Kapitel 1 - Mikrocontroller.net

Kapitel 1 - Mikrocontroller.net
Hardwarebeschreibung
Haftungsausschluß:
Der Autor dieser Übersetzung kann nicht für die Fehlerfreiheit dieses Textes garantieren und
übernimmt keine Haftung für Schäden die durch Übersetzungsfehler sowie mit übersetzten
Fehlern direkt oder indirekt an AVR Mikrocontrollern, dem STK500 oder allen anderen in dieser
Bedienungsanleitung erwähnten Geräten und Einrichtungen entstehen.
Des weiteren weise ich ausdrücklich darauf hin, daß dieser Text nicht im Auftrag der Firma
Atmel entstanden ist, diese also für Fehler und daraus entstandene Schäden nicht Haftbar
gemacht werden kann.
Sollten Sie Fehler in diesem Text finden können Sie mir diese per Mail an [email protected]
mitteilen.
Ebenso Anregungen, Kritik oder Fragen.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 • Einführung
1.1
1.2
Starter-Kit Ausstattungsmerkmale
Unterstützte Controller
Kapitel 2 • Inbetriebnahme
2.1 Auspacken
2.2 System Voraussetzung
2.3 Schnell-Start
2.3.1
Anschließen der Hardware
2.3.2
Programmieren der Ziel-Controller
Kapitel 3 • Hardware Beschreibung
3.1 Beschreibung der benutzbaren LED’s
3.2 Beschreibung der Schalter
3.3 Verbinden von LED’s und Schaltern
3.4 Port Anschlüsse
3.5 Beschreibung der RS-323 Benutzerschnittstelle
3.6 Beschreibung der DataFlash Pins (nur ältere Modelle des STK500!)
3.7 Die Controller-Sockel
3.7.1
ISP Programmierung
3.7.2
High-voltage Programmierung
3.7.2.1
Parallele High-voltage Programmierung
3.7.2.2
Serielle High-voltage Programmierung
3.8 Jumper Settings
3.8.1
Vcc Einstellung, VTARGET
3.8.2
Analoge Referenzspannung, AREF
3.8.3
Reset Einstellungen, RESET
3.8.4
Takteinstellung, XTAL1 und OSCSEL
3.8.5
BSEL2-Jumper
3.8.6
PJUMP-Jumper
3.9 Erweiterungs-Anschlüsse
3.9.1
Signalbeschreibung
3.10
Prog Ctrl und Prog Data Anschlüsse
3.11
Sonstiges
3.11.1
Reset-Button
3.11.2
PROGRAM-Button
3.11.3
Main Power LED
3.11.4
Target Power LED
3.11.5
Status LED
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3
3
4
5
5
5
6
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35
35
Seite 2
Kapitel 1 • Einführung
Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des AVR® STK500 Flash Mikrocontroller Starter-Kit. Das STK500 ist ein komplettes Start-Paket mit einer Entwicklungsumgebung für die AVR Flash Mikrocontroller von Atmel.
Das Starter-Kit wurde entworfen, um Programmierern einen schnellen
Einstieg zum Programmieren und das Erstellen neuer Schaltungen zu
ermöglichen.
1.1
Starter-Kit Ausstattungsmerkmale
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
AVR Studio kompatibel
RS-232 Schnittstelle zum PC zur Programmierung und Kommunikation
Spannungsregler zum Anschluß von 10-15V Gleichstrom
Sockel für 8-, 20-, 28-, und 40-pin AVR Controller
Parallele und Serielle High-voltage Programmierung der AVRController
Serielles In-System Programming (ISP) von AVR’s
In-System Programmierer zum Programmieren von AVR Controllern in externen Schaltungen
Neu-/Umprogrammierung von AVR Controllern
8 Schalter zur freien Benutzung
8 LED's zur freien Benutzung
Alle AVR E/A-Ports sind leicht erreichbar auf Stiftleisten geführt
Extra RS-232 Schnittstelle zur freien Benutzung
Erweiterungs-Schnittstelle für Einsteckmodule
On-Board 2-Mbit DataFlash zum stromlosen Erhalt von Daten
(Anm.: Bei neueren STK500 Versionen nicht mehr vorhanden)
Das STK500 wird nur von AVR Studio in der Version 3.2 oder höher unterstützt. Für aktuelle Informationen über dieses und andere AVR Entwicklungswerkzeuge lesen Sie bitte das Dokument „avrtools.pdf“. Die
neueste Version von AVR Studio, „avrtools.pdf“ und der Original Bedienungsanleitung (nicht diese Übersetzung!) finden Sie in der AVR Sektion
auf der Atmel Website, www.atmel.com.
Seite 3
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 1.1: STK500
1.2
Unterstützte Controller
Die Systemsoftware unterstützt zur Zeit folgende AVR’s in allen Geschwindigkeitsstufen (MHz):
•
ATtiny11
•
AT90S4433
•
ATtiny12
•
AT90S4434
•
ATtiny15
•
AT90S8515
•
ATtiny22
•
AT90S8535
•
ATtiny28
•
ATmega8
•
AT90S1200
•
ATmega16
•
AT90S2313
•
ATmega161
•
AT90S2323
•
ATmega163
•
AT90S2333
•
ATmega323
•
AT90S2343
•
ATmega103(1)
•
AT90S4414
•
ATmega128(1)
1
Diese AVR’s passen nicht in die Sockel des STK500 und können nur
mit dem Zusatzboard STK501 oder anderen externen Schaltungen verwendet werden.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 4
Kapitel 2 • Inbetriebnahme
2.1
Auspacken
Inhalt des Starter-Kit:
•
STK500 Starter-Kit Evaluation Board
•
Kabel:
2x 10-Adriges Flachbandkabel für E/A-Ports und
parallelen Programmiermodus
•
•
•
•
2.2
1x 6-Adriges Flachbandkabel für In-System Programming
4x 2-Adriges Kabel zum Anschluß des UART und
der DataFlash Verbindungen
RS-232 Kabel mit 9-poligem SubD-Stecker/Buchse
Stromanschlußkabel (kein Netzteil)
Atmel CD-Rom mit Datenblättern und Software
AT90S8515-8PC Beispiel Mikrocontroller
System Voraussetzung
Die minimalen Hard- und Softwarevoraussetzungen sind:
•
486 Prozessor (Pentium empfohlen)
•
16 MB RAM
•
12 MB freier Festplattenspeicher
•
Windows® 95/98/2000/ME oder Windows NT® 4.0 oder höher
•
115200 Baud RS-232 Anschluß (COM Port)
•
10-15V Gleichstrom Netzteil mit min. 500mA
Seite 5
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
2.3
Schnell-Start
Das STK500 wird mit einem AT90S8515-8PC AVR im Sockel mit der
Bezeichnung SCKT3000D3 geliefert. Die Standard Jumpereinstellung
verbindet diesen Sockel mit der Taktquelle und dem Spannungsregler
die sich auf dem Board befinden.
