Switch/Switch Attack

Switch/Switch Attack
Switch/Switch Attack
Bedienungsanleitung
Bruksanvisning
Gebruiksaanwijzing
Instruções de utilização
Oδηγίες Xρήσεως
Q U A L I T Y
F O R
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DEUTSCH
Bedienungsanleitung für Switch / Switch Attack Rollstuhl
Inhalt
Seite
Verwendungszweck /Anwendungsgebiet / Konformitätserklärung ............................................................... 2
Vorwort .................................................................................................................................................................. 3
Anlieferung und Herstellung der Gebrauchsfähigkeit ..................................................................................... 3
Tips zu Ihrer Sicherheit ....................................................................................................................................... 3
Transport .............................................................................................................................................................. 4
Falten .................................................................................................................................................................... 5
Zubehörteile ......................................................................................................................................................... 5
Ankipphilfe ............................................................................................................................................................. 5
Stockhalter ............................................................................................................................................................. 5
Kippschutz ............................................................................................................................................................. 5
Transitrolle ............................................................................................................................................................. 5
Rahmenpolster ....................................................................................................................................................... 5
seitliche Arretierung des Fußbretts ........................................................................................................................ 5
Fußbrett im Rahmen, Rammbügel ........................................................................................................................ 5
Schiebegriffe höhenverstellbar .............................................................................................................................. 5
Lenkrad mit Steckachse ........................................................................................................................................ 6
Entriegelungshilfe .................................................................................................................................................. 6
Speichenschutz ..................................................................................................................................................... 6
Kniehebelbremse abschwenkbar .......................................................................................................................... 6
Beinfixierung .......................................................................................................................................................... 6
Einstellmöglichkeiten/Montagehinweise .......................................................................................................... 6
Reparatur, Wartung, Reifenwechsel .................................................................................................................. 9
Abmessungen des Rollstuhls .......................................................................................................................... 11
Erweiterte Gechäftsbedingungen .................................................................................................................... 12
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Der Aktivrollstuhl Switch/ Switch Attack dient ausschließlich gehunfähigen und gehbehinderten Menschen zum
individuellen Gebrauch bei Selbst- und Fremdbeförderung.
Anwendungsgebiet
Die Vielfalt an Modell- und Ausstattungsvarianten sowie die modulare Bauweise erlauben einen Einsatz bei Gehunfähigkeit/Gehbehinderung durch
• Lähmungen
• Gliedmaßenverlust (Beinamputation)
• Gliedmaßendefekt/-deformation
• Gelenkkontrakturen/-schäden
• Erkrankungen wie Herz- und Kreislaufinsuffizienz, Gleichgewichtsstörungen oder Kachexie sowie für
Geriatriker mit noch verwendbaren Restkräften der oberen Gliedmaßen.
Insbesondere wurde der Switch/ Switch Attack für diejenigen konzipiert, die in der Lage sind, sich in der Regel
selbstständig im Rollstuhl fortzubewegen.
Bei der individuellen Versorgung sind außerdem
• Körpergröße und Körpergewicht (max. Zuladung 120 kg)
• Physische und psychische Verfassung
• Alter des Behinderten (Jugendliche, Erwachsene)
• Wohnverhältnisse und
• Umwelt zu beachten.
Eine Gewähr kann nur übernommen werden, wenn das Produkt unter den vorgegebenen Bedingungen
und zu den vorgesehenen Zwecken eingesetzt wird.
Konformitätserklärung
Otto Bock erklärt als Hersteller in alleiniger Verantwortung, daß der Aktivrollstuhl SWITCH/SWITCH ATTACK mit
den Anforderungen der Richtlinie 93/42/EWG übereinstimmt.
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DEUTSCH
Verwendungszweck
DEUTSCH
Vorwort
Mit dem Aktivrollstuhl Switch/ Switch Attack haben Sie sich für ein Qualitätsprodukt entschieden, das Ihnen einen
vielseitigen Einsatz sowohl im alltäglichen Gebrauch als auch bei sportlichen Aktivitäten ermöglicht.
Bevor Sie Ihren Rollstuhl in Gebrauch nehmen, lesen Sie bitte unbedingt die Kapitel:
»Anlieferung und Herstellung der Gebrauchsfähigkeit« (Seite 3) und »Tips zu Ihrer Sicherheit«
(Seite 3f.).
Das Kapitel »Einstellmöglichkeiten/Montagehinweise« (Seite 6ff.) gibt Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten, den Rollstuhl individuell auf Ihre Anforderungen einzustellen.
Das Kapitel »Zubehörteile« (Seite 5f.) stellt die Anbauteile für den Switch/ Switch Attack vor, die den
Komfort im Rollstuhl verbessern und seinen Einsatzbereich erweitern können.
Technische Änderungen zu der in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Ausführung behalten wir uns vor.
Anlieferung und Herstellung der Gebrauchsfähigkeit
Ihr Rollstuhl wird in der Regel komplett montiert mit eingeklappter Rückenlehne angeliefert. Um ihn gebrauchsfertig zu machen, genügen wenige Handgriffe. Achten Sie beim Klappen und Falten auf Ihre Finger (Verletzungsrisiko).
☞ Ziehen Sie zuerst das Rückenteil nach hinten, bis dieses beidseitig in den entsprechenden Aufnahmebolzen eingerastet ist. Werksseitig ist der Sitz-/Rückenwinkel auf 90° eingestellt (Abb. 1).
☞ Klappen Sie anschließend die eingeklappten Seitenteile gegen die Anschläge am Sitz- und Rückenrohr
(Abb. 2).
Stecken Sie dann die Antriebsräder mit Steckachse in die Antriebsrad-Aufnahmebuchsen.
☞ Fassen Sie dazu mit 4 Fingern in die Speichen, in der Nähe der Nabe des Antriebsrades, und drücken Sie mit
dem Daumen den Knopf der Steckachse. Sie können das Antriebsrad dann einfach in die Aufnahmebuchse
einführen (Abb. 3).
➜ Achten Sie bei der Montage auf die sichere Arretierung der Steckachse in der Aufnahmebuchse. Bei nicht
gedrücktem Knopf darf sich das Antriebsrad nicht entfernen lassen!
