Manual - Kontrabass

Manual - Kontrabass
Ruppert Musical Instruments
TM
Bedienungsanleitung
Herzlichen Glückwunsch!
Mit dem Basswitch IQ DI haben Sie ein
hochwertiges Gerät erworben, das Ihnen
neue Dimensionen der Bass-Vorverstärkung und des Signal-Routings eröffnet
und Ihnen die Sicherheit gibt, für jede
erdenkliche Situation im Live- und Studiobetrieb adäquat ausgerüstet zu sein.
Bei der Entwicklung des Basswitch IQ
DI haben wir den Bedürfnissen und Ansprüchen des professionellen Bassisten
Rechnung getragen, der weder im Sound
noch in der Verarbeitungsqualität Kompromisse eingehen will. Der Basswitch IQ
DI wird nach höchsten Qualitätsstandards
in Deutschland hergestellt, montiert und
getestet, wobei nur hochwertige Markenkomponenten zum Einsatz kommen, die
gewährleisten, dass das Instrumentensignal das Gerät unter optimalen Bedingungen durchläuft.
Bedingt durch seine flexible Eingangsimpedanz ist der Basswitch IQ DI ein wahrer
Allrounder – er eignet sich für elektrische
und akustische Instrumente gleichermaßen. Egal ob das Eingangssignal von
magnetischen oder Piezo-Tonabnehmern
stammt, in beiden Fällen kommt deren
spezifischer Klang durch den High-EndPreamp im Basswitch IQ DI zur vollen
Entfaltung.
Der Basswitch IQ DI bildet aufgrund seiner
funktionellen Konzeption eine `All-in-one´Lösung für jeden Bassisten – sei es im
Stand-alone Betrieb oder als Schaltzentrale auf dem Pedal-Board. Er ist gleichzeitig A/B-Schalter, High-End-Preamp,
Clean Booster, parametrischer EQ, FXLooper und nicht zuletzt eine hochwertige
D.I.-Box. Diese Vielzahl an Einsatzmög-
lichkeiten, vereint in einem kompakten
Effektgerät, ist in dieser Form einzigartig
auf dem Markt. Der Basswitch IQ DI ist
das Schweizer-Messer, das in keinem
Equipment-Setup eines anspruchsvollen
Bassisten fehlen darf!
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese Bedienungsanleitung vor der Inbetriebnahme
Ihres Basswitch IQ DI sorgfältig durchzulesen. Sie werden darin viele nützliche Informationen zum Gerät selbst und zu seinen
verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten
finden. Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig auf, damit Sie bei Bedarf jederzeit darin nachschlagen können.
Im Lieferumfang Ihres Basswitch IQ DIPakets sind folgende Komponenten enthalten:
- Basswitch IQ DI
- Stecker zur optimalen Anpassung an die
Stromversorgungs-Buchse
- Bleche zur Montage auf einem Brett bzw.
auf einem Pedal-Board
- Bedienungsanleitung
Bitte kontrollieren Sie gleich nach dem
Auspacken das Paket auf Vollständigkeit.
Sollte etwas fehlen, wenden Sie sich bitte
an Ihren zuständigen Fachhändler.
Der Basswitch IQ DI ist so robust gebaut,
dass Sie lange Freude an ihm haben werden. Sollten dennoch einmal Fragen oder
Probleme zu Ihrem Basswitch IQ DI auftauchen, so scheuen Sie sich nicht, uns zu
kontaktieren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Einsatz
Ihres Basswitch IQ DI.
Ihr
Jacques Ruppert
P.S.: Auf unserer Internetseite www.basswitch.com finden Sie praktische Anwendungsbeispiele und eine Vielzahl von Beispiel-Settings des parametrischen EQs für Ihren Basswitch IQ DI – eine Liste, die ständig erweitert
wird und eine reiche Fundgrube für alle Arten von Bass-Sounds darstellt!
Inhaltsverzeichnis
Einführung
4
Aufbau
6
Anwendungsbeispiele
13
Tech Talk
18
Blockdiagramm / Technische Daten
19
Einführung
Wozu bedarf es eines spezifischen Preamp-/Looper-/DI-Pedals für Bass-Instrumente? Die Gründe liegen auf der Hand:
Die Frequenzbreite eines Bass-Instruments reicht von den sehr tiefen Grundtönen (z. B. 30,87 Hz für die tiefe H Saite
bzw. 41,20 Hz für die tiefe E Saite beim
E-Bass) bis hin zu sehr hohen Obertönen,
die, obwohl sie am Limit des hörbaren
Bereichs (18 bis 20 KHz) liegen, einen
entscheidenden Einfluss auf das Klangbild des Bass-Instruments haben. Darüber hinaus besitzen Bass-Instrumente
ein spezifisches Ansprechverhalten, bei
dem einem sehr starken Anschlagimpuls
mit hoher Flankensteilheit ein schwaches
elektrisches Signal folgt. Diese speziellen
Charakteristiken des Bass-Signals verlangen der Elektronik enorm viel ab, so dass
das Bass-Signal bei den meisten Geräten
nur unzureichend und selten in ausgewogener Qualität verarbeitet wird. Nur eine
auf diese Spezifikation hin entwickelte
Technik ist in der Lage, solche Signale
adäquat zu verarbeiten. Der Vorteil ist,
dass der Basswitch IQ DI, der diesen hohen Anforderungen gerecht wird, auch in
vielen anderen Bereichen genutzt werden
kann (zum Beispiel für akustische Instrumente).
Überblick über Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten
- Basswitch IQ DI als A/B-Schalter
Der Eingang `Instrument A´ ermöglicht
den Anschluss sowohl von niederohmigen
(z. B. einem E-Bass, passiv oder aktiv) als
auch von hochohmigen Instrumenten (z.
