IM 12J6K4-D

IM 12J6K4-D
Bedienungsanleitung
DO30/FD30/PB30
Sensoren und Armaturen
für die Messung von
gelöstem Sauerstoff
IM 12J6K4-D-E
4. Ausgabe
INHALT
1
EINLEITUNG .............................................................................................................1
1.1 Allgemeines .......................................................................................................1
1.2 Aufbau einen Analysatorsystems für gelösten Sauerstoff ...................................1
2
AUSPACKEN UND ÜBERPRÜFEN ..........................................................................2
3
GARANTIE UND SERVICE .......................................................................................2
4
TECHNISCHE DATEN ..............................................................................................3
4.1 Sensor, Modell DO30 ........................................................................................3
4.2 Eintaucharmatur, Modell FD30 ..........................................................................4
4.3 Schwimmkugelarmatur, Modell PB30 ................................................................5
5
INSTALLATION..........................................................................................................6
5.1 Allgemeines .......................................................................................................6
5.2 Sensorbaugruppe..............................................................................................6
5.3 Zusammenbau und Montage der Eintaucharmatur............................................7
5.3.1 Prüfliste .................................................................................................7
5.3.2 Vorbereiten der Eintaucharmatur ...........................................................7
5.3.3 Montage des Sensors in der Eintaucharmatur.......................................8
5.3.4 Montage der Reinigungsbaugruppe ......................................................8
5.3.5 Montage des flexiblen Leitungsschutzrohrs ...........................................9
5.4 Installation der Schwimmkugelarmatur ..............................................................9
5.4.1 Prüfliste .................................................................................................9
5.4.2 Installation .............................................................................................9
5.4.3 Zusammenbau ......................................................................................9
6
KALIBRIERUNG ......................................................................................................11
6.1 Luftkalibrierung ................................................................................................11
6.2 Wasserkalibrierung ..........................................................................................12
6.2.1 ISO-5814-Tabelle ................................................................................12
6.2.2 100%-Kalibrierung ..............................................................................15
6.2.3 0%-Kalibrierung ..................................................................................15
7
VORBEUGENDE INSPEKTION UND WARTUNG .................................................16
7.1 Periodische Überprüfungen .............................................................................16
7.2 Ersetzen der Membran und des Sensor-Elektrolyten .......................................16
7.3 Austauschen von Armaturkomponenten..........................................................17
8
FEHLERSUCHE ......................................................................................................18
9
ERSATZTEILE .........................................................................................................19
9.1 Allgemein ........................................................................................................19
9.2 Sensorbaugruppe............................................................................................19
9.3 Düsenreiniger-Baugruppe ................................................................................19
9.4 Verbrauchsteile ................................................................................................20
10 ABMESSUNGEN .....................................................................................................21
IM 12J6K4-D-E
1
1 EINLEITUNG
1.1 Allgemeines
Die Analysatorsysteme von Yokogawa DO402G/DO202G(S) für gelösten Sauerstoff werden
mit galvanischen oder polarographischen Sensoren eingesetzt, um kontinuierlich den Gehalt
von gelöstem Sauerstoff in Wasser zu messen.
Diese Analysatorsysteme verfügen über exzellente Leistungsdaten, eine schnelle Anzeige,
zahlreiche nützliche Funktionen und eine hervorragende Wartungsfreundlichkeit. Durch
diese Eigenschaften sind die Geräte ideal für die verschiedensten Anwendungen geeignet.
Die Analysatorsysteme dienen beispielsweise zur Regelung von Belebtschlammbecken in
Abwasseraufbereitungsanlagen. Sie können auch zur Überwachung der Wasserqualität in
Flüssen, Seen und Teichen oder Fischfarmen eingesetzt werden.
1.2 Aufbau eines Analysatorsystems für gelösten Sauerstoff
Ein EXA-Analysatorsystem für gelösten Sauerstoff besteht aus einem Sensor, einer
Armatur und dem EXA DO-Messumformer. Der galvanische DO30-Sensor wird in eine
Eintaucharmatur mit optionalem Reinigungsmechanismus oder in eine Schwimmkugelarmatur eingebaut. Sowohl Eintaucharmatur als auch Schwimmkugelarmatur sind
standardmäßig auf die Möglichkeit der Sensordiagnose vorbereitet.
Der galvanische Sensortyp benötigt keine externe Spannung. Die Membran läßt sich leicht
reinigen und austauschen. Die Entfernung zwischen Sensor und Messumformer wird durch
Kabel der Längen 3, 5, 10, 15 und 20 überbrückt.
Der polarographische Sensortyp benötigt eine externe Spannung, die vom Analysator
geliefert wird. Die Membran läßt sich leicht reinigen und austauschen.
Die Eintaucharmatur steht mit oder ohne Flansch zur Verfügung. Für Ausführungen ohne
Flansch sind ein Montagesatz und ein Düsenreiniger als Option erhältlich.
Durch die besondere Konstruktion der Schwimmkugelarmatur ist nur ein minimaler Wartungsaufwand erforderlich. Sie ist mit einer Dreh- und einer Hebevorrichtung ausgestattet
und wird normalerweise als komplette Einheit mit Sensor und Kabel bestellt.
LEISTUNGSMERKMALE:
• Kurze Ansprechzeit
• Einfach auszutauschende Membran (Kassettentyp)
• Gute Langzeitstabilität
• Sensordiagnose auf intakte Membran
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2 AUSPACKEN UND ÜBERPRÜFEN
Überprüfen Sie gleich nach der Anlieferung der Sendung die Verpackung auf Schäden.
Wird eine Beschädigung festgestellt, benachrichtigen Sie bitte sofort den Spediteur und das
entsprechende Yokogawa Verkaufsbüro.
Ist die Verpackung in Ordnung, packen Sie die Teile aus. Überprüfen Sie, ob alle Positionen,
die auf dem Lieferschein aufgeführt sind, vorhanden sind und dass sich keine Teile mehr
zwischen dem Füllmaterial befinden. Sollten Teile fehlen, benachrichtigen Sie bitte sofort
den Spediteur und das entsprechende Yokogawa Verkaufsbüro.