Tips zu Ihrer Sicherheit
Um Stürze und gefährliche Situationen zu vermeiden, sollten Sie den Umgang mit Ihrem neuen Rollstuhl erst auf
ebenem, überschaubarem Gelände üben.
➜ Benutzen Sie zum Ein- oder Austeigen aus dem Rollstuhl nicht die Fußauflagen.
➜ Testen Sie die Auswirkungen von Schwerpunktverlagerungen auf das Verhalten des Rollstuhls, zum Beispiel
auf Gefällstrecken, Steigungen, seitliche Neigungen oder beim Überwinden von Hindernissen nur mit
sichernder Unterstützung eines Helfers.
Die Verwendung eines Kippschutzes ist bei ungeübten Rollstuhlfahrern/Rollstuhlfahrerinnen unbedingt
empfehlenswert.
➜ Der Kippschutz ist eine Vorrichtung, die ein unbeabsichtigtes Umkippen nach hinten verhindern soll. Keinesfalls darf der Kippschutz die Funktion von Transitrollen übernehmen, etwa um eine Person bei abgenommenen Antriebsrädern im Rollstuhl zu transportieren.
➜ Bitte beachten Sie, daß Ihr Rollstuhl bis zu einem Gefälle/einer Steigung von 5° sicher eingesetzt werden
kann, sofern Sie die Werkseinstellung der Antriebsräder nicht verändern (siehe Seite 6f., x=39 mm). Möchten
Sie die Antriebsräder nach vorne bis zur Markierung versetzen (siehe Seite 6f., x=85 mm), so kann der
Rollstuhl bei ungünstiger Körperhaltung bereits auf ebener Fläche umkippen. Ein Kippschutz ist für diesen
Fall unbedingt empfehlenswert.
➜ Beachten Sie bitte auch, daß Ihr Rollstuhl beim Überwinden eines Hindernisses bei ungünstiger Körperhaltung nach hinten kippen kann (bei einer Antriebsradposition in Werkseinstellung (siehe Seite 6f., x=39 mm)
beträgt die kritische Hindernishöhe 2,9 mm, bei einer Antriebsradposition an der vorderen Markierung (siehe
Seite 6f., x=85 mm) beträgt die kritische Hindernishöhe 0 mm).
➜ Neigen Sie Ihren Oberkörper beim Befahren von Steigungen weit nach vorne.
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Sie sich nicht zu weit aus dem Rollstuhl lehnen, da durch die Schwerpunktsverlagerung eine Kipp- bzw. Überschlaggefahr entsteht.
➜ Setzen Sie Ihren Rollstuhl nur bestimmungsgemäß ein. Vermeiden Sie z.B. ungebremstes Fahren gegen ein
Hindernis (Stufe, Bordsteinkante) oder Herunterspringen von Absätzen.
➜ Treppen dürfen nur mit Hilfe von Begleitpersonen überwunden werden. Sind dafür Einrichtungen wie z.B.
Auffahrrampen oder Aufzüge vorhanden, so sind diese zu benutzen. Fehlen solche Einrichtungen, so ist das
Hindernis durch Tragen von zwei Helfern zu überwinden.
Ist das Überwinden nur durch eine Hilfsperson möglich, so muß diese einen evtl. montierten Kippschutz zuvor
so einstellen, daß er beim Transport nicht auf die Stufen aufsetzen kann, da es sonst zu schweren Stürzen
kommen kann. Anschließend muß der Kippschutz wieder korrekt eingestellt werden.
Wenn Sie mit montiertem Kippschutz eine Hebebühne benutzen, ist darauf zu achten, daß der Kippschutz
innerhalb des Standbereiches der Hebebühne ist.
➜ Achten Sie darauf, daß die Begleitperson den Rollstuhl nur an fest montierten Bauteilen anfaßt (nicht z.B. an
der Fußraste oder den hochschwenkbaren Seitenteilen).
➜ Falls Ihr Rollstuhl mit höhenverstellbaren Schiebegriffen ausgestattet ist, achten Sie darauf, daß die Klemmhebel fest angezogen sind.
➜ Sichern Sie Ihren Rollstuhl auf unebenem Gelände oder beim Umsteigen (z.B. ins Auto) durch Andrücken der
Kniehebelbremse.
➜ Sowohl die Wirkung der Kniehebelbremse als auch das allgemeine Fahrverhalten sind vom Luftdruck abhängig. Mit richtig aufgepumpten Antriebsrädern und gleichem Luftdruck auf beiden Rädern einer Achse läßt
sich Ihr Rollstuhl wesentlich leichter und besser manövrieren.
➜ Achten Sie deshalb vor Fahrantritt auf den korrekten Luftdruck der von Ihnen verwendeten Bereifung. Der
richtige Reifendruck ist auf der Raddecke aufgedruckt, sollte bei den Antriebsrädern jedoch mindestens
3,5 bar (350 KPa) betragen. Die Bremsen sind nur bei ausreichendem Luftdruck und korrekter Einstellung (je
nach Version max. 5 mm oder 25 mm Abstand, technische Änderungen vorbehalten) wirksam.
➜ Achten Sie auf eine ausreichende Profiltiefe Ihrer Bereifung.
➜ Beachten Sie bitte, daß Sie bei Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr der Straßenverkehrsordnung unterliegen.
➜ Tragen Sie zum »Besser-gesehen-werden« im Dunkeln möglichst helle Kleidung oder Kleidung mit Reflektoren und achten Sie darauf, daß die seitlich und rückwärtig am Rollstuhl angebrachten Reflektoren gut sichtbar
sind. Wir empfehlen Ihnen auch die Anbringung einer aktiven Beleuchtung.
➜ Für Oberschenkelamputierte müssen die Antriebsräder unbedingt nach hinten versetzt werden. Die Verwendung eines Kippschutzes ist notwendig.
➜ Sollte Ihre Sitz- oder Rückenbespannung beschädigt sein, tauschen Sie diese bitte umgehend aus.
➜ Vorsicht beim Umgang mit Feuer. Sitz- und Rückenbespannung könnten sich entzünden.
