Membran-Absperrventil, Figur 123 01

Membran-Absperrventil, Figur 123 01
Einbau- und Bedienungsanleitung
KEMPER Membran-Absperrventil mit Flanschanschluss
Figur 123
1. Allgemeine Beschreibung
Das KEMPER Membran-Absperrventil mit Flanschanschluss Figur 123 ist eine Absperrarmatur für den Einsatz im
Trinkwasserbereich. Der Einsatz in anderen Bereichen erfordert eine Rücksprache mit dem Hersteller.
2. Technische Eigenschaften
- Komplett aus Rotguss im mediumberührten Bereich
- wartungsarme Membrane
- totraumfrei
- nach DIN EN 558-1 / DIN 3546-1
- DVGW registriert
- schallschutzgeprüft nach DIN EN ISO 3822 Klasse I (bis DN 32)
- Dauertemperatur bis 90°C
- Druckstufe PN 10: DN 20 bis DN 100
- Druckstufe PN 6: DN 125 und DN 150
- Kunststoffteile mit KTW- und W 270-Zulassung
3. Sicherheit
3.1 Diese Betriebsanleitung/Montageanleitung enthält grundlegende Hinweise, die bei Montage, Betrieb und Wartung
zu beachten sind. Es sind nicht nur die unter diesem Hauptpunkt Sicherheit aufgeführten, allgemeinen
Sicherheitshinweise zu beachten, sondern auch die unter den anderen Hauptpunkten aufgeführten, speziellen
Sicherheitshinweise.
3.2 Gefahren bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann sowohl eine Gefährdung für Personen als auch für Umwelt und die
Armatur zur Folge haben. Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann zum Verlust jeglicher
Schadensersatzansprüche führen.
3.3 Sicherheitsbewusstes Arbeiten
Die in dieser Betriebsanleitung/Montageanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise, die bestehenden nationalen
Vorschriften zur Unfallverhütung sowie eventuelle interne Arbeits-, Betriebs- und Sicherheits-vorschriften des Betreibers
sind zu beachten.
3.4 Sicherheitshinweise für den Betreiber / Bediener
Die Armaturen sind vorgesehen für den Einsatz in Bereichen ohne Personenverkehr. Der Betrieb der Armaturen in
Bereichen mit Personenverkehr ist daher nur zulässig in Verbindung mit ausreichenden bauseitig angebrachten
Schutzeinrichtungen. Dies ist durch den Installateur bzw. Betreiber sicher zu stellen. Führen heiße oder kalte
Armaturenteile ( z. B. Gehäuseteile oder Handrad) zu Gefahren, müssen diese Teile bauseitig vom Betreiber gegen
Berührung gesichert sein.
-1-
3.5 Sicherheitshinweise für Wartungs-, Inspektions- und Montagearbeiten
Der Betreiber hat dafür zu sorgen, dass alle Wartungs-, Inspektions- und Montagearbeiten nur von sachkundigem
Personal ausgeführt werden. Grundsätzlich sind Arbeiten an der Armatur nur im drucklosen und abgekühlten und
vollständig entleerten Zustand durchzuführen.
3.6 Unzulässige Betriebsweisen
Die Betriebssicherheit der gelieferten Armatur ist nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung
entsprechend Abschnitt 4., Allgemeine Hinweise, der Betriebs- und Montageanleitung für unvollständige Maschinen
gewähr-leistet. Die in der technischen Dokumentation angegebenen Grenzwerte dürfen auf keinen Fall überschritten
werden.
4. Allgemeine Hinweise
Bei korrekter Montage und Wartung oder Reparatur ist ein störungsfreier Betrieb der Armaturen gewährleistet.
Der Hersteller übernimmt für die Armaturen keine Verantwortung, wenn diese Betriebsanleitung/ Montageanleitung
für unvollständige Maschinen nicht beachtet wird. Für vom Normalbetrieb abweichende Belastungen und
Betriebsbedingungen (Temperatur, Druck, besondere korrosive, chemische oder abrasive Einflüsse....) übernimmt der
Hersteller keine Gewährleistung.