3 GARANTIE UND SERVICE
Bei normalem Gebrauch der Geräte übernimmt Yokogawa eine Garantie für seine
Produkte und Komponenten bezüglich Fehlerfreiheit in Verarbeitung und Material unter
normalen Betriebsbedingungen für die übliche Dauer von 12 Monaten ab Versand durch
den Hersteller. Einzelne Verkaufsorganisationen können von der üblichen Garantiezeit
abweichen, daher sind die betreffenden Verkaufsbedingungen der Originalbestellung
zu Rate zu ziehen. Beschädigungen durch Abnutzung und Verschleiß, unsachgemäße
Wartung, Korrosion oder durch Auswirkungen chemischer Prozesse sind von dieser
Gewährleistung ausgeschlossen.
Im Garantiefall sind die defekten Teile zur Reparatur oder zum Ersatz an die ServiceAbteilung der betreffenden Verkaufsorganisation zu senden. Die folgenden Informationen
müssen im Begleitbrief der zurückgesendeten Teile enthalten sein:
• Teilenummer, Typcode und Seriennummer
• Originalbestellung und Datum
• Betriebsdauer und Beschreibung des Prozesses
• Beschreibung des Fehlers und Umstände des Auftretens
• Druck, Temperatur, Prozesszusammensetzung und weitere Prozess- oder Umgebungsbedingungen bezüglich Installation, die im Zusammenhang mit dem Ausfall des Geräts
stehen können.
• Eine Mitteilung, ob der Garantie-Service oder der normale Service gewünscht wird
• Vollständige Informationen bezüglich Versand und Rechnungsstellung für die Rücksendung des Materials und Name und Telefonnummer eines Ansprechpartners, falls
weitere Informationen benötigt werden.
Zurückzusendende Teile, die mit Prozessmedien in Berührung gekommen sind, müssen
vor dem Versand dekontaminiert/desinfiziert werden. Die Teile sollten diesbezüglich mit
einem Zertifikat versehen sein, um die Gesundheit und Unversehrtheit unserer Angestellten
zu schützen. Sicherheitsdatenblätter der Materialien der Prozesskomponenten, denen die
Ausrüstung ausgesetzt war, sollten ebenfalls beigefügt werden.
Die Versandadresse, an die die defekten Teile zu senden sind, entnehmen Sie bitte Ihren
Original-Kaufunterlagen.
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4 TECHNISCHE DATEN
4.1 Sensor, Modell DO30
Messgröße
: Gelöster Sauerstoff
Messprinzip
: Galvanische Zelle
Messbereich
- Minimum
- Maximum
: 0-2,5 ppm
: 0 bis 20 ppm
Betriebsbedingungen der Flüssigkeit
- Temperatur
: 0 bis 40 °C
- Druck
: 0 bis 1 bar
- Fließgeschwindigkeit
: Mindestens 5 cm/sec
- Reaktionszeit
: <60 s
Temperaturkompensation
: Thermistor
Werkstoffe der medienberührten Teile
: Hart-PVC
Fluoropolymer (FEP)
Edelstahl (SUS304)
Nitrilkautschuk
Weich-PVC
Polykarbonat
Membran
: 25 oder 50 μm
Versanddaten
- Gewicht
- Verpackungsgröße
Zubehör
- Elektrolyt für Sensor (50 ml)
- Membran, O-Ring
- Spritze für den Elektrolyt-Austausch
: Ca. 0,9 kg (mit 5 m Kabel)
Gewicht des Sensors ca. 0,1 kg
: 295 x 230 x 165 mm
1 Flasche
3 Sätze
1 Stck.
Typ- und Zusatzcode
Typ
DO30
Zusatzcode
Beschreibung
DO-Sensor
Membrantyp
Kabellänge
-S25
-S50
-03
-05
-10
-15
-20
25 μm
50 μm
3 Meter
5 Meter
10 Meter
15 Meter
20 Meter
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4
4.2 Eintaucharmatur, Modell FD30
Werkstoffe der medienberührten Teile
- Gehäuse & Flansch
: Polyvinylchlorid (PVC)
- O-Ringe
: Silikonkautschuk
- Blindstopfen
: Ryton R4 (vor Verwendung der Armatur entfernen!)
- Leitfähige Hülse
: Messing
Temperatur
- Minimum
- Maximum
: -10 °C
: +50 °C
Druck
: max. 2 bar
Eintauchlänge
: 0,5 bis 2,0 m (in Schritten von 10 cm)
Bei Bestellung als Direkteinsatzarmatur (Rohrlänge 00)
wird eine Tube PVC-Kleber mit der Halterung geliefert.
Gewicht
- Ohne Flansch
- Mit Flansch
: 1,35 kg + 0,2 kg pro 0,5 m
: 0,5 kg zusätzlich
Optionen
- Sensor/Kabel
- Flexibles Leitungsrohr
Option /PH5
Option /PH10
- Düsenreiniger (Option /JC)
:
:
:
:
:
Siehe DO30
PVC und Nylon
5 m Schutzschlauch
10 m Schutzschlauch
- Werkstoffe: PVC, Nylon, PVDF und PTFE
- Temperatur: wie FD30
- Druck wie FD30
- Eintauchlänge: Nennlänge + 4 cm
- Montagesatz (Option /MS1): Werkstoff: Galvanisierter Stahl
Typ- und Zusatzcodes
Typ
FD30V27
Eintauchlänge
Zusatz- Optionscode
code
Optionen
Kabel
Schutzschlauch
Zellen-Baugruppe
Düsenreiniger
Montagesatz
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Eintaucharmatur aus PVC
Rohr wird vom Kunden beigestellt.
Zwischen 0,5 und 2,0 (in Schritten
von 0,1 m) Beispiel: 06 = 0,6 m
Kein Flansch
DIN DN50 PN10
ANSI 2” 150 lbs
Bauart A
-00
-
Montageflansch
Beschreibung
-FN
-F1
-F2
*A
/C05
/C10
/PH5
/PH10
/S25
/S50
/JC
/MS1
5 Meter
10 Meter
5 Meter
10 Meter
25 μm
50 μm
*
*
* Bei
FlanschAusführungen
nicht
möglich
5
4.3 Schwimmkugelarmatur, Modell PB30
Werkstoffe der medienberührten Teile :
Hochschlagfestes Polystyrol,
PVC und Messing
Temperatur
:
0-40 °C
Montagebügel
:
Galvanisierter Stahl, für die Schienen- oder
Oberflächenmontage
Sensor/Kabel
:
Siehe DO30
Verpackungsdetails
- Gewicht
- Verpackungsgröße
- Hauptstützarm
:
:
:
ca. 12,5 kg
490 x 320 x 340 mm
2,5 m
Hinweis:
Das für die PB30 verwendete Standardrohr hat 50 mm Außendurchmesser. Für das 11/2”
Rohr ist es erforderlich, die 11/2”-Adapter zu verwenden, die beim PB30-00 mitgeliefert
werden.