➜ Um Handverletzungen zu vermeiden, beim Antreiben des Rollstuhls nicht zwischen Antriebsrad und Kniehebelbremse greifen.
➜ Die maximale Zuladung für Ihren Rollstuhl beträgt 120 kg.
Insbesondere bei Verwendung von Leichtmetallgreifringen erhitzen sich beim Abbremsen aus schneller Fahrt
oder auf längeren Gefällstrecken leicht die Finger.
➜ Benutzen Sie für Fahrten im Außenbereich Lederhandschuhe, die die Griffigkeit erhöhen und die Finger vor
Schmutz und Erhitzung schützen.
Transport
Mit wenigen Handgriffen kann Ihr Switch/ Switch Attack in einige leichter und besser zu verstauende Einheiten
geteilt werden.
☞ Drücken Sie dazu den Knopf der Steckachse von Antriebsrädern und/oder Lenkrädern (Option) und entfernen
Sie diese (Abb. 4).
Das Gewicht der Einzelkomponenten beträgt dann nur noch:
• Rahmen Switch:
ab 5,8 kg
• Rahmen Switch Attack: ab 5,2 kg
• Antriebsrad:
2x ab 1,7 kg
• Lenkrad:
2x ab 0,4 kg
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DEUTSCH
➜ Achten Sie beim Ergreifen von Gegenständen (die vor, seitlich oder hinter dem Rollstuhl liegen) darauf, daß
DEUTSCH
Falten – Modell SWITCH
Ein besonderes Merkmal Ihres Aktiv-Rollstuhls Switch ist sein extrem kleines Faltmaß, das es Ihnen erlaubt, den
Switch auch bei kleinen vorhandenen Stauräumen (z.B. kleiner Kofferraum oder Beifahrersitz im Auto), mitzunehmen.
☞ Klappen Sie dazu erst die Seitenteile gegen die Rückenfläche (Abb. 5).
☞ Ziehen Sie dann den hinteren Seilzug, bis der Rastmechanismus die Rückenlehne freigibt und diese auf die
Sitzfläche geklappt werden kann (Abb. 6).
☞ Ziehen Sie mit einer Hand am vorderen Seilzug und drücken Sie gleichzeitig das hintere Rahmenteil nach
unten (Abb. 7).
Danach greifen Sie um, und drücken das vordere Rahmenteil (an dem die Lenkräder befestigt sind), gegen
die Sitzfläche.
Sollten Sie die Grundversion mit fest verschraubten Lenkrädern gewählt haben, können diese während
des Faltvorgangs so ausgerichtet werden, daß sie an den Rahmenseitenteilen vorbeilaufen und damit ein
günstigeres Packmaß ermöglichen.
☞ Drücken Sie zum Wiederherstellen der Gebrauchsfähigkeit das vordere Rahmenteil nach unten und drücken
Sie anschließend das hintere Rahmenteil gegen die Sitzfläche bis es einrastet (Abb. 8).
➜ Achten Sie bei der Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit darauf, daß alle Rastbolzen in die entsprechenden Aufnahmebohrungen einrasten, und die Steckachsen von Antriebs- und Lenkrädern sicher in
den Aufnahmebuchsen arretiert sind. Bei nicht gedrücktem Knopf dürfen sich die Räder nicht entfernen
lassen!
Zubehörteile
Ihr Rollstuhl ist als Baukastensystem ausgelegt. Das heißt, daß Sie bestimmte Zubehörteile an Ihrem Rollstuhl
adaptieren können.
Wir möchten Ihnen eine Auswahl unserer Varianten und Zubehörteile vorstellen, die Ihnen die Benutzung Ihres
Rollstuhls erleichtern können.
Ankipphilfe
erleichtert einer Begleitperson das Ankippen des Rollstuhls, z.B. zum Überfahren einer Stufe. Die Ankipphilfe
muß so montiert werden, daß die Bodenfreiheit mindestens 4 cm beträgt (Abb. 9).
Stockhalter mit Klettschlaufe (Abb. 10)
Kippschutz
verhindert das Abkippen des Rollstuhls nach hinten. Unbedingt empfehlenswert bei ungeübten Rollstuhlfahrer(n)/innen.
Durch leichten Druck von oben rastet der Kippschutz aus und kann nach innen weggeschwenkt werden
(Montagehinweise siehe Seite 9) (Abb. 11).
Transitrollen
Bei abgenommenen Antriebsrädern ist der Rollstuhl als Schiebestuhl einsatzfähig und ermöglicht das Durchfahren schmaler Durchgänge (z.B. enge Tür im Bad, Gang im Flugzeug) (Abb. 12).
➜ Bitte beachten Sie, daß bei abgenommenen Antriebsrädern die Kniehebelbremsen außer Funktion gesetzt
sind!
Rahmenpolster (Abb. 13)
Seitliche Arretierung des Fußbretts (Abb. 14)
Fußbrett im Rahmen, Rammbügel
ist für verschiedene Sportarten vorgeschrieben (z.B. Basketball), um die Verletzungsgefahr für die Füße zu verringern (Abb. 15).
Schiebegriffe höhenverstellbar
erleichtern einer Begleitperson das Schieben durch Einstellen einer angenehmen Schiebehöhe (Abb. 16).
Hinweis: Zum Entfernen der Schiebegriffe, beim Herausdrehen den zylindrischen Teil des Klemmhebels nach
hinten ziehen.
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Steckachse mit Entriegelungshilfe
erleichtert Tetraplegikern und Benutzern mit motorischen Störungen die Abnahme der Antriebsräder (Abb. 18).
Speichenschutz
verhindert, daß man mit den Fingern ins laufende Rad gerät. Gleichzeitig wird die Optik des Rollstuhls verbessert
(Abb. 19).
Kniehebelbremse abschwenkbar
kann mit einem Handgriff nach innen weggeschwenkt werden. In Kombination mit Transitrollen wird die Gesamtbreite des Rollstuhls weiter reduziert (Abb. 20).
Beinfixierung (Abb. 21)
Einstellmöglichkeiten/Montagehinweise
Beim Kauf Ihres Switch/ Switch Attack haben Sie bereits durch die Auswahl der Sturzeinstellung Ihres Antriebsrades eine Vorentscheidung getroffen, ob Sie Ihren Rollstuhl zu sportlichen Aktivitäten oder überwiegend für den
alltäglichen Gebrauch einsetzen möchten.
