Bedienungsanleitung LISA

Bedienungsanleitung LISA
Herzlich Willkommen!
Lieber Kunde!
Danke, dass Sie sich für ein Produkt aus unserem Hause entschieden haben!
Sie haben ein professionelles Studiogerät erworben, welches Ihnen
außergewöhnliche Möglichkeiten bietet und dabei durch kompromisslos hohe
Qualität überzeugt.
LISA wurde vollständig aus hochwertigen Komponenten aufgebaut. Alle Bauteile
wurden von Hand selektiert und für ihren Einsatz speziell ausgewählt. So werden
zum Beispiel hochwertige Drehschalter der Firma ELMA, Mundorf-Kondensatoren
und handgewickelte Übertrager aus eigener Fertigung verarbeitet. Auf Potentiometer
wurde von uns ganz bewusst vollständig verzichtet. Dies soll Ihnen als Anwender die
Gewissheit geben, dass wir von den TOMO Audiolabs alles getan haben, um Ihnen
die bestmögliche Audioqualität zu bieten.
LISA ist nicht nur messtechnisch ein Meisterstück, die Ohren unserer Entwickler und
vieler Testhörer aus verschiedenen Bereichen der professionellen Tontechnik haben
uns bescheinigt, was die Messdaten bereits vorher gesagt haben:
LISA klingt herausragend.
Aber LISA ist nicht nur ein professionelles Studiogerät. LISA soll auch eine
Persönlichkeit sein, die Ihnen dabei hilft Ihre Klangvorstellungen zu realisieren und
Emotionen in Ihrer Musik zu transportieren. Diese Klangpersönlichkeit drücken wir
auch durch unsere Namensgebung aus. Für den rein technischen Anwender hätten
wir LISA sonst schließlich auch TAL-100 oder ähnlich nennen können.
Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Gerät bietet, auf kreative Art, und lassen
Sie sich auf Experimente ein. Sie werden auf diese Weise Klangbearbeitungen
entdecken, die Ihnen vielleicht so nicht bekannt waren oder für die Ihnen bisher das
passende Werkzeug fehlte. Mit dieser Anleitung möchten wir Ihnen Anhaltspunkte an
die Hand geben, die Ihnen das Experimentieren und natürlich die tägliche Arbeit
erleichtern sollen.
Viel Erfolg, Freude und Kreativität wünscht Ihnen das Team der
TOMO Audiolabs
3
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Herzlich Willkommen!.................................................................................................... 3
Inhaltsverzeichnis.......................................................................................................... 4
Sicherheitshinweise und Installation............................................................................. 5
Sicherheitshinweise.................................................................................................. 6
Installation................................................................................................................. 7
Rackmontage............................................................................................................ 7
Überblick........................................................................................................................8
Überblick................................................................................................................... 9
Hinweise zum Verständnis der Bedienungsanleitung...............................................9
Funktionen................................................................................................................... 10
Eingangssektion...................................................................................................... 11
Band 1 – LO BOOST.............................................................................................. 13
Band 2 bis 5 – LO, LO MID, HI MID, HI.................................................................. 16
Band 6 – HI BOOST................................................................................................18
Ausgangssektion..................................................................................................... 19
Anwendung..................................................................................................................21
Gainstaging............................................................................................................. 22
Anwendungshinweise............................................................................................. 25
Komplettreset.......................................................................................................... 25
Klassischer Equalizer..............................................................................................26
Einfache Kompression............................................................................................ 27
Einfache Expansion................................................................................................ 29
Multibandkompressor-simulation............................................................................ 31
Ducking................................................................................................................... 32
Stereo-Verlinkung....................................................................................................34
MS-Technik..............................................................................................................35
MS-Bearbeitung...................................................................................................... 36
Appendix......................................................................................................................37
Technische Daten....................................................................................................38
Garantieerklärung................................................................................................... 39
LISA - Recallsheet....................................................................................................... 40
LISA - Blockschaltbild.................................................................................................. 41
Index............................................................................................................................ 42
Notizen.........................................................................................................................43
Sicherheitshinweise und Installation
5
Sicherheitshinweise und Installation
Sicherheitshinweise
Bei der Benutzung von LISA sind die folgenden Sicherheitshinweise zu beachten!
Achtung! Gefahr eines elektrischen Schlags!
•
•
•
•
•
•
Das Gerät enthält keine vom Anwender zu wartenden Teile und
darf nur von autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden.
Prüfen Sie vor dem Einschalten, ob die lokale Netzspannung
mit der des Gerätes übereinstimmt.
Tauschen Sie defekte Anschlussleitungen sofort aus. Schalten
Sie das Gerät nicht ein, wenn Ihnen ein Defekt an der
Anschlussleitung auffällt.
Trennen Sie das Gerät niemals von seiner Erdverbindung!
Verwenden Sie ausschließlich Sicherungen des gleichen Typs.
Das Gerät muss vor Flüssigkeiten und hoher Luftfeuchtigkeit
geschützt werden.
Gefahr von Beschädigung oder Kurzschluss!
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Stellen Sie das Gerät nur auf einer geraden und stabilen
Oberfläche auf oder montieren Sie es mit allen 6 Schrauben in
einem 19“ Rack. Beachten Sie die Hinweise zur Rackmontage
auf Seite 7.
Achten Sie bei der Rackmontage auf ausreichende
Luftzirkulation. Ober- und unterhalb des Gerätes sollte
mindestens eine ½ HE Abstand zum nächsten Gerät bestehen.
Vermeiden Sie die Aufstellung in der Nähe von Wärmequellen
wie etwa Heizkörpern.
Setzen Sie das Gerät niemals längere Zeit direkter
Sonnenstrahlung aus.
Lassen Sie das Gerät nach einem Transport für eine längere
Zeit akklimatisieren, bevor Sie es einschalten. Entstandenes
Kondenswasser kann das Gerät beschädigen.
Schließen Sie keine Ausgänge von Leistungsverstärkern an die
Eingänge des Gerätes an.
Schalten Sie niemals Phantomspeisung auf die Ausgänge des
Gerätes.
Achten Sie beim Anschluss des Gerätes auf die Hinweise zu