Typ- und Zusatzcodes
Modell
PB30
Rohrlänge
Sensortyp
Kabellänge
Zusatzcode
-00
-25
-SNN
-S25
-S50
-00
-05
-10
-15
-20
Beschreibung
Schwimmkugelarmatur
Rohr vom Kunden beigestellt
2,5 Meter
Kein Sensor
25 μm Membran
50 μm Membran
Kein Kabel
5 Meter
10 Meter
15 Meter
20 Meter
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6
5 INSTALLATION
5.1 Allgemeines
Es ist wichtig, den Messort an einer
Stelle zu wählen, die repräsentativ für die
Prozesszusammensetzung ist. Bitte prüfen
Sie auch, ob die maximal auftretenden
Prozessbedingungen innerhalb der in den
technischen Daten für den Sensor, die
Armatur bzw. die Halterung angegebenen
Grenzwerte liegen.
Installieren Sie die Armatur an einer Stelle,
die für Wartungs- und Kalibrierzwecke
sicher und einfach zugänglich ist.
Nach der Installation des Sensors kann es
einige Stunden dauern, bis sich die Messwerte stabilisieren. Im Extremfall kann die
Stabilisierung bis zu 24 Stunden dauern.
K1530UF
VORSICHT
Geben Sie die Armatur bzw. Halterung nie
ohne montierten Sensor in den Prozess,
da sonst die Kabelanschlüsse nass werden
können.
5.2 Sensorbaugruppe
Der DO-Sensor ist mit nicht angeschlossenem Kabel verpackt. Vor dem Einsatz
ist das Kabel in den Stecksockel des
Sensorgehäuses einzustecken und durch
Drehen der Überwurfmutter zu fixieren.
Abb. 5-1
11 weiß
Hinweis: Prüfen Sie auch, ob die Mutter,
die die Membran hält, fest
angezogen ist, um ein Auslaufen
des Elektrolyten zu verhindern.
Achten Sie darauf, die Membran
nicht zu beschädigen.
Der Kabelstecker hat zwei O-Ringe zum
Abdichten der Verbindung (siehe Abb. 5-1).
Der Austausch der Membran wird in Kapitel
7 beschrieben.
Entfernen Sie die Gummikappe vom
Sensor, indem Sie sie vorsichtig im
Uhrzeigersinn drehen.
Anschluss des Sensors an den
Messumformer
Die Leiter des Kabels für den Sensor DO30
sind von 11-16 nummeriert (s. Abb. 5-2).
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12 braun
13 grün
14 gelb
15 blau-grün
16 rosa
Abb. 5-2
Diese Nummerierung stimmt mit der Nummerierung der Klemmen in den YokogawaMessumformern EXA DO402G/DO402G(S)
überein.
Das Anschlussdiagramm für den Sensor
DO30 befindet sich in der Bedienungsanleitung des EXA DO-Messumformers.
7
5.3
Zusammenbau und Montage der
Eintaucharmatur
5.3.1 Prüfliste
Die Armaturen FD30-V27-xx-FN-... werden
komplett zusammengebaut ausgeliefert.
Flansche (Zusatzcode -F1 oder -F2) und
Optionen werden separat geliefert.
Falls Sensor- und Kabelkomponenten als
Optionen bestellt wurden, siehe Abschnitt
5.1 zu Hinweisen bezüglich des Sensors.
Die Version FD30-V27-00... wird in Teilen
und ohne Rohr ausgeliefert (s. Abb. 5-3).
Die Haltehülse (3) und das Kopfteil (1a/
b) haben einen Innendurchmesser, der
sowohl für 40 mm- als auch 11/4”-Rohre
geeignet ist.
Die Option „Düsenreiniger“ (/JC) wird wie in
Abbildung 5-4 dargestellt ausgeliefert.
5.3.2 Vorbereiten der Eintaucharmatur
Bereiten Sie die Eintaucharmatur vor,
indem Sie die Schraubtülle (4) am unteren
Ende der Armatur abschrauben. Entfernen
Sie den Stopper (7), der weggeworfen werden kann, und die leitfähige Hülse (5).
Die Schraubtülle dient zum Fixieren des
DO-Sensors in der Armatur.
Soll ein flexibles Leitungsrohr angeschlossen werden (Option /PH5 oder /PH10),
wird die Knickschutztülle (2) nicht
gebraucht.
Wird die Eintaucharmatur mit Reinigungsvorrichtung verwendet, dient der Käfig
der Reinigungsbaugruppe zur Fixierung
des DO-Sensors. In diesem Fall kann die
Schraubtülle (4) ebenfalls entsorgt werden.
Bei der Version FD30-V27-00-.. sollten
Kopfteil und Haltehülse mit dem mitgelieferten PVC-Kleber mit dem vom Kunden
beigestellten Rohr verklebt werden. Stellen
Sie bitte sicher, dass die Versiegelung wasserdicht ist.
2
11
1a
1b
3
6
9
7
10
5
8
4
sensor a
Kopfteil
Knickschutztülle
Haltehülse
Schraubtülle
Leitfähige Hülse
„O“-Ring
Stopper
„O“-Ring
Tube PVC-Kleber
Bedienungsanleitung
Flansch (sofern spezifiziert)
Pos.
6
8
Bestellnr.
K1500FX
K1500FY
(1a/b)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
Beschreibung
Satz mit 5 O-Ringen
Satz mit 5 O-Ringen
Abb. 5-3
Abb. 5-4
IM 12J6K4-D-E
8
5.3.3 Montage des Sensors in der
Eintaucharmatur
(1) Ziehen Sie das Sensorkabel durch den
O-Ring durch die Armatur und durch
die Knickschutztülle (s. Abb. 5-5). Wird
ein flexibles Leitungsrohr verwendet,
entfernen Sie bitte die Knickschutztülle
und gehen Sie vor, wie in den bei
den Optionen /PH5 oder /PH10 beiliegenden Instruktionen beschrieben.
Schieben Sie den O-Ring über den
Kabelanschlusstecker, bis er auf der
gerändelten Überwurfmutter aufliegt.
(2) Falls noch nicht geschehen, stecken
Sie den Kabelanschlussstecker in den
Sensor und sichern Sie ihn mit der
gerändelten Überwurfmutter.
