HMG 3000 Bedienungsanleitung
Handmessgerät
HMG 3000
Bedienungsanleitung
(Original-Anleitung)
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1
1.1
2
2.1
2.2
3
3.1
4
4.1
4.2
4.3
5
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
7
8
9
9.1
Aufgaben und Funktion HMG 3000 ............................................................. 3
Standard-Funktionen HMG 3000 .......................................................... 3
Ausführung.................................................................................................... 6
Lieferumfang......................................................................................... 6
Stromversorgung .................................................................................. 6
Technische Sicherheit .................................................................................. 6
Sicherheitshinweise .............................................................................. 7
Inbetriebnahme ............................................................................................. 8
Bedienelemente .................................................................................... 8
Anschlüsse ........................................................................................... 9
Einschalten des Gerätes: .................................................................... 10
Kurzanleitung .............................................................................................. 12
Detaillierte Bedienungsanleitung ............................................................. 17
Hauptmenü „Einstellungen“ ................................................................ 17
6.1.1
Einstellungen der Messkanäle ändern ................................... 17
6.1.2
Anzeigeeinstellungen ändern ................................................. 28
6.1.3
Nullpunkt der Messkanäle setzen .......................................... 30
6.1.4
Grundeinstellungen ändern .................................................... 32
6.1.5
Einstellungen verwalten (speichern, laden, ...) ....................... 35
Hauptmenü „Aufnahme“ ..................................................................... 37
6.2.1
Aufnahme starten................................................................... 37
6.2.2
Aufnahme ansehen ................................................................ 55
6.2.3
Aufnahme löschen ................................................................. 66
Hauptmenü „Extras“............................................................................ 67
SMART-Sensoren............................................................................... 69
6.4.1
SMART-Sensoren Verbinden................................................. 69
6.4.2
Hauptmenü „SMART-Sensoren“ ............................................ 70
Technische Daten ............................................................................... 73
Reinigung .................................................................................................... 75
Zubehör ....................................................................................................... 75
Anschluss-Beispiele ................................................................................... 77
Anschlussbelegung............................................................................. 78
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HMG 3000
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1 Aufgaben und Funktion HMG 3000
1.1 Standard-Funktionen HMG 3000
Das Handmessgerät HMG 3000 ist ein mobiles Mess- und Datenerfassungsgerät für
Messaufgaben an hydraulischen und pneumatischen Anlagen. Die Anwendungen liegen
vorrangig in den Bereichen Service, Instandhaltung, Fehlersuche oder im Prüfstandsbereich.
Das HMG 3000 kann Signale von bis zu zehn Sensoren gleichzeitig erfassen. Zum Anschluss der Sensoren stehen fünf Eingangsbuchsen zur Verfügung, die bei Bedarf (Messen
mit mehr als 5 Sensoren) mittels eines Y-Adapters verdoppelt werden können. HYDAC
ELECTRONIC bietet passende HSI-Sensoren (HYDAC Sensor Interface) für Druck, Temperatur und Volumenstrom an, die vom HMG 3000 automatisch erkannt und bezüglich
Messbereich und Einheit eingestellt werden - die kundenfreundlichste Variante.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit SMART-Sensoren an das HMG 3000 anzuschließen.
Diese stellen eine Sensorgeneration von HYDAC dar, die mehrere, verschiedene Messgrößen ausgeben können. Auch diese Sensoren werden über HSI vom HMG 3000 automatisch erkannt und die Messwerte werden einschließlich ihrer Einheit im Display angezeigt.
Insgesamt können bis zu 32 Messkanäle vom HMG 3000 dargestellt werden.
Je nach Sensortyp befindet sich im Sensor ein interner Speicher. In diesem werden über
einen längeren Zeitraum aufgenommene Messwerte abgespeichert. Darüber hinaus lassen
sich je nach Sensortyp voreingestellte Parameter verändern und im internen Speicher als
Sensorkonfiguration hinterlegen.
HYDAC-Sensoren älterer Bauart oder marktübliche Sensoren anderer Hersteller sind ebenfalls anschließbar. Da diese jedoch über keine automatische Sensorerkennung verfügen,
sind die Grundeinstellungen manuell vorzunehmen.
Der Bediener wird vom Gerät mittels übersichtlicher Auswahlmenüs zu allen Funktionen
und Einstellungen geführt. Für die Eingabe von Zahlenwerten und Text besitzt das
HMG 3000 eine Tastatur, die ähnlich der eines Mobiltelefons funktioniert.
Das HMG 3000 ist vor allem für die Aufnahme der in der Hydraulik und Pneumatik gängigen Messwerte Druck, Temperatur und Volumenstrom konzipiert. Mit zusätzlichen Messeingängen zur Spannungsmessung sind weitere vielfältige Messaufgaben realisierbar.
Beispielsweise lässt sich damit die Ansteuerung eines Schaltventils überprüfen oder es
kann der Verlauf eines Ventil-Sollwertes aufgezeichnet werden. Des Weiteren ist es möglich, Differenzwerte zwischen Messwerten einzelner Sensoren zu bilden. Damit ist beispielsweise eine Volumenstrommessung mit einer Differenzdruckblende durchführbar.
Zusätzlich zu den analogen Messeingängen verfügt das HMG 3000 über zwei Digitaleingänge (z.B. für Frequenz- und Drehzahlmessungen), die das Einsatzgebiet abrunden.
Zur Messung schneller, dynamischer Maschinenvorgänge ist es möglich, alle acht Analogeingangssignale gleichzeitig mit einer Messrate von 0,5 ms zu erfassen.
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HMG 3000
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Eine Besonderheit des HMG 3000 ist, auch hochdynamische Vorgänge einer Maschine
messen zu können. Dazu können zwei Eingangskanäle Messwerte mit einer Messrate von
0,1 ms erfassen. Voraussetzung für diese Funktion ist natürlich die Verwendung entsprechend geeigneter, schneller Sensoren.
Die attraktivste Funktion des HMG 3000 liegt sicherlich darin, dynamische Vorgänge einer
Maschine als Messkurve aufzunehmen und grafisch darzustellen - und das sogar „Online“ in
Echtzeit.
Das HMG 3000 ist mit einer speziell entwickelten Software ausgestattet, welche die schnelle Datenerfassung und -verarbeitung gewährleistet. Eine Messkurve kann bis zu 500.000
Messwerte umfassen. Der Messwertspeicher zur Archivierung dieser Daten kann mindestens 100 solcher Messkurven aufnehmen.
Neben einfachen Messkurven verfügt das HMG 3000 über weitere Funktionen zur Aufnahme von ereignisgesteuerten Messungen und Ereignisprotokollen. Zur Auslösung des
Ereignisses stehen verschiedene Triggermöglichkeiten zur Verfügung.
Neben den Messkurven ist es möglich, anwenderspezifische Einstellungen, sogenannte
Anwenderprofile anzulegen. Dies bietet vor allem den Anwendern Vorteile, die zur vorbeugenden Instandhaltung an verschiedenen Maschinen wiederholt gleiche Messungen vornehmen müssen. Das jeweilige Anwenderprofil kann dann entsprechend aus dem Speicher
des HMG 3000 geladen werden.
Zur Visualisierung verfügt das HMG 3000 über ein grafikfähiges 3,5" Farbdisplay, um die
angezeigten Messwerte übersichtlich als Text oder Messkurve darzustellen. Möglich ist
auch eine sehr großformatige Darstellung einzelner Messwerte (7-Segment Format), um
sie aus größerer Entfernung noch ablesen zu können.
Des Weiteren ist das HMG 3000 mit zahlreichen anwenderfreundlichen Funktionen zur
Messwertanzeige, -auswertung und -bearbeitung ausgestattet:
• Tabelle
• Grafik
• Skalierung
• Lineal
• Tracker
• Zoom
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HMG 3000
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Die Kommunikation des HMG 3000 mit einem PC erfolgt über eine USB- oder serielle
Schnittstelle. Für eine nachträgliche, komfortable Bearbeitung, Darstellung und Auswertung der Messungen am PC, steht die zum HMG 3000 passende und im Lieferumfang
enthaltene HYDAC Software „HMGWIN“ zur Verfügung. Damit ist auch eine Bedienung
des HMG 3000 direkt vom Computer möglich.
Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist die HYDAC-Software „CMWIN“. Mit dieser sind
Sie in der Lage, direkt vom PC aus mit SMART-Sensoren, welche am HMG 3000 angeschlossen sind, zu kommunizieren.
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2 Ausführung
2.1 Lieferumfang
HMG 3000
Netzteil für 90 ... 230 V Anschluss
Handbuch
CD-ROM mit USB-Treibern, der Software „HMGWIN“ und „CMWIN“
(Software zur Auswertung der Messdaten bzw. Sensorkommunikation)
sowie weiteren Produktinformationen
• USB-Anschlusskabel
•
•
•
•
2.2 Stromversorgung
Das HMG 3000 verfügt über einen internen NiMH-Akku. Zum Laden des Akkus verbinden
Sie das mitgelieferte Netzgerät mit dem HMG 3000 (siehe Anschlüsse des HMG 3000).
Nach ca. 2 Stunden ist der Akku voll geladen.
Zum Betrieb des HMG oder Laden der Akkus kann auch eine Gleichspannung 12 ... 30 V
DC an der Eingangsbuchse angeschlossen werden.
Beim Anschluss an die Eingangsbuchse ist darauf zu achten, dass am Mittelkontakt des
Steckers „+UB“ und am Außenkontakt „0 V“ der Versorgungsspannung anliegen. Beispielsweise ist der im Elektro- / Elektronik-Fachhandel erhältliche Stecker „JEITA RC 5320-5“ geeignet.
3 Technische Sicherheit
Die Komponenten des Handmessgerätes HMG 3000 sowie das fertige Gerät unterliegen
strengen Qualitätskontrollen. Jedes HMG 3000 wird einem Endtest unterzogen. Dadurch
wird gewährleistet, dass das Gerät bei der Auslieferung frei von Mängeln ist und die angegebenen Spezifikationen einhält.
Die Handmessgeräte der Serie HMG 3000 sind wartungsfrei und arbeiten beim Einsatz innerhalb spezifizierter Bedingungen einwandfrei. Sollte trotzdem ein Grund zur Beanstandung
vorliegen, so wenden Sie sich bitte an Ihre HYDAC-Vertretung. Nicht vorschriftsgemäße
Montage oder Fremdeingriffe in das Gerät führen zum Erlöschen jeglicher Gewährleistungsansprüche.
Europäische Normenverträglichkeit
Die Handmessgeräte der Serie HMG 3000 sind mit dem CE - Zeichen gekennzeichnet und
entsprechen damit den zur Zeit geltenden deutschen Zulassungsbestimmungen und
europäischen Normen für den Betrieb dieser Geräte. Damit ist die Einhaltung der geltenden
Richtlinien der elektromagnetischen Verträglichkeit und der Sicherheitsbestimmungen nach
der Niederspannungsrichtlinie gewährleistet.
Dieses Produkt stimmt mit den Vorschriften folgender Europäischer Richtlinien überein:
EN 61000-6-1 / 2 / 3 / 4.
Technisch bedingte Änderungen behalten wir uns vor.
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3.1 Sicherheitshinweise
Die Handmessgeräte der Serie HMG 3000 sind bei bestimmungsgemäßer Verwendung
grundsätzlich betriebssicher. Um jedoch Gefahren für Benutzer und Sachschäden infolge
falscher Handhabung des Gerätes zu vermeiden, beachten Sie bitte die folgenden Sicherheitshinweise genau:
• Das HMG 3000 darf nur in einwandfreiem technischem Zustand benutzt werden.
• Die Verwendungshinweise sind genau einzuhalten. Insbesondere die Funktion
„Nullpunktabgleich“ kann zu gefährlichen Situationen führen. Lesen Sie dazu die
Hinweise im Kapitel 6.1.3 „Nullpunkt der Messkanäle setzen“.
• Bei gleichzeitiger Verwendung von Sensoren und Schnittstellen (Onlinemessung) ist
auf ausreichenden Potentialausgleich zu achten Hinweis im Kapitel 6.1.4 „PC Anschluss“
• Die Angaben auf dem Typenschild sind zu beachten.
• Störungssuche und Reparatur sind nur von unserem Kundendienst HYDAC-Service
durchzuführen.
• Alle einschlägigen und allgemein anerkannten sicherheitstechnischen Bestimmungen sind einzuhalten.
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4 Inbetriebnahme
4.1 Bedienelemente
1
Ein/Aus – Taste
2
Helligkeitseinstellung des Displays
3
4
5
ESC-Taste
Abbruch einer Eingabe oder schrittweise „Zurück”
1
1
2
2
3
3
4
4
Shift- oder Umschalt-Taste (↑)
Schaltet beim Drücken den Zahlenblock auf den Textblock um; der
Textblock ist aktiv, solange die ShiftTaste gedrückt gehalten wird.
Nummern- und Textblock
In Analogie der Bedienung marktgängiger Mobiltelefone, erfolgt die
Eingabe von Zahlenwerten und Text
über ein kombiniertes Zahlen- und
Textfeld.
Zahlen
6
6
7
5
0 bis 9; “.” (Komma) und “-“ (Minus)
Texteingabe : a, b, c, ... x, y, z und A, B, C, ... X, Y, Z; ins = einfügen; del = löschen;
Eingabe von Sonderzeichen: shift (↑) + „1“ (ggf. mehrfach für /, %, $ ...)
Eingabe von Leerzeichen: gleichzeitig shift (↑) + „ins“
Zeichen löschen: gleichzeitig shift (↑) + „del“
Zeilenumbruch: gleichzeitig shift (↑) + „o.k.“
Tipp:
• Buchstaben übernehmen:
Loslassen der Shift-Taste (↑) oder Drücken der (►)-Taste im Navigationskreuz.
• Direkter Sprung in die Funktionszeile:
Gleichzeitiges Drücken der Shift-Taste (↑) und der (▼)-Taste im Navigationskreuz.
6
7
Grafik-Display
Darstellung der Menü- und Bedienungsfunktionen, Messwerte und Messkurven
Navigations- oder Steuerkreuz
Schrittweises Navigieren innerhalb des Displays: „o.k.“-Taste zur Eingabe, Abschluss, Übernahme oder Speicherung der Eingabe
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4.2 Anschlüsse
E
F
G
H
J
DC IN
USB
RS232
A
A-E
B-F
C-G
D-H
I/J
B
C
D
I
Y-Adapter
4 Sensor-Eingangsbuchsen* mit jeweils zwei Messkanälen (Kanal A – D bzw.
E – H) zum Anschluss von bis zu 8 analogen Sensoren oder bis zu 4 SMARTSensoren, beispielsweise für Sensoren zur Messung von Druck, Temperatur oder
Volumenstrom.
Die vier Eingangsbuchsen können durch Aufstecken von Y-Adaptern (ZBE 38) bei
Bedarf verdoppelt werden.
1 Eingangsbuchse für
-2 digitale Signale, z.B. für Frequenz- oder Drehzahlmessungen (Kanal I, J)
DC IN
Anschlussbuchse für Netzgerät
USB
1 USB-Anschluss für PC-Kommunikation
RS232
1 Serielle Schnittstelle für PC-Kommunikation
* Übersichtstabelle Messeingänge / Eingangssignale siehe Kap. 6.5 Technische Daten
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4.3 Einschalten des Gerätes:
Bei Erstinbetriebnahme begrüßt Sie der
„Willkommen“- Bildschirm. Wählen Sie Ihre
Landessprache mit den Navigationstasten an
(ankreuzen per „o.k.“) und stellen Sie Datum
und Uhrzeit ein. Dazu kreuzen Sie zuerst das
gewünschte Format an und danach geben Sie
das aktuelle Datum bzw. die aktuelle Uhrzeit
über den Zahlenblock ein - Speichern mit
„o.k.“ und „Weiter“ drücken.
Im Normalbetrieb erscheint der Eröffnungsbildschirm mit:
•
•
•
•
•
Hersteller
Gerätebezeichnung
HMG-Version
Datum und Uhrzeit
Zustand der Akku-Ladung
4
Nach wenigen Sekunden springt der Bildschirm in die Messwertanzeige um. Sind
bereits Sensoren angeschlossenen, werden Ihnen sofort im Menü „Aktuelle
Messwerte“ (obere Menüleiste = Titelleiste) die aktuellen Messwerte angezeigt.
Um den Eröffnungsbildschirm noch
schneller zu beenden, drücken Sie „Esc“
oder „o.k.“ und Sie gelangen sofort in das
Menü der Messwertanzeige.
In der Messwertdarstellung (siehe rechts) sind
aufgelistet: Eingangskanal - Bezeichnung Wert - (Maß)Einheit
In der unteren Menüleiste (Funktionsleiste)
wird das Hauptmenü angezeigt, rechts daneben der Akku-Ladezustand. Das Hauptmenü bietet folgende Funktionen, die Sie
mit dem Navigationskreuz (Pfeilrichtung)
anwählen und per "o.k." aufrufen können.
