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte.
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GARANTIE-ABSCHNITT
Ausfüllen! Im Bedarfsfall kopieren und die Kopie einsenden.
Garantie
Modellbezeichnung:
Lieferschein-Nr.:
Fz-I-Nr. (siehe Typenschild):
Lieferdatum:
Stempel vom Fachhändler:
99
Ihr Fachhändler:
Wir bewegen Menschen.
MEYRA-ORTOPEDIA
Vertriebsgesellschaft mbH
Meyra-Ring 2 · D-32689 Kalletal-Kalldorf
Postfach 1 703 · D-32591 Vlotho
Fon +49 (0)5733 922-355
Fax +49 (0)5733 922-9355
info@meyra.de · www.meyra.de
info@ortopedia.de · www.ortopedia.de
205 319 600 • (Stand: 2007-08) Technische Änderungen vorbehalten!
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Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

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