Der AVR ist mit einem Testprogramm programmiert, das die LEDs blinken läßt. Dieses Testprogramm entspricht dem Beispielcode, der in Kapitel 9 beschrieben wird. Verbinden Sie die LED’s und Taster und schalten das STK500 ein, um das Testprogramm im 8515 zu starten.
Benutzen Sie dazu die beiliegenden 10-Adrigen Flachbandkabel um die
Anschlüsse „PORTB“ mit „LEDS“ und „PORTD“ mit „SWITCHES“ zu
verbinden. Die Verbindungen werden in Abb. 2.1 gezeigt.
Benötigt wird außerdem ein externes 10-15V Gleichstrom-Netzteil. In der
Eingangsschaltung befindet sich ein Brückengleichrichter und kann mit
Positiv- wie auch mit Masse-Mittelkontakt umgehen.
Wenn der Mittelkontakt auf V+ gelegt ist, kann es unter Umständen unmöglich sein das STK500 auszuschalten, da das Board die Masse nicht
verbindet. In diesem Fall kann das Board entweder über das RS-232
Kabel oder eine andere Quelle mit Masse verbunden werden.
Schließen Sie nun die Stromversorgung mit einem externen Netzteil an.
Über den Power-Schalter kann nun das Board ein- und ausgeschaltet
werden. Die rote LED leuchtet, wenn das Board eingeschaltet ist, und
die Status-LED wechselt von rot über gelb nach grün. Die grüne LED
zeigt an, daß am AVR die Zielspannung Vcc anliegt. Das im Programmspeicher des AVR befindliche Programm läuft nun. In diesem Fall (das
o.g. Testprogramm) reagiert es auf Schalterdrücken durch Umschalten
der dazugehörigen LED.
Abbildung 2. 1: Standard Setup des STK500
Das Starter-Kit kann für verschiedene Takt- und Stromversorgungsquellen konfiguriert werden. Eine genaue Beschreibung der Jumper Settings
ist in Kapitel 3.8 auf Seite XY erklärt und auch auf die Rückseite des
Board gedruckt.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 6
2.3.1
Anschließen der Hardware
Abbildung 2. 2: Verbinden des STK500
Um den AT90S8515 zu programmieren muß der Anschluß „ISP6PIN“ mit
„SPROG3“ mit dem beiliegenden 6-Adrigen Flachbandkabel verbunden
werden wie es in Abb. 2.1 gezeigt wird. Die Kabelverbindungen zum
Programmieren werden in Kapitel 3.7.1 auf Seite XY ausführlich beschrieben.
Verbinden Sie das beiliegende RS-232 (SubD-9) Kabel mit dem
„RS232CTRL“ bezeichneten Anschluß auf dem Board und das andere
ende mit einem freien COM Port Ihres PCs wie es in Abb. 2.2 gezeigt
wird.
Nun Installieren Sie die AVR-Studio Software auf dem PC. Anweisungen
wie die Software installiert und bedient wird finden Sie in Kapitel 5 auf
Seite xy. Wenn AVR-Studio installiert und gestartet ist, wird automatisch
erkannt an welchem Port das STK500 angeschlossen ist.
2.3.2
Programmieren der Ziel-Controller
Das STK500 wird von der AVR-Studio Software gesteuert (Version 3.2
oder höher). AVR-Studio ist eine Entwicklungsumgebung (IDE) für die
Entwicklung von und Fehlerbeseitigung in AVR-Anwendungen. AVRStudio beinhaltet ein Projekt-Management Tool, einen Quell-Code Editor,
Simulator, eine In-Circuit Schnittstelle und eine ISP-Schnittstelle für das
STK500.
Um ein kompiliertes HEX-File in den Programmspeicher des Mikrocontrollers zu übertragen, wählen Sie „STK500“ aus dem „Tools“ Menü in
AVR-Studio.
Wählen Sie den Ziel-Controller aus dem Pull-Down Menü des „Program“
Eintrags und wählen sie das HEX-File das übertragen werden soll.
Drücken Sie erst den „Erase“-Button und anschließend den „Program“Button. Während der Programmierung des Controllers wechselt die Status-LED des STK500 von grün auf gelb. Wenn die Programmierung erfolgreich war wechselt die LED wieder auf grün, andernfalls zeigt sie
durch rotes Licht einen Fehler an. Schauen sie hierzu in das Kapitel 7
(Fehlerbehebung) auf Seite XY.
Seite 7
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 2. 3: AVR-Studio STK500 Programmier-Menü
Eine komplette Beschreibung zur Benutzung der Programmierschnittstelle zum STK500 des AVR-Studio finden Sie im Kapitel 5 auf Seite XY.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
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Kapitel 3 • Hardware Beschreibung
Abbildung 3.1: Komponenten des STK500
Anschlußleiste für die
AVR E/APorts
Anschlußleiste für
Erweiterungsmodule
Jumper für
BoardeinstelAVR-Sockel
lungen
Schalter
Reset-Knopf für ZielAVR
Ein-/Ausschalter
Anschlußleiste
für Schalter
Stromanschluß
Power LED
Parallele Programmieranschlüsse
RS-232 Anschlußleiste
RS-232 Prog.-schnittst.
Hauptprozessor
des STK500
Status LED
DataFlash Anschlußleiste
RS-232 Port zur
Kommunikation
Sockel für Quarz
Anschlußleiste für die LED’s
Knopf zum starten
der Programmierung
LED’s
Anschlußleiste für
Erweiterungsmodule
ISP-Leiste für
die AVR’s
6-pin ISP
Leiste
10-pin ISPLeiste für
externe Schaltungen
Abbildung 3. 1
3.1
Beschreibung der benutzbaren LED’s
Das STK500 enthält 8 gelbe LED’s und 8 Druckschalter. Die LED’s und
Schalter sind an von der restlichen Schaltung separierten Leisten angeschlossen und können mit den beiliegenden 10-Adrigen Flachbandkabeln an die AVR-E/A-Ports angeschlossen werden wie es in Abbildung
3.4 gezeigt ist. Die Kabel sollten direkt an die Anschlußleisten angeschlossen werden und nicht verdreht oder verdrillt werden. Die rote Leitung am äußeren Rand der Kabel markiert Pin 1. Vergewissern Sie sich,
das diese Leitung jeweils mit den Pin 1 der Anschlußleisten verbunden
ist. Abbildung 3.2 zeigt wie die LED’s intern verschaltet sind. Diese Lösung ermöglicht eine konstante Lichtemission der LED für alle Quellspannungen von 1,8-6V.