Im Alltag ist ein guter Geradeauslauf und eine geringe Gesamtbreite wichtig und somit eine Sturzeinstellung von
0° bis maximal 6° üblich. Im sportlichen Bereich liegt der Schwerpunkt häufig auf der Wendigkeit eines Rollstuhls.
Hier kann es sinnvoll sein, einen Radsturz von bis zu 15° zu wählen.
Neben dieser Vor-Auswahl bietet Ihnen der Switch/ Switch Attack viele Möglichkeiten, sich auf Ihre individuellen
Anforderungen einstellen zu lassen. Ermitteln Sie zusammen mit Ihrem Sanitätshändler oder Therapeuten die
richtigen Einstellungen des Rollstuhles.
Einstellung der Kniehebelbremse
Wollen Sie die Position der Antriebsräder verändern, empfiehlt es sich in der Regel, schon vorher die
Befestigungsschrauben der Kniehebelbremse zu lösen und diese nach vorne zu schieben. Nachdem die Antriebsräder in der richtigen Position montiert sind, wird die Kniehebelbremse so montiert, daß bei nicht betätigter
Bremse der lichte Abstand zwischen Reifen und Bremsandruckhebel maximal je nach Version 5 mm oder 25 mm
beträgt (technische Änderungen vorbehalten) (Abb.22). Dazu ist es u.U. notwendig auch die Verstellschiene
nach vorne oder hinten zu versetzen.
Überprüfen Sie regelmäßig den korrekten Luftdruck der Antriebsräder und die Wirksamkeit der Bremsen.
Der richtige Luftdruck ist auf der Bereifung angegeben, sollte jedoch mindestens 3,5 bar (350 KPa) betragen.
Verwenden Sie bitte nur Original-Antriebsräder mit einem geprüften Höhenschlag von maximal ±1 mm, um eine
ausreichende Bremswirkung sicherzustellen.
➜ Achten Sie bei allen Verstellungen darauf, Schrauben und Muttern nachher wieder fest anzuziehen.
Veränderung der Antriebsradposition
Je weiter hinten Sie Ihr Antriebsrad befestigen, um so größer wird der Radstand und damit die Standfestigkeit
des Rollstuhls. Ungeübte Rollstuhlfahrer/innen sollten also in der Anfangsphase ihr Antriebsrad in der ab Werk
vorgegebenen Stellung belassen.
Durch Versetzen des Antriebsrads nach vorne (nur für geübte Rollstuhlfahrer/innen!) werden die Lenkräder entlastet, wodurch sich die Wendigkeit des Rollstuhls erhöht.
Der Rollstuhl läßt sich dann auch leichter auf zwei Rädern ankippen, und Stufen können problemloser überquert
werden (Abb. 23).
➜ Beachten Sie bitte, daß Sie in den vorderen Stellungen des Antriebsrades und bei ungünstiger Körperhaltung bereits auf ebener Fläche nach hinten umkippen können! Die Achse darf maximal bis zur Markierung
am Rahmen nach vorne verschoben werden.
➜ Für ungeübte Rollstuhlfahrer/innen, sowie bei extremen Einstellungen des Antriebsrades ist ein Kippschutz
unbedingt empfehlenswert!
☞ Lösen Sie zum Verstellen jeweils die oberen Schrauben (Pos. a) der Klemmschellen (Pos. b) auf beiden
Seiten der Antriebsradachse, und schieben Sie diese in die gewünschte Position (Abb. 24).
➜ Achten Sie darauf, daß die Klemmschellen auf der rechten und der linken Seite den gleichen Abstand zum
hinteren Rahmenrohr haben (Maß X). Überprüfen Sie den Abstand am Besten mit einem Meßschieber oder
einem Zollstock!
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DEUTSCH
Lenkrad mit Steckachse
zum schnellen Austauschen der Lenkräder für verschiedene Anwendungen (drinnen/draußen) (Abb. 17).
DEUTSCH
☞ Überprüfen Sie anschließend das korrekte Spurverhalten Ihres Rollstuhls.
Dazu wird die mitgelieferte Libelle auf die plane Fläche der Aufnahmebuchse gelegt, und die Antriebsradachse solange gedreht, bis die Libelle einen waagerechten Zustand anzeigt (Abb. 25).
➜ Achten Sie darauf, daß die Antriebsradachse auf beiden Seiten den gleichen Abstand zur Klemmschelle aufweist (Maß Y).
Wenn Sie alle Einstellungen korrekt vorgenommen haben, ziehen Sie die Schrauben wieder fest an!
Änderung des Sitz-/Rückenwinkels
Aus therapeutischen Gründen kann es sinnvoll sein, den voreingestellten Winkel zwischen Sitz- und Rücken individuell anzupassen. Der Winkel läßt sich von 63° bis 105° einstellen.
☞ Lösen Sie bei eingeklappter Rückenlehne erst auf beiden Seiten des Rollstuhls die Kontermutter (Pos. b)
und drehen Sie diese gegen den Kopf der Schraube (Pos. c). Drehen Sie dann die Schraube (Pos. c) von
Hand soweit wie möglich in das Rückenrohr ein. Lösen Sie anschließend auf beiden Seiten die Innensechskantschraube (Pos. a) und befestigen Sie diese in der gewünschten Position. Eine Verstellung
im Langloch nach oben bewirkt eine Vergrößerung des Winkels zwischen Sitz und Rücken, eine Verstellung
nach unten eine Verkleinerung (Abb. 26).
☞ Ziehen Sie dann das Rückenteil wieder nach hinten bis beide Aufnahmebolzen eingerastet sind (siehe auch
Abb. 1). Drehen Sie anschließend die Schraube (Pos. c) von Hand nach unten bis der Schraubenkopf an den
Rahmen stößt und sichern Sie diese Position durch festes Anziehen der Kontermutter (Pos. b)
➜ Achten Sie bei allen Verstellungen darauf, Schrauben und Muttern wieder fest anzuziehen!