symmetrischen und unsymmetrischen Leitungen auf Seite 7.
Bitte lesen Sie diese Anleitung vor Inbetriebnahme des Gerätes
vollständig durch.
Das Gerät wurde in allen Hinsichten auf Konformität mit den
entsprechenden EU-Richtlinien geprüft und trägt das
CE-Zeichen.
6
Sicherheitshinweise und Installation
Installation
LISA bietet die folgenden Anschlüsse:
Eingang Kanal 1, weibliche XLR-Buchse, symmetrisch
Eingang Kanal 2, weibliche XLR-Buchse, symmetrisch
Ausgang Kanal 1, männliche XLR-Buchse, symmetrisch
Ausgang Kanal 2, männliche XLR-Buchse, symmetrisch
Da sowohl die Eingangs- als auch die Ausgangssektion mit Übertragern ausgestattet
sind, können sie auch unsymmetrisch beschaltet werden.
Hierfür sollte ein Adapter die Pins 1 und 3 der Stecker kurzschließen.
Eingang
2
1
3
Ausgang
2
1
3
1
2
3
1
2
3
1 = GND
2 = heiß (+)
3 = kalt (-)
symmetrisch
p
unsymmetrisch
symmetrisch
unsymmetrisch
Achtung: Bei unsymmetrischer Beschaltung kann ein Pegelverlust von 6 dB
auftreten.
Bitte beachten Sie, dass somit bei unsymmetrischer Beschaltung nicht die volle
Dynamik des Gerätes genutzt werden kann. Symmetrische Verkabelung ist auch aus
Gründen der Störsicherheit zu bevorzugen.
LISA kann im Gegensatz zu vielen anderen Studiogeräten sehr hoch ausgesteuert
werden, ohne dass Verzerrungen auftreten. Um die maximale Klangqualität sicher zu
stellen, achten Sie beim Anschluss von nachfolgenden Geräten darauf, dass diese
nicht übersteuert werden. Doch auch zu geringe Pegel sollten vermieden werden,
um das Rauschniveau der Bearbeitungskette nicht unnütz zu erhöhen.
Weitere Hinweise zur optimalen Einbindung von LISA in Ihre Studioumgebung finden
Sie im Kapitel 'Gainstaging' ab Seite 22.
Rackmontage
Um LISA in einem 19“ Standardrack befestigen zu können, müssen zunächst die
mitgelieferten Rackwinkel an beiden Geräteseiten montiert werden. Verwenden Sie
immer alle 6 beigelegten Schrauben und ziehen Sie diese fest an.
7
Überblick
8
Überblick
Überblick
LISA ist ein dynamischer Equalizer, dessen genereller Aufbau sich schon in den
Grundlagen von anderen Designs unterscheidet.
Das Eingangssignal durchläuft zunächst einen mit hochwertigen Übertragern
bestückten Eingangsverstärker und wird anschließend in sechs Wege gesplittet, die
jeweils eines der sechs Filterbänder speisen. Anschließend werden alle Bänder
wieder zu einer Summe zusammen gemischt, abermals verstärkt und am Ausgang
ausgegeben. Dem so bearbeiteten Signal kann das unbearbeitete Eingangssignal
hinzu gemischt werden.
Diese Form der Signalführung gestattet spezielle Formen der Parallelbearbeitung
und bietet den Vorteil, dass sich die einzelnen Frequenzbänder dabei nicht
gegenseitig beeinflussen. Dadurch bleiben die Bearbeitungen besonders konsistent
und kontrollierbar. Eine Unvorhersehbarkeit des Ergebnisses beim Zuschalten eines
weiteren Bandes wird auf diese Weise ausgeschlossen.
Herkömmliche dynamische Equalizer greifen entweder vor oder hinter den
Filterbändern in den dynamischen Verlauf des Signals ein.
Das Besondere an LISA ist, dass die dynamische Bearbeitung direkt in den
einzelnen Filterkreisen vorgenommen wird. Dies bietet klangliche Vorzüge und
erlaubt es, die eigentliche Regelung ohne das Gesamtsignal abzuhören und zu
überwachen.
Hinweise zum Verständnis der Bedienungsanleitung
Diese Bedienungsanleitung soll Ihnen helfen schnell und routiniert mit LISA zu
arbeiten.
Folgende Symbole werden dabei verwendet, um wichtige Hinweise zu markieren:
i
Dieses Symbol zeigt einen Hinweis an. Dieser hilft beim Verständnis eines
technischen Hintergrundes oder gibt einen zusätzlichen Bedienungshinweis.
p
Dieses Symbol warnt den Anwender vor einer Fehlbedienung. Es soll helfen
Fehler zu vermeiden, die möglicherweise zu einer Verschlechterung der
Klangqualität führen können.
Beachten Sie bitte, dass in dieser Anleitung oft die sprachlichen Mittel verwendet
werden, die sonst für Drehreglern oder Potentiometer genutzt werden.
Dies ließ sich nicht vermeiden, ohne dass unnatürliche Sprachverrenkungen in Kauf
genommen werden hätten müssen (sehen Sie, es geht schon los...).
LISA verwendet jedoch ausschließlich Drehschalter!
9
Funktionen
10
Funktionen
Eingangssektion
1 MS
Aktiviert eine Mitte-Seite-Codierung. In diesem Modus bearbeitet Kanal 1 das
Mittensignal und Kanal 2 das Seitensignal.
i Hinweis: An den Eingängen muss auch in diesem Modus ein uncodiertes
Stereosignal anliegen. Die Ausgänge liefern ein bereits decodiertes Stereosignal.
Tipps zur Arbeit mit dem MS-Modus finden Sie in den Abschnitten 'MS-Technik'
und 'MS-Bearbeitung' ab Seite 35.
2 INPUT GAIN
Regelt die Anhebung oder Absenkung im Eingangsverstärker des Kanals.
Die maximale Anhebung beträgt +6 dB, die maximale Absenkung -6 dB.
3 LO CUT / Hz
Regelt die Ansatzfrequenz der Tiefensperre.
i Hinweis: Mit steigender Ansatzfrequenz sinkt die Flankensteilheit des Filters.
Sie entspricht bei 20 Hz etwa einem Filter dritter Ordnung und sinkt bis 180 Hz
auf die Steilheit eines Filters erster Ordnung.
4 LO CUT ON
Aktiviert die Tiefensperre für den Kanal.
11
Funktionen
5 LINK
Mit der LINK-Taste werden die Detektoren beider Kanäle verknüpft.
Dies funktioniert auch im MS-Modus.
i Hinweis: Eine vollständige Beschreibung dieser Funktion finden Sie im Kapitel
'Stereo-Verlinkung' ab Seite 34.
p Achtung: Unterschiedliche Einstellungen der Threshold-, Ratio- und Zeitregler
beider Kanäle haben weiterhin Einfluss auf die Bearbeitung. Die LINK-Funktion
dient nicht der Verknüpfung der einzelnen Parameter, sondern nur der
Zusammenschaltung der Detektorwege.
12
Funktionen
Band 1 – LO BOOST
1 FILTER BAND ON
Aktiviert das Filterband und schaltet es in den Signalweg.
2 GAIN (Band 1)
Regelt die Verstärkung des LO BOOST-Bandes.
i Hinweis: Zwischen Neutralstellung und Stufe 6 kann die Anhebung in Schritten
von einem halben Dezibel geschaltet werden. Im Bereich oberhalb von +6 dB
steigt die Verstärkung zwischen den einzelnen Stufen an.
Die folgende Tabelle zeigt die genauen Werte der einzelnen Stufen:
0,5 - 6
0,5 dB pro Stufe 12 Stufen
6,5 - 9
0,6 dB pro Stufe 6 Stufen
9,5 - 10 1 dB pro Stufe
10,5
2 Stufen
1,2 dB pro Stufe 1 Stufe
11 - 11,5 1,5 dB pro Stufe 2 Stufen
i Hinweis: Diese Stufen gelten nur, wenn der Dry-Level auf 100% gestellt wurde.
Wird der Pegel des Trockensignals zurück genommen oder gänzlich stumm
gestaltet, erhöhen sich die Werte drastisch. Bei überlappenden Bändern wird
dieser Effekt zum Teil wieder kompensiert.
13
Funktionen
3 FREQUENCY / Hz
Regelt die Ansatzfrequenz, unterhalb derer das Filterband eine Anhebung
verursacht.
i Hinweis: Die angegebene Frequenz stellt den sogenannten 3 dB-Punkt dar. Die
Beeinflussung des Signals beginnt bereits oberhalb der eingestellten
Grenzfrequenz.
4 DYNAMICS ON
Aktiviert die Dynamikfunktion des Filterbandes.
i Hinweis: Wird die Dynamikfunktion des Bandes nicht aktiviert, verhält es sich wie
ein klassischer Equalizer mit statischer Anhebung/Absenkung.
5 SLOPE HI
Ist diese Funktion deaktiviert, arbeitet das Band als klassisches Tiefen-ShelvingFilter mit einer weichen Filterkurve ohne Überschwinger.
Bei gedrückter Taste erhält die Kurve eine höhere Steilheit. Vor der beginnenden
Anhebung weist die Kurve einen Überschwinger in den negativen Bereich auf.
6 RATIO
Schaltet das Kompressionsverhältnis zwischen Eingang und Ausgang des
Bandes um. Bei nicht gedrückter Taste arbeitet das Gerät mit einem geringeren
Verhältnis, bei gedrückter Taste erhöht sich das Kompressionsratio. Im
Gegensatz zu einer klassischen Kompressorschaltung variieren die Werte jedoch
stark in Abhängigkeit von allen anderen Einstellungen.
i Hinweis: Gerade die Einstellungen der Ratio sind nicht zu 100% mit denen eines
klassischen Kompressors vergleichbar. Probieren Sie daher alle Einstellungen
aus und erwarten Sie nicht immer Ergebnisse, die ihrer bisherigen Hörerfahrung
entsprechen.
7 ATT / REL
Regelt das Zeitverhalten der Dynamiksektion. Attack stellt die Einschwingzeit der
Dynamikbearbeitung bei Überschreitung der Threshold (Schaltschwelle),