Seite 9
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 2: LED's und LED-Anschlüsse
Anmerkung:
3.2
Die AVR können genug Strom liefern bzw. aufnehmen,
um LED’s direkt anzusteuern.
Im STK500-Design werden die LED’s über einen Transistor mit zwei Widerständen angesteuert, um die LED’s
unabhängig von der AVR Arbeitsspannung immer mit 5V
zu versorgen, bzw. bei fehlender Ansteuerung durch den
AVR auszuschalten.
Beschreibung der Schalter
Die Schalter sind wie in der Abbildung 3.3 gezeigt mit der Anschlußleiste
gezeigt verbunden.
Durch das drücken eines Schalters wird der dazugehörige Pin SWx nach
Masse gezogen, ein loslassen bzw. ein nichtgedrückter Knopf sorgt für
ein Anliegen der Spannung VTG am betreffenden Pin. Die zulässige
Spannung beträgt hier 1,8V < VTG < 6,0V.
Abbildung 3. 3: Schalter und Schalter-Anschlüsse
Anmerkung:
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Die AVR’s besitzen interne Pull-Up Widerstände, die aktiviert werden können. Damit können bei eigenen Schaltungsentwürfen externe Pull-Up entfallen.
Im STK500-Design wurden die Widerstände dennoch
hinzugefügt, so daß eine logische „1“ an den betreffenden SWx-Pins anliegt, solange der betreffende Knopf
nicht gedrückt ist. Der 150Ω-Widerstand limitiert den
Strom, der durch den AVR-Eingang fließt.
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3.3
Verbinden von LED’s und Schaltern
Abbildung 3. 4: Verbinden von LED's und Schaltern
Die Verbindung mit den Schaltern und LED’s kann wahlweise mit allen
E/A-Ports des AVR durch die 10-Adrigen Flachbandkabel erfolgen. Die
Anschlußleisten sind zusätzlich zu den Signal-Leitungen noch mit VTG
und GND belegt.
3.4
Port Anschlüsse
Die Pinbelegung für die E/A-Port Anschlüsse ist in Abbildung 3.5 erklärt.
Die quadratische Markierung zeigt Pin 1.
Abbildung 3. 5: Pinbelegung der E/A-Anschlüsse
Der PORTE/AUX-Anschluss hat eine besondere Funktion im Zusammenhang mit den PORTE-Pins. Die Pinbelegung von diesem Anschluß
wird in Abbildung 3.6 gezeigt.
Seite 11
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 6: Pinbelegung des PORTE-Anschlusses
Die speziellen Funktionen dieses Ports sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Abbildung 3. 7: PORTE-Anschluss
PE0
PE1
PE2
•
•
•
ATmega161
PE0/ICP/INT2
PE1/ALE
PE2/OC1B
AT90S4414/8515
ICP
ALE
OC1B
REF: Analoge Referenz-Spannung. Dieser Pin ist mit dem
AREF-Pin der Controller mit separatem Eingang für die Analoge
Referenzspannung verbunden.
XT1: XTAL 1 Pin. Dies ist das interne Haupt-Taktsignal, das an
allen AVR-Sockeln anliegt. Wenn der XTAL1-Jumper nicht verbunden ist, kann hier ein externes Taktsignal eingespeist werden.
XT2: XTAL 2 Pin. Wenn der XTAL1-Jumper nicht verbunden ist,
kann hier zusammen mit XT1 ein Quarz angeschlossen werden.
Die Anschlüsse für die LED’s und Schalter haben die gleiche Pinbelegung wie die Anschlüsse der E/A-Ports und wurden in Abbildung 3.2 und
3.3 schon gezeigt. Auch hier markiert ein Quadrat Pin 1.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 12
3.5
Beschreibung der RS-323 Benutzerschnittstelle
Das STK500 enthält 2 RS-232 Schnittstellen. Ein RS-232 Port ist für den
Datenaustausch zwischen STK500 und AVR-Studio reserviert. Die 2.
RS-232 Schnittstelle kann zur Kommunikation zwischen AVR und externen Schaltungen oder PC-Programmen genutzt werden. Dafür müssen
die UART-Pins des AVR physikalisch mit der RS-232 Schnittstelle Verbunden werden.
Der 2-Pin Anschluß mit der Bezeichnung „RS232 SPARE“ kann dazu
benutzt werden, um den AVR im Sockel des STK500 mit dem RS-232Wandlerbausteins zu verbinden. Benutzen Sie dafür eins der beiliegenden 2-Adrigen Kabel. Die Verbindung wird in Abbildung 3.8 gezeigt. Abbildung 3.9 zeigt ein Blockschaltbild der RS-232 Verbindung.
Abbildung 3. 8: Verbindung der E/A-Pins zum UART
Abbildung 3. 9: Schaltplan der UART-Verbindung
Seite 13
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3.6
Beschreibung der DataFlash Pins (nur ältere Modelle des STK500!)
Zum speichern von Daten, die auch beim Ausschalten der Versorgungsspannung erhalten bleiben ist auf dem STK500 (nur ältere Modelle!) ein
AT45D021 2-Mbit DataFlash enthalten.
Ein DataFlash ist ein high-density Flash Speicher mit serieller SPI
Schnittstelle. Ein detailliertes Datenblatt des Bausteins kann von der
Flash Memory Sektion der Atmel CD oder von der Atmel Website bezogen werden.
Der Speicher kann mit den E/A-Pins der AVR-Sockel verbunden werden,
indem man den 4-Pin Anschluß mit der Bezeichnung „DATAFLASH“ mit
den gewünschten E/A-Pins des AVR-Controllers durch die mitgelieferten
2-Adrigen Kabel verbindet. Das 10-Adrige Flachbandkabel kann auch
benutzt werden wenn der DataFlash Baustein mit der Hardware-SPI
Schnittstelle der AVR-Controller verbunden wird. Die Verbindung der
E/A-Pins wird in Abbildung 3.12 gezeigt. Abbildung 3.13 zeigt ein Blockschaltbild der DataFlash Verbindung. Die Pinbelegungen der SPISchnittstelle zeigen Abbildung 3.10 und 3.11.