ACHTUNG:
Die Armaturen dürfen nicht außerhalb des zulässigen Einsatzbereiches betrieben werden. Die Grenzen sind dem
Typenschild und den Begleitunterlagen zu entnehmen. Insbesondere dürfen die Werte für Druck und Temperatur nicht
überschritten werden. Der Einsatz außerhalb von vorgenannten Bedingungen führt zu Überbeanspruchungen, dem die
Armaturen nicht standhalten. Das Nichtbeachten dieser Warnung kann zu Personen- und Sachschäden führen, z. B.
- Verletzungen durch austretende Medien (kalt / heiß, giftig, unter Druck, ...),
- Beeinträchtigung der Funktion oder Zerstörung der Armatur
5. Beschreibung der Armaturen
Werkstoffe, Zeichnung, Maße
Werkstoffe
Gehäuse
Oberteil
Membrane
Spindel
Oberteilschrauben, Unterlegscheiben
Handrad
Rotguss
Grauguss
EPDM
Niro
Niro
Kunststoff, schwarz
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Maße
Nennweite
Bauhöhe (H1)
Baulänge (L1)
Flanschmaß (d1)
Flanschmaß (d2)
Flanschdicke (s)
Rohranschlussmaß (d)
Handrad- Ø (D)
Gewicht
Max. Durchflusswert
(kvs)
Zeta-Wert
DN
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
cbm/h
20
110
150
105
58
12
20
100
2,63
11,3
25
135
160
115
68
12
25
100
3,2
20,6
32
155
180
140
78
13
32
100
5,8
36,8
40
155
200
150
88
14
40
100
6,5
45,2
50
195
230
165
102
14
50
125
8,8
76,1
65
250
290
185
122
15
65
200
13,6
111,5
80
280
310
200
138
16
80
200
20
158,4
100
350
350
220
158
18
100
200
29
233,0
125
350
400
250
188
21
125
250
51
364,0
150
388
480
280
212
21
150
315
70
524,0
2,0
1,4
1,2
2,0
1,7
2,2
2,6
2,9
2,9
2,9
Flansch-Anschlussmaße nach DIN 2501 / DIN EN 1092-3
d1: Außendurchmesser
d1: Außendurchmesser
d3: Lochkreisdurchmesser
d4: Schraubenlochdurchmesser
Jeder Flansch erhält eine durch 4 teilbare Anzahl von Schraubenlöchern.
Jeder Flansch erhält eine durch 4 teilbare Anzahl von Schraubenlöchern.
Die Schraubenlöcher sind bei Rohrleitungen und Armaturen symmetrisch zu den beiden Hauptachsen
so anzuordnen, dass keine Löcher auf den Hauptachsen liegen.
-3-
6. Einbau
6.1 Allgemeines
Planungs- und Einbaufehler können die sichere Funktion der Armaturen beeinträchtigen und ein erhebliches
Gefährdungspotential darstellen. Nachstehende Punkte sind deshalb besonders zu beachten.
ACHTUNG:
Die Rohrleitung ist so zu verlegen, dass schädliche Schub- und Biegekräfte von den Armaturengehäusen im Einbau- und
Betriebszustand ferngehalten werden, um die Funktionsunfähigkeit oder den Bruch der Armatur zu vermeiden.
ACHTUNG:
Unmittelbar vor dem Einbau sind die Abdeckkappen an den Anschlussöffnungen zu entfernen.
Die Handräder der Armaturen dürfen nicht als Trittstufen benutzt werden.
Armaturen und Rohrleitungen, die bei hohen (> 50°C) oder tiefen (< 0°C) Temperaturen betrieben werden, müssen
durch eine Dämmung vor Berührung geschützt werden, oder es muss durch entsprechende Warntafeln auf die Gefahr
bei Berührung hingewiesen werden.
6.2 Einbau
6.2.1 Membranventile
Membranventile können in jeder Lage eingebaut werden. Die günstigste Einbaulage ist jedoch mit senkrechter, nach
oben weisender Spindel.
6.2.2 Flanscharmaturen
Die Dichtflächen der Anschlussflansche müssen sauber und unbeschädigt sein.