(3) Schieben Sie den Sensor in die
Armatur ein und achten Sie darauf,
dass das Sensorgehäuse so gut wie
möglich in Kontakt mit der leitfähigen
Hülse kommt (wesentlich für die Sensordiagnose). Schrauben Sie dann
die Schraubtülle bzw. den Käfig der
Reinigungsbaugruppe wieder ein.
Dadurch wird der Sensor fixiert, indem
der O-Ring zusammengepresst wird.
(4) Ziehen Sie die Knickschutztülle oben
an der Armatur fest an.
5.3.4 Montage der Reinigungsbaugruppe (nur bei Option /JC)
(1) Nach der Fixierung des Sensors mit
dem Käfig der Reinigungsbaugruppe
kann der Schlauch für das Reinigungsmedium mit dem mitgelieferten
Schlauchanschlussmaterial an den
Käfig angeschlossen werden.
(2) Es wird empfohlen, den Reinigungsschlauch mit Klebeband an der Armatur zu befestigen.
(3) Lassen Sie den Schlauch etwas länger,
um Wartungsarbeiten zu vereinfachen.
Die Reinigungsvorrichtung kann sowohl
für Luft als auch für Wasser verwendet
werden. Es wird empfohlen, ein Magnetventil (NC-Funktion; normal geschlossen)
mit den passenden Anschlüssen einzusetzen. Das Magnetventil kann über
den Reinigungskontakt des EXA DOMessumformers gesteuert werden.
IM 12J6K4-D-E
Abb. 5-5
9
5.3.5 Montage des flexiblen Leitungsschutzrohrs (/PH5 oder /PH10)
Um das Kabel gegen Witterungs- und
andere Einflüsse zu schützen, wird empfohlen, ein flexibles Leitungsschutzrohr
zu verwenden. Es lässt sich sehr einfach
anschließen; eine separate Montageanleitung liegt der Option bei.
5.4 Installation der Schwimmkugelarmatur
5.4.1 Prüfliste
Die Schwimmkugelarmatur mit einem
Sensor für gelösten Sauerstoff wird in
Einzelteilen geliefert, die vor der Verwendung zusammenzubauen sind. Bitte prüfen
Sie nach, ob alle Standardteile vorhanden
sind, siehe Abb. 5-6.
Bitte beachten Sie, dass die Positionen
(4), (5) und (2 + 6) optional sind und nicht
beiliegen, wenn sie in der Bestellung nicht
spezifiziert wurden.
Das Reduzierstück (9) wird nur mitgeliefert, wenn PB30-00 bestellt wurde. Diese
Komponente wird nur benötigt, wenn
anstelle eines Rohres mit 50 mm Durchmesser ein solches mit 11/2” verwendet wird.
5.4.2 Installation
Montieren Sie die Schwimmkugel nicht
genau senkrecht, sondern mit einem leichten Winkel, damit sich auf der Membran
keine Luftblasen sammeln oder an ihr haften können.
5.4.3 Zusammenbau (siehe Abb. 5-6)
1. Befestigen Sie den Montagebügel (1)
an einer Wand oder einem Rohr. Die
erforderlichen Schellen sind schon an
der Vorrichtung angebracht.
2. Montieren Sie den Haupt-Stützarm (2)
(bei PB30-00... das von Ihnen beigestellte Rohr) im Montagebügel (1) und
justieren Sie ihn auf die gewünschte
Länge.
3. Kleben Sie mit dem beiliegenden Kleber (7) den unteren Träger auf den
Haupt-Stützarm (2). Wird ein 11/2”-Rohr
verwendet, ist das Reduzierstück (10)
dazwischen zu verwenden, um den
Unterschied der Durchmesser auszugleichen.
4. Stecken Sie dann das 90°-Winkelstück
(6) auf das obere Ende des HauptStützarms (nicht beim PB30-00...) und
befestigen Sie es mit Kleber (7).
5. Führen Sie das Kabel (4) duch den
Haupt-Stützarm.
6. Positionieren Sie den kompletten
Sensor (4+5) im unteren Träger.
7. Stecken Sie den unteren Träger (3) in
die Schwimmkugel (8), indem Sie die
Befestigungsmutter handfest zudrehen.
8. Schließen Sie die Leiter des Kabels an
den EXA DO-Messumformer an, siehe
auch Abschnitt 5.2.1.
IM 12J6K4-D-E
10
6
9
2
7
3
10
4
1
5
7
8
Abb. 5-6
Pos.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Beschreibung
Montagebügel
Haupt-Stützarm
Unterer Träger mit O-Ring
Kabelbaugruppe 3 Meter
15 Meter
20 Meter
Zell-Baugruppe 50 Mikron
25 Mikron
Winkelstück 90º
Tube PVC-Kleber
Schwimmkugelbaugruppe mit O-Ring
Reduzierstück
O-Ring 25,3x3,2 Viton 70º Shore-Härte
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Ersatzteil-Nr.
K1530DQ
K1530QA
K1530UC
K1530UD
K1530UE
K1530DA
K1530DC
K1530SA
K1500AV (5x)
11
6 KALIBRIERUNG
Der Sensor für gelösten Sauerstoff (DOSensor) und der Messumformer werden
kalibriert, wie in der Bedienungsanleitung
des EXA DO-Messumformers beschrieben.
Üblicherweise werden zwei Kalibrierverfahren verwendet:
1 Luftkalibrierung: Bei dieser Kalibrierung
dient die Umgebungsluft als Referenz.
Da die Umgebungsluft immer einen
bekannten Anteil an Sauerstoff enthält,
kann sie zur Kalibrierung verwendet
werden.
2 Wasserkalibrierung (auch H2O-Kalibrierung): Die Kalibrierung findet in einem
mit Wasser gefüllten Gefäß statt, durch
das mittels eines Ausströmers Luft
geleitet wird, bis das Wasser gesättigt
ist und den bei dieser Temperatur
maximal möglichen Sauerstoffanteil
enthält.
6.1 Luftkalibrierung
Die Luftkalibrierung ist das übliche Verfahren, um einen Messkreis für gelösten
Sauerstoff (DO) zu kalibrieren. Dabei wird
die Steilheit (= Empfindlichkeit) des Sensors
kalibriert. Eine Nullkalibrierung ist nicht
erforderlich.