Einstellung der Sitzneigung
Die Sitzneigung Ihres Rollstuhls läßt sich in einem Winkel von 10° verstellen.
☞ Lösen Sie zur Änderung der werksseitig eingestellten Sitzneigung die Schrauben (Pos. a u. Pos. b, Bild 28),
so daß sich die beiden Klemmhälften vom Rahmenrohr lösen lassen. Verfahren Sie auf der anderen Seite
analog.
Stellen Sie nun die gewünschte Sitzneigung ein. Die Blindniete in den Klemmhälfen, die als Arretierung
dienen, müssen in den Bohrungen am hinteren Rahmenrohr (Pos. c) einrasten. Ziehen Sie jetzt die
Schrauben wieder fest an (Abb. 27).
☞ Beim Modell SWITCH ist es notwendig, anschließend die Sitzneigungsverstellung vorne zu regulieren.
Lösen Sie hierzu die Schraube (Pos. d) und entfernen Sie diese. Ziehen Sie dann die Hülse (Pos. e) heraus
(Abb. 28).
Verschieben Sie nun die Sitzneigungsverstellung vorne um die gleiche Anzahl von Bohrungen, wie vorher bei
der Sitzneigungsverstellung hinten, und setzen sie anschließend Hülse und Schraube wieder ein. Verfahren
Sie auf der anderen Seite analog.
➜ Achten Sie bei allen Verstellungen darauf, Schrauben und Muttern wieder fest anzuziehen! Überprüfen Sie
anschließend die Position der Bremse, des Lenkkopfes und der Spur, und regeln Sie diese gegebenenfalls
nach.
Einstellung der Lenkkopfneigung
Nachdem Sie die für Sie günstigste Sitzposition und Position der Antriebsräder gefunden haben, muß die
Lenkkopfneigung neu eingestellt werden.
☞ Entfernen Sie dazu zuerst die Schutzkappen (Pos. a und Pos. b) an den Lenkradadaptern.
Lösen Sie dann die beiden Sechskantschrauben (Pos. c) auf der Innenseite und anschließend die Zylinderkopfschraube (Pos. d) auf der Außenseite.
Legen Sie die mitgelieferte Libelle auf den Lenkradadapter (Abb. 29).
☞ Mit einem großen Schraubendreher können Sie jetzt die Exzentermutter so drehen, daß sich der Lenkradadapter in waagerechte Stellung bewegt (Abb. 30).
Ziehen Sie in dieser Stellung zuerst die Zylinderkopfschraube (Pos. d) und erst anschließend die Sechskantschrauben (Pos. c) fest (Abb. 29).
➜ Achten Sie darauf, daß die Sechskantschrauben wieder sehr fest angezogen werden. Das richtige Anzugsmoment beträgt 23 Nm.
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➜ Achten Sie darauf, die Schraube nach der Einstellung wieder kräftig anzuziehen!
Höhenverstellung der Fußraste
Die Fußraste kann sowohl in der Standardversion als auch in der Kombination Fußraste und Rammbügel auf Ihre
Unterschenkellänge eingestellt werden.
1.) Standardversion
☞ Lösen Sie die Inbusschraube auf beiden Seiten, und verschieben Sie die Fußraste bis zur gewünschten
Position.
Setzen Sie anschließend die Schraube wieder ein. Je nach Position der Fußraste befindet sich die Gewindebohrung in dem oberen oder unteren Schlitz des vorderen Rahmenteils (Abb. 32).
2.) Kombination Fußraste u. Rammbügel
a) Höhenverstellung
☞ Lösen Sie auf einer Seite die Inbusschraube, so daß der Klemmbolzen verschiebbar ist.
Lösen Sie nun auf beiden Seiten die Muttern und entfernen Sie durch leichten Druck den Klemmbolzen aus
der Winkelverstellung.
Setzen Sie ihn in der gewünschten Position wieder ein, und ziehen Sie die Mutter fest (Abb. 33).
➜ Achten Sie darauf, daß Sie die Inbusschraube ebenfalls wieder fest anziehen!
b) Höhenverstellung durch Winkelverstellung
☞ Entfernen Sie auf beiden Seiten die Kunststoffabdeckung der Winkelverstellung durch Lösen der mittigen
Schraube. Darunter befinden sich jeweils zwei Schrauben, die Sie zum Verstellen entfernen müssen.
Bringen Sie nun die Winkelverstellung in die gewünschte Position, und befestigen Sie diese wieder mit zwei
gegenüberliegenden Schrauben.
Stellen Sie anschließend die Fußplatte wieder in die gewünschte Position. (siehe Winkelvorstellung der Fußbretter).
Einstellung des Rammbügels
Für verschiedene Sportarten (z.B.: Basketball) ist die Verwendung eines Rammbügels vorgeschrieben, um
die Verletzungsgefahr für die Füße zu verringern. Nachdem Sie alle anderen Einstellungen der Rahmengeometrie vorgenommen haben, muß der Abstand des Rammbügels zum Fußboden auf 11 cm eingestellt
werden (Abb. 34).
☞ Lösen Sie die Inbusschraube auf beiden Seiten, und verschieben Sie den Rammbügel bis zur gewünschten
Position.
Setzen Sie anschließend die Schraube wieder ein. Je nach Position des Rammbügels befindet sich die
Gewindebohrung in dem oberen oder unteren Schlitz des vorderen Rahmenteils.
➜ Achten Sie darauf, nach der Einstellung die Schrauben wieder fest anzuziehen!
Nachspannen der Sitzbespannung
Sollte sich die Sitzbespannung nach längerer Benutzung ausdehnen, kann sie nachgespannt werden, um die
Druckverteilung auf die Oberschenkel zu verbessern.
☞ Seitlich an der Sitzspannung befindet sich eine Aluminiumschiene, die die Sitzbespannung mit dem Rahmen
verbindet. Lösen Sie alle Befestigungsschrauben dieser Schiene, dann die Kletthaftverbindungen und die
Nylonschnur auf der Unterseite der Sitzbespannung. Spannen Sie jetzt die Sitzbespannung mit der
Nylonschnur nach und fixieren Sie diese Position mit Hilfe des Kletthaftverschlusses und der Nylonschnur
(Abb. 35).