Release die Rücklaufzeit bei Unterschreitung der Threshold dar.
Es können sechs verschiedene Kombinationen schneller, mittlerer und
langsamer Attack- und Releasezeiten gewählt werden.
14
Funktionen
i Hinweis: Der erste Buchstabe der Abkürzungen steht für den Wert der Attackzeit,
der zweite für den Wert der Releasezeit.
Beispiel: SM = Slow (Attack) Medium (Release)
F
Fast
Schnell
M Medium Mittel
S
Slow
Langsam
8 THRESHOLD
Regelt die Pegelschwelle ab der eine Dynamikbearbeitung stattfindet.
p Achtung: Die jeweiligen Thresholdwerte sind in ihrem Absolutwert vom
Threshold-Korrekturregler in der Ausgangssektion abhängig!
Weitere Hinweise hierzu finden Sie auf Seite 19.
15
Funktionen
Band 2 bis 5 – LO, LO MID, HI MID, HI
1 BOOST / CUT
Schaltet den GAIN-Regler zwischen Anhebung und Absenkung um.
Gedrückt: Anhebung
Nicht gedrückt: Absenkung
2 GAIN (Band 2 bis 5)
Regelt die Anhebung oder Absenkung des jeweiligen Bandes.
i Hinweis: Zwischen Neutralstellung und Stufe 6 kann die Anhebung/Absenkung in
Schritten von einem halben Dezibel geschaltet werden. Im Bereich oberhalb von
6 dB steigt die Verstärkung zwischen den einzelnen Stufen an. Eine Tabelle mit
den genauen Werten finden Sie auf Seite 13.
3 Q (Band 2)
Q steht für den englischen Begriff 'Quality' und bezeichnet die sogenannte
Filtergüte. Der Drehknopf gestattet die Umschaltung zwischen verschiedenen
Gütefaktoren.
Die folgende Tabelle zeigt die Q-Werte mit ihrer entsprechenden Umrechnung in
musikalische Intervalle:
16
Funktionen
Q-Faktor Bandbreite (gerundet) in musikalischen Intervallen
0,4
3 Oktaven
1
1,3 Oktaven (4 Terzen)
2
~ 2 Terzen
4
> 1 Terz
6
> Ganzton
i Hinweis: Der Q-Drehknopf von Band 2 gestattet zudem, das Band in einen
Low-Shelving-Modus umzuschalten.
4 Q (Band 3 und 4)
Der Q-Drehknopf der Bänder 3 und 4 entspricht dem von Band 2, bietet jedoch
nicht die Möglichkeit das Band in den Shelving-Modus zu schalten.
5 Q (Band 5)
Der Q-Drehknopf von Band 5 entspricht in seiner Funktionalität dem von Band 2.
Band 5 kann jedoch in einen Hi-Shelving-Modus geschaltet werden.
Dieser ähnelt in seiner Kurvenform der des HI-BOOST-Bandes, wenn die
SLOPE-HI-Taste nicht gedrückt wurde.
6 COMP / EXP
Der Schalter COMP / EXP gestattet es, die Dynamikbearbeitung des jeweiligen
Bandes zwischen Kompression und Expansion umzuschalten.
i Hinweis: Da die Filter parallel aufgebaut sind, wirkt die jeweilige
Dynamikbearbeitung immer nur auf den Anteil, der durch das Filter hinzugefügt
oder abgesenkt wird. Sie beeinflusst jedoch niemals das zumischbare
Trockensignal.
p Achtung: Die Funktionen arbeiten im BOOST- oder CUT-Modus spiegelverkehrt.
Kompression sorgt immer dafür, dass die Stärke des Eingriffes dynamisch
reduziert wird.
Expansion verstärkt die Wirkung des Filterbandes dynamisch.
17
Funktionen
Band 6 – HI BOOST
1 SLOPE HI
Ist diese Funktion deaktiviert, arbeitet das Band als klassisches
Höhen-Shelving-Filter mit einer weichen Filterkurve ohne Überschwinger.
Bei gedrückter Taste erhält die Kurve eine höhere Steilheit. Vor der beginnenden
Anhebung weist die Kurve einen Überschwinger in den negativen Bereich auf.
18
Funktionen
Ausgangssektion
1 DRY MUTE
Schaltet den parallelen Direktweg, auf dem das unbearbeitete, trockene
Audiosignal läuft, stumm.
Taste gedrückt (leuchtet): Direktweg stumm
Taste nicht gedrückt (dunkel): Direktweg aktiv
2 CH 1 IN
Aktiviert den Kanal 1.
Taste gedrückt (leuchtet): Kanal in Betrieb
Taste nicht gedrückt (dunkel): Bypass
i Hinweis: Diese Funktion arbeitet als Hardwire-Bypass. Im nicht aktiven Zustand
wird über Relais eine direkte Verbindung zwischen Ein- und Ausgangsbuchsen
geschaltet. In diesem Fall werden auch die Ein- und Ausgangsverstärker, sowie
die Übertrager umgangen.
Wird das Gerät abgeschaltet, fällt es ebenfalls in diesen Zustand zurück.
3 OUTPUT GAIN
Regelt den Ausgangsverstärker. Es kann eine Verstärkung oder Absenkung von
+ / - 6 dB eingestellt werden.
i Hinweis: Der Ausgangsverstärker beeinflusst das komplette Ausgangssignal,
bestehend aus dem Filtersignal und dem eventuell beigemischten Trockensignal.
19
Funktionen
4 DRY LEVEL
Hiermit wird dem Ausgangssignal das unbearbeitete Trockensignal beigemischt.
i Hinweis: Dieser Regler hat keinen Einfluss, wenn das Trockensignal über die
DRY MUTE-Taste deaktiviert wurde.
5 MASTER THRESHOLD
Verschiebt die einzelnen Thresholds aller sechs Bänder um den eingestellten
Wert nach oben oder unten. Pro Schritt werden die Thresholds um ca. 3 dB nach
oben oder unten verschoben.
Eine Veränderung in den negativen Bereich verschiebt die Thresholds dabei
nach oben (weniger Eingriff).
Wird eine Veränderung in den positiven Bereich vorgenommen, verschieben sich
alle Thresholds nach unten (stärkerer Eingriff).
i Hinweis: Die Verhältnisse der Thresholds der einzelnen Bänder zueinander
bleiben dabei unverändert.
Die MASTER THRESHOLD-Funktion ist zum Beispiel sinnvoll, wenn der
Eingangspegel nachgeregelt werden muss, die Thresholds der einzelnen Bänder
jedoch bereits optimal eingestellt sind.
6 CH 2 IN
Aktiviert den Kanal 2.
Taste gedrückt (leuchtet): Kanal in Betrieb
Taste nicht gedrückt (dunkel): Bypass
i Hinweis: Diese Funktion arbeitet als Hardwire-Bypass. Im nicht aktiven Zustand
wird über Relais eine direkte Verbindung zwischen Ein- und Ausgangsbuchsen
geschaltet. In diesem Fall werden auch die Ein- und Ausgangsverstärker, sowie
die Übertrager umgangen.
Wird das Gerät abgeschaltet, fällt es ebenfalls in diesen Zustand zurück.
20
Anwendung
21
Anwendung
Gainstaging
Beim Verbinden von mehreren Geräten sollte darauf geachtet werden, dass die
Geräte mit aufeinander abgestimmten Pegelbereichen arbeiten.
Aus der Praxis ist Ihnen sicher bekannt, dass alle tontechnischen Geräte einen
oberen und unteren Grenzwert besitzen, bei deren Überschreitung die Audioqualität
zu leiden beginnt. Die untere dieser beiden Grenzen stellt das Rauschen dar. Alle
Signale, deren Amplitude geringer als die des Geräterauschens ist, werden von
diesem sehr stark verdeckt. Als obere Grenze wird ein Wert genannt, ab dem ein
festgelegtes Maß an Verzerrungen überschritten wird. Diese beiden Werte können
ohne Beachtung der Vorzeichen zusammen gerechnet werden und ergeben den
sogenannten Dynamikbereich des Gerätes. Je größer dieser Wert ist, desto besser
ist dies für die Audioqualität.
Achten Sie bei der Berechnung der Dynamik darauf, bei welchem Verzerrungswert
(er wird in Prozent angegeben) das jeweilige Gerät gemessen wurde. Manche
Hersteller geben 5% THD (Total Harmonic Distortion) als oberen Grenzwert an. Dies
dient nur dazu dem Gerät einen besonders großen Dynamikbereich zu attestieren.
Seriöse Hersteller verwenden Werte im Bereich von maximal 0,5% THD. Natürlich
trifft dies nicht auf Geräte zu, deren Charakter sich gerade durch auftretende
Verzerrungen auszeichnet. Am besten schreiben Sie sich die Grenzwerte aller in der
jeweiligen Kette verwendeten Geräte auf, um einen Überblick über die zur Verfügung
stehende Dynamik zu gewinnen. Ein Beispiel finden Sie in der folgenden Tabelle:
D/A-Wandler
Equalizer
Kompressor
A/D-Wandler
Verzerrungsgrenze
+18 dBu
+23 dBu
+17 dBu
+18 dBu
Rauschen
-90 dBu
-80 dBu
-80 dBu
-92 dBu
Dynamik
108 dB
103 dB
97 dB
110 dB
Das Gerät mit dem geringsten Dynamikumfang bestimmt die Dynamik des gesamten
Systems. Diese Maximaldynamik kann jedoch auch nicht immer vollständig erreicht
werden.
Sollten in Ihrer Signalkette Geräte vorkommen, deren Werte in dBV angegeben sind,
so können diese leicht in dBu umgerechnet werden, um die Vergleichbarkeit zu
gewährleisten. Diese Umrechnung stellt eine ausreichend genaue Rundung dar:
dBV + 2,2 = dBu
Haben Sie sich mit Hilfe solcher Tabellen einen Überblick über die jeweiligen
Verhältnisse der Geräte verschafft, kann es nun los gehen mit der möglichst
sinnvollen Verschaltung. Die hier vorgestellte Vorgehensweise stellt dabei eine von
vielen Möglichkeiten dar und soll nicht als einzig richtiger Weg verstanden werden.
22
Anwendung