B. den Piezo-Tonabnehmern eines E- oder
Kontrabasses oder anderer akustischer Instrumente ohne eingebauten Preamp). An
Eingang `Instrument B´ kann ein weiteres
Instrument angeschlossen werden. Mit Hilfe des A/B-Schalters kann man entweder
zwischen den beiden Eingängen umschalten, wobei Eingang A über Kanal A des Pedals und Eingang B über Kanal B des Pedals geleitet wird, oder, für den Fall dass
der Eingang `Instrument B´ nicht belegt
ist, das Signal vom Eingang `Instrument
A´ auf Kanal A oder B des Pedals leiten.
- Basswitch IQ DI als High-End-Preamp
mit parametrischem EQ
Kanal A des Basswitch IQ DI verfügt über
einen High-End-Preamp und eine spezielle, auf Bass-Instrumente zugeschnittene,
doppelt-parametrische Klangregelung.
Diese besteht aus Reglern für Bass, parametrische Low- und High-Mids und Treble
(Höhen). Dadurch lässt sich entweder der
Sound und die Lautstärke eines zweiten
Instruments effektiv angleichen, ein zweiter Sound für ein Instrument auf Tastendruck abrufen oder man nutzt das Pedal
– zusammen mit seinen anderen Features
– in seiner Funktion als flexibler High-EndPreamp. Als Standalone-Preamp kann der
Basswitch IQ DI eine Endstufe, einen aktiven Monitor, eine aktive Bassbox oder
ein In-Ear Monitoring System ansteuern.
Anmerkung: Kanal B verfolgt die Philosophie, den Ton des Instruments nicht unnötig durch Elektronik hindurch zu leiten,
sondern möglichst pur und unverfälscht
zu belassen. Deshalb verfügt Kanal B über
keine Preamp-Schaltung und keine Klangregelung. Wenn zwei Instrumente benutzt
werden, erfolgt die Angleichung der Lautstärke zwischen Kanal A oder B über den
Preamp von Kanal A. Hierzu verfügt der
Preamp von Kanal A über eine VolumeCut- und Boost-Funktion.
- Basswitch IQ DI als Looper
Der Basswitch IQ DI verfügt über zwei Effektwege: Ein passiver serieller und ein
stufenlos mischbarer Effektweg. Bei letztgenanntem kann das Effektsignal zum
Originalsignal stufenlos hinzu gemischt
werden kann, wodurch alle Graduierungen
des Effekt-Loopings (vom komplett trockenen Signal über paralleles bis hin zu seriellem Looping) realisiert werden können.
Ein Phasenumkehrschalter verhindert ein
eventuelles gegenseitiges Auslöschen der
Signale im Parallel-Modus.
nicht dahingehend konzipiert wurde, kann
er auch als funktioneller Line-Mixer genutzt werden. Dazu verwendet man die Return-Buchse des Mix Loop als Eingang und
regelt das Verhältnis dieses Signals mit
den Eingangssignalen, die von Eingang A
oder B kommen, über den Mix-Regler. (Das
Signal, das am Return-Loop-Eingang anliegt, kann allerdings nicht gemutet werden und steht auch nicht auf dem Tuner
Out zur Verfügung.)
- Basswitch IQ DI als Real Clean Booster
Per Fußschalter kann eine zweite, über ein
Volumenpoti regelbare Verstärkerstufe vor
den mischbaren Loop-Weg zugeschaltet
werden. Dadurch lassen sich Trackingoder Verzerrer-Pedale mit einem adäquaten Eingangssignal versorgen. Ist der Mix
Loop Weg nicht belegt, fungiert die zweite
Verstärker-Stufe als Real Clean Solo-Booster.
Weitere Features
- Tuner Out – Hier angeschlossen, ist das
Stimmgerät aus dem Signalweg genommen und verursacht keinerlei Klangeinbußen. Dadurch kann das Stimmgerät
dauernd eingeschaltet bleiben, wodurch
eine `On-the-fly-Kontrolle´ der Stimmung
des Instruments ermöglicht wird.
- Lehle `True Sound Technology´ (Erläuterungen dazu siehe „Tech Talk“).
- Spezielles Design, um die Drehknöpfe vor
Beschädigung und vor versehentlichem
Verstellen zu schützen.
- Montagefreundliches Gehäuse-Design:
Extra flacher Boden und abnehmbare
Gummifüße, um das Gerät bei Bedarf
mit Klettband bzw. Velcro auf einem Pedal-Board zu befestigen. Alternativ dazu
kann eine feste Installation gewählt
werden: Hierfür sind im Lieferumfang
kleine Montagebleche enthalten, mit deren Hilfe der Basswitch IQ DI bei Bedarf
fest auf einem Pedal-Board verschraubt
werden kann.
- Basswitch IQ DI als D.I.-Box
Der Basswitch IQ DI kann dazu verwendet
werden, das Ausgangssignal direkt an ein
Mischpult zu senden. Die hochwertigen
Komponenten und Features des Basswitch
IQ DI (High-End-Preamp, Lehle Transformator, Ground-Schalter, Pre/Post-Schalter
für Klangregelung, Pad für Signaldämpfung, robuste Konstruktion) machen den
Basswitch IQ DI hierbei zu einer exzellenten D.I.-Box sowohl im Live- als auch im
Studiobetrieb.
Anmerkung: Obwohl der Basswitch IQ DI
Aufbau
11
10
9-20V
R
9
MIX LOOP
8
7
S
R
6
SER LOOP
5
S
TUNER OUT
4
3
2
1
LINE OUT
INST B
ΩA
INST A
TM
19
BOOST
T
18
MIX
20
HF
17
HM
LF
16
15
LM
14
B
13
VOL
12
IQ DI
22
MIX LOOP/
BOOST
24
MUTE
21
27
PAD
28
PRE/POST
29
26
A/B
23
GROUND
25
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
1. Eingangsbuchse INST A
Schließen Sie Ihr erstes Instrument an dieser Buchse an.
Dies ist die Standard-Eingangsbuchse für
alle Instrumente. Der Eingang ist so ausgelegt, das sowohl aktive als auch passive
Instrumente angeschlossen werden können. Des Weiteren können hier Instrumente mit Piezo- oder anderen hochohmigen
Tonabnehmern angeschlossen werden;
dazu kann mittels des daneben liegenden
Schalters ΩA die Eingangsimpedanz von 1
MOhm auf 10 MOhm erhöht werden.