➜ Achten Sie darauf, daß alle Befestigungsschrauben der Schiene wieder fest anzuziehen sind!Anpassen der
Rückenbespannung
Sie können Ihre Rückenbespannung segmentweise nach Ihren Wünschen einstellen.
☞ Entfernen Sie dazu die Polsterauflage Ihrer Rückenbespannung und lösen Sie die Kletthaftverbindung der
Gurtbänder. Anschließend können Sie die Gurtbänder in der gewünschten Einstellung zusammenkletten
(Abb. 36).
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DEUTSCH
Winkelverstellung der Fußbretter
Die Fußbretter Ihres Switch/ Switch Attack sind serienmäßig winkelverstellbar.
☞ Führen Sie zur Einstellung einen 5 mm-Inbusschlüssel durch die seitliche Bohrung im Fußbrettbügel (bei
Standard-Fußraste), bzw. in der Fußrastenaufhängung (bei Kombination Fußraste und Rammbügel), bis der
Schlüssel den Innensechskant der Schraube im Fußbrett greift, und lösen Sie die Schraube mit mehreren
Umdrehungen.
Ein leichter Schlag auf den Inbusschlüssel gibt dann die Verrasterung frei, und die gewünschte Position kann
eingestellt werden (Abb. 31).
DEUTSCH
Montageanleitung für Kippschutz
1. Stecken Sie die Zugfeder (Pos. 1) mit der geschlossenen Öse in das gewünschte hintere Rahmenrohr.
Stecken Sie die Distanz (Pos. 2) und die Schraube (Pos. 3) durch die unterste Bohrung mit Durchmesser
8 mm und durch die Öse der Feder. Ziehen Sie die Mutter (Pos. 4) nicht zu stark an.
2. Haken Sie eine Kordel (Pos.5) oder eine zweite Zugfeder in die offene Öse der ersten Zugfeder (Pos. 6) ein
und schieben Sie den Kippschutz (Pos. 7) in das hintere Rahmenrohr.
3. Ziehen Sie an der Kordel (Pos. 8) bzw. an der zweiten Zugfeder, bis ein Stück der ersten Zugfeder aus dem
Kippschutz (Pos. 9) herrausschaut.
4. Sichern Sie die Zugfeder mit einem Schraubendreher (Pos. 10)
in dieser Position, entfernen Sie die Kordel bzw. die zweite Zugfeder
und stecken sie den Federhalter (Pos. 11) auf.
Ziehen Sie den Schraubendreher weg und der Federhalter rastet ein.
Anschließend können Sie den Kippschutz der Position Ihres Antriebsrades entsprechend einstellen. Durch Lösen der Schraubverbindungen kann der Kippschutz sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung eingestellt werden. Zusätzlich kann der Radhalter um 180° gedreht werden. Das Kippschutzrad muß mindestens vollständig nach hinten aus dem Antriebsrad herausschauen und das lichte Maß zwischen Rad und Boden darf
maximal 5 cm betragen. Finden Sie mit sichernder Unterstützung eines Helfers die für Sie geeignete Position!
(Abb. 37)
➜ Achten Sie bei allen Verstellungen darauf, Schrauben und Muttern wieder fest anzuziehen!
Reparatur, Wartung, Reifenwechsel
Ihr Aktivrollstuhl Switch/ Switch Attack ist mit der CE-Kennzeichnung versehen. Hiermit stellt der Hersteller sicher, daß das Medizinprodukt insgesamt die Anforderungen der EU-Richtlinie 93/42/EWG erfüllt. Sollten dennoch an Ihrem Rollstuhl Mängel auftreten, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Fachhändler.
Wenn Ihr Rollstuhl verschmutzt ist, sollten Sie ihn mit einem milden Haushaltsreiniger säubern.
Zusätzlich müssen einige Teile an Ihrem Rollstuhl von Zeit zu Zeit gewartet werden, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten.
Zwischen Lenkradgabel und Lenkrad sammeln sich häufig Haare oder Schmutzpartikel an, die mit der Zeit die
Lenkräder schwergängiger machen.
☞ Entfernen Sie das Lenkrad und reinigen Sie Gabel und Lenkrad gründlich mit einem milden Haushaltsreiniger.
☞ Antriebs- und Lenkräder können als Steckachsen-System ausgelegt sein.
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Steckachsenaufnahmebuchse haftet. Ölen Sie die Steckachse auch von Zeit zu Zeit ganz leicht mit einem
harzfreien Nähmaschinenöl ein.
☞ Sollte Ihr Rollstuhl naß werden, ist es empfehlenswert, ihn anschließend wieder trocken zu reiben.
☞ Benutzen Sie Ihren Rollstuhl nicht im Salzwasser und vermeiden Sie nach Möglichkeit auch, daß Sand oder
sonstige Schmutzpartikel die Lagerung Ihrer Räder angreifen können.
☞ Besonders in der Anfangszeit oder nach Einstellarbeiten am Rollstuhl sollte die Festigkeit der Schraubverbindungen überprüft werden. Sollte sich eine Schraubverbindung immer wieder lösen, wenden Sie sich
bitte an den zuständigen Fachhändler.
☞ Um die Fahreigenschaften Ihres Rollstuhls zu erhalten, sollten die Speichen der Antriebsräder ca. einmal im
Jahr nachgezogen werden. Diese Einstellung sollte vom Fachhändler vorgenommen werden.
Sollten Sie eine Reifenpanne haben, können Sie diese mit etwas handwerklichem Geschick und dem geeigneten
Werkzeug auch selbst beheben. Es ist empfehlenswert, für Notsituationen immer ein Reparatur-Set und eine
Luftpumpe mit sich zu führen. Eine Alternative dazu ist ein Pannenspray, das Ihren Reifen mit einem aushärtenden Schaum füllt (z.B. im Fahrradhandel zu beziehen).
☞ Demontieren Sie bei einer Reifenpanne den Reifen vorsichtig mit entsprechenden Montagewerkzeugen von
der Felge.
➜ Achten Sie darauf, daß Sie dabei die Felge und den Schlauch nicht beschädigen.