•
Geben Sie einen Sinuspegelton auf die Ausgänge des Digital-AnalogWandlers. Dieser sollte die folgenden Werte aufweisen:
Wellenform: Sinus
Frequenz: 1 kHz
Pegel: -0,5 dBFS (fast Vollaussteuerung)
•
i
Der digitale Maximalpegel soll nun jeweils knapp unter die
Verzerrungsgrenzen der Analoggeräte (0,5 dB unterhalb) gelegt werden.
Der benötigte Headroom kann anschließend durch Reduktion des
Digitalpegels errreicht werden.
Hinweis: Bei der Arbeit mit 24-Bit-Dateien und hochwertigen Wandlern
stellt der digitale Pegelverlust keinen Nachteil dar.
•
Nimmt man den Wert von 12 dB als maximale Anhebung an und rechnet
einen Sicherheitsabstand von weiteren 6 dB hinzu, so kommt man auf
einen Gesamtwert von 18 dB.
Bei -18 dBFS Digitalpegel würden alle Analoggeräte somit 18 dB unterhalb
ihrer Verzerrung arbeiten. Dies stellt einen großzügigen
Sicherheitsabstand dar und verschafft dem Anwender genug Headroom
für die Bearbeitung.


•
Sollte Ihr Wandler die Möglichkeit besitzen den Analogpegel
umzuschalten, setzen Sie diesen also auf den Wert, der der
Verzerrungsgrenze des ersten Analoggerätes am nächsten liegt.
•
Nutzen Sie gegebenenfalls den Eingangsregler des nächsten Gerätes um
den Pegel genau abzugleichen.
•
Sollte es möglich sein sowohl Ausgangspegel als auch Eingangspegel zu
ändern, schauen Sie in Ihrer Tabelle nach den Rauschpegeln und ändern
Sie den Pegel am Gerät mit dem geringeren Rauschen.
•
Die ersten beiden Geräte sind nun optimal aufeinander abgestimmt.
•
Gleichen Sie nun alle Geräte nach diesem Schema ab.
•
Die folgende Darstellung zeigt die entsprechenden Einstellungen für die
oben genannte Beispielkette unter der Annahme, dass 18 dB Headroom
benötigt werden:
23
Anwendung
+23 dBu
+17 dBu
+4 dBu
Analogpegel bei
-18 dBFS
Digitalaussteuerung:
0
+5
-1
0
Analogpegel am Ausgang des D/A-Wandlers
Analogpegel am Eingang des Equalizers
Analogpegel am Eingang des Kompressors
Analogpegel am Eingang des A/D-Wandlers
0 dBu Eingangspegel sollten wieder -18 dBFS entsprechen
18 dB Systemheadroom

•
Verfahren Sie nun mit den nächsten Geräten auf die gleiche Art und
Weise. Lassen Sie bei diesem Einmessen alle Geräte in ihrem
Arbeitszustand, schalten Sie sie nicht in einen Bypass-Modus
•
Am Ende der Kette stellen Sie den analogen Eingangspegel des AnalogDigital-Wandlers so ein, dass dessen digitaler Ausgangspegel bei -0,5
dBFS liegt
Der in der Praxis benötigte Headroom kann deutlich weniger als 18 dB
betragen und sollte in diesem Fall einfach digital angepasst werden.
24
Anwendung
Anwendungshinweise
Um eine grundlegende Arbeitsweise mit LISA darzustellen, werden wir nun Schritt für
Schritt in die Funktionen einsteigen.
Dazu finden Sie auf den folgenden Seite Kurzanleitungen mit genauer Beschreibung
der Vorgehensweise. Diese dienen als Startpunkte für eigene Experimente und
sollen nicht als endgültige Erklärungen verstanden werden.
Die einzelnen Anleitungen gehen dabei immer von einer komplett in den
Neutralzustand versetzten LISA aus, welcher sich mit folgenden Einstellungen ergibt:
Komplettreset
Funktion
Einstellung / Wert
•
MS
OFF
•
INPUT GAIN
0
•
LO-CUT Filter ON
OFF
•
FILTER GAIN (alle Bänder)
0
•
FILTER ON (alle Bänder)
OFF
•
DYNAMICS ON (alle Bänder)
OFF
•
COMP / EXP (alle Bänder)
COMP (gedrückt)
•
THRESHOLD (alle Bänder)
0
•
DRY MUTE
OFF
•
CHANNEL ON
ON
•
OUTPUT GAIN
0
•
DRY LEVEL
100
•
MASTER THRESHOLD
0
Nicht genannte Parameter können in einem zufälligen Zustand verbleiben.
25
Anwendung
Klassischer Equalizer
Um LISA kennen zu lernen, sollte sie zunächst im klassischen Equalizerbetrieb
genutzt werden. Die Besonderheit liegt hier darin, dass es möglich ist ausschließlich
die Bearbeitung zu hören, ohne dass das Originalsignal beigemischt wurde. Dies ist
mit Equalizern und Filtern sonst nicht möglich, da diese mit dem Originalsignal in
eine Reihe geschaltet sind. Da LISA jedoch mit parallel laufenden Filtern arbeitet,
kann an deren Ausgang in das reine Filtersignal hinein gehört werden. Um dies zu
demonstrieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