Während des Kalibrierverfahrens sollte
der Sensor in einem teilweise mit Prozesswasser gefüllten Eimer etwa 5 bis 10 cm
über dem Wasserspiegel gehalten werden.
Die relative Feuchte sollte etwa 100%
betragen. Gemäß dem Henry-Gesetz ist
die Konzentration von Sauerstoff in einer
Flüssigkeit proportional zum Partialdruck
des entsprechenden Gases über der
Flüssigkeit, vorausgesetzt, Temperatur und
Zusammensetzung der Flüssigkeit sind
konstant.
Während der Luftkalibrierung fordert das
Gerät den Bediener auf, den Sensor aus
dem Wasser zu nehmen, es prüft die
Stabilität des Signals und nimmt dann die
Kalibrierung vor.
Bitte ziehen Sie bezüglich des genauen
Kalibrierverfahrens die Bedienungsanleitung
Ihres EXA DO-Messumformers zu Rate.
Schritt-für-Schritt-Verfahren:
- Wählen Sie „AIR.CAL“ in Ihrem EXA DOMessumformer
- Heben Sie die Armatur mit dem Sensor
aus dem Prozess
- Spülen Sie den Sensor mit Wasser und
wischen Sie ihn mit einem Tuch ab
- Platzieren Sie den Sensor 5 bis 10 cm
über der Wasseroberfläche
- Kalibrierung durchführen
- Geben Sie Armatur und Sensor innerhalb von 10 Minuten nach Beendigung
der Kalibrierung wieder in den Prozess,
um die Messungen fortzuführen
Das ist alles, was zur Durchführung einer
Luftkalibrierung des DO-Sensors erforderlich ist. Der ganze Prozess dauert etwa 60
Minuten und sollte mindestens einmal pro
Monat durchgeführt werden oder immer
dann, wenn der EXA DO-Messumformer
eine Fehlfunktion meldet.
Das Kalibrierintervall hängt jedoch stark
vom jeweiligen Prozess ab. Es wird daher
empfohlen, zunächst mit einem Kalibrierintervall von zwei Wochen zu beginnen.
Liegen die Kalibrierwerte innerhalb akzeptabler Grenzen, kann das Intervall vergrößert werden.
5 bis 10 cm
Abb. 6-1 Luftkalibrierung
IM 12J6K4-D-E
12
6.2 Wasser- (H2O-) Kalibrierung
6.2.1 ISO-5814 Tabelle (ChloridionenKonzentrations-Kompensation)
In Prozessen, die Salz enthalten wie beispielsweise Meerwasser oder Sole, ist die
Wasserkalibrierung das einzige korrekte
Verfahren, da bei ihr der Chloridionengehalt des Wassers kompensiert wird.
Besonders dann, wenn eine Anzeige in
Prozent Sättigung gewünscht wird, ist die
Wasserkalibrierung das einzige exakte
Kalibrierverfahren.
Die Kompensation der ChloridionenKonzentration korrigiert den Einfluss des
Salzes auf die Löslichkeit des Sauerstoffs
in Wasser. In der ISO-Tabelle 5814 ist die
Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser als
Funktion von Temperatur, barometrischem
Druck und Salzgehalt beschrieben. Die in
Tabelle 6-1 angegebenen Werte geben
an, um welchen Betrag die normalen Löslichkeitswerte zu verringern sind.
Tabelle 6-1 Löslichkeit von Sauerstoff (mg/l) in Wasser als Funktion von
Temperatur und Salzgehalt
Temp.
Löslichkeit von Sauerstoff in
Korrekturwert, der pro Salzgehalt in
Wasser bei einem Partialdruck
g pro kg Salz in Wasser von der
der Luft von 101,325 kPa
Löslichkeit abzuziehen ist
[pO2]
[ΔpO2]
°C
mg/l
mg/l
0
14,62
0,0875
1
14,22
0,0843
2
13,83
0,0818
3
13,46
0,0789
4
13,11
0,0760
5
12,77
0,0739
6
12,45
0,0714
7
12,14
0,0693
8
11,84
0,0671
9
11,56
0,0650
10
11,29
0,0632
11
11,03
0,0614
12
10,78
0,0593
13
10,54
0,0582
14
10,31
0,0561
15
10,08
0,0545
16
9,87
0,0532
17
9,66
0,0514
18
9,47
0,0500
19
9,28
0,0489
20
9,09
0,0475
21
8,91
0,0464
22
8,74
0,0453
23
8,58
0,0443
24
8,42
0,0432
25
8,26
0,0421
26
8,11
0,0407
27
7,97
0,0400
28
7,83
0,0389
29
7,69
0,0382
30
7,56
0,0371
IM 12J6K4-D-E
13
Die Auswirkung der Chloridionen-Konzentration auf die Messung kann mit folgenden
Beispielen gezeigt werden:
Beispiel 1. Während der Kalibrierung
Entmineralisiertes Wasser hat bei 21°C eine
Löslichkeit von 9,2 ppm. Meerwasser der
gleichen Temperatur hat eine Löslichkeit
von 7,8 ppm. Wird der DO-Sensor in
belüftetem Meerwasser ohne Verwendung
der Salzgehaltskompensation kalibriert,
nimmt der Analysator als Löslichkeit des
Meerwassers 9,2 ppm an, während die tatsächliche Löslichkeit wegen des Salzgehalts
jedoch 7,8 ppm beträgt. Dadurch sind die
Messwerte um etwa 18% zu hoch.
Beispiel 2. Anzeige in % Sättigung
Wenn man die Werte vom vorhergehenden
Beispiel zugrundelegt, zeigt der EXA-Messumformer 54% Sättigung an, wenn der
DO-Sensor 5 ppm in Meerwasser von
21°C misst (5 ppm/9.2 ppm = 0,54), wenn
die Salzgehaltskompensationsfunktion
nicht aktiviert ist. In Wirklichkeit beträgt die
Sättigung jedoch 64% (5 ppm/7.8 ppm =
0,64).
Tabelle 6-2 Löslichkeit von Sauerstoff (mg/l) in Meerwasser und Süßwasser
(bei einem barometrischen Druck auf Meereshöhe von 760 mm Hg)
Temp.