Einstellungen - zur Festlegung oder Abfrage von Einstelldaten, die zur Messung
benutzt werden
Aufnahme - zur Aufnahme einer Messung und zur grafischen Darstellung der
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Hinweis:
Grundsätzlich sind anwähl- und
ausführbare Funktionen blau.
Schwarz bedeutet nicht
anwähl- bzw. veränderbar.
Rot erscheinen Warnhinweise
bei nicht korrekten Eingaben.
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Messdaten beispielsweise als Kurve
Extras - Menü der Erweiterungsfunktionen und die Funktion zur Anzeige der
Min/Max-Werte.
Der Messung der Min/Max-Werte kommt
eine besondere Bedeutung zu und soll deshalb hier näher erläutert werden.
Zusätzlich zu den aktuellen Messwerten erfasst das HMG immer die Minimal- und Maximalwerte (Min/Max-Werte), außer beim
Aufzeichnen einer Messkurve. Der Minimalwert ist der kleinste Wert auf den eine Messgröße in einer betrachteten Zeitspanne abgesunken ist, der Maximalwert ist der größte
Wert, den eine Messgröße in diesem Zeitbereich erreicht hat. Beim Zurücksetzen werden
die Min/Max-Werte auf den augenblicklich
aktuellen Messwert gesetzt. Dies erfolgt immer für alle Sensoren gemeinsam.
Hinweis:
Auch wenn die Min/Max-Werte
im Display nicht in der Anzeige
dargestellt werden, erfasst das
HMG sie dennoch im Hintergrund.
Die Zeitspanne beginnt immer mit dem Zurücksetzen der Min/Max-Werte. Das Rücksetzen der Werte wird dabei durch folgende
Situationen ausgelöst:
•
Einschalten des Gerätes
•
Anwahl und Aktivieren der Funktion
„Rücks.“ in der Menüleiste
(nur wenn „Min/Max“ aktiv ist)
Neuanschluss oder Entfernen eines HSISensors
•
•
Änderung der Sensoreinstellungen
•
Während der Aufnahme eines Ereignisprotokolls
•
Beenden einer Aufnahme
Vor dem Zurücksetzen der Min-/Max-Werte ist
es oft notwendig, herauszufinden, wann die
Min/Max-Werte zuletzt zurückgesetzt wurden.
Wählen Sie dazu in der Funktionsleiste den
Punkt „Extras“ und dann „Informationen
über HMG 3000“.
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5 Kurzanleitung
In der Kurzanleitung werden am Beispiel einer Druckmessung mit 2 Druck-Messumformern
mit Sensorerkennung (HSI-Sensoren) die grundsätzlichen Bedienungsschritte dargestellt,
um eine einfache Messung durchzuführen (Messwertanzeige im Display) und eine Messkurve aufzuzeichnen (Grafische Darstellung von Messwerten). Eine umfassende Beschreibung aller Einstellmöglichkeiten entnehmen Sie dem Kapitel „Detaillierte Bedienungsanleitung“.
Die Beispiele gehen von der Werkseinstellung des HMG 3000 aus. Folgen Sie einfach
den beschriebenen Bedienschritten. Falls Sie nicht wissen, in welchem Zustand sich Ihr
HMG 3000 befindet - es gibt eventuell mehrere Nutzer in Ihrem Betrieb - können Sie das
Gerät sehr leicht wieder in den Auslieferungszustand zurücksetzen (siehe Kapitel "Einstellungen verwalten – Werkseinstellungen wiederherstellen").
Vorbereitung zur Messung
Laden Sie zuerst, wie im Kapitel "Stromversorgung" beschrieben, die Akkus auf oder
schließen Sie das Netzgerät an. Im folgenden Beispiel werden zwei HYDAC DruckMessumformer HDA 4748-H-0400-000 mit automatischer Sensorerkennung verwendet.
Beispiel für eine einfache Messung mit
zwei Druck- Messumformern
Binden Sie die beiden Druck-Messumformer
hydraulisch in Ihre Maschine ein und schließen Sie die beiden Druck- Messumformer
mittels der Sensor-Anschlusskabel z.B. an
den Buchsen A und B des HMG 3000 an.
Nach dem Einschalten springt das Messgerät ins Menü „Aktuelle Messwerte“. In der
Funktionsleiste finden Sie verschiedene
Funktionen, über deren Anwahl Sie auf dem
schnellsten Weg in die drei Hauptmenüs:
-
Titelleiste
Einstellungen
Aufnahme
Extras
sowie in die Anzeige der
-
Min- und Max-Werte
gelangen.
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Funktionsleiste
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Das HMG erkennt bei HSI-Sensoren mit
Sensorerkennung automatisch den Messbereich und die Einheit der beiden angeschlossenen Druck-Messumformer und zeigt die
Einheit im Display zusammen mit den aktuellen Messwerten an. Zusätzlich können Sie
sich die Minimal- und Maximalwerte für die
Sensoren anzeigen lassen.
Zum Ein- bzw. Ausblenden der Min/MaxAnzeige betätigen Sie die rechte Pfeiltaste
des Navigationskreuzes bis „Min/Max“ blau
hinterlegt ist und drücken dann die Taste
„o.k.“. Jetzt werden zusätzlich die Min/MaxWerte der Sensoren angezeigt. Nochmaliges
Drücken der „o.k.“- Taste schaltet die
Min/Max-Anzeige wieder aus.
Sind die Min/Max-Werte eingeblendet, erscheint in der Funktionsleiste die Funktion
„Rücks.“ zum Zurücksetzen der Min/MaxWerte. Wählen Sie diese mit den Pfeiltasten
an (blau hinterlegt) und drücken Sie dann die
Taste „o.k.“ - die Min/Max-Werte werden
zurückgesetzt.
Es ist auch möglich, die Messwerte als
7-Segment- Anzeige darzustellen. Wählen
Sie in der Funktionsleiste den Menüpunkt
„Einstellungen“ und drücken Sie „o.k.“. Gehen Sie im Menü „Einstellungen“ mit den
Pfeiltasten (Navigationskreuz) zum Menüpunkt
„Anzeigeeinstellungen ändern“,
bestätigen Sie wiederum mit „o.k.“ und Sie
erhalten nebenstehendes Anzeigebild.
Wählen Sie mit den Pfeiltasten die zweite
Menüzeile „Messwertdarstellung“ an. Hier
ist „Messwert-Tabelle“ voreingestellt. Drücken Sie „o.k.“ und es öffnet sich eine Auswahlliste, in der Sie mit den Pfeiltasten z.B.
zu „2 Anzeigefelder“ gehen und bestätigen
Sie mit „o.k.“. Indem Sie 2 mal die Taste
„Esc“ drücken, gelangen Sie zurück zur
Messwertanzeige.
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Das HMG zeigt nun die Messwerte als
7-Segment- Anzeige an. Je nach Einstellung
werden zu den aktuellen Messwerten zusätzlich noch die Min/Max-Werte angezeigt.
Das Hauptmenü „Aufnahme“ dient zur
Messkurven-Aufnahme. Bei einer Aufnahme
werden die Messwerte für eine bestimmte
Zeitdauer aufgezeichnet, gespeichert und
grafisch dargestellt.
Beispiel für eine Messkurven-Aufnahme:
Im Menü „Aktuelle Messwerte“ finden Sie in
der Funktionsleiste den Menü-Punkt „Aufnahme“. Wählen Sie diesen mit dem Navigationskreuz an und drücken Sie „o.k.“. Im
folgenden „Aufnahme Menü“ wählen Sie die
Zeile „Aufnahme starten“ an und bestätigen
mit „o.k.“.
Im Folge-Menü „Aufnahme starten“ werden
Ihnen Voreinstellungen zur MesskurvenAufnahme angeboten. In unserem Beispiel
möchten wir eine einfache Messkurve mit
zwei Sensoren an den Kanälen A und B mit
einer Messrate von 1 ms und einer Aufnahmedauer von 30 s durchführen. Danach
ist die Messung zu beenden.
Im Menü ist „Einfache Messkurve“ bereits
voreingestellt. Für die weiteren Einstellungen
gehen Sie wie folgt vor:
Mittels der Pfeiltasten des Navigationskreuzes wählen Sie die dritte Menüzeile
„Messrate“ an. Mit „o.k.“ klappt eine Auswahlliste auf, in der Sie die Messrate
1 ms auswählen und per „o.k.“ sichern. Danach befinden Sie sich automatisch in der
Zeile „Aufnahmedauer“. Hier drücken Sie
„o.k.“ und rollen im Auswahlmenü mittels der
Pfeiltasten zur Angabe 30 s und bestätigen
wiederum mit “ o.k.“.
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In der Zeile „Aufnahmeverfahren“ wählen
Sie auf gleiche Weise „Nach Ablauf der Zeit
beenden“.
Wählen Sie in der Zeile „Automatikbetrieb“
die Option „Deaktiviert“ und in der Zeile
„Lupenbereich“ die Option „5 Sekunden“.
Ihr Display zeigt nun die vorgenommenen
Einstellungen zur Messwert-Aufnahme an
(nebenstehend). Oberhalb der Funktionsliste
finden Sie zur Kontrolle die gewählten Aufnahmedaten.
Jetzt können Sie die Aufnahme in der Funktionsleiste mit „Starten“ und anschließend
„o.k.“ starten. Ein „Laufbalken“ zeigt den
Status der Messung an. In der Funktionsleiste haben Sie die Möglichkeit sich während
der Aufnahmezeit den Messkurvenverlauf
grafisch darstellen oder den aktuellen
Messwert anzeigen zu lassen.
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Die grafische Darstellung bietet einen
schnelleren, visuellen Eindruck von Messwertänderungen. Wählen Sie zur Anzeige
des Messkurvenverlaufs während der Aufnahme „Grafik“ per „o.k.“ an. Die nebenstehende Abbildung zeigt Ihnen den Verlauf der
Messkurve am ausgewählten Beispiel.
Nach Ende der Aufnahme ist die Messung
entweder zu speichern oder zu verwerfen.
Zum Speichern aktivieren Sie die Funktion
„Speichern“ und bestätigen mit „o.k.“. Das
HMG vergibt automatisch einen Namen und
eine fortlaufende Nummer, die von Ihnen
auch geändert werden kann. Für das vorliegende Beispiel übernehmen Sie den vom
HMG vorgegebenen Namen und speichern
Sie mit „o.k.“.
Natürlich kann jede gespeicherte Aufnahme
erneut angesehen oder auch gelöscht werden. Dazu informieren Sie sich bitte in der
ausführlichen Bedienungsanleitung.
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6 Detaillierte
Bedienungsanleitung
6.1 Hauptmenü „Einstellungen“
Menü „Einstellungen“ mit den Untermenüs:
•
•
•
•
•
•
Einstellungen der Messkanäle ändern
Anzeigeeinstellungen ändern
Nullpunkt der Messkanäle setzen
Grundeinstellungen ändern
Einstellungen verwalten
(speichern, laden ...)
Sensorkonfiguration verwalten
(nur sichtbar, wenn bereits einmal die
Konfiguration eines SMART-Sensors
ausgelesen wurde, s. Kap. 6.4.2.5)
6.1.1 Einstellungen der Messkanäle
ändern
Wählen Sie „Einstellungen der Kanäle
ändern“ und Sie erhalten eine Liste aller im
HMG verfügbaren Kanäle (siehe nebenstehende Abb.). Rechts neben dem jeweiligen
Kanal befindet sich eine Box, mit der Sie
den Eingang an- bzw. abschalten können
(Taste „o.k.“). Angeschaltete Kanäle sind
mit einem „Kreuz“ gekennzeichnet. Rechts
neben der Box steht die Messbereichseinstellung, die Einheit und gegebenenfalls
einen Bezeichnung für den Sensor, z.B.
„Systemdruck“.
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Am Beispiel von Kanal A werden nun die
einzelnen Möglichkeiten aufgezeigt, die sich
hier für die Kanäle A bis H bieten. Wählen
Sie mit den Navigationstasten die rechts
neben dem Kanal stehende „Messbereichsangabe“ aus und drücken Sie „o.k.“.
Sie gelangen dann zu dem nebenstehenden
Menüfenster des ausgewählten Kanals.
Um eine Bezeichnung einzugeben, drücken Sie wieder „o.k.“ und geben diese jetzt
mit der Tastatur des Nummern- und Textblocks in das Textfeld ein; sichern Sie anschließend mit „o.k.“.
Als nächstes kann im Auswahlmenü „Modus“ zwischen „Automatischer Erkennung
(HSI)“ und „Manuell“ gewählt werden. Die
Auswahl „Automatische Erkennung (HSI)“
wird für HYDAC-Sensoren mit automatischer
Sensorerkennung verwendet. Im Unterschied dazu eignet sich die Einstellung „Manuell“ zur Anpassung von Sensoren mit
Standard-Analogsignalen (z.B. 4 - 20 mA) an
das HMG.
Es gibt jedoch auch Anwendungen, bei denen es durchaus sinnvoll ist, auch bei HSISensoren mit Sensorerkennung manuelle
Einstellungen vorzunehmen. Beispielsweise
können Sie für eine Druckmessung durch
manuelle Einstellungen erreichen, dass am
Messgerät dem Druck proportionale physikalische Größen, wie beispielsweise die
„Kraft“, angezeigt werden.
Wählen Sie den Modus „Manuell“, sind weitere Einstellungen verfügbar:
•
•
•
•
Eingangssignal
Unterer und Oberer Messbereich
Einheit
Dezimalformat
Sobald Sie eine der aufgeführten Menüzeilen anwählen, öffnet sich entweder ein Auswahlmenü oder Sie erhalten die Möglichkeit
direkt einzuschreiben.
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Bei „Eingangssignal“ können Sie aus einer
Auswahlliste zwischen HSI (HYDAC Sensor
Interface) und verschiedenen StandardAnalogsignalen wählen (Pfeiltasten). Zur
Festlegung des „Unteren“ und „Oberen
Messbereichs“ geben Sie die entsprechenden Grenzwerte über den Nummern- und
Textblock ein.
Zur Festlegung der „Einheit“ steht wiederum eine Auswahlliste zur Verfügung. Sie
können aber auch eine „eigene Einheit“
definieren (oberste Zeile der Auswahlliste).
Der Cursor springt dann auf das Eingabefeld und ein kleiner Dreieckspfeil als Einfügemarke erscheint. Mit dem Nummernund Textblock geben Sie die neue Einheit
ein, z.B. „kPa“ für Kilopascal.
Zum Einfügen zusätzlicher Zeichen, bewegen Sie den Dreieckspfeil mit den Pfeiltasten an die gewünschte Position und geben
die Zeichen ein. Bestätigen Sie mit „o.k.“,
damit der Vorgang abgeschlossen und die
Maßeinheit übernommen wird.
Dezimalformat: Hier können Sie festlegen,
mit wie vielen Stellen nach dem Komma der
Messwert aufgenommen und in der Anzeige
dargestellt wird.
Abweichend von den oben beschriebenen
Einstellungen, bietet der Kanal B zwei weitere Messmöglichkeiten. Im Auswahlmenü
"Modus" finden Sie hier zusätzlich die Menüpunkte "Druckdifferenz dP" und "Blendenmessung Q = f (dP)". Das HMG 3000
bietet über "Druckdifferenz dP" die Möglichkeit die Druckdifferenz Kanal A – Kanal B
mit sehr hoher Genauigkeit darzustellen.
Dies findet beispielsweise Anwendung, um
eine Filterverschmutzung mittels Differenzdruckmessung zu bestimmen.
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Die
Funktion
"Blendenmessung
Q = f (dP)" ermöglicht es, eine Volumenstrommessung mittels einer Differenzdruckmessung an einer VolumenstromMessblende (z.B. HYDAC EVS 1000)
durchzuführen.
Für diese beiden Modi muss an Kanal A
sowie an Kanal B ein HYDAC HSIDruckmessumformer mit gleichem Messbereich angeschlossen werden. Der Differenz-Messbereich ergibt sich automatisch,
er beträgt ± 10 % des Messbereichs der
angeschlossenen
Druckmessumformer.
Die Genauigkeit der HSI-Druckmessumformer beträgt ≤ ± 0,5 % FS.
Dies bedeutet, ein 100 bar Druckmessumformer kann z.B. bei 50 bar Druckbeaufschlagung 49,5 bar messen, ein zweiter
50,5 bar. Diese Druckmessumformerfehler
können durch Aufnahme einer Korrekturkennlinie kompensiert werden.
Nach
ordnungsgemäß
durchgeführter
Kennlinienaufnahme beträgt die Genauigkeit für die Differenzmessung ≤ ± 0,1 %
des Differenzmessbereichs.