Abbildung 3. 10: PORTB SPI Pinbelegung (40-Pin AVR’s)
Abbildung 3. 11: PORTB SPI Pinbelegung (28-Pin AVR's)
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
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Abbildung 3. 12: Verbindung zum DataFlash für den AT90S8515
Abbildung 3. 13: Schaltbild der DataFlash Verbindung
Seite 15
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3.7
Die Controller-Sockel
Das Programmier-Modul besteht aus den 8 Sockeln in der weißen Fläche die sich in der Mitte des STK500 befindet.
In diese Sockel werden die AVR-Controller zum Programmieren und
zum Testen vom Programmen gesteckt.
Anmerkung: Es darf nur jeweils ein Controller gleichzeitig im Programmier-Modul stecken!
Die Funktionstüchtigkeit des Flash-Speichers der AVR-Controller wird für
1000 Lösch-/Schreibzyklen garantiert. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt jedoch wesentlich höher.
Anmerkung: Beim einsetzen eines AVR-Controllers in den Sockel achten Sie unbedingt auf die richtige Ausrichtung.
Die Kerbe auf der Seite des Controllers muß mit der Kerbe im Sockels
des STK500 übereinstimmen. Wenn der Controller falsch herum eingesetzt wird kann es zu Schäden am Controller und auch am STK500
kommen.
Abbildung 3. 14: Das STK500 Programmier-Modul
Der eingesetzte Controller kann mit AVR-Studio auf zwei verschiedene
Arten im System programmiert werden:
1.
AVR In-System-Programming bei normaler Betriebsspannung
2.
High-voltage Programming, hier beträgt die Spannung immer 5V.
4 Netze (VTARGET, RESET, XTAL1 und AREF) können mit dem Programmiermodul verbunden werden.
Die folgenden Absätze beschreiben, wie die verschiedenen Programmiermethoden verwendet werden. Eine Anleitung für den Einsatz des
AVR-Studio zum Programmieren lesen Sie Kapitel 5, „Arbeiten mit AVRStudio“ auf Seite xy.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
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3.7.1
ISP Programmierung
Beim In-System-Programming wird das AVR interne SPI (Serial Periphal
Interface = serielle Peripherie-Schnittstelle) benutzt um den ProgrammCode in den Flash und/oder EEPROM Speicher des AVR zu laden. ISP
benötigt nur Vcc, GND, RESET und drei Signal-Leitungen zum Programmieren. Alle AVR's (außer AT90S8534, ATtiny11 und ATtiny28) können
per ISP bei normaler Betriebsspannung, normalerweise zwischen 2,1V
und 6V, programmiert werden. Es werden keine "Hochspannungsleitungen" benötigt, wobei der ISP-Programmer Flash und EEProm beschreiben kann. Der Programmer kann auch die Fuse-Bits zum Auswählen der
Takteinstellungen, Startverzögerung und der internen Brown-OutDetection (BOD) der meisten AVR's setzen.
Durch das High-voltage Programming können auch die AVR's programmiert werden, die nicht durch ISP programmierbar sind. Manche AVR's
brauchen zum setzen bestimmter Fuse-Bits High-voltage Programming.
Lesen Sie dazu den Absatz "High-voltage Programming" auf Seite xy für
eine Anleitung wie dieses Feature anzuwenden ist.
Weil die Programmier-Schnittstelle bei den AVR's an unterschiedlichen
Pins liegt gibt es drei verschiedene ISP-Anschlüsse auf dem STK500 um
die Programmiersignale mit Hilfe des beigelegten 6-Adrigen Flachbandkabels zu den richtigen Pins der AVR's zu leiten. Welche der drei ISPSchnittstellen des STK500 mit welchen Sockeln verbunden sind wird
über eine Farb-Codierung und ein Nummernsystem festgelegt.
Während der ISP-Programmierung muß das 6-Adrige Flachbandkabel
ständig mit dem Anschluß mit der Bezeichnung "ISP6PIN" verbunden
sein. Beim Programmieren von AVR's im blauen Sockel muß das andere
Ende mit dem korrespondierenden grünen Anschluß mit der Bezeichnung "SPROG1" verbunden werden. Analog dazu wird mit dem grünen
("SPROG2") und dem roten ("SPROG3") Sockel verfahren. Die Tabelle
in Abbildung 3.15 zeigt, welcher Sockel zu welchem AVR paßt, und welcher SPI-Anschluß zu verwenden ist.
Das 6-Adrige Kabel sollte nicht verdreht oder verdrillt werden. Auch hier
markiert eine rote Leitung Pin1, und Sie sollten sich vergewissern, daß
diese Leitung auch tatsächlich mit dem entsprechenden Pin1 des SPIAnschlusses verbunden ist.
Beim Programmieren von 8-Pin AVR's sollten Sie folgendes Beachten:
Pin1 wird bei manchen AVR's sowohl als RESET als auch als PB5 genutzt (ATtiny11, ATtiny12 und ATtiny15). Deshalb ist Pin1 der 8-Pin Sokkel SCKT3400D1 und SCKT3400D1 (Anm.: hier hat sich wohl ein Fehler
in der Originalbedienungsanleitung eingeschlichen. Da mir das STK500
z. Zt. nicht vorliegt kann das hier nicht berichtigen.) mit PB5 verbunden.
Das während der ISP-Programmierung benötigte Reset-Signal ist also
nicht an diese Sockel geführt. Dies kann jedoch geändert werden, indem
für die Programmierung eine Verbindung zwischen RST vom PORTEAnschluss zwischen PB5 vom PORTB-Anschluss hergestellt wird.
Seite 17
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 15: AVR-Sockel
AVR
STK500Sockel
Farbe
Nummer
ISP-Anschluß
AT90S1200
AT90S2313
SCKT3300D3
Rot
3
SPROG3
SCKT3400D1
Blau
1
SPROG1. RST und XTI von PORTE mit PB5 und PB3 von PORTB
verbinden.