Die Schrauben sind mit geeignetem Werkzeug gleichmäßig und kreuzweise mit zulässigen Drehmomenten anzuziehen.
(siehe Punkt 8)
7. Betrieb/Inbetriebnahme
7.1.1 Allgemeines
Vor Inbetriebnahme sind Werkstoff, Druck- und Temperaturangaben der Armaturen mit den Betriebsbedingungen
des Rohrleitungssystems zu vergleichen, um Materialbeständigkeit und Belastbarkeit zu überprüfen.
Eventuell auftretende Druckstöße dürfen den maximal zulässigen Druck nicht überschreiten. Schutzmaßnahmen
sind durch den Betreiber vorzusehen.
Bei Neuanlagen und besonders nach Reparaturen ist das Leitungssystem bei voll geöffneten Armaturen zu spülen, damit
für die Armaturen schädliche Feststoffe bzw. Schweißperlen entfernt werden.
Bei Reinigungen des Rohrsystems unterliegen angewendete Mittel und Verfahren der Verantwortung des
Durchführenden. Seitens des Herstellers wird empfohlen, vor Einsatz eines Desinfektionsmittels mit dem Hersteller
Kontakt aufzunehmen, um zu prüfen, ob das Desinfektionsmittel eingesetzt werden darf. Die Eignung des
Desinfektionsmittels wird dann vom Hersteller beleuchtet und die zulässige Konzentration übermittelt.
7.1.2 Betätigung
Die handbetätigten Armaturen werden, von oben betrachtet, durch Rechtsdrehung des Handrades geschlossen und
durch Linksdrehung des Handrades geöffnet.
ACHTUNG:
Armaturen mit Handrädern dürfen nur von Hand betätigt werden. Die Anwendung von Zusatzhebeln beim Drehen des
Handrads ist nicht zulässig, um eine Beschädigung durch zu hohe Kräfte zu vermeiden.
Der Hersteller empfiehlt, Membran-Absperrventile entweder ganz geöffnet oder ganz geschlossen zu betreiben.
Wird bei der Betätigung zum Schließen bzw. zum Öffnen der Armatur ein Widerstand in Endlage spürbar, setzt die
Membran auf den Ventilsitz auf, und die Betätigung muss beendet werden. Eine weitergehende Betätigung kann zu
einem erhöhten Verschleiß der Armatur führen.
7.1.3 Funktionsüberprüfung
Die Absperrfunktion der eingebauten Armaturen ist vor der Inbetriebnahme durch Öffnen und Schließen zu überprüfen
7.2 Außerbetriebnahme
Während längerer Stillstandperioden wird vom Hersteller empfohlen, die Flüssigkeiten, die ihren Zustand durch
Änderung der Konzentration, durch Polymerisation, Auskristallisation, Erstarrung oder dergleichen ändern, aus dem
Leitungssystem abzulassen. Bei Bedarf ist das Leitungssystem bei voll geöffneten Armaturen zu spülen.
-4-
8. Wartung / Instandhaltung
Absperrarmaturen sind nach DIN EN 806-5 in regelmäßigen Abständen (jährlich) durch Öffnen und Schließen auf
Funktion zu überprüfen. Darüber hinaus sind die wartungsrelevanten Bauteile entsprechend der Herstellerangaben
zu wechseln.
8.1 Sicherheitshinweise
Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten dürfen nur von sachkundigem Personal unter Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften durchgeführt werden. Bei allen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Armaturen müssen die
nachstehend aufgeführten Sicherheitshinweise sowie die allgemeinen Hinweise in Abschnitt 3. Sicherheit beachtet
werden.
ACHTUNG:
Es müssen in jedem Falle geeignete Ersatzteile und sichere Werkzeuge verwendet werden. Nach Austausch der
Membrane ist insbesondere das Oberteil unter Verwendung eines Drehmomentschlüssels mit den empfohlenen
Drehmomenten anzuziehen.
8.2 Wartung
Die Armaturen sind in allen Teilen weitgehend wartungsfrei konstruiert. Die Werkstoffe der gleitenden Teile sind so
gewählt, dass der Verschleiß minimal bleibt.