Stand 09/2012 - V03 R01
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Beispiel:
Für die beiden o. g. 100 bar Druckmessumformer ergibt sich ein Differenzmessbereich von
-10 .. +10 bar, also eine Messspanne von 20 bar. Die Genauigkeit von ≤ ± 0,1 % bezieht
sich auf diese Messspanne. Die Druckdifferenz kann also mit einer Genauigkeit von
≤ ± 0,02 bar gemessen werden.
Zur Messung einer Druckdifferenz wählen
Sie den Menüpunkt "Druckdifferenz dP" an.
Nachfolgend finden Sie einen Menüpunkt
"Kennlinien verwalten". Hier können Sie bis
zu 3 Kennlinien für 3 DruckmessumformerPaarungen aufzeichnen. Wenn bereits eine
Kennlinie für eine DruckmessumformerPaarung aufgezeichnet wurde, können Sie
mit "Zurück" oder der Taste "Esc" das Menü
wieder verlassen. Das HMG 3000 wählt automatisch die passende Kennlinie aus. Falls
Sie das Menü verlassen und das HMG 3000
erkennt, dass noch keine Kennlinie für diese
Paarung existiert, erhalten Sie die nebenstehende Meldung. Sie können nun mit größerer Ungenauigkeit die Differenz messen oder
Sie rufen den Menüpunkt erneut auf um unter "Kennlinien verwalten" eine neue Kennlinie zu erstellen.
Nachdem Sie "Kennlinien verwalten" angewählt haben, erhalten Sie ein Anzeigebild,
welches Ihnen die Möglichkeit bietet eine
neue Kennlinie aufzunehmen, oder Sie sehen Informationen über bereits vorhandene
Kennlinien. Sie können hier auch vorhandene Kennlinien löschen, falls diese nicht mehr
benötigt werden. Falls Kennlinie 1 schon
existiert, gehen Sie mit den Pfeiltasten auf
dieses Feld und betätigen Sie die Taste
„o.k.“. Sie können nun beispielsweise
"Kennlinie 2 nicht vorhanden" auswählen
und nachfolgend eine Kennlinie aufnehmen.
Zum Aufnehmen der Kennlinie müssen Sie
die beiden Druckmessumformer am HMG
3010 an Kanal A und Kanal B anschließen.
Stand 09/2012 - V03 R01
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Kennzeichnen Sie dabei welcher Druckmessumformer an Kanal A und welcher an
Kanal B angeschlossen wurde, da später bei
der Messung die Druckmessumformer wieder in gleicher Weise angeschlossen sein
müssen.
Schließen Sie die Druckmessumformer hydraulisch so an, dass die beiden Geräte dem
gleichen Druck ausgesetzt sind. Ideal für die
Kennlinienaufnahme ist ein Prüfstand, an
welchem Sie den Druck langsam von 0 bar
auf den vollen Messbereich der Druckmessumformer erhöhen und wieder zurück auf 0
vermindern können.
Mindestens jedoch müssen Sie KennlinienMesswerte in dem Druckbereich aufnehmen,
in dem später die Differenzmessung erfolgt.
Für das vorgenannte Beispiel (Messen der
Filterverschmutzung) könnten die beiden
Druckmessumformer z.B. mittels eines
T-Fittings an der Eingangsseite des Filters
angebracht werden, und dann bei laufender
Maschine die Kennlinienaufnahme gemacht
werden.
Wenn Sie diese Voraussetzungen geschaffen haben, wählen Sie "Kennlinie aufnehmen" an. Danach erhalten Sie ein Anzeigebild, welches 0 bis 100% des kompletten
Messbereich darstellt. Wenn Sie den Druck
erhöhen, sehen Sie anhand der blauen
Balken, dass in diesem Druckbereich gerade
Messwerte aufgezeichnet werden.
Liegen die Messwerte noch unterhalb der
roten Linie, bedeutet das, in diesem Bereich
wurden noch nicht genügend Werte aufgezeichnet. Um die maximale Genauigkeit für
Differenzmessung zu erreichen, sollten die
aufgezeichneten Messwerte mindestens im
Bereich zwischen der roten und der grünen
Linie liegen. Danach wählen Sie "Aufnahme
stoppen" und Sie können das Menü verlassen. Die Kennlinie wird nun automatisch für
die Differenzmessung mit diesen beiden
Druckmessumformern berücksichtigt.
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Zur Volumenstrommessung mittels einer
Differenzdruckmessung an einer Volumenstrom-Messblende wählen Sie den Menüpunkt "Blendenmessung Q = f (dP)" an.
Nachfolgend wählen Sie die Anzahl der
Nachkommastellen und die Einheit aus.
Eine Volumenstrom-Messblende wird mit
Angaben ausgeliefert, welche Druckdifferenz
welchem Volumenstrom entspricht. Beispielsweise auf einer HYDAC EVS 1000
steht: Kalibrierfaktor 4,87 bar bei 350 l/min.
Geben Sie diese Werte bei Volumen und
Druck ein.
Auch hier finden Sie wieder das Menü "Kennlinien verwalten", welches in Funktion und
Handhabung zuvor schon bei "Druckdifferenz dP" beschrieben wurde. Die Kennlinienaufnahme kann ebenso wie vor beschrieben durchgeführt werden.
Wenn Sie eine HYDAC EVS 1000 Volumenstrom-Messblende verwenden, können Sie diese
auch für die Kennlinienaufnahme verwenden. An der EVS 1000 finden Sie 2 Druckanschlüsse vor der Blende (Anschlüsse 1 und 2) und einen danach (Anschluss 3).
Für die Aufnahme schließen Sie den Druckmessumformer von Kanal A an Anschluss 1 an,
den von Kanal B an Anschluss 2. Für den Messbetrieb müssen Sie jetzt nur den Druckmessumformer von Anschluss 2 auf Anschluss 3 ummontieren und sind sofort messbereit.
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Die Eingangskanäle I und J sind nicht für
analoge, sondern für digitale Signale vorgesehen. Als Eingangssignal können Sie zwischen Zählimpulsen und Frequenzsignalen wählen. Hierfür gibt es verschiedene
Möglichkeiten wie z. B.: Drehzahlsensoren,
Initiatoren,
Taktgeber,
VolumenstromMessgeräte mit Frequenzsignal, HYDAC
HDS 1000 u.v.m.. Genau wie bei analogen
Sensoreingängen, lassen sich manuelle Einstellungen hinsichtlich des Eingangssignals,
der Maßeinheit und des Dezimalformats
vornehmen.
Zusätzlich zu diesen Einstellungen muss
hier ein Faktor eingegeben werden, der
für die Umrechnung in die gewünschte
Einheit notwendig ist.
Eine weitere Besonderheit ist die Eingabe
des oberen Messbereichs. An den Kanälen
I und J können Frequenzen bis 30000 Hz
gemessen werden, somit kann sich in der
Grafikdarstellung eine Skalierung von 0 bis
30000 ergeben. Wenn Sie z.B. eine Dreh-1
zahl von bis 1450 min erfassen, ergibt sich
eine ungünstige Y-Achsenskalierung in der
Grafikausgabe. Geben Sie für diese Drehzahlmessung als oberen Messbereich z.B.
"1500" ein, wird die Y-Achse in der Grafikdarstellung von 0 bis 1500 min-1 skaliert.
Hier bedeutet die Eingabe des oberen Messbereichs lediglich eine Begrenzung der Skalierung der Y-Achse in der Grafikdarstellung. Sie sollten diesen Wert möglichst nahe dem zu
erwartenden Messwert legen um eine bestmögliche Grafikdarstellung zu erhalten.
Falls Messwerte vorhanden sein sollten, die größer sind als der obere Messbereich, gehen
diese nicht verloren. Die Skalierung der Y-Achse kann jederzeit später in der Grafikausgabe
wieder geändert werden.
Achtung!
Der Messbereich der Frequenzeingänge beträgt 1 Hz bis 30000 Hz. Wenn beispielsweise
die Drehzahl eines Motors erfasst wird, und dieser Motor abrupt stoppt, kann die letzte Drehzahl messsystembedingt noch bis zu 2 Sekunden angezeigt werden, bevor 0 angezeigt wird.
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Beispiele für Frequenzmessungen:
1) Sie möchten eine Frequenz bis 1000 Hz
messen. Frequenzen werden von HMG pro
Minute erfasst. Geben Sie als Faktor "60"
ein um die Frequenz in Hz anzuzeigen, geben Sie den oberen Messbereich "1000"
ein, um in der Grafikdarstellung die Y-Achse
mit 0 bis 1000 zu skalieren.
2) Sie möchten die Drehzahl einer Maschine
-1
von 0 bis 2900 min messen, der Drehzahlsensor liefert 2 Impulse pro Umdrehung.
Geben Sie als Faktor "2" und als oberen
Messbereich "3000" ein. Die Anzeige erfolgt
dann in Umdrehung pro Minute, für die Grafikdarstellung wird die Y-Achse 0 bis 3000
skaliert.
3) Ein Volumenstrommessumformer im
Messbreich bis 450 l/min mit Frequenzausgang liefert 8 Impulse pro Liter. Geben Sie
als Faktor "8" ein und als oberen Messbereich "500". Die Anzeige erfolgt dann in
l/min, für die Grafikdarstellung wird die
Y-Achse 0 bis 500 skaliert.
Beispiele für Zählimpulse:
1) Der Schaltausgang eines Näherungsschalters, welcher an einem Fließband vorbeilaufende Teile erfasst, wird auf den
Frequenzeingang des HMG 3000 geführt.
Geben Sie als Faktor "1" ein und als oberen Messbereich die zu erwartende maximal zu zählende Stückzahl (maximal 30000).
2) Ein Zahnrad-Durchflussmesser liefert
250 Impulse pro Liter. Geben Sie als Faktor
"250" ein und als oberen Messbereich die
maximal zu erwartenden Liter (maximal
30000).
Stand 09/2012 - V03 R01
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Haben Sie als Eingangssignal Zählimpulse
gewählt und sind zur normalen Messwertanzeige zurückgekehrt, finden Sie ganz rechts
in der Funktionsleiste ein Symbol, wie in
nebenstehendem Bild dargestellt. Momentan
ist der Zähler angehalten. Wenn Sie das
Symbol mit den Pfeiltasten anwählen und
mit „o.k.“ bestätigen, wird der Zähler zurückgesetzt und neu gestartet. Zum Beenden
wählen Sie wiederum mit den Pfeiltasten das
Symbol an und bestätigen erneut mit „o.k.“.
Zusätzlich zu den Eingangskanälen (Kanal A
bis Kanal J) stehen noch die beiden virtuellen
Kanäle "Kanal K" und "Kanal L" zur Verfügung. Diese beiden Kanäle können dazu
verwendet werden eine Differenz von 2 Eingangskanälen darzustellen, oder eine Leistung zu berechnen.
Bei der Einstellung auf Differenz errechnet
das HMG 3000 für Kanal K die Differenz Kanal A – Kanal B und für Kanal L die Differenz
Kanal C – Kanal D. Zur Differenzmessung
müssen an den jeweiligen Eingangskanälen
Sensoren mit gleichem Messbereich, Einheit
und Nachkommastellen verwendet werden.
Diese Parameter werden dann automatisch
auf Kanal K oder L angepasst, d.h. es sind
keine weiteren Einstellungen erforderlich.
Wenn Sie über Kanal K die Leistung (P x Q)
messen möchten, muss die Druckmessung
an Kanal A und die Volumenstrommessung
an Kanal B erfolgen. Zur Leistungsmessung
an Kanal L müssen Sie den Druck an Kanal
C und den Volumenstrom an Kanal D messen. Nachfolgend können Sie als Einheit
kW, PS oder hp auswählen.
Die Eingabe des oberen Messbereichs bedeutet lediglich eine Begrenzung der Skalierung der Y-Achse in der Grafikdarstellung.
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Sie sollten diesen Wert möglichst nahe dem
zu erwartenden Leistungswert legen um eine
bestmögliche Grafikdarstellung zu erhalten.
Falls Messwerte vorhanden sein sollten, die
größer sind als der obere Messbereich,
gehen diese nicht verloren. Die Skalierung
der Y-Achse kann jederzeit später in der
Grafikausgabe wieder geändert werden.
Danach gelangen Sie wieder zurück zu
nebenstehendem Anzeigebild. Im Beispiel
wird an Kanal K eine Leistung dargestellt, an
Kanal L die Differenz.
Sollten Sie eine ungültige Einstellung gemacht haben, oder Sie haben z.B. für die
Differenz 2 Sensoren mit unterschiedlichem
Messbereich angeschlossen, wird der entsprechende berechnete Kanal deaktiviert. Im
Beispiel wurde an Kanal C ein Druckmessumformer mit Messbereich 0-100 bar
und an Kanal D ein Druckmessumformer
mit Messbereich 0-250 bar angeschlossen.
Somit wurde Kanal L automatisch deaktiviert.
Stand 09/2012 - V03 R01
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6.1.2 Anzeigeeinstellungen ändern
Mit dem Menüpunkt „Anzeigeeinstellungen
ändern“ haben Sie im nächsten Untermenü
die Möglichkeit, Messwertanzeige, -darstellung und Anzeigengröße entsprechend Ihrer
Messaufgabe einzustellen. Den gewünschten Menüpunkt mit den Navigationstasten
anwählen und per „o.k.“ bestätigen.
Bei Anwahl „Messwertanzeige“ erscheint eine Auswahlliste zur Dynamik
der Anzeige:
•
•
•
•
Schnell
Mittel
Langsam
Träge
Wählen Sie entsprechend aus und sichern
Sie die Auswahl per „o.k.“.
Hinweis!
Die Einstellungen der Messwertanzeige
haben keinen Einfluss auf die Messung
selbst. Sie dienen lediglich zur Anzeigeberuhigung z.B. bei Pulsationen.
Im Menüpunkt „Messwertdarstellung“ kann
zwischen Messwert-Tabelle und verschiedenen 7-Segment-Anzeigen (1 Anzeigefeld,
2 Anzeigefelder, ... , Automatisch festlegen)
ausgewählt werden.
Wenn Sie „Automatisch festlegen“ anwählen, sucht Ihnen das HMG die optimale Darstellung aus. Bei zwei angeschlossenen und
aktivierten Sensoren sieht die Anzeige wie
nebenstehend abgebildet aus.
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HMG 3000
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Im nebenstehenden Beispiel sind die Messwerte von vier Sensoren bei Auswahl der
Darstellung „2 Anzeigefelder“ und mit
Min/Max-Anzeige dargestellt. Folglich zeigt
das Display nur die Messwerte jeweils zweier Sensoren an. Mit den Pfeiltasten (▲) bzw.
(▼) gelangen Sie zu den Messwerten der
beiden übrigen Sensoren.
Die gleichzeitige Messwertanzeige von
4 Sensoren im Display, bedingt demnach
die Auswahl „2x2 Anzeigefelder“ (rechts
unten).
In der dritten Zeile des Menüs „Anzeigeeinstellungen“ befindet sich eine Auswahl
„Ja/Nein“ neben „Balken anzeigen“. Mit der
Auswahl „Ja“ schalten Sie in die Messwertanzeige zusätzlich eine Balkenanzeige ein.
Je nach Einstellung der Messwertdarstellung
ergeben sich unterschiedliche Anzeigebilder.
Die gesamte Breite des jeweiligen Balkenfeldes entspricht 0 ... 100% des Messbereichs. Der angezeigte Balken selbst gibt
jeweils die Position des aktuellen Messwertes im Gesamtmessbereich an. Mit der
Min/Max- Anzeige ändert sich das Anzeigebild. Der aktuelle Messwert wird jetzt mit
einem Punkt dargestellt und die Balkenlänge
gibt den Bereich zwischen Min- und Maxwert
an. Mit „Nein“ schalten Sie die „Balkenanzeige“ aus.
„Zurück“ bringt Sie ins Hauptmenü
„Einstellungen“.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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6.1.3 Nullpunkt der Messkanäle
setzen
Im Menü „Einstellungen“ können Sie den
Nullpunkt der Messkanäle neu festlegen.
Diese Funktion findet beispielsweise Anwendung, um im System vorhandene Staudrücke auszublenden. Falls ein DruckMessumformer trotz ausgeschalteter Anlage
z.B. mit 3 bar beaufschlagt ist, kann dieser
Wert als neuer Nullpunkt für die Anzeige
angenommen werden.
Der Nullpunkt kann im kompletten Messbereich eines Messkanals neu gesetzt werden.