SCKT3400D1
SCKT3500D-
Blau
keine
1
-
Nur High-voltage
Nur High-voltage
SCKT3300D3
Rot
3
SPROG3
SCKT3100A3
Rot
3
SPROG3
SCKT3200A2
Grün
2
SPROG2
ATtiny15
SCKT3600A1
Blau
1
N/A
SCKT3700A1
Blau
1
AT90S2323
AT90S2343
ATtiny12
ATtiny22
ATtiny11
ATtiny28
AT90S4414
AT90S8515
ATmega161
AT90S4434
AT90S8535
ATmega16
ATmega163
ATmega323
AT90S2333
AT90S4433
ATmega8
ATmega103
ATmega128
SPROG1. RST von PORTE mit
PB5 von PORTB verbinden.
Dieser Sockel ist derzeit nicht beschaltet.
STK501 Zusatz-Modul benötigt
Abbildung 3.16 zeigt ein Beispiel wie ein AT90S2313 per ISP programmiert werden kann. Das 6-Adrige Flachbandkabel ist mit den Anschlüssen ISP6PIN und SPROG3 verbunden, und der AT90S2313 sitzt im
Sockel SCT3100D3.
Abbildung 3. 16: ISP-Verbindung am Beispiel des AT90S2313
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 18
Es ist nicht nötig das ISP-Kabel nach der Programmierung zu entfernen.
Trotzdem können die Port-Pins beim Programmdurchlauf für andere
Aufgaben verwendet werden.
3.7.2
High-voltage Programmierung
Bei der High-voltage Programmierung liegt eine Spannung von 12V am
RESET-Pin des AVR an. Alle AVR’s könne auf diese Art und Weise programmiert werden und müssen dafür nicht aus dem Sockel gezogen
werden.
Es gibt zwei verschiedene Methoden zur High-voltage Programmierung:
8-Pin AVR’s besitzen eine serielle Programmierschnittstelle, die anderen
Modelle werden parallel Programmiert. Durch die mitgelieferten Kabel
werden die zur High-voltage Programmierung nötigen Verbindungen zu
den betreffenden Pins der AVR’s hergestellt.
Die Tabelle aus Abbildung 3.17 faßt die Programmiermethoden und die
Besonderheiten der High-voltage Programmierung zusammen.
Abbildung 3. 17: Einstellung für High-voltage Programmierung
AVR
STK500Sockel
Farbe
Nummer
AT90S1200
AT90S2313
SCKT3300D3
Rot
3
SCKT3300D3
Rot
3
SCKT3100A3
Rot
3
ATtiny28
ATmega161
ATmega16
ATmega163
ATmega323
AT90S2333
AT90S4433
ATmega103
Atmega128
SCKT3500DSCKT3300D3
Keine
Rot
3
SCKT3100A3
Rot
3
SCKT3200A2
Grün
2
STK501 Zusatz-Modul benötigt
Wie oben. BSEL2-Jumper ist gesetzt, siehe Abs. 3.8.
ATmega8
SCKT3200A2
Grün
2
Wie oben. PJUMP Jumper sind
gesetzt, BSEL2 mit PC2 verbunden,
siehe Abs. 3.8.5 und 3.8.6.
SCKT3400D1
Blau
1
ATtiny15
SCKT3600A1
Blau
1
N/A
SCKT3700A1
Blau
1
AT90S4414
AT90S8515
AT90S4434
AT90S8535
AT90S2323
AT90S2343
ATtiny12
ATtiny22
ATtiny11
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ISP-Anschluß
Parallele High-voltage Programmierung. PROG CTRL mit PORTD und
PROG DATA mit PORTB wie in
Abbildung 3.18 gezeigt verbinden.
Wie oben. BSEL2-Jumper ist gesetzt, siehe Abs. 3.8.
Wie oben. PJUMP Jumper sind
gesetzt, siehe Abs. 3.8.
Serielle High-voltage Programmierung
Dieser Sockel ist derzeit nicht beschaltet.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3.7.2.1
Parallele High-voltage Programmierung
Um im Parallelen High-voltage Modus zu programmieren müssen die Signale zu den E/A-Pins des AVR geleitet werden. Benutzen Sie dazu wie
in Abbildung 3.18 gezeigt die mitgelieferten 10-Adrigen Flachbandkabel
und verbinden Sie die Anschlüsse PROG DATA mit PORTB und PROG
CTRL mit PORTD.
Abbildung 3. 18: Verbindungen für Paralleles High-voltage Prog.
Manche Jumper-Einstellungen müssen für das Parallele High-voltage
Programmieren geändert werden wie in Abbildung 3.19 gezeigt wird.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
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Abbildung 3. 19: Jumper Settings zur High-voltage Prog.
Das Hardware Setup:
1. Schalten Sie das STK500 aus.
2. Den AVR in den dazugehörigen Sockel (siehe Abb. 3.17).
3. Verbinden Sie die Anschlüsse PROG DATA mit PORTB.
4. Verbinden Sie die Anschlüsse PROG CTRL mit PORTD.
5. Setzen Sie den Jumper OSCSEL auf Pin 1 und Pin 2 um den Softwaregeregelten Takt einzustellen.
6. Setzen Sie den Jumper XTAL1 um das Oszillator-Signal zum AVRSockel zu leiten.
7. Setzen Sie die Jumper VTARGET und RESET.
8. Beim Programmieren von AT90S2333, 4433 oder ATmega8 setzen
Sie beide PJUMP Jumper. Hierfür kann das beiliegende 2-Adrige
Kabel anstelle von Jumpern benutzt werden.
9. Beim Programmieren der ATmega16, 163, 161, 128 oder 323 setzen
Sie den BSEL2-Jumper. Beim Programmieren des Atmega8 verbinden Sie BSEL2 mit PC2. Hierfür kann das beiliegende 2-Adrige Kabel anstelle von Jumpern benutzt werden.
10. Lösen Sie die Verbindungen mit dem Zielsystem.
11. Schalten Sie das STK500 ein.
12. Stellen Sie sicher das VTARGET zwischen 4,5V und 5,5V liegt, siehe Abs. 5.3.5.1.
Für eine komplette Beschreibung der Jumper Settings lesen Sie Abschnitt 3.8, „Jumper Settings“.
Anmerkung: Entfernen Sie das Hardware Setup zur High-voltage
Programmierung bevor Sie das Programm im AVR starten.
Seite 21
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3.7.2.2
Serielle High-voltage Programmierung
Die 8-Pin AVR’s haben zu wenig Pins um Sie parallel zu Programmieren,
statt dessen wird hier eine serielle Kommunikation verwendet.