°C
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
Löslichkeit
Meerwasser
Süßwasser
mg/l
mg/l
11,97
14,62
11,36
13,84
10,82
13,13
10,29
12,48
9,84
11,87
9,43
11,33
9,05
10,83
8,69
10,37
8,37
9,95
8,06
9,54
7,77
9,17
7,48
8,83
7,21
8,53
6,93
8,22
6,67
7,92
6,41
7,63
IM 12J6K4-D-E
14
Die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser
wird auch durch den barometrischen Druck
beeinflusst. Wie beim zuvor beschriebenen
Salzgehaltseffekt ist die Löslichkeit des
Sauerstoffs proportional zum Partialdruck
des Sauerstoffs, der mit dem Wasser in
Berührung kommt.
Der Partialdruck des Sauerstoffs (pO2) ist
die prozentuale Konzentration des Sauerstoffs in der Luft, multipliziert mit dem
Gesamtdruck. In trockener Luft beträgt die
Sauerstoffkonzentration 20,95%.
Bei einem barometrischen Druck von 740
mmHg würde der Sauerstoff-Partialdruck
demnach 155 mmHg betragen (0,2095 x
740 mmHg = 155 mmHg).
Ändert sich der barometrische Druck auf
765 mmHg (Partialdruck: 0,2095 x 765 =
160 mmHg) und er wird nicht kompensiert,
entsteht ein Fehler von 3% beim angezeigten Wert.
Der Messumformer EXA DO402G kompensiert mit seinem integrierten Drucksensor
automatisch den Einfluss des barometrischen Drucks.
Beim EXA DO202G(S) muss der Wert des
vorliegenden barometrischen Drucks manuell eingegeben werden.
In Tabelle 6-3 sind die Löslichkeitswerte bei
verschiedenen Temperaturen und barometrischen Drücken aufgeführt.
Tabelle 6-3 Löslichkeit von Sauerstoff (mg/l) bei verschiedenen
Temperaturen und Höhen (beruhend auf einem barometrischen Druck von 760 mmHg auf Meereshöhe)
Temp.
°C
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
32
34
36
38
40
Höhe (m über dem Meeresspiegel)
0
300
600
900
1200
14,6
13,8
13,1
12,4
11,8
11,3
10,8
10,3
9,9
9,5
9,1
8,7
8,4
8,1
7,8
7,5
7,3
7,1
6,8
6,6
6,4
14,1
13,3
12,7
12,0
11,4
10,9
10,4
9,9
9,5
9,2
8,8
8,4
8,1
7,8
7,5
7,2
7,1
6,9
6,6
6,4
6,2
13,6
12,9
12,2
11,6
11,0
10,5
10,1
9,6
9,2
8,9
8,5
8,1
7,8
7,6
7,3
7,0
6,8
6,6
6,3
6,2
6,0
13,2
12,4
11,9
11,2
10,6
10,2
9,7
9,3
8,9
8,6
8,2
7,8
7,6
7,3
7,0
6,8
6,6
6,4
6,1
5,9
5,8
12,7
12,0
11,4
10,8
10,3
9,8
9,4
9,0
8,6
8,3
7,9
7,6
7,3
7,0
6,8
6,5
6,4
6,2
5,9
5,7
5,6
IM 12J6K4-D-E
1500
12,3
11,6
11,0
10,4
9,9
9,5
9,1
8,7
8,3
8,0
7,7
7,3
7,1
6,8
6,6
6,3
6,1
6,0
5,7
5,6
5,4
1800
11,8
11,2
10,6
10,1
9,6
9,2
8,8
8,3
8,0
7,7
7,4
7,1
6,8
6,6
6,3
6,1
5,9
5,8
5,5
5,4
5,2
15
6.2.2 100%-Kalibrierung
Die Wasserkalibrierung wird mit Prozesswasser, das mit Sauerstoff gesättigt ist,
durchgeführt. Dieses Verfahren ist zwingend vorgeschrieben für Messungen in
Meerwasser oder Sole, für Kalibrierungen
via Laboranalyse oder für Kalibrierungen
bei einer Anzeige des Sauerstoffgehalts in
Prozent Sättigung. Sie ist auch angebracht,
wenn zwischen der Umgebungstemperatur
und der Prozesstemperatur ein großer
Unterschied besteht.
Während der Wasserkalibrierung fordert
das Instrument den Bediener zum Einführen des Sensors in das belüftete Wasser
auf, überprüft das Messsignal auf stabile
Bedingungen und kalibriert sich dann.
6.2.3 0%-Kalibrierung
Falls dies im Service-Menü Ihres EXA DOMessumformers aktiviert ist, kann eine Nullpunktkalibrierung des DO-Sensors durchgeführt werden, indem eine sauerstofffreie
Lösung verwendet wird.
Standard-Kalibrierverfahren:
Vorbereitung: Füllen Sie einen Eimer mit
klarem Prozesswasser und leiten Sie mit
einer Pumpe Luft durch bzw. verwenden
Sie Druckluft.
Hinweis: Warten Sie mindestens15 Minuten, bis eine vollständige Sättigung erreicht ist.
-
-
-
Vorbereitung: Setzen Sie eine Na2SO3(Natriumsulfit-) Lösung an, indem Sie etwa
100 ml Leitungswasser in ein Becherglas
geben und darin ca. 3 g Na2SO3 vollständig auflösen.
-
-
Wählen Sie „H2O.CAL“, „0%“ auf Ihrem
EXA DO-Messumformer
Heben Sie die Armatur mit dem Sensor
aus dem Prozess und spülen Sie ihn
mit Wasser ab
Geben Sie den Sensor in die vorbereitete Natriumsulfitlösung
Kalibrierung durchführen
Geben Sie Armatur und Sensor wieder
in den Prozess, um die Messungen
fortzuführen
Wählen Sie „H2O.CAL“, „100%“ auf
Ihrem EXA DO-Messumformer
Heben Sie die Armatur mit dem Sensor
aus dem Prozess und spülen Sie ihn
mit Wasser ab
Geben Sie den Sensor in das mit Luft
gesättigte Wasser
Kalibrierung durchführen
Geben Sie Armatur und Sensor wieder
in den Prozess, um die Messungen
fortzuführen
Das ist alles, was zur Durchführung einer
Wasserkalibrierung des DO-Sensors erforderlich ist. Der ganze Prozess dauert weniger als 60 Minuten und sollte immer dann
durchgeführt werden, wenn Sie vermuten,
dass es erforderlich ist oder wenn der
EXA DO-Messumformer eine Fehlfunktion
meldet.
Das Kalibrierintervall hängt von den tatsächlichen Prozessbedingungen ab.