Bei Verwendung dieses Eingangs kann auch
die A/B-Schalterfunktion des Basswitch IQ
DI genutzt werden; dabei spielt es keine
Rolle, ob ein oder zwei Instrumente am
Basswitch IQ DI angeschlossen sind. Ist
lediglich ein Instrument an Eingang A
angeschlossen, bewirkt der A/B-Schalter
eine Umschaltung des Eingangsignals auf
Kanal A oder B.
Anmerkung: Beachten Sie hier den Unterschied zwischen der Funktion `Instrument
A oder B als benutzter Eingang´ und `Kanal A oder B als internes Signalrouting´
über den Preamp/Equalizer (Kanal A) oder
`straight through´ (Kanal B) – siehe dazu
auch Punkt 25.
2. Schalter A
Mit Hilfe dieses Schalters wird Eingang A
von der Standardimpedanz 1 MOhm auf
eine Eingangsimpedanz von 10 MOhm
geschaltet, um an diesem Eingang den
Anschluss von Instrumenten mit PiezoTonabnehmern zu ermöglichen. Dieser
Schalter sollte nur betätigt werden, wenn
das angeschlossene Instrument nicht
über einen internen Vorverstärker für den
Piezo-Tonabnehmer verfügt bzw. wenn
dieser abschaltbar ist. Bei abschaltbaren
Vorverstärkern am Instrument empfehlen
wir, den High-End-Preamp des Basswitch
IQ DI mit seiner parametrischen Klangregelung anstelle des Vorverstärkers am Instrument zu nutzen. In der Regel ist dieser
dem On-Board-Preamp des Instrumentes
überlegen.
Hinweis: In Schalterstellung `Aus´ (1
MOhm) befindet sich der Schalter oben, in
Schalterstellung `Ein´ (10 MOhm) unten.
3. Eingangsbuchse INST B
Schließen Sie Ihr zweites Instrument an
dieser Buchse an.
Dies ist die optionale Eingangsbuchse für
ein zweites Instrument. Werden zwei Instrumente wechselweise mit ein und demselben Kabel betrieben, wird dieser Eingang
nicht belegt; hierfür ist Eingangsbuchse
INST A zu verwenden. In diesem Fall kann
der Mute-Schalter (23) zusätzlich zum
A/B-Schalter zum Stumm-Schalten z. B.
beim Wechsel von Instrumenten genutzt
werden.
4. LINE OUT
Schließen Sie hier Ihren Verstärker oder
Ihre Endstufe an.
Beim Betrieb des Basswitch IQ DI vor
einem Bass-Verstärker sollte für die Einstellung des Grund-Sounds der Basswitch
IQ DI auf `all through´ stehen (= Kanal B
aktiv - die LED leuchtet weiß - die Effekte
im seriellen Effektweg sind ausgeschaltet,
mit Ausnahme derjenigen, die kontinuierlich eingeschaltet bleiben sollen wie z. B.
Kompressor - die Mix Loop/Boost-Funktion
ist ausgeschaltet, LED leuchtet nicht) und
danach die Einstellung des Grund-Sounds
am Verstärker erfolgen.
Kanal A kann genutzt werden, um mit
Hilfe des Preamps und des äußerst wirkungsvollen Equalizers den Ton und die
Lautstärke des zweiten Instruments nach
Bedarf anzugleichen bzw. um auf Abruf
über den Fußschalter einen zweiten Sound
für das angeschlossene Instrument bereitzustellen.
Beim Betrieb des Basswitch IQ DI mit
einer reinen Endstufe ist Kanal A (blaue
LED leuchtet) zu wählen. Die Einstellung
des Grund-Sounds erfolgt hierbei mit dem
Preamp des Basswitch IQ DI. Auch in diesem Fall muss sichergestellt sein, dass
die Effekte im seriellen Effektweg mit
Ausnahme derjenigen, die kontinuierlich
eingeschaltet bleiben sollen (z. B. Kompressor) und die Mix Loop/Boost-Funktion
ausgeschaltet sind, während die SoundEinstellungen am Basswitch IQ DI vorgenommen werden.
5. TUNER OUT
Schließen Sie hier ein externes Stimmgerät an.
Ein hier angeschlossenes Stimmgerät wird
komplett aus dem Signalweg genommen
und verursacht somit keinerlei Klangverluste. Dadurch besteht die Möglichkeit,
das Stimmgerät dauernd eingeschaltet
zu lassen, wodurch eine kontinuierliche
Kontrolle der Stimmung des angeschlossenen Instruments ermöglicht wird. Um
das Ausgangssignal des Basswitch IQ DI
für Stimmvorgänge stumm zu schalten,
wird der Mute-Schalter (23) gedrückt. Der
Mute-Schalter schaltet sowohl das LineOut- als auch das D.I.-Signal stumm.
6. SEND Buchse (Serial Loop)
Schließen Sie hier den Eingang des ersten
Effektgeräts an, das Sie im seriellen Loop
betreiben möchten.
Der passive serielle Loop dient hauptsäch-
lich dazu, Effektgeräte einzuschleifen,
die kontinuierlich eingeschaltet bleiben
sollen. Die klassischen Beispiele hierfür
sind Kompressoren, Exciter oder VolumenPedale. Zusätzlich können hier aber auch
Effekte eingeschleift werden, um auf diese
Weise zusätzlich zum Mix Loop einen zweiten Loop-Weg zu schaffen. Diese Anwendung ist jedoch nur dann ratsam, wenn
die verwendeten Effekte über eine hohe
Bypass-Qualität verfügen und keinerlei
Grundrauschen vorweisen (siehe Tech
Talk am Ende der Gebrauchsanleitung).
Im Zweifelsfalle empfehlen wir ein Looper
Pedal (z. B. Lehle D.Loop SGoS oder Lehle
Parallel L) zwischen den seriellen Loop und
die Effekte zu schalten, die nicht kontinuierlich eingeschaltet bleiben sollen.