•
Geben Sie normales Programmmaterial auf die Eingänge von LISA.
•
Drücken Sie die Taste DRY MUTE.
•
Aktivieren Sie das Band HI MID.
•
Schalten Sie das Filter in den BOOST-Modus.
•
Drehen Sie den GAIN-Regler zunächst auf den Startwert 6 dB.
•
Sie hören nun ausschließlich die Arbeit des Filterbandes.
•
Wechseln Sie die Einstellungen für Q und FREQUENCY, um die
Auswirkungen des Filters kennen zu lernen.
•
Probieren Sie auch alle anderen Filterbänder aus.
i

Hinweis: Wenn Sie das Filter in den CUT-Modus umschalten, werden Sie
bemerken, dass das Signal verstummt. Solange das Originalsignal nicht
beigemischt wurde, kann natürlich keine negative Klangbearbeitung
stattfinden.
•
•
•
Drehen Sie anschließend die GAIN-Regler aller Bänder zurück auf den
Wert 0.
Deaktivieren Sie die Taste DRY MUTE.
Durch Drehen an den GAIN-Reglern der Bänder können Sie nun hören,
wie sich die Filter auf die Summe auswirken.
26
Anwendung
Einfache Kompression
Nachdem Sie nun mit dem Klang und den Eigenheiten der Equalizerbearbeitung von
LISA vertraut sind, möchten wir im nächsten Schritt die Möglichkeiten der
Kompression in den Filterbändern demonstrieren.
Dabei müssen zunächst drei Grundlagen beachtet werden, die Ihnen helfen
passende Einstellungen zu finden.
i Hinweis: Die Dynamikbearbeitung wirkt sich ausschließlich auf das eigentliche
Filtersignal aus. Findet in dem Filter keine Anhebung oder Absenkung statt
(GAIN-Regler auf 0), so findet auch keine Dynamikbearbeitung statt.
Hier liegt der große Unterschied zu einem Multibandkompressor, dessen
Dynamikbearbeitung immer wirkt, auch wenn das Ausgangssignal seiner
einzelnen Bänder weder angehoben noch abgesenkt wird.
Wir haben auch einmal das Experiment gemacht, in wie weit es für LISA möglich
ist, die Funktion eines Multibandkompressors zu simulieren. Die Vorgehensweise
hierfür finden Sie auf Seite 31.
i Hinweis: Die Kompression eines Filterbandes wirkt sich immer als Rücknahme
des jeweiligen Filtereingriffs aus.
Für die beiden Arbeitsmodi bedeutet dies:
BOOST-Modus: Die Stärke der Anhebung des Filters verringert sich dynamisch
in Abhängigkeit vom Eingangssignal. Sie ist jedoch niemals so stark wie in einem
Filter mit abgeschalteter Dynamik.
CUT-Modus: Die Absenkung des Filters verringert sich dynamisch in
Abhängigkeit vom Eingangssignal. Sie ist jedoch niemals so stark wie in einem
Filter mit abgeschalteter Dynamik.
p Achtung: Die Wirkung der Dynamikbearbeitung bezieht sich auf die Filterung,
nicht auf Ausgangssignal! Um die Auswirkung der Kompression oder Expansion
zu verstehen, stellen sie sich eine Filterkurve vor, die dynamisch zur Neutrallinie
zurück kehrt (Kompression) oder welche sich dynamisch weiter von der
Neutrallinie entfernt (Expansion). Ob sich die Filterkurve dabei im positiven oder
negativen Bereich befindet ist egal. Wichtig ist nur ihr Bezug zur Neutralstellung
(Nullachse).
p Achtung: Die Detektorschaltung der Dynamikeinheit befindet vor dem GAINRegler des jeweiligen Bandes. Das bedeutet, dass die Kompressionsleuchte
bereits eine Bearbeitung anzeigt, auch wenn der GAIN-Regler des Bandes noch
auf 0 steht.
27
Anwendung

•
Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches ein
sehr dynamisches Basssignal enthält.
Besonders geeignet sind hier vor allem Jazzstücke mit einem dynamisch
gespielten Kontrabass.
•
Drücken Sie die Taste DRY MUTE.
•
Aktivieren Sie das Band LO.
•
Schalten Sie das Filter in den BOOST-Modus.
•
Drehen Sie den GAIN-Regler zunächst auf den Startwert 6 dB.
•
Nutzen Sie die Regler für Q und FREQUENCY, um den Frequenzbereich
des Bassinstrumentes gut zu erfassen.
•
Hören Sie genau hin, wie sich das statische Filter auf das Instrument
auswirkt.
•
Schalten Sie die Dynamiksektion nun in den COMP-Modus.
•
Wählen Sie die Einstellung SM für langsame Attack- und mittlere
Release-Zeit.
•
Aktivieren Sie die Dynamikbearbeitung des Bandes über die ON-Taste.
•
Senken Sie nun den THRESHOLD-Regler Schritt für Schritt ab, und hören
Sie genau hin, wie sich die Filtertätigkeit immer stärker reduziert.
•
Schalten Sie den RATIO-Wert des Kompressors um und hören Sie sich
die Veränderung an.
Durch das höhere Kompressionsverhältnis wird die Filtertätigkeit weiter
reduziert, und die Auswirkungen des Kompressors auf das Zeitverhalten
des Signals werden deutlicher.

•
•
•
•
Stellen Sie den Kompressor so ein, dass er relativ stark arbeitet.
Drehen Sie anschließend die GAIN-Regler aller Bänder zurück auf den
Wert 0.
Deaktivieren Sie die Taste DRY MUTE.
Durch Drehen am GAIN-Reglern können Sie nun hören, wie sich das
dynamische Filter auf die Summe auswirkt.
28
Anwendung
Einfache Expansion
Die dynamische Bearbeitung der einzelnen Filterbänder kann zwischen Kompression
und Expansion umgeschaltet werden. Dabei handelt es sich um
UPWARD-EXPANSION.
Diese ist nicht zu verwechseln mit der Arbeit eines Gates, welches in seiner
Expanderfunktion als downward Expander arbeitet!
Das bedeutet, dass die Filterung in ihrer Wirkung verstärkt wird, sobald das Signal
die eingestellte THRESHOLD überschreitet.
i Hinweis: Auch die Expansion arbeitet durch das Filter immer zur Neutralstellung
gespiegelt.
Wurde das Filter in den BOOST-Modus geschaltet, so wird die Anhebung stärker,
wenn das Signal die Threshold überschreitet. Die Anhebung im EXPANDERModus wird immer gleich stark oder stärker als die statische Filterung sein.
Im CUT-Modus verstärkt die Expansion die absenkende Wirkung des Filters. Die
Absenkung im EXPANDER-Modus wird immer gleich stark oder stärker als die
statische Filterung sein.
p Achtung: Die Wirkung der Dynamikbearbeitung bezieht sich auf die Filterung,
nicht auf Ausgangssignal! Um die Auswirkung der Expansion oder Kompression
zu verstehen, stellen sie sich eine Filterkurve vor, die dynamisch zur Neutrallinie
zurück kehrt (Kompression) oder welche sich dynamisch weiter von der
Neutrallinie entfernt (Expansion). Ob sich die Filterkurve dabei im positiven oder
negativen Bereich befindet ist egal. Wichtig ist nur ihr Bezug zur Neutralstellung
(Nullachse).
p Achtung: Zu beachten ist auch hier, dass die Detektorschaltung der
Dynamikeinheit vor dem GAIN-Regler des jeweiligen Bandes arbeitet. Der Wert
der THRESHOLD verändert sich nicht, wenn das Filter zwischen BOOST und
CUT umgeschaltet wird.
29
Anwendung