☞ Reparieren Sie den Schlauch nach den auf dem Reparatur-Set angegebenen Hinweisen oder ersetzen Sie
den alten durch einen neuen Schlauch.
☞ Untersuchen Sie das Felgenbett und die Reifeninnenwand vor dem Wiedereinbau des Reifens auf Fremdkörper, die die Panne verursacht haben könnten.
☞ Verwenden Sie nur Felgenbänder in einwandfreiem Zustand. Sie schützen den Schlauch vor Beschädigungen
durch Speichenenden.
➜ Um die Funktionstüchtigkeit der Bremsen zu erhalten, verwenden Sie bitte nur Original-Antriebsräder.
Montage
☞ Schieben Sie das Felgenband über das Ventil und stecken Sie dann dieses in die Felge. Schrauben Sie die
Ventilmutter wieder auf. Jetzt können Sie das Felgenband mühelos aufziehen (Abb. 38).
➜ Achten Sie darauf, daß alle Speichenköpfe abgedeckt sind.
☞ Beginnen Sie hinter dem Ventil, die untere Reifenseite über den Felgenrand zu drücken.
Pumpen Sie den Schlauch schwach auf, bis er seine runde Form annimmt und legen Sie ihn in den Reifen ein.
☞ Prüfen Sie, ob der Schlauch rundum faltenlos liegt, wenn nicht, lassen Sie etwas Luft ab. Nun können Sie
die obere Reifenseite, gegenüber dem Ventil beginnend, leicht mit beiden Händen aufs Ventil hinmontieren
(Abb. 39).
Aufpumpen
☞ Überprüfen Sie rundum auf beiden Seiten, ob der Schlauch nicht zwischen Reifenwulst und Felge eingeklemmt ist. Schieben Sie das Ventil leicht zurück, und ziehen Sie es wieder heraus, damit ein guter Reifensitz
im Ventilbereich erreicht wird.
Zunächst füllen Sie dann soviel Luft ein, daß sich der Reifen noch gut mit dem Daumen eindrücken läßt. Weist
die Kontrollinie auf beiden Reifenseiten rundum den gleichen Abstand zum Felgenrand auf, sitzt der Reifen
zentrisch. Wenn nicht – Luft wieder ablassen und den Reifen neu ausrichten. Pumpen Sie ihn nun bis zum
maximalen Betriebsdruck auf (siehe Reifenaufdruck), und drehen Sie die Staubkappe fest auf.
10
DEUTSCH
☞ Damit dieses System funktionsfähig bleibt, sollten Sie darauf achten, daß kein Schmutz an Steckachse oder
DEUTSCH
Gesamtabmessungen in cm
1. Gesamtlänge
➜
➜
Rahmenlänge
Min.
Max.
Differenz
kurz
mittel
72,5
72,5
96,5
100,5
Antriebsrad, vorne
Antriebsrad, vorne
+8,5
+12,5
Antriebsrad, hinten
Antriebsrad, hinten
lang
72,5
104,5
Antriebsrad, vorne
+16,5
Antriebsrad, hinten
Antriebsrad, 24"
+2,5
Antriebsrad,26"
Fußbrett, schmal
+5
Fußbrett, standard
Fußbrett, hinten
+4
Fußbrett, vorne
Fußbrett, oben
+4
Fußbrett, unten
2. Gesamthöhe
Rückenhöhe 25,
ohne Schiebegriffe,
Sitzneigung 10
Min.
Max.
66,0
119,0
➜
Rückenhöhe 25
➜
Differenz
Sitzneigung 10
+5
+10
+15
+20
+2
+4
+6
+8
+10
Rückenhöhe 30
Rückenhöhe 35
Rückenhöhe 40
Rückenhöhe 45
Sitzneigung 8
Sitzneigung 6
Sitzneigung 4
Sitzneigung 2
Sitzneigung 0
ohne Schiebegriffe
+7
Schiebegriffe Standard
+6…+16
Schiebegriffe höhenverstellbar
➜
3. Gesamtbreite
SB +19
Min.
Max.
➜
Differenz
50,0
101,5
SB 32
Greifring eng
+2/…/+18
+2
Radsturz 0
+6,5
+13
+19
+25,5
+31,5
SB 50
Greifring weit
3°
6°
9°
12°
15°
4. Sitzhöhe vorne
Min.
Max.
45,5
55,0
➜
Lenkrad 3"
obere Bohrung
kurze Gabel
kurze Gabel
Differenz
➜
+1,25
+1,25
+2,5
+3,75
untere
Bohrung
4"
5"
6"
+3
+2,5
lange Gabel
untere Bohrung
5. Sitzhöhe hinten
Min.
Max.
41,0
53,3
➜
Antriebsrad 24"
Sitzneigung 10
11
➜
Differenz
+2
+4
+6
+8
+10
+2,5
Sitzneigung
8/6/4/2/0
Antriebsrad 26"
DEUTSCH
6a Packmaß Switch
Größe
Min.
Max.
Länge
56,0
64,0
Breite
Höhe
➜
Rahmenlänge, kurz
SB +1,5 SB +16
SB +23
35
37,5
➜
Differenz
+4
+8
Rahmenlänge, mittel
Rahmenlänge, lang
Radsturz 0°
+3
+6,5
+10
+13,5
+17
+23
Radsturz 3°
Radsturz 6°
Radsturz 9°
Radsturz 12°
Radsturz 15°
Radsturz 15° und
Bremse nicht abzuklappen
Rückenbügel flach
+2,5
Rückenbügel tief
6b Packmaß Modell Switch Attack
Größe
Min.
Max.
Länge
56,0
64,0
Breite
Höhe
➜
Rahmenlänge, kurz
SB +1,5 SB +16
SB +23
47
49,5
➜
Differenz
+4
+8
Rahmenlänge, mittel
Rahmenlänge, lang
Radsturz 0°
+3
+6,5
+10
+13,5
+17
+23
Radsturz 3°
Radsturz 6°
Radsturz 9°
Radsturz 12°
Radsturz 15°
Radsturz 15° und
Bremse nicht abzuklappen
Rückenbügel flach
+2,5
Rückenbügel tief
7 Abstand Sitzbespannung–Fußbrett
Min.