7. RETURN Buchse (Serial Loop)
Schließen Sie hier den Ausgang des letzten Ihrer Effektgeräte an, die an der SendBuchse des Serial Loop angeschlossen
sind.
8. SEND Buchse (Mix Loop)
Schließen Sie hier den Eingang des ersten
Ihrer Effektgeräte an, das Sie im Mix Loop
betreiben möchten.
Der Mix Loop ist der Standard-Einschleifweg des Basswitch IQ DI. Er bietet verschiedene Zusatzfunktionen an (Einstellen
des Mischungsverhältnisses – siehe dazu
Punkt 20 – sowie Phasenumkehrung und
Cut/Boost-Funktion), mit deren Hilfe der
Signalweg des Loops optimiert werden
kann. Die Reihenfolge der Effekte im Loop
ist letztlich individuelle Geschmackssache
und kann sich je nach Anwendung unterscheiden. Im Zweifelsfall dient folgende
Grundreihenfolge als Orientierung: Octaver –Overdrive/Distortion - EnvelopeFilter – Chorus/Flanger – Tremolo – Delay
– Reverb.
Hinweis: Der Einschleifweg befindet sich
hinter dem Mute-Schalter; d. h., wenn
man beispielsweise ein Echo einschleift,
hört man trotz gemutetem Signal das Echo
ausklingen.
9. Phasenumkehrschalter PHASE (Mix Loop)
Drehen Sie hier bei Bedarf die Phase des
Return-Signals.
Beim Mischen des Originalsignals mit
dem Return-Signal des Effekts kann es
unter Umständen (vorwiegend bei älteren
Geräten) zu Phasenauslöschungen kommen. Meistens wird dieser Sound dann
als `zu dünn´ empfunden. Das Drehen der
Phase mit dem Phasenumkehrschalter
behebt dieses Problem. Im Regelfall steht
dieser Schalter auf `Aus´ (= In Phase).
Der Phasenumkehrschalter befindet sich
dabei in Stellung `oben´ – in Stellung
`unten´ erfolgt eine Phasenumkehr. Letztendlich entscheidet hier der individuelle
Geschmack; probieren Sie einfach aus, in
welcher Stellung der Klang sich für Ihre
Bedürfnisse am besten anhört.
10. RETURN Buchse (Mix Loop)
Schließen Sie hier den Ausgang des letzten Ihrer Effektgeräte an, die an der SendBuchse des Mix Loop angeschlossen sind.
Wird die Return-Buchse nicht belegt, hat
der Mix Loop-Taster die Funktion eines
Boosters (mehr dazu unter Punkt 19).
Hinweis: Der Return-Eingang arbeitet
symmetrisch, wenn ein TRS-Stecker eingesteckt wird, und asymmetrisch bei Verwendung eines normalen Klinkensteckers.
11. Externe Stromversorgung
Schließen Sie hier ein Netzteil mit einer
Spannung von 9 – 20 V (min. 130 mA) an.
Aufgrund der hochwertigen Bauweise und
der Qualität der verwendeten Preamps und
der Schaltungstechnologie im Basswitch
IQ DI ist der Energiebedarf zu groß, um
eine zufriedenstellende Versorgung durch
Batterien zu gewährleisten.
Das verwendete Netzteil sollte mindestens
9 Volt und nicht mehr als 20 Volt Spannung liefern. Die Polung spielt dabei keine
Rolle. Es können Wechsel- oder Gleichspannungsquellen verwendet werden.
Die Versorgungsspannung wird intern
gleichgerichtet, gefiltert, stabilisiert und
anschließend auf 18 Volt gebracht. Ein
optimal passender Stecker für die Stromversorgungsbuchse des Basswitch IQ DI
liegt bei; bei Bedarf kann dieser an das
von Ihnen verwendete Netzteilkabel angelötet werden.
Hinweis: Um das Optimale aus Ihrem PedalSetup heraus zu holen empfehlen wir nur
hochwertige, galvanisch getrennte Netzteile für Ihr Pedal-Setup zu verwenden!
12. VOLUME Regler (Kanal A)
Regeln Sie damit die Lautstärke von Kanal A.
Hier wird die Lautstärke von Kanal A angepasst. Um eine optimale Anpassung
des Signals zwischen Kanal A und Kanal
B zu gewährleisten, erlaubt dieser Regler
sowohl das Signal abzusenken als auch
anzuheben (Cut/Boost); die Nullstellung
ist bei etwa 12 Uhr. Der verwendete HighEnd-Preamp erlaubt auch den direkten
Betrieb des Basswitch IQ DI mit einer Endstufe (siehe auch Punkt 4).
13. BASS Regler (Kanal A)
Regeln Sie damit den Bassanteil.
Dieser Regler ist spezifisch auf den Bassbereich ausgelegt, um gezielt ein Cut
(Absenken) bzw. Boost (Anheben) der tiefen Frequenzen zu bewirken. Dies ist sehr
hilfreich z. B. bei passiven Bässen, um
mehr Bottom End und Druck zu erzeugen.
Die verwendete Regeltechnik erlaubt das
Aufrechterhalten eines guten Sounds auch
bei größeren Korrekturen der Einstellung.
Dieser Regler sollte trotzdem mit Behutsamkeit eingesetzt werden, um den Sound
nicht zu basslastig werden zu lassen.
14. GAIN Regler (Low Mids)
Regeln Sie damit den Anteil der unteren
Mitten.
Dieser Regler dient dazu, ein Cut bzw.
Boost der unteren Mitten zu bewirken.
Die exakte Frequenz, die beschnitten bzw.
hervorgehoben werden soll, lässt sich
mittels des nebenstehenden Frequenzreglers für die unteren Mitten bestimmen.
Die verwendete Regeltechnik erlaubt das
Aufrechterhalten eines guten Sounds auch
bei größeren Korrekturen der Einstellung.
Trotzdem empfehlen wir, die parametrischen Klangregelung mit Bedacht und
Feingefühl einzusetzen und den Sound
hier eher feinfühlig anzupassen, als
grundsätzlich zu verändern.