Bestätigen Sie im Menü „Einstellungen“
den Menüpunkt „Nullpunkt der Messkanäle
setzen“ mit „o.k.“ und Sie gelangen zu nebenstehender Anzeige. Hier werden Sie aufgefordert, den betreffenden Messkanal zu
markieren. Mit den Pfeiltasten des Navigationskreuzes wählen Sie den Kanal, für den
Sie den Nullpunkt setzen möchten, an und
markieren ihn mit „o.k.“ (ankreuzen). Gehen
Sie dann auf „Setzen“ - durch Bestätigen mit
„o.k.“ wird der Nullpunkt nun gesetzt. Mit
„Löschen“ können Sie auf die gleiche Weise
den veränderten Nullpunkt wieder löschen.
Aus Sicherheitsgründen werden alle
Messkanäle, für die der Nullpunkt neu
gesetzt wurde, vor der Bezeichnung mit
einem Pfeil markiert.
Achtung!
Ein mit Pfeil gekennzeichneter Messkanal
kann trotz Anzeige „0 bar“ mit einem hohen
Druck beaufschlagt sein.
Stellen Sie vor Demontage des zugehörigen
Sensors oder anderer Teile sicher, dass die
Anlage tatsächlich drucklos ist.
Nichtbeachtung
kann
zu
gefährlichen Situationen führen!
Stand 09/2012 - V03 R01
lebens-
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
AUS / EIN-Schalten des HMG-Gerätes oder
Messkanäle führt nicht zu einem automatischen Löschen des neu gesetzten Nullpunktes. Wenn Sie das HMG aus- und wieder
einschalten, erhalten Sie folgende Meldung:
„Manche Kanäle besitzen eine Nullpunktverschiebung.“ Drücken Sie „o.k.“ um die
Nullpunktverschiebung
beizubehalten,
„Esc“ um diese zu Löschen.
Seite 31
4
Um herauszufinden, wie groß eine eingestellte Nullpunktverschiebung ist, gehen Sie
über das Menü „Einstellungen“ („o.k.“) in
den Menüpunkt „“Nullpunkt der Messkanäle setzen“ („o.k.“) und Ihnen wird eine Liste
aller aktiven Kanäle angezeigt. Kanäle mit
Nullpunktabgleich sind hier „angekreuzt“
und rechts stehend ist der Wert der Nullpunktverschiebung aufgeführt.
Auch in der Liste Messkanäle ist die Nullpunktverschiebung durch einen kleinen Pfeil
vor dem Messbereich gekennzeichnet. Diese finden Sie unter„Einstellungen“ („o.k.“)
im Menüpunkt „“Einstellungen der Messkanäle ändern“ („o.k.“).
Es gibt eine Ausnahme, bei dem die Nullpunktverschiebung automatisch gelöscht
wird. Das ist immer dann der Fall, wenn an
den betreffenden Kanal ein Sensor angeschlossen wird, der einen anderen Messbereich aufweist als der bisherige, für den die
Nullpunktverschiebung eingestellt wurde. Im
Einzelnen heißt das, nur wenn die untere
und obere Messgrenze, die Anzahl der
Nachkommastellen und die Einheit des neu
angeschlossenen Sensors identisch sind,
wird die Nullpunktverschiebung beibehalten.
Bei automatischer Löschung der Nullpunktverschiebung erscheint für zwei Sekunden
ein Hinweis in der Anzeige.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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6.1.4 Grundeinstellungen ändern
Das Menü „Grundeinstellung ändern“ finden Sie im Hauptmenü „Einstellungen“.
Um Änderungen in den Grundeinstellungen
vornehmen zu können, drücken Sie „o.k.“
und Sie können Folgendes verändern:
Sprache
Hier ist es möglich, zwischen den Sprachen
Deutsch, Englisch und Französisch zu wählen.
- mit Navigation anwählen und per „o.k.“
sichern.
Datum und Uhrzeit einstellen/korrigieren
Entsprechend der gewählten Sprache und
der landestypischen Angabe von Datum und
Zeit werden Ihnen verschiedene Formate
vorgeschlagen. Wählen Sie mit den Navigationstasten das gewünschte Format aus und
kreuzen sie per „o.k.“ an. Danach geben Sie
das aktuelle Datum bzw. die aktuelle Uhrzeit
über den Zahlenblock ein.
- Speichern mit „o.k.“.
Automatik-Maßeinheiten
Dieser Unterpunkt betrifft nur HSI-Sensoren
mit automatischer Sensorerkennung. Beim
Anschluss solcher Sensoren wird die Einheit
aus dem Sensor ausgelesen und automatisch
übernommen.
Möchten Sie beispielsweise, dass alle
Druck-Messumformer mit automatischer
Sensorerkennung in der Einheit psi anzeigt
werden, können Sie dieses hier einstellen.
Für einen angeschlossenen 0 ... 100 bar
Druck-Messumformer zeigt das HMG dann
die Messwerte in einem Messbereich
0 ... 1450 psi an, d.h. Messbereich und Einheit werden automatisch umskaliert.
Stand 09/2012 - V03 R01
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Hinweis!
Die automatische Umskalierung der Messwerte
in
die
ausgewählte
Maßeinheit funktioniert nur dann, wenn unter
„Einstellungen“ - „Einstellungen der
Messkanäle“ der Modus „Automatische
Erkennung (HSI)“ eingestellt ist.
Markieren Sie die zu ändernde Maßeinheit
und bestätigen Sie mit „o.k.“. Wählen Sie
gewünschte Einheit aus der Auswahlliste per
„o.k.“ aus.
In der Liste der Messkanäle ist dann für diesen betreffenden Kanal der zugehörige
Messbereich statt z.B. in 0 ... 100 bar in
0 ... 1450 psi angegeben.
In der Aktuellen Messwertanzeige erhalten
Sie den Messwert in der Einheit „psi“ (aufgeführt hinter der Kanal- bzw. Sensorbezeichnung).
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PC-Anschluss
Mit dem PC-Programmen „HMGWIN“ und
„CMWIN“ können Sie Online Messungen
und Einstellungen im HMG 3000 vornehmen, weiterverarbeiten, archivieren, dokumentieren, updaten u.v.m. Die Datenübertragung erfolgt standardmäßig über die
USB-Schnittstelle.
Sie können die Daten aber auch über die
Serielle Schnittstelle des HMG zum PC
übertragen. Wählen Sie hierzu die Einstellung „RS232 (COM)“ mit der entsprechend
benötigten Baudrate aus.
Die Massepotentiale der Sensoranschlüsse
und der Schnittstellen (USB/seriell) sind galvanisch verbunden. Bei gleichzeitiger Verwendung von Sensoren und Schnittstellen
(Onlinemessung) ist auf ausreichenden Potentialausgleich zu achten, um Ausgleichströme zwischen Netzen mit verschiedenen
Massepotentialen über das HMG zu verhindern da diese das Gerät zerstören können.
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6.1.5 Einstellungen verwalten
(speichern, laden, ...)
Alle Messkanal-Einstellungen, die Sie im
HMG für die letzte Messung vorgenommen
haben, können Sie speichern und dann zu
einem späteren Zeitpunkt wieder laden, beispielsweise wenn die gleiche Messung
zyklisch wiederholt werden muss.
Weiterhin können Sie hier gespeicherte Einstellungen gezielt löschen oder auch die
Werkseinstellungen wieder herstellen.
Wählen Sie „Einstellungen verwalten
(speichern, laden ...)“, drücken „o.k.“ und
Sie gelangen in das Menü „Einstellungen
verwalten“ mit vier Untermenüpunkten (siehe nebenstehende Anzeige).
Wenn Sie „Aktuelle Einstellungen speichern“ mit „o.k.“ bestätigen, sehen Sie den
Namen der zuletzt gespeicherten Einstellung
bzw. „No Name“, sofern noch nichts gespeichert wurde. Bestätigen Sie mit „o.k.“ und
Sie erhalten eine Liste mit bereits gespeicherten Einstellungen bzw. die Möglichkeit
einen neuen Namen zu vergeben. Wählen
Sie „Neuer Name“ und geben Sie mit dem
Nummern- und Textblock einen Namen ein.
Mit 2 x „o.k.“ speichern Sie den Namen und
gelangen ins Menü „Einstellungen verwalten“ zurück.
Das HMG vergibt automatisch eine fortlaufenden Nummer, die aber auch geändert
werden kann.
Dazu sollten Sie wissen, dass das HMG
automatisch jede Nummer nur einmal und
immer die nächsthöchste freie Nummer
vergibt. Lücken in der Nummernliste werden
nicht aufgefüllt!
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In den Untermenüs „Gespeicherte Einstellungen laden“ oder „Gespeicherte Einstellungen löschen“ wird Ihnen jeweils eine
Liste aller gespeicherten Einstellungen angezeigt, aus der Sie bestimmte Einstellungen „Laden“ oder „Löschen“ können.
Wählen Sie die gewünschte Einstellung mit
den Pfeiltasten (Navigationskreuz aus) und
markieren Sie diese per „o.k.“. Danach
springt Ihre „Aktivierung“ in der Funktionsleiste, in der Sie nun die betreffende Funktion „Laden“ bzw. „Löschen“ auslösen können.
Im Menüpunkt „Werkseinstellungen wiederherstellen“, (siehe rechts) können Sie
das HMG in den Auslieferungszustand zurücksetzen.
Bestätigen Sie „Werkseinstellungen wiederherstellen“ mit „o.k.“ und Sie erhalten im
Folge-Menü zwei Auswahlmöglichkeiten.
Wählen Sie die gewünschte Funktion per
„o.k.“ aus (ankreuzen) und starten Sie die
Aktion in der Funktionsleiste mit „Ausführen“.
Achtung
Setzen Sie das Gerät komplett zurück, werden dabei alle gespeicherten Einstellungen
und gespeicherten Aufnahmen gelöscht und
es erscheint der Eröffnungsbildschirm „Willkommen“ wie zur Erstinbetriebnahme des
Gerätes.
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6.2 Hauptmenü „Aufnahme“
Das HMG bietet hier die Möglichkeit, eine
Messung über einen bestimmten Zeitbereich
aufzuzeichnen und zu speichern. Diese Aufnahme ist grafisch oder tabellarisch darstellbar. Im Einzelnen sind folgende Schritte notwendig: Ins Aufnahme-Menü gelangen Sie
vom Menü „Aktuelle Messwerte“, in dem
Sie in der Funktionsleiste den Punkt „Aufnahme“ anwählen. Im Folge-Menü „Aufnahme“ können Sie zwischen Aufnahme
starten, ansehen und löschen wählen (Navigationstasten + „o.k.“)
6.2.1 Aufnahme starten
Durch Anwahl des Punktes „Aufnahme
starten“ gelangen Sie in das zugehörige
Menü, in dem die einzelnen Messparameter,
die zur Aufnahme eingestellt werden können, aufgelistet sind. In der ersten Menüzeile
„Aufnahme“ klappt bei Anwahl eine Auswahlliste auf, in der Sie zwischen „Einfache
Messkurve“, „Messkurve mit Trigger“, „Ereignisprotokoll“ oder „Start-Stop Messung“ auswählen können. Jeweilige Aufnahmeart anwählen und mit „o.k.“ bestätigen.
Falls Sie „Einfache Messkurve“ wählen,
können Sie danach folgende, weitere Parameter einstellen:
„Messkanäle“
Hier werden Ihnen die aktiven Messkanäle anzeigt. Bestätigen Sie mit „o.k.“ und
Sie gelangen in das Menü „Einstellungen der Messkanäle ändern“. Alle Einstellungen, die Sie hier vornehmen können, sind im Einzelnen im Kapitel:
„Hauptmenü Einstellungen“; „Einstellungen der Messkanäle ändern“ beschrieben. Vor dem Starten der Aufnahme können Sie jetzt noch entscheiden, ob Sie
einzelne Kanäle ausschalten möchten
(Kreuz „aus“).
Stand 09/2012 - V03 R01
Achtung!
Vergessen
Sie
nicht
die
Messkanäle nach der Messung
wieder einzuschalten, wenn sie
weiterhin benötigt werden!
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„Messrate“
Unter dem Menüpunkt können Sie einstellen, in welchem Zeitabstand das HMG einen
Messwert von den Sensoren einliest und im
internen Speicher ablegt. Eine Messkurve
kann maximal 500.000 Messwerte umfassen. Die Auswahl 1 ms bedeutet z.B., dass
pro Sekunde 1000 Messwerte von jedem
angeschalteten Messkanal abspeichert werden.
Mit den Pfeiltasten (▲) bzw. (▼) rollen Sie
durch die verschiedenen Einstellungen für
die Messrate, im unteren Bereich des Displays sehen Sie jeweils Informationen über
die daraus resultierenden Aufnahmedaten
(Anzahl der Sätze und Speicherbelegung).
Sofern Sie eine ungültige Einstellung wählen, d.h. das Maximum von 500.000 Messwerten würde mit dieser Messrate überschritten, erhalten Sie statt der Aufnahmedaten eine Meldung, die Ihnen die ungültige
Einstellung beschreibt.
Die Auswahl der Messrate ist im Besonderen
von der Messaufgabe abhängig. Zur Überwachung der Temperatur in einem Hydrauliktank ist sicherlich eine Messrate von 1 s ausreichend, da Temperaturänderungen in der
Regel sehr langsam erfolgen. Falls Sie allerdings sehr schnelle, systembedingte
Druckspitzen aufspüren wollen, die in der
Regel im Millisekundenbereich auftreten,
müssen Sie mit einer Messrate von 1 ms
oder schneller arbeiten. HYDAC HSIDruckmessumformer mit automatischer
Sensorerkennung sind in der Lage einen
rechteckförmigen Druckimpuls (welcher
theoretisch in der Zeit von 0 s geschieht)
innerhalb von 0,5 ms zu folgen.
Das heißt, um Druckspitzen, die schneller
als 0,5 ms sind, erfassen zu können, ist es
nicht ausreichend nur die Messrate auf
0,1 ms einzustellen. Es muss auch ein entsprechend dynamischer Druckmessumformer verwendet werden.
Stand 09/2012 - V03 R01
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Die einstellbare Messrate ist ebenso von der
Anzahl der aktiven Messkanäle abhängig:
•
•
•
•
0,1 ms
0,2 ms
0,5 ms
1,0 ms
max. 2 Analogeingangskanäle
max. 4 Analogeingangskanäle
alle 10 Eingangskanäle
bei SMART-Sensoren
„Aufnahmedauer“
Diesen Menüpunkt angewählt, klappt eine
Auswahlliste auf. Mit den Pfeiltasten (▲)
bzw. (▼) können Sie eine Aufnahmedauer
von 1 Sekunde gestaffelt bis zu 24 Stunden
auswählen und per „o.k.“ übernehmen.
Auch hier sehen Sie, wie beim Ändern der
Messrate, Informationen über die Aufnahmedaten, die aus Ihrer Einstellung resultieren.
„Aufnahmeverfahren“
In diesem Menüpunkt steht Ihnen als Aufnahmeverfahren „Nach Ablauf der Zeit beenden“ und „Endlos- Aufnahme bis Abbruch“ zur Auswahl.
„Nach Ablauf der Zeit beenden“ bedeutet,
dass die Aufnahme nach Ablauf der unter
„Aufnahmedauer“ eingestellten Zeitspanne
beendet wird.
Die Auswahl „Endlos-Aufnahme bis Abbruch“ bewirkt, dass nach Ablauf der unter
„Aufnahmedauer “ eingestellten Zeitspanne
jeweils die ältesten Messwerte verloren gehen, während neue Messwerte hinzukommen. Bis zum „Stop-Befehl“ („o.k.“ bei Auswahl „Stop“ oder Betätigen der Taste „Esc“)
verbleibt immer die unter Aufnahmedauer
eingestellte Zeitspanne als „Vergangenheit“
bezogen auf den aktuellen Zeitpunkt im
Messwertspeicher.
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„Automatikbetrieb“
In diesem Menüpunkt legen Sie fest, ob die
Aufnahme mit den zuvor festgelegten Einstellungen nur einmal oder fortlaufend,
mehrfach gestartet werden soll.
„Deaktiviert“ bedeutet, dass die Aufnahme
wie vorgegeben einmal gestartet und bei
Eintritt der Stop-Bedingung beendet und
gespeichert wird.
„Aktiviert“ bedeutet, dass nach Eintritt der
Stop-Bedingung die aktuelle Aufnahme beendet und gespeichert wird und direkt eine
neue Aufnahme mit den gleichen Bedingungen gestartet wird, die nach erneutem Eintritt
der Stop-Bedingung beendet und unter einer
fortlaufenden Nummer gespeichert wird.
Dies geschieht so lange, bis die (Automatik-)
Aufnahme mit „Autostop“ und anschließendem Eintritt der Stop-Bedingung beendet
wird oder der Aufnahmespeicher voll ist.
Der Automatikbetrieb wird nach jeder gestoppten Aufnahme automatisch wieder auf
„Deaktiviert“ gesetzt und muss bei Bedarf
erneut „aktiviert“ werden.