Das bedeutet, daß weniger Leitungen benötigt werden. Das Hardware
Setup zur seriellen High-voltage Programmierung ist wie folgt:
1. Schalten Sie das STK500 aus.
2. Den AVR in den dazugehörigen Sockel (siehe Abb. 3.17).
3. Setzen Sie den Jumper OSCSEL auf Pin 1 und Pin 2 um den Softwaregeregelten Takt einzustellen.
4. Setzen Sie den Jumper XTAL1 um das Oszillator-Signal zum AVRSockel zu leiten.
5. Setzen Sie die Jumper VTARGET und RESET.
6. Verbinden Sie PB3 mit von PORTB mit XT1 von PORTE. Dies stellt
die Verbindung zwischen dem Takt-System und dem zu Programmierenden AVR her.
7. Verbinden Sie PB5 von PORTB mit RST von PORTE. Dies stellt die
Verbindung zwischen dem Reset-System und dem zu Programmierenden AVR her.
8. Verbinden Sie PB0, PB1 und PB2 von SPROG1 mit DATA0, DATA1
und DATA2 vom PROG DATA Anschluß.
9. Schalten Sie das STK500 ein, und Sie sind bereit zum Programmieren.
Alle Verbindungen werden in Abbildung 3.20 gezeigt.
Abbildung 3. 20: Verbindung für serielles High-voltage Prog.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 22
3.8
Jumper Settings
Ein Hauptcontroller und die Jumper steuern die Hardware Settings des
STK500. Während der normalen Benutzung des STK500 sollten diese
Jumper in der Standardeinstellung gesetzt sein. Um andere Einstellungen mit dem Starter-Kit zu nutzen können Jumper entfernt oder umgesetzt werden. Die Bedeutung Jumper Settings und die Anwendung werden im folgenden Abschnitt erklärt, die Standardeinstellung wird in Abbildung 3.21 und 3.22 gezeigt.
Abbildung 3. 21: Standard Jumper Settings
Abbildung 3. 22: Beschreibung der Jumper
Jumper
VTARGET
AREF
RESET
XTAL1
OSCSEL
BSEL2
PJUMP
Seite 23
Beschreibung der Standard Einstellung
On-Board VTARGET Stromversorgung angeschlossen
On-Board Analog-Referenzspannung angeschlossen
On-Board Reset-System angeschlossen
On-Board Takt-System angeschlossen
On-Board Oszillator ausgewählt
Nicht gesetzt. Wird für High-voltage Programmierung der
ATmega8, 16, 161, 163, 128 und 323 benötigt
Nicht gesetzt. Wird für High-voltage Programmierung der
AT90S2333, 4433 und ATmega8 benötigt
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
3.8.1
Vcc Einstellung, VTARGET
VTARGET liefert die Spannung für die AVR-Controller Sockel. VTARGET kann von AVR-Studio eingestellt werden oder aus einer externen
Spannungsquelle versorgt werden. Wenn der VTARGET Jumper gesetzt
ist, ist die On-Board Spannungsversorgung mit den Sockeln verbunden.
Die On-Board Spannungsversorgung kann über AVR-Studio von 0V –
6V eingestellt werden. Schauen Sie immer ins Datenblatt des verwendeten Controllers bevor Sie VTARGET über AVR-Studio einstellen.
Die On-Board Spannungsversorgung liefert einen Strom von ca. 500mA,
siehe hierzu Anhang A in Kapitel 10.
Wenn der VTARGET Jumper nicht gesetzt ist, muß die Arbeitsspannung
Vcc dem AVR durch eine externe Spannungsquelle über einen der VTGPins der Port-Anschlüsse zur Verfügung gestellt werden.
Wenn eine externe Spannungsquelle benutzt wird muß der Benutzer dafür sorgen, daß VTARGET eine höhere Spannung hat als AREF. Verbinden Sie immer auch GND mit der Bord-Masse wenn Sie eine externe
Spannungsquelle benutzen.
Abbildung 3. 23: VTARGET Jumper Einstellungsmöglichkeiten
Der STK500-Controller steuert die Spannung an VTARGET durch PWM.
Abbildung 3.24 zeigt die interne Beschaltung des VTARGET Signals.
Abbildung 3. 24: VTARGET Beschaltung
Anmerkung:
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Die grüne LED leuchtet wenn an dem VTG-Netz Spannung anliegt. Ohne VTG kann das Programmier-Modul
des STK500 nicht genutzt werden.
Seite 24
Die interne VTARGET Versorgung ist Kurzschluß-Sicher. Wenn durch
AVR-Studio VTARGET >0,3V gesetzt ist und der Boardcontroller für
mehr als 80ms eine Spannung < 0,3V mißt, werden VTARGET und
AREF vom Netz getrennt und die Status-LED fängt hektisch an zu blinken.
Wenn eine externe Spannungsquelle benutzt wird und abgeschaltet wird
interpretiert der Boardcontroller dies fälschlicherweise auch als Kurzschluß. Dies kann dadurch verhindert werden, indem bei Nutzung einer
externen Spannungsquelle die interne durch AVR-Studio auf < 0,3V gestellt wird.
3.8.2
Analoge Referenzspannung, AREF
Die analoge Spannung AREF liefert die Referenzspannung für den onchip A/D-Konverter des AVR. Wenn der AREF-Jumper gesetzt ist, ist die
On-Board analog Referenzspannung mit dem AREF-Pin des AVR verbunden. Die On-Board Referenzspannung kann über AVR Studio von 0V
bis 6V eingestellt werden, jedoch nicht über VTARGET.
Wenn der AREF-Jumper nicht gesetzt ist, muß dem AVR die Referenzspannung von einer externen Spannungsquelle über die PORTE/AUXLeiste zugeführt werden (siehe Abbildung 3.6). Abbildung 3.25 zeigt die
AREF-Jumper Einstellungsmöglichkeiten.
Abbildung 3. 25: AREF-Jumper Einstellungen
Der STK500-Controller steuert die Referenzspannung durch PWM. Die
am AVR anliegende Referenzspannung kann auch am PORTEAnschluss abgegriffen werden, wobei dieser Anschluß auch als externe
AREF-Versorgung benutzt werden kann.
Seite 25
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 26: Interne AREF-Verbindung
Die durch AVR Studio eingestellte AREF-Spannung kann außerdem als
Eingang für den Analog-Comparator oder für die ADC-Eingänge des
AVR genutzt werden. Das AVR AREF-Signal kann dann an VTG angeschlossen werden.