15. FREQ. Regler (Low Mids)
Regeln Sie damit die Frequenz der unteren
Mitten.
Beim Umgang mit einer parametrischen
Klangregeleinheit empfiehlt sich folgende, grundsätzliche Vorgehensweise: Um
die Frequenz zu finden, die Sie cutten oder
boosten wollen, drehen Sie als erstes den
Gain-Regler voll auf (im Uhrzeigersinn),
suchen dann mit Hilfe des Frequenzreglers
die zu bearbeitende Frequenz und boosten
bzw. cutten diese dann nach Bedarf.
Auf diese Weise lassen sich zahlreiche
Bass-Sounds herauskitzeln, wie z. B. der
berühmte `Fat Finger Tone´ oder auch klassische Rock- oder Reggae-Sounds. Ein
Boosten von tieferen Frequenz-Einstellun-
10
gen verhilft dem Steg-Tonabnehmer eines
Basses zu mehr Bassanteilen, Einstellungen oberhalb der Mitte mit Boost bringen
Punch und Durchsetzungskraft im Bandgefüge. Bei schlechten Lautsprecherboxen
kann das unerwünschte `Honk´ der Box
abgeschwächt werden, indem die entsprechende Frequenz abgesenkt (gecuttet) wird.
Last, but not least, lässt sich durch gezieltes Cutten mit Hilfe der parametrischen
Klangregelung eine Rückkopplung bei akustischen Instrumenten wie z. B. beim Kontrabass vermeiden.
16. GAIN Regler (High Mids)
Regeln Sie damit den Anteil der oberen Mitten.
Dieser Regler dient dazu, ein Cut bzw.
Boost der oberen Mitten zu bewirken. Die
exakte Frequenz, die beschnitten bzw. hervorgehoben werden soll, lässt sich mittels
des nebenstehenden Frequenzreglers für
die oberen Mitten bestimmen.
17. FREQ. Regler (High Mids)
Regeln Sie damit die Frequenz der oberen
Mitten.
Die Handhabung erfolgt hier analog wie
bei den unteren Mitten (siehe Punkt 15).
Mit Hilfe der oberen Mitten lassen sich interessante Bass-Sounds erzeugen, wie z.
B. der klassische Slap-Sound (`Slappers
delight´). Eine Anhebung der oberen Mitten belebt dumpfe Boxen und verleiht alten Saiten neues Leben. Bei neuen Saiten
können – besonders bei ungeschliffenen
Stahlseiten – die aggressiven Höhen etwas herunter geregelt werden beziehungsweise ein lästiges Scheppern der Saiten
unterdrückt werden.
18. TREBLE Regler
Regeln Sie damit den Höhenanteil.
Der Treble-Regler erlaubt eine Hervorhe-
bung der hohen Frequenzen oder eine Abrundung des Sounds nach oben. Er ist abgestimmt um das berühmte `Upper sizzle´
zu erzeugen.
19. BOOST Regler (Mix Loop)
Regeln Sie hier das Ausgangsvolumen des
Mix Loop oder den Solo Boost Level.
Dieser Regler hat eine Doppelfunktion, je
nachdem, ob der Mix Loop belegt ist oder
nicht. Ist der Mix-Loop belegt, d. h. sind
hier Effektpedale eingeschleift, hat der
Boost-Regler die Aufgabe, den Basswitch
der Eingangsempfindlichkeit der Effektpedale durch Absenken oder Anheben (Cut/
Boost) des Ausgangssignals anzupassen.
Dies ist sehr hilfreich sowohl beim Einsatz
von Effektgeräten, die sensibel auf die
Dynamik des Eingangssignals reagieren
(der Basswitch arbeitet mit der doppelten Dynamik eines normalen Pedals und
kann daher manches Pedal übersteuern
und zum Verzerren bringen, insbesondere,
wenn mit dem EQ größere Korrekturen des
Sounds vorgenommen wurden) als auch
zum „Anblasen” von älteren Pedalen, insbesondere Verzerrern.
Ist der Mix Loop nicht belegt, wird hier das
Volumen für Soli oder lautere Passagen
eingestellt. In diesem Falle sollte der MixRegler (20) ganz nach links (Uhrzeigersinn) gedreht sein.
20. MIX Regler
Mischen Sie damit den Anteil des Loop-Signals.
Viele Effektpedale, insbesondere solche
älterer Bauart, erlauben es nicht, den
Grund-Sound des Instruments mit dem Pedal-Sound zu mischen. Da gleichzeitig die
Effektpedale den druckvollen Bassanteil
am Signal oftmals zunichte machen, ist
das Ergebnis ein unattraktiver, ausgedünnter Bass-Sound. Der Mix-Regler verschafft
hier Abhilfe, indem er es ermöglicht, dem
Grund-Sound des Basses exakt soviel Effektanteil beizufügen wie erwünscht ist. Bei
Linksanschlag des Reglers ist das Effektsignal ausgeblendet und das Originalsignal
beträgt 100%. Die Mittenstellung des Reglers entspricht einem parallelen Effektweg
(100% Originalsignal und 100% Effektsignal). Bei Rechtsanschlag des Reglers ist
das Originalsignal ausgeblendet und das
Effektsignal beträgt 100%, welches einem
seriellen Effektweg entspricht.
21. Fußschalter für MIX LOOP/BOOST
Drücken Sie diesen Schalter zur Aktivierung
des Mix Loop und/oder des Solo-Boost.
Mit Hilfe dieses Schalters schalten Sie den
Mix-Loop-Kanal ein oder aus. Für den Fall,
dass kein Effekt im Mix Loop genutzt wird,
boosten Sie hiermit Ihr Signal für Soli oder
lautere Passagen.
22. Statusanzeige für MIX LOOP/BOOST
Diese LED leuchtet blau, wenn die Loop/
Boost-Funktion eingeschaltet ist.
23. Fußschalter für MUTE
Drücken Sie diesen Schalter zur Stummschaltung, zum Stimmen oder als Standby.