„Lupenbereich“
Mit dem „Lupenbereich“ kann während der
Aufnahme im Grafikmodus ein zusätzlicher
Anzeigebereich erzeugt werden.
D.h. die x-Achse wird bei Einstellung „Lupe“
auf die in diesem Menüpunkt eingestellte
Zeitspanne (5 Sekunden / 10 Sekunden)
skaliert.
(Die Einstell-Möglichkeiten für den Lupenbereich sind abhängig von der eingestellten
Messrate und der vorgegebenen Aufnahmedauer.)
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Beispiel für die Aufnahme „Einfache
Messkurve“
Die Einstellungen für das rechts dargestellte
Beispiel bedeuten, dass die Messwerte der
Kanäle A und B mit einer Messrate von 1 ms
(also 1000 Messwerte pro Sekunde, bei
Aufnahmedaten als Sätze bezeichnet) erfasst werden, und dass die Aufnahme nach
Ablauf von 10 Sekunden automatisch beendet wird. Unter Aufnahmedaten sehen Sie
kurz zusammengefasst:
10.000 Sätze mit je 2 Werten (1 x Kanal A,
1 x Kanal B) belegen einen Speicher von 41 kB.
Jetzt können Sie die Aufnahme in der Funktionsleiste „Starten“ oder „Abbrechen“ (bzw.
„Esc“). Nach dem Aufnahmestart erscheint
im Display nebenstehende Anzeige. Sie sehen eine Liste mit Startzeit, Datum und Uhrzeit, Ablaufzeit und die Anzahl der bereits
aufgenommenen Datensätze. Ein „Laufbalken“ zeigt den Fortschritt der Aufnahme an.
In der Funktionsleiste haben Sie die Möglichkeit, sich den Messkurvenverlauf grafisch
anzeigen zu lassen oder die aktuellen
Messwerte darzustellen. Die grafische Darstellung bietet einen schnelleren, visuellen
Eindruck von Messwertänderungen. Wählen
Sie zur Anzeige des Messkurvenverlaufs
„Grafik“ per „o.k.“ an. Nebenstehende Abbildung zeigt Ihnen, wie ein Messkurvenverlauf aussehen kann.
Hinweis
Bei einer Messkurvenaufnahme ist die Erfassung der Min/Max-Werte abgeschaltet,
da in der betrachteten Zeitspanne alle Messwerte im Kurvenverlauf zu ersehen sind.
Die Aufnahme kann jederzeit mit Anwahl von
„Stop“ oder Drücken von „Esc“ beendet
werden. Nach Aufnahmenende ist die Messung zu „Speichern“ oder zu „Verwerfen“.
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Zuvor können Sie sich die Messung nochmals als Grafik (Auswahl „Grafik“ + „o.k.“)
oder als Messwert-Tabelle
(Auswahl „Tabelle“ + „o.k.“) anzeigen lassen.
Wenn Sie dies tun, finden Sie jeweils weitere
Werkzeuge vor, um die Grafik oder die Tabelle auszuwerten. Informieren Sie sich hierzu im Kapitel „Aufnahme ansehen“, wie Sie
sich jede gespeicherte Aufnahme erneut
grafisch oder tabellarisch ansehen können.
Mit „Zurück“ / „Esc“ gelangen Sie zurück
zum Anzeigebild
„Einfache Messkurvenaufnahme - Status“.
Zum Speichern aktivieren Sie die Funktion
„Speichern“ und bestätigen Sie mit „o.k.“.
Das HMG vergibt automatisch einen Namen
und eine fortlaufenden Nummer, beides
kann von Ihnen geändert werden. Wählen
Sie den entsprechenden Menüpunkt mit
„o.k.“ an, Eingaben nehmen Sie mit dem
Nummern- und Textblock vor.
Ebenso können Sie beim Menüpunkt
„Kommentar“ einen Text eingeben, beispielsweise eine Beschreibung, in welchem
Betriebszustand sich die Maschine oder Anlage bei Aufnahme der Messung befunden
hat.
Zum Speichern aktivieren Sie die Funktion
„Speichern“ und drücken „o.k.“. Das HMG
speichert zu jeder Aufnahme die Messeinstellungen mit, so dass eine genaue Protokollierung der Messung vorhanden ist.
Grundsätzlich gilt:
Jede Messung erhält eine Nummer.
Dazu sollten Sie wissen, dass das HMG
automatisch jede Nummer nur einmal und
immer die nächsthöchste freie Nummer
vergibt. Lücken in der Nummernliste werden
nicht aufgefüllt!
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Messkurve mit Trigger
Ein weiteres Aufnahmeverfahren ist die
Messkurve mit Trigger. In der Messtechnik
steht das Wort „Trigger“ für „Auslöser“.
Damit ist gemeint, dass eine Messkurve automatisch gestartet werden kann, wenn ein
bestimmtes, oder mehrere Ereignisse eintreten. Dies sind z.B. das Über- oder Unterschreiten eines festgelegten Grenzwertes
oder das Verlassen eines Messfensters.
Mit der Auswahl „Messkurve mit Trigger“,
sehen Sie, dass zusätzlich zu den bei „Einfache Messkurve“ beschriebenen Einstellparametern Messkanäle, Messrate und Aufnahmedauer, Automatikbetrieb und Lupenbereich hier noch weitere Parameter eingestellt werden können. Diese sind „Triggereinstellungen“ sowie „Vor/Nach Trigger“.
Wählen Sie „Triggereinstellung“ mit „o.k.“
an. Im Folge- Menü können Sie bis zu 4 verschiedene Triggerereignisse (Ereignis 1 bis
4) definieren. Zum Aktivieren eines Ereignisses markieren Sie die zugehörige Box durch
Drücken von „o.k.“, so dass ein Kreuz erscheint. Rechts neben der Box steht dann
jeweils das zuletzt benutzte Ereignis. (Dieses Bild variiert entsprechend dem zuletzt
benutzen Ereignis.) Gehen Sie mit den Pfeiltasten nach rechts auf das Ereignisfeld und
bestätigen Sie mit „o.k.“.
In „Triggerereignis ...“ bestätigen Sie wiederum mit „o.k.“. Sie erhalten eine Liste mit
folgenden Triggerereignissen:
•
•
•
•
•
Gezielte Tastenbetätigung
Externe Signaländerung
Erreichen einer Messwertgrenze
Verlassen eines Messfensters
Zeitfunktion.
Wählen Sie das Passende für Ihre Messaufgabe aus.
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Ereignis: Gezielte Tastenbetätigung
Diese Einstellung dient dazu, eine Messung auf eine gezielte Tastenbetätigung
hin auszulösen. Nach Starten der Aufnahme können Sie die Messung durch
Anwahl „Trigger“ in der Funktionsleiste
auslösen („o.k.“).
Ereignis: Externe Signaländerung
Externe Signaländerung bedeutet, dass Sie
an einem der Frequenzeingänge (I oder J)
beispielsweise über einen Taster (Öffner
oder Schließer-Kontakt) eine Gleichspannung beaufschlagen. Bei Einschalten der
Spannung über einen Schließerkontakt
(steigende Flanke) oder über einen Öffnerkontakt (fallende Flanke) kann dann die
Messung gestartet werden.
Im nebenstehenden Einstellungsmenü legen
Sie unter „Eingang“ den Triggereingang
fest. Hier stehen Ihnen nur die beiden digitalen Eingänge I und J zur Verfügung. Danach
stellen Sie die Schaltrichtung noch auf
„steigend“ oder „fallend“ ein und bestätigen
mit „o.k.“.
Ereignis: Erreichen einer Messwertgrenze
Um Druckspitzen oder Druckeinbrüche in
einer Maschine auffinden zu können, arbeiten Sie mit dem Triggerereignis „Erreichen
einer Messwertgrenze“. Druckspitzen ereignen sich immer in steigender Richtung
(Messwert steigt), Druckeinbrüche in fallender Richtung (Messwert fällt). Legen Sie
zuerst den Messkanal und Subkanal fest,
auf den Sie triggern möchten, danach können Sie mit dem Nummernblock festlegen,
bei welchem Messwert Sie die Aufnahme
triggern möchten. Als Letztes wählen Sie die
Messwertrichtung („Messwert steigt“ oder
„Messwert fällt“) aus.
Anmerkung:
Einstellung Subkanal nur bei SMART-Sensoren
(siehe Kap. 6.4)
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Ereignis: Verlassen eines Messfensters
Dieses Triggerereignis ist sehr ähnlich zu
„Erreichen einer Messwertgrenze“. Sie können hier eine „Untere Grenze“ und eine
„Obere Grenze“ definieren. Der Trigger wird
aktiviert, wenn der Messwert in das Messwertfenster eintritt. Die Aufnahme wird jedoch erst gestartet, wenn der Messwert das
Messfenster in steigender oder fallender
Richtung verlässt.
Anmerkung:
Einstellung Subkanal nur bei SMART-Sensoren
(siehe Kap. 6.4) erforderlich.
Ereignis: Zeitfunktion
Die Ereigniseinstellung mit einer Zeitfunktion
ist für Messungen sinnvoll, die in bestimmten
Zeitabständen wiederholt aufzuzeichnen
sind. Im Einstellungsmenü können dazu die
Anzahl der Wiederholungen (max.30.000),
der Zeitabstand und der Startzeitpunkt
festgelegt werden. Des Weiteren können Sie
unter dem Menüpunkt „Start“ bestimmen, ob
dieses Ereignis sofort („Sofort starten“)
oder erst zu einem bestimmten „Startdatum“ und „Startzeit“ aktiviert werden soll.
Im nebenstehenden Beispiel
– Ereignis: Zeitfunktion –
wird eine Messung 10 mal, alle 30 Minuten
gestartet. Zum ersten Mal wird der Trigger
am 21.06.2005 um 14:20 Uhr aktiv.
Zur Aufnahme von Triggermessungen können Sie, wie bereits erwähnt, bis zu 4 Ereignisse festlegen. Nach den einzeln vorgenommenen Einstellungen kehren Sie mit
„Zurück“ in das Menü „Triggereinstellungen“ zurück. Das Menü listet Ihnen zur
Überprüfung alle Ereignisse und ihre Einstellungen in Kurzform auf.
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Verknüpfung von Ereignissen:
Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit die
Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Ohne
Verknüpfung wirkt jedes der vier Ereignisse
allein und eigenständig als Auslöser einer
Messaufnahme.
In der Zeile „Gemeinsame Ereignisse“
(rechts davon Anwählen) öffnet sich eine
Auswahlliste möglicher Verknüpfungen von
Ereignissen. Im nebenstehendem Beispiel,
der Verknüpfung der Ereignisse 1 und 2
(links durch ein Schaltplansymbol dargestellt) bedeutet das, dass die Aufnahme
entweder beim gleichzeitigem Eintritt der
Ereignisse 1 und 2 ausgelöst wird (am Kanal
A fällt der Messwert auf 5.00 bar und gleichzeitig verlässt der Messwert am Kanal B das
Fenster von 4.00 bis 6.00 bar) oder am Triggereingang J wird mit fallender Flanke ein
Spannungssignal erkannt oder es erfolgt
eine gezielte Tastenbetätigung.
Weitere Verknüpfungen von Ereignissen
sind in der Auswahlliste aufgeführt. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass Ereignisse immer nur von oben her zusammenfassbar
sind, ansonsten müssen Sie die Ereignisse
entsprechend umsortieren.
In „1 und 2 und 3 und 4“ müssen alle Ereignisse gleichzeitig auftreten, um eine Aufnahme auszulösen. Dagegen liefert die letzte
Zeile im Auswahlmenü
– „1 und 2 sowie 3 und 4“ –
drei Varianten:
eine Triggeraufnahme wird ausgelöst, wenn
a) 1 und 2 zusammenfallen oder
b) 3 und 4 zusammenfallen oder
c) alle, 1 und 2 und 3 und 4 gleichzeitig eintreten.
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Der nächste Einstellparameter zur Aufnahme einer Messkurve mit Trigger ist
„Vor/Nach Trigger“. Nach dem Start der
Messkurve mit Trigger, beginnt das HMG die
Messwerte für die eingestellte Aufnahmedauer aufzuzeichnen (z.B. 30 Sekunden).
Sollte innerhalb dieser Zeit das Triggerereignis nicht eintreten, gehen im Wechsel die
ältesten Messwerte verloren und neue
Messwerte werden im Speicher abgelegt.
Somit haben Sie immer die eingestellte Aufnahmedauer als „Vergangenheit“ im Messwertspeicher stehen.
Mit „Vor/Nach Trigger“ können Sie festlegen,
wie viel von dieser „Vergangenheit“ im Speicher verbleiben soll, wenn das Ereignis eintritt und wie viel „Zukunft“ Sie nach dem Ereignis noch aufzeichnen möchten.
Die Einstellung „Vor/Nach Trigger“ z. B. von
50 / 50% bedeutet, dass bei einer Aufnahmedauer von 30 s die „ältesten 15 s“ verworfen werden, die 15 s vor Eintreten des Ereignisses verbleiben und noch weitere 15 s
nach Eintreten des Triggerereignisses aufgezeichnet werden.
Bei „Automatikbetrieb“ wählen Sie aus, ob
Sie nur eine Aufnahme machen möchten
(Einstellung „Deaktiviert“) oder ob nach
Aufnehmen einer Messkurve erneut eine
Messkurve mit gleichen Einstellungen aufgezeichnet werden soll (Einstellung „Aktiviert“). Für eine einfache Triggermessung
wählen Sie Automatikmessung „Deaktiviert“.
„Lupenbereich“
Mit dem „Lupenbereich“ kann während der
Aufnahme im Grafikmodus ein zusätzlicher
Anzeigebereich erzeugt werden.
D.h. die x-Achse wird bei Einstellung „Lupe“
auf die in diesem Menüpunkt eingestellte
Zeitspanne (5 Sekunden / 10 Sekunden)
skaliert.
(Die Einstell-Möglichkeiten für den Lupenbereich sind abhängig von der eingestellten
Messrate und der vorgegebenen Aufnahmedauer.)
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Anwendungsbeispiel - Automatische Triggermessung:
An einer hydraulischen Presse kommt es
von Zeit zu Zeit zu defekten Komponenten,
geplatzten Schläuchen oder gerissenen Zylindern. Sie vermuten sehr hohe Druckspitzen in drei Hydraulikkreisen und möchten die
Presse über einen längeren Zeitraum auf
Druckspitzen überwachen.
Dazu machen Sie folgende Einstellungen:
•
•
•
•
Aufnahme:
Kanäle:
Messrate:
Aufnahmedauer:
Messkurve mit Trigger
A, B, C
1 ms
30 Sekunden
Triggereinstellungen:
• Ereignis 1:
Kanal A steigt auf 180 bar
• Ereignis 2:
Kanal B steigt auf 230 bar
• Ereignis 3:
Kanal C steigt auf 280 bar
(Dies sind jeweils um 50 bar höhere Drücke, als dort im Normalfall auftreten dürfen.)
• Vor/Nach Trigger:80 / 20%
(Sie wählen diese Einstellung, da es für
Sie interessant ist, zu wissen, was in den
anderen Druckkreisen geschehen ist, bevor der Trigger auslöste und Sie möchten
den Druckverlauf noch etwas weiter als
das Triggerereignis aufzeichnen.)
• Automatikmessung: „Aktiviert“
Wenn Sie in der Funktionsleiste „Starten“
mit „o.k.“ bestätigen, werden Sie im nächsten Anzeigebild aufgefordert einen Namen
und eine Nummer für die Messung zu vergeben. Unter diesem Namen wird die Messung dann nach jedem Triggerereignis mit
fortlaufender Nummer abgespeichert. Auch
einen Kommentar, z.B. der Betriebszustand
der Maschine, kann hier noch eingegeben
werden.
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Sobald Sie jetzt Speichern mit „o.k.“ bestätigen, wird die Messung aktiviert und Sie erhalten nebenstehendes Anzeigebild. Mit Anwahl von „Grafik“ gelangen Sie zur grafischen Darstellung des Messkurvenverlaufs,
mit „Messwerte“ zum normalen Messwertanzeige-Bild (siehe Abbildung darunter). Sie
können beliebig zwischen den Darstellungen
„Status“,
„Grafik“
und
„Messwerte“
wechseln.
Die gerade laufende Aufnahme können Sie
in der Funktionsleiste jederzeit manuell mit
Anwählen von „Stop“ beenden. Dann wird
die laufende Messung abgebrochen und
eine neue Messung automatisch aktiviert.
Um die Automatikmessung zu beenden,
wählen Sie „Autostop“ und bestätigen Sie
mit „o.k.“.