Die Bordinterne AREF-Spannung ist kurzschlußsicher. Wenn die AREFSpannung >0,3V eingestellt ist und für mehr als 80 mS unter 0,3V sinkt,
schaltet der Bord-Controller AREF ab. In diesem Fall blinkt die StatusLED langsam.
AREF wird auch abgeschaltet (genauso wie auch VTARGET), wenn ein
Kurzschluß in VTARGET auftritt, in diesem Fall blinkt die Status-LED
schnell.
3.8.3
Reset Einstellungen, RESET
Der RESET-Jumper kontrolliert das Reset-Signal des STK500. Beim ISP
Programming kann der Bord-Controller den AVR im Sockel programmieren, ohne sich an der restlichen Schaltung zu stören. Wenn der RESETJumper gesetzt ist, wird das Reset-Signal zum AVR durch den BordController gesteuert. Beim nicht gesetzten Jumper ist der Reset-Pin vom
AVR nicht verbunden. Dies ist für externe Reset-Systeme bei Prototypen
gedacht.
Der RESET-Jumper muß jedoch immer gesetzt sein, wenn der AVR
High-voltage programmiert wird. Auch beim Einsatz eines externen Reset-System muß der Bord-Controller beim Programmieren die Kontrolle
über die Reset-Leitung haben. Der Reset-Schalter des STK500 ist nicht
mit dem AVR verbunden, wenn der Jumper nicht gesetzt ist. Abbildung
3.27 zeigt die RESET-Jumper Einstellungen.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 26
Abbildung 3. 27: RESET-Jumper Einstellung
Der STK500 Bord-Controller steuert das Reset-Signal des AVR. Das
Reset-Signal ist auch auf den PORTE-Anschluss geführt, wo ein externes Reset-System angeschlossen werden kann. Abbildung 3.28 zeigt die
interne Reset-Verschaltung des Reset-Signals.
Abbildung 3. 28: Interne Reset-Schaltung
Anmerkung:
Seite 27
Beim High-voltage Programming liegen durch die ResetLeitung 12V am AVR an. Wenn ein externes ResetSystem angeschlossen ist und nicht mit dieser Spannung umgehen kann, sollte dieses System vorher vom
STK500 getrennt werden.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Wenn ein externes Reset-System angeschlossen ist, wird häufig ein externer Pull-Up Widerstand an die Reset-Leitung angeschlossen. Abbildung 3.29 zeigt einen typischen Reset-Aufbau
Abbildung 3. 29: Externe Reset-Verbindung
Wenn der Pull-Up Widerstand zu klein gewählt wird (<4,7kΩ) kann das
STK500 die Reset-Leitung nicht auf Masse ziehen.
3.8.4
Takteinstellung, XTAL1 und OSCSEL
Das STK500 stellt verschiedene Taktoptionen für den AVR zur Verfügung. Das setzen der Jumper XTAL1 und OSCSEL kontrolliert den Takt.
OSCSEL entscheidet darüber, welches Signal zum XTAL1-Pin des AVR
geleitet wird.
Wenn der XTAL1-Jumper gesetzt ist, wird das STK500-interne Taktsystem als Taktquelle des AVR genommen. Wenn XTAL1 nicht gesetzt ist,
kann ein externes Taktsignal oder ein Quarz benutzt werden. Abbildung
3.30 zeigt den XTAL1-Jumper
Abbildung 3. 30: XTAL1-Jumper Einstellung
Wenn XTAL1 nicht gesetzt ist kann die externe Taktquelle an den PORTE-Anschluss angeschlossen werden, wie in Abbildung 3.32 gezeigt.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 28
Wenn der XTAL1-Jumper gesetzt ist, liefert die STK500-interne Taktquelle den Takt für den AVR. Die interne Taktquelle kann entweder
durch einen Quarz oder durch einen Software-Taktgenerator vom BordController betrieben werden. Der Software-Taktgenerator kann von 0 bis
3,68 MHz eingestellt werden. 3,68 MHz ist die Standardeinstellung. Kapitel xy auf Seite xy erklärt wie die Taktfrequenz mit AVR Studio eingestellt
wird.
Wenn das vom Bord-Controller generierte Taktsignal genutzt wird, müssen die Fuse-Bits des AVR auf „external clock“ als Taktquelle konfiguriert
werden. Dies ermöglicht auch eine kurze Startzeit des AVR. Die FuseBits für die Takteinstellungen werden in Kapitel xy auf Seite xy näher erklärt. Nicht alle AVR’s können über Fuse-Bits einstellen ob ein Quarz
oder ein Oszillator als Taktquelle genutzt wird.
Die interne Taktquelle wird mit dem OSCSEL-Jumper ausgewählt. Abbildung 3.31 zeigt die Einstellmöglichkeiten für OSCSEL.
Der On-Board Oszillator arbeitet mit keramischen Resonatoren oder mit
Quarzen zwischen 2 und 20 MHz (AT-cut, fundamental and parallel
resonant crystals).
Abbildung 3. 31: OSCSEL-Jumper Einstellung
Wenn der AVR im High-voltage Programming mode programmiert wird,
sollte der Jumper OSCSEL auf Pin 1 und Pin 2 montiert sein, um dem
Bord-Controller die Kontrolle über das Taktsignal zu überlassen, wie in
Kapitel 3.7.2 auf den Seiten 21 und 22 beschrieben.
Anmerkung:
Seite 29
In einer realen (eigenständigen) Schaltung, in der nur
ein AVR an den Quarz angeschlossen ist, besteht keine
Notwendigkeit für einen externen Oszillatoraufbau. Das
STK500 hat jedoch 8 verschiedene AVR-Sockel an am
selben Taktsystem angeschlossen, wodurch lange Signalleitungen zu den AVR’s entstehen. Dies macht es
schwierig, einen Quarz am AVR-internen on-chip Oszillator zu betreiben. Der Oszillator auf dem STK500 ist für
einen Spannungsbereich von 1,8 – 6,0V ausgelegt.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 32: XTAL1 und OSCSEL Verbindung
3.8.5
BSEL2-Jumper
Der BSEL2-Jumper ist für die Verbindung des Byte Select 2 Signals
beim High-voltage Programming der ATmega8, -16, -161, -163, -128 und
-323 zuständig. Der BSEL2-Jumper wird nur beim Programmieren der
ATmega16, -161, -163, -128 und -323 gesetzt. Beim programmieren des
ATmega8 muß der rechte BSEL2-Pin mit dem PC2-Anschluss auf den
Port-Leisten verbunden werden (siehe Abbildung 3.33). Für eine Beschreibung des Byte Select 2 Signals schlagen Sie bitte in den entsprechenden AVR-Datenblättern im Kapitel Programmierung nach.