Abb. 6-2 Wasserkalibrierung (100 %)
Hinweise
1: Eine Nullkalibrierung ist immer im Zusammenhang mit einer 100%-Kalibrierung
durchzuführen, da sie allein keinen Sinn
macht.
2: Wenn die eingestellte Stabilisierungszeit
in Ihrem Messumformer zu klein ist, kann
dies zu einer inkorrekten Kalibrierung
führen.
IM 12J6K4-D-E
16
7 VORBEUGENDE INSPEKTION UND
WARTUNG
7.1 Periodische Überprüfungen
Die Messungen sollten in der Regel einmal pro Monat kalibriert werden oder – je
nach Erfahrungen mit dem Prozess – in
angemessenen Abständen. Wenn bei der
Kalibrierung relativ große Abweichungen
zum Messwert auftreten, ist die Membran
auf Flecken und Knitter zu untersuchen. Ist
die Membran fleckig, reinigen Sie sie vorsichtig mit einem weichen Reinigungspapier
und klarem Wasser. Ist die Membran
beschädigt, ersetzen Sie sie gemäß der
Anweisungen im nächsten Abschnitt.
7.2 Ersetzen der Membran und des
Sensor-Elektrolyten
Es wird empfohlen, den Elektrolyten alle 6
bis 8 Monate auszutauschen. Warten Sie
mit dem Austausch nicht so lange, bis sich
der Elektrolyt so stark verschlechtert hat,
dass keine Kalibrierung mehr möglich ist.
Ersetzen Sie beim Elektrolytaustausch auch
gleichzeitig die Membran durch eine neue.
Hinweis: Eine 50 mm-Membran erkennt
man an 10 Schweißpunkten im
Kunststoffkörper der Membran,
bei einer 25 mm-Membran sind
es 8.
Ersetzen Sie den Elektrolyten wie folgt:
Legen Sie Elektrolyt, Membran und Spritze
bereit, die als Satz geliefert werden.
WARNUNG: Da der Elektrolyt eine stark
ätzende alkalische Lösung ist (Kaliumhydroxid = KOH), ist unbedingt darauf
zu achten, dass sie nicht mit Ihrer Haut
oder Ihren Augen in Berührung kommt.
Verwenden Sie daher Schutzhandschuhe
und eine Schutzbrille. Bei einem Kontakt
mit dem Elektrolyten spülen Sie ihn
sofort mit viel klarem Wasser ab! Suchen
Sie dann einen Arzt auf, um sich auf Verätzungen untersuchen zu lassen.
IM 12J6K4-D-E
- Spülen Sie den Schmutz vom DOSensor ab, nachdem Sie ihn aus der
Armatur entfernt haben.
- Enfernen Sie die Membran: Lösen Sie
dazu zunächst die Überwurfmutter, die
die Membran festhält und ziehen Sie
dann beides von der Silberelektrode ab.
Entfernen Sie auch den O-Ring (siehe
Abb. 7-1).
Abb. 7-1 Austausch der Membran
- Entfernen Sie den Elektrolyten aus dem
Sensorgehäuse, indem Sie mit der
Spritze Luft hineindrücken (siehe Abb.
7-2).
Elektrolyteinlass
Injektionsnadel
Ag-Elektrode
Spritze
Stechen Sie die Nadel in den Elektrolyteinlass
und drücken Sie Luft hinein.
Abb. 7-2 Entfernen des Elektrolyten
Neigen Sie dazu die Sensorspitze nach
unten, wie in der Abbildung dargestellt.
- Polieren Sie die Silberelektrode mit
einem angefeuchteten weichen Tuch,
auf das Sie etwas Polierpaste (Aluminiumoxid) gegeben haben, bis sie glänzt.
Wischen Sie die überschüssige Politur
von der Elektrode ab (die Polierpaste
wird beim Zubehörkit nicht mitgeliefert).
- Spritzen Sie den neuen Elektrolyten mit
der Spritze in das Sensorgehäuse (siehe
Abb. 7-3).
Halten Sie den Sensor dazu senkrecht
mit der Spitze nach oben, wie in der
Abbildung dargestellt. Füllen Sie den
Sensor komplett mit ca. 8 ml Elektrolyt
und ziehen Sie dann wieder 1 ml heraus,
um etwas Luft darin zu lassen. Geben
Sie auch einen Tropfen Elektrolyt auf die
Silberelektrode.
17
Spritze
Ag-Elektrode
Elektrolyteinlass
Abb. 7-3 Elektrolyt einfüllen
- Bauen Sie auch einen neuen O-Ring
und eine neue Membran ein. Befestigen
Sie die Membran mit der gerändelten
Überwurfmutter. Damit ist der Austausch
von Elektrolyt und Membran abgeschlossen.
Führen Sie eine Kalibrierung durch, bevor
die Messungen erneut gestartet werden.
7.3 Austauschen von Armaturkomponenten
Es wird empfohlen, die O-Ringe der Armatur zu erneuern, wenn Sensor und Armatur
wieder zusammengebaut werden. Die Teilenummern der entsprechenden Ersatzteile
finden Sie auf den entsprechenden Seiten
in Kapitel 5.