Max.
Min.
Max.
Fußbrettbügel, kurz
38,0
47,0
Winkelverstellung, kurz
21,0
40,0
Fußbrettbügel, lang
47,0
55,0
Winkelverstellung, lang
17,0
44,0
12
Garantiebedingungen der Otto Bock HealthCare GmbH
1. Gegenstand der Garantie
1.1 Diese Garantie gilt für Rollstühle.
1.2 Die Garantie umfaßt Ansprüche des Sanitätshauses/Dienstleisters gegen die Otto Bock HealthCare
GmbH und berührt nicht die gesetzlichen Ansprüche aus Mängelgewährleistung des Endverbrauchers
gegenüber dem Sanitätshaus oder anderer Dienstleister, die die Versorgung des Patienten zu
verantworten haben.
2. Umfang der Garantie
2.1 Otto Bock HealthCare garantiert unter Einhaltung der in Ziffer 3 beschriebenen Bedingungen und unter
Beachtung der Ausschlüsse gemäß Ziffer 4, daß an Rahmenteilen und Kreuzstreben bei manuellen
Serien-Rollstühlen und bei Rahmenteilen für Serien-Elektro-Rollstühle über die gesetzliche
Gewährleistungsfrist hinaus bis zu 4 Jahren nach Ersteinsatz keine Konstruktions-, Fertigungs- oder
Materialfehler auftreten, die die Einsatzfähigkeit des Rollstuhls wesentlich beeinträchtigen.
2.2 Treten 2 Jahre nach Ersteinsatz Konstruktions,- Fertigungs- oder Materialfehler auf, so ersetzt
Otto Bock HealthCare nach seiner Wahl den Rollstuhl insgesamt oder tauscht aus oder repariert
schadhafte Teile des Rahmens und der Kreuzstreben. Weitergehende Ansprüche auf Minderung,
Rückgängigmachung des Vertrages oder Schadenersatz stehen dem Sanitätshaus/Dienstleister aus
dieser Garantie nicht zu.
3. Bedingungen für die Inanspruchnahme
Die Garantie kann das Sanitätshaus/Dienstleister nur dann in Anspruch nehmen, wenn:
3.1 es sich um einen Ersteinsatz handelt,
3.2 der Rollstuhl durch einen kassenzugelassenen Fachbetrieb angewendet wurde,
3.3 die Weitergabe der Komplettversorgung durch den kassenzugelassenen Fachbetrieb erfolgt und
dieser einen Mängelbericht beifügt,
3.4 bei der Erstellung von Sonderanfertigungen aus den Serienprodukten zur Anpassung der Serienprodukte
an die individuellen Gegebenheiten eines Patienten ausschließlich Medizinprodukte mit
CE-Kennzeichen verwendet werden und dabei eine Verwendung entsprechend der diesen
Medizinprodukten vorgegebenen Zweckbestimmung erfolgt,
3.5 Veränderungen an einem Rollstuhl nicht über die von Otto Bock HealthCare vorgesehene Anpassung
(z.B. Einstellen der Länge der Beinstütze) und die Nutzung des durch die Otto Bock HealthCare
empfohlenen Zubehörs (Baukastensystem) hinausgehen,
3.6 derjenige, der Medizinprodukte repariert (aufbereitet) und dabei ausschließlich vom Hersteller
freigegebene Ersatzteile/Anbauteile (Originalersatzteile) verwendet und nach Vorschrift des
Herstellers (siehe Bedienungsanleitung) arbeitet.
4. Ausschluß der Garantie
Die Garantie greift nicht, wenn Otto Bock HealthCare nachweist, daß
4.1 die Bedingungen für die Inanspruchnahme gemäß Ziffer 3 nicht erfüllt sind,
4.2 die Herabsetzung der Einsatzfähigkeit des Rollstuhls auf einer nicht fachgerechten Verwendung des
Rollstuhls insbesondere nicht nach der Herstellerbeschreibung erlaubter Umbauten beruht,
4.3 die Herabsetzung der Einsatzfähigkeit des Rollstuhls auf den üblichen Verschleiß insbesondere die in
der Regel nur auf ein Jahr begrenzte Einsatzfähigkeit von Motoren, Ladegeräten und Batterien
zurückzuführen ist,
4.4 die Herabsetzung der Einsatzfähigkeit des Rollstuhls auf einer fehlerhaften Lagerung, Beförderung
oder unsachgemäßen sowie unfachmännischen Nutzung und Lagerung beruht,
4.5 die Herabsetzung der Einsatzfähigkeit des Rollstuhls auf einer Veränderung der körperlichen
Konstitution des Patienten, wie z.B. erheblicher Gewichtszunahme beruht,
4.6 die Herabsetzung der Einsatzfähigkeit auf höherer Gewalt beruht.
5. Haftung
Für die Ausführung der Leistungen aufgrund dieser Garantie haftet Otto Bock HealthCare bei Verletzung
nicht wesentlicher Verpflichtungen nur für leichte Fahrlässigkeit und übernimmt keine Haftung für
vorsätzliches Handeln von Erfüllungsgehilfen. Im übrigen beschränken sich Ersatzansprüche auf den bei
Beginn der Ausführung der Leistungen vorhersehbaren Schaden.
6. Nebenbestimmungen
6.1 Ausgetauschte Teile dürfen von uns drei Wochen nach Rückgabe vernichtet werden, es sei denn,
der Patient oder dessen Kostenträger (Krankenkasse) widersprechen.
6.2 Erfüllungsort für die Leistungen aus der Garantie ist Duderstadt.
6.3 Diese Garantie unterliegt dem deutschen Zivil- und Handelsrecht.
Otto Bock ist ein von der DQS
zertifiziertes Unternehmen
nachDINENISO9001,Reg.Nr.779
(Managementsystem)
Printed in Germany · 647H196 – 500 – 03.01 – Mü
O t t o B o c k H e a l t h C a r e
L i n d e n s t r a ß e 13 · D – 0 7 4 2 6 K ö n i g s e e
Telefon (03 67 38) 7 90 · Fax (03 67 38) 7 92 00
e-mail: reha@ottobock.de · http://www.ottobock.de
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