•
Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches sehr
dynamische Signalspitzen besitzt.
Besonders geeignet sind hier vor allem Musikstücke mit einem sehr
dominanten und dynamisch gespielten Schlagzeug.
Für dieses Beispiel wird die Signalspitze einer Snaredrum angenommen.
•
Drücken Sie die Taste DRY MUTE.
•
Aktivieren Sie das Band LO MID.
•
Schalten Sie das Filter in den BOOST-Modus.
•
Drehen Sie den GAIN-Regler zunächst auf den Startwert 6 dB.
•
Nutzen Sie die Regler für Q und FREQUENCY, um den Frequenzbereich
der Grundtöne der Snare gut zu erfassen.
•
Hören Sie genau hin, wie sich das statische Filter auf das Instrument
auswirkt.
•
Schalten Sie die Dynamiksektion nun in den EXP-Modus.
•
Wählen Sie die Einstellung FM für schnelle Attack- und mittlere
Release-Zeit.
•
Aktivieren Sie die Dynamikbearbeitung des Bandes über die ON-Taste.
•
Senken Sie nun den THRESHOLD-Regler Schritt für Schritt ab und hören
Sie genau hin, wie das Filtersignal immer stärker angehoben wird.
•
Schalten Sie den RATIO-Wert des Expanders um und hören Sie sich die
Veränderung an.
Durch das höhere Expansionsverhältnis wird die Filtertätigkeit dynamisch
verstärkt und die Auswirkungen des Expanders auf das Zeitverhalten des
Signals werden deutlicher.

•
•
•
•

•
•
Stellen Sie den Expander so ein, dass er relativ stark arbeitet.
Drehen Sie anschließend die GAIN-Regler aller Bänder zurück auf den
Wert 0.
Deaktivieren Sie die Taste DRY MUTE.
Durch Drehen am GAIN-Regler können Sie nun hören, wie die
Signalspitzen des dynamischen Filters immer stärker aus der Summe
heraus stechen.
Schalten Sie das Filter in den CUT-Modus.
Achten Sie genau darauf, wie das Signal der Snare an leisen Stellen
relativ unverändert erscheint und an lauten Stellen immer stärker gefiltert
wird.
30
Anwendung
Multibandkompressor-simulation
Obwohl es zu den eher kuriosen Anwendungen gehört, soll hier beschrieben werden,
wie LISA als Zweibandkompressor arbeitet. Auch diese Einstellungen sollen als
Startpunkt für eigene Experimente verstanden werden.


p
•
Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA.
•
Drücken Sie die Taste DRY MUTE.
•
Aktivieren Sie die Bänder LO & HI.
•
Schalten Sie beide Filter in den BOOST-Modus.
•
Setzen Sie beide GAIN-Regler auf den Startwert 6 dB.
•
Schalten Sie beide Q-Regler auf die SHELVING-Stellung.
•
Setzen Sie den FREQUENCY-Regler des LO-Bandes
auf den Wert 650 Hz.
•
Setzen Sie den FREQUENCY-Regler des HI-Bandes
auf den Wert 3,7 kHz.
•
Der Ausgang beider Filter liefert nun einen -relativ- linearen
Frequenzgang.
•
Schalten Sie die Dynamiksektionen nun in den COMP-Modus.
•
Experimentieren Sie nun mit den verschiedenen
Kompressoreinstellungen, wobei das LO-Band die Kompression der
Tiefen und das HI-Band die Kompression der Höhen übernimmt.
•
Sollte die Kompression zu stark einsetzen, wenn Sie die Threshold
herunter setzen, können Sie deren Empfindlichkeit über den
MASTER THRESHOLD-Regler im Ausgangsbereich reduzieren.
•
Lösen Sie die Taste DRY MUTE.
•
Über den DRY LEVEL-Regler können Sie dem Signal nun das
unbearbeitete Signal leicht untermischen.
•
Sie werden bemerken, dass die anfangs wahrscheinlich zu stark wirkende
Kompression sehr rasch an Natürlichkeit gewinnt.
Achtung: Bei der oben genannten Vorgehensweise übernehmen die Filter
eine sehr starke Verstärkung des Signals. Es kann dabei sehr schnell zu
Übersteuerungen kommen. Achten Sie auf die Anzeigen für die Ein- und
Ausgangspegel und korrigieren Sie diese gegebenenfalls über
die INPUT GAIN-Regler und OUTPUT GAIN-Regler!
31
Anwendung
Ducking
Das sogenannte Ducking bietet dem Anwender die Möglichkeit ein Signal von einem
anderen 'weg drücken' zu lassen. Das bearbeitete Signal rückt in den Hintergrund
und schafft so kurzzeitig Platz für ein anderes Signal. Zum Beispiel wird dies in der
Club-Musik genutzt, um die Basslinie oder die gesamte Signalsumme durch die
Kickdrum modulieren zu lassen. Das Ergebnis ist ein stark pumpender Effekt.
Die Möglichkeiten von LISA erlauben dem Nutzer die Anwendung als
frequenzselektiver Ducker, aber auch viele andere, neuartige Dynamikeffekte.
Einige Beispiele:
•
Der Höhenanteil einer Synthesizerspur wird durch das Auftreten der
Snaredrum reduziert und bietet dieser mehr Platz zur Entfaltung.
•
Das Anschlaggeräusch einer Bassdrum reduziert die ähnlichen Frequenzen in
der Bassspur. Dadurch bekommt die Bassdrum mehr Anschlag, verliert aber
nicht die 'Verschmelzung' mit dem Basssignal in den Tiefen.
•
Ein Signal kann dynamisch immer im gleichen relativen Pegelabstand
gehalten werden. Wird Kanal 1 lauter, erhöht sich auch der Pegel in Kanal 2.
Den kreativen Anwendungen sind auch hier keinerlei Grenzen gesetzt. Die
Vorgehensweise hat dabei immer den gleichen Ausgangspunkt.