IM 12J6K4-D-E
18
8 FEHLERSUCHE
Fehler
Instabiler Messwert
Mögliche Ursache
1. Leckage des Elektrolyten
2. Eindringen von Prozesswasser in die Kabelverbindung
3. Sensorgehäuse beschädigt
4. Kabelbaugruppe beschädigt
Messwert zu niedrig
5. Schwere Störeinflüsse auf
die Elektronikkreise
1. Elektrolyt ist verbraucht
2. Membran ist beschädigt
3. Eindringen von Prozesswasser
in die Kabelverbindung
4. Die Blei(Pb)-Elektrode ist
verbraucht oder beschädigt
5. Kabelbaugruppe beschädigt
Lange Ansprechzeit
6. Der DO-Messumformer
ist defekt
1. Prozessdurchfluss zu gering
2. Membran ist verschmutzt
Große Messwertschwankungen
3. Oberfläche der Silber (Ag)Elektrode verschmutzt
1. Membran oder Dichtung
beschädigt
2. Prozessdurchfluss zu gering
Messwert sehr hoch
Nullpunkt weicht ab
Kalibrierung ist nicht
möglich
Temperatursensor ist
beschädigt
Membran ist beschädigt
1. Membran ist verschmutzt
2. Silber (Ag)-Elektrode ist
verschmutzt
3. Elektrolyt ist verbraucht
4. Die Blei(Pb)-Elektrode ist
verbraucht oder beschädigt
IM 12J6K4-D-E
Abhilfemaßnahme
Elektrolyt erneuern und Membran
und O-Ring auf Beschädigungen
prüfen
Kabelverbindung reinigen und
trocknen, O-Ring-Dichtung
erneuern
Sensor auf Unversehrtheit
überprüfen und ggf. erneuern
Kabel auf Bruch oder Kurzschluss
überprüfen und ggf. erneuern
Erdung von Kabel und Messumformer überprüfen
Elektrolyt durch frischen ersetzen,
Membran u. O-Ring austauschen
Elektrolyt durch frischen ersetzen,
Membran u. O-Ring austauschen
Kabelverbindung reinigen, trocknen,
O-Ring-Dichtung erneuern
Sensor auf Unversehrtheit
überprüfen und ggf. erneuern
Kabel auf Bruch oder Kurzschluss
überprüfen und ggf. erneuern
Wenden Sie sich bitte an den
Yokogawa-Service
Installationsort an einen besser
geeigneten Messpunkt verlagern
Membran reinigen oder ersetzen,
falls erforderlich
Ag-Elektrode polieren, Elektrolyt
und Membran austauschen
Membran und O-Ring-Dichtung
austauschen. Falls erforderlich,
Elektrolyt erneuern
Installationsort an einen besser
geeigneten Messpunkt verlagern
Temperatursensor durch einen
neuen ersetzen
Elektrolyt durch frischen ersetzen,
Membran u. O-Ring austauschen
Membran reinigen oder austauschen
Elektrolyt austauschen und Silberelektrode polieren, Membran und
O-Ring ersetzen
Elektrolyt austauschen und Silberelektrode polieren, Membran und
O-Ring ersetzen
Sensor austauschen
19
9 ERSATZTEILE
9.1 Allgemein
Teile-Nr.
K1530YZ
K1541ZY
K1500AW
K1500AX
K1530UC
K1530UA
K1530UB
K1530UD
K1530UE
K1530UH
K1530UJ
K1530UK
K1500AZ
K1500FX
K1530DQ
K1500AV
Beschreibung
Düsenreiniger (Option /JC)
Montagesatz (Option /MS1)
Flex. Leitungsrohr 5 m u. Anschlusssatz (Opt. /PH5)
Flex. Leitungsrohr 10 m u. Anschlusssatz (Opt. /PH10)
Kabel, 3 m
Kabel, 5 m (Option /C05)
Kabel, 10 m (Option /C10)
Kabel, 15 m
Kabel, 20 m
Membran, 50 μm
Membran, 25 μm
Spraydüse für Düsenreiniger
Spraydüsenteile
O-Ring-Satz (5 Stck., Silikon) zum Abdichten
Montagebügel für PB30
O-Ring-Satz für PB30
7
FD30
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
PB30
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
9.2 Sensorbaugruppe
5
8
DO30
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
6
Pos.
1-4
2
3
5-8
6+8
7
Teile-Nr.
K1530DA/DC
K1530DD
K1530UH
K1530UJ
K1530UF
K1530DD
Beschreibung
Menge
Zell-Baugruppe
1
Überwurfmutter
1
Zubehörsatz für 50 μm-Membran
1
Zubehörsatz für 25 μm-Membran
1
Kabel-Baugruppe (s. Abschnitt 9.1) 5
O-Ringe
5
Überwurfmutter
1
1
4
3
2
1
9.3 Düsenreiniger-Baugruppe
2
Pos.
1
Teile-Nr.
K1500FY
2
3+4
7
3, 4, 6
K1500AZ
K1530UL
K1530UK
Beschreibung
Menge
O-Ring 37,7 x 2,6 zur Montage des Sensors in der Armatur
5
Halterung
Spraydüsenteile
1
Rohr 1/4” für Düsenreiniger, 10 m
1
Spraydüse für Düsenreiniger
1
3
4
1
5
7
6
IM 12J6K4-D-E
20
9.4 Verbrauchsteile
Pos. Teile-Nr.
1a K1530UH
2
4/5
6/7
Beschreibung
Satz für 50 μm-Membran
Flasche mit Elektrolyt
O-Ring-Satz
Spritze/Nadel
1b
2
4/5
6/7
Satz für 25 μm-Membran
Flasche mit Elektrolyt
O-Ring-Satz
Spritze/Nadel
K1530UJ
Menge
1
1
3
1
1
1
3
1
1
2
3
6
7
4 5
Weiteres Zubehör siehe:
GS 12J6B1-D-E
GS 12J6C3-D-E
IM 12J6K4-D-E
EXA Messumformer für gelösten Sauerstoff (DO402G)
EXA Messumformer für gelösten Sauerstoff (DO202G(S))
21
10 ABMESSUNGEN
11 weiß
12 braun
13 grün
14 gelb
15 blau-grün
16 rosa
L
Kabelänge
(Standard: 3, 5,
10, 15 und 20 m)
Ø 40 (1,57)
50 (1,97)
ø 30 (1,18)
ø 36 (1,42)
Abb. 10-1 DO30
90 (3,54)
70 (2,80)
10 (0,40)
96 (3,78)
Ø 50 (1,97)
Abb. 10-2 FD30
IM 12J6K4-D-E
22
18 (0,70)
18 (0,70)
78 (3,07)
125 (4,92)
168 (6,60)
L
Ø 100 (3,94)
Ø 40 (1,57)
70 (2,80)
90 (3,54)
Ø 50 (1,97)
Abb. 10-3 FD30 mit Flansch
IM 12J6K4-D-E
23
Teil zum
Ausfüttern
Leitrohr
Ø 48,6 x 600
(Ø1,9 x 24")
Min: 110 (4,35")
Max: 515 (20")
2-Zoll Standrohr
(Vertikal)
Abb. 10-4 Option /MS1
IM 12J6K4-D-E
24
2570 ±50 (100 ±2)
Ø 50 (1,97)
344 (13,54)
Rohr-/Schienenmontage
DN 50 (2,00)
230 (9,06)
Abb. 10-5 PB30 Rohr-/Schienenmontage
IM 12J6K4-D-E
70 (2,75)
111 (4,37)
25
Ø 9 (,35)
121 (4,76)
164 (6,45)
Abb. 10-6 PB30 Wandmontage
IM 12J6K4-D-E
YOKOGAWA HEADQUARTERS
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