Abbildung 3. 33: BSEL2 Verbindung des ATmega8
3.8.6
PJUMP-Jumper
Die PJUMP-Jumper verbinden die Programmier-Pins der AT90S2333, 4433 und ATmega8 mit den Programmiersignalen beim High-voltage
Programming. Die PJUMP-Jumper dürfen nur beim High-voltage Programming der oben genannten AVR’s genutzt werden. Beim debuggen,
beim High-voltage Programming oder ISP von anderen AVR’s dürfen
diese Jumper nicht gesetzt sein.
Abbildung 3. 34: PJUMP-Jumper Plazierung
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 30
3.9
Erweiterungs-Anschlüsse
Das STK500 hat zwei Erweiterungsanschlüsse (auf jeder Seite des Programmiermoduls einen). Alle AVR E/A-Ports, Programmiersignale und
Kontrollsignale des STK500 sind auch auf die Erweiterungsanschlüsse
geführt. Dies vereinfach den Anschluß von Prototypen an das STK500.
Die Pinbelegung der beiden Anschlüsse ist in Abbildung 3.36 und 3.37
dargestellt.
Abbildung 3. 35: Erweiterungs-Stiftleisten
Seite 31
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 36: Erweiterungsanschluß 0 Pinbelegung
Abbildung 3. 37: Erweiterungsanschluß 1 Pinbelegung
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 32
3.9.1
Signalbeschreibung
Die Signale AUXI1, AUXI0, AUXO1 und AUXO0 sind für zukünftige Verwendungsmöglichkeiten gedacht. Verbinden Sie diese Signale nicht mit
Ihrer Schaltung.
Die Signale DATA[0:7] und CT[0:7] können auch an den Anschlüssen
Prog Data und Prog Ctrl abgegriffen werden. Diese Signale werden in
Kapitel 3.10 erklärt.
Das BSEL2 Signal ist vom BSEL2-Jumper herangeführt. Dieser Jumper
ist in Kapitel 3.8.5 auf Seite 30 erklärt.
Die Signale SI, SO, SCK u. CS sind mit dem DataFlash verbunden. Die
Benutzung des DataFlash ist in Kapitel 3.6 auf Seite 14 beschrieben.
NC bedeutet, daß der entsprechende Pin nicht verbunden ist (Not Connected).
Die verbleibenden Signale sind mit denen in Kapitel 3.4 beschriebenen
Port-Anschlüssen gleichzusetzen.
Anmerkung:
3.10
Die DATA-, CT- und AUX-Signale basieren auf 5VCMOS-Logik. Es findet keine Pegelkonvertierung zur
Angleichung an VTG statt.
Prog Ctrl und Prog Data Anschlüsse
Die Prog Data und Prog Ctrl Anschlüsse werden für das High-voltage
Programming der AVR benutzt. Die Plazierung der Leisten werden in
Abbildung 3.35 gezeigt. Während des Programmierens werden die CtrlSignale zu PortD des AVR geleitet, die Data-Signale werden auf PortB
gelegt (siehe Kapitel 3.7.2 auf Seite 19ff). Die Pinbelegung der Data- und
Ctrl-Anschlüsse wird in Abbildung 3.38 und 3.39 gezeigt. Weitere Informationen zum High-voltage Programming können den betreffenden Datenblättern der AVR’s entnommen werden.
Anmerkung:
Die Prog Data und Prog Ctrl Anschlüsse sind direkt (ohne Pegelanpassung) mit dem STK500-Bordcontroller
verbunden und führen deshalb immer 5V-Logik Pegel.
Abbildung 3. 38: Prog Ctrl Anschluß Pinbelegung
Die Prog Ctrl Signale werden gewöhnlich für die Steuersignale beim
High-voltage Programming genutzt.
Seite 33
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Abbildung 3. 39: Prog Data Anschluß Pinbelegung
Die Prog Data Signale werden gewöhnlich für den Datenbus beim Highvoltage Programming genutzt. Beim ISP wird DATA5 als MOSI, DATA6
als MISO und DATA7 als SCK genutzt.
3.11
Sonstiges
Das STK500 stellt 2 Knöpfe und 3 LED’s für spezielle Funktionen und
Status-Anzeigen zur Verfügung. Diese Kapitel erklärt diese Eigenschaften. Abbildung 3.40 zeigt die Plazierung dieser Funktionen.
Abbildung 3. 40: Spezielle Funktionen und Status-LED
3.11.1
Reset-Button
Der Reset-Button resettet den AVR. Der Bord-Controller wird durch den
Reset-Button nicht tangiert. Wenn der RESET-Jumper nicht gesetzt ist,
ist der Reset-Button nicht benutzbar.
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
Seite 34
3.11.2
PROGRAM-Button
Nachfolgende Versionen des AVR Studio können das Programm des
Bord-Controllers aktualisieren. AVR Studio wird dann alte SoftwareVersionen erkennen und den Flash Programmspeicher des Bordcontrollers updaten. Dafür muß beim Einschalten des STK500 der PROGRAMButton gedrückt werden. AVR Studio wird dann während des Updates
weitere Anweisungen erteilen.
3.11.3
Main Power LED
Die rote Power LED ist direkt mit dem Stromanschluß des STK500 verbunden. Wenn das STK500 mit Strom versorgt wird, leuchtet die LED
grundsätzlich.
3.11.4
Target Power LED
Die Target Power LED ist mit dem VCC-Netz (VTG) der AVR-Sockel
verbunden. Sie leuchtet, wenn an den Sockeln Spannung anliegt.
3.11.5
Status LED
Die Status LED ist eine 3-Farbige LED. Während des Programmiervorgangs leuchtet sie gelb. Nach dem erfolgreichen Programmieren leuchtet
sie grün, im Fehlerfall leuchtet sie rot um anzuzeigen, daß während der
Programmierung ein Fehler aufgetreten ist.
Beim Einschalten des STK500 wechselt die Status LED von rot über
gelb nach grün um damit anzuzeigen, daß der Bordcontroller bereit ist.
Seite 35
AVR STK500 Hardwarebeschreibung
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