•
Geben Sie eine Schlagzeugspur auf Kanal 1 und eine Bassspur auf
Kanal 2.
•
Aktivieren Sie die LINK-Taste.
•
Regeln Sie den DRY LEVEL auf 50.
•
Aktivieren Sie das Band MID in beiden Kanälen.
•
Schalten Sie das Filter von Kanal 1 in den BOOST-Modus.
•
Schalten Sie das Filter von Kanal 2 in den CUT-Modus.
•
Drehen Sie beide GAIN-Regler zunächst auf den Startwert 6 dB.
•
Nutzen Sie die Regler für Q und FREQUENCY, um den Frequenzbereich
der Snare in Kanal 1 und dem Anschlagsgeräusch des Bassinstrumentes
in Kanal 2 gut zu erfassen.
•
Schalten Sie die Dynamiksektion beider Kanäle in den EXP-Modus.
•
Wählen Sie in beiden Kanälen die Einstellung SM für langsame Attackund mittlere Release-Zeit.
•
Setzen Sie beide THRESHOLD-Regler auf den Wert 0.
•
Aktivieren Sie die Dynamikbearbeitung beider Kanäle über die ON-Taste.
32
Anwendung

•
Senken Sie nun den THRESHOLD-Regler von Kanal 1 Schritt für Schritt
ab und hören Sie genau hin, wie die immer stärker in den Vordergrund
tretende Snare das Anschlaggeräusch des Basses in den Hintergrund
drängt.
•
Schalten Sie das Filter von Kanal 2 ebenfalls in den BOOST-Modus.
•
Schalten Sie die Dynamikbearbeitung von Kanal 2 in den COMP-Modus.
•
Nun wird das Anschlaggeräusch der Bassspur ebenfalls betont. Diese
Betonung wird jedoch bei jedem Schlag auf die Snaredrum zurück
genommen und schafft so mehr Platz für das dominante Snaresignal.
•
Probieren Sie viele verschiedene Einstellungen aus und hören Sie sich an,
wie die beiden Kanäle miteinander interagieren.
•
Senken Sie nun den THRESHOLD-Regler von Kanal 2 ab und achten Sie
darauf, wie dieser Kanal mehr und mehr die dominierende Rolle
übernimmt.
Die Möglichkeiten der Bearbeitung von zwei interagierenden Kanälen sind deshalb
so weit gestreut, weil alle Parameter der beiden Kanäle weiterhin ihren Einfluss
behalten. Genaueres über dieses Prinzip finden Sie im Abschnitt Stereo-Verlinkung
auf der nächsten Seite.
i
Hinweis: Die hier beschriebene Ducking-Technik kann, wie alle anderen
Bearbeitungen, auch im MS-Modus genutzt werden. Auf diese Weise
können zum Beispiel Signale im Seitensignal betont werden, wenn
Signalspitzen im Mittensignal auftreten. Der Kreativität sind auch hier
keine Grenzen gesetzt.
Mehr Informationen über die MS-Technik finden Sie im Abschnitt MSTechnik ab Seite 35.
33
Anwendung
Stereo-Verlinkung
LISA kann, wie beschrieben, für zwei unterschiedliche Signale verwendet werden.
Alle Parameter können unabhängig voneinander in beiden Kanälen völlig
unterschiedliche Aufgaben bei der Klangbearbeitung übernehmen.
Eine der besonderen Stärken von LISA liegt natürlich in der Bearbeitung von
Stereosignalen. Hierfür bietet LISA die Option der Stereo-Verlinkung.
Im Gegensatz zu anderen Designs schaltet diese Option keinen der Kanäle in einen
Regler-Mastermodus. Die individuellen Einstellungen beider Kanäle bleiben
vollständig erhalten und müssen ggf. von Hand aufeinander abgeglichen werden.
Der Vorteil der Stereo-Verlinkung liegt darin, dass die Steuerwege der
Dynamikeinheiten beider Kanäle miteinander verknüpft werden.
Dies bedeutet, dass beide Kanäle je nach Situation permanent wechselnd die
Bearbeitung des Signals in der Dynamikeinheit auslösen.
Das klingt kryptischer als es ist. Im Prinzip ist es recht einfach zu verstehen:
p
•
Erreicht eines der Signale die eingestellte Threshold in 'seinem' Kanal, so
wird die Dynamikbearbeitung in beiden Kanälen ausgelöst.
•
Sind die Kanäle nicht verlinkt, würde das Erreichen der Threshold in einem
Kanal die Bearbeitung nur in dem betroffenen Kanal auslösen. Dadurch
würde bei Stereosignalen eine Verschiebung des Stereopanoramas
verursacht.
•
Achtung: Die Verlinkung sorgt ausschließlich dafür, dass die
Dynamikbearbeitung immer in beiden Kanälen gleichzeitig gestartet wird.
Diese unterliegt jedoch weiterhin den jeweiligen Einstellungen
(zum Beispiel des Zeitverhaltens, Kompression/Expansion oder Ratio).
Filter mit
Dynamikstufe
Attack
Decay
Ratio
ThreshholdRegler
LINK
Attack
Decay
Ratio
ThreshholdRegler
Filter mit
Dynamikstufe
Audiosignal
Steuersignal
34
Anwendung
MS-Technik
Die MS-Technik ist eine Möglichkeit der Bearbeitung von Stereosignalen. Sie wird
gerne in der Masteringanwendung genutzt, um noch tiefer in die bestehende
Mischung eingreifen zu können.
MS bedeutet 'Mitte-Seite' und zerlegt das aus linkem und rechtem Kanal bestehende
Stereosignal in ein Signal welches nur die Informationen aus der Phantommitte trägt,
und eines, dass nur die Informationen beider Stereoseiten beinhaltet.
Diese Technik ist bereits sehr alt und findet vor allem in der Aufnahmetechnik und der
UKW-Rundfunkübertragung regelmäßige Anwendung.
Die Gewinnung des Mitten- und Seitensignals geschieht dabei über eine sehr
einfache Summen-Differenz-Schaltung:
Mitte = Links + Rechts
Seite = Links – Rechts
LISA kann jedoch nicht als MS-Kodierer genutzt werden. Die eingebaute MS-Matrix
ist nur für die interne Bearbeitung gedacht. Bevor das Signal an den Ausgängen
ausgegeben wird, findet die Rückwandlung des Signals in ein klassisches
Stereosignal statt. Diese wird über eine umgekehrt arbeitende Summen-DifferenzSchaltung realisiert:
Links = Mitte + Seite
Rechts = Mitte – Seite
Wurde die MS-Schaltung aktiviert, so übernimmt Kanal 1 die Bearbeitung des MittenSignals und Kanal 2 entsprechend die Bearbeitung des Seitensignals.
p
Achtung: Auch im aktivierten MS-Modus ist es möglich die beiden Kanäle
zu verlinken.
p
Achtung: Die MS-Bearbeitung wirkt auch auf das DRY-Signal!
i
Hinweis: LISA kann auch genutzt werden um die Basisbreite eines
Stereosignals zu regeln. Hierfür werden die beiden OUTPUT GAIN-Regler
verwendet.
Wird in Kanal 2 eine höhere Verstärkung als in Kanal 1 eingestellt,
vergrößert sich die Basisbreite des Stereosignals. Umgekehrt verringert
sich die Breite durch Absenkung der Verstärkung in Kanal 2.
Wird das Signal von Kanal 2 stumm geschaltet, bleibt die Mitte als
Monosignal übrig. Bei stumm geschaltetem Kanal 1 bleibt das
Seitensignal als sehr phasiges Signal ohne Lokalisation hörbar.
35
Anwendung
MS-Bearbeitung
Um die Möglichkeiten der MS-Technik kennen zu lernen, soll zunächst eine einfache
Bearbeitung gezeigt werden. Natürlich können im MS-Modus alle Bearbeitungen
durchgeführt werden, die auch im Stereo-Modus möglich sind. Es lohnt sich hier sehr
viel Zeit in Experimente zu investieren, da die Bearbeitungen im MS-Betrieb enorme
Möglichkeiten bieten.