Ein Drücken dieses Fußschalters bewirkt
eine Stummschaltung von Line Out und
D.I.-Out und erlaubt ein ungestörtes Stimmen oder einen Instrumentenwechsel,
wenn nur ein Kabel in Kanal A verwendet
wird. Darüber hinaus dient dieser Fußschalter auch als Standby.
Anmerkung: Das Return-Signal des Mix
Loop wird dadurch nicht gemutet. Bitte
beachten Sie dies, um Überraschungen
durch lange Verzögerungszeiten bei Delays
und bei Looper-Pedalen zu vermeiden.
24. Statusanzeige für MUTE
Diese LED leuchtet blau, wenn die MuteFunktion eingeschaltet ist.
25. A/B Fußschalter
Drücken Sie diesen Schalter zur Umschaltung zwischen Eingang `Instrument A´ und
Eingang `Instrument B´ bzw. zwischen Kanal
A und Kanal B des Basswitch IQ DI, wenn
nur Eingang `Instrument A´ belegt ist.
Im Falle, dass beide Eingangsbuchsen A
und B belegt sind, dient dieser Schalter
zum Umschalten zwischen den beiden Instrumenten, wobei Eingang `Instrument A´
über Kanal A und Eingang `Instrument B´
über Kanal B des Basswitch IQ DI geleitet
wird.
Ist lediglich ein Instrument an Eingang A
angeschlossen, bewirkt der A/B-Schalter
eine Umschaltung des Eingangsignals auf
Kanal A oder B. So kann zusätzlich zum
Basis-Sound (Kanal A), der am Amp eingestellt wurde, auf Knopfdruck ein zweiter
Sound abgerufen werden, z. B. zum Slappen oder beim Wechsel von Fingerstyleauf Plektrum-Spiel.
26. Statusanzeige für Fußschalter A/B
Zeigt den Status des A/B-Schalters an
(Blau = Eingang `Instrument A´ oder Kanal A; Weiß = Eingang `Instrument B´ oder
Kanal B).
27. GROUND Schalter
Drücken Sie den Ground-Schalter, um Nebengeräusche zu eliminieren.
Bei nicht gedrücktem Ground-Schalter gewährleistet der eingebaute Lehle-Transformator eine galvanische Trennung zwischen
der Abschirmung des Basswitch IQ DI und
dem Masseleiter des angeschlossenen
XLR-Kabels. Sollten in dieser Konfiguration dennoch Brummgeräusche auftreten,
so kann durch Aktivieren des GroundSchalters Abhilfe geschaffen werden. Im
gedrückten Zustand erfolgt eine Verbindung der Abschirmung des Basswitch IQ
11
DI und des XLR-Kabels. Im Zweifelsfall
ist hier `Trial-and-Error´ angesagt – den
Ground-Schalter so einstellen, dass keine
Brummgeräusche erzeugt werden.
Anmerkung: Grundsätzlich sollte der
Ground-Schalter nicht gedrückt sein,
wenn der Line Out genutzt wird.
12
28. PAD Schalter
Drücken Sie den Pad-Schalter, um eine
Abdämpfung des Signals zu erreichen.
Der D.I.-Ausgang des Basswitch IQ DI ist
so ausgelegt, dass er problemlos an jeden
Line-Eingang eines Mischpultes angeschlossen werden kann. Steht jedoch an
einem Mischpult nur ein hochempfindlicher Mikrofoneingang zur Verfügung, kann
durch Aktivieren des Pad-Schalters am
Basswitch IQ DI das D.I.-Ausgangssignal
abgesenkt werden, so dass auch dieser
Eingang bedient werden kann.
29. PRE/POST Schalter
Drücken Sie den Pre/Post-Schalter, um
die Klangregelung und die Loops aus dem
D.I.-Signalweg zu nehmen.
Damit gelangt der Bass-Sound direkt an
den D.I.-Ausgang, ohne die Klangregeleinheit und die Loops des Basswitch IQ DI
zu durchlaufen. Der Line-Out ist hiervon
nicht betroffen.
Anmerkung: Für Studio-Aufnahmen ist es
vorteilhafter, das Signal unbearbeitet auf-
zunehmen und nachträglich zu bearbeiten. Die hier gewählte Schaltung erlaubt
es dem Musiker, im Pre-Modus sein Signal
bei den Aufnahmen wie gewohnt mit Effekt über den Line-Out zu hören, während
gleichzeitig das Signal des Instrumentes
unbearbeitet direkt hinter dem VolumeRegler von Kanal A bzw. dem Buffer von
Kanal B aufgegriffen und via D.I.-Ausgang
des Basswitch IQ DI übertragen wird. Die
Effekte können der Aufnahme dann beim
Mix durch Re-Amping hinzugefügt werden,
was in der Regel zu besseren Resultaten
führt.
30. D.I Out
Benutzen Sie diesen Ausgang, um den
Basswitch IQ DI mit einem XLR Kabel an
ein Mischpult anzuschließen.
Der D.I. Ausgang ist derart abgestimmt,
dass er mit jedem Line-Input eines gängigen Mischpultes harmoniert. Stehen am
Mischpult keine XLR Line-Inputs oder nur
Mikrofoneingänge zur Verfügung, drücken
Sie bitte den Pad-Schalter (28), um das
Ausgangsignal des Basswitch IQ DI der
Eingangsempfindlichkeit der Mikrofoneingänge anzupassen.
Anmerkung: Natürlich können Line-Out
und D.I.-Out gleichzeitig verwendet werden, um das Signal parallel zu einem Bassamp und einer Endstufe (via Line Out)
und zum Mischpult (via D.I. Out) zu leiten.