Nach Beenden der Automatikmessung erhalten Sie als Ergebnis eine Serie von Messungen, die Sie unter „Aufnahme ansehen“
als Liste aufrufen können. Dazu im Menü
„Aufnahme“ den Menüpunkt „Aufnahme
ansehen“ anwählen und Ihnen wird eine
Liste aller gerade aufgezeichneten Messkurven angezeigt. Mit den Pfeiltasten wählen
Sie eine Aufnahme aus. Gleichzeitig erscheint oberhalb der Funktionsliste jeweils
zur markierten Aufnahme eine kurze Übersicht zu den Aufnahmedaten.
Über die entsprechende Funktion in der
Funktionsleiste können Sie sich diese wieder
als Grafik oder Tabelle anzeigen lassen. Zur
ausführlicheren Information: siehe Kapitel
„Aufnahme ansehen“.
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Ereignisprotokoll
Das Ereignisprotokoll bietet die Möglichkeit
Messwerte in Form einer Tabelle zu speichern. Eine Messzeile in der Tabelle enthält
den aktuellen Messwert, sowie den Min- und
Max-Wert jedes aktiven Kanals. Mittels der
Triggereinstellungen legen Sie fest, welches
Ereignis nach gestarteter Messung eine
neue Messzeile im Ereignisprotokoll ablegen
soll (z.B.: gezielte Tastenbetätigung, Erreichen einer Messwertgrenze). Sobald eine
neue Messwertzeile gespeichert wird, erfolgt
immer automatisch ein Rücksetzen der Minund Max-Werte.
Wie bei dem Aufnahmeverfahren "Messkurve mit Trigger" können Sie auch hier bei
Automatikmessung auswählen, ob Sie nur
eine Aufnahme machen möchten, oder ob
danach wieder ein Ereignisprotokoll mit den
gleichen Einstellungen aufgezeichnet werden soll.
Anwendungsbeispiel - Ereignisprotokoll:
Zur Qualitätskontrolle einer Prägung soll für
die Zeitdauer von zwei Stunden an der Prägemaschine eine Messung erfolgen. Für
eine korrekte Prägung muss der Schließdruck des Werkzeugs zwischen 127 bar und
132 bar liegen. Bei dieser Messung ist also
nur der maximale Druckwert in jedem Zyklus
von Interesse. Die Messung erfolgt mit
einem Druck-Messumformer an Kanal A.
Zur Aufnahme gehen Sie wie folgt vor:
•
•
•
Wählen Sie im Menü „Aufnahme starten“, bei dem Menüpunkt „Aufnahme“,
„Ereignisprotokoll“ aus.
Für das o.g. Beispiel aktivieren Sie nur
den Kanal A.
Als Trigger- Einstellungen wählen Sie
für Ereignis 1 die Einstellung „Erreichen
einer Messwertgrenze“, Kanal A,
Messwert „5 bar“, „Messwert fällt“, aus.
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Um auch manuell eine Messwertzeile
erzeugen zu können, setzen Sie ein
zweites Ereignis auf „Gezielte Tastenbetätigung“.
• Automatikmessung „Deaktiviert“
Mit dem Starten öffnet sich ein neues Menüfenster „Ereignisprotokoll-Aufnahme - Status“, in dem Sie anhand der Einstellungen
den Zeitverlauf der Messung verfolgen können. Datensätze werden nur aufgezeichnet,
wenn ein Ereignis eintritt.
Die Messrate für das Ereignisprotokoll wird
vom HMG automatisch in Abhängigkeit der
Anzahl der aktiven Messkanäle festgelegt:
•
•
•
•
•
0,1 ms max. 2 Analogeingangskanäle
0,2 ms max. 4 Analogeingangskanäle
0,5 ms alle 10 Eingangskanäle
1,0 ms bei SMART-Sensoren
Für das o. g. Beispiel bedeutet dies zum
Beispiel, die Prägemaschine wird eingeschaltet, der Druck erreicht 131 bar und fällt
auf 0 bar zurück. Bei Erreichen von 5 bar in
fallender Richtung wird eine Messwertzeile
erzeugt und die Min/Max-Werte werden zurückgesetzt. In der Messwertzeile wird der
letzte Max-Wert festgehalten. Beim nächsten Zyklus werden 129 bar Schließdruck
erreicht. Auch dieser Wert wird beim Sinken
des Druckes auf 5 bar wieder in eine neue
Zeile geschrieben.
In der Funktionsleiste können Sie zur normalen Messwertanzeige wechseln (Messwerte) oder sich die Tabelle anzeigen
lassen.
Mit Tabelle werden Ihnen die Datensätze
jedes einzelnen Ereignisses zeilenweise
aufgelistet. Neben Datum und Uhrzeit der
jeweiligen
Aufzeichnung,
sind
das
auslösende Ereignis sowie die Min- und
Max-Werte zu den aktiven Sensoren dargestellt. Der neueste Datensatz steht in der
Tabelle in der untersten Zeile.
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Mit den Pfeiltasten des Navigationskreuzes
können Sie die Pfeile neben den Rollbalken
anwählen. Bei Bestätigen mit „o.k.“ können
Sie in der Tabelle auf/ab und rechts/links
blättern. Ein einfacher Pfeil
bedeutet zeilenweise blättern, Doppelpfeil
bedeutet
bildweise blättern,
bedeutet an den Anfang oder an das Ende der Tabelle springen.
Die Aufnahme des Ereignisprotokolls beenden Sie in der Funktionsleiste mit „Stop“.
Im Folge-Menü erhalten Sie eine Übersicht
zum Ereignisprotokoll und werden aufgefordert die Aufnahme zu „Speichern“ oder zu
“Verwerfen“ (Funktionsleiste).
Zuvor können Sie sich die Messung nochmals als Tabelle oder Grafik ansehen (Auswahl „Tabelle“ oder „Grafik“ + „o.k.“). Falls
Sie dies tun, finden Sie jeweils weitere
Werkzeuge vor. Informieren Sie sich hierzu
im Detail im folgenden Kapitel „Aufnahme
ansehen“, das Ihnen die Möglichkeiten und
die Handhabung der Werkzeuge und Hilfsmittel zur Auswertung jeder gespeicherten
Aufnahme - Tabelle oder Grafik - ausführlich
beschreibt.
Zum Speichern aktivieren Sie die Funktion
„Speichern“ und drücken „o.k.“. Das HMG
vergibt automatisch einen Namen und eine
fortlaufenden Nummer, beides kann von
Ihnen geändert werden. Wählen Sie den
entsprechenden Menüpunkt an und bestätigen Sie mit „o.k.“ , Eingaben nehmen Sie
mit dem Nummern- und Textblock vor.
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Ebenso können Sie beim Menüpunkt
„Kommentar“ einen Text eingeben, beispielsweise eine Beschreibung des Betriebszustandes der Maschine oder Anlage
bei Aufnahme der Messung. Das HMG speichert zu jeder Aufnahme die Messeinstellungen mit, so dass eine genaue Protokollierung der Messung vorhanden ist.
Anmerkung:
Wenn Sie für das gleiche Beispiel Automatikmessung "Aktiviert" auswählen und die Messung mit "Starten" beginnen, werden Sie zuerst aufgefordert einen Namen und eine Nummer für die Messung zu vergeben. Unter diesem Namen wird dann die Messung mit fortlaufender Nummer abgespeichert. In der Funktionsleiste des Bildschirms sehen Sie dann zusätzlich die Funktion "Autostop". Die gerade laufende Messung können Sie durch Anwählen
von "Stop" beenden. Diese wird dann gespeichert und es wird automatisch eine neue Messung gestartet. Um die Automatikmessung zu beenden wählen Sie "Autostop" und bestätigen Sie mit „o.k.“. Die gerade noch laufende Messung wird noch fortgesetzt und kann wiederum durch die Anwahl von "Stop" beendet werden.
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Start-Stop Messung
Die „Start-Stop Messung“ bietet Ihnen die
Möglichkeit, eine Aufnahme durch eine definierte Trigger-Bedingung zu starten und
durch eine davon unabhängige, zweite definierte Trigger-Bedingung wieder zu stoppen.
Tritt die Stop-Bedingung nicht innerhalb der
eingestellten Aufnahmedauer ein, wird die
Aufnahme nach Ablauf der dort eingegebenen Zeit automatisch gestoppt.
Beispiel für eine Start-Stop Messung:
Wählen Sie in den Zeilen „Trigger 1 (Start)“
und „Trigger 2 (Stop)“ die jeweilige Startund Stop-Bedingung aus und bestätigen Sie
beide mit „o.k.“.
Bestimmen Sie in der Zeile „Aufnahmedauer“ die Zeit, nach der die Messung automatisch gestoppt wird, wenn die TriggerBedingung 2 (Stop) bis dahin nicht eingetreten ist.
In der Zeile „Automatikbetrieb“ wählen Sie
aus, ob Sie nur eine Messung machen
möchten (Einstellung „Deaktiviert“) oder ob
nach Aufnehmen der Messkurve erneut eine
Messkurve mit gleichen Einstellungen aufgezeichnet werden soll (Einstellung „Aktiviert“).
„Lupenbereich“
Mit dem „Lupenbereich“ kann während der
Aufnahme im Grafikmodus ein zusätzlicher
Anzeigebereich erzeugt werden.
D.h. die x-Achse wird bei Einstellung „Lupe“
auf die in diesem Menüpunkt eingestellte
Zeitspanne (5 Sekunden / 10 Sekunden / ...)
skaliert.
(Die Einstell-Möglichkeiten für den Lupenbereich sind abhängig von der eingestellten
Messrate und der vorgegebenen Aufnahmedauer.)
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6.2.2 Aufnahme ansehen
Mit Anwahl „Aufnahme ansehen“ im
Hauptmenü „Aufnahme“ wird eine Liste der
gespeicherten Aufnahmen angezeigt. Mit
den Pfeiltasten können Sie die Messung, die
Sie ansehen möchten, auswählen. Die ausgewählte Aufnahme wird dabei mit einer
Pfeilspitze markiert und ist blau hinterlegt.
Zusätzlich erscheinen die zugehörigen Aufnahmedaten als Kurzcharakteristik oberhalb
der Funktionsleiste.
Diese Liste ist auch vor Auswahl einer Messung nach:
• Name
• Nummer
• Aufnahmestart
und jeweils auf- oder absteigend (▲) (▼)
sortierbar.
Betätigen Sie „Esc“, um aus der Auswahlliste in das übergeordnete Menü zu wechseln.
Mit der Pfeiltaste (▲) gelangen Sie in die
Titelzeile. Durch Drücken von „o.k.“ lässt
sich die Liste entsprechend sortieren. Dazu
in der Titelzeile der Liste Name, Nummer
oder Aufnahmestart anwählen. Zur auf- oder
absteigenden Sortierung in den entsprechenden Spaltentitel mit „o.k.“ klicken (wiederholtes Drücken von „o.k.“ dreht die Sortierung um). Auf- bzw. absteigende Sortierung ist durch eine Pfeilsymbol (▲) bzw. (▼)
neben dem Spaltentitel gekennzeichnet.
Zurück zur Auswahlliste mit (▼) + „o.k.“.
In der Liste der gespeicherten Aufnahmen,
wählen Sie eine Messung an und bestätigen
per („o.k.“). Danach befinden Sie sich in der
Funktionsleiste und Sie können nun entscheiden, ob Sie die Messung als „Grafik"
oder „Tabelle" ansehen möchten. Das gilt
sowohl für eine Messkurve, als auch ein
Ereignisprotokoll.
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Grafik
Der Verlauf einer Messung kann auch grafisch dargestellt werden. Wählen Sie dazu
„Grafik“ per „o.k.“ in der Funktionsleiste und
Sie erhalten z.B. nebenstehendes Anzeigebild, welches die Messung im gesamten
Zeitbereich (x-Achse) und Messbereich
(y-Achse) skaliert darstellt. Oberhalb der
y-Achse sehen Sie, welcher Kanal momentan an der y-Achse skaliert ist.
Falls die Messung mit mehreren Kanälen
gleichzeitig aufgenommen worden ist, können Sie den Kanal bzw. den Sensor auswählen, der in der y-Achse angezeigt werden
soll. Drücken Sie die „(▲)“-Taste, bestätigen
mit „o.k.“ und Sie können die Skalierung
der y-Achse beliebig auf einen für die Anzeige aktivierten Kanal ändern. Dazu öffnet
sich ein Auswahlmenü, in dem alle Kanäle
aufgelistet sind. Gewünschten Kanal anwählen, mit „o.k.“ bestätigen und Sie haben die
y-Achsen-Anzeige festgelegt. (Die Achsendarstellung übernimmt jetzt die Farbe der
zugehörigen Messwert-Kurve - s.u.).
Mit „(►)“ gelangen Sie zu dem Einstellungsfeld für die x-Achse. Hier können Sie auf die
gleiche Weise die Skalierung für die xAchse ändern.
In der Regel ist die x-Achse die Zeitachse.
Um beispielsweise die Leistungskurve
einer Pumpe darzustellen (P-Q-Diagramm),
kann ein Messkanal auf die x-Achse gelegt
werden. Im nebenstehenden Beispiel wurde
für die Kurven Steuerleitung und Tank die
Darstellung in einem P-T-Diagramm gewählt.
In der Funktionsleiste des Grafik-Menüs finden Sie die Auswahlmöglichkeiten:
„Zurück“, „Automatik“, „Navigieren“, „Lupe“, "Lineal“, „Tracker“, „Vorher“, Gesamtansicht“, „Einstellungen“ und „Info“.
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Zurück:
Mit der Funktion „Zurück“ oder „Esc“ gelangen Sie in das vorhergehende Menü zurück.
Automatik:
Mit der Funktion “Automatik“ erreichen Sie,
dass alle Einzelkurven „automatisch“ bestmöglich dargestellt werden. Bei Anwahl von
„Automatik“ (+“o.k.“) wird die y- Skalierung
für jeden aktiven Kanal separat automatisch
angepasst, d.h. die y-Skalierung wird so
groß wie möglich aufgezoomt.
Navigieren:
Für eine schnelle und genaue Auswertung
des Verlaufs einer Messkurve bzw. der Abbildung von Teilbereichen dient die Funktion
„Navigieren“. Sie ermöglicht es, die Größe
des dargestellten Kurvenverlaufs zu verändern oder die Messkurve zu verschieben. Detailbereiche sind so genauer abbildund untersuchbar.
Nach Anwahl der Funktion „Navigieren“
erhalten Sie in der Funktionsleiste Informationen über die Aktivitäten, die hier möglich
sind, einschließlich grafischer Hinweise zu
deren Handhabung.
Verschieben mit den Pfeiltasten am Navigationskreuz
Mit den Pfeiltasten des Navigationskreuzes
verschieben Sie die Kurve oder den dargestellten Kurvenausschnitt in Pfeilrichtung.
Wenn Sie zusätzlich die Taste „Shift“ (↑)
gedrückt halten, können Sie die Größe der
Darstellung verändern.
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Um einen Teilbereich der Messung vergrößert in x- bzw. y-Richtung abzubilden, benutzen Sie die Pfeiltasten (►) bzw. (▲) und
halten die Shift-Taste (↑
↑)gedrückt.
Benutzen Sie dagegen am Navigationskreuz
die Pfeiltasten (◄) bzw. (▼), verkleinern
bzw. stauchen Sie die Kurve in x- bzw. yRichtung. Sehen Sie dazu nebenstehende
Abbildung.
Lupe:
Um ganz gezielt einen Kurvenbereich wie
durch eine Lupe zu betrachten (zoomen),
wählen Sie die Funktion „Lupe“ (Anwahl mit
„o.k.“ abschließen). In der Funktionsleiste
finden Sie dann ähnliche Funktionen zum
Schieben und zur Größenänderung wie beim
Navigieren (s.o.).
In der Mitte der Grafik-Darstellung erscheint ein eingerahmter Bereich, das
Zoomfenster. Lage und Größe der Lupe
lassen sich mit dem Navigationskreuz
und der Shift-Taste (↑) ähnlich dem Navigieren verändern.
Mit den Pfeiltasten (◄) bzw. (►) und (▲)
bzw. (▼) verschieben Sie das Zoom-Fenster
an jede beliebige Stelle der Grafik.
Zur Größenänderung des Zoom-Fensters
halten Sie zusätzlich zur PfeiltastenBewegung die Shift-Taste (↑
↑) gedrückt.
Verschieben mit den Pfeiltasten
Verkleinern/Vergrößern
Shift-Taste + Pfeiltasten
Ist die Lupe eingestellt und in den zu
zoomenden Bereich positioniert, aktiviert
„o.k.“ den Zoom, und der ausgewählte Bereich wird vergrößert dargestellt.
Sie können auch mehrmals nacheinander,
schrittweise immer größer zoomen.
Stand 09/2012 - V03 R01
Zoom-Abbildung
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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Lineal:
Bei aktivierter Linealfunktion sehen Sie z.B.
das nebenstehende Anzeigebild, wobei Sie
in der zugehörigen Funktionsleiste wieder
Hinweise zur Benutzung der Lineale erhalten.