•
Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches das
Stereopanorama möglichst stark ausnutzt.
•
Setzen Sie die beiden OUTPUT GAIN-Regler auf den gleichen Wert.
•
Drücken Sie die Taste M-S.
•
Verändern Sie nun den Wert des OUTPUT GAIN-Reglers von Kanal 2.
•
Achten Sie darauf, wie das Stereopanorama breiter und schmaler wird.
p

Achtung: Eine Verbreiterung des Stereopanoramas kann zu Problemen in
der Monokompatibilität des Ausgangssignals führen. Prüfen Sie dies mit
einem Korrelationsgradmesser oder prüfen Sie das Signal regelmäßig in
Mono!
•
Nutzen Sie die Filterbänder in Kanal 1, um ein Signal zu bearbeiten,
welches genau in der Stereomitte angesiedelt ist. Dies ist oft bei der
Gesangsstimme der Fall.
•
Nutzen Sie nun die Filterbänder von Kanal 2, um Anpassungen an den
Signalen vorzunehmen, die außerhalb der Mitte angeordnet sind.
i

i
Hinweis: Je weiter ein Signal an den Außenrändern des Stereopanoramas
angeordnet ist, desto weniger wird es im Mittenkanal vorhanden und von
der Bearbeitung des Mittensignals betroffen sein. Umgekehrt wird ein
Signal, welches genau in der Mitte des Panoramas zu finden ist, nicht im
Seitensignal vorhanden sein. Eine perfekte Trennung ist jedoch selten der
Fall.
•
Stellen Sie den linken und rechten Kanal genau gleich ein.
•
Schalten Sie nun zwischen MS- und Stereo-Modus um.
•
Achten Sie darauf, ob Ihnen Unterschiede im Klang auffallen.
Hinweis: Obwohl sich minimale Unterschiede im Klang ergeben können,
kann der MS-Modus genutzt werden, um eine fertige Bearbeitung
anschließend in der Stereobreite zu regeln.
Schalten Sie hierzu nach der Einstellung aller Parameter in den
MS-Modus um und regeln Sie die Stereobreite über den
OUTPUT GAIN-Regler von Kanal 2.
36
Appendix
37
Appendix
Technische Daten
•
Frequenzgang (+/- 0,5 dB):
10 – 50 000 Hz
•
Rauschen
(22 Hz – 22 kHz, unbewertet):
-90 dB
•
Dynamikumfang:
118 dB
•
Klirrfaktor (THD + N)
0,005% @ +4 dBu, Unity-Gain
•
Maximaler Eingangspegel:
@ 40 Hz (1% THD) +20 dBu
>200 Hz (1% THD) +28 dBu
•
Maximaler Ausgangspegel:
+28 dBu
•
Eingangsimpedanz:
22 kOhm
•
Ausgangsimpedanz:
< 100 Ohm
•
Gleichtaktunterdrückung (bei 1 kHz):
> 70 dB
•
Kanalübersprechen (bei 1 kHz):
> 90 dB
•
Sicherung:
2x 1A träge 5 x 20 mm
•
Leistungsaufnahme:
max. 90 W
•
Abmessung (BxHxT)
Inklusive Rackwinkel:
492 x 267 x 344 mm
Gewicht (ohne Netzteil):
20 kG
•
38
Appendix
Garantieerklärung
Für LISA gilt, wie für alle Produkte der TOMO Audiolabs, die gesetzliche
Gewährleistungspflicht.
Darüber hinaus gewähren die TOMO Audiolabs eine zusätzliche Garantie auf
Mängel, die auf Produktions- oder Materialfehler zurückzuführen sind.
Diese Garantie gilt für 2 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Kaufdatum auf der
Kaufrechnung. Sie gilt nur für den Erstkäufer und ist nicht an Dritte übertragbar.
Die Garantie gilt nicht für:
•
normale Abnutzung
•
durch den Anwender verursachte Beschädigungen
•
Produkte, die von einer nicht autorisierten Person repariert oder modifiziert
wurden
•
Modifikationen, die nicht mit schriftlicher Genehmigung durch die
TOMO Audiolabs durchgeführt wurden
•
Schäden, die durch Über- oder Unterspannung aus dem Stromnetz verursacht
werden (wir empfehlen zu prüfen, ob die Reparaturkosten gegebenenfalls vom
Stromversorger getragen werden müssen)
•
Schäden durch an die Audioanschlüsse angelegte Phantomspeisung oder
andere Ströme
•
Transportschäden (Bitte schließen Sie immer eine Transportversicherung ab!)
Garantierücksendungen müssen immer im Vorhinein mit der technischen
Serviceabteilung der TOMO Audiolabs abgesprochen werden. Bitte versenden Sie
LISA ausschließlich in ihrer original Transportverpackung. Falsch verpackte
Garantiegeräte werden in einer neuen Originalverpackung zurück gesendet. Die
neue Verpackung wird dem Kunden in Rechnung gestellt. Dies geschieht, um im
Fall von Transportschäden Rechtssicherheit bei der Transportversicherung zu
gewährleisten.
Rücksendungen außerhalb der BRD müssen zuvor mit der technischen
Serviceabteilung der TOMO Audiolabs besprochen werden. Wir können nicht für
durch falsche Angaben verursachte Zoll- oder Versandrechnungen aufkommen.
Im Garantiefall oder für technische Unterstützung wenden Sie sich bitte an:
TOMO Audiolabs
Gebrüder Frei GmbH & Co.
Elektrotechnik / Elektronik
Borsigstraße 15
72461 Albstadt
http://www.tomo-audiolabs.de/
39
Artist: ........................................................................................................................................................................................................................
Song:.........................................................................................................................................................................................................................
Track CH 1:..............................................................................................................................................................................................................
Track CH 2:..............................................................................................................................................................................................................
Date / Notes:............................................................................................................................................................................................................
...................................................................................................................................................................................................................................
LISA - Recallsheet
Channel 2 IN
Channel 1 IN
Encoder
MS
LoCut Freq
Block Diagram
TOMO LISA
Input gain
Q Cmp
Att/Rel
Gain
o
n
Dynamics
On
Dry Mute
Ratio
Sidechain
Exp
Freq
Dyn. Filter
Boost/Cut
Dry Level
Channel 2
CH2 In
6x
LoCut
ON
MS On
CH1
IN
Link CH2
T hreshold
Output Gain
Decoder
MS
Channel 2 OUT
Output
Channel CH1
1 OUT
LISA - Blockschaltbild
Index
Stichwortverzeichnis
2
F
24-Bit..............................23 FILTER BAND ON..........13
FREQUENCY / Hz.........14
3
3 dB-Punkt......................14 G
GAIN (Band 1)................13
A
GAIN (Band 2 bis 5).......16
Anschlüsse.......................7 Gainstaging....................22
Appendix........................37 Garantieerklärung..........39
ATT / REL.......................14
Attack.............................14 H
Hardwire-Bypass............19
B
Headroom.......................23
Blockschaltbild...............41
BOOST / CUT................16 I
Bypass............................19 INPUT GAIN...................11
C
CH 1 IN...........................19
CH 2 IN...........................20
COMP / EXP..................17
D
DBV................................22
DRY LEVEL....................20
DRY MUTE ....................19
Ducking..........................32
DYNAMICS ON..............14
Dynamikumfang.............22
E
Einfache Expansion.......29
Einfache Kompression...27
Eingangssektion.............11
Expansion.......................17
K
Klassischer Equalizer.....26
Komplettreset.................25
Kompression..................17
Kompressionsratio.........14
O
OUTPUT GAIN...............19
P
Pegelton.........................23
Q
Q (Band 2)......................16
Q (Band 3 und 4)............17
Q (Band 5)......................17
Q-Werte..........................16
R
Rackmontage...................7
RATIO.............................14
Release..........................14
Reset..............................25
S
Seite...............................35
Sicherheitshinweise.......5f.
SLOPE HI.................14, 18
Stereo-Verlinkung...........34
Symmetrisch.....................7
L
LINK...............................12
LO CUT / Hz...................11 T
LO CUT ON....................11 Technische Daten...........38
THD................................22
M
THRESHOLD.................15
MASTER THRESHOLD. 20 Tiefensperre....................11
Mitte................................35 Total Harmonic Distortion
MS..................................11 ........................................22
MS-Bearbeitung.............36
MS-Kodierer...................35 U
MS-Technik.....................35 Unsymmetrisch.................7
MultibandkompressorUPWARD-EXPANSION. 29
simulation.......................31
42
Notizen
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Thank you for your participation!

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