Bei jedem Membranventil ist die Membrane das am stärksten beanspruchte Bauteil und ist dem Verschleiß durch das
Durchflussmedium unterworfen.
Wir empfehlen, diese Verschleißteile in Abhängigkeit der Einsatzbedingungen und Betätigungshäufigkeit einer
individuell festzulegenden, regelmäßigen Kontrolle zu unterziehen.
Die Membrane kann kontrolliert werden, indem das Oberteil vom Gehäusekörper demontiert wird.
Siehe Austausch der Membrane unter Abschnitt 8.3.
Wir empfehlen trotz des hohen Sicherheitsstandards, je nach Betriebsverhältnissen einen Austausch des
entsprechenden Verschleißteiles (Membrane) spätestens nach 5 Jahren vorzunehmen.
8.3 Austausch der Membrane
8.3.1 Austausch der Membrane bei Membranventilen mit Handrad
Durch Lösen der Sechskantschrauben das Oberteil abbauen.
Durch gleichzeitiges einseitiges Ziehen und Drehen lässt sich die Membrane leicht aus dem Oberteil lösen. Es muss
sichergestellt werden, dass der Dichtwulst der Membrane beim Aufsetzen auf das Gehäuse quer zur Strömungsrichtung
orientiert ist.
Hinweis: Bei Nennweiten DN 65-150 wird zusätzlich eine Druckfeder oberhalb der Membrane eingesetzt.
Diese ist bei Einbau einer neuen Membrane an gleicher Stelle wieder einzusetzen.
Die Membrane wird durch Linksdrehung aus dem Oberteil und der Vierkantmutter ausgeschraubt.
Beim Einbau der Ersatzmembrane ist die Werkstoffkennzeichnung auf der Membrane zu beachten.
Der Einbau der neuen Membrane sollte folgendermaßen ablaufen: Die Auflageflächen der Membrane im Gehäuse und
in der Haube müssen sauber und trocken sein. Es wird empfohlen die Dichtfläche im Durchgang zu reinigen. Vor dem
Einbau ist ein eventuell vorhandener Schutz vom Befestigungsgewindestift der Membrane zu entfernen. In jedem Fall ist
die Membrane bis zum Anschlag, d. h. bis zur Anlage am Druckstück einzuschrauben und max 180º zurückzuschrauben.
Zur Montage des Oberteils auf das Gehäuse muss dieses erst in Offenstellung gebracht werden. Nun wird das Oberteil
mit der Membrane auf das Gehäuse aufgesetzt und die Schrauben zum Befestigen des Oberteils auf dem Gehäuse
lediglich handfest angezogen. Dann wird das Oberteil, wie oben beschrieben, in Geschlossenstellung gebracht (manuell
betätigte Oberteile durch Rechtsdrehung des Handrades in Schließstellung bringen und anschließend wieder um zwei
Umdrehungen nach links entlasten). Nun erst werden die Sechskantschrauben mit dem entsprechenden Drehmoment
über Kreuz gleichmäßig angezogen. Die erforderlichen Drehmomente können Tabelle 1 entnommen werden.
Tabelle 1: Anzugsmoment der Befestigungsschrauben Membranoberteil
Nennweite Armatur
15/20
25
32
40
50
65
80
100
125
150
Anzugsmoment (Nm)
10
15
30
30
40
60
60
40
40
40
-5-
9. Ersatzteile und Zubehör
Ersatz-Membrane von DN 15 bis DN 150, Werkstoff: EPDM
Ersatzteil-Nummer: A8100 123 01 …
Zubehör
K410012300001-00 11/13
Technische Änderungen vorbehalten.
Losflansch für Winkelbordscheiben
Winkelbordscheiben
Gewindeflansch
Blindflansch
Flanschdichtung
Sechskantschrauben
Figur 410 00
Figur 425 00
Figur 426 00
Figur 427 00
Figur 428 00
Figur 429 M
Gebr. Kemper GmbH + Co. KG
Metallwerke
Harkortstr. 5, D-57462 Olpe
Tel. 02761/891-0
Fax 02761/891-175
info@kemper-olpe.de
www.kemper-olpe.de
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