Mit den Pfeiltasten alleine können Sie beispielsweise den Druck zu einem bestimmten
Zeitpunkt bestimmen. Bewegen Sie die Lineale mit den Pfeiltasten parallel zur x- und
y-Achse an einen bestimmten Messpunkt in
der Kurve, werden die zugehörigen x- und yWerte, jeweils farblich mit der Messkurvenfarbe unterlegt, an den Achsen angezeigt.
Bestimmung von Messwerten
Um beispielsweise einen Druckimpuls in
Zeit und Amplitude zu vermessen, benutzen Sie die Funktion „Differenz“ und gehen
Sie wie folgt vor:
Verschieben Sie zuerst das x- und das yLineal mit den Pfeiltasten in den Anfangspunkt des Druckpulses. Danach drücken
Sie zusätzlich zu den Pfeiltasten die ShiftTaste und halten diese weiter gedrückt.
Sobald Sie eine der Pfeiltasten betätigen,
erscheint ein zweites x- und y-Lineal, das
Sie mit den Pfeiltasten zum Endpunkt des
Druckpulses bewegen (Shift-Taste weiter
gedrückt halten).
Dann können Sie die Shift-Taste wieder
loslassen. An der y-Achse wird jetzt der
Wert der Druckänderung relativ bezogen
auf den Anfangswert, an der x-Achse die
Zeitdauer des Druckpulses (jeweils farblich
unterlegt) angezeigt. Mit „Esc“ verlassen
Sie die Linealfunktion.
Stand 09/2012 - V03 R01
Bestimmung von Differenzwerten
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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Tracker:
Verwenden Sie den Tracker, können Sie
mit diesem ähnlich verfahren wie mit dem
Lineal. Der Unterschied besteht darin, dass
hier jeder tatsächlich gemessene Messwert durch einen Punkt dargestellt wird.
Es erscheint nur ein Lineal, um den Kurvenverlauf zeitlich „abzufahren“. Der Tracker „springt“ von Messpunkt zu Messpunkt
und an der y-Achse steht dabei der jeweilige Messwert von jedem aktivem Kanal zu
diesem Zeitpunkt x (x-Achse).
Vermessen mit dem Tracker
Auch hier kann die Differenz zwischen einem
gewähltem Anfangs- und Endpunkt eines
bestimmten Kurvenabschnitts (z.B. von einem Druckpuls) dargestellt und vermessen
werden.
Mit „Esc“
„Tracker“ .
verlassen
Sie
die
Funktion
Vorher:
Mit „Vorher“ haben Sie die Möglichkeit sämtliche vorgenommenen Änderungen wie beispielsweise „Automatik“, „Navigieren“,
„Lupe“, schrittweise rückgängig zu machen.
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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Gesamtansicht:
Bei „Gesamtsicht“ wird die Aufnahme mit
allen Messwerten und über die gesamte
Aufnahmedauer abgebildet. Diese Funktion
dient beispielsweise dazu, den Ausgangszustand der Aufnahme wieder herzustellen.
Anwahl „Gesamtsicht“ per „o.k.“ stellt Ihnen
die Messung im gesamten Zeitbereich und
mit kompletter Messbereichsskalierung wieder her, falls die Bereiche zuvor eingeschränkt wurden.
Einstellungen:
Bei „Einstellungen“ erhalten Sie eine Anzeige über die Messkanäle, mit denen die
Aufnahme durchgeführt wurde. Der Kanal,
welcher in der Kurvendarstellung an der
y-Achse dargestellt wird, ist zudem mit (Y)
gekennzeichnet.
Für die Grafikdarstellung können Sie einen
Kanal aktivieren oder deaktivieren, in dem
Sie mit den Pfeiltasten und „o.k.“ die Box
vor dem Kanal an- bzw. abschalten („Kreuz“
heißt, der Kanal wird angezeigt). Damit können Sie festlegen, alle Messkanäle gleichzeitig darzustellen oder nur einen oder
mehrere. Diese Funktion hilft bei mehreren
Messkanälen, den Überblick zu behalten
(siehe nebenstehendes Beispiel: die Anzeige
„Tank“ ist deaktiviert).
Für die Kurvendarstellung gibt es neben
der Auswahl, welche Kanäle bzw. Sensoren angezeigt werden sollen (Ein/Aus), weitere Einstellmöglichkeiten, wie
•
Untere und obere Skalierung
•
Art- und Farbdarstellung der Kurven
und Werte
•
Zeitbereich
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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Wählen Sie in der Kanalliste einen Kanal
rechts neben der Box aus, bestätigen Sie
mit „o.k.“. Im Folge-Menü erhalten Sie einen
Überblick zu Messbereich, momentaner
Skalierung der y-Achse, Darstellung und
Farbe, in der die Messwerte dieses Sensors
angezeigt werden. Sie können alle Parameter, außer den Messbereich neu einstellen.
Die vorgegebene Skalierung kann hier manuell mit dem Nummernblock verändert werden. Das ist eine Möglichkeit des HMG
3010, interessante Teilbereiche vergrößert
darzustellen. In der Zeile „Untere Skalierung“ können Sie nach Bestätigen mit „o.k.“
den Wert verändern.
Mit „o.k.“ absichern und Sie befinden sich in
der nächsten Menüzeile. Hier verfahren Sie
genauso, um gegebenenfalls die obere Skalierung neu festzulegen.
Bei „Darstellung“ erhalten Sie eine Auswahlliste mit „Linie“, „Punkte“ und „Punkte und
Linien“. Wählen Sie aus und sichern Sie per
„o.k.“.
Unter „Farbe“ können Sie mit den Pfeiltasten
aus einer Liste mit verschiedenen Farben
auswählen (Sichern per „o.k.“). So kann jeder Kanal individuell nach Ihren Wünschen
angepasst werden.
Mit „Zurück“ gelangen Sie wieder in die
Liste der Messkanäle. Oberhalb der Funktionsleiste ist der Zeitbereich angeben,
den Sie ebenfalls manuell anpassen können. Markieren Sie den Wert und geben
Sie mittels des Nummernblocks einen interessierenden Zeitabschnitt neu ein
(+“o.k.“).
Nach Anwahl von „Grafik“ in der Funktionsleiste, gelangen Sie per „o.k.“ wieder zurück
in die Grafik-Darstellung.
Stand 09/2012 - V03 R01
Kurvendarstellung: „Punkte“ und „Punkte und
Linien“
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HMG 3000
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Mit den neuen Einstellungen zur „Sensormessung 3(1)“:
Skalierung der y-Achse :
0 - 50 bar - Steuerleitung
Zeitbereich der x-Achse:
4.00 - 6.00 s - Zeit
ergibt sich nebenstehende Kurvendarstellung.
50.0
37.5
25.0
12.5
0.0
Kurve: Steuerleitung und Tank
Info:
Der letzte Menü-Punkt „Info“ in der GrafikDarstellung dient dazu, einen zuvor eingegebenen Kommentar anzusehen und zu
verändern (Eingaben mit dem Nummernund Textblock). Hier können Sie sich auch
die Aufnahme-Daten zur Messung anzeigen
lassen.
Mit „Zurück“ verlassen Sie das „Info“-Menü.
Zum Beenden der Grafik,
„Zurück“ oder „Esc“.
Stand 09/2012 - V03 R01
wählen Sie
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
Seite 64
Tabelle
Die tabellarische Darstellung ist zur Anzeige
einzelner, konkreter Messwerte geeignet.
Wählen Sie dazu in der Funktionsleiste „Tabelle“ per „o.k.“ eine gespeicherte Aufnahme
aus, um sich die zugehörigen Werte anzeigen zu lassen.
Im Fall einer einfachen MesskurvenAufnahme erhalten Sie eine Messwerttabelle, die spaltenweise die aufgenommenen
Messwerte der aktiven Kanäle und zeilenweise den zugehörigen Aufnahme-Zeitpunkt
anzeigt. Da bei der Messkurvenaufnahme
die Min/Max-Werte nicht erfasst werden,
sind hier keine Min/Max-Werte aufgeführt.
Wählen Sie dagegen die Messung eines
Ereignisprotokolls aus, sieht die Messwerttabelle beispielsweise so aus:
Zu jedem Ereignis erhalten Sie zeilenweise
einen kompletten Datensatz. Jeder einzelne
Datensatz besteht aus Datum, Uhrzeit, auslösendem Ereignis sowie den zugehörigen
Messwerten der einzelnen Kanäle einschließlich der Min- und Max-Werte. Der
Datensatz des zuletzt aufgenommenen
Ereignisses steht in der Tabelle in der untersten Zeile.
Bei mehreren Kanälen weisen die Tabellen
der Messungen, insbesondere von Ereignisprotokollen, eine Reihe von Spalten und
Zeilen auf, die erst durch Bewegen der entsprechenden Rollbalken sichtbar werden.
Mit den Pfeiltasten wählen Sie die Pfeile
neben den Rollbalken an. Nach Bestätigen
mit „o.k.“, können Sie in der Tabelle auf und
ab, links und rechts blättern.
Ein einfacher Pfeil
bedeutet zeilenbzw. spaltenweise blättern,
blättert
bildweise,
bedeutet an den Anfang
oder ans Ende der Tabelle springen.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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Um Tabellen übersichtlicher zu gestalten,
besteht die Möglichkeit, Datum und
Min/Max-Werte auszublenden. In der Funktionsleiste können Sie „Min/Max“ bzw. „Datum“
mit „o.k.“ jeweils direkt „aus-“ oder „einschalten“.
Des Weiteren sind mit der Funktion „Einstellungen“ einzelne Kanäle für die Darstellung in der Tabelle aus- oder einblendbar
(Kreuz heißt Kanal wird angezeigt, Aktivieren/ Deaktivieren mit „o.k.“). Zudem können
Sie mittels der Datum- und Uhrzeiteinstellung in der Zeile neben Tabellenanfang, direkt zu einer bestimmten Stelle in der Tabelle springen. Mit „o.k.“ anwählen, gewünschten Zeitpunkt per Text- und Nummernblock
eingeben und mit „o.k.“ abschließen. Mit
Anwahl „Tabelle“ gelangen Sie wieder zurück zur Tabellenanzeige.
Unter dem Menüpunkt „Info“ können Sie
einen zuvor eingegebenen Kommentar ansehen und verändern (Eingabe mit dem
Nummern- und Textblock) oder Sie können
sich die Aufnahmedaten zur Messung anzeigen lassen. Mit „Zurück“ verlassen Sie
das Info-Menü.
Zum Verlassen der Tabellen-Darstellung
einer Aufnahme wählen Sie „Zurück“ oder
„Esc“. Sie befinden sich nun wieder in der
Auswahlliste der gespeicherten Aufnahmen.
Um diese zu verlassen, drücken Sie „o.k.“
oder „Esc“.
Das Menü „Aufnahme ansehen“ verlassen
Sie entweder mit „Abbrechen“ oder wiederum mit „Esc“.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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6.2.3 Aufnahme löschen
Jede Aufnahme kann, wenn sie nicht mehr
benötigt wird, gelöscht werden. Dazu im
Hauptmenü „Aufnahme“ den Punkt „Aufnahme löschen“ anwählen und mit „o.k.“
bestätigen. Ihnen wird eine Liste aller gespeicherten Aufnahmen angezeigt. Jetzt
können Sie in der Liste die zu löschende
Aufnahme auswählen. Eine kleine Pfeilspitze
links vor dem Dateinamen dient zur Markierung der Auswahl.
Sie können die Liste vor der Auswahl nach:
•
Name
•
Nummer
• Aufnahmestart
und jeweils auf- (↑) oder absteigend (↓)
sortieren.
Betätigen Sie „Esc“, um aus der Aufnahmeliste in das übergeordnete Menü zu wechseln. Mit der Taste (▲) gelangen Sie in die
Titelzeile. Durch Drücken von „o.k.“ lässt
sich die Liste nach Name, Nummer oder
Aufnahmestart sortieren. Dazu in der Titelzeile der Liste mit den „Pfeiltasten“ Name,
Nummer oder Aufnahmestart anwählen. Zur
auf- oder absteigenden Sortierung in den
entsprechenden Spaltentitel mit „o.k.“ klicken (wiederholtes Drücken von „o.k.“ dreht
die Sortierung um). Auf- bzw. absteigende
Sortierung wird durch eine Pfeilspitze (↑)
bzw. (↓) gekennzeichnet. Zurück zur Auswahlliste mit (▼) + „o.k.“. Wählen Sie die zu
löschende Messung aus und bestätigen Sie
per „o.k.“. Mehrere Aufnahmen markieren
Sie durch gleichzeitiges Drücken der „Shift“Taste. Per „o.k.“ gelangen Sie auf die Funktion „Löschen“. Drücken Sie hier wieder
„o.k.“ und markierte Aufnahmen werden
gelöscht.
Achtung:
An dieser Stelle erfolgt keine nochmalige
Sicherheitsabfrage, ob die Aufnahme
tatsächlich gelöscht werden soll.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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6.3 Hauptmenü „Extras“
In der Funktionsleiste finden Sie den Menüpunkt „Extras“ mit den Menüpunkten
•
„Stoppuhr“ und
•
„Informationen über HMG 3000“.
Die Stoppuhr bietet die Funktionen
„Starten“, „Stoppen“, „Zwischenzeit“
und „Rücksetzen“.
•
„SMART-Sensoren“
•
"Gerätesoftware updaten".(nur nach
Upload einer neuen Firmware)
Stoppuhr
Um beispielsweise die Zeit zu erfassen,
die Sie für die gesamte Fehlersuche an
einer Maschine benötigt haben, können
Sie die Stoppuhr starten und mit „Zurück“
oder „Esc“ zum normalen Messbetrieb
wechseln. Die Stoppuhr läuft dann im Hintergrund weiter. Sobald Sie die Fehlersuche beendet haben, rufen Sie das Menü
„Stoppuhr“ erneut auf und Sie können die
Uhr mit „Stoppen“ anhalten.
Mit Anwahl „Rücksetzen“, stellen Sie die
Stoppuhr auf Null zurück.
Informationen über HMG 3000
Im
Menü
„Informationen
über
HMG 3000“ erhalten Sie einen Überblick
zur momentanen Energieversorgung, der
aktuellen Speicherbelegung, wann die
Min- und Max-Werte zuletzt zurückgesetzt wurden und die Adresse von
HYDAC ELECTRONIC.
SMART-Sensoren
Messwerte (SMART-Sensoren)
Die Menüpunkte „SMART-Sensoren“ und
„Messwerte (SMART-Sensoren)“ werden
in nachfolgendem Kapitel (6.4) näher beschrieben.
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HMG 3000
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Gerätesoftware updaten
Wurde mittels der Software HMGWIN 3000 ein Firmware-Update zum HMG 3000 übertragen, sehen Sie im Menü "Extras" noch den Menüpunkt "Gerätesoftware updaten". Dies
bedeutet, dass ein Update vorhanden ist, welches Sie im HMG 3000 aktivieren können.
ACHTUNG:
Alle im HMG 3000 gespeicherten Daten (Messungen, Einstellungen, ...) werden beim Einspielen des Updates gelöscht. Sichern Sie diese Daten über HMGWIN 3000 auf einem PC,
bevor Sie das Update starten. Schließen Sie das Netzteil am HMG 3000 an, um eine sichere
Spannungsversorgung während des Updates zu gewährleisten.
Zum Aktivieren des Updates wählen Sie den Menüpunkt "Gerätesoftware updaten" und
nachfolgend "Start" mit OK an. Nachdem das Update ausgeführt wurde, schaltet sich das
HMG 3000 automatisch aus. Nach dem Wiedereinschalten können Sie wie gewohnt
weiterarbeiten.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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6.4 SMART-Sensoren
SMART-Sensoren sind HYDAC-Sensoren, die mehrere Messwerte ausgeben können, welche als Subkanäle von einem Messkanal am HMG angezeigt werden. Sie werden je nach
Sensortyp über einen längeren Zeitraum in dessen internen Speicher abgespeichert. Außerdem können abhängig vom verwendeten Sensor dessen Parameter eingestellt werden.
ACHTUNG: Anschlussbedingungen und Anschlussbilder von SMART-Sensoren entnehmen
Sie bitte der jeweiligen Bedienungsanleitung des Sensors.
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich beispielhaft auf den SMART-Sensor
HYDACLAB HLB 1300, können jedoch problemlos auf andere Sensoren übertragen werden.
Die Messwertanzeige stellt sich bei
SMART-Sensoren wie im nebenstehenden
Bild dar (beispielhaft am HLB 1300).
Die Anzeigeeinstellungen und Messwertdarstellungen können, wie in Kap. 6.1.2
bereits beschrieben, verändert werden.