Anwendungsbeispiele
1. Basswitch als Preamp/Booster/DI in standalone mode
1
9-20V
R
MIX LOOP
S
R
SER LOOP
S
TUNER OUT
LINE OUT
ΩA
INST B
INST A
TM
BOOST
T
HF
HM
LF
LM
B
VOL
MIX
GROUND
IQ DI
PAD
MIX LOOP/
BOOST
MUTE
PRE/POST
A/B
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
2. Bassswitch als Preamp/Looper/DI auf einen pedalboard
9-20V
R
MIX LOOP
S
R
SER LOOP
S
TUNER OUT
LINE OUT
INST B
ΩA
INST A
TM
BOOST
T
HF
HM
LF
LM
B
VOL
MIX
GROUND
IQ DI
PAD
MIX LOOP/
BOOST
MUTE
A/B
PRE/POST
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
ACTIVE
LO
DEPT
MODE
HI
RATE
THRESH
RATIO
THRESH
COMP
DIGITAL DELAY
RATIO
COMP
HI-FREQ
BYPASS
GAIN
UniChorus
GAIN
DUAL BAND SMX
OPTICAL COMPRESSOR
SFT
ACTIVATE
FILTER TWIN
BASS
DISTORSION
BASS
OVERDRIVE
OCTAMIZER
HF BYPASS
3. Basswitch als AB Switcher/Preamp/Booster/DI in standalone mode
1
9-20V
R
MIX LOOP
S
R
SER LOOP
S
TUNER OUT
LINE OUT
ΩA
INST B
INST A
TM
BOOST
T
HF
HM
LF
LM
B
VOL
MIX
GROUND
IQ DI
PAD
MIX LOOP/
BOOST
MUTE
PRE/POST
A/B
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
4. Basswitch als AB Switcher/Preamp/Booster/DI auf einen pedalboard
9-20V
R
MIX LOOP
S
R
SER LOOP
S
TUNER OUT
LINE OUT
INST B
ΩA
INST A
TM
BOOST
T
HF
HM
LF
LM
B
VOL
MIX
GROUND
IQ DI
PAD
MIX LOOP/
BOOST
MUTE
A/B
PRE/POST
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
ACTIVE
LO
DEPT
MODE
HI
RATE
THRESH
RATIO
THRESH
COMP
DIGITAL DELAY
RATIO
COMP
HI-FREQ
BYPASS
GAIN
UniChorus
GAIN
DUAL BAND SMX
OPTICAL COMPRESSOR
SFT
ACTIVATE
FILTER TWIN
BASS
DISTORSION
BASS
OVERDRIVE
OCTAMIZER
HF BYPASS
5. Basswitch als Line Mixer
9-20V
R
MIX LOOP
S
R
SER LOOP
S
TUNER OUT
LINE OUT
INST B
ΩA
1
INST A
TM
BOOST
T
HF
HM
LF
LM
B
VOL
MIX
GROUND
IQ DI
PAD
MIX LOOP/
BOOST
MUTE
A/B
PRE/POST
Lehle TRUE SOUND TECHNOLOGY
Tech Talk
16
True Bypass und True Sound
Viele Effektgeräte besitzen heutzutage
True-Bypass-Schaltungen, um den Effekt
im ausgeschalteten Zustand aus dem Signalweg zu nehmen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass das Effektgerät den
Sound des Basses im Bypass-Modus nicht
beeinflussen soll. Das Signal soll in seiner
Einzigartigkeit erhalten bleiben – so die
graue Theorie.
Das Problem in der Praxis ist aber, dass
mehrere solcher Effekte hintereinander
geschaltet den Sound keinesfalls verbessern. Lange Kabelwege und viele
Kontaktübergänge an den Steckern und
Buchsen machen das Signal in der Regel
matter und weniger lebendig. Allein die
Länge der Kabel, die bei großen PedalBoards zusammen kommt, belastet das
Signal durch die Kapazität des Kabels.
Die Kapazität des Kabels wirkt wie ein
Tiefpass (= die tiefen Frequenzen dürfen
passieren, die hohen Frequenzen werden
rausgefiltert). Dabei spielt der Preis des
Kabels keine Rolle.
Eine Lösung wäre, statt True Bypass-Effekten, Geräte mit gebuffertem Bypass zu
benutzen. Das wiederum ist nur dann eine
gute Lösung, wenn der Buffer von sehr guter Qualität ist. Wenn mehrere gebufferte
Effekte hintereinander geschaltet sind
und nur ein einziger Buffer die Dynamik
beschränkt, rauscht oder in irgend einer
anderen Form den Sound negativ beeinflusst, klingt die ganze Effektkette nicht
mehr. Bei einer Kette von gebufferten Effektgeräten gilt: „Die Kette ist so stark wie
Ihr schwächstes Glied“. Abgesehen davon
addiert sich das Rauschen der einzelnen
Buffer zu einem Gesamtrauschen (Tatsache ist, dass jeder Buffer rauscht, auch
wenn man es im Betrieb nur eines Buffers
nicht heraus hört).
Die beste Lösung in diesem Zusammenhang ist, am Anfang der Kette einen sehr
guten Buffer einzusetzen, der das Signal
extrem niederohmig macht. Damit wird
das Signal unempfindlich gegenüber langen Kabelwegen. Wichtig dabei ist, dass
der Buffer viel Dynamik und Headroom besitzt, damit beim Bass-Signal alle Details
transportiert werden.
Die Effekte, die dann eingeschleift werden, sollten über einen True Bypass verfügen, weil dann das am Anfang gebufferte
Signal nicht mehr negativ beeinflusst wird
und durch die True Bypass-Schaltung weder Dynamik und Headroom verloren geht.
Das Rauschen erhöht sich durch True Bypass-Schalter ebenfalls nicht.
Fazit: Die Garantie für einen guten Sound
ist ein True Sound-Buffer am Anfang der
Effektkette und taugliche True Bypass-Effekte dahinter.
Was bedeutet True Sound Technology?
Die Lehle True Sound Technology basiert
auf mehreren einzelnen Maßnahmen, die
alle nur das eine Ziel haben, den Sound
und Charakter des Instruments optimal
zu transportieren, ohne dabei den Sound
negativ zu beeinflussen.
Die Versorgungsspannung, mit der der
Buffer betrieben wird, ist intern gleichgerichtet, gefiltert und stabilisiert und
anschließend auf 18 Volt gebracht. Dadurch können Spannungsspitzen von Tonabnehmern von bis plus 7 Volt bis minus 7
Volt problemlos übertragen werden. Dieser
Headroom bewirkt einen offenen und dynamischen Sound und ist ein Garant dafür, dass kein Detail verloren geht.