Da jeder SMART-Sensor bis zur Anzeige
der aktuellen Messwerte eine Initialisierungsphase durchläuft, empfehlen wir
nach dieser Phase ein Rücksetzen der
Min/Max-Werte.
6.4.1 SMART-Sensoren Verbinden
Um SMART-Sensoren mit dem HMG 3000
zu verbinden wählen Sie im Menü
"Extras“ die Option "SMART-Sensoren".
Anschließend geben Sie an, mit welchem
Anschluss der SMART-Sensor verbunden ist.
Optional können Sie noch eine SensorBusadresse angeben. Standard und Voreinstellung ist „Ohne Adresse".
Busadressen müssen vergeben werden,
wenn der SMART-Sensor in einem Bussystem betrieben werden soll. (Diese
Funktion wird hier nicht näher erläutert.)
Nach Auswahl von „Verbinden“ sehen Sie
oberhalb der Funktionsleiste einige Informationen zum verbundenen SMARTSensor. Mit „Weiter“ gelangen sie ins Optionsmenü des SMART-Sensors.
Mit „Trennen“ unterbrechen Sie die Verbindung zum SMART-Sensor.
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HMG 3000
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6.4.2 Hauptmenü „SMART-Sensoren“
Sie befinden sich nun im Hauptmenü des
SMART-Sensors und haben die Möglichkeit diesen entsprechend Ihren Bedürfnissen anzupassen.
Der Umfang dieses Menüs ist je nach
Sensortyp unterschiedlich, d.h. es werden
nicht immer alle nachfolgend beschriebenen Menüpunkte zur Verfügung stehen.
6.4.2.1 Sensorinformationen
Dieses Menü gibt folgende Informationen
über den angeschlossenen SMARTSensor:
• Materialnummer
• Seriennummer
• Informationen zu den verschiedenen
Messkanälen, bezogen auf Art und
Messbereich.
6.4.2.2 Sensorwerte
Hier werden Ihnen die aktuellen Messwerte, sowie die zugehörigen Maßeinheiten
des verbundenen SMART-Sensors angezeigt.
Erfasst
der
SMART-Sensor
intern
Min/Max-Werte, werden diese ebenfalls
dargestellt;
erfasst der SMART-Sensor intern keine
Min/Max-Werte, erscheint eine gestrichelte Linie.
6.4.2.3 Sensoraufnahmen
In diesem Menü können Sie Langzeitaufnahmen, die der SMART-Sensor erstellt
hat, zum HMG 3000 übertragen, oder diese aus dem Speicher des SMARTSensors löschen.
Mit „Aktualisieren“ wird geprüft, ob neue
Aufnahmen vorhanden sind.
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HMG 3000
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Nach Auswahl einer Aufnahme und der
Option "Übertragen" erhalten Sie folgende Ansicht.
Nun können Sie festlegen, ob die ausgewählte Aufnahme unter der zuvor angezeigten Kombination aus Namen und
Nummer im HMG 3000 abgelegt werden
soll, oder eine neue vergeben.
6.4.2.4 Sensordialog
In diesem Menü können Sie die Konfiguration des SMART-Sensors verändern.
Beachten Sie, dass dieses Menü abhängig
vom angeschlossenen SMART-Sensor ist.
Detaillierte Informationen zu den möglichen Einstellungen entnehmen Sie bitte
der jeweiligen Sensor-Dokumentation.
6.4.2.5 Sensorkonfiguration verwalten
Hier haben Sie die Möglichkeit, die aktuelle Konfiguration des SMART-Sensors
auszulesen, oder gespeicherte Einstellungen in den SMART-Sensor zu übertragen.
Des Weiteren können Sie sich gespeicherte Konfiguration anzeigen lassen oder
auch löschen.
Konfiguration vom Sensor auslesen
Hier können Sie die Konfiguration des
SMART-Sensors zum HMG 3000 übertragen. Sie können nun die vorgegebene
Kombination aus Name und Nummer
übernehmen oder eine neue vergeben.
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
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Konfiguration zum Sensor übertragen
In diesem Menü können Sie vorhandene
SMART-Sensor-Konfigurationen an diesen
übertragen. Dies ist inbesondere dann von
hohem Nutzen, wenn Sie neue SMARTSensoren in Betrieb nehmen und bereits
getätigte Einstellungen von anderen
SMART-Sensoren übernehmen möchten.
Gespeicherte Sensorkonfiguration
anzeigen
Hier können Sie sich eine im HMG 3000
gespeicherte Konfigurationen anzeigen
lassen.
Nun erhalten Sie detaillierte Informationen
zur ausgewählten Sensorkonfiguration.
Gespeicherte Sensorkonfiguration
löschen
In diesem Menü können Sie gespeicherte
Sensorkonfigurationen löschen. Markieren
Sie die gewünschte Konfiguration und
wählen in der Funktionsleiste den Punkt
„Löschen“.
6.4.2.6 Sensor-Busadresse einstellen
Dieses Menü dient der Vergabe einer
Sensor-Busadresse. Wählen Sie hierzu
einen Wert aus der Liste aus und klicken
Sie in der Funktionsleiste auf „Übernehmen“.
Busadressen müssen vergeben werden,
wenn der SMART-Sensor in einem Bussystem
betrieben
werden
soll.
(Diese Funktion wird hier nicht näher erläutert.)
Stand 09/2012 - V03 R01
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HMG 3000
Seite 73
6.5 Technische Daten
Sensor-Eingänge
Das HMG verfügt über:
• 4 Eingangsbuchsen (Kanal A - H) zum Anschluss von bis zu 8 analogen Sensoren, oder bis zu 4 SMART-Sensoren sowie
• 1 Eingangsbuchse mit 2 Digitaleingängen (Kanal I - J) und einem
Spannungseingang von -10 V bis + 10 V (dargestellt am Kanal H)
Der Anschluss der Sensoren erfolgt über handelsübliche M12x1 Steckverbinder (5-polig).
Kanal A bis H:
• Automatische Sensorerkennung für HSI-Sensoren
(Druck-, Temperatur- und Volumenstrom-Messumformer sowie SMARTSensoren)
• Anschluss marktgängiger Sensoren mit Strom- oder Spannungssignalen
• Differenzkanäle für Kanal A - B; Kanal C – D; Differenzkanal für
Volumenstrom-Messblende (Darstellung an Kanal B)
Kanal I und J:
• Frequenzkanäle (Drehzahlmessung, Zählfunktion)
Frequenzbereich: 1 .. 30.000 Hz (≤ ± 0,1% FS max.)
Schaltschwelle / Rückschaltschwelle: 2V/1V
max. Eingangsspannung: 50 V; Anzeigeverzögerung max. 2 s
Übersicht Signale / Messeingänge
Messbereich
(Genauigkeit)
Kanal
A
Kanal
B
Kanal
C
Kanal
D
Kanal
E
Kanal
F
Kanal
G
Kanal
H
HSI
4 .. 20 mA
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
x
x
x
x
X
X
X
X
X
X
(≤ ± 0,1 % FS max.)
0 .. 20 mA
(≤ ± 0,1 % FS max.)
0 .. 4,5 V
(≤ ± 0,1 % FS max.)
0 .. 5 V
(≤ ± 0,2 % FS max.)
(≤ ± 1,0 % FS max.)
0 .. 10 V
(≤ ± 0,1 % FS max.)
X
X
(≤ ± 0,5 % FS max.)
0 .. 50 V
(≤ ± 0,1 % FS max.)
0,5 .. 4,5 V
(≤ ± 0,1 % FS max.)
0,5 .. 5,5 V
(≤ ± 0,1 % FS max.)
X
X
X
X
(≤ ± 1,0 % FS max.)
1 .. 5 V
(≤ ± 0,2 % FS max.)
X
X
(≤ ± 1,0 % FS max.)
1 .. 6 V
(≤ ± 0,2 % FS max.)
X
(≤ ± 0,5 % FS max.)
-10 .. +10 V
(≤ ± 0,5 % FS max.)
Stand 09/2012 - V03 R01
X
X
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HMG 3000
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Akku-Standzeiten (bei vollgeladenen Akku)
• HMG 3000 ohne Sensoren
• HMG 3000 mit 2 Sensoren
• HMG 3000 mit 4 Sensoren
• HMG 3000 mit 8 Sensoren
ca. 11 Stunden
ca. 9 Stunden
ca. 7 Stunden
ca. 4 Stunden
Messraten
•
•
Messrate:
0,1 ms .. 1 min
Messrate:
0,1 ms für maximal zwei Sensoren
(andere Sensoreingänge inaktiv); z.B. für Druckspitzen-Messungen
Die einstellbare Messrate ist von der Anzahl der aktiven Messkanäle abhängig. Es gilt:
• 0,1 ms
max. 2 Analogeingangskanäle
• 0,2 ms
max. 4 Analogeingangskanäle
• 0,5 ms
alle 10 Eingangskanäle
• 1,0 ms
bei SMART-Sensoren
Messwertspeicher
• Einzelne Aufnahme:
bis zu 500.000 Messwerte
• Archivierungs-Speicher: 128 MB
(für min. 100 einzelne Aufnahmen)
Schnittstellen zum PC-Anschluss
• USB-Schnittstelle
• serielle Schnittstelle (RS 232)
Zur Kommunikation und Auswertung mit der HYDAC-Software “HMGWIN 3000“
oder „CMWIN“ sowie über HSP-Protokoll
Abmessungen und Gewicht
• Abmessung: 246 x 174 x 58 mm
• Gewicht:
1100 g
Einsatz- und Umgebungsbedingungen
• Betriebstemperatur
0 ... 50 °C
• Lagertemperatur
-20 ... 60 °C
• relative Feuchte:
0 ... 70 %
Technische Normen
• EMV :
• Sicherheit::
• Schutzart:
EN 61000-6-1/2/3/4
EN 61010
IP40
Spannungsversorgung
• 12 … 30V DC
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
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7 Reinigung
Das HMG 3000 darf nicht mit aggressiven Substanzen (z.B.: Alkohol, Bildschirmreiniger,...)
gereinigt werden. Zur Reinigung empfehlen wir ein leicht angefeuchtetes Tuch zu verwenden.
8 Zubehör
•
Druck-Messumformer (mit HSI-Schnittstelle) der Messbereiche:
- 1 ... 9 bar, 0 ... 16 bar, 0 ... 100 bar, 0 ... 250 bar, 0 ... 400 bar, 0 ... 600 bar
Mat.-Nr. 909429
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0009-000 (- 1 ... 9 bar)
Mat.-Nr. 909425
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0016-000
Mat.-Nr. 909554
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0060-000
Mat.-Nr. 909426
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0100-000
Mat.-Nr. 909337
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0250-000
Mat.-Nr. 909427
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0400-000
Mat.-Nr. 909428
Mat.-Bez.
HDA 4748-H-0600-000
•
Temperatur-Messumformer (mit HSI-Schnittstelle)
Mat.-Nr. 909298
Mat.-Bez.
ETS 4548-H-000 (-25 bis +100 °C)
•
Volumenstrom-Messumformer (mit HSI-Schnittstelle)
Mat.-Nr. 909293
Mat.-Bez.
EVS 3100-H-1 (006 - 060 l/min)
Mat.-Nr. 909403
Mat.-Bez.
EVS 3100-H-2 (040 - 600 l/min)
Mat.-Nr. 909404
Mat.-Bez.
EVS 3100-H-3 (015 - 300 l/min)
Mat.-Nr. 909405
Mat.-Bez.
EVS 3100-H-5 ( 1,2 - 020 l/min)
Mat.-Nr. 909406
Mat.-Bez.
EVS 3110-H-1 (006 - 060 l/min)
Mat.-Nr. 909407
Mat.-Bez.
EVS 3110-H-2 (040 - 600 l/min)
Mat.-Nr. 909408
Mat.-Bez.
EVS 3110-H-3 (015 - 300 l/min)
Mat.-Nr. 909409
Mat.-Bez.
EVS 3110-H-5 ( 1,2 - 020 l/min)
•
Drehzahlsonde
Mat.-Nr. 909436
Mat.-Nr. 904812
•
Mat.-Bez.
Mat.-Bez.
HDS 1000-002 (Stecker M12x1)
HDS 1000 Reflektionsfoliensatz (25 Stk.)
Sensorsimulator für 2 HSI Messumformer
Mat.-Nr. 909414
Mat.-Bez.
SSH 1000-H-3 (Simulator für HMG 3000)
ideal für Lernzwecke
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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Seite 76
Sonstiges Zubehör
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
6042959
909795
909739
Mat.-Bez. Koffer für HMG 3000 und Zubehör
Mat.-Bez. Tasche mit Tragegurt für HMG 3000
Mat.-Bez. ZBE 31 (KFZ-Ladekabel für HMG 3000)
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
3236597
3236601
Mat.-Bez. ZBE 34 (Adapter M12/Binder; 4 .. 20 mA, 2-Leiter)
Mat.-Bez. ZBE 35 (Adapter M12/Hirschmann; 4..20 mA,
2-Leiter)
Mat.-Nr.
3224436
Mat.-Bez. ZBE 38 (Y-Verteiler)
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
3304374
909737
910000
Mat.-Bez. ZBE 26 (Y-Adapter blau für HLB 1000)
Mat.-Bez. ZBE 36 (Anschluss-Adapter für AS 1000)
Mat.-Bez. ZBE 41 (Y-Adapter gelb für CS 1000)
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
6040851
6040852
Mat.-Bez. ZBE 30-02 (Sensorkabel M12x1, 5-polig) 2m
Mat.-Bez. ZBE 30-05 (Sensorkabel M12x1, 5-polig) 5m
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
909752
Mat.-Bez. UVM 3000 Adapter (für Fremdsensoren)
903083
Mat.-Bez. Hydraulik-Adaptersatz für HMG
beinhaltet:
2 Stück Übergangsschlauch DN 2 / 400 mm 1620 / 1620
2 Stück Übergangsschlauch DN 2 / 1000 mm 1620 / 1620
2 Stück Manometerdirektanschluss
1620 / G 1/4
2 Stück Adapter
1615 / 1620
2 Stück Messschottkupplung
1620 / 1620
Ersatzteile
Mat.-Nr.
Mat.-Nr.
6054296
6040585
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Bez. Netzteil für HMG 3000
Mat.-Bez. Anschlusskabel HMG 3000 – PC (USB)
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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9 Anschluss-Beispiele
Druckmessumformer
TemperaturTemperatur
messumformer
UVM 3000
Ladegerät
Volumenstrommessumformer
Anschlusskabel
HMG-PC (USB)
Drehzahlsonde
HDS1000
A/E
Pin 1: 12 V; 50 mA
B/F
C/G
D/H
Pin 1: 12 V; 50 mA
Pin 1: 12 V; 50 mA
2: Kanal E / F / G
2: Kanal H
2: Kanal J
3: Kanal A / B / C
3: Kanal D
3: Kanal I
4: GND
4: GND
4: GND
5: HSI
5: HSI
5: Analogeing. +/-10 V
(Kanal H)
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
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9.1 Anschlussbelegung
(0 .. 10V)
Anmerkung zu H*:
Kanal H kann für Sensoren mit Analogsignal (Anschluss an Buchse D/H) oder für eine
Spannungsmessung -10..+10 V (Anschluss an Buchse T) verwendet werden.
Die Eingangssignalauswahl erfolgt bei der Messbereichseinstellung für Kanal H.
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
Seite 79
Spannungsversorgungsbuchse:
JEITA RC-5320 A
Pin 1 (äußerer Kontakt): 0V (GND)
Pin 2 (innerer Kontakt): +12 .. 30 V DC
USB Endgerätebuchse:
Standard USB Endgerätebuchse für Standard USB Endgeräte-Anschlusskabel
Klinkenbuchse 3,5 mm (RS 232):
Zum Anschluss des HMG an die Serielle Schnittstelle (RS 232) des PCs.
Anschlussbild/Pinbelegung:
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
HMG 3000
Seite 80
HYDAC ELECTRONIC GMBH
Hauptstr. 27
D-66128 Saarbrücken
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Web: www.hydac.com
E-Mail: electronic@hydac.com
Tel.: +49-(0)6897-509-01
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HYDAC Service
Für Fragen zu Reparaturen
steht Ihnen der HYDAC
Service zur Verfügung:
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Tel.: +49-(0)6897-509-1936
Fax: +49-(0)6897-509-1933
Anmerkung
Die Angaben in diesem Handbuch beziehen sich auf die beschriebenen Betriebsbedingungen und Einsatzfälle. Bei abweichenden Einsatzfällen und/oder Betriebsbedingungen
wenden Sie sich bitte an die entsprechende Fachabteilung.
Bei technischen Fragen, Hinweisen oder Störungen nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer
HYDAC- Vertretung auf.
Technische Änderungen sind vorbehalten.
Stand 09/2012 - V03 R01
Mat.-Nr.: 669710
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