Die Buffer sind so ausgelegt, dass sie
mühelos bis in den Megaherz-Bereich
übertragen können. Am Ausgang ist der
Frequenzbereich begrenzt, damit keine HF-Störungen über den Ausgang die
Schaltung stören können. Dies garantiert
ein optimales Einschwingverhalten (=
transient response) der Schaltung und
ist entscheidend für einen durchsichtigen
und vor allem durchsetzungsfähigen Ton.
Geschaltet wird in Geräten mit Lehle True
Sound Technology entweder mit goldkontaktierten Relais oder goldkontaktierten
Schaltern. Das Signal einer ausklingenden
Seite ist so schwach, dass schlechte Kontaktmaterialien den Sound negativ beeinflussen. Gewöhnliche Fußschalter besitzen
jedoch Kontaktmaterialien, die zum Schalten großer Ströme (z. B. für Werkzeugmaschinen) entwickelt wurden, da dies ihr
Haupteinsatzgebiet ist. Hörbar wird das
beispielsweise, wenn nach einer gewissen
Zeit der Benutzung ein ausklingender Ton
auf einmal „wegbricht“. Vergoldete Kontakte von Relais oder Schaltern haben diese Probleme nicht, auch kleinste Ströme
werden über Jahre hinweg ohne negative
Beeinflussung übertragen. Abgesehen davon hat ein Relais, wie es im Basswitch IQ
DI zum Einsatz kommt, eine etwa 100 Mal
längere Lebensdauer wie ein gewöhnlicher
Fußschalter.
Kombiniert mit den Lehle typischen Schaltungen zur Minimierung der Umschaltgeräusche von Relais stellen die hier
gewählten Maßnahmen die zur Zeit bestmögliche Lösung zur kompromisslosen
Wahrung des Tonsignals und damit der
Wahrung von Sound und Charakter des
Instrumentes dar.
Lehle Übertrager
Der Lehle Übertrager am D.I.-Ausgang
stellt eine galvanische Trennung her. Nur
eine echte galvanische Trennung garantiert in jeder Situation im Studio- oder
Live-Betrieb dass Brummschleifen und
damit störende Nebengeräusche vollkommen eliminiert werden. Abgesehen davon
bietet der Lehle Übertrager ein hohes Maß
an Sicherheit, weil er den Basswitch IQ DI
gegenüber Spannungsspitzen bis 2000
Volt isolieren kann.
Anmerkung: Übertrager stehen in dem Ruf,
den Sound negativ zu beeinflussen. Der
eingesetzte, einzigartige Lehle Übertrager
tut das aber nicht. Der D.I.-Ausgang überträgt, genau wie der Line Out, linear die
Frequenzbereiche zwischen 20 Hz und 100
kHz. Der Übertrager beeinflusst ebenfalls
nicht den Headroom, da er ohne Probleme
Pegel von 16 dBU überträgt.
Prinzip der Fußschalter im Basswitch IQ
DI
Fußschalter werden während ihres langen
Daseins Abertausende von Malen betätigt,
und das je nach Temperament des Musikers mal mit Gefühl, mal eher rustikal.
Ein handelsüblicher Fußschalter hält ca.
20.000 Schaltvorgänge aus, danach ist
er entweder mechanisch oder elektrisch
am Ende, d. h. er funktioniert entweder
gar nicht mehr oder das Signal verliert an
Transparenz und Dynamik.
Deshalb setzt man bei der Basswitch IQ
DI auf die Verwendung hochwertiger Fußschalter aus dem Hause Lehle. Hier tritt
der Musiker mit seinem Fuß auf keinen
gewöhnlichen Fußschalter, sondern auf
einen speziellen Auslöser und betätigt damit über einen Metallhebel einen Taster im
Inneren des Geräts. Da Auslöser und Taster
mechanisch nicht miteinander verbunden
sind, nimmt nur der Auslöser die Kraft des
Trittes auf, die Platine wird dadurch nicht
17
belastet. Bei maximaler Robustheit der
Konstruktion ist die Betätigung des Knopfes durch die Lagerung in einer speziellen
Buchse sehr leichtgängig und leise.
Im Basswitch IQ DI wird der Impuls der
Taster mit einer diskreten Logik an spezielle goldkontaktierte Relais weitergeleitet.
Das Signal wird daher nur durch diese
18
hochwertigen Relais geschaltet. Dies
garantiert ein absolut verlustfreies und
zuverlässiges Schalten von sehr empfindlichen Signalen. Die Schaltmechanik im
Basswitch IQ DI und die goldkontaktierten
Relais sind ausgelegt für bis zu 2 Millionen Schaltvorgänge.
Blockdiagramm
Technische Daten:
Gewicht: 1375g
Länge: 16,2 cm
Breite: 22,0 cm
Höhe: 4,2 cm
Spannungsbereich: 9-20 V AC/DC
Stromaufnahme: max. 130 mA
Frequenzgang: 20 Hz – 100 KHz (+/- 0,2dB)
Klirrfaktor: 0,005 %
Impedanz Eingang A: 1 MOhm / 10 MOhm (schaltbar)
Impedanz Eingang B: 1 MOhm
Impedanz Ausgang: 150 Ohm
Geräuschspannungsabstand: -94 dB bei 1kHz, 0dBU (A gewichtet)
Max. Pegel: 5V RMS (ca. 16 dBU)
Max. Verstärkung: +/- 15 dB
EQ
Bass: +/-18 dB @ 33 Hz (Glocke)
Low Mid: +/-18 dB @ 90 Hz – 500 Hz (Glocke)
High Mid: +/-16 dB @ 840 Hz – 5,6 kHz (Glocke)
Treble: +/- 18 dB @12,5 kHz (Kuhschwanz)
Kontakt:
Ruppert Musical Instruments
20a, rue de Bascharage
L - 4995 Schouweiler
Luxembourg
Tel./Fax: 00 352 691 379050
Web: www.rmi.lu
E-Mail: [email protected]
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